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Nordseewoche: Schwieriges Segeln bei strahlender Sonne
(12.05.08)Trotz schwieriger Bedingungen sorgte das sonnige Wetter auch am Pfingstsonntag für strahlende Gesichter bei den Teilnehmern der 74. Nordseewoche. Schwache und immer wieder stark drehende Winde ließen den BHF-Bank Cup Rund Helgoland zu einer großen seglerischen Herausforderung für die 84 teilnehmenden Yachten werden. Die leichten Winde sorgten für einen Überraschungssieg in der Klasse ORC Club 3+4. Hier konnte die kleine Hamburger „Diomedes“ als Yacht mit der längsten Segelzeit ihre Vermessung voll aussegeln und schließlich mit zwölf Sekunden Abstand siegen.
Nach mehreren Startversuchen unter anderem wegen zahlreicher Frühstarts und einer zusätzlichen Startverschiebung konnte der Wettfahrtleiter der Nordseewoche, Stefan Lehnert, vier Stunden später als ursprünglich geplant um 14 Uhr die Segler auf die Bahnen zum BHF-Cup Rund Helgoland schicken. Anders als geplant, segelte das Feld wegen des Schwachwindes statt die Insel zu umrunden, nur eine verkürzte Bahn. Dabei hatten es die Segler besonders schwer bei dem wenigen Wind mit dem Strom zu Recht zu kommen.
Als erste Gruppe gingen die größeren Yachten der Klasse ORC international 1 auf die 8,5 Seemeilen lange Regattastrecke. Für die kleineren Boote der Gruppe ORC int. 2+3 standen noch sechs Seemeilen auf dem Plan und für die elf Crews des Family Cruiser Cups wurde die Strecke auf zwei Seemeilen ausgelegt. Durch die unterschiedliche Länge der Wettfahrtsstrecken traf sich das Regattafeld fast geschlossen am Ende des Rennens auf der Ziellinie wieder. „Das war ein wirklich tolles Bild“, freute sich Lehnert. Ins Schwärmen geriet auch Christian Plump, Eigner der Rodmann 42 „Beluga Sailing Team“, die in der Gruppe ORC int. 1 das Rennen vor der ebenfalls aus Bremen stammenden X 46 „Xenia“ mit Skipper Ralf Lässig für sich entscheiden konnte. „Im Gegensatz zu vielen Nordseewochen, die ich schon mitgesegelt habe, war dies eine Wettfahrt bei wirklich traumhaftem Wetter und besten Bedingungen“. Ein besonderes Lob sprach der Bremer Eigner auch der Wettfahrtleitung aus, die trotz der schwierigen Segelbedingungen ein sportliches Rennen startete. Spannend ging es auch in der Gruppe ORC Club 3+4 zu, in der die Hamburger Drabant 24 „Diomedes“ von Andreas Scheel nach berechneter Zeit zwölf Sekunden vor der Brunsbüttler Optima 98 AS „Diekerjung“ von Ralf Drews den Sieg für sich ausmachen konnte.
Für den morgigen Pfingstmontag steht für die Teilnehmer der Nordseewoche der Start zur „hanseboot Acht“ auf dem Regattaprogramm und zwei Stunden nach Zieldurchgang wird der Startschuss zur Langstrecke „Pantaenius Rund Skagen“ fallen.
Quelle: Mareike Guhr

Nordseewoche: Sonnige Pfingsten, spannende Wettfahrten
(11.05.08) Beste Stimmung auf Helgoland. 140 Yachten haben sich nach den Zubringerregatten im Hafen der Hochseeinsel versammelt. Die Early Bird Serie begeisterte als Novum und das sommerliche Wetter sorgte für allseits gute Mienen. „Ilvitello“ und „Pyleia“ siegten in der neuen Serie für ambitionierte Crews. Am Sonntag startet die Regatta BHF Bank Cup Rund Helgoland.
Sonne satt und leichter, achterlicher Wind brachte die Flotte der Hochseesegler am Freitag mit der „Sundowner-Regatta“ und am Sonnabend mit den Zubringer-Regatten von Cuxhaven, Bremerhaven, Wilhelmshaven und Hallig Hooge auf den roten Felsen. Vor der Hafeneinfahrt wurden die Crews traditionell mit einem zünftigen Schluck Mount Gay Rum begrüßt, bevor es daran ging einen Platz in dem übervollen Hafenbecken zu finden. Das übliche Gedrängel der gut 140 Yachten sorgte für ein buntes Bild und begeisterte die vielen Besucher, die zu Pfingsten auf die Nordseeinsel gekommen sind. Wettfahrtleiter Stefan Lehnert freute sich über den bisher guten Verlauf der Nordseewoche. Zwar musste aufgrund der Wetterlage die Zubringerregatta von Bremerhaven und Wilhelmshaven nach der Hälfte der Strecke abgekürzt werden, doch insgesamt war die Resonanz der teilnehmenden Yachten durchweg positiv. Mit einer begeistert aufgenommenen Wettfahrt in den Sonnenuntergang gab die neu eingeführte Early Bird Serie ihren Auftakt.
Die zehn teilnehmenden Crews nahmen bereits am Freitagabend Kurs auf Helgoland. Zwei zu segelnde Dreiecke am folgenden Tag boten dann den ambitionierten Seglern bei bestem Segelwetter die Möglichkeit ihr taktisches Segeln unter Beweis zu stellen. „Man konnte bereits auf der Startkreuz sehen, wer das Strömungssegeln beherrscht“, erklärte Lehnert. In der Gesamtwertung konnte die Flensburger Comet 45 S „Ilvitello“ von Christoph Avenarius in der Gruppe ORC Club1 die Serie für sich entscheiden, während in Gruppe ORC Club 2+3 die Bremer One Off „Pyleia“ mit Eigner Matthias Bröker den Gesamtsieg erzielte.
Neu war auch die Zubringer-Regatta von der Nordfriesischen Insel Hallig Hooge, die „Rebel“ von Harry Diedrichsen vor den beiden Konkurrenten für sich entscheiden konnte.
Frank Botter freute sich über das große Interesse an der Nordseewoche. Der Bürgermeister der Gemeinde Helgoland sieht in der Regatta eine große Chance die Insel zu präsentieren. Gleichzeitig hofft der waschechte Helgoländer zukünftig auch die europäischen Nachbarn für eine Teilnahme motivieren zu können. „Ich sehe die Nordseewoche als eine großartige Möglichkeit die Insel Helgoland auch über die Grenzen hinaus bekannt zu machen“, so Botter.
Die beliebte hanseboot Regattaparty in der Nordseehalle wurde dann am Abend für alle Segler und Besucher zu einem vollen Erfolg. Am Sonntag starten die Segler zum BHF Bank Cup Rund Helgoland und am Montag geht es auf die hanseboot Acht, sowie nachmittags an den Start zur Langstrecke Pantaenius Rund Skagen. Insgesamt nehmen gut 140 Yachten an der Nordseewoche 2008 teil.
Quelle: Mareike Guhr

TRANSATLANTIK-REGATTA: "Das ist kalkulierter Wahnsinn"
(10.05.08) Deutschland ist arm an Abenteurern, und an herausragenden Hochseeseglern auch. Doch am Pfingstsonntag könnte sich das ändern - und vielleicht beginnt sogar eine neue Ära. Dann nämlich startet der Kieler Boris Herrmann zur berühmten Transat-Regatta, der Wiege aller Ozeanrennen. Sie führt von Plymouth in der südwestenglischen Grafschaft Devon nonstop über den Nordatlantik nach Boston an der Ostküste der Vereinigten Staaten. Der 26-jährige Herrmann ist zwölf Jahre nach Pionier Wolfgang Quix erst der zweite Deutsche, der sich dieser unbarmherzigen Herausforderung stellt. Es geht einhand über den großen Teich, 2800 Seemeilen (mehr als 5000 Kilometer). Allein an Bord.
Wer es beim Transatlantikrennen bis ins Ziel schafft, hat Ruhm und Ehre verdient; wer es gewinnt, hat das Zeug für eine Karriere bis in die Ruhmeshalle der Segelszene. Das heutige "The Artemis Transat" hat Seefahrergeschichte geschrieben und Legenden wie Ellen MacArthur hervorgebracht, die 2000 als 23-Jährige die Weltelite düpierte. Unter dem Motto "One Man, One Boat, The Ocean" hatte der Brite Sir Francis Chichester das Rennen 1960 ins Leben gerufen und mit seiner "Gipsy Moth III" in 40 Tagen auch gewonnen. Eric Tabarly brauchte vier Jahre später mit der Ketsch "Pen Duick" nur 27 Tage und wurde von Präsident Charles de Gaulle in die französische Ehrenlegion berufen. In seinem Heimatland entstand daraufhin ein Boom, der eine ganze Sportbootindustrie begründete und die Trikolore bei den Sportseglern auf den Weltmeeren etablierte.
Der Name Tabarly fällt immer wieder, wenn Herrmann über "das Projekt" spricht, das für ihn die Erfüllung eines seit langem gehegten Jugendtraums ist. Zielstrebig hat der studierte Wirtschaftswissenschaftler darauf hingearbeitet, bis er mit einer Bremer Reederei einen Sponsor fand, die ihm das sechsstellige Basisbudget zur Verfügung stellte.
Noch ist Herrmann längst keine Ikone wie sein Vorbild Tabarly. Er musste selbst zusätzlich einen Kredit aufnehmen, um an die Startlinie zu kommen. "Eigentlich ist das Wahnsinn", sagt der Skipper im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE, "aber ein kalkulierter." Unbändige Energie und Mut seien Voraussetzungen - da wirkt es fast unheimlich, mit welcher Lockerheit und welchem Selbstbewusstsein Herrmann das Transat anpackt.
Auf Vaters gemütlichen Fahrtenyachten aus Stahl an der Nordseeküste zum Segelsport gekommen, muss er jetzt eine Class 40 bändigen. 40 Fuß, also 12,19 Meter lang, viereinhalb Meter breit und bis zu 25 Knoten und mehr (fast 50 Kilometer pro Stunde) schnell. Der "Beluga Racer" wurde voriges Jahr nach einer Zeichnung des renommierten französischen Konstrukteurs Marc Lombard in Tunesien gebaut.
"Das Schiff scheint sehr schnell zu sein", so Eigner Herrmann, der zwar schon mehr als 30.000 Seemeilen auf dem Buckel hat, aber seine Einschätzung auf keine 14 Tage Segelerfahrung an Bord stützen muss. Da der Bremer Sponsor erst spät gefunden wurde, war die Teilnahme erst sehr kurzfristig sichergestellt. So blieb wenig Zeit zum Testen und Trainieren. "Das ist vielleicht mein größter Nachteil", sagt Herrmann, ohne kleinlaut zu werden, "aber wir sind gut vorbereitet." Wir, das sind unter anderem der Meteorologe Ralf Brauner vom Deutschen Wetterdienst, der die Routenplanung begleitet, und sein Schlafmanager Holger Hein, vielleicht die Schlüsselfigur im Team.
Denn wie kommt jemand zwei Wochen lang 24 Stunden Tag und Nacht unter Wettkampfbedingungen über die Runden? Ein Gerät misst die Wach- und Schlafzeiten des Seglers. Der Schlafwissenschaftler Hein analysiert die Daten und gibt Ratschläge. "Oft schlafe ich drei Minuten und bin dann fünf Minuten wach, manchmal auch umgekehrt", beschreibt Herrmann die Intervalle, die kein Normalsterblicher als Schlafrhythmus bezeichnen würde, "wenn ich mal eine halbe Stunde die Augen zu mache, ist das schon sehr viel." Eine Stunde Schlafen wirke für Einhandsegler wie ein ganzer Tag im Bett. Wenn auch immer nur sehr kurz, so sind die Ruhephasen immens wichtig. Herrmann: "Wenn du dich auspowerst und übermüdest, hast du keine Chance mehr."
Möglich ist das alles nur durch ausgeklügelte Selbststeueranlagen, die das Boot auf Kurs halten, das heißt in einem bestimmten Winkel zur Windrichtung. Zur Sicherheit wurde auf der "Beluga" gerade noch ein dritter Autopilot eingebaut, ein Back-up für den Ersatz. Doch was passiert, wenn der Wind dreht? "Dann werde ich automatisch geweckt und korrigiere nach", erklärt der Segeltrimmer, Taktiker und Navigator in Personalunion.
Richtungsabweichungen zu verhindern, immer im Bilde zu sein über bevorstehende Wetterwechsel und Eisberge, für die jeweiligen Bedingungen vorausschauend die optimalen Segel zu setzen - das sind die Erfolgsfaktoren. Und wenn es stürmisch wird, ist das rechte Maß beim Trimmen gefragt. Ein Mastbruch gilt den Teilnehmern als größte Gefahr unterwegs.
Zehn Gegner treten in der Class 40, den im Vergleich zur Open 60-Klasse kleineren Booten, gegen den jungen Deutschen an. Der Favorit heißt Giovanni Soldini, 47, und kommt aus Italien. Der "Matador", wie die Konkurrenz ihn nennt, hat den Klassiker bereits fünfmal absolviert und einmal gewonnen. "Eigentlich ist es blöd, allein zu segeln", sagt Herrmann, "zu zweit macht das viel mehr Spaß." Double-handed-Regatten stehen deshalb bevorzugt in seinem weiteren Kalender. Doch der Faszination Transat konnte er sich nicht entziehen. Schließlich ist es die Feuertaufe für alle, die einmal zu den ganz Großen der Hochseesegelei zählen wollen.
Quelle: PR Team Andreas Kling/Mareike Guhr

