SOS Seenot Segeln
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    Notfälle - SOS
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    Endlich! Die wahre Ursache vieler Schiffsunfälle jetzt gefunden!!!

    "Dystos": Neun Tote geborgen - keine Hoffnung mehr
    Tuesday, 31. December 1996 - 07:47:49

    ATHEN. Aus dem Wrack der "Dystos" haben Taucher neun Tote geborgen. Elf Menschen werden noch vermißt. Die Hoffnung auf weitere Überlebende des Unglücks ist aufgegeben worden. Ein 19jähriger Matrose war beim Kentern des mit Zement beladenen 6137 Tonnen schweren Frachters über Bod gefallen und konnte von Fischern sieben Stunden später gerettet werden. Zu den geborgenen Todesopfern zählt auch die Frau des Chefingenieurs der "Dystos". Die zehnäahrige Tochter wird noch vermißt. Das Wrack war am Montag in seichteres Wasser beim Hafen Kimi geschleppt worden.
    Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß

    In Monstersee gekentert: Dramatische Rettungsaktion fur Einhandsegler
    Tuesday, 31. December 1996 - 07:47:57

    SYDNEY. In einer dramatischen Rettungsaktion ist der französische Einhand-Regattasegler Raphael Dinelli (28) nach der Kenterung seiner Yacht aus dem eiskalten Ozean südwestlich von Australien gerettet worden. Am Donnerstag war seine 18-Meter-Yacht "Algimouss" etwa 1300 Seemeilen von Australien entfernt bei schwerem Sturm in einer Monstersee gekentert. Gegen Mitternacht aktivierte der Franzose, der inoffiziell an der Regatta "Vendee Globe" rund um die Welt teilnimmt, drei Notsender. Die Signale wurden von der australischen Marine aufgefangen. Die Besatzung eines Marine-Suchflugzeuges vom Typ P3 Orion entdeckte am Donnerstag abend den Segler, der auf seiner halb untergegangenen Yacht stand und "hektisch winkte". Von der P3 wurde eine Rettungsinsel sowie Lebensmittel und eine Funkausrüstung abgeworfen. Am Unfallort hatte die P3 nur eine halbe Stunde, dann mußte sie wieder umkehren. Die Flieger lotsten aber noch den ebenfalls an der Regatta teilnehmenden Briten Peter Goss, der mit seiner "Aqua Quorum" der Nähe unterwegs war, zielgenau zum Franzosen. Am Freitag morgen erreichte Goss die Unfallstelle. Dinelli hatte die Nacht in der Rettungsinsel der Marine verbracht, bis zu den Knien im Wasser - bei Temperaturen um null Grad (Luft) und vier Grad (Wasser). Fur den Gast gab's - stilecht - an Bord der "Aqua Quorum" erstmal heißen englischen Tee. Peter Goss freute sich "über das schönste Weihnachtsgeschenk". Für seinen Rivalen war "der Alptraum beendet". Bis auf kleinere Erfrierungen ist der Franzose wohlauf. Beide werden Anfang nächste Woche auf der 3200 Kilometer entfernten Insel Tasmanien erwartet. Dinelli war von den Veranstaltern der Regatta wegen mangelnder Segel-Erfahrung abgelehnt worden und segelte nur "inoffiziell" mit.
    Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß

    "Jahan": Suche nach Überlebenden eingestellt
    Monday, 30. December 1996 - 07:30:26

    JOHANNESBURG. Nach drei Tagen ist die intensive Suche nach den 28 Besatzungsmitgliedern der "Jahan", die vermutlich im Südatlantik gesunken ist, ergebnislos eingestellt worden. Der Kapitän hatte in seinem letzten Funkspruch mitgeteilt, dass man in die Rettungsboote gehen werde. Möglicherweise sank der Frachter aber so schnell, dass die Crew mit dem Schiff untergegangen ist.
    Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß

    Ägäis: Keine Lebenszeichen aus dem Wrack
    Monday, 30. December 1996 - 07:30:38

