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Chinesischer Kutter brennt (Bild: Mokpo Coast Guard)
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Chinesischer Kutter bei Kontrolle in Brand geraten – drei Tote
(30.09.16) Ein chinesischer 120-Tonnen-Kutter geriet bei einer Kontrolle durch Beamte der südkoreanischen Küstenwache am 29.9. um 9.45 Uhr unweit von Mokpo in Brand. In den Flammen starben drei chinesische Fischer. Insgesamt waren 17 Mann an Bord.
Das Schiff sollte rund 70 Kilometer südwestlich der Insel Hongdo im Landkreis Shinan der Provinz Süd-Jeolla gestoppt werden. Die 14 Beamten der Küstenwache wollten das Schiff, die Fangmenge und Papiere der Besatzung zu kontrollieren. Das Schiff aber stoppte nicht, und die chinesische Crew schloss sich im Ruderhaus und dem Maschinenraum ein.
Als die Offiziere die Fenster des Ruderhauses einschlugen und drei Blendgranaten hinein warfen, entstand ein Feuer. 14 Mann wurden dann lebend gerettet, doch im Maschinenraum wurden drei Männer bewusstlos entdeckt. Sie wurden gegen Mittag von Bord geholt und durch ein südkoreanisches Patroullienboot abtransportiert.
Die Fischer verstarben trotz Wiederbelebungsversuchen wenig später an Rauchgasvergiftung und wurden um 15.46 Uhr für tot erkärt. Eine Autopsie sollte die Todesursache klären. Vertreter des chinesischen Konsulats in Mokpo verlangten von der Coastguard eine gründliche Untersuchung. Die 14 Überlebenden sollten durch die Küstenwache vernommen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frederikshavn: Feuer auf dänischer Fregatte
(30.09.16) Am Nachmittag des 29.9. brach im Maschinenraum der dänischen Fregatte "Esbern Snare", 6600 tdw (MMSI-Nr.: 220191000), im Marinehafen von Frederikshavn ein Feuer aus. Hier wurde das Schiff gerade überholt. Bei Schweißarbeiten wurde Material in Brand gesetzt.
Als die örtliche Feuerwehr eintraf, hatten die bordeigenen Löschteams bereits mit der Bekämpfung des Feuers begonnen und verhinderten eine weitere Ausbreitung. Gemeinsam konnten die Brandbekämpfer es dann löschen. Alles Personal wurde vom Schiff evakuiert, niemand kam zu Schaden. Bevor die Überholungsarbeiten fortgesetzt werden konnten, galt es anschließend den Brandort zu reinigen.
Die „Esbern Snare“ ist eines der größten dänischen Kampfschiffe. Zur Ausstattung gehören Landungsboote, Hubschrauber, ein Hospital und weitreichende Waffen. Erbaut wurde es zwischen 2004 und 2006 bei der Odense Werft auf der Insel Fünen. Angetrieben wird das Schiff von deutschen MTU-Dieseln. Zusammen mit der älteren Schwester "Absalon“ und den drei fast baugleichen Fregatten der „Iver Huitfeldt“-Klasse bildet die „Esbern Snare“ den Kern für Auslandseinsätze der dänischen Marine.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter “Atlantic Provider” brennt (Bild: Canadian Armed Forces)
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Crew brennenden Kutters vor Neufundland gerettet
(30.09.16) Vier Fischer wurden am 28.9. gerettet, nachdem der Kutter “Atlantic Provider” am 28.9. ostsüdöstlich von Port aux Choix in Flammen aufging, rund 50 Kilometer vor der Küste von Neufundland. Das JRCC in Halifax koordonierte die Rettungsaktion für den Kutter. Der in der Nähe befindliche Kutter „Avalon Voyager“ barg die Männer und brachte sie am Nachmittag zurück nach Port aux Choix.
Auch ein Cormorant-Helikopter stieg in Gander auf, brauchte aber nicht mehr einzugreifen und kehrte zu seiner Base zurück. Die kanadische Coast Guard nahm sich des brennenden Kutters an, von dem eine weithin sichtbare Rauchwolke aufstieg.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot „Lily Louise“ mit Wassereinbruch (Bild: RNLI)
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Neu erworbenes Motorboot drohte vor Kent zu sinken
(30.09.16) Vor der Küste von Nord-Kent drohte am 30.9. um 1.15 Uhr das 58 Fuß lange Motorboot „Lily Louise“ nach Wassereinbruch zu sinken. Die RNLI-Boote „Lewisco“ aus Whitstable und die „Leonard Kent“ der Station in Margate wurden um 1.18 Uhr alarmie
rt und kamen dem Havaristen vor Reculver zu Hilfe. Die Dover Coastguard koordinierte die Rettungsaktion. Nur 12 Minuten nach dem Alarm wurde der Havarist von dem Boot aus Whitstable südlich der Copperas-Tonne lokalisiert. Als erstes wurde die vierköpfige Crew von Bord geholt, dann wurden zwei Seenotretter mit einer Lenzpumpe übergesetzt. Sie begannen, das Wasser aus dem Maschinenraum zu pumpen, während die „Lily Louise“ mit einem Knoten Fahrt weiter westwärts lief.
Nachdem um 1.58 Uhr die „Leonard Kent“ hinzugestoßen war, nahm sie das Boot auf den Haken und schleppte es in Richtung Whitstable. Gegen drei Uhr wurde es am Südkai festgemacht, wo die Herne Bay Coastguard und ein Strandrettungsboot klar zum Einsatz waren. Das Rettungsboot aus Margate blieb währenddessen längsseits und setzte das Auspumpen des Wassers fort.
Der Eigner Jeff Powell hatte die “Lily Louise” gerade erst in Ramsgate gekauft und war von dort auf der Überführungsfahrt zur Galleons Marina auf der Themse, als es zum Wassereinbruch kam. Vor Ort waren drei Beaufort Wind.
Quelle:Tim Schwabedissen



“Russa Taign” am Haken (Bild: RNLI)
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Schwierige Rettungsaktion in stürmischer See vor den Orkneys
(30.09.16) Der 26 Meter lange, Trawler “Russa Taign – K 193” (MMSI-Nr.: 234904000) aus Orkney erlitt am 29.9. rund 12 Meilen westlich von Noup Head auf Westray im Sturm Maschinenausfall und trieb manövrierunfähig in der aufgewühlten See. Um 18.30 Uhr lief das alarmierte RNLI-Boot aus Stromness aus und nahm westlichen Kurs durch den Hoy Sound bei 7-8 Beaufort Wind. Der Kurs wurde dicht am Black Craig abgesetzt, um den Havaristen so schnell wie möglich zu erreichen.
Doch bei der stürmischen See war es illusorisch, dass das Rettungsboot den Trawler selbst würde abschleppen können. Deshalb wurde um 19.20 Uhr der Notschlepper "Heracles“ angefordert. Auch der in Orkney registrierte Kutter "Keila" kam aus Scrabster zu Hilfe. Das Rettungsboot aus Stromness erreichte die “Russa Taign” um 20.15 Uhr.
Die Coastguard wies es an, auf Standby zu bleiben, bis die anderen Schiffe eingetroffen waren. Um 23 Uhr war die "Heracles" vor Ort, dicht gefolgt von der "Keila". Diese stellte eine Schleppverbindung her und begann den Havaristen abzuschleppen.
Daraufhin entließ die Coastguard die Seenotretter aus Stromness, die um 3.45 Uhr des 30.9. zurück im Hafen waren. Kurz nach deren Abzug aber brach der Schleppdraht der „Keila“, und nun übernahm die "Heracles" die Sache. Der Schleppzug bewegte sich durch den Westray Firth, östlich von Shapinsay und in die Kirkwall Bay. Kurz nach sieben Uhr war Kirkwall erreicht, 13 Stunden nach Eintritt der Havarie. Gegen 10 Uhr war die “Russa Taign” an der Hatston Pier fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rettungsboot "Ægir" auf die Klippen getrieben
(Bild: NSSR)   Großbild klick!

Norwegisches Rettungsboot von Freakwelle getroffen, in Brand geraten und zwei Mal gekentert
(30.09.16) Das norwegische Rettungsboot "Ægir" (MMSI-Nr.: 257234500) wurde am 29.9. auf dem Weg zu einem Einsatz um 21.30 Uhr vor Tjørveneset in Farsund von einer Freakwelle getroffen, die die Brückenfenster einschlug und ein Feuer an Bord verursachte. Die dreiköpfige Crew wurde angewiesen und ins Wasser zu springen, um von einem Seaking-Heliopter des 330. Geschwaders gerettet zu werden. Die Aktion war bei Wellenhöhen um acht Metern und Windgeschwindigkeiten von 18 – 20 Metern pro Sekunde extrem schwierig.
Doch um 22 Uhr waren alle drei an Bord des Sea King und wurden zur Sola Air Station zur medizinischen Betreuung geflogen. Anschließend wurden sie in einem Hotel in der unweit von Stavanger gelegenen Stadt einquartiert. Das verlassene Boot kenterte in den Sturmwellen zwei Mal, ehe es schwer beschädigt auf den Storestrand beim Marka-Schießgebiet bei Lista angetrieben wurde.
Das Feuer erlosch von selbst. Die Bergung sollte nach Wetterberuhigung erfolgen. Der Unfall ereignete sich, nachdem um 19.24 Uhr ein russischer Tourist von einer Mole in Borhaug ins Wasser gerissen worden war.
Zunächst war von zwei möglichen Opfern die Rede gewesen. Ein Seaking, Taucher und Rettungsdienste sowie ein Ambulanzflugzeug wurden alarmiert. Der Mann wurde später schwer verletzt geborgen. Nach Wiederbelebungsversuchen wurde er ins Haukeland Universitätskrankenhaus in Bergen geflogen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker schlug im Elbe-Seitenkanal leck
(30.09.16) Am 29.9. lief der von Scharnebeck kommende, holländische Binnentanker "Anka", 1491 ts (EU-Nr.: 02104346), auf dem Elbe-Seitenkanal zwischen Lüder und Gannerwinkel im Landkreis Gifhorn bei Kanalkilometer 44,7 mit Heizöl beladen kurz vor neun Uhr in die Böschung. Ein technischer Defekt war Auslöser des Unfalls, durch den die Ruderanlage ausfiel und der Tanker manövrierunfähig wurde. Dabei wurde die Schiffshaut aufgerissen, und Diesel lief aus einem Treibstofftank aus.
Die Feuerwehr wurde alarmiert, um ein Ausbreiten des Ölteppichs zu verhindern, die mitgebrachte Ölsperre kam aber nicht mehr zum Einsatz. Etwa 60 Feuerwehrleute der Feuerwehren Bodenteich, Lüder und Uelzen sowie des Gefahrgutzugs Süd waren vor Ort. Auch Mitarbeiter der Feuerwehrtechnischen Zentrale des Landkreises Uelzen und der Gefahrgutzug Süd waren beteiligt, ebenso das Wasser- und Schifffahrtsamt und die Wasserschutzpolizei. Mit zwei Booten beobachten Einsatzkräfte das Schiff und den Ölteppich von der Wasserseite aus.
Um 12.30 Uhr war der Einsatz beendet. Die Besatzung hatte den restlichen Diesel in einen anderen Tank umgepumpt. Es liefen nur wenige Kubikmeter Dieselkraftstoff ausgelaufen, der in den nächsten Tagen verdampfen würde.
Das havarierte Schiff wurde unterdessen in den nahen Wittinger Hafen geschleppt. Dort sollten Taucher das Leck abdichten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Verfrachtung der Transocean Winner hat begonnen
(30.09.16) Am 29.9. wurde damit begonnen, die Anker der Bohrinsel "Transocean Winner" zu lichten, um sie auf das Schwergutschiff "Hawk", das in der Nähe ankerte, zu ziehen. In Erwartung einer Wetterverbesserung war mit dem Aufholen von vier der acht Anker begonnen worden.
Die übrigen vier sollten in einer 12-stündigen Operation folgen, während das Rig weiter von Schleppern in der Broad Bay vor der Isle of Lewis auf Position gehalten wurde. Eine halbe Meile entfernt nahm die "Hawk" derweil Ballastwasser auf, sodass das Rig, wenn alles klar lief, am Nachmittag des 30.9. eingeschwommen sein könnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker drohte vor Japan zu sinken
(30.09.16) Der japanische Tanker „Yowa Maru“, 432 tdw (IMO-Nr.: 8934116), erlitt am 30.9. um 10.45 Uhr starken Wassereinbruch und schwere Backbordschlagseite. Er lag mit 450 Tonnen Soda im Hafen von Kudamatsu, Shunan, in der Yamaguchi Präfktur. Die vierköpfige Crew konnte gerettet werden, das Schiff drohte zu sinken. Schlepper waren vor Ort. Wahrscheinlich war der Tanker auf Grund gelaufen und dadurch leckgeschlagen. Er wurde 1997 erbaut und hat als Manager die Seiwa Kaiun KK.
Quelle:Tim Schwabedissen



Raddampfer vor Bethel Island gehoben
(30.09.16) Die US Coast Guard, das California Department of Fish and Wildlife's Office of Spill Prevention and Response, das Army Corps of Engineers und die Diving & Salvage Inc. begannen am 28.9. vor Bethel Island mit der auf 24 Stunden Dauer taxierten Bergung der “Spirit of Sacramento”.
Gegen 15 Uhr traf ein Schwimmkran im Sacramento-San Joaquin-Flussdelta ein. Am 29.9. begann der Abtransport zu einer Einrichtung des U.S. Army Corps of Engineers in Sausalito. Die Verschleppung startete mittags und sollte rund 10 Stunden dauern. Dann sollte das verbliebene Öl ausgepumpt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fischer fand seinen Kutter versenkt wieder
(30.09.16) Am 27.9. schrieb die Norwegerin Maiken Birgitte Rabben auf Facebook, dass der Kutter ihres Vaters wahrscheinlich am 22.9. in Dolmøya gestohlen wurde. Viele Insulaner teilten den Post und machten sich auf die Suche nach dem verschwundenen Schiff von Birger Flåhammer.
Am Nachmittag des 28.9. wurde es von Skipper Flåhammer selbst mit einem kleinen Boot wieder gefunden - es lag aber auf sechs bis 10 Metern Wassertiefe. Wahrscheinlich wurde es vorsätzlich versenkt. Ein Ölfilm hatte den Fischer auf die Spur gebracht. Warum der Kutter auf diese Weise zerstört wurde, war dem Eigner ein Rätsel.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack gekenterten Kutters schädigt Korallenriffe
(30.09.16) Seit der Strandung des gekenterten Kutters “Mariano Pérez X” nahe des Cabo Pulmo National Park in der Gemeinde von Los Cabos häufen sich die Klagen von Anwohnern über Umweltschäden. Zuerst lief Öl aus dem Wrack aus, dann entstand Schaden durch abgerissene Metallteile. Große Stahlladen ebenso wie etliche andere Teile landeten auf Korallenstrukturen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker vor Veracruz wird auf ebenen Kiel gebracht
(30.09.16) Gut 15 Kilometer vor der Küste von Veracruz lag der schwer beschädigte Tanker "Burgos" weiter vor Anker. Die Arbeiten zum Aufrichten des Schiffes dauerten an. Die Security Energy and Environment Agency (ASEA) überwachte die Operation permanent. Bislang wurden keine Umweltschäden entdeckt.
Die Petróleos Mexicanos (PEMEX) wurde angewiesen, vom Wasser, den Sedimenten und Riffen kontinuierlich Proben zu nehmen und eine Untersuchung zur Ursache der Explosion, die das Schiff schwer beschädigte, einzuleiten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Öl aus altem Wrack entfernt
(30.09.16) Aus dem Wrack des gesunkenen Fabrikschiffs "Don Humberto" ist das Öl in der Bucht von Coquimbo durch die Berger von Resolve abgepumpt worden. Sie konnten 18,180 Liter Ölrückstände zwischen Juli und August aus dem halb gesunkenen Schiff entfernen. Dabei kam es zu keinen Ölverschmutzungen.
Das Öl sollte zur Raffinerie der National Oil Company ENAP in Con Con gebracht werden. Bis dahin lagerte es in 20 Containern, die zur Verschiffung vorbereitet wurden. Die Ölbergung war wegen der schweren Schäden auf dem Wrack kompliziert gewesen und wurde im Hot-Tap-Verfahren durchgeführt.
Nach Abschluss der Arbeit sollte das Wrack noch 92 Tage beobachtet werden. Die regionale Regierung hatte zur Beseitigung der Umweltgefahr 360 Millionen Pesos bereitgestellt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Eigner gestrandeter Luxusyacht weigert sich, die Bergung zu bezahlen
(30.09.16) Eine Bergung der 72 Fuß langen Motoryacht “Time Out” ist weiterhin nicht in Sicht, die seit dem 7.9. vor dem Palm Beach Inlet liegt. Die Stadt wollte keinen Dollar bezahlen, zumal der Eigner Thomas Henry Baker von seiner Versicherung dafür Geld erhalten hatte.
Doch dieser sagte am 27.9., dass er nicht zahlen wolle. Ob die Versicherung das Geld zum Zweck einer Bergung ausgezahlt hatte, war auch unklar. Diese könnte über 200,000 Dollar kosten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vor Kadavu geborgen
(30.09.16) Die Solomon Islands Maritime Safety Administration (SIMSA) will den tonganesischen Frachter “Sitka” nicht in die Hoheitsgewässer lassen, nachdem das Schiff in der vergangenen Woche vom Riff vor Kadavu in Fiji abgeborgen wurde, wo es auf dem Weg zu den Solomon Islands via Fiji gestradet war.
Die Cruz Holding hatte dazu die Barge “Banticoot” eingesetzt. Das Schiff wurde dann nach Suva geschleppt. Die SIMSA kritisiert, dass die “Sitka” 54 Jahre alt, in schlechtem Zustand und nicht geeignet für den Versorgungsverkehr der Solomon Islands geeignet ist.
Quelle:Tim Schwabedissen



Expeditionsschiff “Maud” (Bild: Jan Wanggaard)
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Maud wird auf den letzten Arktis-Winter vorbereitet
(29.09.16) Nach sechs Jahren Vorbereitung ist das Expeditionsschiff “Maud” des norwegischen Entdeckers Roald Amundsen 86 Jahre nach dem Untergang seinem eisigen Grab in den Gewässern von Nunavut nahe der Cambridge Bay entronnen. Jan Wanggaard, der Projektmanager des Bergungsteams, zeigte sich zufrieden, dass der Rumpf in einem extrem guten Zustand vorgefunden wurde. Die eiförmige Form des Rumpfes hat geholfen, die Schiffsstruktur unter schwerem Eisdruck zu erhalten.
Nun ist sie wieder im Ganzen sichtbar. Die „Maud“ lief am 7.6.1917 vom Stapel und war Amundsens Expeditionsschiff, als er von 1918 bis 1920 in die Nordwestpassage vordrang. 1925 wurde sie verkauft und sank 1930 im Eis der Cambridge Bay. Im Juni begann die Hebung mit Hebesäcken, die rings um das Schiff angebracht wurden.
Im vergangenen Jahr war ein solcher Versuch zunächst gescheitert und seitdem die Methodik verfeinert worden. Im Juli hob sich die „Maud“ unter Einsatz größerer Hebekapazität erstmals vom Grund, und zwischen Juli und August arbeitete das Team daran, das Wrack auf eine Barge zu heben. Seit September war es nach dem erfolgreichen Abschluss dieser Arbeit mit dem Reinigen des Schiffsinnern beschäftigt, das mit Schlamm und Trümmern gefüllt war.
Im Winter wird die „Maud“ huckepack einfrieren und austrocknen. Dadurch wird sich auch das Gewicht und der Druck auf die Schiffsstruktur verringern. Im kommenden Sommer dann soll das Schiff, wenn alles nach Plan verläuft, so stabilisiert und seetüchtig gemacht worden sein, dass der Rücktransport nach Norwegen beginnen kann.
Quelle:Tim Schwabedissen



Aluminiumkutter "Chicken Pox" (Bild: USCG)
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Schiffbrüchiger nach einer Woche aus Rettungsinsel geborgen
(29.09.16) Am 27.9. betrat der 22-jährige Nathan Carman in Boston nach 10 Tagen auf See wieder festen Boden. Er war am Abend des 17.9. mit seiner 54-jährigen Mutter Linda Carman von der Ram's Point Marina in Point Judith, Rhode Island mit dem 32 Fuß langen Aluminiumkutter "Chicken Pox" zum Fischen ausgelaufen. Am nächsten Tag benachrichtigten besorgte Angehörige die Coast Guard Southern New England, die in den folgenden Tagen ein mehr als 62,000 Quadratmeilen großes Seegebiet südlich von Block Island, Rhode Island bis hin zu den Canyons vor New York absuchte.
Beteiligt waren die Küstenwachboote "Bonito” aus Montauk, New York, "Campbell" aus Kittery, Maine, "Sitkinak” aus Bayonne, New Jersey, die Coast Guard Station Point Judith, Rhode Island, ein MH-60 Jayhawk-Helikopter der Air Station Cape Cod, eine HC-144 Ocean Sentry der Air Station Cape Cod, eine C-130 der Air Station Elizabeth City, North Carolina, ein MH-65 Dolphin-Helikopter der Air Station Atlantic City, New Jersey, das Rhode Island Department of Environmental Management und die Coast Guard Air Auxiliary. Am 23.9. endete die Suche erfolglos.
Am 25.9. wurde Nathan Carman dann von der Crew des unter Panama-Flagge laufenden Frachters "Orient Lucky", 33547 BRZ (IMO-Nr.: 9436111), in einer Rettungsinsel entdeckt und nach Boston gebracht. Hier übernahm ein 45-Fuß-Boot der Coast Guard den Schiffbrüchigen. Der Mann aus Vermont sagte anschließend aus, der Kutter habe Wassereinbruch im Maschinenraum erlitten.
Als er nach der Ursache suchte und einige lebensnotwendige Dinge zusammensammelte, sei seine Mutter übers Heck verschwunden gewesen. Er habe dann die Rettungsinsel erreicht und vergeblich nach ihr gerufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Garnelentrawler "Else Jeannette - WR 98" (Bild: KNRM)
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Trawler trieb zwischen alten deutschen Bunkerresten bei Den Oever
(29.09.16) Am Morgen des 28.9. gegen 06:30 Uhr wurde das Rettungsboot "Joke Dijkstra" der KNRM-Station Den Helder alarmiert, nachdem der holländische Garnelentrawler "Else Jeannette - WR 98", 75 BRZ (MMSI-Nr.: 245352000), ein Netz in den Propeller bekommen hatte und manövrierunfähig geworden war. Er drohte bei kräftigem Westwind auf den Strand beim Molengatt zu treiben. Als die Seenotretter eintrafen, lag der Trawler nur noch 50 Meter von der Küste entfernt hilflos in hohem Seegang.
Glücklicherweise verfehlte er auf seiner Drift dort unter Wasser liegende Reste deutscher Bunkeranlagen aus dem Zweiten Weltkrieg, allerdings wurden die weiterhin ausgebrachten Netze von den Trümmern schwer in Mitleidenschaft gezogen. Wegen der kritischen Lage wurde schnellstmöglich eine Schleppverbindung hergestellt. Es gelang, den Havaristen mit dem Heck voran in das tiefere Wasser des Molengatt zu ziehen.
Dann wurde er durch das Gatt auf die Reede geschleppt, wo ein anderer Kutter die Schlepptrosse übernahm und die „Else Jeannette“ nach Den Oever zog. Um 08:30 Uhr war die „Joke Dijkstra“ wieder zurück auf ihrer Station.
Erst am 26.9. um 03:30 Uhr war sie dem holländischen Garnelenkutter "Simon Albert - WR 80", 45 BRZ (MMSI-Nr.: 246145000), zu Hilfe gekommen, dem ebenfalls sein Netz in den Propeller geraten war. Der Kutter befand sich in schwierig zu erreichender Position östlich des Malzwin. Er wurde um 5.30 Uhr an den Fischauktionskai im Hafen von Den Helder gelegt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kreuzfahrtschiff mit Ruderschaden nach Bremerhaven zurückgeschleppt
(29.09.16) Das unter Bahamas-Flagge laufende Kreuzfahrtschiff "Albatros", 28518 BRZ (IMO-Nr.: 7304314), erlitt am 27.9. einen Schaden an der Hydraulik der Ruderanlage. Das Schiff lag zu der Zeit am Kai des Columbus Cruise Center Bremerhaven und sollte am Abend mit 570 Passagieren und 400 Crewmitgliedern an Bord nach Dover auslaufen. Die Ausfahrt wurde mehrfach verschoben, ehe das Schiff am 28.9. gegen acht Uhr endlich den Hafen verließ. Es kam allerdings nicht weit.
Nach nur 25 Kilometern Fahrt war auf Höhe der Robbenplate nach neuerlichem Schaden um 9.25 Uhr bereits Schluss. Das Schiff musste Anker werfen und wurde dann von den Schleppern "Svitzer Marken" und "Svitzer Mallard" zurück nach Bremerhaven gezogen. Gegen Mittag machte es wieder an der Columbuskaje fest.
Die notwendige Reparatur und die Begutachtung der Funktionsfähigkeit durch einen Sachverständigen dauerte am Ende bis Mitternacht. Deswegen wurde der Anlauf von Dover gestrichen, und der nächste Hafen Portland direkt angesteuert, wo die „Albatros“ am 30.9. gegen acht Uhr erwartet wurde. Von dort sollte es weiter über Frankreich ins Mittelmeer gehen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rettungsaktion für Crew sinkender Segelyacht
(29.09.16) Die Coast Guard Air Station schickte am Morgen des 28.9. einen Kodiak MH-60 Jayhawk Helikopter zu der sinkenden 35-Fuß-Segelyacht „Rafiki“ rund 230 Meilen südlich von Cold Bay, Alaska. Am Vorabend war die Coast Guard Juneau von der Notlage der Yacht informiert worden, die Funkkontakt mit einem Amateurfunker hatte. Der Jayhawk barg die zweiköpfige Crew ab und traf sich dann mit einer Air Station Kodiak HC-130 Hercules in Sand Point, Alaska.
Diese hatte zuvor bereits Überlebensanzüge für die Segler abgeworfen. Die Crew der Hercules übernahm die Schiffbrüchigen und transportierte sie zur medizinischen Betreuung nach Kodiak. Auch die “Rising Sun”, die im AMVER-System registriert ist, assistierte. Die Coast Guard Sector Anchorage, Alaska, gab eine Warnmeldung vor der „Rafiki“ heraus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Havarierte Fähre im Tandem mit Schlepper im Fjordverkehr eingesetzt
(29.09.16) Am 27.9. erlitt die norwegische Fähre "Kalkøy", 534 BRZ (IMO-Nr.: 7023104), Maschinenschaden, als sie gegen 23 Uhr in Holmestrand einlaufen wollte. Die Maschine fiel unmittelbar vor dem Anleger aus, als die Fähre gerade aus Langøya eintraf. Ein Schlepper brachte sie dann an den Kai.
Um 16 Uhr nahm der unter St. Vincent-Grenadines-Flagge laufende Schlepper "Boa Sund" (IMO-Nr.: 7500798) die manövrierunfähige Fähre längsseits und bugsierte sie seitdem selbst über den Fjord, während an Bord versucht wurde, den Maschinenschaden zu beheben. Am 29.9. waren die Schiffe immer noch im Gespann unterwegs.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf ausgedientem Schlepper in Ruisbroek
(29.09.16) Durch Brandstiftung ging am Abend des 27.9. ein ausgedienter Schlepper in Ruisbroek in Flammen auf. Das aufgegebene Schiff lag auf dem Ruisbroek-Brüssel-Charleroi Kanal, wo ein Passant gegen 18 Uhr den Brand bemerkte und sofort den Rettungsdienst alarmierte. Das Feuer wurde gelöscht, doch das Schiff erlitt schwere Schäden. Brandexperten stellten dann fest, dass es an Bord zwei Brandherde gegeben hatte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Indisches Fahrgastschiff trieb vor Visakhapatnam
(29.09.16) Das indische Fahrgastschiff "Harshavardhana", 9700 BRZ (IMO-Nr.:7219026), trieb mit 480 Passagieren und einer 50-köpfigen Crew 24 Stunden lang im Meer vor Visakhapatnam in der Bay of Bengal. Es war an Bord zu einem Ausfall eines der vier Generatoren gekommen, als das Schiff von Chennai nach Port Blair unterwegs war. Die "Kuthar" der indischen Marine ging auf Standby.
Der Havarist trieb 14 Meilen vor der Küste, während die Crew versuchte, den Schaden zu beheben. Schließlich wurde es angewiesen, in den Hafen von Visakhapatnam zu kommen. An Bord des Schiffes waren überwiegend Arbeiter aus dem nördlichen Andhra Pradesh und Süd-Odisha. Als das Schiff gestoppt hatte, war es zunächst zu einer Panik unter ihnen gekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Losgerissene Yacht landete auf Old Orchard Beach
(29.09.16) Die Segelyacht “Cú Mhara” aus Boothbay strandete am Abend des 27.9. am Old Orchard Beach, nachdem sie sich in der Bucht von ihrem Anker losgerissen hatte. Das Boot war auf dem Weg von Boothbay Harbor zurück nach Georgia gewesen. Über Nacht war der Skipper vor Anker gegangen, doch die Ankerleine brach. Nun überlegten die Einsatzkräfte des Scarborough Fire Department, wie die Yacht wieder ins tiefe Wasser gebracht werden könnte.
Versuche, sie mit einem eigenen Boot vom Strand zu ziehen, scheiterten. Nun sollten die Berger von Sea Tow ihr Glück versuchen. Möglicherweise müsste auch ein Kran zum Einsatz kommen. Außer einem gebrochenen Ruder hatte die “Cú Mhara” die Strandung bislang offenbar gut überstanden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gekenterter Raddampfer wird nun aufgerichtet
(29.09.16) Am 28.9. begann die Bergung des am 4.9. leckgeschlagenen und dann gekenterten Raddampfers “Spirit of Sacramento", 99 BRZ, bei Bethel Island. Die U.S. Coast Guard arbeitete mit Partnern zusammen, um das Schiff mit einer Kranbarge aus Seattle anzuheben und zu drehen. Es sollte anschließend zu einer Einrichtung des Army Corps of Engineers in Sausalito gebracht werden. An Bord könnten noch bis zu 600 Gallonen Diesel sein, die dort abgepumpt werden sollten.
Das Schiff soll sehr langsam aufgerichtet und angehoben werden, sodass gleichzeitig das Wasser gelenzt werden kann. Falls Öl austritt, waren Einsatzkräfte in Bereitschaft, es sofort aufzunehmen. Die U.S. Coast Guard hatte mehrere Ringe von Ölsperren ausgelegt, um ökologisch sensible Gebiete zu schützen. Die Bergungskosten wurden durch den Oil Spill Liability Trust Fund getragen. Der letzte bekannte Eigner Rowles soll nach Möglichkeit später finanziell zur Verantwortung gezogen werden. Er war aktuell aber nicht erreichbar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre "Margrete Læsø" (Bild: Andreas Falck)
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Frederikshavn: Fähre rammt Hafenmole
(28.09.16) Am 27.9. um 7.50 Uhr kollidierte die dänische Fähre "Margrete Læsø", 3688 BRZ (IMO-Nr.: 9139438), der Læsø K/S beim Auslaufen aus Frederikshavn mit der Nordspitze der neuen Hafenmolen vor dem Hafen. Sie lief mit dem Wulstbug auf die Steine des Bauwerks auf. Der Unfall ereignete sich, als eine der Maschinen beim Umschalten der Steuerung von der Brückennock auf die Brücke ausfiel und die Manövrierfähigkeit herabgesetzt wurde.
Das Schiff kehrte nach der Kollision wieder in den Hafen zurück und wurde entladen. Die Passagiere kehrten an Land zurück, Um 11 Uhr übernahm die Fähre "Ane Læsø" den Fährdienst von Frederikshavn nach Vesterø. Die "Margrete Læsø" steuerte die Orskov-Werft zur Untersuchung durch die dänischen Schifffahrtsbehörden an. Nachdem diese nur geringe Schäden fanden, wurde das Schiff gegen Mittag wieder freigegeben.
Arbeiter des Hafens von Frederikshavn und der Per Aarsleff A/S, dem Hauptvertragsnehmer beim Ausbau des Hafens, inspizierten derweil die Schäden an der neuen Hafeneinfahrt. Sie fanden Druckschäden an der Spundwand, die von Tauchern noch weiter inspiziert wurden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Saint-Tropez: Teenager schrottete Luxusyacht seines Vaters
(28.09.16) Die 1,2 Millionen Pfund werte Motoryacht, die am 25.9. von einem belgischen Teenager auf Felsen vor Saint-Tropez gesetzt wurde, ist ein Totalverlust. Er war mit vier Freunden im Alter zwischen 18 und 20 Jahren mit Erlaubnis seines Vaters unterwegs, als das Boot immerhin so glücklich zwischen mehreren aufragenden Felsen auflief, dass die Bootsinsassen mit Schürfwunden davon kamen.
Die Wassertiefe betrug nur 60 Zentimeter, der Tiefgang der 2009 erbauten Yacht 2,7 Meter. Sie ist aber nicht mehr zu bergen und muss nun vor Ort abgewrackt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter “K 2” wird eingeschleppt (Bild: RNLI)
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Kutter manövrierunfähig nach Whitby eingeschleppt
(28.09.16) Das RNLI-Boot “George and Mary Webb” aus Whitby kam am 27.9. um 8.38 Uhr dem Kutter “K 2” zu Hilfe, nachdem dessen zweiköpfige Crew die Coastguard alarmiert hatte. Eine Leine hatte den Propeller 3,5 Meilen nordöstlich von Whitby blockiert. Der manövrierunfähige Havarist wurde von den Seenotrettern auf den Haken genommen und an den Fischereikai des Hafens geschleppt.
Weil das Ruder der „K 2“ noch funktionsfähig geblieben war, konnte der Kutter leichter durch die Molen geschleppt werden. Der ablandige Wind stabilisierte ihn zusätzlich, sodass das Schleppmanöver ohne Probleme verlief.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff saß bei Germersheim fest
(28.09.16) Am Morgen des 26.9. lief das deutsche Binnenschiff „Kurt Herbert“, 1507 ts (EU-Nr.: 04700760), auf dem Rhein bei Germersheim auf Grund und blockierte einen Teil des Fahrwassers. Das mit rund 1400 Tonnen Drahtrollen beladende Schiff schlug beim Auflaufen zudem leck. Mehrere Versuche, es freizuschleppen scheiterten in den folgenden Stunden.
Der Schiffsverkehr konnte die Unfallstelle einzeln passieren. Nach dem Fehlschlagen der Bergungsbemühungen wurden ein Leichterschiff und eine Kranbarge angefordert, um Teile der Fracht zu löschen. Dies begann am Nachmittag des 27.9., und um 19.30 Uhr konnte der 95 Meter lange Havarist freigeschleppt und in den Hafen von Germersheim gebracht werden. Vermutlich war das Schiff für den niedrigen Wasserstand zu tief abgeladen gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Plattform ging nach Blow Out in Flammen auf
(28.09.16) Beim Versuch, einen Gasausbruch auf der Plattform “Guneshli 19” am 26.9. im Kaspischen Meer zu stoppen, entzündete sich das austretende Gas auf der Insel im Guneshli-Ölfeld. Alle 69 Plattformarbeiter wurden evakuiert. Über ein Dutzend Schiffe, darunter Offshore-Schlepper, Schwimmkräne, Rettungsschiffe und andere Fahrzeuge nahmen am Löscheinsatz teil. Darunter waren die Ankerziehschlepper „Topaz Dignity“ (IMO-Nr.: 9654983), „Caspian Protector“ (IMO-Nr.: 9565027), „Caspian Voyager“ (IMO-Nr.: 9658111), „Neftegaz 10“ (IMO-Nr. 8325365), und „Neftegaz 64“ (IMO-Nr.: 8418540).
Am Abend des 27.9. war das Feuer noch nicht gelöscht. Auch zwei Löschboote der Azerbaijan Emergency Agency waren vor Ort. Die “Guneshli 19” gehört der Azeri State Oil Company SOCAR, die das Guneshli-Feld gemeinsam mit der BP ausbeutet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper verlor Barge
(28.09.16) Der unter Panama-Flagge laufende Schlepper "Magellan II", 1496 BRZ (IMO-Nr.: 9633886), verlor die 180 Meter lange Barge "B 42" im Arabischen Meer am 26.9. Die Barge samt 1000 Metern Schlepptrosse vorn und 900 Metern achtern ging auf Drift und trieb am 27.9. auf Position 12 51 N 073 49 O rund 57 Meilen westlich von Mangaluru. Der Schleppzug war am 23.9. aus Cochin ausgelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schiff in Sint-Pieters-Leeuw durch ein Feuer schwer beschädigt
(28.09.16) In Sint-Pieters-Leeuw ging am Abend des 27.9. gegen 18 Uhr ein aufgelegtes Schiff in Flammen auf. Die Feuerwehr konnte den Brand auf dem Schiff, das seit mehreren Jahren im Hafen gelegen hatte, löschen, der Schaden war aber erheblich. Die Polizei von Zennevallei nahm Ermittlungen auf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff auf der Donau nach vier Tagen wieder flott
(28.09.16) Das bei Winzer auf der Donau auf Grund gelaufene, deutsche Binnenschiff Ilaria", 1056 ts (MMSI-Nr.: 211483540), konnte am 27.9. bei Winzer in deim Landkreis Deggendorf geborgen werden, nachdem die 850 Tonnen Quarzsand durch das deutsche Binnenschiff "Raphaela" (MMSI-Nr.: 211183170) teilweise geleichtert worden waren. Die Aktion gestaltete sich als äußerst schwierig. Vom frühen Morgen an war die Fracht mit einem Bagger umgeladen worden.
Dennoch scheiterten Freischleppversuche durch den längsseits festgemachten Frachter immer wieder. Wegen des niedrigen Wasserstandes konnte die "Raphaela" nicht unbegrenzt Ladung aufnehmen, ohne Gefahr zu laufen, selbst festzukommen. Erst am Nachmittag gelang es, die „Ilaria“ von der Kiesbank freizubekommen.
Sie war am 23.9. bei einem Ausweichmanöver durch einen Fahrfehler des Schiffsführers am rechten Donauufer auf Grund gelaufen. Die "Ilaria" hat inzwischen ihre Fahrt zum Bestimmungshafen Regensburg fortsetzen können. Der Schiffsverkehr auf der Donau musste während der Freischleppversuche gesperrt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Neubau der Meyer-Werft in Papenburg
(28.09.16) Ein Feuer brach am Morgen des 28.9. auf dem auf der Meyer Werft in Papenburg im Bau befindlichen Kreuzfahrtschiff „Norwegian Joy“, 167800 BRZ (IMO-Nr.: 9703796), aus. In der Baudockhalle II der Werft kam es zu starker Rauchentwicklung durch den Verteilerbrand. Unmittelbar nach dem Feueralarm war die Betriebsfeuerwehr der Werft im Einsatz und konnte den Brand nach kurzer Zeit löschen.
Weil bereits in der Bauphase umfangreiche Sicherheits-und Meldesysteme auf den Schiffen installiert werden, konnte schnell reagiert werden. Das 45 Meter breite Tor der Baudockhalle wurde dann zum Lüften geöffnet. Die Mitarbeiter mussten die betroffenen Produktionsbereiche der Meyer Werft zunächst verlassen, und die Arbeiten wurden zeitweise eingestellt.
Das Schwesterschiff der „Norwegian Escape“ soll als zweites Schiff der Breakaway Plus-Klasse im Frühjahr 2017 abgeliefert werden als insgesamt 12. Kreuzfahrtschiff für die Norwegian Cruise Line. Im Sommer 2017 geht es auf die erste Reise nach China. Das speziell für den asiatischen Markt entwickelte Schiff wird ausschließlich für chinesische Reisende eingesetzt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter verlor sein Ruder
(28.09.16) In der Einfahrt des Raftsunds verlor ein Kutter am Morgen des 28.9. sein Ruder. Ein in der Nähe befindliches Schiff sicherte den Havaristen, bis das Rettungsboot "Sundt Flyer" vor Ort war. Es schleppte den Kutter an den Kai von Falch in Svolvær, wo der Fang gelöscht werden sollte, ehe es an die Reparatur ging. Die Havarie ereignete sich bei ruhiger See.
Quelle:Tim Schwabedissen



Versorgungsboot ging in Flammen auf
(28.09.16) Ein Boot mit 8000 Litern Öl und 40 Gaszylindern explodierte am 27.9. in Rio Juruá, beim Auslaufen aus Rodrigues Alves. Es sollte die Orte Thaumaturgo and Porto Walter Marshal versorgen. Der Unfall ereignete sich, als Öl auslief. Die zweiköpfige Crew wurde verletzt, ein Mann lebensgefährlich. 10 Feuerwehrleute und drei Löschfahrzeuge waren im Einsatz. Das Boot sank im Fluss.
Quelle:Tim Schwabedissen



Verladekran ging in Flammen auf
(28.09.16) Beim Entladen von Kohle ging ein Verladekran im Hafen von Itaqui in São Luís, Maranhão, in Flammen auf, als er den unter Panama-Flagge laufenden "Nord Trust", 31232 BRZ (IMO-Nr.: 9454187), löschte. Der Kranführer musste von seinen Kollegen gerettet werden. Schlepper brachten das Feuer unter Kontrolle. Die Maranhao Port Authority (EMPA) leitete eine Untersuchung ein. Die "Nord Trust", die seit dem 20.9. im Hafen gelegen hatte, lief am 26.9. wieder aus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter nach Flüchtlingstragödie geborgen
(28.09.16) Der Untergang des Kutters „Mawkib al-Rasoul“ mit Flüchtlingen vor Ägypten am 21.9. hat bislang 203 Tote gefordert. Nachdem das Wrack des Stahlschiffes am 27.9. von einem Schwimmkran gehoben und nach Rosetta eingeschleppt wurde, fanden Retter weitere 33 Leichen im Schiffsinnern. Nur 169 Flüchtlinge waren nach dem Schiffbruch, der 12 Meilen nordöstlich von Rashid, auch Rosetta genannt, stattfand, gerettet worden. Sie hatten zuvor stundenlang im Meer getrieben. Es war unklar, wie viele Menschen insgesamt vermisst wurden. Es könnten bis zu 450 gewesen sein und das Unglück rund 300 Tote gefordert haben. Die ägyptischen Behörden sprachen sogar von bis zu 600 Menschen an Bord des völlig überladenen Schiffes.
Sie kamen aus Ägypten, dem Sudan, Eritra und Somalia und waren nach Italien unterwegs. Vier Crewmitglieder wurden verhaftet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandeter Longliner stellt keine Umweltgefahr mehr dar
(28.09.16) Von dem am 13.9. gestrandeten, chinesischen Longliner "Gunag Yuan Yu 239" (MMSI-Nr.: 412470430), der halb unter Wasser auf dem Cakauyawa Riff vor der Insel Makuluva liegt, hat Maritime Safety Authority in Fiji (MSAF) alles Öl und umweltgefährdende Stoffe abgepumpt. Berger waren zwei Mal mit dem Versuch gescheitert, das Schiff wieder flottzumachen. Es lag nur 60 Meter von dem ebenfalls gestrandeten Patroullienboot "Kiro" entfernt, das dort zwei Monate zuvor auflief.
Der Longliner soll nach seiner Bergung versenkt werden. Die 14-köpfige Crew war von einem Schiff der Fiji-Marine, der "Kula", sowie Marinetauchern gerettet worden. Ein Navigationsfehler soll es auf das Riff geführt haben. Der registrierte Eigner Golden Ocean Fishing Company Ltd bestritt, dass der Longliner zu seiner Flotte gehörte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fahrgastschiff von Taifun versenkt
(28.09.16) Das Fahrgastschiff “Jiannan 12” sank in der Nacht zum 27.9. an seinem Liegeplatz in Kaohsiung im Taifun Megi. Das unbemannte Schiff, das im Fischereihafen von Xiaogang lag, hatte in der Nacht Wassereinbruch durch Risse, die in den hohen Wellen entstanden waren, erlitten. Bald schlugen die Brecher über das Hauptdeck und versenkten das Schiff. Die Coast Guard konnte mit ihren Pumpen nichts mehr ausrichten, und am Morgen kenterte die “Jiannan 12” 0,1 Meilen vor dem Dock.
An Bord waren nur 40-50 Liter Diesel und fünf Liter Öl, die ausliefen, aber von den Behörden an einer Ausbreitung gehindert werden konnten. Mobilkräne sollten das Wrack des 12,2 Meter langen und fünf Meter breiten Holzschiffes bergen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Barge mit Kesseln als künstliches Riff versenkt
(28.09.16) Alabamas neuestes künstliches Riff ist eine ausgediente Barge, die am 26.9. versenkt wurde. Zwei alte Kessel aus Kraftwerken der Alabama Power in Theodore und Washington waren im Laderaum festgeschweißt und versanken mit dem Fahrzeug 25 Meilen südlich von Fort Morgan, nachdem zwei Schlepper die Barge vollgepumpt hatten.
Jeder der Kessel wog mehr als 100000 Pfund. Dadurch wird die Barge auf dem Grund des Golfs fixiert, wenn Stürme durchziehen. Es handelt sich um eines von über 12,000 künstlichen Riffen vor der Küste von Alabama. Die Barge liegt 115 Fuß tief auf Position 29 47.544, 87 59.104.
Quelle:Tim Schwabedissen



Barge trieb gegen Brücke
(28.09.16) Taucher führten Notreparaturen aus, nachdem eine Barge am 27.9. gegen ein Uhr mit der Fort Madison Bridge kollidiert und beschädigt worden war. Eine starke Strömung hatte sie gegen das Bauwerk gedrückt, danach trieb sie darunter und legte sich auf die Seite. Hier verfing sie sich, und es kam zu Wassereinbruch.
Die U.S. Coast Guard pumpte das Wasser aus, während die Taucher die Leckagen abdichteten. Die Barge war mit Flüssigdünger beladen. Der Laderaum blieb unbeschädigt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre wickelte sich Ketten um Propellerschaft
(28.09.16) Die britische Fähre “Hebrides" soll so bald wie möglich zur Reparatur ins Trockendock in Greenock verholen. Sie lag seit dem 25.9. am Kai in Lochmaddy, al sein Maschinenausfall den Kapitän gezwungen hatte, das Schiff auf eine Felsspitze zu drehen. Als sie sich wieder befreite, zerstörte sie einen Teil des Pontonsystems der Comann Na Mara Marina.
Inspektionen durch Taucher zeigten, dass der Steuerbord-Propellerschaft durch Ketten der Pontons, die sich darum gewickelt hatten, beschädigt worden war. Außerdem hatte der Rumpf bei den Felsen Beulen und Schrammen davongetragen. Wenn die "Hebrides" ausgelaufen ist, soll die "Lord of the Isles" ihren Platz einnehmen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Dreimaster „Revenge“ liegt trocken (Bild: RNLI)
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Auslaufmanöver der Revenge gänzlich missraten
(27.09.16) Das RNLI-Boot „Lewisco“ aus Whitstable’s wurde am 20.9. alarmiert, nachdem um 7.37 Uhr der 60 Fuß lange Dreimaster „Revenge“ unweit der Zufahrt zum Faversham Creek im Swale bei Oare auf Grund gelaufen war. Die vierköpfige Crew fand das Schiff fest auf Grund sitzend vor, und es gab keine Chance, es vor der nächsten Flut wieder flottmachen zu können. Zwei der fünf Personen an Bord baten aber darum, abgeborgen zu werden.
Wegen der ablaufenden Tide kam das Rettungsboot aber nicht dichter als knapp 300 Meter an das zusehends trocken fallende Schiff des selbsternannten Piraten Finbar O’Brien aus Bristol heran. Daraufhin versuchten die beiden, mit einem Schlauchboot selbstständig an Land zu kommen, liefen dabei aber ebenfalls auf Grund. Da es vorerst nichts mehr auszurichten gab, kehrte die „Lewisco“ um neun Uhr zu ihrer Station zurück.
Das Piratenschiff hatte nach einem Maschinenschaden die Sun Pier in Rochester Riverside im Sommer monatelang blockiert und war vergeblich vom Medway Council zum Verlassen aufgefordert worden, bevor es jetzt zu dem missratenen Auslaufmanöver kam.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper “Clay Jonak” sinkt (Bild: USCG)
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Alter Schlepper sank in Goble
(27.09.16) Die US Coast Guard und das Oregon State Department of Environmental Quality wurden um 20.49 Uhr des 25.9. alarmiert, nachdem der 82 Fuß lange Schlepper “Clay Jonak” auf dem Columbia River in Goble sank. Personal der Incident Management Division Portland der Coast Guard Columbia River beauftragte mit Mitteln aus dem Oil Spill Liability Trust Fund die Ballard Diving am Morgen des 26.9. mit der Beseitigung von Ölverschmutzungen. An Bord sollten sich höchstens 100 Gallonen Dieselölreste befinden.
Eine Ölsperre wurde um das Wrack des Holzschiffes, dessen Ruderhaus noch zum Teil aus dem Wasser ragte, ausgelegt. Die Taucher von Ballard Diving pumpten insgesamt 300 Gallonen Ölprodukte aus den fünf Tanks ab. Der Eigner besitzt mehrere alte Schlepper und Bargen im Bereich von Goble, um sie abzuwracken.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker "Burgos" (Bild: PEMEX)
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Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko abgewendet
(27.09.16) Das Feuer auf dem mexikanischen Tanker "Burgos" war am 26.9. endgültig aus. 30 Stunden hatte es auf dem Schiff gebrannt, das nun mit schweren Schäden auf dem Vorschiff und an den Aufbauten mit starker Backbordschlagseite vor Anker lag. Das Vorschiff war tief im Wasser eingetaucht, doch die Gefahr einer Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko schien erfolgreich gebannt zu sein. Der vor Veracruz vor Anker liegende Havarist wurde vorsorglich mit Ölsperren umgeben und sollte im Laufe des 27.9. wieder auf ebenen Kiel gebracht werden.
Es war nicht zu gravierenden Umweltschäden gekommen, das auslaufende Öl war größtenteils verbrannt. Im Golf treibende Flecken rührten von den großen Mengen Löschschaum her, die bei der Brandbekämpfung auf das Schiff abgefeuert worden waren. Die Bergungsarbeiten durch Petróleos Mexicanos wurden mit mehreren Schleppern fortgesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Garnelenkutter "Simon Albert - WR 80" (Bild: KNRM)
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Kutter manövrierunfähig vor Den Helder
(27.09.16) Am 26.9. um 03:30 Uhr wurde die “Joke Dijkstra“ der KNRM Den Helder alarmiert, nachdem dem holländischen Garnelenkutter "Simon Albert - WR 80", 45 BRZ (MMSI-Nr.: 246145000), was sein Netz in den Propeller geraten war. Der Kutter befand sich in schwierig zu erreichende Position östlich des Malzwin hinter den im Dunkeln fast unsichtbaren Muschelbänken.
Es gelang aber, den Havaristen vorsichtig in Schlepp zu nehmen und an den Fischauktionskai im Hafen von Den Helder zu bringen. Um 05:30 Uhr war er sicher am Kai und das Rettungsboot zurück an seiner Station. Am Nachmittag wurde der Antrieb der "Simon Albert" wieder befreit.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schiffsführer starb an Herzinfarkt – Binnenschiff lief auf Grund
(27.09.16) Unterhalb der Schachtschleuse lief in Minden das deutsche Binnenschiff "Theresia", 849 ts (EU-Nr.: 04029080), am Morgen des 26.9. auf der Weser in die Böschung. Zuvor hatte es einen medizinischen Notfall an Bord gegeben. Der 74-jährige Schiffseigner aus Hamburg hatte am Ruder seines Schiffes einen Herzinfarkt erlitten. Für ihn kam jeder Hilfe zu spät.
Das Schiff war vom Mittellandkanal auf die Weser geschleust worden. Im Verbindungskanal Richtung Bremen verschlechterte sich der gesundheitliche Zustand des Skippers. Das Schiff wurde führerlos und lief deswegen in die Böschung. Ein anderes Besatzungsmitglied alarmierte den Rettungsdienst und die Polizei.
Rettungssanitäter und Notarzt hatten zunächst Schwierigkeiten, an Bord zu gelangen. Als dies schließlich gelang, konnte nur noch den Tod des 74-Jährigen festgestellt werden. Die „Theresia“ war mit 660 Tonnen Pellets beladen gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Steiger in Königswinter wurde demontiert
(27.09.16) Nach der Beschädigung durch einen Binnentanker am 23.9. ließ die Schifffahrtsgesellschaft Köln Düsseldorfer (KD) die schwer beschädigte Anlegebrücke in Königswinter am 26.9. durch ein Werkstattschiff und einen Kran abholen. Die Schifffahrt durfte in langsamer Fahrt passieren. Der Tanker war am Unglückstag gegen 4.45 Uhr aus ungeklärter Ursache vom Kurs abgekommen, rammte erst den KD-Anleger und anschließend die Fähre „Königswinter“, an der ebenso wie an dem Tanker geringfügiger Rumpfschaden entstand.
Die Fähre hatte vor Betriebsbeginn noch keine Crew und keine Passagiere an Bord. Bis zur Reparatur des Anlegers lässt die KD ihre Fahrgäste an den beiden benachbarten Steigern anlegen, die der Stadt bzw. der Schifffahrtsgesellschaft Viking gehören.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre zweimal binnen weniger Stunden notgeankert
(27.09.16) Am 24.9. um 00.43 Uhr kam es auf der norwegischen Fähre "Bastø I", 5505 BRZ (IMO-Nr.: 9144081), zu einem Blackout vor Horten. Das von Moss kommende Schiff warf Anker und blieb vor dem Hafen liegen, bis der Schlepper “John” es auf den Haken nahm. Um 3.42 Uhr war es fest im Hafen. An Bord waren 79 Passagiere und eine achtköpfige Crew.
Bereits um 19.30 Uhr hatte die "Bastø I" technische Probleme erlitten. Es war in Moss zu einem Maschinenausfall gekommen, und die Fähre drohte gegen den Kai des Containerterminals zu treiben. Die Crew reagierte rasch und brachte auch in diesem Fall die Situation durch Werfen des Ankers unter Kontrolle. Die Maschine konnte wenig später wieder gestartet werden, und mit 20 Minuten Verspätung machte das Schiff in Moss fest.
Nachdem das Problem vorerst gelöst war, ging es wieder in den Dienst auf dem Oslofjord. Offenbar allerdings voreilig.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler mit Ruderproblemen nach Kristiansund eingeschleppt
(27.09.16) Am Nachmittag des 26.9. erlitt der norwegische Trawler "Ballstadøy", 498 BRZ (IMO-Nr.: 9684536), Antriebsprobleme vor Sveggen in Averøy. Das NSSR-Rettungsboot "Erik Bye" wurde zur Assistenz angefordert und nahm den manövrierunfähigen Havaristen um 15.45 Uhr auf den Haken. Bei ruhigem Wetter war es keine schwierige Aufgabe, das Schiff an den Storkai in Kristiansund zu ziehen, wo er um 16.40 Uhr festgemacht wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Holland kollidiert
(27.09.16) Am 21.9. kollidierte der holländische Krabbenkutter "Orka - LO-44", 48 BRZ (IMO-Nr.: 8431463), mit dem unter derselben Flagge laufenden Kutter "Onderneming - UK 179", 80 BRZ (IMO-Nr.: 8431530), auf der Nordsee vor der holländischen Küste. Die "Orka" wurde an Backbordseite gerammt und erlitt u.a. Schäden am Fanggeschirr. Der Eigner und Skipper as Bas van der Meulen aus Dokkum kehrte mit seinem Schiff nach Lauwersoog zurück.
Die Reparaturarbeiten wurden auf eine Dauer von 1,5 Wochen geschätzt. Die "Onderneming" lief nach Harlingen ein und stach bereits am 26.9. wieder in See.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bunkertanker rammte Brückenbaustelle
(27.09.16) Am Morgen des 27.9. kollidierte der südkoreanische Bunkertanker "Dae Yang No. 3", 864 BRZ (IMO-Nr.: 8879689), mit der Baustelleneinrichtung einer Brücke der Shinan-Inseln im Gelben Meer. Der Tanker war auf der Fahrt von Yeosu nach Gunsang mit einer Ladung Bunkeröl. Es kam zu Sachschäden, Menschen wurden nicht verletzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



