Kreuzfahrtschiff planmäßig zur Nordsee überführt
(28.03.08) Tausende von Menschen haben in der Nacht zum Freitag die Überführung des neuen Kreuzfahrtschiffs AIDAbella» von der Meyer Werft in Papenburg zur Nordsee verfolgt. Der 252 Meter lange Luxusliner meisterte die 37 Kilometer lange Passage nach Emden ganz nach Plan, wie eine Sprecherin des Emssperrwerks mitteilte. Nach der Erprobung auf der Nordsee soll das Schiff am 23. April in Warnemünde getauft werden.
Das Schiff hatte das Dock der Meyer Werft bereits am Donnerstagabend verlassen. Die Überführung war wegen der Wetterbedingungen vom Wochenende auf die Nacht zum Freitag vorverlegt worden.
«AIDAbella» ist das zweite von sechs Schiffen, die die Meyer Werft bis 2012 für die Reederei AIDA Cruises baut. Der rund 315 Millionen Euro teure Ozeanriese ist wie sein Vorgänger 252 Meter lang und 32 Meter breit und bietet rund 2.500 Passagieren Platz. Zu ihrer Unterhaltung verfügt der Neubau aber unter anderem auch über ein 4D-Kino, indem Filme in 3D mit Geruchs-, Geräusch- und Bewegungseffekten untermalt werden.
Seit Inbetriebnahme des Emssperrwerks sind inklusive dem neuesten insgesamt 14 Schiffe überführt worden. Sie legen die Strecke mit Unterstützung von Schleppern rückwärts zurück, weil sie sich so leichter manövrieren lassen.
Das Sperrwerk in Gandersum sorgt dabei für das nötige Wasser unter dem Kiel. Mit seiner Hilfe werde die Ems um etwa 1,75 Meter über den normalen Wasserstand aufgestaut, sagte Herma Heyken vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz als Betreiber des Sperrwerks. Quelle: Peter O.Walter ,
Die heiße Irmingard
(19.02.08) Langsam dreht sich das Passagierschiff in der Luft. Der Bug schwebt gut zwei Meter überm Tegernsee, das Heck befindet sich noch über der Uferpromenade. Lässig zurückgelehnt im Sessel seines 200-Tonnen-Krans hebt ein Mann mit Schnauzbart und dunkler Sonnenbrille das 15 Tonnen schwere Schiff weiter auf das Wasser hinaus und setzt es in die sich leicht kräuselnden Wellen.
Dort wartet bereits die Kreuth, sonst als Passagierschiff unterwegs, um die Neuerwerbung der Stadt Tegernsee an den Bug zu hängen und in die Werft der Seenschifffahrt zu schleppen.
Nun ist es um die Flotte am Tegernsee nicht so schlecht bestellt, dass sie die Irmingard, so heißt das angelieferte Schiff, als Verstärkung bräuchte. Schließlich diente der Oldtimer aus dem Jahr 1925 dem Priener Schifffahrtsunternehmen Feßler zuletzt nur noch als Schulschiff auf dem Chiemsee, um Kapitäne auszubilden.
Am Tegernsee soll das knapp 80 Personen fassende Schiff völlig anders genutzt werden: Die Irmingard soll künftig als Saunaschiff das neue Wellness-Center der Stadt vervollständigen. Mit diesem Angebot will Tegernsee im Ringen um Gesundheitstouristen Konkurrenten abhängen.
"Eine solche Seesauna, wie wir sie bekommen, dürfte in Oberbayern einzigartig sein. Das Tüpfelchen auf dem i wird das Saunaschiff sein", sagt der parteifreie Bürgermeister Peter Janssen. Ihren Namen soll die Irmingard trotz der neuen Nutzung behalten. "Ich habe mir sagen lassen, dass es Unglück bringt, wenn man ein Schiff einfach umtauft", erklärt Janssen.
Um das von Touristikern oft beschworene Alleinstellungsmerkmal zu bekommen, hat die Stadt das 17 Meter lange Schiff für 10.000 Euro gekauft und es für weitere 7500 Euro sanieren lassen. Für den Transport durch eine Spezialfirma vom Chiemsee legte die Kommune noch einmal 9000 Euro drauf.
