EUROPÄISCHES SEGELINFORMATIONSSYSTEM
America's Cup

Erneute Wende im America's-Cup-Streit
(16.10.08) Der New York Supreme Court gibt Alinghi Recht und bestimmt CNEV zum Herausforderer. Doch damit ist der Streit noch nicht beendet.
Alinghi siegte 2007 mit 5:2 gegen den Herausforderer Emirates Team New Zealand .New York - Überraschende Wende im America's-Cup-Streit: Die Berufskammer des New York Supreme Court hat dem Schweizer Titelverteidiger Alinghi Recht zugesprochen und den Club Nautico Espanol de Vela (CNEV) zum Herausforderer bestimmt.
Damit wurde das Urteil des Obersten Gerichtshofes vom März dieses Jahres revidiert und BMW Oracle als Herausforderer abgesetzt.
"Wir sind hoch erfreut über dieses Resultat und können nun mit unserer Vision von einem Anlass mit vielen Challengern weiterarbeiten. Der Entscheid des Gerichts erklärt unsere Vorgehensweise für korrekt und erlaubt es uns, den America’s Cup wieder aufs Wasser zu bringen", erklärte Ernesto Bertarelli, der Präsident von Alinghi.
Das Urteil bedeutet aller Voraussicht nach, dass es mit dem America's Cup so weitergeht wie ursprünglich vorgesehen: mit Einrumpfbooten und mit mehreren Herausforderern, die den Gegner des Schweizer Segel-Syndikats ermitteln.
Dann könnte womöglich auch das Team Germany wieder an den Start gehen.
Das Duell gegen BMW Oracle hätte auf Mehrrümpfern und unter Ausschluss weiterer Teilnehmer in einer Best-of-3-Serie stattgefunden. Die Teams haben längst mit dem Bau entsprechender Boote angefangen, die Aktivitäten vor Gericht und im Bootsbau auf beiden Seiten schon Millionen verschlungen.
Kurz nach der erfolgreichen Titelverteidigung 2007 hatte Alinghi einen Vertrag mit dem CNEV geschlossen, der die Spanier zum Vertreter der Herausforderer machte. Dagegen hatte BMW Oracle geklagt und nach einem achtmonatigen Prozess zunächst Recht bekommen.
"Wir sind von dieser Entscheidung überrascht und von ihr enttäuscht. Wir werden nun juristischen Rat einholen und den nächsten Schritt abwägen", sagte Tom Ehman, der Sprecher des Golden Gate Yacht Clubs (GGYC).
Der Club könnte im Namen von BMW Oracle Einspruch einlegen. Somit droht der Streit in die nächste Runde zu gehen.
Quelle: BMW ORACLE Racing Press Office
BMW-Oracle macht Alinghi Friedensangebot
(25.09.08) Zwei Monate nach der überraschenden Niederlage vor einem New Yorker Berufungsgericht hat America's-Cup-Herausforderer BMW Oracle Racing Verteidiger Alinghi ein neues Friedensangebot gemacht. Die Amerikaner bieten an, das von ihnen initiierte Berufungsverfahren in letzter Instanz aufzugeben, sollten die Schweizer einen America's Cup mit vielen Herausforderern mit den Regeln aus dem Jahr 2007 organisieren.
In einem Brief an Pierre-Yves Firmenich, Präsident des Alinghi- Vereins Société Nautique de Genève, erklärte Marcus Young, Präsident des herausfordernden Golden Gate Yacht Club (GGYC): "Wenn Sie sich bereiterklären, umgehend eine America's Cup-Regatta mit vielen Herausforderern in Valencia zu unterstützen, die auch den GGYC zulässt und unter Regeln wie im 32. America's Cup stattfindet, dann werden wir unsere Klage fallenlassen und ein Duell mit Mehrrümpfern vermeiden."
Alinghi befindet sich seit dem Urteil zugunsten der Schweizer im Juli wieder in starker Position, führt bereits Gespräche mit Teamchefs wie Sir Keith Mills (Team Origin), Patrizio Bertelli (Luna Rossa) und anderen. Während BMW Oracle Racings Hoffnungen auf dem laufenden Berufungsverfahren ruhen, dessen Urteil mit ungewissem Ausgang aber noch ein Jahr oder länger auf sich wartenlassen könnte, ist neue Bewegung in den Streit um die Macht im America's Cup gekommen.
Alinghis Besitzer Ernesto Bertarelli ist in dieser Woche geschäftlich in Kalifornien. In diesem Rahmen, so erklärte eine Pressesprecherin Alinghis, sei es "möglich, dass Ernesto Bertarelli und Larry Ellison (BMW-Oracle-Besitzer, d. Red.) bei einem Treffen die Gespräche fortführen, die sie in den vergangenen Wochen telefonisch geführt haben". Weiter heißt es aus Alinghis Lager: "Wir glauben, dass die diplomatische Route die Tür zu einer Lösung aufmachen kann und bevorzugen es deshalb, nicht auf die Pressemitteilung des Golden Gate Yacht Clubs zu reagieren, bis sich Ernesto und Larry getroffen haben."
Neue Konkurrenz könnte den etablierten Teams von einem Neuling aus Deutschland drohen. Der Hamburger Millionär Harm Müller-Spreer will mit seinem Platoon-Segelteam beim kommenden America's Cup an den Start gehen. Unter anderem konnte Müller-Spreer den Top-Segler Jochen Schümann verpflichten, der in seiner Karriere dreimal olympisches Gold gewann und als Sportdirektor des Teams Alinghi großen Anteil an den America's-Cup-Erfolgen 2003 und 2007 hatte.
Quelle: BMW ORACLE Racing Press Office
BMW Oracle und das falsche Boot zur falschen Zeit
(15.09.08) Im Ausgeben von Geld für den Spitzensport hat BMW Erfahrung. Schließlich unterhält der Münchner Autohersteller ein eigenes Formel-1-Team. Da fallen die Millionen für den America's Cup offenbar so wenig ins Gewicht, dass man ein Rennboot bauen lassen kann, das nach Lage der Dinge niemals eine Regatta fahren wird.
