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Ehemaliger Minensucher „Algol“ (Bild: Sinisa Lukovic)
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Ex-Minensucher „Algol“ in Montenegro gesunken
(22.07.16) Am 21.7. sank die Hulk “Indepedia”, der einstige deutschen Minensucher “Algol – M 1068” der Schütze-Klasse, im flachen Wasser des Ufers von Tivat, Montenegro, an dem Liegeplatz, wo er lange Zeit aufgelegen hatte. Während der Nacht war es auf dem stark verfallenen Schiff zu einem Wassereinbruch gekommen, und es begann langsam wegzusacken. Trotz der Versuche, das Wasser aus dem verrotteten Holzrumpf auszupumpen, setzte das Boot schließlich auf dem Grund der Bucht von Bonici auf.
Achterschiff, Oberdeck und Teile des bereits vor längerer Zeit zerlegten Aufbauten ragten dabei noch aus dem Wasser. Ein Team des Montenegro Maritime Safety Department legte vorsorglich eine Ölsperre um das Wrack aus, um eine Verschmutzung durch Ölreste im Maschinenraum zu verhindern. In den Morgenstunden trieben umweltgefährdende Flüssigkeiten rund um das Wrack.
Wrack der „Algol“ (Bild: Sinesa Lukovic)
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Der letzte bekannte Eigner der "Independia" war die Firma "Bastion Commerce" aus Kotor, doch danach soll die Hulk noch durch verschiedene Hände gegangen sein. Der Schwimmkran “LDI-18” der Marine in Montenegro sollte das Wrack bergen, das wahrscheinlich vor Ort verschrottet werden muss.
Die „Algol“ war nach ihrer Marineverwendung als Luxusyacht "Independia" unter deutscher Flagge gefahren für den Geschäftsmann Jens Vermter. Vor 10 Jahren brachte er sie nach Montenegro zum Weiterverkauf. 2005 erwarb die "Bastion Commerce" das zu der Zeit in gutem Zustand befindliche Schiff, das seither aber zusehends herunterkam. Zunächst lag es in einem toten Winkel das Hafens von Risan und wurde von Dieben und Plünderern heimgesucht.
Die „Algol“ war einer von 30 schnellen Minensuchern der Schütze-Klasse, den die Werft Abeking & Rasmussen in Lemwerder am 27.6.1963 an die Bundesmarine ablieferte. Am 15.7.1971 wurde sie außer Dienst gestellt und bis 1996 als Übungshulk der Schiffssicherungslehrgruppe in Neustadt/Holstein verwendet. Bis 1997 erfolgte dann der Umbau zur Privatyacht.
Die Schiffe der Schütze-Klasse ersetzten bei ihrer Indienststellung die Räumboote der Bundesmarine und führten die Grundkonzeption eines von A&R bereits im Zweiten Weltkrieg entwickelten Bootstyps fort. Sie waren als Minensucher und Minenleger verwendbar. Für die Bundesmarine wurden zwanzig Boote von der Werft Abeking & Rasmussen gebaut, je fünf weitere wurden von der Schlichting-Werft in Travemünde und der Schiffs- und Bootswerft Gebr. Schürenstedt in Bardenfleth abgeliefert. Sechs weitere Boote wurden Anfang der 1970er Jahre bei Abeking & Rasmussen für die brasilianische Marine gebaut.
Die Boote der Schütze-Klasse bildeten das 1. Minensuchgeschwader in Flensburg, das 3. Minensuchgeschwader in Kiel und das 5. Minensuchgeschwader in Neustadt/Holstein. Dieses wurde 1967 nach Olpenitz verlegt. Obwohl die Boote ursprünglich für eine Dienstzeit von nur 15 Jahren konzipiert waren, blieben einzelne Boote über 30 Jahre im Dienst.
Sie wurden danach zum Teil abgewrackt und zum Teil von privaten Käufern als Yachten oder Wohnboote weiter genutzt oder dienten als Heimboote für Marinekameradschaften. Die “Algol” ist 49,5 Meter lang, 7,2 Meter breit und hat 1,8 Meter Tiefgang. Zwei MTU-Diesel leisteten je 2400 PS. Die Crewstärke betrug 31 Mann.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack der Fischfabrik „Don Humberto“ (Bild: Carlo Ruiz)
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Öl wird aus Don Humberto-Wrack geleichtert
(22.07.16) In dieser Woche begann das Abpumpen von Öl aus dem Wrack der chilenischen Fischfabrik „Don Humberto“ (IMO-Nr.: 6418015), die in der Bucht von Coquimbo aufgegeben wurde. Die SAAM Logistics unterstützte dabei logistisch die damit beauftragtte Resolve Salvage & Fire. Das mit den Aufbauten noch aus dem Wasser ragende Schiff musste zunächst so stabilisiert werden, dass an Bord ein gefahrloses Arbeiten möglich war, ehe es an die Beseitigung der geschätzt 100 Tonnen Öl gehen konnte.
Die Arbeit sollte je nach Wetterverhältnissen rund drei Wochen dauern. Das Fabrikschiff liegt seit 2002 im Hafen und sank am 14.10.2011. Mehrere Bergungsversuche schlugen fehl, und inzwischen ist es stark verrottet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper “Ramsholm” birgt gesunkenes Boot (Bild: NSSR)
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Teenager retteten zwei schiffbrüchige Fischer vor Mandal
(22.07.16) Im Mannefjord sank vor Mandal am 21.7. um 12.30 Uhr ein Kutter. Zwei Teenager aus Stavanger und Mandal, Cousins im Alter von 13 und 16 Jahren, die in einem 15 Fuß langen Boot auf dem Fjord nach Hatholmen unterwegs waren, retteten nach 10 bis 15 Minuten die beiden Fischer des Schiffes, das eine Reihe von Wellen übergenommen und dann weggesackt war.
Nur noch der Bug ragte zwischen Ringsøy und Aspholmen aus dem Wasser, als das NSSR-Rettungsboot „Ryfylke“ eintraf. Die Seenotretter riefen den norwegischen Schlepper “Ramsholm”, 39 BRZ (MMSI-Nr.:258208500), der Agder Marine, der mit einem Deckskran den Kutter bergen konnte und ihn um 14.30 Uhr zum Ballastkai in Mandal transportierte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler vor Egmond aan Zee gestrandet
(22.07.16) Am 21.7. lief der holländische Trawler "Grietje Cornelia - HD 42", 167 BRZ (MMSI-Nr.: 245795000), nur 50 Meter vor dem Strand von Egmond aan Zee mit einer dreiköpfigen Crew an Bord auf Grund. Das örtliche KNRM-Boot wurde alarmiert und versuchte, den Havaristen freizuschleppen. Weil das Wasser aber bereits zu weit abgelaufen war, schlug die Bergung zunächst fehl.
Deshalb wurde beschlossen, das Nachmittagshochwasser abzuwarten. Am Nachmittag gegen 16.15 Uhr begann der zweite Versuch. Der Schleppdraht wurde dazu durch das KNRM-Boot auf den Kutter "Op Hoop van Zegen" übergeben.
Eine Stunde vor Hochwasser gelang es um kurz vor 17 Uhr, die "Grietje Cornelia" wieder flottzumachen. Am Abend lief der Kutter nach Den Helder ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ein Vermisster nach Panik unter Landungsboot-Fahrgästen
(22.07.16) Das indonesische Ladungsboot „Maro Indah“, 231 BRZ (IMO-Nr.: 8682347), lief am 19.7. in der Mündung des Mumug-Flusses in der Asmat-Regentschaft in der Arafura-See auf Grund. An Bord waren 46 Passagiere, vier Trucks und Baumaschinen. Nach dem Auflaufen entwickelte das 2013 erbaute Schiff der PT Tunas Jaya Schlagseite, und die Fahrgäste gerieten in Panik. Einige sprangen über Bord, einer wurde vermisst.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot sank in Lörik
(22.07.16) Am Vormittag des 21.7. wurde die Feuerwehr Düsseldorf zu einem sinkenden Motorboot im Yachthafen Lörik gerufen. Als die Feuerwehr eintraf, war das acht Meter lange Boot bereits untergegangen und hatte sich auf die Seite gelegt, wodurch im Innenraum Motoröl ausgelaufen war. Nur geringe Mengen des Öls liefen in den Rhein.
Durch das schnelle Handeln der 50 Einsatzkräfte und durch das Anbringen eines Ölschlängels konnte das Öl daran gehindert werden sich auszubreiten. Kurzzeitig kam es zu leichtem Brandgeruch, wahrscheinlich durch ein durchgeschmortes Kabel. Jedoch brach zu keiner Zeit ein Brand auf dem Boot aus.
Die Feuerwehr war mit Tauchern, ihrem Löschboot und der Umweltschutzwache vor Ort. Sie brachten Hebesäcke unter dem Boot an, die dann mit Luft gefüllt wurden, um der Yacht wieder Auftrieb zu verleihen.
Gleichzeitig wurden Pumpen angesetzt, die das eingedrungene Wasser zurück ins Hafenbecken beförderten. Die Leitstelle der Feuerwehr hatte bei der Alarmierung auch ein Rettungsteam der DLRG angefordert, die in unmittelbarer Nachbarschaft des Hafens ihren Stützpunkt hat.
Fast zehn Stunden dauerte der Einsatz der insgesamt 50 Kräfte im Yachthafen. Als das Boot schließlich wieder am Anleger festgemacht war, drang immer noch Wasser ein. Die Pumpen liefen weiter, doch die Feuerwehr konnte gegen 20 Uhr abrücken. Am 22.7. holte das Umweltamt die Ölsperren ein und entsorgte sie. Die Feuerwehr schätzte den Schaden auf rund 100.000 Euro.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sportboot bei Giskebrücke aufgelaufen
(22.07.16) Am 20.7. um 16.10 lief ein Sportboot zwischen Giske und Valderøy auf Grund. Es saß mit Schlagseite auf einer Untiefe rund 200 Meter von der Giske-Brücke entfernt. Rettungsdienste waren rasch vor Ort, darunter die Feuerwehr aus Ålesund und Giske mit Booten, sowie das NSSR-Boot „DNV II“. Um 16.35 Uhr waren die beiden Bootsfahrer unversehrt gerettet und wurden an Land gebracht. Das Rettungsboot sollte das Angelboot wieder flottmachen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wracks im Hafen von Mazatlán werden aufgeräumt
(22.07.16) Im Hafen von Mazatlán im mexikanischen Bundesstaat Sinaloa, sollen etliche dort gesunkene, aufgegebene Schiffe geborgen werden. Sie liegen teils halb, teils ganz unter Wasser an den Kaianlagen herum. Im vergangenen Jahr bereits begann die Räumung alter Wracks, und am 21.7. wurde eine Tour durch den Hafenmeister unternommen, um weitere Schiffe aufzuspüren, die von ihren Eignern sich selbst überlassen wurden.
Im April 2017 soll die Räumungsaktion abgeschlossen sein. Bislang wurden vier Schiffe gehoben und abgewrackt, das letzte in der vergangenen Woche.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vorfreunde auf Pokerturnier an Deck versenkten Tankers
(22.07.16) Die Vorfreude auf die Versenkung des 324 Fuß langen Tankers “Lady Luck” als künstliches Riff vor Pompano Beach am 23.7. steigt. Das Schiff wird eine neue Attraktion für Sporttaucher in Süd-Florida werden, wenn es in 115 bis 120 Fuß Tiefe auf dem Meeresgrund liegt als neuestes Teil des in den vergangenen Jahren eingerichteten Pompano Shipwreck Park. Das Deck des Wracks wird 90 bis 100 Fuß unter der Wasseroberfläche sein, der höchste Punkt in 50 Fuß Tiefe liegen.
Der Tanker soll so viele Tauchboote anziehen, dass Sportangler fortan alle anderen Wracks für sich haben werden. Bisher ist das beliebteste Wrack die gut erhaltene, 175 Fuß “Capt. Dan”, die in 110 Fuß Tiefe liegt.
Am Morgen des 24.7. soll der erste Tauchgang stattfinden, der schon ausgebucht ist. An Deck des Tankers werden die Taucher Skulpturen vorfinden wie einen Spieltisch mit einem Tintenfisch darauf, einen Pokertisch mit Karten spielenden Haien, eine Meerjungfrau und einiges mehr an Anziehungspunkten. Im Isle Casino in Pompano Beach soll ein Pokerturnier stattfinden, dessen Finalisten schließlich an einem der Spieltische unter Wasser antreten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Kutter „Winchester“
(22.07.16) Am Morgen des 21.7. brach im Maschinenraum des Kutters „Winchester“ im Cook Inlet, Alaska, ein Feuer aus. Ein anderer Kutter, der zu Hilfe kommen wollte, erlitt Maschinenausfall. Die „Player“ lief auf den Bug des brennenden Schiffes zu und barg von dort die beiden Fischer ab.
Der Unfall ereignete sich 4-5 Meilen vor der Mündung des Kasilof River an der Kenai Peninsula. Der Kutter wurde durch das Feuer zerstört. Die Coastguard Homer überwachte das Gebiet in Hinblick auf Umweltschäden.
Quelle:Tim Schwabedissen



U-Bootswracks vor England unter Schutz gestellt
(22.07.16) Zwei vor über 100 Jahren gesunkene U-Boote wurden jetzt unter Schutz gestellt, das deutsche “U-8”, das im März 1915 vor Folkestone verloren ging, als es in U-Boot-Fangnetze beim Passieren der Straße von Dover geriet, und das britische U-Boot „A 3“ der A-Klasse, das 1912 unterging. Die „U 8“ wurde von dem Zerstörer “Ghurka” an die Oberfläche gezwungen, wo es aufgegeben und von dem Zerstörer „Maori“ versenkt wurde.
Einer der Propeller des Wracks wurde der deutschen Marine zurückgegeben, nachdem er gestohlen und als Kaffeetisch in Kent missbraucht worden war. Der zweite Propeller ist verschwunden. Das Boot liegt aufrecht und gut erhalten auf Grund, sogar die Periskope und der Funkmast blieben erhalten.
Die “A3” sank im Februar 1912 vor Lulworth, Dorset, als sie beim Auftauchen versehentlich von dem Depotschiff HMS „Hazard“ vor der Isle of Wight gerammt wurde. Sie wurde geborgen und dann als Zielschiff östlich von Portland erneut versenkt.
Die Unterschutzstellung erfolgte im Rahmen eines Projekts der Regierungsagentur Historic England im Rahmen der Erforschung von 11 U-Booten, die im 1. Weltkrieg in englischen Gewässern sanken. Tauchen bleibt an den Schiffen mit Genehmigung von Historic England erlaubt.
Quelle:Tim Schwabedissen



USS „Thach“nach einem Torpedotreffer (Bild: US Navy)
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Fregatte Thach hielt 12 Stunden-Bombardement stand
(21.07.16) Es brauchte 12 Stunden und massiven Beschuss mit Raketen, Bomben und Torpedos, um die USS „Thach“, 4100 ts, am 14.7. auf den Grund des Pazifiks zu bekommen. Insgesamt 2,2 Tonnen Sprengstoff waren dazu vonnöten. Neben der US-Navy nahmen Schiffe, U-Boote und Flugzeuge aus Kanada, Australien, China und Südkorea an der "Sinkex"-Übung 55 Meilen nördlich der hawaiianischen Insel Kauai teil.
Erst feuerte ein südkoreanisches U-Boot eine Harpoon-Rakete ab. Danach folgten die australische Fregatte HMAS “Ballarat” mit einer weiteren Harpoon und ein australischer SH-60S Helikopter mit einer Hellfire. Ein Patroullienflugzeug der USA beschoss die Fregatte dann mit Harpoon- und Maverick Raketen, ehe der Kreuzer USS “Princeton” mit einer weiteren Harpoon und ein amerikanischer SH-60S-Hubschrauber mit Hellfires an die Reihe kam.
F/A-18 Hornets warfen eine 2,000-Pfund-Bombe des Typs Mk. 84 und eine B 52 der US Air Force warf eine lasergesteuerte 500-Pfund-Bombe des Typs GBU-12 Paveway ab. Das schwer beschädigte Schiff hielt sich aber weiterhin über Wasser, bis ein Mk. 48, der Torpedo eines amerikanischen U-Bootes ein gewaltiges Loch ins Vorschiff riss. Dann erst begann das Schiff, dessen Rumpf und Aufbauten von den vorherigen Einschlägen gezeichnet und dessen Hubschrauberdeck durch einen Treffer hochgewölbt war, langsam wegzusacken und versank nach 12-stündigem Kampf schließlich um 19.25 Uhr auf rund 5000 Metern Wassertiefe. Die Gründe für das lange Durchhalten des Schiffes lagen zum einen in dessen guter Konstruktion, zum anderen aber auch darin, dass alles leicht Entflammbare vorher von Bord geholt worden war. Üblicherweise hat ein Schiff der Perry-Klasse 587 Tonnen Treibstoff an Bord.
Seit 1996 muss die US-Marine vor dem Versenken alle giftigen Stoffe aus den Zielschiffen entfernen, zudem müssen die Wracks mindestens 1800 Meter tief liegen und 93 Kilometer Abstand zur Küste einhalten. Mit Studien muss die Marine nachweisen, dass nichts aus den am Meeresboden liegenden Schiffen freigesetzt wird. Trotzdem kostet die Entfernung der Giftstoffe und das Versenken nur rund die Hälfte der ein bis zwei Millionen Dollar Kosten einer normalen Entsorgung. Seit 1990 wurden mehr als 100 Kriegsschiffe auf diese Weise versenkt.
Ein weiteres Schiff nahm am 19.7. denselben Weg, die USS “Crommelin”, ein Schwesterschiff der “Thach”, der mit Schiffen und Flugzeugen aus Australien, Kanada, Neuseeland, Südkorea und der USA der Garaus gemacht wurde. Dabei wurde auch eine neue Version der Harpoon-Raketen, die Block III, erprobt, die eine Reichweite von 130 Meilen hat. Das Schiff sank 55 Meilen nördlich der Garden Isle. Zwei AH-64D Apache Helikopter der Schofield Barracks feuerten acht AGM-114L Hellfire-Raketen ab. Beteiligt waren auch die kanadische Fregatte HMCS “Calgary (FF 335)”, die neuseeländische HMNZS “Te Kaha (F77)”, die USS “Coronado (LCS 4)” sowie mehrere australische und amerikanische Flugzeuge.
Insgesamt nehmen an dem "Rimpac"-Manöver vor Hawaii, das noch bis zum 4.8.läuft, 26 Nationen mit 40 Schiffen und U-Booten, mehr als 200 Flugzeugen und 25.000 Soldaten teil. Es ist damit das weltweit größte Seemanöver.
Die USS “Thach (FFG-43)” war die 34. Einheit der Oliver Hazard Perry-Klasse. Sie wurde am 6.3.1981 bei den Todd Pacific Shipyards, Los Angeles Division, San Pedro, auf Kiel gelegt und lief am 18.12.1982 vom Stapel. Die Indienststellung erfolgte am 17.3.1984 in Long Beach. 1986 wurde sie als Teil des Destroyer Squadron 21 im Westpazifik eingesetzt.
2006 brach im Südpazifik ein Brand an Bord aus, als sie ein Feuer auf einem Drogenschmugglerschiff löschen wollte. Am 1.11.2013 wurde die „Thach” in der Naval Base San Diego außer Dienst gestellt. Sie war 138 Meter lang, 14 Meter breit und hatte 6,7 Meter Tiefgang.
USS “Crommelin (FFG-37)” war das 28. Schiff der Klasse. Es wurde am 30.5.1980 beim Todd Pacific Shipyard, Seattle, Washington auf Kiel gelegt, lief am 2.7.1981 vom Stapel und wurde am 18.6.1983 in Dienst gestellt. Sie wurde dem Destroyer Squadron 9 in Long Beach zugeordnet. Am 1.9.1991 verlegte die “Crommelin” nach Pearl Harbor, Hawaii, als Teil des Destroyer Squadron 31. Am 26.102012 wurde sie dort auch außer Dienst gestellt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ausflugsschiff bei zweiter Brandstiftung in Vieste zerstört
(21.07.16) Am 20.7. gegen vier Uhr wurde die italienische Passagierfähre "Sorrento Jet", 366 BRZ (IMO-Nr: 8906729), durch ein Feuer an seinem Liegeplatz im Hafen von San Lorenzo in Vieste komplett zerstört. Das Feuer entstand durch Brandstiftung, es wurden brennbare Flüssigkeiten und Brandbeschleuniger eingesetzt. Das Feuer entstand im Ruderhaus, und durch den Wind angefacht breitete es sich rasch über alle Decks aus.
Die verheerende Wirkung wurde dadurch begünstigt, dass der Bug des Schiffes im Wind lag. Die Oberdecks schmolzen in der Hitze des Brandes trotz des Einsatzes der Feuerwehr von Gargano Vico und dem Patroullienboot "CP 880" sowie der Zivilschutzeinheit Pegaso aus Vieste.
Das Schiff war zum Touristentransport von Vieste zu den Tremiti Inseln eingesetzt. Bereits 2016 hatten Unbekannte versucht, an Bord Feuer zu legen, allerdings ohne Erfolg. Vor wenigen Tagen wurden Schlauchboote, die der Tourbetreiber Gargano zm Sightseeing inin den Buchten und Höhlen von Diomede einsetzte aufgeschlitzt und zerstört.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler „Challenge“ (Bild: USCG)
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Küstenwache zwei Tage im Einsatz für havarierten Trawler
(21.07.16) Das 270 Fuß lange Patroullienboot “Tahoma” aus Portsmouth, New Hampshire, kam am 17.7. rund 100 Meilen östlich von Chatham dem 62 Fuß langen Trawler „Challenge“ zu Hilfe. Der Einsatz dauerte bis zum 19.7. Um 11.53 Uhr fing die Coast Guard Southeastern New England einen Notruf der „Challenge“ auf, die mit einer siebenköpfigen Crew und 1000 Pfund Jakobsmuscheln an Bord unweit der Georges Bank manövrierunfähig geworden war.
Um 13.15 Uhr nahm die „Tahoma“, die sich 170 Meilen entfernt befand, Kurs auf den Havaristen, den sie am 18.7. um 14.30 Uhr erreichte und eine Schleppverbindung herstellte. Am 19.7. gegen 13 Uhr erreichte der Schlepper „Tug Morgan“ den Schleppzug bei den Great Round Shoals nördlich von Nantucket, der in den vorangegangenen Stunden 100 Meilen weit voran gekommen war. Der Bergungsschlepper übernahm dort den Trawler und brachte ihn in dessen Heimathafen New Bedford ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter in Bozcaada auf Wellenbrecher aufgebrummt
(21.07.16) Der türkische Frachter "Emine Anne", 884 BRZ (IMO-Nr.: 9145360), lief am 20.7. um 07.32 Uhr auf einen Wellenbrecher im Bozcaada-Distrikt von Çanakkale. Das Schiff war unterwegs von Constanta nach Ancona mit einer Ladung von 1330 Tonnen Profileisen und einer neunköpfigen Crew an Bord.
Der Kapitän erbat Assistenz vom Dardanelles Strait Vessel Traffic Services Office. Dieses schickte das Rettungsboot "Kiyi Emniyeti 9", das um neun Uhr vor Ort eintraf. Der Frachter saß vierkant auf den Felsen mit dem Bug auf Grund und dem Heck noch im Wasser.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung des Party-Kutters “Costa Ikkeno II” (Bild: Tore Sandberg)
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Bergung in Drammen mühsamer als gedacht
(21.07.16) Mühsamer als erwartet gestaltete sich die Bergung des in Drammen gesunkenen, 60 Fuß langen Party-Kutters “Costa Ikkeno II”. 16 Tanks mit je 1000 Litern Fassungsvermögen sollten das Wrack am 20.7. zurück an die Wasseroberfläche bringen. Doch der Versuch scheiterte, und die Arbeiten wurden am Abend auf den 21.7. verschoben.
Die Taucher, die den ganzen Tag über gearbeitete hatten, waren erschöpft, und deshalb wurde bis zum Vormittag des 21.7. pausiert. In den vergangenen zwei Wochen war die Bergung von Dutzenden Helfern vorbereitet wurden, indem die Tanks unter dem Rumpf mit Drähten befestigt wurden.
Quelle:Tim Schwabedissen



„Mary Rose“ in der Ausstellungshalle (Bild: Mary Rose Trust)
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Der beste Blick auf die Mary Rose seit 471 Jahren
(21.07.16) Den besten Blick seit 471 Jahren gibt es jetzt auf das Wrack der „Mary Rose“ in Portsmouth. Das Schiff von Henry VIII, das am 19.7.1545 im Solent sank, wurde am 20.7. in seiner neuen Ausstellungshalle der Öffentlichkeit präsentiert. Das Mary Rose Museum im Portsmouth Historic Dockyard wurde in den vergangenen neun Monaten für 5,4 Millionen Pfund umgebaut und das Wrack mit den tausenden Artefakten, die bei der Bergung gefunden wurden, wieder vereinigt.
1971 waren die Überreste entdeckt worden, die Steuerbordseite hatte die Jahrhunderte im Schlamm gut überstanden, und 1982 wurde diese in einem Stahlgerüst gehoben. In 30,000 Tauchgängen bargen Archäologen zudem 19000 Artefakte, die eine Zeitkapsel der Tudor-Zeit darstellten. Die Planken des Schiffes mussten bis 2013 konserviert werden.
Aber erst jetzt waren sie so stabil, dass der rund 100 Fuß lange Rumpf ohne störende Stützen präsentiert werden kann. Ohne die nicht erhaltene Backbordseite erlaubt das Wrack einen direkten Einblick in alle Decks samt Kanonen, Lafetten, Werkzeugen, Lampen etc. wie in ein Puppenhaus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kampf um Luxusyacht vor Ibiza geht weiter
(21.07.16) Der schwere Wassereinbruch auf der 37 Meter langen britischen Luxusyacht „Fusion“, 280 BRZ nahe Ibiza am 17.7.wurde durch eine hydraulische Tür am Heck verursacht. Sie diente als Schwimmplattform, wenn sie geöffnet wird. Wasser drang dann durch die offene Tür ein und flutete die Garage, ehe es das Hauptdeck erreichte.
Die spanische Coastguard kam mit zwei Schiffen zu Hilfe und dämmte den Wassereinbruch soweit ein, dass die Yacht in eine Bucht vor der Insel gebracht und dort verankert werden konnte, wo aber am Abend des 19.7. weiterhin darum gekämpft wurde, sie schwimmfähig zu halten. Das Heck lag weiterhin tief im Wasser.
Die “Fusion” wurde 2012 von Peri Yachts erbaut. Sie kann 12 Chartergäste aufnehmen und hat einen 530 Zodiac-Tender, Jet Ski RXP, Sea Doo 255, Super Jet Kawasaki 700, Donut, Wasserski, ein Flyboard und Fischausrüstung an Bord. Zwei 2600-PS-Maschinen erzeugen 25 Knoten. Die Crew ist bis zu fünf Mann stark.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter sitzt vor Douala fest
(21.07.16) Der unter Marshall-Islands-Flagge laufende Bulkcarrier "Idee Fixe", 36286 BRZ (IMO: 9700677), lief in der Nacht zum 16.7. auf der Reede von Douala auf Grund, als er von Lome kommend den kamerunischen Hafen ansteuerte. Am 20.7. saß das Schiff unverändert fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Eisenbahnfähre rammte Anleger in Kavkaz
(21.07.16) Die russische Eisenbahnfähre "Petrovsk", 3084 BRZ (IMO:8841474), kollidierte am 19.7. mit Konstruktionen zwischen den Liegeplätzen 4 und 5 im Hafen von Kavkaz in der Straße von Kertsch Strait, als sie dort anlegen wollte. Die Kaianlage wurde dabei schwer beschädigt. Wieweit die Fähre in Mitleidenschaft gezogen wurde, war nicht bekannt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Puerto Cabezas gesunken
(21.07.16) Nachdem am 18.7. der nikaraguanische Kutter “Capitán Charly" zwischen 3 und 4 Uhr rund 60 Meilen westlich von Puerto Cabezas unterging, wurden 70 Personen gerettet. Er hatte bei Windgeschwindigkeiten von 70 Meilen und Wellen bis zu fünf Metern Höhe Schiffbruch erlitten. Nachdem der Kapitän der "Derly Rosales Jr. III " das Unglück gemeldet hatte, steuerten fünf Schiffe, die in der Nähe waren und ein Boot der Coast Guard des Naval District Caribbean die Position an.
Ein Mann kam ums Leben, er wurde mit einem Marineschiff am 19.7. ebenso wie die Überlebenden nach Bilwi gebracht. Das Schiff hatte 13 Crewmitglieder, 24 Taucher, 10 Polizisten und 24 Fischer an Bord. Es war am 10.7. aus Puerto Cabezas ausgelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



US-Küstenwache rettet haitianisches Transportschiff
(21.07.16) Die U.S. Coast Guard kam am 19.7. einem Transportschiff aus Haiti zu Hilfe, das in der Windward Passage, rund 30 Meilen südlich von Great Inagua, Bahamas, Wassereinbruch erlitten hatte. An Bord waren vier Haitianer und zwei Bahamianer. Das Schiff war mit Fracht von den Bahamas nach Haiti unterwegs.
Ein Patroullienboot befand sich zum Zeitpunkt des Notrufs in der Nähe und kam dem Havaristen zu Hilfe. Ein Rettungsteam arbeitete die ganze Nacht, ihn zu stabilisieren und zu lenzen. Danach wurde er zu einem sicheren Ankerplatz unweit der Ile de la Tortue eskortiert, wo die Behörden von Haiti den Fall übernahmen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tödliche Rettungsbootübung auf Norwegian Breakaway
(21.07.16) Während einer Rettungsbootübung auf dem unter Bahamas-Flagge laufenden Kreuzfahrtschiffes "Norwegian Breakaway", 145655 BRZ (IMO-Nr.: 9606912), kame s am 20.7. zu einem tödlichen Unfall. Das Boot stürzte ab und landete kieloben im Hafen von Bermuda. Vier philippinische Crewmitglieder landeten im Wasser und wurden verletzt, eines von ihnen kam in kritischem Zustand ins Krankenhaus, wo es später starb.
Quelle:Tim Schwabedissen



Auftauchendes U-Boot stieß mit Tanker zusammen
(21.07.16) Das neueste britische Atom-U-Boot, die HMS “Ambush”, 7400 ts, der Astute-Klasse kollidierte am 20.7. um 13.30 Uhr mit einem Bunkertanker vor Gibraltar in internationalen Gewässern. Das Boot war am Auftauchen, als es mit seinem Turm gegen das Handelsschiff stieß. Der Tanker blieb unbeschädigt, der Turm der „Ambush“ wurde aber erheblich in Mitleidenschaft gezogen, und das Boot machte, eskortiert vom Schlepper „Rooke“, gegen 21 Uhr im Hafen von Gibraltar fest. Hier wurde der Schaden mit Planen abgedeckt. Der Tanker blieb offenbar unbeschädigt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Sportboote vor Dänemark havariert
(21.07.16) Am 19.7. erlitt das Motorboot „Dagmar“ einen Motorausfall. Das alarmierte Joint Rescue Coordination Center in Göteborg übergab den Fall an die dänischen Kollegen, die das Patroullienboot „Freja“ beauftragten, den Havaristen nach Skagen abzuschleppen.
Am selben Tag lief die 39 Fuß lange Bavaria-36-Segelyacht „Aurora“ bei Hesteskøn, Als, auf Grund. Die Rettungsstation Helsingør wurde alarmiert, und ein Boot assistierte dabei, das Seil, das den Propeller der Yacht blockiert hatte, wieder freizukommen. Ein Taucher befreite den Antrieb von dem Hindernis. Danach lief die Yacht nach Helsingør ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Korvette wurde künstliches Riff vor Madeira
(21.07.16) Vor Porto Santo auf Madeira wurde in am 13.7. eine ausgediente portugiesische Korvette versenkt. Kutter, Boote und Chartersegler lagen in sicherer Entfernung der „General Pereira d' Eça – F 477“, 1438 ts, der João Coutinho-Klasse, die zu einem künstlichen Riff wurde. Zwei Jahre lang war die Versenkung des 85 Meter langen und 12,5 Meter breiten, 1970 erbauten Schiffes vorbereitet worden.
Dabei hatten die portugiesische Marine, Madeiras Promotion Association und das Ocean Revival Project, das bereits in den vergangenen Jahren mit mehreren Kriegsschiffen vor der Algarveküste ebenso verfahren hatte, Hand in Hand gearbeitet. Das Schiff wurde am Kai in Porto Santo gereinigt und mit zusätzlichen großen Öffnungen im Rumpf für Taucher gut erreichbar gemacht. Das Wrack ging nach der Sprengung mit dem Bug voran unter und lag nun in 30 Metern Tiefe. Die sechs Schiffe der Klasse wurden zwischen 1970 und 1971 bei Blohm & Voss erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sturmopfer in Saxon geborgen
(21.07.16) In Saxon Harbor wurde am 20.7. mit einer Kranbarge ein 42 Fuß langes 1978-Hatteras-Motorboot geborgen, das in der Nacht zum 12.7. in einem Sturm gesunken war. Gegen 16 Uhr gelang es einem Team aus T&T Marine Salvage, Cheyboygan, der Durocher Marine aus Michigan und der Great Lakes Diving and Salvage, den Rumpf auf eine Barge zu heben. Ein Team der Coast Guard aus Duluth überwachte die Operation.
In dem Sturm waren mindestens 29 Boote aus dem Hafen getrieben, von denen 17 später strandeten. Fast alle Boote im Hafen wurden zum Teil schwer beschädigt. Eine Barge des Iron County Forestry Department wurde 11 Meilen vor der Westküste der Keeweenaw Peninsula zwischen Ahmeek und Eagle River rund 90 Meilen nordöstlich von Saxon Harbor treibend wieder entdeckt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter demolierte Marina-Baustelle
(21.07.16) Der philippinische Frachter “Unilink II”, 223 BRZ, der am 19.7. Teile des City of Naga’s Marina Projekt beschädigte, wurde vom City Government in Naga, Cebu, mit einem Fahrverbot belegt, bis der Schaden untersucht ist. Das Schiff der Unilink Shipping Corp. war mit einer 14-köpfigen Crew an Bord gegen 14 Uhr im Sturm ins Treiben geraten und beschädigte rund 50 Betonpfosten der Baustelle einer Marina.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fährboot vor Roxas City abgeschleppt
(21.07.16) Am 20.7. wurden 47 Personen von dem Fährboot „Mariane“ vor Zapatos Island, Balud, Masbate gerettet, nachdem der Propellerschaft auf der Fahrt von Jintotolo Island, Balud, Masbat, nach Roxas City in Capiz beschädigt worden war. Die philippinische Coast Guard (PCG) assistierte den 36 Passagieren und neun Crewmitgliedern. Die Sub-Station (CGSS) Calumpang organsierte das Abschleppen des Havaristen nach Roxas City.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht von Felsenkütte gerettet
(21.07.16) Am Morgen des 20.7. lief eine 26 Fuß lange Segelyacht in der Whitecliff Bay auf Grund. Beide Boote der RNLI in Bembridge, die “Alfred Albert Williams” und “Norman Henry”, wurden um 10.13 Uhr von der Solent Coastguard alarmiert, nachdem sich der 3,5-Tonner von seiner Ankerkette losgerissen hatte und unweit der Hochwassermarke an Land getrieben war. An Bord befand sich eine Person.
Das Y-Boot fand die Yacht unbeschädigt vor, was angesichts der zahlreichen Felsen in der Umgebung eine Überraschung war, und die „Norman Harvey” setzte einen Rettungsmann an Land ab, der gemeinsam mit der Crew der „Alfred Albert Williams“ eine Schleppverbindung herstellen konnte. Die Yacht wurde dann zur nahen RNLI-Station geschleppt und dort von der größeren „Norman Harvey“ übernommen, die sie in den Hafen von Bembridge brachte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Historischer Fährkatamaran sank in Hobart
(21.07.16) Die Incat Hull No. 1-Fährkatamaran „Jeremiah Ryan” sank am Abend des 13.7. in der Prince of Wales Bay bei stürmischem Wind. Bereits am 15.7. wurde es aber von der Tasmanian Ocean Shipping wieder gehoben. An jeder Seite wurde eine Barge festgemacht, und mit jeder Flut wurde das 18,5 Meter lange Schiff etwas angehoben, indem diese ausgepumpt wurden.
Die Schäden hielten sich insgesamt in Grenzen. Das 1977 erbaute Schiff war der erste Incat-Katamaran, den Robert Clifford konstruierte, und wurde auf dem River Derwent von der Sullivans Cove Ferry Company eingesetzt, nachdem dort die Tasman Bridge eingestürzt war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlauchboot (!!) kracht in Mororyacht (Bild: Matt Cole)
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Zwei Luxusyachten bei Ibiza havariert
(20.07.16) Bereits am 14.7. war es in Ibiza zu einem Unglück mit einer Luxusyacht gekommen, als ein Tenderboot in die Steuerbordseite einer 38 Meter langen Custom Line Yacht in Ibiza krachte und den Rumpf aufriss.
Zwei Crewmitglieder waren vorher über Bord des mit 30 Knoten laufenden Boots gestürzt, das eine Viertelstunde in Kreisen fuhr, bevor es zweimal gegen die Yacht knallte. Es handelte sich offenbar um ein Boot der Luxusyacht „Le Grand Bleu”, die zum Unfallzeitpunkt in einer Bucht bei Ibiza lag.
Am 19.7. gegen Mittag erlitt die britische Luxusyacht "Fusion" (MMSI-Nr.: 235096312) unweit von Freus in der Straße zwischen Ibiza und Formentera auf Höhe von Cavallet Wassereinbruch. Acht Crewmitglieder wurden von der Fähre "Joven Antonia II' an Bord genommen, die zwischen den beiden Inseln verkehrt und sich in der Nähe befand, als die Yacht einen Notruf funkte. Salvamento Marítimo schickte die Bergungsschiffe "Salvamar Markab" und "Marta Muerta" aus Ibiza zum Havaristen, der mit Backbordschlagseite und stark achterlastig in der See trieb.
Die Coastguard versuchte, das Wasser zu lenzen und das Schiff abzudichten, das zu sinken drohte. Die „Fusion” wurde 2012 von Peri Yachts erbaut nach einem Entwurf von von Scaro Design. Möglicherweise hatte sich eine Leine um ihren Propeller gewickelt, sodass sie manövrierunfähig wurde und auf Felsen trieb.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter in Hirtshals nach Explosion ausgebrannt
(20.07.16) Auf dem dänischen Kutter "Tana - RI 286", 11 BRZ (MMSI-Nr.: 220398000), explodierten am 19.7. gegen vier Uhr am Nordwestkai in Hirtshals Gasflaschen. Die Schickwelle alarmierte die Crew eines Nachbarkutters, dessen Crew die Feuerwehr rief. Ein 66 Jahre altes Crewmitglied der "Tama" wurde von Bord gerettet und nach Kopenhagen ins Universitätskrankenhaus geflogen. Es hatte Verbrennungen am Oberkörper erlitten.
Die Explosion löste ein Feuer aus, das rasch um sich griff. Gegen acht Uhr war der Brand gelöscht, hatte von dem Fiberglas-Schiff aber kaum mehr als den ausgebrannten Rumpf übrig gelassen. Um das Wrack wurde eine Ölsperre ausgelegt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff „Alsvin“wird gehoben (Bild: Rijkswaterstaat)
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Binnenschiff im Ijsselmeer geborgen
(20.07.16) Zentimeter für Zentimeter hob sich am 19.7. im flachen Wasser des Ijsselmeers sechs Kilometer vor Stavoren der Rumpf des gesunkenen belgischen Binnenschiffes „Alsvin“ in die Höhe, während sechs starke Pumpen die Laderäume lenzten und das Wasser in dicken Strahlen über Bord förderten. Das Wrack hing in den Takeln der Schwimmkräne „HEBO Lift 6“ und „HEBO Lift 8“ des HEBO Maritiem Service.
Am 5.7. war das Schiff im Sturm gesunken, als Ladeluken abgerissen wurden und die Laderäume bei hohem Seegang vollschlugen. Der Skipper und seine Frau befanden sich im Ruderhaus, der Decksmann auf dem Vorschiff, das noch knapp aus dem Wasser ragte. Alle kamen mit dem Schrecken davon.
Vor der Bergung hatten die 3000 Tonnen Schlacke, die aus Hochöfen in IJmuiden kamen, gelöscht werden. Die Arbeit begann am 15.7. und war am 18.7. bei ruhiger See beendet. Dabei war eine ganze Flotte von Schiffen im Einsatz.
Erst als die Laderäume leer waren, konnte die eigentliche Hebung anlaufen. Bei Windstille kam das Wrack am 19.7. gegen Mittag aus dem Wasser. Es wurde dann nach Lelystad geschleppt, wo auf einer Werft der Schaden untersucht werden sollte. Die Reparatur dürfte mehrere Monate dauern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Weggeworfene Zigarette entfache Ladungsbrand auf Fähre vor Gelibolu
(20.07.16) Heu, das in einem Laster geladen war, entzündete sich am 19.7. gegen 19.30 Uhr an Bord der türkischen Fähre "Mesudiye", 1490 BRZ (IMO-Nr.: 9615884), die sich auf der Fahrt von Lapseki nach Gelibolu in den Dardanellen befand. Die Flammen griffen auf weitere Trucks über, und dichter Rauch stieg vom Ladedeck auf. Passagiere gerieten in Panik.
Das Schiff legte kurz darauf am Fährterminal in Geliboglu an, wo die Fahrgäste an Land gebracht wurden. Die beiden Schlepper "Söndüren 7" und "Kurtarma 9" sowie Rettungsboote und die Feuerwehr begannen derweil mit Löscharbeiten. Es gelang, den Brand zu ersticken.
Am Schiff selbst entstand nur geringer Schaden. Eine weggeworfene Zigarette hatte das Heu offenbar in Brand gesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht “Wild Waves” (Bild: USCG)
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Motoryacht sorgte für Ölverschmutzung auf Lake Union
(20.07.16) Die US Coast Guard und das Washington Department. of Ecology wurden am Morgen des 10.7. gegen acht Uhr alarmiert, nachdem die 74 Fuß lange Motoryacht “Wild Waves” eine Ölverschmutzung auf dem Lake Union verursacht hatte. Das Boot lag an einer Pier am Südostufer des Sees gegenüber der Werft Lake Union Drydock vor Fairview.
Eine Ölsperre wurde ausgebracht, nachdem Einsatzkräfte der Incident Management Division in Seattle um 8:30 Uhr eingetroffen waren. Ein Riss in einem Treibstofftank hatte dazu geführt, dass Öl in die Bilge lief und 50 Gallonen Öl ins Wasser liefen. Insgesamt waren rund 3000 Gallonen an Bord. Die Global Diving and Salvage wurde zur Beseitigung der Ölverschmutzung gerufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter im Azov-Don-Kanal aufgelaufen
(20.07.16) Der russische Frachter "Granat", 3994 BRZ (IMO-Nr.: 8892071), lief am 18.7. auf dem Azov-Don-Seekanal bei Tonne 24 auf Grund. Das Schiff hob sich 24 Zentimeter aus der Last. Berger wurden damit beauftragt, es wieder flottzumachen. Der Frachter war mit einer Weizenladung von Azov nach Kavkaz unterwegs.
Quelle:Tim Schwabedissen



