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"Eva Elisabeth" anlehnungsbedürftig
(Bild: Jarl Meling)   Großbild klick!

"Eva Elisabeth" anlehnungsbedürftig
(15.12.17) Am Morgen des 14.12. legte sich der norwegische Fischfrachter "Eva Elisabeth", 296 BRZ (IMO-Nr.: 8679273), auf einmal kräftig nach Steuerbord über, als er ins Trockendock der Skude Industri in Skudenes gehen sollte. Das Dock wurde gerade ausgepumpt, als sich der Unfall ereignete. Menschen kamen nicht zu Schaden. Da das 40 Meter lange Schiff eine Breite von 13,5 Metern und das Dock eine von 15 Metern hatte, war nicht viel Spielraum.
Das weitere Krängen wurde dadurch gestoppt, das sich die "Eva Elisabeth" gegen die Dockmauer lehnte. Die Dockarbeiten wurden sofort gestoppt und eine Untersuchung durch die Versicherung eingeleitet. Erst wenn diese ihre Zusage gibt, sollte begonnen werden, das Schiff wieder aufzurichten. Es hatte offenbar keinen Schaden davongetragen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Motoryacht "Royal Star" leckt
(Bild: Raeddningstjaensten)   Großbild klick!

Ehemals königliche Yacht drohte in Norrtelje zu sinken
(15.12.17) Die schwedische Motoryacht "Royal Star" schlug in der Marina des Väddö Yacht Club in der Väddöviken der Norrtelje-Kommune am 14.12. um neun Uhr leck. In dem Hafenbecken herrschte zu der Zeit Eisgang. Das Schiff war ein Stück auf eine Rampe hinaufgeschoben worden und hatte ein Leck unterhalb der Wasserlinie.
Die alarmierte Feuerwehr rückte mit Lenzpumpen an, die 2000 Liter pro Minute förderten. Ohne den andauernden Einsatz wäre das Boot gesunken, und es hätte einen Ölaustritt geben können. Die "Royal Star" befand sich auf der Fahrt von Stockholm nach Gävle. Sie wurde 1964 beim Royal System Yacht Yard in Århus für den dänischen Hof erbaut. König Fredrik IX und seine Frau Königin Ingrid wie auch Königin Margrethe und Prinz Henrik nutzten sie einst für weniger offizielle Touren als die, für die die Staatsyacht „Dannebrog“ vorgesehen war.
Die heute als Charterboot genutzte „Royal Star“ ist 21,67 Meter lang, 5,55 Meter breit, hat 1,8 Meter Tiefgang und verfügt über 10 Kojen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Trimaran “Actual Ultim” durchgekentert
(Bild: Armada de Chile)   Großbild klick!

Yachtskipper erlitt bei Rekordversuch vor Kap Horn Schiffbruch
(15.12.17) In sechs Meter hohen Wellen brach der Rumpf des 12 Meter langen, französische Trimarans “Actual Ultim” (MMSI-Nr.: 228279800) des Skippers Yves Le Bleve am frühen Morgen des 14.12. rund 50 Kilometer südlich von Kap Horn auseinander, und das Boot kenterte. Der Segler funkte um 4.21 Uhr einen ersten Notruf und 40 Miuten später Mayday, das vom MRCC in Punta Arenas aufgefangen wurde. Dieses schickte das Patroullienboot "Sibbald" sowie eine P-264 der South Aeronaval Group und eine N-503 des Naval Aviation Command zu Hilfe.
Auch der Kreuzfahrer “Stella Australis”, der sich südlich des Mantelero-Kanals unweit der Wollaston-Inseln befand, nahm Kurs auf die Position und unterstützte die Rettungsaktion. Ein Marinehubschrauber barg schließlich den Skipper, der sich in den Hauptrumpf des kieloben treibenden Bootes hatte flüchten können. bei Windgeschwindigkeiten von 20 - 25 Knoten, die in Böen 35 Knoten erreichten, und Wellenhöhen von vier bis fünf Metern ab. Die Aktion wurde von Rettungsschwimmern unterstützt.
Nach der Rettung wurde der Franzose nach Puerto Williams geflogen. Er war am 24.11. zum Versuch einer Solo-Weltumsegelung in westlicher Richtung in Rekordzeit gestartet. Das Boot, die ehemalige „Sobedo“, blieb in der tobenden See treibend zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kollision in Kavkaz
(15.12.17) Am 13.12. um 7.14 Uhr kollidierte der maltesische Frachter "Sea Leader", 5197 BRZ (IMO-Nr.: 9363998), beim Ablegen in Kavkaz mit dem am Kai liegenden Tanker "SVL Unity", 5075 BRZ (IMO-Nr.: 9655470). Beide Schiffe wurden dabei leicht beschädigt. Am 14.12. lagen sie weiter vor Anker auf der Reede von Kavkaz. Die "Sea Leader" war mit 4.316 Tonnen nach Izmir bestimmten Sonnenblumenkuchen beladen. Die "SCL Unity" war mit einer Ladung Dieselöl nach Kavkaz gekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen


In Papenburg erbaute Fähre in Kollision verwickelt
(15.12.17) Am 13.12. kollidierte die indonesische Fähre "Kelimutu", 6022 BRZ (IMO-Nr.: 8502341), it 516 Passagieren an Bord mit dem unter derselben Flagge registrierten Frachter "Maju 88", 1595 BRZ (IMO-Nr.: 8661082), auf dem Sampit River in Süd-Borneo. Die Havarie ereignete sich kurz nach dem Ablegen im Hafen von Sampit im engen Fahrwasser, als sie flussabwärts in Richtung der Java-See unterwegs war.
Bei dem Zusammenstoß erlitt die "Kelimutu" einen Riss von zwei Metern Länge am Bug im Bereich der Ankerklüse. Die 1986 bei der Jos. L. Meyer-Werft in Papenburg erbaute „Kelimutu“ musste daraufhin umdrehen und machte wieder in Sampit fest, wo die Passagiere ausstiegen und ihre Tickets rückerstattet bekamen. Die Reparatur des Schadens sollte am 15.12. fertiggestellt werden. Zu den Schäden an der „Maju 88“ wurde nichts bekannt.
Quelle:Tim Schwabedissen


106 Jahre alter Finow-Kahn nach fast vier Jahren unter Wasser geborgen
(15.12.17) Am Morgen des 14.12. hoben Mobilkräne der Bergungsfirma Nautik aus Sasbach bei Freiburg im Breisgau kurz vor der Niegripper Schleuse das Wrack des 80-Tonners "Erna" aus dem Elbe-Havel-Kanal. Es handelte sich dabei um einen 1911 erbauten Finow-Maßkahn, einem Vertreter des ersten Typschiffs überhaupt. In der Nacht zum 9.1.2014 war das 40 Meter lange Gefährt gesunken.
Das Finowmaß war das erste standardisierte Binnenschiffmaß und wurde 1845 speziell für den Finowkanal festgelegt, als dessen Schleusen erneuert wurden. Die Schiffe nannten sich Finowmaßkähne. Einige Jahrzehnte später ging man zum Groß-Finowmaß über. Das Finowmaß war maßgeblich für die Spezifikation der Binnenschiffsklasse I östlich der Elbe.
Der Berliner Eigner hatte die zuletzt als Werkstattschiff genutzte „Erna“ eigentlich zu einem Hausboot umbauen wollen. Doch ihm ging dabei finanziell die Luft aus, und das Schiff blieb am Ende gegenüber der Niegripper Schleuse liegen, bis es leckschlug und unterging. Fast drei Jahre später wurde es nun mit Bundesmitteln gehoben, weil es im Bereich der Liegeplätze für Behinderungen sorgte.
Die Bergung begann am 5.12. Taucher mussten im stockdunklen und zwei Grad kalten Wasser die Hebung vorbereiten. Am 11.12. war die „Erna“ mit 23 Hebeballons schwimmfähig gemacht worden. Zwei Schubschiffe zogen sie zur Spundwand auf die südliche Kanalseite.
Am 13.12. schweißten die Taucher das Schiff unter Wasser in der Mitte auseinander. Am folgenden Morgen nahmen zwei Schwerlastkrane der Burger Firma Engel-Krane zunächst das Achterschiff der „Erna“ auf den Haken. Als es fast schon aus dem Wasser war, musste die Bergung nochmals unterbrochen werden. Das Wrackteil war noch zu schwer, und einer der Lasthaken musste gegen einen stärkeren ausgetauscht werden.
Wenig später schwebte die 40 Tonnen schwere Sektion in der Luft. Dann wurde ein 250-Tonnen-Schubleichter darunter bugsiert und das Heck auf dessen Deck abgesetzt. Auf dieselbe Weise wurde anschließend auch das Vorschiff geborgen. Um 13.30 Uhr war die Arbeit beendet, und die „Erna“ konnte zum Verschrotten abtransportiert werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Wrack gestrandeten Longliners soll binnen zwei Wochen verschwinden
(15.12.17) Am 14.12. wurde der Eigner des gestrandeten taiwanesischen Longliners “Sheng Long Yu No. 21”, 98 BRZ, Mr. Tasi-Fu Kao, von einem Gericht in Französisch-Polynesien aufgefordert, das Wrack binnen 15 Tagen zu räumen und umweltgefährdende Stoffe zu beseitigen. Andernfalls können diese Maßnahmen staatlicherseits zu Lasten des Eigners durchgeführt werden. Am 5.11. um 20.30 Uhr war das Schiff im nördlichen Marutea-Atoll auf der Fahrt zu einem technischen Stopp in Papeete auf Grund gelaufen und gekentert.
Nach Angaben des Kapitäns befanden sich noch große Mengen Öl und Gefriermittel sowie der Fang an Bord des Wracks. Angesichts der Wirbelsturm-Saison steigen die Risiken eines Austritts von Schadstoffen. Die Golden Bay Shipping Agency, die Taiwan Provincial Fishery Marine Insurance Cooperative Society und die Taiwan Fisheries Agency waren aufgefordert worden, das Wrack zu beseitigen. Als sie dem nicht nachkamen, ging die Sache vor Gericht.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutterwrack nach fast einem Jahr gehoben
(15.12.17) Am 12.12. wurde das Wrack des Kutters "Monni", der am 3.1. im Golf von Finnland gesunken war, durch die LLC "Diving Company" Magellan "(Murmansk), gehoben. Das Schiff der Phi Shiping LLC war am Vortag von der ZAO-Fischverarbeitungsanlange in Ust-Luga mit einer dreiköpfigen Crew ausgelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Drei weitere Fehltreffer bei U-Boot-Suche
(15.12.17) Die “Atlantis” hat auf ihrer Suche nach dem U-Boot “San Juan” drei weitere Punkte mit dem ROV inspiziert, die von der argentinischen Marine in 1,200, 1,000 und 900 Metern Tiefe ausfindig gemacht worden waren, doch erneut war kein Treffer darunter. Drei andere Schiffe, der Zerstörer “Argentina”, die “Puerto Argentino” und HMS “Protector“ waren aktuell noch im Suchgebiet. Am 15.12. sollte auch die „Islas Malvinas“ wieder in See stechen und binnen 48 Stunden vor Ort sein.
Das russische Forschungsschiff „Yantar“ machte am 14.12. in Buenos Aires zu Versorgungszwecken fest. Ebenfalls auf dem Weg dorthin war die argentinische „Víctor Angelescu”.
Quelle:Tim Schwabedissen


Öl soll aus gestrandetem Frachter abgepumpt werden
(15.12.17) Am 15.12. um sechs Uhr sollte durch die Firma Recope damit begonnen werden, die sechs Tonnen Diesel und 15 Liter Hydrauliköl aus dem in Manzanillo am Strand von Cahuita, Limón, liegendne Frachter “Yicel”, 211 BRZ, abzupumpen. Die Arbeit sollte rund 18 Stunden dauern. Der unter Panama-Flagge laufende, 1961 erbaute Frachter der Atlantic Shipping Company Ltd war dort am 8.12. nach Wassereinbruch im Maschinenraum auf Grund gesetzt worden. Für eine erfolgreiche Operation durfte der Wellengang nicht zu hoch sein.
An ihr waren die Costa Rican Petroleum Refinery (Recope), das Port Administration and Economic Development Board of the Atlantic Coast (Japdeva), die Feuerwehr, die National Emergency Commission (CNE), das Ministry of Environment and Energy, und die Public Works and Transportation beteiligt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Zerstörung beschlagnahmter Kutter endete in unkontrollierter Explosion
(15.12.17) Die Zerstörung zweier vietnamesischer Kutter in Ngella am 13.12. in der Mboli Passage, die auf Weisung des Ministry of Fisheries and Marine Resources, der Solomon Islands Maritime Safety Administration und der Royal Solomon Islands Police Force erfolgte, wäre beinahe tragisch geendet. Die Boote waren beim illegalen Fischfang vor den Solomon Islands aufgebracht worden, und ein Gericht hatte mangels Seetüchtigkeit die Entsorgung angeordnet. Drei Männer sollten die Kutter in Brand stecken.
Sie leerten Petroleumkanister in den Kuttern und entzündeten ein darin getränktes Kleidungsstück. Als sie dieses in den Maschinenraum werfen wollten, kam zu einer Explosion, die sie über Bord schleuderte. Sie hatten weder Kenntnisse über die Vorgehensweise noch Sicherheitsausrüstung und trugen lediglich Shirts und kurze Hosen.
Einer erlitt Verbrennungen, ein anderer ein gebrochenes Bein und wurde im National Referral Hospital in Honiara behandelt. Die Polizei in Tulagi hatte die Aktion von Bord zweier Schnellboote aus verfolgt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Rettungsaktion für Frachter vor Isle of Lewis
(15.12.17) Der norwegische Frachter "Fame", 549 BRZ (IMO-Nr.: 6609901) erlitt am 14.12. um 17.30 Uhr Maschinenausfall vor der Isle of Lewis im Nordatlantik. Das Schiff war mit einer Ladung Lachsfutter und einer fünfköpfigen Crew an Bord aus Stromness ausgelaufen. Die beiden RNLI-Boote aus Stornoway und Leverburgh, ein Hubschrauber der Stornoway Coastguard und der Notfallschlepper „Ievoli Black“, 2283 BRZ (IMO-Nr.: 9439242), aus Kirkwall wurden nach einem Pan-Pan-Ruf gegen 18 Uhr zum Havaristen beordert.
Die RNLI-Boote erreichten den Havaristen um 20 und um 21.30 Uhr. Das Rettungsboot aus Stornoway ging über Nacht auf Standby, doch die Crew wollte das Schiff nicht verlassen. Der Helikopter war ebenfalls bereit, den Havaristen zu evakuieren. In Wellenhöhen von bis zu acht Metern und stürmischen Winden schaffte es die Crew des Frachters, beide Anker auszubringen und so die Drift sechs Meilen vor der Isle of Harris zu verlangsamen.
Am frühen Morgen des 15.12. gelang es der "Ievoli Black", den Havaristen bei weiterhin schwierigen Wetterbedingungen auf den Haken zu nehmen. Die Scottish Environmental Group, der Marine Accident Investigation Branch (MAIB) und der Secretary of State's Representative for Maritime Salvage wurden informiert.
Quelle:Tim Schwabedissen


Hebeketten an gesunkenem Schlepper angeschlagen
(15.12.17) Am 14.12. gelang es Bergern, am Wrack des Schleppers "Ricky Robinson", der eine Woche zuvor auf dem Mississippi gesunken war, Hebeketten anzubringen. Zunächst brachten sie am flussabwärts weisenden Teil des Schiffes eine Kette an, und nachdem dieses weiter stabilisiert werden konnte, schlugen sie auch am anderen Ende eine Kette an. Wenn das Hebegeschirr fest ist, sollte das Wrack vorsichtig aus 65 Fuß Tiefe in flacheres Wasser gezogen werden, um dort durch Taucher die endgültige Hebung in sichererer Umgebung vorbereiten zu können.
Quelle:Tim Schwabedissen


Wrackjäger entdeckten verschollenes US-U-Boot
(15.12.17) Wrackjäger haben das U-Boot USS “S-28” jetzt in 8,700 Fuß Wassertiefe vor Oahu gefunden. Das am 13.12.1923 in Dienst gestellte Boot sank bei einer Trainingsfahrt am 4.7.1944 mit seiner 49-köpfigen Crew im Zentralpazifik. Es war in der Anfangsphase der amerikanischen Beteiligung am 2. Weltkrieg nach Alaska entsandt worden, um die Aleuten gegen eine mögliche japanische Invasion zu verteidigen. Es hatte am 3.7.1944 Pearl Harbor verlassen und führte zwei simulierte Torpedoangriffe auf die “Reliance“ der Coastguard durch. Es folgten weitere Tests vor der Küste von Waianae.
Um 17:30 Uhr befand sich “S-28” in getauchtem Zustand vier Meilen von der “Reliance“ entfernt. Um 18.20 Uhr verlor sie den Kontakt zum U-Boot. Es hatte keine Hinweise auf eine Notsituation gegeben. Wahrscheinlich hatte es die Kontrolle über die Tauchtiefe verloren.
Nach den Aufnahmen, die ein ROV aufnahm, könnte es einen Rumpfschaden gegeben haben, der zum Verlust des Bugs und dem sofortigen Totalverlust führte. Das Expeditionsteam war von Tim Taylor, dem Präsidenten der Tiburon Subsea, geleitet worden. Es war Taylors dritte Entdeckung eines amerikanischen U-Boots aus dem 2. Weltkrieg.
Quelle:Tim Schwabedissen


Binnenschiff blockiert Kanal bei Limburg
(15.12.17) Am Vormittag des 15.12. erlitt das holländische Binnenschiff “Dythar", 1036 ts (EU-Nr.: 02301605), das mit 100 Tonnen Split beladen war, auf der Fahrt von Liege nach Nijkerk einen Ruderausfall auf dem Juliana-Kanal bei Limburg. Es schlug unweit von Stevensweert quer und setzte an beiden Kanalböschungen auf. Der Schiffsverkehr wurde durch den Havaristen dort blockiert.
Das Binnenschiff erlitt bei der Havarie ein Leck am Bug und Wassereinbruch. Die Feuerwehr kam mit Lenzpumpen zu Hilfe. Zur Assistenz war die "Rotterdam 17" (MMSI-Nr.: 244740635), mit Bergungsgerät vor Ort. Die zweiköpfige Crew der „Dythar“ wurde unversehrt abgeborgen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Motoryacht „Sedira Dos“
(Bild: Salvamento Maritimo)   Großbild klick!

Mallorca: Motoryacht vor Kap Formentor aufgegeben
(14.12.17) Die 10 Meter lange, spanische Motoryacht „Sedira Dos“ erlitt auf der Reise von Roses in Girona zum mallorquinischen Hafen Sóller in stürmischer See am 13.12. Wassereinbruch. Da die zweiköpfige Crew ihn nicht unter Kontrolle bekam, funkte sie um 13.30 Uhr 61 Meilen nördlich von Kap Formentor Mayday. Salvamento Maritímo schickte zunächst das SAR-Schiff „Salvamar Sirius“ (MMSI-Nr.:224003410) aus Palamós (Girona) zu Hilfe.
Da sich die Lage aber zusehends verschlechterte, wurde der Rettungshubschrauber Helimer 204 aus Palma alarmiert. Er konnte das manövrierunfähig treibende Boot, das keinen GPS-Tracker hatte, in der aufgewühlten See lokalisieren. Ein Rettungsschwimmer half, die beiden spanischen
Rettungshubschrauber Helimer 204
(Bild: Salvamento Maritimo)   Großbild klick!
Bootsfahrer von dessen Vorschiff unversehrt abzubergen und an Bord zu ziehen.
Sie wurden anschließend zum Flughafen von Palma de Mallorca geflogen, wo sie um 15.35 Uhr eintrafen.
Quelle:Tim Schwabedissen





Fischkutter „Simone - WR 75"
(Bild: DGzRS)   Großbild klick!

Kutter vor Sylt geborgen
(14.12.17) In schwerer See barg der Seenotrettungskreuzer „Pidder Lüng“ am 13.12. den niederländischen Fischkutter „Simone - WR 75", 35 BRZ (IMO-Nr.: 8431827), mit zwei Fischern an Bord vor Sylt. Der Kutter hatte bei stürmischem Wetter mit hohem Seegang einen Ruderschaden erlitten. Die Fischer hatten bereits morgens Schwierigkeiten mit der Ruderanlage gemeldet.
Sie waren zu diesem Zeitpunkt etwa 13 Seemeilen westlich von Sylt beim Fischen. Die Besatzung schaffte es jedoch nicht, die Probleme mit Bordmitteln zu lösen. Im freien Seeraum gelang es dem Kapitän des Kutters, das Schiff so treiben zu lassen, dass die Seenotretter eine Schleppverbindung herstellen konnten.
Wegen des stürmischen Wetters entschied sich die Besatzung der „Pidder Lüng“ dazu, den Havaristen sich nach Havneby zu schleppen. Sturmböen von neun Beaufort mit Windgeschwindigkeiten bis 88 km/h erschwerten dem Einsatz. Die Schleppreise dauerte mehrere Stunden. Zur Sicherheit hatten die Seenotretter eine 230 Meter lange Trosse ausgebracht. Gegen 16.30 Uhr erreichte der Schleppverband sicher den Hafen.
Quelle:Tim Schwabedissen


"Ronia Diamond"
(Bild: Geir Vinnes)   Großbild klick!

Brandneuer Fischcarrier lief vor Klo auf Grund
(14.12.17) Am 13.12. gegen fünf Uhr lief der brandneue norwegische Lebendfisch-Transporter "Ronia Diamond", 4632 BRZ (IMO-Nr.: 9814947), der erst vor kurzem von der Myklebust Verft AS an die Sølvtrans AS, Ålesund, übergeben worden war, bei Klo in Vesterålen auf Grund. Er war seit der vergangenen Woche in einem Shuttledienst zwischen der Øksnes-Westbucht und Skutvik eingesetzt worden. Beim Auflaufen zog sich das Schiff ein kleines Leck im Boden zu.
Dank der gerade auflaufenden Flut konnte es sich aber rasch wieder mit eigener Kraft von den Felsen befreien. Eskortiert von dem NSSR-Rettungsboot "Knut Hoem" nahm es Kurs auf Sortland, wo der Schaden eingehender untersucht werden sollte. Taucher wurden gerufen, um den Rumpf unter Wasser zu inspizieren.
Die Sølvtrans AS musste nun entscheiden, ob eine Reparatur in Myklebust oder in Harstad durchgeführt wird. Die „Ronia Diamond“ würde gedockt werden müssen, um die in Mitleidenschaft gezogenen Bodenplatten auszutauschen. Der für 2018 geplante Beginn einer Charter durch Cermaq in Chile war durch die Havarie nicht gefährdet. Die „Ronia Diamond“ hat einer Tragfähigkeit von 3800 Tonnen, ist 79,90 Meter lang und 18,00 Meter breit.
Quelle:Tim Schwabedissen


Einmalig in der Marinegeschichte:
Zwei Zerstörer an Deck von Schwerlastfrachtern
(Bild: Syke Minadzuki)   Großbild klick!

Zwei Zerstörer der Arleigh Burke-Klasse lagen an Deck von Schwerlastfrachtern vor Yokosuka
(14.12.17) Der amerikanische Zerstörer USS “John S. McCain" wurde am 13.12. an einen Kai der Yokosuka Naval Base geschleppt, eine Woche, nachdem er an Deck des Schwerlastfrachters "Treasure" dort eingetroffen war. Nun sollen bei der U.S. Naval Ship Repair Facility und dem Japan Regional Maintenance Center umfangreiche Reparaturen und Instandhaltungsarbeiten als Konsequenz der Kollision am 21.8. stattfanden. Die Arbeiten begannen unmittelbar nach dem Eintreffen an der Pier der Base.
Das Schiff war nach dem Unfall mit eigener Kraft zur Changi Naval Base in Singapur gelaufen, wo die Crew, Techniker und Taucher die notwendigen Abdichtungs-, Trümmerräumungs- und Vorbereitungsarbeiten für den Transport durchführten. Am 5.10. lief die "Treasure" mit ihrer Last nach Yokosuka, musste aber zunächst zur Subic Bay auf den Philippinen abdrehen, nachdem ein neuer Riss an der Steuerbordseite aufgetreten war.
In Subic Bay wurden an Bord "Treasure" weitere Verstärkungen am Rumpf des Zerstörers durchgeführt, und am 28.11. ging es auf die Weiterreise. Am 5.12. traf der Transport in der Tokyo Bay ein, wo mehrere Tage lang die Entladung vorbereitet werden musste. Dabei kam es zu einem kuriosen Zusammentreffen, weil der Schwergutfrachter zeitweilig neben der „Transshelf“ ankerte, die wiederum den ebenfalls bei einer Kollision beschädigten Zerstörer USS „Fitzgerald“ an Deck hatte.
Der Anblick zweier beschädigter Zerstörer der Arleigh Burke-Klasse an Deck von Schwerlastfrachtern war wohl einmalig in der Marinegeschichte. Auch die „Fitzgerald“ hatte, wie sich herausstellte, Transportschäden erlitten. Die Stahlstrukturen, die sie auf Deck der „Transshelf“ gehalten hatten, hatten den Rumpf durchbohrt. Die Löcher mussten nun vor dem Weitertransport zunächst geflickt werden.
Die USS “McCain“ war am 21.8. in der Straße von Singapur mit dem Frachter “Alnic MC” zusammengestoßen. 10 Seeleute verloren ihr Leben in den überfluteten Abteilungen. Die USS “Fitzgerald” war wiederum am 17.6. nahe der Tokyo Bay mit der “ACX Crystal“ kollidiert, wobei sieben Crewmitglieder starben. Danach kam der Havarist zu provisorischen Reparaturen nach Yokosuka. Sie soll nun beim Huntington Ingalls' Yard in Pascagoula repariert werden. Die „Transshelf” verließ die Tokyo Bay in Richtung des Mississippi am 9.12.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter hatte in drei Wochen zwei Ruderausfälle
(14.12.17) Der iranische Frachter "Kasra 1", 1998 BRZ (IMO-Nr.: 8888848), geriet am 12.12. um 18.30 Uhr auf dem Wolga-Kaspisches-Meer-Kanal bei Kilometer 148 seewärts laufend nach einem Ruderausfall außer Kontrolle. Das Schiff warf Anker, um Schlimmeres zu verhüten. Es war zum Zeitpunkt der Havarie mit Stahl und Holz beladen auf dem Weg von Astrachan nach Enzeli.
Erst am 22.11. war ihm ein ähnliches Missgeschick widerfahren, als er auf der Wolga um 23.40 Uhr Ruderausfall erlitt. Zuvor war es zu einem Wassereinbruch im Ruderraum gekommen, der den Schaden verursachte. Das Schiff warf außerhalb des Fahrwassers Anker. Es war mit 2.320 Tonnen Fracht ebenfalls von Astrachan nach Enzeli unterwegs gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Drei Vermisste nach Schiffbruch vor Philippinen
(14.12.17) In der Westphilippinischen See sank am Morgen des 12.12. rund 30 Meilen vor der Küste der Kutter "Vance Allen" im Sturm. Nur zwei der fünf Mann an Bord wurden gerettet und kamen ins Pangasinan-Distrikt-Krankenhaus in Alaminos City Ein Team der Coastguard, unterstützt von 19 freiwilligen Tauchern, machte sich an Bord der "Prince Japhet" auf den Weg zur Unglücksstelle, um nach den drei vermissten Crewmitgliedern zu suchen. Sie waren trotz Sturmwarnung am 5.12. ausgelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Achtköpfige Crew gesunkenen Kutters gerettet
(14.12.17) Der koreanischen 86-Tonnen-Kutter "Jeju Island" kollidierte am Abend des 13.12. mit einem Baggerschiff. Dabei wurde der Maschinenraum aufgerissen, es kam zu Wassereinbruch, und das Schiff sank. Alle acht Crewmitglieder wurden von anderen Kuttern gerettet und nach Jeju gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen


Tanker in Saragossa-See havariert
(14.12.17) Am 6.12. erlitt der maltesische Tanker "Fetekoz", 3974 BRZ (IMO-Nr.: 9369928), Maschinenschaden in der Saragossa-See auf der Reise Savannah nach Bayonne, wo er am 15.12. hätte festmachen sollen. Am 6.12. verließ der unter Panama-Flagge laufende Schlepper "Red Sea Fos" (IMO-Nr.: 8102529) den Hafen von Funchal, um den Havaristen auf den Haken zu nehmen. Er erreichte ihn am 13.12. gegen 14 Uhr auf Position 29 24 N 053 33 W. Am Nachmittag war eine Schleppverbindung hergestellt, und die beiden Schiffe nahmen Kurs auf Madeira. Hier sollte der Schleppzug am 18.12. eintreffen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Räumungsarbeiten nach Hurrikan Maria gingen in Las Croabas weiter
(14.12.17) Die Crews der Hurricane Maria ESF-10 in Puerto Rico war am 10.12. mit Bergungsarbeiten in Cataño sowie San Juan beschäftigt und startete weitere am 13.12. in Las Croabas. Eine Kranbarge hob dort zwei gesunkene Boote, zwei weitere wurden mithilfe von Luftsäcken aufgeschwommen. Die Fahrzeuge sollten den Eignern zurückgegeben werden, falls diese identifizierbar waren, oder andernfalls abgewrackt werden. Bislang wurden 363 beschädigte Boote in der Region identifiziert und 155 davon geräumt.
Das Team hat mit 181 Eignern Kontakt aufgenommen und auf 33 Hinweise über Verschmutzungen reagiert. Mehr als 4.500 Gallonen Öl-Wasser-Gemisch wurden abgepumpt und 37 Fässer verölte Trümmer von Wracks eingesammelt. Die Bergungsoperation sollten nun entlang der Ostküste von Puerto Rico ausgedehnt werden.
Hier wurden bislang 42 beschädigte Schiffe ausgemacht – rund 20 % aller identifizierten Bootswracks auf der Insel. Die Maria ESF-10 Puerto Rico birgt diese ohne Kosten oder Strafen für die Eigner, wenn von ihnen Umweltgefährdungen ausgehen. Die Arbeiten fanden unter der Leitung des Puerto Rico Department of Natural and Environmental Resources statt. Die ESF-10 wurde am 27.9. ins Leben gerufen, acht Tage nachdem Hurrikan Maria am 19.9. Landfall auf Puerto Rico machte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Bargen rissen sich von Schubverband los
(14.12.17) Die Coast Guard New Orleans wurde am 12.12. alarmiert, nachdem auf dem Intracoastal Waterway nahe Houma, Louisiana, um 20.10 Uhr der 22 Meter lange US-Schlepper "Native Dancer" (MMSI-Nr.: 367653030) mit einem Schubverband havariert war. Die vorderste Barge an Steuerbordseite war mit einer Betonbarriere auf dem Intracoastal Waterway bei Meile 57,5 kollidiert. In der Folge hatten sich sechs Bargen von dem Schubverband losgerissen.
Die Wasserstraße musste daraufhin im Bereich der Havarie für den Schiffsverkehr gesperrt werden. Drei Bargen konnten inzwischen gesichert werden. Die Coast Guard Marine Safety Unit Houma schickte ein 29-Fuß-Boot aus Morgan City zur Assistenz bei der Regelung des Schiffsverkehrs.
Quelle:Tim Schwabedissen


Mehrere andere Wracks bei Suche nach verschollenem U-Boot aufgespürt
(14.12.17) Das russische ROV „Pantera Plus“ fand auf der Suche nach dem argentinischen U-Boot „San Juan“ stattdessen zwei versunkene Trawler, eine Anhäufung von Bodensediment und zwei Betonblöcke. Es tauchte bislang insgesamt 12 Mal in Tiefen von 135 bis 1.050 Metern hinab. Nun stand zunächst eine Wartung im Hafen von Puerto Belgrano an, zu der das Mutterschiff „Islas Malvinas“ dort festmachte.
Das britische Patrouillenschiff HMS „Protector“ hatte zuvor bereits in einer Tiefe von 139 Metern ein versunkenes Schiff gefunden. Weiterhin gab es aber keine Spur vom verschollenen U-Boot.
Quelle:Tim Schwabedissen