BMW ist Partner des Milliardärs Larry Ellison, er ist Besitzer der Softwarefirma Oracle und des America's-Cup-Teams. Ellison segelt selbst Regatten, und er erträgt es nicht zu verlieren. Beim America's Cup 2007 vor Valencia scheiterte BMW Oracle im Halbfinale, und an die erfolgreiche Titelverteidigung des Alinghi-Teams schloss sich ein Rechtsstreit an, der seinesgleichen sucht. Im Kern geht es um die Frage, wie der Cup in Zukunft zu veranstalten sei: als Zweikampf zwischen BMW Oracle und Alinghi oder als groß angelegte Quasi-Weltmeisterschaft mit vielen Teilnehmern, vielen Vor-Regatten und lang anhaltender öffentlicher Aufmerksamkeit. Ellison sucht den Erfolg im Duell, Alinghi-Chef Ernesto Bertarelli will lieber die große Show. Beide versuchen außerdem, das Reglement des Wettbewerbs so auszureizen, dass ihre Schiffe nicht verlieren können.
BMW Oracle hat sich mit seinem Schiff, das in nur neun Monaten Bauzeit entstand, zu einer großzügigen Regelauslegung entschlossen. Die Stiftungsurkunde des America's Cup enthält einen Passus, nach dem die Yacht eines einzelnen Herausforderers - als solchen sieht sich Ellison - nicht länger und breiter als 90 Fuß (27,43 Meter) sein darf. Alles andere ist nach der Interpretation des amerikanisch-deutschen Teams frei wählbar.
So beschloss BMW Oracle, ein mehrrümpfiges Boot zu bauen, das den herkömmlichen Einrumpfyachten hoch überlegen ist. Die schmalen Kufen eines Trimarans setzen dem Wasser weit weniger Widerstand entgegen als ein Standardrumpf, und sei er noch so schlank. Da die neue BMW-Oracle-Yacht schon bei Windgeschwindigkeiten um neun Knoten in Schräglage gerät, fährt sie auch bei leichtem Wind auf nur einer Kufe und ist noch schneller.
Um sich auf dieses immer noch mögliche Duell vorzubereiten, arbeiten auch die Schweizer an einem Mehrrümpfer. Sie können außerdem im Fall einer Niederlage vor Gericht als Cup-Verteidiger den Austragungsort bestimmen. So lassen sich die Vorteile des amerikanischen Trimarans auch durch die Wahl eines extrem windreichen Reviers begrenzen.
Das Problem für Larry Ellison und seinen Skipper, den mehrfachen Cup-Gewinner Russell Coutts: Justitias Waage hat sich überraschend zu ihren Ungunsten geneigt. Der aktuelle Stand im Rechtsstreit besagt, dass der America's Cup mit mehreren Konkurrenten stattfinden soll, wahrscheinlich erst 2011 wieder. Die letzte Instanz ist nun das Berufungsgericht des Staates New York, dessen Entscheidung aber sechs bis 24 Monate auf sich warten lassen kann.
Unterdessen trainiert die 20-köpfige BMW-Oracle-Crew mit dem erst 14 Tage alten Schiff, zunächst aber nur ganz vorsichtig. Für den Neubau hat man die Unterstützung des französischen Designbüros Van Peteghem/Lauriot Prevóst gesichert, das derzeit die schnellsten Mehrrumpfyachten konstruiert. Und um das Know-how zum Segeln des Trimarans schnell zu erwerben, wurde der französische Skipper Franck Cammas verpflichtet, einer der weltweit erfolgreichsten Trimaran-Segler. "Es ist wichtig, langsam zu beginnen, um das Schiff Schritt für Schritt kennenzulernen. Für die meisten von uns ist dies hier Neuland", sagt Cammas.
Wie alle modernen Mehrrumpfyachten verfügt der in der Cup-Szene als "Stradivarius" bezeichnete Neubau über einen drehbaren und gegen den Wind kippbaren Mast, der den Wirkungsgrad der Segel bei der Fahrt auf nur einem Rumpf verbessert. Außerdem verschaffen gebogene Schwerter den Kufen mehr Auftrieb. Nun lernt das Team um Skipper Russel Coutts, vorsichtig mit der Riesenrennmaschine umzugehen - noch weiß keiner, wie sehr man das Schiff belasten kann. "Vor uns liegt eine interessante Herausforderung, und wir werden langsam und vorsichtig vorgehen müssen, wenn wir uns dem vollen Potenzial der Yacht nähern", sagt Coutts. Und Taktiker John Kostecki ergänzt: "Wir sind die Testpiloten, und wir gehen behutsam vor, um größere Brüche zu vermeiden." Auf ersten Testschlägen bei bescheidenen sechs bis acht Knoten Wind wurde das 500 Quadratmeter riesige Großsegel nur doppelt gerefft hochgezogen. Kommt dazu noch die Genua mit 350 Quadratmetern und der Gennaker mit weiteren 700, hat der Trimaran eine Gesamtsegelfläche von 1550 Quadratmetern.
Weil einem Trimaran der stabilisierende Kiel fehlt, und weil wegen der riesigen Segel der mittlere Rumpf so leicht aus dem Wasser kommt, ist die Gefahr des Kenterns groß - die Crew segelt momentan mit Helmen. Ob sie das richtige Boot segelt, weiß sie nicht.
Quelle: Sandra-valeska Bruhns
Ein Leben ohne America's Cup
(19.07.08) Wann Russell Coutts den wertvollsten Pokal der Segelwelt zurückholen kann, steht in den Sternen. In der Zwischenzeit fährt er neue Rennyachten, die seinen Namen tragen
Für Segler ist Russel Coutts das, was Michael Schumacher für Formel-1-Freunde war: die Nummer eins, der begehrteste Steuermann der Branche. So jemand darf natürlich beim Gespräch die Sonnenbrille aufbehalten. Immerhin fragt er, ob man nichts dagegen hat. Fürs Foto nimmt er sie auch ab - und schaut dann, wie eben jemand schaut, der daran gewöhnt ist, die Welt durch getöntes Glas zu betrachten.
Dennoch bleibt Coutts locker, fast wie ein Amerikaner, obwohl er doch Neuseeländer ist. Eine Zeit lang galt er als Landesverräter, weil er seinen dritten America's Cup mit dem Schweizer Boot "Alinghi" holte und dabei ausgerechnet Team New Zealand mit 5:0 versenkte. Inzwischen dient Coutts dem America's-Cup-Team BMW Oracle als Skipper und ist damit Gegner von Alinghi und Beteiligter der juristischen Auseinandersetzung um die Austragung des kommenden Wettbewerbs. Trotzdem hat er Zeit, sich mit einer anderen Regattaserie zu befassen, der neuen RC 44.
