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Fähre „SNAV Toscana" (Bild: Vigili del Fuoco)   Großbild klick!

Palermo: Fähre geriet mit 188 Personen an Bord in Brand
(20.02.17) Am 19.2. um sechs Uhr brach im Maschinenraum der italienischen Fähre „SNAV Toscana", 30318 BRZ (IMO-Nr.: 7826790), die von Neapel nach Palermo unterwegs war, sieben Meilen vor dem Zielhafen ein Feuer aus. An Bord waren 113 Fahrgäste und eine 75-köpfige Crew. Der Havarist erreichte mit Schlepperhilfe den Hafen und machte dort gegen 10 Uhr am Santa-Lucia-Kai fest.
Die Passagiere waren zuvor auf den Notfallstationen versammelt worden. Es gab keine Panik an Bord. Unruhe machte sich erst breit, als sie nach dem Festmachen zunächst nicht von Bord durften.
Die zwischenzeitlich am Kai in Stellung gegangene Feuerwehr fürchtete, dass bei einem Öffnen der Pforten der Brand im Maschinenraum neuen Sauerstoff bekommen und wieder aufflammen könnte, nachdem er bereits unter Kontrolle gebracht worden war. Es waren zwar keine offenen Flammen zu sehen, doch Rauch quoll aus dem Schornstein, und auf den Decks war Brandgeruch wahrnehmbar.
Eine Stunde nach dem Anlegen konnten die Fahrgäste dann das Schiff doch verlassen. Die Feuerwehr machte sich an die abschließende Brandbekämpfung. Drehleitern wurden ausgefahren und der Schornsteinbereich mit Wasser gekühlt. Die Feuerwehr blieb dann noch so lange vor Ort, bis klar war, dass es keine Brandnester mehr gab und das Feuer nicht wieder aufleben konnte. Techniker gingen dann an Bord, um die Brandursache zu untersuchen. Der Staatsanwalt in Palermo wartete auf deren Berichte, um zu entscheiden, ob er eine Untersuchung einleiten musste.
Die „SNAV Toscana“ wurde 1981 von der Öresundsvarvet AB in Landskrona erbaut und am 24.6. als „Gotland“ an die Rederi AB Gotland, Visby, abgeliefert. Am 25.6. ging sie in Charter der Oy Vasa-Umeå AB, Wasa, und wurde als „Wasa Star“ auf der Route Sundsvall – Wasa und ab Februar 1982 zwischen Wasa und Umeå eingesetzt. Am 14.2.1082 lief sie vor Holmsund auf Grund und riss sich drei Tanks auf.
Am 19.2. wurde sie bei HDW Kiel zur Reparatur gedockt. Am 1.4. ging sie in den Dienst Wasa – Sundsvall zurück. Am 31.8. wurde es aus dem Verkehr genommen, weil die neuen Eigner Enso-Gutzeit die Eisfahrfähigkeit fehlte, und sie legten es in Sundsvall auf. Im Mai 1983 ging es in Charter der Karageorgis Line, Piräus, und verließ am 15.6 Sundsvall mit Kurs Valletta.
Ab Mai ging es in den Fährdienst Patras – Ancona und Ancona - Igoumenitsa. Am 29.8.1983 erfolgte der Verkauf an die A/S Larvik-Frederikshavnferjen, Larvik. Im Oktober 1983 wurde sie in internationale Gewässern außerhalb Ancona verholt, um eine Pfändung zu vermeiden, nachdem es zwischen Enso-Gutzeit und Karageorgis über die Charter zu einem Streit gekommen war.
Eine schwedische Besatzung wurde nach Ancona geflogen, um die Fähre nach Schweden zu bringen. Die Mannschaft wurde mit einem Schnellboot auf das Schiff herausgebracht, doch die Griechen weigerten sich, das Schiff zu verlassen, bevor sie ihre ausstehenden Heuern für drei Monate erhalten hatten. Das Schiff nahm Kurs auf Gibraltar, wo der Streit beigelegt und Bunkeröl aufgenommen werden konnte.
Von dort ging es direkt nach Landskrona. Am 12.1.1984 ging es von dort nach Norwegen, und ab März konnte die Fähre als „Peter Wessel“ im Dienst Larvik – Frederikshavn eingesetzt werden. Am 27.6.1986 kollidierte sie mit der unter Panama-Flagge laufenden „Sydfjord“, die mit ihrer ganzen Crew sank. Am 1.9.1988 machte sie bei Blohm & Voss in Hamburg fest, wo sie um 22,5 Meter verlängert wurde. Im Januar 1990 ging sie an die Vard A/S (Larvik Line A/S), Larvik, am 1.10. in eine Charter der Color Line, Larvik. Im April 2006 verlegte sie vom Fährdienst Larvik – Frederikshavn auf die Linie Larvik - Hirtshals. Am 22.3.2007 kam es zu einem Brand in einer Schalttafel auf der Reise Larvik – Hirtshals, und das Schiff steuerte Frederikshavn an.
Am 26.4. war es zurück im Dienst. Am 19.10.2007 erfolgte der Verkauf an die Mediterranean Shipping Company (Aliscafi Snav), Neapel. Am 6.4.2008 war die letzte Überfahrt Larvik – Hirtshals, dann ging es nach Sandefjord und von dort weiter ins Mittelmeer.
Im Juni ging das Schiff als „SNAV Toscana“ in den Liniendienst Civitavecchia – Palermo und Civitavecchia - Porto Vecchio. Im September 2010 kam es auf die Linie Genua – Palermo, im Januar 2011 auf die Route Genua - Porto Torres und im Februar 2011 in den Dienst Neapel - Palermo. Am 24.2. lief es von Palermo nach Tripoli, um dort eine Evakuierung von Flüchtlingen aus Libyen durchzuführen.
Am 27.2. machte es in Valletta mit 1749 Geretteten an Bord fest. Im Mai ging es auf die Route Civitavecchia – Olbia, ein Jahr darauf auf die Linie Genua - Porto Torres. Vom 1.2. bis 25.2.2015 diente es als Hotelschiff in Sotschi bei den Olympischen Spielen. Im Mai 2015 begann eine Charter für Petrofac als Unterkunftsschiff auf den Shetlands, ehe das Schiff wieder für den Dienst Neapel-Palermo ins Mittelmeer zurückkehrte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vor Lesbos auf Riff gelaufen
(20.02.17) Der unter Togo-Flagge laufende Frachter “Bellatrix”, 2457 BRZ (IMO-Nr.: 8230405), lief am Morgen des 16.2. auf ein Riff nördlich der Insel Lesbos. An Bord war eine 12-köpfige Crew, neun Ukrainer und drei Georgier, die unverletzt blieben. Das Schiff erlitt aber einen Riss im Rumpf und Wassereinbruch, sodass es leichte Schlagseite entwickelte.
Die griechische Küstenwache inspizierte den Havaristen und schickte einen Schlepper mit 250 Metern Ölsperren an Bord zur Unglücksstelle. Die “Bellatrix” war am 18.1. mit einer Ladung Getreide aus Mykolayiv nach Izmir ausgelaufen. Untersuchungen durch Taucher am Morgen des 17.2. zeigten, dass die Antriebsanlage unversehrt geblieben war.
Ein Patroullienboot ging unweit der Strandungsstelle auf Position. Bereits am 4.12.2016 war die “Bellatrix" beim Auslaufen aus dem Hafen von Eysk in der Azov-See auf Grund gelaufen. Schlepper machten es wieder flott. Es war mit 3.298 Tonnen Mais für Famagusta beladen gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht im Vollbrand (Bild: USCG)   Großbild klick!

Vier Sportfischer vor Surfside gerettet
(20.02.17) Die Coast Guard Station Freeport wurde am Nachmittag des 19.2. zu zwei Notfällen alarmiert. Um 13.03 Uhr funkte eine mit vier Personen besetzte, 40 Fuß lange Viking-Motoryacht Mayday, nachdem neun Meilen nördlich von Surfside ein Feuer an Bord ausgebrochen war. Die Crew bekam es nicht unter Kontrolle und ging in eine Rettungsinsel. Um 13.40 Uhr war ein 45-Fuß-Boot der Station Freeport vor Ort, das von der Coast Guard Houston-Galveston mobilisiert worden war, und nahm die Schiffbrüchigen an Bord.
Für das in Vollbrand stehende Boot gab es keine Rettung, es sank um 15.15 Uhr. Um 13.44 Uhr meldete die Wache Brazoria County, dass ein Boot bei den Freeport Jetties gekentert war. Von der Station Freeport lief ein 29-Fuß-Boot aus, um dessen Skipper zu retten. Doch dieser war mit einer Rettungsweste ohne Hilfe ans Ufer gelangt. Das 29-Fuß-Boot übernahm dann die vier Geretteten des Sportkutters vom größeren Rettungsboot und brachte sie an Land.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wassereinbruch auf Binnenschiff bei Düsseldorf
(05.02.17) In Düsseldorf bei Flusskilometer 772,5 schlug das mit 1.700 Tonnen Kies beladene, holländische Binnenschiff "Mabrena", 2397 ts (EU-Nr.: 6000101), ex „Windrose“, am Abend des 19.2. leck. Die Düsseldorfer Feuerwehr wurde in Zusammenarbeit mit den Löschbooten der Feuerwehr Neuss und Chempark Dormagen zu Hilfe gerufen. Das Schiff lag in Höhe des Hafens Reisholz und hatte Wassereinbruch in den zwei Laderäumen. Die Feuerwehr sicherte die Einsatzstelle, der Einsatzleiter stand dabei im ständigen Kontakt mit Umweltamt, Wasser- und Schifffahrtsamt, dem Schiffsführer sowie dem Havariekommissar, um die weiteren Aktionen zu planen. Die Feuerwehr Neuss benachrichtigte die Leitstelle der Feuerwehr. Ein Löschzug, die Sondereinheit der Taucher, der Führungsdienst der Branddirektion, Feuerlöschboot und Rettungsboot, Rettungsdiensteinheiten sowie die Löschgruppe Himmelgeist eilten zur Einsatzstelle. In die Laderäume lief das Wasser vermutlich über die Ausgleichstanks. Durch den Ausfall des Generators an Bord des Schiffs konnten die eigenen Pumpen nicht in Betrieb genommen werden. Wasserseitig wurden über die Löschboote „Neuss“, „Chempark“ aus Dormagen und „Düsseldorf“ Pumpen in die betroffenen Bereiche eingebracht, landseitig wurde ein Übergang zum hindernisfreien Erreichen des Frachters aufgebaut. Im Bereich der Ausgleichstanks wurden durch die Spezialisten der Tauchereinheit weitere Pumpen eingesetzt. Im Durchschnitt wurden bis zu 5.000 Liter Wasser pro Minute gefördert und somit weitere Schäden abgewendet. Die genaue Leckage konnte aber zunächst nicht lokalisiert werden. Die Gefahrenabwehrmaßnahmen der Feuerwehr waren nach rund 2,5 Stunden eigentlich beendet, jedoch gestaltete sich die Suche nach einer ausführenden Fachfirma für die weiteren Pumparbeiten am Havaristen durch die Vertreter der Hafenbehörde, dem Wasserschifffahrtsamt sowie dem Havariekommissar als äußerst schwierig. Nach mehr als fünf Stunden konnte der Großteil der Einsatzkräfte der Feuerwehr aber abrücken. Das Feuerlöschboot der Feuerwehr Düsseldorf blieb bis zum Morgen des 20.2. vor Ort, die Pumparbeiten am Havaristen weiter durchzuführen. Das Löschboot „Düsseldorf“ verblieb an diesem Tag weiterhin am Schiff.
Quelle:Tim Schwabedissen



Havarierter Tanker mit Sicherheitsmängeln in die Kette gelegt
(20.02.17) Der unter Marshall Islands-Flagge laufende Tanker "Alsterstern", 17034 BRZ (IMO-Nr.: 9053220), der am 1.2. 70 Meilen westlich von Ons einen Maschinenschaden auf der Reise von Las Palmas nach Litauen erlitten und am 2.2. nach Vigo eingeschleppt worden war, wurde von den Hafenbehörden dort mit einem Fahrverbot belegt, nachdem etliche Mängel an Bord entdeckt worden waren. Sie gefährdeten die Navigationsfähigkeit und Sicherheit des Schiffes und möglicher Ladungen sowie die Umwelt und die Crew.
So musste der Tanker trotz der abgeschlossenen Maschinenreparatur im Hafen bleiben, bis die Mängel abgestellt worden sind. Kapitän Daniel Blanchard aus Kanada war zuversichtlich, dass dies in Kürze der Fall sein würde. Doch es wurde erwartet, dass die “Alsterstern” auf jeden Fall noch eine Woche an der Areal-Pier verbleiben würde, ehe die MOU-Inspektoren zufrieden wären.
Quelle:Tim Schwabedissen



Mindestens 11 Tote bei Schiffsunglück in Sri Lanka
(20.02.17) 11 Menschen, darunter ein Kind, kamen am 18.2. ums Leben, nachdem es mit 40 Pilgern an Bord im südlichen Sri Lanka gesunken war. Normalerweise war es nur zum Fischfang eingesetzt und keineswegs zum Transport so vieler Menschen gedacht. Deshalb kenterte es am Morgen, als es mit 19 Schiffen an einer religiösen Prozession teilnahm. Die Anzahl der Toten könnte noch weiter ansteigen. Ein Helikopter, vier Boote der Marine und 11 Taucher beteiligten sich an den Rettungsbemühungen. Netze, die im Wrack lagerten, machten diese Arbeit noch komplizierter.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollabierender Kran beschädigte Frachter in Ashdod
(20.02.18) Ein großer Kran brach am 19.2. gegen 18 Uhr im südlichen Teil des Hafens von Ashdod zusammen. Der Ausleger krachte auf das Deck eines am Kai liegenden Frachters. Menschen kamen nicht zu Schaden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler in Kapstadt weiter instabil
(20.02.17) Styroporschaum hat am 18.2. um 1.20 Uhr den südkoreanischen Trawler "Geum Jeong No. 101", 885 BRZ (IMO-Nr.: 8312473), in Brand gesetzt, der seit etlichen Monaten an einem Reparaturkai in Kapstadt lag. Das Betreten des Schiffes war wegen dessen Backbordschlagseite weiterhin zu riskant. Löschwasser hatte sich dort angesammelt. Ein Marinearchitekt sollte nun die Stabilität des Havaristen untersuchen. Das Feuer in den Aufbauten und auf dem Achterschiff hat an Bord schwere Schäden verursacht. Vom Kai her war die Feuerwehr von Kapstadt dabei, den Rumpf zu kühlen, wasserseitig assistierte ein TNPA-Schlepper.
Quelle:Tim Schwabedissen



Insgesamt 58 Verletzte nach Kollision im Mactan Channel
(20.02.17) Die Maritime Industry Authority (Marina) hat am 20.2. die Fahrgenehmigung für die 1996 erbaute, philippinische Katamaranfähre “St. Braquiel”, 292,5 BRZ, der 2Go Travel eingezogen im Nachgang der Kollision des mit 90 Passagieren besetzten Schiffes mit der Barge „SMC 8“, 1302,64 BRZ, der San Miguel Corp. Die Lizenz von Kapitän Reniero Maurin der Fähre sowie Kapitän Edgardo Binolirao des Schleppers „Matatag“ der Philmarine Service Corp. (PSC) wurden ebenfalls suspendiert. Marina-Central Visayas leitete eine formelle Untersuchung ein.
Die “St. Braquiel” war dem Schleppzug ins Heck gelaufen, als beide Schiffe den Mactan Channel am 18.2. gegen 22 Uhr ansteuerten. Die „St. Braquiel”, die maximal 247 Menschen transportieren darf, kam von Ormoc City und war nach Cebu City unterwegs. Sie befand sich 500 Meter von der Marcelo Fernan Bridge entfernt.
Die mit leeren Flaschen und Bierkisten beladene, 80 Meter lange “SMC 8” war um 17 Uhr aus Estancia, Iloilo City, zur San Miguel Corp. (SMC) in Looc, Mandaue City, ausgelaufen, wo sie um 22 Uhr hätte eintreffen sollen. 58 Fahrgäste wurden beim Aufprall der „St. Braquiel“ insgesamt verletzt, 23 kamen ins Krankenhaus, davon 17 ins Chong Hua Hospital, fünf ins Cebu Doctors’ Hospital und einer ins Vicente Sotto Memorial Medical Center (VSMMC). Die “St. Jhudiel”, ein Schwesterschiff der verunglückten Fähre, hatte sie zuvor von Bord geholt.
Es dauerte allerdings zwei Stunden, den Havaristen überhaupt zu erreichen. Die Verunglückten wurden dann zur Pier 4 gebracht, wo Krankenwagen zum weiteren Transport bereit standen. 45 Personen konnten inzwischen wieder entlassen werden, die anderen vier, darunter der Fährkapitän, blieben in stationärer Behandlung.
Die Barge wurde bei dem Zusammenstoß achtern und an Backbordseite beschädigt, der Schlepper “Matatag” kam ohne Schäden davon. Der Schleppzug war bei der Kollision mit 2,8 Knoten unterwegs, die Geschwindigkeit der Fähre war noch unbekannt. Offenbar hatte die “St. Braquiel” Maschinenprobleme gehabt, als sich die Kollision ereignete. Sie machte mit Steuerbordschlagseite am 19.2. beim Mactan Shipyard fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fährunglück in Süd-Sulawesi
(20.02.17) Das Fahrgastschiff „Dharma Kartika“ sank am Morgen des 20.2. in den Gewässern von Bone, Süd-Sulawesi. Das Schiff hatte 95 Passagiere, davon 47 Männer, 39 Frauen und neun Kinder an Bord. Es gab noch keine Informationen über Opfer und Überlebende. Die National Search and Rescue Agency (Basarnas), in Makassar leitete eine Rettungsaktion ein.
Offenbar war das Schiff mehrere Stunden vor dem Untergang auf Position 04 31' 217" S- 120 24' 901" O auf Grund gelaufen. Es hatte am Morgen den Hafen Bajoe nach Kolaka Port in Zentral-Sulawesi verlassen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack des Kutters „Potsdam“
(Bild: Wasser- und Schifffahrtsamt)   Großbild klick!

Rügen: Kein Verdacht auf Sabotage beim Untergang der Potsdam
(19.02.17) Über 180.000 Euro hat die Bergung des Kutters „Potsdam“ gekostet, der trotz des dafür nötigen großen Aufwands vor Rügen geräumt werden musste, weil er 16 Seemeilen östlich von Sassnitz in der Einfahrt zum Verkehrstrennungsgebiet Adlergrund zu dicht unter der Wasseroberfläche lag. Bei dieser Gelegenheit kann nun vielleicht auch die Frage, warum der Kutter gerade auf seiner Fahrt zum Abwracken nach Nexö unterging, geklärt werden. Veranlasst wurde die Bergung durch das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Stralsund auf Grundlage des Wrackbeseitigungsübereinkommens von Nairobi, das in Deutschland seit 2015 Gesetz ist.
Im Anschluss an die Bergung wurde die Havariestelle beräumt und die nach dem Untergang aus Sicherungsgründen ausgelegte Einzelgefahrentonne durch das WSA Stralsund eingezogen. Das mit der Aktion beauftragte Rostocker Taucherunternehmen „Baltic Taucher“ hatte wochenlang ein günstiges Wetterfenster abgewartet und benötigte für die Arbeit zwei Tage lang gutes Wetter. Zur Verkehrssicherung war das Mehrzweckschiff „Arkona“ des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes (WSA) Stralsund im Bereich des Wracks in Stellung gegangen, um die Schifffahrt zu warnen und den Bereich der Taucharbeiten freizuhalten.
Am 14.2. um 10:30 ging der dänische Schwimmkran „Sanne A“ in Begleitung der Mehrzweckfähre „Mira A“ am Wrack des auf Position. In mehreren Tauchgängen wurden Hebegurte unter das in 24 Metern Tiefe liegende Wrack gezogen. Die Arbeiten musste nach Einbruch der Dämmerung unterbrochen werden.
Am Morgen des 15.2. ging es direkt mit den letzten Vorbereitungen unter und über Wasser weiter. Um 9:30 begann der Kran mit dem Heben. Nachdem das Wrack an der Oberfläche angekommen war, wurde es ausepumpt und dann um 13 Uhr an Bord der Mehrzweckfähre „Mira A“ abgesetzt. Damit war der Einsatz auch für das „ Arkona“ beendet, die Gefahrstelle war beseitigt, und der Schiffsverkehr konnte seither wieder ohne Einschränkungen die Einfahrt zum Verkehrstrennungsgebiet passieren.
Nach dem Einlaufen in Rostock begannen die Experten der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) mit der Inspektion des Wracks, um die Ursachen des Untergangs zu ergründen. Nach ersten Erkenntnissen gab es aber keine Hinweise auf ein absichtliches Versenken des schon zu Beginn der letzten Reise maroden Schiffes.
Quelle:Tim Schwabedissen



Löschversuche Angelkutter (Bild: USCG)   Großbild klick!

Motorboot ging im Houston Ship Channel in Flammen auf
(19.02.17) Personal der Coast Guard Station Galveston rettete am Nachmittag des 18.2. die zweiköpfige Crew eines 44 Fuß langen Sportfischerbootes, das im Houston Ship Channel sechs Meilen östlich von Kemah in Flammen aufgegangen war. Die Küstenwache lokalisierte das Boot um 12.45 Uhr bei Tonne 63. Die beiden Männer an Bord konnten abgeborgen werden, ehe ihr Fahrzeug von den Flammen verschlungen wurde.
Ein Löschboot des Port of Houston wurde aus Barbour’s Cut mobilisiert, ebenso das Harris County Sheriff’s Department. Sie konnten den Untergang aber nicht verhindern. Die Coast Guard richtete eine Sicherheitszone um die Untergangsstelle ein, und Sea Tow sollte das Wrack auf dem Schifffahrtskanal bergen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ameland: Kutter drohte Gasplattform zu rammen
(19.02.17) Am 15.2. um 11:30 Uhr erhielten die Maritime holländische Polizei durch die Küstenwache die Meldung, dass ein Kutter fast eine Gas-Plattform der AWG auf der Nordsee bei der Insel Ameland gerammt habe. Es herrschte schönes Wetter mit guter Sicht. Der Urker Kutter „Limanda – UK 166“, 78 BRZ (MMSI-Nr.:245262000), war der 500-Meter-Sicherheitszone rund um die Plattform eingelaufen.
Als er entdeckt wurde, wurde auf der Plattform laut Alarm geschlagen und das Personal zusammengeholt, um nötigenfalls die Plattform zu verlassen. Glücklicherweise hörte man auf den Kutter offensichtlich auch den Alarm. Durch ein hartes Rückwärtsmanöver konnte eine Kollision vermieden werden. Der Abstand betrug zu der Zeit nur noch 30 Meter.
Quelle:Tim Schwabedissen



Patroullienboot "Svalbard" schleppt (Bild: Kystvakten)   Großbild klick!

Russischer Trawler trieb in der Barentssee
(19.02.17) Der russische Trawler "Borey", 822 BRZ (IMO-Nr.: 7720001), erlitt am 16.2. rund 350 Meilen vor Bear Island in der Barentssee Maschinenschaden. Die Lage war nicht dramatisch, doch die Wettervorhersage prophezeite Sturm, und die Distanz zur nächsten Küste war groß.
Die norwegische Coastguard schickte deshalb das Patroullienboot "Svalbard" zur Assistenz, das den Havaristen auf den Haken nahm. Am 18.2. um 22.10 Uhr erreichte der Konvoi den Hafen von Tromsø zur Reparatur
Quelle:Tim Schwabedissen



Ponton mit drei Personen vor Prerow abgetrieben
(19.02.17) Am 16.2. rettete der Seenotkreuzer „Theo Fischer“ vor Prerow drei Menschen von einem abgetriebenen Ponton. Zwei Männer und eine Frau waren mit einem motorisierten Arbeitsponton zu Arbeiten an der Seebrücke unterwegs, als der Motor ausfiel. Durch ablandigen Wind wurde der Ponton zwei Seemeilen aufs offene Meer getrieben. Wegen der derzeit herrschenden Eislage am Darß konnte das Seenotrettungsboot „Zander“ der Freiwilligen-Station Zingst nicht zum Einsatz kommen, woraufhin der Seenotrettungskreuzer um 10.40 Uhr alarmiert wurde. Wegen der Versandung des Nothafens Darßer Ort lag die „Theo Fischer“ in Barhöft und hatte eine entsprechend lange Anfahrt nach Prerow.
Sie erreichte um 11.40 Uhr den abgetriebenen Ponton und übernahm die drei Personen. Alle drei waren wohlauf und wurden von den Seenotrettern mit heißen Getränken versorgt. Der Ponton wurde vom Tochterboot zurück an die Seebrücke geschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bullcarrier nach drei Tagen in Skikda wieder flottgemacht
(19.02.17) Der am 14.2. in Skikda auf Grund gelaufene, unter Marshall Islands-Flagge laufende Bulkcarrier "Sea Lady", 27986 BRZ (IMO-Nr.: 9266188), wurde am 16.2. wieder flottgemacht durch sechs Schlepper mit 2500 bis 6500 PS. Er wurde dann an Liegeplatz 13 gebracht, wo die 42.000 Tonnen Mais gelöscht werden sollzen. Offenbar war das Schiff mit zu hoher Fahrt in den Hafen eingelaufen und dann wegen baulicher Spezifika, die aus der Vergangenheit als Tanker herrührten, nach Steuerbord abgedriftet, wodurch es in einen Hafenbereich mit weniger Wassertiefe als den erforderlichen 13,5 Metern abkam.
Ein erster Bergungsversuch am 15.2. war wegen zu niedrigen Wasserstands gescheitert. Nun wurde der Havarist künstlich um vier Grad gekrängt, um vom Grund herunterzurutschen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter sank bei Kap Gris Nez
(19.02.17) Am 17.2. assistierte der britische Trawler "Louise Jane" (MMSI-Nr.: 235040701) einem Landsmann auf dem Kutter "Out of the Blue", der um 11.25 Uhr Mayday gefunkt hatte. Das MRCC Dover informierte das CROSS Gris-Nez darüber, dass dieser starken Wassereinbruch neun Meilen vom Kap Gris-Nez habe. Die "Louise Jane", die sich in der Nähe befand, assistierte mit ihren Lenzpumpen und nahm den Skipper der "Out of the Blue" an Bord. Ein Dauphin-Helikopter der französischen Marinebase Le Touquet unterbrach einen Trainingsflug, drehte aber wieder ab, als klar war, dass sich niemand mehr in Gefahr befand.
Trotz der Pumhilfe sank die "Out of the Blueum 11.53 Uhr. Der unter Schock stehende Eigner wurde von der “Louise Jane” zurück nach Dover gebracht, wo ihn um 12:30 Uhr die Coastguard in Empfang nahm. Das Wrack des Kutters lag 50 Meter tief und gefährdete so die Schifffahrt im Kanal nicht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler treibt in Barentssee
(19.02.17) Der russische Trawler "Shkval", 257 BRZ (IMO-Nr.: 8313984), erlitt am 17.2. in der Barentssee Maschinenausfall und trieb mit einer neunköpfigen Crew in dem östlichen Teil des Meeres in der Kola-Bucht in schwerer See. Auf ein Notsignal hin wurde der Schlepper „Murmanryba" um 22 Uhr zur Assistenz geschickt. Er sollte den Havaristen nach Murmansk bringen. Vor Ort waren Windgeschwindigkeiten von 17 m/s mit aufziehendem Sturm. Die Lage sei kompliziert, die Crew aber nicht in unmittelbarer Gefahr, hieß es.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vier schwer Verletzte bei Kollision auf Philippinen
(19.02.17) Die philippinische SuperCat-Fähre „Braquiel“, 293 BRZ (IMO-Nr.: 9135705) auf der Fahrt nach Mactan in Cebu kollidierte am Abend des 18.2. mit der von dem Schlepper „Matatag“ gezogenen Barge „San Miguel Barge No 8” der San Miguel Corporation vor dem Mactan Channel. Mindestens vier Fahrgäste wurden verletzt. Die Fähre kam von Ormoc City in Leiyte.
Die Coast Guard assistierte bei der Evakuierung der 90 Passagiere und 11 Crewmitglieder auf das Schwesterschiff „St. Jhudiel“ (IMO-Nr.: 9135717). 45 von ihnen hatten leichte Verletzungen erlitten, vier weitere schwere. Das Schiff der Supercat Fast Ferry Corporation, wurde 1996 erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



US Coastguard rettete sieben Menschen in zwei Einsätzen binnen 12 Stunden
(19.02.17) Am Abend des 16.2. rettete die US Coast Guard sechs Personen von der 34 Fuß langen Segelyacht “Malia”, die beim Einlaufen in den Keehi Channel vor Honolulu auf Grund gelaufen war. Ein MH-65 Helikopter der Air Station Barbers Point barg sie unversehrt ab, nachdem sie um 18.43 Uhr Mayday gefunkt hatten. Auch ein 45-Fuß-Boot der Coast Guard Station Honolulu rückte aus, konnte aber wegen des flachen Wassers nicht dichter als rund 30 Meter an das Boot herankommen. Es blieb vor Ort, bis die Rettungsaktion abgeschlossen war.
Weniger als 12 Stunden später geriet das 22 Fuß lange Motorboot „Harmony B“ unweit des Kalaupapa-Leuchtturms vor Molokai am frühen Morgen des 17.2. in Seenot. Wieder stieg der Hubschrauber der Station Barbers Point auf und rettete ihn unversehrt von dem selbst gebauten Fiberglas-Boot. Er hatte um 1.3 Uhr Mayday gefunkt, weil der Anker nicht mehr im Grund hielt und er fürchtete, bei stürmischen Wetter auf nahe gelegene Felsen getrieben zu werden.
Neben dem Dolphin wurde auch das Patroullienboot „Kiska (WPB 1336)” I Marsch gesetzt. Um 3:08 Uhr erreichte der Hubschrauber das bei 18 Meilen Windgeschwindigkeit in sieben Fuß hohen Wellen treibende Boot und evakuierte den Skipper.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vier Tote bei Explosion auf Yangtse
(19.02.17) Drei Schiffe gingen nach einer Explosion auf dem Yangtse-Fluss am 17.2. um 23.20 Uhr unweit der Insel Jiangxinzhou vor Nanjing in Flammen auf. 12 Crewmitglieder wurden von der Wucht der Detonation ins Wasser geschleudert, vier von ihnen konnten nur tot geborgen werden. Das größte der betroffenen Schiffe war der 63 Meter lange Tanker "Chuqi 18" (MMSI-Nr.: 413767671), mindestens ein weiteres war ebenfalls ein Tanker. Am 18.2. um 1:30 Uhr war der Brand gelöscht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer in Rotterdam rasch gelöscht
(19.02.17) Der norwegische Tanker „Bow Cedar“, 23196 BRZ (IMO-Nr.: 9087013), der mit Azeton beladen im Botlek-Hafen in Rotterdam lag, geriet am Nachmittag des 18.2. in Brand. Das Feuer entstand durch ausgelaufenes Öl im Maschinenraum. Eine Viertelstunde nach dem Feueralarm meldete die Crew um 16.30 Uhr, die Flammen selbst gelöscht zu haben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fünf zum Teil schwer Verletzte bei Tankerbrand
(19.02.17) Beim Löschen von Öl brach am Abend des 18.2. um 21.30 Uhr auf einem Tanker am Depot der Jamuna Oil Company Limited auf dem Kirtankhola River in Barisal ein Feuer im Maschinenraum aus. Der Tanker war mit 950 Tonnen Öl aus Chittagong gekommen. Fünf Crewmitglieder wurden verletzt. Das Schiff hieß nach unterschiedlichen Quellen “Anchorage” oder “Anchor S”.
Fünf Löschfahrzeuge rückten zur Brandbekämpfung an und konnten das Feuer binnen einer Stunde löschen. Die Verletzten wurden in teils kritischem Zustand ins Barisal Sher-e-Bangla Medical College Hospital gebracht. Drei kamen noch am selben Tag ins Dhaka Medical College Hospital (DMCH), zwei hatten Verbrennungen an 80 % des Körpers erlitten, einer von 50 %. Gase, die sich im Maschinenraum entzündeten, waren offenbar Auslöser des Feuers, das diesen schwer beschädigte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter sanken in A Coruña
(19.02.17) Der Kutter “Ana Geli” sank am Morgen des 18.2. bei Hochwasser im Hafen von A Coruña bei der Marina des Real Club Náutico nach einem Wassereinbruch. Nur noch die Brücke und die Antennen ragten noch aus dem Wasser. Ein anderes Boot, die kleinere "Josefa Iglesias", wurde vom sinkenden Schiff zum Kentern gebracht, weil es auch einen Steg mit hinabzog, und lag auf der Seite neben dem Wrack.
Ölsperren wurden wegen auslaufenden Kraftstoffs ausgelegt. Hafenpolizei und Feuerwehr waren vor Ort im Einsatz. Die Bergungsarbeiten sollten am 19.2. fortgesetzt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter nach Plünderung halb gesunken im Eis eingefroren
(19.02.17) Am 18.2. begann an dem kambodschanischen Frachter "Yeruslan", 1232 BRZ (IMO-Nr.: 8867387), in der Amur-Bucht ein Versuch, das Schiff wieder aufzuschwimmen. Das Eis um den Rumpf herum wurde aufgesägt, und Lenzschläuche wurden in das fast unter Wasser liegende Achterschiff eingebracht.
Der bei Wladiwostok aufgelegte Frachter war am 31.1. offenbar in Brand geraten, als Plünderer mit Schweißgeräten Teile des Rumpfes abtrennten und abtransportierten. Es war 2016 vom Transport Prosecutor's Office des Primorsk.Territoriums wegen ausstehender Heuern arrestiert worden. Es gab 16 Schuldentitel von insgesamt 274,290 Dollar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler brennt in Kapstadt
(19.02.17) In Kapstadt geriet am 18.2. ein koreanischer Trawler in Brand. Das Feuer brach gegen zwei Uhr aus, die Löscharbeiten wurden später abgebrochen, weil das Schiff durch das Löschwasser Schlagseite entwickelte und nicht mehr sicher war. Die Feuerwehr zog sich zurück. Pappe und Kunststoffe nährten das Feuer im Achterschiff weiter.
Quelle:Tim Schwabedissen



Expeditionsyacht "Down North" (Bild: Olaf Nowicki)   Großbild klick!

Schoner in Stettin gehoben
(17.02.17) Am 16.2. wurde die kanadische Expeditionsyacht "Down North" im Hafen von Stettin von dem gewaltigen Schwimmkran „Lodbrok“ gehoben. Nachdem das Schiff in den Hebestropps wieder über Wasser erschienen war, wurde es ausgepumpt. Es hatte an der Marina auf der Insel Grodzka gelegen.
Die Zegluge Szczecinska forderte den Eigner auf, das Schiff bis Ende Februar zu entfernen. Der Schoner war am 30.5.2015 aus Swinemünde ins Nordmeer ausgelaufen, um den 35-jährigen Geburtstag der polnischen Forschungsstation Hornsund auf Spitzbergen zu feiern. In der pommerschen Bucht, rund 20 Meilen nordwestlich von Swinemünde, kenterte und sank er dann.
Von den 11 Crewmitgliedern und Mitreisenden überlebten nur 10 das Unglück. Das Wrack wurde vier Monate später gehoben und dann in Stettin repariert. Nach dem neuerlichen Untergang am 11.2. dürfte der Instandsetzungsbedarf erheblich gestiegen sein. Zur Ursache des Sinkens konnte der Eigner noch keine Auskunft geben, außer, dass es eine Fehlfunktion gegeben habe.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper "Samson Mariner" (Bild: USCG)   Großbild klick!

Schlepper "Samson Mariner" auf Grund
(17.02.17) Die Coast Guard Station Ketchikan mobilisierte ein Boot und ein Team des Marine Safety Detachment zu dem Schlepper "Samson Mariner", 158 BRZ (MMSI-Nr.: 303496000), der auf Grund gelaufen war, als er mit der Barge "Saint Elias" in den nördlichen Tongass Narrows unterwegs war. Er kam am Abend des 15.2. auf dem Rosa Reef in Alaska fest. Über Funk wurde die Coast Guard Juneau über einen Riss im Rumpf informiert.
Die South East Petroleum Response Organization (SEAPRO) legte nach der Havarie Ölsperren um den Havaristen, der 30,000 Gallonen Kraftstoff an Bord hatte, aus. Die Barge war mit 40,000 Gallonen Diesel beladen. Ein Krisenstab wurde aus der Alaska Department of Environmental Conservation (ADEC), Coastguard und der Samson Tug & Barge Inc. gebildet.
Rund 1,100 Gallonen Diesel liefen aus dem Schlepper aus, ehe Taucher der Alaska Commercial Divers Inc. das Leck gegen 22 Uhr abdichten konnten. Schlepper der Southeast Alaska Petroleum Response Organization zogen die Barge derweil zur Ward Cove, wo sie vor Anker gelegt und auf Schäden inspiziert wurde. Die Coast Guard gemeinsam mit der Southeast Alaska Petroleum Response Organization, derNational Oceanic and Atmospheric Administration und den Alaska Commercial Divers setzte den Einsatz fort, um den Schlepper wieder flottzumachen.
Er wurde danach ebenfalls in der Ward Cove längsseits der Barge festgemacht. Beide Schiffe wurden von 1.000 Fuß langen Ölsperren durch die SEAPRO umgeben. Von der Coast Guard Air Station hob ein Sitka MH-60 Jayhawk-Helikopter ab, um die Tongass Narrows mit Personal des Coast Guard Marine Safety Detachment Ketchikan an Bord zu kontrollieren. Die Tongass Narrows liegen nordwestlich von Ketchikan und sind Teil der Innenpassage von Südöst-Alaska.
Am 16.2. gegen 11 Uhr wurde ein Ölfilm von drei Meilen Länge am Nordende von Pennock Island entdeckt. Er war ungefähr 200 Yards breit. SEAPRO wurde damit beauftragt, das Öl aufzufangen. Es wurde erwartet, dass der Ölfilm binnen maximal 24 Stunden aufrechen würde.
Auch wenn keine größeren Umweltschäden erwartet wurden, arbeitete die Coast Guard mit der National Oceanic and Atmospheric Administration zusammen, um derlei Risiken komplett auszuschließen. Die SEAPRO kontrollierte weiter den Ölfilm in den Tongass Narrows ebenso wie die Umgebung der "Samson Mariner" und der "Saint Elias" in Ward Cove. Vor Ort waren Windgeschwindigkeiten von 14 Meilen und eine ruhige Se. Der Schleppzug war zum Zeitpunkt der Havarie unterwegs nach Valdez mit einer erwarteten Ankunftszeit am 19.2.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Tanker rasch gelöscht
(17.02.17) Am 15.2. brach in einem Lagerraum in den Aufbauten des liberianischen LPG-Tankers "Navigator Leo", 18321 BRZ (IMO-Nr.: 9482574), im Finnischen Meerbusen ein Feuer aus. Um 16.06 Uhr erhielt das russische MRCC eine Notmeldung. Der unbeladene Tanker war auf der Fahrt von Le Havre, wo er am 11.2. ausgelaufen war, nach Ust-Luga, eskortiert vom Eisbrecher "Vladivostok".
Bereits um 16.13 Uhr hatte die Crew das Feuer gelöscht. Um 22 Uhr machte der Tanker an Liegeplatz 59 in Ust-Luga fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker mit Problemen auf der Ems
(17.02.17) Der norwegische Tanker "Susana S", 12862 BRZ (IMO-Nr.: 9406714), erlitt am 16.2. nach dem Verlassen des Emder Hafens um 12.45 Uhr auf der Ems technische Probleme. Er war unterwegs nach Elnesvågen in Norwegen. Er musste vor Delfzijl vor Anker gehen.
Dort nahmen Schlepper ihn auf den Haken und brachten ihn zurück zum Emder Emskai, wo er gegen 18 Uhr festmachte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Döhle-Frachter eine Woche nach Havarie im Kattegat zu Fayard geschleppt
(17.02.17) Eine Woche nach seiner Havarie im Kattegat ging am Morgen des 17.2. der portugiesische Containerfrachter "Victoria", 17188 BRZ (IMO-Nr.: 9290165), bei Fyns Hoved ankerauf und wurde von dem Schlepper "Svitzer Mars" (IMO-Nr.: 9292852), der aus Frederica gerufen worden war, sowie der "Svitzer Trym" (IMO-Nr.: 9548354), die aus Kopenhagen kam, auf den Haken genommen. Sie sollten ihn mit langsamer Fahrt zur Fayard-Werft in Munkebo im Odense-Fjord ziehen, wo er gegen Mittag erwartet wurde. Die dänische Marine überwachte den Konvoi.
Das Ölbekämpfungsschiff „Marie Miljø“ sowie das Patroullienboot „Miljø 103“ eskortierten den Konvoi. Zuvor hatte sie dem Bergungsplan ebenso wie die Umweltschutzagentur und die zuständigen Meeresbehörden zugestimmt. Dank der Wassertemperatur von zwei Grad hatte sich der Kraftstoff in den aufgerissenen Tanks des Frachters, der einen 50 Meter langen Riss im Boden hatte, verfestigt.
Es bleibt nur bis sechs Grad flüssig. Dadurch war die Havarie glimpflicher als zunächst befürchtet verlaufen. Die “Victoria” hat eine Länge von 178,57 Metern, eine Breite von 27,7 Metern, einen Tiefgang von 10,86 Metern und eine Tragfähigkeit von 22.506 Tonnen. Der 1.683-TEU-Frachter läuft für die Peter Döhle Schifffahrts-KG in Hamburg und wurde 2004 von der J.J. Sietas KG Schiffswerft GmbH & Co. in Hamburg als „Palomar“ erbaut. Bis 2009 lief sie als „Maersk Victoria“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack der Potsdam wird in Rostock untersucht
(17.02.17) Experten der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) begannen am 16.2. in Rostock mit der Inspektion des vor Rügen geborgenen, 17 Meter langen Sassnitzer Fischkutters „Potsdam“. Hinweise darauf, dass der Kutter absichtlich versenkt wurde, gab es derzeit nicht. Ob aus der Untersuchung überhaupt Schlüsse gezogen werden könnten, war zudem noch völlig unklar.
Das Wrack hatte seit dem Untergang über sechs Monate auf dem Meeresgrund gelegen. Zudem entstanden wohl auch Schäden bei der Bergung. Der bereits fahruntüchtige Kutter war in der Nacht zum 29.7.2016 bei der Verschleppung zum Abwracken in Dänemark 30 Kilometer östlich von Sassnitz gesunken.
Quelle:Tim Schwabedissen