Fund von Wrackjägern macht Geschichte verschollenen Dampfers wieder lebendig
(14.12.17) Der 78 Fuß lange Dampfer “Jane Miller”, der vor 136 Jahren in einem Sturm auf dem Lake Huron auf der Fahrt nach Manitoulin in der Colpoy’s Bay sank, ist dank der Wiederentdeckung durch die amerikanischen Wrackjäger Ken Merryman, Jared Daniels und Jerry Eliason wieder ins öffentliche Gedächtnis gerückt. Sie hatten den Fund zwar bereits am 27.7. gemacht, mit der Veröffentlichung aber bis zum 25.11., dem 136. Jahrestags des Untergangs am 25.11.1881 gewartet. Der Historiker Bill Caesar aus Little Current, wo das Schiff entstand, war begeistert:
Die kleinen Schiffe seien wichtig für die Geschichte von Manitoulin. Die “Jane Miller” war beladen mit Versorgungsgütern, als sie sank und stelle nun eine Zeitkapsel über das dortige Leben im späten 19. Jahrhundert dar. Ken Merryman ist seit über 40 Jahren auf der Jagd nach Schiffswracks und Mitgründer der Great Lakes Shipwreck Preservation Society.
Er hatte gemeinsam mit Jared Daniels und Jerry Eliason eine Genehmigung des Ministry of Tourism, Culture and Sport zur Suche nach vier Wracks erhalten. Im Juli war das Trio im Bereich von Wiarton auf der Suche nach der “Manasoo”, doch da dort das Wetter zu schlecht war, entschieden sie, stattdessen zu versuchen, die “Jane Miller“ aufzuspüren, die sie zwischen Big Bay und Spencer’s Landing, der heutigen Skinner’s Bay, vermuteten. Das Schiff hatte Big Bay in der Nacht zum 25.11.1881 verlassen und nahm Kurs auf die nur vier Meilen entfernte Spencer’s Landing, wo sie nie eintraf.
Bei der zweiten oder dritten Sonarsuche wurden die Wrackjäger fündig. Sie hatten zunächst versucht, tiefe Stellen zu finden, von denen die Rede gewesen war und in denen das Wrack hätte liegen können. Doch das Sonar zeigte keine, und so entschieden sie, hinter der Biegung zur Spencer’s Landing in südwestlicher Richtung das Suchgebiet auszuweiten, das der Kapitän bei dem Wetter möglicherweise verpasst und dann vielleicht entschieden hatte, nach Wiarton weiterzulaufen.
Das Wrack lag aufrecht auf dem Grund in einer Wassertiefe, die nur geringfügig unterhalb der Reichweite von Sporttauchern war. Da die Tauchgenehmigung nur eine äußere Inaugenscheinnahme erlaubte, umschwammen sie den Fund, nachdem sie ihn zuvor mit einer abgesenkten Kamera dokumentiert hatten. Sie fanden die oberen Kabinen eingestürzt vor, und die tiefer gelegenen, die aus weichem Holz gebaut gewesen waren, hatten beim Zerfall große Löcher hinterlassen.
Das Frachtdeck hingegen war intakt, ebenso der Rumpf. Hinter dem Ruderhaus standen noch der Mast und der Ruderposten. Die Taucher erblickten Stapel von Geschirr und Kisten. Sie meinten auch, die Überreste von Körpern entdeckt zu haben – an Bord hatten sich 25-30 Menschen befunden – doch wegen der Zebramuscheln waren sie sich nicht sicher.
Die „Jane Miller“ lag mit dem Bug nach Norden auf dem Grund. Sie hatte als rankes, topplastiges Schiff gegolten. Es könnte sein, dass sie versuchte, zur Spencer’s Landing einzudrehen, aber zu viel Wasser übernahm. Bereits zuvor soll es ein Leck gegeben haben. Am Ende könnte das Schiff in der stürmischen Nacht rasch gekentert sein, zu rasch für die in ihren Kabinen befindlichen Menschen.
Der Dampfer wurde 1879 in Little Current durch die Werft James Miller and Son erbaut und 1880 an Captain Andrew Port verkauft. Es handelte sich um einen 210-Tonnen-Dampfer mit Holzpropeller, der Fracht und Passagiere zwischen den vielen kleinen Häfen der Georgian Bay und des North Channel transportierte.
Auf der letzten Reise lief die „Jane Miller“ am 26.11.1881 aus Meaford ins 40 Meilen entfernte Wiarton aus. An Bord waren 27 Männer und eine Frau. Die Reise sollte über Wiarton und Lion’s Head weiter nach Michaels und Providence Bay auf Manitoulin Island gehen. Im Owen Sound war schwere Fracht für Lion’s Head geladen worden. Das Schiff steuerte zunächst Big Bay und dann das 1,5 Meilen entfernte Cameron Dock an. Zu der Zeit stand Wasser im Laderaum, und Kapitän Port wurde gebeten, nicht weiterzufahren. Doch er vertraute der Kraft seine Lenzpumpen und legte in der Nacht wieder ab. Zuletzt wurde das kleine Schiff in der Big Bay drei Meilen westlich von Meaford gesehen, als sie direkt in den Sturm hineinlief.
Es gab keine Überlebenden ihres Untergangs und somit auch keine Zeugen. Fischpakete trieben später auf Hay Island bei Wiarton an, doch konnte nicht sicher bestätigt werden, dass sie von dem Schiff stammten. Drei Mützen, einige Butterfässer, Teile eines Masts, zwei Ruder mit dem Namenszug des Schiffes und ein paar kleine Trümmer wurden auf White Cloud Island am Eingang der Colpoy’s Bay gefunden als stumme Überreste des Schiffbruchs.
Es gab Berichte, dass sie in der Woche vor dem Untergang auf Club Island auf Grund gelaufen, aber ohne erkennbare Schäden wieder abgekommen sei. Außerdem gab es einen Maschinenausfall im Sturm, und beinahe wäre die „Jane Miller“ auf Horse Island gestrandet, ehe die Crew den Antrieb wieder in Gang bekam.
Quelle:Tim Schwabedissen


Alte Lagerbarge soll aus Tauranga verschwinden
(14.12.17) Eine alte Munitionsbarge, die seit 1970 in Tauranga auf Grund liegt, soll nach dem Willen des Bay of Plenty Regional Council für 400.000 Dollar geräumt werden. Das Wrack lag seit fast 50 Jahren im Hunters Creek, nachdem es beim Verschleppen unterging, bevor es planmäßig versenkt werden sollte. Während der Überführung hatte der Rumpf offenbar bereits wie ein Sieb geleckt, und mit Pumpen war versucht worden, ihn schwimmfähig zu halten.
Die Barge war im 2. Weltkrieg in den USA aus Stahl und Beton konstruiert worden. Nach Kriegsende wurde sie nach Japan geschleppt und diente dort beim Wiederaufbau. In den 1960er Jahren kam sie nach Neuseeland, nachdem sie der Harbour Transport zur Lagerung von Munition und Sprengstoff erworben hatte. Seit den 1980er Jahren war bereits über eine Beseitigung diskutiert worden, die aber stets an den allzu hohen Kosten scheiterte.
Seit sie als Sicherheitsrisiko für Jetskifahrer und andere Wassersportler im Key Risk Register auftauchte, gewann das Projekt an Fahrt. Im Januar 2016 kollidierten zwei Jetskifahrer mit dem rostigen Relikt. Da es keine Verantwortlichen mehr für das Gefährt gab, wird die öffentliche Hand die Räumungskosten schultern müssen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Trawler "La P'tite Chine - CN.238289"
(Bild: Jean Garrot)   Großbild klick!

Betagter Kutter drohte in Honfleur zu sinken
(13.12.17) Der französische Trawler "La P'tite Chine - CN.238289", 29,9 BRZ (MMSI-Nr.: 227588580), erlitt am 12.12. im alten Becken in Honfleur Wassereinbruch. Er lag am Fuß von Lieutenance am Kai. Die Feuerwehren von Honfleur, Touques und Pont-l'Evêque wurden alarmiert und versuchten, das 50 Jahre alte Holzschiff vor dem Untergang zu bewahren.
Es wurde 1967 bei Servain in Granville als “La Confiance” mit Heimathafen Canacale auf St. Malo erbaut und ist nun in Caen beheimatet. Der Kutter hat eine Länge von 14,5 Metern und eine Breite von 5,5 Metern.
Quelle:Tim Schwabedissen


Bergungsarbeiten in Wismar
(Bild: UWA Logistik)   Großbild klick!

Historische Wracks in Wismarbucht bis Weihnachten geborgen
(13.12.17) Bis Weihnachten sollen die Bergungsarbeiten an historischen Wracks in der Wismarbucht abgeschlossen werden. Für die Erweiterung der Hafenanlagen der Hansestadt Wismar sollte das Flachwassergebiet, in dem die Wracks gefunden wurden, in Kürze ausgebaggert werden. Zuvor gaalt es die Schiffe fachgerecht freizulegen, zu untersuchen und zu bergen.
Das hoheitlich dafür zuständige Landesamt für Kultur und Denkmalpflege beauftragte die seit vielen Jahren in der archäologischen Unterwasserforschung erfahrenden Mitarbeiter der Rügener UWA-Logistik mit der Durchführung dieser Arbeiten. Seit Mitte September 2016 arbeitete ein Team,
Taucher an einem der Wracks
(Bild: UWA Logistik)   Großbild klick!
aufgeteilt in zwei Tauchgruppen, gleichzeitig an den Fundplätzen. An zwei Fundorten dokumentierten sie die gut erhaltenen, mindestens 700 Jahre alte Wracks nordischer Bauart, die im April 2016 bei der Munitionsbergung im Hafen entdeckt wurden. Als sie begannen, sie Stück für Stück an Land zu hieven, fanden die Forschungstaucher unter dem einen noch ein drittes Wrack.
Jens Auer, Bergungsleiter beim Landesamt für Kultur und Denkmalpflege, war begeistert ob des Alters und des guten Zustands der Schiffe. Während die ersten beiden durch die UWA-Logistik gehoben wurden, holte ein Team um Auer nun den dritten Fund an Land. Es handelte sich um ein Schiff von vermutlich etwa 25 Metern Länge und neun Metern Breite. Möglicherweise lag es wie die zwei ersten auf Reede oder in der Werft, bevor es vor Wismar sank und über die Jahrhunderte unter Sand und Lehm begraben wurde.
Bergungsarbeiten am Wrack
(Bild: UWA Logistik)   Großbild klick!
So überdauerte es die Jahrhunderte gut geschützt im Meeresboden. Die Backbordseite war fast vollständig erhalten. Das Wrack wurde nun unter Wasser in kleinere Teile zerlegt. Dazu mussten die noch vorhandenen Holznägel vorsichtig zersägt werden. Das Schiff wurde im 13. Jahrhundert aus überlappenden Kiefern-Planken in Klinkerbauweise erbaut.
Für die Wissenschaft stellt das Schiffstrio einen ganz besonderen Fund dar. Untersuchungen des Holzes ergaben, dass sie aus der Zeit um 1200 bis 1250 stammten. Jedes entstand in einer anderen Bauweise, eines hatte einen flachem Boden nach Art der Hansekoggen, eines einen spitzen Kiel wie die Wikingerschiffe. Das dritte Schiff war extrem robust konstruiert, vermutlich, um mehr Fracht wie Steine, Holz oder auch Bier transportieren zu können.
Nach Einschätzung der Archäologen können mit den Funde Lücken in der Historie geschlossen und ein Licht auf Schiffbautraditionen geworfen werden. Es gab aus dieser Zeit bisher kaum Vergleichsfunde oder schriftliche Zeugnisse. Das extreme Alter der drei Wracks stellte entsprechend einen ganz besonderen Wert für die Wissenschaft dar.
Quelle:Tim Schwabedissen


Havarierter Kutter nach Arbroath abgeschleppt
(13.12.17) Am Morgen des 11.12. wurde das RNLI-Boot aus Montrose RNLI zweimal alarmiert. Zunächst hatte der kleine Kutter "Artimus" Motorausfall erlitten und erbat die Hilfe der "Ian Grant Smith". Ein anderer Kutter hatte inzwischen bereits den acht Meter langen Havaristen in Schlepp in Richtung des Hafens von Arbroath genommen. Die beiden Schiffe wurden dann von den Seenotrettern dorthin eskortiert. Danach wurde von der „Ian Grant Smith“ noch ein weiteres Notsignal aufgefangen - wie sich herausstellte, war dieser Sender allerdings versehentlich aktiviert worden bei Arbeiten an Bord eines Schiffes.
Quelle:Tim Schwabedissen


Trawler nach Tanger eingeschleppt
(13.12.17) Vor Larache geriet in der Nacht zum 11.12. der marokkanische Trawler "Barbate 3" mit 15 Mann an Bord auf dem Atlantik in Seenot. Er funkte am 10.12. um 21.45 Uhr einen Notruf von einer Position vor Moulay Bousselham, wo er mit Maschinenausfall einen Kilometer vor der Küste trieb und zu stranden drohte. Erst am folgenden Morgen konnte ein Schiff der Marine Royale den Havaristen auf den Haken nehmen und nach Tanger einschleppen, wo er am Morgen des 12.12. eintraf.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter sank vor Borneo
(13.12.17) Der philippinische Frachter "Lady Joanna II" sank am Morgen des 12.12. in den Gewässern von Kinabatangan nach einem Wassereinbruch. Er war mit 16.000 Säcken Reis und 1.000 Säcken Zucker beladen gegen sechs Uhr aus Sandakan anach Jolo auf den Philippinen ausgelaufen und dann in stürmischer See leckgeschlagen. Die 11-köpfige Crew funkte einen Notruf, den das Eastern Sabah Security Command (ESSCom) um 7.20 Uhr auffing und an die Malaysian Maritime Enforcement Agency (MMEA) Sandakan Maritime Region (DM17) weiterleitete.
Die MMEA Sandakan schickte das Patroullienboot "Banggi 43" zum Havaristen, kam in der aufgewühlten See aber nicht an diesen heran. Die Crew wurde daraufhin angewiesen, in die Rettungsinseln zu gehen und eine Leine auf die "Banggi 43" hinüberzuwerfen. Dann konnten alle 11 Seeleute im Alter von 20 bis 61 Jahren an Bord gezogen und auf einer in der Nähe befindlichen Mole abgesetzt werden.
Von dort brachte sie um 14.30 Uhr ein größeres Boot, die "Tebrau", unversehrt zur MMEA-Mole in Sandakan. Die "Lady Joanna II" wurde zuletzt halb unter Wasser liegend vor Kinabatangan gesichtet.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter strandete an Küstenstraße
(13.12.17) Der unter Panama-Flagge registrierte Frachter "Fuchun 688" ,600 tdw (IMO-Nr.: 8785486), lief am 8.12. in stürmischer See an der Küste von Changhua City in der Straße von Taiwan auf Grund. Die achtköpfige Crew, darunter ein chinesischer Kapitän und sieben Indonesier, wurden gerettet. Vor einer Bergung sollten zunächst die vier Tonnen Kraftstoff abgepumpt werden. Der Rumpf war bei der Strandung direkt an einer Uferstraße aufgerissen worden.
Wegen der Lage des Schiffes konnten Tankwagen direkt am Havaristen vorfahren. Der in Hongkong ansässige Eigner machte sich unterdessen selbst auf den Weg nach Taiwan, um mit den Behörden die notwendigen Arbeiten abzustimmen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Tankmotorschiff setzte nach Kollision auf Rhein die Reise fort
(13.12.17) Der holländische Tankmotorschiff "Enjoy", 2505 ts (IMO-Nr.: 9468346), das am 11.12. um 6.30 Uhr auf dem Rhein bei Weißenthurm mit dem deutschen Tankmotorschiff "Viktoria Jaegers", 2831 ts (EU-Nr.: 04502540), kollidiert war, machte am 12.12. am BASF-Werk Friesenheimer Insel in Mannheim fest. Das Schiff hatte bei dem Zusammenstoß Schäden am Backbordbug davongetragen, der oberhalb der Wasserlinie eingedrückt wurde, als es gegen die „Victoria Jaegers“ trieb. Diese war gerade von Rotterdam nach Karlsruhe unterwegs gewesen, als die „Enjoy“, die sich durch die Schwell eines passierenden Schiffes von ihrer Vertäuung losgerissen hatte, ins Fahrwasser des Flusses und vor ihren Bug driftete.
Dabei wurden sowohl der Nachbarlieger, an dem die „Enjoy“ zur Übernahme eines Autos festgemacht hatte, wie auch die beiden Tankschiffe beschädigt. Allerdings wurde der Holländer am stärksten in Mitleidenschaft gezogen und zeitweilig mit einem Weiterfahrverbot belegt. Die „Victoria Jaegers“ war unterdessen bereits wieder von Karlsruhe auf dem Rückweg nach Rotterdam.
Quelle:Tim Schwabedissen


Wie ist die Lage der Serenity 1?
(13.12.17) Eine unklare Situation ergab den unter Panama-Flagge laufenden Bulkcarrier “Serenity 1”, 17430 BRZ (IMO-Nr.: 9060247) vor dem Strand der Insel Makira auf den Solomon Islands. Einwohner forderten die Behörden auf, das Schiff, das dort gestrandet sei, zu entfernen, da es Öl verliere und zu Stranderosion führe. Nach den AIS-Daten liegt der Frachter seit dem 29.11. in der Wanione Bay vor Nord-Makira. Seitdem änderte sich, zuletzt am 11.11., drei Mal die Position, was darauf hindeutet, dass das Schiff tatäschlich nicht auf Grund liegt.
Nach den vorliegenden Informationen war der Frachter dabei, Baumstämme in der Bucht zu laden. Möglicherweise hat er tatsächlich Probleme. Wie der Status aber konkret ist, ließ sich auch auf der Basis eines Fotos, das ihn unweit des Strandes vor Anker liegend mit Schleppern in der Nähe zeigte, schwer einzuschätzen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Schubverband kollidierte mit Schleuse
(13.12.17) Beim Auslaufen aus der Moselschleuse in Enkirch bei Traben-Trarbach schlug am 12.12. gegen 00.45 Uhr ein Schubverband quer und beschädigte die Schleuse. Der in Bergfahrt befindliche Koppelverband drehte sich quer zur Strömung und traf mit dem Bug die Molenspitze der Schleuse. Es entstand Sachschaden am Längswerk der Schleuse in Höhe von rund 10.000 Euro.
Mit Hilfe eines anderen Gütermotorschiffes konnte der Schubverband freigeschleppt werden und seine Fahrt fortsetzen. An ihm entstand kein Sachschaden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Touristenboot sank auf dem Sil
(13.12.17) In der vergangenen Woche sank ein Touristenboot in Galizien auf dem Sil zwischen der Brücke von A Abeleda und dem Yachtclub von Doade. Es gehörte wohl einer nahen Hoteleinrichtung und war wegen fehlender Genehmigungen für einige Zeit ungenutzt gewesen. Am 7.12. lag es dann unter Wasser und war einige Zeit noch mit der Bugspitze sichtbar gewesen. Nach Regenfällen und einem Pegelanstieg war es am 12.12. komplett versunken, und nur noch aufgeschwommene Rettungsgeräte sowie ausgetretene Flüssigkeit zeugten von seinem Liegeplatz.
Quelle:Tim Schwabedissen


Geborstenes Rohr ließ Frachter volllaufen
(13.12.17) Aus dem Wrack des unter Panama-Flagge laufenden Frachters “Yicel”, 378 tdw (IMO-Nr.: 5023643), der am 8.12. rund 40 Meilen von Manzanillo, Limón, entfernt nach einem Wassereinbruch auf Grund gesetzt wurde und seither halb gesunken vor dem Hotel Congo Bongo lag, lief inzwischen etwas Kraftstoff aus. Im Maschinenraum des Schiffes war ein Rohr zu einem Tank gebrochen, daraufhin lief dieser voll. Es hatte kein Leck im Rumpf oder sonstige strukturelle Schäden.
Vertreter MOPT, Sinac, Recope und die Comisión Nacional de Emergencias von Costa Rica waren inzwischen vor Ort, doch wegen des anhaltend schlechten Wetters würde das Schiff frühestens am 14. oder 15.12. geborgen und nach Moín gebracht werden können. Der dünne Ölfilm dürfte lediglich von den Tanks der Deckskräne herrühren und von der inzwischen über das Deck gehenden Brandung herausausgespült worden sein.
Quelle:Tim Schwabedissen


Auch nach 27 Tagen noch keine Spur der San Juan
(13.12.17) Auch nach 27 Tagen konnte am 12.12. keine Spur zum vermissten U-Boot „San Juan“ gefunden werden. Am 11.12. inspizierte die “Atlantis” mit dem ROV CURV 21 zwei Kontakte. Der erste in 650 Metern Tiefe konnte nicht bestätigt werden bei einer Suche im Radius von 400 Metern. Es fanden sich lediglich Felsformationen. Der zweite Kontakt war von der „Protector“ in 139 Metern Tiefe gemacht worden, stellte sich jedoch als ein anderes gesunkenes Schiff auf dem Meeresgrund heraus. Nach dem Abzug der russischen „Yantar“ waren aktuell noch fünf Fahrzeuge im Suchgebiet aktiv.
Quelle:Tim Schwabedissen


Fähre kollidierte mit Treibgut vor Palmaiola
(13.12.17) Die italienische Fähre "Moby Niki", 9279 BRZ (IMO-Nr.: 7350090), kollidierte am 11.12. gegen Mittag vor der Insel Palmaiola auf der fahrplanmäßigen Fahrt von Piombino nach Portoferraio mit einem unbekannten Gegenstand im Wasser. Es könnte sich um einen großen Baum gehandelt haben. Während die Crew und die 138 Passagiere bei dem heftigen Aufschlag unversehrt blieben, wurde der Rumpf beschädigt.
Das Schiff konnte die Fahrt nach Portoferraio aber fortsetzen, wo es an der Südpier 3 festmachte und die Fahrgäste an Land sowie die Autos entladen wurden. Der Hafenkapitän und Vertreter der Coastguard von Elba gingen an Bord, um Untersuchungen durchzuführen. Taucher des Militärs inspizierten das Unterwasserschiff. Vorsorglich wurden auch Ölsperren um die Fähre ausgelegt, um mögliche Kontaminationen zu verhindern. Das Patroullienboot "CP 553" drehte mehrere Kontrollrunden um die “Moby Niki”.
Quelle:Tim Schwabedissen


Ölbekämpfung auf Kea Trader wurde veränderten Bedingungen angepasst
(13.12.17) Nach dem Auseinanderbrechen der "Kea Trader" auf Duran Reef haben die Behörden den Ölbekämpfungsplan angepasst und behandelten beide Sektionen separate. Notwendige Maßnahmen zur Verhinderung des Austritts von Schadstoffen wurden inzwischen ebenso wie weitere Evaluationen durchgeführt. Die Berger sollten das Ballastwasser aus Laderaum II vollständig auspumpen. An Steuerbordseite wurde kontaminiertes Wasser geskimmt.
Die Trümmerbeseitigung in Laderaum III sollte bis Ende der Woche abgeschlossen werden. Außerdem wurde veröltes Wasser aus dem Maschinenraum abgepumpt. Im November war Öl, das offenbar aus dem Wrack stammte, an den Stränden von Lifou Island in Neukaledonien angetrieben. Strände in Lifou, Ouvea, Yate und Houailou wurden kontaminiert.
Quelle:Tim Schwabedissen


Bergung gesunkenen Schleppers wird vorbereitet
(13.12.17) Die US Coast Guard und die Wepfer Marine Inc. haben am 13.12. die Bergungsarbeiten an dem am 8.12. gesunkenen Schlepper "Ricky Robinson" auf dem Mississippi eingeleitet. Das Wrack wurde bei Flussmeile 731 nahe President's Island in Memphis, Tennessee, in rund 65 Fuß Tiefe lokalisiert. Die Stelle ist sehr gefährlich wegen starker Strömung und schlechter Sicht. Deshalb wird sie in einem mehrstufigen Prozess durchgeführt und etliche Tage dauern.
Das Army Corps of Engineers hat die Position des Wracks und das Fahrwasser inzwischen untersucht. Die Coast Guard Lower Mississippi River wie auch das National Transportation Safety Board haben zudem eine Untersuchung des Unglücks eingeleitet. Von der zweiköpfigen Crew fehlte bislang jede Spur.
An der Suche hatten sich die Memphis Police Department Aviation, die Memphis Police Department Harbor Patrol, das Shelby County Sheriff’s Office, die Tennessee Wildlife Resource Agency, der Economy Boat Store, die Wepfer Marine Inc., die Budwine and Associates Inc. und die Crews von Schiffen in der Region beteiligt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Malaysischer Kutter geborgen, Fischer weiter vermisst
(13.12.17) Ein Kutter, der am 8.12. in den Gewässern von Tanjung Gemok sank, wurde jetzt gehoben, doch von einem vermissten 39-jährigen Crewmitglied fehlte weiter jede Spur. Er befand sich nicht im Wrack, das schwer beschädigt war. Das Ruderhaus war zerbrochen, als das Schiff zur Endau-Mole in Rompin geschleppt wurde.
Als es vor fünf Tagen gegen Abend in Seenot geriet, hatte es in schwerer See Wassereinbruch und Schaden an der Lenzpumpe erlitten. Der Skipper wies alle fünf Mann an, ins Wasser zu springen. Ein Kutter, der sich in der Nähe befand, zog vier von ihnen an Bord. Nach dem fehlenden fünften Mann wurde am 9.12. um .930 Uhr durch das Eastern Region Operations Centre der Maritime Enforcement Agency (MMEA) in Kuantan eine Suchaktion gestartet.
Quelle:Tim Schwabedissen


Container im Hafen
(Bild: Salvamento Maritimo)   Großbild klick!

Container landeten im Hafen von Palamós
(12.12.17) Stürmisches Wetter bescherte den Bergern von Salvamento Marítimo am 11.12. entlang der spanischen Küste diverse Einsätze. Sie mussten in Almería, Tarragona und Bilbao ausrücken, z.B. weil Fahrwassertonnen vertrieben waren. Im Hafen von Palamós galt es mehrere Container zu sichern, die der Sturm über die Kaikante gefegt hatte. Sie trieben danach halb gesunken im Wasser trieben und gefährdeten die Schifffahrt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kanaren: Yachtcrew hatte großes Glück
(12.12.17) Die britische Segelyacht "Tyger of London", eine Comet 45S, kenterte am 7.12. vor den Kanaren innerhalb von Sekunden durch, nachdem ihr Kiel abgerissen war. Das Boot war südlich von Teneriffa unterwegs und hatte vier Männer und eine Frau an Bord. Ganz in der Nähe und auf gleichem Kurs segelte zur selben Zeit die "St Barbara V", eine Rustler 42 aus England, die von La Gomera kam.
Beide Yachten kreuzten in Sichtweite voneinander gegen einen starken Ostwind und hohe Wellen auf. Zum Zeitpunkt herrschten fünf bis sieben Windstärken. Plötzlich lief die "Tyger of London" kurz aus dem Ruder und kenterte dann innerhalb von 30 durch. Zu diesem Zeitpunkt war der Kiel offenbar bereits komplett abgerissen und nicht mehr am Schiff fest.
Auf der "St Barbara V" wurde sofort ein Notruf abgesetzt, das Großsegel geborgen, die Maschine gestartet und Kurs auf das verunglückte Schiff genommen. Die fünf Crewmitglieder der "Tyger of London" schwammen bereits im Wasser unweit ihrer Yacht. Nach mehreren Versuchen, die durch hohen Wellengang behindert wurden, konnte die Crew der "St Barbara V" die Schiffbrüchigen an Bord ziehen und in den Hafen von Las Galletas bringen.
Alle fünf Segler hatten zum Zeitpunkt des Unglücks Automatik-Rettungswesten getragen. Die durchgekentert im Wasser treibende Yacht wurde von Bergern und der spanischen Küstenwache bis vor den Hafen von Acantilao de los Gigantes geschleppt und dort zunächst gesichert. In den kommenden Tagen sollte das Schiff dann aufgerichtet und an Land gekrant werden, wo sich die Experten der Unfalluntersuchungsbehörden mit den Hintergründen für den Kielabriss beschäftigen würden.
Die "Tyger of London" wurde von einem Schweizer Unternehmen für Hochseetörns und für Skipper-Trainings eingesetzt. Das 14,20 Meter lange Boot wurde als eine von über 1.200 Yachten bei Comar Yachts in Italien gebaut und war acht Jahren intensiv im Einsatz gewesen. Der Skipper lobte nach seiner Rettung die Seemannschaft der Crew auf der "St Barbara V". Sie habe super reagiert und genau das Richtige getan. Man sei ihnen sehr dankbar.
Boote von Comar Yachts hatten bisher noch nie Probleme an den Kielen oder an den Kielaufhängungen gehabt. Möglicherweise war dem Vorfall eine Grundberührung und damit ein Strukturschaden vorausgegangen. Sobald die "Tyger of London" an Land steht, wollte der Werftchef selbst nach Teneriffa fliegen und sich vor Ort ein Bild von den Beschädigungen an Rumpf und Kielaufhängung machen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter "Kathryn Spirit"
(Bild: Michel Thibault)   Großbild klick!

Frachterwrack in Beauharnois wird jetzt abgebrochen
(12.12.17) Am 11.12. hat der Abbruch des kanadischen Frachters "Kathryn Spirit", 9261 BRZ (IMO-Nr.: 6717069), auf dem Lake Saint-Louis in Beauharnois offiziell begonnen im Beisein von Vertretern der kanadischen Coast Guard und Transport Canada. Bereits im Juni 2016 war das vom Kentern bedrohte Schiff in einer Notmaßnahme für acht Millionen Dollar gesichert und davor bewahrt worden, vollends umzuschlagen. Im Herbst war der mit 11 Millionen Dollar dotierte Kontrakt zum Abbruch ausgeschrieben worden.
Da sich keine Bieter meldeten, bekam ein Konsortium der zwei Firmen Excavation René St-Pierre Inc. und Englobe Corp. Excavation René St-Pierre, die eine Tochter der Groupe St-Pierre ist, die das Schiff 2011 nach Beauharnois ist, den Zuschlag. Bei der Ausschreibung war offiziell klar geworden, dass sich an Bord auch Gefahrstoffe wie PCB und Asbest befanden. Die Abbrucharbeiten könnten rund zwei Jahre dauern.
Quelle:Tim Schwabedissen


Langeoog: Untersuchung zur Strandung der Glory Amsterdam dauert an
(12.12.17) Während der Bulkcarrier „Glory Amsterdam“ nach seiner Strandung Ende Oktober vor der Nordseeinsel Langeoog weiterhin in der Werft liegt, wird die genaue Ursache der Havarie weiter untersucht. Gegen den 48 Jahre alten chinesischen Kapitän des Schiffes ermittelt die Wasserschutzpolizei wegen des Verdachts auf Gefährdung des Schiffsverkehrs. Dazu sollten zahlreiche Daten ausgewertet werden.
Nautikexperten wollen den Funkverkehr und die Maschinendaten des Schiffes analysieren. Weitere Angaben sollen von der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung kommen. Außerdem wurde ein Gutachten über eine gebrochene Trosse angefordert, die als Schleppverbindung dienen sollte. Der Landkreis Wittmund und Küstenkommunen sah das Sicherheitskonzept bei Havarien kritisch, nachdem das Havariekommando in Cuxhaven stundenlang keine Schleppverbindung zu dem Schiff herstellen konnte, als es zwischen Helgoland und den ostfriesischen Inseln trieb. Vertreter der sieben ostfriesischen forderten eine Überprüfung für das Ankern in empfindlichen Meeresgebieten.
Quelle:Tim Schwabedissen


Bootsbergung Port Canaveral
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Bisher 2.137 Bootswracks nach Hurrikan Irma geräumt
(12.12.17) Quer durch Florida gingen 13 Wochen nach dem Landfall von Hurrikan Irma in den Florida Keys die Aufräumarbeiten durch die Emergency Support Function 10 (ESF-10) Florida weiter. Diese bestand aus Vertretern der U.S. Coast Guard, der Environmental Protection Agency un der Florida Fish and Wildlife Conservation Commission. Bislang wurden 2,137 losgerissene oder havarierte Fahrzeuge aus den Wasserwegen geräumt.
An den Arbeiten waren rund 160 Personen beteiligt. Die Bergungsarbeiten erfolgen in der Reihenfolge einer Priorisierung in Hinblick auf potentielle Umweltgefahren. Schiffseigner wurden aufgefordert, selbst Bergungsfirmen zu beauftragen, um eine sicherste Entfernung von Wracks
Wrackräumung in West-Palm-Beach
(Bild: USCG)   Großbild klick!
zu gewährleisten. Sind ihre Boote zu stark beschädigt oder fehlen ihnen die Mittel, können sie das Eigentum per Verzichtserklärung an die Florida Fish and Wildlife Conservation Commission über eine Vessel Removal Hotline abtreten.
Die ESF-10 ist der Überbau, der den Einsatz der föderalen Behörden koordiniert und die Expertise der Florida Department of Environmental Protection, der National Oceanic and Atmospheric Administration und der Florida Keys National Marine Sanctuary, bei der Wrackräumung nutzt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Wrack machte Frachter selbst zum Wrack
(12.12.17) Am Nachmittag des 8.12. kam es zu einer folgenschweren Havarie, als der indonesische Frachter "Keneukai", 1645 BRZ (IMO-Nr.: 8405086), auf der Reede von Bandjarmasin auf dem Barito River in Süd-Kalimantan vor Anker lag und eine 2.500-Tonnen-Ladung von insgesamt 52.000 Säcken Zement, die nach Java bestimmt waren, lud. Offenbar war das Schiff nicht ausreichend verankert, und es wurde gegen 15 Uhr von einer Strömung erfasst und gegen ein unter Wasser liegendes Wrack getrieben. Da die Crew die Maschine nicht rechtzeitig in Gang bekam, kollidierte der Frachter mit dem Wrack, und der Maschinenraum wurde aufgerissen.
Es kam in diesem zu einem Wassereinbruch, der nicht mehr kontrolliert werden konnte. Die „Keneukai“ sackte nach achtern weg und setzte gegen 17 Uhr mit dem Heck auf Grund auf. Die Aufbauten und das Vorschiff ragten noch aus dem Wasser. Die 14-köpfige Crew konnte gerettet und in die Trisakti Hafenklinik gebracht werden.
Nach dem teilweisen Untergang kam es zu einem Austritt von Dieselöl. Das Vorschiff schwojte mit der Strömung umher, und die Bergungsarbeiten wurden zusätzlich durch die Nähe des unter Wasser liegenden zweiten Wracks erschwert.
Quelle:Tim Schwabedissen