RC? Genau, die Buchstaben stehen für Russell Coutts. Gemeinsam mit dem slowenischen Yachtdesigner Andrej Justin hat er die Einheitsklasse RC 44, bei der die 44 Fuß (13,35 Meter) langen Yachten alle gleich sind, ins Leben gerufen.
Die Idee dafür habe er schon vor Jahren gehabt, beeilt Coutts sich zu erklären. RC 44 habe nichts mit den Querelen um den America's Cup (AC) zu tun. "Ich wollte schon immer so ein Konzept entwickeln." Im Prinzip sind die RC-44-Boote kleine AC-Renner: langer, dünner Kohlefaserrumpf, maximales Gewicht in der Kielbombe und reichlich Segelfläche. An Bord sind acht Mann Besatzung, die im offenen Cockpit Seilwinden und Steuerrad bedienen. Plus Gast, der während der Rennen im Heck eher unbeachtet geduldet wird. Und sehen sollte, dass er nicht über die tief liegende Bordwand purzelt, wenn das Schiff sich neigt.
"Die Atmosphäre ist sehr relaxt", sagt Russel Coutts über die RC-44-Rennen, dennoch gestikuliert er wild mit den braun gebrannten Händen. "Das soll Spaß machen", fügt er hinzu. Doch das kann nicht alles sein. Schließlich kostet jede Yacht um die 400 000 Euro, zudem müssen die Schiffe zu den Regatten in ständig neue Reviere transportiert werden. Dass sich BMW Oracle Racing also zum Spaß hier engagiert, darf bezweifelt werden.
RC 44 wird eher als Training betrachtet. Während die Segel im America's Cup vorerst gestrichen sind, sind etliche der Profis in kleineren Rennserien aktiv. Darunter neben den TP 52-Yachten und den Extreme-40-Katamaranen eben auch die RC 44.
Im America's Cup werden es mit größter Wahrscheinlichkeit bald Riesenkatamarane sein, die um die Wette segeln, daher trainiert BMW Oracle auch auf Extreme 40. "Wir versuchen, uns auf Mehrrumpfboote zu konzentrieren", sagt Coutts. "Die Boote werden extrem schnell sein. Da gibt es noch eine Menge zu lernen." Die Zweirümpfer werden das Gesicht des mehr als 100 Jahre alten Wettbewerbs verändern, denn Katamarane sind mit den bisherigen Einrumpfbooten nicht vergleichbar. "Der Sport geht sehr in Richtung High-Performance. Ich hoffe sehr, dass der Geist bleibt", sagt Coutts. Die Streitigkeiten im Cup scheinen ihm doch gegen den Strich zu gehen. "Alle wollen, dass das Rennen so schnell wie möglich weitergeht."
Angesichts der gerichtlichen Auseinandersetzungen um den America's Cup ist es kein Wunder, dass sich BMW Oracle gerade auf die Matchraces konzentriert und übt, wo es geht. Noch in diesem Jahr könnte es eine Entscheidung geben über das Duell zwischen der Schweizer Kampagne Alinghi und BMW Oracle. "Wann und wo ist noch offen", sagt Coutts.
Der 46-jährige Neuseeländer scheint die Regatten auf den kleinen Booten jedenfalls zu genießen. Vom Trubel des America's Cup ist hier keine Spur. Die Rennen werden in kleinen Klubs veranstaltet, jeder kann überall hin und jedes Boot ansehen. Natürlich sind Coutts' Frau und die vier Kinder mit dabei. "Meine Kinder haben es ganz schön gut", sagt er. "Sie sehen die schönsten Plätze der Welt." Zeit für Sport nimmt sich der Star aber auch unterwegs. Am Gardasee zog er sich die Boxhandschuhe an und schlug auf die Pratzen seines Trainers ein. Auch Kämpfen will gelernt sein.
Mit den RC 44 habe er sich einen Wunsch erfüllt, sagt Coutts. Die Boote sind allesamt identisch und werden im selben Werk gebaut. So hat kein Team Materialvorteile. Technische Finessen der Konstruktion sind der teilbare Mast sowie das abnehmbare Heck. Binnen weniger Stunden können die Boote demontiert und in einem eigens konstruierten Container verstaut werden. "Das ist das erste Mal, dass die Logistik beim Bau von Yachten integriert ist", sagt Coutts. So ist es auch kein Zufall, dass DHL, die Logistiktochter der Deutschen Post AG, zu den Sponsoren der Regattaserie zählt.
Sind die Boote verpackt, kommen auch schon die Tieflader, und ab geht es zum nächsten Rennen, von denen über das Jahr verteilt sechs stattfinden. Das Rennen auf dem Gardasee war schon der vierte Stopp in diesem Jahr. Beim Matchrace Boot gegen Boot konnte Russel Coutts auch wieder punkten. Am Steuer stand allerdings Larry Ellison, der Computermilliardär und Chef der Softwarefirma Oracle. Die Vorschriften wollen, dass die Syndikats-Bosse bei den Matchraces selbst steuern. Coutts instruierte ihn allerdings, indem er ihm zurief, welcher Kurs vielversprechend aussieht. "Larry liebt es, gegen die Besten zu kämpfen. Er will immer besser werden", sagt Coutts.
Eines seiner eigenen Erfolgsgeheimnisse ist, dass er als eine Art lebende Wetterstation gilt. "Ich könnte dir eine Karte zeichnen, wo die Winde auf dem See sind", sagt Coutts und erklärt sofort die Schwierigkeiten von Revieren wie dem Gardasee oder dem Traunsee in Österreich, wo die RC 44 im Mai segelten. "Hier kommt der Wind von oben, den Berg herunter." Als vollkommenen Segler sieht sich Russell Coutts aber nicht. "Ich lerne noch immer eine Menge."
Quelle: BMW ORACLE Racing Press Office
Audi MedCup: Jochen Schümann bei der dritten Regatta auf dem Siegertreppchen?
