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Kutter "Pen Glas" (Bild: RNLI)
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Kutter durch Yachtengewühl nach Salcombe geschleppt
(30.06.16) Die RNLI in Salcombe kam am 26.6. dem 14 Meter langen Kutter "Pen Glas" (MMSI-Nr.: 235007143) zu Hilfe, dessen Propeller durch Treibgut blockiert worden war. Das Rettungsboot "The Baltic Exchange III" lief um 8.24 Uhr zu dem Havaristen aus, der sich 20 Meilen südlich des Hafens befand. Der Kutter "Emma Jane" hatte die "Pen Glas" bereits auf den Haken genommen und zog sie in Richtung Salcombe.
16 Meilen südlich des Hafens übernahm das Rettungsboot die “Pen Glas” und zog sie dorthin zurück. Nach der Übergabe der Schleppverbindung konnte die "Emma Jane" ihre Fahrt fortsetzen. Bei der Barre von Salcombe befand sich eine größere Anzahl von Yachten und anderen Sportbooten, die gerade in See stachen.
Deshalb wurde die 185 Meter lange Schleppleine zwischen Rettungsboot und Kutter aufgekürzt und die Hafenbehörde gebeten, vor dem Schleppzug zu warnen. Vor dem örtlichen Yachtclub wurde die "Pen Glas" längsseits genommen und an den Fischereikai gelegt, wo Taucher die im Propeller verklemmten Trümmer beseitigen konnten.
Quelle:Tim Schwabedissen



choner “Royal Albert” (Bild: Roland Stevens)
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Schoner nach fast 150 Jahren in 400 Fuß Tiefe entdeckt
(30.06.16) Der kanadische Schoner “Royal Albert”, der zuletzt bei seinem Auslaufen aus Oswego nach Toledo am 10.8.1868 gesehen worden war, wurde jetzt in gut erhaltenem Zustand von den drei Unterwasserforschern Jim Kennard, Roger Pawlowski, und Roland Stevens aus Rochester in 400 Fuß Tiefe auf dem Grund des Lake Ontario rund 55 Kilometer nordwestlich von Syracuse entdeckt. Als das Schiff 15 Meilen westlich des Abgangshafens unweit von Fair Haven sank, hatte es eine Ladung von 285 Tonnen Eisenbahnstahl an Bord. Offenbar waren diese in stürmischer See übergegangen und hatten ein Loch ins Achterschiff geschlagen. Die Crew konnte sich in einem Boot retten.
Als das 104 Fuß lange und 23 Fuß breite Schiff jetzt mit Sidescan-Sonar und einem ROV dokumentiert wurde, konnten sogar die beiden Masten noch ausgemacht werden, dank denen die Identifizierung gelang. Die “Royal Albert” wurde 1858 in Oakville, Ontario, erbaut und lief zum Zeitpunkt des Schiffbruchs für H.C. Bolland in Oswego, der sie für 10,000 Dollar, nach heutigem Wert 276,406 Dollar, erworben, aber nur für 7000 Dollar versichert hatte.
Die drei Wrackforscher haben im Mai 2008 die 236 Jahre alte HMS “Ontario“, das älteste Wrack, das je in den Großen Seen gefunden wurde, entdeckt. Über 600 Schiffe sanken über die Jahrhunderte auf dem Lake Ontario, 200 sind noch vorhanden.
Quelle:Tim Schwabedissen



„Don’t Panic“ wieder im Hafen (Bild: RNLI)
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“Don’t Panic“ – die Seenotretter helfen
(30.06.16) Die kleine Yacht “Don’t Panic” wurde in der Nacht zum 28.6. von der RNLI Scarborough gerettet, nachdem sie durch Motorschaden manövrierunfähig geworden war. Der Skipper hattee keine Positionslaternen, kein VHF, kein GPS und keine Notraketen. Immerhin hatte sein Mobiltelefon Empfang, als er die Coastguard alarmierte. Sein Boot drohte im Dunkeln ins Fahrwasser zu treiben, wo er in großer Gefahr gewesen wäre.
Er wähnte sich eine Viertelmeile vor der Küste. Um 1.02 Uhr lief das Rettungsboot aus. Es gelang rasch, die Yacht mit Radar tatsächlich 1,5 Meilen vor der Küste zu orten. Die Taschenlampe des Mobiltelefons wies ihm dann das letzte Stück des Weges. Das Rettungsboot schleppte die „Don’t Panic“ dann in den Hafen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack von Flüchtlingsboot vor Augusta
(30.06.16) Das Wrack des am 29.6. vor Sizilien vom 370 Meter tiefen Meeresgrund gehobenen Flüchtlingsboot, das am 18.4. nach der Kollision mit dem unter Portugal-Flagge laufenden Frachter "King Jacob", 9528 BRZ (IMO-Nr.: 9147215), gesunken war, wurde im Laufe des Tages in einem Kühlcontainer an Bord der „Ievoli Ivory“ in Richtung von Augusta transportiert. Hier sollte es an Land in einer 30 Meter langen, 20 Meter breiten und 10 Meter hohen, gekühlten Behausung untergebracht werden. Dann kann die grausige Bergung der sterblichen Überreste mehrerer hundert Menschen beginnen. Das Spezialschiff wurde am Nachmittag des 30.6. im Hafen erwartet.
Das Flüchtlingsboot, ein 20 Meter langer, ehemaliger Trawler war auf der Fahrt von Libyen nach Italien untergegangen. Es war durch Fahrfehler des Skippers mit dem ihm zu Hilfe kommenden, unter Portugal-Flagge laufenden Frachter "King Jacob", 9528 BRZ (IMO-Nr.: 9147215), kollidiert und gekentert. Nach dem Unglück wurden 28 Überlebende gerettet und 50 Tote von der italienischen Marine geborgen.
Später holten Suchmannschaften weitere 171 Todesopfer aus dem Umfeld des Wracks. Nun muss ein Team von 50 Pathologen unter Leitung von Dr. Cristina Cattaneo daran gehen, herauszufinden, wie viele Menschen wirklich an Bord waren. Die Bergungsoperation kostete die italienische Regierung zwischen 15 und 20 Millionen Euro.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vier Verletzte bei Gasexplosion
(30.06.16) Auf dem thailändischen Tanker "Patcharawadeee 12", 1626 BRZ (IMO-Nr.: 7913854), kam es am 29.6. um 10.30 Uhr zu einer Explosion in einem Gastank. Das Schiff lag zu der Zeit in der Mündung des Bang Pakong River in der Chonburi-Provinz im Golf von Siam. Das Unglück ereignete sich bei Reinigungsarbeiten in den Tanks. Vier Crewmitglieder wurden schwer verletzt, einer lag im Koma.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ehemaliges Kreuzfahrtschiff drohte zu kentern
(30.06.16) Das indische Passagierschiff "Qing", 35143 BRZ (IMO-Nr.:7902295), entwickelte in der Nacht zum 29.6. am Kai der Western India Shipyard in Morugao in Goa schwere Steuerbordschlagseite, nachdem es zu einem starken Wassereinbruch gekommen war. Dieser wurde offenbar durch schwere Monsunregenfälle ausgelöst, der das Schiff in Schräglage brachte und wodurch Seewasser eindringen konnte. Das Schiff setzte in sechs bis sieben Metern Tiefe auf dem Hafengrund auf.
Es wurde befürchtet, dass es bei einem vollständigen Kentern ein benachbartes Schwimmdock ebenfalls beschädigen könnte. Die „Qing“ hatte seit rund zwei Jahren im Hafen gelegen, um für die Trinity Leisure zu einem schwimmenden Hotel umgebaut zu werden. Zum Zeitpunkt des Unglücks befanden sich weder Arbeiter noch Besatzungsmitglieder oder Wachleute an Bord. Der Dockleiter Suresh Prabhu, schlug Alarm, als sich das Schiff immer weiter überlegte, und wollte ein Team an Bord schicken, um es zu sichern.
Doch dies wurde von der Hafenbehörde wegen des hohen Risikos abgelehnt. Nun sollten Experten aus Mumbai es wieder auf ebenen Kiel bekommen. Die indische Coast Guard, sowie die Polizei und Behördenvertreter waren vor Ort. Seit vergangener Woche kamen die Monsunregen herunter und sollten noch eine weitere Woche andauern.
Die “Qing” wurde 1982 bei der Constr. Navale de la Méditerranée, La Seyne, als “Atlantic“ erbaut und wurde am 2.4.1982 an die Home Lines, Monrovia, abgeliefert. Am 14.4. ging es auf die erste Kreuzfahrt von New York nach Bermuda. 1988 wurde sie an die Premier Cruises Line, Monrovia, erbaut und in “Starship Atlantic” umbenannt.
Im Mai 1997 ging sie an die Westria Holdings, Genf, und kam für die Mediterranean Shipping Co. unter Panama-Flagge als „Melody“ in Fahrt. Im Januar 2013 wurde sie außer Dienst gestellt. Als "Qing" der Sahara Group kam sie 2014 in den Vasco-Hafen. Die „Qing“ hat eine Länge von 204,81 Metern, eine Breite von 27,36 Metern, einen Tiefgang von 7,80 Metern und eine Tragfähigkeit von 4514 Tonnen. Die Passagierkapazität betrug 1278 Personen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht drohte auf der Elbe zu sinken
(30.06.16) Auf der Elbe bei Lauenburg lief auf Höhe Jugendherberge Zündholzfabrik die 12 Meter lange Motoryacht „Christiane“ bei einem Wendemanöver auf ein Hindernis unter Wasser auf und schlug Leck. Das Schiff lief gegen 10 Uhr nah an den roten Fahrwassertonnen, die den Uferbereich markierten, entlang, als es unter Wasser plötzlich eine Grundberührung hatte. Die Yacht war mit dem Stutzen für das Sonar aufgelaufen, der dabei abgerissen wurde.
Sofort gab es einen massiven Wassereinbruch. Das Wasser stand zeitweilig einen Meter hoch. Ein Großaufgebot an Rettungskräften von Feuerwehr der DLRG kam nach dem Notruf des Skippers zu Hilfe.
Die vier Personen an Bord waren unverletzt geblieben. Die Feuerwehr aus Lauenburg nahm mit zwei Booten Kurs auf die Yacht. Diese war gerade drei Monate auf der Lauenburger Hitzler-Werft überholt worden.
Dort bat der Skipper nun auch um Hilfe. Mit dem Schlepper „Korl Gau“ machten sich zwei Arbeiter auf den Weg zum Havaristen. Sie schleppten die Yacht ab und brachten sie in die Neubauhalle auf der Südwerft. Mit dem Kran dort konnte das Schiff stabilisiert werden. Die Werftarbeiter hoben die „Christiane“ dann soweit an, dass das Wasser aus dem Loch im Rumpf wieder herauslaufen konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter riss Gerüst in Brunsbütteler Kanalschleuse
(30.06.16) Am 28.6. um 3.35 Uhr kam es zu einer Havarie des zyprischen Frachters "Fri Brevik", 2868 BRZ (IMO-Nr.: 9190183), in der Schleuse Brunsbüttel. Das Schiff lief auf dem Weg von Chatham nach Kalmar von der Elbe kommend in die Neue Südschleuse ein. Dort wurde ihm ein Liegeplatz an der Mittelmauer zugewiesen.
In der Schleuse selbst befand sich ein Baugerüst für Sanierungsarbeiten, das in die Kammer hineinragte. Das Gerüst war beleuchtet und gut erkennbar. Der Frachter fuhr zunächst ohne Zwischenfälle an dem Gerüst vorbei, um dahinter mit Backbordseite an der Mittelmauer festzumachen.
Kurz bevor die Passage abgeschlossen war, wurde das Heck des Schiffes aber vermutlich durch eine Windböe erfasst und gegen ein hervorstehendes Teil des Gerüsts gedrückt. Dabei stießen die Aufbauten gegen das Gerüst und rissen es herunter. Die Trümmer stürzten in das Wasser der Kammer. Es entstand dabei auch Sachschaden am backbordseitigen Heck des Schiffes.
Die genaue Schadenshöhe war noch unklar. Die Schleusenkammer musste zunächst gesperrt werden, um die Trümmer des Gerüsts zu bergen. Dazu wurden Taucher und ein Schwimmkran der Kanalverwaltung eingesetzt. Die "Fri Brevik" setzte nach einer Überprüfung gegen fünf Uhr die Reise fort und sollte am 30.6. gegen Mittag in Kalmar eintreffen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker demolierte Segelyachten
(30.06.16) Der unter Panama-Flagge laufende Tanker "Chem Venus", 11625 BRZ (IMO-Nr.: 9324215), kollidierte am Nachmittag des 29.6. mit drei Segelyachten unweit der Mündung des Piscataqua River nahe Portsmouth, Maine. Gegen 16 Uhr war das Schiff aufs Ufer von Goat Island in Portsmouth Harbor gelaufen und war außer Kontrolle geraten. Er wurde von zwei Schleppern eskortiert, als er eine scharfe Kurve auf dem Piscataqua River zwischen Goat Island und Henderson Point, rundete.
Alle drei Yachten, die unbemannt waren, erlitten erhebliche Schäden, auf einer kam der Mast herunter. Sie hatten am Kittery Point Yacht Club in New Castle, New Hampshire, am Südufer des Flusses geankert. Die US Coast Guard schickte zwei 47-Fuß-Boote der Station Portsmouth Harbor und eine HC-144 Ocean Sentry der Air Station Cape Cod zur Unglücksstelle. Der Tanker hatte Schaden am Bug und Wassereinbruch erlitten.
Dieser wurde von der Crew rasch unter Kontrolle gebracht und von der Coast Guard überwacht. Die "Chem Venus" warf vor dem Piscataqua River Anker. Sie hatte Speiseöl und Industriechemikalien geladen. Das Coast Guard Salvage Engineering Response Team untersuchte die Stabilität des Schiffes. Taucher untersuchten am Morgen des 30.6. den Schaden am Rumpf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerfrachter versenkte Baggerschiff in Beira
(30.06.16) Am 20.6. kollidierte der unter Panama-Flagge laufende Containerfrachter "MSC Chiara", 31430 BRZ (IMO-Nr.:8420892), im Zufahrtskanal nach Beira mit dem staatlichen mosambikanischen Baggerschiff "Macúti", 3128 BRZ (IMO-Nr.: 9641144). Das Unglück ereignete sich gegen acht Uhr in dichtem Nebel. Die "MSC Chiara" hatte den Hafen von Beira mit Ziel Durban verlassen, als sie den im Fahrwasser arbeitenden Bagger rammte.
Dieser wurde beim Aufprall aufgerissen und sank mit dem Achterschiff auf Grund. Ein Team der staatlichen Emodraga, der Mozambique Port and Rail Company (CFM), des National Naval Institute (INAMAR) und die Beira Maritime Administration machten sich daran, dass Schiff wieder schwimmfähig zu bekommen. Am 29.6. war das Fahrwasser wieder frei, nachdem die "Macúti", deren Maschinenraum geflutet worden war, zu einem sicheren Ankerplatz geschleppt worden war. Die Baggerarbeiten wurden von den beiden kleineren Baggerschiffen "Aruângua" und "Alcantara Santos" übernommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rennyacht lief auf Felsen
(30.06.16) Die Rennyacht „Figaro Artemis“ der Artemis Offshore Academy traf am 29.6. in Paimpol ein, nachdem sie beim Solitaire Bompard Le Figaro Race im Chanel du Four an der französischen Nordwestküste auf einen Felsen gelaufen und am Bug sowie der Kielbombe schwer beschädigt worden war. Skipper Elsey hatte nur eine kurze Schlafpause eingelegt, als das Unglück passierte. Als er die Yacht befreite, wurde auch das Ruder beschädigt. Es gelang ihm dennoch, die Etappe am 26.6. zu beenden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Forschungsschiff hatte Wassereinbruch vor Dover
(30.06.16) Am 29.6. gegen zwei Uhr wurde die RNLI in Dungeness von der Dover Coastguard alarmiert, nachdem das 20 Meter lange Forschungsboot “Sea Mink” (MMSI-Nr.: 235066524) Wassereinbruch und nachfolgend Stabilitätsprobleme erlitten hatte. Es war mit einer zweiköpfigen Crew an Bord auf der Fahrt von Lowestoft nach Shoreham gewesen. Um 2.15 Uhr lief das Rettungsboot „The Morrell – 13-02“ zu dem fünf Meilen nordöstlich der Station befindlichen Schiff aus.
Vor Ort war bereits das RNLI-Boot aus Hastings, das die “Sea Mink” eskortierte. Wegen der ungünstigen Wetterverhältnisse vor Ort wurde entschieden, die Begleitung fortzusetzen, bis der Hafen von Dover erreicht war. Das Boot aus Hastings konnte aus dem Einsatz entlassen werden. Nachdem die „Sea Mink“ im Hafen fest war, wurde eine Lenzpumpe klargemacht und an Bord gebracht.
Rund drei Tonnen Wasser befanden sich im Schiffsinnern. Nachdem dieses wieder trockengelegt war, kehrte das Rettungsboot zu seiner Station zurück und meldete sich dort um sieben Uhr wieder klar zum Einsatz.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter mit Eisberg kollidiert
(30.06.16) Am 25.6. wurde der kanadische 92-Tonnen-Kutter „Princess Shaneen“ erheblich beschädigt, als er in der Dunkelheit der Nacht vor St. Lunaire-Griquet beim Auslaufen zur Fangfahrt mit einem Eisberg kollidierte. Er konnte nach St. Lunaire zurückkehren und mit Schäden am Bug dort festmachen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack der Fischfabrik "Don Humberto B" (Bild: Carlos Gallardo)   Großbild klick!

Öl aus gesunkener Fischfabrik soll fünf Jahre nach Untergang geleichtert werden
(29.06.16) Bergungsexperten der Resolve Salvage & Fire (Europe) Ltd. sollen im Juli damit beginnen, rund 100 Tonnen umweltgefährdender Stoffe aus der halb gesunkenen, chilenischen Fischfabrik "Don Humberto B" (IMO-Nr.: 6418015) die im nördlichen Bereich des Hafens von Coquimbo auf Grund liegt, abzupumpen. Die Arbeit kann beginnen, sobald die technischen Vorkehrungen getroffen sind und eine Genehmigung vorliegt. Rund 80 Tonnen Diesel befinden sich noch in den Tanks.
Seitdem das bereits 2002 aufgegebene Schiff, das in der Bucht geankert hatte, am 14.10.2011 in einem Sturm auf Grund getrieben wurde und sank, ist wiederholt Öl aus dem Wrack ausgelaufen. Im Januar trieb es bis auf den Strand von Peñuelas. Wenn die finanziellen Voraussetzungen gegeben sind, können die Arbeiten mit dem Aufbau von Maschinen und Pumpen binnen 10-14 Tagen beginnen. Eine Bergung des Wracks ist nicht geplant. Sechs Versuche, das Schiff wieder schwimmfähig zu machen, waren in der Vergangenheit gescheitert. Einen weiteren würden die geschwächten Verbände nicht mehr überstehen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sizilien: Flüchtlingsboot mit bis zu 800 Toten gehoben
(29.06.16) Die italienische Marine hat am 29.6. das Wrack des am 18.4.2015 vor Sizilien mit 700 bis 800 Menschen an Bord gesunkene Flüchtlingsboot aus 370 Metern Wassertiefe gehoben. Es wurde dann in eine gekühlte Transportstruktur gelegt, wo forensische Experten mit ihren Versuchen, Opfer zu identifizieren, begannen. Nur 28 Menschen hatten lebend gerettet werden können.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kiel abgerissen (Bild: San Diego Fire Rescue)
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Molenbefeuerung fehlte – Yacht auf Strand geworfen und gekentert
(29.06.16) Am frühen Morgen des 28.6. lief eine 30 Fuß lange Segelyacht mit einer zweiköpfigen Besatzung auf dem Mission Beach in San Diego auf Grund. Die beiden Segler wurden gegen fünf Uhr gerettet. Ihr Boot, das unweit der Jamaica Street festsaß, legte sich aber komplett auf die Seite.
Der Eigner hatte es gerade erst gekauft und wollte es von Oceanside nach Mission Beach überführen. Am Nordende der Hafenmole fehlte aber eine Befeuerung, und der Skipper dachte, er sei klar vom Strand. Dies war aber eine Täuschung, und als eine Brandungswelle das Boot erfasste, schlug es um.
Ein Boot der Lifeguard stellte eine Schleppverbindung her, doch wie sich herausstellte, war der Kiel der Yacht abgerissen, sodass sie bei einem Bergungsversuch gesunken wäre. Auch die San Diego Fire Rescue war vor Ort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Limfjord: Trawler bei Thyborøn im Sturm geborgen
(29.06.16) Am 28.6. um 2:08 Uhr wurde die DSRS-Station Thyborøn alarmiert, nachdem der 24 Meter lange holländische Trawler “Mare Frisicum – LO 28” (MMSI-Nr.: 244630078), der südlich von Thyborøn wegen eines blockierten Propellers manövrierunfähig geworden war, in weitere Schwierigkeiten geriet. Der Trawler war von einem anderen zunächst auf den Haken genommen worden, doch dieser erlitt Maschinenschaden und musste die Schleppleine slippen. Er schlug auf Grund, und es kam zu einem Propellerschaden, der keinen weiteren Bergungseinsatz zuließ.
Daraufhin trieb die „Mare Frisicum“ wenig später zwischen den Buhnen 52 und 53 unweit der Hafenzufahrt auf den Strand. Die beiden Rettungsboote “Martha Lerche” und “FRB 16” liefen sofort aus, um den Havaristen bei schwerem Sturm zu assistieren. Die “Mare Frisicum” war über die Sandbänke hinweg auf den Strand gedrückt worden.
Doch der hohe Seegang half den Rettungskräften. Nachdem sowohl die kleinere “FRB 16” wie auch die “Martha Lerche” am Trawler fest waren, konnten sie ihn wieder in tieferes Wasser schleppen und brachten ihn drei Stunden nach der Havarie nach Thyborøn ein. Hier wurde der Fang zunächst gelöscht, ehe ein Taucher den Rumpf inspizierte.
Quelle:Tim Schwabedissen



„Flinterstar“ wird geborgen (Bild: )
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Halbe Flinterstar im Hafen angekommen
(29.06.16) Gut einen Monat nachdem der Schlepper “Anna B” am 16.6. die „Smitbarge 8“ zur Untergangsstelle des holländischen Frachters „Flinterstar“ gebracht hatte, traf am späten Nachmittag des 28.6. das Vorschiff des Wracks, das auf Höhe von Laderaum 2 durchgebrochen war, auf dem Deck der Barge in Gent ein. Hier soll die GallooRecycling den tang- und muschelbewachsenen Torso recyceln. Ungefähr 98 Prozent des Schiffes sollen so wiederverwertet werden.
Am frühen Morgen hatte der Schwimmkran "Rambiz" das Schiffsteil vor Zeebrügge gehoben und auf der Barge platziert. Hier wurde es an Deck gesichert. Zuvor war in 10-wöchiger Vorbereitungszeit in mühevoller Arbeit die Stahlladung entfernt worden, um das Gewicht zu reduzieren.
Das Wrackstück wurde dann von der „Anna B“ und der „Multratug 4“ zum Hafen geschleppt. Auch das Arbeitsschiff "M. P.r.2" war vor Ort. Im August sollte nun auch das Achterschiff aus dem Wasser gezogen werden.
Damit stieg der Optimismus der Berger, die ganze Wrackräumung deutlich vor dem kommenden Winter vollzogen zu haben. Vor dem Einsetzen der Stürme sollte die Gefahr vor dem belgischen Hafen beseitigt sein. Scaldis hatte den Bergungskontrakt im April 2016 unterzeichnet und unverzüglich mit den Vorbereitungen und der Mobilisierung der notwendigen Ausrüstung begonnen.
Am 27.6. waren die Vorarbeiten beendet worden, und die eigentliche Hebung konnte beginnen. Dazu musste parallel das Wasser aus den Laderäumen ausgepumpt werden. Ölbekämpfungsgerät war während der gesamten Zeit einsatzbereit.
Es musste aber bislang nur eine geringe Menge Gasöl aufgefangen werden. Scaldis ist ein Unternehmen der DeMe-Gruppe und spezialisiert auf Schwerlasttransporte und Wrackbeseitigung. Die “Rambiz” ist mit zwei Kränen ausgestattet, wodurch Strukturen, die normalerweise den Einsatz zweier Fahrzeuge erfordern würden, mit nur einem gehoben werden können.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergungsschiff soll versenkt werden
(29.06.16) Die Bergungsfirma Resolve Marine bereitet jetzt die Versenkung des Bergungsschiffes "Redeemer". Der Schlepper wurde im 2. Welkrieg erbaut und wurde in den 1980ern zu einem Offshore-Schiff umgebaut. In Nome lag es dann fast 10 Jahre lang auf Grund, wurde dann in der Fischerei von Sitka eingesetzt und wieder aufgegeben.
Erneut sank es. Dan Magone reparierte es mit Schrott von seiner eigenen Abwrackwerft und transportierte anfangs Kühe, Heu, Hunde und Cowboys auf Ranches. Danach war das Schiff an fast jeder wichtigen Bergungsaktion in West-Alaska beteiligt, von gestrandeten Bargen und Kuttern bis hin zu den Strandungen der "Kuroshima", der "Selendang Ayu" oder des Tankers "Exxon Valdez" wie der Bergung des auf die Seite gekippten Autofrachters "Cougar Ace".
Dann verkaufte Magone seine Firma an die Resolve Marine. Da ein Abwracken der "Redeemer" zu aufwändig und teuer in den entlegenen Gewässern wäre, soll sie ihr Ende auf dem Meeresgrund finden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fiete saß fest
(29.06.16) Am Vormittag des 28.6. lief die gut 10 Meter lange Segelyacht "Fiete" auf der Elbe auf Grund und musste durch die Wasserschutzpolizei und die Freiwillige Feuerwehr aus ihrer Lage befreit werden. Gegen 10.35 Uhr meldete die Leitstelle der Polizei und der Rettung in Elmshorn eine festgekommene Segelyacht auf dem Steinstack der Rhinplate Nord. Vermutlich aufgrund eines Navigationsfehlers hatte sich die mit drei Erwachsenen und einem Kind besetzte Yacht in Höhe der so genannten Tonne GN 3 festgefahren.
Gegen 11.00 Uhr erreichten Beamte der Wasserschutzpolizei Brunsbüttel den Havaristen mit dem Schlauchboot "Lachswehr II" und bargen ihn mit Unterstützung eines Bootes der Freiwilligen Feuerwehr Glückstadt. Die Yacht lief dann den Hafen von Glückstadt an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schubverband brach auseinander
(29.06.16) Am 27.6. gegen 22 Uhr geriet ein vom österreichischen Schubschlepper "Greifenstein" (MMSI-Nr.: 203999441) von Linz kommend transportierter Schubverband bei Dürnstein außer Kontrolle. Die vorderen Leichter rissen sich vom Koppelverband los und drifteten in der starken Strömung in Richtung Ufer ab. Der dortige Anleger wurde von den Leichtern förmlich zermalmt, ehe es dem Schiffsführer des Schleppers gelang, seinen Verband wieder unter Kontrolle zu bekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Löscheinrichtung brannte
(29.06.16) Die Löschvorrichtung des zyprischen Selbstentladers "Korex Yeosu", 10100 BRZ (IMO-Nr.: 9791248), geriet am Morgen des 28.6. beim Entladen einer Kohlefracht am Kraftwerk von Yeosu Feuer. Die Feuerwehr konnte den Brand binnen einer halben Stunde löschen. Die Crew wurde währenddessen evakuiert. Die Schadenshöhe war noch unbekannt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter setzte weiteren Containerkran in Bremerhaven matt
(29.06.16) Am 27.6. um 8.42 Uhr kollidierte der unter der Flagge von Liberia fahrende Containerfrachter "Itea", 39582 BRZ (IMO-Nr.: 9157698), beim Anlegen an die Stromkaje von Bremerhaven mit einer Containerbrücke des Terminals. Das Schiff beschädigte die Containerbrücke erheblich. Die Brücke musste bis zur Reparatur außer Betrieb genommen werden. An der Backbordseite des Containerschiffes entstanden bei der Kollision geringe Sachschäden. Die Ursache für die Havarie war nach ersten Ermittlungen ein Bedienungsfehler des Bugstrahlruders durch die Schiffsbesatzung. Dadurch wurde das Vorschiff zu sehr über die Pier an Land gegen den Kran gedrückt.
Die Höhe des Sachschadens konnte noch nicht beziffert werden. Die zuständigen Schiffssicherheitsbehörden erhielten Kenntnis von dem Unfall. Der Frachter verließ am Morgen des 28.6. den Hafen wieder und warf auf der Elbe-Reede Anker.
Erst in der vergangenen Woche hatte das Hafenunternehmen NTB zehn Containerbrücken außer Betrieb genommen. Techniker hatten an einer von ihnen bei einer Inspektion einen Riss entdeckt. Ein ähnlicher Schaden an einer anderen Brücke hatte 2015 zu einem tödlichen Unfall geführt. Damals war ein Brückenausleger abgebrochen und auf den Containerfrachter „Maersk Karachi“ herabgestürzt. Der Brückenfahrer kam dabei ums Leben.
Die Reederei Maersk wollte wegen der eingeschränkten Kapazitäten bei NTB in den kommenden Wochen ihren Asien-Liniendienst AE 10 zwischen dme Jade-Weser Port in Wilhelmshaven und Bremerhaven aufteilen. So machte am 27.6. die 399 Meter lange „Magledy Maersk“ im Jade-Weser-Port fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyachten in Fanggeschirr verfangen
(29.06.16) Am 27.6. kam es auf der Elbe in Höhe Tonne 133, querab des Mühlenberger Jollenhafen zu einer Havarie, an der der Fischkutter "Ostetal", 65 BRZ (MMSI-Nr.: 211551000), und mehrere Segelboote beteiligt waren. Nach der ersten Unfallmeldung liefen die Funkstreifenboote "WS 22" und "WS 35" sofort zum Einsatzort. Der Kutter mit zwei Besatzungsmitgliedern an Bord und die "Freiheit" mit einem Mann an Bord hatten vor Anker in Fangposition gelegen und das Fanggeschirr im Wasser.
Es herrschte auflaufendes Wasser. Alle Besatzungsmitglieder befanden sich unter Deck. Aus bisher noch nicht ermittelter Ursache gerieten vier Segeljollen, jeweils mit einem Kind besetzt, die sich im Schlepp eines Schlauchbootes befanden, in das Fanggeschirr der Fischkutter.
Das Schlauchboot selbstz verfing sich in der Ankerkette der "Freiheit". Dabei fielen drei Segelschüler und eine Segelschülerin ins Wasser. Die Besatzungsmitglieder der Fischkutter wurden durch Hilferufe auf die Kinder aufmerksam, eilten an Deck und zogen die Kinder sofort aus dem Wasser. Alle Verunglückten trugen Schwimmwesten.
Keines der Kinder wurde verletzt. Sie wurden durch Boote des Vereins auf das Gelände des Jollenhafens gebracht und den Erziehungsberechtigten übergeben. Eine der vier Segeljollen musste durch ein Kleinboot der Feuerwehr aus dem Fanggeschirr gelöst werden. Es entstand Sachschaden an den Segeljollen und am Fanggeschirr der Fischkutter.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot in Varloh leckgeschlagen
(29.06.16) Am 28.6. um 11.48 Uhr wurde die Feuerwehr Osterbrock zu der Schleuse Varloh in Osterbrock alarmiert, nachdem das dort liegende Motorboot "Schorpioen" leck geschlagen war. Die Polizei und mehrere Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr kamen zu Hilfe. Das Wasser, das in den Maschinenraum eindrang, wurde von der Feuerwehr ausgepumpt. Es stand bereits 20-30 Zentimeter hoch. Ursache für den Wassereinbruch konnte noch nicht ermittelt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



KNRM-Boot schleppte zweites Boot nach Vlissingen ein
(29.06.16) Das Rettungsboot „Uly“ der KNRM-Station Westkapelle wurde am 28.6. gegen 15 Uhr alarmiert, nachdem das Motorboot „Ome Willem“ eine Meile westlich der Schouwenbank Süd Probleme mit der Motorkühlung erlitten hatte. Eine Stunde darauf waren die Seenotretter vor Ort. Eine Reparatur auf See war nicht möglich, deshalb wurde eine Schleppverbidung hergestellt und das Boot über das Ostgat in den Außenhafen von Vlissingen geschleppt.
Dort führte die Polizei eine Kontrolle durch, bei der keine Besonderheiten festgestellt wurden. Daraufhin konnte die „Uly“ nach Westkapelle zurückkehren. Der Einsatz erfolgte einen Tag nach dem Einschleppen des gestrandeten schwedischen Zweimasters „Clara“ nach Vlissingen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schwebefähre in Rendsburg muss durch Neubau ersetzt werden
(29.06.16) Die Rendsburger Schwebefähre ist nach der Kollision mit dem Frachter „Evert Prahm“ irreparabel. Das hat die für den Betrieb zuständige Bundesverkehrsministerium hat jetzt nach Auswertung aller Fakten entschieden. Sie wird durch einen Neubau ersetzt.
Die Schäden an der Fähre betrafen alle Bauteile der teilweise genieteten und über 100 Jahre alten Konstruktion. Auch die Steuerungstechnik für die Antriebe war laut einer Schadensbewertung des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes (WSA) Kiel-Holtenau und einem externen Gutachten betroffen.
Um die angespannte Verkehrssituation während der Bauzeit rund um Rendsburg zu entlasten, soll nun zusätzlich zum Fußgängertunnel eine schwimmende Ersatzfähre für Radfahrer und Fußgänger eingerichtet werden. Die Fähre soll von Montag bis Freitag außerhalb der Ferienzeiten jeweils acht Stunden pro Tag eingesetzt werden.
Die Ersatzfähre soll nach dem Willen des Bundesverkehrsministeriums so schnell wie möglich in Betrieb gehen. Die WSA hatte sich gegen einen solchen dauerhaften Betrieb lange gewehrt. Im Juni hatte es einen Testbetrieb mit einem Schlepper der Reederei Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel gegeben.
Die Kieler Reederei hatte zuvor bereits den Auftrag zur Sicherstellung eines Ersatzverkehrs gewonnen. Für den Einsatz waren die Kombischiffe „Falckenstein“ und „Kitzeberg“ vorgesehen. Das WSA Kiel-Holtenau hat mit den Planungen für den Ersatz der Schwebefähre nun begonnen.
Dabei werden alle Belange des Denkmalschutzes als auch neue Anforderungen an eine moderne Steuerungs- und Sicherheitstechnik berücksichtigt. Die Bauzeit soll genutzt werden, um auch die Fahrschienen an der Eisenbahnhochbrücke zu erneuern. Der Auftrag zum Bau wird im Rahmen einer Ausschreibung vergeben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter wartet 20 Monate nach Kollision immer noch auf Käufer
(29.06.16) Seit fast zwei Jahren liegt der unter Curacao-Flagge registrierte Frachter „Anja, 5968 BRZ (IMO-Nr.: 9205706), nun in Wewelsfleth an einer Schlengelanlage gleich neben dem Sportboothafen. Die MS „Anja“ Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. Reederei KG hatte Insolvenz angemeldet, nachdem das Schiff am 11.10.2014 einen Anleger und die Kaimauer im Elbehafen Bützfleth gerammt hatte. Ursache der Havarie war wohl eine Fehleinschätzung der örtlichen Strömungsverhältnisse gewesen. Der 122 Meter lange, mit Kupferkonzentrat beladene Frachter erlitt einen zwei Meter langen Riss oberhalb der Wasserlinie.
Danach wurde die „Anja“ in Richtung Wewelsflether Peterswerft geschleppt. Doch das Schiff kam nie mehr in Fahrt seither. Ein Rechtsanwalt aus dem Münsterland wurde vom zuständigen Amtsgericht in Meppen als Insolvenzverwalter eingesetzt. Ein Käufer für die „Anja“ müsste aktuell einen Betrag im einstelligen Millionenbereich bezahlen.
Eine drei- bis vierköpfige Mannschaft nimmt die notwendigsten Wartungsarbeiten vor. Die Mannschaft wird etwa alle vier Monate ausgetauscht, bezahlt wird sie über den Insolvenzverwalter. Ursprünglich waren 12 Mann an Bord, die wegen Zahlungsunfähigkeit der Reederei zunächst keine Heuer bekommen hatten.
Als im Mai 2015 die Heuer kam, wurde die Besatzung sofort nach Hause abgezogen. Sollte sich kein Käufer finden, kommt es zur Auktion. Aktuell laufen dann und wann aber noch Gespräche über einen Verkauf des Aufliegers.
Quelle:Tim Schwabedissen



Strahlmann-Frachter rammte Kai in Den Helder
(29.06.16) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter "Pemba", 6478 BRZ (IMO-Nr.: 9504267), kollidierte am 28.6. um 20.45 Uhr mit dem Nieuwediep-Kai in Den Helder. Das Schiff war durch eine technische Störung nicht mehr aufzustoppen und konnte nur knapp an der im Hafenbecken stehenden Bohrinsel "Paragon" vorbeimanövriert werden. Der Versuch, es durch ein Notankermanöver zu stoppen, schlug fehl, und es rammte frontal in den Kai.
Dabei wurde erheblicher Schaden an dem Bauwerk angerichtet. Ein Schlepper brachte den Frachter unter Kontrolle, und er machte am Ankerpark fest. Die "Pemba" erlitt ebenfalls Schäden am Wulstbug.
Das 358-TEU-Schiff hat eine Länge von 116,23 Metern, eine Breite von 18 Metern und einen Teifgang von sieben Metern bei einer Tragfähigkeit von 7966 Tonnen. Es läuft für die Reederei Erwin Strahlmann GmbH & Co. KG in Brunsbüttel und wurde 2008 beim Lpng Da Shipyard in Nill als “Heng Yuan 7” erbaut. Es lief zwischenzeitlich auch als „Sansibar“ und „BBC Thailand“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachterreise endete vor Nordreisa
(29.06.16) Der unter Cook Islands-Flagge laufende Frachter "Vestborg", 1250 BRZ (IMO-Nr.: 7502021), lief am Nachmittag des 28.5. in der Mündung des Reisa-Flusses in Nordreisa in Sørkjosen auf Grund. Es wurde anschließend auf ein Ansteigen des Wasserstandes gewartet, um wieder freizukommen. Auch eine Hilfeleistung durch einen Frachter derselben Reederei, der Seaworks AS, wäre möglich gewesen.
Die "Martin H" (IMO-Nr.:9639115), lag ebenfalls in Nordreisa. Am Morgen des 29.6. konnte sich die „Vestborg“ wieder von der Sandbank befreien.
Vor exakt vier Jahren, am Abend des 28.7., 2012, war die "Vestborg" in der Steinsvik –Bucht vor Bolandet in Herøy Sunnmøre, aufs Ufer gelaufen. Die sechsköpfige Crew blieb unversehrt, als der Frachter unweit eines Bootshauses an der Ostseite von Leinøy aufs UIfer lief. Am folgenden Morgen wurde es von dem Rettungsboot "Halfdan Grieg" um 2:Uhr wieder freigeschleppt und machte am Hurtigruten-Kai in Torvik fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kathryn Spirit soll im Schutz einer Steinmole abgewrackt werden
(29.06.16) Der kanadische Frachter “Kathryn Spirit”, der weiterhin auf dem Lake Saint Louis zu kentern drohte, nachdem in der Nacht zum 27.6. eine Stahltrosse, die ihn am Ufer hielt, gebrochen war, soll nun mit Mitteln, die die Regierung bereitstellt, abgewrackt werden. Aktuell hat er 20 Grad Schlagseite. Das seit 2011 südlich von Montreal aufgegebene Schiff kann nicht mehr geschleppt werden und muss deshalb vor Ort zerlegt werden.
Die Kosten wurden auf rund 15 Millionen Dollar geschätzt. Um den Rumpf herum soll dazu ein acht Meter hoher Wellenbrecher aus Stein aufgeschüttet werden. Allerdings fehlte noch die Zustimmung des Umweltministers David Heurtel. Wenn diese rasch erteilt wird, könnte die Steinmole Mitte Juli gebaut werden und das Verschrotten im September beginnen und vor dem Winter beendet sein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision vor Rhode Island
(29.06.16) Ein 100 Fuß langer Kutter und eine 70 Fuß lange Segelyacht kollidierten am 27.5. im Block Island Sound vor Rhode Island. Beide Fahrzeuge wurden oberhalb der Wasserlinie beschädigt. Der Kutter kam aus dem Hafen von Galilee in Narragansett, die Yacht aus Newport. An Bord des Angelkutters waren 36 Fahrgäste und fünf Crewmitglieder.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandeter Kutter ging in die Luft
(29.06.16) 2ß Tage nach der Strandung in der Quick’s Bay, North Point, St Lucy, wurde der Kutter “Lady Anne” am 28.6. durch einen Mobilkran von den Felsen geborgen. Das Schiff eines Eigners aus St. Peter wurde um 14.40 Uhr an Land gebracht. Gegen Mittag hatte die Crew der Crane and Equipment Ltd. mit der Arbeit begonnen. Drei Stunden später ging der Kutter auf seine einmalige Luftreise.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht hing in Schräglage am Ufer fest
(29.06.16) Die 36 Fuß lange Segelyacht “May Dream” lief am Morgen des 27.6. in der Plockton Bay, Wester Ross, in den schottischen Highlands auf Grund, nachdem sie sich mit zwei Personen an Bord von ihrer Mooring losgerissen hatte. Die RNLI in Kyle of Lochalsh wurde um 3:55 Uhr alarmiert. Die “May Dream” lag mit starker Schlagseite am Ufer auf Grund, als das Rettungsboot “Spirit of Fred. Olsen”, das um 4:05 Uhr von der Stornoway Coastguard gerufen worden war, um 4:15 Uhr vor Ort eintraf. Die beiden Segler versuchten, ihr Boot so zu sichern, dass die Schlagseite wenigstens nicht weiter zunahm.
Ein Rettungsmann wurde am Ufer abgesetzt, um den Zustand des Bootes zu kontrollieren. Die Seenotretter blieben bis zum niedrigsten Wasserstand um 6:45 Uhr an der Strandungsstelle. Nachdem sichergestellt war, dass die Segler sicher und in keiner Gefahr waren, kehrte das Boot um 7:20 Uhr zu seiner Station zurück.
Eine Stunde später kontrollierten sie die „May Dream“ erneut und stellten sicher, dass sie kein Wasser übernahm oder Öl auslief, als sie mit der auflaufenden Flut wieder aufschwamm. Vorsorglich wurde eine Lenzpumpe an Bord übergeben, doch die Yacht hatte die Stunden auf dem Ufer ohne Schaden überstanden. Als sie wieder auf tieferem Wasser schwamm, eskortierten die Seenotretter sie an einen sicheren Ankerplatz, ehe um 10:30 Uhr der Einsatz beendet werden konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Luxusyacht sank nach Abriss des Pod-Antriebs
(29.06.16) Die Motoryacht “Sedam Bridge”, eine 45 Fuß lange Sea Ray, ging am Morgen des 28.6. im flachen Wasser vor dem Wiggins Pass State Park unter. Das Boot, das einen Wert von über 600,000 Dollar hatte, begann um 10:15 Uhr zu sinken. Offenbar war der Pod-Antrieb beim Auflaufen auf eine Sandbank abgerissen, wodurch ein großes Loch im Rumpf entstand. Binnen kurzem war die Yacht vollgelaufen.
Nur noch die Aufbauten ragten in einem 45-Grad-Winkel aus dem Wasser, als Robert Steiger, der Parkmanager in Wiggins Pass, am Strand eintraf. Zeugen sagten, sie hätten einen lauten Knall gehört, dann sei eine schwarze Rauchwolke aus dem Boot aufgestiegen. Der Skipper wurde unversehrt abgeborgen.
Sea Tow wurde damit beauftragt, das Wrack zu bergen. Taucher begannen damit, Hebesäcke am Rumpf zu befestigen. Wenn dieser hinreichend Auftrieb hatte, sollte das Boot zum Naples Boat Yard geschleppt und dort aus dem Wasser gehoben werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zweimaster “Clara” (Bild: Michiel van der Felde)   Großbild klick!

Schwedischer Zweimaster nach 12 Stunden wieder flottgemacht
(28.06.16) Der Zweimaster “Clara” eines schwedischen Einhandseglers konnte am Abend des 27.6. bei Dishoek wieder freigeschleppt werden. Gegen 18 Uhr hatte die Bergung begonnen, und eine halbe Stunde später gelang es dem Rettungsboot „Zeemanshoop“ der KNRM-Station Breskens, den Bug gen See zu drehen und das Boot in tieferes Wasser zu ziehen. Es wurde anschließend nach Vlissingen geschleppt.
Die „Clara“ war bei starkem Wind am Morgen im Ostgat in Schwierigkeiten geraten und hatte gegen sieben Uhr neben einer Buhne aufgesetzt und sich auf die Seite gelegt. Da das Wasser ablief, war ein Bergungsversuch zunächst chancenlos, obwohl die Seenotretter 10 Minuten nach der Alarmierung vor Ort waren.
Auch ein Strandrettungsfahrzeug der KNRM-Station Westkapelle sowie das Patroullienboot „Maeslant“ waren vor Ort. Der Segler hatte die Havarie unbeschadet überstanden. Er war von IJmuiden nach Gran Canaria unterwegs.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrck des Ausflugsschiffs “Mamanuca Cruiser” (Bild: Bill Jex)   Großbild klick!

Gestrandetes Fahrgastschiff soll Taucherwrack werden
(28.06.16) Die Fiji Ports Corporation Ltd (FPCL) hat eine Firma gefunden, die Interesse daran hat, das gestrandete Ausflugsschiff “Mamanuca Cruiser”, das am 15.3.2015 in Lautokas Marine Drive auif Grund lief, zu bergen. Es gehörte der Reederei Gotta Go Fiji, die nicht mehr existiert, und liegt seit der Havarie mit Schlagseite auf einem Riff vor Sugar City. Die potentiellen Berger wollen aus dem Schiff ein Tauchwrack machen.
Im Juli 2015 war eine Ausschreibung gestartet worden, nachdem die Aufforderungen an den in Neuseeland lebenden einstigen Eigner, das Wrack zu räumen, ignoriert worden waren. Dann trat die FPCL gemäß dem Sea Ports Management Act 2005 selbst in Aktion. Die “Mamanuca Cruiser” war ohne Crew an Bord ins Treiben geraten und trotz mehrerer Versuche, sie wieder ins tiefere Wasser zu bekommen, schließlich vor dem Marine Drive in flachem Wasser gestrandet. Dort verrostet sie seitdem zusehends.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack von U 864 (Bild: Kystverket)   Großbild klick!

Wrack von U 864 vor Fedje mit 200000 Tonnen Steinen stabilisiert
(28.06.16) Am 27.6. kehrte der holländische Selbstlöscher "Stornes", 19550 BRZ (IMO-Nr.:9549035), nach Slovag zurück, nachdem er in den vorangegangenen Wochen rund 200,000 Tonnen Steine an der Untergangsstelle des deutschen U-Boots "U 864" abgeladen hatte. Auch der norwegische Offshore-Schlepper "Siddis Mariner", 5106 BRZ (IMO-Nr.: 9475181), wurde
Selbstlöscher "Stornes" und Offshore-Schlepper "Siddis Mariner" (Bild: Kystverket)   Großbild klick!
mobilisiert und lief am 26.6. nach Stavanger ein, nachdem die Sensoren für die Messungen der Quecksilberkonzentration vom Meeresgrund entfernt worden waren. Während der Operation war es nach bislang vorliegenden Analysen zu keiner Verwirbelung gekommen.
Die Überwachung der Aktion war eine der aufwändigsten ihrer Art, die je in Norwegen durchgeführt wurde. Auch die Firma Van Oord setzte neu entwickeltes Gerät bei der Stabilisierung des Vorschiffs von "U-864" ein. Es liegt auf einem geologisch instabilen Hang, sodass die Umgebung so stabilisiert wurde, dass die Gefahr eines Abrutschens bei weiteren Arbeiten am Grund verringert ist, die ein Kontaminationsrisiko geborgen hätte.
Quelle:Tim Schwabedissen



holländisches Museumsschiff „RV 29“ (Bild: Leo van Hul)   Großbild klick!

Museumsschiff auf Grund gelaufen
(28.06.16) Am Morgen des 27.6. lief gegen acht Uhr die holländische „RV 29“, ein ehemaliges Taucherschiff aus Hedel, auf der IJssel bei Deventer auf Grund. Dem Skipper war offenbar entgangen, dass er aus dem Fahrwasser abgekommen war, das durch das Hochwasser nicht gut sichtbar war. Gegen halb 11 gelang es einem Schlepper, das Boot wieder flottzumachen.
Es steuerte anschließend mit eigener Kraft den Hafen von Deventer an. Bei einer Untersuchung wurden keine Schäden festgestellt, und es konnte die Reise über Zwolle nach Delfzijl fortsetzen.
Es handelt sich bei dem Fahrzeug um ein 1954 bei der WErftJ.H. van Eijk & Zonen, Sliedrecht erbautes Schiff einer Pionierschule der Koninklijke Landmacht in Den Haag. Es kam 2006 ins Geniemuseum in Vught und wurde in den vergangenen Jahren restauriert. Die „RV 29“ ist 25 Meter lang, 5,75 Meter breit und hat 1,90 Meter Tiefgang.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision auf der Donau
(28.06.16) Ein Fahrfehler des Schiffführers und die derzeit starke Donauströmung führten am Vormittag des 25.6. gegen 10 Uhr zur Kollision von zwei Fahrgastschiffen in Regensburg. Der 47-jährige wollte vom linken Ufer im Donausüdarm ablegen und zum Anleger am rechten Ufer wechseln. Doch das Schiff kam dabei vom Kurs ab und stieß gegen den Bug eines am Ufer festgemachten, anderen Fahrgastschiffes.
Auf keinem der beiden Schiffe befanden sich Passagiere. Während das am Donauufer festgemachte Schiff leicht am Bug beschädigt wurde, wurden am anderen Schiff die Backbordseite, ein Fenster und auch Einrichtung beschädigt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer beendete Laufbahn eines Baggers nach über 50 Jahren
(28.06.16) Das dänische Baggerschiff "Kronborg R", 940 BRZ (IMO-Nr.: 6617829), ist nach über 50 Jahren durch eine Havarie am Ende seiner Laufbahn angelangt. Es hatte seit dem 15.4. in Georgetown am Kai gelegen und soll nun verschrottet werden. Anfang April hatte eine Sandpumpe versagt, als der Bagger den Zufahrtskanal zu einem Bulkterminal in Niuewe Amsterdam in Guyana vertiefte. Wenig später brach in der Hauptschalttafel ein Feuer aus, was zum Ausfall des MaK-Diesels führte. Es gelang erst, den Brand zu löschen, nachdem er sich auf weitere Teile des Schiffes ausgebreitet hatte.
Der Schaden war so hoch, dass der Bagger zu einem konstruktiven Totalverlust erklärt werden musste. Die "Kronborg R" wurde daraufhin nach Georgetown geschleppt. Sie wurde 1965 bei der Helsingör Skibsvaerft Og Maskinbyggeri A/S erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tjalk vor Noordpolderzijl auf Grund gelaufen
(28.06.16) Am 27.6. wurde die KNRM Eemshaven alarmiert, nachdem eine Tjalk gegen Mittag auf Höhe von Noordpolderzijl auf einer Sandbank auf Grund gelaufen war. Gegen 14 Uhr bat der Skipper um Hilfe. Es gelang, das Segelschiff wieder flott zu machen. Es wurde längsseits genommen und gegen 17 Uhr nach Eemshaven eingeschleppt. Die Höhe des Schadens an dem Einmaster war noch unbekannt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Containerfrachter vor Colombo
(28.06.16) In der Ladung des französischen Containerfrachters "CMA CGM Rossini", 65730 BRZ (IMO-Nr.: 9280639), brach beim Ansteuern von Colombo am 15.6. ein Feuer aus. Es breitete sich auf mehrere Container aus, ehe es von der Crew gelöscht werden konnte. Der Frachter blieb anschließend bis zum 26.6. im Hafen, ehe er nach Suez auslief, wo er am 4.7. eintreffen sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Felsensprengung soll Benita den Weg zurück ins Wasser bahnen
(28.06.16) Am24.6. konnte der Datenrekorder des Bulkcarriers "Benita" von zwei südafrikanischen Experten sichergestellt werden im Beisein eines Vertreters der liberianischen Regierung als Flaggenstaat. Am 25.6. wurde der Inhalt heruntergeladen, war aber nicht mehr entschlüsselbar. Nun sollte das Gerät nach England geschickt werden, wo eine Entschlüsselung versucht werden soll, um zu untersuchen, ob Kapitän Cadiz die Küstenwache über die Notlage informiert hat.
Am 28.6. landete der amerikanische Bergungsexperte Guy DeMarsh in Plaisance. Der Chef der Firma Demex Inc. in Picayune, New Orleans, soll mit seiner Erfahrung beim Flottmachen des Frachters assistieren. Dazu sollten in dieser Woche auch Felsen in Bouchon mit Sprengstoff beseitigt werden, bevor ein Schleppversuch beginnt. Die "Coral Sea FOS" hat dazu den Hafen von Fujairah verlassen und sollte am 30.6. eintreffen. Das Leichtern der rund 140 Tonnen Schweröl wurde unterdessen fast abgeschlossen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Kreuzfahrtschiff
(28.06.16) Nach dem Auslaufen aus Dover am 25.6. brach auf dem unter Panama-Flagge registrierten Kreuzfahrtschiff "Aegean Odyssey", 12094 BRZ (IMO-Nr.: 7225910), ein Feuer aus. Das Schiff nahm Kurs auf Cherbourg und machte dort am 26.6. zur Reparatur fest. Diese dürfte mehrere Tage dauern. Die 298 Passagiere und 171 Crewmitglieder blieben unversehrt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Untergang vor Sansibar
(28.06.16) Der in Sansibar registrierte Frachter "New Happy" kenterte und sank am 25.6. gegen 2.30 Uhr im Indischen Ozean auf dem Weg von Daressalam nach Sansibar und Daressalam. Es war mit Holz una anderen Gütern beladen, als es beim Ansteuern von Chumbe Island unweit von Unguja Island unterging. Die Zanzibar Port Cooperation (ZPC) leitete eine Untersuchung ein. Die Crew des Frachters der New Happy Company wurde gerettet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Künstliches Riff wird Opfern von Seeunfällen gewidmet
(28.06.16) Die Palm Beach County Commission widmete am 27.6. ein künftiges künstliches Riff fünf Anwohnern, die zwei Unfällen auf See zum Opfer fielen. Die beiden Teenager Austin Stephanos und Perry Cohen verschwanden im Juli 2015 auf einer Bootsfahrt, Fernandez und Jaden Jones sowie Willis Bell ertranken im April 2016 beim Fischfang. Der einzige Überlebende dieses Unglücks, Robert Stewart, dankte für die Ehrung seiner Familie.
Bei dem künstlichen Riff handelt es sich um den 170 Fuß langen Frachter „Ana Cecilia“, der von der U.S. Customs and Border Protection konfisziert wurde und in diesem Sommer 1,25 Meilen vor dem Lake Worth Inlet versenkt wird. Plaketten auf dem Wrack sollen an die fünf Toten erinnern.
Quelle:Tim Schwabedissen



12 Vermisste vor Papua
(28.06.16) 12 Menschen wurden vermisst, nachdem in stürmischer See vor Papua am 26.6. ein Motoboot auf dem Weg von Biak Island zur nahen Numfor Island kenterte. An Bord waren sechs Crewmitglieder und sieben Fahrgäste. Einem gelang es, schwimmend das Land zu erreichen. An Bord war auch eine Ladung Reis für die Anwohner des entlegenen Numfor. Die Retter konzentrierten ihre Suche auf das Gebiet um die Insel.
Quelle:Tim Schwabedissen



Erste Hälfte der Flinterstar wieder über Wasser
(28.06.16) Am frühen Morgen des 28.6. erschien das Vorschiff des holländischen Frachters "Flinterstar", 6577 BRZ (IMO-Nr.: 9243758), in den Hebestropps eines Schwimmkrans vor Zeebrügge mit den ersten Sonnenstrahlen wieder über der Wasseroberfläche. Die Hebung des Wrackteils verlief problemlos. Wenn die Wetterbedingungen es zuließen, sollte es noch am selben Tag ins nahe Zeebrügge transportiert werden, wo sich ein Abbrecher aus Ghent des Schrotts zum Recyceln annehmen wird.
Angesichts des Bergungsfortschritts wurde nicht ausgeschlossen, dass das belgische Konsortium aus den Firmen Scaldis, Dredging International, Jan De Nul und Herbosch Kiere die Arbeiten schneller als geplant abschließen kann. In jedem Fall soll das Wrack vor dem Winter aus dem viel befahrenen Schifffahrtsweg geräumt sein. Aktuell wird das Bergungsschiff aber erst einmal wieder abrücken, um eine andere Arbeit zu erledigen. Anschließend kehrt es zur Untergangsstelle zurück, um auch das Achterschiff zu heben. Die „Flinterstar“ war am 6.10.2015 nach Kollision mit dem Flüssiggastanker „Al Oraiq“ gesunken und auf einer Sandbank auseinandergebrochen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter „Costa Ikkeno II“ gesunken(Bild: Terje Bendiksby)   Großbild klick!

