EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
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Kats benötigen - im Gegensatz zu Kielschiffen - keine Fahrt um steuerbar zu bleiben, in der Marina steuert der Rudergänger nur mit den Maschinen. Auf der ESYS gehe ich sogar so weit, dass ich das Ruder in Geradeaus-Position festelle.
Daraus folgt, dass der Rudergänger (ausgenommen bei starkem Seitenwind) wesenlich mehr Zeit und Ruhe hat, Manöver zu fahren und ggf. zu korrigieren: ein nicht zu unterschätzender Vorteil des Kats!
Richtungsänderungen - vor allem in der Marina - immer mit dem Rückwärtsgang der kurveninneren Maschine ausführen! Der Vorwärtsgang der kurvenäußeren Maschine ist weit weniger wirksam, außerdem besteht die Gefahr, dass das Schiff zu schnell wird.
Drehen auf dem Teller ist beim Katamaran eine der eindrucksvollsten (und leichtesten) Übungen: Auch hier beginnen wir wieder mit dem Rückwärtsgang. Wichtig ist, dass nicht permanent Gas gegeben wird, weil dadurch die Drehbewegung ggf. zu schnell wird. Das erfordert dann Gegenmaßnahmen, die bei Ungeübten leicht in Hektik umschlagen, begleitet von krachenden Getrieben und rauchenden Maschinen.
Rückwärtsfahren: Auch hier gilt es, langsam zu bleiben. Bei zu hoher Rückwärtsgeschwindigkeit besteht die Gefahr, dass die Ruderkräfte - vor allem bei nicht vorbalancierten Ruderanlagen - zu hoch werden und die Ruder mit Gewalt ausschlagen!