
EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv März 2000
Last update: Mittwoch, 2. Februar 2000, 06:03:24 Uhr
![]()
Im Unterschied zu früher seien die neuen Kampfschiffe und Panzer für viele Fuktionen wie Navigation, Zielsuche oder Steuerung von Computersystemen, Software und Datenkomunikationn abhängig. Auch wenn das Pentagon schon lange mit Sicherheitsproblemen von Computern zu tun gehabt hätte, wären in Panzern oder in bewaffneten Fahrzeugen bislang noch nie Computer gewesen, sagte French, wie die
Federal Computer Week berichtet.
Angeblich hat das Verteidigungsministerium bereits durch einen Test zeigen können, dass Cracker in die Steuersysteme von Waffensystemen eindringen können. So habe nach einer von der Defense Information Systems Agency veröffentlichten Schulungs-CD-ROM ein Luftwaffenoffizier aus einem Hotelzimmer über einen Laptop in das Computersystem eines Kriegsschiffs eindringen und falsche Navigationsdaten eingeben können: "Glücklicherweise war dies nur ein überwachter Test, um herauszufinden, was man machen kann", heißt es auf der CD-ROM. "In Wirklichkeit ist die Art des Verbrechens und dessen Ziel nur durch die Vorstellungskraft und Fähigkeit der Menschen begrenzt."
Werden also gute Cracker oder jeweilige Feinde die Hightech-Waffen in Zukunft nach Belieben steuern können? Das wäre natürlich eine Vision vom Infowar, die Militärs im selben Maß faszinieren wie erschrecken dürfte. Ganz so einfach dürfte es aber nicht sein, meint jedenfalls John Pike von der Federation of American Scientists (
FAS). Trotz der bekannten Sicherheitslöcher in den kommerziellen Systemen, die von der Armee eingesetzt werden, wären diese doch zu unvorhersagbar, als dass sie sich Feinde während eines Kampfes gezielt zunutze machen könnten.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Die Delikte im Einzelnen:
Die Umweltsünder kennen keine Grenzen: In einem Fall trieb sogar ein Müllcontainer auf dem Neckar zu Tal und gefährdete die Schifffahrt. Andere Täter hatten einen Schrottbagger zusammen mit einer größeren Menge Altöl auf unbefestigtem Grund abgelagert. Insgesamt nahmen die Umweltdelikte jedoch ab. Elfmal flogen Wapo-Beamte mit der Hubschrauberstaffel des Landes, um das Gewässer zu überwachen. Zudem wurden 441 Wasserproben genommen.
Die Diebe werden immer jünger. Besonders krass: Sechs Kinder brachen auf einer Schute im Hafen Heilbronn ein und stahlen zahlreiche Gegenstände. Bei den Diebstahlsdelikten gab es eine Zunahme.
Weniger Delikte wurden dagegen bei der Fischwilderei und bei den Verkehrsstraftaten verzeichnet. Trunkenheitsfahrten gab es nach Angaben der Wapo so gut wie keine.
Gefährlich für die Kapitäne ist der Neckar ganz offensichtlich bei Kilometer 91,900 auf Höhe Neckarmühlbach (bei Haßmersheim). Dort ist der Fluss unübersichtlich und schwer zu navigieren. Am 16. November und am 17. Dezember stießen nahezu an der gleichen Stelle jeweils zwei Boote aufeinander. Beim ersten Schiffsunfall wurde ein holländisches Schiff auf einer Länge von 40 Metern aufgerissen. Ursache für die Kollision war ein defektes Ruder. Trotz eines Großeinsatzes der Feuerwehr sank das holländische Schiff. Der Schaden betrug insgesamt über eine Million Mark. Am zweiten Unfall war eine mangelhafte Kursabsprache schuld. Eines der beteiligten Boote versank mit dem Vorderschiff.
Zu zwei tödlichen Badeunfällen kam es im Dienstbezirk der Wapo Heidelberg. Ein Bosnier bekam am 29. Juni 1999 beim Baden im Neckar bei Neckargemünd einen Krampf und ertrank. Zwei weitere Männer sprangen am 24. Mai beim Wehr in Neckargemünd ins Wasser. Durch die dort herrschende Unterwasserströmung waren sie schnell erschöpft. Nur durch das beherzte Eingreifen eines Schleusenangestellten konnte einer der Männer noch geborgen werden. Der zweite Mann ertrank.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Stockholm (Reuters) - Nach der Kollision mit einem Containerschiff "Werder Bremen" (1297 Tonnen) ist vor der Küste Schwedens ein Chemietanker gesunken. Fünf der sieben Besatzungsmitglieder des Tankers "Martina" (387 Tonnen) wurden vermisst, wie der Göteborger Seerettungsdienst am Dienstag mitteilte. Es handele es sich bei den Vermissten um polnische Staatsbürger. Nach ihnen suchten am Dienstag 20 Schiffe und bis zu fünf Hubschrauber. Zudem sollen Taucher das Wrack nach Überlebenden durchsuchen, die sich möglicherweise in Luftblasen haben retten können.
