
EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv Januar 2000
Last update: Mittwoch, 2. Februar 2000, 06:03:24 Uhr
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Paris (AP) Der im Dezember vor der bretonischen Küste gesunkene Tanker «Erika» hatte unabhängigen Laboranalysen zufolge kein Schweröl, sondern hochgiftige Raffinerie-Abfälle an Bord. Der Leiter des Labors «Analytika» im südfranzösischen Cuers, Bernard Tailliez, sagte am Montag, es habe sich um Krebs erregende Chemikalien gehandelt, die man in Italien kostengünstig habe entsorgen wollen. Der Ölkonzern TotalFina, in dessen Auftrag das Schiff unterwegs war, dementierte dies ebenso wie Christophe Roussel vom staatlichen Meeresforschungszentrum Cedre.
«Ich bleibe bei meinen Erklärungen», sagte Tailliez. Er habe sich Proben der ausgelaufenen Ladung des Tankers Anfang Januar mit Hilfe eines Freundes auf der bretonischen Insel Groix verschafft. Die Untersuchung habe eindeutig ergeben, dass es sich nicht um Schweröl, sondern um Krebs erregende Abfälle gehandelt habe. Den französischen Behörden warf er vor, freiwillige Helfer bei den Reinigungsarbeiten einem hohen Risiko ausgesetzt zu haben. Viele seien ohne Handschuhe und Atemschutzmaske mit dem Krebs erregenden Stoff in Berührung gekommen.
TotalFina sprach in einer Erklärung von «Lügen» und «irreführenden Verdächtigungen» und bekräftigte, dass die «Erika» Schweröl an Bord gehabt habe. Ähnlich äußerte sich auch Rousseau. Zu Tailliez' Vorwürfen, Helfer seien einem Krebsrisiko ausgesetzt worden, sagte er: «Es war von Anfang an bekannt, dass diese Art von Öl Krebs erregende Stoffe enthält.» Deshalb seien alle Helfer immer wieder aufgefordert worden, bei den Aufräumarbeiten Handschuhe zu tragen.
Der Tanker «Erika» war Mitte Dezember mit rund 30.000 Tonnen Öl an Bord vor der Bretagne in zwei Teile zerbrochen und gesunken. Etwa 12.000 Tonnen liefen unmittelbar nach dem Unglück aus; der Rest der Ladung befindet sich noch im Wrack und strömt langsam ins Meer.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Die Aufhebung des Auslaufverbotes basiert auf der Überprüfung des Schiffes durch die russische Klassifikationsgesellschaft "Russian Register", die als sogenannter Schiffs-TÜV (ähnlich des Germanischen Lloyds) den Zustand der "Volna 4" zertifiziert. Aufgrund der Ergebnisse der Überprüfung durch das russische Register hat nun kurzerhand die Seeberufsgenossenschaft dem russischen Kapitän die Genehigung zum Auslaufen gegeben, obwohl keiner der seit vier Wochen bestehenden Mängel an der Ausrüstung des 499-BRZ-Frachters behoben wurde. So sind weiterhin einer der beiden Antriebe und das Radar kaputt. Auch neue Seekarten hat der Reeder nicht bestellt. Eine offizielle Begründung über die Freigabe war von der Seeberufsgenossenschaft gestern weder in Hamburg noch in Kiel zu erhalten.
Die Frage nach der Begleichung der in den vergangen Wochen durch das Schiff verursachten Kosten für eine Gerichtsverhandlung am 10. Januarund und einen Feuerwehreinsatz am 15. Januar wegen einer Ölverschmutzung bleib weiter ungeklärt. Bis gestern hatte die Reederei der "Volna 4" in St. Petersburg für die Begleichung dieser Kosten keine Bereitschaft signalisiert. Gegen die Geschäftspraktiken des Reeders hatte in dieser Woche die gewerkschaft ÖTV protestiert.
Die Kieler Wasserschutzpolizei hat nun den Auftrag, die Einhaltung der
Auflagen zu prüfen, die dem Kapitän von der Seeberufsgensoosenschaft
auferlegt wurden. Danach darf er mit seinem vier bis fünf Knoten schnellen
Schiff nur bei Tageslicht, guter Sicht und maximal 1,5 Meter Wellenhöhe in
Küstennähe fahren. Ob er bei dieser Voraussetzung in einer Tagesreise überhaupt
einen geeigneten Hafen von Kiel aus erreichen kann, bleibt abzuwarten. Wenn
gestern anhaltenden Sturm nachläßt, will der Kapitän der "Volna
4" aber so schnell wie möglich einen Startversuch unternehemen. Nächstes
Ziel ist nach seinen Worten der Hafen Ventspils in Lettland. Einen Lotsen
braucht das 51 Meter lange Schiff, das aufgrund seines defekten Schottelantriebs
nicht einmal in der Lage ist, einen geraden Kurs zu steuern, nach Auskunft eines
Spreches des Wasser- und Schiffahrtsamtes aber auch diesmal nicht nehmen. Ein
erstes Auslaufmanöver ohne Lotsen endete am 7. Januar auf dem Strand vor
Laboe.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Die Menge des im Meer treibenden Öls entspreche etwa der, die unmittelbar nach dem Unglück aus der «Erika» entwichen sei, hieß es in Rennes. Damals war die Rede von etwa zehn Tonnen Schweröl. Die «Erika» hatte rund 30 Tonnen Öl an Bord, als sie am 12. Dezember vor der Küste der Bretagne auseinanderbrach und auf den Meeresboden sank. Seitdem suchen Experten nach Wegen, das noch an Bord befindliche Öl abzusaugen.
