Verbrechen und Kriminalität auf Yachten

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    Sprengstofffrachter im Mittelmeer gestoppt
    Die griechische Küstenwache hat in der Nacht zum Montag im Ionischen Meer einen Frachter mit 680 Tonnen TNT an Bord gestoppt. Ein terroristischer Hintergrund liegt nahe.

    Der Sprengstoff sei falsch deklariert gewesen, erklärte der griechische Minister für Handelsschifffahrt, Giorgios Anomeritis, am Montag in Athen. Adressat der Ladung sei eine nicht existierende Briefkastenfirma im Sudan. Nach Aussage von Anomeritis handelt es sich um die größte Sprengstoffmenge, die bislang im Mittelmeer sichergestellt wurde. TNT gilt als hochexplosiv und wird üblicherweise vom Militär eingesetzt. Der Minister verglich die Sprengkraft mit der einer Atombombe.

    Der unter der Flagge der Komoren fahrende Frachter "Baltic Sky" habe auf der schwarzen Liste der internationalen Schifffahrtsbehörden gestanden. "Man könnte auf die Idee kommen, dass es irgendeine Verbindung zu terroristischen Gruppen gibt", sagte der Minister. "Deshalb haben wir das Schiff gestoppt, als es in die griechischen Hoheitsgewässer eindrang."

    In Ostafrika, dem vermeintlichen Bestimmungsort der Ladung, mehren sich seit einiger Zeit die Terrorwarnungen. Am Freitag wurden die US-Botschaft in Kenia vorübergehend geschlossen und der Flugverkehr eingeschränkt, nachdem das Pentagon eine Terrorwarnung herausgegeben hatte.

    Ein griechischer Regierungssprecher sagte, es handle sich in jedem Fall um ein verdächtiges Schiff, und bezeichnete den Sprengstofffund als großen Erfolg für Griechenland.

    In den Schiffspapieren sei die Ladung als ANFO deklariert gewesen, ein Sprengstoff auf der Basis von Ammoniumnitrat, der häufig im Bergbau und im Straßenbau verwendet wird. Außerdem wurden an Bord 8000 Zünder gefunden. Als Lieferadresse sei eine Firma im sudanesischen Khartoum eingetragen gewesen, die nach den Worten von Anomeritis nicht existiert. "Niemand kennt den Empfänger, darum weiß auch niemand, wozu der Sprengstoff verwendet werden sollte", sagte er.

    Die siebenköpfige Besatzung aus fünf Ukrainern und zwei Männern aus Aserbaidschan wurden festgenommen. Gegen sie wurde Anklage wegen unerlaubten Transports und Besitzes von Sprengstoff erhoben. Auf die Tat stehen in Griechenland maximal 20 Jahre Gefängnis. Außerdem wird der Crew vorgeworfen, dass sie die griechischen Behörden nicht vorschriftsmäßig 24 Stunden im Voraus über den Transport von Sprengstoff in Kenntnis gesetzt hätte.

    Die Behörden wurden wegen des Zickzackkurses des Frachters durch das Mittelmeer auf ihn aufmerksam. Nach Aussage des griechischen Ministers war der Frachter am 20. April in Albanien gechartert worden. Am 12. Mai befand sich das Schiff in Tunesien. Dort, in der osttunesischen Hafenstadt Gabès, seien möglicherweise der Sprengstoff und die Zünder geladen worden. Seither werde es von den griechischen Behörden verfolgt. Am 22. Mai sei der Frachter in Istanbul gesichtet worden und am 2. Juni in der Ägäischen See zwischen der Türkei und Griechenland. Als er in griechische Hoheitsgewässer eindrang, wurde er von der Eliteeinheiten der Küstenwache gestürmt und in den kleinen Hafenort Platiyali rund 240 Kilometer nordwestlich von Athen geschleppt. Dort wird die Ladung nun von Experten untersucht. Der Bürgermeister des Ortes sagte, dass das Schiff so schnell wie möglich seinen Hafen wieder verlassen solle.

    Die Komoren-Inseln im Indischen Ozean, wo die "Baltic Sky" registriert ist, gelten als Billigflaggenland. Als Eigentümer des 37 Jahre alten Frachters sei ein Unternehmen auf den Marshallinseln im Pazifik eingetragen.

