EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv Mai 2000

Last update: Donnerstag, 1. Juni 2000, 06:03 Uhr

Restaurant-Boot prallte gegen Brückenpfeiler in Paris
Dienstag, 30.05. 2000, 22:01:44 Uhr
Paris - Bei einem Bootsunglück auf der Seine in Paris sind in der Nacht zum Montag acht Menschen leicht verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, steuerte der Kapitän unter Alkoholeinfluss das Boot gegen einen Brückenpfeiler im Südwesten der Stadt. Auf dem Schiff befanden sich etwa 60 Menschen, die an einer privaten Geburtstagsfeier teilnahmen.
Das Unglück ereignete sich kurz vor Mitternacht. Es handelte sich um ein Boot des Unternehmens Rive Gauche, das Boote mitsamt Mannschaft und Verpflegung für private Zwecke vermietet. Der Betreiber Pierre Josse sagte, die Besatzung dürfe im Dienst keinen Alkohol trinken, und dem Catering Service sei es auch ausdrücklich untersagt, der Mannschaft alkoholische Getränke zu servieren. Zu den schlimmsten Verletzungen gehörte eine Nasenbeinbruch; eine schwangere Frau wurde zur Beobachtung ins Krankenhaus eingeliefert. Die Fensterscheiben des Bootes zersplitterten. Die Brücke Garigliano blieb unbeschädigt.
Quelle: Tim Schwabedissen, schwabedissen@asian-history.uni-kiel.de

14 Verletzte beim Brand auf Ausflugs-Schiff
Dienstag, 30.05. 2000, 17:57:54 Uhr
Nikosia - Auf einem Ausflugsschiff mit 41 Touristen und zwei Besatzungsmitgliedern an Bord ist vor Zypern ein Brand ausgebrochen. 13 Urlauber verschiedener Nationalitäten und der Kapitän des Schiffes «Lady Diana» erlitten Verbrennungen zweiten und ersten Grades. Alle Verletzten seien außer Lebensgefahr, hieß es. Das Feuer war in der Nähe der zyprischen Hafenstadt Larnaka ausgebrochen. Die meisten Touristen stammten offenbar aus Russland und Skandinavien.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

«Schimanski» siegt im Rechtsstreit um schweren Badeunfall
Dienstag, 30.05. 2000, 17:57:08 Uhr
München - Aus dem millionenschweren Rechtsstreit um seinen schlimmen Badeunfall vor Sardinien ist der Schauspieler Götz George (61) alias «Tatort»-Kommissar «Schimanski» als Sieger hervorgegangen.

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat das dazu ergangene Urteil des Oberlandesgerichtes (OLG) München bestätigt, wonach «Schimi» Schadenersatz in voller Höhe zusteht. Der BGH habe jetzt die Revision des Unfallverursachers und Bootsbesitzers abgewiesen, teilte die Kanzlei von Georges Anwalt Michael von Sprenger am Dienstag in München mit. Damit sei das OLG-Urteil rechtskräftig.

George war am 30. Juli 1996 im Urlaub beim Schwimmen von einem Motorboot erfasst und am linken Bein schwer verletzt worden. Der Schauspieler hatte den Bootsbesitzer, einen Offenbacher Unternehmer, auf 1,1 Million Mark Schmerzensgeld und Schadenersatz verklagt. Die genaue Höhe der Entschädigung muss nun in einem weiteren Verfahren vom Landgericht München I festgelegt werden.

Das Oberlandesgericht war in seinem Urteil vom 26. August 1999 von einer alleinigen Schuld des Bootsbesitzers ausgegangen. Es korrigierte damit das erstinstanzliche Urteil des Landgerichts München I, das eine Mitschuld des Schauspielers gesehen und ihm deshalb nur eine Entschädigung in Höhe von 70 Prozent des tatsächlichen Verdienstausfalls zugesprochen hatte. Bei dem Unfall war Georges linker Fuß der Länge nach aufgeschlitzt worden, die Schiffsschraube zertrümmerte das Knie.

«Ich hätte tot sein können», hatte George nach dem Unfall erklärt. Plötzlich sei das Boot auf ihn zugeschossen, hatte «Schimi» vor dem Oberlandesgericht den Vorfall geschildert. «Ich bin dann noch 50 Zentimeter unter die Wasseroberfläche getaucht, weil ich meinen Kopf retten wollte.» In Berlin musste er sich später einer vierstündigen Knieoperation unterziehen und nach eigenen Angaben etliche Dreharbeiten absagen oder verschieben. Der mehrfach ausgezeichnete Schauspieler (u.a. Filmband in Gold, Grimme-Preis, Bayerischer Fernsehpreis) besitzt auf Sardinien ein Ferienhaus.