Alle 13 Besatzungsmitglieder des unter der Flagge Antiguas fahrenden Frachters aus Bremen seien gerettet worden, berichtete der Seerettungsdienst. Von dem Chemietanker konnten nur zwei Männer geborgen werden, bevor er sank. Er war in Libyen registriert und fuhr für die Reederei Euro Shipping.
Die dänische Küstenwache teilte mit, der gesunkene Tanker sei mit Chlorwasserstoff von Sarpsborg in Norwegen
nach Kopenhagen unterwegs gewesen. Er stieß bei schlechten Sichtverhältnissen vor der Halbinsel Hoganas an der
Südwestküste Schwedens mit dem Frachter zusammen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Im vergangenen Jahr wurden dort 28 Unfälle von Schiffen und Sportbooten registriert - neun mehr als 1998. «Hauptunfallursachen waren menschliches Fehlverhalten verbunden mit fehlender Streckenkenntnis auf der Oder sowie Mängel an der Technik und Hindernisse in der Wasserstraße», erklärten die Polizisten. Mehrfach habe Treibgut - Autoreifen, Blechtafeln und Baumwurzeln - den Antrieb der Schiffe lahm gelegt.
Zu den herausragenden Ereignissen dieses Jahres zählen die Ordnungshüter die Eröffnung des Binnenhafens in Eberswalde und den Start der Bauarbeiten des Hafens Schwedt.
Kuriosestes Ereignis: Das Motorschiff "Friesisches Haff" war auf dem Oder-Havel-Kanal über ein Auto gefahren, das auf dem Grund der Wasserstraße lag.Die Wasserschutzpolizei in Hohensaaten ist zuständig unter anderem für einen Teil der Oder, Oder-Havel-Wasserstraße und die Werbelliner Gewässer.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
"Kollege Zufall" hatte gleich mehrere Male seine Hände bei der Bergung der "EJA" im Spiel. Ein zufällig in der Hafeneinfahrt fischender Hobby-Angler bemerkte, wie das Motorschiff, das an den Werktagen Abraum vom Mainausbau abtransportiert, gegen 1030 Uhr von seinem Liegeplatz abtrieb.
Als das Schiff in die Hafenausfahrt trieb und er keine Personen an Bord erkennen konnte, alarmierte er Matrosen der ebenfalls vor Anker liegenden "Jakub K", einem Niederländer. Zu Fuß rannte der Matrose zur nahe gelegenen Feuerwache, in der gerade ein Sprechfunklehrgang für die Wehren aus dem Inspektionsbereich Gemünden stattfand.
Zusammen mit der Besatzung des Rüstwagens rückten Kreisbrandinspektor Herbert Hausmann und Funkausbildungsleiter Reinhold Gerhard zum Schutzhafen aus. Gemeinsam mit dem Leiter der Außenstelle Gemünden des Wasser- und Schiffahrtsamtes, Heinrich Borstelmann, gelang es den Helfern in letzter Sekunde, das Schiff vor Erreichen der Mainströmung zu entern und es wieder an seinem Liegeplatz zu vertäuen. Kurz nach 11 Uhr war die Bergung beendet.
Außer einem durchgerissenem
Stromkabel war durch die
Eskapade kein weiterer Schaden
entstanden. Bleibt die Frage, wer das
Schiff losgebunden hat - um
Hinweise auf den oder die Täter bittet
die Wasserschutzpolizei Lohr
(Tel. 0 93 52/87 41 56).
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Die Besatzung berichtete von einem lauten Krachen, 45 Sekunden später neigte sich das 233 Meter lange Schiff und sank innerhalb mehrerer Stunden. Dem Sprecher zufolge war zunächst unklar, ob alle 31 Besatzungsmitglieder in die beiden Rettungsboote gelangten. Kanadische Militärhubschrauber bargen 13 Seeleute aus Rettungsflößen oder direkt aus dem Wasser, hieß es weiter. Alle seien in gutem Gesundheitszustand. Sechs Leichen wurden aus dem Wasser gezogen.
