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Baufahrzeug teilweise gesunken
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Baufahrzeug sank auf Arkansas River
(28.03.17) Die US Coast Guard wurde am 27.3. alarmiert, nachdem ein Baufahrzeug bei Flussmeile 300 auf dem Arkansas River unweit von Fort Smith, Arkansas, teilweise gesunken war. Es hatte 200 Gallonen Diesel an Bord, und um das Stelzenfahrzeug wurde. Die Coast Guard Lower Mississippi River wurde um 16.10 Uhr verständigt. Sie beauftragte eine Ölbekämpfungsfirma aus Little Rock mit der Reinigung des Gewässers. Die Coast Guard Marine Safety Detachment Fort Smith, Arkansas, sollte die Situation vor Ort untersuchen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Demolierter Steg
(Bild: Jon Pompia)   Großbild klick!

Sturm verwüstete Marinas auf Lake Pueblo
An den Slips und Piers lagen hunderte von Booten, die stark in Mitleidenschaft gezogen wurden und nicht mehr sicher waren. Weil auch am 24.3. der Wind noch zu stark war, konnte noch keine Begutachtung stattfinden. Personal der Marina und des Parks versuchten gemeinsam mit Gefahrstoffexperten des Pueblo County Sheriff's Office und des Pueblo West Fire Department, sich einen ersten Überblick zu verschaffen.
Mehrere Boote hatten sich losgerissen und waren aufs Ufer getrieben. Mindestens fünf sanken an ihren Liegeplätzen, weitere wurden von losgerissenen Stegen beschädigt. Auch der Lathrop State
Totalschaden (Bild: Jon Pompia)   Großbild klick!
Park nahe Walsenburg im Huerfano County war betroffen und wurde am 25.3. geschlossen.
Die Schadensaufnahme dürfte rund zwei Wochen dauern. An der Southshore Marina wurden nur wenige Boote beschädigt. Der Sturm traf das beliebte Freizeitgebiet mitten in der Sommervorbereitung.
Quelle:Tim Schwabedissen




Binnenschiff in Arnheim
(Bild: Roland Heitink)   Großbild klick!

Rußgeschwärzte Crewmitglieder kamen ach Feuer auf Binnenschiff in Arnheim ins Krankenhaus
(28.03.17) Auf einem Binnenschiff, das am Rheinkai in Arnheim festgemacht hatte, brach am 27.3. bei Schweißarbeiten ein Feuer aus. Der Schiffsführer rief die Feuerwehr, doch bei ihrem Eintreffen hatte die Crew den Brand bereits selbst gelöscht. Die Einsatzkräfte belüfteten anschließend das Schiffsinnere. Zwei Crewmitglieder kamen mit Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus. Sie waren durch die Löscharbeiten rußgeschwärzt, hatten aber keine Brandverletzungen davon getragen.
Quelle:Tim Schwabedissen




Sewol-Wrack auf Halbtaucherdeck
(Bild: South Korean Ministry of Oceans and Fisheries)   Großbild klick!

Knochen aus Sewol-Wrack auf Halbtaucherdeck gespült
(28.03.17) Südkoreanische Bergungscrews haben am 27.3. um 11.25 Uhr haben bei den Bergungsarbeiten an der „Sewol“ einen Fund gemacht, bei dem es sich um die sterblichen Überreste eines der neun noch vermissten Opfer handeln könnte. Sie entdeckten auf dem Deck der „White Marlin“ sechs Knochen unweit eines Ladebaums der Fähre am Vorschiff. Sie hatten eine Größe von vier bis 18 Zentimetern.
Unklar war, ob sie von einer oder mehreren Personen herrührten. Sie dürften mit dem aus dem in den Rumpf gebohrten Löchern ablaufenden Wasser und Sand ins Freie gespült worden sein. Nach der Entdeckung um 11.25 Uhr wurden die Arbeiten zum Abpumpen von Öl und Wasser unterbrochen und forensische Experten der Coastguard und des Gesundheitsministeriums zur Identifizierung per DANN-Test gerufen. Diese Arbeiten dürften zwei bis drei Wochen dauern. Auch Schuhe und andere Gegenstände fanden sich auf dem Deck des Halbtauchers.
Das Wrack der "Sewol" sollte nach aktueller Planung etwa am 30.3. den Weg nach Mokpo antreten. Zuvor galt es so viel Seewasser wie möglich auszupumpen und das Schiff fest auf dem Deck der "White Marlin" zu befestigen. Das Auspumpen von Wasser und Öl wurde am 27.3. fortgesetzt. Bereits während der Hebung war eine Menge Wasser und Öl ausgelaufen.
Erst nach dem Eintreffen im Hafen sollten die Tanks aufgebohrt werden, um dann die Bereiche des Schiffsbodens zu lenzen. Vom 29. bis zum 30.3. sollten vier Auftriebstanks, die an der "White Marlin" befestigt waren, wieder abgebaut werden in Vorbereitung des Einsatzes von Transportmodulen zum Transport der Fähre ins Trockendock. Um den 5. oder 6.4. könnte dies geschafft sein, und um den 10.4. herum könnten die Untersuchungen an Bord beginnen.
Zunächst aber galt es das Schiffsinnere zu reinigen und sicher für eine Begehung zu machen. Dies dürfte insgesamt rund einen Monat dauern. Anfang April sollte auch die Untergangsstelle weiter abgesucht werden. Dort war vor einem Jahr ein drei Meter hohes Netz von 160x200 Metern Umfang installiert worden war, um ein Abtreiben von Überresten zu verhindern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Neun Vermisste nach Kollision vor Vietnam
(28.03.17) Nach einer Kollision zweier Schiffe vor der südvietnamesischen Ba Ria-Vung Tau-Provinz, rund 44 Meilen östlich von Vung Tau City, am 27.3. um 4.37 Uhr wurden neun Menschen vermisst. Der vietnamesische Frachter „H?i Thành 26“ 1599 gt (IMO-Nr.: 9611096), war gegen Mitternacht mit einem anderen Schiff im Südchinesischen Meer zusammengestoßen und gesunken. Zwei Besatzungsmitglieder des Frachters konnten gerettet worden, neun weitere vermisst.
Der Tanker „Petrolimes 14“, 8542 BRZ (IMO-Nr.: 9404168), der sich fünf Meilen entfernt befand, wurde zur Unglücksstelle dirigiert nachdem das MRCC ein Notsignal aufgefangen hatte. Aich die Rettungsschiffe „SAR 413“ und „SAR 272“ steuerten die Position an. Der Tanker entdeckte eine Boje, an der sich zwei Schiffbrüchige festhielten.
Sie wurden gerettet und gaben an, dass ein Rettungsfloß mit ihren Kameraden abgetrieben sei. Es gelang auch, um 8.10 Uhr dieses zu lokalisieren, doch es war leer. Die Suchaktion dauerte an. Der Kollisionsgegner konnte noch nicht identifiziert worden.
Der 3000-Tonnen-Frachter „H?i Thành 26“ war von der nordvietnamesischen Stadt Haiphong in die südliche Stadt Can Tho unterwegs und hatte Klinker geladen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fracher sitzt vor schwedischem Husum fest
(28.03.17) Nur wenige Minuten nach dem Auslaufen aus Husum, Schweden, ins spanische Motril lief der holländische Frachter "Symphony Sky", 6749 BRZ (IMO-Nr.: 9721633), in der Hafenbucht gegen 14.30 Uhr des 27.3. auf Grund. Er hatte eine Papierladung bei der Husumfabrik an Bord genommen und eine 11-köpfige, aus Russen, Ukrainern und Philippinos bestehende Crew an Bord, als er bei starkem Wind nur 500 Meter vor dem Hafen festkam. Dabei wurden drei Ballasttanks aufgerissen, und es kam zu einem Wassereinbruch.
Am 28.3. wurde ein Inspektor der schwedischen Transportagentur vor Ort erwartet. Das Lotsenboot "Pilot 752 Se" lag längsseits des Havaristen, und die schwedische Küstenwache schickte ein Überwachungsflugzeug zur weiteren Erkundung zur Unglücksstelle. Vor der Einleitung weiterer Bergungsmaßnahmen sollte der Schaden am Rumpf zunächst durch Taucher untersucht werden.
Noch als „Nordana Sky“ war der Frachter am 5.2.2016 auf der Fahrt von St. Petersburg zum Suezkanal mit dem deutschen Frachter "Vera Rambow", 17488 BRZ (IMO-Nr.: 9432220), kollidiert, als er in die Brunsbütteler Schleusen des Nord-Ostsee-Kanals einlief und nicht rechtzeitig aufstoppen konnte. Der “Vera Rambow“ wurde dabei ein Loch von mehreren Metern in den Rumpf gerissen. Auch die "Nordana Sky" erlitt seinerzeit erhebliche Schäden.
Die “Symphony Sky” ist 122,5 Meter lang, 17 Meter breit, hat 7,85 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 10.600 Tonnen. Sie läuft für die Desgagnes Transport Inc. in Quebec und wurde 2015 bei der Scheepswerf Ferus Smit B.V. in Hoogezand im Querstapellauf zu Wasser gelassen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fischfarmschiff an Pier gesunken
(28.03.17) Am Abend des 27.3. kenterte ein Katamaranboot aus Kristiansund an der Gemeindepier von Kyrksæterøra in Hemne. Die Polizei wurde am folgenden Morgen um 5.10 Uhr von der norwegischen Küstenwache verständigt. Es wurde sichergestellt, dass sich niemand an Bord befand.
Einer der beiden Rümpfe lag unter Wasser. Taucher sollten das Schiff am 28.10. untersuchen, ehe es wieder geborgen wird. Eine Ölsperre wurde um die Pier ausgelegt. Die dreiköpfige Crew war am Abend von Bord gegangen und sollte am folgenden Morgen durch eine neue ersetzt wird. Das Fischfarm-Schiff hat einen Wert von 10-15 Millionen Kronen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fünf Tote bei Explosion während Bunkervorgangs
(28.03.17) Fünf Menschen kamen ums Leben, vier weitere wurden mit Verbrennungen gerettet, als am 27.3. gegen 20 Uhr die Explosion eines Tanklasters zu einem Brand auf dem Holzfrachter “Satellite” an der Ben Go Wharf in Baliwasan auf den Philippinen führte. Taucher der Zamboanga Coast Guard Station bargen die Toten aus dem Wasser. Die Überlebenden hatten sich durch einen Sprung ins Wasser retten können.
Die Explosion ereignete sich, al sein Generator angestellt wurde und sich 100 Fässer mit Gasöl und 10 Gallonen Diesel entzündeten, die von dem Tanklaster übernommen wurden. Auch dieser ging in Flammen auf und wurde ebenso wie die “Satellite” zerstört. Diese hatte nach dem Bunkern nach Jolo, Sulu, auslaufen sollen. Die Zamboanga Fire Rescue löschte das Feuer.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter über vier Stunden lang abgeschleppt
(28.03.17) Auf den äußeren Hebriden geriet am 27.3. um 19.15 Uhr ein Kutter in Seenot. Das RNLI-Boot der Barra Lifeboat Station kam dem sechs Meilen östlich von South Uist havarierten Schiff zu Hilfe. Es nahm den Kutter auf den Haken und schleppte ihn um 23.30 Uhr nach Eriskay Harbour ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Barge nach Wassereinbruch gesunken
(28.3.17) In der Picton Bay im Prince Edward County, rund 60 Kilometer südwestlich von Kingston, sank am 24.3. die 27 Meter lange „Pitts Carillon” der Galcon Marine nach Wassereinbruch auf flachem Wasser. Sie war in Charter der McKeil Marine, die für die Bergung zuständig war. Der Bug lag auf Grund, das Achterschiff ragte noch aus dem Wasser.
Am 27.3. gab die McKeil Marine bekannt, dass durch die Barge nur ein geringfügiges Umweltrisiko bestünde. Sie liege stabil auf Grund, und es sei ein Bergungsplan entwickelt und der Coast Guard sowie Transport Canada zur Genehmigung vorgelegt worden. An Bord des Gefährts befanden sich 1,2 Tonnen Diesel und 100 Liter Hydraulikflüssigkeit.
Der Brennstofftank im Maschinenbereich der „Pitts Carillon“ wurde nicht beschädigt. Dennoch wurde vorsorglich eine Ölsperre um das Fahrzeug ausgelegt. Taucher inspizierten den Rumpf und stellten fest, dass keine umweltgefährdenden Stoffe in die Bucht ausgelaufen waren.
Die örtliche Trinkwasserentnahme war entsprechend nicht gefährdet, und im Notfall gab es ausreichend Kapazität in Wasserreservoirs der Umgebung. Die Barge war am 22.3. von der „Evans McKeil“, 284 BRZ (IMO-Nr.: 8983416), von Toronto zum Picton Terminal geschleppt worden und dort am folgenden Abend eingetroffen. Am folgenden Morgen stellte die Schleppercrew eine Schlagseite fest und installierte eine Lenzpumpe auf der „Pitts Carillon“, um sie wieder aufzurichten.
Doch es gelang nicht, sie über Wasser zu halten. Nach dem Untergang war ein dünner Ölfilm zu sehen, der von wenigen Litern Öl herrührte. Ansonsten war die Barge aber leer. Sie sollte für die McKeil Marine Aggregate und andere Versorgungsgüter zur Baustelle des Amherst Island’s-Windpark bringen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer bei Schweißarbeiten auf Schiff in Wrangell
(28.03.17) Beim Wrangell’s Marine Service Center geriet am 21.3. gegen 17 Uhr bei Schweißarbeiten die „Blue Jacket“ in Brand. Bei den Arbeiten am Rumpf fing Isolierschaum im Innern Feuer. Rauchschwaden zogen über das Marine Service Center. Die Feuerwehr war mit 25 Mann binnen drei Minuten vor Ort. Mit 5.500 Gallonen Wasser, das auf dem Deck und im Innern des Schiffs ausgebracht wurde, konnte das Feuer erstickt werden.
Es gab während des Einsatzes zeitweilig die Sorge, dass die „Blue Jacket“ durch das Löschwasser instabil werden könnte, doch konnte bald Entwarnung gegeben werden. Sie wurde allerdings erheblich beschädigt. Die nachfolgenden Aufräumarbeiten dauerten eineinhalb Stunden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker "Purple Gem" auf Kieler Förde
(Bild: Lutz Schleich)   Großbild klick!

Frachter erlitt Telegraphenversager vor Holtenau
(27.03.17) Als am 26.3. gegen 16:55 Uhr der unter Malta-Flagge laufende Tanker "Purple Gem", 4859 BRZ (IMO-Nr.: 9403827), vom finnischen Raahe kommend die Holtenauer Schleuse des Nord-Ostsee-Kanas auf Westkurs anlaufen wollte, meldete der Lotsen den Ausfall des Maschinentelegrafen. Der Tanker stoppte das Manöver und kehrte auf die Holtenauer Reede zurück, wo er Anker warf, um die Störung zu beheben. Um 19:55 Uhr wurde der zweite Versuch gestartet, in die Schleuse zu gelangen, nachdem der Telegraph zuvor mehrfach erfolgreich getestet worden war.
Doch während das Schiff die Schleuse ansteuerte, traten die Probleme erneut auf, sodass auch dieser Anlauf abgebrochen werden musste. Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Containerfrachter „Conmar Bay“, 10485 BRZ (IMO-Nr.: 9458975), der auf seiner Reise von Helsinki nach Rotterdam ebenfalls auf die Schleusen zuhielt, musste seinerseits aufstoppen, um den Tanker passieren zu lassen. Dieser fuhr mit geringer Kraft um die „Conmar Bay“ herum und steuerte wieder die Holtenauer Reede zum Ankern an.
Gegen 19:30 Uhr wurde über das Schiff von der SeeBG über Funk ein Verbot zur Weiterfahrt verhängt. Am 27.3. ankerte es weiter vor Friedrichsort.
Die “Purple Gem” ist 119,1 Meter lang, 16,9 Meter breit, hat 6,76 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 6.824 Tonnen. Sie läuft für die Purple Gem Shipping Ltd. in Stockholm und wurde 2009 von der Gemi Endustrisi A.S. in Tuzla abgeliefert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Extralanger Angeltörn vor Borkum
(27.03.17) Für 17 Menschen auf dem niederländischen Hochseeangelkutter „Dageraad“, 156 BRZ (IMO-Nr.: 8928624) wurde der 25.3. ein langer Tag auf See: 130 Kilometer von der Küste entfernt erlitt der Angelkutter am späten Vormittag Maschinenschaden. Der Kapitän alarmierte die Seenotretter der DGzRS, um sein manövrierunfähig auf der Nordsee treibendes Schiff mit Passagieren und Besatzung in Sicherheit zu bringen. Bei bestem Wetter und ruhiger See erreichte der Seenotrettungskreuzer „Alfried Krupp“ der Station Borkum nach vier Stunden Anfahrt den Havaristen.
Der Seenotrettungskreuzer nahm den Havaristen in Schlepp. In langsamer Fahrt ging es Richtung Küste. Ein niederländisches Schiff lief dem Schleppzug entgegen und übernahm auf See den Havaristen, um ihn nach Lauwersoog zu bringen. Hier machte er am 26.3. um 5.30 Uhr fest. Die „Alfried Krupp“ lief nach über vierzehn Stunden nach Mitternacht (26.3.17) wieder in den Heimathafen Borkum ein.
Die „Dageraad“ wurde 1954 als Lotsenboot „Zilvermeeuw“ bei der Rijkswerf Willemsoord in Den Helder.erbaut für das Loodswezen PAGL Vlissingen Ned. Seit 1996 läuft sie als Angelkutter von Lauwersoog aus. Sie ist 31,93 Meter lang, 6,5 Meter breit, hat 2,25 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 220 Tonnen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rupfschaden am Bulkcarrier "Florentia"
(Bild: Phil Kempsey)   Großbild klick!

Frachter rammte Dock in Southampton
(27.03.17) Der unter Malta-Flagge laufende Bulkcarrier "Florentia", 35900 BRZ (IMO-Nr.: 9714666), kollidierte am 25.3. um 11.15 Uhr mit der Zufahrt des einstigen King George V-Trockendocks in Southampton. Die Havarie ereignete sich, als er in dem engen Hafenbecken verholt werden sollte, ein ehemaliges Dock, dessen Tore ausgebaut wurden und das nun zum Umschlag von Massengut genutzt wird.
Die „Florentia“ nahm hier eine Ladung Schrott auf. Sie stieß beim Schleppmanöver gegen die Betonmauer, und der Rumpf an Backbordseite wurde auf vier Metern Länge eingedrückt und aufgerissen. Das Schiff wurde nach dem Zwischenfall zu einem anderen Liegeplatz in Southampton zur Reparatur gebracht.
Die „Florentia“ ist 200 Meter lang, 32,2 6 Meter breit, hat 13,3 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 63.500 Tonnen. Sie läuft für die Florentia Shipping Inc. in Athen und wurde 2015 beim Chengxi Shipyard als „SBI Kratos 16“ erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht vor Patras von unbekanntem Frachter gerammt
(27.03.17) Am Morgen des 26.3. wurde eine amerikanische Yacht südlich von Patras von einem Frachter gerammt. An Bord der Yacht befand sich eine dreiköpfige Crew. Einer der Segler wurde verletzt und ins Universitätskrankrankenhaus gebracht. Er konnte aber wenig später wieder entlassen werden.
Die Yacht machte nach dem Unfall im Hafen von Patras fest. Die Hafenbehörde untersuchte einen russischen und einen griechischen Containerfrachter, die als Kollisionsgegner in Frage kamen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre „Sewol“ wieder oben
(Bild: South Korean Ministry of Oceans and Fisheries)   Großbild klick!

Sewol nach drei Jahren komplett über Wasser
(27.03.17) Am 25.3. war die Fähre „Sewol“ erstmals wieder vollständig sichtbar, einen knappen Tag, nachdem die Verladung auf den Schwergutfrachter "White Marlin" begonnen hatte. Einem gestrandeten Wal gleich lag der rostige Rumpf nun auf seiner Backbordseite auf dem gewaltigen Deck des ausgetauchten Dockschiffs. Zuvor war das Wrack binnen sieben Stunden die drei Kilometer weite Strecke von der Untergangsstelle zu dessen Position verholt worden.
Dies dauerte länger als geplant, weil der Konvoi seinen Kurs wegen starker Strömungen hatte verändern müssen, bevor das Wrack eingeschwommen werden konnte. Nachdem die „Sewol“ in der richtigen Position lag, begann das Halbtaucherschiff aufzusteigen. Um 21.15 Uhr lag die Fähre auf dem Frachtdeck.
Zwei langer Risse von 6,1 und 7,1 Metern Länge waren am Backbord-Vorschiff sichtbar. Sie rührten von einen Bergungsversuch im Juni 2016 her, als die Stahltrossen bei zu hohem Seegang sich gleich Stahlsägen in den Rumpf gefressen hatten. Die Auf- und Abbewegungen in zwei Meter hohen Wellen hatten dafür gesorgt, dass die Trossen in den Stahl einschnitten. Auch schwarze Schrammen mittschiffs an der Unterseite rührten wohl von diesem Bergungsversuch her.
Die Aufbauten waren an der hochliegenden Seite eingefallen. Am Heck war dort, wo die Rampe abgetrennt worden war, ein Auto und ein kleiner Bagger sichtbar. Ob durch die 7,9x 11-Meter große Rampe Gegenstände oder Überreste von Menschen aus dem Schiff gespült worden sein könnten, war unklar.
Das Ruder war in einer Position fünf Grad nach Steuerbord, was auf eine 5-10-Grad-Drehung vor dem Untergang hinwies. Die Staatsanwaltschaft war bislang davon ausgegangen, dass der Rudergänger versehentlich das Ruder zu einer 35-Grad-Drehung herumgelegt hatte, wodurch sich das Schiff stark übergelegt haben sollte. Dieser Theorie widersprach die jetzt vorgefundene Situation, allerdings könnte sich auch die Ruderlage am Grund verändert haben.
Frühestens am 30.3. dürfte das Wrack den Hafen des 90 Kilometer entfernten Mokpo erreichen. Vorher müssen noch Restöl und Wasser aus dem Wrack entfernt und dieses auf dem Deck des Frachters fixiert werden. Diese Arbeiten sollten zwischen drei und fünf Tagen dauern.
Ein weiterer voller Tag wird vergehen, um das Schiff in den Hafen zu bringen, wo es auf schienenartigen Transportern abgelegt werden soll. Dies ist nicht zuletzt deshalb kompliziert, weil das Schiff unbeschädigt bleiben soll und es ein enormes Gewicht hat. Das ursprüngliche Gewicht von 8.300 Tonnen betrug durch Wasser, Sand und Steine im Schiffsinnern bis zu 20,000 Tonnen. Am 1.4. soll die Fähre dann bereit zur Inspektion sein.
Wenn im Innern die neun Vermissten nicht gefunden werden, geht die Suche an der Untergangsstelle weiter. Dort wurden bereits 40 Netze von 40x20 Metern Umfang installiert. Taucher würden dort mit Sonargeräten nach menschlichen Überresten suchen. <
Quelle:Tim Schwabedissen



Fischcarrier neun Stunden lang nach Ibiza geschleppt
(27.03.17) Die Berger von Salvamento Marítimo wurden am 26.3. um 23.20 Uhr alarmiert, nachdem der norwegische Fischtransporter "Scan Viking", 317 BRZ (IMO-Nr.:7810143), 30 Meilen nordöstlich von Ibiza Maschinenausfall erlitten hatte und in stürmischer See driftete. Er war mit einer vierköpfigen Crew an Bord und einer Ladung Fisch um 14.30 Uhr von Palma nach Alicante ausgelaufen.
Das Rescue Coordination Center in Palma schickte das SAR-Schiff "Guardamar Calíope", 181 BRZ (IMO-Nr.: 9541643) zur Assistenz. Bei Dunkelheit und grober See gelang es, eine Schleppverbindung herzustellen. Neun Stunden lang kämpfte der Schleppzug dann gegen die See an, ehe er am 27.3. um 8.22 Uhr den Hafen von Ibiza erreichte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision in Cowes – drei Verletzte
(27.03.17) Drei Verletzte forderte die Kollision des Motorboots „Loose Cannon“ mit der Außenmole des Hafens von Cowes am 26.3. gegen drei Uhr. Ein vierter Mann wurde zeitweilig vermisst und löste eine Suche in den Gewässern der Isle of Wight mit zwei RNLI-Booten und einem Helikopter der Coastguard aus, ehe er zwei Stunden später unversehrt an Land gefunden wurde.
Die Hampshire Constabulary leitete eine Untersuchung der Havarie des sechs Meter langen Sportboots „Loose Cannon“ ein, das nach dem Unglück schwer beschädigt mit der Tide zur Trinity Landing, Cowes, gedriftet war. Die Verletzten kamen ins St. Mary's Hospital. Offenbar war der Unfall unter Trunkenheit passiert. Ein 39-jähriger aus Waterlooville blieb in Haft, die beiden Mitfahrer aus Southsea und Petersfield wurden ohne weitere Folgen wieder entlassen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter bei Hitra gestrandet – Skipper mit Wasserscooter gerettet
(27.03.17) Das norwegische Rettungsboot „Idar Ulstein“ wurde in der Nacht zum 26.3. kurz nach Mitternacht alarmiert, nachdem ein 26 Fuß langer Kutter bei Hitra im Sturm auf im südlichen Hitra auf Felsen am Ufer getrieben wurde. Sowohl die „Njord“ der Coast Guard wie auch die NSSR waren im Einsatz, doch wegen falsch übermittelter Koordinaten dauerte es einige Zeit, den im Ramsøysund havarierten Kutter zu finden.
Nachdem der Kutter bei Forsnes auf der Seite auf den Felsen gegen drei Uhr schließlich in einer kleinen Bucht entdeckt worden war, setzte die „Idar Ulstein“ einen Rescue Runner, einen Wasserscooter, aus, und rettete den Skipper aus Kristiansund unversehrt von seinem Schiff. Das Wasser war bereits zu stark abgelaufen, um mit dem Rettungsboot die Strandungsstelle zu erreichen.
Bei Tageslicht und höherem Wasserstand machte sich die Crew der „Njord“ daran, den Kutter zu bergen. Er war inzwischen leckgeschlagen und vollgelaufen. Es gelang aber, ihn mit Hebeballons zu sichern und längsseits zu nehmen, um ihn anschließend abzuschleppen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre in Mindelo gekentert
(27.03.17) Die kapverdische Fähre "Soby", 850 BRZ (IMO-Nr.: 6611667), kenterte am 24.3. gegen 16 Uhr an ihrem Liegeplatz im Hafen von Mindelo, São Vicente. An Bord waren noch mindestens 125 Tonnen Ladung. Das Schiff legte sich nach Backbord über, nachdem ein Container ins Rutschen geraten und dann die gesamte Ladung übergegangen war. Nur zwei Container waren bis dahin gelöscht worden.
An Bord waren Container und zwei Autos mit einem Gesamtgewicht von 185 Tonnen. Die Fähre drehte sich kieloben und blieb schließlich mit der Steuerbordseite über Wasser an der Kaimauer liegen. Ein Mann der 13-köpfigen Crew wurde leicht verletzt. Taucher wurden gerufen, um die Lage des Wracks zu untersuchen.
Bei dem Schiff handelt es sich um die einstige dänische „Søby“, die 1966 bei der Kalmar Varv, Kalmar, erbaut und im Liniendienst Neksø - Kopenhagen, für die Bornholms Fragtrute eingesetzt wurde. 1979/80 erfolgte in Søby der Umbau zur Kombifähre für die Østbornholmske Dampskibsselskab A/S, Neksø. 1980 ging das Schiff in den Liniendienst Søby – Fåborg.
Bis 1999 wurde es durch die Hurtigruten Faaborg-Ærø K/S, Faaborg, betrieben, gefolgt bis 2002 von derÆrøske Færgetrafikselskab I/S, Ærøskøbing und bis 2006 der ÆrøskeTrafikselskab I/S, Ærøskøbing. Von 2006 bis 2012 erfolgte der Einsatz durch die Ærø Kommune, Ærøskøbing. Die letzte Fahrt war am 15.3.2012, dann wurde das Schiff ausgemustert wegen zu hoher Werftkosten für neue Klasse und in Marstal aufgelegt.
Im Mai 2012 erfolgte der Verkauf an eine niederländische Firma, am 29.5.2012 wurde die Fähre aus dem dänischem Register gestrichen. Im August 2013 wurde es an die Agência Oceano Made LDA auf den Kapverdischen Inseln verkauft. Am 28.12.2014 lief sie schließlich aus Marstal aus und ging nach dem Eintreffen dort in den Fährdienst zwischen São Vicente, São Nicolau, Sal, Boavista und Praia. Die „Soby“ ist 49,19 Meter lang, 9,53 Meter breit, hat 3,2 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 471 Tonnen. Sie ist für 200 Passagiere und 40 Pkw zugelassen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Frachter in Santos
(27.03.17) Am Abend des 24.3. brach im Maschinenraum des brasilianischen Containerfrachters "Aliana Santos", 25709 BRZ (IMO-Nr.: 9273923), im Hafen von Santos ein Feuer aus. Es konnte durch das bordeigene Löschsystem erstickt werden. Der Maschinenraum wurde anschließend von der Feuerwehr in Hinsicht auf Brandnester untersucht. Das Feuer blieb auf den Maschinenraum beschränkt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision vor Ostende
(27.03.17) Am 26.3. um 4.35 Uhr kollidierte der britische Tanker "Galway Fisher", 3368 BRZ (IMO-Nr.: 9118161), mit dem belgischen Lotsentender "Pilot 1", 649 BRZ (IMO-Nr.: 8422395), rund 18 Kilometers vor Ostende. Das Lotsenschiff lief dem Tanker in die Backbordseite, die eingedrückt wurde. Auch die Reling trug Schäden davon. Zwei Lotsen an Bord der „Pilot 1“ wurden beim Zusammenstoß leicht verletzt.
Sie klagten über Rückenbeschwerden und wurden mit einem Helikopter abgeborgen. Die „Pilot 1“ kehrte mit Schäden am Bug um 7.15 Uhr nach Ostende zurück und machte dort im Vorhafen fest. Der unbeladene Tanker, der zum Unglückszeitpunkt bei der Sandbank Westhinder lag, war am 20.3. aus Cork ausgelaufen, um in Sluiskil im Trockendock überholt zu werden. Er machte gegen 20 Uhr in Terneuzen fest und setzte am 27.3. gegen 9.30 Uhr seine Reise zur Werft fort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gasaustritt auf Tanker vor Holland
(27.03.17) Die Feuerwehr in Vlissingen wurde am 25.3. alarmiert, nachdem auf dem philippinischen Tanker "Bow Hector", 20145 BRZ (IMO-Nr.: 9363493), gegen 18 Uhr möglicherweise toxische Gase aus Überdruckventilen austraten. Safety Zealand wurde informiert, und Rijkswaterstaat schickte eine Stunde nach dem Zwischenfall ein Team der Maritime Incident Response Group (MIRG) von der Poseidon-Pier in Vlissingen an Bord der "RWS 78“ zum Tanker, der zwischen Zoutelande und Nieuwvliet lag.
Gegen 19.55 Uhr meldete die MIRG, dass keine gesundheitsgefährdenden Gase festgestellt werden konnten. Weitere Messungen wurden um 20.30 Uhr durchgeführt, wiederum ohne entsprechendes Resultat. Der Tanker, der auf der Fahrt von Antwerpen nach Rotterdam war, machte dort dann am 27.3. gegen zwei Uhr am Odfjell Terminal fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Küstenwache half Sportboot in Seenot
(27.03.17) Die US Coast Guard rettete am Morgen des 25.3. die vierköpfige Crew des 28 Fuß langen Sportbootes “Cutting Edge, das 30 Meilen südöstlich von Cape Lookout leckgeschlagen war. Das Patroullienboot „Seneca“ setzte ein Rettungsboot aus, und zwei Crewmitglieder wurden mit Lenzpumpen auf die „Cutting Edge“ übergesetzt.
Es gelang, das Wasser auszulenzen und die Maschine wider zu starten. Ein 47-Fuß-Boot der Coast Guard Station Fort Macon und ein Boot von Seatow eskortierten den Havaristen dann zur Anchorage Marina in Atlantic Beach, North Carolina.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gasplattform nach Leck teilweise evakuiert
(27.03.17) Die russische Gasplattform “Lunskaya A” wurde am 26.3. durch einen Offshore-Versorger teilweise evakuiert, nachdem ein Gasleck aufgetreten war. Die Produktion an Bord wurde gestoppt und eine Notreparatur eingeleitet. Die „Lunskaya A“ ist eine 133.000 Tonnen-Plattform, von 70 Metern Höhe, die im Juni 2006 im Lunskoye-Gasfeld 15 Kilometer vor der Ostküste von Sachalin ihren Betrieb aufnahm und über 50 Millionen Kubikmeter Gas pro Tag fördert. Die Crewstärke beträgt 140 Mann-
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter in Fjordgård gestrandet
(27.03.17) In einem schweren Sturm riss sich am Nachmittag des 26.3. vor Senja ein Kutter von seiner Mooring los und strandete in Fjordgård. Der Eigner Inge Sørensen befürchtete, das Boot könnte komplett zerstört werden. Es schien an beiden Seiten des Rumpfes aufgerissen worden zu sein. Die starke Brandung und die Felsen an der Strandungsstelle machten aber zunächst eine Inspektion unmöglich.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter in Talcahuano gesunken
(27.03.17) Die chilenische Marine wurde am 22.3. alarmiert, nachdem in Talcahuano der Kutter "Cachagua I" 200 Meter vor der Küste der Tumbeshalbinsel in der Biobío-Region gesunken war. Die Marine legte Ölsperren um das Wrack aus. Das Unglück hatte sich ereignet, als das Schiff von Talcahuano aus auf Fangfahrt auslief. Die neunköpfige Crew wurde von zwei Booten der chilenischen Marine gerettet.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Kapitan Gromtsev": Schleppverbindung wird hergestellt
(Bild: Kystvakten)   Großbild klick!

Trawler bei Malangsgrunnen abgeschleppt
(25.03.17) Am Abend des 24.3. wurde die norwegische Coastguard alarmiert, nachdem der russische Trawler "Kapitan Gromtsev", 1575 BRZ (IMO-Nr.: 8714310), bei Malangsgrunnen Maschinenschaden erlitten hatte. Das Patroullieboot "Harstad" wurde zur Assistenz geschickt und nahm den Havaristen in Schlepp Richtung Malangen. Am 25.3. um 3.50 Uhr wurde er im Hafen von Tromsö-Breivika festgemacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter trieb nördlich von A Coruña
(25.03.17) Am Morgen des 24.3. erlitt der britische Frachter "Minka C", 3391 BRZ (IMO-Nr.: 9373565), mit einer Ladung von über 4.000 Tonnen Kohle auf der Fahrt von Stettin nach Brens in Cee in stürmischer See Maschinenausfall. Er befand sich 50 Meilen nördlich von A Coruña.
Aus Bilbao wurde der Schlepper "Ibaizabal Diez" zu Hilfe gerufen. Er nahm den Havaristen auf den Haken und zog ihn gegen 22 Uhr nach A Coruña.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung der "Sewol"
(Bild: Ministry of Oceans and Fisheries)   Großbild klick!

Sewol auf White Marlin verladen
(25.03.17) Am 24.3. wurde der schwierigste Teil der Bergung der "Sewol" abgeschlossen, und am 25.3. sollte das Wrack vollständig auf dem Deck des Halbtaucherschiffes "White Marlin" aus dem Wasser kommen. Frühestens am 28. oder 29.3. soll das Schiff im 90 Kilometer entfernten Mokpo eintreffen.
Die Vorbereitungen werden vier bis fünf Tage dauern. Es galt zuvor noch, die 66 Hebezüge der beiden in Panama registrierten Jackup-Bargen "Zhao Shang Zhong Gong 1" und "Zhao Shang Zhong Gong 2" zu entfernen und das Wrack auf der Seite liegend auf dem Deck des Dockschiffs zu fixieren.Eine Flotte von fünf Schleppern hatte um 16.55 Uhr mit dem Verholen der "Sewol" zur drei Kilometer entfernt positionierten "White Marlin" begonnen, wo sie um 20.30 Uhr eintraf.
Sie war um 11.10 Uhr auf die erforderliche Höhe von 13 Metern über der Wasseroberfläche hochgezogen worden. Um 6.45 Uhr war die Hebung fortgesetzt worden, nachdem Taucher die Steuerbord-Fahrzeugrampe abgetrennt hatten, die das Eindocken im knapp bemessenen Zeitfenster gefährdet hatte. Um 4:10 Uhr war die "Sewol" über dem Deck des Halbtauchers in Position gebracht.
Um 10 Uhr hatte sich dieser durch Auspumpen des Ballastwassers bereits um zwei Meter gehoben, und vier Stunden darauf konnten die Verbindungen zu den Hebebargen gelöst werden. Wenn die "White Marlin" 16 Meter hoch aus dem Wasser gekommen ist, kann der Transport nach Mokpo beginnen. Die Überfahrt selbst dauert rund einen Tag, das Verbringen des Wracks in ein Trockendock mehrere weitere Tage.
Hier kann dann die Suche nach Überresten der noch vermissten neun Toten beginnen. Die Bergungskosten belaufen sich auf 72 Millionen US-Dollar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker nach Luanda abgeschleppt
(25.03.17) Der zyprische Tanker "Gazela", 4242 BRZ (IMO-Nr.: 9525572), erlitt am 22.3. Maschinenschaden, als er ohne Ladung von Cabinda nach Luanda unterwegs war. Er wurde von dem Schlepper "Multratug 18" (IMO-Nr.: 9492880) am selben Tag auf den Haken genommen und nach Luanda gezogen, wo er am 24.3. um sechs Uhr auf der Außenrreede eintraf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ölverschmutzung nach Schiffsuntergang bei Vancouver
(25.03.17) Auf dem Fraser River wurde am 24.3. nahe der Donatelli Avenue und des Lougheed Highway in Mission ein Ölfilm entdeckt. Er könnte von einem alten Wetterschiff, der rund 50 Fuß langen "Queen of East Vancouver", herrühren, das am Nachmittag des 23.3. gesunken war. Nur noch der Mast ragte ein Stück aus dem Wasser. Crews von Transport Canada und der Coast Guard sowie Fisheries and Oceans Canada untersuchten die Verschmutzung.
Dazu stieg auch ein Flugzeug von Transport Canada auf. Die Coast Guard machte sich gemeinsam mit der Western Canada Marine Response Corporation an die Beseitigung der Kontamination. Es handelte sich letztlich nur um eine geringe, schwer aufnehmbare Menge.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht fünfköpfiger Familie schwer beschädigt geborgen
(25.03.17) Am Morgen des 20.3. hat ein Bergungsteam aus St. Maarten die französische Yacht "Kirikou" von Felsen in der Ladder Bay geborgen. Sie war am 18.3. mit einer fünfköpfigen Familie, darunter drei kleinen Kindern, dort gestrandet. Stürmische See hatte seither die Bergung vereitelt.
Sechs Monate war die französische Segelfamilie auf ihrer 18-Meter-Yacht unterwegs gewesen, als sie in Saba, der kleinsten bewohnten von Curacao an einer Mooring im Saba National Marine Park festmachte. Sie wollte drei Tage an Land verbringen. Als ein Sturm aufzog, geriet die “Kirikou” in der Ladder Bay aber in Schwierigkeiten. Die Mooring-Leine des in hohen Wellen arbeitenden Schiffes verfing sich zwischen Kiel und Ruder und brach schließlich. Die Yacht trieb ab und lief an der felsigen Küste auf.
t war schwer beschädigt, doch es konnte von einem Schlepper über Wasser gehalten werden. Die Bergung wurde durch die Deep Blue Marine in St. Maarten mit dem Schlepper "Amstelstroom" aus Martinique, einem fünfköpfigen Taucherteam der SCF und zwei Schiffen von Marine durchgeführt..
Quelle:Tim Schwabedissen



Maschine von Luxusyacht überhitzt
(25.03.17) Auf dem Weg nach Svolvær überhitzte am 22.3. eine Maschine der Luxusyacht "Marie Claire", und es kam zu einem Dampfleck im Maschinenraum. Eine Schalttafel wurde zerstört. Der Skipper kontaktierte die NSSR, und das Rettungsboot "Sundt Flyer" kam rasch zum Havaristen in Brennsundløkta, der zwischen Svolvær und Henningsvær trieb.
Er wurde dann nach Svolvær abgeschleppt. Die "Marie Claire" ließ der frühere südafrikanische Präsident Frederick de Clerck einst in Durban für Repräsentationszwecke der Regierung erbauen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kran stieß gegen Eisenbahnbrücke
(25.03.17) Am Morgen des 24.3. kollidierte gegen 10 Uhr der aufgestellte Kran eines Binnenschiffes mit einer Eisenbahnbrücke nahe derWestbeke-Schleuse in Evergem. Der Kran brach dabei ab, und mehrere Signalkabel auf der Brücke wurden gekappt. Der Zugverkehr zwischen Evergem und Eeklo sowie Ghent und Eeklo war für Stunden gesperrt.
Gegen 13 Uhr konnte der Verkehr nach Inspektionen und Reparaturen teilweise wieder freigegeben werden.Zwischen Dampoort und Eeklo wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre vor New Jersey evakuiert
(25.03.17) Am 23.3. um 23.15 Uhr lief die 25 Meter lange Seastreak-Fähre "Whaing City Express" (MMSI-Nr.: 366953970) nahe der Highlands-Pier, New Jersey, mit 95 Fahrgästen auf Grund. Die Coast Guard New York schickte ein Rettungsteam von der Station Sandy Hook, das den Transfer der Passagiere von der "Whaling City Express" auf die "New Jersey" überwachte.
Noch während dieser Übergabe kam der Havarist wieder frei, und beide Schiffe wurden von der Küstenwache zu der Pier in New York eskortiert. Hier wurde die Katamaranfähre einer Inspektion unterzogen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre "Telepass" am Kai
(Bild: Simona Arena)   Großbild klick!

Fähre lief in Kai in Messina
(24.03.17) Am 23.3. um 9.40 Uhr kam es auf der italienischen Fähre "Telepass", 8383 BRZ (IMO-Nr.: 8917338), die gegen neun Uhr aus Villa San Giovanni ausgelaufen war, beim Ansteuern des Anlegers in Messina zu einem vollständigen Blackout. Da auch die Maschine betroffen war, konnte das Schiff nicht mehr aufgestoppt werden. Obwohl der Kapitän noch ein Notankermanöver auslöste, lief die Fähre in die Kaimauer hinein.
Kurzzeitig brach an Bord Panik aus, nachdem die Crew die Passagiere gewarnt hatte, sich sofort hinzulegen. Es wurde aber niemand verletzt. Allerdings stürzte ein Crewmitglied, als die Fahrgäste anschließend an Land gebracht wurden, und zog sich eine Fraktur zu.
Der Mann musste ins Papardo-Krankenhaus gebracht werden. Während die “Telepass” glimpflich davon kam, wurde die Kaimauer erheblich beschädigt und auch ein Fiberglaskabel für Telekommunikation sowie der ISPS-Zaun in Mitleidenschaft gezogen. Sofort wurde der Bereich gesichert und mit Ausbesserungsarbeiten begonnen. Polizei, Krankenwagen und Hafenvertreter waren vor Ort. Die “Archimedes” sprang kurzfristig als Ersatz für die “Telepass” ein. Diese konnte um 16.40 Uhr ihren Dienst nach Villa San Giovanni wieder aufnehmen.
Die “Telepass” ist 120 Meter lang, 19,02 Meter breit, hat 4,5 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 2.131 Tonnen. Sie läuft für die Caronte & Tourist Lines SRL in Messina und wurde 1991 von der Kaldnes Mek. Verksted A/S in Tonsberg als “Vestfold” an die Rederi Gokstad/ Bastøfergen, Horten, abgeliefert. Am 9.6. ging sie in den Fährdienst Moss - Horten.
Am 13.1.1996 wurde sie in Drammen aufgelegt und im Mai 1999 an die Viano Shipping, Reggio Di Calabria, verkauft, die sie in den Liniendienst Calabria – Messina brachte. Seit 2004 ist sie registriert für die Caronte & Tourist Lines.
Quelle:Tim Schwabedissen



Beide Vermisste der El Fairell vor Barcelona geborgen
(24.03.17) Nach der Kollision des russischen Tanker "Midvolga 2", 4867 BRZ (IMO-Nr.: 9735139), mit dem spanischen Trawler "El Fairell" (MMSI-Nr.: 224245280), am Morgen des 24.3. vor Barcelona sind nun die beiden vermissten Crewmitglieder von dem ROV der „“Clara Campoena“ geborgen worden. Zunächst hatte es Hindernisse und Netze am Wrack beseitigt. Dann konnte das Schiff längere Zeit gründlich inspiziert werden.
An Bord wurden dabei mit den Kameras des Tauchroboters keine Toten entdeckt. Am Nachmittag des 23.3. wurde die erste Leiche, die des Marokkaners, in der Nähe in 160 Metern Wassertiefe aufgefunden und in einen Korb transportiert. Nachdem dieser auf 15 Meter Wassertiefe angehoben worden war, konnten Taucher sie bergen und auf das Schiff bringen.
Der zweite Tote wurde am 24.3. um 4:45 Uhr geborgen. Es handelte sich um den 37-jährigen Senegalesen. Beide Körper wurden auf ein Schiff der Special Underwater Activities Group (GEAS) der Civil Guard und von dort zum Maritime Service Provincial de la Benemérita gebracht.
Derweil hatte die "Guardamar Callíope" den Skipper des Kutters auf die "Clara Campoamor" gebracht, begleitet von seinem Bruder und dem Hafenkapitän von Barcelona, Javier Valencia. Am 24.3. mussten der Kapitän und der 1. Offizier der "Midvolga 2" vor dem Tribunal Superior de Justicia de Cataluña (TSJC) in Barcelona erscheinen, um im Rahmen der Unfalluntersuchung ihre Aussagen zu machen. Sie werden der vorsätzlichen Nachlässigkeit beschuldigt.
Die "Midvolga 2" lag weiter an der Südmole des Hafens. Sie hatte keine gravierenden Schäden davongetragen, wurde aber im Rahmen der laufenden Untersuchungen mit einem Auslaufverbot belegt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sturm in Port d’Andratx
(Bild: F. Graham)   Großbild klick!

Mallorca:Wrack der Paradise in Port d’Andratx von Baggern zerlegt
(23.03.17) Die Berger der Arjona S.A. haben am 23.3. das im Port d’Andratx weiter auf Grund liegende Wrack der unter Kingstown-Flagge laufenden Luxusyacht "Paradise", 134 ts (MMSI-Nr.: 376273000), weitgehend abgewrackt. Zwei Bagger rückten den Aufbauten des Schiffes zuleibe und zerlegten sie mit ihren Schaufeln. Die Trümmer wurden an Land in Containern zum Abtransport abgelegt.
Zuvor waren die elektrischen Einrichtungen des Schiffes ausgebaut worden. Mit Ölsperren um den Rumpf sollte das Austreten von Öl verhindert werden. Taucher bargen einen Safe sowie zwei in der Garage aufbewahrte Jetskis aus dem Schiffsinnern.
Auch die Maschinen sollten noch geborgen werden. Als das Schiff vor über 10 Jahren erbaut wurde, kostete es fünf Millionen Euro. Zuletzt war es mit drei Millionen Euro taxiert worden. Die Bergung hat bislang 295,000 Euro gekostet.
Die spanische Regierung hat unterdessen in einer Sonderhilfe 3,8 Millionen Euro bewilligt, um an den Hafen- und Uferanlagen der Balearen die Spuren der Winterstürme zu beseitigen, der die „Paradise“ und andere Schiffe zum Opfer fielen. Es handelte sich dabei um Bereiche, die der Küstenbehörde und damit dem spanischen Verkehrsministerium unterstellt waren. Im Raum Calvià handelte es sich um Bereiche in Santa Ponça und Magaluf. In Alcúdia mussten Stege repariert und in Manacor an der Ostküste Ausbesserungsarbeiten in den Calas Murada, Domingos und Antena durchgeführt werden.
In Felantix galt es Schäden an den Hafenanlagen in Portocolom sowie an der Zufahrt zur Cala Sa Nau zu beseitigen. Bei Sa Ràpita waren Arbeiten am Sporthafen notwendig. In Pollença wurden die Seepromenaden von Colom und Voramar in Mitleidenschaft gezogen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ibiza: Feuer auf Containerfrachter vor Sant Miquel
(24.03.17) Die spanische Marine und Salvamento Marítimo assistierten am 24.3. dem französischen Containerfrachter "CMA CGM Fidelio", 107898 BRZ (IMO-Nr.: 9299642), auf dem um 4.20 Uhr rund 15 Meilen vor dem Hafen von Sant Miquel in Ibiza ein Feuer in den Mannschaftsunterkünften ausgebrochen war. Die “Malta Mata" sowie die "Martín Posadillo" der Marine und die "Sicilia" der Company Baleària wurden mobilisiert. Ein Helikopter der Base von Salvamento Marítimo in Palma wurde für mögliche Transfers in Bereitschaft versetzt.
Der Containerfrachter war an 23.3. um 22.30 Uhr aus Valencia nach Marsaxlokk ausgelaufen. Seine Crew konnte den Brand binnen einer Stunde löschen, und das Schiff setzte seine Reise fort. Die "Malta Mata" überwachte den weiteren Weg. Am 25.3. um 21 Uhr sollte der Frachter in Marsaxlokk eintreffen.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Panagia Tinou" mit Schleppern
(Bild: George Gbidis)   Großbild klick!