CCNI Arauco jetzt bei Blohm & Voss
(27.09.16) Die „CCNI Arauco“ wurde am Abend des 22.9. vom Mönckebergkai zur Werft Blohm & Voss geschleppt und dort an Liegeplatz 13/14 festgemacht. Dort wurden am 23.9. die verbliebenen 85 beschädigten Container mit einem Schwimmkran aus dem achteren Laderaum gelöscht.
Das Schiff sollte noch rund eine weitere Woche an der Werft verbleiben und vielleicht dort entgegen ersten Berichten auch repariert werden. Die Verhandlungen darüber liefen seit etwa sieben Tagen.
Quelle:Tim Schwabedissen



HMS Terror zweifelsfrei identifiziert
(27.09.16) Das regierungsamtliche Canada's Parks Department bestätigte am 26.9. offiziell, dass es sich be idem Wrackfund in der Terror Bay um die 1846 verschollene HMS “Terror” handelt. Zwei Wochen zuvor hatte die Arctic Research Foundation gemeldet, das gut erhaltene Wrack in 24 Metern Wassertiefe in der Nordwest-Passage an der Südwestseite von King William Island in Nunavut entdeckt zu haben.
Eine Reihe von typischen Merkmalen ermöglichte die zweifelsfreie Identifizierung des Schiffes, darunter die eiserne Verkleidung des Bugs und das Doppelruderrad sowie dessen Position wie auch die drei Masten und die Konfiguration des Bugsprits und der Speigatten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler drohte vor Seven Heads zu sinken
(27.09.16) Das RNLI-Boot aus Courtmacsherry wurde am 26.9. um 17.46 Uhr durch einen Mayday-Ruf des 17 Meter langen, irischen Trawlers "Horizon" (MMSI-Nr.: 250001151) alarmiert. Die dreiköpfige Crew meldete starken Wassereinbruch, und ihr Schiff drohte 20 Meilen vor den Seven Heads in West Cork zu sinken. Bei schlechten Wetterbedingungen mit. 6-7 Beaufort Wind und herabgesetzter Sicht erreichten die Seenotretter den Trawler um 18.40 Uhr. Gegen 19 Uhr war eine Lenzpumpe an Bord übergesetzt, und der Wassereinbruch konnte unter Kontrolle gebracht werden.
Dann stellte das Rettungsboot eine Schleppverbindung her, und in langsamer Fahrt ging es in Richtung des kleinen Fischereihafens von Union Hall. Auch das Patroullienboot "LÉ Niamh" der irischen Marine sowie ein SAR-Hubschrauber aus Watford waren auf Standby, während das tief im Wasser liegende Schiff durch die aufgewühlte See gezogen wurde. Am 27.9. gegen ein Uhr war der Trawler dann im Hafen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schwimmendes Restaurant kollidierte mit Brücke in Bristol
(27.09.16) Die „Under the Stars”, ein schwimmendes Restaurant, kollidierte mit der Pero's Bridge in Bristol, als sie von ihrem Liegeplatz am Narrow Quay in St Augustine's Reach, wo sie seit Jahren gelegen hatte, zu einem anderen Platz geschleppt wurde. Der Mast verfing sich mit dem Rigg mit der aufgeklappten Brücke, doch es kam zu keinen gravierenden Schäden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre wird nach Havarie untersucht
(27.09.16) Ein dreiköpfiges Taucherteam der Lochs Diving Services traf am 26.9. in Lochmaddy ein, um den Rumpf der britischen CalMac-Fähre "Hebrides" auf mögliche Schäden zu untersuchen. Durch einen technischen Fehler hatte diese am Vortag ihren Anleger verfehlt und war auf einen Felsvorsprung aufgelaufen. Als sie von diesem abgebracht wurde, zerstörte sie das äußere Ende eines Pontonsystems.
Diese wurden gegeneinander geschoben und zum Kentern gebracht. Polystyrenfragmente trieben mit der Strömung davon. Die betroffene Marina wurde sicherheitshalber geschlossen. Ein Team von CalMac und Gael Force, die die Pontons installiert hatte, sollte eine gründliche Untersuchung durchführen.
Die Fähre "Lord of the Isles" unternahm derweil zwei Fahrten von Lochboisdale, South Uist, nach Mallaig, die „Berneray“ nach Leverburgh auf der Isle of Harris-Route, um für Entlastung zu sorgen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot im Vollbrand (Bild: USCG)
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Motorboot sank nach Feuer vor Sandy Hook
(26.09.16) Acht Personen wurden am Nachmittag des 25.9. gerettet, nachdem ein 40 Fuß langes Sportboot vor Sandy Hook in Brand geraten war. Die Coast Guard Sandy Hook und die Feuerwehr des New York Fire Department wurden gegen 17 Uhr alarmiert. Als sie eintrafen, hatten andere Boote die Crew bereits von Bord des brennenden Schiffes geholt.
Nachdem der Brand gelöscht war, sank es sechs Meilen vor der Küste auf 85 Fuß Wassertiefe. Einige der Bootsfahrer wurden wegen Rauchgasvergiftung von der Feuerwehr an Land gebracht und medizinisch betreut. Es gab keine Anzeichen einer Wasserverschmutzung.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter trieb vor Kythira
(26.09.16) Der unter Panama-Flagge laufend Frachter "Nimet", 7790 BRZ (IMO-Nr.: 9127887), erlitt am Abend des 23.9. Maschinenausfall südöstlich der Insel Kythira und trieb manövrierunfähig im Kretischen Meer. Der griechische Schlepper "Panatanassa" (IMO-Nr.: 9332561) wurde aus Piräus zur Assistenz gerufen und nahm den Containerfrachter in Schlepp.
Nachdem der Konvoi die Neapoli Voion-Reede erreicht hatte, machte der Frachter am Morgen des 25.9. zur Reparatur am Vatika Bay Terminal fest. Er war unterwegs von Las Palmas nach Samsun gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot auf den Felsen (Bild: USCG)
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Baseball-Star starb bei Bootsunfall in Miami
(26.09.16) Der amerikanische Baseball-Star Miami Marlins aka Jose Fernandez kam ebenso wie zwei weitere Männer am Morgen des 25.9. ums Leben, als ein 23-Fuß-Cee-Vee-Centerkonsolenboot auf eine Mole krachte. Das kopfüber auf den Steinen liegende Boot wurde von einem Boot der Coast Guard Station Miami vor Miami Beach um 3.15 Uhr entdeckt. Ein Boot der Miami-Dade Fire and Rescue wurde zu der Unglücksstelle unweit des and South Pointe Park beim Government Cut geschickt.
Zwei der Toten wurden im Wasser entdeckt, einer unter dem Bootswrack. Offenbar war die Sea Vee mit voller Kraft aufgelaufen. Das Spiel der Marlins gegen die Atlanta Braves am 25.9. wurde sofort abgesagt. Das Boot gehörte einem Freund des gebürtigen Kubaners Fernandez.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker “Burgos” brennt (Bild: Petroleos Mexicanos)
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Tanker im Golf von Mexiko explodiert
(26.09.16) Auf dem mexikanischen Tanker “Burgos”, 25400 BRZ (IMO-Nr.: 9289154), kam es am 24.9. um 11.40 Uhr rund sieben Meilen vor der Küste von Veracruz zu einer Explosion mit nachfolgendem Feuer. Der Tanker hatte 80,000 Barrel Diesel und 86,000 Barrel Benzin an Bord und kam aus Coatzacoalcos. Zwei Ladetanks gingen in Flammen auf.
Die 31-köpfige Crew ging in die Boote und wurde von der Marine an Land gebracht und medizinisch betreut. Personal der staatlichen Ölgesellschaft PEMEX, der mexikanischen Marine, des Ministry of Environment and Natural Resources (SEMARNAT), der Hafenbehörde von Veracruz, des Secretariat of Communications and Transportation (SCT) und staatlicher Behörden begann mit der Brandbekämpfung. Es gelang, den Brand mit massivem Einsatz von Löschwasser und Schaum unter Kontrolle zu bekommen.
3200 Meter Ölsperren wurden bereitgelegt. Rund 100 Mann und Fahrzeuge aus Tula, Pajaritos, Minatitlán, Ciudad del Carmen, Puebla und Dos Bocas waren vor Ort im Einsatz. Vier Schlepper aus Veracruz, zwei Schlepper des Terminal Pajaritos und zwei Löschboote der PEMEX in Campeche Sound wurden zum Havaristen beordert.
Der Tanker trieb mit erheblicher Backbordschlagseite im Golf von Mexiko. Nach mehr als 30 Stunden war der Brand unter Kontrolle. Dank der Doppelhüllenbauweise traten nur geringe Mengen Öl aus und trieben in der Umgebung des Schiffes. Es galt nun, die Tanks weiter zu kühlen und die nicht betroffenen Tanks zu schützen sowie den Tanker zu stabilisieren. Dies dürfte indes noch mehrere Tage dauern.
Die “Burgos” ist 176 Meter lang, 31,03 Meter breit, hat 11,12 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 40263 Tonnen. Sie läuft für die Petroleos Mexicanos Gerencia de Transportacion in Topolobampo, Sinaloa. Sie wurde 2005 bei der Shinasb Yard Co. Ltd. in Tongyoung als „African Future“ erbaut und lief seit 2008 für die PEMEX.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff auf der Donau aufgelaufen
(26.09.16) Am 23.9. gegen 10:30 Uhr, lief das unter deutscher Flagge fahrende Gütermotorschiff „Ilaria“ 1056 ts (EU-No.: 4005440), das von Vilshofen in Richtung Straubing unterwegs war, auf der Donau bei Flusskilometer 2269,3 auf Grund. Das mit 811 Tonnen Quarzsand beladene Schiff hatte bei Winzer in der Mülhamer Schleife einen Talfahrer abgewartet. Durch einen Fahrfehler des 52-jährigen Schiffsführers lief das es mit der Steuerbordseite am Bug außerhalb der Fahrrinne auf Grund.
Ein Freischleppversuch mit dem Schubboot „Uhu“ misslang. Die Schifffahrt auf der Donau für die Berufsschifffahrt blieb erlaubt, ein langsames Passieren des Havaristen war möglich. Am 26.9. sollte ein Teil der Ladung der „Ilaria“ geleichtert werden.
Dazu musste die Donau für die Schifffahrt kurzfristig gesperrt werden. An der Unglücksstelle sollten im Anschluss durch das WSA Regensburg, Außenbezirk Deggendorf, Peilungsarbeiten durchgeführt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre lief in Lochmaddy auf Grund
(26.09.16) Die britische Fähre "Hebrides", 5506 BRZ (IMO-Nr.: 9211975), lief am 25.9. um 11.05 Uhr in der Lochmaddy Marina in North Uist beim Anlegemanöver auf Grund. Durch einen technischen Fehler konnte die Fahrt nicht herabgesetzt werden, und das Schiff rammte beide Pontons im Hafen von Lochmaddy. An Bord waren 76 Personen und 13 Fahrzeuge, darunter ein Laster und ein Wohnmobil. Menschen kamen nicht zu Schaden.
Das Schiff konnte wieder abgebracht werden und machte dann in Lochmaddy fest, wo es gelöscht wurde. Taucher wurden zur Untersuchung des Rumpfes gerufen. Die „Hebrides“ war von Tarbert on Harris gekommen. Der Verkehr auf der Uig-Tarbert-Lochmaddy-Route wurde für mindestens 48 Stunden eingestellt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Havarierter Trawler nach Myre eingeschleppt
(26.09.16) In der Nacht zum 26.9. erlitt der norwegische Trawler "Stattegg", 344 BRZ (IMO-Nr.: 8422137vor dem Hafen von Myre Maschinenschaden. Das NSSR-Rettungsboot “Knut Hoem" wurde zur Assistenz gerufen. Es nahm den Havaristen auf den Haken und zog ihn um 2.15 Uhr in den Hafen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnentanker streift Rheinfähre
(26.09.16) Auf dem Rhein bei Bonn wurde am 23.9. gegen sechs Uhr die 46 Meter lange Fähre „Königswinter“ (MMSI-Nr.: 211486520) von einem Binnentanker gerammt. Verletzt wurde dabei niemand, das Schiff war noch nicht in Betrieb gewesen. Der Steiger in der Nähe der Köln-Düsseldorfer Anlegestelle wurde bei dem Aufprall abgerissen. Einsatzkräfte der Wasserschutzpolizei waren gegen acht Uhr vor Ort.
Da die beiden Schiffe sich nur gestreift hatten, blieb der Sachschaden begrenzt, und die Fähre konnte ihren Betrieb zwischen Königswinter und Mehlem aufnehmen. Der Tanker setzte seine Fahrt fort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ketsch vor Boulogne-sur-Mer abgeschleppt
(26.09.16) Am 24.9. gegen Mittag erlitt die 12,8 Meter lange Ketsch “La Bella Paula” 3,3 Meilen vor Boulogne-sur-Mer Maschinenausfall und funkte einen Notruf. Da der Zweimaster in einem verkehrsreichen Gebiet trieb, war schnelle Hilfe vonnöten. Das Küstenwachboot “Scarpe” der Coastguard in Boulogne-sur-Mer kam dem Havaristen zu Hilfe.
Ein Mechaniker versuchte vergeblich, den Schaden zu beheben, doch letztlich musste das Schiff in Schlepp genommen werden. Um 12:45 Uhr war es samt seiner zweiköpfigen Crew am Haken und auf dem Weg nach Boulogne-sur-Mer, wo es eine Stunde später festgemacht wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung gestrandeten Minensuchers soll vorankommen
(26.09.16) Zwei Monate, nachdem die “Kiro” der Fiji-Marine auf Grund lief, kam die Bergungsaktion offenbar langsam voran. Marinetaucher untersuchten das Boot alle zwei Tage. Warum das Boot strandete, war weiterhin rätselhaft. Die „Kiro“ ist ein Minensucher der Redwing-Klasse und wurde 1995 von der australischen Marine übernommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Herbststurm verschaffte Vessel Assist viel Arbeit
(26.09.16) Der erste Herbststurm riss am 3.9. einen Kabinenkreuzer, der am Südende der Port Townsend Bay geankert hatte, von seiner Mooring los, und trieb ihn auf die Felsen beim Larry Scott Trail. Ein anderes Boot konnte von Vessel Assist im letzten Moment vor demselben Schicksal bewahrt werden. Auch die East Jefferson Fire-Rescue war im Einsatz.
Die starken Böen, die über die North Olympic Peninsula fegten, sorgten dafür, dass TowBoatUS, auch als Vessel Assist bekannt, in Port Hadlock alle Hände voll damit zu tun hatten, insgesamt ein rundes halbes Dutzend von Booten zu sichern. Ein Boot wurde vom Strand geborgen, eine 25-30-Fuß lange Segelyacht auf dem Weg zur Port Townsend Paper Corp.-Mühle eingefangen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter rasierte Pier in Jacksonville
(26.09.16) Am Abend des 24.9. rammte ein Garnelenkutter die Simons-Pier in Jacksonville. Die T-förmige Pier wurde zu einem L reduziert. Der Kutter war zwischen dem Westende der Pier und der Südspitze der Insel unterwegs, als der heruntergelassene Baum an Backbordseite die Pier abrasierte, Auch eines der Netze verfing sich an dem Bauwerk. Die Polizei von Glynn County sperrte den beschädigten Teil der Pier ab.
Quelle:Tim Schwabedissen



Luxusyacht nach Feuer gesunken
(26.09.16) Die 35 Meter lange Luxusyacht “Moon” ist “nach dem Feuer, das am 21.9. in der Hamra Marina, Ras Al Khaimah, an Bord ausbrach, trotz aller Versuche, sie zu löschen, komplett zerstört worden und gesunken. Das Feuer brach durch einen Fehler in der Elektrik auf dem oberen Deck aus. Ein Schlepper zog das in Flammen stehende Schiff auf See hinaus.
Zuvor hatte die RAK Civil Defence vergeblich versucht, das Feuer zu löschen. Vor der Marina fraßen sich die Flammen durch das gesamte Boot, das schließlich versank. Die „Moon“ wurde 2000 in der Türkei erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



(Bild: DGzRS)
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Lübecker Bucht: Abgasrohr hätte Neustädter Yacht fast versenkt
(24.09.16) Ein schadhaftes Abgasrohr war Schuld an dem Seenotfall der Motoryacht „Ipona“ am 22.9., bei dem drei Männer aus dem Raum Hildesheim im Alter von 83, 79 und 44 Jahren, die mit einer 10,6 Meter langen Stahlyacht in der Lübecker Bucht auf Angeltour waren, gerettet werden mussten. Sie hatten um 16.56 Uhr vor Scharbeutz wegen eines starken Wassereinbruches einen Notruf abgesetzt. Zum Glück waren in diesem Moment wegen einer Übung zahlreiche Schiffe von Behörden in der Nähe, darunter die dänische Fregatte „HDMS Esbern Snare“ und die „Altmark“ der Bundespolizei.
Außerdem eilten die „Habicht“ der Wasserschutzpolizei Travemünde und drei Rettungskreuzer „Hans Hackmack“, „Henrich Wuppesahl“ und „Hans Ingersen“ zu dem Havaristen. Die Dänen nahmen 15 Minuten nach dem Notruf die drei Männer an Bord, die Besatzungen der „Altmark“ und der „Henrich Wuppesahl“ nahmen das sinkende Schiff längsseits und lenzten gemeinsam das Wasser. Beamte der Bundespolizei stiegen anschließend in den Maschinenraum und dichteten das Loch in der Abgasleitung des 36 Jahre alten Bootes ab.
Die Angler kamen mit dem Schrecken davon. Die Motoryacht wurde von der „Altmark“ in ihren Heimathafen Neustadt geschleppt und dort am Yachthafen, geschleppt, wo es sofort an Land gesetzt werden konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter sank vor Syrakus
(24.09.16) Der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier "Mustafa Kan", 7450 BRZ (IMO-Nr.: 9462263), funkte am 23.9. um 3.10 Uhr einen Mayday-Ruf, nachdem er 24 Meilen vor der Küste zwischen Syrakus und Avola Wassereinbruch im Maschinenraum erlitten hatte. Er war mit einer Ladung von 8000 Tonnen Ammoniumphosphat auf der Reise von Dakar nach Sibenik. Die italienische Coast Guard schickte Patroullienboote aus Catania, Pozzallo und Syrakus, den ebenfalls dort stationierten Schlepper "Duro" sowie einen Helikopter der Air Base Catania.
Die 16-köpfige Crew des 136 Meter langen Frachters, der mit zunehmender Schlagseite im Meer trieb, ging in eine Rettungsinsel, aus der sie das Patroullienboot "CP 323" aufnahm und nach Syrakus brachte. Derweil rollte die "Mustafa Kann“ nach Backbord über, drehte sich kieloben und sank auf über 1000 Metern Wassertiefe. Die Ölbekämpfungsschiffe "Supergabbiano 6", "Ievoli Red" und "Melilli“ wurden auf die Untergangsposition 36 54 N 015 48 O, rund 25 Meilen südöstlich von Syrakus, geschickt. Es wurde aber keine Wasserverschmutzung beobachtet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Altefähr: Räucherofen setzt Fischverkaufskutter in Brand
(24.09.16) Am Morgen des 249. brach auf einem Fischverkaufskutter im Hafen Altefähr ein Feuer aus. Die Freiwillige Feuerwehr Altefähr konnte ein Ausbreiten des Feuers verhindern. Die Wasserschutzpolizei Stralsund nahm die Ermittlungen zur Brandursache auf.
Nach ersten Erkenntnissen hatte ein Räucherofen das Feuer ausgelöst. Teile der Glut hatten sich durch die Beplankung gebrannt. Mehrere Eichenholzplanken wurden durch das Feuer beschädigt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter brannte auf Rio de La Plata
(24.09.16) Der unter Hongkong-Flagge laufende Bulkcarrier "Fortune Harmony", 44534 BRZ (IMO-Nr.: 9592094), funkte am 23.9. gegen drei Uhr einen Notruf, nachdem in einer Kabine ein Feuer ausgebrochen war und sich auf die Aufbauten des Schiffes, das 20 Meilen westlich von Piriápolis auf dem Rio de La Plata ankerte und unbeladen auf dem Weg von Halida nach Recalada war, ausgebreitet hatte. Die 24-köpfige Crew flüchtete auf das Vorschiff, wodurch ihnen der Zugang zu Rettungsmitteln aber abgeschnitten war.
Die Marine von Uuruguay schickte den Minensucher "ROU 04 Artigas", die "ROU 34 - Audaz", die "ROU 20 -Bicentenary", ein Aufklärungsflugzeug und einen Helikopter, um im Bedarfsfall die Crew evakuieren zu können. Auch ein Team von Telemundo wurden gemeinsam mit einer Marinegruppe mobilisiert. Gegen sechs Uhr war der Brand gelöscht, der Frachter aber manövrierunfähig.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnentanker rammte Steiger
(24.09.16) Ein Binnentanker rammte am frühen Morgen des 24.9. auf dem Rhein bei Königswinter eine Fähre und einen Steiger der Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschifffahrt AG. Verletzt wurde dabei niemand. Der Anleger wurde aber bei dem Aufprall abgerissen. Der Tanker setzte seine Fahrt fort.
Die Fähre wurde nicht weiter beschädigt. Die Wasserschutzpolizei untersuchte, wie hoch der Schaden an dem Steiger war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff auf Kribbe aufgelaufen
(24.09.16) Das holländische Binnenschiff „Fidelity“ (MMSI-Nr.:244660695), lief am 23.9. auf eine Kribbe auf der IJssel bei Deventer. Die Schifffahrt wurde nicht behindert, ein Boot von Rijkswaterstaat überwachte die Lage, während sich ein Schlepper auf den Weg machte, den Havaristen wieder zu befreien.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler trieb im Sturm vor Hustadvika
(24.09.16) Der norwegische Trawler "Nordørn", 681 BRZ (IMO-Nr.: 9233129), erlitt am Abend des 23.9. Maschinenausfall vor Hustadvika, als er mit einer 16-köpfigen Crew auf der Fahrt nach Ålesund war. Er trieb bei Wind mit Sturmstärke mehrere Meilen vor der Küste von Bud und Farstad. Das JRCC schickte die Hurtigruten-Fähre "Richard With", die sich auf der Fahrt von Kristiansund nach Molde befand, gegen 20 Uhr zu Hilfe.
Die Fähre drehte herum und ging auf Standby, bis das Rettungsboot "Erik Bye" um 21.25 Uhr von Kristiansund aus eintraf und den Havaristen in südlicher Richtung abzuschleppen begann. Der Konvoi hielt auf Sandøya tzu, wo das Rettungsboot „Idar Ulstein“ den Havaristen übernehmen und zum Zielhafen bringen sollte. <
Quelle:Tim Schwabedissen



Gekenterte Fähre hatte keine Lenzpumpe
(24.09.16) Am 23.9. lag die philippinische Fähre „Danica Joy 2“, 998,5 BRZ, im Hafen von Zamboanga auf ihrer Steuerbordseite, die Backbordseite ragte noch aus dem Wasser, nachdem das Schiff am Vorabend am Kai gekentert war. Sie war von Sandakan kommend gegen 16 Uhr eingelaufen. Das Schiff der Aleson Shipping Lines hatte über 800 Personen an Bord gehabt.
Die Fahrgäste waren von Bord gegangen und die Hafenarbeiter begannen die 33 Tonnen Ladung, überwiegend Speiseöl und Nahrungsmittel wie Nudeln, zu löschen, als sich das Schiff gegen 21 Uhr auf die Seite legte. Es hatte entgegen erster Meldungen über Stabilitätsprobleme offenbar ein Leck gehabt. Passagiere sagten, bereits in Sandakan sei Wasser eingedrungen, wodurch sich die Abfahrt verzögert hatte.
Ein anderes Schiff versuchte noch zu helfen, doch es war zu spät, die Fähre vor dem Untergang zu bewahren. Es gab auch keine funktionierende Lenzpumpe an Bord. Um 21.30 Uhr lag das Schiff auf der Seite. Nun saßen tausende Philippinos in Sabah fest.
Eine Ölsperre wurde um das Wrack ausgelegt. Seit Mitte der 90er Jahre war die „Danica Joy 2“ auf der Route Zamboanga-Sandakan unterwegs.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sailing the Farm segelt wieder
(24.09.16) Die norwegische Colin Archer "Sailing the Farm", die am 22.9. in Lochaber auf Grund geluafen war und sich gegen 13 Uhr auf die Seite gelegt hatte, richtete sich acht Stunden später mit der Flut wieder auf. Ein Rettungsteam der Fort William Coastguard war vor Ort und sicherte die Lage.
Die "Sailing the Farm" war unbeschädigt geblieben und machte an den Pontons in Fort William fest, ehe sie am 23.9. einen Ankerplatz in Loch Linnhe ansteuerte. Die sich selbst versorgenden Nomaden einer Kommune aus Oslo wollen bis Dezember in den europäischen Gewässern unterwegs sein, ehe es über den Atlantik und 2017 nach Südamerika und weiter in den Pazifik geht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Verladung beschädigter Bohrinsel verschoben
(24.09.16) Wegen schlechten Wetters mussten die Pläne, das Rig "Transocean Winner" auf den Schwergutfrachter "Hawk" zu verladen, verschoben werden. Berger hatten gehofft, an diesem Wochenende die Verladung vor Lewis durchführen zu können, doch starker Wind machte ihnen einen Strich durch die Rechnung. Das Wetterfenster war zu klein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bunkertanker "Mercuria" (Bild: Mimi de Todaro)
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Bunkertanker explodiert durch Schweißarbeiten in Taranto
(23.09.16) Am 22.9. um 11.20 Uhr erschütterte eine Explosion den italienischen Bunkertanker "Mercuria", 531 BRZ (IMO-Nr.: 9014547), im Hafen von Taranto. Das Schiff lag an einer Pier in San Cataldo und geriet anschließend in Brand. Zwei Crewmitglieder, die durch Schweißarbeiten die Explosion verursacht hatten, kamen mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus.
Die Detonation war so stark, dass sie in mehreren Teilen der Stadt wahrgenommen wurde. Eine dichte schwarze Rauchwolke stieg über dem Tanker auf. Binnen 10 Minuten waren drei Patroullienboote vor Ort und konnten den Brand in kurzer Zeit löschen.
Sie wurden dabei pierseitig von der Feuerwehr unterstützt, und drei Hafenschlepper kühlten den Rumpf und die Aufbauten mit ihren Löschmonitoren. Der Tanker hatte nur wenig Ladung an Bord, und es kam zu keiner Ölverschmutzung. Arbeiter von EcoTaras wurden zur Bekämpfung möglicher Ölaustritte gerufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter havarierte im Nord-Ostsee-Kanal
(23.09.16) In der Nacht zum 22.9. kam es auf dem unter St. Vincent-Grenadines-Flagge laufenden Frachter "Clarity", 1307 BRZ (IMO-Nr.: 8814201), während des Transits des Nord-Ostsee-Kanals auf der Fahrt von Liepaja nach Moerdijk kurz vor der Schleuse in Brunsbüttel zu einem Maschinenausfall. Ein Arbeitsboot hielt das manövrierunfähige Schiff zunächst auf Position, bis zwei Schlepper es gegen 04.30 Uhr an die Festmacherdalben bugsierten und dort vertäuten.
Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei ergaben, dass Probleme mit der Druckluftversorgung Schuld an dem Maschinenausfall waren. Die Berufsgenossenschaft Verkehr ordnete ein Weiterfahrverbot an, bis durch einen Gutachter der funktionstüchtige Zustand der “Clarity” bestätigt wurde. Um 21.20 Uhr warf der Frachter wieder los. Durch die Havarie kam es zu keiner Gefährdung der übrigen Schifffahrt auf dem Kanal.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff "Deo Favente" (Bild: Ties Saldern)
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Binnenschiff rammte Brücke in Elsloo
(23.09.16) Das holländische Binnenschiff "Deo Favente", 2316 ts (ENI-Nr.: 02333026) rammte am 22.9. gegen 19 Uhr im limburgischen Elsloo die Scharberbrug, eine Autobahnbrücke der A 76 über den Julianakanal. Ein Besatzungsmitglied fiel dabei über Bord, konnte sich aber trotz einer Beinverletzung schwimmend ans Ufer retten. Das Ruderhaus wurde beim Aufprall total zerstört.
Der Unfall ereignete sich, weil der Schiffsführer das Ruderhaus hochgefahren hatte, um die Decksladung zu überblicken. Dabei hatte er aber die Brücke nicht im Kalkül gehabt. Erst 100 Meter weiter stoppte das Schiff und wurde am Ufer festgemacht. Die niederländische Polizei hat Untersuchungen eingeleitet, Experten überprüfen die Brücke auf Schäden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kranschiff geknickt
(23.09.16) Das chinesische Kranschiff "Liao He Yi Hao", 21553 BRZ (IMO-Nr.: 9662473), sank während Bauarbeiten an einem Offshore-Windpark im Gelben Meer nördlich von Schanghai am 4.9. Das Schiff knickte ein, und Bug und Heck setzten auf den Sandgrund auf.
Der Unfall wurde durch eine Fehlkalkulation bei der Installation von Schwergutausrüstung verursacht. Das flache Wasser verhinderte den Einsatz von schwerem Bergungsgerät, es musste mit kleineren Fahrzeugen herangeschafft werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepperfahrer überlebte Untergang in Luftblase
(23.09.16) Der britische Containerfrachter "CMA CGM Simba", 11062 BRZ (IMO-Nr.: 9072111), versenkte den Hafenschlepper "Domingue", als er am Nachmittag des 20.9. aus Toliara auslaufen wollte. Als er Fahrt aufnahm, war die Schlepptrosse noch nicht geslippt, und der Schlepper wurde umgerissen, als sie unter Zug kam. Vier der fünf Crewmitglieder konnten sich schwimmend an Land retten, einer von ihnen starb jedoch später im Krankenhaus.
Die drei anderen blieben noch in stationärer Behandlung. Der fünfte Mann wurde beim Kentern im Schlepper eingeschlossen. Taucher versuchten mehrere Stunden vergeblich, ihn im Wrack aufzuspüren. Als sie ihre Arbeit bereits erfolglos eingestellt hatten, tauchte er plötzlich wohlbehalten wieder auf.
Er hatte in einer Luftblase überlebt. Die nach Durban bestimmte "CMA CGM Simba" konnte nach Abschluss der Untersuchungen den Hafen von Toliara am 22.9. verlassen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre wurde einseitig gelöscht und kenterte
(23.09.16) Am Abend des 22.9. kenterte die philippinische Fähre "Danica Joy 2", 998 BRZ (IMO-Nr.: 8135253), an ihrem Liegeplatz im Hafen von Zamboanga. Das Schiff hatte die Stabilität verloren, weil die Ladung an Backbordseite gelöscht wurde, ohne dass entsprechend gegengetrimmt wurde. Das Schiff hatte gegen 16 Uhr von Malaysia über Sandakan, Sabah, kommend im Hafen festgemacht. Es hatte 799 Fahrgäste an Bord, darunter auch 11 Malaysier und einen Australier.
Sie waren alle bereits von Bord, als das Schiff kenterte. Auch die Crew konnte sich retten, nachdem ihr Schiff sich nach Steuerbord überlegte. Offenbar hatte es unter den Dockarbeitern vorher Streit gegeben, weil alle die Ladung als erste löschen wollten. An Bord waren u.a. Nahrungsmittel gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sechs Hafenarbeiter durch Ammoniak vergiftet
(23.09.16) Am Abend des 22.9. trat Ammoniak aus dem Kühlsystem des südkoreanischen Kühlfrachters "Pharostar", 4490 BRZ (IMO-Nr.: 9087910), aus, der seit dem 19.9. im Bangkok Central Port lag. Sechs Hafenarbeiter wurden durch die Dämpfe vergiftet und kamen ins Krankenhaus, einer von ihnen lag im Koma. Sie waren mit dem Löschen von Tiefkühlfisch beschäftigt gewesen. Die um 19.30 Uhr alarmierte Polizei nahm Ermittlungen auf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter sank im Hognfjord
(23.09.16) Ein Kutter lief am 22.9. um 00.57 Uhr einige hundert Meter vom Ufer entfernt bei Kringelen auf Grund. Er schlug leck, kenterte und sank im Hognfjord. Die zweiköpfige Crew konnte sich unversehrt retten. Das NSSR-Boot „Knut Hoem“ wurde vom JRCC alarmiert, um dabei zu assistieren, den halb aus dem Wasser ragenden, rund 40 Fuß langen Kutter am 23.9. zu bergen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Valley Island auf Grund gelaufen
(23.09.16) Der Kutter “CY 433” lief mit einer zweiköpfigen Crew an Bord am Morgen des 22..9. gegen acht Uhr auf ein Riff vor Valley Island nordwestlich von North Uist und schlug leck. Mit steigendem Wasser kam er wieder frei, hatte aber starken Wassereinbruch. Die Benbecula Coastguard, zwei Feuerwehrfahrzeuge und die Leverburgh RNLI wurden nach Griminish beordert, wo der Kutter gelenzt wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandete Colin Archer sorgte für Straßensperrung
(23.09.16) Die A82 durch Fort William musste am 22.9. teilweise gesperrt werden, nachdem die 12 Meter lange, norwegische Kutteryacht “Sailing the Farm” (MMSI-Nr.: 257993030) in Lochaber auf Grund gelaufen war. Sie gehört einer Selbstversorger-Kommune, die im Herbst von Norwegen nach Schottland gestartet war. Das Boot legte sich auf den Felsen stark nach Steuerbord über, nachdem sie gegen 13 Uhr zu dicht an die Ufermauer der Straße von Inverness nach Glasgow gekommen war.
Die Crew machte Leinen und Ketten an dem Geländer der Promenade unweit des West End Car Park fest, um ein Kentern zu verhindern. Ein Arbeitsboot des nahen Underwater Centre kam ebenfalls zu Hilfe. Auch die Scottish Fire and Rescue war vor Ort. Doch schnell war klar, dass der Zweimaster bis zur nächsten Flut nicht wieder freikommen würde.
Die Stornoway Coastguard ließ wegen der Sorge, die unter Spannung stehenden Leinen könnten brechen, die Straße dann sperren. Gegen 21 Uhr sollte versucht werden, die aus Aluminium gefertigte Colin Archer wieder flottzumachen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Gullane leckgeschlagen
(23.09.16) Das RNLI-Boot aus Anstruther kam am Morgen des 22.9. einem Kutter zu Hilfe, der im Firth of Forth Wassereinbruch erlitten und um 6.17 Uhr einen Notruf gefunkt hatte. Das Schiff trieb drei Meilen nördlich von Gullane, East Lothian. Auch das Rettungsboot aus North Berwick assistierte, und mit Lenzpumpen konnte der Wassereinbruch unter Kontrolle gebracht werden. Dann wurde der Havarist ins den sieben Meilen entfernte Port Seaton abgeschleppt. Wegen der Ebbe in Anstruther musste das dort stationierte Boot anschließend zur Brennstoffübernahme den Hafen von Pittenweem ansteuern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schiffsunglück in Bangladesch forderte 27 Tote
(23.09.16) Auf dem Sayndha River wurde die Suchaktion nach Opfern des Untergangs des Fahrgastschiffs “Oishi” am 23.9. eingestellt. Bis dahin waren 27 Tote im Barisal-Distrik geborgen worden. Allein am 22. und 23.9. fanden die Retter neun Leichen, die letzten, nachdem der Schwimmkran “Nirvik” der Bangladesh Inland Water Transport Authority das Wrack gehoben hatte und es von Fire Service und Civil Defence durchsucht wurde.
An Bord waren rund 60 Passagiere gewesen, als es beim Ankermanöver unweit der Dasherhaat-Station nach einem Uferabbruch sank. Viele Passagiere schwammen ans Ufer. 14 Opfer wurden am selben Tag unweit der Unfallstelle gefunden, vier weitere am Morgen des 22.9. Das Boot war überladen gewesen, als es sank, und hatte keine Fahrerlaubnis für die Flussrouten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Künstliches Riff-Programm fortgesetzt
(23.09.16) Nachdem am 21.9. der 68 Fuß lange Trawler “Austin” als künstliches Riff 4,4 Meilen vom Manasquan Inlet entfernt vor New Jersey als Teil des Axel Carlson Reef versenkt wurde, sollte ihm am nun ein 115 Fuß langer Muschelfischer folgen. Die “Lisa Kim“ findet auf dem Wildwood Reef, rund 8,3 Meilen nordöstlich des Cape May Inlet, ihre letzte Ruhestätte.
Ende des Jahres wird dann der einstige Coast Guard Cutter „Tamaroa“ folgen, das letzte überlebende Schff aus der Schlacht von Iwo Jima im 2. Weltkrieg. Außerdem soll eine 320 Fuß lange Cape May-Lewes-Fähre durch das Delaware Department of Natural Resources auf Grund geschickt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot bei Scharbeutz vor Untergang bewahrt
(23.09.16) Bei einem Einsatz in der Neustädter Bucht bei Scharbeutz wurden am 22.9. drei Wassersportler von ihrer sinkenden Motoryacht gerettet. An der Rettung waren eine Fregatte der dänischen Marine, Bundespolizei- und Wasserschutzpolizeifahrzeuge sowie der Seenotrettungskreuzer „Hans Hackmack“ der Station Grömitz und die Seenotrettungsboote „Heinrich Wuppesahl“ der Station Neustadt und „Hans Ingwersen“ der Station Travemünde beteiligt. Während eines Törns auf der Ostsee war es auf dem etwa elf Meter langen Motorboot „Ipona“ kurz vor 17 Uhr plötzlich zu einem starken Wassereinbruch gekommen.
Die Besatzung, drei Männer aus dem Landkreis Hildesheim, hatten daraufhin über Funk einen Maydayruf abgesetzt. Das MRCC der DGzRS koordinierte die Rettungsaktion.
Wegen einer Übung in der Neustädter Bucht waren zum Zeitpunkt des Seenotfalls zahlreiche Behördenfahrzeuge in der Nähe.
Die dänische Fregatte „HDMS Esbern Snare“ setzte zwei Beiboote aus und übernahm die drei Männer zwanzig Minuten nach der Alarmierung von ihrem Boot und übergab sie an den Seenotrettungskreuzer „Hans Hackmack“. Das Bundespolizeischiff „Altmark“ sowie das Seenotrettungsboot „Heinrich Wuppesahl“ pumpten Wasser aus dem Havaristen, der zu diesem Zeitpunkt bereits über einen Meter abgesunken war. So konnte der Wasserstand gehalten und ein Sinken der Yacht verhindert werden.
Mitglieder der Bundespolizei stiegen schließlich in den Motorrraum und konnten ein dort ausfindig gemachtes Leck abdichten. Die drei Schiffbrüchigen wurden mit dem Seenotrettungskreuzer gegen 19 Uhr in Neustadt an Land gebracht. Alle drei waren unverletzt geblieben.
Während die Seenotleitung in Bremen Hilfe im Hafen zum Auskranen organisierte, schleppte die „Altmark“ den Havaristen in den Hafen, wo das Boot daraufhin sofort an Land gesetzt werden konnte. Zum Zeitpunkt des Unglücks war es schwach windig mit Windgeschwindigkeiten um zwei Beaufort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fahrgastschiff "Wega 2" (Bild: Carsten Reimers)
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Fedderwardersiel: Wega 2 nahm in Werftzeit zu
(22.09.16) Eine ungeplante Gewichtszunahme des 20 Meter langen Fahrgastschiffs "Wega 2" (MMSI-Nr.: 211232640) ergab sich zum Abschluss der Überholungs- und Reparaturarbeiten auf der Diedrich-Werft in Oldersum während einer Tragfähigkeitskontrolle unter Aufsicht des GL. Dabei stellte sich heraus, dass das Schiff neun Tonnen mehr Leergewicht aufwies als zuvor. Am 7.9. erteilte daraufhin die BG Verkehr ein Auslaufverbot und ordnete einen erneuten Krängungsversuch an.
Dieser fand am 19.9. auf einer Werft in Bremerhaven statt. Das Ergebnis stand noch aus. Der Betreiber ging von einem Rechenfehler aus. Die "Wega 2" war am 26.4. am Kai der Werft kurz vor Abschluss der Überholung nach einem plötzlichen Wassereinbruch halb gesunken. Am 5.7. kehrte sie nach Fedderwardersiel zurück, doch mit der erhofften Wiederaufnahme des Ausflugsverkehrs wurde es wegen der Gewichtsprobleme nichts.
Quelle:Tim Schwabedissen



Port Louis: Trawler brennend aus Hafen gezogen
(22.09.16) Am 21.9. brach in den Aufbauten des taiwanesischen Trawlers "Jin Gwo Dee Has 1" (MMSI-Nr.: 416067700) im Hafen von Port Louis ein Feuer aus. Das in Flammen stehende Schiff wurde von einem Schlepper zu einem Ankerplatz bei Sable-Noire geschleppt. Menschen kamen nicht zu Schaden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Luxusyacht von Feuer zerstört
(22.09.16) Am 21.9. brach auf der Brücke der Luxusyacht “Moon” in der Hamra Marina, Ras Al Khaimah, ein Feuer aus. Der Hafen befindet sich 90 Kilometer von Dubai entfernt in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Ein größerer Teil des Sonnendecks und des Oberdecks wurden wenig später von den Flammen zerstört, und es kam zu starker Rauchentwicklung.
Nachdem die Feuerwehr vergeblich versucht hatte, das Feuer im Hafen zu löschen, wurde die Yacht aus der Marina geschleppt, um ein Übergreifen auf andere Boote zu verhindern. Dabei erfassten die Flammen immer größere Bereiche des Bootes, für das es wohl keine Rettung mehr gab.
Es wurde 2000 bei der Eser Yat Werft in der Türkei aus Holz gebaut, war 35 Meter lang, 7,5 Meter breit, hatte 1,87 Meter Tiefgang und erreichte eine Geschwindigkeit von 24 Knoten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier schob sich vierkant auf den Strand
(22.09.16) Am 16.9. lief gegen 17 Uhr der liberianische Bulkcarrier "Sam Wolf", 31760 BRZ (IMO-Nr.: 9620176), am Strand von El Faro, Puerto Cortés, im Norden von Honduras auf Grund. Das Schiff war unbeladen von New Orleans kommend, wo sie am 14.9. ausgelaufen war, auf dem Weg nach Puerto Cortés, als es von starken Strömungen aus dem Fahrwasser abgebracht wurde und sich vor den Augen von staunenden Anwohnern 500 Meter nordöstlich von Ansteuerungstonne 2 unbeirrt mit laufender Maschine auf den Sand schob. Die Hafenbehörden verlangten von der Reederei SAM Shipping eine schnellstmögliche Bergung des ungebetenen Strandgastes.
Die “Sam Wolf” ist 190 Meter lang, 32,26 Meter breit, hat 13 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 57200 Tonnen. Sie läuft für die Shipping Asset Management (SAM) S.A. in Genf und wurde 2012 von der STX Offshore & Shipbuilding Co. Ltd. in Gyeongsangnam-Do in Korea erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Friendship Offshore soll Kriegsgrab geplündert haben
(22.09.16) Der Britische Marinearchäologe Innes McCartney beschuldigte die Bergungsfirma Friendship Offshore aus Terschelling, das Wrack des britischen Schlachtschiffs HMS „Queen Mary“ geplündert zu haben. Mit ihrem „Good Hope 1”, 372 BRZ (IMO-Nr.: 8011990), sollen sie Teile der Bewaffnung und den Kessel des in der Skagerrakschlacht gesunkenen Schiffes vom Grund der Nordsee geholt haben.
Der Marinearchäologe Wouter Waldo sagte, es handelte sich um das Grab von über 1200 Seeleuten. Wenn die Wrackplünderung wahr sei, so sei dies ein Skandal. Friendship Offshore reagierte schmallippig auf die Vorwürfe, diese seien selektiv. Ein Sprecher der holländischen Marine sagte, die Plünderung solcher gesunkener Kriegsschiffe sei nichts anderes als Grabraub.
Quelle:Tim Schwabedissen



