EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
S O S Aktuelle Seenotfälle aus dem Ticker
(3.7.09) Am 2.7. war die US Coast Guard an dem sinkenden Kutter "Miss Clarissa" in der Quileute Marina in La Push, Washington, im Einsatz. Ein 47-Fuß-Boot, das sich auf einer Patroullie befand, entdeckte das sinkende, 48 Fuß lange Schiff an seinem Liegeplatz. Es gelang noch, den Havaristen in Schlepp zu nehmen und aus dem Bereich der Hafeneinfahrt zu ziehen. Nachdem es bis auf Höhe des Ruderhauses abgesunken war, lief ein Teil der rund 150 Gallonen Diesel- und 200 Gallonen Hydrauliköl an Bord aus. Im Laufe des Vormittags wurde eine Ölsperre um das Wrack ausgelegt. Nur Stunden zuvor, am Abend des 1.7. um 21.25 Uhr, war in der Makah Marina in Neah Bay, Washington, der 31 Fuß lange Kutter "Neptune" gekentert. Ein 25 Fuß-Boot wurde zur Untersuchung von der Küstenwachstation Neah Bay geschickt. An Bord waren lediglich sechs Gallonen Diesel. Auch hier wurde ein Ölschlängel um das Wrack ausgelegt. Quelle: Tim Schwabedissen Acht Menschen von brennendem Speedboot gerettet (3.7.09) Am Nachmittag des 2.7. wurden sechs Menschen gerettet, die nach dem Ausbruch eines Brandes auf dem Speedboot "Felling Woosley 2" in der Studland Bay über Bord sprangen. Das RNLI-Trainingsboot "Robert Elsmore" sichtete eine rote Notrakete, die von dem Schiff abgefeuert wurde, und alarmierte die Portland Coastguard. Danach nahm es die sechs im Wasser schwimmenden Personen sowie zwei weitere, die sich noch auf dem Boot befanden, auf. Anschließend wurde der Havarist von dem RNLI-Boot aus Poole auf den Haken genommen. In Poole standen Küstenwache und Feuerwehr aus Dorset bereit. Quelle: Tim Schwabedissen Letztes "MSC Napoli"-Stück gehoben (3.7.09) Der Wrackrest der "MSC Napoli" wurde am 2.7. nachmittags vor Branscombe gehoben. Unmittelbar danach begann planmäßig das Zerschneiden des Torsos gemäß des Bergungsplanes. Er hängt in Hebeketten und wird von 24 Kettenzügen auf Position gehalten. Er hat zwei Grad Schlagseite. Der Schrott wird zur Scheepssloperij Nederland in Gravendeel transportiert. Quelle: Tim Schwabedissen Fregatte "Adelaide" wird künstliches Riff (3.7.09) Die australische Fregatte HMAS "Adelaide" wurde am 3.7. vom Commonwealth and die Regierung von New South Wales übergeben, die sie im Laufe des Jahres vor Terrigal versenken soll. Das letzte Kapitel der Schiffskarriere wird das eines künstlichen Riffes und als Tauchattraktion sein, wofür örtliche Tauchclubs bereits 10 Jahre lang kämpften. Zuvor wird das Schiff für 5.8 Millionen Dollar gereinigt und vorbereitet. HMAS "Adelaide" diente der Royal Australian Navy 27 Jahre lang und war in über 30 Einsätzen, darunter 1991 im Golfkrieg sowie 1999 vor Ost-Timor. 1997 rettete die Crew der "Adelaide" die Einhandsegler Tony Bullimore und Thierry Dubois, deren Yachten in der Südsee in einem Round-the-World-Race gekentert waren. 2001 rettete sie Flüchtlinge vor Christmas Island, deren Schiff sank. HMAS "Adelaide" wurde im Januar 2008 in Garden Island in Westaustralien außer Dienst gestellt. Quelle: Tim Schwabedissen Fährunglück in New York durch Maschinenausfall verursacht (3.7.09) Ein Ausfall der Maschine verursachte am 1.7. die Kollision der New Yorker Fähre "Sen. John J. Marchi" mit der Pier des St. George Ferry Terminal. 