Letzte Reise der Panagia Tinou von Piräus nach Aliaga beendet
(24.03.17) Nach zweitägiger Überfahrt erreichte am 23.3. um 13.40 Uhr der griechische Schlepper "Pantokrator" (IMO-Nr.: 9376880) mit dem Wrack der Fähre "Panagia Tinou", 5122 BRZ (IMO-Nr.: 7205063), den Abwrackstrand in Aliaga. Hier endete die letzte Reise des Schiffes, das in Piräus, die am 21.3. begonnen hatte. Damit war die dreimonatige Bergungsarbeit beendet.
Am 8.2. hatte nach dem Abdichten des Wracks das Auspumpen durch die Antipollution ANE begonnen. Am 11.2. schwamm das Schiff wieder an seinem Liegeplatz. Am 26.4.2016 war die arrestierte „Panagia Tinou“ nach einem Wassereinbruch auf den Hafengrund in Piräus gesunken.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung der Sewol mehrfach verzögert
(25.03.17) Am 24.3. um 16.45 Uhr Ortszeit wurde damit begonnen, das Wrack der Fähre “Sewol” langsam in Richtung des 1,7 Kilometer entfernt liegenden Dockschiffes "White Marlin" (IMO-Nr.: 9670224), zu bugsieren. 13 Meter hoch ragte der auf der Seite zwischen den beiden Jackup-Bargen fixierte Rumpf aus dem Wasser, hoch genug, um auf dem abgetauchten Dockschiff eingeschwommen zu werden.
Schlepper zogen den Konvoi langsam in dessen Richtung. Bis um Mitternacht sollte die “Sewol” über dem Deck der “White Marlin” in Position gezogen werden, um dann fixiert werden zu können. Die Zeit drängte, denn ab dem 25.3. sollten wieder stärkere Strömungen in dem Seegebiet einsetzen.
Um 11.30 Uhr hatte die “Sewol” die erforderliche Austauchhöhe erreicht. Der Steuerbordpropeller war an der Unterseite des schlammbedeckten Torsos sichtbar. Zuvor hatte es eine Komplikation gegeben – die Steuerbordrampe am Achterschiff der Fähre hatte sich gelöst und hing unter dem Schiff herab. Mit diesem Hindernis wäre ein Einschwimmen auf dem Dockschiff nicht möglich gewesen.
Am 23.3. um 17 Uhr hatte die Fähre 8,5 Meter über die Wasseroberfläche hinausgeragt, als die Arbeiten gestoppt werden mussten, damit Taucher die Scharniere der Rampe abtrennen konnten. Bereits am Morgen hatte es eine Unterbrechung gegeben, weil sich der Rumpf so bewegt hatte, dass er gegen die Hebezüge kam. Es dauerte mehrere Stunden, ihn neu auszubalancieren. Um 15 Uhr ging dann die Hebung weiter.
Wenn die „Sewol“ über der „White Marlin“ liegt, müssen die 66 Hebezüge zu den beiden in Panama registrierten Bergungsbargen gelöst werden. Dann kann sich das Dockschiff heben und das Wrack auf dessen Deck befestigt werden. Dieser Prozess sollte drei bis vier Tage dauern. Die Überfahrt nach Mokpo könnte bis zum 4. oder 5.4. dauern, wo das Schiff am Neuen Hafen erwartet wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Abwrackkutter in Mazatlán
(24.03.17) In Mazatlán brach am 23.3. um 16.45 Uhr auf einem Garnelenkutter ein Feuer aus. Eine große Rauchwolke stand über dem Hafen. Die Feuerwehr rückte zum Brandort an der Emilio Barragan Avenue aus. Dort wurde in dem Gebiet von "El Reno" das Schiff gerade abgewrackt und dabei geriet das Polyurethan auf dem Rumpf in Brand.
Die Arbeiter der Firma Manocultivos Cabo Corrientes räumten das Gelände. Die Feuerwehr brachte die Flammen dann rasch unter Kontrolle.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter bei Cebu gekentert
(24.03.17) Der mit Sand beladene Frachter „Marc Jason III“ kenterte und sank am 21.3. 50 Meter vor der Küste von Barangay Montañeza, Malabuyoc, Cebu. Das Schiff kam aus Tampi, Amlan, Negros Oriental und war nach Sta. Fe in Bantayan Island unterwegs. Gegen 20 Uhr entschied der Kapitän, nach Malabuyoc zu laufen, nachdem sein Schiff Schlagseite entwickelt hatte.
Hier sollte die Maschine überprüft werden. Alle 17 Crewmitglieder gingen von Bord. Am 22.3. kenterte der Frachter. Am Morgen des 24.3. kontrollierten Vertreter des Department of Environment and Natural Resources der Tañon Straight Protected Seascape das Wrack. Weder lief Öl aus noch wurden Korallen zerstört.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schubschlepper lief auf Mississippi auf Grund
(24.03.17) Der 51 Meter lange Schubschlepper "Kelly Rae Erickson" (MMSI-Nr.: 367638120) der Marquette Transportation lief am 22.3. gegen 15 Uhr auf dem Mississippi bei Flussmeile 486 mit neun Bargen kurz auf Grund. Dabei wurde eine der mit Getreide beladenen Bargen beschädigt. Die Unfallstelle befand sich direkt oberhalb der Interstate 74 Bridge. Womit der Schlepper kollidierte, war ebenso wie die Schadenshöhe noch unklar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre mit Maschinenschaden ausgefallen
(24.03.17) Die norwegische Fähre "Fjordveien", 3368 BRZ (IMO-Nr.: 9237993), musste am 21.3. aus dem Dienst Mekjarvik - Kvitsøy genommen werden, nachdem sie am Morgen technische Probleme erlitten hatte. Am Kai in Mekjarvik sollte der Schaden an der Maschine behoben werden. Zunächst wurde ein Speedboot zum Einsatz gebracht, ehe am Abend die Fähre "Hamarøy", 3695 BRZ (IMO-Nr.: 9056313), als gleichwertiger Ersatz der "Fjordveien" ihren Dienst aufnahm.
Wie lange diese ausfallen würde, war noch unklar, es wurde aber mit einer Woche gerechnet. Die "Stord", die planmäßig als Ersatz auf der Route Mekjarvik-Kvitsøy zur Verfügung stehen sollte, war gerade im Fährdienst Lauvvik - Oanes eingesetzt, weil die dort normalerweise verkehrende "Finnøy" sich in einer Werftüberholung befand.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre "Sewol" wird geborgen
(Bild: Shanghai Salvage)   Großbild klick!

Sewol nach fast drei Jahren zurück an der Wasseroberfläche
(23.03.17) Am Morgen des 23.3. war erstmals nach fast drei Jahren das Wrack der südkoreanischen Fähre "Sewol", 6825 BRZ (IMO-Nr.: 9105205), wieder über Wasser sichtbar. Mit Schlamm bedeckt ragte die Steuerbordflanke zwischen den beiden Jackup-Bargen empor. Die Bergung hatte am 22.3. gegen 10 Uhr bei ruhigem Wetter begonnen. Um 15.30 Uhr hatte sich das Wrack einen Meter vom 44 Meter tiefen Grund gehoben.
Nachdem eine Kontrolle der Balance vorgenommen worden war, fiel die Entscheidung, den Hebungsprozess fortzusetzen. Am 23.3. gegen 3.45 Uhr durchbrach der Rumpf die Wasseroberfläche. Bis gegen 14 Uhr Ortszeit befanden sich sechs Meter des Schiffes, das nun 24,4 Meter angehoben war, über Wasser.
Das Ziel war, das 35 Meter weit hochgezogene Wrack, das dann 13 Meter hoch aufragen würde, dann zum in der Nähe wartenden, unter Curacao-Flagge registrierten Dockschiff „White Marlin“, 51065 BRZ (IMO-Nr.: 9670224), das am 15.3. aus Shanghai nach Jindo ausgelaufen war, zu transportieren. Drei Meter pro Stunde kam es dabei im Laufe der ersten Tageshälfte nach oben. Gegen 15 Uhr mussten die Arbeiten aber gestoppt werden, weil sich der Rumpf des Wracks bewegt und Kontakt mit den Hebezügen der Bargen hatte. Deshalb musste es neu ausbalanciert werden.
Der Plan war, die „Sewol“ am 24.3. eingedockt zu haben. Dann würde die Phase der Nipptiden mit wenig Strömung enden, und die Arbeit würde schwieriger werden. Wenn das Wrack dann auf dem Deck des Dockschiffes gesichert ist, sollte es ins 90 Kilometer entfernte Mokpo gebracht werden. Dies würde weitere 12-13 Tage dauern, und erst im Hafen sollten die Inspektionen beginnen.
Möglicherweise befanden sich im Schiffsinnern noch die Überreste von neun Todesopfern. Als die Fähre am 16.4.2014 sank, waren 304 der 476 Passagiere, überwiegend Hochschulstudenten, ums Leben gekommen. 295 Tote wurden in den folgenden Monaten geborgen.
Auch an der Untergangsstelle der „Sewol“ sollten nach deren Abtransport Taucher nach sterblichen Überresten weiter suchen. Deshalb wurden dort Unterwasserzäune aufgestellt, die ein Abtreiben verhindern sollten. Die Bergungsarbeiten kosten 72 Millionen Dollar und werden durch ein chinesisches Konsortium unter Leitung der staatlichen Shanghai Salvage durchgeführt.
Die „Sewol“ wurde 1994 unter als „Naminoue“ auf der Werft Hayashikane in Nagasaki für die Fährreederei Oshima Un’yu in Kagoshima erbaut und am 21.6. abgeliefert. 2007 wurde sie ohne Umbenennung auf die Reederei A-Line Ferry Company in Kagoshima übertragen und bis Oktober 2012 unter japanischer Flagge betrieben. Die südkoreanische Chonghaejin Marine Company in Incheon übernahm die Fähre 2013 und benannte sie in „Sewol“ um.
Bis 2013 hatte das Schiff 52 Kabinen und konnte 804 Passagiere, 90 Pkw und 60 Lkw transportieren. Durch einen Umbau im März 2013 wurde die Passagierkapazität auf 960 erhöht. Am 16.4.2014 entwickelte das Schiff auf dem Weg von Incheon zur südlichen Ferieninsel Jejudo erst Schlagseite und kenterte zwei Stunden später in der Nähe der Insel Jindo.
Der erste Notruf der „Sewol“ ging um 08:58 Uhr bei der zuständigen Behörde, dem Jeju Vessel Traffic Services Center (VTS), ein. Etwa eine halbe Stunde später hatte die Fähre etwa 60° Krängung, und weitere 1,5 Stunden später sank sie. Eine Zeitlang ragte noch das Vorschiff mit dem Wulstbug kieloben aus dem Wasser.
Am 18.4. wurden drei Hebesäcke zur Stabilisierung am Bug angebracht, damit dieser nicht auf den Grund sinkt. Am folgenden Tag erreichten drei Schwimmkräne die Unglücksstelle. Sie konnten aber den vollständigen Untergang nicht verhindern. Die Rettungsmaßnahmen, darunter insbesondere der Einsatz von Rettungstauchern, waren durch die starken Gezeitenströmungen auf ein Zeitfenster von ±½ Stunde um das Stauwasser herum beschränkt und durch die hohe Trübung des Wassers schwierig.
An Bord hatten sich 447 Passagiere und 29 Besatzungsmitglieder befunden. Unter den Passagieren befanden sich 325 Schüler im Alter von 16 und 17 Jahren sowie 15 Lehrer der Danwon High School aus der Stadt Ansan. 185 Tote konnten bis zum 25.4. geborgen werden. 174 Menschen, darunter 20 Besatzungsmitglieder und der Kapitän, wurden gerettet. Die Passagiere sprangen zum Teil mit Schwimmwesten in das 12 Grad kalte Wasser.
Viele Schiffbrüchige wurden von herannahenden Booten und der Küstenwache und von Hubschraubern aufgenommen. 117 Personen wurden am 25.4.2014 noch vermisst. An Bord befanden sich auch rund 150 Fahrzeuge. Vor Jindo breitete sich am 19.42014 ein Ölteppich aus.
Der 68-jährige Kapitän Lee Joon-seok war die Urlaubsvertretung des eigentlichen Kapitäns und hatte das Schiff offenbar 30 bis 40 Minuten, nachdem es sich auf die Seite gelegt hatte, verlassen. Zum Unglückszeitpunkt stand die wenig erfahrene 26-jährige Dritte Offizierin am Ruder. Am Morgen des 19.4. wurden Kapitän Lee und weitere Besatzungsmitglieder verhaftet.
Die Besatzung hatte die Passagiere nach Absetzen des Notrufs aufgefordert, in ihre Kabinen zurückzukehren. Nur die später Geretteten hatten sich etwa eine halbe Stunde nachdem das Schiff in Schräglage geraten war, dieser Aufforderung widersetzt. Von den 46 Rettungsinseln wurde lediglich eine zu Wasser gelassen. Rund zwei Wochen nach dem Untergang waren 212 Insassen im Wrack oder in der Umgebung geborgen; 92 Menschen wurden noch vermisst. Drei und sieben Wochen nach dem Untergang kamen zwei Taucher bei den Bergungsarbeiten um. Um die Fähre wurde eine Fangnetz verlegt, um ein Abdriften der noch nicht geborgenen Leichen zu verhindern.
Die Fähre hatte zur Unglückszeit kurz hintereinander zwei starke Kursänderungen vorgenommen, die erste etwa zehn Minuten vor dem ersten Notruf um 8:48 Uhr um circa 80°, dann vier Minuten später um weitere circa 130°. Spekuliert wurde in diesem Zusammenhang über ein Verrutschen der Ladung, wodurch das Schiff relativ schnell starke Schlagseite bekommen haben könnte.
Das Ministerium für Meeresangelegenheiten teilte am 21.4. mit, dass nach der Wiederherstellung von Daten zur Bestimmung der Schiffsposition davon ausgegangen wurde, dass die Kursänderungen nicht so stark waren, wie zuvor angenommen. Am 24.4. wurde berichtet, dass das Rudersystem der „Sewol“ seit mehreren Tagen defekt gewesen und beim Unglück aus einer leichten Kurskorrektur ein starkes Ruderlegen geworden sei. Die „Sewol“ transportierte seit dem Umbau regelmäßig mit mehr Ladung als in der Zulassung erlaubt war. Das koreanische Schiffsregister, zuständig für die Ladegrenzen, untersuchte offenbar im Frühjahr 2013 die „Sewol“ und reduzierte entsprechend den Dokumenten die zulässige Ladung auf 987 Tonnen. Diese Information wurde zwar dem Schiffseigner Chonghaejin mitgeteilt, nicht aber der Küstenwache und der koreanischen Schiffsvereinigung.
Chonghaejin meldete ihrerseits der Schiffsvereinigung die etwa vierfache Kapazität von 3.963 Tonnen. Das Schiff fuhr in den 13 Monaten nach dem Umbau „routinemäßig überladen“, in der Mehrzahl der Überladungsfälle mit über 2.000 Tonnen. Vor dem Untergang soll die „Sewol“ mit über 3.600 Tonnen beladen gewesen sein, mehr als sonst jemals zuvor laut Unterlagen.
Am Unglückstag hatte sie dabei nur ca. 30 % des von der Klassifikationsgesellschaft vorgeschriebenen Ballastwassers an Bord. Ein am Unglückstag beurlaubter Kapitän des Schiffes erklärte, dass er seit dem Umbau Bedenken über die Stabilität des Schiffes hatte und dies auch der Reederei gemeldet habe, darauf sei jedoch keine Reaktion erfolgt.
Am 11.5.entzog die Regierung dem Fährunternehmen die Lizenz für die Strecke Incheon - Jeju mit der Begründung, dass massiv gegen Sicherheitsbestimmungen verstoßen worden sei. Die Reederei erklärte, dass sie Lizenzen für weitere Strecken freiwillig zurückgeben werde.
Am 26.4. wurden auch die letzten vier Besatzungsmitglieder festgenommen, nun waren alle 15 überlebenden (leitenden) Besatzungsmitglieder inhaftiert. Am 8.5.2014 wurde berichtet, dass die Staatsanwaltschaft Kim Han Sik, den Chef der Reederei Chonghaejin Marine, festgenommen hat. Er stand im Verdacht, die Überladung der Fähre angeordnet oder zumindest davon gewusst zu haben.
Der Eigner der Reederei, der 73-jährige Yoo Byung-Eun, tauchte im Mai unter und suchte offenbar vergeblich in Frankreich und Kanada um Asyl wegen politischer und religiöser Verfolgung nach. Am 12.6. wurde auf einem Feld in Suncheon, 300 km südlich von Seoul, eine stark verweste Leiche gefunden; diese wurde als Yoo Byung-Eun identifiziert. Zahlreiche Besatzungsmitglieder waren offenbar ebenfalls Mitglieder der Evangelikalen Baptistenkirche von Korea, deren Führer Yoo Byung-Eun war.
Am 15.5.2014 wurden der Kapitän und drei weitere Besatzungsmitglieder des Mordes angeklagt; in Südkorea gibt es auch einen Straftatbestand des Mordes durch Unterlassen. Ihnen wurde unter anderem vorgeworfen, das Schiff mit den ersten Booten der Coast Guard verlassen zu haben, ohne sich um die Passagiere und um verletzte Besatzungsmitglieder zu kümmern.
Am 10.6.2014 begann vor Gericht der Stadt Gwangju der Prozess gegen Kapitän Lee Joon Seok und 14 weitere Angeklagte. Ihm und drei seiner Untergebenen drohte im schlimmsten Fall die Todesstrafe. Nur wenige Anwälte waren bereit, die Verteidigung zu übernehmen, weshalb den Beschuldigten mehrere Pflichtverteidiger gestellt wurden.
Am 7.10.2014 kündigte die oberste Staatsanwaltschaft von Südkorea an, dass sie 154 Personen anklagen werde. Der Untergang sei auf fehlerhaft gesicherte Ladung, einen illegalen Umbau des Schiffes zur Erhöhung der Transportkapazität sowie grobe Navigationsfehler der Besatzung zurückzuführen; die Tragweite des Unglücks sei durch eine fehlerhafte Reaktion der Küstenwache verstärkt worden. Auch der Kapitän eines Küstenwachtschiffes sowie 13 Mitglieder des Jindo Vessel Traffic Service wurden angeklagt.
Am 11.11.2014 wurden der Kapitän und drei weitere Besatzungsmitglieder vom Vorwurf des Mordes freigesprochen. Der Kapitän erhielt eine lebenslange Haftstrafe. Zur Begründung sagten die Richter, der Kapitän habe seine Pflichten verletzt, was zum Tod von Menschen geführt habe. Seine Besatzungsmitglieder wurden zu Haftstrafen von jeweils 15, 20 und 30 Jahren verurteilt.
Die Vorbereitungen zur Bergung begannen im August 2015. Im Januar 2016 war die erste Phase der Bergung mit dem Abpumpen von 954 Kubikmetern ölverschmutzten Wassers und dem Anbringen von Sicherheitsnetzen an 136 Fenstern und 16 Türen beendet. Am 12.6.2016 wurde mit dem Anheben des Schiffes begonnen.
Zunächst sollte der Bug mit Hilfe von Schwimmkränen angehoben werden und danach sollten 18 Hebearme darunter angebracht werden. Man erhoffte sich, das Schiff Ende Juli 2016 wieder an der Oberfläche zu holen. Die widrigen Bedingungen vor Ort führten aber dazu, dass dies erst acht Monate später geschah.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fischer überstanden Schiffbruch vor Skagen wohlbehalten
(23.03.17) Die beiden dänischen Fischer, deren Kutter "Lis Katrine - RI 192", 27 BRZ (MMSI-Nr.: 220327000), am 22.3. gegen 3.30 Uhr im Skagerrak gesunken war, trafen im Laufe des Tages wohlbehalten wieder im Heimathafen Hvide Sande ein. Ein Hubschrauber des 722. Geschwaders in Aalborg hatte sie von der schwedischen Fähre “Stena Saga” aufgewinscht und zu seiner Base geflogen. Ein mit an Bord befindlicher Arzt des Geschwaders hatte sie sofort untersucht, sie hatten den Schiffbruch aber wohlbehalten überstanden.
Sie gaben an, ihr Schiff habe 9,5 Meilen nördlich von Skagen einen plötzlichen Wassereinbruch erlitten. Sie hätten nur noch Zeit gehabt, ihre Überlebensanzüge anzuziehen und eine Notrakete abzufeuern, ehe sie in die Rettungsinsel flüchten mussten. Die Rakete war von der „Stena Saga“ aus gesichtet worden, woraufhin eine Rettungsaktion ausgelöst wurde, an der auch ein schwedischer Hubschrauber, das Rettungsboot aus Skagen, die dänische Fregatte "Iver Huitfeldt" sowie eine weitere Fähre teilnahmen. Das Rettungsboot patroullierte noch einmal an der Stelle, an der der Holzkutter nun 80 Meter tief auf Grund lag, ehe auch er in den Hafen zurückkehrte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack der „Titanic“
(Bild: Blue Marble Private)   Großbild klick!

Urlaubsreisen zur Titanic ab 2018
(23.03.17) Die Londoner Luxusreisenfirma Blue Marble Private hat mit dem Vorverkauf für Tickets zur Untergangsstelle des Luxusliners „Titanic“ begonnen. Der erste 'Dive the Titanic'-Trip soll im Mai 2018 stattfinden und 105,129 Dollar pro Person kostet. Die Inflation einberechnet, wäre dies derselbe Preis wie für ein 1.Klasse-Ticket auf dem Schiff auf seiner ersten und letzten Reise. Die achttägige Tour beginnt mit einem Helikopterflug von St. John’s in Neufundland zu einer Yacht, die unweit der Untergangsstelle ankert.
Auf dem ersten Teil der Reise werden die Reisenden lernen, wie man ein Sonar und Unterwassernavigationssysteme bedient. Wissenschaftler und die Expeditionscrew machen sie mit den Schiffsfunktionen vertraut. An den Tagen drei bis sechs steigen sie in einem aus Titan und Karbon-Fiber konstruierten Tauchboot unter der Leitung von Experten 4000 Meter tief zum Wrack ab. Sie werden über die Decks gleiten und einzigartige Einblicke ins Wrack erhalten. Der Tauchgang dauert drei Stunden.
In dieser Zeit können 3D- und 2D-Sonarscans gemacht werden. Weitere Fahrten sind für 2019 geplant. Neun Personen können jeweils an den Expeditionen teilnehmen. Bis 2012 hatte auch die Deep Ocean Chartertauchfahrten zur „Titanic“ angeboten. Der Entdecker des Schiffes, Bob Ballard, beklagte aber auch Schäden, die bei solchen Fahrten am Wrack angerichtet wurden, als Tauchschiffe auf dem Deck landeten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack der El Fairell vor Barcelona identifiziert
(23.03.17) Am 22.3. um 22.30 Uhr schickte das ROV Comanche, das von der "Clara Campoamor", abgesenkt worden war, erste Bilder des Wracks der "El Fairell", das drei Meilen vor Port Vell auf dem Meeresgrund lag. Sie zeigten den Namen des Wracks, wodurch es eindeutig identifiziert werden konnte. Bei der Außeninspektion konnten keine Hinweise auf die beiden vermissten Crewmitglieder gefunden werden. Die „Clara Campoamor“ hatte um 20 Uhr den Hafen verlassen und während der Nacht mehrere Inspektionen der „El Fairell“ durchgeführt. Das ROV ist allerdings zu groß, um ins Schiffsinnere einzudringen. Wenn es Verdachtsmomente hinsichtlich der beiden gab, könnte der Kutter in flacheres Wasser gezogen werden, wo Taucher es durchsuchen würden.
Am 23.3. um 7.30 Uhr liefen die “Guardamar Calíope”, die “Mediterránea" und die "Neptuno" wieder aus, um die Küste von Gavà bis Cementera Vallcarca abzusuchen. .
Quelle:Tim Schwabedissen



Ausgebrannter ehemaliger Minensucher geplündert
(23.03.17) Nachdem am Morgen des 20.3. der ehemalige schwedische Minensucher „Norsten“ in Göteborg 12 Stunden lang gebrannt hatte, fand ihn der Eigner Bengt Johansson nun auch noch geplündert vor. Er kam erst am Abend des 21.3. an Bord. Alle vier Kabinen waren ausgebrannt, aber nun fehlte auch die Funkanlage. Er hat nun einen Wachmann zu dem Liegeplatz geschickt Die Polizei hatte das Schiff nach Ende der Ermittlungen sich selbst überlassen. Die Ergebnisse der Untersuchungen werden kommende Woche erwartet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Schiff bei Rosenberg
(23.03.17) In Stavanger brach auf einer 20 Meter langen Barge in Buøy südlich von Rosenberg am Nachmittag des 22.3. ein Feuer aus. Es entstand im Ruderhaus und erzeugte eine starke Rauchentwicklung. Die Feuerwehr von Rogaland löschte die Flammen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rauch, aber kein Feuer auf Motorboot vor Svolvær
(23.03.17) Am Morgen des 22.3. wurde das NSSR-Rettungsboot “Sundt Flyer” zur Assistenz eines Sportbootes westlich von Hopen unterhalb von Vågakallen gerufen. Als das Schiff nach Svolvær unterwegs war, kam es zu einer Rauchentwicklung an Bord. Deshalb stoppte die zweiköpfige Crew die Fahrt. Die „Sundt Flyer“ kam zu Hilfe, konnte aber keinen offenen Brand feststellen. Der Havarist wurde dann nach Svolvær abgeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Viertes Feuer auf Abbruchschiff in Liverpool
(23.03.17) Auf der HMCS “Algonquin” die derzeit im Port Mersey Commercial Park by R.J. MacIsaac Ltd. verschrottet wird, brach am 22.3. ein Feuer aus. Um 12.30 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert. Der Brand war bei Schweißarbeiten entstanden. Die Feuerwehr konnte die Flammen rasch ersticken.
Es handelte sich um das vierte Mal, dass ein Schiff, das nach Liverpool zum Abbruch bei der Firma in Antigonish gebracht wurde, ein Feuer entstand. Erst vor zwei Wochen war auf der HMCS „Protecteur“ zu dritten Mal in weniger als einem Jahr ein Feuer ausgebrochen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sorge um das Schicksal der „Yacht Hop“
(23.03.17) Am 21.3. lag die “Yacht Hop“, die einst in Nova Scotia behematete ehemalige “Esther Boyd” und “Cape Chidley”, weiterhin in St. Martin auf Grund. Das Schiff endete seine Karriere als Trawler vor 15 Jahren und lag 12 Jahre lang an einem Kai in Lunenburg, bis 2014 Captain Joe Outred in die Stadt kam und große Pläne mit ihr hatte. Er wollte sie zum Transport von Megayachten nützen und erhielt dazu zunächst auch breite Unterstützung.
Outred war ein Agent des Venezolaners Esteban Fraga, der mehrere Fimen betreibt, darunter eine Charterfluglinie in Florida. Frage besitzt eine Goldmine, die Florida Aviation Group, eine Bootscharterfirma in St. Tropez, France und verchartert 85 Fuß lange Megayachten in der Sommersaison und Boote in St. Martin. Das Geschäft mit Superyachten im Mittelmeer lief gut, und deshalb sollte nun eine Yacht von Venezuela auf den dortigen Markt gebracht werden.
Zwei Jahre lang versuchten Fraga oder Outred einen Platz auf einem Yachtcarrier zu bekommen, aber ohne Erfolg. Deshalb kauften sie die “Cape Chidley” und schnitten alle störenden Einrichtungen auf dem Deck ab, um Platz für eine 80 Fuß lange Yacht zu schaffen. Dann sollte das Schiff nach Venezuela gebracht und dort mit einem Kran an Bord gehoben werden.
Außerdem sollte das Schiff, das 50,000 Gallonen Öl bunkern kann, in Venezuela, wo Treibstoff einen Dollar kostet, betankt und der Tankinhalt in St. Tropez weiterverkauft werden. Als das Schiff auf eine Werft auf den U.S. Virgin Islands gehen sollte, fehlte es aber an notwendigen Einlaufpapieren, und schließlich endete das Schiff in St. Martin. Dort verließ die Crew das Schiff.
Als die “Yacht Hop” schließlich strandete, war nur ein Mann an Bord. Es gab keinen Notruf, als die Ankerkette brach und sie auf Drift ging. Die Polizei stellte bei ihren Untersuchungen fest, dass es keine Registrierung des Schiffes gab. Die Anwohner von St. Martin fürchteten nun, dass es in einem Tropensturm in ihre am Strand stehenden Häuser geworfen werden könnte.
Am Abend des 21.3. befand sich ein Schlepper in der Nähe. Ob er auf einen ausreichenden Wasserstand wartete, um einen Bergungsversuch zu unternehmen, war aktuell nicht klar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gesunkener Schoner wurde unter Schutz gestellt
(23.03.17) Der 1869 erbaute Schoner “Alaska”, der 1879 nördlich von Two Rivers strandete und später auf dem Lake Michigan sank, wurde jetzt das 55. Wrack, das im National Register of Historical Places in Lake Michigan eingetragen wurde. Im Mai 2015 hatte Suzze Johnson aus Two Rivers bei einem Flug über den See das Schiff wiederentdeckt. Dann betauchten es die Archäologen Tamara Thomsen und Caitlin Zant der Wisconsin Historical Society und stellten ihren historischen Wert fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fischer könnte Bootsunfall zum Opfer gefallen sein
(23.03.17) Am 21.3. gegen 15 Uhr wurde das 5,6 Meter lange Sea-Nymph-Motorboot “Optimist” kieloben zwei Meilen südlich von Mayor Island vor der Küste von Tauranga von einem Flugzeug aus verlassen im Meer treibend entdeckt. Der Fall stellte die Polizei zunächst vor ein Rätsel. Nun wurde bekannt, dass es dem Fischer Karl Earwaker, 39, aus Te Awamutu gehörte, der seit dem Fund vermisst wird.
Offenbar ging er über Bord, als sein Boot kenterte. Die Marine und das Police Dive Squad wollten am 23.3. den Meeresgrund vor Mayor Island absuchen. Am 23.3. wurde das Boot geborgen und an einer Rampe an Land gezogen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandeter Schlepper wartet auf Flusshochwasser
(23.03.17) Der unter Cook-Islands-Flagge registrierte Schlepper "York Syme", 149 BRZ (MMSI-Nr.: 518321000), lief am 16.3. gegen 11 Uhr auf dem Weiti River oberhalb dese Stillwater Boat Club auf Grund. Seitdem sitzt das Schiff dort hoch und weitgehend trocken, weil seither der Wasserstand auf dem Fluss abnahm. Die Flut lief am Unglückstag 3,2 Meter hoch auf, derzeit lag der Höchststand bei unter drei Metern.
Erst am 30.3. wird wieder eine Tidenhöhe von 3,5 Metern erwartet. Die "York Syme" war auf dem Stevensons Yard flussaufwärts überholt worden und befand sich auf dem Weg zurück zur Bayswater Marina, als sie festkam. Auckland Transport sah keinen Anlass zu einer Untersuchung der Havarie, anders als am 13.11.1997, als der Schlepper im Golf festgekommen war und die Transport Accident Investigation Commission den Vorfall untersuchte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Barge auf Misssissippi leckgeschlagen
(23.03.17) Die US Coast Guard wurde alarmiert, nachdem am 22.3. auf dem Mississippi bei Flussmeile 484 eine Barge Wassereinbruch erlitt. Sie gehörte zu einem südgehenden Verband mit einem Schubschlepper und neun Bargen, als es zur Kollision mit einem unbekannten Hindernis zwischen Bettendorf und Davenport kam. Die Pumpen auf der Barge konnten den Wassereinbruch unter Kontrolle halten.
Taucher waren auf Standby, während versucht wurde, eine provisorische Patsche über dem Leck aufzubringen. Danach sollte die Barge nach St. Louis zur Reparatur gebracht werden. Alle Bargen des Schubverbandes waren mit Weizen beladen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Havarie der Lady Alida wirft Schlaglicht auf mangelnden Küstenschutz in England
(23.03.17) 50 Jahre nach der Strandung des Tankers “Torrey Canyon” auf dem Seven Stones Reef vor Land’s End, die zu einer verheerenden Ölpest in Cornwall führte, haben zwar neue Navigationshilfen, Regeln und stringente Abläufe in der Schifffahrtsindustrie zu einem Rückgang der Havarien in dem Seegebiet geführt, doch der Fall des Frachters “Lady Alida” zeigte, dass es weiterhin gravierende Schwachstellen im Küstenschutz gibt.
Die RNLI-Boote aus Sennen Cove und Penlee waren es, die den Havaristen stundenlang drei Meilen vor Gwennap Head sicherten und von der Küste abhielten. Der nächste erreichbare Schlepper mit ausreichender Kapazizäz befand sich sieben Fahrstunden entfernt in Brixham. Die Schlepper aus Falmouth sind nicht für Offshore-Arbeit geeignet.
Es war die „Alp Centre“, die die „Lady Alida” schließlich nach Falmouth brachte, wo sie am 21.3. um 2.50 Uhr am A&P Falmouth Ltd. Shipyard festmachte und seither verblieb. Während es in Frankreich ein Notschleppersystem und eine gute Radarkontrolle gibt, ist die Situation in England anders. Hier ist nur ein Notfallschlepper in schottischen Gewässern stationiert.
Nach dem Schiffbruch des Tankers „Braer“ vor den Shetlands im Jahr 1993 empfahl Lord Donaldson die Stationierung von Notschleppern an der gesamten englischen Küste. Über 10 Jahre lang lag dann die “Anglian Princess” vor der Südwestküste, doch 2011 entschied die britische Regierung, dass deren Aufgabe von kommerziellen Bergern abgedeckt werden könnten. Nur in Schottland wurde der Vertrag durch Transportminister Robert Goodwill um fünf Jahre verlängert.
Nach Ansicht der Maritime Coastguard Agency gibt es durch kommerzielle Berger keienn verlässlichen Schutz. In Cornwall, dicht an den vielbefahrenen Wasserwegen, musste nun die RNLI ausputzen. Auch gibt es Probleme mit möglichen Nothäfen. Schlepperreedereien wie United Towing, Bugsier oder Wijsmuller, die durchaus interessiert wären, Schiffe auf geeigneten Positionen zu stationieren, scheitern an den Regularien von Hafenbehörden, die Havaristen gerne einmal wie Aussätzige behandeln und sie am liebsten nicht in ihren Häfen haben würden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack vor Poole identifiziert
(23.03.17) Die Identität eines Wracks aus dem 17. Jahrhundert vor Dorset konnte nun geklärt werden. Das sogenannte Swash Channel Wreck wurde in den 1990er Jahren einer Sandbank vor Poole entdeckt. Experten glauben, es handelte sich um ein holländisches Schiff namens „The Fame“, das im März 1631 im Sturm sank. Das Ruder wurde 2013 geborgen und im Poole Museum ausgestellt.
Das 8,4 Meter lange Artefakt wurde durch Unterwasserarchäologen der Bournemouth University nach fast 10-jährigen Grabungen und Vorbereitungen geborgen. Danach konnten sie umfangreiche Studien und Analysen vornehmen. Dabei fanden sie u.a. heraus, dass das Alter des Holzes mit historischen Aufzeichnungen übereinstimmte.
Drei Jahre lang wurde das Wrackteil vom York Archaeological Trust getrocknet und konserviert. Das Schiff, an dem es einst hing, war von Hilland nach Amerika unterwegs und hatte vor Poole gestoppt. Als es in der Studland Bay ankerte, geriet es in schwere See ins Treiben und strandete. Die verbliebenen Wrackteile wurden wieder mit Sand bedeckt, um sie zu schützen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Restaurantschiff „Nautilus“
(Bild: Feuerwehr Lübeck)   Großbild klick!

Travemünde: Restaurantschiff wird veschrottet
(22.03.17) In der Woche vor Ostern wird das ehemalige Restaurantschiff „Nautilus“ den Fischereihafen von Travemünde zum letzten Mal verlassen. Der letzte Weg führt nach Bad Schwartau, wo das Schiff, das 1935 auf der Rostocker Neptunwerft erbaut wurde, verschrottet werden soll. Die „Nautilus“ war am 29.01. bis zum Hauptdeck gesunken.
Die Feuerwehr sicherte, nachdem das Unglück am Morgen bemerkt worden war, das Schiff zunächst mit zusätzlichen Leinen an der Kaimauer. Da sich noch rund 400 Liter Heizöl an Bord des Schiffes befanden und nicht ausgeschlossen werden konnte, das Betriebsstoffe austreten könnten, legte sie Ölsperren mit dem Mehrzweckboot der Feuerwache 1 aus. Diese Arbeiten wurden in Amtshilfe für die anwesende Untere Wasserbehörde der Hansestadt Lübeck durchgeführt, die in Vertretung für die aus Kiel anrückenden Landesbetriebe für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) die Aufgaben übernahm.
Für den Zeitraum der Sicherungsarbeiten an dem Schiff waren rund 25 Einsatzkräfte der Feuerwehr eingebunden. Das 32,8 Meter lange und 5,3 Meter breite Schiff diente in den vergangenen Jahren als schwimmendes Restaurant. Es war erst im Dezember 2016 in der Travemünder Böbs Werft überholt worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack der „El Fairell“ offenbar vor Barcelona geortet
(22.03.17) Am Vormittag des 22.3. wurde ein Objekt von ungefähr 20 Metern Länge drei Meilen vor Barcelona geortet, das in 160 Metern Tiefe lag. Es dürfte sich dabei um das Wrack des gesunkenen Kutters "El Fairell" (MMSI-Nr.: 224245280), handeln, der nach Kollision mit dem russischen Tanker "Midvolga 2", 4867 BRZ (IMO-Nr.: 9735139), dort gesunken war. Am Vorabend um 23.15 Uhr traf die von Salvamento Marítimo in in Fene (A Coruña) mobilisierte "Clara Campoamor", 3646 BRZ (IMO-Nr.: 9338022), die mit einem ROV ausgestattet ist, in Barcelona ein.
Die Vorbereitungen zum Einsatz des ROV dürften zwischen 12 und 18 Stunden dauern. Der Hafenkapitän von Barcelonak koordinierte die Suche nach den beiden noch vermissten Fischern, einem 34-jährigen aus Marokko und einem 37-jährigen aus Senegal. Beteiligt waren der Helimer 205-Helikopter, die "Guardamar Calíope" von Salvamento Marítimo, die Boote "LS Mediterránea" und "LS Neptuno" des Roten Kreu, das Forschungsschiff "Lluerna" des Departament de la Generalitat de Catalunya mit einem Multibeam-Suchsystem, die "Cazaminas Sella" der Marine mit ihrem Sonar und ebenfalls einem ROV, die Patroullienboote "Santa Eulalia" und "Rio Tordera" des Zivilschutzes sowie mehrere Kutter.
Die "Midvolga 2" musste für die laufenden Untersuchungen weiter im Hafen bleiben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Eines von 97 Wracks
(Bild: RosRAO)   Großbild klick!

Wracks auf Kola-Halbinsel sollen geräumt werden
(22.03.17) Die Murmansk-Region will dafür sorgen, dass Wracks, die im Bereich der Kola-Halbinsel entsorgt wurden, auf Kosten der Eigner geräumt werden. Nicht weniger als 97 Schiffe liegen gestrandet oder gesunken in den Gewässern vor Murmansk. Nun begann eine Gruppe aus Staatsanwälten, Umweltbehörden, Hafenbehörden, Schrotthändlern und Notfallkräften ihre Arbeit, vornehmlich, um auch nukleare Abfälle zu beseitigen. 2016 begann das Pilotprogramm.
Der staatliche russische Nuklearabfallhändler RosRAO ist Teil der Gruppe, die allerdings nicht den Auftrag hat, die großen Mengen radioaktiven Abfalls, die durch die sowjetische Marine in der
Eines von 97 Wracks
(Bild: RosRAO)   Großbild klick!
Arktis versenkt wurden, zu behandeln. Darunter befanden sich 17.000 Container radioaktiven Abfalls und zwei Atom-U-Boote, die 2003 gesunkene ‘”K 157” sowie die “K 27”, die vor über 30 Jahren versenkt wurde. Das Pilotprogramm, das sich mit den nicht-nuklearen Schiffen befassen sollte, erhielt eine Anschubfinanzierung von umgerechnet 876,000 Dollar.
Diese Summe dürfte sich aber noch erheblich steigern. Bis Ende 2016 wurden 48 gesunkene gesunkene Schiffe kartiert, weitere 48 lagen in flachem Wasser oder auf dem Strand. Sie wurden dann einem Ranking im Verhältnis zu ihren Auswirkungen auf die Kolabucht und die Gefahren, die für die Schifffahrt ausgehen, einem Ranking unterzogen.
Der Fokus 22017 lag auf einem Berg von Schiffsschrott auf der nördlichen Kola-Halbinsel unweit des Dorfes Retinskoye. Dies sollte der erste Schritt zur Verbesserung der Wasserqualität sein. Im April sollte eine Analyse durch die Regierung vorliegen, die der Behörde für Wasserressourcen zugeleitet werden sollte.
Eine zentrale Aufgabe wird auch sein, Eigner von Wracks ausfindig zu machen, die für die Bergung ihrer Schiffe finanziell verantwortlich gemacht werden können. Andernfalls muss der Staat dafür aufkommen. Bis zum Sommer soll die Bergungsaktion der Wracks vor Retinskoye abgeschlossen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter "Sternö" (Bild: Sjoefartsverket)   Großbild klick!

Sternö auf dem Weg nach Göteborg
(22.03.17) Der schwedische Frachter "Sternö", 1300 BRZ (IMO-Nr.: 7035420), wurde, nachdem das letzte Getreide aus seinen Laderäumen gesaugt worden war, am Morgen des 22.3. gegen neun Uhr von den beiden unter Färöer-Flagge laufenden Schleppern "Bob" (IMO-Nr.: 9155236) und "Bonden" (IMO-Nr.: 7388669) die am Vorabend gegen 20 Uhr aus Göteborg die Göte Älv hinaufgelaufen waren, auf den Haken genommen. Sie sollten den Frachter, der südlich der Lilla Edet-Schleuse festgemacht worden war, nach Göteborg in eine Werft bringen, wo der Schleppzug gegen 16 Uhr erwartet wurde. Hier würde sich bei den weiteren Untersuchungen das weitere Schicksal des Schiffes entscheiden.
Am 20.3. war die “Sternö” aufgeschwommen und durch die Schleuse gebracht worden. Danach unterzog sie die schwedische Transportagentur einer Untersuchung, um die Voraussetzungen für die sichere Verschleppung zu schaffen. Der Schiffsverkehr auf dem Göta Älv konnte nun wieder ungehindert fließen.
Die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Beteiligten an der Bergung wurde als sehr gut bezeichnet. Beteiligt waren die Seefahrtsbehörden, die Transportagentur, versicherungen, Berger sowie die Verwaltungen von Lilla Edet und der Gemeinde. Man habe viele Lektionen für die Zukunft gelernt, hieß es.
Zunächst hatte die “Sternö” schnellstmöglich geräumt werden sollen, doch nach der Havarie der “Skagern” wurde entschieden, deren Bergung vorzuziehen. Da diese ohne Probleme vollzogen werden konnte, hatte sich diese Priorisierung als richtig erwiesen. Man habe nicht an zwei Stellen zugleich tätig werden können.
Beim Anheben der “Sternö” musste diese zusätzlich stabilisiert werden, den beim Auspumpen des Wassers drohte sie instabil zu werden. Sie wurde dann zu beiden Seiten mit an Land ausgefahrenen Stahltrossen gesichert, bis sie in einem sicheren Schwimmzustand war. Dazu musste die Göta Älv zeitweilig komplett gesperrt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Überlebende von Schiffsuntergang vor Misrata heimgekehrt
(22.03.17) Die sieben türkischen Überlebenden des Untergangs des türkischen Frachters "Tinaztepe S", 1900 BRZ (IMO-Nr.: 7505798), kehrten am 20.3. nach Istanbul zurück. Sie trafen um 15.30 Uhr am Atatürk Airport ein. Auch der Rücktransport vier geborgener Toter wurde durch das Konsulat in Misrata vorbereitet. Zwei vermisste Crewmitglieder wurden trotz laufender Tauchereinsätze bislang noch nicht geborgen.
Unter den Toten war auch Dogan Tugbay, der 66-jährige 2. Kapitän des Schiffes. Er war Marineoffizier im Ruhestand und war 23 Jahre lang als Kapitän aktiv. In den letzten vier Jahren befehligte er Schiffe zwischen Marmaris und Rhodos. Tugbay hatte den erkrankten Kapitän der “Tinaztepe S” kurzfristig ersetzt. Das Schiff mit einer Ladung Marmorstaub war am 16.3. um 12.30 Uhr in stürmischer See vor Misrata mittschiffs auseinandergebrochen und wenig später auf tiefem Wasser gesunken.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Vinga havariert
(22.03.17) Das schwedische Rettungsboot “Märta Collin” wurde am 20.3. alarmiert, nachdem ein Kutter südöstlich von Vinga Maschinenschaden erlitten hatte. Er wurde bei Windgeschwindigkeiten von 8 m/s mit Böen von bis zu 12 m/s rasch in flaches Wasser getrieben. Neben dem Rettungsboot kam auch das Lotsenboot „Pilot 218“ zum Einsatz. Es stellte eine Schleppverbindung her und zog den Kutter in eine sichere Position. Hier übernahm dann die „Märta Collin” den Havaristen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sewol wurde einen Meter angehoben
(22.03.17) Die südkoreanische Regierung gab das Go, mit der Bergung der Fähre "Sewol" fortzufahren, wenn die ruhigen Wetterbedingungen am 22.3. anhielten. Das hieß, dass die Wellenhöhen unter einem Meter und die Windgeschwindigkeiten unter 10 m/s bleiben mussten. Das Anheben des Wracks mit zwei Jackup-Bargen begann um 10 Uhr. Der Rumpf wurde etwa einen Meter emporgezogen.
Wenn er in einem stabilen Zustand war, sollte er weiter ausbalanciert und vorwärtstransportiert werden. Taucher mussten in 44 Metern Tiefe die Lage unter Wasser kontrollieren. Der derzeitige Teil der Operation sollte bei guten Bedingungen drei Tage dauern.
Wenn das Schiff sicher angehoben ist, sollten die 66 Hebedrähte nachjustiert werden, um das Gleichgewicht weiter zu gewährleisten, und eine Analyse des an den Hydraulikzügen lastenden Gewichts durchgeführt werden. Der Abtransport nach Mokpo dürfte dann weitere 10 Tage dauern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gesunkenes Ausflugsschiff soll geborgen werden
(22.03.17) Der Eigner des Ausflugsschiffes “Christine J”, das auf dem Shoalhaven River Anfang Februar gesunken war, will das Wrack durch die Roads and Maritime Services bergen lasen. Das 13-Tonnen-Schiff hatte am 7.2. östlich der Nowra-Brücken zunächst starke Schlagseite entwickelt und war dann auf 2,5 bis drei Metern Wassertiefe gesunken. Am 8.2. hatten Einsatzkräfte der Fire and Rescue NSW Shoalhaven und Hazmat-Crews Ölsperren ausgelegt, um den Austritt von Öl in die Gewässer des Shoalhaven River zu verhindern.
Diesel und Öl waren aus dem Wrack abgepumpt werden. Die Tiden der vergangenen Wochen haben dafür gesorgt, dass das 40 Jahre alte Schiff inzwischen tiefer im Wasser lag und größere Steuerbord-Krängung als anfänglich aufwies. Es war bereits Anfang Januar einmal gesunken, wenig später aber gehoben worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Skagen gesunken
(22.03.17) Am 22.3. um 04:40 Uhr sichtete die Crew der schwedischen Fähre „Stena Saga“, 33967 BRZ (IMO-Nr.: 7911545), auf der Fahrt von Oslo nach Frederiskhavn eine rote Fackel etwa 12 Meilen nördlich von Skagen. Wenig später entdeckten sie eine Rettungsinsel, die in der See trieb. Darauf befanden sich zwei schiffbrüchige Fischer, deren Kutter kurz zuvor gesunken war.
Das Rettungsboot „FRB 08“ aus Skagen, ein Helikopter sowie die „Ivar Huitfeldt“ der dänischen Marine nahmen ebenfalls Kurs auf die Unglücksstelle, brauchten aber nicht mehr einzugreifen. Die unversehrt gebliebenen Schiffbrüchigen wurden dann vom Hubschrauber von Bord der Fähre aufgewinscht und aufs Festland geflogen. Die "Stena Saga" machte um 7.30 Uhr in Frederikshavn fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker "Midvolga 2"
(Bild: telegraf.com.ua)   Großbild klick!

