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Deutsche Gefreitenlogik
Das 2. S-Geschwader aus Olpenitz lief im Juni 1985 in die nördliche Ostsee aus, um dort die diesjährige AAG durchzuführen. Zur Ausbildung gehört auch die Bildung.
Und so wurde der Besuch der schwedischen Hauptstadt Stockholm zum Höhepunkt der Fahrt. Eine Gruppe von Soldaten nutzte die Gelegenheit um das berühmte Wasa-Schiff zu sehen,
das 1628 auf seiner Jungfernfahrt wenige Minuten nach dem Stapellauf aus dem Windschatten einer Insel kommend von einer Böe erfaßt wurde.
Das Schiff führte zu wenig Ballast, hatte aber schon alle Kanonen auf den oberen Decks. Die Böe drückte das Schiff auf die Seite und da alle Stückpforten offenstanden, strömte
Wasser ins Schiff, so daß es in Sichtweite des Hafens in wenigen Minuten sank.
1961 wurde es wiederentdeckt, sorgfältig geborgen und in einem langwierigen Verfahren konserviert und restauriert. Alle Stockholmer sind stolz auf ihre wiederhergerichtete "Wasa".
Auch der örtliche Reiseführer des Schiffsmuseums pries mit begeisterten Worten die "Wasa" als das weitaus beste Schiff seiner Zeit der schwedischen Marine.
Ein deutscher Gefreiter kratzte sich am Kopf und fragte: "Wenn das beste Schiff schon nach 5 Minuten gesunken ist, wie schlecht müssen dann erst die anderen gewesen sein?"
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