Segeln: Jules-Verne-Trophy
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    Jules-Verne-Trophy
    Der Rekord der "Cheyenne"



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    Der Rekord der Jule-Verne-Trophy lag bei 64 Tagen, 8 Stunden und 37 Minuten, aufgestellt von Bruno Peyron (Frankeich) auf dem Maxi-Kat "Orange". Steve Fossett mit der "Cheyennne" (ex "Playstation") war am Samstag, 7.2.04 mit seiner 12köpfigen Crew gestartet um diesen Rekord zu brechen. Zweimal pro Tag, um etwa 11 und 22 Uhr bekamen wir von ESYS die Berichte von Steve Fossett.
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'Orange' und der 'Cheyenne' und
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Südpazifik (Geronimo)
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    Neuer Rekordversuch von Steve Fossett
    Mit seinem 125 Fuß Maxi Katamaran "Cheyenne" versucht Fossett den 2 Jahre alten Rekord für die Umsegelung der Welt im Rahmen der Jules Verne Trophy zu brechen.
    Derzeit trifft seine Crew in Plymouth ein um dort letzte Tests durchzuführen, bevor er Mitte Jänner zum Rekordvesuch aufbrechen will.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Steve Fossett: Start zum Rekordversuch verzögert sich
    Stevie Fossett, Rekordsegler und Skipper des Maxi-Cats Cheyenne (ex Playstation), gab am Sonntag per Mail einen "Code Red" für seinen neunen Rekordversuch Non-Stop um die Welt an seine Crew aus. Der "Code Red" bedeutet, dass der Start noch einmal verschoben werden soll.
    "Der geplante Start am 6.Februar wird nicht funktionieren. Wir müssen warten bis der Wind vor Ouessant, im Nordwesten Frankreichs, von Südwest auf West oder sogar Nordwest dreht", erklärt Fosset. Das neue Startfenster soll nun der 8. oder 9. Februar sein. Bis dahin, so hofft mann, sollen sich die Wetterbedingungen bessern.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Steve Fossett startet am Samstag
    (06.02.2004) Wenn das Wetter mitspielt, dann startet der US Amerikaner Steve Fossett nach langer Wartezeit mit seiner 12 köpfigen Crew am kommenden Samstag zwischen 3 und 12 UTC, um den bestehenden Jules-Verne-Rekord von 64 Tagen, 8 h, 37 m und 24 s (Bruno Peyron mit Crew, 33,50 Meter lange ORANGE) zu unterbieten. Am heutigen Freitag wird die Crew des 125-Fuss Katamaran "Cheyenne" (ex-PlayStation) den Hafen von Plymouth verlassen, um sich zur Startlinie, gedachte Linie zwischen dem Cap Lizard (GB) und Ouessant (F,)zu begeben. Nach zirka 10 - 12 Stunden dürfte die Starlinie erreicht sein. Bereits am gestrigen Donnerstag reiste Skipper Steve Fossett an, er äusserte sich zuversichtlich "we're going". Klar, bei vorhergesagten 50 Knoten Wind.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Cheyenne Tag zwei
    (09.02.2004 12:00 Uhr) Langsam nur ging es um die Mittagszeit am Sonntag vorwärts, Steve Fossett war westlich von Portugal mit seinem Superkat in ein Hoch gefahren und so dümpelte die Rennmaschine von 12 bis 3 Uhr mit 1-4 Knoten dahin. Dann aber frischte der Wind wieder etwas auf und endlich konnten wieder mit 13 bis 15 Knoten nach Westen gesegelt werden, wo man auf ein Tief zu treffen hofft.
    Am Montag früh ging es dann wieder mit 12-16 Knoten nach Süden.
    In der Zwischenzeit ist auch Olivier de Kersauson mit seinem 110-Fuß' Trimaran Geronimo in das Rennen gegangen.
    Steve Fossett: "It's nice to have company."
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Cheyenne: Kurs auf Madeira
    (9 Feb 2004 1710 GMT) Genau zweieinhalb Tage nach dem Start läuft der Rennkat "Cheyenne" von Steve Fossett seit dem Morgen eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 17 Knoten, liegt aber gegenüber dem Weltrekord von Orange etwa 300 Meilen zurück (Bild Position). Dazu kommen für den morgigen Dienstag problematische Windverhältnisse: Zunächst 10 Kn aus Ost, dann drehende Winde um 5 Knoten. Eigentlich sollte die "Cheyenne" nach Westen gehen, um dort am Mittwoch auf starken Wind zu treffen, aber genau auf dem Weg dorthin liegt das Zentrum der drehenden Winde ...
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Positionsreport Cheyenne
    (10.02.2004) Heute um 5 Uhr morgens (UTC), der üblichen Reportzeit stand Steve Fossett mit seiner Cheyenne etwa 250 sm südöstlich von Madeira. Am dritten Tag hatte er 418 Meilen gemacht, das bedeutet einen durchnittlichen Speed von 13,79 Knoten. Recht zufrieden kann Steve damit nicht sein, gegenüber dem Rekord der "Orange" liegt er damit immer noch deutlich zurück. Dazu kommt, dass am heutigen Dienstag keinesfalls mehr Wind als 15 kn zu erwarten sind, erst am Mittwochabend wird es um die 20 Knoten geben ...
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Cheyenne westlich von Lanzarote
    (11.02.2004, 7:00 Uhr) In den letzten 12 Stunden hat Steve Fosset weiteren Raum auf seinen imaginären Gegner, die "Orange" mit ihrem Weltrekord (64 Tage, 8 Stunden) verloren, so dass er jetzt schon mehr als einen ganzen Tag zurückliegt, gegenüber den vergleichbaren Postionen der Orange. Kein Wunder, legte er doch in den vergangenen 12 Stunden ein wenig mehr als 130 Meilen zurück, ein Schleichtempo für dieses Schiff ...
    Weil heute abends mehr Wind erwartet wird, ist Fossett trotzdem optimistisch, den Äquator - wie geplant - in 8 Tagen zu erreichen.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Fossetts Cheyenne: Mastbruch in letzter Sekunde vermieden
    (11.02. 2004, 18:38 Uhr) Skipper Fossett berichtet kurz über die vergangenen 24 Stunden: "Wir segeln nach Westen und haben nun die Zone der schwachen Winde hinter uns. Der Wind sollte stetig auf 15 - 20 Knoten zunehmen. Die Standby-Mannschaft arbeitet mit Segelmacher Paul van Dyke an der Kopfverstärkung des schweren Reachers. Von Hand nähen sie da noch jede Menge Gurte an. Da das nicht so ohne weiteres geht, bohren sie erst Löcher in das Material und schieben dann Nadel und Garn nach. Paul schätzt, dass die Reparatur drei Standby-Wachen, also zwölf Stunden dauern wird. Wie gut, dass wir das Segel gerade nicht brauchen." Wenn es demnächst windiger wird, kann auf "Cheyenne" also richtig Gas gegeben werden.
    Einen viel größeren Schaden konnte die Crew vermeiden, als beim ersten Morgenlicht das Rigg gecheckt wurde: Guillermo Altadill bemerkte, dass sich ein Bolzen, der ein Want hielt, schon halb gelöst hatte. Das Rigg war in höchster Gefahr von oben zu kommen. Um das Want zu entlasten, halste die Crew. Mit einem Hammer wurde der Bolzen wieder in seine richtige Position gebracht und mit einem Splint und zusätzlichem Tape gesichert.
    David Scully: "Dank dem guten Auge des Katalanen Guillermo Altadill muss nun nicht zu den Kanaren gepaddelt werden ..."
    Weiter berichtet er: "Das Segeln heute ist angenehm, aber nicht sehr schnell. Wir segeln Raumschot-Schläge und halsen bei Winddrehern."
    Laut Wettervorhersage soll der Wind am morgigen Donnerstag auf 20 bis später 25 Knoten NE zunehmen.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    "Cheyenne" schneller auf dem Weg nach Süden
    (12.02.04 09:01 Uhr) 350 Meilen westlich der Sahara segelte "Cheyenne" mit Skipper Steve Fossett flotter durch die Nacht als in den vorangegangenen Tagen, der Wind hatte - wie vorhergesagt - zugenommen und so konnte der Rennkat in den letzten zwölf Stunden mehr als 200 Meilen gutmachen (Position). Allerdings ist Steve Fosset immer noch 656 Meilen hinter seinem imaginären Gegner, der "Orange", welche mit 64 Tagen und 8 Stunden den Weltrekord hält.
    Die Jagd auf den Weltrekord geht weiter ...
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Cheyenne macht Boden gut
    (13.02.2004, 7:00 Uhr) Während der Nacht hat Steve Fossett in den letzten 12 Stunden mit seinem High-Tech-Kat Cheyenne Boden gut gemacht auf seinen imaginären Gegner, die "Orange" mit ihrem Weltrekord (64 Tage,8 Stunden) und den Rückstand von 656 Meilen auf 523 Meilen reduziert. Um 5 Uhr morgens stand die "Cheyenne" 21 Meilen westlich (Position) von San Antao, dem Hafen der Cap Verden und hat damit in den den letzten 12 Stunden über 230 Meilen abgespult. "Geronimo", die Später gestartet ist, liegt 300 Meilen hinter der "Cheyenne".
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    "Cheyenne" dreht voll auf
    (14.02.04 7:00 Uhr) Der Positionsreport von heute morgen 5.10 Uhr (UTC) klingt recht gut: Steve Fossett holt weiter gegenüber seinem imaginären Gegner, dem Weltrekord der "Orange" auf und liegt jetzt er nur noch wenig mehr als 450 Meilen zurück. Die Geschwindigkeit in den letzten 24 Stunden lag meist über 21 Knoten, das kann sich sehen lassen.
    Konkurrent "Geronimo" hat definitv aufgegeben und ist auf dem Weg zurück nach Brest, wo ein neuer Startversuch erfolgen soll.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    "Cheyenne": Rückstand zu "Orange" dramatisch reduziert
    (15.02.04 08:24 Uhr) Die Rauschefahrt von Steve Fossett's Cheyenne ging auch in der Nacht zum Sonntag weiter: Ein Etmal von 468 Seemeilen mit einem durchschnittlichen Speed von 19,5 Knoten. Dadurch konnte der Rückstand zur imaginären Position des Weltrekordhalters "Orange" bis auf 69 Meilen verringert werden. Steve Fossetts Plan, in acht Tagen den Äquator zu erreichen ist also aufgegangen.
    Während einer Rigg-Inspektion entdeckte man, dass der Mastrutscher am Kopf des Großsegels defekt war. Zur Reparatur musste das Groß kurz runtergenommen werden, war aber nach einer schweißtreibenden Aktion an den Grindern in der Hitze des Äquators gleich wieder oben ...
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    "Cheyenne" quert den Äquator
    (15.02.04 19:26 Uhr) Ohne Pause rauscht die "Cheyenne" mit Skipper Steve Fossett südwärts, die letzten Stunden fast mit einem Schnitt von 20 Knoten. Seit dem Start vor acht Tagen hat sie eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 16 Knoten gesegelt (Position).
    Steve meint dazu: "Wir haben die schnellste Durchquerung der Doldrums erlebt, kein Mitglied der Crew ist je schneller durch diese Flautenzone am Äquator gekommen."
    Acht Tage, sechs Stunden und 26 Minuten hat "Cheyenne" vom Leuchtfeuer Ouessant (Ushant) zum Äquator gebraucht; nun ist die Zuversicht groß, den Weltrekord von Bruno Peyron aus dem Jahr 2002 verbessern zu können.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Cheyenne weiter gut im Rennen
    (16.02.2004, 10:00 Uhr) Nach einer wechselvollen Nacht mit schwankenden Geschwindigkeiten (20 Uhr 20,3 kn; 23 Uhr 10,3 kn; 02 Uhr 21,3 kn; 05 Uhr 18,9 kn) kommt Steve Fossett mit dem Kat "Cheyenne" immer noch gut voran, vor allem, wenn man bedenkt, dass er sich gerade in den Doldrums, der äquatorialen Flautenzone, befindet. Der Rückstand auf seinen imaginären Gegner "Orange" beträgt nur noch 76 Meilen.
    220 Meilen haben sie in den vergangenen 12 Stunden gesegelt, ein Etmal von 434 in den letzen 24 Stunden.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Schnelle "Cheyenne"
    (16.02.04 23:38 Uhr) Über detaillierte Informationen verfügen wir derzeit nicht, nur über Positionen um 05.10 und 17.10 Uhr: Der Unterschied in der Breite besagt, dass der Kat in 12 Stunden fast 240 sm gesegelt sein muss, das entspricht einemem durchschnittlichen Speed von 21,1 sm .
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Cheyenne segelt Highspeed, noch ...
    (17.02.2004, 10:00 Uhr) Um 5 Uhr morgens, zur üblichen Zeit des Positionsreports steht Steve Fossett mit dem Kat "Cheyenne" 500 sm östlich von Salvador (Bahia/Brasilien)
    In den vergangenen 24 Stunden hat sie einen durchschnittlichen Speed von 19,7 Knoten gesegelt und ein Etmal von 472 Meilen geschafft. Jetzt liegt sie nur noch 71 Meilen (gestern 76) hinter der vergleichbaren Position des Weltrekordinhabers "Orange" zurück.
    Ein Problem dürfte möglicherweise die Wetterlage werden: Momentan weht es in dem Seegebiet mit 15 - 20 Knoten aus E bis SSE und das bleibt die nächsten Tage so. "Cheyenne" dürfte es schwer haben, in zwei Tagen - wie geplant - nach Osten zu segeln und Kurs auf des Kap der Guten Hoffnung an der Südspitze Afrikas zu nehmen.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    "Cheyenne" wird langsamer
    (17.02.2004, 21:00 Uhr) Wie von uns im letzten Bericht vorhergeahnt, sind die Windverhältnisse so, dass Steve Fossett mit seinem Katatmaran "Cheyenne" langsamer geworden ist: Seit dem letzen Positionsbericht um 5 Uhr UTC ist der Speed stufenweise von 21 auf 17 und nun auf 13 Knoten heruntergegangen.
    Derzeit durchquert die "Cheyenne" einen Hochdruckkeil, der sich in einer NW-SE-Linie erstreckt. Dadurch ist der Wind auf 9 - 11 Knoten abgeflaut.
    Ken Campbell, Director der Marine Services sagt dazu: "Wir müssen da irgendwie durch, es gibt für uns keinen anderen Weg. Wir erwarten heute am späteren Abend besseren Wind, aber Mittwoch und Donnerstag werden taktisch anspruchsvoll, wenn wir nach Süden wollen und uns zugleich von dem Hoch fernhalten wollen."
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Cheyenne nimmt wieder Tempo auf
    (18.02.2004, 10:00 Uhr) - Nach einem schwachen Dienstag nahm die "Cheyenne" von Steve Fossett abends beinahe wieder den alten Speed auf, ließ den Hochdruckkeil hinter sich und konnte in der auffrischenden Brise noch 336 Meilen als Etmal verbuchen. Um 5 Uhr morgens stand sie 730 Meilen NE von Rio de Janeiro .
    Die "Cheyenne" ist an diesem Tag etwa 100 Meilen weniger gesegelt als ihr imaginärer Gegner und Weltrekordinhaber "Orange", befindet sich aber im Moment weiter östlich. Das macht einen direkten Positionsvergleich schwierig. Wenn Fossett nicht noch von einem Hoch weiter nach Westen gezwungen wird, liegt er nun weniger als 50 Meilen hinter der "Orange". Wenn er aber weiter nach Westen muss, ist der Rückstand dann mehr als 200 Meilen. In ein paar Tagen wissen wir mehr.
    Gegewärtig segelt Steve Fossett mit 17,6 Knoten auf direktem Südkürs, bei einem Wind von 12 Kn aus E/NE.
    Die Wettervorhersagen sind momentan recht optimistisch: Für Donnerstag sind 15 kn NE angesagt, für Freitag gar 20 aus N, das sieht gut aus für einen Kurs nach Osten ...
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    "Cheyenne": Etmal über 400 Meilen
    (18.02.04 21:28 Uhr) - 650 Meilen Ost von Rio de Janeiro/Brasilien: Steve Fossett und Cheyenne's 12-köpfige Crew legten in den vergangenen 24 Stunden ein Etmal von 405 Meilen in Richtung Süd zurück, durchschnittlich über 17 Knoten. Reste einer Kaltfront verursachten lokale Windböen während des Tages verbunden mit Windrehern.
    Von der Position auf der Karte sieht es so aus, als hätte "Cheyenne" zum ersten Mal einen vorsprung vor ihrem vituellen Gegner, der "Orange".
    Ken Campbell, Director der Marine Services bei Commanders Weather prognostiziert für die nächsten 24 Stunden: "Freitag und Samstag werden schwierig werden, wenn man versuchen will, das Hoch zu umfahren, auf das die gegenwärtigen Winde zutreiben."
    Mit unseren Prognosen stimmt das nicht so sehr überein: Der Wind sollte mehr auf N - NE drehen und dabei zunehmen, was des "Cheyenne" sehr entgegenkäme. Man wird sehen ...

