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Der Anker
von Peter O. Walter



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Stockanker, Dank für die Grafik an www.schotstek.de  
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Das Wort "Anker" klingt ziemlich deutsch, ist es aber nicht: Es kam vom griechischen Wort über das lateinische "ancora" zu uns.

Grundaufbau
Der Grundaufbau eines Ankers ist im Großen und Ganzen gleich. Die Ankerkette wird mit dem Anker über den Roring verbunden. Dieser befindet sich am oberen Ende des Schaftes. Am unteren Ende verzweigen sich am Kreuz die beiden Arme. Damit diese besseren Halt im Untergrund finden, befinden sich an den Enden Flunken.

Ankertypen
Zum einen gibt es Gewichtsanker, die vorwiegend aufgrund ihres Gewichtes halten, wie beispielsweise der klassische Stockanker, früher auch als Admiralitätsanker bezeichnet. Ebenfalls zu den Gewichtsankern gehört der Draggenanker. Im einfachsten Falle wurde in der Antike ein schwerer Stein (Bild) verwendet.
Eine Sonderrolle spielt der Pilzanker, mit dem Feuerschiffe oder Seezeichen für längere Zeit festgemacht werden.

Zum anderen gibt es Patentanker oder auch Leichtgewichtanker, die sich aufgrund ihrer Form bei Zugbelastung über die Ankerkette mit einer oder mehreren Flunken in den Boden
eingraben. Dazu zählen der Pfluganker oder CQR-Anker, der Danforth- oder Plattenanker,
der Heuss-Anker, der Bügel-Anker, der d'Hone-Anker oder HKG-Klippanker,
der Bruce-Anker ohne bewegliche Teile und viele andere.
vierarmiger Dragganker Der vier- oder sechsarmige Draggen wird vor allem im Mittelmeerraum von Fischern und als Faltdraggen auf kleinen Sportbooten genutzt. Neben den Formen, die zum Ankern verwendet werden, finden sich auch (Falt-)Draggen mit sehr schmalen Flunken, die zum Fischen von auf dem Grund liegenden Leinen dienen.
Ebenfalls nichts mit einem normalen Anker hat der Treibanker zu tun. Er wird hauptsächlich im Sturm gebraucht.
Auch der Wrpanker hat nicht mit dem ursprünglichen Zweck eines Ankers, nämlich das Schiff aud seiner Position zu halten, zu tun: Er dient zum Verholen des Schiffes.


Bei der Wahl des geeigneten Ankers richtet man sich am besten nach der Tabelle links.
Bootsgewicht [kg] Ankergewicht [kg]
-  500 5,0
600 - 1000  5,5 - 8,0
1500  8,5 
2000 - 6000  9,0 - 13,0 
8000  15,0 
12000  20,0 
Hier sind wir auch schon bei der ersten wichtigen Frage, wie schwer muss den der Anker sein?
Häufig wird nach der teuren Anschaffung eines Bootes bei der Ankerfrage gespart. Auch aus Platzgründen wird oft ein falscher zu kleiner Anker gewählt. Aber hält der Anker dann wenn man ihn braucht?
Natürlich hängt das Ankergewicht auch vom Meeres- oder Seegrund auf dem geankert wird ab; Auch Welle und Strömung müssen in die Gewichtswahl mit einbezogen werden.
In der linken Tabelle haben wir eine kleine Übersicht über Bootsgewichte und entsprechende Ankergewichte angelegt, wie sie für unsere alle Küstengebiete Gültigkeit haben.


Ankern mit einem Hochseekat
Fahrlässiges Ankern, ein Worddokument zum Download von D.I. Harald Melwisch

Weblinks:
Der Anker in Wikipedia
Beim Ankerkauf Geld sparen?
Eine gute Sammlung von Seiten zum Thema Ankern




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