EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
S O S Aktuelle Seenotfälle aus dem Ticker
(03.02.12) Der Kampf um den unter Panama-Flagge laufenden Frachter "Tycoon", 2638 BRZ (IMO-Nr.: 8304220), dauerte sechs Stunden, ehe das Schiff auf den scharfen Klippen von Christmas Island zerschmettert wurde. Das Australian Transport Safety Bureau hat eine Untersuchung des Schiffbruchs eingeleitet, bei dem sich die Inspektoren auf die Aktionen der Crew und der Hafenarbeiter fokussierten sowie das Brechen einer Mooring-Leine. Ein Zwischenbericht wurde nun veröffentlicht, noch während anhaltend stürmisches Wetter das Schiff in drei Teile zerriss. Das Schiff war am 8.1 halb beladen mit Phosphat für den Export nach Malaysia. Die Hafenbehörden und die aus Burma stammende Crew hatte keine Ahnung von dem bevorstehenden Unheil, einige Seeleute angelten vom Deck des Frachters aus, als das Wetter am Morgen umschlug. Das Schiff begann in hoher Schwell zu rollen, und eine Achterleine brach um 4.20 Uhr. Dadurch bewegte sich das Schiff an seinem Liegeplatz voran und rollte noch stärker. Durch den Seegang wurde es in Richtung der Felsen und des Kranpylons geschoben und dann wieder zurück, als die Wellen vom Felssockel zurückliefen. Der Kapitän überwachte die Situation, doch das Brechen der Achterleine wurde nicht festgestellt. Die anderen Trossen gerieten unter stärkeren Zug, und zwei Stunden danach brach eine zweite. Daraufhin vertrieb die "Tycoon2 rund 35 Meter nach vorne, und der Backbord-Bug schlug auf die Felsen. In den Kreuzseen schlug das Schiff dann kontinuierlich gegen den Felsenfuß und den Kranpylon. Um 6.47 Uhr durchtrennten einige Besatzungsmitglieder die verbliebenen Achterleinen in der Annahme, der Kapitän würde versuchen, mit dem Schiff offene See zu gewinnen. Doch der Versuch, mit Maschinenkraft von den Felsen freizukommen, scheiterte. Auch das Einhieven der verbliebenen Haltetrossen in dem Bestreben, das Schiff damit von den Klippen wegzubekommen, schlug fehl. Gegen 9.30 Uhr befahl der Kapitän, das Schiff zu verlassen. Die Crew sprang über Bord und wurde trotz der aufgewühlten See gerettet. Doch der Rumpf der "Tycoon" begann wenig später einzubrechen, der Maschinenraum wurde geflutet, und das Schiff zerbrach vollständig. Wegen unklarer Verantwortlichkeiten wurde bislang auch keine Bergungsfirma kontaktiert. Die "Tycoon" des Ocean Grow International Management in Kaoshiung wurde 1983 in Dienst gestellt als "Seizan". 1986 wurde sie zur "Sun Rose", 1988 zur "Kumiko L", 1991 zur Aki Ace", 1997 zur "Galcrest" und 2000 zur "Eurocoaster", seit 2002 lief sie als "Tycoon". Das Schiff hatte eine Tragfähigkeit von 4129 Tonnen, war 84 Meter lang. 14,51 Meter breit und hatte 6,25 Meter Tiefgang. Es wurde von der Sanyo Shipbuilding in Mukaishima erbaut. Quelle:Tim Schwabedissen
(03.02.12) Die litauische Fähre "Lisco Gloria", 20140 BRZ (IMO-Nr.: 9122151), wird derzeit am Kai des Western Shipyard in Klaipeda endgültig verschrottet. Die Arbeiten sollen bis Mai 2012 abgeschlossen sein. Die estnische Firma Vakaru Refonda, die das Wrack 2011 erworben hatte, fand keinen Käufer für den bereits seiner zerstörten Aufbauten entledigten Rumpf. Dieser wird nun im Wasser von oben nach unten stückweise zerlegt. 8000 Tonnen Stahl sollen so gewonnen werden. Immer noch werden aber Interessenten für die intakt gebliebenen Wärtsilä-Diesel, die Bugstrahlruder und Propeller gesucht. Das Schiff war am 9. Oktober 2010 mit 236 Personen, davon 204 Passagieren und 32 Besatzungsmitgliedern, auf der Reise von Kiel nach Klaipeda rund sechs Seemeilen nördlich von Fehmarn in Brand geraten und durch das zwei Wochen lang wütende Feuer weitgehend zerstört worden. Jetzt hat auch das Bundesamt für Seeunfalluntersuchungen seinen Bericht zu dem Feuer publiziert. Dabei monierte die Behörde Probleme in der Kommunikation zwischen den Einsatzkräften. So erwarteten rund 100 Kräfte im Fährhafen Puttgarden die geretteten Fährgäste, obwohl das Havariekommando bereits Kiel als Nothafen bestimmt hatte. Bereits um 1.20 Uhr hatte seinerzeit die Leitstelle in Cuxhaven das Innenministerium in Kiel benachrichtigt, dass es die Einsatzleitung übernommen habe. Dies wurde aber nicht an die Rettungsleitstellen weitergeleitet. Die Leiter der Einsatzkräfte auf Fehmarn erfuhren erst gegen vier Uhr davon. Dadurch kam es zu Verstimmungen, die durch eine verbesserte Kommunikation hätten vermieden werden können. Der Havariestab sei personell nicht in der Lage gewesen, die Kommunikation mit anderen Rettungsleitstellen als der in Kiel zu bewältigen. Was zu dem Feuer, das an einem Kühlaggregat eines entstand, ursächlich geführt hatte, konnte letztlich nicht geklärt werden. Weil Besatzungsmitglieder den Brand nicht bei der Entstehung löschen konnten, breitete er sich rasch aus. Eine nicht funktionierende Sprinkleranlage trug dazu auch bei. Quelle:Tim Schwabedissen Gehobenes Dock in Sluiskil zu marode zum Schleppen (03.02.12) Wegen des schlechten Zustandes des 96 Meter langen