RIB-Passagiere flogen wie Puppen durch die Luft
(17.02.17) Am 16.2. um 15.15 Uhr wurde die norwegische Polizei alarmiert, dass ein RIB in Harstad verunglückt sei. An Bord des Festrumpfschlauchbootes hatten sich 10 britische Touristen und der Fahrer befunden. Es war mit hoher Fahrt, wohl rund 30 Knoten, gegen eine Installation im Hafen, die 57 Meter hohe Fontäne „Selsbanes Seil“ des Künstlers Geir Samuelsen, gelaufen, es gab einen lauten Knall, und die Insassen wurden ins Meer geschleudert.
Auch ein nachfolgendes RIB wurde in den Unfall verwickelt. Insgesamt befanden sich 24 Personen, darunter zwei Crewmitglieder und ein Tourbegleiter der Reisefirma Inghams, die den Ausflug organisiert hatte, an Bord. Ein Zeuge sagte, die Opfer seien wie Puppen durch die Luft geflogen. Nach einer Viertelstunde im sechs Grad kalten Wasser wurden alle 22 Betroffenen gerettet und ins Universitäts-Krankenhaus von Harstad gebracht.
Neun Fahrgäste und der Tourleiter waren leicht bis mittelschwer verletzt. Vier Personen wurden stationär aufgenommen. Die Urlauber waren am 15.2. aus London gekommen. Die Installation „Selsbanes Sail” war 2016 an der Einfahrt zu den Hurtigruten-Docks aufgestellt worden.
Sie war zum Unglückszeitpunkt nicht in Betrieb, ist aber mit Radardetektoren und Warnzeichen versehen. Die Polizei nahm Ermittlungen auf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Neuer Jade-Dienst-Schwimmkran brach zusammen – drei Verletzte
(17.02.17) Im Wilhelmshavener Binnenhafen kam es am 16.2. gegen 9.20 Uhr zu einem Unfall auf dem Schwimmkran „Jade Hiev“ (MMSI-Nr.: 211212400) des Hafenunternehmens Jade-Dienst. Neun Mitarbeiter waren gerade damit beschäftigt gewesen, den Kranausleger aufzustellen, als dieser aus ungeklärter auf das Deck stürzte. Drei der an Bord befindlichen Beschäftigten wurden leicht verletzt.
Die 30- bis 50-jährigen Männer wurden in eine Klinik gebracht. Die Polizei nahm Ermittlungen zur Unfallursache auf. Am 17.1. erst hatte der Kran einen Härtetest bestanden:
Er transportierte fünf schwere Stahlteile eines Drempeltunnels vom Gelände des Marinearsenals in Wilhelmsaven zu ihrem neuen Lagerplatz direkt an der Seeschleuse zur 4. Einfahrt. Es war der erste Einsatz des von der VEBEG gerade erst neu erworbenen Schwimmkrans des Jade Dienstes.
Der Kran stieß dabei an seine Maximalbelastung. Das schwerste der insgesamt fünf Bauteile des Tunnels wog 108 Tonnen. Vorher wurde noch ein Probehiev durchgeführt.
Der Schwimmkran „Hiev“ hatte viele Jahre im Kieler Marinearsenal gedient, war aber nach einer mehrjährigen kostspieligen Werftinstandsetzung nicht wieder von der Marine in Fahrt genommen worden und hatte längere Zeit in Kiel aufgelegen, ehe ihn der Jade-Dienst erwarb und umbenannte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Transportschiff sank vor Koh Gai
(17.02.17) In rauer See kenterte und sank vor Koh Gai (Chicken Island) am Nachmittag des 16.2. das thailändische Frachtboot „Chok Suthida 2“. Er hatte um 8.40 Uhr von der Jian Wanich Pier in Phuket mit Versorgungsgütern für Hotels in Phi Phi ausgelaufen. Der thailändische Kapitän und ein Decksmann aus Burma landeten im Wasser.
Sie wurden von dem passierenden Touristenboot „Pichamon 2009” gerettet. Auch die in der See treibende Ladung wurde später geborgen. Die Phuket Marine Police nahm Ermittlungen auf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht “Spera” sitzt auf
(17.02.17) Die kanadische Coast Guard war nicht sicher, ob der Eigner der 15 Meter langen Yacht “Spera”, die im Januar nahe Egmont auf Grund lief und nun halb unter Wasser lag, das Wrack bergen wollte. Sie überwachte es weiter, um mögliche Verschmutzungen ausschließen zu können. Das Schiff war am 27.1. in der Secret Bay gegen 20 Uhr auf einen Felsen gelaufen, als es südwärts oberhalb des Sechelt Inlet mit einer zweiköpfigen Crew zur Porpoise Bay unterwegs war.
Es kam zu einem Wassereinbruch, und die „Spera“ legte sich auf die Seite. Ein anderes Fahrzeug, die „Devil Fish”, sowie das Coast Guard-Patroullienboot “Cape Kuper” aus Powell River assistierten den Schiffbrüchigen. Eine Bergungsfirma pumpte das Öl ab, und ein Flugzeug des Transport Canada National Aerial Surveillance Program untersuchte die Umgebung auf Ölkontaminationen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepptrosse in der Schraube
(17.02.17) Eine Schlepptrosse verfing sich am 15.2. im Propeller des unter Sierra Leone-Flagge laufenden Frachters „Captain Joy", 5544 BRZ (IMO-Nr.: 9130901), im Hafen von Burgas. Das Schiff wollte mit Schlepperassistenz den Hafen verlassen, doch nach dem Loswerfen der Trosse wurde diese nicht schnell genug aufgeholt und verfing sich im Antrieb. Sofort stoppte die Crew die Maschine, um weitergehende Schäden zu verhindern.
Doch die Trosse war in den Propellerschaft gezogen worden. Der Frachter wurde auf die Reede von Burgas geschleppt, wo Taucher den Antrieb wieder befreiten. Nach einer Inspektion verließ das Schiff den Hafen schließlich kurz nach Mitternacht und nahm Kurs auf Varna, wo es um 21.50 Uhr in Devnja festmachte.
Die “Captain Joy” ist 118 Meter lang, 19,40 Meter breit, hat 7,80 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 5.544 Tonnen. Sie wurde 1996 bei den PS Werften Wolgast erbaut als „Mareike“ für die Reederei Heiko Winter in Hamburg erbaut und läuft für die Joy Marine Transport Ltd. auf den Marshall Islands.
Quelle:Tim Schwabedissen



Weitere Ausbeutung historischer Wracks in Sabah soll verhindert werden
(17.02.17) Neue Regeln sollen in Sabah nach der massiven Kontroverse über die Beschädigung dreier Wracks in der Usukan Bay für Bergungsarbeiten erlassen werden. Der State Tourism, Culture and Environment Minister Datuk Seri Masidi Manjunsagte, sie sei keine gute Erfahrung gewesen, aber die Behörden könnten von den gemachten Fehlern lernen, um vergleichbare Vorfälle in der Zukunft zu verhindern. Experten sollen dafür nun neue strengere Richtlinien erarbeiten.
Die Lizenz für Bergungsarbeiten, die das Sabah Museum ausgestellt hatte, musste nun entsprechend überarbeitet werden. Vor jeder Bergungsarbeit muss zunächst der historische Wert der Objekte befundet werden. Diese Entscheidung kam, nachdem die starke Zerstörung der japanischen Frachter “Kokusei Maru”, “Higane Maru” und “Hiyori Maru” weltweit zu Kritik in der Tourismus- und Tauchbranche geführt hatte.
Die Wracks aus dem 2. Weltkrieg liegen eine halbe Fahrstunde vor Kuala Abai, wo sie 1944 versenkt wurden und seither populäre Tauch- und Fischereisport wurden. Der Schaden durch ausbleibende Tourismuseinnahmen könnte in die Millionen gehen. Die Wracks stellten eine nicht ersetzbare Attraktion von Sabah dar.
Die Ugeens Berjaya Enterprise hatte eine chinesische Firma mit der Bergung von Materialien beauftragt, während die Universiti Malaysia Sabah (UMS) dabei Forschungs- und Dokumentationsarbeiten durchführen sollte. Sie hatten dafür auch die Genehmigung durch das juristisch zuständige Marine Department in Sabah, und eine Lizenz des Sabah Museum Department, die Wracks auszubeuten, ohne dabei aber Artefakte zu entnehmen. Es gab aber keine klare Verteilung von Zuständigkeiten.
Das Ziel war wohl, Artefakte zu retten, bevor die Wracks geplündert oder weiter verfallen konnten. Angeblich gab es auch 3.000 Tonnen umweltgefährdende Stoffe an Bord, dies konnte aber nicht bestätigt werden. Es gab keinen Beweis, dass die Wracks deshalb geräumt werden müssten.
Nachdem eine Anzahl von Keramiken, Geschirr und der Anker geborgen wurden, wurden andere Teile der Wracks zurück in die See gebracht, aber an einer anderen Position, die nur vom Museum herausgegeben werden darf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zustand von Wracks in Indonesien nach Plünderungen untersucht
(17.02.17) Die Situation mehrerer in Schlachten des 2. Weltkriegs vor Indonesien versenkter alliierter Schiffe ist nach einer neuen Untersuchung durch das Australian National Maritime Museum und des National Research Centre of Archaeology sehr unterschiedlich. Nach einem Report der USNI News haben Sonar- und ROV-Untersuchungen gezeigt, dass das Wrack des schweren Kreuzers USS “Houston (CA 30)“ weiterhin in gutem Zustand ist. Es war die erste umfassende Untersuchung des Schiffs.
Nur 368 Seeleute hatten den Untergang von USS “Houston” überlebt, als diese von den japanischen Kreuzern HIJMS „Mogami“ und HIJMS „Mikuma“ versenkt wurde. Nur 291 von ihnen überlebten die folgenden dreieinhalb Jahre Kriegsgefangenschaft. Die Daten über den leichten Kreuzer HMAS “Perth” aus Australien waren unklar.
Andere Wracks, darunter der holländische Zerstörer HNLMS “Kortenear”, der britische schwere Kreuzer HMS „Exeter“ sowie der britische Zerstörer HMS „Encounter“ wurden von Plünderern ausgeschlachtet. Der britische Zerstörer HMS “Electra” wurde leicht beschädigt, während den holländischen Kreuzern HNLMS “Java“ und HNLMS „Dr Ruyter“ große Teile fehlten.
Das U-Boot „USS Perch (SS 176)” wurde ebenfalls geborgen. Im November 2015 war befürchtet worden, dass die holländischen Schiffe sogar gänzlich verschwunden seien.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack des Kutters “Bugaled Breizh”
(Bild: Eugene Barbezat)   Großbild klick!

Brest: Wer entsorgt die Bugaled Breizh?
(16.02.17) Das Wrack des französischen Kutters “Bugaled Breizh”, 104 BRZ, liegt 12 Jahre nach seiner Bergung weiter auf dem Gelände der Marinebasis von Brest. Die Justizbehörden brauchen das Schiff nicht mehr als Beweismittel. Die Marine weiß aber nicht, wer für die Entsorgung zuständig ist. Das Schiff liegt unterhalb der Caffarelli-Rampe, dem Haupteingang der Base.
Aktuell ist unklar, wann und wie es weitergeht. Die Marine will den Kutter nicht verschrotten. Der Eigner hat das Schiff aufgegeben. Er hätte bis zum 21.12.2015 Eigentumsrechte anmelden können, hat das aber nicht getan. Doch die Annahme, damit falle es in die Zuständigkeit der Marine, ging fehl. Einen Verantwortlichen für das Abwracken zu finden, könnte so noch eine Weile dauern.
Die „Bugaled Breizh“ war am 15.1.2004 unter bis heute ungeklärten Umständen im Westteil des Ärmelkanals gesunken. Dabei kamen alle fünf Besatzungsmitglieder ums Leben. Sie war am 7.1.2004 aus Loctudy für eine voraussichtlich zweiwöchige Fangreise im Westteil des Ärmelkanals ausgelaufen. Nach einer kurzen Schlechtwetterphase, in der sie im Hafen von Newlyn Schutz suchten, erreichte sie am Mittag des 15.1.2004 erneut ihr Fanggebiet südlich Cornwalls. Die Wetterbedingungen um 11 Uhr waren mäßig mit südwestlichem Wind von 4 bis 5 Beaufort, zwei bis drei Metern Schwell und vier bis fünf Seemeilen Sichtweite.
Gegen 12:25 Uhr funkte der Kapitän Yves Gloaguen eine Notmeldung, dass das Schiff auf der Position 49°42’N; 005°10’W kentere und sofortige Hilfe erforderlich sei. Ein kurz darauf ausgesandter Funkspruch wurde während der Aussendung undeutlich und brach dann ab.
Um 12:36 Uhr sandte die „Eridan“, die gemeinsam mit der „Bugaled Breizh“ unterwegs war, eine Mayday-Relais-Sendung über Inmarsat C aus und telefonierte über Satellitentelefon mit dem CROSS Gris-Nez. Zahlreiche Schiffe liefen auf die Unfallstelle zu. Um 13:16 Uhr sichtete ein Rettungshubschrauber die „Eridan“ und ein Rettungsfloß in dessen Nähe. Ein Taucher der Hubschrauberbesatzung untersuchte das leere Rettungsfloß und ließ dessen Luft ab, damit es sinken konnte.
Um 13:43 und 13:57 barg ein Rettungshubschrauber zwei Tote, um 14 Uhr sichtete der Schiffsführer der „Eridan“ ein U-Boot. Um 15:08 Uhr nahm der französische Trawler Hermine das zweite Rettungsfloß des Havaristen an Bord. Um 17:15 Uhr wurde die SAR-Aktion beendet und um 19 Uhr durften die „Eridan“ und die anderen Fischereifahrzeuge vor Ort die Unfallstelle wieder verlassen.
Am 10.7.2004 wurde der Kutter gehoben und mit eingedrücktem Unterwasserschiff vorgefunden. Der Fall erregte bis heute größeres Aufsehen, da ein Atom-U-Boot, das den Trawler an seinem Schleppnetz unter Wasser gezogen haben könnte, als eine mögliche Ursache der Havarie angesehen wurde. Bisher schloss keines der geführten Verfahren mit einer eindeutigen Aufklärung des Untergangs.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler sank in Thyborøn
(16.02.17) Am 10.2. wurde die Seenotrettungsstation Thyborøn alarmiert, nachdem es zu einer Kollision im Hafen gekommen war. Der unter Belize-Flagge laufende Trawler "Emma Helene", 299 BRZ (IMO-Nr.: 8421236), der am Kai gelegen hatte, war von einem anderen Schiff, dem dänischen Kutter "Linette - L 120", 369 gt (MMSI: 220109000), gerammt worden und hatte schweren Wassereinbruch an Backbordseite erlitten. Die Seenotretter kamen sofort mit Pumpen zur Unglücksstelle und versuchten, den Havaristen zu lenzen.
Doch das Loch im Rumpf war zu groß, um gegen die eindringenden Wassermengen ankommen zu können. Das Schiff sank mit dem Heck auf den Hafengrund. Es wurde vorsorglich mit einer Ölsperre umgeben.
Bei der „Emma Helene“ handelt s sich um die ehemalige „Helgoland – BX 768“ der Hochseekutter P. Schwertfeger in Bremerhaven. Sie wurde 1985 bei der Siegholdwerft Bremerhaven GmbH & Co. erbaut. 1994 wurde sie zur „SAS 102 – Helgoland“ von Arne Wendt in Sassnitz und 1998 zum Trawler umgebaut. Seit 2012 lief sie als „Emma Helene“ für die Reederei Christian Rassmussen/Wichmann aus Cuxhaven mit Heimathafen Thyborøn. Am 25.02.2013 wurde sie aus dem Register genommen, am 27.2. registriert als „Emma Helene – NC 302“ in Cuxhaven und war seit einiger Zeit, nachdem sie durch einen Neubau ersetzt wurde, in Thyborøn aufgelegt und stand zum Verkauf. Am 10.08.2016 wurde sie erneut aus dem Register genommen. Die „Emma Helene“ ist 30,03 Meter lang, 7,82 Meter breit und hat einen Tiefgang von 3,68 Metern.
Quelle:Tim Schwabedissen



“Superior Trust”: eingeknickt (Bild: USCG)   Großbild klick!

Stelzenschiff kollidierte mit Ölplattform
(16.02.17) Die US Coast Guard rettete am 15.2. die vierköpfige Crew des Liftboots “Superior Trust”, das nahe des Southwest Pass, Louisiana, instabil geworden war. Die Coast Guard New Orleans wurde um 3:19 Uhr informiert, das seines der Beine der “Superior Trust” nachgegeben hatte und diese daraufhin mit der Gangway einer Gasplattform kollidiert sei. Rund 10 Gallonen Öl liefen aus.
Die Coast Guard Station Venice um 3:36 Uhr schickte ein 45-Fuß-Boot, das um 4:30 Uhr eintraf. Es barg die Crew der “Superior Trust” ab und brachte sie zurück zur Coast Guard Station. Das Patroullienboot „Brant” traf um 10:41 Uhr bei der “Superior Trust“ ein.
Von der Air Station New Orleans startete ein MH-65 Dolphin-Helikopter zu einem Kontrollflug. Der Eigner Superior Energy arbeitete an einem Bergungsplan, und die I.G. Petroleum, L.L.C. schickte ein Schiff zur Inspektion und Reparatur der Plattform.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sassnitz: Kutter geborgen
(16.02.17) Der vor einem guten halben Jahr gesunkene, 1950 erbaute 60-Tonnen-Kutter "Potsdam" aus Sassnitz wurde am 15.2. rund 30 Kilometer östlich des Heimathafens in der Schifffahrtsrinne im Adlergrund zwischen Rügen und Dänemark vom Rostocker Taucherunternehmen „Baltic“ aus der Ostsee geborgen. Für die Bergung waren zwei Schiffe, ein Schwimmkran und acht Taucher zwei Tage lang im Einsatz. Das 17 Meter lange Wrack sollte nun untersucht und dafür auf Deck der "Mira A" zunächst nach Rostock gebracht werden.
Der Konvoi mit dem Kran "Sanne A" traf dort am 16.2. ein. Die Bergung ist ein Präzedenzfall, weil die Kosten in Höhe von mehr als 200.000 Euro erstmals der Schiffseigner selbst zahlen muss. Hintergrund war eine neue Vorschrift zur Beseitigung von Schiffswracks, die 2015 in Kraft getreten ist und nach der Ämter gesunkene Schiffe bergen und das Verfahren den Eignern in Rechnung stellen dürfen, wenn diese sich weigern, das Wrack selbst zu beseitigen.
Am 21.9.2008 war die „Potsdam“ auf dem Weg zum Sassnitzer Graben etwa fünf Kilometer vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns nach der Kollision mit einem Baumstamm vor Rügen ein vollbesetzt in Seenot geraten. Der Angelkutter befand sich mit 18 Petrijüngern und einer zweiköpfigen Crew an Bord etwa fünf Seemeilen östlich von Rügen, als er durch den Zusammenstoß mit Treibgut einen starken Wassereinbruch erlitt. Kapitän Andreas Wiener (41) setzte um 11.34 Uhr über UKW-Kanal 16 einen Notruf ab und warf die Lenzpumpen an.
Da auch das Getriebe in Mitleidenschaft gezogen worden war, trieb der Kutter derweil manövrierunfähig auf der Ostsee. Mehrere Schiffe reagierten auf den Notruf. Der Zollkreuzer „Rügen“ ging auf Standby , doch mit Hilfe der eigenen Lenzpumpen gelang es dem Kapitän, noch während der Rettungskreuzer „Wilhelm Kaisen“ im Anlauf war, den Wassereinbruch so unter Kontrolle zu bringen, dass das Wasser im Schiff nicht weiter stieg.
Der Seenotkreuzer erreichte die „Potsdam“ um 12.15 Uhr und schleppte den Havaristen in den Hafen von Sassnitz. 2013 wurde der Betreiber MS Potsdam e.V. insolvent. Danach lag der Kutter zunehmend heruntergekommen in Sassnitz, bis es auf die letzte Reise zu Abwrackern in Dänemark ging, die in der Nacht zum 28.7.2016 auf dem Ostseegrund vorläufig endete.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Frachter in Vietnam
(16.02.17) In den Aufbauten des unter Panama-Flagge laufenden Holzschnitzelfrachters "Iris Express", 39145 BRZ (IMO-Nr.: 8908777), der am Abend des 13.2. um 23.30 Uhr in Cai Lan, Hai Phong festgemacht hatte, brach während Verladearbeiten von Holzchips für Japan am 14.2. gegen 21 Uhr ein Feuer aus. Es entstand in der Kabine des Chief, die zu der Zeit leer war. Die 23-köpfige chinesische Crew begann sofort mit Löscharbeiten.
Die örtliche Feuerwehr und ein Löschboot kamen ebenfalls zu Hilfe, und nach 25 Minuten war der Brand gelöscht. Die Hafenbehörde der Quang Ninh Provinz leitete eine Untersuchung ein. Der Schadensumfang war noch unklar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Dänische Königin soll gesunkene Königin retten
(16.02.17) Der Eigner des 140 Fuß langen Dreimasters "Regina Caelis", der am 27.1. in Portaferry im irischen County down kenterte und sank, hat Königin Margarethe von Dänemark um Unterstützung bei der Rettung und Restaurierung des 200-Tonners gebeten. William Mulhall sagte, der Name Regina Caelis heiße Queen of Heaven auf Englisch. Das Schiff war in den 1930er Jahren als Longliner in Dänemark erbaut worden.
Er habe nun an die "Queen of Denmark" eine Email von Königin zu Königin geschickt. Der drohende Untergang des heruntergekommenen Schiffes war von Anwohnern bereits vorhergesehen worden, doch Mulhall sagte, er habe es wegen Versicherungsproblemen nicht bewegen können und von verschiedenen Regierungskreisen unterschiedliche Instruktionen erhalten. Es hatte, als es sank, über ein Jahr festgelegen.
Mulhall machte ein Problem mit der Elektrik für den Untergang verantwortlich. Wegen des schlechten Erhaltungszustandes habe er auch keine Versicherung bekommen, um das Schiff für Reparaturen in ein Dock zu bringen. Der North Down Borough Council wollte das Schiff von der Cook Street Jetty entfernt wissen, weil es dort ohne Genehmigung lag und hatte auch schon rechtliche Schritte eingelegt.
Andere Behörden sollen es nach Aussage Mulhalls aber mit einem Fahrverbot belegt haben. Er wollte aus der "Regina Caelis" auch einmal ein Restaurant im Titanic Quarter in Belfast machen, doch dieser Plan ließ sich nicht realisieren. Das Angebot einer Bergungsfirma aus Malta, das Schiff zu heben und ins Mittelmeer zu bringen, ist zwischenzeitlich offenbar ebenfalls versandet. Die Gesamtkosten dürften zwischen einer viertel und einer halben Million Pfund liegen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf APL Austria nach vier Tagen praktisch gelöscht
(16.02.17) Am 15.2. wurde das Feuer auf der “APL Austria” für gelöscht erklärt. Um den Ladungsbrand zu ersticken, wurde die Ladeluke IV 12 Meter hoch geflutet, das entspricht vier Containerlagen. Lediglich zwei mit Wachskerzen beladene Container bereiteten noch Sorgen, deren Inhalt geschmolzen war. Brandexperten aus London und fünf Feuertechniker aus Österreich hatten bei der Brandbekämpfung assistiert.
Die Schiffsstruktur blieb unbeeinträchtigt, da es gelungen war, das Feuer auf eine Abteilung zu begrenzen. Am Morgen des 15.2. wurde unter Aufsicht der South African Maritime Authority (SAMSA) damit begonnen, 32 Container aus der betroffenen Luke zu holen. Bis zum Abend des 14.2. waren bereits 281 Container von Bord geholt worden. Um die Stabilität des Frachters zu gewährleisten, wurden auch Boxen vor und hinter der brennenden Luke entladen. Dadurch wurde auch Arbeitsfläche für die Brandbekämpfer geschaffen. Die Inhalte der beschädigten Container wurden auf dem Kai entladen und dort gelagert.
Die ausgeglühten Boxen sollten am 16.2. entsorgt werden. Die Feuerwehr wie auch die Schlepper der Transnet National Ports Authority’s (TNPA) blieben weiterhin vor Ort. Das Feuer war am Nachmittag des 12.2. ausgebrochen, als sich der mit 21 Mann besetzte Frachter 30 Meilen südwestlich von Cape St Francis befand.
Er wurde daraufhin zum Hafen von Ngqurha zurückbeordert, wo das Feuer besser als auf See bekämpft werden konnte. Nach der langwierigen Brandbekämpfung ging es nun an die nicht minder umfangreichen Aufräumungsarbeiten vor Ort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter drei Tage lang abgeschleppt
(16.02.17) Die Coast Guard Sector Mobile wurde am 12.2. von dem 26 Meter langen Kutter "Swaggy B" (MMSI-Nr.: 367767950) alarmiert, nachdem er um 6:49 Uhr manövrierunfähig geworden war. Das Patroullienboot "Stingray" wurde zur Hilfeleistung entsandt und traf am 13.2. um 1:50 Uhr vor Ort ein und nahm den Havaristen in Schlepp. Am 14.2. um 15:06 Uhr übergab die "Stingray" die "Swaggy B" mit ihrer dreiköpfigen Crew an den Schlepper „Enterprise" unweit von Fort Morgan, Alabama. Um 18:20 Uhr wurde er in Theodore, Alabama, festgemacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Multraship wartet weiter auf 15 Millionen Euro aus Rumänien
(16.02.17) Die niederländische Schlepp- und Bergungsfirma Multraship bekommt immer noch von der rumänischen Regierung 15.000.000 € für einen Bergungsauftrag, in dem sogar zwei Menschen ihr Leben verloren. Es ging um die Räumung des Frachters „Rostok“, 4,497 BRZ, der Danube Shipping aus dem Sulina-Kanal, der dort seit 1991 das Fahrwasser blockierte. 2004 wurde der Auftrag zur Räumung des Wracks, das Transit von der Donau bis zum Schwarzen Meer versperrte, erteilt und bis 2005 vertragsgemäß durchgeführt.
Rumänien erhielt auch Mittel aus der Europäischen Investitionsbank für das Projekt. Die Regierung hat seither wiederholt versprochen, zu zahlen, kam dem aber trotz eines verlorenen Schiedsverfahrens und diplomatischen Drucks von drei niederländischen Minister noch nicht nach. Multraship versuchte zuletzt, die Pfändung von Eigenturm des rumänischen Ministeriums für öffentliche Arbeiten zu erreichen. Doch ein rumänisches Gericht entschied nun, dass das Unternehmen aus Terneuzen nicht Vermögen der rumänischen Flussbehörde in Rumänien erhalten darf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter in Skikda auf Grund gelaufen
(16.02.17) Der unter Marshall Islands-Flagge laufende Bulkcarrier "Sea Lady", 27986 BRZ (IMO-Nr.: 9266188), lief am 14.10. gegen 22 Uhr im Hafen von Skikda, nachdem er von Las Palmas mit einer Ladung von 43.700 Tonnen Mais dort einen Tag zuvor eingetroffen war, gegen 22 Uhr in Hafenbecken 2 auf Grund. Dort blockierte er seither den Verkehr im östlichen Hafenbereich. Der Tiefgang des Schiffes betrug 10,9 Meter, die Hafentiefe aber nur 9.8 Meter. Versuche, das Schiff in der Nacht zu bergen, wurden unterbrochen.
Am Morgen des 15.2. sollten Taucher zunächst den Hafenboden untersuchen und die Lage des Schiffes feststellen. Gegen 16 Uhr waren fünf Hafenschlepper vor Ort, um den Frachter wieder flottzumachen. Bereits am 13.2. hatte es Probleme bei Ansteuern des Château-Vert-Kais gegeben.
Der Frachter kehrte daraufhin zunächst auf Reede zurück. Der folgende Versuch, nach Skikda einzulaufen, ging dann richtig schief.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suche nach Vermissten der Senefand Uno dauert an
(16.02.17) Die "Senefand Dos", ein Schwesterschiff des senegalesischen Trawlers "Senefand Uno", 172 BRZ (MMSI-Nr.: 663134000), der vor einer Woche gesunken war, durchkämmte weiterhin das Seegebiet, in dem sich der Schiffbruch ereignete. Die Crew hielt Ausschau nach den drei noch vermissten Crewmitgliedern, darunter dem Skipper Vicente Pazos aus Marín, sowie einem Maschinisten und einem Decksmann aus Senegal. Das Suchgebiet erstreckte sich über drei Meilen Breite in einem Seegebiet 30 bis 35 Meilen südwestlich von Dakar.
Nach Aussage des Ingenieurs Fernando Argibay, einem der acht Überlebenden, war der Skipper im Ruderhaus, als das Schiff beim Aufholen eines Netzes unter dessen Gewicht zu kentern begann. Sie neigte sich stark nach Steuerbord, und bis zuletzt versuchte er, das Schiff durch Fahrmanöver zu stabilisieren. Damit verschaffte er den Überlebenden wertvolle Zeit, sich zu retten.
Als das Schiff dann aber auf 650 Metern Wassertiefe unterging, wurde er wohl im Ruderhaus eingeschlossen. Die Eigner, die Profand Grooup, wollte nun ein ozeanografisches Forschungsschiff mit Multibeam- und Sidescan-Sonar mobilisieren, um das Wrack zu lokalisieren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Touristenboote in Ha Long-Bucht nach neuerlichem Brand stillgelegt
(16.02.17) Das Volkskomitee der nordvietnameischen Quang Ninh-Provinz hat am 14.2. alle Boote der Sightseeing-Flotte der Bhaya Legend Co. Ltd. stillgelegt. Hintergrund war ein Feuer auf dem 2003 erbauten Holzschiff „Bhaya QN2071”, das am Nachmittag des 13.2. in Brand geraten war. Erst nach Abschluss der Untersuchungen sollten die Touristenboote wieder freigegeben werden.
Der Brand war entstanden, als es bei cua Van in der Ha Long-Bucht ankerte. Zu der Zeit waren alle sieben Fahrgäste auf einer Kayaktour. Die Crew konnte ihr Gepäck in Sicherheit bringen und den Brand löschen. Erst am 10.1. war ein anderes Touristenschiff nach einem Feuer gesunken. Insgesamt war es in knapp sieben Jahren zu 13 Bootsbränden in der Ha Lon-Bucht gekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Scheibe auf Schnellfähre barst - 44 Verletzte
(16.02.17) 44 Passagiere an Bord der philippinischen Schnellfähre “Ocean Jet 12” wurden am 14.2. bei einem Unfall vor Calapan City in Oriental Mindoro verletzt. Das Schiff war dorthin unterwegs, als eine Glasscheibe von einer Metallleiter zum Bersten gebracht wurde und Wasser in den Salon eindrang. Das Schiff kam mit insgesamt 245 Fahrgästen aus Batangas Port. Nach dem Eintreffen in Calapan City wurden die Verletzten medizinisch betreut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandeter Bulkcarrier geborgen
(16.02.17) Nach mehreren fehlgeschlagenen Versuchen in den vergangenen 10 Tagen gelang es der POSH-Tochter Semco Salvage & Towage, den gestrandeten Bulkcarrier "Alam Manis" am 15.2. von der Saya De Malha-Bank im Indischen Ozean zu bergen. Der Frachter sollte zur Inspektion nach Pipavav gebracht werden. Die Bergungskosten betrugen rund 800.000 Dollar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Maersk übergab Untersuchungsbericht über gesunkene Versorger
(16.02.17) Am 15.2. hat die Maersk Supply Service AS als Eigner der beiden in der Biskaya gesunkenen 4013-Tonnen-Versorger "Maersk Searcher" (IMO-Nr.: 9169483) und "Maersk Shipper" (IMO-Nr.: 9191369) dem Maritimen Präfekten Atlantik den Untersuchungsbericht, der am 4.1. angefordert wurde, übergeben. Maersk hatte das Spezialschiff "Jif Explorer" samt eines ROV gechartert, um die Rümpfe und die Schäden der Wracks zu inspizieren.
Die Untersuchung fand am 20. und 21.1. statt. Die Schiffe wurden auf flachem Sandboden liegend vorgefunden. Sie waren erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Insbesondere die Vorschiffe hatten beim Aufschlagen auf den Grund schwere Schäden davon getragen.
Es wurden keine Leckagen ölhaltiger Stoffe festgestellt. Der Report sollte nun analysiert werden, um die notwendigen Schlüsse bezüglich Umweltschutz und Auswirkungen auf die Schifffahrt und möglicherweise zu treffende Maßnahmen zu ziehen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Noch kein Bergungsplan für Döhle-Frachter
(16.02.17) Die Reederei Peter Döhle hat anders als erwartet am 15.2. noch keinen Bergungsplan für den portugiesischen Frachter "Victoria", 17188 BRZ (IMO-Nr.: 9290165), an das dänische Verteidigungsministerium übergeben. Es gab entsprechend noch keinen Zeitplan für das weitere Verfahren mit dem Havaristen. Der Plan ist aktuell offenbar noch in Arbeit.
Der Eigner trägt die Verantwortung für alle Umweltschäden. Da sich das Öl in den beschädigten Tanks aber verfestigt hat, galt die Lage aktuell als stabil. Wegen der hohen Kosten, die durch den Ausfall des Schiffes und seiner Ladung für Eigner und Versicherung entstehen, wurde erwartet, dass der Bergungsplan wohl nicht mehr lange auf sich warten lassen würde. Er muss zunächst von den zuständigen dänischen Behörden genehmigt werden, bevor er umgesetzt werden kann.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zerstörte Container im Heckbereich (Bild: Juan Mata)   Großbild klick!

Komplizierte Bergung zerstörter Ladung in Algericas
(15.02.17) Am 14.2. waren drei große Mobilkräne am Liegeplatz des dänischen Containerfrachters "Merete Maersk", 183500 BRZ (IMO-Nr.: 9632064), am TTI-Terminal in Algericas in Stellung gegangen. Sie hatten die schwierige Aufgabe, die verkanteten und teils zerquetschten Container auf dem Achterschiff zu bergen. Der Frachter hatte Algericas am 9.2. um 16.20 Uhr angesteuert, nachdem auf der Reise von Tanjung Pelepas, am 6.2. im Mittelmeer ein Teil der Ladung nördlich von Skikda übergegangen war.
Insgesamt 43 Container gingen in stürmischer See über Bord, von denen 16 später noch vor Algericas treibend gesichtet wurden. Weitere 85 Container verschoben sich und wurden zum Teil schwer beschädigt.
Die „Merete Maersk“ war das 11. der 18,270-TEU-Schiffe, die die Reederei beim Daewoo Shipyard (DSME) 2011 in Auftrag gegeben hatte. Sie wurde nach der Fertigstellung 2015 im AE-10-Servie von Asien nach Europa eingesetzt und ersetzte den 15.550-TEU-Frachter „Edith Maersk“, der in den AE-2-Loop vom Fernen Osten nach Europa verlegt wurde. Die „Merete Maersk“ folgte der „Mayview Maersk“ und wurde gefolgt von der „Mogens Maersk“ als letzter Einheit der Serie.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Sassnitz wird geborgen
(15.02.17) Das Rostocker Taucherunternehmen „Baltic“ hat am 14.2. damit begonnen, den 16 Seemeilen östlich von Sassnitz gesunkenen, 17 Meter langen Fischkutter „Potsdam“ zu heben. Dafür wurde das dänische Kranschiff „Sanne A“ (MMSI-Nr.: 219007414) in das Seegebiet „Adlergrund“ geschickt, das das Wrack am 15.2. zur der zum Bergungsschiff umgebauten, ehemaligen Fähre „Mira A“, 348 BRZ (IMO-Nr.: 9099171), bringen sollte. Diese wird es weiter nach Dänemark transportieren, wo es entsorgt werden soll. Vor Ort war auch das deutsche Ölbekämpfungsschiff „Arkona“, 2056 BRZ (IMO-Nr.: 9285811).
Der Kutter war in der Nacht vom 28. auf den 29.7.2016 bereits auf dem Weg zu Abbrechern in Dänemark gewesen. Doch auf der Fahrt dorthin sank das Schiff. Weil das Wrack seither eine Gefahr für die Schifffahrt darstellte, wurde der Eigner aufgefordert, es zu bergen und umweltgerecht zu entsorgen.
Untersuchungen des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie hatten ergeben, dass die Wassertiefe über dem Wrack nur 12,4 Meter betrug. In dem Seegebiet waren aber Schiffe mit einem Tiefgang von 15 Meter zugelassen. Der Aufforderung zur Räumung kam der Eigner allerdings nicht nach.
Deshalb hat das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt die Bergung in Auftrag gegeben und wird dem Besitzer die Kosten der Aktion in Höhe von rund 180.000 Euro anschließend in Rechnung stellen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Löscharbeiten am Containerfrachter "APL Austria"
(Bild: NSRI)   Großbild klick!

Schwierige Brandbekämpfung im Hafen von Ngquara
(15.02.17) Spezialisten in Sachen Gefahrgut und Schiffsbrand wurden am 14.2. von APL aus London und Österreich eingeflogen, um bei den Löscharbeiten an Bord des Containerfrachters "APL Austria" im Hafen von Ngqura zu helfen. Außerdem trafen dort Bergungsexperten aus Kapstadt ein. Das Feuer war zwar unter Kontrolle, aber weiterhin aktiv. Die Feuerwehr konnte noch nicht unter Deck vordringen, wo sich der Brandherd befand. Seit dem 13.2. waren Schlepper von Transnet kontinuierlich dabei, die Container auf dem Hauptdeck unter einen Wasservorhang zu legen. Auch am 14.2. schlugen gelegentlich offene Flammen empor, die von der Feuerwehr mit Hochdruck-Schläuchen heruntergeschlagen wurden.
Dichte Rauchwolken zogen über den Hafen. Schon jetzt war klar, dass der Brand einen Millionenschaden verursacht hat. Der Frachter hatte insgesamt 3.076 Container geladen. Er war unterwegs von Kapstadt nach Réunion, als das Feuer festgestellt wurde.
Nach dem Einlaufen in Ngquara am 13.2. wurde der Terminal vorerst geschlossen, bis das Feuer eingedämmt war. Am 14.2. war wieder Umschlagbetrieb möglich. Zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen waren für den Fall unerwarteter Entwicklungen getroffen worden.
Aktuell gab es weder das Risiko einer Ölverschmutzung noch struktureller Schäden am Schiff. 70 Container, überwiegend vom Feuer nicht betroffene, wurden entladen und am Nachmittag des 14.2. auf dem Kai gelagert. Andere wurden umgesetzt.
Einige wurden strategisch so platziert, dass sie einen Schutzwall darstellten, um eine Ausweitung des Brandes zu verhindern. Derzeit wurde an Plänen gearbeitet, wie die vom Feuer beschädigten oder noch brennenden Container an Land gebracht werden können. Sie sollten dann auf dem Kai geöffnet und abgelöscht werden. Die Löscharbeiten wurden durch die SA Maritime Safety Authority (SAMSA) geleitet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack des Frachters “Telamón” (Bild: Wiki05)   Großbild klick!

Ikone von Lanzarote soll nicht verschrottet werden
(15.02.17) Die Ankündigung, dass das Wrack des Frachters “Telamón”, 8003 BRZ (IMO-Nr. 5354896), der seit 36 Jahren in Arrecife auf Grund liegt, in den kommenden Wochen verschrottet werden sollte, hat zu einer starken Reaktion in den sozialen Netzwerken geführt. Über die Plattform www.change.org wurde eine Unterschriftenaktion gestartet, die binnen weniger Tage abertausende von Unterzeichnern hatte. Würde das Schiff verschrottet, verschwände eine Touristen- und Taucherattraktion von Lanzarote, die von dort kaum mehr wegzudenken ist.
Wegen seiner Lage ist das größere der beiden Wrackteile ideal für das Schnorcheln und das Erlernen des Wracktauchens. Auch Seenotrettungseinheiten führen hier ihre Übungsmanöver durch. Weniger als 100 Meter südlich und in einer Tiefe von 18 Metern liegt der Bug.
Hier ist das Unterwasserleben vielfältiger, das Wrack ist belebt von Kraken, Papageifischen und Großen Bernsteinbrassen Taucher und Unterwasserfotografen haben an den Kontrasten, die das Licht in den verschiedenen Abschnitten des Schiffes schafft, seit Jahrzehnten viel Freude.
Wegen der geringen Wassertiefe ist der Ort besonders für Tauchanfänger sehr gut geeignet. Auch zum Besichtigen des Ortes an Land wird das Schiffswrack in allen touristischen Foren als außergewöhnlich angepriesen. Für manche Besucher ist es sogar einer der Orte auf Lanzarote, die man unbedingt gesehen haben muss. Die Fischer profitieren ebenfalls von den Fischschwärmen, die sich in den stählernen Höhlen des Wracks befinden.
Der 139,5 Meter lange und 17,9 Meter breite Frachter wurde von der Caledon Shipbuilding & Engineering Company Ltd. unter dem Namen „Temple Hall“ 1953 in der schottischen Stadt Dundee erbaut. Zunächst für die Temple Steam Ship Company fahrend, wurde das Schiff 1969 an Demetrios P. Margaronis & Sons verkauft, in „Pantelis“ umbenannt und unter griechische Flagge gebracht. 1970 wurde es an die Cia. Naviera Para Viajes Sud Amerika SA weiterverkauft.
Schließlich fuhr es ab 1977 für K. Mitsotakis & Sons als „Telamón“. Auf der letzten Fahrt 1981 war das Schiff von San-Pédro an der Elfenbeinküste ins Ägäische Meer unterwegs mit einer Ladung Baumstämmen für die griechische Stadt Thessaloniki. Doch diese kamen dort nie an. Am 31.10.1981 fegte ein schwerer Sturm über die Kanarischen Inseln. Als sich die „Telamón“ in der Meerenge von Bocaina zwischen Lanzarote und Fuerteventura befand, stellte die Crew ein Leck im Rumpf des Schiffes fest. Wegen der schlechten Wetterlage konnte sie den Schaden nicht beheben. Zudem befürchtete der Kapitän Manuele Avtigromm, die Baumstämme könnten sich so stark bewegen, dass der Frachter kentern oder auseinanderbrechen könnte.
Daraufhin kontaktierte der Kapitän den Hafenmeister von Arrecife, Antonio Sivera, und bat um Hilfe. Doch es war schnell klar, dass das Schiff in einem sehr schlechten Zustand war und zu sinken drohte. Eine Reparatur vor Ort war bei den schlechten Wetterverhältnissen schwierig, und auch am nächsten Tag sollte sich die See nicht beruhigen.
So beschloss man, das Schiff mit einem Thunfischfänger an die Küste von Lanzarote zu manövrieren. Die „Telamón“ sollte aber nicht in den Puerto de los Mármoles, den Hafen von Arrecife, gebracht werden, denn im Fall eines Untergangs hätte den kleinen Hafen blockiert, über den der Großteil des Handels der Insel abgewickelt wurde. Deshalb entschied man sich, den Frachter an das Ufer von Las Caletas zu bringen, einem kleinen Dorf bei Costa Teguise, ein paar hundert Meter vom Hafen entfernt.
Dort wurde es kontrolliert auf Grund gesetzt, und alle 29 Crewmitglieder, hauptsächlich Griechen, aber auch Seeleute aus Ghana, Mali und der Elfenbeinküste, wurden wohlbehalten an Land gebracht und im Hotel Casa del Mar und in Unterkünften am nahe gelegenen Charco de San Ginés einquartiert. Zwei Tage nach dem Unglück reiste der Eigner des Schiffs nach Lanzarote, um die Lage in Augenschein zu nehmen.
Den Rumpf ließ er von Werfttauchern aus Puerto Naos untersuchen. Hierbei stellte sich heraus, dass ein Leck im Laderaum entstanden und dieser zu zwei Dritteln geflutet war. Außer den Baumstämmen, die einfach geborgen und dann nicht weiter beachtet wurden, befanden sich noch 260 Tonnen Schweröl und 60 Tonnen Diesel an Bord.
Deshalb installierte eine Spezialfirma aus London zunächst einen Schutzring aus Luftreifen, der auf der Meeresoberfläche schwamm und möglicherweise austretendes Öl am Ausbreiten hindern sollte. Danach verteilten die Techniker im Wasser Dispergatoren, Stoffgemische, die Öl in sehr kleine, biologisch abbaubare Tröpfchen trennen. Schließlich konnte ein Boot der Compañía Española de Petróleos – CEPSA das Öl abpumpen.
Nachdem die Reederei K. Mitsotakis & Sons die „Telamón“ aufgab, zeigte sich einige Zeit später ein anderes Unternehmen daran interessiert, den Frachter wieder flott zu machen, jedoch legte sich das Interesse relativ schnell wieder, als man sich über die ungefähren Kosten von damals über 100 Millionen Peseten, was heute etwa 600.000 Euro entspricht, klar wurde.
So blieb das Wrack dort, wo es war.
Bei einem Sturm brach es wenig später in zwei Teile und lag seitdem mit dem 74 Meter langen Achterschiff zur Küste gerichtet und nach vorne geneigt wenige Meter vor der Küste von Lanzarote. In dem Wrack machten sich für einige Zeit sogar Hausbesetzer breit. Wegen der unkomfortablen Bedingungen zogen sie sich jedoch rasch wieder zurück und suchten ein neues Quartier.
Erst im Jahr 2009 zog das Wrack wieder die Aufmerksamkeit auf sich: Es ging um die letzte Ladung des Frachters. Die Holzstämme lagen jahrelang, Wind und Wetter ausgesetzt, unweit des Schiffes an Land. Sie entkamen knapp der Vernichtung durch ein Feuer, und daraufhin wurde José María Pérez Sánchez, ein spanischer Stadtplaner, auf die Stämme aufmerksam. Aus dreien von ihnen erbaute er eine Skulptur in einen Kreisverkehr in Costa Teguise, an der Promenade in der Nähe des Strandes Las Cucharas.
Sein Kunstwerk nannte Sánchez „La Hoguera de San Juan“, auf Deutsch Johannisfeuer, das in der Nacht vom 23. auf den 24.6.2009 eingeweiht wurde, in der Johannisnacht, dem Gedenktag an Johannes den Täufer. In dieser Nacht wird traditionell auf Lanzarote der Sommerbeginn mit einem großen Feuer gefeiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Crewmitglieder von austretendem Gas vergiftet
(15.02.17) Drei Crewmitglieder des vietnamesischen Frachters „Vimaru Pearl", 5185 BRZ (IMO-Nr.: 9168403), waren am 13.2. in einem kritischen Zustand, nachdem sie giftige Gase durch ein Gasleck einatmeten. Das Schiff war mit einer Ladung Reis am 9.2. aus Ho Chi Minh City in Vietnam zu den Philippinen ausgelaufen. Der Unfall ereignete sich vier Tage darauf gegen Mittag in internationalen Gewässern.
Um 14.35 Uhr meldete der Kapitän über Funk den Notfall. Er steuerte um 18.30 Uhr den Hafen von Kota Kinabalu an, um medizinische Hilfe für die im Laderaum bewusstlos gewordenen Seeleute zu bekommen. Sie wurden sofort ins Queen Elizabeth Hospital gefahren.
Auch das Kota Kinabalu Fire and Rescue Services Department war im Einsatz. Insgesamt hatte der Frachter eine Crew von 22 Mann an Bord. Eine Gefahrguteinheit machte sich daran, das Gasleck abzudichten und die Situation zu stabilisieren. Am 15.2. lag der Frachter weiter auf Reede vor dem malaysischen Hafen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler zum zweiten Mal aus Sturm gerettet
(Datum) Am 12.2. wurde die norwegische Coastguard von dem Trawler "Svebåen - T-81-L", 70 BRZ (MMSI-Nr.: 259449000), aus Nord-Lenangen um Assistenz gebeten. Er hatte in stürmischer See nordwestlich von Hammerfest Maschinenausfall erlitten und trieb in den Wellen. Der Havarist wurde auf den Haken genommen und um 15.30 Uhr in den Hafen eingeschleppt. Nachdem dort Reparaturen durchgeführt wurden, lief das Schiff am 14.10. um 22.40 Uhr wieder zu den Fanggründen aus.
Bereits am 24.10.2014 hatte die “Svebåen" in einem Hurrikan-artigen Sturm im Varanger-Fjord zwischen Kirkenes und Vardo Maschinenausfall erlitten. Seinerzeit kam das NSSR-Rettungsboot "Reidar von Koss" zu Hilfe. Die "Svebåen" trieb in Richtung der russischen Grenze, und die dreiköpfige Crew fürchtete, am Ende in Murmansk zu landen. Doch die Seenotretter, die sich nur mühsam gegen den Orkan zu dem Schiff voranarbeiten konnten, erreichten es sechs Stunden nach dem ersten Notruf noch rechtzeitig genug, um es in norwegischen Hoheitsgewässern auf den Haken zu nehmen.
Es wurde binnen neun Stunden gegen meterhohe Wellen ankämpfend nach Berlevaag abgeschleppt. Die „Svebåen“ ist 18,88 Meter lang, 5,95 Meter breit und wurde 1997 erbaut. Eigner ist die Sara Karin AS.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tankmotorschiff lief auf Mole in Terneuzen
(Datum) Das belgische Tankmotorschiff "Scaldis", 3801 ts (EU-Nr.: 06004102), das mit 2600 Tonnen Petroleumprodukten beladen war, lief am 14.2. um 20.15 Uhr auf die nördliche Außenmole von Terneuzen. Ein erster Versuch der beiden herbeigerufenen Schlepper "Multratug 9" und "Braakman", den Havaristen wieder freizubekommen, scheiterte. Wegen des ablaufendenden Wassers wurde befürchtet, dass das Schiff zerbrechen könnte, und es wurde Großalarm bei den Rettungsdiensten ausgelöst.

