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Alinghi zurück vor Gericht
(27.03.08) America's Cup-Verteidiger Alinghi geht erneut vor Gericht. Nach der ersten gerichtlichen Niederlage gegen den US-Segelrennstall BMW Oracle Racing wollen die Schweizer nun in einer Eilanhörung klären lassen, wann das vom Gericht festgesetzte Exklusiv-Match gegen die Amerikaner stattfinden soll. Alinghi will erst 2009, BMW Oracle Racing dagegen noch im Oktober 2008 antreten. Alinghis Besitzer Ernesto Bertarelli sagte nach den geplatzten Verhandlungen der Streitparteien am Mittwochabend in Genf: "Larry Ellison hat durch seine Aktivitäten erfolgreich zwölf gemeldete Teams zerstört." Sein Gegenspieler habe alle Pläne für eine Mehrfach-Herausforderung 2009 vor Valencia zerstört und sich mit Hilfe des Rechtssystems einen Platz im America's-Cup-Match gesichert, den er "auf dem Wasser nie erreichen konnte".
Alle anderen Herausforderer für die 33. Cup-Auflage haben sich mittlerweile wie Team Germany aufgelöst (mehr...) oder stark reduziert. Sie können erst bei der 34. Auflage wieder in die Rennen um die älteste Trophäe des Segelsports eingreifen. Team New Zealands Sportchef Grant Dalton, dessen Mannschaft Alinghi aufgrund des Ausfalls in New York auf Schadensersatz in zweistelliger Millionenhöhe verklagt (mehr...), sagte: "Nachdem Alinghi erklärt hat, dass sie nicht im Oktober 2008 antreten können, sollten sie jetzt sofort aufgeben." So könnten BMW Oracle und die anderen Herausforderer wieder auf Kurs gehen. Die von Alinghi verursachte finanzielle Misere der Herausforderer wäre nur so zu beenden.
Quelle: PR Team Andreas Kling/Mareike Guhr

Alinghi muss gegen BMW Oracle segeln
(19.03.08) Durch das Urteil des Obersten Gerichtshofs in New York ist ein mehr als achtmonatiger Streit um die Regularien für den America's Cup beendet worden. "Wir sind sehr zufrieden mit dieser Entscheidung und können nun endlich die Vorbereitungen auf die nächste Regatta treffen", heißt es in einer Mitteilung von BMW Oracle.
Das amerikanische Syndikat hatte Titelverteidiger Alinghi eine regelwidrige Auswahl des Verhandlungspartners auf Seiten der Herausforderer vorgeworfen und wollte diese Rolle selbst übernehmen. So haben die Amerikaner nun ein Exklusiv-Duell erzwungen, eine Möglichkeit, die schon in der Stiftungsurkunde des America's Cup von 1887 vorgesehen ist.
Das Team Alinghi hat bereits angekündigt, das Urteil zu akzeptieren. "Lasst uns das auf dem Wasser klären", sagte Besitzer Ernesto Bertarelli. Nun wird es 2009 vermutlich zu einem Duell auf Mehrrumpfbooten kommen.
Bei dieser Lösung bleiben die anderen Syndikate wie das Team Germany außen vor. Ein harter Schlag für das ambitionierte Projekt, ob der ungewissen Zukunft war bereits in der vergangenen Woche beschlossen worden, das Team vorerst aufzulösen.
Auch Team New Zealand, das im vergangenen Finale gegen Alinghi den Kürzeren gezogen hatte, ist wahrscheinlich zum zuschauen verdammt. Die Neuseeländer hatten vor kurzem ebenfalls gegen Alinghi geklagt.
Die Schweizer durften als Titelverteidiger den Schauplatz und die Regularien der kommenden Regatta bestimmen. Dabei kam es zum Streit mit BMW Oracle, der sich über Monate hinzog. Die Amerikaner hatten schon einmal vor Gericht Recht bekommen, doch Alinghi hatte damals erfolgreich Widerspruch eingelegt.
Quelle: PR Team Andreas Kling/Mareike Guhr

"Dann wird die Sache ausgesegelt"
(15.03.08) Der America’s Cup war auf bestem Wege, ein Medienereignis zu werden. Seit das Schweizer Team Alinghi mit dem deutschen Sportdirektor Jochen Schümann den Cup 2003 gewonnen und erstmals nach Europa gebracht hat, ist das Interesse stetig gestiegen. 2007 wurde unter großer Aufmerksamkeit vor Valencia gesegelt, erstmals in der Cup-Geschichte mit einem deutschen Team. Nach dem Cup 2007 wechselten Schümann und andere namhafte Segler ins deutsche Team, um etwas aufzubauen. 2009 sollte wieder gesegelt werden. Doch seit Monaten streiten Titelverteidiger Alinghi und das Team BMW/Oracle vor Gericht, so dass die Zukunft des Cups unklar ist. In dieser Woche wurde bekannt, dass das deutsche Team wegen der Unsicherheiten aufgelöst wird.
SZ: Herr Schümann, der America’s Cup ist, gelinde gesagt, unübersichtlich geworden. Zwei Teams streiten vor Gericht, ein drittes klagt auf Schadensersatz, weil nicht gesegelt wird, und das deutsche Team hat sich gerade aufgelöst. Eine einfache Frage: Wird 2009 im America’s Cup gesegelt?
Schümann: 2009 wird mit Sicherheit nicht im America’s Cup gesegelt. Durch den Rechtsstreit zwischen Alinghi und BMW/Oracle ist das nicht möglich.
SZ: Worüber streiten die Beiden?
Schümann: Alinghi hat sich mit dem Sieg 2007 das Recht ersegelt, den Modus zu bestimmen. Aber das Team BMW/Oracle akzeptiert das Protokoll nicht, das den America’s Cup definiert, weil sie der Meinung sind, es sei unfair.
SZ: Wie sehen sie das?
Schümann: Ich und viele andere Teams sehen das nicht so. Es gab sieben Teams, die das Protokoll von Alinghi akzeptiert haben und um den Cup segeln wollten. Wir haben uns auf eine neue Bootsklasse und vieles mehr geeinigt, das wurde alles ausdiskutiert. Eigentlich liegen alle Dokumente auf dem Tisch, so dass man jetzt segeln könnte.
SZ: Das klingt ziemlich absurd. Wie kann es sein, dass dieser Streit den gesamten Cup aufhält?
Schümann: Wenn man sehr formaljuristisch denkt, hat Alinghi ein paar kleine Fehler gemacht, die nun dem die Angriffsfläche bieten, der streiten will. Und wie das so ist: Wenn man erstmal vor Gericht ist, dann ist sämtliche Logik beendet und es geht ins Formaljuristische. Oracle hat in New York in erster Instanz einen Erfolg gelandet und den gesamten Cup-Event ausgehebelt.
SZ: Kann es sein, dass jenseits des Formaljuristischen die Egos der Team-Eigner einfach zu groß sind?
Schümann: Wenn zwei streiten, haben immer beide schuld. Der Cup-Sieger Alinghi mit Ernesto Bertarelli an der Spitze hat siegestrunken sicherlich ein wenig leichtsinnig mit dem Protokoll agiert und dadurch Angriffsflächen geboten. Es ist aber so, dass Oracle-Eigner Larry Ellison, der ja bekannt ist für seinen egozentrischen Stil, es einfach hasst, Verlierer zu sein, beziehungsweise: nicht Cup-Gewinner. Und nachdem sein Team beim Cup 2007 ziemlich enttäuschend abgeschnitten hat, versucht es jetzt, auf anderem Wege Einfluss zu gewinnen. Den wirklichen Einfluss bekommt aber nur, wer den Cup gewinnt. Es ist also ein Kampf der großen Egos, und man darf nicht erwarten, dass dieser Streit sich von selber löst. Deshalb muss es entweder eine klare Gerichtsentscheidung geben, wonach es nicht aussieht, oder die Lösung, die bereits 1851 in der Stiftungsurkunde des Cups vorgesehen war: Dann wird die Sache ausgesegelt, in drei Rennen, nur zwischen den Streitenden.
SZ: Etwas archaisch, aber durchaus faszinierend.
Schümann: Da sieht man, wie klug damals die Leute waren, dass sie nicht nur den Gerichten trauten, sondern auch eine salomonische Lösung vorsahen.
SZ: Gibt es spezielle Regeln für diesen Zweikampf?
Schümann: Normalerweise akzeptieren die Herausforderer mit ihrer Unterschrift das Protokoll des Verteidigers. In diesem Fall, da gegen das Protokoll geklagt wird und es keine Einigung gibt, werden die Rechte halbiert. Der Kläger darf die Bootsklasse festlegen, Alinghi darf bestimmen, wo gesegelt wird.
SZ: Hier kommt ins Spiel, dass Oracle mit einem Zweirumpfboot, einem Katamaran segeln will. Und dass es ziemliche Verwirrung darüber gibt, dass zugleich von einen Kielboot die Rede war - welches bekanntlich nur einen Rumpf hat.
Schümann: Das liegt daran, dass Oracle von Beginn an auf das Deed-of-gift-race zielte, also das Entscheidungsrennen, und Alinghi in einer Yacht herausfordern will, die 90 mal 90 Fuß misst. Nun wird jedes Wort im Reglement des America’s Cups genauestens nach dem Oxford English Dictionary definiert, und darin ist eine Yacht stets als Kielyacht definiert. Und eine Kielyacht mit dem Maßen 90 mal 90 wäre ein großer Betonklotz. Eigentlich meinte Oracle natürlich einen Katamaran der Größe 90 mal 90. Aber ein Katamaran wird nicht als Yacht bezeichnet. Das ist wichtig zu verstehen, denn deshalb könnte der Richter Oracles Herausforderung ablehnen. Alinghi pocht darauf, dass die Bootsbeschreibung nicht korrekt ist. Und damit ungültig. Das wäre der kürzeste Weg, einer Partei Recht zu geben.
SZ: Welchen Ausgang bevorzugen Sie?
Schümann: Unser Interesse ist, dass sich alles so oder so schnell löst und es wieder einen America’s Cup für alle gibt. Aber was da jetzt vor Gericht rauskommt, ist überhaupt nicht absehbar.
Quelle: united-internet-team-germany