Schwimmdocks der Werft "De Schroef", das vor kurzem von den Bergern von DUC-Diving aus Urk sowie Wagenborg aus Delfzijl gehoben wurde, konnte dieses nicht, wie geplant, zu einem Abwracker verschleppt werden. Statt dessen halten etliche Pumpen das 1700 Tonnen-Dock über Wasser, und es wurde "as is, where is" an Abwracker verkauft. Diese begannen in dieser Woche, es im Sluiskil-Hafen zu zerlegen. Die Arbeit sollte ungefähr vier Wochen dauern. Quelle:Tim Schwabedissen 247 Überlebende der "Rabaul Queen" gerettet, rund 110 noch vermisst (03.02.12) Raue See von fünf Metern Höhe und Windgeschwindigkeiten von 40 Knoten behinderten am 2.2. die Suche nach Überlebenden der 47 Meter langen Fähre "Rabaul Queen" vor der Ostküste von Papua Neu Guinea. Am 3.2. zwang der Sturm die Retter sogar, die Arbeit vorübergehend einzustellen. 247 Menschen konnten bis dahin u.a. aus 10 Rettungsinseln geborgen werden, nachdem ihr Schiff zwischen der zweitgrößten Stadt des Landes, Lae und New Britain am Morgen um 7.25 Uhr gesunken war. Einige waren verletzt oder unterkühlt. Etwa 110 Menschen wurden noch vermisst. Die Australian Maritime Safety Authority (AMSA) half, die Suchaktion zu koordinieren. Das Angau Hospital wurde angewiesen, sich auf die Behandlung Verletzter vorzubereiten. Die Rabaul Shipping Company bestätigte derweil, dass sich 350 Passagiere und 12 Besatzungsmitglieder an Bord der Fähre befunden hatten. Viele waren Stundenten oder Kinder, die zu ihren Familien in Lae zurückkehrten oder auf dem Weg nach Madang und der Highlands Region waren. Viele kamen aus Bougainville, Manus, New Ireland und den East New Britain Provinzen. In Kimbe hatten sie die Fähre nach Lae bestiegen, auf der sich bereits Passagiere aus der West New Britain Provinz befanden. Die Geretteten befanden sich an Bord dreier Frachter und zweier Tanker. Die Operation war unterstützt worden von einer PC3 Orion der Royal Australian Air Force, einer Dornier der AMSA und zwei Helikoptern, die Morobe Disaster und Rabaul Shipping geheuert hatten. Der Schiffbruch ereignete sich am 1.2. um 23.49 Uhr ohne Vorwarnung unweit des Dorfes Gingala neun Meilen vor Finschhafen, nachdem drei große Wellen das Schiff getroffen und zum Kentern gebracht hatten. Als der erste Hubschrauber eintraf, trieben nur noch Trümmer und Ölflecke in der See. Der zyprische Frachter "Mol Summer", 46321 tdw (IMO-Nr.: 9321902), wurde zum On-Scene Coordinator bestimmt, nachdem um 7.25 Uhr das AMSA Rescue Coordination Centre (RCC Australia) einen Satelliten-Notruf aufgefangen hatte, der sofort an das PNG Maritime Rescue Coordination Centre weiter geleitet wurde. Mehrere Handelsschiffe drehten auf die Unglücksstelle zu, und allein der chinesische Containerfrachter "Zhong He", 51609 tdw (IMO-Nr: 9067556), der von Australien nach China unterwegs war, konnte 29 Menschen retten. Die AMSA und das Australian Government Crisis Coordination Centre arbeiteten gemeinsam mit dem Department of Foreign Affairs and Trade und der Australian High Commission in Port Moresby daran, die Rettung zu leiten und Driftmodelle zu entwickeln. Das Wrack selbst liegt auf 3300 Fuß Wassertiefe auf Position 06-31.5 S 147-59.7 O. Wegen der großen Tiefe war es unmöglich, zu dort möglicherweise eingeschlossenen Opfern vorzudringen. Die "Rabaul Queen", 259 BRZ (IMO-Nr.: IMO 8351297) wurde 1983 erbaut. Quelle:Tim Schwabedissen "MSC Diego" in Schleichfahrt nach Belgien (03.02.12) Der unter Panama-Flagge laufende Containerfrachter "MSC Diego", 40631 BRZ (IMO-Nr.: 9202649) erlitt auf der Fahrt nach Antwerpen am 31.1. Maschinenschaden, kurz nachdem er aus Liverpool ausgelaufen war, als er sich südlich von Cape Clear befand. Der Schlepper "Hellas" (IMO-Nr.: 7419690) lief aus Torbay aus und eskortierte die "MSC Diego", die am 2.2. um 17.30 Uhr 30 Meilen südöstlich von St. Catherines Point stand und6,5 Knoten Fahrt machte. Am 3.2. um 6.30 Uhr befanden sich die beiden Schiffe 15 Meilen südsüdwestlich von Etaples. Gegen Mitternacht wurden sie in Antwerpen erwartet. Quelle:Tim Schwabedissen Ausschreibung zur Bergung der "Costa Concordia" - landet Besitz der Passagiere bei Ebay? (03.02.12) Die italienische Reederei Costa Crociere hat die Bergung der "Costa Concordia" ausgeschrieben. Zehn Unternehmen aus aller Welt, daunter auch Smit und Tito Nero, die bereits am Wrack tätig sind, wurden aufgefordert, einen Arbeitsplan vorlzuegen, wie das Wrack vollständig entfernt werden könne. Die Arbeiten sollten in der kürzestmöglichen Zeit über die Bühne gehen, zugleich aber höchsten Sicherheitsanforderungen genügen und die Umwelt so wenig wie möglich belasten. Eine Entscheidung des dazu einberufenen "technical committee" über die Vergabe des Auftrags sollte Ende März fallen, angesichts der Komplexität des Vorhabens könnte es aber zu Verzögerungen kommen. Der Leiter des italienischen Krisenstabs, Franco Gabrielli, rechnete damit, dass nach Vergabe des Auftrags Ende März sieben bis zehn Monate nötig sein würden, um das Wrack zu bergen. Die Vorgabe des