Segeln: Großsegler-News"
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    Mitsegeln Bretagne
   und Atlantikküste

    "Cutty Sark"-Wiederherstellung kommt voran
    (25.4.08) Die Reparatur der "Cutty Sark" in Greenwich, die vor fast einem Jahr von einem Großfeuer verwüstet wurde, erreichte einen Meilenstein. Ein sieben Tonnen schweres Eisensektion des Hecks wurde jetzt vorsichtig von einem Kran vom Rest des Schiffes entfernt. Neben der Rekonstruktion des Schiffes soll der Dreimaster auch für den erwarteten Touristenansturm zu den Olympischen Spielen 2012 vorbereitet werden. Die Ursache des Feuers ist immer noch ungeklärt, die Polizei will im Sommer einen Report veröffentlichen. Das Restaurationsprojekt kostet 35 Millionen Pfund.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Clipper „Stad Amsterdam“ kommt zur 18. Hanse Sail
    (08.04.08) Der Clipper "Stad Amsterdam", ganzer Stolz der Flotte niederländischer historischer Schiffe, kommt erstmals zur Hanse Sail Rostock vom 7. bis 10. August 2008. Das Schiff erweist sich als absoluter Publikumsmagnet seit seiner Einführung bei der Sail Amsterdam im Jahr 2000.
    Der Clipper ist ein Nachbau seiner traditionsreichen Vorgänger des 19. Jahrhunderts, ausgestattet mit dem Komfort des 21. Jahrhunderts.
    Vieles an dem neuen Windjammer erinnert an längst vergangene Seefahrerzeiten, als mit dem Beginn des 19. Jahrhunderts Schnellsegler für den Warentransport von und nach Nordamerika, Indonesien oder Australien eingesetzt wurden. Durch die Eröffnung des Suezkanals 1869 verkürzte sich der Weg nach Asien für die Dampfschiffe erheblich. Die Schnellsegler konnten den Kanal nicht nutzen und verloren ihren Vorteil der geringeren Fahrzeiten gegenüber ihren stählernen Konkurrenten. Dies bedeutete um 1940 ihr Ende in der Handelsschifffahrt.
    Im Auftrag der Stadt Amsterdam und der Handelsgesellschaft Randstad wurde von 1997 bis 2000 mit dem Clipper "Stad Amsterdam" wieder ein Schiff vom Typ der schnellsten Hochseesegler der Welt gebaut. Mit seinem schlanken, schwarzen Stahlrumpf und den weißen Segeln lädt das Dreimast-Vollschiff mit seiner 30 Mann starken Crew Besucher auf der ganzen Welt zu Kreuzfahrten oder Tagestouren ein und nimmt an zahlreichen Regatten und maritimen Großveranstaltungen teil.
    Quelle: Tall-Ship Friends

    "Roald Amundsen" mit Garderobenschaden
    (14.3.08) Nach einem Sturm mit Orkanböen lief die Eckernförder Brigg "Roald Amundsen" vor einigen Tagen mit völlig zerfetzten Segeln in den Hafen von Cobh ein. Auf der Rückreise von seinem Winterrevier auf den Kanaren erwischte den Traditionssegler sein bislang wohl schwerster Sturm. In der irischen See peitschten Böen von teilweise zwölf Windstärken den Windjammer durch die Wellen. "Gründlicher Garderobenschaden, sonst nichts. Der Rest Bagatellen", lautete der erste Kommentar des Vorstandes vom Betreiberverein LLaS (LebenLernen auf Segelschiffen). Insgesamt waren 850 Quadratmeter Tuch völlig zerrissen. Die Mitglieder an Land gratulierten der Bord-Crew zu ihrer Leistung in anspruchsvoller Situation. Mit provisorischen Ersatzsegeln kehrt die "Roald" jetzt nach Eckernförde zurück, wo sie am 10. April erwartet wird. Kleinere Reparaturen werden unterwegs ausgeführt. Die zerfetzten Segel aber, die nicht mehr reparabel sind, werden ein großes Loch in die Kasse des gemeinnützigen Betreibervereins reißen. LLaS- rechnet derzeit mit 40000 Euro. Die "Roald Amundsen" ist das Flaggschiff der Eckernförder Traditionsseglerflotte. Die Brigg lief 1952 als Fischerei-Logger vom Stapel und wurde 1992 als Rahsegler getakelt. Quelle: Tim Schwabedissen

    Kniffeliges Schokohasensuchen auf der RICKMER RICKMERS
    (18.02.08) Mit Schokolinsen gefüllte Langohrschokohasen sind nicht so leicht zu haben: Dafür müssen die Kinder schon einen Seemannsknoten binden oder wissen, wie die Galionsfigur heißt. Am Ostermontag, 24. März 2008, heisst es zwischen 10 und 14 Uhr auf der RICKMER RICKMERS wieder EINTRITT FREI für alle Kinder bis 12 Jahre. Sie entern das Schiff, suchen vier "Schokohasenausgabestationen", lösen die kleinen, kniffeligen Aufgaben und dürfen dann die Schokohasen kostenlos mit nach Hause nehmen. Solange der Vorrat reicht. Und der reicht bis zu 1896 Schokohasen - denn das Museumsschiff lief in 1896 vom Stapel.
    Quelle: Trixi Lange-Hitzbleck, www.rickmer-rickmers.de