    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Tag 12: "Cheyenne" liegt vorn
    (19.02.04 10:20 Uhr) Zum ersten Mal liegt Skipper Steve Fossett und seine Crew m,it dem Kat "Cheyenne" bei dem Versuch, die Erde in weniger als 64 Tagen zu umrunden vor seinem imaginären Gegner, der "Orange", welche 2002 die Erde in 64 Tagen und 8 Stunden umsegelte. 454 Meilen schaffte "Cheyenne" in den letzten 24 Stunden und liegt nun 94 Meilen vor der vergleichbaren Position der "Orange" .
    Dazu Steve Fossett: "Es ist sehr ermutigend für uns, dass wir die Zeit, die wir durch unseren langsamen Start verloren habe, wieder aufgeholt haben. Das zeigt, das der Rekord machbar ist, wenn wir weiterhin gut segeln. Wir haben nun drei Tage mit schwierigen Bedingungen vor uns; es kann gut sein, dass wir da wieder leicht zurückfallen."
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Wieder ein starkes Etmal für "Cheyenne"
    (19.02.04 19:58 Uhr) Skipper Steve Fossett und seine Crew können sich über ein weiteres starkes Etmal freuen: Während der letzten 24 Stunden legte die "Cheyenne" bei einer durchschittlichen Geschwindigkeit von über 20 Knoten 474 Meilen zurück .
    Ken Campbell von Commanders Weather: "Die nächsten 36 Stunden werden taktisch wichtig und schwierig werden, den es liegt ein Hochdruckgebiet direkt auf unserer Route. Der Wind wird schwächer werden und der Winkel ist nicht günstig für uns. Wir müssen taktisch klug segeln und nach einem neuen Wettersystem suchen. Leider müssen wir uns von den tropischen Winden verabschieden ... "
    Der Maxikat "Orange II", zweifacher Jules-Verne-Weltrekordhalter (1993, 2002) mit Skipper Bruno Peyron, der erst kürzlich zu einem Rekordversuch gestartet ist, musste aus technischen Gründen wieder umkehren.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Cheyenne und Fossett gehen weiter nach Süden
    (20.02.04 11:42 Uhr) Immer noch befindet sich "Cheyenne" 76 Meilen vor der vergleichbren Position der "Orange": In den vergangenen 24 Stunden wurde mit 447 Meilen wieder ein gutes Etmal gesegelt. Von der erreichten Position würde ein durchschnittlicher Speed von 13,41 Knoten genügen um den Weltrekord zu knacken, bisher hat "Cheyenne" vom Start eine Durchnittsgeschwindigkeit von 16,77 Knoten ...
    Am frühen Freitagmorgen wurde die südliche Breite vom Kap der guten Hoffnung erreicht. Während der Nacht konnte Fossett mit über 21 Knoten ein gutes Tempo vorlegen, erst gegen Tagesanbruch sank die Geschwindigkeit bei leicht nachlassendem Wind auf 16 Knoten ab.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    "Cheyenne": Alles im grünen Bereich
    (21.02.04 10:58 Uhr) In den 12 Stunden seit dem letzten Positionsreport um 5 Uhr morgens hat "Cheyenne" mit Skipper Steve Fossett weitere 202 Meilen zurückgelegt und so 16,8 Knoten im Schnitt gesegelt. Der Kat befindet sich auf Kurs SE um das Südatlantikhoch zu umfahren. Der Wind hat auf Nord gedreht und Fossett muss erst noch den südlichen Ausläufer des Hochs umfahren, bevor er nun wirklich Kurs auf das Kap der Guten Hoffnung nehmen kann.
    Um 17.10 Uhr segelte die "Cheyenne" mit 22,8 Knoten Kurs SW.
    Ken Campbell von Commanders Weather fügt hinzu: "Fossett segelt perfekt mit maximalem Speed um das Hoch herum. Das nächste ist, weit genug nach Süden zu kommen in den Korridor zwischen 38-40 Grad Süd mit starken westlichen Winden, da, wo das Tief, das von Brasilien kommt, auf das Hoch trifft. Wir erwarten eine wesentliche Windänderung mit rückdrehenden Winden aus NW."
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    "Cheyenne": Jetzt geht's ostwärts in die 'Roaring Forties'
    (21.02.04 12:30 Uhr) Mit Wind aus West fallen die Temperaturen jetzt und Fossetts "Cheyenne" hat noch mehr Speed aufgenommen. Kurs Süd ist jetzt vorbei, es geht nach Osten. Zum Abschluss des 14. Tages hat Fossett ein Etmal von 445 Meilen vorgelegt, das entspricht einem durchschnittlichen Speed von 18,53 Knoten. Während der Nacht nahm die Geschwindigkeit zu: Von 17 auf 20, dann fast 23 Knoten. "Cheyenne" befindet sich etwa 100 Meilen vor der vergleichbaren Position der "Orange" bei ihrem Weltrekord, aber - und das kommt noch dazu - günstiger positioniert, "auf der Innenbahn", wie Fossett das audrückt.
    Interessant ist die Wettervorhersage für die nächsten Tage: Sie spricht von 35 - 40 Knoten auf dem Weg zum Kap der Guten Hoffnung.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    "Ceyenne": 566 Meilen in 24 Stunden
    (22.02.04 10:45 Uhr) Mit einem Etmal von 556 Meilen, gesegelt mit einem Schnitt von 23,6 Knoten, liegt Steve Fossett nun 430 Meilen vor dem imaginären Gegner "Orange". Der Samstag war der bisher beste Tag für Schiff und Crew, nun geht es auf dem "southern highway" rasant nach Osten in Richtung Kap der Guten Hoffnung.
    Leider aber nicht ohne Probleme: Um 5 Uhr nachmittags fiel die gesamte Elektronik aus. Plötzlich war es wie in alten Zeiten: Da gab es nur noch den Kompass und den Windex im Masttop. Glücklicherweise wurde die Ursache bald ausgemacht: Der Converter hatte wegen Feuchtigkeit seinen Geist aufgegeben. David Scully schloss kurzerhand den Converter an, den er für seinen Laptop dabei hatte und schon waren alle Daten wieder da.
    1400 Meilen sind es noch bis zum Südkap von Afrika ...
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    "Cheyenne" macht Dampf
    (22.02.04 21:07 Uhr) Mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 24 Knoten ist Steve Fossett auf Kurs Ost, zum Kap der Guten Hoffnung, das jetzt noch 1150 Meilen entfernt liegt. Vorausgesetzt, die Geschwindigkeit bleibt gleich, ist das in zwei Tagen zu schaffen. Nach einem Etmal von 576 Meilen liegt "Cheyenne" nun 400 Meilen vor der vergleichbaren Position der "Orange" bei ihrem Weltrekord.
    Die schnellste Reise zum Kap machte der Trimaran "Geronimo" im Jahr 2003, der das Kap in weniger als 17 Tagen erreichte, danach aber im letzten Abschnitt im Atlantik an Schwachwind scheiterte.
    Meteorologe Tom Mattus von Commanders Weather befürchtet, dass sich nördlich von 40 Grad Süd leichtere Winde entwickeln und dass sich dieses Hoch nach Süden ausdehnt. Andererseits liegt weiter im Süden liegt ein heftiges Tief, der Seegang ist schlimm und dort fällt das Barometer immer weiter. Vorsicht ist angesagt ...
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Schaden am Vorstag der "Cheyenne": Ist das das Ende?
    (23.02.04 09:57 Uhr) Wie Skipper Steve Fossett heute Morgen berichtet, gibt es ein ernstes Problem mit dem Vorstag, welches die ganze Mission gefährden könnte: Das Vorstag ist entweder gebrochen oder - und das wäre die harmlosere Version - es hat sich aus seiner Befestigung gelöst. Der Mast steht aber noch und niemand an Bord wurde verletzt. Der Mast wurde gesichert mit einem behelfsmäßigen Vorstag. Gegenwärtig segelt die "Cheyenne" vorwinds auf das Kap der Guten Hoffung zu, das entlastet das Vorstag. Glück im Unglück: Der Kurs, den der Kat nun gezwungenermaßen segelt, stimmt genau mit der beabsichtigten Richtung überein ...
    Die Crew versucht fieberhaft das Problem zu lösen: Das ist aber gar nicht so leicht, weil man das eigentliche Vorstag nicht sehen knann, es liegt innerhalb des Fockrollers. Die Crew muss die ganze Rollanlage auf das Trampolin herunternehmen. Dann wird man sehen, ob das Vorstag gebrochen oder ob sich nur ein Fitting gelöst hat. Im letzteren Fall könnte man das Vorstag wieder problemlos intallieren.
    Um 5 Uhr morgens stand die "Cheyenne" 955 Meilen südwestlich von Kapstadt und segelte trotz des Schadens am Rigg mit 23,8 Knoten nach Südost.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    "Cheyenne" wieder auf Kurs
    (23.02.04 20:01 Uhr) Nach einem Tag voller Anspannung und erfolgreicher Teamwork 773 sm SW von Kapstadt (Position) berichtet Skipper Steve Fossett am späten Nachmittag dass das defekte Vorstag wieder an Ort und Stelle ist: Gott sei Dank war nicht das Vorstag selbst gebrochen - was einen sofortigen Abbruch erfordert hätte - sondern "nur" ein Befestigungsbolzen hatte den Geist aufgegeben. Das Vorstag konnte nach einigen Anstrengungen wieder ordnungsgemäß fixiert werden.
    Die "Cheyenne" hat genau genommen 2 Vorstage: Beim Kutterrigg wird der Mast vom eigentlichen Vorstag (Genua/Genaker) und dem Stag, an dem die Fock befestigt ist, gehalten (Bild).
    Sogar während der Reparaturen am Rigg waren Fossett und seine Crew flott unterwegs: Man legte mal so 196 Meilen bei einem durchschnittlichen Tempo von 18,6 Knoten in den letzten 12 Stunden zurück. Nicht schlecht für eine "Reparaturpause"...
    "Cheyenne" kann also weitersegeln und das tut sie auch: 21,8 Knoten läuft sie nun in einem anständigen Westwind und sie liegt immer noch über 500 Meilen vor ihrem virtuellen Gegner "Orange", welcher den gegenwärtigen Weltrekord hält.
    Fossett: "Die Reparatur dauerte 16 Stunden und wurde mit normalen Handwerkszeug erledigt. Normalerweise macht man sowas in einer Spezialwerkstatt mit schwerem Gerät. Diese Crew erledigt Reparaturen auf hoher See, wo man sich normalerweise in den nächsten Hafen flüchten würde."
    Anmerkung der Redaktion: Dies ist nun schon das zweite Mal, dass sich ein Fitting im Rigg gelöst hat (Siehe 11.2.04).
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    "Cheyenne" wieder auf Kurs
    (24.02.04 11:01 Uhr) Trotz der Reparatur des Vorstags verlor Steve Fossett kaum an Speed: Auf raumen Kursen oder Vorwindkursen wird ja die Last vom Vorstag genommen und die Wanten ("Cheyenne" hat kein Achterstag) tragen die Hauptlast. In so fern konnten die Wetterumstände nicht besser sein ...
    In den vergangenen 24 Stunden hat Fossett ein Etmal von 457 Meilen gesegelt und in diese 24 Stunden fiel auch noch ein Teil der Reparaturzeit, man hat nur 60 - 80 Meilen verloren. Nun hat sich "Cheyenne" geschätzte 430 - 450 Meilen vor "Orange" positioniert (Position).
    Um 5 Uhr heute morgen lief der Maxikatamaran 21,8 Knoten auf Kurs SSE. Seit dem Start vor über 14 Tagen lief man eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 17,75 Knoten (!), von der jetzigen Position aus gerechnet sind durchschnittliche 13.95 Knoten erforderlich um den alten Weltrekord zu knacken.
    Fossett: "Das war eine sehr positive Überraschung. Eine Zeitlang dachte ich, wir wären aus dem Rennen, aber jetzt geht es weiter. Während der Reparatur benutzten wir das Stagsegel, später dann den Reacher. Das reparierte Vorstag ist wieder voll belastbar."
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    "Cheyenne" mit Speed nach Süden
    (24.02.04 22:01 Uhr) Mit einem durchschnittlichen Speed von über 22 Knoten hat "Cheyenne" zwischen 5 und 17 Uhr heute knapp 264 Meilen zurückgelegt und ist dabei mit Kurs ESE weiter nach Süden zu gehen, wo die starken Winde sind (Position).
    Das ist auch gut so, denn für Donnerstag und Freitag ist für das Revier vor Kapstadt bis 360 Meilen südwärts schwacher Wind vorhergesagt, drehende Winde zwischen 5 und 10 Knoten.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    "Cheyenne": Jetzt 780 Meilen Vorsprung
    (27.02.04 12:01 Uhr) Nach einem arbeitsreichen 20. Tag auf See und vielen Eisbergen konnten Steve Fossett und seine Crew ihre Führung gegenüber dem virtuellen Gegener "Orange", welche noch den Weltrekord hält, auf etwas mehr als 780 Meilen (eineinhalb Segeltage) ausbauen. Die "Cheyenne" stand heute morgens um 5 Uhr 1275 Meilen südlich von Durban/Südafrika (Position) und hat in den vergangenen 24 Stunden bei einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 23,5 Knoten ein Etmal von 564 Meilen geschafft. Dabei befindet sie sich viel weiter südlich, als "Orange" zur vergleichbaren Zeit.
    Die Segelbedingungen waren außerordentlich gut: Wind mit 21-25 Knoten aus W/NW.
    Gestern sind die beiden französischen Rivalen Geronimo und Orange II wieder gestartet, aber es gibt noch keine Informationen.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    "Cheyenne" vergrößert Vorsprung
    (27.02.04 20:00 Uhr) Steve Fossett hat offensichtlich nicht vor, weiter nach Süden zu gehen: Die Kursdaten der letzen Stunden zeigen mehr oder minder Kurs Ost an. Bei einem Wind von 21 Knoten aus WNW läuft die "Cheyenne" bis zu 23 Knoten. Seit dem Start hat sich die durchschnittliche Geschwindigkeit des Kats auf 18,42 Knoten erhöht, nunmehr sind 13.5 Knoten durchschnittliche Geschwindigkeit über die verbleibende Reststrecke erforderlich, um den Weltrekord der "Orange" zu brechen. Um 17 Uhr (UTC) stand "Cheyenne" 770 Meilen westlich der Kerguelen (Position).
    In den vergangenen 24 Stunden wurde ein Etmal von 571 Meilen geloggt bei einem durchschnittlichen Speed von 23,8 Knoten. Damit vergrößert "Cheyenne" ihren Vorsprung gegenüber der vergleichbaren Position der "Orange", welche am 21. Tag von einem Hoch ausgebremst wurde, um über 650 Meilen.
    20-1/2 Tage nach dem Start von "Cheyenne" legte "Orange II" nach ihrem erneuten Start ein erstes Etmal von 494 Meilen vor. Geronimo startete 9 Stunden davor und berichtet von einem Etmal von 495 Meilen.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Mike repariert einen Gennakerblock am Mastfuß.
"Cheyenne": Bestes Etmal mit 573 Meilen
    (28.02.04 12:01 Uhr) Das bisher beste Etmal haben Steve Fossett und seine Crew abgeliefert: 573 Meilen in den vergangenen 24 Stunden segelte der Maxikat "Cheyenne" mit einem durchschnittlichen Speed von 23,87 Knoten. Damit baute Fossett den Vorsprung vor dem imaginären Gegner und Weltrekordinhaber "Orange" auf satte 944 Meilen aus, das entspricht fast zwei Segeltagen dieser Rennmaschinen. Man steht nun 500 Meilen westlich der Inselgruppe der Kerguelen (Position)und es sieht so aus, als wollte Steve nördlich dran vorbei. Es ist kalt, aber vom Seglerischen her sind die Bedingungen excellent.
    Wachführer Brian Thompson: "Wir segeln zusammen mit einem Hoch nördlich von uns auf Kurs Ost, und das bei - für diese Breiten - moderaten Wind- und Wellenverhältnissen. Man muss immer einen Kompromiss finden zwischen dem kürzeren Weg im Süden und den normalerweise schlechten Wetterverhältnissen dort."
    "Orange II" hat am zweiten Tag 464 Meilen gesegelt und am Samstag früh die Breite von Gibraltar passiert. Sie hat jetzt, verglichen mit der Weltrekordroute von 2002 einen mehr westlichen Kurs eingeschlagen.
    "Geronimo" hat am Freitag um 23 Uhr am zweiten Tag auf See 472 Meilen gesegelt.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    "Cheyenne" geht wieder nach Süden
    (28.02.04 21:01 Uhr) Zur Zeit des planmäßigen Positionsreports um 17 Uhr UTC stand "Cheyenne" 360 Meilen nordwestlich der Kerguelen (Position) und hat in den vergangenen 12 Stunden einen Schnitt von 23 Knoten gesegelt. Fossett hat vor, heute abends noch nach Stb zu halsen und auf einem langen Schlag wieder weiter bis auf 50 Grad Süd zu kommen. Das nächste Ziel ist Kap Leuuwin (115 Grad E) an der SW-Ecke von Australien, das "Ceyenne" - wenn alles nach Plan läuft - am Donnerstag, 3.4. erreichen sollte.
    Der Wetterbericht sagt vorher, dass die beständigen Westwinde weiter andauern werden und sich im Süden, weiter entfernt von dem Hoch im Norden noch verstärken sollen.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    "Cheyenne" weiter flott unterwegs
    (29.02.04 10:01 Uhr) Die Zeiten des täglichen Positionsreports von "Cheyenne" haben sich geändert: Jetzt wird um 04 und 16 Uhr berichtet. Um 4 Uhr (UTC) des 22. Tages auf See stand der Maxikatamaran mit Skipper Steve Fossett etwa 50 Meilen NNW der Kerguelen (Position) und hat nun laut Karte mehr als zwei Tage Vorsprung gegenüber der vergleichbren Position der "Orange" bei ihrem Weltrekord. Nachdem Fossett während der Nacht mit Kurs 130 sich dem 50. Breitengrad angenähert hatte, segelt er nun mit 24 Knoten auf Kurs 63 wieder nach NE. So wie der Wind aussieht, wird es wohl wieder ein Etmal um die 500 Meilen geben.
    In den letzten 24 Stunden hat Fossett "nur" 422 Meilen gemacht. Das nächste Ziel, Kap Leuuwin an der Südostecke Australiens ist das zweite von den drei Kaps, die es zu runden gilt und liegt 1800 Meilen voraus.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    "Cheyenne" geht nach Süden
    (29.02.04 21:01 Uhr) Am Abend des 23. Tages nach dem Passieren der Kerguelen hat Steve Fossett nach Stb auf Kurs SE gehalst um im Süden mehr Wind zu finden. In den letzen 12 Stunden hat die "Cheyenne" bei einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 19,2 Knoten 230 Meilen zurückgelegt.
    Wachführer David Scully schreibt: "Es gibt keine großartigen Neuigkeiten, keine Probleme, nur für den Souther Ocean unüblich gutes Wetter."
    Die Crew ist in drei Wachen aufgeteilt, eine Wache schläft, die andere ist auf Standby, bereit zur Hilfe bei Segelmanövern, beschäftigt mit Kochen, Reinigungsarbeiten oder Wartungsarbeiten. Von der Wache ist einer am Ruder, einer am Traveller und der Großschot und einer checkt den Trim, bringt Kaffe etc.
    Das Bild links zeigt Brian wie er durch eine Luke kriecht um routinemäßig die Steuerung zu überprüfen. Das machen wir mindestens alle vier Stunden. Die blauen Säcke rechts neben Brian enthalten Lebensmittelvorräte und in dem weißen Container vor ihm befindet sich einer der zwei Dieselgeneratoren, welche wir zum Laden der Batterien und für die Versorgung der Bordelektrik benötigen.
    Ruderprobleme auf der "Orange II"
    Schon bei der ersten Rückkehr nach Lorient hatte Bruno Peyron auf der "Orange II" von Ruderproblemen gesprochen. Ursprünglich schrieb er dies einem Fehler in der Einstellung zu. (Anm.d.Red.: Katamarane sind extrem sensibel, was die Einstellung der Ruderblätter angeht. Eine um Milimeter falsche Einstellung kann bewirken, dass der Kat viel langsamer läuft und das Ruder sehr schwergängig wird.)
    Nun, seit Sonntagmorgen, ist es schon wieder so weit. Bruno Peyron: "Wir müssen (den Kat) fahren wie einen großen, ungebärdigen Truck. Das ist sehr kräftezehrend, vor allem: Das Ruder ist nicht empfindlich genug."
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Das Bild zeigt einen vom Sturm
an Land gespülten Growler Cheyenne mit Kurs Australien
    (1.03.2004 11:00 Uhr) - Am Ende des 23. Tages auf See hat Steve Fossett auf der "Cheyenne" mit durchschnittlichen 22,5 Knoten ein Etmal von 488 Meilen gesegelt und stand um 5 Uhr morgens 275 Meilen NW von Heard Island, das bereits zu Australien gehört (Position). Jetzt liegt Steve mit seiner Crew 1187 Meilen vor der vergleichbaren Position der "Orange", was ein Zeitpolster von drei Tagen (gemessen an den Etmalen der "Orange") bedeutet.
    Gestern Mittag, nachdem man die Kerguelen passiert hatte, halste Fossett nach Süden um dort mehr Wind zu bekommen. Zu Zeit des Positionsreports befand sich "Cheyenne" auf einer Breite von 51 Grad Süd und segelte mit 23 Knoten auf Kurs Südost.
    Im Süden zu segeln hat zwei Vorteile: Ersten ist der Weg (Großkreis) kürzer, zweiten gibt es da die stärkeren Winde. Es hat da aber auch so seine Risiken: Die starken Winde, welche durchaus auch Orkanstärke erreichen können, stellen eine beachtliche Belastung des Materials dar. Zweitens steigt die Gefahr einer Kollision mit Eisbergen. Eigentlich sind es nicht die Eisberge, also die großen, die kann man auf dem Radar gut ausmachen. Gefährlich sind die "Growler", das sind Eisbrocken von der Größe eine PKW bis zur Größe eines Einfamilienhauses. Die sind nachts auf dem Radar schlecht bis gar nicht zu erkennen. Eine Kollision mit einem solchen Growler wäre vermutlich das Ende des Katamarans.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    "Cheyenne": Wenig Wind im Southern Ocean
    (01.03.04 22:01 Uhr) Um 17.10 Uhr UTC stand die "Cheyenne" mit Skipper Steve Fossett 444 Meilen östlich der Heard Islands (Position). Leichtere Winde sind momentan angesagt, da ein kleiner Hochdruckkeil, der zwei Wettersyseme trennt, durchsegelt werden musste. Vorhergesagt sind 10 Knoten Bootsgeschwindigkeit während der Nacht und mit in den Dienstag hinein, bis "Cheyenne" das ausgedehnte Tief mit Winden mit 25 Knoten und mehr erreicht.
    Ken Campbellvon Commanders Weather: "Der Wind hat abgenommen bis auf 6 Knoten. 'Cheyennne' wird bis Dienstag warten müssen bis der Wind signifikant zunimmt. In der Zwischenzeit wird Steve versuchen müssen, sich nach Norden zurückzuarbeiten bis 50-51 Grad Süd um dort stärkeren Wind einzufangen. Bis nächstes Wochenede wird Wind erwartet, viiiel Wind..."
    Ein winziges Stück von Australien haben sie nun schon hinter sich gelassen - die Vulkaninsel Heard Island - nun liegt ein Waypoint vor Dem Katamaran 900 Meilen südlich von Kap Leeuwin/West-Australien (50 24S, 115 9E), welcher am frühen Dienstag erreicht sein sollte, dann Tasmanien und Kap Hoorn...
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Die Crew beim Ausreffen
des GroßsegelsCheyenne segelt vor der Kaltfront
    (2.03.2004 11:00 Uhr) - Zur Zeit des Positionsreports heute um 5 Uhr Früh stand Steve Fossett mit der "Cheyenne" 1600 Meilen südwestlich von Freemante in Australien (Position) und segelte mit 24 Knoten nach ENE. Die Nacht war von leichten Winden dominiert, dem entsprechend lag die Bootsgeschwindigkeit im Bereich zwischen 10 und 17 Knoten. Ursache war der Hockeil, der quer über dem Kurs lag. Aber nun hat Fossett ein ausgeprägtes Tief vor sich, das schon heute Morgen für Speed von 24,5 Knoten sorgte. Zusammen mit dem ostziehenden Tief kann "Cheyenne" wieder voll aufdrehen und in den nächsten Tagen wieder für eine schnelle Reise sorgen.
    Trotz des letzten Etmals von "nur" 406 Meilen hat Steve Fosset und seine Crew den Vorsprung vor dem virtuellen Gegner und Weltrekordinhaber "Orange" auf 1206 Meilen ausgebaut.
    Navigator Adrienne Cahalan: "Unser Wetterbericht sagt, dass wir so schnell wie möglich ostwärts segeln sollten um vor der Kaltfront und damit im Bereich der starken Winde zu bleiben. Wenn wir es schaffen, mit dem Tief zu segeln, dann kassieren wir Meilen ohne Ende"
    Heute morgens am ihrem fünften Tag auf See bei den Kapverden meldete sich "Orange II" mit einem Etmal von 530 Meilen bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 22,1 Knoten.
    "Geronimo", der im Unterschied zu "Orange II" genau durch die Inselgruppe der Kapverden gesegelt ist, berichtet von 486 Meilen in den letzten 24 Stunden.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    "Cheyenne": Ein neues Rekord-Etmal?
    (02.03.04 20:01 Uhr) Eine stürmische erste Hälfte des Dienstags hat Steve Fossett und seiner "Cheyenne" jetzt nicht nur einen Vorsprung von über 1300 Meilen oder mehr als drei Tagen vor dem virtuellen Gegner "Orange" beschert, sondern lässt auch die Möglichkeit eines neuen Rekords Ushant - Kap Leeuwin (Geronimo, 26 Tage, 5 Stunden) zu. Dazu hat Fossett die Chance, den Rekord Kap der guten Hoffnung - Kap Leeuwin (Orange I, 7 Tage und 14 Stunden) zu brechen. Um diesen Rekord zu holen, ist in den nächsten 26 Stunden ein durchschnittlicher Speed von 24 Knoten erforderlich. Bis jetzt hat der Wind gut mitgespielt ...
    In den vergangenen 12 Stunden wurden 292 Meilen gesegelt, was auf ein neues Rekord-Etmal hoffen lässt. Der Kat von Steve Fossett stand zur Zeit des Positionsreports 1250 Meilen SSW von Fremantle/Australien (Position)und segelte mit einem Speed von mehr als 26 Knoten auf Kurs ENE. Die Breite von Kap Leeuwin im SW von Australien wird vermutlich am Mittwoch erreicht werden.
    George Caras von Commanders Weather: "Cheyenne" wird N/NW bis NW Wind mit 20 - 30 Knoten haben, dann wird er zunehmen auf 25 - 35 Knoten um dann gegen Ende des morgigen Mittwochs auf 18 - 25 Knoten abzunehmen."
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Cheyenne bei 25 Knoten halbwinds "Cheyenne" rast durch den südindischen Ozean
    (03.03.04 11:01 Uhr) Am Ende des 25. Tages auf See konnte Steve Fossett mit seiner "Cheyenne" ein weiteres starkes Etmal verbuchen: 584 Meilen bei einem durchschnittlichen Speed von 24,33 Knoten. Bei dieser Geschwindigkeit wird wohl heute noch der Längengrad von Kap Leeuwin erreicht werden, damit ist wahrscheinlich, dass "Cheyenne" den alten Rekord Kap der Guten Hoffnung - Kap Leeuwin, den "Innovation Explorer" 2001 in 7 Tagen und 14 Stunden gesegelt hat, brechen wird.
    Um 5 Uhr morgens (UTC) blies es mit 32 Knoten30 Knoten entspricht 7 Bft. aus NW, der Maxikat segelte dabei 25 Knoten. Vorläufig soll der Wind noch stark bleiben und sich erst gegen Abend abschwächen.
    Wachführer Brian Thompson: "Heute Nacht hatten wir bis zu 3434 Knoten entspricht 8 Bft. Knoten Wind und segelten vor der Kaltfront, die sich von hinten nähert. Je schneller wir sind, desto länger können wir in diesem Windsystem bleiben. Momentan segeln wir das Groß mit Reff 2 und der Fock."
    "Orange II" mit Bruno Peyron kann nicht wir ursprüglich geplant nach Fogo segeln, da diese Insel nicht ausreichend geschützte Ankermöglickeiten für die Reparatur bietet. Stattdessen geht Peyron nach St. Vincent, der südlichsten Insel der Kapverden. Dort sollen sie am frühen Mittwoch eintreffen. Ursache der starken Vibrationen ist ein Riss an der Verkleidung des Z-Drives, durch den auch Wasser eindringt. Im günstigsten Fall kann diese Reparatur mit Tape erfolgen ...
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    "Cheyenne": Jetzt 1400 Meilen Vorsprung
    (03.03.04 21:01 Uhr) Beim routienemäßigen Positionsreport um 17 Uhr (UTS) konnte "Cheyenne" einige positive Daten melden: Der durchschnittliche Speed seit dem Start ist auf 18,84 Knoten angestiegen, dem entsprechend sank die zum Weltrekord erforderliche Durchnittsgewindigkeit um den Rekord zu brechen auf 12,45 Knoten ab. Es scheint also immer mehr als ob der Weltrekord in greifbare Nähe rücken würde, auch deshalb, weil Steve Fossett mit seiner Crew nun mehr als 1400 Meilen mehr als drei Tage gegenüber der vergleichbaren Position des Rekordinhsaers "Orange" hat. Wenn nun kein technischer Defekt eintritt, sollte alles im grünen Bereich liegen ...
    Ein weiterer halber Tag mit Starkwind und anstrengendem Segeln liegt hinter der Crew: Man befindet sich zur Zeit des Positionsreports 73 Meilen westlich des Längengrads von Kap Leeuwin an der Westküste von Australien, damit ist der Rekord Kap der Guten Hoffnung - Kap Leewin ziemlich sicher.
    Wachführer David Scully: "Das ist nun der zweite wichtige Waypoint bei unserem Weltrekordversuch. Es ist während der letzten 36 Stunden ziemlich nasses Segeln, als ob man ständig von einem Feuerwehrschlauch abgespritzt würde. Der Wasserschwall geht von den vorderen und achterlichen Beams aus und nässt alles ein. Wir segel unter Groß Reff 2 und der Sturmfock. Gesichtsmasken machen den Job des Rudergängers noch einigermaßen erträglich und der Speedometer geht fast bis auf 30 (Knoten)."
    Neuigkeiten gibt es von Bruno Peyron (Fr) und der Crew der "Orange II": Es scheint so, als ob sie gezwungen wären aufzugeben, offensichtlich wwaren die Reparaturen doch zu zeitaufwändig.
    Aber das kann auch der "Cheyenne" jederzeit widerfahren: ein schlafender Wal, Versgen der Elektronik,, gerissene Segel können jederzeit Steve Fossett's Kat stoppen ...
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Nasses Segeln ... "Cheyenne": Ouessant - Kap Leeuwin in Rekordzeit
    (04.03.04 11:01 Uhr) 25 Tage, 14 Stunden und 8 Minuten, das ist jetzt der neue Rekord von Ouessant nach Kap Leeuwin, gemeldet von Skipper Fossett heute morgens um 5 Uhr UTC, das ist 14 Stunden weniger, als der bisherige Rekord aufgestellt von "Orange" im Jahr 2002. Unter stürmischen Bedingungen erreichte Fossetts Kat "Cheyenne" bis zu 36 Knoten (Schnitt 24 Knoten) unter Groß Reff 2 und der Sturmfock. Er hat australische Gewässer erreicht und steht jetzt nach einem Etmal von 577 nm und 26 Tagen auf See 1291 Meilen SW von Melbourne (Position).
    Das bedeutet nu einen Vorsprung von 1474 Meilen vor der vergleichbaren Position der "Orange" bei ihrem Weltrekord im Jahr 2002.
    Fraser Brown: "Wir haben die schönsten "Southern-Ocean-Bedingungen" hier, zwei Tage superstarken NW-Wind mit Böen bis zu 40 Knoten. Wir haben sogar die Sturmfock einmal gerefft. Das Segeln ist nicht nur schnell sondern auch nass, ohne Schutzbrillen könnten wir vor lauter Spritzwasser nichts sehen. Um uns nichts als Schaumkronen hier auf 51 Grad Süd, aber für solche Bedingungen ist das Boot ja schließlich gebaut."
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Ruderwache im Südindik "Cheyenne" fliegt vor der Kaltfront ostwärts
    (04.03.04 22:01 Uhr) Seit dem Start ist die durchschnittliche Geschwindigkeit der "Cheyenne" jetzt auf über 19 Knoten gestiegen, dem entsprechend ist die zum Weltrekord erforderliche durchschnittliche Geschwindigkeit auf 12,05 Knoten gesunken. Bei Wind von 34 Knoten34 Knoten entspricht 8 Bft. aus NW betrug der Speed des Katamarans heute um 17 Uhr UTC 23,5 Knoten.
    Damit liegt "Cheyenne" nun über 1600 Meilen vor der vergleichbaren Position der "Orange" bei ihrem Weltrekord vor zwei Jahren.
    Vor der heranrückenden Kaltfront hat es Steve Fossett geschafft, in den letzen 12 Stunden mit Wind von 30-35 Knoten im Rücken 284 Meilen zurückzulegen. Langsam aber beginnt die Kaltfront sie einzuholen und rückt immer näher.
    Navigator Adrienne Cahalan: "Wir bekommen zwischenzeitlich schon einige harte Böen, aber wir versuchen vorsichtig zu sein."
    George Caras von Commanders Weather: "Die Front ist direkt hinter ihnen her, die Bedingungen werden sehr böig werden in den nächsten 12 Stunden, aber sie werden viel Boden gut machen. Grundsaätzlich ist gut, dass sie mit der Front Schritt halten können. Nur da gibt es viel Wind."
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Brian und Guillermo basteln Am Spi-Geschirr "Cheyenne" in der Kaltfront
    (05.03.04 12:01 Uhr) In weniger als 27 Tagen hat Steve Fossett mit dem Maxikatamaran "Cheyenne" beinahe die Hälfte seiner Strecke geschafft: Gesegelt sind (gestern, 17:00 UTC) 12.110 Meilen, weitere 10.949 Meilen sind noch zu bewältigen. Längst geht es nicht mehr darum, ob Fossett den Rekord schafft, das wird in Seglerkreisen nicht bezweifelt. Es geht vielmehr darum, ob der Megakat von technischen Problemen verschont bleibt und nicht - wie "Orange II" mit Skipper Bruno Peyron - aufgeben muss. Eine Schwachstelle scheinen Fittings und Bolzen zu sein, die das Rigg halten. Zweimal schon war der Mast in höchster Gefahr von oben zu kommen (siehe 11.02. und 23.02.).
    Zum aktuellen Positionsbericht: Nach einem weiteren starken Etmal von 507 Meilen hat "Cheyenne" ihre Führung vor dem virtuellen Gegner "Orange" weiter auf 1688 Meilen ausgebaut (Position). Die Bedingungen werden im Moment noch rauer, denn die Kaltfront hat den Kat eingeholt und der Windwinkel hat sich (auf rein West) verschlechtert. Navigator Adrienne Cahalan erwartet, dass der Wind in Kürze wieder auf NW zurückdrehen wird und schnelle Etmale möglich sein werden. Wenn das nicht eintritt, werden sie in reinem Westwind, d.h. vorwinds segeln müssen. Mit vielen Halsen und Raumschotkursen mal NE, dann SE, werden dann Tagesstrecken von 500 und mehr Meilen schwierig zu erreichen sein.
    Der nächste interessant Wegpunkt wird das SE-Kap von Tasmanien sein, das zugleich die Grenze zwischen dem Indischen und dem Pazifischen Ozean ist.
    Der Tri "Geronimo" hat inzwischen den Äquator nach 7 Tagen 22:13 Stunden erreicht und hat damit die Distanz vom Leuchtfeuer Ouessant (Ushant) zum Äquator runde 8 Stunden schneller geschafft als Steve Fossett mit der "Cheyenne", der acht Tage, sechs Stunden und 26 Minuten benötigte.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    "Cheyenne" hat die Hälfte fast geschafft
    (05.03.04 22:01 Uhr) Zwischen 19 und 21 Knoten lagen heute laut Positionsreport (um 17 Uhr UTC) die Geschwindigkeiten der "Cheyenne". Steve Fosset könnte drei Tage in einer Flautenzone "einparken" und hätte immer noch eine gute Chance, den Weltrekord der "Orange" zu brechen.
    Vorausgesetzt natürlich, es kommen keine technischen Probleme dazwischen ...
    Denn in der Zwischenzeit hat der Maxikat von Steve Fossett mehr als 1700 Meilen Vorsprung gegenüber der vergleichbaren Position der "Orange" bei ihrem Weltrekord im Jahre 2002. Fossett und seine Crew haben in den letzten 12 Stunden 242 Meilen gemacht und sind kurz davor, den Längengrad des SE-Kaps von Tasmanien, welcher die Grenze zwischen dem Indischen und dem Pazifischen Ozean markiert, zu passieren. Zur Zeit des Positionsberichts stand der Riesenkatamaran 582 Meilen 582 S/SW von Hobart, der Hauptstadt Tasmaniens.
    Zwei Tage noch sind es voraussichtlich für 'Le Monstre', wie die die Franzosen Fossett's Kat nennen, bis zum SW-Kap von Neuseeland, welches die Hälfte der Weltumsegelung markiert.
    Crewmitglied Jacques: "Abgesehen vom Rennen gegen die Zeit hatten wir noch einen Wettlauf gegen die Kaltfront: Drei lange Tage haben wir es geschafft, vor ihr zu bleiben. aber schließlich hat sie uns doch eingeholt. Die Naturgewalten sind eben doch stärker als der Mensch. Wir haben nun beachtlichen Seegang, der unsere Geschwindigkeit bremst (und auch das Tippen auf dem Keyboard schwieriger macht). Wir haben gerade gehalst um langsam von der Front wegzukommen. Unter diesen Bedingungen ist es schwierig über das Netz (welches die Rümpfe verbindet) zu kommen, ohne klatschnass zu werden.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Steve am Grinder Neuer Rekord für "Cheyenne"
    (06.03.04 12:01 Uhr) "Cheyenne" hat den Längengrad des australischen Südostkaps passiert und mit 9 Tagen 20:29 Stunden einen neuen Rekord für die schnellste Passage des Indischen Ozeans aufgestellt. Jetzt liegt sie mehr als vier Tage oder 1.749 Seemeilen vor der entsprechenden Position der Orange bei ihrem Weltrekord im Jahr 2002.
    Mit einem Schnitt von 21,1 Knoten segelte Fossett und seine Crew gestern ein Etmal von 506 Meilen.
    Mit 12.833 Meilen hat "Cheyenne" schon mehr als die Hälfte der Strecke rund um die Erde zurückgelegt, scheinbar ...
    Denn: Die wirklich gesegelten 12.569 Meilen sind länger als die minimal erforderliche Distanz. Steve Fossett mußte ja einige Umwege in Kauf nehmen um immer optimalen Wind zu finden.
    Weniger als 6.000 Seemeilen sind es noch bis zum berüchtigten Kap Horn ...
    Wachführer Brian Thompson schreibt: "Wir machen weiter gute Fortschritte auf dem Weg rundherum. Das Wetter sieht gut aus, nicht direkt perfekt, aber auch nichts in der Vorhersage, was uns richtig bremsen würde.
    Vor der herannahenden Front war es brutal schnell, aber als sie uns einholte, drehte der Wind auf rein West und wir mussten vorwinds segeln, was natürlich langsamer ist. Wir mussten also nach SE halsen, auch deswegen, weil der Seegang auf dem alten Kurs problematisch für den Speed wurde. Momentan sind wir immer noch 5 Knoten langsamer, als wir bei mäßigem Seegang segeln könnten.