Aufgelaufener Frachter drohte seine Containerladung zu verlieren
(20.07.16) Der 78 Meter lange, chinesische Frachter "Wannafang 88" (MMSI-Nr.: 413801578) lief am 19.7. auf dem Yangtse-Fluss bei Shanghai auf Grund und legte sich auf die Seite. Die Lage entwickelte sich so kritisch, dass das Shanghai Maritime Bureau acht Crewmitglieder abbergen wolllte. Vier wurden von Bord geholt und durch Patroullienboote aufgenommen.
Vier weitere bleiben aber zunächst an Bord, bis die rund 80 Container auf Deck über Bord zu stürzen drohten. Daraufhin ließen sie sich ebenfalls retten. Ein Rettungsteam konnte die Lage dann aber stabilisieren, und die Container wurden auf ein anderes Schiff umgeladen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Schiffe im Sturm in Lapu Lapu City gesunken
(20.07.16) Der philippinische Frachter “Unilink II”, 673 tdw (IMO-Nr.: 8510312), sank am Nachmittag des 18.7. nach der Kollision mit den Betonpfählen einer Uferkonstruktion in Lapu-Lapu City, Mactan, in Zentral-Visayas, Philippinen. Das Unglück ereignete sich bei plötzlich einsetzendem starkem Wind. Die 1985 erbaute „Unilink II” der Unilink Shipping Corporation erlitt Risse im Bug und setzte mit dem Vorschiff auf, das Heck ragte noch aus dem Wasser.
Am selben Tag begann das Fährboot “Nathan Express”, das von Olango Island kommend an der Hilton Wharf in Punta Engaño, Lapu-Lapu City, festgemacht hatte, gegen 14 Uhr zu sinken. Es hatte von ursprünglich 80 Personen noch 16 an Bord, darunter drei Crewmitglieder, als es von hohen Wellen erfasst wurde und der Kapitän noch versuchte, den Hafen wieder zu verlassen. Doch als es achteraus ging, wurde es von weiteren Wellen überspült, sodass die Maschine ausfiel und es langsam wegzusacken begann.
Zeugen warfen sofort Leinen hinüber und konnten es an den Kai zurückziehen. 11 der Geretteten erlitten leichte Verletzungen, an der Pier stand ein Krankenwagen zur Versorgung bereit.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Bootsfahrer im Bogue Inlet gerettet
(20.07.16) Am 16.7. um 9.43 Uhr kenterte in unruhiger See und 15 Knoten Wind am Morgen ein 22 Fuß langes Sea Hawk-Motorboot im Bogue Inlet, North Carolina, nachdem um 9.36 Uhr der Motor ausgefallen war. Das kieloben treibende Boot wurde auf eine Sandbank getrieben.
Ein Boot der Coast Guard Station Emerald Isle lief mit einem 24-Fuß-Boot um 9.50 Uhr aus und zog die beiden Schiffbrüchigen aus dem Wasser.
Binnen weniger Minuten waren sie in Sicherheit und wurden zur Station gebracht, wo sie medizinisch untersucht wurden. Sie waren geschockt, aber ansonsten unversehrt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Jones Island aufgelaufen
(19.07.16) Die US Coast Guard und das Washington Department of Ecology wurden am Abend des 18.7. alarmiert, nachdem vor Jones Island der 48 Fuß lange Kutter „Gladstone“ auf Grund gelaufen und leckgeschlagen war. Aus Mitteln des Oil Spill Liability Trust Fund wurde die Global Diving and Salvage mit der Beseitigung der Verschmutzung beauftragt. Die Coast Guard Puget war um 16.36 Uhr von TowBoat U.S. über die Havarie informiert worden. Der Skipper der „Gladstone“ erhielt Hilfe von zwei anderen Booten und wurde von Bord abgeborgen. An Bord des Kutters waren rund 900 Gallonen Öl. 700 davon wurden abgepumpt.
Beteiligt an der Arbeit waren auch die Island Oil Spill Association und Vessel Assist. Diese dichteten den Rumpf des Kutters ab und brachten ihn zur Deer Harbor Marina, wo Global Diving and Salvage das verbliebene Öl abpumpten.
Quelle:Tim Schwabedissen



AMVER-Frachter rettete Einhandsegler
(20.07.16) Die US Coast Guard koordinierte die Rettung eines Einhandseglers über 990 Meilen westlich des Columbia River. Auf eine AMVER-Abfrage hin meldete sich der unter Hongkong-Flagge laufende Containerfrachter "OOCL Utah", 91499 BRZ (IMO-Nr.: 9486087), änderte seinen Kurs und barg ihn von der 37 Fuß langen Segelyacht “Sea Sweeper” ab, deren Segel im Sturm zerrissen waren.
Gleichzeitig sank die Spannung der Bordbatterie, und das Trinkwasser an Bord wurde knapp. Das Boot trieb bei 30 Meilen Wind in acht Fuß hohen Wellen. Der Frachter nahm den Skipper an Bord. Er sollte nach dem Einlaufen in Busan an Land abgesetzt werden. Vor der treibenden Yacht wurde gewarnt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gekenterter Kutter in Lesum aufgerichtet
(20.07.16) Vor vier Wochen kenterte ein Kutter in Lesum und hatte dort seither auf der Seite gelegen. Am Morgen des 21.6. hatten gleich mehrere Anrufer der Polizei eine größere Gewässerverunreinigung auf der Lesum. Der zufällig im Einsatzraum befindliche Rettungshubschrauber "Christoph Weser" bestätigte die Verschmutzung.
Insgesamt erstreckte sich die Verunreinigung von der Einmündung in die Weser bis Lesum km 7,3. Insgesamt war eine Fläche von ca. 75.000 m² betroffen. Im Rahmen der Ermittlungen wurde der Fischkutter, der auf seine Backbord-Seite gekippt war, als möglicher Verursacher ausgemacht.
Durch die Feuerwehr Bremen wurden in diesem Bereich Ölsperren ausgebracht. Außerdem wurde das Lesum-Sperrwerk geschlossen, um einen weiteren Abfluss in Richtung Weser zu unterbinden. Der Wasserfläche oberhalb des Sperrwerkes wurde durch eine Fachfirma gereinigt.
Seither hatte sich wenig geändert, und immer wieder liefen geringe Mengen Öl und Diesel ins Lesumwasser aus. Am 18.7. begann der Bremische Deichverband am rechten Weserufer mit der Bergung des Wracks im alten Siel neben der Reiners-Bootswerft. Der 32 Tonnen schwere, 1932 erbaute Stahlkutter hatte vor dem Untergang bereits einen Platzverweis vom Deichverband erhalten, den der Eigner zwar erst befolgte, dann aber wieder zurückkehrte.
Die Umweltbehörde sah nach dem nu erfolgten Untergang dennoch keine Gefährdung für die Umwelt. Sie stellten fest, dass Dieseltank und Motor heil geblieben waren. Aus einem Tank mit Bilgenwasser leckten allerdings kleinere Mengen Diesel oder Öl. Deshalb wurde eine Ölsperre ausgebracht.
Der Eigner war weder zahlungs- noch handlungsfähig. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) sah in dem Kutter keine Gefahr, da er nicht im Lesumstrom gesunken war. Am 19.7. rückte im Rahmen einer Ersatzvornahme schweres Gerät des Deichverbandes in Form von Baggern mit Raupenketten, und einem Laster mit Bergungsausrüstung an. Vom Gelände der benachbarten Bootswerft musste dann eine Schneise durch das Unterholz geschlagen werden, ehe die Berger mit Leitern auf den Kutter kommen konnten.
Drahtseile wurden auf diesem angeschlagen und das Schiff dann langsam aufgerichtet. Ein Tankwagen von Nehlsen ensorgte in zwei Touren rund 20 Tonnen Wasser aus dem Rumpf. Kurz vor 15 Uhr stützte der Bagger mit seiner Schaufel das Ruderhaus, als das Wasser wieder auflief, damit sich der Kutter nicht gleich wieder auf die Seite legen konnte. Am 20.7. sollte ein Sachverständiger das zu allem Überfluss randvoll mit Müll gefüllte Schiff begutachten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnentanker demolierte Brücke in Dorkwerd
(20.07.16) Am Nachmittag des 19.7. kollidierte der holländische Binnentanker "Keizersgracht", 620 ts (EU-Nr.: 2205324), auf dem Van Starkenborgh Kanal in Dorkwerd mit der dortigen neuen Brücke. Dabei wurde das Dach des Ruderhauses abgerissen und landete im Kanalwasser. Das Ruderhaus selbst wurde ebenfalls schwer beschädigt.
Menschen kamen nicht zu Schaden. Rijkswaterstaat leitete eine Untersuchung ein. Taucher aus Grijpskerk orteten derweil die Trümmer, die von einem Mechielsen-Bagger aus dem Wasser gezogen wurden.
Der Tanker war von Groningen gekommen und durfte später die Fahrt nach Ijmuiden fortsetzen, wo er gegen 19 Uhr eintraf. Offenbar hatte der Schiffsführer die Brückenhöhe überschätzt. Diese wurde in geöffnetem Zustand arretiert, um am 20.7. eine Reparatur durchführen zu können.
Am 1.7. sollte der Verkehr über die Brücke wieder fließen. Sie war bereits im April einmal gerammt worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker lief in Steganlage
(21.07.16) Am 19.7.gegen 19:45 Uhr kollidierte der deutsche Binnentanker „Maintal“ 2731 ts (EU-Nr.: 04806300), kurz nach dem Verlassen des Gustavsburger Hafens, als er über den Bleiaubach zu Tal fuhr, mit einer Steganlage. In der Biegung unterhalb des Ölhafens fiel der Bugstrahlruder aus, und das Schiff driftete mit dem Vorschiff an das rechte Ufer. Der Zusammenstoß mit der Steganlage des SCM konnte nicht mehr verhindert werden.
Der Tanker ging anschließend im Hauptstrom vor Anker. Durch eine Streifenbesatzung der Wasserschutzpolizei Wiesbaden wurde ein Weiterfahrverbot ausgesprochen. Am 20.7.gegen 00.30 Uhr wurde dieses durch das WSA Bingen wieder aufgehoben, nachdem durch den Schiffssicherheitsinspektor der Maintal Schifffahrtsgesellschaft (MTS) bescheinigt worden war, dass die Ruderanlage achtern und die Hauptantriebsmaschine funktionsfähig waren.
Dies wurde im Rahmen einer Probefahrt in Begleitung eines schweren Streifenbootes der Wasserschutzpolizei Wiesbaden festgestellt. Die Weiterfahrt wurde durch das WSA unter Auflage bis Gelsenkirchen gestattet. Vor dem nächsten Beladen musste durch eine Fachfirma bestätigt werden, dass das Bugstrahlruder wieder ordnungsgemäß funktioniert. Der Gesamtschaden konnte noch nicht beziffert werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht hatte Wassereinbruch auf Emskanal
(20.07.16) Die Groninger Feuerwehr assistierte am Abend des 19.7. bei einem Brand auf der Motoryacht „Blue Pearl“ aus Wilhelmshaven, die gegen 20 Uhr im Emskanal Wassereinbruch erlitten hatte. Auf Höhe der EMG Faktors hatte sich der Bugpropeller losgerissen, wodurch Wasser eindrang. Ein Taucher der Feuerwehr ging zu Wasser und dichtete die Leckage ab. Zur selben Zeit wurde das eingedrungene Wasser gelenzt. Nach einer Stunde war die Situation unter Kontrolle.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suche nach Explosionsopfern eingestellt
(20.07.16) Nach mehreren Tagen wurde die Suche nach den Vermissten der Explosion der “Aqua Expedition” in Iquitos eingestellt. Vier Crewmitglieder waren noch verschwunden. Zwei Mann waren tot geborgen worden, 13 hatten die Explosion verletz überlebt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Boote vor Port St. Mary abgeschleppt
(20.07.16) Das RNLI-Boot aus Port St Mary wurde am 18.7. um 16.37 Uhr alarmiert, nachdem die 30 Fuß lange Motoryacht „Midnight Runner“ einen Schaden am Impeller, einem von einem ring- oder röhrenförmigen Gehäuse umschlossenen Propeller, erlitten hatte. Das Boot trieb 15 Meilen südsüdöstlich des Hafens. Das Rettungsboot „Windsor Runner“ nahm es auf den Haken und schleppte es um 19.15 Uhr ein.
Am selben Tag kam das Küstenboot der RNLI einem Boot zu Hilfe, das 60 Yards hinter dem Wellenbrecher Motorausfall erlitten hatte und mit drei Personen im Meer trieb. Der Charterkutter „Gemini” nahm es auf den Haken, während die „Spirit of Leicester“ den Schleppzug in den Hafen eskortierte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht sitzt in der Brandung fest (Bild: DGzRS)
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Yacht vor Norderney aus extrem gefährlicher Lage befreit
(19.07.16) Am 18.7. geriet ein niederländisches Ehepaar mit seiner Segelyacht in eine extrem gefährliche Situation in der Brandungszone im Seegatt zwischen Juist und Norderney. Die Segelyacht war beim Anlaufen des Seegatts, dem Bereich zwischen den Inseln, außerhalb des Fahrwassers festgekommen und in die Brandungszone der Sandbänke geraten.
Das Seegatt zwischen den Ostfriesischen Inseln Juist und Norderney gilt auch unter erfahrenen Seglern als anspruchsvoll, da die Fahrwasser an gefährlichen Sandbänken vorbeiführen. Durch natürliche dynamische Prozesse können sich die Fahrwasser ständig verlagern.
Bei einer Dünung von bis zu 1,5 Metern wurde die Yacht immer wieder hart auf die Sandbank geworfen. Über den UKW-Not- und Anrufkanal 16 alarmierte die Frau die Seenotretter. Dem Seenotkreuzer „Bernhard Gruben“ gelang es gemeinsam mit seinem Tochterboot, die Yacht zu bergen. Das Tochterboot „Johann Fidi“ des Seenotrettungskreuzers brachte eine Schleppleine zum Havaristen. Nachdem diese festgemacht war, konnte die „Bernhard Gruben“ die Yacht in tieferes Wasser ziehen und nach Norderney einschleppen.
Das etwa zwölf Meter lange Boot sollte dort zunächst auf Schäden untersucht werden. Die beiden Segler, eine 68-Jährige und ihr sechs Jahre jüngerer Ehemann, blieben unverletzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter im Bosporus havariert
(19.07.16) Der moldawische Frachter "Helga", 1130 BRZ (IMO-Nr.: 8314287), wurde nach einen Ruderversager am 18.7. um 10.20 Uhr im südlichen Teil des Bosporus bei Uskudar manövrierunfähig. Er passierte die Straße auf der Reise von Ne Moudania nach Mariupol in nördlicher Richtung mit einer Ladung von 1100 Tonnen Magnesium und einer achtköpfigen Crew an Bord. Das Schiff drohte im flachen Wasser von Istanbuls Üsküdar-Distrikt unweit des Maiden's Tower auf Grund zu laufen, weil die Crew es nicht aufstoppen konnte.
Der Istanbul Vessel Traffic Service schickte, nachdem er informiert worden war, das Rettungsboot "Kiyem" und den Schlepper "Kurtarma 3" zur Assistenz. Der Schlepper nahm den Havaristen auf den Haken und zog ihn zurück ins Marmara-Meer, wo er bei Yenikapi zur Reparatur Anker warf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Brennende Yacht vor Mallorca (Bild: Salvamento Marítimo)
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Yacht vor Mallorca brennend gesunken
(19.07.16) Im Yachthafen Club de Mar auf Mallorca geriet am 18.7. eine dort festgemachte Yacht in Brand. Das etwa zwölf Meter lange Schiff wurde daraufhin in die Bucht von Palma geschleppt. Dadurch konnte ein Übergreifen der Flammen auf andere Boote verhindert werden. Einsatzkräfte der Feuerwehr versuchten vergeblich, das Feuer zu löschen.
Auch Mitarbeiter des Seenotrettungsdienstes Salvamento Marítimo und der Guardia Civil waren im Einsatz. Versuche des 10 Meter langen Löschbootes "Al·Lot III", die Flammen zu ersticken, schlugen fehl. Schließlich sank das brennende Boot 1,6 Seemeilen südöstlich des Anlegers Dique del Oeste.
Die Unglücksursache ist noch unklar. Die etwa zwölf Meter lange Yacht war gerade bebunkert worden und hatte deswegen rund 800 Liter Treibstoff an Bord.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hakata Queen im Kattegat freigeschleppt
(19.07.16) Berger haben am 18.7. den unter Panama-Flagge laufenden Bulkcarrier "Hakata Queen", 34592 BRZ (IMO-Nr.: 9760108), der am Morgen des 15.7. vor Læsø auf Grund gelaufen war, wieder flottgemacht. Dazu wurde Ballast umgetrimmt und Luft in Tanks eingeblasen, sodass der Rumpf, der nicht in voller Länge aufgesessen hatte, von der Untiefe abkam. Das Schiff machte sich dann auf den Weg nach Frederikshavn, wo es um 18.30 Uhr Anker vor dem Hafen warf.
Der dänische Schlepper "Obelix" (IMO-Nr.: 9691448) assistierte dem Frachter. Bis zum 19.7. sollten Taucher den Rumpf untersuchen, um festzustellen, ob der Frachter mit seiner Sojabohnenladung die Reise von San Lorenzo nach Danzig würde fortsetzen können.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff "Alsvin" wied gehoben (Bild: Rijkswaterstaat)
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Deutsch-holländische Bergungsflotte an gesunkener Alsvin im Einsatz
(19.07.16) Am 18.7. ist die Bergung des belgischen Binnenschiffes "Alsvin" 2634 ts (EU-Nr.: 06004017), auf dem Ijsselmeer durch den Hebo Maritiem Service aus Zwartsluis angelaufen. Das deutsche Binnen- und Baggerschiff „Catharina 10“ (MMSI-Nr.: 211512540) und die Baggerschiffe „Hebo Cat 9“ (MMSI-Nr.: 244730231) sowie „Hebo Lift 6“ begannen mit dem Leichtern der Ladung von 3000 Tonnen Schlacke.
Vor Ort war auch der Frachter „Progress“ (MMSI-Nr.: 244690849). Am Schiff, dessen Ruderhaus und Back noch aus dem Wasser ragten, waren dabei bereits die Hebetakel zweier Schwimmkräne des Bergungsunternehmens angeschlagen. Die Arbeiten wurden vom Patroullienboot „RWS 77“ überwacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ausflugsschiff saß vor Roskilde fest
(19.07.16) Das dänische Ausflugsschiff "Sagafjord", 305 BRZ (IMO-Nr.: 7943079), lief am 15.7. gegen 13 Uhr im Roskilde Fjord bei Ringøen in der Kattinge Vig auf Grund. Die Havarie ereignete sich bei einem Wendemanöver bei außergewöhnlich niedrigem Wasserstand und starkem Wind, der das Schiff in langsamer Fahrt erfasste und aus dem Fahrwasser drückte. Zwei Versuche, das Schiff wieder flottzumachen, scheiterten. Die 25 Passagiere wurden daraufhin von der Feuerwehr aus Roskilde mit einem Boot während mehrerer Touren zwischen Ringøen und Veddelev an Land und dann mit einem Bus zurück nach Roskilde transportiert. Um 16 Uhr war die Evakuierung abgeschlossen.
Unterdessen wurde ein Schlepper angefordert, und am 16.7. lag die “Sagafjord” im Hafen von Roskilde, wo der Rumpf einer Untersuchung durch Taucher unterzogen wurde.
Die „Sagafjord“ wurde 1957 als norwegische „Halsnøy” für die Hardanger Sunnhordlandske Dampskipsselskap (HSD), erbaut. Sie lief auf den Routen Leirvik - Ranavik (Halsnøy) – Sunde, Os - Våge - Bruntveit – Fitjar, Norheimsund – Ulvik, Os (ab 1963 Halhjem) - Våge - Bruntveit – Fitjar, Halhjem - Våge - Bruntveit (Reksteren) – Sandvikvåg, Hjellestad - Austevoll – Rubbestadneset, Halhjelm - Austevoll – Rubbestadneset und Os - Nordtveitgrend - Malkenes - Nymark - Vikane – Kvinnherad. 1983 wurde sie an Simon Møkster, Stavanger, verkauft und in „Strilborg“ umbenannt, um als Arbeits- und Taucherschiff in der Ölindustrie eingesetzt zu werden. 1987 wurde sie zur „Deepsea Inspector“ von Fjeldhammer Brug, 1988 zur „Party“ der Odfjell Drilling & Consulting Co. A/S, Bergen.
1989 wurde sie zum Restaurantschiff „Sagafjord“ bei der Morsø Værft, Morsø, umgebaut für Rita & Erik Hansen (Rederiet Sagafjord), Roskilde. Das Schiff wird seither als Ausflugsschiff auf dem Fjord eingesetzt. Es ist 38,34 Meter lang, sieben Meter breit, hat 3,1 Meter Tiefgang und kann 150 Fahrgäste transportieren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Geldmangel - Museumseisbrecher könnte versenkt werden
(19.07.16) Der 57 Jahre alte kanadische Eisbrecher "Alexander Henry", derzeit das zentrale Ausstellungsstück des Maritime Museum of the Great Lakes in Kingston, Ontario, könnte auf dem Meeresgrund enden. Das Museum wurde von neuen Eigentümern übernommen, die diesem kündigten. Das Museumsschiff erhielt zwar einen vorläufigen Liegeplatz, doch die laufenden Kosten sind so hoch, dass es sich womöglich vom Schiff trennen muss. Wenn dies geschieht, wird es höchstwahrscheinlich auf tiefes Wasser geschleppt und versenkt.
Eine Versenkung als künstliches Riff wäre auch zu teuer, weil dann alle giftigen Materialien entfernt werden müssten, was sich das Museum auch nicht leisten kann. Nun sucht das Museum nach Mitteln zum Erhalt oder zur Versenkung des Eisbrechers.
Quelle:Tim Schwabedissen



Toppsegleschoner kollidierte mit Yacht in Greifswald
(Datum) Am 17.7. gegen 23 Uhr havarierte der deutsche Schoner "Weiße Düne" (ENI-Nr.: 02332509) beim Fischerfest "Gaffelrigg 2016" in Greifswald mit einer Segelyacht beim Versuch, wieder seinen Liegeplatz im Hafen einzunehmen. Beim Anlegemanöver kam es zu einer Kollision mit der Segelyacht an ihrem Liegeplatz. Hierbei geriet der Klüverbaum der "Weiße Düne" in die Takelage der Yacht, die einen Mastbruch im oberen Drittel erlitt. Der untere Teil wurde schräg nach achtern gedrückt.
Ursache für den Unfall war vermutlich ein technischer Defekt der Bugstrahlsteuerung. Dieses ließ sich dadurch nicht schnell genug abschalten und drückte das Vorschiff mit voller Kraft weiter nach Backbord. Der Unfall konnte auch durch andere, sofort eingeleitete Manöver im engen Hafen nicht mehr vermieden werden.
Die "Weiße Düne" ist ein ehemaliges niederländisches Plattbodenschiff, das zum Zwei-Mast-Toppsegelschoner umgebaut wurde. Es lief im Jahr 1909 als "Neerlandia" in Meppel (Niederlande) vom Stapel. Als Binnenschiff unter Segeln wurde es in der Wattfahrt eingesetzt.
30 Jahre fuhr es im Besitz der Familie Priet aus Holterfehn. Ein Onkel des späteren Kapitäns Karl Funk kaufte das Schiff für 40.000 Reichsmark, baute es um und taufte es auf den Namen "Klara Katharina“. Im Zuge des Umbaus wurde erstmals ein 125 PS starker Motor eingebaut.
1941 sank das Schiff in einem schweren Nordweststurm im Dollart vor Delfzijl. Der Skipper, sein Bruder und seine Frau ertranken bei dem Unfall. Karl Funk, der als 15-jähriger Junge, die Bergung erlebte, übernahm das Schiff später als Kapitän.
In Anlehnung an die Insel Norderney wurde es 1964 in "Weiße Düne" umbenannt. Bis 1999 fuhr es Schrott, Briketts und Steine vom Rheinland über das Ruhrgebiet bis zur Küste und den Inseln der Nordsee. Im Jahr 2000 kaufte Familie Brinkmann aus Leer das mehrfach umgebaute Frachtschiff und ließ es binnen 14 Monaten für 2.000.000 DM zu einem Traditions-Segelschoner zurückbauen.
Bis 2003 blieb das niederländische und deutsche Wattenmeer das Fahrgebiet. Ab 2004 betrieb die Usedomer Schifffahrts- und Touristikgesellschaft mit Sitz in Wolgast das Schiff. In der Hauptsaison fuhr es auf dem vorpommerschen Bodden, der Peene, dem Achterwasser und dem Stettiner Haff. Unter Kapitän Jan Fransen fanden Tages- und Abendfahrten, Familienfeiern, Betriebsausflüge und sonstige Charterreisen statt.
Heimathafen zwischen Oktober und März blieb das ostfriesische Leer, wo es vom Verein „Freunde Segelschoner Weisse Düne e.V.“ betreut und genutzt wurde. Im Juni 2011 wurde die "Weiße Düne" an die langjährige Kapitänin Jane Bothe verkauft. Im Oktober 2011 fand die Überfahrt nach Greifswald statt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff zu hoch – Brücke gerammt
(19.07.16) Am Abend des 17.7. kollidierte ein Binnenschiff mit der Prinzbrücke in Münster. Das unbeladene Schiff, das in Richtung Münster unterwegs war, ragte zu weit aus dem Wasser und steckte mit dem Vorschiff unter der Brücke fest. Es wurde an der Liegestelle in Höhe des Rockwool-Werkes festgemacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rauch, aber kein Feuer auf Fähre
(19.07.16) Am 18.7. gegen 14 Uhr kam es zu starker Rauchentwicklung auf der norwegischen Fähre "Bastø II", 5505 BRZ (IMO-Nr.: 9144093), in Revlingen. Das Schiff hatte auf der Fahrt von Moss nach Horten Maschinenprobleme erlitten, deren Hintergrund das starke Rußen war. Es gab aber keinen Brand im Maschinenraum. Das Schiff steuerte von Revlingen aus den Hafen von Moss an, wo die Autos entladen und die Passagiere abgesetzt wurden.
Dann ging es am Kai an die Reparatur. Alle Abfahrten auf der Bastø-Fosen-Route wurden deshalb vorerst abgesagt. Um 20.30 Uhr ging die Fähre wieder in den Dienst.
Quelle:Tim Schwabedissen



Dip la Pip nach IJmuiden abgeschleppt
(19.07.16) Am 16.7. wurde die KNRM-Station Egmond gegen 14 Uhr alarmiert, nachdem die deutsche Yacht “Dip la Pip” auf Höhe des Hafens in Schwierigkeiten geraten war. Das Boot hatte Motorausfall erlitten und war von einer anderen Yacht auf den Haken genommen worden. Deren Motor erwies sich allerdings als zu schwach, um die „Dip la Pip“ gegen Strömung und Wind nach Ijmuiden zu bringen.
15 Minuten nach dem Alarm war das Rettungsboot „Adriaan Hendrik“ vor Ort. Nach Rücksprache mit den Seglern wurde entschieden, die Schleppverbindung zu übernehmen und die „Dip la Pip“ durch die Seenotretter weiter nach IJmuiden zu ziehen. Mit sechs Knoten war der Hafen um 16.30 Uhr erreicht, wo das Boot an der Seaport Marina festgemacht wurde. Um 18 Uhr war die „Adriaan Hendrik dann zurück auf ihrer Station.
Quelle:Tim Schwabedissen



Patroullienboot auf Riff gestrandet
(19.07.16) Das Patroullienboot RFNS “Kiro”, 340 tdw, der Fijis lief am 15.7. sechs Meilen vor Suva auf das Cakauyawa Riff. Bis zum 18.7. hatte sich an der Lage des in der Brandung liegenden Bootes nichts geändert. Der Rumpf war bei der Strandung beschädigt worden, und Taucher sollten ihn untersuchen. Am 21.7. sollten Bergungsversuche beginnen.
Es handelte sich bei dem Schiff um einen Minensucher der Redwing-Klasse von 44 Metern Länge, den die mit insgesamt fünf Schiffen ausgestattete Marine 1995 aus Australien übernahm. Er ist mit zwei 20-Millimeter-Geschützen ausgestattet und vermag 14 Knoten zu laufen. Normalerweise ist eine 17-köpfige Crew an Bord.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Woods Hole aufgelaufen
(19.07.16) Die US Coast Guard kam am 18.7.in Woods Hole Pass unweit Woods Hole, Massachusetts, dem 67 Fuß langen Trawler „Hope & Sydney“ aus Point Judith zu Hilfe, der um 11:45 Uhr im Woods Hole Pass auf Grund lief. Die Coast Guard Southeastern New England schickte ein 45-Fuß-Boot der Station Woods Hole und ein Team der Buzzards Bay Marine Task Force zu Hilfe.
Die “Hope & Sydney” hatte 5,000 Gallonen Diesel an Bord. Die Coast Guard überwachte die Situation den Nachmittag über. Mit auflaufendem Wasser kam die “Hope & Sydney” um 15:45 Uhr mit eigener Kraft wieder frei. Der Kutter hatte 2500 Pfund Tintenfisch an Bord.
Quelle:Tim Schwabedissen



Havarierter Schlepper kehrte zur Cuxhavener Geburtsstätte zur Reparatur zurück
(19.07.16) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Ankerziehschlepper „Bremen Fighter“, 1262 BRZ (IMO: 9321287), bekam in einem Windpark vor der irischen Küste einen Schleppdraht in den Backbord-Propeller. Ein für die Montage der Komponenten zuständige große Kranschiff musste mit seinen bis zu acht eigenen Ankern positioniert werden. Zwei Ankerziehschlepper waren im Einsatz, als die Havarie geschah.
Der Draht hatte sich um die Antriebswellen gewickelt. Die Spuren an Schraube und Cord-Düse sowie die Art der Aufwicklung des Drahtes auf der Welle zeigten, dass zuvor Treibgut oder eine unbekannte Leine in den Schraubenstrom geraten waren. Dadurch wurde der gesamte Antriebsstrang der Backbordmaschine beschädigt, das Getriebe war beinahe ein Totalschaden.
Mit der zweiten Maschine und halber Kraft erreichte der Schlepper am 1.7. zur Reparatur die Mützelfeldt-Werft in Cuxhaven. Um den auf der Welle aufgewickelten Draht zu entfernen, musste im Trockendock erst das Ruderblatt ausgebaut, danach der beschädigte Propeller und schließlich musste noch die Antriebswelle gezogen werden. Welle und Getriebe wurden zu den jeweiligen Herstellern in Kiel und Hamburg geschickt. Bis die überholten Komponenten zurück sind, wurde der Schlepper wieder ausgedockt und an den Ausrüstungskai verlegt. Die „Bremen Fighter“ wird vermutlich noch vier Wochen in Cuxhaven bleiben, bis alle Komponenten repariert und wieder montiert sind. Der Schaden betrug mehrere 100000 Euro.
Für die Reparatur kehrte die „Bremen Fighter“ an ihre Geburtsstätte zurück: Die Werft hatte den Schlepper 2004 als „Primus“ als erstes und kleinstes Schiff einer ganzen Serie für das Hamburger Unternehmen Harms Bergung erbaut. Seit 2011 läuft es für die URAG (Unterweser Reederei Aktiengesellschaft, Bremen), die hoffte, das Schiff im Oktober wieder einsetzen zu können.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kene Hoffnung für vermissten Kutter
(19.07.16) Keine Hoffnung mehr gab es für einen Fischer, dessen Kutterin der Nacht zum 18.7. um 3.10 Uhr bei Maur Neset im Reisa-Fjord gesunken war. Um 4.05 Uhr waren von der „Oscar Tybring“ erste Trümmer und Diesel entdeckt worden. Die Suche wurde am 19.7. nicht wieder aufgenommen. Die Verwandten wurden informiert.
Das Wrack wurde in 21 Metern Tiefe lokalisiert und von Tauchern des Skjervøy Dykkerservice gegen 15 Uhr erfolglos abgesucht. Auch der Meeresgrund um das Schiff herum wurde untersucht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Katamaran auf Korallenriff gelaufen
(19.07.16) Der 50 Fuß lange Katamaran “Lady Pris” lief am 16.7. im National Park Arrecifes von Puerto Morelos bei Punta Petempich auf ein Korallenriff und beschädigte dieses.
Quelle:Tim Schwabedissen



Indische Patroullienboote bei Feuer gesunken
(19.07.16) Zwei Patroullienboote der indischen Marine gerieten am Morgen des 19.7. auf einer Werft in Mumbai in Brand. Beide Boote sanken im Zuge der Löscharbeiten auf flachem Wasser, die mehr als 20 Crewmitglieder wurden gerettet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Warnung vor Fanggeschirr
(19.07.16) Das australische Department of Transport and Main Roads warnte vor dem am 4.4. gesunkenen Kutter „Cassandra“, dessen Untergang vor Waddy Point die zweiköpfige Crew aus Gladstone das Leben kostete. Das Schiff wurde in 47 Metern Tiefe lokalisiert, und das Fanggerät hat sich vom Wrack gelöst. Es ragt bis zu 20 Meter unterhalb der Wasseroberfläche hoch und dehnt sich horizontal aus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Holzproben trugen zur Identifizierung alten Wracks bei
(19.07.16) Das Wrack eines 160 Jahre alten Schiffes, das von Stürmen an den Friendly Beaches in Tasmanien freigelegt wurde, konnte vom Tasmanian Parks and Wildlife Service als die 139-Tonnen-Brigg „Viola“, die in Kanada erbaut worden war, identifiziert werden. Holzproben waren genommen und von einem Experten untersucht werden. Die Holznägel und Planken stammten von Bäumen aus dem östlichen Nordamerkika.
Dies würde zu der 1843 in Neufundland vom Staple gelaufenen „Viola“ passen. Sie war im November 1857 mit einer Ladung Kohle aus Newcastle nach Hobart ausgelaufen, strandete aber im Sturm an den Friendly Beaches. Menschen kamen nicht zu Schaden. Wind und Wellen haben den Rumpf einen Kilometer in nördliche Richtung vertrieben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Griechische Fähren in Kyllini kollidiert
(19.07.16) Am Nachmittag des 18.7. rammte die griechische Fähre "Mare di Levante", 4059 BRZ (IMO-Nr.: 8405191), mit 660 Passagieren und 37 Crewmitgliedern an Bord im Hafen von Kyllini die dort am Kai liegende Passagierfähre "Harmony G", 498 BRZ (IMO-Nr.: 8984989), die keine Fahrgäste an Bord hatte. Die "Harmony G" erlitt erhebliche Schäden am Backbordvorschiff und an Steuerbordseite oberhalb der Wasserlinie.
Sie wurde mit einem Fahrverbot belegt, bis sie repariert war. Die "Mare di Levante" durfte nach einer Inspektion die Fahrt nach Zakynthos fortsetzen. Sie und ihre Fahrgäste hatten den Aufprall unbeschadet überstanden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Flusskreuzfahrtschiff “Aqua Amazon” gekentert
(Bild: Capitanía de Puerto de Iquito)   Großbild klick!