    RICKMER RICKMERS: Sonderausstellung: "Hohe Breitengrade - Bilder Arktischer Reisen"
    (23.11.07) Premiere in Hamburg! Ab sofort zeigt die Stiftung RICKMER RICKMERS faszinierende Fotografien des bekannten NDR-Mannes Peter von Sassen. Bis zum 31. Januar 2008 sind täglich von 10 bis 18 Uhr im Bauch des Schiffes 45 großformatige Aufnahmen der Arktis zu sehen.
    Mit Grund schwärmt von Sassen: "Wer dahin fährt, kommt nie so zurück, wie er dort angekommen ist - er verändert sich: Das ist einfach wunderbar." Das spiegelt sich in seinen Motiven wider: Hautnah mit Eisbären, auf Tuchfühlung mit Walrossen, Aug' in Aug' mit Eisgiganten - die Dramatik seines Blickwinkels schenkt dem Betrachter das Gefühl, selber vor Ort zu sein. Der Besucher spürt auf eindrucksvolle Weise die Ruhe, Stille und Reinheit der nördlichen Polarregion. So drückt von Sassen den Anspruch an seine Arbeit denn auch aus: "Ich möchte den Betrachter meiner Bilder berühren."
    Peter von Sassen, Jahrgang 1953, verliebte sich schon früh ins Reisen. Als NDR-Journalist berichtete er bereits aus China, Japan und Südamerika und durchquerte mehrere Wüsten Arabiens. Seit 1999 machte er sich als Redaktionschef der Sendung NordseeReport auf zu regelmäßige Dreharbeiten nach Island, Grönland, Norwegen, Spitzbergen, Franz-Joseph-Land, etc. Während dieser Einsätze entdeckte sich der Filmemacher als "fotografierender Reisender" neu und bringt jetzt Bilder aus den Jahren 2003-2006 erstmalig an die Elbe.
    MUSEUMSSCHIFF RICKMER RICKMERS, täglich geöffnet 10:00 bis 18:00 Uhr
    Eintrittsgeld beinhaltet Besuch der Sonderausstellung:
    Erwachsene € 3,--, Schüler/Studenten € 2,50, Kinder 4 bis 12 Jahre € 2,--
    Familienkarte € 7,--, Ermäßigung bei HamburgCard, Metropolcard und Gruppen
    Für Mitglieder des Freundeskreises kostenlos
    Quelle: Trixi Lange-Hitzbleck, www.rickmer-rickmers.de

    "Elbstücke":Künstlerin Hiltrud Riederer zeigt, was die Elbe hergibt
    (07.09.07) Die Stiftung RICKMER RICKMERS präsentiert vom 5. Oktober bis 4. November 2007 gut 30 Skulpturen und Objekte von Hiltrud Riederer. Seit 2002 hat sich die Künstlerin mit Treibholzfunden vom Elbstrand auseinandergesetzt und daraus Figuren geschaffen, die in faszinierender Weise archaisch und gleichzeitig modern wirken. An den folgenden Sonntagen ist sie persönlich ab 14.00 Uhr an Bord, um Fragen zu beantworten: 7., 14., 28. Oktober und 4. November.
    "Treibholz gehört zur Elbe wie der Michel zu Hamburg," schwärmt die Künstlerin. "Nach Stürmen spült die Elbe viele interessante Holzstücke an Land, die eine lange Reise hinter sich haben. Das Strandgut verleiht dem Elbspaziergang eine besondere Atmosphäre. Kinder schätzen das angetriebene Holz als Baumaterial für ihre Sandburgen und im Sommer landet es häufig im Lagerfeuer."
    Für Hiltrud Riederer sind Jahresringe, Astlöcher, Risse und Verfärbungen Inspiration pur. In ihrer Arbeit folgt sie der Ausdruckskraft des Holzes und setzt mit Farben und Vergoldungen zusätzliche Akzente. Titel wie "Begegnung", "Auf Reisen" oder "Madame und der Duft des Salzes" regen zusätzlich die Fantasie an.
    Quelle: Trixi Lange-Hitzbleck, www.rickmer-rickmers.de

    „Amphitrite“ beim Jubiläum in Kiel
    (14.06.07) Zur 125. Kieler Woche schickt der Verein CLIPPER DJS e.V. sein Jubiläumsschiff, den Dreimaster „Amphitrite“. Die ehemalige Rennyacht wird in diesem Jahr 120 Jahre alt und ist die älteste noch segelnde Yacht ihrer Größe. Zu ihrem Jubiläum besucht die alte Dame erstmals wieder die Regattafelder vor Kiel, auf denen sie in jungen Jahren um Pokale gesegelt ist.
    Hamburg, den 14. Juni 2007. „Amphitrite“ wird am Mittwoch, 20. Juni am Sartori Kai in Kiel liegen und die Crew lädt ein, zum Open-Ship an Bord zu kommen. Der Blick in den alten Salon an Deck und in die Kammern im Schiffsrumpf vermittelt eine Ahnung von der Eleganz, mit der die Yacht vor 120 Jahren ausgestattet war.
    An den übrigen Tagen der Kieler Woche vom 15. bis 24. Juni startet die „Grand Old Lady“ vom Sartori Kai zu Tagesfahrten in die Förde und wird unter Segeln die Regattafelder vor Kiel-Schilksee besuchen.
    Das elegante Holzschiff strahlt noch immer den Flair des Besonderen aus, den es aus der Zeit der Regatten gegen die „Meteor“ von Kaiser Wilhelm II. bewahrt hat. So ersegelte sie während der Kieler Woche 1910 den „Extra-Preis für englische Kreuzeryachten“.
    Zu ihrem Jubiläum hat der Verein CLIPPER die Rennyacht von 1887 gründlich renoviert und trotz ihrer 32 Jahre im Einsatz als Jugendsegelschiff sind Teile der alten Einrichtung erhalten geblieben. Der älteste Bereich an Bord ist der Salon im Deckshaus. Hier empfingen die Eigner ihre hochkarätigen Gäste, die dem englischen Königshaus nahe gestanden haben. Heinz Weiß, der an Bord die „Abenteuer des Grafen Luckner“ drehte, verbrachte hier in den frühen 1970ern seine Drehpause. Mit den Dreharbeiten zu „Das Geheimnis der Mary Celeste“ mit Hans-Joachim Kuhlenkampff in der Hauptrolle, ging die Karriere von „Amphitrite“ als Film-Kulisse jedoch zu Ende und sie wurde an CLIPPER verkauft.
    Der gemeinnützige Verein CLIPPER DJS wurde 1973 als Deutsches Jugendwerk zur See e.V. in Bremen gegründet. Jugendliche zwischen 15 und 26 Jahren, aber auch alle anderen Segelbegeisterten sollten die Möglichkeit bekommen, traditionelle Seemannschaft zu erleben. Die Flotte des Vereins ist seitdem stetig gewachsen und mittlerweile segeln fünf hochseetüchtige Schiffe mit den höchsten Sicherheitsstandards unter CLIPPER-Flagge in der Ostsee. Über 4000 Mitglieder sind über ganz Deutschland verteilt.
    Für einen reibungslosen Ablauf der Törns sorgen erfahrene Kapitäne, Steuerleute, Maschinisten und Köche, die in ihrer Freizeit oder ihrem Urlaub ehrenamtlich die Schiffe führen. Sie vermitteln vor allem auch jedem, der mitsegelt, was er über das Segeln, das Schiff und die Seefahrt wissen muss, denn niemand braucht seemännische Vorkenntnisse, um an Bord zu kommen.
    Die Törnbeiträge der Mitsegler ab 240 Euro pro Woche enthalten die Kosten für Verpflegung, Hafengebühren und Diesel und werden für die Instandhaltung der Schiffe eingesetzt.
    „Amphitrite“: Dreimast-Gaffel-Schoner, Baujahr 1887, gebaut in Gosport, Großbritannien von Camper & Nicholson, Länge über alles: 44,33 Meter, Breite 5,72 Meter, Segelfläche: 540 Quadratmeter, 29 feste Kojen
    Quelle: clipper-djs.org