    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    "Cheyenne": Bedingungen bleiben gut
    (06.03.04 20:59 Uhr) Nachdem "Ceyenne" die australischen Gewässer und den Indischen Ozean hinter sich gelassen hat, geht es weiter rasant nach Osten: 227 Meilen seit heute morgens um 5.10 Uhr bei deinem Schnitt von 22,5 Knoten deuten auf ein weiteres großes Etmal. Zur Zeit des routinemäßgen Positionsreports um 17:10 (UTC) lag der Racer mit Skipper Steve Fossett und seiner Crew 972 Meilen SW von Wellington / Neuseeland (Position) und hat jetzt mehr als 1.800 Meilen Vorsprung gegenüber der vergleichbaren Position der "Orange".
    Der Wind weht aus NW mit 5 Bft. und dabei erreicht der Kat Geschwindigkeiten von 24 bis fast 27 Knoten. Seit dem Start hat sich die durchschnittliche Geschwindigkeit auf 19,17 Knoten verbessert, dem entsprechend sinkt der zum Rekord erforderliche Schnitt nun auf 11,9 Knoten.
    Ken Campbell von Commanders Weather: "Die Bedingungen sind recht gut: Ein Tief mit Winden aus Nord liegt nun an und sie werden versuchen nach SE zu segeln um östlich des Tiefs zu bleiben, wo es am meisten Wind gibt. Bis zur Mitte der nächsten Woche sehe ich gute N - NW Winde."
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Die Neuseeländer Mike und Fraser freuen sich,
dass die erste Hälfte geschafft ist. "Cheyenne": Die Hälfte in weniger als 29 Tagen
    (07.03.04 13:31 Uhr) Am Ende des 29. Tages auf See passierte Steve Fossett auf dem Maxikat "Cheyenne" den Längengrad von Steward Island, dem Südwestkap von Neuseeland nach einem Etmal von 526 Meilen, das ist jetzt das fünfte Etmal über 500 Meilen in Folge. Nun ist auch die Hälfte der Strecke um die Erde geschafft und Fossett hat jetzt 1.859 Seemeilen Vorsprung vor der vergleichbaren Position der "Orange" bei ihrer Weltrekordfahrt im Jahr 2002. "Orange" befand sich damals gerade mal auf dem Längengrad des Westkaps von Autralien (Karte) ...
    Bis zur nächsten wichtigen Wegmarke, dem Kap Horn an der Südspitze von Südamerika sind es noch um die 4.500 Seemeilen.
    Wetter: In der Nacht hat der Wind gedreht: Nachdem er gestern aus NW kam, bläst es jetz aus NNE, später NE, d.h. er fällt jetzt vorlicher ein als Halbwindkurs. Deshalb ist "Cheyenne" auch um 5 Uhr morgens auf Kurs 113 (ESE) abgefallen um nicht am Wind segeln zu müssen. "Cheyenne" befindet sich derzeit zwischen einem Tief südwestlich hinter ihr und einem Hoch östlich von Neuseeland. Sie sollte aber nicht zu weit südlich gehen, denn da droht in 36 Stunden ein Hochdruckkeil ...
    Steve Fossett: "Seitdem wir den Atlantik verlassen haben, hat uns der Wind nie im Stich gelassen. Es ist eine wunderbare Erfahrung tagein, tagaus mit 20 und mehr Knoten dahinzusegeln. Obwohl wir jetzt mehr als vier Tage Vorsprung haben, können wir uns nicht einfach entspannt zurücklehnen: "Orange" hatte 2002 bei ihrem Weltrekord eine außerordentlich schnelle Passage im letzten Stück, den Atlantik nach Norden hinauf. Unsere volle Konzentration ist darauf gerichtet, Speed zu machen ohne große Risiken einzugehen. Ich denke da insbesondere an die zwei Probleme, die wir in der ersten Hälfte hatten. (siehe 11.02. und 23.02.)"
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Wetterkarte, klick! Optimale Bedingungen für "Cheyenne"
    (07.03.04 21:31 Uhr) Nachdem "Cheyenne" mit Skipper Steve Fosseett die Hälfte der Weltumrundung geschafft hat, legt der Riesenkat "die Hebel auf den Tisch", wie Motorbootfahrer sagen würden. Nach der ersten Hälfte des 29. Tages sind bereits 304 Meilen geschafft, bei einem durchschnittlichen (!) Speed von 25,33 Knoten, rekordverdächtig ist das allemal ...
    Vermutlich vier Tage vor dem Weltrekordinhaber "Orange" wird man heute noch die Datumsgrenze überqueren.
    Die nächsten 12 bis 24 Stunden werden ebenfalls recht "produktiv" werden: Windrichtung, -stärke und Seegang begünstigen schnelles Segeln.
    Tom Mattus von Commanders Weather: "Die Bedingungen sind - vorsichtig ausgedrückt - sehr gut. Der Wind kommt aus 300 Grad (NNW), das bedeutet für einen Kurs Ost einen sehr günstigen Winkel unter komfortablen Bedingungen. Diese Windrichtung sollte für die nächsten paar Tage anhalten, obwohl das Hoch im Norden und das Tief im Süden zusammenrücken werden, was zur Folge hat, dass der Wind dann abnimmt. Dann sollte man weiter nach Norden gehen."
    Die Wetterkarte links zeigt das Tief als gelben Fleck bei 60 S 165 E und das Hoch als dunkelblaues Gebiet bei 45 S 170 E. Zur Erinnerung: Hoch- und Tiefdruckgebiete rotieren auf der Südhalbkugel entgegengesetzt der Richtung bei uns.
    Das St.-Helena-Hoch (Blauer Bereich)
blockiert den Südatlantik für 'Geronimo' Leider hat der Trimaran "Geronimo" nicht so viel Glück: Das St.-Helena-Hoch erstreckt sich nun quer über den südlichen Atlantik wie eine Barriere. Es bewegt sich zwar in Richtung Afrika, aber quälend langsam und dabei dehnt es sich auch noch aus. Vor dem 10. März gibt es keine reele Chance für "Geronimo". Der zehnte Tag endete mit einem Etmal von 406 Meilen (unter diesen Bedingungen ein beachtliches Ergebnis!), wobei der Wind den ganzen Tag instabil war: Er variierte zwischen 13 und 20 Knoten und änderte die Richtung zeitweise um 40 Grad. Das bedeutet natürlich Stress und viel Arbeit für die Crew.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    'Cheyenne' überquert die Datumsgrenze.
Man kann deutlich erkennen,
wo der Tag aufhört und die
Nacht beginnt  ;-)) "Cheyenne" mit Rekord-Etmal
    (08.03.2004 12:00 Uhr) Die angekündigten guten Bedingungen für "Cheyenne" hielten auch im weiteren Verlauf des 30. Tages auf See an. Ergebnis: Das bisher beste Etmal mit 623 Meilen bei einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von fast 26 Knoten!
    Steve Fosset stand heute um 5 Uhr früh 348 Meilen SE der Bounty Islands (Position) und hat nunmehr einen Vorsprung von 2042 Meilen vor dem virtuellen Gegner "Orange" beim ihrem Weltrekord im Jahr 2002. "Cheyenne" mit Skipper Fossett profitierte von idealen Winden: 25-30 Knoten aus WNW. Ab gestern 14 Uhr wurden Geschwindigkeiten zwischen 25 und 29 Knoten gesegelt.
    Bounty Islands wurden im Jahr 1788 von William Bligh entdeckt, der sie nach seinem Schiff, der "Bounty" benannte.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Der aufkommende Sturm liegt
momentan zwischen der Antarktis und
Austalien. "Cheyenne" weicht Sturm aus
    (08.03.04 21:31 Uhr) Der Wind für "Cheyenne" hat auf West gedreht, weht aber immer noch mit 25 bis 30 Knoten. Daher halste Fossett mit seiner Crew nach Bb, also nach NE und dieser Kurs wird in den nächsten Tagen bleiben, so ist das - zumindest vorläufig - beabsichtigt. Im Süden braut sich nämlich ein handfester Sturm zusammen. In der ersten Hälfte des 31. Tages schaffte der Maxikat 284 Meilen und baute seinen Vorsprung gegenüber dem virtuellen Gegner "Orange" auf über 2.100 Meilen aus.
    Der Standort zur Zeit des Positionsreport um 17 Uhr UTC war 867 Meilen SE von Wellington/Neuseeland (Karte).
    Wachführer Brian Thompson: "Der Wetterbericht sagt vorher, dass am Donnerstag ein Sturmtief südlich von uns vorbeiziehen wird. Die Isobaren werden enger zusammenrücken und zusammen mit dem Hoch im Norden 30-50 Knoten50 Knoten entspricht 10 Bft. Wind erzeugen. Wir werden also nach Norden gehen, bis auf 50 Grad Süd, um uns auf der sicheren Seite zu halten, wenn dieser Sturm noch mehr zunehmen sollte. Natürlich werden wir wieder zurückgehen, wenn er sich abschwächt."
    George Caras von Commanders Weather: "Dieser Sturm könnte ein großes Gebiet erfassen und die härtesten Böen wird es südlich von 46 Grad Süd geben, zwischen 50 - 53 Grad Süd werden sie immer noch sehr schwer sein."
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    "Cheyenne" nicht zu stoppen
    (09.03.2004 11:00 Uhr) den siebten Tag in Folge segelt "Cheyenne" nun Etmale über 500 Meilen, gestern beispielsweise 557 sm, damit baute man die Führung gegenüber Weltrekordhalter "Orange" auf satte 2.222 Meilen aus (Karte).
    Während der vergangenen Nacht segelte Steve Fossett mit einem Speed zwischen 22 und 24 Knoten nach NE, nicht nur deshalb, weil der Wind auf West gedreht hatte, sondern auch, weil sich weiter im Süden ein bedrohliches Sturmtief zusammenbraut.
    Skipper Fossett hält sich aber die Option offen, bei einer Änderung des Wetters schnell wieder nach Süden in die "screaming fifties" zurückzukehren.
    Noch 3.139 Meilen bis Kap Horn ...
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Jacques` Wache: Mike, Jacques, Fraser und Justin. "Cheyenne" auf dem Weg zum Kap Horn
    (09.03.04 20:00 Uhr) Bei Westwind um die 27 Knoten segelt Steve Fossett mit dem Hhightech-Katamaran "Cheyenne" auf Kurs 70 Grad nach NNE, der Bootsspeed beträgt dabei etwa 22 Knoten. 14.802 Meilen sind bisher gesegelt worden bei einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 19,58 Knoten. Noch sind rund 10.400 Meilen bis zum Ziel zurückzulegen, aber es ist schon abzusehen, dass es ein neuer, fantastischer Rekord wird, "Cheyenne" hat jetzt über fünf Tage oder 2200 Meilen Vorsprung gegenüber der vergleichbaren Position des bisheringen Weltrekordbootes, der "Orange" (Karte).
    Wenn nicht noch ein technischer Defekt zur Aufgabe zwingt ...
    In den letzten 12 Stunden hat man 260 Meilen gelogt, das aber auf Kurs ENE, um dem Sturmtief im Süden auszuweichen. Am späteren Abend will man wieder zurückhalsen auf Kurs ESE.
    David Scully: "Der sicherste Platz auf dem ganzen Schiff ist am Ruder, da hat man wenigsten was zum Festhalten. Ansonsten kämpft man sich an den Handläufen vorwärts, während das schiff wie ein wildgewordener Killerwal bockt. In den Rümpfen ist es so laut, dass du schreien musst, damit dich der andere überhaupt versteht."
    George Caras von Commanders Weather: "Das ist eine taktisch anspruchsvolle Situation, sie müssen im Norden des Tiefs bleiben, bis es vorbeigezogen ist und dann wieder in den Süden zurück - vor dem folgenden Hoch. "Cheyenne" wird Wind zwischen 35 und 40 Knoten bekommen. Der Speed muss aber unter allen Umständen aufrecht erhalten werden, damit sie nicht in das nachfolgende Hoch geraten ..."
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    "Cheyenne": Spi-Fall gebrochen
    (10.03.2004 11:00 Uhr) Zur Zeit des routinemäßgen Positionsreports heute um 5 Uhe UTC berichtet Skipper Steve Fosset von einem Etmal von 478 Meilen, leider aber nicht direkt auf den nächsten Wegpunkt, Kap Horn zu: Der Riesenkat "Cheyenne" wurde von dem Sturmtief im Süden zu dem Umweg nordwärts gezwungen und verlor dadurch signifikant: Waren es gestern noch über 2200 Seemeilen, so sind es heute nur noch 1815 Meilen Vorsprung gegen über der vergleichbaren Position von "Orange". So hat "Cheyenne" einen ganzen Tag Vorsprung eingebüßt. Jetzt aber geht es wieder mit Kurs SE in "südlichere" Gefilde.
    Der Verlust an Vorsprung ist aber leider nicht die einzige Negativnachricht.
    Steve Fossett: "Das Spifall brach, das Riesensegel fiel an Deck und wurde teilweise unter Wasser gezogen. Die gesamte Crew musste ihre volle Kraft aufwenden um das Tuch zu bergen und wieder zu verstauen. Bei den gegenwärtigen Wind- und Wellenbedingungen ist es nicht möglich, jemanden in dem Masttop zu schicken um das Fall wieder einzufädeln. Damit ist das Thema Spi vorläufig erledigt. Bis zum Kap Horn werden unsere Genuas die einzigen Vorwindsegel sein. Wir werden dadurch langsamer und haben zusätzlich auch noch einen schlechteren Winkel zu den Wellen. Eine Welle hat schon Steuermann Guillermo Altadill und die Crew glatt umgeworfen. Guillermo hat sich dabei eine Rippe geprellt, konnte aber weitermachen. Zur Zeit ist es gefährlich an Deck. Das sind genau die Bedingungen, für die der Südpazifik berüchtigt ist."
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Steve Fossett am Ruder
surft eine hohe Welle hinunter. "Cheyenne" macht wieder Boden gut
    (10.03.04 22:31 Uhr) Am 33. Tag war "Cheyenne" wieder auf dem richtigen Kurs, SE nach Kap Hoorn zu. 245 Meilen wurden in den letzten 12 Stunden gesegelt, jede davon in die richtige Richtung. Nun hat "Cheyenne" wieder mehr als 1900 Meilen Vorsprung gegenüber dem imaginären Gegener "Orange". (Karte)
    George Caras von Commanders Weather: "Die Crew mit Skipper Steve Fossett wartet, bis die Kaltfront durch ist. Der Wind kommt momentan aus Westen, so dass sie gut Kurs SE segeln können. Bis morgen 12 Uhr sollten sie bei einer Breite von 54 - 55 Grad Süd sein. Wieder einmal müssen sie ein Hoch mit seinen leichten Winden vermeiden um dann das nächste Tiefdruckgebiet zu erwischen um schnell vorwärts zu kommen nach Kap Hoorn."
    Wachführer Brian Thompson: "Wir stehen jetzt vor zahlreichen Hürden, die das Wetter vor uns aufgebaut hat: Da war zunächst das Sturmtief, das uns zwang nach Norden auszuweichen, dann liegt am Donnerstag ein Sturm an, dann ein Hoch und so geht das immer weiter."
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Verletzungen von Nick Legatt "Cheyenne": Verletzungen an Bord
    (11.03.2004 12:00 Uhr) Es war ein harter Tag gestern: Zuerst brach das Spi-Fall, dann wurde Guillermo von einer Welle "niedergemacht", prellte sich ein Rippe, konnte aber weitermachen. Dann, eine Viertelstunde später, wurde Nick Leggatt von einer ähnlichen Welle erfasst und so ünglücklich auf den Kompass geschleudert, dass er schlimme Schnittverletzungen im Gesicht erlitt. Unser Medizinmann Justin Slattery versorgte ihn bestens, dass er fast wieder wie neu ist ;-).
    "Chexenne" hatte in den letzten 24 Stunden ein Etmal von 485 Meilen und konnte den Vorsprung gegenüber "Orange" wieder auf über 2.000 Meilen ausbauen. Skipper Steve Fossett: "Trotzdem wir fast 3 Meter Freibord haben, steigen die Wellen seitlich ein. Letzte Nacht wurde Nick Legatt von einer Welle überrascht: Zwei hässliche Schnittverletzungen waren das Ergebnis. David Scully, der zusätzlich zu seiner Arbeit als Wachführer auch unser Bordarzt ist, nahm per Satellitentelefon sofort Kontakt mit "World Clinic" auf (das ist ein medizinischer Rund-um-die-Uhr-Service). Dort bekam er den Rat, die Wunden mit sterilen Tapes, wie wir sie in unserer Bordapotheke haben, zu schließen. Nick wird nun ein paar Tage aussetzen müssen mit seiner Arbeit an Bord."
    Um das Verletzungsrisiko zu verringern, wird im Moment ein Speedlimit von 25 Knoten eingehalten, bis sich die Verhältnisse bessern.
    Noch 2370 Meilen bis Kap Hoorn ...
    Am Mittwoch Morgen ist "Orange II" wieder in Lorient eingetroffen.
    Brono Peyron: "Es ist zu früh, um schon zu sagen, was unsere nächsten Pläne sind. Das ganze Team konzentriert sich darauf, die Schäden zu beheben, so dass wir hundertprozentig fit sind zu einem erneuten Versuch."
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Die Abdeckung vor dem Steuerstand "Cheyenne" macht gute Fortschritte
    (11.03.04 21:15 Uhr) 15.779,12 Seemeilen sind nun schon gesegelt und das bei einem durchschnittlichen Speed von 19,63 Knoten. 9.629,69 Seemeilen bleiben noch unter der hypothetischen Annahme, dass der kürzeste Weg gesegelt wird. Theoretisch wäre dazu eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 12,66 Knoten erforderlich. Momentan kommt der Wind mit rund 22 Knoten aus WNW, "Cheyenne" segelt dabei zwischen 22 und 23 Knoten in Richtung Ost.
    In den letzten 12 Stunden hat Steve Fossett in der ersten Hälfte des 34. Tages auf See mit seinem Racer-Kat 263 Meilen gesegelt und hielt damit den Vorsprung von mehr als 2.000 Meilen vor dem imaginären Gegner "Orange" (Karte). 2145 Meilen sind es noch zum Kap.
    Wachführer Brian Thompson: "Es hat sich herausgestellt, dass das vorhergesagte Sturmtief schwächer ausgefallen ist als versprochen. Die meiste Zeit segelten wir vorwinds mit einem Reff im Groß, dem Blast Reacher und dem Stagsegel. Genau zur Zeit des Sonnenuntergangs passierte die Kaltfront dieses Tiefs und drehte den Wind auf Süd. Jetzt segeln wir mit dem zweiten Reff im Groß und der Sturmfock nach Osten. Der Wetterbericht prognostiziert für den größten Teil der Strecke zum Kap Hoorn gemäßigten Wind."
    Weiter berichtet er zum Unfall von Nick Legatt: "Ich war auf Wache mit Nick und Damian. Damian war am Ruder und Nick an der Großschot direkt vor dem Steuerstand. Ich saß vor ihnen unter der Abdeckung und beobachtete das Geschehen. Plötzlich stieg eine Welle über die Seite ins Cockpit ein und überspülte beide. Der Bootsspeed war um die 20 Knoten, daher war der Druck des Wassers ungeheuer stark. Nick wurde auf den Steuerstand geschleudert, Damian konnte sich noch hinter dem Steuerrad ducken. Dann lag Nick am Boden und hielt sich den Kopf. Als ich zu ihm kam, sah ich Blut auf dem Boden. Ich dachte, er hätte sich das Nasenbein gebrochen. Ich zog ihn unter die Abdeckung und sah unter dem linken Auge einen langen Schnitt, kein schöner Anblick.
    Dann ging ich kurz nach unten um Dave, unseren Bordarzt, zu wecken und Platz zu machen auf der Liege. Da sagte Nick, dass es ihm gut ginge. Er hat zu dem Zeitpunkt den Schnitt noch gar nicht bemerkt. Als er dann unten war, kümmerten sich Dave, Justin und Jacques um ihn und ich ging wieder nach oben auf Wache."