Flusskreuzfahrtschiff explodiert und gesunken
(18.07.16) Das peruanische Flusskreuzfahrtschiff “Aqua Amazon”, 400 ts, der Amazon River explodierte am 16.7. gegen 15 Uhr beim Bunkern von Gas in Enapu auf dem Ipava River im Punchana Distrik von Iquitos. Das Schiff sollte wenig später ins Pacaya Samiria National Reservat auslaufen. Bis zu sieben Crewmitglieder wurden vermisst, 13 verletzt.
Es befanden sich zum Unglückszeitpunkt noch keine Passagiere an Bord. Durch einen Kurzschluss oder Schweißarbeiten kam es offenbar zu Funkenflug, und es folgten zwei oder drei Explosionen, als die 6000 Gallonen Treibstoff in die Luft flogen. Sie rissen ein Loch in den Rumpf, und das Schiff kenterte auf flachem Wasser.
Die Verletzten wurden in ein Krankenhaus in Iquitos gebracht. Taucher und Marineangehörige suchten in dem kieloben liegenden Wrack nach weiteren Opfern. Es gelang, den Brand unter Kontrolle zu bekommen, um das Wrack wurden Ölsperren ausgelegt. Auch ein Feuer auf dem Hafengelände konnte gelöscht werden. Die „Aqua Amazon“ wurde 2007 erbaut und ist 130 Fuß lang. Sie vermochte 24 Passagiere in 12 Kabinen und 17 Crewmitglieder zu transportieren. Sie wurde auf dem Ucayali, dem Maranon und dem Amazonas eingesetzt. 2013 erfolgte eine Modernisierung.
In der vergangenen Woche wurden mehrere Dutzend Passagiere auf der “Amazon Discovery” von acht Mann ausgeraubt, und im April kamen zwei Amerikaner bei einem Brand auf der „La Estrella Amazonica“ ums Leben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Saronischer Golf: Luxusyacht lief vor Ägina auf Grund
(18.07.16) Die unter Marshall-Islands-Flagge registrierte Luxusyacht „Alouette II“ , 885 BRZ(IMO-Nr.: 1008516), lief mit 18 Personen an Bord am Morgen des 16.7. rund 30 Meter vor Ägina port im Saronischen Golf auf Grund. Die griechische Coast Guard schickte die Schlepper "Maltezos II" und "Maltezos Rescue". Sie konnten die "Alouette II” wieder flottmachen. 0,7 Meilen südwestlich von Ägina warf sie Anker, und ein Taucher untersuchte den Rumpf. Am Abend versegelte sie nach Perama für weitere Inspektionen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter „Captain Ufuk“ (Bild: Marianne Bermudez)
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Beschlagnahmter alter Nobiskruger vor Manila gesunken
(18.07.16) Der unter Panama-Flagge laufende Frachter „Captain Ufuk“, 2451 BRZ (IMO-Nr: 6802216), sank am Morgen des 17.1. in der Bucht von Manila. Das Schiff war im August 2009 vom philippinischen Zoll in Mariveles, Bataan aufgebracht worden wegen des Verdachts des Waffenschmuggels. Zuvor hatte des Häfen in der Türkei, Georgien, Gibraltar, Ghana, Kapstadt und Penang angelaufen, bevor es weiter nach Jakarta ging. Bruce Jones, der britische Kapitän, war zu dem Zeitpunkt nicht an Bord gewesen. Sein Stellvertreter, der Südafrikaner John Lawrence, und seine 13-köpfige Crew aus Georgien wurde festgenommen. Jones gab an, dass ein Syndikat hinter dem Schmuggel steckte und ihn und seine Familie bedrohte.
Er ersuchte deshalb um den Schutz der Regierung. Die Waffen seien legal von P.T. Pindad in Bandung, Indonesien, erworben und für die La Plata Trading in Makati City bestimmt gewesen. Die Einfuhr sei von der Philippine National Police (PNP) genehmigt worden. Jones wurde zwei Jahre später in Angeles City erschossen, seine Frau dabei verletzt.
Seit 2012 hatte die “Captain Ufuk” vor den Hafenmolen gelegen. Das Bureau of Customs (BOC) hatte seit 2014 versucht, sie zu auktionieren. Während der vergangenen Tage hatte sie sich zusehends nach Backbord übergelegt, nachdem offenbar Wasserrohre im Maschinenraum gebrochen waren. Die verbliebenen sieben Crewmitglieder verließen das Schiff um 21.40 Uhr, nachdem es nicht gelungen war, den Wassereinbruch zu stoppen. Am 18.7. lag der Frachter zu drei Vierteln unter Wasser.
Die „Captain Ufuk“ ist 96 Meter lang, 13,5 Meter breit, hat 5,9 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 3770 Tonnen. Sie entstand 1967 auf der Nobiskrug-Werft in Rendsburg als „Gratia“ für das Bremer Schifffahrtskontor Brink & Co. 1977 wurde sie zur „Abdul Razaak Sanusi“, 1979 zur „Fione“ und lief bis 2007 unter diesem Namen.
Am 22.11.1986 ging in schwerer See die Holzladung auf 57 05 N32 30 W auf der Reise von Trois Rivières nach Egnland über. Trotz 30 Grad Krängung erreichte es den Hafen von Tyne River. Es erfolgte keine Meldung des Unfalls und keine Untersuchung des Schifffes.
Am 18.11.2004 lief es vor Margate bei den Long Noose Rocks gegen 23 Uhr auf Grund. Mit steigendem Wasserstand konnte es am 19.11. vom Sandgrund wieder abgebracht werden und lief nach Stettin. An Bord war eine 12-köpfige Crew, das Schiff befand sich in Ballast auf der Fahrt von Montreuil nach Tilbury. Am 22.2.2007 kollidierte der Frachter in der Biskaya 30 Meilen westlich von Sables d’Olonne auf Position 46 30 N.02 27 W gegen zwei Uhr mit der „La Cangue“. Danach wurde die Fahrt nach Rouen fortgesetzt und der Schaden repariert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Flüssiggastanker vor Kalymnos havariert
(Datum) Der unter Panama-Flagge laufende Tanker „Gitta Gas“, 4086 BRZ (IMO-Nr.: 8817693), erlitt an Abend des 16.7. mit einer 14-köpfigen Crew an Bord in der Ägäis südwestlich der Südküste von Kalymnos Ruderausfall. Das Rescue Coordination Centre was wurde informiert und schickte das Patroullienboot "El Akt". Der LPG-Tanker wurde dann von dem Schlepper "Antonios” auf die Reede von Kalymnos abgeschleppt, wo er untersucht und repariert werden sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter "Gros Loulou CN.721860" (Bild: Premar Manche)
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Gastanker nach Kollision unterwegs nach Holland
(18.07.16) Nach der Kollision mit dem französischen Kutter "Gros Loulou CN.721860", 43,6 BRZ (MMSI-Nr.: 228302000), hat der belgische Gastanker "Waasmunster", 25143 BRZ (IMO-Nr.: 9659103), der Exmar LPG BVBA den Hafen von Le Havre am 17.7. um 10.15 Uhr wieder verlassen und nahm Kurs auf Vlissingen, wo er am 19.7. eintreffen sollte.
Das beim Zusammenstoß am 15.7. mit 18000 Tonnen Butangas beladene Schiff war an Steuerbordseite aufgerissen worden, als ihn der Kutter frontal rammte. Die 16 Meter lange „Gros Loulou“ hatte erhebliche Schäden am Holzbug erlitten und lag nun im Hafen von
Gastanker "Waasmunster" (Bild: Premar Manche)
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Port-en-Bessin-Huppain zur Reparatur.
Quelle:Tim Schwabedissen







Kollision in Kloster
(18.07.16) Ein technischer Defekt führte im Hafen von Kloster am 16.7. zur Kollision des 40 Meter langen Fahrgastschiffs „Gellen“ (MMSI-Nr.: 211534760) der Weißen Flotte dem einem am Kai festgemachten Wassertaxi „Anna Maria“ derselben Reederei. An Bord der Hiddenseefähre befanden sich 104 Passagiere. Fahrgäste und Besatzung wurden nicht verletzt.
Die aus Stralsund kommende Hiddenseefähre wollte beim Einlaufen in den Hafen von Kloster ein Drehmanöver im Hafenbecken einleiten. Bei dem Manöver trat ein technischer Defekt an der Steuerung auf. Sie reagierte nicht mehr auf Ruderbefehle und rammte in der Folge mit dem Bug das am Liegeplatz vertäute Wassertaxi. Die „Anna Maria“ wurde bei der Kollision erheblich beschädigt. Die „Gellen“ musste nicht außer Betrieb genommen werden. Am Schiff wurden bei einer durchgeführten Untersuchung keine Schäden festgestellt.
Die Zentralstelle Schiffsuntersuchungskommission befand es für fahrtauglich. Das Wassertaxi ging am 18.7.zur Reparatur in die Werft.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelboot in Vollbrand (Bild: RNLI)
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Yacht vor Poole ausgebrannt
(18.07.16) Am 16.7. um 18.30 Uhr funkte eine 9,4 Meter lange lange Segelyacht im Swash Channel vor Poole Mayday, nachdem Rauch aus dem Motorraum aufstieg. Der Swash Channel ist das Hauptfahrwasser vor Poole zu den Old Harry Rocks. Um 18.40 Uhr liefen beide RNLI-Boote aus dem nahen Hafen aus und waren binnen acht Minuten vor Ort. Die zweiköpfige Crew der Yacht war da bereits von einem Motorboot aufgenommen worden.
Auch die Katamaranfähre „Condor Vitesse“, die gerade einlaufen wollte, setzte ein Rettungsboot aus. Dichte Rauchwolken stiegen von der Yacht auf. Da sich viele Boote in der Umgebung befanden, mussten diese aus dem Gefahrengebiet gebracht und dieses abgesperrt werden.
Die Schiffbrüchigen wurden von einem Rettungsboot aufgenommen und untersucht. Dann begann das Seeboot aus Poole mit Löscharbeiten, während derer die Yacht in nordöstlicher Richtung trieb. Das Küstenboot blieb auf Standby mit den Seglern an Bord, bis entschieden wurde, diese auf das Lotsenboot „Vanguard“ zu übergeben, das sie zurück zum Poole Yacht Club brachte.
Unterdessen gelang es, den Brand zu löschen. Dann wurde der Mast der Yacht gelegt und auf Deck gesichert, ehe das ausgebrannte Boot längsseits genommen und ebenfalls zum Poole Yacht Club geschleppt wurde, wo die Feuerwehr eine Nachkontrolle durchführte. Währenddessen kam das Küstenboot bereits einer anderen Yacht zu Hilfe, die am Middle Mud auf Grund gelaufen war. Ein Abschleppversuch schlug fehl, doch da das Boot nicht in direkter Gefahr war, wurde auf das Hochwasser gewartet, bei dem die Yacht wieder aufschwamm. Um 22.30 Uhr waren beide Rettungsboote wieder zurück an der Station.
Quelle:Tim Schwabedissen



Einhandsegler vor Leros in Schwierigkeiten
(18.07.16) Vor Leros erlitt die kanadische Yacht “Sortilege” am 16.7. unweit der Bucht von Gournes Motorschaden. Die „Anna Maria“ der Hafenbehörde kam dem Skipper zu Hilfe. Dann wurde das Boot von der "Kalliopi" aus Leros abgeschleppt und unweit des Hafens von Gournes verankert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack von HMS Amphion erforscht
(18.07.16) Fünf Tage lang haben Taucher das Wrack von HMS “Amphion” untersucht, das am 2. Tag des 1. Weltkriegs nach Minentreffer mit 132 Mann sank. Das Schiff war am 6.8.1914 zur Jagd des deutschen Minenlegers “Königin Luise” aus Harwich ausgelaufen. Zwei Zerstörer hatten diese unter Feuer genommen. Die “Amphion” schloss sich an, und der Hilfsminenleger wurde versenkt. Die “Amphion” rettete 21 Deutsche, lief dann aber auf eine der zuvor gelegten Minen und ging 40 Meilen vor der Küste ebenfalls unter. Die Tauchexpedition wurde von Dave Lock des Ipswich Sub-Aqua Club iDive, geleitet.
Sie fand das Wrack in zwei Teilen kieloben auf dem Meeresgrund liegend vor. Ein großer Teil des Holzdecks und der Rumpf waren gut erhalten. Sogar ein Rettungsboot hing noch am Wrack.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff vor Enkhuizen vor Strandung bewahrt
(18.07.16) Das holländische Binnenschiff "Apolonia", 114 ts (EU-Nr.: 02102956), erlitt beim Verlassen des Naviducts von Enkhuizen am 5.7. Maschinenausfall. Der Skipper warf sofort Anker, um ein Auflaufen auf den Steinen des Wellenbrechers zu vermeiden. Das KNRM-Boot aus Enkhuizen kam zu Hilfe.
Es gelang, die Ursache des Ausfalls, einen Fehler in der Elektrik, zu beheben. Dann halfen die Seenotretter beim Bergen des Ankers, und das Schiff konnte die Fahrt nach Stavoren fortsetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter in Südchinesischer See gestrandet
(18.07.16) Der zyprische Frachter "Nica 1", 10384 BRZ (IMO-Nr.: 9165449), lief am 15.7. auf Position 02 11S 107 03E in der Südchinesischen See auf Grund. Er war auf der Fahrt von. Esperance nach Port Klang. Am 18.7. saß das Schiff immer noch fest, ein Bergungsunternehmen sollte es wieder flottmachen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Ketchikan leckgeschlagen
(18.07.16) Die Coast Guard Station Ketchikan assistierte am 17.7. dem 38 Fuß langen Kutter “Serenity”, der unweit des Fährterminals von Ketchikan, Alaska, Wassereinbruch erlitten hatte. Minütlich drangen fünf Gallonen ein. Mehrere hundert Gallonen befanden sich bereits im Schiffsinnern.
Ein Boot der Küstenwache lenzte den Kutter so lange, bis er sicher verankert und ein Riss im Rumpf provisorisch abgedichtet werden konnte. Am 18.7. sollte ein Bergungsunternehmen den Havaristen abschleppen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suche nach Skipper gesunkenen Kutters
(18.07.16) Zwei Helikopter, die “Sortland” der norwegischen Coastguard und das NSSR-Boot “Oscar Tybring” aus Skjervøy starteten am 17.6. eine Suchaktion nach dem Skipper eines 35 Fuß langen Kutters, der bei Maurneset im Reiisafjord gesunken war. Die Operation begann um 3.10 Uhr, nachdem der Notsender aktiviert worden war, und wenig später fand das Rettungsboot Trümmer im Wasser. Auch die umliegenden Strände wurden von Freiwilligen abgesucht. Das Wrack wurde in 30 Metern Tiefe lokalisiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hochseekat gekentert
(RNLI) Der 22 Meter lange Katamaran MOD70 “Musandam-Oman Sail” unter Skipper Sidney Gavignet aus Frankreich kenterte am Morgen des 17.7. bei der Transat Quebec-St Malo, einer Transatlantikregatta von Kanada nach Frankreich, rund 450 Meilen östlich von St. Pierre und Miquelon. Nachdem Notruf um 3.05 Uhr in der Nacht schickte die Organisation der Transat ein Flugzeug, einen Hubschrauber und ein Boot der Küstenwache zu Hilfe. Die fünfköpfige Crew wurde nach acht Stunden von einem Tanker gerettet und befand sich auf dem Weg zurück nach Kanada.
Das Rennteam suchte nun nach Möglichkeiten, den Katamaran mit einem Kutter zu bergen. Die fast 3000 Meilen weite Regatta startete am 10.7. auf dem St. Lawrence River zwische Québec City und Lévis und endet in Saint-Malo.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trailer stürzte im Sturm über Bord
(18.07.16) Die neuseeländische Fähre "Straitsman", 13906 BRZ (IMO-Nr.: 9323704), verlor am Morgen des 18.7. einen Trailer mit Zugmaschine in stürmischer See in Cook Strait auf der Fahrt von Picton nach Wellington. Trotz Sturmsicherung riss sich das Gespann los, als eine Welle von 7,5 Metern Höhe das Schiff traf und es sich stark überlegte. Es traf die Backbordreling, stürzte um und fiel in die See. Dabei wurde die Reling umgerissen.
Die Zugmaschine hatte einen Wert von rund 300,000 Dollar. Der Trailer von TNL war mit Schweinefleisch beladen. Maritime New Zealand gab eine Navigationswarnung für das Gebiet 7,5 Kilometer südlich der Island Bay heraus, die 48 Stunden in Kraft bleiben sollte.
Es wurde allerdings davon ausgegangen, dass der Trailer gesunken war. Die Fähre lief am Vormittag gegen 10.30 Uhr in Wellington ein, die Nachmittagsabfahrt des Straitsman-Schiffes wurde abgesagt. Am 19.7. sollte das Schiff wieder auslaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Yamato Maru No. 8" sinkt (Bild: Japan Coastguard)
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Zwei Tote bei Kollision im Japanischen Meer
(16.07.16) Der japanische Frachter "Yamato Maru No. 8", 600t dw (IMO-Nr.: 8815372), kollidierte am 15.6. gegen 11.45 Uhr mit dem unter derselben Flagge laufenden Frachter "Hosho Maru", 1630 tdw (IMO-Nr.: 8742630), zwei Meilen vor der Insel Ueshima Island in der Hyogo Präefektur. Er war zum Unglückszeitpunkt von Ako zum Nordhafen Osakas mit einer Ladung von 1,300 Tonnen Kies unterwegs gewesen.
Die "Yamato Maru No. 8" kenterte und stellte sich aufs Heck, ehe sie schließlich sank. Von den drei Crewmitgliedern wurde einer tot geborgen, ein weiterer starb im Krankenhaus. Es handelte sich um den Kapitän und einen Ingenieur.
Ein dritter Mann konnte mit leichten Beinverletzungen gerettet werden. Die fünfköpfige Crew der "Hosho Maru" blieb unversehrt, und das Schiff steuerte nach dem Unfall den Hafen von Himeji an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht mit vier Kindern nach Ueckermünde eingeschleppt
(16.07.16) Am 15.07.2016 gegen 16:00 Uhr geriet durch den Ausfall der Ruderanlage eine polnische Segelyacht auf dem Kleinen Haff in Seenot. Zu diesem Zeitpunkt herrschte dort Wind in Böen bis 8 Beaufort und starker Seegang. Das in der Nähe befindliche Polizeiboot "Having" registrierte eigenartige Fahrmanöver der Segelyacht und näherte sich dem Havaristen.
Schnell war klar, hier musste sofort gehandelt werden, denn an Bord der Segelyacht befanden sich auch vier kleine Kinder aus. Das Boot wurde durch die "Having" in Schlepp genommen. Um 17:15 Uhr fand die Rettungsaktion in einem Sportboothafen von Ueckermünde ein glückliches Ende.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht „Le Babe“ (Bild: Puffin Island Cruises)
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Motoryacht nach Strandung auf Puffin Island gesunken
(16.07.16) 30 Stunden nach der Strandung an der Küste von Anglesey war die Motoryacht „Le Babe“ am 15.7. komplett gesunken. Das Boot war nach Motorschaden am 14.7. gegen Mittag von starken Strömungen auf die Felsen von Puffin Island gedrückt worden. Die zweiköpfige Crew hatte Mayday gefunkt und war von dem RHIB „Island Princess“, das sich auf einer Ausflugsfahrt mit Touristen befand, gerettet worden.
Am Tag danach bemühten sich Berger, Hebesäcke am halb überfluteten Boot festzumachen. Die Natural Resources Wales wurden von der Coastguard über einen kleinen Ölaustritt vom Wrack informiert. Es gab keine Sorge um größere Verschmutzungen, die Lage wurde aber überwacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht „Marutea“ (Bild: RNLI)
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Yacht saß mit gesetzten Segeln hoch und trocken am Brehon Tower
(16.07.16) Nördlich des Brehon Tower zwischen Guernsey und Herm lief am 13.6. ein Einhandsegler mit seiner 30 Fuß langen, in Le Havre registrierten Segelyacht „Marutea“ im Little Russel auf Felsen. Das Boot war kurz nach Mitternacht südwärts gegen den Flutstrom in Richtung St Peter Port unterwegs. Um 6.30 Uhr wurde die Guernsey Coastguard vom Kutter „Asile Sur“ informiert, dass eine Yacht mit noch gesetzten Segeln hoch und trocken unterhalb des Brehon Tower liege.
Der Turm ragt 19 Meter über mittlerem Hochwasserstand an der Ostseite des Little Russel Channel zwischen St Sampson’s Harbour und St Peter Port auf. Es schien sich niemand an Bord der Yacht zu befinden. Das RNLI-Boot aus St Peter Port wurde alarmiert und war um 06.53 Uhr vor Ort.
Das Tochterboot wurde ausgesetzt und fand den Skipper unversehrt an Bord vor. Weil für ihn auch keine Gefahr bestand, kehrte das Rettungsboot zu seiner Station zurück, allerdings ging das Arbeitsboot „Sarnie“ des State of Guernsey eine Stunde vor Hochwasser auf Standby. Eine Leine wurde von einem Beiboot zum Heck der Yacht ausgebracht, und es gelang mit steigendem Wasserstand, diese über das weitläufige Riff zu ziehen.
Danach wurde die Schleppleine auf die „Sarnia“ übergeben. Bei einer Inspektion wurden nur geringe Schäden auf der „Marutea“ festgestellt, allerdings war der Propeller in Mitleidenschaft gezogen worden. Deshalb wurde sie nach St Peter Port abgeschleppt und in der Victoria Marina vertäut, wo sie repariert werden sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter lief in Eo-Mündung auf Grund
(16.07.16) Am 15.7. lief der holländische Frachter "Daniel K.", 3037 BRZ (IMO-Nr.: 9198654), mit 4,000 Tonnen Papierpulpe beladen in der Mündung des Eo in Figueras auf Grund. Das Schiff hatte den Zellstoff bei der Fabrik Ence in Navia geladen. Gegen 13.30 Uhr kam es beim Auslaufmanöver im Fahrwasser von Ribadeo auf Sandgrund fest. Versuche, sich zu befreien, scheiterten zunächst, und es musste die nächste Flut abgewartet werden.
Eine Stunde vor Hochwasser begannen die beiden Schlepper "F. Jaureguizar" der Gondán Figueirense-Werft sowie die "Sertosa 23" aus San Ciprian (Lugo) anzuziehen. Eine Dreiviertelstunde später war der Havarist wieder frei und passierte um 13.45 Uhr die Brücke von Santos auf dem Weg nach Ceuta.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suche nach gestrandeter Yacht im Nebel
(16.07.16) Zwischen Crosshaven und Kinsale funkte der Skipper der Yacht “Miriam” am 15.7. gegen Mittag Mayday, nachdem er auf die Felsen des Little Sovereign Rock gelaufen war. Um 12.07 Uhr wurden die RNLI Crosshaven und Kinsale sowie ein Rettungshubschrauber alarmiert. Die Sichtweite betrug bei Nebel nur 200 Meter.
Das Boot aus Kinsale fand keine Spur der Yacht bei den Sovereigns. Das Boot aus Crosshaven suchte die Küste von Roberts Head westwärts ab. Die Crosshaven Coast Guard leitete den Funkverkehr mit der Valentia Coastguard.
Schließlich entdeckten die Seenotretter aus Crosshaven die Yacht auf Grund in der Rocky Bay. Ein Rettungsmann schwamm mit einer Schleppleine zu dem Boot hinüber und barg dann die ausgebrachte Ankerleine. Es gelang, die „Miriam“ dann auf tieferes Wasser zu ziehen. Anschließend übernahm das Boot aus Kinsale den Schlepp nach Oysterhaven.
Quelle:Tim Schwabedissen



Havariertes Boot im Sturm abgeschleppt
(16.07.16) Die US Coast Guard assistierte am 14.7. der dreiköpfigen Crew der 45 Fuß langen „ Senile“, die Ruderausfall und Motorschaden in schwerer See 40 Meilen nordwestlich des Noyo River gemeldet hatte. Der Skipper kontaktierte die Coast Guard Humboldt Bay um 6:04 Uhr. Daraufhin wurden das Patroullienboot „Aspen“, ein MH-65 Dolphin-Helikopter und von der Station Noyo River ein 47-Fuß-Boot zum Havaristen entsandt. Das Boot erreichte diesen gegen Mittag und bereitete ein Abschleppen vor.
Wegen der schweren See gelang es aber nicht, einen Rettungsmann direkt auf die „Senile“ überzusetzen. Deshalb wurde vom Dolphin-Hubschrauber ein Rettungsschwimmer auf dem Boot abgesetzt. Dann gelang es, eine Schleppverbindung herzustellen und die „Senile“ um 20.30 Uhr in den Noyo River Harbor zu ziehen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Entmastete Yacht nach St. Maarten geschleppt
(16.07.16) Am 13.7. wurde die Segelyacht „Julia“ entmastet und mit Notrigg zwischen St. Croix und St. Maarten von einem Helikopter der Coastguard aus Curacao entdeckt. Wegen der schwierigen Kommunikation entschied das Rescue Coordination Centre, die holländische Zr. Ms.“Groningen“ zum Havaristen zu schicken. Ein Einsatzboot lief von der Station aus, um zu prüfen, wie weit es helfen konnte.
An Bord der Yacht befanden sich zwei Franzosen, die angaben, bereits seit acht Tagen ohne Wasser zu sein. Einer brauchte medizinische Betreuung. Medikamente und Nahrung wurden von der „Groningen“ übergesetzt. Es wurde entschieden, die „Julia“ nach St. Maarten abzuschleppen. Die Segler wurden an der Coast Guard-Station in Simpson Bay abgesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter nach St. Peter Port eingeschleppt
(16.07.16) Das RNLI-Boot aus St Peter Port wurde am 15.7. zum 14 Meter langen, britischen Kutter “Amy Blue” (MMSI:235031105) entsandt. Um 04.36 Uhr hatte dieser die Guernsey Coastguard um Assistenz nach einem kompletten Maschinenausfall drei Meilen nördlich von Sark gebeten.
Das Rettungsboot "Spirit of Guernsey" verließ St Peter Port um 05.05 Uhr und fand die “Amy Blue” um 05.21. Nachdem um 05.30 Uhr eine Schleppverbindung hergestellt war, wurde Kurs auf St Peter Port genommen, wo die "Amy Blue" um 06.50 Uhr eintraf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Altes Rettungsboot in Seenot
(16.07.16) Auf einem umgebauten, 47 Fuß langen Watson-Rettungsboot der RNLI brach am 15.7. im Maschinenraum ein Feuer aus. Die Milford Haven Coastguard schickte das RNLI-Boot aus Barry Dock sowie um 16.18 Uhr das Boot aus Burnham-on-Sea. Als das Boot aus Barry Dock den Havaristen erreichte, war das Feuer bereits gelöscht, doch er trieb bei starkem Südwestwind hilflos in den Wellen.
Wenig später traf auch das Boot aus Burnham-on-Sea ein, und es wurde entschieden, ihn zu den Barry Docks abzuschleppen. Das Boot aus Burnham-on-Sea konnte aus dem Einsatz entlassen werden. Bei schwierigen Seebedingungen wurde das alte Rettungsboot dann durch den Bristol Channel in die Sicherheit des Hafens gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



US-Fregatte bei SINKEX versenkt
(16.07.16) Bei der Rim of the Pacific 2016 Exercise wurde am 14.7. um 19.25 Uhr die ausgediente, 138 Meter lange Lenkwaffenfregatte USS „Thach (FFG 43)“, 4100 ts, auf 15,000 Fuß Wassertiefe 55 Meilen nördlich von Kauai, Hawaii, versenkt. Einheiten aus Australien, Südkorea und den USA führeten die SINKEX durch. Die USS Thach (FFG-43)“ war das 34. Schiff der Oliver Hazard Perry-Klasse. Sie diente rund 30 Jahre in der 3., 4., 5. und 7. US-Flotte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter bei Revdanda gestrandet
(16.07.16) Der indische Frachter "Kumar", 1874 BRZ (IMO-Nr.: 9084621), lief am 14.7. drei Kilometer vor Revdanda mit einer 15-köpfigen Crew an Bord auf Grund. Der Kapitän alarmierte das Maritime Rescue Coordination Centre (MRCC), Mumbai, nachdem es zu Wassereinbruch in Laderaum und Vorschiff gekommen war. Der Frachter hatte 2400 Tonnen Eisenzerz geladen und war unterwegs von Mumbai nach Revdanda, als er havarierte.
Ein Helikopter der Coast Guard stieg am nächsten Morgen mit dem ersten Tageslicht in Mumbai zur Assistenz auf. Ein Coast Guard-Team aus Murud wurde nach Revdanda geschickt, um Lenzpumpen zu organisieren. Um 14 Uhr lief der Schlepper "Mermaid" aus Mumbai aus und erreichte in den Nachtstunden die Strandungsstelle.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sechs Verletzte bei Tankerexplosion
(16.07.16) Auf dem vietnamesischen Produktentanker "Toan Thang 68 Alci", 2794 tdw (IMO-Nr.: 8669010), der im Trockendock in Hai Phong lag, kam es am 15.7. gegen Mittag zu einer Explosion auf dem Tankdeck. Sechs Arbeiter wurden dabei schwer verbrannt. Sie waren mit Tankreinigungsarbeiten beschäftigt, während nebenan Schweißarbeiten stattfanden, deren Funkenflug wohl zu dem Unglück führte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Große Bergungsaktion nach Kollision vor Le Havre
(16.07.16) Am 15.7. um 2.10 Uhr kollidierte der französische Kutter "Gros Lolou CN.721860", 43,6 BRZ (MMSI-Nr.: 228302000), mit dem belgischen Gastanker "Waasmunster", 25143 BRZ (IMO-Nr.: 9659103), der vor Le Havre in der Wartezone N°3 von Mongstad kommend Anker geworfen hatte. Um 3.50 Uhr meldete die Crew des Tankers Wassereinbruch im Tankbereich. Um 8.30 Uhr wurden Minentaucher der französischen Marine aus der Luft auf der "Waasmunster" abgesetzt und begannen mit einer Untersuchung des Schadens.
Sie fanden unterhalb der Wasserlinie ein Loch von 50x70 Zentimetern Größe im Rumpf. Um 9:30 Uhr gelang es ihnen, das Leck mit einer magnetischen Platte abzudichten und so das Eindringen von Wasser zu stoppen. Nach zweistündigem Auspumpen war das Schiff so stabilisiert, dass es ankerauf gehen und Le Havre ansteuern konnte.
Dabei wurde sie von dem Notfallschlepper "Abeille Liberté", dem Hafenschlepper "Gascogne", der "Pavois" und einem Überwachungsflugzeug eskortiert. Ein Interventionsteam und die Minentaucher des Minensuchers "Croix de Sud" blieben an Bord der "Waasmunster". Rund 10 Meilen vor der Einfahrt von Le Havre stoppte der Tanker nochmals auf, damit die Taucher den Sitz der Abdichtungsplatte prüfen konnten.
Da sie perfekt saß und der Wasserstand in den betroffenen Tanks durch das kontinuierliche Pumpen abgesenkt werden konnte, durfte der Havarist dann einlaufen. Als der Konvoi um 16.15 Uhr vor dem Hafen war, konnten die Marinekräfte und die "Abeille Liberté" entlassen werden, und die "Waasmunster" machte um 19.30 Uhr am Quay Sog fest.
Der Kutter wiederum, der den Zusammenstoß zunächst glimpflich überstanden zu haben schien, hatte um sieben Uhr dem CROSS Jobourg auch Wassereinbruch gemeldet, als er sich sieben Meilen vor Port-en-Bessin befand. Sofort wurde das SNSM-Rettungboot "Madonne des feux" ihm aus Port-en-Bessin entgegengeschickt.
Auch die "Croix de Sud" wurde vom COM Cherbourg zur Assistenz geschickt. Mit den Pumpen des Rettungsbootes gelang es, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bekommen, und der Kutter machte um 8.45 Uhr mit beschädigtem Bug in Port-en-Bessin fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Text
(16.07.16) Der brandneue, unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier "Hakata Queen", 34592 BRZ (IMO-Nr.: 9760108), lief am frühen Morgen des 15.7. gegen vier Uhr im Kattegat rund 11 Meilen südlich von Læsø bzw. 12 Meilen östlich von Hals in der Aalborg-Bucht auf Grund.
Das dänische Ölbekämpfungsschiff "Mette Miljø" wurde zu dem Havaristen geschickt, der mit 43000 Tonnen Sojabohnen von San Lorenzo nach Gdingen unterwegs gewesen war, da er Risse in den Ballasttanks gemeldet hatte.
Weil aber keine Ölaustritte festgestellt wurden, lief es gegen 17 Uhr vorerst in den Hafen von Hals ein, während ein Bergungsplan entwickelt wurde. Auch das Lotsenboot "Pilot Pollux" (MMSI-Nr.: 219001013) war zeitweilig vor Ort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Touristenboot kenterte mit 32 Fahrgästen vor Karangasem
(16.07.16) Das indonesische Touristenboot "Marina Srikandi" sank am 15.7. vor Karangasem an der Ostküste der balinesischen Inseln nach einem Wassereinbruch. An Bord waren drei Crewmitglieder und 32 Fahrgäste, die sich in Panik an Backbordseite drängten, sodass das Boot kenterte und sank. Ein in der Nähe befindliches Boot konnte alle Schiffbrüchigen unversehrt an Bord nehmen. Die Touristen kamen aus Holland, Frankreich und Australien.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiffe "Tokaj 2" (Bild: van Gemert)
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Binnenschiff als holländischer Brückenschreck
(15.07.16) Bei der Kollision des ungarischen Binnenschiffes "Tokaj 2", 1139 ts (EU-Nr.: 04403140), mit der östlichen Schleusenbrücke in Groningen am 12.7. wurde das Brückenbauwerk erheblich beschädigt. Diese ergab eine Inspektion durch Rijkswaterstaat. Die südseitige Klappbrücke wird längere Zeit nicht nutzbar sein.
In den kommenden Tagen sollte im Rahmen weiterer Untersuchungen die Reparaturzeit eingeschätzt werden. Die Schleuse selbst hingegen wurde nicht in Mitleidenschaft gezogen. Die Brücke wurde in aufgeklapptem Zustand gesichert, sodass der Straßenverkehr nur eine der beiden Schleusenbrücken nutzen kann. Dies führt zu Verkehrsbehinderungen und Staus insbesondere in den Morgen- und Abendstunden.
Für die „Tokaj 2“ war der Zusammenstoß nicht die erste Havarie in diesem Jahr. Am 5.3. gegen Mittag war sie von Millingen kommend mit der Alten Ijsselbrücke in Zutphen kollidiert. Dabei riss die Brückenklappe sowohl Kajüte wie auch Ruderhaus ab. Danach musste der Zugverkehr über die Brücke zeitweilig eingestellt werden, bis der Schaden an der Brücke untersucht war.
Die “Tokaj 2” wurde 1958 auf der Werft Ebert & Söhne, Neckarsteinach, für Linz in Stuttgart als „Edda“ erbaut. Später lief sie als „Vitesse“ für K.H. Blawert in Ilwersheim, dann als „Schussler 2“ für K.P. Schussler in Würzburg, ab 1987 als “Maintrans 22 für Reinhold Will in Albertshofen und ab 2012 als „Tokaj 2“ für die Sandra Nautica Kft in Csobaj.
Das Schiff war ursprünglich 994 Tonnen groß und 76,7 Meter lang. Seit einem Umbau ist es 85,89 Meter lang, 8,22 Meter breit und hat 2,49 Meter Tiefgang.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segler vor Poel gekentert
(15.07.16) Zwei Segler sind am Nachmittag des 14.7. auf der Ostsee bei Wismar in Seenot geraten. Die beiden Männer waren vor der Insel Poel in einer Schlechtwetterfront mehrfach mit ihrem Segelboot gekentert. Um sich nicht weiterer Gefahr auszusetzen, gaben die Segler ihren Trimaran auf und schwammen an Land. Rund 22 Kilometer vom Unfallort entfernt fand die Besatzung des Mehrzweckschiffs "Arkona" nach fünf Stunden das verlassene Boot.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorrboot wird gelöscht (Bild: NSSR)
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Vier Bootsfahrer und Bordhund flüchteten mit Sprung ins Wasser vor Feuer
(15.07.16) Am 14.7. geriet zwischen Tvistein und Nevlunghavn vor Stavern ein Motorboot in Brand. An Bord waren vier Personen, darunter zwei Kinder, sowie der Bordhund. Nachdem das Boot abrupt gestoppt hatte, breiteten sich rasch die Flammen aus. Alle vier und auch der Hund sprangen, mit Rettungswesten ausgestattet, über Bord.
Nach sieben Minuten im Wasser wurden sie nass, aber ansonsten wohlbehalten von einem anderen Boot aufgenommen. Die Feuerwehr sowie die Rettungsboote „Stormbull“ und „Uni Kragerø“ sowie ein Seaking-Rettungshubschrauber wurden alarmiert. Als die Seenotretter eintrafen, war die Bootscrew schon in Sicherheit, und sie konnten sofort mit Schaumlöscharbeiten beginnen.
Motorboot gelöscht (Bild: NSSR)
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Der Helikopter konnte wieder zurückbeordert werden. Das Feuer wurde rasch erstickt, und die Schiffbrüchigen stiegen auf die „Stormbull“ über. Sie wurden um 20.15 Uhr nach Nevlunghavn gebracht und in einem bereit stehenden Krankenwagen medizinisch untersucht. Ihr Boot war indes komplett ausgebrannt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Aufmerksamer Skipper in Wismar verhinderte größeren Bootsbrand
(15.07.16) In der Nacht von zum 15.7. bemerkte ein Skipper, der mit seinem Boot im Westhafen in Wismar lag, einen beißenden Brandgeruch vom Boot nebenan. Qualm stieg aus dem Batteriekasten des Nachbarliegers auf. Der Bootseigner verständigte die Feuerwehr. Der Schwelbrand konnte daraufhin zügig gelöscht werden. Die Wasserschutzpolizei vermutete, dass ein technischer Defekt der Auslöser des Brandes war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gekentertes Boot mit Schiffbrüchigen (Bild: USCG)
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Schiffbruch vor der Isle of Palms
(15.07.16) Die U.S. Coast Guard, Sea Tow sowie ein Flugzeug der Marine aus Florida kam am 14.7. der dreiköpfigen Crew eines 25 Fuß langen Motorbootes zu Hilfe, das über fünf Meilen vor der Küste von Isle of Palms gekentert war. Das Flugzeug der Air Station Savannah war binnen 20 Minuten vor Ort und kreiste in 1000 Fuß Höhe, bis die Seenotretter eingetroffen waren.
Die Coast Guard hatte einen MH 65-Dolphin-Helikopter von Johns Island und ein 45-Fuß-Rettungsboot aus Charleston geschickt. Ein Rettungsschwimmer der Coast Guard Charleston County wurde abgesetzt und half den Schiffbrüchigen, die sich auf den Kiel ihres gekenterten Bootes gerettet hatten, um 11.33 Uhr an Bord des Bootes von Sea Tow.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suche nach Schiffbrüchigen auf halbem Katamaran
(15.07.16) Nachdem am 10.7. der holländische Katamaran "La Mange Bleue" vor Mayotte auf dem Weg von dort nach Madagaskar strukturellen Schaden 45 Meilen östlich von Petite Terre de Mayotte erlitt und beim Versuch, den Abgangshafen wieder zu erreichen auseinanderbrach, konnten bislang nur zwei Überlebende gefunden werden. Sie wurden am 11.7. rund 15 Meilen vor Mayotte aus einem motorisierten Beiboot von einem Kutter gerettet.
Die beiden anderen waren, mit Rettungswesten, Wasser und Nahrung ausgestattet, auf dem abgerissenen, aber schwimmfähigen Backbordrumpf zurückgeblieben. Das Rettungsboot der Odet-Coastguard und die "Fazsoi" sowie andere Schiffe in dem Seegebiet waren seit dem 12.7. auf der durch das MRCC La Réunion organisierten Suche nach dem beiden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schiffbruch von Flüchtlingsboot kostete 675 Menschen das Leben
(15.07.16) Die grausige Arbeit wurde am 14.7. offiziell beendet: Die italienische Marine hat insgesamt 675 Leichen aus dem Wrack des 20 Meter langen Flüchtlingsbootes, das am 18.4.2015 nach der Kollision mit dem unter Portugal-Flagge laufenden Frachter "King Jacob", 9528 BRZ (IMO-Nr.: 9147215), kenterte und sank, geborgen. Allein 458 Tote entdeckten die Einsatzkräfte im Frachtraum im Kühlzelt in Augusta, in dem das Schiff, das von der „Ievoli Ivory“ in einem Spezialrahmen Anfang Juli vom Meeresgrund gehoben worden war, aufgepallt wurde.
170 Leichen waren bereits direkt nach dem Untergang geborgen worden, nur 28 Menschen, darunter der Skipper, überlebten. Die Leichen, die mehr als ein Jahr in dem Schiff gelegen hatten, werden nun in Sizilien obduziert. So sollen möglichst viele der Flüchtlinge identifiziert werden. Anhand persönlicher Gegenstände und Dokumente konnte bereits festgestellt werden, dass Menschen aus Äthiopien, Eritrea, Bangladesch, dem Sudan, Somalia, Mali, Gambia, dem Senegal, der Elfenbeinküste und Guinea an Bord waren, darunter auch einige Kinder.
Der tunesische Skipper Mohammed Ali Malek (27) war, nachdem er im Anschluss an seine Rettung erkannt wurde, verhaftet worden. Ihm wurde unter anderem mehrfache fahrlässige Tötung, Verursachen eines Schiffsuntergangs, Freiheitsberaubung und Beihilfe zur illegalen Migration vorgeworfen. Vor der Abfahrt seien die Flüchtlinge schwer misshandelt worden, sagte der Staatsanwalt von Catania, Giovanni Salvi.
Malek und ein weiteres Besatzungsmitglied, der 25 Jahre alte Mahmud Bikhit aus Syrien, waren am Abend des 21.4.2015 an Bord der "Gregoretti" der italienischen Küstenwache ins sizilianische Catania gebracht worden, gemeinsam mit den übrigen Überlebenden. Sie hatten versucht, sich unter diese zu mischen, waren aber erkannt worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Havarierter Schlepper wird in Kiel repariert
(15.07.16) Seit Ende Juni liegt am Kai von Mak/Caterpillar in Kiel-Friedrichsort der holländische Schlepper „Multratug 20“, 463 BRZ (IMO-Nr.: 9572006), der beim Transit des Nord-Ostsee-Kanals auf der Fahrt von Vlissingen nach Stettin am 27.6. einen Maschinenschaden erlitt. Einer der beiden Antriebsmotoren war ausgefallen und die Reise damit vorerst beendet. Der Reparaturplatz wurde ausgewählt, weil es sich bei der schadhaften Maschine um einen Caterpillar-Motor des Typs 3516B handelte.
Er wurde ursprünglich in Lafayette gefertigt, wo ein Caterpillar-Werk steht. Zum Mutterkonzern gehört auch das Kieler Werk Caterpillar Motoren GmbH & Co. Den Service für die Motoren übernahm das MaK-Servicecenter in Hamburg.
Dessen Mitarbeiter haben den schadhaften Antrieb in den vergangenen Tagen zerlegt und notwendige Ersatzteile eingebaut. Am Wochenende sollen die Montagearbeiten abgeschlossen sein, dann geht es auf Tests und eine Erprobungsfahrt.
Ansonsten werden in Friedrichsort die neuen Motoren vom Typ M46D für LNG-Betrieb entwickelt und montiert. Die ersten wurden nach Japan verschickt und in die Kreuzfahrtschiffe „Aidaprima“ und „Aidaperla“ eingebaut. Zwei weitere erhielten Tankerneubauten. Eine gute Perspektive ist auch der Bau von Gasmotoren für die Aida-Neubauten bei der Meyer-Werft.
Die “Multratug 20” ist 32,5 Meter lang, 11,7 Meter breit und hat 4,3 Meter Tiefgang. Sie läuft für die Multraship Ocean Towage BV in Terneuzen. Der Schlepper wurde 2010 bei Dentas Demi Insa Ve Onarim Sanayi A.S. las „Bogazici 7“ erbaut. Später lief er als „WAterchief“ und „BB Hunter“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier auf St. Lawrence River wieder frei
(15.07.16) "Der kanadische Bulkcarrier “Whitefish Bay”, 24430 BRZ (IMO-Nr.: 9639880), der mit einer Ladung von 24430 Tonnen Kohlebitumen am 12.7. um 17.58 Uhr auf dem St. Lawrence River oberhalb von Montreal östlich von Cornwall auf Grund gelaufen war, konnte am 14.7. um 7.50 Uhr von drei Schleppern wieder flottgemacht werden.
Am Vortag gegen 20 Uhr war der Bergungsplan genehmigt worden, und drei Schlepper zogen den Havaristen von der Untiefe. Er wurde dann nach Saint-Zotique westlich von Montreal zur Inspektion gebracht, ehe er die Reise nach Belledune, New Brunswick, fortsetzen durfte, um seine Kohleladung zu löschen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Eisberg hinterließ schweren Schaden an dänischem Versorgungsfrachter
(15.07.16) Nach der Kollision mit einem Eisberg bei Nonortalik am 11.7. wird der dänische Frachter „Angaju Ittuk", 381 BRZ (IMO-Nr.: 8208737), wohl länger ausfallen, um im Trockendock repariert zu werden. Die Versorgungsfahrten zwischen Süd-Grönland und den arktischen Siedlungen müssen entsprechend neu organisiert werden. Bei dem Zusammenstoß, der mit großer Wucht erfolgte, entstanden erhebliche Schäden am Bug oberhalb der Wasserlinie, der dabei aufgerissen wurde.
Unterhalb der Wasserlinie blieb der Schaden begrenzt. An Steuerbordseite wurde zudem der Rumpf eingedrückt. Menschen kamen nicht zu Schaden. Die Royal Arctic Line kooperierte bei der Untersuchung der Havarie mit den Behörden.
Der Frachter blieb vorerst in Nanortalik. Wahrscheinlich war menschliches Versagen die Unfallursache, und die Brückenwache hatte sich zu sehr auf die Radarbeobachtung verlassen. Die 254 Tonnen verdrängende ”Angaju Ittuk” wurde 1984 vom Marstal Steel Shipyard & Engineering für die damalige KGH / KNI als Arktisversorger erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wasserentnahmestellen nach Schiffskollision geschlossen
(15.07.16) Nach der Kollision der beiden chinesischen Frachter "Zhong Heng 9" (MMSI-Nr.: 413701850), und "Chang Rong Men" (MMSI-Nr.: 413641000), am 13.7. gegen 1.30 Uhr auf dem Yangtse-Fluss auf halbem Wege zwischen Nantong und Shanghai im Gebiet von Baimaosha gab es Sorgen um die beiden Hauptwasserreservoirs von Shanghai wegen möglicher Ölverschmutzungen. Von der "Zhong Heng 9" die mehr als 10,000 Tonnen Stahl geladen hatte, ragten noch die Aufbauten aus dem Wasser.
Die 15-köpfige Crew war von Rettungsteams aus Changshu gerettet worden. Die dortigen Behörden sandten auch Teams zum Auffangen des auslaufenden Öls. Das Wrack lag 36 Kilometer von Chenhang und 51 Kilometers von Qingcaosha entfernt.
Kontaminiertes Wasser trieb von dort in Richtung Shanghai. Die Shanghai Water Authority stoppte die Wasserentnahme aus dem Fluss. Im Qingcaosha Reservoir befand sich allerdings genug Wasser, um die Stadt 68 Tage lang zu versorgen, im Chenhang Reservoir befand sich Wasser für 10 Tage. Die Dämme beider Reservoirs wurden geschlossen, bis das Öl auf dem Fluss geborgen ist. Ölabsorbierende Materialien und Sperren wurden um die Reservoirs ausgebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorbootfahrer vor Puffin Island gerettet
(15.07.16) Ein RHIB rettete an der Küste von Anglesey die zweiköpfige Crew des 40 Fuß langen Motorbootes “Le Babe“, das nach einem Motorschaden von der Strömung auf die Felsen am Westende von Puffin Island getrieben wurde. John Brumfitt Junior, Skipper eines Ausflugsbootes der Seawake Anglesey Boat Trips, fing am 14.7. um 12.15 Uhr einen verstümmelten Mayday-Ruf auf, als er Ynys Seiriol (Puffin Island) ansteuerte. Es wurde schnell klar, dass die beiden Bootsfahrer auf der anderen Seite der Insel in großen Schwierigkeiten waren.
Als er sich mit seinen Fahrgästen der Position annäherte, sah er, wie das Motorboot von den Wellen auf den Felsen herumgeworfen wurde, starke Steuerbordschlagseite hatte und bereits schwer beschädigt war. Er entschied, die Schiffbrüchigen sofort abzubergen und dann auf die ebenfalls alarmierten Rettungsboote der RNLI zu warten. Die beiden Männer waren unversehrt geblieben, obwohl sie auf ihrem in der Brandung arbeitenden Boot heftig herumgeworfen worden waren.
Die um 12.18 Uhr von der Holyhead Coastguard alarmierten Rettungsboote „Annette Mary Liddington“ aus Beaumaris und „The Kiwi“ aus Moelfre gingen nach ihrem Eintreffen längsseits des Festrumpf-Schlauchbootes und übernahmen die Geretteten. Da sie keine medizinische Betreuung brauchten, wurden sie anschließend zur Beaumaris Pier gebracht. Der Versuch, die „Le Babe“ abzuschleppen, scheiterte aber – das Boot versank nach vierstündigen Bemühungen wegen der schweren Schäden, die der Ritt auf den Felsen verursacht hatte.
Nach insgesamt 5,5 Stunden kehrten die Seenotretter zu ihren Stationen zurück. Am 15.7. sollte erneut versucht werden, das überflutete, auf der Seite liegende Powerboot zu bergen.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Ana Cecilia" vor dem Untergang (Bild: Richard Graulich)
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Schmuggelschiff wird künstliches Riff in Palm Beach County
(14.07.16) Der unter St.-Vincent-Grenadines-Flagge registrierte "Ana Cecilia", 629 BRZ (IMO-Nr.:7237547), wurde am 13.7. eine Meile vor Singer Island in Palm Beach County als künstliches Riff versenkt. Das Schiff wurde mit drei Ankern gesichert, und um 11.30 Uhr wurden acht Öffnungen im Rumpf geöffnet. Binnen 15 Minuten sackte das Schiff rasch tiefer und ging schließlich übers Heck auf 85 Fuß Wassertiefe unter.
Dutzende von Booten umkreisten die Versenkungsposition und bejubelten den Untergang, mit dem die „Ana Cecilia“ zum 151. Objekt und 51. Schiff im System künstlicher Riffe in der Region wurde, unter denen sich sogar ein Rolls Royce befindet. Die Position vor dem Lake Worth Inlet befindet sich in einem eine Meile langen Abschnitt von 11 weiteren künstlichen Riffen. Binnen zwei Jahren soll das Wrack mit Algen, Korallen, Schwämmen und anderem marinen Leben vollständig besiedelt sein und auch Heimstatt für Seeschildkröten werden.
"Ana Cecilia" geht unter (Bild: Richard Graulich)
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Drei Gedenkplaketten wurden vor der Versenkung am Wrack befestigt, eine für den stellvertretenden Sherriff Fernandez Jones, seinen Stiefvater und Sohn, die beim Kentern ihres Bootes am 10.4. ums Leben kamen, und jeweils eine für Perry Cohen und Austin Stephanos, zwei Teens aus Tequesta , die seit dem 24.7.2015 auf See vermisst wurden.
Der Frachter wurde gestiftet von der U.S. Customs & Border Patrol, die ihn 2015 mit Kokain mit einem Marktwert von über 10 Millionen Dollar beschlagnahmt hatte. Zuvor hatte er Hilfsgüter nach Kuba transportiert als erstes Schiff seit dem Beginn des US-Embargos über 50 Jahre zuvor. Die erste Lieferung begann am 11.7.2012 in Miami. Drei Jahre später endete die Laufbahn des Schiffes, als die Schmuggeltätigkeit aufgeeckt wurde.
Die „Ana Cecila“ war 50 Meter lang, 11,6 Meter breit, hatte 3,7 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 420 Tonnen. Sie lief zuletzt für die Miami Epic Shipping Associates in Miami. .1972 wurde der Frachter bei der Halter Marine in Moss Point erbaut als „State Treasure“. 1993 wurde er zur „Capt. Brandon“, 1995 zur „Contender“, 1996 zur „Hardness“, 2001 zur „Ribbies IV“, 2006 zur „Digital Explorer“ und 2010 zur „Digital Express“, ehe er in „Ana Cecilia“ umbenannt wurde.
2002 hatte Palm Beach County vier Schiffe von der U.S. Customs & Border Protection erhalten, die im Drogenschmuggel auf dem Miami River tätig gewesen waren. Sie sind nun das Governor’s River Walk Reef. Schiffe, die diesen Weg gehen, müssen strukturell stabil sein und schwer genug, um auf ihrer Position zu bleiben, wenn sie gesunken sind, speziell bei Wirbelstürmen, die durch das Gebiet ziehen. Die Wassertiefe muss ausreichend sein, dass andere Schiffe über den Wracks fahren können, aber nur so tief, dass Taucher sie leicht erreichen können.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht "Siroc d’Artega" angetrieben
(Bild: Police Municipale)   Großbild klick!