Traumhafter Auftakt zur Nordseewoche 2008
(10.05.08) Die erste Wettfahrt der diesjährigen Hochseeregattaserie brachte am Freitag 41 Yachten früh morgens auf den Weg von Hamburg nach Cuxhaven. Schwacher bis guter Ostwind sorgte für ein buntes Bild auf der Elbe. Fast durchgängig konnten die Crews ihre Spinnaker setzen. Als erstes kreuzte die Matcher 41 „Opal“ die Ziellinie. Am Sonnabend sammeln sich insgesamt gut 140 Regatta-Yachten auf dem roten Felsen zum Kampf um die Titel der 74. Nordseewoche.
Viel Sonne und schöner Ostwind machte den ersten Tag der Nordseewoche zu einem perfekten Segeltag. „Der Wind schwächelte zwischenzeitlich zwar etwas, es war aber durchweg gut segelbar“, berichtete Jürgen Raddatz, Wettfahrtleiter der Auftaktregatta zur diesjährigen Nordseewoche. „Nach der Wettervorhersage hatten wir mit weniger guten Bedingungen gerechnet, es war ein Auftakt nach Maß“.
Bereits um 6.00 Uhr ging es vor dem Yachthafen Wedel an den Start zur gut 40 Seemeilen langen Wettfahrt. Fast acht Stunden war die „Opal“ unterwegs. Und erst knapp eine Stunde später erst kam die zweite Yacht „Amuse Bouche“ ins Ziel. Die letzte Crew brauchte hingegen fast zwölf Stunden für die Strecke nach Cuxhaven. Für viele war es daher ein langer, sonniger Tag auf See. Vor allem auf der „Opal“ war die Stimmung am Freitagabend kaum zu toppen. Die Crew der Matcher 41 hatte die Konkurrenz klar abgehängt und fuhr fast eine Stunde vor dem Feld ins Ziel – aber auch berechnet siegte das Team um Steuermann Edward Reinholdt in der Klasse ORC int 1.
„Wir haben Glück gehabt mit dem Wind und mussten dann auch noch deutlich kürzer mit dem Gegenstrom kämpfen, weil wir so weit vorweg waren“, freut sich der in Hamburg lebende holländisch-amerikanische Steuermann. Nun hofft die Crew dass der kaputte Gennaker rechtzeitig bis zum Start der Wettfahrt am Sonnabend rechtzeitig repariert ist.
In der Gruppe ORCint2 siegte die J 35 „Chosi VI“ von Michael Wunderlich aus Hamburg. Die Klasse ORC Club 1 gewann die „Roxy“ von Kai Neumann aus Hamburg und in der ORC Club 2 Gruppe siegte „Be Happy“ von Peter Hankemeier, ebenfalls Hamburg.
Die Klassen ORC int 3 und 4 wurde von Florian Jungbluth und der „Stalker“ gewonnen. In ORC Club 3 und 4 hatte die „Freya“ von Hans Genthe aus Wedel die Nase vorn.
Am Abend starteten die sportlich ambitionierten Yachten zur Wettfahrt „Early Bird 1“ nach Helgoland. Sonnabend folgt dann das Hauptfeld mit den Zubringerregatten von Cuxhaven, Wilhelmshaven, Bremerhaven und Hallig Hooge. Zeitgleich mit dem Start der Early Bird Nacht-Regatta wurde in Cuxhaven auch die offizielle Eröffnung der 74. Nordseewoche auf dem Gelände der Segler-Vereinigung Cuxhaven gefeiert.
Bis zum Dienstag werden dann vor Helgoland Hochseeregatten gesegelt. Am Montag startet die Langstreckenregatta Pantaenius Rund Skagen nach Kiel und am Dienstag werden die Rückregatten gesegelt.
Quelle: PR Team Andreas Kling/Mareike Guhr

Riva Cup 2008 - Wo die Ora weht
(07.05.08) Axel Oberemm und Gerd Linnemann (Berlin/Erftstadt) gewannen einmal mehr den Riva Cup der Korsare. Zweite wurden die Brüder Hedfeld (Neukirchen-Vluyn). Bei den 505ern setzten sich Jens Findel und Johannes Tellen gegen Wolfgang Hunger/Julien Kleiner durch. Das Feld der international14s gewannen Tarrod Simpson und Grant Rollerson (USA)
Der Gardasee war in diesem Jahr für leichte Teams schwer zu meistern: Zwischen 3 und 6 Windstärken wehten auf den Wettfahrten. Doch die waren auf die Bahn verteilt: Starke Ora auf der langen Startkreuz ließ auch leichten Meister-Teams keine Chance, sich am Luvfass ganz vorne zu platzieren. Zur Seemitte hin bei meist nur noch 4 Beaufort, bot der gesegelte Trapezkurs kaum Überholspuren.
So konnten auch die leichtgewichtigen Korsar-Meister Uta und Frank Thieme sich einen achtbaren dritten Platz erkämpfen, aber nicht ganz vorne mitmischen. Immerhin: Die dritte Wettfahrt konnte das Frauenteam Susi und Kicki Krüger (Berlin/Hamburg) gewinnen. Auch in der sechsten und letzten Wettfahrt belegten sie den 2. Platz.
Bei den 505ern war fast alles am Start, was Rang und Namen hat. Jens Findel und Johannes Tellen setzten sich gegen Ex-Weltmeister Wolfgang Hunger durch, der das Boot von Julien Kleiner steuerte. Eine weitere frühere Olympia-Teilnehmerin neben Frank Thieme und Wolfgang Hunger in Riva war Nicola Birkner, ebenfalls Ex-470er Seglerin. Im Damenteam mit Angela Stenger auf Platz 36 der 505er, zeigte sich wohl auch hier, dass für manche Anwendungen das Gewicht zählt.
Noch am ersten Regattatag hatte sich der Gardasee ungewohnt launisch gezeigt: Durch starke Bewölkung und Regen konnte sich die Ora nicht aufbauen, und die erste Wettfahrt wurde auf der zweiten Runde nach einem 180°-Winddreher abgeschossen. Dafür entschädigte er die Segler am Freitag und Samstag mit Sonne, Wind und herrlichen Segelbedingungen. Viele jetzt glückliche und erschöpfte Segler werden im nächsten Jahr wieder dabei sein.
Quelle: Torsten Simon

Jochen Schümann segelt auf Platoon powered by Team Germany
(29.04.08) Jochen Schümann als Teamchef und Harm Müller-Spreer als Eigner haben ihr neues Projekt Platoon powered by Team Germany vorgestellt. Die neue Platoon mit der Segelnummer GER 52 ist eine von Judel/Vrolijk designte und in Bristol, Rhode Island (USA) gebaute TP (Transpac) 52 Yacht. Insgesamt stehen 9 Regatta-Veranstaltungen im Mittelmeer und im Atlantik auf dem Programm. Im Zentrum des Regattakalenders steht die Teilnahme am Audi MedCup 2008, der "Champions League" des Segelsports. Platoon powered by Team Germany ist der einzige deutsche Teilnehmer in dem 20 Teams umfassenden Starterfeld. Harm Müller-Spreer umreißt die Zielsetzung wie folgt: "Wir wollen zu den besten Teams im Circuit gehören. Ich kenne Jochen Schümann schon sehr lange und für mich ist es natürlich ein tolles Gefühl mit ihm und einer internationalen Top-Mannschaft an den Start zu gehen."

Das Gerüst der Mannschaft bilden Segler und Techniker mit denen Jochen Schümann bereits bei seinem letzten Arbeitgeber, dem America's Cup Team von United Internet Team Germany, in Vorbereitung zum 33. America's Cup zusammen-gearbeitet hat. Mit dazu gehören auch die bekannten deutschen Segelgrößen Tony Kolb, Tim Kröger, Matti Paschen und Jan Schoepe. Bekanntlich liegt das deutsche America's Cup Projekt seit dem 31.03.2008 aufgrund des zwischen Alinghi und BMW ORACLE Racing bestehenden Rechtsstreits auf Eis. Schümann sieht in Platoon powered by Team Germany die Fortsetzung seines im Herbst 2007 begonnenen Konzeptes für ein wettbewerbsfähiges America's Cup Team: "Mit Platoon powered by Team Germany sind wir in der Lage, unsere langfristig angelegte Teamplattform am Leben zu erhalten und unseren Seglern eine gute Möglichkeit zu geben, ihr Können auf dem Wasser unter Beweis zu stellen und sich gemeinsam als Crew weiterzuentwickeln. Der Audi MedCup ist in diesem Jahr mit Abstand der bedeutendste Regattaevent der Welt - hier trifft sich sozusagen das "Who Is Who" des Segelsports. Wir sind froh, dass uns Harm Müller-Spreer als Eigner und unsere Sponsoren diese Plattform eröffnet haben."
Quelle: PR Team Andreas Kling/Mareike Guhr

Furioses Finale vor Mallorca: Ein königlicher Sieg und zweimal Silber für DSV-Teams
(22.03.08) Die deutschen Olympiasegler haben zum Saisonauftakt beim Frühjahrsklassiker Trofeo Princesa Sofia vor Mallorca eine goldene und zwei Silbermedaillen gewonnen. Die Berliner Laser Radial-Steuerfrau Petra Niemann gewann ihre Serie souverän. Auch die Tornado-Mannschaft Johannes Polgar/Florian Spalteholz (Dänisch-Nienhof/Kiel) und die 49er-Crew Jan-Peter und Hannes Peckolt (Hamburg/Kiel) zeigten sich - jeweils als Gesamtzweite - in glänzender Frühform.
Die WM-Dritte Ulrike Schümann und ihre Yngling Crew dagegen durchlebten einer Berg- und Talfahrt, waren mit Gesamtrang sieben nicht zufrieden. Auch die 470er-Seglerinnen Stefanie Rothweiler und Vivien Kussatz (München/Berlin) blieben nach einer unverschuldeten Kollision mit Platz elf deutlich hinter ihren Möglichkeiten zurück, ersegelten sich jedoch mit der Platzierung freie Bahn zur Nominierung für die Olympischen Spiele im August.
Spektakulär war vor allem das finale Medaillenrennen der 49er zu Ende gegangen: Sechs der zehn besten Mannschaften kenterten. Hannes Peckolt erklärte: "Wir mussten unser Boot teilweise herunter bremsen, um nicht mit dem Bug einzutauchen. Sonst hätten wir uns genauso überschlagen." Trotzdem ging Hannes Peckolt unfreiwillig baden, als er nach der ersten Wende den Trapezhaken nicht schnell genug einhaken konnte. Die Brüder, die wie Polgar/Spalteholz und das Team von Ulrike Schümann auf ihrem olympischen Kurs nach Qingdao (China) von T-Systems unterstützt werden, starten am Montag optimal motiviert in die Europameisterschaft der 49er im gleichen Revier und zählen dann zu den Favoriten.
Spannend wird es ab dem 20. April für die Tornado-Segler, denn bei der Semaine Olympique vor Hyères kommt es im Kampf um die Olympiafahrkarte zum Duell zwischen Polgar/Spalteholz und den Brüdern Tino und Niko Mittelmeier aus Langenargen. Johannes Polgar sagte nach der erfolgreichen Regattawoche im Mittelmeer: "Unser neues Boot ist zuverlässig und schnell. Wir sind bestens gerüstet. Hyères kann kommen."
Erfolgreichste Athletin der Regattawoche über alle Disziplinen war Petra Niemann, die ihre Klasse mit acht Siegen und zwei zweiten Plätzen fast nach Belieben dominierte und mit nur zehn Zählern auf dem Abschlusskonto auch Segler wie Großbritanniens Superstar Ben Ainslie deutlich unterbot. Dabei profitierte Niemann, die sich wie alle anderen TOP-Kaderkollegen (Team Olympic Peking) im Winter intensiv auf die olympische Saison vorbereitet hat, allerdings auch von der Abwesenheit vieler Top-Seglerinnen, die zeitgleich bei der Laser Radial-Weltmeisterschaft in Neuseeland am Start waren.
Am Freitag Abend wurde Petra Niemann von Spaniens König Juan Carlos und Königin Sofia als erfolgreichste Teilnehmerin der hochkarätigen Mittelmeer-Serie geehrt. "Da war ich ziemlich stolz", sagte die 30-jährige zweimalige Olympiateilnehmerin, die im dritten Olympia-Anlauf im August endlich das ersehnte Edelmetall gewinnen will.
Dass sie im Gegensatz zu ihren härtesten Konkurrentinnen die WM in Neuseeland ausgelassen hat und lieber vor Mallorca segelte, hat mehrere gute Gründe: "Ich habe vor den letzten beiden Olympischen Spielen in den Jahren 2000 und 2004 eher zuviel gemacht. In diesem Jahr soll es für mich nur einen Höhepunkt geben und der kommt im August. Außerdem habe ich hier vor Mallorca das trainieren können, was in China gefragt sein wird: Das taktisch kluge Segeln in kleinen Feldern."
39. Trofeo Princesa Sofia Abschlusswertung