    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Klick! "Cheyenne" 1922 Meilen vor Kap Hoorn
    (12.03.2004 12:00 Uhr) Ein Bein hoch: Das Ruder des Luv-Rumpfes berührt gerade noch das Wasser und zieht bei 25 Knoten eine Spur wie eine Rasierklinge durch das Wasser.
    Steve Fossett und seine Crew sind zufrieden mit dem derzeitigen Vorwärtskommen: Ein Etmal von 508 Meilen bachte die "Cheyenne" bis auf 1922 Meilen vor Kap Hoorn (Karte). Leider hat in der zweiten Hälfte der Nacht der Wind stark nachgelassen auf 14 - 16 Knoten aus SW. Dem entsprechend konnte auch der Racerkat nur Geschwindigkeiten um die 16 Knoten erreichen. Gewahrt wurde aber der Vorsprung vor dem imaginären Gegner und Weltrekordinhaber "Orange", es blieb bei 2000 Meilen.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Jaques geht zu Bett.
Klick! "Cheyenne": Wechselhafte Bedingungen
    (12.03.04 21:31 Uhr) Bild: Nach einer langen anstrengenden Wache geht Jacques ins Bett. Das Bild ist aufgenommen von vorne in der Nähe des Navisitzes im Steuerbordrumpf. Jeder Rumpf hat 4 Betten, so dass jedes Crewmitglied sein Bett mit einem anderen teilen muss, der gerade auf Wache ist. Dave benutzt das Bett zusammen mit Brian. Die Karbon/Kevlar-Konstruktion links ist der Schwertkasten. Hinter dem weißen Vorhang ist die Toilette und dann noch Stauraum.
    Die Bedingungen heute waren mehr als wechselhaft: Laut Statusbericht segelte "Cheyenne" um 8 Uhr bei Wind von 13 Knoten aus W 9,3 Knoten auf Kurs NE. Das ist noch einigermaßen plausibel. Dann aber soll (laut übermittelten Daten) der Kat mit 3,6 Knoten bei 15 Knoten wind aus NW nach Norden gesegelt sein ...
    Zur Zeit des routinemäßigen Positionsberichts um 17 Uhr UTC war dann wieder alles im Lot: Die Logge zeigte fast 28 Knoten(!). Möglicherweise sind auch Daten fehlerhaft übermittelt worden. Wir warten noch auf den vollständigen Positionsreport und berichten dann weiter.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    "Cheyenne" mit Lattenbruch
    (13.03.04 12:31 Uhr) Steve Fossett's Crew hatte anfangs einen frustrierenden Tag - vierstündige Reparaturarbeiten (das erklärt die seltsamen Zahlen aus dem vorhergehenden Bericht) verzögerten das Vorwärtskommen - dann aber ging es mit starkem Wind aus NW flott weiter, so dass es am Ende des 35. Tages doch noch 484 Meilen wurden (Karte). Der Vorsprung von "Cheyenne" gegenüber "Orange" beträgt nun mehr als 2100 Meilen.
    David Scully: "Letzte Nacht wurden wir von einem Hochdruckkeil überholt. Wenig Wind und alte Welle ließen die Büge im Wasser stampfen und die Segel unkontrolliert schlagen. Plötzlich bemerkte Whirly, dass eine Latte im Groß gebrochen war. Wir refften das Groß auf Reff 3, halsten und begannen das Ding zu reparieren.
    Gebrochene Latten sind bei diesen Kats immer ein Problem. Unsere C-tech-Latten sind wirklich extrem haltbar und ich glaubte schon, wir würden es zumindest bis Kap Hoorn ohne Bruch schaffen. Es war aber keine der C-tech-Latten, es war eine Latte weiter unten gebrochen.
    Vier Stunden später war die Arbeit getan, die ganze Crew hat mitgeholfen. Dann haben wir das Schiff in den Wind gestellt und das Groß mit den Grindern wieder voll gesetzt.
    Diese Art von Verzögerung ist unangenehm. Wir rechneten aus, dass uns die Reparatur 40 Meilen und der Hochdruckkeil nochmals 40 Meilen gekostet haben.
    Glücklicherweise gab die Reparatur dem NW-Wind Zeit uns einzuholen und nun ging es mit 30 Knoten weiter in Richtung Kap Hoorn."