Landschaftsschutz am TegernseeKampf um ein Idyll Nun leuchten der Boden in frisch gestrichenem Rot und die Außenwände weiß in der strahlendem Sonne. In der Werft werden nun noch die alten hölzernen Sitzreihen entfernt. Im Heck wird dann eine Schwitzkabine eingebaut, im Bug sollen künftig Saunagäste ruhen. Wenn der Umbau fertig ist, wird das ehemalige Passagierschiff an einem Steg vor dem bisherigen Freibad eröffnet.
Dort mussten die Badekabinen aus den 1930er Jahren einem kompletten Neubau für das Wellness-Center weichen. "Wir haben versucht, den Stil dieser Bauten zu erhalten", sagt Bürgermeister Janssen. Die Saunen werden vom Freibad, das näher an die Ortsmitte verlagert wird, mit einer Mauer abgetrennt.
Gäste können so direkt aus den Schwitzkabinen herauslaufen und in den See springen. Etwa 5,3 Millionen Euro soll das Wellness-Center mit sieben Saunen inklusive der im Schiff kosten. Im Juni rechnet Bürgermeister Janssen mit der Eröffnung. Quelle: Peter O.Walter ,
Ozeanriese "Queen Victoria" erstmals auf Kurzbesuch in Hamburg
(20.12.07) Auf der Jungfernfahrt hat das neue Luxusschiff "Queen Victoria" auch Deutschland einen Besuch abgestattet. Der frisch getaufte Ozeanriese der britischen Traditionsreederei Cunard machte am Dienstag im Hamburger Hafen fest. Hunderte Menschen jubelten dem Giganten bei der Fahrt durch die Elbe zu. Das Schiff kam aus Oslo. Es war am 10. Dezember von Herzogin Camilla, der Ehefrau von Prinz Charles, im Heimathafen Southampton getauft worden. Die Abfahrt aus Hamburg war für den Abend geplant. Die "Queen Victoria" ist 294 Meter lang und hat etwa 450 Millionen Euro gekostet. Auf dem Schiff finden gut 2000 Passagiere Platz. Zum Angebot gehören ein Theater mit Logen, eine 6000 Bücher umfassende Bibliothek und ein Museum. Unter der Flagge der Reederei kreuzt auch Hamburgs Lieblingsschiff, die "Queen Mary". Quelle: Peter O.Walter ,
Luxustörn mit Kennenlern-Effekt
(12.07.07) Einen einwöchigen Flottillentörn für kontaktfreudige Menschen bieten weekendandmore und Master Yachting Deutschland vom 15. bis 22. September 2007 auf fünf Luxusyachten vor der
Küste Mallorcas an.
Die Flottille besteht aus zwei Katamaranen und drei Einrumpf-Yachten. Sie sind zwischen
40 und 50 Fuß lang (12 bis 15 Meter) und verfügen jeweils über 3-4 Doppelkabinen mit
Dusche und WC.
Ein edler Salon und ein großzügiges Cockpit bieten viel Platz für das gemeinsame Frühstück
und das Mittagessen, aber auch für ein anregendes Gespräch unter neuen Freunden. An Bord
sorgen ein erfahrener Skipper und eine Hostess für sichere Fahrt und exzellenten Service.
So können Sie eine völlig unbeschwerte Zeit in netter Gesellschaft genießen.
Tagsüber geht es in schöne Buchten mit traumhaften Stränden, und wenn die Sonne untergeht,
legen wir in einem der vielen faszinierenden Häfen der Insel an. Zum Dinner bitten wir Sie jeden
Abend in ein extravagantes Restaurant oder zum Barbecue an den Strand. Und wenn Sie möchten,
entführen wir Sie anschließend noch zu Musik, Tanz und Cocktails in Mallorcas angesagte Szenelokale.
Im Reisepreis von 2.980 EUR pro Person in der Doppelkabine (Doppelkabine zur Alleinnutzung 3.980 EUR)
sind unter anderem enthalten: Flug ab mehreren deutschen Airports, alle Transfers, Relaxen in exklusiven
Club am Ankunfts- und Abflugtag, Frühstück und Lunch inklusive aller Getränke an Bord (Wasser, Säfte,
Tee, Kaffee, Wein und Bier), sowie alle Dinner an Land.
