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"Gorch Fock"

Last update: Mittwoch, 20. Februar 2008, 18:10 Uhr

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Segelschulschiff "Gorch Fock" muss abspecken
(21.01.08) Seit 50 Jahren repräsentiert das Marine-Segelschulschiff "Gorch Fock" Deutschland in Häfen weltweit. Jetzt wird die fast 90 Meter lange Drei-Mast-Stahl-Bark in der Elsflether Werft generalüberholt. Dort wird sie für 4,5 Millionen Euro unter anderem um 60 Tonnen leichter gemacht.
Die "Gorch Fock" legt in Elsfleth bei Oldenburg an. Dort wird das Segelschulschiff der deutschen Marine generalüberholt. Das Schiff wird in diesem Jahr 50 Jahre alt. Das Schulschiff bleibt bis zum 30. April 2008 in Elsfleth, bekommt unter anderem eine neue Kombüse. Auch werden diverse Reparaturen durchgeführt. Das Schiff wird bereits zum fünften Mal in Elsfleth repariert.
Kahl ragen die Masten der "Gorch Fock" in den regnerischen Himmel, auf dem Deck liegen zersplitterte Holzstücke. Die weiße Farbe an der Reling ist abgeblättert. Fast die gesamte Einrichtung des Schiffes ist ausgeräumt, Kabel schauen aus Löchern in den Wänden hervor.
Doch nur auf den ersten Blick wirkt das berühmte Segelschulschiff in der Elsflether Werft (Kreis Wesermarsch) verlassen. Denn überall sind Mitarbeiter mit der Generalüberholung des Schiffes beschäftigt, das dafür Anfang Januar seinen Kieler Heimathafen verlassen hatte. Die Renovierung wird nach Angaben des Geschäftsführers der Werft, Kurt Wichmann, rund 4,5 Millionen Euro kosten. Männer reißen Fliesen aus dem Boden, schweißen Metallteile zusammen Die Arbeiten laufen auf Hochtouren: Überall reißen Männer Fliesen aus dem Boden, schweißen Metallteile zusammen oder schleppen lange Holzbretter. Bis Ende April soll die "Gorch Fock", die in diesem Jahr 50 Jahre alt wird, in neuem Glanz erstrahlen. "Bei einem Schiff, das so alt ist, steckt viel Mühe im Detail", erklärt Kommandant Norbert Schatz bei einem Rundgang mit Verteidigungsstaatssekretär Thomas Kossendey (CDU).
Zunächst müsse das Schiff 60 Tonnen "abspecken", sagt Schatz. „Der alte Betonboden, auf dem Fliesen verlegt waren, wird durch leichteren Kunststoff ersetzt - so wird die "Gorch Fock" noch wendiger.“ Außerdem benötige das Schiff nach seiner neunmonatigen USA-Reise im vergangenen Jahr dringend einen neuen Farbanstrich, und das vordere sowie das hintere Holzdeck werden komplett erneuert.
Vollständig ersetzen werden die 60 Werftarbeiter auch die Kombüse des Schiffes, weil sie den Hygienevorschriften nicht mehr entsprach. "Immerhin wird hier für rund 220 Besatzungsmitglieder gekocht", betont Schatz. Viele bei der Bundeswehr ausgebildete Köche träumten davon, einmal „Smutje“ auf der „Gorch Fock“ zu werden. "Die Anforderungen sind hoch. Aber wer hier gearbeitet hat, dem stehen die Türen zu vielen Vier- oder Fünf-Sterne-Restaurants offen", berichtet Schatz.
Trotz der Umbau-Pause in Elsfleth haben die Schiffsköche derzeit aber ebenso wie ein großer Teil der restlichen Besatzung keinen Urlaub. 100 Männer und fünf Frauen spannen ihre Hängematten auf einem Wohnschiff neben dem Segelschulschiff auf. Der Alltag an Bord geht hier normal weiter.
"Die 'Gorch Fock' hat für uns nicht nur eine große Bedeutung als Ausbildungsschiff, sondern ist auch unser Botschafter in Blau in vielen Auslandshäfen", sagt Kossendey. Ihre nächste Reise führt das Segelschulschiff nach Geburtstagsfeiern in Kiel, Rostock und Hamburg unter anderem nach Dublin und Madeira. Kossendey ist sich sicher: "Dafür wird das Schiff in Elsfleth optimal vorbereitet."
Quelle: Presse- und Informationszentrum der Deutschen Bundesmarine

Nach 269 Tagen: GORCH FOCK wieder zurück in Kiel
(20.12.07) Am Donnerstag, 20. Dezember 2007 kehrt das Segelschulschiff GORCH FOCK der Deutschen Marine nach 269 Tagen Abwesenheit wieder in seinen Heimathafen Kiel zurück. Nach knapp 29.000 Seemeilen, von denen ca. 90 Prozent unter Segeln absolviert werden konnten, macht die Bark um 10:00 Uhr wieder an ihrem angestammten Liegeplatz im Marinestützpunkt Kiel fest. Die 147. Auslandsausbildungsreise (147. AAR) war dann ihre bisher drittlängste Reise überhaupt.
Unter dem Kommando von Kapitän zur See Norbert K. Schatz und seiner Stammbesatzung war die GORCH FOCK am 26. März 2007 aus Kiel ausgelaufen und hat während der fast 9-monatigen Reise 13 Häfen in Europa und Amerika besucht. Dabei ging es nach Portugal, Spanien, in die Karibik , die USA und nach Kanada. Während der 147. AAR wurden in 4 Etappen insgesamt 265 Lehrgangsteilnehmer in seemännischen Grundlagen ausgebildet, davon 50 weibliche.
Einige der Höhepunkte während des Ausbildungstörns waren das Überqueren des Atlantischen Ozeans auf der Strecke der alten Klipper entlang des Nord-Ost Passatwindes, das Aufstellung eines neuen Geschwindigkeitsrekords von 18,2 Knoten, die Teilnahme an der Regatta "Tall Ship Atlantic Challange 2007", die starke Krängung des Schiffes von 55° (Grad) in Folge eines " White Squall" im Golf von Maine, das Einlaufen in New York und das Passieren der Freiheitsstatue unter Segeln, die Begegnung mit einem Eisberg vor Neufundland, die Teilnahme am Großseglertreffen "NOVA Scotia Tall Ship Festival 2007" in Halifax sowie die Begegnung mit einem der Schwesterschiffe der GORCH FOCK, der EAGLE der US Coast Guard.
Quelle: Presse- und Informationszentrum der Deutschen Bundesmarine