Party in Drammen endete mit nassen Füßen
(27.06.16) Am 26.6. um 3.27 Uhr wurde die Polizei alarmiert, nachdem der zum Partyschiff umgebaute, 60 Fuß langer Kutter „Costa Ikkeno II“ am Kai in Drammen / Norwegen starken Wassereinbruch erlitten hatte und zu sinken begann. Eine Frau landete im Wasser, wurde aber rasch gerettet, und das Schiff sank binnen weniger Minuten auf den Hafengrund. Dies ging so rasch, dass einige Partybesucher auf der Flucht nasse Füße bekamen.
Es hatten sich ungefähr 20 Personen an Bord befunden. Taucher durchsuchten das Wrack noch auf mögliche Opfer, fanden aber niemanden. Nur noch Teile der Aufbauten ragten aus dem Wasser. Wie es zu dem Wassereinbruch kam, war unbekannt. Die Polizei leitete eine Untersuchung ein. Vier Freunde hatten das Schiff im April gekauft und wollten einen Treffpunkt daraus machen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision vor Fehmarn
(27.06.16) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter "Simone", 7138 BRZ (IMO-Nr.:9570656), kollidierte am Abend des 23.6. mit dem unter Malta-Flagge laufenden Tanker "Patani", 11935 BRZ (IMO-Nr.: 9373644), westlich des Fehmarnbelt zwischen der Insel Fehmarn und Lolland. Die Schiffe liefen auf kreuzenden Kursen, die "Simone" war am 21.6. aus Southampton ausgelaufen und durch den Nord-Ostsee-Kanal nach Nakskov unterwegs, die "Patani" lief auf Ostkurs auf der Fahrt von Kalundborg nach Swinemünde.
Beide Fahrzeuge erlitten beim Zusammenstoß Schäden. Die "Simone" setzte ihre Reise fort und machte am 24.6. gegen sechs Uhr an Liegeplatz 2 in Nakskov fest und lief am 27.6. nach Apenrade aus, der Tanker warf unweit der Unglücksstelle auf Position 54° 36.76' N 010° 49.42' O Anker. Er machte am 27.6. beim Lindö Shipyard OSS in Vigerö zur Reparatur fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter “Seasider” (Bild: RNLI)   Großbild klick!

Angelkutter nach Wassereinbruch auf Grund gesetzt
(27.06.16) Der sieben Meter lange Kutter “Seasider” erlitt am Nachmittag des 26.6. Wassereinbruch durch ein Leck rund eine Meile vor Seaburn, Sunderland. Um 15.45 Uhr wurden die RNLI-Crew von Tynemouth und Sunderland von der Humber-Coastguard alarmiert, die einen Mayday-Ruf des Skippers aufgefangen hatte. An Bord des Angelkutters befanden sich acht Personen.
Die Seenotretter aus Tynemouth kamen gerade von einer Übung mit einem Coastguard-Rettungshubschrauber auf den Tyne zurück, als der Notruf einging, und drehten sofort wieder um.
“Seasider” auf Grund gesetzt(Bild: RNLI)   Großbild klick!
Auch der Hubschrauber nahm Kurs auf die Position. Von der Strandwache in Roker kam ein Boot mit dem Sunderland Coastguard Rescue Team zu Hilfe, ebenso mehrere andere Angelkutter und ein Segelschulschiff, das auf Standby ging.
Als das Boot aus Tynemouth vor Ort eintraf, waren die Angler verzweifelt dabei, das Wasser aus ihrem Schiff zu schöpfen. Sie wurden sofort abgeborgen. Dann begannen die RNLI-Crews mit zwei Lenzpumpen, den Havaristen auszupumpen.
Nach einer halben Stunde schien die “Seasider” stabil genug, um von dem Boot aus Tynemouth zurück nach Sunderland geschleppt werden zu können. Als der Schleppzug dort eintraf, wurde gemeinsam mit dem Hafenkapitän entschieden, den Havaristen auf den North Sands unweit des The Glass Centre auf Grund zu setzen, wo es dann abgedichtet werden sollte. Die Angler wurden vom Boot aus Tynemouth auf das aus Sunderland übergesetzt, das sie an Land absetzte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter "Kathryn Spirit" (Bild: Canadian Coastguard)   Großbild klick!

Alter Frachter droht zu kentern
(27.06.16) Transport Canada und die kanadische Coast Guard war am 24. und 25.6. dabei, den teilweise abgewrackten, aber seit geraumer Zeit aufgegebenen kanadischen Frachter "Kathryn Spirit", 9261 BRZ (IMO-Nr.: 6717069), zu stabilisieren. Dieser hatte an seinem Langzeitliegeplatz auf dem Lake St. Louis in Beauharnois begonnen, sich nach Backbord überzulegen, nachdem eine zur Stabilisierung längsseits liegende Barge entfernt worden war und ein 10 Meter langer Betondalben, der das Schiff halten sollte, auseinanderbrach.
Bei starkem Wind und fallendem Wasserstand kam der Frachter aus der Balance und drohte zu kentern. Am 25.6. wurde eine Ölsperre um die Hulk ausgelegt. Ein Helikopter überwachte den Liegeplatz aus der Luft, um Ölaustritte zeitnah festzustellen.
Um den Liegeplatz wurde eine Sperrzone eingerichtet, um das Schiff durch passierende Fahrzeuge nicht weiter zu destabilisieren. Die St-Pierre Group hatte die “Kathryn Spirit” 2011 nach Lake Saint-Louis zum Abwracken gebracht. Dies wurde aber wegen Widerständen in der Bevölkerung gestoppt, und die St-Pierre Group verkaufte den Frachter an eine mexikanische Firma, die sich aber zwischenzeitlich auflöste.
Quelle:Tim Schwabedissen



Eiscremeboot wird abgeschleppt (Bild: RNLI)   Großbild klick!

Seenotretter mit Eiscreme belohnt
(27.06.16) Das RNLI-Boot aus Cowes RNLI barg am Nachmittag des 25.6. einem Eiscremeboot zu Hilfe, das in stürmischem Wetter im Solent in Schwierigkeiten geraten war. Die zweiköpfige Crew der 26 Fuß langen „Wall’s“ hatte der Solent Coastguard über Mobiltelefon einen Maschinenschaden im Gebiet der Osborne Bay nahe East Cowes gemeldet.
Die Seenotretter waren kurz nach 16 Uhr vor Ort und schleppten den Havaristen zu seiner Mooring oberhalb von Wootton Creek – nicht ohne dass sie von der Crew mit ausreichend Eiscreme für den Einsatz ausgestattet worden wären. Der Einsatz war um 17.35 Uhr beendet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tidenhub führte zu Ölverschmutzung in Burghead
(27.06.16) In Burghead, Moray, legte sich am 23.6. der Kutter „Pegasus“ gegen 18.30 Uhr bei Niedrigwasser an seinem Liegeplatz auf die Seite. Öl und Farbe begannen aus dem Schiff auszulaufen. Ölsperren wurden ausgelegt, um die Verschmutzung einzudämmern. Als die Rettungsdienste eintrafen, hing intensiver Dieselgeruch in der Luft. Der Bagger „Selkie“ des Moray Council traf bei Flute in, um nötigenfalls bei den Reinigungsarbeiten zu helfen. Gegen 21 Uhr hatte die Coastguard die Leckage unter Kontrolle.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Mann von treibendem Kutter abgeborgen
(27.06.16) Die Coast Guard schickte am 24.6. einen MH-60 Jayhawk-Helikopter von Cordova, Alaska, zur Assistenz für den 26 Fuß langen Kutter “Sunrise”, der 17 Meilen südwestlich von Cordova havariert und manövrierunfähig geworden war. Das Schiff trieb unweit des Strawberry Channel. Die beiden Crewmitglieder wurden abgeborgen und nach Cordova gebracht. Die Marine Safety Unit Valdez warnte vor dem verlassenen Schiff. Vor Ort waren sechs Fuß hohe Wellen und 17 Meilen Windgeschwindigkeit.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff saß in Düsseldorf fest
(27.06.16) Ein Binnenschiff lief am Vormittag des 24.6. auf dem Rhein bei Düsseldorf auf Grund. Laut Feuerwehr wurde das Schiff nicht beschädigt. Am Nachmittag wurde der Frachter freigezogen. Das Schiff, das 1500 Tonnen Mais geladen hatte, kam am Vormittag in Höhe der Rheinkniebrücke fest. Um 14.30 Uhr musste die Schifffahrt kurzzeitig eingestellt werden, um den Frachter freizuschleppen.
Dies gelang nach etwa einer halben Stunde, und das Schiff konnte weiterfahren. Auch die Feuerwehr war ausgerückt, um im Notfall einzugreifen. Die genaue Ursache für den Vorfall war unklar. Der Rhein führte viel Wasser mit sich - der aktuelle Pegel lag bei 5,35 Meter, deshalb war bei höherem Wasserstand schwerer zu erkennen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision mit Kettenfähre
(27.06.16) Der Fährverkehr zwischen Pannerden und Doornenburg wurde am 24.6. eingestellt, nachdem ein Boot mit einem der drei Boote, über die die Kette läuft, an der sie gezogen wird, kollidierte. Das Boot riss sich los, konnte aber wieder eingefangen werden. Am 26.6. um 20 Uhr konnte der Fährdienst wieder fahrplanmäßig gestartet werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Neue Aufnahmen der Yamato publiziert
(27.06.16) Einem Team der japanischen Stadt Kure ist es erstmals gelungen, hochauflösende und detaillierte Filmaufnahmen von Teilen des Schlachtschiffs „Yamato“ zu machen, das am 7.4.1945 von den USA versenkt in 350 Metern Tiefe im Ostchinesischen Meer versenkt wurde. Die Aufnahmen mit einer Länge von 3,5 Minuten machte ein ROV binnen 10 Tagen im Mai 2016. Über 50 Stunden an Filmmaterial kamen zusammen, von denen erste Ausschnitte durch die Stadt nun publiziert wurden.
Sie zeigen u.a. einen der Propeller mit einem Durchmesser von fünf Metern. Am Bug des Schiffs war das kaiserliche Chrysanthemen-Siegel zu sehen. Längere Ausschnitte des Filmmaterials werden ab dem 23.7.im Schiffsmuseum von Kure gezeigt. Außerdem sollten die Filmaufnahmen in den kommenden Monaten genauer analysiert werden, wobei auch die Ursache des Untergangs beleuchten werden soll. Bereits in den 80er- und 90er-Jahren wurden auf private Initiative hin analoge Aufnahmen des Wracks gemacht. Bei den aktuellen Bildern handelte es sich aber um die bislang aufwendigste und qualitativ beste Dokumentation.
Die 263 Meter lange „Yamato“ war zusammen mit der „Musashi“ das größte Schlachtschiff ihrer Zeit. Unter strengster Geheimhaltung fand 1937 in Kure bei Hiroshima die Kiellegung statt. Vier Jahre später wurde das Schiff in Dienst gestellt. Anfänglich setzte man sie vornehmlich für den Truppen- und Treibstofftransport ein. Einzig bei der Schlacht um die Philippinen im Oktober 1944 setzte sie ihre Artillerie gegen feindliche Schiffe ein.
Im April 1945 entsandte die japanische Führung die „Yamato“ als letztes noch einsatzfähiges Schlachtschiff nach Okinawa, wo die amerikanischen Truppen ihre Invasion begonnen hatten. 200 Kilometer südwestlich der Südinsel Kyushu wurde sie abgefangen und in einer Welle von intensiven Luftangriffen versenkt. Fast 2500 Seeleute kamen um.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sturmböen brachten Boote auf Chiem- und Bodensee in Seenot
(27.06.16) Mehrere Sportbootbesatzungen gerieten am 25.6. gegen 17.45 Uhr in Seenot, als eine Gewitterfront den Chiemsee überquerte. Gemeinsam mit der Wasserschutzpolizei waren die Rettungsdienste am Chiemsee mit insgesamt zehn Booten im Einsatz, um die Crews mehrerer Segel- und Elektroboote in Sicherheit zu bringen.
Im Bereich von Gollenshausen am Nordwestufer wurde eine Segelyacht mit zwei Männern kurzzeitig vermisst. Das Boot war in einer Bö gekentert. Die 52 und 54 Jahre alten Segler hatten an einer Regatta teilgenommen und waren auf der Heimfahrt. Obwohl sie ihre Segel rechtzeitig gerefft hatten und unter Motor liefen, erfasste wurde sie bei hohem Wellengang zum Kentern gebracht.
Die beiden Männer wurden von der Besatzung eines anderen Segelbootes gerettet und unverletzt an Land gebracht. Der Wasserwacht gelang es, das kieloben treibende Boot wieder aufzurichten. Sie lenzten die Yacht und schleppten sie in den Hafen.
Auch auf dem Bodensee kam am Abend des 24.6. es zu mehreren Rettungseinsätzen der Polizei Hard/Vorarlberg. Um 17.37 Uhr wurde die Seepolizei gerufen, nachdem eine Segelyacht beim Seezeichen 75 bei Sturmböen in Seenot geraten war. Beim Eintreffen der Polizei war das Boot bereits im Schlepp des ÖWR-Bootes „V9“.
Um 20.02 Uhr wurde die Seepolizei alarmiert, weil in Hard am rechten Rheindamm Boote gesunken waren. Drei Mann waren vom aufkommenden Sturm überrascht und die Boote auf den Rheindamm getrieben worden. Dort liefen sie voll und gingen im Uferbereich unter.
Die Boote wurden von den Feuerwehrbooten „Föhn“ und „Pfänder“ mit Unterstützung der ÖWR geborgen. Der Sachschaden war erheblich, Menschen kamen nicht zu Schaden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht bei Dishoek gestrandet
(27.06.16) Am Strand von Dishoek lief am Morgen des 27.6. die Segelyacht “Clara” gegen sieben Uhr auf Grund. Der Zweimaster war unterwegs von Ijmuiden nach Gran Canaria. Bei Flut sollte versucht werden, die „Clara“ wieder flottzumachen. Die KNRMBreskens und Westkapelle waren vor Ort. Es bestand aber in diesem Fall kein Verdacht auf Drogenschmuggel. Im vergangenen Januar war vor Cadzand ein Boot in Seenot geraten, auf dem 1200 Kilogramm Kokain entdeckt wurden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter nach Amble eskortiert
(27.06.16) Die Humber Coastguard forderte am 26.6. das Rettungsboot der RNLI in Amble an, nachdem ein Kutter vier Meilen südlich von Coquet Island in der Druridge Bay Maschinenausfall erlitten hatte. Die beiden Fischer hatten Anker geworfen, um die Drift des Havaristen zu stoppen. Um 19.55 Uhr lief das Rettungsboot aus und war um 20.20 Uhr vor Ort.
Nachdem es der Kuttercrew gelungen war, den Antrieb wieder in Gang zu bekommen, wurde das Schiff zurück in den Hafen von Amble eskortiert und machte um 21.45 Uhr in der örtlichen Marina fest, wo ein Team der Amble Coastguard bereitstand.
Quelle:Tim Schwabedissen



Einhandsegler wurde in den Hafen geschleppt
(27.06.16) Das RNLI-Boot aus Porthdinllaen kam am 26.6. einem Einhandsegler vor der Lleyn Peninsula zu Hilfe, dessen 26 Fuß lange Yacht „Pegasus“ manövrierunfähig geworden war. Er hatte die Coastguard in Holyhead verständigt, nachdem eine Leine den Propeller blockiert hatte. Das Rettungsboot „John D Spice” lief um 19:20 Uhr zu dem 5,5 Meilen westlich von Porthdinllaen in Penrhyn Melyn nahe Porth Colmon treibenden Boot. Es ging längsseits der “Pegasus”, und ein Rettungsmann wurde an Bord übergesetzt, um dem Skipper dabei zu helfen, die Leine wieder zu entfernen.
Alleine war er wegen der starken Strömung nicht dazu in der Lage gewesen. Es stellte sich aber heraus, dass der Motor ebenfalls Schaden genommen hatte. Deshalb nahm das Rettungsboot die Yacht in Schlepp nach Porthdinllaen. Hier wurde sie an eine Mooring gelegt. Um 21.40 Uhr war das Rettungsboot wieder klar auf Station.
Quelle:Tim Schwabedissen



Viele Verletzte bei Kollision in Balboa
(27.06.16) Mindestens vier Mitarbeiter des Panama-Kanals wurden schwer, weitere leicht verletzt, als der unter Panama-Flagge laufende Schlepper „Belén“, 359 BRZ (IMO-Nr.: 9551595), und das Boot „Mero“ der Panama Canal Authority (ACP), am 26.6. gegen 10 Uhr bei den alten Schleusen in Balboa kollidierten. An Bord waren insgesamt 21 Beschäftigte. Die Verletzten wurden von Notärzten auf dem Kai in Balboa erstbehandelt.
Die vier schwer Verletzten kamen ins Krankenhaus. Der Schlepper machte nach der Havarie in Albrook in Balboa fest. Die Havarie stand in keinem Zusammenhang mit der Eröffnungsfeierlichkeiten der Schleusenerweiterung.
Quelle:Tim Schwabedissen



Baggerschiff am Strand von Kolllam
(27.06.16) Das unbesetzte Baggerschiff “Hasuta” aus Mumbai riss sich im Sturm am 21.6.von seinen Moorings drei Meilen vor der Küste von Kollam los, wo er seit November 2013 wegen juristischer Auseinandersetzungen gelegen hatte. Er trieb vor dem nahen Strand, konnte aber von der Hafenbehörde von Kollam Port noch nicht gesichert werden.
Das Schiff war im März 2013 auf der Fahrt nach Karwar wegen Maschinenschaden zu den notwendigen Reparaturen nach Kollam eingelaufen, war aber wegen unbezahlter Liegeplatzgebühren arrestiert worden. Später wurde es vor den Hafen geschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Barge auf Strand in Assorim gezogen
(27.06.16) Die Barge “Bhagirath-1”, die am 15.4. auf Arossim Beach gestrandet war, ist jetzt komplett zerlegt. Der Schrott sollte ab dem 28.6. abtransportiert werden. Die Eigner, die Arihant Ship Breakers, hatten die Trümmer mit einer Winsch auf den Strand gezogen. Die letzte Sektion kam am 24.6. Am 1.7. sollten die Arbeiten abgeschlossen sein. 250 bis 300 Tonnen Schrott waren angefallen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Passagierfähre „Ostfriesland“ aufgelaufen
(Bild: DGzRS)   Großbild klick!

Schon wieder sitzt eine Fähre vor Borkum fest
(24.06.16) Durch einen Maschinenausfall kam die deutsche Passagierfähre „Ostfriesland“ 2596 BRZ (IMO-Nr.: 8324622), mit 192 Personen, davon 180 Passagieren und einer 12-köpfigen Crew an Bord am 23.6. kurz nach dem Verlassen des Anlegers in Borkum um 17.10 Uhr fest. Der Seenotrettungskreuzer „Alfried Krupp“ der DGzRS-Station Borkum war zehn Minuten später zur Stelle und stellte sicherheitshalber eine Leinenverbindung mit der 94 Meter langen Fähre her.
Von der Reederei wurden aus dem niederländischen Eemshaven Schlepper hinzugerufen, die aber nicht mehr eingreifen mussten. Nachdem die Fähre bei Niedrigwasser trocken gefallen war, meldete die Crew um 18.55 Uhr wieder 'Maschinen klar' und kehrte zunächst nach Borkum zurück. Dort wurde das Schiff dann technisch überprüft.
Die Fahrgäste, die mit der „Ostfriesland“ nach Emden fahren wollten, gingen von Bord und reisten mit Ersatzschiffen weiter. Die Wasserschutzpolizei Emden hat die routinemäßigen Unfallermittlungen aufgenommen. Die „Ostfriesland“ verließ gegen 20 Uhr dann den Borkumer Hafen und erreichte 2,5 Stunden später Emden.
Erst am 19. Juni war die „Wappen von Borkum“, ebenfalls von der Reederei AG Ems, beim Verlassen des Borkumer Hafens festgekommen. Um das Fahrgastschiff freizuschleppen, war dem Seenotkreuzer nur ein schmales Zeitfenster geblieben, bevor der Wasserstand zu niedrig gewesen wäre. Durch ihr schnelles Eingreifen konnte er die „Wappen von Borkum“ aber noch rechtzeitig freischleppen und das Schiff seine Fahrt fortsetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter “Wisdom”
(Bild: Chandragupta Acharya)   Großbild klick!

Ghanaische Seeleute nach sechs Jahren von aufgegebenem Sc
(Datum) Der Bombay High Court ordnete am 22.6. die Rettung von vier Männern an, die an Bord des gestrandeten, in Sierra Leone registrierten Ankerziehschlepper „Magnum V“, 1137 BRZ (IMO-Nr.: 7401332) ausharrten. Sie wurden ohne Geld zurück nach Ghana gebracht. Sie bestiegen am Morgen des 23.6. einen Flug der Egypt Airlines am Chhatrapati Shivaji International Airport (CSIA), nachdem sie sechs Jahre auf dem Schiff ausgeharrt hatten.
Sie hatten ohne Elektrizität und ausreichende Nahrung auf dem Schiff gelebt, bevor die National Union of Seafarers of India (NUSI) ihnen half, den Fall vor Gericht zu bringen. Es handelte sich um den 2. Ingenieur Issah Sawadu (49), den 3. Offizier Mohammad Mustapha (38), den Decksmann Iddriss Mohammad (48) und den Maschinisten Abakah Francis (60). Sie hatten seit 2009 oder 2011 ihre Heuern nicht mehr bekommen.
Ihr Schiff lag die ganze Zeit vor Anker wenige Meilen vor Mumbai. Es hatte am 16.6.2011 den unter Singapur-Flagge laufenden Frachter “Wisdom” (IMO-Nr.: 8417558),zum Abbruch geschleppt, als die Schlepptrosse brach und der Frachter, der auf dem Weg nach Alang in Gujarat war, strandete. Die damalige „Seabulk Plover“ wurde daraufhin festgesetzt und verblieb in den Gewässern viele Jahre über ihren Anhang hinaus, der von Smit geborgen und zum Verschrotten abgeschleppt wurde.
Am 6.5.2016 wurde nun gegen die Eigner ein Haftbefehl ausgestellt. Am 4.6. um 21.30 Uhr machte es sich selbstständig und trieb in flaches Wasser nahe Butcher Island, wobei Felsen den Maschinenraum aufrissen, der geflutet wurde. Am 20.6. wurde dann die Rettung der Männer von Bord befohlen. Am selben Tag wurde das Schiff zum Abbruch verkauft.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ein Kayak wird geborgen
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Familiendrama im Golf von Mexiko
(24.06.16) Zwei Tote wurden bislang nach dem mutmaßlichen Schiffbruch einer 29 Fuß langen Segelyacht im Golf von Mexiko nahe Englewood vor Florida gefunden. An Bord waren Ace Kimberly und seine drei Kinder Becky, 17, Donny, 15, und Roger, 13. Sie waren am Morgen des 19.6. aus Sarasota nach Fort Myers ausgelaufen, wo Kimberlys Bruder bei der Reparatur des Bootes helfen sollte.
Am Nachmittag meldete sich der Skipper bei ihm und sagte, er befinde sich in sechs Fuß hohen Wellen, und man versuche, vor der Küste den Sturm zu überleben. Die Coastguard leitete eine Suchaktion ein. Am Nachmittag des 22.6. um 16.30 Uhr wurde dann eine Leiche in einer Rettungsweste gefunden.
In der Nacht gegen 2.30 Uhr wurde von einem Hubschrauber und einem Rettungsboot ein drei Sekunden langes Lichtsignal gesichtet, das noch einmal Hoffnung weckte. Am Morgen des 22.6 wurde eine weitere Leiche vier Meilen südöstlich der ersten Fundstelle geborgen. Außerdem wurde der Mast eines Segelbootes 101 Meilen vor Fort Myers gesichtet. Ein Team sollte ihn untersuchen. Weiterhin entdeckten die Einsatzkräfte eine Persenning, sechs Rettungswesten, ein paar Tennisschuhe und zwei Kayaks, die das Boot im Schlepp gehabt hatte. Die Funde erfolgten am 22.6. bei Sanibel Island, 33 Meilen vor der Küste. Am Morgen des 23.6. wurden weitere Gegenstände, darunter ein Eimer mit Geburtsurkunden und einem GPS darin gefunden.
Sie trieben 5,5 Meilen westlich der Fundstätte der ersten Leiche. Das Suchgebiet umfasste über 20000 Meilen. Im Einsatz waren eine HC-130 Hercules, ein Patroullienboot der Coast Guard und zwei weitere Schiffe. Kimberly und seine Kinder hatten seit rund einem Jahr in Sarasota auf dem Boot gelebt. Es sollte in keinem guten Zustand gewesen sein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter rammte Fähranleger auf Weser
(24.06.16) Am 24.6. um 00.40 Uhr kollidierte der zypriotische Bulkcarrier "Weser Stahl", 28564 BRZ (IMO-Nr.: 9186687), als er von Dünkirchen kommend die Weser hinauf lief, mit dem Fähranleger Blexen. Er befand sich auf dem Weg nach Bremen, als es an Bord aus bisher ungeklärten Gründen in Höhe des Blexer Bogens plötzlich zu einem Maschinenausfall kam. Das Schiff kam vom Kurs ab und stieß gegen den Fähranleger Nordenham/Blexen. Der Anleger der Fährlinie Bremerhaven - Blexen wurde dabei so stark beschädigt, dass der Fährbetrieb am Morgen nicht wieder aufgenommen werden konnte.
Zur Unfallzeit fand kein Fährbetrieb statt. An dem Frachter entstand nur geringer Sachschaden. Drei Schlepper zogen ihn nach dem Zusammenstoß zu einem Liegeplatz an die Stromkaje in Bremerhaven geschleppt und machte um 4.40 Uhr am MSC-Gate fest. Er durfte Bremerhaven erst dann wieder verlassen, wenn geklärt ist, dass keine Gefahr für die Schiffsicherheit bestand. Die Weserfähre GmbH setzte einen Ersatzdienst mit Bussen ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision vor Fécamp
(24.06.16) Am 23.6. gegen sieben Uhr wurde das CROSS Gris-Nez informiert, dass die beiden französischen Trawlers “Ma Desirade – LH 933108” (MMSI-Nr.: 227400680), aus Le Havre und die “Mordu - FC.899311” (MMSI-Nr.: 227592050), aus Fécamp sieben Meilen vor dem Hafen kollidiert waren. Der Skipper und Eigner der “Mordu’, die am Bug beschädigt wurde, trug einen Schock davon, und es fand eine Konsultation mit dem Maritime Medical Consultation Centre (MMCC) in Toulouse statt.
Danach steuerte der Kutter Fécamp an, wo der Skipper nach dem Festmachen um 7:50 Uhr medizinische Betreuung erhielt. Die “Ma Desirade” war ebenfalls beschädigt worden und machte um 10.50 Uhr in Le Fécamp fest. Ihre zweiköpfige Crew blieb unbeschadet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision in Kholmsk
(24.06.16) Am 23.6. gegen 14 Uhr kollidierte die russische Fähre "Sakhalin 9", 9346 BRZ (IMO-Nr.: 8728543), beim Manövrieren während des Einlaufens in Kholmsk mit dem brandneuen liberianischen Offshore-Schlepper "Katun, der dort am Kai lag. Danach kam die Fähre kurzzeitig auf einer Kiesbank fest. Sie konnte sich aber binnen kurzem wieder selbst befreien und ankerte auf der Reede füp die notwendigen Untersuchungen. Das Schiff verkehrt auf der Vanino – Kholmsk-Route.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kollision in Langøya
(24.06.16) Am 23.6. um 11.30 Uhr kollidierte die norwegische Fähre "Kalkøy", 534 BRZ (IMO-Nr.: 7023104), mit einer Barge, die in Langøya vertäut war. Eine Frau auf Deck der Fähre stürzte und wurde leicht verletzt. Sie konnte nach einer medizinischen Untersuchung aber selbstständig heimfahren.
Die "Kalkøy" machte in Holmestrand zu ersten Inspektionen fest. Die Polizei vernahm den Kapitän und führte routinemäßige Drogenkontrollen durch. Die "Kalkøy" steuerte inzwischen zu weiteren Untersuchungen Horten an. Sie wurde zunächst durch die Personenfähre "Hørte" und ab 19.30 Uhr durch eine größere Fähre, die aus Drammen gerufen wurde, ersetzt.
Die Barge war mit 25%-iger Schwefelsäure von Kronos Titan beladen gewesen. Vertreter von Buksér og Berging und Veritas inspizierten am Nachmittag den Schaden. Die Barge war oberhalb der Wasserlinie eingebeult, hatte aber kein Leck erlitten. Sie sollte nun vorsorglich gelöscht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vier Charterkutter in Algoma gesunken
(24.06.16) Das Algoma Fire Department wurde am Abend des 22.5. alarmiert, nachdem fünf Sportboote mit einer Länge von 30 bis 50 Fuß in zwei Hafenbecken in Brand geraten waren. Insgesamt verlor die Kinn’s Sport Fishing vier Charterkutter, die in der Marina auf dem Lake Michigan versanken. Der Alarm erfolgte kurz vor Mitternacht. Flammenbündel schossen bei ihrem Eintreffen aus den Booten meterhoch in den Nachthimmel empor.
Die Feuerwehr versuchte, ein Übergreifen auf weitere Boote zu verhindern. Auf einigen schliefen auch Menschen, die sich aber in Sicherheit bringen konnten. Auch das Kewaunee Fire Department wurde hinzualarmiert. Die Coastguard und Polizei leiteten eine Untersuchung zur Brandursache ein. Die Marina wurde mit einer Ölsperre abgedichtet. Am 24.6. kamen Berger, um die Wracks zu heben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Leichter sank nach Kollision
(2.06.16) Der Leichter „Hajera Begum“ mit 1,200 Gips kenterte am Morgen des 23.6. in Bhasanchar in der Bucht von Bengalen nach Kollision mit der „Adarsha-3“. Ein Crewmitglied aus dem Bagerhat-Distrikt wurde vermisst, die übrige Crew vom Kollisionsgegner und einem weiteren in der Nähe befindlichen Schiff gerettet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Überschrift
(Datum) Eine 50 Fuß lange Barge, die von Harsens Island kommend von einem 25 Fuß langen Bugsierboot zur Reparatur einer Mole im Chesterfield Township gebracht werden sollte, sank am Nachmittag des 21.6. um 17.15 Uhr auf dem Lake St. Clair Tuesday in rauer See eine halbe Meilen nordnordöstlich der Mündung des Clinton River. Sie nahm Wassre über, das in die Ladeluken eindrang. Die Kranbarge wurde instabil, entwickelte Schlagseite und ging schließlich unter.
Menschen kamen nicht zu Schaden. Drei Personen wurden vom Patroullienboot der Sheriff’s Marine gerettet. Die Michigan Marine Salvage legte eine Ölsperre aus. Ein Ende der Barge ragte noch 10 Fuß aus dem Wasser, nachdem sie auf Grund aufgesetzt hatte. Die U.S. Coast Guard warnte vor dem Navigationshindernis.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht "Stella" sinkt
(Bild: CROSS Mediterranee)   Großbild klick!

Zweimaster sank bei Saint-Tropez
(23.06.16) Am Abend des 21.6. fing das CROSS Mediterranée einen Notruf der 12 Meter langen Segelyacht "Stella" 39 Meilen südlich von Cape Camarat unweit von Saint Tropez auf Position 42 32.59 N - 006 43.56 O auf. Der Zweimaster hatte nach Kollision mit Treibgut starken Wassereinbruch erlitten. Das CROSS leitete sofort eine Rettungsoperation ein.
Von der Marine-Base Hyères stieg ein Dauphin-Helikopter auf, und die französische Fregatte “La Fayette” nahm Kurs auf das Boot. Die beiden Crewmitglieder im Alter von 62 und 45 Jahren, aktivierten ihren Notsender, brachten eine Rettungsinsel aus und legten Überlebensanzüge sowie Rettungswesten an. Dann gingen sie mit VHF-Funk ausgestattet in die Insel.
Wenig später traf die Fregatte ein und rettete die beiden. Der Hubschrauber winschte sie wenig später auf und flog sie nach Hyères. Keine Rettung hingegen gab es für ihr Boot. Es versank mit dem Bug in den Morgenstunden im 2000 Meter tiefen Meer.
Quelle:Tim Schwabedissen



Angelkutter “Shark Bite” im Vollbrand
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Ausgebranntes Wrack nach dramatischer Rettungsaktion vom Lobsterville Beach geborgen
(23.06.1) Am 19.6. wurde das Wrack des 42 Fuß langen Angelkutters “Shark Bite”, der vor Menemsha Harbor ausgebrannt war, am Lobsterville Beach von einem Mobilkran aus dem Wasser gezogen. Am Abend des 16.6. war er vom Point Independence Yacht Club in Onset nach Noman auf Angelfahrt mit acht Fahrgästen und dem Skipper an Bord ausgelaufen und steuerte anschließend gerade die Hafeneinfahrt von Menemsha an. Da kam plötzlich ungewöhnlich dichter Rauch aus der Abgasöffnung an Backbordseite.
Als der Sohn des Skippers die Tür zur Kajüte öffnete, kam ihm ebenfalls Rauch entgegen. Der Hafenkapitän von Chilmark und die Coast Guard wurden verständigt. Als Skipper Mabilia unter Deck die Luke des Motorraums öffnete, konnte er allerdings zunächst keinen Brand feststellen. Als er aber die Tür einer Schalttafel öffnete, quoll ihm starker Rauch entgegen.
Die Elektrik war offensichtlich in Brand geraten. Mabilia versuchte, die Flammen mit einem Feuerlöscher zu ersticken, während die Mitfahrer sich am Bug sammelten. Als der Hafenkapitän eintraf, sah er sie dort stehen, während Rauch aus der Kajüte kam.
Er ging längsseits und begann, die Ausflügler abzubergen. Zwei Mann, darunter der Skipper, blieben noch an Bord, weil sie dachten, dass sie den Brand unter Kontrolle bringen könnten. Sie gingen zu diesem Zeitpunkt nicht davon aus, das Boot zu verlieren. Die Fahrgäste wurden binnen fünf Minuten an Land gebracht, dann kehrte der Hafenkapitän mit Löschgerät zurück. Als er wieder an der „Shark Bite“ eintraf, stand das Boot in Flammen. William Benns, der mit seiner Nauset 35 Pictor auf dem Weg nach Menemsha war, wurde Zeuge der Ereignisse, rief ebenfalls die Coast Guard und ging mit seinem Boot ans Heck des Angelkutters heran.
Er konnte von außen die Brandentwicklung besser verfolgen und forderte die beiden an Bord Verbliebenen auf, rasch von Bord zu kommen und die Brandbekämpfung aufzugeben. Nachdem er sie endlich überzeugt hatte und mit seinem Boot gerade 150 Fuß von der „Shark Bite“ entfernt war, erfasste der Brand binnen Augenblicken die Kajüte. Meterhoch loderten die Flammen nun empor und besiegelten das Schicksal der „Shark Bite“.
Ein 25-Fuß-Boot der Coast Guard kam herbei. Nachdem sich dessen Crew vergewissert hatte, dass keine Menschen in Gefahr waren, wurde es von einem 47-Fuß-Boot abgelöst. Auch TowBoat US kam mit einem Boot herbei. Da der Anker des Angelbootes geworfen worden war, konnte es nicht ins nahe Mooringfeld treiben.
Die größte Sorge war zu der Zeit die vor einer Explosion. Als sich abzeichnete, dass es aber keine geben würde, begann die Coast Guard mit einem Wasserschlauch, die Flammen abzulöschen. Es gelang auch, die Ankerleine aufzunehmen und das Wrack auf den nahen Strand zu ziehen.
Um den Rumpf wurde dort ein Ölfilm sichtbar. Mangels Manpower und eines geeigneten Bootes konnte aber eine auf einem Trailer herbeigebrachte Ölsperre nicht mehr ausgelegt werden. Die Feuerwehr hatte inzwischen die letzten Brandnester abgelöscht. Am 19.6. gegen vier Uhr zog ein Boot von TowBoat US dann die Ölsperre. Am Abend wurde ein Kran auf einer Barge herangebracht, um das Wrack aus dem Wasser zu holen. Es wurde dann zum Abwracken nach New Bedford abtransportiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tauch am Wrack der HMS “Hampshire”
(Bild: Marjo Tynkknen)   Großbild klick!

Wrackuntersuchung vor Schottland löst Rätsel um Untergang
(23.06.16) Nach der Untersuchung des Wracks von HMS “Hampshire”, bei deren Untergang am 5.6.1916 der britische Staatssekretär Lord Kitchener, der sich in geheimer Mission mit dem russischen Zar Nicholas II treffen wollte, und 736 weitere Menschen ums Leben kamen, wurden jetzt detaillierte Bilder des Wracks veröffentlicht. Das Schiff war vor Orkney auf eine deutsche Mine gelaufen und binnen 15 Minuten gesunken. Weil das Schiff auf 68 Meter Tiefe sank, schlug der Bug bereits auf Grund auf, während das Heck noch aus dem Wasser ragte.
Nur 12 Mann überlebten den Untergang. Taucher hatten vom Verteidigungsministerium jetzt die rare Genehmigung bekommen, das seit 2002 offiziell geschützte Kriegsgrab zu besuchen.
Backbordrumpf der HMS “Hampshire”
(Bild: Marjo Tynkknen)   Großbild klick!
Ein Taucherteam unter Leitung des Schotten Rod Macdonald hat binnen 200 Grundstunden das 437 Fuß lange Wrack dokumentiert und einen 3-D-Scan angefertigt.
Die Arbeit war wegen der starken Strömungen vor Ort nicht ungefährlich. Bei der Untersuchung konnte auch festgestellt werden, dass anders als mitunter in Gerüchten behauptet wurde, keine interne Explosion das Schiff versenkte und es also kein Sabotageakt war. Der Rumpf ist noch fast intakt vom Heck bis vor den vorderen Geschützturm.
Als das Schiff sank, legte es sich nach Steuerbord über. Geschütze und anderes loses Gut fielen über Bord und liegen nun in einem Trümmerfeld um das Wrack.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff saß an Brückenpfeiler fest
(23.06.16) Am 22.6. kollidierte das holländische Binnenschiff "Julien", 2821 ts (EU-Nr.: 02320761,), auf der Fahrt nach Weurt mit einem Pfeiler der Eisenbahnbrücke über die Waal bei Nijmegen. Er hatte zuvor Ruderschaden erlitten und war ins Treiben gekommen. Bis zum Abschluss der Schadenuntersuchungen durften Züge nur mit sehr langsamer Fahrt über die Brücke fahren. Der Schiffsverkehr wurde nicht beeinträchtigt.
Nachdem das mit Kohle beladene Schiff wieder frei war, machte es um 18.30 Uhr in Nijmegen fest. Am 23.6. gegen vier Uhr setzte es die Reise fort.
Am Abend des 13.2.2013 war die “Julien” in eine Kollision mit dem Binnentanker "Schloss Schönbrunn" auf dem Wesel-Datteln-Kanal bei Dorsten verwickelt gewesen. Der unbeladene Tanker war frontal mit der damals ebenfalls mit Kohle beladenen „Julien" zusammengestoßen. Dabei hatte der Tanker eine geringe Menge Dieselöl verloren. Der Schaden betrug seinerzeit rund 40000 Euro.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fallschirmspringer halfen verletzten Schiffbrüchigen
(23.06.16) Die U.S. Coast Guard und die U.S. Air Force haben am 21.6. zwei Schiffbrüchige, die der Bulkcarrier "K. Coral" gerettet hatte, rund 500 Meilen südöstlich von Bermuda abgeborgen. Die Coast Guard Portsmouth schickte eine Air Force HC-130J Combat King II der Moody Air Force Base, Georgia, um 7:45 Uhr, um die beiden Taiwanesen, die von der "Wenshun 112" zuvor gerettet worden waren, zu betreuen. Sie erreichte die "K. Coral" gegen 14 Uhr und setzte sieben Luftretter der 347th Rescue Group mit Fallschirmen an Bord ab. Sie leisteten erste Hilfe.
Die Coast Guard war um 2:50 Uhr vom Bermuda Rescue Coordination Center informiert worden, nachdem der Kutter 900 Meilen südöstlich von Bermuda in Brand geraten war. Die "K. Coral" rettete zunächst 17 Crewmitglieder der "Wenshun 112" und suchte sechs Stunden lang nach zwei weiteren noch vermissten Schiffbrüchigen. Gegen sechs Uhr wurden sie an Wrackteile angeklammert im Meer entdeckt. Auch die beiden Frachter "Cherry Point" und "Jean LD" hatten sich an der Suchaktion beteiligt. Die Coast Guard empfahl, dass die beiden Verletzten sofort versorgt werden sollten. Der Frachter wurde am 24.6. mit den 19 Männern der "Wenshun 112" in Bermuda erwartet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Spätschaden einer Havarie vom vergangenen Sommer
(23.06.16) Das Dampfschiff „Stadt Rapperswil“ wurde aus Sicherheitsgründen von der ZSG aus dem Betrieb genommen. Bei den ersten Fahrten nach der Inbetriebnahme des Schiffes wurde festgestellt, dass etwas mit dem Antrieb nicht stimmte. Offenbar war eine Abdichtung im Zylinder der Kolbenringe kaputt, wodurch die Maschine beim Einsatz des Hilfsdampfregulators blockieren könnte. Der Defekt war wohl eine Folge der Havarie vom 17.7.2015, als Raddampfer wegen eines Sturms bei der Halbinsel Hurden auf Grund gelaufen war.
Der Wind drückte an jenem schön gestarteten Tag unvermittelt mit rund 75 Kilometern bzw. neun Beaufort gegen das Heck des Schiffs, sodass es im nur gut 20 Meter breiten Kanal in den Obersee vom richtigen Kurs abkam. An jenem Tag hatte die Windstärke in der Nähe des Damms von Rapperswil binnen Minuten auf 41 Knoten aus Süden zugenommen. Der Raddampfer passierte gerade die Enge zwischen Schmerikon und Zürich und kam nach Backbord auf die Untiefe zwischen Damm und der Insel Lützelau ab.
Dabei berührte er mit seinem linken Schaufelrad den Grund. Das 101 Jahre alte Raddampfer wurde manövrierunfähig und warf den Anker, um nicht weiter abgetrieben zu werden. Die meisten der 91 Passagiere konnten auf die „Limmat“ umsteigen, die sich in der Nähe befand.
Sieben Fahrgäste wurden von der Seepolizei und dem Seerettungsdienst an den Anleger Pfäffikon gebracht. Der 270-Tonner wurde dann von der 1200 PS starken „Panta Rhei“ aus Zürich auf den Haken genommen. Wegen der Schlagseite, die das Schiff nach der Grundberührung hatte, war aber vermutlich Wasser aus dem Kessel in die Dampfleitung gelangt.
Dabei lösten sich in einem Teil der Maschine Ablagerungen. Sie bildeten im Zylinder eine Schleifpaste, die die Kolbenringe beschädigt hat, sodass sie nicht mehr korrekt abdichteten. Für die Reparaturarbeiten sind mehrere Wochen nötig. Anfang Juli sollten die Arbeiten beginnen, einen Einsatz der „Stadt Rapperswil“ in dieser Saison wird es aber nicht mehr geben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schuldfrage nach Sonnenwendkollision wird vor Gericht geklärt
(23.06.16) Nach der Kollision des Fahrgastschiffs "MS Austria" mit dem Raddampfer "Schönbrunn" 648 tdw (EU-Nr.: 203999295), auf der Donau bei Dürnstein am 18.6. ist die Schuldfrage weiter strittig. Nun wird ein Gericht zu entscheiden haben. Beide Seiten sahen im jeweils anderen Schiff den Urheber der Kollision. Während die " Austria" nun rund zwei Wochen lang in der Schiffswerft in Linz repariert werden muss, lag die "Schönbrunn" aktuell im Hafen von Krems und sollte trotz des Schadens im Heckbereich am Wochenende zumindest eine Fahrt in Niederösterreich durchführen können.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fragen zu Vorgängen auf Benita vor der Strandung
(23.06.16) Der Kapitän, der 1. Offizier, der Chefingenieur und dessen Stellvertreter vom liberianischen Bulkcarrier "Benita", 24953 BRZ (IMO-Nr.: 9172961), sollten am Morgen des 23.6. ihre Aussagen vor den Ermittlern in Plaine-Magnien zur Strandung des Schiffes in der Lagune von Bouchon machen. Diese wollen wissen, warum der Kapitän während der acht Stunden nach dem Angriff von Omar Taton auf den Mechaniker Alvin Maderse bis zur Strandung des Schiffes am 17.6. keinen Notruf absetzte. Omar Taton hatte sich im Maschinenraum verschanzt und den Antrieb außer Gefecht gesetzt.
Der Kapitän versuchte, die Drift mit dem Wurf eines Ankers zu stoppen, doch dieser ging verloren. Auch der zweite Anker vermochte sie nur zu verlangsamen. Omar Taton hat bereits am 21.6. eine Aussage gemacht. Er war am 17.6. verhaftet worden. Am 23.6. sollte er seinem Opfer, das sich weiter im Jawaharlal Nehru Hospital in Rose-Belle von seinen Kopfverletzungen erholte, gegenüber gestellt werden.
Nach Ansicht der Versicherung P & I in London waren die Ereignisse die Folge eines ernsthaften gesundheitlichen Problems des Angreifers, das ihn zur Attacke auf den Kollegen verführte. Während der Zeit, als versucht wurde, den Antrieb wieder in Gang zu bekommen, trieb der Frachter dann auf Grund. Es gäbe aber keine Annahme, dass es an Bord größere Konflikte gegeben habe.
Derweil haben die Berger von Five Ocean Salvage (FOS) rund 30 Tonnen Öl von Bord geholt. Sie wurden in 27 Tankbehälter gepumpt, die am Nachmittag des 22.6. von den Polizeihubschraubern Dhruv, Chetak und Fennec an Land geflogen wurden. Sie sollten in Montagne-Blanche weiter verarbeitet werden.
Die Ölsperren, die das Naturschutzgebiet Blue Bay schützen sollen, trafen ebenfalls am 22.6. an Bord eines Frachtflugzeuges ein und wurden am 23.6. nach Bouchon transportiert, um diort die Lagune zu schützen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter in Seenot verdarb EM-Übertragung
(23.06.16) Das RNLI-Boot aus Courtmacsherry wurde am 18.6. gegen 14 Uhr alarmiert, nachdem ein 36 Fuß langer Kutter nur 300 Meter vor den Felsen des Dunworley Point in West Cork in Schwierigkeiten geraten war. Der Mayday-Ruf kam gerade während des EM-Spiels Irland-Belgien. Dessen ungeachtet lief das Boot mit einer siebenköpfigen Crew unter Vormann Mark Gannon sofort aus und war um 14.28 Uhr vor Ort.
Es gelang rasch, eine Schleppleine an Bord zu bringen. Der Kutter drohte bereits auf den nahen Felsen festzukommen. Mit der zweiköpfigen Crew an Bord wurde er aus deren gefährlicher Nähe gezogen und dann an die Courtmacsherry Pier geschleppt. Bei schwierigen Wetterverhältnissen assistierte der Angelkutter „Lady Louise“ bei der Rettungsaktion.
Quelle:Tim Schwabedissen



Treibgut konnte Schiffbruch zugeordnet werden
(23.06.16) Am 22.6. trieb ein Trümmerteil mit der darauf erkennbaren Aufschrift “Dawn” am Westende des Panama City Beach an. Nachdem der Fund anderem Treibgut am Mexico Beach, das am 14.6. auf dem Strand landete, zugeordnet werden konnte, ließ sich das Rätsel um die Herkunft aufklären. Es handelte sich um Reste des Garnelenkutters „Michele Dawn” der in Valparaiso ansässigen Willingham Seafood Comapny, der am 13.6. unweit der Mündung der St. Joseph Bay gesunken war.
Die zweiköpfige Crew hatte zwei Stunden im Golf von Mexiko getrieben, bevor sie von einem anderen Kutter gerettet wurde. Warum die “Michele Dawn”, die zuvor als “Linda B” und “Louise” sank, war unklar. Die Coast Guard und zwei Bergungsteams begannen, die Trümmer vom Mexico Beach zu räumen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gleich schlägt der Bagger zu ...
(Bild: Richard Haydon)   Großbild klick!

83-jährige Seglerin erlitt am Doheny State Beach Schiffbruch
(22.06.16) Eine 83-jährige Seglerin strandete mit ihrer 38 Fuß langen Yacht in der vergangenen Woche in stürmischer See am Doheny State Beach. Ranger des California State Park entdeckten das Boot am 17.6. auf einer routinemäßigen Strandpatroullie nördlich des Gebiets des Hole-in-the-Fence Beach. Die Frau war am Vortag aus Ventura County ausgelaufen. Versuche, die Yacht vom Strand zu ziehen, scheiterten, weil der Kiel zu tief im Sand steckte und zudem beschädigt war.
Da das Boot so nicht mehr seetüchtig war, wurde eine Entsorgung auf dem Landweg entschieden. Am selben Abend noch wurde es von einem Bagger auf den Strand gezogen und verschrottet. Die Seglerin hatte ihren Schiffbruch unbeschadet überstanden und wurde von Freunden vor Ort abgeholt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter “Buzzards Bay”
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Kutter vor Cape Cod von Küstenwache abgeschleppt
(22.06.16) Das 270 Fuß lange Patroullienboot “Harriet Lane” der US Coast Guard in Portsmouth, Virginia kam am 21.6. dem 86 Fuß langen Kutter “Buzzards Bay” aus New Bedford und dessen fünfköpfiger Crew zu Hilfe, nachdem das Schiff 50 Meilen nordöstlich von Cape Cod manövrierunfähig geworden war. Die Coast Guard Southeastern New England wurde um 3:30 Uhr vom Skipper verständigt, nachdem die Hauptmaschine ausgefallen war.
Die “Harriet Lane” nahm Kurs auf den Havaristen und erreichte ihn gegen 8:30 Uhr. Die „Buzzards Bay” war eine Stunde später am Haken und wurde in Richtung Nantucket Sound geschleppt. Am Abend wurde sie auf einen Ankerplatz östlich von Monomoy Island gebracht, wo ein kommerzieller Schlepper sie übernehmen sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack der „La Belle”
(Bild:   Großbild klick!

