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unbekanntes Wrack (Bild: Bundeswehr)   Großbild klick!

Tauchergruppe entdeckt unbekanntes Wrack vor Santorini
(08.12.16) Die Tauchergruppe des Minenjagdbootes „Fulda“ (MMSI-Nr.: 211210380) entdeckte unlängst bei einem Trainingstauchgang ein unbekanntes Wrack vor Santorini. Bei Sichtweiten von 30 Metern und mehr sahen die beiden Minentaucher bereits beim Abtauchen, auf der befohlenen Einsatztiefe von 15 Metern, den Grund. Sie tarierten sich aus und tauchen, wie in der Einsatzbesprechung festgelegt, entlang der 15-Meter-Tiefenlinie die Küste entlang, als sie das in keiner Seekarte verzeichnete Frachtschiff entdeckten.
Die Taucher bewegten sich vorsichtig entlang der Schute und dokumentieren ihren Fund mit einer Unterwasserkamera. Am Heck des versunkenen Schiffs offenbarte sich dann der Grund für seinen Untergang. Hinter den intakten Brückenaufbauten wurde ein bizarres Chaos aus verbogenen Rohren, Metallsplittern und umherliegenden Trümmerteilen sichtbar: Eine schwere Explosion muss das Ende der Schute besiegelt haben, auch dies wurde dokumentiert.
Zurück an der Wasseroberfläche berichteten die Taucher dem Einsatzleiter von ihrem Fund. Zurück an Bord der „Fulda“ wurde das Videomaterial ausgewertet. Eine zusätzliche Recherche im Internet ergab, dass die Schute vermutlich im zweiten Weltkrieg gesprengt wurde, um sie dem Zugriff der Alliierten zu entziehen. Bekannt war die Position lediglich lokalen Tauchern, die sie untereinander weitergaben. Aktuell liegt die „Fulda“ in Lissabon.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter in Elbmündung abgeschleppt
(08.12.16) Auf der Fahrt von Rotterdam nach Kotka kam es auf dem deutschen Containerfrachter "Containerships 8", 9902 BRZ (IMO-Nr.: 9336244), zu einem Maschinenschaden in der Elbmündung am Nachmittag des 7.12. Der Frachter wurde von dem Schlepper "Wulf 7" (IMO-Nr.: 9183075) auf der Außenreede der Elbe auf den Haken genommen. Der Schlepper "Bugsier 15" (IMO-Nr.: 9021112), kam als Steuerschlepper hinzu. Der Schleppzug lief nach Cuxhaven, wo der Frachter um 18.15 Uhr am Steubenhöft festmachte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergung eines Wrackteils (Bild: Ardent)   Großbild klick!

Größte Wrackräumung 2016 beendet
(08.12.16) Das in Vanuatu registrierte Jackup-Rig "Troll Solution", 7530 BRZ (IMO-Nr.: 8770338), wurde bis November vom Grund vor der mexikanischen Küste geräumt. Es war die größte Wrackräumung, die 2016 durchgeführt wurde von den Bergern von Ardent. Das 7000-Tonnen-Rig operierte für PEMEX im Flachwasser-Ölfeld von Abkatun-Pol-Chuc, als es bei Instandsetzungsarbeiten an der Plattform CAAN-A im Mai 2015 verunglückte.
Das Offshore Rig wollte sich in der südlichen Bay of Campeche positionieren, als es Schlagseite entwickelte und teilweise sank. Zwei Arbeiter kamen ums Leben. Bei den Bergungsarbeiten brach die "Troll Solution" zusammen und sank auf 30 Metern Wassertiefe nur zwei Meter von der aktiven CAAN-A-Plattform entfernt.
Die Bergungsfirma Ardent mobilisierte Gerät aus verschiedenen Ländern, darunter die Kranbarge "Conquest MB-1" und einen 1,000-Tonnen-Hydraulik-Bagger aus den Niederlanden sowie Versorgungsschiffe aus den USA und Mexiko. Die neu konstruierte Guided Guillotine wurde verwendet, um das Wrack zu zerlegen. Das Deckshaus wurde mit Ardent Chain Pullers in sechs Teile und der Rumpf mit der Ardent Guided Guillotine in 31 Teile zerlegt. Diese wurden anschließend mit der "Conquest MB-1" gehoben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Heckschaden an der "Happy Eagle"
(Bild: Total Terminal International Algeciras)   Großbild klick!

Tanker werden nach Kollision in Algericas repariert
(08.12.16) Sowohl der unter Malta-Flagge laufende Tanker "FT Foce", 3999 BRZ (IMO-Nr.: 9447237), wie auch der britische LPG-Tanker "Happy Eagle", 3733 BRZ (IMO-Nr.: 9040170), werden nach ihrer Kollision am 4.12. in Algericas repariert und kamen dazu jetzt in den Hafen. Der LPG-Tanker machte an der Pier Isla Verde Exterior bei den Einrichtungen der Total Terminal International Algeciras S.A.U. am 7.12. gegen 15 Uhr fest.
Die “FT Foce” ankerte vor Getares. Sie war in Ballast laufend nach einem Maschinenversager in das Steuerbord-Heck der "Happy Eagle", gelaufen, die an der Alfau-Pier lag und gerade die Enklave von Ceuta verlassen wollte. Danach hatten beide Schiffe zunächst in den Gewässern der autonomen Stadt geankert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Öl havarierten Bulkcarriers soll vor Bergung geleichtert werden
(08.12.16) Der Zustand des Frachters "Antaios", der sich derzeit am Haken des Schleppers "Smit Amandla" rund 650 Meilen westlich von Kapstadt befand, war aktuell stabil. Die Vorbereitungen für den Offshoretransfer der 170 Tonnen Bunkeröl gingen weiter. Der Bulkcarrier war mit einer Ladung Soja und Mais auf der Fahrt von San Lorenzo in den Jemen, als er am 1.12. nach einem Feuer Wassereinbruch erlitt.
Die Crew wurde am 5.12. aus Booten gerettet und nach Kapstadt gebracht. Die South African Maritime Authority (SAMSA) wies den Eigner dann an, zunächst das Öl abzupumen, bevor der Havarist dichter als 30 Meilen an die südafrikanische Küste gebracht werden darf. Bis zur Beendigung des Öltransfers wird das Schiff gründlich untersucht und ein Bergungsplan erarbeitet.
Der Schlepper "Peridot wurde aus Kapstadt mobilisiert mit spezieller Ausrüstung an Bord zum Abpumpen des Öls und des eingedrungenen Wassers aus dem Maschinenraum.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Kutter vor Port-en-Bassin manövrierunfähig
(08.12.16) Am 7.12. wurde der französische Trawler "Cocody DP.735057", 38,67 BRZ (MMSI-Nr.: 227321830), durch einen blockierten Propeller vor Port-en-Bessin manövrierunfähig. Um 17.30 Uhr wurde das CROSS Jobourg alarmiert, nachdem der Trawler aus Ouistreham 3,5 Kilometer vor Port-en-Bessin mit einer fünfköpfigen Crew an Bord auf Drift gegangen war. Das CROSS bat das Maritime Operations Center (COM) der Maritime Préfecture des Englischen Kanals und der Nordsee darum, dass in der Nähe befindliche Patroullienboot "Flamant" der französischen Marine zum Havaristen zu entsenden.
Dieses setzte ein Beiboot mit zwei Tauchern an Bord aus, die den Propeller um 18.55 Uhr von einer darum gewickelten Leine befreit hatten. Der Trawler konnte dann seine Fahrt fortsetzen.
Nur 15 Minuten darauf meldete der Kutter "P'tit roi - DP. 869884", 15,29 BRZ (MMSI-Nr.: 228297000), ebenfalls, dass er vor Port-en-Bessin manövrierunfähig sei, weil sich ein Netz um den Propeller gewickelt hatte, und bat die "Flamant" um neuerliche Assistenz. Die Fischer konnten dann das Hindernis aber selbst entfernen, sodass das Patroullienboot in diesem Fall doch nicht mehr aktiv werden musste.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergungsschlepper muss geborgen werden
(08.12.16) Der unter St. Vincent-Grenadines-Flagge laufende Bergungsschlepper “Salvage Titan”, 1826 BRZ (IMO-Nr.: 7522136), der sich auf der Fahrt von Oieka in Japan nach Port Klang in Malaysia befand, strandete bereits am 28.11. im Sturm vor Barangay Marzan in Sanchez Mira, Cagayan, mit einer 16-köpfigen philippinischen Crew an Bord. Das Schiff zog eine Barge mit mehreren Containerkränen an Deck. Bei stürmischer See geriet der Schleppzug vor Sanchez Mira ins Treiben und lief an der Küste von Sitio Calingkingan in Brgy. Barzan, auf Grund. Sechs Crewmitglieder wurden medizinisch behandelt, nachdem sie durch die philippinische Coastguard gerettet worden waren.
Bei der “Salvage Titan” handelt es sich um die 1977 erbaute, einstige „Smit New York“, die beim Scheepswerf Heusden B.V für doe Smit Internationale Sleepbootmaatschappij Smit New York B.V., Rotterdam, entstand. 1998 ging sie in ein Joint Venture von Smit und Wijsmuller und wurde in „SmitWijs New York“ umbenannt. 2000 wurde sie an die China Ocean Engineering Services in Shanghai (COESS) verkauft und lief im Management der Shanghai Salvage Co. als „Hua An“.
2015 ging sie an die Asian Salvage & Towage Ltd. im Management Asian Marine Company Ltd., Kaohsiung City. Das Schiff hat eine Länge von 67,54 Metern, eine Breite von 14,53 Metern, einen Tiefgang von 6,89 Metern und eine Tragfähigkeit von 1,568 Tonnen. Heimathafen ist seither Kingstown.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ehemaliges Rettungsboot nach Feuer gerettet
(08.12.16) Am Abend des 7.12. brach im Maschinenraum des norwegischen Fischfarmversorgers "Ringasund", 176 BRZ (IMO-Nr.: 8133736), dem früheren Rettungsboot “Sjøfareren”, vor Hordvikneset nördlich von Bergen ein Feuer aus. Sowohl das NSSR-Rettungsboot "Kristian Gerhard Jebsen" wie auch das Feuerlöschboot "Sjøbrand" sowie zwei Handelsschiffe kamen dem Havaristen, der sich nördlich der Nordhordlandsbrücke befand, zu Hilfe, nachdem das JRCC über Rogaland Radio um 18.35 Uhr von der dreiköpfigen Crew alarmiert worden war. Dieser gelang es, mithilfe des Löschsystems im Maschinenraum den Brand bis 19.15 Uhr zu ersticken.
Es war aber zu einer starken Rauchentwicklung gekommen. Unter Atemschutz drangen Feuerwehrkräfte in den Maschinenraum vor, um sicherzustellen, dass das Feuer vollständig gelöscht war. Um 19.30 Uhr nahm die „Kristian Gerhard Jebsen" den Havaristen längsseits und schleppte ihn um 22 Uhr nach Bergen ein.
Die „Ringasund“ war bei ihrer Indienststellung 1968 das größte norwegische Rettungsboot. Sie ist 28,38 Meter lang, 7,71 Meter breit und hat drei Meter Tiefgang. Sie läuft für die Austevoll Suplly A/S in Bekkjarvik und wurde 1968 von der Ulstein Smedvik A/S in Tjorvag erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter Leeraner Reederei nach Fowey abgeschleppt
(08.12.16) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge registrierte Frachter "Sea Ems", 1682 BRZ (IMO-Nr.: 9142526), der Fehn Bereederungs GmbH & Co. KG in Leer erlitt am Morgen des 7.12. Maschinenschaden im Englischen Kanal südlich von Fowey und trieb manövrierunfähig in der See. Das Schiff wurde von dem Schlepper "SD Mars" (IMO-Nr.: 9476329) gegen 15 Uhr auf den Haken genommen und mit 4-5 Knoten Fahrt nach Fowey geschleppt, wo er um 19.30 Uhr festmachte.
Die "Sea Ems" war auf der Fahrt von Howdendyke nach Limerick. Sie ist 82 Meter lang, 11 Meter breit, hat vier Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 2,503 Tonnen. Sie entstand 1996 auf dem Bijlsma Shipyard in Lemmer.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kühlschiff in Kurilen auf Grund gelaufen
(08.12.16) Das russische Kühlschiff „Ice Breeze“, 3403 BRZ (IMO-Nr.: 8609802), wurde bei starkem Wind beim Ankerlichten am 7.12. in der 2. Kurilenstraße vor der Insel Shumshu im Ochotischen Meer auf Grund getrieben. Es hatte 148 Tonnen Öl und eine 20-köpfige Crew an Bord. Der Bergungssschlepper "Predanny" (IMO-Nr.: 7831898) ging in drei Meilen Entfernung in Erwartung eines Bergungskontrakts vor Anker. Unterdessen barg das Kühlschiff "Sierra" (IMO-Nr.: 8216198) 12 Mann der Crew des Havaristen ab und brachte sie nach Severo-Kurilsk.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter bei Grenville Bay gestrandet
(08.12.16) Die US Coast Guard rettete die fünfköpfige Crew des 58 Fuß langen Kutters “Qualaysquallum” der am frühen Morgen des 7.12. bei Grenville Bay nördlich von Moclips Beach auf Grund gelaufen war. Um 3.30 Uhr hatte die Küstenwache Columbia River in Warrenton, Oregon, einen Notruf des in Westport beheimateten Schiffes aufgefangen, nachdem es vier Meilen südlich von Taholah auf den Felsen gelandet war. Ein MH-60 Jayhawk-Helikopter der Air Station Columbia River barg sie ab, nachdem sie noch einen Anker ausgebracht hatte und flog sie zur Quinalt Indian Reservation.
Personal der Incident Management Division Columbia River und des Washington Department of Ecology waren wegen möglicher Umweltgefahren vor Ort. An Bord waren weniger als 3,000 Gallonen Diesel und ein Fang von 8,000 Pfund Garnelen. Die “Qualaysquallum” lag mit Steuerbordschlagseite weiter in der Brandung.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suchaktion nach vermissten Seeleuten in Alaska
(08.12.16) Am Abend des 6.12. sank der 117 Fuß lange Kutter “Exito” nach Wassereinbruch 14 Meilen nordöstlich von Dutch Harbor. Um 21.38 Uhr ging bei der Coast Guard Anchorage ein Notruf ein. Von der Coast Guard Air Station Kodiak stieg ein MH-60 Jayhawk Helikopter auf, außerdem kamen vier Schiffe der fünfköpfigen Crew zu Hilfe.
Drei Männer wurden von einem der Schiffe, der „Afognac Strait“, entdeckt und nach Dutch Harbor gebracht. Die „Commitment”, “Blue North” und “Northern Lead” setzten die Suche nach den beiden noch vermissten Seeleuten fort. Nur einem der beiden war es noch gelungen, einen Überlebensanzug anzuziehen. Am Nachmittag des 7.12. traf das Patroullienboot „Alex Haley“ von den Priblilof Islands kommend im Suchgebiet ein.
Vor Ort waren bis zu acht Fuß hohe Wellen und 20 Meilen Wind. Die „Exito“ transportierte Fracht für die Trident Seafoods zwischen Dutch Harbor und der Aleuten-Kommune Akutan. Im Oktober 2001 hatte sie ein Besatzungsmitglied, Scott Powell, verloren, weitere wurden verletzt, als eine 45-Fuß-Welle das Schiff traf.
Nach der Rücckehr nach Dutch Harbor wurde ein Drittel der Ladung gestohlen, von der der ihm zustehende Anteil den Hinterbliebenen von Powell hatte zukommen sollen. Die „Exito“ war 2004 auch im Einsatz nach der Strandung des Bulkcarriers „Selendang Ayu“, um im Auftrag der International Bird Rescue bei der Bekämpfung der nachfolgenden Ölverschmutzung zu helfen.
Es war ein sogenanntes "buyback boat," eines von 25 Fangschiffen, deren Fanglizenzen von den Eignern für 100 Millionen Dollar zurückgekauft wurden, was durch andere Kutter, deren Fänge die Quoten überstiegen, gegenfinanziert wurde. Die “buyback boats” durften nicht mehr auf Fang gehen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Keine gute Zeit für Versorger in Kapstädter Trockendock
(08.12.16) Im Trockendoeck der EBH in Kapstadt wurde das unter Marshall-Islands-Flagge laufende Offshore-Versorgungsschiff "Go Regulus", 2446 BRZ (IMO-Nr.: 9540780), am 3.12. beschädigt, als es falsch aufgepallt wurde. Dadurch kam es zu Schäden am Rumpf, als das Wasser aus der Kammer des Trockendocks gepumpt wurde und es sich auf die falschen Blöcke setzte. Die Werft EBH SA arbeitete bei der Klärung des Unfalls mit der Transnet National Ports Authority (TNPA) zusammen.
Doch bereits am 7.12. kam es zu einem weiteren Unglück. Einer der Caissons, die das Dock in zwei Kammern teilen, brach zusammen, und es kam zu einem Wassereinbruch. Dabei wurde der Versorger an einer Seite zusätzlich beschädigt. Untersuchungen des Rumpfes sollten den genauen Schadensumfang klären.
Quelle:Tim Schwabedissen