    Der Sudan, das mutmaßliche Ziel des Frachters, gilt den USA als Unterstützter des internationalen Terrorismus. Allerdings müht sich die Regierung in Khartoum seit einiger Zeit, die Beziehungen zu den USA zu verbessern.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Überfall auf Roland Gäbler
    (11.03.2004) Tornado-Weltmeister Roland Gäbler wurde am Dienstagabend in der Hauptstadt Gran Canarias das Opfer eines Überfalls.
    Wie "Bild" berichtet, wurde der Bronze-Gewinner der Olympischen Spiele von Sydney am Dienstag gegen 22 Uhr auf dem Weg von einem Internetcafé nach Hausen zu seiner Unterkunft überfallen.
    Wie Roland Gäbler berichtete, wollte der Kriminelle seine Geldbörse entwenden. Er selbst habe sich jedoch heftig gewehrt. Leider habe er sich während der Attacke das linke Knie verletzt, was für seine Leistung während der Europameisterschaften nicht eben förderlich war. Am gestrigen Mittwoch belegte Gäbler nur den sechsten Rang im Gesamtklassement der EM der olympischen Tornadoklasse.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Trawler nach Piratenüberfall versenkt
    (23.02.2004) - Dramatischer Zwischenfall in der Straße von Malakka: Am 10. Februar wurde ein Fischtrawler nahe Tg. Balai Asahan, Belawan, von Piraten aufgebracht und samt seiner 11köpfigen Besatzung entführt. Indonesische Marineeinheiten orteten das Schiff und forderten es zum Stoppen auf. Anschließend entwickelte sich ein Schusswechsel mit den Entführern. Der eigentlichen Besatzung des Trawlers gelang es, über Bord zu springen. Die Männer wurden von einem Marineschiff gerettet. Ihr Schiff wurde bei dem Schusswechsel so schwer getroffen, dass es sank. Die Piraten, die einer Rebellengruppe angehörten, flüchteten sich ebenfalls vom sinkenden Schiff und wurden nach ihrer Bergung verhaftet.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Und wieder stand ein Schiff in Flammen: Brandstiftung?
    (15.02.2004) Zum zweiten Mal in dieser Woche ist in Köpenick eine Motoryacht in Flammen aufgegangen. An einem Bootshaus an der Seddinpromenade im Köpenicker Ortsteil Schmöckwitz brannte am Donnerstagabend das zwölf Meter lange Schiff eines Mannes aus Niederschöneweide aus. Bereits am Dienstag hatte in Rauchfangswerder das 300 000 Euro teure Schiff des Schauspielers Heinz Behrens Feuer gefangen und war ausgebrannt. Die Polizei vermutet, dass in beiden Fällen die Brände vorsätzlich gelegt worden sind, möglicherweise von ein und demselben Täter. "Neid könnte als Tatmotiv in Frage kommen", sagte ein Beamter. Beide Tatorte liegen etwa zwei Kilometer voneinander entfernt.
    Das Feuer am Donnerstag war durch das Miauen einer Katze entdeckt worden. Als daraufhin die Inhaberin des Bootshauses an der Seddinpromenade, Helga Haack, aus dem Fenster ihres Schlafzimmers blickte, entdeckte sie auf dem im Wasser liegenden Boot Feuer. Die Flammen loderten im Heck des Schiffes. Die 62-jährige Frau alarmierte die Feuerwehr, die jedoch das Schiff nicht mehr retten konnte. Es liegt nun auf Grund und muss mit einem Spezialkran geborgen werden. Das Schiff des Typs "Nordsee 1060 Sl" war 1989 in der DDR gebaut worden. Seit 1997 gehört es dem 38-jährigen Elektriker Jörg K. aus Niederschöneweide. Es war noch rund 60 000 Euro wert, hieß es am Bootshaus.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Seeräuberei in neuer Blüte: Piraten kapern wieder Schiffe
    Donnerstag, 14.09. 2000, 06:11:04 Uhr
    HAMBURG. Ein schon längst ausgestorben geglaubter Verbrechenszweig erlebt zur Zeit eine neue Blüte: die Schiffspiraterie. Allein im ersten Halbjahr 2000 wurden 160 Fälle von Seeräuberei registriert. Ein deutscher Sicherheitsexperte offeriert jetzt Antipiraterie-Kurse für Kapitäne.
    Vor Angolas Hauptstadt Luanda dümpelt die "Pacific Challenger" im Hafen. Mit Schwertern, Haumessern und Eisenstangen entern neun Piraten das Schiff und gehen auf die Besatzung los. Die Seeleute werden gefesselt und verprügelt, ehe die Piraten mit Frachtgut und Ausrüstungsteilen das Weite suchen. Trotz eines Notrufes hatten die Hafenbehörden nicht reagiert. Auch die Überfälle auf hoher See nehmen zu.
    Deshalb wird es immer notwendiger, die Frachter mit ihren Millionenwerten wie die Geldtransporter auf unseren Straßen zu schützen, sagt Michael Leibfritz, der 32-jährige Geschäftsführer des Sicherheitsunternehmens "STAFF Security Consulting", das sich auf den Schutz von Schiffen spezalisiert hat.
    Allein im letzten Jahr hat es weltweit 285 Piratenangriffe gegeben. Der dabei entstandene Schaden wird mit 18 Milliarden Schilling (1,308 Milliarden Euro) beziffert. Dabei handelt es sich aber nur um die von Reedern gemeldeten Überfälle. Oft würden Piraterieakte nämlich verschwiegen, um teuere Liegezeiten während möglicher Ermittlungsverfahren zu vermeiden. Bei den Gewalttaten des vergangenen Jahres kam es zu mehr als 400 Geiselnahmen, außerdem wurden 3 Personen getötet und Dutzende verletzt - zwei Menschen sind vermisst.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    43&xnbsp;Kilo Marihuana am Schiffsrumpf
    Drogenschiff kam aus Jamaika - weitere Rauschgiftfunde
    Donnerstag, 14.09. 2000, 06:15:37 Uhr