Bedeutendstes Wrack Nordamerikas fertig restauriert
(22.06.16) Archäologen haben die Wrackreste der 330 Jahre alten Fregatte „La Belle” restauriert. Das Schiff war 1864 auf Geheißt von König Louis XIV aus Frankreich ausgelaufen, um eine Kolonie mit 300 Siedlern zu schaffen. Der Entdecker Robert Cavelier de La Salle hatte sich bereits einen Namen gemacht, als er den Mississippi bis zum Golf von Mexiko erforschte und das Land La Louisianne (Louisiana), nannte und es dem Territorium von Neu-Frankreich angliederte.
Doch die Expedition mit der “La Belle” lief nicht so gut. Vor Spanien wurde eines der vier Schiffe der Flotte gekapert. Im Dezember erreichten die übrigen drei den Golf von Mexiko, konnten aber wegen fehlerhafter Seekarten die Mündung des Mississippi nicht finden. Das größte der Schiffe lief auf
Restaurierte Fregatte „La Belle”
(Bild: Texas A&M University’s Conservation Research Laboratory)   Großbild klick!
Grund, deshalb musste La Salle deren Vorräte auf die 54 Fuß lange „La Belle“ umladen. Die erschöpften Kolonisten landeten 400 Meilen westlich des Mississippi. Bei einer Expedition entlang der Küste wurden 37 Besatzungsmitglieder des Schiffs, darunter ihr Kapitän Richaud, von Indianern getötet. Im Februar 1686 sank die „La Belle“ in einem Sturm in der Matagorda Bay.
Sechs Überlebende erreichten Fort St. Louis drei Monate später in Kanus. Der Verlust des Schiffs bedeutete das Ende der Kolonie, da damit die Verbindung zur Außenwelt abgeschnitten war. La Salle wurde bei einem Versuch, Hilfe zu holen, getötet, Fort St. Louis wurde im Winter 1688/1689 von Indianern erobert.
Das Wrack wurde erst hunderte von Jahren später 100 Meilen südwestlich von Houston in der Matagorda Bay wiederentdeckt. Im Juni und Juli 1995 führten Wissenschaftler der „Texas Historical Commission“ in der Matagorda Bay eine Suche nach Schiffswracks durch. Die „La Belle“ war die bedeutendste archäologische Fundstätte, die bei dieser Gelegenheit entdeckt wurde.
Nach positiven Ergebnissen einer Voruntersuchung und der eindeutigen Identifizierung des Schiffs durch eine Kanone führte die „Texas Historical Commission“ 1996 eine komplette Ausgrabung durch. Da das Wrack in nur wenige Meter tiefem Wasser lag, konnte die Fundstelle durch einen Kofferdamm trockengelegt werden. Die Wrackreste waren in Schlamm eingebettet, in dem die Artefakte hervorragend erhalten waren.
Bei der Grabung wurde eine große Menge von Ausrüstungsgegenständen und Teile der Fracht gefunden, u.a. drei Kanonen, Musketen, Taue, Keramik und Handelsgüter, die offenbar für den Handel mit Indianern vorgesehen waren. Hierzu gehörten Glocken, Ringe, Bronzenadeln und Glasperlen. Sehr gut erhalten war auch der untere Teil des Schiffs; Fässer mit Handelsgütern befanden sich noch an ihren Plätzen im Laderaum. Entdeckt wurden auch Skelettreste von Opfern des Schiffbruchs.
Insgesamt wurden mehr als eine Million Objekte geborgen. Das Wrack erwies sich als Schatztruhe, barg es doch alles, was zur Gründung einer Kolonie in Nordamerika notwendig war. Das größte Fundstück war das Schiff selbst. Es zu restaurieren, dauerte 17 Jahre. Schiffswürmer hatten den Rumf schwer beschädigt.
In Tanks wurde das Holz bei -400 Grad Celsius tiefgefroren und konserviert. 30 % der ursprünglichen Größe waren noch vorhanden. Die rund 8000 Fuß langen Holzfragmente mussten anschließend händisch von Korallen gesäubert und der Rumpf dann rekonstruiert werden. Er wird jetzt im Texas State History Museum in Austin ausgestellt.
Die Originalteile wurden dabei um ein Holzskelett, das die ursprüngliche Größe des Schiffes widerspiegelt, ergänzt und in einer Halle darin eingebettet. Aufgrund ihrer historischen Bedeutung und des großen Fundreichtums gilt die „La Belle“ inzwischen als eines der wichtigsten Schiffswracks in Nordamerika. Die Suche nach dem ebenfalls gesunkenen Flaggschiff La Salles, der „L' Aimable“, blieb bis jetzt erfolglos.
Quelle:Tim Schwabedissen



Leichtern des Öls der Benita hat begonnen
(22.06.16) Fünf Tage nach der Strandung der "Benita" wurden am 21.6. erstmals rund 17 der insgesamt 125 Tonnen Öl aus dem vor Le Bouchon gestrandeten Frachter abgepumpt. Am 20.6. war die notwendige Ausrüstung auf dem Luftweg an Bord gebracht worden. Das geborgene Öl sollte in insgesamt 54 1000-Liter-Tanks auf dem Schiff zwischengelagert werden, die vom Polizeihuschra Dhruv dann nach Le Bouchon transportiert und dann bei der Virgin Oil Company Mauritius in Montagne Blanche weiter verarbeitet werden.
Das Leichtern sollte rund fünf Tage dauern. Ein Generator zu Betreiben der Pumpen wurde ebenfalls an Bord geflogen. Ein zweiter erwies sich als u schwer für den Dhruv. Am 22.6. sollten zudem 1500 Meter Ölsperren vor Ort eintreffen. Am 30.6. sollte die „Coral Sea FOS“ an der Strandungsstelle eintreffen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler in Busan gekentert
(22.06.16) Der russische Trawler "Lavinniy", 786 BRZ (IMO-Nr.: 7725908), kenterte und sank am Morgen des 21.6. in Busan. Koreanische Arbeiter hatten am Vortag Reparaturen an Bord durchgeführt und dabei ein Rohr im Maschinenraum gekappt, durch das es daraufhin zu Wassereinbruch kam.
Das Schiff legte sich auf die Steuerbordseite, und die Backbordseite blieb über Wasser sichtbar. Das Wrack blockierte auch den zu derselben Reederei gehörenden Trawler "Vulkanny" (IMO-Nr.: 7302380), der nicht mehr aus dem Hafen konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



12 Gerettete, ein Toter und ein Vermisster nach Untergang in Java-Meer
(22.06.16) Der indonesische Frachter “Nusantara Dolphin 1” sank am 18.6. gegen 22 Uhr in den Gewässern von Tanjung Putting in Südwest-Kalimantan. Das Schiff war mit 850 Tonnen Düngermittel von Gresik nach Kumai in Tanjung Putting unterwegs. In stürmischer See entwickelte er nach Übergehen der Ladung rasch starke Schlagseite und sank binnen Minuten.
12 Mann der Crew wurden Stunden später aus dem Meer gerettet. Ein Mann wurde tot geborgen, zwei weitere wurden noch vermisst.
Quelle:Tim Schwabedissen



Disput um Unfallursache der Sonnenwend-Kollision
(22.06.16) Nach der Kollision des Fahrgastschiffes„Austria Princess“ mit dem Raddampfer „Schönbrunn“ während der Sonnenwendfahrt in der Wachau dauerten die Ermittlungen der Experten der Obersten Schifffahrtsbehörde an. Die „Austria", auf der sich Prominente aus Politik, Kultur und Wirtschaft befanden, war ins Heck der "Schönbrunn" gelaufen. Diese konnte am Morgen des 19.6. mit eigener Kraft von Oberloiben nach Krems fahren. Antrieb und Ruderanlage waren nach einer Reparatur des Ruderquadrant wieder einsatzbereit. Meldungen über einen Bruch der Antriebswelle, wodurch kein Druck mehr auf das Ruder gebracht werden konnte und das Schiff manövrierunfähig wurde, traten die Beteiligten entgegen. Abgeschlossen wurden die Untersuchungen aber noch nicht. Es mussten noch weitere Zeugen einvernommen und die Positionsdaten der Unfallbeteiligten ausgewertet werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



19 Schiffbrüchige binnen sechs Stunden gerettet
(22.06.16) Alle 19 Chinesen und Indonesier an Bord des Kutters "Pioneer" wurden am frühen Morgen des 21.6. in einer vom Bermuda Maritime Operations Centre koordinierten Operation gerettet, nachdem ihr Schiff in Brand geraten war. Zwei von ihnen erlitten Verbrennungen zweiten Grades. Um 1.19 Uhr hatte der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier "K Coral", 32839 BRZ (IMO-Nr.: 9586708), das BMOC von einer Position 900 Meilen südöstlich von Bermuda kontaktiert.
In der Nähe war eine große Rauchwolke ausgemacht worden, wenig später stieß der Frachter auf die in Flammen stehende "Pioneer". Die Crew war bereits über Bord gegangen auf der Flucht vor dem Feuer. Mit Unterstützung der US Coast Guard, des RCC Norfolk und der "Cherry Point” gelang es der Crew der "K Coral" wenig später, zunächst 17 Mann zu retten.
Ein weiterer wurde kurz danach entdeckt, doch es brauchte eine sechsstündige Suche, bis auch der letzte der 19 Fischer lebend geborgen werden konnte. Alle Geretteten waren in stabilem Zustand. Die "K Coral" nahm mit den Schiffbrüchigen an Bord mit voller Fahrt Kurs auf Norfolk, Virginia.
Wenn sich der Zustand der beiden Verletzten verschlechtern sollte, könnten sie entweder von Bermuda oder der US-Küste aus mit Hubschraubern abgeborgen werden. Die "Pioneer" war vermutlich gesunken.
Quelle:Tim Schwabedissen



Barge in Erinnerung an verunglückten Schlepperkapitän versenkt
(22.06.16) Peter Fenton, der Schlepperkapitän, der während einer Sturmflut 2011 die Gateway Bridges in Brisbane vor größerem Schaden bewahrte, wurde jetzt durch eine Unterwassergedenkstätte geehrt. Der 67-jährige hatte seinerzeit mit einem Schlepper ein losgerissenes, 200 Meter langes Teil des Brisbane Riverwalk von der Brücke weggezogen. Er starb 11 Monate nach seiner Heldentat durch eine Kiste, die ihm an Bord der 23 Meter langen Barge „MDT 7“ auf den Kopf fiel.
Am 22.6. nun wurde die Barge, auf der er zu Tode kam, in der Moreton Bay als Teil des künstlich geschaffenen, 34 Hektar großen Harry Atkinson Reef sieben Kilometer ostsüdöstlich von St. Helena Island versenkt. Am Schiff war eine Plakette angebracht worden, die an Fenton erinnert. Bei der Aktion war auch der Umweltminister Steven Miles vor Ort.
Die Angehörigen von Fenton blieben der Zeremonie fern, waren aber erfreut darüber, dass er nun eine dauerhafte Erinnerungsstätte erhalten habe. Dr. Miles zog einen Ring, der Ventile im Rumpf der Barge öffnete, und 12 Minuten später versank sie im 23 Meter tiefen Meer.
Das Harry Atkinson Reef wurde bereits 1975 mit mehr als 17,000 alten Autoreifen begründet. 1987 folgten 200 Einkaufswagen, dann die Schiffe „Tiwi Pearl“ und “SD 10” sowie etliche andere Materialien, die den Fischbesatz steigerten. In den folgenden zwei Jahren wollte die Regierung eine weitere Million Dollar in das Riff investieren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Überreste des Kutters “Cygnet Lass”
(Bild: AMSA)   Großbild klick!

Kutter einen Monat nach Untergang geborgen
(21.06.16) Am 18.6. wurde der 17 Meter lange Kutter “Cygnet Lass” bei Bowen geborgen und von einem Autokran an Land gehoben. Als das Schiff 1,5 Kilometer vor Bowen am 25.5. mit einem Svitzer-Schlepper kollidierte, waren drei Mann an Bord gewesen. Es kenterte, und der Skippper Martin Cunningham, 43, aus Innisfail kam ums Leben. Die beiden anderen Männer aus Bowen kamen mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus.
Ein geistesgegenwärtiger Taucher hatte sie im gekenterten Rumpf des Kutters, unter dem sie in einer Luftblase eingeschlossen waren, mit einem Sauerstoffschlauch am Leben gehalten. Sie hatten nach dem Unglück mit Schlägen gegen den Rumpf auf sich aufmerksam machen können und den Tauchern so den Weg gewiesen.
Die Australian Maritime Safety Authority und die Queensland Police leitete eine Untersuchung des Unglücks ein. Die Staatsanwaltschaft Queensland hatte wegen des Todesfalls ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Svitzer sicherte die volle Kooperation zu.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht „Justlie“ wird eingeschleppt
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Einhandsegler aus der Luft gerettet, Yacht eingeschleppt
(21.06.16) Am 20.6. um 3:54 Uhr wurde das CROSS Jobourg von der Solent Coastguard alarmiert, nachdem die 9,2 Meter lange französische Segelyacht „Justlie“ rund 50 Meilen nördlich von Perros-Guirec nach einem Problem mit dem Motor manövrierunfähig geworden war. Der Propeller war blockiert. Zudem hatte der 58-jährige Skipper eine leichte Unterkühlung und eine Kopfverletzung erlitten.
Das.CROSS Jobourg schickte einen EC-225-Helikopter der Marine in Maupertus, das Rettungsboot „SNS 098 - Toutain President” der SNSM-Station in Ploumanach und den in der Nähe befindlichen Kutter “Souviens-Toi” zur Yacht. Um 4.30 Uhr winschte der Hubschrauber den Skipper auf und flog ihn nach Maupertus, wo er von der Feuerwehr medizinisch betreut wurde.
Derweil nahm der Kutter die verlassene Yacht in Schlepp und zog sie nach Ploumanach. Hier übernahm das Rettungsboot “Toutain Presiden” das letzte Stück in den Hafen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schweizer Frachter "Sabina"
(Bild: Grzegorz Gibas)   Großbild klick!

Schweizer Frachter geriet vor Swinemünde in Brand
(21.06.16) Auf dem Schweizer Frachter "Sabina", 5968 BRZ (IMO-Nr.: 9205718) brach am 19.6. um 12.20 Uhr vor Mulnik ein Feuer im Maschinenraum aus. Das Schiff hatte kurz zuvor den Hafen von Swinemünde mit Kurs Stattin verlassen und hatte eine Ladung Phosphatdünger an Bord. Die Feuerwehr Strazak-26 wurde alarmiert, doch dann gelang es der Crew, den Brand mit Bordmitteln zu löschen. Da das Schiff dabei aber zeitweilig manövrierunfähig wurde, kam es kurzzeitig am Ufer fest. Zwei Schlepper zogen den Havaristen dann in den Hafen zurück, wo er am Chemiekai festgemacht wurde und die folgenden Tage verblieb.
Die “Sabina” ist 127,9 Meter lang, 15,85 Meter breit, hat 7,45 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 9231 Tonnen. Sie läuft für die Enzian Shipmanagement AG in Zürich und wurde 2000 bei Damen Galati für die Carisbrooke Shipping Plc., Cowes, erbaut. Am 8.1.2000 wurde sie von dem maltesischen Schlepper "Koral“ nach Delfzijl und dann weiter nach Hoogezand geschleppt durch die "Waterpoort" und "Knight Buster", wo sie in der Werft Scheepswerf Damen B.V. in Hoogezand fertiggestellt wurde. Am 13.5.2000 wurde sie vom Bodewes Volharding nach Delfzijl geschleppt und ging am 23.5.000 auf Probefahrt.
Am 7.6. wurde sie in Rotterdam an die M/v "SABINA" A.G., Bern, übergeben. Im März 2003 wurde die "Sabina" vom Eisbrecher „Tarmo“ gerammt, als er ihr einen Weg nach Tallinn durch 60 Zentimeter dickes Eis bahnte. Am 12.1.2007 kam es auf der Reise von Stettin nach Alexandria mit einer Ladung Kohle zu einer Grundberührung bei schlechtem Wetter vor der schwedischen Küste.
Nach einer Untersuchung in Alexandria wurde das Schiff auf eine Werft in Constanta zur Reparatur gebracht. Es wurden etwa 130 Tonnen Stahl neu verbaut, um den Schaden zu beheben. Am 15.5.2007 ging die „Sabina“ wieder in Fahrt.
Quelle:Tim Schwabedissen



RNLI-Boot und Yacht mit Problem
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Rettungsboot beim Abschleppen einer Yacht gekentert
(21.06.16) Das RNLI-Boot aus Kirkwall lief am 19.6. um 16.40 Uhr aus, nachdem eine Segelyacht in der Fersness Bay im Norden der Isles of Orkney Probleme mit dem Rigg erlitten hatte. Um 17.20 Uhr erreichten die Seenotretter den Fersness Sound und fanden die Yacht mit flappenden Segeln vor. Die zweiköpfige Crew konnte sie nicht bergen. Das Y-Boot wurde ausgesetzt und ein Rettungsmann an Bord der Yacht abgesetzt. Um
17.38 Uhr war eine Schleppverbindung hergestellt, und um 18.10 Uhr wurde das Tochterboot wieder aufgenommen. Während der Fahrt nach Kirkwall drehte der Wind auf, und die Segel gestalteten den Schlepp kompliziert.
Ein weiterer Rettungsmann wurde auf die Yacht übergesetzt. Bei der Rückkehr kenterte das Y-Boot, und sein Skipper landete in der rauen See im Wasser. Er wurde binnen fünf Minuten vom Rettungsboot an Bord gezogen. Ein Rettungshubschrauber der Coastguard barg ihn ab und brachte ihn vorsorglich ins Krankenhaus, wo er über Nacht unter Beobachtung blieb.
Inzwischen lief auch das RNLI-Boot aus Stromness aus und eskortierte das Boot aus Kirkwall vom Foot of Shapinsay zur Kirkwall Marina und assistierten beim Festmachen im Hafen. Um 23.15 Uhr war das Boot sicher vertäut, und um 23.30 Uhr waren die Seenotretter wieder klar auf Station.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter in Russland auf Grund gelaufen
(21.06.16) Der russische Frachter “Arctur", 2360 BRZ (IMO-Nr.: 8889402), lief mit einer Ladung von 2940 Tonnen Weizen bei Kanalkilometer 133 auf dem Volga-Caspian Sea Canal am 17.6. auf Grund. Das Schiff war auf der Reise von Astrakhan nach Anzali und konnte noch am selben Tag vom Offshore-Schlepper "Svetliy" (IMO-Nr.: 9356373), wieder flottgemacht werden und die Fahrt fortsetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Karambolage auf der Mosel
(21.06.16) In der Nacht zum 19.6. kam es auf der Mosel bei Remich zur Kollision eines Binnenschiffes mit dem von der Luxemburger Navitours betriebenen Ausflugsschiff ‚MuselSchëff‘ „Fortuna“ (EU-Nr.: 2324594), 265 tdw. Das Binnenschiff setzte die Fahrt fort, das 34,3 Meter lange Fahrgastschiff kam mit einer Schramme davon. Eine Frau an Bord wurde am Knie leicht verletzt und kam zur weiteren Untersuchungen mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Korallenriff in Belie beschädigt
(21.06.16) Die 39 Fuß lange “Connie Sue” lief am 15.6. um 19.30 Uhr auf dem Belize Barrier Reef vor San Pedro Town auf Grund. Es wurde befürchtet, dass das amerikanische Boot erhebliche Schäden an der Korallen-Topographie angerichtet haben könnte. Die “Connie Sue” war von was Guatemala in die USA unterwegs. Die Belize Coast Guard wurde von der Belize Port Authority alarmiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Viking-Schiffe nach Kollisionen zur Reparatur
(21.06.16) Am 19.6. wurde das in Riedenburg havarierte, Schweizer Flusskreuzfahrtschiff„Viking Bragi“ von einem Gutachter inspiziert. Bei der Havarie beschädigte Positionslampen wurden neu angebracht, Radar und anderes technisches Gerät überprüft. Dann wurde sie für fahrtüchtig befunden und erhielt die Genehmigung, bei Tageslicht die Fahrt nach Linz in die dortige Werft anzutreten. Dazu musste sie mit dem Heck voran den Main-Donau-Kanal bis zur Kelheimer Hafeneinfahrt talwärts laufen, ehe sie dort gedreht werden konnte. Das Sonnendeck wurde bei der Kollision stark beschädigt, die Reparaturdauer sollte rund zwei Wochen betragen. Die Passagiere setzten ihre Reise mit einem Ersatzschiff fort.
Auch das Schwesterschiff „Viking Tor“ war soweit fahrtüchtig, dass sie nach Entladung des Gepäcks der Reisenden und einer vorläufigen Begutachtung gegen 20.30 Uhr den Westhafen von Regensburg ansteuern konnte, wo eine Reparatur durchgeführt werden sollte, um dann ebenfalls Linz anzusteuern. Hier sollte sie aus dem Wasser genommen werden, um mögliche Schäden am Schiffsrumpf zu untersuchen. Die Hoffnung war, dass sie termingerecht ihre nächste Reise nach Budapest würde antreten können.
An der Eisenbahnbrücke in Poikam war nach ersten Erkenntnissen kein Schaden entstanden, an der St. Anna-Brücke, prüften ein Gutachter, Ingenieur und Statiker das zerstörte Gerüst. Die Brücke blieb für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen gesperrt. Da der Überbau der Brücke noch nicht einsehbar war, konnten Schäden nicht ausgeschlossen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff bei Kelheim havariert
(21.06.16) Am frühen Morgen des 17.6. wollte der 53-jährige Schiffsführer eines ungarischen Binnenschiffs vom Hafen Kelheim in Richtung RMD-Kanal auslaufen. Durch die starke Strömung drehte sich das Schiff aber zu Tal und kam am rechten Ufer zu liegen. Durch einen ausgebrachten Anker und eine Heckleine konnte die Besatzung das Schiff, das nicht mehr aus eigener Kraft vom Ufer wegkam, sichern. Ob ein Sachschaden entstanden war, ließ sich derzeit noch nicht sagen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler lief auf Molenfundament in Boulogne
(21.06.16) Am 8.6. kollidierte gegen zwei Uhr der französische Trawler "Glory à Mary III - BL 912362", 166 BRZ (IMO-Nr.: 9216080) mit dem Kopf der Südwestmole der Hafeneinfahrt von Boulogne, an der gerade Bauarbeiten stattfanden. Der Trawler erlitt dabei erhebliche Schäden am Wulstbug und dem Backbordrumpf, an dem Rumpfplatten ersetzt werden mussten. Dazu wurde er bei der Socarenam-Werft in Boulogne aufgeslippt.
Das Schiff kehrte gerade von Fangfahrt zum Löschen der Ladung in den Hafen zurück, als es auf den nur unzureichend beleuchteten Molenkopf auflief, der teilweise abgebrochen und von der Flut überspült war. Das Signalfeuer war im Rahmen der Bauarbeiten demontiert worden. Die überfluteten Fundamente rissen den Rumpf auf, und es kam zu Wassereinbruch.
Vorsorglich eskortierte das Rettungsboot der SNSM das Schiff in den Hafen. Die Reparaturarbeiten dauern noch mindestens bis Ende der Woche, und erst Mitte Juli würde der Trawler wieder auf Fang gehen können. Dieser Ausfall kommt zu dem entstandenen Sachschaden hinzu.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fischladung wird aus gestrandetem Kutter gespült
(21.06.16) Der Sardinenkutter “Ocean Venture” liegt weiter vor San Carlos in Ensenada nahe dem Naturschutzgebiet Cirios auf der Seite. Das Schiff lag 3,45 Kilometer vom Hafen entfernt auf 29 ° 37'32.32 "N 115 ° 28'45.77 "W, auf einer Sandbank. Ein Boot der Gemeinde aus El Rosario kam wegen schlechten Wetters nicht an den Havaristen heran.
Am 12.6. war die neunköpfige Crew auf dem Weg in den Hafen, als sie gegen 17 Uhr Wassereinbruch feststellte, gegen den die Pumpen nicht ankamen. Sie entschieden, parallel zur Küste zu laufen, bis gegen 21 Uhr das Schiff zu sinken begann. Die Fischer brachten sich mit einem Boot in Sicherheit. An Bord waren 60 Tonnen Fisch und sechs Tonnen Treibstoff.
Am 13.6. versuchte der Kutter "Baler San Miguel" erfolglos, den Havaristen flottzumachen. Ein Taucher stellte daraufhin sicher, dass die Treibstoffleitungen abgedichtet waren. Durch ein Leck wurden aber inzwischen Teile der Ladung aus der Fischluke gespült. Es wurde geschätzt, dass 30 Tonnen verrottenden Fischs verloren gingen. Inzwischen wurde begonnen, die Tanks auszupumpen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht mit totem Segler an Bord eingeschleppt
(21.06.16) Der Schlepper “Sea Pelican” zog die beschädigte Yacht "Platino" am 21.6. gegen neun Uhr in den Hafen von Whangarei. An Bord befand sich die Leiche von Nick Saull, der von herabkommendem Rigg tödlich verletzt wurde, als das Boot 550 Kilometer nördlich von Neuseeland in einen Sturm geriet. Der 63-jährige Steve Forno, der über Bord gegangen war, war weiter vermisst.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter bei Feuer völlig zerstört
(21.06.16) Joshua Ford, Skipper des in Dover erbauten Hummerkutters “Gib”, dankte am 20.6. der Fischereigemeinschaft und seinen Rettern der New Hampshire Fish and Game, nachdem sein Schiff am Vormittag des 19.6. mit Hummerfallen wohlgefüllt auf der Rückfahrt in den Hafen mit zwei Mann an Bord in Brand geriet. Er war durch ein ungewöhnliches Geräusch aufmerksam geworden. Als er den Motor inspizieren wollte, kamen ihm meterhohe Flammen entgegen. Nicht einmal ein Notruf konnte noch abgesetzt werden.
Er flüchtete mit seinem Cousin aufs Heck. Die Hitze des Feuers war so stark, dass Aluminium auf Deck schmolz. Eine Patroullie von Fish and Game sah die Rauchwolke und nahm Kurs auf die “Gib”. Die beiden Fischer hielten sich an deren Heck fest. Sie wurden mit Leinen an Bord geogen und zur Coast Guard-Station in New Castle gebracht.
Der ausgebrannte Rumpf der „Gib“ wurde vor dem New Castle Causeway vir Anker gelegt. Die New Hampshire Commercial Fisherman's Association bot dem Fischer ihre Hilfe an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schleppzug außer Kontrolle auf Igan River
(21.06.16) Ein indisches Expressboot sank auf dem Igan River, ein anderes endete halb unter Wasser, nachdem sie von einem treibenden Schlepper und einer von ihm gezogenen Barge am 19.6. gegen 23.30 Uhr erfasst wurden. Der Schlepper hatte auf dem Fluss Maschinenausfall erlitten, nachdem bei der Lanang Road eine Leine den Propeller blockiert hatte.
Der Schleppzug trieb in der starken Strömung nach Kampung Hilir, rammte beinahe Holzhäuser auf den Flussbänken und konnte dann an den beiden Expressbooten vertäut werden. Doch das Gewicht der Holzladung der Barge riss auch diese los, und die Drift ging weiter. Wenig später sank eines der Boote, das andere blieb am Schleppzug vertäut, bis alle drei Fahrzeuge auf einer Flussbank an der der Ding Lik Kwong Road auf Grund liefen. Als der Eigner der Expressboote dort eintraf, lag das Boot halb überflutet im Fluss. Es gelang seinen Arbeitern, das Wasser auszupumpen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Barge in Goa fast vollständig verschrottet
(21.06.16) Das Abwracken der Barge “Bhagirath” am Arossim Beach ist fast abgeschlossen. Arbeiter waren am 20.6. dabei, kleinere im Sand versunkene Teile zu erschneiden. Die verbliebenen Rumpfreste wurden zerlegt, und am Abend waren nur noch wenige Trümmer übrig. Die in den Dünen gelagerten Schrottreste wurden inzwischen abgefahren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Angelkutter durch Feuer total zerstört
(21.06.16) Mit Kränen wurde am Abend des 19.6. das Wrack des 42 Fuß langen Kutters “The Shark Bite” vor- Lobsterville Beach geborgen, einen Tag, nachdem er bei Menemsha Harbor in brand geraten war. Die sieben Mann an Bord hatten vom Hafenkapitän gerettet werden können, bevor die Flammen die Kajüte, das Cockpit und die Flying Bridge erfassten. Das Wrack wurde dann nach Lobsterville Beach geschleppt.
Der Angelkutter war auf dem Rückweg nach Menemsha gewesen als Teil einer größeren Flotte des Point Independence Yacht Club in Onset. Beim Ansteuern der Hafenmole stellte der Eigner und Skipper, Michael Mobilia aus Plymouth, auf einmal Rauchentwicklung fest und funkte einen Notruf.
Als die Hilfe eintraf, hatten sich zwei Erwachsene und drei Kinder auf den Bug geflüchtet. Sie wurden an Land gebracht. Mr. Mobilia und ein Freund blieben noch an Bord in der Hoffnung, dass das Feuer noch gelöscht werden könnte. Doch dann breitete sich der Brand weiter aus.
Aus den Öffnungen des Motorraums an den Seiten des Bugs schlugen Flammen, und dichter schwarzer Rauch füllte die Kajüte. Mobilia, dem der Ernst der Lage noch nicht klar war, wurde aufgefordert, den Kutter zu verlassen. Eine Minute später schon stand alles außer dem Bug in Flammen.
Ein 47-Fuß-Boot der U.S. Coast Guard Station Menemsha wagte wegen der Explosionsgefahr keinen Löschangriff. Erst als diese nicht mehr zu bestehen schien, wurde Löschwasser eingesetzt, doch das Boot war total zerstört. Da es aber nicht unterging, konnte der Anker geborgen und das Wrack nach Lobsterville Beach geschleppt werden, wo die Feuerwehren von Aquinnah und Chilmark übernahmen. Offenbar hatte ein Kurzschluss zunächst zu einem Schwelbrand geführt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Einhandsegler nach Wicklow eingeschleppt
(21.06.16) Das RNLI-Boot aus Wicklow wurde am 19.6. um 14.40 Uhr von einer 10 Meter langen Yacht sechs Meilen vor der Küste um Hilfe gebeten. Der französische Einhandsegler an Bord des Bootes war von Frankreich nach Norwegen unterwegs, als das Zwillingsruder Schaden nahm und es manövrierunfähig wurde. Binnen 30 Minuten waren die Seenotretter längsseits. Auch der Hubschrauber Rescue 116 der Coast Guard kam zu Hilfe und blieb vor Ort, bis ein Rettungsmann an Bord der Yacht übergestiegen war.
Er sollte dem Skipper beim Ankerlichten und Herstellen einer Schleppverbindung assistieren. Vor Ort waren fünf bis sechs Windstärken. Nachdem die Schleppverbindung stand, wurde das Boot in Richtung Wicklow gezogen. Bei den widrigen Verhältnissen brach die Leine aber drei Mal, und erst nach 90 Minuten war der Hafen gegen 17 Uhr erreicht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Manövrierunfähige Yacht nach Wells eingeschleppt
(21.06.16) Am Abend des 19.6. wurde das RNLI-Boot aus Wells alarmiert, nachdem die 27 Fuß lange Segelyacht „Corumba” mit einer zweiköpfigen Crew an Bord Motorausfall erlitten hatte, als sie von Blakeney Overfalls war und die Humber Coastguard um Schleppassistenz in den Hafen gebeten hatte. Die Seenotretter wurden um 22.20 Uhr verständigt. Da aber Niedrigwasser herrschte, gab es zu der Zeit keine Möglichkeit, die Yacht nach Wells zu bringen.
Da sie nicht in unmittelbarer Gefahr war, wurde entschieden, mit der Flut am folgenden Morgen zu Hilfe zu kommen. Um 4.34 Uhr lief das Rettungsboot “Doris M Mann of Ampthill” aus und machte sich auf den Weg zur Yacht, die während der Nachtstunden nur geringfügig in Richtung des Hafens vorangekommen war.
Um 5.32Uhr waren die Seenotretter vor Ort, setzten einen Mann über und stellten eine Schleppverbindung her. Um 5.45 Uhr wurde angetaut, und um 7.25 Uhr war die “Corumba” im Hafen. Um 7.40 Uhr war das Rettungsboot wieder klar auf Station.
Quelle:Tim Schwabedissen



Raddampfer "Schönbrunn" (Archivbild)
(Bild: Ddsg-donau)   Großbild klick!

Kollision bei Sonnenwendfeier
(20.06.16) Am Abend des18.6. kollidierte kurz vor Mitternacht das österreichische Fahrgastschiff "Austria Princess" (MMSI-Nr.: 203999393) mit dem Raddampfer "Schönbrunn" 648 tdw (EU-Nr.: 203999295) auf der Donau zwischen Krems und Dürnstein. Die Schiffe befanden sich in einem Konvoi eines Dutzend von Fahrzeugen zur Sommersonnenwende in der Wachau auf Einladung von Landeshauptmann Erwin Pröll.
Die „Schönbrunn“ hatte nach einem Ruderschaden Anker geworfen, trieb aber mit ihrem noch nicht haltendem Anker langsam stromabwärts.
Heckschaden am Raddampfer "Schönbrunn"
(Bild: Kristian Bissuti)   Großbild klick!
Über Funk wurden alle anderen Schiffe in Kenntnis gesetzt, dass sie manövrierunfähig war. Die „Austria Princess“ rammte dennoch ins Heck der „Schönbrunn“ und beulte deren Heck ein.
Außerdem wurden das Schanzkleid und ein Teil des Decks beim achterlichen Aufprall verbogen. Auf der „Austria Princess“ gab es mehrere leicht Verletzte, die nach 1,5 Stunden an Land gebracht werden konnten. Durch den Anprall barsten zudem zwei Scheiben im Eingangsbereich, außerdem wurde eine Winsch an Steuerbordseite beschädigt. Deshalb legte das Schiff in Krems bei schwierigen Strömungsverhältnissen mit dem Bug zu Tal an.
Am 19.6. steuerte es eine Reparaturwerft in Linz an. Die "Schönbrunn" verblieb in Dürnstein zur Inspektionen. Die „Austria Princess“ hat eine Länge von 56,10 Metern, eine Breite von 9,60 Metern und einen Tiefgang von 1,40 Metern.
Austria Pricess: Fenster eingedrückt
(Bild: Kristian Bissuti)   Großbild klick!
Sie kann bis zu 500 Passagiere aufnehmen und wurde 1970 in Korneuburg erbaut.
Eigner ist die Brandner Schifffahrt GmbH in Wallsee, die die „Austria Princess“ 1995 von einem holländischen Reeder übernahm.
Die „Schönbrunn“ hat eine Länge von 74,62 Metern, eine Breite von 15,78 Metern und einen Tiefgang von 1,73 Metern. Der Antrieb erfolgt über eine schräg liegende Heissdampf-Compoundmaschine mit einem Hoch- und einem Niederdruckzylinder von 710 PS. Das Schiff wurde 1912 auf der DDSG-eigenen Werft in Budapest-Óbuda erbaut und 1954 in Linz umgerüstet von Kohle- auf Schwerölfeuerung. Eigner war von 1912 bis 1995 die Erste Donau-Dampfschifffahrts-Gesellschaft DDSG und seither die Österreichische Gesellschaft für Eisenbahngeschichte ÖGEG.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fahrgastschif vor Borkum aufgelaufen
(20.06.16) Das deutsche Fahrgastschiff "Wappen von Borkum", 287 BRZ (IMO: 7525918), musste am 19.6. vor dem Hafen Borkum freigeschleppt werden. Das Schiff mit 82 Personen an Bord war beim Verlassen des Hafens bei ablaufendem Wasser etwa zwei Stunden vor Niedrigwasser festgekommen. Um das Fahrgastschiff wieder freizubekommen, blieb dem Seenotkreuzer „Alfried Krupp“ nur ein schmales Zeitfenster, bevor der Wasserstrand zu niedrig gewesen wäre. Anschließend konnte das Schiff seine Fahrt aus eigener Kraft fortsetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot „Sylvia 3“ im Vollbrand
(Bild: Fort Lauderdaile Fire Rescue)   Großbild klick!

Motorboot trieb als Brander durch Fort Lauderdale
(20.06.16) Am Abend des 18.6. ging in Fort Lauderdale auf dem Intracoastal Waterway das 31 Fuß lange Sea-Ray Motorboot „Sylvia 3“ in Flammen auf. Gegen 19 Uhr wurde die Feuerwehr zum Datura Court alarmiert. Eigner Joe Scott Jr. hatte bei einem Abendspaiergang Rauch gerochen und sah, wie das brennende Motorboot auf seine “Donzi” zutrieb, die er erst vor einem Monat gekauft hatte.
Die Flammen schlugen 10 bis12 Fuß hoch aus dem Kunststoffboot. Die Crew sprang auf der Flucht vor den Flammen ins Wasser und wurde von einem anderen Boot gerettet. Die „Sylvia 3“ trieb beim Idlewyld Drive ans Ufer. Sie wurde vom Feuer zerstört. An der “Donzi” wie auch am Dock entstanden Rauch- und Brandschäden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier “Benita” auf den Felsen
(Bild: Mauritius Coastguard)   Großbild klick!

Bulkcarrier “Benita” aufgelaufen
(20.06.16) Der Umweltminister von Mauritius, Alain Wong, kündigte an, selbst unter den Rumpf des gestrandeten Bulkcarriers “Benita” tauchen zu wollen, weil er die von den griechischen Bergern durchgeführten Untersuchungen für unzureichend hielt. Sie waren wegen der stürmischen See nicht bis unter das Schiff vorgedrungen und waren nach visueller Inspektion zu dem Schluss gekommen, dass mehrere Laderäume beschädigt waren. Der Minister wollte nun ein Video des Schadensbereiches machen und bis zum Nachmittag des 20.6. den Bergern zur Verfügung stellen.
Nach bisherigen Erkenntnissen lag das Schiff auf Höhe von Laderaum 3 auf den Felsen, und die Laderäume 2, 4 und 5 sowie der Maschinenraum hatten Wassereinbruch erlitten. Um eine Ölverschmutung zu vermeiden, waren Sperren über einen Kilometer weit ausgelegt worden.
Nach den bisherigen Aussagen der Crew war diese durch Schreie auf die Auseinandersetzung aufmerksam geworden. Sie kamen vom 4. Ingenieur Alvin Maderse, der an Kopf und Hand Verletzungen durch eine Eisenstange erlitten hatte, die ihm der Maschinist Omar Taton zugefügt hatte. Er hatte sich im Maschinenraum eingeschlossen und die Kontrolle über das Schiff übernommen.
Taton wurde am 18.6. verhaftet und sitzt seither in Polizeigewahrsam. Alvin Maderse musste inzwischen ins künstliche Koma versetzt werden, nachdem sich sein Zustand am Wochenende verschlechterte. Von den insgesamt 23 Crewmitgliedern wurden 17 Philippinos im St. Georges Hotel in Port Louis untergebracht.
Der Kapitän, sein Stellvertreter und zwei Ingenieure blieben an Bord, um bei den Bergungsarbeiten zu assistieren. Zuächst galt es das Öl abzupumpen. An Bord waren 124 Tonnen Treibstoff und 36 Tonnen Diesel, von denen ein Teil inzwischen auslief.
Wenn die Berger von Five Ocean Salvage die Löcher im Rumpf zugeschweißt haben, könnte damit begonnen werden. Der Schlepper "Coral Sea Fos" (IMO-Nr.: 8028474) lief inzwischen aus Fujairah aus, um die "Ionian Sea Fos" (IMO-Nr.: 8110796) zu unterstützten. Diese war mit dem Bulkcarrier mit einer Schlepptrosse verbunden, um zu verhindern, dass er weiter auf die Felsen gedrückt wird. Die Bergungsarbeiten könnten rund einen Monat dauern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schwesterschiff der „Viking Bragi“ einen Tag nach ihr havariert
(20.06.16) Nur einen Tag nach der Havarie des 135 Meter lange Schweizer Flussfahrgastschiffes „Viking Bragi“ (EU-Nr.: 07001961) auf dem Main-Donau-Kanal bei Riedenburg am 18.6. kam am 19.6. ein weiteres Passagierschiff der Viking Cruises auf der Donau in Schwierigkeiten. Diesmal war es das Schwesterschiff „Viking Tor" (EU-Nr.: 07001962), das in der Nähe von Bad Abbach mit 186 Passagieren und 51 Crew-Mitgliedern an Bord gegen einen Brückenpfeiler bei Poikam, einem Ortsteil der Gemeinde Bad Abbach, lief. Das Schiff schlug an der Schleuse bei Poikam dann in der Strömung quer und wurde gegen die Brückenpfeiler gedrückt.
Die Fenster des untersten Decks lagen danach zum Teil unter der Wasseroberfläche. Die Fahrgäste aus den USA und Kanada blieben aber unverletzt. Um kurz vor 04.00 Uhr ging bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Niederbayern über die Integrierte Leitstelle Landshut die Mitteilung über die Havarie bei Flusskilometer 2402 ein.
Über die Notfallschleuse bei Kachlet wurde sofort eine Schifffahrtssperre auf der Donau veranlasst, die bis zur Bergung des Schiffes andauerte. Gleichzeitig wurde die Eisenbahnbrücke gesperrt, konnte aber nach einer Sicherheitsprüfung um 07.35 Uhr wieder frei gegeben werden.
Der Leiter der Polizeiinspektion Kelheim übernahm die Einsatzleitung und veranlasste in Zusammenarbeit mit dem Landrat des Landkreises. Kelheim, des Wasser- und Schifffahrtsamtes Regensburg, der Feuerwehr, Rettungskräften, Bundespolizei und der Wasserschutzpolizei Regensburg die Evakuierung des Schiffes. 180 Feuerwehrleute, 35 Mitarbeiter des Rettungsdienstes, 13 THW-Mitglieder und die Polizei waren vor Ort. Die Passagiere wurden mit Booten und der Drehleiter der Kelheimer Feuerwehr an Land gebracht und dann in das Feuerwehrhaus nach Kelheim gefahren.
Dort wurden sie unter anderem vom Roten Kreuz und dem Kriseninterventionsteam „Mona“ betreut. Die Reederei organisierte Fahrten für sie nach Weltenburg, München und Regensburg, bis eine Lösung für die weitere Reise gefunden war. Die Rettungsaktion wurde vom Polizeihubschrauber Edelweiß 5 aus der Luft abgesichert.
Gegen 08.00 Uhr waren bis auf 10 Crewmitglieder alle Personen vom Schiff abgeborgen. Die Restcrew hielt das Schiff für die anlaufenden Bergungsmaßnahmen stabil. Boote waren rund um die Unfallstelle im Einsatz, um eventuelles Treibgut abzufangen. So sollte verhindert werden, dass das Schiff beschädigt wurde.
Das "Viking Tor" wurde im Laufe des Nachmittages durch den Schubschlepper „Paula“ geborgen. Nach einem künstlichen Anstauen des Wassers konnte sie im zweiten Anlauf ins Fahrwasser gezogen und dann mit eigener Maschinenkraft ans Ufer gebracht werden. Dort erfolgte die Entladung des Gepäcks der Reisenden und eine vorläufige Begutachtung.
Dabei wurde ein beschädigtes Innenschott festgestellt. Das Schiff machte am Abend gegen 20 Uhr in Regensburg fest, wo die Reparatur durchgeführt werden sollte. Danach sollte es ohne Passagiere nach Linz verlegen und nach einer weiteren Inspektion freigegeben werden. An den Brückenpfeilern der Eisenbahnbrücke entstand nach erster Begutachtung kein Sachschaden. Die Donau wurde um 17.30 Uhr für die Schifffahrt wieder freigegeben.
Bereits im September 2000 blieb ein Binnenschiff an dieser Stelle hängen Im Jahr 2014 geriet ein mit 3000 Tonnen Sonnenblumenkernen beladener Schubverband auf die Steinaufschüttung der Eisenbahnbrücke und schlug ebenfalls quer. Auch damals hatte es ein leichtes Hochwasser gegeben.
Dann hatte eine Querströmung den Schubverband erfasst. Es könnte sein, dass ähnliche Bedingungen zur Havarie der „Viking Tor“ führten. Die Stelle kurz vor der Schleuse ist für ihre starke Strömung bekannt. Sowohl die “Viking Bragi” wie auch die “Viking Tor” laufen für die Viking River Cruises, Basel. Beide Schiffe haben eine Länge von 135,00 Metern, eine Breite von 11,45 Metern, einen Tiefgang von zwei Metern und eine Passagierkapazität von 190 Personen. Sie wurden 2013 von der Neptun Werft in Rostock-Warnemünde abgeliefert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter mit Maschinenproblemen auf der Schelde abgeschleppt
(20.06.16) Am 17.6. erlitt der unter Marshall Islands-Flagge laufende Bulkcarrier "Asturcon", 24247 BRZ (IMO-Nr.: 9646730), beim Navigieren auf der Schelde vor dem Noordzee Terminal in Antwerpen Maschinenprobleme. Die beiden Schlepper "Union 8" und "Union Grizzly“ kamen dem Havaristen zu Hilfe. Am 18.6. verließ er den belgischen Hafen, in dem er seit dem 9.6. gelegen hatte, mit Fahrtziel Riga, wo er am 22.6. eintreffen sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bordhund und Motorbootfahrer aus Seenot gerettet
(20.06.1) Ein Boot der Coast Guard-Station Portsmouth Harbor rettete am Nachmittag des 19.6. zwei Personen und den Bordhund des 26 Fuß langen Motorbootes “Blue Gold” unweit von Boone Island, Maine. Die Coast Guard fing gegen 11 Uhr einen Notruf auf, nachdem es an Bord zu einem Wassereinbruch gekommen war. Ein 47-Fuß-Boot der Station Portsmouth Harbor, das in der Nähe auf Patroullie war, nahm Kurs auf die gemeldete Position und erreichte das Motorboot um 11:45 Uhr.
Rasch stiegen zwei Männer der Coast Guard an Bord über und untersuchten die Ursache des Wassereinbruchs. Die Bilgenpumpen der “Blue Gold” vermochten den Wasserstand zu halten. Das Boot wurde in Schlepp genommen und dann nach York Harbor gezogen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor San Carlos gestrandet
(20.06.16) Die Umweltbehörde Profepa und die Marine waren vor Ort, nachdem am 12.6. der mexikanische Sardinenkutter „Ocean Venture“ vor Puerto San Carlos, in Ensenada, Baja California, gestrandet war. Das Schiff war dort gegen 21 Uhr auf eine Sandbank gelaufen. Am 13.6. um neun Uhr war die Marine vor Ort und überzeugte sich, dass die neunköpfige Crew wohlauf war. Ein Bergungsversuch an diesem Tag scheiterte.
Aus dem 34 Kilometer entfernten Ensenada machten sich Inspektoren von Profepa auf den Weg. Am 17.6. wollten sie mit einem kleinen Boot aus Puerto San Carlos zur Unfallstelle fahren, doch Sturm verhinderte dies. Am Ufer wurden aber keine Hinweise auf Ölverschmutzungen gefunden. An Bord des Kutters waren sechs Tonnen Öl sowie 60 Tonnen Sardinen und Anschovis.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter ging in Flammen auf
(20.06.16) Im Gebiet der Biloxi Marsh, ging am 18.6. unweit von Half Moon Island ein Garnelenkutter in Flammen auf. Mehrere andere Schiffe kamen zu Hilfe und retteten die Crew vor dem Feuer. Wenige Minuten nachdem die U.S. Coast Guard alarmiert war, traf ein Flugzeug über dem Havaristen ein, bis sichergestellt war, dass alle Menschen in Sicherheit waren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Strandung bewahrt
(20.06.16) Das RNLI-Boot aus Courtmacsherry RNLI kam vor der Küste von West-Cork am 19.6. einem 36 Fuß langen französischen Kutter zu Hilfe. Dieser hatte Maschinenschaden erlitten und drohte mit zwei Mann an Bord auf Felsen beim Dunworley Point zu treiben. Um 14.28 Uhr waren die Seenotretter vor Ort und stellten eine Schleppverbindung her. Das Angelboot „Lady Louise“ assistierte bei der Aktion. Der Havarist wurde bei stürmischer See zur Courtmacsherry Pier geschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlepper vor Atlantic City versenkt
(20.06.16) Das Department of Environmental Protection versenkte am Nachmittag des 16.6. einen 95 Fuß langen Schlepper vor- Atlantic City. Das Schiff legte sich erst nach Backbord über, ehe es übers Heck unterging und zur jüngsten Ergänzung des Atlantic City Artificial Reef wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hummerkutter vor Rye ausgebrannt
(20.06.16) Vor Rye geriet am Morgen des 19.6. gegen 11 Uhr ein Hummerkutter in Brand. Die New Hampshire State Police Marine Patrol wurde alarmiert, nachdem dichter Rauch südlich von Portsmouth Harbor aufgestiegen war. Sie fand den 30 Fuß langen Kutter in Flammen stehend vor, und im Wasser trieben zwei Personen und hielten sich an einer am Boot befestigten Leine.
Sie wurden unversehrt gerettet. Die Feuerwehr von Portsmouth konnte den Brand löschen, der Kutter wurde aber zerstört. Er wurde nach Portsmouth Harbor eingeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Belle Rose auf Tiefwasser
(20.06.16) Der Bulkcarrier “Belle Rose” wurde am 20.6. vor Malapascua Island bei Daanbantayan in Cebu gegen 10 Uhr nach zweitägigen Bemühungen endgültig freigeschleppt. Es gelang den drei Schleppern der Malayan Towage and Salvaging Corporation, den Frachter rund 100 Meter achteraus zu bugsieren, wo er auf 100 bis 200 Meter tiefem Wasser lag. Am 18.6. war ein Bergungsversuch an nicht ausreichend hohem Wasserstand gescheitert. Danach waren rund 500 Tonnen Wasser abgepumpt worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tauziehen um Versenkungsort der Tobruk
(20.06.16) Das Tauziehen um den letzten Liegeplatz des australischen Landungsschiffes HMAS „Tobruk“ geht weiter. Erst im Juli soll aber eine Entscheidung darüber fallen, wo es versenkt wird. Die Wahl liegt zwischen der Bay of Fires an Tasmaniens Ostküste und dem 30 Meter tiefen Grund zwischen Bundaberg und der Hervey Bay. Der Fraser Coast Regional Council hat eine Million Dollar zur Verfügung gestellt, aus der “Tobruk” eine Tauchstätte zu machen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Manövrierunfähige Yacht nach Porthdinllaenb abgeschleppt
(20.06.16) Das RNLI-Boot aus Porthdinllaen kam am Abend des 18.6. der 25 Fuß langen Yacht “Barra” zu Hilfe, die mit zwei Personen an Bord vor Porthysgaden Motorausfall wegen Problemen mit der Treibstoffzufuhr erlitten und die Coastguard in Holyhead um Assistenz gebeten hatte. Das Boot trieb ohne Wind mit der Tidenströmung. Das Rettungsboot lief um 17.25 Uhr aus und war binnen 20 Minuten längsseits der Yacht.
Eine Schleppverbindung wurde hergestellt und dann entschieden, das Boot fünf Meilen zurück nach Porthdinllaenb Harbour zu ziehen. Als sie dort eintraf, wurde sie an eine Mooring gelegt und die Crew mit dem Rettungsboot an Landgebracht. Um 18.50 Uhr war es wieder klar auf Station.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler "Gitte Henning"
(Bild: NSSR)   Großbild klick!

Fang ging über – Kutter lag auf der Seite
(18.06.16) Am Nachmittag des 18.6. ging auf dem dänischen Trawler "Gitte Henning", 4138 BRZ (IMO-Nr.: 9674830), sieben Meilen südlich von Lindesnes Leuchtfeuer die Ladung über, und das Schiff legte sich 25 Grad nach Steuerbord auf die Seite. Um 14.21 Uhr funkte die achtköpfige Crew einen Mayday-Ruf, nachdem es auch noch zu einem Blackout und vollständigen Energieverlust gekommen war. Das Rettungsboot "Ægir" aus Farsund und der Schlepper "BB Connector" aus Kristiansand wurden zu Hilfe gerufen.
Zwei Handelsschiffe gingen auf Standby, bis die Seenotretter eingetroffen waren. Sie machten sich sofort daran, eingedrungenes Wasser zu lenzen, während die Crew des Trawlers die Schlagseite reduzierte, indem sie den Fang umstaute. Um 16.27 Uhr konnten auch die Maschinen wieder gestartet werden, und nach einer 20-minütigen Probefahrt nahm die „Gitte Henning“ Kurs auf Thyborön, und die Rettungseinheiten konnten abgezogen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier "Benita" nach Meuterei gestrandetz
(Bild: Mauritius Coastguard)   Großbild klick!

Meuterer ließ Bulkcarrier offenbar aus Furcht um ihr Leben stranden
(18.06.16) Am 17.6. scheiterte ein Versuch des Offshore-Schleppers "Ionian Fos" (IMO-Nr.: 8110796) der aus Port Louis geholt worden war, den gestrandeten liberianischen Bulkcarrier "Benita", 24953 BRZ (IMO-Nr.: 9172961), freizuschleppen. Schwerer Seegang behinderte die Bemühungen der Berger. Gegen 18 Uhr stand das Wasser in den Laderäumen vier Meter hoch. Öl begann auszulaufen.
Der Frachter hatte 145 Tonnen Bunkeröl und 30 Tonnen Diesel an Bord. Eine Ölsperre von 300 Metern Länge wurde in Le Bouchon ausgelegt. 16 Crewmitglieder wurden per Helikopter abgeborgen, vier blieben für die Bergungsarbeiten an Bord. Die "Rescuer" der Coastguard musste nach dem Auslaufen aus Port Louis wieder in den Hafen zurückkehren, weil das Wetter zu stürmisch war. Die Eigner beauftragten unterdessen die Five Ocean Salvage mit der Bergung.
Am frühen Abend landete ein Polizeihubschrauber auf der "Benita", um Taton Omar Palmes von Bord zu holen, jenem Seemann, der sich im Maschinenraum eingesperrt und die Maschine gestoppt hatte. Er wurde zur Polizeiwache zum Verhör gebracht. Er sagte aus, dass die anderen ihn hätten über Bord werfen wollen.
Der Ingenieur Alvin Maderse, der in der Auseinandersetzung schwer verletzt wurde, wurde im Rose-Belle Hospital operiert. Sein Zustand war ernst. Die Küstenwache war nach dem ersten Notruf davon ausgegangen, dass es sich nur um eine Abbergung eines Verletzten handelte. Sie konnte die Annäherung des Schiffes an die Küste nicht bemerken, weil dessen AIS ausgestellt war.
Die Abbergung sollte bei erstem Tageslicht stattfinden. Gegen sechs Uhr dann meldeten Zeugen den gestrandeten Frachter. Daraufhin wurde die Coastguard alarmiert und ein Helikopter zum Schiff geschickt, um die Kontrolle an Bord zu übernehmen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schwell drückte Schoner gegen Schwimmdock
(18.06.16) Am 15.6. gegen 16.50 Uhr, kam es in Bremerhaven zu einem Zusammenstoß des 27 Meter langen Schoners „Astarte“ (MMSI-Nr.: 211334270) mit einem Schwimmdock. Er befand sich zur Unfallzeit auf einer Hafenrundfahrt im Kaiserhafen mit 15 Passagieren an Bord. Zur gleichen Zeit legte unter Zuhilfenahme des Heckstrahlruders im Kaiserhafen gerade ein 100 Meter langes Frachter ab.
Beim Passieren der beiden Schiffe wurde das Schiff durch den Schwall des Heckstrahlruders gegen einen Schwimmdock gedrückt. Dabei wurde die Scheuerleiste eingedrückt, und an dem Dock kam es zu Farbabschürfungen. Die Schiffsicherheit wurde nicht beeinträchtigt, und die „Astarte“ konnte ihre Fahrt zunächst fortsetzen. Die Reparatur wurde zeitnah durchgeführt. Die Beamten der Wasserschutzpolizei prüfte, ob dem 26 Jahre alten Schiffsführer ein Fehlverhalten vorgeworfen werden konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Flusskreuzfahrer rammte Gerüst in Riedenburg
(18.06.16) Auf dem Main-Donau-Kanal bei Riedenburg kollidierte am Morgen des 18.6. das 135 Meter lange Schweizer Flussfahrgastschiff „Viking Bragi“ (EU-Nr.: 07001961) gegen zwei Uhr mit dem unter der St. Anna-Brücke angebrachten Gerüst einer Baustelle. Bei dichtem Nebel mit einer Sichtweite von teilweise unter 50 Meter hatte der 37-jährige Schiffsführer das Schiff, das von Budapest nach Nürnberg unterwegs war, bei Riedenburg unter die St.-Anna-Brücke hindurch manövriert.
Aus noch nicht geklärter Ursache rammte er an der wegen einer Baustelle einseitig gesperrten Wasserstraße das ins Wasser ragende Gerüst der Brückenbaustelle. Die etwa 170 Passagiere und 50 Besatzungsmitglieder blieben unverletzt. Sie gingen von Bord, nachdem das Schiff am Ufer angelegt hatte. Die Touristen, überwiegend Amerikaner, wurden mit Bussen weiter transportiert. An dem Schiff und an der Konstruktion des Baugerüstes entstand ein Schaden von 800.000 Euro.
Taucher wurden beauftragt, den Grund nach Trümmern abzusuchen. Kanal und Brücke wurden gesperrt. Die über den Kanal führende Straßenbrücke wurde gerade saniert. Die „Viking Bragi“ war bereits im September 2013 bei der Kollision mit einem Binnenschiff stark beschädigt worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter „Jan Gunnar“ in Brand graten
(18.06.16) Am 17.6. um 11:45 Uhr geriet der 40 Fuß lange Kutter „Jan Gunnar“ (MMSI-Nr.: 257759600), im Tanafjord vor Berlevåg in Brand. Die dreiköpfige Crew musste auf der Flucht vor den rasch um sich greifenden Flammen ins Wasser springen. Sie erreichten die ausgebrachte Rettungsinsel.
Ein anderer Kutter bemerkte das Feuer und nahm sie auf. Das Rettungsboot "Gjert Wilhelmsen" begann mit Löschbemühungen, doch dann wurde es angewiesen, die Schiffbrüchigen zu übernehmen und in Berlevåg in medizinische Betreuung zu bringen. Der Kutter brannte weiter vor dem Hafen. Eigentlich sollten die Seenotretter nach dem Absetzen der Crew die Löscharbeiten fortsetzen, mussten dann aber einem manövrierunfähigen Kutter am Nordkap zu Hilfe kommen und ihn in Schlepp nehmen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Donaubrücke bei Mauthausen nach Kollision gesperrt
(18.06.16) Auf der Donau flussabwärts laufend, kollidierte das deutsche Binnenschiff "Johann Strauss", 1900 ts (EU-Nr.: 04803060), das mit zwei Bargen unterwegs war, mit dem Pfeiler einer Eisenbahnbrücke bei Mauthausen im Perg-Bezirk.
Dabei kam es zu Leckagen am Schubverband. Die Brücke wurde für Inspektionen gesperrt und der Eisenbahnverkehr zwischen Mauthausen und St. Valentin derweil gestoppt, bis klar war, dass die Brücke unbeschädigt geblieben war. Hochwasser und die damit verbundene starke Strömung könnte die Kollision verursacht haben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter auf Beloye Ozero-See auf Grund gelaufen
(18.06.16) Der russische Frachter "Basalt", 2215 BRZ (IMO-Nr.: 8892124), der mit 3600 Tonnen Kies beladen war, lief auf einem See von Beloye Ozero in Westrussland auf Grund. Die Havarie ereignete sich, als er gerade einen Ankerplatz ansteuerte. Das Schiff war auf dem Weg nach Cherepovets.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Kollisionen an einem Tag in Kavkaz
(18.06.16) Gleich zweimal rammten am 16.6. einlaufende Frachter Kaianlagen in Kavkaz. Der russische Frachter "Volgo Don 5011", 3994 BRZ (IMO-Nr.: 8951310), der in Ballast unterwegs war, kollidierte beim Anlegen in Kavkaz am Morgen mit dem Kai von Liegeplatz 24. Dabei entstanden drei Risse von 5?100 und 5?8 Zentimetern im Rumpf, zwei davon unterhalb der Wasserlinie.
Der bulgarische Frachter "Varna", 5684 BRZ (IMO-Nr.: 9120384), der mit 43 leeren Eisenbahnwaggons beladen war, kollidierte am Abend des Tages mit dem Kai von Liegeplatz 6 in Kavkaz. Als er mit dem Heck dagegen schlug, entstand ein Loch von a 5x5 Zentimetern im Rumpf rund 1,9 Meter oberhalb der Wasserlinie.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Schubschiff vor Gioia Tauro
(18.06.16) In der Nacht zum 18.6. brach im Maschinenraum des italienischen "Ursa Major", 1855 BRZ (IMO-Nr.: 9217589), das mit einer Barge von Taranto to nach Genua unterwegs war, 16 Meilen vor Gioia Tauro ein Feuer aus. Es breitete sich rasch auf die Aufbauten aus. Die 13-köpfige Crew musste vor den sich rasch ausbreitenden Flammen auf die vorgekoppelte Barge flüchten.
Von dort rettete sie das Patroullienboot "CP827" der Coast Guard in Bagnara Calabra. Zwei Löschboote wurden zu Hilfe gerufen und konnten das Feuer später löschen. Auch der Helikopter Nemo 11-05 der Coast Guard in Catania kam zu Hilfe.
Quelle:Tim Schwabedissen



Arche Noah wieder fahrtüchtig
(18.06.16) Die Arche Noah konnte nach ihrer Kollision in Oslo vor einer Woche am Abend des 17.6. die Fahrt nach Sandefjord antreten. Die meisten Reparaturen am Heck des 70 Meter langen Schiffes waren in den vergangenen Tagen von erfahrenen holländischen Arbeitern durchgeführt worden.
Der Unfall hatte sich ereignet, weil keine großen Schlepper den Liegeplatz am Opernhaus in Oslo ansteuern dürfen. Deshalb sollte ein kleinerer Schlepper die Arche mehrere hundert Meter weit ziehen, wo dann ein größerer übernehmen sollte. Dieser war aber offenbar zu schwach, sodass die Arche gegen die Kräne der „Nornen“ trieb.
Quelle:Tim Schwabedissen



Belle Rose in tieferes Wasser bugsiert
(18.06.16) Drei Schlepper konnten am 18.6. den Bulkcarrier "Belle Rose" in etwas tieferes Wasser ziehen. Zwei zogen, und ein dritter stabilisierte ihn am Heck. Der erste Bergungsversuch am 17.6. startete bei Hochwasser gegen neun Uhr, wurde aber um 10.30 Uhr abgebrochen.
Erst sollten mindestens 500 Tonnen Ballastwasser geleichtert werden, um den Tiefgang um 10 Zentimeter zu verringern. Dazu musste aber erst eine Ersatzpumpe an Bord gebracht werden, weil die bordeigene Ballastpumpe beschädigt worden war. Mit einem Schlauch wurde das Wasser dann über Bord gepumpt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Weitere Strandung bei Cebu
(18.06.16) Am 15.6. um 13.30 Uhr lief vor Cebu unweit von Luisan point in Nueva Caceres, Oslob, das Landungsschiff „LCT 788“ der Seen Sam Shipping auf der Fahrt von Naga City nach Toledo City auf Grund. Nach 30 Minuten gelang es der Crew, das Schiff wieder abzubekommen. Am 16.6. wurde eine Unterwasserinspektion durch Marina 7 durchgeführt und dem Schiff dann Seetüchtigkeit bescheinigt. Es durfte weiter nach Toledo City laufen, um Autos und andere RoRo-Fracht an Bord zu nehmen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Der Starkwind ist auflandig und drückt ...
(Bild: Policia Stromboli)   Großbild klick!