(27.06.08) Platoon-Teamchef Jochen Schümann hat für die in der kommenden Woche vor Cagliari (Sardinien) stattfindenden dritten Regatta des Audi MedCup eine eindeutige Marschrichtung ausgegeben: "Nachdem wir in Marseille nur hauchdünn an einem Podestplatz gescheitert sind, möchten wir bei der "Trofeo Región de Cerdeña" endlich den Sprung aufs Siegerpodest schaffen. Wir haben das Boot in den vergangenen Wochen weiterhin optimiert und sind uns ganz sicher, das wir es dieses Mal schaffen werden." Gerade auf den erneuten Vergleich mit dem derzeit führenden Team Bribon (Spanien) freut sich der 53jährige Wahl-Valencianer: "Sowohl beim Sardinias Rolex Cup, als auch bei der letzten Audi MedCup Regatta in Marseille haben uns die Spanier auf den letzten Metern immer die Suppe versalzen. Das wird sich nun aber in Cagliari ändern - da bin ich mir ganz sicher!"
Insgesamt werden 13 Yachten aus 10 verschiedenen Ländern an den Start der dritten Regatta des Audi MedCup gehen. Zu den Favoriten auf den Sieg bei der "Trofeo Región de Cerdeña" gehört neben der spanischen Bribon (Spanien - 80,2 Punkte) mit dem neuseeländischen America's Cup Steuermann Dean Barker am Ruder auch die derzeit auf den Medaillenrängen liegenden Teams von Artemis (Schweden - 92 Punkte) und Quantum (USA - 92 Punkte). Mit 99 Punkten liegt Platoon powered by Team Germany in Schlagdistanz zu den Top-Teams der Regattaserie.
Gespannt darf man auch darauf sein, inwieweit das italienische Team von Audi powered by Q8 den Heimvorteil für sich nutzen kann. Zurzeit liegen die Italiener mit 159 Punkten im Mittelfeld des Gesamtklassements.
Die "Trofeo Región de Cerdeña" beginnt am kommenden Dienstag, 01. Juli und endet am Samstag, 05. Juli 2008.
Aktueller Stand des Audi MedCup nach zwei von sechs Regatten:
1 BRIBON 42 38.2 80.2
2 ARTEMIS 60 32 92
3 QUANTUM 46 46 92
4 PLATOON 58 41 99
5 MATADOR 67 50 117
6 MEAN MACHINE 41 78 119
7 EL DESAFIO 65 70 135
8 CxG CORPORA.CAIXA GALICIA 89 57.6 146.6
9 MUTUA MADRILEÑA 65 86.4 151.4
10 AUDI TP52 POWERED BY Q8 86 73 159
11 CRISTABELLA 85 78 163
12 USA 17 180 26 206
13 RUSAL - SYNERGY 129 102 231
14 TAU CERAMICA ANDALUCIA 55 180 235
15 VALARS 132 108 240
16 ONO 89 180 269
17 CAM-CAJA DEL MEDITERRANEO 116 180 296
18 AIFOS 180 180 360
19 BIGAMIST 180 180 360
Die nächsten Regattatermine:
Audi MedCup 2008
Porto Portals (Spanien) Breitling Regatta 21. Juli - 26. Juli 2008
Cartageña (Spanien) Trophy Region of Murcia 25. Aug - 30. Aug 2008
Portimao (Portugal) Trophy of Portugal 15. Sep - 20. Sep. 2008
TP-52 Global Championship Lanzarote (Spanien): 15. Okt - 25. Okt 2008
Quelle: Lars Böcking
Jochen Schümann will bei der Regatta des Audi MedCup in Marseille unter die Top 3
(30.05.08) Nach dem überaus positiven Abschneiden seines Teams "Platoon powered by Team Germany" mit Platz 5 im Gesamtklassement bei der ersten Regatta des Audi MedCup in Alicante möchte Teamchef und Steuermann Jochen Schümann bei der nun anstehenden Regatta in Marseille, Frankreich (Dienstag 03.Juni bis Samstag 07. Juni) weiter vorne angreifen: "Wir haben in der vergangenen Woche vor Valencia gut trainiert und haben unser nagelneues Boot mittlerweile sehr gut im Griff. Nachdem wir in Alicante noch mit einer "schwimmenden Baustelle" unterwegs waren, bin ich mir sicher, dass wir uns in Marseille noch weiter verbessern werden. Vielleicht gelingt uns ja eine Platzierung unter den Top 3." Auch der Hamburger Eigner und Skipper Harm Müller-Spreer blickt positiv nach Marseille: "Wir haben in Alicante einen guten Start in die Regattasaison erwischt und gezeigt, dass wir zu den
Top-Teams gehören. Ich bin mir sicher, dass wir in Marseille an diese gute Leistung anknüpfen können."
Erster Auftritt von Larry Ellison und Russell Coutts mit USA 17
Für viele der Segler stellt die Regatta um die "Trofeo Ciudad de Marsella" so etwas wie einen Ausflug in die eigene America's Cup Vergangenheit dar. Im September 2004 gingen 5 America's Cup Yachten an den Start der ersten Pre-Regatta um den 32. America's Cup. Auch dieses Mal wird vor der malerischen Kulisse des durch den Roman "Der Graf von von Monte Christo" von Alexandre Dumas bekannt gewordenen "Chateau d'If" gesegelt. An den Start der zweiten Regatta des Audi MedCup gehen insgesamt 14 TP-52-Yachten, darunter auch zum ersten Mal in dieser Saison das Team des Software-Riesen und Milliardärs Larry Ellison (Steuermann), das mit der brandneuen Yacht USA 17 ins Regattageschehen eingreifen wird. Mit an Bord als Taktiker von USA 17 ist der dreimaligen America's Cup Sieger Russell Coutts.
Opti-Weltmeister Julian Autenrieth unterstützt Platoon
Mit einer ganz besondere Verstärkung macht auch Platoon-Teamchef Jochen Schümann auf sich aufmerksam: Um das zulässige Crewgewicht von 1.273kg komplett auszuschöpfen, hat der dreifache Olympiasieger und zweifache America's Cup Sieger den 16jährigen Julian Autenrieth (Augsburg / Bayerischer Yachtclub) für die Regatta um die "Trofeo Ciudad de Marsella" verpflichtet. Jochen Schümann möchte dem Opti-Weltmeister von 2006 einen Einblick in die "Championsleague des Segelsports" verschaffen. Hierzu der Penzberger: "Julian hat in den vergangenen Jahren mit konstant guten Spitzenleistungen auf sich aufmerksam gemacht. Der Junge verfügt über ein außerordentliches Talent und ich finde, dass wir in Deutschland solche Talente fördern müssen. Ich glaube, dass wir mit unserem "Leichtgewicht" in Marseille noch richtig Spaß bekommen werden!"