    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    "Cheyenne": Haushaltsprobleme
    (13.03.04 21:31 Uhr) in der vergangenen Nacht stellte Skipper Steve Fossett fest, dass das Öl zum Betreiben des Kochers ein Problem werden könnte: "Die zweite Flasche von dreien ist jetzt leer. Das kann ein ernstes Problem werden, denn die Ernährung auf dem Schiff basiert auf dehydrierten Speisen."
    Das Öl zum Betrieb des Kochers war gedacht für 66 Tage. Die erste Flasche war nach 20 Tagen leer, die zweite jetzt nach nur 15 Tagen. Vielleicht hat man in den kalten Nächten im Südpazifik ein wenig zu viel heißen Kaffee und Schokolade getrunken ...
    Wenn das so weitergeht, ist die dritte Flasche leer, bevor der Äquator erreicht ist. Jetzt aber gibt es Müsli zum Frühstück statt (heißen) Porridge und zum Essen gibt es nun mehr Energie-Riegel. Auf die Frage, ob er wegen dem Kochproblem aufgeben wolle hatte Steve nur eine kurze Antwort: "No way."
    Der übliche Positionsbericht (Karte) kam heute eine Stunde früher als üblich: Den ganzen Tag hatte "Cheyenne" Wind aus NW und kam gut nach Osten voran, dann aber drehte der Wind auf rein West, was zur Folge hatte, dass man jetzt raumschots segeln muss um den Speed zu halten. Dieser Kurs aber führt nicht direkt zum Ziel (Kap Hoorn) sonder geht momentan nach NE. Wenn der Wind nicht wieder zurückdreht, sind für die kommende Nacht sind wohl einige Halsen nötig.
    Den nächsten Weltrekord hat Fossett schon im Visier: Er will als erster Mensch die Erde nonstop gegen Ende 2004 mit einem Jet (Bild) umrunden, allein und ohne aufzutanken.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    "Cheyenne": Mastschiene gebrochen
    (14.03.04 08:31 Uhr) Steve Fossett hatte mitten in der Nacht und 1150 Meilen vor Kap Hoorn Neuigkeiten, aber leider keine guten: Die Mastschiene in Höhe des ersten Reffs hat sich gelöst. (Die Mastschiene ist i.A. eine Schiene aus Aluminium, die am Mast angenietet ist. Auf ihr gleiten kugelgelagert die Schlitten, welche das Groß am Mast halten. Allerdings scheint mir die Angabe "in Höhe des ersten Reffs" wenig plausibel, denn es wird auch berichtet, dass der beschädigte Teil sich auf der Höhe von 120 Fuß120 Fuß entsprechen 36,80 Meter (Gesamtlänge des Masts 143 Fuß143 Fuß entsprechen 43,60 Meter) befindet und das wäre Reff 3. Dazu würde auch die Aussage passen, dass man nur noch mit Reff 2 segeln kann.)
    Das Bild links zeigt als Beispiel in der Mitte ein kleines Stück einer solchen Schiene, links oben ein kugelgelagerter Schlitten.
    Bild rechts: Ein Teil der abgerissenen Mastschiene und der Schlitten, an dem der Kopf des Großsegels befestigt ist.
    Leider ist eine Reparatur sehr zweitaufwändig - dauert vermutlich einen Tag - und kann unter den gegebenen Bedingungen (Wind, Welle) nicht durchgeführt werden: Zunächst muss das Teilstück, das sich gelöst hat herausgenommen werden, dann werden die alten Nieten herausgebohrt. Jetzt erst kann man das neue Teilstück einsetzen und wieder festnieten. Zu dieser Arbeit im Mast braucht Fossett ruhiges Wasser, das er erst nach Kap Hoorn finden kann.
    Im Moment kann die Crew nichts anderes tun als als das Groß mit Reff 2 zu segeln, was eine Geschwindigkeit von etwa 16 Knoten bedeutet.
    Steve Fossett: "Während wir in unruhiger und ruppiger See segelten, hat der Segelkopf die Mastschiene im Top abgeschert. Die Mastschiene ist in diesem Bereich mit 13 schweren Nieten am Mast befestigt. Es dauerte drei Stunden, bis wir das Großsegel über den beschädigten Bereich heruntergeholt hatten und jetzt mit Reff 2 weitersegeln können. Die Reparatur erfordert Bohrarbeiten um die abgescherten Nieten zu entfernen und neue zu setzen. Für diese Arbeit 120 Fuß hoch im Mast brauchen wir ruhiges Wasser. Vorläufig planen wir mal im Windschutz der Falklandinseln diese Arbeiten durchzuführen, was vermutlich etwa 24 Stunden dauern wird. Das Reglement verbietet Hilfe von außen.
    Unser Vorsprung vor "Orange", im Moment sind das viereinhalb Tage, wir bis Kap Hoorn wahrscheinlich auf einen Tag zusammenschmelzen, da wir nur langsam segeln können. Wenn wir dann noch einen Tag für die Reparatur brauchen, sind wir immer noch gleichauf und "im Spiel". Wenn wir den Schaden nicht beheben können, reicht die verminderte Segelfläche nicht aus um den Rekord zu brechen ..."

    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    "Cheyenne" nach Defekt unter Reff 2
    (14.03.04 22:01 Uhr) Obwohl "Cheyenne" durch das gestrige Desaster (Bruch der Mastschiene im oberen Viertel) behindert ist und jetzt mit Reff 2 im Groß segeln muss, konnte Skipper Steve Fossett 167 Meilen in den letzten 12 Stunden abhaken, und das trotz leichterer NW-Winde.
    Bild links: Ein Teil der abgerissenen Mastschiene und der Schlitten, an dem der Kopf des Großsegels befestigt ist.
    1.000 Meilen vor Kap Hoorn behauptet "Cheyenne" immer noch mit 2.000 Meilen ihren Vorsprung vor Weltrekordinhaber "Orange" (Karte).
    Nun zählt jede Meile, die unter passablem Speed gesegelt werden kann und die Crew weiß das. Offensichtlich wird unter erhöhtem Einsatz versucht, jeden nur mögliche Zehntelknoten herauszusegeln. Unbegrenzt ist das aber nicht möglich, auf Dauer geht das auf die Substanz ...
    Wachführer David Scully: "Während wir heute morgen in ruppiger See segelten, wurde der Mastrutscher des Großsegelkopfs zusammen mit der Mastschiene aus dem Mast herausgerissen. Zur Zeit müssen wir notgedrungen unter Groß Reff 2 in Richtung Kap Hoorn segeln und haben alle Chancen vertan, den Rekord nach Kap Hoorn zu brechen.
    Das ist ein katastrophales Desaster, aber vielleicht nicht irreparabel. Der oberste Mastrutscher, welcher den Großsegelkopf trägt, ist im Großen und Ganzen unbeschädigt. Da nur die Mastschiene als solche zerstört wurde, ist es vielleicht möglich, diese Sektion im oberen Viertel des Masts zu ersetzen oder neu zu montieren. Möglicherweise müssen wir dazu einige andere Schienen an Bord "plündern" um den beschädigten Teil zu ersetzen. Erst dann können wir wieder die volle Power unseres Großsegels einsetzen.
    Das ist aber eine sehr zeitaufwändige Arbeit: Erst müssen wir mit dem Akkubohrer ein Dutzend abgescherte Nieten ausbohren und neue Löcher bohren. Dann können wir die Ersatzschiene vorbohren und neu annieten. Der komplette Job muss im Seemannsstuhl, 30 Meter über dem Deck hängend, erledigt werden.
    So wie wir Kap Hoorn passiert haben, werden wir Ausschau halten nach einem ruhigen Plätzchen, wo wir die Reparatur machen können. "

    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    "Cheyenne" wieder voll im Rennen
    (15.03.2004 12:00 Uhr) Ein unglaubliches Kunststück hat offensichtlich die Crew der "Cheyenne" fertiggebracht: Während(!) des Segelns wurde die Reparatur der Mastschiene am 37. Tag auf See erfolgreich abgeschlossen. Dazu wurde noch während der Arbeiten 42 Meter hoch im Mast 346 Meilen gesegelt ...
    Der Vorsprung gegenüber Weltrekordinhaber "Orange" ist zwar geschmolzen, beträgt aber immer noch 1830 Seemeilen (Karte).
    Steve Fossett: "Es ist unglaublich was die Jungs da im Mast geleistet haben. Justin Slattery und Dave Scully waren über sechs Stunden auf dem Bootsmannstuhl im Masttop. Das erste Problem war die 13 abgescherten Bolzen zu entfernen. Das erforderte heftige Bohrarbeiten, wobei wir lediglich Akkubohrer zur Verfügung hatten. Die ursprügliche, abgerissene Mastschiene war leider nicht mehr zu gebrauchen, um das Problem überhaupt lösen zu können, entfernten wir die Mastschiene weiter unten im Bereich des ersten Reffs, wo sie nicht so wichtig ist und setzten sie oben wieder ein."
    Vor der Reparatur konnte "Cheyenne" nur mit Reff 2 segeln, weil das Groß nich weit genug nach oben gebracht werden konnte. Jetzt geht es mit der Power der vollen Großsegelfläche weiter. "Cheyenne" ist wieder im Rennen und hat noch 820 Meilen nach Kap Hoorn ...
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS


    Wetterkarte 15.3.04
    "Cheyenne" im Leichtwind
    (15.03.04 21:00 Uhr) Durch die bei der Reparatur benötigte Zeitverzögerung befindet sich "Cheyenne" nun in vor einer Tieffront in einem Hoch mit leichterem Wind von 7 -10 Knoten aus Nord. Dadurch konnten in den vergangenen 12 Stunden lediglich 177 Meilen gutgemacht werden. Leider bleibt das Wetter in den weiteren 12 Stunden gleich. Der Vorsprung auf "Orange" ist weiter abgeschmolzen: Jetzt sind es nur noch 1720 Meilen (Karte).
    Ken Campbell von Commanders Weather: "Alles, was die Crew jetzt tun kann, ist geradewegs nach Osten zu segeln um aus der Schwachwindzone herauszukommen. Auf dem eigentlich idealen Kurs (SE, etwa 107 Grad) haben sie keine Chance. Also müssen sie in den nächsten 6 - 9 Stunden nach Osten um dann mit NW-Wind einen besseren Windwinkel zum Kap zu finden. Wahrscheinlich werden sie gegen Mittwochnachmittag auf dem Längengrad von Kap Hoorn sein."
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS


    Im Auge des Tiefs gefangen
    Wetterkarte vom 16.3.04
    "Cheyenne" im Auge des Tiefs gefangen
    (16.03.2004 12:00 Uhr) Das schwache Etmal von 265 Meilen am Montag hat zur Folge, dass sich der Vorsprung vor Weltrekordinhaber "Orange" weiter verringert: Jetzt sind es noch 1562 Meilen (Karte).
    Ursache ist - neben der zeitintensiven Reparatur der Mastschiene am Sonntag - eine Flautenzone, welche nur Geschwindigkeiten um die 11 Knoten zuließ. Noch sind es 562 Meilen nach Kap Hoorn.
    Wachführer Brian Thompson: "Wir nutzen das ruhige Wetter natürlich um weitere Reparaturen zu erledigen, so zum Beispiel das gebrochene Spifall. Das war vor einigen Tagen gebrochen umd im Mst verschwunden. Damian ist oben und hat im Mast eine schwache Leine nach unten gelassen. Momentan "fischen" wir gerade danach im Mastfuß. Wenn wir das Fall eingeschoren haben, können wir wieder schneller die Segel wechseln, denn das verbliebene Fall haben wir bis jetzt für zwei Segel benutzen müssen.
    Nick's Schnittverletzungen sind von Dave neu verbunden worden und es sieht so aus als würden sie schnell abheilen. Mit seinem Bart und dem "Helm" auf dem Kopf sieht er aus wie ein Fahrer auf einer Harley ..."