    ATHEN. Taucher haben bisher keine Lebenszeichen aus dem in der Ägäis gekenterten Frachter "Dystos" gehört. Nur einem Mann war es gelungen, sich aus dem in zwei Meter hohen Wellen umgeschlagenen Schiff zu befreien. Fischer bargen ihn nach sechs Stunden. Vermutlich sind die 20 anderen Crewmitglieder und Passagiere im kieloben treibenden Wrack eingeschlossen.
    Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß

    Von wegen Maxi-Pech: "Morning Glory" schreibt Segelgeschichte
    Monday, 30. December 1996 - 07:30:50

    HOBART. Nach der Pechsträhne nun der ganz große Erfolg: Der deutsche Maxi-Racer "Morning Glory" hat die Sydney-Hobart-Regatta gewonnen - und gleichzeitig den vor 21 Jahren aufgestellten Rekord der US-Yacht "Kiala II (2 Tage, 14 Stunden, 7 Minuten, 10 Sekunden) um 29 Minuten unterboten. 200 Boote und tausende von Zuschauern bereiteten der schnellsten deutschen Yacht (24 Meter) in Hobart einen triumphalen Empfang. 95 Boote waren am ersten Weihnachtstag in eine schwere See mit 8 bis 9 Bft gestartet. Fur den Sieg gab's 360 000 Mark. Ironie des Schicksals: Der Kohlefasermast, den der Skipper der "Morning Glory", der neuseeländische America's Cup-Held Russell Coutts, kurz zuvor "versägt" hatte, kostete ebensoviel. Eigner Plattner hatte eigens einen Jumbo(!) gechartert, um den in Neuseeland lagernden Ersatzmast fur sein 3-Millionen-Mark-Schiff nach Sydney zu schaffen.
    Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß

    20 Vermißte nach Havarie in der Ägäis
    Sunday, 29. December 1996 - 12:33:03

    ATHEN. Im Sturm ist am Samstagabend der griechische Frachter "Dystos" kurz nach dem Auslaufen aus dem Hafen von Volos (Euböa) gesunken. Von der 21köpfigen Crew, darunter zwei Frauen und ein zehnjähriges Mädchen, konnte sich nur ein Mann retten. Er wurde nach mehr als sechs Stunden im Wasser geborgen. Er berichtete, dass die "Distos" bei Windstärke neun so schnell außer Kontrolle geraten sei, dass noch nicht einmal ein Notruf gefunkt worden sei. Vom Schiff ragt nur noch der Kiel aus dem Wasser. Taucher aus Piräus sollen im Wrack nach möglicherweise Eingeschlossenen suchen. Viele Schiffe waren nach der Sturmwarnung in den Häfen geblieben.
    Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß

    Untergang der Jahan: Suche nach Überlebenden bisher erfolglos
    Sunday, 29. December 1996 - 12:33:11

    KAPSTADT. Die Suche den Überlebenden der "Jahan" ist bisher erfolglos geblieben. Der Kapitän hatte in seinem Notruf am Freitag gegen 1 Uhr MEZ berichtet, dass man mit der Crew in die Rettungsboote gehen würde. Dann brach der Funkkontakt ab. Drei Schiffe sowie eine Herkules der südafrikanischen Marine haben erfolglos im Ungücksgebiet gesucht. Die Suche wird fortgesetzt. Der Frachter war mit Zucker von Brasilien in den Irak unterwegs.
    Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß

    Fähre vor Juist gestrandet
    Sunday, 29. December 1996 - 12:33:23

    JUIST. Eine "Frisia"-Inselfähre mit 900 Menschen an Bord ist am Samstag mittag kurz vor Juist auf Grund gelaufen. Grund war der zu niedrige Wasserstand. Die Passagiere setzten ihren Weg zu Fuß fort. Jetzt will man ein Steigen des Wasserstandes abwarten.
    Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß

    Orkan auf den Azoren: Schiffe gestrandet
    Sunday, 29. December 1996 - 07:57:52