Aktueller Stand des Audi MedCup nach der 1. Regatta in Alicante (Spanien):
1 MEAN MACHINE 41 41
2 BRIBON 42 42
3 QUANTUM 46 46
4 TAU CERAMICA ANDALUCIA 55 55
5 PLATOON POWERED T.GERMANY 58 58
6 ARTEMIS 60 60
7 MUTUA MADRILEÑA 65 65
8 EL DESAFIO 65 65
9 MATADOR 67 67
10 CRISTABELLA 85 85
11 AUDI TP52 POWERED BY Q8 86 86
12 CxG CORPORA.CAIXA GALICIA 89 89
13 ONO 89 89
14 CAM-CAJA DEL MEDITERRANEO 116 116
15 RUSAL - SYNERGY 129 129
16 VALARS 132 132
17 AIFOS 180 180
18 BIGAMIST 180 180
19 USA 17 180
Quelle:
united-internet-team-germany
America Cup-Skipper bei Kenterung verletzt
(22.5.08) Skipper Russell Coutts, einer der profiliertesten America's Cup-Segler, wurde verletzt, als am 21.5. sein Extreme 40 Katamaran während der BMW Oracle Racing's In-House-Regatta kenterte. Als die Crew versuchte, das Boot aufzurichten, erlitt Coutts Schnittwunden. Die anderen drei Mann blieben unversehrt, als sich das Unglück bei 17-20 Knoten Wind ereignete. Der Mast des Bootes aber brach, als es zurück zur Basis geschleppt wurde. BMW Oracle Racing, unterstützt durch San Franciscos Golden Gate Yacht Club, will den America's Cup Champion Alinghi in 90-Fuß langen Mehrrumpfbooten 2009 schlagen. Im März waren zwei Segler der Alinghi America's Cup Crew per Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht worden, nachdem ihr 60 Fuß langer Trimaran vor Frankreich bei einem Training gekentert war. BMW Oracle Racing baut ein Multirumpfboot in Anacortes, Washington, von dem aber nicht bekannt ist, ob es sich um einen Kata- oder Trimaran handelt. Der Neuseeländer Coutts segelte ungeschlagen drei America's Cup-Finales. Ee war 1995 und 2000 Skipper des Team New Zealand und brachte das Team Alinghi 2003 zum Sieg. 2007 verließ er Alinghi nach Streitigkeiten mit dem Syndikatsboss Ernesto Bertarelli.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Alinghi zurück vor Gericht
(27.03.08) America's Cup-Verteidiger Alinghi geht erneut vor Gericht. Nach der ersten gerichtlichen Niederlage gegen den US-Segelrennstall BMW Oracle Racing wollen die Schweizer nun in einer Eilanhörung klären lassen, wann das vom Gericht festgesetzte Exklusiv-Match gegen die Amerikaner stattfinden soll. Alinghi will erst 2009, BMW Oracle Racing dagegen noch im Oktober 2008 antreten. Alinghis Besitzer Ernesto Bertarelli sagte nach den geplatzten Verhandlungen der Streitparteien am Mittwochabend in Genf: "Larry Ellison hat durch seine Aktivitäten erfolgreich zwölf gemeldete Teams zerstört." Sein Gegenspieler habe alle Pläne für eine Mehrfach-Herausforderung 2009 vor Valencia zerstört und sich mit Hilfe des Rechtssystems einen Platz im America's-Cup-Match gesichert, den er "auf dem Wasser nie erreichen konnte".
Alle anderen Herausforderer für die 33. Cup-Auflage haben sich mittlerweile wie Team Germany aufgelöst (mehr...) oder stark reduziert. Sie können erst bei der 34. Auflage wieder in die Rennen um die älteste Trophäe des Segelsports eingreifen. Team New Zealands Sportchef Grant Dalton, dessen Mannschaft Alinghi aufgrund des Ausfalls in New York auf Schadensersatz in zweistelliger Millionenhöhe verklagt (mehr...), sagte: "Nachdem Alinghi erklärt hat, dass sie nicht im Oktober 2008 antreten können, sollten sie jetzt sofort aufgeben." So könnten BMW Oracle und die anderen Herausforderer wieder auf Kurs gehen. Die von Alinghi verursachte finanzielle Misere der Herausforderer wäre nur so zu beenden.
Quelle: PR Team Andreas Kling/Mareike Guhr
Alinghi muss gegen BMW Oracle segeln
(19.03.08) Durch das Urteil des Obersten Gerichtshofs in New York ist ein mehr als achtmonatiger Streit um die Regularien für den America's Cup beendet worden. "Wir sind sehr zufrieden mit dieser Entscheidung und können nun endlich die Vorbereitungen auf die nächste Regatta treffen", heißt es in einer Mitteilung von BMW Oracle.
Das amerikanische Syndikat hatte Titelverteidiger Alinghi eine regelwidrige Auswahl des Verhandlungspartners auf Seiten der Herausforderer vorgeworfen und wollte diese Rolle selbst übernehmen. So haben die Amerikaner nun ein Exklusiv-Duell erzwungen, eine Möglichkeit, die schon in der Stiftungsurkunde des America's Cup von 1887 vorgesehen ist.
Das Team Alinghi hat bereits angekündigt, das Urteil zu akzeptieren. "Lasst uns das auf dem Wasser klären", sagte Besitzer Ernesto Bertarelli. Nun wird es 2009 vermutlich zu einem Duell auf Mehrrumpfbooten kommen.
Bei dieser Lösung bleiben die anderen Syndikate wie das Team Germany außen vor. Ein harter Schlag für das ambitionierte Projekt, ob der ungewissen Zukunft war bereits in der vergangenen Woche beschlossen worden, das Team vorerst aufzulösen.
Auch Team New Zealand, das im vergangenen Finale gegen Alinghi den Kürzeren gezogen hatte, ist wahrscheinlich zum zuschauen verdammt. Die Neuseeländer hatten vor kurzem ebenfalls gegen Alinghi geklagt.
Die Schweizer durften als Titelverteidiger den Schauplatz und die Regularien der kommenden Regatta bestimmen. Dabei kam es zum Streit mit BMW Oracle, der sich über Monate hinzog. Die Amerikaner hatten schon einmal vor Gericht Recht bekommen, doch Alinghi hatte damals erfolgreich Widerspruch eingelegt.