Doch eine Viertelstunde später gab es Entwarnung – um 20.30 Uhr gelang es den Schleppern doch, die „Scaldis“ wieder flottzumachen. Sie wurde dann an der Mittelschleuse festgemacht und einer Inspektion durch Rijkswaterstaat unterzogen. Das Tankmotorschiff war von Hansweert zum Ghent-Terneuzen-Kanal unterwegs gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Malpe gesunken
(15.02.17) Die sechsköpfige Crew des Kutters “Sea Pearl” wurde von einem anderen Kutter, der “Al Rameez”, am 14.2. bei Malpe gerettet, nachdem die beiden Schiffe zuvor kollidiert waren. Die „Sea Pearl“ war am 10.2. aus Mangaluru ausgelaufen und hatte am Unglücksmorgen gegen sechs Uhr die Netze ausgebracht.
Wenig später wurde sie von der „Al Rameez” gerammt und erlitt Wassereinbruch. Als sie zu sinken begann, wurden die Fischer von der „Al Rameez“ übernommen. Der Versuch, den Havaristen noch zur Küste zu schleppen, schlug fehl.
Quelle:Tim Schwabedissen



Katamran vor malaysischer Küste gesunken
(15.02.17) Neun malaysische Angler und fünf Crewmitglieder wurden am 13.2. gerettet, nachdem der Motor ihres Katamarans in den Gewässern von Pulau Sulug ausfiel und es dann zu einem Wassereinbruch kam. Nachdem es der Crew nicht gelang, den Schaden zu beheben, bat sie um 16.10 Uhr die Malaysian Maritime Enforcement Agency (MMEA) in Kota Kinabalu um Assistenz. Ein Patroullienboot wurde zu Hilfe geschickt und fand den Havaristen zwei Meilen von der gemeldeten Position entfernt. Um 16.35 Uhr waren die Angler von einem anderen Touristenboot übernommen worden, während die Reparaturversuche andauerten.
Gegen 17 Uhr wurde die Lage in rauer See kritischer, und um 19 Uhr lief ein Rettungsboot aus, das die Crew abbarg und um 23 Uhr zur Marinebasis in Sepanggar brachte. Am Morgen des 14.2. sank der Katamaran schließlich.
Quelle:Tim Schwabedissen



Barge trieb vor Kochi
(15.02.17) Die indische Coast Guard (ICG) rettete am 12.2. die 10-köpfige Crew der Barge “Matha 2”, die nach einem Maschinenausfall vor Kochi an der Küste von Porbandar trieb. Sie war am 3.1. aus Kochi ausgelaufen. Nach der Havarie hatte das Schiff Funkkontakt mit dem in der Nähe befindlichen, unter Panama-Flagge laufenden Tanker „Ocean Gas“, 47072 BRZ (IMO-Nr.: 9388687), aufgenommen, der das Maritime Rescue Coordination Centre (MRCC) in Mumbai verständigte.
Das MRCC kontaktierte wiederum die ICG in Gandhinagar. Die Coast Guard schickte das Patroullienboot “Arush”, die die Crew des Havaristen versorgte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sturm verhindert Bergungsarbeiten an Tanker
(15.02.17) Die Bergungsarbeiten an dem gestrandeten Tanker "Sagan" des Ocean Grow International Shipmanagement vor der Insel Suwanosejima in der Ostchinesischen See wurden durch stürmische See weiter behindert. Der Tanker war unterwegs von Taiwan nach Japan, als er auf Felsen im Nakanoshima-Kanal getrieben wurde.
In der hochgehenden See wurde der Rumpf aufgerissen, und Öl begann auszulaufen. Unter dem Ansturm der Wellen haben sich die Lecks seither vergrößert. Die 18-köpfige Crew war von einem Hubschrauber der japanischen Coast Guard gerettet worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht „Valhalla“, Feuerbekämpfung (Bild: USCG)   Großbild klick!

Zweimaster brannte bei Bainbridge Island
(14.02.17) Am Nachmittag des 13.2. brach ein Feuer auf der 40 Fuß langen Segelyacht „Valhalla“ bei Bainbridge Island aus. Es entstand in der Kajüte gegen 15.40 Uhr, als sie sich vor Rockaway Beach, südlich von Eagle Harbor, befand. Die Coast Guard und die Feuerwehr aus Bainbridge Island sowie ein Löschboot aus Seattle wurden zur Brandbekämpfung alarmiert.
Der Skipper konnte unversehrt von Bord gerettet werden. Die Coastguard schleppte das Boot nach Ende der Löscharbeiten nach Eagle Harbor.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter nach Schiermonnikoog eingeschleppt
(14.02.17) Am 13.2. gegen neun Uhr erlitt der holländische Kutter „Fetske - LO 14", 35 BRZ (MMSI-Nr.: 245856000), vor Schiermonnikoog Maschinenschaden. Das bei der dortigen KNRM-Station aktuell stationierte Ersatzboot "Christien" wurde um 9.19 Uhr alarmiert. Es nahm den Havaristen auf den Haken und schleppte ihn in den Hafen ab.
Quelle:Tim Schwabedissen



„Clyde Challenger“ entmastet (Bild: HM Coastguard)   Großbild klick!

Gerettete Yachtcrew erreichte Lissabon – Dank für große Rettungsaktion
(14.02.17) Die 14-köpfige Crew, 13 Briten und ein Amerikaner, der gesukenen Yacht „Clyde Challenger“ wurde am Morgen des 13.2. von dem britischen Zerstörer HMS „Dragon“ wohlbehalten in Lissabon abgesetzt und wollte von dort aus die Heimreise antreten. Wie sie berichtete, war am 9.2. ein Kaventsmann ihrem Boot 400 Meilen westsüdwestlich von Kap Finisterre zum Verhängnis geworden, die aus der entgegengesetztem der anderen Brecher gekommen war. Skipper Roy Graham (66) aus Prestwick dazu: „Sie warf uns auf die Seite, so dass die Saling ins Wasser schlug. Dabei brach der Mast auf Deckshöhe.”
Bis dahin war die Yacht mit gerefftem Hauptsegel gut unterwegs gewesen. Zwar richtete sich das robuste Boot nach dem Kentern binnen weniger Sekunden wieder auf, doch außer dem Mastschaden war auch der Instrumentenstand am Heck der Yacht abgerissen worden, und eine Anzahl sicherheitsrelevanter Gegenstände und Kommunikationssysteme ging verloren. Daraufhin setzte der Skipper um 20 Uhr einen Notruf ab, woraufhin das Maritime Operations Centre der HM Coastguard eine Rettungsaktion in die Wege leitete.
Eine C130 Hercules stieg auf, die die Yacht als erstes lokalisierte. Am Abend traf als erstes Schiff der portugiesische Frachter „Industrial Challenge“, 7252 BRZ (IMO-Nr.: 9213935), der INTERSCAN Schifffahrtsgesellschaft mbH in Hamburg auf der Fahrt von Walvis Bay nach Antwerpen vor Ort ein. Der zyprische Bulkcarrier „Cape Breeze“, 93960 BRZ (IMO-Nr.: 9518919), wurde auf der Reise von Dünkirchen nach Baltimore dann zu dem Boot dirigiert, konnte aber bei den stürmischen Bedingungen keine konkrete Hilfe leisten, weil er ohne allzu großes Risiko nicht dicht genug an dieses heran kommen konnte, um eine Rettungsaktion durchzuführen.
Am Nachmittag des 10.2. trafen außerdem der britische Tanker „CPO Finland”, 23353 BRZ (IMO-Nr.: 9353101), der die Fahrt von Rotterdam nach Houston unterbrach, sowie der unter Marshall Islands-Flagge registrierte Tanker „Sti Dama“, 29735 BRZ (IMO-Nr.: 9686716), auf dem Weg von New York nach Falmouth vor Ort ein. Die Hercules wurde derweil von einem KC 135 Tankflugzeug der US Air Force, die beim 100th Air Refuelling Wing der RAF Base Mildenhall stationiert war, abgelöst.
Da das Wetter weiter keine Abbergung zuließ, wurden die „Cape Breeze“ und „Sti Dama“ aus der Aktion entlassen, während die “CPO Finland“ vor Ort blieb und in den folgenden Stunden dreimal vergeblich versuchte, die Segler zu übernehmen. Da der Rumpf der „Clyde Challenger“ nicht beschädigt worden war, wurde entschieden, dass die Crew aktuell an Bord weiterhin am sichersten aufgehoben sei. Eine Abbergung durch die US Air Force 352nd Special Operations Group V22 Ospreys bei der RAF Mildenhall wurde zeitweilig ebenfalls erwogen, wegen der großen Distanz aber wieder verworfen.
Am Morgen des 11.2. ersetzte ein Patroullienflugzeug der US Naval Air Station Sigonella das Tankflugzeug als On-Scene Communications Co-ordinator. Mit dem griechischen Tanker „Antimilos”, 41526 BRZ (IMO:9282998), der von Norrköping nach New York unterwegs war, erreichte ein weiteres Handelsschiff die Szene. Weitere Schiffe, die ihre Hilfe angeboten hatten, aber nicht mehr benötigt wurden, waren die „Marco Polo“, „Afric Star“, „Ugale“ sowie ein portugiesisches Marineschiff.
Seit dem Vorabend kämpfte sich zudem die HMS „Dragon“ der britischen Marine mit ihrer 190-köpfige Crew unter Kommando von Craig Wood mit 30 Knoten durch die aufgewühlte See, die von der Coastguard mobilisiert worden war. Sie benötigte für die 500 Meilen Distanz gut 20 Stunden. Am 11.2. um 14.30 Uhr erreichte sie die Yacht, die mit über Bord hängenden Segeln und Rigg hilflos in der See trieb.
Mithilfe von einer Rettungsinsel und den beiden 24 Fuß langen Pacific-Seebooten wurden die Segler an Bord des Zerstörers gebracht. Um 16.50 Uhr waren alle in Sicherheit, rund 48 Stunden nach Eintreten des Seenotfalls. Um 17.30 Uhr sank die Yacht auf Position 45 13.42 N 017^07.5 W, nachdem deren Seeventile geöffnet worden waren, weil keine Bergungschance bestand.
Es handelte sich bei ihr um eines der acht inzwischen ausgemusterten Schiffe der Clipper-Flotte der ersten Generation. Sie gingen von 1996 bis 2002 alle zwei Jahre beim Clipper Round The World Race an den Start. Die 18,18 Meter lange und fünf Meter breite „Clyde Challenger” hat mit den 40.000 Meilen pro Rennen die Welt vier Mal umrundet.
Danach wurde sie in der Clyde-Mündung in der Kip-Marina stationiert und war als Charterboot auf den Gewässern Westschottlands unterwegs. 2016 wurde der 20. Geburtstag der Yacht begangen, wie sich nun herausstellte, sollte es ihr letzter gewesen sein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Victoria vor Fyns Hoved hat 50 Meter langen Riss im Boden
(14.02.17) Am 14.2. begann die Entfernung des Öls an der Küste von Endelave sowie zwischen Vejle und Horsens. Es handelte sich um eher geringe Kontaminationen. Auch an der Nordwestküste von Fünen wurden Ölklumpen entdeckt, es gab Berichte über eine kleine Anzahl verölter Vögel. Zwei Flugzeuge waren weiter in dem Seegebiet zur Überwachung unterwegs.
Am 13.1. gelang es erstmals, eine Tauchuntersuchung des Bodens des Frachters "Victoria" nordwestlich von Fyns Hoved durchzuführen. Dabei wurde ein 50 Meter langer und 20 Zentimeter breiter Riss im Rumpf entdeckt. Allerdings war das Risiko einer Ölverschmutzung begrenzt, da das Öl sich durch das eindringende kalte Wasser verfestigt hatte und so kaum mehr auslaufen konnte.
Es wurden auch keine Ölspuren mehr in der Umgebung entdeckt, nachdem tags zuvor kleine Klumpen bei Endelave und der Küste zwischen dem Horsens- und dem Vejle Fjord angetrieben waren. Auch wenn es noch nicht offiziell bestätigt war, so dürfte dieses Öl von dem Frachter stammen. Die dänische Verteidigung schickte das kleinere Ölbekämpfungsschiff "Miljø 103" in das Einsatzgebiet, das den Vorteil bot, Öl auch in flachem Wasser aufnehmen zu können.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suche nach Crew der Destination erfolglos eingestellt
(14.02.17) Das Patroullienboot "Morgenthau" der US Coast Guard suchte bis zum 13.2. weiter nach Spuren des vermissten Kutters "Destination" und dessen sechsköpfiger Crew in der Beringsee vor Alaska. Nach 21 Suchfahrten mit 69 Lufteinsätzen auf einem Seegebiet von 5,730 Quadratmeilen wurde die Suchaktion dann ohne Ergebnis eingestellt. Der Notsender des Schiffes hatte sich am 11.2. um 6.15 Uhr zwei Meilen nordwestlich der St. George Island in der Pribilofs-Inselgruppe rund 200 Meilen nördlich von Unalaska aktiviert.
Die daraufhin gestartete Suchaktion mit zwei HC-130 Hercules, zwei MH-60 Jayhawk-Hubschraubern, dem Küstenwachboot sowie den Kuttern "Silver Spray" und "Bering Rose" führte nur zum Auffinden des EPIRB inmitten eines Trümmer- und Ölfelds. Die Temperaturen in dem Seegebiet waren niedrig genug, um bei drei Metern Wellenhöhe und Windgeschwindigkeiten von bis zu 30 Meilen mit Blizzard-artigen Bedingungen starke Eisbildung zu erzeugen, wodurch Schiffe topplastig werden können. Es gab eine entsprechende Warnung des National Weather Service.
Was immer mit dem Schiff geschah, passierte zu schnell, als dass noch ein Mayday hätte gefunkt werden können. Die 1981 erbaute "Destination" gehört David R. Wilson, einem Garnelenfischer in Washington. Neben dem Garnelenfang diente sie auch als Tender in den Sommermonaten. Sie hatte eine gute und erfahrene Crew an Bord – Ingenieur Larry O’Grady, 55, aus Poulsbo hatte bereits seit 20 Jahren auf ihr gearbeitet - und galt als robustes Schlachtross.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Akutan gestrandet und aufgegeben
(14.02.17) Der Kutter “Predator” lief am Morgen des 13.2. unweit von Akutan Harbor in Alaska auf Grund und erlitt Wassereinbruch. Er wurde von den Felsen an der Steilküste auf einer Länge von 20 Zentimetern aufgerissen. Die dreiköpfige Crew kam mit der bordeigenen Pumpe nicht gegen den daraus resultierenden Wassereinbruch an und funkte einen Notruf, den die Coast Guard Anchorage auffing. Diese schickte daraufhin einen MH-60 Jayhawk-Helikopter zu Hilfe, der sich in der Nähe bereits in der Luft befand.
Bei Windgeschwindigkeiten von 25 Meilen und drei Meter hohen Wellen gelang es, die gut vorbereitete und ausgerüstete Crew des Kutters unversehrt aufzuwinschen. Sie wurde nach Akutan gebracht. Die Coast Guard wollte den Havaristen weiter überwachen in Hinblick auf mögliche Umweltverschmutzungen. Eine Bergung wurde angesichts der erheblichen Schäden als schwierig bis unmöglich angesehen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter trieb vor Fort Morgan
(14.02.17) Die U.S. Coast Guard wurde am Morgen des 12.2. von dem 78 Fuß langen Kutter "Swaggy B" und dessen dreiköpfiger Crew gerufen, der um 6.50 Uhr Maschinenschaden erlitten hatte. Das Patroullienboot "Stingray" erreichte das Schiff in der Nacht zum 13.2. um 1.50 Uhr auf einer Position 180 Meilen südlich von Fort Morgan. Um 8.20 Uhr nahm es den Havaristen auf den Haken. Das Abschleppen durch den Golf von Mexiko und die Mobile Bay nach Mobile, Alabama, sollte rund 27 Stunden dauern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Luxusyacht vor Vlieland abgeschleppt – Berger mussten Schuhe ausziehen
(14.02.17) Die unter Cayman Islands-Flagge laufende Luxusyacht "Calypso", 1149 BRZ (IMO-Nr.: 1006544), erlitt am 11.2. auf der Nordsee rund 30 Meilen oberhalb von Vlieland Probleme. Zunächst war es zu Schwierigkeiten mit dem Ruder gekommen, und der Kapitän schaltete auf Notruder um. Doch in der Nacht gegen zwei Uhr folgte ein Wassereinbruch im Ruder- und dann im Maschinenraum, weil ein Schott im Achterschiff nicht richtig geschlossen werden konnte.
Die nach dem Ausfall der Hauptmaschine manövrierunfähige Yacht trieb aus dem Fahrwasser ab und funkte um 2.30 Uhr Mayday. Vor Ort waren acht Beaufort Wind aus östlicher Richtung. Hilfe kam dann in Gestalt des Schleppers „Simon Smit" der Reederei Noordgat.
Er setzte drei Berger an Bord ab, die der 14-köpfigen Crew assistierten. Bevor sie an Bord durften, mussten sie aber zunächst ihre Schuhe ausziehen, um Kratzer oder Flecken zu vermeiden. Dennoch kam es an Bord zu Schäden, weil sich bei dem Seegang Möbel losgerissen hatten und durch die Räume geschleudert worden waren. Die Yacht wurde schließlich nach Harlingen abgeschleppt, wo sie am 13.2. festmachte. Sie wurde 2003 von der niederländischen Werft Amels in Vlissingen, unter dem Namen „Solemar“ für den Russen Michail Prochorow, der ein geschätztes Vermögen von 13,4 Milliarden Euro hat, erbaut.
Er verkaufte sie im vergangenen Jahr für rund 27 Millionen Euro. Prochorow hatte im Jahr 2010 ein neues Schiff von 95 Metern Länge und Baukosten von mehr als 188 Millionen Euro gekauft.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Containerfrachter in Ngquara unter Kontrolle
(Datum) Am 13.2. gegen 20.30 Uhr war der Ladungsbrand auf dem Containerfrachter “APL Austria” am Kai in Ngqura unter Kontrolle gebracht. Er war am 12.2. gegen 18 Uhr in Laderaum 4 rund 30 Meilen südwestlich von Cape St Francis entstanden. Das Schiff wurde daraufhin zunächst angewiesen, die Reede von Algoa Bay anzusteuern, wo es am 13.2. gegen zwei Uhr Anker warf.
Um 00.43 Uhr wurde die NSRI Port Elizabeth alarmiet und schickte die „Eikos Rescuer IV“ zur „APL Austria“. Oberhalb des brennenden Laderaums waren etliche Gefahrgutcontainer u.a. mit Farbe, Chemikalien und Gefriergas darin gestaut, die aber unbeschädigt blieben. Drei Schlepper begannen mit der Brandbekämpfung.
Ein Joint Operations Centre (JOC) bestehend aus den Nelson Mandela Bay Emergency Medical Services, der Feuerwehr, Transnet und Samsa wurde in Ngqura eingerichtet, Helikopter der südafrikanischen Airforce gingen auf Standby. Von den 21 Mann Besatzung blieben 17 an Bord. Gegen vier Uhr kam der Hafenkapitän von Port Elizabeth, Captain Brynn Adamson an Bord.
Eine Stunde darauf ging der Havarist ankerauf, um weiter in die Bucht hinaus zu laufen, um von anderen Schiffen auf der Reede klar zu bleiben. Nachdem der Brand einigermaßen unter Kontrolle war, durfte der Frachter gegen 10 Uhr den Hafen von Ngqura ansteuern, wo auch landseitig gegen das Feuer vorgegangen werden konnte. Dabei wurde er von drei Schleppern und der NSRI eskortiert und unter einen Wasservorhang gelegt.
Die Schlepper "Orca" und "Tug Lizibuko" blieben nach dem Anlegen weiter am Havaristen. Auch die Feuerwehr blieb mit einigen Kräften über Nacht an Bord. Mehrere Container wurden entladen, andere aus der Gefahrenzone gebracht. Eine Reihe von Löschfahrzeugen, ein Schaumlöschwagen, Gefahrgutfahrzeuge und anderes Gerät war auf dem Kai in Stellung gebracht worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter in Ferrol und Cariño gesunken
(14.02.17) Der 12 Meter lange, spanische Muschelkutter “Obelix MF”, der im vergangenen Herbst am 5.10. bei Cariño Wassereinbruch erlitten hatte, aber geborgen werden konnte, sank nach einer neuerlichen Leckage am 13.2. um 3.30 Uhr an der Curuxeiras-Pier im Hafen von Ferrol. Dabei kam es zu einer Ölverschmutzung. Ölsperren wurden ausgelegt. Beim Untergang befand sich keine Crew an Bord. Am Nachmittag begann die Hebung mit einem Mobilkran. Mit der Abendflut wurde das Schiff zwei Stunden nach Beginn der Arbeit um 18.45 Uhr durch die Berger von Amarradores del Puerto and Ría de Ferrol' wieder gehoben.
Um 9.30 Uhr sank auch der 16 Meter lange Holzkutter "Dacosta“ vor Cariño, nachdem er sich von seiner Mooring losgerissen und auf Felsen bei Caneliñas getrieben war. Aus Coruña wurden die Mar Servicios Submarinos gerufen, um das Wrack mit Hebeballons wieder aufschwimmen zu lassen. Danach wurde es in den Außenhafen geschleppt und durch einen Kran aus dem Wasser gehoben, um anschließend abgewrackt zu werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wieder Feuer auf chinesischem Ausflugsschiff
(14.02.17) Am Nachmittag des 13.2. brach auf einem Ausflugsschiff in der Ha Long Bay in der chinesischen Quang Ninh gegen 15 Uhr ein Feuer aus. Das Schiff lag vor Anker und wartete auf sieben Touristen, die mit Kayaks unterwegs waren. Es gelang der Crew, den Brand auf dem 2003 erbauten Holzschiff zu löschen.
Am 10.1. war ein anderes Ausflugsschiff mit 14 Fahrgästen in Ha Long in Brand geraten und gesunken. Alle Fahrgäste und die sechsköpfige Crew sowie ein Guide hatten von einem anderen Schiff rechtzeitig gerettet werden können. In den kommenden fünf Jahren sollen alle Holzausflugsschiffe durch solche mit Stahlrumpf ersetzt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer und Vergewaltigung auf Kanalfähre
(14.02.17) Am 13.2. um 16.15 Uhr brach auf der britischen Kanalfähre “Spirit of France”, 47592 BRZ (IMO-Nr.: 9533816), auf dem Weg von Calais nach Dover ein Feuer in einem der unteren Decks bei Instandhaltungsarbeiten aus. Die Crew konnte es binnen weniger Minuten löschen, für die Passagiere bestand keine Gefahr. Dennoch verzögerte sich das Aussteigen der Passagiere nach dem Einlaufen in Dover um 45 Minuten, weil die Polizei zwei Männer an Bord wegen des Verdachts einer Vergewaltigung festnahm.
Quelle:Tim Schwabedissen



Taucher reinigten altes Wrack in Sharjah
(14.02.17) Am 11.2. haben Taucher das in 20 Metern Tiefe liegende Wrack des Passagierdampfer “Dara”, 4465 tdw, auf Initiative des Sharjah Aquarium von Müll gereinigt. Das Schiff explodiert und sank im April 1961, wobei 238 der 819 an Bord befindlichenMenschen ums Leben kamen. 20 hochtrainierte Taucher der Sharjah Police und des Emirates Diving Centre haben mehr als 300 Kilogramm Abfall, darunter auch alte Fischernezte, die sich in 56 Jahren dort angesammelt hatten, beseitigt.
Die Reinigung wurde vom Sharjah Museums Department organisiert. Das Wrack, einst Schauplatz einer Tragödie, ist inzwischen Heimstatt vieler Fisch- und Pflanzenarten sowie ein populärer Tauchspot.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suche nach Vermissten vor Senegal ausgeweitet
(14.02.17) Das Suchgebiet nach den drei Vermissten des senegalesischen Trawler "Senefand 1" wurde am 13.2. erweitert. Zu Wasser und aus der Luft wurde mit Einheiten aus Spanien und Senegal nach den Seeleuten Ausschau gehalten. Zahlreiche Kutter und Handelsschiffe beteiligten sich ebenfalls an der Rettungsaktion.
Das Suchgebiet wurde dabei gegenüber dem Vortag etwas nach Norden verlegt. Der Skipper José Vicente Pazos und zwei Crewmitglieder aus Senegal könnten sich noch im Wrack befinden. Dieses aufzuspüren war schwierig, weil beim Untergang der Notsender nicht aktiviert war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung der Down North in Stettin verzögert sich
(14.02.17) Die für den 13.2. geplante Bergung des Zweimasters "Down North" in der der Insel Grodzka in Stettin gegenüber liegenden Marina wird erst in mehreren Tagen stattfinden. Der Zeitplan und die Methode mussten erst noch erarbeitet werden. Der polnische Eigner des Schiffes traf inzwischen in Stettin ein und traf sich mit Behördenvertretern.
Das Wrack kann nicht auf dem Kai des Altstadthafens abgesetzt werden, weil dieser gerade renoviert wird. Nach der Hebung soll die Ursache des nächtlichen Untergangs untersucht werden. Möglicherweise ist ein Kühlwasserrohr im Maschinenraum gebrochen. Die geringfügige Ölverschmutzung wurde unterdessen durch die Feuerwehr beseitigt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Crew wird abgeborgen
(Bild: Royal Navy)   Großbild klick!

Dramatische Rettungsaktion von Yachtcrew im Atlantik
(13.02.17) Der britische Zerstörer HMS "Dragon" rettete am 11.2. die 14-köpfige Crew der britischen Yacht "Clyde Challenger" (MMSI-Nr.: 234289000) in stürmischer See auf dem Atlantik, 610 Meilen südwestlich von Land’s End. Die HMS "Dragon" hatte sich 500 Meilen entfernt auf einer Routinepatroullie befunden und kämpfte 20 Stunden lang gegen den Sturm zu der "Clyde Challenger“. Diese war bei hohem Seegang beschädigt worden und hatte am 9.2. um 20 Uhr den Notsender aktiviert.
Ein Frachter kam am 10.2. zu Hilfe. Die Yachtcrew hatte ein Notruder gebaut, doch Schäden an Mast und Segeln machte es unbrauchbar. Am Nachmittag wurde entschieden, dass die Crew das Schiff aufgeben müsste. Die "Clyde Challenger" war am 9.1. in der Karibik zur Ultimate Atlantic Challenge ausgelaufen. Am 5.2. verließ sie die Azoren mit Kurs England. HMS "Dragon" traf am 11.2. gegen 14.30 Uhr ein. Mehrere englische und amerikanische Flugzeuge waren aufgestiegen und stellten die Kommunikation sicher. Die Yacht trieb mit gebrochenem Mast seit 48 Stunden in der See.
Die Crew war wohlauf und bis dahin sicher an Bord. Bei schwindendem Tageslicht war zur Rettung aber Eile geboten. Die HMS "Dragon" setzte zwei Boote mit einer Aufnahmekapazität von sechs Personen aus und barg die Segler unter schwierigsten Umständen bei meterhohem Seegang ab. Als sie auf die HMS "Dragon" übergesetzt worden waren, wurden sie medizinisch betreut und konnten telefonisch Kontakt mit ihren Angehörigen aufnehmen. Der Skipper der "Clyde Challenger" sah aber keine Chance, angesichts der Position des Schiffes und den mittelfristigen Wettervorhersagen, die keine Beruhigung in den kommenden sieben bis 10 Tagen sahen, das Boot zu retten. Es wurde mit Unterstützung des Marineschiffes versenkt, nachdem die Bergungsoptionen gemeinsam von Coastguard, Bergern und der Versicherung durchgespielt worden waren. Die sicherste Lösung war die Versenkung, damit das verlassene Boot keine Gefährdung für die übrige Schifffahrt mehr darstellen konnte.
Eigner Glenn Porter wollte die Crew nun schnellstmöglich in die Heimat bringen und den Totalverlust untersuchen. Das Boot war in der Vergangenheit eine Attraktion der Scotland's Boat Showin der Kip Marina gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Nach Frachterhavarie Öl bei Juelsminde und Endelave beobachtet
(13.02.17) Am 12.2. trieben kleine Ölklumpen an den Strand von As Vig nahe Juelsminde und Endelave an. Bei Sonnenaufgang startete am Morgen des 13.2. ein Überwachungsflug, um mögliche weitere Ölflecken zu lokalisieren. Auch im Seegebiet zwischen Samsø, dem Horsens-Fjord und den Vejle-Fjord wurde Ausschau gehalten.
In Endelave wurde der Strand abgesucht. Die bisher gesichteten Ölmengen waren zu klein, um beseitigt zu werden. Es konnte auch noch nicht eindeutig gesagt werden, ob das Öl aus den Tanks des havarierten portugiesischen Containerfrachters "Victoria" 17188 BRZ (IMO-Nr.: 9290165), stammte. Wegen schlechten Wetters hatte deren Rumpf bislang nicht von Tauchern untersucht werden können.
Die Lecks im Schiffsboden befanden sich neun Meter unter der Wasseroberfläche. Der Wasserdruck könnte das oben schwimmende Öl in den Tanks halten. Der Wasserpegel in den betroffenen Tanks war indes erheblich angestiegen.
Die Marine schickte die Ölbekämpfungsschiffe "Marie Miljø" und "Gunnar Thorsen" sowie die Patroullienboote "Najaden" und "Diana" zum Havaristen, die auch mit Ölsperren gegen auslaufendes Öl ausgerüstet waren.
Patroullienflugzeuge und Hubschrauber der dänischen Luftwaffe sollten die Umgebung aus der Luft überwachen. Die "Victoria” blieb derweil nordwestlich von Fyns Hoved vor Anker und wartete auf Wetterberuhigung. Sie war vor dem Auflaufen vor ihrem gefährlichen Kurs gewarnt worden. Sie hatte der Verkehrszentrale gemeldet, dass sie dem Schifffahrtsweg bei Hatter Barn folgen und dann durch den Kanal nördlich von Fynshoved laufen wollte, um Fredericia anzusteuern. Doch sie verließ die normale Route früher als erwartet, deshalb machte die Verkehrszentrale sie auf den Kurs aufmerksamer und empfahl, weiter südlich zu gehen und das Fahrwasser nördlich von Fünen anzusteuern. Wenig später lief das Schiff auf Grund.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre "Panagia Tinou"
(Bild: Axilleas Tzathas)   Großbild klick!

Fähre soll nach Bergung verschrottet werden
(13.02.17) Sobald die griechische Fähre "Panagia Tinou", 5122 BRZ (IMO-Nr.: 7205063), die am 11.2. wieder im Hafen von Piräus schwamm und nur noch eine leichte Steuerbordschlagseite aufwies, komplett stabilisiert ist, soll sie in die Türkei zum Verschrotten abgeschleppt werden. Hierzu müssen außerdem noch die notwendigen Ausfuhrdokumente erstellt werden. In vier bis fünf Wochen, so wurde geschätzt, könnte die letzte Reise beginnen. Die Bergung durch die Antipollution ANE hatte im Januar begonnen.
Zunächst wurde das verbliebene Öl ausgepumpt und mit Schiffbauern eine Studie erstellt, wie die gefluteten Räume bestmöglich abgedichtet und ausgepumpt werden könnten. Diese Arbeit begann im Januar und verlief erfolgreich. Das Schiff hob sich vom Grund, und in den vergangenen Tagen wurde das verbliebene Wasser gelenzt. Das Wrack blieb weiterhin von Ölsperren umgeben an seinem Liegeplatz.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fischkutter “Ptarmigan” im Schlepp
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Kutter drohte bei Applecross zu stranden
(13.02.17) Das RNLI-Boot aus Lochalsh wurde am 12.2. um 15:07 Uhr von der UK Coastguard alarmiert, nachdem der 16 Fuß lange Fischkutter “Ptarmigan” eine Meile vom Plockton-Leuchtfeuer entfernt Maschinenausfall erlitten hatte und zu stranden drohte. Die in Kyle stationierte „Spirit of Fred. Olsen” lief um 15:14 Uhr aus, um der zweiköpfigen Crew zu helfen.
Ihr Schiff driftete bei hohem Seegang auf die Südküste der Applecross-Halbinsel zu. Um 15:30 Uhr waren die Seenotretter vor Ort und stellten rasch eine Schleppverbindung her. Um 16.:29 Uhr zogen sie den Kutter an seinen Liegeplatz in Plockton. Um 17:20 Uhr war das Rettungsboot zurück auf seiner Station und aufgetankt einsatzklar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kreuzfahrtschiff "Seabourn Encore"
(Bild: Jeffrey Lyte)   Großbild klick!