    LISSABON. Bei einem Orkan auf den Azoren sind fünf Schiffe, darunter ein Tanker, in Häfen auf Grund gelaufen. Weitere Schiffe wurden angewiesen, auszulaufen, um sich auf hoher See in Sicherheit zu bringen. Der Orkan mit Windgeschwindigkeiten bis zu 86 Knoten hatte bis zu zehn Meter hohe Seen aufgepeitscht, die teilweise sogar durch die Ortschaften liefen und dort schwere Verwüstungen anrichteten.
    Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß

    Frachter gesunken: Crew wartet auf Rettung
    Friday, 27. December 1996 - 07:57:44

    JOHANNESBURG. Im Südatlantik, etwa 680 Seemeilen westlich von Kapstadt, ist in der Nacht zu gestern der 15000 BRT große Frachter "Jahan" (Belize) in Seenot geraten und möglichweise schon gesunken. Die 28köpfige Crew konnte sich unverletzt in die Rettungsboote begeben und wartet dort auf Hilfe. Eine Herkules der südafrikanischen Marine hat heute morgen Rettungsinseln und Lebensmittel uber den Schiffbrüuchigen abgeworfen. Drei Frachter, die in der Nähe fahren, haben den Kurs geändert. Sie werden aber nicht vor Samstag am Unfallort eintreffen. Die Unglücksursache ist noch ungeklärt. Bei der Havarie herrschte ruhige See.
    Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß

    Sydney-Hobarth-Race: Deutsche Maxi-Yacht mit Maxi-Pech
    Tuesday, 24. December 1996 - 06:58:43

    SYDNEY. Schon den dritten Mastbruch der Saison meldet Eigner Hasso Plattner von seinem Maxi-Racer "Morning Glory" aus Australien. Kurz vor dem Start zur schweren Langstrecken-Hochseeregatta Sydney-Hobarth (Tasmanien) kam beim Training im Starkwind der Karbon-Spargel von oben. Ein neuer Mast kostet rund eine halbe Million Mark. Fieberhaft wird jetzt an der schnellsten deutschen Hochsee-Yacht gearbeitet, um es fur den Start am Mittwoch wieder flottzumachen. Plattner will den bisherigen Rekord auf dieser Strecke einstellen: Den hält die US-Yacht "Kialoa III". Fur die 630 sm lange Strecke benötigte sie 1975 zwei Tage, vierzehn Stunden und 13 Minuten.
    Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß

    Schiffsunglück in Afrika: 50 Menschen ertrunken?
    Monday, 23. December 1996 - 09:04:33

    DARESSALAM. Seit über einer Woche wird auf dem Tanganjikasee zwischen Zaire und Tansania ein Schiff mit 50 Menschen an Bord vermißt. Die "Ekizongwe" ist in Kalemie (Zaire) ausgelaufen, aber nicht im Zielhafen Kigoma (Tansania) angekommen. Den Behörden liegen "Hinweise" zu einem Untergang vor.
    Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß

    Kreuzfahrer verschmutzen die Meere: Altöl abgelassen
    Saturday, 21. December 1996 - 07:29:52

    MIAMI. Erst im Oktober hatte die Reederei eine Millionen-Dollar-Spende fur Meeresschutzprojekte angekündigt, jetzt wurde gegen sie Anklage wegen Umweltverschmutzung erhoben: 5 Dampfer der Royal Caribbean Cruises Ltd. mit Sitz in Miami sollen in den vergangenen vier Jahren regelmäßig ihr Altöl ins Meer "entsorgt" haben. Die Reederei gehort zu den weltweit größten Kreuzfahrtgesellschaften. Zwei Schiffsingenieure, die ihre Mitarbeiter zu Falschaussagen gegenüber der US-Küstenwache verdonnert haben sollen, wurden inzwischen von ihrem Arbeitgeber beurlaubt. Der Reederei droht eine saftige Strafe in Höhe von bis zu fünf Millionen Dollar. Im Oktober hatte Vorstandschef Richard Fein erklärt, er wolle mit der Spende in Höhe von einer Million Dollar "einen positiven Beitrag fur die Erhaltung der Ozeane leisten". Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß

    Mississippi-Crash: Sprachprobleme als Ursache?
    Friday, 20. December 1996 - 06:52:48

    NEW ORLEANS. Hat der liberianische Frachter "Bright Field" die Promenade gerammt, weil der chinesische Kapitän den amerikanischen Lotsen nicht verstanden hat? Diese Vermutung wurde laut, nachdem der Lotse vor dem Untersuchungsausschuß der US-Küstenwache ausgesagt hatte, dass er dem Kapitan zugerufen habe "Weg von der Uferpromenade", dieser aber nicht geantwortet habe. Nach Angaben der Küstenwache ist jedoch noch unklar, ob Kommunikationsprobleme die Ursache gewesen seien. Die "Bright Field" hatte an dieser Stelle scharf nach Steuerbord in Richtung Golf von Mexiko drehen müssen. An dieser stark befahrenen Stelle, an der kräftige Strömungen herrschen, kommen regelmäßig Schiffe in Schwierigkeiten. Kurz nach dem Unglück war der Navigationsoffizier Ted Davison als Held gefeiert worden, weil er nach dem angeblichen Stromausfall den mit 64000 Tonnen Getreide beladenen Frachter "manuell" an einem Dampfer mit 1700 Menschen an Bord vorbeigesteuert habe. So habe er auch einen Crash mit einem schwimmenden Casino verhindert.
    Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß

    Das Rätsel der Sandbank auf dem Nil
    Friday, 20. December 1996 - 06:56:30

    KAIRO. Kreuzfahrtschiffe in aller Welt sind weiter auf der Suche nach Untiefen. Das Rätsel einer längst bekannten Sandbank auf dem Nil wollte jetzt ein mit 51 deutschen Touristen besetzter Dampfer lösen - indem er dort mitten in der Nacht auf Grund lief. Patrouillenboote retteten die deutschen Touris unverletzt. Schon in der vergangenen Woche waren an derselben Stelle (650 Kilometer südlich von Kairo bei Armand) mehrere Schiffe in arge Bedrängnis geraten. Im November waren bei einer Havarie auf dem Nil 21 Menschen ums Leben gekommen.
    Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuss

    Kollision mit Wal: Fregatte beschädigt
    Tuesday, 17. December 1996 - 07:24:57

    DEN HAAG. Bei einer Kollision mit einem Wal im Golf von Biscaya ist eine niederländische Fregatte schwer beschädigt worden. Bei dem Zusammenstoß wurde in den Bug des Schiffes im Bereich der Sonargeräte ein etwa zwei Meter großes Loch gerissen. Die dahinterliegende Wand hielt jedoch stand. So gab es keinen nennenswerten Wassereinbruch. Die Fregatte mußte zum Marinstützpunkt in Den Helder zuruckkehren.
    Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuss

    Nach Schiffsunglück 16 Stunden im Wasser überlebt
    Tuesday, 17. December 1996 - 07:26:23

    JAKARTA. Nach dem Untergang seines Schiffes vor der ostjavischen Küste hat ein 22jähriger Matrose 16 Stunden lang in stürmischer See um sein Leben gekampft. Erschöpft wurde er schließlich an den Strand der Insel Madura gespült. Die mit 800 Tonnen Zement beladene "KM Wahana Utama V" war am Samstag, 14. Dezember in der Strase von Madura in einen Sturm geraten und gesunken. Die Suche nach den übrigen 13 Besatzungsmitgliedern blieb erfolglos.
    Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuss

    Frachter rammt Promenade am Mississippi: 117 Verletzte
    Monday, 16. December 1996 - 06:03:59