Unterdessen kündigte ein Vogel-Pflegezentrum in Xvetot in der Normandie an, am Wochenende 30 von der Ölpest betroffene und gesund gepflegte Vögel in die Freiheit entlassen zu wollen. Weitere 600 Tiere würden noch versorgt. Das Tankerunglück kostete mehr als 60.000 Seevögeln das Leben.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Der Frachter sei 28-mal überladen ausgelaufen, so die Kammer des Landgerichts. Zehn Jahre später habe sich aber nicht mehr eindeutig beweisen lassen, dass jene Reise zur Todesfahrt wurde, weil das Schiff zu viel Zement an Bord hatte. Deshalb verurteilte das Gericht die Angeklagten nur wegen "versuchten Eingriffs in den Schiffsverkehr". Die Angeklagten hatten den Kapitän für die Ladung verantwortlich erklärt. Im Dezember 1997 hatte das Hamburger Amtsgericht Seniorreeder Heinrich Beutler zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und 20.000 Mark Geldbuße verurteilt. Sein Sohn und ihr Geschäftspartner waren freigesprochen worden, wogegen die Staatsanwaltschaft Berufung einlegte. Eine Anklage wegen Mordes aus Habgier war nicht zugelassen worden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Die Umstände an Bord des Schiffes waren Pastor Matyba bereits in der vergangenen Woche aufgefallen: "Zuerst haben wir die Seeleute mit Mittagsessen aus unserer Gemeinde versorgt", berichtet Matyba. Am Sonntag habe auch das Restaurant Fördeblick geholfen. Auf offene Ohren stieß die Initiative des Pastors bei der Gewerkschaft ÖTV. Sie organisierte sofort eine Wagenladung mit Proviant "als schnelle Hilfe", wie Frank Hornschu von der ÖTV erklärt.
Im Visier der Gewerkschaft sind aber auch die ausstehenden Heuerzahlungen: "Die Crew hat seit neun Monaten kein Geld bekommen." Aus diesem Grund sei bereits die Transportarbeitergewerkschaft ITF informiert worden, berichtet Hornschu. Fraglich sei aber, ob die Besatzung ihr Geld überhaupt einklagen will. Die Angst vor Repressalien und Kündigung bei der Rückkehr nach Russland ist sehr groß, wie die Gewerkschafter erfahren haben.
Das Schicksal der "Volna 4" verdeutlicht nach ÖTV-Ansicht die Situation, in der sich die Besatzungen vieler russischer Schiffe befinden. Es fehlt bei vielen Reedereien zwischen Newa und Novorossiysk an Geld für Reparaturen, Seekarten, Heuer und Hafengebühren. Zwar zählt Russland offiziell nicht zu den so genannten Billigflaggen, wie Hornschu betont, jedoch erinnerten die Vorfälle mit russischen Schiffen immer öfter an Beispiele, wie sie sonst nur unter Billigflaggen der Fall seien. "Die Besatzungsmitglieder werden in frühkapitalistischer Weise ausgenutzt", erklärt Hornschu.
Wie lange Pastor Axel Matyba sich noch um die Versorgung der fünfköpfigen Crew am Tiessenkai kümmern muss, ist fraglich. Das Auslaufverbot wird erst nach der fachmännischen Reparatur des Antriebs aufgehoben. "Das benötigte Ersatzteil soll bald kommen", erklärte Matyba gestern. Dies hängt aber von der Bezahlung der Rechnung ab. Gleiches gilt für das Radar, das bereits einmal in Schweden repariert worden war. Doch damals zahlte der Reeder die Rechnung nicht, und die schwedische Firma ließ das Ersatzteil wieder ausbauen.
Die Odyssee der "Volna 4" begann kurz vor Weihnachten, als das
1985 im bayrischen Deggendorf als Baggerschute gebaute Schiff mit verrutschter
Holzladung in Kiel eintraf. Die Wasserschutzpolizei stoppte das Schiff vor der
Einfahrt in den Kanal, da die Gefahr bestand, dass Teile der Ladung von Bord
rutschen könnten. Anfang Januar wurde die Fracht im Nordhafen auf die Bahn
umgeladen. Beim Auslaufen lief der Frachter am 7. Januar vor Laboe auf Grund.
Seitdem liegt das Schiff am Tiessenkai.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Der klirrende Frost hat sich bereits auch auf die Brandenburger Binnenschiffahrt ausgewirkt. Entlang einer 50 Kilometer langen Strecke zwischen den polnischen Orten Greifenhagen (Gryfinow) und Berlinchen (Bielinek) musste der Schiffsverkehr eingestellt werden. Infolge des tagelangen Frostes hat sich eine zwischen fünf und 15 Zentimeter dicke Eisdecke gebildet, die bereits Schwedt erreicht hat. Ab morgen allerdings, kündigte Christian Straube, Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes in Eberswalde an, werden zwei deutsche und drei polnische Eisbrecher eine Fahrrinne schaffen. Der Amtsleiter rechnet nicht mit einer längeren Sperre. «Das Eis wird sicher nicht dicker.» Ein Zufrieren sei nur zu befürchten, wenn der Frost noch mindestens zwei Wochen anhielte. Derzeit wird die Oder nur von polnischen Schiffen befahren, da das Schiffshebewerk Niederfinow nicht in Betrieb ist und das westliche Kanalnetz damit von der Oder abgeschnitten ist.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Dubai - Ein unter Honduras-Flagge fahrender Öltanker ist bei schwerer See im Persischen Golf vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate gesunken. Wie aus Schifffahrtskreisen bekannt wurde, konnten alle Besatzungsmitglieder des Tankers gerettet werden. Mindestens 300 Tonnen Öl seinen jedoch bereits aus dem Schiff ausgelaufen. An der Golfküste bei Abu Dhabi werde eine Ölpest befürchtet, hieß es.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Weil der starke Wind eine direkte Rettung mit einem Helikopter unmöglich machte, mussten die Seeleute in Seenot einen Umweg machen: An einem Seil wurde ihnen ein aufblasbares Rettungsboot herübergelassen. Über eine Strickleiter konnten die fünf Fischer in letzter Minute ihr brennendes Schiff verlassen und in das Rettungsboot steigen. Mit einer Seilwinde brachte schließlich ein Hubschrauber der Küstenwache die Männer von der 'Be Ready' in Sicherheit.