Neues Kreuzfahrtschiff riss sich in Timaru los
(13.02.17) Das unter Bahamas-Flagge laufende, erst im Januar in Dienst gestellte Kreuzfahrtschiff "Seabourn Encore", 40350 BRZ (IMO-Nr.: 9731171), kollidierte am 12.2. gegen 15.15 Uhr mit dem neuseeländischen Zementfrachter "Milburn Carrier II", 6200 BRZ (IMO-Nr.: 8606197), nachdem es sich bei Windböen von bis zu 75 km/h im Hafen von Timaru von seinem Liegeplatz losgerissen hatte. Bei stürmischem Südwind brachen mehrere Trossen, und das Passagierschiff trieb quer über das Hafenbecken, bis es mit dem Backbord-Heck gegen die Steuerbordseite des Frachters stieß. Lotsenboote und Schlepper brachten es wieder unter Kontrolle und stabilisierten es, bis der Wind abflaute.
Dann wurde es wieder festgemacht und weiter von zwei Schleppern gesichert, während die Passagiere von Landausflügen zurückkehrten. Insgesamt waren rund 600 Fahrgäste und Crewmitglieder an Bord. Die Transport Accident Investigation Commission leitete eine Untersuchung ein und schickte zwei Inspektoren aus Wellington. Erst nachdem sie das Schiff, das mit Schrammen und Beulen davongekommen war, wieder freigegeben hatte, konnte es am 12.2. gegen Mittag nach Akaroa auslaufen. Der Zementfrachter trug Schäden an den Ballasttanks davon.
Die „Seabourn Encore“ wurde auf der Fincantieri-Werft in Marghera erbaut. Sie wurde am 30.11.2016 fertiggestellt und an die Reederei Seabourn Cruise Line Limited in Seattle übergeben. Getauft wurde sie am 7.1.2017 in Singapur durch die britische Sängerin Sarah Brightman. Das Schiff hat eine Länge von 211 Metern, eine Breite von 36 Metern, einen Tiefgang von 6,8 Metern und eine Tragfähigkeit von 7.000 Tonnen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter gingen in Roatán in Flammen auf
(13.02.17) Auf den Kuttern “Captain Dago” und “Mr. Marviny” kam es am 12.2. gegen Mittag zu einer starken Explosion im French Harbor von Roatán auf den Honduras. Mindestens acht Personen erlitten Verletzungen und wurden von der Feuerwehr gerettet und ins Krankenhaus von Roatán gebracht. Weitere Männer erlitten Rauchgasvergiftungen. Zwei Feuerwehrfahrzeuge und ein Krankenwagen waren vor Ort. Offenbar waren Gasflaschen in die Luft geflogen und hatten die beiden Schiffe in Brand gesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suche nach vermisster Kuttercrew
(13.02.17) Von der U.S. Coast Guard Air Station stiegen am 11.2. eine Kodiak HC-130 Hercules sowie zwei MH-60 Jayhawk-Helikopter auf, nachdem sich der Notsender Kutters "Destination", 196 BRZ (MMSI-Nr.: 303430000) um 7.15 Uhr rund zwei Meilen nordwestlich von St. George, Alaska, eine halbe Stunde nach dem Auslaufen aktiviert hatte. Die Coast Guard in Juneau fing dessen Signale auf. Die HC-130 Hercules traf um 10:13 Uhr als erstes vor Ort ein.
Auch die Kutter "Silver Spray" und "Bering Rose" assistierten bei der Suche. In St. George machten sich Anwohner auf, um die Küste abzusuchen. Das EPIRB wurde von den Seenotrettern wenig später inmitten eines Trümmerfelds mit Bojen und einem Rettungsring der "Destination" entdeckt. Auch ein Ölfilm befand sich an der Wasseroberfläche.
Vor Ort waren 30 Meilen Wind und bis zu acht Fuß hohe Wellen. Von der sechsköpfigen Crew des offenbar gesunkenen Kutters fehlte bislang jede Spur. Das 378 Fuß lange Patroullienschiff "Morgenthau” aus Honolulu, Hawaii, machte sich ebenfalls auf den Weg von Dutch Harbor und traf am Morgen des 12.2. vor Ort ein. Es hatte einen MH-65 Dolin Helikopter der Air Station Kodiak an Bord.
Der Kutter der Destination Inc, Seattle, hatte eine Länge von 33,53 Metern, eine Breite von 9,81 Metern und wurde 1981 bei den J & S Marine Services, Brazoria, als „Compass Rose“ erbaut. Vier Jahre später wurde sie zur „Destination“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ladung auf Frachter Bremer Reederei ging über
(13.02.17) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter "Wilson Hobro", 2896 BRZ (IMO-Nr.: 9229128), der am 8.2. aus Rotterdam mit einer Ladung von Aluminiumbarren nach Chalkis ausgelaufen war, drehte nordwestlich von Brest am 10.2. um, nachdem rund 50 Kilometer westlich von Pointe du Raz im Englischen Kanal in stürmischer See ein Teil der Ladung nach Steuerbord übergegangen war. Die Eigner, die Bremer Lloyd Reederei, entschied, dass das Schiff sicherheitshalber den Hafen von Brest anlaufen sollte, wo er gegen 19 Uhr eintraf. Dort sollte die verrutsche Ladung neu gestaut werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot sank vor Medemblik – Crew sprang auf Streckdamm
(13.02.17) Die Rettungsboote der KNRM-Station Medemblik gwurden am 11.2. alarmiert, nachdem ein Motorboot vor dem Regatta-Center Medemblik auf Grund gelaufen und gesunken war. Es war erst unlängst dort von neuen Käufern erworben worden und sollte nach Hoorn überführt werden. Doch vor dem Hafen fiel der Motor aus, und der Ostwind drückte es auf den Wellenbrecher.
Die Crew konnte sich auf das Bauwerk retten, doch ihr Polyesterboot schlug auf den Steinen leck und ging unter. Nur noch der Bug ragte aus der aufgewühlten See. Das Rettungsboot "Bernardine" barg die Schiffbrüchigen vom Streckdamm ab, und die "t'Span" brachte sie an Land.
Dann zogen die Rettungsboote das Motorboot auf den Slip des dortigen Regatta Center, wo es ausgepumpt wurde. Von dort wollte der Eigner das Boot mit einem Anhänger abtransportieren. Er wurde aus Dankbarkeit für die gelungene Rettungsaktion sofort Mitglied der KNRM.
Quelle:Tim Schwabedissen



Barkasse rammte Ponton auf der Elbe – acht Verletzte
(13.02.17) Die mit 52 Fahrgäste besetzte Barkasse „Lütte Deern" rammte am 11.2.um 14.27 Uhr auf der Elbe in Hamburg einen Ponton an der Ellerholzschleuse, weil offenbar die Maschine ausgefallen war. Das Tor wurde bei der Kollision kaum beschädigt, aber acht Menschen wurden leicht verletzt. Sie erlitten Schnittverletzungen durch eine umgestürzte Vitrine und kamen ins Krankenhaus.
Die Barkasse und das Tor wurden nur leicht beschädigt. Die Polizei untersuchte das Schiff.
Quelle:Tim Schwabedissen



Container gingen bei Verladearbeiten über Bord
(13.02.17) Von dem liberianischen Containerfrachter “Maersk Kensington”, 74642 BRZ (IMO-Nr.: 9333010), stürzten am 12.2. um 11.30 Uhr drei mit Autos und Küchengerät beladene Container in die Newark Bay. Der Unfall ereignete sich am Port Elizabeth Containerterminal der APM Terminals, die zu A.P. Moller-Maersk gehören, bei Verladearbeiten.
Ein Containerkran riss sie über Bord, und sie trieben danach im Wasser. Der Frachter lief am 13.2. von New York nach Algericas aus, wo er am 21.2. eintreffen sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Skipper sinkender Yacht gerettet
(13.02.17) Die US Coast Guard rettete am 11.2. den 52-jährigen Skipper der sinkenden 32-Fuß-Yacht “Great Pace” rund Meilen von Wilmington entfernt. Er hatte um 18:32 Uhr per SPOT Satellite GPS Messenger das International Emergency Response Center alarmiert, nachdem es zu einem Wassereinbruch gekommen war.
Eine HC-130 Hercules und ein MH-60 Jayhawk-Helikopter stiegen von der Air Station Elizabeth City, North Carolina, auf. Der Jayhawk winschte den Segler auf und flog ihn zur Air Station Elizabeth City.
Quelle:Tim Schwabedissen



Weltumsegelung drohte nach 12 Jahren auf Felsen zu enden – NSRI assistierte fünf Yachten in Tafelbucht
(13.02.17) Ein Paar, das vor 12 Jahren aus Mossel Bay nach Simon’s Town zu einer Weltumrundung ausgelaufen war, geriet am 10.2. nur wenige Kilometer vor Kapstadt bei der Rückkehr mit ihrer 45 Fuß langen Yacht „Calypso“ in Seenot. In einem Sturm mit 50 Knoten fiel der Motor aus, und das Rigg sowie die Segel wurden nahe Long Beach beschädigt.
Die NSRI Simon’s Town schickte die Rettungsboote “Spirit of Safmarine III” und “Spirit of Surfski II”. Als sie eintrafen, drohte die Yacht auf Felsen zu treffen. Es gelang dem Ehepaar zunächst aber nicht, eine Schleppleine anzunehmen. Daraufhin wurden zwei Seenotretter an Bord übergesetzt und halfen dabei, das Boot auf den Haken zu bekommen.
Dann schleppte die „Spirit of Safmarine III” die “Calypso” sicher in die Marina des False Bay Yacht Club (FBYC), dessen Mitglieder bereit standen, das Boot zu vertäuen. In dem Sturm waren zwei weitere, von Mossel Bay kommende Yachten ebenfalls in Schwierigkeiten geraten.
Drei Segler des FBYC wurden an Bord der “Spirit of Surfski II genommen und auf dem ersten der eintreffenden Boote, der 45 Fuß langen “Elusion” mit einem spanischen Paar an Bord, abgesetzt. Sie halfen diesem dabei, in den Hafen zu kommen. Seenotretter der NSRI gingen an Bord der dritten Yacht, der 30 Fuß langen “Westwood“ mit einem französischen Einhandsegler an Bord, und assistierten auch ihm in den Hafen.
Schließlich kamen sie noch der 50 Fuß langen Yacht „Kantolou“ mit einer dreiköpfigen brasilianischen Familie an Bord zu Hilfe. Auch hier gingen die Seenotretter an Bord und halfen gemeinsam mit dem Rettungsboot „Spirit of Surfski II“, sie an den nahen Liegeplatz zu bekommen. Um 22.48 Uhr waren alle vier Boote sicher im Hafen.
Bereits am 8.2. war die NSRI Table Bay von der Transnet National Ports Authority alarmiert worden, nachdem die Yacht “Cape Dancer” mit neun Männern und drei Frauen an Bord vor Sunset Beach Mastbruch erlitten hatte. Die Rettungsboote “Spirit of Vodacom” und “Spirit of Day” erreichten das Boot, nachdem die Crew den Mast bereits gesichert hatte, als es unter Motor mit langsamer Fahrt auf dem Weg in den Hafen von Table Bay war. Eine Schleppverbindung wurde hergestellt und das Boot das letzte Stück in den Hafen gezogen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Expeditionsyacht bei Reparatur in Stettin gesunken
(13.01.17) Die 23 Meter lange, kanadische Expeditionsyacht "Down North" (MMSI-Nr.: 316024529) sank am 11.2. gegen 21 Uhr im Hafen von Stettin. Nur noch die beiden Masten des mit Steuerbordschlagseite auf Grund liegenden Schiffes ragten aus dem Wasser. Öl und Luft stiegen aus dem Wrack auf.
Die Feuerwehr wurde alarmiert, und Taucher stellten sicher, dass sich niemand an Bord befand. Die Luke war auch verschlossen. Möglicherweise war ein Ventil einer der drei Toiletten an Bord schadhaft geworden und hatte zu einem Wassereinbruch geführt. Ölsperren wurden um das Boot ausgelegt, das am 13.2. gehoben werden sollte.
Die "Down North" war am 30.5. rund 37 Kilometer nordwestlich von Swinemünde wenige Stunden nach dem Auslaufen zu einer Arktisreise in einer Windbö gesunken. Sie war unterwegs nach Spitzbergen zur polnischen Forschungsstation in Hornsund, um deren 35-jähriges Bestehen zu feiern. Der deutsche Kutter "Palucca" barg die 12-köpfige Crew au seiner Rettungsinsel, doch ein 54-jähriger Reporter des National Geographic aus Torun starb später.
Die Schiffbrüchigen wurden auf das polnische Rettungsboot "Passat" übergesetzt. Am 30.9. barg ein Schwimmkran das Wrack, das dann nach Stettin transportiert wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler sank vor Dhaka – drei Vermisste
(13.02.17) Die Seerettung in Senegal leitete am 11.2. eine Suchaktion ein, um drei vermisste Crewmitglieder des unter senegalesischer Flagge laufenden Trawlers "Senefand Uno", 172 BRZ (IMO-Nr.: 9034262), zu finden. Er war bei Dakar zuvor binnen weniger Minuten gesunken. Einer der Vermissten war Skipper José Vicente Pazos Martinez aus der galizischen Provinz Pontevedra, die anderen beiden waren Senegalesen.
Die übrigen acht Mann hatten gerettet werden können. Kurz nachdem der Kontakt zur "Senefand Uno" abgerissen war, hatte die Maritime Rescue ein Patroullienboot der Civil Guard in Dakar, Suchflugzeuge und die "Senefand Dos“, die auch für die Profand-Gruppe in Vigo läuft und sich 75 Meilen nördlich der Unglücksposition befand, mobilisiert. Die Geretteten wurden zur medizinischen Betreuung nach Dhaka gebracht und dann in einem Hotel untergebracht.
Sie sagten aus, dass ihr Schiff beim Aufholen des Netzes wohl unter dessen Gewicht gekentert sei. Die „Senefand Unowar zuletzt in Vigo im Oktober 2016 inspiziert worden und besaß alle notwendigen Zulassungen. Die Sicherheitsausrüstung war auf dem neuesten Stand. Die ehemalige “Eio Agueda” wurde 1993 bei der Estaleiros Sao Jacinto-Aveiro in Portugal erbaut. Eigner war die Senefand Senegal, die zur Profand-Gruppe gehört.
Quelle:Tim Schwabedissen



Azipods werden in Melbourne repariert
(13.02.17) Auf dem Luxusliner "Norwegian Star" begannen am 12.2. gegen ein Uhr die Reparaturarbeiten am schadhaften Antrieb in Melbourne. Es wurde gehofft, dass das Schiff den Hafen am Nachmittag des 14.2. wieder würde verlassen können, um am 18.2. in Auckland einzutreffen. Hier sollte es dann wieder in den normalen Fahrplan eingespleißt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Containerfrachter vor Ngqura
(13.02.17) Der liberianische Containerfrachter “APL Austria”, 71867 BRZ (IMO-Nr.: 9444285), geriet am Morgen des 13.2. in der Algoa Bay östlich des Hafens von Ngqura gegenüber der Coega Industrial Development Zone (IDZ) vor Port Elizabeth in Brand. Das Fuer entstand in einem der beiden vorderen Laderäume. Zwei Schlepper „Mvezo Tug“ und „Lizibu“ kowurden zur Brandbekämpfung zu dem in dichten Rauch gehüllten Havaristen geschickt.
Feuerwehr und die National Sea Rescue Institution (NSRI) assistierten bei der Evakuierung von vier nicht an Bord benötigten Crewmitgliedern. Einer hatte eine Beinverletzung erlitten und wurde im Hafen von Ngqura medizinisch betreut. Die NSRI konnte ihren Einsatz dann beenden.
Auch der Hafenkapitän von Port Elizabeth, Captain Brynn Adamson war mit seinem Team vor Ort, ebenso Vertreter der Transnet National Ports Authority und der SA Maritime Safety Authority. Der Frachter hatte eine 21-köpfige Crew an Bord. Er ging inzwischen ankerauf, und machte am Containerterminal im Hafen fest. Die „APL Austria“ ist 295,18 Meter lang, 40 Meter breit, hat 14,02 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 72.807 Tonnen. Sie läuft für die Shoei Kisen Kaisha Ltd. in Japan und wurde2007 bei der Koyo Dockyarhd Co. Ltd. in Mihara erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter in Sharjah soll freigeschleppt werden
(13.02.17) Die Bergungsarbeiten an fünf Schiffen, die an den Küstenabschnitten von Sharjah und Umm Al Quwain im Sturm gestrandet waren, haben begonnen. Am 12.2. machten Schlepper an der äthiopischen „Abbay“, 11292 BRZ (IMO-Nr.: 8303018), fest, die am Strand von Al Hamriya in Sharjah lag. Kapitän Sanjay Prasher wurde dazu aus Indien eingeflogen. Das Schiff ist bereits erheblich versandet, deshalb brauchten die Berger einen hohen Wasserstand, um Erfolg zu haben und den Havaristen in tieferes Wasser zu ziehen.
Die Berger hofften, dies binnen 48 Stunden zu schaffen. Ein Anker des Frachters wurde hochgezogen, der andere sollte das Schiff stabilisieren, wenn die Schlepper es herumziehen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre rammte Pier in Douglas
(13.02.17) Die britische Fähre "Ben-my-Chree", 12747 BRZ (IMO-Nr.: 9170705), kollidierte am Abend des 12.2. um 18.45 Uhr bei stürmischem Wind mit einer Pier in Douglas auf der Isle of Man, als sie anzulegen versuchte. Der Ostwind, der die von Heysham, Lancashire, kommende "Ben-my-Chree" empfing, war erheblich starker als vorhergesagt gewesen, und das Schiff wurde vom Kurs abgebracht und rammte die King Edward Pier. Dabei riss eine ausgefahrene hölzerne Rampe, die dabei selbst stark beschädigt wurde, Wasserrohre auf dem Fährdeck auf, die dieses fluteten.
Der Fährdienst von Douglas wurde bis auf weiteres ausgesetzt. Die Steam Packet Company schickte die "Arrow" nach Manx, um den Frachtdienst zu übernehmen, und die Schnellfähre "Manannan" war auf Standb, um den Passagierverkehr zu sichern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter in Oamaru geborgen
(Datum) Nach vier Tagen wurde in Oamaru das Wrack des am Abend des 9.2. gestrandeten und gesunkenen Kutters „Jane Marie“ geborgen. Die 500 Liter Diesel waren zuvor zum größten Teil ausgelaufen. Sie konnten überwiegend aber mit absorbierenden Mitteln aufgefangen werden. Das Wrack wurde nun in zwei Teilen an Land gezogen. Teile davon waren zuvor abgebrochen, doch viele Trümmer hatten geborgen werden können.
Quelle:Tim Schwabedissen



Dhau in Dubai Creek in Flammen
(13.02.17) 14 Mann wurden am Morgen des 12.2. gegen neun Uhr von einer brennenden Dhau in Dubai Creek nahe der Schwimmbrücke zwischen Bur Dubai und Deira gerettet. Die Querung war während der Löscharbeiten zeitweilig gesperrt. Der Unfall ereignete sich acht Meilen von Ras Al Khor entfernt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ein Toter und 21 Vermisste bei Bootsunglück in Mosambik
(13.02.17) Mindestens eine Person kam ums Leben, 20 weitere wurden vermisst, nachdem ein Boot auf dem Chipaca-River in Nord-Mosambik am 11.2. sank. Vier Menschen überlebten das Unglück. Das Boot kam von Quelimane, der Hauptstadt der Zambezia-Provinz. Es kollidierte am Morgen mit einer Brücke und kenterte dann.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tote und Vermisste auf Indus River
(13.02.17) In Sukkur kamen auf dem Indus River mindstens 10 Personen ums Leben, als ein Boot dort am 9.2. sank. Zunächst wurden sechs, am 12.2. weitere vier Tote georgen. Die Suche wurde dann bis zum nächsten Morgen eingestellt. Acht Personen wurden noch vermisst. Ein Boot der Marine war zwei Tage lang mit Tauchern zur Suche eingesetzt worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter droht in Disko Bay zu sinken
(13.02.17) Am Abend des 11.2. schlug ein 20-Tonnen-Kutter in der Disko-Bay leck. Er wurde an der Eiskante vertäut und drohte zu sinken. Ein SAR S-61-Helikopter rettete die zweiköpfige Crew vom Eis in der Disko Bay nördlich von Aasiaat, auf das sie geflüchtet waren. Sie wurden dann nach Aasiaat geflogen und im Krankenhaus untersucht. Ob der Kutter von den noch laufenden Lenzpumpen würde schwimmfähig gehalten werden können, war zweifelhaft.
Quelle:Tim Schwabedissen



Archivbidld Norwegian Star in Warnemünde
(Bild: HenSti)   Großbild klick!

Tumulte an Bord vor Rückkehr der Norwegian Star nach Melbourne
(11.02.17) Die drei Schlepper "Hastings" (IMO-Nr.: 8222070), "Tom Tough" (IMO-Nr.: 8112419) und "Svitzer Marysville" (IMO-Nr.: 9540443) schleppten am 11.2. den havarierten Kreuzfahrer "Norwegian Star" zur Station Pier Melbourne zur Reparatur des Antriebsschadens. Alle Fahrgäste sollten eine volle Rückerstattung des Reisepreises sowie 50 % auf eine weitere Fahrt bekommen. Nach dem Maschinenausfall war es an Bord zu erregten Versammlungen mit tumultartigen Szenen gekommen, in denen Passagiere skandierten, sie wollten sofort Antworten.
Das Schiff war am Vortag 20 Kilometer südlich von Inverloch auf Drift gegangen. Da die Generatoren aber weiterliefen, hatte das Schiff zwar Bordenergie für alle Einrichtungen und das Bugstrahlruder, aber die Hauptmaschinen waren nicht mehr einsetzbar. Deshalb musste der Kapitän die Schlepper anfordern, um nach Melbourne zurück zu kommen, von wo das Schiff nach Neuseeland ausgelaufen war.
Passagiere, die im Hafen von Bord gehen wollten, bekamen einen Zuschuss von 350 Dollar für einen Flug nach Auckland. Die Reederei erwartete, dass das Schiff am 18.2. von dort planmäßig würde auslaufen können. Es war am 16.1. aus Hongkong ausgelaufen. Nach ersten Problemen mussten bereits fünf Häfen ausgelassen werden, um rechtzeitig das Fahrtziel Sydney zu erreichen. Ein Passagier, der öffentlich Zweifel an der Sicherheit geäußert hatte, musste in Cairns von Bord gehen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fünen: Frachter im Kattegat auf Grund gelaufen
(11.02.17) Am Abend des 10.2. gegen 18 Uhr lief der portugiesische Containerfrachter "Victoria", 17188 BRZ (IMO-Nr.: 9290165 ), nordwestlich von Fünen auf Grund. Dabei wurden drei Ballast- und Kraftstofftanks aufgerissen. Der Frachter konnte sich mit eigener Kraft wieder befreien und ging in der Nähe der Strandungsstelle vor Anker. Das Ölbekämppfungsschiff "Gunnar Thorsen" traf dort am 11.2. gegen 12.30 Uhr ein.
Ein Hubschrauber überwachte das Seegebiet aus der Luft. Der Frachter war auf dem Weg von Antwerpen nach Fredericia gewesen und war nördlich von Skagen durch den Kattegat gelaufen, als er festkam. Wenig später war das Patroullienboot "Diana" vor Ort und bewachte den Havaristen, ehe es gegen Mitternacht nach Juelsminde ablief. Am 11.2. gegen 13 Uhr trafen Taucher ein, um den Rumpf zu untersuchen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Archivbild Kreuzfahrtschiff "L'Austral" in Pula
(Bild: Orlovic)   Großbild klick!

Kreuzfahrtschiff zum zweiten Mal auf Felsen im Milford Sound gelaufen
(11.02.17) Das französische Kreuzfahrtschiff "L'Austral", 10944 BRZ (IMO-Nr.: 9502518) lief zum zweiten Mal binnen eines Monats auf Felsen im Milford Sound / Neuseeland. Die Transport Accident Investigation (TAIC) hatte nach der Havarie im Januar nahe Stewart Island bereits eine Untersuchung am Laufen.
Am 9.2. nun kam es zu einer neuerlichen Havarie beim Einlaufen in den Milford Sound unter Lotsenassistenz. Plötzlich gab es eine Kollision mit einem Unterwasserhindernis, wohl einem Felsen. Es kam zu einer leichten Rumpfdeformation, aber keinem Leck.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandeter Tanker auf Suwanose evakuiert
(11.02.17) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge registrierte Tanker "Sagan", 5404 BRZ (IMO-Nr.: 8659755), lief am 11.2. gegen 6.30 Uhr in stürmischer See an der Westküste der Insel Suwanose in der Kagoshima-Präfektur auf Grund, die zur Kette der Tokara-Inseln gehört. Der beladene Tanker war auf dem Weg von Taiwan nach Japan in der Ostchinesischen See unterwegs.
Bei der Strandung wurde der Rumpf auf den Felsen aufgerissen, und Hubschrauber begannen wenig später, die 18-köpfige Crew, 17 aus Myanmar und einer aus Taiwan, abzubergen. Am Abend war die Evakuierung abgeschlossen. Aus dem in schwerer See liegenden Havaristen begann bereits Öl auszulaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Merete Maersk verlor insgesamt 43 Container
(11.02.17) Der dänische Containerfrachter "Merete Maersk" hat insgesamt 43 Container verloren. Der Ladungsverlust ereignete sich am 6.2. nördlich von Skikda im Mittelmeer. Weitere 95 Container wurden beschädigt, stellte sich nach dem Festmachen in Algericas heraus. 16 Container wurden vor der Küste von Algerien im Meer treibend gesichtet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Hausboot in Dintelsas
(11.02.17) Auf dem Hausbot “Keja” brach am 11.2. in Dintelsas ein Feuer aus. Das Löschboot „Furie 4“ sowie die Feuerwehren aus Dinteloord und Willemstad brachten den Brand rasch unter Kontrolle. Es hatte sich niemand an Bord befunden, ein Nachbar hatte Alarm geschlagen. Das Boot wurde erheblich beschädigt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot brannte vor Skattøra
(11.02.17) Fünf Menschen wurden am Morgen des 9.2. von einem Motorboot vor Skattøra in Tromso gerettet, auf dem im Motorraum ein Feuer ausgebrochen war. Das JRCC Nordnorwegen schickte das Rettungsboot “Gideon” zu dem Boot, außerdem kam ein Löschboot zu Hilfe. Das Boot wurde nach Skattøra geschleppt, wo die Polizei es untersuchte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter sank bei Dreharbeiten
(11.02.17) Am 10.2. sank gegen Mittag der 78 Fuß lange, amerikanische Kutter "Silver Queen” in Fort Louis, nachdem sich beim Anlegen eine Leine im Propeller verfangen hatte und den Schaft zum Brechen brachte, wodurch es zu Wassereinbruch kam. Versuche, das Schiff zu lenzen, schlugen fehl, und binnen 1,5 Stunden lag es halb unter Wasser auf Grund. Die Bergung sollte von den Aquatic Solutions über das Wochenende mithilfe von Hebesäcken durchgeführt werden.
Danach sollte der Kutter zu Bobby’s Mega Yard zur Reparatur geschleppt werden. Die “Silver Queen” diente einer Filmcrew als Basis für die Realityshow Below Decks, die auf der Megayacht “Valor” stattfindet. Am 9.2. war der erste Filmtag gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht in Seenot vor Cape Finisterre
(11.02.17) Eins SAR-Operation wurde gestartet, nachdem die 60 Fuß lange Yacht “Clyde Challenger“ im Nordatlantik Mayday funkte. Das Schiff hatte am 5.2. um 13 Uhr Horta auf den Azoren mit Ziel England verlassen und war tagelang durch schwere See gelaufen. Es kam zu Schäden an Ruder, Rigg und Segeln. Das Boot hat eine 14-köpfige Crew, davon 13 Briten. Sei befand sich am 10.2. 365 Meilen vor Cape Finisterre.
Inzwischen war ein Ersatzruder konstruiert worden, doch ein Teil der Crew sollte sicherheitshalber abgeborgen worden. Die UK Coastguard schickte eine Hercules C130 der RAF Brize Norton, und ein Frachter ging auf Standby. Vor Ort waren 6-7 Beaufort Wind.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot brannte vor Skattøra
(11.02.17) Das RNLI-Boot aus Yarmouth kam am Nachmittag des 10.2. einem 16 Fuß langen Kutter zu Hilfe, der im Solent gekentert war. Das Paar, das sich an Bord befand, klammerte sich an den Rumpf des mit dem Bug noch aus dem Wasser ragenden Fahrzeugs, das zwischen Yarmouth und Lymington trieb. Die Wightlink-Fähre “Wight Sky” hatte sie entdeckt und ebenfalls ein Boot ausgesetzt.
Es nahm die beiden an Bord und brachte sie nach Yarmouth, von wo sie wegen Unterkühlungen mit Krankenwagen ins St. Mary's Hospital gebracht wurden. Das Rettungsboot aus Yarmouth barg den Kutter aus den Hurst Narrows und schleppte ihn in den Hafen. Er war beim Ankerwerfen gekentert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Beschädigte Container
(Bild: Salvamento Maritimo)   Großbild klick!

Algericas: Container auf Merete Maersk gingen über
(10.02.17) Auf der Fahrt von Tanjung Pelepas, wo er am 23.1. ausgelaufen war, nach Algericas geriet der dänische Containerfrachter "Merete Maersk", 183500 BRZ (IMO-Nr.: 9632064), in einen Sturm, in dem etliche Containerstapel auf dem Achterschiff übergingen und teilweise zusammenbrachen.
Etliche Container wurden zerquetscht oder schwer beschädigt, einige gingen über Bord. Mit über die Backbordseite hängenden Trümmern erreichte der Frachter am 9.2. den Hafen und machte um 16.20 Uhr am TTI Algericas fest. Die „Merete Maersk“ ist 399,2 Meter lang, 60 Meter breit und hat eine Tragfähigkeit von 194.915 Tonnen. Die Containerkapazität liegt bei 18270 TEU. Eigner ist die Maersk Line A/S, die das Schiff 2014 von der Daewoo Shipbuilding & Marine Engineering Co. Ltd. übernahm.


Wrack des Trawlers “Poong Lim 11”
(Bild: Pato Lavaca)   Großbild klick!

Trawler nach über einem Jahr in Puerto de la Lu gehoben
(10.02.17) Der südkoreanische Trawler “Poong Lim 11”, 353 BRZ (IMO-Nr.: 6817974),der über ein Jahr in Puerto de la Luz in Las Palmas am Fransary-Kai auf Grund gelegen hatte, wurde jetzt in einer komplizierten Aktion geborgen. Das aufgegebene Schiff hatte bereits über sechs Jahre im Hafen gelegen, als es am 20.1.2016 unterging. Auslaufendes Öl hatte anschließend den Strand von Alcaravaneras veschmutzt.
Die Ausschreibung zur Bergung wurde durch die Ardentia Marine gewonnen, die einzige spanische Firma, die die Kapazität dazu hat. Sie hatte in der Vergangenheit auch das Öl der vor Gran Canarian gesunkenen „Oleg Naydenov“ abgepumpt, die dort in 2700 Metern Tiefe nach einem Feuer gesunken war. Ein 15-köpfiges Team aus Tauchern, Technikern und Ingenieuren bereitete in den vergangenen zweieinhalb Monaten nun die Hebung der „Poong Lim 11“ vor. Zunächst wurden Ölsperren ausgelegt, Trümmer beseitigt und der verbliebene Kraftstoff abgepumpt. Danach wurden alle Öffnungen des in 14 Metern Tiefe liegenden Wracks abgedichtet. Anschließend wurde Pressluft in die Innenräume gedrückt und das Wasser ausgepumpt.
Diese Arbeit begann vor rund einer Woche. Mit Hebeballons wurde der Rumpf stabilisiert und an die Wasseroberfläche zurückgebracht. Vor fünf Tagen erschienen der Bug und die Masten wieder über Wasser. Bevor das ganze Schiff wieder sichtbar war, musste aber noch tagelang gepumpt werden. Nachdem das rostige Wrack wieder schwamm, wurde es an den Kai der Abwrackwerft Logiscrap S.A., Las Palmas de Gran Canaria geschleppt. Hier hat im Februar das Verschrotten des Schiffes begonnen. Die Bergungsaktion kostete mehr als eine Million Euro. Name: Poong Lim No.11
Das 1968 bei Yamanishi Zosen, Ishinomaki, erbaute, 70 Meter lange Schiff war bis 1985 als „Eikyu Maru No.25“ gelaufen, bis 1988 als „Han Sung No. 5“ und bis 1990 als „Han Sung No.11“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter erlitt Wassereinbruch vor Le Havre
(10.02.17) Am 9.2. um 00:15 Uhr wurde das CROSS Jobourg von dem französischen Kutter "L'Aventure", 49,42 BRZ (DP.601013", 50 BRZ (MMSI-Nr.: 228909000), alarmiert, der 11 Meilen nordwestlich von Antifer (Ölterminal, Le Havre) schweren Wassereinbruch erlitten hatte. Das Patroullienboot "Thémis" sowie ein Dragon 76 Helikopter aus Le Havre mit drei Rettungsschwimmern und einer Lenzpumpe an Bord wurden zur Assistenz geschickt. Gegen ein Uhr war die "Thémis" vor Ort.
Vorher war bereits der Trawler "La Perseverance" eingetroffen und hatte mit dem Auspumpen begonnen. Die vierköpfige Crew der "Thémis" unterstützte sie mit einer weiteren Pumpe, ehe auch der Helikopter seine Ausrüstung und die Retter absetzte. Dadurch wurde die Situation unter Kontrolle gebracht, und um zwei Uhr nahm die "La Perseverance" die "L'Aventure" nach Honfleur in Schlepp.
Der Konvoi wurde eskortiert von dem Patroullienboot. Um 2.30 Uhr konnte der Hubschrauber die Rettungsschwimmer wieder aufnehmen. Um 6.15 Uhr erreichte der Schleppzug den Hafen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter „Our Catherine” am Haken
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Kutter nach Eyemouth eingeschleppt
(10.02.17) Das RNLI-Boot aus Eyemouth wurde am 9.10. um 8.50 Uhr von der UK Coastguard alarmiert, nachdem der 10 Meter lange Kutter „Our Catherine” vor der Küste des Heimathafens Maschinenausfall erlitten hatte. Die Crew bat darum, zurück in den Hafen geschleppt zu werden. Das Rettungsboot erreiche fünf Minuten nach dem Auslaufen die Position, an der er eine Meile südöstlich von Eyemouth in der See trieb.
Rasch wurde eine Schleppverbindung hergestellt. Auch das Rettungsboot von St Abbs kam zur Assistenz und fungierte als Steuerschlepper, als der Trawler in den Hafen gezogen wurde. 50 Minuten nach der Alarmierung war der Einsatz beendet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Einhandsegler wird abgeborgen
(Bild: Irish Defence Forces)   Großbild klick!

Patroullienboot rettete Einhandsegler
(Datum) Das irische Patroullienboot "LÉ James Joyce" rettete am 9.2. den Skipper einer Yacht, die 16 Meilen östlich von Roches Point bei Cork Wassereinbruch und einen Ausfall der Navigationsausrüstung erlitten hatte. Der 26-jährige Ire hatte Mayday gefunkt, nachdem sein Boot in stürmischer See am Nachmittag zu sinken drohte. Die "LÉ James Joyce" befand sich in der Nähe auf einer Patroullienfahrt, als sie um 16.20 Uhr von der Mine Head Coast Guard Station alarmiert wurde.
Sie lokalisierte die Yacht und setzte dann ein Festrumpfschlauchboot (RHIB) aus, das den Mann abbergen konnte. Abschließend wurde er von dem Hubschrauber Rescue 117 der Waterford Coast Guard aufgewinscht und zum Cork Airport geflogen. Im Krankenwagen ging es von dort zum Cork University Hospital, wo er mit leichter Unterkühlung behandelt wurde. Um 1830 Uhr setzte die "LÉ James Joyce" ihren Einsatz fort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Crew sinkenden Kutters vor Taiwan gerettet
(10.02.17) Chinas Rettungsdienst barg am 6.2. die 11-köpfige Crew des 30 Meter langen Kutters "Min Yu Long 66822" (MMSI-Nr.: 412444296) ab, der in stürmischer See in der Straße von Taiwan 73 Meilen vor der Küste der Fujian-Provinz 111 Kilometer südöstlich der Stadt Xiamen Steuerbordschlagseite entwickelt hatte. Er hatte gegen 15.20 Uhr Notrufe gefunkt. Das Fujian Maritime Search and Rescue alarmierte die Taipei Search and Rescue Association in Taiwan zur Koordination der Rettungsaktion.
Um 15.53 Uhr hoben zwei Hubschrauber in Xiamen ab und erreichten den Havaristen binnen einer halben Stunde. Die Fischer hatten sich auf der hochliegenden Seite des Achterschiffs versammelt. In zwei Gruppen wurden sie aufgewinscht. Einer hatte eine leichte Verletzung erlitten, die übrigen waren unversehrt.
Nach einer Stunde alle Mann von Bord, während ihr Schiff bereits zu kentern begann. Die Schiffbrüchigen wurden zum Xiamen Gaoqi International Airport geflogen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gesunkener Schlepper in Gerjen geborgen
(10.02.17) Binnen mehrerer Stunden wurde am 9.2. am Ufer von Gerjen der ungarische 17-Tonnen-Schlepper „Szekszárd” von einem Mobilkran gehoben. Das Schiff war am 16.1. am Ufer gesunken. Taucher hatten am Morgen begonnen, die Hebung vorzubereiten und das Wrack an den Takeln des Krans anzuschlagen. Mit dem Bug voran wurde er dann einem gefangenen Fisch nicht unähnlich senkrecht aus dem Wasser gehoben und dann an Land abgelegt.
Die Operation wurde abgesichert durch die Polizei und Umwelteinsatzkräfte. Warum das Schiff sank, war noch unklar, der Rumpf wies nach der Hebung keine äußeren Schäden auf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Aufgegebener Tanker hatte Wassereinbruch in Drammen
(10.02.17) Der unter Malta-Flagge laufende Tanker "Ioli", 2512 BRZ (IMO-Nr.: 9520431), musste am 9.2. in Drammen von der Feuerwehr ausgepumpt werden, nachdem am Morgen ein Wassereinbruch im Maschinenraum festgestellt worden war. Mehrere Tonnen Wasser wurden gelenzt. Bereits am 7.2. war die Feuerwehr in der Bilge tätig gewesen, nachdem ein Leck entdeckt worden war. Das unbesetzte, mit Bitumen beladene Schiff lag bereits seit Oktober 2016 im Hafen und war nach einem Disput um nicht gezahlte Heuern von der philippinischen Crew verlassen worden.
Seitdem hat es keinen Bordstrom zum Generatorenbetrieb mehr, und beim Frostwetter kam es nun offenbar zu einem bereits von den Hafenbehörden befürchteten Schaden. Sie hat lediglich Kontakt zum Management, weiß aber nicht, wer der Eigner ist. Das Schiff war im vergangenen Sommer zwischen Göteborg und Drammen gependelt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Norwegian Star treibt nach Azipod-Ausfall vor Australien
(Datum) Die seit geraumer Zeit bestehenden Probleme des unter Bahamas-Flagge laufenden Kreuzfahrtschiffes “Norwegian Star”, 91740 BRZ (IMO-Nr.: 9195157), mit ihren Azipods dauerten an und verschärften sich noch: Nach dem Auslaufen aus Melbourne am 9.2. fiel auch der einzig Verbliebene noch aus, und das Schiff trieb nun mit 0,7 Knoten vor der Küste von Victoria auf Position 39 01' S145 39' O. Es wartete auf einen Schlepper, der ihm assistieren sollte.
Die „Hastings“, 473 BRZ (IMO-Nr.: 822207), von Svitzer Australasia wurde dazu mobilisiert und am Abend des 10.2. vor Ort erwartet. Sie sollte den Havaristen auf den Haken und zurück nach Melbourne bringen. Die Bordsysteme blieben voll einsatzbereit, und es bestand keine Gefahr für Passagiere und Crew.
Die Probleme hatten am 13.12.2016 mit dem Ausfall eines der Azipods begonnen. Das Schiff musste nach Singapur zurückkehren und ging mit verlangsamter Fahrt danach wieder in Dienst. Am 25.1. kam es zu einem neuerlichen Ausfall auf der Reise nach Darwin.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ölverschmutzung auf Halifax River wird bekämpft
(09.02.17) Die US Coast Guard und örtliche Firmen waren am 9.2. mit Reinigungsarbeiten auf dem Halifax River unweit von Ormond-by-the-Sea beschäftigt. Die Coast Guard Jacksonville war am 8.2. um 13:45 Uhr alarmiert worden, nachdem rund 100 Gallonen Bilgenöl aus dem Schlepper „Tutahaco“ in den Fluss ausgelaufen waren. Das an Bord verbliebene Öl wurde nun abgepumpt.
Um das Schiff wurden 600 Fuß Ölschlängel und über 1500 Fuß Aufsaugsperren ausgelegt, um die Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren. Mit Pads und Vakuumtanks wurde das Öl aufgenommen. Von der Coast Guard Air Station Savannah stieg ein MH-65 Dolphin Helikopter auf, um die Lage aus der Luft zu überwachen. Die Marine Environmental Response und Sea Tow rückten gegen 23 Uhr mit einem Schlepper an und begannen mit der Eingrenzung der Ölverschmutzung. Die Ursache der Leckage wurde weiter untersucht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandeter Kutter droht auseinanderzubrechen
(10.02.17) Nachdem der 11 Meter lange Kutter “Jane Marie” auf der Außenmole von Oamaru Harbour am 9.2. gegen 21 Uhr bei Niedrigwasser auf Grund lief und leckschlug, war das Schiff inzwischen weitgehend unter Wasser. Es lag auf der Steuerbordseite und wurde von den Wellen weiter auf die Steine geschlagen. Er drohte unter den Schlägen der Brandung auseinanderzubrechen.
Die zweiköpfige Crew aus Oamaru hatte sich mit einer von einem Zeugen zu ihnen geworfenen Leine an Land retten können. Sie wurden mit Unterkühlungen im Oamaru Hospital behandelt und noch in der Nacht wieder entlassen. Die Polizei wurde um 21.10 Uhr alarmiert.
Der Otago Regional Council schickte Ölbekämpfungsteams, nachdem Diesel auf dem Wasser festgestellt worden war. Sie arbeiteten mit dem Department of Conservation zusammen und informierten Maritime New Zealand. An Bord des Kutters waren rund 500 Liter Öl, von denen das meiste aber noch in den Tanks war.
Ein Bergungstaucher wurde aus Dunedin gerufen, um die Tanks zu lokalisieren und abzudichten. Nahe der Holmes Wharf befinden sich zwei Pinguinkolonien und sensible Habitate. Bislang wurden keine Auswirkungen auf die Tierwelt festgestellt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Thorco Crown sicher im Hafen
(10.02.17) Der Frachter "Thorco Crown" wurde am 10.2. gegen drei Uhr nach Sydney in Nova Scotia eingeschleppt. Er war am Morgen des Vortags von dem Eisbrecher "Sir William Alexander" der kanadischen Coastguard auf den Haken genommen worden, nachdem es dem Schlepper “Svitzer Bedford" (IMO-Nr.: 9334090) nicht gelungen war, den Havaristen in stürmischer See in Schlepp zu bekommen.
Nachdem der Konvoi sich zunächst durch hohen Seegang kämpfen musste, wurde das Wetter auf dem letzten Abschnitt besser. Das Transportation Safety Board of Canada schickte ein Team zur Untersuchung des Brandes auf dem unbeladenen Frachter nach Sydney.
Quelle:Tim Schwabedissen



Alter Kutter sank in Kvinesdal
(10.02.17) Am 9.2. gegen 17 Uhr sank an der früheren Kvina-Werft in Kvinesdal im Fedafjord ein Kutter am Kai. Da unklar war, ob sich noch Menschen an Bord befunden hatten, rückten die alarmierten Einsatzkräfte mit Tauchern und Medizinern an. Sie fanden den 40 Fuß langen Kutter aber leer vor.
Er war am 30.11.2016 vor Kirkehamn in Hidra gesunken und nach der Bergung nach Angholmen gebracht worden, wo Kraftstoff und Hydrauliköl abgepumpt wurden. Der Eigner kommt aus Halden. Er sollte nun kontaktiert werden. Die Hafenverwaltung von Flekkefjord hatte die Firma Halvorsen Offshore aus Angholmen mit der Überwachung des Kutters beauftragt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre "Panagia Tinou" mit Schlagseite
(Bild: Lindemann97)   Großbild klick!

Saronischer Golf: Gesunkene Fähre in Piräus wird nun ausgepumpt
(09.02.17) Ein Dreivierteljahr nach dem Untergang hat in Piräus die Bergung der griechischen Fähre "Panagia Tinou" 5122 BRZ (IMO-Nr.: 7205063), begonnen, die am 26.4.2016 am Liegeplatz Q4 Schlagseite entwickelt hatte und gesunken war. Seit Januar waren Arbeiten im Gange, die Öffnungen des Wracks abzudichten, um es anschließend auspumpen zu können. Am 8.2. hatte sich das Schiff bereits erheblich vom Grund gehoben, während die Pumpen in dicken Schwallen tausende Tonnen Wassers aus den unteren Schiffsräumen förderten.
Deutlich war der Fortschritt an den dunklen Bereichen des Rumpfes erkennbar, auf denen sich
Fähre "Panagia Tinou" mit Ölschlägel
(Bild: George Gbidis)   Großbild klick!
während der vergangenen Monate dichter Bewuchs angesiedelt hatte. Die Lenzarbeiten werden noch mehrere Tage andauern. Die Ausschreibung zur Räumung des Wracks hatte die Antipollution Company gewonnen. Binnen 20 bis 30 Tagen soll das betagte Schiff schwimmfähig sein und aus dem Hafen von Piräus verschwinden. Als nächste Station wird wegen der erheblichen Schäden und des Alters der Fähre wohl nur noch der Abwracker warten.
Das Schiff hatte zuletzt den Ventouris Sea Lines gehört und war 2014 in Piräus wegen finanzieller Schwierigkeiten in die Kette gelegt worden. 10 Jahre war sie zuvor für die 1987 von Evangelos K. Ventouri gegründete Reederei zwischen den Kykladeninseln im Einsatz gewesen. Seit 2010 war die wirtschaftliche Situation aber immer schwieriger geworden für die Einschiffreederei.
Die „Panagia Tinou“ war 1972 bei der Arsenal de la Marine National Francaise, Brest, als „Hengist“ erbaut worden. Am 6.6. wurde sie an die Sealink British Rail, London, abgeliefert und machte am 7.6. in Newhaven fest. Vom 16.6. an lief sie auf den Linien Folkestone – Boulogne, Folkestone - Calais, Folkestone – Oostende und Dover - Boulogne. Am 10.1.1980 kollidierte sie mit der „Canabal“ im Englischen Kanal. Am 3.4.1983 kam es zu einem kleineren Brand an Bord. Am 18.7.19884 erfolgte der Verkauf an die Sea Containers Ltd Hamilton, Bermuda, Folkestone, die dann zur Sealink British Ferries U.K. wurden.
Die Fähre verkehrte weiter auf der Route Folkestone – Boulogne sowie Fishguard – Rosslare. Bei einem Wendemanöver kollidierte sie am 24.4.1987 mit einem französischen Kutter in Boulogne, drei Fischer kamen ums Leben. Am 16.10. strandete die „Hengist“ in schwerem Sturm vor Folkestone, nachdem sie sich im Hafen losgerissen hatte.
Fast wäre sie in den Sturmseen gekentert, ehe sie bei The Warren festkam. Seebefestigungen aus Beton beschädigten den Rumpf schwer und rissen ein Loch in die Seite. Am 22.10. wurde sie von den Schleppern „Salvageman“ und „Seaman“ geborgen und erst nach Tilbury zur Inspektion und dann von der „Lady Moira“ nach Dover geschleppt.
Am 27.10. ging die Fähre nach Humber zur Reparatur und kehrte am 15.1.1988 wieder in den Dienst zurück. Im April 1990 erfolgte der Verkauf an die Stena Line Ab, Göteborg, und die Registrierung für die Stena Equipment Ltd, London. Am 1.1.1991 wurde die Fähre in „Stena Hengist“ umgetauft. Am 24.12. erfolgte die letzte Überfahrt Folkestone – Boulogne, ab dem 9.1.1992 ging es auf die Linie Holyhead - Dun Laoghaire.
Am 18.3.1992 erfolgte der Verkauf an die Flanmare Shipping Inc, Piräus, die das Schiff in „Romilda“ umbenannte und für die GA Ferries einsetzte. Im April 1993 ging es an die Ventouris Sea Lines, Piräus, die es in „Apollo Express 2“ umbenannte. Im Oktober 1995 geriet die Reederei in finanzielle Schwierigkeiten, und das Schiff wurde erstmals in Piräus aufgelegt.
Im September 1996 ging es an die Milos Naftiki Eteria, Piräus. Ab Oktober lief es für die Agapitos Lines als „Panagia Ekatontapiliani“ auf der Route Piräus - Paros - Naxos - Ios - Santorini. Am 18.11.1999 war es an die Minoan Flying Dolphins, Piräus, im Einsatz, der neue Name war „Espress Artemis“.
Seit 2001 wieder als als „Panagia Ekatontapiliani“ eingesetzt, ging das Schiff 2004 an Vaggelis Ventouris, Piräus (Ventouris Sea Lines), und kam als „Agios Georgios“ auf den Routen Rafina - Paros - Naxos – Santorini, Piräus - Paros - Naxos – Santorini und Piräus - Kythnos - Serifos - Sifnos - Kimolos – Milos zum Einsatz. Am 3.9.2011 wurde es in Drapetsona aufgelegt, am 5.10. kam es wieder in Fahrt.
2014 blockierte die Crew ihr Schiff wegen ausstehender Heuern. Im Januar 2015 wurde es eingetragen für die Panagia Odigitria Shipping Co, Piräus, als „Panagia Tinou“, kam aber nicht mehr in Fahrt, sondern stattdessen zusehends herunter. Ein daraus resultierender Wassereinbruch war wohl auch der Grund für den Untergang gewesen.
Die „“Panagia Tinou“ ist 118,09 Meter lang, 19,.84 Meter breit, hat 4,12 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 1.030 Tonnen. Sie war für 1.400 Passagiere zertifiziert und konnte 256 Pkw transportieren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Alptraumfahrt der “Zurbarán” von Mallorca nach Valencia
(09.02.17) Die Überfahrt der spanischen Fähre "Zurbarán", 22152 BRZ (IMO-Nr.: 9181091), von Mallorca nach Valencia wurde am frühen Morgen des 6.2. zu einem Alptraum für etliche Passagiere. Bereits auf dem Weg von Menorca nach Mallorca hatte sie gegen einen Sturm in der Balearischen See zu kämpfen und verließ den Hafen mit Verspätung. Gegen zwei Uhr früh arbeitete und rollte sie so heftig in den Wellen, dass Passagiere hinterher berichteten, sie habe sich förmlich senkrecht gestellt.
Auf einmal zerschlugen überkommende Brecher vier deckshohe Scheiben im Frontbereich auf Deck 2. Dahinter befand sich ein Bereich mit Schlafsesseln, in dem sich rund 100 Passagiere aufhielten. Als die Wellen den Raum fluteten, mussten sie durchnässt in hintere Bereiche flüchten. Sie wurden anschließend in leeren oder teilbelegten Kabinen untergebracht.
Die Halle und das Restaurant in dem betroffenen Bereich wurden durch das Wasser erheblich beschädigt, Glasbruch, Mobiliar und zerbrochenes Geschirr mischten sich zudem auf dem Boden zu einem allgemeinen Chaos. Die Crew sperrte den Bereich provisorisch ab und versuchte, die zerstörten Scheiben mit Planen abzudichten.
Der Wassereinbruch konnte aber auf diese Weise nicht vollkommen gestoppt werden. Der Kapitän drehte das Schiff aus den Wellen, sodass nicht mehr so viel Wasser überkam. Dadurch verlangsamte sich das Schiff, und es erreichte es den Hafen von Valencia schließlich mit 4,5-stündiger Verspätung um 12.30 Uhr. Hier musste die „Zurbarán“ vorerst zur Reparatur am Passagierterminal verbleiben.
Die “Zurbarán” ist 179,92 Meter lang, 25 Meter breit, hat 6,5 Meter Tiefgang, eine Tragfähigkeit von 7,396 Tonnen und ist für 214 Passagiere zugelassen. Sie entstand bei der Astilleros Espanoles S.A. (AESA) und wurde am 26.2.2000 als „Northern Merchant“ an die Merchant Ferries, Dover, England. (Cenargo International Ltd, Nassau, Bahamas). abgeliefert, die sie zwischen Sevilla und Dover einsetzen wollte. Am 18.3. kam sie von Sevilla kommend in Dover an und ging am 20.3. in eine Charter der Norfolkline, Scheveningen.
Mit neuem Heimathafen Dover ging sie von dort aus in einen Liniendienst nach Dünkirchen. Am 22.3. kam es dabei zu einer Kollision mit der Kaianalage in Dover, der Sachschaden blieb begrenzt. Von März bis April lief sie in Charter der DFDS Tor Line auf der Route Harwich - Esbjerg.
Zurück im ursprünglichen Dienst, kam es am 6.1.2002 vor England zu einer Kollision mit der „Diamant“, die ebenfalls glimpflich verlief. Im April 2002 erfolgte erst ein Umbau bei ARNO in Dünkirchen und vom 4. bis 18.10.2002 ein weiterer Umbau auf der Lloyd Werft, Bremerhaven. Im April 2006 ging die Fähre in Charter der Acciona Trasmediterranéa, Spanien.
Nach einem weiteren Umbau in Dünkirchen verließ sie den Hafen am 25.4. nach Barcelona und ging in den Liniendienst Barcelona/ Valencia - Palma De Mallorca/ Ibiza/ Mahon. Am 3.7. wurde sie für die Acciona Trasmediterranéa, Santa Cruz de Tenerife, registriert und in „Zurbarán“ umbenannt. Am 4.8.2006 erlitt sie Maschinenschaden vor Palma und trieb vier Stunden in der See, ebenso am 5.8. beim Auslaufen aus Valencia.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gekentertes Mötorboot (Bild: Fiji Police)   Großbild klick!