15 Personen kamen danach nis Krankenhaus. Lautsprecher warnten die Fahrgäste vor dem Aufprall noch, sich festzuhalten und vom Heck zurück zu treten. Dann ertönte das Typhon, ehe sich der 2700-Tonner ungestoppt in Slip No. 5 bohrte. An Land schrien die Festmacher noch "Zurück, zurück", ehe sie sich in Sicherheit brachten. Beim Aufprall der "Sen John J. Marchi" auf die untere Brückenplattform und die obere Gangway entstanden an der Brücke Schäden. Die Fähre selbst kam glimpflich davon. Warum die Maschine ausfiel, wurde noch untersucht. Eindeutig war, dass die Crew richtig gehandelt hatte und so den Schaden begrenzte. Nach der Kollision verließen die rund 800 Passagiere die Fähre über eine Planke, die den Spalt zwischen dem unteren Deck und dem Terminal überbrückte. Quelle: Tim Schwabedissen Wrack der "Glenelg" nach 109 Jahren entdeckt (3.7.09) Ein Taucherteam fand am 28.6. in 32 Metern Wassertiefe in der Bass Strait ein Wrack, bei dem es sich um den 135 Fuß langen Dampfer "Glenelg" handeln könnte. Die "Glenelg" sank 1900 auf einer Reise entlang der Küste Victorias von Bairnsdale nach Melbourne. Nur drei Menschen überlebten, 31 kamen ums Leben. Warum der Dampfer unterging, könnte nun, nach 109 Jahren, aufgeklärt werden. Das Southern Ocean Exploration Taucherteam untersuchte das Wrack vier Stunden lang, wobei sie einen Teller des Schiffes mit der Aufschrift Tasmanian Steam Navigation Company bargen, das dessen Identität klären sollte. Zwar war dies nicht die Reederei der "Glenelg", sondern die Union Steam Ship Company, doch einer der vorherigen Eigner hatte mit der Tasmanian Steam Navigation Co. gearbeitet. Später ging sie ins Eigentum der Union Steam Ship Company über. Die Überlebenden hatten seinerzeit ausgesagt, dass die Beplankung sich am Heck gelöst hatte, sodass es zu einem Wassereinbruch kam. Dies könnte sich nun bestätigen. Quelle: Tim Schwabedissen Taucher entdeckten Leichen in "Delmas Victory" (3.7.09) Die Küstenwache von Qatar, die Marine und andere Einheiten setzten auch am dritten Tag nach dem Untergang der "Delmas Victory" die Suche nach den Opfern fort. Tauchern gelang es, 10 Tote im Schiffsinnern zu lokalisieren, doch konnten sie bislang nur zwei von ihnen bergen. Damit ist die Anzahl geborgener Todesopfer nun bei sieben. Zwei Bergungsschiffe aus den Vereinigten Arabischen Emiraten wurden zur Untergangsstelle geschickt und sollten das Wrack in flacheres Wasser verbringen, wo die Untersuchungen leichter zu bewerkstelligen wären. Quelle: Tim Schwabedissen
(2.7.09) Am Morgen des 30.6. konnten die vor den Dardanellen seit dem 27.6. ineinander verkeilten Frachter "Renate Schulte", 14619 BRZ, und "Marti Princess", 6019 BRZ, erfolgreich getrennt werden. Ein Bergungsteam ging an Bord und nahm Stabilitätsberechnungen vor. Beide Schiffe erwiesen sich als stabil, und die schwer beschädigte "Marti Princess" soll nun in ein sicheres Gebiet geschleppt werden. Die 13-köpfige Besatzung war vorsorglich evakuiert worden. Nach der Kollision waren zwei Laderäume des 2008 erbauten Frachters geflutet worden. Er hat 8000 Tonnen Zement geladen. Das Bunkeröl wurde auf eine Barge umgepumpt. Eine Untersuchung der Kollision wurde eingeleitet. Nach bisherigen Erkenntnissen soll vor dem Zusammenstoß er Wachoffizier der "Renate Schulte" erfolglos versucht haben, die sich annähernde "Marti Princess" über VHF zu kontaktieren. Quelle: Tim Schwabedissen Achtköpfige Familie von Yacht im Pazifik gerettet (2.7.09) Am Morgen des 2.7. traf eine neuseeländische Familie an Bord der "La Glorieuse" der französischen Marine in Auckland ein. Am Vortag waren die beiden Erwachsenen und sechs Kinder aus Bradfield im Pazifik gerettet worden. Die Familie war auf dem Rückweg von einer zweimonatigen Reise nach Tonga, als ihre 12.8 Meter lange Yacht "Carenza" 200 Meilen nördlich der neuseeländischen Küste in schwerer See am 30.6. ihren Mast verlor. Es wurde Mayday gefunkt und das EPIRB aktiviert. Nachdem das Notsignal aufgefangen wurde, startete eine Hercules und lokalisierte das Boot. Von der "Carenza" wurde eine Notrakte abgeschossen, und das Suchflugzeug blieb über dem Boot. Dann wurde