Segeln: Kompass und Missweisung
    EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
    Magnetische Deklination (Mißweisung)
    Über den Erdmagnetismus und seinem Einfluß bei der Orientierung.







    Inklination



    Die gesamte Erde ist von einem magnetischen Kraftfeld umgeben, in welchem sich die Magnetnadel frei ausrichtet.
    Die Richtungen der magnetischen Feldlinien variieren von vertikal (an den magnetischen Polen) bis zu horizontal (am magnetischen Äquator). Die Linie ME z.B. bezeichnet den magnetischen Äquator (siehe Zeichnung). Er ist nicht mit dem geographischen Äquator identisch.






    Daraus ergibt sich, daß die Kompaßnadel (den magnetischen Feldlinien folgend) nicht nur ihre Richtung, sondern auch ihre horizontale Neigung zwischen den magnetischen Polen und dem Äquator ändert (siehe Zeichnung). Dies muß bei der Konstruktion von Schiffskompassen konstruktiv berücksichtigt werden.

    Die Mißweisung muß bei der Kursfestsetzung berücksichtigt werden. Die Mißweisung ist der Winkel, den die Kompaßnadel zur geographischen Nordrichtung einnimmt. Je nach Standort ist die Mißweisung unterschiedlich. Sie kann west- oder ostgerichtet sein und bis zu 180° betragen. Sonderfall Mitteleuropa: Mißweisung etwa 0° (Berlin), Westisland 25° W: Ostaustralien 10° E.

    Die Mißweisung verändert sich langsam und wird mit Datum in guten Karten vermerkt. Die Karte mit den Linien gleicher magnetischer Mißweisung nennt man Isogonenkarte (Siehe Bild unten).

    Die Isogonenkarte der Erde

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