Drei Bootsfahrer vor Lautoka gerettet
(09.02.17) Das rasche Eingreifen von Skipper Don Bruce und seiner “Tavewa Seabus” trug am 8.2. zur Rettung von drei Menschen bei, deren Motorboot in stürmischer See vor der Einfahrt von Lautoka Harbour gekentert war. Sie kamen aus Vuaki Village, Yasawa, und ihr Boot erlitt Wassereinbruch bei hohem Seegang. Die Polizei verständigte die Crew der „Tavewa Seabus”, die Kurs auf das vollgeschlagene Boot nahm.
Es gelang deren Crew, alle Insassen unversehrt an Bord zu holen. Das Wrack trieb, kaum über Wasser sichtbar, vor dem Hafen. Die Schiffbrüchigen kehrten unterdessen in ihr Dorf zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Patent von Schiffsführer der Stavo eingezogen
(09.02.17) Auf den Eigner des Bunkertankers "Stavo" kommen nach der Havarie bei Langenzersdorf Bergekosten, die sich auf einen sechsstelligen Betrag belaufen könnten, zu, und zudem drohte dem ungarischen Schiffsführer ein Strafverfahren. Der Donaudienst prüfte auch ein Umweltdelikt, denn bei der Havarie war nach Angaben der Polizei eine Leitung geplatzt, und eine unbekannte Menge an Öl floss daraufhin in die Donau.
Der Schiffsführer hatte zum Zeitpunkt der Havarie 0,74 Promille Alkohol im Blut. Er wurde angezeigt, und ihm wurde auch das Schiffsführerpatent vorübergehend entzogen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ankerkette beschädigte Schiffspropeller
(02.09.17) Die norwegische Fähre "Vengsøy", 987 BRZ (IMO-Nr.: 9588782), musste wegen eines Propellerschadens am 6.2. aus dem Betrieb genommen werden. Sie war an jenem Tag ohne Fahrgäste von Musvær nach Vengsøy unterwegs, als sie Ruderausfall erlitt. Daraufhin wurde zunächst der Anker geworfen.
Als er wieder gelichtet wurde, geriet die Kette in den Propeller und beschädigte dessen Flügel. Das Schiff konnte noch mit eigener Kraft Belvik zur Schadensuntersuchung ansteuern. Dort stellte sich heraus, dass eine Reparatur vonnöten war. Deshalb wurde als Ersatzfähre die "Røtinn" in Fahrt gebracht, und die "Vengsøy" lief nach Ibestad, wo bis zum Wochenende der Schaden behoben werden sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre könnte durch Eisgang beschädigt worden sein
(09.02.17) Die Fähre aus Wipfeld im Landkreis Schweinfurt wurde am 8.3. an der Werft in Astheim bei Volkach an Land verfrachtet. Das gut 35 Tonnen schwere Schiff wurde mit einem 130-Tonnen-Autokran aus dem Wasser gehoben. Bei dem Manöver wurde sofort die Ursache für den Wassereinbruch erkennbar: Neben einer bereits mit Stahlblech reparierten Stelle war ein Loch entstanden, durch das eine der sechs Abteilungen des Rumpfes voll Wasser gelaufen war.
Deshalb hatte am 3.2. der Fährverkehr eingestellt werden müssen. Vermutlich wurde die Fähre von Eisschollen beschädigt. Nun wurde auch die alle fünf Jahre anstehende Hauptuntersuchung von März gleich vorverlegt.
Die Schifffahrtskommission sollte die Fähre am 9.2. inspizieren. Die Überholungskosten dürften rund 300.000 Euro betragen. Die Fähre bekommt bei der Gelegenheit zwei neue Schottelantriebe, und die Steuerung wird auf Joysticks umgestellt. t. Die Arbeiten in der Astheimer Werft werden zwei bis drei Wochen dauern. Ende Februar könnte die Fähre in Wipfeld wieder ihren Betrieb aufnehmen.
Quelle:Tim Schwabedissen



13 Tote bei Bootsunglück in Indonesien befürchtet
(09.02.17) Die Malaysian Maritime Enforcement Agency (MMEA) startete am Morgen des 8.2. eine Suchaktion, nachdem um 17.30 Uhr ein Speedboot mit 15 Passagieren wenige Minuten nach dem Auslaufen aus Batu Payung bei Tawau gekentert war. Es war am 7.2. gegen 18 Uhr nach Sungai Nyamuk in Indonesien gekommen, als es von einer großen Welle umgeschlagen wurde.
Bislang wurden nur eine Frau und ein Mann gerettet, die schwimmend Stunden später Land erreichten. Ihr Baby hatten sie ebenso verloren wie einen älteren Mann, der anfangs noch bei ihnen war. 13 Insassen wurden zunächst insgesamt vermisst. Die Suche wurde gegen Mitternacht unterbrochen und am 9.2. fortgesetzt. Sechs Tote wurden daraufhin geborgen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Mindestens fünf Tote bei Fährunglück auf Tanganjikasee
(09.02.17) In Süd-Kivu sank die Fähre "Bafana Bafana" am 7.2. auf dem Tanganjikasee . Es gab mindestens fünf Tote, 43 Menschen wurden gerettet. Die Suche nach Vermissten dauerte an. Der Unfall ereignete sich im Fizi-Territorium. Das Schiff war in voller Fahrt gegen 15 Uhr von der Insel Mwayenga unweit der Ubwari-Halbinsel auf dem Weg nach Baraka auf einen Felsen gelaufen. An Bord waren überwiegend Markthändler, unter den Opfern befanden sich aber auch drei Kinder.
Quelle:Tim Schwabedissen



Le Havre: Minensucher assistierte havariertem Kutter
(09.02.17) Am Morgen des 8.2. kam ein französischer Minensucher dem Trawler "Ansylye", 23,97 BRZ (MMSI-Nr.: 227313050) aus Trouville-sur-Mer und seiner dreiköpfigen Crew zu Hilfe. Gegen fünf Uhr wurde das CROSS Jobourg von dessen Crew alarmiert, nachdem der Propeller blockierte. Das Schiff befand sich 20 Kilometer nordwestlich von Antifer, einige Kilometer nördlich von Le Havre.
Der Minensucher "Céphée" bot sofort Assistenz an und war um 7.30 Uhr vor Ort. Ein Zodiac mit zwei Tauchern wurde ausgesetzt und diese versuchten, die im Antrieb verfangenen Leinen abzuschneiden. Nach drei Stunden im eiskalten Wasser waren sie in der Lage, ein großes Netzcluster zu entfernen. Nach einer Testfahrt durfte der Trawler seine Fahrt mit verlangsamter Geschwindigkeit fortsetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Brand auf Werft in Hasselt
(09.02.17) Am 8.2. wurden die Feuerwehren Hasselt und Zwartsluis zu einem Brand auf einem Schiff bei der Bodewes-Werft in Hasselt gerufen. Es handelte sich um ein kleines Feuer, das mit zwei Hochdruckdüsen rasch gelöscht werden konnte. Mit Wärmebildkameras stellten die Einsatzkräfte fest, dass der Stahl in der Brandumgebung immer noch 100 Grad hatte.
Da er aber abkühlte, konnte die Feuerwehr abrücken. Ein Arbeiter klagte über Atembeschwerden und wurde wegen Verdacht auf Rauchgasvergiftung ärztlich betreut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Alter Schlepper hatte Ölleck
(09.02.17) Am 8.2. kam die US Coast Guard dem Schlepper “Tutahaco (YTM-524)”, 218 tdw, zu Hilfe, aus dem Öl in den Halifax River in Ormond-By-The-Sea auslief. Um 15.45 Uhr wurde die Coast Guard Jacksonville von der National Response Corporation über den Vorfall informiert. Einsatzkräfte waren um 18.20 Uhr vor Ort und begannen, die Verschmutzung einzudämmen und deren Ursache herauszufinden. Dabei wurde ihr von Oil Spill Removal Organization assistiert.
Der Schlepper entstand 1945 auf der Gibbs Gas Engine Co., Jacksonville, Florida und wurde am 6.11. vom 10th Naval District in San Juan, Puerto Rico, in Dienst gestellt. 1986 wurde er aus dem Marineregister gestrichen und am 9.10. zum Abbruch von dem Defense Reutilization and Marketing Service (DRMS) verkauft.
Dann erwarb Gordon McCarthy das Schiff als Hausboot, auf dem er von 1998 bis 2015 auf dem Halifax River bei Ormond-by-the-Sea wohnte. Ende 2015 ging es an die Seven Leagues Charter und sollte zu einem Museum in Green Cove Springs werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Explosion einer Gasflasche tötete Crewmitglied von Kreuzfahrtschiff
(09.02.17) Bei einer Explosion auf dem unter Bermudas-Flagge laufenden Kreuzfahrtschiff „Emerald Princess, 113561 BRZ (IMO-Nr.: 9333151), kam am 8.2. um 17 Uhr in Port Chalmers, Dunedin, am 8.2. ein Crewmitglied ums Leben. Er wurde noch vor Ort für tot erklärt. Offenbar war eine Gasflasche mit lautem Knall in die Luft gegangen. Danach flog sie über Bord und landete auf dem Kai. Die Menschen dort kamen unversehrt davon. Das Unglück ereignete sich nach bisherigen Kenntnissen bei technischen Arbeiten an dem hydraulischen Abfiersystem eines Tenderboots.
Quelle:Tim Schwabedissen



Marconsult-Frachter weiter auf Drift vor Neufundland
(09.02.17) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter "Thorco Crown", 7767 BRZ (IMO-Nr.: 9290074), trieb mit seiner 13-köpfigen Crew am 9.2. weiter vor der Südwestküste von Neufundland, nachdem ein Feuer im Maschinenraum es 32 Meilen vor Port aux Basques ihn hatte manövrierunfähig werden lassen. Die Eigner Marconsult beauftragen die Berger von Svitzer Salvage mit der Assistenz, und der Schlepper "Svitzer Bedford" (IMO-Nr.: 9334090) lief am 7.2. aus Port Hawkesbury aus. Er erreichte den Havaristen am Morgen des 8.2., konnte jedoch wegen der stürmischen Wetterverhältnisse zunächst keine Schleppverbindung herstellen.
Am Abend trieb die "Thorco Crown" 9,5 Meilen nordwestlich von Cape Ray und wurde vom Wind weiter vom Land fortgetrieben. Das Schiff war auf dem Weg nach Montreal gewesen und hatte kurz vor der Havarie nach dem Löschen von Bohrrohren für ein Hebron-Ölprojekt den Hafen von Argentia am 5.2. gegen 19 Uhr verlassen.
Die “Thorco Crown” ist 145,63 Meter lang, 18,25 Meter breit, hat 7,35 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 10.683 Tonnen. Sie läuft für die MarConsult Schiffahrt (GmbH & Co.) KG in Haren/Ems und wurde 2004 in Yichang erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schon wieder Kriegswracks in Malaysia zerstört
(09.02.17) Die Wracks dreier japanischer Schiffe, die im 2. Weltkrieg vor Borneo sanken, wurden offenbar bei einer illegalen Schrottplünderung stark zerstört. Es handelte sich dabei um die “Kokusei Maru”, “Higane Maru” und “Hiyori Maru”, die alle 1944 von der US-Marine torpediert wurden und durchweg Kriegsgräber darstellten. Sie waren auch bekannt als die Usukan-Wracks, deren reicher Korallenbewuchs viele Taucher in den vergangenen Jahren nach Sabah in Malaysia lockte.
Vor Ort heißen sie “Rice Bowl Wreck” nach der Ladung von Reisschalen darin, “Upside Down Wreck“ und „Usukan Wreck“. Sie liegen alle in weniger als einem Kilometer Distanz voneinander. In den vergangenen Monaten aber riss ein großes chinesisches Schiff sie mit einem Kran auseinander und zog Metallschrott aus der See.
Bis vergangenes Jahr waren die Wracks noch intakt gewesen. Nun stellten Taucher zu ihrem Entsetzen fest, dass die “Usukan“ und „Upside Down“-Wracks zu 98 und 99 Prozent verschwunden waren und das die „Rice Bowl“ nur noch ein unkenntlicher Metallhaufen war. Die örtlichen Behörden hatten angegeben, die Plünderung sei als Forschungsarbeit der Universiti Malaysia Sabah (UMS) autorisiert gewesen.
Deren Vizekanzler sagte, dass die Wracks drei Tonnen toxischer Materialien enthielten, die die Umwelt gefährdet hätten. Nachdem Taucher und Küstenanwohner Alarm schlugen, ließ das Sabah Marine Department die Arbeiten stoppen. Dies war allerdings zu spät zum Schutz der historischen Wracks.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter in Oamaru auf Mole gestrandet
(09.02.17) Zwei Fischer wurden am Abend des 9.2. gerettet, nachdem ihr Kutter “Jane Marie” in Oamaru in Nord-Otago auf eine Mole lief. Die Polizei wurde um 21.10 Uhr zur Holmes Wharf gerufen, nachdem das 10 Meter lange Schiff auf Felsen am Ende der Mole gestrandet war und sich auf die Backbordseite gelegt hatte. Die beiden Crewmitglieder kamen ins Krankenhaus. Maritime New Zealand wurde informiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ehemaliges Fahrgastschiff „Christine J”
(Bild: Nick Beale)   Großbild klick!

Einstiges Flussausflugsschiff sank zum zweiten Mal in einem Monat
(08.02.17) Die Fire and Rescue NSW Shoalhaven und Hazmat-Crews brachten Ölsperren aus, nachdem das 45 Fuß lange, ausrangierte am 7.2. zum zweiten Mal binnen eines Monats auf dem Shoalhaven River östlich der Nowra Bridge sank, auf dem es Ausflugsfahrten durchgeführt hatte, bis es durch die „Shoalhaven Cruiser“ ersetzt wurde. Bereits Anfang Januar war es untergegangen, zwischenzeitlich aber wieder flottgemacht worden. Es lag nun mit Steuerbordschlagseite im zwei bis drei Meter tiefen Wasser im Hauptkanal nach Terara erneut auf Grund.
Das Holzschiff der Shoalhaven River Cruises, das einst zwischen Forster und Tuncurry verkehrte, bevor dort eine Brücke gebaut wurde, wog mehr als 13 Tonnen. Die Roads and Maritime Services untersuchten es in Hinblick auf Umweltgefahren. Nach dem ersten Untergang waren allerdings schon Diesel und Öl abgepumpt worden. Dennoch wurden vorsorglich Ölsperren ausgelegt.
Die “Chistine J” entstand als “Alma G II” bei Alf Jahnsen and Leo Royan und lief im Oktober 1947 vom Stapel und wurde an Wylie Gregory abgeliefert und ging in den Dienst zwischen Tuncurry und. Forster Am 11.5.1949 rettete die Crew des Schiffes zwei Menschen eines gekenterten Bootes aus der Brandung bei Forster. Der Vater und seine Tochter aus Cessnock konnten an Bord der „Alma G II” gezogen werden.
1953 starb Wylie Gregory durch Selbstmord, sein Sohn Wesley Earl Gregory setzte den Fährdienst bis Oktober 1954 fort. 1956 wurde das Schiff zum Kutter umgerüstet und 1963 an Dave Adams in Cronulla verkauft und von der CSIRO Division of Fisheries in Newcastle und Cronulla eingesetzt. 1963 erwarb Dave Adams aus Cronulla das Schiff und benannte es nach seiner Tochter „Christine J“.
Nach seinem Tod 1969 ging es an seine Frau und seinen Sohn, die es 1996 an die Shoalhaven River Cruise in Nowra verkauften. Ein aufwändiger Rückbau zur Fähre erfolgte, und bis 2014 verkehrte das Schiff wieder in der Ausflugsfahrt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter “Sea Puppy” im Vollbrand
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Coastguard rettete Crew lichterloh brennenden Kutters
(08.02.17) Die US Coast Guard rettete am 7.2. die dreiköpfige Crew des Kutters “Sea Puppy”. Das Schiff hatte um 15.16 Uhr Mayday gefunkt, nachdem eine Meile östlich von St. Catherines Island, Georgia, ein Feuer an Bord ausgebrochen war und es daraufhin zu einem Wassereinbruch gekommen war. Von der Coast Guard Station Tybee Island lief ein 29-Fuß-Boot aus, und auf der Air Station Savannah stieg um 15.25 Uhr ein MH-65 Dolphin-Helikopter auf. Dieser traf um 16.30 Uhr an dem lichterloh brennenden Schiff ein.
Ein Rettungsschwimmer sprang ins Wasser und half den Fischern an Bord. Sie wurden dann zur Air Station Savannah geflogen und medizinisch betreut. Sie hatten das Unglück unversehrt überstanden. Für ihr Schiff gab es keine Rettung mehr. Die Coast Guard leitete eine Untersuchung ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bunkertanker "Stavo" wieder frei
(Bild: Andi Schiel)   Großbild klick!

Bunkertanker auf der Donau nach Leichteroperation wieder flott – Kapitän war alkoholisiert
(08.02.17) Seit dem 7.2. um 16.40 Uhr schwamm der österreichische Bunkertanker "Stavo", 494 tdw (EU-Nr.: 08548018), wieder auf der Donau. Am Vormittag war das Schweizer Tankmotorschiff "Rüti - ZH" (MMSI-Nr.: 211520520) am Havaristen längsseits gegangen, der am Einlaufbauwerk zur Neuen Donau bei Langenzersdorf (Bezirk Korneuburg) auf Grund saß. Er sollte so viel der 289 Tonnen Diesel leichtern, bis er ohne Schlepphilfe wieder aufschwamm.
Nachdem 150 Tonnen abgepumpt waren, war es so weit – die „Rüti“ konnte das kleinere Schiff wieder ins tiefere Wasser bugsieren. Am Morgen hatte ein anderes Schiff abgesagt, weil sich dessen Schiffsführer nach einer Inaugenscheinnahme sich die heikle Aktion nicht zugetraut hatte. Kurzfristig fand sich aber dann das letztlich mit der Bergung betraute Schiff.
Inzwischen stand fest, dass die „Stavo“ nicht wegen eines technischen Fehlers am 5.2. nach Steuerbord aus dem Fahrwasser abgekommen war. Beim ungarischen Schiffsführer wurden 0,74 Promille Alkohol im Blut festgestellt.
Bei der Bergungsaktion waren drei Wehren aus Niederösterreich und die Berufsfeuerwehr Wien mit rund 200 Mann beteiligt gewesen. Seit 7.30 Uhr waren sie im Einsatz. Zuerst wurde eine 500 Meter lange Ölsperre errichtet, um das Einlaufwerk in die Donau sowie den Einfluss in den Marchfeldkanal zu schützen. Nach einer ersten Untersuchung der „Stavo“ gegen 17 Uhr konnte wieder damit begonnen werden, abzurüsten. Der Havarist machte dann am Kai des Tanklagers am Donaulände fest.
Der Tanker wurde 1963 bei Smit, Foxhol, für A. de Groot in Stavoren erbaut. Seit 2007 lief er für die MOL Austria Handels GmbH in Wien. Das Schiff ist 57,85 Meter lang, 6,98 Meter breit und hat 2,52 Meter Tiefgang.
Quelle:Tim Schwabedissen



MarConsult-Frachter treibt im St. Lawrence-Golf
(08.02.17) Die kanadische Coast Guard wurde am 6.2. von dem unter Antigua-Barbuda-Flagge laufenden Frachter "Thorco Crown", 7767 BRZ (IMO-Nr.: 9290074) der MarConsult Schifffahrt (GmbH & Co.) KG in Hamburg um Assistenz gebeten. Er war 32 Meilen vor der Küste von Port aux Basques im St. Lawrence-Golf auf der Reise von Argentia nach Montreal, als bei der Passage der Cabot Strait ein Feuer im Maschinenraum ausbrach. Es gelang der Crew zwar, den Brand zu löschen, doch das Schiff trieb danach manövrierunfähig in der See.
Der kanadische Eisbrecher "Sir William Alexander", 3728 BRZ (IMO-Nr.: 8320482.), ging unweit des Havaristen auf Standby. Ein Umweltüberwachungsteam war ebenfalls vor Ort. Die Eigner planten, das Schiff am 7.2. abschleppen zu lassen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier erneut gestrandet
(08.02.17) Der unter Singapur-Flagge registrierte Bulkcarrier "Alam Manis", 31238 BRZ (IMO-Nr.: 9397834), lief am 2.2. auf Position 09 43 S 061 18 O auf den Cargados Carajos Shoals nordnordöstlich von Mauritius auf Grund. Der beladene Bulkcarrier war auf der Reise von Richards Bay nach Pipava. Eine Bergungsfirma war bereits unter Vertrag, vermutlich Five Oceans Salvage. Bereits am 17.7. 2015 war das Schiff vor Luzon im Sturm gestrandet.
Das Schiff war seinerzeit von Loreto auf Dinagat Island in Surigao mit 53,795 Tonnen Erz nach Lianyungang unterwegs gewesen. Die Ladung wurde feucht und ging über, sodass der Frachter am 15.7. rund 255 Meilen südöstlich von Taiwan 14 Grad Steuerbordschlagseite entwickelte. Er nahm Kurs auf San Fernando, La Union, doch am 17.7. gegen 15 Uhr verstärkte sich die Schlagseite auf 20 Grad, und um 18 Uhr entschied Kapitän Orlando Cabalatungan, den Frachter aufzugeben, der dann bei Ilocos Sur an der Küste zwischen Barangay Patpatta Segundo, Candon City, und Barangay Vical, Sta. Lucia strandete.
Von den 21 philippinischen Crewmitgliedern wurden 20 gerettet, der 1. Offizier Henry Liboon starb an einem Herzanfall, bevor der Schlepper "Salvis Count" ihn abbergen konnte. Die Schiffbrüchigen wurden nach San Fernando in La Union gebracht. Die philippinische Coast Guard legte Ölsperren aus. Die Bergung durch die in Singapur ansässige Semco Salvage & Towage begann vier Wochen darauf.
Der Handymax-Bulkcarrier “Alam Manis” ist 190 Meter lang, 32,2 Meter breit, hat 12,6 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 55,652 Tonnen. Er wurde 2007 bei der Mitsui Ichihara Engineering and Shipbuilding in Japan erbaut und läuft für die Kashima Navierain Japan im Management des philippinischen LEO Shipmanagement.
Quelle:Tim Schwabedissen



Mainfähre wird an Land inspiziert
(08.02.17) Die Mainfähre „Wipfelder“ wurde am 8.2. von einem Kran an Land gehoben und untersucht. Als es am 2.2. in die neue Saison starten sollte, war es zu einem Wassereinbruch in eine der sechs Abteilungen gekommen. Am Morgen des 8.2. lief das Schiff deshalb nach Astheim im Landkreis Kitzingen.
Hier kam es gegen Mittag aus dem Wasser und sollte am 9.2. von Experten der Zentralstelle Schiffsuntersuchungskommission (ZSUK) aus Mainz untersucht werden. Im März stand für die „Wipfelder“ ohnehin eine Inspektion auf dem Programm. Diese Untersuchung wurde jetzt vorgezogen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kreuzfahrtgäste und Tourveranstalter sammelten für schiffbrüchige Fischer – leere Batterien ursächlich für dramatische Rettungsaktion durch Kreuzfahrtschiff „Albatros“
(08.02.17) Das Kreuzfahrtschiff „Albatros“ hat die sechs Fischer des 11 Meter langen Kutters "Loosemani Fo'ou" aus Tonga drei Tage nach der erfolgreichen Rettungsaktion am 6.2. in Auckland abgesetzt. Nachdem die Maschine des Kutters ausgefallen war, nahm dieser immer mehr Wasser über und drohte zu sinken. Die neuseeländische Luftwaffe lokalisierte ihn 400 Kilometer vor der Küste Tongas und warf eine Notfallausrüstung ab. Die „Albatros“ erreichte den Kutter neun Stunden nach dem Notruf.
Der tongaische Tourismus-Minister Semisi K. L. Sika leitete nun einen Brief von Folaufo’ou Taukitoku, der Ehefrau des Skippers, an den Bonner Reiseveranstalter und Kapitän Robert Fronenbrok weiter: „Das Boot, das die Existenz all unserer Familien gesichert hat, ist verloren. Doch das bedeutet nichts angesichts der Rettung der Männer. Ich danke Gott, der das Kreuzfahrtschiff geschickt hat und dass alle Leben gerettet werden konnten.“
Das Bonner Unternehmen Phoenix Reisen spendete zudem 100.000 Euro, damit sie nach der Rückkehr nach Tonga eine Zukunft haben. Dazu kamen 8.134 Euro und 2.143 Dollar, die Passagiere und Crew bereits für die Fischer gesammelt hatten und die der Veranstalter noch um 5.000 Euro aufstockte. Ein neues Boot kostet etwa 700.000 Euro. Spendenwillige konnten sich über die Adresse fischerboot@phoenixreisen.com beim Veranstalter melden.
Auf einem inzwischen veröffentlichten Video ist zu sehen, wie die „Albatros“ unter schwierigen Umständen ein Tenderboot aussetzte, das Kurs auf die in der See dümpelnde Nussschale nahm. Ein Mann kletterte über ein Fallreep direkt an Bord der „Albatros“, als der Kutter längsseits lag. Ein weiterer sprang ins Wasser und musste von dort gerettet werden, ehe schließlich alle auf dem Kutter verbliebenen Männer aufs längsseits gegangene Tenderboot überstiegen und dieses dann zurück an Bord des Kreuzfahrtschiffes geholt wurde.
Dabei kam es wiederholt zu hakeligen Situationen sowohl beim Aus- wie auch dem Einpicken des Bootes in der unruhigen See mit drei bis vier Meter hohen Wellen und starkem Wind. Die "Loosemani Fo'ou" blieb in der Weite des Südpazifiks zurück. Die Positionsdaten wurden der neuseeländischen Küstenwache übermittelt, die die gesamte Rettungsaktion begleitet und koordiniert hatte.
Skipper Vailele kaufte das Schiff mit einem Kredit der Tonga Development Bank und überführte es im Oktober 2016 von Greymouth, Neuseeland, nach Tonga. Er sagte nach seiner Rettung, es habe eigentlich nur ein Problem mit leeren Batterien gegeben, das Schiff sei ansonsten für eine Woche auf See ausgerüstet gewesen. Es war am 30.1. aus Nuku'alofa ausgelaufen, um Langschwanzschnapper in Tu’a Tonga, 70 Meilen südsüdwestlich von Nuku'alofa zu fangen und wollte am 8.2. in den Hafen zurückkehren.
An Bord waren zwei 400-Liter-Wassertanks und 20 Liter Wasser in Flaschen. Auch gab es VHF und Seenotausrüstung an Bord. Vom 30.1. bis 1.2. war das Schiff im Fanggebiet von Tu'a Tonga, doch war der Fang schlecht, deshalb steuerte e seine Position 210 Meilen vor 'Atata, wo im Dezember der Fisch gestanden habe. Dort hoffte man, die Kosten für die Fangfahrt einzuspielen.
Am Morgen des 2.2. erreichten die Fischer das Seegebiet und waren dort bis zum 3.2. auf Fang. Es gelang, mehr als eine Tonne Fisch an Bord zu holen. Um 19 Uhr war er in den Kühlräumen verstaut.
Um 22 Uhr stellte die Crew fest, dass die Ankerkette gebrochen war. Der Versuch, die Maschine zu starten, schlug fehl. Die Starterbatterie für die Maschine war aber fast leer, weil das Aufladegerät nicht richtig funktioniert hatte.
Am 4.2. um 14 Uhr aktivierte die Crew das EPIRB, und eine Orion der RZNAF flog zu der Position. Sie zirkelte über dem Seegebiet, ohne den Kutter zunächst zu entdecken. Erst als die Crew Notraketen abschoss, machte sie ihn aus und drehte nach Abwurf eines Notfunkgeräts wieder ab. Einer der Fischer sprang über Bord und barg es. Das eigene Funkgerät funktionierte mangels Strom nicht.
Die Crew bestätigte mit der Notfunke, dass sie ein Problem mit der Maschine habe und bat um eine 24-Volt-Batterie, um sie wieder zu starten. Die Orion antwortete, dass Hilfe unterwegs sei. Die Angehörigen in Nuku'alofa wurden gegen vier Uhr von der Polizei in Tonga informiert.
Gegen 14 Uhr tauchte die „Albatros“ auf, und deren Tenderboot hatte tatsächlich auch Batterien an Bord. Doch angesichts der Lage der schwer in der See arbeitenden “Losemani Fo'ou“ wurde entschieden, diese längsseits des Kreuzfahrtschiffes zu ziehen. Doch als diese wiederholt hart gegen dessen Rumpf stieß, erschien die Lage rasch als kritisch.
Einer der Männer erlitt bei den Kollisionen eine Kopfverletzung. Am Ende waren aber alle wohlbehalten an Bord der „Albatros“, aber ihr Schiff hatten sie verloren. Vailele, der von 2006 bis 2016 Lehrer am Tonga Maritime Polytechnic Institute und Offizier bei der Tonga Police Rescue war, hätte sich gewünscht, dass die Tonga Rescue Coordination geholfen hätte, sein Schiff zurück zu bringen.
Die knapp 206 Meter lange „Albatros“ lief am 1.11973 auf der finnischen Werft Oy Wärtsilä AB in Helsinki vom Stapel und wird seit 2004 für Phoenix Reisen eingesetzt. Ende 2015 wurde sie auf der Hamburger Werft Blohm + Voss generalüberholt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter bei Langenesegga havariert
(08.02.17) Am Nachmittag des 7.2. geriet ein Kutter bei Langnesegga, 17 Meilen nördlich von Stø in Vesterålen, wegen eines Maschinenschadens in Schwierigkeiten und bat über Funk die NSSR um Assistenz. Der Rettungskreuzer „Knut Hoem“ lief um 16.40 Uhr von seiner Station in Myre aus und nahm den Havaristen in Schlepp. Um 19.30 Uhr erreichte der Konvoi den Hafen von Stø. Die stundenlange Schleppfahrt war bei ruhiger See ohne Probleme verlaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Mittelloser Skipper verlor sein schwimmendes Heim
(08.02.17) Skipper Dave Ladomirako aus Richland verlor am 6.2. sein schwimmendes Heim, als sein Motorboot auf dem Columbia River sank. Der Bauarbeiter hatte seit Ende des Sommers auf dem 1963 Fairliner gelebt. Am 3.2. wollte er mit dem 28 Fuß langen Holzschiff an der Columbia Point Marina anlegen, als er mit einer Eisscholle kollidierte und es leckschlug.
Die Allen Rescue Services untersuchten, per Telefon alarmiert, den Rumpf. Da Ladomirako aber kein Geld für Reparaturen hatte, wurde entschieden, das Boot zunächst dort zu belassen, wo es war, um weitere Schäden durch Eis zu verhindern. Es sollte am 6.2. auf einen Trailer gezogen werden, doch vorher riss es sich von seinen Moorings los und ging in der Marina unter samt aller Habseligkeiten des Eigners.
Das Benton County Sheriff’s Office assistierte der U.S. Coast Guard, beim Vesuch das Boot bei Clover Island zu sichern. Der Bug ragte noch aus dem Wasser, und es driftete weiter den Fluss hinab. Am Abend landete es auf Felsen nahe der Blue Bridge. Die Allen Rescue Services wollten nun bei der Bergung helfen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht in Oak Bay gesunken
(08.02.17) Die Segelyacht “Salla Rose” sank am 6.2. in der Oak Bay. Wegen auslaufenden Öls wurde die Royal Canadian Marine Search and Rescue alarmiert, die durch C-Tow Victoria Ölsperren um das Wrack, dessen Mastspitze noch aus dem Wasser ragte, auslegen ließ. Sie wurde um kurz nach 11 alarmiert, nachdem das 45 Fuß lange Segelboot um kurz nach 11 direkt vor der Oak Bay Marina untergegangen war.
Es hatte sich niemand an Bord befunden. An Bord waren rund 100 Liter Diesel gewesen. Das Boot bestand aus Ferrozement, weshalb es binnen drei Stunden sank. Der Eigner hatte keine Liegeplatzgebühren an die Oak Bay Marine Group gezahlt, und es war bereits das zweite Mal, dass eines seiner Boote wegen Vernachlässigung sank. Das erste, das vor einigen Jahren in der Nähe der jetzigen Unglücksstelle unterging, wurde nie geborgen.
Die „Salla Rouse“ war auch nicht versichert. Bergungs- und Reinigungskosten dürften aber mehrere 10.000 Dollar kosten. Dafür muss eine Kranbarge herangebracht werden. Am 7.2. wurden die Ölsperren zunächst erneuert und der Diesel aufgesaugt. Es lief nur noch sehr wenig Kraftstoff aus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Brighton abgeschleppt
(08.02.17) Vor dem Hafen von Brighton musste am Nachmittag des 7.2. ein kleiner Kutter geborgen werden, der im Schifffahrtskanal Ruderausfall erliten hatte. Das RNLI-Boot aus Brighton wurde alarmiert und lief um 12.45 Uhr aus. Das Motorboot trieb sechs Meilen südwestlich der Brighton Marina.
Der Skipper meldete, dass er sich nicht wohl fühle. Deshalb wurde ein Seenotretter an Bord seines Bootes abgesetzt, während es zurück in die Marina geschleppt wurde. Dort konnte es um 15 Uhr festgemacht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Oldendorff-Frachter nach Ladungsschaden in die Kette gelegt
(08.02.17) Nach dem Festmachen am Care Terminal in Houston am 3.2. wurde der liberianische Bulkcarrier "AS Elenia", 23443 BRZ (IMO-Nr.: 9485899), der Nordic Hamburg Shipmanagement (HK) Ltd. in die Kette gelegt. Ein Richter hatte eine Arrestorder ausgestellt, nachdem die indische Firma Uttam Galva Steels in Houston einen Schaden an einer Stahlladung reklamiert hatte. Der Oldendorff-Frachter war am 19.12. aus Mumbai in die USA ausgelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler "Ejca - RS 151" im Schlepp
(Bild: Skagens Redningsstation)   Großbild klick!

Maschinenausfall: Trawler nach Skagen geschleppt
(07.02.17) Am 6.2. um 04.23 Uhr wurde das dänische Rettungsboot "Lars Kruse" (MMSI-Nr.: 219001111) der DSRS-Station Skagen alarmiert, nachdem der dänische Trawler "Ejca - RS 151", 54 BRZ (MMSI-Nr.: 220099000), einen Notruf gefunkt hatte. Er hatte 37 Meilen nördlich des Hafens Maschinenschaden erlitten und trieb manövrierunfähig in der Nordsee.
Nachdem die Seenotretter den Havaristen erreicht hatten, nahmen sie ihn auf den Haken und schleppten ihn nach Skagen. Hier wurde das 17 Meter lange Schiff um 10.50 Uhr an den Stahlkai gelegt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Archivbild Containerfrachter "Sophia"
(Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Wieder zwei Frachter auf Nord-Ostsee-Kanal havariert
(07.02.17) Innerhalb von zwei Tagen kam es zu zwei neuerlichen Havarien auf dem Nord-Ostsee-Kanal: In der Nacht zum 5.2. lief um 2.38 Uhr der unter Antigua-Barbuda-Flagge registrierte Frachter "BBC Orion", 7223 BRZ (IMO-Nr.: 9347841), bei Kilometer 24,5 in die Nordböschung. Das Schiff befand sich auf der Reise von Waterford nach Lindö und war mit 4500 Tonnen Stahl beladen. Grund für die Böschungsanfahrung war ein Blackout, bei dem die Hauptmaschine und die Ruderanlage ausfielen.
Um ein Abtreiben des manövrierunfähigen Schiffes im Kanal zu verhindern, wurde es notgeankert. Gegen drei Uhr meldete der Kapitän, dass das Schiff wieder fahrtüchtig sei. Die Hauptmaschine und die Ruderanlage funktionierten wieder einwandfrei.
Grund für den Ausfall war ein defekter Ölfilter gewesen, und der Defekt konnte mit Bordmitteln behoben werden. Das Schiff setzte seine Reise Richtung Kiel fort, wo die zwischenzeitlich in Kenntnis gesetzte Berufsgenossenschaft für Transport- und Verkehrswirtschaft eine Klassenbestätigung in Kiel anordnete. Das Schiff machte dort um 8.10 Uhr fest.
Das Wasserschutzpolizeirevier Kiel nahm den Seeunfall auf. Der Frachter setzte die Reise um 19.40 Uhr fort. Am 6.2. um vier Uhr erreichte er den Zielhafen.
Am Abend des 6.2. um 21:40 Uhr kam dann beim Ansteuern der Schleusen in Kiel-Holtenau der unter Antigua Barbuda-Flagge laufende Containerfrachter "Sophia", 7464 BRZ (IMO-Nr.: 9433456), auf seiner Reise von Kemi nach Hamburg vom geplanten Einlaufkurs ab. Der Feeder geriet bei der Großen Nordkammer mit seinem Heck an die Einfahrt der Schleusenkammer. Auf Höhe des Schleusentors schrammte er einige Meter an der Mittelmauer entlang. Dabei riss er auf Höhe des Tores einen Fender teilweise ab, eine der zwei Befestigungsketten brach, ehe das Schiff auf der Nord-Seite der Kammer festgemacht werden konnte.
Wodurch es zu der Kursabweichung gekommen war, konnte vor Ort im Rahmen der Begehung durch die Wasserschutzpolizei zunächst nicht ermittelt werden. Der Frachter durfte gegen 23:10 Uhr die Nordkammer wieder erlassen und seinen Weg in den Kanal fortsetzen. Er machte am 7.2. um 10.40 Uhr am Container Terminal in Hamburg-Altenwerder fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter “Venture – BH 179” wieder im Hafen
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Kutter nach North Shields eingeschleppt
(07.02.17) Der Skipper des 38 Jahre alten 10-Tonnen-Kutters “Venture – BH 179” aus North Shields bat am 4.2. die UK Coastguard um 11..45 Uhr um Assistenz, nachdem sich seine Netze um den Propeller gewickelt hatten. Dabei war der Propellerschaft beschädigt worden, und das Schiff wurde manövrierunfähig. Nachdem die Maschine sich nicht mehr starten ließ trieb es zunächst 12 Meilen nördlich der Piers von Tyne, rund sechs Meilen östlich von Newbiggin.
Das RNLI-Boot aus Tynemouth wurde von dem UK Coastguard Operations Centre in Humber alarmiert und lief sieben Minuten später aus. Mit höchster Fahrt lief es in Richtung der angegebenen Position und lokalisierte den Havaristen 30 Minuten später. Wind und Tide hatten ihn bereits weiter auf See getrieben.
Rasch wurde eine Schleppverbindung hergestellt und der Kutter mit seiner zweiköpfigen Crew um 14.55 Uhr an den North Shields Fish Quay gezogen. Die 9,8 Meter lange „Venture“ wurde 1959 in Fraserburgh erbaut und lief in der Vergangenheit als „Venture - BRD.179“, „Ocean Swell - BA.133“, „Girl Avril - BA.133“, „ Girl Avril - OB.372“ und „Bethany – BRD.179“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bunkertanker "Stavo"
(Bild: Andi Schiel)   Großbild klick!