Yacht in Marinières gestrandet
(14.07.16) Am 13.7. gegen 12:30 Uhr strandete die acht Meter lange Segelyacht "Siroc d’Artega" auf dem gut besuchten Strand von Marinières in Villefranche-sur-Mer. Das Boot hatte sich bei starkem Wind von seiner Mooring losgerissen und trieb dann ans Ufer. Es befand sich niemand vor Ort.
Rasch waren die Polizei und die Marinebrigade vor Ort, und ein Zodiac zog die Yacht wieder aufs tiefere Wasser hinaus. Bislang konnte der Eigner des nicht registrierten Bootes nicht ermittelt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter auf St. Lawrence River auf Grund gelaufen
(14.07.16) Der kanadische Bulkcarrier “Whitefish Bay”, 24430 BRZ (IMO-Nr.: 9639880), lief mit einer Ladung von 24430 Tonnen Kohlebitumen am 12.7. um 17.58 Uhr auf dem St.Lawrence River oberhalb von Montreal östlich von Cornwall auf Grund. Das Schiff der Canadian Steamship Lines war flussabwärts von Nanticoke, Ontario, nach Bathurst, New Brunswick unterwegs, als es einen Maschinenausfall erlitt und dann bei den Hamilton Islands festkam. Es hatte auch 480 Tonnen Schweröl und 53 Tonnen Diesel in den Bunkertanks.
Aus Montreal wurden am frühen Nachmittag des 13.7. die beiden Schlepper "Duga", 382 BRZ (IMO-Nr.: 7530030), und "Ocean Georgie Bain", 204 BRZ (IMO-Nr.: 9553892), gerufen. Die Bergungsarbeiten fanden unter Leitung der Canadian Coast Guard mit der der TC Seaway Authority, Environment Canada und anderen Behörden statt. Am Havaristen wurden keine Leckagen festgestellt. Am Morgen des 14.7. sollte mit dem Freischleppen begonnen werden.
Die “Whitefish Bay” ist 225.56 Meter lang, 25 Meter breit, hat 10,1 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 37690 Tonnen. Sie wurde 2013 auf dem Chengxi Shipyard erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter sank nach Kollision auf Yangtse
(14.07.16) Zwei chinesische Frachter, die 134 Meter lange "Zhong Heng 9", (MMSI-Nr.: 413701850), und die 149 Meter lange "Chang Rong Men" (MMSI-Nr.: 413641000), kollidierten am 13.7. gegen 1.30 Uhr auf dem Yangtse-Fluss auf halbem Wege zwischen Nantong und Shanghai im Gebiet von Baimaosha.
Die "Zhong Heng 9" sank nach dem Zusammenstoß, die 15-köpfige Crew wurde gerettet. Teile des Wracks ragten noch aus dem Wasser und wurden von Ölsperren umgeben. Die "Chang Rong Men" wurde beschädigt, blieb aber schwimmfähig. Sie war von Qinhuangdao nach Rizhao unterwegs.
Quelle:Tim Schwabedissen



Drei Verletzte bei Lotsenversetzung
(14.07.16) Bei der Kollision des Lotsenbootes "St. Davids" (MMSI-Nr.: 235116077) mit dem unter Marshall Islands-Flagge registrierten, in den Hafen einlaufenden Flüssiggastanker “Lijmilya”, 186189 BRZ (IMO-Nr.: 9388819), wurden am 10.7. drei Lotsen aus Milford Haven verletzt. Der Unfall ereignete sich am frühen Morgen. Der Tanker der Nakilat in Katar war unterwegs von Ras Laffan zum South Hook LNG-Import-Terminal in Milford Haven.
Der Aufprall des Bootes beim Versetzmanöver war so hart, dass nur zwei der Männer an Bord unversehrt blieben. Die Verletzten kamen ins Krankenhaus. Das Lotsenboot wurde erheblich beschädigt. Eien Untersuchung wurde eingeleitet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vandalen versenkten drei Kutter
(14.07.16) Vandalen haben drei Fischereifahrzeuge, darunter den 54 Fuß langen Trawler „Amaranth“ und zwei kleinere Boote, an Fleetwoods Jubilee Quay versenkt. Sie gingen am 10.7. unter, nachdem Löcher in ihre Rümpfe geschlagen und Seeventile geöffnet wurden. Die „Kingfisher“ der Fleetwood Fishing Trips konnte eines der kleineren Boote vor dem vollständigen Untergang bewahren.
Der Anschlag ereignete sich bei Tageslicht. Die Polizei wurde gegen 18 Uhr alarmiert und nahm Ermittlungen auf. Auf dem Trawler wurde eine der dicken Scheiben des Ruderhauses zerschlagen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tauchboot vor St. Thomas auf Tauchstation
(14.07.16) Am 3.7. sank das Tauchboot “M2R Duck” vor ST. Thomas. An Bord waren der Präsident des Cleveland Community College President, Dr. Steve Thornburg, und achtweitere Gäste aus Cleveland County sowie eine zweiköpfige Crew. Das 28 Fuß lange Boot des Admiralty Dive Center war auf einer Tauchexpedition zu gesunkenen Marinebargen vor der Küste von St. Thomas auf den Virgin Islands. Als es zum nächsten Tauchspot gehen sollte, kam es zu einem Wassereinbruch.
Der Skipper alarmierte die Coast Guard und gab Rettungswesten aus. Als das Heck versank, befahl er das Verlassen des Bootes und funkte noch ein Mayday, ehe er den Notsender aktivierte. Binnen 30 Sekunden war das Motorboot versunken, keine 10 Minuten nach Eintreten der Notlage. Ein Schiff der U.S. Department of Homeland Security war wenig später vor Ort und zog die Schiffbrüchigen aus dem Wasser.
Eine Viertelstunde nach dem Wassereinbruch waren alle in Sicherheit und wurden zur St. Thomas Coast Guard Station gebracht. Am 4.7. wurde das Tauchboot mit Hebesäcken wieder an die Wasseroberfläche gebracht und in den Hafen geschleppt, wo Personal von Admiralty mit Reparaturen begann. Bei den Untersuchungen stellte sich heraus, dass der Kühlwassereinlass bei einem Umbau offenbar nicht ausreichend dimensioniert worden war und sich unter dem Druck losgerissen hatte.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Tridente – S 160" (Bild: Pedro Vilela)
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Trawler hatte U-Boot im Netz
(13.07.16) Böse Erinnerungen an den Untergang des französischen Trawlers "Bugaled Breizh" wurden wach, als am 12.7. um 7.30 Uhr das portugiesische U-Boot "Tridente – S 160" sich im Schleppnetz des 22,5 Meter langen, französischen Trawlers "Daytona" (MMSI-Nr.: 228148700) verfing. Der Zwischenfall ereignete sich 55 Kilometer südlich von Point Lizard. Die "Daytona" war auf Fangfahrt, als das U-Boot, das eine Übung mit der britischen Marine durchführte, in das Bodennetz geriet.
Jählings wurde die Fahrt des Trawlers aufgestoppt. Das U-Boot kam dann sofort hoch und nahm Kontakt mit den Fischern auf. Die fünfköpfige Crew war mit dem Schrecken davon gekommen. Auch das MRCC Falmouth wurde eingeschalten. Der Trawler musste sein Schleppnetz kappen und nahm um 9.42 Uhr Kurs auf Roscoff. Vor Ort waren vier Windstärken.
Trawler "Daytona" (Bild: Jean Evrard)
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Nachdem ihr Schiff um 17.30 Uhr den Hafen von Bloscon, Roscoff, erreicht hatte, wurden die beiden Besatzungsmitglieder, die bei dem Zwischenfall auf Wache gewesen waren, auf Geheiß der Staatsanwaltschaft in Brest durch Offiziere der Küstenwache einvernommen. Sie kehrten um 19.30 Uhr an Bord zurück.
Bereits um 19 Uhr war ein neues Schleppnetz aufgetrommelt worden, und gegen 20 Uhr lief die "Daytona" wieder auf Fangfahrt in den Englischen Kanal aus.
Das U-Boot hatte sich nur mit Hilfe der britischen Marine von dem abgeschnittenen Netz befreien können, das in Absprache mit der Küstenwache in Falmouth anschließend versenkt wurde. Die im Mai 2010 von der Kieler Werft HDW abgelieferte „Tridente“ war seit Mai in Nordeuropa im Einsatz und hatte zuvor auch an Nato-Übungen in der Ostsee teilgenommen. Die Boote der Klasse U 209PN ersetzten die Albacora-Boote und basierten auf dem Typ U 209. Sie haben aufgetaucht eine Verdrängung von 1700 Tonnen und unter Wasser von 2020 Tonnen bei einer Länge von 67,7 Metern, einer Breite von 6,35 Metern und einem Tiefgang von 6,5 Metern.
Der Trawler "Bugaled Breizh" war am 15.1.2004 etwa 14 Meilen südwestlich von Point Lizard gesunken. Gegen 12:25 Uhr jenen Tages hatte Skipper Yves Gloaguen seinerzeit eine Notmeldung gefunkt, dass das Schiff auf der Position 49°42’N; 005°10’W kentere und sofortige Hilfe erforderlich sei. Ein kurz darauf ausgesandter Funkspruch wurde während der Aussendung undeutlich und brach dann ab.
Um 12:36 Uhr schickte der Partnertrawler „Eridan“, der am 7.1. gemeinsam mit der „Bugaled Breizh“ den Hafen von Loctudy für eine zweiwöchige Fangreise im Westteil des Ärmelkanals verlassen hatte, eine Mayday-Relais-Sendung über Inmarsat C aus und telefonierte über Satellitentelefon mit dem CROSS Gris-Nez. Zahlreiche Schiffe liefen auf die Unfallstelle zu. Um 13:16 sah ein Rettungshubschrauber die „Eridan“ und ein Rettungsfloß in dessen Nähe. Ein Taucher der Hubschrauberbesatzung untersuchte das leere Rettungsfloß und ließ dessen Luft ab, damit es sinken konnte.
Um 13:43 und 13:57 barg ein Rettungshubschrauber zwei Tote, und um 14 Uhr sichtete der Schiffsführer der „Eridan“ ein U-Boot. Um 15:08 Uhr nahm der französische Trawler „Hermine“ das zweite Rettungsfloß des Havaristen an Bord. Um 17:15 Uhr wurde die SAR-Aktion beendet, und um 19 Uhr durften die „Eridan“ und die anderen Fischereifahrzeuge vor Ort die Unfallstelle wieder verlassen.
Bei der Untersuchung des Wracks nach dessen Bergung kam der Verdacht auf, dass ein U-Boot an der Havarie beteiligt gewesen sein könnte. Es könnte den Trawler am Netz unter Wasser gezogen haben. Letztlich wurde die Sache nie geklärt. Bis heute sind noch nicht alle Gerichtsverfahren abgeschlossen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Der Taucher hatte das Leck abgedichtet (Bild: Olav Olsen)
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Auf Grund gesetzter Zweimaster im Oslofjord von Schwimmkran geborgen
(13.07.16) Am 12.7. wurde der norwegische Chartersegler "Johanna“, 115 BRZ, (IMO-Nr.: 8872655), am Hornstrand im Oslofjord gehoben. Bereits am Vortag waren die Vorbereitungen angelaufen, Taucher hatten den Rumpf untersucht, Hebestropps wurden um den Rumpf gelegt. Mit der Bergung war die in Moss ansässige Firma Kambo Marina betraut worden, die Taucher kamen von Kay Arne Johansen und dem Drøbak Marine Service.
Ein Taklift-Schwimmkran von 400 Tonnen Hebekapazität hatte am 12.7. gegen 11 Uhr mit der

Zuschauer machen es sich gemütlich (Bild: Olav Olsen)
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Hebung in Nesoddtangen begonnen. Ölsperren wurden um den Rumpf des Zweimasters ausgebracht, Feuerwehr und Polizei waren einsatzbereit vor Ort. Während der Schwimmkran dann behutsam das Achterschiff anhob, wurde gleichzeitig das Wasser aus dem Schiffsinnern gelenzt.
Gegen Mittag schwamm der Havarist in den Hebeschlingen wieder auf. Der Taucher Håvard Hallingstads nahm eine Untersuchung des Rumpfes vor. Am Bug hatte sich ein Teil gelöst, und auf beiden Seiten des Rumpfes befand sich ein jeweils bis zu maximal 10 bis 15 Zentimeter breiter Riss von drei Metern Länge, die der Taucher unter Wasser behelfsmäßig abdichtete.
Die „Johanna“ wurde, als sie ausreichend dicht war, im Laufe des Nachmittags zur Inspektion von
Pumpen lenzen während des Habens (Bild: Olav Olsen)
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den Hafenschleppern "Fisher II" (MMSI-Nr.: 258144500) und "Gyltingen" (MMSI-Nr.: 257358800) nach Sjursøya im Oslofjord gebracht, wo sie aufgeslippt werden sollte. Trotz zweifelsohne schwerer Schäden waren die Eigner zuversichtlich, das Schiff reparieren zu können. Es war 100 Jahre zwischen den Lofoten und Kristiansund mit Fisch unterwegs gewesen und seit 1993 als eines von dreien der Norway Yacht Charter ohne Probleme in der Ausflugsfahrt eingesetzt gewesen.
Über die letzten Jahre war es fast vollständig überholt worden, nur eine neue Maschine sollte noch eingebaut werden. Vorerst wurden die Ausflugsfahrten mit Ersatztonnage fortgesetzt. Warum das Schiff unterging, war weiterhin unklar. Sicher war aber, dass der Skipper durch sein umsichtiges und professionelles Handeln sehr viel größeres Unheil für Passagiere und Schiff hatte abwenden können.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht "Camelot" mit Maschinenausfall (Bild: RNLI)
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Polnische Yacht trieb vor Dover
(13.07.16) Das RNLI-Boot aus Dover Lifeboat kam am 12.7. der 17 Meter langen polnischen Segelyacht "Camelot" (MMSI-Nr.: 261018360) zu Hilfe, die unweit des Hafens Maschinenausfall erlitten hatte. Die Coastguard forderte das Rettungsboot um 14.40 Uhr an. Die Yacht kam bei stürmischem Wind und starkem Tidenstrom nicht in Richtung des Hafens voran.
Das Rettungsboot lokalisierte es drei Meilen westlich des Hafens. Es gelang rasch, eine Schleppverbindung herzustellen, und um 15.55 Uhr war der Schutz von Dover erreicht. Als Ursache des Ausfalls wurde verunreinigter Treibstoff vermutet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Angeblicher Badeunfall war Havarie deutscher Yacht vor Rønne
(13.07.16) Die Feuerwehr von Bornholm wurde am 11.7. wegen eines Seenotfalls alarmiert. Eine Segelyacht aus Stralsund hatte vor der Insel ihr Ruder verloren, und die Crew schoss mehrere Notraketen ab. Strandgänger sahen diese und verständigten die Feuerwehr. Diese ging zunächst von einem Badeunfall wegen der gemeldeten Nummer der Rettungsboje am Strand aus. Es gelang der Yacht dann, den Hafen von Rønne zu erreichen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Herrenlose Yacht bei Govelle auf Strand gesetzt
(13.07.16) Am 10.7. gegen Mittag geriet eine Segelyacht aus La Turballe nahe Govelle in Batz-sur-Mer in Schwierigkeiten. Das Boot lag zwei Stunden lang in einer Sperrzone vor dem Strand, ohne dass Lebenszeichen an Bord sichtbar gewesen wären. Dann trieb es in südlicher Richtung, ohne dass Segel gesetzt worden wären, ehe es dann westwärts mit dem Bug gegen den Wind trieb.
Drei Seenotretter der SNSM paddelten schließlich an Bord und versuchten vergeblich, den Motor zu starten. Er versagte zwei Mal seinen Dienst. Daraufhin wurde entschieden, das 7,6 Meter lange Boot absichtlich auf Strand zu setzen.
Es wurde von 20 Freiwilligen dann weiter aufs Land hochgezogen und mit Leinen gesichert und sollte in den folgenden Tagen von dort geräumt werden. Vor Ort waren bei dem Einsatz auch die Polizei, der Bürgermeister des Ortes sowie der Leiter einer Segelschule.
Quelle:Tim Schwabedissen



Manövrierunfähiger Tanker nach Dünkirchen abgeschleppt
(13.07.16) Am 11.7. erlitt der zyprische Chemikalientanker "Amonith", 3218 BRZ (IMO-Nr.: 9164093), einen Maschinenausfall auf der Fahrt von Leixoes nach Rotterdam vor Boulogne-sur-Mer. Das Schiff hatte 4000 Tonnen Toluen (IMO3) geladen und befand sich 35 Meilen weit in der Verkehrstrennungszone von Pas de Calais. Der Schaden wurde dem CROSS Gris-Nez gemeldet und einige Zeit zur Reparatur auf See erbeten.
Als diese aber nicht vorankam, schickte der maritime Präfekt für Kanal und Nordsee den französischen Notfall-Schlepper "Abeille Languedoc" (IMO-Nr.: 7710525) aus Boulogne-sur-Mer und empfahl dem Eigner ein Abschleppen des Havaristen. Die Unibaltic unterzeichnete daraufhin einen Bergungskontrakt mit Les Abeille, und der Tanker wurde wenig später auf den Haken genommen. Am 12.7. gegen 15 Uhr traf der Schleppzug vor Dünkirchen ein, wo die "Amonith" verankert wurde und nun auf ein Reparaturteam wartete.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff kollidierte mit Klappbrücke in Groningen
(13.07.16) Am 12.7. um 13.15 Uhr kollidierte das ungarische Binnenschiff "Tokaj 2", 1139 ts (EU-Nr.: 04403140), mit der heruntergeklappten Brücke der Ostschleuse in Groningen. Das Schiff blieb mit dem Bug unter der Klappe stecken. Nur eine Seite des Florakais blieb für Fahrzeugverkehr noch nutzbar. Die andere Brückenhälfte blieb in geöffneter Stellung, sodass Schiffe passieren konnten. Die "Tokaj 2" machte um 13.30 Uhr in Groningen fest, wo Feuerwehr an Bord ging. Gegen 19 Uhr wurde die Schleuse für Untersuchungen und Reparaturen bis gegen Mitternacht komplett gesperrt. Zwei Mobilkräne gingen dazu am Kai in Stellung.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerriese wurde gegen Antwerpener Hafenkai gedrückt
(13.07.16) Am 11.7. gegen 18.50 Uhr kollidierte der unter Marshall Islands-Flagge laufende Containerfrachter "Dali", 94730 BRZ (IMO-Nr.: 9697428), mit dem Kai des Antwerp Gateway Terminal, als er den Hafen mit Kurs Bremerhaven verlassen wollte. Als der Bug herumschwang, wurde das Backbordheck bei kräftigem Wind gegen die Kaimauer gedrückt und rasierte auf etlichen Metern den Beton des Bauwerks ab. Am 12.7. lag der Frachter, der am frühen Morgen des 11.7. aus Felixstowe gekommen war, weiter im Hafen von Antwerpen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter rammte Eisberg in Grönland
(13.07.16) Der dänische Frachter „Angaju Ittuk“, 381 BRZ (IMO-Nr.: 8208737), kollidierte unweit von Nanortalik am Südende von Grönland am 11.7. mit einem Eisberg. Dabei wurde der Bug des Schiffes beschädigt und der Rumpf dort aufgerissen. Es kam aber zu keinem Wassereinbruch in den Laderaum des 1984 erbauten Schiffes der Royal Arctic Line.
Quelle:Tim Schwabedissen