Ein Rettungsboot wurde aus der Luft gesichtet, wegen bis zu fünf Meter hoher Wellen sei es aber zunächst nicht möglich gewesen, weitere Schiffbrüchige zu bergen. «Es treiben immer noch Leute da draußen, und das ist eine gute Nachricht», beschrieb ein kanadischer Rettungsflieger die Lage am Freitagmorgen. Der in Panama registrierte Frachter einer griechischen Reederei war mit einer Ladung Salz von Spanien nach New York unterwegs.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Ein Flugzeug der amerikanischen und kanadischen Küstenwache entdeckte in der Dunkelheit ein Rettungsboot und einzelne Lichter von Booten oder Rettungswesten im Wasser, wie die Sprecherin der US-Küstenwache, Allison von Hagn, erklärte. Das Flugzeug konnte jedoch keine Rettung einleiten. Die Wellen in dem Gebiet waren etwa fünf Meter hoch. Drei Hubschrauber und vier Schiffe der kanadischen Marine sollten am Freitagmorgen am Unglücksort eintreffen. Die unter panamaischer Flagge fahrende «Leader L» wollte Salz von Spanien nach New York bringen. Nach dem Notruf nahm das Schiff Kurs auf Bermuda.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Das Ziel soll in Etappen je nach Tonnage in drei Stufen 2005, 2010 und 2015 erreicht werden. Dies werde zwar zusätzliche Kosten verursachen, sagte Palacio «Das Meer und die Sicherheit der Mannschaften sind aber unbezahlbar», meinte die Kommissarin. Es dürften keine Profite mit veralteten und schrottreifen «Seelenverkäufern» auf Kosten der Gesellschaft gemacht werden, kritisierte Palacio unverantwortliche Schiffseigner und Charterer. «Ich hoffe, dass die EU-Mitgliedsstaaten den nötigen politischen Willen zeigen, die EU-Richtlinie schnell zu verabschieden», sagte sie.
Die EU-Kommission appellierte an die Ölgesellschaften schon sofort auf freiwilliger Basis keine Tanker mehr zu chartern, die älter sind als 15 Jahre, es sei denn die Seetüchtigkeit sei klar erwiesen. Es gebe einen klaren Zusammenhang zwischen dem Alter der Schiffe und der Unglückshäufigkeit, sagte Palacio.
Als Lehren aus der Katastrophe der «Erika», die vor der bretonischen Küste auseinandergebrochen war, mehr als 10 000 Tonnen Öl verloren und 400 Kilometer Küste verschmutzt hatte, präsentierte die Kommission ein ganzes Paket mit geplanten Maßnahmen. Dazu gehört eine Verschärfung der Kontrollen in den Häfen.
So sollen alle Schiffe aus den Häfen verbannt werden, die älter sind als 15 Jahre und die zwei Mal in den vorausgegangenen zwei Jahren beanstandet worden sind. Außerdem will die EU-Kommission halbjährlich eine Schwarze Liste mit den Risikoschiffen veröffentlichen. Die Hafenkontrollen sollen noch intensiver erfolgen.
Schließlich sollen die so genannten Einstufungsbehörden mehr unter die Lupe genommen werden. Diese sind für die Kontrollen und Sicherheitszertifikate zuständig. Die EU-Kommission wünscht die Macht zu haben, nachlässigen Behörden die Lizenz zu entziehen. Im weiteren Verlauf des Jahres will die EU-Kommission den Vorschlag für eine europäische Agentur für Sicherheit auf See vorlegen. Diese Agentur soll die Kontrollen kontrollieren.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Der Leiter der Fischereibehörde Michael Breynan erklärte, er könne sich an keinen ähnlichen Vorfall auf den Bahamas erinnern. Breynan untersucht gemeinsam mit amerikanischen Wissenschaftlern die Ursache des Walsterbens. Ein Meeresbiologe des amerikanischen Smithsonian-Institutes, Charles Potter, wertete den Vorgang ebenfalls als äußerst ungewöhnlich. Potter sagte aber, er habe bei der Obduktion der Tiere keinen physischen Schaden feststellen können, wie etwa geplatzte Trommelfelle.
Der Marinevertreter Greg Smith erklärte am Dienstag, es gebe keinen Beweis für einen kausalen Zusammenhang zwischen den toten Walen und den Versuchen. Die Wale seien an der Insel nicht an der dem Test zugewandten, sondern an der entgegengesetzten Seite angetrieben worden. Er kündigte an, die Versuche würden fortgesetzt.
Die auf Wale spezialisierte Biologin Naomi Rose erklärte dagegen, abhängig von der Frequenz hätten Schallwellen eine extreme Reichweite. Dass die Wale an der abgewandten Seite verendet seien, könne darauf hinweisen, dass sie aus der Testzone geflohen seien.