Funkenflug zerstörte Schubschiff in Genthin
(08.12.16) Der Brand an Bord des bei der Genthiner SET Werft aufgeslippten Schubschiffs war auf Reparaturarbeiten zurückzuführen, die mit elektrischen Geräten ausgeführt wurden. Durch Funkenflug wurden leichtentzündliche Teile des Schiffs in Brand gesetzt. Die Untersuchungen zum Brand waren aber noch nicht abgeschlossen. Auch die genaue Schadenshöhe konnte noch nicht benannt werden.
An dem 50 Jahre alten Schubschiff war Totalschaden entstanden. Der Einsatz am 2.12. hatte ein Großaufgebot der Feuerwehr auf den Plan gerufen. 29 Feuerwehrleute der Ortsfeuerwehren aus Genthin, Altenplathow, Gladau, Mützel, Parchen und Kade waren etwa drei Stunden im Einsatz, um das Feuer zu löschen.
Die Brandbekämpfung wurde durch eine intensive Rauchentwicklung und eine starke Wärmeströmung am und im Schiffsrumpf besonders erschwert. Die Löscharbeiten mussten von Beginn an bis zum Abschluss unter Atemschutz ausgeführt werden. 12 Feuerwehrleute waren dafür eingeteilt.
Die Genthiner Werft war in der Vergangenheit mehrfach Einsatzort für die Feuerwehren. Im Jahr 1994 drohte ein Schiff zu sinken, was die Feuerwehr verhindern konnte. 2009 kam es auf dem Gelände der Werft zu einem Schiffsbrand.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Binnenschiff in Duisburg verursachte fünfstelligen Schaden
(08.12.16) Bei dem Brand auf einem Binnenschiff vor der Meidericher Schleuse ist ein erheblich höherer Sachschaden entstanden als nach Presseberichten anzunehmen war. Er betrug rund 40.000 Euro. Es hatte auch keines falls nur einer Gardine gebrannt, sondern die Hälfte der im Vorschiff gelegenen Wohnung. Weil der Brand im Vorschiff entstanden war, musste die Besatzung das Schiff auch nicht verlassen, sondern war achtern in Sicherheit.
Quelle:Tim Schwabedissen



Noch 20 Vermisste im Indischen Ozean
(08.12.16) Bislang wurden 42 Menschen gerettet, nachdem ein Transportschiff mit 62 Personen an Bord vor der Küste von Sokotra sank. Kriegs- und Handelsschiffe suchten weiter in dem Seegebiet nach Überlebenden. Das Schiff war unterwegs von Moukalla nach Sokotra, als es am 6.12. rund 26 Meilen nordwestlich der Insel im Indischen Ozean unterging.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tote und Vermisste nach Bootsunglück vor Barcarena
(08.12.16) Das brasilianische Fährboot “Luan” sank am späten Nachmittag des 7.12. auf dem Weg von Belém nach Ponta de Pedras auf der Insel Marajó unweit von Barcarena. Mindestens drei Menschen kamen ums Leben. Das Pará Fire Department meldete, dass 31 Personen lebend gerettet wurden. Sie suchte gemeinsam mit der Port Authority und Fischern sowie einem größeren Schiff trotz stürmischen Wetters weiter nach Überlebenden in der Marajó Bay.
Einige sagten, das Boot sei überladen gewesen. An Bord seien über 70 Fahrgäste gewesen. Andere sprachen von 50 Insassen. Deshalb war unklar, wie viele Vermisste es eigentlich gab.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vietnamesischer Kutter abgeschleppt
(8.12.2016) Der vietnamesische Kutter “KH 98578-TS” wurde mit einer 12-köpfigen Crew an Bord nahe des Archipels von Truong Sa (Spratly) durch ein technisches Versagen manövrierunfähig. Im Propellersystem trat ein Bruch auf, und das Schiff driftete 90 Meilen südöstlich der Insel Que Duong.
Nach einem Notruf schickte das Border Guard Command der vietnamesischen Zentralprovinz Khanh Hoa Hilfe. Am Nachmittag nahm ein Kutter die „KH 98578-TS” auf den Haken und schleppte sie in Richtung des Hafens von Hon Ro in Nha Trang. Die Reise würde mehrere Tage dauern.
Quelle:Tim Schwabedissen



NOAA untersucht Wrack japanischen Mini-U-Boots 75 Jahre nach Angriff auf Pearl Harbor
(08.12.16) Fünf Meilen vor der Einfahrt von Pearl Harbor liegt ein Mini-U-Boot der kaiserlichen japanischen Marine in 1100 Fuß Wassertiefe auf Grund. Es wurde mit seiner zweiköpfigen Crew von den USA als erstes von deren Opfern durch einen Zerstörer versenkt und ist heute eine Heimstatt für Algen und Korallen. Anlässlich der 75—jährigen Wiederkehr des Überfalls auf Pearl Harbor wurde das Wrack am 7.12. von einem ROV des Forschungsschiffes „Okeanos Explorer” der National Oceanic and Atmospheric Administration untersucht.
Die U-Boote waren 78 Fuß lang und neun Fuß breit. Sie wurden mit Batterien versorgt, die 600-PS-Elektromotoren antrieben und erreichten 20 Knoten Fahrt. Sie waren mit zwei Torpedos ausgestattet.
Fünf dieser Boote nahmen an der Attacke teil. Sie wurden auf Deck eines Mutter-U-Bootes herangeführt und sollten in den Hafen eindringen. Mit Beginn des Luftangriffs sollten sie auftauchen und ihre Torpedos abfeuern. Mindestens ein U-Boot erreichte den Hafen auch. Der Zerstörer USS “Monaghan“ entdeckte den Eindringling, rammte ihn und warf Wasserbomben ab.
Ein weiteres Boot strandete bei Bellows Beach auf Ost-Oahu. Es wurde danach auf eine Ausstellungstour geschickt, um die Zeichnung von Kriegsanleihen zu bewerben. Ein drittes Boot wurde östlich von Pearl Harbor in der Keehi Lagoon entdeckt. Die US-Marine hob es 1960 und versenkte die Sektion mit den beiden Torpedos. Die beiden anderen wurden restauriert und sind nun in Japan ausgestellt.
Das vierte Boot liegt in drei Teile zerfallen mehrere Meilen vor Pearl Harbor. Es war mit Sprengkörpern versenkt worden, möglicherweise nach dem Abfeuern seiner Torpedos auf USS „St. Louis“. Es könnte auch nach Pearl Harbor eingedrungen und dann durchs West Loch wieder entkommen sein. Eine Explosion mit nachfolgendem Feuer zerstörte 1944 mehrere Schiffe, die sich auf die Invasion der Mariana Islands vorbereiteten. Überreste des U-Boots wurden entdeckt, als man Trümmer der zerstörten Schiffe versenkte. Später wurde das U-Boot gehoben und weiter hinaus auf See gebracht.
Das fünfte Boot wurde von USS „Ward“ am 27.12.1941 gegen vier Uhr entdeckt, als sie vor Pearl Harbor patroullierte. Ein anderes Marineschiff hatte ein Periskop entdeckt. Nach zweistündiger Suche spürte die „Ward“ das Boot, von dem ein Teil des Turms aus dem Wasser ragte, das Boot hinter dem Frachter „Antares“. Um 6.53 Uhr begann es den Eindringling zu attackieren.
Mit Geschützfeuer wurde der Turm beschädigt, das U-Boot ging unter. Der Kommandant der „Ward“ schickte einen Bericht an das Naval Command auf Oahu. Rund eine Stunde später begann der eigentliche Angriff auf Pearl Harbor. Die Mini-U-Boote wurden in drei Teilen erbaut und dann zusammengefügt.
Jetzt fängt das Wrack wieder an, in diese zu zerfallen. Anders als bei der letzten Untersuchung durch die NOAA 2014 klafften Risse zwischen den Sektionen. Das Boot gilt als Kriegsgrab.
Quelle:Tim Schwabedissen



Weitere Vendée Globe-Yacht mit Wassereinbruch
(08.12.16) Am 7.12. gegen sieben Uhr havarierte ein weiteres Boot des Vendée Globe Race, die “Le Souffle du Nord” von Laurent Bourguès, die für das Projet Imagine im Rennen war. Der Skipper meldete Wassereinbruch ins backbordseitige Ballasttanksystem. Das Ende eines Schnorchelrohrs, mit dem der Tank gefüllt werden kann, wenn das Boot hohe Geschwindigkeit läuft, brach ab.
Große Mengen Wasser drangen in den Rumpf ein. Thoams stopfte das Leck mit Säcken und anderen Materialien. Das Boot wurde übergelegt, um das Loch aus dem Wasser zu bekommen. Vor Ort waren 30-40 Knoten Wind und Wellen von bis zu vier Metern Höhe.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Motoryacht richtete fünfstelligen Schaden an
(08.12.16) 25,000 Dollar Schaden richtete ein Feuer an, das am 6.12. in der Marina in St. Helens auf dem 42 Fuß langen Bayliner „Summer Magic“ entstand. Um 11:27 Uhr wurde die Columbia River Fire & Rescue alarmiert und eilte zur Marina an der North River Street in St. Helens. Bei ihrem Eintreffen drang weißer Rauch auf dem an einem Slip liegenden Boot. Mit vor Ort befindlichen Trockenlöschern wurde dort bereits versucht, des Feuers Herr zu werden.
Immerhin konnte es an einer weiteren Ausbreitung gehindert werden, bis die Feuerwehr da war. Die Einsatzkräfte gingen gegen den Brand in der Kajüte vor und untersuchten das Boot auf weitere Brandorte. Wahrscheinlich war das Feuer in der Elektrik entstanden.
Die „Summer Magic“ war erst kürzlich in Seattle verkauft und vom neuen Eigner in die St. Helens Marina überführt worden. Rauchmelder hatten angeschlagen und Zeugen alarmiert, sodass die Brandbekämpfung rasch begann. Die Columbia River Fire & Rescue erhielt dabei Hilfe vom Scappoose Fire District.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter wird nach drittem Untergang entsorgt
(08.12.16) Nach fast zwei Jahren unter Wasser wurde begonnen, den 70 Fuß langen Kutter „Western“ in der Coos Bay zu bergen. Nach mehreren Monaten Vorplanung und Ausbaggern begann die Hebung des 78-Tonners am Empire Boat Launch, wo er im Januar 2015 gesunken war, im Auftrag des Oregon State Marine Board. Es hatte im August dafür 55,000 Dollar aus dem NOAA Marine Debris Program erhalten.
Taucher untersuchten in dieser Woche das Wrack, das 1,5 Fuß Tief im Sand liegt. Sie richteten es auf und brachten Hebestropps an. Wann genau die Bergung erfolgt, war noch unklar. Löcher im oberen Bereich des Rumpfs könnten das Lenzen erschweren, ebenso wie das Gewicht des eingedrungenen Sands. Die „Western“ sank drei Mal in ihrer Laufbahn, erst vor Prince Rupert, dann zweimal binnen weniger Jahre in Coos Bay.
Quelle:Tim Schwabedissen



Mit unbekanntem Objekt kollidiert (Bild: Kito de Pavant)   Großbild klick!