Quelle: PR Team Andreas Kling/Mareike Guhr
"Dann wird die Sache ausgesegelt"
(15.03.08) Der America’s Cup war auf bestem Wege, ein Medienereignis zu werden. Seit das Schweizer Team Alinghi mit dem deutschen Sportdirektor Jochen Schümann den Cup 2003 gewonnen und erstmals nach Europa gebracht hat, ist das Interesse stetig gestiegen. 2007 wurde unter großer Aufmerksamkeit vor Valencia gesegelt, erstmals in der Cup-Geschichte mit einem deutschen Team. Nach dem Cup 2007 wechselten Schümann und andere namhafte Segler ins deutsche Team, um etwas aufzubauen. 2009 sollte wieder gesegelt werden. Doch seit Monaten streiten Titelverteidiger Alinghi und das Team BMW/Oracle vor Gericht, so dass die Zukunft des Cups unklar ist. In dieser Woche wurde bekannt, dass das deutsche Team wegen der Unsicherheiten aufgelöst wird.
SZ: Herr Schümann, der America’s Cup ist, gelinde gesagt, unübersichtlich geworden. Zwei Teams streiten vor Gericht, ein drittes klagt auf Schadensersatz, weil nicht gesegelt wird, und das deutsche Team hat sich gerade aufgelöst. Eine einfache Frage: Wird 2009 im America’s Cup gesegelt?
Schümann: 2009 wird mit Sicherheit nicht im America’s Cup gesegelt. Durch den Rechtsstreit zwischen Alinghi und BMW/Oracle ist das nicht möglich.
SZ: Worüber streiten die Beiden?
Schümann: Alinghi hat sich mit dem Sieg 2007 das Recht ersegelt, den Modus zu bestimmen. Aber das Team BMW/Oracle akzeptiert das Protokoll nicht, das den America’s Cup definiert, weil sie der Meinung sind, es sei unfair.
SZ: Wie sehen sie das?
Schümann: Ich und viele andere Teams sehen das nicht so. Es gab sieben Teams, die das Protokoll von Alinghi akzeptiert haben und um den Cup segeln wollten. Wir haben uns auf eine neue Bootsklasse und vieles mehr geeinigt, das wurde alles ausdiskutiert. Eigentlich liegen alle Dokumente auf dem Tisch, so dass man jetzt segeln könnte.
SZ: Das klingt ziemlich absurd. Wie kann es sein, dass dieser Streit den gesamten Cup aufhält?
Schümann: Wenn man sehr formaljuristisch denkt, hat Alinghi ein paar kleine Fehler gemacht, die nun dem die Angriffsfläche bieten, der streiten will. Und wie das so ist: Wenn man erstmal vor Gericht ist, dann ist sämtliche Logik beendet und es geht ins Formaljuristische. Oracle hat in New York in erster Instanz einen Erfolg gelandet und den gesamten Cup-Event ausgehebelt.
SZ: Kann es sein, dass jenseits des Formaljuristischen die Egos der Team-Eigner einfach zu groß sind?
Schümann: Wenn zwei streiten, haben immer beide schuld. Der Cup-Sieger Alinghi mit Ernesto Bertarelli an der Spitze hat siegestrunken sicherlich ein wenig leichtsinnig mit dem Protokoll agiert und dadurch Angriffsflächen geboten. Es ist aber so, dass Oracle-Eigner Larry Ellison, der ja bekannt ist für seinen egozentrischen Stil, es einfach hasst, Verlierer zu sein, beziehungsweise: nicht Cup-Gewinner. Und nachdem sein Team beim Cup 2007 ziemlich enttäuschend abgeschnitten hat, versucht es jetzt, auf anderem Wege Einfluss zu gewinnen. Den wirklichen Einfluss bekommt aber nur, wer den Cup gewinnt. Es ist also ein Kampf der großen Egos, und man darf nicht erwarten, dass dieser Streit sich von selber löst. Deshalb muss es entweder eine klare Gerichtsentscheidung geben, wonach es nicht aussieht, oder die Lösung, die bereits 1851 in der Stiftungsurkunde des Cups vorgesehen war: Dann wird die Sache ausgesegelt, in drei Rennen, nur zwischen den Streitenden.
SZ: Etwas archaisch, aber durchaus faszinierend.
Schümann: Da sieht man, wie klug damals die Leute waren, dass sie nicht nur den Gerichten trauten, sondern auch eine salomonische Lösung vorsahen.
SZ: Gibt es spezielle Regeln für diesen Zweikampf?
Schümann: Normalerweise akzeptieren die Herausforderer mit ihrer Unterschrift das Protokoll des Verteidigers. In diesem Fall, da gegen das Protokoll geklagt wird und es keine Einigung gibt, werden die Rechte halbiert. Der Kläger darf die Bootsklasse festlegen, Alinghi darf bestimmen, wo gesegelt wird.
SZ: Hier kommt ins Spiel, dass Oracle mit einem Zweirumpfboot, einem Katamaran segeln will. Und dass es ziemliche Verwirrung darüber gibt, dass zugleich von einen Kielboot die Rede war - welches bekanntlich nur einen Rumpf hat.
Schümann: Das liegt daran, dass Oracle von Beginn an auf das Deed-of-gift-race zielte, also das Entscheidungsrennen, und Alinghi in einer Yacht herausfordern will, die 90 mal 90 Fuß misst. Nun wird jedes Wort im Reglement des America’s Cups genauestens nach dem Oxford English Dictionary definiert, und darin ist eine Yacht stets als Kielyacht definiert. Und eine Kielyacht mit dem Maßen 90 mal 90 wäre ein großer Betonklotz. Eigentlich meinte Oracle natürlich einen Katamaran der Größe 90 mal 90. Aber ein Katamaran wird nicht als Yacht bezeichnet. Das ist wichtig zu verstehen, denn deshalb könnte der Richter Oracles Herausforderung ablehnen. Alinghi pocht darauf, dass die Bootsbeschreibung nicht korrekt ist. Und damit ungültig. Das wäre der kürzeste Weg, einer Partei Recht zu geben.
SZ: Welchen Ausgang bevorzugen Sie?
Schümann: Unser Interesse ist, dass sich alles so oder so schnell löst und es wieder einen America’s Cup für alle gibt. Aber was da jetzt vor Gericht rauskommt, ist überhaupt nicht absehbar.