    «Cutty Sark» steht in Flammen
    (21.05.07) Der bekannte und historische Großsegler «Cutty Sark» ist bei einem Großbrand in der Nähe von London schwer beschädigt worden. Das zu seiner Zeit schnellste Segelschiff der Welt stand am Morgen «100 Prozent in Flammen», sagte ein Feuerwehrsprecher. «Die Flammen haben ganz erhebliche Schäden angerichtet.»
    Das Stadtzentrum von Greenwich und Teile der nahe liegenden britischen Marine-Akademie wurden gesperrt. Hoch aufsteigende Flammen und Rauch waren von weither zu sehen.
    Wohn- und Geschäftshäuser im Umkreis von 200 Metern wurden evakuiert. Es wurde niemand verletzt. Acht Feuerwehren waren im Einsatz. Die Ursache des Großbrandes war zunächst unklar. Berichte über eine Explosion von Gaszylindern an Bord bestätigten sich nicht.
    Das 138 Jahre alte Schiff, das seit Monaten mit großem Aufwand in seinem Dock an der Themse vor Greenwich restauriert wurde, werde vermutlich völlig ausbrennen, berichteten der Sender Sky News unter Berufung auf Augenzeugen und die Feuerwehr. Der Brand brach gegen 05.30 Uhr (06.30 Uhr MESZ) am Morgen aus.
    Die «Cutty Sark», die einst im Handelsverkehr zwischen London und nahezu allen Teilen der Welt segelte, war seit Jahrzehnten eine beliebtesten Touristen-Attraktionen der Londoner Umgebung. Millionen Menschen, die den Null-Meridian in Greenwich besuchten, schauten sich auch das Schiff an. Für die umfangreiche Restauration des Holzschiffes waren zwölf Millionen Pfund (18 Millionen Euro) aus staatlichen Lotteriegeldern bereitgestellt worden.
    Die «Cutty Sark» war am 23. November 1869 in Dumbarton am Clyde bei Glasgow vom Stapel gelaufen und wurde zunächst als Teeklipper sowie später zum Wolltransport eingesetzt. Sie wurde unter Kapitän Richard Woodget 1885 das schnellste Segelschiff ihrer Zeit, als sie ihre Rivalin, die «Thermopylae» schlug.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Landgericht erlässt Einstweilige Verfügung.
    (25.04.07) Das Landgericht Hamburg hat auf Antrag der Anwälte des Vereins Tall-Ship Friends (Eigner der Bark GORCH FOCK I in Stralsund) eine einstweilige Verfügung gegen Dieter Moderau erlassen. Hintergrund sind Anwürfe gegen den langjährigen Vereinsvorstand Wulf Marquard auf einer von Moderau betriebenen Internetseite, die Beschuldigungen wie Betrug, Diebstahl und Untreue enthielten.
    Nachdem eine verlangte Unterlassungserklärung nicht abgegeben wurde, hat das Landgericht Hamburg die Verbreitung der Behauptungen verboten.
    Quelle: Tall-Ship Friends

    Segelschulschiff KRUZENSHTERN (ex. Padua) wieder in Deutschland zu Besuch
    (25.04.07) Nach der Weltumsegelung, anlässlich des 200. Jahrestages der Fahrt d es Admirals Krusenstern mit seinem Schiff Nadeshda (Hoffnung) und zugleich 80."Geburtstag" der unter dem Namen PADUA gebauten Viermastbark, ist das Segelschulschiff wieder in Deutschland. Vom 11.-13.Mai ist die KRUZENSHTERN zum 818. Hamburger Hafengeburtstag in Hamburg. Bei der imposanten Ein- und Auslaufparade der Schiffe nimmt die KRUZENSHTERN Gäste mit an Bord.
    Quelle: Tall-Ship Friends