Europe
1. Petra Niemann (Berlin)                10 Punkte
2. Franziska Goltz (Kiel)                40 Punkte
3. Catherine M. Gjerpen (NOR)            40 Punkte
4. Janika Puls (Ratzeburg)               44 Punkte

Yngling
1. Anna Basalkina/Vlada Ukrainseva/Ekaterina Maximova (RUS) 29 Punkte
2. Sarah Ayton/Sarah Webb/Pippa Wilson (GBR)               39 Punkte
3. Ekatarina Skudina/Diana Krutskikh/Natalia Ivanova (RUS)       45 Punkte
7. Ulrike Schümann/Julia Bleck/Ute Höpfner (Berlin)                74 Punkte

RS:X
Frauen
1. Alessandra Sensini (ITA)              29 Punkte
2. Marina Alabau (ESP)                   43 Punkte
3. Zofia Klepacka (POL)          47 Punkte
11. Romy Kinzl (Berlin)                  215 Punkte

RS:X
Männer
1. Nick Dempsey (GBR)            31 Punkte
2. Przemyslaw Miarczynski )POL)  44 Punkte
3. Fabian Heidegger (ITA)                54 Punkte
11. Toni Wilhelm (Kiel)                  182 Punkte

470er Frauen
1. Marcelien De Koning/Lobke Berkhout (NED)              42 Punkte
2. Natalia Via-Dufresne/Laia Tutzo (ESP)         51 Punkte
3. Christina Bessadone/Saskia Clark (GBR)                54 Punkte
11. Steffi Rothweiler/Vivien Kussatz (München/Berlin)    67 Punkte

470er Männer
1. Gabrio Zandoná/Andrea Trani (ITA)                     22 Punkte
2. Gideon Kliger/Udi Gal (ISR)                           41 Punkte
3. Sven Coster/Kalle Coster (NED)                        41 Punkte
28. Morten Bogacki/Stefan Schmoldt (Düsseldorf)        200 Punkte

49er
1. Rodion Luka/Georgiy Leonchuk (UKR)            52 Punkte
2. Jan-Peter und Hannes Peckolt (Hamburg/Kiel)   53 Punkte
3. Pietro und Gianfranco Sibello (ITA)                   59 Punkte

Tornado
1. Xavier Revil/Christophe Espagnon (FRA)                20 Punkte
2. Johannes Polgar/Florian Spalteholz (Kiel)             24 Punkte
3. Santiago Lange/Carlos Espinola (ARG)          36 Punkte

Laser
1. Paul Goodison (GBR)   25 Punkte
2. Nick Thompson (GBR)   32 Punkte
3. Rasmus Myrgren (SWE)  38 Punkte
33. Malte Kamrath (Berlin)       247 Punkte

Finn Dinghi
1. Ben Ainslie (GBR)                     27 Punkte
2. Ivan Kljakovic Gaspic (CRO)           47 Punkte
3. Zach Railey (USA)                     77 Punkte
41. Thomas Reger (Neuwittenbek)      354 Punkte

Quelle: Dirk Neumann, 4Sail Communications

Yngling-WM: Die erste DSV-Medaille des Jahres
(18.02.08) Die Berliner Steuerfrau Ulrike Schümann hat die dritte WM-Medaille ihrer Karriere und die erste für den Deutschen Segler-Verband (DSV) in diesem Jahr gewonnen. Gemeinsam mit ihren Crew-Kameradinnen Ute Hoepfner und Julia Bleck erkämpfte sich die 35-jährige Diplom-Kauffrau vor Miami die Bronzemedaille.
Weltmeisterin wurde Olympiasiegerin Sarah Ayton, die noch bei den Olympischen Spielen 2004 vor Athen als Vorschoterin an der Seite von Shirley Robertson Gold gewann und nun selbst als Steuerfrau Top-Favoritin für die olympische Segelregatta im August vor Qingdao ist. Silber ging an die australische Mannschaft um Krystal Weir.
Ulrike Schümann, die ihrer Olympiapremiere in China entgegen blickt, zog nach der fünftägigen Serie eine positive Bilanz: „Wir haben – abgesehen von einem Ausrutschertag - eine sehr gute Woche hingelegt. Wir sind konstant gesegelt, waren schnell und haben unsere Chancen konsequent genutzt.“
Am letzten Tag hatte die Aktivensprecherin der deutschen Kadersegler dann noch einmal Pech und startete mit Seegras am Ruder als letzte in das Medaillenrennen der besten zehn Mannschaften. Das Trio konnte sich noch auf den siebten Platz vorkämpfen, verpasste aber Silber um einen Punkt. „Wir wissen nun genau, wo wir stehen und woran wir noch arbeiten müssen. Im Unterschied zu den extrem konstant segelnden Britinnen müssen wir unsere Manöverabläufe an Bord weiter verbessern. Dann können wir auch vor Qingdao um eine olympische Medaille segeln.“
DSV-Sportdirektor Hans Sendes schickte seiner Erfolgsmannschaft Glückwünsche aus Hamburg: „Das war zum Auftakt des Olympiajahres eine sehr starke Leistung der Mannschaft Schümann. Wir gratulieren herzlich und hoffen, dass diese Bronzemedaille auch unseren anderen Teams als Motivationsschub dient.“

ENDERGEBNIS
Yngling-Weltmeisterschaft 2008

1. Sarah Ayton/Sarah Webb/Pippa Wilson (GBR); 35 Punkte
2. Krystal Weir/KarynGojnich/Angela Farrell (AUS); 74 Punkte
3. Ulrike Schümann/Julia Bleck/Ute Hoepfner (Berlin); 75 Punkte
4. Sally Barkow/Carrie Howe/Debbie Capozzi (USA); 79 Punkte
5. Ekaterina Skudina/Diana Krutskikh/Natalia Ivanova (RUS); 85 Punkte
6. Anne-Claire Le Berre/Marion Deplanque/Alice Ponsar (FRA); 86 Punkte

Quelle: Dirk Neumann, 4Sail Communications

Match-Race-Offensive am Elfrather See beim SKBUe
(16.02.08) Die Bilder gingen um die Welt, vom Match-Race vor Valencia der Americas-Cup der Segelgiganten im letzten Jahr. Das hautnahe Segeln Yacht gegen Yacht begeisterte Millionen von Zuschauern im TV und in den Print medien. Einen Hauch dieses Weltereignisses , dieser duellartigen Form des Segelns, will der Segelklub Bayer Uerdingen (SKBUe) nun im Frühjahr am Wochenende des 26./27.April dieses Jahres an den Elfrather See nach Krefeld bringen.
Die Vorbereitungen laufen derzeit beim SKBUe auf vollen Touren und beginnen mit einer mentalen Trainingsserie, des "Schachspiels auf dem Wasser", wie das Match-Race-Segeln auch genannt wird die am 27.02/; 26.3;/ 03.04./ von 19.00 bis 22.00 Uhr im SKBUe-Segelzentrum am Klubhaus am Elfrather See stattfinden. Dort wird die beste Deutsche Matchraceseglerin, Ranglistentopstar und Co-Moderatorin des Americas-Cup vor Valencia Nadine Stegewalner die Aktiven in die Taktik des Match-Race einführen.
Mit multimedialer Unter stützung werden Angriff-und Abwehrstrategien sowie Race-Regularien vermittelt. Zu diesen drei Seminartagen lädt der SKBUe die Regattasegler, Hochseesegler, Nachwuchssegler der Region ein die mehr über das Match-Race erfahren wollen und sich in die speziellen Regeln des Match-Race einarbeiten möchten. Für SKBUe-Mitglieder ist das Match-Race-Seminar kostenlos. Für Gäste, die besonders willkommen sind zu diesem Seminar fällt ein Unkosten beitrag von 10.-Euro an. Am Wochenende des 19./20. April wird's dann ernst, es geht's dann zum Match-Race Workshop auf den Elfrather See.
Gesegelt wird dann zwar nicht wie vor Valencia mit 25 m Yachten auf dem Elfrather See , sondern mit Sportina 600 Yachten die aber in der Match-Race Szene einen guten Namen haben und für den harten "Wasserkampf" Yacht gegen Yacht hervorragend geeignet sind. Diese Workshopwochenende dient dann zu Vorbereitung des ersten Krefelder Match Race Grande 4 dem "Niederrhein Pokal" der als großer Event am 26./27.April vor dem SKBUe-Segelzentum auf dem Elfrather See stattfindet. Begleitet und unterstützt wird das Match-Race von der Fachagentur Högel-Sportkommunikation die die Nr.1 in Deutschlands Match-Race Szene ist.
Quelle: Siegfried Döring - SKBUe-Pressewart

Laserflotte beendet WM mit Top-Ergebnis, aber ohne Fortune
(14.02.08) Die deutschen Lasersegler haben die Weltmeisterschaft vor Terrigal (Australien) mit einem Spitzenergebnis durch Alexander Schlonski , aber ohne Fortune beendet. Der Rostocker Steuermann konnte auch mit Platz sechs die Kriterien des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) zur Nominierung für die Olympischen Spiele nicht mehr erfüllen, weil ihm dies im vergangenen Jahr kein Mal gelungen war.
Anders herum dagegen die Lage bei Simon Grotelüschen: Der Lübecker hat die Kriterien im vergangenen Jahr einmal erfüllt, hätte sein Leistungsvermögen bei der WM aber erneut mit einem Platz in den Top Ten nachweisen müssen. Das misslang dem Medizinstudenten mit Platz 27.
"Es ist wirklich jammerschade, dass es für die Lasersegler trotz ihres furiosen Endspurts nicht gereicht hat", sagte DSV-Sportdirektor Hans Sendes, "aber der DOSB hat die Spielregeln vorgegeben: Es sind eben zwei Leistungsnachweise gefordert."
Damit kann der Deutsche Segler-Verband voraussichtlich nur sechs Teams nach Qingdao entsenden, wo im August die Wettfahrten für insgesamt elf olympische Disziplinen ausgetragen werden.
Während es in den Disziplinen 470er Frauen (Stefanie Rothweiler/Vivien Kussatz; München/Berlin), Yngling (Ulrike Schümann/Julia Bleck/Ute Hoepfner; Berlin), Laser Radial (Petra Niemann; Berlin) und 49er (Jan-Peter Peckolt/Hannes Peckolt; Hamburg/Kiel) bereits klare und national unangefochtene Kandidaten gibt, die der Verband dem DOSB zur Nominierung vorschlagen kann, sind die innerdeutschen Vorausscheidungen in den Klassen Starboot und Tornado noch nicht abgeschlossen.
Im Tornado kommt es im Rahmen der Semaine Olympique vor Hyères zum Duell zwischen Johannes Polgar/Florian Spalteholz (Kiel) und den Brüdern Tino und Niko Mittelmeier (Überlingen). Im Starboot kämpfen Marc Pickel/Ingo Borkowski (Kiel/Potsdam) und Robert Stanjek/Markus Koy (Rostock/Hamburg) um die Olympiafahrkarte. Während Pickel/Borkowski bereits alle DOSB-Kriterien erfüllt haben, konnten Stanjek/Koy erst einmal punkten und müssen bei der WM in Miami Anfang April einen Platz unter den besten zehn Teams belegen, um Pickel/Borkowski noch in eine nationale Ausscheidung zwingen zu können.
Quelle: Dirk Neumann, 4Sail Communications