    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS


    Das Großsegel ist runter
    "Cheyenne" schon wieder mit Problemen
    (16.03.04 20:31 Uhr) Die gegenwärtige Pechsträhne von "Cheyenne" scheint nicht abzureissen: Ein weiteres Stück der Mastschiene, auch diesmal im Top des Masts scheint zu brechen. Zum regulären Zeit des Positionsreports erreicht uns eine weitere schlechte Nachricht: Diesmal scheint es nicht mit einer Reparatur während des Segelns erledigt zu sein, jetzt scheint wirklich eine zeitraubende Reparatur bevorzustehen. Immer noch führt "Cheyenne" vor dem vituellen Gegner und Weltrekordinhaber "Orange", jetzt aber nur noch mit 1300 Meilen Vorsprung. Steve Fossett mit seiner Crew steht momentan 560 Meilen nordwestlich von Kap Hoorn (Karte) und hat noch mit den Ausläufern der Flautenzone zu kämpfen: Mehr als 15 - 19 Knoten Speed sind im Moment nicht drin. Wenn unter diesen relativ leichten Bedingungen schon die Mastschiene reißt, was dann erst bei wirklich hartem Wind?
    Die Situation ist relativ leicht nachzuvollziehen: Da hängt einer im Mast und tut sein Möglichstes um Bohrungen zu setzen. Leider aber sind die Schwingungen des Mastes so, dass die Bohrungen nicht so exakt wie im Hafen gesetzt werden. Kein Wunder, dass die Sache nicht hält ...
    Die gute Nachricht: Es wird erwartet, dass der Wind auf 20-25 Knoten zunimmt und auf NW dreht, so dass "Cheyenne" gut auf Kurs Kap Hoorn segeln kann. Zur Zeit wird unter Groß Reff 1 mit 16,4 Knoten gesegelt, Kap Hoorn wird vermutlich am Mittwochnachmittag erreicht sein.
    Ob "Cheyenne" den Wind auch nutzen kann?
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS


    Hochdruckbrücke
    zwischen 35 und 30 Grad
    "Cheyenne" heute noch am Kap Hoorn
    (17.03.2004 12:00 Uhr) Seit Tagen hat "Cheyenne" keine Geschwindikeiten über 20 Knoten gesegelt. Das letzte Mal war das am 13. März, also vor vier Tagen.
    Gerade mal 265 Meilen hat der Katamaran von Steve Fossett in den letzten 24 Stunden gesegelt, da schmelzen die Vorsprungsmeilen so schnell wie im Moment die letzten Schneereste heute in Bayern. Noch sind es 1272 Meilen gegenüber 1562 gestern ...
    Wieder hat sich (siehe Bericht von gestern) ein Stück der Mastschiene gelöst, diesmal weit oben im Top des Karbonmasts. Jetzt segelt "Cheyenne" mit Reff 1, weil weiter oben nichts mehr hält. Die Crew ist aber im Gegensatz zu gestern überzeugt, dass es möglich ist, den Schaden während der Fahrt zu reparieren ohne viele Meilen zu verlieren.
    Weiterhin herrschten Leichtwind-Bedingungen, welche ein schelles Vorwärtskommen erheblich behinderten: Gestern wurden teilwise unter 6 Knoten gesegelt, aber seit heute Morgen geht es wenigsten wieder mit 17 Knoten weiter in Richtung SE (Karte)
    Kap Hoorn soll heute noch passiert werden, dann geht es nach Norden und hier wird vermutlich Am-Wind-Segeln nötig sein.
    Wachführer Brian Thompson: "Es sieht so aus, als ob wir nach dem Kap ein paar gute Segeltage haben werden und nach dem 30. Breitengad erwarten wir die ersten Trade-Winds, welche uns dann bis zum Äquator bringen."
    Wettermäßig wird es interessant zwischen dem 45. und 30. südlichen Breitengrad: Hier liegt eine Hochdruckbrücke vor der Küste Argentiniens quasi stationär bis weit in den Atlantik hinaus.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    "Cheyenne": Kap Hoorn in Sicht
    (17.03.04 12:31 Uhr) Endlich hat "Cheyenne" wieder Wind und segelt mit 23,5 Knoten um Kap Hoorn. Der Vorsprung vor dem virtuellen Gegner "Orange" hat sich bei 1.200 Meilen stabilisiert und es geht endlich wieder flott vorwärts (Karte).
    Nick Leggatt: "Schwere Regenschauer verhindern die Sicht auf das Kap und wir segeln unter Reff 2 und dem Solent. In etwa einer Stunde werden wir halsen müssen auf einen Kurs, der uns östlich von den Falkland Inseln bringt. In den letzten Tagen war der Wind leichter als man üblicherweise vom Wetter im Süatlantik erwartet. Dafür hatten wir ordentlich Schwell, der das Schiff und die Segel stark beanspruchte. Das war auch die Ursache für die Schäden an der Mastschiene. Die letzte Woche hat wirklich schwere Arbeit gebracht und - leider - langsames Segeln.
    Jetzt haben wir Wind nahe Sturmstärke und da brauchen wir das Groß nicht voll. Der Wetterbericht für die Zeit von jetzt an bis zum Wochenende ist sehr gut für uns und wir werden versuchen, das Beste rauzuholen und so schnell wie möglich nördöstlich der Falklands zu gelangen. Dann werden wir wieder leichteren Wind haben, das wird uns Gelegenheit geben, die Schäden im Mast zu beheben."

    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS


    Die Crew der "Cheyenne"
    vor Kap Hoorn
    "Cheyenne" rundet Kap Hoorn
    (18.03.04 13:31 Uhr) 39 Tage und 16:16 Stunden nach dem Start hat Steve Fossett mit seinem Katamaran "Cheyenne" Kap Hoorn gerundet. Bei beständigem Wind aus NW passierte Fossett am gestrigen Mittwoch um 21:26 Uhr UTC fünf Meilen südlich das Leuchtfeuer Kap Hoorn und hat noch 1089 Meilen oder zweieinhalb Tage Vorsprung vor Weltrekordhalter "Orange" (Karte).
    Steve Fossett: "Wir sind sehr optimistisch, dass wir die Sache zu einem guten Ende bringen können. Sechs Mann aus der Crew sind zum ersten Mal am Kap Hoorn, aber für Jacques Vincent ist es bereits das siebte Mal."
    Jetzt steht die letzte Etappe bevor: Durch den Atlantik nach Norden. Das ist jedoch ein wenig "tricky", wie die Engländer sagen: Von der argentinischen Küsten lösen sich permanent Hochdruckgebiete und driften nach Osten. Es ist eine anspruchsvolle Aufgabe für den Navigator und Wetterfrosch, da so schell wie möglich durchzukommen, ohne einen "Parkplatz" zu finden. Die gibt es nämlich reichlich hier ...
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS


    Die Wetterkarte zeigt
    die Hochdruckbrücke
    bei 45 Grad Süd
    "Cheyenne" südlich der Falklandinseln
    (18.03.04 20:31 Uhr) Flott war "Cheyenne" heute unterwegs, zumindest in der ersten Hälfte des Tages: Von 8 bis 11 Uhr vormittags zeigte die Logge über 25 Knoten an, bei Wind von 26,5 Knoten aus West. Dann aber - in der Nähe der Falklandinseln - nahm der Wind und auch der Bootsspeed ab, zunächst auf 17 und dann auf 13 Knoten aus West. Dabei machte der Kat mit Steve Fossett noch bis zu 13 Knoten. Zur Zeit des routinemäßigen Positionsreports befand sie "Cheyenne" südlich der Falklands auf Kurs NW (Karte). Von jetzt an aber wird echt schwierig: Nördlich bei 45 Grad Süd liegt eine sich von der argentinischen Küste weit ostwärts in den Atlantik hinein erstreckende Flautenzone. Und die bleibt auch die nächsten drei Tage ...
    263 Meilen hat "Cheyenne" in den ersten 12 Stunden heute zurückgelegt und hält immer noch einen Vorsprung von 1.200 Seemeilen oder zweieinhalb Tagen vor Weltrekordhalter "Orange".
    Unmittelbar nach dem Passieren von Kap Hoorn nahm Fosset's Kat die Route durch die Le Maire Straße und profitierte dabei zeitweilig von einer mitlaufenden Stömung von 4-5 Knoten. Diese Passage hielt Navigator Adrienne Cahalan die Möglichkeit offen, westlich der Falklands zu passieren. Auf Grund der Wettervorhersage entschied man sich aber dann doch für die sichere Option, östlich an den Falklands vorbeizusegeln.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    "Cheyenne" passiert Falklands
    (19.03.2004 12:00 Uhr) In der letzten Nacht hat "Cheyenne" die Falklandinseln im Süden passiert. Die vergangenen 24 Stunden waren geprägt von höchst unterschiedlichen Windverhältnissen: Zwischen 27 Und 12 Knoten wirkten sich auch auf die Bootsgeschwindigkeit aus, die zwischen 25 und 12 Knoten variierte. Für diese Verhältnisse ist ein Etmal von 418 Mailen ordentlich, auch wenn der Vorprung gegenüber "Orange" leicht auf 1109 Meilen abgenommen hat.
    "Cheyenne" steht nun östlich der Falklandinseln (Karte) und hatte zur Zeit des regulären Positionsberichts heute um 5 Uhr UTC Wind mit 21 Knoten aus NNW. Die durchschnittliche Geschwindigkeit seit dem Start vor rund 41 Tagen beträgt 18,98 Knoten, um dem Rekord gleichzuziehen wären ab jetzt 11,74 Knoten Schnitt bis zum Ziel erforderlich.
    Das klingt einfach, aber die letzte Etappe nordwärts durch den Atlantik ist mit Hindernissen gespickt: Als erstes wartet eine Hochduckbrücke, die sich von der argentinischen Küste ostwärts bis weit in den Südatlantik erstreckt. Die Hochruckgebiete mit den Flautenzonen geben der Crew aber auch die Chance, die im Masttop gebrochene Mastschiene zu reparieren ohne viel Zeit zu verlieren.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    "Cheyenne" auf dem Weg nach Norden
    (19.03.04 20:31 Uhr) Zur Zeit des regulären Positionsreports um 17:00 Uhr UTC steht "Cheyenne" 309 Meilen nordöstlich von Port Stanley auf den Falklandinseln (Karte). 205 Meilen legte der Kat heute in den ersten 12 Stunden zurück bei Wind aus NNW von 17-20 Knoten. Der Vorsprung vor dem virtuellen Rivalen und Weltrekordhalter "Orange" beträgt nunmehr 1050 Meilen und hat damit einmal mehr leicht abgenommen. Dabei musste "Cheyenne" aber hart am Wind segeln.
    Dazu gab es heute einige Reparaturen: Die alten, kaputten Teile der Mastschiene im Top wurden abmontiert. Dann mussten die alten Schrauben herausgebohrt werden. Es ist zu hoffen, dass die Arbeiten noch heute abgeschlossen werden, denn bei leichtem Wind benötigt der Kat die volle Fläche des Großsegels, wenn man auf die Hochdruckzone trifft.
    Navigator Adrienne Cahalan: "Momentan segeln wir bei 49 Grad südlicher Breite bei NW-Wind von 20 Knoten recht flott hart am Wind genau auf den Hochdruckkeil zu, der bei 48 Grad liegt. Wenn wir da mal durch sind sollten wir am Sonntag W- bis SW-Wind von einer Kaltfront bekommen, der uns dann in subtropische Gewässer um die 30 Grad Süd bringt."
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS


    Brian's Wache:
    Damian, Nick and Brian
    "Cheyenne": Mastschiene wieder einsatzbereit
    (20.03.04 13:31 Uhr) Zehn volle Stunden hat es gedauert, aber dann war die defekte Mastschiene im Top wieder repariert, zugleich wurden 288 Meilen in den vergangenen 24 Stunden geloggt. Endlich kann das Groß wieder ganz nach oben gezogen werden und die volle Kraft seiner fast 500 Quadratmeter Fläche entfalten. Das ist aber auch wichtig unter den derzeitigen Bedingungen: Der Hochdruckkeil, in dem sich "Cheyenne" nun befindet entwickelt natürlich nur leichte und dazu drehende Winde, mit zwei Reffs im Groß wäre das nicht zu machen.
    Steve Fossett: "Der Mast ist repariert. Dieser "Drahtseil-Akt" wurde von vier Crewmitgliegern vollbracht: Justin Slattery, Damian Foxall, Guillermo Altadill and Dave Scully waren insgesamt 10 Stunden im Mast. Jetzt ist die Mastschiene wieder voll einsatzbereit und mit ein wenig Glück können wir damit bis zum Ende segeln. Momentan sind wir in einer der taktisch anspruchsvollsten Phasen des Rennens: Wir müssen einen ausgedehnten Hochdruckkeil durchqueren. Bis jetzt haben wir aber Glück gehabt und sind noch nicht in ein Flautenloch geraten. Die 500-Meilen-Etmale sind Vergangenheit, jetzt sind wir froh, wenn wir das Boot am Laufen halten können, möglichst nach Norden."
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS


    Die Wetterkarte zeigt
    die Kaltfront als grünen
    Fleck bei 45 Grad Süd
    "Cheyenne" kommt nur langsam voran
    (20.03.04 20:31 Uhr) Langsam und zäh geht es vorwärts: "Cheyenne" steckt mitten in der ausgedehnten Hochdruckbrücke mit leichten, drehenden Winden und reichlich Flautenlöchern. Momentan steht der Katamaran mit Skipper Steve Fossett 748 Meilen östlich von Comodoro Rivadavia in Patagonien/Argentinien (Karte). 7 - 10 Knoten zeigte die Logge seit heute Morgen. Und da hatte Fosset noch Glück, dass er mit seinem Kat nicht in einem der zahlreichen Flautenlöchern steckenblieb.
    Aber es gibt Hoffnung auf besseren Wind.
    George Caras von Commanders Weather: "Die nächsten 6 - 10 Stunden werden noch sehr langsam sein, aber es nähert sich eine Kaltfront mit zunehmenden Winden aus NW-NE. Dann wird der Wind am Sonntag zurückdrehen auf W - SW. Das ist eine sehr günstige Entwicklung. Am Montag wird dieser Wind auf 20 - 30 Knoten weiter zunehmen."
    Die Führung vor "Orange" hat weiterhin auf 830 Meilen oder zwei Tage abgenommen.

    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    "Cheyenne" hat das Hoch überwunden
    (21.03.04 12:31 Uhr) Nach einer problematischen Nacht - es wurden in 12 Stunden nur 62 Meilen geloggt - geht es jetzt flott weiter: Die angekündigte Kaltfront brachte zuverlässigen Wind um die 19 Knoten aus NW und W. So konnte "Cheyenne" am Ende des 43. Tages auf See dann doch noch 214 Meilen abhaken, freilich schmolz der Vorsprung gegenüber "Orange" wieder mal, jetzt auf 755 Meilen (Karte).
    Die Entfernung zum Ziel beträgt noch über 6.000 Meilen ...
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS


    Die rote Markierung
    zeigt die Kaltfront.
    "Cheyenne": Sonntags kam der Wind
    (21.03.04 21:31 Uhr) Den ganzen Tag schon läuft der Katamaran "Cheyenne" mit Skipper Steve Fossett 22 bis fast 27 Knoten und das auch noch in die richtige Richtung (Karte), nach NNE. Das hat es schon seit langem nicht mehr gegeben ...
    Da der Wind aus WSW kommt, segelt "Cheyenne" schneller als der wahre Wind (etwa 21 Kn).
    Nach einem frustrierenden Freitag und Samstag und vielen Halsen bei drehenden Winden hat "Cheyenne" nun anscheinend die ausgedehnte Hochdruckbrücke, die sich wie eine Barriere über ihren Kurs nach Norden legte, überwunden und nimmt mit einer Kaltfront wieder Speed auf: In den letzten 12 Stunden loggte die Crew 298 Meilen (Schnitt 24,84 Knoten), was möglicherweise auf ein neues Rekord-Etmal deuten könnte ...
    Zum ersten Mal seit vielen Tagen ist auch der Vorsprung vor Weltrekord-Inhaber "Orange" wieder angewachsen: Er hat von 755 auf 801 Meilen zugenommen.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    "Cheyenne" segelt schnell
    (22.03.2004 12:00 Uhr) Ein recht ordentliches Etmal - 526 Meilen in den letzten 24 Stunden - hat "Cheyenne" geschafft. Es ist schon längere Zeit her, seit Stve Fossett und seine Crew eine solche Etappe geschafft hatten. Zur Zeit des regulären Positionsreport stand der Riesenkatamaran 559 Meilen östlich von Montevideo (Karte) und segelte mit 18,6 Knoten in Richtung ENE. Jetzt hat "Cheyenne" einen Vorsprung von 778 Meilen vor Weltrekordinhaber "Orange".
    Skipper Steve Fossett und die Crew erwarten einen weiteren Tag mit gutem Wind aus südlichen Richtungen. Man nimmt zur Zeit Kurs auf ein Tiefdruckgebiet, das sich bei Rio bildet, aber Skipper Fosset muss aufpassen, dass er damit nicht zu weit nach Westen kommt ...
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS


    Wettervorhersage für den
    Nordatlantik +180h
    "Cheyenne" wieder ein schnelles Etmal
    (22.03.2004 12:00 Uhr) um fünf Uhr (UTC) morgens zur Zeit des routinemäßigen Positionsreports kann Skipper Steve Fossett von einem weiteren starken Etmal berichten: 539 Meilen wurden in den letzten 24 Stunden gesegelt. Nun steht "Cheyenne" rund 500 Meilen südöstlich von Rio (Karte) und hat 1040 Meilen Vorsprung vor Weltrekordinhaber "Orange".
    Skipper Steve Fossett: "Heute werden wir einen Tief-Trog durchqueren. Dann wird es verdammt langsam. Ich erwarte also, dass wir heute gegenüber "Orange" an Vorsprung verlieren. Danach werden wir am morgigen Nachmittag auf die Tradewinds treffen und mit denen gut bis zum Äquator segeln können."
    Die Wettervorhersage betreffend den Nordatlantik besagt, dass dort ein ausgedehntes Hoch liegt. Vermutlich werden wir eine Menge zusätzlicher Meilen segeln müssen um das zu umgehen. Vermutlich wird es die längste Route im Nordatlantik bei einem Weltrekordversuch werden."
    (siehe auch Bild oben links)

    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS


    "Cheyenne"
    unter Vollzeug
    "Cheyenne" kommt gut voran
    (22.03.04 22:31 Uhr) Wieder mal ein erfolgreicher Segeltag für "Cheyenne" mit Skipper Steve Fossett: 281 Meilen wurden in der ersten Tageshälfte zurückgelegt und das auf dem günstigsten Kurs. Ein weiteres sehr gutes Etmal deutet sich an. Seit heute morgen läuft der Riesenkat gute 23 Knoten und steht nun westlich von Paraguay (Karte).
    Auch der Vorsprung vor dem virtuellen Gegner "Orange" hat sich nun auf 900 Meilen vergrößert. Der gute Wind aus Süd soll noch weitere 6 - 12 Stunden anhalten. So weit die guten Nachrichten.
    Aber die nächsten Tage halten eine weitere Herausforderung für die Crew bereit: Ein Tief-Trog , etwa bei 36 -37 Grad Süd, sorgt für Probleme heute Nacht und morgen. Irgendwann am morgigen Tag wird man wohl nach Ost ausweichen müssen und dann auf der anderen Seite des Trogs (Breite etwa 100 Meilen) Wind finden, der weiteres Segeln in Richtung Nord erlaubt.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS


    Brian's Wache:
    Damian, Nick and Brian
    "Cheyenne": Nach Osten durch die Flaute
    (23.03.04 21:31 Uhr) Als der Wind begann von Süd auf SW zu drehen, begann "Cheyenne" nach Osten zu drehen um den Trog zu durchqueren. Steve Fossett: "Wir werden einen Tag investieren um eine bessere Position für einen weiteren Kurs Nord zu bekommen."
    Tom Mattus von Commanders Weather: "Die wichtigste Entscheidung wird sein, zu welchem Zeitpunkt man nach Norden zurückwendet. Die Crew muss nach Osten gehen, bis sie mehr als 35 Grad Länge hat, dann sollte eine Wende nach Norden sicher sein, wenn der Wind aus NE kommt. Aber es gibt auch andere Möglichkeiten: Man könnte versuchen, noch weiter ostwärts zu kommen um eine noch bessere Ausgangsposition für Donnerstag und Freitag zu haben. "
    Leider hat man in dem windschwachen Gebiet nur 173 Meilen in den vergangenen 12 Stunden zurückgelegt, aber immer noch mehr als 1.000 Meilen Vorsprung vor "Orange".
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS


    Ein Albatros
    begleitet "Cheyenne"
    "Cheyenne" schleicht dahin
    (24.03.2004 12:00 Uhr) Nachdem "Cheyenne" den Tieftrog durchquert hat, was eine langsme und mühselige Angelegenheit war, konnte Skipper Steve Fossett wieder auf Kurs NE gehen. Die Querung des Trogs hat raummäßig fast nicht gebracht, denn man musste nach Osten segeln. Sie war aber notwenig, weil erst auf der anderen Seite wierder mit frischem Wind zu rechnen war.
    Während des gestrigen Tages waren die Windverhältnisse quälend: Von Süd über Ost, nach West und Nord, es gab keine Richtung die der Wind gestern und in der Nacht ausgelassen hätte. Dazu variierte die Stärke zwischen 11 und 3 Knoten. Teilweise schlich der Riesenkat mit weniger als 3 Knoten über die spiegelglatte See.
    Ab 5 Uhr UTC war der Wind immer noch bei 7 Knoten, hatte sich aber auf West in der Richtung stabilisiert, so dass man immerhin wieder Kurs NNE segeln kann. Natürlich ist unter dieses Bedingungen der Vorsprung auf "Orange" geschrumpft und beträgt nur mehr 893 Meilen (Karte).
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    "Cheyenne" mit zweitem Anlauf
    (24.03.04 21:31 Uhr) 462 Meilen östlich von Rio steht "Cheyenne" zur Zeit des regulären Positionsreports (Karte) und hat den Tieftrog mit schwachen Winden nach einem zweiten Anlauf offensichtlich gequert. Lediglich 10,6 Knoten Schnitt wurde in dieser Zeit geloggt. Noch hat sie etwas mehr als 920 Meilen Vorsprung vor ihrem imaginären Gegner und Weltrekordhalter "Orange". Man ist noch weiter nach Ost gesegelt und hofft heute Nacht noch die Tradewinds, welche eine schnelle Reise nach Norden möglich machen, zu erreichen.
    Steve Fossett: "Unser ersten Versuch, die Flautenzone zu durchqueren, scheiterte leider. Heute Morgen machten wir den zweiten Versuch und das funktionierte endlich. Wir haben uns nun freigesegelt von dieser Flaute, haben aber einen Tag Vorsprung eingebüßt. Jetzt können wir am Wind nach Norden gehen um schließlich die Tradewinds zu erreichen. Aber dann haben wir die Doldrums vor der Nase, das nächste Problem ..."
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS


    Navigator Adrienne Cahalan
    "Cheyenne" kreuzt nordwärts
    (25.03.04 13:31 Uhr) Nach zwei Anläufen ist nun die Flautenzone, verursacht durch einen Tieftrog, überwunden und so geht es seit gestern abends wieder nach Nordost, leider aber nicht so schnell, wie sich die Crew das wünscht: Zwischen 12 und 14 Knoten läuft "Cheyenne" bei einem Wind von 15 Knoten. Leider pendelt der zwischen NNW und NNE, so dass hart am Wind gesegelt werden muss und viele Wenden nötig sind.
    Zur Zeit des üblichen Positionsreports heute um 5 Uhr UTC stand "Cheyenne" 600 Meilen östlich von Rio (Karte). Noch hat Skipper Steve Fossett einen Vorsprung von 941 Meilen gegenüber "Orange".
    Navigator Adrienne Cahalan: "Momentan kreuzen wir gegen einen Wind von 15 Knoten und das wird für die nächsten Tage so bleiben, bis wir dann auf die Südost-Tradewinds bei einer südlichen Breite von 17 Grad stoßen. Dieser Tieftrog, den wir jetzt hinter uns haben, hat die übliche Wetterlage gestört. Nach den Tradewinds kommt dann die ITCZITCZ: Inter Tropical Convergence Zone
mit Flauten und drehenden Winden,
Auch bekannt unter dem Namen 'Doldrums'
Breite variabel 3-400 Meilen
abhängig von der Jahreszeit und
geografischen Faktoren, die jetzt bei 2 Grad Süd liegt. Wir werden versuchen diese windarme Zone am Samstag und Sonntag bei 30 Grad West zu queren, da ist sie nämlich am schmalsten. Danach geht es wieder am Wind weiter durch die NE-Tradewinds."
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS


    Whirley trimmt das Großsegel
    "Cheyenne" wieder in zuverlässiigem Wind
    (25.03.04 21:31 Uhr) In den letzten Stunden scheint sich der Wind stabilisiert zu haben: Es weht konstant mit 10 Knoten aus ESE und "Cheyenne" konnte unter diesen Bedingungen am Wind nach Norden segeln. Dabei beträgt die Bootsgeschwindigkeit um die 11 Knoten. Freitag am frühen Morgen hofft Skipper Fossett die TradewindsTradewinds: Der Begriff stammt aus den Zeiten der segelnden Handelsschiffahrt
und bezeichnet einen Gürtel zuverlässiger Winde
beiderseits des Äquators zu erreichen und der Äquator sollte am Sonntag gequert werden.
    Zur Zeit des Positonsreports um 17 Uhr UTC stand der Kat 172 Meilen westlich von Ilha da Trindade / Brasilien (Karte) und hatte etwa 900 Meilen Vorsprung vor der entsprechenden Position von "Orange" bei ihrer Weltrekordfahrt im Jahr 2002.
    Tom Mattus von Commanders Weather: "Wir werden für die nächsten Stunden noch leichten Wind haben, der dann nach Ost dreht und am Freitag 15 - 20 Knoten erreicht. Das sollte für gutes Vorwärtskommen sorgen für die nächsten zwei Tage. Dann aber kommen die Doldrums mit Ihren Flauten und plötzlichen Böen und Schauern. Ich glaube, dass sie den Äqutator am späten Sonntag oder frühen Montag schaffen werden."
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS


    Mark Featherstone an der Winsch
    "Cheyenne" endlich in den Tradewinds
    (26.03.04 13:31 Uhr) Nach einem erneut schwachen Etmal von nur 244 Meilen geht es seit heute Morgen endlich vorwärts: Die Logge zeigt nun wieder Werte über 20 Knoten an, das hat der Navigator schon lange nicht mehr gehabt. Auch der Kurs stimmt, man muss nicht mehr kreuzen. Zur Zeit des routinemäßigen Positionsberichts um 5 Uhr UTC stand "Cheyenne" 612 Meilen südlich von Recife /Brasilien (Karte).
    Schließlich hat der Kat mit Skipper Steve Fossett die südlichen Tradewinds erreicht, es bläst mit 15 Knoten aus Ost. Die Crew erwartet nun noch einige Segeltage mit guten Etmalen, dann aber kommen die Doldrums am Äquator mit ihren Flautenlöchern und drehenden Winden. Der Vorsprung von "Orange" beträgt 1032 Meilen oder zweieinhalb Segeltage.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    "Cheyenne" auf dem Weg zum Äquator
    (26.03.04 21:01 Uhr) Bei konstanten Winden von 15 Knoten aus ESE lief "Cheyenne" einen durchschnittlichen Speed von 20 - 23 Knoten auf Kurs NNE, dabei wurde eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 20,4 Knoten über die letzen 12 Stunden erreicht. Jetzt steht "Cheyenne" 378 Meilen südöstlich von Recife in Brasilien (Karte) und 827 Meilen südlich des Äquators. Während der letzten 12 Stunden hat man an Bord des Katamarans 254 Meilen geloggt, was auf ein beachtliches Etmal von über 500 Meilen schließen läßt. Damit hat Skipper Steve Fossett den Vorsprung gegenüber dem imaginären Gegner "Orange" auf 1215 Meilen oder fast drei Segeltage ausgebaut.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS


    Beim Segelbergen
    "Cheyenne" endlich wieder ein Etmal über 500 Meilen
    (27.03.04 13:31 Uhr) Rund 4.000 Meilen hat "Cheyenne" noch nach Hause und bei einer durchschnittlichen Geschindigkeit von 10,65 Knoten würde Skipper Steve Fosset gleichziehen mit dem Weltrekord der "Orange" aus dem Jahr 2002. 18,3 Knoten ist der seit dem Start gesegelte Schnitt. Das klingt nach einer leichten Aufgabe.
    Die letzten 4.000 Meilen (Minimum-Distanz!) aber sind gespickt mit Problemen: Als erstes kommt die Flautenzone am Äquator, "Doldrums" genannt.
    Am 49. Tag hat "Cheyenne" seit langer Zeit wieder einmal ein Emal von über 500 Meilen geschafft: 516 Meilen zeigte die Logge nach 24 Stunden an (Schnitt 21,5 Knoten). Der Vorsprung vor Weltrekordhalter "Orange" stieg sprunghaft auf 1410 Meilen oder drei Segeltage an. Jetzt steht Steve Fossett 576 Meilen südlich des Äquator (Karte), voraussichtlich wird man ihn am Sonntag queren.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    "Cheyenne" quert den Äquator
    (28.03.04 13:31 Uhr) Nach 50 Tagen und 3:03 Stunden hat "Cheyenne" zum zweiten Mal den Äquator gequert und befindet sich nun wieder auf der Nordhalbkugel. Heute um 08:13 UTC zeigte das GPS den Breitengrad 0 und 28° 38' West an. "Cheyenne" stand um diese Zeit 70 Meilen südlich der Peter-und-Pauls-Felsen, die zu Brasilien gehören (Karte). Der Speed in den letzten 24 Stunden führte zu einem starken Etmal: 543 Meilen zeigte die Logge am Ende des 50. Tages auf See an. Damit führt Skipper Steve Fossett 1645 Meilen (3 Segeltage) vor Weltrekordinhaber "Orange".
    3250 Meilen sind es noch zum Ziel, das traditionell gebildet wird durch eine Nordsüd-Linie zwischen Lizzard und Ouessant. Aber jetzt kommen die Doldrums, die momentan zwischen 00 40 N und 01 30 N liegen...
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    "Cheyenne" schon durch die Doldrums?
    (28.03.04 22:31 Uhr) Tagsüber lagen die Geschwindigkeiten der "Cheyenne" zwischen 7 und 12 Knoten: Die Doldrums. Um 17 Uhr UTC vermeldete Steve Fossett schon wieder 20,2 Knoten Speed bei 16 Knoten Wind aus ESE. Sollten das schon die ganzen Doldrums gewesen sein?
    Zur Zeit des Positionsreports stand der Katamaran schon fast 2 Grad nördlich des Äquators (Karte) und hat jetzt noch wenig mehr als 3.000 Meilen (Minimaldistanz) zum Ziel. Wenn die Crew aber die nördlichen Tradewinds hinter sich hat, wird es im nördlichen Teil des Atlantiks schwierig: Eine ausgeprägte Hochdrucklage könnte "Cheyenne" das Vorwärtskommen schwer machen (siehe Wetteranimation).
    Die gemeldeten 20,2 Knoten zur Zeit des Positionsreports stellen, wie später berichtigt wurde, eine "Momentaufnahme" dar. Zu dieser Zeit beschleunigte eine der plötzlich auftretenden lokalen Böen das Schiff. Tom Mattus von Commanders Weather prognstiziert weitere 12 Stunden leichte und drehende Winde, bis man endlich die NE-Tradewinds erreicht.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    "Cheyenne" kämpft in den Doldrums
    (29.03.2004 12:30 Uhr) Jetzt sind es noch weniger als 3.000 Meilen bis zur Ziellinie, aber "Cheyenne" kämpft immer noch in den Doldrums mit Flautenzonen (Karte), plötzlichen Böen und Winddrehern. Dem entsprechend ist das Etmal von 269 Meilen recht bescheiden aber hart erkämpft. Der Vorsprung vor Weltrekordhalter betragt momentan 1125 Meilen oder drei Segeltage. Der Unterschied zwischen beiden Schiffen ist im Moment eigentlich nur zu schätzen, weil die Kurse derzeit weit auseinanderliegen (siehe obige Animation).
    Steve Fossett: "Wir waren sehr überrascht zu hören, dass wir einen neuen Rekord gebrochen haben: Den Rekord von Kap Hoorn zum Äquator. Wir dachten eher, dass wir wenig Glück gehabt hätten, weil wir doch einige Male recht wenig Wind hatten. Vielleicht ist der Südatlantik immer so schwierig und andere Schiffe hatten vergleichsweise mehr Probleme."
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS


    Tradewinds: Jaques am Ruder
    "Cheyenne" in den Tradewinds
    (29.03.04 21:31 Uhr) Steve Fosset und seine Crew haben nun endgültig die Doldrums, die tropische Flautenzone, hinter sich gelassen und "Cheyenne" befindet sich nun in zuverlässigem Nordostwind. Mit 177 Meilen, gesegelt in den letzten 12 Stunden, hat man auch den Vorsprung von 1100 Meilen oder drei Segeltagen vor "Orange" gewahrt. Der Kat steht im Moment 655 Meilen südwestlich der Kapverden (Karte) und segelt am Wind nach NNW.
    Tom Mattus von Commanders Weather: "Cheyenne wird wohl auf diesem Kurs bleiben, denn der Wind wird für die nächsten 36 bis 48 Stunden so bleiben. Dann wird er beginnen im Uhrzeigersinn nach Ost zu drehen und am Mittwoch werden dann Kurse um Nord möglich sein. Das Tief, das gerade zum Zentrum des Atlantiks zieht, kann sie dann aufnehmen von Donnerstag bis Samstag nach NE begleiten."
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS


    Drei Beams hat "Cheyenne":
    Vorderbeam, Mastbeam und Achterbeam
    "Cheyenne" hätte sich beinahe aufgelöst
    (30.03.2004 12:30 Uhr) Trotz eines Etmals von 370 Meilen in den vergangenen 24 Stunden gibt es ein gravierendes technisch-strukturelles Problem an Bord von "Cheyenne": Im vorderen Beam des Kat wurde eine Bruchstelle entdeckt.
    Anm. von ESYS: Die Beams sind tragende Elemente, welche die beiden Rümpfe eines Katamarans verbinden.
    Steve Fossett: "Einige Crewmitglieder hörten am Montagmorgen ein Geräusch, das sich nach einem Bruch anhörte. Es kam von vorne rechts. Nick Leggatt und ich rannten sofort nach vorne und schauten nach der Ursache. Der aus Carbon und Stahl bestehende Aufsatz, welcher den Beam am Rupf fixiert, war in zwei Hälften gebrochen und schon teilweise herausgerutscht. Zwei Stunden noch und und nicht nur der Mast wäre gekommen, auch das Boot als solches hätte sich total zerlegt.
    Wir nahmen die Gschwindigkeit aus dem Schiff und begannen sofort mit der Reparatur. Zuerst mussten wir den in zwei Teile zerbrochenen Aufsatz wieder zurück in seine ursprüngliche Lage bringen. Das gelang aber nur teilweise. Dann wurde gebohrt und gebolzt. Nach vier Stunden war der Job erledigt. Diese provisorische Befestigung wird bis zum Ende des Rennens halten, aber wir dürfen das Schiff nicht mehr zu hart belasten."