Mehr über "weekend and more", die kompletten Reiseleistungen, Preise und Anmeldung finden Sie unter www.weekendandmore.de Quelle: Christian Wiederer
Luxusliner «Queen Elizabeth 2» wird verkauft
(18.06.07) Nach fast 40 Jahren auf den Weltmeeren wird der legendäre Luxusliner «Queen Elizabeth 2» außer Dienst gestellt. Die Reederei Cunard Line verkauft das Schiff nach eigenen Angaben vom Montag für 100 Millionen Dollar nach Dubai. Dort soll es künftig als schwimmendes Luxushotel dienen.
Ihre Karriere als Passagierschiff beendet die «Queen Elizabeth 2» demnach im November 2008. Ab 2009 wird sie an einem speziell erbauten Anleger nahe «The Palm Jumeirah» in Dubai, der größten von Menschenhand errichteten Insel, als schwimmendes Luxushotel und Einkaufsparadies festmachen.
Das Schiff wurde im September 1967 von Königin Queen Elizabeth II getauft. Seit der Indienststellung 1969 verbuchte der Luxusliner 25 Weltreisen, 800 Atlantiküberquerungen und mehr als 2,5 Millionen Passagiere. Die «Queen Elizabeth 2» hat bei ihren Besuchen im Hamburger Hafen regelmäßig zehntausende Schaulustige angelockt.
Der Gigant aus Stahl ist an die 300 Meter lang und kann fast 1.800 Passagiere aufnehmen. Das Schiff gilt mittlerweile als Legende. Im September 2003 hatte es mit fünf Millionen gefahrenen Seemeilen einen Weltrekord aufgestellt. Quelle: Peter O.Walter ,
Kreuzfahrtschiff «AIDAdiva» meistert Emspassage
(11.03.07) Unter den Augen von insgesamt 30.000 Schaulustigen hat das neue Kreuzfahrtschiff «AIDAdiva» der Papenburger Meyer Werft am Wochenende die Emsüberfahrt gemeistert. «Alles ist wunderbar gelaufen. Wir haben Emden deutlich vor dem Zeitplan erreicht», sagte Werftsprecher Peter Hackmann nach der Ankunft am Sonntagmorgen. Eine halbe Stunde früher als erwartet legte das 315 Millionen Euro teure Schiff gegen 05.30 Uhr in Emden an, wo es mit einem Feuerwerk begrüßt wurde.
«AIDAdiva» ist das erste Kreuzfahrtschiff der Werft für den deutschen Markt. Bis 2010 folgen drei weitere für die Rostocker
Reederei AIDA Cruises. «Gott sei Dank gab es keinen Stromausfall», sagte Hackmann. Im November hatte bei der Überführung der «Norwegian Pearl» das Abschalten von Stromleitungen zu folgenschweren Stromausfällen in Westeuropa geführt. Der Abstand zu den Leitungen sei bei der Überfahrt der «AIDAdiva» wesentlich größer gewesen als beim letzten Mal, sagte Hackmann.
Die «AIDAdiva» hatte am Sonnabendmittag nach 17-monatiger Bauzeit an der Dockschleuse ihre Fahrt aufgenommen. Rund 20.000 Menschen verfolgten die problemlose Durchfahrt des 252 Meter langen und 32 Meter breiten Schiffes. Weitere 10.000 hielten sich laut Polizei entlang der 70 Kilometer langen Strecke an den Deichen auf. Allein 500 Schaulustige hatten in der Nacht zum Sonntag gegen 03.30 Uhr das Passieren des Ems-Sperrwerks im niedersächsischen Gandersum verfolgt. Unter den rund 200 Gästen an Bord war auch der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff (CDU).
Die «AIDAdiva» legte die Strecke rückwärts zurück. Noch am Sonntag sollte sie zu einer ersten Probefahrt im tieferen Gewässer in Richtung Borkum aufbrechen. Mitte der Woche folgt eine weitere Probefahrt gen Norwegen. In Emden wird das Schiff endausgerüstet, bevor es am 16. April an die Reederei AIDA Cruises übergeben und am 20. April im Hamburger Hafen getauft werden soll. Anschließend bricht der für 2.500 Passagiere ausgelegte Luxusliner zur Jungfernfahrt nach Palma de Mallorca auf.