die "La Glorieuse" zu der Position dirigiert. Drei Stunden später war das Patroullienschiff vor Ort, doch es war bereits zu dunkel für eine sichere Rettungsaktion. Deswegen blieb es in den Nachtstunden auf Standby, bis der Tag anbrach. Nachdem die "Carenza" am Morgen bei zwei Meter hohen Wellen evakuiert worden war, wurde sie vor den Augen der Geretteten versenkt. Quelle: Tim Schwabedissen Einwohner von West Bay sorgen für Schiffbrüchigen (2.7.09) Nach seiner Rettung vor drei Wochen ist ein Einhandsegler glücklich, überlebt zu haben, aber mittellos. Er lebt derzeit von Zuwendungen der Anwohner von West Bay. Er verlor am 12.6. all' seine Habseligkeiten, als seine 24 Fuß lange Holzyacht "The Hanser" auf dem Weg von Lyme Regis nach West Bay in dichtem Nebel auf den Felsen Golden Cap lief und sank. Eine neue Winschkurbel war gebrochen und es unmöglich gemacht, den Kiel aufzuholen. Die gesamte Barschaft des Skippers in Höhe von 6000 Pfund ging bei dem Schiffbruch verloren, sie schwamm in einer wasserdichten Tasche beim Untergang samt der persönlichen Habschaften davon. Nun bittet der im Ruhestand lebende Lehrer, der alles aufgab, um die in den 1950er Jahren erbaute Yacht zu restaurieren und um England zu segeln, um Spenden, das inzwischen geborgene Wrack zu restaurieren. Dann will er das einst 25000 Pfund werte Boot der Kommune von West Bay zur Verfügung stellen. Benötigt werden 2000 Pfund, die der Kraneinsatz kostete, und 6000 Pfund, das Boot wieder seetüchtig zu machen. Seit es gehoben ist, schläft der Mann auf Deck. Quelle: Tim Schwabedissen Drei Unfälle russischer Schiffe (2.7.09) Der russische Frachter "Volgo Balt-213" (IMO: 8841632) lief am 28.6. um 7.30 Uhr auf dem Don bei Kilometermarke 3,026.4 auf Grund. Zwei Schlepper wurden zur Assistenz entsandt. Ebenfalls auf dem Don kollidierte der Schlepper "Larin" mit der Barge "VD 4001" am 26.6. um 22.10 Uhr mit dem dort ankernden Frachter "Saphire" (IMO 8871338) bei Kilometer 3,103.4. And der "Saphire" entstand ein Schaden am Rumpf. Der russische Tanker "Volgoneft-151" (IMO: 8864763) schließlich verlor am 29.6. um 00.35 Uhr seinen Steuerbordpropeller auf dem Koshiknskiy-Kanal in Höhe des Ladozhskoye-Sees bei Kanalmarke 1,307.8. Quelle: Tim Schwabedissen Schnellfähre war erheblich zu schnell (2.7.09) Die 100 Meter lange griechische Schnellfähre "Speedrunner III" (IMO: 9141871) beschädigte am Nachmittag des 25.6. wegen überhöhter Geschwindigkeit vor Cuxhaven den Arbeitsponton "Helgoland", der erheblich beschädigt wurde. Nachmittags hatte die "Speedrunner 3" die Brunsbütteler Kanalschleuse verlassen und passierte das Verkehrstrennungsgebiet vor Cuxhaven mit teilweise bis zu 17,4 Knoten, womöglich auch mehr. Die hohe Geschwindigkeit erzeugte eine so starke Schwell, dass der am CuxPort- Liegeplatz 8 eingesetzte Arbeitsponton sich aufschaukelte. Der Führer des auf Deck stehenden Krans musste einen 7,5-Tonnen-Stahlträger im Notverfahren absetzen. Zwei Arbeiter konnten sich vor dem schwankenden Träger in Sicherheit bringen. Ponton und Stahlträger stießen mehrfach zusammen., dabei entstanden Beulen und Farbabrieb. Außerdem fielen alle Kran-Halteseile aus ihren Führungen. Die "Speedrunner III" erhielt bis zur Klärung des Sachverhaltes ein Weiterfahrverbot und ging dazu auf der Aussenelbe vor Anker. Am 30.6. erreichte das Schiff gegen 16.30 Uhr den Zielhafen Piräus. Gegen die Schiffsführung und den Seelotsen wurden Anzeigen gefertigt. Quelle: Tim Schwabedissen 17 Verletzte bei Fährunglück in New York (1.7.09) In New York sind am 1.7. bei einem Fährunglück 17 Personen verletzt worden. Die "Sen. John J. Marchi" rammte am Abend gegen 19.10 Uhr in Staten Island einen Fähranleger. Dabei wurden mehrere Personen