    Fahnder von Polizei und Zoll konnten in den vergangenen zwei Tagen gleich vier Erfolge im Kampf gegen die Rauschgiftkriminalität verzeichnen. Am Mittwochvormittag haben Zoll und Polizei in einer gemeinsamen Aktion im Kaiser-Wilhelm-Hafen 43&xnbsp;Kilogramm Marihuana im Wert von etwa 120&xnbsp;000&xnbsp;Mark sichergestellt. Das Rauschgift war in einer Metallkiste, die unter der Wasserlinie am Rumpf des Containerschiffes "Maipo" (31&xnbsp;248&xnbsp;BRT) angeschraubt worden war. Polizeitaucher tasteten sich im trüben Hafenwasser am Schiffsrumpf entlang, stießen dabei auf den Behälter und montierten ihn ab. "Nach den bisherigen Ermittlungen ist die Kiste in Kingston/Jamaika an dem Schiff angebracht worden", sagt Zollsprecher Michael Kramer.Die von Ecuador über Kingston, Bilbao und Rotterdam nach Hamburg gekommene "Maipo" habe ohnehin für eine Routinekontrolle auf der Liste gestanden, der entscheidende Hinweis sei jedoch von der niederländischen Wasserschutzpolizei gekommen. Kramer: "Die Rotterdamer Kollegen hatten an Bord bereits 20&xnbsp;Kilo Kokain gefunden". Die Hintermänner des Drogenschmuggels werden zurzeit ermittelt.
    &xnbsp;&xnbsp;&xnbsp;Am Dienstag haben Zivilfahnder der Polizei und des Landeskriminalamtes (LKA) einen aus Sierra Leone stammenden sowie zwei türkische Drogendealer festgenommen. Der "dickste Fisch" ging den LKA-Fahndern am Mittag in St. Georg ins Netz: Auf dem Steintorplatz nahmen sie den angeblich 16&xnbsp;Jahre alten Lamarana B. fest. Der abgelehnte Asylbewerber aus Sierra Leone gilt als einer der sechs aktivsten Dealer in Hamburg - zwölf Verfahren wegen Drogenhandels sind seit Januar 2000&xnbsp;gegen ihn eingeleitet worden. In seiner Unterkunft auf dem Wohnschiff "Bibby Altona" fanden die Beamten insgesamt 147&xnbsp;Kokainkügelchen. Am Nachmittag dann der nächste Erfolg: Zivilfahnder schnappten Fevcan T. (20) aus dem türkischen Elazig an der S-Bahnstation Klein Flottbek - sie hatten ihn zuvor im Botanischen Garten bei der Kontaktaufnahme zu Drogenabhängigen beobachtet. Die Polizisten stellten 50&xnbsp;Gramm Heroin, ein Springmesser und 350&xnbsp;Mark Drogengeld bei dem Mann sicher. Er wurde dem Haftrichter vorgeführt.
    &xnbsp;&xnbsp;&xnbsp;Am Abend nahmen LKA-Fahnder an der Walddörferstraße (Wandsbek) den aus Bingöl stammenden Yadin A. (28) fest; er hatte 20&xnbsp;Gramm Heroin bei sich. Die Durchsuchung einer von A. in Barmbek unterhaltenen Wohnung und des Kellers förderte weitere 405&xnbsp;Gramm Heroin und 650&xnbsp;Gramm Streckmittel zu Tage.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Gemeinsame Ermittlungsgruppe Hafen klärt Serie von Sportbootdiebstählen
    Donnerstag, 29.06. 2000, 06:06:16 Uhr
    Lübeck - Eine Serie von Sportboot- und Kraftfahrzeugdiebstählen mit überregionalen und internationalen Bezügen klärte die seit dem 01.01.1998 bestehende Gemeinsame Ermittlungsgruppe Hafen - GEH - nach umfangreichen Ermittlungen auf.
    Die GEH ist eine dem Kommissariat 13 der Kriminalpolizeistelle Lübeck zugeordnete Ermittlungsgruppe, in der Beamte der Kriminalpolizei, der Schutzpolizei, der Wasserschutzpolizei sowie des Bundesgrenzschutzes bei der Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kraftfahrzeugdiebstähle zusammenarbeiten.
    Im ersten Halbjahr 2000 kam es in Lübeck zu einer Häufung von Kraftfahrzeug- und Sportbootdiebstählen.
    Aus dem Lagebild ergab sich die hohe Wahrscheinlichkeit, dass es Verbindungen zwischen den einzelnen Taten gab. Einen konkreten Ermittlungsansatz ergab die Videoaufnahme dreier Männer, die am 19.04.00 versucht hatten, einen Mercedes SL 280 aus der Tiefgarage eines Travemünder Hotels zu stehlen. Intensive und langwierige Ermittlungen führten schließlich am 20.06.00 zur zeitgleichen Durchsuchung von 10 Wohnungen, Hallen und Werkstätten in Rostock, Altenhagen, Satow, Heiligendamm, Kühlungsborn, Elmenhorst, Kägsdorf und Rerik. An diesem Durchsuchungen waren neben den Beamten der GEH auch Kräfte des Spezialeinsatzkommandos Mecklenburg Vorpommern sowie der Rostocker und Bad Doberaner Polizei beteiligt. Dabei wurden vier Beschuldigte festgenommen.
    Es handelte sich um drei 24, 22 und 30 Jahre alte Rostocker, die sich seitdem aufgrund eines Haftbefehls des Amtsgerichts Lübeck in Untersuchungshaft befinden.
    Ein 23 Jahre alter Mitbeschuldigter wurde nach seiner Vernehmung entlassen.
    Bei den Durchsuchungen stellten die Beamtinnen und Beamten neben 50.000,- Mark Bargeld auch drei PKW -VW Passat, Mitsubishi Pickup,VW Bus-, zwei Kräder, zwei Sportboote sowie drei Jetski im Gesamtwert von ca. 200.000,- Mark sicher.
    Im Verlauf von Folgeermittlungen wurden am Freitag, 23.06.00, drei in Lübeck gestohlene Sportboote im Gesamtwert von 200.000,- Mark in Slochterzen, Niederlande, sichergestellt. Den Beschuldigten wird vorgeworfen, sechs Boots- und vier Jetskidiebstähle sowie 18 Diebstähle von Kraftfahrzeugen, z.B. BMW, DB, VW, im Gesamtwert von ca. 1.000.000,- Mark im Jahr 2000 in Lübeck und Mecklenburg Vorpommern begangen zu haben. Weitere Ermittlungen in diesem Zusammenhang dauern an.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Betreff:        Entführte Kinder / GRISSMANN
    Datum:                Sun, 25 Jun 2000 21:12:16 +0200
    Von:                Ernst Schliemann windyfunroses@interbook.net
    An:                info@esys.org
    
