Segeln: Buchtips / Der Büchertip des Monats: MS Stadt Kiel
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    Der Buchtip des Monats Juli 2002
    für Segler

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    Autor: Tim Schwabedissen
    Verlag: MS Stadt Kiel
    ISBN-Nummer: 3 89876 009 X
    Preis: 15,95 €

    MS "STADT KIEL" . vom Hafendampfer zum Museumsschiff Husum Verlag, 180 Seiten, geb. zahlreiche Abbildungen



    Beschreibung

    Wer die "Stadt Kiel" in diesen Tagen über die Kieler Förde schippern sieht, wird nichts erahnen von den unermüdlichen Einsatz vieler Menschen, die für diesen schönen Anblick ihre Kraft, ihren Idealismus ihre Träume und ihren Mut unter Beweis stellen mussten. Das Motorschiff kreuzte den Weg des Autors auf der Abschiedsfahrt zum ersten Mal, Jahre später stieß er unvermutet auf ein rostiges Häufchen Elend, zu dem der Veteran heruntergekommen war. Tim Schwabedissen sammelte über Jahre Eindrücke und Bilder des Hafendampfers und fand mit Werner von Unruh den Mann, der durch seine Aufzeichnungen den Start für die Zusammenfassung der Geschichte der einst so stolzen "Stadt Kiel" gab. In jedem Winkel des Schiffes scheint eine Geschichte zu stecken, so kam es Schwabedissen nach der intensiven Recherche vor. Er hat diese Geschichten in diesem Buch wieder aufleben lassen. MS Stadt Kiel" - ein Schiff mit vielen Leben: Fördedampfer, Wohnschiff für Marianne Bachmeier, ein kurzer Traum von Tauchschiff und schließlich das Comeback einer alten Dame, mitreißend und geradezu fesselnd erzählt.

    Stadtgeschichte lebendig gemacht, 11. Januar 2002
    Rezensentin/Rezensent: aulike aus Kiel

    Dass Geschichtsvermittlung keine trockene Materie sein muss - dafür liefert das Buch "MS Stadt Kiel" einen überzeugenden Beweis. Denn dieses Werk ist weit mehr als eine bloße Chronologie eines Schiffslebens, die nur maritim Interessierte anspricht. Die verschiedenen Episoden im wechselhaften Dasein des 1934 erbauten Hafendampfers werden vom Autor Tim Schwabedissen stets wissensreich mit den historischen Rahmenbedingungen und dem Geschehen in seiner Heimatstadt Kiel verknüpft. "Oral History", vermittelt durch alte Wegbegleiter des Schiffes, geht eine Symbiose ein mit lebendigen Schilderungen der Entwicklung der Fördestadt und ihrer Schifffahrt. Der Weg in das Inferno des 2. Weltkriegs, die Versenkung der "Stadt Kiel" mit Mann und Maus, die Rettung ins stille Dänemark, ein Arbeitsleben in Personen- und Butterschifffahrt, ein neues Leben als Lübecker Wohnschiff Marianne Bachmeiers, Verfall deren Familie und des Schiffes gleichermassen, dann die engagierte Rettung und der jahrelange Kampf um den Erhalt bis hin zur heutigen Entwicklng als Hochzeitsdampfer und Denkmal gleichermaßen - all dies ist in höchstem Maße unterhaltsam wie kompetent aufgezeichnet und mit zahlreichem, überwiegend bislang unveröffentlichtem Bildmaterial unterfüttert worden. Dieses Buch gehört in jede gute (nicht nur) Kieler Stube!

    MS Stadt Kiel - ein Plädoyer für den Erhalt eines Oldtimers, 9. Januar 2002 Rezensentin/Rezensent: aus Lübeck Bei diesem lesenswerten Buch handelt es sich nicht nur um eine sachliche Reportage(die es ohne Zweifel auch ist), sondern der Leser spürt die besondere Beziehung, die der Autor zu dem Objekt seiner Beschreibung hat. Das Buch ist von der ersten bis zur letzten Zeile interessant, spannend, lebendig und kurzweilig geschrieben. Der Leser ist schnell gefangen vom dargestellten Charme des Schiffes „MS Stadt Kiel", dem man weiter ein langes Leben wünscht !

    Es ist erstaunlich, wieviele verschiedene Personen, Gruppen, Institutionen doch über Jahrzehnte daran mitgewirkt haben, den Traum eines Museumsschiffes zu realisieren. Der ganze Erfolg geht auf die unermüdliche Initivative einiger weniger zurück. Der Bericht ist auch ein Abriß der Geschichte der Ostseeküste. Dem Leser laufen illustre Gestalten wie der „Tausendsassa" Ingo Jaich, Christian Berthold und Marianne Bachmeier, ein nimmermüde sich bemühender Werner von Unruh und viele, viele andere über den Weg.

    Trotz der anfänglichen Ablehnung seitens der Stadtväter (die ihr Desinteresse bekundeten) und der KVAG (welche wohl „Konkurrenz" witterte), ist es einem kleinen Haufen enthusiastischer Idealisten gelungen, den Erhalt des Oldtimers zu erreichen. Eine kleine Gruppe verfolgt verbissen ihr Ziel und das trotz vieler Rückschläge letztlich mit großem Erfolg.