Quelle:
united-internet-team-germany
Verträge der Mitarbeiter des United Internet Team Germany enden zum 31. März 2008
(12.03.08) Im Moment gibt es für das United Internet Team Germany keine Grundlage, die Arbeit für die zweite Teilnahme am America´s Cup wie bisher fortzuführen.
Die Deutsche Challenge hat sich mit seinen Partnern United Internet AG, AUDI AG und Porsche Consulting bei einem Treffen am 10. März 2008 in Ingosltadt gemeinsam darauf verständigt, dass die bisherige, vertrauensvolle und erfolgreiche Zusammenarbeit auf der Grundlage eines neuen Protokolls / Regelwerks und damit ein Termin zum 34. America's Cup fortgeführt wird. Die Verträge sämtlicher Teammitglieder laufen zum 31. März 2008 aus, die Base in Valencia wird zum 31. März 2008 vorerst geschlossen.
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Deutsches Syndikat entlässt Segler
(29.01.08) Betroffen von den Entlassungen ist auch Teamchef Jochen Schümann. "Sämtliche Verträge, auch der von Jochen Schümann, laufen am 31. März aus und werden nicht verlängert", bestätigte Syndikatschef Michael Scheeren dem "Focus". Die Entscheidung geht zurück auf den Gerichtsstreit zwischen Cup-Verteidiger Alinghi (Schweiz) und Kläger BMW Oracle Racing (USA), der die America's-Cup-Welt seit Monaten lähmt und dessen Ende noch nicht in Sicht ist.
"Wir können auf Dauer nicht ein großes Team finanzieren, ohne zu wissen, wann und wie es mit dem America's Cup weitergeht", sagte Scheeren. Die Entscheidung bedeute aber nicht das Aus für die deutschen Ambitionen beim America's Cup. Bei einer Neuauflage 2011 solle das Team wieder dabei sein. Auch die bisherigen Sponsoren (United Internet, Audi, Porsche Consulting) bekundeten für den Fall ihr Interesse.
Schümann bemühte sich in den vergangenen Wochen und Monaten, Alternativen für seine Mannschaft zu finden: "Wir müssen eigene Aktivitäten entwickeln. Deshalb arbeiten wir mit anderen Teams, insbesondere mit dem britischen Origin-Team, zusammen, um noch 2008 Grand-Prix-Rennen mit den bisherigen Jachten zu organisieren", hatte der zweimalige America's-Cup-Gewinner mit dem Schweizer Boot Alinghi gesagt.
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Team Germany will alternative Serie
(27.01.08) "Das Management ist bestrebt, 2008 drei Grand-Prix-Veranstaltungen zusammen mit den anderen Herausforderern auszutragen, um die Kernmannschaft bis zum 33. America's Cup zusammenzuhalten", sagte Syndikatschef Michael Scheeren. Sollte die Serie zu Stande kommen, würden auch die Sponsoren bleiben. Viel Zeit ist nicht. Am 31. März laufen bei Team Germany (Etat: gut 50 Millionen Euro) die Verträge mit den Seglern aus, auch der des Teamchefs Jochen Schümann. Sollten die Grand Prixs bis dahin nicht gesichert sein, werden die Arbeitsverträge nicht verlängert. Die Suche nach Alternativen zum America's Cup ist nötig, da sich der Schweizer Titelverteidiger Alinghi und das US-Syndikat BMW-Oracle seit Monaten in einem Rechtsstreit über den Modus des Events befinden. Nach derzeitigem Stand wird die nächste Auflage des Cups in der gewohnten Form mit einem Dutzend Teams erst 2011 ausgetragen werden.
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Zukunft des America's Cup weiter ungewiss.
(16.01.08) Nach einer Anhörung durch Richter Herman Cahn vom Obersten Gerichtshof in New York, ist eine weitere Sitzung vorerst für den 23. Januar angesetzt. Der Rechtsstreit zwischen America's-Cup-Verteidiger Alinghi aus der Schweiz und dem US-Segelsyndikat BMW Oracle Racing, mit dem sich die Richter seit dem 20. Juli letzten Jahres beschäftigen, dreht sich um das Format für die 33. Cup-Auflage seit 1851.
Die Amerikaner werfen Alinghi eine regelwidrige Auswahl ihres Verhandlungspartners auf Seiten der Herausforderer vor und wollen diese Rolle selbst übernehmen. BMW Oracle Racing will nun per Gerichtsbeschluss ein Exklusiv-Duell gegen Alinghi erzwingen. Diese Möglichkeit sieht die Stiftungsurkunde des America's Cup aus dem Jahr 1887 vor. Während sich der Streit in die Länge zieht, sind alle anderen Herausforderer zum Warten verdammt, darunter auch Team Germany mit Sportdirektor Jochen Schümann.
Quelle: BMW ORACLE Racing Press Office
AMERICA'S CUP: Alinghi legt Berufung ein
(28.12.07) Die Schweizer Société Nautique de Genève (SNG) hat für Titelverteidiger Alinghi vor dem Obersten New Yorker Gerichtshof Einspruch gegen den Richterentscheid zugunsten des Golden Gate Yacht Clubs (GGYC) und des US-Teams BMW Oracle Racing eingelegt. Das neue Anwaltsteam des Titelverteidigers will einen Formfehler in der Herausforderung der Amerikaner zum Exklusiv-Match gegen Alinghi ausgemacht haben. BMW Oracle Racing soll versäumt haben, die laut Stiftungsurkunde von 1887 geforderte Anzahl der Rümpfe des zu wählenden Bootstyps für das Duell korrekt zu spezifizieren.
SNG-Anwalt Lucien Masmejan sagte: "Im Dokument des GGYC wird ein Einrumpf-Boot mit den Maßen 90 mal 90 Fuß beschrieben. Wir möchten sicherstellen, dass dies und nicht ein Mehrrümpfer das Boot ist, mit dem sie aufkreuzen werden, denn sonst schiene ihre Herausforderung ungültig." Zuletzt war stets von einem Katamaran-Duell die Rede.
Die Richter hatten dem Schweizer Segelsyndikat am 27. November eine juristische Niederlage zugefügt und der Klage von BMW Oracle Racing stattgegeben (mehr...). In der Urteilsbegründung hieß es, Alinghi habe das Regelwerk für die 33. Auflage der ältesten Hochseesegel-Regattaserie der Welt zu einseitig gestaltet.