Das Oberlandesgericht hatte betont, der Unfall habe sich nahe der Isola Rossa, einer Badeinsel, ereignet. Dort müssten Führer von Motorbooten mit Schwimmern rechnen. Dabei sei es unerheblich, ob der Fahrer von der Sonne geblendet gewesen sei oder hohe Wellen seine Sicht beeinträchtigt hätten; die Fahrweise mit einem Boot müsse stets den Sichtverhältnissen angepasst werden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Wahrscheinlich sechs Tote nach Schiffskollision vor Portugals Küste
Dienstag, 30.05. 2000, 17:56:25 Uhr
Lissabon/Stavanger - Alle sechs Besatzungsmitglieder des norwegischen Frachters "Nordfrakt" sind wahrscheinlich beim Zusammenstoß ihres Schiffes mit einem Containerschiff ums Leben gekommen. Wie die Rettungszentrale im norwegischen Stavanger am Dienstag mitteilte, blieb die Suche nach dem norwegischen Kapitän und den fünf polnischen Besatzungsmitgliedern nach dem Unglück in der Nacht zuvor ergebnislos. Suchmannschaften fanden nur eine Rettungsinsel und Schwimmwesten von der "Nordfrakt".
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Das 77 Meter lange norwegische Schiff war mit einer Ladung Gips auf dem Weg von Spanien nach London. Vor der Mündung des Flusses Tejo bei Lissabon stieß der Frachter mit dem in Panama registrierten und 275 Meter langen Containerschiff "Hyundai Emperor" zusammen und sank danach innerhalb weniger Minuten. Über die Ursache für die Kollision wurden zunächst keine Angaben gemacht. Es habe schlechte Sicht bei ruhigen Windverhältnissen geherrscht, hieß es.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Vermisste nach Schiffsunglück vor Portugals Küste
Dienstag, 30.05. 2000, 06:01:52 Uhr
Lissabon - Ein norwegischer Getreidefrachter ist am Montag vor der portugiesischen Küste 15 Kilometer westlich von Lissabon nach einer Kollision mit einem südkoreanischen Containerschiff gesunken. Ein portugiesischer Marinesprecher sagte, sechs Besatzungsmitglieder des Frachters würden vermisst. Der 77 Meter lange Frachter "Nord Frakt" und das 275 Meter lange Containerschiff "Hyundai Emperor" seien an der Mündung des Tagus nahe Lissabon zusammengestoßen. Das koreanische Schiff wurde nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Lusa leicht beschädigt. Eine sofort eingeleitete Suche nach den Vermissten mit einem Hubschrauber und zwei Kriegsschiffen sei erfolglos geblieben. Die Hilfsmannschaften hätten nur Wrackteile des Frachters gefunden, sagte der Sprecher weiter. Zum Zeitpunkt des Unglücks habe klare Sicht geherrscht.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

200 Boote gekentert
Sturmtief bläst reihenweise Segel- und Motorboote um. An Land nur geringe Schäden. 23 Einsätze der Feuerwehr
Dienstag, 30.05. 2000, 05:57:32 Uhr
Die Berliner Wasserretter hatten am Wochenende Hochbetrieb: Über zweihundert gekenterte Segel-, Motor- und Sportboote mussten aufgrund des stürmischen Wetters geborgen werden. Dreizehn Fahrzeuge, die durch Ruder- und andere Schäden manövrierunfähig geworden waren, wurden abgeschleppt. Sechs Surfer konnten nur mit Hilfe von Rettungsschwimmern das Ufer erreichen. Zudem wurde zwölf Mal erste Hilfe geleistet.

An Land ließ das Sturmtief Gienger Berlin weitgehend ungeschoren. Es wurden nur geringe Schäden angerichtet. Die Feuerwehr musste in 23 Fällen ausrücken, um umgestürzte Bäume, abgebrochene Äste und heruntergefallene Bauteile zu beseitigen, sagte Feuerwehr-Sprecher Dieter Schäfrig gestern. Dabei habe es sich nur um Kleinigkeiten gehandelt. Personen seien nicht zu Schaden gekommen. Auch die Polizei meldete keine schwer wiegenden Sturmschäden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Stürmisches Wochenende: Unwetter brachte kleine Schiffe in Gefahr
Montag, 29.05. 2000, 19:09:34 Uhr
Bremen - Die Wassersportler in Nordwestdeutschland waren gewarnt. An Nord- und Ostsee liefen selbst die Fischer rechtzeitig die schützenden Häfen an. "Wegen der rechtzeitigen Vorhersage", so eine DGzRS-Sprecherin, "fällt unsere Sturmbilanz noch glimpflich aus." Trotzdem gerieten zwei Dutzend Segeljachten und zwei Motorboote zwischen Borkum und Greifswald in Seenot, mußten von Seenotrettungskreuzern frei oder in die Häfengeschleppt werden. Vor Cuxhaven sank ein acht Meter langer Sportfischkutter bei einer Probefahrt, die beiden Besatzungsmitglieder wurden gerettet. Nur noch tot geborgen werden konnte ein Surfer vor dem schleswig-holsteinischen St. Peter Ording. Das Sturmtief "Ginger" fegte nach einem stürmischen Sonnabend in der Sonntagnacht mit mehr als 100 Stundenkilometern über Norddeutschland hinweg.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

96 Personen aus Seenot gerettet
Montag, 29.05. 2000, 19:07:08 Uhr
Das stürmische Wochenende mit Orkanböen bis Windstärke zwölf hat den Seenotrettern der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) viel Arbeit gebracht.
Insgesamt wurden vom vergangenen Freitag bis Sonntag 96 Personen aus Seenot gerettet, bilanzierte die DGzRS am Montag in Bremen. Segel- und Motoryachten sowie kleinere Wassersportfahrzeuge waren wegen der Wetterlage durch Segel- oder Ruderschaden sowie Navigationsschwierigkeiten in Gefahr geraten.
Buchstäblich in letzter Minute konnte die Besatzung des Seenotkreuzers "Hermann Helms" zwei Fischer von ihrem sinkenden Schiff bergen. Der Kutter war etwa 3,5 Kilometer vor Cuxhaven voll Wasser gelaufen. Die 18 und 22 Jahre alten Männer hatten sich nach Absetzen eines Notrufes auf den Bug ihres Schiffes geflüchtet. Nur eine Minute nach ihrer Rettung sank der Fischkutter. Die beiden Seemänner wurden mit Unterkühlung in ein Krankenhaus gebracht.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Kat-Seglerin ertrinkt bei einer Regatta
Montag, 29.05. 2000, 06:37:22 Uhr
Starnberg - Bei der SEFSTA-Regatta des Clubs "Segelfreunde Starnberger See" kam es am Samstag zu einem tragischen Unfall: Plötzliche Böen brachten den Kat, der auf dem Weg zur Raumtonne war, zum Kentern. Dabei geriet die Vorschoterin mit den Füßen in den Trapezdraht und wurde unter Wasser gezogen. Die 53-jährige blieb 7 - 10 Minuten gefangen, bis sie von der Wasserwacht befreit werden konnte. Sie wurde vom Hubschrauber ins Krankenhaus nach Murnau gebracht, wo sie am Samstagnachmittag verstarb.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Segler retteten drei Berliner Surferinnen aus Seeno
Montag, 29.05. 2000, 06:03:34 Uhr
Rostock - Der Traditionssegler „Star of hope“ aus Rostock hat am Sonnabend drei 16-jährige Berliner Surferinnen aus Seenot gerettet. Das Schiff eilte den fast eine Stunde lang in der rauhen See treibenden Berlinerinnen zur Hilfe, berichtete ein Teilnehmer der dramatischen Rettungsaktion. Eine Strumböe der Stärke zehn warf die Sportlerinnen um. Die Mitglieder des Yachtclubs Berlin-Grünau waren mit ihrem Übungsleiter zu einem speziellen Meerestraining in Warnemünde.