Diamant war zu dicht unter Land
(12.12.17) Die Havarie des Schweizer Fahrgastschiffs „Diamant“ am Abend des 7.12. kurz vor 21 Uhr während einer Gästefahrt des Autoherstellers Seat mit 163 Passagieren wurde wohl durch einen Navigationsfehler verursacht. Das Schiff fuhr viel zu nah am Ufer, als es einen Felsen unter Wasser rammte und an mehreren Stellen leckschlug. Es gelang anschließend nur noch, die rund 370 Meter bis zum Anleger in Kehrsiten mit eigener Kraft zu bewältigen.
Dort gingen die Fahrgäste, die vier Besatzungsmitglieder und die 12 Gastronomieangestellten unverletzt von Bord. Das in Teilen vollgelaufene Schiff wurde notdürftig abgedichtet und nach der Überfahrt zur Luzerner Werft, bei der es vom Motorschiff „Winkelried“ und ein paar kleinen Booten eskortiert wurde, gedockt. Es fällt wegen der notwendigen Reparaturen wohl monatelang aus, vor allem wegen umfangreicher Schäden an der Elektrik, die nun ausgetauscht werden muss.
Nun ermittelte die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST), wie es zur Havarie kommen konnte. Der Schaden wurde begutachtet, und die gesammelten Daten– unter anderem die Aufzeichnungen des GPS- und Radargeräts – werden ausgewertet. Die SUST befragte auch die beiden Schiffsführer, die auf der „Diamant“ im Einsatz waren. Schon jetzt scheint aber klar, dass sie sich nicht so dicht am Ufer hätte befinden dürfen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Rettung der Pride of Kent war ein Meisterstück von vier Schleppern
(12.12.17) Eine großartige Gemeinschaftsleistung und Glück mit dem Wetter hat den Bergern der „Pride of Kent“ in Calais zum Erfolg verholfen und Schlimmeres verhütet. Kapitän Serge Daulé hatte mit seiner “Noroît” der Reederei Chambon gerade die Assistenz für die Fähre „Spirit of France“ beendet, als er sah, wie die „Pride of Kent“ um 11.35 Uhr beim Auslaufen auf den Wellenbrecher trieb. Er nahm sofort Kurs auf das Schiff und positionierte sich an dessen Bug.
Als die „Suroît” ebenfalls eintraf, begannen die beiden Schlepper bei Windgeschwindigkeiten von 60 Knoten, die Fähre vom Wellenbrecher abzuhalten. Doch rasch war auch klar, dass die Kraft der zwei Hafenschlepper mit ihren je 65 Tonnen Pfahlzug nicht ausreichen könnte. Deshalb wurde der Lotse der Hafenstation, der gerade an Bord der “Pride of Kent” gegangen war, aufgefordert, weitere Schlepper zu alarmieren.
Die beiden vorhandenen mussten schon heftige Schläge einstecken, und drei Fenderreifen auf der “Noroît” gingen bereits zu Bruch. Um 14.30 Uhr begann sich die Fähre zwar einige Meter zu bewegen, kam dann aber wieder zum Stillstand. Sie musste anschließend zurückgedrückt werden, damit sie nicht kenterte.
Doch dann kam das Wetter den Bergern zu Hilfe. Der Wasserstand stieg, der Wind begann zu drehen und die Fähre vom Wellenbrecher wegzudrücken, und dann ließ er nach. Als die beiden anderen Schlepper der Boluda France eingetroffen waren, konnten die Rollen neu verteilt werden.
Aus Dünkirchen war die „Triomphant“ um 14 Uhr ausgelaufen und erreichte Calais um 16.30 Uhr, gefolgt von der „VB Puissant“ um 18.10 Uhr. Zwei von ihnen drückten dann gegen die Fähre, die beiden anderen zogen. Aus Sicherheitsgründen hatte Daulé die gesamte Crew während der Bergungsaktion auf die Brücke beordert.
Der Chief war bereits gestürzt, und die gesamte Crew wurde heftig durchgeschüttelt. Der Kapitän, der seit fünf Jahren in Calais arbeitet, hatte bislang keine so heftige Situation erlebt. Um 18.38 Uhr lag die “Pride of Kent“ an Liegeplatz 9, und gegen 19 Uhr konnten die Schlepper aus Dünkirchen wieder abrücken. Sie brauchten durch die aufgewühlte See zwei Stunden, um dorthin zu kommen.
Am 12.12. lag die "Pride of Kent" weiter an Pier 9 in Calais. Sie hatte bei der Havarie Schäden am Propellerschaft davongetragen und geringfügigen Wassereinbruch an zwei Stellen erlitten. Sie soll nun in Dünkirchen repariert werden.
Die Überfahrt dorthin dürfte innerhalb der kommenden zwei Tage stattfinden. Erst wenn das Schiff gedockt ist, kann eine komplette Untersuchung der Schäden stattfinden. Entsprechend war es aktuell noch unklar, wie lange es ausfallen würde.
An Pier 1, die von der „Pride of Kent“ vor der Strandung gerammt wurde, entstanden Schäden an zwei bis drei Dalben sowie an einer Festmachterpier, die beim Aufprall zerbrach. Der Ausfall der „Pride of Kent" sollte durch eine Erhöhung der Abfahrten der "Pride of Burgund" ausgeglichen werden.
Am Nachmittag des 11.12. musste der Verkehr in und aus dem Hafen von Calais nochmals für eine gute Stunde unterbrochen werden, da einer der beiden Hafenschlepper, die “Chambon Noroît” (IMO-Nr.: 9422172) und "Chambon Suroît” (IMO-Nr.: 9422184) bei den Bergungsarbeiten beschädigt worden war und repariert werden musste. Der weiterhin starke und drehende Wind erforderte für jedes einlaufende Schiff Schleppassistenz, sodass beide Schlepper einsatzbereit sein mussten. Nachdem der Schaden ausgebessert war, konnten die "Spirit of France" und "Pride of Burgundy", die auf die Freigabe hatten warten müssen, verspätet in den Hafen einlaufen.
Die „Pride of Kent“, die eine Kapazität von 2.000 Passagieren und 650 Pkw hat, wurde 1992 als Frachtfähre „European Highway“ von der Schichau-Seebeckwerft in Bremerhaven für P&O Ferries erbaut und kam seither auf unterschiedlichen Routen zum Einsatz. Zusammen mit dem Schwesterschiff „European Pathway“ erfolgte im Winter 2002/2003 ein umfangreicher Umbau zur Passagierfähre auf der Bremerhavener Lloyd Werft. Seitdem verkehrt das dann in „Pride of Kent“ umbenannte Schiff mehrmals täglich auf dem Ärmelkanal zwischen Dover und Calais.
Quelle:Tim Schwabedissen


Muskelkraft half bei Kutterbergung
(12.12.17) Am 5.12. riss sich der Hummerkutter „Head Tide“ bei stürmischem Wind von seinem Liegeplatz los und trieb im innersten Teil der Mill Cove auf Grund. Fischerkollegen halfen, das Schiff wieder zu befreien. Zunächst wurde eine lange Leine zu einem anderen Liegeplatz verlegt, zwei weitere zu einem Baum und einem Felsblock.
Als sich der Kutter mit der Tide wieder hob, versuchten die Männer das Boot mit Muskelkraft zu befreien. Als dies scheiterte, wurde der Hummerkutter „Rebecca” aus Boothbay geholt, der die Bemühungen unterstützte. Als die Flut weiter hereinkam, konnte die „Head Tide” in gemeinschaftlichen Bemühungen weiter in tiefes Wasser in die Mill Cove hinausgezogen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Trawler schleppte Kollegen 400 Kilometer weit ab
(12.12.17) Der neuseeländische Trawler "Rehua", 2483 BRZ (IMO-Nr.: 9147784) wurde am 8.12. manövrierunfähig, als ihm beim Schleppnetzfang in der Tasmanischen See das Netz in den Propeller geriet. Ein anderes Schiff der Sanford-Company, die "San Enterprise”, 1899 BRZ (IMO-Nr.: 8901420), die in der Nähe ebenfalls auf Fang war, nahm den Havaristen auf den Haken. Sie schleppte ihn 400 Kilometer weit bis vor den Hafen von Otago ab, wo die beiden Fangschiffe am 10.12. eintrafen.
Dort übernahmen die beiden Hafenschlepper “Arihi” und “Otago” den Trawler und zogen ihn nach Dunedin zur Reparatur. Dort sollten Taucher den lahmgelegten Antrieb am 11.12. wieder befreien.
Quelle:Tim Schwabedissen


Immer neue Probleme an der Kea Trader
(12.12.17) Am Wrack des Frachters „Kea Trader“ auf dem Noumea-Reef vor Neukaledonien traten in den vergangenen Tagen und Wochen immer neue Probleme auf. Bevor das Bergungsunternehmen Ardent Maritime die Wrackbeseitigung starten kann, hatte vorerst die Verhinderung einer Umweltverschmutzung Priorität. Nachdem das Containerschiff Anfang November zerbrochen war, wurden nun Bereiche im Innern des Schiffs dem Meerwasser ausgesetzt, und es gelangten immer wieder Betriebsstoffe ins Wasser.
Aus einem Laderaum im vorderen Teil des Wracks wurden die Rückstände mittlerweile entfernt, in weiteren Bereichen musste aber noch Öl per Skimming entfernt werden. In einem Laderaum befand sich auch noch mit Öl verschmutzter Müll. Im Achterschiffsbereich musste öliges Wasser aus dem Maschinenraum abgepumpt werden.
Täglich fanden Überwachungsflüge über dem Wrack statt. Zuletzt wurden keine Spuren von Verschmutzung entdeckt. Allerdings war auf Fotos, die aus einem von Ardent gecharterten Hubschrauber am 4.12. gemacht wurden, eine Verschlechterung der Situation an der Backbordseite zu erkennen.
Die neue Phase der Arbeiten gestaltete sich entsprechend als ein Wettlauf gegen die Zeit. Erst müssen die Bruchstücke des Rumpfes gereinigt sein, bevor die Demontage beginnen kann.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kollision auf dem Rhein
(12.12.17) Am 11.12. gegen 06.30 Uhr ereignete sich auf dem Rhein im Bereich Weißenthurm eine Havarie. Der Schiffsführer eines Tankmotorschiffes wollte einen Pkw an Bord holen. Dazu machte er an einem stillliegenden Gütermotorschiff fest, das an einer Spundwand lag. Während der Passage eines weiteren Gütermotorschiffes rissen die Leinen beider Schiffe.
Das Tankmotorschiff trieb daraufhin Richtung Strommitte und stieß dort mit einem anderen, talfahrenden Tanker zusammen. An allen drei Schiffen entstand Sachschaden, einem wurde bis zur Feststellung der Fahrtauglichkeit die Weiterfahrt untersagt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung gesunkenen Lotsenboots soll binnen zwei Wochen erfolgen
(12.12.17) Das finnische Lotsenboot "Pilot L 242" (MMSI-Nr.: 230079670) das am 8.12. südwestlich von Porvoo beim Versuch, einen Lotsen vom norwegischen Tanker "Sten Nordic", 11935 BRZ (IMO-Nr.: 9351567), abzuholen, gekentert und gesunken war, soll innerhalb der nächsten zwei Wochen vom Grund der Ostsee geborgen werden, sobald das Wetter es erlaubt und die notwendigen Ressourcen mobilisiert wurden.
Dazu braucht es sowohl eine ausreichende Anzahl an Tauchern und einen hinreichend starken Kran. Das Wrack liegt in einer Wassertiefe zwischen 20 und 30 Metern. Die Arbeiten werden durchgeführt in Kooperation mit der Unfalluntersuchungskommission und der finnischen Umweltbehörde.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter bei Neeltje Jans auf Legerwall
(12.12.17) Am 11.12. um 19:15 Uhr wurde das KNRM-Rettungsboot „Koopmansdank“ alarmiert, nachdem der 19 Meter lange Garnelenkotter „Kiek Uut – YE 63“, 53 BRZ (MMSI-Nr.: 245710000), auf Legerwall geraten war. Der Kutter hatte einen Tag bei Nieuw-Haamstede gefischt und wurde bei der Rückkehr in den Vorhafen von Neeltje Jans durch den starken Wind gegen den Deich gedrückt. Um Ruder und Propeller nicht zu beschädigen, riefen die Fischer die „Koopmansdank“ zu Hilfe.
Nach kurzer Schleppassistenz kam der Kutter wieder los und konnte mit eigener Kraft nach Colijnsplaat weiterlaufen. Gegen 20 Uhr war der Einsatz beendet.
Quelle:Tim Schwabedissen


Stena Flavia erlitt Maschinenschaden
(12.12.17) Die dänische Fähre "Stena Flavia", 26904 BRZ (IMO-Nr.: 9417919), die zwischen Nyhäshamn und Ventspils eingesetzt ist, erlitt nach dem Auslaufen aus Nynäshamn am 11.12. um 8.15 Uhr Maschinenschaden. Sie steuerte zur Reparatur den Hafen von Södertäjle an, wo sie gegen 13 Uhr mit Schlepperhilfe festmachte. Die Arbeiten an der Maschine sollten drei Tage dauern. Bis dahin wurde das Schiff im Liniendienst durch die Fähre "Urd" (IMO-Nr.: 7826855) ersetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Atlantis soll neuen Verdachtspunkt untersuchen
(12.12.17) Während das russische Forschungsschiff “Yantar” das Seegebiet, in dem nach der ARA “San Juan” gesucht wurde, zu Versorgungszwecken verlassen musste und eventuell auch gar nicht wieder zurückkehrt, sollte nun ein weiterer Verdachtspunkt durch die amerikanische „Atlantis“ untersucht werden. Es gab einen neuen Kontakt in 700 Metern Tiefe. Allerdings waren die Wetterbedingungen aktuell nicht optimal. Zuvor hatte sich eine Verdachtsstelle in 1.000 Metern Tiefe erneut als Felsformation herausgestellt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Bergung der Ashlyn wurde zum Triumph für Triumph II
(12.12.17) Die erfolgreiche Bergung des Trawlers “Ashlyne” (MMSI-Nr.: 367358520) am 10.12. war dem Einsatz der “Triumph II” zu verdanken, einem von vier Spezialschiffen der US Coastguard, die mit größerer Zugkraft und Stabilität für den Einsatz auf den Tiefwasserbarren im 13. Distrikt der Küstenwache konstruiert wurden. Das Rettungsboot der Station Cape Disappointment war mit 52 Fuß Länge nur sechs Fuß größer als die 58 Fuß lange „Ashlyne“, die 17 Meilen westlich der Willapa Bay einen Ausfall der Hauptmaschine erlitten hatte und mit ihrer vierköpfigen Crew sowie einem Fang von 190 Tonnen an Bord hilflos in der See trieb.
Die „Triumph II” nahm den Havaristen auf den Haken und zog ihn über die Columbia River Barre rund 80 Meilen weit nach Astoria. Das Gewicht des Kutters mit seiner Ladung hätte die 47-Fuß-Boote, die eine Zugkraft von 150 Tonnen haben, an die Grenze gebracht. Dies würde auch einen sehr viel höheren Treibstoffverbrauch erfordern.
Wegen der großen Wassermengen, die mit der Ebbtide entgegenströmten, hätte ein 47-Fuß-Boot bei alledem auch noch warten müssen, bis die Tide kippt, um den Havaristen über die Barre zu bringen. Mit dem größeren Boot konnten diese Herausforderungen problemlos und ohne Zwangsunterbrechung bewältigt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Offshore-Schlepper durch Netz oder Leine verlangsamt
(12.12.17) Die “Sherman” der U.S. Coast Guard eskortierte den amerikanischen Offshore-Schlepper "Resolve Pioneer", 1058 BRZ (IMO-Nr.: 7528843), zurück nach Unalaska, nachdem diese sich nach dem Auslaufen aus Busan am 30.11. im West-Pazifik südwestlich von Attu eine Leine oder ein Netz in einen der Propeller gezogen hatte.
Danach lief er vorsichtshalber nur noch auf einer Maschine mit reduzierter Fahrt. In der kommenden Woche wurden die beiden Schiffe in Alaska erwartet. Zurück im Hafen, sollten Taucher dann den Antrieb wieder befreien, sodass die "Resolve Pioneer" nach mehrmonatiger Überholung in Asien ihre Tätigkeiten wieder aufnehmen kann.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter aus Sri Lanka trieb vor Malediven
(12.12.17) Der Kutter „Rashani“ aus Sri Lanka erreichte am 12.12. um 6.15 Uhr den Hafen auf der Insel Uligamu im Haa Alifu-Atoll. Er war einer von insgesamt 67 Kuttern, die nach dem Durchzug des Hurrikans Ockhi vermisst wurden, darunter 37 aus Indien und 30 aus Sri Lanka. Am 11.12. um 15.15 Uhr war das Schiff mit ausgefallener Maschine in den Gewässern der Malediven von der Maldives National Defence Force lokalisiert worden. Die Coast Guard schickte die “Shaheedh Ali'” zu Hilfe, die der “Rashani” und ihrer siebenköpfigen Crew dann assistierte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kurbelwelle historischen Wracks nach 16 Monaten wieder an ihrem Platz
(12.12.17) Viele Menschen der Region waren ärgerlich und traurig, als im August 2016 der letzte sichtbare Überrest des 147 Jahre alten Wracks des 59-Tonnen-Raddampfers „The Favourite“ in Te Kohanga (Ahipara) scheinbar für immer verschwand. Es wurde angenommen, dass die Elemente sich der Kurbelwelle des 121 Fuß langen Schiffswracks bemächtigt hatten, nachdem der Aktivist Reuben Taipari Porter aus Ahipara im Dezember 2014 versucht hatte, sie abzuschneiden. Doch es war ihm nicht gelungen, den Schaft zu kappen, sondern nur zu schwächen, und unbemerkt von allen hatte ihn jemand an sich genommen und abtransportiert.
Nun ist der rostige Schaft wieder an seinem Platz, nachdem er in der Zwischenzeit restauriert wurde. Ein Kranwagen setzte ihn am 8.12. auf dem bei Niedrigwasser noch sichtbaren, aus dem Sand ragenden Kessel des Wracks der „The Favourite” auf an der Stelle, wo der Dampfer am 1.4.1870 in aufkommendem Sturm gestrandet war.
Marty Dusevich und seine Crew befestigten ihn mit einer Edelstahlhülse und brachten den Schaft in seine ursprüngliche Position zurück. Sie überprüften sogar Fotos, um sicherzugehen, dass alles wieder wie vorher war.
Aufwändiger war die Herstellung der Stahlhülse gewesen. Danach wurde diese angeschweißt und sollte die nächsten 100 Jahre halten. Die Restaurierung war nur möglich geworden, weil ein Bewohner den Schaft an sich genommen hatte, als er vor mehr als einem Jahr abgebrochen war.
Die Aktion von Porter, der damit gegen Ölbohrungen vor der Westküste hatte protestieren wollen, wurde von den meisten Menschen der Region verurteilt. Er bestand darauf, seine Aktion hätte zumindest zu einer Diskussion über die Gefahr geführt, die Offshore-Bohrungen für die Umwelt darstellten. Er sagte, dass er den Namen Shipwreck Bay nicht mochte und dass Te Kohanga (die Baumschule) die Natur der Gegend genauer wider spiegele.
Quelle:Tim Schwabedissen


Bergungsschiff "Friendship"
(Bild: Peter van Suijlekom)   Großbild klick!

Zwei bei Terschelling treibende Container geborgen
(11.12.17) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Containerfrachter "Leonie P", 9991 BRZ (IMO-Nr.: 9162667), der nach dem Auslaufen aus Bremerhaven auf die Nordsee in der Nacht zum 9.12. insgesamt 24 Container oberhalb von Ameland und Terschelling in stürmischer See verloren hatte, machte am 10.12. gegen 20 Uhr, assistiert von dem Schlepper „Fairplay 31”, in der Maasvlakte in Rotterdam fest. Ein Suchflugzeug der holländischen Küstenwache hatte zwischenzeitlich 10 der Boxen in der See entdecken können. Die Versicherer des Frachters beauftragten das unter Panama-Flagge laufende Bergungsschiff "Friendship" (IMO-Nr.: 7904827)
Bergungsschiff "Friendship"
(Bild: Peter van Suijlekom)   Großbild klick!
aus Terschelling damit, die noch nicht gesunkenen Container aus dem Wasser zu holen.
Am 10.12. gelang es den Bergern, zwei von ihnen an Bord zu ziehen. Sie waren leer und deshalb nicht gesunken. Das Schiff, ein ehemaliger Trawler, brachte die schwer beschädigten Behälter anschließend in den Hafen von Terschelling. Die Gemeinde Ameland und die Polizei von Schiermonnikoog riefen die Öffentlichkeit auf, nach möglichem Strandgut Ausschau zu halten.
Der Ladungsverlust war nicht die erste Havarie der “Leonie P”. Mehrmals war sie auf dem Nord-Ostsee-Kanal in den vergangenen Jahren in Unfälle verwickelt. Noch als „Herm Kiepe“ kollidierte sie am 3.2.2011 mit einer Schleusenmauer in Brunsbüttel, als sie auf der Fahrt von Rotterdam nach St. Petersburg war. Dabei wurde das Schanzkleid des Frachters eingedrückt.
Am 24.8.2011 rammte der deutsche Tanker "Jana“ nach einen Ruderversager auf dem Nord-Ostsee-Kanal bei Schülp die "Herm Kiepe“, die auf der Reise nach Aarhus war und dabei leichte Schäden davontrug.. Die "Jana”, die sich mit einer Ladung von 1.000 Tonnen Biodiesel auf der Fahrt von Rostock nach Brunsbüttel befand, wurde erheblich beschädigt.
Am 2.3.2013 wurde die "Herm Kiepe" auf der Fahrt von Helsinki nach Hamburg im Kanalhafen von Brunsbüttel infolge eines unerwarteten Drehmanövers von dem holländischen Containerfrachter "Empire" gerammt, von dem dabei eine Reihe von Containern in den Nord-Ostsee-Kanal stürzten, der daraufhin bis zu 3.3. gesperrt werden musste, weil erst alle Boxen lokalisiert und geborgen werden mussten. Ein Container war auch auf das Vorschiff der "Herm Kiepe" gefallen. Die an ihr entstandenen Schäden mussten bei der Blohm & Voss-Werft in Hamburg repariert werden.
Die “Leonie P” ist 139,03 Meter lang, 24,16 Meter breit, hat 9,15 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 13.059 Tonnen. Der 977-TEU-Frachter läuft für die Reederei Stefan Patjens GmbH & Co. KG in Haren/Ems und wurde 1997 auf der J.J. Sietas-Werft in Hamburg als „Herm Kiepe“ erbaut. Seit 2013 ist er als „Leonie P“ im Einsatz.
Quelle:Tim Schwabedissen


Bulkcarrier auf der Ostsee abgeschleppt
(11.12.17) Der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier "DL Adonis", 43692 BRZ (IMO-Nr.: 9553206), erlitt am 2.12. in der Ostsee westlich von Hiiumaa einen Maschinenschaden. Das Schiff war am 1.12. um 13.20 Uhr aus Gdingen nach Ust-Luga ausgelaufen. Es warf südlich von Hankö Anker, während der maltesische Schlepper "Fairplay 35" (IMO-Nr.: 9565194) aus Swinemünde mobilisiert wurde. Am Abend des 6.12. nahm er den Havaristen auf den Haken und zog ihn nach Danzig, wo der Schleppzug am Vormittag des 11.12. eintreffen sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Trawler nach Astoria abgeschleppt
(11.12.17) Die US Coast Guard kam am 10.12. dem 58 Fuß langen Trawler “Ashlyne” und seiner vierköpfigen Crew zu Hilfe, der rund 17 Meilen westlich der Willapa Bay einen Ausfall der Hauptmaschine erlitten hatte. Das 52 Fuß lange Rettungsboot „Triumph II” wurde von der Station Cape Disappointment zur Assistenz geschickt. Das Boot nahm den 110-Tonner, der 42.000 Pfund Fisch an Bord hatte, auf den Haken und zog ihn rund 80 Meilen weit über die Barre des Columbia River nach Astoria, Oregon.
Quelle:Tim Schwabedissen


Taucher nach Schiffbruch bei Forstrøno gerettet
(11.12.17) Am 10.12. um 16.45 Uhr geriet ein Boot bei Forstrøno in Os in Seenot. Der Skipper, der Taucher Christian Solheim, 25, war zu einem Kollegen auf dem 14 Meter langen Katamaran „Max“ (MMSI-Nr.: 257614800) unterwegs, auf dem es zu einem Arbeitsauftrag an einem Schwimmdock in Etne gehen sollte. Doch fünf bis sechs Meter hohe Wellen schlugen über sein Boot, und als das Wasser kniehoch im Innern stand und der Versuch, zum Land hin abzudrehen, gescheitert war, musste er es aufgeben. Er sprang ins eiskalte Wasser, als das Boot kenterte.
Es gelang ihm, eine kleine Insel zu erreichen, auf der er auf Hilfe wartete. Dank seines wasserdichten Arbeitszeugs und einer Rettungsweste war er lediglich an den Beinen nass geworden und stand in Telefonkontakt mit seinem Kollegen. Das alarmierte NSSR-Rettungsboot "Bjarne Kyrkjebø" lief aus Hjellestad aus und erreichte den Gestrandeten 40 Minuten später.
Die Seenotretter überließen die Bergung des gekenterten Bootes der „Max“ und kümmerten sich um den Schiffbrüchigen. Doch der Versuch, es aus dem Wasser zu bekommen, scheiterte. Ein Teil des Bugs brach ab, und es lief rasch komplett voll. Der Versuch, es wiederzufinden, scheiterte. Vermutlich war es gesunken.
Quelle:Tim Schwabedissen


Feuer auf Schoner in Lelystad
(11.12.17) Am 9.12. um 19.45 Uhr wurde die Feuerwehr von Lelystad alarmiert, nachdem ein Feuer in einer Luke des 37 Meter langen, holländischen Schoners "Bounty" (MMSI-Nr.: 244090014), der im Bataviahafen lag, ausgebrochen war. Es kam zu einer erheblichen Rauchentwicklung. Auch die KNRM wurde verständigt. Die Feuerwehr konnte den Brand zwar schnell unter Kontrolle bekommen, doch dauerte es längere Zeit, bis er vollständig gelöscht war. Ursache und Schadenshöhe waren noch unklar.
Quelle:Tim Schwabedissen


Wurde die San Juan binnen Millisekunden zerrissen?
(11.12.17) Auf der Suche nach dem U-Boot ARA “San Juan” gab die argentinische Marine am 10.12. bekannt, dass das amerikanische Forschungsschiff “Atlantis” mit ihrem bis zu 6.000 Metern Tiefe einsetzbaren CURV 21 am Vortag zwei Punkte untersucht habe, es aber keine Neuigkeiten gäbe. Nun würde versucht, einen Kontakt in 700 Metern Tiefe zu visualisieren. Derzeit waren auch die Korvette ARA „Rosales“ und Schiffe aus England und den USA vor Ort sowie das Versogungsschiff „Patagonia“.
Ein ROV des russischen Forschungsschiffes “Yantar” hatte in 940 Metern Tiefe ein Objekt untersucht, das sich als Felsformation entpuppte. Zwei weitere Kontakte stellten andere Schiffswracks dar. Das 40 Quadratkilometer große Suchgebiet blieb unterdessen unverändert und wurde in Richtung Mar de Plata, wohin das U-Boot unterwegs war, ausgeweitet. Die Suchaktion lief unbefristet weiter, auch nachdem die chilenische "Cabo de Hornos" und die argentinische "Austral" aus dem Einsatz entlassen wurden, weil die verbliebenen sechs Schiffe ihre Aufgaben abdecken konnten.
Ein Problem bei der Suche war, dass die Zone, in der die Suche stattfand, wie ein umgedrehter Berg mit sieben tiefen Canyons aussieht und vermeintliche Objekte oftmals lediglich Felsspitzen darstellen können und zu falschen Echos führten. Es gibt in dem Gebiet, das stark divergierende Wassertiefen zwischen 200 und 1.000 Metern aufweist, auch unzählige unbekannte Wracks, da das Gebiet ein Grab von Schiffen ist, die zum Teil auch beim illegalen Fischfang verloren gingen. Unkommentiert blieb eine Einschätzung des amerikanischen Akustikspezialisiten Bruce Rule, nach dem das Boot mit einem Tempo zwischen 18 und 24 Kilometern vertikal gesunken und der Rumpf binnen 40 Millisekunden sofort nach einer Explosion mit der Kraft entsprechend 5,700 Kilogramm TNT in 380 Metern Tiefe komplett zerstört worden sei.
Quelle:Tim Schwabedissen


38 Menschen von gekenterter Amazonas-Fähre gerettet
(11.12.17) Die Fähre “Nossa Senhora do Rosário”, die aus Maués ins 253 Kilometer entfernte Manaus unterwegs war, kenterte am Nachmittag des 10.12. auf dem Amazonas bei Ilha do Risco in der Gemeinde Urucurituba. An Bord befanden sich 38 Personen auf dem Weg zum 38. Guaraná Festival. Nachdem es zu technischen Problemen gekommen war, hatte der Kapitän das Ufer angesteuert und das Schiff festgemacht. Doch die Leinen hielten dem Druck nicht stand, und das Schiff legte sich immer weiter nach Steuerbord über, bis es auf flachem Wasser kenterte und teilweise sank. Ein Boot der Inspeção Naval da Agência Fluvial de Itacoatiara (AgItac) und andere Fahrzeuge kamen zu Hilfe. Es gelang, alle Menschen von Bord zu retten. Sie wurden anschließend nach Itacoatiara gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter durch Feuer schwer beschädigt
(11.12.17) Auf dem 100 Fuß langen Garnelenkutter “Alexa Kae” brach im Hafen von Tampa am 10.12. ein Feuer aus. Die Tampa Fire Rescue wurde um 8:14 Uhr zum Liegeplatz am 2601 Causeway Boulevard alarmiert. Als der Brand entstand, hatte sich niemand an Bord befunden. Das Schiff selbst aber wurde durch die Flammen schwer beschädigt, das Ruderhaus und die hölzernen Aufbauten brannten komplett aus. Auch Rumpf Deck wurden erheblich in Mitleidenschaft gezogen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Fischer vor Pedra Branca vermisst
(11.12.17) Zwei Malaysier aus Johor Baru wurden vermisst, nachdem ihr Kutter unweit von Pedra Branca, einer Insel am östlichen Eingang der Straße von Singapur, am 10.12. kenterte. Die Malaysian Maritime Enforcement Agency (MMEA) leitete nach dem Alarm durch die Abu Bakar Maritime Base (ABMB) am Abend eine Rettungsaktion ein, an der sich 30 Personen beteiligten. Zeugen hatten gesehen, wie sie sich an ihrem umgeschlagenen Boot festhielten. Ein Patroullienboot aus dem einen Kilometer entfernten Abu Bakar fand es im Meer treibend, aber es befand sich niemand mehr an ihm.
Quelle:Tim Schwabedissen


Suchaktion nach vermissten Fischern vor Kochi
(11.12.17) Nach dem Wirbelsturm Ockhi waren je ein Schiff des Central Marine Fisheries Research Institute (CMFRI) und des Central Institute of Fisheries Technology (CIFT) unter Leitung des indischen Council for Agricultural Research auf der Suche nach vermissten Fischern vor der Küste. Sie liefen am Morgen des 10.12. auf Anweisung des Fisheries Department aus Kochi aus. Die “Silver Pompano” hatte zwei Fischer aus Pozhiyoor und Personal des Fisheries Department an Bord. Die „Matsyakumari II” hatte 10 Mann des CIFT, zwei Mann der Seaguard und ebenfalls Fischer an Bord. Beide Schiffe patroullierten 30 bis 50 Meilen vor der Küste von Alappuzha.
Quelle:Tim Schwabedissen


Suche nach fünf vermissten Fischern vor Philippinen
(11.12.17) Vier Fischer wurden gerettet, zwei weitere vermisst, nachdem ihre Kutter am 8.12. vor Ilicos Sur in der Westphilippinischen See in stürmischer See untergingen. Vertreter der Philippine National Police, der philippinischen Coast Guard und Einsatzkräfte aus San Esteban, Ilocos Sur , machten sich auf den Weg nach Barangay Apatot in San Esteban, wo die Geretteten an Land gebracht worden waren. Sie sagten aus, dass die „Ocean International” sie an Bord genommen hatte, nachdem ihre Boote im Sturm zerstört und versenkt wurden. Auchg die Suche nach drei vermissten Fischern, deren Kutter ebenfalls am 8.12. vor Infanta Townsank, dauerte an.
Quelle:Tim Schwabedissen


Familien vermisster Schlepperfahrer setzten Suche fort
(11.12.17) Angehörige der beiden vermissten Crewmitglieder des 66 Fuß langen Schleppers "Ricky Robinson", der am 8.12. auf dem Mississippi in Memphis, Tennessee, bei der Memphis & Arkansas (Interstate 55) Bridge am Nachmittag gesunken war, haben am 10.12. stundenlang weiter Ausschau nach ihnen gehalten. Die Coast Guard hatte tags zuvor die Suche nach Kapitän Keith Pigram und Decksmann Aquavious Jamison erfolglos eingestellt. Nachdem der Schlepper drei Meilen südlich von Mud Island unterging, hatten die Coast Guard Lower Mississippi River und weitere Einsatzkräfte des Memphis Police Department, des Shelby County Sheriff’s Office und der Tennessee Wildlife Agency 29 Stunden lang insgesamt 324 Flussmeilen abgesucht. Über soziale Medien hatten die Familien der beiden daraufhin dutzende Freiwillige zusammengetrommelt, die auf den Bänken des Mississippi River nach irgendwelchen Anzeichen Ausschau hielten. Inzwischen wurde das Wrack geortet, doch der Eigner, die Wepfer Marine Inc., brauchte spezielles Gerät, um es zu bergen. Dieses wurde erst am 12.12. vor Ort erwartet.
Quelle:Tim Schwabedissen


Forscher fanden fünf Opfer des Batavia-Schiffbruchs auf „Murder Island“
(11.12.17) Nach fast 400 Jahren haben Forscher ein Massengrab mit den Knochen von fünf Menschen gefunden, die 1629 dem Schiffbruch des Ostindienfahrers “Batavia” rund 60 Kilometer vor der australischen Westküste zum Opfer gefallen sind. Von den 341 Personen an Bord, Seeleute, Soldaten, Offiziere und Zivilisten, die Gewürze aus Indonesien bringen sollten, starben rund 60 direkt beim Untergang, über 280 Überlebende erreichten Beacon Island, das seither die Spitznamen „Batavia's Graveyard“' und „Murder Island“ trägt, weil es in der Folge zu brutalen Überlebenskämpfen kam. Insgesamt wurden in den letzten drei Jahren 10 Tote auf Beacon Island im Rahmen eines Forschungsprojekts der University of Western Australia gefunden. Die „Batavia“ war bereits kurz nach dem Auslaufen in der Nordsee in Schwierigkeiten gekommen und hatte den Kontakt zu den übrigen sechs Schiffen eines Konvois verloren. Schon zu der Zeit gab es Spannungen an Bord, die infolge der Lebensbedingungen auf Beacon Island vollends eskalierten. In den Monaten nach dem Schiffbruch kam es zu blutigen Meutereien, nachdem die Überlebenden, die sich auf verschiedene Inseln der Houtman Abrolhos-Kette gerettet hatten, immer mehr unter Nahrungs- und Wassermangel litten. Es gab unter den Überlebenden organisierten Mord, auch an Frauen und Kindern. Weitere 115 Menschen waren tot, als endlich Retter eintrafen. Die fünf Toten, die nun gefunden wurden, starben wohl schon bereits, bevor das große Chaos ausbrach, denn sie wurden nicht hastig verscharrt, sondern ordentlich bestattet, was nur kurz nach dem Schiffbruch so durchgeführt wurde. Mit isotopischen Analysen sollte nun herausgefunden werden, woher sie stammten. Eine Überraschung der bisherigen Forschungen war, dass viele an Bord der “Batavia” gar nicht aus Holland kamen, sondern dorthin gebracht wurden, um auf den Schiffen der Dutch East India Company einzusteigen. Im kommenden Jahr sollen weitere Forschungsergebnisse publiziert werden. Teile des Wracks sind heute in Fremantle im Australia Museum ausgestellt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Fähre erlitt bei Havarie in Calais Wassereinbruch
(11.12.17) Nachdem die britische Fähre “Pride of Kent” in Calais dank steigenden Wasserstandes von ihrer felsigen Strandungsstelle hatte befreit werden können, kehrte sie um 18.30 Uhr an Liegeplatz 9 zurück. Dort verließen die Passagiere das Schiff und wurden zunächst zu einem Parkplatz gebracht. Sie sollten später mit einer anderen Fähre einen neuen Versuch der Kanalquerung starten können. Gegen 20 Uhr war die Freigabe der Häfen von Calais und Dover wieder möglich, nachdem in den vorangegangenen drei Stunden der Wind nachzulassen begonnen hatte. Bei der Havarie der "Pride of Kent", die zunächst mit dem RoRo T1 Gateway kollidiert und dann im Sturm auf Grund getrieben war, war es zu Schäden am Rumpf gekommen. Sie erlitt einen geringfügigen Wassereinbruch, der aber kontrolliert werden konnte. Zu der Ursache des Unglücks wurde eine Untersuchung eingeleitet.
Quelle:Tim Schwabedissen


Fähre "Pride of Kent"
(Bild: Bernard Barron)   Großbild klick!