Port Vell: Zwei Vermisste nach Kollision
(21.03.17) Der russische Tanker "Midvolga 2", 4867 BRZ (IMO-Nr.: 9735139), kollidierte beim Auslaufen aus dem Hafen von Barcelona am 20.3. um 14.15 Uhr rund 1,5 Meilen südöstlich des Hafens mit dem 25 Meter langen und sechs Meter breiten, spanischen Trawler "El Fairell" (MMSI-Nr.: 224245280). Dieser war seit sechs Uhr von Vell aus auf Fangfahrt gewesen und kehrte gerade in den Hafen zurück. Er sank binnen kurzer Zeit auf einer Wassertiefe zwischen 150 und 170 Metern.
Der 50-jährige Skipper und ein weiteres 45-jähriges Crewmitglied wurden von dem
Trawler "El Fairell"
(Bild: Josep Petrell)   Großbild klick!
Tanker gerettet. Sie hatten leichte Verletzungen und Unterkühlungen erlitten und wurden ins Asepeyo Hospital Sant Cugat del Vallès in Barcelona gebracht. Sie konnten aber wenig später wieder entlassen werden.
Weniger Glück hatten die beiden anderen Crewmitglieder aus Marokko und Senegal im Alter von 34 und 37 Jahren. Sie wurden wahrscheinlich im Schiffsinnern eingeschlossen. Eine Suchaktion, an der sich die "Guardamar Calíope" von Salvamento Marítimo, der Helimer 205-Helikopter, ein ROV aus La Coruña, die "LS Mediterrània" des Roten Kreuzes, die um 21.30 Uhr aus Port Ginesta in Castelldefels kommend eintraf sowie die "LS Neptú" beteiligten sich an der Suche.
Suchaktion (Bild: Creu Roja)   Großbild klick!
Die Regierung schickte das Forschungsschiff "Lluerna", außerdem nahmen die Feuerwehr von Barcelonea und die meisten Boote der Fischergilde an der Suchaktion teil, insgesamt 13 Schiffe. Seit 21.30 Uhr nahm auch die "Clara Campoamor" aus Cartagena an der Operation teil. Der Tanker, der gegen Mittag aus Barcelona nach Alexandria ausgelaufen war, wurde angewiesen, in den Hafen zurückzukehren.
Die „Miidvolga 2“ ist 139,9 Meter lang, 17 Meter breit, hat 4,12 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 6,573 Tonnen und wurde 2014 beim Haichuan Shipyard in Yangzhou für die Middle Volga Shipping in Moskau erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Archivbild Frachter "Lady Alida"
(Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Falmouth: Tee wurde kalt - RNLI stoppt Drift der Lady Alida
(21.03.17) Am 21.3. um 2.30 Uhr wurde der holländische Frachter "Lady Alida", 2544 BRZ (IMO-Nr.: 9760380), in den Hafen von Falmouth eingeschleppt und machte am A&P Falmouth Shipyard zu Inspektionen und Reparaturarbeiten fest. Zuvor hatten die Rettungsboote von Penlee und Sennen Cove 11 Stunden im Einsatz verbracht, um das Schiff, das drei Meilen südlich von Gwennap Head am 20.3. um drei Uhr Maschinenausfall erlitten hatte und bei sechs Beaufort Wind auf die Küste zutrieb, zu sichern. Die Falmouth Coastguard hatte beide Rettungsboote alarmiert in der Hoffnung, dass sie es vor dem weiteren Verdriften sichern und nötigenfalls die Crew abbergen könnten.
"Lady Alida" im Schlepp
(Bild: RNLI)   Großbild klick!
Bei sehr schwierigen Bedingungen gelang es in der Tat der "Ivan Ellen" und "City of London III“, die Drift drei Meilen vor der Küste zu stoppen. Dann warf die "Lady Alida" Anker, und beide Boote liefen um 6.20 Uhr nach Newlyn ein. Doch bereits um 6.25 Uhr, als die Seenotretter im Bootshaus von Penlee eine Tasse Tee tranken, rief die Falmouth Coastguard sie erneut zum Havaristen.
Die "Lady Alida" hielt sich nicht am Anker und war wieder mit einem Knoten Fahrt auf Drift. Kurz nach sieben Uhr waren die Rettungsboote nach einer stürmischen Anreise wieder zurück am Havaristen. Der Pan war, dass sie bis zum Eintreffen eines Schleppers aus Brixham auf Standby bleiben sollten. Doch um 08:30 Uhr befand sich der Frachter in einer Distanz von nur noch 2,5 Meilen vor der Küste und trieb weiter mit einem Knoten nordostwärts.
Deshalb stellten die Rettungsboote wieder gemeinsam eine Schleppverbindung her und zogen das Schiff langsam in Richtung offene See. Schwere Regenschauer gingen zu dieser Zeit nieder, und der Wind aus Westsüdwest mit weiterhin 5-6 Beaufort hatte Wellen von drei bis vier Metern Höhe aufgebaut. Der Schlepper aus Brixham kämpfte gegen den Sturm an und kam nur langsam voran.
Deshalb wurde ein größerer Schlepper, die "Alp Centre", die in der Mount's Bay vor Anker gelegen hatte, zur "Lady Alida" gerufen. Um 12.30 Uhr traf er vor Ort ein. Bis dahin hatten die Rettungsboote den Havaristen vier Meilen weit gezogen. Nachdem der Schlepper fest war, konnten die Seenotretter aus dem Einsatz entlassen werden nach fast 11 Stunden auf See.
Sie machten sich um 12.50 Uhr auf den Rückmarsch, und die “City of London III” war um 13.45 Uhr zurück in Seenen Cove und konnte aufgeslippt werden. Dann musste sie noch gereinigt, überprüft und aufgetankt werden. Nun konnten die Crews endlich ausruhen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Drei Vermisste nach Explosion auf Tanker
(21.03.17) Auf dem chinesischen Tanker "Xing Long Zhou 589", 4576 BRZ (MMSI-Nr.: 413446520) kam es am 19.3. gegen 17 Uhr zu einer Explosion mit nachfolgendem Feuer rund 1115 Meilen östlich von Qingdao. Die beiden Bergungsschiffe "Bei Jai Jiu 112" und "Bei Hai Jiu 201" sowie ein SAR-Helikopter kamen zu Hilfe, und der Havarist wurde in Schlepp genommen. 13 der 16 Crewmitglieder wurden gerettet, die drei übrigen noch vermisst. Am Morgen des 20.3. war der Tanker in südlicher Richtung unterwegs.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff im holländischen Wattenmeer in Schwierigkeiten
(21.03.17) Das holländische Binnenschiff "De Vlijt", 1750 ts (EU-Nr.: 02317238) geriet am 20.3. östlich von Oudeschild bei stürmischem Südwestwind in Seenot. Das beladene Schiff war um 10 Uhr aus Harlingen ausgelaufen und alarmierte die Küstenwache, nachdem es zu Getriebeschaden gekommen war. Es trieb östlich von Texel. Das Rettungsboot „Dorus Rijkers" der KNRM in Den Helder sowie Berger von Noordgat kamen dem Havaristen zu Hilfe. Nachdem es gelungen war, den Anker zu lichten, kehrte das Binnenschiff nach Kornwerderzand zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kühlschiff rammte Kutter
(21.03.17) Der russische Reefer "Anton Gurin", 6689 BRZ (IMO-Nr.: 8723402), war im Verdacht, am Morgen des 19.3. mit einem 4,9-Tonnen-Kutter 30 Meilen südöstlich von Yeosu in der Ostchinesischen See kollidiert und dann weitergefahren zu sein. Der Kutter kenterte, blieb aber schwimmfähig und wurde kieloben in einen Hafen geschleppt. Einer der Fischer wurde gerettet, der andere vermisst.
Die "Anton Grubin", die auf der Fahrt von Busan nach Qingdao war, wurde angewiesen, den Hafen von Yeosu anzusteuern. Hier warf sie für die weiteren Untersuchungen auf der Reede Anker. Der 2. Offizier, der sich zum Unglückszeitpunkt auf Wache befunden hatte, wurde verhaftet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre trieb auf Wellenbrecher in Tafelbucht
(21.03.17) Am 19.3. um 18.59 Uhr wurde die NSRI Table Bay von der Transnet National Ports Authority (TNPA) alarmiert, nachdem die Passagierfähre “Queen Victoria” mit 32 Fahrgästen und eine zweiköpfigen Crew an Bord im Hafen der Tafelbucht manövrierunfähig geworden war. Die Wellenkupplung hatte sich gelöst und zu einem Maschinenausfall geführt. Das Rettungsboot „Spirit of Vodacom” lief aus, und als es vor Ort eintraf, war die Fähre gegen den Wellenbrecher getrieben. Die „Tommy the Tug” war auf Standby gegangen.
Zwei Crewmitglieder waren auf die „Queen Victoria“ übergestiegen. Auch die Motoryacht „Spirit of Victoria” war vor Ort und stellte eine Schleppverbindung zur “Queen Victoria” her, um sie von der Mole weg in tieferes Wasser zu ziehen. Die Seenotretter übernahmen dann die Schleppleine und brachten die Fähre an eine Mooring, wo alle Passagiere unversehrt von Bord geholt wurden.
Eines der Crewmitglieder der “Tommy the Tug”, das an Bord der “Queen Victoria” gegangen war, hatte dabei eine Beinverletzung erlitten und wurde medizinisch betreut. Die “Queen Victoria” hatte beim Aufprall auf den Wellenbrecher am Steuerbordbug Wassereinbruch erlitten. Um sie zu sichern, wurde sie zur Base der NSRI Table Bay geschleppt und abgedichtet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Geborgene Fähre auf letzter Reise von Piräus nach Aliaga
(21.03.17) Am 21.3. gegen acht Uhr sollte die griechische Fähre "Panagia Tinou", 5122 BRZ (IMO-Nr.: 7205063), den Hafen von Piräus zum letzten Mal verlassen und sich am Haken eines Schleppers auf den Weg zu Abbrechern in Aliaga machen. Damit endete die rund dreimonatige Bergungsarbeit der Antipollution ANE, und es lagen auch alle zur Überführung notwendigen Genehmigungen vor.
Das Schiff war im April 2015 auf Betreiben des Seafarers’ Pension Fund (NAT) in die Kette gelegt worden, um Ansprüche der Crew an die Eigner abzusichern. Am 26.4.2016 lief es an seinem Liegeplatz voll und sank.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sternö schwimmt wieder
(21.03.17) Der schwedische Frachter "Sternö", 1300 BRZ (IMO-Nr.: 7035420), wurde am Nachmittag des 20.3. wieder aufgeschwommen und zu einem Liegeplatz südlich der Schleuse von Lilla Edet auf der Göta Älv geschleppt. Hier wurden noch Reststoffe geleichtert. Dann sollte die "Sternö" am 21.3. durch die schwedische Transport Agentur inspiziert und auf der Basis der gewonnenen Ergebnisse ihr weiterer Weg entschieden werden. Am 20.3. durften vier Schiffe, drei auf Nordkurs, eines in südlicher Richtung, den Havaristen passieren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff durch abgerissene Fahrwassertonnenkette blockiert
(21.03.17) Das deutsche Binnenschiff „Paradizo“, 3000 ts (EU-Nr.: 02318369) kollidierte am 18.3. um 14.25 Uhr mit der roten Fahrwassertonne bei Rheinkilometer 534 (Clemensgrund) bei Assmannshausen. Es wurde durch die Wasserschutzpolizei Rüdesheim an der "Binger Mauer", festgemacht vorgefunden. Ein Antriebspropeller der "Paradizo" war wohl durch die Grundkette der Tonnenverankerung blockiert worden.
Nach Angaben des Schiffsführers war die Blockade gegen 14:25 Uhr eingetreten, womit zu vermuten war, dass es sich bei dem Verursacher um die Kette der abgerissenen Tonnenverankerung handeln dürfte. Durch den informierten Wasserbaumeister wurde ein Weiterfahrverbot bis zur Behebung dieses und ggf. weiterer Schäden ausgesprochen. Am 19.3. wurde durch den vom Schiffsführer bestellten Taucherdienst festgestellt, dass es sich tatsächlich um ein fünf bis sechs Meter langes Teilstück der Verankerungskette der Fahrwassertonne handelte, das zwischen Propeller und Wellentunnel klemmte.
Am 19.3. zwischen 08:00 und 09:30 Uhr wurde es vom Taucher aus dem Propeller geschnitten. Um 10:05 Uhr wurde das Weiterfahrverbot durch den Wasserbaumeister aufgehoben. Das Schiff lief mit vorläufigem Ziel Mainz-Kostheim weiter. Vermutete Unfallursache war ein Fahrfehler.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yachttransporter sitzt weiter fest
(21.03.17) Das in London registrierte Transportschiff “Yacht Hop”, der ehemalige kanadische Trawler “Cape Chidley”, 791 BRZ (IMO-Nr.: 7418957), der in der Nacht zum 2.3. in der Nettlé Bucht der Insel Saint Lucia gestrandet war, saß rund drei Wochen nach der Havarie weiter auf Grund. Alle Versuche, es freizuschleppen, scheiterten an ungünstigen Strömungen und zu schwache Bergungskapazitäten. Der Havarist lag inzwischen in der Zuständigkeit der Hafenbehörde von Galisbay-Bienvenue direkt an einer Steinmole.
Die Hafenbehörde hat nun Baggerarbeiten veranlasst, um den Bug freizubekommen. Dann soll das Schiff herumgezogen werden, bevor ein neuer Bergungsversuch beginnt. Als sich das Schiff selbstständig machte, war nur eine Wache an Bord gewesen. Die Crew war auf Landgang. Taucher stellten später fest, dass sich die Ankerkette um den Propellerschaft gewickelt hatte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler trieb vor Kanada
(21.03.17) Am 14.3. erlitt der kanadische Fabriktrawler "Atlantic Destiny", 1113 BRZ (IMO-Nr.: 9246669), rund 200 Kilometer südlich von Yarmouth mit einer 31-köpfigen Crew an Bord Maschinenausfall. Das Schiff, das in Riverport stationiert war, wurde auf Notstrom weter versorgt. Aus Clearwater kam der Trawler "Atlantic Preserver" zu Hilfe und begann am 15.3., den Havaristen nach Shelburne abzuschleppen.
Hier traf der Schleppzug am Nachmittag des 16.3. ein. Das kanadische Transport Board schickte zwei Inspektoren aus Quebec und zwei weitere aus Ottawa, die am 18.3. an Bord gingen und die Crew befragten. Derweil wurde die Maschine des Schiffes repariert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker auf dem Meeresgrund verlor Teil seiner Ladung
(21.03.17) Die maltesische “Kimya”, 985 BRT, die am 6.1.1991 auf den Malltraeth Sands vor Anglesey sank, wobei 10 Crewmitglieder ums Leben kamen, verliert jetzt Palmöl. Der Anglesey Council fand die toxische Substanz in den vergangenen zwei Wochen an drei Stränden. Sie ist für Menschen aber nicht gefährlich.
Der Tanker konnte sowohl Chemikalien wie auch Speiseöl und Wein transportieren. Als er auf der Fahrt nach Birkenhead in einem Sturm mit 50 Fuß hohen Wellen erst 45 Grad Schlagseite entwickelte und dann auf Position 53 08.70N; 04 28.00W kenterte, kämpften Retter 12 Stunden lang um die Crew, konnten aber nur zwei Mann lebend retten. Nachdem nun Stürme das Wrack auf dem Meeresgrund in Bewegung brachten, lief etwas von der Ladung aus und trieb zu Monatsbeginn am Tyn Tywyn Bach in Llanfaelog und in der Silver Bay in Rhoscolyn sowie in der Trearddur Bay an. Es wurde durch den Anglesey Council beseitigt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Archivbils Frachter "Riga"
(Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Fécamp: Frachter Riga nach Caen abgeschleppt
(20.03.17) Am 19.3. gegen 17 Uhr erlitt der unter Malta-Flagge registrierte Frachter "Riga", 2810 BRZ (IMO-Nr.: 9141376), der am 18.3. gegen 16.40 Uhr mit einer Ladung Erz von Dünkirchen nach Caen ausgelaufen war, einen Maschinenschaden vor Fécamp und trieb 27 Kilometer vor der französischen Küste. Zur Reparatur warf er daraufhin Anker. Da es der Crew aber nicht gelang, den Schaden zu beheben, entschied die Maritime Préfecture für den Englischen Kanal und die Nordsee, den Notfallschlepper "Abeille Languedoc" zur Assistenz zu schicken. Tatsächlich hielt der Anker der "Riga" bei schlechter werdendem Wetter nicht mehr im Grund, und der Havarist ging wieder auf Drift. Daraufhin wurde entschieden, dass die "Abeille Languedoc" die „Riga" in Schlepp nehmen würde. Nachdem der Havarist auf dem Haken war, nahm der Konvoi Kurs auf Caen, dessen Reede er am 20.3. gegen Mittag erreichte.
Um 13.30 Uhr lief die „Caen Pilot“ zum Frachter, um einen Lotsen zum Einlaufen an Bord abzusetzen. Derweil ging die "Abeille Liberté" von Cherbourg als Ersatz für die "Abeille Languedoc" bei der Greenwich-Tonne auf Seeposition.
Die “Riga” ist 90 Meter lang, 13,17 Meter breit, hat sechs Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 4.220 Tonnen. Der 197-TEU-Frachter läuft für die Vertom-Bojen Bereederungs GmbH & Co. KG in Moormerland-Neermoor. Er wurde 1997in Galati erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Minensucher „Norsten“ brennt
(Bild: Thomas Johansson)   Großbild klick!

Letztes schwedisches Holzkriegsschiff ging in Göteborg in Flammen auf
(20.03.17) Die 30 Meter lange „Norsten“, ein ehemaliger Minensucher der schwedischen Marine, geriet am Morgen des 20.3. um 5.50 Uhr im Zentrum von Göteborg am Drömmarnas-Kai an der Gullbergs Strandgata in Brand. Rund 20 Feuerwehrleute, ein Löschboot, Krankenwagen und Polizei waren vor Ort im Einsatz, um das Schiff zu retten. Die Polizei sperrte ein Stück der Straße ab, was zu Staus im Berufsverkehr auf dem Gullbergsvass führte.
Es gab auch Informationen, nach denen ein Mann an Bord lebte. Er wurde aber gegen neun Uhr unversehrt ausfindig gemacht und hatte sich bei Brandausbruch nicht auf seinem Schiff befunden. Drei Stunden nach dem Alarm war das Feuer indes immer noch nicht unter Kontrolle. Es wütete im
„Norsten“ wird gelöscht
(Bild: Thomas Johansson)   Großbild klick!
Schiffsinnern und war wegen der immensen Temperaturen und starker Rauchentwicklung schwer zu bekämpfen.
Immerhin gelang es, die Temperatur im Schiffsinnern zu senken. Unter Atemschutz drangen Einsatzkräfte ins Schiffsinnere vor, um dort direkt gegen das Feuer vorzugehen. Dabei drohte auch eine Explosionsgefahr durch Gasflaschen, die sich an Bord befinden könnten.
Die Löscharbeiten dürften sich noch bis in den Nachmittag weiter hinziehen. Am Drömmarnas (Träume)-Kai, der schon lange nicht mehr für Handelszwecke genutzt wird, liegen viele alte Schiffe, die von ihren Eignern dort hergerichtet und auch bewohnt werden. Die Polizei leitete Ermittlungen wegen des Verdachts auf Brandstiftung ein.
Die „Norsten“ wurde als letztes Holzschiff für die schwedische Marine 1973 von der Hellevik Strands abgeliefert. Während ihrer Marinekarriere war die “Norsten” entlang der schwedischen Küste im Einsatz und kam nach der Außerdienststellung 1998 nach Ellös, unweit der Stätte, an der sie erbaut wurde.
Dann wurde sie an Bengt Johansson, einen alten Seemann, verkauft. Bei einer Überpüfung auf einer Werft in Skärhamn stellte sich heraus, dass der Rumpf noch in exzellentem Zustand war. Allerdings wurde aus dem geplanten Einsatz als Passagierschiff nichts.
Zu groß wäre dafür der Renovierungsbedarf gewesen. Daraufhin wurde sie 2010 zum Schulschiff des praktischen Gymnasiums von Orust in Ellös.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter "Mekhanik Fomin" mit angsterregender Schlagseite
(Bild: Geir Vinnes)   Großbild klick!

Kaltblütige Russen hielten krängenden Frachter auf Kurs
(20.03.17) Kaltblütigkeit bewies am 18.3. die Crew des russischen Frachters "Mekhanik Fomin", 2489 BRZ (IMO-Nr.: 8904381), der vor der norwegischen Küste im Sturm nach Übergehen der Ladung zeitweilig bis zu 40 Grad Schlagseite entwickelt hatte. Während sich das Schiff in den Schutz der Küste vorankämpfte, stiegen Wellen über die tief liegende Backbordseite, doch das Schiff hielt Kurs auf Sortland.
Doch sobald die Umstände es zuließen, begann die Crew, mit Ballastwasser gegenzufluten, und noch während der Fahrt nach Sortland richtete sich das Schiff merklich wieder auf. Die "Mekhanik Fomin"
"Mekhanik Fomin" hält Kurs
(Bild: Geir Vinnes)   Großbild klick!
wurde von ihrem Schwesterschiff „Mekanik Makarin", 3178 BRZ (IMO-Nr.: 8904379), das sich auf der Fahrt von Archangelsk nach Nantes befand, so lange begleitet, bis der norwegische Offshore-Schlepper "Stilborg", 2957 BRZ (IMO-Nr.: 9158666), zur weiteren Eskorte eingetroffen war.
Dieser war von seinen Standby-Pflichten in einem Ölfeld dazu entbunden worden. Er folgte dem Havaristen, der keine Fremdhilfe annahm, bis nach Sortland. Hier traf der Konvoi unter bereits weitgehend entspannten Rahmenbedingungen gegen 15 Uhr ein. Am 20.3. lag die “Makhanik Fomin” dort weiter am Kai.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sportfischer gerettet
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Angelausflug endete auf Küstenwachboot
(20.03.17) Die US Coast Guard kam am 20.3. den 25 Passagiere und Crewmitglieder des 63 Fuß langen Charterkutters “Truline”, der eine halbe Meile südlich von San Clemente Island um 2:51 Uhr auf ein Unterwasserhindernis gelaufen und leckgeschlagen war, zu Hilfe. Nachdem die Coast Guard San Diego einen Notruf aufgefangen hatte, schickte sie einen MH-60 Jayhawk-Helikopter sowie ein 45-Fuß-Rettungsboot und das 87 Fuß lange Patroullienboot „Sockeye“ aus Bodega Bay zu Hilfe. Auch ein Schiff der U.S. Navy, das in der Nähe operierte, nahm Kurs auf den Havaristen.
Es traf um 4:30 Uhr ein und assistierte beim Lenzen des Wassers. Gegen sieben Uhr erreichte auch die „Sockeye” die Unglücksstelle. Ihre Crew konnte den Wassereinbruch unter Kontrolle bringen. Danach nahm die „Truline” unter Eskorte des Patroullienbootes Kurs auf Newport Beach.
Um 8:30 Uhr wurden die 20 Sportfischer auf die “Sockeye” übergesetzt. Nur die fünfköpfige Crew blieb an Bord. Um 9:30 Uhr kam auch Vessel Assist Catalina zu Hilfe, um beim weiteren Lenzen zu helfen.
Gegen 11 Uhr übernahm Vessel Assist San Pedro die weitere Eskorte der „Truline“ nach Newport Beach. Um 13.30 Uhr wurden die Sportfischer von der “Sockeye” am 22nd Street Landing in San Pedro abgesetzt, nachdem sie an Bord sogar verpflegt worden waren. Um 16.45 Uhr machte dann die „Truline“ am Newport Beach Shipyard zur Reparatur fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yachtcrew im Indischen Ozean aus der Luft gerettet
(20.03.17) Am Abend des 17.3. wurden drei Männer von der Yacht "Jedi 1" im Indischen Ozean gerettet, die zuvor Mastbruch erlitten hatte. Die australische HMAS "Parramatta", 3600 ts, der Anzac-Klasse barg sie mit ihrem Seahawk von Bord ab, nachdem das Joint Rescue Coordination Centre (JRCC) in Canberra am 16.3. gegen 19 Uhr ein Signal des Notsenders der 13 Meter langen Yacht von einer Position 1.300 Kilometer südlich von Cape Leeuwin aufgefangen hatte. Die Yacht mit einer südafrikanischen Crew an Bord befand sich auf der Reise von Südafrika nach Neuseeland.
Die Australian Maritime Safety Agency schickte aus Perth einen Challenger-SAR-Jet, der gegen Mitternacht vor Ort eintraf und Funkverbindung mit der "Jedi 1" herstellte. Die Crew meldete, dass sie ihr Boot aufgeben wolle. Daraufhin wurde Fregatte HMAS "Parramatta" am folgenden Morgen gegen zwei Uhr in Marsch gesetzt.
In einem zweiten Anflug am selben Nachmittag warf der Jet Funk- und Satellitenkommunikationsgeräte über der Yacht ab. Die AMSA hielt damit Funkkontakt mit den Seglern, bis die 118 Meter lange HMAS "Parramatta" am 17.3. um 21 Uhr vor Ort eintraf. Deren Seahawk-Bordhubschrauber winschte alle drei Segler unversehrt auf. Sie sollten am Nachmittag des 20.3. in Albany abgesetzt werden. Zuletzt hatte die AMSA am 8.3. die Rettung der Crew der Yacht "Val" 400 Kilometer nordöstlich von Sydney organisiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



10 Fischer nach Kollision vor Vietnam gerettet
(20.03.17) 10 vietnamesische Fischer aus der Khanh Hoa-Provinz mussten gerettet werden, nachdem ihr Kutter „KH 93968" am 17.3. mit dem unter Panama-Flagge laufenden Frachter "Koralia", 5929 BRZ (IMO-Nr.: 8918409), rund 24 vor der Südküste der Ba Ria-Vung Tau-Provinz kollidiert war. Der Frachter war von Laem Chabang nach Ho Chi Minh Port unterwegs. Nach einem Notruf des Kutters wurde dessen Crew von einem anderen Kutter gerettet.
Ein Patroullienboot konnte ihr beschädigtes Schiff in den Hafen schleppen. Die "Koralia" machte um 22.15 Uhr am Saigon Petro Oil Terminal fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter im Schwarzen Meer in Seenot
(20.03.17) Der 12 Meter lange und vier Meter breite, russische Kutter "Zhemchizhina" geriet mit einer vierköpfigen Crew an Bord am 18.3. rund 16 Meilen vor der russischen Schwarzmeerküste in Seenot. Er war aus Anapa kommend in schwere See geraten und erlitt Maschinenausfall.
Bei zunehmender Wellenhöhe drohte er zu kentern, und die Crew funkte einen Notruf. Die russische Coast Guard schickte ein Boot, das die "Zhemchizhina" in Schlepp nahm.
Quelle:Tim Schwabedissen



Marineschiff rammte chinesischen Kutter
(20.03.17) Mehrere Sportfischer kamen am 18.3. mit dem Schrecken davon, als ihr Kutter "Bei Yang" um 19 Uhr neun Meilen nördlich des Bitou Cape mit einem Lenkwaffenboot der chinesischen 171-Tonnen-Kuang Hua VI-Klasse kollidierte. Der Bug des Kutters wurde schwer beschädigt, Menschen kamen aber nicht zu Schaden. Ein Boot der Coastguard in Keelung" eskortierte den Havaristen, der 6,7 Meilen nördlich von Shenao lag, gegen 21 Uhr zurück zum Hafen.
Das Marineschiff war auf einer Übungsfahrt gewesen. Es erlitt leichte Schäden am Heck. Der Kutterskipper erhob den Vorwurf, dass es seinen Kurs gekreuzt habe und nach dem Zusammenstoß nicht gestoppt habe. Eine Untersuchung wurde eingeleitet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei tote und acht vermisste Fischer vor China
(20.03.17) Zwei Fischer kamen ums Leben, acht wurden vermisst, nachdem zwei Kutter am 19.3. in chinesischen Gewässern verunglückten. Retter suchten nach sechs Fischern, nachdem ein Kutter vor der ostchinesischen Zhejiang Provinz sank. An Bord waren 11 Personen, als er nahe der Insel Shulanghu unterging. Fünf von ihnen wurden gerettet. Ein anderer Kutter sank, nachdem er vor Zhangzhou City in der Fujian Provinz auf einen Felsen gelaufen war. Zwei Mann wurden tot geborgen, zwei weitere noch vermisst.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker auf der Waal leckgeschlagen
(20.03.17) Ein Binnentankschiff, das mit Diesel beladen war, erlitt am Abend des 19.3. auf der Waal bei Deest Wassereinbruch im Maschinenraum. Boote von Rijkswaterstaat sowie der Feuerwehr assistierten dem Tanker. Er wurde stromabwärts nach Ewijk geschleppt, wo dann die notwendigen Reparaturarbeiten durchgeführt werden konnten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Stundenlanger Rettungseinsatz für Frachter vor Gwennap Head
(20.03.17) Am frühen Morgen des 20.3. erlitt der holländische Frachter "Lady Alida", 2544 BRZ (IMO-Nr.: 9760380), einen vollständigen Maschinenausfall, als er mit einer Ladung Sand von Terneuzen nach Waterford unterwegs war. Die RNLI-Boote aus Penlee und Sennen wurden von der Coastguard in Falmouth zu seiner Position drei Meilen südlich von Gwennap Head in der Gemeinde von St. Levan gerufen, um der siebenköpfigen Crew zu assistieren. Um 3.20 Uhr lief die „Ivan Ellen" aus Newlyn aus und erreichte die "Lady Alida" nur 25 Minuten später. Sie stellte eine Schleppverbindung her und begann, den Havaristen mit einem Knoten Fahrt in ruhigeres Wasser zu ziehen. Nachdem aus Sennen auch die "City of London III" eingetroffen war, übergab sie ebenfalls eine Schlepptrosse. Der ursprüngliche Plan war, den Frachter zu einem sicheren Ankerplatz in der Mount's Bay zu bringen.
Doch angesichts eines kräftigen Südwestwinds von sechs Beaufort hatte die Rettungsboote Probleme, den Frachter zu drehen. Die Coastguard in Falmouth erklärte sich einverstanden, dass die “Lady Alida” deshalb in tieferem Wasser vor Gwennap Head Anker werfen durfte, um dort auf einen stärkeren Schlepper, die holländische „Alp Centre“, 3732 BRZ (IMO-Nr.: 9398541), zu warten.
Dieser machte sich aus Falmouth auf den Weg, traf aber erst gegen 13.30 Uhr vor Ort erwartet. Die "Ivan Ellen" musste allerdings bereits kurz nach der Rückkehr nach Newlyn erneut zur "Lady Alida" auslaufen, nachdem diese wieder zu treiben begonnen hatte. Sie sollte vor Ort bleiben, bis der Schlepper sie auf dem Haken hatte. Die “Lady Alida” ist 88 Meter lang, 14 Meter breit, hat 4,91 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 3.700 Tonnen. Sie läuft für die Winne & Barends Cargadoors in Delfzijl und wurde 2016 auf der Groningen Scheepswerf erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Historischer Schlepper soll auf dem Grund des Lake Champlain geschützte Gedenkstätte werden
(20.03.17) Der 1880 erbaute U.S.-Schlepper “U.S. La Vallee” soll auf dem Grund des Lake Champlain eine historische Unterwassergedenkstätte werden. Diese Maßnahme wird durch die Champlain Valley National Heritage Partnership finanziert. Das Lake Champlain Maritime Museum (LCMM) will damit eine Infrastruktur schaffen, mit der Taucher das Wrack ab diesem Sommer sicher besuchen können. Die “U.S. La Vallee” ist ein typisches Beispiel der kleinen Dampfschlepper, die entlang der amerikanischen Ostküste und auf den Wasserstraßen im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert im Einsatz waren.
Der Schlepper ist in einem exzellenten Zustand und erlaubt so Studien der Konstruktion, des Design und der Technologie. Die Maschine ist noch an Bord. Im Juli 1996 wurde er in der Shelburne Bay bei einer Sonaruntersuchung des Meeresgrunds durch das Lake Champlain Maritime Museum entdeckt. Er lag aufrecht auf Grund, nur die Scheiben des Ruderhauses wurden zerstört. Offenbar gab es im Schiffsinnern eine Explosion, als es sank.
Forschungen des Historikers A. Peter Barranco, Jr. ergaben, dass es sich um den einstigen Schlepper „Henry Lloyd“ handelte, der 1880 in Brooklyn, New York, erbaut wurde. Damals waren hunderte solcher Schiffe im Einsatz. Nach drei Jahren in in Brooklyn und in Perth Amboy, New Jersey, wurde das Schiff nach Georgetown, South Carolina, verkauft und verblieb dort 37 Jahre lang.
Während dieser Zeit wurde es von 40,5 Fuß auf 56,1 Fuß Länge vergrößert. 1920 lief die Fahrlizenz aus. 1923 tauchte das Schiff in Albany auf und wurde von John E. Matton erworben, der auf dem Hudson River in Cohoes eine Werft und eine Schlepperflotte betrieb. Aus der „Henry Lloyd” wurde die “U.S. La Vallee”.
Sechs Jahre lang blieb sie für Matton im Einsatz. 1929 kaufte James E. Cashman aus Burlington das Schiff, das bereits stark heruntergekommen war. 1931 gab Cashman den Kampf gegen immer neue Lecks auf und schleppte es in das tiefe Wasser der Shelburne Bay, wo es versenkt wurde und für 65 Jahre aus dem Gedächtnis verschwand.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fairliner brannte vor Shoreham
(20.03.17) Das RNLI-Boot aus Shoreham wurde am 17.3. alarmiert, nachdem in der Maschine eines Fairline-Motorboots um 15.25 Uhr ein Feuer ausgebrochen war. Auf dem 10,5 Meter langen Boot befand sich eine zweiköpfige Crew. Es gelang ihr zwar, die Flammen zu löschen, doch das Schiff trieb danach antrieblos südwestlich der Worthing Pier.
Die beiden waren unterwegs von der Brighton Marina nach Poole gewesen. Nachdem die Seenotretter vor Ort eintrafen, stellten sie zunächst sicher, dass der Brand komplett gelöscht war. Dann wurde eine Schleppverbindung hergestellt, und das Motorboot wurde nach Shoreham gezogen. Nachdem es dort festgemacht war, kontrollierten die Coastguard und die Feuerwehr von Shoreham den Brandherd, damit das Feuer nicht erneut aufflammen konnte. Das Rettungsboot kehrte zu seiner Station zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre trieb mit Maschinenschaden in der See
(20.03.17) Die amerikanische Fähre “Beaumont Hamel”, 831 BRZ (IMO-Nr.: 8407656), erlitt am Abend des 17.3. kurz nach dem Auslaufen aus Portugal Cove in Kanada nach Bell Island Maschinenausfall und wurde manövrierunfähig. Die Crew warf unverzüglich Anker, um eine Strandung zu vermeiden. Die Schiffsingenieure konnten den Schaden binnen einer guten Stunde so weit reparieren, dass die Maschine wieder angefahren werden konnte.
Nachdem der Anker wieder gelichtet war, setzte die “Beaumont Hamel“ die Fahrt nach Bell Island fort, wo sie mit über zweistündiger Verspätung schließlich festmachte. Danach wurde sie durch die Behörden inspiziert und konnte am 18.3. wieder in den Fährdienst zurückkehren.
Die „Beaumont Hamel” ist 53 Meter lang, 12,70 Meter breit, hat einen Tiefgang von 3,50 Metern und eine Tragfähigkeit von 215 Tonnen. Sie wurde 1985 beim Marystown Shipyard in Kanada für den Dienst von Portugal Cove nach Bell Island erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Staten-Islands-Fähre
(20.03.17) Vier Menschen erlitten am 19.3. Rauchvergiftungen, als sie versuchten, ein Feuer auf einer Staten Island-Fähre zu löschen. Diese wurde in New York gerade überholt, als der Brand um 23.27 Uhr entstand. Die vier Arbeiter wurden vor Ort untersucht, brauchten aber nicht ins Krankenhaus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tests für Hebung der Sewol durchgeführt
(20.03.17) Nach fast drei Jahren auf dem Meeresgrund soll das Wrack der am 16.4.2014 gesunkenen, südkoreanischen Fähre “Sewol” im Auftrag des Ministry of Oceans and Fisheries in Kürze gehoben werden. Am 19.3. fanden abschließende Tests der Hebedrähte, an denen sie mit zwei Jack-up-Bargen verbunden wurde, fest. Eigentlich sollte der Rumpf dabei durch ein hydraulisches Drucksystem schon einen bis zwei Meter vom Meeresgrund angehoben werden, doch dieses wurde wegen schlechten Wetters nicht zum Einsatz gebracht.
Stattdessen checkten die chinesischen Berger von Shanghai Salvage die 66 Hebestropps, um ihre Einsatzfähigkeit zu gewährleisten, wenn sie gleichzeitig das Wrack anheben. Dabei wurden einige Reparaturen an ihnen durchgeführt, um zu verhindern, dass sie sich in der starken Strömung vor Ort verheddern. Wenn die Bergung gelingt, soll die „Sewol“ auf einem Dockschiff ins 87 Kilometer entfernte Mokpo gebracht werden.
Dieses wird teilweise auf 26 Meter abgesenkt, um sie aufzunehmen, was mit der nächsten Nipptide am 5.4. geschehen könnte. Um das 6,825-Tonnen-Schiff in 40 Metern Tiefe anzuheben, wurden Bäume unter dem Wrack platziert. Es liegt auf einem Grund aus Felsen und betonartig verfestigtem Schlamm.
Die Bergungsarbeiten durch 60 Taucher, Techniker und Ingenieure begannen im Juni 2016. Schlechtes Wetter und die schwierigen Bedingungen vor Ort führten zu immer neuen Verschiebungen des anvisierten Bergungstermins von zunächst Juli auf August, September und dann Oktober. Die nun angewandte Bergungsmethode mit einem Tandem wurde so noch nie durchgeführt.
Wichtig wird sein, das Wrack während des gesamten Hebungsprozesses ausbalanciert zu halten. Mit dem Wasser, Sand und Steinen im Schiffsinnern wiegt es aktuell rund 16,250 Tonnen. Wenn alles gut geht, werden von Bergungsbeginn bis Ende 10 bis 15 Tage vergehen.
Zunächst muss die „Sewol“ mindestens 34 Meter angehoben werden. Dann würde sie 13 Meter weit aus dem Wasser ragen und könnte abtransportiert werden. Sollten die Überreste der noch vermissten neun Opfer nicht im Schiffsinnern gefunden werden, müsste die Suche nach ihnen unter Wasser fortgesetzt werden.
40 Netze mit einem Umfang von 40x20 Metern wurden um das Wrack installiert. Mit Sonar würden Taucher dort versuchen, fündig zu werden. Die Netze wurden so dicht wie möglich gemacht, damit selbst kleine Knochen nicht verloren gehen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Munitionsaltlasten werden aus Kriegsschiffswrack geräumt
(20.03.17) Die Munition im gesunkenen kanadische Kriegsschiff HMCS “Thiepval”, einem Trawler der Battle-Klasse aus dem 1. Weltkrieg, der in den 1930er Jahren im Barkley Sound sank, soll knapp 80 Jahre später endlich entsorgt werden. Das Wrack war seit langem eine Taucherattraktion, doch wegen der Sprengmittel an Bord geriet es in den Fokus des Department of National Defence. Ein Sprengmittelbeseitigungsteam des DND soll Ende Juni absteigen, um die Munition zu bergen.
Es hat bereits mehrere vorbereitende Untersuchungen durchgeführt und auf dieser Basis einen Plan erarbeitet. Eine 12-Pfund-Kanone, die auf dem Vorschiff stand, ist inzwischen im Zentrum von Ucluelet ausgestellt. HMCS “Thiepval” entstand 1917 bei der Kingston Shipbuilding Company, um U-Boote zu bekämpfen.
Sie eskortierte Konvois und räumte Minen im Westatlantik. Später war sie das erste kanadische Kriegsschiff, das die Sowjetunion und Japan besuchte, als es einen britischen Versuch, die Welt mit einem Flugzeug zu umrunden, unterstützte. Nach dem Untergang wurde sie eine der beliebtesten Tauchattraktionen des West Coast Trail.
Sie liegt im Windschutz von Turret Island in relativ klarem Wasser. Wenn die Munition beseitigt und eine Risikoeinschätzung durch das DND gemeinsam mit dem Department of Fisheries and Oceans durchgeführt wurde, soll die Tauchstätte wieder allgemein zugänglich werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack der „Télamon“
(Bild: Gernot Keller)   Großbild klick!

Lanzarote: Kampagnen zur Rettung der „Télamon“
(18.03.17) Der bekannte Anblick der „Télamon“ zwischen Arrecife und Costa Teguise läuft Gefahr, zu verschwinden. Angesichts der möglichen Verschrottung des Schiffes aus Sicherheitsgründen fordern nun zwei Bürgerbewegungen die Wiederherstellung und Erhaltung des Wracks, weil es ein Teil der Geschichte von Arrecife sei. Für Krysztof Sleczka aus London ist klar: "Dieses Schiff ist meine Lieblingssehenswürdigkeit in Lanzarote. Jedes Mal, wenn ich die Insel besuche, stoppe ich, um es zu bewundern und mache jede Menge Fotos.“
Im Webspace Change.org werden Unterschriften für die Kampagne "Telamón no se mueve“ gesammelt und Appelle an die Stadt wegen ihrer Seefahrtsvergangenheit und der Anziehungskraft des gestrandeten Schiffes oder des Interesses der Taucher gerichtet. Im Moment haben etwa 1.200 Menschen, darunter auch Bewohner von Lanzarote und Besucher der Insel sich dem Appell angeschlossen. Die andere Initiative heißt "Save the Telamon", und sammelt Argumente, um eine Verschrottung zu vermeiden.
Die Pläne zielen auf die Erhaltung der sichtbaren Struktur wie auch der Teile unter Wasser als wirtschaftliche Ressource. Zumindest Teile wie die Ruder oder einen Teil des Hecks sollten als Skulptur und als Symbol der Geschichte erhalten bleiben. Die Handelskammer auf Lanzarote will das Wrack aber aus Sicherheitsgründen beseitigen.
Die Hafenbehörde von Las Palmas, verantwortlich für den Frachter nach der Aufgabe vor drei Jahrzehnten, hat positiv auf die Forderungen der Handelskammer reagiert und will die Verschrottung ausschreiben. Doch für die Verteidiger der „Télamon“ ist es noch Zeit den Kurs zu ändern. Sie hoffen, dass der öffentliche Druck ein Echo in der Verwaltung findet. Nicht zuletzt die tausenden von Fotos und Kommentare in sozialen Netzwerken und auch die Unterwasserbilder stellen für sie eine Ressource für den Tourismus dar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision in Algeciras
(18.03.17) Am 16.3. gegen fünf Uhr kollidierten die beiden spanischen Fähren "Poeta López Anglada", 15229 BRZ (IMO-Nr.: 8208763), und "Ciudad de Málaga", 8845 BRZ (IMO-Nr.: 9080015). Die Schiffe lagen an den Liegeplätzen 4 und 5 im Hafen von Algeciras, als eine Windbö von rund 80 km/h die "Poeta López Anglada" erfasste und mit dem Backbordheck gegen die "“Ciudad de Málaga" trieb. Diese wurde oberhalb der Wasserlinie im Mittschiffsbereich aufgerissen.
Während das größere Schiff im Fährdienst nach Tanger bleiben konnte, musste die „Ciudad de Málaga“ zunächst repariert werden. Dazu verließ sie am 18.3. gegen acht Uhr den Hafen und steuerte Gibraltar an. Dort ging sie um 9.40 Uhr ins Trockendock, wo eine Stahlplatte über die Schadensstelle geschweißt werden sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Archivbild Frachter "BBC Shanghai"
(Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Briese-Frachter trieb vor Südafrika
(18.03.17) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter "BBC Shanghai", 4090 BRZ (IMO-Nr.: 9224623), erlitt am 15.3. rund 90 Meilen nordöstlich von East London auf der Fahrt von Durban nach Lagos Maschinenausfall. Das Schiff trieb mit seiner 11-köpfigen Crew etwa 20 Meilen vor der Mazeppa Bay in hohem Seegang, der durch einen durchziehenden Wirbelsturm verursacht worden war. Der Transnet-Schlepper "Shasa" (MMSI-Nr.: 601119500) lief am 16.2. gegen 14 Uhr aus East London zur Hilfeleistung aus. Als er die "BBC Shanghai" erreichte, driftete sie 16 Meilen vor Mbashe Point.
Gegen 21 Uhr hatte der Schlepper den Havaristen auf den Haken. Am 17.3. gegen 10 Uhr wurde er im Hafen von East London festgemacht. Umweltschützer kritisierten in der Vergangenheit wiederholt den Einsatz des Frachters für den Transport atomaren Abfalls von Frankreich nach Australien. Es sei nicht geeignet, solche Fracht zu verschiffen.
Der Frachter ist 100,6 Meter lang, 16,6 Meter breit, hat 6,4 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 4.900 Tonnen. Die „BBC Shanghai“ wird von der Briese Schifffahrts GmbH & Co. KG in Leer (Ostfriesland), bereedert und wurde 2001 in Tanggu erbaut. Von 2003 bis 2014 lief es als „TLI Aquila“, denn wieder als „BBC Shanghai“ und von 2014 bis 2015 als „Island Trader“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht “Fascination” in Santa Barbara Harbor
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Havarierte Yacht im Nebel lokalisiert und abgeschleppt
(18.03.17) Die US Coast Guard assistierte am 17.3. der Segelyacht “Fascination” aus Newport Beach vor Santa Barbara. Gegen 12:30 Uhr fing die Coast Guard Los Angeles-Long Beach einen Notruf der 33 Fuß langen Yacht, die einen Motorschaden und Probleme mit der Bordelektrik meldete. Bei schwachem Wind trieb das Schiff mit seinem Skipper und dem Bordhund 600 Fuß vor Carpinteria.
Wegen des dichten Nebels in dem Seegebiet wies die Coast Guard den Segler an, Anker zu werfen und seinen Personal Locating Beacon (PLB) zu aktivieren, da die Funkverbindung auch abriss. Bei verbesserten Wetterbedingungen konnte ein MH-65 Dolphin-Helikopter der Base Point Mugu das Boot gegen acht Uhr lokalisieren. Der Skipper schoss dabei zwei Notraketen ab, um gesichtet zu werden.
Die Position wurde vom MH-65 einem 45-Fuß-Boot der Coast Guard Station Channel Islands weitergegeben. Dieses nahm die „Fascination“ auf den Haken und schleppte sie nach Santa Barbara Harbor, wobei die Santa Barbara Harbor Patrol assistierte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Taucherboot “Jazzy T” (Bild: James Whittaker)   Großbild klick!