Es ist das größte Schiff der AIDA-Flotte und verfügt nach Angaben der Reederei über den größten Wellness-Bereich auf See. In der Meyer Werft wurde am Samstagvormittag mit der «AIDAbella» bereits das zweite Schiff für die AIDA-Flotte auf Kiel gelegt. Es soll im Frühjahr 2008 fertig sein. Das Gesamtinvestitionsvolumen beläuft sich nach Angaben von AIDA Cruises auf 1,3 Milliarden Euro. Die Meyer Werft hat bislang vor allem für amerikanische Kreuzfahrtunternehmen produziert. Quelle: Peter O.Walter ,
Erste Atlantik-Überquerung mit Solarboot geglückt
(04.02.07) Ein Schweizer Katamaran hat als erstes solargetriebenes Boot den Atlantik überquert. Die "Sun 21" habe am Freitagabend die französische Insel Martinique in der Karibik erreicht, teilten die Eigentümer des Schiffs auf ihrer Internetseite mit. Das achtköpfige Team brauchte für die Überquerung des Atlantiks 63 Tage. Team-Mitglied Martin Vosseler sagte, mit der Überquerung solle "ein klares Zeichen für die Ankunft des Solarzeitalters" gesetzen werden.
Das Boot war aus dem spanischen Hafen Chipiona nahe Cadiz (CDZI - Nachrichten) ausgelaufen. Es folgte der historischen Route von Christoph Kolumbus. Den letzten Zwischenstopp legte die "Sun 21" auf den Kanarischen Inseln ein. Die danach verbleibenden 5000 Kilometer legte das 14 Meter lange Schiff in 30 Tagen zurück.
Die Besatzung zeigte sich von der Überfahrt zufrieden: Das Boot vibriere kaum, außerdem spendeten die 60 Quadratmeter großen Solarpaneele Schatten. Vor allem aber mache das Schiff vom Wind unabhängig und habe bis zu 198 Kilometer am Tag zurücklegen können. Als nächstes soll die "Sun21" über mehrere karibische Inseln und Miami nach New York fahren. Quelle: Peter O.Walter ,
Russischer Milliardär will längste Yacht der Welt
(29.01.07) Im Wettstreit der Superreichen greift Roman Abramowitsch seine finanzkräftigen Mitstreiter an: Jetzt will er die längste Yacht der Welt besitzen - die wird heimlich in Hamburg gebaut.
Wer zu viel Geld hat, engagiert sich sozial. Oder sucht sich ein teures Hobby, zum Beispiel einen Fußballklub. Roman Abramowitsch legte sich den FC Chelsea zu und will fortan immer die Nummer eins damit sein. Doch der Londoner Club steht derzeit nur auf dem zweiten Rang in der englischen Liga, obwohl der Milliardär schon mehr als 400 Millionen Euro in die Mannschaft gesteckt hat.
Zeit für den enttäuschten Abramowitsch, sich verstärkt um sein zweites Hobby zu kümmern: Yachten, immer mit dem Zusatz Mega. Seine drei Luxusschiffe "Pelorus", "Le Grand Bleu" und "Ecstasea" sind zwar luxuriös ausgestattet, doch in der Kategorie Länge bringen es einige andere auf ein paar Meter mehr. Grund genug für den Russen, nun einen neuen Richtwert in diesem bizarren Milliardärsstreit zu setzen und die Fertigstellung einer neuen Yacht in Auftrag zu geben.
Dieses Schiff wird derzeit geheimnisumwittert im Hamburger Hafen gebaut. Das mit dem Bau beauftragte Unternehmen, ThyssenKrupp Marine Systems, gibt sich bedeckt, lediglich eine Pressemitteilung aus dem vergangenen Jahr über den "Auftrag einer weiteren Luxusyacht" gibt einen Hinweis. Der Vertragsabschluss unterstreiche die Spitzenposition des Unternehmens im Bereich der faszinierenden Großyachten, heißt es. Man würde diesen Auftrag also wohl gern öffentlichkeitswirksam ausschlachten, doch der Vertrag mit Abramowitsch verbietet dies wahrscheinlich.