    NEW ORLEANS. In New Orleans (US-Bundesstaat Louisiana) hat am Samstagmittag, 14. Dezember, ein liberianischer Getreidefrachter eine belebte Uferpromenade mit Geschaftszentrum am Mississippi gerammt. Dabei sind mindestens 117 Menschen zumeist leicht verletzt worden. Weite Teile der belebten Einkaufsmeile wurden bei dem spektakulären Schiffsungluck völlig verwüstet. Panik brach aus. Nach Angaben der US-Kustenwacht war die vollbeladene "Brigth Field" nach Ausfall der Ruderanlage manövrierunfähig auf dem Mississippi getrieben. Haarscharf entging der 230 Meter lange Frachter auf diesem stark befahrenen Teilstück nur knapp der Kollision mit zwei anderen Schiffen. Dann driftete der Frachter durch die Strömung in Richtung Kaianlage. Kurz vor dem Aufprall warnte der Kapitän die Menschen am Ufer mit dem Nebelhorn. So konnten sich viele in Sicherheit bringen, bevor die "Bright Field" nur 20 Meter neben einem beliebten Riverboat-Spielcasino in das Einkaufszentrum und ein benachtbartes Hotel auf der Promenade krachte. Die meisten Menschen wurden bei der entstehenden Panik verletzt. Zunächst waren auch Tote befurchtet worden, weil kurz nach dem Unglück Schaufensterpuppen im Fluß trieben. Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuss

    Käptn über Bord: Meuterei auf der "Janna"
    (Friday, 13. December 1996 - 06:03:00)

    ABIDJAN. Zwei Tote hat in der Nacht zum Mittwoch (11.12.1996) vermutlich eine Meuterei auf dem deutschen Containerfrachter "Janna" gefordert. Mitten in der Nacht, das Schiff befand sich vor der Küste von Sierra Leone (Westafrika) wurden Crewmitglieder plötzlich wach: Sie entdeckten zwei Matrosen allein auf der verriegelten Brücke. Sie brachen die Türen auf und überwaltigten die beiden Meuterer.
    Der aus Owschlag bei Kiel stammende Kapitan (56) und sein Erster Ingenieur (50), Deutscher mit Wohnsitz in Mexiko, waren zuvor bei der "sehr blutigen" Meuterei getötet und über Bord geworfen worden. Das berichtete die kommissarische Schiffsführung unter Leitung eines polnischen Offiziers in einem Notruf. Die Meldung wurde im dänischen Aarhus empfangen und an die Seenotleitstelle der DGzRS in Bremen weitergeleitet.
    Nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Oldenburg, Sitz der Reederei ist in Brake an der Unterweser, wurde ein Auslieferungsantrag gegen die beiden Täter gestellt. Der 4455 Bruttoregistertonnen große Frachter, der unter der Flagge Antiguas fährt, wird am Freitag ,13. Dezember, in Abidjan (Republik Elfenbeinküste) erwartet. Beamte des Bundeskriminalamtes sind bereits dorthin geflogen.
    Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuss

    Erich Mielkes Yacht sang- und klanglos abgesoffen
    (Saturday, 30. November 1996 - 08:49:26)

    Wie Jahre zuvor sein Staat ist auch die Yacht Freundschaft" des ehemaligen DDR-Staatsicherheitschefs Erich Mielke sang - und klanglos abgesoffen. Wie die Wasserschutzpolizei Berlin in ihrer Bilanz fur die abgelaufene Saison mitteilte, sei dem neuen Eigner des 20-Meter-Bootes offenbar "die Handhabung des Seeventile nicht geläufig" gewesen. Im Klartext: Er hatte vergessen, vorm ersten Frost die Ventile der Kühlwasserleitungen zu schließen...
    Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuss

    Kanadische Fregatte St. John's rettet schottische Familie
    (Tuesday, 19. November 1996 - 17:16:44)

    Halifax/Kanada. Eine dreiköpfige schottische Familie, die mit ihrer Yacht "Bridget" vor den Bahamas bei schwerem Wetter in Seenot geraten war, wurde am Samstag, 16. November, von der Crew einer kanadischen Fregatte gerettet. Das schottische Ehepaar, das mit seiner achtjährigen Tochter unterwegs war, hatte noch einen Notruf absetzen können. Kurz darauf kenterte die Yacht in bis zu sechs Meter hohen Wellen. Die Familie ging in die Rettungsinsel. Die Fregatte "St. John's" änderte den Kurs und erreichte die Schiffbrüchigen mitten in der Nacht. Kommandant Bob Edwards befahl, für die Übernahme der Familie ein Beiboot klarzumachen. Er habe keine Probleme gehabt, drei Freiwillige für die Mission zu finden: "Sie rissen sich förmlich darum, da raus zu gehen und diese Leute zu retten." Den Matrosen gelang es, bei völliger Dunkelheit und Sturm die Schotten zu bergen. Die Geretteten seien nur leicht unterkühlt gewesen und "sehr froh, uns zu sehen", berichtete Edwards.
    Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuss

    Yacht bei Mallorca gesunken (Wednesday, 16. October 1996 - 08:17:58)
    Sturmböen mit bis zu 120 km/h fegten am 15.Oktober über Mallorca. In weiten Teilen waren nach heftigen Wolkenbrüchen Wohnungen überschwemmt und Straßen unpassierbar. Diese widrigen Wetterverhältnisse wurden auch einer Yacht mit acht Seglern aus Deutschland und England zum Verhängniss: Sie sank, aber die Segler konnten sich bei Sa Calobra schwimmend an Land retten.

    Presseecho auf 'Hanseatic-Havarie' in der Nordwest-Passage: Hohn und Spott!
    (Thursday, 10. October 1996 - 12:53:11)

    Wer den Schaden hat, braucht sich um den Spott nicht zu kümmern. Das mußte die Besatzung der 'Hanseatic', die am 29.8.96 in der Nord-West-Passage auf einem Geröllfeld (in der Karte verzeichnet!!!) 'festmachte', am eigenen Leib erfahren.
    Zum Zeitpunkt der Havarie standen auf der Brücke des Musikdampfers neben Kapitän Hartvig von Harling drei(!) Nautiker mit Kapitänspatent, Männer, deren blaue Uniformen vier goldene Streifen höchster nautischer Kompetenz zieren. Die Brücke, so lobte der Verband Deutscher Reeder, war 'schneidig besetzt'.
    Aber: Im nächsten Jahr gehe es wieder auf Arktis-Tour, wirbt die 'Hanseatic'-Reederei. So lange müssen Kreuzfahrtfans, die auf Abenteuer hoffen, wohl nicht warten. In allen Meeren der Welt finden die Crews der Luxusschiffe seit Jahren Sandbänke, Klippen oder Riffe genug, auf die sich ein Dampfer setzen läßt.
    'Wie Schweine nach Trüffeln', so spottet ein Bremerhavener Kapitän, suchen 'die Kollegen von den Musikdampfern nach den Untiefen der Ozeane'.
    Nautische 'Snafus' ('Situation normal all fucked up')dieser Art mußte Lloyds Register in London, das Schiffe und die meisten Unfälle zur See erfaßt, in den letzten Jahren gehäuft und im Dutzend registrieren.
    (Information und Zitate aus: Der Spiegel 40/1996)

    Tragischer Unfall beim Kranen: Zwei Todesopfer (Friday, 13. September 1996 - 13:10:17)
    Am Vormittag des 11.September 96 sollte die 'Lady X', eine 20-Meter-Ketsch in der Turban-Marina in Kusadasi/Türkei gekrant werden. Alles lief zunächst nach Plan und es schien ein Routinejob zu sein. Die 'Lady X' war etwa 1,5m über dem Wasser, als die Hydraulik des hinteren Hebegurtes versagte. Die Ketsch fiel zu Seite und mit dem Heck wieder ins Wasser. Der Großmast knallte gegen einen der stabilen Träger der Travellifts und brach. Dabei riß auch das Vorstag mit einem ohrenbetäbenden Knall umd erschlug mitsamt der Rollreffeinrichtung wie eine gigantische Peitsche zwei Arbeiter, die neben dem Lift auf einem anderen Schiff das Teakdeck verlegten.
    Ein Arbeiter war sofort tot, der zweite erlag auf dem Transport ins Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.
    Die Sache wird gegenwärtig von der Polizei untersucht, auch gerade deshalb, weil es ein paar Tage zuvor mit der 17-Meter Ketsch 'Skaramuz' die gleichen Probleme gegeben hatte. Auch hier versagte die Hydraulik hinten, allerdings gab es keine Opfer. Der Schaden an der 'Skaramuz' hielt sich in Grenzen, es brach nur eine Saling am Besanmast.
    Der Lift wurde daraufhin von Technikern aus Istanbul gewartet und repariert.
    Fazit: Die Sicherheit der Lifts ist nicht auf dem neuesten Stand. Weit wegbleiben beim Kranen!!!
    Bericht: Peter O.Walter , ALBATROS