Vendée-Globe-Segler Kito de Pavant von Versorgungsschiff gerettet
(07.12.16) Der französische Segler Kito de Pavant ist bei der Solo-Weltregatta Vendée Globe in Seenot geraten und bat die Rennleitung um sofortige Hilfe. Seine 18 Meter lange Yacht "Bastide Otio" (MMSI-Nr.: 227072550) kollidierte am 6.12. gegen acht Uhr rund 100 Meilen von Crozet entfernt mit einem unbekannten Treibobjekt. Dabei wurde bei 40 Knoten und fünf bis sechs Meter hohen Wellen die hintere Kielaufhängung seiner Yacht herausgerissen, und es brach Wasser ein. Der Unfall ereignete sich im Südpolarmeer nahe der Eiszone zwischen dem Kap der Guten Hoffnung und dem australischen Kap Leuwin.
Der Skipper berichtete per Telefon: “Ich habe irgendetwas heftig mit dem Kiel getroffen. Der Aufprall war brutal. Das Schiff kam zum Stillstand. Das hinter Lager vom Neige-Mechanismus ist abgerissen. Der Kiel hängt unter dem Rumpf und wird nur noch von der Kiel-Ramme gehalten. Und die arbeitet sich langsam durch den Rumpf. Das Gehäuse des Kiels ist zerstört und es tritt viel Wasser ein.
Aber im Moment betrifft das nur den Bereich, wo die Maschine platziert ist. Die Wellenhöhe beträgt fünf bis sechs Meter. Ich habe das Großsegel geborgen, damit das Boot weniger krängt. Die Situation ist im Moment stabil, aber ich habe meine Sicherheitsausrüstung bereit gelegt. Jemand muss kommen und mich holen.“
Die Regatta-Organisatoren reagierten sofort und baten gegen 10 Uhr das 110 Meilen entfernt befindliche, französische Versorgungsschiff "Marion Dufresne", 9403 BRZ (IMO-Nr.: 9050814), zur Rettung des Seglers zu kommen. Es war am 4.11. aus Port Réunionin den Indischen Ozean ausgelaufen. Nachdem es die „Bastide Otio“ gegen 16.30 Uhr mit der einsetzenden Dämmerung erreicht hatte, blieb es die Nacht über zunächst auf Standby. Der Segler hatte die Situation zu der Zeit unter Kontrolle, und es wurde vereinbart, regelmäßigen Kontakt zu halten. Das Forschungsschiff machte der Yacht bestmöglich Luv. Am Morgen des 7.12. verstärkte sich der Wassereinbruch.
Die Maschine stand unter Wasser, und die Pumpen hatten entsprechend keine Energie mehr, und ein Aufladen der Batterie war nicht mehr möglich. Der Rumpf wurde immer schwerer beschädigt, weil der Boden durch das Abreißen der Kielaufhängung aufriss, und die Situation an Bord wurde zu gefährlich. Die „Marion Dufresne“ setzte gegen zwei Uhr ein Zodiac aus, das de Pavant bei 6-7 Beaufort Wind übernahm und an Bord brachte.
Er wurde dort von einem Arzt untersucht, der ihn unverletzt, aber erschöpft vorfand. Auch war er extrem enttäuscht über das neuerliche Scheitern. De Pavant muss nun drei Wochen auf dem Versorgungsschiff bleiben, das als nächstes Crozet, dann die Kerguelen und die Insel Amsterdam anläuft, ehe es nach Europa zurückkehrt.
Der 55-jährige Skipper de Pavant musste in der Vergangenheit bereits zweimal die Vendée Globe aufgeben. Beim Race 2008/09 verlor er 18 Stunden nach dem Start den Mast, 2012/13 kollidierte er vor Portugal mit einem Trawler. Eigentlich sind ja aller guten Dinge drei, und bei seinem dritten Versuch wollte er nun endlich die Weltumseglung schaffen, doch wieder war es ihm nicht vergönnt.
Zuvor waren schon fünf der 29 Segler bei der Regatta ausgeschieden und sechs Yachten mit Treibgut kollidiert. Thomas Ruyant erlitt nach einem Ruderschaden ebenfalls Wassereinbruch an Bord der „Le Souffle du Nord“, Èric Bellion hat das Steuerbordruder seines Bootes verloren.
Die nach dem Sponsor Bastide Otio benannte Yacht hatte auch schon bei der vergangenen Vendée Globe unter Skipper Jean Pierre Dick eine Havarie gehabt. Der Franzose segelte damals auf Rang drei als der Kiel abbrach. Dick brachte das Kunststück fertig, das damals als “Virbac Paprec 3” laufende Boot noch 2643 Meilen ohne Kiel auf Kurs zu halten und das Rennen auf Rang vier zu beenden.
Für die “Marion Dufresne” war es nicht die erste Rettungsaktion bei einer Vendée Globe. 2008 hatte sie bereits die havarierte Yacht „Imoca“ von Skipper Bernhard Stamm an Bord genommen, die vor den Kerguelen auf Grund gelaufen war. Das Schiff operiert regelmäßig in den französischen Übersee-Gebieten um die Kerguelen Inseln und ist mit einem entsprechenden Kran ausgerüstet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wieder im Hafen ...
(Bild: KNRM)   Großbild klick!

Segelyacht nach Medemblijk eingeschleppt
(07.12.16) Am Morgen des 6.12. wurde das KNRM-Boot „Bernardine“ alarmiert, nachdem eine Yacht auf dem Ijsselmeer vor Medemblik Motorschaden erlitten hatte. Sie trieb nun in ruhiger See zwei Meilen vor dem Hafen. Die Crew nahm telefonisch Kontakt mit der KNRM-Station Medemblik auf.
Sie hielt unter Segeln dann weiter bestmöglich Kurs dorthin, bis sie vom Rettungsboot in Empfang genommen wurde. Die Seenotretter nahmen das Boot längsseits und brachten es an seinen eigenen Liegeplatz im Pekelharinghafen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter "Daan" mit eingedrückter Nase
(Bild: Willi Thiel)   Großbild klick!

Daan nach Kollision mit leicht reduzierter Schiffslänge wieder auf Fahrt
(07.12.16) Mit einer etwas verringerten Gesamtlänge gegenüber der zum Zeitpunkt des Reiseantritts verließ der holländische Frachter "Daan", 2080 BRZ (IMO-Nr.: 9201956), am 6.12. um 22.15 Uhr wieder den Brunsbütteler Binnenhafen, wo er seit seiner Kollision mit dem elbseitigen Tor der großen Nordschleuse an den Dalben gelegen hatte. Er durfte die Reise trotz des eingedrückten Bugs fortsetzen, und diesmal gelang die Passage in die Nordsee. Das von Polen kommende Schiff, das am 3.12. Stettin verlassen hatte, wurde nun am 9.12. um 21 Uhr im Zielhafen St. Malo erwartet.
Normal hat die in Aalten registrierte “Daan” eine Länge von 88,95 Metern, ist 12,4 Meter breit, hat 4,34 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 2.953 Tonnen. Sie läuft für die Daan C.V. in Delfzijl. Der Kasko entstand 2001 als „Anet“ für die C.V. Scheepvaartonderneming Anet, Delfzijl, bei der Ceskoslovenska Plavba Labiska, Chvaletice, der Endausbau erfolgte bei der Scheepswerf Peters in Harlingen. Von 2007 bis 2009 lief der 116-TEU-Frachter als „Morgan“ für die Morgan Shipping C.V.
Auch der Frachter „Hanni“, der am 4.12. auf der Elbe auf Grund gelaufen war, hat den Liegeplatz, der ihr nach der Havarie im Ellerholzhafen zugewiesen worden war, wieder verlassen. Am 7.12. um 4.45 Uhr lief sie die Hamburger Norderwerft zur Reparatur des dabei entstandenen Schadens an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Überleben der Fischer auf Bodensee ein Wunder
(07.12.16) Extrem großes Glück hatten die beiden deutschen Fischer, die am 4.12. auf dem Bodensee gekentert waren. Sie trieben sieben Stunden ohne Rettungswesten drei Kilometer vom Ufer entfernt im sieben Grad kalten Wasser. Erst dann kam die Rettung durch den Schweizer Fischer Reto Leuch, der den jüngeren der beiden aus dem Wasser holte und die Polizei verständigte.
Die beiden wurden unterkühlt in ein Krankenhaus gebracht. Der 54 Jahre alte Berufsfischer und sein 16-jähriger Sohn waren am 3.12. von Friedrichshafen kommend mit ihrem Kutter und einem 100 Meter langem Netz auf dem Bodensee mit einem 100 Meter langen Schleppnetz unterwegs, als das Boot wohl wegen starken Wellengangs kenterte. Es ragte nur noch mit dem Bug aus dem Wasser, in dem sich eine Luftblase gebildet hatte.
Der Sohn konnte sich auf die Bugspitze retten, der Vater klammerte sich an der Seite fest und lag vom Oberkörper abwärts im eiskalten Wasser. Das Ufer schwimmend zu erreichen, war unmöglich. Die beiden hatten nur eine Überlebenschance, weil das Schiff nicht gesunken war.
Der Schweizer Fischer entdeckte die beiden zufällig und rief die Seepolizei Kreuzlingen. Nur 16 Minuten nach dem Notruf war ein Boot der Polizei zur Stelle und zog den Vater um 15.06 Uhr aus dem Wasser. Im Wasser hätten sie keine Überlebenschance gehabt.
Es war dennoch außergewöhnlich, dass die beiden so lange durchgehalten haben, sagte Jens Czechtizky von der Wasserschutzpolizei. Normalerweise gelte die Faustregel, dass die Wassertemperatur in Grad Celsius die Dauer in Minuten angibt, bis erste Unterkühlungen bei Menschen eintreten. Auch sind um diese Jahreszeit nur wenige andere Schiffe auf dem Bodensee unterwegs.
Quelle:Tim Schwabedissen



Coastguard assistierte Kutter mit Mastbruch
(07.12.16) Die US Coast Guard eskortierte am 5.12. den havarierten, 47 Fuß langen Kutter “Pilgrim” von einer Position 30 Meilen südlich von Martha's Vineyard in den Hafen. Der Mast des Schiffes war gebrochen und hing über die Backbordseite ins Wasser. Um 16.30 Uhr hatte die Coast Guard Southeastern New England vom Skipper des Kutters einen Mayday-Ruf empfangen.
Daraufhin stieg ein MH-60 Jayhawk-Helikopter von der Air Station Cape Cod auf und lokalisierte den Kutter. Er blieb auf Standby, bis das Patroullienboot „Albacore” eintraf und die Nacht über bei der “Pilgrim” blieb. Am Morgen des 6.12. traf deren Schwesterschiff “Shamrock” ein und half der Crew des Havaristen bei der Reparatur des Schadens auf See.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter sitzt weiter vor Norfolk fest
(07.12.16) Am 7.12. war der holländische Schlepper “Torsten“ (MMSI-Nr.: 9623142) am auf den Haisbro-Sands weiter festsitzenden Frachter „Muros“. Tags zuvor hatte das 12 Meter lange, holländische Crewboot "Gemini" (MMSI-Nr.: 245192000) 13 Personen an Bord genommen und lief anschließend den Hafen von Lowestoft an.
Weiter vor Ort war der Schlepper "RT Adriaan". Auch die "Geo Ocean" war auf Standby gegangen, möglicherweise zu Vermessungsarbeiten an der Sandbank, die rund 10 Meilen lang und eine Meile breit ist und parallel zur Küste von Nord- Norfolk verläuft.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter mit Maschinenschaden vor dänischer Westküste
(07.12.16) Am 5.12. um 22:34 wurde das dänische Fischereischutzschiff „Vestkysten“, 657 BRZ (IMO-Nr.: 8516885), zur Assistenz eines holländischen Kutters gerufen, der in der Nordsee Maschinenprobleme erlitten hatte. Gegen Mittag lief das Schiff nach Hanstholm ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gardine führte zu Feueralarm
(07.12.16) Am Abend des 6.12. kam es in Duisburg im Unterwasser der Meidericher Schleuse gegen 19 Uhr zu einem Feuer auf einem Binnenschiff. Als die Feuerwehr vor Ort eintraf, hatte die Besatzung das Schiff verlassen. Die Feuerwehr war mit einem Löschboot und einem Löschzug vor Ort. Es brannte, wie sich herausstellte, allerdings nur eine Gardine. Gegen 20 Uhr war der Einsatz deshalb bereits wieder beendet. 32 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Warum der Brand ausbrach, war noch unklar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fahrgastschiff lag quer im Schwedter Fahrwasser
(07.12.16) Das 28,5 Meter lange Fahrgastschiff "Uckermark" (ENI-Nr.: 05612270) des Fahrgastbetrieb Berlin-Brandenburg in Schwedt löste sich am frühen Morgen des 2.12. von seinem Liegeplatz in Schwedt und lag zeitweise quer zur Fahrrinne der Oder. Mehrere Taue und mindestens eine Stahltrosse waren gekappt worden, an denen das Fahrgastschiff an seinem Liegeplatz am Schwedter Bollwerk gesichert war. Das Schiff wurde, als ein Passant die Polizei alarmierte, nur noch mit einem Tau am Bug gehalten.
Neben den übrigen Tauen waren eine dünne Stahltrosse und ein Stromkabel kaputt. Glücklicherweise verkehrten keine Schiffe oder Schubverbände auf der Hohensaaten-Friedrichsthaler-Wasserstraße. Die Polizei rief die Feuerwehr zur Hilfe.
Diese brachte Steckleitern und Taue mit. Feuerwehrleute kletterten an Bord und brachten Seile an. Mit Muskelkraft wurde das Schiff wieder an seinen Liegeplatz gezogen und provisorisch vertäut. Die "Schwedt" des Wasser- und Schifffahrtsamtes legte vom gegenüberliegenden Ufer ab und sicherte die Aktion. Eigner Dieter Wunsch erfuhr erst gegen 11 Uhr von dem Ausreißer. Er stellte fest, dass ein Schloss aufgebrochen und eine dünne Stahltrosse zerrissen war. In der Vergangenheit wurde bereits sechs Mal auf dem Schiff eingebrochen und es wurden Bänke vom Promenadendeck abgeräumt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Skipper über Bord - Kutter lief herrenlos auf Grund
(07.12.16) Am Nachmittag des 6.12. wurde der 12 Meter lange, dänische Fischkutter „Mikkel - H 72“, 9,1 BRZ, aus Snekkersten vor Skodsborg in Nordsjælland am Ufer mit laufender Maschine auf Grund sitzend vorgefunden. Polizei und Rettungsdienst wurden um 13.09 Uhr alarmiert. Es befand sich keine Besatzung, aber ein frischer Fischfang an Bord.
Ein Helikopter stieg auf, um die Umgebung zu erkunden. Auch 10 Boote machten sich auf die Suche. Der Hubschrauber entdeckte um 15.30 Uhr im Øresund zwischen Skodsborg und Snekkersten dann die Leiche des Skippers, des letzten Berufsfischers des Ortes.
Offenbar war er über Bord gegangen, als er nach dem Auslaufen aus Snedkersten sein Netz einholte, und das auf Autopilot laufende Schiff setzte seine Fahrt herrenlos weiter fort. Es wurde inzwischen geborgen und in den Hafen von Vedbæk geschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Über 40 Menschen vor Sokotra vermisst
(07.12.16) Nach einem Schiffsunglück vor der Küste Jemens wurden mehr als 40 Menschen vermisst. Bislang wurden 17 Passagiere gerettet. Die Suche nach den Vermissten dauerte an.. Seit den Morgenstunden des 7.12. durchkämmten Schiffe das Unglücksgebiet. Das Schiff war mit 64 Menschen an Bord westlich der jemenitischen Inselgruppe Sokotra von Mukalla kommend gesunken Es hatte seit fünf Tagen keinen Kontakt mehr bestanden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Öl wird von gestrandetem Zweimaster abgepumpt
(07.12.16) Am 6.12. gelang es der schwedischen Coastguard, rund 10 % der insgesamt 600 Liter Öl an Bord der gestrandeten Yacht "Zjawa IV" abzupumpen. Die Arbeit war kompliziert, weil die Tanks des 2,5 Meter tief gehenden Schiffes, das inzwischen geflutet war, unter Wasser lagen. Es war auf dem Rückweg von Miami über die Azoren nach Gdingen, als es vor Måkläppen auf Grund lief.
Die Polizei hat ihre Befragungen des Skippers inzwischen beendet, ein Atemalkoholtest verlief negativ. Die Untersuchungen zum Seeunfall dauerten an. Wahrscheinlich hatten Navigationsfehler in stürmischer See zu der Havarie geführt. Sobald das Öl ausgepumpt war, sollte die Vorbereitung der Bergung beginnen. Am 7.12. waren die "KBV 003 - Amfitrite", "KBV 034" und "KBV 499" an der Strandungsstelle.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gekenterte Fregatte soll wieder repariert werden
(07.12.16) Wie ein gestrandeter Wal lag die indische Fregatte “Betwa” am Tag nach dem gänzlich verunglückten Ausdockmanöver im Dock der Marinewerft in Mumbai. Daneben befand sich auch die Korvette „Pralay“ im Cruiser Graving Dock. Sie war durch das Kentern der „Betwa“ ebenfalls gefangen und kann erst ausgedockt werden, wenn diese geborgen ist.
Der Marinechef Admiral Sunil Lanba besuchte den Naval Dockyard am Morgen des 6.12. und wurde über die Lage informiert. Er erfuhr dabei, dass das Unglücksdock gerade umgebaut wurde. Um 13.50 Uhr des 5.12. rutschte die „Betwa“ beim Fluten des Docks trotz zweitägiger Vorbereitungen von den Blöcken, als die Stützsysteme sich lösten, und stürzte auf die Seite.
Sofort lief eine große Rettungsaktion an. Über 100 Personen waren an Bord des Schiffes. Teile der Außenhaut wurden aufgeschnitten, um so schnell wie möglich an die Eingeschlossenen heranzukommen. Binnen weniger Stunden waren alle Überlebenden in Sicherheit.
Für zwei Mann des Maschinenpersonals kam die Hilfe dennoch zu spät. Lanba besuchte auch die 14 zum Teil schwer verletzten Soldaten im Naval Hospital INHS Asvini. Die Marine betonte, dass die Fregatte so schnell wie möglich wieder aufgerichtet werden und 2018 wieder einsatzbereit sein sollte. Verteidigungsminister Manohar Parrikar forderte einen Bericht der Marine an. Aktuell waren rund 25 % des Schiffes geflutet, darunter auch der Maschinenraum. Glück im Unglück war, dass zum Zeitpunkt des Unglücks nur 10 % der Waffensysteme an Bord installiert waren.
Das Schiff war im April gedockt worden und sollte zwei Jahre lang zur Reparatur und Überholung in der Werft bleiben, deshalb waren die meisten Waffen, darunter Sensoren und Systeme der elektronischen Kriegsführung, ausgebaut und auf anderen Schiffen verwendet worden.
Am 7.12. wurden Bergungsexperten zu einer ersten für zwei Tage anberaumten Untersuchung in Mumbai erwartet. Die indische Marine verfügt über keinen Kran, der den 3850-Tonner aufrichten könnte. Ihre eigenen haben nur eine Kapazität von 100 Tonnen.
Während es in der indischen Marine bislang kein vergleichbares Unglück gab, waren einige Einheiten dennoch in schwere Unglücke verwickelt. Am 31.1.2011 sank die Fregatte “Vindhyagiri” nach der Kollision mit dem Frachter „Nordlake“ und nachfolgendem Feuer an ihrem Liegeplatz. Sie wurde wieder gehoben, aber nur, um danach als Zielschiff versenkt zu werden.
Da eine der 12 Munitionskammern wegen Explosionsgefahr nicht geräumt werden konnte, wurde nach 1,5 Jahren in der Werft am 8.1.2012 eine Entsorgung des Schiffs durch Versenkung als Zielschiff auf hoher See genehmigt. Im August 2013 sank das U-Boot “Sindhurakshak” nach einer Serie von Explosionen, 18 Mann kamen ums Leben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier am Haken von Bergungsschlepper
(07.12.16) Die 19-köpfige Crew des mit einer Ladung Mais auf dem Weg von Argentinien nach Saudi-Arabien nach einem Feuer leckgeschlagenen Bulkcarriers "Antaios" befand sich am 4.12. in einem Hotel in Kapstadt, während die Vorbereitungen liefen, sie in die Heimat zu fliegen. Dies sollte noch am selben Tag stattfinden.
Der Havarist wurde unterdessen von dem südafrikanischen Bergungsschlepper "Smit Amandla", 2899 BRZ (IMO-Nr.: 7385215), der am 3.12. aus Kapstadt ausgelaufen war, auf den Haken genommen. Am 5.12. stand der Schleppzug 780 Meilen vor dem Hafen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Abgebrannter Kutter „Elfriede“
(Bild: FF Ribnitz-Damgarten)   Großbild klick!