Container gingen in Santos über Bord
(13.07.16) Vier 40-Fuß-Kühlcontainer stürzten am 12.7. gegen 15 Uhr von Deck des unter Hongkong-Flagge laufenden Containerfrachters "Maersk Lima", 89097 BRZ (IMO-Nr.: 9526875), in das Wasser des Hafens von Santos. Die unbeladenen Boxen waren miteinander verlascht, als sie über Bord gingen.
Sie wurden wenig später wieder aus dem Hafenbecken geborgen. Der Unfall ereignete sich wegen des Fehlers eines Terminalarbeiters, der sich nicht an die vorgeschriebenen Ladeprozeduren gehalten hatte. Der Frachter lief am 13.7. nach Paranagua aus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schubschlepper drohte in Gelsenkirchen zu sinken
(13.07.16) Der rund 20 Meter lange polnische Schubschlepper „Bizon 082" (EU-Nr.: 08356026) drohte in der Nacht zum 13.7. am Kai im Hafen von Gelsenkirchen auf dem Rhein-Herne-Kanal zu sinken. Gegen 23.24 Uhr wurde der Feuerwehrleitstelle der Wassereinbruch gemeldet. Beim Eintreffen der ersten Einheiten waren bereits der Maschinenraum sowie der Aufenthaltsbereich geflutet. Die Crew hatte sich ans Ufer geflüchtet.
Vor Ort waren 12 Fahrzeuge der Berufsfeuerwehr, drei Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr sowie zwei Fahrzeuge des THW im Einsatz. Insgesamt wurden sechs Tauchpumpen zum Lenzen eingesetzt, sodass gegen 3.30 Uhr der Aufenthaltsbereich und der Motorraum begangen werden konnten. Die Pumpen blieben noch in Betrieb, bis die Leckstelle abgedichtet war.
Es traten keine Giftstoffe oder Betriebsmittel unkontrolliert aus. Die Ursache der Leckage lag vermutlich im Bereich des Motorenkühlsystems.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter saß auf Sau und Schwein fest
(13.07.16) Am 12.7. lief der 33 Fuß lange Kutter “Mickey Sue” auf Felsen knapp außerhalb des Fahrwassers der Tillamook Bay. Das fast 70 Jahre alte Schiff lief gerade aus, als die Maschine ausfiel. Die ausgehende Tide trieb den Havaristen binnen eineinhalb Minuten auf die unter Wasser liegende Untiefe „The Sow and Pig” (Sau und Schwein) in Sichtweite der örtlichen Coast Guard-Station.
Wegen der Holzbauweise wurde von einem Bergungsversuch der sofort anrückenden Seenotretter abgesehen, bis das Wasser wieder hoch genug war. Die Flut wurde gegen 20 Uhr erwartet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Neun Verletzte und zwei Tote bei zwei Kutterunglücken in Indien
(13.07.16) Zwei Fischer kamen am 12.7. in Shaktikulangara ums Leben, nachdem ihr Trawler „Unnikuttan“ gegen neun Uhr unweit der Shaktikulangara John Brito Church in rauer See kenterte. Zwei weitere kamen in kritischem Zustand ins Krankenhaus. Die Toten kamen aus Neendakara Puthanthurakadakappattil und Karithura, die Verletzten aus Puthenthura. Die Rettungsaktion der Küstenpolizei wurde wegen der rauen See eine halbe Stunde verzögert.
Am selben Tag wurden sieben Fischer verletzt, als ein unter Panama-Flagge laufender Frachter nach Löscharbeiten in Karaikal auf der Fahrt nach Singapur ihren Kutter am Morgen bei Samanthanpettai im Nagapattinam-Distrikt rammte. Die Männer, die aus Samanthanpettai stammten, waren am 9.7. auf Fangfahrt gegangen und befanden sich 15 Meilen vor der Küste von Nagapattinam, als sich der Unfall ereignete.
Die Verletzten wurden von anderen Fischern gerettet und ins Krankenhäuser in Nagapattinam und Thanjavur gebracht. Der Kuttter wurde schwer beschädigt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Crew indischen Schleppers im Monsunsturm gerettet
(13.07.16) Am Morgen des 12.7. rettete die indische Coast Guard vor Gungwada unweit von Vangaon, Dahanu, die vierköpfige Crew des 15 Meter langen Schleppers “Ocean Ferrari“ der M/S Growmor Impex Pvt Ltd. Der Havarist befand sich neun Kilometer vor der Küste von Satpati und war im Monsunsturm in Seenot geraten. Er war am 10.7. von Hazira in Surat nach Mumbai ausgelaufen und hatte sich wegen der stürmischen See unter der Küste gehalten.
Ein Helikopter der Coast Guard und die Polizei von Palghar, Dahanu, waren alarmiert worden, nachdem Küstenanwohner das Schiff am Vorabend im Dunkeln gesichtet hatten. Wegen des schweren Regens konnte der Hubschrauber erst am folgenden Morgen mit dem ersten Tageslicht aufsteigen und lokalisierte den Havaristen binnen 30 Minuten. Das schlechte Wetter hatte verhindert, dass er den Hafen von Mumbai ansteuern konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tote Crewmitglieder der „Iwa“ identifiziert – Wrack angetrieben
(13.07.16) Das Kauai Police Department hat am 12.7. die Autopsie der beiden Leichen, die am 8.7. vor der Küste entdeckt und am selben Nachmittag durch das Kauai Fire Department geborgen worden waren, abgeschlossen. Sie konnten als Derek Tomas, 30, aus Pearl City, und der ebenso alte Jenson Loo, 30, aus Mililani, identifiziert werden. Beide stammten von dem 20 Fuß langen Kutter „Iwa“, der bereits am 4.7. kieloben 25 Meilen vor Haleiwa treibend in der See entdeckt worden war.
Der dritte Mann, “Klint” Oshima, 36, aus Honolulu, wurde bislang nicht gefunden. Die drei waren am Morgen des 3.7. aus dem Haleiwa Small Boat Harbor ausgelaufen und nicht wie geplant zurückgekehrt. Das Wrack des Kutters wurde, wie das State Department of Land and Natural Resources (DLNR), am 12.7. bestätigte, ebenfalls am 8.7. vor Anahola, Kauai, wieder entdeckt und strandete wenig später am Rock Quarry Beach in Kilauea. Es konnte anhand seiner Registrierungsnummer identifiziert werden.
Einer der Fischer hatte das Boot erst unlängst erworben, dies allerdings noch nicht aktenkundig gemacht. Die DLNR’s Division of Boating and Ocean Recreation nahm Kontakt mit dem letzten bekannten Eigner auf wegen der Räumung des Bootes. Stürmische See verhinderte dies während des Wochenendes. Der Eigner wollte die „Iwa“ am 12. oder 13.7. mit Freunden und Angehörigen zum Hanalei River abschleppen und dort auf einen Trailer setzen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tempest-Segler hielten ihr Boot mit Eigengewicht über Wasser
(13.07.16) Der Bug einer 22 Fuß langen Tempest-Yacht wurde am 12.7. unweit der Bramble Bank an der Einfahrt zum Southampton Water aufgerissen und drohte zu sinken. Das RNLI-Boot aus Cowes wurde um 14.55 Uhr zu Wasser gelassen und kam der zweiköpfigen Crew zu Hilfe. Als die Seenotretter vor Ort eintrafen, war die Yacht bereits vom RIB “Red Abigail” in Schlepp genommen worden.
Die beiden Segler saßen auf dem Heckspiegel, um durch ihr eigenes Gewicht den Bug des an der Backbordseite aufgerissenen Bootes so weit wie möglich aus dem Wasser zu bekommen und so den weiteren Eintritt von Wasser zu verhindern. Die “Red Abigail” setzte den Schlepp über den Solent fort, wobei sie vom Rettungsboot aus Cowes eskortiert wurde, das vorsorglich seine Pumpen klar hatte. Es gelang, den Tempest zur Shepards Wharf Marine zu bringen, wo er sofort aus dem Wasser gehoben wurde. Um 15.30 Uhr war der Einsatz beendet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schleppleine wird übergeben (Bild: RNLI)
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Fähre und drei Rettungsboote im Einsatz für Yacht in Not
(12.07.16) Die britische Fähre "Ben-my-Chree", 12747 BRZ (IMO-Nr.: 9170705), half am 8.7. der RNLI in einer dramatischen Rettungsaktion zwischen der Isle of Man und Fleetwood. Außerdem waren aus Ramsey das RNLI-Boot "Ann and James Ritchie", aus Douglas die "Sir William Hillary" und aus Barrow das RNLI-Boot "Edward and Barbara Prigmore" beteiligt. Die Yacht „Trilogy“ war am 7.1.7. gegen 14 Uhr mit einer dreiköpfigen Crew an Bord aus Fleetwood zur Isle of Man ausgelaufen.
„Trilogy“ im Schlepp (Bild: RNLI)
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Doch am 8.7. gegen sechs Uhr entschied die Crew, das noch 10 Meilen von der Insel entfernte Boot wegen einer Wetterverschlechterung umzudrehen. Wegen einer Kombination aus stürmischer See mit bis zu sechs Beaufort Wind, schwerer Seekrankheit und Erschöpfung wurden die Segler desorientiert und waren nicht in der Lage, ihre Position anzugeben, als sie über VHF einen Notruf an die Belfast Coastguard absetzten. Die "Ben-my-Chree", unterwegs von Douglas nach Heysham, fing den Mayday-Ruf ebenfalls auf und startete eine Suchaktion.
Da die Rettungsboote nicht in Funkreichweite der „Trilogy“ waren, leitete die Fähre außerdem den Funkverkehr weiter. Die Castletown Coastguard richtete auf Douglas Head eine mobile Peilstelle ein, und wenig später identifizierte die Crew der "Ben-my-Chree" ein Radarsignal, das tatsächlich, wie sich herausstellte, die Yacht war, und nahm Kurs auf die Position westlich der Duddon Estuary unweit von einem Offshore-Windpark.
Die Fähre erreichte das Boot, manövrierte sich längsseits und machte ihm so ein wenig Lee. Ein Rettungshubschrauber der Coastguard in Caernarfon, Wales, stieg auf, und um 10.30 Uhr lief die "Edward and Barbara Prigmore" aus. Das RNLI-Boot aus Ramsey war gegen 11 Uhr vor Ort und setzte zwei Rettungsmänner auf der „Trilogy“ ab, die den Zustand der Crew checkten und eine Schleppverbindung vorbereiteten.
Da keine Abbergung vonnöten war, konnte der Helikopter wieder zurückgerufen werden. Das RNLI-Boot aus Douglas ging auf Standby, das Boot aus Ramsey stellte eine Schleppverbindung her, und die "Ben-my-Chree" konnte die Reise nach Heysham fortsetzen. Die Belfast Coastguard ließ um 11.20 Uhr die Schleppverbindung auf das Boot der Barrow RNLI übergeben, damit die „Ann and James Ritchie" nach Fleetwood zurückkehren konnte. Nachdem die Lage allseitig geklärt war, konnten die Boote aus Ramsey und Douglas aus dem Einsatz entlassen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Antike Wrackfunde vor Fourni
(12.07.16) Nicht weniger als 45 antike Wracks wurden in den vergangenen zwei Jahren im Fourni-Archipel vor Griechenlands Küste von Unterwasserarchäologen neu entdeckt, außerdem Anker und hunderte von Keramikobjekten. Darunter befanden sich Schiffe aus der Römerzeit ebenso wie aus den Jahren 800-480 v. Chr. Sie legten Zeugnis von Navigation und Handel auf dieser maritimen Hauptverkehrsstraße ab.
Zu den interessantesten Funden gehörte ein Schiff mit Amphoren aus der Römerzeit, das aus dem Schwarzen Meer kam, ein anderes kam aus den römischen Kolonien in Nordafrika. Bisher hat die Arbeit der Unterwasserarchäologen vor Fourni nur 15 Prozent der Küstenlinie abgedeckt. Sie wird noch bis 2018 andauern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot wird geborgen (Bild: Jake Green)
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Motorboot auf zweiter Fahrt für neuen Eigner ein Totalverlust
(12.07.16) Am Nachmittag des 10.7. wurde an der Pershing Park Boat Launch ein Motorboot aus dem Wasser gezogen, das am Tag zuvor während des Fischfangwettbewerbs Salmon-A-Rama auf Felsen gelaufen und gesunken war. Der Skipper hatte es erst kurz zuvor in Illinois erworben und befand sich auf seiner zweiten Ausfahrt. Er hatte zwei weitere Erwachsene und vier Kinder an Bord, als der Motor plötzlich versagte.
Weil das Boot dicht unter der Küste war, warf er sofort Anker, um die drohende Strandung abzuwenden, doch die Ankerleine war zu kurz, und der Anker griff nicht. Versuche, den Motor manuell wieder in Gang zu bekommen, endeten, als das Boot auf die Felsen trieb und in der Brandung landete. Hilfe traf nach rund einer halben Stunde ein.
Über eine Leiter halfen die Mitglieder der Feuerwehr von Racine den Gestrandeten an Land. Wenig später sank das angeschlagene Motorboot. Die Bergung dauerte tags darauf rund zwei Stunden. Als das Boot aus dem Wasser kam, wurden mehrere Risse an beiden Seiten des Rumpfs sichtbar. Es war nur noch ein Totalschaden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gerammtes Sportboot wieder am Steg (Bild: KNRM)
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Motorboot von Binnenschiff gerammt
(12.07.16) Die KNRM Dordrecht kam am 10.7. zweimal Sportbooten auf der Amer und der Bergsche Maas zu Hilfe. Ein Speedboot wurde von der „Midnight Express“ des Sportbotenforum im Gat van de Binnennieuwsteek gesichert und abgeschleppt, nachdem es um 15.50 Uhr in Schwierigkeiten geraten war. Später wurde es von der „KBW 1910“ nach Lage Zwaluwe abgeschleppt.
Das andere Boot hatte weniger Glück – es kollidierte nach einem Motorschaden mit einem herannahenden Binnenschiff, und die vier jungen Bootsfahrer landeten im Wasser. Eine passierende Yacht kam ihnen zu Hilfe und brachte, nachdem sie sie an Bord genommen hatte, auch das Motorboot zur Schleuse von Alt-Maasje. Ein Crewmitglied des Havaristen wurde medizinisch betreut. Die „RWS 851” und “P 139” waren vor Ort, um den Unfall zu untersuchen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker verlor Anker bei Kollision
(12.07.16) Am 10.7. kollidierte der indische Frachter "Bavja", 1387 BRZ (IMO:9062283), von Mariupol kommend mit der Kaimauer von Liegeplatz 52 in Rostov am Don während des Anlegemanövers. Dabei verlor er den Backbordanker. Auch die Hafenanlage wurde beschädigt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Retter fanden nur noch ein Trümmerfeld - Kutter vor Sabine River gesunken
(12.07.16) Der 28 Fuß lange Garnelenkutter "Captain Lewis" erlitt am 11.7. gegen vier Uhr auf dem Sabine River Wassereinbruch. Die Crew alarmierte die Coast Guard Houston-Galveston, und Augenblicke später wurde in New Orleans das EPIRB-Signal aufgefangen. Ein 45-Fuß-Boot der Station Sabine war gegen 4:30 Uhr vor Ort und stieß nur noch auf ein Trümmerfeld.
Der Kutter war gegen drei Uhr rund 1500 Fuß vor dem Ende des Zufahrtskanals bzw. 100 Fuß von der Westseite der Außenmole entfernt gesunken. Nach kurzer Suche wurden zwei Männer der Crew auf dem Molenbauwerk entdeckt. Ein dritter hielt sich an einem Rettungsring fest.
Alle drei wurden von dem Rettungsboot zur Station Sabine gebracht, einer kam mit leichten Verletzungen ins Southeast Texas Memorial Hospital. Der Vessel Traffic Service warnte vor dem Trümmerfeld, und die Coast Guard richtete eine Sicherheitszone eine Viertelmeile nördlich und südlich zwischen den beiden Molen ein. Einigen größeren Schiffen wurde der Transit erlaubt, um deren Auswirkungen auf das Wrack zu testen.
Die Coast Guard, das Texas General Land Office, die National Oceanic and Atmospheric Association, und die Eigner setzten sich wegen der Bergung des Schiffes und vorrangig der 5000 Gallonen Diesel an Bord zusammen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Beschädigte Segelyacht abgeschleppt
(12.07.16) Am 10.7. gegen 23:30 Uhr wurde das CROSS Jobourg von der Segelyacht “Aria” informiert, dass das Boot mit zwei Personen an Bord bei den Saint-Marcouf Inseln östlich von Cotentin beschädigt worden sei. Das CROSS lokalisierte die Yacht anhand der GPS-Position bei Raz Blanchard und schickte das SNSM-Boot „Mona Rigolet“ der Station in Goury, das den Havaristen in Schlepp nahm. Der Konvoi traf am folgenden Morgen um 3:17 in Port Chantereyne (Cherbourg) ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vorwürfe gegen China nach Versenkung vietnamesischen Kutters
(12.07.16) Vietnamesische Fischer haben der chinesischen Coastguard vorgeworfen, am 9.7. in der umstrittenen Südchinesischen See einen Kutter versenkt zu haben. Die beiden Boote “QNg 95011” und “QNg 90479” wurden stundenlang von zwei chinesischen Patroullienbooten sowie zwei Speedbooten verfolgt.
Die „QNg 95011“ konnte entkommen, das andere Boot wurde von einem Boardingteam aufgebracht und versenkt, und die fünfköpfige Crew musste stundenlang im Wasser ausharren, weil dem anderen Kutter die Rettung verweigert worden. Erst als es dunkel wurde, habe man die Schiffbrüchigen aufnehmen können.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sportboot trieb auf Schäre
(12.07.16) Ein Sportboot erlitt am Nachmittag des 11.7. Motorausfall und funkte Mayday, nachdem es auf eine Schäre bei Struten trieb. Die Rettungszentrale Süd-Norwegen schickte die Rettungsboote „Eivind Eckbo“, „Horn Rescue“ und „Veritas“ zu Hilfe. Um 14.06 Uhr wurde gemeldet, das Boot sei gefunden und werde abgeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kanalbarge vor Cornwall zwei Mal in Schwierigkeiten
(12.07.16) Die 60 Fuß lange Kanalbarge „Orbis“ musste vor der Küste von Nord-Devon mehrfach Hilfe in Anspruch nehmen. Als sie am 6.7. die Küste von Ilfracombe nach Bude herabfuhr, geriet der Propeller vor Hartland Point in Fischernetze. Das Fahrzeug wurde manövrierunfähig und bat um Hilfe.
Das RNLI-Boot aus Appledore wurde zum Havaristen geschickt und schleppte ihn in den Stadtkanal. Um 14.05 Uhr übernahm das RNLI-Boot aus Bude die weitere Eskorte. Das schwerfällige Schiff in die Schleuse von Bude zu bekommen stellte dabei eine navigatorische Herausforderung dar. Nachdem dies bewältigt war, wurde die Barge bis zum Hochwasser vor Anker gelegt.
Gegen 18 Uhr wurde das Rettungsboot erneut gerufen, weil bei leichter Schwell die “Orbis” ihren Anker verloren hatte. Die “George Bird” lief aus und setzte zwei Rettungsmänner auf der Barge ab, um sie sicher in den Hafen zu lotsen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Einhandsegler im Englischen Kanal von Kutter gerettet
(12.07.16) Am 9.7. kam der Kutter “Hope Gap” (MMSI-Nr.: 235096124) aus Eastbourne 25 Meilen vor der Küste dem Skipper einer leckgeschlagenen, 12 Meter langen Schweizer Yacht zu Hilfe. Das Boot war nach Le Havre unterwegs gewesen. Die Lenzpumpe kam nicht gegen das eindringende Wasser an.
Der Kutter nahm in Absprache mit der Dover Coastguard den Einhandsegler zunächst an Bord. Das RNLI-Boot aus Eastbourne war eine Stunde nach seiner Alarmierung um 9.30 Uhr vor Ort. Ein Rettungsmann ging mit einer Lenzpumpe an Bord der Yacht, die dann nach Sovereign in Schlepp genommen wurde. Der Skipper ging derweil an Bord des Rettungsbootes.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht mit Ruderschaden abgeschleppt
(12.07.16) Das RNLI-Boot aus Falmouth kam am Morgen des 10.7. der französischen Yacht “Reder Vras” zu Hilfe, die einen Ruderbruch erlitten hatte. Sie war mit einer vierköpfigen Crew unterwegs von Frankreich nach England, als sie südlich von Pendennis Point manövrierunfähig wurde. Die Falmouth Coastguard alarmierte die RNLI um 11.20 Uhr, nachdem zuvor ein Pan-Pan ausgestrahlt worden war.
Auch der Angelkutter “Anglo Down” reagierte und ging auf Standby. Derweil dirigierte die Küstenwache das RNLI-Boot zunächst zu dem Taucherboot “Patrice II”, das eine Meile nördlich der Manacle Buoy Motorschaden erlitten hatte. Nachdem dieses Problem gelöst war, nahm das Rettungsboot erneut Kurs auf die Yacht und erreichte sie gegen Mittag.
Nachdem sie auf dem Haken war, konnte die “Anglo Dawn” entlassen werden. Um 12.56 Uhr hatte der Schleppzug den Schutz von Pendennis Point erreicht. Hier wurde die Yacht längsseits genommen und dann in die Port Pendennis Marina gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ketsch im Solent in Schwierigkeiten
(12.07.16) Die 40 Fuß lange Ketsch “Singularity” hatte am 11.7. im Solent einige Problemen und musste von der RNLI nach Cowes eingeschleppt werden. Das Boot kam mit einer dreiköpfigen Crew an Bord von den Midlands, als sie der Solent Coastguard meldete, dass der Motor unweit der East Lepe Buoy überhitzt war. Der Versuch, das Boot zu verankern, schlug fehl, weil der Anker nicht im Grund hielt.
Als das daraufhin alarmierte Rettungsboot vor Ort war und ein Rettungsmann auf die Yacht übergesetzt worden war, schlugen mehrere Versuche, den Anker einzuholen, aber fehl, und der Vormann entschied schließlich, ihn abzuschneiden. Danach konnte die Yacht zur Trinity Landing in Schlepp genommen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Weitere 38 Opfer schlimmster Flüchtlingskatastrophe geborgen
(12.07.16) Taucher der italienischen Marine haben an der Untergangsstelle des Flüchtlingsschiffes, das vor Libyen am 18.4.2015 sank, weitere 38 Leichen geborgen. Vor der Bergung hatten sie bereits 169 Tote im Bereich der Untergangsstelle entdeckt und im Innern des Kutters in Augusta bislang 217 Tote geborgen. An 52 Opfern wurde bislang eine Autopsie durch ein Ärzteteam der Universitäten aus Catania, Messina, Milan und Palermo sowie der Polizei durchgeführt. Die Bergungsaktion hatte 9,5 Millionen Euro gekostet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler "Biscayen" am Haken (Bild: DSRS)
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Trawler vor Thyborøn abgeschleppt
(11.07.16) Der dänische Trawler "Biscayen - L 353", 153 BRZ (IMO-Nr.: 8515477), erlitt am 8.7. vor Thyborøn Maschinenschaden und geriet ins Treiben. Das Seenotrettungsboot "Martha Lerche" der örtlichen DSRS-Station wurde zur Assistenz gerufen. Es nahm den Havaristen auf den Haken und schleppte ihn gegen 13 Uhr in den dänischen Hafen ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Chartersegler "Johanna" gesunken (Bild: Knut Lorentzen)
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Rätselraten um Untergang der Johanna
(11.07.16) Über die Ursache der Havarie des norwegischen Charterseglers "Johanna", 115 BRZ (IMO-Nr.: 8872655) herrschte am Tag nach dem Unglück bei der Norway Yacht Charter AS og Båtservice Sightseeing AS in Oslo weiterhin Rätselraten. Das Schiff hatte die Route bereits unzählige Male ohne Zwischenfälle befahren. Nachdem der Rumpf auf Grund am Vorabend bei Nesoddtangen auf einer Untiefe auf Grund geschlagen und aufgerissen worden war, konnten dank des umsichtigen Handelns des erfahrenen Skippers alle 156 Partygäste unversehrt gerettet werden.
Sofort nach dem Wassereinbruch hatte er das nahe Ufer angesteuert und das Schiff dort aufgesetzt. Der Skipper erhielt von der Feuerwehr für das umsichtige Vorgehen großes Lob. Die Fahrgäste wurden mit Rettungswesten ausgestattet und mehrere Rettungsinseln ausgebracht.
Die verlassenen Rettungsmittel waren am Tag nach dem Unglück stumme Zeugen der dramatischen Vorgänge am Abend des 9.7. Von der „Johanna“ ragten nur noch der Bug, die beiden Masten und Teile des Deckshauses aus dem Wasser. Eine Ölsperre war um das Schiff ausgelegt worden.
Die „Johanna“ war in den vergangenen 10 Jahren für über 10 Millionen norwegische Kronen überholt worden. An der Bergung des 1892 in Nordmøre als “Stor Johanna" erbauten Schiffes bestand kein Zweifel. Diese sollte möglichst schnell organisiert werden, ehe durch die Schwell passierender Schiffe weitere Schäden entstehen konnten.
Vorerst hieß es aber möglichst schnell ein Charterschiff als Ersatz zu finden. Die „Johanna“ war eines der beliebtesten Charterboote und in bestem Zustand. Sie ist 28,3 Meter lang und 6,72 Meter breit bei einem Tiefgang von 2,88 Metern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Heli über der "Benita" (Bild: Five Ocean Salvage)
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Disput um Sprengung zur Bergung der Benita
(11.07.16) Auch 23 Tage nach dem Auflaufen vor Bouchon war ein möglicher Bergungstermin für den gestrandeten Bulkcarrier "Benita" nicht absehbar. Ein Vertreter der Versicherung P & I Club in London wurde in den kommenden Tagen vor Ort erwartet. Die Rechnung der Berger von Five Oceans Salvage beträgt bereits jetzt mehr als eine Million US-Dollar.
Ein Problem bei der Bergung ist der Umstand, dass ein Felsen den Rumpf durchstoßen hat. Die Option, diese Felsnase abzusprengen, wird vom Umweltministerium aber abgelehnt wegen der Risiken für das Ökosystem. Andererseits werden die Schäden durch das auf Grund sitzende Schiff immer größer, je länger es dort verbleibt.
Eine Sprengung würde das Tempo der Bergung erhöhen können. Am 6. Und am 8.7. hatten Five Oceans und Demex International mehrere Tests unternommen, um herauszufinden, ob sie die Felsen unter dem Rumpf der "Benita“ mit Pentaerythritol-Tetranitrat (PETN) beseitigen können. Derweil liefen die Vorbereitungen zum Abschleppen aber weiter. Möglicherweise wird noch ein dritter, zugkräftigerer Schlepper von Five Ocean Salvage herbeigerufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter mit Wassereinbruch (Bild: Alte Helgesen)
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Kutter vor Feistein in Seenot
(11.07.16) Ein 50 Fuß langer Kutter erlitt am 9.7. auf der Rückfahrt in den Hafen gegen 13 Uhr unweit von Feistein Wassereinbruch. Das Schiff begann aufs Land zuzutreiben. Ein Lotsenboot und ein Rettungshubschrauber, der von der Rettungszentrale in Sola alarmiert worden war, kamen mit Pumpen zu Hilfe.
Um 15.10 Uhr war die Lage unter Kontrolle, das Wasser war gelenzt, und der Havarist nahm mit eigener Kraft Kurs auf Tananger, wo er repariert werden sollte. Er wurde dabei von einem Rettungsboot eskortiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Polnische Yacht mit bewegter Vergangenheit zum wiederholten Mal geborgen
(Datum) Die polnische Segelyacht „Rzeszowiak“, die am 9.7. vom norwegischen Küstenwachboot „Harstad“ freigeschleppt wurde, nachdem sie bei Nordesnkjold nördlich von Grøtøyleia in Steigen auf Grund gelaufen war, hat ihre jüngste Havarie offenbar ohne signifikanten Schaden überstanden. Auch die 10-köpfige Crew blieb dieses Mal unversehrt.
Es handelte sich aber nicht um die erste Havarie des Bootes. Im März 1988 war es im Auftrag der Rzeszów Regional Sailing Association bei Z.K.S in Lezajsk auf Kiel gelegt worden. Im September 1991 wurde der Rumpf nach Rzeszów transportiert,,wo die Ausrüstung erfolgte.
Im März 1998 ging es nach finanziellen Problemen und einer Phase der Stagnation auf dem Landweg zum Kaper Yachting von Ryszard Cissewski in Danzig. Am 16.9.2000 erfolgte die Taufe beim Yachtclub des Gdansk Shipyard in Górki Zachodnie. Im Mai 2001 ging es auf Jungfernfahrt nach Dänemark. Die folgenden fünf Jahre ging es auf diverse Reisen auf Nord- und Ostsee sowie dem Atlantik.
Am 9.8.2005 funkte die Yacht bei einer Trainingsfahrt von Liepaja aus Mayday, nachdem sie 20 Meilen von der russischen Küste entfernt in einen Sturm geraten war. Um 17.42 Uhr musste die Crew evakuiert werden. Die norwegische Fähre „Finlandia“ hatte das Mayday aufgefangen und Kurs auf das Boot genommen.
Bei der Abbergung kollidierten die beiden Schiffe aber, und es kam zu erheblichen Schäden an Deck und am Rumpf. Das gesamte stehende und laufende Gut kam herunter. Der polnische Skipper und ein weiteres Crewmitglied landeten im Wasser.
Skipper Stanislaw Mytych kam ums Leben, der zweite Mann wurde Stunden später von einem Helikopter gefunden. Die übrigen Schiffbrüchigen wurden in schwedische Krankenhäuser gebracht. Nach der Bergung der Yacht ging es an die Reparatur, die bis 2007 dauerte.
Am 3.6. stach das Boot wieder in See. Am 25.8.2008 lief die „Rzeszowiak” an der Außenmole von Leba auf Grund, blieb aber unbeschädigt. Nachdem sie im Mai 2012 von Danzig nach Spitzbergen ausgelaufen war, geriet sie am 4.9. mit Mastbruch 80 Meilen westlich der Färöer in 12 Meter hohen Wellen und 10 Beaufort Wind in Seenot.
Das polnische Crewmitglied Lech Machniak wurde vom herunterkommenden Rigg erschlagen. Die verbliebene 10-köpfige Crew, darunter zwei Frauen, wurde von drei Schiffen und drei Helikoptern unter schwierigen Bedingungen gerettet. Zwei von ihnen hatten Verletzungen erlitten. Das beschädigte Boot wurde später eingeschleppt und wieder repariert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter rammte 133 Jahre alten Raddampfer auf der Donau
(11.07.16) Am 10.7. gegen 11 Uhr kollidierte der türkische Frachter "Sahin Kaya", 2155 BRZ (IMO-Nr.: 8311560), im Hafen von Tulcea mit dem dort am Donauufer vertäuten Raddampfer “Republica”, der als kulturelles Erbe klassifiziert ist. Der Frachter war wegen eines technischen Fehlers aus dem Fahrwasser abgekommen und trotz eines Notankermanövers gegen die Steuerbordseite der “Republica” geschlagen.
Dabei wurden deren Rumpf beschädigt, Poller abgerissen und der Landgang zerstört. Dann konnte der Frachter gestoppt und ein weiterer Schaden abgewendet werden. Ein Team von Offizieren der Zonal Captaincy Tulcea und der Verkehrspolizei leiteten eine Untersuchung ein. Die “Sahin Kaya” warf bei Flussmeile 39 Anker, bevor sie mit Schlepperbegleitung die Fahrt fortsetzen durfte.
Im Juli 2011 hatte ein kambodschanischer Frachter nach einem Ruderschaden die „Republic“ an ihrem Liegeplatz gerammt und leicht beschädigt. Sie wurde 1883 bei Komenburg in Linz als “Csobanc” erbaut. 1916 wurde sie mit Kanonen, Maschinengewehren und Minen ausgerüstet. Sie assistierte 1917 bei der Bergung von Wracks bei Orsova. 1917 wurde sie wieder entwaffnet und am Ende des 1. Weltkriegs als „Munka“ unter ungarischer Flagge in Fahrt gebracht, ehe sie als Reparation der österreich-ungarischen Flotte nach Rumänien ging und in „Arad“ umbenannt wurde.
Im 2. Weltkrieg diente sie als Kommandoschiff auf der Donau. 1944 fiel sie in sowjetische Hände und wurde 1951 nach Rumänien übergeben. Seit 1947 lief der Raddampfer als „Republic“.
2003 wurde er vom Verteidigungsministerium der Stadt Tulcea übergeben und 2008 zum nationalen Kulturerbe erklärt. Danach wurde ein Teil des Schiffes als Restaurant genutzt, bis der Betreiber den Vertrag kündigte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Mersey-Fähre nach Wassereinbruch evakuiert
(11.07.16) Die britische Fähre "Royal Iris", 611 BRZ (IMO-Nr.: 8633712), kollidierte am 10.8. um 13.25 Uhr mit 69 Passagieren und einer fünfköpfigen Crew an Bord auf einer Tagesfahrt auf dem Manchester Canal von Seacombe, Wirral, nach Salford mit einem Unterwasserhindernis. Das Schiff wollte gerade den Kanal ansteuern und wartete auf die Schleusenpassage des holländischen Baggerschiffes "Deo Gloria", 1512 BRZ (IMO-Nr.: 7711074) . Als die "Royal Iris" an ihm vorbeilief, war ein Aufschrammen wahrzunehmen, und es kam zu einem starken Wassereinbruch.
Der Merseyside Fire and Rescue Service wurde alarmiert, und das Lotsenboot “Kittiwake” kam zu Hilfe. Zwei Löschfahrzeuge, ein SAR-Team und das Marine Fire One Rescue Team waren ebenfalls binnen kurzem vor Ort. Die "Deo Gloria" ging längsseits des Havaristen und assistierte beim Lenzen.
Gleichzeitig stiegen alle Fahrgäste und die Crew auf das Baggerschiff über. Die Docktore wurden geschlossen, als der Schiffsverband am Kai lag, und die Ausflügler konnten vom Bagger aus an Land gehen. Währenddessen machte sich die Feuerwehr ans weitere Auspumpen der "Royal Iris“.
Die Port of Liverpool Police, die HM Coastguard, RNLI und der North West Ambulance Service waren gleichfalls im Einsatz. Der Havarist wurde, nachdem er gesichert war, nach Eastham geschleppt. Die “Royal Iris” wurde als “Mountwood” gemeinsam mit der “Woodchurch” als Ersatz für die Fährflotte der Corporation of Birkenhead aus den 1930er Jahren in Auftrag gegeben. Sie entstanden 1050 bei der Messrs. Philip and Sons Ltd. in Dartmouth. 1960 erfolgte die Indienststellung.
Das Schiff war in den ersten Jahren anfällig, erlitt wiederholt Maschinenausfälle und im Mai 1961 ein Versagen der Hauptmaschine, wobei die “Woodchurch” die Fahrgäste übernehmen musste. Bis heute aber ist sie auf dem Mersey und in der Ausflugsfahrt auf dem Manchester Ship Canal im Einsatz.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter nach tödlicher Kollision gestellt
(11.07.16) Der unter Panama-Flagge laufende Frachter “Tayo 6“, 2035 BRZ (IMO-Nr.: 8859146), war verdächtig, am 11.7. gegen zwei Uhr mit einem koreanischen Kutter nördlich von Jeju kollidiert zu sein. Der Skipper des Kutters kam ums Leben. Die südkoreanische Küstenwache filterte die “Tayo 6” als verdächtiges Schiff heraus und wies es an zu ankern. Am Bug wurde eine frische, 50 Zentimeter lange Schramme entdeckt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Charterboot im Oslofjord aufgelaufen
(11.07.16) Am 10.7. kam der schwedische Schlepper "Bruse", 295 BRZ (IMO-Nr.: 8003072), dem norwegischen Charterboot "Festival" zu Hilfe. Dieses war vor Gressholmen im inneren Oslofjord auf Grund gelaufen und benötigte Assistenz. Gegen 19 Uhr zog der Schlepper bei ausreichend hohem Wasserstand den Havaristen wieder vom Grund.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht vor Hjertøya auf Grund gelaufen
(11.07.16) Am Nachmittag des 10.7. kam das norwegische Rettungsboot „Horn Flyer“ einer 38 Fuß langen Yacht zu Hilfe, die vor Hjertøya bei Frøya mit einem Mann an Bord auf Grund gelaufen war. Die Seenotretter gingen längsseits und schleppten die Match 38 wieder frei. Danach konnte sie mit eigener Kraft einen Liegeplatz ansteuern. Hier sollte ein Taucher den am Rumpf entstandenen Schaden inspizieren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fischwilderer versenkt
(11.07.16) Ein Mann wurde vermisst, zwei verletzt und zwei Kutter versenkt, als am 8.7. die thailändische Marine das Feuer auf drei vietnamesische Fangschiffe eröffnete. Alle Kutter waren in der Provinz Ben Tre in Südvietnam registriert. Die beiden verletzen Fischer wurden mit Helikoptern an Land gebracht.
Sie sollten am 11.7. wegen illegalen Eindringens in die Hoheitsgewässer und Fischwilderei vor Gericht gebracht werden. Insgesamt waren 18 Mann an Bord der Kutter.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier Glückstädter Reederei nach 45 Tagen geborgen
(11.07.16) Der liberianische Bulkcarrier "Johannes Wulff", 50697 BRZ (IMO-Nr.: 9498896), wurde am 9.7. auf dem Rio de la Plata wieder flottgemacht und auf die Reede von Montevideo verbracht. Das Schiff war am 26.5. auf Position 35 02 S 057 09 W auf der Fahrt von Rosario nach Gibraltar auf Grund gelaufen. Zwischenzeitlich war die Ladung geleichtert worden, um den Tiefgang des Havaristen zu verringern.
Am 10.7. lag der liberianische Frachter "HR Constitution", 10899 BRZ (IMO-Nr.: 9273791), der Hammonia Reederei GmbH in Hamburg längsseits des Havaristen. Die „Johannes Wulff“ hat die eineinhalb Monate auf Grund aber offenbar ohne strukturelle Schäden überstanden.
Das Schiff hat eine Länge von 229.2 Metern, eine Breite von 38 Metern, einen Tiefgang von 14,9 Metern und eine Tragfähigkeit von 93272 Tonnen. Es läuft für die Reederei Hermann Wulff in Glückstadt und wurde2010 bei der Yangfan Group Co., Ltd. in Zhoushan erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter riss sich bei sieben Metern Hochwasser los
(11.07.16) Am 8.7. geriet der chinesische Frachter “Hengfeng 907”, 4007 tdw, auf dem Jinsha River unweit von Yibin ins Treiben. Das Schiff war mit 3200 Tonnen Phosphat beladen und hatte an einem Dock vertäut gelegen, als der Flusspegel durch schwere Regenfälle um sieben Meter anstieg. Die “Hengfeng 907” riss sich los und trieb flussabwärts. Nach mehreren Stunden gelang es, einen Anker auszubringen und das Schiff vor dem drohenden Kentern zu bewahren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Seekrank bei drei Beaufort (Bild: RNLI)
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Yacht trieb mit seekrankem Crewmitglied vor Antrim
(10.07.16) Am 8.7. kam die Larne RNLI abends einer 16 Meter langen Yacht zu Hilfe, die vor der Küste des County Antrim in Schwierigkeiten geraten war. Um 18.30 Uhr wurden die Seenotretter von der Belfast Coastguard angefordert, nachdem der Zweimaster eine Meile nordöstlich von Muck Island Motorschaden erlitten hatte.
Vor Ort waren drei Beaufort Wind. Beim Eintreffen der beiden Rettungsboote wurde festgstellt, dass eines der vier Crewmitglieder seekrank war. Es wurde versorgt und die Yacht dann zum Abschleppen vorbereitet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Greifswald: Yacht verhakte sich in Klappbrücke
(10.07.16) Am 8.7. gegen 13:10 Uhr kam es zu einer Kollision zwischen einer Segelyacht und der Klappbrücke in Greifswald-Wieck. Beim Einlaufen der Yacht verhakten sich die Wanten mit einem Klappteil der Klappbrücke und wurden starken Zugkräften ausgesetzt. Dabei brach der Großmast der Segelyacht. Die Klappbrücke wurde für knapp 1,5 Stunden für jeglichen Verkehr gesperrt.
Durch eine Not-Instandsetzung konnte sie gegen 15:30 Uhr wieder bestimmungsgemäß in Betrieb genommen werden. Die Ermittlungen zum Unfallhergang durch die WSPI-Wolgast dauerten noch an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zweimaster „Johanna“ sinkt (Bild: Hans Torgersen)
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Blues am Ende einer Bluescruise - 156 Personen von sinkendem Ausflugssegler gerettet
(10.07.16) Am 9.7. um 21.22 Uhr erlitt der 1892 erbaute, norwegische Zweimaster „Johanna“, 115 BRZ mit 149 Chartergästen der „Bluescruise“ und einer siebenköpfigen Crew an Bord nach einer plötzlichen Grundberührung Wassereinbruch vor Nesoddtangen im inneren Oslofjord. Die Band Heigh Chief war gerade bei ihrem Konzert, als die „Johanna“ auf der Rückfahrt nach Oslo plötzlich herumschwang und 175 Meter westlich des Fähranlegers Nesodden auf eine Klippe geriet. Sofort drangen große Mengen Wassers ein.
Die Crew setzte das 28 Meter lange Schiff dann an einem sichereren Platz auf Grund, um den drohenden Untergang abzuwenden. Rettungsinseln wurden ausgebracht, Privatboote kamen herbei,
Crew wird geborgen (Bild: Michal Krezniak)
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um möglicherweise im Wasser treibenden Menschen helfen zu können. Bis 23 Uhr waren alle Personen unversehrt abgeborgen und an Land gebracht.
Beteiligt waren die Rettungsboote „Uni Oslofjord“ und „Klaveness Marine“ sowie das Lösch- und Ambulanzboot „Redningen“ und die „Vekteren“ der Polizei, ein Sea King aus Rygge und eine Luftambulanz aus Lørenskog. Das Schiff sank um 22.30 Uhr mit dem Heck voran, während Bug und Aufbauten sowie die beiden Masten im flachen Wasser sichtbar blieben. Um das Wrack wurde eine Ölsperre ausgelegt, passierende Schiffe sollten ihre Fahrt verlangsamen, um es nicht in Bewegung zu bringen.
Die Ursache des Wassereinbruchs was unterdessen unklar. Ein Drogentest beim Skipper verlief negativ. Das Ausflugsschiff war eines der ältesten überhaupt in Norwegen noch aktiv fahrenden Fahrzeuge. Es war ursprünglich als Sloop für Fischereizwecke in als „Stor-Johanna“ erbaut wurden und war das größte Jagdschiff zwischen Nord-Norwegen und Kristiansund um die Jahrhundertwende.
Es wurde 1992 umgebaut zu einem Exkursionsschiff für bis zu 260 Fahrgäste. Die Reederei Norway Yacht Charter AS hat acht Charterschiffe und binnen 31 Jahren keine Havarien zu verzeichnen gehabt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Expeditionsschiff "Ulla Rinman" aufgelaufen (Bild: Kystvakten)
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Nächste Havaristen in Longyearbyen
(10.07.16) Während das havarierte Kreuzfahrtschiff „Ortelius“ jetzt nach Reparaturarbeiten die Bucht von Longyearbyen gerade wieder verlassen hat, warf das norwegische Expeditionsschiff "Ulla Rinman", 93 BRZ, dort Anker, um die notwendigen Untersuchungen und Reparaturen nach der Strandung am Abend des 7.7. um 18.42 Uhr durchzuführen. Das Schiff hatte im vereisten Wasser des Woodjord auf Spitzbergen, Svalbard, mit starker Steuerbordschlagseite auf einer Klippe gesessen, ehe das Patroullienboot „Harstad“ der norwegischen Küstenwache am Morgen des 8.7. zu Hilfe kam und es mit steigendem Wasserstand am späten Nachmittag wieder flottmachte.
Es konnte danach unter deren Eskorte mit eigener Kraft Kurs auf Longyearbyen nehmen. Die unversehrt gebliebenen Fahrgäste waren erst an Bord des Kreuzfahrtschiffes "Bremen", 6752 BRZ (IMO-Nr.: 8907424), gebracht worden, ehe ein Boot der Coast sie an Land brachte. Die „Ulla Rinman“ der Ulla Arctic AS ist 23.82 Meter lang, 6,9 Meter breit und wurde 1970 auf der schwedischen Falkenbergs Varv erbaut.
Unterdessen wurde die „Harstad“ am 8.7. um 21.30 Uhr erneut alarmiert. Eine polnische Segelyacht war zwischen Adolfbucht und Petuniabucht mit drei Mann an Bord nördlich von Grøtøyleia bei Nordskott in Steigen auf Grund gelaufen. Mithilfe des Patroullienbootes konnte auch sie wieder flottgemacht werden und nahm Kurs auf Longyearbyen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Russischer Kutter bei Grundberührung beschädigt
(10.07.16) Der russische Bergungsschlepper "Svetlomor 3" assistierte dem Fischereifahrzeug "Sergiy Radonezhskiy", 435 tdw (IMO-Nr.: 8210792), das am Abend des 8.7. in der Oprichni-Bucht in der Primorsk-Region auf Grund gelaufen war. Es hatte zwei Risse von 20 Zentimetern Länge und Wassereinbruch erlitten.
Von der 10-köpfigen Crew wurden neun Mann abgeborgen, der Kapitän blieb an Bord. Der russische Kutter wurde 1982 erbaut und läuft für die Aquatechnologies Company in Wladiwostok.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vier Frachter im Taifun gestrandet
(10.07.16) Nicht weniger als vier chinesische Frachter, darunter die "Qin Feng 1" (MMSI-Nr.: 413754000), "Qin Feng 9" (MMSI-Nr.: 413443250), "Qin Feng 208", 9300 BRZ (MMSI-Nr. 413697000), und "Qin Feng 219", 22257 BRZ (IMO-Nr.: 9586928), trieben am Abend des 4.7. bei Taizhou im Luqiao-Distrikt im Schlechtwettergebiet des aufziehenden Taifuns Nepartak auf Grund.
Die Crews der "Qin Feng 9" und "Qin Feng 219" wurden am 6.7., die Crew der "Qin Feng 1" und "Qin Feng "208 am 8.7. evakuiert. Alle Schiffe hatten in der stürmischen See Rumpfschäden und z.T. Wassereinbruch erlitten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Maschinenschaden und Nahrungsknappheit
(10.07.16) Der unter Papua-Neu-Guinea-Flagge laufende Frachter "Kiunga Chief", 4322 BRZ (IMO-Nr.: 9195119), lief am 4.7. nach einem Maschinenschaden in den Hafen von Gladstone zur Reparatur ein. Die 14-köpfige Crew litt, wie sich dann herausstellte, unter Nahrungsmittelknappheit an Bord und wurde von der Mission to Seafarers mit Hilfsgütern versorgt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandetes Hausboot sank bei Bergung
(10.07.16) Nahe Brightlingsea lief ein zum Hausboot umgebauter, 50 Fuß langer Trawler am 6.7. auf Grund. Es hatte sich im Schlepp eines anderen Schiffes befunden, als es auf eine Sandbank auf dem River Colne geriet. Das RNLI-Boot aus Clakton wurde zu Hilfe gerufen. An Bord befanden sich zwei Männer aus St Osyth. Ein Mann in den 20ern wurde abgeborgen und von dem Schleppboot zurück nach St. Osyth gebracht, während der andere, in den 50ern, auf die Seenotretter wartete.
Gegen Mitternacht schleppte das Seenotboot das Hausboot frei und wollte es nach Brightlingsea bringen. Doch dann kam es zu einem starken Wassereinbruch. Um 2.30 Uhr wurde deshalb entschieden, das Boot nach West Mersea Stone zu bringen. Der Skipper versuchte derweil gemeinsam mit zwei Rettungsmännern noch verzweifelt, zwei Pumpen in Gang zu bringen.
Doch binnen 10 Sekunden später sank das Fahrzeug unter ihnen weg und ging 300 Meter vor der Einfahrt von Brightlingsea unter. Zur Erleichterung aller tauchten die beiden Rettungsmänner Tristen Welham und Louis Scott gemeinsam mit dem Skipper in dem Wasserschwall auf und wurden an Bord des Rettungsbootes gezogen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Crewmitglieder der Iwa entdeckt?
(10.07.16) An der Ostseite von Kauai fand ein Fischer zwei Leichen am 9.7. rund 2,4 Meilen von der Stadt Anahola entfernt. Das Kauai Fire Department barg die beiden Toten, die dann von der Kauai Police identifiziert werden sollten. Es könnte sich um zwei Crewmitglieder des verunglückten Fischerboots „Iwa“ handeln, nach denen die Suche tags zuvor abgebrochen worden war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Reste der Zorro Blanco liegen weiter am Ufer des Pantepec River
(10.07.16) Das Wrack des Schleppers „Zorro Blanco“ ist immer noch nicht vollständig aus den Gewässern vor Tuxpan auf dem Pantepec River geräumt. Der Hafenkapitän Alberto Antonio Orozco Peredo hoffte, dass bis August 90 Prozent des Schiffes geborgen sein würden, das derzeit stabil auf einer Flussbank lag.
Seit April liefen die Arbeiten, das Schiff, das arrestiert gewesen war und im Tropensturm Ernesto" am 12.8.2012 sank, abzuwracken. Doch die Firma Amphibious Gulf stellte ihre Arbeiten im Juni ein. So sind immer noch Wrackreste vorhanden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter sank bei Sumburgh
(10.07.16) Zwischen Sumburgh and Fair Isle sank am 9.7. der 32 Fuß lange Kutter „Hope Three“ nach einem Wassereinbruch 11 Meilen südwestlich von Sumburgh. Der Skipper wurde von einem Helikopter aus einer Rettungsinsel geborgen. Auch das RNLI-Boot aus Lerwick wurde alarmiert. Zwei Yachten, die „Auno“ und „Cherokee“, kamen auch zu Hilfe, nachdem die „Pole Star“ des Northern Lighthouse Board das Mayday weiter geleitet hatte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Longliner vor Scatarie Island gestrandet
(10.07.16) Am 9.7. lief vor Scatarie Island, rund 17 Meilen südöstlich des kanadischen Sydney, ein 45 Fuß langer Longliner auf Grund und funkte gegen Mitternacht Mayday, nachdem er Wassereinbruhc erlitten hatte. Das Joint Rescue Co-ordination Centre schickte vom 413. Squadron eine HC 130 Hercules und einen Cormorant Helikopter, die Coast Guard das Patroullienboot „Spray“ aus Louisbourg, N.S.
Binnen knapp einer Stunde erreichten die Retter den Havaristen. Mit einem Zodiac wurde die Crew abgeborgen. Die drei Männer in Überlebensanzügen waren kalt und erschöpft, aber ansonsten wohlauf. Sie wurden von der „Spray“ nach Louisbourg gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter ohne Brennstoff und Nahrung in Algiers
(10.07.16) Der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier "Sea Honest", 17429 BRZ (IMO-Nr.: 9142100), liegt bereits seit dem 28.6. vor Algiers vor Anker. Das Schiff hatte am 26.6. beim Auslaufen aus Nouakchott auf dem Weg in die Türkei Maschinenausfall erlitten.
Es hatte nicht nur einen Mangel an Brennstoff, sondern, wie sich nach dem Einschleppen nach Algiers herausstellte, auch an Nahrungsmitteln. Die 28 Crewmitglieder, neun Georgier und 19 Türken, wurden seither von der algerischen Botschaft mit dem Notwendigsten versorgt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Erst keine Heuer, dann keine Maschine
(10.07.16) Nachdem der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier "Karaagac", 32474 BRZ (IMO-Nr.: 9353216), am 1.7. aus aus Chennai nach Kakinda ausgelaufen war, erlitt er Maschinenschaden und wurde am 2.7. auf der Außenreede von Chennai vor Anker gelegt. Die indischen Behörden hielten das Schiff dort aber eine Gefährdung anderer Fahrzeuge und verlangten, dass es von dort verschwinden sollte.
Erst am 24.6. war der Frachter von ihnen arrestiert worden, weil die Reederei der Crew Heuern in Höhe von 59,000 Dollar schuldete und bei einer Inspektion Mängel gefunden wurden, wegen denen die Fahrterlaubnis entzogen wurde. Diese schienen aber inzwischen beseitigt worden zu sein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wasserversorger auf Geisterfahrt drohte mit Travebrücke zu kollidieren
(10.07.16) Am Morgen des 10.7. gegen 4.30 Uhr wurde der Polizei ein Schiff auf der Trave treibendes Schiff gemeldet. Die Feuerwehr rückte aus und konnte den rund 25 Meter langen Bunkertanker "Wasserboot V" gerade noch rechtzeitig einfangen, ehe es zu einer Kollision mit der Eric-Warburg-Brücke kam. Die Taucher der Wache 1 und ein Feuerlöschboot waren im Einsatz und konnten den Ausreißer gegen 5.30 Uhr stoppen. Das Mehrzweckboot der Feuerwehr sicherte ihn, bis das Lübecker Feuerlöschboot "Senator Emil Peters" aus Schlutup eintraf und der Tanker an einem Kai an der Hafenstraße festgemacht wurde.
Das 1938 erbaute Schiff einer Hamburger Reederei. Es wird eingesetzt, um andere Schiffe mit Trinkwasser zu versorgen. Es hat seinen Liegeplatz hat es an der Untertrave gegenüber des Europäischen Hansemuseums. Dort wurde es offenbar von Unbekannten los gemacht und trieb ohne Besatzung die Trave hinab. An Bord fanden sich auch leere Flaschen. Die Polizei in Lübeck hat die Ermittlungen übernommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandetes Motorboot (Bild: Laura Kraegel)
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Motorboot bei Dutch Harbor gestrandet
(08.07.16) Am Abend des 6.7. strandete ein Motorboot in der Captain's Bay. Der Skipper wollte es an einen neuen Liegeplatz überführen, als es vom Ebbstrom erfasst und auf Felsen getrieben wurde. Um das Boot herum wurde anschließend ein leichter Ölfilm festgestellt. Das U.S. Coast Guard Marine Safety Detachment Unit in Dutch Harbor leitete Maßnahmen zur Abwendung von Umweltschäden ein. Das Boot sollte mit ausreichend hohem Wasserstand wieder in tieferes Wasser verbracht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gekenterte Barge “Castor II” (Bild: Leo Udtohan)
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Kenternde Barge richtete Schäden an Korallen an
(08.07.16) Die philippinische Coast Guard in Bohol hat die in Cebu ansässige Reederei der gekenterten Barge “Castor II” aufgefordert, das Wrack rasch aus den Gewässern von Panglao Town zu entfernen. Die Arbeiten sollten rund zwei Monate dauern. Die “Castor II” der Concrete Solutions Inc. (CSI) aus Cebu City war am 2.7. aus Negros Oriental ausgelaufen und war mit einer Ladung Sand aus San Jose in der Negros Oriental Provinz unterwegs nach Tagbilaran City in der Bohol Provinz.
Unweit der Küste von Panglao geriet die Barge in einen Sturm und wurde auf Grund getrieben. Am folgenden Tag kenterte sie. Die 19-köpfige Crew wurde von dem Schlepper “Pollux 5” gerettet. Im Auftrag des Panglao Coastal Resource Management und des Tourism Office sollten am 8.7. zwei Marinebiologen eine Unterwasseruntersuchung des an den Korallen entstandenen Schadens vornehmen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter lief vor Dadan auf Grund
(08.07.16) Der chinesische Frachter "Jhinzao 29", 2962 BRZ (MMSI-Nr.: 412429820), lief am 6.7. gegen 20 Uhr an der Nordküste der Insel Dadan vor Xiamen auf Grund. Dabei wurde der Rumpf aufgerissen, es kam zu Wassereinbruch in Laderaum 1. Der Havarist bat um sofortige Hilfe, und mehrere Rettungsschiffe und Schlepper assistierten dem Havaristen. Die 14-köpfige Crew wurde abgeborgen. Dann gelang es, den vorlastigen Frachter zu stabilisieren, und am 7.7. wurde er nach Xiamen abgeschleppt und gedockt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter riss sich im Taifun los
(08.07.16) Der unter Singapur-Flagge laufende RoRo-Frachter "Avatar", 16557 BRZ (IMO-Nr.: 8314586), riss sich am 7.7. um 7.55 Uhr von seinem Liegeplatz im Hafen von Kaohsiung los, nachdem im Taifun Nepartak drei Trossen brachen. Er trieb in den Hafen hinaus und hätte mit einem in der Nähe vertäuten Schiff der taiwanesischen Marine kollidieren können. Schlepper konnten den Ausreißer wieder einfangen und an einem anderen Liegeplatz sichern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suche nach vermissten Fischern abgebrochen
(08.07.16) Die US Coast Guard hat am 7.7. bei Sonnenuntergang die Suche nach den drei vermissten Fischern der “Iwa”, die am 3.7. an der Nordküste von Oahu gekentert war, ergebnislos eingestellt. Es fand sich keine Spur von Jensen Loo, Clint Oshima und Derek Tomas, obwohl über 27,600 Quadratmeilen abgesucht und über vier Tage die Drift von fünf Markierungsbojen verfolgt worden war. Die Suche begann an der Nordküste, wurde dann aber westwärts bis Kauai und in nördliche Richtung bis 100 Meilen vor der Küste auf der Basis der Driftpatterns ausgedehnt.
Beteiligt waren eine HC-130 Hercules und ein MH-65 Dolphin der Air Station Barbers Point, die Crews der Patroullienboote USCGC „Kiska“ (WPB-1336) aus Hilo and USCGC „Ahi“ (WPB-87364) aus Honolulu, Boote der Coast Guard Stationen Honolulu und Kauai, eine P-3 und ein SH-60 der Marine sowie der UH-1Y aus Kaneohe Bay sowie das Hawaii County Fire Department mit Jetskis und Helikoptercrews. Die „Iwa” war am 47. Kieloben treibend von der Coast Guard 25 Meilen vor dem Haleiwa Boat Harbor entdeckt worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Gotland-Fähre rasch gelöscht
(08.07.16) Kurz nachdem die schwedische Fähre "Visby", 29746 BRZ (IMO-Nr.: 9223784), am 7.7. um 16.30 Uhr aus dem Hafen von Visby nach Nynäshamn ausgelaufen war, wurde im Ladedeck Rauchentwicklung festgestellt. Vorsorglich drehte der Kapitän das Schiff sofort herum und lief um 17.15 Uhr wieder in den Hafen ein. Gleichzeitig wurden die Passagiere der voll besetzten Fähre über Lautsprecher informiert.
Schiffsbrandbekämpfungsteams stellten als Brandherd ein überhitztes Kühlaggregat an einem Trailer fest. Es gelang ihnen rasch, das Feuer zu ersticken. Bereits um 17.30 Uhr konnte nach einer Kontrolle die Fähre wieder auf Fahrt gehen und machte um 20.15 Uhr in Nynäshamn fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Nilboot gesunken – vier Tote
(08.07.16) Vier pakistanische Touristen ertranken am 6.7. auf dem Nil unweit der 15th of May Bridge in Kairo, als ein Boot auf dem Fluss kenterte und sank. An Bord waren 10 Fahrgäste. Das Boot war nicht zugelassen zum Personentransport. Es war mit einem Pfeiler der Brücke kollidiert und leckgeschlagen. Nur sechs der Fahrgäste konnten sich schwimmend retten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schiff der israelischen Marine bei Sinkex im Mittelmeer versenkt
(08.07.16) Die israelische Marine hat bei einem zweiwöchigen Manöver im Mittelmeer das vor einem Jahr ausrangierte Flugkörperschellboot INS “Atzmaut”, 415 tdw, der Sa’ar-4 Klasse mit zwei radargesteuerten Harpoon-Raketen aus amerikanischer Fertigung versenkt. Sie wurden von der INS “Hetz” und INS „Herev“ aus der maximalen Entfernung von 120 Kilometern abgefeuert. Das Zielschiff wurde mittschiffs getroffen und sank binnen kurzer Zeit.
Ein Team an Bord eines Eurocopter AS565 Panther Helikopters, das über dem Zielschiff kreiste, beobachtete die Versenkung. An der Übung nahmen zwei Sa’ar-5-Korvetten sowie mehrere Einheiten der Sa’ar 4.5-Nirit-Klasse teil. Die INS “Atzmaut” lief am 3.12.1978 vom Stapel und wurde im Februar 1979 in Dienst gestellt.
Die Außerdienststellung erfolgte am 5.3.2016. Die insgesamt 13 Boote der Sa'ar 4 Klasse entstanden auf israelischen Werften. Drei von ihnen gingen nach Südafrika. Boote der Sa'ar 4-Klasse wurden im Oktober 1973 im Yom Kippur-Krieg eingeseztt. Später verkaufte Israel die meisten Boote der Klasse, doch INS „Nitzachon“ und INS „Atzmaut“ blieben bis 2014 im aktiven Dienst.
Die Boote sind 58 Meter lang, 7,62 Meter breit und haben 2,4 Meter Tiefgang. Auch die INS „Kidon“ landete auf dem Meeresgrund. Sie wurde nach der Außerdienststellung als Unterwassergedenkstätte versenkt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gesunkener Schlepper soll gereinigt werden
(08.07.16) Am 7.7. trafen Vertreter der Coast Guard in Mount Carmel ein, um mit der Reinigung des im August 2014 gesunkenen Schleppers „Matterhorn“ zu beginnen. Der Eigner hatte nach dem Untergang eine Ölsperre ausgelegt, aber dann keine weiteren Maßnahmen mehr getroffen. Deshalb wurde die Küstenwache jetzt an seiner Stelle initiativ.
Wenn der Eigner die Kosten nicht trägt, werden sie durch den Oil Pollution Fund beglichen. Es galt, sämtliche vorhandenen Ölreste des in flachem Wasser liegenden Wracks auszupumpen. Das Schiff ist die frühere “St.Charles”, wurde später die “Chebucto Sea” der kanadischen Marine, ehe sie zur “Matterhorn“ wurde. Die Registrierung endete am 31.7.2014.
Quelle:Tim Schwabedissen