Taucherboot wieder aufgetaucht
(18.03.17) Das Taucherboot “Jazzy T” der Cayman Diving, das in der Nacht zum 15.3. in George Town in stürmischer See gesunken war, konnte am 16.3. wieder an die Wasseroberfläche gebracht werden. Das Wrack wurde mit Luftsäcken angehoben und dann in den Hafen geschleppt. Dort hob ein Kran es auf den Kai.
Die genauen Umstände des Untergangs waren unklar und wurden von der Cayman Diving nicht kommentiert. Sie engagierte aber schon am nächsten Morgen ein Bergungsunternehmen, um das Taucherboot wieder auftauchen zu lassen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Weiteres Öl aus gesunkener Hero geborgen
(18.03.17) Die Global Diving and Salvage, Seattle hat inzwischen 1,000 Gallonen veröltes Wasser und ölabsorbierende Pads aus dem Wrack des gesunkenen, ehemaligen Forschungsschiffes “Hero” beseitigt. Arbeiter von Washington Ecology hatten zuvor einen Plan gefunden, der einen schematischen Zugang zu den Tanks an Backbordseite ermöglichte. Mit fallendem Wasserstand kam ein Vakuum-Truck zum Einsatz, um das Öl aufzunehmen.
Am 12.3. hatte die US Coast Guard die Kontrolle der Reinigungsoperation den staatlichen Behörden übergeben, könnte aber wieder aktiv werden, wenn die Struktur des Schiffes weiter beeinträchtigt wird. Das Department of Ecology leitete die Arbeiten des Bay Center Oil Spill und überwachte täglich das am 4.3. gesunkene Schiff, aus dem kontinuierlich seit 11 Tagen etwas Öl auslief. Bei Bedarf werden die Pads ersetzt und Proben des Öls genommen.
Ein Lagerbereich im Vorschiff wurde gereinigt und abgeschlossen. Pads wurden auch am Dock der Bay Center Oyster Farms flussabwärts ausgelegt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Einsatzgruppenversorger bei Kollision mit Schleuse in Wilhelmshaven beschädigt
(18.03.17) Am 16.3. wurde der Einsatzgruppenversorger „Frankfurt am Main“ (MMSI-Nr.: 211211760) der deutschen Marine abends beim Einlaufen in Wilhelmshaven beschädigt. Das 174 Meter lange Schiff kam gerade von einer Ausbildungsfahrt zurück und wollte den Marinestützpunkt ansteuern Das Schiff sollte gegen 21.45 Uhr achteraus laufend in einer Kammer der Seeschleuse Wilhelmshaven festmachen. Beim Zurücksetzen in die Schleuse berührte die „Frankfurt am Main“ den Betonvorbau der Schleuseninsel mit dem Heck.
Der Schaden am Betonvorbau war nach bisheriger Einschätzung vernachlässigbar. Die Schleuse selbst blieb unbeschädigt und konnte weiter uneingeschränkt genutzt werden. Das Heck des Einsatzgruppenversorgers wurde aber beschädigt. Der genaue Umfang des Schadens sollte im Laufe der kommenden Tage festgestellt werden.
Die für die kommende Woche geplante Teilnahme der „Frankfurt am Main“ am NATO-Großmanöver „Joint Warrior“ musste allerdings abgesagt werden. Wie geplant werden der Einsatzgruppenversorger „Bonn“ der Tender „Donau“ und das Hohlstablenkboot „Siegburg“ zu diesem Manöver auslaufen. Bei „Joint Warrior“ trainieren die beteiligten Nationen die internationale Zusammenarbeit in der Über- und Unterwasserseekriegsführung.
Quelle:Tim Schwabedissen



Drei Crewmitglieder der „Tinaztepe S“ tot geborgen
(18.03.17) Die libysche Coastguard barg am 17.3. die Leichen dreier Crewmitglieder des gesunkenen Frachters „Tinaztepe S". Die Suche nach den drei noch vermissten Seeleuten dauerte an, wurde aber durch den vor Misrata herrschenden Sturm beeinträchtigt. Es wurden die notwendigen Vorbereitungen getroffen, die Toten in die Türkei zurückzubringen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht nach Durban eingeschleppt
(18.03.17) Am 15.3. um 09.15 Uhr wurde die NSRI alarmiert, nachdem die 44 Fuß lange Yacht “Elin” auf der Reise von Kapstadt nach Durban mit drei Mann an Bord Motorausfall erlitten hatte und Hilfe brauchte. Das Rettungsboot “Eikos Rescuer II” machte sich auf den Weg zum Havaristen, der drei Meilen vor dem Hafen trieb. Die Yacht wurde auf den Haken genommen und nach Durban eingeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter entwickelte rund 40 Grad Schlagseite bei Laukvik
(18.03.17) Der russische Frachter “Mekhannik Fomin", 2489 BRZ (IMO-Nr.: 8904381), erlitt am Morgen des 18.3. eine Backbordschlagseite zwischen 35 und 40 Grad. Rund 25 Meilen vor Hadseløya bei Laukvik war bei stürmischem Wind offenbar die Holzladung übergegangen. Die norwegische Coastguard schickte ihr Patroullienschiff "Senja" (MMSI-Nr.: 257020000) sowie den Offshoreschlepper "Stilborg" (IMO-Nr.: 9158666) zur Assistenz.
Der Frachter war mit einer 13-köpfigen Crew an Bord auf Südkurs nach England gewiesen. Zwei Pakete Schnittholz von jeweils fünf Kubikmeter gingen im Sturm nördlich von Vestvågøy bzw. südwestlich von Bø über Bord. Eine entsprechende Navigationswarnung wurde herausgegeben.
Eskortiert von den beiden anderen Schiffen, steuerte der Havarist mit Lotsenberatung Hadselfjord und den Sortlandssund mit eigener Kraft an. Der Havarist sollte in Sortland einlaufen. Dort sollte dann versucht werden, ihn durch Umstauen der Ladung wieder auf ebenen Kiel zu bekommen.
Der Stückgutfrachter wurde 1991 auf der Österreichischen Schiffswerft in Korneuburg erbaut und läuft für die Northern Shipping in Arkhangelsk. Er hat eine Tragfähigkeit von 2650 Tonnen, eine Länge von 85,40 Metern, eine Breite von 14,50 Metern und einen Tiefgang von 5,06 Metern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Archivbil Frachter "Tinaztepe S"
(Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Frachter sank im Sturm vor Misrata – sieben Seeleute vermisst
(17.03.17) Der türkische Frachter "Tinaztepe S", 1900 BRZ (IMO-Nr.: 7505798), sank am 16.3. um 11.50 Uhr auf der Reede von Misrata, 21 Meilen östlich von Tripolis. Das Schiff war am Morgen mit einer Ladung von 3.120 Tonnen Marmorstaub aus Marmara ausgelaufen und hatte 2,5 Meilen vor der libyschen Küste Anker geworfen. Offenbar war es zu altersschwach, um den vier Meter hohen Wellen standzuhalten. Er erlitt Wassereinbruch, kenterte und ging unter.
Sechs der insgesamt 13 türkischen Crewmitglieder wurden gerettet und in einem nahen Hotel für medizinische Checkups untergebracht. Der Schiffsbetreiber Batu Shipping schickte Vertreter nach Misurata, um mögliche Visaprobleme zu lösen. Die Türkei unterhält auch ein Konsulat in Misrata.
Nach den übrigen sieben noch vermissten Crewmitgliedern wurde durch die libysche Coastguard eine Suchaktion gestartet. Das stürmische Wetter beeinträchtigte die Arbeit der Retter aber erheblich.
Die “Tinaztepe S” ist 81,60 Meter lang 13,80 Meter breit, hat einen Tiefgang von 6,50 Metern und eine Tragfähigkeit von 3,201 Tonnen. Sie wurde 1979 bei der Degas Shipbuilding in Izmir als „Nazim Kalkavan“ erbaut. Von 1997 bis 2005 lief sie als „Nuretin Kalkavan“.
Quelle:Tim Schwabedissen



RNLI-Boot schleppt „Petronella“ in den Hafen ein
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

RNLI-Boot aus Lowestoft schleppte Yacht ab
(17.03.1) Das RNLI-Boot aus Lowestoft, die “Patsy Knight”, wurde am 16.3. um 14.15 Uhr alarmiert, nachdem die 27-Fuß-Yacht „Petronella“ Motorausfall erlitten hatte. Das Boot war aus Southwold gekommen, und der Skipper war zwar in der Lage, unter Segel in Richtung von Lowestoft mit der Tide voranzukommen. Doch ihm wurde klar, dass er nicht ohne Hilfe in den Hafen gelangen würde.
Das Rettungsboot erreichte die “Petronella” unmittelbar vor Kessingland und stellte eine Schleppverbindung her. Dann ging es bei etwas Seegang zügig durch den Stamford Channel, ehe die Leine aufgekürzt wurde, um das Boot in den Hafen zu bekommen. Dazu nahmen die Seenotretter es längsseits, und um 16 Uhr war es sicher festgemacht. Es war der dritte Einsatz für die RNLI in Lowestoft binnen einer Woche.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Sternö" wird geleichtert
(Bild: Pasi Hakopuro)   Großbild klick!

Bergungsarbeiten auf Göta Älv dauern an
(17.03.17) Der Transport der Getreideladung von der auf der Göta Älv gesunkenen "Sternö" auf den Frachter "Lifana" (IMO-Nr.: 8315449) dauerte am 16.3. weiter an. Im Innern des Havaristen befanden sich weiterhin sowohl Ladung wie auch eingedrungenes Wasser. An der Bergungsaktion waren auch die "Fatboy", "Rygene" und "Sound Solution" beteiligt. Wenn alles nach Plan läuft, sollte der Göta Älv am 17.3. wieder für den Verkehr freigegeben werden.
Schiffe sollten den Havaristen dann mit langsamer Fahrt bei Tageslicht passieren dürfen. Währenddessen machte sich der Frachter „Skagern“, der nach seiner Bergung am Nachmittag des 14.3. unterhalb von Schleuse 5 festgemacht hatte, wo Inspektionen durch die Klassifizierungsgesellschaft stattfanden, auf den Weg nach Falkenberg. Hier sollte er am Nachmittag des 17.3. eintreffen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fährboot sank mit unbekannter Anzahl von Menschen auf Lake Kivu
(17.03.17) Fünf Tote wurden bislang nach dem Untergang eines Fährbootes auf dem Lake Kivu am 12.3. vor der Insel Ntaligeza in Süd-Kivu geborgen. 23 Überlebende wurden bislang registriert. Die Anzahl der Vermissten war unklar. Der Eigner konnte keine validen Zahlen präsentieren.
Das Boot war am Morgen von Bulenga nach Bukavu ausgelaufen, machte aber auf Veranlassung des Eigners mehrere nicht registrierte Zwischenstopps. Es könnten rund 40 Personen an Bord gewesen sein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer in Tripoli besiegelte Schicksal betagter Fähre
(17.03.17) Das Feuer, das am 9.8.2016 im Hafen von Tripoli auf der unter Togo-Flagge laufenden Fähre „Med Star“, 1786 BRZ (IMO-Nr.: 7392531), wütete, hat das Schicksal des zu dem Zeitpunkt 40 Jahre alten Schiffes besiegelt. Am 10.3. wurde das ausgebrannte Wrack auf den Strand einer Abwrackfirma in Aliaga gesetzt. Rumpf und Aufbauten trugen noch deutliche Spuren des Feuers, das ausgebrochen war, als das Schiff gerade in Richtung der Türkei hatte auslaufen wollen.
Trotz der Versuche der Crew und der örtlichen Feuerwehr, den Brand zu bekämpfen, fraß sich dieser durch die Aufbauten, bevor er unter Kontrolle gebracht werden konnte. Menschen kamen nicht zu Schaden, aber die 1986 in Athen als „Panagia Tinou“ erbaute Fähre hatte ihre letzte aktive Fahrt hinter sich.
Quelle:Tim Schwabedissen



Acht Verletzte bei Feuer auf Fähre vor Batangas
(17.03.17) Acht Passagiere der philippinischen Fähre “Rina Hosanna”, die nach Batangas-unterwegs war, wurden verletzt, als am Abend des 16.3. ein Feuer auf dem Schiff ausbrach. Sie wurden ins United Doctors of Saint Camillus De Lellis Hospital in Batangas gebracht. Die übrigen der insgesamt 88 Fahrgäste und 26 Crewmitglieder kamen zur Coast Guard-Station in Batangas City.
Die Fähre war aus Calapan in Oriental Mindoro gekommen, als das Feuer gegen 22:30 Uhr vor Matoco Point ausbrach. Die “Rina Hosanna” wurde von der “Reina de Luna”, einem anderen Schiff der Montenegro Shipping Lines, nach Batangas eingeschleppt. Am 17.3. gegen sieben Uhr konnte dort der Brand gelöscht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fünf Tote auf Lake Victoria
(17.03.17) Fünf Fischer kamen am Abend des 16.3. auf dem Lake Victoria ums Leben, als ihr Schiff in der Budalangi Constituency, Busia County, kenterte. Insgesamt waren 18 Mann an Bord des überladenen Fahrzeugs. Drei Tote wurden am Morgen des 17.3. geborgen, die Suche nach den beiden anderen Vermissten ging durch Taucher weiter.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter hing unter Brücke fest
(17.03.17) Am 16.3. blieb der Garnelenkutter „Anne Carolyn“ in Fort Myers unter der Matanzas Pass Bridge, der Hauptbrücke nach Fort Myers Beach, hängen. Das Fanggeschirr verfing sich an der Brückenkonstruktion, und es dauerte einige Zeit, bis sich das Schiff wieder befreien konnte. Zeugen sahen, wie sich dabei Stücke von der Brücke lösten und herabfielen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Crewmitglied der “O Busi - 3-FE-49-01”
(Bild: Salvamento Maritimo)   Großbild klick!

Cedeira: Pablo Camino Held des Tages nach Rettungsaktion
(16.03.16) Am 15.3. um 5.15 Uhr verschwand das Wrack des spanischen Trawlers “O Busi - 3-FE-49-01”, 66,74 BRZ (MMSI-Nr.: 224032880), 19 Meilen nordöstlich von Cedeira unter den Wellen, nachdem es über 11 Stunden lang gebrannt hatte. Der SAR-Schlepper „SAR Gavia“ hatte sich in der Nähe des Kutters aufgehalten, bis die Flammen an Bord des aus Polyester konstruierten Schiffes erloschen waren. Dem Rettungsboot “Salvamar Shaula” blieb nur noch, die Rettungsinsel aus dem Wasser zu bergen und die Untergangsstelle zu überwachen.
Das Feuer auf der “O Busi” war 12 Meilen nordwestlich des Heimathafens Cedeira im Maschinenraum ausgebrochen, als am Abend des 14.3. gerade das ausgebrachte Netz aufgeholt werden sollte. Die Brandursache war unbekannt. Die achtköpfige Crew hatte sich nach Absetzen eines Notrufs in die Rettungsinsel flüchten müssen.
20 Minuten später, um 18.19 Uhr, war der Hubschrauber Helimer 215 der Base in A Coruña eingetroffen. Rettungsschwimmer Pablo Camino wurde nun zum Held des Tages. Er sprang ins Wasser und half binnen weiterer 20 Minuten allen Schiffbrüchigen, zwei Peruaner und sechs Galizier, aus der Rettungsinsel, die wenige Meter vom brennenden Kutter entfernt trieb, in den Helikopter. Das ganze wurde von seiner Helmkamera aufgezeichnet.
Die Geretteten trafen um 18.55 Uhr am Flughafen von Alvedro ein. Sieben waren unversehrt, lediglich der Skipper musste ins Universitätskrankenhaus A Coruña gebracht werden, um mögliche Komplikationen nach dem Einatmen von Rauch auszuschließen. Er blieb dort bis zum folgenden Tag unter Beobachtung. Die “O Busi” war gut 20 Meter lang, sechs Meter breit und wurde 2001 für Alejandro Torres Rey bei Catoira in Pontevedra erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler "Edward Henry - DH 100"
(Bild: Lesie Tulloch)   Großbild klick!

Seenotretter 14 Stunden im Sturm für Trawler im Einsatz
(16.03.17) Mehr als 14 Stunden, nachdem das RNLI-Boot aus Aith zu dem britischen Trawler "Edward Henry - DH 100", 279 BRZ (IMO-Nr.: 9264398), gerufen worden war, konnte am 15.3. um 7.15 Uhr der Seenotfall aufgehoben werden. Das Schiff lag zu diesem Zeitpunkt schwer gezeichnet von den vorangegangen Stunden am Kai in Scalloway. Es war 60 Meilen westlich von Sumburgh vor den Shetlands von einer Freakwelle an Steuerbordseite getroffen worden.
Der Brecher stieg breitseits ein, zerstörte drei Fenster des Ruderhauses und legte die Bordelektronik lahm. Skipper Piotr Wrublennski wurde quer über die Brücke geschleudert und fand sich inmitten von Glassplittern, Holztrümmern und Wasser an Backbordseite wieder. Da er zunächst niemand anderen seiner siebenköpfigen Crew ausmachen konnte, löste er sofort Alarm aus.Trawler "Edward Henry - DH 100" Das RNLI-Boot aus Aith lief um 20:20 Uhr aus, und ein Coastguard-Helikopter der Base in Sumburgh stieg auf. Bei acht Windstärken kamen die Seenotretter nur langsam voran. Immerhin gab es von der „Edward Henry“ gute Nachrichten. Die Crew war bis auf eine leichte Verletzung des Skippers wohlauf, und es war ihr auch gelungen, die Maschine des Schiffes wieder zu starten.
Allerdings war die gesamte Navigationsausrüstung durch den Wasserschaden ausgefallen. Die Seenotretter leiteten deshalb den Kutter zum Hafen, eskortierte vom Ankerziehschlepper "Nor Solan". Als der Konvoi in Scalloway eintraf, standen Ärzte schon am Kai bereit. Um 11 Uhr dann war auch das Rettungsboot wieder aufgetankt und klar auf Station.
Der in Dartmouth beheimatete Longliner “Edward Henry” wurde 2002 bei der Armon Navia S.A,Navia in Spanien erbaut. Sie ist 25,5 Meter lang, 8,02 Meter breit, hat 4,05 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 150 Tonnen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Einhandsegler wird geborgen
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

RNLI half mehreren Yachten aus Schwierigkeiten
(16.03.17) Eine sieben Meter lange, holländische Yacht funkte am 15.3. um 00.30 Uhr um Hilfe, nachdem der Einhandsegler an Bord sieben Meilen östlich von Lowestoft in Schwierigkeiten geraten war. Er war unterwegs von Ijmuiden und wurde von den alarmierten Seenotrettern der RNLI in Lowestoft erschöpft vorgefunden. Sein Boot war zwar unter Segeln, aber praktisch bekalmt und wegen der passierenden Großschifffahrt in Gefahr, überlaufen zu werden.
Ein Rettungsmann stieg an Bord über und machte eine Schleppleine am Rettungsboot fest. Am frühen Morgen wurde die Yacht dann in den Hafen eingeschleppt und sicher festgemacht. Der Skipper war sehr dankbar für die Hilfe.
Ebenfalls am 15.3. wurde um 12.44 Uhr durch die Coastguard das RNLI-Boot aus Beaumaris alarmiert, nachdem ein 50 Fuß langes Boot bei Caernarfon auf Grund gelaufen war. Die „Annette Mary Liddington” verließ den Hafen um 12.57 Uhr und machte sich auf den Weg zur Sandbank nahe Caernarfon, wo sich der Havarist befand. Vor Ort stellte sich aber heraus, dass dieser bis zur nächsten Flut nicht würde flottgemacht werden können.
Da es nicht notwendig war, die beiden Crewmitglieder abzubergen, konnten die Seenotretter um 13.56 Uhr zu ihrer Station zurückkehren.
Bereits am 12.3. war das Boot der RNLI in Aberdeen gegen neun Uhr von der Coastguard in Aberdeen alarmiert worden, nachdem die Segelyacht „Fleur“ südöstlich des Hafens um Hilfe gebeten hatte. Sie war mit einer zweiköpfigen Crew an Bord von Anstruther in Fife gekommen. In dichtem Nebel wurde sie bekalmt, und dann fiel auch der Motor aus. Die Yacht trieb dicht an den Schifffahrtsrouten nach Aberdeen.
Deshalb wurde entschieden, sie in Schlepp zu nehmen. Bei einer Sichtweite von 300 Metern tasteten sich die Seenotretter zu der gemeldeten Position vor. Nachdem sie dann das letzte Stück vom Radar geleitet zurückgelegt und die Yacht 10 Meilen östlich von Newtonhill, Aberdeenshire, gefunden hatten, stellten sie um 10.30 Uhr eine Schleppverbindung her Die Fahrt nach Aberdeen dauerte 3,5 Stunden. Immerhin klarte der Nebel unterwegs auf. Nachdem die „Fleur“ sicher im Hafen war, war das Rettungsboot um 14.30 Uhr wieder klar auf Station.
Quelle:Tim Schwabedissen



Container werden in Torshavn geborgen
(Bild: B. Exel)   Großbild klick!

Container auf Bockstiegel-Frachter gingen über
(16.03.17) Nachdem er aus Aarhus am 11.3. ausgelaufen war, gingen auf dem unter Antigua Barbuda-Flagge laufenden Containerfrachter "Ice Star", 7545 BRZ (IMO-Nr.: 9428229), eine Reihe auf dem Hauptdeck direkt vor den Aufbauten gestauter Container nach Steuerbord über und brachen zusammen. Das Schiff erreichte am 15.3. um 3.15 Uhr den Zielhafen von Torshavn auf den Färöern an. Hier machte sich ein Containerkran daran, die Trümmer aufzuklaren.
Die “Ice Star” ist 121,24 Meter lang, 20,83 Meter breit, hat sieben Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 8.143 Tonnen. Der 698-TEU-Frachter läuft für die W. Bockstiegel Reederei GmbH & Co. KG in Emden und wurde 2008 in Yangzhou City erbaut. Sie lief von 2009 bis 2011 als “Mell Seletar”.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision im Eiskonvoi
(16.03.17) Am 15.3. kollidierte der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier "Nordic Barents", 27078 BRZ (IMO-Nr.: 9079169), mit dem russischen Nuklear-Eisbrecher "Vaygach", 20791 BRZ (IMO-Nr.:8417493), in einer Eiseskorte im Kara-Meer. Der Frachter stieß mit dem Bug gegen einen hölzernen Fender des Eisbrechers. Während dieser unbeschädigt blieb, erlitt der Rumpf des Frachters eine Beule. Der Eiskonvoi setzte seine Reise fort. Die "Nordic Barents" war auf der Reise von Port Dickson nach Murmansk.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung der Paradise vorerst gescheitert
(16.03.17) Die seit dem Sturm am 4.3. schwer beschädigt im Hafen von Port d'Andratx liegende, unter St. Vincent-Grenadines-Flagge registrierte Luxusyacht "Paradise" hat sich trotz des Einsatzes dreier Mobilkräne noch nicht aus dem Wasser heben lassen. Die Schwerlastkräne hatten eine Kapazität von insgesamt 120 Tonnen, doch die Yacht wog allein 132 Tonnen und hatte zudem eine Menge Wasser im Rumpf.
Die Kosten für die missglückte Bergungsaktion beliefen sich derzeit auf knapp 300.000 Euro. Vor der Hebung waren zunächst 7000 Liter Kraftstoff abgepumpt worden. Die Yacht aus der italienischen Werft Ferretti hat einen deutschen Eigner.
Quelle:Tim Schwabedissen



Einer von zwei havarierten Frachtern auf Göta Älv geborgen
(16.03.17) Am 14.3. konnte der holländische Frachter "Skagern", 2301 BRZ (IMO-Nr.: 9197791) auf der Göta Älv wieder flottgemacht werden, nachdem 120 Tonnen der Ladung mit einem Mobilkran auf eine längsseits gegangene Barge geleichtert worden waren. Dadurch hob sich das Schiff weit genug, um von den beiden Schleppern "Luto" and "Rygene" (MMSI-Nr.: 265652820), von den Uferfelsen abgebracht und ins Fahrwasser zurückgezogen zu werden. Sie zogen den Havaristen anschließend nach Trollhättan, wo weitere Untersuchungen des Rumpfes durchgeführt werden sollten.
Das Schiff hatte eine Woche zuvor Papier und Schnittholz in Kristinehamn geladen und war damit nach Hull unterwegs, als er durch Ruderprobleme vom Kurs abkam und wenige hundert Meter von dem Tage zuvor am Schleusenleitwerk von Lilla Dan gekenterten Frachter “Sternö” entfernt auf Grund lief.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler geriet bei Karwar in Brand
(16.03.17) Am 15.3. kam es in Udupi gegen fünf Uhr zu einer Explosion im Maschinenraum des in Malpe beheimateten Trawlers „Gurudev“, der danach in Brand geriet. Das Schiff war gerade auf Fangfahrt nahe Karwar. Skipper Anthon D'Costa (46), erlitt Brandverletzungen an einer Hand und wurde ebenso wie sein Schiff von einem Boot der Coastal Security Force gerettet. Er hatte auch eine Rauchgasvergiftung erlitten.
Nach seinem Notruf kam neben den Küstenrettern auch die „Shreevasava“ zu Hilfe. Der beschädigte Kutter wurde nach Karwar geschleppt. D’Costa wurde von einem Krankenwagen abtransportiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sewol soll zum 3. Jahrestag des Untergangs geborgen werden
(16.03.17) Das südkoreanische Ministry of Oceans and Fisheries hoffte, das Wrack der gesunkenen Fähre rechtzeitig zum dritten Jahrestag ihres Untergangs am 16.4.2014 geborgen zu haben. Bei dem Unglück waren über 300 Passagiere vor Jindo in der Süd-Jeolla-Provinz ums Leben gekommen. Der Rumpf soll auf einem Ponton Mitte bis Ende April binnen 10 Tagen nach Mokpo eingeschleppt werden.
Zwei Jack-Up-Bargen sind dazu an der Untergangsstelle auf Standby gegangen, ein Halbtaucher war noch unterwegs. Zwischen dem 4. und 7.4. wurden Nipptiden erwartet, die die Bergung begünstigen sollen. Der konkrete Fortgang wird vom Wetter abhängig sein.
Das Schiff liegt in 40 Metern Tiefe im Maenggol Channel, wo die gefährlichsten und stärksten Strömungen im ganzen Land herrschen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hearing zeigt – Rena wurde Teil des Astrolabe Reef
(16.03.17) Befürchtungen, das giftige Stoffe auf dem Wrack der “Rena" die Umwelt oder menschliche Gesundheit gefährden und Effekte für Werfte der Maori und das ökologische Systems des Astrolabe Reef haben könnten, wurden im Rahmen eines Hearings im Auftrag des Astrolabe Community Trust von dem Planungsexperten Keith Frentz aus Tauranga zurückgewiesen. Er verteidigte die Entscheidung, das Wrack auf dem Riff, das ein beliebter Fangplatz ist, zu belassen, am 6. Tag des Hearing vor dem Environment Court.
Bei der laufenden Überwachung des Riffs wurde festgestellt, dass das TBT sich aufgelöst habe und der zweite Stoff, der Sorgen machte, nämlich 12 Tonnen Kupfer, in den kollabierten Resten eines Laderaums eingeschlossen war und nicht entweichen konnte.
Es würde keine messbaren Effekte auf die Biodiversität auf dem Riff haben, und das Ökosystem würde sich in den begrenzten Gebieten, die von der Strandung am 5.10.2011 betroffen war, komplett und auf natürliche Weise erholen. Seitdem das Monitoring 2013 begann, wurde nur eine geringe Konzentration von Giftstoffen in einzelnen Fischarten nachgewiesen. Ein Belassen des Wracks vor Ort berge auch nach Einschätzung von Dr. Francesca Kelly keine größeren toxikologischen Risiken selbst für starke Fischesser.
Sie wie auch Frentz teilten die Einschätzung, dass bei einer pragmatischen Sicht die Strandungsstelle nun in einem Zustand sei, wo weitere negative Effekte sehr unwahrscheinlich seien. Nach Einschätzung von Frentz waren aktuell noch 10,500 Tonnen der ursprünglich 14,500 Tonnen Schiffstahl auf dem Riff. Größere Bewegungen der Trümmer seien auch nicht mehr zu erwarten.
Bereits am 8.3. hatte im Rahmen des Hearing Captain Roger King ausgesagt, dass die verbliebenen Stahlstrukturen zu einem Teil des Riffs geworden und von Korallen und Seetang besiedelt worden seien. In manchen Bereichen seien Schiff und Riff nicht mehr voneinander zu unterscheiden. King hatte über 40 Tauchgänge am Wrack unternommen und eine progressive Rückkehr marinen Lebens im Trümmerfeld festgestellt.
Experten der TMC Marine Consultants vermuteten nur noch weniger als eine Tonne Restöl im Wrack, das sich in Tiefen und für Taucher nicht sicher zugänglichen Bereichen befand. Die Trümmer zu räumen würde nach Ansicht des technischen Direktors der TMC zwischen 388 und 560 Millionen Dollar kosten. Experten seien sich einig, dass die am tiefsten liegenden Teile des Wracks nicht für Sauerstofftaucher sicher erreichbar sind.
Was den rund 1000 Tonnen großen Rest des Bugs angeht, so ist dieser von Offshore-Kränen, die an ihm arbeiten, nicht zu erreichen. Die Trümmer müssten manuell von Tauchern weiter zerschnitten und in tieferes Wasser gezogen werden. Dafür würden 410 Arbeitstage erforderlich sein, die Kosten würden rund 89 Millionen Dollar betragen.
Der Bug liegt in einem Bereich mit sehr starken Strömungen, sodass an ihm nur bei absolut ruhigem Wetter gearbeitet werden könnte. Die 244 Tage dauernden Räumungsarbeiten der Resolve Salvage im Trümmerfeld hatte 43 Millionen Dollar gekostet und den gewaltigen Mittel- und Kostenaufwand solcher Arbeiten am Astrolabe Reef aufgezeigt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zweimaster „Blåmann"
(Bild: Esvagt)   Großbild klick!

“Blåmann" auf der Werft statt auf dem Meeresgrund
(15.03.17) Der norwegische Zweimaster „Blåmann" wird nach seiner Havarie 62 Meilen vor Shetland bei der Ryfylke Trebåtbyggjeri nun wieder seetüchtig gemacht. Das Schiff war 2002 bei der Bremsnes Båtbyggeri Averøy als Colin Archer erbaut worden. Nachdem es im Sturm Maschinenausfall und Wassereinbruch erlitten hatte, kamen die „Esvagt Sigma", 830 BRZ (IMO-Nr.: 9235309), nd „Esvagt Alpha", 1244 BRZ (IMO-Nr.: 7104752), zu Hilfe und retteten die vierköpfige Crew im tosenden Sturm.
Das verlassene Schiff war dann zunächst in Richtung Schottland getrieben, dann aber zurück an die Position gedriftet, wo sich der Seenotfall ereignete. Daraufhin wurde das dänische SAR-Schiff “Esvagt Chastine", 963 BRZ (IMO-Nr.: 9733387), gebeten, es auf den Haken zu nehmen und nach Norwegen zu schleppen. Eigner Kurt Riska hatte nicht mehr damit gerechnet, sein Schiff wieder zu sehen.
Doch einen Tag nach der Rettungsaktion meldete der Kapitän der "Esvagt Alpha“, dass es noch schwimme. Daraufhin kam die Bergungsaktion in Gang. Das verloren geglaubte Boot wurde nach Finnøy eingeschleppt. Am 14.3. traf ein Gutachter bei der Ryfylke Trebåtbyggjeri ein. Die „Blåmann“ war nach ihrer Havarie noch nicht aufgeslippt worden, sodass bislang auch noch keine Bodeninspektion durchgeführt werden konnte. Warum es zum Wassereinbruch gekommen war, war noch unklar.
Möglicherweise war eine Seite des Bootes geschwächt gewesen, weil es lange Zeit als Hausboot mit dieser an der Pier gelegen hatte. Immerhin läuft nun die Maschine schon wieder. Die “Blåmann" hat wieder eine Zukunft, statt auf dem Meeresgrund zu liegen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter treibt nach Ruderschaden vor Andros
(15.03.17) Der unter Belize-Flagge laufende Frachter "Moon Step", 3796 BRZ (IMO-Nr.: 9177399), erlitt am 14.3. vor der Insel Andros Ruderschaden und wurde manövrierunfähig. Er war am 11.3. aus Istanbul nach Eemshaven ausgelaufen, wo er am 24.3. hätte eintreffen sollen. Die Berger von Vernicos Tugs & Salvage wurden damit beauftragt, das Schiff in einen Hafen zu bringen. Zwei Schlepper machten sich auf den Weg zum Havaristen.
Das Schiff mit 11 Ukrainern und einem Russen an Bord war mit Korn beladen. Am 15.3. war es am Haken eines Schleppers unterwegs nach Piräus. Vor Ort war ruhige See mit vier Beaufort Wind.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Scelerate" teilweise unter Wasser
(Bild: Kristof Peters)   Großbild klick!

Schubeinheit auf der Temse gesunken
(15.03.17) Bei Temse in Ost-Flandern rammte am Vormittag des 14.3. gegen 11 Uhr das holländische Binnenschiff "Mascaret", 437 ts (EU-Nr.: 01823274), von Antwerpen kommend einen Pfeiler der Bornem-Brücke auf der Schelde. Dabei riss die vorgekoppelte Einheit, die belgische "Scelerate", 341 ts (EU-Nr.: 06504143), ab und schlug leck. Der Schiffsführer konnte sein Schiff in der Nähe anlegen, er selbst, seine Frau und ihr Kind wurden dann von der Feuerwehr von Bord geholt.
Die Schubeinheit lag mittags teilweise unter Wasser. Versuche, sie zu bergen, schlugen fehl. Sie wurde von der Strömung auf die Böschung und wiederholt gegen den Brückenpfeiler geschlagen, bis sie gegen 15 Uhr komplett gesunken war. Die Schifffahrt konnte die Havariestelle weiterhin mit Vorsicht passieren, die Brücke blieb für den Verkehr ebenfalls freigegeben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Cedeira nach Feuer gesunken
(15.03.17) Das MRCC in A Coruña und Finisterre koordiierte am 14.3. die Rettungsaktion für die achtköpfige Crew des spanischen Trawlers "O Busi", 67 BRZ (MMSI-Nr.: 224032880), auf dem am Nachmittag 12 Meilen nordwestlich vom Heimathafen Cedeira ein Feuer im Maschinenraum ausgebrochen war. Salvamento Marítimo wurde um 17:55 Uhr alarmiert und schickte den Helikopter Helimer 215, der sich auf einem Trainingsflug bei Punta Langosteira in A Coruña befand.
Um 18:19 Uhr lokalisierte er die Crew in einer Rettungsinsel und winschte sie nacheinander auf. Sie wurden dann zum Alvedro Airport geflogen. Der Skipper und Eigner, Alejandro Torres, kam ins Chuac-Krankenhaus, wo er wegen Rauchgasvergiftung behandelt wurde. Die übrige Crew wurde ins Casa do Mar de A Coruña gebracht und brauchte keine medizinische Betreuung.
Die Geretteten kamen aus Herculina, Ferrol, Cedeira und Cerdido. Das Rettungsboot "Salvamar Shaula" (MMSI-Nr.: 224033840) lief zur brennenden "O Busi" und stellte fest, dass um das Schiff treibende Fischereiausrüstung jegliche Rettungsarbeit erschwerte. Außerdem wurde am späten Nachmittag der Schlepper "SAR Gavia", 903 BRZ (IMO-Nr.: 9525742) zum Havaristen in Marsch gesetzt aus Barrié, um zu versuchen, das in Vollbrand stehende Schiff auf den Haken zu nehmen. Am 15.3. sank es aber 19 Meilen westnordwestlich von Cedeira.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter drohte in Boulogne zu sinken
(15.03.17) Am 14.3. gegen 14.10 Uhr wurde die Feuerwehr von Boulogne alarmiert, weil am Gambetta-Kai der Kutter "Pater Noster - BL.735020", 10 BRZ (MMSI-Nr.: 227561740), Wassereinbruch erlitten hatte. Das Wasser, das bereits auf Höhe der Maschine stand, konnte von den Einsatzkräften ausgepumpt werden. Taucher inspizierten zunächst ohne Ergebnis den Rumpf.
Feuerwehrfahrzeuge zogen das Boot dann zum Roulev-Hafen bei Socarenam, wo es aus dem Wasser gehoben wurde. Neben einer Rumpfleckage könnte auch ein schadhafter Wassereinlass oder ein offenes Ventil zum Wassereinbruch geführt haben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht mit Motorschaden nach Emden eingeschleppt
(15.03.17) Während einer Streifenfahrt erhielt der Zollkreuzer "Emden" am 14.3.17 eine Meldung über eine offensichtlich manövrierunfähige Segelyacht. Das Schiff wurde durch unübliche Fahrmanöver auffällig und befand sich zwischen Delfzijl und Eemshaven auf der Höhe Rysumer Nacken. Als die "Emden" eintraf, lag die Yacht quer zur Strömung, und änderte mehrfach den Kurs, ohne diesen halten zu können.
Bei der ersten Kontaktaufnahme über Funk mit dem Skipper der Yacht räumte dieser lediglich mittlerweile behobene Motorprobleme ein. Wegen der weiterhin unsicheren Fahrweise wurde vom Zollboot aber das Tochterboot "Engelke up de Muer" zu Wasser gelassen, um an Bord der Segelyacht ein genaueres Bild von der Situation zu erhalten. Nun lenkte der Skipper ein und bat um Schlepphilfe durch das Tochterboot.
Seine Segel seien nicht funktionsfähig und der Motor mache weiterhin Probleme. Das Boot wurde daraufhin in den Emder Außenhafen abgeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter mit Schlagseite vor Selje
(15.03.17) Am Abend des 14.3. wurde die Polizei in Sogn og Fjordane alarmiert, nachdem der norwegische Frachter „Nyksund", 1155 BRZ (IMO-Nr.: 7922245), auf der Reise Stavanger-Tromsø in schwerem Sturm im Sildagap bei Selje in schwerem Sturm Schlagseite entwickelt hatte. Das Rettungsboot „Simrad Buholmen" der NSSR-Station Måløy sowie ein Sea King-Rettungshubschrauber aus Florø wurden daraufhin alarmiert. Der Frachter nahm unterdessen Kurs auf Stadhavet.
Um 22.30 Uhr gingen Wellen über die Seite, und die Krängung betrug 15-20 Grad. Vor Ort war eine Wellenhöhe von sechs bis 10 Metern. Die sechsköpfige Crew begann, Ballastwasser aufzunehmen, um das Schiff wieder auf ebenen Kiel zu bekommen.
Binnen einer halben Stunde konnte sie so die Lage unter Kontrolle bringen. Der Hubschrauber konnte daraufhin zu seiner Base zurückkehren. Der Frachter machte, eskortiert vom Rettungsboot, am 15.3. um 00.30 Uhr in Måløy fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rauch, aber kein Feuer auf Fähre im Tysfjord
(15.03.17) Die norwegische Fähre "Lurøyprinsessen", 58 BRZ (MMSI-Nr.: 259381000) funkte am Morgen des 15.3. einen Notruf, nachdem es im Tysfjord zu einer Rauchentwicklung im Maschinenraum gekommen war. Ein Kutter in der Nähe fing das Mayday um 8.40 Uhr auf. Daraufhin schickte das JRCC in Bodø einen Sea King-Rettungshubschrauber zu der Position.
Vor Ort stellte sich die Lage aber als weniger dramatisch dar, als zunächst befürchtet worden war. Es gab kein offenes Feuer im Maschinenraum, und es war auch niemand zu Schaden gekommen. Daraufhin kehrte der Helikopter zu seiner Base zurück. Das kleine Fahrgastschiff "Kjøpsvik" nahm die "Lurøyprinsessen" in Richtung Drag in Schlepp.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler vor Shetlands in Seenot
(15.03.17) Das RNLI-Boot aus Aith wurde am Abend des 14.3. alarmiert, nachdem der englische Trawler "Edward Henry - DH 100" (MMSI-Nr.: 235004230), mit einer achtköpfigen Crew an Bord vor den Shetland-Inseln in Seenot geraten war. Eine Welle hatte die Brücke getroffen und Fenster eingeschlagen. Es kam zu einem Wassereinbruch, und der Trawler wurde 60 Meilen westlich von Sumburgh manövrierunfähig.
Das RNLI-Boot aus Aith lief um 20.20 p.Uhr aus, und ein Coastguard-Helikopter aus Sumburgh stieg auf. Das Rettungsboot kam bei schwerer See und acht Beaufort Wind nur mit 10 Knoten voran. Um 22.30 Uhr wurde der in der Luft befindliche Hubschrauber durch einen weiteren aus Stornoway abgelöst.
Die "Edward Henry" konnte inzwischen in Richtung Scalloway ablaufen. Hier traf sie am 15.3. um 7.Uhr ein, eskortiert von dem Rettungsboot aus Aith und dem maltesischen Ankerziehschlepper "Nor Solan", 2447 BRZ (IMO-Nr.: 9744697).
Quelle:Tim Schwabedissen



Rätsel um Dona Marta gelöst
(15.03.17) Der Frachter “Dona Marta” aus Venezuela, der in der vergangenen Woche vor der Küste von Essequibo gesunken war, hatte seine Anwesenheit in den Gewässern von Guyana nicht den dortigen Behörden gemeldet. Die fünfköpfige Crew war von örtlichen Fischern gerettet worden und war über Pomeroon nach Venezuela abgereist, ohne den Behörden eine Meldung zu machen. Die Behörden hatten lediglich am 9.3. einen Notruf des Landungsbootes aufgefangen.
Allerdings hatte sich die Crew am 28.2. beim Zoll angemeldet. Die Guyana Defence Force (GDF) Coast Guard schickte ein Patroullienboot zu der Schiffsposition. Sie fand die “Dona Marta” halb gesunken und verlassen vor dem Dorf Devonshire Castle vor. An Bord waren rund 100 Tonnen Reis, die von Guayana für Venezuela bestimmt gewesen waren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fischer aus Bajan nach Schiffbruch gerettet
(15.03.17) Drei Fischer aus Bajan wurden am Nachmittag des 14.3. beim Bridgetown Fisheries Complex an Land gesetzt. 10 Stunden zuvor hatten sie ihren Kutter „Eureka – S 22“ aufgeben müssen, der einen Wassereinbruch erlitten hatte. Sie wurden von der “Justina - L22” gerettet.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Paradise" wird abgewrackt
(Bild: Lobo Mar)   Großbild klick!

Mallorca: Letzte Fahrt gesunkener Luxusyacht ging zum Abwrackkai
(14.03.17) Ein Mobilkran barg am 13.3. das Wrack der in Kingstown beheimateten Luxusyacht "Paradise", 134 ts (MMSI-Nr.: 376273000), am Kai des Club de Vela im Port d'Andratx. Dort sollten die kläglichen Überreste der Millionenyacht nun abgewrackt werden. Sie hatte sich in dem schweren Sturm, der am 4.3. über die Region gefegt war, losgerissen und war an einer Betonmole förmlich geschreddert worden.
Nachdem sie über die folgenden Stunden allmählich auf den Hafengrund sank, wurden am 9.3. die noch an Bord befindlichen neun Tonnen Öl abgepumpt. Seit dem 11.3. waren Experten der Ocean Diving, Manosub und Serviports unterstützt von Personal des örtlichen Segelclubs dabei, das mit den Aufbauten noch aus dem Wasser ragende Schiff wieder schwimmfähig zu machen. Dazu installierten Taucher 12 Hebeballons.
Damit gelang es, die Yacht soweit anzuheben, dass sie auf ihrer letzten Fahrt zum Club de Vela bugsiert werden konnte. Bereits am 6.3. hatte ein Kran die in demselben Sturm gesunkene Katamaranyacht "Barsowano" gehoben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter "River Eregli" (Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Wege der „River Eregli“ bleiben auch nach Bergung rätselhaft
(14.01.17) Am Abend des 12.3. wurde der unter der Flagge Mikronesens laufende Frachter "River Eregli", 794 BRZ (IMO-Nr.: 8324581), bei Alupka von den beiden russischen Schleppern "MB-174" und "Afaline" geborgen. Danach konnte der Havarist mit eigener Kraft den Hafen von Sevastopol ansteuern. Das Schiff war mit einer siebenköpfigen ukrainischen Crew an Bord am 11.3. auf dem Weg von Burgas nach Novorossijsk gewesen, als am Nachmittag gegen 14 Uhr auf Höhe der Südspitze der Krim 11 Meilen östlich von Yalta die Hauptmaschine ausfiel.
Der Frachter funkte ein Notsignal und begann, auf die Küste zuzutreiben. Hilfsangebote anderer Schiffe wie auch ein Abbergen der Crew oder ein Abschleppen wurden aber abgelehnt. Um 00.40 Uhr des 12.3. hatte die „River Eregli“ Grundberührung.
Als die "MB-174" der russischen Marine vor Ort eintraf, saß es bereits am Strand auf Grund. Wegen der ruhigen See entstand dabei aber kein größerer Schaden. Das Taucherschiff "VM 154" wurde gerufen, um eine Inspektion am Rumpf durchzuführen.
Nachdem die Experten der russischen Schwarzmeerflotte sichergestellt hatten, dass es kein Leck gab, konnte die Bergung starten. Danach wurde das Schiff der Küstenwache überstellt, die es zur russischen Marinebasis in Sevastopol brachte.
Die Umstände der Havarie des Schiffes, das seit November 2016 kein AIS-Signal mehr ausgesandt hatte, blieben nebulös. Wahrscheinlich war es in Schmuggelgeschäfte oder Waffentransport beteiligt. Auch könnte der Eigner das Bedienen von Häfen auf der besetzten Krim wegen der drohenden Sanktionen verschleiert haben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter "Ecofaith G.O." (Bild: USCG)   Großbild klick!