Die fünf Männer werden jetzt im Krankenhaus von Shetland behandelt, denn alle erlitten Rauchvergiftungen. Nach Angaben der Küstenwache hatten sie alle großes Glück, dem Inferno von Wind und Flammen lebend zu entkommen. Die Ursache des Feuers soll nun von staatlichen Stellen untersucht werden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Düsseldorf (dpa) - Die weltgrößte Wassersportmesse »boot Düsseldorf« öffnet heute mit Rekordbeteiligung ihre Tore. Rund 1 650 Aussteller aus mehr als 40 Ländern präsentieren neun Tage lang die Trends der Saison. Die Ausstellungsstücke reichen vom Angelhaken bis zur 34 Meter langen Jacht. Auf dem Messegelände sind 2 000 Boote und Schiffe zu sehen. Die Veranstalter erwarten einen Besucherrekord von mehr als 365 000 Schaulustigen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Savarese sagte, er bedauere die Umweltkatastrophe sehr, aber er trage keine Verantwortung für den Untergang seines Schiffes. Er habe die Verwaltung der Erika an Panship und die Wartung des Tankers an das italienische Zertifikations-Unternehmen Rina übertragen. Nach seiner Ansicht habe Rina das Schiff ¸¸ausgezeichnet'' kontrolliert.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Malta und Zypern werden zu den so genannten Billigländern gezählt, denen vorgeworfen wird, von den Reedern nicht die gleichen Sicherheitsbestimmungen zu verlangen wie etwa westeuropäische Länder. Chirac besuchte auch Vogelschützer, die sich seit dem Unglück Mitte Dezember um die ölverschmierten Vögel kümmern. Unterdessen setzte das französische Parlament eine Kommission ein, die sich mit dem Transport gefährlicher Güter auf Schiffen beschäftigen soll.
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace teilte am Donnerstag mit, dass bei dem Unglück Krebs erregende Gifte freigesetzt worden seien, die eine lang anhaltende Bedrohung für die Küste darstellten. Die «Erika» habe entgegen ersten Informationen auch gefährliche Schweröl-Abfallprodukte geladen, erklärte Greenpeace gemeinsam mit anderen Umweltgruppen in Amsterdam. Den Ölkonzern TotalFina, in dessen Auftrag die «Erika» unterwegs war, forderte Greenpeace-Sprecher Martijn Lodewijkx auf, genaue Informationen über die Ladung des Tankers freizugeben. Die gefundenen Chemikalien würden sich im Gegensatz zu den Konzernangaben nicht verflüchtigen. «Sie sinken auf den Meeresgrund ab und bleiben eine Gefahr für das Ökosystem des Meeres», sagte Lodewijkx weiter. Ein TotalFina-Sprecher hatte am Mittwoch den Giftgehalt des ausgelaufenen Öls als nicht wesentlich bezeichnet.
Die vor 24 Jahren gebaute und in Malta registrierte «Erika» war am 12. Dezember in schwerer See auseinander gebrochen und gesunken. Aus dem Wrack traten bisher mehr als elf Millionen Liter Öl aus.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Hamburg (ots) - Im Notfall ist jeder Schiffsführer auf See auf einen zuverlässigen und jederzeit erreichbaren Partner angewiesen. Jede unvorgesehene Situation aber auch vorbeugende Information erfordert eine zentrale Hilfestelle, die mit allen Kommunikationsmitteln erreichbar ist. Das Kürzel heißt: SMD-Radio. Ursprung und Basis dieser zentralen Hilfe ist - gestern wie heute - der UKW-Küstenfunk. Als private Nachfolgeorganisation der Telekom hat SMD-Radio bereits sieben der ehemals vierzehn Küstenfunkstationen der Telekom innerhalb einer Saison wieder in Betrieb genommen. Weitere vier Stationen sind für die Übernahme in der Saison 2000 geplant. Dadurch ist die Vermittlung der Seefunkgespräche in den beliebten Sportschifffahrtsrevieren an Deutschlands Küsten sichergestellt. Darüber hinaus hat SMD-Radio den Service für den Wassersportler neu definiert. Vergleichbar mit den ADAC-Leistungen im Straßenverkehr bietet SMD-Radio ein umfassendes Angebot für den Wassersportler auf See, 24 Stunden täglich an 365 Tagen im Jahr. 1. Medizinische Hilfe d. h. rund um die Uhr sofortige ärztliche Hilfe durch direkte Vermittlung zum Krankenhaus Cuxhaven oder zum gewünschten Hausarzt 2. Pannenhilfe d. h. Direktvermittlung zur Werft, zum jeweiligen Schiffsausrüster oder zum nächstgelegenen Spezialisten vor Ort, im Schadenfalle Direktvermittlung zur Versicherung bzw. zum Schadenssachbearbeiter 3. Schiffssuchdienst d. h. Steckbriefsuche über alle Häfen im Funkbereich, sofortige Meldung an die zuständige Wasserschutzpolizei, an gewünschte Versicherungspartner und Schadenregulierungsstellen an Land, unmittelbare Aufnahme der Suchmeldung bei www.smd-radio.de 4. Wetternachrichten, nautische Informationen d. h. fünfmal täglich exklusive Wetterberichte mit regionaler Ausrichtung, interaktive Kommunikation, jederzeitige und aktuelle Berichterstattung von Wetternachrichten und nautischen Meldungen über www.smd-radio.de 5. Travelreport d. h. Positions- und Routeninformationen bei Reisezielen außerhalb des SMD-Küstenfunkbereiches, Hilfe und Beratung bei der Vermittlung von Telefonaten Angehöriger, der Firma oder jedem anderen Landteilnehmer, der eine Verbindung zum Schiff benötigt 6. Mobile d. h. laufend detaillierte Wetterinformationen per E-Mail-Message auf jedes marktübliche Handy fast aller Netzanbieter, Tipps und Hilfestellung bei fast allen Problemen für den Wassersportler 7. Funkverkehrsabrechnung weltweite Funkverkehrsabrechnung über DP07 Die Leistungen von SMD-Radio werden in partnerschaftlicher Zusammenarbeit neben den Seenot-Dienstleistungen der DGzRS angeboten. Über seriöse Wassersportpartner von SMD-Radio werden Einzelleistungen innerhalb des Gesamtpaketes übernommen. Das umfassende Leistungspaket von SMD-Radio kostet 49 DM je Saison. Vereine und Verbände können über Rahmenvereinbarungen noch günstigere Konditionen für Ihre Mitglieder erreichen. Zu guter Letzt - das Wichtigste! Seit 1998 hat SMD-Radio von der Telekom den Betrieb des UKW-Küstenfunkes im Rahmen der Privatisierungsphase der gesamten Telekommunikation als privater Dienstleister übernommen. Dennoch bezahlen mehr als 10.000 Skipper Ihren Beitrag von monatlich 11,60 DM (10 DM zzgl. ges. Mwst.), nur für die Funkverkehrsabrechnung, noch heute an die Telekom. Der Betrag wird von der Telekom durch Bankeinzug mit der Telefonabrechnung unter dem Punkt "Seefunkanschluß" erhoben. Insgesamt wird damit ein Jahresbeitrag von 139,20 DM an die Telekom entrichtet, ohne dafür eine Gegenleistung im Küstenfunkverkehr zu erhalten. Um auch in Zukunft in den Genuß der SMD Konditionen (49 DM, je Saison) zu kommen und darüber hinaus einiges mehr an Leistungen und Sicherheit im Seefunk zu erhalten, muß das Vertragsverhältnis mit der Telekom (Seefunkanschluß) schriftlich gekündigt werden. Damit ist der Weg frei für die Anmeldung bei SMD-Radio. Die An- bzw. Abmeldung sollte gleichzeitig erfolgen, damit der Skipper für eine "Ummeldung" bei der RegTP nur 30 DM bezahlt (anstatt Abmeldung und Anmeldung für 60 DM).