leicht und fünf weitere schwer verletzt. Sie verletzten sich vor allem am Hals und Rücken. Offenbar war der Antrieb der Fähre kurz vor der Anlegestelle St. George ausgefallen. Die Crew konnte die Passagiere noch kurz vor dem Aufprall warnen, sich festzuhalten. Nach dem Unglück eilten vier Rettungsboote der Coast Guard Station New York sowie weitere Einsatzkräfte herbei. Quelle: Tim Schwabedissen Fährkollision in Auckland (2.7.09) Die neuseeländische Fähre "Adventurer" kollidierte am Morgen des 1.7. mit einer Pier in Devonport an der Waterfront von Auckland. Deswegen musste die für 10 Uhr geplante Abfahrt abgesagt werden. Das Unglück ereignete sich beim Festmachen. Bug und Pier erlitten Schäden, die 100 Passagiere der 13 Jahre alten Fähre blieben unversehrt. Quelle: Tim Schwabedissen Suche nach Opfern der "Demas Victory" dauert an (2.7.09) Ungewöhnlich kräftiger Wind hat den Untergang der 34 Meter langen, unter der Flagge von St. Vincent/Grenadines registrierten "Demas Victory", 246 BRZ (IMO: 7827275), nahe Doha verursacht. Nachdem fünf Überlebende geborgen waren, gibt es wohl für die noch 24 Vermissten keine Hoffnung mehr. Sechs Tote wurden aus der See gezogen. Der Versorger war beim Einlaufen nach Doha 10 Meilen vor der Küste gegen 6.30 Uhr des 30.6. von drei großen Brechern getroffen worden, kenterte und sank binnen drei Minuten. Der Hafenkapitän hatte das einlaufende Schiff zuvor angewiesen, aus Sicherheitsgründen auf Seeposition vor Anker zu gehen. Die Überlebenden waren entweder im Ruderhaus oder auf Deck. Die übrigen schliefen oder hatten sich gerade zum Frühstück gesetzt. Drei der Überlebenden trugen Rettungswesten. Suchteams der Marine von Qatar und der Doha Port Authority hielten weiter an der Unglücksstelle Ausschau. Am 2.7. sollten auch Taucher versuchen, zum Wrack absteigen. Die Crew der "Demas Victory" bestand aus Indern, Indonesiern, 12 Nepalesen und einem Bangladeshi, die alle für die in Doha ansässige HBK Power Cleaning, den Schiffscharterer, tätig waren. Seit 2005 war die "Demas Victory" für die in Dubai ansässige Midgulf Offshore Ship Chartering im Einsatz. 1979 war sie als "Khamsin 1" erbaut worden. Quelle: Tim Schwabedissen Drogengelder helfen bei Wrackräumung (2.7.09) In der kommenden Woche will die Polizei von Savannah die Überreste des gesunkenen Kutters "Miss Peaches" aus dem Wasser bei Wilmington Island's Turner Creek ziehen. Danach soll das gegenüber liegende, ausgebrannte Wrack der "Windsong" geräumt werden, ehe es an 20 weitere Schiffsreste auf den Wasserwegen des Landes geht. Die Arbeit wird zusammen mit der U.S. Coast Guard, dem Department of Natural Resources und dem Chatham County Health Department durchgeführt. Für diese Aufgabe soll für 15,000 Dollar eine ausrangierte, motorisierte Barge von einer Werft in Norfolk erworben werden. Das 80 Fuß lange Gefährt hat eine 100 Tonnen starke Winde, die Boote zu ziehen vermag. Auch ein Bagger kann auf dem Deck eingesetzt werden. Der Erwerb wird aus einem 20000-Dollar-Budget konfiszierter Drogengelder getätigt. Quelle: Tim Schwabedissen Operation Murmansk am Start (2.7.09) Die Arbeiten zur Räumung des vor Sørøya in Finnmark gesunkenen russischen Kreuzers "Murmansk" haben nun begonnen. Das Wrack liegt seit Dezember 1994 vor Sørvær. Die norwegische AF Gruppen Norge AS wurde für die "Operation Murmansk" ausgewählt. Rund um das Schiff soll ein gewaltiger Kofferdamm errichtet und es so in ein künstliches Dock gebracht werden. Danach wird es in dem künstlich geschaffenen Bassin verschrottet. Die Aktion soll 2011 abgeschlossen werden. Die norwegische Regierung hat dafür 360 Millionen Kronen bewilligt. Quelle: Tim Schwabedissen Schlepperwrack unschädlich gemacht (2.7.09) Drayton Harbor sollte nach der Räumung dutzender Wracks durch das Washington State Department of Natural Resources sicherer werden. In diesem Rahmen wurden auch Dutzende alter Rammpfähle beseitigt. Darunter befanden sich aber auch solche, die den Liegeplatz des Wrack des 135 Fuß langen Schleppers "Prestige" markierten. Das Schiff war in den späten 1980er Jahren in den Hafen geschleppt worden. Danach wurde es ausgeschlachtet. 