470er: Rothweiler/Kussatz segeln auf Kurs Qingdao
(30.01.08) Die im Jahr 1976 als olympische Segeldisziplin eingeführte 470er-Klasse wird bei den Olympischen Spielen in diesem Sommer erstmals ohne deutsche Beteiligung in der Herren-Konkurrenz stattfinden. Der ehemalige Olympiateilnehmer Lucas Zellmer und sein Vorschoter Heiko Seelig aus Berlin verpassten ihre letzte Qualifikationschance in der einstigen DSV-Paradedisziplin, segelten bei der Weltmeisterschaft vor Melbourne (Australien) nur auf Platz 16.
Besser machten es Stefanie Rothweiler (München) und Vivien Kussatz (Berlin). Die zweimaligen Europameisterinnen von 2006 und 2007 segelten zwar bei der WM zum Jahresauftakt als 13. an den selbst gesteckten Zielen vorbei, hatten aber die Kriterien des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) zur Nominierung für die Olympischen Spiele bereits im vergangenen Jahr erfüllt. Sie müssen wie alle anderen Mitglieder des DSV-TOP-Kaders (Team Olympic Peking) im Olympiajahr lediglich noch einen Leistungsnachweis erbringen und bei einer der großen Regatten in die Top 12 segeln.
"Diese WM-Serie haken wir jetzt ab. Ab 11. Februar trainieren wir vor Mallorca mit unserem neuen Boot", sagte Stefanie Rothweiler, "die Olympischen Spiele selbst werden dann ein ganz anderes Spiel sein. Dort wollen wir in jedem Fall um eine Medaille kämpfen." DSV-Sportdirektor Hans Sendes (Hamburg) sagte: "Ich bin schon etwas überrascht. Ich hatte eigentlich erwartet, dass Steffi und Vivien die WM befreit und beflügelt von der gelungenen Qualifikation absolvieren können. Ich weiß aber, dass sie es viel besser können. Das haben sie ja in den vergangenen Jahren eindrucksvoll bewiesen."
Beste deutsche Mannschaft in Melbourne waren die Berlinerin Kathrin Kadelbach und ihre Hamburger Vorschoterin Frederike Ziegelmayer. Mit Rang acht im finalen Medaillenrennen und Platz zehn in der Endabrechnung demonstrierte das junge Duo zwar seine ansteigende Leistungskurve. Da die Seglerinnen aber die DOSB-Kriterien im vergangenen Jahr kein Mal erfüllen konnten, haben sie keine Chance mehr, Rothweiler/Kussatz die Olympiafahrkarte noch streitig zu machen.
Enttäuschung herrscht indes bei den Männern nach der verpassten Olympiachance. Damit kann der Deutsche Segler-Verband bei der olympischen Regatta vor Qingdao voraussichtlich nur sechs oder sieben von insgesamt elf Segel- und Surf-Disziplinen besetzen. So gut wie sicher sind die Teilnahme an den Disziplinen 49er, Starboot, Yngling, Tornado, 470er-Frauen und Laser Radial. Theoretische Chancen haben noch die deutschen Laser-Segler. Keine Chance mehr gibt es in den Disziplinen RS:X Männer, RS:X Frauen, 470er Männer, Finn Dinghi.
ERGEBNISSE
Abschlusswertung 470er-WM
(Melbourne, Australien)

MÄNNER
1. Nic Asher/Elliot Willis (GBR), 56.10 Punkte
2. Alvaro Marinho/Miguel Nunes (POR), 57 Punkte
3. Gideon Kliger/Udi Gal (ISR), 70) Punkte
16. Lucas Zellmer/Heiko Seelig (Berlin), 150 Punkte
31. Christopher Lorenz/Friedrich Gebert (Berlin), 207 Punkte

FRAUEN
1. Erin Maxwell/Isabelle Kinsolving (USA), 54 Punkte
2. Giulia Conti/Giovanna Micol (ITA), 64 Punkte
3. Elise Rechichi/Tessa Parkinson (AUS), 80 Punkte
10. Kathrin Kadelbach/Frederike Ziegelmayer (Berlin/Hamburg), 125 Punkte
13. Stefanie Rothweiler/Vivien Kussatz (München/Berlin), 136 Punkte

Quelle: Dirk Neumann, 4Sail Communications

49er: Peckolt-Brüder segeln nach WM-Platz sechs auf Kurs Qingdao
(09.01.08) Das spannende Rennen um die Olympiafahrkarte in der 49er-Klasse ist entschieden: Bei der Weltmeisterschaft vor dem australischen Melbourne haben Jan-Peter und Hannes Peckolt mit Platz sechs zum dritten Mal souverän die Kriterien zur Nominierung durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) erfüllt. Gleichzeitig gelang es dem zweimaligen Olympiateilnehmer Marcus Baur und seinem Vorschoter Hannes Baumann mit Platz 22 nicht mehr, das Blatt noch einmal zu ihren Gunsten zu wenden und eine mögliche nationale Vorausscheidung zu erzwingen.
"Die WM war für uns ein wichtiges Etappenziel auf dem Weg zu den Olympischen Spielen, aber nicht der große Saisonhöhepunkt", relativierte Jan-Peter Peckolt das Ergebnis in Australien, "wir sind aber sehr erleichtert und glücklich über unser Ergebnis und können uns nun mit aller Konzentration auf unsere erste Teilnahme an den Olympischen Spielen vorbereiten." DSV-Sportdirektor Hans Sendes (Hamburg) gratulierte dem erfolgreichen Team vom Yacht-Club Langenargen und der Segelgemeinschaft Waldsee zur souveränen Leistung: "Es ist schon eindrucksvoll, wie sich diese beiden jungen Männer in den vergangenen Jahren konsequent verbessert haben. Sie werden bei den olympischen Spielen eine Verstärkung für die deutsche Mannschaft sein und sicher auch zu den Medaillenhoffnungen zählen."
Zur Olympiafahrkarte fehlt den Studenten aus Hamburg und Kiel nach dem anstehenden Vorschlag durch den Deutschen Segler-Verband (DSV) im Sommer nur noch die offizielle Nominierung durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). Zu den olympischen Chancen des Brüderpaares sagte Jan-Peter Peckolt: "Wir werden nicht als Top-Favoriten starten, zählen uns aber zum erweiterten Kreis von etwa zehn Teams, die eine Medaille gewinnen können. Und das ist natürlich unser Ziel."
Der 26-jährige "Pit" Peckolt studiert Wirtschaftsingenieurswesen in Hamburg, sein ein Jahr jüngerer Bruder und Vorschoter Hannes Medizin in Kiel. Die Mannschaft wird von T-Systems und weiteren namhaften Wassersportunternehmen gefördert und segelt seit dem Olympiajahr 2000 gemeinsam im 49er. Die Peckolts führen die Weltrangliste seit Februar 2007 an und wurden im gleichen Jahr erstmals Vize-Europameister. Nach der Niederlage im innerdeutschen Olympiaduell gegen Marcus Baur und Max Groy vor vier Jahren konnten die Jüngeren dieses Mal den Routinier im Kampf um die Olympiafahrkarte besiegen.
Nach nur zwei Jahren in einem Boot mit Hannes Baumann reichte es für Marcus Baur zum Karriereende nicht zur dritten Olympiateilnahme. Der 36 Jahre alte dreifache Europameister zeigte sich aber in Australien als fairer Verlierer, gratulierte den Peckolts zur konstant guten Leistung: "Die Peckolt-Brüder haben das Olympiaticket verdient eingefahren. Ihre Leistungen in den letzten Monaten machen sie in jedem Fall zur richtigen Besetzung für Qingdao."
Hans Sendes würdigte auch die Langzeit-Leistungen Baurs ausdrücklich: "Marcus zählte lange Zeit zu unseren Leistungsträgern im olympischen Segelsport, war Vizeweltmeister und hat uns zweimal bei den Olympischen Spielen vertreten. Wir hätten ihm dort die verdiente Medaille gegönnt, wissen aber seine Leistungen auch so zu schätzen."
Dem zeitweise heftig umstrittenen deutschen Olympia-Duell zwischen den Peckolts und Baur/Baumann folgt nun möglicherweise die Annäherung. "Wir würden uns sehr über die Unterstützung von Marcus Baur auf dem Weg nach China freuen, um von seiner großen Erfahrung profitieren zu können", wünscht sich Jan-Peter Peckolt.
Weltmeister wurden vor Sorrento bei Melbourne die australischen Lokalmatadoren Nathan Outteridge/Ben Austin (60 Punkte) vor den Briten Stevie Morrison/Ben Rhodes (64) und den Ukrainern Rodion Luka/George Leonchuk (79).
ENDERGEBNIS 49ER-WELTMEISTERSCHAFT 2008

1. Nathan Outteridge/Ben Austin (AUS)               60 Punkte
2. Stevie Morrison/Ben Rhodes (GBR)                 64 Punkte
3. Rodion Luka/George Leonchuk (UKR)                79 Punkte
6. Jan-Peter und Hannes Peckolt (Hamburg/Kiel)      89 Punkte
22. Marcus Baur/Hannes Baumann (Kiel)              150 Punkte

Quelle: Dirk Neumann, 4Sail Communications

50 Jahre Korsar - Gut aufgestellt ins Jubiläumsjahr
(07.01.08) Mit einer vollen Rangliste und viel Elan starten die Korsare ins Jahr 2008. Mit 98 Teams in der DSV-Rangliste 2007 ist der Korsar unter den Trapezjollen für Erwachsene wieder die größte Klasse in Deutschland.
Höhepunkte der Jubiläumssaison 2008 sind die Deutsche Meisterschaft im Mai in Waging, der Ostsee-Cup und die Meisterschaft der Korsar-Meister im Oktober in Langen.
Die Saison beginnt mit einem Ski-Yachting. Dabei werden die Ergebnisse aus Skifahren und Segeln zusammengerechnet. Zu Pfingsten folgt die Jubiläumsregatta in Inheiden (Hessen). Die IDM findet vom 20.-25. Mai am Waginger See statt, der Heimat des Korsaren. Denn in Waging baute Leonhard Mader 1958 den ersten Korsaren. 1963 fand hier die erste Deutsche Meisterschaft statt. Der Waginger Segelclub freut sich daher besonders, die Jubiläumsmeisterschaft auszurichten. Im WSC waren lange Zeit die Korsare Nr. 1 und 2 als Clubboote beheimatet. Zum idyllischen Waginger See werden auch die Titelverteidiger Uta (geb. Koch) und Frank Thieme aus Berlin reisen, um ihren Meistertitel gegen die süddeutschen Lokalmatadore zu verteidigen.
Beim Ostsee-Cup kann man die Gesamtwertung aus den Korsar-Regatten der Warnemünder Woche und Travemünder Woche gewinnen. Die Sieger werden am Ende auf der Travemünder Woche geehrt. Auch die Berliner Meisterschaft am 6./7. September wird eine Jubiläumsveranstaltung, und zwar im doppelten Sinne: Denn dort feiern die ältesten Berliner Korsarsegler, Micky Guntsch (nebenbei bekannt als Schiedsrichter beim Match-Race) und Manfred Grupe ihr 50. Teamjubiläum, und zugleich 40 Jahre im Korsar. Zu dem Anlass sind alle alten Weggefährten, die meisten heute schon ohne Korsar, eingeladen. Auch für die "Jungen" wird die Berliner Meisterschaft interessant, erwartet sie doch ein großes Teilnehmerfeld.
Krönender Abschluss des Jubiläumsjahres wird die Meisterschaft der Korsar-Meister am Langener Waldsee (bei Frankfurt a.M.). Dazu lädt die Klassenvereinigung alle ehemaligen Meisterschaftsgewinner ein, sich wieder einmal auf das kleine kipplige Sportboot zu setzen, und gegeneinander um die Wette zu segeln. Das Material werden freundliche Regattasegler von Heute bereitstellen.