Mitsegeln bei Krimi-Autor Hermann Engl

GORCH FOCK im Nordatlantik
(27.09.07) Übung macht den Meister! Im Falle der Crew VII/07 müsste es wohl eher Übung macht den deutschen Seeoffizier heißen. Auf dem Segelschulschiff GORCH FOCK müssen alle Handgriffe sitzen. Bei Wind, Wetter und Dunkelheit. 110 Prozent werden gefordert und gegeben.
Nachdem die GORCH FOCK 30 Stunden lang den St. Lawrence Strom passierte, legte sie am 16. August in Quebec an. Wie in jedem Hafen, hatte der Kommandant wichtige Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Militär bereits wenige Stunden nach dem Einlaufen zum Captains Dinner an Bord des Segelschulschiffes geladen. Am Abend fanden sich 150 Gäste zum Cocktailempfang des Kommandanten an Bord ein und ließen sich zwei Stunden lang bei interessanten Gesprächen mit deutschen Spezialitäten verwöhnen.
Doch zwei Tage später wandelte sich das Aufgabenfeld der Besatzung. Mit der Ankunft der Offizieranwärterinnen und -anwärter (OA) der Crew VII/2007 ging es nunmehr nicht mehr darum, die Deutsche Marine als Botschafter in Blau zu repräsentieren, sondern dem eigentlichen Auftrag des Schiffes nachzukommen - der Ausbildung.
Mit geschulterten Seesäcken und erwartungsfrohen, jedoch von der langen Anreise müden Gesichtern traten 90 Kadetten am 18. August ihren Dienst auf dem Segelschulschiff an, auf dem sie die nächsten sechs Wochen verbringen sollten.
Vorausbildung mit Ernstfall
Die ersten zwei Wochen dienen dazu, die angehenden Offiziere mit den grundlegendsten Begriffen und Handgriffen auf der Bark vertraut zu machen. Schnell wird den jungen Frauen und Männern bewusst, dass die Ausbildung auf der GORCH FOCK mit harter körperlicher Arbeit einhergeht und dass Teamarbeit und Kameradschaft an Bord unerlässliche Attribute sind. Bei viel Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen schritt die Ausbildung zügig voran und am 29. August konnte, wie geplant, die Abschlussprüfung der Segelvorausbildung absolviert werden.
Das Nachtsegelexerzieren. Bei dieser Abschlussprüfung sollten die jungen Seefahrer unter den Augen des Kommandanten, Kapitän zur See Norbert Schatz, und des Ersten Offiziers, Fregattenkapitän Lars Lührsen, zeigen, was sie in den vergangenen Tagen gelernt hatten.
Für die Kadetten war es eine besondere Herausforderung, sich das erste Mal bei Dunkelheit in der Takelage zu bewegen und dort zu arbeiten.
Nachdem alle Segel gesetzt waren und das erste Manöver beginnen sollte, nahm der Wind plötzlich und unerwartet stark zu und schnelles Handeln war gefordert. Auf die Kommandos des Ersten Offiziers wurden, wie zuvor viele Male geübt, alle Segel in kürzester Zeit geborgen.
Das ursprünglich geplante Programm konnte aufgrund der Wetterverschlechterung zwar nicht mehr durchexerziert werden, jedoch vermittelte der plötzliche Wetterumschwung den Kadetten einen Eindruck von dem, was sie unter Umständen auf hoher See erwarten könnte.
Zudem hatten sie dem Kommandanten durch ihr beherztes und überlegtes Handeln bewiesen, dass er mit seinen neuen Besatzungsmitgliedern wie geplant in See stechen konnte.
Auf hoher See
Am darauffolgenden Tag wurde das Schiff für die bevorstehende Reise nach Boston mit Proviant ausgerüstet und am Sonntag, dem 1. September, hieß es: "Alle Leinen los und ein!" Bei ruhigem Wetter durchquerte die GORCH FOCK, anfangs mit Hilfe der Maschine, den St. Lawrence Strom gen Osten, bis gegen 20 Uhr der Wind auffrischte und der Kommandant den Befehl zum Segelsetzen erteilte.
Das Schiff ging in seine gewohnte Routine über und die Kadetten bekamen Zeit, sich bei ruhiger See an das Bordleben zu gewöhnen. Am Montag war es mit der Ruhe jedoch vorbei. Kaum hatte das Schiff den schützenden St. Lawrence Strom verlassen, nahm der Wind kräftig zu und vermittelte den neuen Besatzungsmitglieder ein Gefühl davon, was es bedeutet, auf einem Großsegler zur See zu fahren.
Für die erfahrene Stammbesatzung ein laues Lüftchen, mussten einige Kadetten sich erst an die für sie ungewohnten Schiffsbewegungen gewöhnen, was manchem nicht nur die Farbe aus dem Gesicht weichen ließ.
Nach einigen Tagen hatten sich alle an das neue Umfeld und die bewegten Schiffsplanken unter den Füßen gewöhnt und konnten die weitere Reise bewusst und in vollen Zügen genießen. Bei bestem Wetter und gut segelbaren Winden kam die GORCH FOCK in den darauffolgenden Tagen seinem Zielhafen Boston mit großen Schritten näher.
Doch nicht nur das Segeln und die Seemannschaft sind Bestandteile der Ausbildung auf der GORCH FOCK.In theoretischen Unterrichten werden die Grundlagen der Seemannschaft und der Geophysik an die Frau und den Mann gebracht. Die Entstehung einer Wolke, die Beaufort-Skala und die Idealzyklone sind neben Spleißen, Taklings und Segelnähen nur einige Begriffe aus dem umfangreichen Stundenpaket, das die Offizieranwärter neben ihren Seewachen an Bord absolvieren müssen.
Gerade in den ersten Tagen verlangte diese Dreifachbelastung aus Schlafmangel, Seekrankheit und Unterrichtsteilnahme ein besonderes Maß an Selbstüberwindung und Eigenmotivation von den Kadetten.
Drei Wochen liegen noch vor den jungen Anwärterinnen und Anwärtern. Drei Wochen Aufentern, Brassen, Deckschrubben und Lernen, Lernen, Lernen. Belohnt werden die Kadetten dafür mit unvergesslichen Erlebnissen auf See und während der Hafenbesuche in Boston und New York, wo sie sich das erste Mal in ihrer noch jungen Laufbahn der Wirkung ihres Auftretens in Uniform in der Öffentlichkeit und ihrer besonderen Verantwortung als Botschafter in Blau bewusst werden müssen.
Neben den repräsentativen Aufgaben soll aber auch die Freizeit nicht zu kurz kommen. Ob der Besuch eines Baseballspieles, eine Stadtrundfahrt oder eine Führung auf der USS CONSTITUTION.
Den OA wird durch das Bordkommando ein umfangreiches Betreuungsangebot zur Verfügung gestellt, das allen Interessen und Wünschen gerecht wird.
Die Heimat ruft
Bis zum 30. September dauert die sechswöchige Ausbildung Seemännische Basis auf dem Segelschulschiff GORCH FOCK noch an, bis endlich die Hängematten gezurrt, die Spinde geräumt und die Seesäcke gepackt werden müssen.
In New York endet die Reise für die 90 Sternträger, die von dort ihre Rückreise nach Deutschland antreten. Als nächster Ausbildungsabschnitt auf dem dreijährigen Weg bis zur Beförderung zum Leutnant steht den Kadetten die Infanteristische Basis in Plön bevor.
Die GORCH FOCK hat viel von den jungen Kadetten verlangt, aber ganz sicher wird manch einer während der soldatischen Basisausbildung in Plön, mit der Nase im Schlamm steckend, noch sehnsüchtig an die sanften Bewegungen des Schiffes und das einschläfernde Schaukeln der Hängematten zurück denken.
Quelle: Presse- und Informationszentrum der Deutschen Bundesmarine