Calais: Kanalfähre im Sturm doppelt havariert
(10.12.17) Die britische Fähre "Pride of Kent", 30635 BRZ (IMO-Nr.: 9422184), wurde am 10.12., als sie um 11.35 Uhr den Hafen von Calais zu ihrer fahrplanmäßigen Überfahrt von Dover verlassen wollte, während des Drehmanövers in einem schweren Sturm von Windböen mit bis zu 120 km/h erfasst. Das Schiff kollidierte erst mit einer Pier und wurde dann auf eine Untiefe an der Hafenmole gedrückt. Die beiden französischen Hafenschlepper "Chambon Noroit" (IMO-Nr.: 9422172) und "Chambon Suroit" (IMO-Nr.: 9422184) sowie ein Lotsenboot kamen zu Hilfe. Nach über einstündigen vergeblichen Bemühungen kam um 14.30 Uhr plötzlich Bewegung in die Fähre, gegen die die Wellen selbst im Hafen hochschlugen. Sie setzte zunächst rund 20 Meter zurück, stoppte dann wieder und konnte sich einige Minuten später mit Assistenz der Schlepper rückwärts an Pier 1 heranarbeiten.
Dort sollten die Passagiere wieder abgesetzt und zu einem Parkplatz gebracht werden. An Bord des 180 Meter langen und 28 Meter breiten Schiffes der P&O-Reederei befanden sich zum Unglückszeitpunkt insgesamt 316 Personen, von denen niemand zu Schaden kam. Unter ihnen waren 208 Passagiere. Außerdem hatte das Schiff 74 Trucks, 36 Pkw und einen Bus geladen.
Nach der Havarie waren auch Feuerwehr und SMUR mobilisiert worden. Die Bergungsoperation wurde koordiniert von der Prefecture Pas-de-Calais, die einen Krisenstab in Arras einrichtete. Der Hafen von Calais wurde wegen des Sturms bis voraussichtlich 20 Uhr für jeglichen Fährverkehr geschlossen. Zwei stärkere Schlepper waren nach der Havarie der „Pride of Kent“ bereits aus Dünkirchen angefordert worden, ein weiterer aus Boulogne-sur-Mer, die alle am Nachmittag im Hafen einliefen, als die Fähre wenigstens wieder sicher am Pier lag.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff riss Fahrwassertonne ab
(10.12.17) Am Nachmittag des 8.12. kam es zu einer Havarie auf dem Main. En deutsches Gütermotorschiff war Rotterdam kommend in Richtung Frankfurt bei Eddersheim unterwegs und passierte dort ein anderes Schiff. Anschließend wurde es durch starken Seitenwind und der Strömung weiter in Richtung linkes Ufer gedrückt. Dadurch geriet das Schiff zu nah an eine Fahrwassertonne und riss sie ab. Die Verankerungskette der Tonne verfing sich im Propeller und wurde mitgeschleift. Das Schiff passierte noch die Schleuse Eddersheim, bevor es im Vorkanal der Schleuse seine Fahrt stoppte.
Am 8.12. konnte ein Taucherunternehmen die Kette lösen, sodass das Schiff seine Fahrt fortsetzen konnte. An ihm war kein Schaden entstanden, aber die Tonne mit Verankerungskette wurden beschädigt. Vermutliche Unfallursache waren der starke Wind sowie menschliches Fehlverhalten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Opfer von Hurrikan Maria können kostenlose Bergung ihrer Boote beantragen
(10.12.17) Das Hurricane Maria ESF-10 Puerto Rico Response-Team bot den Eignern gesunkener oder beschädigter kostenlose Hilfe zu deren Entsorgung oder der Entfernung aus dem Wasser an. Die US Coastguard schaltete dazu eine Hotline. Mitglieder des Teams untersuchten am 6.12. etliche schon deutlich verfallende Bootswracks in der Isleta Marina und Culebra in Puerto Rico.
Die Gruppe bestand aus Vertretern der Coast Guard, Environmental Protection Agency, der National Oceanic and Atmospheric Administration und des U.S. Fish and Wildlife Service. Die Boote wurden dabei auch in Hinblick auf mögliche Umweltgefahren auch bei der Bergung unter die Lupe genommen und Kontakt mit den Eignern hergestellt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Warum kenterte das Lotsenboot vor Porvoo?
(10.12.17) Nach dem Tod der zweiköpfigen Crew des finnischen Lotsenbootes “L 242" (MMSI-Nr.: 230079670) nach dessen Untergang südwestlich des Leuchtturms von Porvoo am 8.12. haben die Finnpilot Pilotage OY sowie die finnische Ministerin für Transport und Kommunikation, Anne Berner, den Angehörigen der Opfer am 9.12. ihr Beileid ausgesprochen. Wieso das Schiff verunglückte, versuchten nun die Unfalluntersuchungskommission und die Polizei herauszufinden. Genaueres wird sich aber erst feststellen lassen, wenn das Wrack gehoben und inspiziert wurde.
Dies wird frühestens am 11.12. der Fall sein können, weil das stürmische Wetter es bisher nicht zuließ. Ob das für diesen Tag erwartete Wetterfenster groß genug sein wird, war auch noch nicht sicher. Da die Crew am Abend des 9.12. tot aus dem Boot geborgen wurde, war die Dringlichkeit auch nicht mehr so groß, dass unnötige Risiken eingegangen werden sollten. Das Wrack liegt in keiner allzu großen Tiefe, sodass die Bergung technisch nicht kompliziert sein wird. Derzeit herrschte aber weiterhin hoher Seegang an der Unglücksstelle.
Die letztlich vergebliche Rettungsaktion zu Wasser und aus der Luft durch die Coast Guard, den Helsinki Rescue Service, Finnpilot and Borgå Sjöräddare sowie Personal des Mellersta Nylands Räddningsverk hatte sich über acht Stunden hingezogen. Erst als Taucher in das Wrack eindrangen, das am 8.12. gegen Mitternacht beim Versuch, es aufzurichten, weggesackt waren, wurde aus den Resthoffnungen für die Crew die traurige Gewissheit, dass sie nicht mehr am Leben war. Der Tanker „Sten Nordic“, der den Lotsen auf die von der Station Emsalö gekommene „L 242“ hatte absetzen wollen, nachdem er Porvoo verlassen hatte, durfte inzwischen seine Reise fortsetzen.
Zuvor waren die Aufzeichnungen der Datenrekorder im Zuge der Ermittlungen gesichert worden. Er wurde am 14.12. in Antwerpen erwartet. Es galt auch die Zeugen des Unglücks zu vernehmen. Es sollte auch als Rechenkalkulation oder Computersimulation nachgestellt werden, um herauszufinden, ob das Boot strukturelle Schwächen hatte oder was sonst zu dem tragischen Unfall beitrug.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vor Limon sinkend auf Grund gesetzt
(10.12.17) Das unter Panama-Flagge laufende Kümo “Yicel”, 378 tdw (IMO-Nr. 5023643), erlitt am Nachmittag des 8.12. Wassereinbruch durch Risse im Rumpf, als es sich 40 Meilen vor Manzanillo, an der Karibikküste von Costa Rica befand. Es war unterwegs nach Limón, um Sand nach Panama zu bringen. Die fünfköpfige Crew, unter ihnen vier Kolumbianer, konnte den Wassereinbruch nicht unter Kontrolle bekommen.
Als die Pumpen ihren Dienst versagten, entschied der aus Panama stammende Kapitän, das Schiff auf Grund zu setzen, um den drohenden Untergang abzuwenden. Der Frachter setzte breitseits zum Strand auf, und nun sollte versucht werden, das Wasser zu lenzen und den Havaristen in den nächsten Hafen zu schleppen. An Bord befanden sich rund 3,5 Tonnen Kraftstoff.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler leckte Öl vor Gotland
(10.12.17) Am 9.12. entdeckte ein Überwachungsflugzeug, dass der litauische Trawler „Gilija", 543 BRZ (IMO-Nr.: 7003829), in der Kappelhamnsviken vor Nord-Gotland Öl verlor. Es handelte sich um eine begrenzte Leckage von Leichtöl. Die schwedische Küstenwache schickte die „KBV 310“ und „KBV 033“ zur Untersuchung der Lage, die um 18 und 21 Uhr vor Ort eintrafen, um die Situation vor Ort zu untersuchen.
Sie konnten in der Dunkelheit jedoch vor Ort kein Öl mehr entdecken. Als am Morgen des10.12. ein weiterer Überwachungsflug stattfand, waren noch geringfügige Ölspuren auf dem Wasser zu erkennen, die nicht zu beseitigen waren. Die „KBV 310“ sollte ihren Einsatz nun abschließen und in den normalen Einsatz zurückkehren. Die „Gilija“, die am 7.12. aus Ventspils ausgelaufen war, lag am 10.12. mit dem Trawler „Minge“ (IMO-Nr.: 6714809) längsseits vor Nord-Gotland.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ponton verlor Notanker auf der Reise Emden-Papenburg
(10.12.17) Am 9.12. befand sich ein Schubverband, bestehend aus dem portugiesischen Schlepper "Ems Pull", 140 BRZ (IMO-Nr.: 7017909), sowie der Barge "Ems Ponton 7", 4400 tdw, des Ems Offshore Service in Leer auf der Fahrt von Emden nach Papenburg, als beim Einlaufen in die Seeschleuse Papenburg gegen 17:15 Uhr der Ponton plötzlich den Notanker verlor. Von Besatzungsmitgliedern wurde die Ankerkette unverzüglich per Hand wieder an Bord gezogen. Dabei wurde festgestellt, dass kein Anker mehr am Ende der Kette befestigt war.
Es war zunächst nicht feststellbar, ob der Anker nun im Schleusenbereich auf Grund lag oder bereits vorher verloren gegangen war. Das Schleusentor konnte wieder geschlossen werden. Die Ermittlungen der WSP Emden dauerten an. Der Schubverband lief um 16.30 Uhr in Papenburg ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandetes Motorboot in Rongesundet geborgen
(10.12.17) Am 9.12. barg das NSSR-Rettungsboot “Bjarne Kyrkjebø" ein 25 Fuß langes Sportboot in Rongesundet. Es hatte an der Rongesundet-Brücke in Øygarden gelegen, als es ein Sturm am 7.12. losriss und es in einer Bucht auf Rongøyna nach einer kurzen Drift strandete. Ein erster Versuch, es noch am selben Tag wieder flottzumachen, scheiterte am schlechten Wetter.
Erst nachdem es sich beruhigt hatte, rückten die Seenotretter erneut an. Da das Motorboot ein Leck hatte, musste eine Lenzpumpe eingesetzt werden, um es nach der Bergung schwimmfähig zu halten. Es wurde in den alten Fährhafen von Rognøya gezogen. Dort hob ein Mobilkran es aus dem Wasser und setzte es auf einem Tieflader zum weiteren Transport ab.
Quelle:Tim Schwabedissen



USS Fitzgerald hat nach Kollision im zweiten Anlauf Yokosuka verlassen
(10.12.17) Der in einer Kollision mit dem Frachter “ACX Crystal“ schwer beschädigte Zerstörer USS "Fitzgerald" hat den Hafen von Yokosuka am Morgen des 9.12. endgültig verlassen, nachdem der erste Versuch wegen weiterer Schäden bei der Verladung hatte abgebrochen worden. Nun aber war das Schiff an Deck des unter Curacao-Flagge laufenden Schwerlastfrachters "Transshelf", 26890 BRZ (IMO-Nr.: 8512279), unterwegs zur Ingalls Shipbuilding in Pascagoula, wo er repariert und überholt werden soll. Der erste Versuch, das Schiff auf den Weg zu bekommen, war gescheitert, nachdem zwei Tage nach dem Verladen am 23.11. zwei neue Löcher im Rumpf entdeckt worden waren.
Diese hatte die Stellage, die auf Deck des Frachters zur Aufnahme des Zerstörers gebaut worden war, hineingerissen. Deshalb mussten erst umfangreiche Nachbesserungen vorgenommen werden, bevor es nun zurück zu den Huntington Ingalls Industries gehen konnte. Diese waren zur Reparatur ausgewählt worden, weil angesichts der Komplexität der notwendigen Arbeiten und den zahlreichen Unwägbarkeiten die Marine entschieden hatte, dass nur ein Schiffbauer, der Erfahrungen mit der Konstruktion der Arleigh Burke-Klasse hatte, dazu in einer akzeptablen Zeit in der Lage sein würde.
Wann das Projekt startet, was es kostet und wann der Zerstörer wieder in die Flotte zurückkehren kann, war noch unbekannt. Am 18.1.2018 wurde der Transport im Hafen erwartet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fischfrachter drohte in Scalloway zu sinken
(10.12.17) Vier Feuerwehreinsatzfahrzeuge waren am 9.12. in Scalloway im Einsatz, nachdem es zu einem Wassereinbruch im Maschinenraum des norwegischen Fischfrachters "Viking Gripfisk", 475 BRZ (IMO-Nr.: 9158642), gekommen war. Das Schiff lag an der Blacksness Pier und hatte weder Ladung noch Crew an Bord. Um 16.10 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert, und rund 20 Minuten später war das erste Fahrzeug vor Ort.
Mit insgesamt vier Pumpen förderten die Einsatzkräfte 1,200 Gallonen Wasser aus dem Schiffsinnern. Um 18 Uhr war die Lage unter Kontrolle.
Quelle:Tim Schwabedissen



Japanischer Kutter trieb möglicherweise sechs Jahre übers Meer
(10.12.17) Ein spektakuläres Strandgut landete am 2.12. bei einer Königstide südlich von Cannon Beach in Oregon – ein über und über mit Seepocken bewachsenes Wrack trieb kieloben an, das schon lange Zeit auf dem Meer getrieben hatte, wie der Bewuchs unzweifelhaft zeigte. Untersuchungen zeigten, dass es sich um die 45 Fuß lange „Ichimaru No. 1“ handelte, offenbar einen 45 Fuß langen Longliner aus Fiberglas, wie sich an den Schriftzeichen am Heck noch ablesen ließ.
Die US Coast Guard hatte nach dem Fund ihr HazMat-Team, die Cannon Beach Fire and Rescue sowie Experten der Oregon Department of Fish and Wildlife für invasive Tierarten sowie das Hatfield Marine Science Center verständigt, die gemeinsam mit Oregon State Parks das Wrack untersuchten, das am Heck eine Winde hatte und noch mit Ruder und Propeller ausgestattet war. Die Cannon Beach Fire and Rescue half, den Rumpf aufzuschneiden, um festzustellen, ob sich noch gefährliche Stoffe im Innern befanden.
Doch die Hülle war leer, und auch der Bewuchs bot keinen Anlass zur Sorge. Ein Abbruch des Wracks würde schwierig sein, weil der nächste Strandzugang drei Meilen südlich liegt. Das Schiff war allerdings auch so schwer, dass es nicht von selbst so schnell wieder würde abtreiben können.
Ob es sich um ein Opfer des Tsunami von 2011 handelte, war derzeit noch unklar, doch erschien dies nicht unwahrscheinlich, da bereits in der Vergangenheit mehrfach Trümmer, die den Weg von Japan geschafft hatten, auf Cannon Beach landeten, darunter ein größeres Teil einer industriellen Pieranlage 2012 wie auch ein kleiner Kutter im Jahr 2016.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fahrgastschiff „Diamant“
(Bild: Corinne Glanzmann)   Großbild klick!

Millionenschaden auf Schweizer Fahrgastschiff
(09.12.17) Am 8.12. um 11.15 Uhr wurde das Fahrgastschiff „Diamant“ im Schwimmdock der SGV-Werft in Luzern eingeschwommen. Nachdem Polizeitaucher die Lecks im Rumpf provisorisch abgedichtet hatten, konnte das Schiff mit eigener Kraft in seinen Heimathafen zurückkehren. Die Maschinen hatten die Havarie unbeschädigt überstanden.
Sicherheitshalber wurde das Schiff aber auf der Fahrt von Kehrsiten über den Vierwaldstättersee nach Luzern von weiteren Schiffen eskortiert. Am 7. ind 8.12. hatten Feuerwehren aus mehreren Gemeinden, darunter aus Stans und Luzern, das Wasser aus dem havarierten Schiff gelenzt, den drohenden Untergang so abgewendet und es in stundenlangem Einsatz wieder stabilisiert. Wie
„Diamant“ wird gelenzt
(Bild: Robert Bachmann)   Großbild klick!
lange die „Diamant“ nun ausfallen wird, ist hauptsächlich von den Lieferfristen für Ersatzteile und Ersatzgeräte abhängig.
Der Schaden dürfte in Millionenhöhe liegen, weil viele teure Geräte vermutlich ausgetauscht werden müssen. Das Wasser lief in die Kombüse, in die Heizung und teilweise in die Kühlzellen der Gastronomie. Im Rumpf klafften handgroße Lecks, als das Schiff am 7.12. um 21.10 Uhr 400 Meter vor dem Anleger Kehrsiten an einen Felsen unter Wasser entlangschrammte und an Backbordseite aufgerissen wurde.
Drei Abteilungen liefen daraufhin mit Wasser voll. Das Schiff blieb aber manövrierfähig und konnte die Station Kehrsiten aus eigener Kraft wieder ansteuern, wo die Passagiere und Besatzung von
Schaden am Rumpf
(Bild: Schifffahrtsgesellschaft Vierwaldstaettersee)   Großbild klick!
Bord gingen. Der Unfall wurde nun von der Kantonspolizei und der Staatsanwaltschaft Nidwalden sowie die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) untersucht. Vorerst musste ein Ersatzschiff die geplanten Fahrten der „Diamant“ unternehmen, die seit ihrer Indienststellung im Mai keinerlei technischen Probleme hatte.
Quelle:Tim Schwabedissen






"Ocean Voyager" und Fähre “Color Fantasy”
(Bild: Paal Olsen)   Großbild klick!

Passagiere der Oslo-Kiel-Fähre wurden Zeugen einer Frachterbergung
(09.12.17) Der deutsche Frachter "Ocean Voyager", 6668 BRZ (IMO-Nr.: 9366160), der am 8.12. gegen Sieben Uhr nördlich von Drøbaksundet im Oslofjord auf Grund gelaufen war, konnte erst nach mehreren vergeblichen Anläufen von der Strandungsstelle nahe des Leuchtturms Storegrunnen, etwas nördlich von Askholm, befreit werden. Dazu kamen der Schlepper "John", 344 BRZ (IMO-Nr.: 9008641), aus Horten sowie die schwedische "Bruse", 295 BRZ (IMO-Nr.: 8003072), die aus Oslo gerufen wurde, zum Einsatz. Während sie den Havaristen flottmachten, passierte gerade die Color-Line-Fähre “Color Fantasy” auf ihrer fahrplanmäßigen Reise von Oslo nach Kiel die Unglücksstelle, sodass die Fahrgäste die Chance hatten, Augenzeugen einer Bergungsoperation zu werden.
Es war Glück für die Berger, dass das Wasser nur um 25 Zentimeter fiel. Das nächste Hochwasser wäre erst um 21.23 Uhr gewesen, da der Frachter bei Flut aufgelaufen war. Um 15 Uhr befand sich die “Ocean Voyager” dann, assistiert von der “Bruse”, mit eigener Kraft auf dem Weg nach Oslo. Hier machte sie um 16.45 Uhr am Filipstad Multipurpose RoRo Terminal fest. Dort sollte auch ein leichter Wassereinbruch in der Vorpiek gründlich untersucht werden. Es war noch unklar, ob die Havarie durch einen Navigationsfehler oder einen technischen Ausfall verursacht worden war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrackteile der "Fuso"
(Bild: Paul Allen)   Großbild klick!

Expedition zu Weltkriegswracks vor Leyte abgeschlossen
(09.12.17) Am 3.12. machte das britische Forschungsschiff “Petrel”, 3371 BRZ (IMO-Nr.: 9268629), in Suriago auf der Insel Mindanao fest, nachdem die Expedition von Microsoft Co-Gründer Paul Allen zu Weltkriegswracks in der Leyte-See abgeschlossen war. Am 7.12. präsentierte das Team Bilder von Wracks, bei denen es sich um die "Yamashiro", "Fuso", "Yamagumo", "Asagumo" und "Michishio" der japanischen Kriegsmarine handeln sollte, die zwischen dem 22. und 29.11. aufgenommen wurden. Sie gehörten zu einem Verband von insgesamt sieben Schiffen, die an der Schlacht in der Surigao Strait vom Abend des 24.10. bis zum Sonnenaufgang am 25.10.1944 beteiligt gewesen waren.
Obwohl sie komplett unterlegen waren, lieferten sie sich ein heftiges Gefecht mit amerikanischen
Schraube der "Fuso"
(Bild: Paul Allen)   Großbild klick!
und australischen Einheiten, die Kontrolle über die Philippinen erlangen wollten. 40.00 Japaner starben in der Schlacht. Diie Schlachtschiffe „Yamashiro” und “Fuso” lagen kieloben, das erste einigermaßen intakt, das letztere zerbrochen. Die Zerstörer der Asashio-Klasse "Asagumo" und wahrscheinlich "Michishio” waren in gutem Zustand, während die mutmaßliche "Yamagumo" in zwei Teile zerbrochen war.
Die “Yamagumo" und "Michishio", lagen zwei Kilometer voneinander entfernt in Regionen von nur gut 100 Metern Tiefe. Da die Schiffe identisch waren, konnte die Identität nicht eindeutig festgestellt werden. Die anderen Schiffe lagen in rund 200 Metern Tiefe und waren stark bewachsen.
Die gewonnenen Daten sollten dem japanischen National Institute of Defense Studies in Tokio sowie dem Kure Maritime Museum, auch als „Yamato“-Museum bekannt, in der Hiroshima Präfektur übergeben werden. Die Wracks stellten Kriegsgräber dar, deshalb wurde auch nichts entnommen.
Flugabwehrgeschütz der "USS Ward"
(Bild: Paul Allen)   Großbild klick!
Nach der Expedition in der Surigao Strait hatte die “Petrel” die Ormoc Bay angesteuert, wo die Wracks der USS "Ward", einem Zerstörer der Wickes-Klasse, und der USS "Cooper" in Wassertiefen von 250 Metern untersucht wurden. Am 1.12. untersuchte ein ROV das Wrack von USS "Ward", die am 7.12.1941 die ersten Schüsse der U.S. Navy im 2. Weltkrieg abfeuerte. Sie versenkte binnen drei Minuten nach der Sichtung eines von fünf hoch geheimen japanischen Mini-U-Booten, die mit je zwei Torpedos ausgerüstet waren und im Schutz der Dunkelheit nach Pearl Harbor eindringen sollten, bevor die Luftattacke begann.
Diese startete in Pearl Harbor und im Gebiet von Oahu eine Stunde nach dem Versenkungserfolg von USS "Ward". Diese wurde in der Ormoc Bay vor Leyte Opfer eines Kamikaze-Fliegers, der sie mittschiffs traf. Das Schiff ging verloren, aber nur ein Crewmitglied der USS "Ward" wurde bei dem Angriff verletzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Letzte Reise der Pacific Paradise endete nun auf dem Meeresgrund
(09.12.17) Einen Tag nach der Bergung des 79 Fuß langen Longliners “Pacific Paradise” von einem Korallenriff vor Kaimana Beach auf O?ahu am 7.12. ging das Wrack am 8.12. auf seine endgültig letzte Reise. Nachdem Bergungsexperten sich 58 Tage bemüht hatten, den Kutter wieder flottzumachen, wurde er von der „American Contender“ vor die Küste geschleppt und am Ende auf knapp 1.800 Fuß Wassertiefe 13 Meilen vor Oahu versenkt. Binnen weniger Augenblicke ging das Wrack über den Bug auf Tiefe.
Nur eine kleine Fontäne markierte noch die Untergangsstelle, nachdem das Heck unter die Wasseroberfläche geglitten war. Ein letzter Typhongruß begleitete das Schiff auf seiner letzten Reise in die Tiefe. Am 7.12. begann ein Taucherteam der DLNR Division of Aquatic Resources mit der Untersuchung der Strandungsstelle vor Kaimana Beach.
Schlechte Sicht durch Sedimente und Strömungen vereitelten aber an diesem Tag die geplante Dokumentation. In der kommenden Woche wollten die Taucher versuchen, die Arbeit abzuschließen. Außerdem galt es noch zurückgebliebenes Material von dem Einsatzort zu entfernen.
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Quelle:Tim Schwabedissen


Kutterfischer vor Gammarth gerettet
(09.12.17) In der Nacht zum 8.12. hat die tunesische Marine den Skipper eines Kutters gerettet, der vor Gammarth nördlich von Tunis gesunken war. Die SAR-Operation begann nach einem Notruf des Fischers mit zwei Schnellbooten und zwei Tauchern. Nachdem er gefunden war, wurde er zur Marinebase in La Goulette gebracht und von dort ins Mongi Slim-Krankenhaus in La Marsa.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vor Freetown aufgegeben
(09.12.17) Der unter Marshall Islands-Flagge laufende Frachter "Koza", 6221 BRZ (IMO-Nr.: 9310343), der am 1.12. aus Abidjan ausgelaufen war, funkte am 7.12. rund 100 Meilen südlich von Freetown, Sierra Leone, Mayday. Der Kapitän meldete Wassereinbruch im Maschinenraum, und die Crew bereitete sich darauf vor, ihr Schiff aufzugeben. Das am nächsten stehende Schiff war der zyprische Mehrzweckfrachter "ESL Europa" (IMO-Nr.: 9333553), der sich auf der Reise von St. Petersburg nach Lagos befand.
Als er eintraf, trieb der Havarist achterlastig und mit leichter Backbordschlagseite im Meer, und die Crew hatte Rettungswesten angelegt. Die „ESL Europa“ manövrierte sich heran und nahm 13 Crewmitglieder aus einer Rettungsinsel und einem Rettungsboot an Bord. Die beiden übrigen, der Kapitän und der 1. Offizier, wurden von dem liberianischen Bulkcarrier "TD Tokyo" (IMO-Nr.: 9726566), der von Ceyhan nach Cotonou unterwegs war, gerettet. Auch das Kühlschiff "Hai Feng 895" (IMO-Nr.: 8814237) kam zu Hilfe. Die „Koza“ wurde verlassen und sinkend zurückgelassen, die Schiffbrüchigen sollten in Freetown abgesetzt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Losgerissener Frachter hat Schaden von 500.000 Dollar angerichtet
(09.12.17) Der unter Panama-Flagge laufende Containerfrachter “Helsinki Bridge", 96801 BRZ (IMO-Nr.: 9588081), der sich am 6.12. von seinem Liegeplatz in Boston losgerissen hatte, kehrte am Morgen des 8.12. an Conley Terminal in Süd-Boston zurück. Gegen ein Uhr wurde er zurück an den Kai bugsiert. Taucher untersuchten dann im Auftrag der Coast Guard den Rumpf. Die Untersuchungen der Coast Guard fokussierten sich auf die Vertäuung des Frachters, als er sich selbstständig machte.
Auch die Aktionen der Crew, von Hafenarbeitern und des Lotsen beim Einlaufen wurden dabei betrachtet. Die Untersuchung dürfte mehrere Wochen dauern. Der Schaden am Conley Terminal und der Black Falcon Pier betrug mehr als 500,000 Dollar. Gegen 20 Uhr lief die „Helsinki Bridge“ nach Wilmington aus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper sank auf Mississippi – zwei Vermisste
(09.12.17) Am 8.12. sank um 11.42 Uhr der 22 Meter lange Schlepper „Ricky Robinson“ (MMSI-Nr.: 367517770) der Wepfer Marine auf Presidents Island auf dem Mississippi bei Memphis, Tennessee. Die Coast Guard leitete eine Suche nach der zweiköpfigen Crew bei Flussmeile 733 drei Meilen südlich von Mud Island ein.
An ihr beteiligten sich ein 29-Fuß-Boot Boot der Coastguard, die Memphis Police Department Aviation, das Memphis Police Department und die Harbor Patrol sowie das Shelby County Sheriff’s Office. Der Schlepper war binnen drei bis vier Minuten nach einem Notruf untergegangen. Die Ursache war aktuell noch unklar.
Quelle:Tim Schwabedissen



22 Mann von sinkendem Kutter gerettet
(09.12.17) 22 Fischer wurden am 8.12. vor Danger Point am frühen Morgen des 8.12. gerettet, als der Kutter “Ellis K“ der Sevlak Investments bei Wellenhöhen von drei bis vier Metern und Windgeschwindigkeiten von 30 km/h Wassereinbruch unweit von Gansbaai vor der südlichen Kapküste erlitten hatte. Das südafrikanische MRCC koordinierte die Rettungsaktion, nachdem um 00.49 Uhr ein Notruf aufgefangen wurde. Schiffe in der Nähe wurden aufgefordert, die Position des Havaristen anzusteuern.
Als erstes war der Kutter „Fuchsia“ vor Ort, gefolgt von der „Realka“ und dem unter Singapur-Flagge laufenden Tanker „Aral Sea“, 58129 BRZ (IMO-Nr.: 9161314), der auf der Reise von Singapur nach Rio de Janeiro war. Als die „Fuchsia“ am Havaristen längsseits ging, brachen bereits Wellen über das Heck der zum Teil unter Wasser liegenden „Ellis S“. Es gelang, alle 22 Mann zu übernehmen. Die „Aral Sea“ unterstützte die Rettungsaktion und leuchtete die Szenerie mit ihren Scheinwerfern aus.
Wenige Minuten später sank die „Ellis S“. Die alarmierte NSRI brauchte aber nicht mehr einzugreifen. Um 8.24 Uhr wurden die Schiffbrüchigen in Hermanus an Land abgesetzt und dort medizinisch betreut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Lotsenboot vor Porvoo gekentert – zwei Tote
(09.12.17) Vor dem Hafen von Porvoo kenterte am 8.12. um 16.58 Uhr während einer Einsatzfahrt ein finnisches Lotsenboot. Ein Lotse sollte nach dem Auslaufen des norwegischen Tankers „Sten Nordic“, 11935 BRZ (IMO-Nr.: 9351567), aus Porvoo von diesem übernommen werden. Doch zuvor schlug das Boot in stürmischer See um, und die zwei Besatzungsmitglieder wurden seither vermisst.
Als 30 Minuten nach dem Notruf die ersten Rettungseinheiten am Unglücksort nahe der Ansteuerung des Ölhafens Porvoo eintrafen, trieb das Lotsenboot kieloben in der aufgewühlten Ostsee. Das finnische Küstenwachschiff „Turva“, 5000 BRZ (IMO-Nr.: 9650377), übernahm die Leitung der Rettungsaktion, an der sich auch zwei Helikopter, mehrere Lotsenboote und das Rettungsboot „Rescue Aktia Porvoo“ (MMSI: 230012240), beteiligten.
Taucher der Marine und Spezialisten der Küstenwache versuchten am Abend, in das Innere des Bootes vorzudringen, während die „Turva“ bestmöglich Lee machte. Die Rettungsmannschaften hatten zu der Zeit noch Hoffnung, die beiden vermissten Seeleute in dem gekenterten Lotsenboot zu finden. Doch der Versuch, das Boot aufzurichten, schlug fehl, stattdessen sank es vollständig.
Am Abend des 9.12. bargen Taucher der Küstenwache die beiden Crewmitglieder tot aus dem auf Grund liegenden Wrack. Es sollte frühestens am 11.12. gehoben werden, bis dahin war die See zu stürmisch. Auch für diesen Tag wurde nur ein kurzes Wetterfenster erwartet, sodass aktuell unklar war, ob dann ein Bergungsversuch durchgeführt wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter verlor Decksladung vor Kemi
(09.12.17) Am Morgen des 8.12. verlor der britische Frachter "Estland", 3978 BRZ (IMO-Nr.: 9247314), große Teile seiner Decksladung aus Holzstämmen in stürmischer See vor Veitsiluoto unweit von Kemoff, Kemi. Das finnisch Maritime Transport Center warnte die Schifffahrt vor dem Treibgut rund eine halbe Meile nordwestlich des Keminkraasel-Leuchtturms und bat um Vorsicht bei der Navigation. Das Schiff hatte insgesamt 1.500 Kubikmeter geladen und war um 4.30 Uhr von Kemi nach Kotka ausgelaufen, wo es am 10.12. erwartet wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fahrgastschiff kollidierte mit Brückenleitwerk
(09.12.17) Am Nachmittag des 8.12. kollidierte nach Ausfall der Ruderanlage ein Fahrgastschiff gegen 16.30 Uhr auf der Spree-Oder-Wasserstraße in Talfahrt in Richtung Mühlendammschleuse laufend mit dem Leitwerk der Michaelbrücke. Dabei wurde der Rumpf beschädigt. Nachdem das Schiff unter der Brücke durchgefahren war, wurde das Schiff wieder manövrierfähig, sodass der Schiffsführer an der Berliner Jannowitzbrücke anlegen und die Wasserschutzpolizei rufen konnte. Fahrgäste waren nicht an Bord, die Besatzung blieb unverletzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Billy Joel erhielt Hilfe von Lucky Pennie
(09.12.17) Die USS Coast Guard assistierte am 8.12. der zweiköpfigen Crew des 47 Fuß langen Kutters “Billy Joel”, der nahe der Barataria Bay, Louisiana, Wassereinbruch erlitten hatte. Die Coast Guard New Orleans fing um 9:39 Uhr einen Notruf auf und schickte von der Coast Guard Station Grand Isle ein 24-Fuß-Boot sowie von der Air Station New Orleans einen MH-65 Dolphin-Helikopter zu Hilfe.
Beide waren mit Lenzpumpen ausgestattet. Zwei Mitfahrer auf dem Havaristen wurden von dem Kutter „Lucky Pennie“ übernommen, während mit den zusätzlichen Pumpen der Wassereinbruch unter Kontrolle gebracht wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter deutscher Reederei verlor Container, Strandung auf Borkum oder Schiermonnikoog möglich
(09.12.17) Wenige Stunden nachdem er am 8.12. um 18 Uhr aus Bremerhaven nach Rotterdam ausgelaufen war, verlor der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Containerfrachter "Leonie P", 9991 BRZ (IMO-Nr.: 9162667), während der Nachtstunden in stürmischer See 24 Container auf der Nordsee. Er befand sich rund 20 Meilen oberhalb von Ameland und Terschelling, als die Ladung über Bord ging. Es befand sich kein Gefahrgut darunter. Mehrere der Container waren mit Maschinenteilen sowie Haushaltsgegenständen gefüllt. Einige waren auch leer. Mehrere der Boxen sanken inzwischen.
Die holländische Coastguard erwartete, dass ein Teil der Fracht in Anbetracht der Windrichtung und der Strömung auf Schiermonnikoog oder Borkum antreiben könnte. Wer Strandgut findet, sollte die Behörden verständigen. Am 9.12. um 13.30 Uhr lief die „Leonie P“, die von der Reederei Stefan Patjens GmbH & Co. KG in Drochtersen bereedert wird, nach Europoort ein und machte um 15.30 Uhr beim APMT Maasvlakte II fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



“Eems Traveller"
(Bild: Marine Nationale)   Großbild klick!