    Samos-See: Tragische Unfälle - Leichtsinn? (Wednesday, 26. June 1996 - 23:19:20)
    Gleich zwei tragische Unfälle an einem Tag: ALBATROS-Skipper Lothar Singer lag am Abend des 16.6. in der türkischen Bucht Kazikli Limani (Golf von Güllük), als er eine Sturmwarnung für den nächsten Tag, Montag, den 17. Juni hereinbekam. Der Wetterbericht warnte vor Wind mehr als 8 Bft. aus NW und Seegang 5 Meter. Der ALBATROS-Skipper entschied daher auf der sicheren Seite zu bleiben und verließ die schützende Bucht nicht, insbesondere da er nach Norden mußte.
    Der Funk lief am nächsten Tag auf Kanal 16 mit, man bekam mit, daß draußen einiges los war, genau verstehen konnt man aber nicht, da der Empfang zu unsauber war.
    Am Nachmittag kam eine englische Yacht in die Bucht, sie kam von Norden und berichtete, daß in der Samos-See eine Yacht gesunken war. Ob es bei der gesunkenen Yacht Überlebende gegeben hat, ist nicht bekannt.
    Eine andere Yacht wurde flachgelegt und eine Mitseglerin ging über Bord. Sie wurde nicht mehr gefunden. Vermutlich trug sie keine Schwimmweste und war nicht mit einem Lifebelt gesichert. Bericht: Lothar Singer, ALBATROS

    6.4.96
    Wie erst jetzt bekannt wurde, hat der Freisinger Kieferorthopäde Dr. Rudolf Liebl, als begeisterter und erfahrener Skipper bekannt, am 4. Oktober 95 einem spanischen Fischer das Leben gerettet.
    Dr. Liebl war zu der Zeit mit der gecharteten Swan 51 "Sisu" morgens um 8 Uhr zwei Seemeilen nördlich von Menorca unterwegs, als ihm und seiner Crew ein unidentifizierbares, im Wasser treibendes Ding auffiel. Nachts war das Wetter ruhig gewesen, es gab auch keinen ungewöhnlichen Seegang. Um "das Ding" genauer zu zu erkennen, holte Skipper Liebl sein Glas von unten, der Rudergänger hielt auf das Ding zu. Aus der Nähe erkannt man dann einen Menschen, der sich an einem schwimmenden Lukendeckel festhielt. Allerdings gab er keinerlei Lebenszeichen von sich und verhielt sich so starr "wie eine Schaufensterpuppe".
    Es stellte sich heraus, daß der Mann seit 13 Stunden im Wasser getrieben war, weil ihm sein Fischerboot abgesoffen war. Juan Pons-Pons, der gerettete Fischer, gab zunächst kaum Lebenszeichen von sich, wurde aber bald lebendiger, als er von der Crew (Co-Skipper Dr. Gerd Marx ist ebenfalls Mediziner) mit heißen Getränken versorgt wurde. Bald war man so weit daß man sich (mit Lexikon) verständigen konnte. Der Gerettete wurde sofort in Na Macaret an Land und in ein Krankenhaus gebracht. Die spanische Coastguard nahm ein Protokoll auf.
    Zurück in Deutschland erkundigte man sich nach dem Zustand des Fischers. Es gehe ihm relativ gut, hieß es (" ... meine Beine sind noch etwas angegriffen, sie schmerzen mich und sind kraftlos.") und er bedanke sich bei seinen deutschen Rettern. Sein Fischkutter war abgesoffen, weil die Lenzpumpe undicht war und vermutlich Wasser in das Boot hinein(!) gepumpt hatte ...

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