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Kakerlaken

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Spätesten, wenn Kakerlaken im Bett in der Kajüte flitzen, wird dem letzten Schmuddel gruselig zumute: Jetzt muss was getan werden! Aber so leicht ist das nicht. Die Ekeldinger sind widerstandsfähig und verkriechen sich verblüffend schnell in den winzigsten Ritzen.

Die Gemeine Küchenschabe (Blatta orientalis), auch bekannt als Kakerlak(e), Bäckerschabe oder Orientalische Schabe, ist eine Art der Schaben (Blattodea), die als Vorratsschädling bekannt ist. Sie ist wie alle Schaben sehr lichtscheu und hat eine rotbraune Körperfarbe. Mit einer Laufgeschwindigkeit von bis zu 1,5 m/s (5,4 km/h) gilt die Gemeine Küchenschabe außerdem als das schnellste krabbelnde Insekt.

Auf den ersten Blick sieht die Küchenschabe aufgrund ihres Körpers Käfern sehr ähnlich, denn sie hat ziemlich glatte, der Länge nach verbogene Flügel, einen runden Körperumriss und ist von dunkler Farbe. Die Kakerlake hat einen ziemlich platten Körper, Flügel fehlen bei den Larven und den Weibchen, Männchen haben zwar Flügel, können damit aber nicht mehr fliegen. Die Körperfarbe ist dunkelbraun bis schwarz, Männchen sind aufgrund der Flügel von etwas hellerer Farbe. Die Beine sind hellbraun gefärbt. Die Fühler sind dünn und etwa ein Drittel so lang wie der Körper. Die Küchenschabe wird bis zu 30 mm lang.

Heute ist die Gemeine Küchenschabe als Kosmopolit weltweit verbreitet und selbst auf abgelegenen Inseln anzutreffen. Die einzige Ausnahme bilden die polaren Gebiete der Arktis und Antarktis, wo es für die Tiere zu kalt ist.

Die Schabe besitzt außerdem eine enorme Widerstandsfähigkeit, so wurden noch Tiere nach Atombombentests auf dem Bikini-Atoll gefunden. Die Tiere können sich außerdem auch durch engste Zwischenräume zwängen. Als Schädlinge sind sie daher sehr hartnäckig und schwierig zu entfernen.

Beccary schreibt: Essen in Laos ist ein Thema für sich. Die ersten Wochen sind wir wahrscheinlich drei mal am Tag essen gegangen. Und dabei meist immer etwas neues ausprobiert. Neben dutzenden asiatischen Spezialitäten gab es aber auch Exotisches: Geröstete Kakerlaken. Wollte ich niemals essen, aber im Endeffekt hat es sich dann doch ergeben. Wirklich gut sind sie aber nicht. Sie sind wie ein kleiner Snack für zwischendurch, aber nichts was man nocheinmal essen müsste.

Leider ist die Gefahr gerade in südlichen Segelrevieren groß, Kakerlaken an Bord einzuschleppen. Oft halten sie sich in Kartonagen auf, die bei Einkäufen an Bord kommen. Also: Kartonagen nie an Bord nehmen!

Der zweite Weg sind die Schuhsohlen: Tritt man unabsichtlich auf eine Kakerlake, hinterläßt sie an den Schuhsohlen ihre Eier.

Bekämpfung:

frag-mutti.de schreibt:An den dunklen und versteckten Stellen, die die Biester so lieben, die Schalen von Salatgurken auslegen. Diese enthalten ein Neurotoxin, welches den ungebetenen Gästen den Garaus macht. Es empfiehlt sich die Gurken zu diesem Zweck in einem Ökoladen zu kaufen, da die Inhaltstoffe dann weniger verwässert sind. Da man keine großen Mengen benötigt, und die Schalen ja nicht in den Ecken schimmeln sollen, einen Vorrat einfrieren.

Das ultimative Mittel jedoch ist Pommesschalen mit Rübenkraut (Zuckerrüben Sirup) aufzustellen. Die Viecher stehen da voll drauf, und stürzen sich da drauf wie ein Verdurstender aufs Wasser. Das Problem ist nur, dass es wie ein Sumpf wirkt und die da nicht wieder heraus kommen. Morgens dann die Schalen wegwerfen und neue aufstellen. Im Laufe weniger Tage werden sich immer kleinere Schaben darin finden, und bald keine mehr. Dennoch weiterhin Schalen aufstellen, denn es werden immer noch Eier vorhanden sein.


Schabenfalle: Die Wirkung der Falle beruht auf einem Naturköder der die Schaben in die Falle lockt. Die Schädlinge bleiben in der Falle kleben und werden so vernichtet. Auch wenn alle Kakerlaken an Bord vernichtet sind, sollt man die Schabenfallen stehen lassen, denn es schlüpfen unweigerlich noch Nackommen. die sollten in die Falle gehen, bevor sie sich vermehren können! Schabendose: Durch einen Duftköder, in dem Pheromon enthalten ist, werden die Tierchen angelockt, krabbeln durch Löcher in die Dose hinein und fressen das Ködergel, in dem der giftige Wirkstoff Fibronil enthalten ist, der die Kakerlaken abtötet. Der Preis: ca. 3 €.


Kakerlaken männlich (li) weiblich (re)
(Bild: CDC)  Großbild klick!













a: Weibchen, b: Männchen, c: Weibchen von der Seite, d: Jungtier
(Bild: Tagishsimon)  Großbild klick!














Laos: Kakerlaken geröstet
(Bild: )  Großbild klick!











Kakerlakenfalle (Bild: imageshack.us/)  Großbild klick!















Weblinks:
Kakerlake in Wikipedia
frag-mutti.de
Bilderseite Kakerlaken
Artikel über Schaben und die Interaktion zwischen Mensch und Kakerlake


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