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GORCH FOCK vs. Barry
(03.07.07) Die letzte Station Martinique hatte die GORCH FOCK schon einige Tage hinter sich gelassen. Geplant war, den laut Vorhersage günstigen Wind auszunutzen, um an den Bahamas vorbei zu segeln. Mit einer Winddrehung auf südliche Richtung wollte man, den Golfstrom ausnutzend, gen Norden segeln.
Als sich die GORCH FOCK bereits in der Straße von Florida befand, entwickelte sich die Wetterlage innerhalb weniger Stunden überraschend zu einem Tropischen Sturm. Das Miami Hurricanecenter prognostizierte die Windgeschwindigkeit auf maximal 55 Knoten. Tatsächlich wurden an Bord jedoch Spitzenwerte von über 70 Knoten verzeichnet.
Für die GORCH FOCK gab es nun keine Möglichkeit mehr, dem Sturm zu entkommen. So brauste das Schiff mit Spitzengeschwindigkeit von 18,2 Knoten durch die See. Jedoch blieb der Besatzung keine Zeit, den neuen Rekord zu feiern!
Als aufgrund des anhaltenden östlichen Windes das Schiff zu nah an die Küste heran zukommen drohte, entschied der Kommandant, Kapitän zur See Norbert Schatz, eine Halse zu fahren, um Raum und Zeit zu gewinnen. Der Kurs wurde entgegen der Zugrichtung des nach Norden wandernden Sturmtiefs geändert und so entkam die GORCH FOCK letztlich dem Tropensturm Barry.
Trotz eines gerissenen Segels hatten Schiff und Besatzung durch den professionellen und routinierten Einsatz aller Beteiligten keine weiteren Schäden zu beklagen. In dieser besonderen Situation konnte man erleben, wie hochwertig die Ausbildung auf der GORCH FOCK vonstatten geht.
Quelle: Presse- und Informationszentrum der Deutschen Bundesmarine