1990 wehte ein Sturm das Ruderhaus vom Deck. Nun liegt das Schiff knapp unter der Wasseroberfläche. Ohne markiert zu sein, stellt es für Wassersportler eine Gefahr dar. Der rostige Rumpf ist zum Teil messerscharf und ragt bei Ebbe aus dem Wasser. Nun wurden zwei Warnbojen ausgelegt und kann leicht umschifft werden. Quelle: Tim Schwabedissen Ein Vermisster nach Tankerexplosion auf der Nordsee (2.7.09) Am Abend des 30.6. kam es zu einer Explosion auf dem italienischen Tanker "Aqua Marina", 8428 BRZ (IMO: 9268631) der BH Shipping. Das unbeladene Schiff stand 100 Kilometer nordwestlich von Den Helder, als sich das Unglück ereignete. Ein danach ausgebrochenes Feuer konnte von der Crew gelöscht werden. Danach wurde ein philippinischer Seemann vermisst. Eine Such emit zwei Helikoptern und einem Flugzeug wurde am Abend des 1.7. gegen 18 Uhr eingestellt. Die "Aqua Marina" wurde an diesem Tag von zwei Schleppern nach IJmuiden gebracht, wo sie nun von Explosionsexperten untersucht wird. Quelle: Tim Schwabedissen
(1.7.09) Die Eigner der eine Meile westlich der Knysna Heads mit Baumaterial gestrandeten holländischen Barge "GTO XXIV", die sich am 24.6. vom dem unter Singapur-Flagge laufenden Schlepper "Hako 18" auf dem Weg von Maputo nach Port Harcourt, Nigeria, losgerissen hatte, wurden aufgefordert, die Wracktrümmer, die in der Umgebung der Strandungsstelle liegen, nach dem Wreck and Salvage Act zu räumen. Sie beauftragten damit die Berger von Smit Salvage South Africa, die am 29.6. eintrafen und die Strandungsstelle inspizierten. Sie wurde mit roten Tonnen markiert. Da vom Strand her kein Zugang besteht, muss die Räumung seeseitig erfolgen. Die Wrackreste sollen bis zur Wasserlinie abgebrochen werden. Die Arbeiten sollen so bald wie möglich beginnen. Die Barge war am selben Tag wie die "Margaret" auf Grund getrieben, die sich ihrerseits mit mehreren Flussbargen auf Deck von dem Schlepper "Salvaliant" losgerissen hatte. Quelle: Tim Schwabedissen "Renate Schulte" hat "Marti Princess" weiterhin aufgespießt (1.7.09) Die beiden in der Ägäis kollidierten Frachter "Renate Schulte" und "Marti Princess" sind nach wie vor 27 Meilen vor der Dardanellenstraße ineinander verkeilt. beide Schiffe sind stabil. Die Trennung der Havaristen wird wohl noch etwas abdauern. Die "Renate Schulte" muss dafür erst umgetrimmt werden. Zunächst wird ihr Vorschiff auf der "Marti Princess" noch etwas freigelegt, damit beim Herunterziehen nicht noch mehr Schäden entstehen. Die "Marti Princess" ist trotz der schweren Schäden weiterhin stabil. Inzwischen wurde das Bunkeröl geleichtert. ihren Sprit abgegeben und liegt weiter stabil. Die Schuldfrage ist derweil weiter ungeklärt. Quelle: Tim Schwabedissen Zwei Binnenschiffe in Antwerpen gehoben (1.7.09) Am 28.6. wurde im Hafen von Antwerpen der an Liegeplatz 361 gesunkene Binnenschiff "Wico", 670 ts (ENI Nr.: 2312287) von Schwimmkränen gehoben. Das Schiff war dort am 17.6. nach Übergehen der Ladung gekentert. Auch der Zementtanker "Wico", der am selben Tag vor der Royers-Schleuse kenterte, wurde von zwei Kränen am 28.6. endgültig zurück an die Wasseroberfläche gebracht. Quelle: Tim Schwabedissen Deutscher Frachter weiter bei Rio de Janeiro auf Grund (1.7.09) Der Hamburger Frachter "MSC Antares", 67.557 BRZ (IMO Nr: 