Das mit Sojaschrot überbeladene Schiff war am Freitag bei Reitwein wegen zu großem Tiefgang auf eine Sandbank gefahren. Der Versuch, das Schiff freizuschleppen, misslang am Montag wegen sinkender Wasserstände, wie die Wasserschutzpolizei mitteilte.
Das Wasser- und Schifffahrtsamt Eberswalde will heute einen weiteren Befreiungsversuch unternehmen und dazu die Ladung verringern. Sollte das «Leichtern» gelingen, könnte die Oder am Nachmittag wieder freigegeben werden, erklärte die Behörde. Am Wochenende waren insgesamt vier polnische Binnenschiffe auf Grund gelaufen. Drei Schiffe konnten am Montag ihre Fahrt fortsetzen.
Auf der Oder herrscht derzeit Niedrigwasser. Die Pegelstände sinken weiter, teilte das Schifffahrtsamt mit.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Zu hohe Ladung von Schüttgut wie Kies oder Kohle und der mit 1,70 Metern Niedrigwasser gegenwärtig besonders geringe Wasserstand der Oder seien die Ursachen des vierfachen Auflaufens gewesen, teilte die Wasserschutzpolizei mit. Aufgrund geltenden Schifffahrtsrechtes seien für die polnischen Berufsschiffer ausschließlich die polnischen Behörden zuständig.
Bis zum gestrigen Nachmittag waren drei der Fahrzeuge bereits wieder freigekommen. Bei Reitwein wartete das letzte Fahrzeug auf einen Kollegen zur Leichterung der Überladung. Vor den Schleusen kam es zu keinem Schiffsstau. Lediglich in Hohensaaten warteten zwei Schubverbände gestern Nachmittag auf die Schleusung.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Am 12. Dezember war der unter maltesischer Flagge fahrende Tanker "Erika" vor der Bretagne
auseinandergebrochen und gesunken. Aus dem Schiff sind seitdem Tausende von Tonnen Schweröl ausgelaufen und
haben einen rund 400 Kilometer langen Streifen an der französischen Atlantikküste verschmutzt. Der Tanker war von der
Ölfirma TotalFina gechartert worden. In einem Untersuchungsbericht der französischen Regierung werden dem
Eigentümer des Schiffes und TotalFina eine Mitverantwortung für den Untergang des Tankers vorgeworfen, da sie
Sicherheitsmängel des Schiffes nicht beachtet hätten. In dem Bericht werden Rostschäden an einer Spundwand des
Tankers als wahrscheinliche Ursache des Unglücks bezeichnet.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Nachdem die Shell-Experten Mängel an der "Erika" festgestellt hätten, sei die Reederei benachrichtigt worden, dass der Konzern mit diesem Tanker keine Ladungen transportieren werde, sagte Chenu. Eine Sprecherin des TotalFina-Konzerns, der die "Erika" im Dezember gechartert hatte, sagte, sie verstehe die Äußerungen von Shell nicht. "Man kann nicht sagen, dass wir weniger gründlich in der Auswahl der Tanker sind als Shell." Alle Ölkonzerne hätten dieselben Inspektionen.
Das italienische Schiffskontrollbüro Rina verwies derweil auf seine "hohen Qualitätsnormen und optimalen Leistungen". Es sei sicher, "dass wir keine unserer Pflichten vernachlässigt haben, was das Schiff ,Erika‘ angeht", sagte Nicola Squassafichi von der Leitung des Unternehmens. Ein Expertenbericht der Pariser Regierung hatte der Rina und dem Schiffseigner Versäumnisse vorgeworfen, woraufhin die EU-Kommission der Rina mit dem Entzug der Arbeitserlaubnis gedroht hatte.
Die 25 Jahre alte "Erika" war am 12. Dezember vor der Bretagne mit 30 000 Tonnen Öl an Bord in zwei Teile gebrochen. Rund 12 000 Tonnen Öl liefen aus und verursachten an den Küsten der Umgebung eine Ölpest. Gegen die Charter-Praktiken der Ölkonzerne demonstrierten am Sonnabend in der Bretagne tausende Umweltschützer.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Die Besatzung trage nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen keine Schuld an dem Unglück. Weder die Art und Weise der Beladung noch das Verhalten des Kapitäns hätten einen entscheidenden Einfluss auf das Geschehen gehabt, erklärte Tourret.