    
    Im FALL DER ENTFÜHRTEN KINDER GIBT ES ZAHLREICHE ZEUGEN; WELCHE DEN HAUPTVERDÄCHTIGEN GRISSMANN IM
    BEREICH ROSES /AMPURIABRAVA
    /CADAQUES AN DER COSTA BRAVA IN DEN LETZTEN DREI WOCHEN IDENTIFIZIERT HABEN.
    
    HERR GRISSMANN VERSUCHT OFFENSICHTLICH, DIE GESTOHLENE YACHT SUN MAGIC ZU VERKAUFEN.
    
    UNBEKANNT IST BISHER DER AUFENTHALTSORT DER KINDER, WELCHE SICH AUCH IN FRNAKREICH BEFINDEN KÖNNEN.
    
    INTERPOL,GUARDIA CIVIL UND EINE SPEZIALEINHEIT DER ÖSTZERREICHISCHEN POLIZEI SIND VOR ORT.
    
    ALLE URLAUBER,WELCHE NUNMEHR AN DIE COSTA BRAVA REISEN, WERDEN NOCHMALS DRINGEND UM MITHILFE GEBETEN.
    DER GESUCHTE GRISSMANN KÖNNTE SICH AUF EINEM DER ZAHLREICHEN CAMPINGPLÄTZE ARBEIT BESCHAFFT HABEN:
    ES IST BISHER NICHT BEKANNT, WOVON ER DIE
    UNTERHALTSKOSTEN DER FAMILIE UND DER YACHT BEZAHLT.
    
    IM FALL DES ERKENNENS DES HERRN GRISSMANNS ODER DER KINDER BITTE SOFORT DIE RUFNUMMER
    
    informieren 088  oder 092   und nicht selbständig tätig werden.

    Quelle: SCHLIEMANN /ROSES

    Drei Sportboote aufgebrochen
    Montag, 29.05. 2000, 06:02:14 Uhr
    Aschaffenburg - Gewaltsam drangen in der Nacht von Donnerstag auf Freitag bislang unbekannte Täter im Aschaffenburger Floßhafen in drei Sportboote ein.

    Aus einem Boot entwendeten sie das Bedienteil einer Schiffsfunkanlage der Marke »Shipmate RS 8300« im Wert von rund 800 Mark. Beim Einbruch in die beiden anderen Boote hatten die Täter Pech: Sie wurden von einem auf seinem Boot schlafenden Eigner überrascht und mussten unverrichteter Dinge flüchten. In diesen Fällen entstand nur geringer Sachschaden.

    Vermutlich handelt es sich, so die Auskunft des Bootsbesitzers, um drei junge Männer um die 25 Jahre.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Archäologen schlagen Alarm wegen Zerstörung historischer Wrackfunde durch Hobbytaucher
    Tauchen nach Schiffswracks wird offenbar zum Volkssport. Nach Schätzungen der Uni Clausthal machen etwa eine Million Hobbytaucher den Archäologen in Deutschland die Arbeit schwer.
    Montag, 01.05. 2000, 06:20:04 Uhr
    „Starke Zuwachsraten bei den Unterwasser-Hobbyarchäologen“ hat Geologieprofessor Klaus Müller von der Technischen Universität Clausthal in Niedersachsen festgestellt. Die vermeintliche Sicherstellung von Schiffswracks und zahlreiche Schatzsucher machen auch den Archäologen an der Küste von M-V Sorge. Hier forschen Thomas Förster und seine vier Mitarbeiter vom Landesamt für Bodendenkmalpflege professionell nach gesunkenen Schiffen. Unterstützt werden sie von 72 Sporttauchern und ehrenamtlichen Archäologen. Diese helfen bei der Suche und Ortung von Wracks.

       Dass die ehrenamtliche Mitarbeit in der Unterwasserarchäologie dringend benötigt wird, hat nicht nur mit optimaler Forschungsarbeit zu tun. Vor allem illegale „Expeditionen“ von Hobbytauchern und Schatzsuchern machen den Wissenschaftlern das Leben schwer.

       Harald Lübke, Archäologe am Landesamt, kann ein Lied davon singen. „Seit der Wende nutzen viele Amateure ihre Möglichkeiten, um nach versunkenen Schiffen zu suchen. Uns blieb nicht selten nur noch der zerstörte Rest der alten Wracks.“

       Egbert Büchner, lange Jahre im Landestauchsportverband M-V engagiert, nennt die absolute Freiheit, die seit zehn Jahren besteht als einen Grund für den Boom des Tauchsports. Zu DDR-Zeiten war Tauchen im Sperrgebiet Ostsee nur wenigen möglich. So blieben viele Geheimnisse am Meeresboden. Der 59-Jährige gibt auch zu bedenken, dass das Denkmalschutzgesetz Eingriffe in historische Funde unter Wasser verbietet. Leider sei das den Wenigsten bekannt.

       Die Gewässer vor M-V dienten seit dem frühen Mittelalter dem Handel an Nord- und Ostsee. Aus Unglücken stammen mindestens ebenso viele Wracks, wie aus kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Dänen und Schweden. „Heute anhand dieser zeitgeschichtlichen Überbleibsel das Leben des Mittelalters zu rekonstruieren, hat enorme wissenschaftliche Bedeutung“, erklärt Förster. Mehr als 2000 Wracks, die auf dem Meeresboden ruhen, sollen Auskunft geben und Museen mit Alltagsgegenständen vergangener Zeiten versorgen. Dass noch viel zu finden ist, ermuntert Schatzsucher stets auf's Neue. „Sinn macht das allerdings selten“, weiß Lübke. „Die meisten Funde, wie etwa Kanonenkugeln oder Alltagsgegenstände zerfallen, wenn sie nicht fachgerecht konserviert werden.“ Für die Archäologen stellen die Wrackräuber ein Problem dar. Das Alter von Wracks und ihre Herkunft kann oft nur mit komplizierter Technik herausgefunden werden. Münzen oder ähnliches lassen hingegen wesentlich schneller einen Schluss auf den Zeitpunkt des Schiffsunterganges zu. „Wir führen deshalb einen Wettlauf gegen die Zeit. Gewinnen können wir nur, wenn wir möglichst schnell sichern“, erklärt Lübke. Dabei sei man jedoch nicht nur an spektakulären Funden, wie der Gellenkogge interessiert. „Auch kleine Schiffe, wie das im November vor Timmendorf geortete neun Meter lange Schiff aus dem 14. Jahrhundert, geben Aufschluss über Schifffahrtswege und Bauweise von Schiffen.“

       Um die wissenschaftlichen Arbeiten dazu vervollständigen zu können, werden Sporttaucher im Auftrag des Landesamtes nächste Woche in der Wismarbucht tauchen. Dort werden neben den Gewässern um Rügen und Hiddensee die meisten Wracks vermutet. „Geborgen und konserviert werden die wenigsten Funde“ schränkt Lübke die Hoffnung auf Besichtigung ein. „Wir können aus Kostengründen nur zwei Wracks gleichzeitig konservieren.“ Zehn Jahre dauert es, um ein Schiff auszustellen. Das Ganze sei aufwendig und nicht billig. Eine Million Mark kostet die Konservierung der Gellenkogge. Lübke: „Die restlichen Funde werden registriert und bleiben am Meeresgrund. Solange keine Schatzsucher kommen.“
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