Bulkcarrier nach Unalaska eingeschleppt
(14.03.17) Der unter Marshall-Islands-Flagge laufende Frachter "Ecofaith G.O.", 44647 BRZ (IMO-Nr.: 9594913), wurde am 11.3. in die Broad Bay in Unalaska eingeschleppt, nachdem er in Ballast laufend mit einer 20-köpfigen Crew an Bord auf dem Weg nach Prince Rupert in internationalen Gewässern Maschinenschaden erlitten hatte. Nachdem die U.S. Coast Guard informiert worden war, schickte sie den Schlepper "Michelle Foss" aus Seattle zu Hilfe. Er sollte den Havaristen nach Dutch Harbor bringen.
Das Bergungsschiff "Resolve Pioneer", 1058 BRZ (IMO-Nr.: 7528843), aus Dutch Harbor stieß beim Unimak Pass hinzu und eskortierte den Konvoi zu einem Notankerplatz in der Broad Bay. Hier sollte die Resolve Magone Marine die "Ecofaith G.O." untersuchen und kurzfristige Reparaturen durchführen. Sie sollten den Bulkcarrier befähigen, eine Reparaturwerft in China anzusteuern.
Dazu mussten zunächst einige Taucherarbeiten und Untersuchungen durchgeführt werden, um herauszufinden, was exakt repariert werden müsste für einen sicheren Transit nach China. Die DEC und die Coast Guard überwachten den Havaristen an seinem Liegeplatz auch in Hinblick auf mögliche Ölaustritte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack historischen Trawlers soll von Grytviken nach Hull zurückkehren
(14.03.17) Der 111 Jahre alte Trawler “Viola” soll in seinen einstigen Heimathafen Hull zurückkehren. Die Kosten dafür dürften etwa 1,75 Millionen Pfund betragen. Der Viola Trust, der das Projekt leitet, hat bereits vielfältige Unterstützung erhalten und startete jetzt eine Fundraising-Kampagne. Dank der historischen Bedeutung des Schiffes, das für Eigner in England, Norwegen, Afrika und Argentinien lief, sollen international potentielle Spender gefunden werden.
Eine Untersuchung der Solis Marine Consultants hat gezeigt, dass der Zustand der “Viola” derzeit noch gut genug ist, von ihrer aktuellen Position auf dem Strand von Grytviken in Süd-Georgien abtransportiert zu werden. Auf der Website www.violatrawler.net wird nun die Geschichte des Schiffes und die Vision ihrer Entwicklung als Touristenattraktion und Trainingsstätte für künftige Ingenieure dargestellt. Die Zeit für die Kampagne ist mit dem Status von Hull als Kulturhauptstadt 2017 gut gewählt.
Die „Viola“ ist der weltweit älteste Dampftrawler mit noch intakter Maschine. 1906 wurde sie bei Cook, Welton & Gemmell in Beverley für die Hellyer Steam Fishing Company erbaut und dann den Hull River hinab nach Hull gebracht, wo die Firma Amos & Smith sie mit den bis 1956 genutzten Dampfmaschinen ausstattete. In diesem Jahr wurde sie für die Nordseeflotte der Hellyer Steam Fishing Company auf Ölverbrennung umgebaut. Nach den ersten acht Jahren im Dienst wurde der Trawler im September 1914 von der britischen Admiralität als “FY 614” requiriert und mit einer Drei-Pfund-Kanone ausgestattet.
Vor den Shetlands ging sie bis zur Fair Isle auf Patroullie und diente als Eskorte. Später diente sie als Minensucher auf dem Tyne. Sie versenkte mindestens zwei U-Bote, die „UB-30” vor Whitby am 13.8.1918 und „UB-115“ vor Northumberland am 29.9. des Jahres.
Nach Kriegsende entschied Hellyer, sich auf Fischfang vor Island und in der Barentssee zu konzentrieren und verkaufte 1918 die gesamte Nordseeflotte. Die “Viola” ging an Massey & Sons. 1919 verkaufte Massey sie an L. Thorsen in Norwegen.
Sie wurde dann in “Kapduen” umbenannt. Die Walfangfirma Nils Torvald Nielsen Alonso kaufte Thorsen wenig später und baute die “Kapduen” für diese Zwecke um. 1924 wurde sie in “Dias” umbenannt und operierte nun vor Afrika.
1927 wurde sie in Sandefjord aufgelegt und dann an die Compañía Argentina de Pesca in Argentinien verkauft. Diese überführte das Schiff nach Grytviken zum Seehundfang. Sie diente auch als Versorgungsschiff für Expeditionen im Südatlantik, unterstützte die argentinische Wetterstation auf Laurie Island und die Kohl-Larsen Expedition 1928/29, die britische Südgeorgien-Expedition 1954/55, topographische Forschungen von Duncan Carse zwischen 1951 und 1957 sowie die Bird Island Expedition 1958. Im Jahr 1964 wurde die Walfangstation auf Grytviken geschlossen, und die “Dias“ wurde gemeinsam mit den Walfangbooten „Albatros“ und „Petrel“ aufgelegt.
Bis 1971 wurden die Schiffe noch unterhalten, doch dann endete die Wartung. Über die Jahre schichteten sich Schnee und Eis auf den verlassenen Schiffen auf, und die „Dias“ sank an ihrem Liegeplatz im Winter 1974. Die „Albatros“ folgte ihr 1975 auf den Grund. Im Falklandskrieg 1982 wurde Südgeorgien kurze Zeit von Argentinien besetzt, und Altmetallhändler drohten den Wracks zu Leibe zu rücken. Doch dann wurde das Gebiet von britischen Truppen unweit der Bucht, in der die Trawler vor sich hinrosteten, wieder befreit. 2004 wurden die „Dias“ und „Petrel“ wieder schwimmfähig gemacht und an ihren gegenwärtigen Positionen auf Strand gesetzt. Die Regierung von Südgeorgien hätte keine Einwände gegen den Abtransport der „Dias“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Nordkoreanischer Frachter vor China gesunken
(14.03.17) Der nordkoreanische Frachter "Kum San", 5852 BRZ (IMO-Nr.: 7418373), kollidierte am 9.3. gegen vier Uhr vor der ostchinesischen Küste mit einem chinesischen Tanker und wurde so schwer beschädigt, dass er aufgegeben werden musste. Der Tanker rettete alle 27 Crewmitglieder. Der Frachter hatte am 8.8. voll beladen nahe des Hafens Lianyuanhang geankert.
Dort ereignete sich auch der Zusammenstoß im Bereich der Jiangsu-Provinz. Gegen sechs Uhr sank die "Kum San". Der Kollisionsgegner, ein Bunkertanker, wurde offenbar nicht nennenswert beschädigt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre nach Brønnøysund abgeschleppt
(14.03.17) In der Nacht zum 14.3. erlitt die norwegische Katamaranfähre "Frøyfart", 149 BRZ (IMO-Nr.: 9052496), Maschinenschaden im Brønnøysund, als sie von Sandnessjøen kam. Das NSSR-Rettungsboot “Uni Helgeland - RS144” (MMSI-Nr.: 258276500) wurde zur Assistenz gerufen. Es nahm den Havaristen auf den Haken, und gegen ein Uhr wurde das Schiff in den Hafen von Brønnøysund gezogen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vor Bayuguan aufgelaufen
(14.03.17) Am frühen Morgen des 13.3. lief der chinesische Containerfrachter "Ze Hong", 41553 tdw (IMO-Nr.: 9064798), auf den Wellenbrecher von Bayuguan vor Yingkou in der Bohai-See. Das Schiff kam mit der Steuerbordseite auf den Steinen der Mole fest, als es in den Hafen einlaufen wollte. Es hatte am 12.3. vor Bayuquan gelegen und war am folgenden Morgen gegen drei Uhr ankerauf gegangen. Es gelang, den Havaristen mit Schleppern wieder zu befreien und nach Bayuquan zu bringen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sternö-Bergung geht voran
(14.03.17) Die Bergungsarbeiten an dem Frachter "Sternö" auf dem Göta Älv bei Lilla Edet gingen weiter voran. Das Schiff hatte nur noch wenige Grad Schlagseite, und die Getreideladung wurde weiter geleichtert. Wenn alles weiter nach Plan geht, könnte die Ladung am 17.3. auf die „Lifana“ umgepumpt sein. Danach sollte der Havarist, der aktuell stabil auf dem Grund nördlich der Schleuse am Leitwerk lag, ausgepumpt und aufgeschwommen werden. Wann und wohin er dann abgeschleppt würde, war Sache der Kanalbehörde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler nach Ålesund abgeschleppt
(14.03.17) Am Abend des 13.3. wurde der havarierte norwegische Trawler "Langenes", 1345 BRZ (IMO-Nr.: 8520795), an den Kai in Ålesund, Breivika, geschleppt. Er hatte am Morgen des 12.3. vor den Shetlands auf Fangfahrt einen Zylinderkopfschaden erlitten. Daraufhin musste die Maschine gestoppt werden.
Zunächst hatte ein anderes Schiff der Reederei Nordic Wildfish, ehemals Roaldsnes, aus Valderøya den Havaristen auf den Haken genommen. Auf dem letzten Stück übernahmen zwei Schlepper den weiteren Transport, assistiert von einem Rettungsboot. Gegen 19 Uhr lag der Trawler sicher am Kai.
Da die Maschine erst im Januar überholt wurde, handelte es sich um einen Garantiefall. Die Reparatur dürfte rund eine Woche dauern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Tote und vier Vermisste nach Kollision auf Yangtse
(14.03.17) Am 13.2. kollidierten auf dem Yangtse zwei chinesische Frachter, die 118 Meter lange „Chang Xun 17” (MMSI-Nr.: 413777358) und der 96 Meter lange Frachter „Jin Hang Hai 6“ (MMSI-Nr.: 413500673) unweit des Hafens von Nantong. Die „Chang Xun 17” konnte nach dem Zusammenstoß stabilisiert und in Nantong entladen werden. Die “Jin Hang Hai 6” aber sank, und die 13-köpfige Crew landete im Wasser.
Neun der Männer wurden lebend gerettet, zwei weitere konnten nur tot geborgen werden. Vier Mann wurden noch vermisst, die Suche nach ihnen auf dem Fluss dauerte an. Die "Jin Hang Jai 6" war mit einer Ladung von 4.500 Tonnen Stahl von Jiangyin nach Guangzhou unterwegs, die "Chang Xun 17" befand sich auf der Reise von Chongqing nach Zhangjiagang.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter sank vor Guayana
(14.03.17) Am 8.3. sank auf dem Weg nach Venezuela vor der Küste von Essequibo der mit Reis beladene Frachter „Dona Marta”. Die Küstenwache untersuchte den Schiffbruch und dessen Ursache. Unklar war, ob das Schiff legal durch die Gewässer von Guyana unterwegs gewesen war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suche nach Crew gekenterten Trawlers
(14.03.17) Die gesamte Crew eines indonesischen Trawlers, der am 13.3. gegen 17 Uhr sieben Meilen vor Kuala Linggi Port kenterte, schien ums Leben gekommen zu sein. Ein Boot der Malaysian Maritime Enforcement Agency (MMEA) lief um 17.30 Uhr zur Unglücksstelle. Es fand das gekenterte Schiff im Meer treibend, aber niemanden von der Besatzung. Wegen stürmischer See und einsetzender Dunkelheit musste das Patroullienboot sich wenig später zurückziehen.
Die Suchaktion sollte am 14.3. um sieben Uhr fortgesetzt werden. Dazu schickte auch das Masjid Tanah Fire and Rescue Department 11 Mann der dortigen Station.
Quelle:Tim Schwabedissen



Historischer Schlepper soll erhalten bleiben
(14.03.17) Das Wrack des Dampfschleppers “Wyola”, 306 BRT, in North Coogee soll erhalten werden. Am 9.3. unterstützte der Stadtrat von Cockburn eine entsprechende Empfehlung. Im Budget 2017/18 soll entsprechend eine Summe zur Instandhaltung der Wrackposition eingestellt werden. Die Zukunft des zum Kulturerbe der Stadt zählenden Schiffes hatte in Frage gestanden, weil scharfe Wrackkanten zuvor Hunde und Pferde verletzt hatten. In einem Bericht hieß es aber, dass die Reste zwar zweifellos ein Risiko für Strandgänger darstellten, dieses aber überschaubar und handhabbar sei.
Der Dampfschlepper “Wyola” war 1912 bei LT Eltringham & Co in South Shields, England, für die Swan River Shipping Company in Westaustralien erbaut worden. Auf der Überführung anch Fremantle kam er der Bark “Concordia” zu Hilfe, die in einem Wirbelsturm bei Depuch Island gestrandet war. Am 13.6.1920 assistierte er in einem Sturm dem Dampfer „Kingsmere”, der sein Ruder verloren hatte.
Am 5.1.1921 war die “Wyola” in Carnarvon zur Rettung des Dampfers “Kwinana” der State Shipping Service of Western Australia im Einsatz, der in Brand geraten war. Die Schleppercrew versenkte die “Kwinana” in flachem Wasser, um das Feuer zu ersticken. Dann lenzte sie sie wieder mit ihren eigenen Pumpen.
1970 wurde die “Wyola” an der Robb Jetty südlich von Fremantle teilweise abgewrackt. Die Reste versandeten am CY O'Connor Beach in North Coogee, wo ein Teil des Hecks sichtbar blieb. Das Schiff war 38 Meter lang, 7,5 Meter breit und hatte 4,3 Meter Tiefgang. Es war in den aktiven Zeiten einer der stärksten australischen Bergungsschlepper.
Quelle:Tim Schwabedissen



Mühselige Bergung havarierten Katamarans
(14.03.17) Das RNLI-Boot aus Sennen Cove, die “City of London III”, wurde am Abend des 12.3. durch einen Mayday-Ruf des acht Meter langen Katamarans “Kyanwe” alarmiert. Dieser hatte Motorschaden vor Botallack erlitten. Als die Seenotretter eintrafen, nahmen sie die Yacht auf den Haken, entschieden dann aber, dass das Wetter zu schlecht war, um sicher den Hafen von Newlyn zu erreichen.
Es zeigte sich, dass St Ives eine bessere Option sein würde. Daraufhin lief auch das dortige RNLI-Boot aus und traf westlich von Gurnards Head auf den Schleppzug. Hier übernahm er die „Kyanwe“. Bei 33 Knoten Wind und ausgehender Tide brauchten die Seenotretter mehr als eineinhalb Stunden, um das Boot nach St Ives zu bringen.
Dort wurde es wegen des niedrigen Wasserstands an der Außenmooring der RNLI festgemacht. Um 22.40 Uhr war der Einsatz für das Boot aus St Ives dann auch beendet, und es konnte zu seiner Station zurückkehren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Scandlines-Fähre kollidierte mit Molenkopf in Puttgarden
(14.03.17) Am 13.3. um 16.30 Uhr kollidierte das dänische Fährschiff „Holger Danske“ 2779 BRZ (IMO-Nr.: 7432202), von Rødby kommend beim Einlaufen in den Fährhafen Puttgarden mit dem östlichen Molenkopf. Offenbar hatte ein Ruderschaden für ein plötzliches Abdriften gesorgt. Nachdem das Schiff wieder stabilisiert war, wurde auf dem Weg zum Anleger erneut ein plötzliches Gieren nach Backbord festgestellt.
Die an Bord befindlichen sieben Lkw, darunter zwei Gefahrguteinheiten, konnten nach dem Festmachen wegen der Beschädigungen am Schiff nur mühsam von Bord gebracht werden. Über das Schiff wurde zunächst ein Auslaufverbot verhängt. Die zwölf Trucker und neun Besatzungsmitglieder blieben bei der Havarie unverletzt.
Der Sachschaden dürfte mehrere Tausend Euro betragen. Die Ermittlungen führte das Wasserschutzpolizeirevier Travemünde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hopperbarge „HB 8“
(Bild: Resolve Marine)   Großbild klick!

Hopperbarge in Singapur kieloben gehoben
(13.03.17) Die motorlose Hopperbarge „HB 8“ wurde am frühen Morgen des 9.3. auf der Reede von Tuas in Singapur geborgen. Sie war bei Baggerarbeiten für eine Hafenerweiterung gekentert und gesunken. Die Resolve Salvage & Fire wurde unter Vertrag genommen, um das Wrack zu bergen. Der in Sierra Leone registrierte Schwimmkran „RMG500”, 1479 BRZ, wurde von der Base in Pandan mobilisiert, und bei ruhigem Wetter konnte das Fahrzeug in zwei Teilen vom Hafengrund geräumt werden.
Die Wrackteile wurden kieloben auf der Barge „POE 2170“ zum Abtransport abgelegt. Am Haken des Schleppers „Pioneer Glory“, 178 BRZ (IMO-Nr.: 9173458), wurde das Wrack dann zur weiteren Entsorgung an Land gebracht. An der Untergangsstelle verbliebene Trümmer wurden anschließend beseitigt, ehe die Baggerarbeiten dann fortgesetzt werden konnten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Öresund: Frachter mit schlafendem, betrunkenen Kapitän auf Geisterfahrt
(13.03.17) Im Öresund drohte am 10.3. gegen 23 Uhr der unter Panama-Flagge registrierte Frachter "Helt", 1473 BRZ (IMO-Nr.: 8402589), auf der Fahrt von Liepaja nach Horsens auf Höhe von Glumslöv auf Grund zu laufen. Das schwedische JRCC stellte zu der Zeit eine Kursänderung auf die Küste zu fest. Dank eines harten Abdrehens konnte ein anderes Schiff die Kollision mit dem Geisterfahrer im letzten Moment vermeiden, in kurzer Distanz passierten sich die beiden Fahrzeuge.
Weder dem JRCC noch der Verkehrsüberwachung gelang es unterdessen, über Funk Kontakt mit der „Helt“ aufzunehmen. Deshalb dirigierte die schwedische Küstenwache die "KBV 034", die sich in der Nähe befand, zu dem Frachter. Gleichzeitig lief das Wachschiff "KBV 314" aus Malmö aus.
Ein Boardingteam konnte die „Helt“ nördlich von Helsingborg entern. Die Offiziere fanden den Kapitän schlafend am Ruder vor. Er wurde geweckt und gab sofort zu, betrunken zu sein. Dies wurde durch einen Alkoholtest auch bestätigt. Die übrige wachfreie Crew war nüchtern.
Der Frachter ging dann vor Råå vor Anker, und der Kapitän wurde an Bord der "KBV 314" nach Helsingborg gebracht, wo die Polizei bereitstand und ihn zur weiteren Drogenkontrolle ins Krankenhaus brachte. Die „Helt“ ging unterdessen wieder ankerauf und lag am Abend des 12.3. vor Horsens.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter "Sternö"
(Bild: Pasi Hakopuro)   Großbild klick!

Sternö mit gequollener Ladung wieder auf ebenem Kiel
(13.03.17) Am Wochenende konnte der schwedische Frachter "Sternö", 1300 BRZ (IMO-Nr.: 7035420), von den Bergern wieder in eine weitgehend aufrechte Position gebracht werden. Am 10. und 11.3. hatten sie Zugdrähte zum gegenüberliegenden Ufer ausgefahren. Gleichzeitig wurde begonnen, die Cerealienladung auf den holländischen Frachter "Lifana", 1116 BRZ (IMO-Nr.: 8315449), der dazu am 9.3. aus dem schwedischen Ahus angefordert worden war, zu leichtern.
Beteiligt an den Arbeiten waren das mit einem Bagger ausgerüstete Arbeitsschiff “Sound Solution”, 133 BRZ (IMO-Nr.: 9570876), und das Taucherschiff “Fatboy” (MMSI-Nr.: 265669740). Die Fracht war teilweise durchnässt und bereits aufgequollen. Am 12.3. lag das Wrack der “Sternö” mit einer Restschlagseite von rund 10 Grad nach Steuerbord auf dem Göta Älv auf Grund.
Frachter "Skagern"
(Bild: Pasi Hakopuro)   Großbild klick!
Sie war von einer Ölsperre umgeben, um mögliche Wasserverschmutzungen des Flusses zu vermeiden. Ob der Flusspegel angehoben werden muss, um das Schiff am Ende vom Grund anzuheben, war noch unentschieden. Auch die Lage des einige hundert Meter entfernt unverändert am Ufer liegenden Frachters "Skagern" vor Trollhättan galt es dabei mit einzubeziehen. Dieser wird wohl ebenfalls geleichtert werden müssen, um wieder freizukommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Garnelenkutter "Joel" brennt
(Bild: ENSAR)   Großbild klick!

Kutter nach Kurzschluss gesunken
(13.03.17) Vier Meilen vor Arbolillo geriet am Morgen des 11.3. der 15 Meter lange, mexikanische Garnelenkutter "Joel" aus Tampico nach einem Kurzschluss in der Elektrik in Brand. Die Marine, Feuerwehr und Zivilschutz wurden um 8.17 Uhr alarmiert. Über dem Kutter, der vor der Stadt Antón Lizardo in der Gemeinde Alvarado auf Höhe der Marineschule trieb, stand rasch eine gewaltige Qualmwolke. Vor Ort waren auch das Forschungsschiff "Onjuku" sowie das Eingreifboot "Suhail" und ein Boot der MRCC-Station of Veracruz (ENSAR).
Die dreiköpfige Crew wurde gerettet, einer der Fischer musste mit einer leichten Brandverletzung an der Hand medizinisch behandelt werden. Alle Löschbemühungen waren aber vergebens. Das Schiff sank um 14.35 Uhr nach zwei Explosionen übers Heck weg.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rätsel um gestrandeten ehemaligen Trawler in Marigot
(13.03.17) Die Lage des ehemaligen Trawlers “Yacht Hop” vor Marigot blieb am Wochenende unverändert. Die Boote der SNSM sind nicht stark genug, ihn abzuschleppen, und vom CROSS gab es keine aktuellen Informationen zur Situation. Als das Schiff strandete, war nur der Koch an Bord, die übrige Crew war beim Karneval an Land.
Am folgenden Tag war der Kapitän zurück an Bord, doch von der weiteren Crew fehlte jede Spur. Der Kapitän wiederum forderte keine Hilfe an. Am 4.3. zogen günstige Strömungen das Schiff 150 Meter vor die Küste. Für den folgenden Tag wurde nach dem Ende der Heineken Regatta das Auslaufen angekündigt.
Geschehen war dann allerdings nichts. Die Manöver des Schiffs warfen nur Sand auf, und es konnte sich nicht ohne externe Hilfe befreien. Hoher Seegang im Laufe der folgenden Woche trieb es dann dichter denn je unter die Küste, und es kam mit dem Bug auf einer Buhne fest. Nun lag es zur Küste hin ausgerichtet fest auf Grund.
Am 10.3. war ein Schlepper aus Saint Eustache vor Ort, konnte aber nur eine Untersuchung der Lage durchführen, ohne aber alleine in der Lage zu sein, die “Yacht Hop” zu bergen, von der inzwischen Gestank an Land wahrgenommen wurde, sehr zum Verdruss anliegender Restaurantbesitzer. Immerhin hat das Schiff eine Doppelhülle und dürfte als einstiger Nordmeertrawler eine hohe Stabilität aufweisen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gierseil von Wagenseilfähre auf Main gerissen
(13.03.17) Aus noch nicht geklärter Ursache, riss am 10.3. gegen 16.40 Uhr im Übersetzverkehr der Wagenseilfähre das Gierseil der Fähre Rumpenheim. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich sechs Autos an Bord. Die Fähre konnte ohne Gierseil die Übersetzrampe auf der linksmainischen Seite in Offenbach-Rumpenheim sicher erreichen und die Autos fuhren dort an Land.
Es war weder Personen- noch Sachschaden entstanden. Das Gierseil wurde mit einem Einsatzboot der Feuerwehr aus dem Main geborgen, am vorhandenen Hochseil auf die andere Mainseite in Bischofsheim gezogen und dort gesichert. Die zuvor ausgesprochene Sperrung der Mainschifffahrt wurde gegen 18:25 Uhr wieder aufgehoben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suchaktion nach zwei vermissten Kindern nach Fährunglück auf dem Amazonas
(13.03.17) Starke Strömungen behinderten am die Suche nach zwei vermissten Kindern auf dem Amazonas, nachdem am Nachmittag 9.3. eine Fähre mit 21 Personen an Bord vor Nova Olinda do Norte gekentert war. Das Schiff war von Autazes nach Borba unterwegs und hatte in Olinda do Norte gestoppt, um weitere Fahrgäste aufzunehmen. Dann kam es offenbar zu einem Motorausfall, und die Strömung zog das Fahrzeug unter den Terminal, wo es dann sank.
Schlechte Sicht beeinträchtigte die Arbeit der Feuerwehr auf dem Madeira River zusätzlich. An der Unglücksstelle 135 Kilometer von Manaus entfernt war das Wasser 25 Meter tief. Vier Taucher waren seit dem Unglück fast pausenlos im Einsatz. Auch ein Hubschrauber wurde mit einem Ärzteteam an Bord in das Suchgebiet geschickt. Die 19 Geretteten kamen ins Dr. Galo Manoel Ibanez Hospital. Der Schiffsführer wurde am 10.3. von der Polizei vernommen und dann wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Marine untersuchte die Umstände des Unglücks weiter.
Quelle:Tim Schwabedissen



25 Touristen vor Mormuago gerettet
(13.03.17) 25 Touristen wurden gerettet, nachdem ihr Boot am 11.3. bei starkem Wind im Hafen von Mormugao in Indien kenterte. Es hatte um 14.30 Uhr von der Mole in Sinquerim losgeworfen und schlug um 15 Uhr um. Es gab den Verdacht, dass einige Personen ungenehmigte Bootsfahrten von Mormuago zur Grande Island vor dem Hafen durchführten. Zu jenen gehörte auch das jetzt verunglückte Boot.
Quelle:Tim Schwabedissen



Seelenverkäufer auf der Krim gestrandet
(13.03.17) Am Morgen des 12.3. strandete der unter der Flagge Mikronesiens registrierte Frachter "River Eregli", 794 BRZ (IMO-Nr.: 8324581), bei Alupka an der Krimküste. Die Havarie ereignete sich bei ruhigem Wetter. Das Schiff kam längs zum Ufer mit leichter Steuerbordschlagseite zu liegen.
Die letzten AIS-Daten, die es gesendet hatte, stammten von einer Position in der Straße von Kertsch am 30.11.2016. Dies führte zu der Vermutung, dass der Frachter Kontrabande in dem russisch besetzten Gebiet geschmuggelt haben könnte. Er war im August 2015 von der Stadt Eregli erworben worden. Eingetragener Eigner ist die Azal Maritime Ship Trade Co. SA in Karadeniz.
Das Schiff, das bis 2006 als “Hoo Laurel”, dann bis 2010 als “Lark”, bis 2021 als “River Leader” und bis 2015 als “River King” im Einsatz war, hat in der Vergangenheit mehrfach Probleme gehabt. Zuletzt wurde es als „River King“ damals noch in Belize registriert am 10.5.2013 in Granville in die Kette gelegt. Weil es die dritte Arrestierung binnen 24 Monatne war, wurde es danach aus Häfen der Paris MoU-Region verbannt.
An Bord befand sich eine vierköpfige albanische Crew, die seit drei Monaten auf ihre Heuer von zu dem Zeitpunkt 60.000 Dollar wartete. Der Frachter hatte eine Kiesladung aus Teignmouth an Bord. Bei der Hafenstaatskontrolle wurden 15 sicherheitsrelevante Mängel festgestellt.
Am 29.1.2013 war die „River King“ in Berwick stillgelegt worden, nachdem bei einer Kontrolle durchgerostete Löschrohre festgestellt wurden. Insgesamt fanden die Inspektoren acht Mängel.
Die „River Eregli“ hat eine Tragfähigkeit von 1,394 Tonnen, ist 58.27 Meter lang, 9,4 Meter breit und hat 3,89 Meter Tiefgang. Sie wurde 1984 bei der Yorkshire Drydock in Hull als „Hoo Lark“ erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Asphalttanker trieb vor Sydney
(13.03.17) Der unter Marshall-Islands-Flagge laufende Asphalt-Tanker "Asphalt Seminole", 6292 BRZ (IMO-Nr.: 9263942), erlitt am 11.3. Maschinenausfall und trieb vor der Küste von Sydney. Zwei Schlepper konnten den manövrierunfähigen Tanker auf den Haken nehmen und zogen ihn nach Port Botany. Gegen 23 Uhr wurde er am Patrick Stevedores Container Terminal festgemacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Dampffährschiff „Stralsund” (Bild: Erell)   Großbild klick!

Wolgast: Museumsfähre rammte Brücke und lief auf Grund
(11.03.17) Das historische Dampffährschiff „Stralsund” kollidierte am 10.3. im Wolgaster Hafen zunächst mit einer Brücke und lief dann auf Grund. Am Morgen sollte das Museumsschiff "Stralsund" vom Museums- zum Stadthafen überführt werden. Dazu wurde von einem Kran vorher das herausnehmbare Mittelstück der Amazonenbrücke angehoben, um die Passage zu ermöglichen.
Doch die „Stralsund” stieß beim Auslaufen gegen einen der Brückenpfeiler. Die Brücke verzog sich bei dem Anprall. Mit Schlepper und Schubschiff sollte die Fähre anschließend zum Stadthafen gebracht werden. Dabei geriet sie allerdings auf Grund, bevor sie das Fahrwasser erreichte.
Ein Meter Wassertiefe war für das Schiff offenbar zu wenig. In den vergangenen Tagen war der Pegelstand der Peene bei Wolgast deutlich gesunken. Bis in den späten Nachmittag hinein lag die Fähre noch fest. Über Nacht lag das Schiff in der Spitzenhörnbucht, ehe es am kommenden Morgen bei gestiegenen Wasserstand wieder flottgemacht werden konnte.
Neben zwei Schleppern war noch das Schubschiff „Paula“ im Einsatz, um das Museumsschiff von der Sandbank zu bekommen. Mit einem Tag Verspätung kam die "Stralsund" am Haken der „Eddi“ und „Paula“ am 11.3. um 12.45 Uhr an ihrem Liegeplatz in Wolgast an.
Die „Stralsund“ wurde 1890 für die Strelasundquerung, die Verbindung von Stralsund nach Altefähr in Dienst gestellt. Sie war bis 1990 in Wolgast im Einsatz. Das Schiff wurde bei der F. Schichau GmbH in Elbing erbaut. Das Königlich-Preußische Eisenbahnmaschinenamt stellte die „Stralsund“ am 20.12.1890 als drittes Fährschiff der Trajektanbindung zwischen Stralsund Hafen und Gralhof bei Altefähr in Dienst. Nachdem gegen Ende des 19. Jahrhunderts wegen des stark gestiegenen Güterverkehrs zur Insel Rügen größere Fähren auf dem Strelasund zum Einsatz kamen, wurde die „Stralsund“ um 1901 nach Swinemünde verlegt.
Dort diente sie auf der Verbindung zwischen den Inseln Usedom und Wollin. Das auch als Eisbrecher nutzbare Schiff wurde in den Wintermonaten zum Eisfreihalten der Kaiserfahrt und der Swine eingesetzt. Auch zur Freihaltung des Sassnitzer Fährbeckens kam die Stralsund zum Einsatz.
Als am 20.2.1915 das schwedische Eisenbahnfährschiff „Drottning Victoria“ vor Stubbenkammer auf Grund lief, nahm die „Stralsund“ an der Rettungsaktion teil und holte die Fahrgäste von Bord. Am 1.10.1924 ging das Fährschiff in den Besitz der Deutschen Reichsbahn über und wurde der Reichsbahndirektion Stettin unterstellt.
1926 erfolgte bei der AG Vulcan Stettin eine größere Reparatur. Dabei wurde das Schiff um einen Meter verlängert, um größere Packwagen transportieren zu können. Von Herbst 1936 an wurden mit dem Fährschiff Baumaterialien zur Heeresversuchsanstalt Peenemünde transportiert. Von Sassnitz aus erfolgten geheime Transporte von Technik und Anlagen.
Auch die Raketenversuchsanlagen auf der Greifswalder Oie wurden durch die „Stralsund“ mit Material versorgt. Die Bombardierung Peenemündes in der Nacht zum 18.8.1943 überstand das Schiff ohne Schäden. Als am 28.4.1945 die abrückenden deutschen Truppen die Hubbrücke Karnin und die Wolgaster Peenebrücke sprengten, sollte auch das Fährschiff zerstört werden.
Kapitän Rudolf Kleiner und der Obermaschinist Schmidt verhinderten die Sprengung. Zusammen mit anderen Hilfsschiffseinheiten suchten sie Zuflucht in der Zicker See bei der rügischen Halbinsel Mönchgut. Im Auftrag der SMAD erfolgten von 1945 bis 1949 Transportfahrten mit Teilen der Heeresversuchsanstalt nach Stettin bzw. Swinemünde. Bei der Greifswalder Oie wurde nach versunkenen Testraketen gesucht.
Mit der Grenzziehung westlich von Swinemünde auf der Potsdamer Konferenz verlor die Insel Usedom ihre letzte Eisenbahnverbindung zum Festland. Sowjetische Pioniertruppen errichteten daher im Wolgaster Hafen und auf der Insel Usedom Fähranleger. Nachdem Kapitän Kleiner mit der „Stralsund“ bisher häufig Swinemünde, Stralsund und Greifswald angesteuert hatte, kam die Fähre ab Sommer 1946 auch wieder zur Personen- und Güterbeförderung von Wolgast zur Insel Usedom zum Einsatz.
Im September 1949 erfolgten die letzten Fahrten der Fähre nach Stettin und Swinemünde, dann wurde sie an die Deutsche Reichsbahn übergeben. Bis 1990 wurde die „Stralsund“ nur noch auf der Verbindung Wolgast Hafen - Wolgaster Fähre eingesetzt. Als der Zustand der Dampfmaschinen sich trotz Wartungsarbeiten auf der Wolgaster Peenewerft in den 1980er Jahren soweit verschlechterte, dass ein weiterer Betrieb als zu großes Risiko eingeschätzt wurde, wurden die Dampfmaschinen 1986 zur Reparatur nach Laubegast gebracht.
Die Fähre wurde zum technischen Denkmal erklärt. Der Fährbetrieb wurde aber fortgesetzt, indem der Schlepper „Rassow“ die „Stralsund“ über die Peene bugsierte. Nachdem am 26.10.1990 das hundertjährige Dienstjubiläum des Eisenbahndampffährschiffes gefeiert werden konnte, erfolgte am 13.12.1990 die letzte Dienstfahrt.
Die Reichsbahn war nicht bereit, weitere Reparaturen durchführen zu lassen. Die noch nicht reparierten Dampfmaschinen wurden aus Laubegast zurückgeholt. Die „Stralsund“ wurde am 31.12.1991 offiziell außer Dienst gestellt. 1992 wurde die Stadt Wolgast Eigentümer des Fährschiffes. Unter Aufsicht der Denkmalschutzbehörde wurden im Frühjahr 1993 durch regionale Fachfirmen und ABM Reparaturarbeiten durchgeführt.
Die Umrüstung des Zugbestandes auf der Insel Usedom machte in den Jahren 1993 bis 1995 nochmals eine Reaktivierung als Eisenbahnfähre (Trajekt) erforderlich. Seit Juni 1997 hatte das nunmehr „Fährschiff Stralsund“ genannte Schiff seinen Liegeplatz im Wolgaster Museumshafen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Offshore-Schiff "Miss Lynda"
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Versorger von Mole heruntergezogen
(11.03.17) Die US Coast Guard und die McKinney Salvage & Heavy Lift, Inc bargen am 9.3. das gestrandete Offshore-Schiff "Miss Lynda" vor den West Cameron-Molen. Die Coast Guard Marine Safety Unit Lake war vor Ort, und um 15.45 Uhr wurde der Havarist mit der eigenen Maschine, Hebesäcken zur Stabilisierung einer gefluteten Abteilung sowie dem Schlepper "Sally D" wieder flottgemacht. Die "Miss Lynda" konnte danach mit eigener Kraft nach Cameron zum Löschen der Ladung einlaufen, bevor es ins Trockendock des Gulf Island Shipyard in Lake Charles zur Reparatur ging.
Die Marine Safety Unit leitete die Untersuchung zum Unglück mit Assistenz der Coast Guard Station Lake Charles, dem Cameron Parish Sheriff’s Office, der Coast Guard Marine Safety Unit Port Arthur sowie der Coast Guard Sector Houston-Galveston. Die sieben Personen an Bord waren unversehrt geblieben, und es gab keinen Ölaustritt. Die vier Mitfahrer wurden direkt nach der Strandung am 8.3. von der "Sally D“ übernommen, die dreiköpfige Crew blieb an Bord.
Das Schiff hatte Baumaterial geladen und 4,300 Gallonen Öl sowie 100 Gallonen Ölprodukte an Bord. Der Schiffsverkehr im Calcasieu Ship Channel wurde nicht beeinträchtigt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Mehr Öl als erwartet auf „Hero“
(11.03.17) Die Vertragsnehmer des Washington Department of Ecology fanden mehr Öl als erwartet auf dem Wrack der "Hero" auf dem Palix River in Bay Center. Von einem Boot der U.S. Coast Guard aus begannen Arbeiter der Global Diving and Salvage damit, die ölaufsaugenden Materialien aufzunehmen. Im Vorschiff fand sich dann aber mehr Öl, als von diesen aufgesaugt werden konnte.
Die Taucher waren nicht in der Lage, wegen der schwierigen Situation dort alle Gefährdungspotentiale auszumachen. Einer der Tanks war unzugänglich, enthielt aber wohl kaum oder gar kein Öl. Am 10.11. gab es weiterhin einen Dieselaustritt aus dem Wrack. Er konnte wegen der geringen Dicke des Ölfilms aber nicht eingeschlängelt werden und weil eine solche Sperre die Schifffahrt hätte gefährden können.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter bei Karmsundet auf Grund gelaufen
(11.03.17) Auf der Fahrt von Larvik nach Sandnes lief der holländische Frachter "Nordfjord", 3990 BRZ (IMO-Nr.: 9341732), am 10.3. um 11:30 Uhr südlich von Karmsundet.auf Grund. Er kam direkt unterhalb von Coop Extra in Moksheim fest, konnte sich aber aus eigener Kraft wieder befreien. Allerdings hatte sich das Schiff bei der Havarie ein Leck im Bugbereich zugezogen und erlitt Wassereinbruch in der Vorpiek.
Es wurde angewiesen, den Hafen von Kopervik für weitere Untersuchungen anzusteuern. Hier machte es um 12.30 Uhr fest. Der wachhabende Offizier musste bei der Polizei routinemäßig eine Blutprobe abgeben, in der kein Alkohol festgestellt wurde. Um 21.15 Uhr lief das Schiff wieder aus Kopervik aus und machte am 11.3. um 1.40 Uhr im Zielhafen fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung ehemaligen Trawlers vorerst gescheitert
(11.03.17) Das in London registrierte Transportschiff “Yacht Hop”, der ehemalige kanadische Trawler “Cape Chidley”, 791 BRZ (IMO-Nr.: 7418957), der am Abend des 28.2. in der Nettlé Bay vor der dominikanischen Insel Saint Lucia auf Grund gelaufen war, wurde jetzt durch Wind- und Welleneinwirkung auf die Küste getrieben. Das machte die Bergungsarbeiten durch die Aquatic Solutions komplizierter.
Der letzte Versuch, den Bug herumzuziehen, schlug fehl. Nun musste ein stärkerer Schlepper herbeigerufen werden. Bei ausreichendem Wasserstand sollte dann erneut eine Bergung versucht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Abwrackschiff
(11.03.17) Beim Abwracken des kanadischen Flottentankers HMCS “Protecteur” kam es am 10.3. im Port Mersey Commercial Park nahe Liverpool zu einem Brand. Das Liverpool Fire Department wurde um 15.15 Uhr alarmiert. Restöl an Bord hatte Feuer gefangen, Um 16.45 Uhr war der Brand unter Kontrolle. Die R.J. MacIsaac Construction Ltd. aus Antigonish hatte den 39-Millionen-Dollar-Auftrag Ende 2015 erhalten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hundertjähriges Wohnschiff in Burnham gekentert
(11.03.17) Am Burnham Quay in Burnham ist die dort seit 13 Jahren als Hausboot liegende “Llys Helig” am 5.3. auf dem River Crouch gekentert. Das Unglück wurde um 18.30 Uhr entdeckt. Das Schiff lag auf der Seite im ablaufenden Wasser. Die Bewohner des Schiffes, einem ehemaligen Motorboot aus dem 1. Weltkrieg, waren vor einiger Zeit nach London gezogen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Archivbild Frachter "Skagern"
(Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Bergungsarbeiten an zwei Havaristen auf dem Göta Älv
(10.03.17) Der holländische Frachter "Skagern" hat bei seiner Havarie auf dem Göte Älv doch einen Wassereinbruch erlitten. Die schiffseigenen Pumpen konnten ihn aber unter Kontrolle halten. Im Lauf des 9.3. stiegen Taucher ab und untersuchten den Rumpf. Sie fanden ein Leck in einem kleinen Ballastwassertank im Vorschiff.
Erst nach einer genauen Schadensuntersuchung war die Planung der weiteren Bergungsarbeiten durch die Marin Shipmanagement B.V. und die Klassifizierungsgesellschaft sowie die Versicherung möglich, die durch die Behörden in Trollhättan geleitet wurde. Schifffahrtsbehörden und Küstenwache sicherten den Havaristen vorerst mit einer vom Achterschiff zum Ufer ausgefahrenen Trosse, damit er sich nicht mit der Strömung bewegen konnte. Inzwischen stellte sich heraus, dass ein Blackout an Bord zu der Strandung geführt hatte.
Als der Notstromgenerator angefahren war, war es bereits zu spät, das Auflaufen noch abzuwenden, und der Frachter lief auf die Felsen am Ufer. Die siebenköpfige Crew blieb dabei unversehrt, und auch die an der Sägemühle Setra an Bord genommene Schnittholzladung nahm keinen Schaden. Die Polizei führte routinemäßig Drogentests durch, die ohne Ergebnis blieben.
Am 8. und 9.3. wurden insgesamt fünf Schiffe an der Strandungsstelle vorbeigeführt. Am 10.3. begannen auch die Bergungsarbeiten an der nur wenige hundert Meter entfernt gesunkenen „Sternö“. Zunächst sollte die Ladung aus dem Schiff geleichtert werden. Anschließend sollte es ausgepumpt und wieder aufgerichtet werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff kollidierte mit Brücke bei Wijchen
(10.03.17) Am 10.3. gegen ein Uhr kollidierte ein mit Containern beladenes Binnenschiff mit der Eisenbahnbrücke bei Wijchen. Da zunächst nicht klar war, welche Schäden diese davongetragen hatte, wurde der Zugverkehr auf der Strecke nach Nijmegen - Oss. Im weiteren Tagesverlauf wurde mit Verspätungen gerechnet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Tanker vor Hereke
(10.03.17) Am 7.3. um 20.48 Uhr brach auf dem türkischen Tanker "Izmail 2", 126 BRZ (MMSI-Nr.: 271020104), der um 17.30 Uhr aus Gebze ausgelaufen war, ein Feuer im Achterschiff aus. Das Schiff befand sich zu der Zeit auf der Reede von Hereke. Der Izmit Gemi Traffic Service schickte das Rettungsboot "Kiyem 2" sowie den Schlepper "Söndüren 7" zu Hilfe, und mit Löschkanonen konnte der Brand unter Kontrolle gebracht werden.
Die "Söndüren 7" kühlte weiter den Rumpf, und der Havarist wurde nordwestlich der Reede von Hereke um 00:25 Uhr verankert. Die dreiköpfige Crew wurde unversehrt abgeborgen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot 100 Meilen vor Port Richey in Seenot
(10.03.17) Die US Coast Guard kam am 8.3. der dreiköpfigen Crew eines 33 Fuß langen Motorboots zu Hilfe, das 100 Meilen westlich von Port Richey Wassereinbruch erlitten hatte. Sie funkte um 14:19 Uhr einen Mayday-Ruf, der von der Coast Guard St. Petersburg aufgefangen wurde. Das Patroullienboot „Tarpon” aus St. Petersburg, ein MH-60 Jayhawk-Helikopter der Air Station Clearwater sowie ein 45-Fuß-Boot der Coast Guard Station Sand Key wurden mobilisiert.
Um 15:50 Uhr war die “Tarpon” vor Ort. Die Bootsfahrer meldeten, dass kein Wasser eindringe, wenn das Schiff in Fahrt bliebe. Daraufhin begann das Küstenwachboote Uhr, es zu eskortieren. Doch um 17.05 Uhr ging dem Havaristen der Treibstoff aus. Er befand sich zu dem Zeitpunkt 23 Meilen vor der Küste.
Nun lief wieder Wasser ins Schiff, und die „Tarpon” kam mit Pumpen zu Hilfe. Es gelang auch, das Leck zu lokalisieren und abzudichten. Nachdem das Boot auch mit Treibstoff versorgt war, konnte es mit eigener Kraft die Fahrt zum Nick’s Park, Port Richey, antreten, wo es ohne weitere Zwischenfälle eintraf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper kenterte auf Mississippi
(10.03.17) Die US Coast Guard wurde alarmiert, nachdem am 8.3. um 23.5 Uhr nahe Wickliffe, Kentucky, der Schlepper “Tom Rogers”, 103 BRZ (IMO-Nr.: 8860793), bei Kilometer 951 auf dem unteren Mississippi kenterte und sank. Das 18 Meter lange Schiff hatte rund 3,500 Gallonen Diesel an Bord. Die Ölbekämpfungsfirma SWS Environmental Services wurde beauftragt, gegen mögliche Verschmutzungen vorzuggehen, und die McKinney Salvage sollte das Wrack bergen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler trieb vor Andenes
(10.03.17) Der norwegische Trawler "Frøyhav" (MMSI-Nr.: 257864800) wurde am 9.3. manövrierunfähig, nachdem der Propeller nördlich von Andenes blockiert worden war. Das Rettungsboot "Knut Hoem" wurde zur Assistenz gerufen. Es schleppte den Havaristen in den Hafen von Andenes , wo Taucher abstiegen und den Antrieb wieder befreiten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Insulaner wollten gesunkenen Frachter vor Posorja plündern
(10.03.17) 39 Einwohner der Insel Punáwere wurden verhaftet, nachdem sie beim Versuch erwischt wurden, Ladung aus den 170 Containern des am 23.2. gesunkenen Frachters "Isla Bartolomé zu plündern. Die Nationalpolizei und die Marine von Ecuador verhafteten die Plünderer, darunter vier Jugendliche, als sie mit sechs Booten an dem Wrack, das nur sechs Meilen vor Posorja lag, festgemacht hatten. Staatsanwalt Luis Machado ordnete die Verhaftung an. Die Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 16 Jahren wurden den Eltern übergeben. Die Marine richtete eine Sicherheitszone von einer Meile um das Schiff ein.
Am 13.3. sollte die Bergung von Ladung und Schiff beginnen. Zunächst sollten die auf Deck gestauten Container mit einer Kranbarge abgehoben werden. Danach sollte der Frachter ausgepumpt und aufgerichtet werden. Dazu traf aus Peru am 9.3. eine Barge in Guayaquil ein.
Die "Alina” aus Antigua/Barbuda wurde ebenfalls an diesem Tag dort erwartet, um die weitere Versorgung der Bewohner des Insel-Archipels sicherzustellen. Ihr sollte in einem Monat von "Seatle de Holanda" als Ersatz für die '"Bartolomé Island" folgen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Von Kreuzfahrtschiff demoliertes Korallenriff könnte zehn Jahre zur Regeneration brauchen
(10.03.17) Als das unter Bahamas-Flagge registrierte Kreuzfahrtschiff “Caledonian Sky” am 4.3. auf ein Korallenriff vor Raja Ampat in West-Papua lief, hat es eine 20 Meter lange Schneise in dieses geschlagen. Das wurde jetzt bei den der Havarie folgenden Taucheruntersuchungen festgestellt. Das Schiff selbst hatte nur leichte Schäden am Rumpf davongetragen.
Nachdem die 102 Passagiere zunächst evakuiert worden waren, konnte das Schiff nach einer Tauchinspektion des Rumpfes von einem Schlepper aus Sorong wieder flottgemacht werden und setzte seine Reise fort. Am 8.3. war es vor Mindanao unterwegs. Das 90 Meter lange Schiff, das von der britischen Noble Caledonia betrieben wird, kam von einer Vogelbeobachtung auf Waigeo Island, als es havarierte.
Die Reederei bezeichnete den Vorfall als unglücklich und kooperierte vollumfänglich mit den zuständigen Behörden. Nach Ansicht des Research Center for Pacific Marine Resources der University of Papua hätte der Schaden am Riff aber geringer ausfallen können, wäre die Bergung nicht bei Niedrigwasser erfolgt. Rund 1.600 Quadratmeter des als Crossover Reef bekannten Korallenriffs wurden zerstört.
Es kam zu Schäden am Ökosystem und einer Reduktion der Biodiversität bei acht Korallenarten, darunter Acropora, Porites, Montipora und Stylophora. Derzeit wurde noch an der Fertigstellung des Schadensberichts gearbeitet, der kommende Woche abgeliefert werden sollte. Raja Ampat ist eine der weltweit populärsten Tauchstätten.
Das Evaluationsteam empfahl der Reederei die Zahlung einer Kompensation von 800-1,200 Dollar pro Quadratmeter, insgesamt eine Summe zwischen 1,28 und 1,92 Millionen Dollar. Die Standardrate ist 200-400 Dollar pro Quadratmeter. Wenn der Reeder nicht einverstanden ist, würde die Sache vor Gericht landen.
Die Wiederherstellung des Riffs könnte rund 10 Jahre dauern. Mit dem Geld sollten auch neue Mooringtonnen finanziert werden, die Schiffe vom Ankern am Riff abhalten.
Die “Caledonian Sky”, 4200 BRZ (IMO-Nr.: 8802870) wurde 1991 bei der Nuovi Cantieri Apuania in Marina di Carrara erbaut. Sie ist 90,60 Meter lang, 15,30 Meter breit, hat 4,25 Meter Tiefgang und kann bis zu 120 Passagiere befördern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre "Queenscliff" mit Maschinenausfall
(10.03.17) Die australische Fähre "Queenscliff", 1184 BRZ (MMSI-Nr.: 503320400), erlitt am 8.3. auf der Fahrt vom Circular Quay in Sydney nach Manly mit rund 200 Fahrgästen an Bord im Hafenbereich einen Maschinenausfall. Um kurz nach 18 Uhr trieb sie nur wenige hundert Meter von dem Anlleger in Manly entfernt, wo sie um 18.30 Uhr hätte festmachen sollen. Der Kapitän ließ den Anker werfen.
Erst eineinviertel Stunden später ging ein anderes Schiff längsseits. Der Plan war, dass die Passagiere über eine zwischen beiden Fahrzeugen ausgebrachte Gangway von Bord gehen sollten. Doch wegen unruhiger See erwies sich dieses Verfahren als zu riskant.
Als nächstes sollte eine andere Fähre, die gerade ihre Passagiere an der Manly Wharf absetzte, der "Queenscliff" zu Hilfe kommen. Doch auch dieser Versuch wurde durch den Wellengang vereitelt. Deshalb wurde auf der "Queenscliff" zunächst das kleine Café den Fahrgästen zur freien Verfügung gestellt.
Derweil machte sich ein Wassertaxi auf den Weg zum Havaristen, der ein Ersatzteil an Bord hatte, mit dem die Reparatur des Maschinenschadens durchgeführt werden konnte. Nach einer halben Stunde war dieses eingetroffen, und wenig später lief die Maschine wieder. Um 20.45 Uhr erreichten die Fahrgäste den Anleger in Manly.
Dass die Gewässer vor Sydney ihre Tücken haben können, war erst vor wenigen Tagen deutlich geworden, als der Decksmann Haig Gilchrist der Fähre “Freshwater” spektakuläre Bilder von einer Überfahrt veröffentlichte, bei denen sich vier Meter hohe Wellenberge an dem Schiff auftürmten. Die Passage ist stellenweise zum Pazifik hin offen, sodass dessen Brandung in die Bucht hineinlaufen kann.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler "L'Argonaut" kieloben
(Bild: Soisic Pellet)   Großbild klick!