Gestrandeter Bunkertanker in Wien wird nun geleichtert
(07.02.17) Der österreichische Bunkertanker "Stavo", 500 ts (EU-Nr.: 08548018), lief am Nachmittag des 5.2. auf der Donau vor Wien auf einem Leitdamm bei Langenzersdorf (Niederösterreich) auf Grund. Er saß auf dem Einlaufwerk zur Donauinsel fest. Das 57 Meter lange und sieben Meter breite Bunkerschiff war beladen mit 289 Tonnen Treibstoff. Wegen der Einhüllenbauweise waren die Einsatzkräfte in Sorge um eine drohende Ölverschmutzung. Der Schubschlepper "Spis" (MMSI-Nr.: 267010025) versuchte am 6.2., den Tanker wieder flottzumachen, gefolgt von der "TR Turic" (MMSI-Nr.: 267168000) am 7.2., die ihn sicherte. Bei einer Lagebesprechung am 6.2., in die Bundes- und Landesbehörden sowie Feuerwehren aus Wien und Niederösterreich eingebunden waren, wurde entschieden, die Ladung zu leichtern.
Zuvor sollte die Feuerwehr großflächig Ölsperren von mehreren hundert Meter Länge mit Einsatzbooten aus Niederösterreich und Wien ausbringen. Sie sollten rund um das Schiff und vor dem Einlaufbauwerk zur Neuen Donau legen, um im Falle eines Dieselaustrittes eine Ausbreitung zu verhindern und eine Gefährdung der Wiener Donauinsel sowie des Marchfeldkanals auszuschließen. Das Polizeiboot „Stadt Wien“ (MMSI-Nr.: 203999323) sicherte die Unglücksstelle derweil ab.
Die Ursache der Havarie war aktuell noch unklar. Ein technischer Defekt an Motor oder Ruderanlage wurden aber ausgeschlossen. Das Schiff war zum Unglückszeitpunkt zu einem Mineralöllager in Korneuburg unterwegs.
Quelle:Tim Schwabedissen



Styrol lief auf Schiff in Köln-Godorf aus
(07.02.17) Auf einem Binnenschiff im Köln-Godorfer Hafen ist am Morgen des 6.2. eine geringe Menge des entzündlichen Rohstoffs Styrol ausgelaufen. Die Werkfeuerwehr sowie Berufsfeuerwehr waren im Einsatz. Die Ladung, ein flüssiger Rohstoff für die Kunststoffherstellung, war gegen neun Uhr am Kai der Lyondell-Basell GmbH ausgelaufen.
Die Berufsfeuerwehr rückte mit Löschboot und 55 Einsatzkräften an, nachdem um kurz nach neun Uhr die Werksfeuerwehr die Leitstelle über den Austritt informiert hatte. Mindestens zwei Mitarbeiter waren mit der Chemikalie in Kontakt gekommen. Die Feuerwehr fuhr über das Shell-Gelände zur Einsatzstelle, damit sie diese schneller erreichen zu können, um die Personen zu dekontaminieren und um die Ausbreitung der Chemikalie im Hafenbecken zu verhindern.
Die Flüssigkeit wurde mit Schlengeln an der Ausbreitung gehindert und abgepumpt. Die betroffenen Mitarbeiter wurden zur vorsorglichen Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht. Es wurden vorsorglich auch Luftmessungen durchgeführt.
Wegen der geringen Austrittsmenge konnte eine Gefährdung für Menschen und Umwelt ausgeschlossen werden. Die zuständigen Behörden wurden nach der Havarie eingeschaltet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sechs Fischer vor Kalâat el-Andalous gerettet
(07.02.17) Die Sea Guard von Bizerte rettete am 6.2. sechs Fischer, deren Trawler vor Kalâat el-Andalous gesunken war. Die Schiffbrüchigen wurden wohlbehalten nach Ghar el Melh gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gastanker trieb vor Cork
(07.02.17) Der unter Panama-Flagge laufende Gastanker "Gas Pasha", 2926 BRZ (IMO-Nr.: 9128685) geriet am Morgen des 6.2. im Hafen von Cork in stürmischem Wetter ins Treiben. Er war seit dem 2.2. im Hafen gewesen und hatte zuletzt vor Anker gelegen.
Er trieb auf die Whitsands-Untiefe an der Seite des Fahrwassers zu, konnte dann aber von Schleppern unter Kontrolle gebracht werden. Das beladene Schiff verließ Cork am Mittag mit Fahrtziel Falmouth.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff steuerte nach Wassereinbruch Werft in Speyer an
(Datum) Das holländische Binnenschiff "Concession", 3227 ts (EU-Nr.: 02333267), das am Abend des 4.2. schweren Wassereinbruch im Maschinenraum erlitten hatte, konnte am späten Vormittag des 6.2. den Karlsruher Rheinhafen mit eigener Kraft in Richtung Speyer verlassen, wo sie noch am selben Abend eintraf. Dort sollte auf der Braun-Werft geprüft werden, ob der Frachter auf der dortigen Werft vollständig repariert werden konnte. Andernfalls sollte sie soweit repariert werden, gesetzt, dass sie in den Heimathafen Lekkerkerk in den Niederlanden weiterlaufen kann.
Das mit Schrott beladene Schiff war nach dem schweren Wassereinbruch im Maschinenraum durch die Feuerwehr und ein zur Hilfe geeiltes Schiff stabilisiert worden. Grund für die Havarie war offenbar ein technischer Defekt. Das durch den schadhaften Hydraulikstempel verursachte Leck in einem Führungsrohr wurde zunächst von Tauchern provisorisch abgedichtet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf österreichischem Eisbrecher
(07.02.17) Auf dem 31 Meter langen, österreichischen Eisbrecher „Eisvogel“ brach am 6.2. gegen acht Uhr ein Schwelbrand im Unterdeck aus. Ein Mitarbeiter des Hafens Wien entdeckte ihn gegen 8.00 Uhr bei der täglichen Routinekontrolle. Die Feuerwehr brauchte 90 Minuten, das Feuer zu ersticken.
Durch den Schwelbrand und die damit verbundene starke Rauchentwicklung wurden vor allem die Holzvertäfelungen in den Mannschaftskabinen, der Kombüse und im Salon des Schiffes beschädigt. Ruderhaus und der Maschinenraum blieben unbeeinträchtigt. Die Brandursache war noch unklar.
Da die „Eisvogel“ einer kompletten Inspektion unterzogen werden musste und sie entsprechend vorerst nicht zum Eisbrechen eingesetzt werden kann, muss diese Aufgabe durch einen von der Verbund AG gecharterten Eisbrecher im Bedarfsfall übernommen werden. Aktuell war der Hafen Wien allerdings nahezu eisfrei.
Quelle:Tim Schwabedissen



Dauereinsatz im Eiswasser
(07.02.17) Der in Myre stationierte NSSR-Rettungskreuzer „Knut Hoem“ (MMSI-Nr.: 257227000) kam innerhalb weniger Stunden gleich drei havarierten Kuttern zu Hilfe: Am 6.2. nahm er einen Kutter mit einer Leckage in Schlepp und brachte ihn in den Hafen. Wenige Stunden darauf bat der Kutter „Isbjørn, H-89-0“ im Hafen um Assistenz, nachdem der Propeller blockierte.
Die Seenotretter nahmen ihn längsseits, und ein Taucher stieg ab, um ihn wieder zu befreien. Nur zwei Stunden darauf bat ein Kutter vor dem Hafen um Hilfe. Auch bei ihm war eine Leine in den Propeller geraten, worauf dieser streikte.
Die 21 Meter lange „Knut Hoem“ ging bei dem Schiff längsseits, und bei eisigen Temperaturen stieg wieder ein Seenotretter ins Wasser, um den vor dem Hafen treibenden Havaristen wieder fahrtüchtig zu bekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schatzsucher hofft auf Milliardenschatz im Rio de la Plata
(07.02.17) Schatzsucher wollen von dem vor über 250 Jahren gesunkenen Wrack der britischen Fregatte „Lord Clive“ vor der Küste von Uruguay Goldmünzen im heutigen Gegenwert von mindestens 1,2 Milliarden Euro bergen. Es soll sich um rund 100.000 Goldmünzen handeln. Ruben Callado aus Argentinien hat das Wrack im Jahr 2004 im Mündungsdelta des Rio de la Plata vor Uruguay geortet und wird die Bergungsarbeiten an dem einstigen Kaperschiff der Britischen Ostindien-Compagnie leiten.
Im September 2016 erhielt er die formelle Erlaubnis aus Montevideo, die er im Jahr 2005 beantragt hatte.Am 10.2. sollen 80 Taucher und Techniker die ersten Schritte einleiten, um das mit 64 Kanonen bestückte Schiff wieder an die Oberfläche zu bringen. Die Arbeiten sollen fünf Millionen Euro kosten, die Callado aus eigener Tasche finanzieren wird.
Von den geborgenen Werten wird er gemäß seiner Vereinbarung mit der uruguayischen Regierung knapp die Hälfte behalten können - abzüglich weiterer zehn Prozent, die als Sonderposten an den maritimen Verwaltungsbezirk des Rio de la Plata abgegeben werden müssen. Zu den an Bord vermuteten Goldmünzen soll noch der Wert von Gütern wie Rum, Opium und die in Bleirohren eingelagerte Seide kommen. Zum Zeitpunkt des Untergangs befanden sich 100.000 Liter Rum an Bord.
Das Wrack der "Lord Clive" liegt in nur fünf bis sechs Metern Wassertiefe knapp 350 Metern vom uruguayischen Ufer des Rio de la Plata entfernt in Sichtweite der Kleinstadt Colonia del Sacramento. Dennoch wird die Bergung des Schiffes und seiner Schätze äußerst schwierig und anspruchsvoll werden wegen des trüben Wasser und der starken Strömung des Rio de la Plata. Das Wrack liegt zudem tief im Schlamm begraben.
Es wurde nach der Versenkung von spanischen Soldaten mit großen und schweren Felsbrocken beschwert, damit es im seichten Mündungsdelta nicht wieder an die Oberfläche geschwemmt werden konnte. Callado rechnete deshalb mit einer schrittweisen und langwierigen Bergung.
Die "Lord Clive" war Anfang 1763 in den letzten Wochen des Siebenjährigen Krieges in den Rio de la Plata gesegelt mit dem Ziel, die Festungsstadt Colonia del Sacramento von den Spaniern zurückzuerobern. Diese hatten sie zuvor von den Portugiesen eingenommen. Der Kommandant des Schiffes, Robert McNamara, nahm die Stadt unter Beschuss. Doch dabei geriet das Schiff zu nahe an die Küste und damit in Reichweite der spanischen Kanonen.
Diese nahmen es mit Brandmunition unter Beschuss. Die Fregatte geriet in Brand, und das Feuer brachte das Pulvermagazin des Schiffes zur Explosion. 272 Seeleute kamen um, 78 retteten sich an Land, wo sie vor ein Militärgericht gestellt. Die überlebenden Offiziere wurden gehängt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gut ausgerüsteter österreichischer Einhandsegler dank guter Ausrüstung im Atlantik gerettet
(07.02.17) Die US Coast Guard schickte am 5.2. einen HH-60 Jayhawk der Air Station Cape Cod, um den österreichischen Segler Wolfgang Sloma, 56, der in einer Rettungsinsel im Atlantik rund 120 Meilen nordöstlich von San Juan, Puerto Rico, trieb, aufzunehmen. Er war mit der 27 Fuß langen Segelyacht „Daphni” unterwegs gewesen, die Mastbruch erlitten hatte. Die Trümmer rissen ein Leck in den Rumpf, und das Boot sank. Um 9:02 Uhr wurde das EPIRB-Signal aufgefangen und sofort der Hubschrauber von der Air Station Borinquen in Marsch gesetzt.
Außerdem wurde das AMVER-System aktiviert und das Vienna Rescue Control Center kontaktiert, das bestätigte, einen Notruf von Sloma über Satellitentelefon aufgefangen zu haben. Es gelang, mit dem Segler in Kontakt zu kommen. Er berichtete, dass er eine Rettungsweste angelegt habe und seine Insel mit Signalraketen, GPS, Nahrung, einem VHF-Funkgerät und Satellitentelefon ausgerüstet sei. Der Hubschrauber sowie der unter Singapur-Flagge laufende Bulkcarrier „KN Forest”, 32376 BRZ (IMO-Nr.: 9558268), der auf der Reise von Manatee nach Kwinana war, kamen dem Schiffbrüchigen zu Hilfe.
Der Frachter hatte auf den AMVER-Ruf reagiert und Kurs auf die Position genommen. Der Hubschrauber setzte dann einen Rettungsschwimmer ab, der Sloma aus der Insel an Bord holte. Er wurde zur Air Station Borinquen in Puerto Rico geflogen und medizinisch untersucht. Er hatte den Schiffbruch schadlos überstanden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter bei Cangas gekentert
(07.02.17) Als das Fischerpaar Ángel Muñiz und Ana Belén Pérez sich mit ihrem Boot "Vizcaya II" beim Hafen von Cangas in der Vigo-Mündung befanden, wurde es am 6.2. von hohem Seegang überrascht. Das Boot kenterte in A Borneira, nachdem mehrere Wellen es trafen. Es hatte am Morgen die ersten Fänge in Cangas abgeliefert und wollte ein letztes Mal hinaus, als es vor Frigoríficos umschlug.
Ángel Muñiz, ein Hafenlotse, konnte noch Salvamento Marítimo verständigen. Beide wurden unversehrt gerettet. Das kieloben treibende Boot wurde mit einem Kran aus dem Wasser gehoben und an Land abgesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepperflotte wird in Pernambuco versenkt
(07.02.17) Am 8.2. sollen drei Schlepper im Pernambuco Shipwreck Park 13 Kilometers vor der Küste als künstliche Riffe versenkt werden. Dann wird der Park über 18 Wracks verfügen, die Taucher aus Brasilien und der ganzen Welt anziehen sollen. Zuvor hatten Forscher der Universität von Pernambuco das Gebiet untersucht, ob es für die Aktion geeignet war. Die ausgedienten Schlepper „São José”, 225 BRZ (IMO-Nr. 8025587), “Bellatrix”, 267 BRZ (IMO-Nr.: 7820203), “Phoenix” und “Virgo” wurden in Recife acht Monate lang gereinigt, ausgeschlachtet und für die Aktion vorbereitet.
Verbunden mit einer Schlepptrosse geht es zur letzten Reise gemeinsam hinaus auf See. Durch Öffnen der Ventile im Maschinenraum werden die Schiffe nach Erreichen der Versenkungspositionen geflutet. Rund 1,5 Stunden soll es dauern, bis sich die See über dem jeweiligen Schiff schließt.
Die „São Jose“, die 24 Meter lang ist, sowie die je 30 Meter langen „Bellatrix“ und „Phoenix“ kommen 13 Kilometer vor der Küste auf 28 Metern Wassertiefe zu liegen, die 26 Meter lange „Virgo“ soll 11 Kilometer vor Recife auf 25 Metern Tiefe und in 200 Metern Entfernung von der 2006 versenkten „Tauros“ zu liegen kommen.
Binnen 10 Stunden sollen alle auf Sandboden zu liegen gekommen und von Tauchern einer ersten Inspektion unterzogen worden sein. Mit den Wracks soll der Tauchtourismus der Region gefördert werden. Als nächstes soll ein Flugzeug zwischen Porto de Galinhas und Serrambi versenkt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Erfahrene Kapitäne nach Kollision mit Geldstrafen belegt
(07.02.17) Die Kapitäne zweier Schiffe, die am 19.5.2016 auf dem Humber kollidierten, wurden zu einer Strafe von je 3,000 Pfund verurteilt. Es handelte sich um David Carlin, den Skipper des Motorboots “Peggotty”, und Thomas Neilsen, Kapitän der dänischen Fähre “Petunia Seaways”, 32523 BRZ (IMO-Nrt:9259501), die gemäß der Sektion 58 des Merchant Shipping Act 1995 auf der Basis einer Untersuchung der Maritime & Coastguard Agency bestraft wurden. Beide hatten zugegeben, die Schifffahrt gefährdet zu haben, als sie am 3.2. vor dem Hull Magistrates Court erschienen waren.
Am Unglückstag um 4.30 Uhr war die 50 Fuß lange „Peggotty“ von den Grimsby Docks nach Hull ausgelaufen. Der Skipper war ein ehemaliger Lotse und galt als sehr erfahren. Dennoch handelte er in dem dichten Nebel nicht richtig.
Er machte das Radar nicht klar, gab keine Tonsignale und kontrollierte nicht, ob alle Navigationslichter an waren. Auch hatte er keinen Reiseplan vorbereitet und verließ sich nur auf eine bislang nicht getestete App seines Mobiltelefons.
Zur selben Zeit lief die „Petunia Seaways” den Humber hinab nach Grimsby. Der dänische Kapitän Thomas Neilsen war auf der Brücke. Er fuhr trotz einer Nullsicht mit 14 Knoten und gab ebenfalls keine Typhonsignale ab. Außerdem überwachte er das Radar nicht ausreichend.
Derweil war Carlin sich nicht darüber im Klaren, dass er sich mit der “Peggotty” im Hauptfahrwasser befand und hatte keine Ahnung von der drohenden Kollisionsgefahr. Um 4.50 Uhr stießen die beiden Schiffe dann fast frontal zusammen. Die “Peggotty” schrammte an der Backbordseite der Fähre entlang, wobei der Rumpf aufgerissen wurde. Carlin setzte einen Mayday-Ruf ab, und er konnte mit seinem Mitfahrer von einem nahen Lotsenboot aufgenommen werden. Sein Boot sank wenig später und ging verloren.
Neben der Strafe von 3,000 Pfund für jeden muss Neilsen weitere 9,318,20 Gerichtskosten sowie einen Zuschlag von 170 Pfund zahlen. Carlin muss 6,568 Pfund Gerichtskosten sowie den Zuschlag zahlen. Ein Prozessbeobachter der Maritime & Coastguard Agency in Hull sagte, er sei überrascht und verärgert über die Kollision, die für die beiden Bootsfahrer sehr viel schlimmer hätte ausgehen können, stattgefunden habe.
Beide Schiffsführer waren erfahrene Kapitäne, die es besser gewusst haben sollten. Sie seien nachlässig gewesen und hätten die Regeln zur Vermeidung von Kollisionen nicht beachtet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Im Eis gesunken
(Bild: Centre d'Incendie et de ...)   Großbild klick!

Motoryacht aus der vereisten Mosel geborgen
(06.02.17) Über 12 Stunden war das Schengener Einsatzzentrum am 1.2. mit der Bergung einer gesunkenen 12-Tonnen-Yacht in Schwebsange beschäftigt. Da größere Mengen Treibstoff ausliefen, musste zusätzliche Verstärkung anrücken: Die komplette Tauchereinheit des Zivilschutzes, das Einsatzzentrum Grevenmacher-Mertert (CISGM) mit Ölsperre und Boot, das Einsatzzentrum BRS mit WLF, die AB-Öl und AB-Rüst mit Boot, Base National de Support Lintgen mit AB-Dépollution, Skimmer sowie einem Kran und ein zweiter 200-Tonnen-Kran einer Spezialfirma
Yacht am Haken
(Bild: Centre d'Incendie et de ...)   Großbild klick!
waren im Einsatz. Um 10.49 Uhr war der Alarm aus dem Hafen in Schwebsange gekommen, dass dort ein Boot sinken würde. Beim Eintreffen des Einsatzkräfte war die 11 Meter lange Yacht bereits komplett gesunken. Weil größere Mengen Treibstoff aus den Tanks an die Oberfläche des Wassers gelangten, wurde sofort Verstärkung angefordert.
Ein Großteil des Hafens war noch stark vereist, was das Ausbreiten des ausgetretenen Öls verlangsamte. So konnten rechtzeitig von den Einsatzkräften aus Grevenmacher-Mertert mehrere Ölsperren installiert werden, um ein Ausbreiten des Öls in die Mosel zu verhindern. Um an der Yacht arbeiten zu können, mussten mehrere umliegende Boote zunächst verholt werden.
Geschafft! (Bild: Centre d'Incendie et de ...)   Großbild klick!
Dies gestaltete sich als schwierig, weil sie erst einmal vom Eis befreit werden mussten. So wurden die Rettungsboote erstmals als Eisbrecher eingesetzt. Vom Einsatzzentrum aus Lintgen wurde ein Skimmer zum Absaugen des Öles an der Oberfläche eingesetzt. Gleichzeitig kamen auch die ölabsorbierenden Schlengel zum Einsatz. Die Bergung des Schiffes wurde dadurch verkompliziert, dass es sich an einem Liegeplatz mitten im Hafen befand und damit für einen Kran nicht zugänglich war. Für die Taucher begann ein langer Einsatz unter schwierigen Bedingungen.
Sie mussten im eiskalten Wasser mehrere Unterwasser-Hebekissen am und im Schiff befestigen. Es wurde dann mittels Seilzug etwa 40 Meter weit an eine Kaimauer gezogen. Von dort konnte es gegen 21 Uhr mit dem 200-Tonnen-Mobilkran aus dem Wasser gehoben werden. Das abgesaugte Öl-Wasser-Gemisch wurde von einer Spezialfirma entsorgt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Angler orientierungslos vor Fehmarn
(06.02.17) Zwei bei Fehmarn in Seenot geratene Angler wurden am 4.2. nach einer großangelegten Suche mit deutschen und dänischen Seenotrettern sowie der Bundespolizei in ihrem Kajütboot orientierungslos auf der Ostsee treibend aufgefunden. Über eine äußerst schlechte Handyverbindung hatten sich die beiden Männer gegen 17 Uhr bei der Polizei gemeldet. Sie waren mit einem kleinen, etwa 4,5 Meter langen Boot von Puttgarden aus Stunden zuvor zum Angeln aufgebrochen.
Mit technischen Problemen trieb das Boot nun bei einbrechender Dunkelheit auf der Ostsee. Angaben zu ihrer Position konnten die Männer aus Hamburg nicht machen. Sofort löste die Seenotleitung in Bremen eine umfangreiche Suchaktion aus. Der Seenotrettungskreuzer „Bremen“ der DGzRS-Station Großenbrode, das Seenotrettungsboot „Heiligenhafen“ der Freiwilligenstation Heiligenhafen sowie die „Bad Düben“ der Bundespolizei und das Mehrzweckschiff „Scharhörn“ der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes wurden in die Suche eingebunden.
Bereits nach kurzer Zeit wurde das Suchgebiet auf das dänische Seegebiet ausgeweitet und zwei Einheiten des dänischen Seenotrettungsdienstes hinzugezogen. Die Seenotküstenfunkstelle Bremen Rescue Radio strahlte über UKW-Funk Meldungen an die umliegende Schifffahrt aus. Gegen 18.20 Uhr meldete sich das niederländische Containerschiff „Bothniaborg“, 12635 BRZ (IMO-Nr.: 9267728), das kurz zuvor auf der Reise von Pitea nach Bremen auf dem Weg zum Nord-Ostsee-Kanal etwa acht Seemeilen nordwestlich von Fehmarn eine auffällige Beobachtung gemacht hatte: ein kaum auf dem Radar auszumachendes kleines, schwach beleuchtetes Fahrzeug.
Die Seenotleitung schickte die „Bad Düben“, die zu diesem Zeitpunkt am nächsten war, zur genannten Position, wo die beiden Männer in ihrem Boot aufgefunden und an Bord genommen wurden. Es ging ihnen den Umständen entsprechend gut. Um 19.21 Uhr übernahm das Tochterboot des Seenotrettungskreuzers „Bremen“ die beiden Männer sowie das Boot von der „Bad Düben“.
In Orth wurden die beiden um 22.18 Uhr wohlbehalten an Land gebracht.
Während der Suche herrschte leichter Wind aus Südost mit ca. drei Windstärken. Örtlich behinderten dichte Nebelbänke die Sicht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerfrachter “Heluan“ (Bild: Olaf Kuhnke)   Großbild klick!

Frachter lief in Dalben auf dem Nord-Ostsee-Kanal
(06.02.17) Am 5.2. kollidierte der liberianische Containerfrachter “Heluan“, 15633 BRZ (IMO-Nr.: 9358905), auf der Fahrt von Bremerhaven nach Norrköping gegen 17.40 Uhr beim Transit des Nord-Ostsee-Kanals auf Höhe Königsförde mit den dort am Kanalufer stehenden Dalben. Er stieß mit dem Achterschiff gegen diese und trug leichte Schäden davon. Das Schiff erreichte die Schleusen in Kiel-Holtenau anschließend um 21.45 Uhr und ging um 22.40 Uhr in die Ostsee. Am 7.2. wurde es in dem schwedischen Zielhafen erwartet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hafenschlepper “Troupant” gekentert (Bild: NSRI)   Großbild klick!

Vermisster Skipper lag tot im Maschinenraum
(06.02.17) Der vermisste Skipper Steven Lategaan des am 4.2. gekenterten südafrikanischen Hafenschleppers “Troupant” aus Kapstadt wurde 28 Stunden nach dessen Kentern tot im Schiffsinnern gefunden. Das Wrack war zunächst kieloben in den Hafen eingeschleppt worden. In der Nacht zum 4.2. sank es dort und richtete sich dabei wieder auf. Am 5.2. stiegen Taucher in das 13,95 Meter lange Schiff ein.
Um 14.45 Uhr wurde die Leiche im Maschinenraum eingeschlossen entdeckt. Um 15.30 Uhr wurde die „Troupant“ dann gehoben. Die beiden Überlebenden waren nach dem Kentern des Schiffes rund 300 Meter vor dem Hafen von einem chinesischen Kutter gerettet worden und ins Krankenhaus gekommen.
Einer war in stabilem, der zweite noch in kritischem Zustand. Lategan, 63, aus Kraaifontein, war bei der Transnet National Ports Authority (TNPA) beschäftigt und hatte seit 45 Jahren im Hafen gearbeitet. Im September sollte er in den Ruhestand gehen. Polizei und die SA Maritime Safety Authority leiteten eine Untersuchung des Unfalls ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht saß am Brodtener Ufer fest
(06.02.17) Am Vormittag des 5.2. lief am Brodtener Ufer eine Motoryacht auf Grund. Ein Crewmitglied brachte den Anker seeseitig aus, um das Boot daran wieder auf tieferes Wasser zu warpen. Nachdem dies misslang, bat der Bootsführer die DGzRS um Hilfe. Etwa zehn Minuten später traf das Seenotrettungsboot "Hans Ingwersen" an der Unfallstelle ein. An Land war die Polizei unterwegs.
Die Mannschaft der "Hans Ingwersen" scherte an den Havaristen heran, übergab eine dünne Wurfleine, auf die eine Schlepptrosse aufgeschossen wurde. Mit langsamer Fahrt zog die "Hans Ingwersen" an und machte die Motoryacht wieder flott. Der Verband nahm dann Kurs auf die Travemündung.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Columbia River geborgen
(06.02.17) Die Coast Guard kam am frühen Morgen des 5.2. dem Kutter “Coastal Reign” zu Hilfe, dessen dreiköpfige Crew in der Mündung des Columbia River Wassereinbruch gemeldet hatte. Ein 47-Fuß-Boot der Station Cape Disappointment in Ilwaco, Washington, kam dem Havaristen zu Hilfe, der um 3.20 Uhr nach Kollision mit einem unbekannten Objekt Mayday gefunkt hatte. Auch ein MH-60-Jayhawk-Helikopter stieg auf und war als erste Einheit um 3.38 Uhr vor Ort.
Nachdem auch das Rettungsboot eingetroffen war, wurde eine Lenzpumpe übergeben, mit der der Wassereinbruch unter Kontrolle gebracht werden konnte. Um 4.40 Uhr wurde der Havarist in die Skipanon Marina.geschleppt. Vor Ort waren sechs Fuß hohe Wellen und 15 Meilen Wind.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff hatte Wassereinbruch in Karlsruhe
(06.02.17) Am 4.2. gegen 19.30 Uhr meldete ein Binnenschiff starken Wassereinbruch im Maschinenraum im Rheinhafen in Karlsruhe Die Besatzung konnte das Leck nicht mit eigenen Mitteln abdichten. Zur Unterstützung kam ein weiteres Schiff, das den Havaristen mit seinen Pumpen unterstützte. Nachdem es der Feuerwehr gelungen war, Zugang zu einem anliegenden Firmengelände zu bekommen, konnte sie ihre Pumpen ebenfalls einsetzen.
Damit wurde man das Schiff stabilisiert und die Wassermenge langsam reduziert. Durch einen blockierten Hydraulik-Stempel waren Risse in dessen Führungsrohr entstanden. Wegen der Lage des Lecks war eine Reparatur vom Innern des Schiffs her nicht möglich. Über Nacht liefen die Pumpen weiter, bis Taucher am nächsten Tag versuchten, das Leck von außen abzudichten, damit der Frachter eine Werft zur Reparatur ansteuern konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Dokumentarfilmer Rob Stewart tödlich verunglückt
(06.02.17) Der kanadische Dokumentarfilmer Rob Stewart, der als Experte für spektakuläre Hai-Aufnahmen, ist bei Dreharbeiten am Wrack des Dampfers „Queen of Nassau“ vor der Küste Islamoradas in Florida tödlich verunglückt. Der studierte Biologe war bei Dreharbeiten für eine Fortsetzung seines Films „Sharkwater“. Die Dokumentation, in der es um die Jagd auf Haie ging, hatte 2007 weltweit Auszeichnungen erhalten Stewart wollte am Wrack der "Queen of Nassau" für die Fortsetzung von "Sharkwater" die seltenen Sägerochen filmen.
Der 37-jährige war am 31.1. mit seinem Team zur „Queen of Nassau“ aufgebrochen, die seit 1926 auf etwa 70 Metern Wassertiefe auf Grund lag. Nachdem das Team deren Position erreicht hatte, tauchte Stewart drei Mal mit einem Kollegen zum Wrack herunter - angesichts der Tiefe, in der sich das Duo bewegte, war das ungewöhnlich.
Normalerweise wären zwischen anspruchsvollen Tieftauchgängen mehrere Stunden Pause nötig. Nach Ende des dritten Tauchgangs wurde zunächst der zweite Taucher von der Filmcrew an Bord ihres Schiffes gezogen. Kurz nach dem Auftauchen wurde der Tauchpartner Stewarts an Bord des Taucherschiffs bewusstlos.
Stewart, ohne Atemregler im Mund an der Oberfläche treibend, gab der Crew das "Okay"-Zeichen. Die Helfer auf dem Boot kümmerten sich daher zunächst um den Tauchpartner. Als sie Stewart Minuten später auch aufnehmen wollten, war er aber verschwunden.
Möglich ist, dass er ebenfalls bewusstlos wurde und abtrieb. Stewart verwendete bei dem Tauchgang ein neues Atemgerät, mit dem er noch nicht viel Erfahrung hatte. Stewart und sein Tauchpartner nutzten Rebreather. Diese bereiten verbrauchte Atemluft wieder auf. Zudem können verschiedene Atemgase wie Helium beigemischt werden, um größere Tauchtiefen zu erreichen. Normale Atemluft mit einem Sauerstoffanteil von 21 Prozent ist ab einem bestimmten Druck giftig. Unterwasserfilmern wie Stewart bieten Rebreather den Vorteil, dass beim Ausatmen keine Luftblasen entstehen Angehörige und Freunde Stewarts setzten nach seinem Verschwinden per Crowdfunding eine riesige Rettungsaktion in Gang. Der Milliardär Richard Branson schickte einen Hubschrauber, Sea-Shepherd-Gründer Paul Watson ein Schiff in der Hoffnung, der Taucher könnte nur abgetrieben sein. Seit dem Morgen des 1.2. durchkämmten Schiffe und Hubschrauber ein etwa 8.800 Quadratkilometer großes Gebiet.
Dann kam die traurige Gewissheit: Stewarts Leiche wurde am 3.2. in 65 Meter Tiefe und etwa 90 Meter entfernt von dem Ort, an dem er zuletzt gesehen worden war, auf dem Meeresgrund in Nähe des Wracks der "Queen of Nassau" geortet und geborgen.
Die 200 Fuß lange „Queen of Nassau“ wurde 1904 in England für die Canadian Government Ship Canada als Fischereischutzschiff “CGS Canada” erbaut. Am 25.1.1015 ging sie an die Royal Canadian Navy als “HMCS Canada”, um Minen zu suchen und Truppenkonvois auf dem Weg nach England zu schützen. 1919 ging sie zurück in den Dienst des Canadian Fisheries Protection Service und wurde in Halifax stationiert für Patroulliendienste an der kanadischen Ostküste.
1920 wurde sie außer Dienst gestellt und 1924 an Barron Collier verkauft. Er benannte sie in “Queen of Nassau” um und rüstete sie als Passagierschiff um, das von Miami nach Nassau, Bahamas, laufen sollte. Doch mangels Komfort hatte sie keinen Markterfolg.
18 Monate lang lag sie in der Biscayne Bay auf, ehe Collier einen mexikanischen Käufer fand. Auf der Überführungsfahrt von Miami nach Tampa am 30.6.1926 erlitt das betagte und heruntergekommene Schiff Maschinenprobleme. Es ging im Süden Miamis für Arbeiten an den Kesseln vor Anker.
Am nächsten Tag ging die Fahrt zunächst weiter, doch weiterhin brachten die Dampfmaschinen sehr wenig Leistung. Am 2.7. erreichte Captain Songdahl Alligator Reef, wo weitere Arbeiten an der Antriebsanlage starteten. Am Nachmittag wurde Wassereinbruch festgestellt. Während begonnen wurde, es zu lenzen, zeichnete sich ab, dass es nicht genug Dampfdruck für die Pumpen gab.
Um 17.45 Uhr wurde die Lage nach Ausfall der Pumpen kritisch. Der Kapitän nahm Kurs auf tieferes Wasser, damit das Schiff bei einem Untergang kein Navigationshindernis würde. Doch rasch versagten die Kessel, die kaum noch Dampf produzierten, den Dienst. Um 19 Uhr befahl Songdahl seiner 18-köpfigen Crew, in die Boote zu gehen. Das Schiff sackte weiter übers Heck weg, dann explodierten die Kessel. Binnen acht Minuten sank es auf 225 Fuß Tiefe.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wassereinbruch auf Main-Fähre
(06.02.17) Kurz nach der Inbetriebnahme der Main-Fähre in Wipfeld wurde am 3.2. ein Wassereinbruch in einer der sechs Kammern des Rumpfes festgestellt. Die Fähre musste wieder aus dem Betrieb genommen und an Land gehoben werden. Die Mainfähre hatte erst am 2.2. den Betrieb wieder aufgenommen, nachdem sie einige Tage wegen des Eisgangs auf dem Main eine Zwangspause hatte einlegen müssen. Ob die Fähre im Februar nochmals zum Einsatz kommen würde, war derzeit unklar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter im Varangerfjord gestrandet
(Datum) Am Abend des 5.2. lief der 12 Meter lange, norwegische Kutter "Andrea" (MMSI-Nr.: 257601150) vor Bugøynes im Varangerfjord auf Grund. Der Fischtransporter "Robris", 687 BRZ (IMO-Nr.: 9204544), befand sich in der Nähe und traf 15-20 Minuten später vor Ort ein. Er setzte ein MOB-Boot zur Assistenz der beiden Fischer auf der „Andrea“ aus, die bereits Überlebensanzüge angelegt hatten und in eine Rettungsinsel gegangen waren.
Gemeinsam mit dem Kutter "Dansken" (MMSI-Nr.: 257173500), der ebenfalls auf den Notruf reagiert hatte, gelang es, den Havaristen mit nur geringen Schäden wieder von den Felsen herunter zu bekommen. Da er mit einigen Schrammen davon gekommen war, sollte er am 6.2. wieder auf Fang gingen. Als Unfallursache wurde menschliches Versagen angenommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Drei Tote und mindestens ein Vermisster nach Schiffbruch vor Sharjah
(06.02.17) Drei indische Seeleute trieben am 5.2. an dem Strand von Sharjah an, nachdem ihr Schiff im Sturm gestrandet war. Vier weitere wurden von Bord gerettet und kamen nach Erstbetreuung ins Khalifa-Krankenhaus. Coast Guard und ein Suchflugzeug der Polizei hielten Ausschau nach einem weiteren vermissten Crewmitglied. Das Schiff war am Abend des 4.2. acht Kilometer vor Sharjah in acht Meter hohen Wellen in Seenot geraten.
Die Polizei von Al Hamriyah nahm Ermittlungen auf. Bereits am 3.2. warne fünf Schiffe in dem Sturm zwischen Sharjah und Umm Al Quwain gestrandet. Eines saß in Al Hamriya, eines am Al Hira Beach und das dritte in Umm Al Quwain fest. Alle Crewmitglieder dieser Schiffe hatten gerettet werden können.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler treibt in Barentssee
(06.02.17) Der russische Schlepper "Murmanryba", 1171 BRZ (IMO-Nr.: 7830868), kam am 5.2. dem unter derselben Flagge laufenden Trawler "Altay", 203 tdw (IMO-Nr.: 8842026) der Reederei CSC Putina aus Murmansk zu Hilfe. Dieser hatte in der östlichen Barentssee Maschinenausfall erlitten. Der Schlepper befand sich in dem Seegebiet und wurde zur Hilfeleistung für den Havaristen und seine neunköpfige Crew entsandt.
Am Morgen des 6.2. wurde er vor Ort erwartet und sollte die „Altay“ nach Murmansk ziehen. An Bord des Schiffes waren ausreichend Nahrungsmittel. Da die See ruhig war, wurden keine Probleme bei der Hilfeleistung erwartet. Am 10.9.2012 war die “Altay” ebenfalls in der Barentssee mit dem Trawler „Umbrina“, 1026 tdw (IMO-Nr.: 7052571), kollidiert, der zuvor einen Blackout erlitten hatte. Er wurde auf einer Fläche von 1,1 x 0,15 Metern aufgerissen und ging dann vor der Insel Kildin vor Anker, wo ihn der Schlepper “Mikula“ auf den Haken nahm.
Quelle:Tim Schwabedissen



Historischem Kutter droht das Ende
(06.02.17) Es ist fünf vor zwölf für den schottischen Kutter “Efficient”, nachdem erim Dezember teilweise sank. Das 75 Fuß lange Schiff war beim Bau durch die Forbes, J & G Ltd, Sandhaven, im Jahr 1931 einer der ersten motorisierten schottischen Kutter. Er sollte die Überlegenheit ölbetriebener Fangschiffe demonstrieren und diente im Heringsfang vor Schottland.
Dann erwarb ihn ein neuer Eigner in Penzance und überführte ihn nach England. Dort wurde er 1941 von der Royal Navy requiriert und diente u.a. bei der Evakuierung des britischen Expeditionskorps aus Dünkirchen im 2. Weltkrieg und brachte Spione nach Norwegen. Nach einem Kurbelwellenbruch wurde das Schiff in Grimsby außer Dienst gestellt und 1946 unter Skipper J Reynolds als Longliner „Excellent – PZ 513“ in Fahrt gebracht.
1947 erfolgte der Rückbau zum Trawler, 1961 erfolgte eine umfangreiche Modernisierung. Der Kutter blieb schließlich lange genug im Dienst, um das älteste Schiff der britischen Fischereiflotte zu werden. 2016 wurde er für einen Pfund an einen neuen Eigner verkauft, der ihn nach längerer Aufliegezeit wieder seetüchtig machen wollte. Doch diese Aufgabe überforderte ihn, und er gab das Schiff auf. Nun liegt es auf der Seite in Newlyn nahe Cornwall, und ihm droht die Verschrottung. Der Reparaturbedarf liegt bei tausenden von Pfund, allein um das Schiff schwimmfähig zu bekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Bargen vor Jakhau in Seenot
(06.02.17) Zwei Bargen gerieten vor Jakhau am 4.2. in Seenot. Die mit Salz beladene “Priya” funkte am 4.2. um 18.30 Uhr Mayday, nachdem sie Wassereinbruch erlitten hatte. Als ein Patroullienboot der indischen Coastguard sie erreichte, stand das Wasser schon bis zur Brücke, und nur noch ein Viertel des Decks ragte aus dem Wasser. Alle acht Crewmitglieder wurden unversehrt gerettet.
Am 5.2. dann funkte um 1.30 Uhr die ebenfalls mit Salz beladene Barge „Karishma” Mayday, nachdem in rauer See Wasser eingedrungen war. Es gelang, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bekommen. Ein Patroullienboot eskortierte das Fahrzeug dann nach Jakhau.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sägemühle nimmt nach Schlepperunglück wieder Betrieb auf
(06.02.17) Am 3.2. begann die Sägemühle Tolko langsam wieder ihren Betrieb aufzunehmen, während die Untersuchung des Transportation Safety Board zum Untergang des Schleppers „Mowitch“ andauerte. Drei Tage zuvor war die Leiche von Skipper Ivor Lundin in der Kajüte des Bootes gefunden worden, das zum Manövrieren von Baumstämmen genutzt wurde. Lundin hatte über 20 Jahre für Tolko gearbeitet, als sein Schiff am 30.1. um 21.30 Uhr sank.
Die Central Okanagan Search and Rescue hatte eine Unterwasserkamera eingesetzt, um den Toten zu orten. Am 1.2. endeten die Untersuchungen des TSB in Kelowna, und Worksafe B.C. übernahm die weiteren Maßnahmen vor Ort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack der “Copernic” (Bild: Gendarmerie Calais)   Großbild klick!

Calais: Wrack der “Copernic” geborgen – Skipper desorientiert
(05.02.17) Am 4.2. wurde das Wrack des Kutters "Copernic" geborgen und vom Hemmes-de-Marck-Strand abtransportiert. Gegen 11 Uhr hatte das Team der Polizei von Calais den Skipper&xnbsp; Claude Saint-Géraud aus Louchois aus dem Schiff, das am Vortag auf eine Sandbank gezgen worden war, geborgen. Er steckte mit seinem Fuß in einer Kette fest. Am folgenden Tag wurde das beschädigte Schiff ausgelenzt und um 12.30 Uhr im dritten Anlauf an Land gezogen. Der Untergang wurde nur von der Polizei in Le Havre untersucht. Eigner Louchois hatte die "Copernic" vor einem Jahr gekauft und wollte sie am 31.1. von Gravelines nach Calais überführen. Am Morgen des 1.2. tauchte er morgens um fünf am Campingplatz Palominos auf.
Er war nach Ausfall des GPS auf Grund gelaufen und wollte sein Boot mit einem Trailer über Land abtransportieren. Doch vor Ort gab es kein geeignetes Gerät, und deshalb wurde dem desorientiert wirkenden Mann geraten, auf die Flut zu warten, bis das Boot von selbst wieder aufschwimmt. Gegen 14 Uhr kam er mit seinem Schwiegersohn Denis Morin aus La Mare, einem wallonischen Gewerkschafter, wieder zurück.
Beide Motoren starteten, und das Boot nahm Kurs auf das nur 20 Minuten entfernte Calais. Niemand ahnte, dass es dort nie ankommen würde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Spodsbjerg: Fähre "Langeland" rammte Pier
(05.02.17) Am 3.2. kollidierte die dänische Fähre "Langeland", 4500 BRZ (IMO-Nr.: 9596428), von Tårs kommend, bei dichtem Nebel mit der Außenmole von Spodsbjerg. Dabei wurde der Bug beschädigt. Das Schiff musste aus dem Betrieb genommen werden und steuerte die Werft Petersen & Sørensen Motorværksted A/S in Svendborg zur Reparatur an. Am Bugvisier mussten Schweißarbeiten durchgeführt werden, die am Werftkai erledigt wurden. Derweil hielt die Fähre "Lolland" einen zweistündigen Turnus im Fährdienst aufrecht. Am späten Nachmittag des 4.2. kehrte die "Langeland" zurück auf die Fährlinie.
Quelle:Tim Schwabedissen



Archivbild: Kreuzfahrtschiff "Albatros"
(Bild: Pjotr Mahhonin)   Großbild klick!