    Mexikanische Marine beschlagnahmt 2,3 Tonnen Kokain
    Samstag, 01.04. 2000, 07:10:13 Uhr
    Die mexikanische Marine hat im Pazifischen Ozean ein kolumbianisches Schiff mit 2,3 Tonnen Kokain an Bord aufgebracht. Bei der Aktion rund 45 Kilometer vor dem Badeort Acapulco wurden ein Kolumbianer, ein Nicaraguaner sowie ein Honduraner festgenommen, teilten die Behörden am Freitag mit. Auf einem anderen Frachter unter kolumbianischer Flagge fanden panamaische Fahnder zwischen einer Ladung Lebensmittel rund 600 Kilogramm Kokain. Das Rauschgift wurde beschlagnahmt und alle sieben Mitglieder der Besatzung festgenommen, hieß es.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

    Rekord-Rauschgift-Funde
    Samstag, 19.02. 2000, 21:49:09 Uhr
    Die kolumbianische Marine und die US-Küstenwache haben in einer gemeinsamen Aktion auf einem Schiff sechs Tonnen Kokain sichergestellt. Das Rauschgift habe einen Wert von umgerechnet bis zu 2,99 Mrd. S (217 Mill. Euro), sagte ein Sprecher der kolumbianischen Marine am Donnerstag in Bogota. Das Schiff sei Anfang Februar vom kolumbianischen Hafen Buenaventura in Richtung USA gestartet. Es sei in internationalen Gewässern im Pazifik aufgebracht worden. Sieben Besatzungsmitglieder seien verhaftet worden.
    Der türkischen Polizei ist in der Nähe von Istanbul ein Schlag gegen den Drogenhandel gelungen. Die Beamten entdeckten unter anderem 77 Kilogramm Heroin, 120 Kilogramm flüssiges Heroin und zehn Kilogramm Morphium, berichtete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu am Freitag. Die Drogen sollen im Ausland einen Marktwert von umgerechnet rund 24,5 Millionen Schilling haben. Das Suchtgift, das vermutlich für den europäischen Markt bestimmt war, sei aus dem Iran und Afghanistan gekommen. Die Ermittler nahmen sieben Verdächtige fest.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

    Außenborder-Service der Wasserschutzpolizei Bremen
    Dienstag, 08.02. 2000, 06:23:35 Uhr
    Bremen - Die Wasserschutzpolizei-Inspektion Bremen bietet ab sofort einen Gravierungsservice für Außenborder an. Eine Reaktion auf den Anstieg der Diebstahlsdelikte. Die Gravur, die mit einer Speicherung der Eigentümerdaten verbunden ist, kostet nichts und kann gegen Vorlage des Personalausweises sowie eines Eiogentumsnachweises (z.b.: Rechnung) durchgeführt werden. Info: Wasserschutzpolizei Bremen, Dienstgruppe Sportschiffahrt, Tel.: 0421/ 362 98 33.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

    Schiffspiraten in China hingerichtet
    Samstag, 29.01. 2000, 18:16:37 Uhr
    Hongkong - In China sind der indonesische Anführer einer Bande von Schiffspiraten und seine zwölf chinesischen Komplizen hingerichtet worden. Wie die in Hongkong erscheinende Zeitung «South China Morning Post» am Samstag schrieb, wurden die 13 Männer am Freitag von einem Gericht in Shanwei in der Provinz Guangdong wegen Raubes und Mordes zum Tode verurteilt. Die Bande wurde für schuldig befunden, von August bis November 1998 drei Schiffe gekapert und ausgeraubt zu haben, darunter einen singapurischen Öltanker. Auf dem Frachter «Chang Sheng» überwältigten die als Polizisten verkleideten Piraten 23 Seeleute, schlugen ihnen die Schädel ein und warfen die mit Gewichten beschwerten Leichen über Bord. Die Anklageerhebung gegen die Männer wurde von Beobachtern als Zeichen gewertet, dass Peking verstärkt gegen die weit verbreitete Schiffspiraterie vorgeht.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

    Krabbenkutter mit mehr als 5 Tonnen Kokain aufgegriffen
    Donnerstag, 27.01. 2000, 06:26:05 Uhr
    Mexiko-Stadt - Mexikanische Drogenfahnder haben vor der Pazifikküste einen Krabbenbutter mit 5,5 Tonnen Kokain aufgegriffen. Die in der Hafenstadt Mazatlan gemeldete «Valeria» wurde nach Medienberichten vom Mittwoch in internationalen Gewässern gestoppt und zum Marinestützpunkt Lazaro Cardenas gebracht. Der Pazifik entlang der Küste Mexikos wird nach Angaben der Behörden seit Ende 1998 zunehmend für die Verschiffung von Kokain aus Kolumbien in die USA genutzt. Die Drogenhändler umgehen so die an der Karibikküste gelegene Halbinsel Yucatan, wo der Fahndungsdruck erheblich verstärkt wurde.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

    Menschenschmuggel im Schiffscontainer
    Immer mehr Chinesen reisen als blinde Passagiere für horrende Summen auf Frachtschiffen über Hongkong nach Nordamerika. US-Behörde spricht von einem neuen Trend, Reederei fühlt sich machtlos
    Donnerstag, 06.01. 2000, 07:43:52 Uhr
    Berlin - 25 chinesische illegale Einwanderer sind am Dienstag im westkanadischen Vancouver verhaftet worden. Sie hatten gerade als blinde Passagiere in zwei Containern an Bord des japanischen Frachtschiffes "California Jupiter" den Pazifik überquert und wollten weiter nach Seattle reisen. Schon am Sonntag wurden zwölf Chinesen im Hafen von Seattle an der US-Westküste verhaftet, als sie aus einem Container an Bord des Hongkonger Frachters "Faith" an Land gehen wollten. Am gleichen Tag wurden im kalifornischen Long Beach 18 Chinesen verhaftet, die in zwei Containern an Bord der "Zim Shekou" eingetroffen waren. Und am Donnerstag zuvor gingen 30 Chinesen in Los Angeles und Long Beach den Behörden unter ähnlichen Umständen ins Netz.