Havarierter Frachter im Sturm nach Brest eingeschleppt
(08.12.17) Auf der Reise von Gijon, wo er am 5.12. ausgelaufen war, nach Rotterdam, erlitt der holländische Frachter “Eems Traveller", 2137 BRZ (IMO-Nr: 9218234), mit einer Ladung von 2.000 Tonnen Stahlplatten und einer siebenköpfigen Crew an Bord am 7.11. rund 18 Meilen vor Ouessant Maschinenausfall. Das CROSS Corsen wurde um 11.14 Uhr alarmiert, als das Schiff sich 15 Meilen von den Felsen von Portsall befand und auf die Küste zutrieb. Während die Crew noch versuchte, die Maschine wieder in Gang zu bekommen, orderte der Maritime Präfekt Atlantik den französischen Notfallschlepper „Abeille Bourbon" (IMO-Nr.: 9308687) um 12.10 Uhr nach Ouessant, um eine Position beim Havaristen einzunehmen.
Wegen Sturmwarnung war der Schlepper bereits am 6.12. um 15.45 Uhr auf eine Einsatzposition bei Camaret verlegt worden. Nachdem es bis zum 12.50 Uhr nicht gelungen war, den Maschinenschaden zu beheben, schloss der Eigner der „Eems Traveller“ mit der "Abeille Bourbon" einen Bergungskontrakt ab. Um 15.42 Uhr gelang es der Schleppercrew, trotz schwieriger Wetterverhältnisse mit sieben Beaufort Wind und einem hohen Seegang, eine Trosse zum Havaristen zu übergeben.
Dann nahm der Schleppzug Kurs auf den Hafen von Brest. Hier traf er am 8.12. um 00.15 Uhr ein. Der Frachter wurde dann im Handelshafen am Quay Armand Considère festgemacht, wo die notwendigen Reparaturen durchgeführt werden sollten.
Bereits am 17.11.2016 hatte die “Eems Traveller" auf der Reise Stettin-Hamburg Maschinenschaden erlitten, als sie die Schleusen des Nord-Ostsee-Kanals in Kiel-Holtenau ansteuerte. Sie schlug vor der Schleusenkammer quer und konnte dann am Nordkai festgemacht werden. Nach einem Stopp am Voith-Kai im Kieler Nordhafen durfte sie dann die Reise durch den Nord-Ostsee-Kanal fortsetzen.
Die “Eems Traveller” ist 90,6 Meter lang, 13,75 Meter breit, hat 4,35 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 2.850 Tonnen. Sie läuft für die Amasus Shipping B.V. in Farmsund und wurde 2000 bei Tille Scheeps in Kootstertille als “Deo Volente” erbaut. Von 2005 bis 2011 lief sie als „Coral Sea.“
Quelle:Tim Schwabedissen


Tanker in Richtung Funchal auf den Haken genommen
(08.12.17) Der maltesische Tanker "CT Cork", 6764 BRZ (IMO-Nr.: 9393060),der am 28.11. auf dem Atlantik südwestlich der Azoren am 28.11. Maschinenausfall erlitten hatte, wurde am 2.12. von dem Schlepper "Alp Winger" (IMO-Nr.: 9367504) auf den Haken genommen. Der Havarist war von Puerto Rico nach Yalova unterwegs gewesen. Der holländische Schlepper hatte am 29.11. den Hafen von Ponta Delgada verlassen und erreichte den Tanker nach viertägiger Anreise. Um 19.30 Uhr war eine Schleppverbindung hergestellt, und der Konvoi nahm Kurs auf den Hafen von Funchal.
Quelle:Tim Schwabedissen


“Day Off” gestrandet
(Bild: NSRI)   Großbild klick!

NSRI assistierte zwei Yachten in Mossel Bay
(08.12.17) Die NSRI Mossel Bay wurde am 6.12. um 16.12 Uhr alarmiert, nachdem die Yacht “Day Off” auf Santos Beach gestrandet war. Die Boote „Rescue 15” und “St. Blaze Rescuer” kamen zu Hilfe. Sie fanden die Yacht auf der Seite liegend in der Brandungszone vor, nachdem die Ankerleine bei 15-20 Knoten Wind und drei bis vier Meter hohem Seegang gebrochen war. An Bord der Yacht befanden sich zwei Südafrikaner polnischer Herkunft.
Sie hatten in Mossel Bay Schutz vor dem aufziehenden Sturm gesucht. Es gelang, eine Schleppverbindung herzustellen und das Boot zu einer sicheren Mooring am Mossel Bay Yacht Club gezogen. Danach galt es noch einem deutschen Paar zu assistieren, das Probleme hatte, mit seiner Yacht „St. Michelle“ in den Hafen zu kommen. Auch dieses Boot konnte sicher eingebracht werden
Quelle:Tim Schwabedissen


„Pacific Paradise” jetzt an der Versenkungsstelle
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Pacific Paradise zu Versenkungsstelle geschleppt
(08.12.17) Der Longliner „Pacific Paradise” wurde am 7.12. erfolgreich vom Riff vor Kaimana Beach geborgen. Das Department of Land and Natural Resources in Hawaii übernahm die Leitung der Aufräumarbeiten an der Strandungsstelle und begann damit, den am Riff entstandenen Schaden zu untersuchen und Wiederherstellungswege zu prüfen. Während der Bergung kam es nur zu einem minimalen Ölaustritt.
Die Herausforderungen bei der Bergung waren außerordentlich, doch die Professionalität und Expertise der damit beschäftigten Crews wurde von Captain Michael Long, Kommandant des U.S. Coast Guard Sector Honolulu, als eindrucksvoll bezeichnet. Er würdigte auch die Geduld und Unterstützung der Öffentlichkeit und der beteiligten Partner. Auch Suzanne Case, Leiterin des Hawaii Department of Land and Natural Resources, drückte ihre Bewunderung für alle Beteiligten für ihre Sorgfalt, Nachhaltigkeit und Standhaftigkeit aus.
Es sei ein komplexer Ansatz gewesen, das Schiff sorgsam und erfolgreich zu bergen bei oft schwer vorhersehbaren Wetter- und Seesituationen und im Anbetracht der Position, der Größe und des Gewichts des Schiffs auf dem Riff und seiner Nähe zu einer von Hawaiis populärsten Strandgebieten. Bereits am Vortag war die „Pacific Paradise” 600 Fuß weit geschleppt worden, ehe die Tide kippte. Danach setzten die Berger die Vorbereitungsarbeiten für den folgenden Tag fort.
Um 7.15 Uhr war dann der Schlepper “Pi’ilani” am Schiff fest und zog es eine Meile vor die Küste. Dort übernahm der Schlepper „American Contender”, 145 BRZ (IMO-Nr.: 8842284), aus Honolulu das Wrack. Es wurde dann zu einer von der EPA genehmigten Position 13 Meilen südlich von Oahu transportiert. Dort wurde anschließend die Versenkung des Longliners auf fast 1.800 Fuß Tiefe in Angriff genommen. Die Vorarbeiten dauerten nochmals mehrere Stunden.
Die „Pacific Paradise” war am 10.10. kurz vor Mitternacht gestrandet. Seitdem wurde, zunächst erfolglos, an der Bergung gearbeitet, während deren erster Phase das Schiff ausbrannte und seitdem halb gesunken auf dem Riff lag. Es galt seither, die Löcher im Rumpf abzudichten, überschüssiges Gewicht zu reduzieren durch Abbau von schweren Teilen und Auspumpens von Wasser und der Erzeugung zusätzlicher Auftriebskraft.
Die schwierigen Wetterverhältnisse sorgten mehrfach für Verzögerungen dieser Arbeiten. Die Coast Guard setzte ihre Untersuchung der Havarie fort. Es wird wohl mehrere Monate dauern, bis Ergebnisse publiziert werden können in Hinblick auf mögliche Strafen für die Verantwortlichen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter rammte Schleusenmauer in Brunsbüttel
(08.12.17) Am Abend des 6.12. kollidierte der zyprische Containerfrachter "Jork Ruler", 7852 BRZ (IMO-Nr.: 9328027), auf der Reise von Thamesport nach Helsinki in der Schleuse Brunsbüttel mit dem Mauerwerk der Schleuse kollidierte. Um 18.40 Uhr lief das Schiff in die Neue Südschleuse ein, um an der Mittelmauer festzumachen. Beim Aufstoppen klappte das Heck nach Steuerbord ab, starke westliche Winde erhöhten diesen Effekt noch.
Das Schiff berührte mit dem Schanzkleid im Bugbereich die Mittelmauer und mit dem Steuerbordheck die gegenüberliegende Seitenmauer der Schleuse. Am Frachter und am Schleusenbauwerk entstanden leichte Schäden, verletzt wurde niemand. Die Berufsgenossenschaft für Transport und Verkehrswirtschaft erhielt von dem Sachverhalt Kenntnis Sie ordnete jedoch keine weiteren Maßnahmen an. Um 20.25 Uhr setzte das Schiff die Reise nach Finnland fort und wurde am 8.12. im Zielhafen erwartet.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter nach Ålesund abgeschleppt
(08.12.17) Am 7.12. gegen 11 Uhr befand sich der norwegische RoRo-Frachter "Hannah Kristina", 5801 BRZ (IMO-Nr.: 9159933), im Schlepp in den Vartdalsfjord. Das Schiff, das am 6.12. um 22.30 Uhr aus Florø ausgelaufen war, hatte Maschinenschaden erlitten und um Assistenz gebeten. Das NSSR-Rettungsboot "Idar Ulstein" kam zu Hilfe und nahm den manövrierunfähigen Havaristen auf den Haken. Um 15.30 Uhr wurde er sicher in Ålesund festgemacht.
Quelle:Tim Schwabedissen


Mindestens 22 Tote und Vermisste auf Pilgerfahrt
(08.12.17) Mindestens 22 Menschen kamen ums Leben, weitere 20 wurden noch vermisst, nachdem am 6.12. zwei pakistanische Fährboote vor der Altstadt von Thatta kollidierten. Die Boote hatten über 100 Menschen an Bord und waren unterwegs zu dem populären Sufi Muslim-Schrein in Sindh, als sie 3,2 Meilen von Bohara entfernt bei starkem Wind zusammenstießen und kenterten.
Rund 66 Menschen konnten lebend an Land gezogen werden. Nach den übrigen wurde noch fieberhaft gesucht.
Quelle:Tim Schwabedissen


Crew sinkenden Kutters gerettet
(08.12.17) Die US Coast Guard rettete am 6.12. die zweiköpfige Crew des Kutters “Lady B”, der Wassereinbruch unweit von Venice, Louisiana, erlitten hatte. Die Coast Guard New Orleans wurde um 19.25 Uhr alarmiert, nachdem das Schiff in Seenot geraten war. Von der Air Station Mobile stieg daraufhin ein MH-65 Dolphin-Helikopter auf, und von der Station Venice machte sich ein 24-Fuß-Boot um 19.36 Uhr auf den Weg zum Havaristen. Um 20.43 Uhr erreichte der Hubschrauber den Kutter und barg die beiden Fischer von ihrem sinkenden Schiff ab. Sie wurden unversehrt auf der Air Station New Orleans abgesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Letzte Reise der Maersk Pembroke ging nach Aliaga
(08.12.17) Die letzte Reise des holländischen Containerfrachters „Maersk Pembroke“, 31333 BRZ (IMO-Nr.: 9168180), endete jetzt auf dem Schrottstrand von Aliaga, vor dem er mit eigener Kraft am 29.11. eingetroffen war und wo er jetzt gebeacht wurde. Das Schiff hatte am 21.11. rund 120 Meilen westlich von Lizard Point auf der Reise von Antwerpen nach Montreal einen Maschinenraumbrand erlitten. Es war am 29.8. dann vom belgischen Offshore-Schlepper "Union Lynx”, 2556 BRZ (IMO-Nr.: 9178410), nach Rotterdam eingebracht worden und hatte seither im nördlichen Waalhafen gelegen.
Da eine Reparatur unwirtschaftlich erschien, erfolgte vor rund drei Monaten der Verkauf an die türkischen Abbrecher. Am 16.11. verließ der Frachter Rotterdam und warf am 27.11. auf der Reede von Aliaga Anker.
Quelle:Tim Schwabedissen


Ein Toter und ein Verletzter bei Unfall auf Ölplattform
(08.12.17) Zwei Arbeiter auf der in Singapur registrierten Ölplattform “Maersk Intercpetoer”, 26898 BRZ (IMO-Nr.: 8771552), der Maersk Drilling wurden am 7.12. um 12.10 Uhr im Tambar-Ölfeld im norwegischen Teil der Nordsee verletzt. Einer der beiden stürzte ins Meer und wurde von einem Boot der Plattform aus dem Wasser gezogen. Er wurde dann von einem Helikopter aus dem Ekofisk-Feld ins Krankenhaus geflogen.
Dort starb er aber an seinen Verletzungen. Der zweite, der von einem fallenden Gegenstand getroffen worden war, wurde nach erster Hilfe mit einem zweiten Hubschrauber ebenfalls an Land gebracht. Sein Zustand war stabil. Der Unfall auf der für Aker BP arbeitenden Plattform wurde von der Norwegian Petroleum Safety Authority untersucht.
Quelle:Tim Schwabedissen


Deutscher Frachter im Oslo-Fjord auf Grund gelaufen
(08.12.17) Auf dem Weg von Cadiz, wo er am 1.12. ausgelaufen war, nach Oslo lief der deutsche Frachter "Ocean Voyager", 6668 BRZ (IMO-Nr.: 9366160), kurz vor Erreichen des Zielhafens am 8.12. im Oslofjord gegen sieben Uhr auf Grund. Er kam unweit des Storegrunn-Leuchtfeuers im Drøbaksund nördlich von Askholmene in Akershus fest. Das Schiff lag mit leichter Backbordschlagseite auf den Felsen, es gab aber kein Risiko für Menschenleben oder die Umwelt.
Der norwegische Schlepper “John" (IMO-Nr.: 9008641) kam von Slagen zu Hilfe und erreichte die Strandungsstelle gegen neun Uhr. Auch das NSSR-Rettungsboot „Bergesen d.y.“ aus Oskarsborg war vor Ort. Ein erster Versuch, den Havaristen wieder flottzumachen, schlug fehl.
Inzwischen war auch der Schlepper "Gyltingen" (MMSI-Nr.: 257358800) aus Drøbak vor Ort, verließ aber später die Strandungsstelle wieder. Da der Frachter bei Flut gestrandet war, lief inzwischen das Wasser wieder ab. Um 14.09 Uhr sollte es seinen tiefsten Stand haben.
Die “Ocean Voyager” ist 107,08 Meter lang, 18,2 Meter breit, hat acht Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 9.231 Tonnen. Der 132-TEU-Frachter läuft für die Rörd Braren Bereederungs-GmbH & Co. KG in Kollmar und wurde 2011 bei der Zhejiang Zhenyu Shipbuilding Co., Ltd. erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen


Schiffbrüchige vom Bug gesunkener Yacht vor Cabo Peñas gerettet
(08.12.17) Der in Gijon stationierte, spanische SAR-Schlepper "Alonso de Chaves", 1549 BRZ (IMO-Nr.: 8411164), rettete in der Nacht zum 7.12. zwei Schiffbrüchige, deren Yacht „Julia Maria“ drei Meilen vor Cabo Peñas in den Abendstunden des 6.12. gesunken war. Salvamento Maritimo war von der Frau des Skippers alarmiert worden, nachdem die beiden Segler, die am frühen Nachmittag aus San Juan de la Arena ausgelaufen waren und um 20 Uhr hatten zurück sein wollen, um 23 Uhr immer noch nicht zurück oder erreichbar waren.
An der Suchaktion beteiligten sich auch ein Hubschrauber und die "Salvamar Rígel". Gegen sechs Uhr entdeckte die Crew der "Alonso de Chaves" die beiden, die sich an eine Seite des noch knap paus dem Wasser ragenden Bugs ihrer praktisch gesunkenen Yacht festhielten. Sie wurden wenig später an Bord gezogen und dann von dem Helikopter Helimer 203 nach El Musel geflogen. Sie kamen in stabilem Zustand ins Hospital de Jove.
Quelle:Tim Schwabedissen


Neues Fahrgastschiff drohte auf Vierwaldstättersee zu sinken
(08.12.17) Das erst wenige Monate alte Fahrgastschiff „Diamant“, das neuste Passagierschiff der Schifffahrt Gesellschaft Vierwaldstättersee (SGV) in Luzern lief am Abend des 7.12. vor Kehrsiten-Bürgenstock auf Grund und schlug bei der Kollision mit einem Felsen leck. Es kam zu einem massiven Wassereinbruch. Alle 163 Fahrgäste wurden unversehrt evakuiert. Die „Diamant“ war von einer Gästegruppe der Bürgenstock-Hotels gechartert worden.
Kurz nachdem die Passagiere in Kehrsiten-Bürgenstock an Bord gegangen waren, hatte das Schiff um 21.10 Uhr Grundberührung. Es kehrte sofort zum wenige hundert Meter entfernt liegenden Anleger zurück und setzte die Fahrgäste ab, die nach Bürgenstock zurückkehrten. Wie sich dann herausstellte, war es bei der Havarie zu einem massiven Wassereinbruch gekommen.
Binnen kurzem standen die Kombüse und zwei weitere Räume rund 1,5 Meter unter Wasser. Es gab Großalarm für mehrere Feuerwehren, Polizei, Seepolizei und technische Spezialisten. Feuerwehrboote aus Stansstad, Luzern, Küssnacht und Beckenried eilten herbei. Insgesamt waren über 100 Personen im Einsatz.
Die Feuerwehren setzten Pumpen in Gang, um das an Backborseite eindringende Wasser zu lenzen. Sechs Taucher der Seepolizeien Luzern und Schwyz sowie ein Berufstaucher suchten den Rumpf nach Lecks ab und dichteten diese provisorisch ab. Schweißer reparierten die Lecks von innen. Die Taucher wechselten sich bis in die frühen Morgenstunden ab.
Es gelang zu verhindern, dass das rund 430 Tonnen schwere Schiff sinkt. Die SGV hoffte, dass die „Diamant“ im Verlauf des 8.12. mit eigener Kraft nach Luzern fahren konnte, um dort auf der Bauwerft gedockt zu werden. Angaben zur Unfallursache konnten noch nicht gemacht werden. Die Untersuchung führten die Kantonspolizei und Staatsanwaltschaft Nidwalden sowie die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) durch.
Die „Diamant“ kann bis zu 1.100 Passagiere befördern. Sie kam am 25.5. auf dem Vierwaldstättersee zwischen Luzern und Flüelen im Einsatz. Das auf der SGV-Werft, der Shiptec AG in Luzern erbaute Schiff ist 64 Meter lang, 14 Meter breit und hat 1,5 Meter Tiefgang. Dank des geringen Eigengewichts, einer optimierten Rumpfform und des Hybridantriebs rund 20 Prozent Energie gegenüber einem konventionellen Schiff ein.
Quelle:Tim Schwabedissen


Skipper nach einem halben Jahr mit verloren geglaubter Yacht wiedervereint
(12.08.17) Der italienische Skipper Michelle Zambelli konnte jetzt das Wiedersehen mit seiner 10 Meter langen Rennyacht “Tenace” (MMSI-Nr.: 247320760), die er am 11.6. vor Neufundland aufgeben musste und die anschließend über den Atlantik nach West-Kerry getrieben war, wo sie am Fermoyle Strand entdeckt wurde. Zambelli wurde von der neun Meter langen Illumia 12 seinerzeit von der kanadischen Coast Guard 650 Kilometer südöstlich von Neufundland abgeborgen.
Er hatte nicht damit gerechnet, das Boot je wiederzusehen, als er es aus dem Hubschrauber verlassen im tobenden Meer treiben sah, bis es jüngst unweit von Cloghane in County Kerry antrieb. Der Topsegler machte sich so schnell wie möglich auf den Weg dorthin, wo es am 7.12. zu einem emotionalen Wiedersehen kam. Er will die Yacht nun nach Italien zurückbringen und wieder seetüchtig machen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Norwegische Fähre weiterhin nicht stabil
(08.12.17) Am 8.12. lag die norwegische Fähre "Hordaland", 1184 BRZ (IMO-Nr.: 7805203), weiter am Anleger in Varaldsøy Obwohl die Lecks am 7.12. provisorisch abgedichtet worden waren, erschien die Lage noch nicht stabil genug, um das Schiff in tiefes Wasser und zu einem Reparaturdock zu bringen. Am 7.12. um 12.30 Uhr hatten Taucher den zwei bis drei Meter langen und fünf Zentimeter großen Riss im Rumpf lokalisiert, der sich zwei Meter unterhalb der Wasserlinie befand.
Entsprechend dieses Schadens war die Lage auch nicht undramatische gewesen, nachdem das Schiff gegen acht Uhr auf Grund gelaufen war. Die Passagiere wurden angewiesen, Rettungswesten anzulegen, und während die fünfköpfige Crew den nahen Anleger ansteuerte, sackte das Schiff bereits mit dem Bug tief weg.
Rettungshubschrauber, das Küstenwachboot „Tor“, die Fähre „Gloppen“ und die Feuerwehr wurden alarmiert. Alle 19 Personen verließen das Schiff, nachdem es rund 10 Minuten nach der Havarie am Anleger fest war. Im Laufe des Tages konnten die Privat-Pkw an Land gefahren werden, ein Truck verblieb vorerst an Bord.
Gegen 11 Uhr am 8.12. wurden nun wieder Taucherteams erwartet, die weitere Arbeiten am Riss im Rumpf durchführen sollten. Wie lange dies dauern würde, war aktuell noch unklar. Bis der Anleger geräumt ist, kann nur Passagierverkehr auf der Route Gjermundshamn-Varaldsøy-Årsnes in Kvinnherad stattfinden.
Die Ersatzfähre "Fitjar" war aus Gjermundshamn nach Varaldsøy beordert worden, um die „Hordaland“ vorläufig zu ersetzen. Die Querung von Gjermundshamn und Årsnes dauert normal 20 Minuten und 40 Minuten, wenn auch Varaldsøy angelaufen wird.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter in Hordaland gesunken
(08.12.17) Der Sturm Aina führte in der Nacht zum 8.12. zum Untergang zweier alter Kutter in Tofterøy in der Vik-Gemeinde. Die Feuerwehr wurde alarmiert, nachdem der Skipper eines der Schiffe, die 40 und 50 Fuß lang waren, Wassereinbruch gemeldet hatte. Das eine zog das andere Fahrzeug dann im Sinken mit hinunter. Von einem waren noch Teile über Wasser zu sehen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Ein Dutzend Schiffe auf der Suche nach der San Juan
(08.12.17) Mit einem Dutzend Schiffen ging die Suche nach der ARA “San Juan” im Südatlantik weiter. Fünf von ihnen gehören zur argentinischen Marine, der Zerstörer ARA "La Argentina", die "Islas Malvinas" und "Puerto Argentino" sowie das hydrographische Forschungsschiff „Austral“ und die „Puerto Deseado". Am Nachmittag des 5.12. lief das Forschungsschiff “Víctor Angelescu” aus Puerto Madryn aus. Weiterhin sind die"Cabo de Hornos" der chilenischen Marine und die russische “Yantar” mit ihrem ROV vor Ort, das derzeit eine Verdachtsstelle in 940 Metern Tiefe untersuchte.
Schlechtes Wetter erschwerte aktuell die Arbeiten. Wegen eines technischen Problems konnte sich die "Puerto Deseado" derzeit nicht an der aktiven Suche beteiligen. Gegen acht Uhr verließ das amerikanische Forschungsschiff „Atlantis“ den Hafen von Comodoro Rivadavia und sollte im Lauf des 8.12. im Suchgebiet erreichen. Mit seinem CURV21 kann es bis zu 6.000 Meter tief arbeiten. Sowohl sie wie auch die „Yantar“ haben ein dynamisches Positionssystem.
Quelle:Tim Schwabedissen


Ein Toter bei Schiffsbrand in Whiskey Slough
(08.12.17) Die Sunshine Coast Royal Canadian Marine Police wurde am Morgen des 6.12. alarmiert, nachdem ein Feuer um 7.30 Uhr auf dem kanadischen Trawler “Pacific Challenge“, der im Whiskey Slough lag, ausgebrochen war. Nachdem der Brand gelöscht war, fanden die Einsatzkräfte die Leiche einer Person an Bord. Der Mann hatte an Bord gelebt. Das Feuer war möglicherweise wegen unsicherer Kabel an einem Heizgerät ausgebrochen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Tanker rettete 14 Fischer
(08.12.17) In den Gewässern von Myanmar nahe Haigyi Island kenterte vor der Südwestküste der Ayeyawaddy-Region am Morgen des 5.12. der Kutter „Ngwe Pinle-157”. Bislang konnten 14 Mann von einem Tanker, der sich 19,2 Kilometer von der Unglücksstelle bei Haigyi Island befunden hatte, gerettet werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Suche nach vermisstem Fischer vor Taipei
(08.12.17) Ein Kutter mit 10 Mann Besatzug kenterte am 8.12. um 5:41 Uhr vor Taiwan. Das New Taipei City Fire Department leitete gegen sieben Uhr eine Rettungsaktion ein. Das Schiff war fünf Kilometer vor dem Fischereihafen von Nan-ya in Ruifang auf einen Wellenbrecher gelaufen. Bislang wurden neun Mann gerettet.
Die Suche nach dem zehnten Mann dauerte durch das National Airborne Service Corps an. Das Schiff hatte einen Skipper aus Taiwan und eine Crew aus China, den Philippinen, Indonesien und Vietnam.
Quelle:Tim Schwabedissen


Fähre kollidierte im Sturm mit anderem Schiff in Stromness
(08.12.17) Die britische Fähre "Hamnavoe", 8780 BRZ (IMO-Nr.: 9246061), kollidierte am 7.12. beim Versuch, in dem schweren Sturm Caroline von Scrabster, wo sie um 10.05 Uhr ausgelaufen war, kommend nach Stromness einzulaufen, am 7.12. trotz Schlepperhilfe mit einem anderen Schiff. Dabei erlitten beide leichte Schäden, Menschen wurden nicht verletzt. Bei 124 Meilen Windgeschwindigkeiten und 33 Fuß hohen Wellen wartete die Fähre dann auf eine Wetterberuhigung auf See, um einen erneuten Einlaufversuch zu wagen. Am 8.12. gegen Mittag konnte sie schließlich festmachen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Ein Toter und vier Vermisste vor Pyapone Township
(08.12.17) Ein Fischer kam ums Leben, vier weitere wurden vermisst, nachdem der Kutter “Shwepinlae” mit 19 Mann Besatzung am 5.12. im Pyapone Township kenterte. Die Ayeyawady Region Police Force leitete eine Rettungsaktion ein. Das Schiff war am 4.12. aus dem Pyapone Township ausgelaufen und gegen Mitternacht 45 Meilen vor der Küste in schwerer See gekentert. In der Nähe befindliche Kutter konnten 14 Mann aus der See retten.
Quelle:Tim Schwabedissen


Suche nach gesunkenem Kutter unterbrochen
(08.12.17) Wegen stürmischen Wetters musste am 7.12. vor Nantucket die Suche nach dem gesunkenen Muschelkutter „Misty Blue“ unterbrochen werden. Die Polizei hoffte, am 9.12. wieder weiter suchen zu können. Das Massachusetts State Police Dive Team hatte zwei Tage auf einen Einsatz gewartet, um zu dem 80 bis 90 Fuß tief liegenden Wrack 10 Meilen vor Nantucket absteigen zu können.
Am 5.12. hatte das Taucherteam ein Objekt lokalisiert, von dem sie vermutete, dass es das Schiff sein könnte. Die beiden Crewmitglieder Michael Robert und Jonathan Saraiva wurden noch vermisst. Die zwei Geretteten wurden inzwischen aus dem Krankenhaus entlassen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Fähre “Driade“
(Bild: Guardia Costiera)   Großbild klick!

Feuer auf Fähre vor Ischia
(07.12.17) Am 5.12. gegen 17 Uhr brach ein Feuer im Maschinenraum der italienischen Fähre “Driade“, 1397 BRZ (IMO-Nr.: 7717303), aus, die sich zu der Zeit gerade zwischen Ischia und Procida befand. Sie war um 15.45 Uhr aus dem Hafen von Calata di Massa di Napoli nach Casamicciola ausgelaufen. An Bord befanden sich neben der Crew 12 Passagiere.
Dichter Rauch stieg aus dem Schiffsinnern auf, und die Maschine fiel aus, sodass der Havarist hilflos in der See trieb. Die italienische Coastguard wurde alarmiert, und die Fahrgäste mussten mit einer Leine in ein Boot abgefiert werden, ehe sie das Patroullienboot "CP 807" um 17.30 Uhr an Land brachte. Zwei 60-jährige Frauen kamen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Hospital
Fähre “Driade“
(Bild: Guardia Costiera)   Großbild klick!
Anna Rizzoli Lacco Ameno.
Die Crew konnte den Brand unter Kontrolle bringen, doch blieb das Schiff fahruntüchtig. Es wurde von der Coast Guard bewacht, bis der Schlepper "MN Agata" von Medmar vor Ort war. Um 19.40 Uhr erhielt der Schleppzug die Einlaufgenehmigung nach Neapel, wo er gegen Mitternacht eintraf.
Erst am 29.11. war die “Driade” in eine Havarie verwickelt worden, als sie von der Fähre “Isola di Capri" im Massa Port von Neapel gerammt wurde. Diese war nach dem Loswerfen von Windböen erfasst und gegen die Backbordseite der am Kai liegenden, kleineren Fähre gedrückt worden. Beide Schiffe hatten bei der Karambolage aber nur leichte Schäden davongetragen.
Quelle:Tim Schwabedissen



„Pacific Paradise“
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Longliner vom Riff gezogen
(07.12.17) Die Bergung der „Pacific Paradise“ vor Kaimana Beach kam am 6.12. ein gutes Stück voran. Es gelang, das Schiff rund 600 Fuß weit vom Riff herunter zu ziehen. Mit der Flut um 6:20 Uhr wurde sie 200 Fuß in Richtung Diamond Head gezogen. Dann kippte die Tide, und das Schiff setzte auf dem flachen Sandboden des Kanals auf. Diese Lage war erheblich günstiger als die bisherige.
Am 7.12. um sieben Uhr sollten die Arbeiten mit der nächsten Flut fortgesetzt werden. Sie wurden von Crews der Pacific Environmental Corporation überwacht. Eine PENCO-Crew war auf Standby, falls es zu unerwarteten Ölaustritten käme. Entsprechende Ausrüstung lag einsatzklar an Bord der “JW Barnes” und am Waikiki Aquarium.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Hordaland" wird gelenzt
(Bild: Erlend Haugen)   Großbild klick!