Angesichts von mittlerweile zwölf Herausforderern, von denen einige noch nicht offiziell sind oder nicht genannt werden wollen, erklärte Masmejan: "Wir wollen den 33. America's Cup in einer Serie mit vielen Herausforderern in AC90-Yachten austragen. Weil das Datum dafür nicht mehr 2009 sein kann, haben wir 2011 im Visier." Er betonte: "Wir sind nicht diejenigen, die den Weg vor Gericht eingeschlagen haben. Jetzt aber setzen wir den Prozess fort."
Das Team von Software-Milliardär Larry Ellison reagierte gelassen. Sprecher Tom Ehman erklärte: "Wenn diese Argumente gültig wären, hätte man sie schon vor Monaten präsentiert. Jetzt wirken sie unglücklicherweise wie eine verzweifelte Maßnahme der neuen Alinghi-Anwälte. Wir sind sicher, dass das Gericht sie ablehnen wird."
Ob Richter Herman Cahn in der für den 14. Januar angekündigten Stellungnahme schon auf den Einspruch eingehen wird, ist unklar. Michel Hodara, Generaldirektor des America's-Cup-Managements, sagte der dpa heute: "Wir rechnen eher eine Woche bis zehn Tage später damit." Sollten die Schweizer mit ihrem Einspruch Erfolg haben, könnte möglicherweise nach dem bereits für illegal erklärten spanischen Club Nautico Español de Vela und dem Golden Gate Yacht Club das Team Shosholoza die Rolle des "Challenger of Record" übernehmen. Die Südafrikaner hatten ihre Herausforderung nach Alinghis Cup-Sieg im Juli als dritte eingereicht.
Quelle: Andreas Kling
Schümann erwägt Klage gegen Alinghi
(05.12.07)Jochen Schümann vom Segel-Syndikat Team Germany erwägt für den Fall einer Verschiebung des 33. America's Cup auf 2011 eine Klage gegen Alinghi. "Wir haben bereits Kosten gehabt, um ein Event 2009 vorzubereiten. Und wenn es dieses Event dann gar nicht gibt, müssen die Anwälte prüfen, wer dafür verantwortlich ist und ob es Regressansprüche gibt", sagte Schümann dem "Handelsblatt". Nach einem Rechtsstreit zwischen Titelverteidiger Alinghi und dem US-Syndikat BMW-Oracle über das Regelwerk waren die Rennen um die älteste Segeltrophäe der Welt Ende November auf unbestimmte Zeit verschoben worden.
Schümann forderte eine Lösung bis Weihnachten, ansonsten "sehe ich keine Chancen auf ein Rennen 2009. Es wäre das Beste für Alinghi, sich auf diese Vorschläge von BMW Oracle einzulassen. Die sind vernünftig". Die Schwierigkeiten sieht er in erster Linie beim Bau der neuen Bootsklasse. Da nicht klar sei, ob Alinghi sich auf ein "deed of gifts"-Rennen nur mit BMW Oracle einlassen wird, wie im Regelwerk bei Uneinigkeit vorgesehen, könne man die von beiden Parteien bereits akzeptierten neue Bootsklasse AC90 nicht bauen, einfahren und eine Crew für die neuen Anforderungen fit machen. Gerüchte, wonach BMW Oracle bei einem Sieg auf sein Heimrecht für den 34. America's Cup verzichten würde, hat Schümann bestätigt. Auf einem Treffen mit allen Herausforderern vergangenen Montag hätte die Teamleitung von BMW Oracle erklärt, dass man bei einem Sieg in Valencia bleiben werde.
Quelle:
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America's Cup: Alinghi verliert gegen BMW Oracle
(28.11.07) Das US-Segelteam BMW Oracle Racing hat den Rechtsstreit gegen America's Cup-Sieger Alinghi vor dem Obersten Gerichtshof in New York gewonnen. Dies bestätigten am späten Abend beide Streitparteien in offiziellen Statements. Team Germanys Sportdirektor Jochen Schümann sagte: "Ich bin überrascht, doch wir hoffen, dass dieses Urteil dazu beiträgt, wieder Klarheit und Sicherheit in den Cup zu bringen."
Mit seinem Urteil bestätigte Richter Herman Cahn vom New York Supreme Court das US-Team als offiziellen "Challenger of Record" und damit als einzig rechtmäßigen Verhandlungspartner Alinghis bei der Gestaltung des 33. Americas Cup. Gleichzeitig wurde der bis heute amtierende spanische "Challenger of Record", der Club Nautico Español de Vela (CNEV), für illegal erklärt. Damit sind alle bislang veröffentlichten Pläne für den kommenden Americas Cup ungültig.
Zuvor war eine außergerichtliche Einigung gescheitert, nachdem beide Parteien die Angebote der Gegenseite abgelehnt hatten. BMW Oracle hatte insgesamt fünf Änderungen gefordert, insbesondere sollten ab dem 1. März 2009 Tests mit zwei Booten erlaubt sein.
Entgegen der allgemeinen Erwartung, es würde nun im kommenden Sommer automatisch vor Valencia zum Duell zwischen Alinghi und BMW Oracle Racing kommen, überraschten die Amerikaner umgehend mit einlenkenden Vorschlägen. BMW Oracle Racings Skipper und CEO Russell Coutts sagte: "Wir würden gerne eine konventionelle Cup-Regatta vor Valencia sehen und planen, schnellstmöglich Alinghi zu treffen, um eine einvernehmliche Regelung zu erzielen."
In der Pressemitteilung von BMW Oracle Racings herausforderndem Golden Gate Yacht Club (GGYC) heißt es in der Aufzählung möglicher Konsequenzen des Urteils unter Punkt eins: "Wir werden versuchen, einvernehmliche Regeln mit allen Wettbewerbern zu finden (...) und im Jahr 2009 eine konventionelle Cup-Regatta in Valencia zu segeln." Damit könnte es nach der erst in der vergangenen Woche angekündigten Verschiebung der Regatta auf 2010 oder sogar 2011 doch noch zu einem Happy End für alle Beteiligten und der Austragung des 33. Americas Cup in eineinhalb Jahren kommen.
Für Team Germany wären das optimale Nachrichten, denn Schümanns Mannschaft ist im zweiten Anlauf unter schwarz-rot-goldener Flagge schnell gestartet und könnte diesen Vorteil in einen Erfolg ummünzen.
Quelle: Alinghi
Das Finale des Louis Vuitton Cup in ESYS
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