    Wurden in der Vergangenheit schon gelegentlich Schiffe mit bis zu hunderten Chinesen abgefangen, die illegal in die USA und nach Kanada einreisen wollten, so zeigen die jüngsten Fälle nach Ansicht der US-Einwanderungsbehörde INS einen neuer Trend: Die illegalen Einwanderer aus China kommen heute in Containern an Bord regulärer Frachtschiffe. Damit sind sie für die Küstenwache kaum noch ausfindig zu machen.

    Die 13 mal zwei Meter 50 großen Container sind nach Behördenangaben zum Teil mit Doppelstockpritschen, Beleutung, Wassertanks, provisorischen Toiletten und Lebensmittelvorräten ausgestattet gewesen. Doch die bis zu dreiwöchige Reise von zum Teil über einem Dutzend Personen in einer verschlossenen, unbelüfteteten und nicht isolierten Blechkiste ist alles andere als komfortabel. So waren die in Long Beach gefundenen Container regelrecht vollgeschissen und vollgekotzt. In anderen Fällen waren die Container nur notdürftig in "Toilette" und "Lebensraum" unterteilt gewesen.

    Ausgangspunkt dieser neuen Art des Menschenschmuggels ist meist Hongkong. Die frühere britische Kronkolonie und heutige chinesische Sonderverwaltungszone hat nicht nur den umschlagstärksten Hafen der Welt, sondern ist auch ein Operationsgebiet der Triaden, der chinesischen Mafia, die meist den Menschenschmuggel betreiben. Ausreisewillige werden von den Triaden nicht nur aus der Volksrepublik nach Hongkong gebracht, sondern gegen entsprechende Bezahlung weiter nach Nordamerika. Bis zu 60.000 US-Dollar soll der Platz in einem Container kosten und damit doppelt so viel wie ein Platz an Bord solcher Schiffe, die bisher Chinesen illegal nach Nordamerika brachten. Dort müssen die Reisekosten dann abgearbeitet werden, was oft nichts anderes als eine moderne Form der Sklaverei ist.

    Pikant an zwei der jüngsten Fälle des Menschenschmuggels ist, dass darin Schiffe der Reederei "Orient Overseas Container Line" (OOCL) verwickelt sind. Denn OOCL gehört der Familie von Hongkongs Regierungschef Tung Che-hwa, der bis zur Übernahme seines Regierungsamtes am 1. Juli 1997 selbst die Reederei leitete, die heute sein Bruder führt. Tung wollte sich zu den Vorfällen nicht äußern, Reedereisprecherin Elin Wong wies jede Verantwortung zurück. Die Container würden von den Kunden gemietet und selbstständig beladen und versiegelt. "Wir erhalten nur die Papiere, aus denen die deklarierte Ladung hervorgeht, und haben kein Recht, den wahren Inhalt zu überprüfen", so Wong. Bei zum Teil über tausend Containern pro Schiff können auch Hongkongs Behörden nur in Verdachtsfällen Stichproben machen. Die Reeder müssen jedoch die Kosten des Rücktransportes tragen, wenn, wie in den jüngsten Fällen, blinde Passagiere bei der Einreise geschnappt werden.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

    Die Rückkehr der Totenkopf-Flagge
    Immer häufiger kommt es in den internationalen Gewässern zu Überfällen von Piraten, bei denen Menschen verletzt und getötet werden
    Mittwoch, 05.01. 2000, 16:49:26 Uhr
    Amilie Berger macht einen Segeltörn in der Karibik. Die Sonne scheint, das Meer ist glatt und ohne Tücken. Ein wunderschöner Tag für Hobbykapitäne. Plötzlich kommt ein Schnellboot näher. Die Urlauber glauben zunächst, dass es sich um die Küstenwache handelt.

    Diese Annahme erweist sich allerdings als Irrtum: Es sind Piraten, die sich anschicken, die Yacht zu kapern. Sie legen am Heck an und springen maskiert und schwer bewaffnet an Bord. Das Schiff - immerhin mehr als 20 Millionen Schilling wert - wird von den Piraten in Schlepptau genommen; die Bergers werden in einem Schlauchboot ausgesetzt. Einer der Piraten schießt im Wegfahren noch auf das Boot. Zischend entweicht die Luft aus einer der Kammern. Erst Stunden später wird die erschöpfte Familie von einem vorbeikommenden Tanker an Bord genommen.

    Unglaublich, aber wahr: Es gibt sie wieder, die Piraten. Sie kapern Frachtschiffe und Freizeit-Yachten, sie entführen Mannschaften und Kapitäne. Mehr als 200 Piratenüberfälle und fast 500 Gewalttaten wurden im "Piracy Reporting Center" in der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur zuletzt gemeldet; 1993 sind dort bloß neun Attacken registriert worden. Allein in Asien sind im vorigen Jahr 51 Besatzungsmitglieder bei solchen Überfällen getötet worden - mehr als je zuvor in der neuzeitlichen Geschichte der Piraterie.

    Die jährlichen Schäden durch Piratenüberfälle in den internationalen Gewässern belaufen sich mittlerweile auf mehr als eine Milliarde Schilling. Vor allem im pazifischen Raum Südost-Asiens und vor den Küsten Westafrikas, aber auch in den karibischen Gewässern und in Lateinamerika sind in den letzten Jahren vermehrt schnelle Piratenschiffe mit modernster Technik und ohne Kennzeichnungen unterwegs, deren rücksichtslose Mannschaften es auf Fracht und Wertgegenstände der Skipper und ihrer Besatzung abgesehen haben.