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"Gorch Fock" - Erste Reise ohne die Marinekutter
(27.03.07) Die "Gorch Fock" ist wieder auf großer Fahrt,wenn auch nach einer kleinen Pause gleich zu Anfang. Das Segelschulschiff der Deutschen Marine startete gestern um 10 Uhr zur 147. Auslandsausbildungsreise.
Die erste Etappe führte von der Tirpitzmole direkt in die Heikendorfer Bucht. Dort musste Kommandant Norbert K. Schatz noch auf eine Dichtung warten. Während eines Probelaufs der Maschinenanlage war am Wochenende eine Undichtigkeit entdeckt worden. Da am Montagfrüh dieses Ersatzteil vor dem Auslaufen nicht rechtzeitig beschafft werden konnte, blieb ein Teil der Crew im Tirpitzhafen. Kurz nach 11 Uhr wurde es mit einem Beiboot zu der so lange vor Heikendorf wartenden "Gorch Fock" gebracht. Die Bark hätte zwar auch ohne Maschinenkraft fahren können. "Sicherheit geht bei uns eben vor", kommentierte ein Mainesprecher.
Die Kenner des Schiffes werden zudem beim Auslaufen festgestellt haben, dass sich die Silhouette des "Gorch Fock" verändert hat. Unmittelbar vor dem Auslaufen wurden die beiden Kutter abgebaut. Bei Berechnungen hatten Spezialisten vor der Reise festgestellt, dass durch all die Umbauten der vergangenen Jahre der Schwerpunkt des Schiffes um einige Zentimeter nach oben gewandert ist. Um dem entgegen zu wirken, mussten die beiden etwa acht Tonnen schweren Ruderboote mitsamt ihren Davids runter. "Für das Schiff hatten sie eigentlich auch keinen richtigen Nutzen mehr", so Kommandant Schatz. Für Notfallmanövern kommen bereits seit einiger Zeit die beiden Speedboote zum Einsatz, die vor dem Hauptmast stehen. Die beiden schneeweißen Marinekutter mitsamt ihrer Ausrüstung hat die Crew deshalb dem Kieler Stützpunkt anvertraut. Und der kann sie gut gebrauchen, um zur Kieler Woche etwas an Reserve für die Marinekutterregatten zu haben.
Der größte Teil der Besatzung fiebert der Atlantiküberquerung nach Martinique entgegen. "Das ist für mich der Höhepunkt", sagt Hauptgefreite Tobias Bucher. Seine zweijährige Tochter Mia und Freundin Moni wird er aber spätestens in New York wieder sehen. "Wir fliegen hinterher und besuchen ihn dort", verspricht die Dresdenerin. Um vorher Kontakt zu halten, haben sich beiden extra einen Handytarif ausgesucht, bei dem Auslandsgespräche besonders günstig sind. "Damit das Telefonieren auch bezahlbar bleibt", erzählt die Freundin. Das Postpaket, das Handy und E-Mails sind während der Fahrt die einzige Möglichkeit, um in Kontakt zu bleiben.
Höhepunkt der Fahrt ist die Teilnahme an der Regatta "Sail America 400" sowie das "Tall Ship Challenge". Dabei hofft Kommandant Schatz auch auf ein Treffen mit dem amerikanischen Schwesterschiff "Eagle", das als Ausbildungsschiff der US Coast Guard segelt. Erst am 21. Dezember wird die Bark nach 270 Tagen und weit über 10000 Seemeilen wieder in Kiel an der Tirpitzmole festmachen.
Quelle: Presse- und Informationszentrum der Deutschen Bundesmarine

"Gorch Fock" muss in der Kieler Bucht Anker werfen
(26.03.07) Die "Gorch Fock" hat kurz nach ihrem Auslaufen bereits in der Kieler Bucht wieder Anker geworfen. Grund für den Stopp des Marine-Schulschiffs seien Probleme mit dem Antrieb, so Pressesprecher Udo Sparwel am Montag. Die Besatzung wolle nun zunächst selbst die Antriebsanlage untersuchen. Es sei aber auch möglich, dass Techniker von Land zu Hilfe geholt werden. Die berühmte Dreimastbark hatte den Kieler Marinehafen zunächst pünktlich verlassen und war zu ihrer 147. Auslandsreise aufgebrochen. Dabei geht es um die halbe Welt: zuerst nach Porto, die alte Hauptstadt Portugals, nach einem Abstecher ins spanische Santa Cruz dann über die Karibikinsel Martinique weiter an die Ostküste der USA mit den Städten New York und Boston und nach Québec in Kanada. In Nordamerika soll die Bark auch an Regatten teilnehmen. An Bord des Marine-Schulschiffs befinden sich fast 100 Kadetten und die Stammbesatzung, die erst kurz vor Weihnachten wieder in Deutschland zurück erwartet werden.
Von Kanada aus geht es quer über den Atlantik wieder zurück nach Kiel. Ende Dezember soll die "Gorch Fock" wieder in ihrem Heimathafen festmachen. Bis dahin müssen sich die jungen Seeleute in der Praxis beweisen. Die Ausbildung soll nach Angaben der Marine auch der Charakterbildung der Kadetten dienen. "Die extremen Bedingungen auf der Gorch Fock fördern die Teamfähigkeit, man muss zusammenhalten, sonst läuft nichts", sagte Kommandant Norbert Schatz am vergangenen Mittwoch in Kiel.
An Bord sind insgesamt etwa 200 Seeleute, darunter nur sechs Frauen. Eine von ihnen ist die 23-jährige Anika Winkler. Als Obermaat im Lazarett gehört sie zur Stammcrew und ist den ganzen Törn über an Bord. Sie sieht der langen Zeit auf dem Schiff mit gemischten Gefühlen entgegen: "Viele hier haben noch nie so lange Zeit gemeinsam auf engstem Raum verbracht." Bisher sei die Kameradschaft aber "super", so Winkler. Kommandant Schatz kennt die Bedenken. Die Enge sei für viele zunächst schwierig. Schließlich schliefen je rund 30 Leute auf zwölf Quadratmetern in Hängematten. Früher oder später gewöhne sich aber jeder daran - das gelte auch für jeden Magen: "Schlimmstenfalls kotzen sie eine Woche, und dann ist das auch vorbei", sagte Schatz.
Quelle: Presse- und Informationszentrum der Deutschen Bundesmarine