    Khersones: Das gefangene Schiff
    (14.03.07) Die Reisekataloge waren schon gedruckt, die Buchungen eingegangen. Es sollte ein gutes Jahr werden für einen der letzten aktiven Großsegler der Welt, die «Khersones». Nicht nur Reisen nach Lissabon und Tagesfahrten auf der Hanse Sail in Rostock standen 2006 auf dem Programm, sondern auch ein Piraten-Törn auf der Nordsee.
    Dabei sollten die alten Legenden von Störtebeker und seinen Kumpanen erzählt werden und die Gäste auf dem 52 Meter hohen Ausguck von längst vergangenen, abenteuerlichen Zeiten träumen. Doch daraus wurde nichts. Denn seit mittlerweile einem Jahr liegt das Schulschiff im ukrainischen Hafen Kerch an der Kette. Seither erteilt das Agrarministerium der Ukraine dem Windjammer keine Auslaufgenehmigung. Gründe dafür hat der Minister bis heute nicht genannt. Ausgangspunkt des Dilemmas war ein Streit zwischen dem Eigner des Schiffes, dem Kerch Maritime Technological Institut (KMTI), und dem ukrainischen Agrarministerium als übergeordneter Verwaltungsbehörde, da die Regierung ukrainischen Medienberichten zufolge plante, das Schulschiff zu privatisieren. Die Kadetten-Universität hatte daraufhin gemeinsam mit dem Bürgermeister eine Demonstration vor dem Präsidentensitz in Kiew organisiert.
    Als Folge wurde der KMTI-Direktor entlassen, klagte jedoch und musste wieder eingestellt werden. Es änderte aber nichts daran, dass die «Khersones» seit dem 7. April 2006 an der Kette liegt. 300 Nachwuchs-Kadetten der ukrainischen Fischereiflotte hatten jährlich ihr Praktikum auf dem Drei-Mast-Vollschiff absolviert. Finanziert werden konnte dies nur durch die zahlenden Segelgäste, welche über die Hamburger Inmaris Windjammer Sailing GmbH angeworben wurden. Deren Geschäftsführer Uwe Koch sitzt in seinem Büro. Die Wand ist voller Bilder von Segelschiffen, auf dem Regal stehen Sektflaschen und ein kleiner Pokal. Seit einem Jahr kämpft Koch nun schon darum, dass das Schulschiff wieder auslaufen darf. 1800 Buchungen habe seine Firma bisher zurücknehmen müssen, sagt er. Das habe die Betreiber- und Vermarktungsgesellschaft in die Insolvenz getrieben.
    «Mittlerweile haben sich Schadenersatzforderungen von rund 4,5 Millionen Euro angehäuft. Und dieser Berg wird wachsen, wenn nicht bald eine Einigung erzielt wird.» Koch hofft, dass die ukrainische Regierung ihre Absichtserklärung vom Januar dieses Jahres wahr macht, die «Khersones» wieder auslaufen zu lassen. «Eine plausible Erklärung für die früheren Entscheidungen gibt es aber bis heute nicht.» Im Februar vergangenen Jahres hatte es noch, wie jedes Jahr, ein Treffen in Kiew gegeben, um das Geschäftsprotokoll zu unterzeichnen. Doch die Agrar-Vizeministerin ließ eine Unterschrift des Rektors der KMTI nicht zu. Dieser versicherte dennoch, alle Verträge einhalten zu wollen. Auch zwei Kommissionen des ukrainischen Transport- und Agrarministeriums hätten dazu geraten, berichtet Koch. Zudem habe die ukrainische Staatsanwaltschaft zwar wegen angeblicher finanzieller Unregelmäßigkeiten gegen die Universität ermittelt - aber nichts gefunden. Auslaufen durfte die «Khersones» trotzdem nicht. Für 600 ukrainische Kadetten fällt die Ausbildung somit buchstäblich ins Wasser. Zudem haben alle Investoren das Kreditvertrauen aufgekündigt. «Das Ganze ist ja für die Wirtschaft nur ein kleiner Fisch», meint Koch. «Aber es ist ein Gradmesser für die Zuverlässigkeit der Ukraine.»
    Beide Seiten hätten nun zugesichert, alles zu unternehmen, um ein internationales Schiedsverfahren zu vermeiden. Die Verträge sollen weiterhin gültig sein. Koch schätzt, dass die «Khersones» trotz einer möglichen Einigung Ende März in diesem Jahr nicht mehr auf Reisen gehen wird. Dazu seien noch zu viele Vorbereitungen nötig. Er hoffe jedoch, dass das Segelschiff im nächsten Jahr wieder einsatzbereit sein werde. «Buchungen für 2008 gibt es schon», sagt er und rückt seine Brille zurecht. Vielleicht können die Deutschen das Schulschiff dann wieder bewundern - auf der Hanse Sail, der Kieler Woche oder bei spannenden Piraten-Törns auf der Nordsee.
    Quelle: J.P.

    RICKMER RICKMERS: Sonderausstellung "Weihnachten auf See" (07.11.06) "Der Weihnachtsbaum ist ein Stück zu Hause" - das wissen alle Seeleute, die von ihren Familien getrennt den 24. Dezember verleben. Die neue Sonderausstellung an Bord der RICKMER RICKMERS veranschaulicht, wie es für die Schiffsbesatzung tausende von Seemeilen entfernt der Heimat früher aussah bzw. heute aussieht.
    Wie feiern Seeleute? Was empfinden sie an Bord? Welche Rolle spielt der Tannenbaum? Was tun, wenn der Heilige Abend näher rückt und kein Baum vorhanden ist? Wie kommt er überhaupt dorthin? Warum heißt die Weihnachtsinsel Weihnachtsinsel? Was hat es mit den großen Tree-Ships auf sich? Was steht auf dem Speiseplan? Wie sehen Grüße an die Seeleute aus? Und wie hören sie sich an?
    Antworten auf die vielen Fragen geben rund 70 Tafeln und diverse Stoffbahnen. Kinder freuen sich besonders auf Exponate, die zum Teil zum Anfassen und Zuhören sind. So sendet ein originales Röhrenradio Radiosendungen aus den 50er Jahren und Grußbotschaften von Norddeich Radio aus. Ein Dokumentarfilm über das Forschungsschiff METEOR schenkt Einblick in das Weihnachtsfest bei kräftigem Seegang. Ein Besen ist zum Weihnachtsbaum umfunktioniert. Eine kleine Schifferkapelle sowie zahlreiche geschmückte Nordmanntannen runden die festliche Stimmung im Ausstellungsdeck ab.
    Die Sonderausstellung "Weihnachten auf See" wurde vom Informationszentrum Nordmanntanne als Wanderausstellung konzipiert und startete 2004 in den Nordischen Botschaften Berlin und wurde 2005 im Verkehrsmuseum Dresden mit großem Erfolg präsentiert. Auf der RICKMER RICKMERS ist sie vom 15. November 2006 bis zum 14. Januar 2007 zu sehen.
    Quelle: Trixi Lange-Hitzbleck, www.rickmer-rickmers.de

