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Buchtip des Monats September 1999
für Segler

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Die Endurance
Die gescheiterte Expedition in die Antarktis
Autor: Caroline Alexanders
Verlag: Berlin-Verlag
ISBN-Nummer: 3-8270-0296-6
Preis: 49,80 DM, ÖS 364.00, sFr 48.00



Beschreibung

Aus der Welle von Veröffentlichungen mit der Thematik Meer und Schifffahrt sticht vor allem Caroline Alexanders "Die Endurance" (224 Seiten, Berlin-Verlag, 49,80 Mark) heraus. Es handelt sich um die Beschreibung der gescheiterten Antarktis-Expedition Ernest Shackletons (1914 bis 1916).

Der Text beruht auf Augenzeugenberichten und liest sich spannender als ein Krimi. Die Faszination des Buches beruht auf der Frage, wie es der Mannschaft gelingen konnte, die menschenfeindlichen Bedingungen der Antarktis anderthalb Jahre zu ertragen. Die Autorin begründet den Heroismus und das Überleben aller 27 Teilnehmer mit deren unvorstellbarer Leidensfähigkeit.

Die Story: Im August 1914, drei Tage vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges, liefen Sir Ernest Shackleton und eine Mannschaft von siebenundzwanzig Männern auf der Endurance aus, um ihre Expedition in den Südatlantik zu unternehmen. Ihr Ziel war es, als erste Menschen die Antarktis zu durchqueren. Auf ihrem schwierigen Kurs durch die Weddell See waren sie ihrem Ziel bis auf etwa 140 Kilometer nahegekommen, als die Endurance vom Packeis eingeschlossen wurde. Zehn Monate warteten die Männer darauf, daß das Eis ihr Schiff freigab, aber das sollte nie geschehen. Statt dessen zerdrückten die Eismassen die Endurance, Shackleton und seine Männer mußten sie aufgeben. Caroline Alexander schildert die spannende Geschichte der Shackleton-Expedition und Präsentiert zum ersten Mal die bisher völlig unbekannten Aufnahmen des australischen Fotografen Frank Hurley, der sich der Mannschaft angeschlossen hatte, um ihre Abenteuer zu dokumentieren. Die Bilder zeigen die schreckliche Schönheit der Antarktis, die Zerstörung der Endurance und den verzweifelten Kampf der Männer um das Überleben. Zweimal versuchten sie in fast selbstmörderischen Versuchen, in Ruderbooten das offene Meer zu erreichen, vergeblich. Erst nach zwei Jahren wurden sie gerettet. Das Überleben von Hurleys dramatischen Aufnahmen ist ein ähnliches Wunder wie die Rettung der Mannschaft. Die Glasplattennegative wurden in hermetisch abgeschlossenen Kanistern transportiert, die fünf Monate auf dem Eis, eine Woche in einem offenen Boot auf dem Polarmeer und dann nochmals fünf Monate im Schnee von Elephant Island begraben überstanden. Die Bilder sind ein Dokument eines der größten Abenteuer dieses Jahrhunderts.

Neben dem Text besticht der Band durch 150 Schwarzweiß-Fotografien von Frank Hurley, der die Expedition bis zum Schluss dokumentierte.


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