9213571), der am 28.6. nahe des Hafens Sepetiba auf Jurubatiba Island auf Grund lief, liegt weiterhin fest. Derzeit wird überlegt, wie der im Bereich des Vorschiffs beschädigte Containerfrachter wieder flottgemacht werden kann, ohne weiteren Schaden zu nehmen. Die ehemalige "E. R. Amsterdam" und "P&O Nedlloyd Magellan" wurde 2000 bei der Samsung Heavy Industries Co Ltd. in Geoje erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen "Atlantic Vision" lief auf Grund (1.7.09) Am 29.6. lief gegen 19 Uhr die Marine Atlantic-Fähre "Atlantic Vision", 30285 BRZ (IMO-Nr.: 9211509) bei Auslaufen aus Port aux Basques auf Grund. Das Schiff kam dabei in Richtung Government Wharf vom Kurs ab. Der Bug wurde herumgelegt, um einen Schaden am Achterschiff abzuwenden. Danach kehrte das Schiff in den Hafen zurück, wo es von Tauchern untersucht wurde. Sie fanden nur geringen Schaden, und mit einer halben Stunde Verspätung konnte die einstige Superfast-Fähre gen North Sydney auslaufen. Quelle: Tim Schwabedissen 33 Personen durch Küstenwache gerettet (1.7.09) 33 Personen wurden am 30.6. in der Suisun Bay nahe Concord durch die Coast Guard in Contra sowie die Fähre "Intintoli" von Bord der leckgeschlagenen "Farallones" geretet. Das 85 Fuß lange Schiff um 11:55 Uhr Notrufe gesendet. An Bord waren 27 Pfadfinder sowie sechs Erwachsene. In der Bilge der "Farallones" stand das Wasser acht Fuß hoch. Alle Personen an Bord legten Rettungswesten an. Die Küstenwachstationen Vallejo und Rio Vista schickten 25-Fuß-Rettungsboote, außerdem stieg ein MH-65-Helikopter von der Air Station San Francisco auf. Gegen 12.15 Uhr waren die Retter vor Ort. Die Fähre "Intintoli" hatte sich bei der Notmeldung in der San Pablo Bay befunden. Die Rettungsboote evakuierten 27 Kinder und zwei Erwachsene und brachten sie auf die Fähre. Diese lief gegen 13.45 Uhr den Fährterminal in Valleja an. Vier Mann Crew blieben an Bord der "Farallones" und bekämpften den Wassereinbruch. Das Schiff nahm Kurs auf die Alameda Bay Shipping Lot, wo es repariert werden soll. Dabei wurde es von der Coast Guard eskortiert. Quelle: Tim Schwabedissen Binnentanker rammte Spundwand (1.7.09) Der 79,82 Meter lange, deutsche Binnentanker "Richard" 1107 ts (ENI-Nr.: 4300620), ist am Abend des 29.6. unterhalb der Feuerwache von Minden auf dem Mittellandkanal mit einer Spundwand kollidiert. Das mit 1000 Tonnen Diesel beladene Tankschiff war auf dem Weg von Amsterdam nach Magdeburg, als gegen 17.40 Uhr in Höhe des Westhafens die Ruderanlage ausfiel und das Schiff östlich der Brücke der Kutenhauser Straße gegen die Spundwand stieß und erheblich beschädigt wurde. Es schlug aber nicht leck. Die Höhe des Schadens lag nach ersten Schätzungen der Wasserschutzpolizei bei rund 70 000 Euro. Quelle: Tim Schwabedissen Brand auf "Taurus" wird weiter untersucht (1.7.09) Beim Brand der Motoryacht "Taurus" am 28.6. sieht die Lübecker Kriminalpolizei bisher keine Hinweise auf eine Schuld des Skippers. Nachdem seine Yacht in der Schleuse bei Krummesse Motorschaden erlitt, hatte es der Eigner abgelehnt, anzulegen und ließ sich stattdessen von einem anderen Boot abschleppen. Das Wrack liegt jetzt an der Schleuse Büssau und wird untersucht. Nach Angaben der Wasserschutzpolizei Ratzeburg war der Skipper zum Zeitpunkt des Unfalls voll fahrtüchtig und hatte keinen Alkohol getrunken. Bei dem Feuer entstand ein Schaden in Höhe von rund 150 000 Euro. Glück für den Eigner: Sein Boot war gegen Feuer versichert. Quelle: Tim Schwabedissen China bestätigte Kollision von U-Boot mit US-Zerstörer (1.7.09) Vor knapp drei Wochen berichtete ein regionaler philippinischer Nachrichtensender, dass ein chinesisches U-Boot mit dem Unterwasser-Sonar des Zerstörers USS "John S. McCain" in philippinischen Hoheitsgewässern in der Nähe des Freihafens Subic in Olongapo City, Zambales, kollidiert war. Der Zwischenfall ereignete sich am 11.Juni ereignet. China bestätigte die Beteiligung eines seiner U-Boote, das dem US-Kriegsschiff der Arleigh Burke-Klasse in einer Entfernung von zwei Kilometern gefolgt war. Es wurden indes keine Angaben zu dem an der Kollision beteiligten U-Boot oder seiner Klasse gemacht, es wird vermutet, dass es sich um ein mit Diesel-Elektro-Antrieb ausgestattetes Schiffe handelte. Die philippinische Marine hatte den Vorfall nicht bemerkt, allerdings fehlt ihr auch die Ausrüstung, um U-Boote zu orten. Es gab auch keinen Antrag zur Genehmigung zum Befahren des Hoheitsgebietes an die Regierung gab. USS "John S. McCain" fuhr anschließend ins 144 Meilen entfernte Subic, dem nächstgelegenen Hafen, der für eine Reparatur geeignet war. Subic war bis 1991 ein US-Stützpunkt im Nordwesten der Philippinen. Hier machte er am 15.Juni mit Schäden an seinem Multi-Funktions-Array-Sonar fest. Wahrscheinlich handelte es sich bei der Kollision um einen Unfall, denn bei der Entfernungsabschätzung U-Boot zum Zerstörer wird kann ein Sonar leicht übersehen werden, da es an einem Kabel, bestückt mit Hydrophonen, mehrere hundert Meter hinter dem Schiff gezogen wird. Offiziell befand sich USS "John S. McCain" seit dem 17.Juni auf Verfolgungsmission des nordkoreanischen Frachters "Kang Nam", der möglicherweise Waffen transportiert. Quelle: Tim Schwabedissen Vier Vermisste nach Kollision vor China (1.7.09) Nach der Kollision des unter Singapur-Flagge laufenden Frachters "Beilun Seli", 36592 BRZ, mit einem chinesischen Sandfrachter gegen vier Uhr am Morgen des 1.7. werden noch vier Personen vermisst. Das Unglück ereignete sich in der ostchinesischen See vor der Zhejiang Provinz. Während die 23 Mann der "Beilun Seli" unversehrt blieben, wurden die fünf Seeleute auf dem chinesischen Frachter in die See geschleudert. Einer konnte von einem passierenden Schiff gerettet werden. Aus Zhoushan City liefen Suchschiffe aus, auch Helikopter sollten zum Einsatz kommen. Quelle: Tim Schwabedissen Drei Fischer vor Naples gerettet (1.7.09) Die US Coast Guard rettete vor Südwest-Florida in der Nacht zum 1.7. die dreiköpfige Crew des 22 Fuß langen Kutters "Welcome to Vegas". Das Boot war drei Meilen vor Naples leckgeschlagen. Als die Retter eintrafen, klammerten sich die mit Rettungswesten ausgestatteten Angler an das Boot. Sie entzündeten eine Notrakete und aktivierten ein Spotlight. Ein Helikopter aus Collier markierte sie mit einem Laser, um ein Rettungsboot heranzuführen. Die Schiffbrüchigen wurden unversehrt gerettet. Quelle: Tim Schwabedissen Polizeiboot gestrandet (1.7.09) Ein Polizeiboot, das die Eröffnung der Bandra-Worli-Brücke überwachen sollte, lief am Nordende des Bauwerks mit neun Personen an Bord am 1.7. auf Grund. Die Coast Guard barg sie mit Helikoptern. Die vier Polizisten, vier Mann Crew sowie ein Fischer patroullierten nahe der neuen Verbindung, als sie mit ihrem Morgen bei Niedrigwasser festkamen. Die Besatzung blieb zunächst an Bord, doch einige Stunden später bat sie auch um Abbergung, weil das Schiff gegen Felsen getrieben wurde. In einem zweiten Anflug wurden auch sie sicher abgeborgen. Quelle: Tim Schwabedissen Kutter gesunken (1.7.09) Am Abend des 28.6. sank der Kutter "Patricia Ann" gegen 18 Uhr nahe Pilot Point. Er war in der Ugashik Bay auf Fang gewesen, als er leckschlug und rasch unterging. Alle fünf Mann Crew konnten unversehrt von einem anderen Kutter gerettet werden, die "Patricia Ann" ist ein Totalverlust. Quelle: Tim Schwabedissen 29 Vermisste nach Schlepperunglück vor Qatar (1.7.09) Der Untergang des Versorgers "Demas Victory", 246 BRZ, am 29.6. forderte ein Todesopfer. 