Feuer auf Fischimbiss-Kutter in Ribnitz
(06.12.15) Auf dem Fischimbiss-Kutter „Elfriede“ in Ribnitz-Damgarten, Kreis Vorpommern-Rügen, brach am 3.12. ein Feuer aus. Der Brand auf dem zehn Meter langen Imbisskutter entstand gegen 4.45 Uhr im Hafen im Ortsteil Ribnitz. Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Ribnitz und Damgarten waren mit insgesamt sechs Fahrzeugen vor Ort und konnten den Brand löschen.
Danach standen noch Nachlöscharbeiten von Glutnestern und das Abpumpen von Löschwasser an. Der Schaden wurde auf rund 150.000 Euro geschätzt. Der Kutter brannte weitgehend aus. Am 04.12.2016 waren ein Brandursachenermittler sowie Beamte des Kriminaldauerdienstes Stralsund vor Ort, um die Ermittlungen zur Brandursache durchzuführen. Die Ergebnisse der Brandortuntersuchung ließen nach gegenwärtigem Stand einen technischen Defekt auf dem Kutter vermuten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Technische Probleme und schlechte Sicht ursächlich für Havarien in Brunsbüttel
(06.12.16) Technische Probleme und schlechte Sicht waren Schuld an den beiden Havarien, die sich in kurzem Zeitabstand an der Brunsbütteler Schleuse ereigneten. Der russische Frachter „Georgiy Uhsakov", 6204 BRZ (IMO-Nr.: 9210335), der am Morgen des 3.12. die Schleusenanlage gerammt hatte, verließ Brunsbüttel am 5.12. um 115.15 Uhr und setzte die Reise nach Riga fort, wo er am 7.12. eintreffen sollte.
Um 14.30 Uhr passierte er die Schleuse in Kiel. Schuld an dessen Unfall dürften die schlechten Sichtverhältnisse durch Nebel mit Sichtweiten zum Teil deutlich unter 50 Metern sowie das schlechte Manövrierverhalten des in Ballast fahrenden Schiffes gewesen sein.
Der holländische Frachter "Daan", 2080 BRZ (IMO-Nr.: 9201956), lag nach seiner Havarie in Brunsbüttel, bei der er auf der Fahrt von Stettin nach St. Malo ein Schleusentor gerammt hatte, am 6.12. weiter in Brunsbüttel. Es war nicht das erste Unglück auf der Reise gewesen. Am 3.12. hatte sich in Stettin auf Schiff der Lukenwagen samt einem Lukendeckel selbstständig gemacht.
Er rutschte nach achtern in Richtung der Aufbauten und traf einen dort stehenden Decksmann, der tödlich verletzt wurde. Am 23.8.2010 hatte der Frachter im Marmarameer vor der Insel Imrali Maschinenschaden erlitten. Er ging damals auf der Reede von Gemllik zur Reparatur vor Anker.
Auch bei der aktuellen Kollision war die Unfallursache vermutlich technische Pro¬bleme mit der Hauptmaschine. Ob die Große Nordkammer mit dem verbeulten Schleusentor dem Schiffsverkehr ohne größere Instandsetzungsarbeiten weiter zur Verfügung stehen würde, war zunächst noch unklar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zweimaster "Zjawa IV" (Bild: Kustbevakningen)   Großbild klick!

Segelschulschiff vor Schweden gestrandet – Crew gerettet
(06.12.16) Der 19 Meter lange, polnische Zweimaster "Zjawa IV" (MMSI-Nr.: 261000350) lief von Göteborg kommend in stürmischer See mit Wellenhöhen von bis zu zwei Metern und Windgeschwindigkeiten von 12-15 m/s am 5.12. um 15.30 Uhr auf das Falsterbo-Riff südlich des Orts Falsterbo und schlug leck. Die neunköpfige Crew funkte einen Notruf, und das schwedische MRCC schickte die Rettungsboote "Rescue Famous" und "Rescue Elsa Johansson", das Patroullienboot "KBV 314" sowie den Helikopter Lifeguard 007. Die "Elsa Johannson" aus Lomma war gegen 16 Uhr vor Ort, gefolgt von den übrigen Fahrzeugen.
Die Crew der "Zjawa IV" meldete, dass sich 200 Liter Wasser im Schiff befänden, das immer wieder auf die Felsen schlug. Sie versuchten, es mit den Bilgenpumpen zu lenzen. Um 17.50 Uhr wurden die ersten fünf Mann abgeborgen, die übrigen setzten die Lenzbemühungen fort.
Um 18.20 Uhr folgten zwei weitere, nur der Skipper blieb mit einem weiteren Mann zurück. Dann mussten die beiden auch abgeborgen werden. Alle Geretteten kamen in ein Hotel in Trelleborg, von wo aus es für neun von ihnen am 6.12. per Fähre nach Swinemünde zurückging. Der Kapitän blieb mit zwei Mann vor Ort, um die Bergung und das Abschleppen des Schiffes nach Malmö zu koordinieren. Das Boot, das 2,5 Meter Tiefgang hatte, lag auf einer Wassertiefe von 1,3 Metern. Es hatte sich 40 Grad übergelegt, überstand die Nacht aber in einem Stück.
„Zjawa IV” (Bild: Kustbevakningen)   Großbild klick!
Am 6.12. wurde der Dieselkraftstoff durch die Küstenwache aus dem inzwischen vollgelaufenen Schiff abgepumpt. Das schwedische Patroullienboot “KBV 034”, 890 BRZ (MMSI-Nr.: 9536600), ging an der Unglücksstelle auf Standby. Das Abpumpen war auf dem halb unter Wasser liegenden Schiffes eine schwierige Angelegenheit.
Die „Zjawa IV” wurde 1949 in Schweden erbaut. Das einstige Rettungsboot ging in den 1970er Jahren an die polnische Pfadfinderorganisation Centrum Wychowania Morskiego ZHPund wurde von 2013-2015 generalüberholt und als Segelschulschiff eingesetzt. Zum Unglückszeitpunkt kam die Ketsch gerade aus Gdingen, wo sie eine Transatlantikquerung beendet hatte.
Die Route hatte von den Azoren über das Mittelmeer und die Irische See geführt. Im vergangenen Jahr hatte das Schiff nach einem Trip nach Schweden am 1.6. Wassereinbruch erlitten. 12 Frauen, die im Rahmen einer Krebsbekämpfungskampagne unterwegs waren, mussten evakuiert werden.
Die "Zjawa IV" war am 31.5. aus Gdingen nach Schweden ausgelaufen. Zwei Tage darauf um 16 Uhr funkte die “Zjawa IV” 75 Meilen südsüdöstlich von Gotland Mayday. Die schwedische Coastguard schickte den Helikopter Lifeguard 006 aus Visby mit Lenzpumpen sowie das Überwachungsflugzeug KBV 50. Auch ein polnischer Helikopter stieg auf.
Der Lifeguard 006 war um 17.09 Uhr vor Ort und setzte Pumpen sowie zusätzliche Rettungskräfte an Bord ab. Bis auf drei Personen wurde die gesamte Crew des Seglers dann an Bord des Rettungsschiffes “Lotos” genommen und nach Wladyslawowo gebracht. Die "Afrodyta" der Petrobaltico und die "Santa Barbara" gingen währenddessen auf Standby.
Am 2.6. um 17.40 Uhr konnte der Havarist von der Restcrew auch nach Wladyslawowo gebracht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter sitzt weiter vor Happisburgh auf Grund
(06.1.2.16) Der Frachter "Muros" saß am 5.12. weiter vor Happisburgh fest. Dem Schlepper "RT Adriaan" war es nicht gelungen, eine Schlepptrosse zu dem Havaristen auszufahren, der mit seinen 6,1 Metern Tiefgang auf 4,7 Metern Wassertiefe festsaß. Der Schlepper selbst hatte 6,3 Meter Tiefgang. Die Tidenhöhen sollten im Lauf der Woche auf 4,1 Meter weiter abfallen. Es wurde nun überlegt, das Öl von der "Muros" abzupumpen. Außerdem sollte eine längere Schlepptrosse besorgt werden, ebenso ein flachgehendes Fahrzeug, um diese auszufahren. Der Frachter war mit seiner neunköpfigen Crew durch einen technischen Fehler acht Meilen vor der Küste am 3.12 um drei Uhr auf dem Haisbro-Sand aufgelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fregatte kenterte im Dock – zwei Tote
(Datum) Am 5.12. um 13.50 Uhr rutschte die indische Lenkwaffen-Fregatte "Betwa - F 39", 3850 ts, beim Ausdocken von den Pallen beim Naval Dockyard in Mumbai und kenterte. Das Unglück ereignete sich, als das Dock geflutet wurde. Das Schiff legte sich 90 Grad auf seine Backbordseite, Masten und andere Ausrüstung brachen ab. 14 Crewmitglieder wurden verletzt, zwei weitere zunächst vermisst.
Sie wurden später von Marinetauchern tot geborgen. Einer der beiden war abgestürzt und erlitt multiple Frakturen, denen er erlag, der andere war im Schiffsinnern eingeschlossen worden und ertrank. Auf der Fregatte waren auf der Werft im Jahr 2014 erlittene Schäden repariert und Überholungsarbeiten durchgeführt worden.
Das 126 Meter lange Schiff der Brahmaputra-Klasse hat eine Crewstärke von 440-450 Mann und wurde 2004 in Dienst gestellt. Es war nicht die erste Havarie: Im Januar 2014 lief die Fregatte beim Ansteuern der Marinebasis von Mumbai auf Grund. Bevor sie wieder aufgerichtet werden kann, müssen erst umfangreiche Untersuchungen stattfinden, auch um weitere Schäden zu vermeiden. Ob das Schiff zu retten ist, war noch unklar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier nach Feuer und Wassereinbruch aufgegeben
(06.12.16) Auf dem mit Getreide beladenen, liberianischem Bulkcarrier "Antaios", 18095 BRZ (IMO-Nr.: 9196383), brach am 2.12. im Südatlantik 860 Meilen von Kapstadt entfernt auf Position 2, 34 10 S 059 00 O auf der Fahrt von San Lorenzo nach Durban ein Feuer aus. Die dadurch verursachten Schäden führten zu einem Wassereinbruch im Maschinenraum. Als die Flutung außer Kontrolle geriet, entschied der Kapitän, einen Notruf abzusetzen und das Scihff aufzugeben.
Das Centre for Sea Watch and Response (CSWR) der SAMSA wurde von dem unter Panama-Flagge laufenden Erzfrachter "NSU Inspire", 132868 BRZ (IMO: 9438913) informiert, dass er einen Notruf, von dem Havaristen aufgefangen habe. Insgesamt 24 Handelsschiffe boten Hilfe an, die sich zwischen 80 und 600 Meilen entfernt befanden. Die sechs am nächsten stehenden Schiffe wurden in Richtung des Havaristen dirigiert.
Sie sollten eingreifen können, falls die „NSU Inspire" Hilfe bei der Rettungsaktion brauchte. Um 20.39 Uhr meldete der Erzfrachter dem MRCC, dass alle 19 Mann aus den beiden Rettungsbooten, in die sie gegangen waren, aufgenommen wurden. Der Erzfrachter nahm dann Kurs auf Kapstadt. Hier wurden die Schiffbrüchigen am 5.12. gegen Mitternacht an Land gesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter lief bei Eysk auf Grund
(06.12.16) Der unter Togo-Flagge laufende Frachter "Bellatrix", 2457 BRZ (IMO-Nr.: 8230405), wurde am Morgen des 4.12. aus dem Fahrwasser gedrückt, als er den Hafen von Eysk in Richtung der Azov-See verließ. Der Frachter konnte am selben Tag von Schleppern wieder flottgemacht werden und wurde auf der Außenreede vor Anker gelegt. Er war mit 3298 Tonnen Mais für Famagusta beladen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter drohte in Svolvær zu sinken
(06.12.16) Am 5.12. drohte ein alter Kutter im Hafen von Svolvær zu sinken, nachdem es an Bord zu einem Wassereinbruch gekommen war. Das Rettungsboot “Sundt Flyer” der örtlichen NSSR-Station wurde zu dem Holzschiff mobilisiert, das bereits deutliche Schlagseite hatte. Im Schiffsinnern standen große Mengen Wasser. Dank eines raschen Lenzeinsatzes konnte es stabilisiert und vor dem Untergang bewahrt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Tanker auf Houston Ship Canal
(06.12.16) Auf dem unter Singapur-Flagge laufenden Tanker "Jo Kiri", 11769 BRZ (IMO-Nr.: 9266231), brach am Nachmittag des 5.12. ein Feuer im Maschinenraum aus. Das Schiff befand sich zu der Zeit bei Eagle Point und war auf dem Houston Ship Canal zum Vo Pak Terminal unterwegs. Der Schiffsverkehr auf dem Kanal wurde unterbrochen, bis der Brand eine Stunde später gegen 14.50 Uhr gelöscht und der Havarist zum Red Buff Terminal in Houston verholt worden war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kreuzfahrtschiff musste Fahrt nach Schaden an Tenderplattform abbrechen
(06.12.16) Das unter Bermudas-Flagge laufende Kreuzfahrtschiff „Grand Princess“, 105517 BRZ (IMO-Nr.: 9104005), musste seine aktuelle Kreuzfahrt am 3.12. auf dem Pazifik abbrechen, nachdem eine defekte Tender-Plattform auch den Rumpf des Schiffs beschädigt hatte. Eine der Tender-Plattformen hatte sich aus noch unbekannten Gründen von selbst geöffnet, nachdem die „Grand Princess“ den Hafen von Honolulu auf Hawaii verlassen hatte. Dabei wurde nicht nur die Plattform selbst so schwer beschädigt, dass sie nicht mehr geschlossen werden konnte, sondern auch der Rumpf des Schiffs in Mitleidenschaft gezogen.
Es drang etwas Wasser ins Schiff ein, was aber kein Problem für die Sicherheit der Passagiere bedeutete. Der Zwischenfall ereignete sich am zehnten Tag einer 15-Nächte-Kreuzfahrt zu den Inseln von Hawaii, die am 23.11. in San Francisco begonnen hatte und dort nach einem Stopp im mexikanischen Ensenada am 8.12. auch wieder zu Ende gehen sollte. Die „Grand Princess“ lief stattdessen mit geringer Geschwindigkeit zurück nach Honolulu, wo die Reparaturen durchgeführt werden sollen.
Die Passagiere wurden zunächst in Hotels in Honolulu untergebracht und dann nach San Francisco geflogen. Als Entschädigung erhielten sie 50 Prozent des Kreuzfahrtpreises zurück und einen Gutschein über die gleiche Summe für eine künftige Kreuzfahrt mit der Reederei.
Nach den Reparaturen sollte sie sich in eine Werft in Portland begeben, wo schon seit langem ein routinemäßiger Aufenthalt bis 19.12. eingeplant war. Princess Cruises muss daher voraussichtlich keine der geplanten Kreuzfahrten des Schiffs absagen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fischer trieben stundenlang auf Bodensee
(06.12.16) Am 3.12. um 14.50 Uhr ging bei der Schweizer Seepolizei der Notruf eines Berufsfischers ein. Er hatte beim Einholen seiner Netze auf dem Bodensee einen Bootskiel aus dem Wasser ragen sehen. Polizeiboote aus Deutschland und der Schweiz eilten ebenso wie ein Hubschrauber zu der Position. 16 Minuten später entdeckten sie in etwa drei Kilometern Entfernung vom Schweizer Ufer zwei Fischer, deren Boot gekentert war und an dessen Kiel sie sich festhielten.
Sie hatten zu diesem Zeitpunkt bereits sieben Stunden lang im Wasser getrieben. Stark unterkühlt, aber nicht in lebensbedrohlichem Zustand, wurden der 54-jährige Vater und sein 16-jähriger Sohn an Land gebracht und in ein Krankenhaus in Konstanz eingeliefert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Mastbruch beim Vendée Globe
(06.12.16) Am 4.12. um 3.30 Uhr erlitt die bei der Vendée Globe mitseglende „Spirit of Yukoh“ von Skipper Kojiro Shiraishi Mastbruch. Der Mast war über dem zweiten Spreader gebrochen. Der Skipper selbst war unter Deck und blieb unversehrt, musste aber aus dem Rennen gehen. Shiraishi konnte das gebrochene Stück inzwischen entfernen. Der Unfall ereignete sich bei 20 Knoten Wind. Das Boot nahm Kurs auf Kapstadt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Nap Time zu wörtlich genommen
(06.12.16) Das Motorboot "Nap Tyme" kollidierte am 4.12. mit der amerikanischen Fähre "Chetzemoka", 4623 BRZ (IMO-Nr.: 9347669), bei Vashon Island. Der Skipper des Bootes war offenbar unter Deck gewesen und hatte nicht bemerkt, dass er der Fähre vor den Bug lief. Der Kapitän der Fähre gab Hornsignal und konnte sein Schiff sogar fast noch aufstoppen. Dann schlug die „Nap Tyme“ gegen den Rumpf.
Die Weiterfahrt verzögerte sich eine halbe Stunde, bevor die Coastguard beide Schiffe wieder freigab. Die "Chetzemoka" war von Pont Defiance nach Vashon Island unterwegs gewesen. Menschen kamen nicht zu Schaden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vor Ost-Java vermisst
(06.12.16) Der indonesische Frachter “Sinar Mutiara”, der mit einer Ladung von 140 Kühen und 900 Ziegen sowie einer Crew von 16 Mann von Telaga Biru, Bangkalan, nach Banjarmastin in Süd-Kalimantan unterwegs war, sank am Nachmittag des 5.12. vor Ketapang in Ost-Java. Das Schiff war gegen 13 Uhr ausgelaufen, und der letzte Kontakt war, als ein Decksmann seine Familie in Tanjung Bumi Bangkalan anrief und meldete, dass das Schiff bei hohem Seegang am Sinken sei und Hilfe bräuchte.
Eine Suchaktion wurde an der Nordküste von Sampang und Pamekasan gestartet, aber um 22 Uhr ergebnislos abgebrochen. Petronas wurde gebeten, ein SAR-Schiff zu stellen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vorbereiten zum Schlepp
(Bild: SNSM)   Großbild klick!