italienischen Zivilschutzes war, es in einem Stück zu beseitigen. Derweil war der nicht unter Waser befindliche Teil des Wracks inzwischen nahezu vollständig durchsucht. Die Suche nach den Opfern wurde in einem Umkreis von 18 Quadratmeilen fortgesetzt. Sorge galt auch den persönlichen Gegenstände der Passagiere, die an Bord zurückgelassen werden mussten, denn die Behörden haben nicht genug Ressourcen, um zu verhindern, dass sich Schatzsucher weniger als eine Meile dem Schiff nähern. Solange nicht alle Opfer gefunden sind, gilt das Wrack als Grabstätte. Wenn jedoch alle Opfer geborgen sind, sieht das anders aus. Wenn alle Opfer geborgen sind, wird ein Wettlauf um die Habseligkeiten befürchtet, die sich dann womöglich auf Ebay wieder finden. Quelle:Tim Schwabedissen Skipper einer Yacht nach Havarie verschwunden (03.02.12) Auf dem Hastings River verschwand ein Segler, nachdem die 13 Meter lange Yacht "Woden V", die mit drei Mann Überführungscrew aus Sydney kam, in rauer See Schaden am Rigg genommen hatte und im Hastings River nach Querung der Port Macquarie Barre Schutz suchen wollte. Doch das Schiff hatte Motorausfall und erlitt bei einer Kollision mit Felsen erheblichen Bugschaden und Wassereinbruch. Daraufhin setzte das Trio das Boot am 1.2. um 22.30 Uhr gegenüber der Lady Nelson Wharf auf eine Sandbank. Die Marine Rescue NSW Port Macquarie überprüfte das Wohlergehen der Segler und bot eine Evakuierung an, die sie aber ablehnten. Bei Hochwasser sollte die Yacht dann eingeschleppt werden. Gegen drei Uhr nachts, nachdem das Boot gesichert war, wurde der 75-jährige Skipper letztmals gesehen. In der Nacht wurde die Polizei wegen Hilferufen am Fluss alarmiert, konnte aber nichts finden. Die Crew stellte gegen fünf Uhr früh das Fehlen des Skippers fest, als ihr Boot auf den Haken genommen werden sollte. Die Marine Rescue, der NSW State Emergency Service, Polizei und ein Hubschrauber des NSW Rural Fire Service suchten den Hastings River und die Strände um Port Macquarie ergebnislos ab. Quelle:Tim Schwabedissen Erleichtertes Vorschiff der "Rena" in Bewegung (03.02.12) Die Berger an der "Rena" machen kontinuierlichen Fortschritte bei der Räumung des Wracks von seiner Ladung. Der McDermott-Schwerlast-Helikopter war weiter damit beschäftigt, Trümmer abzuholen. Er kann bis zu 2,5 Tonnen Fracht fassen. Nachdem ein 20-Fuß-Container am 2.2. aus Bay 4 gehoben wurde, ist diese nun leer. Ein zweiter Hubschrauber flog achtmal mit Papier- und Lederladung. Bis zum 2.2. waren nun 475 Container geborgen. Zwei beschädigte Luken wurden von der Kranbarge "Smit Borneo" von Deck gehoben. Da sich die Stabilität des Vorschiffs weiter verschlechtert, bewegte sich dieses weiter. Dabei spielt auch das Gewicht der entfernten Container eine Rolle und eine Einwirkung der See auf die inneren Rumpfstrukturen sowie die Bewegung der darin noch befindlichen Container. Die Veränderungen wurden kontinuierlich überwacht, um ein sicheres Arbeiten an Bord zu gewährleisten. Die Untersuchung des Bereiches ums Achterschiff wurde mit einem ROV fortgesetzt. Eine große Anzahl von Containern und Trümmer wurden rund um das Achterschiff auf dem Meeresgrund entdeckt. Bis zum 5.2. wurde weiter eine raue See mit Wellenhöhen um zwei Meter erwartet und 22 Knoten Wind aus Südsüdost. Weiterhin kam es zu geringfügigen Ölaustritten. Braemar Howells hat derweil über 220 Tonnen Containertrümmer per Helikopter und Barge von Matakana Island geräumt. Darunter befanden sich etliche Tonnen Milchpulver und Recycling-Papier. 11 Container wurden vom Strand geräumt, einige waren leer, andere schwer beschädigt. Sie wurden vor Ort zerlegt. In der kommenden Woche soll Treibholz von den Stränden geräumt werden. Ein Holzgestell, das aus diesem am Strand von Orokawa errichtet worden war, wurde aus Sicherheitsgründen abgeräumt. Quelle:Tim Schwabedissen Wrackrest tauchte nach 140 Jahren am Strand auf (03.02.12) Ein großes Stück des Rumpfes des Schoners "Jennie and Annie", der in der Manitou Passage 1872 sank, wurde auf einem entlegenen Strandabschnitt des Lake Michigan nördlich von Empire in dem Sleeping Bear Dunes National Lakeshore angetrieben. Das 140 Jahre alte Fragment des Kiels wurde von einem Mann aus Kingsley entdeckt. Es war ungefähr 40 Fuß lang und mit Metallnägeln gespickt. Bereits mehrfach waren Teile des Wracks angetrieben. Die "Jennie and Annie" war 1995 untersucht worden, als die Passage im Rahmen der Vorbereitung zu einem Unterwasser-Schutzgebiet unter die Lupe genommen wurde. Sie war in einem Novembersturm nördlich von Sleeping Bear Point gestrandet, etwa ein halbes Dutzend Männer starben. Es war nach der Strandung rasch zerschlagen worden. Quelle:Tim Schwabedissen Kutterwrack treibt weiter vor Port Lincoln (03.02.12) Der 16,75 Meter lange Kutter "Camelot" trieb am 2.2. weiter vor Port Lincoln, nachdem er infolge einer Grundberührung an den South West Rocks vor Wedge Island am 26.1. gegen vier Uhr leckgeschlagen und vollgelaufen war. Das halb gesunkene Wrack