13 Tote bei Unglück in Bangladesch
(22.09.16) In Bangladesch sind beim Untergang der „Oishee“ mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen, etwa ein Dutzend Passagiere wurde noch vermisst. Die überladene Fähre war kurz nach ihrer Abfahrt im Bezirk Barisal im Süden des Landes gekentert. An Bord befanden sich 70 bis 80 Personen.
Einigen gelang es, an Land zu schwimmen. Unter den 13 Toten waren drei Frauen und ein Kind. Taucher fanden das Wrack, das daraufhin an Land gezogen wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision vor Zeebrügge ging glimpflich aus
(22.09.16) Ein Maschinenausfall war Schuld an der Kollision des Produktentankers “Maistros” am 21.9. um 6.40 Uhr mit dem Tanker „Ridgebury Kathrine Z“ vor Zeebrügge. Das Schiff war kurz nach dem Zusammenstoß wieder ankerauf gegangen und machte am Abend beim ATPC Antwerp Terminal in Antwerpen fest, um dort seine Ladung zu löschen. Er hatte lediglich am Steuerbordbug oberhalb der Wasserlinie leichte Schäden davongetragen.
Die “Ridgebury Kathrine Z” blieb weiterhin “for order” auf Westhinder Reede vor Anker liegen. Sie war am backbordseitigen Vorschiff getroffen worden. Auch auf ihr waren die Schäden begrenzt, die insgesamt 50 Crewmitglieder auf beiden Schiffen blieben unversehrt. Neben der „SPN 15” der belgischen Polizei war auch die “Castor” der Marine nach der Havarie vor Ort gewesen.
Die “Maistros” ist 228 Meter lang, 32 Meter breit, hat 14 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 73,334 Tonnen. Sie wurde 2009 bei der New Times Shipbuilding in Jingjiang, China, für das griechische Dynacom Tankers Management erbaut.
Die “Ridgebury Kathrine” ist 183 Meter lang, 32 Meter breit, hat neun Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 50,215 Tonnen. Sie entstand ebenfalls 2009 auf dem SPP Shipbuilding Sacheon Shipyard in Südkorea und läuft für den dänischen Norient Product Pool.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker verursachte Ölverschmutzung in San Pablo Bay
(22.09.16) In der San Pablo Bay verursachte der unter Bahamas-Flagge laufende Tanker "Yamuna Spirit", 81270 BRZ (IMO-Nr.: 9230505), der dort am Terminal der Phillips 66 Rodeo Raffinerie lag, eine Ölverschmutzung. Beim Vallejo Fire Department gingen über 800 Anrufe ein, nachdem starker Gas- und Ölgeruch wahrgenommen war. Rund 120 Menschen Solano County Health Department. Es wurden am Abend des 20.9. zwei Ölteppiche entdeckt, einer war über eine Meile lang und trieb im nördlichen Teil der Bucht.
Ein zweiter wurde von einem Flugzeug der Coast Guard unweit des Terminals bei einem Überwachungsflug entdeckt. Mehrere Schiffe mit Skimmern begannen am Morgen des 21.9. mit der Beseitigung des Öls. 1000 Fuß Ölsperren wurden um die Raffinerie und den Tanker ausgelegt. Der Bay Area Air Quality Management District vermutete ein Leck im Bug der "Yamuna Spirit", die seit dem 19.9. an der Raffinerie lag.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler wurde künstliches Riff
(22.09.16) Der 68 Fuß lange ehemalige Trawler “Austin” wurde am 21.9. zu einem künstlichen Riff im Manasquan Inlet zwei Meilen vor der Küste von New Jersey, deren flacher, sandiger Grund ansonsten wenig Schutz für Fische bietet. Die New Jersey Department of Environmental Protection hat deshalb nach vierjähriger Pause das Versenkungsprogramm wieder aufgenommen. Sechs weitere Schiffe sollen dieses Jahr noch folgen.
Die Versenkung der „Austin” wurde dem Rifffischer John Grady aus Brielle gewidmet, der an Leukämie gestorben war. Ein Kreuz ging mit der „Austin“, deren Eigner Captain Bill Ford und die im Golf von Mexiko zwischen Florida und Campeche auf Fang war, unter dem Klang von Typhonen in die Tiefe, als das Schiff über den Bug versank.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter nach zwei Tagen vom Heceta Beach geborgen
(22.09.16) Nach zwei Tagen auf dem Strand konnte der in Florence beheimatete Kutter „Ms. Nicani“ von Terry Duman wieder vom Heceta Beach unweit des Siuslaw River abgebracht werden. Das Schiff war am 17.9. gegen zwei Uhr dort zwischen der Nordmole und dem Driftwood Shores Resort gestrandet, als es vom Thunfischfang zurückkehrend in den Heimathafen einlaufen wollte. Es war am 12.9. aus Newport ausgelaufen und war vom 13. bis zum 16.9. rund 25 Meilen vor der Küste auf Fang gewesen.
Skipper Nick Wells und Decksmann William Gates aus Florence hatten die Havarie unbeschadet überstanden. Nachdem die Coast Guard North Bend um 2:15 Uhr von ihr alarmiert worden war, half Personal der Coast Guard-Station Siuslaw River dabei, einen Heckanker auszubringen, damit der Havarist nicht noch höher auf den Strand trieb. Am 17.9. unternahm ein MH-65 Dolphin Helikopter der Air Station North Bend einen Erkundungsflug.
Am Abend wurden Diesel und Fang bei Ebbe von Bord gegeben. Ein Versuch am 18.9. mit eigener Kraft wieder freizukommen, schlug fehl. Daraufhin wurden die Northwest Marine Services in Coos Bay kontaktiert, die mit einem Schlepper die 7,3 Fuß hoch auflaufende Flut am 19.9. nutzen, um die „Ms. Nicani“ wieder ins tiefe Wasser zu ziehen. Sie wurde anschließend zur Reparatur in die Winchester Bay geschleppt. Diese Arbeiten sollten rund eine Woche dauern. Die Ursache der Strandung wurde noch untersucht. Der Kutter ist 14,63 Meter lang, 4,14 Meter breit, hat 1,92 Meter Tiefgang und wurde 1978 erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schleppzug nach sieben Stunden geborgen
(22.09.16) Ein australischer Schlepper mit einer Baubarge wurde am 21.9. gegen 11.30 Uhr mit dem Hochwasser wieder flottgemacht und im Schlepperhafen von Hunt Point gesichert. Beide Schiffe waren um 4.15 Uhr beim Verlassen einer Baggerstelle in Pilbara Port festgekommen. Erste Bergungsversuche scheiterten wegen fallenden Wasserstands.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gekenterte Luxusyacht wird Foto-Shooting-Star
(22.09.16) Was macht man, wenn eine gekenterte Luxusyacht seit zwei Wochen auf dem Strand liegt? Am besten ein Selfie machen, dachten sich am 21.9. Jessie Lopes, 21, und Katie Wentz, 20, aus West Palm Beach, wo die “Time Out” seit dem 7.9. südlich des Palm Beach Inlet auf dem Strand liegt. Erst nahmen sie auf der hochliegenden Steuerbordseite des Wracks ein Sonnenbad, dann posierte Wentz auf dem Schiff, während Lopes sie mit ihrem Mobiltelefon fotografierte.
Dann aber hielt plötzlich ein Patroullienboot der U.S. Customs and Border auf die “Time Out” zu, und die beiden Strandschönheiten eilten zu ihrem Auto. Doch die Grenzschützer passierten lediglich die Strandungsstelle und machten ihrerseits Fotos. Wenig später drehte ein Paddle-Boarder seine Runden um den Bug der „Time Out“.
Wenn sie bliebe, wäre sie ein gutes Angelriff, sagte ein Fischer. Der Skipper Thomas Henry Baker aus Belle Isle, südlich von Orlando, muss am 6.10. vor Gericht erscheinen. Wann seine Yacht vom Strand verschwindet, ist aktuell noch nicht absehbar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack der indischen Unglücksfähre wird untersucht
(28.0.16) Die Behörden in Indien haben mit den forensischen Untersuchungen an dem Fahrgastschiff "Sombatmongkonchai" begonnen, das auf dem Chao Phraya River am 18.9. 28 Menschen den Tod brachte. Sechs Menschen waren noch im Krankenhaus, einer in kritischem Zustand. Ein Team aus Bootsbauern, Polizei und Marine Department inspizierte das Wrack in Sri Charoen, wo es aufgepallt wurde.
Sie entdeckten einen 9,6 Meter langen Riss im Rumpf des 27,5 Meter langen Holzschiffs, was den raschen Untergang erklärt, nachdem es mit einem Betonpfeiler vor dem Wat Sanam Chai-Tempel kollidiert war. Der Skipper Wirat Chaisirikul wurde neben der Tötung in 28 Fällen der nachlässigen Navigation beschuldigt, weil er mit hoher Fahrt eine Sandbarge überholte und sein Schiff dabei zu dicht ans Ufer brachte, und dem Fahren ohne gültige Lizenz. Er sitzt aktuell im Ayutthaya Provincial Court ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fahrgastschiff lief auf Strand von Sa Torreta
(22.09.16) Am 15.9. lief das 22 Meter lange, spanische Fahrgastschiff “Joven Antonia II” (MMSI-Nr.: 224002340) der Reederei Aquabus auf der Fahrt zwischen Platja d'en Bossa und Formentera um 21:15 Uhr, eine Viertelstunde nach dem Auslaufen, vor der Insel Sa Torreta mit sieben Passagieren und einer fünfköpfigen Crew an Bord auf Grund. Ein anderes Schiff der Firma kam sofort zu Hilfe und brachte die Gestrandeten gegen 22 Uhr nach Formentera. Die „Salvamar Markab“ wurde zu Hilfe geschickt. Am folgenden Morgen konnte der Havarist freigeschleppt und nach Ibiza gebracht werden. Warum die „Joven Antonia II” vom Kurs abkam, war noch unklar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Beinahe gesunken (Bild: RNLI)
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Irische Coastguard kam sinkendem Ex-Trawler zu Hilfe
(21.09.16) Vier Personen, darunter ein Kind, wurden am 20.9. von der irischen Coastguard gerettet, nachdem Schiff, ein umgebauter, 20 Meter langer Kutter, zwischen Nordirland und der Isle of Man Wassereinbruch erlitten hatte und zu sinken drohte. Die Belfast Coastguard fing um 01:20 Uhr einen Mayday-Ruf des Schiffes, das von Glasgow nach Conwy in Wales unterwegs war, auf. Zwei Marineschiffe, drei Helikopter und das RNLI-Boot „Ruby Clery“ aus Peel auf der Isle of Man wurden in Marsch gesetzt.
Als erstes Schiff war der nordirische Kutter „Stephanie M“ aus Kilkeel, County Down, vor Ort und ging auf Standby, bis die Retter eintrafen. Das RNLI-Boot war binnen 45 Minuten vor Ort. Es gelang, den einstigen Trawler mit einer Lenzpumpe zu stabilisieren, nachdem der Wassereinbruch am Propellerschaft unter Kontrolle gebracht worden war.
Der Kutter wurde dann von dem Rettungsboot nach Peel abgeschleppt. Eine Frau und ein Kind mussten 15 Minuten vor dem Einlaufen von den Seenotrettern abgeborgen werden, nachdem sie auf der Überfahrt erkrankt waren. Sie warfen die Schleppleine los und brachten sie in den Hafen. Ein Krankenwagen transportierte sie dann ins Noble’s Hospital. Das Rettungsboot kehrte sofort zum Havaristen zurück, der mit eigener Kraft weiter gelaufen war, und begleitete ihn gegen fünf Uhr in den Hafen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Menorca: Luxusyacht vor Mahón abgeschleppt
(21.09.16) Am 20.9. kam das spanische Rettungsboot "Salvamar Antares" (MMSI-Nr.: 224089680) der unter der Flagge der Cayman Islands laufende Luxusyacht "Wedge Too", 1300 BRZ (IMO-Nr.: 8989862), zu Hilfe. Diese hatte am Morgen 13 Meilen östlich von Mahón von Barcelona kommend vor den Balearen Maschinenausfall erlitten. Am Nachmittag nahm das 20 Meter lange Rettungsboot die 65 Meter lange Yacht in Schlepp und zog sie am Abend in den Hafen von Maó, Alaior.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerfrachter „CCNI Arauco“ am Mönckeberg-Kai (Bild: Feuerwehr Hamburg)
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Suche nach Lagerfläche für kontaminierte Fracht der CCNI Arauco
(21.09.16) Der liberianische Containerfrachter „CCNI Arauco“ liegt weiter am Mönckeberg-Kai in Hamburg, denn auf die Schnelle konnte im Hafen bislang keine Fläche, auf der verseuchte Container ausgeladen, sicher gelagert und entsorgt werden könnten, ausgewiesen werden. Die Umweltbehörde forderte aber eine Fläche, die den immissionsschutzrechtlichen und wasserrechtlichen Anforderungen genügen muss. Ist eine solche gefunden, müssen sich Schiffs- und Anlagenbetreiber allerdings auch noch über die Konditionen der Annahme einig werden.
85 Container standen noch in der vom Brand betroffenen Laderaum. Vier Bunkertanker haben in den vergangenen Tagen kontaminiertes Löschwasser übernommen. Aber aus den letzten Boxen an Bord lief immer noch belastetes Löschwasser aus. Auch die Bremer Umweltbehörde forderte für die Einlauferlaubnis in Bremerhaven von Hamburg ein sauberes Schiff.
Zwei Spezial-Entsorger aus Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen haben eine fachgerechte Aufbereitung des Wassers angeboten. Die Verhandlungen darüber liefen noch.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wassereinbruch auf Frachter in Thessaloniki
(21.09.16) Während einer Inspektion des ukrainischen Frachters "Orel 3", 2571 BRZ (IMO-Nr.: 8853582), im Hafen von Thessaloniki am 19.9. wurde ein Wassereinbruch festgestellt. Das Schiff, das am 16.9. dort festgemacht hatte, wurde daraufhin mit einem Fahrverbot belegt. Ein Leck im Rumpf wurde allerdings nicht festgestellt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Flussboot geborgen – Suche nach Opfern eingestellt
(21.09.16) Am Nachmittag des 20.9. wurde das Wrack des Flussbootes "Sombatmongkonchai" von zwei Kränen vom Grund des Chao Phaya River gehoben. Zwei Stunden nach Beginn der Bergungsaktion waren um 15.30 Uhr 50 Prozent des Wracks über Wasser. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Bergung vom Marine Department unterbrochen, um weitere Schäden am Schiff zu vermeiden.
Es sollte zunächst stabilisiert und dann den Fluss entlang zur Sri Charoen Pier, rund 4-5 Kilometer unterhalb von der Unglücksstelle in Wat Sanam Chai transportiert werden. Das Schiff hatte einen unter Wasser liegenden Pfeiler der Tempelpier gerammt und war auf sieben Metern Länge aufgerissen worden, wodurch es sofort sank. Bei niedrigem Wasserstand ist der Pfeiler sichtbar, ansonsten liegt er unterhalb der Wasseroberfläche.
Der Riss sollte nun am Sri Charoen Shipyard in Ayutthaya in ruhigem Wasser abgedichtet und das Wrack dann ausgepumpt werden. Die Suchaktion wurde unterdessen nach der Bergung von 28 Toten offiziell eingestellt, da es keine Vermissten mehr gab. 64 Menschen waren verletzt in Krankenhäuser gekommen. An Bord des überladenen Schiffes waren mehr als 100 Passagiere gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerfrachter vor Kinmen könnte vor Ort abgewrackt werden
(21.09.16) Der chinesische Containerfrachter "Gang Tai Tai Zhou" liegt weiterhin hoch und weitgehend trocken auf dem Strand der Insel Kinmen, wohin er am 15.9. zehn Kilometer weit von Xiamen getrieben war. Um das Schiff herum wurde eine Ölsperre ausgelegt. Wasser und Strand wurden von Öl aus dem aufgerissenen Rumpf verschmutzt.
Am 19.9. waren rund 100 Arbeiter im Einsatz und räumten rund vier Tonnen Ölschlamm vom Strand. Das Maritime and Port Bureau wollte das Bunkeröl der “Gang Tai Tai Zhou” bis zum 25.9. abpumpen, um weitere Verschmutzungen zu vermeiden. Dies sollte durch Personal der Gemeinde Kinmen und der Environmental Protection Administration durchgeführt werden und umgerechnet 31880 Dollar kosten.
Erste Untersuchungen des Rumpfes zeigten, dass dieser an mindestens drei Stellen beschädigt war. In den kommenden zwei Tagen sollte er auch unter Wasser durch Taucher dokumentiert werden, um weitere Schadstellen ausfindig zu machen. Mögliche Reparaturen können aber wegen der starken Strömung nur bei Niedrigwasser durchgeführt werden.
Die Chinese Rescue and Search Foundation sollte sich mit dem Fujian Province Marine Search and Rescue Center koordinierten, um der chinesischen Regierung die zur Bergung notwendigen Informationen zukommen zu lassen. Da die Reederei des Frachters Insolvenz erklärt hat als Folge eines Rechtsstreits mit einer anderen Firma, wurden sechs Crewmitglieder des Frachters festgesetzt. Mit der Straits Exchange Foundation sollte über eine Kompensation der entstandenen Schäden verhandelt werden.
Das weitere Vorgehen am Schiff hing von den Plänen, die der Regierung vorgelegt würden, ab. Ein Abschleppen würde vorgezogen, doch dies könnte sich wegen der Bodenverhältnisse mit Sand und Felsen als schwierig erweisen. Ein Abbruch des Frachters vor Ort wäre eine andere Option und würde rund ein Jahr dauern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sportboots “Just Enough” gerettet
(21.09.16) Am 20.9. rettete die Coast Guard Lake Tahoe die dreiköpfige Crew des 25 Fuß langen Sportboots “Just Enough”. Dieses hatte um 15 Uhr einen Notruf abgesetzt, weil es unweit der Grenze von Kalifornien und Nevada am Südufer des Sees Wassereinbruch erlitten hatte.
Boote der Coast Guard Station Lake Tahoe und der El Dorado County Sheriffs kamen zu Hilfe. Sie bargen die drei Bootsfahrer ab und brachten sie zur Station Lake Tahoe, während die ebenfalls zu Hilfe gekommene „Sundance“ half, die „Just Enough“ zur Tahoe Key Marina zu schleppen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker vor Oostende kollidiert
(21.09.16) Am 21.9. gegen sieben Uhr kollidierte 30 Seemeilen vor dem belgischen Hafen Oostende der liberianische Tanker "Maistros", 42010 BRZ (IMO-Nr.: 9407847), mit dem dort ankernden, unter Marshall Islands-Flagge laufenden Tanker "Ridgebury Kathrine Z", 29905 BRZ (IMO-Nr.: 9439797), der am 15.9. den Hafen von Antwerpen „for order“ verlassen hatte und seitdem auf der Reede von Westhinder bei Zeebrügge lag. Die "Maistros" war beladen unterwegs von Asuleyh nach Antwerpen, als sie den Ankerlieger rammte. Es gab Sachschaden, aber keine Verletzten oder Ölverschmutzungen.
Das belgische MRCC schickte drei Schiffe und ein Überwachungsflugzeug zur Unglücksstelle. Das Patroullienboot "SPN 15" (MMSI: 205387690) ging am Vormittag an der "Rigdebury Kathrine Z" längsseits. Die „Maistros“ ging unterdessen wieder ankerauf und nahm Kurs auf den Zielhafen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Piratenschiff bei Oare gestrandet
(21.09.16) Am Morgen des 20.9. gegen acht Uhr lief der 60 Fuß lange Dreimaster “Swale” unweit der Zufahrt des Faversham Creek bei Oare auf Grund und funkte Mayday. Wegen der Ebbe konnte das alarmierte RNLI-Boot aber nicht an das Schiff des selbsternannten Piraten Finbar O’Brien auf Bristol herankommen.
Zwei der fünf Mann an Bord machten sich mit einem Schlauchboot auf den Weg zum Land, kamen aber ebenfalls fest. Deshalb kehrten sie an Bord zurück und warteten auf die für 13 Uhr erwartete Flut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Angler retteten sich mit viel Glück aus der Brandung auf Felsen
(21.09.16) Drei Angler hatten viel Glück, dass sie sich auf die nahen Felsen von Ramore Head an der Küste des County Antrim retten konnten, als ihr Motorboot in der Brandung kenterte. Die Coleraine Coastguard und das RNLI-Boot aus Portrush waren alarmiert worden, nachdem am 17.9. das Boot bei hohem Seegang bei Ramore Head, Portrus, Motorschaden erlitten hatte.
Das mit dem Bug noch aus dem Wasser ragende Wrack konnte dann gesichert und kieloben nach Portrush Harbour geschleppt werden, wo es von der Coastguard mit Assistenz der Seenotretter aufgeslippt wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Eine Tote und 25 Vermisste bei Fährbootsunglück in Bangladesch
(21.09.16) Am 20.9. sank das Fahrgastboot „Oishee“ gegen 12 Uhr am Terminal von Banariparha Upazila's Dasherhaat im Barisal-Distrik von Süd-Bangladesch. Eine Frau kam ums Leben, 25 Personen wurden noch vermisst. Das Boot kenterte, als die Fahrgäste an Bord des im Fluss ankernden Bootes gingen und es zu einem Abbruch am Ufer kam, sodass Erdmassen auf das Schiff stürzten. Die Feuerwehr leitete eine Rettungsaktion ein, und ein Taucher fand den Leichnam einer Frau.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler kollidiert mit Kühlfrachter
(21.09.16) Am 18.9. kollidierte der 39 Meter lange, spanische Trawler "Muxia" (MMSI-Nr.: 224142000) mit dem unter St. Kitts-Nevis-Flagge laufenden Kühlfrachter "Nova Coledonia", 4964 BRZ (IMO-Nr.: 8518807), nordöstlich der Pelican Peninsula in Walvis Bay. Der Trawler stieß mit seiner Backbordseite gegen den Rumpf des Frachters. Beide Schiffe kehrten anschließend zur Schadensbegutachtung in den Hafen von Walvis Bay zurück.
Der Trawler machte im Fischereihafen fest, der Frachter am Walvis Bay Container Terminal. Die Namibia Ports Authority (Namport) leitete eine Untersuchung ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre durch Kollision mit Treibgut beschädigt
(21.09.16) Die amerikanische Fähre "Columbia", 13009 BRZ (IMO-Nr.: 7320095), musste zur Reparatur ins Trockendock, nachdem in der vergangenen Woche Vibrationen festgestellt wurden, als das Schiff mit voller Fahrt lief. Als Taucher den Antrieb nach dem Festmachen in Wrangell untersuchten, stellten sie an einem Blatt der Propeller eine große Einbeulung fest, die von der Kollision mit einem Unterwasserhindernis herrühren dürfte.
Es könnte sich um Treibgut wie einen Baumstamm oder eine Trosse gehandelt haben. "Columbia" machte noch einen Stopp in Sitka, bevor es am 21.9. auf einer Werft in Portland ins Dock ging. Frühestens am 7.10. sollte die Reparatur beendet sein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Containerfrachter weitgehend erloschen
(21.09.16) Nach mehreren Stunden ist es gelungen, den Brand in der Ladung des chinesischen Containerfrachters “Wan Hai 307" weitgehend zu löschen. Aus einigen der Container dran aber weiterhin Rauch. Die Behörden erlaubten dem Schiff, zwischen Cheung Chau und den Lamma-Inseln vor Anker zu gehen. Die Feuerwehr überwachte den Frachter weiterhin, und wenn der Brand vollständig erloschen ist, sollten die beschädigten Container entladen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



>Tim Schwabedissen


Aufgelaufen ...
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Saint Tropez: Luxusyacht und Klipper binnen einer Woche gestrandet
(20.09.16) Auf den Felsen des Tête de Chien vor dem Strand von Salin lief am Abend des 18.11. gegen 21 Uhr eine 17 Meter lange 30-Tonnen-Luxusyacht aus Jersey mit hoher Fahrt auf Grund. Die fünfköpfige belgische Crew funkte einen Notruf, den das CROSS Med auffing, und feuerte Notraketen ab. Offenbar hatte der mit dem Revier nicht ausreichend vertraute Skipper versucht, zwischen der Küste und dem “Hundekopf” hindurch zu manövrieren.
Dabei war er in dem teilweise nur 60 Zentimeter tiefen Wasser mit den 2,7 Metern Tiefgang seines Bootes festgekommen. Das Boot war von einer Tagesfahrt auf dem Rückweg von Pampelonne in den Heimathafen Grimaud. Die Schiffbrüchigen wurden unversehrt von der SNSM Saint Tropez gerettet.
Die Seenotretter waren erst in der Nacht zum 15.9. im Einsatz gewesen, als ein 12 Meter langer Klipper sich bei starkem Wind mit sechs bis sieben Beaufort von seinen Moorings losgerissen hatte und auf den Strand bei der Gran Pont getrieben war. Das Rettungsboot „Saint Elme” schleppte den Havaristen frei und brachte ihn ohne große Schäden zur Marina.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter sank vor Alanya
(20.09.16) Am 19.9. gegen 14 Uhr funkte der türkische Frachter "Murat Hacibekiroglu 2", 1213 BRZ (IMO-Nr.: 8301046), der sich auf der Fahrt von Iskenderun nach Aslan Cemento, Daric befand, Notsignale. Das Schiff hatte auf Position 36 06 N 031 34 O nordwestlich von Zypern bzw. 35 Meilen südwestlich von Alanya Wassereinbruch erlitten. Dem türkischen MRCC gelang es nicht mehr, Funkkontakt zum Havaristen herzustellen. Daraufhin wurde der in der Nähe befindliche türkische Containerfrachter "Electra A", 30047 BRZ (IMO-Nr.: 9236511), der sich auf der Reise von Piräus nach Mersin befand, gebeten, die gemeldete Position anzusteuern. Als er vor Ort eintraf, lag der in Not befindliche Frachter bereits stark achterlastig in der See. Die 10-köpfige Crew begab sich in ein Schlauchboot und wurde von der „Electra A“ an Bord genommen und nach Alanya gebracht. Um 15.30 Uhr sackte die „Murat Hacibekiroglu 2“ übers Heck weg, kenterte nach Steuerbord und verschwand binnen Augenblicken in der Tiefe des Marmara-Meers.
2008 war der Frachter vier Tage lang wegen Mängeln in Chioggia arrestiert worden. Im Jahr 2014 legte er sich im Hafen von Ambarli plötzlich 45 Grad auf die Seite, und mit Chemikalien beladene Container stürzten vom Deck ins Hafenwasser.
Die "Murat Hacibekiroglu 2" war 63 Meter lang, 10,81 Meter breit, hatte 3,95 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 2061 Tonnen. Sie lief für die Hacibekiroglu Shipping & Trading Co. Inc. in Istanbul und wurde 1984 bei der Dearsan Gemi Insa Sanayi Koll. STI in Istanbul als „Recai Bursalioglu“ erbaut. Von 1989 bis 1990 lief sie als „Recal Bursalioglu“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Falsch gestaut ...
(Bild: Empresa Portuaria Nacional)   Großbild klick!

Frachter Hamburger Reeder geriet ins Schwanken
(20.09.16) Am 19.9. wurde der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Containerfrachter "Cygnus", 2528 BRZ (IMO-Nr.: 9197428), am Kai in Santo Tomas de Castilla instabil. Er legte sich zunächst nach Backbord über und kippte dann nach Steuerbord gegen den Kai. Er konnte durch das Umsetzen von Deckscontainern durch einen Mobilkran wieder auf ebenen Kiel gebracht werden.
Die Schlagseite wurde durch Fehler im Ballastsystem und eine fehlerhafte Kalkulation des Containergewichts ausgelöst. Das Schiff erlitt bei der Schaukelei keine Schäden und konnte den Hafen noch am selben Tag mit Kurs Everglades verlassen, wo es am 22.9. eintreffen sollte. Die “Cygnus” ist 86,57 Meter lang, 12,8 Meter breit, hat 5,55 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 3352 Tonnen. Sie läuft für die GRS Rohden Shipping GmbH & Co. KG
in Hamburg und wurde 2000 bei der Slovenske Lodenice A.S. in Komarno als „Eemnes“ erbaut. 2000 wurde sie zur „Offshore 1“ und im Dezember 2000 zur „Aquila“, als die sie bis zum 2.7.2001 im Einsatz war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ägina: Ausgefallenes Sanitärsystem setzte Fähre matt
(20.09.16) Am 18.9. setzte ein ausgefallenes Sanitärsystem die griechische Fähre "Achaeos", 4307 BRZ (IMO-Nr.: 9411903), matt. Auf der Fahrt von Ägina, wo sie um 19.45 Uhr ausgelaufen war, nach Piräus mit 588 Passagieren an Bord kam es zu einem Abfall im Vakuumdrucksystem. Nachdem das Schiff um 21 Uhr im Zielhafen fest war, musste es zur Reparatur vorerst am Kai bleiben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Abwrackfrachter landete ungeplant auf Strand
(20.09.16) Der unter Panama-Flagge registrierte Bulkcarrier "Infinity", 20904 BRZ (IMO-Nr.: 8115215), trieb an der Küste des Valsad-Distrikts südlich von Alang am 19.9. auf Grund. Das Schiff war nicht sicher verankert gewesen und war auf Drift gegangen, bis Wind und Wellen sie auf die Küste von Dandi drückten. Das Schiff war 2015 auf Abbruch verkauft worden und hatte wegen rechtlicher Auseinandersetzungen noch vor dem Abwrackstrand von Alang gelegen.
An Bord befand sich weiterhin eine 10-köpfige indische Crew zur Instandhaltung und Überwachung. Die Maschine des Frachters war nicht mehr funktionstüchtig und der Rumpf in schlechtem Zustand. Bereits vor geraumer Zeit war das Bunkeröl abgegeben worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker rammte Marineschiff
(20.09.16) Am 19.9. um 19.46 Uhr kollidierte der liberianische Tanker "Tosca", 26914 BRZ (IMO-Nr.: 9251884), mit dem philippinischen Versorgungsschiff "Tarlac", 11583 tdw, unweit der Ensign Majini Pier der Marinestation Romulo Espaldon in Zamboanga City, Mindanao. Die "Tosca" wurde kaum beschädigt, die "Tarlac" erlitt Schäden am Steuerbord-Schanzkleid und einer Rampe. Der Tanker mit einer 21-köpfigen Crew von den Philippinen und der Ukraine wurde angewesen, an der Unglücksstelle Anker zu werfen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Containerfrachter vor Hongkong
(20.09.16) Am Nachmittag des 19.9. brach in der Containerladung auf dem Vorschiff des unter Singapur-Flagge laufenden Frachters "Wan Hai 307", 25836 BRZ (IMO-Nr.: 9237096), südöstlich von Cheung Chau vor Hongkong ein Feuer in Containern auf dem Vorschiff aus. Das Schiff war unterwegs von Kaohsiung nach Hongkong, als das Hongkong Marine Department von dem Brand informiert wurde. Versuche der Crew, ihn unter Kontrolle zu bekommen, schlugen fehl, und um 21 Uhr warf der Frachter Anker westlich der Insel Lamma.
Der Schifffahrtskanal wurde durch das Marine Department für den allgemeinen Schiffsverkehr gesperrt. Bergungsschiffe und Schlepper versuchten, das Feuer unter Kontrolle zu bekommen, was bis zum 20.9. noch nicht gelungen war. Die Crew wurde evakuiert. In einem Teil der betroffenen Ladung befanden sich auch Gefahrgüter.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rhapsody of the Seas erlitt im Mittelmeer Sturmschäden
(20.09.16) Am 19.9. erlitt das unter Bahamas-Flagge laufende Kreuzfahrtschiff "Rhapsody of the Seas", 78878 BRZ (IMO-Nr.: 9116864), vor der griechischen Küste Sturmschäden. Gegen fünf Uhr hatte der Sturm das von Korfu kommende Schiff erreicht und sorgte für zahlreiche Beschädigungen in den öffentlichen Bereichen. So wurden zwölf der großen Panoramafenster in der Viking Crown Lounge auf Deck 11 zerstört, auch Glasflächen auf dem darunter liegenden Pooldeck barsten.
Verletzt wurde an Bord niemand. Der Kapitän machte drei Durchsagen, in denen er über die Situation aufklärte und sagte, dass man das Schiff unter Kontrolle habe. Die Wetterbedingungen verbesserten sich dann auch recht schnell. Die „Rhapsody of the Seas“, die sich auf einer 10-tägige Mittelmeerkreuzfahrt befand, blieb voll funktionstüchtig. Am 20.9. machte sie gegen sieben Uhr planmäßig in Thira auf Santorini fest.
Erst am 25.4.2015 war die „Rhapsody of the Seas“ ebenfalls im Mittelmeer südlich von Marseille auf der Fahrt nach Ajaccio in einen Sturm geraten, bei dem es zu erheblichen Wasserschäden in einigen Kabinen auf Deck 2 und 3 gekommen war. Insgesamt 44 Passagiere mussten seinerzeit vorzeitig die Heimreise antreten. 45 weitere wurden umquartiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ehemaliger Rostocker Schlepper wird in Surinam geborgen
(20.09.16) Die Berger von Smit Salvage wurden damit beauftragt, den 21 Meter langen Schlepper "Dirk Pieter" (ENI-Nr.: 02011586), auf dem Suriname-River zu bergen, wo er am 15.10.2015 gesunken war. Am 9.9. lief der holländische Schubschlepper "DMS Stork", 600 BRZ (IMO-Nr.: 9548902), aus dem Hafen von Rotterdam mit der "Smitbarge 1" aus, die große Mengen Bergungsgerät an Deck gestaut hatte. Als erster Zwischenstopp war am 23.9. Las Palmas vorgesehen.
Bei der “Dirk Pieter” handelt es sich um die 1957 auf der VEB Schiffswerft Ernst Thälmann, Brandenburg, für den VEB Lotsen & Bergungsdienst in Warnemünde erbauten Schlepper „Havel“. Seit 1970 lief er für den VEB Bagger Bugsier & Bergungs Reederei in Rostock, der 1990 zum VEB Bagger Bugsier & Bergungs GmbH wurde. 1992 ging das Schiff an den N. Spaansen Transportbedrijf in Den Helder, kam 1995 als „JWR Marten“ für A. Rijpkema in Terhorne in Fahrt, wurde dann zur „Dirk Pieter“ von de Boer in Harlingen und ging 2009 nach Surinam. Am 4.3.2009 traf das Schiff in Paramaribo ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



2000 Jahre altes Skelett im Wrack von Antikythera entdeckt
(20.09.16) Im antiken Schiffswrack von Antikythera haben Taucher die Überreste eines Skeletts entdeckt. Die Knochen und der Schädel waren relativ gut erhalten und könnten daher die Chance eröffnen, eine DNA-Analyse durchzuführen. Ihre Ergebnisse könnten klären, woher die Person stammte und damit auch mehr Licht auf Herkunft und Ziel des antiken Frachters werfen.
Das Wrack von Antikythera gilt heute als die "Titanic" ihrer Zeit: Das vor mehr als 2.000 Jahren in der Ägäis gesunkene Schiff war mehr als 50 Meter lang und damit das größte bisher bekannte Wrack aus der Antike. Taucher entdeckten neben dem berühmten und noch immer rätselhaften Mechanismus von Antikythera bereits Marmorstatuen, einen drei Meter langen Bronzespeer, Keramik und die bronzene Armlehne eines Throns.
Nun haben die Unterwasser-Archäologen aber einen besonderen Fund gemacht. Das Skelett umfasste beide Oberschenkelknochen, einen Arm, mehrere Rippen und einen nahezu vollständigen Schädel mitsamt Zähnen. Die teilweise von Sediment überdeckten Knochen waren in relativ guten Zustand. Hannes Schroeder, Experte für alte DNA am dänischen Naturkundemuseum in Kopenhagen, sollte nun versuchen, Erbgut aus den Knochen zu extrahieren und die DNA zu analysieren.
Bisher war nur bekannt, dass das Schiff um 65 vor Christus sank. Der Rumpf war aus Ulmenholz gebaut, was für eine römische Bauart des Schiffes sprechen könnte. Aufgrund der Ladung an antiken Luxusgütern vermuteten einige Forscher, dass das Schiff Beutegut aus Griechenland nach Rom bringen sollte.
Dafür sprach auch, dass Unterwasserarchäologen einige hundert Meter vom Antikythera-Wrack entfernt ein zweites antikes Schiffswrack entdeckt haben. Möglicherweise waren beide Schiffe Teil eines Konvois.
Quelle:Tim Schwabedissen



Modern Express auf letzter Reise
(20.09.16) Der unter Panama-Flagge laufende Autofrachter "Modern Express", 33831 BRZ (IMO-Nr.: 9231688), ging nach sieben Monaten in Bilbao in den Mittagsstunden des 20.0. auf die letzte Reise nach Aliaga. Nachdem die letzten technischen Vorbereitungen abgeschlossen waren und der Hafenkapitän von Bilbao die Auslaufgenehmigung erteilte, spannte der spanische Schlepper "VB Hispania" (IMO-Nr.: 9476018), mit Assistenz der "Ibaizabal 1" (IMO-Nr.: 9560182) an und zog das Schiff aus dem Hafen. Es hatte dort nach Übergehen der Ladung seit dem 5.2. gelegen. Am 23.2. war es aufgerichtet und im April die Ladung gelöscht worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Nun 28 Tote bei Schiffsunglück in Thailand
(20.09.16) Nach dem Untergang eines Fahrgastschiffes auf dem Chao Phraya River in der Ayutthaya-Provinz in Thailand am 18.9. ist die Anzahl der Todesopfer inzwischen auf 27 gestiegen. Darunter waren auch neun Kinder. Drei Menschen, zwei Frauen und ein Mädchen, galten noch als vermisst.
Die Marinepolizei machte sich am 20.9. an die Bergung des Wracks, dessen oberes Deck noch aus dem Wasser ragte. Das Schiff hatte wohl um die 100 Personen an Bord, als es mit hoher Fahrt beim Versuch, einem anderen Fahrzeug auszuweichen, gegen den Betonpfeiler einer Brücke im Fluss stieß und binnen weniger Augenblicke am Ufer sank. 44 Menschen wurden verletzt.
Die meisten Fahrgäste waren muslimische Pilger auf dem Heimweg nach Nonthaburi, die an einer jährlichen islamischen Zeremonie in Ayutthaya teilgenommmen hatten. Der Kapitän war nicht im Besitz einer gültigen Fahrlizenz gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Transocean Winner wird in Kürze verladen
(20.09.16) Die Schlepper "Strathdee" and "Strathdon" waren auf dem Weg zu der kleinen Flotte, bestehend aus der "Forth Drummer", "Forth Warrior", "Forth Trojan", "C. Odeyssey", "E.R. Vittoria" und "Polar King", die sich in der Broad Bay versammelt hatte, um beim Verladen des beschädigten Ölrigs „Transocean Winner“ zu assistieren. Der Schwergutfrachter "Hawk" wurde dort ebenfalls am 20.9. erwartet, nachdem er zuvor eine Bohrinsel im Cromarty Firth abgeliefert hatte.
Sobald die Wetterverhältnisse es zulassen, soll das Deck der „Hawk“ dann abgesenkt und die "Transocean Winner", die mit Auftriebskörpern versehen wurde, um die Schwimmfähigkeit zu erhöhen, eingeschwommen werden. Dazu waren zwei Tage ruhigen und zwei Tage einigermaßen ruhigen Wetters nötig, um den Schwergutfrachter abzusenken und dann wieder auftauchen zu lassen. Mit dem Rig an Deck soll dann die Aliaga angesteuert werden, wo die Bohrinsel abgewrackt wird.
Quelle:Tim Schwabedissen



JD Contractors fanden letztes verschollenes Schiff der Skagerrakschlacht
(20.09.16) 100 Jahre nach dem Untergang hat die dänische Firma JD Contractors das letzte noch vermisste Schiff aus der Skagerrak-Schlacht, die HMS “Warrior”, in 83 Metern Tiefe lokalisiert. Der Fund wurde auf einer Expedition, die Firmenchef Gert Normann Andersen, der auch das Seekriegsmuseum in Thyborøn leitet, gemeinsam mit dem britischen Wrack-Experten Dr. Innes McCartney der Bournemouth University organisiert hatte, von der „Vina“ aus gemacht. Erst am 7.9. war bekanntgegeben worden, dass dasselbe Team das lange vermisste, britische U-Boot HMS “Tarpon“ vor Jütland gefunden hatte.
Die HMS “Warrior” war in einem gut 17-minütigen Gefecht mit neun deutschen Schiffen schwer beschädigt zwischen dem 1. und 2.6.1916 in der Nordsee gesunken. 71 Mann ihrer Crew waren dabei gefallen. Die anderen 743 hatte die HMS “Engadine” gerettet, die auch versucht hatte, die “Warrior” abzuschleppen.
Doch wegen der schweren Schäden hatte der Kreuzer aufgegeben werden müssen. An der offiziell angegebenen Untergangsposition wurde er aber danach nicht aufgefunden. Bei der jetzigen Suche wurden 30 Wracks entlang der Route der “Engadine” mit Multibeam-Sonar und ROV untersucht.
Am 24.8. dann wurde die “Warrior” zwischen 19 und 27 Meilen von der offiziellen Position entfernt entdeckt. Das Schiff lag kieloben mit dem höchsten Punkt 68 Meter unter der Wasseroberfläche. Die beiden Propeller und auch die Anker waren noch am Schiff, und in der Nähe fand sich ein Rettungsboot.
Entlang der Schiffsseiten waren die Geschütztürme noch sichtbar. Ein Rohr lag auf dem Meeresgrund. Ein großes Schleppnetz hing über dem Rumpf. Die Masten waren abgebrochen, einer lag gefaltet neben und unter dem Wrack an Backbordseite.
Die Aufbauten lagen unsichtbar unterhalb des Rumpfes, woraus sich schließen ließ, dass das Schiff kieloben sank. Das Wrack gilt als geschützt. Sein Inneres dürfte eine Zeitkapsel des Lebens zum Zeitpunkt des Untergangs darstellen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bonhomme Richard nach über 200 Jahren vor England entdeckt?
(20.09.16) Nach über 200 Jahren könnte das Wrack des Piratenschiffs “Bonhomme Richard” von John Paul Jones entdeckt worden sein, das bei der Schlacht von Flamborough Head im September 1779 verloren ging. Ein Team von internationalen Unterwasserarchäologen, Historikern und Tauchern unter Leitung der USNS „Grasp“ der US Navy, die dazu eine Woche in Sunderland stationiert wurde, fand Hinweise auf ein passendes Holzwrack in 200 Fuß Wassertiefe vor der Küste von North Yorkshire.
Nun werden die gewonnenen Daten analysiert, um Gewissheit zu erlangen. John Paul Jones gilt als einer der Begründer der US Navy, für die Briten war er ein Pirat. Sein Ende fand das Schiff in einer Schlacht mit zwei britischen Schiffen, darunter HMS “Serapis“. Es sank zwei Tage nach dem letzten Gefecht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Ölplattform rasch gelöscht
(20.09.16) Auf der Statoil-Ölplattform “Åsgard B” brach am Abend des 18.9. vor der Küste Norwegens ein Feuer in einem Pumpenraum aus. Die 102 Arbeiter wurden an den Rettungsbootstationen gemustert, nachdem um 18.30 Uhr der Feueralarm ausgelöst worden war. Doch binnen Minuten konnte die Lage unter Kontrolle gebracht werden und normalisierte sich um 19 Uhr so weit, dass die Arbeit wieder aufgenommen werden konnte.
Die “Åsgard B” verarbeitet Gas im Åsgard-Feld. Der Halbtaucher wurde am 1.10.2000 in Dienst gestellt und ist auf der Halten Bank, rund 124 vor der Küste und 31 Meilen südlich des Heidrun-Felds stationiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Time Out wird auf Staatskosten geräumt
(20.09.16) Die 72 Fuß lange Luxusyacht „Time Out“ muss wohl auf Steuerzahlers Kosten vom Strand des Palm Beach Inlet geräumt werden. Der Eigner Thomas Henry Baker ließ die Deadline am 18.9. zur Bergung verstreichen. Nun darf die Stadt das Wrack beseitigen.
Die Florida Fish and Wildlife Conservation Commission begann am 19.9. dazu Angebote einzuholen. Der Staat wird 75 Prozent der Bergungskosten tragen, der Rest verbleibt bei der Stadt. Die Kosten wurden auf rund 150,000 Dollar geschätzt. Das Wrack muss auf dem Landweg entsorgt werden und dazu wahrscheinlich in Stücke zerlegt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Diesel soll aus Raddampfer abgepumpt werden
(20.09.16) Die U.S. Coast Guard will den verbliebenen Kraftstoff aus dem gekenterten Raddampfer "Spirit of Sacramento" abpumpen, nachdem Schmieröl aus dem Wrack auslief, aber in dessen Umgebung aufgefangen und mit ölabsorbierenden Mitteln aufgesaugt werden konnte. Seit dem 4.9., als das Schiff zu sinken begann, ist die Küstenwache vor Ort. Taucher der Global Diving and Salvage, Inc., haben alle Treibstoffventile gesichert. An Bord dürften noch 600 Gallonen Diesel sein. Die Gesamtkapazität der Tanks betrug 4,500 Gallonen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter "Ms. Nicani"
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Kutter vor Siuslaw River gestrandet
(19.09.16) Die Coast Guard Siuslaw River wurde am 17.9. um 2.17 Uhr alarmiert, nachdem der 50 Fuß lange Kutter "Ms. Nicani" nach einem Maschinenausfall auf dem Strand nördlich der Nordmole an der Siuslaw River Bar auf Grund gelaufen war. Die zweiköpfige Crew blieb bei der Havarie unversehrt. Die Küstenwache kontrollierte die Lage des mit leichter Schlagseite im Sand sitzenden Schiffes, stellte aber kein Risiko einer Ölverschmutzung fest. Der Skipper des Kutters kontaktierte einen Schlepper für die Bergung des Schiffes.
Die Brandung setzt dem Kutter zu
(Bild: USCG)   Großbild klick!
Das nächste Hochwasser lief am 18.9. um 13 Uhr auf. Bis dahin war aber noch kein Berger vor Ort. Das Schiff arbeitete zwar in der Brandung und drehte sich, kam aber nicht vom Strand frei. Daraufhin wurden der Treibstoff mithilfe der Northwest Firefighters Environmental und der Fang von Bord gegeben. Ein MH-65 Dolphin-Helikopter der Air Station North Bend überflog die Strandungsstelle, und Personal der Incident Management Division der Coast Guard Columbia River are machte sich auf den Weg nach Siuslaw River.
Erst am 10.3. war die Coast Guard Station Depoe Bay dem Kutter nahe Yaquina Bay zu Hilfe gekommen, als es beim Versuch, in bis zu 30 Fuß hohen Wellen die Yaquina Bay zu queren, in Schwierigkeiten gekommen war. Zwei Meilen vor der Küste hatte ein Brecher den Wellenschutz der Brücke eingeschlagen und die Elektronik mattgesetzt. Zwei 47-Fuß-Boote kamen dem Schiff zu Hilfe und schleppten es ab.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hiddensee: Kollision im Fahrwasser
(19.09.16) Am 18.9. gegen 15 Uhr ereignete sich im Hiddensee-Fahrwasser auf Höhe des Geller Haken ein Sportbootunfall. Beim Zusammenstoß zweier Segelyachten wurde eine Person leicht verletzt. An beiden Fahrzeugen entstand erheblicher Sachschaden. Beide Boote konnten selbstständig ihren Heimathafen Stralsund anlaufen. Beim Unfallverursacher wurden 0,83 Promille Atemalkohol gemessen, und es wurde Anzeige durch die Beamten der Wasserschutzpolizei Stralsund erstattet.
Quelle:Tim Schwabedissen



„Forfive“ wird längsseits genommen
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

RNLI in Cowes assistierte zwei Yachten in zwei Tagen
(19.09.16) Am 17.9. um 17.55 Uhr kam das RNLI-Boot aus Cowes zum zweiten Mal binnen zwei Tagen einer havarierten Yacht zu Hilfe. Es handelte sich in diesem Fall um die 26 Fuß lange „Forfive“, die durch eine Leine, die sich um den Propeller gewickelt hatte, manvörierunfähig geworden war. Das Boot trieb mit vier Personen an Bord vor Gurnard. Sie wurde von den Seenotrettern längsseits genommen und zur Shepards Wharf Marina geschleppt.
40 Minuten später waren das Rettungsboot wieder an seiner Station. Tags zuvor waren sie der 29 Fuß langen Yacht “Isbym” zu Hilfe gekommen, deren Skipper eine überhitzte Maschine vor der Osborne Bay gemeldet hatte. Auch dieses Boot war in die Sheppards Wharf Marina eingeschleppt worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yachtcrew überstand Havarie bis auf Seekrankheit gut
(19.09.16) Das RNLI-Boot aus Douglas RNLI kam am 18.9. um 15.08 Uhr einer Segelyacht zu Hilfe, deren fünfköpfige Crew um Assistenz gebeten hatte. Der Motor des Bootes war ausgefallen, als es Laxey passierte. Bei schlechtem Wetter mit Nebel und Regen und einem seekranken Crewmitglied an Bord war der Skipper direkt vor Clay Head Anker und setzte einen Notruf ab. Das RNLI-Boot „Sir William Hillary” wurde von der Belfast Coastguard zu Hilfe gerufen.
Um 15.29 Uhr wurde die Yacht lokalisiert und eine Schleppleine übergeben, um sie zurück nach Douglas zu bringen. Dort wurde sie am Visitors' Pontoon an der Battery Pier festgemacht, wo die Douglas Coastguard bereits zur Assistenz bereit stand. Außer der Seekrankheit hatte die Crew die Havarie aber gut überstanden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ehemaliger Trawler drohte vor Southampton zu sinken
(19.09.16) Am 18.9. wurde das RNLI-Boot aus Swanage von der Solent Coastguard alarmiert, nachdem der 22 Meter langer ehemalige 75-Tonnen-Kutter „Three Sisters“ aus Southampton vier Meilen östlich des Hafens Wassereinbruch durch ein Leck im Bug erlitten hatte. Da die Pumpen nicht gegen das eindringende Wasser ankamen, funkte die Crew Mayday. Mit voller Fahrt nahmen die Seenotretter Kurs auf den Havaristen, ebenso der Rettungshubschrauber 104 und das Taucherboot „Spike“, um der zweiköpfigen Crew nötigenfalls beizustehen.
In weniger als 10 Minuten war das Rettungsboot vor Ort, und zwei Crewmitglieder stiegen auf den Kutter über, um die Lage zu erkunden. Unter Deck stand das Wasser bereits hoch. Die beiden Männer an Bord hatten Rettungswesten angelegt und waren bereit, das Schiff nötigenfalls aufzugeben. Doch mit einer Lenzpumpe des Rettungsbootes konnte die Lage unter Kontrolle gebracht werden.
Ursache des Wassereinbruchs war ein gebrochenes Kühlwasserrohr. Dadurch pumpte die Maschine Wasser ins Schiff. Diese wurde deshalb abgestellt und der Havarist mit langsamer Fahrt in Richtung Poole Harbour in Schlepp genommen. Mit fünf Knoten ging es in Richtung des Hafens, und nachdem dessen Kapitän die Einlaufgenehmigung erteilt wurde, machte das Schiff am Town Quay fest. Nach fünf Stunden war der Einsatz für die Seenotretter beendet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gesunkenes Sportboot verursachte Ölverschmutzung in Seattle
(19.09.16) Die US Coast Guard, das Seattle Fire Department, die Seattle Police Harbor Patrol und das Washington State Department of Ecology wurden am 17.9. alarmiert, nachdem um 7.38 Uhr ein 60 Fuß langes Sportboot am Fisherman's Terminal in Seattle gesunken war. Personal der Incident Management Division der Coast Guard Puget Sound überwachten die Lage und kontaktierten den Eigner.
Dieser informierte umgehend die Versicherung, die dann die Global Diving and Salvage damit beauftragte, zunächst die Ventile zu schließen und das Öl abzupumpen. Das Seattle Fire Department legte Ölsperren aus. An Bord des Schiffes waren bis zu 400 Gallonen Diesel.
Quelle:Tim Schwabedissen



Nach Taifun Ölverschmutzung in Sizihwan
(19.09.16) Am Morgen des 18.9. stiegen Taucher am Rumpf des gekenterten Trawlers "Yung Hsing Fa No. 168" in Sizihwan ab, um geeignete Stellen zum Anbohren der Tanks zu finden, aus denen am Nachmittag das Öl abgepumpt werden sollte. Zur selben Zeit wurden in den Rumpf der unweit davon auf der Seite liegenden "Shun-Tien No. 606" bereits die dazu notwendigen Löcher gebohrt. Beide Schiffe waren schwer beschädigt, und die Behörden waren noch am beratschlagen, ob sie in aufrechte Positionen gezogen werden sollten oder besser nicht. Im Hafen trieben derweil Ölfilme. Der Port of Kaohsiung schicke am 17.9. Arbeiter, die die Verschmutzung bis zum Nachmittag beseitigten. Insgesamt waren aber noch 360 Tonnen Öl in den Tanks der beiden gekenterten Schiffe.
Quelle:Tim Schwabedissen



Marinetaucher trieben bei Suchaktion für vermisste Fischer 12 Stunden im Meer
(19.09.16) Am Morgen des 17.9. sank gegen vier Uhr vor Mumbai der indische Kutter "Dutta Sai". Er hatte eine 17-köpfige Crew an Bord, als er vier Meilen westlich des Hafens in schwerer See versank. 14 von ihnen wurden am Morgen von dem Handelsschiff "Dependable" gerettet.
Die indische Coast Guard schickte das Patroullienboot "Samudra Prahari" sowie eine Dornier aus Daman, um die beiden Vermissten zu suchen. Das Patroullienboot übernahm auch die Schiffbrüchigen von der "Dependable" und versorgte sie. Im Laufe des Tages wurde die Suchflotte auf 10 Schiffe und vier Flugzeuge verstärkt. Die „Trushul“ lokalisierte einen der Fischer im Wasser treibend. Doch der Versuch, ihn zu bergen, scheiterte wegen des stürmischen Wetters. Als Marinetaucher versuchten, ihm in drei Meter hohen Wellen zu Hilfe zu kommen, brach deren Sicherungsleine, und sie trieben in der Dunkelheit ab.
Nach 12 Stunden wurden sie am 18.9. gegen sechs Uhr von dem Kutter „Am Dutta Sai“ gerettet und auf die „Asvini“ gebracht. Die Suchaktion wurde von der Coast Guard, der Navy und der Indian Oil Corporation und Gas Authority geleitet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tod auf Pilgerfahrt
(19.09.16) Nach der Kollision mit einer Brücke in Ayutthaya kenterte und sank am 18.9. gegen 16 Uhr auf dem Chao Phraya River bei Wat Sanamchai ein thailändisches Fahrgastschiff. Das Unglück ereignete sich, als es eine Barge überholen wollte. Bei dem Untergang kamen mindestens 18 Menschen, darunter ein Kind, ums Leben. Das für 50 Personen zugelassene Schiff hatte über 100 Menschen, überwiegend muslimische Pilger, an Bord, als es unweit des Wat Sanam Chai Tempels, einer beliebten Touristenattraktion, verunglückte.
Das obere Deck ragte noch aus dem Wasser des Flusses. 45 Menschen wurden beim Untergang verletzt, neun am Morgen des 19.9. noch vermisst. Die Reisenden waren auf dem Weg von Ayutthaya zurück nach Nonthaburi, einem Vorort von Bangkok, gewesen. Der Schiffsführer Wirat Chaisirikul wurde nach dem Unglück festgenommen.
Er sagte aus, er habe das Schiff in der Nonthaburi Provinz gechartert und sei nicht mit der Route vertraut gewesen. Deshalb sei er bei starkem Wind vom richtigen Kurs abgekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ein Vermisster nach Untergang von Luxusyacht
(19.09.16) Die Penang Malaysian Maritime Enforcement Agency (MMEA) leitete eine SAR-Operation ein, nachdem am 16.9. die Luxusyacht "UN1K" sank. Der Brasilianer Lucas Bondezan, 24, wurde seither vermisst. Nach Wetterberuhigung setzte die MMEA ein ROV ein, das in bis zu 300 Metern Tiefe arbeiten kann. Außerdem waren die Patroullienboote "Burau" und "Perwira" an der Unglücksstelle auf der Suche. Taucher konnten wegen schlechten Wetters nicht eingesetzt werden. Der Eigner der Luxusyacht stellte seinen Helikopter zur Suche zur Verfügung.
Die Yacht des Franzosen Pascal Vuanh-Quan war am Morgen 15 Meilen westlich von Mukah Head auf dem Weg nach Singapur explodiert, in Brand geraten und untergegangen. Zuvor hatte es technische Probleme mit der Maschine gegeben. An Bord befanden sich zu der Zeit vier Personen. Drei von ihnen, darunter der Skipper, wurden von Fischern gerettet und zur Kuala Kedah Mole gebracht.
Es handelte sich um Novak Novakovic, 28, aus Sibirien, den Kroaen Rudolf Kolic, 61, und Kapitän Jaroslav Horejsek, 37, aus Tschechien. Zwei waren leicht verletzt, der Skipper kam ins Langkawi Hospital.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer in Besenkammer von Wightlink-Fähre
(19.09.16) Am 18.9. brach in einer Abstellkammer auf dem Hauptdeck der britischen Wightlink-Fähre "St. Cecilia", 2968 BRZ (IMO-Nr.: 8518546). Der kleine Brand wurde beim Einlaufen in Fishbourne nach der Überfahrt von Portsmouth um 17.10 Uhr entdeckt und rasch gelöscht. Die Passagiere wurden währenddessen vorsorglich an Deck beordert. Menschen kamen nicht zu Schaden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Polarexpeditionssegler bei Trygghamna auf Grund gelaufen
(19.09.16) Am Abend des 18.9. gegen 21.30 Uhr lief der holländische Zweimaster "Noorderlicht”, 140 BRZ (IMO-Nr.: 8650813), mit 23 Personen an Bord nordwestlich von Longyearbyen bei Trygghamna auf Grund. Der von der norwegischen Regierung betriebene Offshore-Schlepper „Polarsyssel", 4324 BRZ (IMO-Nr.: 9690949), kam nach einem Notruf um 21.45 Uhr dem Havaristen zu Hilfe und schleppte ihn bei kräftigem Wind frei.
Zunächst wurde erwogen, den 106 Jahre alten Zweimaster nach Longyearbyen zu ziehen, doch da er die Havarie offenbar ohne größere Schäden überstanden hatte, ging er schließlich bei Trygghamna vor Anker, während die „Polarsyssel“ Kurs auf Ny-Ålesund nahm. Der Schoner „Noorderlicht“ ist in der Region wohlbekannt – er hatte sich immer wieder als Basisstation für Polarreisen in den Wintermonaten auf Svalbard einfrieren lassen, zuletzt im Jahr 2015.
Bei der “Noorderlicht” handelt es sich um die 1910 als Feuerschiff bei der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft für die deutsche Marine erbaute „Kalkgrund II“. Sie war als Dreimastschoner geriggt und ging vor Kalkgrund in der Flensburger Förde auf Station. Im 2. Weltkrieg wurde sie in “Flensburg” umbenannt und ein Mast ausgebaut, um die Stabilität zu erhöhen.
Bis 1963 diente sie als Feuerschiff. Bis 1992 ging sie durch verschiedene Hände, diente u.a. als Hostel und von 1967 bis 1986 als Clubschiff für die Möltenorter Seglerkameradschaft in Heikendorf auf der Kieler Förde. Dann wurde sie nach Holland verkauft und ist seit 1991 im Eigentum von Ted van Broeckhuysen und Gert Ritzema. Sie riggten das Schiff originalgetreu wieder auf, restaurierten es und bauten eine Hilfsmaschine ein.
Als “Noorderlicht” wurde es dann für Expeditionsfahrten eingesetzt. Seit 2011 war es für die Oceanwide Expeditions, Vlissingen, und Basecamp Spitzbergen in Longyearbyen in Fahrt. Basisstation ist Longyearbyen auf Svalbard, von dort geht es zu den Lofoten und Häfen im Polargebiet. In 10 Kabinen können bis zu 20 Passagiere mitgenommen werden. Das Schiff hat eine Tragfähigkeit von 255 Tonnen, ist 46,2 Meter lang, 6,5 Meter breit und hat 3,2 Meter Tiefgang.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ringen um Zukunft gesunkener Ketsch
(19.09.16) Fische knabbern am Mast und am Rigg des 120 Jahre alten Zweimasters “Defender”, das weiterhin bis zum Deck versunken in Townsville's Ross Creek auf Grund liegt. Doch auch wenn es um das Schiff nicht gut aussieht, so könnte sie weiterhin gerettet werden. Es handelt sich ja bereits um den dritten oder vierten Untergang in ihrer Laufbahn, dazu kam noch ein Brand, und immer wieder kehrte das Schiff zurück. Die Hartholz-Konstruktion macht es widerstandfähig genug, um auch diesmal eine Chance zu haben, wenn sich jemand mit genug Geld findet.
Die Ketsch wurde 1895 erbaut und ist das letzte von 20 Schiffen, die George Frost konstruierte. Sie diente in der Handelsschifffahrt zwischen Launceston und Melbourne und brach den Rekord für die schnellste Querung der Bass Strait im Jahr 1923. Sie schaffte es in weniger als 24 Stunden, und dieser Rekord hielt 10 Jahre lang. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die “Defende2 aufgegeben, und erst in den 1980er Jahren begann Les Dick aus Tasmanien mit der Restaurierung, die 1988 abgeschlossen wurden.
Die „Defender” diente als Ausflugsschiff in den Whitsundays, bis es ein Feuer beschädigte, und kam dann nach Townsville, wo sie 2009 vor dem Museum of Tropical Queensland festmachte. Im Januar sank sie dort an ihrem Liegeplatz. Die Bergung wird auch durch einen Streit um Eigentumsrechte behindert.
Der Tasmanier Brett Devine behauptet, er habe das Wrack im Februar für einen Dollar von der Dick-Familie erworben, um es zusammen mit dem Adelaide Nautical College zu bergen und zu restaurieren. Doch seine Eigentumsrechte wurden vor Gericht nicht anerkannt. Das Department of Transport and Main Roads sieht Les Dick weiterhin verantwortlich für die Bergung des Schiffes. Am 19.8. wies der Townsville District Court ihn an, das Wrack bis zum 30.10. aus den Gewässern von Queensland zu räumen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Deadline für Bergung der Time Out verstrichen
(19.09.16) Am 18.9. war die Deadline für den Eigner der 72 Fuß langen Luxusyacht “Time Out” aus Gloucester, diese vom Strand südlich des Palm Beach Inlet zu räumen. Doch das Wochenende verging, ohne dass sich etwas am Schiff tat. Am 13.9. war Eigner Thomas Henry Baker von der Fish and Wildlife Commission angewiesen worden, das vor nunmehr 11 Tagen gestrandete Boot zu bergen.
In der vergangenen Woche trieben größere Mengen Abfall und Trümmer von der Yacht an den Strand, nachdem diese auseinanderzubrechen begonnen hatte. Losgerissenes Holz und sogar ein Kühlschrank trieben aus dem Schiff ab. Freiwillige sammelten das Treibgut ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Kreuzfahrtschiff
(19.09.16) Am 18.9. brach auf dem unter Bermudas-Flagge laufenden Kreuzfahrtschiff "Emerald Princess", 113561 BRZ (IMO-Nr.: 9333151), auf der Fahrt von Southampton, wo es am 17.9. ausgelaufen war, nach Las Palmas ein Feuer aus. Es wurde durch eine gebrochene Ölleitung im Maschinenraum verursacht, der durch den Brand verraucht wurde. Die wasserdichten Schotten wurden geschlossen und die Bordfeuerwehr alarmiert.
Der Kapitän veranlasste das Ausschalten der Generatoren 1 und 4. Rauch wurde auch auf den unteren Decks im Achterschiff sowie auf Deck 16 festgestellt. Dieser wurde durch die Lüftung eines der Generatoren dorthin befördert, die daraufhin ausgeschaltet wurde. Dann wurden das Feuerlöschsystem aktiviert, der Brand gelöscht und die betroffenen Räume belüftet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gushan Coastguard
(Bild: Gushan Coastguard)   Großbild klick!