Die US-Marine hatte versucht, mit Hilfe von Schall U-Boote aufzuspüren. Bei den Versuchen hatte ein Flugzeug nördlich der Insel Abaco zwei Bojen abgeworfen, von denen eine Schallwellen aussandte, die von der anderen Boje empfangen wurden. Zwischen beiden Bojen kreuzte während dessen ein U-Boot. Laut Balcomb handelte es sich bei den angetriebenen Tieren überwiegend um Schnabelwale, die bis zu sieben Meter lang waren.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Nach einer Meldung des Ölsuchflugzeuges über eine Ölspur am Adlergrund in der Ostsee hatzte am 18. März 1999 das große Suchaufgebot sehr schnell die Gewissheit, dass es sich Öl des in Sassnitz beheimatete Schiff handelte. Es lag mit einer Neigung von 50 bis 60 Grad mit dem Heck in 18,6 Meter Wassertiefe auf Grund. Bange Stunden der Suche im Seegebiet mit Tauchern brachten keine Gewissheit, wo die Besatzung verblieben war, berichtete damals der erste Vormann des Seenotrettungskreuzers Arkona, Arthur Bellack. Vielfältig waren die Spekulationen zur Unglücksursache. Sie reichten von einem Netzhaker über U-Bootkontakt bis zum gleichzeitig im dortigen Revier stattfindenden Manöver Jaguar der deutschen und französischen Marine. Nichts von alledem bestätigte die Kammer des Seeamtes Rostock, wo ein Richter und fünf Beisitzer in der Verhandlung im Oktober 1999 auf technisches Versagen mit menschlichen Unzulänglichkeiten plädierten und zudem den zuständigen Beamten der Seeberufsgenossenschaft Hans-Jörg Kattereit mit einem dienstlichen Verweis belegten. Der hat mittlerweile als Beteiligter Widerspruch eingelegt.
Ebenfalls nicht zufrieden gibt sich bis heute die Witwe des Beluga-Kapitäns, Beate Schneider. Sie kann keinen Widerspruch einlegen. Dennoch hat sie als Anwalt Peter Michael Diestel, den letzten DDR Innenminister, für weitere Ermittlungen eingeschaltet. Die mysteriösen Auffälligkeiten lassen vermuten, dass ein anderer Vorfall dahintersteckt, sagt Diestel, der nun prüft, inwieweit gegen die untersuchenden Behörden Ansprüche bestehen. Als Anwalt bemängelt er beispielsweise auch Widersprüchlichkeiten in den Totenscheinen der lange später aufgefundenen Besatzung.
Am Sonntag gedenken Kollegen und Angehörige der Fischer am Sassnitzer Mahnmal für die auf See verbliebenen Opfer der Seefahrt in Sassnitz an der Promenade der Verunglückten.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Dann, im Oktober 1981 saß plötzlich die sowjetische U 137 auf den Schären. Aber es soll nicht spioniert, sondern sich nur verirrt haben. Jahre später kamen immer neue eigenartige Erklärungen für das U-Boot-Phänomen. Aber Sven Olof Kviman, einst Oberstleutnant der Küstenartillerie, war immer überzeugt, im Oktober 1982 ein U-Boot entdeckt zu haben, und war verärgert, dass seine Vorgesetzten ihm verboten, das Schiff mit Hilfe von Bomben zum Auftauchen zu zwingen. Nun meint Kviman, es hätte ein Nato-Boot sein können. Denn Weinberger, von 1981 bis 1987 Minister, sagte, die Nato habe regelmäßig mit U-Booten die schwedische Seeverteidigung getestet. Aber: ¸¸In keinem Fall, so weit ich weiß, geschah dies ohne Konsultationen, Diskussionen und Vereinbarungen mit der schwedischen Regierung.'' Daran will sich niemand erinnern.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Nach Auskunft von Polizeihauptkommissar Bernhard Huth von der Würzburger Wasserschutz-Polizei kam der Schubverband am frühen Abend aus eigener Kraft frei und konnte gestern seine Ladung löschen. Diese bestand nicht, wie zunächst mitgeteilt, aus Dünger, sondern aus Baustahl.
An dem Schubverband wurden keinerlei Schäden festgestellt, teilte Huth weiter mit. Ein schuldhaftes Verhalten könne dem holländischen Schiffsführer der "Andiamo" nicht vorgeworfen werden.