Der Leiter der französischen Küstenbehörde erklärte unterdessen in einem Interview, die ölverschmutzten Strände im Westen des Landes würden bis zur Sommersaison gesäubert sein. «Sie werden bereit sein, aber das wird eine beträchtliche Menge Arbeit kosten», erklärte Francois Letourneux am Freitag in der Tageszeitung «Le Croix». Die Säuberungsmannschaften profitierten von den Erfahrungen nach dem Untergang der «Amoco Cadiz» 1978, der der bretonischen Küste eine Ölpest brachte. «Wir sind technisch besser ausgerüstet», erklärte Letourneux. «Wir wissen, dass wir keine aggressiven Reinigungsmittel oder andere fragwürdige Produkte verwenden dürfen.»
Die «Erika» war am 12. Dezember in schwerer See auseinander gebrochen und gesunken. Aus dem Wrack traten bisher mehr als elf Millionen Liter Öl aus und verursachten entlang der Westküste eine Ölpest. Die Zahl der verendeten Seevögel wird auf 300.000 geschätzt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Daher müsse die Verantwortung bei der
Reederei, den Lieferbetrieben sowie bei
den Prüfgesellschaften gesucht werden.
Die Erika war am 12. Dezember vor der
Bretagne mit 30 000 Tonnen Öl an Bord
aueinandergebrochen. Die Westküste
Frankreichs leidet nach wie vor unter
den Auswirkungen der schweren Ölpest.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Bremerhaven - Die Verpuffung auf dem Schiff MS Baltica im Bremerhavener Hafen, geht auf zwei unsachgemäß durchgeführte Ölwechsel am bordeigenen Kran zurück. Dabei war ein Hafenarbeiter leicht verletzt worden. Entgegen der üblichen Praxis war bei den letzten Ölwechseln das Altöl nicht in Fässern abtransportiert, sondern in das Kranfundament abgelassen worden. Dies hatte zur Verpuffung geführt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Die Wasserschutzpolizei hat gestern im Hamburger Hafen einen panamaischen Frachter an die Kette gelegt. Die Beamten hatten den Verdacht, daß die Besatzung auf hoher See Ölrückstände ins Meer gepumpt hat. Nach Polizeiangaben konnte der Verbleib von 10 Kubikmetern Ölschlamm nicht nachgewiesen werden. Zudem wurden eine funktionsuntüchtige Entöleranlage und eine Reinwasserleitung nach außenbords entdeckt, die Ölrückstände aufwies. Die Entöleranlage soll illegal mit einer Chemikalie betrieben worden sein, wodurch die Filteranlage nicht korrekt arbeiten konnte. Gegen den Kapitän und den Leitenden Ingenieur sind Sicherheitsleistungen von insgesamt rund 12.000 Mark festgelegt worden. Die Wasserschutzpolizei ordnete die Reinigung der Entöleranlage an.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Kurz nach 20 Uhr alarmierten Laboer Anwohner die Wasserschutzpolizei und den Rettungskreuzer "Berlin" über ein Schiff, das dicht vor dem Ufer festliege. Erst um 22.22 Uhr kam die "Volna 4" aus eigener Kraft wieder frei, erhielt aber ein Auslaufverbot und musste zur Untersuchung am Tiessenkai in Holtenau festmachen. An Bord des 51,1 Meter langen Schiffes, das erst vor wenigen Monaten von einer Baggerschute zum Holz- und Containerfrachter umgebaut worden war, waren das einzige Radar und einer der beiden Antriebsmotoren defekt. Trotz dieser Mängel hat nach einer Besichtigung am Wochenende die zuständige Klassifikationsgesellschaft (Russian Register) dem Schiff die Seetüchtigkeit bescheinigt.
Die "Volna 4" lag seit dem 21. Dezember in Kiel mit verrutschter Holzladung fest. Die Fracht war am Donnerstag im Nordhafen gelöscht und per Bahn abtransportiert worden. Wie der Kapitän mitteilte, sei Ventspils in Lettland der Zielhafen. Dort sollen entweder Holz oder Container geladen werden. Die Reise dorthin antreten darf das Schiff jedoch erst, wenn die Ermittlungen der deutschen Behörden beendet sind. Einen Lotsen für die Reise von Holtenau zur Ostsee muss das Schiff aber auch dann aufgrund seiner Größe nicht nehmen. Erst im August vergangenen Jahres hatte ein ähnlicher Vorfall für Aufsehen gesorgt, als der Containerfrachter "Tinka" ohne Lotsberatung vor Kitzeberg auflief. Das Kieler Seeamt hatte in einer Untersuchung der "Tinka"-Havarie festgestellt, dass der Unfall mit einem Lotsen vermieden worden wäre.
Mit über 40000 Schiffsbewegungen pro Jahr ist die Kieler Förde ein
dichtbefahrenes Revier. Eine Verkehrslenkung, ähnlich wie auf dem Kanal
oder der Elbe, gibt es hier jedoch nicht.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Bei insgesamt 183 Unfällen wurden 20 Menschen verletzt. Neun Menschen - 1998 waren es vier - kamen im vergangenen Jahr beim Baden, Segeln, Tauchen oder während Arbeiten an ihren Schiffen ums Leben, sagte am Freitag der Leiter des baden-württembergischen Wasserschutzpolizei-Abschnitts, Edwin Bauer, in Friedrichshafen zur internationalen Unfallstatistik. Der Sachschaden in der vom Frühjahreshochwasser erheblich verkürzten Saison wird auf fast 340000 Mark geschätzt.
Die Unfallzahlen wären im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgegangen, hätte Orkan Lothar am zweiten Weihnachtstag mit Windstärken von 10 bis 12 Beaufort (zwischen 100 und 150 Stundenkilometern) nicht auch in den Bodenseehäfen seine Spuren hinterlassen. Überwiegend am Ufer vor Bregenz wurden in kürzester Zeit 53 im Wasser liegende Boden losgerissen. In der Statistik nicht berücksichtigt sind die über 100 an Land beschädigten Boote: Der überwiegend durch Versicherungen abgedeckte Schaden dürfte nach Schätzungen Bauers bei einer halben Million Mark liegen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Die Taucher hatten nach dem Fund eines angeblich Saint-Exupéry gehörenden Armband-Teiles im September 1998 systematisch die Gewässer zwischen Marseilles und Porquerolles abgesucht. Saint-Exupéry, der als Autor des "Kleinen Prinzen" weltberühmt wurde, war am 31. Juli 1944 von einem Aufklärungsflug über dem von Deutschland besetzten Frankreich nicht mehr zurückgekehrt und gilt seitdem als vermisst.