Hydrofoil auf Stromboli unter Pier eingeklemmt und gesunken
(17.06.16) Das italienische Hydrofoil “Massaccio”, 224 BRZ (IMO-Nr.: 8414702), sank am Nachmittag des 16.6., nachdem es mit einer Pier auf der Insel Stromboli kollidiert und leckgeschlagen war. Alle 117 Passagiere und sechs Crewmitglieder konnten das Schiff verlassen, nachdem es beim Anlegemanöver gegen 16 Uhr zu dem Unfall gekommen war. Starke Winde hatten die Fähre unter die Betonpier gedrückt.
Sie wurde mit dem Bug eingeklemmt und trieb mit dem Heck gen Strand.
Tragflügelboot “Massaccio” wird unter den Anleger gedrückt
(Bild: Policia Stromboli)   Großbild klick!
Coastguard, Polizei und Hafenbehörden waren im Einsatz. Alle Insassen konnten über Rettungsinseln in der stürmischen See ans nahe Ufer gebracht werden. Auch ein Hubschrauber war vor Ort.
Die Einsatzkräfte konnten aber den Untergang des Schiffes, das zwischen Stromboli, Lipari und Milazzo verkehrte, auf dem flachen Abschnitt zwischen Pier und Strand nicht verhindern. Das halb unter Wasser liegende Schiff sollte am 17.6. geborgen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht “Amanda“ am Haken
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Segelyacht “Amanda“ mit Propellerschaden
(17.06.16) Am 15.6. um 14.38 Uhr alarmierte die Humber Coastguard das RNLI-Boot aus Wells RNLI, nachdem die Segelyacht “Amanda“ rund eine Meile nördlich von Sheringham Propellerschaden erlitten hatte und manövrierunfähig geworden war. Das RNLI-Boot aus Sheringham hatte die Yacht nach einem Notruf des Skippers bereits auf den Haken genommen.
Um 15.35 Uhr trafen die Seenotretter aus Wells ebenfalls ein und übernahmen das Boot. Es wurde anschließend sicher nach Wells eingeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier "Benita" aufgelaufen
(Bild: National Coastguard)   Großbild klick!

Bulkcarrier nach Meuterei auf Grund gelaufen
(17.06.16) Am Morgen des 17.6. lief der liberianische Bulkcarrier "Benita", 24953 BRZ (IMO-Nr.: 9172961), vor Mahébourg in Mauritius auf Grund. Zuvor war es an Bord offenbar zu einer Meuterei gekommen, in deren Verlauf die Maschine ausfiel. Ein Team der National Coast Guard (NCG) in Le Bouchon war am 16.6. gegen 23 Uhr alarmiert worden.
Ein Polizeihubschrauber stieg auf, und ein philippinischer Ingenieur, der bei den Auseinandersetzungen verletzt worden war, wurde abgeborgen und ins Krankenhaus geflogen. Ein anderes Crewmitglied war im Maschinenraum eingeschlossen.
Der Frachter hatte kurz vor Ausbruch der Feindseligkeiten den Hafen von Paradip mit Kurs Durban verlassen. Als er sich 12 Meilen östlich von Mahébourg befand, wurde ein Interventionsteam an Bord geschickt. Am folgenden Morgen lief das Schiff um 7.30 Uhr auf ein Riff vor Mahébourg.
Ein Ölbekämpfungsplan wurde von der von Mauritius in Kraft gesetzt und ein Schlepper zur Strandungsstelle geschickt. Auch der Umweltminister begab sich an die Unglücksstelle.
Die “Benita” ist 181,5 Meter lang, 30,5 Meter breit, hat 11,67 MEter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 44183 Tonnen. Sie läuft im Management der Unit Marine Inc. in Athen und wurde 1998 bei dern Aichi Works der IHI Corporation in Chita erbaut als “Sea Rainbow”. Bis 2012 lief sie als “Star Sea Rainbow” und bis 2014 als “New Rainbow”.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre "Petter Dass" in die Schutzmole gelaufen
(Bild: Espen Meling)   Großbild klick!

Fähre lief in Nesvik auf Grund
(17.06.16) Die norwegische Fähre "Petter Dass", 2167 BRZ (IMO-Nr.: 9165334), lief am 16.6. um 9.07 Uhr frontal auf die Schutzmole in Nesvik. Die Hjelmeland-Fähre kam unweit des Fähranlegers fest. Es befanden sich keine Passagiere oder Fahrgäste an Bord. Am Nachmittag wurde die Fähre "Stallovarre" (IMO-Nr.: 7727413) von Stavanger in Marsch gesetzt, um als Ersatz auf dem Jøsenfjord zu dienen, gefolgt von der "Hjelmeland" (IMO´-Nr.: 9055747) gegen 16 Uhr.
Die "Petter Dass" wurde wieder von den Steinen abgebracht und zur Rosenberg-Werft in Stavanger/Hundevag gebracht, wo sie gegen 19 Uhr zur Reparatur dockte. Die Ursache der Havarie war noch unbekannt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Manövrierunfähiger Trawler nach Ramsgate abgeschleppt
(17.06.16) Am 14.6. kam die RNLI einem havarierten, 11 Meter langen Trawler zu Hilfe, der im Hauptfahrwasser vor der Küste von Nord-Kent trieb. Die Coastguard wurde von der zweiköpfigen Crew am Nachmittag verständigt, nachdem er Getriebeschaden sieben Meilen nördlich von Margate erlitten hatte. Das Rettungsboot von Margate schleppte das Schiff binnen sechs Stunden nach Ramsgate ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Flusskreuzfahrer auf der Maas
(17.06.16) Auf dem holländischen Flusskreuzfahrtschiff "Allegro", 279 ts (EU-Nr.: 02326758), brach am 16.6. um 12.20 Uhr im Bugstrahlruderraum ein Feuer aus. Das Schiff befand sich auf der Maas in Roermond. Die Passagiere konnten an Bord bleiben, da die alarmierte Feuerwehr den Brand binnen kurzer Zeit unter Kontrolle bringen konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Luxusyacht in Shoreline
(17.06.16) In einer Marina in Shoreline brach am späten Nachmittag des 15.6. ein Feuer auf der 75 Fuß langen Luxusyacht „Floridian Star" aus. Die Yacht lag am Ende von Peoples T-Head. Zeugen sahen Rauch aus dem Schiff aufsteigen und alarmierten die Feuerwehr. Bei deren Eintreffen schlugen Flammen aus dem Heck aufs obere Deck. Der Brand konnte rasch gelöscht werden, richtete aber großen Schaden am Oberdeck an.
Weitere tiefer gelegene Bereiche erlitten Schäden durch Verrußung. Zum Zeitpunkt des Feuers befand sich eine Person an Bord, die unbeschadet blieb. Das Schiff sollte für Ausflugs- und Dinnerfahrten vorbereitet werden. Der Brand entstand offenbar durch einen Kurzschluss auf dem Hauptdeck.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier vor Bahia Blanca auf Grund gelaufen
(17.06.16) Der unter Panama-Flagge laufende Frachter "Bulk Draco", 38216 BRZ (IMO-Nr.: 9749726), lief am 15.6. beim Verlassen des Hafens von Bahia Blanca auf Grund. Der Bulkcarrier konnte am selben Tag wieder abgebracht werden und ging in der Nähe der Strandungsstelle zu Untersuchungen vor Anker. Am 17.6. konnte er die Reise nach Durban fortsetzen, wo er am 2.7. erwartet wird.
Quelle:Tim Schwabedissen



Katamaran in stürmischer See abgeschleppt
(17.06.16) Am 11.6. gegen 11 Uhr wurde die NSRI Durban von der Transnet National Ports Authority (TNPA) alarmiert, die eine Mayday-Ruf des 66 Fuß langen Katamarans „Michelle Rose“ aufgefangen hatte, der mit einer achtköpfigen Crew an Bord Wassereinbruch erlitten hatte. Das Boot befand sich 20 Meilen südlich von Durban fünf Meilen vor Umkomaas in vier bis fünf Meter hohen Wellen und 20 Knoten Wind aus Südwest. Er war unterwegs von Kapstadt über Richards Bay zu den Seychellen und hatte zuvor Simon’s Town und East London angelaufen.
Der Wassereinbruch erfolgte im backbordseitigen Motorraum, mehrere Abteilungen waren geflutet. Obwohl die Crew versuchte, das eindringende Wasser zu lenzen, drohte das Boot zu kentern und zu sinken. Die NSRI Durban schickte die “Eikos Rescuer II” zu Hilfe. Auch der Containerfrachter “Maersk Vilnius” nahm Kurs auf die Position, und ein Rettungshubschrauber der TNPA wurde zum Start klargemacht.
Die Yachtcrew aus Kapstadt, Johannesburg und Botswana war bereit, nötigenfalls von Bord zu gehen. Die „Maersk Vilnius” ging auf Standby, bis das Rettungsboot um 13.33 Uhr vor Ort war. Da der Katamaran nicht unmittelbar bedroht schien, wurde entschieden, ihn in Schlepp zu nehmen, um das Risiko eines Abbergens der Crew in der rauen See nicht in Kauf nehmen zu müssen.
Um das große Gewicht des Bootes zu reduzieren, wurde das Frischwasser ausgepumpt. Der Schlepper „Indogeni“ von Subtech wurde ebenfalls alarmiert, doch es gelang dem Rettungsboot ohne Assistenz, die „Michelle Rose“ um 19.33 Uhr nach Durban einzuschleppen. Hier assistierte das Rettungsboot „Megan II” dabei, sie an eine Mooring zu bugsieren. Um 22.30 Uhr war die Aktion erfolgreich beendet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Angelkutter nach Wassereinbruch geborgen
(17.06.16) Die US Coast Guard kam am 16.6. der vierköpfigen Crew des 42 Fuß langen Angelkutters “Matador” zu Hilfe, der neun Meilen vor Hatteras Inlet Wassereinbruch erlitten und um 15.17 Uhr Mayday gefunkt hatte. Die Coastguard North Carolina in Wilmington schickte ein 29-Fuß- und ein 47-Fuß-Boot von der Station Hatteras Inlet zu Hilfe.
Auch das Patroullienboot „Cormorant”, das 10 Meilen entfernt war, nahm Kurs auf den Kutter und erreichte ihn um 15.50Uhr. Ein Boarding-Team wurde mit einer Lenzpumpe übergesetzt und konnte den Wassereinbruch unter Kontrolle bringen. Danach wurde die “Matador” nach Hatteras Inlet eskortiert und erreichte um 19.12 Uhr den Scott’s Boat Yard in Buxton.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ersatzteiltransport dänischer Seenotretter zu havariertem Kutter
(17.06.16) Am 12.6. wurde die DSRS-Station Hanstholm gegen sieben Uhr alarmiert, nachdem der dänische Kutter "Blue Ocean - HM 119" (MMSI-Nr.: 219001343), durch den Bruch einer Kühlwasserleitung der Hauptmaschine manövrierunfähig geworden war. Er konnte weder seine Netze einholen noch vorankommen. Das Rettungsboot "LRB22" lief mit Ersatzteilen an Bord zum Havaristen. Nachdem diese an Bord gebracht worden waren, gelang es, den Schaden zu reparieren, sodass der Kutter seine Fangfahrt anschließend fortsetzen konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht auf Ems-Jade-Kanal gesunken
(17.06.16) Am 16.6. sank eine Yacht, die bei einem Bootsbaubetrieb am Ems-Jade-Kanal westlich der Mariensieler Schleuse festgemacht war. Nur noch die Kajüte und der Mast ragten aus dem rund zwei Meter tiefen Wasser. Öl lief dem gesunkenen Boot aus, und die Berufsfeuerwehr legte eine Ölsperre aus. Die Ursache des Untergangs war unbekannt. Der Eigner befand sich im Ausland.
Quelle:Tim Schwabedissen



Platino im Schlepp nach Auckland
(17.06.16) Am 17.6. erreichte der neuseeländische Schlepper "Sea Pelican" gegen 13 Uhr die aufgegebene Yacht "Platino" und nahm sie in Schlepp gen Auckland. Das Boot schien in einem ausreichend guten Zustand zu sein, um die Fahrt zu überstehen, nachdem 550 Kilometer nördlich von Neuseeland das Rigg heruntergekommen und ein Crewmitglied erschlagen hatte.
Die drei Überlebenden waren am Morgen des 16.6. an Bord des Containerfrachters "Southern Lily" bereits dort an Land gegangen. Weiterhin vermisst wurde der über Bord gegangene Steve Forno, ein 63-jähriger Mann aus Devonport.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack der Blücher unter Schutz gestellt
(17.06.16) Der deutsche schwere Kreuzer „Blücher“, der am 9.4.1940 bei Askholmene im Drøbaksund versenkt worden war, ist am 16.6. offiziell unter Schutz gestellt worden als Kriegsgrab. Die Zeremonie fand auf einem Boot in Askholmene im Beisein von Umweltminister Vidar Helgesen, Parliamentarsvice Ingjerd Schou, der Staatsekretärin Elsbeth Tronstad, dem Untersekretär des Verteidigungsministeriums Øystein Bø, dem deutschen Botschafter Axel Berg, Verteidigungschef Haakon Bruun-Hanssen sowie dem Direktor des kulturellen Erbes Jørn Holme statt.
Es war das erste Mal, dass in Norwegen ein Schiffswrack aus dem 2. Weltkrieg unter Schutz gestellt wurde. Die Schutzzone umfasst das Wrack und eine Zone von 100 Metern darum herum. Damit soll sichergestellt werden, dass zukünftig keine ungenehmigten Tauchgänge am Wrack stattfinden. In der Vergangenheit war es zu Plünderungen und dem Diebstahl persönlicher Gegenstände von Soldaten gekommen. Dem soll nun ein Riegel vorgeschoben werden. Der schwere Kreuzer “Blücher“ war am 8.6.1937 vom Stapel gelaufen. Er war 208 Meter lang und 21,3 Meter breit. Am 7.4.1940 gehörte er zu einem Verband, der von Swinemünde.nach Oslo auslief, zu dem u.a. auch die Kreuzer „Emden” und “Lützow” gehörten. Am 9.4.1940 um 4.21 Uhr wurde er von der Hauptbatterie bei Oscarsborg unter Feuer genommen.
Zwei Torpedps trafen die „Blücher“, die zusätzlich zu ihrer 1000-köpfigen Crew rund 800 Infanteristen und Luftwaffenangehörige an Bord hatte. Sie setzten die Feuerkontrollzentrale matt, und Bräne in Munitions- und Flugbenzinlagern gerieten außer Kontrolle. Einige kleinere Batterien in Drøbak richteten Schäden am Kontrollsystem an.
Die „Blücher“ musste aufgegeben werden und sank auf 90 Metern Tiefe im Drøbaksund. Mindestens 830 Mann kamen ums Leben. In den 1950er Jahren wurden ein Propeller und zwei Anker geborgen, die heute in Aker Brygge in Oslo und Drøbak ausgestellt sind. Im Jahr 1994 wurde das Aufklärungsflugzeug, das beim Untergang auf dem Flugzeugkatapult stand, aus dem Oslofjord geborgen.
Die Maschine vom Typ Arado Ar 196 war eines der letzten bekannten Exemplare dieser Bauart und wurde in das Luftfahrtmuseum von Stavanger gebracht. 2004 wurde das Schweröl aus den Tanks abgepumpt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zortürk ist fast Geschichte
(17.06.16) Sieben Jahre nachdem der togolesische Bulkcarrier “Zortürk” unter dem Namen „Aspet“ und noch unter georgischer Flagge registriert sinkend in Saint Nazaire eingelaufen ist, ist das Schiff nun fast vollständig abgewrackt. Die Gesamtkosten werden rund 800,000 Euro betragen. Seit September 2014 hatte der Seehafen die Genehmigung, das Schiff abzubrechen, doch erst im Februar dieses Jahres begannen die Arbeiten an dem 110 Meter langen Frachter.
Quelle:Tim Schwabedissen



Auftrag zum Recyceln der Flinterstar vergeben
(17.06.16) Die Recyclingfirma Galloo in Menen (West-Flandern), wurde am 15.6. beauftragt, den Schrott des holländischen Frachters "Flinterstar", 6577 BRZ (IMO-Nr.: 9243758), zu entsorgen. Rund 98% des Schrotts, der nach Gent transportiert wird, sollen wieder verwertet werden. Der Abbruch findet in drei Phasen statt.
Zunächst werden die 3,000 Tonnen Stahl, die das Schiff transportierte, geleichtert und auf einem Ponton nach Gent gebracht, von wo aus sie zu Galloo gebracht werden. Dann geht es mit dem Maschinenraum weiter, und in Phase drei geht es um die sonstigen Überreste der "Flinterstar". Alle umweltgefährdenden Stoffe werden in Gent entsorgt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutterwrack wird vier Jahre nach Brand entsorgt
(17.06.16) Über vier Jahre, nachdem der 40 Fuß lange Kutter “Grey Lady” in Conwy von einem Feuer zerstört wurde, werden seine Reste nun vom Strand geräumt. Der Conwy Council hat die entsprechenden Arbeiten vergeben, die am 13.6. begannen. Die Operations soll drei Wochen dauern. Das Wrack wird mit einem Arbeitsboot und einem Ponton abtransportiert.
Das Schiff, das 15 Jahre lang in Conwy gelegen hatte, war am 27.2.2012 in Brand greaten. Zwei Einsatztrupps aus Llandudno und einer aus Colwyn Bay versuchten zwei Stunden lang, den Trawler zu retten, doch er wurde ein Raub der Flammen und lag seither im flachen Wasser.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot nach Wassereinbruch vor San Pedro gestrandet
(17.06.16) Am 16.6. gegen 19 Uhr lief das 39 Fuß lange Motorboot “Connie Sue” aus Florida am Barrier Reef vor der Ostseite von San Pedro Town auf der Fahrt von Rio Dulce in Guatemala in die USA beim Ansteuern von Ambergris Caye auf Grund. Zuvor hatte sie Maschinenschaden und Wassereinbruch erlitten. Die Coast Guard und Belize Port Authority sowie das Department of the Environment schickten Teams zur Untersuchung.
Es kam auch zu einem Austritt von Öl. Der Skipper wurde unversehrt abgeborgen. Er sagte aus, dass ern ach dem Wassereinbruch Kurs geändert und auf San Pedro als nächstem Ort zugehalten habe. Dabei lief das Schiff auf Grund. Nach der Strandung versuchten vier Männer, es zu plündern und die Maschine auszubauen. Sie wurden von der Polizei verhaftet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter drohte in Grimsby zu sinken
(17.06.16) Drei Feuerwehrteams der Station Peaks Lane wurden alarmiert, nachdem am 16.6. um 10.15 Uhr der 14 Meter lange 25-Tonnen-Kutter „Angelas II“ Wassereinbruch in den Grimsby-Docks erlitten hatte. Das Wasser stand schon über der Maschine. Es gelang den Einsatzkräften, das Schiff zu lenzen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ölverschmutzung beim Bunkern in Gulfport
(17.06.16) 300 Gallonen Dieselöl liefen am 15.6. in den Hafen von Gulfport in den Mississippi aus. Das Unglück ereignete sich beim Transfer von Treibstoff von einer Barge auf den maltesischen Rohrleger "Lay Vessel North Ocean 105", 10764 BRZ (IMO-Nr.: 9433183). Die Coastguard Mobile wurde gegen fünf Uhr alarmiert und legte sofort eine 1000 Fuß lange Ölsperre um die beiden Fahrzeuge am Kai aus.
Binnen acht Stunden gelang es den Einsatzkräften, gemeinsam mit dem Mississippi Department of Environmental Quality (DEQ), der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA), und der Oil Response Company die Verschmutzung einzudämmen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Logger “Anniki” gesunken
(17.06.16) In Darwin sank in der Nacht zum 17.6. gegen ein Uhr der Logger “Anniki” am Duck Pond in der Frances Bay. Ein Wachmann an Bord wachte auf, als das Wasser im Schiff stieg und schlug Alarm, doch als Rettungskräfte eintrafen, lag das Schiff bereits auf Grund. Nur noch die beiden Masten ragten aus dem Wasser. Das 21,3 Meter lange 32-Tonnen-Schiff war 1956 als Perlenkutter erbaut und zwischenzeitlich zu einem Touristenboot umgebaut worden.
Im Jahr 2000 wurde die olympische Flamme an Bord des Schiffes von Horn Island nach Thursday Island gebracht. 2003 wurde es restauriert und seither von Darwin aus zu Ausflugsfahrten eingesetzt, bei denen die Fahrgäste auch über die Perlenwirtschaft in Australien sowie das Schiff, das im Register des Australian National Maritime Museum eingetragen war, informiert wurden. Es ist bereits das zweite historische Schiff, das in diesem Jahr im Duck Pond sank – im März hatte es die in den 1950ern erbaute „Alfred Nobel“ erwischt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sewol bei Bergungsversuch weiter beschädigt
(17.06.16) Die Bergung der südkoreanischen Fähre "Sewol" dürfte sich nach dem jüngsten Rückschlag noch weiter von derzeit August auf September verzögern. Die erwarteten schweren Regenfälle und Taifune im Spätsommer machen einen früheren Fortgang der Arbeiten unwahrscheinlich. Die Schäden, die beim Anhebeversuch am Bug entstanden sind, zwingen zu einer Änderung der Pläne.
Zwei der fünf Hebestropps hatten zu 6,5 bzw. 7,1 Meter langen Rissen im Bug geführt, als der Hebekran in zwei Meter hohen Wellen in Bewegung geriet. Nun sollen fünf Meter lange und 1,5 Meter breite Verstärkungen an dem beschädigten Bereich angebracht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Leichter vor Chittagong gesunken
(17.06.16) Der Leichter "Mihran" mit 1,850 Tonnen Zementklinken an Bord kenterte am Morgen des 16.6. vor Chittagong, rund 20 Kilometer südlich von Sandwip, nachdem im Rumpf Risse aufgetreten waren. Das Fahrzeug war nach Narayanganj unterwegs, nachdem es vor Chittagong die Ladung von dem unter Hongkong-Flagge laufenden Bulkcarrier "Fu Quan Shan", 32962 BRZ (IMO-Nr.: 9632301), auf der Außenreede übernommen hatte. Sie war für dasShah Cement Ghat in Narayangan bestimmt. Alle 13 Crewmmitglieder konnten durch zwei andere Leichter gerettet werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Barge auf Pensacola Beach aufgelaufen
(17.06.16) Ein Schlepper lief mit einer von ihm geschobenen Barge am Morgen des 16.6. in flachem Wasser in der Little Sabine Bay beim Pensacola Beach auf Grund. Die Santa Rosa Island Authority inspizierte die Strandungsstelle. Nach der Bergung sollte der betroffene Seegrasgrund auf Schäden hin untersucht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandeter Bulkcarrier soll geleichtert werden
(17.06.16) 300 der insgesamt 48,000 Tonnen Zementladung sollen aus der “Belle Rose” geleichtert und das Schiff dann von der Monad Shoal, vier Meilen südöstlich von Malapascua Island in Nord-Cebu geborgen werden. Die Fracht sollte mit Vakuumsaugern von Bod geholt werden. Da das Schiff auf unebenem Grund lag, wuchs die Sorge, dass es mit seiner schweren Fracht auf dem Riff arbeiten und auseinanderbrechen könnte.
Der Schaden an den Korallen wurde unterdessen auf 60,000 Dollar taxiert. Zusätzlich zu den bislang in Mitleidenschaft gezogenen drei Hektar dürfte bei den Bergungsarbeiten nochmals eine Fläche dieser Größe beschädigt werden. Drei Schlepper der Malayan Towage and Salvage Operation waren an der Strandungsstelle auf Standby.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schwimmkran „Triton“ scheitert am überschweren Gewicht
(Bild: Dirk Hellmers)   Großbild klick!

Kontergewicht der Friesenbrücke im dritten Anlauf geborgen
(16.06.16) Im dritten Anlauf ist am 15.6. das 360 Tonnen wiegende, mit Schwerstbeton und Eisen gefüllte Kontergewicht der zerstörten Friesenbrücke bei Weener im Landkreis Leer, die im Dezember 2015 von dem Frachter „Emsmoon“ demoliert wurde, geborgen worden. Nachdem der holländische Schwimmkran „Triton“ am Gewicht gescheitert war, traf der größere Schwimmkran „Enak“ gegen 8.30 Uhr an der Brücke ein. Ursprünglich war das Gewicht auf 250 Tonnen taxiert worden, wofür der 300-Tonnen-Kran gereicht hätte.
Nachdem Stahlseile an zwei Haken befestigt und justiert worden waren, begann um 11 Uhr der eigentliche Hebevorgang durch den Bugsier-Kran „Enak“, der bis zu 600 Tonnen zu heben vermag. Eine halbe Stunde darauf war es geschafft. Der Schwimmkran wurde vom Schlepper „Steinbock“ dann nach Emden gezogen, wo das auf einem Ponton abgelegte Kontergewicht an Land gelagert werden und später entsorgt werden sollte.
In den kommenden Wochen wollte die Bahn untersuchen, ob der Brückenpfeiler noch intakt ist. Ist dies der Fall, könnte die Brücke innerhalb von fünf Jahren repariert werden. Andernfalls würde dies mindestens sieben Jahre dauern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachters "Belle Rose" auf Korallenriff aufgelaufen
(Bild: Philippine Coastguard)   Großbild klick!

Schadensermittlungen an beschädigtem Korallenriff der Monad Shoals
(16.06.16) Die Behörden von Daanbantayan wollen eine Kompensation von den Eignern des Frachters "Belle Rose", der japanischen Sun Ship Management Corp. Ltd., für die Schäden, die er auf rund drei Hektar Fläche am Korallenriff der Monad Shoal anrichtete, als er dort am 13.6. auflief. Auch der Effekt auf den Tourismus in Malapascua sollte kalkuliert werden. Ein Taucherteam ermittelte, wie der Schaden beziffert werden könnte auch im Vergleich mit dem Schaden, die am 17.1.2013 der US-Minensucher USS "Guardian" am Tubbataha Reef vor Palawan auf der Fahrt von Subic Bay nach Indonesien anrichtete. Er beschädigte damals 2,345 Quadratmeter Korallenriff.
Die 20-köpfige philippinische Crew der „Belle Rose“ unter Kapitän Vicar Niel delos Reyes durfte das Schiff nicht verlassen, bis die Sache geregelt ist. Es wurde mit Vernehmungen an Bord begonnen. Kapitän Reyes gab an, er habe einer Gruppe Fischern ausweichen müssen.
Der Frachter hat 48,000 Tonnen Klinker für die Taiheiyo Cement Philippines Inc. (TCPI) in San Fernando, Süd-Cebu, geladen. TCPI könnte für den Verzug des Baumaterials auch Schadensersatzansprüche geltend machen, da ihre Produktion beeinträchtigt wurde. Es sollte aber zu keinen Lieferverzögerungen kommen.
Am 14.6. wurde ein kleiner Schlepper am Havaristen gesichtet, der versuchte, ihn zu schieben. Dies wurde aber von der philippinischen Coast Guard gestoppt, weil es nur noch mehr Schäden anrichten könnte. Die Wassertiefe an der Strandungsstelle beträgt 10 Meter, der Tiefgang der „Belle Rose“ aber 12 Meter.
Vertreter der Malapascua Business Association, dem Bureau of Fisheries and Aquatic Resources (BFAR), Penro, dem Department of Environment and Natural Resources (DENR) und dem PDRRM arbeiteten derweil an einem Bergungsplan, bei dem möglichst wenig weitere Schäden am Korallenriff angerichtet würden. Im Rumpf des Frachters wurden im Bugbereich vier Löcher gerissen, die allerdings keine Kraftstofftanks betrafen. Die Eigner beauftragten am 15.6. eine malaysische Firma und japanische Schweißer mit dem Abdichten der Lecks.
Quelle:Tim Schwabedissen



20 Personen aus Magdalena River gerettet
(16.06.16) 20 Personen wurden gerettet, nachdem am 15.6. um 16 Uhr ein von San Pablo im südlichen Bolivar kommendes Boot binnen Sekunden auf dem Magdalena River gesunken war, nachdem es mit einem Baumstamm kollidierte. Das Unglück ereignete sich in Bocas del Sogamoso. Feuerwehr, Polizei und Zivilschutz sowie zwei Ambulanzboote wurden alarmiert.
Alle Passagiere trugen Rettungswesten, was ihre Rettung in dem aufgewühlten Wasser erleichterte. Etliche hatten sich am gekenterten Boot gehalten, andere wurden fortgerissen, konnten aber aus dem Wasser gezogen werden. Die Schiffbrüchigen wurden nach Barrancabermeja gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schiffbrüchige der Platino in Auckland eingetroffen – Schlepper soll Yacht mit Toten an Bord bergen
(16.06.16) Der 23,5 Meter lange Schlepper “Sea Pelican” (MMSI-Nr.: 512003936) lief am Abend des 14.6. aus dem Hafen von Whangarei aus, um zu versuchen, die verlassen im Pazifik treibende, 20 Meter lange Luxusyacht „Platino“, auf der sich noch die Leiche von Nick Saull befand, zu bergen. Die „Platino”, ein Ron Holland Design, war am Nachmittag des 14.6. 550 Kilometer nordöstlich von Neuseeland aufgegeben worden. Der Schlepper lief mit 7,5 Knoten durch die weiterhin stürmische See auf seine Position zu.
Mittels eines Notsenders konnte die Drift verfolgt werden. An Bord des Schleppers war auch ein Vertreter von des Auckland City District Manager Operations Support, Inspektor Vaughn Graham. Am 18.6. könnte der Schlepper die “Platino” erreicht haben und die Yacht Anfang kommender Woche nach Neuseeland schleppen.
Vor Ort waren 23-27 Knoten Wind und 11 Fuß hohe Seen. In den kommenden Tagen sollte der Wind nur leicht abnehmen und auf Südsüdost drehen.
Am 16.6. um ein Uhr machte der Containerfrachter „Southern Liliy“ mit den drei Überlebenden der Yacht, Ross McKee sowie dem Eignerpaar Brent und Victoria McKeogh.
an der Jellicoe Wharf in Auckland fest. Die drei waren in einer schwierigen Rettungsaktion von Kapitän Shashi Prakash aus Patna und seiner 21-köpfigen Crew an Bord des Frachters, der von Nuku'alofa kommend Kurs auf das Boot genommen hatte, gerettet worden.
Er hatte am 13.6. um 22 Uhr den von Maritime New Zealand weitergeleiteten Mayday-Ruf empfangen. Zu der Zeit war die „Platino“ bereits 24 Stunden lang in Seenot gewesen, doch es dauerte noch weitere 12 Stunden, ehe der Frachter sie am 14.6. um 10.45 Uhr erreichte, mit einer an Bord geschossenen Leine längsseits ziehen und die Segler bei 32-35 Knoten Wind über ein Fallreep übernehmen konnte.
Victoria McKeogh dankte in einer veröffentlichten Mitteilung den Rettern auf dem Schiff wie auch New Zealand Search and Rescue sowie der Airforce Orion und beschrieb die Ereignisse als schreckliche Tragödie im Kampf Natur gegen Mensch. Am Nachmittag des 15.6. wurde entschieden, die Suche nach dem letzten, noch vermissten Crewmitglied einzustellen, das ohne Rettungsweste und nur leicht bekleidet über Bord gegangen war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack der Perth soll besser vor Plünderern geschützt werden
(16.06.16) Ein Taucherteam aus Australien und Indonesien will das Wrack der HMAS “Perth” auf Schäden hin untersuchen, und es gibt Hoffnung, dass die indonesische Regierung das im März 1942 versenkte Schiff zukünftig besser vor Plünderern schützen wird. Die „Perth“ sank gemeinsam mit USS “Houston” im Gefecht mit japanischen Einheiten.
Rund 90 Torpedos wurden auf sie abgefeuert, und sie sank nach kurzem Kampf mit 351 Mann ihrer Crew. Die indonesische Coastguard und die Marine patroullierten an der Untergangsstelle in der Sunda Strait zwischen Java und Sumatra, konnten aber nicht verhindern, dass sich Plünderer an dem Seegrab zu schaffen machten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer in Colombo
(16.06.16) Auf einem Frachter in Colombo Port brach am 16.6. ein Feuer aus. Etliche Container waren in Brand geraten. Die Feuerwehr versuchte, das Feuer unter Kontrolle zu bekommen. Eine Untersuchung wurde eingeleitet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer nach 15 Stunden gelöscht
(16.06.16) 15 Stunden lang wütete am 13.6. ein Feuer auf dem Kutter “Tobias Reynald” der Trans-Pacific Journey Fishing Corp. Das Schiff lag zur Überholung im Trockendock bei Frabelle in Barangay, als das Feuer um 16.40 Uhr ausbrach. Erst um 709 Uhr am folgenden Morgen wurde Feuer aus gemeldet. Zeugen hatten vor Brandausbruch eine Explosion gehört. Ein Tank mit Chemikalien könnte detoniert sein.
19 Einsatzfahrzeuge waren vor Ort, um den Brand zu bekämpfen. Bereits 2002 und 2007 waren Fischereifahrzeuge bei Reparaturarbeiten im Navotas Fish Port Complex durch Schweißfunken in Brand geraten und zerstört worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuerlöschboot durch Feuer beschädigt
(16.06.16) Die Feuerwehr von Vancouver sollte in der vergangenen Woche zwei neue, jeweils 43 Fuß lange Löschboote erhalten. Die jeweils 1,5 Millionen Dollar teuren Boote waren in Kingston, Ontario bei der MetalCraft Marine erbaut worden und hatten bereits im März abgeliefert werden sollen. Doch Eisgang verhinderte eine Überführung.
Als die Boote nun auf einem Tieflader nach Vancouver transportiert wurden, geriet nahe Scugog bei Durham, Ontario, eines der Boote durch einen Kurzschluss in Brand. Es gelang, das Feuer auf den Motorraum zu beschränken. Das zweite Boot traf am 13.6. an einer Marina in Nord- Vancouver ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Stürme legten historische Wracks kurz frei
(16.06.16) Die Stürme, die in der vergangenen Woche über Tasmanien zogen, haben einen verborgenen Schatz an der Küste des Freycinet National Park freigelegt. Für kurze Zeit tauchte das Wrack eines Schiffes an den Friendly Beaches auf. Es handelte sich dabei wohl um die Überreste der 139-Tonnen-Brigg „Viola“, die in einem Sturm im November 1857 strandete, als sie mit einer Ladung Kohle von Newcastle nach Hobart unterwegs war.
Zuletzt waren die Reste 1976 freigelegt worden. Letze Sicherheit hätten Holzproben bringen können. Doch als ein Ranger beauftragt war, diese zu nehmen, war das Wrack schon wieder im Sand verschwunden und konnte nicht lokalisiert werden.
Auch nahe des Bream Creek in Tasmaniens Süden wurde ein altes Wrack freigespült. Es handelte sich hier um “Zephyr”, die 1852 auf Grund lief, einen 62 Fuß langen Schoner von 63 Tonnen. Er war mit Ladung und 14 Fahrgästen unterwegs, als er in der Marion Bay scheiterte. Acht Menschen starben dabei.
Von ihr wurden vor rund 10 Jahren durch eine Gruppe Studenten Proben genommen. Von den über 1000 Wracks an der Küste Tasmaniens sind nur 70-80 bisher lokalisiert worden. 20 von ihnen tauchen von Zeit zu Zeit auf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Triamaran im Schlepp
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Triamaran im Nebel nach Wicklow eingeschleppt
(15.06.16) Das RNLI-Boot aus Wicklow kam am Morgen des 14.6. einer Yacht zu Hilfe, die auf dem Weg von den Kanaren nach Dun Laoghaire war, um am Round Ireland Yacht Race teilzunehmen. Der Skipper des 15 Meter langen Trimarans kontaktierte die Coast Guard, nachdem er Probleme mit dem Antrieb und Motorausfall 10 Meilen vor der Küste von Wicklow erlitten hatte.
Er war in Sorge, das treibende Boot könnte im Nebel die Schifffahrt gefährden. Das Rettungsboot lief um 10.40 Uhr aus und erreichte den Trimaran um 11.15 Uhr. Ein Rettungsmann stieg an Bord über und assistierte beim Herstellen einer Schleppverbindung. Vor Ort war nur eine Windstärke und die See ruhig, die Sicht aber sehr schlecht.
Ein weiteres Rettungsboot wurde in Marsch gesetzt, um beim Anlegemanöver zu helfen, nachdem um 12.30 Uhr der Havarist in den Hafen von Wicklow gezogen und an die Ostpier gebracht wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ankerwinsch der „Coast Trader”
(Bild: National Oceanic and Atmospheric Administration)   Großbild klick!

Kanadische Seekriegsgeschichte muss nach Wrackfund umgeschrieben werden
(15.06.16) Wissenschaftler der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA), gemeinsam mit dem Vancouver Maritime Museum und dem Ocean Exploration Trust (OET), trugen dazu bei, dass die Geschichte Kanadas im 2. Weltkrieg umgeschrieben werden muss. Sie fanden heraus, dass der Frachter „Coast Trader” in der Straße von Juan de Fuca in den kanadischen Hoheitsgewässern nicht durch eine Kesselexplosion, sondern durch ein dort eingedrungenes japanisches U-Boot mit einem Torpedo versenkt wurde. Einige Tage nach der Versenkung wurde auch der Estevan Point Leuchtturm, der der Kommunikation der kanadischen Armee diente, unter Feuer genommen.
Dies könnte auf dasselbe Boot zurückzuführen gewesen sein. Zu der Zeit hatte die „I-26“ an der Zufahrt der Straße von Juan de Fuca gelauert. Damit wurde die Theorie erhärtet, dass japanische U-Boote vor der kanadischen Westküste operierten. Nach dem Untergang der „Coast Trader“ hatten die USA bestritten, dass ein feindlicher Angriff stattgefunden habe und diesen auf eine interne Explosion zurückgeführt.
Am 2.6. hatten die Forscher das 40 Meilen südwestlich von Vancouver Island liegende Wrack 10 Stunden lang untersucht. Es war in Charter der United States Army gelaufen und eigentlich in US-Gewässern vermutet worden. Die “Coast Trader” war mit einer Ladung Zeitungen von Port Angeles, Washington, nach San Francisco unterwegs.
Erst 2013 wurde sie bei einer Untersuchung des Canadian Hydrographic Service entdeckt. Sie lag in 138 Metern Tiefe auf dem Meeresgrund. Das Tauchteam, das nun eine eingehende Untersuchung vornahm,, war vom „Titanic”-Entdecker Robert Ballard organisiert worden und schickte ein ROV von dem Forschungsschiff “Nautilus” aus in die Tiefe. Es fotografierte das Wrack, maß die Wasserverhältnisse und ermöglichte eine visuelle Inspektion des Frachters.
Am Rumpf wurde dabei ein großer Riss entdeckt, der durch den Aufschlag eines Torpedos am 7.6.1942 zurückzuführen sein dürfte. Nach der Explosion war die 56-köpfige Crew, zum Teil schwer verletzt, in zwei Rettungsflöße und ein Rettungsboot gegangen. Unter ihnen befanden sich 20 Armeeangehörige.
Ein nächtlicher Sturm trennte die Schiffbrüchigen kurz nach dem Untergang. Doch am folgenden Tag wurden sie von der HMCS „Edmundston“ der Royal Canadian Navy nach fast 40 Stunden gerettet. Einer der Männer starb an seinen Verletzungen, der Rest überlebte.
Die Tauchuntersuchung konnte auch Sorgen vor den ursprünglich etwa 7000 Barrel schwerem Bunker-C-Öl zerstreuen. Der Rumpf war im Tankbereich gut erhalten und wies keine großen Korrosionsschäden auf, sodass kein Auslaufen in naher Zukunft zu erwarten war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht “Unitiy” wird geschleppt
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Vermisster Segler auf bekalmten Boot im Nebel aufgespürt
(15.06.16) Sorge bestand zeitweilig um einen Einhandsegler, der am 10.6. mit seiner 32 Fuß langen, holländischen Yacht “Unitiy” aus Den Helder ausgelaufen war und drei Tage lang nicht erreicht werden konnte. Er war nach Lowestoft unterwegs, traf dort aber nicht wie geplant ein. Deshalb verständigte ein Angehöriger die britische Coastguard und bat um Hilfe, den überfälligen Segler aufzuspüren.
Eine entsprechende Nachricht wurde daraufhin an die Schifffahrt in dem fraglichen Seegebiet gefunkt, und ein Suchflugzeug der holländischen Küstenwache stieg auf. Es gelang dessen Crew tatsächlich, den Segler mit seiner bekalmten Yacht zu lokalisieren. Am 12.6. wurde das RNLI-Boot aus Shannon um 18.15 Uhr zu dem Boot in Marsch gesetzt, das in dichtem Nebel 14 Meilen östlich von Lowestoft trieb.
Binnen einer guten halben Stunde hatten die Seenotretter den Holländer erreicht, der erleichtert war, sie zu erblicken. Er hatte mangels Wind tagelang hilflos in der See getrieben, nachdem der Treibstoff für seinen kleinen Motor ausgegangen war. Die Versuche der Coastguard, ihn über Funk zu erreichen, hatte er nicht wahrgenommen, da seine Funkanlage eine zu begrenzte Reichweite hatte.
Erst als das Suchflugzeug über ihm kreiste, konnte Kontakt hergestellt werden. Die „Unity“ wurde von den Seenotrettern dann auf den Haken genommen und binnen drei Stunden nach Lowestoft eingeschleppt werden, wo es am Royal Norfolk and Suffolk Yacht Club festmachte und Vertreter des Lowestoft and Southwold Coastguard Rescue Team an Bord gingen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Einhandsegler Sekunden vor Strandung gerettet
(15.06.16) Das RNLI-Boot aus Sennen assistierte am 111.6. bei der Rettungsaktion für die Yacht „Calypso“, die Motorschaden erlitten hatte und gegen das Longships-Riff bei Land's End zu treiben drohte. Die „City of London III” lief um 20.57 Uhr aus, um dem Eihandsegler beizustehen, dem es nicht gelang, die Longships südlich zu umschiffen. Das Rettungsboot manövrierte sich durch eine Lücke zwischen den Felsen und konnte eine Schleppleine auf die Yacht übergeben, Sekunden, bevor sie gestrandet wäre.
Nachdem sie von den Longships klar war, wurde ein Rettungsmann an Bord übergesetzt, um dem Skipper beizustehen, während sein Boot nach Newlyn abgeschleppt wurde, wo es gegen Mitternacht eintraf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier richtete schweren Schaden an Korallenriff an
(15.06.16) Nach der Strandung des unter Panama-Flagge laufenden Bulkcarriers "Belle Rose", 29104 BRZ (IMO-Nr.:9410600), am 13.6. gegen drei Uhr auf der Monad Shoal stellte sich bei Untersuchungen des Marine Safety Investigation Teams am 14.6. heraus, dass der Rumpf komplett auf der Untiefe aufsaß und das Korallenriff auf einer Länge von 483 Metern bzw. 2,4 Hektar Fläche in Mitleidenschaft gezogen hat. Das Schiff lief rund 300 Meter weit auf das Riff hinauf, bevor es zum Stillstand kam. Der Rumpf wurde dabei an drei Stellen beschädigt, aber es lief kein Öl aus.
Die Strandungsstelle befand sich vier Meilen südöstlich von Malapascua Island in Daanbantayan, Cebu. Die Monad Shoal liegt bei Flut 11 Meter unter Wasser, und der Rumpf hatte sich sechs bis sieben Meter tief in die Korallen gebohrt. Das Provincial Disaster Risk Reduction Management Office schickte auch ein Team mit Tauchern zur Unfallstelle.
Marinebiologen der University of San Carlos und das Department of Environment and Natural Resources sollten bei der weiteren Untersuchung der Strandung und ihrer Folgen helfen. An Bord des Havaristen waren 48000 Tonnen Zement in Säcken, die in Tsukumi verladen wurden und mit deren Leichtern am 14.6. auf ein Schwesterschiff begonnen wurde. Danach sollten Schlepper ihn wieder flottmachen. Die philippinische Crew sagte aus, der Unfall habe sich ereignet, als das Schiff einigen Kuttern ausweichen wollte.
Die “Belle Rose” ist 182,98 Meter lang, 32,26 Meter breit, hat 12,15 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 50472 Tonnen. Sie läuft für die Sunship Management Co. Ltd. in Japan. Udn wurde2011 bei der Oshima Shipbuilding Co. Ltd. erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff an Düsseldorfer Rheinkniebrücke auf Grund gelaufen
(15.06.16) Am 14.6. um 12.43 Uhr lief das deutsche Binnenschiff "Port de Mar", 2428 ts (EU-Nr.: 05501530), auf dem Rhein bei Flusskilometer unterhalb der Rheinkniebrücke in Düsseldorf auf Grund. Der mit Kohle beladene Frachter wurde dabei im vorderen Teil beschädigt, und es kam zu Wassereinbruch in einem Technikraum des Schiffes. Die Laderäume waren vom eindringenden Wasser nicht betroffen.
Die Besatzung des Frachters setze eigene Tauchpumpen ein, womit es gelang, den Wasserstand zu halten. Die alarmierte Düsseldorfer Feuerwehr bereitete zusätzliche Pumpen vor und brachte sie aufs Schiff. Sie sicherte die Einsatzstelle und koordinierte die weiteren notwendigen Aktionen mit Umweltamt, Wasser- und Schifffahrsamt und dem Eigner. Das Wasserschifffahrtsamt benachrichtigte die Leitstelle der Feuerwehr.
Ein Löschzug, die Tauchereinheit, der Führungsdienst der Branddirektion, das Feuerlöschboot und das schnelle Rettungsboot sowie Rettungsdiensteinheiten eilten zur Einsatzstelle. Die Landeskräfte fuhren über die Kirmeswiesen unter die Brücke. Das schnelle Rettungsboot legte als erste Einheit beim Havaristen an, wo die Einsatzkräfte sich ein Lagebild verschafften.
Die rund 30 Feuerwehreinheiten wurden reduziert, nachdem sich die Lage als stabil bewertet ließ. Die Rheinschifffahrt ist wurde nicht eingeschränkt, andere Schiffe konnten die Gefahrenstelle passieren. Gegen 16 Uhr begann die Bergung durch das Löschboot „Düsseldorf“ (MMSI-Nr.: 211524640), das Rettungsboot „Düsseldorf“ (MMSI-Nr.: 211629890) sowie das holländische Binnenschiff "Temptation" (MMSI-Nr.: 244620781).
Nachdem die „Port de Mar“ wieder frei war, wurde sie in den Düsseldorfer Rheinhafen gebracht. Diesen konnte sie gegen 19 Uhr wieder verlassen und nahm Kurs auf Neuss, wo sie am 15.6. gegen acht Uhr festmachte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter vor Philippinen auf Grund gelaufen
(15.06.16) Der chinesische Frachter "Chang Hang Feng Hai", 32964 BRZ (IMO-Nr.: 9566928), lief am 11.6. in den Gewässern von Surigao del Norte, Mindanao, auf Grund. Das Schiff war von Huangpu nach Lianyungang unterwegs. Der Bulkcarrier hatte eine Ladung von 55000 Tonnen Eisenerz an Bord. An Backbordseite wurde ein Ballastwassertank beschädigt. Am 15.6. wurde begonnen, die Ladung zu leichtern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter nach Unfallflucht gestellt
(15.06.16) Der unter Hongkong-Flagge laufende Frachter "Tiger West", 42114 BRZ (IMO-Nr.: 9619866), war am 11.6. offenbar in eine Kollision in der südchinesischen See verwickelt. Der Frachter war auf der Fahrt von Itaqui nach Fangcheng, als er mit dem vietnamesischen Kutter "BV 4507 TS" kollidierte und diesen versenkte.
Danach setzte er die Fahrt fort, ohne zu stoppen. 12 der 13 Fischer wurden von einem anderen Kutter gerettet, einer kam ums Leben. Später identifizierten die Behörden die "Tiger Westals mutmaßlichen Kollisionsgegner.
Quelle:Tim Schwabedissen



Russischer Frachter auf Neva auf Grund gelaufen
(15.06.16) Am 12.6. lief der russische Frachter "Volgo Balt 229", 2516 BRZ (IMO-Nr.: 8841747), auf der Neva bei Flusskilometer 1311 auf Grund. Er war auf der Fahrt von St. Petersburg zum Ladoga-See. Am 13.6. konnte er wieder flottgemacht werden und setzte die Reise fort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler bei Kook-Inseln in Grönland aufgelaufen
(15.06.16) Am 4.6. lief der unter grönländischer Flagge laufende Trawler "Asummiut", 117 BRZ (IMO-Nr.: 8617861; CS: OUYZ), rund 25 Meilen nördlich der Kook Islands bei Nuuk auf Grund. Das Arktische Kommando schickte das Patroullienboot "Thetis" mit einem Lynx-Helikopter an Bord sowie das Patroullienboot "Ejnar Mikkelsen" zur Assistenz. Als der Hubschrauber am Havaristen eintraf, hatte dieser 30-40 Grad Backbordschlagseite. Die sechsköpfige Crew hatte Überlebensanzuüge angelegt, war aber noch nicht in eine Rettungsinsel gegangen. Vier von ihnen wurden aus der Luft abgeborgen, zwei blieben an Bord, bis ein Patroullienboot eingetroffen war. Sie wurden dann ebenfalls nach Nuuk grbracht.
Ein S-61-Helikopter und das Polizeiboot "Sisak" wurden ebenfalls alarmiert, brauchten aber nicht mehr einzugreifen. Die "Thetis" blieb zur Überwachung vor Ort. Berger konnten die "Asummiut" später wieder flottmachen, und am 15.6. wurde sie nach Nuuk eingeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Arbeiter bei Verpuffung in Romanshorn verletzt
(15.06.16) Beim Brand auf einem Segelschiff im Hafen von Romanshorn wurde am 14.6. eine Person leicht verletzt und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Der 30-jährige Mann war gegen 10 Uhr mit Reparatur- und Reinigungsarbeiten am Motor des Schiffs, das im Gemeindehafen lag, beschäftigt. Dabei kam es zu einer Verpuffung und zum Brand in der Kajüte. Der Arbeiter konnte den Brand mit Feuerlöschern bekämpfen, erlitt dabei aber eine Rauchgasvergiftung.
Die Feuerwehr Romanshorn war rasch vor Ort und kontrollierte das Schiff nach verbliebenen Glutnestern. Es entstand ein Sachschaden von mehreren tausend Franken. Zur Klärung der Brandursache wurde der Brandermittlungsdienst der Kantonspolizei Thurgau gerufen. Der Kriminaltechnische Dienst sicherte die Spuren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerfrachter im Eisgang beschädigt
(15.06.16) Der unter Hongkong-Flagge laufende Containerfrachter "OOCL Belgium", 39174 BRZ (IMO-Nr.: 9169419), lief am 1.6. zur Reparatur nach Montreal ein. Er war am 25.5. aus Liverpool ausgelaufen und wurde vor der kanadischen Küste von Eis eingeschlossen, wobei er Schäden davontrug, die nun ausgebessert werden mussten. Als Ersatz wurde der liberianische Containerfrachter "Cap Harrisson", 41358 BRZ (IMO-Nr.: 9440796), von OOCL in den GEX1 Service gebracht.
Er sollte am 16.6. in Antwerpen in den Fahrplan für eine einmalige Rundreise einfädeln. Importe nach Liverpool wurden in Antwerpen verladen. Wenn in rund zwei Wochen die Reparatur beendet ist, sollte die “Cap Harrisson” in Bremerhaven wieder ausfädeln.
Quelle:Tim Schwabedissen



Überladene Fähre gekentert
(15.06.16) Auf dem Bentara-Fluss in Sri Lanka kenterte zwischen Ittaapana und Horawela eine Fähre, die einen Laster an Bord hatte, der mit 30 Säcken Zement beladen war, außerdem zwei Motorräder und mehrere Fahrgäste. Sie schlug kurz vor dem Anleger um, und die Fahrzeuge stürzten in den Fluss. Die Schiffbrüchigen wurden von Anwohnern gerettet.
Die Fähre war offenbar überladen gewesen. Sie lief für die Wallawita Pradeshiya Sabha.
Quelle:Tim Schwabedissen



Baggerschiff wird neues künstliches Riff
(15.06.16) Am 16.6. soll rund 3,5 Meilen vor Ocean City ein 80 Fuß langes und 20 Fuß breites, ausgedientes Baggerschiff im Rahmen des New Jersey Artificial Reef Program von der New Jersey Division of Fish and Wildlife, einer Abteilung der staatlichen Department of Environmental Protection, versenkt werden. Es wurde dazu in Norfolk, Virginia, vorbereitet.
Das Riffprogramm begann 1984 und umfasst inzwischen 15 Objekte. 150 Fischarten sind dort nun beheimatet. Damit wurde der ansonsten unbelebte Sandgrund der Gegend aufgewertet. Das Baggerschiff, das in Häfen und Binnengewässern eingesetzt war, wird das siebente Schiffswrack auf dem Ocean City Reef werden und das erste, das dort seit 2006 versenkt wird.
Zugleich wird es das erste dort liegende Baggerschiff sein. Durch Löcher im Rumpf und eingepumptes Wasser soll es nach Erreichen der Versenkungsposition seine Schwimmfähigkeit verlieren. Am selben Tag soll auch ein Schlepper dort seine letzte Ruhestätte finden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fast 200 Jahre altes Wrack identifiziert
(15.06.16) Artefakte, die aus einem fast 200 Jahre alten Wrack in der Shelburne Bay geborgen wurden, haben Historikern zu einem Durchbruch in der Erforschung der Geschichte des Lake Champlain verholfen. An einer alten, aufgegebenen Werft wurden einst vier Dampfschlepper versenkt und gerieten mit der Zeit in Vergessenheit. Seit drei Jahren war ein Team von Archäolgeon aus Texas an der Stätte an der Arbeit, um die Wracks, die bis zum Jahr 1830 zurückdatieren, zu erforschen.
In der vergangenen Woche dann wurde unter den Wrackteilen ein zerbrochener Meißel entdeckt, auf dem das Wort "Phoenix“ stand. Dadurch konnte es als die „The Phoenix II”, die zwischen 1820 und den 1830er Jahren im Einsatz war, identifiziert werden. Von dem Schiff selbst sind nur noch die Spanten übrig.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler beim Great Barrier Reef gestrandet
(15.06.16) Rund 8000 Liter Öl drohten am Great Barrier Reef auszulaufen, nachdem der 14 Meter lange Kutter “Reality III” am Morgen des 11.6. vor Pipon Island an der Küste von Cape York auf Grund gelaufen war. Marine Safety Queensland versuchten das Schiff zu bergen. Ein Schlepper befand sich inzwischen vor Ort, der auch Ölbekämpfungsgerät an Bord hatte.
Die Strandungsstelle lag vor Cape Melville, etwa 475 Kilometer nördlich von Cairns im Great Barrier Reef Marine Park. Die siebenköpfige Crew blieb beim Schiffbruch unversehrt. Am 15.6. sollte ein Bergungsversuch stattfinden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Containerfrachter "Southern Liliy" und Segelyacht "Platino"
(Bild: New Zealand Defence Force)   Großbild klick!