    RICKMER RICKMERS: Sonderausstellung "Hans Jessel: Sylt - Grenzen der Landschaft"
    (11.07.06) Ab kommendem Mittwoch zeigt der bekannte Inselphotograph Hans Jessel an Bord des Museumsschiffs großformatige Originalprints. Bis zum 3. September tauchen die Besucher ein ins typisches Inselflair: Faszinierende, brechende Wellen; ein Surfer, der meterhoch über dem Wasser vom Brett fliegt oder das winterliche Keitum unter Puderzucker. Holzpfahlbuhnen und Sandwellen hat Jessel an ihrer Vertikalen gespiegelt und zu Diptychonen zusammengestellt. Die stimmungsvollen Photos begeistern nicht nur die, die von Sylt begeistert sind.
    Hans Jessel, studierter Geograph und bekennender Inselliebhaber, photographiert seit über 25 Jahren auf seiner Heimatinsel Sylt. Herzstück seiner Arbeit ist der Ausstellungszyklus "Grenzen der Landschaft". Seit 1980 geht es ihm voranging um die Dokumentation des faszinierenden Aufeinandertreffens von Land, Meer und Atmosphäre. Dabei schenkt er den beiden Hauptcharakteristika "Licht" und "Dynamik" besondere Aufmerksamkeit und hofft, mit seiner Arbeit einen sensibleren Umgang mit der Natur zu animieren.
    Sensibler als jeder hochempfindliche Film setzt er mit seiner LEICA Sylt wie kein zweiter in Szene. Hans Jessel veröffentlichte mehr als 20 Bücher und 60 Photokalender und publizierte seine Photographien in allen führenden deutschen Magazinen. "Seine Bilder sind von einer Klarheit, die er festhält, aber nicht macht" konstatiert Pfarrer i.R. Traugott Giesen, der auch die Ausstellung auf der RICKMER RICKMERS eröffnet.
    "Hans Jessel: Sylt - Grenzen der Landschaft", 19. Juli bis 3. September 2006, täglich von 10 bis 18 Uhr, Kassenschluß um 17.30 Uhr. Eintrittspreise: Erwachsene 3,--, Schüler/Studenten € 2,50. Ermäßigung bei HamburgCard und Gruppen.
    Quelle: Trixi Lange-Hitzbleck, www.rickmer-rickmers.de

    Gorch Fock kommt nicht zur Jubiläums Kieler Woche
    (27.06.06) Die Windjammerparade war auch in diesem Jahr der Höhepunkt der maritimen Veranstaltungen auf der Kieler Woche. Kaum sind die letzten Großsegler ausgelaufen, richtet der Hafenkapitän bereits den Blick nach vorn. "Es gibt viele Großsegler, die melden sich unmittelbar nach der Kieler Woche bereits fürs nächste Jahr an", sagt Jürgen Melzer. Begeistert ist der Kieler von der diesjährigen Parade, die angesichts des Wetters und der Beteiligung ein Erfolg war. Besonders die Großsegler "Gorch Fock" und "Sedov" haben die Blicke auf sich gezogen.

    Bei den Planungen für die Windjammerparade 2007 bekommen die Organisatoren harte Konkurrenz. An der amerikanischen Ostküste wird im Juni 2007 die Gründung der ersten englischen Besiedlung in Jamestown (Virginia) vor 400 Jahren gefeiert. Zusammen mit zahlreichen großen Windjammern wird auch die "Gorch Fock" im Frühjahr Kurs auf die USA nehmen. Die Bark wird bereits am 26. März Kiel verlassen und bis zum 21. Dezember fortbleiben. Zwischen Mai und Oktober besucht das Segelschulschiff Norfolk, Newport, Quebec, Boston, New York und Halifax. Die "Sedov" wird dagegen der Kieler Woche vermutlich die Treue halten. "Der Törnplan wird zwar eigentlich erst im September oder Oktober festgelegt, ich glaube aber schon, dass die {sbquo}Sedov' auch im nächsten Jahr dabei sein wird", sagt Heino von Tetttenborn von der Firma Adventure Sailing aus München. Eine Fahrt der "Sedov" nach Amerika hält er für unwahrscheinlich, da sich der gut zweiwöchige Transatlantiktörn sehr schwer verkaufe.

    Vielleicht ist bis zur nächsten Kieler Woche auch die "Khersones" wieder flott, die zurzeit im ukrainischen Hafen Kerch wegen eines Streits zwischen Reederei und Agrarministerium unter Arrest liegt. Hier zeichnet sich nach Mitteilung der deutschen Agentur Inmaris Sailing eine Lösung ab.
    Und noch ein Aspekt könnte dafür sorgen, dass im nächsten Jahr genügend Windjammer in die Ostsee kommen. Am 9. Juli 2007 startet in Aarhus wieder mal ein Tall Ship Race mit rund 100 Teilnehmern.
    Quelle: Trixi Lange-Hitzbleck, www.rickmer-rickmers.de

    Segelschiffe und Kreuzfahrer kommen sich ganz nah
    (23.06.2006) Ein bisher einmaliges Motiv dürfte sich den Fotografen bei der Windjammerparade am Sonnabend bieten: Gegen 10 Uhr soll die "Costa Classica" am Bollhörnkai-Süd anlegen, gegenüber liegt mit der "Color Fantasy" ein weiterer Koloss. Wenn der Kreuzfahrer festgemacht hat, öffnet sich die Klappbrücke, und die Traditionsschiffe aus der Hörn fahren im Pulk zwischen den mächtigen Rümpfen hindurch.
    Zum großen Schausegeln wird es in diesem Jahr eng auf der Förde, denn Hafenkapitän Jürgen Melzer kann ein besonders großen Teilnehmerfeld vermelden: "Die ,Gorch Fock' ist Führungsschiff. 115 Segler haben sich angemeldet und 15 Traditionsdampfer und Salonschiffe." Leider fehlen unter anderem mit der "Mir", der "Khersones" und der "Kruzenshtern" einige der ganz große Windjammer in Kiel.

    Aber die Wetterprognose stimmt insofern froh, als dass der Wind aus südwestlichen Richtungen mit bis zu drei Stärken wehen soll – und die Segler aus der Förde hinaus pustet. Aber bitte an den Schirm denken, denn es sind leichte Schauer angesagt.