"Gorch Fock"-Besatzung ist bereit zur nächsten Reise
(24.03.07) Offizier-, Unteroffizier- und Bootsmannanwärter beenden ihre Segelvorausbildung und nehmen bis zu ihrer Rückkehr im Dezember Kurs auf die USA und Kanada. Für einen kurzen Moment ist es ruhig auf der "Gorch Fock": Die jungen Unteroffizier- und Bootsmannanwärter stehen stramm in Reih und Glied an Deck, nur der eisige Wind bewegt ein wenig ihre kurzen Haare. Jeden Moment kann das Kommando kommen. "Enter auf!" brüllt schließlich der Deckoffizier und setzt damit die Mannen in Bewegung. Flink und wendig, fast wie Äffchen, flitzen die Auszubildenden die Wanten hoch und verteilen sich dort in rund 40 Metern Höhe entlang der Rahen, um die Segel zur Hälfte rauschend fallen zu lassen. Es sind die letzten Einheiten der Segelvorausbildung, die die 92 Lehrgangsteilnehmer der Marine und des Heeres absolvieren, bevor sie mit der "Gorch Fock" am Montag zur 147. Auslandsausbildungsreise in See stechen. "Sie sind alle hoch motiviert und freuen sich auf Montag", sagt Marco Hüde, Oberleutnant zur See, "eine gewisse Portion Abenteuerlust ist auch dabei."
Kommandant Norbert Schatz führt das Segelschulschiff auf dessen drittlängste Reise über die Meere. "Wir liebäugeln mit 20 000 Seemeilen, das wäre dann fast eine Erdumrundung", so der Kapitän zur See. Erster Zielhafen ist Porto in Portugal, danach geht es über Santa Cruz, Spanien, und Martinique nach Amerika. Am 12. Juni erreicht das Schiff Norfolk in den USA. "Dort gehen die Unteroffizier- und Bootsmannanwärter von Bord und fliegen nach hause", so Divisionsoffizier Hüde. Unterdessen nimmt die "Gorch Fock" auch an den Regatten "Sail America 400" und "Tall Ships Challenge" von Newport nach Halifax, Kanada, teil.
In Québec steigen am 16. August rund 100 Offizieranwärter der Crew VII/07 zu und beginnen ihre seemännische Ausbildung. Nach Zwischenstopps in Boston und New York führt der Weg um die Azoren herum, vorbei an Portugal wieder zurück nach Kiel, wo die Besatzung nach 270 Tagen auf See am 21. Dezember erwartet wird. Eine lange Zeit, vor allem für diejenigen, die zum ersten Mal von Familie und Freundin getrennt werden. "Das ist aber auch ein guter Prüfstein", meint Kommandant Schatz, sowohl für einen selbst als auch für die Beziehung. Immerhin gibt es seit einem Jahr auf der "Gorch Fock" die Möglichkeit, über E-Mails Kontakt zur Heimat zu halten. Das wird auch Christian Urban nutzen, der 21-jährige Bootsmannanwärter tritt zu seiner ersten Fahrt auf der "Gorch Fock" an und wird seine Verlobte bis Juni nicht mehr sehen.
"Sie war natürlich nicht begeistert, aber sie gönnt es mir", sagt Urban, der immer zur Marine gehen wollte. Auf dem Mitteldeck, Backbordseite, hat er seinen Spind, in den nur das Nötigste hineinpasst. Ein paar Fotos an der Tür erinnern an zuhause. Geschlafen wird in Hängematten, "das ist gewöhnungsbedürftig", so Urban. Angst vor einem Gruppenkoller bei 210 Leuten auf engstem Raum hat er nicht: "Man sollte sich vorher Gedanken machen, worauf man sich einlässt." Bis zum Abreisetag bunkert die "Gorch Fock" noch 50 Tonnen Diesel, 25 Tonnen Proviant und 15 Tonnen Kantinenwaren; die Besatzung hat ein letztes freies Wochenende. Wenn das Schulschiff dann von der Tirpitzmole in Kiel losmacht, heißt es für Urban und seine Kameraden: Segel setzen bei Seegang. Es wird schaukelig.
Quelle: Presse- und Informationszentrum der Deutschen Bundesmarine

Segelschulschiff "Gorch Fock" bald wieder auf hoher See - Karibiktour
(17.03.07) Deutschlands bekanntestes Segelschiff "Gorch Fock" verlässt in wenigen Tagen wieder seinen Heimathafen Kiel und geht auf große Reise in die Karibik. Zurzeit liefen schon die Vorbereitungen für den neuen Ausbildungstörn der Kadetten, sagte der Sprecher des Schulschiffes am Donnerstag. Am 26. März wird der weiße Dreimaster zu der Neun-Monate-Tour auslaufen. Dann geht es über Porto (Portugal) und die Karibikinsel Martinique an die Ostküste der USA und Kanadas. Zu den weiteren Stationen gehören dort Québec, Boston und New York. Drei Tage vor Weihnachten soll die Bark zurück sein.
Quelle: Presse- und Informationszentrum der Deutschen Bundesmarine