Laut Huth habe der Kapitän darauf vertraut, dass die Hafen-Einfahrt die erforderliche Wassertiefe von 2,50 Meter aufweist. Außerdem habe der Schiffsführer den derzeitigen hohen Wasserstand des Mains in seinen Planungen berücksichtigt und sein Schiff bis 2,50 Meter Tiefgang beladen.
Der Schiffsführer hat nach dem Vorfall gefordert, dass die Hafeneinfahrt zumindest mit einem Schild versehen wird, das vor der Untiefe warnt. Die Wasserschutz-Polizei will sich mit der Stadt Ochsenfurt wegen dieses Problems in Verbindung setzen, teilte Huth mit. Dabei solle auch die vorgeschriebene Wassertiefe von 2,50 Meter zur Sprache kommen.
Im Wirtschaftsplan der Stadtwerke Ochsenfurt für dieses Jahr ist die Tieferlegung des Hafens auf das Jahr 2002 verschoben worden. Man wolle erst den geplanten Mainausbau abwarten, der frühestens für 2001 vorgesehen sei.
Den Stadtwerken liegt aber auch
ein Schreiben des
Bundesverbandes der deutschen
Binnenschifffahrt vor, in dem darauf
hingewiesen wird, dass der Ochsenfurter
Hafen tiefgangmäßig nur
beschränkt angefahren werden kann.
Der Verband hält eine vorzeitige
Teilausbaggerung für "zwingend
notwendig".
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Auf dem Victoria-See kommt es häufig zu Schiffsunglücken wegen
Überladung. In den vergangenen zwölf Monaten sind dort insgesamt 174
Menschen ums Leben gekommen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Neustadt/Stralsund (AP) Der in der Ostsee auf Grund gelaufene Öltanker «Clement» ist heil geblieben und kann seine Fahrt nach Spanien fortsetzen. Dänische Taucher untersuchten am Mittwoch den Schiffsrumpf, stellten aber keine ernsten Schäden fest, wie das Bundesgrenzschutzamt Ostsee in Neustadt mitteilte. Der Frachter hatte sich am Montag mit 55.000 Tonnen Öl an Bord bei der dänischen Insel Falster auf dem Meeresboden festgefahren. Unterdessen werden die Rufe nach strengerer staatlicher Aufsicht in dem schwierigen Seegebiet immer lauter. Schleswig-Holstein fordert sogar eine Lotsenpflicht dort.
Der unter der Flagge der Bahamas fahrende US-Tanker war an der so genannten Kadetrinne aufgelaufen. Nachdem er am Dienstag freigeschleppt werden konnte, wurde er zur Untersuchung in das Tiefwasser des Großen Belt gebracht. Der Tanker «Clement» war bereits das neunte Schiff, das innerhalb von zwei Jahren im Gebiet der Kadetrinne auflief.
Obgleich auch der jüngste Zwischenfall in der Ostsee ohne schwerwiegende Folgen blieb, fordern nicht nur Umweltverbände, sondern zunehmend auch Politiker strengere Sicherheits- und Kontrollmaßnahmen im Ostsee-Schiffsverkehr. Schwerins Umweltminister Wolfgang Methling hat die Bundesregierung aufgefordert, sich international stärker dafür einzusetzen. Zudem müssten spezielle Sicherheitsdefizite der Rettungs- und Bergungsmöglichkeiten auf der Ostsee abgebaut werden.
Der schleswig-holsteinische Verkehrsminister Horst Bülck forderte noch schärfere Konsequenzen: Die Einführung eine Lotsenzwanges für Tanker und Gefahrgutschiffe in der westlichen Ostsee. «Wir dürfen das ökologisch sensible Gebiet der Ostsee nicht unnötig gefährden», warnte Bülck in Kiel. Die Besatzungen der dort verkehrenden Schiffe würden den besonderen seemännischen Anforderungen offensichtlich nicht immer gerecht.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Neustadt (dpa) - Der havarierte Öltanker «Clement» ist wieder frei und von der dänischen Küstenwache übernommen worden. Er ist auf dem Weg in den Großen Belt. Die dänischen Behörden wollen dem Schiff nun eine sichere Position zum Ankern zuordnen. Vor einer Weiterfahrt sollen Taucher untersuchen, ob am Rumpf Schäden aufgetreten sind. Als Unglücksursache vermuten Experten einen Navigationsfehler. Das mit 55 000 Tonnen Rohöl beladene Schiff war am Nachmittag von Schleppern von einer Sandbank gezogen worden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Der Schiffsweg liegt in dänischem Hoheitsgebiet. Die Route ist etwa einen Kilometer breit und rund 20 Meter tief.