Verträge der Mitarbeiter des United Internet Team Germany enden zum 31. März 2008
(12.03.08) Im Moment gibt es für das United Internet Team Germany keine Grundlage, die Arbeit für die zweite Teilnahme am America´s Cup wie bisher fortzuführen.
Die Deutsche Challenge hat sich mit seinen Partnern United Internet AG, AUDI AG und Porsche Consulting bei einem Treffen am 10. März 2008 in Ingosltadt gemeinsam darauf verständigt, dass die bisherige, vertrauensvolle und erfolgreiche Zusammenarbeit auf der Grundlage eines neuen Protokolls / Regelwerks und damit ein Termin zum 34. America's Cup fortgeführt wird. Die Verträge sämtlicher Teammitglieder laufen zum 31. März 2008 aus, die Base in Valencia wird zum 31. März 2008 vorerst geschlossen.
Quelle: united-internet-team-germany

Deutsches Syndikat entlässt Segler
(29.01.08) Betroffen von den Entlassungen ist auch Teamchef Jochen Schümann. "Sämtliche Verträge, auch der von Jochen Schümann, laufen am 31. März aus und werden nicht verlängert", bestätigte Syndikatschef Michael Scheeren dem "Focus". Die Entscheidung geht zurück auf den Gerichtsstreit zwischen Cup-Verteidiger Alinghi (Schweiz) und Kläger BMW Oracle Racing (USA), der die America's-Cup-Welt seit Monaten lähmt und dessen Ende noch nicht in Sicht ist.
"Wir können auf Dauer nicht ein großes Team finanzieren, ohne zu wissen, wann und wie es mit dem America's Cup weitergeht", sagte Scheeren. Die Entscheidung bedeute aber nicht das Aus für die deutschen Ambitionen beim America's Cup. Bei einer Neuauflage 2011 solle das Team wieder dabei sein. Auch die bisherigen Sponsoren (United Internet, Audi, Porsche Consulting) bekundeten für den Fall ihr Interesse.
Schümann bemühte sich in den vergangenen Wochen und Monaten, Alternativen für seine Mannschaft zu finden: "Wir müssen eigene Aktivitäten entwickeln. Deshalb arbeiten wir mit anderen Teams, insbesondere mit dem britischen Origin-Team, zusammen, um noch 2008 Grand-Prix-Rennen mit den bisherigen Jachten zu organisieren", hatte der zweimalige America's-Cup-Gewinner mit dem Schweizer Boot Alinghi gesagt.
Quelle: united-internet-team-germany

Team Germany will alternative Serie
(27.01.08) "Das Management ist bestrebt, 2008 drei Grand-Prix-Veranstaltungen zusammen mit den anderen Herausforderern auszutragen, um die Kernmannschaft bis zum 33. America's Cup zusammenzuhalten", sagte Syndikatschef Michael Scheeren. Sollte die Serie zu Stande kommen, würden auch die Sponsoren bleiben. Viel Zeit ist nicht. Am 31. März laufen bei Team Germany (Etat: gut 50 Millionen Euro) die Verträge mit den Seglern aus, auch der des Teamchefs Jochen Schümann. Sollten die Grand Prixs bis dahin nicht gesichert sein, werden die Arbeitsverträge nicht verlängert. Die Suche nach Alternativen zum America's Cup ist nötig, da sich der Schweizer Titelverteidiger Alinghi und das US-Syndikat BMW-Oracle seit Monaten in einem Rechtsstreit über den Modus des Events befinden. Nach derzeitigem Stand wird die nächste Auflage des Cups in der gewohnten Form mit einem Dutzend Teams erst 2011 ausgetragen werden.
Quelle: united-internet-team-germany

Zukunft des America's Cup weiter ungewiss.
(16.01.08) Nach einer Anhörung durch Richter Herman Cahn vom Obersten Gerichtshof in New York, ist eine weitere Sitzung vorerst für den 23. Januar angesetzt. Der Rechtsstreit zwischen America's-Cup-Verteidiger Alinghi aus der Schweiz und dem US-Segelsyndikat BMW Oracle Racing, mit dem sich die Richter seit dem 20. Juli letzten Jahres beschäftigen, dreht sich um das Format für die 33. Cup-Auflage seit 1851.
Die Amerikaner werfen Alinghi eine regelwidrige Auswahl ihres Verhandlungspartners auf Seiten der Herausforderer vor und wollen diese Rolle selbst übernehmen. BMW Oracle Racing will nun per Gerichtsbeschluss ein Exklusiv-Duell gegen Alinghi erzwingen. Diese Möglichkeit sieht die Stiftungsurkunde des America's Cup aus dem Jahr 1887 vor. Während sich der Streit in die Länge zieht, sind alle anderen Herausforderer zum Warten verdammt, darunter auch Team Germany mit Sportdirektor Jochen Schümann.
Quelle: BMW ORACLE Racing Press Office

AMERICA'S CUP: Alinghi legt Berufung ein
(28.12.07) Die Schweizer Société Nautique de Genève (SNG) hat für Titelverteidiger Alinghi vor dem Obersten New Yorker Gerichtshof Einspruch gegen den Richterentscheid zugunsten des Golden Gate Yacht Clubs (GGYC) und des US-Teams BMW Oracle Racing eingelegt. Das neue Anwaltsteam des Titelverteidigers will einen Formfehler in der Herausforderung der Amerikaner zum Exklusiv-Match gegen Alinghi ausgemacht haben. BMW Oracle Racing soll versäumt haben, die laut Stiftungsurkunde von 1887 geforderte Anzahl der Rümpfe des zu wählenden Bootstyps für das Duell korrekt zu spezifizieren.
SNG-Anwalt Lucien Masmejan sagte: "Im Dokument des GGYC wird ein Einrumpf-Boot mit den Maßen 90 mal 90 Fuß beschrieben. Wir möchten sicherstellen, dass dies und nicht ein Mehrrümpfer das Boot ist, mit dem sie aufkreuzen werden, denn sonst schiene ihre Herausforderung ungültig." Zuletzt war stets von einem Katamaran-Duell die Rede.
Die Richter hatten dem Schweizer Segelsyndikat am 27. November eine juristische Niederlage zugefügt und der Klage von BMW Oracle Racing stattgegeben (mehr...). In der Urteilsbegründung hieß es, Alinghi habe das Regelwerk für die 33. Auflage der ältesten Hochseesegel-Regattaserie der Welt zu einseitig gestaltet.
Angesichts von mittlerweile zwölf Herausforderern, von denen einige noch nicht offiziell sind oder nicht genannt werden wollen, erklärte Masmejan: "Wir wollen den 33. America's Cup in einer Serie mit vielen Herausforderern in AC90-Yachten austragen. Weil das Datum dafür nicht mehr 2009 sein kann, haben wir 2011 im Visier." Er betonte: "Wir sind nicht diejenigen, die den Weg vor Gericht eingeschlagen haben. Jetzt aber setzen wir den Prozess fort."
Das Team von Software-Milliardär Larry Ellison reagierte gelassen. Sprecher Tom Ehman erklärte: "Wenn diese Argumente gültig wären, hätte man sie schon vor Monaten präsentiert. Jetzt wirken sie unglücklicherweise wie eine verzweifelte Maßnahme der neuen Alinghi-Anwälte. Wir sind sicher, dass das Gericht sie ablehnen wird."
Ob Richter Herman Cahn in der für den 14. Januar angekündigten Stellungnahme schon auf den Einspruch eingehen wird, ist unklar. Michel Hodara, Generaldirektor des America's-Cup-Managements, sagte der dpa heute: "Wir rechnen eher eine Woche bis zehn Tage später damit." Sollten die Schweizer mit ihrem Einspruch Erfolg haben, könnte möglicherweise nach dem bereits für illegal erklärten spanischen Club Nautico Español de Vela und dem Golden Gate Yacht Club das Team Shosholoza die Rolle des "Challenger of Record" übernehmen. Die Südafrikaner hatten ihre Herausforderung nach Alinghis Cup-Sieg im Juli als dritte eingereicht.
Quelle: Andreas Kling

Schümann erwägt Klage gegen Alinghi
(05.12.07)Jochen Schümann vom Segel-Syndikat Team Germany erwägt für den Fall einer Verschiebung des 33. America's Cup auf 2011 eine Klage gegen Alinghi. "Wir haben bereits Kosten gehabt, um ein Event 2009 vorzubereiten. Und wenn es dieses Event dann gar nicht gibt, müssen die Anwälte prüfen, wer dafür verantwortlich ist und ob es Regressansprüche gibt", sagte Schümann dem "Handelsblatt". Nach einem Rechtsstreit zwischen Titelverteidiger Alinghi und dem US-Syndikat BMW-Oracle über das Regelwerk waren die Rennen um die älteste Segeltrophäe der Welt Ende November auf unbestimmte Zeit verschoben worden.
Schümann forderte eine Lösung bis Weihnachten, ansonsten "sehe ich keine Chancen auf ein Rennen 2009. Es wäre das Beste für Alinghi, sich auf diese Vorschläge von BMW Oracle einzulassen. Die sind vernünftig". Die Schwierigkeiten sieht er in erster Linie beim Bau der neuen Bootsklasse. Da nicht klar sei, ob Alinghi sich auf ein "deed of gifts"-Rennen nur mit BMW Oracle einlassen wird, wie im Regelwerk bei Uneinigkeit vorgesehen, könne man die von beiden Parteien bereits akzeptierten neue Bootsklasse AC90 nicht bauen, einfahren und eine Crew für die neuen Anforderungen fit machen. Gerüchte, wonach BMW Oracle bei einem Sieg auf sein Heimrecht für den 34. America's Cup verzichten würde, hat Schümann bestätigt. Auf einem Treffen mit allen Herausforderern vergangenen Montag hätte die Teamleitung von BMW Oracle erklärt, dass man bei einem Sieg in Valencia bleiben werde.
Quelle: united-internet-team-germany

America's Cup: Alinghi verliert gegen BMW Oracle
(28.11.07) Das US-Segelteam BMW Oracle Racing hat den Rechtsstreit gegen America's Cup-Sieger Alinghi vor dem Obersten Gerichtshof in New York gewonnen. Dies bestätigten am späten Abend beide Streitparteien in offiziellen Statements. Team Germanys Sportdirektor Jochen Schümann sagte: "Ich bin überrascht, doch wir hoffen, dass dieses Urteil dazu beiträgt, wieder Klarheit und Sicherheit in den Cup zu bringen."
Mit seinem Urteil bestätigte Richter Herman Cahn vom New York Supreme Court das US-Team als offiziellen "Challenger of Record" und damit als einzig rechtmäßigen Verhandlungspartner Alinghis bei der Gestaltung des 33. Americas Cup. Gleichzeitig wurde der bis heute amtierende spanische "Challenger of Record", der Club Nautico Español de Vela (CNEV), für illegal erklärt. Damit sind alle bislang veröffentlichten Pläne für den kommenden Americas Cup ungültig.
Zuvor war eine außergerichtliche Einigung gescheitert, nachdem beide Parteien die Angebote der Gegenseite abgelehnt hatten. BMW Oracle hatte insgesamt fünf Änderungen gefordert, insbesondere sollten ab dem 1. März 2009 Tests mit zwei Booten erlaubt sein.
Entgegen der allgemeinen Erwartung, es würde nun im kommenden Sommer automatisch vor Valencia zum Duell zwischen Alinghi und BMW Oracle Racing kommen, überraschten die Amerikaner umgehend mit einlenkenden Vorschlägen. BMW Oracle Racings Skipper und CEO Russell Coutts sagte: "Wir würden gerne eine konventionelle Cup-Regatta vor Valencia sehen und planen, schnellstmöglich Alinghi zu treffen, um eine einvernehmliche Regelung zu erzielen."
In der Pressemitteilung von BMW Oracle Racings herausforderndem Golden Gate Yacht Club (GGYC) heißt es in der Aufzählung möglicher Konsequenzen des Urteils unter Punkt eins: "Wir werden versuchen, einvernehmliche Regeln mit allen Wettbewerbern zu finden (...) und im Jahr 2009 eine konventionelle Cup-Regatta in Valencia zu segeln." Damit könnte es nach der erst in der vergangenen Woche angekündigten Verschiebung der Regatta auf 2010 oder sogar 2011 doch noch zu einem Happy End für alle Beteiligten und der Austragung des 33. Americas Cup in eineinhalb Jahren kommen.
Für Team Germany wären das optimale Nachrichten, denn Schümanns Mannschaft ist im zweiten Anlauf unter schwarz-rot-goldener Flagge schnell gestartet und könnte diesen Vorteil in einen Erfolg ummünzen.
Quelle: Alinghi

AMERICA'S CUP-VERSCHIEBUNG: "Jetzt ist alles ungewiss"
(23.11.07) Das deutsche Segel-Syndikat Team Germany steht nach der Verschiebung des für 2009 geplanten America's Cup in Valencia vor einer ungewissen Zukunft. "Natürlich besteht die Gefahr, dass das Team zerbricht. Wir fangen nun praktisch wieder bei Null an", sagte Kampagnen-Chef Michael Scheeren im Gespräch mit dem sid: "Das Projekt war klar gefasst, alle Verträge waren unterschrieben. Jetzt ist alles ungewiss und man muss sich mit den Parteien wieder neu zusammensetzen. Unsere Enttäuschung ist sehr groß."
Gestern hatten sich die Cup-Organisatoren entschieden, die Veranstaltung aufgrund des Rechtsstreits zwischen dem Schweizer Titelverteidiger Alinghi und dem US-Syndikat BMW-Oracle-Racing sowie der dadurch fehlenden Planungssicherheit auf einen noch unbestimmten Zeitpunkt zu verlegen (mehr...). 2010 kommt als Austragungsjahr wegen der terminlichen Kollision mit der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika wohl nicht in Frage. Somit könnte der nächste Cup erst 2011 steigen.
Neben der Enttäuschung und der nervlichen Belastung für die bisher sieben gemeldeten Herausforderer ist die Verschiebung vor allem mit höheren Kosten verbunden. Bis zum Cup-Beginn kalkulierten die Deutschen bisher mit einem jährlichen Budget von rund 20 Millionen Euro. Sollte die Veranstaltung erst zwei Jahre später als bisher geplant wieder ausgetragen werden, könnten Mehrkosten von bis zu 40 Millionen Euro entstehen.
"Wir müssen jetzt sehen, dass wir das Team zusammenhalten und mit den Sponsoren reden. Aber wie soll man die Sponsoren von etwas überzeugen, ohne ihnen sagen zu können, wofür genau sie ihr Geld geben?", sagte Scheeren, gab sich aber kämpferisch: "Trotzdem bin ich zuversichtlich, dass wir das Problem gemeinsam mit unseren Partnern lösen können. Schließlich wollten alle dieses Team."
Bei den beiden Hauptsponsoren hielt man sich noch bedeckt. "Wir müssen uns gemeinsam mit den anderen Sponsoren beraten", sagte United-Internet-Sprecher Marcus Schaps: "Eine Austragung 2011 wäre aber schon sehr problematisch." Iris Altig, Sprecherin der Audi-Sportkommunikation, ergänzte: "Momentan gibt es ja nichts Konkretes. Wir müssen die Entwicklung abwarten und mit dem Team reden."
Während Scheeren eine "Kostenreduzierung" in Aussicht stellte, kündigte auch Teamchef Jochen Schümann weitere Unterredungen mit den Geldgebern an: "Wir werden unsere Strategie überarbeiten und die Zeit für entsprechende Gespräche mit unseren Wirtschaftspartnern nutzen." Der neue Steuermann Karol Jablonski sagte: "Ich habe keine Angst, dass das Team zerbricht. Wenn wir mehr Konkretes wissen, werden wir reagieren und den Sponsoren ein Konzept präsentieren."
Auslöser der scheinbar verfahrenen Situation sind die starren Positionen Alinghis und BMW-Oracles im Streit um die Statuten des 33. Cups. Die Amerikaner werfen den Schweizern eine zu einseitige Regelgestaltung vor; sie hatten bereits im Juli vor dem Obersten Gerichtshof von New York Klage gegen das Cup-Protokoll eingelegt. Nach einer ersten Anhörung im vergangenen Monat vor Richter Herman Cahn, der mit seinem Urteilsspruch weiter auf sich warten lässt, überboten sich beide Parteien zuletzt mit Kompromissangeboten und Ultimaten, die jedoch allesamt abgelehnt wurden oder verstrichen.
Sollte BMW-Oracle Recht bekommen, könnte es gemäß den Bestimmungen der Stiftungsurkunde im kommenden Jahr zu einem Duell zwischen den Amerikanern und Alinghi um den Cup kommen - ohne Beteiligung anderer Teams. "Eine geringe Hoffnung, dass wir 2009 segeln können, habe ich aber noch. Wir machen erstmal weiter wie bisher und warten den Urteilsspruch in New York ab", sagte Scheeren: "Für das Verhalten von Oracle habe ich kein Verständnis mehr. Ich hoffe, dass sie wenigstens bei einer Niederlage vor Gericht so vernünftig sind und nicht in Berufung gehen. Das würde alles noch weiter verzögern."
Quelle: united-internet-team-germany

Rechtsstreit: America's Cup 2009 verschoben
(22.11.07) Der 33. America's Cup wird nicht wie geplant stattfinden. Das gaben die Organisatoren des ältesten Segel-Wettbewerbs der Welt heute bekannt. Ursprünglich sollte die Schweizer Yacht Alinghi 2009 ihren in diesem Jahr errungenen Titel vor der Küste Valencias verteidigen. Ein konkretes Ausweichdatum wurde nicht genannt.
Grund für die Verschiebung ist der andauernde Rechtsstreit zwischen Alinghi und dem US-Syndikat BMW-Oracle-Racing um die Statuten des Rennens. Die Schweizer hatten vor fünf Tagen ein Einigungsangebot der Amerikaner abgelehnt (mehr...). "Die andauernde Unsicherheit über den Ausgang des Prozesses in New York lässt den Organisatoren keine Wahl, als den Wettbewerb zu verschieben", teilten die Organisatoren heute mit. "Viele Indikatoren sprechen zurzeit dafür, dass das Rennen 2009 nicht auf dem selben Niveau wie die 32. Ausgabe durchzuführen ist."
BMW-Oracle-Racing behauptet, dass der Status von Desafio Español als offizieller Herausforderer - und das damit verbundene Recht an den Verhandlungen über die Regeln der nächsten Auflage teilzunehmen - nicht korrekt sei. Die Amerikaner bezweifeln, dass der Club Nautico Español de Vela's ein legitimierter Yacht-Club ist, wie es die Wettbewerbsstatuten verlangen. Die Spanier hätten niemals eine Regatta ausgerichtet, sondern seien nur zu dem Zweck gegründet worden, den Wettbewerb in Valencia zu halten.
Am vergangenen Freitag hatten die Amerikaner ein von Alinghi gestelltes Ultimatum mit einem neuen Vorschlag gekontert. Drei der bislang fünf feststehenden Herausfordererteams hatten diesen unterstützt. Team Germany hatte das Angebot nicht unterzeichnet, mit der Begründung: "Die aktuelle Eskalation in der Rechtsauseinandersetzung ist völlig unverhältnismäßig und gefährdet ernsthaft die Austragung des Wettbewerbs im Jahr 2009 in Valencia."
Bereits im Sommer 2008 sollten die ersten Vorregatten ausgetragen werden. Das neue Format hatte das Cup-Management erst vor zwei Wochen bekannt gegeben (mehr...). Auf ein ebenfalls überarbeitetes Regelwerk hatten sich Vertreter der Herausforderer und des Titelverteidigers zu Beginn des Monats geeinigt (mehr...). In diesem wurden die Statuten zum Bau der neuen Yachten festgelegt. Die Boote sollten schneller und die Crews größer werden.
Quelle: BMW ORACLE Racing Press Office

Jochen Schümann gibt neue Crew für United Internet Team Germany bekannt
(13.11.07) Nur sechs Wochen nach seiner Verpflichtung als Teamchef des United Internet Team Germany hat Jochen Schümann in Valencia bereits eine schlagkräftige Truppe versammelt. Neben der Übernahme und den Tests mit der vom United Internet Team Germany gekauften ehemaligen Alinghi Yacht SUI 91 – jetzt GER 91 – stand in den letzten Wochen die Verpflichtung des Segel- und Designteams im Mittelpunkt der Arbeit.
Im Segelteam hat Jochen Schümann zusammen mit seinem neuen Steuermann und ehemaligen Deafio Español-Skipper Karol Jablonski deutliche Änderungen vorgenommen. Bei der Verpflichtung der Segler legte der 53jährige besonderen Wert auf die Erfüllung von Anforderungen wie zum Beispiel Alter, Perspektive, Erfahrung und Teamfähigkeit. Für Schümann geht es im Rahmen seiner Funktion als Teamchef der deutschen Kampagne nicht nur darum, beim 33. America’s Cup erfolgreich zu sein, sondern darüber hinaus auch eine Basis für eine erfolgreiche Fortsetzung der Kampagne beim 34. America’s Cup zu legen. „Deutschland braucht eine langfristige Perspektive im America’s Cup – und die möchten wir mit dem United Internet Team Germany bieten“ so Schümann.
Von den Seglern der letzten deutschen America’s Cup-Kampagne stehen derzeit vier in der Segelformation des dreifachen Olympiasiegers und zweifachen AC-Gewinners: Es sind die beiden Deutschen Matti Paschen (35 Jahre / Trimmer) und Jan Schoepe (33 Jahre / Pitman) sowie die beiden Franzosen Philippe Mourniac (42 Jahre / Navigator) und Vorschiffmann Jean Marie Dauris (35 Jahre). Der 45jährige Steuermann Karol Jablonski konnte bei seinem ehemaligen Arbeitgeber Desafio Español gleich vier Crewmitglieder zu einem Wechsel zum deutschen Team bewegen: Es sind die international angesehenen und erfahrenen Profis Hartwell Jordan (46 Jahre, Mainsail Trimmer, USA), Frederico Giovanelli (33 Jahre, Grinder, Italien), Mikkel Rosberg (37 Jahre, Trimmer, Dänemark) und der Spanier Victor Mariño Prieto (32 Jahre, Traveller). Weitere Unterstützung erhält das Team durch Segler von BMW Oracle Racing. Mit den Neuseeländern Ian Baker (33 Jahre, Grinder), Rodney Dawson (39 Jahre, Afterguard), Zachary Hurst (30 Jahre, Trimmer) und dem 31jährigen deutschen Vorschiffmann Tony Kolb konnten gleich vier Segler beim letztmaligen Louis-Vuitton-Halbfinalisten angeworben werden.
Für den Münchner Tony Kolb stellt die Verpflichtung durch das United Internet Team Germany natürlich etwas ganz besonderes dar: „Es war schon immer mein Traum, einmal beim America’s Cup für Deutschland an den Start zu gehen“. Das gleiche gilt natürlich auch für Tim Kröger.
Der 42jährige Hamburger war beim letzten America’s Cup als Boat Captain bei Team Shosholoza unter Vertrag. Weitere Unterstützung erhält das Team durch die Luna Rossa-Grinder Magnus Augustson (34 Jahre, Schweden) und Emanuele Marino (35 Jahre, Italien), den Südafrikaner Marc Lagesse (Team Shosholoza, Navigator, 37 Jahre) und den Australier Luke Molloy (Victory Challenge, 27 Jahre, Mainsail Trimmer). Weitere Segler sollen dann Anfang des kommenden Jahres verpflichtet werden. Schließlich werden die neuen 90-Fuss-Boote von 20 Seglern gesegelt.
Das derzeitige Segelteam des deutschen Teams besteht somit aus 19 Personen aus elf Ländern und kommt auf ein Durchschnittsalter von 37 Jahren. Jochen Schümann ist sich sicher, dass man im America’s Cup nur mit einem international geprägten Ansatz bestehen kann. „Eine spezielle nationale Quote macht für mich überhaupt keinen Sinn. Wenn man international bestehen will, muss man sich auch entsprechend aufstellen. Und die Messlatte liegt im America´s Cup sehr hoch. Wir wollen ins Halbfinale des kommenden Cups und da zählt am Ende nur die Leistung. Auf die Herkunft und die Nationalität unserer Segler kommt es deshalb nicht an“, so Schümann.
Auf dem Wasser funktioniert die Zusammenarbeit auf der neuen GER 91 schon sehr gut. Steuermann Karol Jablonski war mit den ersten Trainingsfahrten zufrieden. „Die GER 91 fühlt sich super an und ist sehr schnell und die Stimmung unter den Crewmitgliedern hervorragend“ so der Halbfinalist des 32. America´s Cup.
Gerade beim Trainingsvergleich gegen „seine“ ehemalige Desafio Español hatte die GER 91 die Nase deutlich vorn.
Auch im Design-Bereich hat sich das deutsche America´s Cup-Team mit seinem neuen Management- und Technologiepartner Porsche Consulting verstärkt. Das Beratungsunternehmen unter der Leitung von Oliver Kayser (43 Jahre) ist für die gesamte Prozesssteuerung und den Bootsbau verantwortlich. Neben dem Schweizer Dr. Marc Wintermantel (34 Jahre), der in der letzten deutschen Kampagne als Strukturingenieur verantwortlich war, wird das Team durch den ehemaligen Shosholoza-Designer Jason Ker (36 Jahre, England) und den Franzose Dimitri Nicolopoulos (44 Jahre; Areva Challenge) verstärkt, die mit Hochdruck an der Umsetzung der neuen Designregeln arbeiten, die vergangene Woche bekannt gegeben wurden.
Syndikatschef Michael Scheeren ist dementsprechend mit dem derzeitigen Stand der Dinge hochzufrieden. „Wir liegen voll im Plan und sind schon zu einem frühen Zeitpunkt in allen Breichen sehr gut aufgestellt. Das gesamte Team wird hart daran arbeiten, unser Ziel, das Halbfinale beim 33. America´s Cup, zu erreichen“, erklärt Scheeren.
Quelle: united-internet-team-germany

America's Cup mit neuem Format
(09.11.07) Die 33. Auflage des prestigeträchtigen Segel-Wettbewerbs 2009 soll künftig in vier Phasen eingeteilt werden: In Vorregatten (Acts), Vorausscheidungen, eine Herausfordererserie und das America's Cup-Match zwischen dem Sieger der Herausforderer und Cup-Verteidiger Alinghi. Das teilte das America's Cup Management (ACM) in Barcelona mit.
Die Änderungen sind jedoch nur gültig, wenn der Gerichtsstreit zwischen dem US-Team BMW Oracle Racing und Cup-Verteidiger Alinghi vor dem Obersten Gerichtshof in New York zugunsten der Schweizer ausgeht. Die Entscheidung wird in den kommenden Wochen erwartet. Obwohl Alinghi für das Finale gesetzt ist, darf der Schweizer Titelverteidiger an allen Regatten bis auf die eigentliche Herausfordererserie teilnehmen. Die Ergebnisse der Acts - zwei Vorregatten im Jahr 2008 - fließen nicht in die Herausfordererserie ein. Die Teams können aber bei den Acts Bonuspunkte erreichen, die sich auf die erlaubte Anzahl ihrer Segel für die Hauptregatta auswirken.
Der erste Act wird Ende Juni 2008 vor Valencia in den alten Yachten der America's Cup-Klasse (ACC) in Version 5 und in den beiden Disziplinen Fleet- und Matchrace ausgetragen. Act zwei wird im September in einem noch unbestimmten europäischen Revier und ebenfalls auf den bisherigen Booten stattfinden. Der dritte Act ist mit den neuen Yachten der AC90-Klasse für April 2009 vor Valencia geplant, bevor sich die Vorausscheidungen für alle Herausforderer im Mai und Juni vor Valencia anschließen. Die Finalrunde der Herausfordererserie endet Anfang Juli 2009 vor Valencia. Das 33. Duell um den America's Cup seit der Premiere 1851 soll im gleichen Revier am 18. Juli beginnen.
Quelle: PR Team Andreas Kling/Mareike Guhr

Jochen Schümann: Der Cup muss in der neuen Klasse 2009 in Valencia stattfinden
(03.10.07) Team Germany mit dem neuen Teamchef Jochen Schümann ist voll im Zeitplan mit dem Aufbau seines Teams für den 33. America’s Cup. Schümann: „Wir haben die Herausforderung angenommen, in einer neuen Bootsklasse, der AC90-Klasse, im Sommer 2009 in Valencia zu segeln. Unser neugebildetes Design-Team formiert sich dieser Tage in der Team Base in Valencia, um nach Bekanntgabe der neuen Design-Regeln Ende Oktober die erste 90ft. America’s Cup Yacht zu designen und in Deutschland zu bauen.“
Team Germany meldete im Juli 2007 auf Basis des aktuell vorliegenden Protokolls, das zwischen dem Alinghi vertretenden Yacht Club Societe Nautique Geneve (SNG) und dem spanischen Yacht Club CNEV geschlossen wurde. Michael Scheeren, CEO der deutschen Herausforderung: „Wir erwarten in den kommenden Tagen weitere Details zum Protokoll vom Veranstalter America’s Cup Management und sind bereit, Veränderungen zu akzeptieren. Das Ziel muss es sein, ein attraktives Reglement für alle teilnehmenden Teams und die Segelfans zu schaffen.“
Team Germany ist überzeugt davon, dass der America’s Cup stark genug ist, um alle Probleme in den etablierten Gremien mit dem Verteidiger Alinghi , allen anderen Teams und dem Veranstalter ACM zu lösen. Mit Blick auf die zivilrechtliche Klage des Golden Gate Yacht Clubs und BMW ORACLE Racing gegen Alinghi unterstützt Team Germany alle Versuche, auch BMW ORACLE Racing in den bestehenden Kreis der Herausforderer einzubeziehen. Schümann: „Die jetzige Situation und eine mögliche Verschiebung des für 2009 geplanten 33. America’s Cup würde unserem Sport und seinem gewachsenen Ansehen in der Welt schaden. Wir unterstützen alle Anstrengungen, eine außergerichtliche Einigung zu erreichen.“ Jochen Schümann weiter: „Die im neuen Protokoll vorgeschlagene neue Bootsklasse unterstreicht den Führungsanspruch des America’s Cups in der Segelwelt und wir erwarten für 2009 einen großartigen Wettbewerb in der Segelarena vor Valencia.“
Quelle: united-internet-team-germany

America's Cup: Schümann geht beim Team Germany an Bord
(19.09.07) Paukenschlag beim United Internet Team Germany: Beim 33. America's Cup 2009 in Valencia wird die Mannschaft vom dreimaligen Segel-Olympiasieger Jochen Schümann geführt. Der 53-Jährige übernimmt die gesamte sportliche Leitung.
Zudem konnte Syndikats-Chef Michael Scheeren am Mittwoch in Starnberg einen zweiten Hauptsponsor präsentieren. Neben dem bisherigen Geldgeber United Internet ist künftig der Automobilkonzern Audi bei der zweiten deutschen Kampagne in der 156-jährigen Geschichte der Veranstaltung mit an Bord.
"Für mich persönlich geht der große Traum in Erfüllung, für Deutschland beim America's Cup an den Start zu gehen", sagte Schümann, der den Kampf um die älteste Sporttrophäe der Welt bei den vergangenen beiden Auflagen mit der Schweizer Yacht Alinghi gewann: "Das ist ein Neuanfang mit einer hervorragenden Ausgangsposition für die deutsche Herausforderung."
In den kommenden Wochen will der Penzberger, der als bester deutscher Segler gilt und bereits seit 1999 im Cup aktiv ist, eine schlagkräftige Crew zusammenstellen. Bisher hat das United Internet Team Germany Karol Jablonski als Skipper und Steuermann verpflichtet. Der Deutsch-Pole war mit der spanischen Desafio Espanol beim 32. Cup bis ins Halbfinale der Herausforderer-Runde vorgedrungen.
Die neue Yacht wird derweil unter der Leitung von Porsche Consulting gebaut. Das Unternehmen hat sich auf die Fahnen geschrieben, Projektprozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette effizienter zu gestalten und übernimmt die Koordination aller am Bau beteiligten Unternehmen vom Designer, über Lieferanten bis zum Bootsbauer.
Zu Trainingszwecken kann das United Internet Team Germany vorerst auf die Alinghi-Yacht SUI-91 zurückgreifen, die ehemals den Schweizern gehört hatte.
Quelle: united-internet-team-germany

Option Heimat beim America's Cup
(17.09.07) Sie wollten ihn, er wollte nie: Nun steht Jochen Schümann doch vor einem Engagement beim United Internet Team Germany. Für die deutschen America's-Cup-Ambitionen wäre eine Verpflichtung des Top-Seglers ein Riesenschritt - Schümann selbst wird aber wohl nicht auf dem Wasser agieren.
Jochen Schümann will "vor Mittwoch gar nichts sagen". Ein Dementi klingt anders. Aber es bleibt dank Schümanns Schweigen zumindest eine kleine Unsicherheit, wie sie denn jetzt genau aussieht, die "Neuaufstellung in einigen wichtigen Positionen" der deutschen America's-Cup-Challenge. Bekanntgegeben wird sie am Mittwoch, auf einer - so der Einladungstext - "außergewöhnlichen Pressekonferenz". Zweifel gibt es aber eigentlich keine mehr, dass endlich zusammenkommt, was nach Meinung des deutschen Segelfans eben zusammengehört: Schümann und das Team Germany.
Gebetsmühlenartig hatten die Verantwortlichen der ersten deutschen America's Cup-Kampagne im Sommer nach ihm gerufen. Als die Premiere des United Internet Team Germany im prestigeträchtigsten Segelwettstreit der Welt als Zehnter von elf Herausforderern gründlich daneben ging, sollte Schümann es richten. Doch "Schümi", der erfolgreichste nationale Segler der Geschichte, stand nicht zur Verfügung.
Zunächst absolvierte er mit dem Schweizer Syndikat Alinghi, mit dem er 2003 erstmals die Silberkanne gewonnen hatte, die Cupverteidigung. Anschließend machte sich der dreimalige Olympiasieger rar und prüfte seine Optionen. Und nun soll angeblich im Bayrischen Yacht-Club am Starnberger See bekanntgegeben werden: Jochen Schümann hat sich für die Option Heimat entschieden und arbeitet im nächsten America's Cup für das Team Germany.
Er komme als Sportdirektor, heißt es, und solle Segelbereich und Crew verantworten. Das wäre zwar zweifellos eine große Verstärkung für die arg gebeutelten Debütanten der vergangenen America's-Cup-Ausgabe, mehr aber auch nicht. Ein Mann mit dieser Erfahrung und Erfolgsbilanz müsste gleich als Teamchef einsteigen, sollte seinem Ansehen gebührend Rechnung getragen werden. Und der branchenfremde Syndikatschef Michael Scheeren, der als Sparkassendirektor und Finanzvorständler zu diesem Job wie die Jungfrau zum Kinde kam, könnte zugleich erhobenen Hauptes das Feld für einen echten Fachmann räumen.
Auch namhafte Persönlichkeiten aus der deutschen Wirtschaft werden für die Pressekonferenz am Mittwoch angekündigt, was die Spekulationen um neue Sponsoren anheizt. Die Namen von Porsche und Audi fallen immer wieder. Das könnte einen Technologiesprung geben, wenn die Fahrzeug-Ingenieure helfen, den nächsten Cupper mitzuentwickeln. Schließlich soll es 2009 eine völlig neue Bootsklasse geben, was auch eine Chance für die bisherigen Außenseiter wäre. Ob es jedoch der ganz große Wurf der Partnerschaft wird, bleibt abzuwarten, nachdem das Syndikat vor kurzem doch wieder unter dem Titel des Westerwälder Internet-Dienstleisters von Ralph Dommermuth angemeldet wurde, der damit die Vormacht behalten dürfte.
Aber was könnte Schümann bewogen haben, von der Nummer eins im America's Cup ins Heimatland zu wechseln? Reine Vaterlandsliebe dürfte es nicht gewesen sein. Schließlich hatte Schümann stets beteuert, keine Entwicklungshilfe leisten zu wollen, als im deutschen Lager so ziemlich alles schief lief und Besserung nicht in Sicht war. Steht dem Team Germany also doch ein konzeptioneller Neuanfang ins Haus, bei dem der Erfolgsmensch Schümann alle Freiheiten bekommt, das Team nach seinen Vorstellungen umzubauen? Das wäre bitter nötig, soll der zweite Auftritt tatsächlich mindestens ins Halbfinale führen, wovon seinerzeit schon mal geträumt wurde. Und es wäre nebenbei auch noch sehr, sehr teuer.
Es bleibt auch die Frage nach der Rollenverteilung zwischen Schümann und Karol Jablonski, der noch während des laufenden vorigen Wettbewerbs als neuer Skipper und Steuermann der Zukunft präsentiert wurde. Danach wäre der ehemalige Steuermann des spanischen Halbfinalisten Desafío Español der entscheidende Mann an Bord der nächsten deutschen America's Cup-Yacht. Schwer vorstellbar, dass sich ein Schümann dort als Taktiker oder Stratege in die zweite Reihe stellt.
Sportdirektor war er indes zuletzt auch bei Alinghi, was zu seinem Missfallen ein Direktorenposten auf dem Trockenen wurde. "Ich will wieder mehr segeln", hatte der 53-Jährige angekündigt, als er dem Schweizer Syndikatsboss Ernesto Bertarelli Adé sagte. Zuletzt hatte der ehemalige Finn Dingi- und Soling-Segler (beides Bootsklassen, in denen außenbords "gehangen" und der Rücken belastet wird) aber eine schwere Bandscheibenoperation zu überstehen. Vielleicht hat das seine Pläne geändert - oder zumindest dahingehend beeinflusst, dass er nun nicht mehr länger warten und pokern wollte.

Er sieht seine Zukunft auf jeden Fall im America's Cup, weil das "die ultimative Herausforderung ist". Ein Analytiker wie Schümann, gelassen, ehrgeizig und teamorientiert, dürfte sich das Syndikat aussuchen können, für das er an den Start geht, wenn er es nicht gleich leiten darf. Es sollte seinen hohen Ansprüchen genügen. Das spreche wiederum für das neue Team Germany. Wenn er es denn für sich ausgesucht hat.
Quelle: PR Team Andreas Kling/Mareike Guhr

Schweigen zwischen Team Germany und Schümann
(27.07.07) Ort und Zeit des nächsten America's Cup stehen fest, doch Team Germany sucht noch einen Sportdirektor. Gespräche mit Jochen Schümann hat es noch nicht gegeben. Der Deutsche wird auch mit einem anderen Team in Verbindung gebracht.
Hamburg - Ein Engagement des dreimaligen Olympiasiegers Schümann beim Segel-Syndikat Team Germany wird deshalb immer unwahrscheinlicher. Auch gut drei Wochen nach Ende des 32. America's Cup haben noch immer keine Verhandlungen zwischen Team Germany und Schümann stattgefunden. "Es hat noch kein Gespräch gegeben, weiter möchte ich dieses Thema nicht kommentieren", sagte Team-Germany-Chef Michael Scheeren zu sid.
Schümann steht bei Alinghi noch bis Ende des Monats unter Vertrag und wird auch mit dem US-Syndikat BMW-Oracle-Racing in Verbindung gebracht. Die Amerikaner verpflichteten zuletzt Steuermann Russell Coutts (Neuseeland), der Schümann einst schon zu Alinghi geholt hatte. Der Umworbene will im August eine Entscheidung über seine Zukunft treffen.
Team Germany war mit der Verpflichtung von Karol Jablonski als Steuermann im vergangenen Monat der erste und bisher einzige Transfercoup gelungen. Schümann wurde danach als möglicher Sportdirektor gehandelt. Nach der Entscheidung für Valencia als Cup-Schauplatz 2009 will Scheeren die Personalplanungen nun weiter vorantreiben. "Weitere Vertragsabschlüsse gibt es bisher aber nicht zu vermelden", sagte der 50-Jährige.
Quelle: sid

America´s Cup: United Internet Team Germany will es nochmal versuchen
(05.06.07) Nach dem katastophalen Misserfolg der ersten Teilnahme gibt es Pläne beim Team Germany, es bei der nächsten Herausforderer-Runde noch einmal zu versuchen.
"Es wird einen großen Umbruch geben", sagte Teamchef Michael Scheeren am Montag. In Einzelgesprächen in Valencia will sich Scheeren in dieser Woche mit jedem Mitstreiter der deutschen Cup-Premiere auseinander setzen. "Natürlich können nicht alle bleiben", betonte er. Er hatte das Team nach zweiwöchigem Urlaub wieder in das Basiscamp bestellt. Scheeren widersprach Presseberichten, denen zufolge das zweite deutsche Projekt im Falle eines neuseeländischen Cup-Sieges platzen würde. "Das wäre nur der Fall, wenn die Kiwis gewinnen, den Cup erst 2011 austragen und bis dahin nichts stattfände. Doch so unvernünftig sind die Neuseeländer ja nicht." Gerüchten zufolge soll Neuseeland für den Fall des dritten Sieges nach 1995 und 2000 mit dem Gedanken spielen, vor dem Cup-Finale eine mehrjährige europäische Serie zu etablieren.
Gleichzeitig führt der Finanzmanager aus Walmerod Verhandlungen mit potenziellen neuen Sponsoren und künftigen Führungsfiguren für eine erfolgreichere deutsche Cup-Mannschaft. Dabei nimmt er sich selbst vom Wandel nicht aus "Wenn wir einen Top-Teamchef finden, ziehe ich mich gerne zurück", sagte er. Mit nur zwei von 20 möglichen Siegen und Platz zehn unter elf Herausforderern war Team Germany klar an den selbst gesteckten Zielen vorbeigesegelt.
Laufende Verhandlungen mit künftigen Partnern beurteilt Scheeren als "sehr positiv", will aber erst in einigen Wochen Näheres bekannt geben. Alinghis Sportdirektor Jochen Schümann und Steuermann Karol Jablonski von Desafío Español stehen auf der Wunschliste weiterhin ganz oben, doch Scheeren will die Personalplanung zur Zeit nicht kommentieren: "Wir führen diverse Gespräche, möchten und können uns erst in einigen Wochen zu den Inhalten äußern."
Quelle: Peter O.Walter

Toppfavorit BMW ORACLE Racing ausgeschieden
(21.05.07) BMW ORACLE Racing kämpfte bis zum Schluss, schied aber im Halbfinale des Louis Vuitton Cup durch einen 1:5-Niederlage gegen die italienische Luna Rossa Challenge aus. „Das ist sicherlich nicht das Ergebnis, das wir erwartet haben", sagte Larry Ellison, Team-Eigner von BMW ORACLE Racing. „Luna Rossa hat sich stark verbessert und verdient dafür viel Anerkennung. Ich bin stolz darauf, dass unser Team da draußen bis zur letzten Halse gekämpft hat. Wir haben niemals aufgegeben."
Chris Dickson, CEO des Teams, bekam bei der Pressekonferenz nach den heutigen Rennen viel Beifall, als er Luna Rossa Skipper Francesco de Angelis und dem Steuermann James Spithill mit einem Händedruck und den Worten gratulierte: „Der Grund für unser Ausscheiden ist der, dass Luna Rossa in dieser Woche überragend war. Wir sind natürlich sehr enttäuscht und hatten uns ein anderes Ende erwünscht."
„Es sind zwölf Teams angetreten und elf müssen früher aufhören, als sie wollen. Heute trifft es uns – früher als wir es angestrebt haben. Wenn ich zurückschaue, dann springt mir nichts ins Auge, was ich anders machen würde. Könnte ich den Grund für dieses Ergebnis klar benennen, hätte ich es anders gemacht. Es gibt keinen isolierten Grund, es ist vielmehr so, dass viele Kleinigkeiten den Unterschied ausmachen."
Rennzusammenfassung: BMW ORACLE Racing hatte für dieses Match die Afterguard umgestellt. Chris Dickson wurde als Steuermann vom Dänen Sten Mohr ersetzt, Taktiker Gavin Brady übernahm die Rolle des Skippers. Nachdem die Wettfahrtleitung den Start um 20 Minuten verschoben hatte, um auf stabile Winde zu warten, begann das Match mit einem Split-Tack-Start. Die USA 98 startete am Committee Boat auf Steuerbordbug, während die ITA 94 die Linie am anderen Ende auf Backbordbug kreuzte. Direkt nach dem Startschuss wendeten die Italiener, so dass beide Yachten einen langen Schlag zur rechten Kursseite segelten. Die ITA 94 profitierte dabei von einem Linksdreher. Nach neun Wenden hatte die USA 98 an der Luvtonne einen Rückstand von 32 Sekunden. Luna Rossa deckte gnadenlos ab und der Vorsprung blieb nahezu unverändert. Im Ziel betrug er 33 Sekunden.
Sten Mohr: „Der America’s Cup ist ein extrem harter Wettbewerb, wenn man sich den Druck ansieht, mit dem wir umgehen müssen. Es war aber eine große Freude für mich, heute an Bord zu gehen. Ich habe die USA 98 zuvor schon viele Male gesegelt. Als Teststeuermann segle ich dauernd auf beiden Boote, es war also eine vertraute Situation für mich. Chris Dickson hat vor dem Rennen mit mir gesprochen und mir viele Ratschläge gegeben. Er hat mir sehr geholfen."
Quelle: BMW ORACLE Racing Press Office

Vierter Sieg für Luna Rossa im fünften Halbfinalmatch
(20.05.07) Für eine doppelte Strafe im Vorstart musste BMW ORACLE Racing heute beim Louis Vuitton Cup im fünften Halbfinalmatch einen hohen Preis bezahlen. Luna Rossa konnte in der Best-of-nine-Serie auf 4:1 erhöhen. Durch die Ereignisse im Vorstart war das Rennen bereit entschieden, die Italiener verteidigten den Vorsprung über die volle Renndistanz. Damit steht BMW ORACLE Racing jetzt vor der Aufgabe, vier Matches in Folge gewinnen zu müssen, um das italienische Team noch zu überflügeln und ins Finale des Louis Vuitton Cup einzuziehen. „Der Vorstart war sehr enttäuschend für uns“, sagte Peter Isler, Navigator von BMW ORACLE Racing. „Wir müssen ab jetzt jedes Rennen gewinnen. Wir werden sehen, was wir Luna Rossa entgegen setzen. Schreibt uns noch nicht ab.“
Rennzusammenfassung: Nach einem langen Dial-up standen die beiden Yachten nahe der Startlinie im Wind, Luna Rossa Challenge befand sich dabei an der rechten Seite der USA 98. 40 Sekunden vor dem Startsignal ging der USA 98 der Platz aus, und die Yacht musste über die Tonne am linken Ende der Startlinie hinaus segeln und zurück halsen, um einen neuen Versuch zu unternehmen, regulär zu starten. Luna Rossa Challenge gelang es, weiter innen zu halsen und auf Backbordbug zu bleiben. Dadurch erzwangen die Italiener die erste Strafe gegen die USA 98, die auf Steuerbordbug entfliehen wollte. Direkt danach kam es zur zweiten Strafe, als Luna Rossa eine Überlappung herstellte. Nun waren beide Yachten auf Steuerbordbug, und Luna Rossa in Luv, als die USA 98 stark anluvte und dann sofort wieder abfiel. Dabei berührte das Heck von BMW ORACLE Racing die Yacht von Luna Rossa Challenge, und die Schiedsrichter sprachen erneut eine Strafe aus. Zudem wurde die rote Flagge gezeigt, die bedeutet, dass einer der beiden Strafkringel unverzüglich zu segeln ist. Dadurch gewannen die Italiener einen Vorsprung von vier Bootslängen, den sie auf der gesamten Renndistanz verteidigten und auf 4:1-Siege erhöhten.
Weitere Statements von Peter Isler: „Die erste Strafe war wegen eines Backbordbug-Steuerbordbug-Vorfalls, als wir uns aus einer unangenehmen Lage befreien wollten. Es war ein kalkuliertes Risiko. Wir dachten, wir kämen vor dem Gegner vorbei, aber es hat nicht ganz gereicht.“
„Man legt sein Schicksal ungern in die Hände der Schiedsrichter, aber unsere Überlegung war, dass, wenn wir vorbei kämen, wir die Situation neutralisiert hätten. Leider ist das nicht aufgegangen.“
„Luna Rossa ist bisher gut gesegelt. Sie haben sich ihre Siege verdient, aber wir haben in Regatten zuvor auch schon große Comebacks erlebt. Es ist noch nicht vorbei!“
Quelle: BMW ORACLE Racing Press Office

BMW ORACLE Racing: Dritte Niederlage im vierten Halbfinalrennen
(19.05.07) Der Weg durch das Halbfinale des Louis Vuitton Cup ist noch steiniger geworden, denn seit heute liegt BMW ORACLE Racing in der Serie gegen Luna Rossa Challenge 1:3 zurück. Dennoch ist das Team zuversichtlich, den Spieß umzudrehen. Die beiden Yachten lieferten sich heute einen temperamentvollen Kampf, Unterschiede in der Bootsgeschwindigkeit waren nicht zu erkennen. Das Rennen fand in einer stabilen Seebrise mit zehn bis zwölf Knoten statt, so dass sich wenige Überholmöglichkeiten ergaben. Obwohl die USA 98 sowohl auf der Kreuz als auch vor dem Wind beständig attackierte, kam sie nicht am Gegner vorbei.
„Wir fühlen uns nie gut nach Niederlagen, und ein 1:3-Rückstand ist nicht die Position, die wir uns vorgestellt haben“, sagte Peter Isler, Navigator von BMW ORACLE Racing. „Trotzdem: Es ist noch ein langer Weg zu gehen, und wir bleiben dabei, nur von Rennen zu Rennen zu denken. Wir haben Vertrauen in unsere Crew sowie in unser Boot und wir sind fest entschlossen, die Serie herum zu reißen.“
Rennzusammenfassung: Die Afterguards von BMW ORACLE Racing und Luna Rossa Challenge zettelten ein Nervenspiel an, als sie bis zu 2,7 Kilometer Querabstand zwischen beiden Booten zuließen. Zu dieser Situation kam es auf der zweiten Kreuz, nachdem Luna Rossa Challenge an den Wendetonnen 13 und zwölf Sekunden Vorsprung hatte. Die Italiener profitierten stärker von dem hohen Querabstand, gewannen das Rennen und führen in der Serie nun mit 3:1. Am Start kämpften Skipper Chris Dickson und die BMW ORACLE Racing Crew um die rechte Kursseite. Die USA 98 startete am Boot der Wettfahrtleitung auf Backbordbug. Gleiches tat Luna Rossa Challenge, allerdings ein gutes Stück weiter in Lee. Es folgte ein kurzer Schlag auf Backbordbug, dann wendete die USA 98. Dies war der Auftakt zu einem Kreuzduell, das 14 Wenden später an der rechten Anliegelinie endete. An der ersten Luvtonne und am Leetor war es noch ein enges Rennen, dann aber gingen die Yachten getrennte Wege. An der zweiten Luvtonne hatte Luna Rossa Challenge 28 Sekunden Vorsprung gewonnen. Vor dem Wind griff die USA 98 noch einmal an, segelte Halse nach Halse, um den Druck auf die Italiener hoch zu halten. BMW ORACLE Racing holte zwar beständig auf, fand aber keine Überholmöglichkeit und kreuzte die Ziellinie mit 23 Sekunden Rückstand.
Weitere Statements von Peter Isler: „Wir wollten am Start die rechte Kursseite, und die gesamte Crew hat sie uns gesichert. Nach einem Schlag auf Backbordbugbug haben wir gewendet, und Luna Rossa Challenge hatte minimal die Bugspitze vorne. Auf dem nun folgenden, langen Schlag auf Steuerbordbug haben wir mit einem Rechtsdreher gerechnet, aber der Wind war bemerkenswert stabil. Es war, als wären die Boote aneinander gekettet, und Luna Rossa behielt unverändert den Vorsprung von einer halben Bootslänge.“
„Der große Querabstand auf der zweiten Kreuz war reine Nervensache. Als die Yachten am Leetor unterschiedliche Tonnen rundeten, haben die Italiener ein paar Bootslängen gewonnen, weil sie den kürzeren Weg hatten. Wir haben auf der linken Seite auf einen Vorteil gehofft, aber der Dreher kam nicht. Als die Yachten wieder zusammenkamen war der Rückstand in etwa gleich geblieben. Wir haben die Italiener mit vielen Wenden und Halsen unter Druck gesetzt, aber sie haben keinen Fehler gemacht. Weil zudem der Wind sehr stabil war, waren alle unsere Bemühungen zum Scheitern verurteilt.“
Quelle: BMW ORACLE Racing Press Office

Nach Sieg am Vortag: Zweite Niederlage für BMW ORACLE Racing
(16.05.07) Im Halbfinale des Louis Vuitton Cup zwischen BMW ORACLE Racing und der Luna Rossa Challenge in Valencia wechseln sich Freud und Leid in schöner Regelmäßigkeit ab. Nachdem BMW ORACLE Racing das erste Rennen verloren und das zweite gewonnen hatte, siegte heute wieder Luna Rossa Challenge. Das bekannte Muster, nachdem die USA 98 vor dem Wind viel Boden gutmacht, wiederholte sich auch heute. Doch bei einer sehr stabilen Brise und gegen ein italienisches Team, das sehr konsequent abdeckte, ergaben sich keine Überholmöglichkeiten.
"Es wird eine großartige Serie - eng und umkämpft", sagte BMW ORACLE Racing Navigator Peter Isler. "Wir sind enttäuscht über den 1:2-Rückstand, aber am Freitag werden wir wieder angreifen. Wir fühlen uns stark und glauben, die Möglichkeiten und Voraussetzungen zu haben, um die Serie umzudrehen und zu gewinnen. Wir müssen einfach rausgehen, ausgleichen und dann von Rennen zu Rennen denken."
Rennzusammenfassung: Die USA 98 startete am linken Ende der Linie, während die Luna Rossa Challenge am Boot der Wettfahrtleitung mit Wind von Backbord ins Rennen ging. Auf der rechten Kursseite fanden die Italiener mehr Druck und rundeten die Luvtonne mit einem Vorsprung von 29 Sekunden. Nach der ersten Vorwindbahn mit neun Halsen betrug der Rückstand nur noch 24 Sekunden, als die Kontrahenten am Lee-Tor unterschiedliche Tonnen wählten. Bei Winden zwischen zwölf und 14 Knoten hielt sich das italienische Team erneut an die rechte Kursseite und deckte viel konsequenter ab als noch in den beiden ersten Rennen. Die BMW ORACLE Racing Crew griff auf der zweiten Kreuz an und segelte neun Wenden, doch die Italiener verteidigten die Führung und begannen die letzte Bahn 45 Sekunden vor der USA 98. Trotz einer erneuten beherzten Vorwindattacke mit einer zweistelligen Anzahl von Halsen ergab sich keine Überholmöglichkeit für die USA 98. Die Italiener gewannen mit 31 Sekunden Vorsprung.
Weitere Statements von Peter Isler:
"Wir haben auf lange Sicht die rechte Kursseite bevorzugt und waren uns sicher, dass sie ideal ist. Am Wind war unsere Bootsgeschwindigkeit gut, aber Luna Rossa Challenge holte auf der ersten Kreuz auf der rechten Seite viel Vorsprung heraus."
"Auf der ersten Kreuz drehte der Wind um 15 Grad nach rechts, das war der größte Dreher des Tages. Danach pendelte die Brise nur noch leicht von links nach rechts und zurück. Unter diesen Umständen muss man viel Vorsprung bekommen, wenn man bei einem Split-Tack-Start nach rechts segelt. Luna Rossa hat seine Sache auf der ersten Kreuz sehr gut gemacht und danach klassisch abgedeckt. Sie sind sehr konservativ gesegelt, womit nach den gestrigen Ereignissen auch zu rechnen war."
Im zweiten Halbfinale unterlag das Emirates Team New Zealand heute Desafio Espanol und führt nur noch mit 2:1. Morgen ist rennfrei. Die Halbfinals werden am Freitag fortgesetzt.
Quelle: BMW ORACLE Racing Press Office

USA 98 gewinnt atemberaubendes Rennen gegen Luna Rossa
(15.05.07) In Valencia gelang BMW ORACLE Racing heute im Halbfinale des Louis Vuitton Cup gegen die Luna Rossa Challenge ein atemberaubender Sieg nach langem Rückstand. In der Best-of-nine-Serie steht es nun 1:1.
Es war eine außergewöhnliche Demonstration von Kampfgeist, Taktik und Bootsgeschwindigkeit, dank der die USA 98 einen Rückstand von 58 Sekunden an der ersten Luvtonne in einen Sieg mit 13 Sekunden Vorsprung verwandelte. Dieses mitreißende Match fesselte die Zuschauer und begeisterte sogar die BMW ORACLE Racing Crew: "Die Jungs haben Fantastisches geleistet", sagte Team-Eigner Larry Ellison. "Chris Dickson und unsere Crew haben uns nicht nur in hervorragender Manier die Führung erkämpft, sondern diese auch noch verteidigt, als Luna Rossa unseren Wind abschnitt. Es war faszinierend, das mit anzusehen."
Rennzusammenfassung: Am Start hatten die Italiener klar die Nase vorn. Die USA98 benötigte einige zeitintensive Wenden, um freien Wind zu bekommen, so dass Luna Rossa sich einen Vorsprung ersegeln konnte. Bei zwölf bis 14 Knoten Wind rundeten die Italiener die erste Luvtonne 58 Sekunden vor BMW ORACLE Racing. Auf der sich anschließenden Vorwindbahn segelten Chris Dickson und seine Crew die feinen Winddreher gekonnt aus und gewannen auf diese Weise viel Boden zurück. Am Lee-Tor entschieden sich die Teams für getrennte Tonnenrundungen. Luna Rossa Challenge wählte die gegen den Wind gesehen rechte Bahnmarke. Die USA 98 hatte nur noch 20 Sekunden Rückstand, als sie die linke Tonne umfuhr.
Am Wind ergab sich so ein beträchtlicher Querabstand, der zwischenzeitlich fast 1.500 Meter betrug. Die USA 98 arbeitete sich auf der linken Kursseite voran, während Luna Rossa Challenge auf der rechten Seite gegen den Wind ankreuzte. Kurz vor der Luvtonne war das Rennen wieder völlig offen. Als Luna Rossa Challenge mit Wegerecht von rechts auf die USA 98 zusegelte, tauchte diese hinter dem italienischen Heck durch. Beide Yachten luvten in den Wind an, ehe Luna Rossa abfiel und 14 Sekunden Vorsprung um die Luvtonne rettete.
Vor dem Wind griff die USA 98 erneut an. Zunächst eröffnete BMW ORACLE Racing ein Halsenduell, dann übernahm das Team die Führung. Luna Rossa kam zwar noch einmal an die USA 98 heran und versuchte, ihr den Wind zu nehmen. Doch Chris Dickson und sein Team kämpften energisch um freien Wind und kreuzten die Ziellinie schließlich mit einem Vorsprung von 13 Sekunden.
Weitere Statements von Larry Ellison:
"Auch auf der ersten Kreuz hatten wir nie das Gefühl, es sei alles vorbei. Wir glauben, dass wir schnell sind und ins Rennen zurückkommen können. Zu keinem Zeitpunkt haben wir aufgegeben. Zwischenzeitlich hatten wir 13 Bootslängen Rückstand, aber der Wind pendelte heute wieder stark, und wir konnten die Dreher gut aussegeln."
"Die Crewarbeit hat vom Start bis ins Ziel gestimmt. Chris Dickson hat seine Sache am Ruder ausgezeichnet gemacht, ebenso wie die Trimmer. Gegen Ende der abschließenden Vorwindstrecke ist Luna Rossa direkt in unseren Wind gehalst. Chris hat uns aus dieser unangenehmen Situation perfekt befreit. Ich bewundere die Jungs dafür, was sie heute gemacht haben. Es steht jetzt 1:1, und mit diesem Ergebnis habe ich für morgen ein gutes Gefühl."
Im zweiten Halbfinale erhöhte Emirates Team New Zealand gegen Desafio Espanol auf 2:0.
Quelle: BMW ORACLE Racing Press Office