hat bereits mehr als 50 Kilometer zurück gelegt. Die zweiköpfige Crew war von einem Helikopter gerettet und nach Port Lincoln zurück geflogen worden. Das Schiff driftete nun langsam weiter südlich des Port Lincoln National Park. Quelle:Tim Schwabedissen Ein Toter und 10 Vermisste auf Dongting-See (03.02.12) Eine Person kam ums Leben, zehn wurden vermisst, nachdem ein von der Hubei Provinz kommender Sandfrachter am 2.2. in der chinesischen Zentralprovinz Hunan gegen vier Uhr kenterte und sank. Das Unglück ereignete sich gegen vier Uhr bei stürmischen Winden auf dem Dongting Lake, Chinas zweitgrößtem Frischwassersee. Von den 17 Personen, neben der Crew auch Angehörige, konnten sechs gerettet werden. Quelle:Tim Schwabedissen Hilfeleistung für zwei Kutter vor Fishguard (03.02.12) Am Morgen des 29.1. wurde das Rettungsboot in Fishguard um 4.45 Uhr alarmiert, nachdem der 10 Meter lange Kutter "Our Rosanne" von Cornwall kommend Ruderausfall erlitten hatte. Der Muschelkutter hatte drei Mann Crew an Bord. Er wurde sechs Meilen vor dem nördlichen Wellenbrecher von Fishguard auf den Haken genommen und binnen einer Stunde eingebracht. Am 30.1. galt es dem Muschelkutter "Kasey Marie" beizustehen, der 10 Meilen nordwestlich von Fishguard Maschinenschaden erlitten hatte. Er war manövrierunfähig, da zu der Zeit das Fanggeschirr ausgebracht war und nicht mehr eingehievt werden konnte. Um 12.20 Uhr liefen die Seenotretter bei bis zu 5 Bf Wind aus Südost aus. Als der Kutter erreicht war, wurden zuvor an Bord genommene Ersatzbatterien und ein geliehener Generator übergesetzt. Die Batterien waren aber nicht kompatibel. Inzwischen war ein zweites Rettungsboot vor Ort, das von Workington nach Weymouth unterwegs gewesen war und in Fishguard einen Zwischenstopp hatte einlegen wollen. Es half, den Generator auf das Heck des Kutters überzusetzen, während das andere Boot den Kutter langsam anschleppte. Nachdem der Generator an Bord war, konnten die schiffseigenen Batterien geladen werden, sodass das Fanggeschirr endlich eingeholt werden konnte. Gegen 16 Uhr waren die beiden Rettungsboote in Fishguard zurück. Quelle:Tim Schwabedissen Boot von Explosion zerrissen (02.02.12) Am Nachmittag des 2.2. wurde das Wrack der 38 Fuß langen "Escale" aus der John Wayne Marina in Port Angeles von einer Kranbarge geborgen, zwei Tage, nachdem das Schiff in der Nacht zum 1.2. explodiert war. Der Skipper hatte von der Crew eines Nachbarliegers noch aus dem sinkenden Wrack gerettet werden können, und befand sich weiterhin in kritischem Zustand im Harborview Medical Center, wohin er vom Olympic Medical Center aus mit Verbrennungen und Brüchen geflogen worden war. Ein 15-Gallonen-Propangastank, der gerade montiert wurde, soll Schuld an der verheerenden Explosion gewesen sein. Boote bis in 75 Yard Entfernung wurden von deren Wucht in Mitleidenschaft gezogen. Nur noch Trümmer und Öl hatten an der Untergangsstelle getrieben, Kissen, ein Tisch und eine Tür dümpelten u.a. als stumme Zeugen in der Marina. Die US Coast Guard und das Department of Ecology koordinierten die Bergungsarbeiten, an der auch die Ballard Dive & Salvage aus Seattle beteiligt war. Zwei weitere Boote mussten zur Platypus Marine in Port Angeles zur Reparatur. Der der "Escale" am nächsten liegende, 38 Fuß lange Bayliner "Mia Amori" musste dorthin geschleppt werden. Quelle:Tim Schwabedissen Fünf Tote auf Lake Bisina (03.02.12) Fünf Personen ertranken am Morgen des 31.1. beim Kentern eines Bootes auf dem Lake Bisina im Kumi Distrikt. Es war nach Kumi unterwegs, als es mitten auf dem See umschlug. Es hatte 12 Personen an Bord. Polizei und Taucher entdeckten bis zum 2.2. fünf der Insassen tot. Zwei Mann flohen, nachdem sie das Land erreicht hatten. Quelle:Tim Schwabedissen
(02.02.12) Zwei Männer aus Englewood wurden von dem in Miami stationierten Küstenwachboot "Diamondback" der U.S. Coast Guard 13 Meilen westlich von Stump Pass, Florida, am 31.1. gerettet. Sie wurden auf dem Rumpf ihrer gekenterten Yacht treibend gesichtet, als die "Diamondback" gerade auf der Überführungsfahrt zu einer Dockung war. Sie setzte ein kleines Boot aus, das die beiden Männer von der Yacht abbarg. Die Männer hatten keinerlei Signalausrüstung an Bord, so hat der aufmerksame Ausguck ihnen möglicherweise das Leben gerettet. Sie wurden zur Coast Guard Station Cortez gebracht. Quelle:Tim Schwabedissen