Über den Korsar
Ursprünglich einmal als Jugendboot gedacht, wurde der Korsar von Anfang an stärker noch von Erwachsenen gesegelt. Das ist nicht erstaunlich, stellten sich als bestes Crew-Gewicht doch etwa 120 - 160 kg heraus, um mit den 14,5m² Am-Wind Segeln bei allen Windstärken schnell zu sein. In den 1960er und frühen 1970er Jahren war der Korsar in der Bundesrepublik und Westberlin die Regattajolle schlechthin. Viele der guten Segler aus dieser Zeit segelten entweder einmal OK-Jolle oder Korsar. Schon 1980 nicht mehr Jugendklasse, hat sich der Korsar dennoch eine große Anhängerschaft erhalten und neu gewonnen. Nebenbei sind die Boote sehr stabil geworden und bleiben 20 Jahre lang konkurrenzfähig.
Eines ist der Korsar geblieben: Eine leichte (Rumpfgewicht: 100 kg), sportliche Trapezjolle. Großer - bei Wind: nasser - Segelspaß, gute Regattafelder und das nette Miteinander auf den Regatten begeistern die Segler und machen die Klasse für Ein-, Auf- und Umsteiger jeden Alters interessant.
Quelle: Torsten Simon

Olympische Klassen: Tornado ist raus
(11.11.07) Das Ringen der Repräsentanten im Weltseglerverband (ISAF) um die olympischen Segelkategorien der Zukunft ist beendet. Auf ihrer Jahrestagung im portugiesischen Estoril haben sich die Delegierten entschlossen, die Duell-Disziplin Matchrace wieder ins olympische Programm aufzunehmen. Zunächst jedoch nur für Frauen. Der Kampfabstimmung über die künftig nur noch zehn statt wie bislang elf Disziplinen für die olympische Segelregatta 2012 fiel überraschend der schnelle Katamaran Tornado zum Opfer.
Die 36 Delegierten des ISAF-Council hatten am Freitagmittag zunächst entschieden, 2012 sechs Disziplinen für Männer sowie vier Disziplinen für Frauen ins Programm aufzunehmen. Ein Antrag, jeweils fünf Disziplinen für Männer und Frauen anzubieten, wurde abgelehnt.
Eine zweite große Überraschung ist die Nichtaufnahme einer modernen sogenannten Highperformance-Jolle für Frauen. Hier hatte sich in der Abstimmung die neue Matchrace-Disziplin knapp mit 21:20 Stimmen durchgesetzt. Das olympische Segelprogramm für Frauen besteht nun 2012 aus den Kategorien Einhand (Laser Radial), Zweihand (470er), dem Surfbrett RS:X sowie einem noch auszuwählenden Kielboot für das Matchracing.
Die Männer segeln in fünf Jahren in diesen Kategorien um olympisches Edelmetall: Einhand (Laser), Einhand für schwerere Segler (Finn Dinghi), Surfen (RS:X), Highperformance-Jolle (49er) und Kielboot (Starboot).
«Es ist insgesamt ein passabler Kompromiss», urteilte Rolf Bähr. Der Präsident des Deutschen Segler-Verbandes (DSV) hatte an den Abstimmungen in Portugal teilgenommen.
Die jeweiligen Bootsklassen in den festgelegten Kategorien müssen allerdings vom Weltsegler-Verband bei der Jahrestagung im November 2008 noch einmal bestätigt und anschließend auch vom IOC ratifiziert werden.
Quelle: Volker Böking

BMW Sailing Cup: Hamburg freut sich auf das Finale einer Rekordsaison.
(26.10.07) Der eingeschlagene Kurs des BMW Sailing Cup ist ein voller Erfolg: In seiner zweiten Saison kann die internationale Regattaserie für Segelamateure von sich behaupten, einen festen Platz im Kalender vieler Freizeitsegler eingenommen zu haben. Nachdem in der ersten Saison der Regattaserie im Jahr 2006 1.400 Segelamateure aus Deutschland, Dänemark, Großbritannien, Spanien, Italien und Malta am Start waren, wollten 2007 alleine in Deutschland 900 Segler beim BMW Sailing Cup dabei sein - im Vorjahr waren es noch 120. Von Kiel bis Lindau wurden bundesweit 14 Qualifikationsregatten ausgetragen, deren Siegerteams von BMW nun zum nationalen Finale nach Hamburg eingeladen wurden. Das Deutschlandfinale wird vom 26. bis 28. Oktober parallel zur „Meisterschaft der Meister“ auf der Außenalster ausgetragen.
Zahlen, die Manfred Bräunl, Leiter Marketing BMW Deutschland, gerne kommentiert: „Wir freuen uns darüber, dass der BMW Sailing Cup bei unserer Zielgruppe auf so große Resonanz stößt. Das Vorhaben, den Yachtsport neben unseren Engagements bei Top-Events wie dem America’s Cup und der Kieler Woche auch vor Ort für unsere Kunden erlebbar zu machen, ist geglückt. Ambitionierte Segler sehen im BMW Sailing Cup eine sportliche Herausforderung und gleichzeitig ein exklusives Erlebnis. Nicht zuletzt deshalb freuen wir uns sehr, das wir das Deutschlandfinale parallel zur Meisterschaft der Meister in Hamburg austragen können.“
Nur Olympia-Medaillengewinner, Welt-, Europa- und Deutsche Meister sind bei der Meisterschaft der Meister startberechtigt .Dies spiegelt den Charakter des BMW Yachtsport Engagements wider, Segelsport, auf höchstem Leistungsniveau und im Amateurbereich zu vereinen. Bräunl fügt hinzu: „Bei den Qualifikationsregatten, die die BMW Händler vor Ort gemeinsam mit lokalen Yachtclubs organisiert haben, konnten wir feststellen, dass nur etwa 40 Prozent der Teilnehmer BMW Kunden sind. 60 Prozent waren Freizeitsegler, die etwa über Anzeigen oder Radiowerbung aktiviert wurden. Dies zeigt, dass der BMW Sailing Cup eine attraktive Regatta ist.“
Die 54 besten Segler der Qualifikationsregatten stehen sich nun beim Höhepunkt des BMW Sailing Cup Deutschland gegenüber. 14 Teams treten an im Kampf um den deutschen Titel, gesegelt werden Fleet Races in Sportbooten vom Typ Bénéteau First Class 7.5. Auf die beste Crew wartet eine besondere Belohnung: Die Gewinner des Deutschlandfinales qualifizieren sich für die Teilnahme am Weltfinale des BMW Sailing Cup International, welches voraussichtlich im April 2008 stattfinden wird.
„Beim ersten Weltfinale in Valencia im April 2007 wurde das deutsche Team Weltmeister gegen die anderen sechs teilnehmenden Nationen“, sagt Bräunl. „Die Gewinner des BMW Sailing Cup Deutschlandfinale 2006 holten die Ehre, den sportlichen Erfolg, die Achtung der teilnehmenden Team nach Deutschland und den Pokal, der seit dem einen Ehrenplatz in meinem Büro genießt. Am Wochenende geht es erneut um die Teilnahme am Weltfinale - es gilt also, den Titel zu verteidigen.
Schon jetzt dürfen sich aber alle teilnehmenden 14 Teams als Gewinner fühlen. Sie können sich auf ein aufregendes Segelwochenende in Hamburg und ein exklusives Rahmenprogramm freuen. Am Samstag lädt BMW als Teilnehmer zu einer Abendveranstaltung in die Historische Speicherstadt ein. Ehrengäste sind Rolf Bähr, Präsident des Deutschen Segler-Verbandes und Schirmherr des Abends, sowie Angelika Volquartz, die Oberbürgermeisterin von Kiel. Als langjähriger Hauptsponsor und Presenter der Kieler Woche ist BMW der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt partnerschaftlich verbunden.
Markus Wieser, einer der erfolgreichsten Segelprofis Deutschlands ist ebenfalls zu Gast beim Deutschland-Finale. Ihm gelang in dieser Saison das einmalige Kunststück, Titel in drei verschiedenen Klassen zu gewinnen: Deutscher Meister im Match Race, Europameister im Drachen und Weltmeister im Big Boot. Am Finalsonntag wird der zweimalige Welt- und fünffache Europameister Wieser zwischen den Wettfahrten ein Coaching für alle teilnehmenden Teams durchführen und dabei praktische Tipps geben sowie seine taktischen Fleet Race Kenntnisse weitergeben.
Quelle: BMW Yachtsport Press Office

Kielzugvogel: Diederichs gewinnen Schanzer G`frier vor Ingolstadt
(16.10.07) Die Traditionsregatta des Schanzer G`frier 2007 der Kielzugvögel fand am Wochenende auf der Donau bei Ingolstadt. An beiden Tagen bestes Herbstwetter mit Sonnenschein und östlichen Winden. Diese Bedingungen erfüllten die Teilnehmer mit soviel Tatendrang, dass die erste Wettfahrt nach einem Massenfrühstart zwar gesegelt wurde, später dann annulliert werden musste. Die Zeit reichte am Samstag dann aber doch noch zu zwei weiteren Wettfahrten - aufgrund des etwas abflauenden Windes war aber keine der 21 Mannschaften überfordert. Das traditionelle Haxn-Essen am Abend baute dann alle auf, es am nächsten morgen mit der dritten Wettfahrt zu probieren. Dieser Sonntagvormittag lieferte einen Saisonabschluss wie man ihn sich nicht besser wünschen kann. Zwar kalt, aber mit einem konstanten Ostwind (3 Bft) und Sonnenschein vom Feinsten. Gerd und Anke Diederich vom Segel klub Bayer Uerdingen (SKBUe) lieferten bei dieser Regatta einen lupenreinen Hattrick ab mit 3 ersten Plätzen. Die nach folgenden vier Mannschaften liegen punkt mäßig dicht beieinander (11-12-14-16) hier wurde richtig knackig gesegelt. Eindrucksvoll ist in Ingolstadt wieder, dass man vom Rand des Stau sees diese Regatta ganz nah miterleben kann. Es lohnt seine Schlachtenbummler mitzubringen! Entschieden wurde bei dieser Regatta auch, wer den DREI SEEN Pokal gewinnt. 2007 geht der Pokal zum Ehepaar Gerd + Anke Diederich vom SKBUe (1. Staffelsee / 4. Pilsensee / 1. Donau). Ein Super Saisonabschluss für das Seglerehepaar Diederich die sich seid drei Jahren in die bundesdeutsche Spitzengruppe der Kielzugvögel gesegelt hat. Platz sechs bei der Regatta vor Ingolstadt für das Mix Karl Dechant (SKBUe)/Rita Weneke (WSFE).
Quelle: Siegfried Döring - SKBUe-Pressewart

Zum ersten Mal seit 1995: Baltic Traditional startet wieder 2008
(11.10.07) Baltic Traditional gab es von 1990 bis 1995 - dann stellte der Kommodore der Baltic Taditional Organisation , der deutsche Hochseesegler Ernst Schliemann die Segelregatten mit Teilnehmern aus allen baltischen Staaten ein. Zu umfangreich waren die Vorbereitungen geworden, zu zahlreich die Anfragen aus den Oststaaten - und auch die immens wachsenden Kosten für die Absicherung der Schiffe und Hafenfeste waren nicht mehr aufzubringen. Zudem erhöhten Schweden, Dänemark und Deutschland immer mehr die Voraussetzungen zur Einreise von Yachten , für die Crewmitglieder mußten Krankenversicherung und Rücktransportgarantie gestellt werden - nicht mehr machbar für die nur aus sechs Mitgliedern bestehende Organisation. Auch die Schirmherrschaften des deutschen Außenministers, des schwedischen Königshauses und des russischen Kulturministers konnten die enormen Aufwendungen nicht mehr absichern.
Denn schon 1993 waren 800 Segler aus 11 Staaten dabei, 1994 kamen zusammen mit der russischen Sedov mehr als 1000 Teilnehmer, an den Regatten 1992 nahmen sogar die Rahsegler Kershones und MIR teil.
250 000 Besucher kamen zu den Hafenfesten, allein das kleine schwedische Mörbylanga mit seinen 2000 Einwohnern erlebte 1994 einen Ansturm von 30 000 Zuschauern.
Nun soll es 2008 eine Neuauflage geben - von Eckenförde aus soll Baltic Traditional als gemeinsames Segeln von Hafen zu Hafen gestartet werden. Wieder wird es eine Führungsyacht geben, in den Häfen wird alles vorbereitet sein. Ziel soll die Hanse Sail Rostock werden, nachdem man zuvor wieder den traditionellen Hafen von Mörbylanga angelaufen hat . Auch ist der Besuch von Karlskrona und Rönne / Bornholm geplant. Gestartet wird um den 20.Juli 2008 -die Hanse Sail ist vom 7.-10.8.2008.
Es werden wieder die bewährten Grundregeln gelten : Mindestschiffslänge 8 m, hochseetüchtige Ausrüstung nach Großer Seemannschaft und Empfehlung DSV, Skipper und Co Skipper mit den notwendigen Patenten, Sprechfunk. Jedes Schiff erhält eine Kennzeichnungsflagge, welche die Einfahrt in die Häfen öffnet. Wie auch schon früher nimmt jeder Skipper auf eigene Verantwortung teil, wird aber vom Führungsschiff bei Bedarf unterstützt.
In den Häfen wird wie früher ein volles Programm organisiert sein, sowohl das Captains Race - wo die Schiffsführer sich im Optimisten messen - dass berühmte Kanurace " serving the Captains tea " - wo von jedem Schiff eine 2 Mann Crew eine dritte Person, welche im Kanu stehend ein Tablett mit sechs Gläsern voll Rum um einen Kurs als Matchrace paddeln muss und auch das Kräftemessen im Tauziehen - wo das Tau quer über einen Kanal gespannt ist und der Schwächere zumindest schwimmen können sollte - werden für Spass und sportlicheAkzene sorgen. Auch offen steht immer noch die Revanche im Fussball zwischen einem schwedischen Team und einem aus acht Nationen gemischtem Team der Balic Traditional Yachten, welches mit 8 : 7 für Schweden ausging - und dem polnischen Mannschafts Coach nahezu einen Nervenzusammenbruch bescherte. Doch noch berühmter als die sportliche Seite waren die Auftritte der Chantychöre aus Polen, Russland oder Litauen - die Kirche von Kalmar war 2003 innerhalb von wenigen Stunden restlos ausverkauft, als dort ein Konzert angekündigt wurde. Und dann mußten die singenden Segler stundenlange Zugaben geben - die Schweden waren restlos begeistert.
Unterlagen und genaue Terminpläne wird es zur Düsseldorfer Boot geben - Voranfragen und erste Reservierungen der begrenzten Teilnehmerplätze können unter der Eckernförder Ruf/ Faxnummer 04351 - 667390 beantwortet werden.
Quelle: Ernst Schliemann