Bei der Suche nach seinem Flugzeug waren die Taucher auf Wracks griechischer wie auch römischer Schiffe gestoßen. Sie liegen in einer Tiefe zwischen 95 und 120 Metern. Fünf von ihnen seien gut konserviert, teilte Comex mit. Eine Roboter-Kamera hatte Bilder von den Wracks gemacht.
Die Tiefe würde jedoch eine Durchsuchung der Wracks sehr schwierig machen, hieß es. Unsicher ist zudem, ob die zuständigen Stellen ihre Genehmigung dazu geben. Für normal ausgestattete Taucher sind die Wracks nicht zugänglich. Comex schätzt die Kosten für die Durchsuchung der Schiffe mit Tauch-Robotern und Mini-U-Booten auf umgerechnet 1,4 bis 2,8 Millionen Mark pro Wrack.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Zum ersten Mal in der deutschen Rechtsgeschichte musste damit ein Reeder Konsequenzen für die Missachtung von Sicherheitsstandards auf seinem Schiff übernehmen. Zwölf Seeleute waren beim Sinken des überladenen Schiffes am 11. Februar 1990 in den sturmgepeitschten Wogen vor der spanischen Atlantikküste ums Leben gekommen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Das im Wrack verbliebene zähflüssige Öl sei zwei Tang lang erwärmt worden, um es in einen anderen Tanker pumpen zu können, erklärte der an den Bergungsarbeiten beteiligte Serdar Akin. Es werde wohl mehr als zwei Monate dauern, ehe der in zwei Teile zerbrochene Rumpf komplett geleert sei. Der russische Tanker war am 29. Dezember während eines Sturms über dem Bosporus auseinander gebrochen und auf Grund gelaufen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Die MS "Baronen" prallte nahe der Stadt Bergen auf einen schwimmenden Gegenstand, der ein 30 Zentimeter tiefes Leck in den Rumpf des Schiffes riss. Obwohl Wasser in die Fähre eindrang, konnte das Schiff nach dem Unfall noch selbstständig die Küste erreichen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Eine grosse Segelyacht hat ohne weiteres einen Wert von 150'000 Franken, und auch das kleinste Motorboot kostet über 20'000 Franken. Allein der Neuwert der gesunkenen Schiffe beträgt also über eine Million Franken, dazu sind Dutzende der rund hundert verankerten Boote beschädigt. «Wir haben die noch navigierbaren Yachten am Nachtag in den Hafen La Pichette bei Corseaux überführt, das war das Einzige, was wir tun konnten», sagt der Hafenwärter. Blieben noch die Aufräumarbeiten: Bojen, Benzinkanister und Bootsteile schwammen nach dem Sturm im Hafen, die Seepolizei konnte gegen die Verschmutzung des Hafenbereichs nichts ausrichten. Der zerstörte Hafen stammt aus dem Jahr 1932, die Quaimauer bildeten mit Kies gefüllte massive Betonelemente. Hier ankerten nicht die grossen Yachten der Schönen und Reichen, sondern eher die Boote der Familien aus Vevey und Umgebung. Der Hafen gehört der Gemeinde, die den angerichteten Schaden noch nicht beziffern kann. Sie hat auch noch nicht entschieden, ob und wie der Ankerplatz wieder erstellt wird. Auf jeden Fall ist der Hafen aber in der nächsten Bootssaison nicht benützbar.
«Lausanne» gegen «Genf»
Auch in den anderen Häfen zwischen Montreux und Lausanne wütete «Lothar». Einige gesunkene Yachten oder beschädigte Boote meldeten unter anderem Clarens, La-Tour-de-Peilz, La Pichette westlich von Vevey, Lutry und Ouchy/Lausanne. Doch Vevey, das in den «Hauptkanal» des Sturms geriet, hat zusammen mit Lausanne die grössten Schäden erlitten. In Ouchy gab es nicht nur versenkte Yachten, selbst die massiven Passagierschiffe der CGN, der Genfersee-Schifffahrtsgesellschaft, trotzten dem Sturm nicht. Das grösste CGN-Schiff, die «Lausanne» mit ihren 1500 Plätzen, riss sich von den Vertäuungen los und donnerte - hoffentlich kein böses Omen! - ausgerechnet gegen die stolze «Ville de Genève» und gegen die «Henri-Dunant».
Knappe Zeit
«Der Rumpf der <Lausanne> ist beschädigt, auch die beiden anderen Schiffe haben zerborstene Geländer und Scheiben. Das bereitet uns insofern Probleme, als ausgerechnet diese drei Schiffe einen geschlossenen Passagierraum haben und damit die wintertauglichsten sind. Aber im Moment können wir den Fahrplan einhalten», erklärt Christian Altherr vom technischen Dienst der CGN. Zwei CGN-Anlegestellen sind zerstört, die anderen ebenfalls beschädigt. Noch haben die Versicherungen die Schäden nicht beziffert. Die Zeit bis zur Sommersaison wird für die Instandstellungsarbeiten aber sehr knapp sein.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Der 35-Jährige aus Hamburg sei zwar noch von anderen Reisenden aus dem Meer vor der Insel Phangan gerettet worden, verblutete wegen der schweren Bissverletzungen aber wenig später, teilte ein Sprecher der thailändischen Polizei am Donnerstag mit.
Unklar war zunächst, welches Tier den Mann am Dienstag in dem Badeort 420 Kilometer südlich der Hauptstadt Bangkok attackiert hatte. Haie kämen in den Gewässern normalerweise nicht vor, hieß es. Allerdings hätten örtliche Fischer von immensen Königsbarschen mit dem charakterischen Rückenstachel berichtet, die eine ungewöhnliche Länge von bis zu zweieinhalb Metern gehabt hätten.