Überlebende der Yacht Platino in dramatischer Aktion gerettet
(14.06.16) Der unter Singapur-Flagge laufende Containerfrachter "Southern Liliy", 9725 BRZ (IMO-Nr.: 9296339), der von West-Samoa nach Auckland unterwegs war, kämpfte stundenlang gegen stürmische See an, um die im Pazifik nördlich von Neuseeland treibende, 20 Meter lange Yacht "Platino" zu erreichen. Kapitän Shashi Prakash und seine 22-köpfige Crew aus Indien und den Philippinen erreichten das beschädigte Boot am 14.6. gegen 15 Uhr. Der erste Versuch, die Überlebenden an Bord zu retten, schlug aber fehl.
Erst nachdem eine Leine mit einem Schießapparat an Bord geschossen werden konnte, gelang es, die "Platino" an den Bug des Frachters heranzuziehen. Über ein Fallreep konnten Ross McKee sowie das Eignerpaar Brent und Tory McKeogh an Bord gezogen werden. Eine P3 Orion hielt sich während der Aktion über den Schiffen, ehe sie die Suche nach dem weiterhin vermissten 63-jährigen Crewmitglied, das am 13.6. über Bord gegangen war, in einem Gebiet von 765 Quadratkilometern wieder aufnahm.
Die Leiche von Nick Saull, der von einem herabstürzenden Baum tödlich verletzt worden war, musste auf der aufgegebenen Yacht zurückgelassen werden. Eine Bergung des Körpers wäre zu riskant geworden. Er war der Direktor der Brin Wilson Boat Builders gewesen, die die Yacht überholt hatte.
Ein Signalgeber wurde auf der “Platino” aktiviert, um ihre Drift verfolgen zu können. Die Überlebenden sollten am 15.6. Auckland erreichen. Die Yacht war auf dem Weg nach Fiji rund 550 Kilometer nördlich von Auckland in einen Sturm mit vier Meter hohen Wellen und Windgeschwindigkeiten von über 150km/h geraten, der das gerade überholte Rigg zerstörte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bug der “Andrea Doria”
(Bild: Ocean Gate)   Großbild klick!

Bug der “Andrea Doria” zerbricht
(14.06.16) Das Wrack des italienischen Luxusliners “Andrea Doria” vor Nantucket scheint, wie die jüngsten Sonarbilder zeigen, starker verfallen zu sein als bislang angenommen. Der Bug ist fast abgebrochen, stellte eine Crew von OceanGate aus Washington fest, als sie mit einem U-Boot zwei Tage am Wrack im Einsatz war. Die Bilder zeigten, dass ein großes Stück vom Bug abgebrochen ist, das vor zwei Jahren, als die letzten Sonar-Bilder entstanden, noch intakt war.
Bei Betrachtung der Umrisslinien des Schiffes hat sich insgesamt offenbar einiges geändert. Die Analyse der gewonnenen Bilder sollte in den kommenden Tagen weiteren Aufschluss bringen. OceanGate hatte eine Woche unter Wasser bleiben wollen, doch schlechtes Wetter und hoher Seegang, gepaart mit dichtem Nebel und starkem Wind, zwangen die Forscher, die Expedition abzukürzen.
Insgesamt wurden nur zwei von acht geplanten Tauchfahrten der “Cyclops I“ mit jeweils drei Stunden Tauchzeit durchgeführt. Es handelte sich um die erste bemannte Tauchboot-Expedition an der „Andrea Doria“ seit 1995. Am 25.7. wird sie 60 Jahre auf dem Meeresgrund liegen. 2017 soll die Erforschung fortgesetzt werden, um als Resultat ein virtuelles Modell des Wracks und des ihn umgebenden Trümmerfelds anzufertigen.
Dieses soll Tauchern in Zukunft zur Orientierung dienen, damit sie sich sicher am Schiff orientieren und bewegen können. Seit dem Untergang nach der Kollision mit der “Stockholm” 1956 kamen 16 Taucher am Wrack ums Leben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ausgebrannte Rumpfschale der Segelyacht wird geborgen
(Bild: Schlichtmann Kulturbau)   Großbild klick!

Pistenbully wurde Bergungsfahrzeug
(15.06.16) Nur noch eine ausgebrannte, verformte und auf der Seite im Schlamm liegende Rumpfschale blieb von der neun Meter langen Segelyacht über, die am 6.6. um 12.10 Uhr unweit der Ostemündung in Brand geraten war. Um das Wrack aus dem Cuxhavener Watt zu schaffen, wurde nun ein Pistenbully der Firma Chr. Schlichtmann Kulturbau in Balje, die eigentlich für Ufersicherungs-, Unterhaltungs-, Pflanz- und Pflasterarbeiten zuständig ist, zum Bergungsfahrzeug. Das Kettenfahrzeug konnte mit seiner großen Radladerschaufel die kläglichen Reste des Bootes aufnehmen und entsorgen.
Der 74-jährige Skipper der Yacht war nach dem Feuer mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht worden. Die Seenotretter waren von einem Sportbootführer alarmiert worden, der auf der Unterelbe Zeuge wurde, wie ein anderes Sportboot die qualmende Yacht abschleppte. Die aktuell in Cuxhaven stationierte „Hermann Onken“ warf mit zwei Seenotrettern an Bord sofort los und nahm Kurs auf die gemeldete Position.
Die größere „Hermann Helms“ nahm erst noch fünf Mann der örtlichen Berufsfeuerwehr an Bord, ehe sie einige Minuten darauf nachfolgte. Bei ihrem Eintreffen lag der Havarist, der bereits ein kleines Stück die Oste hinaufgeschleppt worden war, vor Anker. Die „Hermann Onken“ übernahm drei der Brandbekämpfer und ging längsseits, um das Feuer zu löschen.
Zwischenzeitlich hatte ein Boot der Wasserschutzpolizei bereits den Skipper der Yacht abgeborgen, der nun auf die „Hermann Helms“ übergeben und in deren Bordhospital erstversorgt wurde. Dann wurde er unverzüglich nach Cuxhaven zur weiteren Betreuung durch den Landrettungsdienst gebracht. Der „Hermann Onken“ gelang es, das Feuer auf der Yacht binnen einer halben Stunde unter Kontrolle zu bringen.
Zu diesem Zeitpunkt war von dem Boot allerdings nicht viel mehr als ein qualmender Torso mit zerschmolzenen Seitenwänden übrig. Wo das Sportboot abgeblieben ist, das den Havaristen ursprünglich abgeschleppt haben soll, war ebenso unklar wie die Frage, warum keines der beiden Boote selbst einen Notruf absetzte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Panik auf Fähre im Sturm
(14.06.16) Die indonesische Fähre „Bintoharu“, 1053 BRZ (IMO-Nr.: 9210593) geriet mit 200 Fahrgästen und Autos an Bord am 13.6. auf der Fahrt von Selayar nach Süd-Sulawesi in der Flores-See in schwere See. Eine der Hauptmaschinen fiel aus, ein Propeller erlitt Schäden und wurde unbrauchbar. An Bord brach zeitweilig Panik unter den Passagieren aus.
Die Fähre schaffte es schließlich aber, den alten Hafen von Bira am Südost-Zipfel von Sulawesi zu erreichen und an einer Pier festzumachen. Hier gingen die Passagiere mit selbstgebauten Leitern und über Planken über die Steuerbordseite an Land.
Die Fähre konnte vorerst Bira nicht wieder verlassen. Nachdem sie den neuen Hafen erreichte, konnten auch die Autos und Motorräder entladen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter auf Amokfahrt in Humen
(14.06.16) Der unter Hongkong-Flagge laufende Bulkcarrier "Smart Lisa", 24696 BRZ (IMO-Nr.: 9696840), kollidierte mit drei Fahrzeugen, als er während des Einlaufens in den Hafen von Humen in Guangdong am 13.6. Maschinenausfall erlitt. Dabei wurde eine Barge versenkt, der Frachter "Zhe Xing Hang 96" und das Arbeitsschiff "Yue Hui Zhou Gong 663" beschädigt. Der Bulkcarrier konnte dann stabilisiert und eine behördliche Untersuchung eingeleitet werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



17 Mann von leckgeschlagenem Tanker abgeborgen
(14.06.16) Am 8.6. kam es um 7.12 Uhr auf dem unter Singapur-Flagge laufenden LNG-Tanker "Epic Comino", 2997 BRZ (IMO-Nr.:9364162), zu einem Wassereinbruch. Die 17-köpfige Crew, davon ein Chinese, 15 Philippinos und ein Inder, machten sich bereit, das Schiff in der Mündung des chinesischen Pearl River südlich von Dangan aufzugeben. Das Guangzhou Maritime Bureau koordinierte die Rettungsaktoin und schickte die "Coast Guard 09077", "Coast Guard 0929" und Rettungsteams zum Havaristen.
Um 08.23 Uhr waren alle Crewmitglieder an Bord der "Coast Guard 1541". Der Tanker hatte zu dieser Zeit leichte Backbordschlagseite, war aber nicht in unmittelbarer Gefahr zu sinken. Gegen neun Uhr lief der Schlepper "Tak" in Shenzhen aus und erreichte den Havaristen gegen 14 Uhr. Sofort wurde der Zustand des Schiffes geprüft und mit Tauchpumpen begonnen, das eingedrungene Wasser zu lenzen. Am Abend dann wurde eine Schleppverbindung hergestellt und das Schiff zur Reede von Guishan geschleppt, wo er mehr als neun Stunden später eintraf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff eilte nach Leckage zum Löschplatz
(14.06.16) Am 10.6. kollidierte das holländische Binnenschiff "Bontekoe Jr.", 3228 ts (EU-Nr.: 02331952), mit einer Ladung Sand mit einem Kai, als es die Mittelschleuse von Terneuzen verließ. Dabei kam es zu einem Leck von 20 Zentimetern Durchmesser und Wassereinbruch am Bug.
Die “Bontekoe Jr.” lief in aller Eile zu einem Löschplatz in Sluiskil, während unterwegs so viel Wasser wie möglich ausgepumpt wurde. Der Schlepper "Hendrik 7" eskotierte den Havaristen auf seinem Weg zum Gent-Terneuzen-Kanal, wo er schließlich festgemacht werden konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnentanker unter Brücke eingeklemmt
(14.06.16) Am 14.6. gegen sieben Uhr wurde der holländische Binnentanker "Monza", 2386 ts (EU-Nr.: 04803340), unter der neuen Brücke über den Van Starkenborgh-Kanal bei Dorkwerd eingeklemmt. Dabei wurden die Rohrleitungen an Deck des Schiffes beschädigt. Der Schiffsverkehr wurde für einige Stunden blockiert. Nachdem es durch Aufnahme von Ballastwasser tiefer im Wasser zu liegen kam, konnte es sich im Laufe des Vormittags unter der Brücke wieder befreien.
Der Schiffsführer hatte nach dem Löschen der Ladung offenbar die Höhe seines Schiffes falsch eingeschätzt. Ob die Brücke auch Schäden davongetragen hat, musste erst noch untersucht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Verletzte bei Brückenanfahrung auf Albertkanal
(14.06.16) Ein Schiffsführer und sein Decksmann wurden am Morgen des 14.6. verletzt, als ihr Binnenschiff gegen eine Brücke über den Albertkanal in Kwaadmechelen stieß. Er hatte zu spät erkannt, dass sein Schiff zu hoch aufragte, um unter der Brücke der Staatsbahn hindurchzupassen.
Das Ruderhaus krachte gegen die Brückenklappe, die das Dach des Ruderhauses abriss und in den Kanal fiel. Die Feuerwehr West-Limburg wurde alarmiert, um die Trümmer aus dem Wasser zu holen. Die beiden Binnenschiffer wurden ins Krankenhaus gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kampf um Feuerwehrfähre bei Hochwasser
(14.06.16) Seit dem Morgen des 2.6. gegen Mittag drohte von dem durch Hochwasser überschwemmten Steiger die Feuerwehrmehrzweckfähre „RPL 7“, 120 ts (EU-Nr.: 04606810) der Feuerwehr Kripp auf der Ahr loszureißen. Große Mengen Treibholz und Unrat hatten sich zu einem meterdicken Teppich von rund 15 mal 20 Metern vor dem Steiger und der „RPL 7“ angesammelt. Der enorme Druck der tonnenschweren Lasten drohten Fähre und Steiger zu beschädigen und loszureißen.
Erste Versuche, das Treibgut manuell zu entfernen, scheiterten. Die Idee, das Treibgut durch einen Bagger eines Tiefbauunternehmens zu beseitigen, wurde verworfen, weil der Baggereinsatz erhebliche Schäden an der Uferrasenfläche verursacht hätte. Auch die Bemühungen, die „RPL 7“ mit ihren über 400 PS starken Dieselmaschinen freizubekommen, scheiterten.
Betroffen war auch das Mehrzweckboot „ MZB 2“, das von zwei plötzlich auftauchenden Baumstämmen aus dem Wasser gehoben und manövrierunfähig gemacht wurde. Es musste von dem verbliebenen „MZB 1“ längsseits genommen und an den Steiger zurückgeschleppt werden.
Am 3.6. um acht Uhr war ein Abschleppversuch mit der Personenfähre „Linz-Kripp“ geplant, um die „RPL 7“ zu befreien. Die Lage spitzte sich in der Nacht aber immer weiter zu, sodass gegen Mitternacht das Feuerwehrlöschboot „RPL1“ aus Koblenz und die Wasserschutzpolizei alarmiert wurden. Die darauffolgenden, bis etwa drei Uhr andauernden Schleppversuche scheiterten aber ebenfalls.
Erst das Baggerschiff „Doris“ der Firma Lülsdorf in Mondorf konnte gegen Mittag den Treibholz-Teppich soweit reduzieren, dass die „RPL 7“ freikam. Längsseits am Baggerschiff festgemacht, wurde sie einer eingehenden Überprüfung unterzogen. Zusätzlich wurde mit den Strahlrudern der „Doris“ der unter der Fähre angesammelte Treibholzteppich weggespült.
Während der folgenden Verlegung der „RPL 7“ an einen sicheren Steiger des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Koblenz im Brohler Hafen fiel die Steuerbordmaschine wegen Überhitzung aus.
Die Seewasserkästen hatten sich durch angesaugtes Kleinsttreibgut zugesetzt und die Kühlwasserförderung soweit eingeschränkt, dass die Maschine abschaltete. Die „RPL 7“ drehte um und steuerte mit nur einer Maschine und langsamer Fahrt die Werft der Firma Stahlbau Müller in Oberwinter an. Nach dem Eintreffen gegen 16 Uhr wurde die Fähre auf dem Hellingwagen aufs Trockene gezogen.
Die Säuberung der Seekästen wurde nach etwa einer Stunde erfolgreich abgeschlossen. Danach lief die Fähre zu einem in der Nähe der Werft liegenden freien Steiger als vorübergehenden Liegeplatz. Der Einsatz wurde gegen 18.30 Uhr beendet.
Bei Feuerwehrmehrzweckfähre handelt es sich um eines von insgesamt fünf ehemaligen Landungsbooten "Typ Mannheim" der Flusspioniere, die 1987 vom Land Rheinland-Pfalz von der Bundeswehr übernommen wurden. Sie verfügt über eine feuerwehrtechnische Ausstattung zur Brandbekämpfung und weiteren Hilfeleistungen auf und am Wasser. Erbaut wurden die jeweils 26,4 Meter langen und sieben Meter breiten Fähren im Jahr 1962 von der Mannheimer Schiffs- und Maschinenbau AG (Schimag). 2008 wurde die „RPL 7“ von Altrip nach Remagen verlegt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergungsarbeiten an „Sewol“ abgebrochen
(14.06.16) Die Bergungsoperation an der gesunkenen südkoreanischen Fähre "Sewol" musste nach nur einem Tag am 13.6. vorerst wieder eingestellt werden. Bis dahin war der Bug um 2,2 Grad bzw. vier Meter angehoben worden. Doch schlechtes Wetter zwang die chinesischen Berger, die Aktion abzubrechen.
Sie sollte nach Wetterberuhigung später im Monat wieder aufgenommen werden. Im August, so war die Hoffnung, könnte die eigentliche Bergung erfolgen. Dazu muss auch das Heck des Schiffes angehoben und der Rumpf dann mit Auftriebskörpern in einem Stück an die Wasseroberfläche gebracht werden. Eine derartige Aktion ist noch nie in solchen Wassertiefen durchgeführt worden. Das Wrack liegt kieloben in rund 40 Metern Tiefe. Die Sorge ist, dass es während der Hebung zerbrechen könnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fahrgastschiff demolierte Schwimmponton
(14.06.16) Das 62 Meter lange, britische Fahrgastschiff “Balmoral kollidierte am 11.6. gegen 13 Uhr mit der Trinity Landing in Cowes und erlitt leichte Schäden. Sie steuerte Schwimmpontons vor The Parade an der Esplanade in Cowes an, als sie vom Kurs abkam und den südlichsten von ihnen rammte.
Das Schiff der White Funnel Ltd. war von Portsmouth gekommen und sollte erst an der Trinity Landing festmachen und dann die Isle of Wight runden.
Das Schiff konnte nach der Havarie die Fahrt nach Yarmouth und rund um die Insel fortsetzen. Doch einer der 20 Meter langen Pontons wurde erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Der Liegeplatz gehört der Harbour Commission. Der Marine Accident Investigation Branch (MAIB) wurde informiert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Suche nach verlorenem Rad der London
(14.06.16) Am 14.6. wurden die Grabungsarbeiten an einem von Englands wichtigsten Wracks aus dem 17. Jahrhundert, der “London”, an der Southend Pier wieder aufgenommen. Dabei sollte versucht werden, das verbliebene Rad einer der 350 Jahre alten Lafetten, die im August vergangenen Jahres gehoben wurde, und andere Artefakte zu finden. Die erstaunlich gut erhaltene Lafette war nach ihrer Bergung nach Leigh gebracht worden.
Geplant war eine Exploration von sechs Tagen am Rumpf des Wracks. Dabei sollte die geophysikalische Untersuchung abgeschlossen werden. Der Southend Council und der Museums Service unterstützten die Arbeiten. Die “London” liegt in zwei Stücken vor der Southend Pier. Sie flog im März 1665 in die Luft, nachdem Schießpulver in einem Magazin auf der Fahrt von Chatham nach Hope nahe Gravesend in Kent in Brand geraten war. Das Schiff sollte die letzte Ausrüstung an Bord nehmen, um dann in den zweiten Englisch-Holländischen Krieg von 1665 bis 1667 zu ziehen. Das Forschungsprojekt wird von Historic England, ehemals English Heritage, finanziert und geleitet von der Cotswold Archaeology gemeinsam mit Tauchern des London Wreck Trust.
In den vergangenen zwei Jahren wurden Artefakte vom Bug geborgen, darunter persönliche Gegenstände wie Lederschuhe sowie Navigationsgerät, Eimer, Töpfe, eine Ankerleine, Kanonenkugel und Schiffsteile.
Quelle:Tim Schwabedissen



Charterkutter vor Kangaroo Island gesunken
(14.06.16) Sieben Menschen wurden am 13.6. vor Kangaroo Island südwestlich von Adelaide gerettet, nachdem ihr Charterkutter unweit der Pages Islands Wassereinbruch erlitten und zu sinken begonnen hatte. Der Skipper und seine sechs Fahrgäste mussten in eine Rettungsinsel gehen. Um 13.30 Uhr wurde die Polizei verständigt.
SeaLink schickte zwei ihrer Fähren zu der Position sieben Kilometer vor Kangaroo Island. Ein anderer Kutter barg dann die Schiffbrüchigen und brachte sie nach Wirrina Cove. Der Skipper machte sich nach seiner Rettung auf die Suche nach seinem Schiff, das offenbar gesunken war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht bei Brighton geborgen
(14.06.16) Östlich der Brighton Marin lief am 12.6. eine 32 Fuß lange Yacht gegen 23.20 Uhr auf Grund. Die RNLI aus Brighton wurde von der Newhaven Coastguard zur Unglücksstelle geschickt. Wegen des fallenden Wasserstandes wurde entschieden, den 23-Tonner zunächst nicht freizuschleppen. Um 2.11 Uhr wurde das Rettungsboot aus Newhaven zur Assistenz geschickt, weil eine Wetterverschlechterung erwartet wurde.
Es gelang dann den Rettungsbooten aus Newhaven und Brighton gemeinsam mit der Newhaven Coastguard, eine Schleppverbindung herzustellen und die Yacht in tieferes Wasser zu ziehen. Hier wurde der Motor gestartet und das Boot zurück zur Brighton Marina gebracht. Vorsorglich wurde sie von beiden Rettungsbooten eskortiert. Gegen fünf Uhr war der Rettungseinsatz beendet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Tote bei Untergang in Khsom
(14.06.16) Eine Vietnamesin und ihr zweijähriges Kind ertranken, als das Schiff, auf dem sie sich befanden, mit einer Ladung von 300 Tonnen Stahl am Morgen des 13.6. in einem Hafen der Kanal-Provinz sank. Es ging gegen drei Uhr im You Lim Stahlhafen in Khsom in der Banteay Dek Kommune unter. Insgesamt waren acht Personen an Bord.
Nur sechs konnten sich retten, als das Schiff, das von Vietnam gekommen war, bei stürmischem Wasser bei niedrigem Wasserstand kenterte. Es konnte inzwischen geborgen werden, doch die beiden Vermissten wurden bislang nicht entdeckt. Bereits am 8.6. war eine Fähre im Lyeam Em Distrikt in der Kandal-Provinz gekentert, wobei ebenfalls zwei Personen ums Leben kamen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Barge rammte Brücke über Ohio-River
(14.06.16) Die US 51/US 60/US 62 Ohio River Bridge “Cairo” musste für den Verkehr gesperrt werden, nachdem eine losgerissene Barge mit einer Rampe kollidiert war. Die unbeladene Chemikalienbarge hatte sich in einem Gewittersturm oberhalb der Brücke gegen 14.30 Uhr des 13.6. selbstständig gemacht und trieb gegen die linke Brückenrampe.
Gegen 15 Uhr wurde das Bauwerk gesperrrt, bis ein Inspektor des Kentucky Transportation Cabinet einen Sicherheitschek durchgeführt hatte. Pber die Wickliffe-Cairo Bridge verlaufen die US 51, US 60 und US 62 über den Ohio River.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler "Skagøsund - T-23-T" mit Netz im Bugstrahlruder
(Bild: Roar Jensen)   Großbild klick!

Netze in Bugstrahlruder gezogen
(13.06.16) Am 12.6. wurde der norwegische Trawler "Skagøsund - T-23-T", 498 BRZ (IMO-Nr.: 9029255), manövrierunfähig, nachdem seine ausgebrachten Netze in das Bugstrahlruder gezogen wurden und dieses mattgesetzt hatten. Das 37 Meter lange und neun Meter breite Schiff trieb bei ruhiger See vor Honningsvåg.
Nachdem es in den Hafen eingebracht worden war, wurden Taucher gerufen, um den blockierten Antrieb wieder befreien. Der Trawler war am 8.6. aus Hammerfest ausgelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Kollisionen bei Hiddensee
(13.06.16) Am Abend des 11.6.2016 kollidierten im Yachthafen von Vitte zwei Segelyachten. An beiden Booten entstanden Sachschäden. Verletzt wurde niemand. Am 12.06.2016 gab es eine weitere leichte Kollision zwischen einer Segelyacht und einem Fahrgastschiff im Fahrwasser zwischen Hiddensee und Schaprode. Hierbei wurden ebenfalls keine Personen verletzt. Der Rumpf der Segelyacht wurde beschädigt. Die Ermittlungen zur Ursache des Zusammenstoßes dauerten noch an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht “Cutty Sark” gestrandet
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Ein Dutzend Personen von gestrandeter Ketsch abgeborgen
(13.06.16) Die US Coast Guard rettete am 12.6. zehn Kinder im Alter von 10 bis 12 Jahren und zwei Erwachsene von der 58 Fuß langen Segelyacht “Cutty Sark” ab, die am Bird Rock nördlich von Shaw Island auf Grund gelaufen war. Nachdem die Coast Guard Station Puget Sound einen Notruf aufgefangen hatte, wurden ein 29-Fuß-Boot von der Station Bellingham und das 87 Fuß lange Patroullienboot “Adelie“ aus Port Angeles in Marsch gesetzt. Sie fanden den Havaristen mit starker Backbordschlagseite vor, weswegen entschieden wurde, sicherheitshalber alle auf die „Adelie“ zu bringen. Sie wurden dann zur Cornet Bay auf Whidbey Island transportiert. Drei Mann blieben an Bord des auf der Seite liegenden Havaristen zurück, um das Schiff mit der für Mitternacht erwarteten Flut wieder flottzumachen. Dabei sollte Tow Boat U.S. assistieren.
Die “Cutty Sark” ist eine aus Holz erbaute Ketsch, die von Whidbey Island aus für die Aeolian Adventures, Inc. Ausbildungsfahrten macht. Vor Ort waren nur leichter Wind und ein Fuß hohe Wellen, als sie havarierte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack des Schleppers "Emily Anne" wird geborgen
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Schlepper nach langer Vorbereitung vor Boston geborgen
(13.06.16) Am 10.6. wurde nahe Deer Island in der Massachusetts Bay der am 16.2. dort gesunkene, 18 Meter lange Schlepper "Emily Anne" (MMSI-Nr.: 367535610) geborgen. Es hatte fast vier Monate gedauert, einen hinreichend starken Kran, Berger und Partner im Hafen sowie ein günstiges Wetterfenster zu finden. Die US Coast Guard arbeitete bei der Wrackräumung mit der Semper Diving and Marine, der Boston Harbor Pilots Association und dem Eigner, der North Shore Marine, zusammen.
Gegen Mittag waren Berger an der Untergangsstelle eingetroffen, an der seit Februar eine Warntonne verankert gewesen war. Als das Wrack an die Oberfläche geholt wurde, wurde eine Ölsperre ausgelegt. Kieloben wurde der Rumpf dann auf einer Barge abgesetzt und auf einer Barge nach East Boston abtransportiert.
Die "Emily Anne" hatte seinerzeit durch einen Riss im Rumpf in der nördlichen Zufahrt von Boston Wassereinbruch erlitten. Ein 47-Fuß-Boot der Coast Guard Station Point Allerton und ein MH-60 Helikopter der Air Station Cape Cod waren alarmiert worden. Ein Boot der Boston Harbor Pilot Association konnte die dreiköpfige Crew aus dem kalten Wasser retten, Augenblicke bevor die „Emily Anne" sank.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schlagseite nach deTorpedotreffer
(Bild: Tuerk Silahl Kuvvetleri)   Großbild klick!

Fregattenlaufbahn endete nach 44 Jahren auf dem Grund des Schwarzen Meeres
(13.06.16) Im Zuge des Manövers Beyaz Firtina (White Storm) 2016 wurden am 28.5. die ausgediente Fregatte “Zafer – F 253”, 3201 ts, die ehemalige USS “Thomas C. Hart“ der Knox-Klasse, als Zielschiff von einem DM2A4A-Torpedo versenkt. Nachdem dieser im Schwarzen Meer unterhalb des Rumpfes detoniert war, bäumte sie sich auf, um dann mittschiffs einzuknicken. Sie legte sich binnen kurzer Zeit nach Steuerbord auf die Seite, brach vollends auseinander und sank dann endgültig.
„Zafer“ zerbricht
(Bild: Tuerk Silahl Kuvvetleri)   Großbild klick!
Als sie Tage zuvor, am 30.4., durch die Straße von Çanakkale geschleppt wurde, hatten manche, die sie auf ihrer letzten Fahrt sahen, angenommen, sie seit auf dem Weg zu Abbrechern in Aliaga. Tatsächlich sollte aber ein drahtgesteuerter Torpedo deutscher Konstruktion getestet werden.
Bei der „Zafer“ handelte es sich um eine von insgesamt acht Fregatten, die in der Türkei als Tepe-Klasse eingruppiert waren und bis Mitte der 90er Jahre in den USA erworben worden waren, um zu einer Flottenmodernisierung beizutragen.
Sie war von 1971 bis 1973 als USS “Thomas C. Hart - FF-1092” entstanden. Am 8.10.1971 wurde sie in Westwego bei der Avondale Shipyards, Inc. auf Kiel gelegt und lief am 12.8.1972 vom Stapel.
Am 28.7.1973 erfolgte die Indienststellung unter Kommandant Lt. Comdr. Ronald J. Forst. Nach Erprobungen vor der Ostküste steuerte sie den Heimathafen Norfolk, Virginia, an. Am 1.2.1974
und sinkt
(Bild: Tuerk Silahl Kuvvetleri)   Großbild klick!
wurde am Norfolk Naval Shipyard mit dem Einbau eines Light Airborne Multi-purpose System (LAMPS) begonnen.
Nach ausführlichen Tests war sie ab Oktober voll einsatzfähig. Es folgten Verwendungen im Mittelmeer und Manöver vor Kanada und Carolina. Danach war sie in Südamerika unterwegs. 1977 wurde ein Harpoon-System eingebaut, ehe es wieder ins Mittelmeer ging.
1978 wurde Philadelphia der neue Heimathafen. Am 26.10. ging es zur ersten regulären Überholung ins Dock des Philadelphia Naval Shipyard, wo sie bis 1979 verblieb. Am 30.8.1993 erfolgte die Übergabe an die Türkei. Die “Zafer” war 134 Meter lang, 14,25 Meter breit, hatte 7,54 Meter Tiefgang und eine Besatzung von 267 Mannschaften und 18 Offizieren. <.I>
Quelle:Tim Schwabedissen


Bulkcarrier vor Malapascua Island auf Grund gelaufen
(13.06.16) Der unter Panama-Flagge registrierte Bulkcarrier „Belle Rose“, 29104 BRZ (IMO-Nr.: 9410600), lief am 13.6. gegen drei Uhr bei der Monad Shoal vor Malapascua Island, nördlich von Cebu in der Visayan Sea auf Grund. Der Frachter war mit Zement in Säcken beladen von Tsukumi nach San Fernando, Cebu, unterwegs. Die philippinische Coastguard schickte am Morgen ein Team zur Erkundung zur Strandungsstelle.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier nach Strandung unterwegs zu Reparaturwerft
(13.06.16) Am 11.6. gab die U.S. Coast Guard in Sault Ste. Marie, Michigan, die Erlaubnis für den Transit des beschädigten Bulkcarriers "Roger Blough" den St. Marys River hinab zu einem Ankerplatz in der Potagannissing Bay bei DeTour Village, Michigan. Der Havarist hatte in der Waiska Bay in Lake Superior seit dem 4.6. geankert. Er war am 27.5. auf dem Gros Cap Reef aufgelaufen.
Um 11:30 Uhr ging die "Roger Blough" ankerauf in der Waiska Bay und startete die Fahrt den St. Marys River hinab. Dabei wurde sie von dem Schlepper "Candace Elise" eskortiert und passierte die Soo Locks am frühen Nachmittag. Sie sollte eine Werft in Sturgeon Bay, Wisconsin, zur Reparatur ansteuern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Anheben des Bugs der Sewol hat begonnen
(13.06.16) Am 12.6. gegen 14 Uhr wurde von der Shanghai Salvage damit begonnen, den Bug der im April 2014 gesunkenen Fähre „Sewol“ anzuheben. Am Morgen waren die Vorbereitungen abgeschlossen worden und der Hauptkran unweit des Bugs auf Position gegangen. Mehrere Hebestropps wurden angebracht und die wohl schwierigste Bergungsphase begonnen. Das Anheben sollte rund zwei Tage dauern.
Danach sollten 18 Hebegeschirre unter dem Rumpf angebracht werden. Ende Juli könnte, wenn alles planmäßig verläuft, das Wrack geborgen und auf einer Barge abgesetzt und nach Mokpo geschleppt werden. Es liegt in rund 40 Metern Tiefe.
Die größte Herausforderung ist, dass der Rumpf nicht auseinanderbricht. In seinem Innern könnten sich noch bis zu neun Leichen befinden. Die Aktion sollte bereits am 28.5. beginnen, wurde wegen technischer Probleme aber verschoben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter vor Cromarty leckgeschlagen
(13.06.16) Östlich von Cromarty Harbour erlitt gegen neun Uhr der Kutter “Challenger” eine halbe Meile vor der Küste Wassereinbruch, nachdem er mit einem Hindernis kollidiert war. Der Skipper funkte Mayday, und die Fähre von Cromarty eilte zu Hilfe. Nachdem das RNLI-Boot aus Invergordon und ein Helikopter eingetroffen waren, konnte sie ihre Reise fortsetzen. Der Kutter wurde dann in den Hafen geschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Tote auf Yacht im Sturm
(13.06.16) Die 20 Meter lange Segelyacht “Platino” geriet am 13.6. um 11.20 Uhr in vier Meter hohen Wellen 550 Kilometer nördlich von Neuseeland bei 75 km/h Windgeschwindigkeiten in Seenot. Ein Crewmitglied wurde von herabstürzendem Rigg erschlagen, ein weiterer Mann ging ohne Rettungsweste und -chance über Bord. Auf dem Schiff befanden sich noch zwei Männer und eine Frau.
Eine P3 Orion der Royal New Zealand Air Force stieg auf, nachdem die Überlebenden über Satellitentelefon Mayday gefunkt hatten. Die Yacht hatte an dem Auckland-Denarau-Yachtrace teilnehmen wollen, aber bereits vor dem Start am 1.6. wegen Verzögerungen bei der Vorbereitung absagen müssen. Am 13.6. um 12.30 Uhr erreichte die Orion die Yacht, die in stürmischer See arbeitete, und bezog über ihr Stellung.
Drei Schiffe, die sich in der Nähe befanden, versuchten, sich an das Boot heranzukämpfen. Es handelte sich um eine sechs Kilometer entfernte andere Yacht, den Kutter „Carmen Tere’, der 220 Kilometer entfernt war und am Morgen des 14.6. eintreffen sollte, sowie den 360 Kolometer entfernten Frachter „Southern Lily“. Eine zweite Orion stieg auf, um die erste abzulösen bei der eher aussichtslosen Suche nach dem vermissten Crewmitglied.
Die überlebende Crew der “Platino“ wurde angewiesen, sicherheitshalber unter Deck zu bleiben. Sie war unter Motor in Richtung der neuseeländischen Küste unterwegs, würde dazu aber mindestens zwei Tage benötigen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tote und Verletzte bei Fährkollision
(13.06.16) Die mosambikanische Fähre “Phumo”, die zwischen Maputo und Catembe verkehrt, kollidierte am Morgen des 12.6. mit einem kleineren Boot, der “Mapapai II” in der Mitte der Bucht. Dabei kamen ein bis zwei Menschen ums Leben, mehrere weitere wurden verletzt. Die Fähre war voll besetzt gewesen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Katamaran nach Wassereinbruch nach Durban eingeschleppt
(13.06.16) Am 11.6. um 11 Uhr fing die Transnet National Ports Authority (TNPA) einen Mayday-Ruf des 66 Fuß langen Segelkatamarans "Michelle Rose" auf, der mit sechs Frauen und zwei Männern an Bord Wassereinbruch erlitten hatte. Das Boot befand sich 20 Meilen südlich von Durban fünf Kilometer von der Küste entfernt und trieb in vier bis fünf Meter hohen Wellen bei 20 Knoten Wind bei Umkomaas.
Er war von Kapstadt nach Richards Bay und weiter zu den Seychellen unterwegs, hatte in Simonstown und East London gestoppt und nun Wassereinbruch in mehreren Abteilungen erlitten. Die Crew versuchte, diesen nun mit Pumpen zu bekämpfen. Die NSRI Durban schickte das Rettungsboot "Eikos Rescuer II”, und der maltesische Containerfrachter "Maersk Vilnius", 20927 BRZ (IMO-Nr.: 9408956), nahm ebenfalls Kurs auf das Boot. Ein TNPA Ports-Helikopter wurde in Bereitschaft versetzt.
Die "Maersk Vilnius" ging auf Standby, bis das Rettungsboot um 13.33 Uhr an dem tief im Wasser liegenden Havaristen eintraf. Eine Frau an Bord war stark seekrank und bekam Mittel gegen Dehyrierung. Die Yacht wurde dann von den Seenotrettern in Schlepp genommen.
Um ihr Gewicht zu reduzieren, wurde das Frischwasser über Bord gegeben. Der Subtech-Schlepper "Indongeni" machte sich klar zur Unterstützung, doch trotz stürmischer See gelang es dem Rettungsboot ohne Fremdhilfe, die "Michelle Rose" um 19.33 Uhr in den Hafen von Durban zu schleppen.
Hier assistierte die "Megan II" dabei, den Katamaran an einen Liegeplatz im Containerterminal zu bugsieren. Um 22.30 Uhr war der Einsatz beendet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Dhau “Safina Al Ghelani” gesunken, Crew gerettet
(13.06.16) Am Morgen des 11.6. erlitt die Dhau “Safina Al Ghelani” unweit von Port Blair Wassereinbruch auf der Fahrt nach Hutbay. Bei schwerer See wurde der Maschinenraum geflutete, und am 12.6. um 10.30 Uhr begann das Schiff zu sinken. Die indische Coast Guard schickte einen Helikopter, um die siebenköpfige Crew zu retten. Das Schiff trieb zu der Zeit schwer beschädigt nahe North Brother Island und versank wenig später in einem Trümmermeer. Drei Mann wurden auf einem Schiff der Coast Guard abgesetzt, die anderen vier direkt nach Port Blair geflogen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rettung vor Greenwich in letzter Minute
(13.06.16) Die Greenwich Police rettete am Nachmittag des 12.6. die fünfköpfige Crew eines leckgeschlagenen Motorbootes. Es trieb mit Steuerbordschlagseite vor Rye Playland. Vier Mann des Greenwich Police Department und der Connecticut State Environmental Conservation kamen zu Hilfe. Es gelang ihnen, die Bootsfahrer nur fünf Minuten vor dem Untergang des Fahrzeugs zu retten. Kaum dass sie in Sicherheit waren, legte es sich vollends auf die Seite und versank.
Quelle:Tim Schwabedissen



Mindestens 27 Tote bei Kollision im Kongo
(13.06.16) Zwei Fährboote kollidierten am Abend des 11.6. auf dem Lake Maindombe in Kongo. Dabei kamen mindestens 27 Menschen ums Leben. Die Fahrzeuge mit an die 100 Personen an Bord kamen sich zwischen Inongo und Bokoro ums Leben. Beim Versuch, einer Nebelbank auszuweichen, stießen sie zusammen. Eigentlich hätten sie bei Dunkelheit gar nicht unterwegs sein dürfen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Barge vor Goa zur Hälfte zerlegt
(13.06.16) Die Arihant Ship Breakers haben bislang rund 50 Prozent der gestrandeten Barge „Bhageerath“ abgewrackt. Entlang des Ufers von Arossim lagen nun große Teile verrosteten Eisenschrotts. Das Wrack war zuvor in zwei größere Stücke zerschnitten worden. Die Bergungsarbeiten waren nun seit rund einer Woche im Gange. Das Zerlegen der zweiten Hälfte dürfte nochmals eine Woche in Anspruch nehmen.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Roswietha - NOR 201" und Rettungskreuzer "Bernhard Gruben"
(Bild: Silke Hinken)   Großbild klick!

Kutter saß bei Norderney fest
(06.11.16) Der deutsche Kutter "Roswietha - NOR 201", 43 BRZ&xnbsp;(Id Nr.: DEU001620300), kam am 1.6. gegen 11 Uhr zwischen Norderney und Norddeich gegen 11 Uhr fest. Der Rettungskreuzer "Bernhard Gruben" derDGzRS-Station Norderney kam dem Havaristen zu Hilfe und konnte ihn vor den Augen zahlreicher Fahrgäste mehrerer in der Nähe befindlicher Fähren trotz bereits ablaufenden Wassers wieder freibekommen. Der Kutter lief danach in den Heimathafen Norddeich ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Autofrachter trieb in den Dardanellen
(11.06.16) Der italienische Autofrachter "Grande Italia", 37726 BRZ (IMO-Nr.: 9227912), erlitt beim Transit der Dardanellen auf Nordkurs am 9.6. um 22.50 Uhr bei Çanakkale Maschinenausfall. Die Verkehrszentrale beorderte fünf Schlepper zu dem in der Wasserstraße treibenden Schiff, die es auf den Haken nahmen und am 10.6. um 1.05 Uhr auf einen Ankerplatz bei Saltik Burnu im Gebiet von Yapildak bugsierten. Der Frachter war von Ashdod nach Izmit mit einer Autoladung und einer 29-köpfigen Crew an Bord unterwegs.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Ark van Noach" schwer beschädigt
(Bild: Gorm Gallestad)   Großbild klick!

Arche Noah aufgeschlitzt
(11.06.16) Am 10.6. wurde das holländische Ausstellungsschiff "Ark van Noach" schwer beschädigt, als es im Osloer Hafen verholte. Sie sollte von Bjørvika in den Sandefjord verlegt werden. Die auf einem Ponton aufgebaute, 70 Meter lange Replik der Arche Noah wurde offenbar von einer Windbö erfasst und in Richtung des am Kai liegenden Patroullienbootes "Nornen", 761 BRZ (IMO-Nr.: 9353321),&xnbsp;der norwegischen Coastguard gedrückt.
Ein dort ausgeschwenkter Kran schlitzte den Holzrumpf der Arche auf einer Höhe von 12 Metern auf mehr als zwei Decks meterweit auf. Ein großes Stück des Rumpfes riss ab und stürzte ins Wasser. Die Arche wurde anschließend wieder an den Kai zur Reparatur gelegt. Auch die "Nornen" wurde, wenn auch geringer, beschädigt.
Die Arche wurde vor fünf Jahren von dem holländischen Geschäftsmann Johan Huibers erbaut. An Bord werden Darstellungen biblischer Szenen gezeigt. 2010 verkaufte er die Arche an den holländischen Künstler Aad Peters. Seither tourt sie durch die Häfen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandete Yacht bei Hiddensee geborgen
(11.06.16) Die Mannschaft des Seenotrettungsbootes „Hertha Jeep“ der DGzRS-Station Stralsund hat in der Nacht zum 11.6. die Besatzung einer Segelyacht gerettet. Das Boot war gegen zwei Uhr im Gellenstrom zwischen Hiddensee und dem Bock auf Grund gelaufen. Das Rettungsboot kam bei der Fahrt zum Havaristen selbst kurz auf Grund.
Es konnte sich aber selbst wieder befreien. Mit Hilfe einer Schleppleine wurde die Yacht dann innerhalb kurzer Zeit ins tiefe Fahrwasser gezogen. Allerdings konnte der Außenbordmotor der Segelyacht nicht mehr gestartet werden. Die „Hertha Jeep“ schleppte sie in den Hafen Barhöft. Zum Sonnenaufgang gegen 4.50 Uhr erreichte das Rettungsboot seinen Liegeplatz am Lotsenturm in Stralsund.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht „Wallybird II“
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

RNLI zweimal in einer Nacht für Segelyacht im Einsatz
(11.06.16) Zweimal rief der Skipper der 56 Fuß langen Segelyacht „Wallybird II“ am 9.6. die Seenotretter der RNLI zu Hilfe. Um 18.30 Uhr schleppte das Rettungsboot aus Yarmouth die Yacht von der Hamstead Ledge. Die Seenotretter hatten nach der Havarie zunächst den Anker ausgebracht, weil sie annahmen, das Boot würde am folgenden Morgen mit der Flut aufschwimmen.
Doch als die Yacht flott wurde, stellte der Skipper fest, dass bei der Havarie der Propeller beschädigt worden war, und das Boot trieb auf die Yarmouth Pier zu. Um 3.30 Uhr funkte der die RNLI erneut an, die die „Wallybird II“ dann in den Hafen schleppte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht saß am Hubertgat fest
(11.06.16) Nur einen Tag nach der Rückkehr von einer turnusgemäßen Generalüberholung wurde der Seenotrettungskreuzer „Alfried Krupp“ in der Nacht zum 10.6. gegen 23.30 Uhr alarmiert. Die holländische Segelyacht „Heidenskip“ war mit vier Deutschen an Bord bei Windstärke 3 bis 4 am Übergang vom Hubertgat zum Randzelgat festgekommen. Das Tochterboot „Glückauf“ nahm den Havaristen auf den Haken. Im Schlepp konnten die Segler ihr Boot aber nicht auf Kurs halten.
Offenbar war das Ruder beschädigt worden. Noch vor der sehr engen Fischerbalje nahm die „Alfried Krupp“ deshalb die „Heidenskip“ längsseits und schleppte sie so nach Borkum. Die Verkehrszentrale „Ems Traffic“ bat alle Schiffe im dicht befahrenen Westerems-Fahrwasser um erhöhte Aufmerksamkeit und lenkte zahlreiche Fahrzeuge an der Einsatzstelle vorbei. Gegen 3.15 Uhr machten die Seenotretter die „Heidenskip“ im Borkumer Schutzhafen fest.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht im Ijsselmeer aufgelaufen
(11.06.16) Am 8.6. wurde die KNRM-Station Den Oever alarmiert, weil die deutsche Yacht „Tutana“ mit einer achtköpfigen Crew an Bort am Rand einer Untiefe im Ijsselmeer östlich von der Nieuwe Zeug vor der Küste des Wieringermeers auf Grund gelaufen war.
Das Rettungsboot „ Johanna Margareta“ lief aus und setzte zwei Rettungsmänner auf der Yacht ab, die halfen, eine Schleppverbindung herzustellen. Die Yacht, die von Hindeloopen nach Makkum unterwegs war, konnte wenig später wieder flottgemacht werden und setzte die Fahrt mit eigener Kraft fort.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter in Korpo durch Feuer zerstört
(11.06.16) Weitgehend zerstört wurde der finnische Charterkutter „Anna“ durch das Feuer, der am 9.6. bei Überholungsarbeiten auf einer Werft in Korpo in Brand geraten war. Das 20 Meter lange Schiff konnte aber schließlich vor dem drohenden Untergang bewahrt werden. Die Feuerwehr hatte stundenlang gegen die Flammen gekämpft, wozu es näher ans Dock gezogen wurde. Gegen 22 Uhr wurde Feuer aus gemeldet. Um das Wrack legten die Einsatzkräfte eine Ölsperre aus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht in Bowley’s Marina abgebrannt
(11.06.16) Die US Coast Guard wurde am 10.6. alarmiert, nachdem eine Yacht an der Ölpier der Bowley’s Marina im Galloway Creek nahe Middle River in Brand geraten war. Die Coast Guard Maryland-National Capital Region wurde gegen 11 Uhr von dem Baltimore County Fire Department verständigt, weil das 35 Fuß lange Boot in Flammen stand. Ein 29-Fuß-Boot lief von der Coast Guard Station Stillpond aus.
Dem Baltimore County Fire Department gelang es, das Feuer zu löschen. Zwei Verletzte wurden ins Bayview Burn Center transportiert. Das Baltimore County sperrte das Gewässer zeitweilig für den Schiffsverkehr.
Die Incident Management Division und das Maryland Department of the Environment leiteten eine Untersuchung ein. Das bis zur Wasserlinie heruntergebrannte Boot wurde im Becken der aterline. It has been secured to Bowley's Marina gesichert.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker saß auf Westerschelde fest
(11.06.16) Am 10.6. gegen 14 Uhr lief der unter&xnbsp;Marshall Islands-Flagge registrierte Tanker "STI St. Charles", 30000 BRZ (IMO-Nr.: 9681144),&xnbsp;zwischen Rilland und dem sogenannten Verdronken Land in Saeftinghe auf der Westerschelde auf Grund. Das Schiff war gegen Mittag aus Antwerpen nach Lomé ausgelaufen. Es hatte 37000 Tonnen Öl an Bord.
Das Patroullienboot "RWS 79" von Rijkswaterstaat und der Schlepper "Union Hawk" kamen zu Hilfe. Doch der Tanker konnte sich gegen 16 Uhr mit steigendem Wasser selbst wieder befreien. Er kehrte zur Untersuchung um 20 Uhr nach Vlissingen zurück und machte sich am 11.6. um 6.15 Uhr erneut auf die Reise.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fahrgastschiff brannte auf der Waal
(11.06.16) Im Maschinenraum eines Fahrgastschiffes brach am 11.6. um 14.10 Uhr auf der Waal in Lent ein Feuer aus. Das sieben Meter lange Boot konnte noch auf die Lentser Seite gebracht werden, wo die drei Personen an Bord an Land sprangen. Feuerwehr, Polizei und Rettungshelikopter rückten an. Nachdem klar war, dass niemand zu Schaden gekommen war, konnte ein Großteil wieder zurückgerufen werden. Das Fahrzeug wurde von Rijkswaterstaat abgeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zerstörer bei Sinkex gesprengt
(11.06.16) Die türkische Marine hat den Zerstörer „Zafer“ mit einem durch ein optisches Fiberglaskabel gelenkten Torpedo versenkt. Das eine Ende des Kabels ist am Torpedo befestigt, das andere am Abschussrohr. Es liefert im Flug die notwendigen Informationen. Der Zerstörer explodierte, zerbrach und ging kurz darauf unter. Die Marine hatte die „Zafer“ 1993 von der US-Marine erworben. Sie war 1972 dort als USS „Thomas C. Hart“ erbaut und 2016 außer Dienst gestellt worden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutterflotte kam Kollegen in Seenot zu Hilfe
(11.06.16) Rund 15-20 Kutter kamen zu Hilfe, nachdem am Morgen des 11.6. der Hummerkutter „The Lade Jenalee“, der kurz zuvor aus North Lake Harbour ausgelaufen war, in Brand geriet. Sie sprangen mit Feuerlöschern und Schläuchen an Bord und konnten das Feuer niederkämpfen. Der Kutter wurde danach in den Hafen geschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutterwrack wird zersägt
(11-06.16) Der aufgegebene kanadische Kutter „Regulus“, der im Pacific Rim National Park Reservat an der Westküste von e Vancouver Island gestrandet ist, soll endgültig beseitigt werden. Das Wrack wurde in mehrere Stücke zerlegt, die mit eine Helikopter vom entlegenen Strand abtransportiert werden sollen. Alles Metall und die Elektronik wurde entfernt und der Holzrumpf zersägt.
Diese werden an Schlingen befestigt, die der Hubschrauber kommende Woche abtransportieren soll. Das Schiff war auf dem Weg zum Abwracken in Port Alberni in der Florencia Bay gestrandet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Havariertes Binnenschiff blockierte Rhein
(11.06.16) Am 11.6. um 13.30 Uhr erlitt das holländische Binnenschiff "Singa", 3204 ts (EU-Nr.: 02317703), auf dem Rhein zwischen Mittlerer Brücke und Wettsteinbrücke in Basel Maschinenschaden. Das Schiff, das flussaufwärts in Richtung Birsfelden unterwegs war, lief an die Uferbefestigung und saß dort mehrere Stunden fest.
Der Fluss wurde an der Unfallstelle gesperrt. Der Schubschlepper „Vogel Gryff“ bugsierte den Havaristen schließlich vor den Augen zahlreicher Schaulustiger in den Hafen von Basel.
Quelle:Tim Schwabedissen



Angelkutter "Langeland 1" im Schlepp
(Bild: Arne Luetkenhorst)   Großbild klick!