Guilvinec: Skipper auf letzter Fangfahrt gescheitert
(09.03.17) Der französische Trawler "L'Argonaut - GV.407012 ", 30 BRZ (MMSI-Nr.: 227472000), geriet beim Auslaufen zu einer Fangfahrt am 8.3. gegen fünf Uhr in der Hafenausfahrt von Guilvinec auf Felsen. Skipper Philippe Duval war nur einige Augenblicke unaufmerksam gewesen, doch da war es schon zu spät. Seine letzte Fahrt, bevor er in 10 Tagen in den Ruhestand gehen wollte, endete als Desaster.
Das Schiff legte sich auf die Seite, lief mit der folgenden Flut voll und kenterte. Es drehte sich kieloben und verschwand schließlich vollständig unter Wasser. Immerhin wurde die dreiköpfige Crew von der SNSM unversehrt gerettet und am Kai von Lechiagat unmittelbar neben der Unglücksstelle abgesetzt. Weil der Trawler drei Tonnen Gasöl an Bord hatte und ein Teil davon auszulaufen begann, rückten die Feuerwehr von Guilvinec, Penmarc'h, die Ölwehr Quimper und die Firma SOS Plongée an.
Ölbarrieren wurden um die Wrackposition ausgelegt. Wegen ungünstiger Tiden würde eine Bergung nicht vor dem 10.3. oder erst Anfang kommender Woche möglich sein.
Quelle:Tim Schwabedissen



“Kodiak Queen” mit Kunstkrake
(Bild: Cedar International School)   Großbild klick!

Pearl Harbor-Veteran wird samt Kunstkrake neues künstliches Riff
(09.03.17) Am 10.3. soll, wenn das Wetter es zulässt, die “Kodiak Queen”, der frühere Marine-Öltanker “YO-44”, vor den British Virgin Islands als neues Unterwasserhabitat versenkt werden. Sie ist eines von insgesamt noch fünf existierenden Fahrzeugen des Angriffs auf Pearl Harbor und wird gleichzeitig eine Kunstinstallation sein im Rahmen des Projekts YOKO B.V.I. Art Reef. Dabei arbeiten verschiedene Gruppen und Personen aus dem Non-Profit-Bereich zusammen.
Sie wollen das Schiff vor Virgin Gorda mit einem gewaltigen, an Deck montierten künstlichen Kraken mit 80 Fuß langen Tentakeln auf Grund schicken. Die 155 Fuß lange “YO-44” lief 1940 vom Stapel für die US Navy. Am Morgen des 7.12.1941 lag die „YO-44” mit über 100,000 Gallonen Flugbenzin beladen in Pearl Harbor längsseits eines U-Boots. Als der japanische Angriff begann, verholte sie mehrfach, um den Bomben zu entgehen und überstand die Attacke am Merry Point Landing. Nach der Außerdienststellung wurde sie zum Trawler umgebaut und lief unter verschiedenen Namen. Sie war zuletzt als „Kodiak Queen“ im Einsatz.
2012 fand der Historiker Mike Cochran sie rostend an einer Abwrackwerft in Road Town, der Hauptstadt der British Virgin Islands, auf Tortola. Cochran startete eine Kampagne, um sie vor der Verschrottung zu retten. Tatsächlich kam dann die Idee auf, ein künstliches Riff aus ihr zu machen - das Project YOKO B.V.I. Art Reef war geboren. Das Wrack soll das Korallenwachstum anregen und den Fischbesatz anreichern.
Wissenschaftler der Organisation Beneath the Waves werden den Prozess begleiten. Gleichzeitig sollen Kinder angeregt werden, schwimmen und tauchen zu lernen, und regelmäßige Wrackführungen unter Wasser stattfinden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter "Skagern" (Bild: Mikael Berglund)   Großbild klick!

Wieder Frachter auf Göta Älv havariert
(09.03.17) Auf der Fahrt von Kristinehamn nach Kingston upon Hull lief der holländische Frachter "Skagern", 2301 BRZ (IMO-Nr.: 9197791), am 9.3. um 7.30 Uhr auf der Göta Älv bei Intagan südlich von Trollhättan auf Grund. Unweit von Älvabo zwischen Trollhättan und Lilla Edet kam er mit so viel Schwung auf den Uferfelsen zu liegen, dass er mit 10 Grad Steuerbordschlagseite außerhalb des Fahrwassers aufsaß. Ein Wassereinbruch wurde nicht festgestellt. Die Nord-Älvsborg Rettungsgesellschaft wurde für erste Untersuchungen zur Strandungsstelle geschickt. Das mit Schnittholz beladene Schiff hatte 24 Tonnen Bunkeröl an Bord. Die Crew und der Lotse waren unversehrt geblieben. Auch die Küstenwache machte sich auf den Weg zur Unglücksstelle.
Die passierende Schifffahrt war nicht betroffen. Die neuerliche Havarie ereignete sich in geringer Distanz von der Untergangsstelle des Frachters „Sternö“, der weiterhin noch nicht geborgen ist.
Die „Skagern“ ist 83 Meter lang, 12,4 Meter breit, hat fünf Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 3.171 Tonnen. Sie läuft für die Marin Ship Management BV in Farmsun und wurde 2000 bei der Daewoo Mangalia Heavy Industries S.A. in Mangalia als „Scharhörn“ für die Briese Schifffahrts GmbH & Co., Gibraltar, erbaut, für die sie bis 2006 lief.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tonnenleger "Vikingfjord"
(Bild: Kystvakten)   Großbild klick!

Schwierige Bergung von Tonnenleger im Nordseesturm
(09.03.17) Der norwegische Tonnenleger "Vikingfjord", 526 BRZ (IMO-Nr.: 7382627), erlitt am 8.3. Maschinenausfall bei stürmischem Westwind auf der Nordsee. Das Schiff war unterwegs von Mongstad nach Fonnes. Das Küstenwachboot "Bergen", 4025 BRZ (IMO-Nr.: 9389368), wurde um fünf Uhr alarmiert. Es befand sich 50 Meilen südlich des Havaristen auf Patroullie.
Gegen neun Uhr hatte es die in der tobenden See treibende "Vikingfjord" erreicht. Auch der norwegische Offshore-Versorger "Ocean Response", 3824 BRZ (IMO-Nr.: 9616163), war inzwischen am Havaristen eingetroffen. Bei einem Versuch, ihn auf den Haken zu nehmen, brach allerdings nach kurzer Zeit die Schlepptrosse, und das Schiff lief am Morgen des 9.3. nach Bergen zurück.
Inzwischen hatte der Wind auf Südwest gedreht und erreichte Geschwindigkeiten von 30 Metern pro Sekunde. Die Crew der "Bergen" hatte bereits ihr Schleppgeschirr auf der Anfahrt klar gemacht. Auch deren erster Versuch, die „Vikingfjord“ in Schlepp zu nehmen, endete allerdings mit einem Bruch der Trosse.
Erst im zweiten Anlauf konnte der Havarist bei Wellenhöhen von nunmehr 6-8 Metern um 11.40 Uhr auf den Haken genommen werden, nachdem das Schleppgeschirr nachjustiert worden war. Mit langsamer Fahrt nahm die "Bergen" Kurs aufs Marstein-Leuchtfeuer. Am 9.3. um 10 Uhr erreichte die "Bergen" Haakonsvern, und die "Vikingfjord" wurde von dem Schlepper "Sjøbas" (MMSI-Nr.: 257142400) übernommen. Mit rund sechs Knoten Fahrt ging es in südlicher Richtung in den Korsfjord.
Die „Vikingfjord“ hat eine Länge von 41,80 Metern, eine Breite von 10 Metern, einen Tiefgang von 3,85 Metern und eine Tragfähigkeit von 376 Tonnen. Sie entstand 1974 auf der Werft S. Iversen in Flekkefjord und wird vom Myklebusthaug Management eingesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Crewschiff lief auf Grund
(09.03.17) Das amerikanische Offshore-Versorgungsschiff "Miss Lynda" (MMSI-Nr.: 367154920) lief am 8.3. um 6.30 Uhr an der Westseite der Cameron-Molen eine halbe Meile vor der Küste auf Grund. An Bord waren sieben Personen, darunter drei Crewmitglieder. Niemand kam zu Schaden.
Um 7:20 Uhr erfuhr der Vessel Traffic Service Port Arthur, Texas, von der Havarie des 37 Meter langen und acht Meter breiten, mit Baumaterial beladenen Offshore-Versorgers, der mit dem Bug zwischen den Steinen des Wellenbrechers klemmte. Die vier Mitreisenden wurden von dem Arbeitsschiff "Sally D" übernommen, die Crew blieb an Bord. Die US Coast Guard koordinierte die Bergungsvorbereitungen.
Die Coast Guard Marine Safety Unit Lake Charles sowie Bootscrews der Coast Guard Station Lake Charles untersuchten den Schaden und die Lage des Schiffes. Es hatte rund 4,300 Gallonen Öl und 100 Gallonen Ölprodukte an Bord. Fünf Fuß oberhalb der Wasserlinie wurden Schäden am Rumpf entdeckt, aber kein Wassereinbruch. Eine Bergungsfirma wurde noch nicht benannt. Der Schiffsverkehr im Calcasieu Ship Channel wurde nicht wesentlich beeinträchtigt, passierende Fahrzeuge durften mit reduzierter Geschwindigkeit die Strandungsstelle passieren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kreuzfahrer lief auf unkartiertes Korallenriff
(09.03.17) Das unter Bahamas-Flagge registrierte Kreuzfahrtschiff "Caledonian Sky", 4200 BRZ (IMO-Nr.: 8802870), lief am 4.3. nahe Kri Island vor Raja Ampat an der indonesischen Küste auf ein Korallenriff. Es war in einem entlegenen Gebiet vor Kri Island unterwegs, als es auf der unkartierten Untiefe festkam. Alle 102 Passagiere und 79 Crewmitglieder blieben unversehrt.
Mit dem folgenden Hochwasser kam der Havarist auch wieder ab und ging in der Nähe für eine Inspektion des Rumpfes vor Anker. Es wurde nur ein oberflächlicher Schaden festgestellt, und in Absprache mit den Behörden setzte die "Caledonian Sky" ihre Reise mit leicht verändertem Fahrplan fort.
Sie war auf einer 16-tägigen Fahrt von Papua Neu Guinea zu den Philippinen und war am 25.2. von New Britain Island ausgelaufen mit einer geplanten Ankunft in Manila am 14.3. Inzwischen wurde auch eine Schadensuntersuchung am Korallenriff begonnen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ausgerissenes Ex-Kadettenschulschiff nach Tagen geborgen
(09.03.17) Die "Appleby", ein einstiges Trainingsschiff der Royal Navy, riss sich in der vergangenen Woche in Padstow los und trieb verlassen quer über den River Camel in Cornwall und strandete schließlich zwischen Rock und Daymer Bay. Tagelang rätselten die Anwohner der Gegend, wie das Schiff auf ihren Strand kam, ehe der 80-Tonner endlich wieder geborgen wurde.
Das Schiff wurde 1965 von der sechs Jahre später geschlossenen Werft Pimblott & Sons in Northwich zum Training von Kadetten erbaut. Seit es ausrangiert wurde, lag es in Padstow. Dorthin wurde es bei ausreichend hohem Wasserstand nun auch wieder geschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fischer eine Woche nach Kollision gestorben
(09.03.17) Der 77-jährige Fischer, dessen Boot auf der Weser von einem holländischen Binnenschiff überlaufen worden war, ist am 8.3. in einer Hamburger Spezialklinik verstorben.
Dort hatten die Ärzte fünf Tage um sein Leben gekämpft. Gegen den niederländischen Schiffsführer wird nun wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Er blieb aber auf freiem Fuss, da er eine Kautionszahlung geleistet hatte.
Am 1.3. hatte er das Boot des Anglers zwischen Stephanibrücke und Bürgermeister-Smidt-Brücke gerammt und war dann noch ein Stück flussaufwärts gefahren, ehe er stoppte. Der Fischer, der beim Aufholen von Reusen gewesen war, war bei der Kollision ins Wasser gestürzt. Er wurde von anderen Bootsführern gerettet und an Land gebracht.
Nach einer Erstversorgung am Ufer wurde er von Rettungskräften zunächst in ein städtisches Bremer Krankenhaus gebracht, ehe er in eine Spezialklinik nach Hamburg kam.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Kornwerderzand abgeschleppt
(09.03.17) Am 8.3. um 7.30 Uhr wurde der holländische Kutter "Semper Crescendo - WR 225", 20 BRZ (EU-ID NLD194800568) dicht unter der Küste bei Kornwerderzand manövrierunfähig. Offenbar war der Propeller blockiert worden. Die beiden Rettungsboote "Wiecher" and "Chios" der KNRM-Station in Harlingen wurden alarmiert und kamen dem Havaristen zu Hilfe. Es gelang, ihn auf den Haken zu nehmen und in den Hafen von Kornwerderzand einzuschleppen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker mit Problemen in der Kadetrinne
(09.03.17) Am 8.3. fiel der unter St. Vincent-Grenadines-Flagge laufende Tanker "Lynn S", 2910 BRZ (IMO-Nr.: 8706349), der von Tallinn kommend nach der Passage des Nord-Ostsee-Kanals in die Nordsee gelaufen war, der dänischen Verkehrsüberwachung in der Kadetrinne durch einen merkwürdigen Kurs auf. Sie versuchte mehrfach, aber ohne Erfolg, ihn über Funk zu erreichen. Der Tanker befand sich sehr dicht an der Fahrwassertonne W71. Der maritime Assistenzservice wollte dringend in Kontakt mit dem Schiff kommen, um herauszufinden, ob möglicherweise eine Kollision mit der Tonne stattgefunden hatte. Nun wurde ein Rettungsboot der Station in Gedser zum Schiff geschickt. Ein südlich von Gedser befindlicher Tonnenleger wurde in Marsch gesetzt, um die Tonne zu untersuchen.
Nachdem es doch endlich gelungen war, Funkkontakt herzustellen, meldete der Kapitän, dass er Maschinenprobleme gehabt habe und deshalb vom Kurs abgekommen sei. Er räumte ein, dies nicht dem Assistenzservice gemeldet zu haben und aus dem Fahrwasser geraten zu sein. Die Tonne allerdings hatte sein Schiff nicht berührt, deshalb war der Fall für die dänischen Behörden erledigt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Weltumsegler rühmen ihre Retter als Helden
(09.03.17) Jäh endete die Weltumsegelung des Iren Nick Dwyer, 55, aus Du Laoghaire, und der Französin Barbara Heftman, 44, nachdem ihre 12 Meter lange Yacht “Val” am 4.3. in sechs Meter hohen Wellen über 370 Kilometer östlich von Sydney mehrfach kenterte und Ruderbruch erlitt. Am Abend erreichten sie unversehrt an Bord des Polizeibootes „Nemesis“, das über 200 Meilen zu ihrer Position gelaufen war, den Hafen von Balmain und rühmten ihre Retter als absolute Helden. Die erfahrenen Segler, die seit 10 Jahren unterwegs waren, befanden sich auf dem Weg von Neuseeland nach Australien, als sie Schiffbruch erlitten.
Nachdem das Ruder gebrochen war und die Segel in Fetzen gingen, kämpften sie noch drei Tage mit dem Sturm und brachten einen Zugschirm an einer 20-Meter-Leine aus, ehe sie am Nachmittag des 7.3. das EPIRB aktivierten. Ihr Boot rollte in den haushohen Wellen und kenterte mehrfach. Die beiden hielten sich aneinander fest und bangten, ob es sich wieder aufrichten würde.
Gegen 19 Uhr lief die „Nemesis“ mit einer siebenköpfigen Crew an Bord zur Yacht aus und erreichte sie am Morgen des 8.3. Die Australian Maritime Safety Authority (Amsa) hatte außerdem den Containerfrachter “ANL Elanora”, der von Tauranga nach Sydney unterwegs war, dorthin dirigiert. Sie nahm die beiden Segler zunächst auf, ehe sie auf die „Nemesis“ übergesetzt wurden.
Die Yacht, die 10 Jahre lang ihre Heimat gewesen war, trieb im Südsturm davon. Sie waren aber froh, überhaupt mit dem Leben davon gekommen zu sein. Nach dem Eintreffen in Sydney versorgte die Polizei sie mit einem Quartier. Ob ihr Boot zu bergen sein könnte, war derzeit noch unklar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Smit Salvage wird Isla Bartolomé heben
(09.03.17) Das Galápagos Government wird ab dem 8.4. den Frachter "Fusion 2", die vormalige "Madang Coast", für die Versorgung der Inselregion einsetzen. Sie ersetzt damit die "Isla Bartolomé", die am 23.2. auf der Guayaquil-Santa Cruz-San Cristóbal-Route auf Grund lief und sank. Die Pacific Cargo Line investierte 2.6 Millionen Dollar für den Erwerb des Ersatzschiffes, das derzeit von Philippinen nach Guayaquil unterwegs ist. Derweil gab die Dirnea bekannt, dass am 13.3. Bergungsgerät aus den Niederlanden eintreffen sollte, damit die Berger von Smit damit beginnen können, die “Isla Bertolomé“ samt ihrer Ladung zu heben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kind kam bei Bootsunglück auf Padma-River ums Leben
(09.03.17) Ein indonesisches Speedboot sank in einem Sturm am Nachmittag des 8.3. auf dem Padma-River in der Mawa-Region. Dabei kam ein achtjähriges Kind ums Leben. Das Schiff war mit 18 Fahrgästen gegen 16 Uhr aus Shimulia Ghat in Lohajang nach Kawrakandi ausgelaufen und ging in der Mitte des Flusses unter. Außer dem Kind konnten sich alle Insassen schwimmend an Land retten.
Dieses wurde zunächst vermisst. Um 19.30 Uhr fand es die Polizei im Wasser. Gegen 20 Uhr wurde das Wrack des offenen Bootes geborgen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Restöl auf altem Forschungsschiff könnte Austerfarmen gefährden
(09.03.17) Am 7.3. bei Niedrigwasser sollte eine genauere Inspektion des gesunkenen ehemaligen Forschungsschiffes “Hero” auf dem Palix River bei Bay Center stattfinden, das am 4.3. an seinem Langzeitliegeplatz gesunken war. Seit dem 6.3. wurden durch die US Coast Guard, das Ecology sowie das Washington Department of Natural Resources und die Besitzer des Grundstücks, vor dem das Schiff sank, die Lage diskutiert. Wegen der Position des Wracks in einem engen Kanal mit starken Strömungen und signifikantem Tidenhub sowie der möglicherweise instabilen Lage des Schiffes war ein Tauchereinsatz aktuell keine Option.
Das Öl an Bord könnte aber umliegende Austerfarmen gefährden. Deshalb muss das Wrack geräumt werden, auch wenn es für die Navigation keine Gefahr darstellt. Am 5.3. wurde ein leichter Ölfilm ausgemacht, doch wegen der Strömungen wurden keine Ölsperren ausgebracht, die sich nicht um das Schiff gehalten hätten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fast 60 Jahre alte Yacht sank im Cattermole Slough
(09.03.17) Am 3.3. sank in Squamish die 25 Fuß lange Holzyacht “Seamee II”, die 1959 erbaut wurde, nach einem Wassereinbruch im Cattermole Slough. Eigner Buchanan versuchte auslaufendes Öl mit Bordmitteln aufzufangen. Am 4.3. rief er die kanadische Coast Guard und die Royal Canadian Marine Police, doch beide hatten keine Ressourcen für ein rasches Eingreifen. Am 7.3. wurde das Wrack von Umweltschutzteams untersucht.
Eine kleine Menge Öl war ausgelaufen, die Coast Guard entfernte mögliche weitere Gefahrenstoffe und legte eine Ölsperre aus. Frühestens am 10.3. sollte das Wrack von einem Berger gehoben werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suche nach Eigner gesunkenen Motorboots
(09.03.17) Das Pasco County Sheriff’s Office versuchte herauszufinden, was es mit dem gesunkenen Sportfischkutter “Bootlegger” auf sich hatte, der am 7.3. an der Bootsrampe des Anclote River Park entdeckt worden war. Eine Marine-Patroullie hatte das halb unter Wasser auf der Seite liegende Wrack um 17.30 Uhr im Gebiet des Baillies Bluff Road Park gefunden. Es handelte sich um einen 1965 erbauten, 39 Fuß langen Kabinenkreuzer.
Das Wrack gefährdete an seiner Position die übrige Schifffahrt und hatte auch einen halbvollen Dieseltank, weshalb es ein gewisses Umweltrisiko darstellte. Vorsichtshalber wurde eine Ölsperre ausgelegt. Das National Response Center und die U.S. Coast Guard wurden informiert. Derweil suchte der Sherriff nach dem Eigner der “Bootlegger”. Nur bis 2004 ließen sich deren Besitzverhältnisse zurückverfolgen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper bei Bergung verwüstet
(09.03.17) Nach seiner Havarie an der Racine Schleuse wurde der Schlepper "Austin C. Setton" am 5.3. bei Thibodaux, Louisiana, an den Kai gelegt. Das Schiff war schwer beschädigt worden, als es geborgen wurde. Um es flott zu machen, war am 4.3. ein Fluttor geöffnet worden. Als er darunter hindurchtrieb, wurden Teile der Aufbauten ein –und des Schanzkleids abgerissen, die Brücke zerstört und der steuerbordseitige Schornstein umgerissen.
An Deck lag auch eine Menge Treibgut, das sich während der Zeit, als er auf dem Ohio-River festsaß, angesammelt hatte. Spuren der Verwüstung zeigten sich auch im Schiffsinnern. Nach der Bergung musste das Schiff zunächst gelenzt und von der „Alabama“ dann zur Amherst Madison Facility geschleppt werden. Die Reparatur wird zweifellos einige Zeit dauern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Archivbild Fähre "Jean Nicoli"
(Bild: Maeva Joly)   Großbild klick!

Korsika: Riesenwelle setzte Mittelmeer-Fähre außer Gefecht
(08.03.17) Wenige Stunden, nachdem die französische Fähre "Jean Nicoli", 29968 BRZ (IMO-Nr.: 9161948), am 6.3. um 16.30 Uhr aus Marseille nach Ajaccio ausgelaufen war, geriet sie in einen schweren Sturm mit Windgeschwindigkeiten von 50 Knoten. Sie war extra mehrere Stunden früher als geplant in See gestochen, um den Höhepunkt des Sturms zu entkommen, doch als sie sich um 22.30 Uhr rund 20 Meilen von den Hyères-Inseln entfernt befand, wurde sie unweit von Porquerolles, südlich von Toulon, von einer mehr als 10 Meter hohen Welle frontal getroffen. Diese zerschmetterte ein Fenster der Brücke, und durch den nachfolgenden Wassereinbruch wurden Navigationsinstrumente und die Maschinenkontrolle beschädigt oder außer Gefecht gesetzt.
Ohne funktionierendes Radar und mit einer sehr begrenzten Möglichkeit, die Maschine von der Brücke aus zu steuern, wurde entschieden, von der aktuellen Position 40 Kilometer südlich der Levant-Inseln den nächstgelegenen Schutzhafen anzusteuern. Mit langsamer Fahrt nahm die „Jean Nicoli“ Kurs auf Toulon. Das alarmierte CROSS Mediterranée verständigte den maritimen Präfekten, der den Schlepper "Ailette" der französischen Marine als Eskorte schickte.
Als die Fähre Toulon erreichte, übernahmen gegen zwei Uhr zwei Hafenschlepper das Einlaufmanöver. Die Verständigung zwischen Brücke, Maschine und Deck musste dabei mit Handfunkgeräten erfolgen. Letztlich wurde es 3.30 Uhr, bis der Havarist am Fournel-Kai fest war.
Die 50 Passagiere verließen hier durchgeschüttelt, aber ansonsten unversehrt, das Schiff. Die Fähre verholte dann zur Reparatur an den La Seyne –Kreuzfahrtkai. In der kommenden Woche sollte sie wieder in Fahrt sein. Bis dahin übernahm die Fähre "Paglia Orbia", 29718 BRZ (IMO-Nr.: 9050826), den Ajaccio-Marseille-Dienst. Am 7.3. musste sie wegen des Sturms aber in Marseille verbleiben.
Die „Jean Nicoli“ ist 200,65 Meter lang, 25,80 Meter breit, hat einen Tiefgang von 6,30 Metern und eine Tragfähigkeit von 5,150 Tonnen. Sie entstand 1998 bei der Bergen Group Fosen in Rissa für die SNCM.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Havarien auf der Elbe
(08.03.17) Am 6.3. gegen Mittag kam es in Hamburg und auf der Süderelbe zu zwei Havarien. Hamburg wollte der45-jähriger Schiffsführer einer Barkasse, aus der Rethe kommend, die Retheklappbrücke in Richtung Reiherstieg passieren. Aus bislang unbekannter Ursache wurde der Mast der Barkasse nicht gesenkt, und es kam zu einer Kollision zwischen Mast und Brücke. An der Barkasse wurden der Mast und die Radaranlage beschädigt. An der Brücke zeigte sich lediglich leichter Farbabrieb, Personen kamen nicht zu Schaden.
Kurze Zeit später befuhr ein 54-jähriger Schiffsführer mit einem Binnenschiff die Süderelbe zu Tal und wollte über Steuerbord in den Südlichen Reiherstieg eindrehen. Dabei schätzte er offenbar den sehr stark fließenden Ebbstrom falsch ein. Er versuchte durch ein Vorausmanöver das Schiff abzufangen, lief jedoch trotzdem mit dem Bug vor der nördlichen Uferböschung auf Grund.
Am Schiff und an der Uferböschung entstanden keine Sachschäden, und das Schiff kam anschließend aus eigener Kraft wieder frei. In beiden Fällen dauerten die Ermittlungen an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Forschungsschiff „Hero“
(Bild: Kyle Stubbs)   Großbild klick!

Ehemaliges Antarktis-Forschungsschiff gesunken
(08.03.17) Die US Coast Guard gab aus dem Oil Spill Liability Trust Fund 25,000 Dollar, um die Folgen einer Ölverschmutzung aus dem 125 Fuß langen, ehemaligen Forschungsschiff „Hero“, 298 BRZ (IMO-Nr.: 6814984), zu minimieren. Dieses war am 4.3. an seinem langjährigen Liegeplatz an der Pier in Bay Center nahe Willapa Bay, Washington, gesunken und lag nun bis auf Hauptdeckshöhe unter Wasser. Mit dem Geld wurde die Global Diving and Salvage beauftragt, am 7.3. die rund 70 Gallonen Diesel und Schmieröl aus dem Schiff abzupumpen.
Am Morgen des 7.3. trafen Taucher ein. Die Coast Guard Columbia River sowie das Washington Department of Ecology waren ebenfalls vor Ort im Einsatz, nachdem ein dünner Ölfilm an der Untergangsstelle gesichtet worden war. Ölabsorber und Pads, aber keine Ölschlängel wurden um das Schiff ausgelegt, das seit rund 10 Jahren im Südarm des Palix River vor dem Gelände der letzten Eigner, der Sun Feather LightDancer, vor sich hingerottet hatte.
Bei einer Inspektion im Jahr 2013 hatte die Küstenwache 25 Gallonen Schmieröl und fünf Gallonen Diesel an Bord vorgefunden. Müll war auf dem über Wasser gebliebenen Deck aufgestapelt, die Aufbauten waren verrostet und die Farbe vom Holzrumpf abgeplatzt. Das einst in der Arktisforschung eingesetzte Schiff war nach einem Schoner benannt, mit dem der damals 20 Jahre alte Seehundjäger Nathaniel Palmer 1820 der erste Mensch in der Antarktis geworden war.
Es wurde 1964 bei den Harvey F. Gamage Shipbuilders in Süd-Bristol, Maine, als eines der letzten Holzschiffe der Werft für die National Science Foundation erbaut, um unentdeckte Potentiale der Arktis auszumachen. Mit geringem Tiefgang und fortschrittlicher Ausrüstung sollte es bis dahin nicht erreichbare Gebiete erforschen. Der Wassergang war mit Metallplatten gegen Eisgang verstärkt.
Das im Trawlerstil konstruierte Schiff konnte sowohl mit Maschine wie auch unter Segeln fahren. Nach ersten Erprobungen erreichte es die Palmer-Forschungsstation auf Anvers Island in der Antarktis zu Weihnachten 1968. In den 1970er Jahren brachte es Forscher dorthin. Während der arktischen Sommer waren Ozeanographen, Geologen und Biologen in den entlegenen Gebieten unterwegs. In den Wintermonaten operierte die „Hero“ von Südamerika aus, um die Effekte von Vulkanismus auf die Meere zu erforschen. 1972 kam die “Hero” der “Calypso” von Jacques Cousteau zu Hilfe, als ein Crewmitglied dort schwer verletzt worden war, und assistierte polnischen Forschern, deren Forschungsstation die Versorgungsgüter auszugehen drohten.
1984 half sie einer argentinischen Forschungsstation, nachdem diese niedergebrannt war. Im selben Jahr wurde sie durch die modernere „Polar Duke“ ersetzt, und der Port of Umpqua erwarb das in die Jahre gekommene Schiff für 5,000 Dollar und brachte es nach Reedsport, Oregon. Der Plan einer Nonprofit-Gruppe, es zu restaurieren, kam aber nicht voran, die “Hero” stattdessen allmählich herunter.
Die Besitzverhältnisse waren dann lange Jahre unklar, bis Bill Wechter, Fischer und Wachmann im Ruhestand, das Schiff 2000 kaufte und in einem Trockendock einige Restaurierungsarbeiten durchführte. Dann verholte er es nach Newport. 2008 wurde es an LightDancer verkauft, doch neuerliche Finanzprobleme vereitelten einen Fortgang der Überholungsarbeiten.
Für 50,000 Dollar wurde das Schiff deshalb wieder zum Verkauf gestellt. Die Antarctican Society in Maine versuchte Konzepte für einen Erhalt zu erstellen und dazu auch die Universität von Maine ins Boot zu holen. Doch letztlich floss kein Geld, und das Schiff war inzwischen auch zu verrottet, um zur Ostküste bewegt werden zu können.
Wer das Wrack nach dem wenig überraschenden endgültigen Untergang nun bergen soll, war auch unklar. Die Coast Guard und das Department of Ecology überwachten es vorerst weiter. Die „Hero“ ist 38,1 Meter lang, 9,25 Meter breit und hat 3,81 Meter Tiefgang.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter Hamburger Reederei saß in Constanta fest
(08.03.17) Am 5.3. um 10.50 Uhr lief der unter Malta-Flagge registrierte Frachter "Caledonia", 24918 BRZ (IMO-Nr.: 9262546), der Hamburger Bertling Reederei GmbH im Hafen von Constanta beim Auslaufmanöver auf Grund. Als er sich von den Liegeplätzen 35-36 entfernte, wo er seit dem 2.3. eine Fracht von 10.678 Tonnen Laminatrollen aufgenommen hatte, kam er mit dem Bug im Hafenbecken bei den Liegeplätzen RO4 / Ro5 und 39, direkt am Farul Carol Leuchtturm und dem historischen Gebäude "Cuibul Reginei” fest. Nach der Havarie wurde zunächst eine einstündige Inspektion des Rumpfes durchgeführt.
Um 21.30 Uhr wurde begonnen, rund 1.000 Tonnen der Ladung zu leichtern. Danach konnten drei Schlepper den Havaristen wieder flottmachen. Er wurde dann an einen ausreichend tiefen Liegeplatz bugsiert, um die Ladung wieder aufzunehmen und danach zwischenfallfrei die Fahrt nach Veracruz anzutreten. Am 7.3. um 21.15 Uhr verließ der Frachter den Hafen wieder.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wellen beschädigten Bugpforte kanadischer Fähre
(08.03.17) Am 1.7. um 11 Uhr wurde die Bugpforte der kanadischen Fähre „F.-A.-Gauthier", 15901 BRZ (IMO-Nr.: 9669861), nach dem Auslaufen aus Godbout beschädigt, als eine hohe Welle das Schiff breitseits traf. Die Passagiere nahmen einen Schlag war, und Teile der Deckenverkleidung auf der Brücke stürzten herab. Allerdings wurde der Bugschaden nach dem Festmachen in Matane noch gar nicht bemerkt, weil das Schiff dort übers Heck gelöscht und beladen wird.
Erst in Baie-Comeau fiel die Beschädigung auf, als sich eine der beiden Bugpforten nicht öffnen ließ. Deshalb mussten die Fahrzeuge an Bord drehen, ehe sie vom Schiff herunterfahren konnten. Experten der Reederei und der Klassifizierungsgesellschaft inspizierten den Schaden und bereiteten einen Reparaturplan vor.
Über das erste Märzwochenende wurden die Arbeiten am Kai in Godbout durchgeführt. Nun wartete die Société des Traversiers du Québec (STQ) auf die Freigabe des Schiffes.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerfrachter Hamburger Reederei assistierte bei Rettung von Yachtcrew
(08.03.17) Der liberianische Containerfrachter "ANL Elanora", 18327 BRZ (IMO-Nr.: 9334820), der Leonhardt & Blumberg Reederei GmbH & Co. KG in Hamburg sowie die Polizei von New South Wales kamen am 7.3. einer Yacht zu Hilfe, die bei der Trans-Tasman in einem Sturm mit sechs Metern Wellenhöhe in Seenot geraten war. Gegen 15 Uhr aktivierte die zweiköpfige Crew des Zweimasters ihren EPIRB at rund 210 Meilen ostnordöstlich von Sydney. An Bord waren ein Ire und eine Französin, die seit dem 4.3. mit Joint Rescue Coordination Centre (JRCC) in Kontakt standen, nachdem das Ruder gebrochen war.
Der AMSA Rescue 660-SAR--Jet warf zusätzliche Funkausrüstung ab, die die Crew in dem Sturm aber nicht bergen konnte. Die AMSA bat dann Schiffe in der Nähe, sich zu melden. Die "ANL Elanora" befand sich auf der Reise von Tauranga nach Sydney und nahm Kurs auf die Yacht. Auch die Polizei New South Wales schickte um 19 Uhr ihre "Nemesis" mit sieben Offizieren des Marine Area Command an Bord zu der Position.
Die Crew der Yacht wurde am Morgen des 8.3. von der “Nemesis" unter Assistenz der "ANL Elanora" abgeborgen. Die "Nemesis" machte sich mit den Geretteten an Bord auf den Weg zurück nach Sydney.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zweite Rettungsaktion für Kutter vor Neufundland
(08.03.17) Die gerettete Crew des 60 Fuß langen Kutters “Northern Provider” machte sich auf den Weg zurück auf See, um ihr Schiff, das sie hatten aufgeben müssen, wieder zu besetzen. Am 27.2. waren die Männer aus Summerford auf Fangfahrt ausgelaufen, dann aber in einen schweren Sturm geraten. Sie entschieden am 2.3., zurück nach Carmanville zu laufen, kamen aber nicht gegen den Seegang an.
Zwei Tage lang suchte der Kutter hinter Packeis Schutz und wartete auf Wetterbesserung. Am 4.3. wurde der Sturm stattdessen aber noch schlimmer. Am Morgen des 5.3. wurde ein Notruf gefunkt, als gewaltige Wellenberge die „Northern Provider“ unter sich begruben und sie zu kentern drohte.
Bei Wellenhöhen von bis zu acht Metern und 60 Knoten Wind wurden sie am 5.3. von einem Cormorant-Helikopter der Royal Canadian Armed Forces aufgewinscht. Sie mussten einzeln in Überlebensanzügen ins Wasser springen und wurden von dort an Bord gezogen. Es war die erste derartige Aktion des Hubschraubers.
Das Joint Rescue Coordination Centre in Halifax schickte außerdem eine Hercules und drei Boote der Coast Guard zu dem 150 Kilometer nordöstlich von St. John’s treibenden Schiff. Der verlassene Kutter lief nach der Rettungsaktion immer weiter, denn die Maschine war bei der Rettungsaktion auf Vorausfahrt gestellt worden, um die im Wasser treibenden Fischer nicht zu gefährden.
Er drohte nun nahe Cape Spear zu stranden. In den Tanks waren rund 1,500 Gallonen Diesel, die dann hätten auslaufen können. Deshalb wurde am 6.3. eine zweite Rettungsaktion gestartet. Die „Northern Provider“ befand sich zu der Zeit 30 Kilometer nordöstlich von St. John’s.
Die „Cygnus“ der Canadian Coast Guard, eines der drei ursprünglich in Marsch gesetzten Schiffe, hatte den Kurs des Schiffes seit dessen Aufgabe überwacht. Es hatte eine Fahrt von rund fünf Knoten. Ein schnelles Rettungsboot wurde mit einem Boardingteam ausgesetzt, das an Bord ging und die Maschine ausstellte.
Die Operation fand bei weiterhin bis zu fünf Meter hohen Wellen und 30 Knotne Wind statt. Am Nachmittag des 7.3. lief ein anderer Kutter, die „Future Endeavour”, aus Catalina aus und wollte die “Northern Provider” gegen Mitternacht erreichen. Dann sollte die Crew an Bord gehen und den Havaristen zurück nach Fermeuse oder St. John’s bringen. Dies würde aber frühestens am 8.3. der Fall sein können.
Quelle:Tim Schwabedissen



Beschädigter Trawler nach Caleta Paula eingeschleppt
(08.03.17) Am Nachmittag des 7.3. wurde der argentinische Trawler "Kantxope", 428 BRZ (IMO-Nr.: 7406423), der nach einem Maschinenraumbrand 100 Meilen vor Comodoro Rivadavia manövrierunfähig geworden war und Wassereinbruch erlitten hatte, von der „Mellino VI“ in den Hafen von Caleta Paula in der Santa Cruz-Provinz eingeschleppt. Hier sollten die Schäden repariert werden. Die 20-köpfige Crew und ein mitreisender Fischereiinspektor wurden in einem Hotel einquartiert und am 8.3. nach Mar del Plata zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Luxussyacht ein Raub der Flammen
(08.03.17) Die unter US-Flagge laufende Luxusyacht "Limitless", 169 BRZ (MMSI-Nr.: 303545000), wurde von dem Feuer, das am 6.3. vor der Küste der British Virgin Islands nahe Virgin Gorda ausgebrochen war, weitgehend zerstört. Die fünfköpfige Crew hatte sich rechtzeitig in ein Tenderboot retten können, doch ihr Schiff dürfte ein Totalverlust geworden sein. Berger waren am Tag nach dem Brand vor Ort.
Die US Coast Guard informiete die örtlichen Behörden, und es wurde eine Untersuchung durch die Polizei zur Brandursache eingeleitet. Dazu sollten der Kapitän und die Crew befragt werden.
Die “Limitless” wurde von Hargrave 2005 als „Da Bubba“ erbaut und 2014 zuletzt modernisiert. Das Außendesign kam von Ben Dodarell, das Interieur von Shelley Dicondina. Die „Limitless” konnte neun Gäste in vier Kabinen beherbergen. Sie war 30,18 Meter lang, 6,1 Meter lang und hatte 1,98 Meter Tiefgang.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bootsfahrer in letzter Minute von Hubschrauber gerettet
(08.03.17) Ein Skipper aus Warrnambool wurde Minuten vor dem Untergang seines Bootes von einem Hubschrauber der Ambulance Victoria am 7.3. gerettet. Clark Smock stand bei dessen Eintreffen auf seinem gekenterten Boot, das vor Port Fairy trieb. Ein Rettungsschwimmer wurde im schwindenden Tageslicht zu ihm abgelassen. Smock sprang ins Meer und klammerte sich dann an diesem fest, während beide aufgewinscht wurden. Augenblicke später stellte sich sein Boot aufs Heck und sank.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Thoothukudi von Feuer zerstört
(08.03.17) 1,5 Meilen vor Thoothukudi geriet am 7.3. gegen 11 Uhr ein Kutter in Brand. Das Feuer entstand wohl durch Funkenflug, als einer der Fischer Essen auf einem Ofen zubereitete. Alle vier Mann an Bord wurden unversehrt von einem anderen Kutter gerettet. Die Feuerwehr wurde um 12.10 Uhr alarmiert und eilte zum Fischereihafen, um den Brand, der bis dahin fast das gesamte Holzdeck und die Aufbauten zerstört hatte, zu löschen.
Mit drei Löschfahrzeugen konnten sie die Flammen binnen 20 Minuten niederkämpfen. Das Schiff wurde in den Hafen geschleppt. Es war auf einer Erprobungsfahrt nach einer Überholung gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Barge sank im Suez-Kanal
(08.03.17) Der Schiffsverkehr auf dem Suez-Kanal musste am 8.3. unterbrochen werden, nachdem ein Ponton bei Kanalkilometer 73 im Hauptfahrwasser sank. Ein Schlepper war mit zwei Pontons von Port Said aus nach Ismailia unterwegs gewesen. Als die Schlepptrosse brach, sank einer der beiden. Der erste auf Nordkurs vom Mittelmeer ins Rote Meer laufende Konvoi wurde auf den neuen Suez-Kanal umgeleitet.
Dies verursachte eine Verzögerung bei einem südgehenden Konvoi. Rettungsteams suchten auf dem Kanalgrund nach der gesunkenen Barge, um sie schnellstmöglich zu bergen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter Hoerstener Reederei wird nach Havarie in Bremerhaven repariert
(08.03.17) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge registrierte Frachter "Alrek", 2978 BRZ (IMO-Nr.: 9330953), der auf dem Noordzee-Kanal in Ijmuiden am Abend des 24.2. auf die Uferböschung in Velsen-Süd geraten war, verließ den Hafen am 4.3. am Haken des britischen Schleppers „MTS Vanquish". Am 6.3. traf der Schleppzug auf der Außenweser ein. Hier stieß der URAG-Schlepper "Wilhelmshaven" hinzu, um beim folgenden Einlaufen nach Bremerhaven als Steuerschlepper zu assistieren.
Vor Bremerhaven übernahm die "Blexen" das weitere Einschleppen. Um 15.15 Uhr machte der Frachter bei der Bremerhavener Dockbetriebe GmbH zur Reparatur der Havarieschäden fest.
Die “Alrek” ist 100 Meter lang, 17,25 Meter breit, hat sechs Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 4.720 Tonnen. Sie läuft für die Reederei Speck Birte Schmalfeld in Hoersten und wurde 2006 bei der Weihai Werft in China als „Celtic“ erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bug zersplittert
(Bild: Gildo Cozeiro)   Großbild klick!