    "Cheyenne" steht nun 586 Meilen WSW von den Kapverden (Karte) und hat noch 2.700 Meilen nach Hause.
    Der Vorsprung vor Weltrekordinhaber "Orange" beträgt vier Segeltage.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    "Cheyenne": Wieder alles klar an Bord
    (30.03.04 22:31 Uhr) 206 Meilen seit heute Morgen um 5 Uhr hat "Cheyenne" in den letzen 12 Stunden gesegelt und damit dem Vorsprung von vier Segeltagen vor "Orange" aufrecht erhalten. Nun steht sie 575 Meilen WSW der Kapverdischen Inseln (Karte).
    Nach 52 Tagen auf See scheint ein Rekord unter 60 Tagen in greifbare Nähe zu rücken. Den ganzen Tag hatte man stetigen Wind aus ENE und konnte den optimalen Kurs zum Ziel segeln.
    Tom Mattus von Commanders Weather: "Dieser Wind ist sehr zuverlässig, er wird zunächst auf Ost und dann während der nächsten zwei Tage auf Südost drehen, was der "Cheyenne" Kurse von Nord und am Donnerstag Nordost ermöglicht. Dann wird man wahrscheinlich auf ein Tief im Nordwesten treffen, das sie zusammen mit einer Kaltfront zur Ziellinie treiben wird. Ein Finish mit 60 Tagen mit einem Zieldurchgang am Dienstag ist möglich."
    Wenn der reparierte Beam denn hält ...
    Dave Scully: "Wir machen 17 - 20 Knoten, da sich die Bedingungen verbessert haben, der Seegang ist jetzt weniger und der Himmel ist klar. Moose hat bei dem Schaden am vorderen Beam ein Korsett von alten Segellatten angelegt und wenn der Kleber trocken ist, wird alles gut sein."
    Wachführer Brian Thompson: "Heute war ein ungeheuer wichtiger Tag, das Schicksal des ganzen Unternehmens hing an einer einzigen Befestigung. Wenn wir die verloren hätten, wäre der Mast gekommen, dann der vordere Beam und das ganze Boot hätte sich in Einzelteile zelegt. Dann wären wir die nächsten Wochen rund um die Kapverden gedriftet. Glück und schnelles Handeln der Crew hat uns vor diesem Schicksal bewahrt."
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS


    Ein fliegender Fisch hat
    sich an Bord "verflogen".
    "Cheyenne" fliegt nach Norden
    (31.03.2004 12:30 Uhr) Die beständigen NE-Tradewinds haben "Cheyenne" ein ordentliches Etmal von 430 Meilen beschert. Das wird bald noch besser werden, denn der Wind wird bald auf Ost drehen, was einen noch effektiveren Windeinfallswinkel bewirkt. Etwa 2.400 Meilen waren es zur Zeit des routinemäßigen Positionsreports heute um 5 Uhr UTC (Karte).
    Gut viereinhalb Tage Vorsprung hat der Kat von Steve Fossett jetzt vor Weltrekordinhaber "Orange", allerdings hatte "Orange" dann vier langsame Tage in Folge. Allgemein wird mit einem Zieldurchgang zu Beginn der kommenden Woche gerechnet.
    Von dem Problem mit dem Vorderbeam schreibt Steve Fosset nichts, in diesem Fall werten wir keine Nachrichten als "good news".
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    "Cheyenne": Nach Hause in den Stall
    (31.03.04 20:31 Uhr) 244 Meilen hat "Cheyenne" in den letzten 12 Stunden gesegelt und alles in die optimale Richtung. Die beständigen TradewindsTradewinds: Der Begriff stammt aus den Zeiten der segelnden Handelsschiffahrt
und bezeichnet einen Gürtel zuverlässiger Winde
beiderseits des Äquators trieben den Maxikat mit Skipper Steve Fossett und seiner Crew mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 20,3 Knoten in Richtung Heimat, wo in einer Entfernung von 2269 Meilen die Ziellinie und ein triumphaler Empfang wartet.
    Zur Zeit des regulären Positionsreports um 17 Uhr UTC stand "Cheyenne" 1178 Meilen südwestlich von Gran Canaria / Kanarische Inseln (Karte) und hat nun einen Vorsprung von viereinhalb Tagen vor Weltrekordinhaber "Orange".
    Steve Fossett: "Die Wettervorhersagen sind excellent. Wir hoffen uns am Donnerstag Mittag an ein Tief anhängen zu können, das uns bis zur Ziellinie begleitet. Wenn die Vorhersagen stimmen, könnten wir am Montag Nachmittag die Ziellinie zu erreichen. Unser geheimer Ehrgeiz aber ist es, die 60-Tage-Grenze zu knacken. Die Reparatur des vorderen Beams scheint gut zu halten."
    Wie erst jetzt bekannt wurde, hatte "Cheyenne" bei der zweiten Überquerung des Äquators ein erhebliches Problem, Einzelheiten kennen wir noch nicht. ESYS berichtet morgen früh weiter ...
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    "Cheyenne" auf dem Weg zum Rekord
    (01.04.04 13:31 Uhr) In den letzten Stunden hat der Wind auf der einen Seite zwar von 17 auf 15 Knoten abgenommen, gleichzeitig aber hat sich die Richtung von Ost auf Südost geändert. Das hatte für "Cheyenne" den angenehmen Effekt, dass man von einem reinen Nordkurs auf Nordost anluven konnte, was der bessere Kurs zum Ziel ist.
    Steve Fossett: "Unsere Strategie ist, auf der Vorderseite des Tiefdruckgebiets zu bleiben, da ist der Seegang mäßig, das ermöglicht uns eine relativ hohe Geschwindigkeit. Zu nahe an das Tief heranzukommen, birgt die Gefahr von Böen und drehenden Winden in sich. Das würde die Bootsgeschwindigkeit erheblich mindern. Leider ist es ein kleines Tief und ein schmaler Windkorridor in dem wir bleiben müssen um unser Ziel schnell zu erreichen.
    Wenn wir es schaffen, an der Vorderseite dieses nordost-ziehenden Tiefs zu bleiben, können wir die Ziellinie am Montag am späten Nachmittag erreichen, wenn nicht, kostet uns das einen vollen Tag."

    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS


    Der Äquator hat sich
    im Ruder verfangen.
    "Cheyenne" hat Probleme am Äquator
    (01.04.04 13:31 Uhr) Wie erst jetzt bekannt wurde, hatte "Cheyenne" bei der zweiten Überquerung des Äquators ein Problem: Der Äquator hatte sich im Ruder verfangen. Es kostete Mike fast eine Stunde (siehe Bild links) den Äquator mit einem Bootshaken von Ruder freizubekommen.
    Ein erneut starkes Etmal, 483 Meilen in den letzten 24 Stunden, brachte "Cheyenne" gut vorwärts auf ihrem Weg nach Hause. Zur Zeit des Positionsreports heute früh um 5 Uhr UTC stand der Riesenkat mit Skipper Steve Fossett 1100 Meilen WSW von Teneriffa / Kanarische Inseln (Karte).
    Nachdem der Wind wie vorhergesagt auf Ost gedreht hatte, konnte Skipper Fossett auf Kurs Nord gehen. 2000 Meilen sind es noch bis zur Ziellinie und "Cheyenne" hat viereinhalb Tage Vorsprung vor Weltrekordinhaber "Orange". Wenn jetzt kein ernster technischer Defekt auftritt, wird Steve Fossett einen weiteren Rekord verbuchen können.
    Um den bestehenden Rekord von "Orange" aus dem Jahr 2002 einstellen zu können, wäre für die verbleibende Strecke eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 8,43 Knoten erforderlich. Bisher hat "Cheyenne" über die gesamte Strecke einen Schnitt von 18,26 Knoten gesegelt ...
    Die Wettervorhersagen für die nächsten vier Tage sind gut und die Crew hofft, am Montagnachmittag die Ziellinie zu kreuzen.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS


    "Cheyenne" in stetigem SE-Wind
    (02.04.04 13:31 Uhr) Während der letzten 24 Stunden hatte "Cheyenne" eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 20,4 Knoten und legte somit 489 Meilen zurück (Karte). Derzeit profitiert Skipper Steve Fossett und seine Crew vom zuverlässigen SE-Wind, der nicht nur hohen Speed sondern auch einen zielgenauen Kurs ermöglicht.
    1563 Meilen vor dem Ziel hat man einen Vorsprung von viereinhalb Segeltagen auf die vergleichbare Position des Weltrekordhalters "Orange". Skipper Steve Fossett hält es gut für möglich, dass die Ziellinie am kommenden Montag erreicht sein wird.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    "Cheyenne" mit fünf Tagen Vorsprung
    (02.04.04 21:31 Uhr) 298 Meilen hat "Cheyenne" in den letzten 12 Stunden in einem beständigen SE-Wind gesegelt, das lässt auf ein weiteres starkes Etmal schließen. Jetzt würden lächerliche sechs Knoten genügen um mit dem Weltrekord von "Orange" aus dem Jahr 2002 gleichzuziehen. 1273 Meilen sind es noch nach Hause, das heißt, die Ankunft wird am Montagmorgen erwartet. Der Vorsprung vor "Orange " ist auf 5 Segeltage angewachsen, das würde bedeuten, dass der Rekord dann auf etwa 58 Tagen stünde, eine Verbesserung von 6 Tagen!
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS


    Wetterkarte
    für Montag, 5.4.04
    "Cheyenne": 590 Meilen in 24 Stunden
    (03.04.04 13:31 Uhr) Zwischen 23 und 26 Knoten lief "Cheyenne" während der Nacht, erst gegen Morgen, zur Zeit des regulären Positionsreports um 5 Uhr UTC mäßigte sich der Speed auf 19 Knoten. 590 Meilen legte Fossett's Katamaran während der letzten 24 Stunden zurück, das ist eines der besten Etmale der ganzen Reise.
    "Cheyenne" stand um 5 Uhr morgens 638 Meilen südwestlich von Kap Finisterre (das ist die Nordwest-Ecke von Spanien) (Karte) und hat jetzt weniger als 1.000 Meilen zum Ziel. Der Vorsprung vor (Noch-)Weltrekordhalter "Orange" ist auf 1660 Meilen oder mehr als fünf Segeltage angewachsen, was Fossett's Traum, den Rekord unter 60 Tage zu drücken, näher rückt.
    Steve Fossett: "Der Rest ist jetzt Raumschot-Segeln, wenn wir Kap Finisterre hinter uns haben und die Biskaya durchqueren, werden wir leichteren Wind haben, aber der kommt wenigstens aus westlichen Richtungen."
    Die Ziellinie zwischen Lizzard und der Insel Ouessant wird vermutlich am Montag gegen Mittag erreicht sein. Jetzt kann nur noch ein ernster technischer Defekt am Schiff den Weltrekord verhindern ...
    Die Wettervorhersagen für Samstag bis Montag sind günstig: 15 - 20 Knoten aus SW für den Samstag, 15 - 20 Knoten WSW für den Sonntag und West 20 Knoten für den Montag.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    "Cheyenne" hat nur noch 700 Meilen
    (03.04.04 21:31 Uhr) Mit einer Durchschittsgeschwindigkeit von 23,1 Knoten fliegt "Cheyene" der Ziellinie entgegen, die jetzt nur noch 700 Meilen entfernt ist. In den vergangenen 12 Stunden haben Steve Fossett und seine Crew 277 Meilen zurückgelegt, ein weiteres starkes Etmal ist in Sicht. Damit hat man beinahe sechs Tage Vorsprung vor (Noch-)Weltrekordinhaber "Orange" und Steve Fossett's Traum, den Weltrekord unter die magische Grenze von 60 Tagen zu drücken, ist in greifbare Nähe gerückt.
    Zur Zeit des gewohnten Positionsreports um 17 Uhr UTC stand "Cheyenne" 418 Meilen westlich von Coimbra in Portugal (Karte). Jetzt gilt es nur noch unnötige Risiken und Fehler zu vermeiden um das Schiff sicher nach Hause zu bringen.
    Der Wind dreht weiter im Uhrzeigersinn von SW auf West, was einen hartraumen Kurs zum Ziel zur Folge hat. Die Vorhersagen für die Ankunft im Ziel bleiben aber bei Montagmittag.
    David Scully: "Heute am späteren Abend wird die Gschwindigkeit nachlassen, weil der Wind leichter wird und mehr auf achtern dreht. Dann werden wir halsen und den großen Genaker rausholen um ihm die letzte Chance zu geben, uns zu beweisen, dass er es wert war, dass wir ihn mitgenommen haben. Aber unsere Wetterfrösche von Commander's Weather behaupten, dass da noch etwas ist, was uns mit gutem westlichen Wind ins Ziel bringen wird."
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS


    Wetterkarte
    für den 5. April 2004
    "Cheyenne": Noch 202 Meilen zum Weltrekord
    (05.04.04 10:31 Uhr) Das alte Tief mit seiner Schwachwindzone und Nebel ist überwunden und "Cheyenne" marschiert wieder mit über 21 Knoten auf die Ziellinie zu. Um 5 Uhr UTC hatte Skipper Fossett noch 202 Meilen zu segeln (Karte). Er erwartet den Zieldurchgang heute etwa um 15 Uhr UTC (17 Uhr MESZ), dann sollte der Weltrekord für eine Weltumsegelung bei unter 59 Tagen liegen.
    Von der Ziellinie geht es dann gleich weiter nach Hause ins heimatliche Plymouth, wo die Weltumsegler am späten Abend in der Plymouth Yacht Haven Marina erwartet werden.
    Laut Wetterkarte (oben links) wird für den heutigen Mittag Wind um 20 Knoten West erwartet.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    "Cheyenne" kurz vor dem Ziel: Fall gebrochen!
    (05.04.04 15:00 Uhr) "Cheyenne" steht zu der Zeit 114 Meilen vor dem Ziel(Karte).
    Justin Slattery schreibt heute um 10 Uhr: "Das war eine lange Nacht! Nach der Flautenzone hatten wir wind von 20 Knoten aus Südwest und segelten direkt auf das Ziel zu. Noch fünf Stunden bei dieser Geschwindigkeit. Keiner will noch eine weitere Nacht auf See verbringen müssen.
    Dann, vor einer halben Stunde wurden wir unsanft von einem lauten Knall aus unserer Vorfreude gerissen und der Solent (ein Vorsegel) krachte herunter. Das Fall war gebrochen.
    Eine Viertelstunde später waren wir wieder mit Speed unterwegs, jetzt mit dem Gennaker, der seinen Job auch gut macht."
    Wenn wir durch das Ziel sind, werden wir Kurs auf Plymouth setzen, bis dahin sind es weitere 5-6 Stunden.

    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS


    Biskaya:
    Wind für Sonntag
    Wetter günstig für "Cheyenne"
    (04.04.04 13:31 Uhr) Ein Etmal von 497 Meilen hat "Cheyenne" in den letzten 24 Stunden gesegelt und 500 Meilen waren es noch bis zum Ziel zur Zeit des Positionsreports heute um 5 Uhr UTC. Am 57. Tag auf See stand der Riesenkatamaran mit Skipper Steve Fossett 144 Meilen westlich von Kap Finisterre (Karte).
    Die Zeit des vermutlichen Zieldurchgangs wurde heute nach unten korrigiert: Die Crew erwartet ihn jetzt 3 Stunden früher um 9 Uhr UTC (11 Uhr Ortszeit) am Montagmorgen. Damit würde der neue Rekord auf 58 Tagen und 4 Stunden stehen.
    Steve Fossett : "Von allen bisherigen Weltrekordversuchen haben wir vom Äquator bis zum Ziel die direkteste Strecke nehmen können. Wenn das klappt, sind wir auf dieser Teilstrecke dann etwa drei Tage schneller als "Orange" bei ihrem Weltrekord im Jahr 2002. Die normale Taktik ist, oben über das Azorenhoch zu segeln, das ist die sichere, aber auch längere Strecke. Wir haben eine schnelle Route zwischen mehreren kleinen Hoch- und Tiefdruckgebieten gefunden, aber das erfordert auch eine ungeheuer genaue und vorausschauende Streckenplanung."
    Die Windsituation um Kap Finisterre am heutigen Sontag dürfte die letzte knifflige Wettersituation sein, mit der "Cheyenne" bis zum Ziel konfrontiert wird. Hier dreht der Wind und weht teilweise nur mit 5 Knoten. In der Biskaya sieht es dann schon besser aus, hier haben wir vormittags Wind um 10 Knoten aus SW, im weiteren Verlauf des Sonntags auf 15 Knoten auffrischend und auf WNW drehend.
    Am frühen Montagmorgen weht es in der nördlichen Biskaya mit WNW 15, gegen Mittag im Zielgebiet mit W 20.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS


    Die Wetterkarte zeigt
    das alte Tief.
    "Cheyenne" im Schwachwind
    (04.04.04 22:31 Uhr) Knappe 350 Meilen hatte Steve Fossett's Riesenkatamaran zur Zeit des regulären Positionsreports heute um 17 Uhr UTC (Karte), leider aber hat der Wind erheblich nachgelassen, so dass "Cheyenne" nur noch mit 8 Knoten segeln kann. Seit heute mittag hat der Wind mehr und mehr nachgelassen und dabei von West auf Nordwest gedreht. Schuld daran ist ein sich auflösendes kleines Tiefdruckgebiet, das über der Biskaya liegt.
    Steve Fossett: "Wir erwarten für die nächsten Stunden leichten Wind und Nebel, deshalb ist unsere ursprüngliche Kalkulation mit Ankunft im Ziel für Montag 9 Uhr UTC hinfällig. Wir werden bei Tageslicht ankommen, aber genauere Schätzungen sind erst möglich, wenn wir dieses Schwachwindgebiet hinter uns haben."
    Dave Scully: "Beim Segeln ist es wie im richtigen Leben: Im Augenblick segelst du mit gutem Speed, die Segel ziehen wie der Teufel. Und dann urplötzlich und ohne jede Vorwarnung fällt der Wind in sich zusammen, Nebelbänke hüllen dich ein und die Segel schlagen.
    Was ist los, fragst du dich. Wir haben einen Wetterbericht vom Feinsten, wir haben gut geplant und das Hotel schon reserviert. Was zu Teufel ist los??
    Die Antwort ist, du bist voll in ein altes Tief gesegelt.
    Genau da sind wir jetzt. In der Zwischenzeit sitzt Neptun in seinem Befehlszentrum unter Wasser, beobachtet das kleine grüne Boot auf seinem PC und grinst:
    Hast wohl geglaubt, ich würde dich so mir nix - dir nix über die Ziellinie segeln Lassen, was?
    Noch 345 Meilen, bei der Schleichfahrt brauchen wir noch drei oder vier Tage: Sic subito transit gloria Cheyennis ...
    Wir machen schon mal die letzten Reserven unserer Essensvorräte auf und sehen uns dann zum Osterfest."

    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS


    Die Crew der "Cheyenne"
    beim Zieldurchgang
    Neuer Weltrekord für "Cheyenne"
    (05.04.04 17.45 Uhr) Mit 58 Tagen, 9:32 Stunden hat Steve Fossett mit seinem Maxikat soeben einen neuen Weltrekord aufgestellt. Mit dieser Zeit wurde der alte Weltrekord, aufgestellt von Bruno Peyron mit "Orange I" im Jahr 2002 um 5 Tage 23:04:39 Stunden verbessert und damit förmlich "pulverisiert". Momentan ist Fossett mit seiner Crew unterwegs zum Heimathafen in Plymouth, wo ihn ein triumphaler Empfang erwartet.
    Steve Fossett: "In den ersten 24 Stunden heute waren wir wirklich langsam, aber dann kam guter Wind auf und wir hatten alle Hände voll zu tun. Wir segelten mit Fock und Groß Reff 2 über die Ziellinie - es war wirklich dramatisch - weil um diese Insel herum die Tidenströme sehr schnell sind. Alle an Bord sind in euphorischer Stimmung, diese Zeit ist wirklich sehr befriedigend."
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Rekord-Weltumsegler Fossett hört auf
    (25.04.04 22:10 Uhr) Der US-Amerikaner Steve Fossett beendet seine Segelkarriere. Der 59-Jährige wird seinen Maxi-Katamaran "Cheyenne" verkaufen, nachdem er vor zwei Wochen mit diesem Boot die schnellste Weltumsegelung geschafft hatte.
    Der Milliardär hatte in 58 Tagen und zehn Stunden die Welt umsegelt und damit den begehrtesten Rekord unter den Hochsee-Skippern aufgestellt.
    "Ich habe mein größtes Ziel erreicht, also ist das jetzt ein guter Zeitpunkt, um aufzuhören", meinte Fossett, der für die "Cheyenne" rund 2,5 Millionen Euro verlangt.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

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    Red Line Page by Peter O.Walter, SY ESYS
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