Expeditionsschiff wieder flott
(08.07.16) Das norwegische Expeditionsschiff "Ulla Rinman", 93 BRZ (MMSI-Nr.: 257183000), das im Liedefjord in Nord-Spitzbergen am 6.7. gegen 18 Uhr auf Grund gelaufen, konnte am Abend des 7.7. von der norwegischen Coast Guard wieder freigeschleppt werden. Eskortiert von einem Patroullienboot machte es sich mit eigener Kraft auf den Weg nach Longyearbyen, wo es auf Schäden untersucht werden sollte.
Die Passagiere waren erst von dem Kreuzfahrtschiff "Bremen", 6752 BRZ (IMO-Nr.: 8907424), übernommen und später auf ein Boot der Coast übergesetzt worden. Die "Ulla Rinman" läuft für die Charterfirma Ulla Arctic AS.
Quelle:Tim Schwabedissen



Jungfernfahrt von Rettungsboot endete nach zwei Stunden kieloben
(08.07.17) Drei freiwillige Retter der Marine Rescue Terrigal mussten sich selbst retten, als am 7.7. gegen 14 Uhr ihr brandneues Boot, die “Terrigal 30“, vor Little Box Head in New South Wales in einer großen Welle kenterte. Sie wurden von der Ettalong-Fähre unversehrt gerettet. Das Boot wollte die Barre vor Little Box Head queren, um in den schmalen Kanal des Brisbane Water zu seinem künftigen Liegeplatz zu gelangen.
Crew aus Point Clare machten sich am Morgen des 8.7. zur Unglücksstelle auf. Es sollte die Chancen zur Bergung des 350,000 Dollar werten Bootes ausloten. Das Marine Rescue Terrigal Unit Command hatte das 9,5 Meter-Sailfish-Boot gerade in Pittwater übernomnen und war unterwegs zum Auftanken in der Hardys Bay, als nach nur zweistündiger Jungfernfahrt diese jäh endete. Die Crew war in dem kieloben treibenden Boot mehrere Minuten eingeschlossen, ehe sie sich retten konnte. Der Katamaran wurde dann an die Küste des Ettalong Beach getrieben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht “John Locke“
(Bild: New Jersey State Police Marine Division)
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Segelyacht “John Locke“ auf Buhne gestrandet
(7.7.2016) Am Nachmittag des 6.7. strandete gegen 14 Uhr die 30 Fuß lange Segelyacht “John Locke“ auf einer Buhne in Manasquan. Als das Boot auf die Felsenmole aufschlug, wurde der etwa 60-jährige Skipper verletzt. Er war offenbar am Ruder eingeschlafen, als es sich der Küste des Atlantic Ocean Beach annäherte. Das Boot war unter Motor und ohne Segel nördlich der Küste von Manasquan unterwegs gewesen.
Plötzlich machte es eine scharfe Drehung nach Westen und hielt direkt auf die Mole nördlich des Main Street Beach zu. Versuche von Zeugen des herannahenden Unheils, den Skipper durch Rufe zu warnen, blieben ohne Erfolg. Dessen Versuch, das Ruder m letzten Moment noch herumzureißen, kam zu spät.
Sekunden später krachte das Boot bereits mit großer Wucht auf die Felsen. Da das Wasser ablief, legte es sich rasch auf die Seite. Mehrere Lifeguards waren wenig später vor Ort. Als sie das Boot erreichten, war der von der Entwicklung völlig überraschte Skipper offenbar desorientiert.
Er wurde angewiesen, die „John Locke“, die in der Brandung lag, über die Heckleiter zu verlassen. Durch die hohen Wellen wurde er dann an Land gebracht. Auch die New Jersey State Police Marine Unit, die U.S. Coast Guard und das Manasquan Police Department waren inzwischen vor Ort.
Die New Jersey State Police Marine Division traf um 14.30 Uhr ein. Der Segler wurde nach seiner Rettung ins Jersey Shore University Medical Center in Neptune gebracht. Auch ein Strandretter hatte auf den Felsen eine leichte Verletzung davongetragen. Die Yacht begann bei Flut zu sinken, nachdem sie immer wieder von Wellen auf die Felsen geschleudert wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Rømø gestrandet
(07.07.16) Der dänische Kutter "Katharine", 68 BRZ (MMSI-Nr.: 219000617), lief in der Nacht zum 6.7. südwestlich der Nordseeinsel Rømø auf Grund. Gegen 2.10 Uhr alarmierte der Kapitän des in Havneby beheimateten Schiffes die Seenotretter der Station List: Auf der Suche nach den besten Fanggründen war der Krabbenkutter zwischen zwei Sandbänken nach einer kurzen Grundberührung von der starken Strömung und den nordwestlichen Winden der Stärke 7 auf eine Sandbank gedrückt worden. Aus eigener Kraft konnte er sich nicht mehr befreien.
Kurz nach 2.30 Uhr erreichte der Seenotkreuzer "Pidder Lüng" den Havaristen. Der Kutter lag bereits ziemlich hoch auf dem Sand. Bei einem Schwell von bis zu drei Metern schlug die See immer wieder auf das Ruderhaus des 20-Meter-Stahlkutters.
Vormann Christian Koprek steuerte den Seenotrettungskreuzer vorwärts an den Havaristen heran. Trotz der erschwerten Bedingungen gelang es den Rettungsmännern, eine Schleppverbindung herzustellen. Mit der Kraft ihrer 1.675 PS starken Maschine zog die "Pidder Lüng" den Kutter schließlich wieder in tieferes Wasser und eskortierte ihn nach Havneby, weil sein Ruder offenbar durch die Grundberührung beschädigt worden war. Gegen 4.30 Uhr meldete sich die "Pidder Lüng" wieder „klar P 3“ (einsatzbereit auf Station).
Quelle:Tim Schwabedissen



Hamburger Containerfrachter rettete schiffbrüchige Segler
(07.07.16) Der deutsche Containerfrachter “Hamburg Express”, 142295 BRZ (IMO-Nr.: 9461051), unter Kapitän Bernd Müller hat am 4.7. vor der Küste Taiwans zwei Segler aus Seenot gerettet. Die Schiffbrüchigen – ein Mann und eine Frau – waren unterwegs von Hongkong nach Taiwan und seit drei Tagen ohne Wasser und Proviant in schwerer See, als sie ihren Notruf absetzten. Die „Hamburg Express“ befand sich zu diesem Zeitpunkt wie viele andere Schiffe in der Nähe und nahm Kurs auf die Position.
Gut zwei Stunden nach dem Notruf entdeckte der Zweite Offizier die Yacht, die unter Segeln in der 2,5 Meter hohen See stark stampfte und rollte. Die Besatzung der „Hamburg Express“ leitete ein Rettungsmanöver ein. Im Lee-Schutz der hohen Bordwand gelang es den Seeleuten, eine Leinenverbindung zu dem Boot herzustellen.
Beide Segler konnten dann über die Lotsenpforte an Bord genommen werden. Die Yacht wurde nach Abschluss der Rettungsaktion sich selbst überlassen. Die „Hamburg Express“ meldete ihre Position an die Küstenwache. Der Frachter erreichte den Zielhafen Kaohsiung trotz der Rettungsaktion pünktlich um 22 Uhr Ortszeit.
Die Geretteten wurden dort den örtlichen Behörden übergeben. Die „Hamburg Express“ hat ihre Fahrt inzwischen planmäßig fortgesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schon wieder Binnenschiff aufgelaufen
(7.7.2016) Am Morgen des 6.7. gegen 6.45 Uhr lief auf dem Rhein an der Düsseldorfer Rheinkniebrücke zum vierten Mal binnen drei Wochen ein Binnenschiff auf Grund. In der Nacht hatte ein anderes Schiff die Hindernistonne an der Kribbe mitgerissen. Diese war seit längerem überspült, und die Kribbenstange wurde bereits bei der ersten Havarie Mitte Juni abgerissen. Am 14.6. war deutsche Binnenschiff "Port de Mar", 2428 ts (EU-Nr.: 05501530), unterhalb der Rheinkniebrücke in Düsseldorf auf Grund gelaufen.
So konnte der Schiffsführer der aus Duisburg kommenden, niederländischen „Hamaritha“ 1702 ts (EU-Nr.: 02323494), am frühen Morgen des 6.7. das Hindernis im Fluss nicht erkennen und setzte mit seinem unbeladenen Schiff auf, als er das Rheinknie außerhalb der Fahrrinne in der Innenkurve abkürzen wollte. Ein anderes Schiff zog den Havaristen binnen weniger Minuten aber wieder von den Steinen herunter. Deshalb wurde auch keine Sperrung des Flusses nötig. Die Warntonne ist mittlerweile im Neusser Hafen aufgetaucht, und an der Rheinkniebrücke wurde eine neue angebracht. Erst wenn der Rheinpegel sinkt, kann die Kribbenstange wieder repariert werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vor Taiwan auf Grund gelaufen
(07.07.16) Der chinesische Frachter "Tai Gang", 2994 BRZ (IMO-Nr.: 9550462) lief am 5.7. um 16.45 Uhr vor Quanzhou in der Straße von Taiwan auf Grund. Das Quanzhou MRCC fing einen Notruf des Schiffes auf und schickte Rettungsboote zu dem Havaristen, der allerdings nicht in unmittelbarer Gefahr und stabil war. Mit der Flut am Abend konnte er auch wieder flottgemacht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Tanker in Kaliningrad
(07.07.16) Am Abend des 6.7. brach im Maschinenraum des holländischen Tankers "Venezia D", 6875 BRZ (IMO-Nr.: 9150327) ein Feuer aus. Der Tanker, der mit 5400 Tonnen Sojaöl beladen war, lag am SOYA Terminal im Svetliy-Hafen von Kaliningrad. Neun Löschfahrzeuge und zwei Löschschlepper wurden zur Brandbekämpfung eingesetzt und hatten das Feuer binnen einer Stunde erfolgreich bekämpft.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Kühlschiff
(07.07.16) Am 5.7. um 13.30 Uhr brach ein Feuer im Laderaum des russischen Kühlschiffs "Arkadia", 6971 BRZ (IMO-Nr.: 9057393), aus. Es war bereits seit dem 4.6. an Liegeplatz 44 in Wladiwostok vertäut. Neun Löschfahrzeuge wurden zum Brandort gerufen, und gegen 21 Uhr war das Feuer gelöscht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vor Azov auf Grund gelaufen
(07.07.16) Der unter Cook-Islands-Flagge registrierte Frachter "Volga 4004", 4911 BRZ (IMO-Nr.: 8720216), lief am späten Abend des 5.7. in der Ansteuerung des Hafens von Azov auf dem Don unweit von Tonne 79 auf Grund. Er konnte sich am 6.7. um 02.15 Uhr selbst wieder befreien und die Fahrt fortsetzen. Das unbeladene Schiff war unterwegs von Gebze nach Rostov-on-Don.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff drohte in Enkhuizen zu sinken
(07.07.16) Am Nachmittag des 6.7. schlug das mit Sand beladene, holländische Binnenschiff „Dankbaarheid“, 828 ts (EU-Nr.: 02204101), an der Krabbergatschleuse in Enkhuizen leck. Um 17.47 Uhr wurde die KNRM Rettungsstation Enkhuizen alarmiert. In der Werkstatt des Fahrzeugs stand das Wasser bereits 1,5 Meter hoch.
Binnen acht Minuten waren beide örtlichen Rettungsboote mit Lenzpumpen vor Ort. Auch das Bergungsschiff „Odin“ kam mit einer Pumpe zu Hilfe. Insgesamt fünf Lenzpumpen vermochten den bereits tief im Wasser liegenden Havaristen schließlich zu stabilisieren und die Lage unter Kontrolle zu bekommen.
Als Ursache des Wassereinbruchs wurde ein defektes Ventil ausgemacht. Rijkswaterstaat und die Polizei nahmen Ermittlungen auf. Durch das einströmende Wasser stürzte ein großes Fass mit Teerfarbe um, dessen auslaufender Inhalt sich mit dem einströmenden Wasser vermischte.
Dadurch wurden mehrere Überlebensanzügen Pumpen, Schläuche und das Rettungsboot kontaminiert. Die Rettungsboot-Crew musste deshalb nach Sicherung des Schiffes einige Zeit mit Reinigungsarbeiten verbringen, als sie zurück am Bootshaus war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Mississippi wurde bei St. Louis nach Dieselverschmutzung gesperrt
(07.07.16) Das US Army Corps of Engineers schloss am 6.7. Schleuse und Damm 25 auf dem oberen Mississippi River nahe St. Louis, Missouri. Rund 2,074 Gallonen Diesel waren zuvor aus dem 48 Meter langen Schubschlepper "Jerry Jarrett" (MMSI-Nr.: 367451270) beim Transit der Schleuse ausgelaufen. Bis die Verschmutzung beseitigt war, wurde der Schifffahrtsweg gesperrt. Dazu wurde die Environmental Restoration gerufen. Nachdem das Öl aufgenommen war, gab das Army Corps of Engineers den Bereich wieder frei.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suche nach drei vermissten Fischern vor Hawaii dauert an
(07.07.16) Die Suche nach der vermissten dreiköpfigen Crew der “Iwa” dauerte am 6.7. vor Oahus Norrküste den dritten Tag an. Beteiligt waren eine HC-130 Hercules der Air Station Barbers Point, ein MH-65 Dolphin-Helikopter der Coastguard, ein UH-1Y-Hubschrauber des Marine Corps in Kaneohe Bay, das Patroullienboot “Ahi - WPB-87364” der Coast Guard Honolulu sowie ein 45-Fuß-Boot der Coast Guard Station Kauai. Das Suchgebiet wurde bis auf ein Gebiet westlich von Kauai und nordwärts bis 100 Meilen vor die Küste ausgedehnt auf der Basis von Driftmodellen.
Vor Ort waren aktuell 23 Meilen Wind aus östlichen Richtungen mit Regenschauern und Wellen von sechs Fuß Höhe. Das kieloben treibende Boot von Jensen Loo, Clint Oshima und Derek Tomas war 25 Meilen vor dem Haleiwa Boat Harbor am 4.7. leer entdeckt worden, nachdem tags zuvor Angehörige die Männer als überfällig gemeldet hatten. Jegliche Sichtung sollte an die Küstenwache in Honolulu gemeldet werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker wird nach Feuer in Mainz repariert
(07.0716) Der Schweizer Binnentanker „Magnolia“ lag nach dem Feuer, das am 4.7. um 14.37 Uhr gemeldet worden war, weiterhin in Gustavsburg am Kai. Das Schiff hatte vor dem Feuer 1900 Tonnen Heizölfracht in Mainz-Mombach gelöscht und anschließend mit leeren Tanks auf dem Main vor der Kostheimer Schleuse in Höhe der Rudolf-Diesel-Straße angelegt, um auf neue Order ihres Reeders zu warten.
Der 47-jährige türkische Schiffsführer und zwei weitere Besatzungsmitglieder waren gerade beim Mittagessen, als Passanten auf Qualmwolken aufmerksam wurden, die von dem Schiff aufstiegen.
Sie verständigten sofort die Besatzung, die vergeblich versuchte, das daraufhin festgestellte Feuer mit einem Wasserschlauch zu löschen. Die Feuerwehren aus Ginsheim-Gustavsburg, Bischofsheim Rüsselsheim und Wiesbaden kamen zu Hilfe und meldeten gegen 15.30 Uhr „Feuer aus“. Insgesamt waren 80 Kräfte im Einsatz.
Angerückt waren auch der Arbeiter-Samariter-Bund und die DLRG, die die Einsatzstelle mit Booten absicherte. Gegen 15.45 Uhr konnte der Main für den während der Löscharbeiten eingestellten Schiffsverkehr wieder freigegeben werden. Eine Ermittlungsgruppe der Wasserschutzpolizei Wiesbaden befragte unterdessen die Besatzung, um der Brandursache auf die Spur zu kommen.
Das Feuer war offenbar im Anschluss an Arbeiten in einer Ecke des Maschinenraums ausgebrochen. Die Maschinen selbst waren dabei nicht in Brand geraten. Die Höhe des entstandenen Sachschadens stand noch nicht fest, ebenso wenig ein Zeitpunkt für die Weiterfahrt.
Wahrscheinlich würde das Schiff aber an Ort und Stelle repariert werden können. Das durch den Strommeister verhängte Weiterfahrverbot kann aufgehoben werden, sobald ein Sachverständiger dann die Schiffsicherheit festgestellt hat. Die 100 Meter lange und 12 Meter breite „Magnolia“ ist regelmäßig auf Rhein und Main unterwegs.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Binnenschiff in Zwijndrecht
(07.07.16) Am 7.7. brach auf dem holländischen Binnenschiff "Vecht", 1714 ts (EU-Nr.: 02324805), das am Maasplein in Zwijndrecht vertäut war, ein Feuer aus. Der Brand wurde um 6.20 Uhr bemerkt und die Feuerwehr gerufen, die auch mit einem Löschboot anrückte. Um 6.53 Uhr wurde Feuer aus gemeldet. Danach galt es noch die stark verqualmten Innenräume zu lüften und das Löschwasser wieder abzupumpen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ausflugsschiff im Liedefjord auf Grund gelaufen
(07.07.16) Das norwegische Ausflugsschiff „Ulla Rinman", 93 BRZ (MMSI-Nr.: 257183000), lief am 6.7. gegen 18 Uhr im Liedefjord im nördlichen Spitzbergen auf Grund. An Bord waren acht Fahrgäste und eine zweiköpfige Crew. Die Passagiere wurden auf das in der Nähe befindliche Hapag-Lloyd-Kreuzfahrtschiff „Bremen", 6752 BRZ (IMO-Nr.: 8907424), übergesetzt und nach Ny-Ålesund gebracht.
Es bestanden weder Gefahren für Leib und Leben noch für die Umwelt. Der Gouverneur von Sitzbergen koordinierte den folgenden Einsatz des JRCC, der Küstenverwaltung und der Coast Guard zur Bergung des Havaristen. Die “Ulla Rinman” läuft für die Svalbard Explorer AS in Longyearbyen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bisher 217 Tote in Augusta geborgen
(07.07.16) Die italienischen Behörden haben in Augusta bislang 217 Tote aus dem Wrack des am 18. April 2015 vor Libyen gesunkenen Flüchtlingsboots geborgen. Bisher wurde an 52 Toten eine Autopsie durchgeführt. Insgesamt wurden zwischen 250 und 300 Tote im Rumpf des am 27.6. gehobenen Wracks vermutet worden.
Beteiligt an der Arbeit sind neben der italienischen Marine die Feuerwehr, das Rote Kreuz, das anthropologische Institut und die forensische Odontologie. Die Bergungsoperation kostete bislang 9.5 Millionen Euro und fand auf Weisung des italienischen Premierministers Matteo Renzi statt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fährkollision in Woods Hole
(07.07.16) Die amerikanische Fähre "Governor", 678 BRZ (IMO-Nr.: 8835308), kollidierte, als sie von Martha’s Vineyard zurückkehrte, in Woods Hole am 6.7. um 11.45 Uhr mit der "Martha's Vineyard", 1297 BRZ (IMO-Nr.:9103881), die dort am Woods Hole Terminal in Falmouth lag und Fahrzeuge löschte. Sie hatte zuvor einen Ruderversager erlitten. Die „Governor” wurde nur leicht beschädigt und nach einer Untersuchung durch die Coast Guard wieder freigegeben.
An der „Martha’s Vineyard” entstand beim Zusammenstoß oberhalb der Scheuerleiste ein 30 Zentimeter langer Riss. Außerdem wurden einige Spanten verbogen. Das Schiff wurde an den dritten Anleger verholt, und Schweißer begannen wenig später, den Schaden zu beheben. Aus Fairhaven wurde die Frachtfähre “Katama” als Ersatz gerufen. Zum Unfallzeitpunkt herrschte starker Flutstrom und Südwestwind von 10 Knoten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei vor Dover treibende Segler durch RNLI-Boot geborgen
(07.07.16) Der holländische Marssegelschoner "Swaensborgh", 172 BRZ (IMO-Nr.: 8138255), der am 4.7. aus Delfzijl mit 30 Fahrgästen an Bord ausgelaufen war, geriet am 6.7. gegen neun Uhr in der Straße von Dover in Probleme. Erst war nicht genug Wind zum Segeln, und dann fiel auch noch die Maschine im südwestlichen Fahrwasser aus. Um das Schiff aus der vielbefahrenen Wasserstraße zu bekommen, wurde um 10.50 Uhr das RNLI-Boot "City of London II" gerufen, das den Dreimaster in die Eastern Docks von Dover schleppte. Die Operation wurde durch ein Lotsenboot unterstützt. Dass die Hilfeleistung dringend vonnöten war, zeigte die zwischenzeitliche Annäherung eines 180 Meter langen Tankers, der mit 18 Knoten Fahrt auf den Schleppzug zulief.
Die “Swaensborgh” wurde 1907 als Zweimaster für Elb-, Weser- und Wattfahrten 1907 bei Hannus Jacobs in Moorege, Uetersen, erbaut und in den 1950er Jahren zum Frachtmotorschiff umgerüstet. Bis Ende der achtziger Jahre war Schiff in der Frachtfahrt als „Anna“, „Eleonore“, „Adele Raap“ und „Mira II“ tätig. 1950 wurden die Masten entfernt, ein Motor eingebaut und das Schiff um fünf Meter verlängert.
1957 erfolgte eine nochmalige Verlängerung um fünf Meter. 1990 kaufte der jetzige Eigner die „Swaensborgh“ und richtete sie mit neuer Takelage, zwei hochwertigen Salons und 13 geräumigen Kabinen für den modernen Charterverkehr her. Das Schiff bietet bei Tagestörns auf der Ostsee Platz für 80 Gäste. Längere Törns sind mit bis zu 32 Übernachtungsgästen möglich. Der Schoner hat eine Länge von 47 Metern, eine Breite von 5,9 Metern, 2,3 Meter Tiefgang und eine Segelfläche von 500 m².
Um 16.43 Uhr wurden die Seenotretter erneut gerufen – die 14 Meter lange britische Yacht "Salutation" war ebenfalls in Schwierigkeiten. Auch hier lag ein Motorschaden vor, und mangels Wind ging es nicht mehr voran. Das Boot mit einer zweiköpfigen Crew an Bord hatte außerhalb des Fahrwassers Anker geworfen. Es wurde ebenfalls auf den Haken genommen und um 17.50 Uhr in der Dover Marina festgemacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kleinyacht mit Wassereinbruch
(7.7.2016) Vor Dorsets Jurassic Coast geriet am Morgen des 6.7. eine acht Meter lange Yacht mit zwei Mann an Bord in Seenot. Sie drohte nördlich der Old Harry Rocks nach Wassereinbruch zu sinken. Die eigene Pumpe kam nicht gegen das eindringende Wasser an. Die Solent Coastguard alarmierte die RNLI in Swanage, deren beide Boote sofort ausliefen. Ein Rettungsmann wurde an Bord übergesetzt und versicherte sich der Unversehrtheit der Crew.
Dann kamen zwei weitere Männer mit einer starken Pumpe an Bord, und es gelang, den Wasserpegel zu reduzieren. Dann wurde die Crew abgeborgen und das Boot in Schlepp genommen. Mit langsamer Fahrt ging es nach Poole Harbour, wo die Yacht an Salterns Boatyard aus dem Wasser geholt wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Britische Segelyacht „Solan Spirit“ trockengefallen auf Felsen (Bild: SNSM)   Großbild klick!

Segelyacht sehr hoch und trocken vor Paimpol
(06.07.16) Die britische Segelyacht „Solan Spirit“ lief am 4.7. gegen 22 Uhr auf Felsen vor Pors-Even unweit von Paimpol (Bretagne) in der in Ploubazlanec-Kommune. Das Schiff hatte unter Motor den Hafen verlassen, als es havarierte. Der Skipper alarmierte das SNSM-Boot „Zaqn Ivy“ der Station Loguivy-de-la-Mer und konnte unversehrt abgeborgen werden. Die 10 Meter lange Yacht aber fiel mit ablaufendem Wasser vollständig trocken.
Die Seenotretter sicherten das hilflos eingekeilte Boot auf dem Felsen so, dass es nicht umkippen konnte. Danach galt es auf die Flut zu warten. Als das Wasser ausreichend hoch aufgelaufen war, konnte die „Solan Spirit“ von dem Felsen gezogen und nach Paimpol eingeschleppt werden. Das Boot hatte seinen Aufenthalt auf dem Trockenen mit Kratzern und einem Ruderschaden aber recht glimpflich überstanden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter „Stoney Broke“ (Bild: RNLI)
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Flut brachte falsch vertäuten Kutter zum Untergang
(06.07.16) Das RNLI-Boot aus Whitby wurde am 5.7. gerufen, nachdem der 10 Meter lange Kutter „Stoney Broke“ über Nacht im Hafen gesunken war. Der mit 25,000 Pfund versicherte Angelkutter war offenbar vorsätzlich in der Dunkelheit so an einer Leiter festgemacht worden, dass er kenterte und volllief, als am Morgen des 5.7. die Flut kam. Nur noch das Ruderhaus auf dem Vorschiff ragte aus dem Hafenwasser.
Die Seenotretter kontrollierten als erstes, ob sich womöglich noch Menschen an Bord befanden. Bei Ebbe wurde das Schiff dann wieder ausgepumpt und wieder aufgeschwommen. Der Einnahmeverlust der Reederei Whitby Fishing Trips wurde auf rund 15,000 Pfund geschätzt.
Das Schiff war für Angeltouren und Charterfahrten eingesetzt worden. Die Reparatur des Schiffes dürfte mehrere Wochen dauern. Wer den Kutter so verhängnisvoll festmachte, war noch völlig rätselhaft.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff "Alsvin" (Bild: KNRM)
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Binnenschiffe auf Marker- und Ijsselmeer im Sturm in Seenot
(06.07.16) Gleich zwei Binnenschiffe waren am Nachmittag des 5.7. in einem Weststurm mit bis zu sieben Beaufort auf dem Ijssel- und dem Markermeer in Seenot. Auf dem Markermeer war es das holländische Binnenschiff "Fiducia", 3262 ts (EU-Nr.: 02330534), das von Amsterdam nach Rotterdam laufend bei hohem Seegang in Schwierigkeiten geriet. Durch Wellenschlag wurden Ladelukendeckel abgerissen. Wasser drang ins Schiff, das sich vor Lelystad befand, ein, und es lag wenig später tief in den Wellen.
Die holländische Coastguard alarmierte die KNRM Lelystad, doch in der Zwischenzeit konnte ein anderes Schiff, die "Deciderio", die längsseits ging, dem Havaristen Lee machen, sodass beide Fahrzeuge um 17.30 Uhr die Oranjeschleuse und dann den Schutz des Hafens von Lelystad erreichten.
Die belgische "Alsvin", 2634 ts (EU-Nr.: 06004017), sank auf dem IJsselmeer etwas sechs Kilometer vor der Küste von Stavoren. Bei hohem Seegang war es zu Wassereinbruch im achteren Laderaum gekommen. Ein Crewmitglied wurde mit Unterkühlungen gerettet.
Die Schifferfamilie hatte sich im halb überfluteten Aufbautenbereich befunden. Die beiden anderen Crewmitglieder waren trocken geblieben. Nur der obere Teil der Kajüten und das Ruderhaus ragte noch aus dem aufgewühlten Wasser her aus. Vier KNRM-Rettungsboote der Stationen Hindeloopen, Enkhuizen und Lemmer sowie ein Helikopter wurden um 15.35 Uhr alarmiert. Weil aus dem Schiff nach dem Untergang Öl auslief, wurde von dem Bergungsschiff "Odin" eine Ölsperre um das Heck ausgebracht. Ein Ölüberwachungsflugzeug stieg auf, um die Verschmutzung zu beobachten. Taucher von Rijkswaterstaat sollten die Leckagen abdichten.
Um 17.30 Uhr lief die "RWS 77" zur Untergangsstelle aus. Die "Alsvin" kam aus Duisburg. Sie war im Schlacketransport aus Hochöfen in Ijmuiden eingesetzt. Die Bergung sollte rund eine Woche dauern. Das Wrack lag zwar im Fahrwasser, behinderte die Schifffahrt jedoch nicht und wurde von Rijkkswaterstaat mit Bojen markiert.
Erst vor eineinhalb Jahren war die "Alsvin" zuletzt verunglückt. Sie lief am 20.2.2015 um 6.15 Uhr unter der Vlake-Brücke in Hansweert auf die Uferböschung auf dem Weg nach Rotterdam. Das Schiff hatte an jenem Tag 111 Container geladen, von denen 100 leer waren und die übrigen sechs mit Gefahrgut beladen.
Eine Person wurde bei der Havarie verletzt und von der Feuerwehr, die mit drei Wagen vor Ort im Einsatz war, von Bord geholt und mit einem Krankenwagen abtransportiert. Auch die KNRM wurde alarmiert. Der Zugverkehr wurde durch ProRail unterbrochen und ein Busersatzverkehr zwischen den Stationen Kruiningen-Yerseke und Goes eingerichtet.
Die „Alsvin“ lag dann bei ablaufendem Wasser mit zunehmender Steuerbordschlagseite unter der Brücke fest. Um 14 Uhr, eine Stunde vor Hochwasser, hatte eine Flotte von fünf Schleppern, darunter die „Bravo" und "Multratug 22", damit begonnen, sie von der Böschung zu ziehen. Der Havarist konnte gegen 15 Uhr wieder flottgemacht werden. Nachdem die "Alsvin" in tieferes Wasser gezogen war, wurde sie durch die Brücke bugsiert und an der Binnenkante der Schleusen bei Hansweert vertäut, wo Taucher den Schaden inspizierten.
ProRail gab die Brücke nach einer Untersuchung gegen 16 Uhr wieder frei. Die Polizei untersuchte, ob der Schiffsführer zum Zeitpunkt der Havarie zu viel Alkohol intus hatte. Er war beim Auflaufen verletzt worden. Im Krankenhaus wurde ihm auch eine Blutprobe entnommen.
Die „Alsvin“ von M. & C. Vèrgauweh & J. Heeren in Antwerpen ist 110 Meter lang und 11,45 Meter breit bei einem Tiefgang von 3,15 Metern. Der Kasko entstand 2004 auf der Santierul Naval Constanta, die Ausbauwerft war Jac. den Breejen in Hardinxveld.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack des deutschen U-Bootes “U 864” (Bild: Kystverket)
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Sensoren überwachen deutsches U-Boots-Wrack vor Fedje
(06.07.16) Die norwegische Küstenwache kann jetzt akribisch das Wrack des deutschen U-Bootes “U 864” zwei Meilen vor Fedje überwachen. Das Schiff ist in zwei Hauptteile zerbrochen, etliche kleinere Trümmerteile sind in der Umgebung der Untergangsstelle in 150 Metern Tiefe verteilt. Der Bugteil liegt am wenigsten stabil auf einem Abhang.
Die langfristige Aufgabe bleibt, die Umgebung so zu stabilisieren, dass er bei den weiteren Schritten, das Quecksilber an Bord des Wracks zu sichern, nicht abrutschen kann. Ein spezielles Rig wurde gebaut, das mithilfe eines ROV an sechs Stellen Sensoren im Meeresgrund installierte, die dann unter 100.000 Tonnen Sand und Steinen, die durch die Firma Van Oord eingebracht wurden, begraben wurden.
Sie können den Grad der Stabilisierung der Sedimente erfassen und auch kleinste Vibrationen messen. Bis zum Sommer soll die sieben Meter hohe Umfassung des Bugs fertiggestellt sein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter "Benita" (Bild: Five Ocean Salvage)
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Bergungsvorbereitungen auf Benita machen Fortschritte
(06.07.16) Die Berger von Five Oceans Salvage setzten ihre Arbeiten an dem Frachter "Benita" vor Mahebourg fort. Neben dem Schlepper "Ionian Sea FOS", der rund um die Uhr den Havaristen davor bewahrte, weiter zu vertreiben, war seit dem Morgen des 4.7. auch die "Coral Sea FOS" am Heck fest. Vor der eigentlichen Bergung hatte das Leichtern der 145 Tonnen Öl an Bord aber weiterhin oberste Priorität.
Alles geborgene Öl wurde in Tanks mit einem Helikopter an Land geflogen. Mit einem speziellen Saugsystem, das aber erst aus dem Depot der Firma in Griechenland herangeschafft werden musste, sollten auch die letzten Ölreste, die sich in zwei Doppelbodentanks befanden, ausgepumpt werden. Auch Ölfässer aus dem Maschinenraum wurden sicher an Land entsorgt. Bis zum Abschluss dieser Arbeiten blieben die Ölsperren um das Achterschiff bestehen.
In der zweiten Phase gelang es den Bergern, einen Luftkompressor, der nach der Strandung überflutet worden war, umzusetzen und zu reinigen. Er konnte vor Ort repariert werden und mit ihm ein Hilfsdiesel gestartet werden, wodurch die Energieversorgung an Bord wieder hergestellt war und die Kräne und Lüfter in Betrieb genommen werden konnten.
Ein Team von 25 Schweißern und Hilfspersonal machte bei der Reparatur der Doppelbodentanks und Laderäume Fortschritte. Diese sollen vor einer Bergung mit Pressluft gefüllt werden. Der Leiter der Tauchergruppe wurde am 28.6. verletzt, als er im Laderaum 3 abstürzte.
Nachdem er erste Hilfe erhalten hatte, wurde er mit einem Hubschrauber an Land gebracht und ins Krankenhaus in Port Louis gebracht. Insgesamt waren 45 Berger auf dem Schiff und drei Mann mit Koordinationsarbeiten an Land beschäftigt. Eine gute Nachricht war, dass der bei einer Attacke verletzte 4. Ingenieur des Frachters am 5.7. aus dem Krankenhaus entlassen werden konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Ingomar": Besanmast gebrochen (Bild: )
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Yacht erlitt Mastbruch bei Scheurrak
(06.07.16) Am 5.7. gegen 16:00 Uhr wurden die KNRM-Boot aus Oudeschild und Den Helder alarmiert, nachdem eine acht Meter lange holländische Segelyacht auf der Fahrt von Den Oever nach Vlieland bei Scheurrak bei sieben Beaufort Wind Mastbruch im Sturm erlitten hatte. Der Mast hing über die Seite des Bootes. Der in Texel beheimatete Kutter „Pieter van Aris - TX 21“, 78 BRZ (IMO-Nr.: 8431657), kam zu Hilfe, nahm die Yacht bei der Doove Balg 2-Tonne auf den Haken und alarmierte die Küstenwache.
Es gelang ihm, den Bug der Yacht gegen den Wind zu halten und zu verhindern, dass sie auf Legerwall geriet. Nachdem das Rettungsboot „Cornelis Dito“ aus Oudeschild vor Ort war, setzte sie Rettungsmänner auf der Yacht ab, die den Mast aus dem Wasser zogen und sicherten. Wenig später folgte die größere “Joke Dijkstra“, die den Schlepp von dem Kutter übernahm. Einer der Segler wurde mit leichter Unterkühlung ebenfalls an Bord der „Joke Dijkstra“ genommen. Bei 1,5 Metern Wellenhöhe und weiterhin starkem Wind ging der Schlepp dann langsam in Richtung des Hafens von Oudeschild. Hier konnte die Yacht gegen 19 Uhr assistiert von der „Cornelis Dito“ festgemacht werden.
Kaum waren die Seenotretter zurück in Den Helder, bat ein Kutter wegen Maschinenschadens im Schulpengat um Hilfe. Sofort ging es wieder hinaus, und während der Havarist mit eigener Kraft gen Hafen steuerte, blieb die „Joke Dijkstra“ auf Standby. Um 22 Uhr war auch dieses Schiff sicher im Hafen, und die Seenotretter konnten sich auf eine warme Mahlzeit freuen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnentanker brannte bei Gustavsburg
(06.07.16) Auf dem Schweizer Binnentanker "Magnolia", 2130 ts (EU-Nr.: 04800310), brach am Nachmittag des 4.7. unterhalb der Kostheimer Mainschleuse bei Gustavsburg ein Feuer im Maschinenraum aus. Gegen 14:30 Uhr bemerkten Anwohner in Gustavsburg, dass Rauch aus dem Schiff, das am Mainufer lag, aufstieg und informierten die Besatzung. Diese entdeckte einen Brand im Maschinenraum und schloss diesen sofort luftdicht ab, alarmierte die Feuerwehr und ging an Land.
Zuvor schaltete die Crew geistesgegenwärtig auch alle Maschinen und Aggregate auf dem Schiff ab. Beim Eintreffen der Feuerwehr war der Maschinenraum bereits komplett verraucht. Neben den Wehren aus Ginsheim-Gustavsburg, Bischofheim, dem Einsatzlöschwagen 2 des Landkreises sowie dessen DLRG-Kräften kam auch die Berufsfeuerwehr Wiesbaden mit Tauchern zur Einsatzstelle. Aus Gernsheim wurde das Feuerlöschboot “Hecht” angefordert.
Ein Trupp drang unter Atemschutz in den Maschinenraum vor und konnte den Brand mit einem C-Rohr schnell löschen. Für die umfangreichen Belüftungs- und Nachlöscharbeiten wurden weitere Trupps eingesetzt. Für rund eine Stunde waren der Schiffsverkehr auf dem Main sowie die Schleuse gesperrt. Vermutlich war der Brand im Zusammenhang mit Arbeiten im Maschinenraum entstanden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter im Suezkanal auf Grund gelaufen
(06.07.16) Am 5.7. um 15.30 Uhr lief der unter Marshall Islands-Flagge registrierte Containerfrachter "Maersk Shams", 94730 BRZ (IMO-Nr.: 9726669), auf der Fahrt von Algericas nach Aqaba auf dem Suezkanal bei Kanalkilometer 133 in dessen südlichem Bereich auf Grund. Das Schiff war das 13. von insgesamt 33 in einem südgehenden Konvoi. Einige andere Schiffe mussten ihren Transit unterbrechen.
Gegen 17 Uhr waren Schlepper vor Ort, und gegen 21 Uhr war der Frachter wieder frei. Er vollendete den Kanaltransit und ging um Mitternacht auf der Reede von Suez für Untersuchungen vor Anker.
Quelle:Tim Schwabedissen