"Gorch Fock": Mit 48 Jahren so schnell wie noch nie
(21.12.06) Da hat die gute alte "Gorch Fock" dem Flottenkommando mal wieder ordentlich Arbeit beschert. Nach dieser Herbstreise können alle bisherigen Datenblätter eingestampft werden. Die 48 Jahre alte Bark hat nämlich im Mittelmeer einen neuen Geschwindigkeitsrekord aufgestellt. Bei der Durchfahrt durch die Meerenge zwischen den Inseln Korsika und Sardinien passierte es. "Dort wehte ein sehr kräftiger Mistral. Da sind wir dann durchgerauscht und haben mit 16,5 Knoten einen neuen Geschwindigkeitsrekord erreicht", berichtet Kapitän zur See Norbert Schatz. Der Starkwind aus dem Rhone-Tal war aber nicht der einzige Anschub, der an der Takelage der 1958 bei Blohm + Voss gebauten Bark rüttelte. Und einmal musste die Mannschaft im Mittelmeer sogar als Seenotretter einspringen. Vor Korsika halfen die Soldaten einer Yacht, die nach einem Wassereinbruch und Maschinenschaden liegen geblieben war.
Alles in allem hat die "Gorch Fock" 82 Prozent der kapp 10000 zurückgelegten Seemeilen gesegelt. Und das ist um einiges länger als ursprünglich geplant. Eigentlich sollte die Herbstreise 2006 nur 6200 Seemeilen lang werden. Aber all die Stürme haben Kommandant Schatz und seine Besatzung so vor sich her gepustet, dass sie sogar einige Umwege segeln konnten. Richtig rund ging es mit Wellenhöhen von bis zu zehn Metern auf dem letzten Reiseabschnitt von Porto nach Kiel. "Da war es mit dem Sommer dann wirklich vorbei", erzählt Schatz. Die Crew und die Stammbesatzung hätten sich aber hervorragend bewährt.
"So ein Erlebnis schweißt eben auch zusammen", so der Kommandant. Auch der Obergefreite Sasha Reuter aus Berlin fand es toll. "Man hat da mal gemerkt, dass man der Natur und ihren Gewalten ausgesetzt ist", schildert der 22-jährige Offizieranwärter. Drei der 275 Offizieranwärter sind Seefahrt und Marine aber so leid, dass sie von ihrem Widerrufsrecht Gebrauch machen und die Berufswahl noch mal überdenken wollen.
Die Winde haben auch das Material gefordert; einige Segel wurden zerfetzt. "Es gab viel Arbeit für unseren Segelmacher, der einen sehr guten Job gemacht hat", erklärt Kommandant Schatz, der auf dieser Reise den alten Segelsatz von 1992 aus der Last holen ließ, um den 2003 an Bord gekommenen jüngeren Satz zu schonen. Denn erst 2008 soll dieser ausgetauscht werden.
Dadurch, dass die alten Segel gesetzt wurden, ging bei den Sturmfahrten häufiger etwas zu Bruch. Dass war dann die Stunde für den Obergefreiten Michael Haaga, der Nadel und Zwirn einpacken musste und aufenterte. "Teilweise habe ich auch oben versucht, die Schäden zu reparieren", berichtet der 24-jährige Oldenburger. Er gehört seit Sommer zur Besatzung und hatte zuvor in Heiligenhafen bei der Firma Oleu-Segel eine Ausbildung zum Segelmacher abgeschlossen.
Mit seinem Gesellenstück hat er während der Fahrt sogar richtig abgeräumt. Er wurde in Schleswig-Holstein Landessieger und schließlich Bundessieger. Wenn das Schiff heute aber um 10 Uhr an der Tirpitzmole anlegt, dann geht Haaga genau wie die meisten Kameraden in den Urlaub. Dann schnappt sich der Segelmacher sein Snowboard und reist nach Tschechien in den Schnee. "Das ist genau der richtige Kontrast zu dem Leben an Bord", so der Oldenburger. Er freue sich aber bereits auf 2007, wenn das Segelschulschiff wieder richtig lange unterwegs sein werde. Los geht's am 26. März 2007 zu einer neunmonatigen USA-Reise.
Quelle: Presse- und Informationszentrum der Deutschen Bundesmarine

GORCH FOCK kehrt zurück
(19.12.06) Am 21. Dezember 2006 um 10 Uhr läuft das Segelschulschiff GORCH FOCK nach 112 Tagen Abwesenheit vom Heimathafen wieder in Kiel ein. Während der 146. Auslandsausbildungsreise (AAR) legte die Besatzung über 9.500 Seemeilen zurück, wobei 80 Prozent der Strecke unter Segeln bewältigt wurde.
Unter dem Kommando von Kapitän zur See Norbert Schatz hat die Bark nach dem Auslaufen aus Kiel am 31. August Hafenbesuche in Gijon/Spanien, Malaga/Spanien, Toulon/Frankreich, Ibiza/Spanien und in Porto/Portugal durchgeführt. Die 146. AAR war die erste Auslandsausbildungsreise unter der Führung von Kapitän zur See Norbert Schatz, der im Februar 2006 das Kommando über das Segelschulschiff der Deutschen Marine übernommen hat.
Im Verlauf der Reise absolvierten insgesamt 275 Offizieranwärterinnen und –anwärter (OA) der Crew VII/2006, verteilt auf drei Törns, ihre seemännische Basisausbildung auf der GORCH FOCK. Neben den deutschen OA nahmen auch Kadetten aus Litauen, Estland, Frankreich, Benin, Aserbaidschan, Kasachstan und Estland an der Ausbildung teil. Im ersten Reiseabschnittes von Kiel nach Malaga zählten auch sechs polnische sowie 27 OA des Heeres zur Besatzung.
Während die ersten beiden Reiseabschnitte von vorwiegend ruhigem Wetter und mediterranem Klima geprägt waren, verlangte der dritte und letzte Reiseabschnitt Schiff und Besatzung einiges ab. Bei stürmischen Wetter und Wellenhöhen bis zu zehn Meter wurden Biskaya und Nordsee ihrem Ruf gerecht und versorgten die Besatzung mit reichlich Gesprächstoff für die Weihnachtsfeiertage.
Einen besonderen Höhepunkt der Reise stellte die Begegnung mit den Fregatten MECKLENBURG-VORPOMMERN und KARLSRUHE sowie dem Einsatzgruppenversorger FRANKFURT AM MAIN in der Straße von Gibraltar dar. Auf dem Weg zu ihrem UNIFIL Einsatz vor der libanesischen Küste wurden sie von der Besatzung der GORCH FOCK mit den besten Wünschen für gutes Gelingen und eine gesunde Heimkehr in den Einsatz verabschiedet. Eine weitere Besonderheit war die Passage der Straße von Bonifacio unter Segeln bei Windgeschwindigkeiten bis zu 55 Knoten. Der Höhepunkte nicht genug, konnten Schiff und Besatzung während des letzten Reiseabschnittes ein sogenanntes Etmal (die von Mittag bis Mittag zurückgelegte Strecke) von 280 Seemeilen verbuchen, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 11,7 Knoten entspricht.
Nach dem Einlaufen geht die Besatzung bis zum 08. Januar 2007 in den Weihnachtsurlaub, bevor sie sich zu Beginn des neuen Jahres den Vorbereitungen für die neun-monatige Auslandsausbildungsreise 2007 widmet.
Quelle: Presse- und Informationszentrum der Deutschen Bundesmarine