Yachtskipper mit Hundewelpen bei Bréhat in Seenot
(5.12.2016) Am 3.12. kurz nach acht Uhr wurde das CROSS Corsen alarmiert, nachdem die Segelyacht “Cable Bay”, eine 9,7 Meter lange Centurion 32 aus Saint Brieux, bei Bréhat im Sturm in Bedrängnis geraten war. Der Skipper, der mit seinem fünf Monate alten Hund unterwegs war, konnte das Boot nicht mehr kontrollieren und litt an Erschöpfung. Vor Ort waren sechs Beaufort Wind und vier Meter Wellenhöhe.
Das Rettungsboot „Zant-Ivy” der SNSM-Station Loguivy-de-la-Mer, ein Handelsschiff und ein Cayman-Helikopter der Marine-Base in Lanvéoc-Poulmic kamen zu Hilfe. Der Skipper aktivierte
Gleich im Hafen ... (Bild: SNSM)   Großbild klick!
seinen Notsender, während die „Cable Bay“ weiter nordwärts trieb. Im Seegebiet der Banc des Langoustiers sichtete die Crew des Helikopters die Yacht dann. Sie führte das Rettungsboot aus Loguivy heran. Diesem gelang es, die Yacht auf den Haken zu nehmen und sie durch die raue See in den Hafen von Lézardrieu zu schleppen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schrammen am Vorschiff (Bild: Rick Hellmann)   Großbild klick!

Serie von Havarien am Nord-Ostsee-Kanal
(05.12.16) Eine Serie von Havarien ereignete sich am 2. Adventswochenende am Nord-Ostsee-Kanal: Auf der Fahrt von Terneuzen nach Riga kollidierte der russische Frachter "Georgiy Uhsakov", 6204 BRZ (IMO-Nr.: 9210335), am 3.12. mit der Südschleuse des Nord-Ostsee-Kanals in Brunsbüttel. Der Unfall ereignete sich, als er gegen neun Uhr von der Elbe kommend bei dichtem Nebel einlief und er gegen Mittel- und Südmauer stieß. Er trug dabie schwere Schäden am Bug davon.
Der Rumpf wurde oberhalb der Wasserlinie an mehreren Stellen aufgerissen. Die Berufsgenossenschaft Verkehr verhängte ein Weiterfahrverbot. Um 10.30 Uhr ging der Schwergutfrachter an die Dalben in Brunsbüttel. Die Wasserschutzpolizei Brunsbüttel leitete ein Ermittlungsverfahren ein.
In der Nacht zum 5.12. um 04.30 Uhr stieß der westwärts fahrende holländische Frachter „Daan“, 2080 BRZ (IMO-Nr.: 9201956), auf der Fahrt von Stettin nach St. Malo, beim Einlaufen in die Große Nordkammer der Schleusen in Brunsbüttel gegen das geschlossene Tor 1. Am Schiff entstanden dabei erhebliche Schäden im Bugbereich, das Schanzkleid wurde großflächig eingerissen. Das Schleusentor wurde ebenfalls an der Anstoßstelle deformiert.
Derzeit war noch unklar, ob das Tor ohne größere Instandsetzungsarbeiten weiter gefahren werden kann. Grund der Kollision waren technische Probleme mit der Hauptmaschine, so dass ein rechtzeitiges Umsteuern nicht möglich war. Die Berufsgenossenschaft für Transport- und Verkehrswirtschaft verhängte ein Weiterfahrverbot bis zur Klassenbestätigung. Der Frachter wurde um 6.45 Uhr an die Dalben am Südufer des Binnenhafens von Brunsbüttel gelegt.
Eine nicht ausreichende Bildqualität des Radars war der Grund, warum der Lotse die Fahrt des unter Antigua-Barbuda-Flagge laufenden Frachters "UBC Moin", 5630 BRZ (IMO-Nr.: 9421154), von Husum nach Iskenderun auf der Kieler Förde am Morgen des 3.12. stoppte. Er stellte fest, dass das Radar für ein sicheres Einlaufen nicht die erforderliche Bildqualität im Nahbereich lieferte In dem Seegebiet herrschte zu der Zeit dichter Nebel.
Das Schiff ankerte um 9.45 Uhr in Kiel und wartete bis zu Aufklaren auf der Reede vor Holtenau. Danach setzte es seine Reise fort. Mit deutlichen Blessuren von einer vorangegangenen Kollision passierte zudem am 4.12. der finnische Frachter „Martta VG“, 2820 BRZ (IMO:9179311), den Nord-Ostsee-Kanal. Am Backbord-Vorschiff wies der Rumpf oberhalb der Wasserlinie deutliche Einbeulungen und Schrammen eines unliebsamen Kontaktes auf, Das Schiff war am 2.12. aus Bremen ausgelaufen und unterwegs nach Wismar, wo es am 4.12. um 18.30 Uhr an Liegeplatz VIII festmachte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Taucher an Wrackteilen der “Kowloon Bridge”
(Bild: Aquaventures)   Großbild klick!