Longliner treibt nach Feuer auf See
(06.07.16) Nach dem Brand im Maschinenraum des ecuadorianischen Longliners “Martina C”, 1492 BRZ (IMO-Nr.: 7396836) 280 Meilen westlich von Buenaventure am 5.7. trieb das aufgegebene Schiff weiter im Meer. Das Feuer hatte vom Maschinenraum auf die Aufbauten übergegriffen, sodass die 24-köpfige Crew in ein Rettungsboot flüchten musste. Nach einer fünfstündigen Suchaktion wurde es von einem Schiff der kolumbianischen Marine geortet, und die Schiffbrüchigen, dem spanischen Kapitän, einem Belgier, einem Kroaten einem Belgier, einem Panamaer und 20 Ecuadorianern, gerettet.
Das Feuer auf der „Martina C“, die zwei Tage zuvor aus Panama auf Fangfahrt ausgelaufen war, erlosch unterdessen. Ein anderes Schiff der Reederei sollte die Geretteten aufnehmen und den Havaristen, wenn möglich, nach Ecuador abschleppen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht vor Untergang bewahrt
(06.07.16) Die Coast Guard Rockland, Maine, rettete am 5.7. die zweiköpfige Crew der Segelyacht “Ingomar” sechs Meilen südöstlich von Owl’s Head Lighthouse. Das Schiff hatte nach Wassereinbruch gegen 10 Uhr einen Notruf abgesetzt. Ein 47-Fuß- und ein 29-Fuß-Boot liefen aus.
Nachdem sie die Yacht erreicht hatten, wurde ein Rettungsteam mit Lenzpumpen an Bord übergesetzt. Es gelang, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bekommen und die Journey’s End Marina in Rockland zu erreichen, wo die “Ingomar” aus dem Wasser gehoben wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sportboot bei Abschleppversuch für gekenterte „Iwa“ gesunken
(06.07.16) Die US Coast Guard rettete mit einem MH-65 Dolphin-Helikopter drei von vier Männern, deren 30 Fuß langes Sportboot „Makanani“ vor Laie, Oahu, gekentert war beim Versuch, den 20 Fuß langen Kutter „Iwa“ am 4.7. abzuschleppen. Dieser war am 4.7. 25 Meilen vor dem Haieiwa Boat Harbor im Rahmen einer Suchaktion kieloben treibend entdeckt worden. Die Coast Guard Honolulu hatte um 20.35 Uhr einen weitergeleiteten Notruf des Honolulu Fire Department bekommen, der während der Übertragung abgebrochen war.
Die Bootsfahrer hatten gemeldet, dass ihr Boot sinke und sie es aufgeben müssten. Der vierte Mann konnte schwimmend das Land erreichen. Er wurde anschließend mit Unterkühlungen medizinisch behandelt. Der Hubschrauber war auf der Suche nach den vermissten drei Fischern der „Iwa“ an der Nordküste von Oahu gewesen und war so rasch vor Ort.
Er setzte nach der erfolgreichen Rettungsaktion die Suche nach den Vermissten fort, an der sich außerdem eine HC-130 Hercules der Air Station Barbers Point, das Patroullienboot „Ahi - WPB-87364“ und ein SH-60-Hubschrauber der Marine in Kaneohe Bay beteiligten, der die Crew des MH-65 Dolphin ablöste.
Quelle:Tim Schwabedissen



Partykutter wird mit Pontons gehoben
(06.07.16) Der in der Nacht zum 26.7. in Drammen vor Glass am Kai gesunkene Partykutter „Costa Ikkeno II“ soll in Kürze wieder gehoben werden. Vier große Pontons sollen längsseits des Rumpfes festgemacht werden, zwei an jeder Seite. Diese werden mit starken Trossen am Wrack befestigt und dann mit Luft vollgepumpt. Das auf diese Weise unter Wasser schwimmende Schiff sollte dann zu einem Slip gezogen und dort aus dem Wasser geholt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot sank mit Asche der gestorbenen Frau des Skippers
(06.07.16) Am Morgen des 5.7. wurde der 61-jährige Skipper eines in Brand geratenen, 31 Fuß langen Motorbootes, einer Silverton 31c, vier Meilen vor der Küste von Camp Ellis in Saco nahe Ram Island von einem Fischerboot gerettet. Es war um 7.30 Uhr plötzlich in Flammen aufgegangen, nachdem zuvor auf dem Weg nach Connecticut der Motor ausgefallen war. Sofort stieg dichter Rauch auf, und die intensive Brandentwicklung machte jeden Löschversuch aussichtslos.
Der Skipper flüchtete auf einem Beiboot. Mit versengten Haaren, aber ansonsten unversehrt, wurde der Mann aus Westport gerettet. Um 7.40 Uhr wurden das Saco Fire Department, die Coast Guard und die Maine Marine Patrol alarmiert und kamen dem bei Wood Island unweit der Mündung des Saco River treibenden Boot zu Hilfe.
Der Skipper wurde mit einem Patroullienboot zur medizinischen Betreuung nach Camp Ellis gebracht, brauchte aber keine weitergehende Behandlung.
Für sein Boot aber gab es keine Rettung mehr – trotz Löschversuchen sank es auf 100 Fuß Wassertiefe mit vielen persönlichen Habseligkeiten, darunter eine Urne mit der Asche der 2013 verstorbenen Frau des Skippers.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Dursey Island gesunken
(06.07.16) Am Nachmittag des 5.7. geriet ein Kutter 11 Meilen vor Dursey Island an der Küste von Cork in Seenot. Der Rettungshubschrauber 115 aus Shannone wurde vom Valentia Rescue Coordination Centre ebenso wie das RNLI-Boot aus Castletownbere zu Hilfe geschickt. Am Abend wurde die zweiköpfige Crew gerettet und unversehrt nach Castletownbere gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vermeintliches Arsen entpuppte sich als Wasser
(06.07.16) Beim Beladen der britischen Fähre "Kaitaki", 22365 BRZ (IMO-Nr.: 9107942), kam es am 5.7. am Fährterminal in Picton gegen acht Uhr zu einem vermeintlichen Gefahrgutunfall, in dessen Verlauf das Areal zeitweilig evakuiert wurde. Beim Verladen eines Arsentanklastzugs liefen rund 10 Liter einer Flüssigkeit aus. Der Laster war für die 9.30-Uhr-Abfahrt nach Wellington an Bord gebracht worden.
Als er über eine steile Rampe fuhr, drang die Flüssigkeit zwischen den beiden Tankwandungen und verteilte sich auf dem Wagendeck. Gegen acht Uhr wurde die Feuerwehr von KiwiRail alarmiert. Die Picton Volunteer Fire Brigade folgte dem Protokoll für Giftunfälle, evakuierte die Umgebung und reinigte das Deck.
Der Einsatz dauerte rund eine Stunde. Dabei stellte es sich heraus, dass nicht, wie befürchtet, Arsen, sondern lediglich klares Wasser ausgelaufen war. Mit einer Stunde Verspätung lief die Fähre schließlich aus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ausflugsboot „Vagabum“ (Bild: Wilson County EMA)
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21 Ausflügler auf Old Hickory Lake gerettet
(05.07.16) Am 4.7. lief das Ausflugsboot „Vagabum“ der Rivership Cruises im Wilson County mit 21 Personen an Bord bei Hendersonville, Tennessee, auf dem Old Hickory Lake fest. Es saß zwischen Schlamm und Felsen auf Grund, nachdem es in einen durchziehenden Sturm geraten war. Die nachfolgende Rettungsaktion durch das Wilson County Emergency Management Agency, Marine 13, Tennessee die Wildlife Resources Agency und die Hendersonville Fire Response wurde mit mehreren Booten durchgeführt. Nach zweieinhalb Stunden waren alle in Sicherheit. Anschließend gelang es, den Havaristen wieder freizuschleppen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht nach Borkum eingeschleppt
(05.07.16) Ein Fischernetz ist am 4.7. gegen sechs Uhr in den Propellereiner Yacht nordöstlich des Windparks Borkum-Riff geraten. Dadurch konnte sie nicht mehr manövrieren. Der Seenotkreuzer „Alfried Krupp“ kam zu Hilfe und schleppte die Yacht mit sieben Personen an Bord in den Borkumer Schutzhafen, der gegen 10.30 erreicht wurde .
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack der Entsorgungstanker „Newtown Creek“ (Bild: Shipwreckparkpompano)
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Tanker wird mit Kunstaustellung an Bord versenkt
(05.07.16) Unter dem Namen "Lady Luck" soll der einstige Entsorgungstanker „Newtown Creek“ 2557 BRZ (IMO-Nr.: 6728044), am 23.7. eine Meile vor der Fischereipier von Pompano Beach in Fort Lauderdale versenkt werden. An Bord hat er eine Unterwasserkunstausstellung und wird das Zentrum eines Shipwreck Park, wo er umgeben von 16 bereits existierenden Wracks mit dem Schornsteintopp 50 Fuß unter der Wasseroberfläche zu liegen kommen wird.
Das Wrack soll dann jährlich 35000 Taucher anlocken. Es liegt nur 10 Bootsminuten vom Hillsboro Inlet entfernt. Der Pompano Beach Economic Development Council hat das Projekt vorangetrieben. Die "Newtown Creek“" wurde von der City of New York durch die Shipwreck Park, Inc., einer Non-Profit-Organisation. die von der City of Pompano Beach und dem Isle Casino Racing Pompano Park in einer Public-Private-Partnership gegründet wurde, erworben. Das Schiff wurde dann von New York City auf den Miami River geschleppt, wo es gereinigt und für die Versenkung vorbereitet wird.
Wenn diese Arbeiten abgeschlossen sind, kommt sie nach Port Everglades, von wo die letzte Reise vor die Küste von Pompano Beach startet. Der Künstler Dennis MacDonald hat verschiedene Displays in seinem Atelier in Pompano Beach angefertigt, darunter die Installation eines imaginären Casinos für das Schiffsdeck als Teil des Sponsoring der Isle Casino. Die Taucher können dann zu Pokertischen, kartenspielenden Haien und einarmigen Banditen schwimmen.
16 Kabinen, das Kapitänsdeck, die Kombüse oder der Maschinenraum stellen weitere Attraktionen dar. Am 8.7. soll eine Versteigerung von Schiffsandenken im Marriott in Pompano Beach stattfinden.
Die 1968 erbaute „Newtown Creek“ diente als Abwasserentsorgungsschiff des Department of Environmental Protection in New York. Das Schiff hat eine Tragfähigkeit von 3222 Tonnen, eine Länge von 93 Metern, eine Breite von 15 Metern sowie einen Tiefgang von 4,5 Metern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelschulschiff "Svanen" (Bild: NSSR)
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100 Jahre altes Segelschulschiff hatte Wassereinbruch
(05.07.16) Auf dem norwegischen Segelschulschiff "Svanen", 102 BRZ (MMSI-Nr.: 259173000), kam es am 4.7. zu einem Wassereinbruch in Skjærhalden. Das NSSR-Rettungsboot "Horn Rescue" (MMSI-Nr.: 257641000) kam zu Hilfe. Nachdem es längsseits gekommen war, ging ein Crewmitglied in Taucherausrüstung ins Wasser, um die Leckage am Rumpf des 27 Meter langen und sechs Meter breiten Schiffes abzudichten.
Die “Svanen” entstand 1916 auf der Werft von J. Ring Andersen, Svendborg auf Fünen als „Jason". Noch vor dem Stapellauf wurde sie an die A/S Aina in Arendal verkauft und in "Smart" umbenannt. 1921 ging sie an Isaac F. Wickstrøm in Åstol und erhielt den Namen Svanen sowie einen Dieselantrieb.
Dieser wurde 1936, 1972 und 2001 durch einen jeweils neuen ersetzt, die Segelfläche sukzessive reduziert. 1937 wurde ein Deckshaus aufgesetzt. 1960 erwarb sie die Reederei Johansson and Carlson in Hamborgsund, nördlich von Göteborg. 1965 kaufte Inge Høy in Kristiansand das Schiff für die Gesellschaft Skonnerten Svanen. Es wurde wieder als Schoner geriggt und als Trainings- und Schulschiff eingesetzt. 1973 wurde es an das Norsk Sjøfartsmuseum gespendet und für Fahrten mit Schülern genutzt.
Seit einem Umbau zwischen 1999 und 2002 hat die “Svanen” wieder die ursprüngliche Segelfläche. Seit 2006 ist die VSR - Norsk Sjøfartsmuseum. Veteranskibsrederi A/S 100-prozentiger Eigentümer.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ruderhaus von Frachter ausgebrannt
(05.07.16) Am 4.1. gegen ein Uhr brach in den Aufbauten des unter Togo-Flagge laufenden Frachters "Alfa", 2803 BRZ (IMO-Nr.: 7610050), im Hafen von Wladiwostok ein Feuer aus. Fünf Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr wurden alarmiert, und um 2.07 Uhr wurde Feuer aus gemeldet. Allerdings war das Ruderhaus des Schiffes bis dahin ausgebrannt. Menschen kamen nicht zu Schaden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack in Revebos wird untersucht
(05.07.16) Archäologen haben mit der Untersuchung eines Holzwercks in Revebos bei Dronten begonnen. Ein 12-köpfiges Team wird in den kommenden Wochen die Fundstelle untersuchen. André van Holk der Internationalen Schule für Maritime Archäologie in Flevoland (IFMAF), geht davon aus, dass es sich um ein Seeschiff handelt, das in der Zuiderzee sank.
Das Ziel der Forschung ist es, zu sehen, was mit einem hölzernen Boot geschieht, wenn es in der Erde bleibt. Zweimal wurden bereits Untersuchungen über die Qualität des Wracks gemacht. Die damals genommenen Holzproben werden nun mit den neuen Proben verglichen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kein Bunkeröl mehr auf Benita
(05.07.16) Das Abpumpen des Bunkeröls von der gestrandeten "Benita" konnte trotz widriger Wetterbedingungen am Wochenende abgeschlossen werden. Die 140 Tonnen wurden in Tankcontainern von Bord und zur Virgin Oil Company Mauritius Raffinerie in White Mountain gebracht, wo es zur Wiederverwertung gereinigt werden sollte.
Taucher und ein ROV haben derweil den gefluteten Laderaum 5 untersucht, der durch einen Felsen, der die Tanks durchdrang, aufgerissen wurde. Nach Analyse des gewonnenen Materials gingen die Berger davon aus, dass keine Sprengungen notwendig sein würden, um das Schiff zu befreien. Das Oberdeck und die Rumpfplatten wiesen keine Anzeichen von Stress auf.
Am 1.7. traf auch die "Coral Sea FOS" an der Strandungsposition ein, um die Bergung zu unterstützten. Unterdessen konnte der von einem verwirrten Crewmitglied verletzte Maschinist aus dem Krankenhaus entlassen werden .
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre rammte Anleger in Seattle
(05.07.16) Am 4.7. gegen acht Uhr missglückte ein Anlegemanöver der amerikanischen Fähre "Wenatchee", 12689 BRZ (IMO-Nr.: 9137351), auf Seattle-Bainbridge Island. Bei starkem Wind kollidierte sie mit dem Anleger, der dabei beschädigt wurde. Auch die Fähre musste aus dem Dienst genommen werden, um durch die Coastguard inspiziert zu werden.
Zwei Abfahrten von Bainbridge und zwei von Seattle mussten abgesagt werden. Die "Wenatchee" kehrte um 12:20 Uhr mit einer Abfahrt von Bainbridge Island in den Fährdienst zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kreuzfahrt nach Feuer abgebrochen
(05.07.16) Alle 696 Passagiere der “Black Watch” wurden von Madeira aus mit privaten Charterflügen nach London-Stansted und Gatwick ausgeflogen, nachdem es auf dem Schiff am 1.7. zu einem Feuer gekommen war, das drei der sieben Hilfsdiesel beschädigte, die für elektrische Energie an Bord sorgten. Das Schiff hatte Dover am 25.6. verlassen. An Bord waren neben den überwiegend britischen Passagieren noch 365 Crewmitglieder.
Am 30.6. verließ der Kreuzfahrer Ponta Delgada. Nach dem Feuer machte er in Funchal fest. Da die Reparatur des Brandschadens, der Beleuchtung und Kommunikationseinrichtungen außer Betrieb gesetzt hatte, zu Unannehmlichkeiten hätte führen können, wurde entschieden, die Fahrt abzubrechen.
Die Passagiere erhielten ihren Fahrpreis zurück und das Angebot einer weiteren, um 50 % reduzierten Fahrt. Die Fred Olsen Cruises hofften, dass die nächste Fahrt, eine neuntägige Exkursion in die norwegischen Fjorde, wie geplant am 8.7. würde stattfinden können
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Oahu kieloben treibend entdeckt - Crew vermisst
(05.07.16) Die US Coast Guard sowie die Marine suchten am 4.7. nach drei vermissten Fischern nordnordwestlich von Oahu. Es handelte sich um die 30-jährigen Jensen Loo, Clint Oshima und Derek Tomas. Ihr 20 Fjuß langer Kutter „Iwa“ wurde gegen 10 Uhr kieloben im Meer treibend von der Coast Guard etwa 25 Meilen vor dem Haleiwa Boat Harbor entdeckt.
Ein Rettungsschwimmer untersuchte es, fand aber niemanden im Innern. Ein MH-65 Dolphin-Helikopter sowie eine HC-130 Hercules der Air Station Barbers Point sowie das Patroullienboot „Kiska (WPB-1336)“ und eine P-3 Orion vom Marine Corps Base Hawaii und das Honolulu Fire Department waren an der Suchaktion beteiligt. Das Suchgebiet erstreckte sich auf ein Areal zwischen dem Waianae Boat Harbor und dem Turtle Bay Resort bis 40 Meilen vor die Küste.
Die Küstenwache in Honolulu war am 3.7. um 20.21 Uhr von einem Freund der Fischer verständigt worden, nachdem diese um 5:45 Uhr ausgelaufen und nicht zur vereinbarten Zeit am Abend zurück im Hafen waren. Vor Ort waren zwischen 15 und 25 Meilen Wind und acht Fuß hohe Wellen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gerangel um Verbleib Rendsburger Schwebefähre
(05.07.16) Nachdem klar ist, dass die am 8.1. von der „Evert Prahm“ demolierte Rendsburger Schwebefähre nicht mehr zu retten ist, wollen sowohl Rendsburg und Osterrönfeld den Veteran dauerhaft erhalten. Am 7.7. will die SPD in der Osterrönfelder Gemeindevertretung den Antrag stellen, das Wrack auf dem gemeindeeigenen Grundstück an der Fährstraße, gleich neben der Hochbrücke, als Touristenattraktion aufzustellen. Seit Jahren versucht Osterrönfeld, das 3627 Quadramter große Gelände für die touristische Nutzung zu erschließen.
Wenn das Technikdenkmal hier ausgestellt wird, könnte das die Attraktivität des Geländes steigern. Osterrönfelds Bürgermeister Bernd Sienknecht sieht seinen Ort im Vorteil, denn 1913 wurde die Fähre im Planfeststellungsverfahren seiner Gemeinde zugeschlagen. Doch auch in Rendsburg ist man an dem Fahrzeug interessiert. Die alte Schwebefähre solle da stehen, wo es für das Weltkulturerbe-Verfahren, das die Stadt angeschoben habe, am nützlichsten ist“, sagte der dortige Bürgermeister Pierre Gilgenast.
Hier wäre die Schiffsbegrüßungsanlage mit dem Wohnmobilstellplatz ein möglicher Standort. Die Kosten für die Touristenattraktion sollten aus der UNESCO-Kulturerbe-Förderung beglichen werden. Dafür müsste Rendsburg allerdings in Vorleistung gehen. Um diese Gelder zurückzuerhalten, müsste die Schwebefähre aber tatsächlich Weltkulturerbe werden.
Geklärt ist immerhin der Einsatz einer Ersatzfähre, bis die neue Fähre fertig ist. Vom 12.7.an wird der Kieler Fahrradschlepper „Falckenstein“ seinen Betrieb aufnehmen und acht Stunden pro Tag Radfahrer und Fußgänger über den Kanal bringen. Die Kieler Schlepp- und Fährgesellschaft hat einen Vertrag bis Ende des Jahres. Für die Zeit danach muss die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung den Pendelverkehr EU-weit ausschreiben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zukunft der Orion weiter ungeklärt
(05.07.16) Drei Tage nach der Leckage auf dem Kutter „Orion“ im Fedderwardersieler Hafen war noch offen, wie es mit dem Schiff weitergehen soll. Hafenkapitän Markus Brüggemann aus Brake wollte es schnellstmöglich aus dem Hafenbecken heben lassen, damit es nicht zu weiteren Gewässerverunreinigungen kommen kann. Darin ist er sich einig mit Markus Brüggemann sowie Christine Schröder-Jansen vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN).
Zuvor allerdings wären einerseits die eigentumsrechtlichen Fragen zu klären, ebenso wie die Frage, wie das Schiff aus dem Hafenbecken gehievt werden soll. Entweder würde es im Ganzen gehoben, oder es würden zunächst die Maschine und andere schwere Teile ausgebaut, um das Gewicht zunächst zu reduzieren. Gerhard Bruns und Söhnke Thaden, die den 55 Jahre alten Kutter als Wahrzeichen für Fedderwardersiel hatten erhalten wollen, sahen inzwischen keine Chance mehr auf eine positive Entscheidung der Gemeinde zum Erhalt des maroden Schiffes.
Quelle:Tim Schwabedissen



Klappbrücke demolierte Hausboot in Haarlem
(05.07.16) Auf der Spaarne in Haarlem wurde das Hausboot „Viator“ am 2.7. gegen 14 Uhr bei der Passage der Catharijnebrücke erheblich beschädigt. Das Ruderhaus und Teile der Kajüte wurden zerstört, als sich die Klappbrücke unvermutet plötzlich schloss. Die hochstehenden Teile wurden zertrümmert, Splitter flogen herum. Das britische Eignerpaar blieb unversehrt. Die Feuerwehr und der Hafendienst räumten nach dem Festmachen am Kai die Trümmer ab. Das Schiff steuerte zur Reparatur eine Werft in Spaarndam an. Der Hafendienst übernahm die Verantwortung für den Unfall.
Der Plan, die niederländischen Gewässer zu befahren, hat sich durch den Unfall für die beiden Urlauber aber zerschlagen. Man werde eine Menge von Spaarndam und Haarlem sehen, aber nicht viel mehr.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fahrgastschiff mit Wassereinbruch auf Grund gesetzt
(05.07.16) Am 4.7. lief gegen 18 Uhr ein finnischer Wasserbus bei der Insel Villinki an der Ostseite von Santahaminan in Helsinki auf Grund und schlug leck. Die sechs Personen an Bord blieben unversehrt. Das Schiff war auf einer Ausflusgfahrt in den Schären. Um einen Untergang zu vermeiden, wurde es bei der Insel Stora Iglo auf Grund gesetzt, wo die Fahrgäste an Land gebracht werden konnten.
Das Patroullienboot „Turvalta“ des Rettungsdienstes Merivartiosto - SLMV und andere Rettungseinheiten aus Matosaaren konnten den Havaristen mit Lenzpumpen danach wieder schwimmfähig machen.
Quelle:Tim Schwabedissen



24 Mann von brennendem Longliner gerettet
(05.07.16) Der ecuadorianische Longliner „Martina C“, 1492 BRZ (IMO-Nr.: 7396836), geriet am 1.7. mit einer 24-köpfigne Crew an Bord in Brand. Die Fischer wurden von der kolumbianischen Coastguard geborgen. Sie hatten sich in ein Rettungsboot geflüchtet und sollten in den kommenden Tagen in Port Esmeraldas an Land gehen. Sie stammten aus San Mateo, Manta, Jaramijó, Jocay und Los Esteros.
Die in Manta beheimatete „Martina C“ wurde 1975 bei der Astilleros Reunidos del Nervion in Bilbao erbaut und lief bis 2002 als “Isabel Cinco” und bis 2012 als “Elizabeth Cinco”.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre trieb in Sierra Leone
(05.07.16) Am 1.7. kam es zu einem Maschinenausfall auf der Fähre “Mahera” wenige Minuten nach dem sie gegen 13.45 Uhr vom Kissy Ferry Terminal abgelegt hatte. Erst stieg dichter Rauch auf und machte den Passagieren das Atmen schwer. Dann fiel der Antrieb vollends aus. Das Schiff trieb erst zurück in Richtung des Terminals, dann auf das Marine Department der Sierra Leone Ports Authority (SLPA) zu. Nach einer Stunde konnte der Schaden behoben werden, und das Schiff nahm wieder Kurs auf den Targrin Terminal, wo es zweieinhalb Stunden nach dem Auslaufen eintraf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Barge kenterte nach Strandung
(05.07.16) Die philippinische Frachtbarge “Castor II” kenterte am Morgen des 4.7. gegen drei Uhr, zwei Tage nachdem sie in den Gewässern von Barangay Bil-isan in Panglao Town in der Bohol Provin auf Grund gelaufen war. Das Fahrzeug der Concrete Solutions Inc. in Cebu City wurde von den Wellen zum Kentern gebracht, als ein Sturmgebiet über Zentral-Visayas zog.
Am Nachmittag des 2.7. hatte die „Castor II“ vor der Küste von Panglao langsam zu sinken begonnen. Die Crew wurde vom längsseits liegenden Schlepper „Pollux 5“ gerettet, die Barge auf Grund getrieben. Sie war mit Sand beladen gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergungsarbeiten an ehemaligem MSC_Liner verzögert
(05.07.1) Die Pläne, das Wasser aus dem Kreuzfahrtschiff "Qing" auszupumpen und die Lecks abzudichten, scheiterten am 4.7. an schlechtem Wetter und hohem Wasserstand. Subunternehmer, die der Charterer Trinity Leisure, und SMIT International geheuert hatten, konnten immerhin eine Untersuchung der Schäden vornehmen und weitere Ölsperren auslegen. Die indische Coast Guard zog ihr Gerät daraufhin wieder ein, und das Patroullienboot "Samudra Prahari" verließ den Hafen, blieb aber bereit, zurückzukehren, wenn es erneut nötig würde.
Am 5.7. sollten neue Versuche, den Maschinenraum zu lenzen, beginnen, wenn das Wetter es zulässt. Es sollte vorerst kein Öl ausgepumpt werden, sondern zunächst das Wasser. Das Schiff sitzt in 8,5 Metern Wassertiefe auf dem Grund beim Western India Shipyard Limited im Vasco MPT-Hafen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht “Providence” (Bild: USCG)
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Coastguard barg sinkende Yacht
(04.07.16) Ein Boot der Coast Guard kam vier Meilen nordöstlich der Molen von Freeport am Morgen des 3.7. der 40 Fuß langen Segelyacht “Providence” zu Hilfe. Diese hatte gegen ein Uhr Mayday gefunkt, nachdem sie mit einem unter Wasser liegenden, großen Baum kollidiert war und Wassereinbruch erlitten hatte. An Bord befand sich eine sechsköpfige Familie.
Nach der Havarie war der Motor ausgefallen, sodass die Pumpe nicht mehr eingesetzt werden konnte. Das Boot der Station Freeport schleppte die Yacht zur Old River City Marina in Freeport und half beim Lenzen, bis ein Boot von TowBoat US im Laufe der Morgenstunden eintraf und die Bergungsarbeiten fortsetzte.
Die Familie stammte aus Norman, Oklahoma, und war mit dem Boot aus Galveston gekommen. Es handelte sich um ein Ehepaar mit seinen drei Töchtern und einem 17-jährigen Sohn.
Quelle:Tim Schwabedissen