    Ab 9.45 Uhr verlassen die Schiffe aus sieben Nationen ihren Liegeplatz und beziehen auf der Ostuferseite der Innenförde ihre Warteposition. Danach finden sich die Gaffel- und Toppsegelschoner, Barkentinen, Brigantinen, Briggs und Barken zu acht Gruppen zusammen und segeln ab 11 Uhr mit der "Gorch Fock" als Führungsschiff los in Richtung Kieler Leuchtturm. Als Paradedirektor will Hans-Hermann Lückert, neuer Ältermann der Lotsen, die Formation zusammen halten. Lückert achtet bei seiner Jammer-Premiere besonders darauf, dass ein Großsegler von vielen kleinen Schiffen eskortiert wird. Alle Freizeitkapitäne sind eingeladen, sich dem Schausegeln anzuschließen, um das Bild dichter zu machen.

    "Vom Mehrzweckschiff des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) Lübeck, der ,Scharhörn', wird der Verkehr auf der Förde überwacht und gelenkt, damit nicht ein aus dem Kanal kommender Frachter den Windjammern in die Parade fährt", sagt Melzer. Eng wird es am Friedrichsorter Leuchtturm; von hier haben Besucher einen schönen Blick auf die Formation, die sich gegen 13.30 Uhr wieder auflöst. Gute Zuschauerplätze gibt es auf dem Ostufer auf dem Fördewanderweg zwischen Kitzeberg und Mönkeberg. Wer noch auf einem Schiff anheuern möchte, hatte gute Chancen. Auf vielen Traditionsseglern sind noch Plätze frei. Interessierte sollten sich direkt an die Skipper wenden. Pro Person liegt die Karte zwischen 60 und 150 Euro, auf einigen Schiffen ist die Verpflegung inklusive.

    "Khersones" liegt fest
    (26.04.2006) Ärger um das ukrainische Segelschulschiff "Khersones". Das Agrarministerium des Landes hat ein Auslaufverbot verhängt. Besonders betroffen ist das Hamburger Unternehmen Inmaris, das Reisen auf dem Schiff anbietet. Die ersten zwei Reisen sind bereits ausgefallen. Gründe für den Auslaufstopp hat das Ministerium bisher weder dem ukrainischen Institut KMTI mitgeteilt, das auf dem Schiff Seeleute ausbildet, noch Inmaris. Es gibt Vermutungen, das Verbot stehe im Zusammenhang mit dem Regierungswechsel im Land.
    Quelle: Peter O.Walter ,

    Der Stolz der spanischen Marine auf Besuch
    (17.03.2006) Der elegante Viermaster „Juan Sebastián Elcano“ hat nach längerer Zeit wieder einmal Teneriffa besucht. Im Hafen von Santa Cruz ging dieses rund 80 Jahre alte Schiff vor Anker. Es ist ein schwimmender Botschafter Spaniens, denn es war bisher an zahlreichen „Tall-Ship-Rennen“ und „Windjammertreffen“ beteiligt. Bei allen nautischen Großveranstaltungen, wie auch bei der Kieler Woche in Deutschland, vertritt der Viermaster die Flagge Spaniens. Die „Juan Sebastián Elcano“ ist zudem ein friedvoller Botschafter Spaniens, denn sie verfügt über keine Schiffsartillerie. Die zwei Salutkanonen zählen nicht dazu. An Bord sind jeweils rund 75 Marineanwärter, die während der großen Törns die harte Arbeit der Seeleute kennen lernen. Diese Ausbildung ist nur auf solchen „Windjammern“ zu erlernen.

    Die Bevölkerung Teneriffas zeigte sich von der Anwesenheit "ihres" Segelschulschiffes begeistert und "enterte" am vergangenen Wochenende die Schonerbark in Scharen. Vor Ort erhielten die zahlreichen Besucher auch die Information, dass die diesjährige Ausbildungsfahrt nach Fortaleza (Brasilien) geht. Im weiteren Verlauf über Puerto Rico, Curacao, und Costa Rica in die USA nach Tampa und Boston. Von dort wird sie Lissabon ansteuern und anschließend in ihrem Heimathafen Cadíz einlaufen. Insgesamt wird das Segelschulschiff dann mehr als 15 000 Seemeilen zurückgelegt haben. Das Stahlschiff, ein Vier-Mast-Brigg-Schoner, lief in Cadiz 1927 vom Stapel. Es wurde von der Tochter des damaligen Präsidenten Primo de Rivera "Elcano" getauft. Juan Sebastián Elcano (1483 - 1526) war einer der berühmtesten spanischen Seefahrer. Dieser kommandierte eines der Schiffe, die unter Magellan an der ersten Weltumsegelung beteiligt waren. Als Magellan 1521 ums Leben kam, übernahm Elcano das Kommando und beendete die Weltumsegelung erfolgreich und wurde von Karl V in den Adelsstand erhoben.

    Das 113 Meter lange Schiff, einschließlich des Bugspriets, ist zudem 50 Meter hoch und verdrängt unter Volllast 3 700 Tonnen. Während seiner Jungfernfahrt von Cadíz nach Malaga war auch der spanische König Alonso XIII an Bord. Sogar der spanische Kronprinz Felipe diente auf diesem Ausbildungsschiff der spanischen Marine. Später wurde der 3 000 PS starke Motor generalüberholt. Ebenso wurden die Masten der Elcano renoviert. Die "Juan Sebastián Elcano" ist kein Vollschiff, ähnlich der Deutschen "Gorch Fock". Gegenüber dieser, die an allen Masten Rahsegel besitzt, hat der Schoner ein in der Längsrichtung mit einer Gaffel versehenes Segel. Auf der Juan Sebastián Elcano trägt nur der Vor - oder Fockmast drei Rahen, die Fockrah, die Unterbram, Oberbram und Marsrah. Daher spricht man von einer Schonerbark.
    Quelle: Peter O.Walter ,

    RICKMER RICKMERS: Neue Sonderausstellung, Arved Fuchs: Polarexpeditionen
    (13.02.06) Der Bad Bramstedter Expeditionsleiter Arved Fuchs (52) ist einer der bekanntesten Abenteurer unserer Zeit. Mit seiner "Dagmar Aaen", einem zum Expeditionsschiff umgebauten Haikutter, hat der Polarreisende das Packeis rund um den Nordpol bezwungen, sowohl die legendäre Nordwest- als auch die Nordostpassage entlang der sibirischen Küste durchquert und die stürmischen Gewässer um das Kap Hoorn gekreuzt. Er vollendete weiterhin die Idee des norwegischen Forschers Roald Amundsen und umrundete den amerikanischen Doppelkontinent. Mit einem Original-Nachbau des Rettungsbootes "James Caird" vollzog Arved Fuchs im Jahr 2000 die Shackleton-Expedition nach, von Elephant-Island in der Antarktis aus durchsegelte er das härteste Meer der Welt und überquerte schließlich das zerklüftete Hochgebirge Süd-Georgiens.