Gorck Fock hilft havarierter Motoryacht
(11.11.06) Am 22. Oktober 2006 um 10.30 Uhr wurde die sonntägliche Routine an Bord des Segelschulschiffes GORCH FOCK jäh unterbrochen. „An alle Stellen – hier spricht der Erste Offizier...“, leitete Fregattenkapitän Ivo Schneider seine Durchsage ein.
20 sm westlich von Ajaccio, der Hauptstadt von Korsika, wurde beim Maritime Rescue Subcenter (MRSC) Korsika der Seenotfunkspruch einer französischen Motorjacht empfangen. Der in diesem Seegebiet operierende britische Seefernaufklärer RESCUE ALPHA identifizierte daraufhin das Segelschulschiff der Deutschen Marine als nächstgelegenes Fahrzeug zur Unglücksstelle und bat um dessen Unterstützung.
„Alle Segel bergen – Maschine Feuer an – Besatzung sich klarmachen zur Hilfeleistung in See!“ setzte der Erste Offizier seine Durchsage fort, woraufhin die GORCH FOCK unter Höchstfahrt zur Position des Havaristen lief, während die Besatzung alle Vorbereitungen zur Hilfeleistung traf. nach oben
Bei dem Havaristen handelte es sich um die französische Motorjacht GOLIA, die nach den Informationen der MRSC vermutlich ein Feuer sowie auch einige Verletzte an Bord hatte. Aufgrund des ungenauen Lagebildes erhielt ein „Fact Finding Team“ den Auftrag, auf die GOLIA überzusetzen, um sich ein genaues Bild über die Situation vor Ort zu machen. Um allen eventuellen Bedrohungen wirkungsvoll begegnen zu können, wurde das Team um einen Trupp zur Brandbekämpfung und einen Rettungssanitäter ergänzt. Nach Abschluss aller Vorbereitungen wurde das Team mit einem Beiboot zum Havaristen gebracht.
Vor Ort wurde schnell festgestellt, dass weder unversorgte Verletzte noch ein Feuer an Bord zu finden waren. Jedoch war im Laufe der Nacht durch eine undichte Luke Wasser in die Jacht eingedrungen, das einige Batterien sowie den Backbord-Motor in Brand gesetzt hatte. Das Feuer konnte jedoch vor dem Eintreffen des Hilfeleistungsteams durch den Bootsführer, dem einzigen unverletzten Besatzungsmitglied der GOLIA, gelöscht werden und stellte somit keine Bedrohung mehr dar. Nachdem das Team der GORCH FOCK den Steuerbord-Motor wieder in Betrieb nehmen konnte, wurde der Havarist noch mit Verpflegung versorgt und im Anschluss an die französische Küstenwache übergeben, die sich für die Unterstützung bedankte und die Bark vom Ort des Geschehens entließ.
Die Hilfeleistung in See war damit für die Bark beendet. Während sich eine französische Motorjacht namens GOLIA im Schlepptau der französischen Küstenwache auf dem Weg nach Korsika begab, fand die Besatzung des deutschen Segelschulschiffes schnell wieder in die Sonntagsroutine an Bord der GORCH FOCK, an einem warmen und sonnigen Oktobertag im Mittelmeer, zurück. Genauso schnell, wie man sich zuvor auf die Hilfeleistung in See eingestellt hatte.

Segelschulschiff GORCH FOCK startet zur 146. Ausbildungsreise
(06.09.06) Das Segelschulschiff GORCH FOCK der Deutschen Marine bereitet sich auf seine 146. Auslandsausbildungsreise (146. AAR) vor. Aus diesem Anlass präsentieren sich Schiff und Besatzung am 29. August 2006, in der Zeit von 09:00 – 12:00 Uhr, im Marinestützpunkt Kiel den Medien.
Unter dem Kommando von Fregattenkapitän Norbert K. Schatz und seiner Stammbesatzung trainieren zur Zeit 40 Offizieranwärter der Marine und 28 Offizieranwärter des Heeres sowie 24 Sanitätsoffizieranwärter und 6 Polnische Kadetten für den ersten Törn der bevorstehenden Reise. Unter diesen insgesamt 98 Offizieranwärtern befinden sich 29 weibliche Soldaten.
Am 31. August 2006 wird die Bark um 10:00 Uhr von der Tirpitzmole des Marinestützpunktes Kiel mit Kurs Richtung Gijon (Spanien) unter den Klängen des Marinemusikkorps Ostsee ablegen. Weitere Stationen der Reise werden Malaga (Spanien), Toulon (Frankreich), Ibiza (Spanien) und Porto (Portugal) sein, bevor das Segelschulschiff am 21.Dezember 2006 wieder in die Kieler Förde einläuft.
Mit den geplanten Crewwechseln in Malaga und auf der Insel Ibiza bekommen weitere Offiziersanwärter die Möglichkeit, ihre ersten seemännischen Erfahrungen und Kenntnisse zu sammeln. Die Crew der GORCH FOCK wird für 113 Tage unterwegs sein und in dieser Zeit ca. 6300 Seemeilen zurücklegen.