Schaulustige Passagiere behinderten Rettungsaktion der “Albatros”
(05.02.17) Drei Tage lang trieben die sechs Fischer an Bord des kleinen Kutters "Loosemani Fo'ou" aus Tonga ohne Trinkwasser und Nahrung im Südpazifik, und ihr Schiff drohte innerhalb der nächsten Stunden zu sinken. Die Rettung kam mit der "Albatros", 28518 BRZ (IMO-Nr.: 7304314), die vom Bonner Reiseveranstalter Phoenix Reisen eingesetzt wird. Der Kutter hatte Maschinenschaden und Wassereinbruch erlitten und war zu einem Spielball der Wellen geworden. Neun Stunden nach der Alarmierung erreichte das Passagierschiff am 3.2. die "Losemani Fo'ou".
Kapitän Robert Fronebroeck ließ bei grober See ein Rettungsboot aussetzen, um die Fischer zu
Bergung der Schiffbrüchigen
(Bild: Phoenix Reisen)   Großbild klick!
evakuieren. Eine Handvoll Gäste behinderte aber die Rettungsarbeiten an Deck 7, indem sie die Absperrungen zum Rettungstender 14 überstiegen, um besser fotografieren zu können. Offiziere und Crew wurden bei der Rettung von Menschenleben behindert. Erst nachdem mehrere Offiziere intervenierten, begaben sie sich wieder hinter die Absperrung.
Die Schiffbrüchigen wurden nach ihrer Rettung von einem Schiffsarzt untersucht. Sie waren den Umständen entsprechend wohlauf. Am 5.2. sollten sie in Auckland an Land gehen. Weil die sechs Fischer mit dem Boot auch ihr Hab und Gut verloren haben, sammelten Crew und Passagiere an Bord Spenden für sie.
Quelle:Tim Schwabedissen



Luxusyacht drohte vor Miami zu sinken
(05.02.17) Eine 88 Fuß lange Leopard 27 Open erlitt am 4.2. unweit der Sunset Harbour Marina in Miami Beach Wassereinbruch. Der Skipper der mit sechs Mann besetzten Luxusyacht funkte einen Notruf. Mit fünf Lenzpumpen der Miami-Dade Fire Rescue gelang es, den Untergang der Yacht westlich des Sunset Harbour zu verhindern. Als erstes war ein Team des Miami Police Department vor Ort.
Sie wurde gefolgt von den Fire Boats 73 und 21, TowBoat U.S., der Miami Beach Marine Patrol und der U.S. Coast Guard. Die Yacht hatte kurz nach dem Auslaufen aus dem Sunset Harbour aus bislang ungeklärter Ursache ein Leck erlitten. Es wurde längsseits genommen und den Miami River hinauf geschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer zerstörte Hausboote und Schlepper
(05.02.17) Zwei Hausboote und drei weitere Fahrzeuge, darunter ein Schlepper, fielen am Morgen des 3.2. einem Feuer in der Aqualand Marina auf dem Lake Lanier in Flowery Branch, 45 Meilen südöstlich von Atlanta, zum Opfer. Die Hall County Fire Services wurden um 5.15 Uhr zum Dock Q gerufen. Sie fanden zwei Hausboote und den Schlepper in Flammen stehend vor. Zwei weitere Boote wurden beschädigt und sanken.
Eines davon war ein 60 Fuß langes und 12 Fuß breites Hausboot, von dem nur noch der oberste Teil aus dem Wasser ragte. Rußschwarze Planken trieben im Wasser. Um 6.25 Uhr war der Brand weitgehend gelöscht. Die zerstörten Hausboote hatten einen Wert von je 50.000 Dollar, der Schlepper von 10.000 Dollar. Auch er wurde ein Totalverlust. Towboat U.S. wurde mit den Bergungsarbeiten beauftragt. Insgesamt lagen 11 Boote in dem betroffenen Dock.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ein Vermisster nach Kentern von Serviceboot
(05.02.17) Am 4.2. um 11.44 Uhr wurde die NSRI Table Bay von der Transnet National Ports Authority (TNPA) alarmiert, nachdem vor der Außenmole des Hafens das 13,95 Meter lange TNPA-Serviceboot "Troupant" rund 300 Meter vor der Küste mit drei Mann an Bord gekentert war. Die Rettungsboote "Spirit of Vodacom" und "Spirit of Day", ein Polizeiboot, Feuerwehrtaucher und medizinische Teams kamen zum Einsatz. Die Crew des Kutters "Jin Syi Shiang" war als erstes vor Ort und warf Rettungsringe zu zwei Männern im Wasser.
Sie wurden dann von dem TNPA-Arbeitsboot "Blue Jay" aufgenommen und zum Victoria and Alfred Basin gebracht. Nach erster medizinischer Betreuung kamen sie ins Krankenhaus. Als das NSRI-Boot vor Ort war, gingen Rettungsschwimmer ins Wasser und suchten nach dem vermissten, 63-jährigen Skipper aus Kapstadt. Retter kletterten auf den kieloben treibenden Rumpf und suchten mit Klopfsignalen nach Lebenszeichen.
Das Wrack wurde mit einer Ankerleine vor dem Abtreiben gesichert. Taucher stiegen ins Schiffsinnere ein, ohne den Vermissten zu finden. Sie erreichten nicht alle Bereiche. Die "Blue Jay" schleppte das Boot kieloben in den Hafen, wo es aufgerichtet und weiter untersuchte werden sollte. Die SAMSA (South African Maritime Safety Authority) leitete eine Untersuchung ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Gure Uxua" im Dezember 2016
(Bild: Salvamento Maritimo)   Großbild klick!

Biscaya: 12 Mann im Sturm gerettet
(04.02.17) Drei Rettungshubschrauber und drei Rettungsboote waren im Einsatz, nachdem der spanische Longliner "Gure Uxua", 127 BRZ (IMO-Nr.: 9098593), aus A Coruña am 3.2. um 15.20 Uhr einen Notruf gesendet hatte. Er befand sich auf der Rückkehr von einer Fangfahrt in französischen Gewässern. Eine SAR-Operation wurde gestartet, die sich von der Küste von Luarca bis Navia erstreckte, nachdem nur sechs Minuten darauf das Signal des Notsenders der "Gure Uxua" 50 Meilen vor Navia in den Gewässern von Asturias aufgefangen wurde.
Die letzte Position war 100 Kilometer nordwestlich von Gijón. Vor Ort herrschte schwerer Sturm mit 10 Metern Wellenhöhe und 100 km/ Windgeschwindigkeiten, doch als der Kutter versuchte, vor dem Atlantiksturm Schutz zu finden, kam zu einem Wassereinbruch. Die 12-köpfige Crew konnte von ihrem sinkenden Schiff in eine Rettungsinsel flüchten.
Die Helikopter 'Pesca 2' und 'Helimer 209' aus Galicia und der 'Helimer 211' aus Gijón wurden ebenso mobilisiert wie die Rettungsboote "Guardamar Concepción Arenal“ und "Salvamar Capella" sowie der SAR-Schlepper "Alonso de Chaves" (IMO-Nr.: 8411164) und der Frachter „HR Marion“. Zunächst fand ein Hubschrauber nur eine leere Rettungsinsel.
Dann aber konnten aus einer weiteren zunächst fünf Mann vom ‘Pesca II” aus Celeiro gerettet und ins Krankenhaus geflogen werden. Bis 17.30 Uhr waren auch die übrigen sieben von einem Hubschrauber der Coastguard geborgen. Der ‘Pesca II” nahm Kurs auf Celeiro in Vivero, von wo aus die Schiffbrüchigen ins Krankenhaus von Burela kamen.
Die anderen sieben rettete der größere Helimer und flog sie nach El Musel, wo er um 17.40 Uhr, zwei Stunden und 20 Minuten nach dem Start, landete. Zwei der Männer kamen ins Krankenhaus von Cabueñes, fünf weitere ins Hospital Jove in Gijón. Mehrere der Fischer litten an schweren Unterkühlungen.
Es handelte sich um sieben Galizier und fünf Portugiesen. Ihr Schiff hatte von Cariño aus operiert. Bereits am 20.12.2016 war er vor seinem Heimathafen havariert. Nach einem Maschinenschaden musste es von dem Rettungsboot "Salvamar Shaula" von Salvamento Maritimó auf den Haken genommen und in den Hafen gezogen werden. Das 24 Meter lange Schiff war 1998 in Dienst gestellt worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Calais: Leiche eines vermissten Fischers gefunden
(04.02.17) Taucher der Polizei in Calais und Le Havre haben die Leiche eines der beiden vermissten Fischer der „Copernic“ am Morgen des 3.2. im Wrack des Kutters gefunden. Das Wrack wurde dichter an den Strand von Hemmes de Marck gebracht und auf eine Sandbank gezogen, wo die Taucher den Körper des 83-jährigen Skippers bargen. Er war der Schwiegervater des zweiten, 55-jährigen Fischers. Die Leiche wurde nach Calais zur Obduktion gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Archivbild Fähre "Prevelis"
(Bild: Jebulon)   Großbild klick!

Saronischer Golf: Fähre mit Wassereinbruch
(04.02.17) Unterwegs von Piräus nach Milos erlitt die griechische Fähre "Prevelis", 9851 BRZ (IMO-Nr.: 8020927), am 3.2. um 4.10 Uhr südlich des Saronischen Golfs Wassereinbruch im Maschinenraum. Sie hatte 127 Passagiere und eine Crew von 67 an Bord. Eskortiert von drei Booten der griechischen Küstenwache kehrte das Schiff mit eigener Kraft in den Abgangshafen zurück.
Vor Ort waren 3-4 Beaufort Wind. Im Hafen wurden die Fahrgäste auf andere Schiffe gebracht. Die „Prevelis“ konnte nach einer Reparatur und Klasse-Inspektion ihren Dienst zwischen Piräus, Milos, Santorini, Anafi, Heraklion, Sitia Kasos, Karpathos, Diafani, Chalki ond Rhodos wieder aufnehmen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerfrachter "Conmar Avenue" (Bild: Rick Helmann)   Großbild klick!

Containerfeeder touchierte Leitwerk des Nord-Ostsee-Kanals
(04.02.17) Am Abend des 3.2. gegen 20:45 Uhr kollidierte derr unter Antigua Barbuda-Flagge laufende Containerfrachter "Conmar Avenue", 10548 BRZ (IMO-Nr.: 9483358), auf der Reise von Rauma nach Hamburg beim Einlaufen in die Kiel-Holtenauer Schleuse des Nord-Ostsee-Kanals von See kommend mit dem Leitwerk der Schleuseneinfahrt. Der Containerfeeder kam zum Stillstand, lief aber kurz darauf mit geringer Geschwindigkeit in die Südkammer der Schleusenanlage. Nach Angaben von Besatzung und Lotsen soll die verminderte Sichtweite schuld an der Havarie gewesen und keine Schäden am Leitwerk entstanden sein. Nach der Einschleusung wurde das äußere Tor zunächst geschlossen, und die Wasserschutzpolizei schickte zwei Beamte zur Untersuchung. Außerdem wurde das Lotsenboot „Holtenau“ mit der Sichtung von möglichen Schäden beauftragt. Doch weder diese noch eine Sichtprüfung des Schiffes ergab Hinweise auf solche, sodass der Frachter um 21.40 Uhr die Reise fortsetzen durfte und am 4.2. um sieben Uhr im Hamburger Dradenau-Hafen festmachte. Eine genaue Begutachtung des Leitwerks sollte am 6.2. stattfinden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ölsperre um den Garnelenkutter "Márquez XI"
(Bild: PROFEPPA)   Großbild klick!

Garnelenkutter "Márquez XI": Öl abgepumpt
(04.02.17) Am 3.2. lag der Garnelenkutter "Márquez XI" bereits seit acht Tagen auf dem Strand von El Limón in Paraíso, Tabasco. Unter Aufsicht der Marine von Mexiko, dem Marineministerium SEMAR, Personal von Petróleos Mexicanos (PEMEX) und Inspektoren von PROFEPA sowie der Hafenbehörde von Dos Bocas wurde nun begonnen, das Öl mit zwei Booten vom Schiff herunterzuholen. An Bord waren ursprünglich über 30 Tonnen Diesel, die auf die „Fipesco 1“ transportiert wurden, die 100 Meter vor der Küste ankerte.
Die Boote konnten jeweils eine Tonne laden. Die Operation begann um 11.30 Uhr und endete um 18 Uhr. Das Schiff der Cooperativa Pesquera Sociedad Cooperativa de Producción de Altura Pesquera de Campeche, S.C.L. Of C.V. war bei schwerer See eine Woche zuvor gestrandet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kreuzfahrtschiff rettete sechs Fischer
(04.02.17) Am Nachmittag des 4.2. rettete das unter Bahamas-Flagge laufende Kreuzfahrtschiff “Albatros” (IMO-Nr.: 7304314) sechs Fischer eines leckgeschlagenen tonganesischen Kutters. Das neuseeländische RCCNZ hatte um fünf Uhr morgens mit ihm Kontakt aufgenommen, nachdem die Fischer ihren Notsender 400 Kilometer westsüdwestlich von Tonga aktiviert hatten. Das Kreuzfahrtschiff lief über eine Distanz von 300 Kilometern zu der Position des 11,5 Meter langen Kutters.
Auch eine RNZAF P3 Orion stieg in Whenuapai auf und warf Notausrüstugn sowie ein Funkgerät ab, nachdem sie den Havaristen erreicht hatte. Um 14.30 Uhr traf auch die “Albatros” an dem Kutter, der Motorausfall gemeldet hatte, ein. Die Crew sprang dann ins Wasser und schwamm zu dem Passagierschiff hinüber.
Wie sich herausstellte, hatte ihr Kutter auch Wassereinbruch und dürfte keine 24 Stunden mehr schwimmfähig bleiben. Außerdem war das Trinkwasser ausgegangen. Die „Albatros“ nahm die Männer an Bord und setzte dann die Reise nach Auckland fort. Der Anlauf der Bay of Islands fiel durch die Aktion aus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht an Nolleplate abgeschleppt
(04.02.17) Am 3.2. um 15.20 Uhr wurde das KRNM-Rettungsboot “Zeemanshoop” aus Breskens alarmiert, nachdem eine Segelyacht auf der Westerschelde in Schwierigkeiten geraten war. Der holländische Trawler „Johanna Maria – SCH 18“ (IMO-Nr.: 9085742) hatte die Notsituation an der Nolleplate gemeldet. Als die Seenotretter eintrafen, war allerdings schon der Tender „Patrol“ von Multraship eingetroffen und schleppte das Boot nach Breskens ab. Vor Ort waren vier Beaufort Wind.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter nach Algericas abgeschleppt
(04.02.17) Am 3.2. erlitt der unter Liberia-Flagge laufende Bulkcarrier "Seferis", 5222 BRZ (IMO-Nr.: 9437634), einen Ausfall der Hauptmaschine in den Gewässern von Estrechos. Der spanische Offshore-Schlepper "Luz de Mar" (IMO-Nr.: 9320104) wurde gegen 22.30 Uhr zur Assistenz gerufen. Er nahm den Frachter auf den Haken und schleppte ihn am 4.2. gegen fünf Uhr nach Algeciras ein, wo er Anker warf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wassertanker auf dem Trockenen
(04.02.17) Der norwegische Wassertanker "Tonny", 499 BRZ (IMO-Nr.: 5262263), lief, von Sortland kommend, am 4.2. bei Brottøy nördlich von Raftsundet auf Grund. Das NSSR-Rettungsboot "Sundt Flyer" aus Svolvær sowie der norwegische Offshore-Schlepper "NSO Crusader" (IMO-Nr.: 8224470) wurden zur Assistenz gerufen und unternahmen mehrere erfolglose Bergungsversuche.
Dann kam der Havarist aber gegen 15.55 Uhr mit steigendem Wasserstand wieder von den Felsen ab. Er hatte ein großes Leck im Bug davongetragen und nahm Kurs auf Harstad, eskortiert von der "NSO Crusader". Der durch den Rumpfschaden verursachte Wassereinbruch war unter Kontrolle.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fünf Frachter im Sturm gestrandet
(04.02.17) Der äthiopische Frachter "Abbay, 11292 BRZ (IMO-Nr.: 8303018) war eines von insgesamt fünf Schiffen, die am 3.2. in einem Sturm in Sharjah und Umm Al Quwain strandeten. Die Coast Guard der Vereinigten Arabischen Emirate hatte bei bis zu acht Meter hohen Wellen große Mühen, die asiatischen Crews der Havaristen in Sicherheit zu bringen. Drei strandeten bei Al Hamriya, eines am Al Hira Beach und eines in Umm Al Quwain.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Lituya Bay aus Seenot gerettet
(04.02.17) Die US Coast Guard assistierte am 2. und 3.2. der vierköpfigen Crew des 53 Fuß langen Kutters “Pacific Star”, der Wassereinbruch im Gebiet von Fairweather Ground rund 49 Meilen südöstlich der Lituya Bay erlitten hatte. Auch die „Sherrie Marie” kam zu Hilfe, nachdem am 2.2. gegen 21 Uhr der erste Notruf gekommen war. Der Wassereinbruch erfolgte durch eine Luke im Achterschiff.
Die Crew legte Überlebensanzüge an, und der Havarist nahm Kurs auf Lituya Bay. Die Coastguard Juneau schickte von der Air Station Sitka einen MH-60 Jayhawk-Hubschrauber und eine C-130 Hercules von der Air Station Kodiak. Der Schlepper „Bering Titan”, der sich 19 Meilen südlich der “Pacific Star“ befand, eskortierte den Kutter in Richtung Küste.
Gegen 22 Uhr setzte der MH-60 Jayhawk eine Lenzpumpe ab. Mit dieser konnte der Wassereinbruch unter Kontrolle gehalten werden. Die HC-130 blieb weiter in der Nähe und sicherte den Funkkontakt zur „Pacific Star“, während der Jayhawk zum Auftanken nach Yakutat abdrehte. Am 3.2. gegen acht Uhr erreichte der Havarist Graves Harbor, wo er ausgelenzt und repariert werden konnte.
Der Kutter „Sherrie Marie” ankerte ebenfalls in Graves Harbor und leistete dabei Assistenz. Vor Ort waren bis zu neun Meilen Wind und vier Fuß hohe Seen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre mit Maschinenausfall vor Horten
(04.02.17) Am 4.2. gegen 16 Uhr erlitt die norwegische Fähre "Bastø II", 5505 BRZ (IMO-Nr.: 9144093), technische Probleme zwischen Moss und Horten. Sie lag mit ausgefallener Maschine in der Bucht. Es war zu einer Leckage in einer Ölleitung im Maschinenraum gekommen. Das Schiff machte schließlich in Horten fest und wurde aus dem Betrieb genommen zur Reparatur.
Quelle:Tim Schwabedissen



10 Tote bei Bootsunglück in Indonesien
(04.02.17) Ein Kutter mit 35 Personen an Bord kenterte am 3.2. in Süd-Sulawesi. Die „Cahaya Irna” war gegen 14 Uhr aus dem Alten Hafen in Takalar ausgelaufen. Eine Stunde später brachten zwei Wellen sie zum Kentern. 10 Menschen kamen ums Leben. Das Holzschiff war unterwegs zur Insel Pulau Tanakeke. Die meisten der Opfer kamen von Tanakeke Island, zwei aus Jakarta. Nach einer Person wurde noch gesucht. Einer der 26 Geretteten war am 4.2. noch im Takalar General Hospital.
Quelle:Tim Schwabedissen



Acht Mann von sinkendem Kutter abgeborgen
(04.02.17) Alle acht Mann des leckgeschlagenen Kutters “Atlantic Juline” wurden am 3.2. nahe Burin von einem Cormorant-Hubschrauber des 103 Search and Rescue Squadron gerettet. Er war 130 Meilen südlich der Stadt im Sturm in Seenot geraten. Das Joint Rescue Coordination Centre schickte auch noch eine Hercules des 424 Transport and Rescue Squadron zur Absicherung der Operation.
Zunächst waren drei Lenzpumpen abgesetzt worden, doch auch diese kamen nicht gegen das eindringende Wasser an. Auch ein Überwachungsflugzeug der PAL Aerospace unterstützte die Rettungsaktion. Am Nachmittag trafen die Geretteten, die überwiegend aus Fortune kamen, in St. John's ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Versorger trieb bei Windpark
(04.02.17) Das RNLI-Boot aus Cromer wurde am Morgen des 4.2. zur Assistenz des Windpark-Versorgers „Resolute“ gerufen, der unweit Dudgeon Offshore Wind Farm 19 Meilen nordwestlich der Stadt trieb. Eine Leine oder das Teil eines Netzes hatte den Propeller blockiert. Das Rettungsboot lief um 5.10 Uhr aus und nahm die “Resolute” in Schlepp. Eine Stunde später übernahm das Rettungsboot aus Humber den Havaristen. Währenddessen löste sich die Blockade wieder, und die „Resolute“ konnte mit eigener Kraft wieder Fahrt aufnehmen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fährboot gekentert – ein Kind tot
(04.02.17) Ein Boot mit 60 bis 70 Personen an Bord kenterte am 3.2. bei Ravi unweit des Dorfs Saidwala im Nankana-Distrikt. Helfer bargen die Leiche eines Kindes und retteten über 50 Menschen. Das Boot setzte die Fahrgäste von einem zum anderen Flussufer über, als es um 12.35 Uhr durch das Gewicht der Ladung, darunter Motorrädern, in der Mitte sank.
Quelle:Tim Schwabedissen



Chemikalientanker “Alsterstern” und Schlepper
(Bild: Salvamento-Maritimo)   Großbild klick!

Alsterstern bei Sturm nach Vigo eingeschleppt
(03.02.17) Am 2.2. um 15.50 Uhr wurde der unter Marshall-Islands-Flagge laufende Chemikalientanker “Alsterstern” samt seiner 23-köpfigen Crew von dem Schlepper "Ría de Vigo" einen Tag nach seiner Havarie bei immer stürmischer werdender See in den Hafen von Vigo gezogen. Sicherheitshalber war auch der Sasemar-Schlepper „Don Inda“ vom Hafenkapitän in Coruna zum Schiff beordert worden, da die „Ría de Vigo“ in der Vergangenheit mitunter selbst Probleme gehabt hatte.
Nach dem Eintreffen in Vigo machte der Tanker an der Muelle del Arenal fest. Das unbeladene und entgaste Schiff hatte am 1.2. rund 70 Meilen westlich der Ons-Inseln Maschinenschaden erlitten. Da es keine Gefährdung darstellte, erhielt es eine Einlaufgenehmigung nach Vigo. Nach dem Festmachen stellte sich bei ersten Untersuchungen heraus, dass der Schaden wohl schwerer war als zunächst angenommen.
Die “Alsterstern” war erst vor zwei Monaten von der kanadischen unter die jetzige Flagge gebracht worden. Sie ist 160,3 Meter lang, 23 Meter lang, hat 8,6 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 17,034 Tonnen. Das Schiff wurde 1994 von der MTW Werft in Wismar erbaut für die Rigel Schifffahrts GmbH & Co. KG MT "Alsterstern", Bremen. Zuletzt lief sie für die kanadische Coastals Shipping Ltd.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bornholm: Kutter bei Rönne gestrandet
(03.02.17) Der Kutter “Emily” aus Rönne lief am 2.2. weniger als 10 Meter vor der Küste unweit seines Heimathafens auf Grund. Der Skipper und ein zweiter Mann konnten sich ans nahe Ufer retten. Er wurde vorsorglich ins Krankenhaus gebracht, hatte die Havarie aber unbeschädigt überstanden. Der zweite Mann fuhr ohne Assistenz nach Hause. Der Kutter schlug in der Brandung voll.
Quelle:Tim Schwabedissen



historischer Kutter “Olympic” gesunken
(Bild: Department of Ecology)   Großbild klick!

Gesunkener historischer Kutter vor letzter Reise zum Schrottplatz
(03.02.17) Der 58 Fuß lange, historische Kutter “Olympic”, der sich Anfang Dezember in Appletree Cove von seinem Ankerplatz losriss und in flachem Wasser strandete, soll durch das State Department of Natural Resources im Rahmen des Derelict Vessel Removal Program geborgen werden.
Derzeit wird ein Bergungskontrakt über 50,000 Dollar vorbereitet, um das halb gesunkene Schiff zu heben und zum Abwracken nach Port Townsend zu bringen. Obwohl die Coastguard nach der Strandung 110 Gallonen Öl hatte abpumpen lassen, wurde in den vergangenen Wochen ein weiterer Austritt von Öl festgestellt, das sich in unzugänglichen Nischen befunden haben könnte. Die Bergung sollte in den kommenden zwei Wochen beginnen. Der Kutter 1911 in Ballard als Heilbutt-Schoner erbaut und war bis 2007 aktiv.
Dann baute die in Seattle ansässige Blue Marble Energy ihn zu Forschungszwecken um. Er sollte zuletzt in ein schwimmendes Marktschiff umgewandelt werden. Es handelt sich um einen der letzten Heilbutt-Schoner der Westküste in Original-Bauweise.
Quelle:Tim Schwabedissen



Der Turm von "U 581" (Bild: Evonik)   Großbild klick!

Deutsches U-Boot 75 Jahre nach Versenkung wieder entdeckt
(03.02.17) Am 2.2. wurde der Fund des deutschen U-Bootes "U 581" vor den Azoren bekanntgegeben. Mit ihrem Tauchboot machten die Unterwasserforscher Kirsten und Joachim Jakobsen in fast 900 Metern Tiefe Videoaufnahmen von dem Wrack, das mittlerweile von Korallen überzogen ist. Die Bekanntmachung erfolgte am 75. Jahrestag des Untergangs - das Boot sank in der Nacht zum 2.2.1942.
Der jetzige Fund dürfte für Meeresbiologen von großem Interesse bei der Erforschung von Kaltwasserkorallen sein, da sich das Wrack über die Jahrzehnte in ein künstliches Tiefsee-Riff verwandelt hat, an dem die Entwicklung von Korallen untersucht werden kann. Bisher ist kaum erforscht, wie schnell sich die artenreichen Riffe in der Tiefsee entwickeln. Jakobsen und seine Frau, die auf den Azoren leben und die Unterwasserwelt filmen, wussten schon seit mehreren Jahren durch Auswertung britischer und deutscher Dokumente von der ungefähren Lage des Wracks.
Doch erst nachdem sie das Tauchboot "Lula 1000" mit Unterstützung des Essener Evonik-Konzerns gebaut hatten, konnte die Suche in dem rund 100 Quadratkilometer großen Gebiet beginnen. Sie wurde mit Genehmigung der portugiesischen Behörden, jedoch unter Ausschluss der Öffentlichkeit, seit dem Frühjahr 2016 durchgeführt. Vorher war der Begleitkatamaran mit aufwändiger Technik, wie etwa Multibeamsonar für die Erstellung von 3D-Karten des Meeresbodens und einem Schleppsonar mit 2.200 Metern Kabel ausgestattet worden, das hochauflösende akustische Aufnahmen des Meeresbodens bis 1.000 Meter Tiefe machen konnte.
Mit Sonar untersuchten sie den Meeresboden des als Untergangsstelle in Frage kommenden Gebietszwischen den Azoreninseln. Anschließend begannen sie mit Tauchfahrten mit der "Lula 1000". Am 13.9.2016 entdeckten sie das in zwei Teile zerbrochene Boot in 870 Metern Tiefe.
Anhand der Lage und der klar zu erkennenden Baureihe des U-Boots (VII C) konnte es im Anschluss mit großer Sicherheit identifiziert werden. Nach Möglichkeit sollte nun noch die für alle U-Boote typische Zeichnung am Turm freigeblasen werden, um ein vollkommen unverwechselbares Erkennungs-Merkmal zu haben. Die „Lula 1000“ hat eine 14 Zentimeter starke Plexiglas-Kuppel mit einem Durchmesser von 1,40 Meter, die gestochen scharfe Film-Aufnahmen ermöglicht.
Mittels moderner Lichttechnik wollte die Rebikoff-Niggeler-Stiftung, die das Tauchboot finanzierte, nun weitere hochaufgelöste Aufnahmen machen. Aus diesen soll ein 3-D-Modell des Schiffes erstellt werden. Geplant war zudem eine Fernseh-Dokumentation über die Geschichte und den wissenschaftlichen Wert des Bootes.
„U 581“ wurde am 25.9.1940 bei Blohm & Voss, Hamburg, auf Kiel gelegt und am 31.7.1941 unter Kommandant Werner Pfeifer in Dienst gestellt, der sie bis zum Untergang befehligte. Es operierte wie die baugleiche "U 96", der in dem Roman „Das Boot" von Lothar Günther Buchheim ein Denkmal gesetzt wurde, von St. Nazaire aus. Es wurde am 31.7.1941 zum Training der 5. U-Boots-Flottille zugeteilt und diente vom 1.12. 1941 bis zum Untergang in der 7. Flottille.
Das Boot verließ den Kriegshafen von Kiel am 13.12.1941 und lief durch die Nordsee und zwischen den Färöern und den Shetlands hindurch in den Atlantik. Am 24.12.1941 machte es in der U-Boots-Basis in St. Nazaire fest. Am 11.1.1942 ging es erstmals auf Feindfahrt und versenkte wahrscheinlich am 19.1. den bewaffneten britischen Trawler HMS „Rosemonde“, 364 ts, nordöstlich der Azoren.
Am 13.1.1942 lief das Boot im Rahmen des Unternehmens Paukenschlag in Richtung Nordamerika, wurde aber nach einer Woche aus der Operation herausgenommen. In der Nacht vom 1. auf den 2.2.1942 sollte es gemeinsam mit einem anderen deutschen U-Boot den britischen Truppentransporter "Llanggibby Castle" versenken, der von einem Torpedo beschädigt den Hafen Horta auf der Azoreninsel Faial angelaufen hatte, diesen aber spätestens am 2.2. verlassen musste, wollte er nicht interniert werden.
Nachdem in der Nacht vom 31.1. zum 1.2. festgestellt wurde, dass der Dampfer noch im Hafen von Horta lag, legte sich das Boot am Südausgang des Fayal-Kanals an der Grenze der Dreimeilenzone auf die Lauer. „U 402“ ging an den Nordausgang des Kanals. In der Nacht vom 1.02. zum 2.2. erschienen drei britische Zerstörer und eine Korvette, um die "Llanggibby Castle" abzuholen.
Die Zerstörer hatten das U-Boot bald mit ASDIC erfasst, es blieb aber dennoch auf Sehrohrtiefe, um die Beute nicht entwischen zu lassen. Bei Auf- und Abtauchmanövern verbrauchte es einen Großteil der Pressluft. Die Zerstörer blieben stets gestoppt in der Nähe, und der Versuch, sie abzuschütteln, schlug fehl, und abgefeuerter Hecktorpedo lief vorbei, weil der Zerstörer sofort Fahrt aufnahm.
Beim letzten Tieftauchen gab es hinter dem Backbord-Diesel einen Wassereinbruch, der erst nach einiger Zeit zu stoppen war. In kurzer Zeit drangen rund zehn Tonnen Wasser ein. Das Boot wurde stark achterlastig und ließ sich nur mit Höchstfahrt der E-Maschinen, vorderes Tiefenruder hart unten, achteres Tiefenruder hart oben, auf ebenem Kiel halten.
Da keine Pumpen eingesetzt werden konnten, wurde das eingedrungene Wasser mit Pützen und Töpfen von Mann zu Mann in den Bugraum befördert. Als aber der Gleichgewichtszustand dann hergestellt war, kippte das Boot nach vorn über und ging auf 190 Meter Tiefe.
Daraufhin ließ der Kommandant mit dem Rest der Pressluft anblasen. Es kam etwa 100 Meter von dem Zerstörer HMS „Westcott" und etwa 1.000 Meter von der HMS „Croome" entfernt an die Oberfläche, die beide gestoppt lagen. Auf der Brücke des U- Bootes befanden sich nur Kommandant Pfeifer und die drei Wachoffiziere.
Es war noch ziemlich dunkel, so dass sie hofften, sich mit dem tauchunklaren Boot noch davonschleichen zu können. HMS „Croome" begann jedoch sofort zu feuern, und HMS „Westcott" ging auf hohe Fahrt und rammte „U 581“ schräg achtern. Daraufhin befahl der Kommandant: "Schwimmwesten anlegen, alle Mann von Bord", und das Boot zu versenken.
Die Besatzung konnte vollzählig das Boot verlassen, als letzte der Kommandant und der Leitende Ingenieur. HMS „Westcott" lief noch einmal über die Untergangsstelle und warf eine Wasserbombe. „U 581“ ging auf Position 38°24'N-28°30'W verloren.
Die beiden britischen Schiffe setzten je ein Boot aus und übernahmen die Besatzung des Bootes bis auf vier Mann, die vermutlich durch die Wasserbombe ums Leben gekommen waren, und den II. Wachoffizier Leutnant z.S. Sitek, der sich nicht gefangen nehmen lassen wollte. Er erreichte nach mehr als fünf Stunden schwimmend die Insel Pico, wurde von Fischern aus dem Wasser geholt und einige Tage später von einem portugiesischen Zerstörer nach Lissabon gebracht.
Die übrige Besatzung blieb an Bord der beiden Zerstörer, der den Truppentransporter nach Gibraltar eskortierte. „U 581“ hatte eine Verdrängung von 769 Tonnen, war 67,1 Meter lang, 6,2 Meter breit und hatte 4,74 Meter Tiefgang.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter trieb manövrierunfähig vor Boulogne sur Mer
(03.02.17) Am 1.2. um 11.45 Uhr wurde das CROSS Gris-Nez verständigt, dass der holländische Frachter "Patron", 4106 BRZ (IMO-Nr.: 9376464), einen totalen Maschinenblackout in der Verkehrstrennungszone von Pas-de-Calais, westlich von Boulogne-sur-Mer, erlitten hatte. Er war mit einer Ladung Stahl auf der Reise von Taranto nach Antwerpen und trieb in dem verkehrsreichen Seegebiet. Die Crew versuchte, den Schaden so schnell wie möglich zu beheben.
Das CROSS leitete derweil die Schifffahrt an dem Havaristen vorbei und schickte vorsorglich den Notfallschlepper "Abeille Languedoc" aus Boulogne-sur-Mer. Am frühen Nachmittag war die "Patron" weiterhin auf Drift. Die "Abeille Languedoc" ging nun auf Position, um nötigenfalls sofort eingreifen zu können.
Gegen 18 Uhr fand die Frachtercrew endlich die Ursache des Ausfalls heraus und versuchte, das Problem zu beheben. Doch der Versuch, die Maschine anschließend wieder anzufahren, schlug fehl. Daraufhin wurde der Frachter angewiesen, einen Schleppkontrakt anzunehmen, und der Maritime Präfekt ordnete das Anlaufen eines nahen französischen Hafens wegen einer bevorstehenden Wetterverschlechterung an.
Kurz nach 15 Uhr wurde angeschleppt, und am Morgen des 2.2. traf der Konvoi auf der Dyck-Reede vor Dünkirchen ein. Hier übernahmen zwei Hafenschlepper die "Patron", die um 14.30 Uhr an Mole 3 festmachte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter versenkte Schlepper vor Mokpo
(03.02.17) Am 2.2. um 6.30 Uhr kollidierte der südkoreanische Frachter "SK No.1", 3206 tdw (IMO-Nr.: 8848264), mit einem 161-Tonnen-Schlepper rund 1,5 Kilometer vom Leuchtturm Mokpogu entfernt in der Straße von Mokpo Strait. Er war unterwegs von Jeju nach Mokpo. Der Schlepper sank, seine vierköpfige Crew konnte vom Kollisionsgegner gerettet werden. Der Frachter hatte Schäden am Steuerbordbug davongetragen, u.a. ein großes Loch im Wulstbug. Er machte am 3.2. um 7.50 Uhr im Yongdang-Hafen von Mokpo fest. Das 1991 erbaut und 70 Meter lange Schiff läuft im Management der Kum-Young Industry Co. Ltd.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandeter Kutter nach Bergung mit Crew gesunken
(03.02.17) Am 1.2. wurde das CROSS Gris-Nez informiert, dass der 10 Meter lange, französische Kutter "Copernic - CN.666744", 8,35 BRZ (MMSI-Nr.:227635380), ohne Crew beim Walde-Leuchtturm am Strand von Hemmes de Marck auf Grund gelaufen war. Der Eigner informierte das CROSS, dass das Boot am Vortag auf Grund gelaufen und an diesem Nachmittag mit der Flut wieder flottgemacht werden solle und er keine Hilfe benötige.
Um 20:40 Uhr wurde das CROSS Gris-Nez von einem Angehörigen verständigt, dass es seit 15:40 Uhr keinen Kontakt mehr zu dem 80-jährigen Eigner und einem anderen Famitlienmitglied im Alter von 55 Jahren gäbe. Das CROSS forderte die Polizei an, die Recherchen in Calais anstellen sollte. Die Feuerwehr suchte den Strand von Hemmes de Marck ab. Der Ort des letzten Anrufs wurde zurückverfolgt und daraufhin ein Auto gefunden und festgestellt, dass sich der Kutter nicht an seinem Liegeplatz in Calais befand. Um 22.40 Uhr wurde ein Dauphin-Helikopter der Marinebasis in Le Touquet beauftragt, die Küstenlinie zwischen Gravelines und Calais abzusuchen.
Die Fähren in dem Seegebiet wurden um verschärften Ausguck gebeten und die Suche auf das Seegebiet ausgeweitet. Während der Nacht wurde auch das Patroullienboot „Plouvier“ der Marine, das sich in der Nähe befand, eingebunden, ebenso das Rettungsboot „Notre Dame de Risban“ der SNSM-Station Calais. Ein belgischer NH90-Helikopter der Base in Koksijde löste den Dauphin am Abend ab.
Am Morgen des 2.2. wurden die Suchkräfte durch einen Hubschrauber der britischen Coast Guard sowie eine Falcon 50 der französischen Marine verstärkt. Es wurde entschieden, die Seeüberwachung von Scarpe in Boulogne-sur-Mer einnzubinden. Die SNSM-Boote aus Dünkirchen und Gravelines liefen zur Suche, die durch das CROSS koordiniert wurde, aus.
Um 12:45 Uhr fand ein Boot der SNSM-Station in Calais eine Bojem die von der „Copernic“ herrühren konnte, eine Meile vor der Küste. Das CROSS Gris-Nez beauftragte Taucher der “Pluvier”, dort nach einem Wrack zu suchen. Tatsächlich lag dort ein Schiff auf Grund. Wegen schlechter Sicht und starker Strömung konnten sie es aber nicht identifizieren.
Um 17.20 Uhr stiegen sie erneut ab und fanden tatsächlich die "Copernic" auf dem Meeresgrund. Von der Crew fehlte jede Spur. Die Staatsanwaltschaft in Boulogne-sur-Mer leitete eine Untersuchung ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sieben Schiffbrüchige vor Grat Inagua gerettet
(03.02.17) Die US Coast Guard rettete am 1.2. sieben Personen von der 180 Fuß langen Fähre “Trois Rivieres”, die 46 Meilen westlich von Great Inagua, Bahamas, um 5:20 Uhr Wassereinbruch erlitten hatte. Das Patroullienboot „Confidence” sowie ein MH-60 Jayhawk-Helikopter der Station Clearwater wurden alarmiert. Der Hubschrauber traf um 7:19 Uhr ab und setzte einen Rettungsschwimmer mit einer Lenzpumpe ab.
Diese konnte jedoch den Wassereinbruch nicht unter Kontrolle bringen, und es wurde entschieden, das Schiff aufzugeben. Der Hubschrauber barg alle Personen vom Havaristen ab und flog sie zur Royal Bahamas Defense Force in Great Iguana.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht in Saarburg geborgen
(03.02.17) Die am Abend des 31.1. im Saarburger Hafen gesunkene Motoryacht „Freya“ wurde am 2.2. gehoben. Am Morgen traf ein niederländisches Bergungsteam im Hafen ein. Die Spezialisten gingen mit Neoprenanzügen an Bord des halb unter Wasser liegenden Schiffes und dichteten es mit Holzplatten ab. Anschließend wurde die „Freya“ mit drei Pumpen gelenzt, damit sie wieder Auftrieb bekam. Das THW aus Saarburg unterstützte den Einsatz und stellte die Stromversorgung sicher. Nach einer Stunde kam das Boot nach oben und wurde das Boot zur anderen Hafenseite gezogen.
Ein Kranunternehmen aus Trier brachte einen 80-Tonnen-Kran in Stellung. Die Hebung dauerte bis in die Abendstunden. Das THW leuchtete die Einsatzstelle aus. Schließlich wurde das Boot auf einen Tieflader gesetzt und zu einer holländischen Werft abtransportiert. Der Sachschaden lag bei mehreren 10.000 Euro.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ausgebrannter Tanker wird zur Reparatur nach Istanbul geschleppt
(03.02.17) Der mexikanische Tanker "Burgos", 25400 BRZ (IMO-Nr.:9289154), verließ am 2.2. um 15 Uhr den Maritime Terminal in Pajaritos, um zu einer Reparaturwerft in Istanbul gebracht zu werden. Das Schiff war im September 2016 von einem Feuer schwer beschädigt und Anfang Oktober nach Coatzacoalcos eingeschleppt worden. Hier lag es fast drei Monate an Dock 5 der Petróleos Mexicanos (Pemex), wo es entladen, gereinigt und nach allen internationalen Sicherheitsstandards auf die Verschleppung vorbereitet wurde.
Nun wurde es von dem unter Vanuatu-Flagge laufenden Offshore-Schlepper "Resolve Earl" (IMO-Nr.: 8516964) , den die Versicherung des Tankers unter Vertrag genommen hatte, auf den Haken genommen. Beim Auslaufmanöver assistierten vier Hafenschlepper. Die „Burgos“ soll voraussichtlich am 20.4. in Istanbul eintreffen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ölbekämpfung bei Chennai dauert an
(03.02.17) Die Arbeiten zur Reinigung der ölverschmutzten Küste bei Chennai nach der Kollision der “BW Maple” und der “Dwan Kanchipuram” dauerte am 2.2. den fünften Tag an. Inzwischen wurden deutliche Fortschritte gemacht und keine Ölflecken mehr auf See zwischen Ennore und Mahabalipuram gesichtet. Mehr als 1.000 freiwillige Helfer und Einsatzkräfte der Coast Guard und des Pollution Control Board haben in der Zeit 21 Tonnen Ölschlamm und 17 Tonnen kontaminierten Sand entfernt, die sich an Küstenabschnitten von Ennore, Marina und Elliots befanden. Insgesamt wurden 61 Tonnen Ölschlamm und 44 Tonnen Öl-Sand-Gemisch eingesammelt.
Das indische Patroullienboot “Varad” überwachte mit seinem Hubschrauber die ganze Zeit die Ausbreitung des Öls aus der Luft. Auch Personal der Tamil Nadu Police Coastal Security Group, der Feuerwehr und Angehörige von NGOs waren im Einsatz. Rund 20 Tonnen Öl galt es noch zu beseitigen.
Inzwischen gab es scharfe Kritik an dem zögerlichen Umgang mit der Ölverschmutzung. So sei die schwer beschädigte „Dawn Kanchipuram“, die mit Schmieröl beladen nach Ennore unterwegs war, tagelang nicht in den Hafen gelassen worden und das Ausmaß der Verschmutzung heruntergespielt worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suchkräfte fanden Rettungsweste bei Sabah
(03.02.17) Sucheinheiten haben am 1. und 2.2. zwei Rettungswesten unweit der Stelle im Meer gefunden, an der die meisten der 20 Überlebenden des Katamaranunglücks bei Sabah gerettet wurden. Sie trieben 30 Meilen von der Unglücksstelle entfernt in der Nähe der Semarang Offshore-Ölplattform, wo sie die „Berami“ der Malaysian Maritime Enforcement Agency (MMEA) entdeckte. Sie konnten aber nicht eindeutig sagen, ob sie von dem gesunkenen Schiff stammten.
Nachdem die „Berani“ am 2.2. gegen Mitternacht ins 84 Meilen entfernte Kota Kanabalu zurückgekehrt war, wurden sie der Polizei zur Untersuchung übergeben. Außerdem hatte sie eine weiße Boje in dem Unglücksgebiet gefunden. Die ruhige See hatte die Funde möglich gemacht.
Am Nachmittag sollte das Schiff auf See zurückkehren und die Suche nach den weiterhin fünf vermissten chinesischen Touristen und einem malaysischen Crewmitglied fortsetzen. Das Suchgebiet wurde von 3.900 auf 2990 Quadratmeilen reduziert. 21 Schiffe und Flugzeuge waren südwestlich von Sabah, Brunei und dem nördlichen Sarawak im Einsatz.
Als der Katamaran am 28.1. von der Tanjung-Aru-Mole kommend auf der Fahrt nach Pulau Mengalum zerbrach und sank, waren 31 Personen an Bord, darunter 28 chinesische Fahrgäste. 20 von ihnen waren nach 30 Stunden im Meer lebend gefunden worden, drei weitere starben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergungsaktion für Class Action
(03.02.17) Die Anwohner von McGirts Boulevard in Ortega werden nicht mehr lange das Wrack der 51 Fuß langen „Class Action“ vor Augen haben, die dort seit Juni 2016 in flachem Wasser gesunken auf Grund lag. Nur die Aufbauten ragten noch aus dem Ortega River.
Der Waterways Coordinator der City of Jacksonville sucht derzeit nach Wegen, die Bergung zu finanzieren. Danach sollte es eine Ausschreibung geben und das Wrack gehoben und zum Abwracken abtransportiert werden. Die Florida Fish and Wildlife Conservation Commission (FWC) wollte dazu 12,000 Dollar, rund 75 Prozent, der Gesamtkosten, beisteuern, die Stadt musste die restlichen 4.000 Dollar finanzieren. Der Waterways Coordinator hat in seiner 17-jährigen Amtszeit bislang an die 35 aufgegebene Schiffe beseitigen lassen.
Eignern solcher Fahrzeuge droht eine Haftstrafe von bis zu fünf Jahren oder eine Strafe von 5.000 Dollar zuzüglich der Beseitigungskosten. Die “Class Action” lag seit 2014 auf dem Ortega River und ankerte zwischen dem Roosevelt Boulevard und den Ortega River-Brücken. Beim Auslaufen im Juni 2016 kam es zu einem Wassereinbruch. Lenzversuche scheiterten, das Boot sank und verblieb seither an der Untergangsstelle.
Quelle:Tim Schwabedissen



Blekinge-Wrack soll Zeugnis von Schiffbau im Großen Nordischen Krieg ablegen
(03.02.17) Das jetzt von Marinearchäologen entdeckte Wrack der “Blekinge” im Marinehafen von Karlskrona könnte so etwas wie die zweite „Wasa“ von Schweden werden. Das Schiff diente im späten 17. Jahrhundert im Kampf gegen Dänemark und Russland. Sie wurde in der Folge des Krieges zwischen Dänemark und Schweden von 1675 bis 1679 von König Karl XI in Auftrag gegeben, der bei künftigen Konflikten eine Marinebasis im südlichen Schweden unweit der dänischen Grenze haben wollte.
Der dazu eingerichtete Hafen von Karlskrona wurde einer der größten je gebauten und ist bis heute in Betrieb. Der Taucher Jim Hansson war im Auftrag des schwedischen Nationalen Maritimen Museums mit seinem Archäologenteam dort auf der Suche nach der „Blekinge“ und wurde am 21.12.2016 vor dem Hafen nach Hinweisen durch die Marine fündig. Auch historische Konstruktionspläne des Hafens hatten zum Fund beigetragen.
Die „Blekinge” war 1682 das erste auf der Werft in Karlskrona erbaute Schiff und wurde ein Teil der Flotte im Krieg gegen Dänemark und Russland Anfang des 18. Jahrhunderts, der zum Niedergang des schwedischen Reichs und dem Aufstieg Russlands zu einer dominanten Macht der Region führte. Sie war 45 Meter lang und war mit bis zu 70 Kanonen ausgestattet. Damit ähnelte sie der 1628 gesunkenen „Wasa“, die 1961 in Stockholm geborgen wurde und dort heute ausgestellt ist.
Wahrscheinlich sank sie im Jahr 1713, unklar war derzeit aber noch, ob dies durch eine Havarie oder mit Absicht geschah. Zu der Zeit war die wirtschaftliche Lage von Schweden schlecht. Die Bauten in Karlskrona mussten gestoppt werden.
Möglicherweise wurde die „Blekinge“ absichtlich versenkt, und ihre Kanonen sollten weiter auf einer Art Barge eingesetzt werden, um Karlskrona zu verteidigen. Die Untersuchungen des Wracks stehen noch am Anfang.
Das Schiff ist, anders als die „Wasa“, wohl auch nicht vollständig intakt, doch die Archäologen hofften, durch Punktgrabungen das Deck, das unter Sedimentschichten begraben ist, zu erreichen und die Schiffsstruktur jener Tage analysieren zu können. Aktuell ragten nur wenige Teile aus dem schützenden Schlamm empor.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff kollidierte mit Brücke in Hamburg
(03.02.17) Das 85 Meter lange, deutsche Binnenschiff „Lesath“, 1483 ts (EU-Nr.: 04027240), kollidierte am Abend des 2.2. gegen 20 Uhr mit der mittleren Sektion der Kattwykbrücke über der Süderelbe in Hamburg-Moorburg. Das Dach des Ruderhauses wurde dabei beschädigt und der 70 Jahre alte Schiffsführer am Kopf verletzt. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht.
Warum das Schiff gegen die Brücke stieß, war zunächst unklar. Gegen den Schiffsführer wurde ein Verfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Schiffsverkehr eingeleitet. Die mit Kohle beladene „Lesath“ erhielt ein Weiterfahrverbot und machte in Finkenriek fest, die Kattwykbrücke blieb bei der Kollision unbeschädigt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bugschaden am Frachter "Meridian"
(Bild: Rico Voss)   Großbild klick!