    Der gebürtige Bad Bramstedter ist auch in den heimischen Gewässern Norddeutschlands eng mit der Seefahrt verbunden. Die Stiftung RICKMER RICKMERS ernannte ihn 1999 zum Ehrenkapitän. Daher ist es nahe liegend, dass an Bord eine große Sonderausstellung über die Polarexpeditionen des Arved Fuchs präsentiert werden. Auf einer Fläche von mehr als 200 m2 zeigt der Polarforscher einen Querschnitt aus 30 Jahren Abenteuer. Dabei werden Zeitzeugen längst vergangener Expeditionen ausgestellt. Auf der Franz-Josef-Insel fand Fuchs das einzig übrig gebliebene Teil der gesunkenen "Tegetthoff" von der österreichisch-ungarischen Expedition von 1873 sowie alte Pferdeschuhe der britischen Jackson-Expedition. Eine alte Blechdose der tragisch verlaufenden Franklin-Expedition von 1845 versetzt die Besucher in die Historie der früheren Polarforscher.

    Anhand von anschaulichem Kartenmaterial wird der bedrohliche Rückgang des Eises dokumentiert, historische Schiffsmodelle und Original-Ausrüstungsgegenstände der Nord- und Südpol-Expeditionen 1989/90 runden neben zahlreichen Fotos aus der Arktis und der Antarktis die Ausstellung ab. Im Videoraum können zusätzlich diverse Dokumentarfilme des Abenteurers angesehen werden.
    Quelle: Trixi Lange-Hitzbleck, www.rickmer-rickmers.de

    RICKMER RICKMERS wird Schiffspoststelle
    (24.01.06) Das hat der RICKMER RICKMERS in ihrer maritimen Geschichte gerade noch gefehlt! Nach der Sonderbriefmarke wird sie nun offizielle Schiffspoststelle. Am Sonntag, dem 29. Januar 2006, um 11.00 Uhr wird im Ausstellungsdeck der Schiffspoststempel öffentlich übergeben und die Poststelle eingerichtet. Damit ist das Museumsschiff eines von 35 Schiffen unter Bundesflagge, die an Bord eine Schiffspost führen.
    Was bedeutet das für die Schiffsbesucher konkret? Sie können ihre frankierten Briefe und Postkarten in den eigens dafür aufgestellten Schiffpostbriefkasten an Bord einwerfen. Der Schiffspostbeauftragte stempelt die frankierte Post ab und übergibt sie der Deutschen Post AG zur weiteren Beförderung.
    Zur Feier des Tages inszeniert die Arge Schiffspost, die dem Bund der deutschen Philatelisten angehört, eine kleine Briefmarkenschau zum Thema „Deutsche Schiffpost nach 1945“. Zudem berichten die Briefmarkenkenner an einem Infostand über das interessante Sammelgebiet. Und an einem Sonderverkaufstand bietet das Briefmarken Team Hamburg der Deutschen Post AG unter anderem die begehrte Sonderbriefmarke der RICKMER RICKMERS an.
    Nicht nur Schiffspostsammler sondern auch Fans der RICKMER RICKMERS und Empfänger in aller Welt werden große Freude an den verzierten Briefen und Karten haben.
    Der Schiffspoststempel wurde nach dem Entwurf des Künstlers Hans-Joachim Wolff, Berlin, gefertigt.
    Quelle: Trixi Lange-Hitzbleck, www.rickmer-rickmers.de

    Rickmer Rickmers: Fotowettbewerb 2005
    (28.12.05) Nur noch wenige Tage, dann ist Einsendeschluß für den großen Photowettbewerb der RICKMER RICKMERS. Bis zum 31. Dezember können Profi- und Hobbyphotographen jeden Alters bis zu zwei preisverdächtige Bilder als Papierabzug im DIN A 4-Format an Bord abgeben.
    Das Motto „Wie überraschend anders sehen Menschen das schwimmende Wahrzeichen Hamburgs?“ setzt der Phantasie keine Grenzen: Das Museumsschiff im weihnachtlichen Morgennebel oder in der Abendsonne, mit beleuchtetem Tannenbaum oder vor dem Sternenhimmel, im Detail oder Ganzen, auf Deck oder unter Deck.
    Die 300 besten Bilder werden vom 10. bis 31. Januar 2006 an Bord ausgestellt.

    Preise:
    1. Preis: Digital-Camera mju 600 (rot) gesponsort von OLYMPUS. Wert: € 299,--
    2. Preis: 1-Meter Photokalender Hans Jessel „Meerlandschaft“ gesponsort vom EILAND VERLAG. Wert: € 59,--
    3. Preis: Dieses Photo erscheint als Postkarte im EILAND VERLAG (Auflage 3.000 Stück)
    4. Preis: Bildband „Schifffahrt weltweit“ von Eberhard Petzold aus dem Koehler Verlag. Wert € 39,90

    Sonderpreis der CCH Gastronomie: Schlemmergutschein für das Bordrestaurant. Wert € 100,--
    Sonderpreis der Stiftung RICKMER RICKMERS: Jahresabo von „MARE Die Zeitschrift der Meere“. Wert € 39,--
    Teilnahmebedingungen:
    Teilnehmen dürfen alle. Zugelassen sind Schwarz-Weiß- oder Farbabzüge im maximal DIN A 4 Format. Aus organisatorischen Gründen werden digitale Einsendungen und Dias nicht berücksichtigt und die Einsendungen nicht zurück geschickt. Jeder Teilnehmer darf maximal 2 Photos einreichen. Auf der Rückseite unbedingt Aufnahmedatum, Alter, Name, Adresse, Telefon und email vermerken. An: Museumsschiff RICKMER RICKMERS, St Pauli Landungsbrücken, 20359 Hamburg, Stichwort: Photowettbewerb 2005
    MUSEUMSSCHIFF RICKMER RICKMERS, täglich geöffnet 10:00 bis 18:00 Uhr

    Das Museumsschiff RICKMER RICKMERS schließt dieses Jahr mit einem erfreulichen, fünf-prozentigen Anstieg der Besucherzahlen auf 136.000 Personen ab. Sonderausstellungen wie „Die Wüsten der Erde“ von Michael Martin und Aktivitäten rund um den Besuch der QUEEN MARY 2 schlugen positiv zu Buche. Ebenfalls erfolgreich zeigten sich die Bindung an touristische Leistungsträger wie AMEROPA und zahlreiche Kooperationen mit zum Beispiel der Haspa und der HEW.
    Viel hat sich die Crew der RICKMER RICKMERS auch für 2006 vorgenommen und startet gleich am 1. Januar durch: Das Schiff öffnet bereits um 10:00 Uhr für Nachtschwärmer oder Frühaufsteher; im Bordrestaurant gibt es ab 11:30 Uhr Essen und Getränke.
    Die gute Nachricht zum Schluß: Die Eintrittspreise sind seit 1997 nicht gestiegen und bleiben auch in 2006 konstant niedrig.
    Quelle: Trixi Lange-Hitzbleck, www.rickmer-rickmers.de

    Sedov auf Polarreise
    (06.12.05) Die russische 4-Mast Bark SEDOV, größtes traditionelles Segelschiff der Welt, wird 2006 zu einer besonderen Reise aufbrechen: zum 130. Geburtstag des Namenspatrons Georgij Sedov sowie zu Ehren des 100 - jährigen Bestehens der russischen U-Boot Flotte wird der Windjammer eine Polarreise bis hinauf nach Spitzbergen durchführen.

    Der Start ist in Wilhelmshaven am 02. Juli Richtung Reykjavik (an 14.07. / ab 17.07.), weiter nach Tromsoe (28.07. / 01.08.), Barentburg/Spitzbergen (11.08. / 13.08.), Hammerfest (17.08. / 22.08.), Archangelsk (08.09. / 12.09.) und in den Heimathafen Murmansk (18.09.).

    Speziell für die Etappe Tromsoe - Spitzbergen - Hammerfest bietet ADVENTURE SAILING ein besonderes Angebot: die 18-tägige Reise kostet incl. Flug Oslo - Tromsoe / Hammerfest - Oslo EUR 1.290,00.
    Am 25. 09. setzt die SEDOV ihre Reise fort, und wird bis zum Dezember über Cuxhaven, Hamburg, La Coruna und Malta das Schwarze Meer erreicht haben.
    Quelle: ADVENTURE SAILING GmbH

    Musiker spielen für Erhalt der «Gorch Fock I»
    (25.07.2005) Mit einem Benefizkonzert wollen am 27. August in Stralsund Musiker des Neuen Sinfonieorchesters Berlin ihren Beitrag zum Erhalt des deutschen Traditionsseglers «Gorch Fock I» leisten. Das Ensemble unter Leitung von Stefan Diederich lädt zu einem Abend mit klassischer Orchestermusik des 18. und 19. Jahrhunderts vor der Kulisse des Großseglers im Stralsunder Stadthafen ein, wie der Verein Tall-Ship-Friends am Montag mitteilte. Für die Veranstaltung stellt das Theater Vorpommern seine Seebühne der Ostseefestspiele zur Verfügung. Im Anschluss an das Konzert können Besucher an Bord der «Gorch Fock I» an einer Party mit einem maritimen Buffet teilnehmen. Die Einnahmen für beide Veranstaltungen sollen der Sanierung des 1933 gebauten Dreimasters zugute kommen. Bei einem ersten Benefizkonzert vor einem Jahr waren seinerzeit fast 15 000 Euro zusammengekommen.
    Quelle: Peter O.Walter ,

    SEDOV als PAMIR
    (13.07.05) Nun ist es soweit: die SEDOV ist nahezu nicht mehr zu erkennen: schwarzer Rumpf, weißer Wasserpass, rotes Unterwasserschiff. Zudem wurden einige Rettungsflöße abgebaut, die Schlauchboote durch Holzboot-Attrappen ersetzt, und die - natürlich weiterhin vorhandenen - Rettungsflöße durch eine Rettungsboot-Attrappe kaschiert. Nur auf diese Weise entspricht die SEDOV weiterhin den SOLAS Regularien, und darf sich überhaupt in auf hoher See bewegen.

    Die Geschichte der letzten Fahrt der PAMIR wird zunächst zwischen dem 14. und 22. Juli in Cuxhaven gefilmt. Anschließend besucht die SEDOV Oslo, Rostock zur HANSE Sail und Amsterdam zur SAIL Amsterdam. Anschließend geht es auf die Kanarischen Inseln. Auf dem Weg dorthin sowie während eines 3-wöchigen Aufenthaltes dort werden in erster Linie Segelaufnahmen gedreht.

    Zum Abschluss der Dreharbeiten in Cuxhaven gibt es noch ein Highlight: eine Tagesfahrt auf der PAMIR. Am Sonntag, den 24. Juli, sticht die SEDOV mit Gästen als PAMIR in See. Buchungen sind unter info@windjammer.de möglich.
    Alle SEDOV-Freunde können übrigens beruhigt sein: untergehen wird im Film ein 20 m - Modell im Filmwassertank auf Malta und eine Mittelsektion von 40 m Länge im Maßstab 1 : 1. Für die SEDOV bedeutet dieser Auftrag neben den reinen finanziellen Einnahmen einen gewaltigen Image-Schub. Es ist auch angedacht, das Schiff für die Jahre 2006 und 2007 in den Farben der PAMIR zu belassen.
    Quelle: Heino von Tettenborn

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