Rund 50 000 Schiffe passieren pro Jahr die Kadetrinne. Seit 1990 liefen dort 16 Schiffe auf Grund.
Bereits im vergangenen November lief ein Öltanker in der Kadetrinne auf Grund. Das unter der Flagge Panamas fahrende Schiff mit 60 000 Tonnen Öl an Bord kam aus eigener Kraft frei.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Die Hamburger Wasserschutzpolizei hat gestern ein Schiff gestoppt, das den Hamburger Hafen verlassen wollte, obwohl es einen 0,5 Meter langen Riss in der Bordwand aufwies. Darüber hinaus stellten die Beamten fest, dass in dem Schiff Getreide transportiert werden sollte, ohne die erforderlichen Auflagen zu erfüllen. Die Ermittlungen ergaben, dass das Motorschiff beim Anlegen einen Dalben gerammt hatte, erklärte die Polizei. Auch habe die notwendige Sicherung der Ladung durch Schotten oder Säcke gefehlt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Das unter der Flagge der Bahamas fahrende Schiff war im dänischen Bereich der Kadet-Rinne zwischen dem Darß in Mecklenburg-Vorpommern und der dänischen Insel Falster auf Grund gelaufen. Öl war nach Auskunft der Behörden aus dem 211 Meter langen Schiff nicht ausgetreten.
Die Luftbilder von der gestrandeten «Clement» gut 22 Kilometer vor Rostock riefen am Dienstag Erinnerungen an die jüngsten Schiffskatastrophen wach. Der Tanker lag bewegunglos in der aufgewühlten Ostsee. Im Oktober 1998 brannte in der Nordsee der Holzfrachter «Pallas». Das austretende Öl wurde bis zu den Inseln Amrum und Föhr gespült. Tausende von Küstenvögel kamen qualvoll um.
Im Dezember 1999 zerbrach der Öltanker «Erika» vor der französischen Atlantikküste und ergoss große Teile seiner Fracht über einen 300 Kilometer langen Küstenabschnitt. Horrorszenarien, von denen die deutsche Ostseeküste bislang verschont blieb. Auch dieses Mal: Als die «Clement» nach knapp 33 Stunden wieder frei kam, gab es ein Aufatmen an der Ostseeküste.
Den ganzen Morgen hatte sich Klaus Hoinka mit seiner Mannschaft auf dem deutschen Bergungsschiff «Bugsier 16» keine Pause gegönnt. Nacht fast durchwachter Nacht mit gerade drei Stunden Schlaf nahm er mit seinem 3 000 PS starken Schiff kurz nach Sonnenaufgang den Havaristen an die Trosse. Gemeinsam mit der dänischen «Sigyn», die in der noch immer stürmischen See am entgegengesetzten Ende des Tankers festgemacht hat, versucht die «Bugsier 16», das Schiff frei zu schaukeln. «Wir haben unser bestes gegeben, mussten den ersten Versuch aber abbrechen», beschreibt der 54-jährige Kapitän die zunächst ergebnislosen Anstrengungen. Das Schiff hatte sich einen Meter tief in den Meeresgrund gebohrt.
Kurz nach Mittag kam dann die erlösende Nachricht: Die «Clement» ist frei! Noch bevor das angeforderte Tankschiff am Havaristen festmachen und einen Teil der Ladung abpumpen konnte, hatten es die beiden Schlepper mit zusammen 8 000 PS geschafft, den Tanker rückwärts wieder in tieferes Fahrwasser zu ziehen.
Die Folgen einer Ölhavarie mag sich auf der Urlauber-Halbinsel Fischland-Darß-Zingst nordöstlich von Rostock niemand ausmalen. Die Badeorte Ahrenshoop und Prerow liegen der so genannten Kadet-Rinne, mit nur einer Seemeile - knapp zwei Kilometern - eine der engsten Schiffspassage der Ostsee, am nächsten. Die «Clement» ist der zweite Tanker, der innerhalb weniger Monate auf eine Sandbank am Rande des Nadelöhrs auflief und mit seiner Fracht die Ostseeküsten von Vorpommern bedrohte.
Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Wolfgang Methling (PDS) nahm den Vorfall zum Anlass, erneut eine höhere Schiffssicherheit auf der Ostsee zu fordern. Er verlangte den Einsatz doppelbödiger Tanker mit kleineren Einzeltanks und ein international abgestimmtes Sicherheitsregime, durch das sich die Positionen der Schiffe von Land aus ständig verfolgen lässt. Auch Lotsenpflicht in besonders gefährlichen Passagen, wie von Umweltschutzverbänden gefordert, hält der Minister für denkbar. Als ersten Erfolg seiner Bemühung nannte Methling die im April beginnende neue Markierung des Fahrweges in der Kadet- Rinne, durch die jährlich 200 Millionen Tonnen Fracht geschleust werden müssen, darunter 40 Millionen Tonnen Öl.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
D ass es lediglich zu sieben Toten und vielen Unterkühlten kam, verdankt die waghalsige Menge einer aufwendigen Rettungsaktion. Mit Helikoptern und einem herbeigerufenen Kutter wurden die Ausflügler vor dem Ertrinken gerettet. Ein Hubschrauber ging dabei fast zu Bruch. Die Kosten der Aktion sind gewaltig. Um die aber brauchen sich die geretteten Angler nicht zu kümmern. Auch im nächsten Winter zieht es sie wieder aufs Wasser, das rund 120 Tage im Jahr eine oft instabile Eisschicht bedeckt. Das Eisabenteuer gilt als Tradition und Trendsport zugleich. Ein Krennizyner erzählt: ¸¸Es ist ein Mordsspaß; auch die Fische beißen an solchen Tagen viel besser.'' Warnungen vor dem Eisbruch gehörten dazu. ¸¸Gefährlich war unsere Sitte schon immer. Also pflegen wir sie auch weiter.''
Überall in Russland verhalten sich die Angler risikofreudig wie nie zuvor. Zur Sowjetzeit ein Handwerk für Kenner, schlagen mittlerweile zusehends unbelehrbare Amateure ihre Löcher ins Eis. zwölf Tote und 881 Verletzte gab es allein im vergangenen Jahr. Und jedes Jahr wird es schlimmer, berichten die zuständigen Polizeistellen. Ausgelöst hat die Völkerwanderung aufs brüchige Eis nach Ansicht von Experten das Handy. Seit auch in Russland mobiles Telefonieren zum allgemeinen Statussymbol wird, gibt es vor allem im Umkreis von Städten keine abgelegenen Stellen mehr. ¸¸Kurz den Notruf 02 gewählt'', scherzt ein Eisangler auf der Moskwa, ¸¸und schon ist die Hilfe aus der Luft unterwegs.''
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Von dänischer Seite seien ein Ölbekämpfungsschiff und ein Hubschrauber zum gestrandeten Tanker entsandt worden, teilte das Bundesgrenzschutzamt weiter mit. Deutschland habe neben Patrouillenbooten des Bundesgrenzschutzes und einem Ölüberwachungsflugzeug einen Schlepper und einen Seenotrettungskreuzer zur Hilfe geschickt. In Abstimmung mit der dänischen Seite werde eine Ermittlungsgruppe die Untersuchungen zur Unglücksursache führen.
Da in der Ostsee der Wechsel von Ebbe und Flut kaum auftritt, werden gestrandeten Schiffskörpern die enormen Belastungen von wechselnden Wasserständen erspart. Zudem verringert weicher sandiger Untergrund im Gebiet der Kadetrinne die Gefahr, dass Schiffe bei Grundberührungen leckgeschlagen werden. So gingen die bisherigen Unglücke weitgehend glimpflich aus, wie die Protokolle der Strandungen in diesem Bereich ausweisen.
Gegenwärtig ist in deutsch-dänischer Absprache eine neue Betonnung zur besseren Kennzeichnung der Untiefen um die Kadetrinne in Vorbereitung. Baggerarbeiten zur Vertiefung und Verbreiterung der Fahrrinne in dem ökologisch sensiblen Meeresrevier sind von den beiden Anrainerstaaten verworfen worden. Deutsche und dänische Behörden warnen vor eigenwilligen Abkürzungen des Schiffsweges, wie sie aus Zeit- und Kostengründen immer wieder versucht werden. Beide Länder forden im Interesse der Schiffsicherheit erhöhte Aufmerksamkeit und Disziplin beim Passieren der Kadetrinne.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
US-Rettungshubschrauber evakuierten am Freitagabend zwei verletzte Besatzungsmitglieder eines britischen Öltankers, der im Atlantik mehrere hundert Kilometer östlich der Bermuda-Inseln in schwere See geriet. Nach Angaben der Rettungskräfte waren am Donnerstag auf der «Johann Schultewere» ein Mann ums Leben gekommen und vier weitere verletzt worden. Die beiden Evakuierten wurden in ein Krankenhaus in Hamilton auf den Bermudas geflogen. Die beiden anderen Verletzten seien freiwillig an Bord geblieben, hieß es weiter.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Zwei der Geräte dienen dazu, wasserlösliche Chemikalien aufzuspüren: An der Universität Magdeburg entwickelte ein Team um Professor Peter Hauptmann zusammen mit einer Rostocker Raumfahrt- und Umweltschutzfirma einen so genannten Quarzmicrobalance-Sensor, und an der TU Hamburg-Harburg arbeitet eine Gruppe um Professor Gerhard Matz an einem so genannten Gas-Chromatographen und Massenspektrometer. Diese hochempfindlichen Sensoren ermitteln, welche Giftstoffe bei einem Schiffsunglück ins Meer gelangt sind.