Taifun Meranti fordert weitere Opfer
(17.09.16) Am Nachmittag des 15.9. trieb der Taifun Meranti den 115 Meter langen, chinesischen Tanker "Heng Yu 9" (IMO-Nr.: 8690186) in der Quanzhou-Bucht auf Grund. Hier hatte das mit 6000 Tonnen Naphta beladene Schiff Schutz vor dem Sturm gesucht. Bergungsschlepper konnten den Havaristen am 16.9. wieder flottmachen und zogen ihn zu einem Ölterminal in Quanzhou zum Löschen der Ladung. Der Tanker war auf dem Weg nach Ningbo gewesen.
Unterdessen begann aus einem Leck im Rumpf des gestrandeten, unbeladenen Containerfrachters „Chang Tai Tai Zhou" am Kukang-Beach Öl auszulaufen. Es umgab den auf Felsen in flachem Wasser liegenden Havaristen, der sich auf der Reede von Xiamen am 15.9. losgerissen hatte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tjal saß bei Hunsingo-Brücke fest
(17.09.16) Am 15.9. gegen Mittag lief die Tjalk „Blazer – TX 33“ aus Texel beim gemeinsamen Fahren mit der Wierumer Aak „WL 19“ nach Zoutkamp bei der Hunsingo Brücke auf eine Untiefe. Das Rettungsboot „Springbok“ der KNRM kam zu Hilfe und versuchte, den Havaristen wieder flottzumachen.
Dies misslang aber mehrfach, sodass die größere „Annie Jacoba Visser“ der KNRM-Station Lauwersoog zu Hilfe gerufen wurde. Nachdem diese ebenfalls eine Schleppleine fest hatte, gelang es, die Tjalk wieder in tieferes Wasser zu bugsieren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision auf Punta Indio Channel
(17.09.16) Der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier "Rich Future", 43022 BRZ (IMO-Nr.: 9622423), kollidierte am 15.9. gegen Mittag mit dem unter Singapur-Flagge laufenden LPG-Tanker "Charlton", 7218 BRZ (IMO:9341902), on Sep 15 , 2016, auf dem Punta Indio Channel, Rio de la Plata. Der Bulkcarrier, der von San Lorenzo kam, konnte seine Reise fortsetzen und warf auf der Reede des Hafens auf dem Paraná am Nachmittag des 16.9. Anker.
Der Tanker lag weiter vor Anker auf dem Punta Indio Channel und hatte einige Schäden davon getragen. Auch ein Crew-Mitglied wurde verletzt. Er war auf der Fahrt von Buenos Aires nach Dakar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Versorger in Falmouth
(17.09.16) Am 17.6. um 10.20 Uhr brach auf dem britischen Marineversorger HMS "Argus", 11445 BRZ (IMO-Nr.: 7822550), in den Falmouth Docks ein Feuer aus. Drei Löschfahrzeuge eilten zu dem Trockendock, in dem das Schiff repariert wurde.
Eine weitere kam von der Truro Fire Station. Als sie eintrafen, war der Brand bereits von der Crew gelöscht. Mit einer Wärmebildkamera wurde nach möglichen Hotspots gesucht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Lady Nonne evakuiert
(17.09.16) Die US Coast Guard rettete am 16.9. drei Personen des 57 Fuß langen Holzboots „Lady Nonne“, das im Pascagoula Channel, Mississippi, Wassereinbruch erlitten hatte. Um 20.13 Uhr ging ein Notruf bei der Coast Guard Mobile ein. Daraufhin wurde von der Coast Guard Station Pascagoula ein 45-Fuß-Boot und ein 24 Fuß langes Flachwasserboot in Marsch gesetzt.
Von der Air Station New Orleans stieg ein MH-65 Helikopter auf, der die „Lady Nonne“ lokalisierte und einen Rettungsschwimmer an Bord absetzte. Dann wurden alle drei Personen an Bord aufgewinscht und zum Gulfport Millionaire Airport geflogen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Überladenes Fährboot gekentert
(17.09.16) Am 17.9. gegen 12.30 Uhr kenterte ein überladenes Fährboot auf dem Koshi River. 37 Personen wurden gerettet. Das für 45 Passagiere zugelassene Schiff war erheblich überladen gewesen, als es zu einem Basar in Prakashpur unterwegs war. Es kam von Sri Lanka. Die Nepal Police, Nepal Army und die Armed Police Force leiteten eine Rettungsaktion ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Zementfrachter
(17.09.16) Am 16.9. um 18.02 Uhr brach im Maschinenraum des indonesischen Zementfrachters "Divine Success", 13998 BRZ (IMO-Nr.: 7222607), ein Feuer aus, als er gerade eine Ladung Zement aus dem Baya-Distrikt von Sukabumi in Tanjung Priok entlud. Drei Löschboote, zwei Schlepper und fünf Löschfahrzeuge konnten den Brand an Pier 115 unter Kontrolle bringen. Auch waren vier Polizeiboote vor Ort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ausflugsboot „Gili Star II“
(Bild: Katia Rosa)   Großbild klick!

Opfer der Explosion in Bali identifiziert
(16.09.16) Bei den Opfern der Explosion auf dem balinesischen Ausflugsboot „Gili Star II“ kamen die Italienrin Venessa Pascual Fernandes und die Britin Katrin Zefferer ums Leben. Sie wurden im Sanglah Hospital identifiziert. 20 Personen wurden verletzt und befanden sich zum Teil noch in intensivmedizinischer Behandlung. Eine Person war im Klungkung Hospital, 14 in der Penta Medika Klinik und fünf in der Community Healthcare.
Das Boot war mit 35 Touristen unterwegs zur Insel Gili Trawangan, als es fünf Minuten nach dem Loswerfen 200 Meter vom Anleger von Padangbai entfernt unter einem Sitz im Achterschiff zu einer Explosion kam. Eine Bombe wurde als Ursache ausgeschlossen, die Behörden waren sicher, dass es sich um einen Unfall handelte. An Bord waren neben der vierköpfigen indonesischen Crew sechs Franzosen, fünf Engländer, vier Spanier, vier Portugiesen, vier Italiener, vier Österreicher und jeweils zwei Personen aus Deutschland, Irland, der Schweiz und den Niederlanden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Dänholm: Paula II wird geborgen
(16.09.16) Für das auf Grund gelaufene, 13 Meter lange Sportboot „Paula II“ bei Stralsund haben am 15.9. mit einem Kran die Bergungsarbeiten begonnen. Sie war am 9.9. gegen 19 Uhr auf den Steinen der Mole vor der Hafeneinfahrt des Dänholms gestrandet und leck geschlagen. Nach Aussagen des 75-jährigen Skippers hatte ihn die tief stehende Sonne beim Ansteuern geblendet.
Er muss nicht nur die Kosten der Bergung zahlen, sondern hat auch eine Anzeige wegen Gewässerverunreinigung gegen sich vorliegen. Durch die Beschädigung des Bootes waren ölhaltige umweltgefährdende Stoffe ausgetreten. Zur Bekämpfung wurden durch die Feuerwehr Stralsund Ölschlängel um das Schiff herum ausgelegt. Unklar war auch, ob sein Schiff noch reparaturfähig war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler “Vulcano” brennt
(Bild: Jose Qyarzo)   Großbild klick!

Schiffsbrand in Iquique
(16.09.16) Ein Feuer brach am Morgen des 16.9. gegen sieben Uhr auf einem hinter dem chilenischen Trawler “Vulcano” (MMSI-Nr.:725000680) aufgeslippten Schiff bei der Marco Chilena Astillería im Hafen von Iquique aus. Es lag dort zur Reparatur. Der Brand verursachte eine starke Rauchentwicklung, die in weiten Teilen der Stadt sichtbar war.
Drei Löschzüge und 50 freiwillige Feuerwehrleute bekämpften den Brand und versuchten dessen Ausbreitung auf andere Schiffe zu verhindern. Ein Feuerwehrmann wurde dabei verletzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Offshore-Rig "Sea Worker"
(Bild: Soeren Hviid)   Großbild klick!

Räumung der Sea Worker in vollem Gang
(16.09.16) Die Arbeiten zur Räumung des dänischen Offshore-Rigs "Sea Worker", 3776 BRZ (IMO-Nr.: 8769705), vor Bjerregaard durch die holländische Bergungsfirma DISA kamen bei dem aktuell ruhigen Spätsommerwetter gut voran. Dennoch wurde erwartet, dass sie erst im Frühjahr 2017 abgeschlossen sein werden. Das Wetter ist ein Schlüsselfaktor bei der Operation.
Seit Ende August hatte die Arbeit Fahrt aufgenommen. Aktuell werden Teile der Unterkunftsblöcke geräumt, die vom Wrack abgerissen waren und auf dem Meeresgrund lagen, ebenso wie ein Kranarm.
Aktuell vor Ort im Einsatz waren das britische Arbeitsschiff “Walsa Lass”, 255 BRZ (IMO-Nr.: 9633812), das holländische Kranschiff “Cormorant”, 1505 BRZ (IMO-Nr.: 7328073), das aus Terneuzen geholt und vom 26.8. bis zum 5.9. in Esbjerg auf den Einsatz vorbereitet worden war, das britische Arbeitsboot“Voe Earl”, 200 BRZ (IMO-Nr.: 9639983), das holländische Taucherschiff “Offshore Beaver”, 856 BRZ (IMO-Nr.: 8918564), sowie das Wachschiff “Seazip 4” (MMSI-Nr.: 244830668).
Quelle:Tim Schwabedissen



Flinthörn machte wieder mit Langeooger Sänden Bekanntschaft
(16.09.16) Das deutsche Fahrgastschiff "Flinthörn", 152 BRZ (IMO-Nr.: 8034215), lief am 15.9. im Wattenmeer zwischen Bensersiel und der ostfriesischen Insel Langeoog mit insgesamt 130 Menschen an Bord auf Grund. Die meisten von ihnen waren Kinder mehrerer Schulklassen, unterwegs in ein Schullandheim auf Langeoog. Gegen 15.30 Uhr alarmierte der Kapitän der „Flinthörn“ die Seenotretter, nachdem das Fahrgastschiff mit 127 Passagieren und drei Besatzungsmitgliedern an Bord am nördlichen Rand der Ruteplate zwischen Langeoog und dem Festland bei ablaufendem Wasser festgekommen war.
Da das auf Langeoog stationierte Seenotrettungsboot „Casper Otten“ an einer internationalen Übung auf der Jade teilnimmt, setzte die DGzRS die Rettungseinheiten der Nachbarstationen ein, die Seenotrettungsboote „Neuharlingersiel“ eben aus Neuharlingersiel und die „Elli Hofmann-Röser“ der Station Baltrum sowie als on scene-coordinator den Seenotrettungskreuzer „Bernhard Gruben“ der Station Norderney ein. Außerdem boten das Einsatzschiff der Bundespolizei „Bayreuth“ und das Zollschiff „Helgoland“ die Unterstützung ihrer Beiboote an.
Wegen des weiter fallenden Wasserstandes mussten alle Einheiten aber den deutlich weiteren Weg über die offene Seeseite von Langeoog durch das Seegatt Accumer Ee zwischen Baltrum und Langeoog nehmen, um den Havaristen zu erreichen. Am schnellsten vor Ort war ein Sportboot. Mit ihm gelang in drei Anläufen die Abbergung aller Passagiere, noch bevor die Rettungseinheiten vor Ort waren.
Die dreiköpfige Besatzung der „Flinthörn“ blieb an Bord ihres Schiffes, das am Rand der Untiefe mit Steuerbordschlagseite weitgehend trocken fiel. Nachdem das Wasser wieder stieg, konnte sie das Schiff befreien und lief um 20.20 Uhr nach Langeoog ein. Die Wasserschutzpolizei Wilhelmshaven hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.
Es war nicht die erste Zwangspause der “Flinthörn” in dem Seegebiet. Am 1.8. erlitt sie im Wattenmeer vor der Insel Maschinenschaden und musste von der "Casper Otten" mit 64 Fahrgästen an Bord nach Langeoog eingeschleppt werden.
Am 19.10.2013 lief die "Flinthörn" am Ostende von Langeoog mit 28 Passagieren auf Grund. Auch in diesem Fall war die "Casper Otten" im Einsatz und schleppte den Havaristen frei.
Die “Flinthörn” ist 33,52 Meter lang, 6,7 Meter breit und hat 1,37 Meter Tiefgang bei einer Tragfähigkeit von 75 Tonnen. Sie läuft für Holger Damwerth auf Langeoog und wurde 1968 als Kieler Hafendampfer „Mönkeberg“ bei der Krögerwerft in Schacht-Audorf erbaut. 1990 ging sie an die Insel- und Halligreederei Kurt Paulsen, Nordstrand und wurde als „Adler 3“ auf der Route Usedom-Swinemünde eingesetzt.
2001 wurde sie für Sven Paulsen, Panama eingetragen und in „Atena“ umbenannt. 2004 wurde sie als „Adler VIII“ in Charter der NAS-Schiffsausflüge von Heiligenhafen aus eingesetzt. Im März 2005 wurde sie zur „Fembria“, im Mai zur „Feodora“.
Von 2006 an war sie von Flensburg aus in Fahrt. 2012 wurde als neuer Eigner der "Flinthörn" Kapitän Holger Damwerth eingetragen. Mehrere Wochen lang wurde das Schiff in seinem alten Heimathafen bei der Gebr. Friedrich-Werft in Kiel überholt und startete Ende Februar auf Langeoog den Fahrgastbetrieb.
Quelle:Tim Schwabedissen



Auch ein HDW-Frachter wurde Opfer von Taifun Meranti
(16.09.16) Der Taifun Meranti forderte am 14.9. weitere Opfer – das Kranschiff "Cheng Xing 012" (MMSI-Nr.: 86543024) funkte am 14.9. ein Notsignal um 19.30 Uhr vor der Küste der Fujian-Provinz in der Straße von Taiwan. Rettungsschiffe erreichten das Fahrzeug um 22.30 Uhr und konnten alle acht Mann an Bord in Sicherheit bringen. Das Kranschiff trieb dann verlassen im Sturm, bis es wohl am 15.9. sank. Der chinesische Containerfrachter "Chang Tai Tai Zhou", 42323 BRZ (IMO-Nr.: 9057484), der auf der Außenreede von Xiamen geankert hatte, ging am 15.9. auf Drift, nachdem der Anker dem Winddruck von Meranti nicht mehr standgehalten hatte. Der Frachter wurde am südwestlichen Zipfel der Insel Kinmen auf Grund getrieben. Die Crew blieb an Bord, ein Rettungsboot ging auf Standby.
Das Schiff war am 25.8.2014 10 Meilen östlich von Tianjin mit dem chinesischen Containerfrachter "Tao Yan" kollidiert. Sie rammte die "Tao Yan" in die Steuerbordseite, woraufhin diese starken Wassereinbruch erlitt und binnen kurzem auf 200 Metern Wassertiefe sank. Die Crew wurde gerettet, die “Gang Tai Tai Zhou” lief mit leichten Schäden am Bug den Hafen von Tianjin an.
Der 3469-TEU-Frachter hat eine Länge von 242,04 Metern, eine Breite von 32,24 Metern, einen Tiefgang von 11 Metern und eine Tragfähigkeit von 44585 Tonnen. Er läuft für die Shanghai Hongsheng Gangtai in Shanghai und 1994 bei der Howaldtswerke Deutsche Werft GmbH in Kiel als “Norasia Kiel” erbaut. 1997 wurde er zur „MSC New York“, 2006 zur „Maritim Kiel“ und läuft seit April 2010 unter dem aktuellen Namen.
Aus dem gekenterten Trawler "Shun Tien No. 606" begann am 15.9. Öl auszulaufen. Rund 10 Tonnen liefen aus, weitere 60 befanden sich noch in den Tanks. Er war eines von vier Fischereifahrzeugen, die am Vortag im Fischereihafen von Cianjhen in Sizihwan auf Drift gegangen waren, nachdem die Trossen brachen. Sie kamen neun Kilometer weiter bei der National Sun Yat-sen University im Gushan Distrikt fest.
Zwei Schiffe, darunter auch die Yung Hsing Fa No. 168”, 1416 BRZ (MMSI-Nr.: 416233600), kenterten, ein Crewmitglied kam ums Leben, 22 weitere wurden gerettet. Der Tote wurde am 15.9. geborgen. Die havarierten Schiffe hatten insgesamt noch weitere 300 Tonnen Diesel in den Tanks.
Die Taiwan International Ports Corp’s Kaohsiung Division legte Ölsperren aus. Versuche, die Schiffe aufzurichten, mussten am Morgen des 15.9. wegen zu niedrigen Wasserstands vorerst eingestellt werden. Nun sollten zunächst die beiden noch aufrecht liegenden Schiffe weggeschleppt werden, ehe das Auspumpen des Kraftstoffs binnen zweier Tage durchgeführt werden sollte. Allerdings bedrohte schon ein weiterer Taifun die Küste von Taiwan.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter von Bö auf Grund gedrückt
(16.09.16) Der russische Frachter "Knyaz Vladimir", 4974 BRZ (IMO-Nr.: 9247613), lief am 14.9. auf dem Azov-Don Seekanal bei den Tonnen 26-27 auf Grund. Der Unfall ereignete sich, als das Schiff die Geschwindigkeit reduzierte, um den entgegen kommenden Tanker „Kapitan Salnikov" zu passieren.
In diesem Moment erfasste eine Windbö den Frachter und drückte ihn aus dem Fahrwasser. Er wurde am frühen Morgen des 15.9. von einem Schlepper wieder flottgemacht und konnte die Reise fortsetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter sank vor Jemen
(16.09.16) Am 14.9 um 3.30 Uhr funkte der unter Panama-Flagge laufende Fluss-See-Frachter "Rigel A", 1875 BRZ (IMO:8861668), der mit 1700 Tonnen Nahrungsmitteln beladen war, vor dem Hafen von Mukalla im Golf von Aden einen Notruf. Er lag hier vor Anker und wartete auf die Einlaufgenehmigung, nachdem er am 11.9. von Salalah kommend hier eingetroffen war. Im Maschinenraum war ein zwei Meter langer Riss aufgetreten.
Nachdem Versuche, den massiven Wassereinbruch unter Kontrolle zu bekommen, fehlgeschlagen waren, ging die achtköpfige Crew, darunter zwei Syrer und sechs Inder, in eine Rettungsinsel und wurde unversehrt an Land gebracht. Als die Coastguard eintraf, lag ihr Schiff bereits halb unter Wasser und hatte starke Steuerbordschlagseite.
Es sank um 06.05 Uhr vollständig. Der ehemals russische Frachter war im Küstenverkehr eingesetzt. Er war 90 Meter lang, 12 Meter breit, hatte 2,5 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 1,652 Tonnen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision durch Manövierfehler
(16.09.16) Die Kollision der beiden deutschen Binnenschiffe "Rhenus Duisburg", 2900 ts (ENI-Nr.: 04811950), und "Eiltank 66“, 1591 ts (ENI-Nr.: 04807240) war offenbar auf einen Manövrierfehler zurückzuführen. Die Untersuchungen dauerten noch an. Die beiden Schiffe waren am 14.9. um kurz vor sieben Uhr auf dem Wesel-Datteln-Kanal Kanal bei Friedrichsfeld zusammengestoßen.
Der Kanal war danach über sechs Stunden lang für den Schiffsverkehr gesperrt. 17 Schiffe mussten deshalb auf die Weiterfahrt warten. Die Bergung der beiden Frachter stellte sich als schwierig heraus. Der Sachschaden betrug rund 100.000 Euro.
Die „Eiltank 66“ setzte am 15.9. um 6.15 Uhr ihre Fahrt nach Rotterdam fort, wo sie am 16.9. um 12.15 Uhr in Moerdijk zum Löschen der Ladung festmachte. Die „Rhenus Duisburg“ verließ ihren Liegeplatz am 16.9. um 7.40 Uhr und erreichte gegen 11 Uhr den Hafen von Duisburg, wo sie in Becken 11 anlegte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähranleger in Blexen nach einem Vierteljahr wieder in Betrieb
(16.09.16) Die Weserfähre zwischen Bremerhaven und Nordenham-Blexen fuhr seit dem Morgen des 16.9. nach mehrmonatiger Unterbrechung wieder nach Plan. Um fünf Uhr begann der reguläre Betrieb, der gestoppt worden war, nachdem mm 24.6. um 00.40 Uhr der zypriotische Bulkcarrier "Weser Stahl", 28564 BRZ (IMO-Nr.: 9186687), von Dünkirchen kommend die Weser hinauf laufend, mit dem Fähranleger Blexen kollidiert war. Er befand sich auf dem Weg nach Bremen, als es an Bord aus bisher ungeklärten Gründen in Höhe des Blexer Bogens zu einem Maschinenausfall kam. Das Schiff kam vom Kurs ab und stieß gegen den Fähranleger Nordenham/Blexen.
Der Anleger der Fährlinie Bremerhaven - Blexen wurde dabei so stark beschädigt, dass eine Reparatur von fast zwei Millionen Euro nötig wurde. Der Schaden wurde von der Versicherung bezahlt. Der Frachter hatte nicht nur die Brücke verschoben, auch die Stahlträger wurden beschädigt.
Seither gab es für Autofahrer nur die Umleitung durch den Wesertunnel sowie einen Ersatzverkehr mit Bussen zwischen den beiden Anlegern, ebenfalls durch den Wesertunnel. Am 15.9. hatte es Probefahrten gegeben. Es musste getestet werden, ob die beiden Fährschiffe noch fahrtauglich waren und ob der Anleger gut anfahrbar ist.
Quelle:Tim Schwabedissen



Grausige Entdeckung in gekentertem Boot
(16.09.16) Zwei Wochen nach dem Untergang der Dhau "Bienvenue" vor Mahajanga wurde die Leiche eines der Todesopfer am 15.9. von einem Fischer entdeckt. Er fand sie in einem gekenterten Beiboot, das zu Dhau gehörte. Der Kutter hatte das Boot gerammt. Als es dann geborgen wurde, fand sich darin die bislang nicht identifizierte Leiche.
Die „Bienvenue“ hatte am Abend des 1.9. den Hafen von Mahajanga mit 12 Personen an Bord verlassen. Am nächsten Tag erlitt sie gegeen zwei Uhr Schiffbruch. Fast exakt einen Monat zuvor war die Dhau "Luciana" zwischen Sainte-Marie und Antalaha gesunken.
Quelle:Tim Schwabedissen



Keine Hinweise auf Ursache tödlichen Kutterunglücks
(16.09.16) Der 6,7 Meter lange Kutter “Pop’s Pride”, der am 7.9. vor der Küste von Cape Spear kenterte und vier Fischer in den Tod riss, zeigte nach seiner Bergung keine erkennbaren Schäden, als er vom Transportation Safety Board untersucht wurde. Es gab kein Leck oder etwas anderes, das den Untergang verursacht haben könnte. Auch der 60-PS-Außenborder war noch am Schiff befestigt.
Nach dem Verschwinden des Schiffes bei St. John’s hatte es eine groß angelegte Suchaktion der Coastguard und anderer Ktuter gegeben. Alle der Opfer kamen aus Shea Heights, drei gehörten einer Familie an. Zwei wurden noch vermisst, die Leichen der beiden anderen waren noch am Tag des Unglücks gefunden worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Küstenwachboot nach tödlichem Unglück geborgen
(16.09.16) Am Abend des 14.9. wurde das vollkommen zerstörte Delta-RIB der irischen Coast Guard durch die Garda Water Unit geborgen, das am 12.9. bei einer Suchaktion für einen Vermissten vor Kilkee gekentert war und die 41-jährige Caitriona Lucas in den Tod gerissen hatte. Sie war über 10 Jahre lang freiwillige Seenotretterin der Doolin Coastguard und war beim Kentern des Bootes mit den beiden Mitfahrern im Wasser gelandet.
Sie hinterließ einen Mann und zwei Kinder. Ihre Kollegen Jenny Carway und James Lucey überlebten die Tragödie. Die Trümmer des RIB waren von einem Helikopter aus im Wasser entdeckt worden, der die Garda-Crew dorthin leitete.
Ein Expertenteam seilte sich vom Kliiff ab und sicherte die Trümmer, sodass sie später von einem Kran auf der Klippe gehoben werden konnten. Auch der Datenrekorder befand sich unter den geborgenen Trümmern und wurde dem Marine Casualty Investigation Board (MCIB) für die weiteren Untersuchungen übergeben. Die Bergung wurde kostenfrei durch die O’Brien Construction; Mike O’Shea von Work at Height in Dingle, Brendan Lynch, Terence O’Brien und O’Brien Builders Miltown durchgeführt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor dem Untergang bewahrt
(16.09.16) Das RNLI-Boot aus Filey kam am Morgen des 15.9. dem 10 Meter langen Kutter „Magic“ zu Hilfe, der vor Filey Brigg zu sinken drohte. Gegen sieben Uhr alarmierte die Humber Coastguard die “Keep Fit Association”. Binnen Minuten war das Boot in See und wenig später längsseits des Havaristen. Zwei Rettungsmänner gingen mit einer Lenzpumpe an Bord.
Binnen 30 Minuten war das Wasser im Schiffsinnern so weit gelenzt, dass die Maschine wieder gestartet werden konnte. Danach wurde der Kutter zurück nach Scarborough Harbour eskortiert. Nach drei Stunden kehrten die Seenotretter nach Filey zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Barge in arktischen Gewässern gestrandet
(16.09.16) Die Ölbarge “Investigator” lief am 2.9. bei Toker Point, rund 15 Kilometer von Tuktoyaktuk in den nordkanadischen Gewässern auf Grund. Seither schlugen Bergungsversuche fehl. Nun sollten die „Fathom Wave” und “Kelly Ovayuak“ die Barge wieder flottmachen.
Bergungscrews trafen am 9.9. in Tuktoyaktuk ein, doch schlechtes Wetter verhinderte ihren Einsatz. Daraufhin sollten auch der Schlepper “Siku” und die “Barge 180-1” hinzugezogen werden, um eine Bergung vor dem Einsetzen der Winterperiode zu ermöglichen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Taucherschiff
(16.09.16) Die Feuerwehr gemeinsam mit der Whitehaven Coastguard wurden am 15.9. alarmiert, nachdem ein 15 Meter langes Taucherschiff vor dem Hafen gegen 12.40 Uhr in Brand geraten war. Drei Löschfahrzeuge und eines der Coastguard kamen zu Hilfe. Der Katamaran hatte sieben Personen an Bord. Das Feuer war im Maschinenraum ausgebrochen.
Es gelang der Crew des Taucherbootes, den Brand in der Backbord-Maschine selbst unter Kontrolle zu bekommen und dann in den Hafen einzulaufen, wo der Cumbria Fire and Rescue Service und die Coastguard bereit standen. Zunächst waren auch die Rettungsboote aus St. Bees und Workington alarmiert worden, konnten dann aber wieder entlassen werden. Mit Schaum und Wasser wurde der Restbrand gelöscht und mit einer Wärmebildkamera der Maschinenraum untersucht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker "Orakai" mit Maschinenausfall
(Bild: Salvamento Maritimo)   Großbild klick!

Tanker vor Cartagena manövrierunfähig abgeschleppt
(15.09.16) Der unter Gibraltar-Flagge laufende Tanker "Orakai", 3953 BRZ (IMO-Nr.: 9402689), erlitt am Morgen des 13.9. rund 13 Meilen südlich von Cartagena in der Alboransee Maschinenausfall. Der Tanker war auf dem Weg von England nach Fos Sur Mer mit einer Ladung von 4732 Tonnen Ethanol sowie einer 12-köpfigen Crew an Bord. Nachdem diese um Assistenz bat, kam der spanische Bergungsschlepper "Clara Campoamor", 3646 BRZ (IMO-Nr.: 9338022), von Salvamento Maritimo dem Havaristen von Cartagena aus zu Hilfe.
Bei stürmischer See kam der Schleppzug nur langsam voran, nachdem der Tanker auf den Haken genommen war. Es dauerte 24 Stunden, bis der Havarist den Hafen von Cartagena erreichte, wo er am 14.9. um 6.45 Uhr schließlich festmachte.
Am Morgen des 21.12.2014 war der Tanker in eine Kollision mit dem britischen Kutter "Margriet - LT 36", (IMO-Nr.: 9284166), 45 Meilen vor der holländischen Küste verwickelt gewesen. Der Kutter erlitt dabei Schäden an Backbordseite, konnte aber den Hafen von Ijmuiden mit eigener Kraft erreichen. Der nur leicht beschädigte Tanker setzte die Fahrt von Sillamae nach Portbury fort. Das Rettungsboot "Antoinette" aus Stellendam , die "Jeanine Parqui" aus Hoek van Holland sowie ein Helikopter und ein Überwachungsflugzeug waren seinerzeit im Einsatz gewesen.
‘Die “Orakai” ist 103 Meter lang, 16 Meter breit, hat sieben Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 6886 Tonnen. Sie läuft für die South End Tanker Management B.V. in Barendrecht und wurde 2008 bei dem Xi Xia Kou Shipyard in Rongchem als „Orarose“ erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Das Ruder der HMS „Terror“
(Bild: Arctic Research Foundation)   Großbild klick!

Schiff der Franklin-Expedition ist eine Zeitkapsel
(15.09.16) Nachdem der Echosounder an Bord des 20 Meter langen Forschungsschiffes „Martin Bergmann“ ein Objekt erfasst hatte, das zunächst als Fischschwarm eingeschätzt wurde, sich dann aber als die lange gesuchte HMS „Terror“ herausstellte, das in 24 Metern Tiefe in der Terror Bay in Nunavut lag, wurde ein Zeitfenster in eine 168 Jahre zurückliegende Vergangenheit geöffnet. Nachdem mit einem Crosscheck bestätigt war, dass ein großes Schiff aufgespürt worden war, wurde Jubel an Bord laut. Denn es konnte sich eigentlich nur um das gesuchte Wrack der Franklin-Expedition handeln.
Rasch machte sich die 10-köpfige Crew des einstigen Kutters daran, die Fundstelle zunächst mit Sonar, dann mit einem ROV zu untersuchen. Was sie bei der Analyse der Bilder entdeckte, war eine hervorragend erhaltene Zeitkapsel. Das Holz des fast auf ebenem Kiel liegenden Rumpfes war intakt, das Ruderrad noch an seinem Platz, ebenso die Schiffsglocke, und in der Messe erfasste die Kamera einen auf der Seite liegenden Tisch.
Bild im National Maritime Museum
(Bild: National Maritime Museum)   Großbild klick!
Zwei Jahre nach der Entdeckung von HMS “Erebus” in 11 Metern Tiefe vor der Adelaide Peninsula war die Suche zu Ende. In der kommenden Woche müssen die Forscher die Nordwest-Passage vorerst wieder verlassen, weil das Wetter schlechter wird und sich die kanadische Coast Guard für den arktischen Winter aus der Region zurückzieht. In den kommenden Wochen und Monaten werden die Arctic Research Foundation, Parks Canada und die Coast Guard daran arbeiten, wie der HMS „Terror“ ihre Geheimnisse entlockt werden können.
Nach den bisherigen Erkenntnissen war sie von ihrer Crew noch einmal winterfest verschlossen und dann verlassen worden. Nach Ende des Winters wollte sie wohl an Bord zurückkehren. Zuvor war sie in die Terror-Bay eingelaufen und ein Anker ausgebracht worden. Womöglich benutzte die durch Hungertod und Kälte bereits dezimierte Mannschaft dann die „Erebus“ zu einem letzten Rettungsversuch.
Als auch das nicht klappte, machten sich Teile der Besatzung laut Aufzeichnungen nahe der Fundstelle auf, sich zu Fuß in Sicherheit zu bringen. Keiner von ihnen überlebte den Marsch. Sammy Kogvik, ein Inuit und Ranger aus Gjoa Haven, hatte den entscheidenden Tipp gegeben – er hatte vor sieben Jahren etwas, was wie ein Schiffsmast aussah, aus dem Eis der Terror Bay aufragen sehen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht “Time Out”
(Bild: Alyssa Hymann)   Großbild klick!

Bergung gekenterter Luxusyacht noch ungewiss
(15.09.16) Nachdem die Motoryacht “Time Out” sich am 13.9., sechs Tage nachdem ihr betrunkener Skipper sie auf Grund gesetzt hatte, in rauer See vor Palm Beach auf die Backbordseite legte, wuchs vor Ort die Sorge vor losgerissenen Trümmern. Die beauftragte Bergungsfirma Resolve Marine Group musste nun eine erneute Untersuchung des gekenterten Wracks vornehmen, um ihre Pläne entsprechend anzupassen.
Ob das Schiff von See her oder vom Land aus vom Strand geräumt würde, war aktuell entsprechend noch ungewiss. Auch die Florida Fish & Wildlife Conservation war an dem Prozess beteiligt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht “Rhapsody” wird in den Hafen eskortiert
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Yacht vor Sakonnet Point in Seenot
(15.09.16) Die US Coast Guard wurde am 14.9. um 9.15 Uhr alarmiert, nachdem die Segelyacht “Rhapsody” drei Meilen südlich von Sakonnet Point, Rhode Island Wassereinbruch erlitten hatte. Das Boot hatte eine vierköpfige Crew, eine Person war verletzt. Die Coast Guard Southeastern New England schickte ein 45-Fuß-Boot der Station Castle Hill und Crews der Narragansett Bay Marine Task Force zu Hilfe.
Als das Rettungsboot eintraf, waren vier Pumpen an Bord der Yacht in Betrieb, und es wurde eine fünfte an Bord gegeben. Ein Boot des Little Compton Fire Department kam ebenfalls herbei und setzte einen Notfallmedizinier an Bord ab, um dem verletzten Crewmitglied beizustehen.
Gemeinsam eskortierten das Rettungsboot, das Boot des Little Compton Fire Department und ein Schlepper die Yacht zurück nach Sakonnet Harbor. Hier stand ein Krankenwagen bereit, und der Wassereinbruch wurde am Kai unter Kontrolle gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Chaos in Kaoshiung durch Taifun
(15.09.16) Der Taifun Meranti richtete am 14.9. im Hafen von Kaohsiung schwere Schäden an. Der unter Taiwan-Flagge laufende Trawler "Shun Tien 606" (MMSI-Nr.: 416001500) wurde so lange gegen einen Kai geschlagen, bis er kenterte und sank. Ein Crewmitglied kam ums Leben.
Insgesamt 22 weitere Fischer konnten von diesem und anderen in Not befindlichen Trawlern gerettet werden. Darunter befand sich auch die “Yung Hsing Fa No. 168”, 1416 BRZ (MMSI-Nr.: 416233600), die auf die Steine der Außenmole von Sizihwan gedrückt wurde und kenterte.
Der Neubau des Seaspan-Containerfrachters "YM Wind", 153500 BRZ, riss sich von seinem Liegeplatz am Kai des CSBC Corp. Shipbuilding Yard los, trieb quer durch den Hafen und landete schließlich am 6. Container-Center der Yang Ming Marine Transport Corp. Dort kollidioerte er mit zwei Containerkränen, die zusammenbrachen. Erst dann konnten mehrere Schlepper den Ausreißer unter Kontrolle bekommen.
Der 14,000 TEU-Frachter sollte im Frühjahr 2017 in Charter der Canadian Seaspan in Fahrt kommen. Er hat eine Tragfähigkeit von 145,077 Tonnen, ist 368 Meter lang, 65 Meter breit und hat einen Tiefgang von 11,20 Metern.
Mindestens 10 weitere Frachter kamen an ihren Ankerpläzten auf der Reede von Kaoshiung ins Treiben und mussten von Schleppern gesichert werden. Containerstapel wurden auf ihren Lagerplätzen umgeweht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tote und Verletzte bei Explosion auf Ausflugsboot in Bali
(15.09.16) Mindestens eine Person kam ums Leben, zwei wurden schwer und rund 20 weitere Touristen leichter verletzt, als es am Morgen des 15.9. in Bali zu einer Explosion auf dem indonesischen Ausflugsboot „Gili Cat 2“ kam. Es war gerade auf der Fahrt zur Insel Gili Trawangan, das bei Touristen wegen seiner Korallenriffe beliebt ist. Unter den insgesamt 35 Fahrgästen waren 17 Briten sowie Australier, Franzosen, Italiener, Portugiesen, Iren, Südkoreaner und Spanier.
Außerdem befand sich eine vierköpfige Crew an Bord, als das Schiff von Padang Bai auslief. Fünf Minuten nach dem Ablegen erschütterte eine Explosion das 200 Meter vom Hafen entfernte Schiff vor der Küste von Lombok. Die Tote, deren Nationalität mal mit deutsch, mal mit holländisch angegeben wurde, wurde in die Medika Penta Klinik gebracht.
Auch die Verletzten kamen in umliegende Krankenhäuser. Möglicherweise wurde das Unglück durch eine Batterie auf einem Treibstofftank ausgelöst, die eine Explosion verursachte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gekenterter Raddampfer drehte sich bei Schweißarbeiten
(15.09.16) Die US Coast Guard und das California Department of Fish and Wildlife's Office of Spill Prevention and Response bereiteten am 14.9. das Abpumpen des Treibstoffs vom gekenterten Raddampfer “Spirit of Sacramento” (MMSI-Nr.: 367509010) bei Bethel Island vor. Es war noch nicht klar, ob das Wrack zuvor aufgerichtet werden müsste. Personal der National Oceanic and Atmospheric Administration sollte den Flussboden vermessen.
Die Global Diving and Salvage, Inc. sollte am 15.9. Hebevorrichtungen am Rumpf anschweißen, mit denen das Schiff mithilfe eines Krans gedreht werden könnte. Diese Arbeit dürfte noch bis in die nächste Woche andauern. Während der Arbeiten drehte sich der Rumpf auf seine Steuerbordseite.
Dabei kam etwas Öl frei, das innerhalb der Ölsperre blieb und aufgenommen werden konnte. Damit das Schiff nicht weiter in Bewegung gerät, musste es an einer Barge vertäut werden, die auf dem Flussboden mit Stahlbeinen verankert wird. Die Coast Guard, das Office of Spill Prevention and Response und die Contra Costa County Sheriffs richteten eine Sicherheitszone um das Wrack ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff saß auf Rhein fest
(15.09.16) Am 14.9. lief ein Binnenschiff auf eine Sandbank auf dem Rhein in Höhe von Flusskilometer 800,6 bei Götterswickerhamm. Das voll beladene Schiff war aus dem Fahrwasser geraten und festgekommen. Gegen 10.50 Uhr wurde das Schifffahrtsamt alarmiert worden und schickte das Verkehrssicherungsschiff „Rees“ zum Havaristen.
Ein Teil von dessen Fracht wurde durch die „Rees“ auf ein weiteres herbeigerufenes Schiff geleichtert. Durch das Entladen kam der Frachter wieder frei und konnte seine Fahrt ohne Schaden fortsetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen



CCNI Arauco zur Löschwasserentsorgung abgeschleppt
(15.09.16) Am Nachmittag des 14.9. wurde der liberianische Containerfrachter "CCNI Arauco", 95138 BRZ (IMO-Nr.: 9683843), vom Liegeplatz Bukai 1/2 zu Schuppen 76/77 im Hamburger Ellerholzhafen geschleppt und an den Mönckebergkai gelegt. Beteiligt waren die Schlepper"Bugsier 2", "Bugsier 7", "Bugsier 22" und "Michel". Hier soll auf Weisung der Hamburger Umweltbehörde das kontaminierte Löschwasser entsorgt werden, ehe es zur Reparatur nach Bremerhaven in die Lloyd-Werft geht.
Inzwischen wurde bekannt, die beiden Firmen, die mit den Schweißarbeiten an Bord beauftragt waren, die zu dem Feuer führten, keine gültigen Zulassungen besaßen. Die notwendige Ausnahmezulassung war abgelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision bei Hünxe
(15.09.16) Bei der Schleuse Friedrichsfeld kollidierten auf dem Wesel-Datteln-Kanal am 15.9. kurz vor sieben Uhr der deutsche Schubverband "KVB Rhenus Duisburg", 2900 ts (ENI-Nr.: 04811950), und der deutsche Binnentanker "Eiltank 66“, 1591 ts (ENI-Nr.: 04807240). Dabei entstand größerer Sachschaden, und die Bergung der ineinander verkeilten Havaristen sollte voraussichtlich den ganzen Tag über andauern. Der Unfall ereignete sich kurz vor sieben Uhr. Eines der beiden Schiffe erlitt Wassereinbruch, die Feuerwehr war mit Lenzpumpen im Einsatz und konnte den drohenden Untergang auf den Grund des 2,5 Meter tiefen Kanals abwenden. Die Wasserschutzpolizei ermittelte den Unfallhergang. Die "Rhenus Duisburg" kam zum Unfallzeitpunkt von Dorsten und machte gegen 13 Uhr in Voerde fest. Die"Eiltank 66", die um 6.15 Uhr in Voerde losgeworfen hatte und die bei dem Zusammenstoß schweren Schaden am Backbord-Vorschiff davontrug, wurde in Friedrichsfeld vertäut.
Quelle:Tim Schwabedissen

Tanker scheiterte an schwieriger Zufahrt nach Silloth
(15.09.16) Die Ursache der Strandung des Tankers "Zapadnyy" vor Silloth am 13.9. wurde möglicherweise durch einen Kommunikationsfehler verursacht. Die Zufahrt des engen Hafens ist schwierig, und die Sandbänke in der Einfahrt verändern ständig ihre Lage. Eventuell hatte auch das Ruder nicht richtig reagiert.
Nachdem der Tanker, der bei Niedrigwasser hoch und trocken auf der Bank gelegen hatte, um 22.30 Uhr wieder flottgemacht worden war, machte er im Hafen fest und löschte seine Molasse-Ladung. Da er die Havarie schadlos überstanden hatte, konnte er am 14.9. um 22.30 Uhr den Hafen wieder verlassen und nahm Kurs auf Klaipeda als nächsten Hafen, wo er am 21.9. eintreffen sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gefährliche Rettung von gestrandeter Yacht
(15.09.16) Das RNLI-Boot aus Rosslare wurde am 14.9. alarmiert, weil eine Segelyacht mit zwei Personen an Bord Motorschaden erlitten hatte und auf die Hafenschutzmole trieb. Das acht Meter lange Boot hatte Schutz vor einem aufkommenden Sturm gesucht, der auf sieben Windstärken anschwoll und in die Mündung des Rosslare Harbour drückte. Eines der Crewmitglieder konnte sich von der gestrandeten Yacht auf die Felsen retten.
Wegen der hohen Wellen und der gefährlichen Umgebung konnten die Seenotretter aber keine Schleppleine übergeben. Zwei Freiwillige der Rosslare RNLI bargen die an Bord verbliebene Seglerin von Land her von dem Boot und brachten sie in den Hafen. Die Aktion war nicht ungefährlich, weil das Boot immer wieder auf die Felsen krachte. Das Rettungsboot sicherte die Aktion von See her.
Die beiden wurden dann zur Rettungsbootstation gebracht und mit trockener Kleidung ausgestattet. Die Yacht wurde schwer beschädigt und möglicherweise ein Totalverlust.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter “Renegade” ausgebrannt
(Bild: NZ Police)   Großbild klick!

Kutterfischer fuhr um sein Leben
(14.09.16) Ein glückliches Ende nahm die Odyssee eines Fischers, der um sein Leben fuhr, nachdem der Kutter “Renegade” aus Port Chalmers am 12.9. vor der Küste von Otago in Brand geraten war. Das hölzerne Schiff brannte ihm buchstäblich unter den Füßen weg. Die Rettunngsdienste wurden um 12.40 Uhr alarmiert.
Es gelang dem Fischer, sein Schiff, dessen Maschine zu seinem Glück trotz des Feuers noch ausreichend lange weiter lief, nahe Heyward Point am Kaikai Beach auf Grund zu setzen, knapp bevor es ein kompletter Raub der Flammen wurde. Als die Retter mit einem Hubschrauber eintrafen und mit einer Notrakete zur Strandungsstelle gewiesen wurden, waren das Ruderhaus und das Deck des Kutters bereits von den Flammen aufgezehrt. Der Fischer saß am Kiesstrand, umgeben von rund 50 Seehunden.
Er war bis auf eine Rauchgasvergiftung unversehrt geblieben und wurde vom Otago Regional Rescue Helicopter ins Dunedin Hospital geflogen. Unterwegs wurde er mit Sauerstoff versorgt. Derweil brannte sein Boot in der unzugänglichen Bucht allmählich weiter aus. Das Wrack wurde gesichert, war aber zu schwer beschädigt, um noch abgeschleppt werden zu können.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter sank vor Belle Île
(14.09.16) Am 13.9. gegen 14 Uhr lief der 9,2 Meter lange Kutter “Calypso” aus Palais am Nodwestende der Belle Île (Morbihan) unweit von Sauzoon auf Grund. Der Skipper wurde beim Aufprall über Bord geschleudert. Er schwamm an Land und alarmierte die Feuerwehr, sein Trawler aber sank.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht “Time Out”
(Bild: Alyssa Hymann)   Großbild klick!

Unglücksskipper der Time Out hatte einiges auf dem Kerbholz und jetzt ein Wrack in seiner Verantwortung
(14.09.16) Die 72 Fuß lange Hatteras-Motoryacht “Time Out” aus Port Canaveral ist nach mehreren Tagen vergeblicher Bergungsbemühungen nun am Strand von Palm Beach gekentert. Am 11.9. wurden die 1100 Gallonen Diesel abgepumpt. Der Eigner Thomas Baker, 63, aus Belle Isle, hat nun fünf Tage, das von der Florida Fish and Wildlife Conservation Commission zum Wrack erklärte Schiff zu räumen. Ansonsten droht ihm Gefängnis.
Er war bereits inhaftiert worden, nachdem er die Yacht am 7.9. um 2.15 Uhr unter Einfluss von Alkohol auf Grund gesetzt hatte. Baker war schon im Juni 2009 für den Diebstahl zweier im Jahr zuvor gestohlener Sportwagen verurteilt worden. Es handelte sich um einen 1985 Ferrari Testarossa mit einem Wert von 55,000 Dollar und einen 1996 Ferrari F50 mit einem Marktwert von 729,000 Dollar.
Er musste den Eigentümern 250,000 Dollar Schadensersatz leisten und landete ein halbes Jahr im Gefängnis. Im Mai 2014 wurde Baker im Orange County wegen Sachbeschädigung unter Alkoholeinfluss verurteilt, und am 14.8. dieses Jahres in Brevard County wegen der Führung eines Schiffes unter Alkoholeinfluss. Das Verfahren läuft noch. In den vergangenen Jahren hatte Baker die „Time Out“ durch die Blue Waters Enterprise verchartert und fuhr mit kleinen Gruppen durch die Karibik.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter “Eems Star”
(Bild: MArk Burgess)   Großbild klick!