Fähre bei Varaldsøy in Seenot
(07.12.17) Die norwegische Fähre "Hordaland", 1184 BRZ (IMO-Nr.: 7805203), meldete am Morgen des 7.12. starken Wassereinbruch. Um 8.08 Uhr wurde das Central Rescue Command von der Notlage des Schiffes, das auf der Route Gjermundshamn - Varaldsøy – Årsnes verkehrt, bei Kvinnherad informiert. Ein Rettungshubschrauber, die Coastguard und die Feuerwehr kamen zu Hilfe, und auch einige Privatboote beteiligten sich an der Rettungsaktion.
Die 13 Passagiere mussten Rettungswesten anlegen. Die Fähre konnte noch in Varaldsøy anlegen. Alle 19 Personen, darunter die sechs Crewmitglieder, wurden dann von Bord evakuiert. Immer noch drang durch ein großes Leck am Bug Wasser ein.
Pumpen versuchten, des Wassereinbruchs Herr zu werden. Die Coast Guard schaffte weitere Pumpen heran, und Taucher sollten den Rumpf von außen inspizieren. Zunächst drang aber immer noch mehr Wasser ein, als die Pumpen fördern konnten, von daher war unklar, ob sie auf Grund aufsetzen würde. Möglicherweise hatte die Fähre südlich von Varaldsøy eine Grundberührung erlitten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerfrachter trieb durch Boston
(07.12.17) Der unter Panama-Flagge laufende Containerfrachter "Helsinki Bridge", 96801 BRZ (IMO-Nr.: 9588081), riss sich am 6.12. um 00.45 Uhr von seinem Liegeplatz am Paul W. Conley Container Terminal, der zum South Boston Terminal gehört, los. Alle 12 Trossen, die das Schiff hielten, brachen bei starkem Wind, und das Schiff driftete samt 10 an Bord befindlichen Conley Terminal-Arbeitern 300 Fuß in den Hafen hinaus und beschädigte das Ende der 88 Black Falcon Pier. Es gelang der Crew des Frachters aber schnell, die Maschine zum Laufen zu bekommen.
Die US Coast Guard, Massachusetts State Police, Boston Police und Massport Fire Brigade wurden alarmiert. Die Arbeiter von Conley wurden von dem Frachter abgeborgen, und ein Lotsenboot eskortierte ihn dann in den Broad Sound, wo er zwischen Nahant und Winthrop. Anker warf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Lotsenboot hatte keinen Durchblick mehr
(07.12.17) Am Abend des 6.12. gab es Feueralarm auf dem holländischen Lotsenboot „Enterprise" (MMSI-Nr.: 246154000), das am Berghaven in Hoek van Holland lag. Das 21 Meter lange Boot war mit Rauch gefüllt. Ursache war ein Kurzschluss im Motor eines Scheibenwischers.
Das Boot war nach Berghaven gekommen, nachdem es drei Lotsen aufgenommen hatte. Die Feuerwehren von Hoek van Holland und 's-Gravenzande kontrollierten die Lage und entlüfteten das Schiffsinnere. Die drei Lotsen des Pilotage Service wurden medizinisch untersucht, einer kam ins Krankenhaus mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung. Auch das KNRM-Boot "Jeanine Parqui" lief aus, nachdem es durch das VRR-Kontrollzentrum alarmiert worden war. Da aber eine Unterstützung nicht notwendig war, kehrte es um 21.30 Uhr zu seiner Station zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Alle Opfer des Untergangs der CXX geborgen
(07.12.17) Alle neun Opfer des Untergangs des brasilianischen Schubschleppers “CXX” wurden im Laufe des 6.12. aus dem Wrack geborgen, 126 Tage nach dem Untergang auf dem Amazonas. Sie wurden in verschiedenen Abteilungen des Schiffes entdeckt und bis zum Nachmittag abtransportiert. Am 5.12. um 21 Uhr war die Arbeit am Schiff wegen der Dunkelheit und der großen Trümmermenge im Innern unterbrochen worden und ging am folgendem Morgen um 8.30 Uhr weiter.
Die Berger mussten sich mit Leitern und Sägen einen Weg durch das Wrack bahnen, da es sehr stark zerstört war. Nach Abschluss der Arbeiten verließen die Angehörigen der Toten Óbidos mit einem Charterboot und kehrten nach Santarém zurück. Smit begann mit der Vorbereitung des Rücktransports des Bergungsgeräts nach Holland.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack des ersten US-Schiffes, das im 2. Weltkrieg Schüsse abfeuerte, entdeckt
(07.12.17) Nur wenige Tage vor der 76. Wiederkehr der japanischen Attacke auf Pearl Harbor haben Forscher das Wrack des ersten US-Schiffes, das an jenem Tag auf die Angreifer feuerte, entdeckt. Am 30.11. schickte das Forschungsschiff “Petrel” ein ROB 650 Fuß Tief zum Wrack von 1918 erbauten USS “Ward”. Der Zerstörer war mit Reservisten aus St. Paul bemannt und versenkte ein japanisches Mini-U-Boot, das eine Stunde vor dem großen Angriff in den Hafen einzudringen versuchte.
Am frühen Morgen des 7.12.1941 war der Zerstörer der Wickes-Klasse auf Patroullie an der Zufahrt von Pearl Harbor. Um 6:30 Uhr wurde das Periskop eines 80-Fuß-U-Bootes entdeckt, das dem Frachter USS „Antares“ in den Hafen folgen wollte. Kommandant Lt. William W. Outerbridge ließ das Feuer eröffnen, und in den Turm des Bootes wurde ein Loch geschossen.
Es begann zu sinken, und die „Ward“ warf mehrere Wasserbomben ab. Die Schüsse der „Ward“ gelten seither als die ersten, die Amerika im 2. Weltkrieg abfeuerte, auch wenn Japan erst am nächsten Tag offiziell der Krieg erklärt wurde.
Die “Ward” sank am 7.12.1944 in der Ormoc Bay vor Leyte, Philippinen, beim Angriff eines Kamikaze-Bombers. Mehrere hatten das Schiff angegriffen, einer bohrte sich in den Rumpf und verursachte ein Feuer, das nicht unter Kontrolle gebracht werden konnte. Dann versenkte die USS “O’Brien” das Wrack. Deren Kommandant war kein anderer als William W. Outerbridge.
Die “Petrel” lief am 28.11. zu der Tauchexpedition aus, inspizierte zunächst fünf japanische Zerstörer, die in der Battle of Surigao Strait, untergingen, dokumentierte dann die „Ward“ und kehrte dann nach Surigao City zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper “TBL CXX”
(Bild: Smit Salvage)   Großbild klick!

Suche nach Toten in geborgenem Schlepper
(06.12.17) Der Schlepper “TBL CXX” ist wieder zurück am Tageslicht. Am Morgen des 5.11. wurde er vom Schwimmkran “Taklift 7” auf dem Amazonas gehoben. Im Innern des mit Netzen vor dem Abtreiben von Toten geschützten Wracks wurden wenig später bereits einige der bislang vermissten Opfer des Untergangs am 2.8. gesichtet. Sie befanden sich in den Korridoren und der Kombüse.
Die Bergungsoperation bei Óbidos, westlich von Pará, hatte am 14.11. begonnen. Nun sollte das Wrack systematisch durchsucht werden. Eine Leiche wurde bislang geborgen. Diese Arbeit muss sehr vorsichtig vonstattengehen, um die Körper möglichst vollständig zur DANN-Analyse zu bekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kranschiff "Status Quo II“
(Bild: Frank neitz)   Großbild klick!

Kranschiff sitzt an Stauwehr fest
(06.12.17) Das deutsche Kranschiff "Status Quo II“, 617 ts (EU-No.: 02006742), lief am Nachmittag des 4.12. auf der Weser bei Hamen auf Grund. Das 55 Meter lange Arbeitsschiff kam unweit der Pfortmühle parallel zum unteren Wehr auf einer Wehr-Vorbodenplatte fest. Aus eigener Kraft konnte sich die mit Backbordschlagseite an einem Wasserfall liegende „Status Quo II“ nicht mehr befreien. Am 5.12. kamen Schlepper des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Hann. Münden (WSA) zum Einsatz und mühten sich stundenlang, den Havaristen, der die Arbeiten mit seiner Maschine unterstützte, wieder ins Fahrwasser zu bekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yachtskipper vor Oracroke Inlet gerettet
(06.12.17) Die US Coast Guard assistierte einem Segler, dessen 33 Fuß lange Segelyacht “Emerald City” am frühen Morgen des 5.12. Wassereinbruch 20 Meilen östlich des Ocracoke Inlet erlitten hatte. Er nahm um 3.34 Uhr mit dem Command Center der Coast Guard North Carolina Command Center in Wilmington auf und meldete sein Problem. Zwei 47-Fuß-Boote der Coast Guard Station Hatteras Inlet sowie ein MH-60 Jayhawk-Helikopter der Air Station Elizabeth City kamen ihm zu Hilfe.
Der Hubschrauber setzte eine Lenzpumpe und einen Rettungsschwimmer auf der Yacht ab. Weder Skipper noch Retter konnten das Leck finden, aber es drang kein weiteres Wasser mehr ein. Als die Boote ebenfalls eintrafen, wurde eine weitere Pumpe übergesetzt.
Der Hubschrauber drehte nun ab, und der Skipper wurde abgeborgen und zur Station Hatteras Inlet gebracht. Weil in den Mündungen von Hatteras- und Ocracoke Inlet sechs Fuß hoher Wellengang war, schleppte das zweite Boot die „Emerald City“ zu einer Untiefe zwischen den Mündungen, rund drei Meilen vor der Küste und setzte sie dort auf Grund. Hier sollte sie am 6.12. geborgen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



“Pacific Paradise”
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Kaputtes Schott zur Bergung der Pacific Paradise verstärkt
(06.12.17) Auf dem gestrandeten Longliner “Pacific Paradise” gingen die Arbeiten zur Reparatur eines Schotts zwischen Fischluke und Maschinenraum am 5.12. vor Kaimana Beach weiter, mit denen die Schwimmfähigkeit erhöht werden sollte. Dazu musste eine 5x6 Fuß große Metallplatte mit Dichtungsmaterial an dem existierenden Schott befestigt werden.
Um eine stärkere Dichtung zu gewährleisten, wurde es mit Metallpfosten fixiert, um zusätzlichen Druck auszuüben.
Diese Arbeit musste unter Wasser durchgeführt werden, da die Fischluke nicht ausgepumpt werden konnte, bis die Platte angebracht war. Das vorhandene Schott hielt nicht dicht, weil in der Vergangenheit ein Loch in die Trennwand geschnitten worden war, um eine Maschine zur Reparatur durch den offenen Fischraum zu ausbauen zu können. Die Platte, die danach darauf geschweißt wurde, hatte dem Druck des Wassers nach der Havarie nicht standgehalten.
Das ganze Wochenende über hatten die Berger im gesamten Schiff weiteren Schaum eingebracht und Abdichtungsarbeiten durchgeführt, doch beim anschließenden Bergungsversuch war die Menge des Wassers, die in den Fischraum eindrang, so groß, dass das Schiff zu schwer zum Abschleppen blieb. Wenn alle Arbeiten wie geplant weitergingen, sollte ein neuer Bergungsversuch mit der Morgenflut am 6.12. durchgeführt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suche nach vermissten Fischern eingestellt
(06.12.17) Die US Coast Guard hat ihre Suche nach den beiden noch vermissten Crewmitgliedern Michael Roberts, 44, und Jonathan Saraiva, 32, des Kutters “Misty Blue” am 5.12. um 20 Uhr eingestellt. Das Schiff war am Vorabend 10 Meilen südöstlich von Nantucket gesunken, und nur zwei Mann der vierköpfigen Crew waren kurz danach gerettet worden. 42 Stunden lang wurde nach den beiden in einem Seegebeit von 1.605 Quadratmeilen Ausschau gehalten.
Beteiligt an der Suche waren ein MH-60 Jayhawk-Helikopter und eine HC-144 Ocean Sentry der Air Station Cape Cod, ein 47-Fuß-Boot der Coast Guard Station Brant Point, die Patroullienboote “Steelhead“, „Tybee“ und „Albacore“, der Barnstable County Sheriff, das Dennis Fire Department, das Massachusetts State Police Dive Team sowie die Kutter „Enterprise“ und „Mariette“.
Knapp einen Monat vor dem Untergang der “Misty Blue” hatte ein Fischer aus Fairhaven Klage gegen den Skipper eingereicht, nachdem er bei einem Unfall am 15.9. schwer verletzt wurde. Er bezichtigte ihn und seine Crew der Nachlässigkeit und bezeichnete den Kutter als nicht seetauglich. Am 8.11. fand der Prozess gegen die in New Jersey ansässige Sea Harvest, Inc., im U.S. District Court in Süd-Boston statt. Der Manager der Atlantic Capes Fisheries sagte, das Schiff sei in einem Top-Zustand gewesen, und Eigner Danny Cohen gab an, die Verletzung habe sich im Hafen ereignet und in keinem Zusammenhang mit der Seetüchtigkeit des Schiffes gestanden.
Die 69 Fuß lange “Misty Blue” wurde 1996 erbaut und lief zuvor als “Harvester”. Als das Schiff kenterte, befanden sich noch vier weitere Kutter in dem Seegebiet, und die Wetterlage war ruhig. Das Schiff war am 2.12. um 21 Uhr auf Muschelfang zu den Nantucket Shoals ausgelaufen. Um 15 Uhr des 4.12. gab es den letzten Kontakt vor der Havarie, und nichts deutete auf Ungewöhnliches hin, bis um 18.30 Uhr der Skipper der in der Nähe befindlichen „Enterprise“ sah, dass die Lichter der „Misty Blue“ ausgegangen waren, 20 Minuten, nachdem bereits das EPIRB zu senden begonnen hatte.
Er lief zur Kontrolle zu der Position und fand den Skipper Eric Arabian, 44, und das Crewmitglied Colby McMullen, 22, im Wasser. Danach schlossen sich auch die „Marriette“, „Laurie Ann“ und „Lauren“ der Suchaktion an. Die Crew der „Mariette“ fand die Rettungsinsel, aber sie war unbesetzt. Dann übernahm die Coastguard die Leitung der Suchaktion. Am 6.12. war das Massachusetts State Police Dive Team vor Ort, nachdem mit Sidescan-Sonar ein Objekt geortet wurde, bei dem es sich um den Kutter handeln könnte. Die Wetterbedingungen verhinderten bisher aber einen Einsatz.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier nach Kapstadt abgeschleppt
(06.12.17) Am 5.12. wurde der rund zwei Wochen zuvor havarierte, unter Panama-Flagge registrierte Bulkcarrier „Azul Victoria", 206291 BRZ (IMO-Nr.: 9374026), in Kapstadt erwartet. Er hatte bereits am 24.11. im Südatlantik Maschinenschaden auf der Reise von Singapur nach Sao Paulo erlitten und trieb seither rund 1.000 Meilen nordwestlich von Kapstadt.
Der holländische Schlepper "APL Ippon" (IMO-Nr.: 9344978) wurde unter Kontrakt genommen, den Frachter abzuschleppen und nahm ihn am 27.11. auf den Haken. Am 4.12. befand sich der Schleppzug mit fünf Knoten Fahrt noch 100 Meilen westlich des Zielhafens.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff kollidierte mit Kaimauer in Mannheim
(06.12.17) Am 5.12.gegen 10:15 Uhr, kollidierte ein Gütermotorschiff beim Versuch, im Mannheimer Hafen zu wenden., mit einer Kaimauer. Am Schiff entstand ein Schaden von rund 15.000 Euro, der Sachschaden an der Kaimauer wurde auf rund 100.000 Euro geschätzt. Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei dauerten an.
Quelle:Tim Schwabedissen



14 Fischer nach Schiffbruch vor Myanmar gerettet
(06.12.17) Der Kutter " Ngwe Pinle-157" kenterte am Morgen des 5.12. in den Gewässern von Myanmar nahe Haigyi Island in der südwestlichen Ayeyawaddy-Region. Ein Marineschiff rettete danach 14 Crewmitglieder, eine unbekannte Anzahl weiterer Fischer wurde noch vermisst.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler doppelseitig blockiert
(06.12.17) Am 4.12. wurde das NSSR-Rettungsboot "Halvdan Grieg" zur Assistenz des norwegischen Trawlers "Skjongholm", 469 BRZ (IMO-Nr.: 8304830), gerufen. Dieser hatte in beide Propeller Leinen seiner Netze bekommen und war manövrierunfähig geworden. Als das Schiff im Hafen von Maloy lag, stiegen Rettungstaucher ab, um den Antrieb wieder zu befreien. Am 5.12. gegen ein Uhr konnte die „Skjongholm“ dann wieder in See stechen..
Quelle:Tim Schwabedissen



Mehrere Kontakte zu vermisstem U-Boot in den Stunden vor dem Verlust
(06.12.17) Das vermisste argentinische U-Boot ARA „San Juan“ sich in der Nacht vor dem letzten Kontakt a m15.11. mehrmals per Satellitenverbindung gemeldet. Vier Mal bestand Kontakt im Zeitraum zwischen 1:11 Uhr und 1:49 Uhr Ortszeit und dann zwischen 6:09 Uhr und 7:36 Uhr weitere vier Mal. Die Gesamtdauer der Telefongespräche mit der Crew betrug etwa 55 Minuten.
Erst rief der Kommandant an, um die Betriebsstörungen, den Kurzschluss sowie den Schwelbrand zunächst in Form vom Rauch ohne Flammen zu melden.
Anschließend wurden die mündlich genannten Informationen in schriftlicher Form gesendet, um eine mögliche „Entstellung der Tatsachen“ zu vermeiden. Dazu wurde ebenfalls die Satellitenverbindung genutzt. Dann setzte sich der Kommandant mit dem Stützpunkt in Kontakt, um die Erlaubnis für eine Routenänderung zu bekommen. Unterdessen erreichte das russische Forschungsschiff “Yantar” das Suchgebiet, während die “Islas Malvinas” ihre Suche wegen schlechten Wetters unterbrechen musste.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ferrozement-Yacht nach Riffkontakt gesunken
(06.12.17) Am Morgen des 5.12. sank vor St Bees Island der australische Zweimaster “Karoo”. Das aus Ferrozement erbaute Boot hatte dicht vor dem Riff über Nacht vor Anker gelegen, und bei der Ebbe am Morgen beschädigten die Felsen den Rumpf. Aus Mackay kam um 6.19 Uhr die 448 Volunteer Marine Rescue Crew zu Hilfe, konnte aber nichts mehr ausrichten.
Sie vermochten lediglich den Skipper und sein Beiboot zu retten. Um sieben Uhr verließen sie die Untergangsstelle, an der nur noch die Masten aus dem Wasser ragten, und brachten ihn eine Viertelstunde darauf nach Mackay. Der Mann in den 70ern war unterwegs von Airlie Beach nach Bundaberg gewesen. Da er auf dem Boot gelebt hatte, musste er in einem Hotel untergebracht werden. Er hatte bis auf die Kleidung, die er am Leib trug, alles verloren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fünf Segler bei Adventsregatta gerettet
(06.12.17) Nur zehn Minuten dauerte es am 3.12. zwischen dem Kentern der 24 Fuß langen Segelyacht „Tres“ bis zu deren Untergang vor Kopervik in Westnorwegen. Sie nahm an einer Adventsregatta vor Kopervik auf Karmøy teil. Wohl durch die Schwell eines passierenden Frachters in Kombination mit starken Windböen kam sie in Schwierigkeiten und schlug um. Die fünfköpfige Crew wurde schnell von der 30 Fuß langen Yacht einer Gruppe von Rover-Pfadfindern des KFUK / KFUM Kopervik gerettet, die an der gleichen Regatta teilnahmen.
Sie reagierten geistesgegenwärtig und konnten ihr Boot gekonnt an die auf der Seite liegende „Tres“ heranmanövrieren und bekam eine Linie hinübergeworfen, mit der die Verunglückten an Bord klettern konnten. Kurz nachdem die durchnässten Teenager gerettet waren, sank ihr Boot auf 200 Metern Tiefe. Die Rettung war genau im richtigen Augenblick gekommen. Ein anderes Boot erlitt bei der seit 1983 veranstalteten Regatta Mastbruch.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht saß auf River Wyre fest
(06.12.17) Auf dem River Wyre lief am 5.12. die Segelyacht “Saracen” um 12.10 Uhr an der Seite von Knott End auf Grund. Die Coastguard alarmierte die RNLI-Station in Fleetwood, und ein Boot lief zu dem Boot, das auf einer Sandbank aufsaß. Weil die Tide schon ablief, wurde befürchtet, es müsse dort über Nacht bleiben, doch die Seenotretter konnten die “Saracen” noch flottmachen. Sie wurde dann zur Marina in Fleetwood eskortiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Flussfähre auf Kacha River gesunken
(06.12.17) Auf dem Kacha River im indischen Pirojpur-Distrikt sank am 6.12. gegen ein Uhr eine Flussfähre, die zwischen Bekutia und Kumirmara verkehrt, nach Kollision mit einem Sandfrachter. Sie hatte um 1.30 Uhr in Kumirmara abgelegt und befand sich in der Flussmitte, als sie von dem aus Kawkhali kommenden Frachter achtern gerammt wurde und einen Riss im Boden erlitt. Sie erreichte noch die Seite von Bekutia, wo sie aber zur Hälfte wegsackte.
Drei Fahrzeuge, zwei Laster und ein Bus gingen mit dem Schiff unter, das mit insgesamt fünf Trucks und drei Pickups sowie dem Bus beladen war. Ein Rettungsteam des Fire Service und die Civil Defence aus Kawkhali sowie ein Team der Coastguard in Barisal eilten zur Unglücksstelle.
Zwei Personen wurden verletzt, die Buspassagiere konnten sich in Sicherheit bringen, bevor die Fähre sank. Am Nachmittag sollte der Fährdienst mit einem anderen Schiff von einem Anleger in der Nähe wiederaufgenommen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zweimaster „Dagny“ gesunken
(Bild: THW)   Großbild klick!

Neustadt: Ende der Gaffelketsch Dagny nach 110 Jahren
(05.12.17) Kein Happy End für den 14,63 Meter langen Zweimaster „Dagny“. Nachdem das Schiff im Neustädter Hafen gesunken war, wollte der Lübecker Psychiater und Psychotherapeut Dr. Bernd Ahrens das Holzschiff gemeinsam mit jungen Menschen sanieren und so über das Thema Suizid informieren. Ahrens wollte die 1897 im dänischen Nykøbing erbaute Gaffelketsch restaurieren und zum „Schiff der 600 Seelen“ machen als Symbol für die 600 Selbstmörder in Deutschland, die nicht älter als 25 Jahre sind.

„Dagny“
(Bild: THW)   Großbild klick!
Die „Dagny“ hatte parallel zu den Bauarbeiten auch zum Info-Zentrum werden sollen. Doch seine Pläne kamen nicht voran, das Schiff war zu marode, und jetzt wurde es abgewrackt. Nur einige Teile konnte Ahrens noch sichern, bevor das Schiff in Stücken abtransportiert wurde.
Als am 11.4.2015 die „Dagny“ nach fast sechs Monaten an Land in das Neustädter Hafenbecken. Zurückgehoben wurde, war das Holz des Traditionsseglers so stark getrocknet und verzogen, dass sich Löcher und Risse gebildet hatten. Mit Hilfe von zwei Kränen musste das 118 Jahre alte Schiff erneut angehoben werden. Den Helfern des Lübecker Eigners Dr. Bernd Ahrens gelang es jedoch, die Lecks mit Teerfilz und Bitumenspachtel abzudichten.
Zusätzlich lief eine Pumpe auf Hochtouren. Zuvor hatten zwei Kräne mit einer Tragkraft von zusammen 290 Tonnen das mehr als 40 Tonnen schwere Schiff angehoben und im Hafenbecken abgesetzt. Aus Sicherheitsgründen war vereinbart worden, dass die Gurte zunächst nicht gelöst werden, wie sich zeigte, aus gutem Grund.
Am 26.4. drohte die „Dagny“ erneut zu sinken. Die an Bord befindlichen Pumpen waren ausgefallen, und das Schiff lief voll Wasser. Auf Anforderung der Feuerwehr Neustadt pumpte das THW das Wasser aus dem Schiff und installierte eine neue Pumpe. Um die Überwachung des Tiefgangs zu erleichtern wurden Markierungen angefertigt und am Schiff befestigt.
Erstmals war die „Dagny“ am 30.9.2014 gegen 15.30 Uhr im Stadthafen gesunken. Die ersten Kräfte versuchten der alarmierten Feuerwehr versuchten zunächst, das Wasser aus dem Schiff abzupumpen. Doch bevor der Lenzeinsatz begonnen werden konnte, legte sich das Schiff auf die Steuerbordseite und sank innerhalb weniger Minuten.
Die Feuerwehr musste die Vor- und Achterleinen, mit denen das Schiff an den Pollern befestigt war, mit einer Axt kappen, um ein Reißen zu verhindern. Das Schiff sackte auf den dort 3,5 Meter tiefen Grund ab, nur Teile der Aufbauten und die beiden Masten ragen noch aus dem Wasser.
Eine größere Menge Dieselkraftstoff lief in das Hafenbecken. Die Feuerwehr legte mit Hilfe ihres Arbeitsbootes „Grisu“ eine Ölsperre um den Havaristen. Das THW Neustadt wurde zusätzlich angefordert, um mit weiteren Ölsperren ein Ausbreiten des Kraftstoffes in das Binnenwasser zu verhindern.
Anschließend sicherte die Feuerwehr den Havaristen mit Seilen, damit der Segler nicht aufschwimmen und in das Hafenbecken treiben konnte. Es befand sich den Ermittlungen nach in einem maroden Zustand. Am 11.10.2014, wurde die "Dagny" wieder gehoben und an Land abgesetzt. Mehrere Leckagen bestätigten den Verdacht, dass das Schiff aufgrund seines schlechten Zustandes gesunken war.
Taucher, freiwillige Feuerwehr Neustadt, THW, DLRG, die Firma Possehl, zwei schwere Mobilkräne, das Ordnungsamt und die Polizei waren an der Bergung beteiligt. Nachdem Gurte unter dem Rumpf hindurchgezogen wurden, konnte dieser angehoben und gleichzeitig gelenzt werden. Anschließend wurde die „Dagny“ auf die andere Seite des Hafenbeckens geschleppt und dort wieder mittels der beiden mobilen Kräne aus dem Wasser gehoben.
Die bei der Bergung geringfügig austretenden Betriebsstoffe wurden von der Firma Possehl mit Bindemitteln aufgefangen. Aus mindestens drei großen und unzählbar kleinen Leckagen über das gesamte Unterwasserschiff verteilt strömte das Wasser aus dem Rumpf. Ein Fremdverschulden wurde ausgeschlossen.
Gegen den 52-jährigen Eigner wurden Ermittlungen wegen des Verdachts der zumindest fahrlässigen Gewässerverunreinigung eingeleitet. Als Ahrens dann die „Dagny“ übernahm, war die Freude zunächst groß – wie sich nun aber zeigte, nicht von Dauer.
Quelle:Tim Schwabedissen


Das letzte Ölfass wird geborgen
(Bild: Kustbevakningen)   Großbild klick!

Fässer mit 800 Litern Öl vor Skagen verloren und in Schweden angetrieben
(05.12.17) Am Abend des 4.12. wurde das vierte und letzte Ölfass, die von einem Schiff am 23.11. vor Skagen über Bord gegangen waren, geborgen. Es war südlich von Lysekil entdeckt worden. Nach dem Verlust der Fässer mit insgesamt 800 Litern Schmieröl waren die Tonnen in Richtung der schwedischen Gewässer und der Bohus-Küste gedriftet.
Die Drift wurde mit Flugzeugen und Schiffen überwacht. Ein Flugzeug der schwedischen Coastguard lokalisierte eines der Fässer, die übrigen wurden von Einzelpersonen entdeckt. Die Bergung übernahm die schwedische Küstenwache. Diese kontaktierte nun die Reederei des Schiffes, welche die Fässer verloren hatte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Tanker "Agia Zoni II"
(Bild: Spanopoulos Group)   Großbild klick!

Salamis: Rätsel um Riss im Rumpf der Agia Zoni II
(05.12.17) Knapp drei Monate, nachdem der griechische Tanker "Agia Zoni II" vor Salamis sank, haben Experten und Staatsanwaltschaft einen großen Riss im Rumpf gefunden. Sie hatten das Wrack inspiziert, nachdem es letzte Woche nach Salamis geschleppt wurde. Der Tanker war insgesamt in keinem schlechten Zustand, und Beulen, die am Rumpf gefunden wurden, konnten von der Bergung stammen oder entstanden sein, als das Schiff auf Grund aufschlug.
Doch unabhängig davon fanden sie einen 1,5 Meter langen Riss. Der Eigner der “Agia Zoni II", Thodoris Kountouris, betonte, dass das Schiff seetüchtig gewesen sei, als es sank, und vermutete Sabotage. Er wollte den Riss von Tauchern untersuchen lassen, doch die Aktion wurde abgeblasen, da die Stelle des Rumpfes wegen seiner Lage nicht zugänglich gewesen wäre. Der Chefingenieur des Tankers, eines der beiden Crewmitglieder, die sich an Bord befunden hatten, gab an, es habe ein Krachen gegeben, bevor es sank, als ob ein Schott im Maschinenraum zugeworfen worden sei.
Quelle:Tim Schwabedissen


Tanker lief auf Wellenbrecher auf und sank
(05.12.17) Der 53 Meter lange, chinesische Tanker "Qi Cheng Xian Feng" (MMSI-Nr.: 412380520) lief auf einen Wellenbrecher in der Mündung des Yangtse-Flusses und wurde dabei aufgerissen. Durch den Wassereinbruch sank das Schiff mit dem Heck ab, während der Bug noch aus dem Wasser ragte.
Von diesem wurde die neunköpfige Crew über eine Leine auf das chinesische SAR-Schiff "Dong Hai Jiu 102" (IMO-Nr.: 9774082) hinübergezogen und vollzählig gerettet. Zuvor hatten die Seeleute geistesgegenwärtig alle Ventile, Rohre und Ladetanks abgedichtet, um eine Ölverschmutzung zu verhindern.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter sank im Gelben Meer
(05.12.17) Der unter Togo-Flagge laufende Frachter "Sheng Hai", 1321 BRZ (IMO-Nr.: 8823343), sank am 4.12. auf Position 37 07 N 123 53 O im Gelben Meer auf halbem Wege zwischen Weihai und Incheon. Die südkoreanische Coast Guard fing um 16..23 Uhr einen Notruf 54 Meolen vor Socheong Island auf. Daraufhin wurde eine SAR-Operation in dem gemeinsamen Operationsgebiet von Korea und China eingeleitet.
Chinesische Einsatzkräfte waren als erste vor Ort, gefolgt von Koreanern. Von der 10-köpfigen Crew konnten zunächst nur sieben gerettet werden. Rund ein Dutzend Container schwammen auf und trieben an der Untergangsstelle.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachterkapitän steuerte betrunken den Nord-Ostsee-Kanal an
(Datum) Am 1.12. wurde der Wasserschutzpolizei Kiel durch einen Seelotsen mitgeteilt, dass der Schiffsführer des unter der Flagge von Malta fahrenden Frachters "Katrin", 3170 BRZ (IMO-Nr.: 9155987) dieses augenscheinlich unter Alkoholeinwirkung geführt habe. Er war gegen ein Uhr von Sundsvall kommend vor Kiel eingetroffen und warf dort Anker. Während der Ermittlungen an Bord konnte eine Atemalkoholkonzentration von 3,29 Promille festgestellt werden.
Kurz darauf wurde die Entnahme einer Blutprobe veranlasst und eine Sicherheitsleistung in Höhe von 2.000 Euro eingezogen. Weitere Ermittlungen folgten nun mit im Gefolge einer Strafanzeige. Am 2.12. um 3.40 Uhr durfte das Schiff die Reise nach New Ross fortsetzen, wo es am 5.12. eintreffen sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter kollidierte mit Dalben im Nord-Ostsee-Kanal
(Datum) Am 2.12. gegen 09.40 Uhr kollidierte das unter Zypern-Flagge laufende Containerschiff "Katharina Schepers", 10318 BRZ (IMO-Nr.: 9584865), während der Passage des Nord-Ostsee-Kanals auf der Fahrt von Helsingborg nach Bremerhaven aus bisher ungeklärter Ursache bei Kanalkilometer 92 mit einem Dalben in der Weiche Schwartenbek. Der Dalben wurde dadurch in einem Winkel von ca. 10 bis 15° in Richtung Südufer gedrückt.
Das Schiff konnte seine Fahrt in Richtung Brunsbüttel fortsetzen, wo es gegen 17.50 Uhr festmachte. Dort wurde der Schaden am Rumpf im Laufe des Abends durch Beamte des Wasserschutzpolizeireviers Brunsbüttel dokumentiert. Am 3.12. um 22.30 Uhr ging die Reise nach Bremerhaven weiter, wo der Frachter am 4.12. gegen fünf Uhr am Stromkai eintraf. Die Ermittlungen zu der Unfallursache dauerten an.
Quelle:Tim Schwabedissen


Zwei Fischer nach Untergang von Kutter vermisst
(05.12.17) Die US Coast Guard startete am 4.12. eine Suchaktion nach zwei Mann der vierköpfigen Crew des 69 Fuß langen Kutters „Misty Blue” aus New Bedford, der 10 Meilen südöstlich von Nantucket gesunken war. Um 18.10 Uhr fing sie ein Notsignal des EPIRB auf. Der Kutter „Enterprise“ rettete wenig später zwei Mann und übergab sie dem Patroullienboot „Steelhead“. Nach den beiden übrigen wurde eine Suchaktion gestartet.
An ihr nahmen neben den genannten Einheiten auch ein MH-60 Jayhawk Helikopter und eine HC-144 Ocean Sentry der Air Station Cape Cod, ein 47-Fuß-Boot der Station Brant Point, das Patroullienboot “Tybee“, der Barnstable County Sheriff, das Dennis Fire Department und der Kutter “Mariette” teil. Die Unglücksursache war Gegenstand einer Untersuchung. Am 27.2.2015 hatte die Coast Guard der “Misty Blue” zu Hilfe kommen müssen, als sie in der Quicks Hole Passage in Massachusetts vom Eis eingeschlossen worden war.
Quelle:Tim Schwabedissen