Optimalen Bedingungen: IDM der Hobie 16
(09.09.07) Auch am zweiten Tag der IDM gab es wieder ideale Segelbedingungen für die Teilnehmer der Internationalen Deutschen Meisterschaft der Hobie 16 vor Workum. Bei bedecktem Himmel und der Windstärke von vier Bft. wurde die erste Wettfahrt an diesem Tage und die fünfte der IDM um 11.00Uhr pünktlich gestartet. Die Segler mussten sich durch eine hohe typische Ijsselmeerwelle wegen starker Winde von der Nacht kämpfen. Während der Wettfahrt flaute der Wind und die Welle zeitweise ab. Wegen Kenterungen nahmen dann auch einige Segler zusätzliche unfreiwillig Bäder in dem nicht so warmen Ijsselmeer. Zum Nachmittag nahm er dann wieder zu. So konnte Wettfahrtleiter Frank Bittner und seiner Crew auf dem Startschiff sowie die Helfer auf den Motorbooten und Yachten zügig 4 Wettfahrten hintereinander segeln lassen. Es gab keine Proteste. Detlef Mohr/Karen Wichardt (HSC/SCKe) die sich noch Hoffnungen auf den Titel machen konnten, wurde von der Jury wegen einem Frühstart in der dritten Wettfahrt disqualifiziert. Damit hatte er seinen Streicher für die Serie und seine Chance reduziert. Das SKBUe-Team Frank Suchanek/Saskia Schlinker konnte durch seine konstante Platzierungen seine Position mit Platz vier des Feldes festigen.
Alle Aktiven bei der IDM lobten nach dem Wettfahrtende des heutigen Tages die angenehme Länge der Kurse, die Lage der Tonnen und der Start- und Ziellinie. Alle Aktiven, Seeleute und Sehleute freuten sich dann auch auf die Livemusik von "Fiffty Minutes" am heutigen Abend und auf die typischen Partystimmung am Abend. Der Zwischenstand nach acht Wettfahrten ist nun:
Bei der Goldgruppe der Hobie 16 Cats (IDM)
1.        Platz Ulf Hahn/Maxi Jarling (SCKe)
2.        Platz Detlef Mohr /Karen Wichardt (HSC/SCKe)
3.        Platz Jens Goritz/Simone Monreal (SKBUe)
4.        Platz Frank Suchanek/Saskia Schlinker (SKBUe)
von 44 Teilnehmern, es gab von niederländische Aktiven Nachmeldungen..
In der Silbergruppe der Hobie 16 Cats ergibt sich der Zwischenstand.
1.        Platz Patrik Heilmann/Oliver Lamm (BHS 2000)
Der Zwischenstand der Hobie Tiger Cats nach acht Races ist
1.        Platz Thomas + Michael Walter (SVN)
2.        . Platz Andreas Bredendiek/Niels Frömer (DYC)
3. Platz Robert + Nicola Schuetz (PSC)
somit gibt es noch spannende Finalrennen am morgigen Tag:
Folgender Zeitplan ist für den morgigen Finaltag geplant:
09.09 ab 08.00 Uhr Möglichkeit zum gemeinsamen Frühstück
08.45 Uhr Steuermann/Fraubesprechung + Wetterbericht
09.00 Uhr Startbereitschaft
14.30 Uhr ..Letzte Startmöglichkeit

Quelle: Siegfried Döring - SKBUe-Pressewart

505er: Sieg für Dasenbrook/Meier siegen bei der Travemünder Woche
(29.07.07) Die 118 Travemünder Woche die zweitgrößte Segelsportveranstaltung der Welt geht heute zu Ende. Vom 14-Footer bis zum Trias reicht die Vielfalt der 118. Travemünder Woche, bei der 2007 erstmals mehr als 40 Bootsklassen am start waren.. Vom 20. bis zum 29. Juli kämpften mehr als 2.500 Aktive auf rund 1.000 Booten. Das im Vorjahr neu gestaltete Landprogramm wurde mit vielen Highlights verfeinert . Wieder zog es wieder mehr als eine Million Besucher an der Travemündung um sich guten Segelsportsport und ein exelentes Beiprogramm anzusehen.
Der Segelklub Bayer Uerdingen (SKBUe) war auch in diesem Jahr mit einigen Teams am Start dieses Großevents und konnte in der Klasse der 505 er Jollen den Travmünderwoche Sieger stellen. Das Mix Norbert Dasenbrook(KSW) und Sven Meier (SKBUe) konnten nach einer Superserie von 1/1/1/3/3/(6)/2 mit 11.0 Punkten den Sieg in der 505er Jollen Klasse und den Travemünder Woche Sieg ersegeln. Am Start auf der Ostsee vor Travemünde waren 15 Jollen der 505er aus Deutschland, Schweden und Polen. In der Klasse der olympischen 470er Jollen kam das Damen-Mix mit Lena Waterkamp (KsCH)/Bea Badouin (SKBUe) auf Platz 14 von 19 Booten. Bei der Deutschen Bestenermittlung 2007 der "Beneteau 25" Rennyachten war der ehemalige 470er Segler und derzeitige SKBUe-Leistungssportkoordinator Holger Blunenkamp als Crewmitglied an Bord der Yacht von Axel Röder vom Wesel Yacht Club. Das Team kam von 24 Rennyachten auf Platz 12.
Quelle: Siegfried Döring - SKBUe-Pressewart

Cammas überquert Atlantik in Weltrekordzeit
(24.07.07) Der Franzose Franck Cammas hat einen neuen Transatlantik-Weltrekord für Segelboote aufgestellt. Knapp 100 Stunden nach dem Start in New York erreichte er und seine Crew die Südwestküste Englands. Mit an Bord war auch der Schweizer Stève Ravussin.
4 Tage, 3 Stunden und 58 Minuten benötigte die Equipe um Skipper Cammas, um mit dem Maxi Trimaran Groupama 3 die rund 5400 Kilometer von New York bis zum Kap Lizard (Gb) zurückzulegen.
Damit überquerte Cammas als erster Segler den Atlantik in weniger als 100 Stunden und löste seinen Landsmann Bruno Peyron als Rekordhalter ab. Dieser war bei seiner Rekordfahrt im Juli 2006 rund viereinhalb Stunden länger unterwegs gewesen. Fernziel der Equipe bleibt der Weltumrundungs-Rekord bei der «Trophée Jules Verne», die im Dezember dieses Jahres gestartet wird.
Quelle: Peter O.Walter

HSH Nordbank blue race: Alle Schäfchen im Trockenen
(09.07.07) Am Montag war es soweit: 22 Tage und zehn Stunden nach dem ersten Start in Newport/USA am 16. Juni haben alle Teilnehmer des HSH Nordbank blue race die Ziellinie vor Cuxhaven überquert. Bunt beflaggt liegen die Yachten nun im Hamburger City Sporthafen. „Rambler“ ist Gesamtsieger. „Outsider“, „Iskareen“ und „Peter von Seestermühe“ konnten in ihren Klassen gewinnen. Zwei von 24 Yachten mussten das Transatlantikrennen abbrechen, aber alle Teilnehmer haben die 3600 Seemeilen lange Nordatlantikroute ohne große Schäden überstanden.
Alle Yachten des HSH Nordbank blue race sind im Ziel angekommen und die Ergebnisse stehen fest. Die Segler feiern beim ersten Bier im HSH Nordbank blue race Village an der Kehrwiederspitze. Bis zur großen Preisverleihung am kommenden Sonnabend bleibt Zeit, sich wieder an das Landleben zu gewöhnen. Mehr oder weniger unversehrt und ohne große Schäden kam die Flotte innerhalb einer Woche in den Hamburger Hafen. Als erste Yacht erreichte am 1. Juli die „Outsider“ von Tilmar Hansen (57) aus Kiel die Ziellinie. Als Schlusslicht segelte Constantin Claviez (44) mit seiner Swan 44 am 10. Juli um 6.42 Uhr morgens ins Ziel und nahm aus der Hand von Friedhelm Landwermann ein Modell der Kugelbake entgegen, das der Vorsitzende der Segelvereinigung Cuxhaven allen Skippern nach dem Finish überreichte.
Die Crews der Marten 49 „Taonga“ von Jochen Claussen und der 54 Meter langen „Parsifal III“ mussten wegen Schäden an den Segeln das Rennen aufgeben. Somit erreichten 22 Yachten das Ziel innerhalb der Wertung, obwohl der Nordatlantik in den vergangenen drei Wochen eine heftige Mischung aus Sturm, haushohen Wellen, Flaute und Strom sowie einen Cocktail aus verschiedensten Windrichtungen parat hielt.
In einer E-Mail an alle in Bereitschaft stehenden Rettungsstationen verkündete Wettfahrtleiter Alan Green aus London daraufhin das Ende der Wettfahrt und bedankte sich bei allen Beteiligten für die Unterstützung. Damit konnte der Brite seinen verantwortungsvollen Job vorerst beenden und den wohlverdienten, lange vermissten Schlaf nachholen. Green und ein großes Team aus ehrenamtlichen Helfern vom Norddeutschen Regattaverein waren während der Zieldurchläufe in Cuxhaven Tag und Nacht auf standby und hatten wenig Ruhe gefunden. Nun fällt die Anspannung ab und Erleichterung macht sich breit. „Alle Crews ohne schwere Verletzungen und die Yachten ohne größere Schäden wieder im Hafen zu wissen, ist ein gutes Gefühl“, so der 68-jährige Green.
Die Swan 62 „Albatros“ humpelte zwar mit einem Ruderschaden über den Parcours, aber die Crew hatte sich vorgenommen, das Rennen trotz des Handicaps zu beenden. „Wir wollten die Wettfahrt mit Stil zu Ende bringen“, sagt Eigner Manfred Kerstan (70) aus Berlin. Bei einer Kollision mit einem Wal war das Ruderblatt so stark beschädigt worden, dass es ständig bremste. „Ich dachte, der Mast kommt runter, so hat das geknallt. Ich bin schon oft über den Atlantik gesegelt, aber dass mir das ausgerechnet in einer Regatta passiert, ist ganz blöd gelaufen“, so Kerstan, der bereits zum 28. Mal den Ozean überquerte.
Noch vor dem Start hatte Peter Flügge allen Crews viel Glück gewünscht, denn der Bremer Segler büsste im Nordatlantikrennen 2003 seine „Monsun“ ein. Die Yacht war nach einer Kollision mit einem unbekannten Objekt auf dem Nordatlantik gesunken. Alle Crewmitglieder konnten ohne Verletzungen gerettet werden, aber die Erinnerung an das Unglück saß vielen Seglern in den Knochen als sie am 16. Juni an den Start zum HSH Nordbank blue race 2007 gingen. Daher war der Empfang der Segler in den vergangenen Tagen meist von Erleichterung geprägt. Die Familien, Freunde und Bekannte nahmen ihre mit Atlantikwasser gewaschenen Liebsten befreit und froh in die Arme.
Ein großes Hallo gab es auch für die fröhliche Crew der „Peter von Seestermühe“. Das älteste Schiff der Regatta (Baujahr 1936) segelte auf einen hervorragenden Gesamtrang fünf und ließ damit manche moderne Yacht hinter sich. „Es waren gerade zu Anfang unsere Bedingungen“, sagt Eigner und Skipper Christoph von Reibnitz. „Bei dem anfänglichen Sturm hätte so manch anderer Mast nach seiner Mama geschrieen, aber unsere alten Holzmasten haben sich hervorragend bewährt“. Die großen Sympathieträger des Rennens kämpften bis zum Schluss um die Plätze, wurden aber kurz vor dem Ziel noch einmal ausgebremst. „Wenige Meilen vor dem Ziel sind wir ganz gemein in der Flaute hängen geblieben, das war frustrierend. Nach 22 Tagen auf See will man nur noch ankommen“, meint Crewmitglied Gerhard Rötters (61). Der Hamburger war 2003 als Chef der Mercedes Benz Niederlassung Hamburg als Titelpartner der Regatta an Land geblieben. Diesmal war er auf dem Nordatlantik mit dabei. Kerstin Tröger aus Hamburg arbeitet für den diesjährigen Titelpartner und fuhr trotz Gipsfuß bis nach Cuxhaven, um ihre Crew der „HSH Nordbank“ zu empfangen. Die 41-Jährige war auf dem Schiff in Newport an den Start gegangen, musste aber nach einigen Tagen wegen eines Unfalls von der Kanadischen Küstenwache von Bord der Luffe 48 abgeborgen werden, um ihren gebrochenen Knöchel operieren zu lassen. Sie konnte daher die Regatta nicht zu Ende segeln und empfing „ihre Jungs“ mit einem lachenden und einem weinenden Auge im Ziel.
Nach dem Vorfall hatte die Crew alles gegeben, um das Feld wieder einzuholen und schaffte es, nicht als letzte Yacht ins Ziel zu segeln. Noch kurz vor Cuxhaven konnten die Kieler und Flensburger Segler die „Charisma“ von Constantin Claviez überholen und ihnen die so genannte „rote Laterne“ übergeben. Claviez hatte mit dieser Position aber gerechnet und sah es nicht als Niederlage an, schließlich segelt der Hamburger das kleinste Schiff der HSH Nordbank blue race-Flotte. Berechnet sieht es für den professionellen Skipper daher auch nicht schlecht aus: Siebte von 22 gewerteten Yachten lautet das Ergebnis für die „Charisma“-Crew. Die „HSH Nordbank“ segelte trotz des Zwischenfalls auf Rang 17.
Quelle: PR Team Andreas Kling/Mareike Guhr