Eems Star beschäftigte vier Hilfsschiffe vor Scalloway
(14.09.16) Am 14.9. war der holländische Frachter “Eems Star”, 1862 BRZ (IMO-Nr.: 9421659), nach einer Reparatur seiner Maschine wieder auf dem Weg nach Blyth, wo er nun am 15.9. erwartet wurde. Er war am Morgen des 11.9. aus dem Hafen von Scalloway ausgelaufen, nachdem er dort eine Ladung Ankerketten für Offshore-Plattformen gelöscht hatte. Acht Meilen südwestlich von Scalloway kam es dann zu technischen Problemen.
Während die Crew versuchte, die Maschine wieder zum Laufen zu bekommen, wurde um 11.25 Uhr das RNLI-Boot aus Aith alarmiert. Noch bevor es eintraf, war es tatsächlich gelungen, die Maschine wieder anzufahren, wenn auch mit reduzierter Kraft. Deshalb bat Coastguard die Seenotretter darum, auf Standby zu bleiben, während sie den Notfallschlepper „Heracles“ schickten, um dem Havaristen bis zum Eintreffen eines Bergungsschleppers beizustehen.
Um 20.20 Uhr wurde das Rettungsboot aus dem Einsatz entlassen. Der Frachter erreichte inzwischen mit eigener Kraft geschützte Gewässer vor Scalloway, eskortiert von der “Heracles”. Diese blieb dann nördlich der Insel auf Standby, bis der Schlepper "Dunter" eintraf und eine Schleppverbindung herstellte.
Doch wegen stürmischen Wetters konnte nicht, wie geplant der Hafen angesteuert werden. Die „Dunter“ blieb über Nacht auf Station mit stehender Schlepptrosse, während die „Eems Star“ vor Anker lag. Erst am 12.9. gegen 21 Uhr hatte sich das Wetter so weit beruhigt, dass der Schlepp nach Scalloway beginnen konnte. Als Heckschlepper kam das Lotsenboot “Lyrie” hinzu.
Um 22.30 Uhr war der Hafen erreicht. Die “Dunter” kürzte dann die Schlepptrosse auf und nahm den Havaristen längsseits, während von achtern das Lotsenboot drückte, bis der Frachter sicher am Kai war.
Am 5.4.2011 hatte die “Eems Star” Maschinenschaden erlitten, als sie den Hafen von Ijmuiden ansteuerte und sich gerade zwischen den Hafenmolen befand. Der Kapitän ließ den Anker werfen, und der Schlepper "Hercules" sicherte das Schiff, bis die "Sirius" ebenfalls eingetroffen war. Dann wurde der Anker gelichtet und das Schiff nach Amsterdam zur Reparatur gebracht.
Die „Eems Star“ ist 87,27 Meter lang, 11,45 Meter breit, hat 4,26 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 2600 Tonnen. Sie läuft für die Kornet & Zonen BV in Werkendam und wurde 2008 auf dem Hong Ha Shipyard in Haiphong erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ein Toter und vier Verletzte bei Rettungsdrill auf weltgrößtem Kreuzfahrer in Marseille
(14.06.16) Am 13.6. kam es während einer routinemäßigen Sicherheitsübung zu einem tödlichen Unfall auf dem unter Bahamas-Flagge laufenden Kreuzfahrtschiff "Harmony of the Sea", 226963 BRZ (IMO-Nr.: 9682875). Ein mit fünf Personen besetztes Rettungsboot auf Deck 5 stürzte nach dem Bruch einer Trosse rund 10 Meter tief in das Hafenbecken des Terminal Frutier in Marseille. Ein 42-jähriger Philippino konnte nur noch tot geborgen werden.
Die übrigen vier Besatzungsmitglieder, drei Landsleute und ein Inder, wurden zum Teil sehr schwer verletzt. Zwei kamen ins 'Hôpital Nord, die anderen ins M. Ruas. Das weltgrößte Kreuzfahrtschiff, das aus Palma de Mallorca gekommen war, musste zur Untersuchung vorerst im Hafen bleiben, sodass die nächste planmäßige Fahrt nicht beginnen konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hamburger Frachter in Finnland auf Grund gelaufen
(14.09.16) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter "Egon W", 2409 gt (IMO-Nr.: 9279018), lief am 13.9. gegen acht Uhr bei Lapinsalmi vor der Westküste von Harkinsalo nach einem Maschinenschaden auf Grund. Das Schiff war mit einer sechsköpfigen Crew und einem Lotsen an Bord auf der Fahrt von Joensuu nach Glückstadt.
Rund drei Stunden nach der Havarie kam es mit eigener Kraft wieder frei, nachdem Taucher zuvor eine Inspektion des Rumpfs durchgeführt hatten. Danach drehte der Havarist und kehrte um 15.45 Uhr in den Hafen von Savonlinna zurück. Das 82 Meter lange und 13 Meter breite Schiff läuft für die André-Wieczorek-Reederei in Hamburg.
Quelle:Tim Schwabedissen



Molassetanker saß vor Silloth fest
(14.09.16) Am, 13.6. lief gegen 10 Uhr der unter Belize-Flagge laufende Tanker "Zapadnyy", 1996 BRZ (IMO-Nr.: 8711837), mit einer Ladung Molasses auf eine Sandbank in der Einfahrt des Hafens von Silloth im Solway Firth auf Grund. Er war von Bremerhaven über Workington nach Silloth unterwegs, um den Sirup zu löschen, als er wegen eines Maschinenschadens vom Kurs ab und unweit des Ufers auf der Bank festkam. Der Versuch eines großen Kutters, ihn von dieser wieder herunterzuziehen, schlug fehl. So saß der Tanker mit leichter Schlagseite den Tag über am Fahrwasserrand fest, bis er mit dem steigenden Wasser gegen 20 Uhr, rund 2,5 Stunden vor Eintritt des Hochwassers, wieder freikam und nach Silloth einlief.
Die "Zapadnyy" hatte auch am 22.6.2011 Maschinenschaden erlitten, als sie auf der Hunte unterwegs war. Der unbeladene Tanker war unterwegs von Bremen zu einer Werft in Elsfleth. Der Lotse ließ den Anker werfen, und wenig später konnte die Fahrt fortgesetzt werden.
Im selben Jahr, am 5.4. war die "Zapadnyy" mit einem Schwimmdock der Lürssen-Werft auf der Weser in Bremen kollidiert. Das Dock riss sich los und trieb 200 Meter flussabwärts, wo es festkam und quer zum Fluss liegend diesen blockierte. Die "Zapadnyy" wurde mit Wassereinbruch im Bug auf Grund gesetzt.
Der Tanker ist 77,53 Meter lang, 14,34 Meter breit, hat 5,34 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 3297 Tonnen. Er läuft für die JSC Yugretransflot in St. Petersburg und entstand 1988 auf der Rousse-Werft in Bulgarien.
Quelle:Tim Schwabedissen



Havariertes Motorboot im Sturm abgeschleppt
(14.09.16) Die US Coast Guard assistierte am 8.9. der dreiköpfigen Crew des 35 Fuß langen Motorbootes “Senile”, nachdem dessen Skipper Ruderausfall und Maschinenprobleme in schwerer See rund 40 Meilen nordwestlich des Noyo River, Kalifornien, gemeldet hatte. Er kontaktierte die Coast Guard Humboldt Bay um 6:04 Uhr und bat um Hilfe. Daraufhin wurden das Patroullienboot „Aspen“, ein MH-65 Dolphin Helikopter und ein 47-Fuß-Boot der Station Noyo River in Marsch gesetzt.
Dieses war gegen Mittag vor Ort und versuchte, die „Senile“ in Schlepp zu nehmen. Doch wegen des hohen Seegangs konnte niemand an Bord übergesetzt werden. Deshalb setzte der Hubschrauber zu diesem Zweck einen Rettungsschwimmer an Bord ab. Dann konnte eine Schleppverbindung hergestellt werden, und um 20.30 Uhr erreichte der Havarist den Noyo River Harbor.
Quelle:Tim Schwabedissen



Modern Express wird abgewrackt
(14.09.16) Der unter Panama-Flagge laufende Autofrachter "Modern Express", 33831 BRZ (IMO-Nr.: 9231688), der seit dem Februar am Kai in Bilbao lag, nachdem seine Ladung übergegangen war und er eine Woche verlassen in der Biskaya getrieben hatte, wird nicht mehr in Fahrt kommen. Seine letzte Reise geht zu Abwrackern in Aliaga. Dafür ist der Schlepper "VB Hispania" (IMO-Nr.: 9476018), bereits am 13.9. in den Hafen eingelaufen und begann am Sollana Dock mit den Vorbereitungen der Schleppreise.
Quelle:Tim Schwabedissen



Barge nach 10 Tagen wieder flott
(14.09.16) Die Barge 20851 wurde am 13.9. auf dem Mississippi vor Campbell's Island freigeschleppt, nachdem ein Teil der Ladung Ammoniak geleichtert worden war. Am 13.9. gab die Coastguard grünes Licht für die Operation, nachdem der Wasserstand auf dem Fluss höher geworden war. Es wurde gerade so viel der Düngerladung aus dem Fahrzeug der Kirby Inland Marine in Houston abgepumpt, dass sie aufschwamm. Danach wurde es von der „Zeus“ zum Zielort gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandeter Kutterfischer wurde mit Haftbefehl gesucht und floh nach Rettung
(14.09.16) Der Skipper des Kutters “Verna A II”, der südlich von Salmon Creek an der Sonoma Coast am Wochenende gestrandet war, floh nach seiner Rettung, weil ein Haftbefehl wegen eines Diebstahls von Sachen im Wert von 200 Dollar im Tommy’s Marine Service and Supply am South Harbor Drive in Fort Bragg am 26.12.2015 in Mendocino County gegen ihn vorlag.
Das unversicherte Schiff lag derweil weiter auf dem Sand des South Salmon Creek State Beach, während State Parks und andere Behörden versuchten, herauszufinden, wer für die Bergung verantwortlich sein könnte. Ein Surfer hatte den Kutter am 11.9. um 2.30 Uhr in bis zu acht Fuß hoher Brandung 100 Yards von der Flussmündung entfernt entdeckt.
Nachdem Rettungsschwimmer den Skipper Roy Underwood, 57, an Land brachten, gab er den Behörden zwei verschiedene Namen an und kehrte von einem Toilettenbesuch nicht wieder zurück. Stunden später, um 10.45 Uhr, entdeckte ein Polizeioffizier Underwood beim Verlassen des Diekmann’s Bay Store am Highway 1 in der Bodega Bay. Er hatte eine Flasche Taaka-Wodka gekauft und wollte sich unter einem Baum sitzend betrinken.
Underwoods letzte Adresse war in Tillamook, Oregon, aber er lebte tatsächlich auf dem in Fort Bragg registrierten Schiff.
Quelle:Tim Schwabedissen



Angelausflug endete im Wasser
(14.09.16) Drei Männer aus Maui wurden gerettet, nachdem ihre 23 Fuß lange “Sonnie Boy” am Morgen des 12.9. vor dem Launiupoko Beach Park Wassereinbruch erlitten hatte. Die drei hatten Anker geworfen und geangelt, als um 3.20 Uhr sich das Boot mit Wasser füllte. Die drei legten Rettungswesten an und wurden von der „Scorpio“, die eine Meile entfernt gewesen war, aus dem Wasser gerettet, nachdem sie einen Notruf gefunkt hatten.
Es handelte sich um einen 30- und einen 50-Jährigen aus Lahaina und den 70-jährigen Bootseigner aus Wailuku. Das Boot lag halb unter Wasser 500 Yards vor dem Launiupoko Beach Park weiter vor Anker. Die US Coast Guard und Personal der Lahaina Fire Station wurden alarmiert. Ein Rettungsboot der Lahaina Fire Station traf um 4:06 Uhr ein und übernahm die Schiffbrüchigen von der „Scorpio“.
Sie brauchten keine medizinische Betreuung und wurden gegen fünf Uhr an der Mala Boat Ramp in Lahaina von Angehörigen in Empfang genommen. Ein Boot der Coast Guard in Ma?alaea traf um 4:30 Uhr vor Ort ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hummerkutter vor Untergang bewahrt
(14.09.16) Am 10.9. um 9.35 Uhr erlitt der Hummerkutter “Fly About” 200 Fuß vor Fort St Catherine’s Point auf den Bermudas Wassereinbruch. Die vierköpfige Crew funkte einen Notruf und wurde angewiesen, Rettungswesten anzulegen. Das Lotsenboot „St. David“ kam von Ordnance Island zu Hilfe, doch bei seinem Eintreffen hatte die „Fly About“ bereits Assistenz eines anderen Bootes und konnte erfolgreich gelenzt und zur Reparatur nach St George’s Harbour gebracht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Nächstes Schiff auf Cakauyawa-Riff
(14.09.16) Die 14-köpfige Crew des chinesischen Longliners “Guan Yuan Yu 239”, 225 BRZ (IMO-Nr.: 8647505), wurde gerettet, ancdem das 32,7 Meter lange Schiff der Golden Ocean Fishing Company am Morgen des 13.9. auf dem Cakauyawa-Riff unweit des dort immer noch liegenden Bootes „Kiro“ der Fiji-Marine gestrandet war. Die “Kula” und Marinetaucher kamen nach dem Notruf um drei Uhr morgens zu Hilfe. Die Strandung war einem Navigationsfehler verschuldet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fregatte bei Sinkex versenkt
(14.09.16) Im Rahmen der Valiant Shield 2016 Exercise wurde die ausrangierte USS “Rentz (FFG 46)”, 4100 ts, am 13.9. gegen 15 Uhr auf 30000 Fuß Wassertiefe rund 220 Meilen nordöstlich von Guam bei einer Sinkex versenkt. Beteiligt waren Einheiten der U.S. Navy, Air Force und des Marine Corps. Die “Rentz” war die 40. Lenkwaffenfregatte der Oliver Hazard Perry-Klasse.
Sie war fast 30 Jahre in San Diego stationiert und nahm in dieser Zeit an unzähligen Operationen entlang der US-Westküste teil. 2003 war sie an der Beschlagnahme von 14,000 Pfund Kokain beteiligt und rettete 2005 von einem Schiff 90 in Seenot geratene Ecuadorianer im Ostpazifik.
Zudem war sie an der Operation Earnest Will, der Operation Enduring Freedom – Philippines, der Operation Ultimatum und dem sogenannten Global War on Terrorism beteiligt. Am 9.5.2014 wurde sie außer Dienst gestellt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier half Yacht
(14.09.16) Der unter Sri-Lanka-Flagge laufende Bulkcarrier "Ceylon Princess", 36432 BRZ (IMO-Nr.: 9734575), kam am 12.9. der Yacht “Rebecca” und ihrer zweiköpfigen Crew vor der Küste von Mauritius zu Hilfe. Der Frachter war unterwegs von Singapur nach Richards Bay, um eine Ladung Kohle für das Norochcholai-Kraftwerk in Kalpitiya, Sri Lanka, aufzunehmen.
Er war am 2.9. in See gestochen und find zwei Tage später nordöstlich von Mauritius einen Mayday-Ruf der "Rebecca" auf. Sie stand auch in Funkkontakt mit der Mauritius Coastguard, die den Bulkcarrier bat, Kurs auf die Yacht zu nehmen, die Motorausfall hatte. Die "Ceylon Princess" ging dann so lange auf Standby, bis ein Boot der Coastguard eintraf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack der Rising 2 soll geborgen werden
(14.09.16) Die Fiji Ports Corporation Limited hat von den Eignern des chinesischen Longliners “Rising 2”, der am 19.8. im Hafen von Suva sank, verlangt, das Wrack zu bergen. Das Schiff hatte Wassereinbruch erlitten, und die Crew musste von Bord fliehen. Die Arbeiten sollen in der kommenden Woche beginnen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Dreimaster mit noch stehendem Rigg nach 119 Jahren auf dem Meeresgrund entdeckt
(14.09.16) Auf dem Grund des Lake Superior wurde jetzt das Wrack der 187 Fuß langen Schonerbarge “Antelope” gefunden, die am 7.10.1897 am Haken des Dampfers “Hiram W. Sibley” mit einer Ladung nach Ashland bestimmter Kohle auf die Apostle Islands zugeschleppt wurde, aber unweit von Michigan Island leckschlug und sank.
Versuche, sie auszupumpen, schlugen fehl, und als der Wassereinbruch außer Kontrolle geriet, konnte die „Sibley“ nur noch die Schlepptrosse kappen und alle Mann an Bord nehmen. Dann verschwand das Schiff von der Bildfläche, bis es von Wrackjägern aus Northland in hervorragendem Zustand mit zwei der drei Masten noch stehend und unter vollem Rigg entdeckt wurde. Sie hatten es mit Sonar nach jahrelanger Suche am 2.9. rund 75 Meilen östlich von Duluth eher zufällig gefunden und erforschten es am 7.9. mit einer in die Tiefe gelassenen Kamera.
Die „Antelope” war 1861 erbaut worden und wurde in der Fracht- und Passagierfahrt zwischen Chicago und Buffalo eingesetzt. 1867 kam es dort an Bord zu einem Feuer, doch das Schiff wurde repariert und verkehrte als Dampfer auf den Great Lakes. In den 1880er Jahren wurden die beiden Hauptkessel ausgebaut und das Schiff zu einer Schonerbarge umbebaut mit drei Masten und Kabinen im Vorschiff sowie im Heck.
Das Wrack lag in über 300 Fuß Wassertiefe. Der fehlende achtere Mast und die Kabinen im Achterschiff gingen wohl beim Untergang verloren. Das Ruder und das Steuerrad hatten sich ebenfalls losgerissen und lagen unweit des Rumpfes. Mit einem ROV soll die „Antelope“ so bald wie möglich gründlicher untersucht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre "Superferry II"
(Bild: Enandro Men)   Großbild klick!

Andros: Fähre rammte Kai in Gavrio
(13.09.16) Die griechische Fähre "Superferry II", 4986 BRZ (IMO-Nr.: 7346221), kollidierrte am 12.9. um 10.15 Uhr beim Anlegemanöver in Gavrio auf der Insel Andros mit dem Kai. Das Schiff war gerade aus Tinos gekommen und hatte 200 Passagiere an Bord, 80 aus Tinos und 120 aus Mykonos. Als es mit dem Heck gegen den Kai schlug, wurde die Ruderabteilung aufgerissen, und es kam zu einem geringfügigen Wassereinbruch, der rasch unter Kontrolle gebracht werden konnte.
Das Schiff musste aber vorerst aus dem Fährdienst Tinos-Mykonos-Andros-Rafina genommen werden und machte an der Nordpier von Gavrio zur Reparatur fest. Doe Passagiere mussten auf die Fähre "Theologos P", 4140 BRZ (IMO-Nr.: 9223150), umsteigen, die sie an ihre Fahrtziele brachte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gesunkene Ketsch
(Bild: Canadian Coastguard)   Großbild klick!

Suche nach Eigner gesunkenen Zweimasters
(13.09.16) Die Environmental Response Unit der kanadischen Coastguard wurde alarmiert, nachdem vor der Küste von Gilford in der Cook’s Bay am Morgen des 10.9. ein Zweimaster gesunken war und Diesel auszulaufen begonnen hatte. Um das Wrack, das auf rund zwei Metern Wassertiefe lag, wurden am 11.9. eine Ölsperre und Bindemittel ausgebracht. Beim Untergang befand sich niemand an Bord.
Die Coast Guard arbeitete mit der South Simcoe und York Regional Police sowie Transport Canada zusammen. Das Schiff wurde mit batteriebetriebenen Ankerlichtern ausgestattet, damit es nicht gerammt wird. Über Siomcoe Marine Radio wurde vor dem Hindernis gewarnt.
Der Eigner konnte bislang nicht lokalisiert werden. Das Boot wurde vor einigen Wochen in das stadteigene Dock in Bell Ewart geschleppt und verblieb dort. Einige Tage später wurde es an den Ankerplatz verholt, an dem es nun unterging.
Es handelte sich wohl um einen einstigen Kutter mit Aluminiumrumpf. Wenn der Eigner nicht gefunden wird, kann Transport Canada eine Räumung des Schiffes anordnen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision der Viking Freya weiter ein Rätsel
(13.09.16) Während das Flusskreuzfahrtschiff „Viking Freya“ am 12.9. in den Vorhafen der Schleuse Kriegenbrunn bei Erlangen geschleppt wurde, blieb es weiterhin rätselhaft, ob die zwei getöteten Besatzungsmitglieder vergessen hatten, das Ruderhaus herunterzufahren oder ob es sich um einen technischer Fehler gehandelt hatte, wegen dem es noch hochgefahren war. Die Ermittlungen der Polizei Mittelfranken dauerten an.
Sicher war, dass die Reling auf dem Deck des Schiffs korrekt umgelegt waren, als das Schiff die Brücken ansteuerte, an denen es bislang auch noch nie zu einem Unfall gekommen war. Sie waren normal in Betrieb gewesen und wiesen weder Schäden noch Mängel auf. Das Flusskreuzfahrtschiff war unterwegs von Erlangen nach Budapest, als es nach 30 Minuten Fahrt zur verhängnisvollen Kollision kam.
Angestellte des Unternehmens Viking River Cruises waren seit dem Unfall vor Ort und unterstützten die ermittelnden Behörden. Bereits am 9.9. hatte die „Viking Freya“ von Budapest kommend in Erlangen festgemacht. Dass die Technik an Bord kurz vor dem Unglück noch funktionierte, zeigt sich auch daran, dass sie auf der Fahrt vom Hafen Erlangen in Richtung Budapest bereits unter einer anderen Brücke hindurchgefahren war, die nur minimal höher als die anderen beiden war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Raddampfer wird nach Schwelbrand gereinigt
(13.09.16) Am Morgen des 12.9. begannen auf dem Raddampfer Diesbar“ am Dresdner Elbufer nach dem Schwelbrand im Kohlebunker vier Tage zuvor die Reinigungsarbeiten durch eine Spezialfirma. Es sollte rund 14 Tage dauern, bis das Schiff komplett gereinigt und wieder fahrbereit sein würde. Durch das Löschmittel auf den heißen Kohlen entstand Qualm, der in jede Ecke drang und sich als feiner Film auf Messing- und andere Metallteile der Maschine legte.
Dieser musste nun fachgerecht entfernt werden. Ebenso musste auch das übrige Interieur von den Rußpartikeln gereinigt werden. Außerdem wurden die Eisenplatten im Kohlebunker ausgebaut, damit sie sandgestrahlt und neu gestrichen werden können. Nach Fertigstellung des Gutachtens ging die Sächsische Dampfschifffahrt von einem Schaden in fünfstelliger Höhe aus. Die Wasserschutzpolizei hat ihre Ermittlungen zur Brandursache noch nicht abgeschlossen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Entsorgungskonzept für Löschwasser auf CCNI Arauco gefordert
(13.09.16) Der liberianische Containerfrachter "CCNI Arauco" bleibt nach dem Ladungsbrand noch länger in Hamburg. Die Umweltbehörde und die Hafenverwaltung Hamburg Port Authority (HPA) forderte zunächst ein schlüssiges Konzept, wann und wo das kontaminierte Löschwasser von Bord des Schiffes kommen soll. In den Laderäumen befanden sich aktuell noch mehrere Tausend Tonnen Löschwasser.
Es handelte sich dabei um Elbwasser, das mit Rückständen des Feuers und mit Zusätzen der Feuerwehr vermischt war und nicht einfach so wieder zurück in den Hafen gepumpt werden durfte. Die Umweltbehörde bestand auf einen detaillierten Plan, den die Reederei vorlegen musste. Aus Behördensicht wäre es sinnvoller, das Löschwasser in Hamburg auszupumpen und zu entsorgen. Weil es in Bremerhaven und Umgebung keine geeigneten Entsorgungsmöglichkeiten gibt, müsste das Löschwasser ohnehin wieder nach Hamburg gebracht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot vor Ouchy gesunken
(Datum) Am 11.9. um 18 Uhr begann ein 11 Meter langes Motorboot mit sechs Personen an Bord vor Ouchy zu sinken. Die Insassen legten Rettungswesten an. Als Rettungskräfte vor Ort eintrafen, war das Boot bereits gesunken. Die Schiffbrüchigen wurden zurück in den Heimathafen des Bootes, Paudex, gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Keine Hoffnung mehr auf Überlebende der San Antonino
(13.09.16) Fast 10 Tage nach dem Untergang des Kutters “San Antonino” 10 Meilen östlich von Mar de Plata gab es weiterhin keine Spur der noch vermissten drei Männer der Crew. Die Taucher der Navy und Coastguard konnten nicht ins Schiffsinnere vordringen, sondern lediglich das Äußere dokumentieren. Dabei sahen sie keine Körper. Im Rumpf waren große Risse, das Ruderhaus war abgefallen und eingestürzt, was auf das Einwirken starker Kräfte auf das Schiff im Sturm hinwies.
Nun werden die Filme von den Behörden ebenso wie die geborgenen Trümmer untersucht. Aktuell ließ schlechtes Wetter keine weiteren Tauchgänge zu. Die aktive Suche der Vermissten des Schiffes der Reederei Di Yorio, das vor 50 Jahren bei Astillero Napolitano erbaut wurde, ist unterdessen eingestellt worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Leiche des Skippers der Mariano Pérez X geborgen
(13.09.16) Am Nachmittag wurde die Leiche des Skippers des Kutters „Mariano Pérez X“, Efren Elenes, in Los Cabos geborgen. Sie befand sich in einer schwer zugänglichen Ecke des Ruderhauses. Die Arbeiten der Taucher wurden durch auslaufenden Diesel zusätzlich erschwert. Nachdem der Ölaustritt unter Kontrolle war, konnten sie ins Innere des kieloben liegenden Wracks eindringen. Die Leiche von Carlos Alberto García wurde bislang weiterhin nicht entdeckt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sloop mit Maschinenschaden auf dem Hudson
(13.09.16) Rettungskräfte des Westchester County, New York, und der Palisades Interstate Parkway Police waren im Einsatz, nachdem am 12.9. um 17.10 Uhr die Sloop “Clearwater” mit 35 Fahrgästen auf dem Hudson River durch einen Maschinenausfall manövrierunfähig geworden war. Es handelte sich um Schüler der Irvington Schools. Das Rettungsboot “Marine 1” kam dem Schiff zu Hilfe, die eine Viertelmeile südlich von Yonkers nahe der Küstenlinie von New Jersey trieb.
Während das Schiff zum Hafen von Yonkers zurückgeschleppt wurde, wurde an Deck musiziert, die Stimmung war ruhig. Die 106 Fuß lange „Clearwater“ wird von einer Nonprofit-Umweltschutz-Organisation in Beacon auf dem Hudson eingesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulldozer barg Yacht
(13.09.16) In North Wildwood wurde an der 7th Avenue am frühen Morgen des 10.9. eine Segelyacht auf Grund gesetzt. Gegen 20 Uhr am Vorabend war der Skipper mit seiner Familie aus Stone Harbor ausgelaufen. Gegen 21 Uhr fiel der Motor aus, und der Skipper alarmierte die Coast Guard. In den Nachtstunden setzte er das Boot auf den Strand.
Am Nachmittag des 10.9. assistierten die North Wildwood Beach Patrol und das North Wildwood Public Works Department bei der Bergung. Das in der Brandungslinie liegende Boot wurde von einem Bulldozer hoch auf den Strand gezogen, um von dort abtransportiert werden zu können.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter saß brennend am Klippenfuß
(13.09.16) Unweit von Dunedin geriet am Nachmittag des 12.9. ein Kutter in Brand. Der Freizeitfischer aus Port Chalmers geriet vor Heyword Point in Seenot und setzte sein Schiff auf Grund. Drei Kutter kamen ihm zu Hilfe, doch er konnte sich aufs Ufer retten. Von dort winschte ihn der Otago-Rettungshubschrauber auf und flog ihn mit leichten Verletzungen ins Dunedin Hospital.
Von Land her ist die Bucht von 100 Meter hohen Klippen umsäumt, daher war eine Rettung nur aus der Luft möglich. Die Feuerwehr wollte das Wrack des Kutters weiter aufs Ufer ziehen, sobald der Brand erloschen war. Ein Coastguard-Schiff hatte sie zur Unglücksstelle gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Barge sitzt weiter auf Mississippi fest
(13.09.16) Zu kräftiger Wind sorgte für einen niedrigen Wasserstand auf dem Misssissippi, sodass die bei Campbell's Island gestrandete Barge 20851 nicht, wie erhofft, am 12.9. geborgen werden konnte. Sie lag seit dem 3.9. vor der unbewohnten Insel und hatte 2400 Tonnen Ammoniak geladen.
Am 13.9., so die Hoffnung der Coast Guard's Upper Mississippi River in St. Louis, könnte das Wasser wieder steigen und der Bargeneigner Kirby Inland Marine in Houston, Texas, nötigenfalls die Ladung leichtern. Bis dahin wird sie weiter rund um die Uhr überwacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zweites Franklin-Expeditionsschiff nach 168 Jahren auch entdeckt
(13.09.16) Auch das zweite Expeditionsschiff des britischen Polarforschers Sir John Franklin, die HMS “Terror”, wurde nun in der Nunavut Bay entdeckt. Das Forschungsschiff der Arctic Research Foundation, die “Martin Bergmann”, fand es am 3.9. passenderweise in der Terror Bay an der Südwestküste von King William Island. Die drei Masten waren zwar gebrochen, aber noch vorhanden, und fast alle Luken an Deck geschlossen. Am 11.9. wurde ein ROV der Arctic Research Foundation durch eine offene Luke unter das Deck der “Terror” bugsiert. Es gelangte in die Messe, setzte den Weg in einige Kajüten fort und gelangte schhließlich in einen Nahrungsmittellagerraum, in dem sich noch Geschirr und eine Kanne auf einem Regal befanden. Auch wurden zwei Weinflaschen und Tische sowie ein Schreibtisch mit offenen Schubladen dokumentiert.
Vor knapp zwei Jahren hatten Taucher von Parks Canada bereits das andere Schiff, die HMS „Erebus“, in den flachen Gewässern des Queen Maud Gulf entdeckt. Die Fundstätte der „Terror“ befand sich fast 100 Kilometer von dem eigentlichen Suchgebiet entfernt, in dem Parks Canada 2016 in der Victoria Strait im Einsatz war, und auch außerhalb der 10x10 Kilometer großen Zone, die als National Historic Site of Canada im April von der Regierung festgelegt wurde.
Die Forscher machten einen ungeplanten Abstecher von der geplanten Suchroute, nachdem sie von einem Crewmitglied aus Inuk, dem in Gjoa Haven wohnenden Sammy Kogvik, einen Tipp erhalten hatten. Er sagte, er habe auf der Jagd vor sechs Jahren ein großes Stück Holz in der Terror Bay entdeckt.
Damit muss auch die Geschichte der Expedition in Teilen neu geschrieben werden, weil beide Schiffe in großer Distanz zu den zuletzt aufgezeichneten Positionen in der Victoria Strait lagen, die von Franklin-Offizieren aufgenommen und auf der King William-Insel im Jahre 1859 entdeckt wurden. Am 25.4.1848 Uhr hatten sie geschrieben, dass die verbliebenen 105 Mann die Schiffe zwischen King William Island und Victoria Island, 92 Kilometer von der jetzigen Fundstelle entfernt, im Eis aufgeben mussten und sich in südlicher Richtung zum Back River und weiter zur nächsten Handelsstation der Hudson Bay Co. bewegen wollten.
Doch die “Terror” wäre niemals mit der Eisdrift in die Simpson Strait und weiter in die Terror Bay gekommen. Dasselbe trifft auch für die „Erebus“ zu, die in einer Bucht gefunden wurde, in die kaum Eis hätte dringen können. Knochenfunde auf King William Island sowie Zeugenaussagen von Inuit, dass sie Kontakt mit Crewmitgliedern der Franklin-Expedition noch auf den Schiffen hatten, müssen nun neu bewertet werden. Keiner der 129 Teilnehmer überlebte den Versuch, die Nordwestpassage zu finden. 11 Jahre lang wurde nach den verschollenen Schiffen gesucht, die seither kontinuierlich Forscher und Wissenschaftler beschäftigten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter “Mariano Pérez X“
(Bild: PROFEPA)   Großbild klick!

Ölsperre um gekenterten Kutter ausgelegt
(12.09.16) Die mexikanische Umweltbehörde Profepa hat keine negativen Auswirkungen des Schiffbruchs des Kutters “Mariano Pérez X“ der Integral Fisheries Altamar, S.A. auf den National Park Cabo Pulmo festgestellt. An dem Strand, an dem das Wrack des gekenterten Kutters angetrieben war, waren auch Vertreter des Merineministeriums Semar, der Nautschutzkommission CONANP, der Forstkommission CONAFOR und des Tourismus-Service von Cabo Pulmo. Taucher aus Los Cabos untersuchten die Strandungsstelle, an der sich aber keine Korallen befunden.
Das Schiff lag weiterhin kieloben auf einer Sandbank 15 Meter vor dem Strand. Eine Ölsperre wurde um den Kutter herum ausgelegt. In zwei miteinander verbundenen Tanks an Bord befanden sich bis zu 40 Tonnen Öl, wieviel genau, war aber unbekannt. Vier der fünf Crewmitglieder wurden nach der Strandung tot entdeckt, der Skipper wurde weiterhin vermisst.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sportboot vor Dänholm aufgelaufen
(12.09.16) Am 9.9. gegen 19:00 Uhr lief vor der Hafeneinfahrt zum Dänholm ein Sportboot auf die Hafenmole auf. Das 13 Meter lange Schiff schlug leck und lag mit Schlagseite am Molenkopf. Es traten ölhaltige umweltgefährdende Stoffe aus. Zur Bekämpfung wurden durch die Feuerwehr Stralsund Ölschlängel ausgelegt.
Der 75-jährige Schiffsführer war durch die tief stehende Sonne geblendet worden. Die Wasserschutzpolizei Stralsund fertigte eine Sportbootunfallanzeige sowie eine Strafanzeige wegen Gewässerverunreinigung.
Quelle:Tim Schwabedissen



Flusskreuzfahrtschiff „Viking Freya“: Das zerstörte Ruderhaus
(Bild: Feuerwehr Erlangen)   Großbild klick!

Main-Donau-Kanal nach tödlichem Schiffsunfall wieder freigegeben
(12.09.16) Nach der Havarie des Flusskreuzfahrtschiffs „Viking Freya“ wurde am 12.9. der Main-Donau-Kanal bei Erlangen wieder für die Schifffahrt freigegeben. Der Betrieb auf der Wasserstraße normalisierte sich daraufhin rasch. Der Havarist hatte erst nach einigen Schwierigkeiten unter den beiden Brücken, die ihm und zwei seiner Offiziere zum Verhängnis wurden, herausgeschleppt werden können.
Bei Versuchen, mit einem Kran die verkeilten Metalltrümmer des Ruderhauses zu beseitigen, driftete es wiederholt ab und wurde gegen die beiden im Abstand von etwa 20 Meter parallel laufenden Brücken gedrückt. Nachdem die Arbeit endlich abgeschlossen war, wurde das Schiff unweit der Unfallstelle in einer Bucht verankert.
Dort, wo eigentlich das Ruderhaus aufragen sollte, klaffte nur noch ein großes, schwarzes Loch. Das Deck war mit Holztrümmern übersäht, ein paar Metallteile waren ebenfalls dabei. Das Schiff hatte am 11.9. gegen 1.30 Uhr mit etwa sechs Knoten erst eine Autobahnbrücke gestreift, woraufhin das Dach des Ruderhauses abrasiert wurde. Wenige Minuten später wurde der Aufbau beim Aufprall auf die dahinter liegende Eisenbahnbrücke völlig zerquetscht.
Die beiden Männer darin hatten keine Chance. Warum das Ruderhaus nicht hydraulisch im Deck versenkt wurde, war noch völlig unklar. Der Kapitän des Schiffs blieb unverletzt, er befand sich zum Zeitpunkt des Unfalls offenbar in seiner Kabine.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler "Esteiro"
(Bild: Prefectura Naval Argentina)   Großbild klick!

Trawler ausgebrannt und gesunken
(12.09.16) Der argentinische Trawler "Esteiro", 393 BRZ (IMO-Nr.: 8711203), der am 9.9. rund 200 Meilen vor der Küste von Bahia Blanca in Brand geraten war, sank am 11.9. wegen der schweren Schäden, die durch das Feuer entstanden waren. Das ausgeglühte Wrack neigte sich immer weiter nach Steuerbord über und sackte schließlich übers Heck weg. Der Trawler war trotz der Löschversuche des argentinischen Patroullienbootes “Thompson – CG 26” nicht mehr zu löschen gewesen und weitgehend ausgebrannt.
Das Patroullienflugzeug PNA PA-22 hatte den Havaristen währenddessen überwacht. Die 16-köpfige Crew sowie ein Fischereiinspektor, die von dem Kutter "Atrevido" unversehrt gerettet worden war, traf am selben Tag in Mar del Plata ein.
Die „Esteiro“ war 38,1 Meter lang, 8,8 Meter breit, hatte einen Tiefgang von 5,85 Metern und eine Tragfähigkeit von 304 Tonnen. Sie wurde 1988 bei der Astilleros Balenciaga in Spanien für die Reederei Baldimar erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fünf Personen von sinkendem Motorboot gerettet
(12.09.16) Vor Senja sank am 9.9. ein Motorboot. Die beiden NSSR-Rettungsboote „Kaptein Skaugen“ und „Dagfinn Paust“ wurden gerufen, um das noch knapp aus dem Wasser ragende Boot zu sichern und zu bergen. Die fünfköpfige Crew war zuvor von einem anderen Boot bereits gerettet worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vor Scalloway havariert
(12.09.16) Kurz nachdem er den Hafen von Scalloway am Morgen des 11.9. verlassen hatte, erlitt der holländische Frachter "Eems Star", 1862 BRZ (IMO-Nr.: 9421659), erlitt er auf der Reise nach Blyth acht Meilen südwestlich des Abgangshafens Maschinenschaden. Während die sechsköpfige Crew des Frachters versuchte, den Schaden zu beheben, wurden das RNLI-Boot aus Aith sowie die Schlepper "Dunter" (IMO-Nr.: 9114957) und „Heracles“ der Maritime and Coastguard Agency zur Assistenz geschickt.
Der Havarist erreichte währenddessen mit eigener Kraft wieder die Reede vor Scalloway, eskortiert von den beiden Schleppern. Hier lag das Schiff angesichts sich verschlechternder Wetterverhältnisse besser geschützt. Die Reparaturen wurden für die Nacht eingestellt und sollten am Morgen des 12.9. weitergeführt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandete Barge soll geleichtert werden
(12.09.16) Die U.S. Coast Guard überwachte das Leichtern von 2400 Tonnen Ammoniak von der "Barge 20851" der Kirby Inland Marine auf dem Mississippi River. Sie war am 3.9. vor der unbewohnten Insel Campbell’s Island, East Moline, gestrandet, nachdem sie sich vom Schlepper "Zeus", 193 BRZ (IMO-Nr.: 8842272), der mit zwei Bargen südwärts auf dem Fluss unterwegs war, losgerissen hatte.
Sie lag seither bei Flussmeile 491 rund 1000 Yards vor Campbell's Island. Die Schleusen und der Damm 14 und 15 sollten während dieser Zeit geschlossen bleiben. Die Barge lag außerhalb des Fahrwassers.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter strandete in Bodega Bay
(12.09.16) Die Coast Guard San Francisco wurde am 11.9. um 1.24 Uhr alarmiert, nachdem der 54 Fuß lange Kutter „Verna A II“ in der Bodega Bay im Sonoma County, Kalifornien, gestrandet war. Der Havarist lag auf Sandgrund am Salmon Creek Beach und kam aus eigener Kraft nicht mehr frei. Ein Rettungsboot wurde von der Coast Guard Station Bodega Bay mit zwei Rettungsschwimmern und einem Mitglied der Bodega Bay Fire an Bord in Marsch gesetzt.
Der Skipper des Kutters wurde sicherheitshalber von den Rettungsschwimmern aus Bodega Bay und California State Parks an Land gebracht. Aus dem Oil Spill Liability Trust Fund wurden 50,000 Dollar zur Verfügung gestellt, damit die Parker Diving and Salvage das Öl abpumpen konnte. Deren Personal war um 17.45 Uhr vor Ort und lenzte 475 Gallonen Diesel, 15 Gallonen Hydrauliköl und 22 Gallonen Ölabfall aus den Tanks.
Am 13.9. sollte unter Aufsicht der National Oceanic and Atmospheric Administration die Parker Diving and Salvage das stabil auf Grund liegende Schiff selbst bergen. Der Skipper war schlafen gegangen, als er sich vier Meilen vor der Küste befand und hatte gedacht, dass es mit der Strömung auf dem Meer treiben würde. Stattdessen driftete es auf den Strand, wo ein Surfer es entdeckte. Der Versuch des Skippers, noch einen Anker in der äußeren Brandungszone zu werfen, war fehlgeschlagen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter bei Port of St. Frances aufgelaufen
(12.09.16) Am 12.9. um 3.44 Uhr wurde die NSRI Station Francis Bay alarmiert, weil der 48 Fuß lange Kutter “Barcelona” mit einer 12-köpfigen Crew an Bord an der Leeseite des Shark Point, 1,5 Meilen südöstlich des Port of St Francis, auf Grund gelaufen und Mayday gefunkt hatte. Ein privates Skiboot, die „Pescavore“, kam mit einem NSRI-Mann zu Hilfe, um die Lage zu sondieren. Die Kutter „Oranda” und “Sea Cat” sowie das Skiboot “Virago” assistierten ebenfalls.
Die Crew gab ihr auf Felsen sitzendes Schiff auf. Vor Ort herrschten eine Brandung von drei bis vier Metern und 15 Knoten Westwind. Als Personal der NSRI St Francis Bay von der Landseite her zu Hilfe kam, waren zwei Crewmitglieder bereits zu Fuß im Port of St Francis eingetroffen, sieben weitere waren dorthin unterwegs, und zwei harrten an der Strandungsstelle aus.
Der Skipper wurde mit Schock und Unterkühlung medizinisch betreut und ins Krankenhaus gebracht. Die anderen wurden wegen kleiner Schnitt- und Schürfverletzungen behandelt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack der Godafoss gefunden?
(12.09.16) Eine Tauchexpedition hat vor der Westküste Islands in 40 Metern Tiefe ein Wrack gefunden, bei dem es sich um das isländische Kombischiff "Godafoss" handeln könnte, das vor 70 Jahren sank. Die Expedition entdeckte mit Hilfe eines Seitensichtsonars ein 70 Meter langes und 10 Meter breites Wrack. Das Schiff war 1944 von einem deutschen U-Boot torpediert und versenkt worden, wobei 24 Menschen ums Leben kamen.
Vier Ausfahrten und Tauchgänge hatte die Suchmannschaft im August unter teils schwierigen Bedingungen vor der Küste von Gardur im Westen Islands durchgeführt. Zuvor waren monatelange Recherchen und Interviews mit Augenzeugen durchgeführt worden. Unter einer dicken Sandschicht wurde dann in etwa 40 Metern Tiefe die Umrisse eines Wracks ausgemacht. Die Erkundung wurde fortgesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot in Tiefenbrunnen ausgebrannt
(12.09.16) Am frühen Morgen des 11.9. geriet im Hafen von Tiefenbrunnen ein Motorboot in Brand und wurde komplett zerstört. Zwei Nachbarlieger, ein Motorboot und ein Segelschiff, wurden durch das Feuer ebenfalls beschädigt. Kurz nach 2.00 Uhr wurde die Stadtpolizei Zürich über das Feuer informiert.
Der Wasserschutzpolizei gelang es zusammen mit der Feuerwehr, den Brand rasch unter Kontrolle zu bringen. Das Motorboot wurde aber total zerstört und sank auf den Seegrund. Der Sachschaden belief sich auf mehrere zehntausend Franken. Die Wasserschutzpolizei legte eine Ölsperre aus, und am Vormittag wurde das Wrack gehoben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Pfannkuchenschiff mal wieder leckgeschlagen
(12.09.16) Das sogenannte Pfannkuchenschiff „T‘ Schip“, 1743 BRZ (EU-Nr.: 02318529) erlitt am 11.9. zum wiederholten Mal am Südkai in Beverwijk Wassereinbruch. Offenbar war eine Lenzpumpe ausgefallen. Die Feuerwehr kam zu Hilfe, pumpte das eingedrungene Wasser aus und stabilisierte das einstige Binnenschiff. Zuletzt war sie im Februar 2016 und im November 2015 zu vergleichbaren Einsätzen gerufen worden.
Die „T’Schip“ wurde 1913 bei Meijer in Beneden-Leeuwen als Binnenschiff erbaut. Sie ist 86,42 Meter lang, 10,69 Meter breit und hat 2,64 Meter Tiefgang. Eigner der damaligen „Thyssen 17“ war die A. Thyssen GmbH & Co KG in Hamburg. 1927 kam sie als „Semeroe“ für die Vulcaan Handels & Transport Maatschappij NV in Rotterdam in Fahrt.
1940 wurde sie zur „Vulcaan 17“, 1949 zur „Engelina“ von E. Sinzig Hirschmann in Rotterdam und 1984 zur „Mariho II“ von J.L. Bloemen in Zwijndrecht. In den vergangenen Jahren lag sie, mit Aufbauten versehen, als Partyschiff in Beverwijk.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre rammte Anleger in Nesna
(12.09.16) Am 11.9. um 16.41 Uhr kollidierte die norwegische Fähre "Tjøtta", 717 BRZ (IMO-Nr.: 8811209), mit dem Anleger in Nesna. Schuld war ein Schaden am Propeller. Einige der 26 Passagiere stürzten beim Aufprall auf dem Deck, aber es kam niemand zu Schaden. Auch die geladenen Autos gerieten in Bewegung, zwei wurden beschädigt.
Erheblich mehr in Mitleidenschaft gezogen wurde allerdings das Bugvisier der Fähre, außerdem wurde der Rumpf an Steuerbordseite eingedrückt. Am Anleger wurden Relings in Mitleidenschaft gezogen. Die Passagiere mussten bis gegen 19 Uhr warten, ehe ein Laster das Schiff befreit und an einen Kai gezogen hatte, ehe sie an Land konnten.
In einem Café am Hafen warteten sie dann, bis auch ihre Autos entladen waren. Der Fährverkehr Nesna - Levang und von Nesna zu den vorgelagerten Inseln war bis 20.50 Uhr unterbrochen, als die "Sigrid" von Nesna aus als Ersatz in Fahrt gebracht wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Brennendes Themse-Ausflugsschiff krachte gegen Pier
(12.09.16) Im Maschinenraum des 40 Meter langen Themse-Ausflugsschiffs „Erasmus” (MMSI-Nr.: 235055109), der Thames Luxury Charters brach um 15.40 Uhr am 11.9. auf Höhe des Business-Distriks ein Feuer aus. Das Schiff geriet außer Kontrolle, und trotz eines Versuchs des Kapitäns, Anker zu werfen, prallte es stark qualmend gegen eine Pier der Canary Wharf in den Docklands.
Dabei wurde der Steuerbord-Bug eingedrückt. Alle 142 Passagiere des 300-Tonners konnten ohne ernsthafte Verletzungen durch zwei andere Flussschiffe evakuiert werden. Rasch waren Rettungskräfte vor Ort. Das Feuer konnte bereits vor dem Eintreffen der Feuerwehr gelöscht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack gesunkenen Kutters entdeckt
(12.09.16) Taucher der argentinischen Marine fanden am 10.9. das Wrack des am 1.9. gesunkenen Kutters „San Antonino“ aus Mar del Plata in 35 Metern Wassertiefe aufdem Meeresgrund. Nach Wetterbesserung konnten sie in dem 200 Quadratmeter großen Suchgebiet absteigen. Es wurde gehofft, das die Leichen von drei noch vermissten Crewmitgliedern sich im Schiffsinnern befinden könnten.
Die Taucher entfernten Netze, Kabel und andere Gegenstände, die sie gefährden könnten. In Kürze sollte es Sicherheit darüber geben, ob sich Claudio Zerboni, Alejandro Ricardanez oder Pablo Pardonoch im Wrack befanden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Losgerissenes Ruderhaus im Solent geborgen
(12.09.16) Am 8.9. wurde das RNLI-Boot aus Dover um 8.05 Uhr alarmiert, nachdem ein gekentertes Schiff vier Meilen nördlich der Varne im südwestlichen Schifffahrtsweg gesichtet worden sein sollte. Als die Seenotretter vor Ort waren, stellte es sich heraus, dass Trümmer im Wasser drifteten. Ein Crewmitglied sprang ins Wasser und fand heraus, dass es sich um ein losgerissenes Ruderhaus handelte.
Die britische Coastguard vermutete, dass es sich um einen Überrest des 45 Fuß langen Kutters “P 11” handelte, der am 6.8. in der Chirstchurch Bay Wassereinbruch erlitten hatte. Die zweiköpfige Crew war von dem RNLI-Boot aus Lymington abgeborgen worden. Das Rettungsboot aus Yarmouth war um 15.30 Uhr, eine halbe Stunde nach dem Notruf der Fischer, vor Ort eingetroffen und hatte versucht, den Havaristen mit Lenzpumpen schwimmfähig zu halten. Doch diese verstopften wegen Trümmer, die die Filter immer wieder verstopften, und nach 20 Minuten mussten die Bemühungen aufgegeben werden.
Das marode Schiff sank wenig später im Solent. Die Seenotretter aus Dover nutzten nun einen Bootskran, um das Trümmerteil an Deck zu heben und damit die Gefahr für die Schifffahrt zu beseitigen. Danach konnte die Herkunft des Treibguts zweifelsfrei festgestellt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Breitgefächerter Rettungseinsatz für gekenterte Fischer
(12.09.16) Am Morgen des 9.9. wurde die Freiwilligencrew der RNLI-Station in Penarth um 9.10 Uhr alarmiert, nachdem ein 15 Fuß langes Fischerboot mit zwei Personen an Bord unweit von Sully Island gekentert war. Mehrere andere Schiffe reagierten ebenfalls auf den Notruf und bargen die beiden rasch aus dem Wasser. An der Penarth RNLI wurden sie medizinisch betreut.
Sie hatten den Schiffbruch aber unversehrt überstanden. Beide Rettungsboote der Station machten sich derweil an die Bergung des Bootes. Es wurde zum Slip in Penarth gebracht und durch die Feuerwehr gesichert. Neben der RNLI waren auch die Coastguard aus Penarth, der Wales Ambulance Service und der Rescue Helicopter 187 aus St Athan im Einsatz. Gegen 14 Uhr meldeten die Seenotretter wieder klar auf Station.
Quelle:Tim Schwabedissen



Querliegendes Binnenschiff blockierte Weser
(12.09.16) Nach einem missglückten Wendemanöver schlug am Nachmittag des 11.9. das polnische Binnenschiff "Ella", 1107 ts (ENI-No.: 04004810), auf der Weser nahe Nienburg quer. Das 80 Meter lange Schiff, das mit 1000 Tonnen des Düngemittels Kalkamon beladen war, lief zunächst mit dem Bug an der westlichen Böschungsseite auf Grund und kam dann auf der anderen Seite mit dem Heck ebenfalls fest. Die Weser war von 16.30 Uhr bis etwa 3 Uhr gesperrt des 12.9. für den Schiffsverkehr gesperrt.
Wegen der Gefahr für die Umwelt wurde auch die untere Wasserbehörde hinzugezogen, weil nicht ausgeschlossen werden konnte, dass die Ladung durch ein eventuelles Durchbrechen des Schiffes in die Weser gelangen könnte. Die Feuerwehrleute baggerten den Flussgrund um den Bug des Schiffes mithilfe eines Schwimmkranes ab. Dadurch drehte sich das Schiff mit der Strömung wieder in Fahrtrichtung Nienburg.
Zwei Schubboote wurde dabei zur Stabilisierung eingesetzt. Nachdem die „Ella“ wieder flott war, wurde sie in den Hafen von Leeseringen gebracht. Dort sollten es Sachverständige in den kommenden Tagen untersuchen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sportboot „Nisaya“ droht zu sinken
(Bild: Marine Nationale)   Großbild klick!

Sportboot gekentert – vier Personen gerettet
(11.09.16) Das Sportboot „Nisaya“ kenterte am 10.9. mit vier Personen an Bord vor Courseulles-sur-Mer an der Côte de Nacre. Um 16.15 Uhr wurde das CROSS Jobourg alarmiert. Das Rettungsboot „Capitaine JJ Aubert - SNS 259“ der SNSM-Station Courseulles-sur-Mer wurde ebenso alarmiert wie das Patroullienboot „Plover“ der Marine. Um 16.40 Uhr kam das Rettungsboot in Kontakt mit drei Booten, die die Schiffbrüchigen gerettet hatten.
Die Feuerwehr Calvados stellte ein Landfahrzeug bereit. Gegen 17 Uhr war die „Plover“ vor Ort und machte sich an die Bergung des Bootes. Diese gelang eine halbe Stunde darauf, und das Rettungsboot schleppte es um 18.30 Uhr nach Courseulles-sur-Merein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht sank vor Großenbrode
(11.09.16) Die Yacht zweier Segler vor Großenbrode sank am 10.9. auf der Ostsee. Das Segelboot hatte vorher eine Grundberührung im steinigen Küstenvorfeld etwa 100 Meter von Land entfernt erlitten. Die beiden harrten auf den noch aus dem Wasser ragenden Teilen der Rettung. Gegen 17.15 Uhr alarmierte das MRCC Bremen die Seenotretter der Stationen Großenbrode und Heiligenhafen.
Sofort nahmen der derzeit in Großenbrode stationierte Seenotrettungskreuzer „Vormann Jantzen“ und das Seenotrettungsboot „Heiligenhafen“ der gleichnamigen Station Kurs auf den Havaristen. Kurz nach der „Vormann Jantzen“ trafen auch ein Boot der Wasserschutzpolizei und ein Schlauchboot der Freiwilligen Feuerwehr Großenbrode an der Unglücksstelle ein.
Aufgrund der Nähe zum Land und der äußerst geringen Wassertiefe von nur 60 bis 70 Zentimetern konnte lediglich das Schlauchboot der Feuerwehr die beiden Segler erreichen.
Die Feuerwehrleute holten die Hamburger von dem Wrack und übergaben sie an die „Heiligenhafen“. An Bord erstversorgten die freiwilligen Seenotretter die unter Schock stehenden Segler. Wegen der guten körperlichen Verfassung der beiden Männer war weitere medizinische Hilfe nicht notwendig. Die freiwilligen Seenotretter brachten sie nach Heiligenhafen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Flusskreuzfahrtschiff „Viking Freya“
(Bild: Feuerwehr Erlangen)   Großbild klick!

Zwei Tote auf Flusskreuzfahrer bei Erlangen
(11.09.16) Das Schweizer Flusskreuzfahrtschiff „Viking Freya“, 3138 BRZ (MMSI-Nr.: 269057390) , kollidierte in der Nacht zum 11.9. um 1.30 Uhr auf dem Main-Donau-Kanal mit einer Brücke. Zwei ungarische Besatzungsmitglieder starben im Ruderhaus. In einer aufwendigen Bergungsaktion holten Rettungskräfte die Opfer im mittelfränkischen Erlangen von Bord.
Hierzu musste in aufwändiger Arbeit der völlig deformierte Steuerstand mit schwerem technischem Gerät geöffnet werden. Es handelte sich bei den Opfern um zwei 33 und 49 Jahre alte Männer. Während der Ältere in Vertretung des Kapitäns der verantwortliche Schiffsführer war, handelte es sich bei dem Jüngeren um einen Decksmann.
Sie starben in dem völlig zerstörten Ruderhaus, in dem sie eingeklemmt wurden. Der Schiffsverkehr auf dem Main-Donau-Kanal bei Erlangen wurde für die Rettungsarbeiten auf unbestimmte Zeit gesperrt. Die Eisenbahnbrücke, auf der nur gelegentlich unter der Woche Güterzüge fahren, wurde nach einer Prüfung wieder freigegeben.
Das Schiff hatte erst kurz vor dem Unglück die Reise von Erlangen nach Budapest begonnen. An Bord waren 181 überwiegend nordamerikanische Fahrgäste sowie eine 49-köpfige Crew. Zur Evakuierung der Fahrgäste sowie der verbleibenden Crewmitglieder wurde durch Kräfte von Feuerwehr und THW ein provisorischer Steg errichtet und mit Kränen zwischen Schiff und Ufer gehoben.
Bereitstehende Busse transportierten die Geretteten anschließend in das Gemeindezentrum nach Frauenaurach, wo sich Kräfte des Betreuungsdienstes ihrer weiteren Versorgung annahmen. Die notfallseelsorgerische Tätigkeit gestaltete sich schwierig, da die Kommunikation mit den betroffenen Fahrgästen fast ausschließlich in englischer Sprache erfolgen konnte.
Mehr als 200 Rettungskräfte waren an dem Einsatz beteiligt, darunter die Feuerwehren: Alterlangen, Erlangen-Stadt, Frauenaurach, Steudach und die Ständige Wache Erlangen, das THW Erlangen und Forchheim, die Wasserrettung Erlangen, Dechsendorf, Nürnberg und Forchheim (BRK Wasserwacht und DLRG), vom Rettungs-, Sanitäts- und Betreuungsdienst: Einheiten aus Erlangen, Baiersdorf, Herzogenaurach, Heroldsberg und Höchstadt a. d. Aisch sowie die Wasserschutzpolizei und die Polizeiinspektion Erlangen sowie Vertreter des Polizeipräsidiums Nürnberg.
Mitarbeiter der Reederei Viking River Cruises eilten nach Nürnberg, um in enger Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden die Ursache des Unfalls herauszufinden. Die Gäste konnten wählen, ob sie nach Hause zurückkehren oder die Tour mit einer angepassten Reiseroute auf einem anderen Schiff fortsetzen wollten. Das 2012 von der Neptun Werft in Rostock erbaute Schiff hat als Heimathafen Basel. Es ist regelmäßig auf dem Main-Donau-Kanal unterwegs. Die „Viking Freya“ fasst bis zu 190 Passagiere in 95 Kabinen. Sie ist 135 Meter lang und 11.5 Meter breit.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ehemaliger Kutter drohte vor Rügen zu sinken
(11.09.16) Am 9.9. erlitt südlich der Ostseeinsel Rügen aus noch unbekannter Ursache der ehemalige Fischkutter „Siddharta“ starken Wassereinbruch. Das zu einem Segler umgebaute, 15 Meter lange Schiff drohte im Greifswalder Bodden südwestlich der Halbinsel Mönchgut mit zwei Frauen und zwei Männern an Bord zu sinken. Mit Bordmitteln konnte die vierköpfige Besatzung den Wassereinbruch nicht stoppen.
Dies gelang erst den gegen 16 Uhr alarmierten Seenotrettern von der Greifswalder Oie. Mit dem Seenotrettungskreuzer „Eugen“ der DGzRS erreichten sie gegen 16.50 Uhr den Havaristen, in dem das Wasser bereits mehr als kniehoch stand. Aus dem Motorraum qualmte es stark, weil die Maschine schon Wasser gezogen hatte.
Trotzdem gelang es einem Besatzungsmitglied des ehemaligen Kutters, den Motor am Laufen zu halten. Mit einer Isoliermatte schützte der Mann den Luftfilter vor dem eindringenden Wasser. Die „Eugen“ ging längsseits und übergab zwei Lenzpumpen.
Mit ihnen gelang es, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bekommen – langsam sank der Wasserstand im Havaristen. Bei unruhiger See und westlichen Winden der Stärke 3 bis 4 schleppten die Seenotretter die „Siddhartha“ mit geringer Geschwindigkeit dann in den Hafen von Freest. Während der zweieinhalbstündigen Schleppreise mussten die Lenzpumpen aber ununterbrochen weiter laufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suchaktion nach Yachtcrew vor Neustadt
(11.09.16) Mit einem Großaufgebot suchten seit den Morgenstunden des 11.9. Rettungskräfte in der Neustädter Bucht nach der Besatzung einer Segelyacht. Das etwa neun Meter lange Boot war gegen 8.30 Uhr durch eine andere Sportbootbesatzung verlassen in der Bucht treibend entdeckt worden. Die DGzRS schickte den Kreuzer „Hans Hackmack“ aus Grömitz und die Rettungsboote „Henrich Wuppesahl“ aus Neustadt sowie „Hans Ingwersen“ aus Travemünde in das Seegebiet.
Den Einsatzkräften schlossen sich auch das Polizeiboot „Fehmarn“ der Wasserschutzpolizei aus Heiligenhafen und das Einsatzboot „Altmark“ der Bundespolizei sowie das Mehrzweckschiff „Scharhörn“ des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Lübeck an. Die Marine schickte zusätzlich einen Seaking-Hubschrauber aus dem fernen Nordholz. Außerdem beteiligte sich ein Spezialflugzeug zur Suche nach Ölverschmutzungen an dem Einsatz.
Die Einheiten bildeten eine Suchformation in dem Gebiet etwa vier Meilen nordöstlich von Timmendorfer Strand. Die verlassene Segeljacht wurde eingeschleppt. Die Wasserschutzpolizei ermittelte unterdessen die Hintergründe und versucht die Route des Bootes zu rekonstruieren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Brennender Trawler vor Bahia Blanca aufgegeben
(11.09.16) Am Morgen des 10.9. brach im Achterschiff des 38 Meter langen, argentinischen Trawlers "Esteiro", 393 BRZ (IMO-Nr.: 8711203), vor Bahia Blanca ein Feuer aus. Es breitete sich rasch über das Schiff aus. Die 17-köpfige Crew wurde von dem in der Nähe befindlichen Fischereifahrzeug "Atrevido" (IMO-Nr.: 9014016), unversehrt gerettet. Der aufgegebene Trawler trieb lichterloh brennend in der See.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schiffsführer bei Havarie unter Alkohol
(11.09.16) Ein mit Schrott beladenes Binnenschiff geriet aus Aschaffenburg kommend auf dem Main in der Nacht zum 10.9. in Talfahrt bei Karlstein ans rechte Ufer. Dabei beschädigte er auch Angelgeräte von zwei Anglern. Der Schiffsführer wurde an der Schleuse Krotzenburg einer Kontrolle unterzogen. Nach Kontrolle der Atemalkoholkonzentration wurde dem Schiffsführer die Weiterfahrt untersagt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Flusskreuzfahrer lief auf Donau auf Grund
(11.09.16) Das Schweizer Flussfahrgastschiff „Anesha“ (MMSI-Nr.: 269057529), das von Phoenix Reisen eingesetzt wird, lief am Morgen des 11.9., als es auf Donau in der Slowakei unterwegs war, in der Nähe des Ortes Vojka auf das Ufer. Das Schiff hatte rund 200 Personen an Bord. Die 150 Passagiere und 50 Besatzungsmitglieder wurden nicht verletzt.
Die vier Schiffsführer wurden von der Polizei zu einem Alkoholtest geladen. Der rumänische Kapitän stand, wie sich dabei zeigte, unter Alkoholeinfluss. Am Morgen wurden Taucher gerufen, um das Schiff auf Schäden zu kontrollieren. Da es keine Schäden unter der Wasserlinie gab, wurde die Fahrt anschließend fortgesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter drohte in Tönning zu sinken
(11.09.16) Feuerwehr und THW wurden am 9.9. zum Tönninger Hafen alarmiert, wo ein Kutter zu sinken drohte. Weil Kraftstoff aus dem Schiff auslief, legten die Einsatzkräfte eine Ölsperre aus. Das Eidersperrwerk wurde vorsorglich geschlossen, um einen weiteren Anstieg des Wassers zu verhindern und so die Bergungsarbeiten zu unterstützen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Barkasse saß auf Elbe fest
(11.09.16) Die Geesthachter Stadtbarkasse „Piep“ lief am Nachmittag des 9.9. wegen des Niedrigwassers auf der Elbe vor Tesperhude auf Grund Nach dem Ablegen an der Seebrücke blieb das Schiff auf einem Unterwasserhindernis stecken. Der Skipper versuchte zunächst, die 1923 gebaute Barkasse mit eigener Kraft wieder freizubekommen, musste dann aber die Hilfe der Feuerwehr anfordern. Dieser gelang es gegen 17.30 Uhr nach mehreren Versuchen, den Havaristen mit Booten aus Geesthacht und Lauenburg wieder zu befreien.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht saß auf der Elbe fest
(11.09.16) Am 8.9. gegen 22.30 Uhr lief auf der Elbe bei Tonne 110 in Sichtweise des Fährhauses Hollern-Twielenfleth eine 13 Meter lange Segelyacht auf eine Sandbank auf. Die DLRG Horneburg sowie die Feuerwehren Borstel und Grünendeich fuhren mit ihren Booten zu dem Boot und schleppten es frei. Die Wasserschutzpolizei sicherte die Aktion. Bei dem Nach der Kontrolle des Seglers auf Schäden konnte der Skipper seine Fahrt fortsetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter versenkte Kutter
(11.09.16) Der südkoreanische Frachter "Keum Yang Post", 4713 BRZ (IMO-Nr.: 9428724), kollidierte am 10.9. um 7.30 Uhr mit einem 25-Tonnen-Kutter im westlichen Abschnitt der Straße von Tsushima vor Tongyeong. Der Kutter sank, die achtköpfige Crew wurde von anderen Fischereifahrzeugen gerettet. Der Frachter war unterwegs nach Nansha und steuerte zur Untersuchung Tongyeong an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ein Toter bei Tankerexplosion
(11.09.16) Auf dem südkoreanischen Tanker "Eiwa Maru 3", 740 BRZ (IMO-Nr.: 9073323), kam es am 9.9. gegen 19.15 Uhr zu einer Explosion in der Straße von Kiisuido vor der Küste der Wakayama Präfektur. Der Tanker war ohne Ladung von Shimotsu, Wakayama, nach Yokkaichi in der Mie Präfektur unterwegs, nachdem er seine Ladung in Shimotsu gelöscht hatte. Die Crew reinigte danach die Tanks, gleichzeitig wurden Schweißarbeiten durchgeführt, und Funken setzten Gas in Brand.
Der koreanische Chief und zwei indonesische Crewmitglieder wurden verletzt. Der Ingenieur starb später im Krankenhaus, die beiden anderen waren in stabiler Verfassung. Mit der verbliebenen 10-köpfigem Besatzung steuerte der Tanker Wakayama an, wo er am 10.9. eintraf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Tanker in Kisumu
(11.09.16) Drei tansanische Männer wurden schwer verletzt, als die "Cocke Vessel" am 9.9. gegen neun Uhr im Hafen von Kisumu Port in Flammen aufging. Sie wurden von der Feuerwehr des nahen Kisumu International Airport gerettet und ins Jaramogi Oginga Odinga Teaching and Referral Hospital und von dort weiter ins Aga Khan Hospital gebracht. Einer hatte 30 % seiner Haut verbrannt. Alle waren in stabilem Zustand. Das mit Öl beladene Schiff wollte nach Mwanza auslaufen, als es in Brands geriet
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker rammte Kutter vor Japan
(11.09.16) Am 11.9. um 08.15 Uhr kollidierte der südkoreanische Tanker "Pretty Hana", 741 BRZ (IMO-Nr.: 9003964), vor Saiki in der japanischen Oita Präfektur mit einem Kutter. Dessen Skipper wurde leicht verletzt bei dem Zusammenstoß. Der Tanker setzte die Reise von Lanshan nach Ichihara fort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Maschinenschaden in Felixstowe
(11.09.16) Der liberianische Containerfrachter "Pohorje", 42382 BRZ (IMO-Nr.: 9294824), erlitt beim Auslaufen aus Felixstowe am 9.9. gegen 17 Uhr Maschinenschaden. Das Schiff stoppte im Fahrwasser und kehrte dann an Liegeplatz 8 zurück. Am 10.9. um 10.30 Uhr lief er nach Reparatur wieder aus und nahm Kurs auf sein Fahrtziel Bremerhaven. Es ankerte am 11.9. gegen Mittag auf der Neuen Weser-Reede.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler bei Antifer auf Grund gelaufen
(11.09.16) Am 9.9. gegen sieben Uhr lief der französische Trawler "Notre Dame de Foy - CN.463933", 50 BRZ (MMSI-Nr.: 227317120), am Fuß der Klippen nördlich des Hafens von Antifer auf Grund. Die dreiköpfige Crew alarmierte das Cross Jobourg , das zwei SNSM-Boote, die "Cap Fagnet" und die "Notre Dame du Salut" aus Fécamp, zu Hilfe schickte. Sie konnten den Havaristen gegen 14 Uhr wieder flottmachen. Er wurde von dem Patroullienboot . "Pavois" der Coastguard in Le Hevre dann zu seinem Heimathafen Honfleur eskortiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter „Bigger Dirls“ in Vollbrand
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Kutter in Jonesport in Flammen
(09.09.16) Die US Coast Guard löschte am 8.9. ein Feuer auf dem 32 Fuß langen Kutter „Bigger Dirls“ in der Hopkings Point Marina in Jonesport, Maine. Um 6.12 Uhr wurde die Coast Guard Northern New England von dem Eigner, der sich an Land befand, alarmiert. Sein Schiff stand in hellen Flammen.
Von der Station Jonesport lief ein 29-Fuß-Boot zu dem an einer Mooring-Boje vertäuten Kutter aus und begann, den Brand mit einer Lenzpumpe zu bekämpfen. Auch das Jonesport Fire Department kam zu Hilfe. Dann wurde der schwer beschädigte Kutter in die Hopkins Point Marina eingeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ketch “Anna Marie” wird eingeschleppt
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Yacht mit Ruderschaden nach Wicklow eingeschleppt
(Datum) Das RNLI-Boot aus Wicklow wurde am 7.9. um 5.32 Uhr von der Coast Guard alarmiert, nachdem diese eine Bitte um Assistenz von der Crew der Segelyacht “Anna Marie” erhalten hatte. Die 10 Meter lange Ketsch war vor der Küste von Wicklow in Schwierigkeiten geraten. Die Seenotretter lokalisierten die Yacht um 6.10 Uhr in dichtem Nebel acht Meilen östlich des Hafens von Wicklow.
Das Boot war mit einer zweiköpfigen Crew von Cornwall nach Schottland unterwegs gewesen, als es Ruderprobleme gab und der Kurs nicht mehr gehalten werden konnte. Die „Anne Marie“ wurde auf den Haken genommen und um 7.45 Uhr im Hafen von Wicklow an den Südkai gelegt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier "Gladiatorship" und Schlepper
(Bild: Kotug)   Großbild klick!