Der 35-Jährige erlitt bei dem Angriff klaffende Bisswunden in Schenkel, rechter Hand und Schulter. Er schwamm etwa hundert Meter vom Ufer entfernt in fünf Meter tiefem Wasser. Die Touristen waren durch seine Schreie auf den Hamburger aufmerksam geworden und waren ihm sofort zu Hilfe geeilt. Auch sie konnten nicht beobachten, was den Mann attackiert hatte. Nach Polizeiangaben war es der erste Vorfall dieser Art in den Gewässern vor der beliebten Touristeninsel.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Mit Schiffen der Küstenwache und Fischerbooten konnten die Flüchtlinge, unter ihnen zahlreiche Kinder und Frauen, gerettet werden. Sie wurden auf Naxos zunächst in einer Schule untergebracht, mit Lebensmitteln und warmer Kleidung versorgt. Etwa 20 Flüchtlinge mussten zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht werden. Der vermutlich türkische Kapitän und seine Mannschaft entkamen mit ihrem Frachter unerkannt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Ein zweiter Roboter, der 80 Kilogramm schwere «Achill», soll den blockierten Unterwasser-Erkunder befreien, was schlechtes Wetter mit hohem Wellengang jedoch bisher verhinderte.
«Wenn es kein Leck gibt, entweicht auch kein Schweröl», erklärte der Direktor des Unternehmens, dem «Abyssub» gehört, am Dienstag. In den Wrackteilen werden noch 20 000 Tonnen Öl vermutet. Das Heck liegt wie der Bugteil flach in 120 Metern Tiefe.
Unterdessen hat die französische Regierung die unabhängige Behörde für Lebensmittelkontrolle (AFSSA) aufgefordert, die Gefahren einer möglichen Verseuchung von Meeresfrüchten durch das Öl der «Erika» zu prüfen. Es geht um Muscheln, Fische, Tintenfische und Krebstiere. Die Experten, die auch die Gefahren des Rinderwahnsinns BSE durch britisches Fleisch überprüft haben, sollen Höchstwerte für Ölrückstände beziffern. Die aus dem fahrenden Tanker geflossenen 11 000 Tonnen Schweröl haben mehr als 500 Kilometer der französischen Atlantikküste verschmutzt.
Nach Ansicht des Bundesverbandes der See- und Hafenlotsen (BSHL) muss die Unfallvorsorge in der Schifffahrt verbessert werden. Um Katastrophen wie die Havarie der «Erika» vor der bretonischen Küste zu verhindern, sollten der Zustand der Schiffe und die Qualifikation der Besatzungen besser kontrolliert werden, forderte ein Sprecher des Verbandes am Dienstag in Hamburg. Zur Vorsorge sei außerdem der einheitliche Einsatz von Lotsen und Verkehrszentralen unverzichtbar.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Die Hauptursache für den Untergang liege im mangelhaften Zustand des Schiffes. So habe die Bugrampe, die eigentlich wasserdicht sein müsse, "überfall geleckt". Unter Wasser habe das Schiff ein Loch gehabt, das durch Korrosion entstand. Insgesamt sei das Schiff "in einem grauenhaften Zustand gewesen", sagte Holtappels. Das hätten auch Reederei und schwedische Behörden wissen müssen, so der Vorwurf des Juristen. "Sie müssen die Mängel gesehen haben." Nach dem Unglück war zunächst die deutsche Meyer-Werft in Kritik geraten, die das Schiff gebaut hatte. Durch eine fehlerhaft konstruierte Bugklappe sei Wasser in das Schiff eingedrungen, lautete der Vorwurf. Die Werft hatte im Dezember ein Gutachten vorgelegt, wonach eine Explosion an Bord der "Estonia" den Untergang mitausgelöst habe.
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Der Tauchroboter, der das Wrack des Öltankers «Erika» untersuchen sollte, fiel unterdessen aus und übertrug keine Bilder mehr. Die französischen Behörden hatten sich von dem Einsatz Informationen darüber erhofft, wieviel Öl noch im Schiffsrumpf verblieben ist und wie die Ladung abgepumpt werden kann. Die Küstenwache erklärte, ein zweiter Roboter solle bald eingesetzt werden, um den beschädigten Roboter zu reparieren.
Der Tanker «Erika» war vor drei Wochen in schwerer See auseinander gebrochen und gesunken. Aus dem Wrack traten bisher mehr als elf Millionen Liter Öl aus. Spezialisten und Freiwillige versuchten auch am Wochenende, die verkrustete Ölschicht von den betroffenen Stränden abzutragen. Am (morgigen) Montag sollten auch 500 Schulkinder die Reinigung der Küste unterstützen. Der französisch-belgische Mineralölkonzern TotalFina, der den Tanker gechartert hatte, bot an, sich mit 40 Millionen Franc (rund 11,5 Millionen Mark) an den Kosten für die Säuberung der betroffenen Küstenabschnitte zu beteiligen.
Unterdessen gestand die grüne Umweltministerin Dominique Voynet ein, das Ausmaß der Katastrophe unterschätzt zu haben. In einem am Sonntag veröffentlichten Interview mit dem «Journal de Dimanche» bedauerte Voynet ihre Fehleinschätzung. «Diese Woche war hart», sagte Voynet in dem Interview. «In einigen Wochen wird der Moment kommen, daraus Schlüsse zu ziehen.» Daniel Cohn-Bendit, der Spitzenkandidat der französischen Grünen bei den Europawahlen im vergangenen Jahr, sagte der Tageszeitung «Le Parisien» (Sonntagausgabe), Voynet habe einen «ernsten Fehler» begangen.
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Das mit rund tausend Tonnen Paraffin
beladene Tankschiff war kurz vor
der Einfahrt in die Schleuse Kachlet
auf einen Felsen gefahren. Das Schiff
geriet daraufhin in Schräglage. Helfern
gelang es schließlich, das Schiff
wieder frei zu schleppen.
Bei der Havarie wurde niemand verletzt.
Paraffin wird aus Rückständen
der Erdöldestillation gewonnen. Die
ungiftige Chemikalie wird unter anderem
zur Herstellung von Kerzen oder
in der Kosmetik eingesetzt. Von der
Ladung gelangte nichts in den Fluss.