   Die Crew der 1936 gebauten „Star of hope“ und die an Bord befindlichen Mitglieder der Rostocker Marineoffiziers-Messe konnten nicht nur die bereits stark ausgekühlten Mädchen, sondern auch deren Ausrüstung bergen. Die Mädchen hatten sich richtig verhalten. Sie waren bei ihren Surfbrettern geblieben und hatten nicht versucht, an Land zu schwimmen.

   Der Vorfall zeige erneut, dass jeglicher Leichtsinn auf der Ostsee unangebracht sei, sagte der ebenfalls an Bord anwesende Seerechtler Friedrich Elchlepp. Wassersportler, Meeresangler und Freizeitschiffer müssten auf der freien Ostsee jederzeit damit rechnen, dass die Wetterlage blitzschnell umschlagen könne. Die wachsende Zahl der Seeunfälle mit tödlichem Ausgang mahne zu äußerster Vorsicht. Offensichtlich sei das Training der Mädchen nicht rechtzeitig abgebrochen worden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

48-jähriger Surfer in der Nordsee ertrunken
Montag, 29.05. 2000, 06:00:52 Uhr
St. Peter-Ording - Ein 48-jähriger Surfer ist am Sonnabend vor St. Peter-Ording ertrunken. Die Leiche des Mannes aus Kropp wurde gestern Morgen von Rettungskräften auf dem Westerhever-Sand in der Nähe von St. Peter-Ording gefunden. Nach bisherigen Ermittlungen der Polizei Husum war der Sportler vom Strand des Nordseebades aus allein zu einem Surfausflug aufgebrochen. Die sofort eingeleitete Suche eines Rettungshubschraubers blieb am Sonnabend erfolglos. Die Polizei vermutet, dass der Verunglückte durch den starken Wind abgetrieben wurde und das Land nicht mehr aus eigener Kraft erreichen konnte.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Kutteryacht "Patrick" bei Probefahrt gesunken
Montag, 29.05. 2000, 05:56:56 Uhr
Cuxhaven - Die Kutterjacht "Patrick" ist am Wochenende bei einer Probefahrt in der Elbmündung gesunken. Bei Windstärke sieben waren die beiden 18 und 20 Jahre alten Söhne des Eigners mit dem Schiff ausgelaufen. Als der Wind weiter auffrischte, änderten sie den Kurs und wollten zurück in den Hafen. Bei dem Wendemanöver drehte die Kutterjacht zu langsam durch den Wind, zwei Seen gingen von achtern über das Schiff, die Jacht lief voll und drohte zu sinken. Einer der Söhne konnte noch einen Seenotruf per UKW absetzen, bevor er mit seinem Bruder von Bord sprang und die "Patrick" auf sechs Meter Tiefe sank. Der Seenotrettungskreuzer "Hermann Helms" nahm die beiden jungen Männer auf und brachte sie mit starken Unterkühlungen ins Krankenhaus. Ein erster Bergungsversuch der Jacht, die in Höhe der Elbfahrwassertonne 7 mit einer Wracktonne gekennzeichnet ist, ist am Wochenende fehlgeschlagen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Besatzung von brennendem Öltanker gerettet
34 Seeleute von chinesischem Schiff aufgenommen
Sonntag, 28.05. 2000, 22:44:50 Uhr
Tokio - Nach der Havarie eines indischen Öltankers im Ostchinesischen Meer sind alle 34 Besatzungsmitglieder gerettet worden. Während der Suche nach den zunächst vermissten Seeleute erhielt die japanische Küstenwache am Sonntag die Mitteilung aus Peking, dass ein chinesisches Schiff die Matrosen aus Indien aufgenommen habe.

Der leere Tanker «Pratibha Yamuna» befand sich auf der Fahrt von Singapur nach China, als er nach einem Zwischenstopp in Südkorea am Samstagabend etwa 550 Kilometer westlich der südjapanischen Insel Amami Oshima in Brand geriet. Bei der japanischen Küstenwache ging gegen 19.00 Uhr Ortszeit (12.00 Uhr MESZ) ein Notruf ein. Eine Stunde später meldete die Besatzung eines anderen Schiffs, dass der 26.450 Tonnen große Tanker nach einer Explosion in Flammen stehe.