Bulkcarrier saß vor Nacala fest
(09.09.16) Am 4.9. lief der unter Bahamas-Flagge registrierte Bulkcarrier "Gladiatorship", 33044 BRZ (IMO-Nr.: 9431513), in Nacala auf Grund, als er den Hafen gerade mit Fahrtziel Richards Bay verlassen wollte. Das Schiff konnte sich nicht mehr mit eigener Kraft befreien, und zwei Rotorschlepper von Kotug kamen ihm zu Hilfe. Der Havarist drohte wegen des Tidenhubs Schaden zu nehmen.
Die Schlepper konnten ihn binnen zwei Stunden von der Sandbank abbringen und in tieferes Wasser ziehen. Nach einer Inspektion durfte er die Reise fortsetzen und warf am 8.9. Anker vor Richards Bay.
Die “Gladiatorship” ist 189,98 Meter lang, 32,26 Meter breit, hat 12,8 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 56819 Tonnen. Sie läuft für die Seanergy Maritime Holdings in Paris und wurde 2010 von der China Chang Jiang National Shipping Group Corporation Jingling Shipyard in Nanjing erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



„Spirit of Sacramento“
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Eigner der „Spirit of Sacramento“ soll Bergungsplan vorlegen
(09.09.16) Die Coast Guard, das California Department of Fish and Wildlife's Office of Spill Prevention and Response und andere Beteiligte setzten am 8.9. die Planungen zur Stabilisierung und des Auspumpens von Öl aus dem gekenterten Raddampfer “Spirit of Sacramento“ bei Bethel Island fort. Die Umgebung wurde untersucht, um ökologisch sensible Gebiete ausfindig zu machen, die besonderen Schutzes bedürfen könnten. Aktuell lagen Ölsperren um das Wrack aus.
Der Eigner des Schiffes, Samuel Rowles, wurde aufgefordert, bis zum 9.9. einen Bergungsplan vorzulegen. Wenn bis dahin kein solcher genehmigungsfähig vorlag, wollte die Coast Guard gemeinsam mit der Global Diving and Salvage, Inc. die Bergung selbst vorbereiten mit Mitteln des Federal Oil Spill Liability Trust Fund. Auch das Pacific Strike Team wurde in die Planungen mit eingebzogen, ebenso wie das Contra Costa County Sheriff’s Office.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hafenbehörde drohte Kapitän nach Maschinenschaden mit Haft
(09.09.16) Am Abend des 7.9. erlitt der unter Gibraltar-Flagge laufende Tanker "Orestina", 6153 BRZ (IMO:9510589), der Intersee Tanker Schiffahrts Gmbh & Co. KG in Haren/Ems kurz nach dem Auslaufen aus Las Palmas nach Nouadhibou Maschinenausfall. Das Schiff trieb mit einer Ladung von mehr als 8,000 Tonnen Öl sechs Meilen vor der Ostküste von Gran Kanaria, lehte aber Assistenz ab.
Der Hafenkapitän drohte dem Kapitän mit Gefängnis, wenn er nicht einem Schleppkontrakt zustimmte. Daraufhin wurde der Havarist von dem spanischen Coastguard-Schlepper "Miguel de Cervantes" um 20.15 Uhr doch auf den Haken genommen und am frühen Morgen des 8.9. am 8 Leon Y Castillo in Las Palmas festgemacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



14 Mann von gesunkenem Frachter gerettet
(09.09.16) Der unter Panama-Flagge laufende Frachter "M Star 1", 4382 BRZ (IMO-Nr.: 9102837), kenterte und sank am Abend des 7.9. auf Position 11 28 N 097 11 E O in der Andamanensee rund 25 Meilen südwestlich der Great Western Torres Islands in Myanmar. Das Schiff war auf der Fahrt von Port Klang nach Chittagong. Der Offshore-Versorger "Lewek Harrier" kam zu Hilfe und rettete die 14-köpfige Crew. 12 von ihnen befanden sich in einer Rettungsinsel, die anderen beiden wurden aus einem Rettungsboot aufgenommen und am Abend des 9.9. nach Ranong gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre trieb auf der Trave
(09.09.16) Die Priwall-Fähre „Berlin“ (MMSI-Nr.: 211513510), erlitt am 8.9. gegen neun Uhr auf der Trave Maschinenausfall und trieb manövrierunfähig auf dem Fluss. Die zweite Fähre der Route, die „Travemünde“ warf los, um den Havaristen wieder einzufangen. Die „Travemünde“ brachte die „Berlin“ zurück ans Ufer. Nach einer guten halben Stunde war „Berlin“ gesichert und wurde untersucht. Als Ersatz kam die Priwallfähre „Pötenitz“ in Fahrt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Behörden verweigern CCNI Arauco Passage der Kaiserschleuse
(09.09.16) Der liberianische Containerfrachter „CCNI Arauco“ soll nach dem Feuer in der Ladung in Bremerhaven bei den German Dry Docks repariert werden. Allerdings lehnten die Behörden eine Dockschleusung an die alte Bananenkaje im Kaiserhafen wegen zu großer Risiken ab, deshalb musste nun ein anderer Liegeplatz an der Weser gefunden werden. Das Problem war, dass die Kammertore auf beiden Seiten geöffnet werden müssten, um den Havaristen durchzulassen, und es noch keine Tests einer Schleusung mit einem Schiff dieser Größe gegeben hatte.
Daher verzögert sich die Abfahrt aus Hamburg nun um mehrere Tage. Eine Alternative könnte die südliche Columbuskaje sein, bei der allerdings auch Fragen zur Verfügbarkeit, des Tiefgangs und freier Arbeits- und Lagerflächen hinter der Kaje bzw. wegen der Sturmflutgefahr hinter der Deichschutzlinie zu klären sind. Auch fehlte noch eine Analyse der 45000 Liter Löschschaum im Schiffsinnern. Bevor diese nicht vorlag, würde es auch keine Auslaufgenehmigung in Hamburg geben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht vor Augusta ausgebrannt und gesunken
(09.09.16) Am Nachmittag des 8.8. wurde die Coast Guard in Augusta alarmiert, nachdem vor dem Hafen eine Motoryacht in Brand geraten war. Die beiden Patroullienboote “CP 879” und “CP 525” sowie ein Schlepper der Reederei Rimorchiatori Riuniti, die „VF 1094“ und ein Helikopter der Feuerwehr kamen dem Boot zu Hilfe, ebenso die „CP 323“ der Coast Guard in Syrakus.
Während der Schlepper den Brand zu löschen versuchte, entdeckte die Crew der “CP 879” an Land zwei winkende Personen. Es stellte sich heraus, dass es die beiden Bootsfahrer waren, die an Land geschwommen waren, nachdem es auf ihrem Schiff eine Explosion gegeben hatte. Sie waren unversehrt und wurden nach Augusta gebracht. Das Boot aber war so schwer beschädigt, dass es sank.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter sank vor Port Lincoln
(09.09.16) Ein 57 Fuß langer Kutter der Port Adelaide Seafood Processing lief am Morgen des 8.9. gegen acht Uhr auf Felsen von Port Lincoln und begann zu sinken. Skipper Andy Joy und sein Decksmann Mackenzie Baddack mussten in eine Rettungsinsel flüchten. Nach 20 Minuten wurden sie von einem anderen Kutter aus den haiverseuchten Gewässern gerettet und zurück nach Port Lincoln gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Disput um Tod von fünf Fischern
(09.09.16) Nach dem Kentern des Kutters “Mariano Pérez X” vor Baja California Sur erhoben Angehörige der fünf Toten schwere Vorwürfe gegen die Hafenbehörde von Cabo San Lucas. Sie habe dem Schiff im Sturm das Einlaufen im Hurrikan Newton verweigert. Diese sagte hingegen, das Schiff habe den Hafenkapitän vor San Lucas lediglich über seinen Kurs informiert, und der Crew sei angeboten worden, in der Bucht von San Lucas oder in San Jose del Cabo Schutz zu suchen. Der Kapitän habe aber entschieden, nach La Paz weiterzulaufen, weil er davon ausging, dass der Sturm bereits Cabo San Lucas erreicht habe.
Der Kutter kam von Ensenada und war nach Mazatlan unterwegs, nachdem er eine Ladung Garnelen an Bord genommen hatte. Das Funkgerät war beschädigt, und so erreichte ihn die Sturmwarnung erst vier Fahrtstunden von Cabo San Lucas entfernt. Als er Los Cabos erreichte, erzeugte er vor Cabo Pulmo die Wellen, die dem Kutter zum Verhängnis wurden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Maud jetzt in voller Größe sichtbar
(09.09.16) Das Wrack des Expeditionsschiffs “Maud” des norwegischen Entdeckers Roald Amundsen präsentiert sich seit einiger Zeit in voller Größe, nachdem es Tag für Tag höher aus den Gewässern der Cambridge Bay gehoben wurde. Hebesäcke, die rings um den Rumpf platziert wurden, haben es seit Ende Juli vom Meeresgrund gehoben. Das Wrack war 500 Tonnen schwer, deutlich mehr als erwartet, und sollte nun während der Wintermonate gereinigt und getrocknet werden.
Das Holz war hart wie Stein. Im Schiffsinnern befanden sich 20 Tonnen Schlamm, Metallstücke, Rohre und andere Trümmer, die nun am Cambridge Bay Dock gelagert wurden, bis die Verschiffung nach Norwegen erfolgt. Es gab darüber hinaus allerdings keine allzu interessanten Funde an Bord des 1930 gesunkenen Schiffes.
Bislang gab es noch keine Exportgenehmigung für die Artefakte. Die Arbeit, die “Maud” heim zu bringen, war insgesamt jetzt ungefähr zur Hälfte geschafft. Anders als die Fram“ von Amundsen, die in einem Museum in Oslo ausgestellt ist, soll die „Maud“ nicht restauriert werden. In Kanada wird im May Hakongak Library and Cultural Centre auch nach der Heimkehr des Schiffes an dessen Geschichte erinnern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter auf Copalis Beach aufgelaufen
(09.09.16) Der 70 Fuß lange Kutter “Trinity” lief bei Niedrigwasser am 8.9. vor dem Strand von Copalis Beach in Ocean Shores auf Grund. Das Schiff hatte keinen Fang an Bord, als es aufsetzte, und wurde auch nicht weiter beschädigt. Die Maschine war noch funktionstüchtig.
Ein Schlepper sollte mit der Flut den Havaristen nun wieder zurück ins tiefere Wasser ziehen. Die Crew blieb derweil an Bord. Die Coastguard überwachte die Lage vor Ort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Skipper gestrandeter Luxusyacht fiel bereits drei Mal akoholisiert auf
(09.09.16) Die am 7.9. um 2.15 Uhr vor Palm Beach gestrandete, 72 Fuß lange 500.000-Dollar-Luxusyacht “Time Out” aus Hatteras lag am 8.9. weiter auf der Seite im flachen Wasser. Vor einer Bergung muss das Öl ausgepumpt werden, und die Brandung hat den Rumpf des 27 Jahre alten Bootes inzwischen beschädigt, Wasser drang ins Schiffsinnere ein.
Am Abend waren die rund 500 Gallonen noch an Bord. Den ganzen Tag über wurde Bergungsgerät am Strand in Stellung gebracht. Fässer mit Öl wurden an Land geschafft. Die Florida Fish and Wildlife Conservation Commission überwachte die Arbeiten, damit nahegelegene Schildkrötengelege nicht gefährdet wurden.
Die Polizei von Palm Beach leitete ein Strafverfahren gegen Eigner Thomas Henry Baker, 63, aus Belle Isle wegen Trunkenheit am Ruder ein. Bereits am 14.8. war gegen ihn wegen Alkohol am Ruder beim Führen einer 70 Fuß langen Yacht vor Port Canaveral im Brevard County ein Strafverfahren eingeleitet worden. Im Mai 2014 war der frühere JetBlue-Pilot in Orange County wegen Sachbeschädigung unter Alkoholeinfluss in Haft gekommen.
Er selbst machte das GPS der Yacht für die Strandung verantwortlich. Er sei mit seiner Freundin gegen 16 Uhr des Unglückstages von den Bahamas nach Jupiter ausgelaufen und habe nur Eistee getrunken. Dann sei die Steuerbordmaschine ausgefallen, und er sei auf der Backbordmaschine weitergelaufen, bis das Boot östlich des East Inlet Drive auf Grund lief.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht vor vollständigem Untergang bewahrt
(09.09.16) Am 6.9. bewahrten Mitarbeiter des Homer Port die 42 Fuß lange Motoryacht “Klahowya” vor dem vollständigen Untergang, nachdem es gegen fünf Uhr Wassereinbruch erlitten hatte und sinkend und bereits halb unter Wasser liegend in den Moorings entdeckt wurde. Das in den 1940er Jahren erbaute Boot lag zwischen zwei anderen, was wohl das vollständige Versinken verhinderte. Am Heck machte der Hafenschlepper von Homer fest und konnte das Schiff stabilisieren, bis eine Taucher- und Bergungsfirma eintraf.
Gegen 13 Uhr machte ein Taucher einen Hebesack am Heck fest. Dann konnten alle Öffnungen im Schiff abgedichtet und dieses mit drei Pumpen wieder schwimmfähig gemacht werden. Wegen der Bergungsarbeiten musste die Fähre “Kachemak Voyager” die Fahrten nach Seldovia unterbrechen.
Um 13.30 Uhr war die “Klahowya” gesichert. Zwei Bilgenpumpen hielten sie schwimmfähig, bis sie am Nachmittag des 8.9. zu einer Bootswerft abtransportiert wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sonarbild U-Boot HMS "Tarpon"
(Bild: JD Contractors)   Großbild klick!

Thyborøn: Britisches U-Boot nach 76 Jahren entdeckt
(08.09.16) Nach 76 Jahren hat der dänische Forscher Gert Normann Andersen gemeinsam mit dem britischen Meeresarchäologen Innes McCartney das am 10.4.1940 versenkte britische U-Boot HMS "Tarpon" gefunden. Das Boot der T-Klasse war mit einer 50-köpfigen Crew auf der Fahrt von Rosyth nach Norwegen, um dort deutsche Handelsschiffe anzugreifen, verschwand dann aber. Das Wrack wurde im dänischen Bereich der Nordsee rund 50 Meilen in 40 Metern Tiefe vor Thyborøn entdeckt.
Es war bemerkenswert gut erhalten und lag fast aufrecht auf Grund. Aufzeichnungen ergaben, dass das 84 Meter lange Boot erfolglos das Q-Schiff "Schiff 40/Schürbek" mit Torpedos angegriffen hatte. Die Deutschen orteten es dann mit Sonar, und das Periskop wurde entdeckt. Die "Schürbek" warf den ganzen Morgen über Wasserbomben ab, bis Trümmer auftrieben als Zeugnis der Versenkung des Bootes.
Die dänischen Taucher entdeckten auf dem Wrack offene Luken, das zerbrochene Glas des Periskops und schwere Zerstörungen unterhalb des Turms, wo eine Bombe explodiert war. Dieser Schaden dürfte das Boot binnen Sekunden geflutet haben. Zwei Torpedorohre waren leer, Zeichen des Angriffs auf die "Schürbek".
Auch auf dem Meeresgrund war noch ein Krater, wo eine Bombe detonierte. Nun gilt es das Schiff als historische Stätte und Seegrab zu schützen. Aus Respekt vor den Toten waren keine weiteren Tauchgänge geplant.
Quelle:Tim Schwabedissen



Luxusyacht “Time Out” auf dem Palm Beach Inlet
(Bild: Brian Haseltine)   Großbild klick!

Betrunkener Skipper setzte Luxusyacht auf Strand
(08.09.16) Am 7.9. strandete die 72 Fuß lange Luxusyacht “Time Out” am Palm Beach Inlet in Florida. Der Skipper Thomas Henry Baker, 63, aus Belle Isle, verfehlte die Einfahrt und setzte das Boot um 2.15 Uhr südlich davon an der North End Street auf Grund, wo es mit starker Backbordschlagseite in der Brandung zu liegen kam. Er wurde gegen sieben Uhr ins Palm Beach County Jail gebracht wegen des Verdachts der Trunkenheit am Ruder.
Die Firma Towboat US wurde mit der Bergung beauftragt. Diese sollte bis zum 8.9. abgeschlossen sein. Neben der Coast Guard und Sea Tow waren auch Vertreter der Florida Fish and Wildlife Conservation Commission vor Ort, um das weitere Vorgehen zu koordinieren. Vordringlich war zunächst das Abpumpen des Kraftstoffs.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter “Mariano Peréz X” gekentert
(Bild: Colectivo Pericu)   Großbild klick!

Gesamte Crew gekenterten Kutters ist tot
(08.09.16) Bis zum 7.9. wurde die gesamte fünfköpfige Crew des Kutters “Mariano Peréz X” der Fischerkoopperative Axel tot geborgen. Am 6.9. waren bereits zwei Leichen an dem am Morgen kieloben am Ufer des Strandes von Las Barracas zwischen La Ribera und Cabo Pulmo angetriebenen Wracks entdeckt worden.
Zwei weitere trieben tags darauf dort an. Der Kutter war dem Hurrikan Newton in Baja California Sur zum Opfer gefallen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Keine Umweltgefahr mehr durch Lady Lillian
(08.09.16) Am Abend des 6.9. beendeten die US Coast Guard und das Washington State Department of Ecology ihre Arbeiten an dem gesunkenen, 77-Fuß-Kutter „Lady Lillian“. Die Incident Management Division der Coast Guard Columbia River hatte mit Mitteln aus dem Oil Spill Liability Trust Fund die Global Diving and Salvage beauftragt, 4,000 Gallonen Diesel aus den Tanks zu pumpen. Das Schiff war am Vortag um 6:40 Uhr in Grays Harbor gesunken entdeckt worden war. Die Bergungsarbeiten wurden am 7.9. fortgesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Polizei ermittelt nach Feuer in Hamburg wegen fahrlässiger Brandstiftung
(08.09.16) Nach dem Feuer auf der „CCNI Arauco“ am Hamburger Burchardkai konnten die Bergungsarbeiten bis zum 7.9. so gut wie abgeschlossen werden. Das Schiff war fast vollständig entladen. Die Bergung der Container, die von einem Spezialunternehmen durchgeführt wurde, hatte sich jedoch sehr aufwendig gestaltet, da einige der Boxen zu einem großen Klumpen verschmolzen waren, der erst auseinandergenommen werden musste, um ihn aus dem Schiff holen zu können. Insgesamt wurden rund 50 Container von dem Feuer direkt betroffen.
Darin befanden sich vor allem Möbel, Folien und andere Hausratsgegenstände. Die „CCNI Arauco“ sollte Hamburg am Abend des 8.9. mit Ziel Bremerhaven verlassen. Dort soll das Schiff in einer Werft repariert werden. Unterdessen liefen die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei zur Brandursache weiter. Unterstützt wurden die Beamten dabei von Brandermittlern des Landeskriminalamts.
Sie ermittelten wegen des Verdachts der fahrlässigen Brandstiftung. Der Container, von dem der Brand ausging, wurde inzwischen ebenfalls von Bord geholt und von Experten untersucht.
Die Ergebnisse der chemischen Untersuchung standen noch aus. Drei Arbeiter hatten am Vormittag des 1.9. im Achterschiff Schweißarbeiten an Backbordseite durchgeführt. Nach einer Pause, die gegen 13 Uhr beendet war, gab es bei der Wiederinbetriebnahme des Schweißgerätes eine Explosion. Die 32, 33 und 60 Jahre alten Männer wurden dabei leicht verletzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer in Kohlebunker der Diesbar
(08.09.16) Mehrere Einsatzwagen der Feuerwehr und Polizei waren am Morgen des 8.9. am Terrassenufer in Dresden im Einsatz. Auf dem an der Brühlschen Terasse festgemachten Raddampfer „Diesbar“ war ein Feuer ausgebrochen. Dichter Rauch drang aus dem Innern des Schiffes.
Die Feuerwehr ging unter Atemschutz gegen das Feuer im Kohlebunker vor. Auch Teile des Maschinenraumes wurden beschädigt. Gegen 8.30 Uhr gab die Feuerwehr Entwarnung. Sie war zu Beginn des Einsatzes waren wir mit 45 Mann vor Ort, 20 halfen nach Ende der Löscharbeiten beim Aufklaren.
Auch musste das Gemisch aus Kohle und Löschwasser abgepumpt werden. Die Wasserschutzpolizei begann mit den Ermittlungen zur Ursache des Brandes. Es könnte sich um Selbstentzündung, einen technischen Defekt oder eine Fremdeinwirkung handeln.
Die „Wehlen“ sollte nun als Ersatz die Route der Weinstraße befahren. Die „Diesbar“ lief 1884 vom Stapel. Ihre Dampfmaschine stammt allerdings mindestens aus dem Jahre 1841 und gilt heute als die älteste und noch im Einsatz befindliche Raddampfmaschine der Welt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack der Rooswijk wird erforscht
(08.09.16) Holländische und britische Unterwasserarchäologen werden in den kommenden zwei Wochen das Wrack des VOC-Schiffes „Rooswijk“ betauchen, das im Januar 1740 vor Kent sank, nachdem es auf eine Sandbank aufgelaufen war. An Bord war eine große Anzahl von Silberbarren und Münzen.
Die Forscher wollen mehr über das Design des Schiffes und seinen Zustand herausfinden. Das Schiff ist ein geschütztes historisches Wrack. Es wurde 1737 in Amsterdam für die Verenigde Oost-Indische Compagnie (VOC) erbaut. Am 1.8.1740 strandete sie auf ihrer zweiten Reise auf den Goodwin Sands und ging samt ihrer Crew verloren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei russische Touristen starben bei Bootsunglück in Norwegen
(08.09.16) Am Nachmittag des 6.9. kenterte ein offener Kutter mit fünf Touristen an Bord bei Torsvåg auf Vannøya in Karlsøy. Der Rettungsdienst Nord-Norwegen wurde um 14.36 Uhr alarmiert. Eine Stunde später wurde das Boot 13 Kilometer nördlich von Torsvåg von einem Hubschrauber entdeckt.
Drei der Urlauber wurden vom Kiel des gekenterten Bootes gerettet. Es handelte sich um Russen und Litauer. Sie wurden von der Polizei in Tromsø vernommen. Zwei weitere, Russen im Alter von 59 und 58 Jahren, wurden um 16.50 und 17.30 Uhr von Tauchern im Innern des Rumpfes entdeckt und ins Universitäts-Krankenhaus Tromsø gebracht.
Hier starben sie am Abend des 6. bzw. am 7.9. Das Wrack des Bootes wurde am Abend des 6.9. vom Rettungsboot “Oscar Tybring” geborgen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung von Raddampfer wird Wochen dauern
(08.09.16) Die Bergung des 87 Fuß langen Raddampfers “Spirit of Sacramento” nahe Bethel Island im östlichen Contra Costa County wird wohl Wochen dauern. Um eine Verschmutzung des False River zu vermeiden, hat die Global Diving & Salvage Inc. zunächst alle Ventile abgedichtet. Das Wrack liegt zwischen dem Franks Tract und dem San Joaquin River. An Bord wurden rund 600 Gallonen Diesel vermutet.
Das maximale Fassungsvermögen der Tanks betrug 4500 Gallonen. Binnen drei Wochen soll das Schiff nun erst schwimmfähig gemacht und dann das Öl abgepumpt werden. Mögliche Verschmutzungen sollen mit Mitteln aus dem Oil Spill Liability Trust bekämpft werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Britische Marine rettete Crew iranischen Frachters
(08.09.16) Alle 15 Crewmitglieder des sinkenden iranischen Frachters “Al Zaman” wurden am 6.9. in einer gemeinsamen Aktipon der britischen Marine und der Coastguard von Oman gerettet. Das Schiff war 96 Meilen vor der Küste von Ras Al Hadd in Seenot geraten. Die HMS “Portland” der Royal Navy rettete die Schiffbrüchigen, nachdem ein Flugzeug der RAFO Rettungsbojen abgeworfen hatte. Das Maritime Security Centre leitete die SAR-Operation vor dem Sultanat.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler wird künstliches Riff vor New Jersey
(08.09.16) Vor New Jersey soll in der kommenden Woche durch die Division of Fish and Wildlife der 68 Fuß lange einstige Trawler “Austin” als künstliches Riff auf dem Axel Carlson Reef versenkt werden. Das Schiff soll am 13.9. rund 4,4 Meilen südöstlich des Manasquan Inlet auf den GPS-Koordinaten 40 02.900' 73 59.000' auf die letzte Reise gehen. Nach Angaben des New Jersey Department of Environmental Protection sollen bis zu 10 Schiffe auf diese Weise das Fischreichtum vergrößern.
In diesem Sommer wurden bislang drei versenkt, darunter das 65 Fuß lange Crewboot "NY Harbor Charlie" im August. Das Programm wird u.a. mit 119,250 Dollar des U.S. Fish and Wildlife Service finanziert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Panik auf Fähre nach Feuer
(08.09.16) Auf dem oberen Deck der 29 Meter langen, indonesischen Fähre "Dumai Express 15", 147 BRZ (IMO-Nr.: 8740852), brach am Nachmittag des 7.9. in den Gewässern von Tanjungsamak in der Molukkenstraße aus. Ein Zelt und Kartons gerieten in Brand und lösten eine Panik unter Passagieren aus.
Die Crew brauchte eine halbe Stunde, sie wieder zu beruhigen. Eine Zigarette könnte die Flammen entfacht haben. Nachdem sie gelöscht waren, setzte das Schiff die Fahrt nach Pulau Batam fort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bargen gestrandet
(08.09.16) Die Versuche, eine von zwie Bargen, die am Abend des 3.9. gegen 19 Uhr auf dem Mississippi unweit der unbewohnten Insel Campbell's Island gestrandet waren, wurden von der U.S. Coast Guard am 8.9. fortgesetzt. Sie saßen zunächst beide am Nordende von Campbell's Islandfest und hatten 4,800 Tonnen Ammoniak geladen.
Die eine kam unterdessen wieder frei, das andere der 278 Fuß langen Gefährte der Kirby Corporation in Houston, Texaswurde von einem Schlepper überwacht. Für eine Bergung muss der Flusspegel so weit ansteigen, dass ein größerer Schlepper herangeführt werden kann.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trümmer der Sea Worker werden vom Meeresgrund gefischt
(08.09.16) Die Bergungsarbeiten an der gekenterten dänischen Installationsplattform "Sea Worker" haben vor Bjerregaard begonnen. Aktuell waren fünf Schiffe, darunter das Kranschiff "Cormorant" und das Taucherschiff "Offshore Beaver", vor Ort und beseitigten Trümmer rund um das kopfüber liegende Wrack. Darunter befanden sich abgerissene Teile der Aufbauten-Einheiten, die auf dem Meeresgrund verstreut lagen.
Die Planung der komplizierten Bergung wurde ebenfalls weitgehend abgeschlossen. Sobald die letzten Tauchuntersuchungen abgeschlossen sind, die in den vergangenen Wochen durchgeführt wurden, sollte die Arbeit losgehen. Der Start der Arbeiten hing aber auch vom Wetter ab. Das Wrack wird dabei in viele kleine Teile zerschnitten werden müssen.
Nördlich von ihm sind die Schlepper "Whalsa Lass" und "Voe Earl", die beide mit Kränen für leichtere Bergungsarbeiten ausgerüstet sind, in Stellung gegangen. Fünfte im Bunde war weiterhin das Versorgungs- und Wachschiff "Seazip 3".
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter beging nach Kollision Unfallflucht
(08.09.16) Der unter Taiwan-Flagge laufende Kutter "Shun Fa 698" (MMSI-Nr.: 416030285) wurde am frühen Morgen des 7.9. von dem südkoreanischen Frachter "Kharis Pegasus", 6379 BRZ (IMO-Nr.: 9272993) in der Straße von Taiwan rund 22 Meilen nordwestlich von Taichung gerammt. Beide Schiffe wurden beschädigt, blieben aber fahrtüchtig. Der Frachter verließ die Unfallstelle, wurde dann aber von der Coast Guard gestoppt und ebenso wie der Kutter untersucht.
Dieser lief dann nach Quanzhou ein, während der Frachter die Reise von Fukuyama nach Kaohsiung wieder aufnahm und dort auf Reede Anker warf. Am Backbordseite hatte er Schäden an Relings und eine Beule im Rumpf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gefängnisstrafen für Versenkung von Hummerkutter
(08.09.16) Zwei Männer kamen ins Gefängnis, und auch ein dritter erwartete eine Strafe für die Versenkung eines Hummerkutters am 1.9. Es war die zweite solche Tat in den vergangenen Wochen. Vincent Hilt, 22, aus Vinalhaven, und Devlin Meklin, 20, aus Warren wurden am Wochenende festgenommen und ins Knox County Jail in Rockland gebracht. Der 36 -Fuß lange Kutter von Joshua Hupper sank am frühen Morgen des 1.9. an seiner Mooring vor Tenants Harbor. Der Schaden betrug rund 50,000 Dollar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter verlor Antrieb auf Don
(08.09.16) Der russische Frachter "Volgo Don 133", 3904 BRZ (IMO-Nr.: 8938318), verlor am Nachmittag des 6.9. seinen Backbordpropeller wie auch einen Teil des Schafts auf dem Don bei Flusskilometer 2975. Das unbeladene Schiff war von Kavkaz nach Busan unterwegs. Der Schiffsverkehr wurde gesperrt, bis Taucher die verlorenen Teile gefunden und geborgen hatten. Der Frachter warf an der Unfallstelle Anker.
Quelle:Tim Schwabedissen



Der Wulstbug steckt in den Felsen
(Bild: Hellenic Coastguard)   Großbild klick!

Lakonischer Golf: Fähre nach vier Tagen geborgen
(07.09.16) Am 6.9. wurde die türkische Roro-Fähre "Saffet Bey", 19689 BRZ (IMO-Nr.:8417118), von der Felsküste einer Naturbucht bei Prophet Elias in Agios Nikalaos geborgen. Nach mehreren vergeblichen Versuchen gelang es den beiden Schleppern "Apollon" (IMO-Nr.: 7431806) und "Pantanassa" (IMO-Nr.: 9332561), das Schiff, das die Arbeit mit seiner eigenen Maschine unterstützte, achteraus wieder in tieferes Wasser zu ziehen.
Es wurde dann vor Profitis Ilias zu weiteren Untersuchungen vor Anker gelegt. Es hatte am 3.9. offenbar einen falschen Kurs eingeschlagen und war frontal auf die Küste gelaufen.
"Saffet Bey" wird von den Felsen gezogen
(Bild: Hellenic Coastguard)   Großbild klick!
Die „Saffet Bey“ ist 163,8 Meter lang, 23,51 Meter breit und hat 8,8 Meter Tiefgang. Sie kann 648 Fahrzeuge und 12 Passagiere befördern. Egner ist die Ulusoy Ro/Ro Isletmeleri in Istanbul. Das Schiff entstand 1987 auf dem Danyard in Frederikshavn als „Mercandian Pacific“.
Quelle:Tim Schwabedissen




Ruderschaden vor Kythnos
(07.09.16) Der griechische Tanker "Eko 5", 2041 BRZ (IMO: 8820121), erlitt am Morgen des 6.9. am Ruderschaden westlich der Insel Kythnos. Er befand sich auf der Fahrt von Aspropyrgos nach Heraklion. Der Havarist sollte von einem Schlepper auf den Haken genommen werden, doch dann gelang es der Crew, den Schaden selbst wieder zu reparieren, und das Schiff nahm wieder Fahrt auf
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack der Flinterstar
(Bild: D. Neyts)   Großbild klick!

Letzte Reise der Flinterstar beendet
(07.09.16) Das Achterschiff des holländischen Frachters “Flinterstar” (IMO-Nr.: 9243758) wurde am 5.9. auf eine halbtauchende Ugland-Barge verfrachtet und verließ gegen 18 Uhr den Hafen von Zeebrügge auf deren Deck. Gegen Mitternacht wurden die Schleusen von Terneuzen passiert. Gegen Mitternacht erreichte der Schleppzug sein Ziel im Hafen von Ghent, die Abbruchwerft der Firma Galloo.
Am 6.9. begann das Verschrotten des Torsos mit einer ersten Inspektion, ob sich noch umweltgefährdende Substanzen an Bord befanden. So könnten noch Ölreste in der Maschine oder Rohrleitungen sein, aber auch Isolationsmaterial fiele darunter. Als nächstes galt es die Innenräume auszuschlachten und die Holzverkleidungen und Möbel auf dem Kai zu lagern, wo sie zur weiteren Verwertung sortiert werden sollten. Der verbliebene Schiffsstahl sollte dann in Teile von maximal 20 Tonnen Gewicht zerschnitten werden, die Kräne dann an Land heben. Am Ende sollten 98 Prozent des Wracks recycelt sein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sperrung des Houston Ship Channel nach Tankerbrand wieder aufgehoben
(07.09.16) Die US Coast Guard hob die Sperrung des Houston Ship Channel am 6.9. um 15.30 Uhr wieder auf. Er war um kurz nach Mitternacht gesperrt worden, nachdem auf dem Tanker "Aframax River" ein Feuer ausgebrochen war. Dank des raschen Eingreifens von zwei Löschbooten der Port of Houston Authority sowie Experten des Texas General Land Office und der National Oceanic and Atmospheric Administration konnte größerer Schaden abgewendet werden. Das unbeladene Schiff hatte 90.000 Gallonen Diesel in den Bunkertanks.
Das meiste verbrannte nach dem Austreten aus einem Riss, der bei einem Auflaufen des Schiffes entstanden war. Nur ein dünner Ölfilm war bei Tagesanbruch auf dem Wasser sichtbar. Der Tanker hatte wahrscheinlich ein Abwasserrohr gerammt.
Das Öl, das sich nach dem Auslaufen entzündete und 200 Fuß hohe Flammen schlug, konnte nach 45 Minuten gelöscht werden. Der Tanker wurde am Backbord-Achterschiff beschädigt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ölverschmutzung nach Bootsuntergang in Chinook
(07.09.16) Die Coast Guard Puget Sound bekämpfte mit Mitteln aus dem Oil Spill Liability Trust Fund eine Ölverschmutzung, die beim Untergang des 38 Fuß langen Motorboots “Charnade” in der Chinook Landing Marina in Tacoma am Nachmittag des 6.9. entstanden war. Das Holzboot hatte bis zu 200 Gallonen Öl an Bord, als es um 6.30 Uhr unterging.
Drei Stunden darauf wurde die Coast Guard verständigt. Der Eigner beauftragte die Global Diving and Salvage mit der Bergung, konnte diese aber nicht bezahlen. Daraufhin wurden öffentliche Mittel bereitgestellt. Das Tacoma Fire Department und Personal des Washington Department of Ecology war ebenfalls an den Reinigungsarbeiten beteiligt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht auf Bodensee wird wohl nicht geborgen
(07.09.16) Die nach einer Kollision mit dem Katamaran „Constanze“ in 240 Metern Tiefe auf dem Bodensee am 12.8. gesunkene Segelyacht wird voraussichtlich nicht geborgen. Vor der abschließenden Bewertung sollte das Wrack aber noch von einem Tauchroboter untersucht werden, um genauere Erkenntnisse über Lage und Zustand des Bootes zu bekommen. Die Bergung wäre aufwendig und teuer.
Die Untersuchung des Unglücks liegt bei der Staatsanwaltschaft in Konstanz. Die Wasserschutzpolizei hat ihre Ermittlungen abgeschlossen. Es gab keinen Hinweis auf technisches Versagen. Zum Unglückszeitpunkt waren zwei Schiffsführer an Bord der Fähre.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter versenkte österreichische Yacht – Segler nach neun Stunden gerettet
(07.09.16) Im Südchinesischen Meer rammte in der Nacht zum 29.8. ein Frachter die Yacht „Calamares“, die unmittelbar danach sank und sich das Kärntner Skipperpaar Emmy und Walter Motschiunig, beide 66, schwimmend an der Wasseroberfläche wiederfand. Um drei Uhr nachts hatte Walter Motschiunig von seiner Frau Emmy die Nachtwache auf der C-Yacht 1100 “Calamares” übernommen. Er setzte einen neuen Waypoint, schaute auf den Plotter und überprüfte im AIS die Position etwaiger Schiffe in der Nähe.
Vor ihm war ein Frachter in sechs Meilen Entfernung. Doch Motschiunig ahnte nicht, dass im Dunkel der Nacht bereits ein anderer Frachter, offenbar unbeleuchtet und ohne AIS, auf ihn zusteuerte. Um 04.05 Uhr gab es einen ohrenbetäubenden Krach, und der Frachter bohrte sich mit seinem Wulst in die „Calamares“. Sein Anker verfing sich in der oberen Saling in 15 Metern Höhe und drehte die Yacht an seine Seite.
Nach ein paar Manövern konnte der Skipper ihn davon lösen. Der Frachter schleifte das Boot aber entlang seiner Länge von 150 bis 200 Metern mit. Die Frau schreckte inzwischen aus dem Schlaf hoch, funkte Mayday, griff nach den Papieren und warf sie ins Dinghi. Ihr Mann löste die Leine, wollte aber mit dem letzten Karabinerhaken noch warten, bis das Dinghi vollständig im Wasser war und er und seine Frau darin saßen. Doch der Rumpf der „Calamares“ hatte offenbar so starken Schaden genommen, dass er schnell volllief und die Yacht zu sinken begann. Der Bug senkte sich nach unten und das Heck senkrecht nach oben. Das Boot nahm die Rettungsinsel und das Beiboot mit in die Tiefe. Der Skipper wurde unter die Solaranlage gedrückt, und bis er dahinter kam, waren beide Segler schon fünf bis 10 Meter tief unter Wasser. Sie konnten sich aber befreien und kamen an die Wasseroberfläche.
Der Frachter setzte derweil seinen Weg fort, obwohl der Lärm der Kollision und das Schrammen entlang der Rumpfwand an Bord deutlich zu hören gewesen sein mussten. Nun trieben die beiden alleine, ohne Rettungswesten und nur mit einem mobilen Seenotsender ausgestattet, im stockdunklen Meer. Sie hofften, dass die Frachter, die in einiger Entfernung vorbeifuhren, das Blinklicht des EPIRB sahen.
Im Laufe des Vormittags sahen wir einen Helikopter, doch wahrscheinlich suchte er eine Rettungsinsel und drehte bald wieder ab. Immerhin wussten die Schiffbrüchigen jetzt, dass der Notruf aufgefangen wurde. Dann tauchte eine Flosse eines Hais auf, doch da sich die beiden aneinander klammerten, erschien ihm die mögliche Beute wohl zu groß.
Um 12 Uhr mittags sichteten sie schließlich ein Boot in 1,5 Meilen Entfernung. Sie mussten dem kleinen Fischerboot entgegen schwimmen. Um keine Zeit zu verlieren, ließ Walter die langsamere Emmy zurück. Um 13:10 Uhr, nach neun Stunden im 29 Grad warmem Wasser ohne Schwimmweste, erreichte er das Fischerboot, das mit einem Generator-Schaden an einer Sandbank gelegen hatte.
Der Skipper des Kutters schwamm mit einer Rettungsweste Emmy Motschiunig entgegen und zog sie ebenfalls an Bord. Die beiden wurden mit Essen und Trinken versorgt. Da sie so weit draußen aber keinen Empfang hatten, konnten sie sich erst am nächsten Tag nach 60 Meilen Fahrt bei ihrer Familie melden, die wegen des Notrufes einen Anruf aus Wien erhalten hatte und sehr beunruhigt war.
Auf der kleinen Insel Akar wurden die Segler untergebracht. Die österreichische Botschaft besorgte binnen 1,5 Tagen neue Pässe besorgt, und sie machten sich auf den Weg nach Hause.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter ging einen Tag vor Verkauf in Flammen auf
(07.09.16) Ein 46 Fuß langer Holzkutter, der am 6.9. an einen neuen Eigner verkauft werden sollte, ging in den Nachtstunden zuvor in Flammen auf und sank am alten Fährkai von Steinestø in Bergen. Das Feuer wurde um 3.10 Uhr entdeckt und die Feuerwehr alarmiert. Als diese mit zwei Einsatzfahrzeugen und einem Löschboot eintraf, stand das Schiff in Vollbrand. Es gelang zwar, den Brand bis gegen fünf Uhr zu löschen, doch war das Schiff so schwer beschädigt, dass es an seinem Liegeplatz sank.
Nur noch das Ruderhaus ragte aus dem Wasser. Um das Wrack wurde eine Ölsperre ausgelegt. An Bord befanden sich rund 400 Liter Diesel.
Der Eigner wurde zu Hause angetroffen. Es stellte sich heraus, dass die Person, die die Polizei gerufen hatte, dieselbe war, die das Schiff hatte kaufen wollen. Warum das Feuer ausbrach, war unbekannt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Trawler in Douarnenez
(07.09.16) Ein 42 Jahre altes Crewmitglied des französischen Trawlers "Antaeus - GV.711864", 129 BRZ (MMSI-Nr.: 227941000), erlitt eine Rauchvergiftung und musste ins Michel-Mazéas-Krankenhaus in Douarnenez gebracht werden, nachdem am 7.9. um 1.45 Uhr in der Kombüse ein Feuer ausgebrochen war. Das Schiff lag im Rosmeur-Hafen von Douarnenez am Kai. 25 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Douarnenez, Audierne, Pont Croix und Concarneau, die auf Schiffsbrände spezialisiert waren, konnten den Brand binnen einer Stunde löschen. Die Polizei leitete eine Untersuchung ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fünf Tote bei Kutterunglück vor Cabo Pulmo
(07.09.16) Der Garnelenkutter “Mariano Pérez” kenterte am 6.9. auf der Fahrt von Ensenada in La Paz, Baja California Sur nach Mazatlán vor der Küste von Cabo Pulmo in der Los Cabos-Gemeinde bei hohem Seegang. Von der fünfköpfigen Crew wurden zwei Mann tot geborgen, drei weitere noch vermisst.
In demselben Sturm sank am Morgen ein weiteres Boot vor der Insel Cerralvo auf der Fahrt von San José del Cabo nach La Paz. Die beiden Crewmitglieder konnten gerettet werden. Vor La Paz sanken fünf unbesetzte Yachten bei Mogote in dem Wirbelsturm.
Quelle:Tim Schwabedissen



800 Fahrgäste in Cartagena gestrandet
(07.09.16) Die italienische Fähre "Sardegna", 33336 BRZ (IMO-Nr.: 8712518), erlitt am 6.9. um 21.15 Uhr Maschinenausfall und musste von zwei Schleppern nach Cartagena gezogen werden, wo sie an der Pier St. Lucia festmachte. Sie war von Tanger nach Genua mit einem Stopover in Barcelona unterwegs und hatte rund 800 überwiegend marokkanische Fahrgäste an Bord, die auf dem Weg in die Heimat waren.
Unmittelbar nach dem Anlegen begann die Reederei SNAV die Weiterreise zu organisieren. Viele Fahrgäste weigerten sich aber, von Bord zu gehen, ehe mögliche Entschädigungen und die Abdeckung entstehender Zusatzkosten nicht geklärt war. Am Vormittag hatten die meisten von ihnen das Schiff in Richtung Barcelona verlassen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schnellfähre auf Sandbank aufgelaufen
(07.09.16) Die russische Hochgeschwindigkeitsfähre “Voskhod-69”, 88 BRZ, kam am 6.9. mit 34 Fahrgästen auf der linken Seite des Flusses Ob fest, nachdem sie vom Kurs abgekommen war. Zwei Passagiere wurden verletzt und mussten mit einem Helikopter abgeborgen werden. Sie kamen in eine Klinik in Kargasok.
Die anderen wurden anderweitig evakuiert und setzten die Fahrt mit Bussen fort. Die Fähre wurde freigeschleppt und zu Inspektionen vor Anker gelegt. Sie war unterwegs von Kargasok nach Koltogorsky. Betreiber des 1990 erbauten Schiffes ist die LLC Obrechflot. Es ist 27,60 Meter lang, 6,20 Meter breit und hat einen Meter Tiefgang.
Quelle:Tim Schwabedissen



Expeditionsyacht in Nordwest-Passage havariert
(07.09.16) In der Nordwest-Passage strandete am 31.8. die 58 Fuß lange, in Hongkong registrierte Expeditionsyacht “Eagles Quest II” (MMSI-Nr. 477991401), und musste die kanadische Coast Guard (zu Hilfe rufen. Diese schickte den Eisbrecher „Sir Wilfried Laurier”, um das im Juni in Hokkaido nach Island ausgelaufene Boot, das sich gerade auf dem Abschnitt von der Cambridge Bay nach Gjoa Haven befunden hatte, wieder flottzumachen. Schlechte Kartierung war Schuld an der Havarie.
Plötzlich hatte sich die Wassertiefe von 25 auf zwei Meter verringert. Trotz des Versuches, die Fahrt aufzustoppen, lief die Yacht auf Grund. Mit dem 15-PS-Dinghi versuchte die Crew, den Mast mit 120 Meter langen Seilen überzulegen, doch das Boot krängte nicht genug, um abzukommen. Es war zu allem Überfluss bei Hochwasser gestrandet. 12 Stunden nach dem Notruf war Hilfe da. Es sollte auf Tagesanbruch gewartet werden. Doch am 1.9. um 6.30 Uhr drehte der Wind so, dass die Yacht von selbst wieder freikam. Zwei Zodiacs des Eisbrechers leiteten sie dann in sichere Gewässer.
Quelle:Tim Schwabedissen



Betrunkener Skipper rammte Hafenanlagen
(07.09.16) An den Hafenanlagen von Aurora Harbor in Juneau entstand ein erheblicher Sachschaden, als der 43 Fuß lange Kutter „Nor‘ Gale“ diese auf dem Weg zu einem Slip rammte. Der Hauptschwimmsteg am Nordende wurde beim Anprall mit an die fünf Knoten Fahrt stark beschädigt, Beton platzte ab, und ein Verankerungspfahl wurde umgebogen.
Die Polizei in Juneau verhaftete den 51-jährigen Skipper Darrin Hess wegen Fahrens unter Alkohol. Er wurde ins Lemon Creek Correctional Center gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandeter Katamaran verschrottet
(07.09.16) Der Katamaran “Tiki Island TX”m der am 1.9. am Ocean Drive zwischen Texas A&M University-Corpus Christi und der Einfahrt der Naval Air Station Corpus Christi schwer beschädigt antrieb, wurde mittlerweile geborgen. Der letzte Eigner konnte in New Mexico ausfindig gemacht werden.
Er fuhr am vergangenen Wochenende nach Corpus Christi und räumte das Wrack stückweise vom Ufer. Wie es zur Strandung nahe des Island Campus kommen konnte, war unklar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hermine ließ Boot stranden
(07.09.16) Das Georgia Department of Natural Resources kontaktierte den Eigner des 28 Fuß langen Motorbootes “Mojito”, das am 2.9. gestrandet am Ufer des Jericho River nahe der Bryan/Liberty County-Grenze entdeckt worden war. Der Mann lebt in Florida und wollte das Boot bergen. Es hatte sich im Tropensturm Hermine selbstständig gemacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter Harener Reederei bei Swansea aufgelaufen
(07.09.16) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge registrierte Frachter "Wilson Corpach", 2997 BRZ (IMO-Nr.: 9125085), der Wessels-Reederei in Haren/Ems lief am frühen Morgen bei der Briton Ferry Bridge bei Swansea auf Grund.
Er war auf der Fahrt von Avonmouth nach Antwerpen. Die britische Coastguard wurde um 1.22 Uhr alarmiert und überwachte die Lage. Mit der Flut um 10.25 Uhr kam der Havarist, wie erhofft, ohne Fremdhilfe wieder frei.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ölbarge lief auf Grund
(07.09.16) Die Barge “The Investigator” der Fathom Marine lief mit 20 Tonnen Öl an Bord nördlich von Tuktoyaktuk am 3.9. auf Grund. Sie war mit einem Schubschlepper dorthin unterwegs gewesen, als sie auf einer Sandbank festkam. Versuche des Schleppers, sie zu befreien, scheiterten bei 40 Knoten Wind und drei Meter hohen Wellen.
Dann löste sie sich aber von selbst wieder, doch sie konnte nicht eingefangen werden, ging erneut auf Drift und kam schließlich bei Toker Point, rund 25 Kilometer nördlich von Tuktoyaktuk, ein zweites Mal fest. Der Schlepper musste zum Bunkern zunächst nach Tuktoyaktuk einlaufen. Die Coast Guard schickte einen Helikopter zur Überwachung der Barge.
Zwei andere Schiffe bemühten sich inzwischen, sie flottzumachen. Mit steigendem Wasserstand sollte dies am Abend des 6.9. erfolgen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Weltumsegelung endete auf Felsen
(07.09.16) Der Einhandsegler James Swan, 68, strandete mit der 12 Meter langen Segelyacht “Banshe” am 6.9. gegen 22 Uhr auf Felsen beim Pine Islet, rund 120 Kilometer vor Mackay. Seine Yacht wurde in stürmischer See zerstört. Der Skipper war vor den Whitsundays unterwegs und hatte vor der Havarie zwei Tage auf Percy Island zu Reparaturarbeiten verbracht, als der Sturm aufkam. Das Hauptsegel riss und verfing sich im Propeller. Hilflos trieb das Boot auf Felsen.
Der Skipper aktivierte den EPIRB, dessen Signal die Australian Maritime Safety Authority gegen vier Uhr des 7.9. auffing. Zwei Hubschrauber stiegen in Rockhampton und Mackay auf. Er musste 10 Stunden auf einem Felsen verbringen, ehe ein RACQ CQ Rettungshubschrauber ihn am Morgen dort abbarg. Er war vor drei Jahren aus Sydney zu einer Weltumsegelung aufgebrochen.
Nun wurde sein 100.000 Dollar wertes Boot zerstört. Ihm blieb nur der Beutel mit Habseligkeiten, den er bei der Rettung bei sich trug. Um 8.30 Uhr wurde er nach Mackay gebracht. Nun wollte er das Boot von den Felsen von Middle Island räumen lassen. Es war aber nicht versichert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot “Euphoria”
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Acht Personen von gestrandetem Motorboot gerettet
(06.09.16) Die US Coast Guard und Sea Tow kamen am Nachmittag acht Personen auf dem 47 Fuß langen Motorboot “Euphoria” zu Hilfe, das unweit von Eagle Point auf Grund gelaufen war und Wassereinbruch erlitten hatte. Um 15.45 Uhr hatte der Skipper das Galveston County Sheriff’s Office über die Havarie vor San Leon informiert. An Bord befanden sich sechs Erwachsene und zwei Kinder.
Von der daraufhin alarmierten Station Galveston lief ein 45-Fuß-Boot aus, von der Station Houston ein 29-Fuß-Boot, außerdem stieg von der Air Station Houston ein MH-65 Dolphin-Helikopter auf. Gegen 16.15 Uhr waren die Einsatzkräfte vor Ort. Ein Boot von Sea Tow setzte alle acht Personen von dem mit starker Steuerbordschlagseite auf Grund liegenden Schiff auf das Boot der Station Houston.
Sie wurden dann weiter auf das Boot der Station Galveston und von dort nach Nassau Bay gebracht. An Bord der “Euphoria” waren rund 300 Gallonen Kraftstoff. Sea Tow koordinierte mit dem Eigner die Bergungspläne.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht kollidierte mit Buckelwal im Greifswalder Bodden
(Datum) Auf dem Greifswalder Bodden kollidierte am 5.9. der Stralsunder Skipper Andreas Kohl, der mit seinem Boot nach Stralsund unterwegs war mit einem Buckelwal, der bereits seit Wochen im Greifswalder Bodden gesichtet worden war.
Die Yacht war mit 11 Knoten bei kräftigem Wind und hohen Wellen unterwegs, als sie südlich der Insel Vilm mit dem Wal zusammenstieß. Nach der Kollision hob sich das Tier einen halben Meter aus dem Wasser.
Quelle:Tim Schwabedissen



Raddampfer “Spirit of Sacramento”
(Bild: Rick Rockland)   Großbild klick!