Angelkutter auf Kieler Förde abgeschleppt
(10.06.16) Der deutsche Angelkutter "Langeland 1", 98 BRZ (MMSI-Nr.: 211225100), erlitt am 9.6. in der Kieler Außenförde Maschinenschaden. Der Rettungskreuzer „Berlin“ DGzRS-Station Laboe wurde zur Assistenz geschickt und schleppte den Havaristen in den Hafen von Möltenort ein.
Bei der “Langeland I” handelt es sich um die ehemalige “Karl Fock – BX 474“, die als Kriegsfischkutter „KFK 246“ am 11..9.1943 auf der Burmester-Werft Swinemünde-Ost vom Stapel lief und heute mit Heimathafen Laboe als Sportangel –und Seebestattungsschiff für bis zu 50 Fahrgäste genutzt wird. Sie ist 22,25 Meter lang, 6,39 Meter breit und hat eine 214-kW-Maschine, die sie auf 10 Knoten bringt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter mit Maschinenschaden nach Messina abgeschleppt
(10.06.16) Am 8.6. erlitt der unter Cook Islands-Flagge laufende Frachter "Thruster", 2827 BRZ (IMO-Nr.: 9003536), Maschinenschaden in der Straße von Messina. Der Vessel Traffic Service des Hafens schickte den Schlepper "Macistone" zur Assistenz. Er nahm das Schiff, das mit einer achtköpfigen Crew und einer Ladung von Aluminumbarren auf der Fahrt von Piombino nach Derince war, um 23.15 Uhr im Nord-Süd-Fahrwasser nahe der Stadt Ganzirri auf den Haken.
Auch ein Lotsenboot und ein SAR-Schiff der Marine waren vor Ort. Am 9.6. gegen acht Uhr wurde der Havarist zu Reparatur in den Hafen von Messina gezogen, wo der Schaden repariert werden sollte. Nach dem Anlegen wurde der Frachter auch einer Hafenstaatskontrolle unterzogen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht mit Motorausfall
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Yacht nach Courtmacsherry eingeschleppt
(10.06.16) Das RNLI-Boot aus Courtmacsherry wurde am 9.6. um 21.05 Uhr von der Valencia Coastguard alarmiert, nachdem eine 35 Fuß lange französische Yacht mit einer dreiköpfigen Crew eine Meile vor dem Old Head of Kinsale in West Cork in Schwierigkeiten geraten war und Mayday gefunkt hatte. Das Rettungsboot mit einer siebenköpfigen Crew erreichte das Boot um 21.26 Uhr.
Es hatte Motorausfall und trieb in der See. Es gelang, eine Schleppverbindung herzustellen, und die Yacht erreichte um 22.40 Uhr die Pier von Courtmacsherry. Sie war von Frankreich gekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht lief auf Mole vor Warnemünde
(10.06.16) Am 10.6. lief die 18 Meter lange, italienische Segelyacht „Petite Flamme“ (MMSI-Nr.:247206510) von Helsinki kommend auf der Warnemünder Westmole auf. Das Boot mit über zehn Mann an Bord kam gegen sechs Uhr auf den Steinen der Schutzmole fest. Dabei wurde es stark beschädigt.
Die englische Besatzung kam zwar mit dem Schrecken davon, und verletzt wurde niemand. Beim Auflaufen wurde der Rumpf aber unterhalb der Wasserlinie stark in Mitleidenschaft gezogen, und es kam zu einem Wassereinbruch. Deshalb wurde die Yacht unverzüglich an Pier 1 - 4 in der Nähe des Passagierkais in Warnemünde geschleppt.
Sie wurde dann vom Tochterboot des alarmierten Seenotrettungskreuzers "Arkona", der "Caspar", an den Kai gebracht. Zur Ursache des Unfalls nahm die Rostocker Polizei Ermittlungen auf.
Quelle:Tim Schwabedissen



“Rogue Solarschip”
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Scholarschip wurde Solarschiff und funkte um Hilfe
(10.06.16) Sichtlich erleichtert waren die drei Segler, denen die US Coast Guard am 8.6. nach dreitägiger Drift an Bord der “Rogue Solarschip” zu Hilfe kam. Als ein Rettungsschwimmer mit einem Funkgerät auf der Segelyacht abgesetzt wurde, waren sie sehr erfreut über das nun absehbare Ende ihrer Odyssee. Ein Sturm hatte den Motor beschädigt und die Segel zerrissen.
Der Propeller war blockiert und der Havarist zeitweilig komplett ohne Bordenergie, sodass er auch keinen Notruf funken konnte. Doch als die Sonne durchbrach, konnten die Segler ein Solarpaneel in Betrieb nehmen und so genug Energie erzeugen, um einen Mayday-Ruf abzusetzen. Dieser wurde um 9.30 Uhr von der Coast Guard North Bend aufgefangen, ohne dass sich aber zunächst eine Position ermitteln ließ.
Dies gelang erst 45 Minuten später mit einem digitalen Notruf. Daraufhin wurden Seenotretter aus Oregon, Washington und Kalifornien zu einer Suchaktion mobilisiert. Zwei MH-65 Dolphin Helikopter hoben von der Air Station North Bend und der Air Facility Newport ab, ein Boot lief von der Station Siuslaw River in Florence aus, und ein C-27J-Suchflugzeug startete von der Air Station Sacramento. Das Patroullienboot „Cuttyhunk“ aus Port Angeles, Washington, änderte ebenfalls seinen Kurs, um zu helfen.
Die Segler konnten mit der Crew der C-27J Kontakt aufnehmen, nachdem diese das Boot lokalisiert hatte. Nachdem zusätzlich ein Helikopter herangeführt worden war, setzte dieser den Rettungsschwimmer Pigage mit einem VHF-FM-Funkgerät auf dem Boot, dessen Segel in Fetzen am Rigg hingen, ab. Dann erschien die „Cuttyhunk“ und stellte eine Schleppverbindung her. Um 21 Uhr war der Hafen von Reedsport erreicht, und die groß angelegte Hilfsaktion konnte beendet werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Landungsboot im Sturm gesunken
(10.06.16) Das 60 Meter lange indonesische Landungsboot "Putri Sritanjung 1" (MMSI-Nr.: 525525525) begann am 8.6. gegen 17.30 Uhr in schwerer See an der Pier in Ketapang, Banyuwangi, zu sinken. Bei hohem Seegang war es zu Wassereinbruch im Maschinenraum gekommen. Es gelang nicht, die Flutung unter Kontrolle zu bekommen, und das Schiff sank gegen 21 Uhr mit dem Heck auf Grund.
Nur noch das Peildeck samt Mast lag schließlich noch knapp über Wasser, während das Vorschiff mit abgerissener Bugrampe steil emporragte. Das Schiff wurde von der Regionalregierung in Banyuwang eingesetzt, aber seit 2015 nicht mehr im Betrieb, weil das Transportministerium die Fahrten von Landungsbooten untersagt hatte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Reparatur der Albis fast abgeschlossen
(10.06.16) Seit der Kollision des Schweizer Fahrgastschiffes „Albis“ der Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft (ZSG), mit dem Anleger in Küsnacht, bei der am 20.4. zehn Passagiere verletzt wurden und der Smut mit Frittieröl überschüttet wurde und schwere Verbrennungen erlitt, lag das Schiff in der Werft in Wollishofen, wo es repariert und von der Staatsanwaltschaft untersucht wurde. Inzwischen konnte deren Untersuchung beendet werden.
Um das Schiff nun wieder in Fahrt zu bekommen, hat die Reederei den Geschädigten eine Verfügung zur Freigabe geschickt.
Aber erst wenn eine zehntägige Rechtsmittelfrist nach Zustellung ungenutzt verstrichen ist, darf die „Albis“ wieder eingesetzt werden. Derzeit wurde sie von der kleineren „Bachtel“ ersetzt. Aktuell wurden auch noch letzte Reparaturen im Bugbereich ausgeführt.
Der Gesamtschaden betrug 230.000 Franken. Der ebenfalls schwer beschädigte Anleger kann bereits seit dem 21.5. wieder angelaufen werden. Der verantwortliche Kapitän ist seit dem 7.6. wieder im Dienst der Reederei, allerdings momentan nicht als Schiffsführer.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter auf Werft ausgebrannt
(10.06.16) Am Abend des 9.6. geriet auf der Werft Baltic Ship Recyclings in Korpo der 20 Meter lange, schwedische Kutter “Anna” in Brand. Es kam zu starker Rauchentwicklung, und das Schiff, das auf der Werft repariert wurde, drohte zu sinken. Schiffe zwischen Retais und Pärnäs mussten die Fahrt herabsetzen, um keinen Ansaugeffekt zu erzeugen.
Gegen 22 Uhr war der Kutter komplett ausgebrannt, die Löscharbeiten dauerten am 10.6. noch an. Es konnten keine Feuerwehrleute mehr an Bord gehen. Mit Pumpen wurde versucht, die „Anna“ der Marine Lines schwimmfähig zu halten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motoryacht im Oslofjord von Feuer zerstört
(10.06.16) Im Oslo-Fjord geriet am 9.6. eine Motoryacht gegen 14.30 Uhr in Brand. Das Boot lag beim Ausbruch des Feuers im Motorraum direkt vor dem Hafen von Båtstø. Polizei. Krankenwagen und Feuerwehr wurden alarmiert, auch ein NSSR-Rettungsboot war vor Ort und versuchte, die Flammen zu löschen. Es kam zu starker Rauchentwicklung, und binnen kurzem stand die Motoryacht in Vollbrand.
Der Skipper wurde von einem anderen Boot unversehrt gerettet. Nachdem die Flammen schon erstickt zu sein schienen, flammte das Feuer erneut auf, und das Rettungsboot zog das Wrack aufs offene Wasser, wo es erneut mit Schaum abgedeckt wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergungsarbeiten auf der Ems gescheitert
(10.06.16) Die Bergung des Kontergewichts der vom "Frachter "Emsmoon" zerstörten Friesenbrücke bei Weener im Landkreis Leer aus der Ems ist auch beim zweiten Versuch am Abend des 9.6. gescheitert. Der Schwimmkran "Triton", der aus den Niederlanden geordert wurde und eine Hebekraft von 300 Tonnen hat, konnte es nicht anheben, da es offenbar rund 350 Tonnen schwer war – das sind hundert Tonnen mehr als bislang angenommen wurde.
Stundenlang schweißten Bergungskräfte im Tagesverlauf Zahnräder der Brücke ab und brachten sie anschließend auf den Schrottplatz in Leer. Am 10.6. rückte der Kran wieder ab, und die Bahn wollte nun mit Experten beraten, wie das mit Beton und Eisen gefüllte Gewicht, das bei der Kollision auf ein Brückensegment gestürzt war, leichter gemacht werden kann. Erst dann sollte "Triton" für einen erneuten Versuch zurückkommen.
Danach wollte die Bahn untersuchen, wie groß die Schäden an den Brückenpfeilern sind. Dazu sollen Unterwasser-Sondierungen durchgeführt und das ganze Bauwerk vermessen werden. Dies dauert voraussichtlich bis September. Falls die Pfeiler noch intakt sein sollten, könnte die Brücke innerhalb von fünf Jahren repariert werden. Andernfalls würde die Reparatur mindestens sieben Jahre dauern.
Auch die juristische Aufarbeitung der Havarie ist ins Stocken geraten. Bisher konnte nicht geklärt werden, ob der Lotse oder der Kapitän zum Unfallzeitpunkt die Verantwortung über das Schiff hatte. Bis entschieden ist, ob es zu einer Anklage, einem Strafbefehl oder einer Einstellung des Verfahrens kommt, können noch etliche Wochen verstreichen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler lief auf Felsen bei Douarnenez
(10.06.16) Der französische Trawler "L'Ar Voaleden GV-804691", 118 BRZ (MMSI-Nr.: 226178000), lief am 9.6. gegen drei Uhr auf eine Felsspitze bei Basse-Vieille unweit von Cape Chèvre an der Zufahrt der Bucht von Douarnenez. Dabei wurde der Rumpf beschädigt und ein Dieselöltank aufgerissen. Er war glücklicherweise zum Zeitpunkt der Havarie fast leer.
Das Schiff steuerte nach der Grundberührung den nächstgelegenen Hafen an. Dies war Rosmeur in Douarnenez, wo der Fang gelöscht wurde, ehe es auf Slip ging. Als das Schiff aufs Trockene gezogen wurde, lief noch eine geringe Ölmenge aus, die vor Ort aufgefangen werden konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Keine Bergung der Sea Worker in Sicht
(10.06.16) Die dänische Stelzenplattform "Sea Worker", 3776 BRZ (IMO-Nr: 8769705), ist unweit von Nymindegap an der dänischen Westküste zu einer neuen Attraktion geworden. Seit der Strandung am 27.1. liegt das Wrack mit in die Höhe ragenden Beinen wenige hundert Meter vor dem Strand und wurde zu einem begehrten Fotoobjekt von Touristen und Einheimischen. Eine Umweltgefahr geht von dem gekenterten Riesen nicht mehr aus, da Smit Salvage nach der Strandung alles Öl abpumpte.
Wie lange dieser imposante Anblick noch erhalten bleibt, ist aktuell aber noch völlig unklar. Die Eigner AA2SEA haben noch keinen Bergungskontrakt abgeschlossen. Sowohl die Firma wie auch die Versicherung haben die Plattform allerdings schon als Totalverlust abgeschrieben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter wird neues künstliches Riff vor Texas
(10.06.16) Die Texas Parks and Wildlife Foundation (TPWF) und die Coastal Conservation Association haben sich ein weiteres großes Schiff gesichert, das als künstliches Riff im Golf von Mexiko versenkt werden soll. Es handelt sich um den Frachter „Kraken", die zuvor unter der Flagge Venezuelas als "SCM Fedra", 6031 BRZ (IMO:8414776), im Einsatz war. Das Schiff wurde jetzt von Trinidad nach Texas geschleppt, wo es gereinigt wird.
Im Herbst soll es dann auf Tauchstation gehen und sich zu mehr als einem Dutzend anderer Schiffe auf dem Meeresgrund gesellen, die zur Förderung von Meeresflora und –fauna vor Texas versenkt wurden. Die Finanzierung erfolgt aus der Entschädigungszahlung von BP nach dem Untergang der Bohrinsel "Deepwater Horizon" im Golf am 20.4.2010.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tod beim Wracktauchen
(10.06.16) Ein 59-jähriger Mann aus Ottawa starb am 8.6. bei einer Tauchexkursion zum Wrack der „Rothesay“ auf dem St. Lawrence River zwei Kilometer westlich von Prescott, Ontario. Er war mit einer Gruppe um 20.30 Uhr abgestiegen. Als die Taucher wieder hochkamen, stellten sie fest, dass der Mann Probleme hatte, und brachten ihn an Land. Er wurde mit einem Krankenwagen abtransportiert, wurde später aber für tot erklärt.
Der Raddampfer „Rothesay“ lief 1868 in New Brunswick vom Stapel und war später auf dem St. Lawrence River im Einsatz. Er transportierte Passagiere zwischen Brockville und Montreal, als er 1889 mit einem Schlepper kollidierte und sank. Zwei Mann auf dem Schlepper starben. Die Untergangsstelle ist heute ein populärer Tauchspot.
Quelle:Tim Schwabedissen



Minensucher beim Bau in Brand geraten
(10.06.16) Auf dem Neubau des russischen Minensuchers “Georgiy Kurbatov” der Alexandrit-Klasse brach am 7.6. auf der Sredne-Nevsky-Werft in St Petersburg ein Feuer aus. Die innere Verkleidung geriet in Brand. Eine Fläche von 600m² wurde beschädigt. Da der Bau sich aber noch in einer frühen Phase befand, soll die Fertigstellung Mitte bis Ende 2017 nicht gefährdet sein.
Es handelte sich be idem Schiff um den zweiten Project 12700-Minensucher. Er sollte am 29.7. ausgeschwommen werden. Diese Aktion wird sich nun aber auf jeden Fall verzögern. Die Schiffe der Klasse haben eine Tragfähigkeit von 890 Tonnen, sind 61 Meter lang, 10,5 Meter breit und haben eine 44-köpfige Crew.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tote und Vermisste bei Bootsunglück auf Mekong
(10.06.16) Ein zweijähriges Mädchen und der Skipper wurden vermisst, und eine 53-jähriger Bauer kam ums Leben, als eine Fähre am Nachmittag des 8.6. auf dem Mekong in der Kandal-Provinz in einem Sturm kenterte. Allerdings sagten Zeugen aus, dass der Skipper sich an Land retten konnte und flüchtete. An Bord des Bootes waren insgesamt 12 Personen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre rammte Sportboote in Alberni
(10.06.16) Mehrere tausend Dollar Schaden richtete das kanadische Kombischiff „Frances Barkley“, 297 BRZ (IMO-Nr.: 5293145), auf Vancouver Island am Abend des 8.6. an, als im Hafen von Alberni einlief und wegen eines technischen Schadens im Ruderhaus auf einmal unkontrolliert in Rückwärtsfahrt ging. Das mit 30 Passagieren besetzte Schiff rammte mit dem Heck gegen einen Bootsanleger und beschädigte ein Boot schwer und zwei andere leicht. Außerdem wurden Dalben und ein schwimmendes Bootshaus zerstört. Die Reparatur an dem betagten Versorgungsschiff sollte rund zwei Tage dauern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Segelyachten in Port Stevens geborgen
(10.06.16) Zwei australische Segelyachten, die im Sturm am 4.6. zwischen 10.30 und 11.20 Uhr auf dem Shoal Bay Beach in Port Stevens gestrandet waren, konnten am 10.6. geborgen werden. Dabei kamen ein Bagger und ein Schlepper zum Einsatz. Der 45 Fuß lange Katamaran „Shimmi” und die 40 Fuß lange Ketsch “Carradale” wurden nacheinander ins Wasser zurückgezogen.
Der Katamaran hatte am 5.6. noch weiteren Schaden durch die Brandung erlitten, die den Backbordrumpf aufriss und einen Teil der Einrichtung herauswusch. Weitere Ausrüstungsgegenstände, darunter ein Solarpaneel, wurden von den Wellen abgerissen. Obwohl das Boot bei der Bergung beängstigend tief im Wasser lag, blieb es doch schwimmfähig.
Ein Motorboot, das sich am 5.6. von seinen Moorings losgerissen hatte, war ebenfalls auf den Shoal Bay Beach getrieben, dann aber auseinandergebrochen und 60 Meter vor dem Ufer gesunken. Nur noch der Mast ragte aus dem Wasser. Auch am Wanda Beach nahe der Salamander Bay strandete am 5.6. ein Motorboot.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schwergutfrachter "Papenburg"
(Bild: Rick Hellmann)   Großbild klick!

Papenburg wieder vom Kurs abgekommen
(09.06.16) Erneut ist der portugiesische Schwergutfrachter "Papenburg", 5952 gt (IMO-Nr.: 8500599) havariert. Auf der Fahrt von Papenburg nach Rostock kollidierte er beim Einlaufen in die Holtenauer Schleusen am 8.6. um 13.35 Uhr mit dem Leitwerk der Südkammer. An diesem entstand dabei geringer Schaden am Leitwerk.
Der Frachter durfte nach Untersuchungen seine Reise um 15 Uhr fortsetzen und machte am Morgen des 9.6. um 7.30 Uhr im Zielhafen bei der Neptun-Werft fest. Zuletzt war er am 27.12.2015 auf dieser Route auf der Ems nach Ruderausfall auf Grund gelaufen. Am 8.12.2014 war auf der Mützelfeldt-Werft an Bord ein Feuer ausgebrochen, das nach zwei Stunden gelöscht werden konnte. Noch als "Condock II" war er in der Nacht zum 28.11.2013 mit einer 71 Meter langen russischen Luxusyacht an Deck in Otterøya auf Grund getrieben.
Die “Papenburg” hat eine Länge von 104,02 Metern, eine Breite von 20,5 Metern, einen Tiefgang von 4,87 Metern und eine Tragfähigkeit von 4244 Tonnen. Sie läuft für die CONDOCK Befrachtungs-Gesellschaft mbH & Co. KG, die seit Januar 2008 zur Harren & Partner Group und J. Poulsen Shipping gehört und wurde 1986 auf der Ysselwerft BV in Capelle aan den Ijssel erbaut als “Gruz”. Von 1977 bis 2004 lief sie als „Clipper Cheyenne“, bis 2007 als „Cheyenne“, bis 2008 als „Blac Rhino“ und „Black Rhino“ und bis 2014 als „Condock II“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht in der Nordsee gesunken
(09.06.16) Am Vormittag des 8.6. sank in der Nordsee die Segelyacht „Calmares“ aus Nordstrand. Das Küstenboot „Helgoland“ fing gegen 10:00 Uhr einen Mayday-Ruf des Bootes auf. Es hatte eine Grundberührung vor der Tonne10 im Eiderfahrwasser gehabt, war Leck geschlagen und begann zu sinken. Die Unglückstelle lag etwa auf halber Strecke zwischen Büsum und Helgoland.
An Bord waren ein Mann, eine Frau und ein Hund. Das Wasserschutzpolizeiboot war auf Streifenfahrt und befand sich sechs Seemeilen von der Unglücksstelle entfernt. Als es wenige Minuten später an der angegebenen Position eintraf, setzte es wegen des flachen Wassers das Beiboot aus, das mit drei Besatzungsmitgliedern zum Havaristen lief und die Crew unversehrt abbarg.
Sie wurde zur Seeunfallaufnahme nach Büsum gebracht. Die Segelyacht versank um 10:45 Uhr, 45 Minuten nach dem Notruf, in der Nordsee. Die Unglückstelle wurde mit einer Tonne markiert, damit andere Schiffe gewarnt wurden und eine eventuell spätere Bergung erfolgen kann. Die Schadenshöhe wurde mit rund 35.000 Euro angegeben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Luxusyacht “Northwind” nach Wassereinbruch
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Leckgeschlagene Luxusyacht auf dem Weg zur Reparatur
(09.06.16) Die amerikanische Luxusyacht “Northwind”, 234 BRZ (MMSI-Nr.: 367050870), die am 14.4. in der Bremerton Marina nach Wassereinbruch Steuerbordschlagseite entwickelt hatte und von der die Coast Guard Incident Management Division in Puget Sound 2000 Gallonen Kraftstoff abpumpen musste, wurde am Morgen des 8.6. von dem Schlepper „Ruby VIII“ der Campbell Maritime Inc. zur Reparatur nach Ballard geschleppt. Hier soll sie im Trockendock instandgesetzt werden. Hansen Yachts haben offenbar einen neuen Eigner für das Schiff, das für 750000 Dollar zum Verkauf stand, gefunden.
In den vergangenen Jahren war das 1930 bei der Manitowoc Shipbuilding Company in Wisconsin erbaute Schiff mitunter zur Besichtigung offen gewesen. Es war nach der Fertigstellung zunächst auf den Great Lakes unterwegs und ging dann nach England. Auf der heute 86 Jahre alten Yacht waren einst Persönlichkeiten wie Winston Churchill, Jackie Kennedy und 1951 Princess Elizabeth, die heutige britische Königin, zu Gast gewesen. 1983 kam sie zurück in die Gewässer des Pazifiks im Eigentum einer Frau aus Florida, die zwischenzeitlich starb. Seitdem wurde eine neue Verwendung für das Schiff gesucht. Im April dann wuchsen die Fragezeichen, als eine Vertragsfirma nicht in der Lage war, des Wassereinbruchs Herr zu werden.
Nach der Reparatur soll nun Christian Lee Lint, Kapitän und selbst Eigner mehrerer historischer Schiffe in der Bremerton Marina, die „Northwind“ für weitere Arbeiten für den neuen Besitzer nach Mexiko überführen. Ob sie nochmal nach Bremerton zurückkehren würde, erschien fraglich. Das Schiff ist 39,17 Meter lang, 6,74 Meter breit und hat 2,59 Meter Tiefgang.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht vor Langeoog auf Grund gelaufen
(09.06.16) Das Langeooger Seenot-Rettungsboot „Casper Otten“ wurde am 8.6. um 9:00 Uhr alarmiert, nachdem die holländische Segelyacht „Sam Sam“ in der Otzumer Balje zwischen Langeoog und Spiekeroog im äußeren Riffbogen auf Grund gelaufen war. Grund war, dass sich eine hohe Sandbank ins Fahrwasser verlagert hatte, was die Segler nicht wissen konnten.
Mit dem auflaufenden Wasser kam die Yacht wieder frei und wurde von der „Casper Otten“ aus den Untiefen eskortiert. Sie konnte ihre Fahrt dann nach Wangerooge fortsetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen



gekenterter Katamaran
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Drei Mann saßen auf gekentertem Katamaran
(09.06.16) Die US Coast Guard kam am 8.6. einem 14 Fuß langen Katamaran zu Hilfe, der auf dem Lake Champlain, Vermont, umgeschlagen war. Um 14.15 Uhr meldete ein Zeuge an Land das Unglück, das sich in der Appletree Bay eine Meile vom Ufer entfernt ereignet hatte. Von der Station Burlington lief ein 26 Fuß langes Boot aus, das um 14.45 Uhr vor Ort eintraf. Auf den Rümpfen des kieloben treibenden Katamarans saßen bei ihrem Eintreffen drei Personen.
Sie berichteten nach ihrer Rettung, dass starker Wind ihr Boot zum Kentern gebracht hatte. Sie waren leicht unterkühlt, einer hatte eine Schnittverletzung erlitten. Die Segler wurden zur Station Burlington gebracht und dort medizinisch untersucht. Vor dem weiter im Wasser treibenden Katamaran wurde gewarnt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schiffsführer von „Irma II“ und „Jörn“ verhielten sich beide schuldhaft
(09.06.16) Die Ermittlungsgruppe Schiffsunfall des Wasserschutzpolizeikommissariats 2 hat am 8.6. weitere Erkenntnisse zum Hergang der Kollision zwischen der Hamburger Rundfahrtbarkasse "Irma II" und dem Schlepper "Jörn" ermittelt. Die "Irma II" war am 7.6. um 14.45 Uhr mit 36 Personen an Bord vom Anleger Altona kommend auf Höhe von Dock 11 von B & V mit der "Jörn", die aus dem Vorhafen elbaufwärts lief, kollidiert. Die Barkasse war auf dem Weg zur in der Werft gedockten "Queen Mary 2", als der Schlepper sie seitlich von achtern aufkommend rammte.
Nach Auswertung der Radarbilder wurde beiden Fahrzeugführern der Vorwurf gemacht, zum Unfall beigetragen zu haben. Der Schiffsführer der "Irma II", ein 51-jähriger Deutscher, dessen Barkasse vom Anleger Altona kam, stand im Verdacht, die Vorfahrt missachtet zu haben. Der Fahrzeugführer der "Jörn", ein 43-jähriger Deutscher, soll beim Überholen eines anderen Schiffes die Sorgfaltspflichten nicht beachtet haben.
Technische Defekte an beiden Fahrzeugen hatten die Ermittler bereits ausgeschlossen. Als der Schlepper die Barkasse rammte, wurden durch die Wucht des Aufpralls die Fahrgäste von ihren Plätzen. 13 von ihnen erlitten so schwere Verletzungen, dass sie in umliegende Krankenhäuser gebracht werden mussten. Auch der Barkassenführer musste nach Angaben der Feuerwehr verletzt in eine Klinik gebracht werden. Sieben befanden sich weiterhin in stationärer Behandlung.
Die "Irma II" wurde inzwischen von einer zweiten Barkasse in eine Werft gezogen. Die "Jörn" erreichte aus eigener Kraft einen Liegeplatz am Lübecker Ufer. Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei dauerten an.
Quelle:Tim Schwabedissen



Beschädigtes Binnenschff erreichte Wörth
(09.06.16) Das deutsche Binnenschiff "Bannweide", das am 6.6. an einer Kiesverladestelle in Leopoldshafen gegenüber von Leimersheim, Kreis Germersheim, in Brand geraten war, hat am 8.6. den Hafen von Wörth erreicht. Die Technik des Schiffes wurde durch das Feuer im Wohnbereich offenbar nicht beeinträchtigt worden, es kam mit eigenem Antrieb an.
Gutachter sollten nun klären, ob das Schiff wieder in Dienst gestellt werden kann, was grundsätzlich auch mit dem ausgebrannten Wohnbereich möglich wäre. Die Brandursache war weiterhin unklar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Tote bei Kollision vor Thailand
(09.06.16) Zwei chinesische Touristen sind am Nachmittag des 7.6. in Thailand beim Zusammenstoß der zwei Schnellboote "Chollakij mit 36 Fahrgästen und "Hongfah 333" mit 26 Personen an Bord bei Moo Snakha Rocks ums Leben gekommen. Überwiegend waren es südkoreanische und chinesische Touristen.
Außerdem wurden mehr als 20 Menschen verletzt, drei davon schwer. Sie kamen nach Phuket ins Krankenhaus. Die Boote verkehrten zwischen Phuket im Golf von Thailand und der Insel Phi Phi. Zum Unglückszeitpunkt war die See aufgepeitscht, und es herrschte Starkregen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot auf Petersee vor Untergang bewahrt
(09.06.16) Auf dem Petersee drohte am Morgen des 8.6. beim Yachthafen in Rheinau-Freistett ein 14 Meter langes Motorboot vor dem Untergang bewahrt werden. Zwei Drittel des Schiffsrumpfs lagen bereits unter Wasser, als die alarmierten Einsatzkräfte vor Ort eintrafen. Die Feuerwehr aus Kehl musste das Boot soweit lenzen, dass es von einem Kran des Feuerlöschbootes "Europa 1" angehoben werden konnte.
Um das Boot wurde eine Ölsperre ausgebracht. Anschließend wurde es zur Schiffswerft geschleppt und mit einer Seilwinde auf einen Transportanhänger gezogen. Gegen 12.45 Uhr war die Feuerwehr noch damit beschäftigt, die Yacht vollständig auszupumpen, da sie erst dann auf den Trailer gesetzt werden konnte.
Insgesamt 17 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren mit drei Fahrzeugen vor Ort, die Feuerwehr Kehl mit acht Mann und dem Löschboot, außerdem ein Fahrzeug des Polizeiposten Rheinau und die Wasserschutzpolizei. Warum das Boot gekentert war, war noch nicht klar. Es war erst am Morgen wieder ins Wasser gelassen worden, nachdem es über den Winter in der Weft gelegen hatte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Entzündung von Diesel Schuld an Feuer auf Mellum
(09.06.16) Vermutlich war die Entzündung von ausgelaufenem Dieselkraftstoff bei Schweißarbeiten Schuld an Bord des Feuers auf dem deutschen Mehrzweckschiff „Mellum“ am 7.6. Durch das Feuer wurden u. a. zwei Kabinen und die Achterkante der Brückenaufbauten beschädigt. Die Schadenshöhe wurde auf mindestens 100.000 Euro geschätzt. Die Brandbekämpfung auf der Wewelsflether Peters-Werft wurde zunächst durch Mitglieder der Schiffscrew und Werftarbeiter eingeleitet und dann durch die Freiwillige Feuerwehr Wewelsfleth fortgesetzt. Das Feuer konnte in relativ kurzer Zeit gelöscht werden.
Der mit den Brennarbeiten beauftragte Schiffbauer erlitt bei dem Brand leichte Verletzungen. Er wurde vorsorglich zur Beobachtung in das Krankenhaus Itzehoe gebracht.
Die „Mellum“ lag für Überholungs- und Reparaturarbeiten im Dock der Werft. Das Mehrzweckschiff ist seit mehr als 30 in der Deutschen Bucht im Einsatz. Es wurde im August 1983 für 19,7 Millionen Euro erbaut und ist seit der Indienststellung am 4.7.1984 das Flaggschiff des Wasser- und Schifffahrtsamtes Wilhelmshaven, das aktuell zwei Neubauten plant, die ab 2019 die „Scharhörn“ in der Ostsee und die „Mellum“ an der Nordsee ersetzen sollen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht nach dreitägiger Drift abgeschleppt
(09.06.16) Die US Coast Guard kam am 8.6. der dreiköpfigen Crew und dem Bordhund der 51 Fuß langen Segelyacht “Rogue Scholarship” zu Hilfe, die 45 Meilen westlich des Siuslaw River havariert war. Das 110 Fuß lange Patroullienboot „Cuttyhunk” aus Port Angeles, Washington, nahm das Boot, dessen Motor drei Tage zuvor ausgefallen und dessen Segel zerrissen waren, auf den Haken und zog es in Richtung Reedsport, wo es ein 47-Fuß-Boot der Station Umpqua River übernahm und gegen 21 Uhr einschleppte.
Die Coast Guard North Bend hatte um 9:30 Uhr einen Notruf aufgefangen. 45 Minuten später folgte ein Signal von einer drei Meilen westlich entfernten Position. Zwei MH-65 Dolphin-Helikopter stiegen daraufhin von der Air Station North Bend und der Air Facility Newport auf, ein Boot lief von der Station Siuslaw River aus, und die „Cuttyhunk“ nahm Kurs auf die Position. Außerdem startete eine C-27J von der Air Station Sacramento.
Der Skipper der Yacht konnte zu dieser Kontakt aufnehmen und meldete, dass alle drei Personen an Bord wohlauf seien. Einer der Hubschrauber setzte nach seinem Eintreffen einen Rettungsschwimmer mit Funkgerät an Bord ab. Nachdem die „Cuttyhunk” die Yacht erreicht hatte, wurde sie auf den Haken genommen. Vor Ort waren bis zu sechs Fuß hohe Seen und Windgeschwindigkeiten von 10-15 Knoten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bergungsaktiop auf der Ems gescheitert
(09.06.16) Ein halbes Jahr nach der Zerstörung der Friesenbrücke bei Weener im Landkreis Leer durch den unter Antigua-Barbuda-Flagge laufenden Frachter „Emsmoon“, 4563 BRZ (IMO-Nr.: 9213894), wollte die Deutsche Bahn das 250 Tonnen schwere Kontergewicht der Klappkonstruktion am 8.6. bergen. Doch am Abend scheiterte ein erster Versuch des holländischen Schwimmkrans „Triton“.
Es hatte sich so in den Eisenbahnschienen verkantet, dass es nicht angehoben werden konnte. Bis spät in die Nacht schweißten Mitarbeiter des beauftragten Unternehmens, um es zu lösen. Ein neuer Bergungsversuch war für den Nachmittag des 9.6. geplant.
Am 3.12.2015 war das Kontergewicht auf ein Brückensegment gestürzt, als die "Emsmoon" mit der Klappbrücke kollidierte. Die Bahn wollte nach der Bergung untersuchen, wie groß die Beschädigungen an den Brückenpfeilern sind. Dazu sollen Unterwasser-Sondierungen vorgenommen und das Brückenbauwerk komplett vermessen werden.
Die Bestandsaufnahme dauert voraussichtlich bis September. Falls die Pfeiler noch intakt sein sollten, könnte die Brücke, über die die Bahnlinie von Leer nach Groningen verlief, innerhalb von fünf Jahren repariert werden. Ansonsten würde die Arbeit mindestens sieben Jahre dauern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sturm riss Ruderhaus ab
(09.06.16) Am Abend des 8.6. kappte ein schwerer Sturm in Överkalix das Ruderhaus der schwedischen Autofähre "Paulina", 59 BRZ, ab. Augenblicke zuvor erst hatte der Schiffsführer die Leiter zum schwankenden Führerhaus verlassen. Er hatte noch versucht, dieses zu sichern.
Dann riss der Nordweststurm, der mit bis zu 21 Metern pro Sekunde über Bohedenleden fegte, die Kabine ab, die aufs Deck der Fähre, die zwischen Sandudden und Boheden verkehrt, krachte. Die „Paulina“ ist 39 Meter lang, 10,25 Meter breit, hat 1,15 Meter Tiefgang und vermag bis zu 50 Passagiere und 12 Pkw zu transportieren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack der „Saint-Anne“ entdeckt?
(09.06.16) Archäologen der Universität von Montreal und Taucher von Côte-Nord haben auf dem St. Lawrence River ein Wrack entdeckt, bei dem es sich um den 1704 in Pointe-Lebel gesunkenen, französischen Handelsfahrer „Sainte-Anne“ handeln könnte. Die Studien fanden im Rahmen einer Untersuchung der Wracks in Manicouagan statt. Die Schiffsstruktur ist rund 20 Meter lang. Es wurden nun Holzproben genommen.
Die „Sainte-Anne” war im Handelsverkehr zwischen Frankreich und seinen Kolonien eingesetzt und lief bei Pointe Paradis mit einer Ladung Pelzen auf Grund. Weitere Untersuchungen von Wrackfunden wurden in der Baie-Trinité und Pointe-aux-Anglais durchgeführt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Massiver Pumpeneinsatz rettet Bitumentanker
(09.06.16) Am 18.6. um 19.30 Uhr erlitt der unter Panama-Flagge laufende Bitumen-Tanker "Infinity One", 1598 BRZ (IMO-Nr.: 8960426), rund 20 Meilen vor Goa Wassereinbruch und entwickelte Steuerbordschlagseite. Diese nahm trotz der Bemühungen der Crew, das eindringende Wasser zu lenzen, zu. Die indische Marine schickte die Trikand" des Western Naval Command, die sich in der Nähe befand, zu Hilfe.
Ein Boarding-Team wurde mit einer Hochleistungspumpe an Bord abgesetzt. Die indische Coast Guard schickte die "Amal" und einen Schlepper aus Goa zur Assistenz. Ein anderes Marineschiff, die "Kondul", ging auf Standby. Die "Infinity One" hatte Anker geworfen, und es wurden weitere Pumpen der "Trikand" und "Amal" an Bord gebracht.
Dann war die Lage so weit unter Kontrolle, das der Tanker mit langsamer Fahrt unter Eskorte der "Trikhand" Kurs auf den Hafen von Karwar nehmen konnte, wo er im Laufe des 9.6. eintreffen sollte. Das Schif mit einer 14-köpfigen indischen Crew an Bord war von Kandla in Gujarat nach Karwar, Karnataka, unterwgs gewesen, als es havarierte.
Quelle:Tim Schwabedissen



20 Fahrgäste von Fähre vor St. Peter Port abgeborgen
(09.06.16) Am 8.6. wurden alle 20 Passagiere der britischen Fähre "Trident V" (MMSI-Nr.: 235001756), die zwischen Guernsey und Herm operatiert, abgeborgen, nachdem sie in dichtem Nebel um 15.35 Uhr offenbar mit einem Hindernis kollidiert war. Die Fahrgäste wurden von dem RNLI-Boot aus St. Peter Port und dem Arbeitsboot "Sarnia" übernommen und nach St. Peter Port gebracht, wo vorsorglich Krankenwagen bereitstanden, aber nicht benötigt wurden. Die Fähre wurde später auch in den Hafen geschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter saß bei Charleston fest
(09.06.16) In der Bucht von Charleston lief am frühen Morgen des 8.6. der Kutter „Saint Jude“ unweit der Nordmole auf Felsen. Der allein an Bord befindliche Skipper blieb unversehrt, sein Schiff erlitt leichte Schäden. Mit der Flut am Nachmittag konnte es sich mit eigener Kraft wieder befreien und in den Hafen zurückkehren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei Fischer von sinkendem Kutter vor Irland gerettet
(09.06.16) Am Morgen des 9.6. geriet der 10,5 Meter lange irische Kutter “Nepro – S 415”, 7,16 BRZ, aus Skibbereen 10 Meilen südwestlich von Dursey Island vor der Beara-Halbinsel auf dem Atlantik in Seenot. Die zweiköpfige Crew, ein spanischer Skipper und sein Decksmann aus Crosshaven, County Cork, funkten um 4.45 Uhr einen Notruf, den die Valentia Coast Guard auffing und das RNLI-Boot aus Castletownbere alarmierte. Eine Stunde später waren die Seenotretter vor Ort und konnten die beiden um 5.50 Uhr übernehmen.
Sie hatten sich bereits in eine Rettungsinsel flüchten müssen. Ihr Schiff lag mit Backbordschlagseite tief im Wasser, nachdem es zu einem Wassereinbruch im Maschinenraum und nachfolgendem Antriebs- und Pumpenausfall gekommen war. Der Kutter gehört zur Castletownbere Fisherman's Co-op und war normalerweise nicht auf hoher See unterwegs.
An der Rettungsaktion waren auch das Patroullienboot „LE Orla“ sowie der Coast Guard-Helikopter Rescue 115 aus Shannon beteiligt. Vor Ort herrschten drei bis vier Beaufort Wind. Für die „Nepro“ gab es keine Rettung. Sie versank wenig später über den Bug. Das Rettungsboot war um acht Uhr mit den Schiffbrüchigen an Bord zurück in Castletownbere.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack der Privateer versandet
(Bild: Department of Ecology)   Großbild klick!

Teil der Privateer zu stark versandet für Bergung
(08.06.16) Am 7.6. wurden die Bergungsarbeiten an dem nördlich der Mole von Ocean Shores gestrandeten Kutters „Privateer” fortgesetzt. Knapp zwei Monate nach dem Schiffbruch standen die Arbeiten inzwischen kurz vor dem Abschluss. Einige Trümmer lagen aber immer noch im Sand, und Schmierölreste verursachten einen Ölfilm an der Strandungsstelle. Freigewordenes Isolationsmaterial wurde von der Flut auf den Strand getrieben und bestmöglich aufgefangen.
Die mit der Räumung beauftragte Global Diving and Salvage schloss am Morgen die eigentlichen Abbrucharbeiten ab und hat in den vergangenen Wochen das meiste des Wracks entfernt. Ein Teil des Rumpfes der Backbordseite wird aber für immer vor Ort verbleiben. Er war schon zu stark versandet, um noch geborgen werden zu können.
Zwei Bagger hatten zuvor noch so viel wie möglich aus dem Sand gezogen. Am 8.6. sollte das Bergungsgerät abgezogen werden. Das Department of Ecology wollte den Strand in einigen Tagen kontrollieren und eine Entscheidung treffen, ob die Arbeiten vereinbarungsgemäß durchgeführt worden sind. Die „Privateer“ war am 15.4. leckgeschlagen und dann halb gesunken auf den Strand getrieben. Die dreiköpfige Crew hatte von der Coast Guard gerettet werden können. Zum Zeitpunkt des Schiffbruchs waren etwa 2,500 Gallonen Diesel, 500 Gallonen Schmieröl und sechs Fässer mit Ölabfall an Bord. Der am Tag nach dem Schiffbruch mit der Räumung beauftragten Global Diving and Salvage standen bei ihrem Einsatz in der Brandungszone die Ocean Shores Police, die Feuerwehr, die State Parks und das Washington Department of Fish and Wildlife zur Seite.
Quelle:Tim Schwabedissen



Garnelenkutter “TS 7”
(Bild: Nederlandse Onderwatersport Bond)   Großbild klick!

Neues Tauchwrack nicht vor dem Sommer
(08.06.16) Die Versenkung des Garnelenkutters “TS 7” durch den Nederlandse Onderwatersport Bond (NOB) an der Südseite von Tholen bei Strijenham als Tauchwrack wird nicht vor diesem Sommer stattfinden können. Eigentlich hätte er schon in diesem Frühjahr auf dem Grund der Oosterschelde liegen sollen. Doch es gibt bislang keine Versicherung, die die Haftung abdeckt, falls sich ein Taucher verletzt oder sein Tauchgerät beschädigt wird.
Es wurde nun gehofft, dass mit einer Versicherung, mit der derzeit Gespräche über die Konditionen stattfinden, binnen drei Wochen eine Einigung erzielt werden kann. Dann muss das Schiff noch vom derzeitigen Liegeplatz in Middelburg nach Tholen geschleppt und komplett gereinigt sowie durch Verschließen von Öffnungen für Taucher sicher gemacht werden.
Bereits 2011 hatte der Nederlandse Onderwatersport Bond das Betonschiff „Le Serpent“ versenkt, das allerdings beim Untergang so vertrieb, dass es auf 30 und nicht, wie geplant, nur 15 Metern Wassertiefe zu liegen kam. Die „TS 7” soll auf 12 Metern Wassertiefe versenkt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Eine Woche nach Brandübung reales Feuer auf der Mellum
(08.06.16) Am 7.6. brach auf dem deutschen Mehrzweckschiff "Mellum", 2546 BRZ (IMO-Nr.: 8301981), auf der Peters Werft in Wewelsfleth, Kreis Steinburg, ein Feuer aus. Dabei wurden zwei Arbeiter leicht verletzt und mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht. Der Brand war im Ruderhaus des 80 Meter langen Schiffes entstanden, das seit dem 23.5. in Dock 1 überholt wurde, und breitete sich über zwei Aufbautendecks aus.
Am Nachmittag war der Brand gelöscht. Er hatte den betroffenen Bereich erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Wie hoch der Sachschaden genau war, stand noch nicht fest. Die Kriminalpolizei Itzehoe leitete ein Ermittlungsverfahren ein. Erst am 31.5. hatte die Feuerwehr Wewelsfleth auf der „Mellum“ in Dock 1 turnusmäßig eine Brandübung durchgeführt. Ausgangslage war, dass bei Brennarbeiten zum Austausch des Hilfsdieselmotors ein Feuer ausgebrochen war. Insgesamt waren bei der Übung 30 Feuerwehrleute, davon drei Atemschutztrupps für die Personenrettung, im Einsatz. Für die Löscharbeiten wurde eine Pumpe in der Stör positioniert.
Quelle:Tim Schwabedissen



15 Verletzte bei Kollision in Hamburger Hafen
(08.06.16) Am 7.6. kollidierte der Hamburger Hafenschlepper "Jörn - H 4038" (EU-Nr.: 5117310) mit der 18 Meter langen Barkasse "Irma II - H 3055“. An Bord waren 39 Rentner, alles ehemalige Mitarbeiter der Stadtwerke Flensburg, sowie der Schiffsführer. 19 Personen mussten anschließend rettungsdienstlich versorgt und 15 von ihnen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Sechs von ihnen wurden mittelschwer bis schwer verletzt.
Die Bandbreite der Verletzungen reichte von Prellungen und Schürfwunden bis hin zu Gehirnerschütterungen. Schädel-Hirn-Traumata, Kopf- und Gesichtsverletzungen, Prellungen und Schürfwunden wurden zunächst von den Einsatzkräften erstversorgt. Auch der Barkassen-Führer befand sich unter den Verletzten.
Um kurz vor 15 Uhr war es auf Höhe des Docks 10 von Blohm & Voss zu dem Unfall gekommen. Die Barkasse hatte sich fünf Minuten zuvor zu der dort gedockten „Queen Mary 2'" aufgemacht. Dabei geriet sie in den Kurs des Schleppers. Bei dessen seitlichem Aufprall fielen Fahrgäste aufeinander, Glas splitterte, Bänke flogen herum. Alle Scheiben der Barkasse gingen durch die Wucht des Zusammenstoßes zu Bruch.
Die „Jörn“ zog die Barkasse nach dem Unfall an den HADAG-Anleger am Fischmarkt in St. Pauli. Der Rumpf des Schleppers war verformt, die Barkasse mittschiffs an der Backbordseite stark in Mitleidenschaft gezogen. Oberhalb der Wasserlinie trugen beide Schiffe Schäden davon, auch wenn die Wallschienen das Ärgste hatte abwenden können. In kürzester Zeit wurden auf dem Parkplatz an der Fischauktionshalle Rettungswagen und fast 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr zusammengezogen. Dort baute die Feuerwehr eine Versorgungsstelle für die Verletzten auf.
Die Barkasse "Lara" ging längsseits, um weniger stark verletzte Fahrgäste von der "Irma II" aufzunehmen und an Land zu bringen. So gab es mehr Platz für die Rettungssanitäter, die sich um die schwerer verletzten Patienten kümmerten. Ein Notfallseelsorger betreute die geschockten Fahrgäste. Die unversehrt gebliebenen Ruheständler bestiegen um 16.30 Uhr den Bus zurück nach Flensburg.
Unterdessen prüften Feuerwehrtaucher den Rumpf der Barkasse – ein Leck fanden sie aber nicht. Die Wasserschutzpolizei leitete ein Ermittlungsverfahren ein. Sie ging derzeit von einem Fahrfehler. Nach ersten Erkenntnissen war der Schlepper in der Norderelbe in das Heck der Barkasse "Irma II" gefahren. Ob noch ein drittes Schiff in den Unfall verwickelt war, wie Zeugen aussagten, sollte die Auswertung der Radarbilder ergeben.
Die "Irma II" war bereits 2009 in einen Unfall verwickelt gewesen, bei dem acht Fahrgäste verletzt wurden. Am 6.12. jenes Jahres war sie mit 45 Fahrgästen an Bord um 13.20 Uhr in die Ellerholzschleuse auf Steinwerder eingelaufen. Der Schiffsführer drosselte die Fahrt nicht und rammte erst die Barkasse „Anita Ehlers“ und dann das Schleusentor. 19 Fahrgäste verletzten sich an Kopf und Beinen oder zogen sich Prellungen zu.
Die Wasserschutzpolizei stellte rasch fest, dass der Barkassenführer unter dem Einfluss von Rauschmitteln stand. Ein Drogenschnelltest ergab Hinweise auf Cannabis. Der 24-Jährige hatte sein Schiffsführer-Patent seit vier Jahren und arbeitete seit einem Jahr für das Barkassen-Unternehmen Glitscher. Nach der Havarie verlor er sein Patent als Schiffsführer. Ein Gericht verurteilte ihn außerdem zu einer Geldstrafe von 1260 Euro.
Die „Irma II“ ist 18 Meter lang, vier Meter breit, hat 1,3 Meter Tiefgang und ist für 99 Passagiere zugelassen. Sie wurde 1959 bei Het Noorden in Groningen erbaut.
Die „Jörn“ hat eine Länge von 14 und eine Breite von 6,16 Metern. Sie wurde 1914 auf der Werft in Köln-Deutz der Gebrüder Sachsenberg als Dampfschlepper erbaut. 1955 wurde er auf der der Werft Heinrich Sunkel in Veddel 1955 motorisiert. Bis Ende der 1960er Jahre fuhr er für das Schleppkontor und wurde dann an die Firma Lamprecht verkauft, die ihn unter dem Namen "Billhafen" in Fahrt brachte.
Nach nur zwei Jahren verkaufte sie ihn wegen anhaltender Maschinenprobleme weiter an die Ewerführerei HHB (Hanseatische Hafenbetriebe), einen Ableger der Hamburg-Süd. Diese ließ einen neuen Diesel einbauen und betrieb das Schiff als "Bahia". Um 1980 kollidierte er, ohne Radar stromaufwärts auf der Elbe laufende, mit der aus dem nördlichen Reiherstieg zum Sandtorhöft auslaufendem Fähre "Kattwiek".
Diese erhielt an der Backbordseite an beiden Wallschienen eine stattliche Delle, der "Bahia" brach sich den Steven und konnte nur mit Mühe vorm Sinken bewahrt werden.
Die HHB ließ den Schlepper reparieren. Ende 1995 wurde das hölzerne Ruderhaus durch eines aus Metall ersetzt. 2003 ging das betagte Schiff an die Firma Walter Lauk, die es als "Jörn“ in Fahrt brachte und ihn mit dem nunmehr dritten Dieselmotor, einem 6 Zylinder-Cummins von 425 PS weiter im Hafen einsetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Safmarine Meru wird nach Kollision verschrottet
(08.06.16) Der unter Hongkong-Flagge laufende Containerfrachter "Safmarine Meru", 50686 BRZ (IMO-Nr.: 9311696), wurde am 7.5. bei der Kollision mit dem liberianischen Containerschiff "Northern Jasper", 99407 BRZ (IMO-Nr.: 9466960), rund 120 Meilen östlich von Ningbo und dem danach vier Tage lang an Bord wütenden Feuer so schwer beschädigt, dass eine Reparatur nicht mehr wirtschaftlich ist. Damit wurde die Reise von Qingdao nach Ningbo die letzte Frachtfahrt des Schiffes.
Die Maersk Line gab nun bekannt, dass sie in Übereinkunft mit dem Agenten und den Inspektoren entschieden hat, es nicht mehr in Fahrt zu bringen. Nun hält sie nach einem passenden Abwrackplatz in China Ausschau. Da das Schiff nicht mehr fahrtüchtig ist, muss es dorthin verschleppt werden. Die "Northern Jasper" liegt seit geraumer Zeit in Zhoushan längsseits des unter Marshall Islands-Flagge registrierten Tankers "Front Circassia" (IMO-Nr.: 9166742).
Quelle:Tim Schwabedissen



Leichtern der Roger Blough beendet
(08.06.16) Am 7.6. wurde das Leichtern der Erzladung des amerikanischen Große-Seen-Frachters "Roger Blough" gegen 10:30 Uhr abgeschlossen. Die gesamte Fracht wurde mit den Selbstlöscheinrichtungen der beteiligten Fahrzeuge auf die beiden Bulkcarrier "Philip R. Clarke" und "Arthur M. Anderson" umgeladen. Beide Schiffe haben die Reede in der Waiska Bay inzwischen verlassen und sollten die Fracht an den kommenden zwei Tagen im Bestimmungshafen Conneaut abliefern.
Als nächstes sollte eine detaillierte Schadensaufnahme auf der "Roger Blough" durchgeführt werden, sobald die derzeit ungünstigen Wetterverhältnisse dies zuließen. Dabei soll der Umfang der notwendigen Reparaturen und die Art und Weise, wie eine Werft erreicht werden kann, festgestellt werden. Der Ankerplatz in der Waiska Bay blieb für alle nicht an der Operation beteiligten Schiffe weiterhin gesperrt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Flussfahrgastschiff in Kollision auf Rhein beschädigt
(08.06.16) Das Schweizer Flussfahrgastschiff "Viking Mani" (EU-Nr.: 07002003) kollidierte am 3.6. auf dem Rhein unterwegs von Amsterdam nach Rotterdam mit einem Binnenschiff. Dabei wurde das Achterschiff an Backbordseite auf Höhe von Deck 2 in Mitleidenschaft gezogen. Drei Kabinen wurden beschädigt, Personen kamen nicht zu Schaden.
Die betroffenen Fahrgäste konnten in anderen Kabinen einquartiert werden, da die „Viking Mani“ nicht ausgebucht war. Das Schiff blieb aber fahrklar und lief am 5.6. den Hafen von Köln zu weiteren Inspektionen an. Am 6.6. lief es von dort nach Basel aus, wo es am 10.6. eintreffen sollte. Die Reparatur der 2014 in Rostock erbauten, 135 Meter langen "Viking Mani" in einem Trockendock wird einige Zeit in Anspruch nehmen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Große-Seen-Frachter brannte im Trockendock
(08.06.16) Das Superior Fire Department wurde am 7.6. alarmiert, weil auf dem amerikanischen Bulkcarrier "Herbert C. Jackson", 12292 BRZ (IMO-Nr.: 5148417), im Dock des Fraser Shipyard in Duluth ein Feuer ausgebrochen war. Beim Eintreffen der Feuerwehr drang dichter Rauch aus dem Achterschiff des im Trockendock liegenden Frachters. Er hatte dort eine neue Maschinenanlage erhalten.
Als erstes vergewisserten sich die Einsatzkräfte, dass alle Arbeiter in Sicherheit waren. Wegen der schlechten Sicht im verrauchten Schiffsinnern und der extrremen Hitze sowie der schlechten Zugänglichkeit des Brandbereiches brauchte die Feuerwehr über eineinhalb Stunden, den Brand unter Kontrolle zu bekommen. Sie war mit drei Einsatzfahrzeugen vor Ort.
Die Lake Assault Boats stellten die Wasserversorgung mit einem Löschboot sicher. Die Coast Guard war ebenfalls im Einsatz. Nach drei Stunden war der Einsatz beendet. Brandursache war offenbar Funkenflug bei Schweißarbeiten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter fiel Feuer zum Opfer
(08.06.16) Der 65 Fuß lange kanadische Kutter “Oran II” wurde am 7.6. in Sambro, Nova Scotia, durch ein Feuer zerstört. Das Oberdeck des 60 Jahre alten Schiffes war am Morgen bei den Vorbereitungen zum Auslaufen für den Schwertfischfang in Brand geraten. Mehrere Feuerwehren wurden alarmiert. Zur Brandursache liefen noch Ermittlungen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schatz an Namibilas Küste entdeckt
(08.06.16) Arbeiter in einer Diamantenmine haben unlängst ein vor rund 500 Jahren gesunkenes Wrack in einer Lagune in Namibia entdeckt. An Bord waren Goldmünzen im Wert von 13,000,000 Dollar. Einige Archäologen nannten es einen der signifikantesten Wrackfunde aller Zeiten. Erstmals war das Schiff an der Küste bei Oranjemund von Geologen der Minenfirma De Beers im April 2008 unter dem Meeresboden ausgemacht worden.
Es lag aber mitten in der Brandungszone. Deshalb wurde ein Deich von Billdozern parallel zum Strand aufgeschoben, deren Enden am Strand lagen, sodass eine Lagune entstand, die dann ausgepumpt werden konnte.
Dr. Dieter Noli, Chefarchäologe des Southern Africa Institute of Maritime Archaeological Research wurde vom Fund von Metall- und Kuperstücken sowie Kupfer- oder Bronzerohren informiert. Er erkannte rasch ein Stück Artillerie aus dem 16. Jahrhundert. Bis dahin war das älteste bekannte Wrack der Region die “Vlissingen”, die 1747 in der Meob Bay gestrandet war.
Nachdem die historische Signifikanz der Funde klar war, wurde die Namdeb Corporation gebeten, die Archäologen an der Fundstelle zwei Wochen arbeiten zu lassen. In dieser Zeit mussten starke Pumpen die Fundstelle trocken legen. Am 6. Tag entdeckten sie spanische und portugiesische Goldmünzen.
Das Schiff wurde als die portugiesische “Bom Jesus” identifiziert, die 1533 auf der Fahrt nach Indien mit Gold, Elfenbein und 44000 Pfund Kupfermünzen verschollen war. Es wurde vermutet, dass das allzu schwer abgeladene Schiff in schwerer See in Schwierigkeiten geraten war und vom Kapitän auf Grund gesetzt wurde. Als es dann auseinanderbrach, fiel die Schatztruhe aus der Kapitänskajüte ins Wasser, wo sie von einem massiven Wrackteil, das vom Rumpf abbrach, begraben und geschützt wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter nach Eastbourne abgeschleppt
(08.06.16) Die Dover Coastguard alarmierte das RNLI-Boot aus Dungeness am 7.6. um 8.19 Uhr, nachdem ein sieben Meter langer Kutter 22 Meilen südlich von Dungeness Point mit zwei Personen an Bord Maschinenausfall erlitten hatte. Das Rettungsboot „13-07 REG” lief mit einer Freiwilligencrew an Bord aus und entschied, den Havaristen gen Hastings in Schlepp zu nehmen. Hier übernahm das größere RNLI-Boot der dortigen Station dann den weiteren Schlepp nach Eastbourne.
Quelle:Tim Schwabedissen



RNLI in Angle half zwei Sportbooten und acht Personen
(08.06.16) Das RNLI-Boot aus Angle wurde am Nachmittag des 3.6. alarmiert, nachdem eine 6,4 Meter lange Yacht mit einer Tonne am Fahrwasser von Milford Haven kollidiert war. Um 15.36 Uhr lief die „Mark Mason” aus, um dem Boot, das zwei Erwachsene und drei Kinder an Bord hatte, zu assistieren. Andere Fahrzeuge in der Nähe brachten sie zur Mole der Milford Haven Port Authority.
Das Rettungsboot setzte das Sportboot am Strand der East Angle Bay auf Grund, wobei es von einem Patroullienboot der Milford Haven Port Authority unterstützt wurde. Um 16.56 Uhr war der Seenotfall beendet. Bereits am 1.6. waren die Seenotretter um 8.17 Uhr zu einer 12 Meter langen Yacht gerufen worden, die vor Neyland Spit mit drei Personen an Bord auf Grund gelaufen war. Sie waren binnen neun Minuten vor Ort und fanden die Yacht mit Backbordschlagseite vor. Es war eine Stunde vor Niedrigwasser.
Das Y-Boot wurde ausgesetzt und die Lage untersucht. Dann wurde entschieden, den Anker der Yacht auszubringen, damit sie nicht mit steigendem Wasserstand auf den Strand treibt. Danach konnten die Seenotretter um 9.28 Uhr zu ihrer Station zurückkehren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff "Bannweide" brennt
(Bild: Thomas Riedel)   Großbild klick!