    Manchmal begnügen sich diese Freibeuter mit Schmuck und Bargeld, zumeist hat man es aber auf die modernen Schiffe oder auf die Fracht abgesehen. Die ausgeraubten Schiffsreisenden werden nackt in ihren Rettungsbooten ausgesetzt und ihrem Schicksal überlassen, während sich die Piraten mit der Beute auf und davonmachen. Meistens arbeiten die Freibeuter mit korrupten Beamten beim Zoll oder mit kriminellen Reedern zusammen, die mit gefälschten Papieren die gekaperten Schiffe oder das Diebsgut zur legalen Ware erklären.

    "Das Hauptaktionsgebiet der modernen Piraten liegt zwischen Bali und Borneo", berichtet die Schweizer Weltwoche. Immer öfter schlagen sie aber auch andernorts zu: Auf den Philippinen, vor der Küste Westafrikas oder in den Häfen von Brasilien. Selbst in Europa treiben die Freibeuter wieder ihr Unwesen. 1998 wurden insgesamt elf Fälle von Piraterie im Schwarzen Meer und im Mittelmeer gemeldet, fünf davon vor der Küste Albaniens.

    Nicht nur Marine und Militär machen Jagd auf diese Piraten. Wer auf hoher See von Piraten bedroht wird, kann sich auch an die im schweizerischen Zug ansässige "Marine Risk Management Group" wenden. Diese Firma schickt umgehend eine schlagkräftige Truppe von bewaffneten Söldnern los, die innerhalb von 24 Stunden überall auf der Welt eintreffen und sofort ihr Anti-Piraterie-Programm entfalten.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

    Polizei stellte "Princess V55" sicher - Täter meldeten Schiff als gestohlen
    Donnerstag, 30.12. 1999, 16:47:23 Uhr
    Dreister geht es kaum noch: Zwei Männer meldeten sich am Dienstagabend im Revier der Wasserschutzpolizei am Roßdamm (Steinwerder) und zeigten den Diebstahl ihrer wertvollen Motoryacht an. Schönheitsfehler: Sie selbst hatten die Yacht erst wenige Monate zuvor gestohlen. Prompt wurden die Männer festgenommen.
    &xnbsp;&xnbsp;&xnbsp;Seit dem 22.&xnbsp;Oktober ermittelte die Polizei im dänischen Augustenborg den Fall der gestohlenen Motoryacht vom Typ Princess V55&xnbsp;(Wert: 1,4&xnbsp;Millionen Mark). Das Schiff schien spurlos verschwunden und wurde schließlich international zur Fahndung ausgeschrieben. Auch ein Versicherungs-Detektiv machte sich auf die Suche nach der Luxusyacht. Der spürte das Schiff schließlich in Hamburg am Hammer Deich (Hammerbrook) auf und verständigte zunächst die dänischen Behörden. Die gaben ihren Hamburger Kollegen dann den Hinweis, die Yacht zu überprüfen.
    &xnbsp;&xnbsp;&xnbsp;Trotz baulicher Veränderungen an Bord der Yacht konnten die Beamten das Schiff anhand der Rumpfnummer identifizieren. Das Boot wurde sichergestellt. Gegen 23.15&xnbsp;Uhr meldeten sich dann die beiden Männer (33&xnbsp;und 34&xnbsp;Jahre) bei der Wasserschutzpolizei, weil sie "ihr" Boot gestohlen glaubten. Nach ihrer Festnahme stellte sich heraus, dass der vermeintliche Haupttäter Andreas P. (33) bereits in Tunesien wegen ähnlicher Delikte in Haft saß. Ermittlungen ergaben jetzt, dass die Männer offenbar schon vor dem Diebstahl gültige Papiere für das Boot besaßen. Über den ADAC Motoryachtverband hatten sie einen internationalen Bootsschein beantragt und sich ausstellen lassen.
    &xnbsp;&xnbsp;&xnbsp;Auch in dieser Hinsicht dauern die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei noch an.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

    Bislang größter Prozess gegen Piraten in China begonnen
    Samstag, 11.12. 1999, 07:44:09 Uhr
    Peking - In China hat der nach Berichten amtlicher Medien bislang größte Prozess gegen Hochseepiraten begonnen. In der südchinesischen Stadt Shanwei seien 38 Personen der Piraterie beschuldigt worden, hieß es in den am Samstag veröffentlichten Meldungen. Ihnen werde vorgeworfen, im vergangenen Jahr als Zollfahnder verkleidet drei Schiffe entführt zu haben. Auf einem Frachter, der «Chang Sheng», seien 23 Besatzungsmitglieder ermordet und ihre Leichen über Bord geworfen worden. Die Anklage umfasst Mord, Raub, Waffen- Sprengstoff- und Rauschgiftbesitz, hieß es. Der Prozess in der Provinz Guangdong solle sechs Tage dauern.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

    Mexikanische Drogenfahnder beschlagnahmten das Rauschgifte in der Hafenstadt Cardenas.
    Donnerstag, 09.12. 1999, 06:24:37 Uhr
    Mexikanische Drogenfahnder und die US-Küstenwache haben nach offiziellen Angaben auf einem Fischkutter vor der Küste Mexikos rund acht Tonnen Kokain beschlagnahmt. Das Justizministerium teilte am Montag in Mexiko mit, die Drogenfahnder hätten Ende vergangener Woche das Schiff im Pazifik südöstlich der Hafenstadt Lazaro Cardenas aufgebracht. Der Trawler sei unter mexikanischer Flagge gefahren.