Mehr fürs Handfeste ist ein Suchsystem zuständig, das vom Oldenburger Physikprofessor Rainer Reuter und seinen Mitarbeitern entwickelt wurde: ein optischer Sensor, mit dem sich zum Beispiel sehen lässt, ob versunkene Chemikalien-Behälter aufgeplatzt sind und ihren Inhalt freigeben. Dieses lasergestützte Blitz- und Kamerasystem ermöglicht Aufnahmen auch in der trüben Nordsee, denn es blendet das Streulicht aus, das bei normalen Blitzaufnahmen durch Schwebstoffe entsteht.
Schadstoffsuche per Schall
All diese chemischen und optischen Messgeräte funktionieren allerdings nur über kurze Entfernungen, also wenn schon ungefähr bekannt ist, wo die verlorene Ladung auf dem Meeresboden gelandet ist. Muss der Ort erst noch eingekreist werden, dann hilft ein akustischer Sensor weiter, der von dem Oldenburger Physikprofessor Volker Mellert und seinen Mitarbeitern entwickelt wurde.
Dieses System ortet vor allem flüssige Chemikalien, die sich auf dem Meeresboden abgelagert haben. Dazu wird dicht über dem Boden eine Schallwelle ausgesendet, die dann in bis zu 300 Metern Entfernung per Unterwassermikrofon aufgezeichnet wird. Beim Empfangsgerät kommt nicht nur der direkte Schall an, sondern auch das Echo des Meeresbodens, und zwar mit minimaler Verzögerung. Da Chemikalien den Schall anders reflektieren als normaler Meeresboden, lässt sich feststellen, ob sich dort eine Linse aus Giftstoffen ausgebreitet hat.
Sender in der Boje
Bisher erprobt Mellerts Team die Anlage im Mini-Format in einem Wasserbecken. Später soll der Schallsender in einer Boje installiert werden, die mit einem Gewicht dicht über dem Meeresboden verankert wird. Der Empfänger soll in ein Unterwasserfahrzeug eingebaut werden, das sich von einem Schiff aus per Kabel fernsteuern lässt. Dieses Vehikel umkreist dann im Abstand von bis zu 300 Metern die Sendeboje, ebenfalls dicht über dem Boden. Weicht das Muster der empfangenen Schallwellen vom Normalwert ab, gibt ein eingebauter Computer - wie Mellert erklärt - ein Signal zum Operator auf dem Schiff.
Mellert hofft, dass in etwa einem Jahr der erste praxistaugliche Prototyp in die Nordsee gelassen wird. Das ferngesteuerte Vehikel wird dann nicht nur mit diesem akustischen Detektor ausgerüstet sein, sondern auch mit den chemischen und den optischen Sensoren, die von den anderen Forschern des Verbundprojekts entwickelt wurden.
Bewährt sich das Gesamtsystem, soll es an Bord des Schadstoffbekämpfungsschiffes "Neuwerk" stationiert werden. Bisher, so sagt Mellert, hatten die Fachleute dort im wesentlichen nur Geräte zur Verfügung, die mit Ultraschall-Echo arbeiten. Damit habe man zwar Wracks oder Container, aber keine ausgetretenen Giftstoffe orten können. Und es sei auch nicht möglich gewesen, verlorene Behälter genauer auf Beschädigungen zu untersuchen.
Hätte die neue Ausrüstung schon Ende 1993 zur Verfügung gestanden, wäre die Havarie des Frachters "Sherbro" im Ärmelkanal vielleicht glimpflicher verlaufen. Das Schiff hatte Container mit dem Pflanzenschutzmittel "Apron Plus" verloren. Das Gift war in Plastikbeuteln abgefüllt, die später zehntausendfach an den Küsten angeschwemmt wurden. Vielleicht, so meinen die Forscher, wäre es nicht so weit gekommen, wenn Suchteams die Container sofort geortet hätten und in der Lage gewesen wären, die Blechkisten auf Risse zu untersuchen - um sie dann abzudichten.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Interessante Links: