EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Großsegler:Die "Maria Rickmers"
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Die riesige Bark machte nur eine Reise, ihre Jungfernfahrt. Sie segelte von Bremerhaven (Anfang März 1892) nach Barry (Wales), in Ballast und fuhr von dort über Cardiff am 15. März 1892 nach Singapur "for orders" (für neue Anweisungen) mit einer Ladung Kohle. Während der Löscharbeiten erkrankte ihr erster Schiffsführer Kapitän J. Gennerich und verstarb wenige Tage später in einem Singapurer Krankenhaus. Kurz vor seiner Erkrankung erhielt er ein Telegramm der Reederei, die ihr Missfallen über die 80-Tage-Reise (ohne Einsatz der Hilfsmaschine) zum Ausdruck brachte. Der Erste Steuermann, H. Wiethoff, übernahm die Schiffsführung, und unter seiner Leitung verholte das Schiff in Ballast nach Saigon, um eine Ladung von 56.727 Säcken Reis für die eigenen Reismühlen einzunehmen. Auf der Heimreise nach Bremerhaven von Saigon (14. Juli 1892) ging sie im Indischen Ozean verloren, nachdem sie die Sundastraße passiert hatte (letztes Signal nach Anjer Point (Indonesien) am 24. Juli 1892). Nie wieder hörte man wieder etwas von ihr, auch wurden keine Wrackteile gefunden. Es gab eine Reihe von Theorien, was das Verschwinden des Fünfmasters anbetraf: ein Taifun, eine Weiße Bö, Piraten, Kentern durch verrutschte, unsachgemäß gestaute Ladung, Überforderung der Mannschaft etc. Das Schiff war das größte Segelschiff seiner Zeit, aber es existierte nur sieben Monate – die kürzeste Lebensspanne aller sieben Fünfmastrahschiffe. Weblinks: 'Maria Rickmers' in Wikipedia Bark Segelschiffstypen in Wikipedia Fehlt ein wichtiges Link zum Thema? Link mitteilen
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