    All das dem Leser bildlich vor Augen zu führen, ist Tim Schwabedissen bemerkenswert gut gelungen. Das vielseitige, abenteurliche Leben der „MS Stadt Kiel" wird plastisch und auf eine köstlich humor- und geistvolle Weise vor dem Auge des Lesers ausgebreitet. Unendlich viele Kleinigkeiten hat der Autor zusammengetragen und diese zu einem Gesamtbild zusammengefügt. Die Quintessenz des Buches: Der Idealismus einiger weniger Leute ist ausschlaggebend dafür, daß sie ihr Ziel gegen alle Widrigkeiten und Beschwernisse „durchboxen" können, doch wieviel Energie, Ausdauer und Überzeugungskraft gehören dazu, einen Traum zu verwirklichen.

    Für kostenaufwendige Instandsetzungsarbeiten kommt gerade im rechten Moment die Hilfe des Arbeitsamtes hinzu, umgesetzt im Projekt „Arbeit für Jugend". Damit ist gleich mehreren Seiten gedient. Doch die Ämter und Behörden bekommen erst dann Wind von der ganzen Sache, als schon erhebliche Vorleistungen erbracht sind.

    Hinzu kommt die Zukunftsfrage: Wie soll das Museumsschiff weiter genutzt werden? Es soll sich selber tragen, sich selber am Leben erhalten. Man ist aber auch auf die finanzielle Unterstützung anderer angewiesen. Hochzeitsfeierlichkeiten und die Nutzung für kulturelle Zwecke bringen Geld ein. Doch wünschenswert wäre, einen größeren Personenkreis das Schiff erleben zu lassen.

    Es ist amüsant zu lesen, wie hinter jeder Ecke des Schiffes eine Geschichte steckt, nicht nur hinter jeder Ecke, sondern in jedem Lebensabschnitt des Schiffes, sei es ihr Schicksal als Wohnschiff von Marianne Bachmeier, sei es die Zeit in Arnis bei Ingo Jaich oder seien es die „Spritfahrten" auf dem Öresund, ja ihr Aufenthalt in Sonderburg, der ihr das spätere Überleben in Deutschland ermöglicht hat. Jede Überführung von einem Liegeplatz zum anderen ist gespickt mit kleinen Anekdoten und urigen Gestalten, wie sie so zahlreich beschrieben sind. Besonders deutlich kommt immer wieder der unbeugsame Mut des Werner von Unruh(dem Gründungsvorsitzenden des Fördervereins „MS Stadt Kiel" ) zum Ausdruck.

    Das Buch ist ein überzeugendes Plädoyer für das „lebende Museum" MS STADT KIEL. Es lebt besonders von der Tatsache, daß sich beim Autor die Historikerperspektive paart mit einem Blick für Details und Anekdoten, die ein Schlaglicht auf Zeitgeist und Lebensgefühl der jeweiligen Abschnitte werfen. Dabei pflegt der Autor keinen Gefälligkeitsjournalismus, sondern verteilt durchaus Seitenhiebe auf Bremser, Blockierer und Ignoranten in Amtsstuben und Konzernzentralen.

    Nicht zuletzt spiegelt das Schicksal der „MS Stadt Kiel" auch das Schicksal der Stadt Kiel selber wider. Schlagworte wie „Trümmerhaufen" - „Wiederaufbau" und „Schrotthaufen" -„völlige Erneuerung" gelten für Stadt und Schiff gleichermaßen.

    Dem Autor muß man eine enorme Fleißarbeit attestieren - was hat er nicht alles zusammengetragen - an Text- und Fotomaterial. Er muß von einer großen Liebe zum Objekt seiner Schilderung beseelt gewesen sein, wie hätte ihm sein Werk sonst so gut gelingen können !

    Dieses Buch ist eine Lektüre, die jedem ans Herz gelegt sei, der noch Sinn dafür hat, wie man „Traumgespinste" durch persönliches Engagement, durch Idealismus und großer Liebe zur Sache, mit enormer Eigeninitiative verwirklichen kann. - Ein ganz großes Lob dem Verfasser und dem Buch einen großen Leserkreis !

    Rundum interessant und flott geschriebene Geschichte, 3. Januar 2002 Rezensentin/Rezensent: silkemiller@canoemail.com aus Wismar Dem Autor ist es gelungen, in seinem locker-flockig aber dennoch faktentreu geschriebenen Buch auch dem und der Nicht-Kieler/in ein lebhaftes Bild von der bewegten Geschichte seines "Objekts der Begierde",der alten Schiffslady "MS Stadt Kiel" vor Augen zu fuehren. In mehreren kuerzeren lesefreundlichen Episoden zeichnet sich Tim Schwabedissen als versierter Kenner der Foerdestadt und v.a. ihrer maritimen Geschichte aus. Besonders faszinierend ist die Begeisterung des Autors fuer den rostigen und immer noch ruestigen Zeitzeugen, die ansteckend wirkt, und desshalb die Leser mitzureissen vermag. Hartgesottene Technikfreaks werden das Buch vermutlich eher enttaeuscht zur Seite legen, dafuer entschaedigen den wahren Shiplover aber viele Fotografien vom Innen- und Aussenleben dieses bejahrten Schmuckstuecks.

    Der Autor:
    Tim Schwabedissen ist wohl das, was man als Kieler Jung bezeichnet. 1961 in der Fördestadt geboren, erforschte er schon zu Schulzeiten jeden Winkel des Hafens und blieb auch fortan Wasserratte. Maritime und historische Themen mit Lokalbezug entwickelten sich schon früh zu seiner Passion. Diese lokalspezifischen Kenntnisse bildeten auch das Gerüst, in das er die Geschichte des Hafendampfers MS Stadt Kiel einbettete. Der Autor studierte in Kiel, ist in der Kulturszene aktiv und am Historischen Seminar der Christian-Albrechts-Universiät beschäftigt.
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