Ein Boot der japanischen Küstenwache erreichte am Sonntagmorgen den noch schwelenden Tanker und entdeckte ein leeres Rettungsboot. Anzeichen für eine Ölverschmutzung waren nicht zu erkennen, wie ein Sprecher der Küstenwache mitteilte. Die Ursache der Explosion war zunächst unbekannt. Der Tanker sollte den Angaben zufolge nach Schanghai geschleppt werden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Den Matrosen bleibt nur die Hoffnung
Besatzung eines in Lettland registrierten Frachters sitzt in Frankreich fest - Unklare Gesetzgebung - Schiff wurde aufgegeben
Samstag, 27.05. 2000, 18:20:57 Uhr
Paris - Der grauhaarige Matrose erzählt seine Geschichte mit Händen und Füßen: Im Schlaf habe ihn das Unglück seines Schiffes überrascht, Wellen hätten den Frachter hin- und hergeschaukelt, Wasser sei ins Innere eingedrungen, und die ganze Mannschaft habe schließlich bis zum Bauch im Nassen gestanden. Dies war jedoch erst der Anfang der Irrfahrt der «Victor»-Crew. Der in Lettland registrierte Frachter zählt zu den Schiffen, die von ihren Eigentümern aufgegeben wurden. Deren Zahl steigt weltweit - mit zum Teil katastrophalen humanitären Folgen für die Besatzung.

Die «Victor»-Mannschaft hatte Glück im Unglück. Der Frachter geriet am 3. April 50 Seemeilen vor der französischen Atlantikküste in Seenot, wurde nach zwölf Stunden aufgegriffen und in den Hafen von Brest geschleppt. Dort sitzt die Crew - 15 Männer aus Lettland, Litauen, der Ukraine und Russland - nun fest. Ohne Hilfe aus der Bevölkerung könnten sie nicht überleben.

Erst kürzlich kauften rund 2.500 Bewohner Brests den Männern eine kleine Portion des Weizens ab, den die «Victor» geladen hatte. Die auf diese Weise eingenommenen 9.000 Franc (rund 2.700 Mark/1.400 Euro) reichen nun erst einmal für die nötigen Lebensmittel - die Crew hat seit Januar keine Heuer mehr erhalten. «Die Leute hier sind sehr großzügig. Viele haben für den Weizen mehr bezahlt als verlangt», sagt Yvan Saout, der den verlassenen Seeleuten hilft. «Die Unterstützung ist groß.»

Der 33 Jahre alte Frachter «Victor» gehört der US-Reederei Seacastle International, läuft aber unter der Billigflagge Lettlands. Seacastle hat sich für den Fall nicht zuständig erklärt und jede Verantwortung für das Schiff, die Ladung und die Crew zurückgewiesen. Die lettische Regierung, die nach Angaben der Internationalen Seefahrtsorganisation (IMO) rechtlich verantwortlich wäre, ignoriert das Schicksal der Seeleute. «Es ist ein politisches Problem», meint Roger Kohn von der IMO.

Die «Victor» ist kein Einzelfall. In Bulgarien sitzt zum Beispiel seit 1998 eine Mannschaft aus Ghana fest: Weil die Matrosen kein Einreisevisum haben, dürfen sie das Schiff nicht verlassen. James Smith von Internationalen Verband der Transportarbeiter (ITF) schätzt die Zahl der Seeleute in ähnlicher Situation auf weltweit 3.500, davon etwa 25 in Frankreich. «Die Gesetzgebung reicht nicht aus», sagt er. «Unserer Ansicht verstößt die Aufgabe eines Schiffs und seiner Mannschaft gegen die Menschenrechte, und so müsste es auch geahndet werden.»
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Missglückter "Stapellauf" nach Wartungsarbeiten
Samstag, 27.05. 2000, 07:48:31 Uhr
Am Mittwoch setzte ein deutscher Staatsbürger sein im Hafen von Schwebsingen liegendes Schiff mit dem vorderen Teil auf Grund, um am Rumpf Wartungsarbeiten durchzuführen.
Als er es am Nachmittag wieder vom Gleitsteg rückwärts ins Wasser ließ, rutschte das Schiff zu schnell ab und bildete dabei eine Welle, die so hoch schlug, dass der hintere Teil des Schiffes voll Wasser lief und das Heck dabei unterging. Personen wurden dabei nicht verletzt. Das Schiff musste jedoch mit einem Kran aus dem Wasser gehievt werden.
Vor Ort weilten die Beamten des Umwelt- und Transportministeriums, die „Protection civile” Remich, die Froschmänner sowie die Polizei Moutfort.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Piraten-Kongress - Japan fordert Hochseepolizei
Experten in Hamburg: Das Hijacking von Schiffen und Fracht ist ein Millionen-Geschäft
Samstag, 27.05. 2000, 07:46:27 Uhr
600 Jahre nach Störtebeker, 400 Jahre nach Drake und Raleigh spielen die Piratenhäuptlinge der Moderne ihren neuen Trumpf aus - die "Phantomschiffe"! Mit Raketen, Sturmgewehren und Schnellbooten ausgerüstete Seeräuber-Syndikate entern große Frachter, töten die Crews oder setzen sie auf hoher See aus, verkaufen die wertvolle Ladung, tarnen die Beuteschiffe mit falschen Namen und gefälschten Schiffspapieren und nehmen in internationalen Häfen neue Ladung auf, die nie am Zielort ankommt. "Das Hijacking von Schiffen und Fracht ist für die Piratensyndikate ein Millionen-Geschäft!", sagte in Hamburg Captain P. K. Mukundan, Direktor des International Maritime Bureau (IMB) London und Piratenbekämpfer Nr. 1. Rund zwölf große Handelsschiffe verschwinden jedes Jahr und werden, wenn überhaupt, erst nach Jahren wieder geortet.
   Am 16. November 1999 wurde zum ersten Mal ein Hijacking zur See durch eine militärische Aktion gestoppt: Eine indische Korvette stellte nach zwölftägiger Jagd den japanischen Frachter "Alondra Rainbow" (Ladung: 7000 Tonnen Aluminium) und eine Piratengang, die das Schiff vor Indonesien geentert und die Crew auf einem Floß ausgesetzt hatte. Als die Hijacker die indischen Raketenwerfer auf sich gerichtet sahen, legten sie im Maschinenraum Feuer und vernichteten die legalen und die gefälschten Schiffsdokumente. Heute erwarten sie in einem indischen Gefängnis ihren Prozess.
   Die schwer beschädigte "Alondra Rainbow" war der Kriminalrolle eines "Phantomschiffes" knapp entgangen, einer Laufbahn wie der der "Doo Yang Jade", die unter neun Alias-Namen wie "La Paloma" oder "Roman Empire" als "verschwundenes Schiff" auf betrügerischen Kursen auf den Meeren kreuzte.
   285 Piratenattacken, davon 148 mit Waffengewalt, wurden 1999 im Piraten-Meldezentrum in Kuala Lumpur angezeigt - vom "Hit-Rob-Run"-Überfall von Gelegenheitsseeräubern bis zum "Major Criminal Hijack". Aber die Dunkelziffer ist hoch:

Die überfallenen Kapitäne fürchten langwierige Ermittlungen der lokalen Polizei mit Passageverlusten von bis zu 25 000 Dollar pro Tag, die Crews sind zu Tode erschreckt. "Wenn du nicht schweigst, bekommt deine Familie Besuch!", ist eine Seeräuber-Standarddrohung. Was nun? "Wir brauchen den politischen Willen der Regierungen und eine wirksame internationale Gesetzgebung!", forderte Captain Mukundan. "Zurzeit werden nur die Fußsoldaten der Piraterie verfolgt, nicht aber die kriminellen Warlords."
   Die Japaner verlangen eine internationale Seepolizei unter UN-Führung, die auch gegen die korrupten Helfershelfer der Piraten vorgehen kann. In China etwa wurde jüngst ein hoher Staatsbeamter als Drahtzieher eines Seeräuberringes entlarvt.
   Internationale Kreuzfahrer setzen bereits Gurkha-Nahkämpfer an Bord als "Leibwächter" ein. Private Sicherheitsfirmen bieten den Reedern bewaffneten Schutz an. "Wenn Privatarmeen ins Spiel kommen, stimmt etwas mit der öffentlichen Sicherheit nicht mehr", warnte gestern beim Hamburger Piraterie-Symposium Ministerialdirektor a. D. Christopf Hinz.
   Vom Militär aber ist vorerst wenig zu erwarten: "Piratenbekämpfung ist Polizeisache", sagte Bundesmarine-Kapitän a.D. Dieter Stockfisch. In einem Ernstfall dürfen deutsche Kriegsschiffe nur "Nothilfe" leisten. Als er mit seiner Fregatte ostasiatische Piratengewässer passieren musste, warnte ihn die Rechtsabteilung der Hardthöhe: "Können Sie das Gebiet nicht umfahren?" Und Indonesien setzt zur Bewachung seiner 17 000 Inseln sage und schreibe neun Patroillenboote ein. Piraterie ist offenbar ein Geschäft mit Zukunft!
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Türkisches Ausflugsboot mit Urlaubern an Bord gekentert - Ein Toter
Freitag, 26.05. 2000, 23:02:09 Uhr
Istanbul - Beim Kentern eines türkischen Ausflugsbootes mit deutschen und türkischen Urlaubern an Bord ist ein Mann ums Leben gekommen. Wie die türkische Zeitung «Hürriyet» berichtet, kam für den 75 Jahre alten Türken jede Hilfe zu spät. Die anderen Urlauber konnten gerettet werden. Das Boot war in der Nähe von Dalaman unterwegs. Rund 300 Meter vom Ufer entfernt kam es zum Kentern.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Erneut maltesisches Schiff als Umweltsünder überführt
Freitag, 26.05. 2000, 05:59:06 Uhr

Rostock - Erneut ist in Rostock ein maltesisches Schiff als Umweltsünder überführt worden. Die Wasserschutzpolizei stellte bei einer Routinekontrolle am Mittwochabend auf dem Massengutfrachter „Porto Cervo“ Verstöße gegen das internationale Übereinkommen zur Reinhaltung der Meere (Marpol) fest. Bei Durchsicht der Schiffsdokumente seien Unregelmäßigkeiten beim Nachweis von Verbrennungsrückständen (Sludge) festgestellt worden, sagte Sprecher Ulf Erler gestern. Weiterführende Untersuchungen, Tankpeilungen und Berechnungen hätten eine Fehlmenge von neun Tonnen Sludge ergeben.

   Die Rostocker Beamten haben in diesem Jahr bereits in vier Fällen schwere Verstöße gegen internationale Umweltvorschriften nachweisen können.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Schiff durchtrennte Stromkabel - Mast drohte einzustürzen
Mittwoch, 24.05. 2000, 14:23:20 Uhr
Hannover/Emden - Ein 90 Meter hoher Stromast am Binnenhafen von Emden wird nach einer Kollision mit einem Schiff teilweise demontiert. Von dem Mast müssten die Stromkabel tragenden Teile, die so genannten Traversen, abgebaut werden, sagte am Montag in Hannover die Sprecherin der PreussenElektra, Petra Uhlmann. Von den übrigen Teilen des Strommasten gehe nach Einschätzung der vor Ort tätigen Experten dann keine akute Gefahr mehr aus. Vor einer endgültigen Reparatur des Bauwerkes werde dessen Fundament noch auf seine weitere Standfestigkeit begutachtet.
Ein unter panamaischer Flagge fahrendes Rohrverlegungsschiff war am Sonntag im Hafen von Emden mit seinem Kranausleger gegen Starkstromleitungen gefahren, die zu dem Mast führten. Nach Angaben der Wasserschutzpolizei wurden dabei in etwa achtzig Metern Höhe vier von acht Doppelleitungen durchtrennt und der Strommast verdreht. Im Hafen und in der Stadt Emden habe es einen kurzfristigen Stromausfall gegeben, sagte Polizeisprecher Rainer Liebsch. Menschen seien bei dem Unglück nicht verletzt worden. Herab fallende Stromkabel hätten jedoch Dächer, Kraftfahrzeuge und Sportboote beschädigt.
Nach dem Unglück wurde ein dreihundert Meter breiter Streifen unter der beschädigten Hochspannungsleitung für den Schiffsverkehr gesperrt. Ein Teil des Hafens könne nicht angefahren werden, sagte Liesch. Auch eine zum führende Hafen Straße habe man für den Autoverkehr sperren müssen. Die Reparatur von Starkstromkabel und Mast wird voraussichtlich mehrere Wochen dauern. Zunächst müsse man jetzt 21 Kilometer neue Starkstromkabel bestellen, sagte die PreussenElektra-Sprecherin.
Quelle: Tim Schwabedissen, schwabedissen@asian-history.uni-kiel.de