Explosionsgefahr auf Rhein bei Schiffsbrand
(07.06.16) Am 6.6. gegen 12.50 Uhr brach im Wohnbereich des deutschen Binnenschiffes "Bannweide", 1175 ts (EU-No.: 04604900), auf Höhe des Eggenstein-Leopolds-Hafens in Karlsruhe auf dem Rhein bei Flusskilometer 371 ein Feuer aus. Es entstand im Bereich der Einfahrt zum alten Leopoldshafener Altrhein. Die beiden Besatzungsmitglieder konnten das Schiff unverletzt verlassen. Sorge bereiteten die 30 Tonnen Dieselkraftstoff im betroffenen Achterschiff, die sich hätten entzünden können. Wasserschutzpolizei, Rettungskräfte und Feuerwehr rückten mit zahlreichen Einheiten aus. Die Feuerwehr evakuierte wegen der Explosionsgefahr die nähere Umgebung.
Zwei Löschboote der Karlsruher Feuerwehr waren vor Ort. Feuerwehr, Polizei, Wasserschutz-
Gelöscht?
(Bild: Thomas Riedel)   Großbild klick!
polizei, DRK und DLRG waren mit rund 120 Kräften im Einsatz. Der Schlepper „Karlsruhe“ und das Arbeitsschiff „Maxum“ assistierten bei den Löscharbeiten. Die Schifffahrt auf dem Rhein wurde nicht behindert. Der Feuerwehr gelang es, ein Übergreifen der Flammen auf die Tanks des Schiffes zu verhindern. Da der Zugang zum brennenden Schiff nicht über Land möglich war, wurden die Einsatzkräfte mit schwerem Gerät mit den Feuerlöschbooten auf das Schiff gebracht.
Gegen 16 Uhr konnte der Brand gelöscht werden. Der Einsatz zog sich noch bis in die Abendstunden hin. Die „Bannweide“ wurde erheblich beschädigt. Der Frachter war zur Zeit des Unglücks nicht beladen. Er war auf dem Weg zu einem Baggersee, um Kies aufzunehmen.
Die „Bannweide“ wurde 1926 auf der Werft Siems in Lübeck erbaut als „R.B. No 11“. 1933 wurde sie zur „Astrid“ der Agence Maritime Marks Ltd in Antwerpen. 1949 ging sie an A. Vergauwen & Zn. in Boom, 1953 an die Baloise Navigation Rhenane Anvers SA in Antwerpen und 1968 an die Basler Rheinschiffahrt AG in Basel.
Nach dem Verkauf an die Bragtank AG in Basel 1969 wurde sie in „Bannalp“ umbenannt und läuft seit 1977 für die Gebr. Grieshaber in Ludwigshafen. Das Schiff ist 95 Meter lang, 9,5 Meter breit und hat 2,5 Meter Tiefgang.
Quelle:Tim Schwabedissen



Neun Verletzte bei Kollision in Neuendorf
(07.06.16) Das deutsche Fahrgastschiff „Insel Hiddensee“ der Reederei Hiddensee GmbH (IMO-Nr.: 1092849) kollidierte am 6.6. gegen 18.30 Uhr auf der Überfahrt von Kloster über Neuendorf/Hiddensee nach Schaprode beim Anlegemanöver im Hafen von Neuendorf nach einem Maschinenausfall mit dem Kai. Offenbar war das Umschalten von Vorwärts- auf Achterausfahrt nicht geglückt, sodass das Schiff gegen die Pierkante stieß. Hierbei wurden insgesamt neun Personen leicht verletzt.
Sie wurden mit Wassertaxis der Reederei nach Rügen gebracht. Eine Person wurde mit dem Rettungswagen in das Sana Krankenhaus nach Bergen transportiert. Die übrigen Fahrgäste wurden von dem Fahrgastschiff „Vitte“ derselben Reederei nach Rügen gebracht. Das Schiff, das im Bugbereich eingebeult worden war, musste für die notwendigen Untersuchungen vorerst im Hafen von Neuendorf verbleiben.
Durch den Aufprall kam es auch zu Schäden an der Pier. Die Wasserschutzpolizei ging nicht von einem menschlichen Fehler, sondern von technischem Versagen aus. Die „Insel Hiddensee“ soll in der Stralsunder Volkswerft repariert werden. Im Linienverkehr zwischen Rügen und Hiddensee setzte die Reederei derweil ein anderes Schiff ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schweizer Binnentanker „Brienzersee"
(Bild: Polizei Rheinland-Pfalz)   Großbild klick!

Tanker trieb manövrierunfähig auf dem Rhein
(07.06.16) Am 6.6. um 11.30 Uhr kam es auf dem Schweizer Binnentanker „Brienzersee", 2489 ts (EU-Nr.: 07001835), bei St. Goar auf dem Rhein auf der Fahrt von Millingen nach Rotterdam zu einem Maschinenausfall. Das Schiff geriet auf Höhe des Campingplatzes Loreleyblick ins Treiben und konnte trotz eines Notankermanövers zunächst nicht aufgestoppt werden. Es hatte 2354 Tonnen Gasöl geladen und begann nach Fahrtverlust talwärts zu treiben.
Dabei kam es auch kurzzeitig am Schwarzgrund fest. Die Revierzentrale Oberwesel meldete der Wasserschutzpolizeistation St. Goar das bei der Loreley manövrierunfähig gewordene Schiff. Auf Höhe des Bankeck gelang es dem ebenfalls flussaufwärts laufenden, deutschen Binnenschiff "Martcilino" (MMSI-Nr.: 205466990), den Havaristen aus dem Fahrwasser zu drücken und so lange zu stabilisieren, bis zwei Schlepper eingetroffen und ihn auf den Haken nahmen.
Er wurde dann in den nahen Loreleyhafen gezogen und dort festgemacht. Der Rhein war an der Unfallstelle während der Bergungsarbeiten gesperrt. Bei den folgenden Untersuchungen stellte sich heraus, dass ein Defekt an der Einspritzanlage der Hauptmaschine zu deren Ausfall geführt hatte. Derzeit wartete der Tanker auf seine Reparatur Bei der „Brienzersee“ handelt es sich um einen ursprünglich 1970 erbauten Einhüllentanker von 93,8 Metern Länge, der nach der Ablieferung durch Vahali in Gendt als „Weststellingwerf“, „Jean II“, „Union IV“, „Beaufort“, „Piz Kesch“ und schließlich als „Brienzersee“ lief. 2009 wurde bei der S.C.Santierul Naval Orsova SA ein neues Mitt- und Achterschiff in Doppelhüllenbauweise konstruiert und bei der Combi Shipconstruction BV. in den Niederlande bis 2010 bei der KSD-Werft in Köln-Mülheim an das Heck angesetzt.
Der Rest wurde verschrottet. Das Schiff ist nun 110,00 Meter lang, hat eine Breite von 10,50 Metern und einen Tiefgang von 3,2 Metern. Eigner ist die Befrag AG in Birsfelden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht „Jenny“ im Schlepp
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Skipper gestrandeter Segelyacht rettete sich durch die Brandung an Land
(07.06.16) Am 5.6. um 00.14 Uhr alarmierte die Humber Coastguard das RNLI-Boot aus Wells RNLI, nachdem sie einen Mayday-Ruf der fünf Meter langen Segelyacht „Jenny“ aufgefangen hatte. Deren Skipper war zwischen Wells und Cromer in Schwierigkeiten geraten, und sein Boot drohte zu kentern. Um 12.19 Uhr wurde auch das Boot aus Cromer gerufen.
Die „Doris M Mann of Ampthill” verließ das Bootshaus um 00.37 und lief Richtung Holkham Bay, das Rettungsboot „Lester“ aus Cromer machte sich um 1.10 Uhr auf den Weg zum Blakeney Point, wo die „Jenny“ auf Grund gelaufen war. Die “Lester” war um 1.20 Uhr vor Ort. Zu dieser Zeit hatte der Skipper der Yacht sein Boot schon aufgegeben und sich durch die Brandung an Land durchkämpfen können. Vorsorglich war auch der Coastguard-Helikopter aus Humberside aufgestiegen. Nachdem die beiden Rettungsboote vor Ort eingetroffen waren, entschieden die Rettungsmänner um 2.30 Uhr, auf die Flut zu warten und zu sehen, ob die Yacht dann wieder freikommen würde.
Dies geschah tatsächlich um 4.30 Uhr, und mit der Assistenz des örtlichen Coastguard-Teams nahm das Boot aus Cromer das Boot in Schlepp. Es wurde später an das Rettungsboot übergeben, das es in den Hafen einbrachte. Das Ruder war bei der Strandung beschädigt worden.
Um 6.20 Uhr lag die „Jenny“ sicher an einer Mooring in Wells, und das Rettungsboot meldete sich um 7.30 Uhr nach dem Betanken wieder klar auf Station.
Quelle:Tim Schwabedissen



Aufgelaufen ...
(Bild: KNRM)   Großbild klick!

KNRM barg zwei gestrandete Segelyachten
(07.06.16) Eine Stahlyacht lief am späten Nachmittag des 6.6. an der Zufahrt von Hansweert wegen eines Navigationsfehlers bei Tonne 45 auf Grund. Trotz des ablaufenden Wassers gelang es dem alarmierten KNRM-Boot “Jan Engelenburg”, die Yacht wieder flottzumachen. Die Crew konnte nach einer Inspektion die Fahrt nach Antwerpen fortsetzen.
Am 5.6. war die KNRM in Enkhuizen. Um 10.30 Uhr wegen einer gestrandeten Segelyacht bei Kooizand alarmiert worden. Der Skipper war aus der Betonnungslinie abgekommen und auf Grund gelaufen. Rasch waren beide KNRM-Boote aus Enkhuizen vor Ort und konnten die Yacht unbeschadet wieder befreien.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht in Ostemündung ausgebrannt – Skipper gerettet
(07.06.16) Am 6.6. geriet ein Segelboot nahe der Ostemündung in Brand. Die DGzRS aus Cuxhaven kam gemeinsam mit der Feuerwehr zu Hilfe. Sie löschten das Feuer und brachten den 74-jährigen Skipper mit Verdacht auf Rauchgasinhalation an Land. Gegen 12.10 Uhr war über den internationalen Sprechfunk-Not- und Anrufkanal 16 der Seenotrettungskreuzer „Hermann Helms“ der DGzRS-Station Cuxhaven von einem Sportboot gerufen worden, deren Besatzung auf der Unterelbe nahe der Ostemündung beobachtete, wie ein anderes Sportboot die brenende Yacht schleppte.
Zwei Seenotretter legten mit dem derzeit ebenfalls in Cuxhaven stationierten Seenotrettungsboot „Hermann Onken“ umgehend ab und nahmen direkt Kurs auf den Unglücksort. Die „Hermann Helm“ nahm wenige Minuten später fünf Feuerwehrleute der Berufsfeuerwehr Cuxhaven an Bord und folgte dem Boot. Etwa zeitgleich trafen die beiden Rettungseinheiten an der Ostemündung ein.
Der rund neun Meter lange Havarist war zu diesem Zeitpunkt bereits ein kleines Stück die Oste hinaufgeschleppt worden und lag dort vor Anker. Die „Hermann Onken“ übernahm drei Feuerwehrleute und begann mit der Brandbekämpfung. Die „Hermann Helms“ übernahm den Skipper von einem kleinen Boot der Wasserschutzpolizei, das ihn zunächst an Bord genommen hatte.
Im Bordhospital des Seenotrettungskreuzers wurde er erstversorgt. Da Verdacht auf Rauchgasinhalation bestand, wurde er nach Cuxhaven gebracht und in die Obhut des Landrettungsdienstes übergeben. Währenddessen setzte die „Hermann Onken“ die Brandbekämpfung fort. Nach etwa einer halben Stunde gelang es, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Anschließend wurde das ausgebrannte Boot weiter gekühlt, bis ein Tonnenleger des Wasser- und Schifffahrtsamtes die Unglücksstelle erreichte, um Bergungsmöglichkeiten zu ermitteln.
Quelle:Tim Schwabedissen



Auto bei Brückenanfahrung abgestürzt
(07-06.16) Die Feuerwehr von Herentals musste am Abend des 6.6. einen Pkw aus dem Albertkanal in Olen bergen. Der Skipper eines Binnenschiffs hatte bei der Passage der örtlichen Schleuse bereits damit begonnen, das Auto mit dem Bordkran anzuheben, um es anschließend auf dem Kai abzusetzen. Doch der Kran ragte so hoch auf, dass er gegen eine Brücke stieß, die das Schiff noch zu unterqueren hatte. Daraufhin stürzte das Auto ins Wasser ab.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kreuzfahrt musste nach Maschinenschaden abgesagt werden
(07.06.16) Eskortiert von dem norwegischen Patroullienboot "Sortland" und am Haken des Offshore-Versorgers "Polarsyssel" (IMO-Nr.: 9690949) traf das zyprische Expeditionsschiff "Ortelius", 4575 BRZ (IMO-Nr.:8509181), das nördlich von Forlandet mit 146 Personen, darunter 105 Passagieren, an Bord Maschinenschaden erlitten hatte, am Ankerplatz vor Longyearbyen ein. Bereits am Abend des 4.6. waren in den Niederlanden Techniker auf dem Luftweg aufgebrochen, um den Schaden zu reparieren. Sie begannen damit bereits, während der Havarist noch geschleppt wurde.
Vor Longyearbyen wurden die Arbeiten fortgesetzt. Die Passagiere blieben an Bord und bekamen Ausflüge auf die Insel angeboten. Die nächste Fahrt, die am 1.6. hätte starten sollen, musste abgesagt werden. Es wurde erwartet, dass die darauffolgende Fahrt, die am 8.6. beginnen soll, planmäßig würde stattfinden können.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker nach Strandung bei Kepez in Gökcali festgemacht
(07.06.16) Der türkische Tanker "Kolin 7", 1979 BRZ (IMO-Nr.: 9083366), der auf der Fahrt von Tenedos nach Kepez, am Nachmittag des 5.6. beim Einlaufmanöver vor Bozcaada auf Grund gelaufen war, wurde nach seiner Bergung an der Mole in Gökcali festgemacht. Das Schiff war mit 3500 Tonnen Ölabfall im Auftrag der Çanakkale Port Businness SAN. VE TIC. Inc. unterwegs gewesen. Es saß mit seinen 5,84 Metern Tiefgang an Steuerbordseite auf Grund und hatte etwas Backbordschlagseite.
Der Schlepper "Söndüren 7" wurde vom Canakkale Vessel Traffic Service zur Assistenz geschickt, nachdem Versuche, mit eigener Kraft wieder freizukommen, fehlgeschlagen waren. Um 12:18 Uhr war das Schiff wieder flott. Die achtköpfige Crew blieb unversehrt. Die 1994 erbaute „Kolin 7“ ist 78,6 Meter lang, 14,6 Meter breit und hat eine Tragfähigkeit von 1196 Tonnen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ein Toter bei Explosion auf Russentrawler
(07.06.16) Auf dem russischen Trawler "Vilyuchinsiy", 19444 BRZ (IMO-Nr.: 8901444), kam es in der Avacha Bucht vor der Kamtschatka-Halbinsel am 6.6. zu einer Explosion, nachdem Öldämpfe sich in einem Pumpenraum auf dem Fangdeck an Backbordseite entzündet hatten. Ein Crewmitglied wurde getötet. Nach der Explosion wurde das Schiff angewiesen, nach Petropavlovsk-Kamtschatskiy zur Untersuchung des Unglücks einzulaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Russischer Frachter auf Grund gelaufen
(07.06.16) Der russische RoRo-Frachter "Kompozitor Rakhmaninov", 6894 BRZ (IMO-Nr.: 8606616), lief auf dem Wolga-Kaspischen Seekanal bei Kilometer 132 am 4.6. auf Grund. Das RoRo-Schiff konnte ohne Schäden wieder flottgemacht werden und die Reise nach Anzali fortsetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Leichtern der „Roger Blough“ geht weiter
(07.06.16) Die U.S. Coast Guard war auch am 6.6. weiter an dem Bulkcarrier "Roger Blough" im Einsatz, 11 Tage nachdem er am 27.5. auf das Gros Cap Reef in Whitefish Bay auf dem Lake Superior auf Grund gelaufen war. Die Arbeiten zum Leichtern des geladenen Erzes gingen am Ankerplatz in der Waiska Bay weiter. Die Fracht wurde auf die beiden Bulkcarrier "Philip R. Clarke" und "Arthur M. Anderson", die am 4.6. hinzugestoßen war, mithilfe der Selbstlöscheinrichtung umgeladen.
Eine detaillierte Schadensuntersuchung wird erst stattfinden können wenn das Erz komplett von Bord ist. Auf der Basis der Resultate sollen der Reparaturumfang und die Art des weiteren Transits der "Roger Blough“ festgelegt werden. Der Ankerplatz in der Waiska Bay blieb für alle anderen Schiffe gesperrt. Das U.S. Army Corps of Engineers assistierte beim Leichtern und überwachte die Sicherheit des Birch Point Range Channel für die passierende Schifffahrt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gesunkener Kutter nach vier Monaten in Svolvaer gehoben
(07.06.16) Am Morgen des 6.6. assistierte die Crew des NSSR-Rettungskreuzers "Sundt Flyer" bei der Bergung eines gesunkenen Kutters in Svolvær. Das Schiff war im Februar direkt neben der Rettungssation gesunken und stellte eine Gefährdung für andere Schiffe dar. Taucher legten Hebestropps um den Rumpf, und dann hob die Betong og Entrepenør aus Kabelvåg das Wrack.
Die Firma war mit dem Ausbaggern und dem Baus einer neuen Kaianlage bei der Rettungsstation in Svolvaer beauftragt worden. Der 25 Fuß lange Kutter sollte anschließend abgewrackt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Siteam Anja wartet auf Wetterbesserung
(07.06.16) Der unter Marshall Islands-Flagge laufende Tanker "Siteam Anja", 28027 BRZ (IMO-Nr.: 9111058), wurde am Abend des 6.6. in der Delta-Zone südlich von Piriápolis verankert. Hier sollte eine Wetterbesserung abgewartet werden, um auch die noch an Bord verbleibenen 20000 Tonnen Sojabohnenöl abzupumpen. Der Tanker verholte dazu von dem vorherigen Ankerplatz südlich von Punta Ballena, nachdem seine Stabilität dort festgestellt worden war.
Techniker von Lloyds Register hatten nach der Bergung die strukturelle Integrität des Havaristen untersucht und die notwendigen Zertifikate ausgestellt, um das Schiff zu navigieren. Den ganzen Tag lang hatte ein Dutzend Taucher den Rumpf eingehend inspiziert. Insgesamt waren 140 Mann an der Bergung beteiligt. Die zuständigen Behörden ordneten weiter den Offshore-Schlepper "Far Senior" zur Assistenz ab, falls es Probleme mit Wind und Wellen geben sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sportbootfahrer vor Virgin Islands gerettet
(07.06.16) Ein MH-65 Dolphin Helikopter gemeinsam mit dem unter St. Vincent-Grenadines-Flagge laufenden Frachter "Tropic Express", 32744 BRZ (IMO-Nr.: 9510046), kamen am 5.6. zwei Bootsfahrern zu Hilfe, deren 45 Fuß langes Motorboot „Live Wire“ am Nachmittag 42 Meilen nordöstlich von Saint Croix, U.S. Virgin Islands, gesunken war. Die beiden waren kurz zuvor aus Saint Thomas ausgelaufen. Nach einem Wassereinbruch begann die "Live Wire" rasch zu sinken.
Die beiden Schiffbrüchigen retteten sich in ein acht Fuß langes Beiboot. Die Coast Guard des San Juan Rescue Sub-Center fingen um 18:20 Uhr ein Signal des Notsenders, den sie hatten aktivieren können, auf. Ein Helikopter stieg kurz darauf von der Air Station Borinquen in Aguadilla, Puerto Rico, auf, und das Patroullienboot "Joseph Napier" sowie ein 33-Fuß-Boot wurden in das Suchgebiet geschickt.
Vor Ort verfolgte der Hubschrauber die EPIRB-Signale, bis dessen Crew eine Notrakete sichtete. Daraufhin wurde die in der Nähe befindliche "Tropic Express", die sich auf der Fahrt von St. Barth nach St. Croix befunden hatte, eingewiesen. Sie ging beim Beiboot längsseits und barg die beiden Bootsfahrer, die dann zur British Lesser Antilles Island in Anguilla transportiert wurden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Betrunkener Skipper nach Strandung verhaftet
(07.06.16) Der britische Trawler "Coprentine", 60 BRZ (MMSI-Nr.: 235086341), lief am 7.6. gegen ein Uhr unweit der Fleetwood Docks auf die Sandbank Tiger’s Tail aus, als er den Hafen verlassen wollte. Das Schiff lag mit Backbordseite auf Grund, drohte aber nicht zu kentern. Die RNLI wurde um 2.20 Uhr alarmiert.
Sie kam mit einem Boot zu Hilfe und barg die fünköpfige Crew ab. Nachdem die Fischer an Land gebracht worden waren, wurde der 45-jährige Skipper aus York von der Polizei wegen Trunkenheit am Ruder nach einem Atemalkoholtest verhaftet. Die Rettungsmänner stellten sicher, dass alle Treibstoffleitungen verschlossen waren und blieben auf Standby, um den Havaristen mit steigendem Wasserstand wieder flottzumachen.
Dies gelang auch bei Tagesanbruch. Der 19 Meter lange Kutter war bis 2015 in Jersey stationiert worden und kam dann nach Fleetwood.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot „Angel of Beaumaris“ manövrierunfähig
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

Hummertöpfe setzten Motorkreuzer matt
(06.06.16) Das RNLI-Boot aus Llandudno wurde am 3.6. alarmiert, nachdem um 10.50 Uhr das Motorboot „Angel of Beaumaris“ Propellerschaden erlitten hatte und manövrierunfähig geworden war. Das Boot war mit zwei Personen an Bord zuvor aus der Deganwy Marina ausgelaufen, als nördlich von Great Orme's Head unweit des Leuchtturms die beiden Propeller von Hummertöpfen am Meeresgrund blockiert wurden.
Der Skipper verständigte daraufhin die Holyhead Coastguard, die ihrerseits das Rettungsboot aus Llandudno zur Assistenz schickte. In der Zwischenzeit bis zum Eintreffen blieb ein Kutter, der in der Nähe gearbeitet hatte, auf Standby. Nach Eintreffen der Seenotretter wurde ein Mann auf den Motorkreuzer übergesetzt, dem es gelang, den Antrieb wieder zu befreien.
Daraufhin konnte die „Angel of Beaumaris“ mit eigener Kraft die Fahrt nach Deganwy fortsetzen, wobei sie noch ein Stück vom Rettungsboot exkortiert wurde. Nachdem klar war, dass es keine Probleme mehr gab, kehrte es nach Llandudno, zurück und war um 12.30 Uhr wieder klar auf Station.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker lief vor Bozcaada auf Grund
(06.06.16) Der 74 Meter lange türkische Tanker "Kolin 7" (MMSI-Nr.: 271044432) lief am Nachmittag des 5.5. beim Transfer von Abfallwasser vor Kepez Burnu, Bozcaada, auf Grund. Das Schiff kam nicht mehr aus eigener Kraft frei, und ein Schlepper wurde gerufen, um es wieder flottzumachen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Wrack des norwegischen Frachters “Sygna“
(Bild: Mike Salwag)   Großbild klick!

Wind und Wellen machten Strandikone Sygna nach 42 Jahren den Garaus
(06.06.16) Ein schwerer Sturm besiegelte am vergangenen Wochenende das endgültige Aus für das Wrack des am Stockton-Beach in New South Wales gestrandeten norwegischen Frachters “Sygna“, 53000 BRT. Fotos zeigten am 6.6. nur noch einige kleine rostige Stücke des einst mächtigen Schiffshecks, die aus der Brandung ragten. Der norwegische Bulkcarrier dominierte den Strand seit dem 26.5.1974, als er 10 Kilometer nördlich von Stockton in einem ähnlichen Sturm gestrandet war. In Newcastle wurde seinerzeit eine Wellenhöhe von 17 Metern gemessen. Die “Sygna” befand sich auf der ersten Fahrt in der Region, um 50000 Tonnen Kohle für Europa zu laden. Sie ankerte vier Kilometer vor Newcastle, als das Bureau of Meteorology am 25.5. eine Sturmwarnung herausgab und alle Ankerlieger aufforderte, sichere Seepositionen einzunehmen, um dort den Sturm abzureiten. Sieben der 10 Schiffe vor Newcastle folgten der Warnung, die „Sygna“ nicht.
Dies wurde ihr zum Verhängnis. Erst am Morgen danach, als die Windböen inzwischen Geschwindigkeiten von 165 km/h erreichten, gab der Kapitän endlich Befehl, ankerauf zu gehen. Doch selbst mit voller Kraft kam der Frachter nun nicht mehr gegen den Sturm an, der ihn rasch parallel zum Strand drehte. Binnen einer halben Stunde saß das Schiff in der Brandung fest und funkte Mayday.
Ein Iroquois Helikopter der RAAF Williamtown barg die 31-köpfige Crew trotz des Orkans unversehrt ab. Aus dem Schiff liefen unterdessen 700 Tonnen Öl aus, die vom Sturm vertrieben wurden. Nachdem er abgeflaut war, begannen Bergungsarbeiten.
Das Schiff wurde herumgezogen, wodurch das Heck aber in tieferem Wasser sank und der Rumpf durchbrach. Am 4.9. gelang es einem Bergungsteam unter Leitung des japanischen Millionärs Kitoku Yamada, nach Abdichten etlicher Löcher und dem Auspumpen von mehreren tausend Tonnen Wasser, den Frachter wieder aufzuschwimmen.
Zwar blieb der Bug auch schwimmfähig, doch das Achterschiff kam 80 Meter vom Strand entfernt erneut fest. Das Vorschiff wurde abgeschleppt und lag noch fast zwei Jahre in der Salamander Bay in Port Stephens, bevor es zum Abbruch nach Taiwan ging. Nach Scheitern der Bergung des Hecks wurde zunächst alles von Wert ausgeschlachtet.
Im November 1974 wurde nochmals versucht, das Achterschiff flottzumachen. Dabei kam es zwar nicht zu einem Erfolg, aber zu einem neuerlichen Ölverlust, 16 Kilometer der Küste wurden vom Kraftstoff kontaminiert. Das Heck aber blieb für immer auf dem Strand, den rauen Elementen ausgesetzt, und wurde zu einer weltweit bekannten Ikone und einem beliebten Fotomotiv. Die “Sygna” war das letzte von insgesamt 59 Schiffen, die bislang an der Küste von Newcastle verloren ging. Am 8.6.2007 lief der Bulkcarrier „Pasha Bulker” nur 8,4 Kilometer südlich des Wracks am Nobby's Beach auf Grund, konnte aber am 2.7. geborgen werden. Am 14.1.2010 stellte der National Parks and Wildlife Service fest, dass die “Sygna” wohl in den kommenden 10 Jahren bis zur Wasserlinie zerstört sein würde. Am Ende dauerte es von da an nur noch sechs Jahre.
Die” Sygna” der J. Ludwig Mowinckels Rederi lief bei Austin and Pickersgill, Sunderland, vom Stapel. Sie war 217,3 Meter lang, 32,16 Meter breit und hatte 13,31 Meter Tiefgang.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler "Skjervøyfisk" liegt schief
(Bild: Are Medby)   Großbild klick!

Tiden brachten Trawler in Schieflage
(06.06.16) Der norwegische Trawler "Skjervøyfisk", 579 BRZ (IMO-Nr.: 8614281) erregte nach dem Festmachen am Statoil-Bunkerkai am Nansen-Platz in Tromsø am 4.6. Aufsehen. Das Schiff neigte sich zunächst zum Kai hin nach Backbord. Die Polizei wurde von Zeugen verständigt und vergewisserte sich vor Ort, dass alles in Ordnung war.
Am 5.6. dann legte sich der Trawler deutlich nach Steuerbord über. Es war aber einzig der Wasserstand, der diese Neigungen verursachte, wenn das Schiff bei Ebbe auf dem Hafengrund aufsetzte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker mit Rissen im Rumpf
(06.06.16) Auf dem russischen Tanker "Volgoneft 247", 3475 BRZ (IMO-Nr.: 8727991), traten am 5.6. Risse im Rumpf auf, als er auf dem Don von Volgograd nach Kavkaz mit einer Ladung von 4500 Tonnen Schweröl unterwegs war. Der Wassereinbruch konnte unter Kontrolle gebracht und der Havarist an einen sicheren Ankerplatz zum Leichtern oder Abdichten gebracht werden, damit er eine Reparaturwerft ansteuern konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff saß auf Rhein fest
(06.06.16) Ein Binnenschiff lief am Nachmittag des 5,5, auf Höhe Höhe des Krancafés am Hitdorfer Hafen auf einer Steinschüttung auf Grund. Offensichtlich hatte der Schiffsführer angesichts des derzeitigen Hochwassers nicht auf Molen und Sandbänke geachtet. Am Abend wurde der Havarist von einem Schiff freigeschleppt und in den Niehler Hafen gebracht. Ein Gutachter musste dort prüfen, ob das Schiff beschädigt worden war oder weiterfahren durfte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Auto bei Brückenanfahrung vom Deck gerissen
(06.06.16) Auf der Fahrt von Hainaut zum Heimathafen Antwerpen verlor am 5.6. um 17.18 Uhr der belgische Binnentanker "Louis", 1373 ts (EU-Nr.: 06004211) ein Auto vom Deck, als er unter der Scheldebrücke in Temse hindurchfahren wollte. Der Schiffsführer hatte die lichte Höhe fehleingesdchätzt, und das Auto stieß gegen die Brücke und wurde ins Fahrwasser gerissen. Nach schweren Regenfällen in den vergangenen Tagen führte der Fluss Hochwasser, sodass die Passage zu niedrig für den Tanker war.
Der Schiffsführer versuchte noch, das Schiff aufzustoppen, konnte den Zusammenprall aber nicht mehr verhindern. Die Feuerwehr untersuchte nach der Kollision die Brücke, fand aber nur geringe Schäden vor. Versuche, das gesunkene Auto mit einem Boot der Feuerwehr, von dem aus Senkblei und Magnete abgesenkt wurden, schlugen fehl.
Bei einer Wassertiefe von acht Metern bestand aber keine Gefahr für die Schifffahrt. Um Taucher zur Suche einzusetzen, war die Strömung zu stark, deshalb wurde die Suche eingestellt. Die Polizei leitete eine Untersuchung vor Ort ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Expeditionsschiff erreichte Hafen schneller als gedacht
(06.06.16) Das Abschleppen des zyprischen Expeditionsschiffs "Ortelius", 4575 BRZ (IMO-Nr.: 8509181), durch den norwegischen Versorger "Polarsyssel", 4324 BRZ (IMO-Nr.: 9690949), ging am 5.6. schneller voran als zunächst erwartet. Der Konvoi erreichte bereits am Nachmittag die Westseite von Svalbard und lief gegen Mitternacht in Longyearbyen ein. Zunächst war von einer zweitägigen Schleppfahrt ausgegangen worden.
Die Distanz von der Hinlopen Strait nach Longyearbyen betrug etwa 300 Meilen. Die "Sortland“ der norwegischen Küstenwache war der "Ortelius" auf ihrem Weg gefolgt. Nun sollten in Longyearbyen for die notwendigen Reparaturen durchgeführt werden.
Die „Ortelius“ wurde 1989 in Gdingen als“Marina Svetaeva” erbaut und diente als Spezialschiff der Russischen Akademie der Wissenschaften. Sie wurde 2011 von Oceanwide Expeditions in Vlinssingen erworben und in „Ortelius“ umbenannt. Sie fährt seitdem unter zypriotischer Flagge.
Das Schiff besitzt die höchste Eisklasse UL1 und kann 116 Passagiere aufnehmen. Es hat eine Tragfähigkeit von 804 Tonnen, ist 91,25 Meter lang, 17,61 Meter breit und hat 5,8 Meter Tiefgang.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker vor Isla de Lobos geborgen
(06.06.16) Der unter Marshall Islands-Flagge laufende Tanker “Siteam Anja", 28027 BRZ (IMO-Nr.: 9111058) wurde in der Nacht zum 6.6. von den Felsen vor der Isla de Lobos freigeschleppt und mit vier Knoten Fahrt zu einem Ankerplatz 15 Meilen südlich der Insel verholt. Hier sollten erste Untersuchungen zur Stabilität stattfinden. Danach sollte sie fünf Meilen südwestlich der Insel Gorriti vor Anker gehen, wo Taucher eine umfassende Untersuchung und Dokumentation der Schäden vornehmen sollten.
Bei der Bergung hatte am Bug die "Far Senior" festgemacht, weitere beteiligte Schlepper waren die "Audax II", "Maneador", "Rou Temerario" und "VB Gladiator". Das Schiff hatte noch 20000 Tonnen Sojablumenöl an Bord, nachdem in einer 30-stündigen Aktion zuvor der Schweizer Tanker „SCT Monte Rosa“, 12776 BRZ (IMO-Nr.: 9298363), 12000 Tonnen der Ladung geleichtert hatte.
Danach war der Havarist mit Ballastwasser bis zum Bergungsbeginn am Grund fixiert worden. Der unter Uruguay-Flagge laufende Tanker „Sealion“, 3978 BRZ (IMO-Nr.: 9377810), hatte zunächst das Bunkeröl an Bord genommen und nach Montevideo gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gekentertes Ausflugsboot war überladen
(06.06.16) Am 5.6. wurden die Leichen eines Mannes und zweier Kinder gefunden, nachdem das vietnamesische Ausflugsboot “Thao Van 2 DNa-0016” auf dem Han River in Da Nang am Vortag um 8.25 Uhr eine Viertelstunde nach dem Auslaufen gekentert war. Es handelte sich um einen 46-jährigen aus der Binh Dinh Provinz sowie Kinder im Alter von vier und sieben Jahren. Nachdem klar war, dass es sich um die einzigen Vermissten handelte, wurde die Suchaktion beendet.
Etliche Schiffbrüchige hatten sich schwimmend an Land gerettet, andere wurden von Booten aus dem Wasser gezogen. 16 kamen ins Krankenhaus. Der Skipper wurde verhaftet.
Wie sich herausstellte, war das Boot nicht lizensiert, Touristen zu befördern. Es handelte sich um einen umgebauten Kutter mit einer Kapazität von 28 Personen. An Bord waren aber 56 Personen gewesen. Das Wrack wurde unterdessen ans Ufer gezogen. Nach dem Unglück wurden alle Touristenboote stillgelegt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gesunkenes Ausflugsboot war nicht überladen
(06.06.16) Nach dem Untergang der “Shuanglong” in einem plötzlich aufkommenden Gewittersturm am 4.6. auf dem Bailong Lake wurde am Morgen des 6.6. die Leiche eines Mannes in Guangyuan in der süwestchinesischen Sichuan-Provinz geborgen. 320 Personen waren an der Suchaktion, die sich über 10 Kilometer erstreckte, beteiligt. Aktuell gab es zwei bestätigte Tote, darunter ein Kind, sowie 13 Vermisste, darunter den Skipper, seine Frau und den vierjährigen Sohn der beiden.
Insgesamt waren 18 Personen aus fünf Familien auf der dreistündigen Fahrt an Bord gewesen. Um 14.40 Uhr, Minuten bevor es sein Ziel erreichte, kenterte das Boot. Drei Überlebende befanden sich noch in stabilem Zustand im Krankenhaus. Das Wrack der „Shuanglong“ wurde vom Blue Sky-Rettungsteam mit einem ROV in 65,1 Metern Tiefe lokalisiert.
Die Kameras entdeckten aber keine Hinweise auf mögliche Überlebende darin. Es war für 40 Personen ausgelegt. Der Betrieb von Ausflugsbooten in Guangyuan City wurde nach dem Unglück eingestellt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Thailändisches Speedboot rammte Schlepper
(06.06.16) Insgesamt 28 Personen wurden verletzt, zwei davon schwer, als ein Speedboot fünf Minuten nach dem Loswerfen von einer Pier auf Samet Island am Abend des 4.6. einen vor Rayong ankernden Schlepper rammte. 23 kamen ins Rayong Hospital, drei ins Bangkok-Rayong Hospital, und zwei ins Sri Rayong Hospital. An Bord waren 35 Personen, darunter 19 Männer und 16 Frauen gewesen.
Das Boot hatte die Fahrgäste nach Rayong bringen sollen, nachdem sie zuvor beim "7th Samet In Love"-Koncert auf Samet Island gewesen waren. Offenbar hatte der Skipper den unbeleuchteten Schlepper übersehen. Das Boot erlitt schwere Schäden am Bug.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandete Barge in Goa halb geräumt
(06.06.16) Die Barge “Bhageeraath” wurde am 5.6. auf Arossim Beach einige Meter aus der Brandungszone gezogen. Sand und Wasser im aufgebrochenen Rumpf machten die Aktion mühselig. Eine Winsch fiel zeitweilig aus. Als die Ebbe einsetzte, wurden Teile des 350-Tonners abgeschnitten, um ihn 20 bis 30 Tonnen leichter zu machen. Das verbliebene Wrackstück sollte am 6.6. bei Ebbe geborgen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Chinesische Fähre lief auf Riff
(06.06.16) Die chinesische RoRo-Fähre “Heji 609” der Yichang Heji Transport lief am 5.6. auf ein Riff, als sie bei Chongqing auf dem Yangtse unterwegs war. Dabei wurde der Rumpf aufgerissen, und es kam zu einem Wassereinbruch auf dem Schiff, das 40 Fahrzeuge sowie 68 Fahrgäste und 20 Crewmitglieder an Bord hatte.
Die Chongqing Maritime Safety Administration schickte ein Team, das alle abbergen sollte. Die Fahrzeuge wurden mit zwei Bergungsschiffen und zwei Schwimmkränen auf ein anderes RoRo-Schiff, die „Heji 616“, verbracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



Sturm trieb Motorboot auf Brighton Beach
(06.06.16) Das Motorboot “Hammer’n” riss sich am Wochenende in demselben Sturm, der auch der „Sygna“ in Stockton den Garaus machte, in Wollongong Harbour los und trieb auf den Brighton Beach. Am Nachmittag des 6.6. begann ein 350-Tonnen-Kran, den 14-Tonner vom Strand zu räumen und auf einen Trailer zu verladen. Bei der Bergung assistierten die Southern Commercial Divers.
Auch musste Sand unter dem Rumpf weggebaggert werden, bevor er angehoben werden konnte. Im Rumpf des Bootes klaffte ein Loch, weswegen keine Bergung von See her möglich war. Die Arbeit dauerte mehrere Stunden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Beschädigte Pieranlage
(Bild: Tu Bui Anh)   Großbild klick!

Kreuzfahrtschiff demolierte Pier in Ketchikan
(05.06.16) Am 3.6. um 14.15 Uhr kollidierte das maltesische Kreuzfahrtschiff "Celebrity Infinity", 90940 BRZ (IMO-Nr.: 9189421), beim Anlegen an Liegeplatz 3 in Ketchikan, Alaska, mit der Pieranlage. Dabei wurden mehrere Dalben beschädigt, eine Gangway stürzte ins Wasser ab. Der Schaden wurde zwischen zwei und drei Millionen Dollar geschätzt. Das Kreuzfahrtschiff trug an der Backbordseite Schrammen und Beulen oberhalb der Wasserlinie davon.
Menschen kamen nicht zu Schaden, da die Festmacher sich rechtzeitig in Sicherheit bringen konnten, als das Schiff bei Windböen mit einer Geschwindigkeit von 20 Metern pro Sekunde nicht
Schaden an der Bordwand
(Bild: Tu Bui Anh)   Großbild klick!
im richtigen Winkel an die Pier herankam und schließlich krachend dagegen schlug. Noch am Abend begannen die Reparaturarbeiten am Kreuzfahrtschiff, das am folgenden Tag die Reise südwärts fortsetzen konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Betrunkener Russenkapitän verursachte Kollision in Brunsbüttel
(05.06.16) Am 2.6. kollidierte im Elbehafen Brunsbüttel der lettische Frachter "Rix Emerald", 2061 BRZ (IMO: 9116802), als er gerade mit Ziel Thyborön ablegen wollte, gegen 17 Uhr mit dem am Kai liegenden holländischen Frachter "Arklow Breeze", 5065 BRZ (IMO: 9638812). Dabei entstand leichter Sachschaden an beiden Schiffen und an der Pier. Während der Seeunfallaufnahme nahmen Beamte der Wasserschutzpolizei bei dem russischen Kapitän der "Rix Emerald" Atemalkoholgeruch wahr.
Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,44 Promille. Eine darauf richterlich angeordnete Blutprobenentnahme erfolgte im WKK Brunsbüttel, die Staatsanwaltschaft Itzehoe ordnete eine Sicherheitsleistung in Höhe von 3.000 Euro an. Die Berufsgenossenschaft für Transport und Verkehrswirtschaft verhängte ein Weiterfahrverbot und kündigte eine Hafenstaatkontrolle für den 3.6. an. Die "Rix Emerald" musste deshalb zunächst auf Reede Anker werfen. Die "Arklow Breeze" lief am 3.6. gegen Mittag aus Brunsbüttel nach Dünkirchen aus und traf dort am folgenden Tag ein. Auch die „Rix Emerald“ erreichte ihr Ziel nach der Kontrolle am selben Tag.
Quelle:Tim Schwabedissen



Motorboot brennt nach Eyplosion
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Sprung ins Wasser rettete Bootsfahrer nach Explosion
(05.06.16) Am 3.5. explodierte der Motor eines 25 Fuß langen Motorbootes unweit des Galveston Causeway. Das Boot war kurz zuvor aus der Payco Marina ausgelaufen. Einer der beiden Bootsfahrer sprang ins Wasser, während der zweite noch versuchte, die Flammen zu löschen.
Als dies fehlschlug, griff er eine Rettungsweste und schwamm mit dem anderen zur Marina zurück, während das Motorboot in Flammen aufging. Um 17.20 Uhr wurde die Coastguard Houston-Galveston alarmiert und schickte ein 45-Fuß-Boot. Es sicherte eine Zone von 100 Yard um das treibende Boot. Nachdem die Flammen erloschen waren, barg SeaTow das Wrack.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bulkcarrier "Roger Blough" wird von der "Philip R. Clarke" geleichtert
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Bulkcarrier auf Lake Superior geborgen
(05.06.16) Am 4.6. wurde der Bulkcarrier "Roger Blough" vom Gros Cap Reef in der Whitefish Bay auf dem Lake Superior freigeschleppt. Danach steuerte er mit eigener Kraft einen Ankerplatz in der Waiska Bay an, wo er weiter untersucht und geleichtert werden sollte. Am frühen Morgen war das am 3.6. um 5.45 begonnene Löschen der Erzladung auf die "Philip R. Clarke" beendet worden.
Um 10.45 Uhr gelang es mehreren Schleppern, den Havaristen dann flottzumachen. Das Schiff zu verankern, dauerte nach der Bergung noch einige Zeit, während der der obere St. Marys River für Schiffe westlich der Schleusen gesperrt blieb. Das U.S. Army Corps of Engineers assistierte beim Leichtern und sicherte Birch Point Range Channel für den Verkehr.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ölverschmutzung in Guanabara Bay
(05.06.16) Der unter Bahamas-Flagge laufende Tanker "Fortaleza Knutsen", 63560 BRZ (IMO-Nr.: 9499876), verursachte am Abend des 2.6. in der Guanabara Bay eine Ölverschmutzung. Das Schiff lag am Terminal Aquaviário auf der Ilha D'água. Rund 50 Liter Öl liefen aus und erreichten die Mündung des Rio Jequiá auf der Ilha do Governador, wo sie Mangroven gefährdeten.
Der Unfall hatte sich beim Löscharbeiten am Petrobras Terminal wegen Problemen mit dem Löscharm ereignet. Den ganzen Tag war ein Team von INEA damit beschäftigt, das Öl aufzufangen. Am frühen Nachmittag des 3.6. konnte die Aktion beendet werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter nach Brest eingeschleppt
(05.06.16) Am 2.6. erlitt der holländische Frachter "Lady Adèle", 2544 BRZ (IMO-Nr.: 9624859), vor Brest auf der Fahrt von Loviisa nach Nantes Maschinenschaden. Am Morgen überhitzte die Maschine, und während versucht wurde, die Ursache herauszufinden, lief das Schiff mit langsamer Fahrt an der Bretagne-Küste entlang, bis es doch um Hilfe bitten musste.
Ein Bergungskontrakt wurde mit den Reedereien Abeilles und Winne Barends am späten Nachmittag geschlossen, und der Schlepper "Abeille Bourbon" lief aus und nahm den Havaristen, der mit 5,000 m³ Schnittholz beladen war, in Schlepp. Gegen 23 Uhr war der Hafen erreicht, wo der Frachter inspiziert und der Schaden behoben wurde. Am 4.6. verließ das Schiff den Hafen von Brest wieder.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre saß vor Pontianak fest
(05.06.16) Die indonesische Fähre "Bukit Raya", 6022 BRZ (IMO-Nr.: 9032173), strandete in der Ansteuerung von Pontianak am Abend des 3.6. auf Position 00 05 N 109 06 O in West Kalimantan. An Bord waren 1636 Passagiere, bis zum Morgen des 4.6. waren davon 550 evakuiert. Ob das Schiff auf Grund saß oder wegen niedrigen Wasserstandes nicht weiter konnte, war unklar. Es war von Pontianak nach Surabaya gekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter kollidierte mit Dock
(05.06.16) Auf dem Cuyahoga River kollidierte der amerikanische Bulkcarrier "Calumet", 9639 BRZ (IMO-Nr.: 7329314), am Abend des 3.6. mit dem Dock in Shooters auf dem Cuyahoga River. Das Heck des Schiffes und die Kaianlage trugen Schäden davon, die Küstenwache leitete eine Untersuchung ein.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter sank vor Finisterre
(05.06.16) Der 18 Meter lange, spanische Kutter "Urbegi - BI-2-7-99", 33 BRZ (MMSI-Nr.: 224007250), bat am Morgen des 3.6. um 7.15 Uhr um Assistenz, nachdem er 43 Meilen westlich von Finisterre an der spanischen Atlantikküste Wassereinbruch im Maschinenraum erlitten hatte. Er war am Vortag aus dem Heimathafen Corme auf Fangfahrt ausgelaufen und befand sich nun auf dem Rückmarsch.
Eine SAR-Operation wurde eingeleitet, und der Helikopter "Helimar 209" sowie das Bergungsschiff "Salvamar Altair" von Salvamento Marítimo aus Camariñas in Marsch gesetzt. Außerdem kamen die "María Pita" und der Frachter "Fei Tien" zu Hilfe. An Bord wurde eine zusätzliche Lenzpumpe abgesetzt, und um 9.20 Uhr schien die Situation soweit unter Kontrolle zu sein, dass der Schlepp in Richtung Küste begann. Doch dann fiel die Maschine aus, der Wasserpegel stieg, und wegen der Gefahr des Kenterns wurde nun die sechsköpfige Crew von Bord geholt.
Eine Stunde lang wurde danach noch versucht, den Hafen von Camariñas zu erreichen. Doch der Wassereinbruch wurde immer stärker, das Schiff legte sich zusehends auf die Seite und stellte sich um 12.43 Uhr aufs Heck, um dann nur 15 Meilen vor Finisterre in der Tiefe zu versinken. Die „Urbegi“ wurde 2000 auf der Werft Talleres Marítimos Integrales erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter sank bei Kollision
(05.06.16) Der chinesische Frachter „Fu Sheng 268“ (IMO-Nr.: 1845472) kollidierte am 4.6. mit einem Kutter vor Zhanjiang in Süd-China. Dieser sank, die 12-köpfige Crew wurde von anderen Kuttern gerettet. Der Frachter blieb unbeschädigt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schiffbrüchige von kieloben treibendem Boot gerettet
(05.06.16) Die Coast Guard Islamorada, Florida, rettete am 4.6. sechs Personen von einem gekenterten, 16 Fuß langen Sportboot beim John Pennekamp Coral Reef State Park. Gegen Mittag war der Hilferuf eines der Schiffbrüchigen, der sich auf den Rumpf gerettet hatte, aufgefangen worden. Die Coast Guard Key West wurde verständigt, und von der Station Islamorada lief ein Rettungsboot aus, während ein MH-65-Helikopter von der Air Station Miami aufstieg.
Das Boot der Station Islamorada barg die sechs Schiffbrüchigen aus dem Wasser und vom Rumpf des kieloben treibenden Sportbootes. Sie wurden zur medizinischen Betreuung zum John Pennekamp Coral Reef State Park gebracht. Sie waren mit geringfügigen Verletzungen davon gekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fahrgastschiff in Grönland havariert
(05.06.16) Das zyprische Expeditionsschiff "Ortelius", 4575 BRZ (IMO-Nr.: 8509181), erlitt mit 146 Personen an Bord am 4.6. um 12.30 Uhr an der Eiskante in Hinlopstredet zwischen Nordaustlandet und Spitzbergen in Svalbard Maschinenausfall. Da keine unmittelbare Gefahr bestand, wurde versucht, den Schaden vor Ort zu beheben. Vorsorglich schickte das verständigte MRCC das Regierungsschiff "Polarsyssel" zu Hilfe.
Nachdem sich abzeichnete, dass die Reparatur länger dauern würde, nahm es den Havaristen in Schlepp in Richtung Longyearbyen. Dies würde mehrere Tage dauern. Die Küstenwache schickte das Patroullienboot "Sortland", das den Havaristen auf der letzten Etappe dorthin auf den Haken nehmen sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen



12000 Tonnen Sojabohnenöl geleichtert
(05.06.16) Am 5.6. sollte die Bergung des unter Marshall Islands-Flagge laufenden Tankers "Siteam Anja", 28027 BRZ (IMO-Nr.: 9111058) zwischen 18 und 20 Uhr mithilfe von drei Schleppern beginnen. Am 4.6. um vier Uhr hatte das Leichtern von 12000 Tonnen Sojabohnenöl auf den Schweizer Tanker "SCT Monte Rosa" (IMO-Nr.: 9298363) begonnen, der mit seinem Tiefgang ideal für die Wassertiefe von 11 Metern an der Isla de Lobo geeignet war. Die Offshore-Schiffe "Maneador", "Far Senior" " und "VB Gladiator" gingen auf Standby.
Nach dem Leichtern nahm die "Siteam Anja" Ballastwasser auf, um stabil auf Grund zu bleiben, bis das Freischleppen beginnen sollte. Danach war geplant, den Havaristen auf eine Position 15 Meilen südlich der Isla de Lobos für erste Untersuchungen zu bringen. Am 6.6. sollte es dann in ein Gebiet südwestlich von Gorriti gehen, wo Taucher bessere Sicht und weniger Strömung haben.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ein Toter und 14 Vermisste bei Kentern chinesischen Ausflugsbootes
(05.06.16) Am 4.6. begann eine SAR-Operation von Tourbooten und anderen Schiffen, nachdem die „Shuanglong“ mit 18 Personen an Bord bei Guangyuan in der südwestchinesischen Sichuan Provinz gekentert war. An Bord waren 18 Personen, als sich das Unglück am Nachmittag auf dem Bailong Lake bei starkem Sturm ereignete. Drei Menschen wurden lebend, ein Kind tot geborgen.
14 Personen wurden noch vermisst. Am Morgen des 5.6. waren 320 Rettungskräfte, darunter auch Taucher, vor Ort. Die „Shuanglong“ war üfr 40 Personen zugelassen. Ein Team der Blue Sky Rescue fand das gekenterte Boot unterdessen mit Unterwasserkameras, konnte aber keine Hinweise auf Überlebende feststellen. Das Wrack sollte am 6.6 geborgen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



RNLI rettete neun Personen von gestrandetem Boot
(05.06.16) Am 4.6. um 13.45 Uhr kam das RNLI-Boot aus Lough Derg auf Anweisung der Valentia Coast Guard einem 40 Fuß langen Motorboot zu Hilfe, das mit neun Personen an Bord beim Ryan's Point auf Grund gelaufen war. Das Rettungsboot lief um 14 Uhr aus und lokalisierte das Boot 10 Minuten später.
Ein Rettungsmann stieg an Bord über und vergewisserte sich, dass alle Insassen wohlauf waren und untersuchte das Boot auf mögliche Schäden. Das Rettungsboot lotete die Tiefen um das Boot aus und versuchte dann, es freizuschleppen, allerdings ohne Erfolg. Um 15 Uhr wurden alle neun Personen abgeborgen und nach Dromineer gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Philip R. Clarke" leichtert gestrandeten Frachter "Roger Blough"
(Bild: USCG)   Großbild klick!

Leichtern der „Roger Blough“ hat begonnen
(03.06.16) In Am Nachmittag des 2.6. ging der Bulkcarrier "Philip R. Clarke" an dem auf dem Lake Superior gestrandeten Frachter "Roger Blough" und begann mit dem Leichtern des geladenen Eisenerzes. Ein zweiter Bulker, die "Arthur M. Anderson", 12341 BRZ (IMO-Nr.: 5025691), lief aus Sault Ste. Marie aus und machte am 3.6. in Detroit fest, um nötigenfalls ebenfalls zu assistieren. Taucher fanden bei ihrer Untersuchung des Rumpfes des Havaristen zwei Ballasttanks am Vorschiff aufgerissen vor.
Der Wassereinbruch war aber stabil, und die Besatzung des Frachters wohlauf. Das Patroullienboot "Mobile Bay", das die vergangenen Tage vor Ort gewesen war, lief am Nachmittag des 2.6. mit einer Barge flussabwärts ab. Die Schlepper "Missouri" und "Anglian Lady" waren vor Ort auf Standby. Wenn die "Roger Blough" wieder flottgemacht war, sollte sie in der Bay Shipbuilding in Sturgeon Bay, Wisconsin, repariert werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Barhöft: Betrunkener Skipper setzte Yacht auf Grund
(03.06.16) Am 02.06.2016 gegen 14:40 Uhr lief vor Barhöft in der Barther Zufahrt eine Segelyacht auf Grund. An Bord befanden sich zwei Personen. Das Seenotrettungsboot "Hertha Jeep" der DGzRS aus Stralsund schleppte das Boot wieder frei und in den Hafen von Barhöft ein.
Bei der Unfallaufnahme wurde bei dem Bootsführer ein Atemalkoholwert von 1,65 Promille festgestellt. Daraufhin wurde eine Blutentnahme durchgeführt und ein Ermittlungsverfahren wegen Trunkenheit im Schiffsverkehr eingeleitet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Segelyacht „Jay Giny“ sitzt fest
(Bild: RNLI)   Großbild klick!