Im Hamburger Hafen wurde das Geheimnis um den unbekannten Auftraggeber gelüftet: Gut versteckt im Dock 5 am Steinwerder Kai bei Blohm + Voss hat der Bau der neuen Abramowitsch-Yacht bereits begonnen. Und auch der Name des Schiffs ist durchgesickert: Es soll "Eclipse" heißen, Sonnenfinsternis, und mit einer Länge von 155 Metern an dem bisherigen Spitzenreiter, der 147 Meter langen "Prince Abdul Aziz" des verstorbenen saudi-arabischen Königs Fahd vorbeiziehen.
Wird die Yacht des russischen Milliardärs also bei Fertigstellung die längste der Welt sein? Abramowitsch droht Konkurrenz: Der Kronprinz von Dubai, Scheich Muhammad bin Raschid al-Maktum, lässt quasi zeitgleich an einer Yacht basteln, die sogar 163 Meter lang sein soll. Für diesen Fall wird Abramowitsch sicher schon eine Lösung parat haben, wie die fehlenden Meter noch elegant dazu gewonnen werden können.
Abramowitsch kennt den Schiffsbauer Blohm + Voss gut. Der Hamburger Spezialist für große Yachten hatte im Herbst 2006 des vergangenen Jahres "Le Grand Bleu" zur Reparatur im Dock, der Russe überzeugte sich persönlich von den Fortschritten - vielleicht kann das 1990 gebaute Schiff nach der Überholung noch für gutes Geld verkauft werden?
Flüssige Mittel sind vorhanden - das Vermögen von Abramowitsch wird auf 15 Milliarden Euro geschätzt. Doch die "Eclipse" ist auch nach den Maßstäben eines Milliardärs nicht billig: 200 Millionen Euro soll die Jacht mindestens kosten. Damit wird sogar die alte Yacht-Faustregel "Ein Meter, eine Million Euro" außer Kraft gesetzt - auch ein Anzeichen für den Luxus, der innerhalb der Yacht verbaut werden wird. Die Zulieferindustrie darf sich also über viele Großaufträge freuen.
So soll auch ein großes Außenschwimmbecken zum neuen Luxus auf der "Eclipse" gehören. Grundausstattung der Abramowitsch-Yachten ist mittlerweile ein eigener Hubschrauberlandeplatz. So ist der Milliardär immer flexibel und kann seine Schiffe als Basis für Ausflüge nutzen. Zuletzt bei der Fußballweltmeisterschaft im Sommer 2006 in Deutschland, als er mit der 115 Meter langen Yacht "Pelorus" im Lübecker Hafen residierte und von dort mit seinem Hubschrauber zu den einzelnen Spielen flog.
Im Jahr 2010 findet die nächste Fußball-WM statt - in Südafrika. Abramowitsch wird auch dann wieder seine beiden liebsten Hobbys verbinden wollen. Man liegt wohl nicht falsch, wenn man prophezeit, dass die "Eclipse" für einige Wochen im Yachthafen von Kapstadt festmachen wird.
Am 11. Juli 2010 steigt das große Finale des Fußballspektakels, sicher auch mit Spielern, die bei Abramowitsch unter Vertrag stehen. Hebt der Milliardär dann per Hubschrauber von seiner "Eclipse" Richtung Johannesburg ab, wird das ein ganz besonderer Moment sein: Am Tag des Endspiels erleben nämlich Teile der Südhalbkugel eine seltene totale Sonnenfinsternis - der Coup des Roman Abramowitsch wäre perfekt. Quelle: Helmut Reich
"Queen Mary II" ist das bestbewachte Schiff im Hafen
(15.11.06) Sprengstoff-Hunde, Taucher, die den Rumpf absuchen, und penible Zugangskontrollen - für das Flaggschiff der britischen Seeschifffahrt, die "Queen Mary 2", gilt während ihrer Liegezeiten die höchste Sicherheitsstufe. Auch jetzt bei ihrem Werftaufenthalt in Hamburg: "Ich gehe davon aus, dass sie das bestbewachte zivile Schiff im Hafen ist", sagt Andreas Thiel, Sprecher der Cunard-Reederei.
Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 wurde in der internationalen Seefahrt ein dreistufiger Sicherheitscode umgesetzt. Thiel: "Für die ,Queen' gilt ständig die höchste Stufe."
Wer auf das Schiff im Dock bei Blohm + Voss will, muss daher durch drei Sicherheitsschleusen, sagt ein Werftsprecher. Bis zu dem Dock 17, wo das Schiff derzeit repariert wird, kommt nur, wer dafür nach langem Check autorisiert ist. Wie viele Leute das Schiff bewachen? "Dazu kein Kommentar", so der Sprecher. Auch an Bord des längsten Kreuzfahrtschiffes der Welt legen die Sicherheitsleute strenge Maßstäbe an. "Die sichtbaren Kontrollen sind mindestens so streng wie auf einem Flughafen", sagt Cunard-Sprecher Thiel. Selbst Besatzungsmitglieder müssen sich nach jedem Landgang "durchleuchten" lassen. Es werden von Laptops und ähnlichen Dingen Wischproben genommen, um sie auf Sprengstoffspuren zu untersuchen. Vor dem Auslaufen gehen Taucher runter, um den Rumpf abzusuchen. Thiel: "Und es gibt noch ein paar Maßnahmen mehr - aber die sind nicht öffentlich." Und bei einem Terrorangriff auf See? "Gehen Sie davon aus, dass es Abwehrmaßnahmen dafür gibt", so Thiel.
Tatsächlich ist ein Terror-Anschlag auf ein Kreuzfahrtschiff bei Sicherheitsexperten längst ein gängiges Szenario, wie unlängst eine Sicherheitsanalyse der deutschen Küstenländer ergab. Solche schwimmenden Kleinstädte mit mehr als 3000 Menschen an Bord gelten als verwundbar. 1985 kaperte bereits ein PLO-Kommando die "Achille Lauro". Vor einem Jahr überfielen vor Somalia Piraten den Kreuzfahrer "Seaborn Spirit" und beschossen ihn mit Raketen: Doch von dem Passagierschiff gab es eine Gegenwehr, die nicht nur die Piraten aufhorchen ließ: Ein Sicherheitsmann feuerte erfolgreich mit einer akustischen Waffe zurück: Die Long Range Acoustic Device (LRAD) lenkt schmerzhaften Lärm in eine gezielte Richtung, extreme Kopfschmerzen und bleibende Hörschäden setzen Angreifer matt. Auch die "Queen Mary 2" soll solche Apparate an Bord haben. Quelle: TMG
«Queen Mary 2» zu Besuch in Hamburg
(12.11.06) Unter den Blicken tausender Schaulustiger ist der Ozeanriese «Queen Mary 2» am Sonntagabend für einen Reparaturaufenthalt in den Hamburger Hafen eingelaufen. Im Dock der Werft Blohm + Voss soll der 345 Meter lange Luxusliner in den kommenden Tagen eine reparierte Antriebseinheit zurück erhalten, wie die Reederei Cunard mitteilte. Die «Queen Mary 2» ist bereits zum vierten Mal in diesem Jahr in der Hansestadt zu Gast.
Die bei einem Auslaufmanöver in Port Everglades im US-Staat Florida beschädigte Antriebsgondel war im Mai in Hamburg demontiert und in der Folge repariert worden. Das
Schiff besitzt insgesamt vier von diesen Einheiten. Bis Freitag sollen laut Cunard alle Arbeiten an Bord abgeschlossen sein. Dann startet das Schiff Richtung Southampton. Bei den bisherigen Besuchen hatte der Gigant immer zehntausende Schaulustige angelockt. Die Hamburger gelten als große Fans des Luxusliners.
Das Schiff, das Queen Elizabeth II. im Jahr 2004 taufte, bietet Platz für 2.620 Passagiere und 1.254 Besatzungsmitglieder. Der Bau verschlang 870 Millionen Euro. An Bord befinden sich unter anderem fünf Swimmingpools, eine Golfanlage, ein Planetarium sowie ein Kino und ein Theater. Quelle: Peter O.Walter ,