Erz der Kowloon Bridge wird nicht geborgen
(05.12.16) Der Wert des Eisenerzes, das sich in und um das Wrack des Bulkcarriers “Kowloon Bridge”, 89438 BRZ, beim Stag Rock in Baltimore, County Cork, befindet, hat immer noch einen Wert von 2,7 Millionen Euro. Eine Tonne wird aktuell für 55 Dollar gehandelt. Doch die Kosten, es von dort durch Absaugen oder Baggern zu bergen und die Auswirkungen auf das marine Leben wären unkalkulierbar.
Die einstige Fracht befindet sich nun in 40 Metern Tiefe und ist schwer zugänglich. Es ist längst aus den Laderäumen gefallen, das Granulat liegt allerdings in unmittelbarer Umgebung des Wracks und ist unter den Sedimenten gut sichtbar. Bei einer Bergung würde der Fischbesatz ohne Zweifel großen Schaden nehmen. Neben Fisch- und Muschelfarmen befinden sich fünf Tauchschulen in Baltimore und bieten Touren zu dem größten Tauchwrack der Welt an. Seit dem Schiffbruch hat sich ein reiches marines Leben angesiedelt, auch wenn mitunter noch geringe Ölreste freiwerden. Die Sorgen der Unternehmer, es könnten Bergungsaktionen stattfinden, erwiesen sich aber als unbegründet, weil Pläne des Eigners Shaun Kent und eines kanadischen Unternehmens doch nicht zustande kamen.
Untergang 1986 (Bild: Wikimapia)   Großbild klick!
Die „Kowloon Bridge“ wurde als “English Bridge” bei Swan Hunter auf dem Tyne al seines von sechs Schiffen der Bridge-Klasse erbaut. Sie war 294 Meter lang, 4 Meter breit und hatte 18 Meter Tiefgang. 1977 wurde sie zur „Worcesterhire“, 1979 zur „Sunshine“, „Murcurio“, „Crystal Transporter“ und am Ende zur „Kowloon Bridge“. Die letzte Reise führte von Sept-Îles zum Clyde mit einer Ladung von 160.000 Tonnen Eisenerz und Öl. Am 20.11.1986 ankerte der Frachter in der Bantry Bay, nachdem im Anschluss an die Atlantikquerung ein Riss im Hauptdeck entdeckt worden war. Hier sollten provisorische Reparaturen durchgeführt werden.
Beim Versuch, am 22.11. bei 50 Fuß hohem Seegang und 70 Meilen Wind eine drohende Kollision mit dem ebenfalls dort liegenden Tanker „Cap Emma“ aus Italien, die mit 80.000 Tonnen Öl beladen war, abzuwenden und den offenen Seeraum zu erreichen, verlor sie einen Anker und beschädigte das Ruder. Gegen Mitternacht gab der Kapitän Befehl, das angeschlagene Schiff zu verlassen. Dann bargen zwei Helikopter der Royal Naval Air Station von Culdrose in Cornwall die 27-köpfige Crew ab.
Das Patroullienboot “LÉ Aoife“ begleitete danach das verlassene Schiff, bis es einem spanischen Trawler helfen musste. Die Maschine der „Kowloon Bridge“ blieb in Rückwärtsfahrt, sodass sich der Frachter zunächst von der irischen Küste entfernte. Ein Schlepper versuchte, ihn zu bergen, erlitt aber selbst Sturmschäden und musste abdrehen.
Der Wind drehte den Frachter dann herum, und er trieb nun in Richtung der Baltimore Bay, wo der Propeller auf Felsen schlug und die Maschine daraufhin ausfiel. Binnen Stunden trieb die „Kowloon Bridge“ am 24.11. schließlich auf ein unter Wasser liegendes Riff bei den Stags Rocks vor West-Cork.
Am 29.11. begann Öl aus dem Havaristen auszulaufen. Versuche von Smit Tak International, ihn von den Felsen zu bekommen, scheiterten wegen der anhaltenden Stürme. Das Schiff zerbrach dann in drei Teile und sank. 2.000 Tonnen Öl liefen ins Meer und richteten schwere Umweltschäden an.
Das Schwesterschiff „Liverpool Bridge” sank als “Derbyshire” südlich von Japan 1980 mit der gesamten 44-köpfigen Crew im Taifun Orchid. Sie war das größte britische Schiff, das je verloren ging. Das Wrack wurde 1994 in 4000 Metern Tiefe entdeckt. Die Trümmer lagen über 1,5 Kilometer verstreut. Ein anderes Schiff der Klasse, die „East Bridge”, wurde in den 1980ern auf Abbruch verkauft, nachdem sie zuvor in einem Sturm aufgegeben worden war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerschiff saß auf der Elbe fest
(05.12.16) Am Morgen des 4.12. lief das unter deutscher Flagge fahrende Containerschiff "MS Hanni" 5056 BRZ (IMO-Nr.: 9188506), auf der Elbe am Mühlenberger Loch auf Grund.
Das Schiff war elbabwärts von Hamburg nach Bremerhaven unterwegs, als einen Maschinenausfall in Höhe des Mühlenberger Lochs erlitt. Es hatte um 6.30 Uhr vom Containerterminal Waltershof abgelegt.
Zwischen Blankenese und Finkenwerder wurde es manövrierunfähig und lief quer über die Elbe durch den Gegenverkehr in Richtung des Südufers, wo es unweit der Airbus-Werke festkam. Das Funkstreifenboot "Elbe 35" der Wasserschutzpolizei fuhr zur Unglücksposition und sicherte das Containerschiff ab.
Ein erster Versuch, es mit zwei Schleppern freizuschleppen, schlug fehl. Das Peilschiff "Deepenschriewer 1", das Löschboot "Repsold" sowie der Schlepper "Bugsier 22" waren nach der Havarie vor Ort. Bei ablaufendem Wasser fiel der Havarist weitgehend trocken.
In den Abendstunden wurde mit Beginn des Hochwassers ein weiterer Bergungsversuch durchgeführt. Im dritten Anlauf gelang es nach gut einer halben Stunde nunmehr vier Schleppern, das Schiff um kurz vor 19 Uhr wieder aus dem Schlick zu ziehen.
Es wurde zurück in den Hafen gebracht, um dort auf Schäden untersucht werden. Es machte um 19.40 Uhr im Ellerholzhafen bei Schuppen 76-77 fest.
Die „Hanni“ ist 118,31 Meter lang, 18,15 Meter breit, hat 7,09 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 6867 Tonnen. Sie läuft für die Jürgen Ohle Reederei Kg in Drochtersen und wurde 1998 auf der J.J. Sietas-Werft in Hamburg-Neuenfelde erbaut. Sie lief bis 2007 als „Svealand“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Noch ein Frachter bei Kartal gestrandet
(05.12.16) Am 2.12. riss sich der türkische Frachter "Hilmi K", 1923 BRZ (IMO-Nr.: 8101628), in demselben Südoststurm, in dem auch der russische Frachter “Volgo Don 203” gestrandet war, von seiner Mooring los. Er wurde nahe Kartal unweit von deren Strandungsstelle ebenfalls aufs Ufer gedrückt. Die Crew wurde evakuiert.
Unterdessen führten Taucher der Alesta Scuba Diving nach Wetterberuhigung am 4.12. eine Inspektion des schwer beschädigten Rumpfes der russischen „Volgo Don 203“, 4890 BRZ (IMO-Nr.:8866010), durch, die wenige hundert Meter entfernt mit Backbordschlagseite auf den Ufersteinen lag. Das Schiff war teilweise geflutet, der Rumpf aufgerissen und eingedrückt.
Die“Volgo Don 203” ist 138,3 Meter lang, 16,7 Meter breit, hat 3,77 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 5859 Tonnen. Sie läuft für die Rosshipcom Marine Ltd. in Limassol und wurde 1977 bei der Navashinskiy Oka in Russland erbaut. Am 18.8.2015 um 14.20 Uhr hatte sie sich auf der Reede von Rostov am Don vom Anker losgerissen und war auf Grund gelaufen. Sie hatte sich um 20.20 Uhr desselben Tages wieder befreien können.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht vor North Stradbroke Island gestrandet
(05.12.16) Die 12 Meter lange Segelyacht “Clare D-Lune” strandete am Morgen des 4.12. gegen drei Uhr auf dem Flat Rock nördlich von North Stradbroke Island. Das 1959 erbaute Schiff hatte eine zweiköpfige Crew. Der 70-jährige Skipper und sein 23-jähriger Decksmann, der erst seit kurzem in Australien war, konnten sich mit einem Sprung über Bord flüchten, nachdem ihr Boot leckgeschlagen war.
Sie wurden von der Polizei mithilfe einer Rettungsinsel aus dem Wasser geborgen. Die hölzerne Yacht aber wurde von der Brandung zerschlagen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tankerkollision in Ceuta
(05.12.16) Am 4.12. um 7.30 Uhr kollidierte der unter Malta-Flagge laufende Tanker "FT Foce", 3999 BRZ (IMO-Nr.: 9447237), mit dem britischen LPG-Tanker "Happy Eagle", 3733 BRZ (IMO-Nr.: 9040170), der um 3.45 Uhr an der Alfau Wharf in Ceuta von Bützfleth kommend festgemacht hatte. Die „FT Foce“ war gerade beim Auslaufmanöver, als sie einen Maschinenausfall erlitt und außer Kontrolle geriet. Sie rammte ins Heck der „Happy Eagle“.
Die beiden Schiffe blieben ineinander verkeilt, bis erste Untersuchungen ergaben, dass keine schweren Schäden entstanden waren. Die "FT Foce" war im Bugbereich beschädigt, auf der "Happy Eagle" war das Heck an Steuerbord eingebeult, und Relings wurden in Mitleidenschaft gezogen. Beide Schiffe wurden dann voneinander getrennt und machten an den Hafenmolen in Ceuta zu weiterein Inspektionen fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf schwimmendem Christkindlmarkt
(05.12.16) Das deutsche Flussfahrgastschiff „Stadt Linz"(EU-Nr.: 04608010), das derzeit als schwimmender Christkindlmarkt in Vilshofen an der Donau im Landkreis Passau dient, musste am 4.12. wegen eines Schwelbrandes geräumt worden. Gegen 16 Uhr meldete Tourismuschef dem Schiffsführer, dass auf dem Oberdeck das Licht ausgefallen war. Darauf sah dieser im Sicherungskasten in der Küche im ersten Stock nach.
Als er den Raum betrat, schlug ihm schon Feuer entgegen. Ein Stromverteilerkasten hatte Feuer gefangen. Der 56-Jährige griff zum Feuerlöscher und schaffte es, den Schwelbrand rasch einzudämmen. Die Feuerwehr evakuierte wegen der starken Rauchentwicklung den "Schwimmenden Christkindlmarkt" und ventilierte die Innenräume. Die Evakuierung der 500 bis 800 Besucher verlief ruhig. Niemand kam zu Schaden. Der Schaden wurde auf rund 5.000 Euro geschätzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sportboot vor Alaska in Seenot
(05.12.16) Die US Coast Guard und die Alaska State Troopers kamen am 4.12. drei Personen an Bord des 53 Fuß langen Sportboots „Danasea“ zu Hilfe, das auf Broad Island in der Peril Strait auf Grund gelaufen war. Die Coast Guard Juneau wurde am 3.12. um 23.40 Uhr alarmiert, nachdem es zu einem Wassereinbruch gekommen war. Um ein Uhr traf von der Coast Guard Air Station kommend ein Sitka MH-60T Jayhawk Helikopter am Havaristen ein.
Ein Rettungsschwimmer wurde mit einer Pumpe abgesetzt. Da diese nicht gegen den Wassereinbruch ankam, musste noch eine zweite in Betrieb genommen werden. Dann eskortierte ein anderes Schiff die „Danasea“ und übernahm auch zwei von deren Crewmitgliedern, bis die „Enforcer“ der Alaska State Troopers gegen drei Uhr eintraf.
Der Skipper des Sportboots entschied, gemeinsam mit dem an Bord verbliebenen Rettungsschwimmer den Hafen von Sitka anzusteuern, während die weiter laufenden Pumpen sein Schiff über Wasser hielten. Um 8.15 Uhr machte die “Danasea” in der Halibut Point Marina fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sperrzone um brennenden Frachter vor Anglesey
(05.12.16) Um den Frachter “V Due” wurde eine 500 Meter weite Sperrzone eingerichtet, nachdem er am 1.12. in Brand geraten war. Der 23000-Tonner lag weiter an der Küste von Anglesey. Er war aus Liverpool ausgelaufen und hatte vier Meilen vor dem Dorf Moelfre geankert. Ein Vertreter der Coastguard ging an Bord und untersuchte die Lage.
Versicherer, Eigner, Berger, Küstenwache und Umweltgruppen wollten am 5.12. das weitere Verfahren abstimmen. Das Schiff sollte in einen Hafen gebracht und dort die Ladung gelöscht werden. Die Belüftung der Innenräume verlief erfolgreich, und die Crew war wohlauf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vier Sportbootfahrer vor Port Elizabeth gerettet
(05.12.16) Die Transnet National Ports Authority dirigierte am 4.12. den Kutter “Squidder” zur Assistenz der vierköpfigen Crew des gekenterten Sportbootes “In for Fun“ rund1,5 Meilen vor Port Elizabeth. Die Schiffbrüchigen, darunter der südafrikanische Skipper und Eigner, zwei Rumänen und eine Britin, klammerten sich an den Rumpf des kieloben treibenden Bootes. Sie wurden an Bord der „Squidder” gezogen und an Land gebracht.
Die „In for Fun“ wurde von der NSRI zum Darby Venture-Kran geschleppt, der es aufrichtete. Dann konnte es weiter zum Pedsac-Slip gezogen und dort geborgen werden. Leinen im Propeller hatten es zuvor manövrierunfähig gemacht, sodass es in den Wellen umschlug.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wie ein gigantischer Pflug ...
(Bild: Rijkswaterstaat)   Großbild klick!

Frachter hinterließ Graben in Uferböschung
(03.12.16) Am Abend des 1.12. lief der unter Cook Islands-Flagge laufende Frachter "Salix", 2120 BRZ (IMO-Nr.: 8520446), im Koggehafen von Vlaardingen aufs Ufer, nachdem er aus bislang ungeklärter Ursache auf dem Weg nach Hamburg vom Kurs abgekommen war. Das Schiff konnte sich nach kurzer Zeit wieder befreien, hinterließ aber einen tiefen Graben in der Uferbefestigung. Es wurde in den 1. Werkhafen zu Untersuchungen beordert. Die Schaden am Wulstbug stellten sich als so gravierend heraus, dass der Frachter zur Reparatur zunächst den Keppel Verolme Shipyard in Rotterdam anlaufen musste.
Quelle:Tim Schwabedissen



Marmarameer: Frachter lief bei Kartal auf Grund
(03.12.16) Der russische Frachter "Volgo Don 203", 4980 BRZ (IMO-Nr.: 8866010), lief im Marmarameer zwischen Pendik und Kartal dicht beim Maruinturk Istambul City Port auf die Uferböschung. Das Schiff war von stürmischem Südostwind erfasst worden und kam auf der Steinschüttung um 20.33 Uhr unmittelbar vor der Uferpromenade fest. Es befand sich auf der Fahrt von Istanbul nach Izmir.
Sofort wurden der Schlepper "Kurtarma 7" und das Rettungsboot "Kiyi Emniyeti 3" zu Hilfe geschickt. Sie konnten jedoch nichts ausrichten. Um 22.10 Uhr wurde begonnen, die 14-köpfige Crew von Land aus abzubergen. Dies gelang jedoch nicht im ersten Anlauf, weil eine von Land aus ausgefahrene Leiter vom starken Wind erfasst zu werden drohte.
Erst nachdem sie mit Leinen gesichert war, konnte bis um 22.45 Uhr im zweiten Anlauf der Havarist evakuiert werden. Feuerwehr, Küstenwache und weitere Rettungskräfte waren im Einsatz. Der Frachter hatte 37 Tonnen Bunkeröl an Bord, als er strandete.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schubschiff in Genthin ausgebrannt
(03.12.16) In Genthin brach am Vormittag es 2.2. auf der SET-Werft ein Feuer auf einem Schubschiff aus, das auf der Slipanlage der Werft lag. Gegen 11 Uhr rückte die Feuerwehr aus. Im Einsatz waren rund 30 Kräfte der Feuerwehren der Einheitsgemeinde Genthin. Neben Kräften der Stadt Genthin waren auch Feuerwehrleute aus Mützel, Altenplathow und Gladau vor Ort. Weitere Unterstützung bekamen sie von der Freiwilligen Feuerwehr Kade. Der Versuch, das Feuer unter Kontrolle zu bringen, scheiterte. Das Schiffsinnere wurde ein Raub der Flammen. Die Löscharbeiten dauerten bis nach 14 Uhr an. In der ganzen Stadt konnte Brandgeruch wahrgenommen werden. Menschen kamen nicht zu Schaden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter ohne Radar im Nebel unterwegs
(03.12.16) Auf der Fahrt von Husum nach Iskenderun stoppte der Lotse des unter Antigua-Barbuda-Flagge laufenden Frachters "UBC Moin", 5630 BRZ (IMO-Nr.: 9421154), auf der Kieler Förde am Morgen des 3.12. den Anlauf des Nord-Ostsee-Kanals. Er stellte fest, dass das Radar nicht funktionstüchtig war. In dem Seegebiet herrschte dichter Nebel zu der Zeit. Das Schiff machte um 9.45 Uhr in Kiel fest. Nach Reparaturen konnte es die Fahrt um 17 Uhr fortsetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre liegt weiter auf Hilantagaan auf Korallenriff
(03.12.16) Die Fähre „Super Shuttle Ferry 3“, die vor über einer Woche im Taifun Marce auf der Insel Hilantagaan bei Sta. Fe Town in Nord-Cebu strandete, soll endlich geborgen werden. Das Schiff der Asian Marine Transport Corporation hat ein Korallenriff beschädigt, als es am 25.11. gegen vier Uhr auf Grund lief. Es hatte zu Reparaturarbeiten vor Sta. Fe Schutz suchen wollen, doch im Sturm brach die Ankerkette.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre rammte Kai in Kavkaz
(03.12.16) Die russische Fähre „Nikolay Aksenenko", 1421 BRZ (IMO-Nr.: 9711250), kollidierte am Morgen des 1.12. mit dem Kai, als es in Kavkaz festmachen wollte. Sie rammte eine Ecke des Kais mit der Backbordseite. Der Rumpf wurde drei Meter oberhalb der Wasserlinie an mehreren Stellen aufgerissen. Die Fähre musste zur Reparatur aus dem Dienst genommen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Frachter vor Anglesey
(03.12.16) Auf dem maltesischen Frachter "V Due", 23689 BRZ (IMO-Nr.: 9698202), brach vor Anglesey am 2.12. in einem Laderaum um 16.30 Uhr ein Feuer aus. Es konnte einige Zeit später gelöscht werden, der Frachter ankerte nahe Moelfre. Ein Vertreter der Coastguard untersuchte die Lage an Bord. Rettungsdienste waren nicht im Einsatz.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter bei Happisburgh aufgelaufen
(03.12.16) Der Frachter "Muros", 2998 BRZ (IMO-Nr.: 9397640), der am 2.12. aus Teesport nach Rochfort ausgelaufen war, lief nach einem Maschinenschaden am 3.12. in der Nordsee vor Happisburgh auf einer Sandbank auf Grund. Das Schiff saß stabil auf ebenem Kiel, und es sollte versucht werden, es um 20.30 Uhr mit der Flut wieder flottzumachen. Der holländische Schlepper "Multratug 3" (IMO-Nr.: 9537408) hielt sich dazu am Nachmittag bereit.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre kollidierte mit Spundwand in Hamburg
(03.12.16) Am 1.12. um 17:45 Uhr kollidierte die HADAG-Fähre "Altona" (MMSI-Nr.: 211437160) vermutlich infolge eines technischen Defekts mit der Spundwand des Este-Sperrwerks in Hamburg-Cranz. Zur Unfallzeit befand sich die 25 Meter lange Fähre auf der Fahrt vom Anleger Blankenese zum Anleger Neuenfelde. Beim Anlegen kam es nach Aussage des 53 Jahre alten Schiffsführers zu einem technischen Defekt in der Umsteueranlage, sodass die Fähre trotz Einsatzes des Querstrahlruders mit dem Bug gegen die Spundwand des Este-Sperrwerks stieß.
Weder die Besatzung noch noch die vier Passagiere wurden verletzt. Der Schaden an der Fähre wurde auf mehrere Tausend Euro geschätzt, die Höhe des Sachschadens an der Spundwand stand noch nicht fest. Die Ermittlungen des zuständigen Kommissariates der Wasserschutzpolizei dauerten noch an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Abfall brannte auf Frachter in Stockholm
(03.12.16) Am 3.12. um 14.30 Uhr brach auf dem zyprischen Frachter "Emsrunner", 4102 BRZ (IMO-Nr.: 9342152), an der Nordhafen-Straße in Stockholm ein Feuer aus. Abfälle standen in hellen Flammen. Der alarmierten Feuerwehr gelang es, den Brand um 15.30 Uhr zu löschen. Mehrere Personen hatten Anzeichen von Rauchgasvergiftungen und wurden vor Ort behandelt, niemand musste ins Krankenhaus. Der Frachter war erst um 12.50 Uhr aus Salacgriva gekommen und hatte am Fährterminal festgemacht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Touristenboot in Sundarbans in Brand
(03.12.16) Das Touristenboot „Pelican 1“ geriet bei Chandpai in Sundarbans am Abend des 2.12. in Brand. Das Feuer entstand gegen 18.30 Uhr unweit des Harbarie Waldlagers in einer Kabine, und breitee sich von dort aus. Alle 26 Fahrgäste waren gerade an Land und wurden gerettet.
Ein Schiff lief aus Mongla nach Harbaria aus, um sie aufzunehmen. Auch ein Boot der Bangladesh Coast Guard war unterwegs zum Unglücksort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Russische Fregatte bei Kollision beschädigt
(03.12.16) Die russische Fregatte „Admiral Essen“, 4035 ts, kollidierte in Baltiysk in der Marinebasis mit einer Festmachetonne und musste zum Ship Repair Yard Yantar, Kaliningrad. Der Unfall ereignete sich beim Versuch, bei stürmischem Wetter ohne Schlepper festzumachen. Einer der Propeller und der Schaft wurden beschädigt. Der Propeller muss ersetzt werden. Das 124 Meter lange Schiff war erst im Juni zur Schwarzmeerflotte gekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kanadische Coastguard empfiehlt Ölbergung von Manolis L
(03.12.16) Die kanadische Coast Guard empfahl, alle Ölreste aus dem Wrack des Frachters “Manolis L” vor Change Islands. Zu entfernen. Die Untersuchungen in diesem Sommer zeigten nach Ansicht von Regionaldirektorin Anne Miller, dass dies die beste Lösung sei. Die Arbeit würde über sechs Millionen Dollar kosten und mindestens bis Sommer 2016 dauern.
Ein Bürgerkommittee der Fogo Island-Change Islands hatte seit 2014 dafür gekämpft. Zwar sei der Schaden am Rumpf nur gering, habe sich der Stahl nur 10 Prozent rediziert seit dem Untergang vor über 31 Jahren und das Schiff weiterhin stabil, doch das Abpumpen sei langfristig die sicherste Lösung. I>
Quelle:Tim Schwabedissen