Sperrzone um gesunkenen Raddampfer eingerichtet
(06.09.2016) Taucher untersuchten auf dem Sacramento River am 5.9. das kieloben liegende Wrack des Raddampfers “Spirit of Sacramento”, der am frühen Morgen des 4.9. unweit von Bethel Island im Contra Costa County Wassereinbruch erlitten hatte. Eine Sektion des Delta wurde gesperrt, und die U.S. Coast Guard leitete eine Untersuchung ein. Taucher der Coast Guard und Global Diving and Salvage Team sollten die Lage des Schiffes unter Wasser in Augenschein nehmen.
An Bord des 87 Fuß langen Raddampfers waren rund 600 Gallonen Diesel, von denen ein Teil auslief. Deshalb wurden auch Ölsperren um das Wrack ausgebracht. Nachdem die Taucher die Ventile geschlossen hatten, kam es zu keinem weiteren Ölaustritt mehr. Die Coast Guard, die Contra Costa County Sheriff’s Deputies und das Department of Fish and Wildlife richteten eine Sperrzone um die “Spirit of Sacramento” ein. Sie hatte mehrere Wochen lang vor Bethel Island gelegen. Zwei Männer hatten sie auf einer Auktion erworben und brachten sie nach Sacramento zur Überholung und zum Weiterverkauf.
Das historische Flussschiff spielte in dem Film Blood Alley mit John Wayne 1955 eine Rolle. Es wurde 1942 bei der Berkeley Steel Company für das U.S. Army Corps of Engineers als Flussräumschiff erbaut, bis John Wayne es 1954 für seinen Film erwarb. Danach verkaufte der Schauspieler die „Putah“ an einen Geschäftsmann aus Sacramento, der es als „Mansion Belle“ für Flusskreuzfahrten einsetzte.
Dies ging bis in die 1980er Jahre, als sich die Spur des Schiffes verlor, bis es Anfang der 90erwieder in die Region zurückkehrte. 1991 erwarb s die Channel Star Excursions und nannte es „Spirit of Sacramento“. Nach fünf Jahren erfolgreichen Einsatzes kam es zu einem Feuer an Bord. Es brach am 3.2.1996 aus und erfasste das ganze Schiff.
1997 erwarb es Willam Barker und nannte es „The Duke“. Er gab eine halbe Million zur Reparatur aus, doch wurde das Schiff immer wieder von Vandalen beschädigt. Am Ende lag es aufgegeben und halb gesunken auf dem Sacramento River. 2006 schlossen die Sacramento Yacht Charters einen 10-Jahres-Vertrag ab, das Schiff von Old Sacramento in der Flussfahrt einzusetzen.
2008 wurde dieser wegen deren Unzuverlässigkeit im Schiffsbetrieb gekündigt. Als 2012 das Abandoned Vessel Program aufgelegt wurde, war das Schiff eines der ersten Objekte, das die Behörden im Auge fassten. Ein Gericht verfügte, dass es entfernt werden müsste. Letztlich verblieb es aber, wo es war, bis es nun sank. Der aktuelle Eigner ließ sich bislang nicht ermitteln.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter “Lady Lillian“ gesunken
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Kutter sank in Westport Marina
(06.09.16) Die US Coast Guard und das Washington State Department of Ecology wurden um 6.40 Uhr des 5.9. alarmiert, nachdem der 77 Fuß lange Kutter “Lady Lillian“ an seinem Liegeplatz in der Westport Marina gesunken war. Die Incident Management Division der Coast Guard Columbia River beauftragte mit Mitteln des Oil Spill Liability Trust Fund die Global Diving and Salvage damit, die Ventile zu schließen und die Öltanks auszupumpen.
Personal des Ecology and Port of Grays Harbors legte Ölsperren und ölbindenden Pads um das Wrack aus. An Bord waren rund 1,000 Gallonen Diesel und sieben Gallonen Hydrauliköl.
Quelle:Tim Schwabedissen



Baggerschiff in Beira geborgen
(06.09.16) Das unter Mosambik-Flagge laufende Baggerschiff "Macuti", 3128 BRZ (IMO-Nr.: 9641144), das am 28.6. mit dem unter Panama-Flagge laufenden Containerfrachter "MSC Chiara", 31430 BRZ (IMO-Nr.: 8420892), kollidiert und anschließend sinkend vor Beira auf Grund gesetzt worden war, konnte am 4.9. wieder schwimmfähig gemacht werden. Mehrere Bergungsversuche waren zuvor an Stabilitätsproblemen gescheitert. Mit Schwimmkörpern konnten diese nun gelöst werden.
Das Wrack wurde am Haken des Schleppers "SL Rima" zur Beira Drydock geschleppt. Hier sollten nun Inspektionen stattfinden, ehe es zur Reparatur nach Südafrika gebracht wird.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer in Schrottladung
(06.09.16) Am 6.9. um 3.30 Uhr brach auf dem unter Togo-Flagge laufenden Frachter "Tian Feng 3", 2510 BRZ (IMO-Nr.: 8911035), in Fukuoka auf der Insel Kyushu ein Feuer aus. Es entstand beim Laden von Schrott, nachdem 500 Tonnen der Ladung an Bord waren, im Laderaum. 18 Löschteams, Schlepper und ein Helikopter wurden zur Brandbekämpfung eingesetzt, und nach 4,5 Stunden war das Feuer unter Kontrolle.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rettungsboot vor Stavanger abgestürzt
(06.09.16) Auf dem unter Bahamas-Flagge laufenden Tanker “Navion Anglia”, 72449 BRZ (IMO-Nr.: 9204752), der seit dem 22.8. vor Stavanger lag, stürzte am Morgen des 5.9. um 9.30 Uhr ein Rettungsboot aus 20 Metern Höhe ab. Die beiden Crewmitglieder, die an Land gewesen waren und gerade an Bord gezogen wurden, wurden verletzt und kamen mit einem Seaking-Helikopter ins Krankenhaus.
Einer der beiden war zeitweilig bewusstlos. Das Unglück ereignete sich im Åmøyfjord nördlich von Stavanger. Der Unfall wurde vom Flaggenstaat untersucht, da sich der Liegeplatz außerhalb der norwegischen Gewässer befand.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter durch Meuterer manövrierunfähig gemacht
(06.09.16) Auf dem türkischen Frachter "Mehmet Ünlü", 4937 BRZ (IMO-Nr.: 9200029), das sich in ukrainischen Hoheitsgewässern unweit der Hafenstadt Odessa befand, kam es am 4.9. zu einer Auseinandersetzung, bei der fünf Crewmitglieder verletzt wurden. Zwei betrunkene Crewmitglieder griffen den Kapitän mit Messern an. Die Angreifer schalteten den Strom an Bord ab und nahmen fünf Menschen als Geiseln.
Es kam zu einem Handgemenge, fünf Personen wurden dabei verletzt, der Kapitän schwer. Er konnte kurz vor Mitternacht einen Notruf absetzen. Die übrige Crew verschanzte sich auf dem antriebslosen Schiff.
Die ukrainische Spezialeinheit ALFA stürmte den Frachter, befreite die Geiseln und setzte die Angreifer fest. Die Verletzten kamen in stationäre Behandlung. Die zwei Angreifer wurden auf ein Polizeirevier gebracht.
Das Schiff befand sich etwa 30 Kilometer von Odessa entfernt in der Einfahrt zum Hafen der Stadt Juschne. Es wurde vom Schlepper „Champion“ auf den Haken genommen und auf Position gehalten. Es hatte um 14.15 Uhr Nikolayev mit Ziel Aqaba verlassen. Fünf Meilen vor Odesse wurde es vor Anker gelegt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Erneut Ulmer Schachtel gesunken
(06.09.16) Die Ulmer Schachtel „Stadt Linz“ sank zwischen dem 2. und 4.9. an ihrem Liegeplatz auf der Donau nahe der Böfinger Halde. Sie war offenbar übers Wochenende vollgelaufen und langsam gesunken. Mitglieder der Gesellschaft der Donaufreunde hatten das Unglück bemerkt. Das Schiff wurde am 4.9. mit einem Mobilkran geborgen. Weil die „Stadt Linz“ an einem abfallenden Hang lag, wurde sie zunächst von Tauchern der DLRG gesichert. Die längsseits am Ufer liegende „Stadt Ulm“ wurde entfernt.
Die Feuerwehr hob dann die „Stadt Linz“ mit einem Kran und lenzte sie. Das Sinken der 1973 gebauten „Stadt Linz“ geschah wenigen Wochen nach dem Schiffbruch der Schachtel „Donauspatz“, die Ende Juli auf Höhe des Metzgerturms kenterte, wobei 28 Personen im Wasser landeten. Ursache des jüngsten Unglücks war, dass die Pumpen, die eintretendes Wasser absaugen sollten, nicht funktionierten.
Dass in die Schachteln kontinuierlich Wasser eindringt, ist der Bauweise mit doppeltem Boden geschuldet. Die Planken brauchen das Wasser, damit sie aufquellen und dicht sind. Sensoren regulieren die Pumpen, die immer dann anspringen, wenn zu viel Wasser eindringt.
Wegen eines technischen Defekts an einem Verbindungskabel arbeiteten die Pumpen, die von Batterien an Bord gespeist werden, die wiederum mit dem Stromnetz an Land verbunden sind, nicht ordnungsgemäß. Nach der Bergung überprüften Mitarbeiter den Motor der „Stadt Linz“.
Im kommenden Frühjahr sollte das Schiff ohnehin ein neues Heck und eine Dreischichtkonstruktion erhalten, so dass von unten kein Wasser mehr ins Boot eindringen kann. Der neue Motor lag auch schon bereit. Der Unfall mit der „Donauspatz“ wurde vermutlich durch eine starke Seitenströmung ausgelöst.
Quelle:Tim Schwabedissen



Verdacht auf fahrlässige Brandstiftung auf der CCNI Arauco
(06.09.16) Nach dem Brand auf dem Containerschiff „CCNI Arauco“ wird jetzt am Burchardkai aufgeräumt. Am 5.9. begann eine Spezialfirma, die ausgebrannten Boxen zu entsorgen. Gleichzeitig starteten die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei und des Landeskriminalamts wegen des Verdachts der fahrlässigen Brandstiftung und unerlaubten Umgangs mit gefährlichen Stoffen.
Der Container, in dem das Feuer bei Schweißarbeiten ausbrach, wurde dazu ebenfalls von Bord geholt. Jetzt begann die chemische Untersuchung der Brandreste. Das Containerschiff sollte anschließend mit dem kontaminierten Löschschaum an Bord in eine Werft nach Bremerhaven geschleppt werden. Bereits Ende der Woche wurde der nächste Containerfrachter an dem Liegeplatz erwartet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Halbe Flinterstar auf letzter Reise
(06.09.16) Das Achterschiff des vor Zeebrügge gesunkenen Frachters „Flinterstar“ verließ den Hafen am 5.9. gegen 18 Uhr und wurde Richtung Ghent transportiert. Gegen Mitternacht erreichte es auf seiner letzten Reise die Schleuse von Terneuzen. Gegen zwei Uhr wurde es dann am Kai der Abbrecher von Galloo erwartet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler manövrierunfähig nach Larvik eingeschleppt
(06.09.16) Der schwedische Trawler "Valöskär - GG 410", 217 BRZ (IMO-Nr.: 5295349), wurde am 5.9. rund 25 Meilen nördlich von Larvik manövrierunfähig, nachdem das Netz in den Propeller greaten war und ihn blockiert hatte. Das Rettungsboot "Stormbull" wurde zu Hilfe gerufen. Als es am Havaristen eingetroffen war, hatte ihn bereits der schwedische Trawler „Revet“ übernommen.
Die Schleppleine wurde auf das Rettungsboot übergeben und die Reise gen Larviksfjord fortgesetzt. Um 18.30 Uhr erreichte der Schleppzug den Hafen. Dort machte der Trawler am Hafenschuppen fest, wo ein Taucher sich daran machte, den Antrieb wieder zu befreien. Um 20.30 Uhr war das Schiff wieder fahrtüchtig.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter aus 52 Metern Tiefe vor Sálvora geborgen
(06.09.16) Berger der Firma Demoliciones Submarinas aus Cambados sowie eine weitere Firma aus Santander haben den gesunkenen Kutter „Segundo Durán" aus Cambados, der am Morgen des 9.8. vor der Insel Sálvora gesunken war, binnen vier Tagen aus 52 Metern Tiefe geborgen. Die Arbeit war wegen der Wassertiefe und starker Strömung kompliziert. In der ersten Phase wurde der 24-Tonnen-Holzkutter mit Hebesäcken auf 16 Meter Wassertiefe gebracht, wo Taucher besser an ihm arbeiten konnten.
Das Schiff war noch in gutem Zustand. Es wurde vom Bergungsschiff „Cuico“, unterstützt vom Rettungsboot "Sargadelos" am 4.9. in den Hafen von Vilanova zur Untersuchung gebracht und dort von einem Kran aus dem Wasser gehoben. Ein Wassereinbruch oder Überladung waren mögliche Ursachen des Untergangs.
Der Kutter wurde 1989 erbaut und ist 13.80 Meter lang. Die fünfköpfige Crew, zwei Galizier und zwei Peruaner, hatten sich in eine Rettungsinsel flüchten können. Sie wurde von dem Kutter "Sempre Galaico" gerettet und nach Cambados gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Angelkutter brach nach Rettungsaktion auseinander
(06.09.16) Der 63 Fuß lange Angelkutter “Invicta” ist am 3.9. im Pazifik gesunken, nachdem die 21 Sportfischer und die fünfköpfige Crew abgeborgen worden waren. Das Schiff war gegen fünf Uhr bei den Coronado Islands in San Diego auf einen Felsen gelaufen und hatte Wassereinbruch erlitten. Die Crew brachte Rettungsinseln aus, und in San Diego stieg ein MH-60 Jayhawk Helikopter auf.
Auch das Patroullienboot “Sea Otter” wurde in Marsch gesetzt, doch als erstes war die 35 Fuß lange “Sweet Marie” vor Ort, die nur 1,5 Meilen entfernt war und binnen einer Viertelstunde vor Ort war. Sie nahm alle Schiffbrüchigen an Bord und barg auch die Rettungsinseln. Eine Stunde später übernahm sie die Küstenwache.
Gegen neun Uhr wurden sie auf Shelter Island an Land gesetzt. Die „Invicta” aber brach auseinander und sank. Nur Trümmer trieben noch auf Position 32 ° 25'33.2 "LN and 117 ° 14'50.9" auf dem Wasser, vermengt mit geringen Mengen Diesel. Semar und Profepa wurden beauftragt, Ölsperren auszulegen.
Sie konnten noch rund 20 Liter Kraftstoff aufnehmen. Die Strände der Gemeinden von Tijuana und Playas de Rosarito wurden ergebnislos auf mögliche Verschmutzungen abgesucht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Tanker auf Houston Ship Channel
(06.09.16) Der unter Panama-Flagge laufende Tanker "Aframax River", 59743 BRZ (IMO-Nr.: 9259173), geriet am 6.9. kurz nach Mitternacht am Deer Park bei den Docks der Intercontinental Terminals Company auf dem Houston Ship Channel in Brand. Er lag nördlich der Texas Route 225 bzw. östlich von Beltway. Zuvor war es zu einem Riss im Rumpf gekommen, durch den eine unbekannte Menge Öl auslief und dann in Brand geriet.
Binnen einer knappen Stunde konnte die Feuerwehr den Brand löschen. Alle 25 Personen an Bord wurden unversehrt evakuiert. Ein Teil des Houston Ship Channel wurde gesperrt, während die Coast Guard versuchte, die Menge ausgelaufenen Öls zu ermitteln.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rennboot bei Cowes Classic gesunken
(06.09.16) Die zweiköpfige Crew des 1860-PS-Rennboots “Silverline A47” musste am Morgen des 4.9. gerettet werden, nachdem es beim Torquay/Cowes Powerboat-Race Cowes Classic 2016 südwestlich von Portland Bill bei rauer See verunglückt war. Das RNLI-Boot aus Weymouth nahm mit voller Fahrt Kurs auf das Boot, das in einer großen Welle Maschinenausfall und anschließend Wassereinbruch erlitten hatte, und war binnen 10 Minuten vor Ort. Da waren die Rennbootfahrer aus Topsham in Devon und Italien schon im Wasser gelandet und von einem Sicherungsboot an Bord genommen worden.
Von der „Silverline“ war nur noch der steil aufgerichtete Bug sichtbar. Die Seenotretter versuchten mehrfach, das Boot in Schlepp zu nehmen und es in eine aufrechte Position zu bekommen. Dann, so hofften sie, könnten sie es auspumpen und schwimmfähig machen. Mehrfach hatten sie die Leine fest, doch jedes Mal brach sie beim Anschleppen.
Schließlich wurden die Versuche abgebrochen, und die Solent Coastguard entließ die Seenotretter aus dem Einsatz. Das Rennen hatte in Cowes auf der Isle of Wight begonnen und ging 200 Meilen weit nach Torquay. Zuletzt hatte es 2009 ein vergleichbares Unglück dabei gegeben. Der Schaden wurde auf rund 500,000 Pfund geschätzt. Eine Bergungsfirma sollte sich nun des Wracks annehmen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Containerbarge in Seattle
(06.09.16) Auf einer Barge, die auf dem Duwamish River am Terminal der Alaska Marine Lines in Seattle am West Marginal Way lag, brach am 5.9. gegen 15 Uhr ein Feuer aus. Es entstand in einem mit Abfall beladenen Container durch Selbstentzündung des verrottenden Inhalts. 36 Löschfahrzeuge, ein Löschboot, die Coast Guard und über 100 Feuerwehrleute sowie ein Gefahrgutteam waren vor Ort.
An Bord der Barge waren Autos, Diesel und Tanks mit Propangasresten. Der Brand wurde von außen gekühlt und so die weitere Ausbreitung des Feuers verhindert, ehe die Container mit einem Kran von Bord geholt wurden. Vor Ort waren auch Vertreter des Washington State Dept. of Ecology. Die Barge war von Alaska gekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Barge auf Mississippi gestrandet
(06.09.16) Eine Barge lief mit 4300 Tonnen Ammoniak am 5.9. auf dem Mississippi auf Grund. Die U.S. Coast Guard überwachte mit einem Boot die Unfallstelle bei Flussmeile 491 unweit von Campbell's Island auf der Flussseite von Riverdale, Iowa. Warum die Barge festkam, war unklar. Aus St. Louis wurde ein Schiff zur Bergung angefordert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Transocean Winner wird Ende des Monats verladen
(06.09.16) Die norwegische Firma Offshore Heavy Transport (OHT) wurde unter Vertrag genommen, das Ölrig "Transocen Winner" in die Türkei zum Abwracken zu bringen. Dazu soll sie auf den halbtauchenden Schwergutfrachter " Hawk", 44657 BRZ (IMO-Nr.: 8616556), verladen werden, der in Broad Bay Ende September erwartet wird. Es gibt viele technische Herausforderungen bei dieser Operation, die aber als die sicherste Option angesehen wurde, um Schäden an der Umwelt zu vermeiden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter sank vor Withernsea
(06.09.^6) Am 3.9. um 12.50 Uhr wurde das RNLI-Boot aus Withernsea alarmiert, nachdem ein Kutter eine Meile östlich des Hafens in Seenot greaten war. Die „Henley Eight” lief um 12:55 Uhr aus und war wenige Minuten später vor Ort.
Zu diesem Zeitpunkt hatte ein anderer Kutter den Skipper des sinkenden Bootes bereits an Bord genommen, ein dritter zog das unter Wasser liegende und gekenterte Schiff Richtung Withernsea. Die Seenotretter verabreichten dem geretteten Fischer erste Hilfe und eskortierten dann den Schleppzug zum Strand.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht in Loch na Droma Buihde aufgelaufen
(06.09.16) Das RNLI-Boot aus Tobermory, die “Elizabeth Fairlie Ramsay”, wurde am 5.9. um 6:30 Uhr alarmiert, nachdem eine 55 Fuß lange Yacht in Loch na Droma Buihde östlich von Tobermory vor der Isle of Mull auf Grund gelaufen war. Sie hatte am Vorabend dort geankert, doch der Anker hatte nicht gehalten, und das Boot kam fest. Auf der Anfahrt wurde das Beiboot des Rettungsbootes mit zwei Mann klargemacht und beim Eintreffen ausgesetzt, um eine erste Untersuchung vorzunehmen.
Bei steigendem Wasserstand wurde eine Schleppleine am Heck festgemacht, um den Druck von der Ankerkette zu nehmen und den Anker dann zu lichten. Die Yacht wurde dann freigeschleppt und lief mit eigener Kraft Tobermory an. Um 8.55 Uhr war das Rettungsboot wieder klar zum Einsatz.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision in Rade ging glimpflich aus
(06.09.16) Nach dem Zusammenstoß auf dem Nord-Ostsee-Kanal konnten am 5.9. beide beteiligten Frachter ihre jeweiligen Reisen von Kiel aus nach Abschluss der Inspektionen und Untersuchungen fortsetzen, nachdem ihre Seetüchtigkeit festgestellt und die Klasse wieder erteilt worden war. Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Containerfrachter "Langeness", 15633 BRZ (IMO-Nr.: 9301134), warf um 18.40 Uhr vom Voith-Kai im Nordhafen los und wurde am 6.9. gegen 15 Uhr im Zielhafen Helsinki erwartet.
Bereits um 18.15 Uhr verließ der dänische Tanker "Ternvind", 7321 BRZ (IMO-Nr.: 9425356), seinen Liegeplatz an der Nordmole im Scheerhafen und machte am 6.9. gegen 10 Uhr an der Kalundborg Statoil Pier in Kalundborg fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Roro-Fähre "Saffet Bey"
(Bild: Greek Coastguard)   Großbild klick!

Lakonischer Golf: Fähre lief auf Grund
(05.09.16) Die türkische Roro-Fähre "Saffet Bey", 19689 BRZ (IMO-Nr.: 8417118), lief am 3.9. kurz vor Mitternacht mit einem weithin hörbaren Krachen auf die Felsen der Vaitka-Bucht an der Westseite des Naturhafens des Dorfes Prophet Elias in Agios Nikolaos auf Lakonia. Das Schiff, das auf der Fahrt von Trieste nach Cesme gewesen war, war aus unbekannter Ursache komplett vom Kurs abgekommen und mit voller Fahrt aufgelaufen.
Vertreter der Hafenbehörde von Neapolis Vion und Anwohner eilten zur Unglücksstelle, gefolgt von dem Schlepper Pantanassa" und einem Patroullienboot der griechischen Coastguard. Die 22-köpfige Crew und vier Frachtbegleiter blieben unversehrt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rügen: Große Rettungsaktion für Einhandsegler in Seenot
(05.09.16) In Lebensgefahr geriet am 3..9. ein Einhandsegler zwischen Møn und Hiddensee bei Rügen. An der von der DGzRS koordinierten Rettung waren der Seenotrettungskreuzer „Theo Fischer“ der Station Darßer Ort sowie mehrere andere Schiffe beteiligt. Bei schwerem Seegang war an dem etwa 9,5 Meter langen Katamaran „Balance“ in der Kadetrinne ein Schaden entstanden, der zu starkem Wassereinbruch führte. Der Segler setzte über UKW-Kanal 16 einen Mayday-Ruf ab.
Der philippinische „AS Omaria“, 11570 BRZ (IMO-Nr.: 9363819), der sich zu diesem Zeitpunkt ganz in der Nähe des sinkenden Katamarans befand, fing den Notruf auf und konnte den Katamaran längsseits bringen und den Skipper an Bord nehmen. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Besatzung der „Theo Fischer“ gerade eine umfangreiche Übung vor Prerow beendet, an der unter anderem auch ein Schiff der dänischen Marineheimwehr teilgenommen hatte. Auf der „Theo Fischer“ waren durch die Übung zusätzliche Besatzungsmitglieder – unter anderem auch ein Notarzt – anwesend.
In einer gemeinsamen Aktion der Besatzungen der dänischen Marineheimwehr, des Bundespolizeischiffes „Bredstedt“ und der Seenotretter wurde der bereits größtenteils gesunkene Katamaran bei schwerem Seegang gesichert. Da er sich aber nicht mehr abschleppen ließ, stiegen zwei Seenotretter in Überlebensanzügen auf das Wrack über, um Auftriebskörper anzubringen. Das Mehrzweckschiff „Arkona“ der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung wurde angefordert, und übernahm die Sicherung des Boots.
Die Seenotretter nahmen den Segler aus Süddeutschland mit nach Darßer Ort, wo er zunächst in Prerow bei einem freiwilligen Besatzungsmitglied untergebracht wurde, um sich von den Strapazen zu erholen. Er hatte sich mit seinem Katamaran auf der Rückreise von einer Ostseetour befunden und war auf der Fahrt in den Heimathafen Großenbrode.
Quelle:Tim Schwabedissen



„Spirit of Sacramento” durchgekentert
(Bild: Kathy Hallstein)   Großbild klick!

Raddampfer bei Bethel Island gekentert
(05.09.16) Die US Coast Guard wurde am 4.9. alarmiert, nachdem der 87 Fuß lange Raddampfer „Spirit of Sacramento” südöstlich vom Rio Delta bei Franks Tract nahe Bethel Island auf der Fahrt zum False River Wassereinbruch erlitten hatte. Durch ein Leck lief der Maschinenraum voll. Das Kommandocenter in San Francisco erhielt um 12:30 Uhr Kenntnis von dem Vorfall.
Die zweiköpfige Crew konnte sich mit einem Beiboot retten und wurde von einem Boot der Coast Guard Station Rio Vista an Land eskortiert. Während der Nacht kenterte der Raddampfer dann vollends, und es kam zu einer geringfügigen Ölverschmutzung. Neben der Coast Guard San Francisco war am Morgen auch Personal des Contra Costa County Sheriff's Office vor Ort.
Das kieloben liegende Wrack befand sich außerhalb des Fahrwassers und ragte halb aus dem Wasser. Zur Ölbekämpfung wurde die Global Diving and Salvage, Inc. hinzugezogen, die Ölsperren auslegte. Auch das California State Department of Fish and Wildlife's Office of Spill Preparedness and Response wurde informiert. An Bord des Raddampfers waren rund 600 Gallonen Diesel.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sportboot bei Wendorf aufgelaufen
(05.09.16) Am 2.9. gegen 16.40 Uhr, wurde der Wasserschutzpolizei in Wismar ein havariertes Sportboot gemeldet. Der Skipper war wegen navigatorischer Unkenntnis in Höhe des Yachtclubs Wendorf und des Seglervereins 1911 e.V in den Flachwasserbereich und dann auf Grund. Geraten. In der Folge kam es zu einem Motorschaden und -ausfall.
Das Boot trieb durch starken örtlichen Wind in Richtung Tonnenhof, sodass ein auslaufendes Seeschiff kurzzeitig seinen Kurs ändern musste. Personen kamen nicht zu Schaden, das Seenotrettungsboot "Günther Schöps" übernahm die Bergung des Bootes.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter "Lily B"
(Bild: Rick Hellmann)   Großbild klick!

Nord-Ostsee-Kanal: Frachter verursachte Ölverschmutzung in Holtenauer Schleuse
(05.09.16) Als am 5.9. um 7.50 Uhr der deutsche Frachter "Lily B", 1596 BRZ (IMO-Nr.: 9066069), auf der Fahrt von Hamburg nach Aalborg in die Südkammer der Nord-Ostsee-Kanal-Schleuse in Holtenau einlief, fiel einem Schleusenarbeiter eine Ölspur auf, die das Schiff hinter sich herzog. Mit in der Kammer lagen auch die „Lady Adele“ und die „RMS Rahm“. Wegen der Verunreinigung wurde die Wasserschutzpolizei informiert.
Die Südkammer blieb von 07:55 Uhr bis 09:10 Uhr gesperrt. Dann wurde sie wieder geöffnet, und die beiden anderen Schiffe durften auslaufen. Die „Lily-B“ verblieb in der Schleuse mit Beamten der Polizei an Bord. Um 10.09 Uhr durfte dann auch sie die Schleuse verlassen und nahm Kurs auf den Kieler Ostuferhafen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnentanker auf Rhein havariert
(05.09.16) In letzter Minute hat der Schiffsführer des mit Gefahrgut beladenen Binnentankers „Eiltank 10“, 1609 ts (EU-Nr.: 04401310), ein größeres Unglück auf dem Rhein Rhein bei Flusskilometer 543 verhindert. Bei der Fahrt von Godorf rheinaufwärts fiel am 4.9. aus ungeklärter Ursache die Maschine aus. Um ein Quertreiben des Schiffs zu verhindern, wollte der Schiffsführer den Anker werfen, was aber wegen des felsigen Untergrunds nicht gelang.
Daraufhin kam es an Steuerbordseite zu einer leichten Grundberührung. Durch einen manuellen und kompletten Neustart der Antriebseinheit im Maschinenraum konnte der Motor vom Schiffsführer neu gestartet und das Schiff so wieder unter Kontrolle gebracht werden.
Da der Grund für den Maschinenausfall unbekannt war, wurde der Schubschlepper „Rheinland“ der Reederei Loh bestellt, um die Fahrt bis nach Bingen zu unterstützen. Das Schiff hatte Bitumen geladen und machte am Morgen des 5.9. in Ludwigshafen fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Skipper vor Rügen aus Rettungsinsel geborgen
(05.09.16) In enger Zusammenarbeit von Rettungseinheiten der DGzRS, einem Windparkversorgungschiff sowie dem Mehrzweckschiff „Arkona“ der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung wurde am 4.9. ein Motorbootfahrer aus einer Rettungsinsel gerettet, nachdem seine „Bonita“ mit einem im Wasser treibenden, unbekannten Objekt kollidiert war und starken Wassereinbruch erlitten hatte. Der Skipper alarmierte kurz nach 15.30 Uhr über UKW-Funk mit einem Mayday-Ruf die Seenotretter. Sein Boot befand sich etwa zehn Seemeilen nordwestlich von Rügen und drohte zu sinken.
Direkt nach dem Funkspruch verließ der Mann das Boot und rettete sich in seine Rettungsinsel. Das MRCC Bremen alarmierte den Seenotrettungskreuzer „Harro Koebke“ der Station Sassnitz sowie das von Freiwilligen besetzte Seenotrettungsboot „Kurt Hoffmann“ der Station Glowe sowie die übrige Schifffahrt und einen Hubschrauber der DRF Luftrettung.
Zuerst vor Ort war der in dem Seegebiet befindliche Windparkversorgunger „Windcat 34“. Trotz zwei Meter hohem Seegang bei südwestlichen Winden bis sechs Beaufort gelang es deren Besatzung, den Skipper aus der Rettungsinsel aufzunehmen. 15 Minuten später traf auch die „Harro Koebke“ ein. Aufgrund starken Seegangs entschied der Vormann, dass der Gerettete nicht auf den Rettungskreuzer übernommen, sondern vom Versorger nach Barhöft gebracht werden sollte. Bis auf schwere Seekrankheit blieb der Gerettete unverletzt.
Die Seenotretter der Station Glowe gingen bei dem sinkenden Motorboot längsseits und konnten es mit mobilen Pumpen soweit lenzen, dass ein massiver Schaden am Bug am Vorsteven als Ursache für den Wassereinbruch ausgemacht werden konnte. Ein Abschleppen des Bootes hätte damit unweigerlich zu dessen Sinken geführt. Das Mehrzweckschiff „Arkona“ nahm daraufhin die „Bonita“ mit bordeigenem Kran an Deck.
Quelle:Tim Schwabedissen



Katamaran vor Timmendorf gekentert
(05.09.16) Am 03.09.16 gegen 12:.5 Uhr, erhielt die Wasserschutzpolizei Wismar Kenntnis über einen gekenterten Segelkatamaran vor Timmendorf/Poel. Bei einem Wendemanöver in Höhe der Tonne 12 des Fahrwassers Wismar kenterte er und ließ sich nicht mehr aufrichten. Die drei Segler blieben unverletzt, die Rettung gestaltete sich aufgrund des starken örtlichen Windes und Seeganges mit bis zu einem Meter hohen Wellen aber als schwierig.
Das MRCC Bremen setzte das Seenotrettungsboot "Günter Schöps" ein. Ein Segler vor Ort half ebenfalls, auch das im Hafen von Timmendorf stationierte Lotsenboot "Schnatermann" kam zu Hilfe. Nachdem die "Günther Schöps" die Segler sicher an Land gebracht hatte, übernahm sie auch die Bergung des Katamarans, der nicht mehr seetauglich war und zog ihn in den Hafen von Timmendorf. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauerten an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Nord-Ostsee-Kanal nach Kollision stundenlang gesperrt
(05.09.16) Am 4.9. um 17.45 Uhr kollidierte der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Containerfrachter "Langeness", 15633 BRZ (IMO-Nr.: 9301134), auf seiner Fahrt von Bremerhaven nach Helsinki mit dem dänischen Tanker "Ternvind", 7321 BRZ (IMO-Nr.: 9425356), der auf dem Weg von Rotterdam nach Kalundborg auf dem Nord-Ostsee-Kanal wie der Frachter ebenfalls ostwärts unterwegs war. Die Wasserstraße musste im Bereich der Rader Hochbrücke für über zwei Stunden voll gesperrt werden. Der Containerfrachter war bei der Havarie aus dem Ruder gelaufen und einige hundert Meter östlich der Brücke in die Kanalböschung gelaufen und dort steckengeblieben.
Die Revierzentrale Brunsbüttel sperrte den Kanal im Bereich der Ausweichstelle Rade-Audorf. Von der Sperrung betroffene Schiffe gingen in Schülp, Königsförde sowie Groß Nordsee in Warteposition. Der Tanker könnte nach kurzer Besichtigung der Schäden die Fahrt nach Kiel fortsetzen und machte dort um 20.30 Uhr zur weiteren Untersuchung an der Nordmole fest.
Der manövrierunfähige Containerfrachter konnte sich nicht wieder aus eigener Kraft aus der Böschung befreien. Erst der deutsche Schlepper "Bremerhaven", 368 BRZ (IMO-Nr.: 9045871), konnte die "Langeness" nach zwei Stunden wieder aus der Böschung ziehen. Der Schlepper hatte sich auf der Reise von Eemshaven in Richtung Ostsee auf dem Kanal hinter der "Langeness" befunden. Er koppelte seinen Anhang los, bot dem Havaristen Hilfe an und zog ihn kurz vor 20 Uhr wieder aus der Böschung.
Aus Sicherheitsgründen ordnete die Revierzentrale Brunsbüttel an, dass die "Bremerhaven" die "Langeness" bis Kiel begleitete. Um 22.30 Uhr machte es dort am Voith-Kai fest und wurde bis auf weiteres mit einem Weiterfahrverbot belegt. Die Wasserschutzpolizei Kiel nahm noch am Abend die Ermittlungen auf. Ursache der Kollision könnte ein missglücktes Überholmanöver gewesen sein. Die "Ternvind" hatte versucht, die "Langeness" in der Ausweichstelle zu überholen.
Die “Ternvind” war am 18.8.2015 von Göteborg kommend bei Hals Barre auf Grund gelaufen. Am 19.8. untersuchten Taucher den Rumpf in Aalborg auf Schäden, und am 20.8. setzte sie die Reise fort. Einen Monat zuvor, am 19.7., war sie mit 12000 Tonnen Diesel an Bord bei Trubaduren südöstlich von Vinga mit der Fähre "Stena Jutlandica" kollidiert. An Bord waren 640 Personen, darunter 531 Passagiere, von denen niemand zu Schaden kam. Der Tanker trug einen Riss von mehreren Metern Länge davon und lief den Hafen von Göteborg an. Die Fähre erlitt Wassereinbruch und fiel längere Zeit aus.
Die “Ternvind” hat eine Länge von 129,5 Metern, eine Breite von 19,8 Metern, einen Tiefgang von 8,15 Metern und eine Tragfähigkeit von 11258 Tonnen. Sie läuft für die Tarntank Ship Management AB in Donso und wurde 2008 bei der Dearsan Gemi Insaa Sanayi A.S. in Istanbul als „Sakarya“ erbaut. Die “Langeness” ist 160,83 Meter lang, 25 Meter breit, hat 9,9 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 17002 Tonnen. Sie läuft für die Leeraner Briese-Schifffahrt und wurde 2006 beim Shandong Province Weihai Shipyard in Weihai erbaut. Von 2007 bis 2008 lief sie als „MSC Vilnius“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Löscheinsatz der Hamburger Feuerwehr nach 77 Stunden beendet
(05.09.16) Am 4.9. um 23.57 Uhr wurde der Einsatz auf dem Containerfrachter „CCNI Arauco“ offiziell abgeschlossen. Eine etwa 20-köpfige Brandwache der Feuerwehr war zuletzt noch vor Ort gewesen. Um 18.15 Uhr hat der A-Dienst der Feuerwehr Hamburg die Rückmeldung "Feuer aus!" gegeben. Vorher war der von dem Feuer betroffene Bereich entladen worden. Container für Container war aus dem Luk gehievt, an Land kontrolliert und gegebenenfalls abgelöscht worden.
Danach wurden Experten in einer Containerbühne in den Laderaum hinab abgelassen. Sie hatten noch einmal die Reste auf dem Boden im Laderaum in Augenschein genommen. Die Feuerwehr legte dann noch einmal einen Schaumteppich in der Luke. Nun konnten die Geräte und Schlauchleitungen zurückgebaut und das Einsatzpersonal weiter verringert werden.
Der Brand hatte die Feuerwehr Hamburg mehr als 77 Stunden in Atem gehalten. Für die Aufräumarbeiten, die jetzt unter der Führung des Schiffseigners durchgeführt werden, wird die Feuerwehr Hamburg aber weiterhin eine Brandsicherheitswache stellen. Mit der Arbeit begonnen hat auch das Landeskriminalamt.
Experten der Brandermittlung (LKA 45) waren vor Ort. Sie sichern, wenn möglich, Spuren. Die Ermittlungen dürften keine Überraschung mit sich bringen. Bislang ging man davon aus, dass eine Verpuffung bei Schweißarbeiten den Brand auslösten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht bei Enkhuizen gestrandet
(05.09.16) Am 4.9. gegen Mittag wurde die KNRM-Station Enkhuizen arlarmiert, nachdem die Segelyacht „Infinity“ vor Enkhuizersand durch einen Navigationsfehler auf der Untiefe „De Staart“ auf Grund gelaufen war. Ein Crewmitglied des Bootes, das von Enkhuizen nach Urk unterwegs war, verletzte sich dabei. Das Boot saß zwei Meilen östlich von Enkhuizen fest. Die beiden Rettungsboote aus Enkhuizen waren rasch vor Ort und leisteten erste Hilfe.
Es wurde beschlossen, den Patienten mit der „Corrie Dijkstra“ aus Elk zum KNRM-Bootshaus zu bringen, wo ein Krankenwagen in Stellung ging. Unteressen schleppte die „Watersport“ die „Infinity“ wieder frei und eskortierte sie in Richtung des Yachthafens.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf ukrainischem Versorger
(05.09.16) Auf dem Versorger “Donbass”, 5520 tdw, der ukrainischen Marine brach im Hafen von Odessa am 4.9. gegen 4.30 Uhr ein Feuer aus. Drei Stunden später war es gelöscht. Bei dem Schiff handelt es sich um ein 1970 erbautes Kommandoschiff.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker in Eleusis beschädigt
(05.09.16) Der Propeller des zyprischen Tankers "Energeia", 2997 BRZ (IMO-Nr.: 8705943), wurde am Nachmittag des 3.9. beschädigt, als das Schiff vom Ölterminal in Eleusis loswarf, um zu einem Ankerplatz in der Hafenbucht zu verholen. Der Tanker erhielt dann Schlepperassistenz und wurde bis zur Reparatur mit einem Fahrverbot belegt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht zwischen Troms und Svalbard vermisst
(05.09.16) Zwischen Troms und Svalbard wurde eine große Suchaktion nach der vermissten, 8,5 Meter langen Segelyacht “Argo” eingeleitet. Sie war am 25.8. aus Tromsø nach Svalbard mit einem Skipper aus Bodø an Bord ausgelaufen. Am 3.9. um 18.30 Uhr wurde er als überfällig gemeldet, nachdem er nicht, wie geplant, am 30. oder 31.8. in Longyearbyen eingetroffen war, um von dort aus nach Svalbard weiterzulaufen.
Zuletzt wurde die Yacht am 27.8. gegen fünf Uhr rund 65 Meilen nordwestlich von Tromsø von einem anderen Boot gesichtet. Er meldete an diesem Tag Probleme mit dem Autopiloten. Der Skipper hatte es in Vesterålen gekauft und war ein Stück mit seiner Freundin gesegelt, die dann aber heimkehrte. Das Küstenwachboot “Harstad” suchte das Seegebiet zwischen Longyerbyen und Tromsø nach Ankerplätzen ab. Die Polizei in Nordland, Troms und Finnmark prüfte, ob die “Argo” sich in Tromsø, Hammerfest oder Honningsvag befand, was bei Notlagen mögliche Anlaufplätze gewesen wären. Zwei Rettungsboote waren bei Senja und eines vor Sørøya in Finnmark unterwegs.
Bodø Radio, Vardo Radio und Longyerbyen Radio baten die Schifffahrt, Ausschau zu halten. Die Suche wurde um 21.40 Uhr unterbrochen und am Morgen des 5.9. fortgesetzt. Eine Orion sollte das Seegebiet absuchen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Drei Bootsfahrer vor South Padre Island gerettet
(05.09.16) Die US Coast Guard rettete am Nachmittag des 4.9. drei Personen, deren Boot unweit des Queen Isabella Causeway vor South Padre Island gekentert war. Die Station South Padre Island wurde gegen 13.30 Uhr von einem Zeugen alarmiert, der beobachtet hatte, wie es umschlug und die Bootsfahrer im Wasser landeten.
Die Station South Padre Island schickte ein 33-Fuß-Boot, das die Gekenterten eine Viertelstunde später unversehrt aufnahm. Sie waren mit Rettungswesten ausgestattet und hatten sich an das kieloben treibende Boot geklammert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Antalya: Tote aus Wrack der „Kurt Ceyhan“ geborgen
(05.09.16) Nach dem Untergang der „Kurt Ceyhan“ bei Sturm und schweren Regenfällen vor Antalya wurde der Tod einer libanesische Urlauberin, 48, sowie eines türkischen Fahrgasts von 38 Jahren bestätigt. Taucher bargen am 4.9. die Leichen der Vermissten aus 45 Metern Tiefe. Die anderen 84 Menschen an Bord waren von der Küstenwache und anderen Ausflugsbooten gerettet worden.
Der Kapitän, zwei Besatzungsmitglieder und der Eigner des Schiffes wurden festgenommen. Die „Kurt C“ war vom Yachthafen von Kaleici in Antalya ausgelaufen und kenterte nach gut 25 Kilometern Fahrt vor der Küste von Konyaalti. Der Kapitän hatte sich wegen des aufkommenden Sturmes noch zu einer vorzeitigen Rückkehr in den Hafen entschlossen.
Von den 38 Menschen, die in Krankenhäuser gebracht wurden, konnten 36 wieder bis zum 4.9. entlassen werden. Zwei Patienten blieben noch unter Beobachtung.
Quelle:Tim Schwabedissen



Leck legte Fähre lahm
(05.09.16) Die amerikanische Schnellfähre "Iyanough", 563 BRZ (IMO-Nr.: 9375719), musste am 4.9. aus dem Dienst nach Nantucket genommen werden, nachdem ein Leck in einem der Katamaranrümpfe entdeckt wurde. Die Crew stellte es vor der ersten Fahrt um 8.15 Uhr fest.
Daraufhin wurde die Fahrt von Hyannis nach Nantucket ebenso wie die weiteren Touren abgesagt und das Leck in Fairhaven repariert. Um 18.15 Uhr war die "Iyanough" wieder fahrtüchtig.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ausflugsschiff "Kurt Ceyhan" gesunken
(Bild: Coastalsafety)   Großbild klick!

Antalya: Zwei Vermisste nach Untergang von Ausflugsschiff
(04.09.16) Das 28 Meter lange, türkische Ausflugsschiff "Kurt Ceyhan", 77 BRZ (MMSI-Nr.: 271041081), aus Kaleiçi geriet am 3.9. um 16.45 Uhr nahe Antalya in Seenot. Das mit zwei Masten ausgestattete Schiff war gegen 11 Uhr aus Kaleiçi ausgelaufen und geriet 26,5 Kilometer vor Konyaalti auf der Rückfahrt vor dem Hafen in einen Sturm. Nachdem es zu Wassereinbruch kam, wurden Rettungswesten ausgegeben und Notrufe gefunkt.
An Bord des Schiffes, das kurz darauf kenterte und um 17.30 Uhr auf 45 Metern Wassertiefe sank, waren 86 Personen, davon 79 Touristen. Sie landeten im Wasser. Eine große Rettungsaktion startete, an der sich eine Flotte anderer Ausflugsschiffe, die sofort auf die Unglücksstelle zuhielten, und die Küstenwache mit mehreren Booten beteiligten.
84 Menschen wurden gerettet und in den Hafen gebracht, zwei Personen vermisst, darunter ein Kind und eine Frau. 33 Personen brauchten ärztliche Betreuung. Einige hatten Diesel in die Lungen bekommen. Sie wurden in verschiedene Krankenhäuer in Antalya gebracht. Die Suchaktion auf See wurde wegen Dunkelheit und Sturm abgebrochen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Norwegische Segler unterschätzten Revier vor Langeoog
(04.09.16) Bei der Havarie der norwegischen Segelyacht „Majan“ hatte deren Crew vermutlich das flache Wasser unterschätzt. Sie konnte ihre Yacht selbst nicht mehr befreien und kam am 2.9. auf den Sandbänken vor Langeoog auf Grund fest. Die Segler hatten geplant, über das Fahrwasser Accumer Ee, das zwischen den Inseln Baltrum und Langeoog verläuft, den Hafen von Langeoog anzulaufen.
Die besondere Gefährdung beim Festkommen in den Seegatten besteht darin, dass ein Schiff im Seegang immer wieder auf den harten Sanduntergrund aufgesetzt wird und sehr schnell schweren Schaden nehmen kann. In den Seegatten herrscht starke Strömung.
Die alarmierte Freiwilligen-Besatzung der „Casper Otten" der DGzRS-Station Langeoog schleppte erst ein gefährdetes offenes Polizeiboot ab, das bei der Assistenz selbst havariert war, dann die in der Brandung sitzende Yacht. Gegen 21.50 Uhr erreichten die Seenotretter mit dem jungen Ehepaar den Hafen der Insel Langeoog.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler "Mersey"
(Bild: Terje Nodland)   Großbild klick!

Trawler trieb vor Egersund
(04.09.16) Am 1.9. gegen zwei Uhr wurde das norwegische Rettungsboot "Emmy Dyvi" von der Crew des norwegischen Trawler "Mersey", 214 BRZ (MMSI-Nr.: 259450000), um Hilfe gebeten. Dieser hatte Maschinenschaden erlitten und trieb manövrierunfähig rund 28 Meilen südlich des Hafens von Egersund.
Die Seenotretter nahmen den Havaristen längsseits und schleppten ihn in den Morgenstunden in den Hafen ein. Am 2.9. gegen 14 Uhr verließ die „Mersey“ Egersund wieder nach Reparatur.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Wachapreague Inlet aufgegeben
(04.09.16) Die US Coast Guard rettete am 3.9. drei Fischer und einen Hund, deren 60 Fuß langer Kutter „Storm“ zwei Meilen vor dem Wachapreague Inlet manövrierunfähig geworden war und auf Grund lief. Um 2.42 Uhr fing die Wache in Portsmouth einen Notruf auf. Das Schiff konnte sich zwar selbst wieder befreien, doch zwei Stunden später bemerkte die Crew schweren Schaden am Ruder und Wassereinbruch.
Um 4.47 Uhr lief ein 47-Fuß-Boot von der Station Chincoteague aus und kämpfte sich in 12 bis 15 Fuß hohen Seen zum Kutter vor, den es um 8:18 Uhr erreichte. Der Kutter war manövrierunfähig und konnte wegen der rauen See und der Deckskonfiguration auch nicht in Schlepp genommen werden. Der Versuch, das Schiff vor Anker zu legen, scheiterte ebenfalls.
In den hohen Wellen war eine Übernahme der Crew ebenso unmöglich, und deshalb hob um 12.23 Uhr ein MH-60 Jayhawk von der Air Station Elizabeth City, North Carolina, ab. Er traf gegen 13 Uhr vor Ort ein und hatte die Fischer samt Bordhund gegen 14 Uhr an Bord. Sie trafen um 14.30 Uhr am Richmond International Airport ein.
Die „Storm“ trieb mit aktiviertem EPIRB und den Navigationslichtern an verlassen im Meer und wurde von der Coast Guard verfolgt. An Bord waren 6000 Gallonen Diesel.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre in Bogo havariert
(04.09.16) Am Nachmittag des 2.9. wurden 36 der 64 Passagiere der philippinischen RoRo-Fähre "Super Shuttle Ferry 10", 354 BRZ, der Asian Marine Transport Corp. abgeborgen, die vor Capitancillo Island in Bogo, Nord-Cebu, Maschinenschaden erlitten hatte. Sie war um 11 Uhr aus Isabel auf Leyte zur Polambato Wharf in Bogo ausgelaufen und trieb unweit deren Küste.
Die "Tres Marias" übernahm über die Hälfte der Fahrgäste, während die achtköpfige Crew an der Reparatur arbeitete. An Bord waren auch 12 Fahrzeuge. Um 16.45 Uhr erreichte die Fähre den Anleger in Polambato.
Quelle:Tim Schwabedissen



26 Personen von gestrandetem Angelkutter gerettet
(04.09.16) Der 63 Fuß lange, amerikanische Angelkutter "Invicta" lief am 3.9. gegen fünf Uhr auf Felsen unweit der Coronado Islands südwestlich von San Diego. Die Coast Guard San Diego fing einen Notruf auf, nach dem das Schiff Wassereinbruch erlitten und Anker geworfen hatte. Die fünfköpfige Crew und die 21 Fahrgäste bereiteten sich auf das Verlassen des Schiffes mit Rettungsinseln vor.
Ein MH-60 Jayhawk-Helikopter sowie das Patroullienboot "Sea Otter" nahmen Kurs auf die Unglücksstelle. der 35 Fuß lange Kutter "Sweet Marie" war als erstes vor Ort und nahm alle 26 Personen an Bord. Er nahm dann Kurs auf San Diego.
Nachdem die "Sea Otter" eintraf, stiegen die Geretteten auf diese über und wurden zur Polizeistation auf Shelter Island gebracht. Einer hatte eine leichte Rückenverletzung. Der Angelkutter brach unterdessen auseinander.
Quelle:Tim Schwabedissen



Räumschiff in Lindau gehoben
(04.09.16) Das am Morgen des 3.9. im Hafen von Zech, Lindau-Bodensee, gesunkene Arbeitsboot wurde am Nachmittag wieder geborgen. Die Feuerwehr Lindau und das THW Lindau legten zunächst eine Ölsperre um das Schiff aus. Zur Bergung wurden zwei Mobilkräne angefordert.
Sie hoben es aus dem Wasser, und nach dem Lenzen wurde es an Land abgesetzt. Als Unfallursache wurde ein Leck im Bereich des Antriebs festgestellt. Der Sachschaden dürfte rund 150.000 Euro betragen. Im Einsatz waren die Feuerwehr Lindau mit 31 Kräften sowie einem Feuerwehrboot, das THW Lindau mit etwa 20 Mann davon drei Arbeitstauchern, die Polizeiinspektion Lindau mit fünf Beamten und einem Polizeiboot sowie ein Polizeihubschrauber.
Aus dem gesunkenen Schiff lief ein geringe Menge an Betriebsstoffen aus, die durch die Einsatzkräfte zum großen Teil gebunden werden konnte. Es kam zu einer geringfügigen Gewässerverunreinigung. Ermittlungen wurden eingeleitet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Lage auf Frachter in Hamburg stabil
(04.09.16) Auf dem Containerschiff "CCNI Arauco" im Hamburger Hafen sind die Löscharbeiten eingestellt worden. Es traten keine Brandgase mehr aus, auch die Temperatur in dem betroffenen Laderaum blieben inzwischen konstant niedrig. Noch blieb die Feuerwehr mit einer Brandwache bereit und überwachte den Frachter. Ein Löschzug, ein Löschboot sowie diverse Spezialkräfte waren vor Ort, falls irgendwo noch Brandnester entdeckt werden sollten. Die Reparatur des Schiffes soll bei Blohm & Voss erfolgen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler trieb vor Egersund
(04.09.16) Am 1.9. gegen zwei Uhr wurde das norwegische Rettungsboot "Emmy Dyvi" von der Crew des norwegischen Trawler "Mersey", 214 BRZ (MMSI-Nr.: 259450000), um Hilfe gebeten. Dieser hatte Maschinenschaden erlitten und trieb manövrierunfähig rund 28 Meilen südlich des Hafens von Egersund.
Die Seenotretter nahmen den Havaristen längsseits und schleppten ihn in den Morgenstunden in den Hafen ein. Am 2.9. gegen 14 Uhr verließ die „Mersey“ Egersund wieder nach Reparatur.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler „Avô Rita - PE-2348-C“
(Bild: Autoritate Maritima)   Großbild klick!