Gericht urteilte milder über Eigner und Reeder vor Terschelling gekenterter Frisia
(05.12.17) Die Reeder und Eigner des holländischen Muschelsaugers "Frisia - HA 38", 243 BRZ (IMO-Nr.: 5155288), der am 14.12.2010 vor Terschelling gekentert war, wobei die drei Crewmitglieder den Tod fanden, wurden jetzt von einem Gericht nicht weiter bestraft. Dies geschah einerseits, weil sie bereits schwere finanzielle Schäden durch das Unglück erlitten hatten und wegen des Versprechens, alles getan zu haben, um eine Wiederholung zu vermeiden. Der Direktor einer Reparaturfirma, die mit der Reederei verbunden war, wurde freigesprochen, weil er keine Verantwortung für die Geschehnisse trage.
Die Staatsanwaltschaft hatte Strafen von 60.000 Euro für beide Firmen und 180 Arbeitsstunden für deren Leiter gefordert. Nach Ansicht des Gerichts hatte das Unglück mehrere Ursachen. So habe der Kapitän eine angesichts des schlechten Wetters zu riskante Route gewählt.
Auch verfügte er nicht über die notwendigen Navigationslizenzen. Zudem seien nicht alle Öffnungen seeschlagfest abgedichtet gewesen, und dadurch konnte Wasser ins Schiff eindringen. Die Speigatten konnten nicht geöffnet werden, sodass es sich im Rumpf sammelte.
Da allerdings für die korrekte Besetzung und die technische Funktionsfähigkeit eines Schiffes die Reederei und der Eigner zuständig seien, trügen sie nach Ansicht des Gerichts die letzte Verantwortung. Allerdings seien sie nicht so lax mit den Sicherheitsbestimmungen umgegangen, wie dies nach einem Report des Onderzoeksraad voor Veiligheid (OVV) ausgesehen habe.
Die Beschuldigten hätten Fehler gemacht, die aber nicht so schwerwiegend waren wie in dem Bericht angeführt. Das Gericht teilte nicht die Einschätzung des Sicherheitsrats, dass die “Frisia” nicht seetüchtig gewesen sei, als sie kenterte. Das kieloben in der Nordsee treibende Schiff war später nach Harlingen eingeschleppt, dort aufgerichtet und später abgewrackt worden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Heizöl ging in Emden über Bord
(05.12.17) Auf der deutschen Fähre „Groningerland”, 1070 BRZ (IMO-Nr.: 9002465), die derzeit im Emder Ratsdelft lag, gab es am 4.12. einen Einsatz der Feuerwehr. Beim Umpumpen von Heizöl waren auf Deck einige Liter ausgelaufen. Über die Bordwände gelang das Öl ins Wasser.
Die Crew zögerte nicht, sofort die Feuerwehr zu alarmieren, deren rascher Einsatz schlimmeres verhinderte. 40 Einsatzkräfte verhinderten mit Einwegölsperren und Fliestüchern die weitere Ausbreitung des Ölfilms. Die Sperren sollten bis zum 5.12. noch im Delft bleiben.
Quelle:Tim Schwabedissen


Russisches Mini-U-Boot schickte erste Bilder vom Meeresgrund
(05.12.17) Das russische Verteidigungsministerium hat die ersten Fotos von dem Einsatz des Batyskaphs “Pantera Plus” von Bord der „Islas Malvinas“ aus veröffentlicht, der Anomalien auf dem Meeresgrund im Südatlantik dokumentiert auf der Suche nach dem argentinischen U-Boot ARA “San Juan”. Zwei Objekte wurden untersucht und als gesunkener Trawler und Betonblock in 950-970 Metern Tiefe identifiziert.
Das Gerät kann bis zu 1.000 Meter tief eingesetzt werden und hat ein Sonar mit einer Reichweite von 300 Metern. Bislang wurden drei Anomalien in 467, 770 und 960 Metern Tiefe von ihm inspiziert. Die „Islas Malvinas“ verlegte nun auf eine andere Position.
Quelle:Tim Schwabedissen


Ist die Zerstörung der „Casón“ noch zu stoppen?
(05.12.17) 30 Jahre nach der Strandung des Frachters “Casón” am 5.12.1987 ist der Zorn über die Abwrackarbeiten in der Region von Punta do Castelo weiterhin groß. Ein Habitat von großem biologischem Reichtum, von dem Fischer wie Taucher profitierten, droht wegen eines kurzfristigen Profits verloren zu gehen. Der Bürgermeister der einst am stärksten von der Katastrophe betroffenen Stadt verlangte wiederholt, bislang allerdings vergebens, bei der Regierung Gehör in der Sache.
Im Januar war die Firma Desguaces Lema aus Carballo, die auch im kommenden Jahr das Wrack des Tankers “Aegean Sea“ zu Füßen des Hercules-Turms räumen will, von der Zentralregierung mit der Beseitigung der „Casón“ beauftragt worden. Sie begann mit den Arbeiten im Juli, musste sie aber im Oktober wetterbedingt bis zum Frühjahr 2018 unterbrechen.
Bis dahin waren vier Taucher und eine Barge fast täglich vor Ort gewesen, um die Schiffsreste zu zerschneiden und in Brens, Cee, anzulanden zum Weiterverkauf an die Firma Megasa in Narón, um dem öffentlichen Protest in Fisterra zu entgehen, denn dort wurde die „Casón“ nicht nur als Touristenattraktion, sondern auch als Teil der Geschichte empfunden. Verschrotten rechtfertige auch nicht die Zerstörung eines Biotops.
Bisher ist, anders als in vielen Teilen der Welt, der Tauchtourismus in Galizien auch wenig entwickelt. So kann Turismo de Galicia bisher nicht ein einziges tauchbezogenes Objekt anbieten. Dabei wäre das Skelett des Frachters in 10 Metern Tiefe, nur 20 Meter von der Küste entfernt, leicht zugänglich für fast alle Taucher und würde lange Tauchgänge erlauben. In Marea wurden nun neue Initiativen gestartet, um die Zerstörung doch noch zu stoppen, verbunden mit der Frage, warum weigert sich die Regierung, den wiederholten Forderungen des Stadtrates und der Veciños-Vereinigung zuzuhören?
Quelle:Tim Schwabedissen


Kapitän von koreanischem Unglückstanker verhaftet – Rettungsaktion lief nicht optimal ab
(05.12.17) Am 5.12. wurden die letzten beiden noch Vermissten der Kollision des Kutters "Seonchang-1" mit dem Tanker "Yeongjin-15“ entdeckt. Suchteams fanden um 94.0 Uhr die Leiche des Kapitäns in einem Flachwassergebiet drei Kilometer südwestlich der Unglücksstelle. Am Nachmittag fand ein SAR-Helikopter einen 57 Jahre alten Touristen 2,2 Kilometer südwestlich des Unfallorts. Damit waren alle 15 Opfer geborgen.
Die Behörden verhafteten am 4.12. den 37-jährigen Tankerkapitän, nachdem er einräumte, das Boot vor der Kollision gesehen und angenommen zu haben, dass es ihm ausweichen werde. Er war allein im Ruderhaus des Schiffes, weil ein Mann, der den Ausguck besetzen sollte, zu der Zeit im Maschinenraum war. Am 5.12. sollte eine Anhörung der beiden der Tötung Beschuldigten stattfinden.
Die Behörden haben sich noch nicht festgelegt, welches der beiden Schiffe mehr Verantwortung für die Kollision trug. Nach dem Schadensbild rammte der Tanker den Kutter am backbordseitigen Achterschiff. Das Wrack wurde am Morgen des 4.12. nach Incheon transportiert und dort weiter untersucht.
Auch die Angehörigen der Opfer durften sich dort ein Bild der Lage machen. Der Ablauf der Rettungsaktion wies auch auf Fehler beim Einsatz hin. Ein Schnellboot der Polizei war eine halbe Stunde nach dem Unglück, das sich um 6:09 Uhr ereignete, vor Ort, hatte aber keine Taucher an Bord.
Die Marinepolizei aus Incheon war mit Tauchern erst nach eineinhalb Stunden vor Ort. Sie hatte zwar zwei Schnellboote, von denen eines aber nicht betriebsfähig war und das andere über kein Radar verfügte, sodass es nicht bei Dunkelheit auslaufen konnte. Das Team musste erst 50 Kilometer an Land transportiert werden, um zu dem am nächsten gelegenen Hafen zu kommen und dort mit einem Privatboot in See zu stechen.
Im Innern des Kutters fanden die Taucher 14 Menschen. Von diesen waren 11 bereits tot. Die übrigen drei überlebten in Luftblasen, die sich in der Kajüte gebildet hatten. Zwei Menschen trieben tot im Wasser. Am 6.12. sollte eine Autopsie der Opfer stattfinden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter brannte in Los Angeles
(05.12.17) Die Polizei rettete am 4.12. um 14.25 Uhr drei Menschen, nachdem der 42 Fuß lange Kutter “Seahawk” im Hafen von Los Angeles in Brand geraten war. Das Schiff lag innerhalb der Hafenmolen. Nachdem die Crew abgeborgen war, benötigten 15 Feuerwehrleute rund 20 Minuten, um die Flammen zu löschen. Das Schiff wurde zum Ufer geschleppt.
Die Fischer wurden auf Rauchgasvergiftungen hin untersucht, brauchten aber nicht ins Krankenhaus. Sie hatten Maschinenarbeiten durchgeführt und waren zu einer Probefahrt ausgelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Feuer auf Crewboot vor Rhyl
(05.12.17) Das 19 Meter lange, britische Offshore-Schiff "Kitty Petra" (MMSI-Nr.: 235103572) funkte am 4.12. um 17.53 Uhr Mayday, nachdem sechs Meilen vor Rhyl ein Feuer in einer Maschine ausgebrochen war. Die RNLI-Boote aus Llandudno und Rhyl wurden alarmiert. Das Boot aus Rhyl hatte die kürzere Strecke und traf wenige Minuten vor dem Boot aus Llandudno vor Ort ein. Zu der Zeit hatte die Crew des Havaristen bereits das Feuer eindämmen können.
Mit langsamer Fahrt machte es sich mit der einen verbliebenen Maschine auf den Weg zurück nach Mostyn. Dabei wurde es eskortiert von den Rettungsbooten. Als es sich in der Nähe von Prestatyn befand, konnte das Rettungsboot aus Llandudno von der Coastguard in Holyhead aus dem Einsatz entlassen werden. Das Boot aus Rhyl begleitete die “Kitty Petra”, bis es in Mostyn festgemacht hatte, und kehrte um 22.15 Uhr zu seiner Station zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen


Wrack gesunkenen Dampfers nach 136 Jahren entdeckt
(05.12.17) Das Wrack des Dampfers “Jane Miller”, der vor 136 Jahren in der Georgian Bay in einem Sturm am 25.11.1881 sank, ist jetzt von den Wrackjägern Jared Daniels, Jerry Eliason und Ken Merryman entdeckt worden. Das 24 Meter lange Schiff ging mit 25 Menschen an Bord in der Colpoys Bay, einem Einlass der Georgian Bay, der nach Wiarton an der Ostseite der Bruce Peninsula nördlich des Owen Sound führt, unter. Das Wrack war strukturell noch intakt, die Deckskabinen standen zum Teil noch, und sogar der Mast ragte weiterhin 23 Meter unter die Wasseroberfläche auf.
Die „Jane Miller” war 1879 auf Manitoulin Island vom Stapel gelaufen und verkehrte zwischen Collingwood und Manitoulin. Das Schiff war rank und rollte wegen seines geringen Tiefgangs leicht. Als es unterging, transportierte es schwere Fracht vom Owen Sound nach Meaford, wo noch mehr Ladung und Passagiere aufgenommen werden sollten.
Zuletzt wurde es gesehen, als es auf Wiarton zuhielt. Im Schiffsinnern befanden sich immer noch die Opfer des Schiffbruchs, und die Überreste von 16 Leichen meinten die Wrackjäger im Innern ausgemacht zu haben.
Quelle:Tim Schwabedissen


Hurrikanopfer in Gloucester Island geborgen
(05.12.17) Am 2.12. wurde das ehemalige japanische Forschungsschiff “Tateyama Maru“, 149 BRZ (IMO-Nr.: 7722683), von Schleppern der Pacific Marine Group vom Strand von Gloucester Island geborgen. Das 35 Meter lange Schiff hatte sich im Taifun Debbie im März von seinem Anker losgerissen, als dieser über die Whitsundays zog. Die Räumung dieses Schiffes und des Dreimasters „Whitsunday Magic” kostete die Steuerzahler von Queensland 1,667,600 Dollar.
Der Eigner der “Tateyama Maru“, Patrick Von Stieglitz, hatte die Rechte am Schiff dem Queensland State Government übergeben, bevor Maritime Safety im Mai drei Tonnen Öl von Bord barg. Im September wurde das Wrack in Brand gesteckt.
Vor der Bergung mussten Löcher im Rumpf abgedichtet und 100 Tonnen kontaminiertes Wasser in Container abgepumpt werden, bevor das Schiff mit Auftriebskörpern versehen bei Hochwasser vom Strand gezogen werden konnte. Dies gelang schneller als erwartet, als eigentlich nur ein Anschleppversuch unternommen werden sollte. Ein Taucherteam untersuchte dann den Rumpf, und da er stabil genug war, wurde eine Genehmigung erteilt, das Wrack abzuschleppen. Es wurde nach Townsville gebracht und soll dort verschrottet werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


La Niña schwimmt zwei Monate nach Hurrikan wieder
(05.12.17) Zwei Monate nach ihrem Untergang schwamm die Karavelle “La Niña” nun wieder. Binnen vier Stunden wurde sie am 4.12. wieder an die Wasseroberfläche gebracht. Die Columbus Sailing Association wollte sie nun reinigen und zur Reparatur zu einer Werft in Aransas Pass for schleppen.
Das Schiff hatte am Lawrence Street T-Head gelegen, als der Hurrikan Harvey im August über Corpus Christi zog. Die Bergung kostete 20,000 Dollar und wurde über Spenden finanziert. Insgesamt braucht die Columbus Sailing Association zur Reparatur 100,000 Dollar, wobei Schiffsboden und Deck erneuert werden müssen.
1992 waren drei Nachbauten von Kolumbus-Schiffen, neben der „La Niña” auch die “La Pinta” und “La Santa Maria”, nach Corpus Christi zur 500. Wiederkehr der Entdeckungsfahrt gesegelt, verkamen dann aber zusehends. 2006 wurden sie der Stadt übergeben, die anderen beiden Schiffe wurden bereits in den vergangenen Jahren verschrottet, Teile davon dienten zur Restaurierung der „La Niña“.
Quelle:Tim Schwabedissen


Tanker "Agia Zoni II" wird gehoben
(Bild: Dimitris Mentakis)   Großbild klick!

Saronischer Golf: Gesunkener Tanker gehoben
(04.12.17) Der griechische Tanker "Agia Zoni II", 1521 BRZ (IMO-Nr.: 7126152), wurde nach fünftägiger Vorbereitung am 29.11. südwestlich der Insel Atalanti im Saronischen Golf geborgen. Das Wrack sollte in den folgenden Tagen zu einer Werft in Ambelakia auf der Insel Salamis abtransportiert werden. Mehr als 50 Personen waren an der Bergungsarbeit beteiligt gewesen.
Bevor der Tanker gehoben werden konnte, musste er von dem Schwimmkran „Sea Jack" der mit den Arbeiten betrauten Spanopoulos Group zunächst am Meeresgrund aufgerichtet werden. Dabei erschien erstmals der Schornsteintopp des Schiffes wieder über Wasser. Die Hebung war kompliziert, weil das Schiff auf der Seite gelegen hatte und der Rumpf in fragilem Zustand war.
Bergearbeiten
(Bild: N. Santorinios)   Großbild klick!
Nach der Räumung des Wracks sollte das Seegebiet von der Firma, die die Reinigungsarbeiten durchgeführt hatte, weiter überwacht werden. Als der Tanker am 30.9. gesunken war, hatte er 2.200 Tonnen Öl und 370 Tonnen Gasöl an Bord gehabt. Die anschließende Verschmutzung erreichte auch die südlichen Küstenabschnitte von Athen. Die griechische Regierung zeigte sich erfreut, dass die Räumung des Wracks binnen nur 2,5 Monaten gelungen war.
Quelle:Tim Schwabedissen


Stahlseil gebrochen - Fähre konnte Ingoumetsia nicht verlassen
(04.12.17) Am Nachmittag des 2.12. brach auf der griechischen Fähre “Alkinoos", 983 BRZ (IMO-Nr.: 8989290), eines der beiden Stahlseile zum Aufholen der RoRo-Rampe am Steuerbordheck. Dadurch konnte diese nicht mehr hochgezogen werden, und das Schiff musste am Kai im Hafen von Ingoumetsia bleiben. Es hatte gerade mit 64 Passagieren an Bord nach Korfu auslaufen wollen.
Andere Schiffe der Reederei brachten die Fahrgäste an ihr Ziel. Die „Alkinoos" musste im Hafen bleiben, bis der Schaden repariert war. Am 3.12. um 15.45 Uhr machte sie erstmals wieder im Kerkira-Hafen von Korfu fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


"Seonchang-1" gekentert
(Bild: South Korean Coastguard)   Großbild klick!

13 Tote bei Kollision in Südkorea
(04.12.17) Der Sportkutter "Seonchang-1", 9,77 BRZ, kollidierte am 3.12. um 6.09 Uhr vor Inchenon mit dem südkoreanischen Bunkertanker “Myeongjin-15”, 336 BRZ (MMSI-Nr.: 440021230), und kenterte. An Bord befanden sich 20 Sportfischer und eine zweiköpfige Crew. Viele von ihnen wurden in der Kajüte des Kutters eingeschlossen. Die ersten Polizeieinheiten waren um 6.42 Uhr vor Ort. Von den 20 Personen, die nach dem Unglück, geborgen wurden, konnten 13 nur tot geborgen werden. Die übrigen sieben kamen in verschiedene Krankenhäuser.

Sportkutter "Seonchang-1"
(Bild: South Korean Coastguard)   Großbild klick!
Vier der Überlebenden waren ins Wasser geschleudert worden und konnten sich an aufschwimmenden Styroporteilen festklammern. Sie wurden nach rund einer Viertelstunde von der Tankercrew gerettet. Drei weitere überlebten eineinhalb Stunden in einer Luftblase im Innern des Kutters, der nach dem Kentern kieloben im Wasser trieb. Sie wurden um, 7.43 Uhr von Marinespezialtauchern aus dem Wrack gezogen. Zwei Personen, darunter der 70-jährige Skipper, wurden noch vermisst. Die Kollision hatte sich wohl während eines Überholmanövers im engen Fahrwasser eine Meile südlich der Yeongheung-Brücke, die die Inseln Yeongheung und Seonjae südwestlich von Incheon verbindet, ereignet.
Der Kutter war gegen sechs Uhr aus Jindu Port auf Yeongheung Island ausgelaufen und geriet dann vor den Bug des Bunkerschiffs. Die vierköpfige Tankercrew blieb unversehrt, auch ihr Schiff trug keine Schäden davon. Es lief nach der Havarie nach Incheon ein, wo die Seeleute zum Unglückshergang befragt wurden.
19 Schiffe der südkoreanischen Coastguard, der Incheon Maritime Police und der Marine, darunter die Fregatte "Chungbuk", sowie acht Flugzeuge und Hubschrauber beteiligten sich an der Rettungsaktion, ebenso wie Kutter, die sich in der Nähe befanden. Insgesamt waren 39 Schiffe im Einsatz, darunter Das Wrack der “Seaonchang-1” wurde von einem Schwimmkran aufgerichtet und gehoben. In der Dämmerung wurde es zur Incheon Marine Police Wharf transportiert. Das Suchgebiet wurde in acht Bereiche aufgeteilt. Am Morgen des 4.12. wurden die Bemühungen von nun 59 Schiffen, 15 Luftfahrzeugen und 59 Tauchern fortgesetzt.
Sieben Millionen Menschen gehen in Südkorea jährlich auf Angeltouren. Die Anzahl der Unfälle ist in letzter Zeit gestiegen. Am 2.10. kenterte ein Kutter vor Jeju Island, eine Person kam ums Leben. Am 3.10. musste eine fünfköpfige Familie vor Jeju gerettet werden, nachdem ihr Boot gekentert war.
Im Oktober allein gab es 35 Verstöße gegen Fischereigesetze, darunter Alkohol am Ruder oder das Nicht-Tragen von Rettungswesten. Im vergangenen Jahr waren es insgesamt 835 Fälle gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter vor Bréhat geborgen
(04.12.17) Am 2.12. wurde nachmittags das Wrack des Kutters “L'Aube” geborgen und am Morgen des 3.12. im Reparaturbereich von Kerpalud im Hafen von Paimpol aus dem Wasser gehoben. Das Schiff war am 29.11. gegen sieben Uhr zwischen der Insel Bréhat und dem Pointe de l'Arcouest gesunken. Im Steuerbordbug klaffte ein Loch von einem halben Meter Länge.
Mit der Bergung aus 3,5 Metern Tiefe waren die Firma Bretagne Plongée und ein Schlepper aus Bréhat beteiligt gewesen. Das Schiff wurde mit Hebeballons schwimmfähig gemacht. Beteiligt waren auch die SNSM und die Feuerwehr.
Quelle:Tim Schwabedissen


Yacht “Vagant” gestrandet
(Bild: Derek Whitling)   Großbild klick!

Skipperfrau konnte selbst nicht segeln – Mann ging über Bord, Yacht strandete
(04.12.17) Die polnische Yacht “Vagant” geriet am 28.11. auf Position 13 51’ N 50 34’W rund 450 Kilometer von der Ostküste von Barbados entfernt in Seenot, nachdem der Skipper, der 74-jährige Stanislaw Dabrowny, über Bord gegangen war. Seine Frau Agnieszka Blazowska war nicht in der Lage, das Boot allein zu segeln. Die beiden waren im Mai in See gestochen und wollten zunächst den Atlantik queren. Stanislaw Dabrowny war erfahrener Seemann.
Seine Frau begleitete ihn viele Jahre. Mit Satellitentelefon hielten die beiden Kontakt mit der Familie. Am 2.11. verließen sie die Kanaren und hatten am 1.12. Barbados erreichen sollen. Doch dann kam ein Notruf der Frau, der eine Suchaktion auslöste.
Ihr Mann war über Bord gegangen, und der Versuch, das Boot zu wenden, misslang wegen ihrer mangelnden Segelkenntnisse. Sie konnte nur eine Rettungsboje über Bord werden und rief in Panik ihre Tochter an. Sie vermochte lediglich über Funk die GPS-Position anzugeben. U.a. britische, französische und holländische Schiffe in dem Seegebiet hielten nach dem Boot Ausschau.
Der brasilianische Frachter „Orange Star“ fand die „Vagant“ schließlich 165 Meilen südöstlich von Guayaguayare und barg die Frau ab. Das Boot trieb verlassen davon und strandete am 1.12. dann vor Lambeau in Tobago auf einem Riff, wo es um 10.15 Uhr in der Brandung entdeckt wurde. Die Suche nach dem vermissten Skipper wurde durch die Coastguard von Barbados fortgesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen


ROV entdeckte gesunkenen Kutter in 80 Metern Tiefe vor Figueira da Foz
(04.12.17) Das Wrack des am 29.11. gesunkenen, neun Meter langen, portugiesischen Kutters “Veneca” wurde 20 Kilometer vor Figueira da Foz am 3.12. in 80 Metern Wassertiefe von einem ROV entdeckt, das von Technikern des Hydrographischen Instituts von der „Gago Coutinho“ aus eingesetzt wurde. Es war intakt, Netze hingen vom Heck herab. Der noch vermisste Skipper wurde auf den Filmaufnahmen, die der Tauchroboter machte, nicht in der Kajüte entdeckt.
Die anderen drei Crewmitglieder waren zuvor bereits tot geborgen worden. Taucher sollten das Wrack nun weiter untersuchen. Dieses Unterfangen wird schwierig, da sie nur 81 Meter tief gehen können und die „Veneca“ zwischen 80 und 83 Metern tief liegt. Entsprechend sollen sie bei Niedrigwasser eingesetzt werden.
Die Sicht an der Untergangsstelle war sehr schlecht. Die Taucher werden maximal sechs Minuten am Schiff arbeiten können und sich danach 1,5 Stunden in einer Dekompressionskammer auf der „Gago Coutinho“ aufhalten müssen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Motorboot wird geborgen
(Bild: Roland de Jong)   Großbild klick!

Bootsunglück auf Oosterschelde kostete drei Menschenleben
(04.12.17) Auf der Oosterschelde bei Neeltje Jans kenterte am 2.12. ein fünf Meter langer Sportkutter mit drei Personen an Bord, einem 79-jährigen, seinem 51-jährigem Sohn und einem 67 Jahre alten Freund aus Heeze in Nord-Braband. Sie waren gegen 11 Uhr in dichtem Nebel in See gestochen. Als das Boot am Abend noch nicht zurück war, wurde von der Familie Alarm geschlagen.
Die Küstenwache und die KNRM aus Neeltje Jans, Ouddorp und Westkapelle sowie die Polizei und Rijkswaterstaat.machten sich gegen Mitternacht zwischen Hoek van Holland und Cadzand auf die Suche nach dem Boot, doch wegen Dunkelheit und schlechter Sicht wurde sie um 2.30 Uhr bis zum Morgen unterbrochen. Dann fand ein Rettungsboot das kieloben treibende Wrack im Oosterscheldekering auf Position 51°37.06 N 003°43.88 O. Im Innern wurde der 79-jährige tot gefunden. Die Leiche seines Sohns trieb am frühen Nachmittag bei Mattenhaven an, der 67-jährige wurde noch vermisst.
Was genau geschah, war noch unklar, doch die Polizei vermutete, dass starke Strömung es gegen einen der Pfeiler der Oosterscheldekering trieb und es kenterte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Fähre kollidierte mit Kai in Alméria
(04.12.17) Die spanische Fähre "Sorolla", 26916 BRZ (IMO-Nr.: 9217125), die auf der Route Melilla-Alméria läuft, wurde am Abend des 2.12. beim Auslaufmanöver aus Alméria von einer Windbö erfasst. Sie kollidierte daraufhin mit einem Kai im Hafen. Menschen kamen nicht zu SChaden, doch die Fähre wurde so stark beschädigt, dass sie vorerst nicht mehr auslaufen konnte.
Die Abfahrten am 3.12. wurden komplett abgesagt und betroffene Passagiere von der Transmediterranéa umgebucht. Am 4.12. ging eine Ersatzfähre auf der Route in Fahrt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Feuer auf Trawler in Port-La-Nouvelle
(04.12.17) Am 29.11. gegen 22 Uhr brach ein Feuer in der Fischluke des französischen Trawlers "Septimanie II -MA 917369", 126 BRZ (IMO-Nr.: 9099638), der in Port-La Nouvelle am Kai lag, aus. Die Crew hatte Rauchentwicklung bemerkt und konnte das Ausbreiten des Feuers bis zum Eintreffen der Feuerwehr begrenzen. Boxen aus Polystyren waren in Brand geraten.
Die Feuerwehr von Port-La Nouvelle erstickte das Feuer mit Schaum. Der Charterer des Schiffes brachte die Crew vorerst in einem Hotel unter und beauftragte eine Spezialfirma mit den notwendigen Reinigungsarbeiten an Bord.
Quelle:Tim Schwabedissen


Langer Einsatz für NSRI Simontstown
(04.12.17) 40 Meilen südlich von Cape Point erlitt am 1.12. der 16 Meter lange, südafrikanische Kutter „Django“ einen Schaden an der Ruderhydraulik. Um 18.18 Uhr wurde die NSRI Simonstown alarmiert und schickte die “Spirit of Safmarine III“ zu Hilfe. Auch die NSRI Hout Bay wurde alarmiert.
Das Rettungsboot kämpfte sich bei 15-20 Knoten Wind gegen raue See zum Havaristen durch, den es um 23 Uhr erreichte. Er wurde die Nacht hindurch nach Simonstown geschleppt. Am 2.12. gegen Mittag erreichte er den Hafen. Die Crew des Rettungsbootes wurde dann ausgetaucht und die Reparatur des Havaristen eingeleitet.
Quelle:Tim Schwabedissen


Suche nach möglichem Opfer von Kutterbrand
(04.12.17) Die Coast Guard New Orleans wurde am 2.12. um 4:20 Uhr alarmiert, nachdem ein 30 Fuß langer Garnelenkutter in der Long Bay unweit von Buras, Louisiana, in Brand geraten war. Das Schiff sank später in rund vier Fuß Wassertiefe eine Meile von der Joshua Marina entfernt. Ein Teil der zerstörten Aufbauten und das Fanggeschirr ragten noch aus dem Wasser.
Ob sich zum Zeitpunkt des Untergangs jemand an Bord befunden hatte, war zunächst unklar. Von der Coast Guard Station Venice lief ein 24-Fuß-Boot aus, um die Situation zu untersuchen. Auch eine Crew des Plaquemine Parish Sheriff’s Office war vor Ort.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kollision in Brunsbütteler Kanalschleuse
(04.12.17) Am 3.12. um 10.45 Uhr kollidierte der unter Antigua Barbuda-Flagge laufende Frachter “Siegfried Lehmann", 3183 BRZ (IMO-Nr.: 9325142), auf der Reise von Kolding nach Sevilla beim Einlaufen in die Brunsbütteler Schleusen des Nord-Ostsee-Kanals mit dem unter Malta-Flagge laufenden Tanker "Manas", 7260 BRZ (IMO-Nr.: 9447055), der auf der Fahrt von Hamburg nach Rotterdam bereits an der Mittelmauer festgemacht hatte. Für den Unfall war ein Manöverfehler des Frachters beim Festmachen verantwortlich, wobei dessen Heck ausbrach und den festgemachten Tanker berührte. Dabei wurden auf dem Frachter die steuerbordseitigen Stützen der Bootsdavits beschädigt, auf der "Manas" wurde die Reling eingedrückt.
Während die "Manas" ihre Fahrt fortsetzten konnte, wurde für die "Siegfried Lehmann" ein Weiterfahrverbot bis zur Bestätigung der Klasse ausgesprochen. Am Vormittag des 4.12. lag das Schiff weiter auf der Brunsbütteler Reede vor Anker.
Quelle:Tim Schwabedissen


Verdachtsmomente auf Suche nach U-Boot stellten sich als Trawlerwracks heraus
(04.12.17) Ein möglicher Verdacht, dass die argentinische "Víctor Angelescu" das Wrack des vermissten U-Boots ARA “San Juan” in 477 Metern Tiefe entdeckt haben könnte, hat sich bei einer Untersuchung durch die russische “Pantera Plus" zerschlagen. Es handelte sich um einen 62 Meter langen Trawler, der auf Position 6°24.5' S 060°11.7' W auf Grund lag und 13 Meter über den Grund aufragte. Am 30.11. wurde unterdessen in 700 Metern Tiefe ein neuer Sonar-Kontakt ausgemacht durch das ozeanographische Forschungsschiff der INIDEP.
Insgesamt wurden derzeit vier Verdachtsstellen bearbeitet. Am Morgen des 3.12. lief die "Malvinas Islands" zu einer Position, wo in 950 Metern ein Metallobjekt durch das chilenische Forschungsschiff "Cabo de Hornos" und die norwegische "Skandi Patagonia" entdeckt worden war. Der Versuch, die "Pantera Plus" vo nder “Islas Malvinas" abzusetzen, scheiterte aber an Wellenhöhen von zwei Metern und stürmischer werdendem Wetter.
Inzwischen wurden die “Skandi Patagonia”, “Sophie Siem” und “Didika” aus dem Einsatz entlassen und nahmen Kurs auf Mar del Plata, Puerto Deseado und La Paloma in Uruguay. Die norwegischen Schiffe arbeiten normalerweise in der Magellanstraße und vor Feuerland. Die amerikanische „Atlantis“ wurde in Comodoro Rivadavia ausgerüstet und sollte am 6.12. in See stechen Sie wird dann das ROV der “Sophie Siem” an Bord haben, das bis zu 1,300 Meter tief eingesetzt werden kann, und sollte am 7.12. im Suchgebiet sein.
Auch das russische Forschungsschiff „Yantar“ wurde dort in Kürze erwartet. Sie hat ein ROV für eine Tauchtiefe von bis zur 6,000 Metern an Bord.
Quelle:Tim Schwabedissen


Vermisster Kutter nach 15 Tagen wohlbehalten aufgefunden
(04.12.17) Am 4.12. lokalisierte die INS “Kolkata” der indischen Marine den Kutter “Island Queen”, der seit 15 Tagen überfällig war mit neun Mann an Bord. Er wurde vor Lakshadweep rund 132 Meilen nördlich von Kavaratti entdeckt. Die Crew war wohlauf und wurde mit Nahrungsmitteln ausgestattet, um den Hafen von Kochi ohne Assistenz anzusteuern.
Quelle:Tim Schwabedissen


Zwei Schiffe im Arabischen Meer vermisst
(04.12.17) Die achtköpfige Crew der Dhau “Jehovah Hosenna -TTN258”, die mit Schrottmetall aus Thoothukudi nach Lakshadweep ausgelaufen war, wurde am 3.12. vier Meilen von den Kaverati-Inseln entfernt vermisst. Das Boot hatte zu ankern versucht, und es wurde befürchtet, dass es dann Schiffbruch erlitten hatte. Angehörige alarmierten die Behörden im Thoothukudi-Distrikt. Auch vier Fischer aus Thoothukudi, die von Kochi aus auf Fang ausgelaufen waren, wurden aktuell vermisst.
Quelle:Tim Schwabedissen