Archivbild Kreuzfahrtschiff "Qing" (Bild: Hendrik)
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Bergungsvorbereitungen für gesunkenes Kreuzfahrtschiff in Mormugao
(04.07.16) Mehr als vier Tage nach dem Wassereinbruch auf dem indischen Kreuzfahrtschiff "Qing" in Vasco konnten Experten erstmals an Bord gehen, um mit den Vorbereitungen für eine Bergung zu beginnen. Als erstes galt es, 350 Tonnen Öl abzupumpen. Dafür wurde am Abend des 2.7. begonnen, geeignetes Gerät zu mobilisieren, und am 4.7. sollte das Leichtern durch den Mormugao Port Trust und die indische Coast Guard starten.
Gemeinsam erörterten Minister Laxmikant Parsekar, Vertreter des Western India Shipyard Limited (WISL) der Charterer und Behördenvertreter die Situation. Während einer Inspektion wurde eine Zunahme des Ölfilms um das Schiff festgestellt und eine Ölsperre ausgelegt. Die Bergungsfirma SMIT International in Singapur wurde mit dem Aufschwimmen des Schiffes beauftragt.
Die einstige „Atlantic“ wurde 1982 auf der Werft CNIM in La Seyne-sur-Mer an der französischen Mittelmeerküste für die Home Lines erbaut und lief am 9.1.1981 als erster Neubau der Reederei seit der 1965 gebauten „Oceanic“ vom Stapel. Sie ersetzte die 1964 in Dienst gestellte „Doric“, die 1973 von Home Lines übernommen worden war. Die einstige „Shalom“, die 1967 als „Hanseatic“ für die Hamburg-Atlantic-Liniein Fahrt gekommen war, wurde 1981 in „Royal Odyssey“, 1991 in „Regent Sun“ und 1999 in „Sun“ umbenannt. Als solche lag sie von 1999 bis 2001 in Freeport auf den Bahamas. Dann sollte sie zum Abwracken nach Indien geschleppt werden, sank dabei aber am Kap St. Francis vor der Küste Südafrikas in 5000 Meter Tiefe. 1988 wurde auch ihre Nachfolgerin bei den Home Lines nach der Auflösung der Reederei zum Verkauf angeboten. Neuer Eigner des Schiffes wurde die US-amerikanische Reederei Premier Cruises, die es in „StarShip Atlantic“ umbenannte. Sie wurde fortan in der Karibik eingesetzt. Im Mai 1997 wurde das Schiff an Westria Holdings mit Sitz in der Schweiz für ihre Tochtergesellschaft MSC Kreuzfahrten verkauft.
Noch im selben Monat wurde es in Durban modernisiert und als „Melody“ in Dienst gestellt. Neues Einsatzgebiet des in Panama registrierten Schiffes wurde das Mittelmeer. Es war zwischenzeitlich jedoch auch für Kreuzfahrten in Asien im Einsatz. Am 25.4.2009 wurde es im Indischen Ozean in der Nähe der Seychellen von somalischen Piraten angegriffen.
Ein israelisches Sicherheitsunternehmen, das für die Fahrt durch das Risikogebiet vor Somalia angeheuert wurde, konnte den Angriff abwehren. Kräfte der Operation Atalanta trafen erst danach am Schiff ein, konnten aber die Piraten verfolgen und stellen. Mehrere Jahre lang war die „Melody“ im Sommer im östlichen Mittelmeer und im Winter zwischen Durban und Mauritius eingesetzt.
Im Januar 2013 wurde sie außer Dienst gestellt und in Neapel aufgelegt. Alle für den Sommer 2013 geplanten Kreuzfahrten des Schiffes wurden abgesagt. Ende 2013 wurde das Schiff nach Indien verkauft und als „Qing“ unter indischer Flagge dorthin überführt, wo es für Minikreuzfahrten und als Spielcasino eingesetzt werden sollte.
Die Pläne konnten allerdings nicht umgesetzt werden, da die zuständige Provinzregierung von Goa keine Kasinoschifflizenz erteilte. Danach wurde die „Qing“im Hafen von Mormugao aufgelegt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Euboea: Frachter bei Stroggoli vierkant auf Grund gelaufen
(04.07.16) Der griechische Frachter "Anastasia", 1547 BRZ (IMO-Nr.: 8417546), kam am 2.87. kurz vor Mitternacht deutlich vom Kurs ab. Das Schiff lief aus noch ungeklärter Ursache direkt auf die Felsen am Ufer von Lihadonisia an der Ostküste der kleinen Insel Stroggili, unweit der Ostspitze von Euboea. Der Frachter war in Ballast von Psachna in Euboea nach Psachna Evia in Thessaloniki unterwegs.
Beim Auflaufen nur zwei Meter vom Ufer entfernt rissen die Felsen ein Leck in den Bug. Die siebenkröpfige Crew blieb unversehrt. Bevor die Bergung angegangen werden konnte, musste erst eine Inspektion des Rumpfes durch Taucher der griechischen Coastguard durchgeführt werden.
Der Schadstoffbekämpfungsplan der Hafenbehörde von Edipsos wurde in Kraft gesetzt. Am 3.7. konnte der Havarist von zwei Booten der Coastguard und dem Schlepper “Achilles” wieder flottgemacht werden. Im Zuge der Untersuchungen wurde dem 56.jährigen Kapitän zunächst untersagt, das Schiff zu verlassen.
Die “Anastasia” ist 82,25 Meter lang, 11,4 Meter breit, hat 3,71 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 1735 Tonnen. Sie wurde 1984 auf der Schiffswerft Huge Peters & Co. GmbH in Wewelsfleth erbaut als „Claudia Isabell“. 1997 wurde sie zur „Anne Angela“ und lief von 1998 bis 2013 als „Anke Angela“.
Als solche lief sie am 11.1.2012 vor Monsteras im Kalmarsund auf Grund. Offenbar war die Schiffsführung betrunken gewesen. Das Schiff mit seiner Ladung von 3000 Kubikmetern Holz wurde vom Schlepper "Pampus" am Abend wieder flottgemacht und gegen 23 Uhr nach Kalmar eingeschleppt. Vor gut zwei Jahren befand sich das Schiff bereits im Schlepp auf dem Weg zu Abbrechern in Grenaa, wurde dann aber wieder in Fahrt gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Maschinenschaden in den Dardanellen
(04.07.16) Der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier "Ibrahim Bey", 4842 BRZ (IMO-Nr.: 7916997), erlitt am 3.7. gegen 11 Uhr in den Dardanellen auf dem Weg von Izmir nach Galati Maschinenschaden. Der Kapitän informierte den Vessel Traffic Services (VTS). Der Bulkcarrier warf dann bei Nara Burnu nördlich von Canakkale Anker und konnte die Fahrt nach einer Reparatur fortsetzen. Er sollte nun am 6.7. in Galati eintreffen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Neuerlicher Wassereinbruch besiegelt Schicksal alten Kutters in Fedderwardersiel
(04.07.16) Aus dem 55 Jahre alten Krabbenkutter „Orion – FED 1“ lief am Nachmittag des 1.7. im Fedderwardersieler Hafen erneut Öl aus und lief ins Hafenbecken. Die Verschmutzung löste einen Großeinsatz von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk (THW) aus. Der Hafenkapitän sowie eine Vertreterin des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) entschieden, dass das Schiff so schnell wie möglich aus dem Wasser gehoben werden soll.
Zunächst galt es aber die akuten Probleme zu lössen: Nachdem gegen 15.30 Uhr die Butjadinger Feuerwehr alarmiert worden war, rückten die Ortswehren Stollhamm und Burhave nach Fedderwardersiel aus und legten eine Ölsperre um den Kutter. Wenig später traf das Nordenhamer THW mit seinen Fachgruppen Ölschadensbekämpfung und Wassergefahren sowie der Bergungsgruppe ebenfalls vor Ort ein. Sie pumpten rund 200 Liter Öl-Wasser-Gemisch aus dem Hafenbecken.
Die „Orion“ war am 10.10.2015 im Kutterhafen gesunken. Offenbar war jetzt ein seinerzeit abgedichtetes Leck im Rumpf der „Orion“ wieder aufgebrochen, sodass Wasser ins Schiff eingedrungen war. Lenzpumpen schafften das Wasser zwar zurück ins Hafenbecken, förderten dabei aber auch Öl. Zwar waren bereits nach der Havarie alle Kraftstoffe aus dem Schiff entfernt worden, allerdings befanden sich noch Ölreste in dem Kutter oder in dessen Maschine.
So hätte es mit jeder Flut erneut zu einer Verunreinigung kommen können. Am Nachmittag wurde deshalb ein Entsorgungsfahrzeug einer Spezialfirma aus Bremerhaven nach Fedderwardersiel beordert, um das vom THW aus dem Hafenbecken gepumpte Öl-Wasser-Gemisch aufzunehmen. Es sollte vorerst immer eine Stunde vor Hochwasser neu in die „Orion“ eindringendes Wasser lenzen. Zudem sollte versucht werden, das Leck erneut abzudichten.
Die Chance eines Erhalts der „Orion“ im Hafen als Wahrzeichen Fedderwardersiels dürften damit endgültig nicht mehr gegeben sein. Der Kutter ist 14,98m lang und 4,57m breit und wurde 1960 erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Samos: Katamaranfähre erlitt Maschinenschaden
(04.07.16) Am Morgen des 3.7. erlitt die griechische Fähre "Dodekanisos Pride", 499 BRZ (IMO-Nr.: 9355549), Maschinenschaden auf der Fahrt von Samos nach Fournoi, Ikaria, Patmos, Lipsi, Leros, Kalymnos und Kos. Nach dem Auslaufen aus Ikaria traten Probleme mit dem Kontrollystem des backbordseitigen Antriebs auf. Um 11.30 Uhr erreichte das 40 Meter lange Schiff Pythagorean, wo die 73 Passagiere von Bord gehen und mit anderen Verkehrtsmitteln zu ihren Fahrtzielen gebracht werden mussten.
Das Pythagorean Port Department verhängte ein Fahrverbot, bis Reparaturen durchgeführt worden waren. Nachdem es seine Klasse bestätigt bekommen hatte, setzte es die Reise nach Kos fort, wo es am 4.7. um 13.50 Uhr einlaufen sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Barge mit Schrott gestrandeten Frachters havariert
(04.07.16) Die unter Singapur-Flagge laufende, 137 Meter lange Transportbarge “Giant 6” (IMO-Nr.: 9725665) kollidierte am 3.7. gegen Mittag mit einer Anlegebrücke am CSBC Keelung Shipyard. Die Barge holländischen Firma Boskalis war mit Schrott des taiwanesischen Containerfrachters “TS Taipei” (IMO-Nr.: 9348481) beladen, der im März unweit von Keelung gestrandet und zerbrochen war und derzeit abgewrackt wird.
Die Barge erlitt nur geringen Schaden, sollte aber bei der Werft noch gründlich inspiziert werden, bevor sie wieder in Fahrt gebracht wird. Der Abbruch der “TS Taipei” soll bis September abgeschlossen sein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht saß bei Altengamme fest
(04.07.16) Auf der Elbe bei Altengamme lief am 2.7. gegen 5.25 Uhr eine Segelyacht auf eine Sandbank. Bei einsetzender Ebbe legte sich das Boot auf die Seite. Die alarmierte Feuerwehr stellte fest, dass es keinen Schaden erlitten hatte. Die zweiköpfige Crew musste 10 Stunden lang warten, bis das Boot bei auflaufender Flut wieder ausreichend Wasser unter dem Kiel hatte und aufschwamm. Sie konnte die Fahrt dann fortsetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht erlitt Mastbruch bei Geisedamm
(04-07.16) Am frühen Nachmittag des 2.7. erlitt eine Segelyacht in der Nähe des Geisedammes Mastbruch. Ein Fahrgast der Borkum-Fähre teilte der Polizei zunächst mit, dass die Yacht gekentert sei. Das Lotsenversetzboot der Wasserschutzpolizei Emden lief daraufhin zum Rettungseinsatz aus. Vor Ort stellten die Beamten fest, dass es sich nur um einen Mastbruch handelte. Die Besatzung der Yacht war wohlauf. Ein Sportboot schleppte das Boot nach Delfzijl ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Keine Rettung für Rennyacht vor Isle of Wight
(04.07.16) Keine Rettung gab es vor der Isle of Wight am 2.7. für die Rennyacht „Alchemist“ von Mark Wynter, des Kommodore of the Island Sailing Club während des J P Morgan Asset Management Round The Island Yacht Race. Die RNLI-Boote aus Yarmouth und Mudeford eilten dem Boot zu Hilfe, das bei starkem Wind auf das Wrack des Dampfers „Varvassi“, 3875 BRT, aufgelaufen war, der dort 1947 auf der Fahrt von Algier nach Southampton im Sturm gestrandet und verloren gegangen war.
Das Boot hatte massiven Wassereinbruch erlitten. Die Seenotretter konnten die Yachtcrew Sekunden vor dem Untergang des Bootes auf 17 Metern Wassertiefe östlich der Needles abbergen. Dann ging sie mit dem Bug voran auf Tiefe. Insgesamt wurde das Rettungsboot aus Yarmouth zu sechs havarierten Yachten gerufen, die Einsatzlagen gingen von Mastbruch, Ruder- oder Rumpfschäden bis hin zu verletzten Seglern.
Die nun gesunkene „Alchemist” hatte viele Jahre lang an der Regatta teilgenommen, das Mark Wynter organisierte. Der Kommodore selbst war nicht an Bord gewesen, zeigte sich aber schockiert von dem Unfall. Niemand seiner Crew kam ernsthaft zu Schaden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Versorgungsfrachter für Nunavut auf Grund gelaufen
(04.07.16) Der kanadische Frachter "Anna Desgagnes", 15893 BRZ (IMO-Nr.: 8600507), lief am 3.7. bei Varennes auf dem Saint Lawrence River unterhalb von Montreal auf Grund. Er war nach einem Pumpenschaden manövrierunfähig geworde. Das Schiff war auf dem Weg zur, Ile aux Coudres. Es wurde von zwei Schleppern wieder flottgemacht, musste aber wegen einiger erlittener Schäden von der "Ocean Ross Gaudrault" nach Montreal gebracht werden, wo es am 4.7. um 6.30 Uhr festmachte.
Das Schiff war mit Versorgungsgütern für Nunavut beladen, deren Transport sich nun verzögert. Das Transportation Safety Board schickte ein Team zur Untersuchung der Havarie nach Montreal. Die Îles-aux-Coudres, Quebec, waren der erste von acht geplanten Stopps. Am 17.7. hatte der Frachter Kimmirut, Nunavut, erreichen sollen, am 20.7. Pangnirtung und am 23.7. Iqaluit. Wann er seine Fahrt fortsetzen könnte, war noch unklar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot bei Klädesholmen gesunken
(04.07.16) Am Nachmittag des 3.7. schlug ein Sportboot bei Klädesholmen in Tjörn leck. Die zweiköpfige Crew funkte um 14.18 Uhr einen Notruf, und der Schlepper „Bison“, der sich in der Nähe befand, barg die beiden unversehrt ab. Nur 10 Minuten nach dem Notruf ragte nur noch der Bug des Motorbootes zwei Meter weit aus dem Wasser.
Ein Rettungsboot aus Hedvig sowie das Lotsenboot 742 kamen ebenfalls zu Hilfe und blieben auf Standby, während gemeinsam mit dem JRCC, er Küstenwache und der Versicherung Atlantica über das weitere Vorgehen beraten wurde. Das Boot wurde mit einer langen Leine gesichert, bis es um 15.50 Uhr vollständig sank. Die Küstenwache übernahm den Fall, und das Rettungsboot kehrte nach Käringön zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Angelkutter von Riesenwelle versenkt
(04.07.16) Am Vormittag des 2.7. wurden acht Mann von dem Kutter “Karen Ann” gerettet, der vor Staten Island sank, nachdem er von einer großen Welle getroffen worden war. An Bord des Charterbootes befanden sich eine zweiköpfige Crew und sechs Angler. Das Unglück ereignete sich um 10.45 Uhr an der Westspitze der Rockaways.
Quelle:Tim Schwabedissen



28 Verletzte bei Kollision vor Samet Island
(04.07.16) 28 Touristen wurden verletzt, einer davon schwer, als ein thailändisches Speedboot am Abennd des 2.7. kurz nach dem Ablegen von Samet Island, einen vor der Küste ankernden Schlepper bei Rayong rammte. 23 von ihnen wurden ins Rayong Hospital gebracht, drei ins Bangkok-Rayong Hospital und zwei ins Sri Rayong Hospital. An Bord waren insgesamt 35 Personen, darunter 16 Frauen.
Sie waren auf der Rückfahrt nach Rayong vom “7th Samet In Love Concert“ auf Samet Island. Die Kollision ereignete sich fünf Minuten nach dem Ablegen. Offenbar hatte der Skipper den einen Kilometer vor der Küste unbeleuchtet ankernden Schlepper übersehen. Beim Zusammenstoß wurde der Bug des Bootes schwer beschädigt. Der Aufprall erfolgte mit rund 30 Stundenkilometern bei Dunkelheit und Regen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Seenoteinsatz vor Llandudno rechtzeitig zu EM-Sieg beendet
(04.07.16) Am Abend des 1.7. wurde das RNLI-Boot aus Llandudno zur Assistenz für die 33 Fuß lange Segelyacht “Bluewater Fox” gerufen, die in stürmischer See vor der nordwalisichen Küste in Schwierigkeiten geraten war. Der Skipper hatte die Holyhead Coastguard verständigt, weil er nicht mehr gegen den starken Wind und die immer höher werdende See ankam, als er nach einem Törn nach Conwy zurückkehren wollte. Um 18.20 Uhr ging das Rettungsboot zu Wasser und traf die Yacht 1,5 Meilen nördlich von Great Orme's Head an.
Sie wurde in Schlepp genommen und bis zur Conwy Fairway-Boje gezogen. Dann setzte die “Bluewater Fox” ihre Fahrt allein fort, wurde aber von den Seenotrettern weiter eskortiert, bis sie die Ansteuerung von Conwy auf dem Weg zur dortigen Marina erreicht hatte. Dann lief das Rettungsboot zur Station in Llandudno zurück, rechtzeitig genug zur Schlussphase des EM-Siegs von Wales gegen Belgien.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter "Hekla" (Bild: Olaf Kuhnke)
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Frachter lief im Nord-Ostsee-Kanal auf Grund
(02.07.16) Am 2.7. um 3.30 Uhr kam der holländische Frachter "Hekla", 2281 BRZ (IMO-Nr.: 9356505), auf der Fahrt von Danzig nach Bremen gegen 3:30 Uhr beim Transit des Nord-Ostsee-Kanals beim Anleger in Steinwehr nahe der Gemeinde Sehestedt vom Kurs ab und lief auf Grund. Die Revierzentrale Brunsbüttel sperrte kurzzeitig den Kanal in diesem Bereich. Nach der Erkundung der Lage des Schiffes konnte der Streckenabschnitt zwischen den Ausweichstellen Rade und Königsförde halbseitig wieder für den Schiffstransit freigegeben werden.
Der Frachter steckte wenige Meter neben dem Anleger des Himbeerhofes Steinwehr fest. Aus Kiel wurde der Schlepper „Kiel“ der Reederei SFK gerufen, der die „Hekla“ gegen sieben Uhr wieder ins Fahrwasser zurückzog. Er begleitete sie dann zum Kreishafen nach Rendsburg, wo der Havarist um 7.50 Uhr festmachte.
Dort erwarteten ihn Beamte der Wasserschutzpolizei Kiel und befragten die Besatzung. Ein Taucher untersuchte im Laufe des Vormittages den Rumpf. Nachdem er keine Schäden feststellen konnte, durfte die „Hekla“ gegen 14 Uhr die Reise fortsetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fehmarn: Zwei Yachten bei Burgtiefe geborgen
(02.07.16) Ein Tender der Marine meldete am 27.6. eine Segelyacht mit Problemen vor Fehmarn. Sie hatte einen Mastbruch, zudem bestand der Verdacht auf einen Schwelbrand. Nachdem der Skipper vom Polizeiboot „Warder“ übernommen wurde, nahm der Seenotkreuzer „Bremen“ aus Burgtiefeden Havaristen auf den Haken, um ihn nach Großenbrode einzuschleppen. Zur Sicherheit wurde auch die Freiwillige Feuerwehr Großenbrode zu Kontrollzwecken angefordert. Der Schwelbrandverdacht unter Deck bestätigte sich aber nicht.
Währenddessen war das Tochterboot „Vegesack“ bereits Richtung Burgtiefe aufgebrochen, um eine dort festsitzende Segelyacht freizuschleppen. Es bekam die mit zwei Erwachsenen, zwei Kindern und einem Hund besetzte Yacht nicht frei, und die Schleppleine brach. So musste die „Bremen“ auch hier gerufen werden. Sie nahm den Havaristen auf den Haken und zog Richtung Burgtiefe an. Nachdem die Yacht frei war, wurde sie nach Großenbrode abgeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sea Ray „Sedan Bridge“ (Bild: North Collier Fire Rescue District)
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Gesunkene Motoryacht ging in Flammen auf
(02.07.16) Die 45 Fuß lange Sea Ray „Sedan Bridge“, die am 28.6. vor North Naples im Wiggins Pass Channel durch Abriss des Pod-Antriebs nach einer Grundberührung gesunken war, ging am Abend des 30.6. gegen 21 Uhr in Flammen auf. Vor Ort waren Vertreter des Collier County Sheriff's Office, der North Naples Fire Rescue und Sea Tow.
Gerade war die Bergung des mit den Aufbaute noch aus dem Wasser ragenden Wracks im Gange,
Ausgebrannte „Sedan Bridge“
(Bild: North Collier Fire Rescue District)
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um es dann abschleppen zu können, als plötzlich Feuer 10 Fuß hoch aus den Aufbauten loderte. Mit der Löschkanone seines Bootes konnte das North Collier Fire Department den Brand binnen 20 Minuten löschen. Ein Sea Tow-Mitarbeiter wurde leicht verletzt. Die Yacht ist nun komplett zerstört.
Quelle:Tim Schwabedissen





Erheblicher Schaden durch misslungenes Auslaufmanöver in Brake
(02.07.16) Am 29.6. gegen 13 Uhr misslang das Auslaufmanöver des zypriotischen Frachters "Widor", 2474 BRZ (IMO-Nr.: 9528483), von der Südpier in Brake vollkommen. Als das Schiff zum Fahrwasser eindrehte, wurde es vom Ebbstrom erfasst, dessen Kraft der 68-jährige litauische Kapitän offenbar unterschätzt hatte. Der Frachter wurde mit seiner Backbordseite gegen das Heck des vor ihm am Kai liegenden, unter Marshall Islands-Flagge laufenden Bulkcarriers "Ionic Halo", 22939 BRZ (IMO-Nr.: 9595369), getrieben.
Beim Aufprall legte sich das kleinere Schiff stark nach Steuerbord über, die Ladeluken wurden beschädigt, ebenso ein Deckskran. Aus diesem lief danach Hydrauliköl aus, das aber nicht in die Weser gelangte. Nachdem sie hatte gestoppt werden können, kehrte die „Widor“ an ihren Liegeplatz zurück.
Während die „Ionic Halo“ nur leichte Schäden an Steuerbordseite erlitten hatte und am selben Tag kurz vor Mitternacht nach Riga auslaufen durfte, blieb die "Widor" bis zum 30.6. im Hafen. Sie durfte, nachdem die Schäden an den Ladelukendeckeln ausgebessert waren, um 18.15 Uhr den Hafen mit Ziel Fredericia verlassen, um dort ihre Ladung von 2600 Tonnen Tierfutter zu löschen.
Vor der Oste ereilte sie allerdings weiteres Ungemach – wegen eines Getriebeschadens musste sie dort Anker werfen. Am 2.7. gegen Mittag hatte sie endlich den Zielhafen erreicht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandetes Segelboot (Bild: RNLI)
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Yacht vor Maplethorpe im zweiten Anlauf geborgen
(02.07.16) Die Donna Nook Coastguard und das Rettungsboot aus Mablethorpe sowie die Mablethorpe Coastguard wurden am 30.6. von der Humber Coastguard gegen 15 Uhr alarmiert, weil eine Segelyacht in der Zufahrt von Saltfleet Haven auf Grund gelaufen war. Der erste Versuch der beiden Rettungsboote aus Mablethorpe, sie wieder flottzumachen, scheiterte am ablaufenden Wasser. Da die Yacht in den Sand einsank, lag sie vorerst fest auf Grund.
Mit dem nächsten Hochwasser am 1.7. um 3.40 Uhr versammelten sich die Retter erneut. Bis dahin hielt die Crew Funkkontakt mit der Humber Coastguard. Die Donna Nook Coastguard versorgte die Segler mit allem Notwendigen.
Gegen zwei Uhr begann der zweite Anlauf, die Yacht wieder flottzumachen. Tatsächlich gelang es kurz vor dem neuerlichen Kippen der Tide, sie um 3.50 Uhr zu befreien. Ein Rettungsmann des RNLI-Bootes aus Mablethorpe blieb an Bord, bis die Yacht sicher im Hafen war. Gegen vier Uhr war sie dort vertäut.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Flinterstar" wird abgewrackz(Bild: G. Gyssels)
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Halber Frachter auf letzter Reise
(02.07.16) Am 1.7. verließ der Ugland-Ponton "UR 3" aus Grimstad den Hafen von Zeebrügge mit einer bizarren Decksladung. Festgelascht war dort das geborgene Vorschiff des holländischen Frachters "Flinterstar", 6577 BRZ (IMO-Nr.: 9243758), das auf die letzte Reise zum Abwracker ging. Von dem stark bewachsenen Rumpf war aus Platzgründen bereits die Bugspitze abgeschnitten worden, bevor es auf die letzte Reise ging.
Die beiden holländischen Schlepper "Andre B" (IMO-Nr.: 9451252) und "Sea Golf" (IMO-Nr.: 9405382brachten das Wrack zur Van Heighen Recycling VHR der Galloo-Gruppe in Gent. Hier traf die schwere Last gegen 17 Uhr ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kühlschrank wurde allzu heiß
(02.07.16) In einer Mannschaftskabine der kanadischen Fähre "Atlantic Vision", 30285 BRZ (IMO-Nr.: 9211509), brach am Abend des 1.7. auf der Fahrt von North Sydney nach Argentia ein Feuer aus. Crewmitglieder bemerkten, dass Rauch aus einem kleinen Kühlschrank kam und handelten rasch, den Brand zu löschen. Die 250 Passagiere und 100 Crewmitglieder wurden in dieser Zeit in einem Loungebereich gemustert, bis die Löschteams ihre Arbeit beendet hatten.
Nach einer Stunde setzte die Fähre die Fahrt nach Argentia fort. Auf Deck 9, wo der Brand entstand, befanden sich sowohl Passagier- wie auch Crewkabinen. Während die Besatzungsmitglieder in diese zurückkehren konnten, wurden die Passagiere in anderen Bereichen des Schiffes untergebracht. Am Morgen des 2.7. traf die "Atlantic Vision" in Argentia ein und sollte gegen 17 Uhr wieder nach North Sydney auslaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Teilnehmerfeld des Round the Island-Race vor Wight dezimiert
(02.07.16) Das RNLI-Boot aus Bembridge RNLI kam am 2.7. der entmasteten Yacht „Alien II“ eine halbe Meile von der Station entfernt zu Hilfe. Das Boot war bereits im Wasser, als es gegen 13:30 Uhr zu der Yacht, das am Round the Island Race teilnahm, gerufen wurde. Es ging längsseits und nahm die Yacht in Schlepp. Sie wurde an einer Mooring vor der Rettungsstation gelegt.
Das Rennfeld mit über 1500 Booten war um 08.30 Uhr in Cowes gestartet. Vor West Wight lief die Yacht „Alchemist“ auf das Wrack des SS „Varvassi“, 3875 BRT. Der griechische Frachter war dort 1947 auf der Fahrt von Algier nach Southampton nach Maschinenschaden im Sturm gestrandet. Bei einem Bergungsversuch wurde der Rumpf aufgerissen, und das Schiff sank. Die 36 Crewmitglieder wurden gerettet, das Wrack liegt dort bis heute, und unter die Wasseroberfläche dicht aufragende Reste wie die Kessel wurden immer wieder anderen Schiffen zum Verhängnis. In diesem Fall wurden die Segler der “Alchemist“ von den RNLI-Booten aus Yarmouth und Mudeford gerettet.
Das Boot aus Yarmouth assistierte zudem einer Yacht, die ihr Ruder vor der Sandown Bay verloren hatte, und das Boot aus Bembridge nahm die Yacht „Incognito“ in Schlepp, der am Nachmittag vor Ventnor dasselbe widerfuhr.
Quelle:Tim Schwabedissen



Taiwanesischer Kutter durch versehentlichen Raketenabschuss beschädigt, Skipper getötet
(02.07.16) Das 500-Tonnen-Patroullienboot "Chinchiang" der taiwanesischen Marine hat versehentlich mit einer Rakete den taiwanesischen 60-Tonnen-Trawler "Hsian Li Sheng" aus Kaoshiung in der Straße von Taiwan beschossen und schwer beschädigt. Der Skipper wurde getötet, drei Mann, darunter ein Vietnamese und ein Philippino, wurden verletzt und kamen ins Krankenhaus. Die Rakete vom Typ Hsiung-feng III (Brave Wind III) wurde am 1.7. um 8:10 Uhr in der Marinebasis Tsoying abgefeuert und flog 75 Kilometer weit in die Richtung von China, ehe sie das Schiff traf.
Sie explodierte aber nicht, sondern zerschlug das Ruderhaus und versank dann im Meer. Wie es zu dem Abschuss kam, war noch unklar. Die Marine entschuldigte sich und leitete eine Untersuchung ein. Die "Chinchiang" wurde einer Inspektion in der Marinebasis Zuoying in Kaohsiung City unterzogen, der Kutter abgeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker vor Chittagong kollidiert
(02.07.16) Die beiden unter Bangladesch-Flagge laufenden Tanker "Bengal Spirit 1" und "Partex 3", 1682 tdw (IMO-Nr.: 9741956), kollidierten am Abend des 30.6. auf der Außenreede von Chittagong. Dabei wurde die "Bengal Spirit 1" im Bereich der Ladetanks an Backbordseite aufgerissen, und rund 80 Tonnen Öl liefen ins Meer. Das Schiff wurde 2015 erbaut und läuft für die Mahi Traders.
Quelle:Tim Schwabedissen



Benita soll ohne Sprengung geborgen werden
(02.07.16) Trotz schlechten Wetters wurde gehofft, im Laufe dieses Wochenendes das restliche Bunkeröl aus dem gestrandeten liberianischen Bulkcarrier "Benita", 24953 BRZ (IMO-Nr.: 9172961), abpumpen zu können. Am 3.7. wurde der Bergungsschlepper "Coral Sea FOS" Vor Ort erwartet.
Am 30.6. und 1.7. hatten Taucher einer Spezialeinheit und ein ROV den gefluteten Laderaum 5 inspiziert und dokumentiert, wo ein Felsen den Schiffsboden durchstoßen hat. Danach stieg die Hoffnung, dass für das Abschleppen des Frachters keine Sprengungen notwendig sein würden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Halber Frachter auf letzter Reise
(02.07.16) Am 1.7. verließ der Ugland-Ponton "UR 3" aus Grimstad den Hafen von Zeebrügge mit einer bizarren Decksladung. Festgelascht war dort das geborgene Vorschiff des holländischen Frachters "Flinterstar", 6577 BRZ (IMO-Nr.: 9243758), das auf die letzte Reise zum Abwracker ging. Von dem stark bewachsenen Rumpf war aus Platzgründen bereits die Bugspitze abgeschnitten worden, bevor es auf die letzte Reise ging.
Die beiden holländischen Schlepper "Andre B" (IMO-Nr.: 9451252) und "Sea Golf" (IMO-Nr.: 9405382brachten das Wrack zur Van Heighen Recycling VHR der Galloo-Gruppe in Gent. Hier traf die schwere Last gegen 17 Uhr ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Kreuzfahrtschiff
(02.07.16) Am Morgen des 1.7. brach im Hilfsmaschinenraum des unter Bahamas-Flagge laufenden Kreuzfahrtschiffes "Black Watch", 28613 BRZ (IMO-Nr.: 7108930), das auf der Fahrt von Funchal nach Madeira war und 696 Passagiere sowie eine 365-köpfige Crew an Bord hatte, ein Feuer aus. Dabei wurden drei der sieben dort aufgestellten Generatoren beschädigt, obwohl es gelang, den Brand binnen kurzem zu löschen.
Die vier Hauptmaschinen blieben unbeeinträchtigt. Bis alle Untersuchungen beendet waren, lief die Stromversorgung des Schiffes nur unter Notenergie. Es setzte die Fahrt nach Madeira dann fort, und bis zum 2.7. sollten alle Schäden wieder behoben sein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fahrgastschiff „Insel Hiddensee“ (Bild:
Frank Schwichtenberg (Creative-Commons)
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Fahrgastschiff vor Hiddensee aufgelaufen
(01.07.16) Die freiwilligen Seenotretter der DGzRS aus Vitte haben am Nachmittag des 30.6. gemeinsam mit einem Fischkutter das auf Grund gelaufene Fahrgastschiff „Insel Hiddensee“ (MMSI-Nr.: 211537340) freigeschleppt. An Bord befanden sich 329 Menschen. Eine Gefährdung für Passagiere, Besatzung und Schiff bestand nicht.
Der Kapitän der „Insel Hiddensee“ alarmierte gegen 16.15 Uhr die Seenotretter Vitte, nachdem das Schiff östlich von Hiddensee etwa in Höhe der Fährinsel festgekommen war und sich nicht aus eigener Kraft befreien konnte. Nur wenige Minuten später legte das Seenotrettungsboot „Nausikaa“ ab und nahm Kurs auf das etwa 2,7 Seemeilen entfernt liegende Fahrgastschiff. Vor Ort versuchte bereits der Fischkutter „Alma“ vergeblich, die rund 40 Meter lange „Insel Hiddensee freizuschleppen.
Dies gelang aber erst, als die „Nausikaa“ mit ihrer Kraft von 320 PS und der Fischkutter gemeinsam anschleppten. Sie brachten das Fahrgastschiff wieder zurück ins tiefere Fahrwasser. Von dort setzte es seine Fahrt nach Schaprode auf der Insel Rügen mit eigener Kraft fort.
Der Schiffsunfall wurde durch Beamte der Wasserschutzpolizei Sassnitz aufgenommen. Eine Anzeige gegen den Schiffsführer wurde gefertigt. Die Zentralstelle Schiffsuntersuchungskommission (ZSUK) hat das Schiff für fahrtauglich befunden, da kein Schaden festgestellt wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



“Niobe Corinthian” (Bild: Mariteim Connector)
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Ehemaliges Casino-Schiff soll künstliches Riff werden
(01.07.16) Über 10 Jahre nachdem die unter Honduras-Flagge registrierte “Niobe Corinthian”, 993 BRZ (IMO-Nr.: 6714330), in Bermuda eintraf, um als Casinoschiff zu dienen, soll das seit langem an der Marginal Wharf in St. David’s liegende Schiff als künstliches Riff versenkt werden. Derzeit wird es dazu ausgeschlachtet. Die Versenkung soll nach Hurrikan-Saison erfolgen.
Das 196 Fuß lange Fahrzeug war 1967 als seismisches Forschungsschiff „Niobe“ bei Jeffobat in Jeffersonville für Shell Oil erbaut worden und kam 2005 nach Bermuda. Wettspiele waren aber bereits vorher gesetzlich verboten worden, und das Schiff wurde 12 Meilen vor der Küste gelegt. Doch da Bermuda weiterhin der Heimathafen der „Niobe Corinthian” geblieben war, brachte die Polizei sie im August 2006 auf und beschlagnahmte 100 Glücksspielautomaten.
Der Kapitän und der Manager wurden wegen illegalen Imports der Geräte verhaftet. 2007 beschädigte ein Feuer das Schiff einen Tag, bevor es wieder in See stechen sollte. 2008 erfolgte eine neuere Untersuchung. Wegen nicht bezahlter Heuern wurde es an der St David's Wharf in die Kette gelegt, bevor es an die Marginal Wharf der Bermuda Land Development Company gelegt wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vor Limnos auf Grund gelaufen
(01.07.16) Der griechische Frachter "Artemis S", 999 BRZ (IMO-Nr.: 7104336), lief am Abend des 29.6. rund 200 Meter vor der Hafenmole von Moudros vor der Insel Limnos auf Grund. Das Schiff hatte Aggregate aus Volos an Bord und hatte eine neunköpfige griechische Crew. Mit dem ersten Tageslicht des 30.6. wurde mit der Bergung begonnen, und nachdem das Schiff wieder flottgemacht war, machte es in Moudros fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schubschlepper “Potomac” (Bild: Parkland Police)
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Wieder Schlepper an der Tappan Zee Bridge gesunken
(01.07.16) Am 30.6. um 12:04 Uhr sank der 13 Meter lange Schubschlepper “Potomac” (MMSI-Nr.:367690820) nach einem Wassereinbruch auf dem Hudson River unweit der Baustelle der Tappan Zee Bridge. Der 327-Tonner war auf die Sicherungstrosse einer Baubarge aufgelaufen und leckgeschlagen. Die Feuerwehr von Nyack rückte mit einem Löschboot an, außerdem waren die US Coast Guard, Vertreter von Westchester County und Tarrytown, die Palisades Interstate Parkway Police, ein Taucherteam aus Piermont und das Rockland County Sheriff’s Department vor Ort.
Das Schiff lag auf rund neun Fuß Wassertiefe auf Grund, die Aufbauten und Schornsteine ragten noch aus dem Wasser. Die beiden Crewmitglieder wurden von der Feuerwehr gerettet. In den Tanks des Schleppers befanden sich rund 1,500 Gallonen Öl.
Die Ursache des Untergangs war zunächst unklar. Im Lauf des Nachmittags rückte der Bergungskran „Marine 1“ an, um das Wrack zu bergen. Die „Potomac“ ist für die Tappan Zee Constructors, das Konsortium, das die neue Brücke baut, im Einsatz.
Am 12.3. war der Schlepper “Specialist” mit einer Baubarge kollidiert und bei der Tappan Zee Bridge gesunken, wobei alle drei Crewmitglieder ums Leben kamen. Sie war gemeinsam mit den Schleppern „Realist” und “Trevor“ mit einer Kranbarge nach Hudson unterwegs. Derzeit wird untersucht, warum Paul Crowley, der Kapitän der „Specialist“, an Bord der „Realist“ war. Der eigentliche Kapitän dieses Schiffes hatte seine Freundin an Bord geholt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ehemaliger Butterkreuzer erlitt Maschinenschaden in Finnland
(01.07.16) Das finnische Fahrgastschiff “Carelia”, 393 BRZ (IMO-Nr.: 6926244), bekam am 29.6. auf dem Saimaa-Kanal auf der Fahrt von Nuijamaa nach Vyborg eine Leine in den Propeller. Ein Taucher konnte den Antrieb zwar zwei Stunden später wieder befreien, doch fiel eine der beiden Maschinen aus, als die Fahrt fortgesetzt werden sollte. Das Schiff musste umkehren und traf am 30.6. gegen 21 Uhr mit einer Maschine laufend in Nuijamaa ein.
Während auf ein Ersatzteil gewartet wurde, um die ausgefallene Maschine zu reparieren, wurde die finnische Fähre "Brahe" (IMO-Nr.: 5345065) aus Hamina nach Nuijamaa beordert, um die „Carelia“ ab dem 1.7. zu ersetzen. Bei ihr handelt es sich um den ehemaligen deutschen Butterkreuzer „Ostsee“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Vermisste auf Yangtse
(01.07.16) Der chinesische Frachter "Juan Yun 1" (MMSI-Nr.: 413806608) kenterte mit einer Ladung von 3700 Tonnen Sand an Bord unweit von Yueyang auf dem Yangtse Fluss am Abend des 28.6. Neun der 11 Crewmitglieder konnten gerettet werden, zwei wurden vermisst.
Quelle:Tim Schwabedissen



Betrunkener Binnenschiffer verursachte Kollision
(01.07.16) Ein 44-jähriger betrunkener Binnenschiffer verursachte am 25.6. im Botlek-Hafen in Rotterdam erheblichen Schaden. Der Niederländer war am Ruder eingeschlafen und rammte beim Einlaufen einen Schubschlepper und einen Ponton in der Rozenburger Schleuse. Die Polizei stellte fest, dass er mehr als dreimal so getrunken hatte als erlaubt war und keine Lizenz hatte. Eine beschädigte Spundwand musste zersägt werden, um das Arbeitsboot bergen zu können.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot vor Big Sur gesunken
(01.07.16) Die US Coast Guard rettete am Nachmittag des 29.6. einen Mann von dem 42 Fuß langen Motorboot “Ment 2 Be”, das 27 Meilen südlich von Big Sur Wasereinbruch erlitten hatte. Der Skipper alarmierte die Coastguard San Francisco gegen 15.30 Uhr. Vor Ort waren 12 bis 15 Fuß hohe Wellen und 25 bis 30 Knoten Wind. Ein MH-65 Dolphin Helikopter der Air Station San Francisco und ein 47-Fuß-Boot der Coast Guard Station Monterey kamen zu Hilfe. Der Helikopter traf gegen 17 Uhr ein und setzte einen Rettungsschwimmer und eine Lenzpumpe ab.
Es gelang aber nicht, den Wassereinbruch zu stoppen, da die Pumpe einen Schaden erlitten hatte. Beide Männer wurden um 18.30 Uhr von der “Ment 2 Be“ abgeborgen und an Bord des Rettungsbootes nach Monterey gebracht. Das Boot wurde mit Lichtern markiert und eine Navigationswarnung herausgegeben.
Am Morgen des 30.6. schickte die Coast Guard eine HC-27 Spartan von der Air Station Sacramento, um das Boot zu lokalisieren, fand aber keine Spur mehr. Es war offenbar gesunken.
Quelle:Tim Schwabedissen



Opferzahl des schwersten Flüchtlingsunglücks im Mittelmeer korrigiert
(01.07.16) Am 30.6. erschien das Wrack des im April 2015 gesunkenen Flüchtlingsboots in dem Heberahmen der „Ievoly Ivori“ in Melilli erstmals wieder am Tageslicht. Nach einer ersten Schätzung befanden sich wohl weniger Opfer an Bord als zunächst angenommen. Im Innern wurden die sterblichen Überreste von rund 300 Menschen vermutet.
Bevor deren Bergung beginnen konnte, musste zunächst der Rumpf gründlich untersucht werden. In einer eigens eingerichteten Zeltstadt im Hafen von Augusta in der sizilianischen Provinz Siracusa waren auch das Rote Kreuz und Mitglieder des staatlichen italienischen Feuerwehrkorps im Einsatz. Für die Autopsie und Identifizierung der Leichen ist die rechtsmedizinische Abteilung der Universität Mailand zuständig.
Wenn die Schätzungen stimmten, hat der Untergang vor Libyen insgesamt rund 500 Tote gefordert. Im Schiffinnern dürften sich im Wesentlichen nur noch Knochen und Kleidung befinden. Sie sollten nach Möglichkeit identifiziert und dann ordnungsgemäß gestattet werden.
Die 28 Überlebenden des Unglücks hatten von 700 bis 800 Flüchtlingen berichtet. 169 Tote hatten Taucher bereits geborgen, elf trieben bei der Hebung des Schiffes an die Wasseroberfläche. Die Kosten der Bergung betrugen fast zehn Millionen Euro.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bootsbrand in Bodø
(01.07.16) Am 30.6. um 15.47 Uhr wurde der Polizei in Salten ein Bootsbrand bei der Jakhelln Båt in Bodø gemeldet. Ein Motorboot hatte Feuer gefangen, als es zu Wasser gelassen wurde. Die Feuerwehr war gegen 16 Uhr dabei, den Brand zu löschen. Es kam zu starker Rauchentwicklung. Eine Person wurde mit Verbrennungen an Armen und Gesicht medizinisch behandelt und ins Krankenhaus gebracht. Das Boot wurde wieder an Land gehoben, um die Löscharbeiten zu erleichtern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Untersuchungen an Chem Venus fortgesetzt
(01.07.16) Die U.S. Coast Guard setzte am 30.6. ihre Untersuchung zur Kollision des Tankers "Chem Venus" mit drei Segelyachten auf dem Piscataqua River nahe Goat Island Ledge am 29.6. fort. Taucher inspizierten den Rumpf und fanden eine Beule von 3x10 Fuß am Steuerbordbug. Auch die Klassifikationsgesellschaft war vor Ort.
Lotse, Schlepperfahrer und Schiffsführung mussten sich routinemäßig Drogentests unterziehen. Die Coast Guard hatte zunächst angenommen, dass eine Schlepptrosse von 120 Fuß Länge und einem Durchmesser von 17 Zentimetern sei gebrochen und verloren gegangen. Tastsächlich war die Trosse aber 150 Fuß lang und nur fünf Zentimeter stark. Ein Team des Army Corps of Engineers führte eine Untersuchung des Fahrwassers durch, in dem der Tanker vor der Kollision auf Grund gelaufen war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Hoylake abgeschleppt
(01.07.16) Das RNLI-Boot aus Hoylake kam am 30.6. dem schottischen 200-Tonnen-Trawler "Tjeerd Jacoba" (MMSI-Nr.: 235002165) zu Hilfe, der 38 Meilen nordwestlich des Hafens Maschinenausfall erlitten und die Coastguard um Hilfe gebeten hatte. Das RNLI Boot "Edmund Hawthorn Micklewood" lief um 10.19 Uhr aus und erreichte den Havaristen um 11.44 Uhr.
Der 24 Meter lange Trawler wurde in Richtung Liverpool in Schlepp genommen. Nachdem der Konvoi 10 Meilen weit gekommen war, übernahm ein anderer Kutter das weitere Stück nach Cumbria. Um 17 Uhr war das Boot aus Hoylake zurück auf seiner Station.
Quelle:Tim Schwabedissen



Krängendes Kreuzfahrtschiff hat sich stabilisiert
(01.07.16) Nach einer leichten Wetterbesserung am 30.6. stabilisierte sich die Lage des ehemaligen Kreuzfahrtschiffes "Qing" am Kai der Western India Shipyard Limited (WISL) in Mormugao, und es setzte auf dem sieben Meter tiefen Hafengrund auf. Taucher sollten nun das Schiff untersuchen und den Umfang der Flutung und der angerichteten Schäden untersuchen. Sie sollten das weitere Eindringen von Wasser verhindern. Hochdruckpumpen sollten dann zum Lenzen angesetzt werden.
Auch das Bunkeröl muss geleichtert werden. Die indische Coast Guard schickte die "Samudra Prahari" nach Mormugao, um mögliche Ölverschmutzungen zu bekämpfen. Die "Qing" hatte 350 Tonnen Öl an Bord.
Quelle:Tim Schwabedissen





Weblinks:
SOS-Seenotfälle, Archiv
Chronik bedeutender Seeunfälle Antike bis 1499
Chronik bedeutender Seeunfälle 1500 bis 1899
Chronik bedeutender Seeunfälle 1900 bis 1949



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Schlagwörter: Schifffahrt, in Seenot, SOS Alarm, Unfälle, Mayday, Versicherung Schiff, Segeln, Seenot, Unglück, Seenotfälle, Schiffsuntergang, Seenotarchiv, Archiv, Schiffsunglück, Schiffsunfall, unfall, ertrinken, untergehen, untergegangen, sinken

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