Mindestens 35 Tote bei Schiffsunglück in der Türkei
Dienstag, 23.05. 2000, 06:10:24 Uhr
Ankara - Bei dem Untergang von zwei türkischen Ausflugsbooten auf dem Schwarzem Meer sind mindestens 35 Menschen ums Leben gekommen. Drei Menschen werden weiter vermisst. Die Tragödie ereignete sich am Samstag etwa 35 Kilometer von Trabzon entfernt. Zwei überfüllte und zu Touristenschiffen umgebaute Fischerboote waren bei einer Festival-Parade auf See von einer Welle erfasst worden und gekentert. Fast alle Opfer waren Frauen und Kinder, die nicht schwimmen konnten.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Feuerschiff Elbe 1 durch Tonne ersetzt
Dienstag, 23.05. 2000, 06:00:02 Uhr
Cuxhaven. Wenn Segler diese Saison die Elbmündung ansteuern oder verlassen, werden sie erstmals kein Feuerschiff mehr als Orientierungsmarke finden. Still und heimlich ist eine Ära zu Ende gegangen: "Das UFS Elbe ist eingezogen", so knapp und unspektakulär liest sich die entsprechende Mitteilung für Seefahrer in den Bekanntmachungen für Seefahrer, die die Schiffahrt in ihrer jüngsten Ausgabe darüber informieren, das das unbemannte Feuerschiff Elbe durch eine Tonne ersetzt worden ist. "Es gibt keinen Bedarf mehr", erklärt Bernhard Meyer der Leiter des zuständigen Wasser- und Schiffahrtsamtes Cuxhaven und verweist darauf, dass das Bundesamt für Seeschiffahrt und Hydrographie das Feuerschiff nicht mehr im bisherigen Umfang als Meßstelle benötigt. Die Schiffahrt orientiere sich zunehmend mit GPS-Navigatoren und könne schließlich weiterhin auf die befeuerte Tonne zurückgreifen, die zudem mit einer Radarantwortbake ausgerüstet ist. Den letzten Anstoss zum Einzug des UFS gab zweifellos seine Kenterung. Das 3,5 Millionen Mark teuren Feuerschiff "Elbe" havarierte in einem Sturm im vergangenen Winter, das zwölf Meter hohe Leuchtfeuer erlosch. 1987 hatte das unbemannte Feuerschiff, auf dem auch ein Rettungsraum für Schiffbrüchige untergebracht war, das legendäre Feuerschiff Elbe 1 abgelöst, dessen Besatzungen nahezu ein Jahrhundert lang über die Sicherheit der Schiffahrt in der Elbmündung gewacht hatten.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Mann starb nach Bootsunfall auf dem Segeberger See
Montag, 22.05. 2000, 06:18:22 Uhr
Bad Segeberg - Ein 32-jähriger Hamburger ist am vergangenen Wochenende bei einem Bootsunfall auf dem Segeberger See tödlich verunglückt. Wie die Polizei in Bad Segeberg gestern mitteilte, war das Ruderboot, in dem der 32-Jährige, sein 28-jähriger Bruder und ein Kind saßen, bei einer Ausflugsfahrt bei Stipsdorf gekentert. Das Boot war nach Angaben der Beamten nur etwa 25 Meter vom Ufer entfernt.

Der 28-jährige konnte schwimmend das Ufer erreichen und mit Hilfe von Spaziergängern seinen Bruder bergen. Dieser mußte von Rettungskräften reanimiert und mit dem Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht werden, nachdem er bereits längere Zeit leblos im Wasser gelegen hatte. Er erlag gestern in einem Krankenhaus seinen lebensgefährlichen Verletzungen. Das Kind blieb unverletzt. Warum das Boot kenterte, war gestern laut Polizei noch unklar.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Mehr als 30 Tote bei Schiffsunglück in der Türkei
Montag, 22.05. 2000, 06:17:09 Uhr
Ankara - Mindestens 34 Menschen sind am Wochenende bei einem Schiffsunglück im Schwarzen Meer ertrunken; 15 wurden verletzt. Wie die türkischen Behörden mitteilten, handelt es sich bei den Todesopfern vor allem um Frauen und Kinder. Rettungsboote und Fischer suchten am Sonntag noch nach vier vermissten Personen, wie der Gouverneur der Schwarzmeerstadt Besikduzu, Sadettin Kalkan, sagte.