Fähre "Stord" und Schlepper "Mega Mammut"
(Bild: Egil Haaverstein)   Großbild klick!

Fähre nach Maschinenausfall abgeschleppt
(02.12.16) Am 1.12. erlitt die norwegische Fähre "Stord", 2871 BRZ (IMO-Nr.: 8513601), um 15.30 Uhr Maschinenschaden zwischen Mekjarvik und Tungenes. Das Schiff hatte planmäßig um 14.45 Uhr Kvitsøy verlassen. Die Crew fuhr die Maschine kontrolliert herunter und warf dann Anker. Der Schlepper "Mega Mammut", 269 BRZ (IMO-Nr.: 9157997) wurde aus Stord zu Hilfe gerufen und nahm den Havaristen auf den Haken.
Um 17.10 Uhr konnten Passagiere und Autos die „Stord“ in Mekjarvik verlassen. Da die Ursache des Schadens unklar war, konnte Betreiber Norled noch keine Angaben dazu machen, wann die "Stord" wieder in den Liniendienst zurückkehren würde. Stattdessen wurde um 17 Uhr ein Expressboot von Mekjarvik aus eingesetzt, das um 17.35 Uhr nach Kvitsøy fuhr und dann fahrplanmäßig verkehrte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gesunkener Kutter (Bild: Constanze Oesterhus)   Großbild klick!

Kutter sank auf erster Fahrt nach Monaten
(02.12.16) Zwei Kutter, die seit Monaten am Eisenbahnkai im Hafen von Egersund gelegen hatten, verließen diesen am 28.11. Sie machten anschließend im Fischereihafen von Kirkehann auf Hidra fest. Dort sank eines der beiden Schiffe in der Nacht zum 29.11.
Den ganzen folgenden Tag über waren Berger mit zwei Mobilkränen damit beschäftigt, das mit dem Ruderhaus noch aus dem Wasser ragende, 50 Fuß lange Wrack wieder zu heben. Auch die Feuerwehr war mit einem Boot vor Ort. Weil Dieselöl auslief, wurde eine Ölsperre um die Untergangsstelle ausgelegt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker sitzt vor Keelung fest
(02.12.16) Am 1.12. um 10.30 lief der 192 Meter lange, taiwanesische Tanker "Kang Yun", 27072 BRZ (IMO-Nr.: 9014339), von Tai Cung kommend und beladen mit über 20.000 Tonnen Flugbenzin und einer 24-köpfigen Crew an Bord, rund 200 Meter vor der Pier des Ölterminals in Keelung auf Grund, als er den Löschhafen Shen'ao in New Taipei ansteuerte. Die Havarie ereignete sich bei auflandigem Wind durch einen Maschinenausfall. Das Schiff, das einen Tiefgang von 9,2 Metern hatte, wurde mit dem Heck auf den felsigen Grund gedrückt.
Zwei Patroullienboote wurden um 10.38 Uhr alarmiert. Es konnte bislang keine Leckage festgestellt werden. Taucher stiegen ab, um den Rumpf zu untersuchen, und Schlepper versuchten, den Tanker wieder freizuschleppen. Am 2.12. saß er aber immer noch in der Bucht fest, lediglich mit dem 34 Meter langen Schlepper “K 1401“ (MMSI-Nr.: 416004457) auf Standby.
Im März 2016 war der Tanker "Tak Cheung Taipei" an der Küste von Shimen auf Grund gelaufen. Dabei wurde er schwer beschädigt, und es kam zu einer starken Ölverschmutzung. Die “Kang Yun” ist 191,5 Meter lang, 32,2 Meter breit, hat 10,91 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 43.407 Tonnen. Sie läuft für die E-Hsiang Steamship Co. Ltd. in Taiwan und wurde 1992 bei der CSBC Corporation in Taiwan erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Nova Scotia in Seenot
(02.12.16) Eine Hercules der kanadischen Marine warf am 1.12. eine Lenzpumpe auf den 13 Meter langen Kutter "Tide 'N Knots" (MMSI-Nr.: 316004561), aus Shelburne ab, der vor Yarmouth, Nova Scotia, Wassereinbruch erlitten hatte. Das Joint Rescue Coordination Centre wurde um 8:30 Uhr informiert, dass der Kutter 32 Kilometer vor der Küste in Seenot geraten war. Die “Tide 'N Knots” hatte zuvor Maschinenprobleme gemeldet und drehte um. Dann entdeckte ein Crewmitglied Wassereinbruch in der Fischluke.
Neben der Hercules wurden auch ein Cormorant-Helikopter und mehrere Boote der Coast Guard in Marsch gesetzt. Die Lage des Schiffes konnte nach Eintreffen der Rettungskräfte stabilisiert werden. Die „Tide 'N Knot” wurde dann von einem anderen Kutter und der “Geliget“ der Coastguard nach Yarmouth Harbour eskortiert und machte dort um 14 Uhr unweit des Fährterminal fest. Nach einer Reparatur sollte sie am 2.12. wieder in See stechen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kapitän wollte sein eigenes Schiff auf Grund setzen
(02.12.16) Der libysche Kapitän des unter Tansania-Flagge laufenden Frachters "Sky Moon", 2201 BRZ (IMO-Nr.: 7525334),versuchte am 30.11., sein Schiff in rumänischen Hoheitsgewässern auf Grund zu setzen, um einer Beschlagnahmung durch die ukrainische Coast Guard zu entgehen. Diese hatte das Schiff auf der Donau in den eigenen Hoheitsgewässern gestoppt, weil es gegen den ukrainischen Bann von annektierten Krim-Häfen verstoßen hatte.
Es sollte nach Reni gebracht werden. Auf dem Weg zum Hafen versuchte der Kapitän sein eigenes Spiel zu spielen, was durch die Offiziere der Küstenwache aber verhindert werden konnte. Er wie auch seine achtköpfige syrische Crew wurden ebenso wie das Schiff festgesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Tarifa abgeschleppt
(02.12.16) Der Kutter “Nuevo Adrián” wurde am 30.11. vor 1,5 Meilen östlich des Hafens von Tarifa manövrierunfähig, nachdem eine Leine in seinen Propeller geraten war. Er trieb in hoch gehender See und bei kräftigem Wind dicht vor der Küste. Das Rettungsboot „Salvamar Alkaid“ (MMSI-Nr.: 224116370), der örtlichen Rettungsstation von Salvamento Maritimo wurde zu Hilfe gerufen.
Das 21 Meter lange nahm den Havaristen auf den Haken. Trotz der widrigen Wetterbedingungen schleppte es ihn samt seiner fünfköpfigen Crew sicher in den Hafen von Tarifa zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Havarist mit Rettungsboot nach Ballstad verholt
(02.12.16) Am 1.12. um 11 Uhr verließ der havarierte norwegische Kutter "Røstbanken Vest - N-8-RT" (MMSI-Nr.: 257937500) den Hafen von Gravdal wieder, gemeinsam mit dem Rettungsboot “Det Norske Veritas - RS125", 90 BRZ (MMSI-Nr.: 259193000), der NSSR-Station Sunnmøre. Kurz nach Mittag machten beide Schiffe in Ballstad fest. Der 19 Meter lange und fünf Meter lange Kutter hatte am 29.11. im Buksnesford südwestlich von Vetvågøya in den Lofoten Maschinenschaden erlitten.
Nachdem sich der Antrieb überhitzt hatte, war er manövrierunfähig geworden und bat die Küstenwache um Assistenz. Deren Patroullienboot “Skomvær" sicherte den Havaristen und nahm ihn samt seiner Crew zunächst in Schlepp, bis die “Det Norske Veritas” eintraf und ihn längsseits nahm. Dann wurde die Schleppleine zur „Skomvær“ wieder gelöst, und der Verband steuerte Gravdal an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Streit um Wrackfund vor Florida
(02.12.16) Möglicherweise war es die “La Trinité”, die viereinhalb Jahrhunderte vor Cape Canaveral lag, die im August inmitten von tausenden Trümmern der Raketenstarts der NASA entdeckt wurde. Die Global Marine Exploration (GME), fand u.a. drei Bronzekanonen und ein Marmormonument. Vor der Gerichtsbarkeit von Orlando hat nun Frankreich Anspruch auf die Funde erhoben.
Wäre es die „La Trinité“, würde es sich um das älteste französische Wrack in der Neuen Welt handeln. Die „La Trinité” hatte 32 Kanonen an Bord und wurde 1562 vom Korsaren Dieppois Jean Ribault befehligt und lief während der Regentschaft von Henry II, die von 1547-1559 dauerte, aus. Ribault gründete 1565 die erste Kolonie auf amerikanischem Boden, das Fort Caroline bei Jacksonville.
Die Expeditionsflotte von vier Schiffen wurde erst von einem Hurrikan und dann von den Spaniern vernichtet. Allerdings hält Robert Pritchett der Global Marine Exploration Inc. einen gefundenen Anker für zu groß für eines der Schiffe. Er meint, es sei eher ein spanisches Schiff, das auf Kuba Schätze gestohlen habe, gewesen. Dies wäre ein großer Unterschied vor Gericht, denn wenn es ein Handelsschiff war, fallen 80% der Werte an den Finder und 20% an den Staat Florida. Wäre es ein französisches Militärschiff, wäre Frankreich in der Tat der Besitzer. Dies müsste allerdings nachgewiesen werden.
Chuck Meide, Direktor des Maritime Archeology Program des St. Augustine Lighthouse & Museum, denkt, es sei Ribaults Schiff. Eine juristisch belastbare Antwort wird wohl die Gerichtsbarkeit am Ende geben müssen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suche nach The Francie geht weiter
(02.12.16) Die Polizei von Waitemata glaubt zu wissen, wo der Charterkutter “The Francie” sank. Sie machte sich mit eigenen Kräften, drei hydrographischen Spezialisten, der Coastguard und der Marine am 2.12. um fünf Uhr in das Seegebiet bei Kaipara auf den Weg. Mit Sonar kann der Meeresboden bis in 100 Meter Tiefe untersucht werden. Sieben Menschen starben, drei wurden gerettet, und einer, Taulagi Afamasaga, wurde noch vermisst und könnte sich im Wrack befinden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Barge sank auf Dong Nai River
(02.12.16) Die vietnamesische 500-Tonnen-Barge „SG 0595”sank am Morgen des 2.12. auf dem Dong Nai River in der Dong Nai Provinz. Es kam zu einer geringfügigen Ölverschmuztung, und eine Ölsperre wurde um das Wrack, dessen Ruderhaus noch aus dem Wasser ragte, ausgelegt. Skipper des Fahrzeugs war Huynh Cong Danh, 38, aus der Ca Mau Provinz.
Die Barge hatte Schlagseite entwickelt, als Ladung mit einem Kran gelöscht wurde. Diese war für die Tin Nghia Limited Company in Bien Hoa City’s An Binh Ward bestimmt. Alle fünf Personen an Bord, darunter eine Frau, zwei Kinder und ein Decksmann, konnten sich unversehrt retten. In den kommenden Tagen sollte die Barge gehoben werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tobruk wird vor Queensland versenkt
(02.12.16) Das Landungschiff HMAS “Torruk” soll nun vor der Südküste von Queensland in der Wide Bay zwischen Bundaberg und Hervey Bay versenkt werden. Diese Entscheidung gab Verteidigungsminister Dan Tehan an 2.12. bekannt. Die Regierungen in Bundaberg und der Fraser Coast hatten sich einen harten Kampf um das Schiff geliefert, das 2015 nach 34 Jahren außer Dienst gestellt wurde. Auch Tasmanien warf den Hut in den Ring, um das Schiff vor der Binalong Bay zu versenken.
Die Vorbereitungsarbeiten sollen nun in Bundaberg anlaufen. Sie kosten mehrere Millionen Dollar. Noch in diesem Monat wird die “Tobruk” dazu Sydney verlassen. Die Reinigungs- und Präparationsarbeiten werden wohl bis 2018 dauern. Als Tauchwrack soll das Schiff vier Millionen Dollar pro Jahr einspielen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht "HCH-X"
(Bild: Salvamento Maritimo)   Großbild klick!