Galicien: Kollision vor Cabo Corrubedo
(07.03.17) Der spanische Kutter "Delfín" aus Santa Uxia de Riveira kollidierte am 5.3. gegen ein Uhr unweit von Cabo Corrubedo mit dem französischen Longliner "Nathalie Chantal II - BA 922635", 131 BRZ (IMO-Nr.: 9093191). Die "Delfín" lief dem größeren Schiff, das auf der Rückfahrt nach Gran Sol, auf Höhe von Os Cobos in die Backbordseite. Menschen kamen nicht zu Schaden, doch der Bug des kleineren Holzschiffs zersplitterte.
Es gelang dem schwer beschädigten Schiff, anschließend nach Santa Uxia einzulaufen. Auch die "Nathalie Chantal II” machte dort um 15.30 Uhr fest. Der Eigner der "Delfín" machte die Crew des Longliners für den Zusammenstoß verantwortlich. Einer von deren beiden Eignern, Antonio Piñeiro, übergab die Sache der Versicherung.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Fähre vor Piombino
(07.03.17) Am 6.3. um 8.58 Uhr brach im Maschinenraum der italienischen Fähre "Giovanni Bellini", 1573 BRZ (IMO-Nr.: 8402357), vor Piombino ein Feuer aus. Das Schiff war mit 75 Passagieren auf der Fahrt von Piombino nach Rio Marina. Auf halbem Wege begann Rauch aus einem der Dieselgeneratoren aufzusteigen, gefolgt von offenem Feuer. Die Havarie ereignete sich bei starken Sciroccowinden, die Geschwindigkeiten von bis zu 60 km/h erreichten.
Die Guardie Coastiera schickte die drei Patroullienboote "CP 892", "CP 2117" und "CP 553" zu Hilfe. Ein Rettungsboot mit Feuerwehrkräften an Bord lief aus Piombino aus. Nach dem Feueralarm wurden die Fahrgäste der “Giovanni Bellini” auf den Musterstationen an Deck versammelt.
Die Crew begann gleichzeitig mit der Brandbekämpfung. Das CO2-Löschsystem wurde aktiviert, und tatsächlich gelang es, das Feuer zu ersticken. Allerdings war die Fähre durch den Brand ohne Antrieb. Vor Palmaiola, zwischen Piombino und Elba, warf der Kapitän Anker.
Die beiden Schlepper "Algerina Neri" (IMO-Nr.: 9048419) aus Piombino und "Tito Neri" (IMO-Nr.: 9319167) aus Livorno wurden gerufen, um die manövrierunfähige "Giovanni Bellini" zurück in den Hafen zu bringen. Eskortiert von den Patroullienbooten, lief der Schleppzug um 12.15 Uhr in Piombino ein. Hier wurden die Passagiere wieder ausgeschifft. Vorsorglich war ein Krankenwagen bereitgestellt worden auf dem Kai, doch niemand war zu Schaden gekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Rika" wieder im Hafen
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Manövrierunfähige Yacht nach Portrush abgeschleppt
(07.03.17) Das RNLI-Boot aus Portrush am am 5.3. um 10.10 Uhr der Yacht "Rika" zu Hilfe, die mit einer dreiköpfigen Crew an Bord 33 Meilen vor der Küste südöstlich von Islay manövrierunfähig geworden war. Bei ruhiger See konnten die Seenotretter mit voller Kraft zu der Position hinlaufen und den Havaristen auf den Haken nehmen. Er wurde dann mit sechs Knoten Fahrt nach Portrush abgeschleppt.
Hier trafen die beiden Schiffe um 16.30 Uhr ein. Vor der Hafeneinfahrt wurde der Zweimaster längsseits genommen, um ihn sicher durch die Molen zu bugsieren. Sechs Stunden nach der Alarmierung war der Fall bilderbuchmäßig abgeschlossen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sicher in der Clearwater Marina
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Rettungsaktion für vermissten Skipper zu Wasser und aus der Luft
(07.03.17) Die US Coast Guard rettete am 6.3. rund 18 Meilen westlich von Clearwater Beach einen Einhandsegler, dessen Yacht nach Motor- und Ruderausfall am Vorabend manövrierunfähig geworden war. Am 5.3. um 23.55 Uhr hatte der Vater des Seglers die Coast Guard St. Petersburg alarmiert. Er war besorgt, weil sein Sohn um sieben Uhr aus Hudson nach Palmetto ausgelaufen, dort aber nicht eingetroffen war.
Der letzte Kontakt war über Mobiltelefon um 18.30 Uhr gewesen. Zu dem Zeitpunkt berichtete der Skipper von Motorproblemen bei Hurricane Pass.
Um 23.55 Ujhr stiegen ein MH-60 Jayhawk-Helikopter und eine HC-130 Hercules von der Coast Guard Air Station Clearwater auf. Außerdem lief ein 45-Fuß-Boot von der Coast Guard Station Sand Key zur Suche aus. Die Crew der Hercules entdeckte das im Meer driftende Boot am folgenden Morgen um 8.30 Uhr.
Der Jayhawk stieß hinzu und setzte einen Rettungsschwimmer an Bord der Yacht ab, um die Lage zu erkunden und Funkverbindung herzustellen. Nun konnte auch das Rettungsboot herangeführt werden. Es stellte eine Schleppverbindung zur Yacht her und zog sie zur Clearwater Marina.
Quelle:Tim Schwabedissen



Taucherschiff auf den Haken genommen
(07.03.17) Das RNLI-Boot aus Longhope wurde am 6.3. von der Coastguard um 19.03 Uhr alarmiert, nachdem das britische Taucherschiff "Karin" (MMSI-Nr.: 235084524), mit einer dreiköpfigen Crew an Bord im Pentland Firth Maschinenausfall erlitten hatte und östlich von Stroma trieb. Der in der Nähe befindliche Kutter "Vest Viking" ging auf Standby, bis die Seenotretter um 19.44 Uhr vor Ort waren. Es gelang, eine Schleppverbindung herzustellen. Bei moderaten Seebedingungen wurde der Havarist zurück in Richtung Orkney geschleppt.
Noch währenddessen gelang es der Crew der "Karin", die Maschine wieder zu starten und die Reise mit eigener Kraft fortzusetzen. Das Rettungsboot eskortierte sie zurück zu den geschützten Gewässern der Bucht von Scapa Flow. Die "Karin" lief dann nach Stromness ein, und die Seenotretter waren um 22.25 Uhr wieder klar auf Station.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer bei Schweißarbeiten auf Binnenschiff
(07.03.17) Bei Schweißarbeiten brach am 6.3. um 12.15 Uhr auf dem holländischen Binnenschiff "Regalo", 511 ts (EU--Nr.: 02203641), das auf dem Slip einer Reparaturwerft in Hendrik-Ido-Ambacht lag, ein Feuer aus. Schweißfunken hatten offenbar zunächst auf Handtüchern einen Brand entfacht, der sich weiter ausbreitete. Das Werftpersonal ging von Bord und begann, den Rumpf von außen zu kühlen.
Nachdem die von ihm alarmierte Feuerwehr eingetroffen war, konnte diese das Feuer rasch löschen. Danach musste das Schiffsinnere vom Qualm und anderen gesundheitsgefährdenden Stoffen, die durch das Feuer freigesetzt worden sein konnten, belüftet werden. Der Sachschaden blieb gering. Bereits am Nachmittag konnten die Überholungsarbeiten auf dem Frachter wieder aufgenommen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Versenkung alten Garnelenkutters scheiterte an Auflagen
(07.03.17) Der einstige Garnelenkutter „TS 7“ wird kein Tauchwrack bei Tholen. Dies gab der Nederlandse Onderwatersport Bond (NOB) bekannt. Vor einem halben Jahr war die Tauchervereinigung noch zuversichtlich gewesen, nachdem eine Versicherung zur Absicherung des finanziellen Risikos gefunden worden war. Doch immer neue Auflagen ließen sie nun zurücktreten.
So sollte wegen des Schlickbodens an der geplanten Versenkungsstelle ein Steinfundament geschaffen werden, damit das Wrack nicht einsinken kann. Auch hätte das Schiff vor der Überführung von Middelburg nach Tholen ausgeschlachtet werden müssen. Wegen möglicher Asbestfunde drohte das Risiko nun zu groß zu werden, auf der letzten Etappe zu scheitern.
Eigentlich hätte das Schiff rechtzeitig zum Beginn der Tauchsaison auf dem Grund der Oosterschelde bei der Bergsediepschleuse versenkt sein sollen. Das notwendige Geld war über Crowdfunding zusammengebracht worden. Dieses soll nun den Anteilseignern wieder zurückgezahlt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Unalaska gestrandet
(07.03.17) Am Morgen des 6.3. lief der 50 Fuß lange Kutter “St. Dominick” vor Unalaska Island auf Grund. Gegen 10 Uhr fing die US Coast Guard einen Notruf des Schiffes auf, das bei der Havarie Wassereinbruch erlitten hatte. Die Crew wurde von der Crew des Kutters “Kona Kai” (MMSI-Nr.: 367098030) gerettet und nach Dutch Harbor gebracht.
Die Coast Guard schickte einen MH-60 Jayhawk-Helikopter der Air Station Kodiak, um die Strandungsstelle zu überwachen. Es konnte keine Ölverschmutzung ausgemacht werden. Die Resolve Magone Marine wurde damit beauftragt, das Schiff am 7.3. zu bergen.
Es galt, den Maschinenraum auszupumpen, den Rumpf abzudichten und Unterwasserreparaturen durchzuführen, bevor versucht werden könnte, den Kutter wieder freizuschleppen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Luxusyacht ging in Flammen auf
(07.03.17) Vor den British Virgin Islands ging unweit der Dog Islands, die westlich von Virgin Gorda liegen, die Luxusyacht „Limit Less“ in Flammen auf. Alle an Bord befindlichen Menschen sollen sich im eigenen Tenderboote gerettet haben. Um wie viele es sich handelte, war noch unklar. Berger versuchten, das Boot zu lenzen, doch es war sehr schwer beschädigt. Auch die US Coast Guard war eingeschaltet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bargen und Schlepper auf Ohio-River nun geborgen
(07.03.17) Die beiden Bargen, die seit mehreren Tagen am Ufer des Racine Lock gelegen hatten, nachdem sie von dem Schlepper "Austin C. Setton" losgerissen waren, konnten am 5.3. endlich geborgen werden. Sie wurden von dem Schlepper "M.K. McNally" in eine Ersatzschleuse für erste Untersuchungen gezogen. Danach schleppte sie die "Alabama" zum Kai der Amherst Madison in Henderson, West Virginia.
Bereits am 4.3. war die "Austin C. Settoon" freigeschleppt und anschließend ausgepumpt worden. Sie wurde dann von den Racine Locks ebenfalls von der „Alabama“ zur Amherst Madison gezogen. Ein Krisenstab aus Coast Guard, dem Army Corps of Engineers, dem West Virginia Department of Environmental Protection, der Ohio Environmental Protection Agency und der Settoon Towing Company hatte die Bergungsarbeiten koordiniert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vater und Sohn vor Matalascañas gerettet
(07.03.17) Am 6.3. wurde das Rettungsboot “Salvamar Alkaid” (MMSI-Nr.: 224116370) aus Huelva gerufen, nachdem der 8,5 Meter lange Kutter “Albaluci” rund 2,7 Meilen vor Matalascañas gesunken war. Um 15.30 Uhr aktivierte sich der Notsender, und das MRCC leitete eine Rettungsaktion ein. Die Crew, ein 47-jähriger mit seinem 26-jährigen Sohn, trieben in der See und klammerten sich an einen aufgeschwommenen Notsender und einen Rettungsring.
Die beiden wurden mit Unterkühlungen an Bord der “Salvamar Alkaid” gezogen und nach Mazagón gebracht. Hier wurden sie zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus eingeliefert. Auch ein Boot der Guardia Civil war vor Ort. Die beiden Fischer sagten, dass ihr Boot beim Aufholen eines Netzes gekentert war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Katamaranyacht drohte vor Águilas zu sinken
(Datum) Der unter der Flagge der British Virgin Islands registrierte Katamaran „Jesseas II“ (MMSI-Nr.: 378112668) geriet am 3.3. vor Águilas bei acht Beaufort Wind und vier Metern Wellenhöhe in Seenot. Das Schiff verlor sein Rigg und erlitt Wassereinbruch. Der Steuerbordrumpf wurde geflutet, ebenso Teile des Kajütbereichs.
Das Schiff trieb bei 50 Knoten Wind rund acht Meilen vor Garrucha. Die fünfköpfige Crew aktivierte den Notsender und machte die Rettungsinsel klar. Als der vom MRCC in Almería nach Empfang des Notsignals alarmierte Helikopter Helimer 219 aus Almería eintraf, war sie mit angelegten Rettungswesten bereit, das entmastete Schiff zu verlassen. Ein Rettungsschwimmer wurde an Bord abgesetzt und assistierte in der stürmischen See beim Aufwinschen der Schiffbrüchigen. Sie wurden anschließend zum Flughafen von Almería geflogen. Hier stand ein Krankenwagen bereit, und ein Crewmitglied wurde mit einer Verletzung am Ohr behandelt.
Nach der Rettung der Crew ging an dem halb unter Wasser liegenden Havarist der spanische Schlepper "SAR Mastelero" (IMO-Nr.: 9525730), der aus Carucha zu Hilfe gerufen worden war, in Stellung. Nach Wetterberuhigung konnte das rund zwei Millionen teure Boot unter Mithilfe von Tauchern des BEC Cartagena gesichert werden. Die „SAR Mastelero“ nahm das 24 Meter lange und 11 Meter breite Schiff längsseits, und es wurde am 4.3. halb gesunken nach Águilas eingeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter sank über Nacht
(07.03.17) In der Nacht zum 7.3. sank der 11 Meter lange, norwegische Kutter "Tarvikbøen" (MMSI-Nr.: 257302620) an einer Schwimmpier in Båtsfjord. Die Polizei von Finnmark wurde um 9:43 Uhr informiert, nachdem Zeugen entdeckt hatten, dass nur noch die beiden Masten des Schiffes aus dem Wasser ragten.
Der Eigner Ron Berg war am Vorabend um 20.30 Uhr mit einem Fang von vier Tonnen in den Hafen eingelaufen, der sich noch an Bord befand. Warum das in den 70er Jahren erbaute Schiff, das sich in gutem Zustand befand, gesunken war, stellte sich für ihn als Rätsel dar. Erst nach der Hebung könnte die Ursache festgestellt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Blåmann erträgt alles
(07.03.17) Als der norwegische Zweimaster "Blåmann" am 28.2. mit einem Maschinenausfall und Wassereinbruch auf dem Weg nach Shetland im Sturm in Seenot geriet, war Skipper und Eigner Kurt Riska sicher, dass dies die letzte Reise seines Schiffes sein würde. Er stand am Ruder, als sich die Havarie mit einem lauten Knall anbahnte. Es drang mehr Wasser ein, als die Pumpen wieder außenbords fördern konnten.
Zu der Zeit befand sich die Colin Archer rund 62 Meilen vor Shetland. Es gelang der Crew nicht, die Ursache des Wassereinbruchs zu finden. Riska war sich der Gefahr bewusst und zögerte nicht, einen Notruf abzusetzen.
Wie berichtet, kamen daraufhin die dänischen Offshore-Schiffe „Esvagt Sigma", 830 BRZ (IMO-Nr.: 9235309), und "Esvagt Alpha", 1244 BRZ (IMO-Nr.: 7104752), den Schiffbrüchigen zu Hilfe und bargen sie in grober See unversehrt ab. Ihr Schiff aber blieb, anders als erwartet, schwimmfähig. Es konnte später nach Finnøy eingeschleppt werden, wo es nun am Kai liegt und wieder repariert werden sollte.
Die "Blåmann" erträgt alles, sagte nach der erfolgreichen Bergung Kurt Riska. Wann das Schiff wieder in See stechen kann, vermochte er noch nicht anzugeben, doch er wollte mit seiner Freundin nun viel Zeit in die Reparatur stecken. Das Paar will so weit segeln, wie es kommt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Weiteres Opfer der „El Barka“ gefunden
(07.03.17) Bei einer am 3.3. vor Mahdia in der See treibend entdeckten Leiche handelte es sich um Naceur Haj Salem, der damit zum 10. bestätigten Opfer des Untergangs der „El Barka“ im Dezember 2016 wurde. Dies stellte sich bei einer Autopsie heraus. Der Kutter war am 5.12.2016 aus Mahdia ausgelaufen.
Von der 14-köpfigen Crew konnte sich nur ein Mann retten. Yahia Sfar erreichte am 16.12. schwimmend den Strand von Khamar und konnte den Untergang des Schiffes bestätigen. Drei der Fischer wurden nun noch vermisst.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler im Südatlantik in Seenot
(07.03.17) Am 5.3. brach im Maschinenraum des argentinischen Trawler "Kantxope", 428 BRZ (IMO-Nr.: 7406423), rund 100 Meilen vor Comodoro Rivadavia in der Chubut-Provinz ein Feuer aus. Das Schiff erlitt einen Ausfall der Bordenergie und trieb mit offener Schleppeinrichtung in der See. Dadurch kam es zu einem Wassereinbruch in Fabrikationsräume und Maschinenraum.
Der Havarist entwickelte 15 Grad Schlagseite. Die Crew musste die zum Unfallzeitpunkt ausgebrachten Schleppnetze kappen. Andere Schiffe in der Nähe kamen zu Hilfe. Die "Desafío", 196 BRZ (IMO-Nr.: 9013385), übergab eine Lenzpumpe, mit deren Hilfe die Crew der "Kantxope" die Lage an Bord stabilisieren konnte.
Die 20-köpfige Crew und ein mitreisender Fischereiinspektor blieben unverehrt. Der Trawler wurde inzwischen von "Mellino VI" (IMO-Nr.: 5063801) in Richtung des Hafens von Caleta Paula abgeschleppt, da in Comodoro kein Liegeplatz verfügbar war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker trieb durch Portland
(07.03.17) Der unter Marshall-Islands-Flagge laufende Tanker "Seaways Yellowstone", 62775 BRZ (IMO-Nr.: 9394947), geriet in Portland am 5.3. ins Treiben. Das Schiff war am Vortag dort eingetroffen, um einen routinemäßigen Crewwechsel vorzunehmen, und hatte Anker geworfen. Als unerwartet starke Windböen von über 50 Meilen auftraten, ging das Schiff gegen 15 Uhr auf Drift.
Dabei trieb der Tanker dicht an die Außenmole und dicht am Bug eines anderen Schiffes vorbei. Zwei Schlepper konnten den Ausreißer dann wieder unter Kontrolle bringen. Nach Abflauen des Windes konnte er wieder verankert werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter sank vor Comox – ein Vermisster
(07.03.17) Vier der fünf Crewmitglieder des kanadischen Kutters “Miss Cory” wurden gerettet, nachdem das Schiff am Nachmittag des 6.3. vor Comox kenterte. Der Kutter war nur 10 bis 15 Sekunden, nachdem er um 16 Uhr plötzlich Schlagseite entwickelt hatte, umgeschlagen. Der Vermisste war zu dem Zeitpunkt gerade in den Maschinenraum gegangen.
Er wurde wohl im Innern des Schiffes, das auf über 250 Metern Wassertiefe 5,5 Kilometer vor Cape Lazo, Vancouver Island, sank, eingeschlossen. Eine groß angelegte Suchaktion drei bis vier Meilen vor Comox, die über vier Stunden andauerte, blieb ohne Erfolg. Das Victoria Joint Rescue Coordination Centre hatte dazu Schiffe der Coast Guard und einen Cormorant-Hubschrauber des 442 Squadron aus Comox mobilisiert.
Dutzende anderer Kutter beteiligten sich ebenfalls an der Operation. Um 20.30 Uhr wurde die Suchaktion abgebrochen und der Fall der Royal Canadian Marine Police übergeben. Bei der „Miss Cory“ handelte es sich um ein 1956 erbautes, 19,5 Meter langes Schiff, das in Prince Rupert stationiert gewesen war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Erneut Feuer auf vietnamesischem Ausflugsschiff
(07.03.17) Am 6.3. ist wieder ist ein vietnamesisches Ausflugsschiff in der Ha Long Bay in Brand geraten. Zwei Wachmänner konnten es unversehrt verlassen, nachdem das Feuer gegen Mitternacht am Liegeplatz des Tuan Chau International Port in der Kajüte entstanden war. Das Schiff wurde 2008 erbaut und war für 48 Passagiere zugelassen.
Erst im vergangenen Monat war ein vor Anker liegendes Ausflugsschiff in Flammen aufgegangen, als es auf sieben Touristen, die eine Kayaktour unternahmen, vor Anker liegend wartete. Im Januar waren 14 Touristen, ihr Guide und sechs Crewmitglieder gerettet worden, als ihr Schiff bei der Rückkehr von einer Nachtfahrt Feuer fing.
Quelle:Tim Schwabedissen



Shamrock von Felsen vor Tutukaka geborgen
(07.03.17) Der Eigner des historischen Schleppers “Shamrock”, der auf Felsen vor Tutukaka Harbour gestrandet war, hoffte, dass sein Schiff nach der Bergung noch zu reparieren war. Die “Shamrock” war am 2.3. um 21.10 Uhr bei einem Ankermanöver auf Grund gelaufen und leckgeschlagen. Am 5.3. mühten sich Berger sechs Stunden lang, das 13 Meter lange Fahrzeug flottzumachen.
Mit Auftriebskörpern konnte es von den Felsen gehoben und dann von einem Schlepper zum Marina Beach nahe der Marina von Tutukaka gezogen und dort auf Grund gesetzt werden. Der Eigner wollte mit seiner Partnerin nach dem Ruhestand an Bord leben. Mit einem Kran sollte das Schiff nun zunächst auf einen Truck gehoben und dann zu einer Werft in Whangarei zur Schadensinspektion transportiert werden.
Die “Shamrock” wurde 1915 erbaut und war als Fähre in Coromandel eingesetzt worden, ehe sie für Schleppdienste in Tauranga und dann als Charterkutter in Kaipara diente.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Paradise" hat die Hölle hinter sich
(Bild: Lobo Mar)   Großbild klick!

Mallorca: Sturm versenkte Luxusyacht in Andratx
(06.03.17) Über Mallorca fegte vom 3. auf den 4.3. ein schwerer Sturm von 10 bis 11 Beaufort in den Spitzen und versenkte im Hafen von Andratx wurde unter anderem die spanische Luxusyacht "Paradise" (MMSI-Nr.: 376273000). Das Boot stand gerade für 3,400,000 Euro zum Verkauf. Nachdem eine Achterleine der 34 Meter langen und sieben Meter breiten Ferretti-Luxusacht gebrochen war, wurde sie von den fast zwei Meter hohen Wellen gegen eine Betonmole getrieben.
Der Bug und die gesamte Steuerbordseite rissen bei den folgenden wiederholten Kollisionen auf mehr als 10 Metern Länge auf, und der Kompositrumpf wurde in dem Bereich völlig zerstört. Das 2003 von Custom Line erbaute Schiff lief anschließend allmählich voll und sank auf den Hafengrund. Die Guardia Civil sperrte das Gebiet ab, um Plünderungen zu vermeiden.
Auch ein 16 Meter langer Katamaran nebenan wurde beschädigt. Am 6.3. sollten die sieben Tonnen Bunkeröl der „Paradise“ geleichtert werden. Um das Wrack wurde eine Ölsperre ausgelegt. Die Yacht selbst wurde als ein Totalverlust angesehen und dürfte nach ihrer Bergung wohl abgewrackt werden.
Ein Deutscher, der in Port d'Andratx auf einem 12 Meter langen Segelschiff lebte, musste von den Einsatzkräften gerettet werden. Sein Boot hatte sich losgerissen und wurde ans Ufer getrieben. Bei der Rettungsaktion wurde ein Teil seiner Habseligkeiten ins Wasser gespült.
Sein Boot wurde beim Anprall gegen die Hafenmolen völlig zerstört. Auch für ein anderes kleines Boot im Hafen gab es keine Rettung mehr. Es wurde ebenfalls losgerissen und zerschellte am Ufer.
Über mehrere Stunden war die Stadtreinigung in Andratx nach Abziehen des Sturms am 5.3. im Einsatz, um die Hafenpromenade und das Meer von Trümmern und Treibgut zu befreien Auch in Calvià sowie im Osten der Insel bei Portocolom wurden Yachten auf die Steine geworfen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker nach Algeciras abgeschleppt
(06.03.17) Der liberianische Tanker "Chrisopigi Lady", 42058 BRZ (IMO-Nr.: 9288681), erlitt am 5.3. um 1.30 Uhr in den Gewässern von Estrecho neun Meilen vor Punta de Caraminal bei Tarifa einen Ausfall der Hauptmaschine. Der Havarist trieb in der viel befahrenen Straße von Gibraltar. Das Schiff war am 28.2. mit einer 23-köpfigen Crew aus Milford Haven ausgelaufen.
Der spanische Bergungsschlepper "Luz der Mar" (IMO-Nr.: 9320104) von Salvamento Marítimo wurde aus Tarifa zur Assistenz angefordert. Er nahm den Tanker auf den Haken und brachte ihn nach Algeciras. Hier machte er um 20.15 Uhr an der Mole der Marine-fest.
Quelle:Tim Schwabedissen




Drei abgetriebene Indonesier gerettet
(06.03.17) Vietnamesische Behörden haben drei Indonesier gerettet, die vor der Südküste beim Versuch, eine von einem Schlepper losgerissene Barge zu sichern, abgetrieben waren. Ein Kutter fand am 4.3. gegen Mittag sie in den Gewässern zwischen den Provinzen von Bac Lieu und Soc Trang. Die dortige Küstenwache wurde daraufhin alarmiert und brachte sie an Land.
Der Schlepper war mit der Barge von Kambodscha nach Thailand unterwegs gewesen. Am 28.2. lief er in Can Tho ein und setzte die Fahrt am Abend des 2.3. fort. Wenig später riss sich sein Anhang los. Der Kapitän wies drei seiner neun Crewmitglieder an, hinüberzuspringen und sie zu verankern. Doch in rauer See trieb die Barge samt der Männer darauf ab.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper auf Mississippi geborgen
(06.03.17) Der Schubschlepper "Sonny J" wurde am 5.3. auf dem Mississippi bei Vidalia, Louisiana,geborgen, wo er am 26.2. mit rund 4000 Gallonen Diesel an Bord gesunken war. Das Coast Guard Marine Safety Detachment Vicksburg, eine Ölbekämpfungsfirma und die Berger von J.O. Smith waren vor Ort. Ölsperren wurden vor der Hebung um das halb aus dem Wasser ragende Wrack ausgelegt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper von Maripose Reef geborgen
(06.03.17) Der Schlepper "Ocean Eagle" wurde am 3.3. nach Ketchikan gezogen, nachdem er am 1.3. auf dem Mariposa Reef au Position 56° 22.938N 133° 42.00W in der Sumner Strait gestrandet war. Die u.a. mit Container beladene Samson-Barge, mit der die "Ocean Eagle" unterwegs nach Sitka gewesen war, wurde vor der Weiterfahrt von einem Inspektor untersucht. Die Eigner Brusco Tug & Barge hatten die Alaska Commercial Divers mit Schadensuntersuchungen in der Alvin Cove beauftragt.
Hier waren beide Fahrzeuge auf Position 56° 25.238N 133° 53.436W verankert worden. Die Taucher dichteten auch Risse im Rumpf des Schleppers ab. Im Bereich des Maschinenraums war an der Welle Wasser eingedrungen. Die Coast Guard Juneau und das Alaska Department of Environmental Conservation koordinierten die Arbeiten. Nach dem ersten leichten Ölaustritt aus einem Tagestank wurden keine weiteren Verschmutzungen mehr festgestellt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper auf Ohio-River geborgen
(06.03.17) Der Schlepper "Austin C. Settoon" wurde am 4.3. von der Racine.Schleuse auf dem Ohio-River entfernt. Die Coast Guard Ohio Valley wurde um 13.24 Uhr informiert, dass er von dem Bauwerk weggezogen und von der “Alabama” abgeschleppt werden konnte. Er wurde dann in einer Ersatzschleusenkammer der Racine Locks festgemacht.
Die beiden gemeinsam mit ihm aufgelaufenen Bargen blieben weiter an den Fluttoren 7 und 8 liegen. Der Krisenstab der Coast Guard, dem Army Corps of Engineers, dem West Virginia Department of Environmental Protection, des Mason County Emergency Management und der Settoon Towing Company wartete auf fallenden Wasserstand, um dort tätig werden zu können.
Quelle:Tim Schwabedissen



Lukendeckel landeten im Rhein
(06.03.17) Sturmböen mit einer Stärke von bis zu 85 km/h rissen sieben am Morgen des 2.3. mehrere Lukendeckel eines Binnenschiffes auf Höhe von Mainz-Budenheim bei Rheinkilometer 509 aus ihrer Verankerung und zwangen den Schiffsführer, seine Fahrt nach Duisburg zu unterbrechen. Während sechs der jeweils eine halbe Tonne schweren Lukendeckel in den Laderaum geschleudert wurden, versank ein weiterer im Rhein.
Durch ein Streifenboot der Wasserschutzpolizei Mainz konnte dieser mithilfe des bordeigenen Side-Scan-Sonars bei Rheinkilometer 509,85 außerhalb der Fahrrinne geortet werden. Die Bergung erfolgte im Laufe des Tages.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bootsunglück vor der Küste von Nicaragua
(06.03.17) 10 Touristen und ihr Skipper gerieten am Nachmittag des 4..3. im Golf von Nicoya bei Santa Lucas in Seenot. Sie waren mit einem Motorboot unterwegs gewesen, das bei starkem Wind in Schwierigkeiten geriet. Der Skipper rief über Funk um Hilfe und gab Rettungswesten aus.
10 Minuten später kenterte das Boot, und die acht Frauen und drei Männer aus Carthage und Desamparados, landeten im Wasser. Nur noch der Bug ragte empor. Boote der Feuerwehr kamen zu Hilfe und konnten die Schiffbrüchigen unversehrt retten. Sie wurden nach Santa Lucas gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Flugzeugträger könnte Tauchwrack werden
(06.03.17) Am 6.3. wurde der indische Flugzeugträger “Viraat” nach 30 Jahren bei der Marine außer Dienst gestellt. Zuvor war der Veteran bereits 27 Jahre für die Royal Navy im Einsatz gewesen. Der Marinechef Sunil Lanba könnte sich gut vorstellen, dass er als gewaltige Touristenattraktion als Tauchstätte versenkt wird.
Quelle:Tim Schwabedissen



RNLI-Boot barg denselben Kutter zweimal an einem Tag
(06.03.17) Das RNLI-Boot aus Douglas musste am 5.3. gleich zwei Mal dem Kutter “ML 4” zu Hilfe kommen. Der erste Alarm erfolgte um 7.23 Uhr, nachdem er einen Maschinenausfall erlitten hatte. Die “Sir William Hillary” kam dem neun Meter langen Boot, das mit zwei Mann an Bord rund 12 Meilen südöstlich von Douglas trieb, zu Hilfe. Es wurde von den Seenotrettern auf den Haken genommen und in Douglas an der Battery Pier festgemacht, wo die Douglas Coastguard zur weiteren Assistenz bereitstand. Das Rettungsboot war um 10.45 Uhr wieder klar zum Einsatz. Nur sieben Stunden später wurden sie erneut von den Fischern gerufen.
Um 17.50 Uhr meldeten sie einen Ausfall der Bordelektrik. Nach einer Reparatur waren sie inzwischen nach Holyhead in Angelseay ausgelaufen. Auf fast derselben Position wie am Morgen fiel ein Transformator aus. Wieder wurde die „ML 4” von der “Sir William Hillary” in den Hafen eingeschleppt. Um 21.10 Uhr war der zweite Einsatz des Tages beendet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Boote bei Point Loma und Coronado gestrandet
(06.03.17) Am Morgen des 5.3. strandete eine Segelyacht auf den Felsen von Point Loma beim Sunset Cliff. Gegen 11 Uhr hatten Zeugen die Lifeguard alarmiert, weil das Boot dicht unter der Küste lag und Wellen über die Seite gingen. Zwei Lifeguards aus Ocean Beach sowie ein Hubschrauber der U.S. Coast Guard, ein Rettungs- und ein Löschboot kamen der 27 Fuß langen Sloop zu Hilfe.
Sie war unterwegs von der Mission Bay in die San Diego Bay, als sie 80 Yards vor der Küste unweit des Sunset Cliffs Boulevard aufsetzte. An Bord waren vier Männer in den 60ern und 70ern. Sie waren am 4.3. nach Mission Bay gesegelt und wollten nun nach Hause zurück. Der Skipper ging bei der Rettungsaktion über Bord, wurde aber wie die drei anderen auch inversehrt gerettet. Die Bergung des Boots von den Felsen misslang aber zunächst. Mit der Nachmittagsflut sollte ein neuer Versuch unternommen werden.
Am 5.3. gab es noch einen weiteren Alarm für die Lifeguards, als gegen 10 Uhr bei Coronado eine 40 Fuß lange Motoryacht vor dem Hotel Del strandete. Der Skipper hatte Anker geworfen und schlief, als sein Boot auf Drift ging. Der starke Wind trieb es dann auf die Felsen. Die Coronado Police und die US Coast Guard retteten den Skipper und sperrten die Strandungsstelle ab.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fünf Mann von kanadischem Kutter abgeborgen
(06.03.17) Der Kutter “Northern Provider” aus Somerford geriet am 5.3. in einem schweren Sturm 150 Meilen nordöstlich von St. John's in Seenot. An Bord war eine fünfköpfige Crew, die seit dem 26.2. auf Fangfahrt gewesen war. Auf der Rückfahrt geriet sie in den Sturm, der mit 60 Knoten übers Meer fegte und den Seegang von zwei bis drei Metern auf Wellenhöhen von acht bis 10 Metern brachte.
Nachdem das Schiff nicht mehr gegen den Sturm ankam, wurde ein Notruf an das Joint Rescue Coordination Centre in Halifax gefunkt, und ein RCAF Cormorant-Helikopter der Coastguard kam zu Hilfe. Alle fünf Mann wurden unversehrt an Bord gezogen. Die Schiffbrüchigen wurden nach Gander geflogen. Zwei Schiffe der Coast Guard sollten nun nach der herrenlosen “Northern Provider“ Ausschau halten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper "Capt. Ed Harris" und Barge
(Bild: Madalyn Wood)   Großbild klick!

Ohio River wieder für den Schiffsverkehr frei
(04. 03.17) Die Racine-Schleuse auf dem Ohio River wurde am 2.3. wieder für den Schiffsverkehr durch die Coast Guard Ohio Valley freigegeben. Um neun Uhr war sie informiert worden, dass der Schlepper "Capt. Ed Harris" die dort liegende Barge abtransportiert und zu einem nahen Ankerplatz gebracht habe. Die beiden anderen Bargen, die sich vom Schlepper „Austin C. Settoon” losgerissen hatten, blieben an den Toren sieben und acht des Damms liegen, der Schlepper selbst saß bei den Toren sechs und sieben fest.
Deshalb konnte auch noch keine Untersuchung des Schadens am Dammbauwerk selbst durchgeführt werden. Die Coast Guard Marine Safety Unit Huntington war vor Ort im Einsatz, ebenso ein Krisenstab aus Coast Guard, dem Army Corps of Engineers und der Settoon Towing Company.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter bei Eisgang leckgeschlagen
(04.03.17) Am 1.3. um 1.30 Uhr erlitt der unter Komoren-Flagge laufende Frachter "Capricorn", 2516 BRZ (IMO-Nr.: 8728098), durch einen Riss im Rumpf Wassereinbruch im Ballasttank 8 und bat um Assistenz. Vermutlich hatte eine Eisscholle den Schaden verursacht. Der Frachter ging auf der Reede von Kertsch vor Anker.
Die Crew konnte den Wassereinbruch unter Kontrolle bringen. Das Bergungsschiff "Spasatel Demidov" ging in der Nähe auf Standby. Taucher sollten den Schaden untersuchen und das Leck abdichten. Die “Capricorn” war mit 2.843 Tonnen Kleie an Bord unterwegs von Kavkaz nach Tartous.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter deutscher Reederei im Mittelmeer gesunken
(04.03.17) Am 28.2. funkte der unter Togo-Flagge laufende Frachter "Anna", 2265 BRZ (IMO-Nr.: 8027676), um 04.09 Uhr im Mittelmeer einen Notruf, nachdem es im Laderaumbereich zu einem Wassereinbruch gekommen war. Der chinesische Frachter "Da Ji", 21.000 BRZ (IMO-Nr.: 9768538), der sich 12 Meilen entfernt befand, als er den Mayday-Ruf auffing, nahm sofort Kurs auf den Havaristen und war um 5.10 aUhr vor Ort. Die Crew des Cosco-Schiffes nahm um 6.10 Uhr das erste Crewmitglied an Bord.
Doch um 07.43 Uhr sank die “Anna” mit dem Bug voran auf Position 3248.9 N, 01603.7 O, und die Rettungsoperation wurde beschleunigt. Um 08.50 Uhr waren alle 10 Crewmitglieder der "Anna" an Bord der "Da Ji". Die "Anna" war auf der Fahrt von Istanbul nach Misrata gewesen. Dort warf auch die "Da Ji", die von Alexandria gekommen war, am Morgen des 1.3. Anker.
Die “Anna” war 99,8 Meter lang, 11,35 Meter breit, hatte 6,3 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 2.976 Tonnen. Sie lief zuletzt für die Black Sea Shipping BBS GmbH in Berlin. Das Schiff wurde 1981 auf der MAN GHH Rheinwerft in Duisburg als „Ursula Wessels“ erbaut. Von 1990 bis 1996 lief es als „Ursula“ und bis 2006 als „Schulenburg“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tückisches Fahrwasser ließ „Großen Michel“ auf Grund laufen
(04.03.17) Anders als zunächst vermutet, war es keine technische Panne, die am 1.3. zur Havarie des Event-Schiffes „Großer Michel“ auf der Elbe führte. Der 26-jhrige Skipper führte seine erste offizielle Fahrt auf diesem Schiff mit Gästen durch, hatte aber bereits fünf Jahre Erfahrung in seiner Position. als sein Schiff vor dem Elbstrand von Wittenbergen am 1.3. auf ein Stack geriet. Die Steinwälle verlaufen dort fingerartig ins Wasser, um den Strand vor der starken Strömung zu schützen.
In der Enge zwischen Elbinsel und Elbstrand wollte er ganz am Rand fahren, um einem großen Frachter nicht zu nahe zu kommen. Gleichzeitig drückte aber wohl starker Südwind auf die Aufbauten der früheren HADAG-Fähre und trieb sie auf die Buhne, die bei Hochwasser nicht aus dem Wasser ragte. Weil das Wasser aber ablief, saß das Schiff in kurzer Zeit hart auf Grund und geriet zusätzlich noch in Schräglage.
Die Passagiere, Gäste eines Sportschuhherstellers, blieben aber ruhig, als sie sicherheitshalber von Bord auf Boote von Feuerwehr und Wasserschutzpolizei klettern mussten. Weil ein Shantychor derweil weiter sang, machten einige Medien ein Titanic-Szenario aus der Rettungsaktion. Der Schlepper "Wilhelmine" konnte die "Großer Michel" gegen 22.20 Uhr wieder flottmachen, und sie vermochte aus eigener Kraft zu ihrem Stammliegeplatz an der Kehrwiederspitze zu laufen. Ein Sachverständiger sollte sie nun auf mögliche Schäden untersuchen.
Die „Großer Michel“ entstand 1955 auf der Oelkers-Werft und ist vom Typ IIIb-S. Schwesterschiffe waren die „Bergedorf“ und „Jungfernstieg“. Der Stapellauf war am 21.6.1955 und am 20.12. die Ablieferung an die HADAG. Am 21.8.1975 erfolgte die Umbenennung in „Moorburg“. Das bisher relativ dunkle Oberdeck wurde heller, da seitlich große Seitenfenster und in die Decke eine große Dachluke eingebaut wurden.
Neben dem Linienverkehr wurde die „Moorburg“ mit ihrem extrem stabil ausgeführten Rumpf im Winter auch gern als Eisbrecher im Hamburger Hafen eingesetzt. Das Schiff wurde mit Eisklasse gemäß Zertifizierung der Schiffsuntersuchungskommission gebaut und war daher für leichten Eisgang ganzjährig zugelassen. 1991 wurde die „Moorburg“ von der HADAG außer Dienst gestellt und im November an den Kaufmann M. Doose verkauft.
1992 wurde das Schiff an die Firma 1st Congress Shipping Company veräußert und zu einem Hotel- und Restaurantschiff umgebaut. Im Rahmen dieser Umbauten im Innenbereich entstanden ein Konferenzraum, eine Bar und ein Restaurant, außerdem Kabinen mit Duschbad, ein Wellnessbereich und eine Sauna. Auch der technische Bereich und die Antriebsanlage wurde überholt und modernisiert, um den Forderungen der Aufsichtsbehörden und den heutigen Ansprüchen der Passagiere zu entsprechen.
Nach den Umbauarbeiten wurde das Schiff wieder in „Großer“ Michel umbenannt. Es hat eine Zulassung für 80 Fahrgäste/Tagesgäste und ist auch als Hotelschiff mit drei Doppelkabinen und zwei Einzelkabinen für 8-10 Schlafplätze einsetzbar. Ende der 90iger Jahre fand das Schiff am HADAG-Anleger Sandtorhöft beim Hamburger City-Sportboothafen seinen Stammliegeplatz. Mit einer Länge von 30,10 Metern, einer Breite von 7,50 Metern und einem Tiefgang von 3,20 Metern verfügt das genietete Schiff über eine Verdrängung von 255 Tonnen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper bei Farsund gesunken
(04.03.17) Am 3.3 um 19 Uhr lief der norwegische Schlepper "FFS Achilles", 285 BRZ (IMO-Nr.: 8224523), auf der Rückkehr von einem Einsatz nach Farsund bei Skjolnes, südlich von Fisholmen, auf Grund und erlitt Wassereinbruch. Wenig später sank das Schiff, die dreiköpfige Crew konnte sich retten. Am 4.3. hatte die Reederei Farsund Fortøyningsselskap bereits einen Bergungsplan in Arbeit. Bislang gab es keine Beobachtungen von Ölverschmutzungen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rettungsaktion für Trawler endete dramatisch
(04.03.17) Dramatisch endete die Rettung der fünfköpfigen Crew des Kutters “Ocean Way” aus Lerwick am 3.3 vor Shetland. Um 6.50 Uhr hatte sie nach einem Wassereinbruch Mayday gefunkt. Das RNLI-Boot aus Lerwick und ein SAR-Hubschrauber der Coastguard in Sumburgh wurden alarmiert und erreichten den Havaristen um 8.05 Uhr. Zwei Rettungsmänner, von denen einer sonst auch auf der „Ocean Way“ arbeitete, wurden mit einer Lenzpumpe auf den Trawler übergesetzt.
Eine Pumpe hatte bereits der norwegische Fischfrachter „Gerda Saele”, der als erstes vor Ort gewesen, war, an Bord übergeben. Der Helikopter begann, eine dritte Pumpe abzufieren. Doch die Lage auf dem achterlastigen Trawler wurde nun so bedrohlich, dass der Skipper entschied, das Schiff aufzugeben – eine richtige Entscheidung, weil es Minuten später zu sinken begann. Wegen der hoch gehenden See war es zu gefährlich für das Rettungsboot, direkt längsseits zu gehen.
Deshalb mussten die fünf Fischer und die beiden ins aufgewühlte Wasser springen, als das Schiff um 8.20 Uhr übers Heck wegsackte, und zum Rettungsboot hinüberschwimmen. Es gelang, alle Schiffbrüchigen unversehrt an Bord des Rettungsbootes zu ziehen, und um 9.50 Uhr wurden sie nach Lerwick gebracht. Die gelungene Rettungsaktion wurde nicht zuletzt durch gute Sicherheitsausrüstung und ebensolches Sicherheitstraining ermöglicht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper zum zweiten Mal binnen weniger Monate mit Barge gestrandet
(04.03.17) Die Samson-Barge, die am Abend des 1.3. rund 80 Meilen südöstlich von Sitka auf Grund gelaufen war, verlor durch ein Leck eine geringe Menge Öl. Der Schlepper "Ocean Eagle" war mit ihr durch die Sumner Strait unterwegs gewesen, als er am Mariposa Reef auf Grund lief. Ein Helikopter der Air Station Sitka rettete die fünfköpfige Crew. Die Patroullienboote "Liberty" und "Maple" trafen ebenso wie zwei von der Brusco Tug & Barge, dem Eigner der "Ocean Eagle", unter Vertrag genommene Schlepper am Morgen des 2.3. vor Ort ein.
Am Morgen des 3.3. untersuchten Taucher aus Alaska die Barge. Um 14.30 Uhr inspizierten sie den Rumpf des Schleppers. An Bord waren rund 110,000 Gallonen Diesel. Aus einem Tagestank liefen rund 15 Gallonen aus. Die Brusco Tug & Barge plante, die Barge tnach Sitka abzuschleppen. Die "Ocean Eagle" sollte je nach Lage nach Ketchikan gebracht werden.
Bereits am 15.5.2016 war die "Ocean Eagle" mit einer Barge im Schlepp in den Seymour Narrows nahe des Campbell River, Vancouver Island, auf dem Weg nach Alaska auf Grund gelaufen. Die Campbell River Coast eskortierte den Schleppzug danach zur Inspektion nach Menzies Bay.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper sitzt weiter bei Tutukaka fest
(04.03.17) Unweit der Einfahrt von Tutukaka Harbour saß der über 100 Jahre alte Schlepper „Shamrock” weiter auf den Felsen, auf die er am 1.3. um 21.10 Uhr aufgelaufen war. Ein Mann und eine Frau sowie ihr Hund waren danach von neuseeländischen Coastguard gerettet worden. Der Versuch, den Havaristen am 3.3. mit dem Hochwasser zu Bergen, schlug aber fehl. Wasser war in den Rumpf des 13 Meter langen Schiffes eingedrungen, sodass es sich nicht vom Felsen löste. Das Leck sollte nun bei Ebbe abgedichtet und das Wasser dann gelenzt werden. Offenbar hatte ein Navigationsfehler das Schiff vom Kurs abgebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter "Langeoog"
(Bild: Salvamento Maritimo)   Großbild klick!