(02.02.12) Nach der Grundberührung in Småge am Abend des 26.1. ist die norwegische Fähre "Vengsøy" derzeit in Kristiansund auf Slip. Nachdem das Schiff aufs Trockene gezogen war, stellte sich heraus, dass der Rumpf doch schwerer beschädigt war, als zunächst angenommen. An mehreren Stellen wurde er eingedrückt und der Schlingerkiel verbeult. Ob es auch Löcher im Rumpf gab, war noch zu untersuchen. Die "Vengsøy" hatte das Schwesterschiff "Kvaløy" ersetzt, dass selbst wegen andauernder technischer Probleme zurück in die Werft gekommen war, wo die Steuersysteme nachgebessert werden sollten. Damit ist statt der beiden brandneuen Fähren nun nur das Fahrgastboot "Nordic Lady" zwischen Småge und Ona verblieben. Quelle:Tim Schwabedissen Seeschlagschäden an "Costa Concordia" - Ölschlängel weggeweht (02.02.12) Ein dünner Ölfilm breitete sich am 1.2. um das Wrack der "Costa Concordia" aus, nachdem stürmische Seen begonnen hatten, gegen deren Rumpf anzubranden. Er rührte vom Achterschiff her. Die ausgebrachten Ölsperren wurden vom Wind teilweise einfach hochgeweht und davongetragen. Die Behörden versuchten, das Ausmaß herauszufinden und kamen dabei zu dem Schluss, dass es sich nicht um alarmierende Mengen handelte. Ein großer Riss zerteilte derweil zwei große Glaspaneele, die einen Teil des Schiffsoberdecks überdachten, Scheiben wurden eingedrückt. Der Luxusliner bewegte sich binnen sieben Stunden rund 7,5 Zentimeter auf dem Riff. Die Sensoren meldeten eine verstärkte Bewegung des Bugs, die später aber wieder auf zwei Millimeter pro Stunde abnahmen. Diese Bewegungen werden durch Strömungen am Fels verursacht. Quelle:Tim Schwabedissen Echoskpp soll "Delta Mariner" befreien helfen (02.02.12) Ein Echoskop soll zum Einsatz kommen, um die Lage der Trümmer der Eggner's Ferry Bridge zu bestimmen. Der Frachter "Delta Mainer" sitzt weiter zwischen den angrenzenden Brückenpiers fest. Taucher haben festgestellt, dass die Brückentrümmer nicht in Kontakt mit dem Rumpf stehen und dass dieser keinen signifikanten Schaden erlitt. Sie waren aber nicht in der Lage, exakte Information zur Lage der über dem Bug hängenden Trümmer zu liefern. Das Echoskop, das mit Sonar arbeitet, soll nun ein dreidimensionales Bild des Rumpfes, des Trümmerfeldes und der Bodenstruktur des Kentucky River liefern, auf deren Basis sich ein Arbeitsplan entwickeln lässt und die "Delta Mariner" befreit werden kann. Dann soll das Schiff von der Unglücksstelle weggeschleppt werden. Quelle:Tim Schwabedissen Donau wegen gestrandeten Binnenschiffes zeitweilig gesperrt (02.02.12) Die Donau musste am 1.2. zwischen 10.30 Uhr und 13.00 Uhr komplett für den Schiffsverkehr gesperrt werden, nachdem gegen 8 Uhr war das ungarische Binnenschiff "Ulm", 2026 ts (ENI-Nr.: 04002620), mit einer Ladung von 1511 Tonnen Kohle, flussabwärts laufend festgekommen und hatte sich dann in der Strömung gedreht. Die "Ulm" kam gegenüber von Sommersdorf in der Gemeinde Mariaposching am rechten Ufer der Donau fest. Dieser Streckenabschnitt gilt wegen der zahlreichen Buhnen - die Stützmauern drücken das Wasser der Donau in der Mitte zusammen und stabilisieren den Wasserstand - als schwierig zu navigieren. Obwohl weder das Heck noch der Bug der "Ulm" in das Fahrwasser ragten, wurde die Donau zeitweilig gesperrt: Mit einem zweiten Schiff wurde erfolglos versucht, den Frachter freizuschleppen. Das Schiff muss deshalb nun teilweise geleichtert werden, was eine weitere Schifffahrtssperre erforderlich machen wird. Der genaue Termin dafür stand jedoch noch nicht fest. Quelle:Tim Schwabedissen 219 Überlebende nach Untergang einer Fähre vor Papua Neu Guinea gerettet (02.02.12) Die unter Papua-Neu-Guinesa-Flagge laufende Fähre "Rabaul Queen", 259 BRZ (IMO-Nr.: 8351297) sank am 2.2. gegen 8.30 Uhr ziwschen Lae an der Ostküste von Papua Neu Guinea und Kimbe West auf New Britain Island in der Bismarck-See. Von den insgesamt bis zu 350 Personen an Bord konnten von acht Hilfsschiffen 219 gerettet werden. Auch drei Helikopter aus Lae waren an der Suche beteiligt. Eine Dornier kam aus Cairns und sollte Rettungsinseln abwerfen. Eine PC3 Orion der australischen Luftwaffe kam ebenfalls hinzu. Das PNG Maritime Rescue Coordination Centre erstellte Driftmodelle. Das 1983 erbaute Schiff lief für die Orspac Salvage. Schuld am Untergang war möglicherweise stürmische See. Quelle:Tim Schwabedissen Fünfte Strandung auf "Mystery Rock" (02.02.12) Der chinesische Frachter "Le Shan" sitzt seit dem 20.1. auf einem Felsen vor Tema in Ghana fest, auf dem er beim Einlaufen gestrandet war. Das Schiff hatte offenbar Navigationshinweise nicht beachtet. Das Schiff transportierte Muldenkipper, Eisenstangen und andere Fracht. Als es sich dem Hafen annäherte, wurde an Bord ein chinesisches Fest gefeiert. Der Kapitän verweigerte die Annahme einer Navigationsanweisung und eines Lotsen eine Meile vor dem Hafen. Daraufhin landete sein Schiff auf dem sogenannten "Mystery Rock", der so etwas wie das Bermuda-Dreieck von Tema geworden ist, wenn Schiffe keinen Lotsen annahmen. Es handelt sich um das fünfte Schiff auf diesem Felsen. Der Black Star Liner "Keta Lagoon" war das erste Opfer, gefolgt von der "Christian Maersk", der "Jolly Zaffiro" von Messina und der ebenfalls für Maersk laufenden "Nuchatel". Von der "Le Shan" soll nun ein Teil der in Containern gestauten Ladung auf Bargen umgeladen werden. Die "Le Shan", 22296 tdw (IMO-Nr.: 9183752) wurde 1999 erbaut und läuft für die COSCO. Quelle:Tim Schwabedissen Sechs Fischer vor Thailand vermisst (02.02.12) Der vietnamesische Kutter CM 99659TS sank am 30.1. auf Position 08-36N 104-03 O im Golf