Mallorca: Motoryacht mit Wassereinbruch nach Cariñés geschleppt
(01.12.16) Die unter Gibraltar-Flagge laufende Motoryacht "HCH-X" (MMSI-Nr.: 236152000), erlitt am 28.11. rund 39 Meilen vor Ortegal Wassereinbruch und Ruderschaden. Das Ruder hatte sich in Steuerbordlage verklemmt, und es drangen erhebliche Wassermengen in den Ruderraum ein. Das Schiff hatte eine fünfköpfige britische Crew an Bord.
Das spanische Rettungsboot „Salvamar Shaula“ (MMSI-Nr.: 224033840) von Salvamento Maritimó wurde um 15.45 Uhr vom Maritime Salvage Center in Fisterra alarmiert und kam aus Cariño zu Hilfe und nahm die Yacht auf den Haken. Es dauerte 17 Stunden, das 28 Meter lange und sieben Meter breite Schiff bei kräftigem Nordostwind mit dem 21 Meter langen Rettungsboot nach Mallorca zu schleppen.
Am 29.11. um 8.30 Uhr machte es an der Pier in Cariñés fest. Hier konnte das ins Achterschiff eingedrungene Wasser mit den bordeigenen Bilgenpumpen gelenzt werden, ehe es an die Reparatur des technischen Schadens ging. Auch am Interieur waren Wasserschäden entstanden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision im Bosporus
(01.12.16) Der türkische Tanker "Besiktas Bosphorus", 84491 BRZ (IMO-Nr.: 9290373), wurde am 30.11. um 6.43 Uhr an der Nordeinfahrt des Bosporus vor Anker liegend von dem unter Bahamas-Flagge laufenden Tanker "Chryssi", 79718 BRZ (IMO-Nr.: 9000572), gerammt. Die "Besiktas Bosphorus", auf der Fahrt von Rotterdam nach Trieste mit einer Ladung von 140.000 Tonnen Öl, wartete seit dem 24.11. auf die Genehmigung zum Transit.
Die "Chryssi" hatte seit dem 22.11. geankert und war nun auf Südkurs in Richtung Gelibolu dabei, in die Wasserstraße einzulaufen. Die Verkehrszentrale wie auch der Kapitän des Ankerliegers versuchten noch, sie über Funk vor dem Kollisionskurs zu warnen, aber ohne Erfolg. Die „Chryssi“ traf das stillliegende Schiff an Backbordseite, wo Risse und Einbeulungen entstanden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter „Gracelyn Jane“ (Bild: USCG)   Großbild klick!

Kutter vor Portland in Seenot
(01.12.16) Die US Coast Guard assistierte am 30.11. der vierköpfigen Crew des Kutters „Gracelyn Jane“ aus Portland, der in schwerer See und bei stürmischem Wind rund 40 Meilen südöstlich von Portland im Gulf of Maine beschädigt worden war. Der Kutter hatte am Abend des 29.11. einen Notruf an die Coast Guard Northern New England abgesetzt. Das GPS war ausgefallen, die Maschine brachte immer weniger Leistung, und die Scheiben des Ruderhauses waren eingedrückt worden.
Vor Ort waren 30 Knoten Wind und zehn bis 14 Fuß hohe Wellen. Das Patroullienboot „Northland“ aus Portsmouth, Virginia, stand 10 Meilen von der Position der „Gracelyn Jane“ entfernt und nahm Kurs auf den Havaristen. Außerdem stieg ein Helikopter von der Air Station Cape Cod auf.
Als die „Northland“ den Kutter erreichte, hatte dessen Crew die Maschine wieder fahrtüchtig bekommen. So eskortierte sie ihn in Richtung Küste. Hier kam ein Boot der Coast Guard Station Boothbay Harbor, Maine, entgegen und begleitete die „Gracelyn Jane“ in dem Hafen. Die „Northland“ konnte aus dem Einsatz entlassen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter "Charlotte" (Bild: USCG)   Großbild klick!

Kein gutes Jahr für Kutter in der Grays Harbor-Region
(01.12.16) Am 25.11. sank in der Westport-Marina in Westport, Charleston, der 41 Fuß lange Kutter "Charlotte". Das Washington State Department of Ecology legte eine Ölsperre aus. Auch die Coast Guard Incident Management Division der Küstenwache Columbia River in Warrenton war vor Ort und überwachte die Reinigungsarbeiten, die die Ballard Marine Construction am 26.11. einleitete.
In diesem Jahr sind bereits etliche Kutter im Bereich um Grays Harbor havariert. Es begann mit dem Untergang des Kutters "Persistance", der erst nach zwei Monaten in der Marina gehoben und im Februar verschrottet wurde. Die Kosten betrugen über 105.000 Dollar.
Am 15.4. strandete der 75 Fuß lange Garnelenkutter "Privateer" aus Westport bei der Nordmole. Er war nicht mehr zu bergen und wurde vor Ort weitgehend zerlegt.
Am 23.5. lief in kurzer Distanz zur „Privateer“ die 80 Fuß lange "Jamie Marie" auf Grund, konnte aber von zwei Schleppern wieder geborgen werden. Der Fang allerdings ging verloren.
Am 23.8. strandete die 36 Fuß lange "Ila" auf der Fahrt von Westport nach Ketchikan, Alaska, eine halbe Meile nördlich der Ocean Avenue vor Westport. Die Coast Guard fand den Skipper schlafend vor. Sein Boot zerbrach später auf dem Strand.
Am 4.9. sank der 77 Fuß lange Garnelenkutter "Lady Lillian". Er wurde erst im November geräumt, die Bergungskosten betrugen über 150.000 Dollar. Am 7.10. sank die 56 Fuß lange "Taplow" 19 Meilen südwestlich von Grays Harbor auf 300 Fuß Wassertiefe. Am 23.10. lief die 59 Fuß lange "Pacific Rim" bei der Rückkehr von Newport, Oregon beim Wickum’s Spit, westlich der Einfahrt der Marina auf Grund und trieb einige Zeit halb gesunken umher.
Schließlich sank am 1.11. die 47 Fuß lange "Restless C". Sie wurde im Laufe des Novembers wieder geborgen, eine Entscheidung über eine Reparatur oder Verschrottung stand aber noch aus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Autofrachter in Bremerhaven
(01.12.16) Auf dem unter Bahamas-Flagge laufenden Autofrachter "Emerald Leader", 40986 BRZ (IMO-Nr.: 9361811), brach am 29.11. um 23.15 Uhr im Kaiserhafen von Bremerhaven an Liegeplatz 2 ein Feuer aus. Die Feuerwehr rückte mit 34 Einsatzkräften aus. Wie sich herausstellte, brannte ein Transformator in einem Elektrobetriebsraum.
In den unteren Decks hatte sich dichter Rauch ausgebreitet. Vier Feuerwehrleute erkundeten mit Löschmitteln ausgestattet die verqualmten Bereiche. Unter schwerem Atemschutz drangen sie bis zum Brandherd vor und konnten den Transformator schnell ablöschen.
Über eine bordeigene Belüftungsanlage wurde das Vorschiff dann entraucht. Zwei Stunden nach Beginn der Löscharbeiten konnte das Schiff wieder an die Besatzung übergeben werden. Die Feuerwehr rückte am 30.11. gegen 1.20 Uhr ab. Über die Schadenshöhe lag noch keine Aussage vor. Der Frachter lief um 17.30 Uhr gen Nordsee aus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker könnte Internet gekappt haben
(01.12.16) Der italienische Tanker "King Arthur", 4744 BRZ (IMO-Nr.: 9480382), war verdächtig, am 28.11. durch einen über Grund treibenden Anker die drei Haupt-Internet-Kabel zu den Kanalinseln gekappt zu haben. Die Reparatur des ersten Kabels sollte eine Woche dauern.
Aus Frankreich lief bereits ein weiteres Schiff zur Wiederherstellung des zweiten Kabels aus, das dritte sollte dann folgen. Die Coastguard von Jersey leitete eine Untersuchung ein, ebenso wie die Reederei des Tankers, der am 30.11. in Terneuzen lag.
Quelle:Tim Schwabedissen



Mittelalter-Wracks werden vor Wismar freigelegt
(03.10.16) Vor dem Hafen von Wismar haben Unterwasserarchäologen bei stürmischem Wetter am 30.11. mit dem Freilegen und Bergen zweier mittelalterlicher Schiffe begonnen. Am Meeresgrund der Hafeneinfahrt waren im Sommer Wrackteile entdeckt worden, als Taucher nach Munition in der Ostsee suchten. Die Schiffe wurden mit dendrochronologischen Analysen auf das 13. bis 14. Jahrhundert datiert.
Wismar gehörte im Mittelalter dem Handelsverbund der Hansestädte an. Von der Bergung der beiden Wracks erhoffen sich Archäologen und Historiker neue Erkenntnisse über den mittelalterlichen Schiffbau. Die Wracks könnten auch wertvolle Hinweise darauf liefern, wie die Seeleute der Ostseeschifffahrt in dieser Epoche ausgerüstet waren.
Mit den neuen Wrackfunden bietet sich zudem eine Möglichkeit, die bisherigen Annahmen über den Koggenbau zu überprüfen. Die technische Seite der Bergung oblag dem Schifffahrtsunternehmen UWA-Logistik. Mit der "Goor" und der "Goor II" verfügt es über zwei speziell für Vermessungs- und Forschungstauchfahrten ausgerüstete Schiffe.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rennyacht erlitt Ruderschaden
(01.12.16) Die norwegische Segelyacht „Lady Nor”, die für Kroatien am ARC Race teilnahm, funkte am 26.11. auf dem Atlantik einen Notruf, nachdem sie Ruderausfall erlitten hatte. Das 55 Fuß lange Boot war mit 12 Knoten unterwegs, als es bei Windgeschwindigkeiten von 15-20 m/s außer Kontrolle geriet. Ein Mitglied der slowenischen Crew wurde verletzt. Es gelang aber inzwischen, den Schaden zu beheben, sodass sie weiter segeln konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kapitän treibenden Frachters lehnte vor Vilanova Schlepphilfe ab
(01.12.16) Der holländische Frachter "Eems Sun", 1862 BRZ (IMO-Nr.: 9431587), trieb zwischen dem 28. und dem 29.11. mehrere Stunden vor der spanischen Küste trotz des Angebots von Salvamento Marítimo, ihn in den Hafen abzuschleppen. Der Frachter war am 28.11. um 20.30 Uhr aus Barcelona ausgelaufen mit Kurs England. Am 29.11. gegen drei Uhr fiel die Maschine 11 Meilen vor der Küste von Vilanova aus.
Salvamento Marítimo hatte den Schlepper "Punta Mayor" in der Nähe. Der Kapitän des Frachters bat die Behörden aber um Zeit, den Schaden selbst zu beheben. Die „Punta Mayor“ ging gegen Mittag auf deren Geheiß auf Standby am Havaristen. Nachdem die Reparatur nicht gelang, wurde dem Kapitän befohlen, die Schlepperhilfe doch anzunehmen.
Zu der Zeit trieb sein Schiff nur noch fünf Meilen vor der Küste von Torredembarra. Das anfänglich noch ruhige Wetter verschlechterte sich, zwei Meter hohe Wellen bauten sich auf, und der Wind blies mit 25 Knoten. Der Kapitän sagte, er habe bereits einen Schlepper aus Sant Carles de la Ràpita gerufen. Dieser würde aber acht Stunden brauchen.
Erst nach mehreren weiteren Aufforderungen akzeptierte er endlich die Assistenz der „Punta Mayor". Die „Eems Sun“ wurde dann binnen drei Stunden nach Tarragona geschleppt, wo sie am Llevant Damm gegen 23 Uhr festmachte. Das Schiff wurde mit einem Fahrverbot belegt und gegen den Kapitän wegen Missachtung von Befehlen ein Verfahren eingeleitet. Er musste eine Sicherheitsleistung hinterlegen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wieder Kutter auf Barre gekentert
(01.12.16) 50 Meter vor Kawhia kenterten zwei große Wellen den 5,3 Meter langen neuseeländischen Kutter „Eager Beaver“ am Morgen des 1.12., als er mit vier Fischern an Bord die Barre queren wollte. Die erste Welle ließ den Motor ausfallen, die zweite kenterte das Boot um 6.40 Uhr. Zwei Mann konnten sich mit Rettungswesten ausgestattet mit dem auflaufenden Wasser an den Strand von Te Maika retten.
Ein Mann wurde von der Coastguard geborgen. Den letzten entdeckte die Crew des Charterboots „Wild Goose III“ an eine Boje geklammert. Dieses war mit 14 Fahrgästen um 7.30 Uhr ausgelaufen. Der Schiffbrüchige wurde mit einem Rettungsring aus dem Wasser gezogen.
Von der „Eager Beaver“ trieben nur noch Trümmer auf dem Wasser. Der Skipper der „Wild Goose III“ nahm dann auch die anderen drei Männer an Bord und brachte sie zurück in den Hafen. Sie hatten den Schiffbruch mit Schrecken, aber ansonsten wohlbehalten überstanden. Unterdessen hat die Polizei die Suche nach der letzten noch vermissten Person der „Francie“, die vor Kaipara Harbour kenterte, abgebrochen. Sieben Tote wurden geborgen, nur drei Menschen überlebten das Unglück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vier Tote bei Fährunglück in Indonesien befürchtet
(01.12.16) Das indonesische Speedboot „Gertiga Express“ kenterte am 30.11. in den Gewässern von Perairan Tanjung Bebayang beim Dorf Teluk Meranti. Zwei Fahrgäste kamen ums Leben, zwei wurden noch vermisst. An Bord überlebten 17 Personen, darunter die Crew. Das Boot war aus der Provinz Kepulauan Riau nach Kabupaten Pelalawan in der Pangkalan Kerinci Regentschaft ausgelaufen. Eine große Welle kenterte es dann.
Quelle:Tim Schwabedissen





Weblinks:
SOS-Seenotfälle, Archiv
Chronik bedeutender Seeunfälle Antike bis 1499
Chronik bedeutender Seeunfälle 1500 bis 1899
Chronik bedeutender Seeunfälle 1900 bis 1949



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