Frachter Emder Reeder trieb vor Algericas
(03.03.17) Der unter Antigua Barbuda-Flagge laufende Frachter "Langeoog", 4591 BRZ (IMO-Nr.: 9506136), erlitt auf der Fahrt von Gibraltar, wo er am 2.3. um 10.30 Uhr ausgelaufen war, nach Fenit, wo er am 6.3. erwartet wurde, kurz nach dem Auslaufen Maschinenschaden und 2,4 Meilen südöstlich von Punta Carnero im Meer. Der spanische Notfallschlepper "Luz de Mar" (IMO-Nr.: 9320104) wurde aus Algericas zur Assistenz gerufen und verließ den Hafen um 11.40 Uhr. Er nahm den Havaristen bei ruhiger See ohne Probleme auf den Hake und schleppte ihn gegen Mittag auf die Reede von Algeciras, wo er Anker warf.
Die “Langeoog” ist 108 Meter lang, 16,72 Meter breit, hat sieben Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 5.463 Tonnen. Sie läuft für das Sunship Schiffahrtskontor KG in Emden und wurde 2013 bei der Qidong Daoda Heavy Industry Co., Ltd. in China erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter sank vor Hirtshals
(03.03.17) Der dänische Kutter "Sara V - HM 341", 28 BRZ (MMSI-Nr.: 219009961), sank am Morgen des 2.2. im Skagerrak. Glücklicherweise war der Trawler "Nicoline - HG 75" (MMSI-Nr.: 219009599) rasch vor Ort und konnte die Crew unversehrt an Bord nehmen. Der Kutter aus Hanstholm hatte nordwestlich von Hirtshals plötzlich starken Wassereinbruch erlitten.
Die Crew nahm sofort Kontakt mit der in der Nähe befindlichen "Nicoline" auf und brachte eine Rettungsinsel aus. Von dieser konnte sie dann geborgen werden. Die "Nicoline" zog die Rettungsinsel an Bord und machte sich dann mit den Schiffbrüchigen an Bord auf den Weg zum Hafen von Hirtshals, wo sie von der örtlichen Rettungsstation in Empfang genommen wurden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Archivbild "Großer Michel"
(Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Elbe: Ehemalige HADAG-Fähre lief auf Buhne und wurde evakuiert
(03.03.17) Die ehemalige HADAG-Fähre "Großer Michel", 295 BRZ (MMSI-Nr.: 211499480), lief am Abend des 2.3. gegen 20.50 Uhr auf der Elbe vor dem Rissener Ufer auf Grund. Es befanden sich 47 Passagiere, dazu der Kapitän und der Reeder, an Bord. Das Unglück ereignete sich, als der Schiffsführer das 30 Meter lange Schiff kurz hinter Blankenese wenden wollte.
Plötzlich fiel die Maschine der 1955 gebauten Fähre aus, und das Schiff wurde bei ablaufendem Wasser manövrierunfähig und trieb auf eine unbeleuchtete Buhne. Erste Versuche, es freizuziehen, blieben angesichts des bereits ablaufenden Wassers erfolglos, und es legte sich 20 Grad auf die Seite. Die Passagiere wurden deshalb mit Booten der Wasserschutzpolizei von Bord geholt und an Land gebracht.
Auch die Feuerwehr war vor Ort. Insgesamt wurden über 50 Einsatzkräfte am Falckensteiner Ufer zusammengezogen. Die 47 Chartergäste sowie ein Hund wurden mit Kleinbooten der Feuerwehr und der Wasserschutzpolizei zum Rissener Ufer übergesetzt und dort rettungsdienstlich von Notärzten gesichtet. Alle waren unverletzt geblieben. Sie wurden anschließend mit einem HVV-Bus zum Anleger Kehrwiederspitze gefahren.
Bei dem Schiff handelte sich um eine ehemalige HADAG-Fähre, die inzwischen als Event- und Hotelschiff Touren gechartert werden kann. An diesem Abend war das Schiff für einen Empfang nach der Präsentation eines neuen Laufschuhs gemietet worden. An Bord befanden sich entsprechend Marathonläufer, Marketingverantwortliche und Medienvertreter.
Gegen 22.45 Uhr wurde die „Großer Michel“ von einem Schlepper wieder flottgemacht. Sie kehrte mit eigener Kraft zum Anleger an der Kehrwiederspitze zurück. Die Polizei ging als Unglücksursache von einem technischen Defekt aus. Das Schiff erhielt vorläufig ein Fahrverbot.
Quelle:Tim Schwabedissen



Auf dem RNLI-Boot, im Hintergrund die "Sunrise"
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Rekordverdächtig lange Rettungsaktion des RNLI-Bootes aus Kirkwall
(03.03.17) Das RNLI-Boot aus Kirkwall erreichte am 3.3. gegen ein Uhr den Hafen, am Ende eines mit 17 Stunden rekordverdächtig langen Einsatzes. Der 31 Meter lange, britische Kutter "Sunrise - FR 359" (MMSI-Nr.: 233636000) war tags zuvor manövrierunfähig geworden, nachdem sich ein Netz um den Propeller gewickelt hatte. Er trieb 40 Meilen östlich der Orkneys in der See.
Das Boot aus Kirkwall traf gegen 10 Uhr am Havaristen ein und sollte ihn zurück in den Hafen schleppen. Die Coastguard setzte auch ihren Notschlepper "Ievoli Black" in Marsch, der gerade von einer Patroullie an die Hatston Pier zurückgekehrt war. Doch als er südlich von Auskerry stand, wurde er wieder zurückbeordert, da die Notlage nicht so dringlich erschien, dass er vonnöten war und damit bei anderen Seenotfällen womöglich gefehlt hätte.
Vor Ort waren 45 Knoten Wind. Auch das RNLI-Boot aus Longhope machte sich auf dem Weg zur „Sunrise“ Es wurde um 13.15 Uhr von der Coastguard um Assistenz gebeten und machte sich auf den Weg zur Position östlich von Orkney.
Als es zwei Stunden später vor Ort war, hatte das RNLI-Boot aus Kirkwall bereits eine Schlepptrosse übergeben. Die Seenotretter aus Longhope eskortierten den Schleppzug auf dem langen Weg nach Kirkwall. Vor Ort herrschte eine Wellenhöhe von drei Metern.
Am Abend kehrte das Boot aus Longhope um 22.40 Uhr zu seiner Station zurück. Die beiden anderen Schiffe hatten da noch über zwei Stunden Weges vor sich. Der Skipper der „Sunrise“ war hinterher des Lobes voll für die Seenotretter.
Quelle:Tim Schwabedissen



Archivbild Containerfrachter "OOCL Rauma"
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Containerfrachter erlitt Ruderschaden
(03.03.18) Auf dem Weg von St. Petersburg, wo er am 27.2. ausgelaufen war, nach Rotterdam erlitt der holländische Containerfrachter "OOCL Rauma", 17488 BRZ (IMO-Nr.: 9462794), Ruderschaden und durfte den Transit des Nord-Ostsee-Kanals nur mit Schlepperassistenz durchführen. Um 2.20 Uhr des 1.3. lief er in Kiel in die Wasserstraße ein und machte am 2.3. in Brunsbüttel an den Marinedalben Nord fest. Hier verblieb er vorerst zur Reparatur.
Quelle:Tim Schwabedissen



U-Bootswrack wird außer Dienst gestellt, Fregatte repariert
(03.03.17) Die indische Marine will das von einem Brand verwüstete U-Boot “Sindhurakshak” vor der Monsunregenzeit außer Dienst stellen. Das 2,300-Tonnen-Boot war am 14.3.2013 in Mumbai am Naval Dock gesunken, nachdem Torpedos im Innern explodiert waren. 18 Mann der Crew kamen ums Leben. Ein Jahr später wurde das 16 Jahre alte Schiff von der Resolve Marine India Ltd. gehoben und lag seither in einem Winkel der Base.
Hingegen soll die Fregatte „Betwa“ im April 2018 wieder im Dienst der Marine sein. Sie war am 6.12.2016 beim Ausdocken in Mumbai gekentert, was zwei Arbeiter das Leben kostete, und konnte inzwischen wieder auf ebenen Kiel gebracht werden. Ursache des Unglücks war eine Kombination aus menschlichem Versagen und technischen Problemen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schleppzug blockiert Ohio River
(03.03.17) Das U.S. Army Corps of Engineers wurde alarmiert, nachdem am 2.3. um 5.30 Uhr der 30 Meter lange Schlepper "Austin C. Settoon" (MMSI-Nr.: 367393020) aus Louisiana mit drei Bargen auf dem Ohio River nahe Huntington, West Virginia, unweit der Racine Locks in Meigs County havariert war. Der Schlepper kollidierte mit dem Bauwerk, und die Bargen rissen sich los. Eine konnte in einer Schleusenkammer gesichert werden.
Die beiden anderen Bargen wurden samt des Schubschleppers gegen den Damm getrieben und saßen bei den Fluttoren sieben und acht bzw. sechs und sieben fest. Bis auf den Kapitän wurde die Besatzung vorerst von der „Austin C. Setton“ heruntergeholt. Für die Bergung der mit knapp 1.000 Tonnen Gaskondensat beladenen Bargen musste erst der Wasserpegel zurückgehen.
Dies würde aber rund einen Tag dauern. Bis dahin musste auch die Schleuse für den Schiffsverkehr gesperrt bleiben. 13 flussaufwärts laufende und 11 flussabwärts laufende Schiffe mussten ihre Fahrt entsprechend unterbrechen.
Ein Krisenstab aus Coast Guard, dem Army Corps of Engineers sowie dem Schleppereigner, der Settoon Towing Company, wurde gebildet. Am Damm entstand kein erkennbarer Schaden. Am Nachmittag gelang es, zunächst den Schlepper abzukoppeln.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff saß auf der Donau fest
(03.03.17) Das rumänische Binnenschiff "Diana Maria", 806 ts (EU-No.: 03051407), lief am 2.3.gegen 10 Uhr auf der Donau bei Ruckasing (Stadt Osterhofen) auf Grund. Es war auf der Fahrt von Novi Sad nach Straubing und kam am rechten Donauufer fest, nachdem der rumänische Schiffsführer auf der falschen Seite eine Fahrwassertonne passierte. Vertreter des Schifffahrtsamtes und die Wasserschutzpolizei der VPI Deggendorf waren nach Bekanntwerden der Havarie vor Ort.
Mit dem steigenden Wasserstand kam das Schiff, das mit mehreren hundert Tonnen Soja beladen war, gegen 13.15 Uhr mit eigener Kraft wieder frei. Es musste dann den Deggendorfer Hafen zu Inspektionen anlaufen. Gegen den Schiffsführer wurde Anzeige erstattet.
Er hatte den Vorfall nicht unverzüglich gemeldet und selbst versucht, sein Schiff wieder frei zu bekommen. Dabei hatte er Kiesverwerfungen am Flussgrund verursacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ein Vermisster nach Kutterunglück vor Benaulim
(03.03.18) Nachdem der Kutter "St. Sebestiao" am 2.3. zwischen zwei und 3.30 Uhr vor Benaulim kenterte, wurde eines der sieben Crewmitglieder vermisst. Die übrigen sechs konnten sich am Boot festhalten und später zum Strand schwimmen. Die Coast Guard und die Polizei von Colva nahmen die Suche auf.
Die Geretteten berichteten, dass der Kutter in Sichtweite der Küste plötzlich umgeschlagen sei. Der Vermisste kam aus Calvado Benaulim. Das Boot wurde zum Strand geschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hausboot trieb lichterloh brennend auf Intracoastal Waterway
(03.03.17) Am Nachmittag des 2.3. geriet ein 35 Fuß langes Hausboot, das an einem Anleger in Clearwater Beach lag, in Brand. Dabei kam ein Hund ums Leben. Das Boot selbst trieb in Flammen stehend auf den Intracoastal Waterway hinaus.
Es hatte in der Barefoot Bay Resort & Marina am E Shore Drive gelegen. Die Feuerwehr machte sich von Bord anderer Boote aus an die Löscharbeiten. Sie wurde dabei unterstützt von der Dunedin Fire Rescue, der U.S. Coast Guard und dem Pinellas County Sheriff's Office.
Das heruntergebrannte Wrack wurde dann näher ans Ufer gezogen, wo die verbliebenen Hotspots mit Schaum abgelöscht werden konnten. Auch der Anleger sowie ein weiteres Boot wurden in Mitleidenschaft gezogen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schleppboot lief bei Tutukata auf Grund
(03.03.17) Zwei Menschen und ein Hund wurden gerettet, nachdem am 2.3. ein 13 Meter langer Schlepper auf Felsen vor Tutukaka gelaufen war und Wassereinbruch erlitten hatte. Die Coastguard kam dem nördlich von Whangarei festsitzenden Schiff zu Hilfe und bargen das Paar mit ihrem Hund ab, nachdem sie den Notsender hatten einpeilen können. Der Havarist lag hoch auf den Felsen und sollte später geborgen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schleppzug auf Mariposa Reef gestrandet
(03.03.17) Die US Coast Guard schickte von der Air Station Sitka am 2.3. einen MH-60T Jayhawk-Helikopter, um bei stürmischen Wetterbedingungen fünf Personen von einer Barge abzubergen, nachdem der US-Schlepper "Ocean Eagle", 337 BRZ (IMO:7047239), am 1.3. um 19.15 Uhr auf dem Mariposa Reef an der Südseite von Strait Island in der Sumner Strait gestrandet war. Die Coast Guard Juneau hatte einen Notruf von der "Ocean Eagle" aufgefangen, in dem Wassereinbruch im Maschinenraum gemeldet wurde.
Während in den Tanks des Schleppers 220 Tonnen Diesel waren, hatte die Barge verschiedene Ladung sowie 200 Tonnen Diesel an Bord.
Deshalb informierte die Küstenwache in Juneau auch die National Oceanic and Atmospheric Administration. Am 2.3. gegen drei Uhr kamen die „Ocean Eagle” wie auch die Barge wieder frei und drifteten zur Alvin Cove. Das Patroullienboot „Liberty” traf dort mit Ölbekämpfungsausrüstung gegen 7:30 Uhr ein, wenig später gefolgt von der "Maple“.
Beide Schiffe blieben vor Ort, um nach möglichen Verschmutzungen Ausschau zu halten. Zur Bergung des Schleppzugs wurde eine andere Schlepperreederei unter Vertrag genommen. Vor Ort waren 34 Meilen Wind und zwei Meter hohe Wellen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht nach Norfolk abgeschleppt
(03.03.17) Die US Coast Guard kam am 2.3. im Thimble Shoals Channel vor Virginia Beach der vierköpfigen Crew des 14 Meter langen Katamarans “Heaven” zu Hilfe. Dieser war in rauer See und bei stürmischem Wind manövrierunfähig geworden. Die Coast Guard Hampton Roads in Portsmouth wurde um 5:30 Uhr von Towboat US um Assistenz gebeten, da diese angesichts der aufgewühlten See keine Hilfe leisten konnte.
Ein 15-Meter-Boot lief daraufhin von der Coast Guard Station Little Creek in Virginia Beach um 6:00 Uhr aus. Vor Ort wurde die Segelyacht, die in rund zwei Meter hohen Wellen und bei 25 Knoten Wind ihr Hauptsegel verloren hatte, eine halbe Stunde später auf den Haken genommen. Küstenwachboot schleppte den Havaristen um 10:45 Uhr in die Cobb’s Marina in Norfolk ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter sank nach Kollision in Serrallo
(03.03.17) Der spanische Kutter „Cavallets (MMSI-Nr.: 224016620) der in Serrallo stationiert ist, kollidierte am Morgen des 2.3. um 3.30 Uhr beim Auslaufen mit einem Schiff, das gerade in den Hafen kam. Er erlitt starken Wassereinbruch und konnte noch in das Gebiet von Varadero gefahren werden. Hier sank das Schiff mit dem Heck auf den Grund.
Teile des Ruderhauses und der Bug ragten noch aus dem Wasser. Die neunköpfige Crew konnte das sinkende Schiff noch rechtzeitig verlassen. Die Hafenbehörden aktivierten sofort einen Notfallplan und alarmierten die Umweltbehörden sowie SASEMAR. Vorsorglich wurden Ölsperren ausgelegt. Das SAR-Boot "Salvamar Diphda" (MMSI-Nr.:224047630) wurde mobilisoert, und Salvamento Maritimo machte sich an die umgehende Hebung des Wracks.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung der „Sternö“ kommt voran
(03.03.17) Die Bergung des schwedischen Frachters "Sternö", 1300 BRZ (IMO-Nr.: 7035420), auf der Göta Älv ging planmäßig voran. Seit dem 25.2. war eine holländische Bergungsfirma vor Ort und pumpte zunächst die Kraftstofftanks aus. Bis zum 1.3. waren 16 Tonnen Öl geleichtert.
Taucher dichteten die Ventilationsöffnungen und Schotten im Schiff ab. Der Plan war, den Frachter bis zum 5.3. wieder auf ebenen Kiel zu bringen. Danach musste die schwedische Transportagentur darüber entscheiden, wann das Schiff abtransportiert werden kann.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack alter Fähre soll vom Tees verschwinden
(03.03.17) Die auf dem Tees gesunkene Fähre „Tuxedo Royale“, 3640 BRZ (IMO-Nr.: 6510784), soll nach Plänen des Middlesborough Council geräumt werden, um das Gebiet von Middlehaven gemeinsam mit Able UK mit einem Wintersportzentrum entwickeln zu können. Das Schiff, das zuletzt als schwimmender Nachtclub genutzt worden war, lag dort seit dem 5.5.2011 halb gesunken auf Grund. Das im Middlehaven Dock liegende Wrack soll verschrottet werden. Das Schiff lag seit 2009 im Hafen von Able UK in Middlesbrough und hat keinen greifbaren Besitzer mehr. Das Innere ist verwüstet, und die Fähre wurde von den Umweltbehörden als Abfall eingestuft. Versuche von Fährenthusiasten, das Schiff zu restaurieren, verliefen ergebnislos.
Am 2.3. wurde nun auf einem Treffen des Council’s Executive Sub Committee for Property beschlossen, die Kosten für eine Räumung zu ermitteln. Trotz der Sympathie für die Organisationen, die das Schiff erhalten wollten, kam er zu dem Schluss, dass all‘ diese Vorstöße keine Substanz hatten. Das Wrack ist ein Schandfleck und eine Gefahr für die Öffentlichkeit.
Die “Tuxedo Royale” wurde 1965 bei Swan, Hunter & Wigham Richardson Ltd., Newcastle, als „Dover“ erbaut und im Juni an die British Transport Commission in London abgeliefert. Am 28.6. musste sie schon wieder wegen Maschinenvibrationen nach ersten Vorstellungen außer Betrieb genommen werden. Im Juni des Jahres ging es in den Liniendienst Dover – Calais und ab 1967 Newhaven - Dieppe.
In den Sommermonaten der Jahre 1969 und 1970 erfolgten Einsätze auf der Route Holyhead - Dun Laoghaire. Am 23.10.1971 kollidierte das Schiff zurück im Newhaven – Dieppe-Dienst mit dem Wellenbrecher in Dieppe und erlitt Schäden am Propeller. Die Reparatur erfolgte in Southampton.
Bei einem weiteren Einsatz zwischen Dover und Calais kollidierte sie am 14.6.1976 mit dem Wellenbrecher in Dover. Nach einem Umbau auf der Aalborg Værft 1977 wurde sie in „Earl Siward“ umbenannt. 1981 ging sie in den Dienst Folkestone – Boulogne, wurde aber auch weiter auf der Linie Dover – Calais und Holyhead - Dun Laoghaire eingesetzt.
1981 ging es auf die Route Weymouth - Jersey - Guernsey. Am 25.11. erfolgte der Verkauf an die Sol Ferries Ltd., Limassol, die sie in „Sun Princess“ umtaufte. 1982 begann ein Dienst auf der Route Brindisi - Igoumenitsa – Patras. 1983 gab es einen Turbinenschaden, der das Ende der Fahrtzeit bedeutete, und die Fähre wurde in Limassol aufgelegt. 1986 ging sie an die Quadrini Group, Chanson Lines Ltd., und wurde am 6.3. von Limassol nach Newcastle geschleppt. Dort wurde sie am 18.4. als Restaurantschiff „Tuxedo Royale“ in Dienst gestellt.
Am 20.4. wurde es ins Gray Thorpe Basin verlegt und am 27.7.2008 zur Able's Yard, Hartlepool, geschleppt. Am 16.1.2009 kam es auf den Tees. Hier begann es am 5.5.2011 zu sinken, nachdem Metalldiebe wichtige Teile gestohlen hatten. Die „Tuxedo Royale“ ist 112,48 Meter lang, 16,79 Meter breit, hat 4,11 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 818 Tonnen. Sie vermochte 850 Passagiere und 200 Pkw zu befördern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter sank vor Shetlands
(03.03.17) Die fünfköpfige Crew des britischen Kutters "Ocean Way – LK 207", 268 BRZ (MMSI-Nr.: 234052000), wurde gerettet, nachdem das Schiff in rauer See vor den Shetland-Inseln am 3.3. sank. Es hatte östlich der Inseln um 6.50 Uhr Wassereinbruch gemeldet. Das RNLI-Boot aus Lerwick sowie ein auf den Shetlands stationierter Coastguard-Helikopter machten sich Minuten später auf den Weg zum Havaristen.
Während der Hubschrauber Lenzpumpen absetzte, ging das Rettungsboot auf Standby. Acuh der norweische Lachstransporter „Gerda Saele”, 465 BRZ (IMO-Nr.: 9231884), der von Lerwick nach Moloy unterwegs war, hielt sich in Bereitschaft. Nachdem die Versuche, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bekommen, fehlschlugen, wurden die Fischer unter komplizierten Bedingungen vom Rettungsboot abgeborgen. Für ihr Schiff aber gab es keine Rettung mehr.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter nach Ilfracombe eingeschleppt
(03.03.17) Ein RNLI-Boot aus Ilfracombe war am 1.3. im Einsatz, nachdem der Kutter „Green Eye“ um 7.48 Uhr ein Netz in den Propeller bekommen hatte und acht Meilen westlich des Hafens trieb. 10 Minuten später lief das Boot aus. Die See war ruhig, und die “Barry and Peggy High Foundation” erreichte den Havaristen um 8.19 Uhr. Sie schleppte die “Green Eye” zurück in den Hafen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutterwrack aus Puget Sound geräumt
(03.03.17) Der Kutter “Olympic” wurde am 2.3. in Kingston mit einem Schwimmkran aus dem Puget Sound geräumt. Hier hatte der 70 Fuß lange Trawler seit Dezember halb gesunken gelegen, nachdem bei Sturm die Ankerkette gebrochen war und er auf Grund trieb. Bereits Jahre zuvor hatte ihn das Department of Natural Resources überwacht, nachdem der Eigner, der keine Versicherung und damit keine Einlaufgenehmigung bekommen hatte, das Schiff aufgegeben hatte.
Mit der Morgenflut hoben die Berger von Global Diving and Salvage das Wrack nun auf eine Barge und transportierten es ab. Zuvor mussten 55 Tonnen Wasser ausgepumpt werden. Das Holzschiff wurde zum Duwamish Waterway gebracht und sollte in Seattle nun abgewrackt werden.
Die Bergungskosten betrugen fast $200,000. Es sollte nun versucht werden, das Geld vom letzten Eigner wieder einzutreiben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot in Süd-Maui gestrandet
(03.03.17) Das Department of Land and Natural Resources wurde alarmiert, nachdem am Nachmittag des 1.3. das 35 Fuß lange Motorboot “Hanamana” an der Küste von Kihei in Süd-Maui auf Grund gelaufen war. Die Havarie ereignete sich bei stürmischem Wind. Das Boot riss sich von seiner Mooring im Gebiet von Süd-Kihei und der Uwapo-Reede los und landete vor dem Kihei Canoe Club auf dem Strand.
Es befand sich niemand an Bord. Auch die Natural Resources’ Division of Boating and Ocean Recreation sowie die US Coast Guard wurden informiert. Das Boot schien intakt geblieben zu sein und lag in stabiler Position.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segler treibt im Hafen
(Bild: WSPI Wolgast)   Großbild klick!

Greifswald: Segelschiff trieb im Hafen
(02.03.17) In den Morgenstunden des 28.02. wurden Beamte der Wasserschutzpolizeiinspektion Wolgast in den Greifswalder Museumshafen gerufen. Dort trieb ein 28 Meter langes Segelschiff quer zum Ufer, weil die Festmacherleinen durch eine oder mehrere unbekannte Personen gelöst wurden. Durch Mitarbeiter der Marina konnte das Segelschiff mittels eines Arbeitsschiffes wieder zurück an seinen Liegeplatz gedrückt und vertäut werden.
Nur durch Zufall kam es zu keinen größeren Sachbeschädigungen an umliegenden Booten bzw. der Steganlage. Da es sich hierbei um kein sog. "Kavaliersdelikt" handelt, sondern bzgl. eines Verstoßes gegen § 315 StGB "Gefährliche Eingriffe in den Bahn-, Schiffs- und Luftverkehr" dauerten die Ermittlungen an.
Quelle:Tim Schwabedissen



RNLI-Boot assistert Kutter “Bad Boyz”
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Kutter vor Shenick gestrandet
(02.03.17) Die Dublin Coast Guard beauftragte das RNLI-Boot aus Skerries RNLI am 1.3. um 6.30 Uhr, dem Kutter “Bad Boyz” zu assistieren. Dieser war mit zwei Mann an Bord auf Felsen südlich der Insel Shenick gelaufen. Die vier Seenotretter konnten ihn rasch lokalisieren. Er saß noch fest, hatte aber keinen Wassereinbruch erlitten.
Vorsorglich wurde aber auch das Rettungsboot aus Howth gerufen, das helfen könnte, wenn mit steigender Flut Wasser eindringen sollte. Doch als das Wasser wieder auflief, stellte sich heraus, dass die „Bad Boyz“ dicht geblieben war und aufschwamm. Deshalb konnte das größere Rettungsboot zu seiner Station nach Howth zurückkehren. Das Skerries-Boot eskortierte den Kutter, als dieser sicher in den Hafen von Skerries zurückkehrte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Großsegler „Whitsunday Magic”
(Bild: Rachael Klitscher)   Großbild klick!

Gesunkener Dreimaster soll auf Staatskosten geborgen werden
(02.03.17) Der einstige australische Großsegler „Whitsunday Magic”, der am 24.1.2011 bei Shute Harbour vor Cannonvale Beach sank, soll in Kürze von Maritime Safety Queensland geborgen werden. Das Schiff lief einst für die Australian Tall Ship Cruises und lag nach einem Verkauf bei Cannonvale vor Anker, als es bei stürmischem Wind strandete und seither in flachem Wasser auf der Seite lag. MSQ will nun gerichtlich die Bergung erwirken.
Die Sorge war, dass der halb unter Wasser auf der Seite liegende Dreimaster ein Sicherheitsrisiko werden könnte. Die Bergung soll zunächst auf Staatskosten erfolgen, dann soll das Geld vom Eigner eingetrieben werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



gesunkene Schiffe in Zutphen
(Bild: Jan Houwen)   Großbild klick!

Verantwortlichkeit für Bergung zweier Schiffe in Zutphen unklar
(02.03.17) Die beiden gesunkenen Schiffe im Marshafen von Zutphen sollen so schnell wie möglich gehoben werden. Die Gemeinde von Zutphen hat an die potentiellen Eigner der beiden miteinander verbundenen Wracks einen Brandbrief geschickt und drohte eine Strafe an, wenn sie nicht rasch geräumt würden. Allerdings waren die Eigentumsverhältnisse nicht völlig klar.
In der Nacht zum 24.2. waren das Bunkerboot und ein daneben liegender Kutter bei stürmischem Wind gesunken. Die antriebslosen Fahrzeug gehörten einst der Firma Janny's Watersport. Eines der Schiffe wurde als Laden genutzt, unter Deck war es zu einem Wohnschiff ausgebaut. Dahinter lag eine alte Barge, die als Bunkerstation im Einsatz gewesen war.
Bei ihrem Untergang lief eine geringe Menge Öl aus, und Rijkswaterstaat legte eine Ölspere aus. Das Öl konnte so nicht aus dem Marshafen hinaus auf die IJssel gelangen. Nur noch Teile der Aufbauten ragten aktuell aus dem Wasser.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yachttransporter vor Santa Lucia gestrandet
(02.03.17) Der in London registrierte Transporter “Yacht Hop”, ehemals der kanadische Trawler “Cape Chidley”, 791 BRZ (IMO-Nr.: 7418957), lief in der Nacht zum 28.2. in der Nettlé-Bucht in Marigot vor der dominikanischen Insel Santa Lucia auf Grund. Die SNSM wurde gegen 23 Uhr alarmiert, als das mit nur einer Person besetzte Schiff dicht unter der Küste trieb. Ein Rettungsboot mit einer fünfköpfigen Crew sowie zwei Polizeioffizieren an Bord lief aus. Das CROSS AG hatte bis dahin keinen Notruf aufgefangen. Zwei Seenotretter gingen mit der Polizei an Bord. Das Boot selbst war zu klein, um einen Bergungsversuch durchzuführen. Die “Yacht Hop” lief in zwei Meter tiefem Wasser auf Grund.
Sie hatte seit mehreren Tagen in der Bucht vor der Zufahrt des Hafens von Galisbay geankert, war aber ins Treiben geraten, als der Seegang zunahm. Nun lag sie direkt vor dem Nettlé Bay Beach Club Residence. Am Morgen des 1.3. waren Taucher vor Ort, um eine Bergung durch einen Schlepper vorzubereiten. Dazu musste ein neuer Anker an der Kette angebracht werden.
Der als Yachttransporter eingesetzte Havarist wurde 1976 in Pictou in als Trawler “Esther Boyd” für die Canso Seafood erbaut und ging bis 2001 auf Fang. 2009 wurde er in Lunenburg aufgelegt und schließlich für $225,000 verkauft. Nach einem Umbau sollte das Schiff für einen Franzosen Yachten von der Karibik zur Cote d’Azur verfrachten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fischer bei Kollision auf Weser schwer verletzt
(02.03.17) Am 1.3. kurz vor 14 Uhr kollidierte auf der Weser zwischen der Stephanibrücke und der Bürgermeister-Smidt-Brücke, direkt in der Bremer Innenstadt, ein Binnenschiff mit einem Fischerboot. Der Fischer war gerade dabei, seine Reusen einzuholen. Durch den Aufprall stürzte er und ging über Bord.
Dabei wurde der 77-jährige Fischer lebensgefährlich verletzt. Ein Großaufgebot von Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei kamen zur Unglückstelle. Helfer von Booten, die sich in der Nähe befanden, konnten den leblosen Mann retten und auf einen Anleger bringen. Dort begannen die Kräfte direkt mit der Wiederbelebung.
Unter laufender Reanimation brachten die Einsatzkräfte den Fischer in den Rettungswagen. Der Rettungshubschrauber Christoph 6 landete direkt auf der Uferpromenade. Der Schiffsführer des Kollisionsgegners hatte den Unfall vermutlich gar nicht mitbekommen und war einfach weitergefahren. Die Wasserschutzpolizei hat das Schiff mittlerweile ausfindig gemacht. Nun ermittelte die Polizei Bremen wegen einer Gefährdung des Schiffverkehrs und fahrlässiger Körperverletzung gegen den 67 Jahre alten Schiffsführer aus den Niederlanden.
Gegen ihn wurde eine Sicherheitsleistung festgelegt.. Bei dem holländischen Binnenschiff wurden u. a. die Daten des Navigationssystems ausgewertet. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnte das Schiff die Fahrt am 2.3. wieder fortsetzen. Durch ein Boot der Wasserschutzpolizei wurde das gekenterte Motorboot geborgen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bravo Zulu für gelungene Rettungsaktion
(02.03.17) Mit einem Bravo Zulu wurde die Rettungsaktion zweier Schiffe von Esvagt am Morgen des 28.2. von der Reederei gelobt. Das dänische Wachschiff "Esvagt Sigma", 830 BRZ (IMO-Nr.: 9235309), hatte einen Mayday-Ruf eines norwegischen Zweimasters aufgefangen, der in der Nordsee südwestlich von Bergen Maschinenausfall und Wassereinbruch erlitten hatte. Er trieb mit seiner vierköpfigen Crew hilflos in der aufgewühlten See. Die "Esvagt Sigma" wurde von ihren Standby-Aufgaben an dem unter Vanuatu-Flagge registrierten Bohrschiff "Transocean Leader", 26099 BRZ (IMO-Nr.:8756186), im Krakenfeld entlassen und machte sich auf den Weg zum 15 Meilen entfernten Havaristen.
Bei 6-7 Beaufort mit Windgeschwindigkeiten von 16 m/s setzte die "Esvagt Sigma" ihr schnelles Rettungsboot aus. Dessen Crew versuchte, die Lage auf dem Zweimaster unter Kontrolle zu bekommen. Ihm war auch der Treibstoff ausgegangen.
Zur selben Zeit war der dänische Tonnenleger "Esvagt Alpha", 1244 BRZ (IMO-Nr.: 7104752), auf dem Weg zur "Esvagt Sigma", um einen Crewwechsel durchzuführen. Als er vor Ort eintraf, zeichnete sich ab, dass der Havarist nicht gerettet werden könnte. Alle vier Crewmitglieder wurden auf die "Esvagt Alpha" übergesetzt.
Die Schiffbrüchigen wurden dann nach Bergen gebracht. In 35 Jahren haben Schiffe von Esvagt nun 133 Menschen aus Seenot gerettet. Dies wurde durch einen guten Trainingsstand der Crews möglich.
Quelle:Tim Schwabedissen



Maersk muss weitere Untersuchungen an gesunkenen Versorgern durchführen
(02.03.17) Am 1.3. hat der Maritime Präfekt für den Atlantik die Reederei Maersk Supply Service, dem Eigner der beiden gesunkenen Versorger "Maersk Searcher" und "Maersk Shipper" formell beauftragt, weitere Maßnahmen zur Analyse und Untersuchung der Tankinhalte durchzuführen und die Umgebung der Untergangsstelle in einem Radius von 50 Metern wie auch die Wracks selbst drei Jahre lang zu überwachen. Basierend auf den Resultaten der Untersuchungen könnte Maersk auferlegt werden, die Tanks auszupumpen. Bis zum 1.8. sollen Proben genommen werden, um die Inhalte der Tanks M24 und M25 der "Maersk Searcher" zu klären.
Auch zwei weitere Tanks der "Maersk Searcher" und fünf auf der "Maersk Shipper" müssen geprüft werden. Der Zustand ist alle halbe Jahr zu prüfen. Unterwassererkundungen identisch zu der am 4.1. verfügten müssen in den Sommern 2017, 2018 und 2019durchgeführt werden. Auch die Einheiten des Präfekten werden den Seeraum weiter überwachen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper hat verlassene Fähre auf dem Haken
(02.03.17) Der Schlepper "Atlantic Larch", 360 BRZ (IMO-Nr.: 9193745), wurde am 27.2. aus Argentia gerufen, um die verlassene Fähre "Norcon Galatea" nach Breton einzubringen. Das Schiff war auf dem Weg von Clarenville zur kanadischen Südwestküste gewesen, als mangels Treibstoff am Morgen des 26.2. die Maschine ausfiel. In der stürmischen See gelang es nicht, Bunkeröl an Bord zu bringen, so musste die fünfköpfige Crew aus der Luft abgeborgen werden.
Zuvor ließ sie noch den Anker fallen. Seither lag das Schiff verlassen in der See vor Brunette Island. Am Morgen des 1.3. gelang es dem Burry’s Shipyard Emergency Response Team mit einigen Männern an Bord zu kommen. Sie stellten dann eine Schleppverbindung zur “Atlantic Larch” her, und nachdem die Fähre sicher am Haken war, wurde der Anker geslippt. Am 2.3. sollte der Schleppzug Breton erreichen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fischer vor Saipan nach stundenlanger Suchaktion gerettet
(02.03.17) Am 25.2. wurden zwei Männer von dem Kutter “Serenity” gerettet, der auf den Marpi Banks, Saipan, Maschinenausfall erlitten hatte. Am Nachmittag wurde eine Suchaktion nach den beiden gestartet, nachdem sie nicht in den Hafen zurückgekommen waren. Der Eigner meldete dies der Department of Public Safety’s Boating Safety Division, die die Zodiacs I und III sowie zwei Jetskis zur Suche ausschickte.
Auch das Joint Rescue Sub-Center in Guam erfuhr von der Aktion. Die U.S. Coast Guard schickte daraufhin um 14.45 Uhr aus Guam einen Knighthawk-Hubschrauber des Helicopter Sea Combat Squadron 25 von der Andersen Air Force Base. Erst nach geraumer Zeit gelang es, den Kutter zu lokalisieren, und um 22:20 Uhr barg der Hubschrauber die Fischer ab und flog sie zum Francisco C. Ada Saipan International Airport.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter im Schlepp nach Kirkwall
(02.03.17) Das RNLI-Boot aus Kirkwall kam am 2.3. dem 21 Meter langen Kutter "Sunrise" (MMSI-Nr.: 235025548) zu Hilfe, dessen Propeller 40 Meilen östlich von Orkney durch Leinen blockiert worden waren. Das Rettungsboot lief um acht Uhr aus Kirkwall zu dem in Fraserburgh beheimateten Schiff und seiner sechsköpfigen Crew aus.
Andere Fahrzeuge befanden sich nicht in der Nähe. Gegen 10 Uhr sollten die Seenotretter vor Ort sein, um den Havaristen zurück nach Kirkwall zu bringen, wo er gegen 15 Uhr eintreffen dürfte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrackteile der HMS “Tamar“ gefunden
(02.03.17) Ein großes Metallteil, das 2014 vor der Küste von Wan Chai gefunden wurde, war nach einem vorläufigen archäologischen Report aller Wahrscheinlichkeit nach ein Rest des einstigen britischen Truppentransporters HMS „Tamar“. Er wurde 1941 von seiner Crew selbst versenkt, um eine Beschlagnahmung durch die japanischen Truppen zu verhindern. Der Bericht wurde am 28.2. auf der Website des Civil Engineering and Development Department (CEDD), veröffentlicht.
Das Wrackstück war rund 40 Meter lang und 11 Meter breit und wies Risse auf. Es lag in 6,5 Metern Wassertiefe unweit der alten Fährpier von Wan Chai und wurde bei Baggerarbeiten gefunden. Es wurde dann 100 Meter seewärts verlegt, damit die Arbeiten an dem Uferabschnitt weitergeführt werden konnten. Da sich keine weitergehenden Möglichkeiten zur Identifizierung fanden, konnte es aber nicht mit letzter Gewissheit zugeordnet werden.
Bis zum 30.4.2015 waren 777 weitere Artefakte geborgen worden, 238 davon war Eisenballast, aber auch Keramik, Töpferware und Kupferteile. Eine der bedeutendsten Entdeckungen war eine Kupferreplik des Wimpels eines königlichen Marinekommandos. Die Marinebasis in Hong Kong war einst unter dem Kommando eines Kommodore. Seit 1934 Commodore Frank Elliot R.N., dessen Flaggschiff HMS “Tamar“ war. Ein anderer Fund war ein Namensschild von Edgar Charles Goodman der Royal Marines. Er wurde am 22.1.1901 bei der Plymouth Division of the Royal Marine Light Infantry eingetragen und kam 1914 auf dem Kanonenboot HMS “Thistle“ nach Hongkong. Er könnte einige Zeit auch auf HMS “Tamar” gewesen sein.
Das Depotschiff HMS “Tamar”, als Dreimastbark geriggt, wurde 1863 erbaut, war 98 Meter lang, 14 Meter breit und hatte 4,650 Tonnen. Seit 1897 diente es in Hongkong. Direkt nach der japanischen Besetzung von Hongkong wurde es am 8.12.1941 vor die Küste von Wan Chai gelegt. Wenig später entschieden die Briten, alle nicht kriegswichtigen Schiffe zu versenken. Am 12.12. ging HMS „Tamar“ unter, 1947 wurde das Wrack mit Sprengstoff zerlegt, und alle Teile, die aus dem Meeresgrund ragten, wurden geborgen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter "Erdogan Senkaya"
(Bild: Franscesco Artico)   Großbild klick!

Kollision in Porto Nogaro
(Datum) Am 27.2. um 11 Uhr kollidierte der türkische Frachter "Erdogan Senkaya", 1239 BRZ (IMO-Nr.: 8857655), von Koper kommend mit dem italienischen Frachter "Luca S", 3610 BRZ (IMO-Nr.: 9286712), als er den Magreth-Hafen von Porto Nogaro ansteuerte. Er sollte dort eine Ladung Stahl an Bord nehmen. Die "Luca S" hatte dort von Sousse kommend um 10.40 Uhr festgemacht und sollte eine Ladung Quarzsand löschen. Beim Einlaufmanöver rammte die "Erdogan Senkaya" sie auf Höhe des Steuerbord-Vorschiffs und riss mit ihrem Wulstbug ein metergroßes Loch auf Höhe der Wasserlinie.
Es kam sofort zu einem starken Wassereinbruch. Dieser beschränkte sich aber glücklicherweise auf einen Ballasttank. Es gelang der Crew der “Luca S”, die Steuerbordschlagseite durch Aufnahme weiteren Ballastwassers auszugleichen. Durch ein rasches Entladen konnte dann das Loch über die Wasserlinie gebracht und so der Wassereinbruch gestoppt werden. Die Küstenwache von Porto Nogaro schickte ein Patroullienboot und ein Landteam zu ersten Inspektionen und der Kontrolle der Lage, um die Sicherheit im Hafen zu gewährleisten und gegebenenfalls gegen Wasserverschmutzungen vorzugehen. Die Hafenbehörde leitete zugleich eine Untersuchung der Kollision ein.
Die “Luca S” ist 100,71 Meter lang, 15,2 Meter breit, hat 6,02 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 4.815 Tonnen. Sie läuft für die Eolo Shipping SAS in Monte di PRocida und wurde 2004 bei der Rousse Shipyard JSC als „Uta“ für die Eolo Shipping(Nimmrich & Prahm) in Leer erbaut und ging 2008 nach Neapel.
Die “Ergogan Senkaya” ist 62 Meter lang, 11,35 Meter breit, hat 4,23 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 2.429 Tonnen. Sie läuft für die Armador Gemi Isletmecilig in Zeytinburnu und wurde 1991 von der Kacaranlioglu Tersanesi in Tuzla erbaut. Sie lief von 1991 bis 1992 als „Halim Hantal“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Öliger Dreck ...
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Ölverschmutzung auf Duwamish River nach Kollision
(01.03.17) Die US Coast Guard und das Washington Department of Ecology wurden wegen einer Dieselverschmutzung alarmiert, die durch die Kollision einer Barge mit dem Schlepper “Island Scout”, 273 BRZ (IMO-Nr.: 6728018), auf dem Duwamish River am 28..2 verursacht worden war. Der Ölfilm konnte mit einer Ölsperre eingegrenzt und dann aufgenommen werden. Die Coast Guard Puget Sound, Ecology und das National Response Center waren von der Reederei Island Tug and Barge um 9:12 Uhr verständigt worden, nachdem die beiden Schiffe am 3456 West Marginal Way südwestlich des West Waterway auf dem Duwamish River zusammengestoßen waren.
Dabei war ein Riss im Rumpf des Schleppers entstanden, woraufhin aus dem beschädigten Dieseltank Kraftstoff auslief. Die Tankkapazität betrug 9,000 Gallonen, allerdings befanden sich nur rund 1,200 Gallonen darin. Die Global Diving and Salvage wurde mit der Reinigung beauftragt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sportbootfahrer auf der Nordsee gerettet
(01.03.17) Am Morgen des 28.2. fing das dänische Offshore-Schiff "Esvagt Sigma", 830 BRZ (IMO-Nr.: 9235309), den Mayday-Ruf eines Sportbootes aus, das auf der Nordsee Motorausfall und Wassereinbruch erlitten hatte. Die "Esvagt Sigma" wurde aus ihren Standby-Aufgaben an der unter Vanuatu-Flagge registrierten Bohrplattform "Transocean Leader" (IMO-Nr.: 8756186) im Krakenfeld entlassen und machte sich auf den Weg zum Havaristen. Vor Ort waren 6-7 Beaufort Wind.
Zur selben Zeit war der dänische Tonnenleger "Esvagt Alpha", 1244 BRZ (IMO-Nr.: 7104752), auf dem Weg zur "Esvagt Sigma" für einen Crewwechsel und befand sich in günstigerer Position. Daraufhin nahm er Kurs auf das Boot. Vor Ort stellte sich heraus, dass es nicht gerettet werden konnte. Die vierköpfige Crew wurde an Bord der "Esvagt Alpha genommen und dann nach Sandnes gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Fischfabrik vor Magadan
(01.03.17) Auf der russischen Fischfabrik „Carolina 33“, 969 BRZ (IMO-Nr.: 7229344), brach am 1.3. im Fischverarbeitungsdeck im Ochotischen Meer rund 150 Meilen südöstlich von Magadan ein Feuer aus. Der Trawler bat um Assistenz, und 39 nicht an Bord benötigte Crewmitglieder der 52-köpfigen Besatzung wurden auf den Trawler "Yantar 1" (IMO-Nr.: 7234193), evakuiert. Die übrigen 13 blieben zur weiteren Brandbekämpfung an Bord. Auch der Bergungsschlepper "Sibirskiy" nahm Kurs auf den Havaristen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Altes Schmieröl führte zur Havarie der Tide Carrier
(01.03.17) Der Maschinenausfall auf dem unter Komoren-Flagge laufenden Bargencarrier "Tide Carrier" auf der Fahrt nach Dubai vor Jæren in der vergangenen Woche war offenbar durch altes Schmieröl verursacht worden. Die technische Untersuchung des Schiffes durch das Sjøfartsdirektoratet hatte am 23.2. begonnen. Die Inspektoren hatten rasch den Verdacht, dass der Fehler im Schmierölystem gelegen hatte, das nicht sauber gewesen war.
Es war durch das Altöl so kontaminiert, dass es seinen Dienst nach wenigen Stunden versagte. Dieses hätte vor dem Auslaufen ausgetauscht werden müssen. Bei den Untersuchungen wurde zusätzlich zu den bereits festgestellten Mängeln noch eine weitere Beanstandung aktenkundig gemacht.
Bislang wurde auch noch keine Untersuchung des Rumpfes durch Taucher auf mögliche Beschädigungen hin durch Taucher seitens der Eigner veranlasst. Bis der einwandfreie Zustand von Maschinenanlage und Rumpf bestätigt worden ist, muss das Schiff aber in Tysvær am Kai bleiben und erhält keine Auslaufgenehmigung.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler trieb im Borgundfjord
(01.03.17) Am 28.2. wurde der norwegische Trawler "Tunfisk", 424 BRZ (IMO-Nr.: 8647878), im Borgundfjord manövrierunfähig, nachdem Leinen der Netze in den Propeller geraten waren und diesen blockiert hatten. Das NSSR-Rettungsboot "Dagfinn Paust" wurde aus Ålesund zu Hilfe genommen und nahm den Havaristen auf den Haken. Am 1.3. um 8.30 Uhr machte der Schleppzug in Andenes fest, wo Taucher den Antrieb wieder befreiten.
Quelle:Tim Schwabedissen



iPad ist nicht für Navigation geeignet – Skipper hat Schiff und Job verloren
(01.03.17) David Carlin, ein 34-jähriger britischer Skipper, der gerade zu einer Strafe von 3.000 Pfund wegen des Verstoßes gegen Seegesetze verurteilt worden war, ist auch von seinen Aufgaben als Kapitän entbunden worden, obwohl sich der zugrundeliegende Unfall in seiner Privatzeit ereignet hatte. Dass Apples-Geräte nur eingeschränkt auch zur Navigation dienen, musste er leidvoll erfahren, als er das 50 Fuß lange Motorboot „Keggotty“ am 4.5.2016 von Grimbsby nach Hull überführen wollte. Um das Schiff auf Kurs zu halten verwendete er ein iPad, das im Hafen auch funktionierte, doch als wenig später die Verbindung zum WiFi abbrach, geriet das Boot ohne Möglichkeit, Position oder Kurs festzustellen, bei dichtem Nebel ins Hauptfahrwasser in der Humber-Mündung.
Außer dem iPad gab es keine Navigationsinstrumente an Bord. Im Blindflug wurde es von der DFDS-Fähre „Petunia Seaways“, 32523 BRZ (IMO-Nr.: 9259501), gerammt und sank binnen 10 Minuten. Es gelang mit knapper Not, noch einen Notruf abzusetzen. Die zweiköpfige Crew des 1944 erbauten, ehemaligen Marinebootes flüchtete dann in eine Rettungsinsel und kam mit viel Glück unversehrt davon. Ein Lotsenboot nahm die beiden Männer auf.
Auf der „Petunia Seaways“, die mit 14 Knoten durch den Dunst in der Flussmündung gelaufen war, wurde der Unfall noch nicht einmal bemerkt. Deren Kapitän Neilsen musste 3.000 Pfund Strafe zahlen, weil er keine Signale gegeben und keine Radarwache gehabt hatte. Außerdem wurden ihm 9.318,20 Kosten für das Verfahren sowie ein Zuschlag von 170 Pfund auferlegt. Bei Carlin lagen die Kosten bei 6.568 Pfund zuzüglich des Zuschlags.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht vor Viana di Castelo in Fischernetzen gefangen
(01.03.17) Die Hafenbehörde von Viana do Castelo koordinierte am 28.2. gemeinsam mit dem MRCC in Lissabon die Rettung der Crew der französischen Yacht “Montagne”. Das 12 Meter lange Boot war um 5.30 Uhr acht Meilen südwestlich von Viana do Castelo vor der Küste von Castelo do Neiva in Fischernetze geraten und manövrierunfähig geworden. Mehrere Leinen hatten sich um den Propellerschaft gewickelt.
Angesichts schlechter werdenden Wetters funkte die zweiköpfige Crew einen Notruf, und das Team der Rettungsstation Viana do Castelo schickte das Rettungsboot “Atento” zu Hilfe. Es war um 6:30 Uhr vor Ort. Um 7:15 Uhr waren die Netze, die die Yacht blockierten, entfernt, und die Yacht konnte unter Eskorte des Rettungsbootes die Fahrt fortsetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper hat verlassene Fähre erreicht
(01.03.17) Die kanadische Fähre "Norcon Galatea" sollte am Abend des 28.2. in einen Hafen geschleppt werden, nachdem sie zwei Tage unbemannt vor Brunette Island in der Fortune Bay getrieben hatte. Ein Schlepper hatte das Schiff der Norcon Marine Services erreicht, und sobald es die Wetterbedingungen zuließen, sollte eine Crew auf den Havaristen übergesetzt werden. Auch das Schwesterschiff "Norcon Triton war in der Nähe auf Standby.
Quelle:Tim Schwabedissen



Komplizierte Löscharbeiten auf APL Austria
(01.03.17) Der Containerfrachter "APL Austria" lag drei Wochen nach dem Ladungsbrand weiter im Hafen von Ngqura, während die Aufräumarbeiten andauerten. Die South African Maritime Safety Authority (Samsa)-Inspektoren konnten bislang noch nicht in den vom Brand betroffenen Laderaum 4 vordringen. Darin warteten noch 62 Container auf die Entladung.
Vorher war keine Inspektion des Laderaums möglich. Das Entladen der Boxen war einerseits wegen der schweren Schäden, die sie erlitten hatten, kompliziert, andererseits behinderte auch schlechtes Wetter die Arbeiten. So mussten die Arbeiten am 25.2. vorläufig eingestellt werden. Schon jetzt war klar, dass der Schaden in die Millionen ging.
Quelle:Tim Schwabedissen



Taucher fanden historisches Wrack
(01.03.17) Eine Gruppe von sechs Tauchern unter der Leitung des Besitzers des Dive Shop Cambodia, Dennis Funke hat ein Wrack entdeckt, bei dem es sich um den japanischen Frachter „Burma Maru“ handeln soll, der am 12.6.1942 von dem US-U-Boot “Swordfish” versenkt wurde. Die Taucher fanden es am 21.2. im Rahmen einer zweitägigen Expedition. Es lag eine Meile von der im Logbuch des U-Bootes verzeichneten Position 60 Meilen vor der Insel Koh Rong. Das Taucherteam aus Kambodscha und Thailand bestand aus Tim Lawrence, Ivan Karadzic, Oliver Zaiser, Mikko Paasi und Leon Webber.
Es stand bei der Suche vor großen technischen Herausforderungen angesichts der Wassertiefe zwischen 52 und 67 Metern. Das von ihnen aufgefundene Wrack war rund 120 Meter lang und entsprach in den Abmessungen so der 117 Meter langen „Burma Maru“. Es wurde von einem Torpedo getroffen, der den Bug abriss, sodass der Frachter rasch über diesen absank. Der Druck im Achterschiff riss beim Untergang Türen und Bulleyes ab, durch die Trümmer gepresst wurden.
Die „Burma Maru“ entstand 1917 bei den Kawasaki Dockyards in Kobe und lief zuletzt für die Reederei Nanyo Kaiun KK. Die „Swordfish“ war das erste US-U-Boot, das im 2. Weltkrieg ein japanisches Handelsschiff im Pazifik versenkte. Sie ging am 12.1.1945 vor Japan verloren, nachdem sie zuvor insgesamt ein Dutzend feindlicher Handelsschiffe versenkt hatte.
Quelle:Tim Schwabedissen





Weblinks:
SOS-Seenotfälle, Archiv
Chronik bedeutender Seeunfälle Antike bis 1499
Chronik bedeutender Seeunfälle 1500 bis 1899
Chronik bedeutender Seeunfälle 1900 bis 1949



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