Auftaktniederlage im Halbfinale des Louis Vuitton Cup
(15.05.07) Der erste Sieg in der Best-of-nine-Serie im Halbfinale des Louis Vuitton Cup ging an die italienische Luna Rossa Challenge. Das Match war geprägt von großen Winddrehern, durch die die Führung mehrfach zwischen den Booten hin und her wechselte. Der Wind variierte in seiner Stärke zwischen neun und 19 Knoten und wechselte seine Richtung so eklatant, dass die USA auf der letzten Bahn zunächst unter Spinnaker segelte, ehe sie gegen den Wind ins Ziel kreuzen musste.
"Die Winddreher haben heute die Hauptrolle gespielt, das ist sicher", sagte Peter Isler, Navigator von BMW ORACLE Racing. "Das große Problem war, dass jederzeit die Gefahr bestand, der ganze Kurs könnte auf den Kopf gestellt werden - so wie es auf der abschließenden Bahn auch passiert ist."
Rennzusammenfassung: Am Start hatte sich die USA 98 die bessere Ausgangsposition auf der rechten Seite gesichert und bald einige Meter Vorsprung ersegelt. Ein langer Schlag auf Backbordbug endete unentschieden, die knappe Führung wechselte mehrfach hin und her. Zur Hälfte der Kreuz wendete die USA 98, während Luna Rossa Challenge weiter auf der linken Kursseite blieb. Dies zahlte sich aus: Die Italiener rundeten die erste Tonne mit einem Vorsprung von 52 Sekunden. Auf dem Vorwindgang konnte BMW ORACLE Racing auf der - gegen den Wind gesehen - rechten Kursseite den gesamten Rückstand aufholen. Kurz vor dem Lee-Tor waren die Yachten wieder gleichauf. Luna Rossa rundete die linke, BMW ORACLE Racing die rechte Tonne. Der USA 98 war es gelungen, den Rückstand auf sieben Sekunden zu verkürzen. Auch auf der zweiten Kreuz entschieden sich die Kontrahenten wieder für unterschiedliche Kursseiten, und wieder profitierte Luna Rossa. Mit einem Vorsprung von 1:21 Minuten begannen die Italiener die abschließende Bahn. Wiederum war es die USA 98, die vor dem Wind Boden gutmachen konnte und den Rückstand schmelzen ließ. Dann aber griff der Wind ein letztes Mal entscheidend ein, indem er auf der rechten Kursseite vollkommen einschlief. Während die Italiener unter Spinnaker ins Ziel segelten, musste die USA 98 zur Linie kreuzen, die sie schließlich mit einem Rückstand von 2:19 Minuten überfuhr. Weitere Statements von Peter Isler:
"Schon heute Morgen mussten wir davon ausgehen, dass der Wind heute das Rennen entscheiden würde. Mit der ersten Kreuz waren wir sehr zufrieden, bis Luna Rossa in Luv plötzlich höher segeln konnte als wir. Unter normalen Umständen ist das nicht möglich. Aber an einem Tag wir heute können schon wenige Meter weiter ganz andere Verhältnisse herrschen."
"Vor dem Wind hat unsere Crew die Dreher sehr gut ausgesegelt, aber dann fehlten uns ein paar Meter. Wir waren eine halbe Bootslänge davon entfernt, die totale Kontrolle über das Rennen zu übernehmen - dann wäre es vielleicht anders ausgegangen. Aber so mussten wir uns am Lee-Tor wieder von den Italienern trennen. Es war eine Sekt-oder-Selters-Situation. Der Querabstand war auf der zweiten Kreuz erneut sehr groß, und kein Boot konnte zur Kursmitte segeln, wo sehr viel weniger Wind war. Auf der abschließenden Bahn spielte der Wind dann vollends verrückt und wir mussten zum Schluss ins Ziel kreuzen. Das ist eine Best-of-nine-Serie, und noch sind viele Rennen zu segeln."
Im zweiten Halbfinale führt das Emirates Team New Zealand 1:0 gegen Desafio Espanol.
Quelle: BMW ORACLE Racing Press Office

Ausblick auf das Habfinale: BMW ORACLE für Kampf gegen Luna Rossa bereit
(13.05.07) Nach drei Wochen intensiver Rennen gegen verschiedenste Herausforderer in den Round Robins des Louis Vuitton Cups, beginnen die Halbfinalisten ab morgen wieder von Neuem - jedes Team ist für die entscheidenden Match Races Team gegen Team im Halbfinale bereit, bei geändertem Rennmodus. BMW ORACLE Racing wird im Halbfinale gegen die italienische Luna Rossa Challenge in einem "Best-of-nine" Modus segeln, was bedeutet, dass derjenige weiterkommt, der zuerst fünf Rennen gewinnt. "Es ist etwas komplett anderes, wenn Du nur gegen einen einzigen Gegner segelst", sagt BMW ORACLE Racing Skipper und CEO Chris Dickson, "Du kannst deine Ressourcen etwas besser einteilen".
"Wir haben unsere Yacht für die Rennen gegen Luna Rossa Challenge speziell angepasst", sagte Dickson. " Wir kennen ihre Stärken und Schwächen genau, daher haben wir unser Boot so modifiziert, dass es unsere Stärken noch mehr hervorhebt und wir ihre Schwächen besser ausnutzen können.
Dickson sagte, dass obwohl die America's Cup Yachten alle von der Länge, vom Gewicht und von der Größe der Segelfläche her gleich sind, es doch einige Bereiche gibt, in denen die Yachten modifiziert werden können. "Du kannst den Mast, das Ruder, den Kiel, die Kielbombe oder die Flügel verändern - und alle diese Dinge werden die Performance des Bootes verändern. Man kann auch Kombinationen dieser Elemente verändern, um die Yacht schneller beim geradeaus segeln zu machen oder schneller beim runden der Wendemarken."
Drei signifikante Faktoren, die bei den morgen beginnenden Halbfinal-Rennen eine wesentliche Rolle spielen
- Das Wetter wird beständiger, je näher der Sommer rückt; es wird stärkere Seebrisen und größere Wellen geben.
- Die Rennen werden eine Stunde später gestartet, was wiederum die Seebrise beständiger werden lässt, als es bei den ersten Rennen der Round Robins der Fall war.
- Die Rennstrecken sind länger und haben nun eine Länge von mehr als drei Seemeilen pro Bahn, statt zuvor 2,5 Seemeilen.
Dickson sagte, dass die USA 98 in der Vorrunde unter allen Bedingungen überzeugt hat. Jetzt kann die Yacht gemäß den etwas beständigeren Wetterbedingungen angepasst werden, während der längere Rennkurs einen zusätzlichen Fokus auf die Grundgeschwindigkeit der Yachten legt. "Es ist wie wenn man die Gegengerade einer Formel 1 Strecke verlängert. Es erlaubt der Yacht ihre Bootsgeschwindigkeit noch mehr auf den Schlägen auszuspielen. Wenn man schnell ist, dann hat man eine größere Chance, es auch zu zeigen. Wenn man jedoch nicht schnell ist, dann werden einem die Rennen sehr lange vorkommen."
Basierend auf den früheren Rennergebnissen, ist BMW ORACLE Racing leicht favorisiert. In den bisherigen Rennen im Vorfeld des Louis Vuitton Cups, sind die zwei Herausforderer-Teams zehn Mal gegeneinander gesegelt und BMW ORACLE Racing hat davon sechs Rennen gewonnen. In den letzten drei Begegnungen - seit der Einführung der Yachten der neuen Generation - hat BMW ORACLE Racing jedes Rennen gewonnen. Im Halbfinale werden die beiden Teams jedoch bei Null anfangen. "Luna Rossa wird ein sehr starker Gegner sein", sagt Dickson. "Luna Rossa ist in jeder Hinsicht ein starkes Team. Es ist schwer, Schwächen fest zu stellen. Niemand wird im Halbfinale vermutlich mit 5:0 Siegen gewinnen. Für uns ist es wie immer - wir freuen uns sehr darauf raus zu fahren und zu zeigen, was wir draufhaben. Und wir hoffen, es jeden Tag ein wenig besser zu machen, als am Tag zuvor."
Quelle: BMW ORACLE Racing Press Office

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