In schwerer See waren den Angaben zufolge am Samstag zwei Fischerboote gekentert, die von Besikduzu aus hinaus gefahren waren, um ein Meerfest zu feiern. Die Nachrichtenagentur Anatolia berichtete, die kleinen Boote seien überfüllt gewesen. Es war nicht bekannt, wie viele Menschen sich an Bord befanden. Ein Überlebender, Erdall Dilli, sagte dem Fernsehsender Kanal D, das erste Boot sei von einer Welle umgeworfen worden. Sein Boot sei untergegangen, als der Kapitän versucht habe, den Wellen zu entkommen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Kapitän hing in den Seilen
Montag, 22.05. 2000, 06:08:43 Uhr
POTSDAM - Ein volltrunkener Freizeitkapitän hat sein Sportmotorboot am Wochenende auf dem Templiner See in die Absperrseile einer Badestelle gesteuert und blieb darin mit laufendem Motor hängen.
Zeugen des Missgeschicks riefen die Wasserschutzpolizei. Die Beamten fanden in dem Boot den 63-jährigen Schiffsführer aus Potsdam zusammengesunken auf dem Fahrersitz.
Da der Mann nicht mehr in der Lage war, in das Alkoholtestgerät zu blasen, wurde eine Blutentnahme angeordnet und der Kapitän zur Ausnüchterung in Polizeigewahrsam genommen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Fährampel manipuliert
Montag, 22.05. 2000, 06:07:14 Uhr
Schacht-Audorf - Gefährlicher Leichtsinn: Sieben bis acht Jugendliche manipulierten am Freitagabend gegen 23 Uhr an der Anlegestelle Süd der Kanalfähre Schacht-Audorf den Schaltkasten so, dass sich die Sicherungsschranken öffneten und die Ampel grün zeigte, teilte die Rendsburger Polizei mit. Für Autofahrer sei dadurch der Eindruck entstanden, dass eine Zufahrt auf die Fähre möglich sei. Diese habe sich aber noch auf der Überfahrt befunden. Doch damit nicht genug. Die bislang unbekannten Jugendlichen schalteten auch die Scheinwerfer an der Anlegestelle ein und blendeten dadurch den Fährmann nach Polizeiangaben so stark, dass er nur mit größter Mühe die Fähre sicher anlegen konnte. Glücklicherweise kam niemand durch den Leichtsinn zu Schaden. Die Polizei ermittelt aber wegen gefährlichen Eingriffs in den Schiffsverkehr. Hinweise unter {telefon}04331/2080.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Mindestens 23 Tote bei Bootsunglück in der Türkei
Sonntag, 21.05. 2000, 06:43:53 Uhr
Ankara - Bei dem Zusammenstoß von zwei türkischen Touristenbooten im Schwarzen Meer sind gestern mindestens 23 Menschen ertrunken. Die Opfer seien vor allem Frauen und Kinder, meldete die Nachrichtenagentur Anadolu. Insgesamt seien auf den beiden gekenterten Booten bis zu 52 Menschen an Bord gewesen. Die Boote seien nahe der Stadt Besikduzu, etwa 35 Kilometer westlich von Trabzon, zusammengestoßen. Beide Kapitäne seien lebend geborgen und anschließend festgenommen worden, hieß es.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Binnenschiff rammt Hofener Schleusentor
Sonntag, 21.05. 2000, 06:44:15 Uhr
Am Donnerstagnachmittag gegen 16.30 Uhr musste die Hofener Schleuse eine Stunde lang gesperrt werden. Ein belgisches Binnenschiff war mit zu hoher Geschwindigkeit auf das Obertor der Schleuse aufgefahren. Der 52-jährige Schiffsführer hatte das mit 1900 Tonnen beladene Schiff nicht mehr rechtzeitig stoppen können. Die genaue Schadenshöhe an der Schleuse kann noch nicht beziffert werden. Das Wasser- und Schifffahrtsamt Stuttgart hat seine Untersuchungen noch nicht abgeschlossen. Am Schiff entstand ein Sachschaden von etwa 2000 Mark.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Regeln können Leben retten
Samstag, 20.05. 2000, 19:05:57 Uhr
Fulda - Die derzeit beginnende Wärmeperiode führt wieder zu einem starken Andrang auf die Badeseen und Schwimmbäder in unserer Region. Erste Meldungen von Badeunfällen sind wieder in den Tageszeitungen zu lesen. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Ortsgruppe Stadt Fulda, gibt daher einige Tipps, wie Gefahren bei Abkühlungen verringert werden können.