HSH Nordbank blue race: Rambler stellt neuen Rekord auf
(05.07.07) Es war ein packendes Finish. Die Swan 82 „Grey Goose“ konnte sich als dritte Yacht über den Zieleinlauf in Cuxhaven freuen und wurde von Fans und Freunden stürmisch begrüßt. Aber dicht auf den Fersen folgte ihnen bereits die schnelle „Rambler“. Der Supermaxi segelte im zweiten Start eine Woche später los, stellte eine neue Bestzeit auf und übernimmt die Führung im vorläufigen Klassement.
Kurz vor dem Ziel wurde es noch einmal richtig spannend im Duell „Grey Goose“ gegen „Rambler“. Wer kommt als dritte Yacht ins Ziel? Tobias König (44) aus Hamburg verteidigte seine Position mit viel Kampfgeist und so konnte die 16-köpfige Crew der „Grey Goose“ schließlich die Ziellinie der 3600 Seemeilen langen Wettfahrt an dritter Position queren. Doch kurz darauf rauschte auch schon der Supermaxi „Rambler“ mit 20 Knoten heran und lief mit neuer Bestzeit nach nur 11 Tagen, 16 Stunden, 13 Minuten und 59 Sekunden in Cuxhaven ein. Damit stellte die Proficrew von America’s Cup- und Ocean Race-Seglern den 2003 aufgestellten Rekord klar ein. Die 26 Meter lange „UCA“ von Ex-Arbeitgeberpräsident Klaus Murmann brauchte vor vier Jahren genau 13 Tage, 7 Stunden und 22 Minuten für die Strecke von Newport nach Cuxhaven.
Die graue Gans hingegen, die für das Emissionshaus König & Cie als einem der Regattapartner ins Rennen ging, startete bereits am 16. Juni in der ersten Gruppe und segelte somit in 18 Tagen, 14 Stunden, 26 Minuten und 55 Sekunden über den Nordatlantik.
„Wir haben gerade so viel Wind bekommen, dass wir gegen den Strom vorwärts kamen und damit vor Rambler bleiben konnten“, freute sich Martin Borkmann von König & Cie. „Als drittes Schiff im Ziel - das haben wir geschafft!“. Die „Grey Goose“ segelte um 10.26 Uhr unter Gennaker und Groß über die Ziellinie in Cuxhaven. An Bord flogen nach dem Zielschuss alle Arme in die Höhe und die 16-Mann Crew barg nach der großen Freude zufrieden die Segel. Dass ein Begrüßungskomitee wartete, hatte Tobias König, Skipper und Eigner der 25 Meter langen Swan 82 gewusst. Aber dann war die Überraschung doch groß. Am Ponton in Cuxhaven erwartete Neptun mit seinem Gefolge die Crew. Ulrike Neumann hatte sich und ihre Kinder Henri (3) und Lilly (6) mit grüner Perücke und Dreizack ausgestattet, um Crewmitglied Robert Neumann zu empfangen. Die Verkleidung bezog sich auf den Meeresgott Neptun, an den sich Martin Borkmann als Bord-Chronist in seinen Emails häufig gewandt hatte. Aber auch viele Freunde und Familien der Crew waren gekommen, um die Segler mit großem „Hallo“ in Empfang zu nehmen.
Skipper und Eigner Tobias König (44) wäre gerne einen Tag eher in Cuxhaven angekommen, aber er ist mit seinem Schiff und mit der gesegelten Zeit zufrieden. „Es war lang“, sagte er, „aber für die erste Atlantik-Überquerung war es gut“.
Nicht einmal zwei Stunden nach der „Grey Goose“, um 12.13 Uhr hallte der nächste Zielschuss über den Steubenhöft. Und auch dem Team von Eigner George David wurde ein herzlicher Empfang bereitet. Die Profis an Bord des fast 28 Meter langen Racers hatten auf den letzten Meilen vor Cuxhaven noch versucht, den Tidenstrom auszunutzen, um „Grey Goose“ einzuholen. Doch ihre Top-Geschwindigkeit von 41,9 Knoten, die sie im Sturm auf dem Atlantik segelten, konnten sie auf der Nordsee nicht wiederholen. Eigner George David (65) hatte ebenfalls darauf gehofft als Dritter durchs Ziel zu segeln, freute sich aber für die deutsche Crew und sagte: „Die sind eine Woche vorher losgesegelt, das ist Okay. Grey Goose ist ein gutes Boot und für die Crew ist das klasse. Es war sehr aufregend und manchmal eine größere Herausforderung, als erwartet“, sagte der Chef von United Technologies Corporation. „Ich bin stolz auf unsere Mannschaft“.
Skipper Ken Read stimmte voll zu: „Wir hatten harte Zeiten, aber auch Spaß. Die Crew setzt sich aus erfahrenen und talentierten Seglern zusammen und die Mischung war perfekt für das Boot“. Dass von Bord der „Rambler“ kaum Emails kamen, lag an einer großen Welle, die von achtern ins Cockpit eingestiegen war. Sie hatte im Sturm erst alle Antennen von der Heckreling gewaschen, und dann jeden Segler, den sie erwischen konnte, von den Beinen geholt. Nun stehen erholsamere Zeiten für die Crews beider Yachten an. Die Schiffe erreichen am Donnerstagabend den Hamburger City Sporthafen und sind somit pünktlich zur Eröffnung des HSH Nordbank blue race Village am Freitag vor Ort.
Als nächstes werden die Yachten „Bank von Bremen, „Norddeutsche Vermögen Hamburg“ und Snow Lion“ im Ziel erwartet.
Quelle: PR Team Andreas Kling/Mareike Guhr

HSH Nordbank blue race: Zwischen Hamburg und Fair Isle
(05.07.07) Die Flotte des HSH Nordbank blue race zieht mittlerweile eine lange Spur vom Atlantischen Ozean über die Nordsee bis in die Elbe. In den kommenden Tagen werden täglich mehrere Yachten im Ziel in Cuxhaven erwartet. Die Feierlichkeiten zum Empfang in Hamburg starten am Freitag.
Die Eröffnung des HSH Nordbank blue race Village an der Hamburger Kehrwiederspitze steht kurz bevor. „Ab Freitag wird das Seglerdorf direkt neben dem Citysporthafen seine Tore für Besucher und Segler öffnen und alle Hamburger und Gäste sind herzlich eingeladen“, betont Torben Knappe vom organisierenden Norddeutschen Regatta Verein. Geboten wird ein großes Unterhaltungsprogramm, jede Menge Küstenklatsch und exklusive Köstlichkeiten aus der Küche Hamburger Spitzenhotels. Die Hauptakteure der Veranstaltung, zu deren Empfang das HSH Nordbank blue race Village aufgebaut wird, sind auch bereits im Anmarsch. Nach über zwei Wochen auf dem rauen Nordatlantik freuen sich alle ganz besonders auf die Feiern in Hamburg. Mit „Outsider“ und Chieftain“ haben bereits zwei Yachten im Hamburger Hafen festgemacht. Viele aber, die jetzt noch auf See sind, werden nicht müde an Schoten und Fallen zu zupfen, um möglichst schnell das Ziel zu erreichen. Und bis zum Wochenende wird sich der Citysporthafen zunehmend mit den Regattayachten und ihren Crews füllen.
Zumindest „Land in Sicht“ hieß es für den Großteil der Flotte schon vorab. Während die „Grey Goose“ von Tobias König um die Bohrinseln in der Nordsee kreuzt, ist die Haspa Hamburg noch auf dem Weg nach Fair Isle nördlich von Schottland. Aber auch dort wehte der Landgeruch schon herüber: „Langsam kommt man der Zivilisation näher. Wir können wieder über Funk Gespräche und Wetter verfolgen. Die Tiefe des Atlantiks hat sich arg verringert. Wir fahren gleich über eine Sandbank, die nur 34 Meter unter uns liegt. Ehrlich, wir haben schon ein paar Schweißperlen auf der Stirn. Nach knapp 17 Tagen ist das doch recht ungewohnt“, schreibet Christina Böge von Bord der X-482 „Haspa Hamburg“.
Die „Rambler“-Crew um Skipper Ken Read segelt sich Stück für Stück nach vorne und kämpft zudem um die Bestzeit der Nordatlantikstrecke. Vor vier Jahren war die „UCA“ von Klaus Murmann schnellste Yacht der Transatlantikregatta von Newport nach Cuxhaven. Die 26 Meter lange Yacht brauchte 13 Tage, sieben Stunden und 22 Minuten im Juli 2003. Ob die größere (27,43 Meter) „Rambler“ diese Bestmarke unterbieten kann, zeigt sich bald: bis zum 7. Juli um 3.22 Uhr hat die amerikanische Yacht Luft, diesen Rekord zu unterbieten. Und es sieht gut aus für die Proficrew, die auch den Gesamtsieg der Regatta fest anpeilt. Obwohl die Windverhältnisse in der Nordsee allen Yachten momentan eine schnelle Ankunft vereiteln, so wird mit der „Rambler“ doch als nächste Yacht im Ziel bereits im Laufe des Donnerstagabends gerechnet (5.7.). Aber auch die „Grey Goose“ versucht zwischen den Bohrinseln den besten Kurs zu finden um noch vor der schnellen Amerikanerin als dritte Yacht die Ziellinie zu kreuzen. Die Bestmarke allerdings wird die graue Yacht damit nicht unterbieten, denn die Swan 82 startete in der ersten Gruppe am 16. Juni und ist bereits 18 Tage unterwegs.
Quelle: PR Team Andreas Kling/Mareike Guhr