von Thailand. Vier Mann konnten gerettet werden, sechs wurden noch vermisst. Quelle:Tim Schwabedissen Frachter mit Maschinenschaden vor Rumänien (02.02.12) Der türkische Frachter "Eren Turgut" erlitt am 27.1. Maschinenschaden auf der Reise von Galatz nach Iskenderun. Am 2.2. lag das Schiff zur Reparatur in Tulcea. Die "Eren Turgut", 4763 tdw (IMO-Nr.: 9422342) wurde 2007 erbaut und hat als Manager die Iskete Denic Tacimaciligi. Quelle:Tim Schwabedissen Tanker mit Maschinenschaden vor Abijan (02.02.12) Der unter Marshall-Islands-Flagge laufende Chemikalientanker "Chemical Progress" erlitt am 27.1. vor der afrikanischen Küste nahe Abijan Maschinenschaden. Am 2.2. ankerte das Schiff auf Abijan Reede. Die "Chemical Progress", 7298 tdw (IMO-Nr.: 7350260) wurde 1990 erbaut und hat als Manager das griechische Vasco Shipmanagement. Quelle:Tim Schwabedissen Fähre trieb vor Mannheller (02.02.12) Die norwegische Fähre "Selje", 1280 BRZ (IMO-Nr.: 8610136), erlitt zwischen Mannheller und Fodnes wenige Minuten nach dem Auslaufen aus Mannheller kurz nach 14 Uhr einen vollständigen Maschinenausfall. Die Fähre wurde um 15.30 Uhr von der "Årdal" nach Kaupanger geschleppt. Von hier wurden die Fahrgäste nach Mannheller und Fodnes weiter transportiert, wo sie gegen 18 Uhr eintrafen. Quelle:Tim Schwabedissen Netzhaker könnte Kutter versenkt haben (02.02.12) Der Kutter "Algwastre", der am 31.1. vor , Port-en-Bessin sank, wurde wahrscheinlich durch einen Netzhaker in die Tiefe gerissen. In dem Seegebiet vor Caen liegen zahlreiche Wracks aus dem zweiten Weltkrieg. Eines davon könnte beim Schleppnetzfang dem Schiff und seiner Crew zum Verhängnis geworden sein. Am 1.2. lokalisierte ein Boot der Marine das Wrack fünf Kilometer vor der Küste. Es soll nun mit Sonar untersucht und später von Tauchern in Augenschein genommen werden. Am 2.2. verhinderte raue See aber deren Einsatz. Der 9,5 Meter lange Kutter war 1974 erbaut worden. Die beiden Toten sollten am 3.2. einer Autopsie unterzogen werden. Der Untergang erinnerte an den der "Chelaris J" am 1.10.2003. Der in Guernsey beheimatete Trawler sank damals südlich von Alderney samt seiner vierköpfigen Crew nach einem solchen Netzhaker. Zwei Mann der Crew wurden im Wrack entdeckt, die den Eindruck machten, vollkommen überrascht worden zu sein. Quelle:Tim Schwabedissen Leckgeschlagener Kutter nach Lerwick eingebracht (02.02.12) Der in Peterhead beheimatete Kutter "Rosemont" kollidierte am 1.2. mit einem anderen Schiff, mit dem er gerade Güter austauschte, und schlug leck. Das mit fünf Mann besetzte Schiff funkte um 20.05 Uhr vor Lerwick Notrufe. Von den Shetlands kam ein Coastguard-Helikopter mit einer Lenzpumpe zu dem 50 Meilen vor der Küste treibenden Havaristen. Damit konnte der Wassereinbruch unter Kontrolle gebracht werden. Das Rettungsboot aus Lerwick eskortierte die "Rosemont" dann zurück nach Lerwick. Quelle:Tim Schwabedissen Suche nach Vermissten der "Vera" bislang ergebnislos (02.02.12) Raue See behinderte weiterhin die Suche nach den acht vermissten Besatzungsmitgliedern des kambodschanischen Frachters "Vera" vor der türkischen Küste. Die drei geretteten Ukrainer befanden sich im Krankenhaus von Erikli und wurden durch den ukrainischen Konsul betreut. Taucher sollten, sobald das Wetter es erlaubte, das Wrack untersuchen. An Bord waren 10 Ukrainer und ein Georgier, als der Frachter nach Übergehen der Schrottladung Wassereinbruch im Vorschiff erlitt und binnen weniger Minuten unterging. Quelle:Tim Schwabedissen Diskussion um vermeintlichen Schatz der "Port Nicholson" (02.02.12) Der Schatzsucher Greg Brooks der Sub Sea Research in Gorham, Maine, behauptete am 1.2., er habe das Wrack des 1942 von einem deutschen U-Boot torpedierten britischen Dampfers "Port Nicholson" lokalisiert, der in 700 Fuß Tiefe 50 Meilen vor Cape Cod auf Grund liegt. Er soll Platinbarren im Wert von über drei Milliarden Dollar enthalten. Doch die britische Regierung zweifelt an der Existenz des Platins. Brooks beabsichtigt, noch im Februar oder Anfang März mit einem ROV auf Schatzhebung gehen zu können. Er habe das Schiff an seiner Kennungsnummer identifiziert. Robert F. Marx, ein Unterwasserarchäologe, Historiker und Eigentümer der Seven Seas Search and Salvage LLC in Florida bezweifelte, ob, wenn überhaupt, größere Mengen Platins an Bord waren. Brooks sagt, die "Port Nicholson" sei mit 71 Tonnen des Edelmetalls nach New York unterwegs gewesen, das zu damaliger Zeit einen Wert von 53 Millionen Dollar darstellte. Es handelte sich um eine Zahlung der Sowjetunion an die USA für die Versorgung mit kriegswichtigen Gütern. An Bord seien auch Gold und Diamanten gewesen. Brooks habe das Wrack erstmals 2008 mit Sonar ausgemacht, es aber geheim gehalten, um sich die Bergungsrechte zunächst zu sichern. Die britische Regierung will nun zunächst abwarten, was weiter geschieht. Ihr Rechtsvertreter meint, das Schiff habe überwiegend Maschinen und Militärgüter geladen gehabt. Quelle:Tim Schwabedissen Profiberger sollen "Girl Rona" aufrichten (02.02.12) Die Teignmouth Maritime Services sollen nun versuchen, den vor Teignmouth auf einer Sandbank liegenden Kutter "Girl Rona", 39 tdw, zu bergen, nachdem die Versuche örtlicher Berger gescheitert sind. Zwei Versuche, das Wrack aufzurichten, schlugen fehl. Das Leeren der Fischluke war auch nicht erfolgreich, weil das Wasser nicht in ausreichendem Maße ausgepumpt werden konnte und wieder in das Schiff nachlief. Starker Ostwind und hohe Brandung machten den Bergern zu schaffen und ließen das Boot wieder umschlagen. Deswegen wurde eine professionelle Bergungsgesellschaft mit stärkerem Hebegerät und größerer Expertise beauftragt. Quelle:Tim Schwabedissen