    Bei ihrem Kampf gegen den organisierten Drogenhandel werden die mexikanischen Behörden bereits seit längerer Zeit von der US-Küstenwache unterstützt. Mexiko gilt als eines der wichtigsten Transitländer für den Drogenschmuggel von Süd- nach Nordamerika.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

    Acht Kilogramm Kokain im Hamburger Hafen sichergestellt
    Sonntag, 28.11. 1999, 06:53:59 Uhr
    Hamburg (ots) - Heute gelang es Kräften von Zoll und Polizei drei Männer vorläufig festzunehmen, die im Verdacht stehen, versucht zu haben, 8 KG Kokain nach Hamburg einzuschmuggeln. Seit dem 25. November observierten Zivilfahnder der Hamburger Wasserschutzpolizei und des Zolls verdächtige Personen im Bereich des Hamburger Hafens. Heute gelang es den eingesetzten Beamten in Zusammenarbeit mit der GER 8 Kokain sicherzustellen und drei Tatverdächtige im Alter von 38, 40 und 52 Jahren vorläufig festzunehmen. Als der 38-jährige Seemann von seinem am Schuppen 63 liegenden Schiff gehen wollte wurde er vorläufig festgenommen. Er führte einen Rucksack mit in dem sich die 8 Kg hochwertiges Kokain befanden. Die zwei spanischen Staatsbürger konnten zeitgleich festgenommen werden. Der philipinische Seemann legte bei seiner Vernehmung ein umfassendes Geständnis ab. Die Tatverdächtigen werden anschließend dem AG Hamburg zugeführt. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen werden fortgesetzt.
    Quelle: Polizeipressestelle Hamburg

    Grabräuber in der Nordsee
    Englische Taucher plündern deutsche U-Boote
    Mittwoch, 17.11. 1999, 07:26:21 Uhr
    London - Soldatenfriedhöfe mit den Gefallenen beider Weltkriege werden im Trauermonat November von ihren Nationen besonders gepflegt. Doch dieser Tage deckte der englische Fernsehsender BBC einen Skandal kommerzieller Grabschändung deutscher Kriegsgräber in der Nordsee auf.

    Dort, wo zahlreiche Kriegsschiff-Wracks als Seemannsgräber beider Weltkriege liegen, sind britische Taucher als «Leichenfledderer» am Werk. Sie schlachten die Schiffe aus, um ihre Beute für den Handel mit Kriegs-Trophäen an Privatsammler zu verhökern. Feind-Trophäen sind besonders gefragt. Die Taucher haben einige deutsche U-Boote sogar mit Sprengladungen «geknackt», um leichter plündern zu können.

    Die Würde wahren

    Von den 24 Wracks deutscher U-Boote, die bislang in der Nordsee geortet werden konnten, wurden mindestens sechs nachweislich ausgeraubt. Deutsche U-Boot-Veteranen nehmen das mit wachsender Empörung zur Kenntnis. Horst Bredow vom U-Boot- Archiv in Cuxhaven sind diese Vorgänge zu Ohren gekommen. «Das ist sehr bedauerlich, aber wir sind machtlos», sagt er und fügt hinzu: «Wenn es in einem Schiff Leichen gibt, dann handelt es sich um ein Seemannsgrab. Das wird von jeder zivilisierten Nation anerkannt. Solche Schiffe sollten unangetastet bleiben.»

    Der Taucher Barry Thompson entdeckte die Wrackstelle des U-Boots UC 75. Die Royal Navy hatte das U-Boot vor dem Kap Flamborough Head versenkt. Es war mit 20 Mann seiner Besatzung untergegangen. «Als ich das Boot fand, war es in ausgezeichnetem Zustand und völlig unangetastet. Es war von See-Anemonen bewachsen und wirkte majestätisch. Aber nachdem andere Taucher es aufgesucht hatten, war es nicht wiederzuerkennen. Sie haben das Wrack regelrecht ausgeschlachtet und durch mehrere Sprengladungen zerfetzt», erzählt Thompson. Sie ließen Schrauben und Torpederohre mitgehen und montierten sogar die Bordkanone ab, um sie als Altmetall zu Geld zu machen.

    Der Taucher Andrew Jackson schilderte, was Grabräuber mit dem Wrack von UC 70 anrichteten, das unweit von Whitby vor der Grafschaft Yorkshire liegt. «Der Turm hängt nur noch knapp am Rumpf, in dem große Löcher klaffen, von den Sprengungen, die den Einstieg erleichtern sollten. Schrauben und Periskop sind verschwunden. Man kann sehen, dass es vollständig ausgeraubt wurde. Dieses Boot wurde geschändet. Das ist das treffende Wort. Das haben Menschen getan, denen nichts heilig ist.»

    Das BBC-Team überraschte im Hafen von Scarborough mehrere Taucher bei deren Rückkehr von ihrem Beutezug zu dem Friedhof auf dem Grund des Skagerrak, wo die einzige große Seeschlacht zwischen England und Deutschland am 31. Mai bis 1. Juni 1916 tobte. Man sieht, wie die Taucher mit Fundstücken an Land gehen.

    Was aus Wracks in britischen Hoheitsgewässern an die Oberfläche geholt wird, muss der für Wracks zuständigen staatlichen Dienststelle ausgehändigt werden. Doch diese Regel lässt sich in der Praxis nicht durchsetzen. Die Zeiten sind vorbei, da in jedem Hafen Dutzende von Aufsichtsbeamten stationiert waren, die den privaten Wrack-Detektiven auf die Finger sahen.

    Heute ist nur noch Veronica Robbins als Englands «Wrack-Kommissarin» zuständig. Sie sagte auf Anfrage, ihr sei der Fall des U-Boots UC 75 zwar bekannt, aber nicht, dass es aufgesprengt wurde. «Es ist eine Straftat, zu einem Seemannsgrab zu tauchen, um es zu plündern.»

    Trophäen aus Kriegsschiffen

    Das britische Verteidigungsministerium kann das Tauchen zu einem Wrack sogar verbieten, wenn es dies offiziell zu einem Kriegsgrab erklärt. Diese Würdigung aber ist bisher noch keinem Kriegsschiff in der Nordsee zuteil geworden. Geschützt wurden nur das Schlachtschiff «Royal Oak», das Kapitänleutnant Günther Prien des U-Bootes U 47 1939 in der Bucht Scapa Flow (Orkney-Inseln) versenkte, und der im Falkland-Krieg versenkte britische Zerstörer «Sheffield».

    Trophäen aus deutschen Seemannsgräbern lassen sich nicht nur an private Liebhaber verkaufen. In einer Bar von Scarborough entdeckten die Reporter ein Periskop des U-Boots UB 107. Die Royal Navy hatte es am 27. Juli 1918 vor der englischen Nordseeküste versenkt, wobei die gesamte Besatzung den Tod fand.
    Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

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