HSH Nordbank blue race: Das Feld rauscht heran
(04.07.07) Die irische „Chieftain“ kreuzte am Dienstagmittag als zweite Yacht des HSH Nordbank blue race die Ziellinie in Cuxhaven und läuft bereits am Abend in Hamburg ein. Die „Outsider“ wartet sanft schaukelnd im Citysporthafen auf ihre Konkurrentin. Der Großteil der Flotte kämpft aber noch gegen widriges Wetter und um die vorderen Plätze in der Wertung.
Vollbärtig und abgekämpft klopfte die internationale Crew ihrem Skipper Ger O´Rourke auf die Schulter, nachdem der Zielschuss gefallen war. 16 Tage, 14 Stunden, 57 Minuten und vier Sekunden hatte die irische Yacht „Chieftain“ für die 3600 Seemeilen lange Strecke von Newport (USA) bis in die Elbmündung gebraucht. Erleichtert sprangen die elf Jungs auf den Ponton in Cuxhaven, machten ihr Schiff fest und warfen sich anschließend gegenseitig ins Hafenbecken. "When I go, you go", wehrte sich der Skipper noch und nahm gleich drei Crewmitglieder mit ins Hafenwasser. "Es ist gut hier zu sein", strahlte der 44-jährige Bauunternehmer Ger O´Rourke. Eigentlich hatte er damit gerechnet, zwei Tage früher anzukommen, aber an der Nordküste Schottlands müsste er sich durch ein löchriges Windfeld kämpfen und verlor kostbare Zeit. O’Rourkes' erster Wunsch war eine Dusche. Seine Crew freute sich über das erste Bier und fiel über eine Tüte mit Süßigkeiten her, denn in den letzten Tagen war der Proviant knapp geworden. Mark Tighe (29), der ständige Bootsmann der Chieftain sagte: "Es war ein gutes Rennen, und gegen die Outsider zu segeln war knapp und spannend bis zu den Shetland-Inseln. Lang ist es uns nicht geworden, wir haben uns gute Geschichten auf der Kante erzählt“, so Tighe. Kevin Trautmann aus Durban, Südafrika, hat bereits viele Atlantiküberquerungen hinter sich, aber es war die erste innerhalb einer Regatta. "Der Unterschied ist riesig", lacht der große Blonde. Die Betten hätten gefehlt, die Bequemlichkeit, aber vor allem der Lärm wäre ungewohnt gewesen. "So muss es sich anfühlen, wenn man in einem 44 Gallonenfass den Berg hinterrollt", vergleicht er das Getöse und die Schiffsbewegungen, die er auf Amwind-Kurs erlebt hat.
Die "Chieftain" zieht es so schnell wie möglich nach Hamburg, denn dort warten die sauberen T-Shirts, ein richtiges Bett. Mit der Ankunft der „Chiefs“ im Hamburger City Sporthafen wird heute, Dienstag den 3. Juli zwischen 20.00 und 22.00 Uhr gerechnet.
Beeindruckend zeigt derzeit die „Rambler“ ihre Leistungsfähigkeit und rauscht durchs Feld. Obwohl die 90-Fuß (27,43 Meter) lange Yacht des Amerikaners George David in der zweiten Startgruppe eine Woche nach dem Hauptfeld, am 23. Juni gestartet ist, liegt sie bereits an Position sechs des Gesamtfeldes. Die „Grey Goose“ von Tobias König, der mit dem Emissionshaus König & Cie auch als Partner das Rennen unterstützt, muss sich sputen. Ursprünglich hatte die 16-köpfige Crew der „Outsider“ den Kampf angesagt und wollte ebenfalls den Titel „First Ship Home“ ersegeln. Nach Schäden an den Segeln mussten die Erwartungen aber bereits in der vergangenen Woche zurückgeschraubt werden. Jetzt läuft es wieder ganz gut und so heißt von Bord der Swan 82. „Wir wollen als dritte Yacht ins Ziel kommen“. Das wird ein hartes Stück Arbeit auf den letzten Meilen, denn die „Rambler“ ist ihnen auf den Fersen. Auch die beiden Vereinsschiffe „Norddeutsche Vermögen Hamburg“ (segelt für den Hamburgischen Verein Seefahrt) und „Bank von Bremen (Unterwegs für die Segelkameradschaft das Wappen von Bremen) liefern sich ein heißes Duell auf den letzten Meilen in der Nordsee. Meeno Schrader, der Meteorologe aus Kiel meint dazu: „Das Tief „Winfried“ wird morgen von England seinen Weg in die Nordsee nehmen, allerdings mit einer Schwachwindzone, die sich am Mittwoch bis Jütland erstreckt“. Die Suche nach dem richtigen Wind wird also mühsam. Wer den richtigen Riecher hat entscheidet sich am Mittwoch.
Quelle: PR Team Andreas Kling/Mareike Guhr

HSH Nordbank blue race: Alle auf Kurs
(24.06.07) Sonne satt und guter Wind aus Nordwest sorgten dafür, dass die große Armada an Zuschauerbooten auch am zweiten HSH Nordbank blue race-Wochenende einen perfekten Vorwindstart der drei Yachten aus der zweiten Startgruppe zu sehen bekam. Das Timing, bei Schiebewind rechtzeitig, aber nicht zu früh am Start zu sein, war vor allem für Barry de Kock, den Skipper der 177 Fuß langen (54 Meter) „Parsifal III“ eine Herausforderung. Die gigantische, 438 Tonnen verdrängende, dunkelblaue Yacht konnte sich keine Last-Minute Manöver leisten. Aber alles ging gut. Und wie erwartet rauschten die Lokalmatadore der „Rambler“ unter großem Jubel ihrer Fangemeinde als erste über die Linie und führten das kleine Feld aus der Narragansett Bay. Die 90 Fuß (gut 27 Meter) lange „Rambler“ von Eigner George David wird von einer Proficrew um Ken Read aus Newport gesegelt. Dicht auf den Fersen folgte das deutsch-amerikanische Team der „BonBon“ (80 Fuß, 24,38 Meter). Die Crew der „Parsifal III“ durfte sich zum Start erstmal ein Glas Champagner gönnen. An Bord sehen Jürgen Grossmann, Geschäftsführer der Georgsmarienhütte Holding, und seine Freunde einer eher luxuriösen Atlantiküberquerung entgegen. Die beiden sportlichen Racer hingegen setzten ihre großen Vorwindsegel und verschwanden schnell am Horizont.
Was für die Crews des zweiten Starts gerade beginnt, ist für Kerstin Tröger bereits wieder zu Ende. Gut 1000 Meilen von Newport entfernt hat die am Fuß verletzte Tröger ihr Schiff, die Luffe 48 „HSH Nordbank“, verlassen und tritt den Weg ins Krankenhaus an. Die Transferaktion auf hoher See verlief dank ruhiger Windverhältnisse reibungslos und Tröger wird jetzt von dem Kreuzer der Küstenwache „Cape Rogers“ nach St. Johns (Neufundland) gebracht. Dort nimmt sie am Sonntag die Personalleiterin der HSH Nordbank Zentrale New York in Empfang. Tröger ist Mitarbeiterin der HSH Nordbank und war auserwählt, an der Transatlantik-Regatta teilzunehmen. Das Ende der Reise kam überraschend, nachdem sich die 41-Jährige Hamburgerin bei einem Sturz ins Cockpit den linken Fuß gebrochen hatte. Die Fraktur muss innerhalb von acht bis zehn Tagen operiert werden und machte das Abbergen notwendig. Die Crew der „HSH Nordbank“ möchte die Regatta fortsetzen und befindet sich bereits auf dem Weg zurück in Richtung Point Alpha, um dem Feld zu folgen. Auch wenn die „HSH Nordbank“ unter Skipper Martin Friederichs aus Kiel (45) nun nur noch mit sieben Mann unterwegs ist, weit hinten liegt und derzeit sogar gen Süden kreuzen muss, so ist sie immerhin wieder im Rennen. „Es ist durchaus Regelkonform, eine Person aufgrund von Verletzungen abzusetzen, aber alle anderen Wettfahrtregeln bleiben in Kraft und die „HSH Nordbank“ muss den Kurs entsprechend der Segelanweisung absegeln, um gewertet zu werden“, sagt Torben Knappe vom ausrichtenden Norddeutschen Regatta Verein.
Das Feld der ersten Startgruppe hat derweil den Point Alpha hinter sich gelassen und segelt Kurs Nord um ein großes Schwachwindgebiet zu vermeiden, dessen Ausläufer die Flotte bereist abgebremst hat. Mit den großen Etmalen ist es nun erstmal vorbei. Selbst „Outsider“ und „Chieftain“, die bereits etwa 400 Meilen zwischen sich und das nachfolgende Feld bringen konnten, sind auf unter 10 Knoten Bootsgeschwindigkeit gefallen. Dafür können nun die Klamotten endlich wieder getrocknet und auch Kraft getankt werden.
Quelle: PR Team Andreas Kling/Mareike Guhr

HSH Nordbank blue race: Kurs Neufundland
(22.06.07) Es war keine leichte Entscheidung für die Crew der „HSH Nordbank“. Aber die acht Segler an Bord der Luffe 48 waren sich nach kurzer Diskussion einig. „Wir laufen den nächste Hafen an“, hieß es am Freitagmorgen von Bord. Die 41-Jährige Hamburgerin war bereits am Dienstag von einer enormen Welle quer durchs Cockpit geschleudert worden und hatte sich dabei die Fußverletzung zugezogen. Nach eingehender ärztlicher Ferndiagnose stand fest: Der Fuß muss operiert werden, sonst können bleibende Schäden entstehen. Und die Gesundheit aller Crewmitglieder hat auch bei einer Transatlantikregatta absoluten Vorrang vor sportlichem Ehrgeiz. Das Regattaergebnis rückt automatisch in den Hintergrund. Nach der medizinischen Analyse informierte die Wettfahrtleitung des HSH Nordbank blue race sogleich alle betroffenen Seenotrettungsstellen (MRCC Bremen, JRCC Norfolk und JRCC Halifax) und bat um Stand-by, falls ein Abbergen der Verletzten notwenig werden sollte. Zudem wurden die Wetterexperten Meeno Schrader und Bill Biewenga sofort mit einer spezifisch auf die „HSH Nordbank“ zugeschnittenen Analyse der Wettersituation und der bestmöglichen Routenvorschläge beauftragt.
Skipper Martin Friederichs (45, aus Kiel), entschied sich schließlich nach dem Studium der Kursoptionen und einem erneuten Gespräch mit dem Arzt für ein Ablaufen nach St. Johns/Neufundland. Der Hafen liegt etwa 450 Seemeilen entfernt und kann voraussichtlich bis Sonntagabend erreicht werden. In St. Johns wird die Seglerin vom medizinischen Dienst vor Ort erwartet. Die „HSH Nordbank“ will sobald wie möglich nach dem Absetzen von Kerstin Tröger die Reise nach Cuxhaven fortsetzen um die Route zu vollenden. Ob die Yacht innerhalb der Regattawertung weiterfährt, steht noch nicht fest. Die Wettfahrtleitung hat mit der Jury gesprochen. Demnach ist für die „HSH Nordbank“ unter bestimmten Umständen eine Fortsetzung der Regatta möglich. Die „HSH Nordbank“ segelt unter dem Stander des Flensburger Segel Clubs und des Kieler Yacht Clubs und wird dabei von der HSH Nordbank, dem Titelpartner der Nordatlantikregatta von Newport/USA nach Hamburg unterstützt. Kerstin Tröger ist Mitarbeiterin der Bank und wurde unter vielen Kollegen auserwählt, an Bord der Luffe dabei zu sein. Für die erfahrene Seglerin, die sich besonders auf die Regatta gefreut hat, ist die zum Ausscheiden führende Fußverletzung daher im doppelten Sinne schmerzlich. Trotzdem geht es ihr den Umständen entsprechend gut. Der Fuß wurde geschient und es sind genügend Schmerzmittel an Bord. „Natürlich liegt mir die Sache enorm im Magen. Vor allem die Regatta nicht beenden zu können, ist furchtbar ärgerlich. Aber es ist die richtige Entscheidung“, so Tröger.
„Wir bedauern die Verletzung unserer Kollegin und wünschen ihr gute Besserung“, sagt Hans Berger, Vorstandsvorsitzender der HSH Nordbank. „Die Gesundheit der Crew und die Sicherheit des Schiffes stehen für uns an erster Stelle.“
Der Rest der Flotte ist dabei Point Alpha zu runden und trifft auf freundlicher werdendes Wetter. Vorweg preschen „Outsider“ und „Chieftain“. Am Sonnabend nimmt die zweite Startgruppe die Verfolgung auf.
Quelle: PR Team Andreas Kling/Mareike Guhr

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