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Wale und Delphine
von Dr. Holger Scholl

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Als Segler hat man zwangsläufig eine ganz außergewöhnliche Beziehung zur See und ihren Bewohnern. Ein besonderer Höhepunkt eines Törns ist es jedesmal, wenn Delphine das Boot eine Zeit lang begleiten und die Besatzung dabei mit ihren Kunststücken begeistern.

Die Wale (Cetacea) sind eine Ordnung der Säugetiere mit knapp 80 Arten, die ausschließlich im Wasser leben. Bis auf einige Fluss-Delfinarten leben sämtliche Walarten im Meer. Die umgangssprachliche Bezeichnung Walfisch ist irreführend, da die Wale nicht zu den Fischen gehören.

Wale sind neben den Seekühen die einzigen vollständig an das Leben im Wasser angepassten Säugetiere. Sie verbringen ihr ganzes Leben im Wasser und sind nicht in der Lage, an Land zu überleben. Gestrandete Wale trocknen schnell aus, das eigene Körpergewicht drückt ihre Lungen zusammen oder bricht ihnen die Rippen, da der Auftrieb des Wassers fehlt, oder sie sterben aufgrund ihrer guten Wärmeisolation an Hitzschlag. Der gesamte Körperbau und alle Körperfunktionen der Wale sind an ihren Lebensraum angepasst, dennoch teilen sie weiterhin wesentliche Merkmale mit allen anderen höheren Säugetieren (Eutheria):

    * Wale sind Luftatmer und besitzen Lungen. Je nach Art können sie zwischen einigen Minuten bis zu mehr als zwei Stunden (z. B. Pottwal) untergetaucht bleiben.
    * Wale besitzen ein besonders leistungsfähiges zweikammeriges Herz. Dadurch wird der im Blut aufgenommene Sauerstoff sehr effektiv im Körper verteilt.
    * Wale gehören zu den gleichwarmen Tieren, d. h. sie halten im Gegensatz zu den wechselwarmen Tieren eine konstante, von der Umgebung unabhängige Körpertemperatur.
    * Wale gebären vollentwickelte Kälber und säugen sie mit extrem fettreicher Muttermilch aus speziellen Milchdrüsen. Die Embryonalentwicklung findet im Körper der Mutter statt. Während dieser Zeit wird der Embryo durch ein spezielles Nährgewebe, die Plazenta, ernährt.

Zu den Walen gehören die größten Tiere, die jemals auf der Erde gelebt haben. Der Blauwal (Balaenoptera musculus) ist mit einer Körperlänge von bis zu 33,5 Metern und einem Gewicht von bis zu 200 Tonnen das größte Tier unter allen bekannten Tierarten der Erdgeschichte. Der Pottwal (Physeter macrocephalus) ist das größte räuberisch lebende Tier der Erde. Die kleinsten Walarten erreichen dagegen nur eine maximale Körperlänge von ca. 1,50 Metern, wie etwa der La-Plata-Delfin, der Hector-Delfin und der Kalifornische Schweinswal.

Wale zeichnen sich auch durch eine für höhere Säugetiere ungewöhnliche Langlebigkeit aus. Manche Arten, wie etwa der Grönlandwal (Balaena mysticetus), können ein Alter von über 200 Jahren erreichen. Anhand der Jahresringe der knöchernen Ohrkapsel konnte das Alter des ältesten bekannt gewordenen Exemplars, eines Männchens, auf 211 Jahre zum Zeitpunkt seines Todes bestimmt werden.



Buckelwal   Großbild klick!












Buckelwal taucht ab   Großbild klick!












Belugewal und Kalb   Großbild klick!














Großer Tümmler   Großbild klick!




Weblinks:
Wale in Wikipedia
Delfine in Wikipedia


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