29 Menschen des in Dubai stationierten Schiffes wurden noch vermisst, nur fünf, darunter der indonesische Kapitän, drei Inder und ein Filipino, gerettet. An Bord waren neun Mann Crew und 26 Angestellte des Charterers HBK Power Cleaning. Das 1979 erbaute Schiff sank gegen 6.30 Uhr nahe des Doha Channel, 10 Meilen vor Doha. Die Suche nach den Vermissten dauerte bei schlechtem Wetter an. Sofort nach dem Unglück war die Rettungsaktion durch Coast Guard, Marine und Hafenbehörden auch mit Helikoptern angelaufen. Das Unglück hatte sich ereignet, nachdem die Hafenbehörde in Doha eine Einlaufgenehmigung erteilt hatte. Wenig später traf die Meldung eines anderen Schiffes ein, dass die "" sinke. Stunden später wurde eine Leiche geborgen. Drei der Geretteten kamen nach medizinischer Versorgung in ein Hotel. Die "Demas Victory" gehörte der Mid Gulf Offshore Ship Chartering in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Quelle: Tim Schwabedissen Flugzeugträger "Forrestal" könnte zu künstlichem Riff werden (1.7.09) Der berühmte Flugzeugträger "Forrestal" könnte ein weiteres künstliches Riff werden. Dies ist eine Option, die die US-Marine derzeit neben dem Abbruch des Schiffes erwägt. In diesem Fall würde das Schiff nach einem teilweisen Abbruch dem 2006 versenkten Träger "Oriskany" auf den Meeresgrund folgen. Die "Forrestal", benannt nach dem einstigen Marinesekretär James Forrestal, wurde 1955 in Dienst gestellt und war bis 1993 aktiv. Zunächst soll der ausrangierte Träger vom Heimathafen Newport im kommenden Frühjahr nach Philadelphia verholt werden. Derzeit liegt die "Forrestal" gemeinsam mit der "Saratoga" im Marinehafen von Newport, doch wegen des schlechten Zustandes der Basis müssen beide Schiffe bis spätestens September 2010 von dort verschwinden. Quelle: Tim Schwabedissen Einhandsegler nach 19 Stunden aus Rettungsinsel gerettet (1.7.09) Am Abend des 28.6. gegen 23 Uhr meldete die Yacht "Kiss Mi", dass sie 220 Kilometer westlich von La Rochelle drei Notraketen gesichtet habe. Der französische Rettungsdienst alarmierte einen Dolphin-Helikopter aus La Rochelle und einen Super-Hornet in Lanvéoc (Finistère). Als sie bereit zum Take Off waren, meldete die "Kiss Mi", dass sie einen Schiffbrüchigen aus einer Rettungsinsel aufgenommen habe. Dieser sagte, er sei der Skipper der 10,9 Meter langen Yacht "Nivice" aus Sables d'Olonne sei, die gegen 4.30 Uhr mit einem unbekannten Gegenstand kollidiert und leckgeschlagen war. Das Boot war binnen 30 Minuten gesunken. Der Skipper war trotz 19-stündiger Drift in guter Verfassung. Der Dolphin-Hubschrauber wurde angesichts der veränderten Lage mit medizinischer Ausrüstung beladen und winschte den Skipper der "Nivice" am 29.5. gegen 1.30 Uhr vom Deck der "Kiss Mi" ab. Er wurde nach Fromentine (Vendée) zur medizinischen Betreuung geflogen. Quelle: Tim Schwabedissen Kutter sank vor Frankreich (1.7.09) Am 30.6. kollidierten bei ruhiger See und guter Sicht drei Kilometer vor Saint Gilles-Croix-de-Vie gegen acht Uhr der 12 Meter lange Kutter "Me-Thi-Na" mit dem drei Meter kürzeren Kutter "Condor". Beide Schiffe waren in Sables d'Olonne beheimatet. Die "Condor" sank wenig später auf 12 Metern Wassertiefe. Ihr Kapitän wurde unversehr von der "Me-Thi-Na" geborgen, der dann nach St. Gilles-Croix-de-Vie einlief. Ein Polmar-Überwachungsflugzeug stieg auf, um die Untergangsstelle der mit 300 Litern Diesel gesunkenen "Condor" zu überprüfen, an der ein Ölschimmer gesichtet wurde. Quelle: Tim Schwabedissen Weblinks: SOS-Seenotfälle, Archiv Der mysteriöse Untergang der 'Beluga' Profis schützen das Meer
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