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Während an der bretonischen Küste nur noch vereinzelt Öl angeschwemmt wurde, waren die Strände der weiter südlich gelegenen Vendee weiterhin betroffen. Kleine Schiffe sollten versuchen, die auf dem Meer verbliebenen Ölflecken nach und nach abzusaugen, erklärte die Präfektur in La Rochelle am Sonntag. «Das Meer ist zur Zeit ruhig. Das sollte es uns leichter machen, noch etwas Öl zu beseitigen, bevor es die Küste erreicht», hieß es in der Einsatzzentrale.
Ornithologen befürchteten, dass auch auf der Ile de Re Öl angeschwemmt wird. Die Ferieninsel mit rund 150 000 Urlaubern im Jahr und einem wichtigen Naturschutzgebiet gilt als Sylt Frankreichs. Innerhalb weniger Stunden wurden hier rund 100 verschmutzte Vögel aufgesammelt. Die Ölpest könnte nach den Schätzungen von Umwelt- Schützern insgesamt bis zu 300 000 Vögel getötet haben. Auch einige Seehunde wurden ölverschmiert gefunden.
In den gesunkenen Wrackteilen sind noch etwa 20 000 Tonnen Schweröl. Mit einer Kamera soll der Roboter mögliche Risse lokalisieren und einen Weg finden, das Schweröl später abzupumpen. Eine erste Inspektion in der Neujahrsnacht ergab nach Angaben der Sonntagszeitung «Le Parisien Dimanche», dass das Tanker in besserem Zustand ist, als befürchtet. Offizielle Ergebnisse des ersten Tauchganges in der Silvesternacht lagen noch nicht vor.
Die ausgeflossenen etwa 11 000 Tonnen Öl haben mehr als 500 Kilometer der Westküste Frankreichs verschmutzt. Die unter maltesischer Flagge fahrende «Erika» war am 12. Dezember in schwerer See auseinander gebrochen und gesunken.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
«Offensichtlich ist es Verschmutzung durch Öl des Tankers, auch wenn die Analysen noch nicht abgeschlossen sind», berichtete der Krisenstab des Departements.
Schlechtes Wetter verhinderte auch am Samstag den Einsatz eines Unterwasser-Roboters an dem auseinander gebrochenen Wrack des Tankers. In den gesunkenen Wrackteilen sind noch etwa 20 000 Tonnen Schweröl. Mit einer Kamera soll der schwimmende Roboter «Abyssub» mögliche Lecks in den beiden Wrackteilen lokalisieren und einen sicheren Weg finden, das Schweröl in einigen Monaten abzupumpen.
Die ausgeflossenen 11 000 Tonnen Öl haben mehr als 500 Kilometer der Westküste Frankreichs verschmutzt. Die Ölpest könnte nach den Schätzungen von Umweltschützern bis zu 300 000 Vögel getötet haben.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Eine Reihe konkreter Probleme kann sich dagegen Jörg Schwinning, Betreiber des International-Safty-Management-Centers für Seeschifffahrt, vorstellen: "Wenn die Ruderanlage wegen des Millennium-Bug versagt, kann ein Frachter in die Schleuse krachen." Auch könnten Navigationssyteme den falschen Standort anzeigen, ohne dass dies für den Steuermann erkennbar sei.
Bei Tankern wird von der Ladelucke bis zur Antriebsmaschine alles von Computer-Chips gesteuert. Viele ältere Chips arbeiten mit zweistelligen Jahreszahlen. Auf den 31. 12. 1999 folgt dann möglicherweise der 1. 1. 1900. Auswirkungen davon können Fehlsteuerung und Ausfälle sein: "Es kann passieren, dass die Schiffsmaschine stoppt", erklärt Wolgang Leue, Ältermann der Lotsenbrüderschaft Elbe. Die Lotsen haben sich auf technische Ausfälle vorbereitet. Sie werden auf der Brücke stehen, um das Ruder auf Notsteuerung umzusetzen. In den Maschinenräumen halten sie sich mit Taschenlampen ausgerüstet für den Handbetrieb bereit.
Um in der kommenden Nacht Havarien in der Deutschen Bucht zu vermeiden, gibt es eine zusätzliche Meldepflicht: Die Kapitäne müssen per Fax oder Funk nachweisen, dass ihre Bordelektronik fürs Jahr 2000 taugt. Doch anders als bei Flugzeugen, deren Elektronik nur einen Hersteller aufweist, kommen Radar, Kompass und Satellitennaviagtionsgerät bei Schiffen aus unterschiedlichen Firmen. "Nur wenige Hersteller konnten eine Jahr-2000-Tauglichkeit bestätigen, viele haben im Konjunktiv geantwortet", erklärt Sicherheitsexperte Schwinning. Manche Firmen existieren auch nicht mehr. Dann müssen die Eigner ihre Instrumente selbst überprüfen. Auch da gibt es Probleme: "Wir konnten nicht bei allen Geräten einen Testlauf mit Datumsvorstellung durchführen," erklärt Walter Bartscher vom Bundesamt für Seeschifffahrt. Deshalb werden die amtseigen Schiffe in der Millenniumsnacht sicherheitshalber am Pier bleiben.
Im Bundesverkehrsminsterium lautet die Millenniums-Parole: Keine Panik, alles unter Kontrolle. "Wenn ein Seenotfall eintritt, dann sind alle Stationen besetzt", beschwichtigt Rolf Dittrich, Sprecher des Ministeriums. Zudem sei die Wahrscheinlichkeit von Havarien nicht höher als sonst. Erst vor vier Wochen sei ein Schiff vor Sylt in Seenot gekommen. Eine solch defätistische Einstellung teilen die Schützer des Wattenmeers nicht. "Auf See fahren viele Seelenverkäufer mit veralteter Technik", erklärt Lothar Koch, Sprecher der Schutzstation Wattenmeer in Sylt. Havarien von Öltankern zum Jahrtausendwechsel seien deshalb nicht ausgeschlossen. Dass Schiffe mit alter Elektronik wegen der Meldepflicht nicht in die Deutsche Bucht einlaufen dürfen, hilft da wenig. "Entfernungen spielen bei Umweltkatastrophen auf See keine große Rolle," erkärt Koch. Das habe die Ölpest an der französischen Küste gerade gezeigt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
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