Longliner noch stärker beschädigt als gedacht
(04.12.17) Die Versuche, den Longliner “Pacific Paradise” vor Kaimana Beach in Waikiki zu bergen, sind bislang gescheitert. Es wurden weitere Lecks entdeckt, die zunächst abgedichtet werden mussten, sodass das Wrack nicht permanent wieder volllief. Der eingebrachte Schaum konnte bislang nicht genügend Auftrieb geben.
Bis zum Nachmittag des 2.12. waren mehr als die Hälfte der notwendigen 20 Abteilungen gefüllt. Doch als die Berger am 3.12. zurückkehrten, fanden sie noch mehr Schäden am Rumpf. Am 4.12. wollten sie die Arbeiten fortsetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter nach Douglas abgeschleppt
(04.12.17) Das RNLI-Boot aus Douglas wurde am 2.12. um 14.35 Uhr alarmiert, nachdem ein 10 Meter langer Kutter Maschinenausfall drei Meilen südöstlich des Hafens erlitten hatte. Die “Sir William Hillary” lief zu der angegebenen Position und konnte den Havaristen auf den Haken nehmen. Er wurde dann zurück nach Douuglas geschleppt und machte an der Battery Pier fest.
Hier stand schon die Douglas Coastguard bereit, um zu assistieren. Das Rettungsboot meldete sich um 16.15 Uhr wieder klar auf Station.
Quelle:Tim Schwabedissen


Fährboot nach Zamboanga abgeschleppt
(04.12.17) Das philippinische Fährboot “Fatimah Devie” (MMSI-Nr.: 548999045) erhielt am 1.12. Assistenz durch die “Iwak – KLC 289” der philippinischen Marine. Das Boot war unterwegs von Taganak nach Zamboanga City, als das Ruder brach und es manövrierunfähig machte. Die “Iwak” lief von der Ensign Majini Pier in Calarian um 19 Uhr aus und erreichte den Havaristen gegen 22 Uhr unweit von Baluk-Baluk Island, Basilan. Er wurde am 2.12. gegen ein Uhr nach Baliwasan in Zamboanga City geschleppt. Die “Fatimah Devie” hatte eine siebenköpfige Crew und 59 Passagiere an Bord.
Quelle:Tim Schwabedissen


Pumpen sollen La Niña helfen
(04.12.17) Die Arbeiten zur Hebung des Karavellennachbaus „La Niña“, der im Hurrikan Harvey in Corpus Christi gesunken war, gingen am 3.12. voran Ein Taucherteam inspizierte zunächst den Rumpf, dann wurden Tauchpumpen installiert, um ihn vom Grund zu bekommen. Am Nachmittag versagte eine der drei Pumpen, sodass zunächst erst durch die Columbus Sailing Association Ersatz beschafft werden musste.
Quelle:Tim Schwabedissen


Keine weiteren Toten am Wrack der Dianne entdeckt
(04.12.17) Die vier nach dem Untergang des Kutters “Dianne” vor Zentral-Queensland vermissten Fischer befanden sich nicht unter dem Rumpf des Wracks. Die Polizei hatte gehofft, sie dort im Zuge der Bergungsarbeiten zu finden, doch als am 3.12. das Schiff auf die Seite gerollt wurde, konnten die Einsatzkräfte dort nichts entdecken. Vor der Hebung sollten nun noch weitere Hebestropps abgebracht werden.
Wenn das Wrack zurück an der Wasseroberfläche ist, soll es in eine Marina geschleppt und dort durch Maritime Safety Queensland untersucht werden. Lediglich Ruben McDornan, 32, hatte den Untergang im vergangenen Monat überlebt. Skipper Ben Leahy, 45, und Adam Hoffman, 30, wurden von Tauchern tot aus dem Wrack geborgen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Eingeklemmt: „Elizabeth and Donald“
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

RNLI-Boot wurde gesandwicht
(02.12.17) Das RNLI-Boot „Elizabeth and Donald“ der Station Dunmore East wurde in der Nacht zum 1.12. um 00.09 Uhr an seinem Liegeplatz im County Waterford erheblich beschädigt. Der Ponton, an dem es lag, wurde von einem im Hafen manövrierenden Kutter gerammt, das Boot dann zwischen Kaimauer und dem in Bewegung geratenen Ponton eingeklemmt.
Es lag am Morgen mit erheblicher Schlagseite an seinem Liegeplatz und fiel erst einmal für Reparaturen aus. Das Marine Casualty Investigation Board nahm Ermittlungen auf. Benachbarte RNLI-Stationen und die Irish Coast Guard Crews in Waterford mussten nun den Rettungsdienst versehen, ein Ersatzboot sollte am Abend kommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter “Western Skies”
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Eine Sorge weniger in Warrenton Marina
(02.12.17) Der 43 Fuß lange Kutter “Western Skies”, der im Sommer in der Warrenton Marina gesunken war, wurde am Nachmittag des 29.11. verschrottet. Hafenkapitänin Jane Sweet zeigte sich erleichtert, dass damit ein lange währendes Problem aus der Welt geschafft war. Der einst hochseetüchtige, 70 Jahre alte Kutter hatte zuletzt keinen Eigner mehr gehabt und rottete in der Marina vor sich hin, ohne dass Liegeplatzgebühren gezahlt worden wären.
Als er im Juli schließlich sank, liefen über 1.000 Gallonen Diesel ins Wasser aus. Die Reinigungsarbeiten dauerten Wochen. Einige Teile des Schiffes, wie der Mast und Bulleyes, sollten bewahrt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schubverband blockierte Main
(02.12.17) In der Nacht zum 2.12. havarierte auf dem Main in Würzburg ein Schubverband, der mit rund 2000 Tonnen Soja beladen war. Um 00.45 Uhr schlug der Verband auf dem Fluss quer, als er auf dem Main bergwärts unterwegs war. Ursache war vermutlich ein Fahrfehler des 59-jährigen Schiffsführers, durch den er die Kontrolle verlor und kurz nach dem Passieren der Rothofbrücke am das linke Ufer auflief.
Der rund 190 Meter lange Verband legte sich daraufhin bei der Zeller Brücke quer. Rasch waren Einsatzkräfte der Würzburger Polizei und der DLRG vor Ort. Beteiligt waren auch die Freiwillige Feuerwehr Unterdürrbach und der Wasserrettungszug der Berufsfeuerwehr. Der Nebel machte eine Gesamtübersicht über die Situation zunächst unmöglich. Die erste Kontaktaufnahme erfolgte durch Zurufen. Um auf das Schiff zu gelangen wurden zwei Schlauchboote der Feuerwehr zu Wasser gelassen. Der Schiffsführer nahm langsam Rückwärtsfahrt auf und konnte so sein Schiff nach mehreren Versuchen, aus der Lage befreien.
Die Zeller Brücke wurde wasserseits kontrolliert, dabei konnten keine Beschädigungen an den Brückenpfeilern festgestellt werden. Insgesamt waren 15 Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr, 12 Kräfte der Berufsfeuerwehr sowie die Fachberater des THW und der Wasserrettung, ein Verantwortlicher der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung und die Polizeiinspektion Würzburg im Einsatz.
Die Schifffahrt wurde zunächst eingestellt. Der Verband konnte die Fahrt bis in den Flusshafen fortsetzen. Der Schaden am Schiff blieb überschaubar. Die Wasserschutzpolizei sprach in Abstimmung mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt ein vorläufiges Weiterfahrverbot aus. Der Main konnte gegen 03.00 Uhr wieder freigegeben werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper sank bei Ballard
(02.12.17) Die US Coast Guard wurde am 30.11. alarmiert, nachdem an der Pier der Ballard Oil Company auf dem Lake Washington Ship Canal nahe Ballard, Washington, der 80 Fuß lange Schlepper “Chief” mit 620 Gallonen Diesel an Bord gesunken war. Da ein leichter Ölverlust stattfand, wurden Ölschlängel und Pads ausgelegt. Die Puget Sound Incident Management Division wurde durch das Washington State National Response Center informiert. Aus dem Oil Spill Liability Trust Fund wurden 20,000 Dollar bereitgestellt.
Die Global Diving and Salvage sollte das Öl beseitigen. Für die Bergung ist der Eigner verantwortlich. Im vergangenen Monat sanken sechs Schiffe an ihren Liegeplätzen im Puget Sound.
Quelle:Tim Schwabedissen



Crew sinkenden Frachters gerettet
(02.12.17) Am 1.12. um 11.30 wurde der Rettungsdienst in Taishan durch ein Notsignal des 79 Meter langen, chinesischen Frachters "Shun Xin 188" (MMSI-Nr.: 413332360), alarmiert. Das Schiff war in stürmischer See nahe der Insel Wuzhou in der Guangdong-Provinz südwestlich von Macau am Sinken. Ein Fischereipatroullienboot wurde zur Rettung der 10-köpfigen Crew in Marsch gesetzt. Kutter und Handelsschiffe in der Nähe wurden um Hilfe gebeten. Es gelang, die Crew unversehrt zu retten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision in Novorossiysk
(02.12.17) Der unter Singapur-Flagge laufende Containerfrachter "Maersk Bogor" 35835 BRZ (IMO-Nr.:9394882), kollidierte am 30.11. um 14.06 Uhr mit dem Kai von Liegeplatz 39 im Hafen von Novorossiysk. Das Schiff war gerade am Ablegen, als die Trosse zu dem Steuerschlepper „Byrnyy" brach. Vier Meter eines Radschutzes eines Krans wurden beschädigt, auch der Frachter wurde in Mitleidenschaft gezogen, lief aber noch am selben Tag aus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre trieb mit Lachsfarmleinen im Propeller vor Florø
(02.12.17) Am 1.12. wurde das NSSR-Rettungsboot “Halvdan Grieg" zur Assistenz der norwegischen Fähre "Fjordglytt", 111 BRZ (IMO-Nr.: 9223071), gerufen. Beide Propeller des Katamaranschiffs waren durch Leinen von Lachskäfigen einer Fischfarm blockiert worden, die sich um sie gewickelt hatten. Das Schiff trieb manövrierunfähig vor Florø. Es wurde in den Hafen geschleppt, wo Taucher den Antrieb wieder befreiten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Patroullienboot sank in Straße von Malakka
(02.12.17) Die indonesische Marine verlor am 2.12. das Patroullienboot KRI “Sibarau 847”, 146 ts, das in der Straße von Malakka auf Position 03 45 N 098 58 O in stürmischer See nach Maschinenausfall sank. Die Crew wurde gerettet. Es handelte sich bei dem Boot um die einstige HMAS “Bandolier – P-95” der Royal Australian Navy. Das 1968 erbaute, 33 Meter lange Schiff war 1973 nach Indonesien verkauft worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht von der Shingles-Bank gerettet
(02.12.17) Am 1.12. lief eine 13 Meter lange Segelyacht auf der Shingles Bank unweit der Felsenformation The Needles auf Grund. Um 13.14 Uhr wurde das RNLI-Boot aus Yarmouth alarmiert und war 14 Minuten später vor Ort. Es setzte sein Y-Boot aus, das die Yacht samt seiner zweiköpfigen Crew freischleppte. Danach setzte sie die Reise nach Falmouth fort, die Seenotretter waren um 15.19 Uhr wieder klar auf Station.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandeter Longliner ausgeschäumt
(02.12.17) Die Bergung des Longliners “Pacific Paradise” vor Kaimana Beach rückte fast zwei Monate nach der Strandung am 10.10. in greifbare Nähe. In der Nacht zum 2.12. sollte die ganze Nacht über die Schwimmfähigkeit mit Schaum erhöht werden. Mit der 15-Uhr-Flut sollte das Wrack dann abgeschleppt und 13 Meilen vor die Küste geschleppt und dort auf 1,800 Fuß Tiefe versenkt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Container auf dem León-Pier
(Bild: Guardia Civil)   Großbild klick!

Puerto de La Luz: Schwarzer Tag für Containerfrachter
(01.12.17) Zu zwei Unglücksfällen, einen davon mit tödlichem Ausgang, kam es am 30.11. auf dem unter Panama-Flagge laufenden Containerschiff "MSC Dymphna", 64054 BRZ (IMO-Nr.: 9110391), am Containerterminal von Opcsa in Puerto de La Luz auf Las Palmas. Um 10.40 Uhr stürzte der 59-jährige indische Schiffskoch über Bord, als er Abfall entsorgen wollte. Er schlug zuerst auf dem Kai auf, fiel dann ins Wasser und wurde bewusstlos.
Sofort sprangen Crewmitglieder hinterher, und binnen 15 Minuten war der Verunglückte aus dem Wasser. Er hatte aber bereits einen Herzstillstand, und alle Bemühungen der alarmierten Rettungsdienste, ihn wiederzubeleben, blieben ohne Erfolg. Er kam dann zur Autopsie ins Krankenhaus.
Der Frachter hatte am frühen Morgen in Las Palmas festgemacht. Im Laufe der Umschlagsoperationen kam es zu einem weiteren Vorfall. Sechs Container stürzten vom Schiff auf die León-Pier und wurden zum Teil erheblich beschädigt. Beide Vorfälle standen in keinem Zusammenhang miteinander, und am 1.12. gegen drei Uhr lief die “MSC Dymphna” wieder aus Las Palmas aus und nahm Kurs auf San Pedro an der Elfenbeinküste.
Quelle:Tim Schwabedissen


Hausboot in Vollbrand
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Hausbootbrand mit Propellerschwell gelöscht
(01.12.17) Die US Coast Guard, das Monroe County Sheriff’s Office, und die Florida Fish and Wildlife Conservation Commission waren am 30.11. im Einsatz, nachdem ein 50 Fuß langes Hausboot im Tarpon Basin in Key Largo in Brand geraten war. Die Coast Guard Station Islamorada wurde gegen sechs Uhr alarmiert und schickte ein 24-Fuß-Boot zum Brandort. Es gelang, das in hellen Flammen stehende Gefährt mit dem aufgewirbelten Propellerwasser zu löschen.
Um das Boot wurde eine Sicherheitszone eingerichtet und eine mögliche Gefährdung von nahen Mangroven überwacht. Menschen kamen nicht zu Schaden. Das Boot wurde total zerstört.
Quelle:Tim Schwabedissen


Wut und viele Fragen nach dem Untergang der „San Juan“
(25.11.17) Nachdem es keine Hoffnung mehr gab, Überlebende des vermissten argentinischen U-Boots ARA „San Juan“ zu finden, stieg bei den Angehörigen der Besatzung die Wut. „Sie haben uns angelogen. Sie haben sie in einem Stück Mist aufs Meer geschickt“, sagte Itatí Leguizamón, die Ehefrau des Obergefreiten Germán Suárez, nachdem der mutmaßliche Tod aller Seeleute bekannt gegeben wurde.
Etliche der Familienmitglieder, die in Mar del Plata ausgeharrt hatten, begannen zu weinen, es gab Nervenzusammenbrüche, Sanitäter mussten Hilfe leisten. Itatí Leguizamón, Frau eines Crewmitglieds, sagte, dass ihr Ehemann Zweifel an der Funktionstüchtigkeit der „San Juan“ geäußert habe. Man habe ein Boot aufs Meer geschickt, das nur schön angestrichen war.
Eine der vielen offenen Fragen war nun, warum die argentinische Marine tagelang gezögert hatte, die Hilfsangebote aus Brasilien, Chile und den USA anzunehmen, Ländern, mit denen Argentinien um Einfluss konkurriert, die aber die bessere Ausrüstung für eine Suchaktion besaßen. Auch hatte die Marine erst mit tagelanger Verzögerung bestätigt, dass es ein Feuer an Bord des U-Boots gegeben habe. Dieses hatte der Kommandant der „ARA San Juan“ in seiner vorletzten Nachricht über Satellitentelefon gemeldet.
Ein Batteriemodul sei in Brand geraten, es habe einen Kurzschluss gegeben und man sei aufgetaucht. In seiner letzten Nachricht sagte er, dass der Schaden behoben worden sei und man die Fahrt Richtung Mar del Plata unter Wasser fortsetze. Vielleicht wollte die Marine den Unfall mit den Batterien vertuschen und räumte lediglich Kommunikationsprobleme ein.
Die 960 Batterien, mit denen das U-Boot unter Wasser angetrieben wurde, galten nun als wahrscheinlicher Auslöser des Untergangs. Kam es, als sie zwischen 2008 und 2014 ausgetauscht wurden, zu Fehlern? Anders als es argentinische Medien meldeten, hatten Ingenieure von Thyssen Krupp Marine Systems, dem Nachfolgeunternehmen der Herstellerwerft, nicht den Austausch der Batterien in Buenos Aires beaufsichtigt. Thyssenkrupp hatte seit über zwei Jahrzehnten keinen Kontakt mehr zur argentinischen U-Boot-Flottille.
Es gab Informationen, dass aus Kostengründen auch nicht die kompletten Gehäuse der 960 Batterien getauscht worden seien, sondern lediglich Chemikalien und abgenutzte Teile. Die Batterien galten als „Achillesferse“ der TR-1700-Reihe, weil der häufige Ent- und Aufladeprozess Wasserstoff erzeugte, dessen Konzentration in der Luft bei vier Prozent zu einer Explosion führen kann. So wäre es ein mögliches Szenario, dass es diese Batterien waren, die due Explosion drei Stunden nach dem letzten Kontakt mit der „San Juan“ im Südatlantik auslösten.
Sie wurde von zwei Stationen der Organisation des Vertrags über ein umfassendes Verbot von Nuklearversuchen (CTBTO) aufgezeichnet. Eine davon befindet sich auf der britischen Insel Ascensión auf halbem Wege zwischen Südamerika und Afrika, die andere auf der französischen Insel Crozet südöstlich vor Südafrika. Die Information über die Explosion wurde aber erst bekannt, nachdem der argentinische Botschafter bei der in Wien ansässigen Organisation um eine Datenauswertung gebeten hatte.
Ein Sprecher der argentinischen Marine sagte hingegen, dass es sich bei dem Geräusch auch um eine Implosion gehandelt haben könnte, was bedeuten würde, dass das U-Boot, das bis zu einer Tauchtiefe von 600 Metern hat, vom Wasserdruck zerquetscht wurde. Dies wäre möglich, wenn es dort verloren ging, wo der Meeresgrund auf 3.000 Meter Tiefe abfällt.
Argentiniens Verteidigungsminister soll geschockt über die Nachlässigkeit und die Geheimniskrämerei der Marine sein und ordnete eine Untersuchung an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rumpfschaden am Tankmotorschiff
(Bild: Polizei Rheinland Pfalz)   Großbild klick!

Kollisionsserie auf der Mosel
(01.12.17) Am 29.11. ereigneten sich an den Schleusen auf der Mosel drei Schiffsunfälle. Im Schleusenbereich der Schleuse Enkirch unterschätzte ein zu Tal fahrendes Fahrgastkabinenschiff offenbar die Strömungsverhältnisse und lief auf ein dort bereits festgemachtes Tankmotorschiff auf. Menschen wurden nicht verletzt, es entstand lediglich Sachschaden.
An der Schleuse Fandel wurde durch den Schleusenmeister ein Schaden an der Schleusenmauer durch eine Kollision gemeldet. Durch die Wasserschutzpolizei konnte der Verursacher ermittelt werden. Dieser gab die Kollision zu und musste nun mit einer Anzeige rechnen.
Bereits in der Nacht wurde im oberen Vorhafen der Schleuse Zeltingen ein am Kai festgemachter Arbeitsponton des WSA Trier durch eine Kollision erheblich beschädigt. Das Fahrzeug wurde vermutlich durch ein einlaufendes Binnenschiff an der vorderen Backbordseite beschädigt. Hierbei entstand ein Sachschaden im mittleren fünfstelligen Bereich. Auch in diesem Fall konnte durch die Ermittlungsarbeit der Wasserschutzpolizei der Verursacher ermittelt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Waffenfrachter außer Kontrolle vor Cagliari
(01.12.17) Beim Einlaufen in den Hafen von Cagliari kollidierte am 29.11. gegen acht Uhr der dänische Frachter "Karina Danica", 1352 BRZ (IMO-Nr.: 8903014), mit einer Fahrwassertonne im Zufahrtskanal. Das Schiff hatte offenbar Probleme mit dem Propeller erlitten und konnte nicht mehr richtig manövrieren. Zwei Schlepper, die bereits vor Ort waren, um es an den Kai zu bringen, nahmen es in Schlepp, und um 10.45 Uhr lag es im Hafen. Auch die italienische Coastguard, der Hafenkapitän und ein Lotsenboot waren vor Ort.
Das aus Santander gekommene Schiff hatte eine Ladung Waffen der US-Firma Charming des bulgarischen Waffenproduzenten Vazovski geladen. Aktivisten hatten bereits vor dem Einlaufen dagegen protestiert. Cagliari zum Waffenumschlagplatz zu machen. Die "Karina Danica" wurde nach dem Festmachen technischen Tests unterzogen und der Rumpf durch Taucher der Coastguard inspiziert in Hinblick auf mögliche Schäden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Keine gute Reise für Bon Voyage
(01.12.17) Am 30.11. gegen 17 Uhr stellte die zweiköpfige Crew des französischen Binnenschiffs "Bon Voyage", 1284 ts (EU-Nr.: 04501350), an der Schleuse Riedenburg-Haidhof eine starke Rauchentwicklung am Bug fest. Kurz zuvor der 56-jährige ungarische Schiffsführer den Frachter im Vorhafen der Schleuse Riedenburg gedreht und an der Kaimauer festgemacht. Die beiden versuchten noch, mit Feuerlöschern den Brand im Vorschiff zu bekämpfen, die Rauchentwicklung war jedoch so stark, dass der Brandort im vorderen Maschinenraum nicht mehr betreten werden konnte.
Nach ihrer Alarmierung rückten die Feuerwehren aus Riedenburg, Otterzhofen, Perletzhofen und Kelheim rückten aus. Zunächst wurden auch Einsatzkräfte aus Prunn, Dietfurt und Altmannstein in Marsch gesetzt, die aber schnell wieder umdrehen konnten. Die Feuerwehr bekam mit Atemschutzgerät den Brand nach kurzer Zeit unter Kontrolle, dann wurde der Maschinenraum belüftet. Die Schifffahrt auf dem Main-Donau-Kanal war von 17.30 bis 18 Uhr gesperrt.
Es stellte sich heraus, dass mehrere Elektrokabel in Brand geraten waren. Der Schaden dürfte im niedrigen fünfstelligen Euro-Bereich liegen, konnte jedoch noch nicht genau beziffert werden. Ein Übergreifen auf das Logis sowie die Ladung wurde verhindert.
Das Schiff hatte 1.102 Tonnen Mineraldünger geladen und sollte an der Lände in Riedenburg gelöscht werden. Es wurde ein Weiterfahrverbot ausgesprochen, da die Brandursache noch feststand und noch weitere Ermittlungen geführt wurden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter in Breskens assistiert
(01.12.17) Am Abend des 30.11. kam es auf dem holländischen Trawler "Grietje Gertruida - ARM 14", 138 BRZ (IMO-Nr.: 9056181), zu Problemen mit der Hydraulik, während er sich mit ausgebrachten Netzen vor Breskens befand. Es war nicht mehr möglich, dass Fanggeschirr aufzuholen, und auch andere Systeme versagten. Da das Schiff aber weiterhin manövrierfähig war, nahm es Kurs auf den Hafen von Breskens.
Der Skipper verständigte aber die Crew des Rettungsbootes “Zeemanshoop", weil er nicht mit den bestehenden Problemen nicht sicher würde anlegen können. Als der Trawler dicht vor dem Hafen war, rief er über das interne PreCom-System die „Zeemanshoop", die bereits in der Hafenmündung in Bereitschaft gegangen war. Diese drückte den Havaristen achteraus an den Kai, sodass er wenig später festgemacht werden konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Brandneues Tankmotorschiff demolierte Ruderhaus in Kollision
(01.12.17) Am Morgen des 1.12. rammte das deutsche Tankmotorschiff „Nina“ (EU-Nr.: 04812950) von Rotterdam kommend mit seinem Ruderhaus die Oude IJssel-Brücke in Zutphen. Daraufhin wurde der Eisenbahnverkehr von Zutphen nach Dieren und Klarenbeek über das Bauwerk um 9.50 Uhr vorsorglich gestoppt. Notfalleinsatzkräfte rückten aus, doch es war niemand verletzt worden.
Prorail inspizierte die Brücke und gab sie um 10.30 Uhr wieder frei. Das erst in diesem Jahr abgelieferte, mit Dieselöl Schiff machte anschließend zwischen der Brücke und der Schleuse in Eefde fest. Es hatte sein Ruderhaus verloren, das nun auf dem Grund der Ijssel lag. Offenbar hatte die Hydraulik, mit der es abgesenkt werden sollte, versagt.
Die in Duisburg beheimatete „Nina“ hat eine Länge von 84,70 Metern, eine Breite von 9,50 Metern, einen Tiefgang von 4,68 Metern. Der Kasko wurde 2017 in Kladovo erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter geriet in Honningsvåg in Brand
(01.12.17) Im Hafen von Honningsvåg geriet in der Nacht zum 1.12. ein 27 Fuß langer Kutter in Brand. Dichte Rauchwolken stiegen auf. Die Polizei von Finnmark wurde alarmiert und prüfte, ob sich Personen an Bord befanden. Danach löschte die Feuerwehr die Flammen.
Der Kutter wurde erheblich beschädigt. Die Polizei in Honningsvåg informierte den Eigner und leitete nach Tagesanbruch eine Untersuchung zu dem Feuer ein.
Quelle:Tim Schwabedissen


Zwei Tote aus gesunkenem Frachter geborgen
(01.12.17) Am 30.11. wurden zwei der fünf vermissten Seeleute des in der Mündung des Pearl River gesunkenen Frachters "Jin Le Zun" tot aus dem Wrack geborgen. Drei Crewmitglieder wurden noch im Schiffsinnern vermutet. Sieben Mann hatten nach dem Untergang lebend gerettet werden können.
Einer der Geretteten wurde inzwischen aus dem Krankenhaus entlassen, ein andere war noch auf Intensivstation. 47 Taucher und insgesamt 330 Einsatzkräfte waren vor Ort. Inzwischen wurde auch begonnen, die Ladung aus dem Schiff zu leichtern. Die Schifffahrt auf dem Pearl River war weiter gesperrt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Crew der San Juan für tot erklärt – Suche nach Boot wird intensiv weitergeführt
(01.12.17) 15 Tage nach dem Verschwinden des argentinischen U-Bootes wurde die Rettungsaktion für die 44-köpfige Crew offizielle beendet und diese für tot erklärt. Bei der Operation wurden 557.000 Quadratmeilen abgesucht und insgesamt 1,049,479 Quadratmeilen mit Radar überprüft, ohne Spuren der Seeleute zu finden. 28 Schiffe, davon 16 der argentinischen Marine, neun Flugzeuge, davon drei aus Argentinien, und insgesamt 4.000 Menschen, darunter 3.200 Argentinier, waren daran beteiligt.
Die Zerstörer ARA “Almirante Brown” und ARA “Argentina”, die Korvetten ARA “Rosales”, ARA “Spiro”, ARA “Robinson”, ARA “Granville”, ARA “Espora”, die ARA “Drummond“, der Versorger ARA „Patagonia“ und der Transporter ARA „Bahía San Blas“ wurden nun abgezogen. Das Patroullienboot „Mantilla”, der Zerstörer ARA “Sarandí” und die “Enap Sipetrol Arg-Chi” blieben im Einsatz, unterstützt von Kutter in dem Seegebiet. Außerdem stießen die norwegische “Skandi Patagonia” im Dienst der US Navy, die HMS “Protector” und HMS “Clyde”, die “Vanguardia - ROU 26” aus Uruguay, sowie die brasilianische Fregatte „Rademaker“, die „Wyatt Candies“, „Kelly Ann Candies“, „NSS Felint Perry“ und „Admiral Maximiano – H 41“ neu hinzu.
Beteiligt waren auch die ozeanographischen Forschungsschiffe ARA “Austral“, ARA „Puerto Deseado“, die „BIP Víctor Angelescu“ und „Cabo de Hornos“ aus Chile und die ARA „Puerto Argentino“. Aus der Luft wurde die Operation durch eine KC-130 Hercules der Air Force; einen Fennec-Helikopter, eine Beehcraft B-200, eine S-2 Tracker und eine P-3 Orion der Marine, eine P-3 Orion der NASA und zwei P-8 Poseidons der US Navy, eine britische C-130; eine französische Falcon 50, eine P3 aus Deutschland, eine C-235 aus Kolumbien, eine Fokker 60 aus Peru, eine Beeheraft B-200 der Marine Uruguays und eine C-295 der chilenischen Marine, eine P-3 Orión und eine CASA 295 aus Brasilien sowie eine russische Antonov An-124 unterstützt. Zur Ausrüstung gehören auch Mini-U-Boote, ROVS und eine Rettungsglocke.
Der Fokus lag nun einzig darauf, das U-Boot zu finden. Dafür werden die Suchkräfte restrukturiert. Die Suche konzentrierte sich inzwischen auf ein Gebiet von 40 Quadratkilometern. Die “Sophie Siem” und die “Atlantis” aus den USA steuerten inzwischen zur Versorgung den Hafen von Comodoro Rivadavia an. Die letztere soll ein Tauchgerät an Bord nehmen, das bis zu 6,000 Meter tief eingesetzt werden kann. Im Gegenzug wird die ARA “Islas Malvinas” mit dem russischen Unterwasserroboter Pantera Plus, der 10.000 Meter tief tauchen kann, auslaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Ölklumpen an neukaledonischen Stränden stammten offenbar von Kea Trader
(01.12.17) Die Ölklumpen, die vor einer Woche an Küstenabschnitten von Neu-Kaledonien angespült wurden, stammten mit hoher Sicherheit aus dem Wrack des Containerfrachters „Kea Trader" auf dem Durand-Reef. Gut 70 Kilogramm Öl waren an den Stränden von Lifou auf den Loyalty Islands eingesammelt worden. Weitere wurden am 28. und 29.11. an den Küsten von fünf Gemeinden an der Ostküste von Neukaledonien entdeckt.
Die Behörden haben eine Ölbekämpfungsplan in Kraft gesetzt. Proben des Öls wurden zur Analyse an ein Labor in der Bretagne geschickt. Rund vier Tonnen Schweröl der ursprünglich 752 Tonnen hatten sich noch im Schiff befunden, als es auseinanderbrach.
Unterdessen sind die meisten der anfänglich 782 Container aus dem Wrack geholt worden. Die Regierung hat Eigner und Versicherung aufgefordert, so schnell wie möglich alle verbliebenen umweltgefährdenden Stoffe von Bord zu holen, um zu verhindern, dass sie bei einer weiteren Verschlechterung des Schiffszustands unkontrolliert ins Meer fallen. Es ging um rund 100 Container und weitere Ausrüstungsgegenstände. Unter der Einwirkung von Wellen und Strömung haben sich die beiden Schiffsteile inzwischen auch etwas voneinander entfernt und gegeneinander verschoben.
Quelle:Tim Schwabedissen


Schiffbrüchiger 20 Stunden nach Untergang gerettet
(01.12.17) Ein aus Quang Ngai stammendes Crewmitglied des vietnamesischen Schwertfischfängers “BV 70576 TS” aus Binh Dinh in der Ba Ria-Vung Tau-Provinz, der am Abend des 27.11. vor Vung Tau gesunken war, wurde 20 Stunden später rund 25 Kilometer von der Unglücksstelle entfernt lebend gefunden und ins Krankenhaus gebracht. Das Rettungsschiff „SAR 272“ hatte zuvor den Skipper und seinen Bruder tot geborgen. Die “SAR 243” setzte die Suche nach drei weiteren, noch vermissten Fischern fort. Die Rettungsaktion wurde durch das Centre for Marine Search and Rescue koordiniert.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter vor Malediven gekentert
(01.12.17) Am 30.11. kenterte der Frachter “Zorro” auf der Fahrt von Male’ City zum Taj Coral Reef Resort im K. Atoll, nachdem sie auf eine Sandbank gelaufen war. Die Maldives National Defense Force wurde um 10:10 Uhr alarmiert. Die Besatzung, zwei Mann aus Bangladesch und einer von den Malediven, wurde von einem Motorboot des Taj Coral Reef Resort binnen weniger Minuten gerettet. Schlechtes Wetter war Ursache für das Unglück.
Quelle:Tim Schwabedissen


16 Fischer aus Taifun gerettet
(01.12.17) In einer schwierigen Aktion rettete die indische Coastguard am 30.11. die 16 Crewmitglieder der beiden Kutter „Herman Mary“ und „Arogya Mary“ aus Tuticorin, die vor der Küste von Kerala rasch am Sinken waren. Der hohe Seegang verhinderte, dass das Patroullienboot im Taifun Ockhi dicht an die in der aufgewühlten See rollenden Kutter herankam.
Eines der beiden Schiffe drohte auf der Fahrt von Mail nach Tuticorin zu kentern, nachdem es versucht hatte, vor der Küste von Vizhnjiam zu ankern, das andere trieb manövrierunfähig im Sturm. Nach mehreren Stunden waren alle Seeleute in Sicherheit.
Quelle:Tim Schwabedissen




Weblinks:
SOS-Seenotfälle, Archiv
Chronik bedeutender Seeunfälle Antike bis 1499
Chronik bedeutender Seeunfälle 1500 bis 1899
Chronik bedeutender Seeunfälle 1900 bis 1949

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Schlagwörter: Schifffahrt, in Seenot, SOS Alarm, Unfälle, Mayday, Versicherung Schiff, Segeln, Seenot, Unglück, Seenotfälle, Schiffsuntergang, Seenotarchiv, Archiv, Schiffsunglück, Schiffsunfall, unfall, ertrinken, untergehen, untergegangen, sinken

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