Schwerer Kollisionsschaden nach zwei Monaten repariert
(02.02.17) Der deutsche Frachter "Meridian", 1251 BRZ (IMO-Nr.: 7002605), verließ am 27.1. die Heise-Werft im Fischereihafen von Bremerhaven. Hier hatte er seit dem 8.12. zur Reparatur eines Kollisionsschadens gelegen.
Nach einem Ruderschadens war er 24.11.2016 auf der Reise nach Oldenburg an der Bremerhavener Stromkaje mit einem Dalben, einem Betonpfeiler und einer Leiter kollidiert. Nach einer Inspektion durch die Wasserschutzpolizei durfte das Schiff, dessen Bug an Backbordseite oberhalb der Wasserlinie aufgerissen worden war, seine Reise zunächst fortsetzen.
Danach ging es zur Reparatur der erheblichen Schäden am Rumpf nach Bremerhaven. Am 27.1. machte das wiederhergestellte Schiff um 14.20 Uhr in Hamburg als erstem Ladehafen fest. Am 28.1. lief es um 17.30 Uhr nach Landskrona wieder aus.
Die „Meridian” entstand 1969 bei der Martin Jansen GmbH & Co. KG Schiffswerft und Maschinenfabrik in Leer als „Castor“. Von 1998 bis 2007 lief sie als „Kaja H“. Sie ist 68,8 Meter lang, 10,8 Meter breit, hat 5,6 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 1.404 Tonnen. Sie läuft für die Reederei Timo Janßen in Wittmund.
Quelle:Tim Schwabedissen



Marmarameer: Frachter mit Schlagseite vor Istanbul
(02.02.17) Am 1.2. um 10:20 Uhr wurde festgestellt, dass der kambodschanische Frachter "Tallas", 745 BRZ (IMO-Nr.: 7364546), eine Backbordschlagseite von 15 Grad entwickelt hatte. Das Schiff lag auf der Reede von Zeytinburnu vor Istanbul vor Anker. Das letzte AIS-Signal des Schiffes datierte vom April 2016. Das türkische Rettungsboot "Kiyi Emniyeti 4" wurde zu dem Havaristen geschickt, der über Funk nicht erreichbar war. Es stellte sich heraus, dass sich keine Crew an Bord befand. Die Seenotretter untersuchten das Schiff, ehe der Schlepper "Kurtarma 7" zu Hilfe kam. Die Schlagseite wurde ausgeglichen, und um 16 Uhr war der Auflieger wieder stabil und gesichert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier "Gadwall" (Bild: Walter Vercruyzen)   Großbild klick!

Frachter drei Monate nach Ruderverlust nach Vlissingen geschleppt
(02.02.17) Der unter Hongkong-Flagge laufende Bulkcarrier "Gadwall", 22790 BRZ (IMO-Nr.: 9358369), traf am 27.1. um 20.30 Uhr im Schlepp in Ghent ein. Nachdem er dort seine Ladung gelöscht hatte, wurde er am 31.1. um 12.30 Uhr von den Schleppern "Union 5", "Terneuzen", "Union Emerald" und "Union Ruby" über Terneuzen nach Vlissingen verholt. Hier machte er um 17.40 Uhr beim Damen Shiprepair Yard fest, um repariert zu werden.
Schlepper bei der Arbeit
(Bild: Walter Vercruyzen)   Großbild klick!
Er hatte im Nordatlantik südlich von Santa Maria Island am 29.10.2016 sein Ruder verloren, als er von Quebec nach Ghent unterwegs war, und wurde zunächst vom Schlepper "Ocean Artique" (IMO-Nr.: 9261607) am 1.11. auf den Haken genommen. Bei den Sept Isles wurde er am 2.11. von dem Schlepper "Ocean Yvan Desgagnes" (IMO-Nr.: 9542207) übernommen. Die Schlepper "Smit Nicobar" (IMO-Nr.: 9322592) und "Centaurus" (IMO-Nr.: 9433755) wurden dann beauftragt, den Frachter vom St. Lawrence-Golf nach Belgien zu bringen.
Rund fünf Jahre zuvor, am 28.11.2011 war die „Gadwall” mit dem unter Bahamas-Flagge laufenden Frachter „Cec Faith“ (IMO-Nr. 9358369) kollidiert, der an Liegeplatz 32 im Großen Hafen von St. Petersburg am Kai lag. Der Unfall ereignete sich, als die “Gadwall” mit Lotsenassistenz durch den Zufahrtskanal hereinkam. Dabei wurden Deck und Schanzkleid des Hafenliegers beschädigt.
Die „Gadwall“ ist 199,9 Meter lang, 23,84 Meter breit, hat 10,75 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 37.249 Tonnen. Sie läuft für die Gadwall Shipping Inc. in Hongkong und wurde 2007 bei der Tianjin Xingang Shipbuilding Heave Industry Co. Ltd. erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Taucher an der USS „Kittiwake“
(Bild: Divetech)   Großbild klick!

Ruderhaus von künstlichem Riff entfernt
(02.02.17) Sporttaucher haben in den vergangenen Tagen Trümmerteile vom Wrack des ehemaligen U-Boots-Rettungsschiffs USS „Kittiwake“, 1780 ts, geborgen, nachdem ein Sturm das Ruderhaus des beliebten Tauchwracks zerstört hatte. Freiwillige Helfer von Divetech nutzten Hebesäcke, um die losgerissenen Paneele an die Wasseroberfläche zu bringen. Sie waren von der Cayman Islands Tourism Authority über den Schaden informiert worden.
Es dauerte rund fünf Stunden, die zerbrochenen Teile des Ruderhauses zu entfernen. Das Dach und die Wände waren abgerissen und in der Umgebung verstreut worden. Sie mussten deshalb entfernt werden, weil sie eine Gefahr für Taucher hätten darstellen oder auf das Riff gespült werden können. Acht große Paneele wurden an die Wasseroberfläche gebracht.
Eines von ihnen war zu groß, um an Bord des zur Bergung eingesetzten Bootes gebracht zu werden und musste ans Ufer geschleppt werden. Die Qualität des Wracks als Tauchziel wurde durch die Bergung nicht beeinträchtigt. Die 76 Meter lange „Kittiwake“ war am 30.9.1994 außer Dienst gestellt und am 5.1.20011 vor Seven Mile Beach, Grand Cayman, auf 19.5 Metern Wassertiefe versenkt worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuerwehr mit Tauchpumpen
(Bild: Ulrich Behmann)   Großbild klick!

Ehemalige Kornschute in Hameln gesunken
(02.02.17) Im Hamelner Schutzhafen schlug am 31.1. ein 28 Meter langes und 30 Tonnen schweres Hausboot leck und sank. Das Heck lag bereits auf dem Grund des Hafenbeckens, als die beiden Bergungsgruppen des Technischen Hilfswerks (THW) mit 20 Einsatzkräften den Einsatzort am gegen 16 Uhr erreichten. Die 80 Jahre alte, ehemalige Kornschute drohte komplett zu versinken.
Mittels mehrerer Tauchpumpen mit einer Förderleistung von 2.000 l/min wurden in mehrstündiger Arbeit etwa 60 Tonnen Wasser aus dem überfluteten Schiffinnern nach außen befördert. Da sich der Wassereinbruch auch mit umfangreichen Mitteln nicht gänzlich stoppen ließ, wurde der Einsatz in den Abendstunden abgebrochen. Die Helfer waren auf mehrere undichte Stellen gestoßen, und ein Loch im Rumpf war so groß, dass es nicht mehr abgedichtet werden konnte.
Die weitere Vorgehensweise sollte nun mit den zuständigen Behörden besprochen und geklärt werden. Die Schute lag nun halbversunken im Schutzhafen, und die Hafenbehörde der Stadt Hameln bereitete die Bergung vor. Dafür wurde nach nach Bergungs- und Abbruchunternehmen, aber auch nach Schrotthändlern gesucht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker trieb vor Ons-Inseln
(02.02.17) Auf der Reise von Las Palmas nach Litauen erlitt der unter Marshall Islands-Flagge laufende Tanker "Alsterstern", 17034 BRZ (IMO-Nr.: 9053220), am 1.2. um 16.30 Uhr 70 Meilen vor den Ons-Inseln Maschinenschaden. Der Schlepper "Don Inda" (IMO-Nr.: 9338010) von Sasemar wurde aus Corcubión von Salvamento Maritomo zur Assistenz gerufen.
Aus El Ferrol stieß der Offshore-Schlepper "Ría de Vigo" (IMO-Nr.: 8311417) hinzu und nahm den in der See treibenden Havaristen bei stürmischem Wetter und schwerem Regenfall mit seiner 22-köpfigen Crew an Bord in Richtung Vigo in Schlepp. Hier sollte der Konvoi gegen Mittag des 2.2. eintreffen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wassertaxi vor Nes mit Bagger kollidiert
(02.02.17) Am 31.1. gegen sieben Uhr kollidierte das 13 Meter lange, holländische Wassertaxi “Vigilant" (MMSI-Nr.: 244790147) der Veltman Marine Services mit dem holländischen Baggerschiff "Nova Venture", 908 ts (ENI-Nr.: 02011928) vor Nes. Die "Vigilant" war auf dem Weg von Holwerd nach Nes, um dort Beschäftigte des Ferienresorts Klein Vaarwater abzusetzen. Der Skipper konnte durch eine rasche Reaktion das Schlimmste verhindern, indem er in einem Manöver des letzten Augenblicks noch abdrehte, um einen Frontalzusammenstoß zu verhindern.
Vorherige Versuche, den Bagger auf seinem Kollisionskurs über Funk zu erreichen, waren fehlgeschlagen. Beim Aufprall wurde der Aluminiumrumpf an Backbordseite im Vorschiffsbereich eingedrückt und aufgerissen. Das Versetzboot hatte 11 Fahrgäste an Bord, von denen einige leicht verletzt wurden.
Es gelang dem Skipper, es mit eigener Kraft zurück zum Fähranleger in Nes zu bekommen. Von dort wurden zwei der Fahrgäste ins Krankenhaus in Leeuwarden gebracht, ein 25-jähriger Mann aus Engelum und ein 41-jähriger aus Tytsjerk. Sie wurden inzwischen wieder entlassen. Die "Vigilant" ging zur Reparatur der schweren Schäden in eine Werft in Harlingen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fregatte wohl von Sprengstoffboot beschädigt
(02.02.17) Die Attacke auf die saudi-arabische Fregatte er "Al Madinah"-Klasse wurde offenbar durch ein mit Sprengstoff beladenes Boot der schiitischen Houthi-Rebellen vor der Küstenstadt Hodeida angegriffen und beschädigt. Sie war zuvor in Angriffe auf jemenitische Städte verwickelt gewesen. Am Heck der Fregatte hatte sich eine mächtige Explosion ereignet, auf die starke Rauchentwicklung folgte.
Der Angriff wurde anders als behauptet nicht von einer Rakete, sondern von drei Selbstmordbooten vorgetragen, von denen zwei abgewehrt werden konnten. Ein Boot stieß mit dem Heck der Fregatte zusammen und flog in die Luft. Welches der gesamt vier Schiffe der Al-Madinah-Klasse der saudischen Flotte getroffen wurde, war unbekannt.
Die vier Fregatten mit einer Verdrängung von 2610 Tonnen waren in den 1980ern in Frankreich erbaut und sind mit je acht Seezielraketen des italienischen Typs "Otomat", einem "Crotale"-Luftabwehrraketenstarter, einer Kanone vom Kaliber 100 Millimeter, zwei 40-mm-Maschinenkanonen, vier Torpedorohren und einem Hubschrauber bewaffnet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlafender Kapitän setzte Fahrgastschiff aufs Ufer
(02.02.17) Die „Genève“ der Compagnie Générale de Navigation lief in der Nacht zum 1.2. in eine Ufermauer von Ouchy nahe des Olympischen Museums. Das Schiff hatte gerade seine letzte Fahrt von Thonon nach Ouchy absolviert. An Bord waren zwei Passagiere sowie zwei Crewmitglieder. Der Kapitän gab an, dass er für eine kurze Zeit eingenickt sei.
Trotz eines Ausweichmanövers lief das Schiff aufs Ufer und konnte sich nicht mehr selbst befreien. Bis am frühen Morgen arbeiteten die alarmierten Einsatzkräfte daran, dass Boot wieder flottzumachen. Die Polizei von Lausanne, die Seebrigade und andere Einheiten waren mit mehreren Fahrzeugen vor Ort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Schleppboot vor Rystraumen
(02.02.17) Der unter Färöer-Flagge laufende Frachter “Kvitnos”, 9132 BRZ (IMO-Nr.: 9642576) kam am 1.2. um 21.20 Uhr einem rund 12 Meter langen Schleppboot zu Hilfe, das vor Rystraumen in Tromsø.in Brand geraten war. Der Skipper setzte einen Notruf ab, nachdem er das Feuer im Maschinenraum festgestellt hatte. Das MRCC schickte das Rettungsboot “Rescue Gideon” und alarmierte die Feuerwehr in Tromsø.
Während die Retter noch zum Unglücksort unterwegs waren, setzte der Skipper sein Boot bei Larseng auf Grund und flüchtete an Land. Der Frachter leuchtete die Szenerie aus. Um 23.20 Uhr schleppte die “Rescue Gideon” den Havaristen nach Tromsø. Die „Kvitnos“ machte am 2.2. in Lødingen fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ausgebrannte Luxusyacht liegt weiter am Sangava-Strand
(02.02.17) Der ausgebrannte Katamaran „Infinity“ lag 11 Tage nach dem Feuer, der ihn am 20.1. zerstörte, weiter auf dem Sangava-Strand von Guarujá. Die vom Feuer verschonten Bereiche wurden inzwischen geplündert. Von der São Paulo Ports Authority (CPSP) gab es bislang keine Fristsetzung zur Räumung des Wracks.
Der Eigner präsentierte am 31.1. einen Bergungsplan, der von der Marine genehmigt werden muss. Er ist verantwortlich für die Kosten und Logistik einer solchen Operation. Grundsätzlich muss ein solcher Plan binnen fünf Tagen vorliegen. Der 25 Meter lange Rumpf ist inzwischen teilweise bereits versandet, andere Teile liegen unter Wasser.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht landete auf Siesta Key Beach
(02.02.17) Auf der Fahrt nach St. Petersburg strandete die 30 Fuß lange Segelyacht „Anthem“ am 29.1. auf dem Siesta Key Beach Der Skipper war auf dem Heimweg im Golf von Mexiko, als das Navigationssystem ausfiel und sein Boot über eine Sandbank trieb und auf dem Strand landete. Die Berger von Sea Tow warteten nun auf ausreichend hohen Wasserstand für einen erfolgsversprechenden Bergungsversuch.
Quelle:Tim Schwabedissen



Brand in Marina (Bild: Phil Gomez)   Großbild klick!

Feuer zerstört mehrere Sportboote in Santa Cruz
(01.02.17) Am 31.1. gegen sechs Uhr brach im oberen Santa Cruz Yacht Harbor (Kalifornien) ein Brand aus. Drei 30 Fuß lange Yachten – ein Segelboot und zwei Powerboote - standen nahe des U Dock in Flammen. Die brennenden Fiberglas-Boote entwickelten eine extreme Hitze, die weitere Teile der Marina gefährdete.
Es kam zu mehreren Explosionen von Gasflaschen an Bord. Ein viertes Boot, auf das die Flammen übergriffen, sank im Hafen. Obwohl die von einem auf einem Boot schlafenden Mann alarmierte Feuerwehr der Santa Cruz Fire and Central Fire den Brand bereits nach 25 Minuten unter Kontrolle bringen und andere Schiffe rechtzeitig in Sicherheit bringen konnte, entstand ein Schaden von rund 500,000 Dollar. Gemeinsam mit der Coastguard und der Fish and Wildlife and County Environmental Health wurden letzte Brandnester nach Tagesanbruch ausfindig gemacht und abgelöscht.
Eine Person wurde zeitweilig vermisst, dann aber an ihrem Arbeitsplatz ausfindig gemacht. Ein Mann, der auf einem Boot geschlafen hatte, musste sich mit einem Beiboot retten, da das Feuer ihm den Weg zum Land abgeschnitten hatte. Im Hafen lagen insgesamt 1,200 Boote im Wasser und weitere 275 an Land. Die Harbor Patrol und das Santa Cruz Police Department nahmen Ermittlungen zur Brandursache auf. Das Feuer war auf einem der ausgebrannten Speedboote entstanden. Das State Fish & Wildlife Department prüfte derweil, ob Öl ins Wasser ausgelaufen war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter "Atlantic Osprey - G 274" (Bild: RNLI)   Großbild klick!

Kutter einen Tag nach Strandung auseinander gebrochen
(01.02.17) Der irische Kutter "Atlantic Osprey - G 274", 25 BRZ (MMSI-Nr.: 250003132), der am 30.1. vor Balbriggan, Dublin, strandete, ist einen Tag später auseinandergebrochen. Ein Bergungsteam versuchte, so viele Trümmer wie möglich auf See einzusammeln, ehe sie an der Küste anspülten. Das Schiff war leckgeschlagen, als es auf Felsen südlich von Balbriggan gelaufen war.
Die RNLI wurde um 5.15 Uhr von der fünfköpfigen Crew alarmiert. Das Boot aus Skerries sowie das aus Howth und der Rettungshubschrauber Rescue 116 aus Dublin kamen ebenso zu Hilfe wie die Skerries Coast Guard. Vor Ort waren 3-4 Beaufort Wind. Das Boot aus Skerries versuchte vergeblich, den Havaristen abzuschleppen. Dann nahm es dessen Crew an Bord und setzte sie auf das Seeboot aus Howth über. Mit zwei Pumpen der Rettungsboote aus Clogherhead und Howth und einer dritten vom Helikopter wurde versucht, gegen das eindringende Wasser anzukommen, doch vergebens - um kurz nach acht Uhr sank der Kutter. Die Fischer wurden um 8.25 Uhr in Skerries an Land gebracht.
Das nun eingesetzte Bergungsteam sollte im Auftrag der Versicherung und des Kuttereigners am 2.2. das, was vom Schiff noch übrig war, entfernen. Auch sollte alles Treibgut von der Küste geräumt werden. Ein dünner Dieselfilm, der noch am 30.1. wahrnehmbar gewesen war, verdunstete über Nacht.
Das Fingal County Council’s Oil Pollution Response Team mit Personal des Operations, Environment and Corporate Affairs Departments überwachte die Situation weiter gemeinsam mit der Irish Coast Guard. Ölbekämpfungsgerät wurde im Hafen von Balbriggan einsatzklar gemacht.
Das 11,59 Meter lange Fiberglas-Schiff wurde 1989 in Peenrey als „Our Danielle“ mit Heimathafen Northshields erbaut und lief später als „Osprey“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Taucher wird geborgen (Bild: USCG)   Großbild klick!

Küstenwache rettete verloren gegangenen Taucher nach Bootsunglück
(01.02.17) Die US Coast Guard rettete am 31.1. einen Taucher, der sein Schiff nach Wassereinbruch eine Meile östlich der Dania Beach Pier hatte aufgeben müssen. Um 12:23 Uhr war die Coast Guard Station Fort Lauderdale vom Broward County Sheriff's Office über den Seenotfall informiert worden. Ein 45-Fuß-Boot lief aus, und ein Boot von TowBoat U.S., das um 12:34 Uhr vor Ort eintraf, fand ein 23 Fuß langes Centerkonsolenboot mit Wassereinbruch vor.
Es war im Heckbereich zu schwer beladen geladen gewesen und hatte zu tief im Wasser gelegen. An Bord hatten sich vier Personen befunden, die auf einer Tauchfahrt waren. Drei mussten ins Wasser springen, doch einer von ihnen ging verloren.
Das Boot der Station Fort Lauderdale konnte ihn lokalisieren und an Bord nahmen. Alle vier Geretteten wurden an der 15th St. Pier abgesetzt und medizinisch gecheckt. Ihr Boot konnte ausgepumpt und abgeschleppt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bugsierboot sank in Kelowna – Skipper ertrank
(01.02.17) Am Abend des 30.1. sank um 9.21 Uhr ein Bugsierboot an der Tolko-Sägemühle in Kelowna. Die RCMP wurde von Arbeitern der Tolko Industries alarmiert, nachdem das Schiff nahe des Manhattan Point vor der Ostküste des Okanagan Lake untergegangen war. Das Kelowna Fire Department leitete eine Suchaktion nach dem Skipper ein. Auch die Central Okanagan Search and Rescue war vor Ort.
Mithilfe eines anderen Schiffes der Tolko Industries wurde eine Unterwasserkamera abgesenkt, das den vermissten Skipper im Fahrstand entdeckte. Am Morgen des 31.1. konnte das RCMP Southeast District Underwater Recovery Team die Leiche von Ivor Lundin, einem erfahrenen Skipper, bergen. Neben der RCMP beteiligte sich auch WorkSafeBC an der Untersuchung. Die Kelowna Plant wurde nach dem Unfall geschlossen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ausgebrannte Yacht wurde künstliches Riff
(01.02.17) Am 31.1. war es soweit – das erkennbar vom Feuer verwüstete Wrack der ehemals stolzen 15-Meter-Yacht „Regina Maris“ wurde in Alphen am Rhein von einer Werft kommend vom Schleper „Jason“ zu seiner Versenkungsposition in Zegerplas bugsiert. Dort warteten bereits Boote der Rettungsbrigade, während letzte Vorbereitungen durchgeführt wurden. Begleitet von etlichen Signalhörnen anderer Boote verschwand die Yacht gegen Mittag auf ebenem Kiel abtauchend binnen weniger Augenblicke unter der Wasseroberfläche und kam in 15 Metern Tiefe zu liegen.
Sie war in Maasbraacht vom Holländer Edward Onderstal gekauft worden. Er wollte mit ihr erst nach Norwegen und dann ins Mittelmeer fahren. Doch auf der Rückfahrt in den Hafen fing sie Feuer und war nicht mehr reparaturwürdig. Nun ist sie ein künstliches Riff in Zegersloot. Auch für den einstigen Eigner und Spender Edward Onderstal war dies ein versöhnliches Ende seines persönlichen Unglücks.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf verlassenem Frachter
(01.02.17) Der kambodschanische Frachter "Yeruslan", 1232 BRZ (IMO-Nr.: 8867387), geriet auf der Reede von Wladiwostok in der Amur-Bucht am 31.1. in Brand. Es befand sich seit Herbst 2016 keine Crew mehr an Bord. Das Schiff war von der Staatsanwaltschaft in Primorsk wegen ausstehender Heuern für 16 Mann in einer Höhe von 274,290 Dollar in die Kette gelegt worden. Rettungsschiffe machten sich zur Brandbekämpfung bereit.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ölveschmutzung nach Kollison bei Chennai gröer als zunächst angegeben
(01.02.17) Die Ölverschmutzung nach der Kollision der Tanker “BW Maple” und “Dawn Kanchipuram” vor Kamarajar nahe Chennai war offenbar deutliche größer als bisher angenommen. Bis zu 40 Tonnen könnten aus dem beschädigten, indischen Tanker ausgelaufen sein, und Fischer berichteten von größeren Ölflächen in der See.
Auch wurden tote Vögel und Schildkröten entdeckt. Am 31.1. wurden zusätzliche vom Darya Ship Management beauftragte Einsatzkräfte aus Delhi für die Reinigung erwartet. Zwei Pumpen, die die Coast Guard nutzte, fielen derweil aus. Coast Guard und TNPCB hatten gehofft, die Kontamination schon am 30.1. erfolgreich beseitigt zu haben, doch das dicke schwarze Öl breitete sich stattdessen weiter aus. Der Coast Guard fehlte die technische Expertise zum Umgang mit der Lage.
Quelle:Tim Schwabedissen



US-Kreuzer lief in der Bucht von Tokio auf Grund
(01.02.17) Der US-Kreuzer “Antietam – CG 54”, 9800 ts, lief am 30.1. bei Tokio auf Grund und beschädigte sich die Propeller. Das Unglück ereignete sich beim Versuch, die Anker zu lichten, nachdem das Schiff bei Yokusuka ins Treiben geraten war und in sicherere Gewässer verlegen wollte. Das Schiff kehrte zur Yokosuka Naval Base zurück, wobei es von zwei Schleppern assistiert wurde.
Rund vier Tonnen Hydrauliköl liefen nach der Havarie in die Bucht aus. Diese wurde durch einen mechanischen Fehler verursacht und nicht durch menschliches Versagen. Der Lenkwaffen-Kreuzer der Ticonderoga-Klasse wurde 1987 in Dienst gestellt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter der Döhle-Reederei rettete Crew in Seenot geratener Yacht
(01.02.17) Am 30.1. um 16:19 Uhr wurde das CROSS Gris Nez von dem kapverdischen Maritime Rescue Coordination Center verständigt, dass die 12,5 Meter lange, französische Yacht „Focus“ aus Cherbourg mit einer zweiköpfigen Crew rund 500 Meilen westlich der Kapverden starken Wassereinbruch erlitten hatte. Das CROSS leitete den Mayday-Ruf an die Schifffahrt in dem Seegebiet weiter und schickte eine Falcon 50 der Marinebase in Dakar, Senegal. Sie hob um 23:12 Uhr ab und erreichte nach einem technischen Stopp zum Auftanken das Suchgebiet um 03:18 Uhr.
Außerdem nahm das CROSS Kontakt mit dem unter Antigua-Barbuda-Flagge laufenden Frachter „Liberta“, 9556 BRZ (IMO-Nr.: 9370094), der Peter Döhle Schifffahrts KG in Hamburg auf, der auf der Fahrt von Georgtown nach Las Palmas war und nun Kurs auf die Yacht nahm. Als die Falcon 50 vor Ort war, stellte sie Kontakt sowohl zur "Focus" wie auch zur "Liberta“ her. Der Skipper der Yacht berichtete, dass der Wassereinbruch zwar unter Kontrolle sei, er aber weiterhin Hilfe brauche.
Die Falcon 50 leitete die “Liberta” zur Yacht. Nachdem sie sichergestellt hatte, dass beide Schiffe im Kontakt waren, verließ sie das Einsatzgebiet um 04:27 Uhr. Die "Liberta" traf im Laufe des Tages vor Ort ein und nahm die beiden Franzosen unversehrt an Bord. Sie sollte am 7.2. Las Palmas erreichen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter auf Geisterfahrt im Englischen Kanal
(01.02.17) Auf dem Weg von Vlissingen nach Dünkirchen wurde der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier "Ormi", 10299 BRZ (IMO-Nr.: 9397200), am 24.1. gegen 23 Uhr beim Transit der Verkehrstrennungszone vor Pas-de-Calais auf der falschen Seite der Wasserstraße entdeckt. Das CROSS Gris-Nez versuchte minutenlang ohne Erfolg, Kontakt mit dem Geisterfahrer auf der viel befahrenen Meerenge aufzunehmen. Er hatte sich bereits bei den britischen Behörden nicht angemeldet und auch nicht auf Rufe des Dover Coastguard Operations Center (CGOC) reagiert.
Das CROSS warnte daraufhin die Schifffahrt in dem Seegebiet vor dem 151 Meter langen Frachter. Erst nach mehreren Minuten reagierte dieser und änderte den gefährlichen Kurs. In Hinblick auf den schweren Verstoß gegen die Schifffahrtsregeln wurde die „Ormi“ nach dem Eintreffen auf der Reede von Dünkirchen am 25.1. um 13.50 Uhr einer gründlichen Inspektion durch die Organe des maritimen Präfekten für den Kanal und die Nordsee unterzogen.
Bei dieser Inspektion wurden zahlreiche Mängel in Hinblick auf Sicherheitsstandards, Umweltschutz und Arbeitsorganisation festgestellt, weiterhin sehr armselige Lebensbedingungen für die Crew an Bord, sodass der Frachter als „Substandard-Schiff“ eingestuft wurde. Das "Jacques Oudart Fourmentin" aus Boulogne-sur-Mer nahm zudem eine Zollkontrolle vor, und die Marinepolizei aus Dünkirchen kam ebenfalls zu einer Kontrolle der Einhaltung der ISPS-Regeln an Bord. Am 30.1. wurde das Schiff in Dünkirchen in die Kette gelegt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kapitän von Bodensee-Fähre war Schuld an Kollision mit Yacht
(01.02.17) Die Staatsanwaltschaft Konstanz hat gut fünf Monate nach der Kollision des Fähr-Katamarans „Constanze“, der auf der Linie Konstanz-Friedrichshafen verkehrte, mit einer Segelyacht auf dem Obersee vor Hagnau am 12.8.2016 ihr Ermittlungsergebnis bekannt gegeben. Nachdem die Fähre das Segelschiff gerammt hatte, war dieses gesunken. Die beiden Segler wurden aus dem Wasser gerettet.
Die Staatsanwaltschaft war der Meinung, dass der Rudergänger des Katamarans hätte den Unfall verhindern können. Sie beantragte einen Strafbefehl gegen einen der beiden Schiffsführer des Katamarans. Die Ermittlungsbehörde warf ihm vor, den Unfall fahrlässig verursacht zu haben.
Laut Strafbefehl sollte der Mann, der zum Zeitpunkt des Unfalls auf dem Katamaran am Ruder war, 3600 Euro bezahlen wegen fahrlässiger Gefährdung des Schiffsverkehrs in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung. Die Ermittler waren überzeugt, dass er die Yacht hätte sehen müssen.
Der zweite Schiffsführer musste nicht mit juristischen Konsequenzen rechnen. Er hatte sich zum Zeitpunkt des Unfalls von einem Ingenieur gerade in technische Details einweisen lassen. Das Amtsgericht Konstanz hat den Strafbefehl bereits erlassen.
Er wurde dem Rechtsbeistand des Schiffsführers zugestellt. Der Mann kann binnen zwei Wochen Widerspruch gegen die Strafanordnung erheben. Tut er dies, kommt es zur Verhandlung vor dem Schiffsgericht, das beim Amtsgericht Konstanz angesiedelt ist.
Bei dem Unfall war die knapp zehn Meter lange Segelyacht eines Konstanzer Ehepaars auseinandergebrochen und in kurzer Zeit gesunken. Das Paar trug Prellungen, Hauptabschürfungen und eine Unterkühlung davon, was zum Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung führte.
Auch das Landratsamt Konstanz wurde über das Ermittlungsergebnis informiert. Die Behörde ist für die wasserrechtliche Genehmigung des Katamaran-Betriebs zwischen Friedrichshafen und Konstanz zuständig. In einer Besprechung mit anderen Behörden sollte nun geklärt werden, ob genehmigungsrechtliche Konsequenzen zu ziehen seien.
Der Bodensee-Segler-Verband hatte nach dem Unglück die Sicherheitsstandards für den Katamaran-Betrieb beklagt. Die rund 150.000 Euro teure Yacht soll nicht gehoben werden. An der Unfallstelle ist der Obersee etwa 240 Meter tief.
Quelle:Tim Schwabedissen



Historisches Wrack in Karlskrona entdeckt
(01.02.17) In Karlskronas Marinestützpunkt wurde das östlich der Pier gelegene Wrack untersucht und bestätigt, dass es sich um einen historisch wichtigen Fund handelte. Die Regierung hatte dem Sjöhistoriska Museet, dem Marinmuseum und dem Vasamuseet nach der Entdeckung im vergangenen Herbst die Genehmigung zu einer Tauchexploration gegeben. Sie wurde von der Marine mit Sonar unterstützt.
Die Forscher fanden heraus: Das Wrack im Marinehafen ist höchstwahrscheinlich die „Blekinge“, die im Jahr 1682 das erste Kriegsschiff dort war und den Beginn der langen Marine-Geschichte der Stadt darstellte. Das schwere Linienschiff wurde unter Anlegestellen und Schlamm weitgehend begraben.
Unter dem Sediment, das das Wrack schützte, könnten noch weitere Bereiche gut erhalten sein. Das Schiff könnte vorsätzlich als Kanonenplattform versenkt worden sein, um den Marinehafen zu verteidigen. Dies war eine provisorische Lösung, weil sich König Karl XII keine teure Ausrüstung leisten konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schiffe im Sturm vor Santa Elena gestrandet
(01.02.17) Starker Wind, Regen und Sturm ließ in der Nacht zum 31.1. zwei Schiffe an der Küste von Santa Elena stranden. Das erste, eine Yacht landete am 30.1. um 21 Uhr auf Salinas Beach. Sie riss sich von ihrer Mooring los und landete an der Promenade von San Lorenzo.
Dann erwischte es den Kutter “Piedacita”, der eine Meile vor dem 'La Caleta'-Sektor von La Libertad geankert hatte. Er strandete auf Felsen der Isla del Amor vor der Pier von Puerto Lucía, nachdem er stundenlang auf See getrieben hatte. Es hatte sich keine Crew an Bord befunden, und der Sturm verhinderte ein Übersetzen auf den Havaristen.
Zwei Schlepper sollten versuchen, den Kutter nun zu bergen. Ein weiterer Kutter ging bei Palmar verloren, als er seinen Fang anlanden wollte. Die Crew wurde gerettet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Inselversorger auf Nassau gestrandet
(01.02.17) Die Flotte der Taio Shipping wurde auf zwei Schiffe, die “Lady Moana“ und „Maungaroa II“ reduziert, nachdem der unter Cook-Islands-Flagge laufende Inselversorger „Moana Nui“, 336 BRZ (IMO-Nr.: 6704907), am 27.1. in stürmischer See bei Nassau auf Grund lief. Das Schiff war erst im Oktober in Rarotonga auf den Cook Islands von Norwegen kommend eingetroffen und war mit 350 Tonnen Ladekapazität größer als die bisherigen Einheiten im Inselverkehr.
Das Schiff erlitt bei der Strandung schweren Schaden an Rumpf und Ruder. Wegen eines Lochs im Rumpf konnte es nicht geborgen werden. Zwei Tage später lief die „Lady Moana“ mit einer vollen Ladung für Nassau aus. Sie hatte leere Fässer und Pumpen an Bord, falls Öl von der „Moana Nui“ abgepumpt werden musste. An Bord befand sich auch ein dreiköpfiges Team der Versicherung.
Die „Moana Nui“ wurde als.“Sørøy“ 1967 bei der Løland Motorverksted, Leirvik in Sogn für die Finnmark Fylkesrederi - FFR AS, Hammerfest erbaut, für die sie bis 2003 lief. Von 1967 bis 1969 lief sie auf der Route Bodø – Hammerfest, dann wurde sie im Dienst Lopparstedene - Altafjord - Hasvik – Øksfjord, im Sørøysund und auf der Route Hammerfest - Sandøybotn eingesetzt. 2003 ging sie an die FFR Connex, Hammerfest, 2007 an die Veolia Transport Nord AS, Hammerfest, 2011 an die Boreal Transport Norge AS, und.2016 erst an die Atlantic Ship Management AS, Kristiansund und im Juni an die Taio Shipping, Cook Islands.
Im Juli 2016 begann die, wie man jetzt weiß, letzte große Reise in den Südatlantik. Sie sollte acht Mal im Jahr die 17 bis19 Tage lange Rundfahrt von Rarotonga nach Palmerston, Nassau, PukaPuka, Manihiki, Rakahanga, Penrhyn und zurück nach Rarotonga absolvieren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter rettete vier Fischer nach vier Tagen aus der See
(01.02.17) Am 24.1. wurde der zyprische Bulkcarrier "Hispania Graeca", 39035 BRZ (IMO-Nr.: 9221619), zum rettenden Engel für vier schiffbrüchige Fischer an der Südküste von Mindanao vor den Philippinen. Der Wachoffizier entdeckte ihr gekentertes Boot auf sechs Meilen Distanz um 13.15 Uhr rund 18 Kilometer vom nächsten Ufer entfernt. Die Fischer winkten mit allem, was sie hatten, um auf sich aufmerksam zu machen.
Bei sechs Beaufort Wind und zwei Meter hohen Wellen gelang es, sie binnen einer halben Stunde von ihrem Boot zu übernehmen. Sie hatten bereits vier Tage im Meer getrieben. Sie wurden mit Decken, Nahrung, Wasser und Kleidung ausgestattet und medizinisch untersucht, bevor ein Boot einer verständigten Coast Guard Station sie um 17.30 Uhr übernahm und nach Balut, der nächstgelegenen Insel, brachte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter auf der Weser abgeschleppt
(01.02.17) Kurz nach dem Auslaufen aus Brake, wo er um 15 Uhr mit Kurs Hamburg losgeworfen hatte, erlitt der unter Marshall Islands-Flagge laufende Bulkcarrier "GH Black Caviar", 36357 BRZ (IMO: 9722053), auf der Weser Maschinenschaden. Gegen 17 Uhr drehte er vor Nordenham um 180 Grad. Er wurde dann von den Schleppern “Blumenthal” und “Weser” auf den Haken genommen und nach Bremerhaven abgeschleppt. Hier machte er um 20.45 Uhr beim MCS-Gate am Stromkai fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kieler Werftarbeiter machten Elbsailor wieder flott
(01.02.17) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Containerfrachter "Elbsailor", 12514 BRZ (IMO-Nr.: 9448695), der nach einem Maschinenschaden am 31.1. auf dem Nord-Ostsee-Kanal bei Schacht-Audorf notankerte, wurde stundenlang von dem aus Kiel gerufenen Schlepper "Holtenau" in Großkönigsförde an den Dalben gesichert, während Monteure der Kieler Gebr. Friedrichs-Werft den Schaden behoben.
Am Nachmittag nahm der Havarist mit der “Holtenau” als Steuerschlepper langsam wieder Fahrt auf und passierte um 19.15 Uhr die Holtenauer Schleusen. Das Eintreffen in St. Petersburg wurde nun für den 2.2. um 14 Uhr erwartet.
Quelle:Tim Schwabedissen





Weblinks:
SOS-Seenotfälle, Archiv
Chronik bedeutender Seeunfälle Antike bis 1499
Chronik bedeutender Seeunfälle 1500 bis 1899
Chronik bedeutender Seeunfälle 1900 bis 1949



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