(01.02.12) Am 31.1. begannen die Bergungsarbeiten an dem vor Teignmouth, Süd-Devon, am Vortag gekenterten, 15 Meter langen Kutter "Girl Rona - TH 117". Der Hafenkapitän von Teignmouth öffnete die Fischluke des auf der Seite liegenden Schiffes, und der Fang von 20 Tonnen Hering ging über Bord, um es zu erleichtern. Bei Niedrigwasser sollte mit Mobilpumpen, die die Berger an Bord gebracht hatten, so viel Wasser wie möglich ausgepumpt und das Schiff dann aufgerichtet werden. Mit der Flut, so der Plan, sollte das Schiff dann aufgeschwommen und eingeschleppt werden. Die Flut war gegen 23 Uhr. An Bord des Kutters befanden sich auch noch rund zwei Tonnen Öl. Die Brixham Coastguard zeigte sich erfreut über die rasche Rettung der Crew, war aber skeptischer, was den Zustand des auf einer Sandbank liegenden Rumpfes anging. Quelle:Tim Schwabedissen
(01.02.12) Die Coast Guard Savannah wurde gerufen, nachdem es beim Garden City Terminal in Savannah am 31.1. zu einem Ölleck beim Bunkern des deutschen Containerfrachters "Maersk Dellys", 54.193 BRZ (IMO-Nr.: IMO 9301330) an Liegeplatz 8 gekommen war. Die Moran Environmental wurde gerufen und brachte gegen vier Uhr eine Ölsperre aus. Eine weiterer 1000-Fuß-Ölschlängel wurde zusätzlich um den Frachter gelegt. Die Crew der "Maersk Dellys" konnte derweil das Leck lokalisieren. Das Öl wurde aus dem beschädigten Tank in eine an Steuerbord längsseits gegangene Bunkerbarge umgepumpt. Im Rumpf wurde ein sieben Fuß langer Riss entdeckt. Die "Maersk Delly" hat eine Tragfähigkeit von 68383 Tonnen und eine Containerkapazität von 5060 TEU. Sie läuft für die Wehr Containercarriers GmbH und wird betrieben von der Oskar Wehr KG (GmbH & Co) in Hamburg. Die Länge beträgt 294.1 Meter, die Breite 32.2 Meter und der Tiefgang 13,5 Meter. Das Schiff entstand 2006 bei den Hanjin Heavy Industries & Construction Co. Ltd. in Busan. Quelle:Tim Schwabedissen
(01.02.12) Die Suche mit Tauchern nach den noch vermissten 15 Personen im Wrack der "Costa Concordia" vor der italienischen Küste wurde am 31.1. eingestellt worden. Die Sicherheitsbedingungen im Inneren des Wracks wurden von der Feuerwehr als nicht mehr annehmbar eingeschätzt. Es gab Informationen über eine Verformung des Schiffsrumpfes an den Stellen, an denen die Retter Löcher gesprengt hatten, um in das Innere des Wracks zu gelangen. Befürchtet wurde auch, dass die Taucher nicht mehr aus dem Wrack herauskommen könnten. Das Schiff hatte sich mehrfach bewegt, Trümmer verlegten den Tauchern den Weg. Es war bereits klar, dass viele Bereiche des Schiffes zu unsicher waren, als dass die Taucher dorthin vordringen könnten. Dies betraf das erste und das zweite Deck, wo sich viele Kabinen befinden. Zudem war jeder Tauchgang auf 50 Minuten begrenzt, tief ins Innere des Wracks konnten die Taucher daher nicht vordringen. Schlechte Sicht war eine weitere Erschwernis der Arbeit. Schon in den letzten Tagen hatten die Taucher wegen schlechten Wetters nicht mehr im Wrack arbeiten können bzw. ihre Suche wegen hohen Wellengangs und kleiner Bewegungen des Schiffs wiederholt unterbrechen müssen. Der italienische Zivilschutz informierte die betroffenen Familien und Botschaften vorab über die Entscheidung. Die Suche im über Wasser liegenden Teil des Wracks und in der Gegend um das Schiff sollte aber fortgesetzt werden. Mit Spezialgerät wird nach möglichen Opfern auf dem Meeresgrund in einem 18 Quadratkilometer großen Gebiet um die "Costa Concordia" gesucht. Die noch im Schiff vermuteten Opfer können voraussichtlich erst nach einem Aufrichten oder Aufschneiden des Schiffes geborgen werden. Allein zwei Monate wird es dauern, bis geklärt sei, wie und durch wen das Wrack beseitigt werden soll. Die Räumung selbst, deren technische Umstände derzeit noch völlig unklar ist, wurde auf eine Dauer zwischen sieben und zehn Monaten geschätzt. In Fahrt kommen soll die "Costa Concordia" nach Mitteilung von Costa Crociere definitiv nicht wieder. Quelle:Tim Schwabedissen Bergungsschlepper erreichte driftenden Containerfrachter im Pazifik (01.02.12) Nachdem der liberianische Containerfrachter "Hanjin Osaka", 51754 BRZ (IMO-Nr.: 9015527), im Nordpazifik fünf Tage nach dem Verlassen des Shanghai Guandong International Container Terminal auf dem Weg nach Savannah am 8.1. Maschinenausfall erlitten