Deutsche Marine bei der 124. Kieler Woche
(16.06.06) Sehen und gesehen werden, Staunen, Schauen beim größten Segelsportereignis der Welt. Auf der 124. Kieler Woche vom 17. bis zum 25. Juni 2006 ist die Deutsche Marine aktiv dabei.
Viel zu sehen beim OPEN SHIP (Quelle © 2004 Bundeswehr / Eckhard-Herbert Arndt)Im Marinestützpunkt Kiel heißen das Segelschulschiff GORCH FOCK, der Einsatzgruppenversorger FRANKFURT AM MAIN, das Minenjagdboot DILLINGEN, der Betriebsstofftransporter SPESSART wie auch das Mehrzwecklandungsboot SCHLEI Besucher im Rahmen eines OPEN SHIP an Bord willkommen. Die Einheiten öffnen am 17. und 18. Juni jeweils von 13.30 Uhr bis 16.30 Uhr ihre Stellings für alle interessierten Seh-Leute.
Ein weiterer Höhepunkt der Kieler Woche ist die Windjammerparade, die am Samstag, dem 24. Juni, ab 11.00 Uhr in der Kieler Innenförde stattfindet. Für die Deutsche Marine fährt die FRANKFURT AM MAIN als Flaggschiff mit. Insgesamt über 100 Groß- und Traditionssegler sowie unzählige Begleitboote nehmen an dem maritimen Schaulaufen teil.
Für die Deutsche Marine ist die Kieler Woche - der Begriff tauchte übrigens 1894 zum ersten Mal in einer Zeitung auf - ein großes und traditionelles Ereignis. Schon seit Beginn der Veranstaltung nimmt die Marine an der Kieler Woche teil.
Im Jahre 1887 wurde der erste Marine-Regattaverein gegründet, fünf Jahre zuvor fand mit 20 Yachten die erste größere Regatta statt – die Geburt der Kieler Woche. Zwei Jahre später besuchte Kaiser Wilhelm II. zum ersten Mal die Kieler Woche und tat dies auch die folgenden Jahre.
1891 erhielt der Marine-Regattaverein den Namen Kaiserlicher Yacht Club (KYC). 1946 wurde er mit dem Namen Kieler Yacht-Club neu gegründet. Inzwischen ist er neben dem Norddeutschen Regatta Verein, dem Verein Segelhaus am Wannsee und dem Hamburger Segelclub einer der vier Ausrichter der Kieler Woche-Segelregatten.
Quelle: Presse- und Informationszentrum der Deutschen Bundesmarine

GORCH FOCK läuft ein
(09.05.06) Am Donnerstag, dem 4. Mai 2006, wird um 17.00 Uhr das Segelschulschiff der Deutschen Marine im Marinestützpunkt Wilhelmshaven erwartet. Von Wilhelmshaven aus wird die GORCH FOCK ihre Einzel- und Segelausbildung durchführen, bevor sie die Marinestadt voraussichtlich am 13. Juni diesen Jahres, nach den Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der Deutschen Marine, wieder verlassen wird. Des Weiteren ist geplant, in der Nordsee im Zusammenwirken mit dem Marinearsenal Krängungsversuche durchzuführen, bei denen die Stabilität des Schiffes und ihr Seeverhalten überprüft wird.
Quelle: Presse- und Informationszentrum der Deutschen Bundesmarine

Leben auf See
Auf See wird anders verfahren als im Hafen. Die in die I. und II. Division unterteilten Lehrgangsteilnehmer gehen auf See rotierend vier Stunden Wache. Das heißt, dass eine Wachhälfte einer Division alle vier Tage eine sogenannte „Bauernnacht“ hat und durchschlafen kann, dafür dann morgens von 08.00 bis 12.00 Uhr wieder als Segelwache aufzieht.
Bei der Segelwache sind die jungen Soldaten unter Anleitung der Stammbesatzung verantwortlich für die Durchführung der Segelmanöver. Weiterhin stellt die Wachhälfte Seeposten, wie zum Beispiel den Posten Ausguck, der mit Hilfe einer „Flüstertüte“ (Sprachrohr) alle Fahrzeuge, Seezeichen und alles Treibgut an den Wachhabenden Offizier meldet.
Neben dem praktischen Unterricht wird auch das theoretische Wissen der Offizieranwärter erweitert in Unterrichtsfächern wie Meteorologie und Seemannschaft.
Der Albatross der GORCH FOCK (Quelle Laura Kumlehn (GORCH FOCK))Ziel der Reise Nach vier Wochen auf See wird die GORCH FOCK am 4. November 2005 in Las Palmas, Gran Canaria einlaufen. Dort endet die seemännische Ausbildung der 80 Offizieranwärter dieses Reiseabschnittes auf der GORCH FOCK
Hier war jedoch der Weg das Ziel: Die einzigartigen sechs Wochen haben den jungen Soldaten einen Einblick in die Seefahrt gewährt,und zwar Seefahrt unter extremen Bedingungen. Ihnen wurde gezeigt, dass in solchen Situationen zwei Tugendenden unerlässlich sind: Zusammenarbeit und Zusammenhalt.

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