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Ankern: Der Ankergrund
von Peter O. Walter

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Die Haltekraft des Ankers hängt zum Großteil von der Beschaffenheit des Meeresgrundes ab. Auf dieser Seite werden wir die einzelnen Böden behandeln und zeigen, welcher Anker wo am besten hält.

Ankern auf reinm Felsengrund geht nicht, da können Sie gleich versuchen,
im Schwimmbad zu ankern ...
Klick!

Dichtes Seegras ist so ziemlich der fieseste Ankergrund, den man sich vorstellen kann.
Die einzigen Ankertypen, die hier Halt geben sind der Stockanker (mäßig), der durch sein Gewicht durch das Seegras kommt, und der Bügelanker (gut).

Dichtes Seegras
Klick!

Ganz dichtes und lückenloses Seegras kommt gottseidank nicht sehr häufig vor. Öfter kann man aber mit Seegras und Sandinseln dazwischen rechnen. Wenn man es schafft, den Anker genau in eine solche Sandinsel zu platzieren, steht einer ruhigen und sicheren Nacht nix im Wege ...
Unbedingt das Seegras, das mit der Kette hochtransportiert wird, entfernen. Sonst möffelts im Ankerkasten.


Ein recht guter Ankergrund ist auch Schlick, wenn er denn nicht zu flüssig ist. Es halten eigentlich alle Ankertypen außer dem Stockanker.
Ich hatte mehrere Male das Vergnügen, auf Schlickgrund zu ankern. Das erste Mal war 1991 in Kurin in der Türkei. Damals war noch keine Mole gebaut, also mussten wir ankern. Der Anker hielt auch bombenfst, leider auch am nächsten Morgen, als wir eigentlich weitersegeln wollten ...
Ein anderes Mal ankerten wir in Siphnos, einer Insel in der Ägäis. Auch hier hielt der Anker gut, das Problen war nur, dass der Ankermann nach dem Bergen des Ankers unbedingt seine Kleidung wechseln musste und eine Runde schwimmen und tauchen um die Spritzer aus den Haaren zu bekommen.
Und das Vorschiff erst ...


Der Halt im Kies hängt von der Größe der Steine ab. Feinkörniger Kies hält fast so gut wie Sand, sehr grober Kies dagegen verhindert das Eingraben des Ankers.
In feinem Kies halten alle Ankertypen außer dem Stockanker.

feinkörniger Kies
Klick! Grober Kies
Klick!

Der beste Ankergrund ist Sandboden. Hält der Anker auf Sandgrund nicht sofort, dann hilft Einschwemmen: Man setzt den Anker zunächst nur dem Zug des Bootes im Wind aus und dampft ihn mit der Maschine erst nach zirka einer halben Stunde oder mehr ein. Beim Ankern auf unterschiedlichem Ankergrund sollte man immer die hellen Stellen suchen. Das ist in der Regel Sandgrund, in dem die meisten Anker am besten halten.
1994 musste ich mal gezwungenermaßen drei Tage in Ormos Ornos / Mykonos (Sandgrund!)ankern. Draußen tobte ein Meltemisturm mir 11 Windstärken. Der Zug auf den Anker war entsprechend hoch. Wir hatten damals noch einen Pflugscharanker und hatten keinerlei Probleme: Der Anker hatte sich fast einen Meter tief eingegraben ...


Korallen halten zwar gut, ankern auf Korallen ist aber aus Naturschutzgründen streng verboten!




Weblinks: keine

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