Fischtrawler: Schwierige Rettung in der Brandung
(03.09.16) Am Abend des 1.9. lief der portugiesische Trawler „Avô Rita - PE-2348-C“, 24 BRZ, der von Peniche aus operiert, am Strand von Tonel in Sagres auf Grund. Um 23.15 Uhr funkte die sechsköpfige Crew Notrufe. Da das Schiff in der Brandungszone lag, kam kein Rettungsboot an den Havaristen heran. Deshalb wurde entschieden, die Männer von Land her zu bergen.
Um 00.40 Uhr waren alle Crewmitglieder in Sicherheit. Sie hatten aber Unterkühlungen erlitten und wurden in die Obhut der Feuerwehr von Vila do Bispo übergeben. An der schwierigen Rettungsaktion waren auch Küstenretter der ISN Sagres und das Militär von Marinha, die der Autoridade Marítima Nacional im Rahmen des Projekts “Sea Watch” der ISN zugeordnet sind, beteiligt.
Am 2.9. gelang es um 15.40 Uhr, den Havaristen bei einem günstigen Wasserstand wieder flottzumachen. Ein Schlepper sowie das Rettungsboot „SR 33“ aus Sagres zogen das Schiff wieder in tieferes Wasser, wo es stabilisiert wurde. Der Rumpf war auf Höhe des Maschinenraums beschädigt, ebenso das Ruder.
Der Trawler wurde nach Baleeira abgeschleppt. Der Strand wurde am Abend noch von deren Netzen gereinigt, die sich nach der Strandung am ganzen Schiff verfangen und es förmlich eingesponnen hatten. Dazu wurde ein Bulldozer der Gemeinde von Vila do Bispo eingesetzt.
Im April war die „Avô Melro“ auf den Felsen von Arrifana vor Aljezur an der Westküste gestrandet. Deren Crew war von einem Helikoper der portugiesischen Luftwaffe gerettet worden.
Die “Avô Rita“ wurde 2002 bei der Navalfoz – Estaleiros Navais S.A. erbaut. Sie ist 14,7 Meter lang. Warum das in Sagres stationierte Schiff havarierte, war unklar, möglicherweise war es aber zu dicht unter der Küste auf Fang gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht vor Langeoog gestrandet
(03.09.16) Die Seenotretter der DGzRS-Station Langeoog kamen am Abend des 2.9. zwei norwegischen Segler zu Hilfe. Ihre Segelyacht „Majan“ hatte am frühen Abend vor den Ostfriesischen Inseln Grundberührung erlitten und war auf den Sandbänken, die den Inseln vorgelagert sind, festgekommen. Die Segler hatten geplant, über das Fahrwasser Accumer Ee, das zwischen den Inseln Baltrum und Langeoog verläuft, den Hafen von Langeoog anzulaufen.
Nach der Alarmierung des MRCC Bremen über den UKW-Not- und Anrufkanal 16 hatten die Wachleiter zunächst ein Schiff der Bundespolizei um Unterstützung gebeten, das sich in der Nähe des Havaristen befand. Bei dem Versuch, die Segelyacht mit diesem freizuschleppen, erlitt es jedoch einen Motorschaden, und der Versuch musste aufgegeben werden. Gleichzeitig war die Freiwilligen-Besatzung des Seenotrettungsbootes „Capser Otten“ auf Langeoog alarmiert worden.
Als diese vor Ort eintrafen, schleppten sie zunächst das offene Arbeitsboot der Bundespolizei zu ihrem Mutterschiff zurück, da bei etwa einem Meter Seegang dessen Besatzung einer größeren Gefährdung ausgesetzt war. Anschließend gelang es, eine Leinenverbindung mit der Segelyacht herzustellen, die jedoch brach. Erneut musste eine Schlepptrosse übergeben werden, und die Yacht konnte schließlich freigeschleppt werden.
Dabei ging das Dinghi der Segelyacht verloren. Erschwert wurde das Manöver durch die einbrechende Dunkelheit sowie eine sehr stark gestörte Funkverbindung. Gegen 21.50 Uhr erreichten die Seenotretter schließlich mit den erschöpften Seglern, einem jungen norwegischen Ehepaar, den Hafen.
In den frühen Morgenstunden des 3.9. wurde das Dinghi am Strand der Insel angetrieben. Ein Transport des Bootes auf der autofreien Insel wäre für die jungen Norweger nicht einfach zu organisieren gewesen. Auch da schafften die Seenotretter Abhilfe: In Zusammenarbeit mit dem Strandmeister holte einer der freiwilligen Seenotretter das Dinghi ab und brachte es mit seinem Elektroplattformwagen an den Hafen, wo die Besitzer es glücklich wieder in Empfang nahmen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht „Georije“ und RNLI
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Yachtcrew hatte drei Probleme
(03.09.16) Das RNLI-Boot aus Cowes kam am Abend des 31.8. im Solent der 33 Fuß langen Segelyacht „Georije“ zu Hilfe, die gleich mehrere Probleme hatte. Der Wind war zu schwach zum Segeln, die Maschine war ausgefallen, und das Boot trieb in der Schifffahrtsstraße. Die zweiköpfige Crew war eigentlich nach Lymington unterwegs gewesen, doch wegen ihrer misslichen Lage musste sie die Solent Coastguard um Hilfe bitten.
Das Rettungsboot lief um 18.17 Uhr aus, stellte eine Schleppverbindung her und zog die „Georije“ von Cowes Harbour zur Shepards Wharf Marina. Nach einer Stunde war der Einsatz beendet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter bei Azov auf Grund gelaufen
(03.09.16) Der mongolische Frachter "Nicky", 2478 BRZ (IMO-Nr.:7833107), lief trotz Lotsenberatung am frühen Morgen des 1.9. auf dem Azov-Don Seekanal außerhalb des Fahrwassers auf Grund. Versuche, das Schiff im Laufe des Tages flottzumachen, schlugen fehl. Es war auf der Fahrt von Istanbul nach Azov.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker bei St. Petersburg aufgelaufen
(03.09.16) Der russische Tanker "Gazpromneft East", 1666 BRZ (IMO-Nr.: 9031624), lief am Abend des 1.9. auf dem Petrovskiy-Kanal unweit von St. Petersburg zwischen den Tonnen 9-10 und 11-23 mit 1200 Tonnen Öl an Bord auf Grund. Am 2.9. kurz nach Mitternacht wurde er wieder flottgemacht und zur Kanonerskiy Shaip-Werft für eine Unterwasserinspektion gebracht. Um 22.45 Uhr machte er in Lomonosov fest und erreichte am 3.9. um sieben Uhr Nevskaya Guba in St. Petersburg.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandeter Frachter nach fünf Wochen geborgen
(03.09.16) Der zyprische Containerfrachter "Nica I“, 10384 BRZ (IMO-Nr.: 9165449), wurde am Morgen des 3.9. in der Südchinesischen See geborgen und nahm Kurs auf Port Klang. Er war am 15.7. auf Position 02 11 S 107 03 O auf der Reise von Esperance nach Port Klang auf Grund gelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Abbruchfrachter machte sich selbstständig
(03.09.16) Ein 7000-Tonnen-Frachter strandete am 2.9. bei Bharuch im Golf von Khambhat. Er hatte vor dem Abbruchstrand von Alang aufs Verschrotten gewartet und sich am Vorabend bei stürmischem Wind vom Anker losgerissen. An Bord war eine 10-köpfige Maschinencrew, die mit dem Schiff von Gujarat 15 Meilen weit trieb, ehe es festkam.
Es hatte eineinhalb Jahre vor Anker gelegen und auf den Ausgang eines Rechtsstreits gewartet. Nachdem die Kette gebrochen war, gelang es der Crew zwar, die Maschine in Gang zu bekommen, doch dann versagte diese den Dienst. Mit der 5-10 Knoten starken Strömung ging es dann auf die unfreiwillige Reise. Die kleinen Schlepper von Alang konnten den Frachter nicht aufhalten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Marathoneinsatz im Hamburger Hafen kann noch bis kommende Woche dauern
(03.09.16) Nach zweitägiger härtester Arbeit gab es m 3.9. vorsichtiger Entwarnung im Waltershofer Hafen in Hamburg. Der Brand auf der „CCNI Arauco“ schien nun wirklich unter Kontrolle zu sein. Während der gesamten Nacht hatte die Feuerwehr Hamburg mit Unterstützung der Werksfeuerwehren von Airbus und der Holborn Raffinerie insgesamt 45 Tonnen Schaummittel, die die Betriebe bereitgestellt hatten, in den brennenden Laderaum gepumpt.
Diese Maßnahme zeigte endlich Wirkung - die Lage schien am Nachmittag stabil, das Feuer breitete sich nicht weiter aus, und die Kontrollmessungen der Temperatur an der Außenwand des Schiffes gaben Grund zur Hoffnung. Eine endgültige Entwarnung, dass der Brand gelöscht sei, konnte indes noch nicht gegeben werden.
Es war immerhin am Nachmittag gelungen, eine 20 x 20 Meter große Luke des betroffenen Laderaums zu öffnen. Dazu war schweres Gerät notwendig gewesen, weil die Luke durch die Hitze verzogen und verkantet war. Das Innere des Laderaums war danach besser zugänglich.
Es konnte nicht ausgeschlossen werden, dass es dort noch weitere Glutnester gab. Weil der Laderaum aber randvoll mit Löschschaum und zahlreichen Containern war, war die Sicht ins Innere weiterhin verdeckt. Fachbehörden, darunter eine Bergungsfirma, die Versicherung und die Reederei, berieten am 3.9. über die Bergung der einzelnen Container aus dem Laderaum.
Dazu mussten sie einzeln angehoben und geöffnet werden. Diese Arbeit und damit auch die endgültige Gewissheit darüber, dass das Feuer wirklich aus ist, könnte sich noch bis Anfang kommender Woche hinziehen. Erst musste jeder Winkel unter Deck kontrolliert werden.
Wenn das Feuer aus ist, kann auch der Löschschaum wieder aus dem Laderaum abgepumpt und von einer Spezialfirma fachgerecht entsorgt werden. Unterdessen konnten zahlreiche Einsatzkräfte vom Einsatzort abgezogen werden. Am Vormittag des 3.9. waren noch rund 150 Feuerwehrleute vor Ort.
Die Feuerwehr blieb aber weiterhin in ausreichender Stärke präsent, sodass sie jederzeit eingreifen konnte, falls das Feuer wieder aufflammte. Die Brandbekämpfungseinheiten aus Kiel, Cuxhaven und Bremerhaven wurden inzwischen aber wieder abgezogen. Auch die Unterstützung des Mehrzweckschiffs "Neuwerk" war nicht mehr vonnöten. Hamburgs Innensenator Andy Grote dankte den Einsatzkräften für den „wirklich fordernden Marathoneinsatz".
Die Option, Schaum ins Schiffsinnere zu pumpen, war in der Nacht als letzte Karte gezogen worden. Zuvor war der Versuch, den Laderaum mit Wasser zu fluten, nach dem Einpumpen von 5000 Tonnen abgebrochen worden, weil das Schiff dabei instabil zu werden drohte. Außerdem bestand die Gefahr, dass Container sich aus ihren Verankerungen lösten und unkontrolliert durch den Laderaum trieben. Die dann eingesetzten 45.000 Liter stellten die Werksfeuerwehren von Airbus und der Holborn Raffinerie zur Verfügung. Solche Mengen hätten sonst gar nicht zur Verfügung gestanden. Das Fluten dauerte von Mitternacht bis sechs Uhr früh.
Die Wasserschutzpolizei überwachte während der Löscharbeiten die Schiffslinie. Zudem wurde die Trimmung des Schiffes genau beobachtet, um eine Schlagseite rasch feststellen zu können. Experten gingen davon aus, dass die Ladung in der betroffenen Sektion, vermutlich um gewöhnliche Haushaltsgegenstände wie Möbel und Tapeten, ein Totalverlust sein dürfte.
Sie bezifferten der Gesamtwert der Ladung mit 500 bis 700 Millionen Euro. Immerhin befand sich in dem Bereich nur ein Gefahrgutcontainer, in dem ein Elektroauto stand. Die übrigen 1250 Tonnen Gefahrgut befanden sich im vorderen Schiffsteil, rund 100 Meter vom Brandher entfernt.
Die Ermittlungen hat die Wasserschutzpolizei in Waltershof vom Havariekommando übernommen. Sie richtete dazu eine Sonderkommission ein, die die weiteren Ermittlungen führen sollte. Dabei handelte es sich um eine „Besondere Aufbauorganisation (BAO)“, die bei der Wasserschutzpolizei angesiedelt ist.
Die Ermittlungsarbeiten auf einem solch großen Containerschiff sind besonders aufwendig, da Techniker und weitere Experten hinzugezogen werden müssen. Die Beamten konnten sich mittlerweile aber offenbar ein klares Bild von den Abläufen, die zum Feuer führten, machen.
Dass die Versuche den Brand mit Kohlenstoffdioxid zu löschen ein Fehlschlag waren, könnte daran gelegen haben, dass die brennende Ladung in einem solchen Fall von den Containern abgeschirmt wird. Das CO2, das den Sauerstoff verdrängen und so das Feuer ersticken soll, kann so überhaupt nicht an den eigentlichen Brand herankommen.
Die Maßnahmen hatten zwar einen gewissen Löscherfolg gebracht, dennoch war die Temperatur im Inneren nach wie vor hoch geblieben. Deshalb war entschieden worden, den Laderaum zu fluten, was eigentlich wegen der sich damit vergrößernden Schäden vermieden werden sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Arbeitsschiff sank auf dem Bodensee
(03.09.16) In der Hafeneinfahrt von Lindau-Zech sank ein 15 Meter langes Arbeitschiff in der Nacht zum 3.9. Das am Kai vertäute Räumboot, das mit einem Kran zur Entfernung von Treibholz ausgestattet ist, ragte noch mit den Aufbauten aus dem Wasser. Es befanden sich keine Personen an Bord. Auch blieb der Treibstofftank dicht, so dass nicht von einer Wassergefährdung ausgegangen wurde.
Die Unfallursache war zunächst unklar. Bereits zuvor soll es schon einmal Probleme mit dem Fahrzeug gegeben haben. Am Morgen blieb die Hafenzufahrt zunächst gesperrt. Mit einem Autokran sollte das Schiff geborgen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Transocean Winner soll auf Schwergutfrachter in die Türkei verschifft werden
(03.09.16) Das Rig "Transocean Winner" wird wahrscheinlich noch im September in die Türkei zum Abbruch abtransportiert. Dazu soll es auf ein absenkbares Schwergutschiff verladen werden. Derzeit liegt es mit Schlagseite, aber stabil vor Anker in der Broad Bay an der Ostküste von Lewis.
Die Operation würde in tieferem Wasser, rund zwei Meilen vom Ankerplatz entfernt, stattfinden und rund 12 Stunden dauern. Dazu müssen die Wetterbedingungen perfekt sein, was im einbrechenden Herbst zwar seltener der Fall sein dürfte, aber dennoch vor Monatsende stattfinden soll. Die Maritime & Coastguard Agency (MCA) gab am 2.9. bekannt, dass die Vorbereitungen im Gange seien, allerdings noch Verträge unterzeichnet werden müssten.
Dies sprach dafür, dass die holländischen Schwerguttransport-Spezialisten Heerema Marine Contractors und die Tochter von Royal Boskalis, Dockwise im Geschäft sein könnten. Die Boskalis-Tochter Smit Salvage hatte die Bergung der Bohrinsel durchgeführt. Lokale Politiker hatten angeregt, sie vor Ort zu zerlegen, wo es bei Stornoway oder Lewis oder einer Werft in Kishorn in Wester Ross auch geeignete Kapazitäten gäbe. Dies wurde offenbar aber im Entscheidungsprozess nicht berücksichtigt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht vermissten Seglers nach fast zwei Monaten entdeckt
(03.09.16) Die 11,5 Meter lange Yacht „Red Héol“, eine Largo 38 mit gelbem Aluminiumrumpf, die seit fast zwei Monaten vermisst wurde, wurde von einem Handelsschiff am 2.9. rund 500 Meilen nördlich der Azoren bzw. 900 Meilen östlich von Neufundland im Meer treibend entdeckt. Ob sich Skipper Jo Brest Le Goff an Bord befand, konnte nicht festgestellt werden. Der 63-jährige Brester Einhandsegler war am 5.6. aus seinem Heimathafen ausgelaufen.
Am 7.7. verließ er den Hafen von Leixoes in Portugal mit Kurs Azoren. Danach gab es keine Lebenszeichen mehr. Die Crew des Handelsschiffes machte ein Foto des Seglers und leitete es an die Polizei weiter. Diese zeigte es dem Bruder Jo Le Goff, der das Boot identifizieren konnte. Wegen der schwierigen Wetterverhältnisse vor Ort konnte die Frachtercrew keine weiteren Maßnahmen mehr ergreifen. Ob sich jemand auf der Yacht befand, ließ sich nicht feststellen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rätsel um Toten im Meer vor Mar de Plata
(03.09.16) Einer der drei Toten, die nach dem Untergang des Kutters "San Antonino" rund 10 Meilen vor Mar del Plata gefunden war, gehörte nicht zur fünfköpfigen Crew. Das Schiff war am 1.9. um sechs Uhr gesunken, und den ganzen Tag über wurde nach den Fischern gesucht. Aber bislang wurden nur drei Leichen von der Crew der "Madonna Di Giardini" entdeckt und in den Hafen gebracht.
Dann wurden sie zur Autopsie gebracht und als Gonzalo Godoy, Sergio Juarez und Carlos Campos identifiziert. Godoy aber gehörte nicht zur Crew. Nun galt es herauszufinden, ob er jemand anderen ersetzt hatte oder ob sich weitere Personen an Bord befunden hatten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fischer der „Flynny“ hatten viel Glück
(03.09.16) Vor den Chatham Islands, rund 1,8 Kilometer südlich von Pitt Island, kenterte der 11 Meter lange Kutter „Flynny“ um 11.30 Uhr. Sein EPIRB-Notsignal wurde vom Rescue Coordination Centre New Zealand (RCCNZ) aufgefangen. Ein anderer Kutter, die „The Eclipse“, wurde zu der gepeilten Position geschickt und fand die Crew der „Flynny“ auf dem kieloben treibenden Rumpf ihres Schiffes vor.
Um 11.40 Uhr waren die Fischer in Sicherheit. Da der VHF-Empfang in dem Seegebiet schlecht ist, hätte die Sache ohne den EPIRB schlechter ausgehen können. Es gelang inzwischen, den Kutter aufzurichten und zur Küste zu schleppen. Vor Ort war nur leichter nördlicher Wind. Warum die „Flynny“ kenterte, war unklar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zugfahrgäste saßen nach Kollision stundenlang fest
(03.09.16) Am 2.9. kollidierte ein Schlepper der Caillou Island Towing mit der Eisenbahnbrücke von Westlake. Diese musste daraufhin für den Verkehr der Züge von Amtrack gesperrt werden. Ein Zug saß mehrere Stunden fest und konnte von den Fahrgästen nicht verlassen werden. Um 20.20 Uhr durfte er die Brücke ostwärts endlich queren. Die Coast Guard leitete eine Untersuchung ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gesunkener Schoner wird historische Stätte
(03.09.16) Die „Alaska“, ein Wrack unweit des Point Beach State Park, wurde zum Wisconsin Register of Historic Places hinzugefügt. Am 19.8. akzeptierte die Wisconsin State Historical Society die Nominierung bei ihrem Treffen in La Crosse. Das Wrack war im Mai 2015 aus der Luft vom Ultraleichtflugzeug des Piloten Suzze Johnson entdeckt worden.
Durch Sandverschiebungen auf dem Lake Michigan war das in fünf Fuß Wassertiefe bei den Two Rivers liegende Schiff freigelegt worden. Der 90 Fuß lange Schoner wurde 1869 bei Smith Neville Sr. in Sheboygan für die Holzfahrt auf dem Lake Michigan erbaut. Er trieb 1879 in stürmischer See bei Two Rivers auf Grund, Bergungsversuche schlugen fehl.
Nachdem die Crew das Schiff aufgegeben hatte, sank es und versandete. An Bord könnte so auch noch eine Reihe historisch wertvoller Artefakte erhalten geblieben sein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerfrachter ""CCNI Arauco" brennt
(Bild: Polizei Hamburg)   Großbild klick!

Hamburg: Großbrand auf Frachter jetzt unter Kontrolle
(02.09.16) Auf dem unter Liberia-Flagge laufenden Containerfrachter ""CCNI Arauco" kam es am HHLA-Containerterminal am Burchard-Kai in Hamburg-Waltershof am 1.9. um 12.57 Uhr bei Schweißarbeiten zu einer Verpuffung. Anschließend brach im Laderaum achterlich der Aufbauten ein Feuer aus. Drei Crewmitglieder wurden leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht.
Der Frachter hatte am 31.8. um 10.30 Uhr von Tanger kommend am Kai festgemacht. Die Flammen breiteten sich von dem zunächst betroffenen Container rasch unter Deck aus, und dichter Rauch quoll aus der offenen Ladeluke 50 Meter hoch auf. Der Westwind trieb den Qualm in Richtung Stadt, und die Anwohner in Hamburg-Othmarschen, Neustadt, Veddel, Hafen-City, Rothenburgsort, Steinwerder, Kleiner Grasbrook, Hamm und Neustadt wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu haben. Das Katwarn-System wurde um 14.15 Uhr ausgelöst.
Schwarzer Rauch hiter der Brücke
(Bild: Polizei Hamburg)   Großbild klick!
Die Feuerwehr löste ihre zweithöchste, die 5. Alarmstufe aus und war bald mit 150 Mann vor Ort, die in den folgenden Stunden sogar auf 300 Einsatzkräfte aufgestockt wurden. Die Löschboote "Oberbaurat Schmidt" und "Löschboot Repsold” sowie die Schlepper "Bugsier 18" und "Bugsier 19" wurden gerufen, um den Rumpf von außen zu kühlen und so mögliche Risse durch Hitzebildung zu vermeiden. Auf der Landseite wurden Teleskopmastfahrzeuge in Stellung gebracht.
Die Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Hamburg wurden durch die Freiwilligen Feuerwehren Harburg, Finkenwerder, Neuenfelde, Francop und Sinstorf verstärkt. Die Löscharbeiten wurden erschwert durch den komplizierten Zugang zum Brandherd 20 Meter tief im Laderaum und weil sich durch die Hitze die Befestigungen der Container teils so stark verformten, dass sie mit Trennschleifern und anderem schweren Gerät bearbeitet werden mussten. Außerdem mussten die teilweise schon geschmolzenen Container auseinandergesägt werden, bevor sie entladen werden konnten. Im Laufe des Nachmittags wurden 40 weitere Atemgeräte zum Schiff geordert.
Die Einsatzkräfte kamen aber weiterhin nicht an den Brandherd heran, und die Flammen fraßen sich von Container zu Container durch. Auch das Ölbekämpfungsschiff "Neuwerk" wurde nun von Helgoland zum Einsatzort gerufen. Die Arbeiten am Terminal mussten eingestellt werden, nur vereinzelt durften Fahrzeuge das Gelände verlassen.
Ein Helikopter der Polizei überwachte die Gesamtlage aus der Luft. Der Autoverkehr auf dem Waltershofer Damm wurde gesperrt, es kam zu einem Stau von 18 Kilometern Länge auf der Autobahn 7 in beiden Richtungen. Der Frachter wurde unterdessen evakuiert. An Gefahrgut befand sich lediglich ein Container mit Autobatterien beim Brandherd. Insgesamt waren 1250 Tonnen Gefahrgut an Bord, die sich aber überwiegend im vom Brand nicht betroffenen Vorschiff befanden.
Brand unter Kontrolle
(Bild: Feuerwehr Hamburg)   Großbild klick!
Gegen 17 Uhr wurde begonnen, die brennende Ladeluke mit den 20 x 20 Meter großen Lukendeckeln zu verschließen, um dann mit der Einleitung von CO2 zu beginnen. Der erste Einsatz des Löschmittels brachte allerdings nicht den gewünschten Erfolg. Am späten Abend gegen 22 Uhr wurden sogar wieder ansteigende Temperaturen im Laderaum gemessen.
Die Feuerwehr setzte deswegen gegen 22.45 Uhr und um 2.25 Uhr des 2.9. erneut Kohlenstoffdioxid ein. Erst am Vormittag des 2.9. sanken die Temperatur im Schiffsinneren. Von der „Neuwerk“ und von einem Teleskoparm an Land aus wurden von Mittag an erhebliche Wassermengen in den Rumpf gepumpt.
Grund für diese Maßnahme war, dass der Gastank auf dem Frachter inzwischen leer war. Die Flutung wollte man eigentlich vermeiden, weil dadurch der Schaden am Schiff viel größer würde. Die Löscharbeiten können sich, wie die Feuerwehr am 2.9. bekanntgab, noch aufs ganze Wochenende ausweiten.
Am Vormittag waren rund 50 Feuerwehrleute sowie zwei Löschboote, ein Schlepper und das Mehrweckschiff "Neuwerk" des Havariekommandos Cuxhaven im Einsatz am Burchardkai. Für den Fall, dass der Brand unter Deck des Schiffes immer noch nicht gelöscht werden könnte, wurden von der Feuerwehr eine Reihe weiterer Optionen vorbereitet.
Die Wasserschutzpolizei richtete eine Sonderkommission ein, die die weiteren Ermittlungen führen sollte. Dabei handelte es sich um eine sogenannte Besondere Aufbauorganisation (BAO), die bei der Wasserschutzpolizei angesiedelt ist. Mit Technikern und weitere Experten soll nach Abschluss der Löscharbeiten gemeinsam herausgefunden werden, wie es zu der Verpuffung unter Deck kommen konnte.
Die “CCNI Arauko” hat eine Tragfähigkeit von 112588 Tonnen, ist 300 Meter lang, 48,2 Meter breit, hat 11,90 Meter Tiefgang und eine maximale Ladekapazität von 9000 TEU. Sie wurde 2015 beim Hanjin Subic Shipyard auf den Philippinen erbaut und läuft für die NSC Shipping GmbH & Cie. KG in Hamburg.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tyrrhenisches Meer: Feuer führte zu vorzeitigem Ende von Kreuzfahrt
(02.09.16) Am Nachmittag des 1.9. brach im Maschinenraum des unter Bahamas-Flagge laufenden Kreuzfahrtschiffes "Seadream I", 4333 BRZ (IMO-Nr.: 8203438), zwischen Amalfi und Palinuro südlich von Neapel im Tyrrhenischen Meer ein Feuer aus. An Bord waren 105 Passagiere und 61 Crewmitglieder. Die Fahrgäste und nicht benötigtes Personal wurden von der Fähre "Isola de Vulcano" an Bord genommen und nach Neapel gebracht.
Von dort kamen Schlepper dem manövrierunfähigen Havaristen zu Hilfe, der ebenfalls in den Hafen gezogen wurde. Die Kreuzfahrt hätte am 3.9. eigentlich in Civitavecchia enden sollen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Binnenschiff in Hasselt
(02.09.16) Am 1.9. brach auf dem 79 Meter langen, holländischen Binnenschiff "Amber , 1622 ts (EU-Nr.: 06002456), auf dem Slip einer Werft am Nahuysweg in Hasselt bei Schweißarbeiten ein Feuer aus. Es kam zu starker Rauchentwicklung, weshalb die Werftarbeiter ihre Löschbemühungen abbrechen mussten.
Die Feuerwehren aus Hasselt und Genemuiden wurden gerufen und hatten das Feuer nach einer Stunde gelöscht. Danach wurde das Schiffsinnere mit starken Ventilatoren belüftet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht auf Westerschelde gestrandet
(02.09.16) Eine Segelyacht strandete am 1.9. gegen Mittag auf einer Sandbank auf der Westerschelde unweit von Tonne Everingen 11. Die Segler rief die Küstenwache um Hilfe, die die Seenotretter aus Hansweert alarmierte. Als sie vor Ort eintrafen, war der Wasserstand bereits so weit gefallen, dass das Boot auf der Seite lag und vorerst nicht geborgen werden konnte.
Zwei Rettungsmänner sicherten die Yacht mit einem Anker. Danach wurde auf das Auflaufen des Wassers gewartet, mit dem das Boot sich von selbst wieder befreien konnte. Die Seenotretter kehrten daraufhin zu ihrer Station zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



15 Personen von sinkendem Angelboot gerettet
(02.09.16) Die Coast Guard San Francisco fing am 1.9. um 16.30 Uhr einen Mayday-Ruf des 50 Fuß langen Angelkutters „New Seeker“ auf. Das Schiff hatte unweit von Kirby Cove bei der Golden Gate Bridge Wassereinbruch erlitten, nachdem es auf einen Felsen nördlich der Brücke gelaufen war. Es wurde vom Skipper sinkend am Ufer auf Grund gesetzt.
Personal der Coast Guard Station Golden Gate und des Marin County Fire Department schickten sofort ihre Boote und bargen die 13 Sportangler und zwei Crewmitglieder sowie einen Hund von dem Schiff ab. Einer der Fahrgäste hatte eine Kopfverletzung erlitten und wurde medizinisch betreut. Die Geretteten wurden nach Fort Baker gebracht.
Die „New Seeker” der New Seeker Sport Fishing aus San Francisco, die bis zu 28 Personen befördern darf, war um sechs Uhr aus Emeryville auf Lachsfang nach Point Reyes ausgelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Stena-Fähre schwerer beschädigt als gedacht
(02.09.16) Nach dem Feuer auf einem Truck im Wagendeck bleibt die unter Bahamas-Flagge laufende Fähre "Stena Spirit", 39193 BRZ (IMO-Nr.: 7907661), länger außer Betrieb als zunächst gedacht. Sie hatte am 31.8. bei der Stocznia Remontowa Gdansk S.A. in Ostrow zu Untersuchungen und Reparaturen festgemacht und hatte eigentlich am 1.9. wieder in Dienst gehen sollen.
Jetzt wird die "Stena Spirit" aber bis zum 6.9. in Gdingen bleiben. Das Feuer hatte Schäden an elektrischen Verkabelungen und der Hydraulik angerichtet. Die Stena Line versuchte, Buchungen auf der "Stena Spirit" auf die beiden anderen Schiffe der Karlskrona-Gdingen-Route umzulegen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Drei Tote und zwei Vermisste bei Kutteruntergang
(02.09.16) Drei Seeleute kamen ums Leben, zwei wurden vermisst, nachdem am 1.9. gegen sechs Uhr der 16,2 Meter lange und 4,81 Meter breite argentinische Kutter “San Antonion” nach Wassereinbruch vor Mar del Plata sank. Die fünfköpfige Crew hatte 14 Meilen vom Leuchtturm Punta Mogotes entfernt einen Notruf abgesetzt. Sie war um 4:20 Uhr auf Fangfahrt ausgelaufen.
40 Minuten später hatte ein Helikopter die Unglücksstelle erreicht, doch da war der Kutter bereits gesunken. Drei Fischer wurden von der Crew des Kutters „Madonna di Giardini“ tot mit angelegten Rettungswesten in der ruhigen See treibend entdeckt. Sie starben offenbar an Unterkühlung.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kreuzfahrtschiff legte sich auf die Seite
(02.09.16) Das maltesische Kreuzfahrtschiff "Carnival Legend", 85942 BRZ (IMO-Nr.: 9224726), legte sich nach einem Azipod-Ausfall an Steuerbord-Seite am 29.8. gegen 18 Uhr unvermittelt schwer nach Backbord über, wodurch es zu einigen Schäden an Bord kam. Wasser schwappte aus den Swimmingpools und überflutete Teile der umliegenden Decks, Geschirr ging zu Bruch, Mobiliar stürzte um, Passagiere gerieten in Panik.
Die Schlagseite konnte rasch korrigiert werden, und das Schiff steuerte, wie geplant, den Hafen von Victoria, British Columbia, an, und erreichte am 30.8. den Heimathafen Seattle. Noch am selben Tag begann die nächste Fahrt nach Alaska, da alle Systeme normal funktionierten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Alter Schlepper wird Fischhotel
(02.09.16) Der Schlepper “Kathleen”, der im Taylor Creek in Fort Pierce an der Nordküste des Harbour Pointe Park, erhielt am 1.9. von der U.S. Coast Guard die Genehmigung, als künstliches Riff versenkt zu werden. Taucher in Sunrise City werden in Kürze ein neues Ziel haben, wenn das Schiff in 130 Fuß Wassertiefe auf Grund geht. Der Schlepper wurde 1957 erbaut, ist 70 Fuß lang und 18 Fuß breit.
Am 1.4. war er von der Vance Construction an die Snook and Gamefish Foundation und von dieser ans St. Lucie County abgegeben worden. Er hatte zuvor einige Zeit bei der Prosperity Dredging auf dem Okeechobee Waterway aufgelegen. Freiwillige räumten das Schiff danach aus und reinigten es. Im Mai begann die McCulley Marine mit den letzten Arbeiten.
Am 11.7. aber legten Vandalen ein Feuer an Bord. Die 6,000 Gallonen Löschwasser der Feuerwehr des St. Lucie County versenkten das Schiff im Taylor Creek, sodass es zunächst von den McCulley Marine Services (MMS) wieder gehoben werden musste, um die Arbeiten abzuschließen. Nach zweitägigen vergeblichen Bemühungen, das auf flachem Wasser liegende Wrack auszupumpen, wurde am 14.7. ein Kran der Underwater Engineering Services zu Hilfe gerufen, mit dem es gelang, das Schiff vorläufig wieder schwimmfähig zu machen.
Die Kosten der Vorbereitung erhöhten sich dadurch auf insgesamt 70,000 Dollar. Der Schlepper wird eines von vier künstlichen Riffen werden, die das St. Lucie County bis Jahresende geschaffen haben will. Zwei wurden bereits Ende Juli versenkt, eines dem Schlepper folgen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gesunkener Windgenerator wird geborgen
(02.09.16) In der kommenden Woche soll die Barge mit dem Oceanlinx-Wind-Energie-Generator geborgen werden, die gesunken vor Port Kembla liegt. Die Roads and Maritime Services (RMS) vergab den Auftrag an die Firma Polaris Marine in Sydney. Bis April 2017 soll das Wrack an der Kohleverladestelle geräumt sein. Seit Ende 2014 haben die RMS die Kontrolle, als die Oceanlinx liquidiert wurde.
Eine Barge soll in Port Kembla in Stellung gehen, bis das Wetter es erlaubt, eine im Sturm im Juni losgerissen 50-Tonnen-Sektion als erstes zu beseitigen. Der Stahlschrott soll danach in Newcastle recycelt werden. Danach sollen die unter Wasser liegenden Teile der Oceanlinx-Barge inspiziert werden, um die beste Bergungsmethode zu finden. 2009 hatte Oceanlinx den Windgenerator nach drei Jahren Betrieb außer Dienst gestellt und sich selbst überlassen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bohrinsel verlor Strahlruder bei Bergung
(02.09.16) Eine Kranbarge soll große Metalltrümmer, die von dem gestrandeten Rig "Transocean Winner" losgerissen wurden, bergen. Darunter befindet sich auch ein großer Propeller in einem 1,5 Tonnen-Strahlruder, der abriss, als die Bohrinsel von den Felsen der Dalmore Bay in Lewis heruntergezogen wurde.
Es ist eines von fast 40 Trümmerteilen, die bislang lokalisiert wurden. Diese können weiterhin Strandgänger gefährden, die die Küste wieder bevölkern. Das Arbeitsschiff "Forth Warrior", 296 BRZ (IMO-Nr.: 9803742), soll an der Strandungsstelle in Stellung gehen, sobald sich das Wetter beruhigt hat.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack der Flinterstar
(Bild: Scaldis)   Großbild klick!

Wrack der Flinterstar vor Zeebrügge geräumt
(01.09.16) Was der Schwimmkran “Rambiz” am 31.8. vor Zeebrügge vom Meeresgrund heraufholte, hatte nur noch entfernt die Anmutung eines Schiffes. Es handelte sich um die letzten Reste des holländischen Frachters “Flinterstar” (IMO-Nr.: 9243758), der am 6.10. dort vom LNG-Tanker „Al Oraiq“ fast in zwei Teile zerrissen worden und sinkend auf eine Sandbank gesetzt worden war. Nachdem das Vorschiff bereits vor einigen Wochen gehoben worden war, folgte nun das Achterschiff des Frachters, dem die Monate auf dem Meeresgrund heftig zugesetzt hatten. Der Schornstein fehlte, die Außendecks waren komplett demoliert, und in den Aufbauten klaffte an Steuerbordseite ein tiefes Loch über mehrere Decks. Sämtliche Scheiben waren von der Brandung eingedrückt, und Algen und Muscheln hatten den Stahl überzogen.
In den Stropps des riesigen Schwimmkrans erreichte das Wrack nun den belgischen Hafen, wo es über Nacht bleiben sollte, ehe es weiter zu den Abwrackern von Gallo in Gent zum weiteren Zerlegen gehen sollte. Die Operation konnte trotz einer wetterbedingten Unterbrechung einen Monat früher als geplant erfolgreich abgeschlossen werden. Das Hauptziel war, das Wrack vor den Winterstürmen aus der vielbefahrenen Schifffahrtsstraße zu bekommen.
Nun musste die belgische Regierung versuchen, die Bergungskosten von den am Unfall Verantwortlichen wieder einzutreiben, die sie zunächst vorgestreckt hatte. Die Untersuchungen dazu dauerten aber noch an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Maschinenschaden im Bosporus
(01.09.16) Der griechische Tanker "New Hellas", 59827 BRZ (IMO-Nr.: 9221891), erlitt kurz nach der Einfahrt in den Bosporus am Nachmittag des 31.8. im südlichen Teil der Wassserstraße vor Salac Maschinenschaden. Das Schiff war auf Nordkurs von Az Zawiyah nach Canakkale unterwegs. Mit reduzierter Geschwindigkeit erreichte der Tanker assistiert von einem Schlepper die Reede von Sile, wo er zur Reparatur vor Anker ging.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack der "Costa Concordia"
(Bild: Guardia Costiera)   Großbild klick!

Costa Concordia auf letzter Fahrt durch Genua
(01.09.16) Am 1.9. um 9.30 Uhr ging das Wrack der "Costa Concordia" um 9.30 Uhr auf seine letzte Reise durch den Hafen von Genua. Vier Schlepper zogen die rostigen Schiffsreste vom Kai weg, und Schiffssirenen heulten auf. Auch der emsige Hafenbetrieb wurde für einen Moment eingestellt, um dem Kreuzfahrtschiff den Respekt zu erweisen. Die Fahrt ging mit einer Fahrt von weniger als 1,8 Knoten mit einer Geschwindigkeit von weniger unter einem Meter pro Minute.
10 Stunden brauchte es so zum Dock 4 der Molo Guardiano, wo die Hulk zu Ende zerlegt wird. Der Konvoi war über 200 Meter lang und wurde von einem 40-köpfigen Team begleitet. Es handelte sich um das dritte Verholen des Schiffes, seit es am 27.7.2014 in Genua eingetroffen war. Zuerst war es zum Prà-Voltri gegangen, dann weiter ins einstige Superbacino im Mai 2015, wo die Decks 2 bis 14 abgebrochen wurden. Nun folgte die Fahrt zum Ente Bacini, wo Maschine und Rumpf gereinigt und zerlegt werden. Das Manöver wurde abgesichert durch Lotsen, zwei Patroullienboote der italienischen Küstenwache und einem Taucherteam, das im Notfall eingreifen konnte. In rund sechs Monaten soll nichts mehr übrig sein von dem einstigen Luxusliner.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht bei Koblenz aufgelaufen
(01.09.16) Auf der Mosel bei Koblenz lief am 31.8. eine 14 Meter lange Yacht auf eine Sandbank. Die Insassen, ein niederländisches Ehepaar, blieben unverletzt, allerdings wurden bei der Havarie die Ruderblätter der Yacht beschädigt. Die Wasserschutzpolizei und die Feuerwehr bargen das Schiff - für das Paar war die Reise aber vorerst beendet. Beeinträchtigungen für den Schiffsverkehr gab es während der Havarie nicht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot auf Rio Tibagio explodiert
(01.09.16) Die brasilianische Marine, vertreten durch die Flusspolizei in Guaira, leitete eine Untersuchung der Explosion auf einem Motorboot am 28.8. auf dem Rio Tibagio an der Grenze der Städte Rancho Alegre und Sertaneja, 63 Kilometer von Cornélio Procópio entfernt ein. Der Skipper sollte dazu befragt werden und seine Fahrtlizenz vorlegen. Auch sollte der Zustand des Bootes unter die Lupe genommen werden.
Das Speedboot war nach der Explosion in Flammen aufgegangen und gesunken. Es hatte zuvor in der Mitte des Flusses gestoppt und nur den Generator für die Versorgung der Klimaanlage laufen, als es zu einer Explosion kam. Die neun Bootsfahrer sprangen in Panik über Bord. Die Schiffbrüchigen hielten sich an Treibgut fest und wurden nach 40 Minuten von einem Kutter gerettet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Untersuchung von Kollision in New York
(01.09.16) Die Polizei von New York hat eine Untersuchung der Kollision der Hafenfähre "Jersey City" mit 10 Kayakfahrern auf dem Hudson River an der 39. Straße am 30.8. um 17.45 Uhr eingeleitet. Die Paddlergruppe gehörte zur Manhattan Kayak Company und war südwärts auf dem Hudson unterwegs. Der Kapitän der Fähre gab an, er sei von der tiefstehenden Sonne geblendet worden.
Fünf der Sportler kamen ins Bellevue Hospital Center und Mount Sinai West Hospital. Zwei von ihnen waren noch in stationärer Behandlung, darunter der Führer der Gruppe, der eine schwere Armverletzung erlitten hatte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sechs indische Fischer gerettet
(01.09.16) Die indische Coast Guard rettete am Nachmittag des 31.8. sechs Fischer vor der Küste von Jakhau, nachdem ihr in Porbandar beheimateter Kutter „Prem Maiya“ auf Fangfahrt gekentert war. Alle sechs Mann aus Süd-Gujarat wurden gerettet und die Marine Police informiert. Der Kutter war tags zuvor aus Porbandar auf eine fünftägige Fahrt ausgelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vier Segler vor Santa Rosa Island gerettet
(01.09.16) Die US Coast Guard rettete die vierköpfige Crew der 36 Fuß langen Segelyacht “Jazzy”, die am 30.8. bei den Channel Islands vor Südkalifornien auf Grund gelaufen war. Sie funkte um 2.30 Uhr Mayday und saß unweit der Becher's Bay vor Santa Rosa Island, 26 Meilen vor Santa Barbara, fest. Die Crew rettete sich in einem Beiboot an Land und wurde von einem Hubschrauber dort aufgewinscht und aufs Festland geflogen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack vor Welcome Islands soll identifiziert werden
(01.09.16) Der Archäologe Chris McEvoy aus Thunder Bay, Ontario, hat mit der Untersuchung eines Wracks begonnen, bei dem es sich um das erste in Kanada registrierte Schiff, den Schlepper “Mary Ann”, handeln soll. Dieser wurde einst von Senator Lachlin McCallum in Auftrag gegeben, der es nach seiner Tochter benannte. McEvoy ist Mitglied des Superior Chapter von Save Ontario Shipwrecks, die den Tauchtourismus in der Region fördern sollen.
Er hat bereits etliche archäologische Stätten untersucht. Das jetzt in seinem Fokus befindliche Wrack wurde von den Tauchern David Shepherd und Robert Valley 2013 in den Gewässern vor den Welcome Islands entdeckt, etliche Kilometer von der Position entfernt, wo es seinerzeit versenkt worden sein soll. Bislang wurden zwei Tauchgänge abgeschlossen, bis zum Herbst soll die Arbeit fortgesetzt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



RNLI binnen 24 Stunden zweimal für dieselbe Yacht im Einsatz
(01.09.16) Das RNLI-Boot aus Kirkwall Lifeboat wurde am Nachmittag des 30.8. zur Assistenz der Yacht „Vamoose“ gerufen, die in Puldrite Skerry auf der Seite lag. Der Skipper wurde unversehrt vorgefunden und setzte die Reise fort, nachdem sein Boot wieder flott war. Doch bereits am Morgen des 31.8. um 4.45 Uhr alarmierte die Shetland Coastguard nun das Rettungsboot aus Stromness.
Nun war die Yacht auf der Stromness-Seite des Outer Holm in der Hafeneinfahrt ein weiteres Mal festgekommen. Ein Schlauchboot der Seenotretter stellte eine Schleppverbindung her, und wenig später war die Yacht ab und konnte in die Stromness-Marina gebracht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Versorger in Macae
(01.09.16) Auf dem brasilianischen Offshore-Versorger "UP Safira", 2919 BRZ (IMO-Nr.: 9307712), brach am 30.8. auf der Reede von Macae ein Feuer aus. Der Brand auf dem Hauptdeck entstand bei Instandsetzungsarbeiten und konnte binnen Minuten von der Crew unter Kontrolle gebracht werden. Das Schiff wurde danach von den Behörden inspiziert und wieder freigegeben. Der 2005 erbaute Versorger ist seit Oktober 2014 in Charter der Petrobras.
Quelle:Tim Schwabedissen



Deutsches U-Boot auf den Outer Banks inspiziert
(01.09.16) In 721 Fuß Wassertiefe wurde das Wrack des deutschen U-Bootes “U 576” entdeckt und wird derzeit von dem U-Boot “Nomad” untersucht. Das Wrack liegt dort, wo es am 15.7.1942 auf den Outer Banks vor North-Carolina sank, auf der Seite. Die hölzernen Deckplanken sind nach 74 Jahren unter Wasser weggerottet, doch der Turm, der Rumpf und die Kanone sind noch immer gut erhalten.
Die Luken sind durchweg verschlossen, darunter befinden sich ohne Zweifel die sterblichen Überreste des Kommandanten Kaleu Hans-Dieter Heinicke, 29, und seiner 44-köpfigen Crew. Sein Boot war bei einem Luftangriff schwer beschädigt worden. Ein defekter Ballasttank behinderte die Fähigkeit zum Tauchen, und eine Reparatur war nicht möglich. Die Fahrt hatte bis dahin unter keinem guten Stern gestanden – nur drei Schiffe, darunter der britische Frachter „Empire Spring“, der mit allen 55 Mann an Bord vor Nova Scotia sank, sowie die norwegische „Taborfjell“, die vor Cape Cod so schnell unterging, dass nur drei der 20 Mann an Bord sich retteten, konnten angegriffen werden, ein Maschinenschaden war aufgetreten. Das dritte Opfer war die amerikanische „Pupestone County“ vor Cape Henry, Virginia, neben der „U 576“ noch auftauchte und die Schiffbrüchigen versorgte.
Am 29. Tag der fünften Feindfahrt war das Boot auf Ostkurs, vielleicht Richtung Heimat. Heinicke meldete, er sei 16 Meilen bei moderaten Seen über Wasser vorangekommen. Dies war der letzte Funkspruch.
Danach stieß das Boot auf den Konvoi KS-520 mit 19 Frachtern und fünf Eskortschiffen auf der Fahrt von Hampton Roads, Virginia, nach Key West, Florida. Trotz der Schäden am eigenen Fahrzeug war die Verlockung wohl zu groß. Heinicke brachte „U 576“ in Stellung und feuerte vier Torpedos ab.
Zwei beschädigten den US-Frachter „Chilore“, ein anderer den unter Panama-Flagge laufenden Tanker „J.A. Mowinckel“, der vierte versenkte die „Bluefields“. Danach aber geriet das Boot inmitten des Konvois über Wasser und wurde sofort von Flugzeugen und Geschützführern auf den Schiffen unter Feuer genommen. Eine Wasserbombe explodierte am Rumpf, dann flogen Trümmer hoch, das Boot verschwand und ließ eine Öllache zurück.
Drei Tage später versuchte das deutsche Hauptquartier „U 576“ zu kontaktieren, doch ohne Erfolg. Das Boot war wie drei andere U-Boote sowie 90 weitere Schiffe zwischen Januar und Juli 1942 verloren gegangen. Dabei kamen 1600 Seeleute, davon 1100 auf Handelsschiffen, ums Leben. Am 24.8. konnte die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) nach siebenjähriger Suche erstmals das Wrack in Augenschein nehmen. Zusammen mit dem Bureau of Ocean Energy Management hatte sie seit 2009 danach gesucht. Im August 2014 wurden die Forscher fündig, ein Jahr, nachdem der von dem Boot zuletzt versenkte Frachter, die nikaraguanische „Bluefields“, mit einem großen Torpedoloch im Rump entdeckt worden war.
In Kooperation mit der Project Baseline, der University of North Carolina Coastal Studies Institute und Wissenschaftlern der SRI International werden derzeit eine Reihe von Tauchgängen vom 146 Fuß langen Basisschiff „Baseline Explorer“ durchgeführt. Dabei wurde bereits festgestellt, dass die Tiefenruder in einer Stellung waren, als ob versucht worden war, noch an die Wasseroberfläche zu kommen. Eine Abdeckung auf der Außenhülle am Vorschiff fehlte, wo die Wasserbombe explodierte und die Schiffsstruktur schwächte. Ob die Crew schließlich in wasserdichten Abteilungen auf ihr Ende warten musste, bleibt ungewiss.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sitka soll geborgen werden
(01.09.16) Die in Fiji auf der Fahrt von Tonga zu den Solomon Islands gestrandete „Sitka“ der Malaita Outer Islands (MOI) Constituencysoll geborgen und nach Honiara gebracht werden. Vor zwei Wochen lief es auf ein Riff bei Kadavu. Der Frachter gehört einem australischen Geschäftsmann, dient aber seit 10 Jahren im Inselverkehr von Tonga und hat eine Crew von dort.
Sie kehrten nach der Strandung in die Heimat zurück. Zunächst muss nun das Öl aus den Tanks abgepumpt worden. Ursache der Havarie waren schlechtes Wetter und technische Probleme.
Quelle:Tim Schwabedissen



Astrid endete in der Herne Bay
(01.09.16) In Auckland's Herne Bay wurde 19.8. die 47 Fuß lange Segelyacht “Astrid” von Skipper Mark Thomas in einem Sturm mit 60 Knoten Wind auf Grund geschleudert. Dabei entstanden Löcher im Rumpf, sodass das Boot, auf dem der Skipper seit 15 Jahren lebte, nicht freigeschleppt werden kann. Drei Lkw-Ladungen zerstörten Interieurs wurden seither entsorgt. Das Bootsinnere wurde verwüstet. Der Skipper war in Hastings gewesen, als sich sein Boot losriss, und hatte nur über Telefon vom Schiffbruch erfahren.
Das Boot wurde 1976 erbaut und hat 10 Kojen. Vor der Strandung hatte es einen Wert von rund 60,000 Dollar, war aber nicht versichert. Binnen zwei Wochen soll es auf Weisung des Hafenkapitäns entfernt werden. Der Segler hatte es eigentlich ohnehin verkaufen und an Land leben wollen. Doch nun hat er andere Probleme.
Quelle:Tim Schwabedissen





Weblinks:
SOS-Seenotfälle, Archiv
Chronik bedeutender Seeunfälle Antike bis 1499
Chronik bedeutender Seeunfälle 1500 bis 1899
Chronik bedeutender Seeunfälle 1900 bis 1949



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Schlagwörter: Schifffahrt, in Seenot, SOS Alarm, Unfälle, Mayday, Versicherung Schiff, Segeln, Seenot, Unglück, Seenotfälle, Schiffsuntergang, Seenotarchiv, Archiv, Schiffsunglück, Schiffsunfall, unfall, ertrinken, untergehen, untergegangen, sinken

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