hatte, ist inzwischen der japanische Schlepper "Kaiko" (IMO-Nr.: 9014042) vor Ort eingetroffen. Er hatte am 12.1. den Hafen von Tokio verlassen. An Bord befanden sich auch Ingenieure, die versuchen sollen, den Schaden zu beheben. Quelle:Tim Schwabedissen Acht Vermisste nach Schiffbruch vor Eregli (01.02.12) Vor der türkischen Küste ist am 31.1. bei stürmischer See der kambodschanische Frachter "Vera", 2854 BRZ (IMO-Nr 8826254) gesunken. Zwei der insgesamt 11 Besatzungsmitglieder konnten schwimmend das Land erreichen, ein weiteres wurde aus der See gerettet. Alle Schiffbrüchigen, der 2. und 3. Offizier sowie die Köchin, wurden ins Krankenhaus gebracht. Die "Vera" war von Samsun in Russland aus auf dem Weg nach Aliaga, als sie im Schwarzen Meer vor Eregli in einen Sturm geriet. Um 19.30 Uhr suchte sie Landschutz, kenterte dann aber. Als die Retter der türkischen Küstenwache nach Auffangen des Notrufes vor Ort eintrafen, war das Schiff schon gesunken. Vermutlich war die Ladung von 2850 Tonnen Schrott bei hohem Wellengang übergegangen. Das Rettungsboot "Kiyem 1" hielt die ganze Nacht über nach den Vermissten Ausschau, es wurden auch Wärmebildkameras eingesetzt. Am 1.2. sollten Taucher zu dem Wrack absteigen. An Bord der 113,87 Meter langen und 12,2 Meter breiten "Vera" waren zum Zeitpunkt des Schiffbruchs 10 Ukrainer und ein Georgier. Am 31.1. galten Sturmwarnungen für Teile des Marmarameers, des Schwarzen Meers und der Ägäis. Die Bosporus-Meerenge war wegen schlechter Sichtverhältnisse komplett geschlossen worden. Quelle:Tim Schwabedissen Bergungsfirmen wollen "Miner" untersuchen (01.02.12) Zwei Bergungsfirmen wollen im Februar den im September 2011 vor Scatarie Island in Nova Scotia gestrandeten Frachter "Miner" inspizieren. Die Bennington Group in New York und die türkische Armada Offshore sind mit der Provinzregierung in Kontakt in Sachen Wrackräumung. Dabei soll auch lokale Expertise helfen. Bei einem Treffen in Main-a-Dieu am 30.1. hatten örtliche Fischer und Anwohner ihre Sorge über eine nicht fachgerechte Entsorgung geäußert. In jedem Fall wird eine Bergungstätigkeit erst im Frühjahr beginnen können. Die Finanzierung ist auch noch unklar. Stürme haben in den vergangenen Monaten zwar große Löcher in den Rumpf des Wracks gerissen, es ist aber noch in einem Stück. Quelle:Tim Schwabedissen Taucher mit Untersuchungen an eingestürzter Brücke beschäftigt (01.02.12) Die in Murray ansässige Mainstream Commercial Divers, Inc. gehört zu den Firmen, die bei den Bergungsarbeiten nach dem Brückeneinsturz, den der Raketenfrachter "Delta Mariner" verursachte, an der Eggners Ferry Bridge tätig. Sie assistieren der Foss Maritime Company aus Seattle, die das Schiff betreibt. Am 29.1. war ein vierköpfiges Taucherteam und eine zweiköpfige Crew zum Einsatz eines Side-Scan Sonars vor Ort. Damit soll die Einsturzstelle untersucht und damit die Entwicklung eines Bergungsplans unterstützt werden. Foss Maritime hat am Abend des 29.1. der U. S. Coast Guard einen Bergungsplan vorgelegt. Die 16-köpfige Crew der "Delta Mariner" sollte während der gesamten Arbeit an Bord bleiben. Speziell trainierte Taucher begannen im Auftrag des Kentucky Transportation Cabinet am 31.1. an der US 68/KY 80 Eggners Ferry Bridge eine Untersuchung von Pier 6 und zweier weiterer Piers, die die verbliebene Brückenstruktur stützen, um mögliche Schäden an diesen festzustellen. Die KYTC-Inspektoren vermuteten, dass sich eine der Piers durch den Aufprall verschoben hat. Quelle:Tim Schwabedissen Ursachenforschung nach Kollision in Rijkswijk (01.02.12) Immer noch unklar ist die Ursache, warum die holländische Fußgängerfähre "Keerewer Vliet" in Rijkswijk am Morgen des 31.1. von dem holländischen Binnenschiff "Reinod 15", 939 ts (EU-No.: 2311711), gerammt wurde. Bei dem Unfall, der sich gegen acht Uhr ereignet hatte, hatte die mit einer Ladung Abfall für Van Gansewinkel Shipping laufende "Reinod 15" die Fähre so hart getroffen, dass zwei der vier Fahrgäste, eine Schülerin und ein Lehrer, im Wasser landeten. Die beiden weiteren an Bord befindlichen Schüler sowie die zweiköpfige Fährbesatzung blieben unversehrt. Der Lehrer kam vorsorglich ins Krankenhaus. Quelle:Tim Schwabedissen Fähre legte unsanft an - vier Verletzte (01.02.12) Vier Passagiere der kanadischen Fähre "Quinsam" (MMSI-Nr.: 31600126) wurden leicht verletzt, als das Schiff am 27.1. den Anleger des Descanso Bay Gabriola Fährterminals rammte. Die "Quinsam" hatte nur noch einen Knoten Fahrt, bevor sie gegen den Kai lief. Die Pontons am Terminal wurden durch den Aufprall beschädigt, Der Schaden wurde am 28.1. behoben. B.C. Ferries leitete eine Untersuchung ein. Quelle:Tim Schwabedissen Weblinks: SOS-Seenotfälle, Archiv Der mysteriöse Untergang der 'Beluga' Chronik bedeutender Seeunfälle Antike bis 1499 Chronik bedeutender Seeunfälle 1500 bis 1899 Chronik bedeutender Seeunfälle 1900 bis 1949 Fehlt ein wichtiges Link zum Thema? Link mitteilen
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