13. Stopp brachte Segler Unglück
(03.06.16) Das RNLI-Boot aus Barmouth wurde am 2.6. um 12.54 hr alarmiert, nachdem die acht Meter lange Segelyacht „Jay Giny“ auf Ynys y Brawd gestrandet war. Das Boot lag auf der Seite, als das kleinere der Rettungsboote eintraf. Der Skipper befand sich auf einer Umrundung der britischen Inseln, und unglücklicherweise war Barmouth sein 13. Stopp. Er hatte zwar alle notwendigen Seekarten, aber ihm war eine Fehleinschätzung des Fahrwassers unterlaufen, als er die Barre bei Ebbe queren wollte.
Obwohl er sich nicht in unmittelbarer Gefahr befand, nahmen die Seenotretter ihn mit an Land, wo der Hafenkapitän ihn mit den notwendigen Informationen ausstattete, um die Reise sicher fortsetzen zu können. Bei Flut konnte sein Boot wieder flottgemacht werden, und um 14.10 Uhr waren die Seenotretter wieder klar zum Einsatz.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre ging der Treibstoff aus
(03.06.16) Kurz nachdem die indonesische Fähre "Jetliner", 4563 BRZ (IMO-Nr.: 9117454), am 3.6. gegen 1.30 Uhr aus Bau Bau auf Buton Island nach Wakatobi in Südost-Sulawesi auslief, fiel die Maschine des mit 60 Passagieren besetzten Schiffes aus. Grund war Treibstoffmangel.
Die Fähre trieb mehrere Stunden in der See, bevor sie in den Hafen zurück gebracht wurde. Der Hafen von Bau Bau leidet derzeit an einem Mangel an Bunkeröl.
Quelle:Tim Schwabedissen



Windbö setzte Frachter auf Travegrund
(03.06.16) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter "Lene D", 1593 BRZ (IMO-Nr.: 8611013), wurde am 1.6. gegen 14.40 Uhr beim Verlassen des Liegeplatzes der Nordgetreid in Lübeck-Schlutup von einer Windbö erfasst. Es befand sich in Rückwärtsfahrt im Fahrwasser, als es nach Backbord aus dem Fahrwasser gedrückt wurde. Das unbeladene Schiff kam mit dem Heck außerhalb des Fahrwassers auf Sandgrund fest.
Die Wasserschutzpolizei Travemünde war mit den Dienstbooten „Greif“ und „Sperber“ bei dem Havaristen, und die Beamten begannen mit der Ermittlung von Unfallursache und –hergang. Sie setzten sich mit den zuständigen Behörden in Verbindung, und es wurde ein Weiterfahrverbot ausgesprochen. Gegen 16.30 Uhr gelang es dem zur Unterstützung angeforderten Hafenschlepper „Simson“, die „Lene D“ vom Grund zu ziehen.
Gegen 16.45 Uhr machte sie am Lübecker Lehmannkai fest, damit der Schiffsrumpf von Tauchern auf etwaige Beschädigungen untersucht werden konnte. Nach Freigabe des Schiffes durch die Klassifikationsgesellschaft wurde das Weiterfahrverbot um 20 Uhr aufgehoben. Gegen 22 Uhr lief die „Lene D“ wieder aus und erreichte am 2.6. gegen 22 Uhr den Zielhafen Stettin.
Die “Lene D” ist 82,19 Meter lang, 11,3 Meter breit, hat 3,67 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 2667 Tonnen. Sie läuft für die Drabert Schifffahrts GmbH in Oldenburg in Holstein, und wurde 1987 auf der Husumer Schiffswerft Inh. Gebr. Kröger GmbH & Co. KG als “Leone” erbaut. Bis 1994 lief sie als “Scot Carrier” und bis 2010 als „Leona“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kranschiff verursachte Ölverschmutzung auf der Weser
(03.06.16) Am Morgen des 2.6. kam es auf der Unterweser im Bereich Nordenham-Blexen zu einer Gewässerverunreinigung. Auf einem dort arbeitenden Kranschiff war es an einem bordeigenen Bagger zu einer Leckage in der Hydraulikanlage gekommen, so dass rund 50 Liter Hydrauliköl in das Wasser gelangten.
Die ersten Ermittlungen vor Ort wurden durch die Wasserschutzpolizei Bremerhaven vorgenommen. Eine Bekämpfung der Verunreinigung kam nach Einschätzung der zuständigen Fachbehörde nicht in Betracht. Die Wasserschutzpolizei Brake führte die weiteren Ermittlungen im Rahmen eines Strafverfahrens durch.
Quelle:Tim Schwabedissen



Drei Schiffbrüchige und sechs Ölfässer geborgen
(03.06.16) Am 1.6. rettete die US Coast Guard drei Personen, deren 40 Fuß langer Kabinenkreuzer im Cape May Inlet, New Jersey, Wassereinbruch erlitten hatte. Die Coast Guard Delaware Bay fing um 20:30 Uhr einen Notruf auf und schickte von der Station Cape May ein 29-Fuß-Boot, das die Schiffbrüchigen unversehrt aus dem Wasser rettete. 11 Ölfässer, die sich an Bord befunden hatten, waren beim Untergang des Schiffes aufgetrieben. Sechs davon konnten geborgen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Nach Brückenanfahrung Automatisierung hinterfragt
(03.06.16) Nachdem am 1.6. um 17.30 Uhr das holländische Binnenschiff "Cooperation", 1080 ts (EU-Nr.: 06000502), mit der Brielenbrücke über den Willebroek-Kanal kollidierte und dabei ihr Ruderhaus verlor, hat der Bürgermeister von Tisselt, Eddy Beavers, eine kritische Untersuchung der Brückenbedienung gefordert. Er wollte die zuständige Wasserbau und –kanalbehörde ansprechen, nachdem es bereits mehrfach zu derartigen Zwischenfällen kam, um zu erörtern, ob von der Automatisierung der Brückenbedienung Gefahren ausgehen.
Die "Cooperation" konnte inzwischen den Kai der Werft Bocxe BV in Delft zur Reparatur ansteuern. Ihre zweiköpfige Crew war mit dem Schrecken davongekommen. Ihr Schiff wurde 1965 als „Rife in Manus“ bei De Rupel in Rupemonde erbaut für R. Ryckaert in Soignies. 2009 wurde es zur „Cooperation“ und läuft aktuell für die SVB van den Kieboom & Co Vof in Raamsdonksveerund. Es hat eine Länge von 73 Metern und eine Breite von 8,20 Metern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schiffsbrandexperten brauchten nicht mehr einzugreifen
(03.06.16) Nach dem Maschinenraumbrand am 2.6. gegen neun Uhr lag der belgische Hopperbagger "Uilenspiegel" am 3.6. weiterhin rund 10 Kilometer vor der holländischen Küste bei Westkapelle. Der niederländische Schlepper "Odin" (IMO-Nr.: 9572824) hatte am Havaristen festgemacht. Die Crew des Baggers hatte das am Vormittag entstandene Feuer durch Fluten des Maschinenraums mit CO2 selbst ersticken können.
Daraufhin war beschlossen worden, ein spezielles Schiffsbrandbekämpfungsteam, das sich an Bord des Rettungsbootes "Zeemannshoop" aus Breskens befand, angesichts des hohen Seegangs vor Ort aus Sicherheitsgründen nicht mehr an Bord abzusetzen. Es wurde nach Breskens zurückgebracht. Auch die "Uly" der Station Westkapelle kehrte nach einer Erkundung in den Hafen zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen



Schiffbrüchige Sportbootfahrer aus Schlauchboot gerettet
(03.06.16) Bei Sandsøya sank am 2.6. ein 45 Fuß langes Holzboot nach Wassereinbruch beim Versuch, es durch das NSSR-Rettunngsboot „Idar Ilstein“ nach Ålesund abzuschleppen. Das Boot war westlich Sandsøya in Møre og Romsdal bei 1,5 bis zwei Meter hohen Wellen in Schwierigkeiten geraten und hatte einen Notruf abgesetzt, der von Florø-Radio aufgefangen wurde. Die Funkstation informierte die Seenotretter, weil das Boot keinen Funk hatte und die Mobiltelefone nicht mehr funktionierten.
Bei ihrem Eintreffen lag das Heck des Bootes schon unter Wasser. Versuche, die Lage unter Kontrolle zu bekommen, scheiterten, und wenig später versank es. Die zweiköpfige Crew ging in ein kleines Schlauchboot, aus dem es von der „Idar Ulstein“ aufgenommen wurde. Um 23 Uhr war das Rettungsboot zurück in Fosnavåg.
Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler bekam Trawl in den Propeller
(03.06.16) Am 3.6. wurde das NSSR-Rettungsboot "Knut Hoem" zur Assistenz für den norwegischen Trawler "Glomfjord", 371 BRZ (IMO-Nr.: 9032472), gerufen, dem sein Netz in den Propeller geraten war und der nun manövrierunfähig in rauer See vor Myre trieb. Die Seenotretter stellten eine Schleppverbindung her und brachten den Havaristen in den Hafen, wo Taucher den Antrieb von dem Schleppnetz befreiten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hybridfähre in Punta Castagna gestrandet
(03.06.16) Die brandneue Hybridfähre „Andrea“ der Reederei Naveva in Ajaccio riss sich bei starkem Wind von ihrem Ankerplatz los und trieb am Morgen des 2.6. auf Felsen unweit von Punta Castagna am Strand von Piana Busaglia. Dabei wurde ein Tank, in dem sich eine kleine Menge Gasöl befand, aufgerissen, und es kam zu einer geringen Öllverschmutzung, die von der Brandung rasch aufgelöst wurde. Die südkorsische Präfektur forderte den Eigner auf, das Schiff umgehend zu bergen, was so rasch, wie das Wetter es erlaubte, stattfinden sollte. Ein Helikopter des Zivilschutzes und ein Schiff der Marine waren vor Ort, um den Umfang der Ölkontamination zu überwachen.
Das Schiff war erst 2016 für die Fahrt im Scandola-Reservat erbaut worden. Es hatte am 10.3. den Rollout bei der CNB Pro und wurde am 14.4. in Ajaccio getauft. Das aus Aluminium gefertigte Schiff ist 20 Meter lang und kann bis zu 118 Fahrgäste aufnehmen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zweimaster ging vor Shetland im Sturm in Flammen auf
(03.06.16) Am 2.6. rettete der norwegische Offshore-Versorger “REM Gambler”, 8053 BRZ (IMO-Nr.: 9447964), die neunköpfige Crew der 14 Meter langen, polnischen Yacht “Miracle” (MMSI-Nr.: 261013240), die nach eine Explosion an Bord um 9.20 Uhr rund 50 Meilen südwestlich von Shetland in Flammen aufgegangen war. Die sieben Männer und zwei Frauen aus Polen trieben in einer Rettungsinsel in der stürmischen See, während meterhohe Flammen aus dem Deck des Zweimasters loderten und den Hauptmast zu Fall gebracht hatten.
Die “REM Gambler” war nur sieben Meilen entfernt gewesen, als sie den von der britischen Coastguard weitergeleiteten Mayday-Ruf auffing und nahm mit voller Kraft Fahrt auf die gemeldete Position. Schon aus größerer Distanz waren Rauch und Feuer zu sehen. Die Crew setzte ein Boot aus, das die Rettungsinsel auf den Haken nahm und zum Versorger zog.
Dort wurde sie mit einem Kran an Deck genommen. Gegen 18 Uhr traf die “REM Gambler” mit den Schiffbrüchigen vor Shetland ein, und das in Scalloway stationierte Lotsenboot “Lyrie” übernahm die Segler und brachte sie an Land, während die “REM Gambler” ihre Fahrt zum Schiehallion-Ölfeld westlich von Shetland fortsetzen konnte.
Auch das RNLI-Boot aus Aith lifeboat war ausgelaufen, konnte aber auf halbem Weg wieder abdrehen, nachdem die Rettungsaktion zu einem glücklichen Ende gebracht worden war. Der RAF-Hubschrauber aus Sumburgh überwachte die Lage aus der Luft.
Im Hafen wurden die Segler von einem Team der Coastguard und der Polizei erwartet und zum Unglück befragt. Das Rote Kreuz und die Fischermission betreuten sie. Das Shetland Islands Council suchte Notschlafplätze für die Schiffbrüchigen, die noch von der überstandenen Notlage gezeichnet waren.
Die “Miracle” war von Bergen nach Lerwick gelaufen, wo die Crew sich nach einer stürmischen Nordseepassage erholte. Am Abend des 1.6. ging es dann weiter nach Torshavn. Doch am folgenden Morgen befanden sie sich südwestlich von Shetland, weil sie der zunehmende Nordwind vom Kurs abgebracht hatte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gesunkenes Ausflugsboot befand sich in militärischem Sperrgebiet
(03.06.16) Die 40 Fuß lange „Karen N” der Chesapeake Bay Foundation, die am Abend des 1.6. mit einem Unterwasserhindernis in der Chesapeake Bay kollidierte und sank, befand sich in einem Sperrgebiet. Die U.S. Navy warnte vor nicht explodierten Bomben in der Umgebung der Unglücksstelle. Das Wasser war dort, westlich von Bloodworth Island, ungefähr 10 Fuß tief.
Deshalb blieb das Dack der Kajüte knapp über Wasser, und die 23 Schiffbrüchigen der Kent School in Chestertown, Maryland, konnten fast trockenen Fußes von dem Kutter „Lady Ka Kee“ gerettet und nach Wingate in Ost-Maryland gebracht werden. Die Sorge des Skippers bei der Aktion war, selbst mit etwas, was die Marine einst versenkte, zusammenzustoßen, doch die Rettungsaktion lief ohne Zwischenfälle und ruhig ab. Fünf der Bootsfahrer erlitten leichte Verletzungen, konnten aber mittlerweile wieder entlassen werden.
In der Seekarte sind Unterwasserhindernisse verzeichnet. Warum der erfahrene Kapitän in das Sperrgebiet fuhr, war noch unklar. Die Marine nutzte den Bloodsworth Island Range von 1942 bis 1995 für Sprengversuche. Die Coast Guard leitete eine Untersuchung ein, womit das Schiff kollidiert war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Bootswrack vor Alaska im Nationalpark entdeckt
(03.06.16) Der National Park Service fand das am 30.5. in Alaskas Glacier Bay National Park, gesunkene, 27 Fuß lange Boot, bei dessen Untergang zwei Männer starben, in 25 Fuß Tiefe nahe Strawberry Island. Der 75-jährige Skipper und sein Sohn waren bewusstlos aus dem Wasser gezogen worden und konnten nicht wiederbelebt werden. Vier weitere, von denen einer an Land geschwommen war, überlebten den Untergang.
Das Wrack wurde mit einer Boje markiert. Die Bergung könnte ein bis zwei Wochen dauern. Das Boot war aus Bartlett Cove, 10 Meilen von Strawberry Island, entfernt, auf Fischfang ausgelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Hab und Gut mit knapper Not gerettet
(03.06.16) Das Eignerpaar der am Morgen des 2.6. in Newport Harbour leckgeschlagenen „Themis“, 45 ts, war nach dem drohenden Verlust seiner Habe schockiert. Um 7.51 Uhr war der Isle of Wight Fire and Rescue Service alarmiert worden, weil es im Bug des 65 Fuß langen ehemaligen Kutters zu einem Wassereinbruch gekommen war. Das Schiff, das in den 1930er Jahren erbaut worden war, drohte bei steigendem Wasserstand vollzulaufen. Offenbar war eine Planke abgesprungen, sodass das Schiffsinnere zunehmend geflutet wurde.
Der 77-jährige Eigner David Harris, der seit 17 Jahren Besitzer der „Themis“ war, flüchtete mit seiner Frau an Land. Es gelang aber, mit zwei Pumpen des Wassereinbruchs Herr zu werden. Nachdem die Feuerwehr während der Flutstunden um die Mittagszeit das Schiff schwimmfähig hielt, dichtete Personal von Newport Harbour das Leck ab, nachdem der Wasserpegel wieder fiel.
Quelle:Tim Schwabedissen



Nachteinsatz für havarierte Yacht vor Isle of Man
(03.06.16) Das RNLI-Boot aus Douglas wurde am 2.6. um 1:30 Uhr alarmiert, nachdem der Motor einer Segelyacht mit drei Personen an Bord auf dem Weg zur Isle of Man überhitzt war. Das Boot war am Vortag um 8:30 Uhr von Widnes in Liverpool nach Douglas ausgelaufen. Um gegen den kräftigen Nordostwind anzukommen, musste es unter Motor laufen. Drei Meilen vor Douglas stoppte dieser dann.
Das Rettungsboot „Sir William Hillary” lief aus und lokalisierte die Yacht vor Santon Head. Eine Schleppverbindung wurde hergestellt und das Boot nach Douglas an die Kind Edward Pier gebracht. Die Douglas Coastguard nahm sich der erschöpften Segler an, und das Rettungsboot war um 4:40 Uhr wieder einsatzklar.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Amadeus Silver" (Archivbild)
(Bild: Rolf Heinrich, Köln)   Großbild klick!

Passauer Hängebrücke zweimal an einem Tag gerammt
(02.06.16) Am späten Vormittag des 1.6. kollidierte auf der Donau das deutsche Flusskreuzfahrtschiff "Amadeus Silver (EU-Nr.: 02336694) von Wien kommend mit der Hängebrücke über den Fluss. Weil es bei dem hohen Wasserstand etwas zu hoch aufragte, um darunter hindurch zu passen, touchierte es mit einem Sonnensegel am Oberdeck die Unterseite der Brücke. Auch Liegestühle und Teile der Reling wurden beschädigt.
Die Wasserschutzpolizei schätzte den entstandenen Schaden auf 5.000 Euro. Das 135 Meter lange Schiff machte anschließend unterhalb der Brücke an Liegeplatz 1 fest. Während die Passagiere eine Stadtbesichtigung unternahmen, besserte die Besatzung am Oberdeck die Schäden aus.
Der Schiffsführer verlegte die Abfahrt aus Passau nach Vilshofen und weiter nach Regensburg um eine Stunde vor, um so noch die noch niedrige Bogener Eisenbahnbrücke vor Mitternacht zu passieren, bevor der Donaupegel nach den heftigen Regenfällen der vergangenen Tage wieder anstieg.
Hochwasser: Ruderhaus abrasiert
(Bild: Tobias Mayrhofer)   Großbild klick!
Gegen 17.30 Uhr krachte es dann schon wieder an der Hängebrücke: Nun war das 82 Meter lange, kroatische Binnenschiff „Wiking“ 1215 ts (EU-Nr.: 05501670), wegen des Hochwassers mit der Hängebrücke kollidiert. Das Ruderhaus des Schiffes wurde dabei komplett abgerissen, die Hängebrücke aus Sicherheitsgründen eine halbe Stunde gesperrt.
Die „Wiking“ war bei einem Donaupegel von inzwischen gut 7,40 Meter – der Normalpegel beträgt dort 4,50 Meter- flussabwärts unterwegs. Der osteuropäische Schiffsführer hatte wohl von der Pegelstandsanzeige am Flussufer keine Notiz genommen und die Durchfahrtshöhe unterschätzt. Es gelang ihm nach der Havarie aber, das Schiff unmittelbar hinter der Hängebrücke am Ufer
Zerstörtes Ruderhaus
(Bild: Ingo Zahlheimer)   Großbild klick!
anzulegen. Das Schiff hatte eine dreiköpfige Crew aus Kroatien, Sebrien und der Ukraine an Bord. Verletzt wurde niemand von ihnen. Die alarmierte Passauer Feuerwehr konnte, da keine Trümmerteile oder Giftstoffe in die Donau gelangt waren, nach 30 Minuten wieder abrücken und den Fall an die verspätet eingetroffene Wasserschutzpolizei übergeben.
Ein Student aus einem nahen Wohnheim, selbst gebürtiger Kroate half den Einsatzkräften als Dolmetscher geholfen. Die Crew sprach weder Deutsch noch Englisch.
Quelle:Tim Schwabedissen



Renault Clio wird geborgen
(Bild: Politie Willebroek)   Großbild klick!

Ruderhaus von Binnenschiff bei Brückenanfahrung zerstört – Clio nahm Bad
(02.06.16) Am Abend des 1.6. kollidierte ein Binnenschiff auf dem Willebroek-Kanal mit der Brielenbrücke in Tisselt. Die Havarie ereignete sich gegen 17.30 Uhr. Durch den Aufprall brach das Ruderhaus zusammen. Der Renault Clio des Schiffsführers landete bei dem Zusammenstoß im Wasser.
Unmittelbar nach der Kollision wurde der Schiffsverkehr auf der Straße gestoppt. Notfalldienste wurden alarmiert, doch wie durch ein Wunder niemand blieb die zewiköpfige Crew unverletzt. Der Schiffsführer hatte sich im letzten Moment in Sicherheit bringen können. Taucher der Feuerwehr begannen das Auto zu suchen. Nachdem sie es rasch auf dem Kanalgrund gefunden hatten, wurde das verbogene Wrack binnen vier Stunden von einem Abschleppwagen aus dem Wasser gehoben.
Die Antwerpener Polizei leitete eine Untersuchung ein. Der Schiffsführer hatte die Brücke war bemerkt, aber er dachte, dass er immer darunter passieren könnte. Die Schäden an der Brielenbrücke blieben begrenzt, und sie konnte nach einer Untersuchung wieder freigegeben werden.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuerwehr pumpt Wasser ab
(Bild: Isle of Wight Fire Rescue Service)   Großbild klick!

Älteres Paar von ehemaligem Kutter nach Wassereinbruch gerettet
(02.06.16) Am Morgen des 2.6. begann im Hafen von Newport auf der Isle of Wight ein ehemaliger 45-Tonnen-Kutter zu sinken. Zwei Fahrzeuge des Isle of Wight Fire and Rescue Service wurden um 7.33 Uhr alarmiert und bargen die beiden Bewohner des jetzt auf dem River Medina unweit des Boat Museum in Seaclose als Hausboot genutzten Schiffes unweit der Jubilee Stores von ihrem Holztrawler ab. Das Rote Kreuz betreute das Paar.
Offenbar war über Nacht an Bord die Lenzpumpe ausgefallen, und durch eine beschädigte Planke drang Wasser ein, als dann die Flut auflief. Die Feuerwehr pumpte das nachdrängende Wasser ab. Auch das Newport Coastguard Incident Response Team sowie der Hafenkapitän von Newport waren vor Ort. Es gelang, das Schiff zu stabilisieren.
Quelle:Tim Schwabedissen



Korvette "Espora - P 41", Rumpfschaden
(Bild: Fuerzas de Defensa Argentinas)   Großbild klick!

Argentinische Korvette trieb gegen ankernden Tanker
(02.06.16) In der Nacht zum 1.6. kollidierten der unter Marshall Islands-Flagge laufende Tanker "Saturn", 8985 BRZ (IMO-Nr.: 9400851), und die argentinische MEKO 140-Korvette "Espora - P 41", 1790 tdw, vor der Marinebase in Puerto Belgrano Naval Base auf Ankerplatz Charlie in der Mündung von Bahia Blanca südlich von Buenos Aires. Bei starkem Wind hielt der Anker der Korvette nicht mehr im Grund, und sie kam ins Treiben, bis sie gegen den Bug des ebenfalls ankernden Tankers schlug. Dabei entstanden an der Backbordseite der Korvette erhebliche Schäden.
Sie lief anschließend den Marinehafen Puerto Belgrano mit eigener Kraft an. Der Tanker, der aus Campana gekommen war, ankerte am 2.6. weiter vor Bahia Blanca.
Die “Espora” wurde nach einem Entwurf der Hamburger Werft Blohm + Voss als Weiterentwicklung der portugiesischen Korvetten der João Coutinho-Klasse erbaut. Alle Schiffe der Espora-Klasse entstanden auf der AFNE "Río Santiago" Werft unweit von La Plata. Das Schiff wurde 1982 abgeliefert und hat eine Länge von 91,2 Metern, eine Breite von 11 Metern und einen Tiefgang von 3,33 Metern.
Die “Saturn” ist 128,6 Meter lang, 20,4 Meter breit, hat 8,71 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 13051 Tonnen. Sie läuft für die National Shipping SA in Buenos Aires und wurde 2009 bei der Sekwang Heavy Industries Co. Ltd. in Ulsan erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Feuer auf Bagger vor Westkapelle
(02.06.16) Am 2.6. gegen 8.30 Uhr brach im Maschinenraum des belgischen Hopperbaggers "Uilenspiegel", 12979 BRZ (IMO-Nr.: 9247467), auf der Westerschelde vor Westkapelle ein Feuer aus. Die Crew aktivierte das CO2-Löschsystem und die Feuerwehr schickte ein speziell trainiertes MIRG (Maritime Incident Response Group)-Team mit dem KNRM-Rettungsboot "Zeemannshoop" aus Breskens zum Havaristen. Das Rettungsboot "Uly" der Station Westkapelle rückte zur Erkundung der Lage aus. Es gelang bis 10.15 Uhr, das Feuer mit Bordmitteln zu ersticken. Anschließend wurden die Schiffsräume von den Einsatzkräften belüftet.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre lief auf Sandbank
(02.06.16) Die indonesische Fähre "KM Kelud", 14665 BRZ (IMO-Nr.: 9139684), lief am 1.6. gegen 11 Uhr beim Ansteuern des Hafens von Sekupang in Batam auf Grund. Das 1998 auf der Papenburger Meyer-Werft erbaute Schiff geriet mit 714 Passagieren an Bord bei rauer See mit starkem Regen und Sturmböen auf eine Sandbank. Es saß außerhalb des Fahrwassers mit Schlagseite fest. Die Passagiere blieben an Bord, während darauf gewartet wurde, dass es sich wieder befreite.
Quelle:Tim Schwabedissen



Kutter nach Maschinenraumbrand gesunken
(02.06.16) Am 1.6. gegen 6.30 Uhr brach im Maschinenraum des französischen Kutters “La Sarcelle - CH.734081, 8,52 BRZ, ein Feuer aus. Der Mayday-Ruf der Crew wurde vom CROSS Jobouar aufgefangen, das den in der Nähe befindlichen Kutter „Albatros“ um Hilfeleistung bat. Dieser nahm die vier Fischer aus einer Rettungsinsel auf, während ihr Schiff 1,5 Meilen nördlich von La Hague sank. Die Schiffbrüchigen wurden um 7.45 Uhr in Omonville-la-Rogue an Land gebracht.
Das SNSM-Boot „Mona Rigolet“ aus Goury sammelte aufgetriebene Trümmer ein und hielt nach Ölverschmutzungen Ausschau. Die Meerestiefe an der Untergangsstelle betrug 55 Meter. Die „La Sarcelle“ war 11,8 Meter lang und vier Meter breit. Das Polyesterschiff wurde 1989 bei der Chantier Naval Pombo Chateauneuf les Martigues erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Gestrandeter Frachter auf Lake Superior wird geleichtert
(02.06.16) Taucher der DonJon-Smit Salvage haben die Untersuchung des Rumpfes der "Roger Blough" abgeschlossen, und auf deren Basis wurde der Bergungsplan überarbeitet. Am 3.6. soll der Frachter "Philip R. Clarke", 11623 BRZ (IMO:5277062) mit dem Leichtern der Ladung beginnen. Er lief am 1.6. aus Duluth aus.
Die Ölsperren blieben vorsorglich um das Heck des Havaristen ausgebracht, und das Personal der Environmental Response der kanadischen Coastguard blieb in Sault Ste. Marie, Ontarioin Bereitschaft. Das U.S. Army Corps of Engineers sollte beim Leichtern assistieren und die sichere Passage des Birch Point Range Channel absichern.
Quelle:Tim Schwabedissen



Vier Mann von sinkendem Kutter gerettet
(02.06.16) Die US Coast Guard wurde am 1.6. alarmiert, nachdem der Kutter “Velvet” bei Ketchikan, Alaska, auf Grund gelaufen und leckgeschlagen war. Ein Boot der Station Ketchikan übernahm die beiden Crewmitglieder von dem Kutter “William“, der sie von dem im Mclean Arm südöstlich von Prince of Wales Island sinkenden Schiff abgeborgen hatte.
Auch ein MH-60 Jayhawk Helikopter war von der Air Station Sitka aufgestiegen, brauchte aber nicht mehr einzugreifen. Vor Ort waren 17 Meilen Wind und vier Fuß hohe Seen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Zwei gestrandete Schiffe gefährden Korallenriff im Golf von Mexiko
(02.06.16) Der Bundesanwalt der Umweltschutzbehörde in Mexiko forderte die Eigner des Offshore-Versorgers "Palo de Tinte", 163 BRZ (IMO-Nr.: 8741363), sowie der "Tabasco 406", ihre beiden im Parque Arrecife Alacranes in Yucatán gestrandeten Schiffe bergen zu lassen. Damit sollte eine weitere Zerstörung der sensiblen Korallenriffe in dem Nationalpark 120 Kilometer nördlich von Yucatán verhindert werden. Die 15 Meter lange "Tabasco 406" liegt bereits seit Februar 2012 in flachem Wasser auf Grund.
Hatte sie zunächst das Riff nur auf 300 Metern beschädigt, wurden inzwischen 2500 Meter durch die Bewegungen des Wracks auf dem Riff in Mitleidenschaft gezogen. Der Eigner des 30-Tonners musste bereits eine Strafe von 1,5 Millionen Pesos zahlen, hat aber keine Anstalten unternommen, das Schiff zu beseitigen, sodass nun eine Anklage durch die PROFEPA erhoben wurde.
Die "Palo da Tinte" lief am 13.4. in Arrecife Alacranes auf Grund und hat dabei 300 Meter Korallenriff beschädigt. Der PROFEPA und s die National Commission of Natural Protected Areas bereitet Sorgen, dass seither noch nicht einmal das Öl aus den Tanks abgepumpt wurde, das das Nationalparkgebiet so weiterhin gefährdet. Bergungsversuche durch den Schlepper "Dabhol" der Equimar Company waren in den der Strandung folgenden Tagen gescheitert.
Quelle:Tim Schwabedissen



22 Personen von Charterboot gerettet
(02.06.16) 22 Personen, darunter auch mehrere Schulkinder, wurden am 1.6. gerettet, nachdem das 40 Fuß lange Charterboot “Karen N” gegen 18 Uhr in der Chesapeake Bay nahe Bloodsworth Island nach Kollision mit einem unbekannten Gegenstand sank. Die US Coast Guard fing noch einen Mayday-Ruf auf, ehe der Kontakt abriss. Die Geretteten wurden nach Wingate im Dorchester County gebracht. Drei von ihnen waren zum Teil schwer verletzt, der Skipper wurde bewusstlos auf dem Luftweg ins Peninsula Regional Medical Center transportiert.
Die beiden anderen Verletzten wurden mit Krankenwagen ins Easton General Hospital gebracht. Vom Schiff ragte nur noch das Dach der Kajüte aus dem Wasser. Die Maryland Natural Resources Police, Maryland State Police, Dorchester County EMS und Naval Air Station Patuxent River waren vor Ort im Einsatz, ebenso wie Boote der Crisfield Coast Guard Station und zwei Helikopter der Maryland State Police.
Quelle:Tim Schwabedissen



"Nooderlicht" trockengefallen
(Bild: KNRM)   Großbild klick!

Dreimaster mit 27 Kindern vor Vlieland gestrandet
(01.06.16) 27 Schulkinder und drei Betreuer einer Schule in Githo barg die KNRM-Rettungsboote „Graaf van Bylandt“ und " Huibert Dijkstra" der Rettungsstation Vlieland am 31.5. von dem holländischen Chartersegler "Nooderlicht" (MMSI-Nr.: 244750087) ab. Der Dreimaster war um 10 Uhr aus Makkum ausgelaufen und war über Harlingen nach Vlieland unterwegs. Er kam gegen 17 Uhr in dichtem Nebel offenbar vom Kurs ab und zu dicht an den Inselstrand heran.
Er lief trotz vorhergehender Warnungen der Verkehrsleitung Brandaris auf eine Buhne an der Ostspitze der Insel am Strandübergang Fortweg und konnte sich nicht wieder selbst befreien. Die
„Noorderlicht“
(Bild: KNRM)   Großbild klick!
30 Chartergäste wurden von Bord geholt und zunächst in den Hafen von Vlieland gebracht. Hier erhielten sie Verpflegung an Bord eines anderen Segelschiffes.
Das KNRM-Boot kehrte am Abend zur „Noorderlicht“ zurück und übernahm auch die Schlafsachen und das Gepäck der Schülerinnen und Schüler. Diese wurden dann durch die Gemeinde und unter Mithilfe der Polizei auf der Insel erst in einer Schule und dann auf einem Campingplatz untergebracht. Voraussichtlich am 2.6. sollte ihre Reise weitergehen.
Erste Versuche, die „Noorderlicht“ freizuschleppen, waren trotz des schnellen Eintreffens einer Reihe von Fahrzeugen von Noordgat und der KNRM-Boote angesichts des gefallenen Wasserstands zum Scheitern verurteilt. Bei ablaufendem Wasser fiel das Schiff schließlich vollständig trocken. Die zweiköpfige Crew des Schiffes blieb über Nacht an Bord.
Mit dem Mittaghochwasser am 1.6. sollten die Berger von Noordgat ihm wieder ausreichend Wasser unter dem Kiel verschaffen. Gegen Mittag war der Schlepper „Hunter“ (IMO-Nr.: 7224899) vor Ort.
Der Dreimastklipper aus Harlingen ist für 80 Tagesgäste ausgelegt und verfügt über 40 Schlafplätze. Er ist 52,25 Meter lang, 6,13 Meter breit und hat 1,35 Meter Tiefgang. Die Segelfläche beträgt 458 Quadratmeter. Die „Noorderlicht“ entstand 1895 auf der Werft Wilton Feyenoord in Rotterdam und war im Einsatz in der Fracht- und Passagierfahrt zwischen Rotterdam und Antwerpen als "Herman".
In den 1930er Jahren wurde sie an einen Eigner in Haren/Ems verkauft und in "Joh-Ria" umbenannt. Sie diente dann in der Frachtfahrt zur Versorgung der Nordseeinseln, vor allem nach Wangerooge. Johan Moen aus Harlingen – der auch Eigner der "Poolster" ist – entdeckte das Plattbodenschiff Anfang 2003, kaufte es und baute es zu einem modernen Charterschiff um. Der Schoner wird im holländischen und deutschen Wattenmeer, dem IJsselmeer und den friesischen Seen eingesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fähre hatte Maschinenausfall vor Poros
(01.06.16) Die griechische Hydrofoil-Fähre "Flying Dolphin XVIII", 162 BRZ (IMO-Nr.: 8331479), erlitt am 31.5. einen Ausfall der Steuerbordmaschine vor dem Hafen von Poros. Das Schiff war von Piräus gekommen und mit 56 Fahrgästen nach Hydra unterwegs. Eine andere Fähre des Betreibers Hellenic Seaways Maritime SA brachte sie an ihr Ziel. Die "Flying Dolphin XVIII" machte zunächst in Poros fest und lief später nach Piräus aus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Frachter „Sükran Camuz“ wird gelöscht
(Bild: Coastalsafety)   Großbild klick!

Feuer auf verlassenem Frachter in Mersin
(01.06.16) Am 31.5. gegen 14 Uhr brach in den Aufbauten des türkischen Frachters „Sükran Camuz“, 1384 BRZ (IMO-Nr.: 8218392), in Mersin ein Feuer aus. Kräftiger Rauch trieb in Richtung des Lunaparks. Das Schiff hatte war dort geraumer Zeit aufgelegt und offenbar von seinem Eigner Abdulkadir Yeniçik aufgegeben worden. Schlepper und Feuerwehr kamen herbei und mussten auch verhindern, dass der Brand auf die längsseits vertäute "Kaptan Hasan Camiz", 986 BRZ (IMO-Nr.: 7408794), übergriff.
Nach zwei Stunden war das Feuer unter Kontrolle, doch die Feuerwehr musste das Schiff weiter kühlen. Der Brand hatte schweren Schaden an Brücke und Aufbauten angerichtet. Der Eigner vermutete Brandstiftung als Ursache. Bereits in der Vergangenheit seien Diebe an Bord gewesen und hätten Kabel von Generatoren gestohlen. Am 13.8.2015 waren die "Kaptan Hasan Camuz" und "Sükran Camuz" von Schleppern in den Außenbereich des Hafens gezogen worden, nachdem sie in einem Sturm im Januar ins Treiben geraten waren und zu sinken drohten.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ruderhaus zerstört
(Bild: Brandweer Antwerpen)   Großbild klick!

Frachter blieb unter Brücke stecken – ein Schwerverletzer
(01.06.16) Am 31.5. gegen 22.30 Uhr kollidierte der holländische Frachter "Amadeus Amethist", 1898 BRZ (IMO-Nr.: 9223435) mit der Brücke zwischen Ingenieur Menneslaan und der IJzerlaan auf dem belgischen Albert-Kanal. Dabei wurde das Ruderhaus des Schiffes zerquetscht und auf die Aufbauten herabgedrückt.
Ein Mann der achtköpfigen Crew erlitt schwere Verletzungen und wurde von der Feuerwehr evakuiert und ins Krankenhaus gebracht. Rettungsdienste, die Wasserschutzpolizei, Feuerwehr und der Notfalkoordinator aus Antwerpen waren vor Ort. Die Brücke wurde für den Verkehr gesperrt.
"Amadeus Amethist" unter der Brücke
(Bild: Brandweer Antwerpen)   Großbild klick!
Gegen zwei Uhr früh am 1.6. war der Frachter durch Aufnahme von Ballastwasser so weit abgesenkt, dass er unter der Brücke herausgezogen und am Kanalufer festgemacht werden konnte. Der Unfall wurde offenbar durch menschliches Versagen verursacht. Das Schiff lag erheblich höher im Wasser, als dass es die Brücke hätte passieren können. Der Frachter kam von Antwerpen, wo er von Roja kommend am 27.5. eingelaufen war, und war auf dem Weg nach Genk.
Erst vor wenigen Monaten war die "Amadeus Amethist" vor Fécamp havariert. Am 3.3. hatte sie bei Seegang von bis zu fünf Metern Höhe und Windgeschwindigkeiten von 74 km/h auf der Fahrt von Antwerpen nach Fécamp Maschinenausfall erlitten und Anker geworfen. Mehrere Schlepper kamen dem Havaristen zu Hilfe. Nachdem die Maschine wieder angefahren werden konnte, gelang es, den Hafen von Fécamp am späten Nachmittag zu erreichen. Am 5.3. lief die "Amadeus Amethist" wieder aus und nahm Kurs auf Seaham.
Noch als "RMS Lagona" hatte sie beim Ansteuern von Bristol am 7.4.2010 Maschinenausfall erlitten. Sie wurde von Schleppern am 8.4. zur Reparatur nach Utterford geschleppt. Am 12.2.2010 wurde sie ebenfalls mit Maschinenschaden nach Plymouth eingeschleppt.
Die “Amadeus Amethist” ist 88 Meter lang, 11,41 Meter breit, hat 4,09 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 2688 Tonnen. Sie läuft für die De Bock Maritiem BV in Alkmaar., ihr Agent ist die Shipcom Bereederung GmbH & Co Betriebs KG in Duisburg. Das Schiff wurde im Jahr 2000 auf der Bodewes Scheepswerf Volharding Foxhol B.V. in Hoogezand als „Cresent Seine“ erbaut. Von 2002 bis 2003 lief es als „Crescent Seine“.
Quelle:Tim Schwabedissen



Fahrgastschiff "Heikendorf" und Schlepper „Falckenstein“
(Bild: Tim Schwabedissen)   Großbild klick!

Gebrochene Ölleitung setzte Kieler Fördefähre matt
(01.06.16) Kurz nach dem Erreichen des Anlegers Laboe platzte auf dem Kieler Fahrgastschiff "Heikendorf", 278 BRZ (IMO-Nr.: 8308733), am Nachmittag des 31.5. eine Ölleitung. Da sich die Maschine automatisch abschaltete, kam es nicht zu einer größeren Havarie oder gar einem Feuer an Bord. Die Fahrt des Schiffes der Reederei Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel (SFK) war aber nach der Havarie vorbei.
Der ebenfalls zur SFK gehörende Schlepper „Falckenstein“ musste das Fördeschiff um 17.30 Uhr von Laboe zurück zum Betriebshof am Bahnhofskai schleppen. Eine Gefahr für die Sicherheit der Fahrgäste hatte nicht bestanden. Die von dem Ausfall betroffenen Fahrgäste mussten zum Teil aber auf Busse umsteigen oder auf die nächste Abfahrt von Laboe zum Bahnhof mit dem Fördeschiff „Laboe“ warten. Die Reparatur der defekten Ölleitung könnte möglicherweise bereits am 1.6. beendet sein.
Die “Heikendorf” ist 32,71 Meter lang, 7,6 Meter breit und hat 2,25 Meter Tiefgang. Sie läuft für die Kieler Schlepp- und Fährgesellschaft und wurde 1983 auf der Paul Lindenau GmbH & Co. KG Schiffswerft und Maschinenfabrik in Kiel-Friedrichsort erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen



Brandneue Priwall-Fähre abgeschleppt
(01.06.16) Ein technischer Defekt hat die brandneue Lübecker Personenfähre "Priwall VI" (MMSI-Nr.: 211695320), die erst seit März diesen Jahres zwischen Travemünde und dem Priwall verkehrt, am 28.5. mattgesetzt. Das Schiff, das 1,2 Millionen Euro kostete, musste von einer Autofähre zum Anleger beim Reedereikontor bugsiert werden. Am 30.5. untersuchten Taucher das 25 Meter lange und 6,30 Meter breite Schiff.
Sie stellten dabei fest, dass sich durch einen Materialfehler eine Schweißnaht gelöst hatte. Dadurch war offenbar das Gestänge, das das Ruderblatt hält, heruntergerutscht und das Ruderblatt blockiert. Erst eine genauere Untersuchung kann die Ursache für die Blockade aber mit Sicherheit feststellen.
Das Ruderblatt kann nicht unter Wasser repariert werden. Der Schaden sollte auf dem Gelände der Marina Baltica behoben werden. Die Vorgängerfähre „Priwall IV“, die nach Indienststellung des größeren Nachfolgers Mitte März ausgemustert worden war, glücklicherweise aber bis dato nicht veräußert wurde, konnte nach der Havarie die Personenbeförderung wieder übernehmen.
Die „Priwall VI“ wurde auf der Barthel-Werft in Derben an der Elbe erbaut. Inhaber Hermann Barthel schickte Fachleute, um das Schiff zu reparieren. Es handelt sich um einen Garantiefall. Seit der Indienststellung war das Schiff bereits drei Mal wegen technischer Defekte ausgefallen. In zwei Fällen versagte der Schottelantrieb, der aber vor Ort wieder in Gang gebracht werden konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ehemalige DDR-Korvette nach Kollision mit Wrack gesunken
(01.06.16) Die indonesische Marinekorvette "Pati Unus", 950 tdw, lief am 13.5. um 18.30 Uhr auf ein unter Wasser liegendes Wrack vor Balawan in Nord-Sumatra. Dabei wurde der Bug an Backbordseite aufgerissen, und das Schiff sank auf flachem Wasser. Mehrere Stunden lang hatten die Crew und zu Hilfe gekommene andere Schiffe zuvor versucht, der Flutung Herr zu werden. Mindestens ein Teil der Besatzung wurde anschließend abgeborgen.
Der Versuch, die Lecks abzudichten, wurde durch die exponierte Lage des Schiffes auf offenem Wasser erschwert. Nur das Heck und die Aufbauten des Wracks ragten noch aus dem Wasser.
Zeitweilig kamen in den vergangenen Tagen nun Gerüchte auf, das Schiff sei einem chinesischen Torpedo zum Opfer gefallen. Das asiatische Land hat Spannungen mit dem Nachbarn. Dies wurde aber inzwischen von der Marineleitung dementiert. Die "Pati Unus" gehört zur Parchim-Klasse und ist mit Kanonen, Raketen und Torpedos bewaffnet. Es handelt sich um einen sowjetischen Entwurf aus den 1970er Jahren für die DDR-Marine.
16 Einheiten entstanden bis 1981 für die Volksmarine, 12 wurden für die Sowjetflotte von 1985 bis 1990 auf der Peenewerft, Wolgast, modernisiert. 1993 wurde die Korvette, die vorübergehend der deutschen Marine unterstand, nach Indonesien verkauft. Sie ist 75,2 Meter lang, 9.78 Meter breit und hat 2,65 Meter Tiefgang. Die Crewstärke beträgt bis zu 59 Mann.
Quelle:Tim Schwabedissen



Tanker kollidierte mit Kai in Archangelsk
(01.06.16) Am 29.5. gegen Mittag kollidierte der deutsche Tanker "Seahake", 21329 BRZ (IMO-Nr.: 9255488), beim Ansteuern von Liegeplatz 17 des Öl-Terminals in Archangelsk mit der Kaianlage. Das von Dagenham kommende Schiff stieß mit dem Steuerbordheck gegen Ladung, die auf einem Kai gestapelt war, und beschädigte diese.
Auch ein Ölladearm wurde in Mitleidenschaft gezogen. Am 30.5. begann die Reparatur. Der 2003 bei der Kieler Lindenauwerft erbaute Doppelhüllen-Tanker selbst kam bei der Havarie unbeschadet davon. Am 1.6. lief er wieder aus dem Hafen aus und nahm Kurs auf Rotterdam.
Quelle:Tim Schwabedissen



Taucher untersuchen gestrandeten Frachter auf Lake Superior
(01.06.16) Die U.S. Coast Guard war am 31.5. weiter an dem gestrandeten Bulkcarrier “Roger Blough” am Gros Cap Reef in der Whitefish Bay auf dem Lake Superior im Einsatz. Taucher der Bergungsfirma DonJon-Smit begannen mit einer Unterwasserinspektion des Rumpfes, um die Schäden zu dokumentieren. Ein Vertreter des National Transportation Safety Board assistierte seit der vorangegangenen Nacht der Coast Guard bei der Untersuchung der Havarie.
Die Ölsperre am Achterschiff blieb vor Ort, und am frühen Nachmittag startete ein Überwachungsflugzeug zu einem Kontrollflug. Die kanadische Coast Guard stellte Personal in Sault Ste. Marie, Ontario, bereit, das mit Ausrüstung zur Wasserüberwachung ausgestattet war. Es wurden Vorkehrungen gegen mögliche Ölverschmutzungen getroffen. Ein Bergungsplan wurde den Vertretern der kanadischen und amerikanischen Behörden zur Zustimmung vorgelegt.
Das Leichtern des Schiffes sollte in den kommenden Tagen beginnen. Da die Wasservorräte an Bord unterdessen knapp wurden, brachte eine Barge zwei Tanklaster zum Havaristen, um die Tanks aufzufüllen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Drei Fährwracks auf den Fijis bereiten Sorgen
(01.06.16) Die Vorbereitungen zum Abdichten eines Lecks, aus dem Dieselkraftstoff aus dem Fahrgastschiff “Sinu-i-Wasa I“, 1481 BRZ (IMO-Nr.: 7206031), das im Taifun Winston in Levuka gesunken ist, abzudichten. Die Pacific Fishing Company (PAFCO) befürchtete Problem mit dem Diesel. Sie nutzt das Wasser an der Untergangsstelle zur Fischverarbeitung. Proben wurden gezogen und von der PAFCO sowie der University of the South Pacific and Bumble Bee analysiert.
Bislang gab es keine Verschmutzungen. Allerdings könnte das Schmieröl an Bord des Wracks eine Gefährdung darstellen, weil es anders als der Diesel nicht schnell verdunstet. Als erste Maßnahme wurden Ölsperren ausgelegt. Auch die in demselben Sturm gestrandete „Sinu-i-Wasa Tolu“, 1721 BRZ (IMO-Nr.: 5423661), liegt weiter in Toki auf Grund.
Bereits im November 2015 sank die “Suilven” derselben Reederei in Suva. Es gab aktuell keine Hinweise auf Bergungspläne für die drei Wracks.
Quelle:Tim Schwabedissen



Alter Abwassertanker wird interaktives künstliches Riff
(01.06.16) Der ausgediente Tanker “Newtown Creek”, 2557 BRZ (IMO 6728044), der NYC-DEP Marine Section, der auf dem Miami River zum Abwassertransport genutzt wurde, soll nun eine gänzlich andere Bestimmung bekommen. Das Schiff wird zu einem künstlichen Riff vor Pompano Beach. Das 1967 erbaute, 324 Fuß lange Schiff soll am 23.7. um 14 Uhr auf 110 Fuß Wassertiefe eine Meile vor der Pompano Beach Pier versenkt werden.
Die Isle Casino and City of Pompano Beach hat dazu den Tanker aus New York für 235000 Dollar nach Florida geholt. Der Künstler Dennis schafft vorher an Bord noch Werke, um das Betauchen zu einem interaktiven Erlebnis werden zu lassen. Es gibt ein Pokerspiel, in dem sich Taucher auf einem Sessel zu kartenspielenden Haien gesellen können.
Das Schiff erhielt für seine neue Verwendung den Namen „Lady Luck“. Aktuell dauerten die Reinigungsarbeiten noch an. Rund 35,000 Taucher sollen das Wrack künftig pro Jahr besuchen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Seenotfall im Eiltempo abgearbeitet
(01.06.16) Die RNLI-Boote aus Falmouth wurden am Morgen des 9.5. um 10.15 Uhr alarmiert, nachdem der Kutter „Wild Rover“ auf dem Penryn River nach dem Abspringen einer Planke leckgeschlagen war. Der Skipper hatte es geschafft, das eindringende Wasser so weit auszupumpen, dass sein acht Meter langes Boot zur Marina abgeschleppt und dort aus dem Wasser gehoben werden konnte.
Beide Rettungsboote waren bereits zu einer Übung auf See gewesen, als sie den Notruf auffingen, und deshalb rasch vor Ort. Schon um 10.25 Uhr wurde eine Schleppverbindung hergestellt, und nur 10 Minuten später war der Kutter im Hafen.
Quelle:Tim Schwabedissen



Yacht nach Peel eskortiert
(01.06.16) Nach einem Mayday-Ruf, den die Belfast Coastguard am 31.5. um 21 Uhr auffing, wurde das RNLI-Boot aus Peel, die “Ruby Clery”, zur Assistenz der Yacht „Skua“ gerufen. Sie war auf dem Weg nach Peel und hatte drei Meilen nordwestlich des Hafens Motorausfall erlitten.
Als die Seenotretter eintrafen, gelang es dem Skipper aber, den Antrieb selbst wieder in Gang zu bekommen, sodass deren Hilfe nicht mehr benötigt wurde. Das Rettungsboot eskortierte die „Skua“ dann in die Sicherheit des Hafens.
Quelle:Tim Schwabedissen



Angeltour in Alaska endete für zwei Personen tödlich
(01.06.16) Zwei Menschen kamen ums Leben, vier weitere wurden gerettet, als am Abend des 30.5. der Kutter „Invader“, ein kleines Aluminiumboot, in den Gewässern des Glacier Bay National Park and Preserve in Südost-Alaska kenterte. Das Unglück ereignete sich so schnell, dass es keinen Mayday-Ruf gab und niemand die sechs Schiffbrüchigen im Wasser sah. Ein Mann konnte sich ans Ufer retten und machte mit einer Fackel am Ufer von Strawberry Island auf sich aufmerksam.
10 Minuten später kamen Schiffe u.a. des National Park Service zu Hilfe. Ein Charterboot der Fairweather Adventures rettete schließlich drei Personen. Sie sagten, sie seien am Fischen gewesen, als bei Strawberry Island, rund 10 Meilen vom Bartlett Cove entfernt, eine Leckage auftrat. Im selben Moment gingen alle Insassen auf eine Seite, um einen gerade gefangenen Fisch zu betrachten. Dadurch wurde der Kutter zum Kentern gebracht.
Die drei litten nur an leichter Unterkühlung, einer wurde ins Krankenhaus nach Juneau gebracht. Zwei weitere Personen waren in dichtem Seetang verfangen, und es gelang nicht, dicht genug an sie heranzukommen, um sie zu retten. Ihre Leichen wurden schließlich von dem Tourboot “Wilderness Discoverer”, das nach einer Tagesfahrt nach Glacier Bay zurückkehrte, geborgen. Wiederbelebungsmaßnahmen verliefen erfolglos.
Der vierte Überlebende wurde vom Skipper des Charterbootes entdeckt, als er ein Kayak zum Strand brachte. Er wurde mit einem Forschungsboot des Park Service nach Gustavus gebracht und von dort an Bord eines Helikopters der US Coast Guard ins Bartlett Regional Hospital in Juneau gefogen. Am Nachmittag des 31.5. wurde versucht, die „Invader“ zu finden, die auf rund 100 Fuß Wassertiefe gesunken war.
Quelle:Tim Schwabedissen



Ölproblem mit der Manolis L soll langfristig gelöst werden
(01.06.16) Die kanadische Coast Guard will eine technische Untersuchung des Wracks des Frachters “Manolis L” durchführen, um einen langfristigen Plan zum Entfernen des Öls zu entwickeln Dazu muss der Rumpf gründlich inspiziert werden. Für die Arbeit hat die Regierung sechs Millionen Dollar bereitgestellt, eine Ausschreibung soll im Juni erfolgen. Die Arbeiten sollen mehrere Wochen dauern und noch 2016 abgeschossen werden.
Dabei soll erforscht werden, wieviel Öl noch unten ist, wo es sich im Schiff befindet und wie der Zustand des Wracks ist. Derzeit sind die Leckagen nur provisorisch abgedichtet, nun soll eine dauerhafte Lösung gefunden werden.
Unlängst wurden die jährlichen Checkups beendet, bei denen die Abdichtungen ersetzt werden, im Kofferdamm aufgefangenes Öl abgepumpt und die Untergangsstelle aus der Luft kontrolliert wird. Beim Abnehmen eines Schlauches vom Kofferdamm liefen fünf bis sieben Liter Öl aus, die aber aufgefangen werden konnten. Am 30.5. entdeckte ein ROV eine neue kleine Leckage, aus der tröpfchenweise Kraftstoff austrat, und deckte sie mit einer Neoprene-Abdichtung ab.
Die „Manolis L“ sank am 18.1.1985 in der Notre Dame Bay, nachdem sie bei den Change Islands auf Felsen gelaufen war. Vor drei Jahren geriet das Wrack im Sturm in Bewegung, und ein Teil der rund 500 Tonnen Öl an Bord lief aus.
Quelle:Tim Schwabedissen



Barge geleichtert und nach Annacis Island abgeschleppt
(01.06.16) Am 31.5.16 wurde die Barge, die in der Bazan Bay im Schlepp der "Seaspan Cutlass" Schlagseite entwickelt hatte, zu einem Liegeplatz auf dem Fraser River bei Annacis Island verholt. Davor war die Ladung auf eine andere Barge geleichtert worden, die ebenfalls dorthin gezogen wurde. Die Verschiffung erfolgte für die Vancouver Pile Driving.
Eine andere Barge von Vancouver Pile Driving war erst vor wenigen Wochen havariert, wobei 30,000 Liter Öl in den Hafen von Esquimalt Harbour ausliefen. Sie hatte sich im Sturm losgerissen und war in der Plumper Bay gestrandet.
Im März waren zwei Bargen der Heavy Metal Marine bei Clover Point in stürmischer See gestrandet, nachdem der Schlepper, der sie transportierte, sie loswerfen musste, um nicht selbst ins Treiben zu geraten. Eine wurde am folgenden Tag geborgen, die andere zwei Wochen darauf.
Quelle:Tim Schwabedissen



Rätsel der Coast Trader soll gelöst werden
(01.06.16) Historiker glauben, das Wrack des Frachters “Coast Trader” entdeckt zu haben, der am 7.6.1942 vor Vancouver Island wahrscheinlich durch einen Torpedo eines japanischen U-Boots versenkt wurde. Wenn sich dies bestätigt, könnte das Rätsel, ob dies oder eine interne Explosion Schuld am Verlust war, gelöst werden.
Die Marine hatte seinerzeit eine Kesselexplosion als Untergangsursache angegeben, wohl auch, um keine Unruhe auszulösen über feindliche U-Boote in japanischen Gewässern. Am 2.6. sollen Forscher der U.S. National Oceanic and Atmospheric Administration and Ocean und des Ocean Exploration Trust mit einem ROV das Wrack inspizieren. Die Koordination erfolgt durch ein Team des Ocean Exploration Command Centre in Rhode Island. Es sollen Spuren einer Torpedoexplosion und mögliche Ölleckagen gesucht werden.
Der Frachter war am 7.6.192 mit einer Ladung von 1250 Tonnen Zeitungen von Port Angeles, Washington, nach San Francisco ausgelaufen. Rund 56 Kilometer südwestlich von Cape Flattery sank das Schiff dann binnen 40 Minuten. Die 36-köpfige Crew ging in ein Rettungsboot und zwei Inseln. Drei von ihnen meinten, einen U-Boots-Turm gesehen zu haben, als sie sich ans Boot klammerten.
Es könnte sich dabei um die “I-26” gehandelt haben. Nach Kriegsende ging aus Akten der japanischen Marine hervor, dass das Boot einen unbekannten Frachter an dem Ort und an dem Tag, an dem die “Coast Trader” sank, torpediert hatte. Erst im Sommer 2015 gelang es dem Canadian Hydrographic Service, in 138 Metern Tiefe dort ein Schiff auszumachen, be idem es sich um die “Coast Trader” handeln dürfte.
Quelle:Tim Schwabedissen





Weblinks:
SOS-Seenotfälle, Archiv
Chronik bedeutender Seeunfälle Antike bis 1499
Chronik bedeutender Seeunfälle 1500 bis 1899
Chronik bedeutender Seeunfälle 1900 bis 1949



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