Jeder, der einmal das Seepferdchen oder den Freischwimmer abgelegt hat, sollte bei der Prüfung die Baderegeln aufsagen können. Meist werden diese nur als kurze Gedächtnisübung auswendig gelernt, manchmal kann die Beachtung dieser Regeln aber lebensrettend sein:
Mache dich mit den Regeln zur Selbstrettung für unerwartete Situationen vertraut.
Nur ins Wasser springen, wenn es tief genug und frei ist; den Anweisungen des Badepersonals an Sprunganlagen Folge leisten.
Sumpfige und pflanzendurchwachsene Gewässer meiden.
Schiffahrtswege, Buhnen und Schleusen sind keine Badezonen, zu Schiffen und Booten sollte genügend Abstand gehalten werden.
Das Wasser nicht verunreinigen. Im freien Gewässer führen Selbstüberschätzung und Leichtsinn meistens zu Unfällen/Notsituationen. Luftmatratzen, Gummitiere und Autoschläuche sind gefährliche Spielzeuge.
Das Badezeug nach dem Baden ausziehen und sich abtrocknen.
Gerade aber bei den jetzt herrschenden Temperaturen ist es verstärkt notwendig, den Körper zu schonen.
Wichtigste Regel: Vor dem Sprung ins „kühle Nass“ unbedingt kühl abduschen, damit es nich zu einer Schockreaktion im Körper kommt!
Niemals mit vollem oder ganz leerem Magen schwimmen gehen!
Zu intensive Sonnenbäder meiden, nicht zuletzt wegen der starken Belastung der Haut!
Bei Ermüdung auf sich aufmerksam machen, am besten durch lautes Rufen. Hektisches Winken mit den Armen verlagert nur das Körpergewicht nach oben und kann zum Ertrinken führen.
Bei länger anhaltenden Wärmeperioden kommt es während des Aufenthaltes am Wasser manchmal zu Gewittern. Dann muss das Wasser möglichst schnell verlassen werden, da immer die Gefahr besteht, dass der Blitz ins Wasser einschlägt. Schutz sollte man dann in den Umkleidekabinen oder in Autos suchen. Unterschlupf unter Bäumen kann fatale Folgen haben.
Beim Aufenthalt in Schwimmbädern, die Innen- und Außenbecken haben, ist die Benutzung der Innenbecken während des Gewitters in der Regel gefahrlos, wenn der Verbindungsgang zwischen den Becken verschlossen wird. Da das Baden im Meer immer mit besonderen Gefahren verbunden ist, sollte man sich vorher mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut machen. Die Rettungsschwimmer der DLRG, die fast überall an der Deutschen Nord- und Ostseeküste zu finden sind, geben hier gerne Auskunft.
Weitere Informationen zum Thema „Sicherheit beim Baden“ gibt die DLRG-Ortsgruppe Stadt Fulda, Steinsdorfer Straße 36, 36039 Fulda, (06648) 61272, oder direkt montags abends ab 19 Uhr im Zentralbad Fulda.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Flüchtlingsboot mit mehr als 300 Kurden in Italien gelandet
Samstag, 20.05. 2000, 19:06:25 Uhr
Locri - Ein Flüchtlingsboot mit mehr als 300 Kurden an Bord ist vor der süditalienischen Küste bei Locri auf Grund gelaufen. Unter den Immigranten seien auch etwa 100 Kinder und Frauen, berichtete das italienische Fernsehen. Sie seien mit kleineren Booten von Bord geholt und in Notunterkünfte gebracht worden. Der Kapitän und vier Seeleute wurden festgenommen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

22 Tote und 15 Verletzte bei Schiffsunglück in der Türkei
Samstag, 20.05. 2000, 19:06:50 Uhr
Ankara - Mindestens 22 Menschen sind am Samstag bei einem Schiffsunglück im Schwarzen Meer ertrunken; 15 wurden verletzt. Wie die türkischen Behörden mitteilten, handelt es sich bei den Todesopfern vor allem um Frauen und Kinder. In schwerer See waren den Angaben zufolge zwei Fischerboote gekentert, die von der Schwarzmeerstadt Besikduzu aus zu einer Kreuzfahrt gestartet waren, um ein Meerfest zu feiern.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Geisterschiff auf Rursee
Samstag, 20.05. 2000, 07:39:24 Uhr
Düren. Ein führerloses Geisterschiff beschäftigt die Polizei in der Eifelstadt Düren. Bislang unbekannte Täter hätten das Fahrgastschiff «F.M.S. Aachen» offenbar in der Nacht zu Mittwoch von seinem Liegeplatz am Rursee gestohlen, berichtete die Geschäftsführerin der Rursee-Schifffahrts-GmbH, Helga Klinkhammer, am Donnerstag.

Mitarbeiter hätten das führerlose Schiff am frühen Mittwochmorgen in einer Böschung an der Staumauer entdeckt. Der Schaden am Schiffskörper beträgt nach Polizeiangaben 5000 Mark. Die Beamten fahnden nun nach den unbekannten Freizeitkapitänen. Das Boot mit Platz für 500 Fahrgäste sei mit zehn Leinen mit Spezialknoten so vertäut gewesen, dass sie von einem Laien nicht gelöst werden könnten.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Ägypten untersucht gesunkenes Salpetersäure-Schiff
Freitag, 19.05. 2000, 23:03:52 Uhr
Kairo - Taucher der ägyptischen Marine haben am Dienstag ein im Mittelmeer gesunkenes syrisches Schiff untersucht, aus dessen Laderaum konzentrierte Salpetersäure austritt. Ein Sprecher des ägyptischen Umweltministeriums sagte, die vor zehn Tagen sechs Kilometer vor Alexandrien untergegangene "Dalia S" werde gefilmt. Das Ministerium werde später entscheiden, ob die restliche Ladung geborgen werden solle. Die Situation sei unter Kontrolle, sagte der Sprecher. Säure trete nur aus 18 der 350 Fässer aus. Die Strömung und der Wind trieben die Säure ins Meer hinaus. Es bestehe eine gute Chance, dass die Salpetersäure verdünnt werde.
Einem Hafensprecher zufolge war am 6. Mai auf dem Schiff einer der Tanks mit konzentrierter Salpetersäure umgekippt. Die auslaufende Säure habe ein Leck in die Hülle geätzt. Zwölf syrische Matrosen wurden gerettet, musste jedoch wegen des Einatmens von Säuredämpfen behandelt werden. In einem Gebiet von zwei Quadratkilometern wurde der Fischfang verboten.
Quelle: Tim Schwabedissen

Wasserschutzpolizei: Zivilbeamte segeln auf der Spree in Badehose
Freitag, 19.05. 2000, 06:14:57 Uhr
Sicher können sich die Sünder auf dem Wasser nicht mehr wähnen. Die Wasserschutzpolizei Berlin verfügt über zwanzig Zivilbeamte, die sich, in Badehose (! Anmerkung der Redaktion: Wo tragen die denn die Dienstwaffe???) getarnt, auf fünf Zivilstreifenbooten und auf einem Segelboot tummeln. Die übrigen Kollegen müssen auch bei größter Hitze in ihren blauen Uniformen schwitzen.

Dennoch ist der Job in vielerlei Hinsicht angenehmer als der der Landpolizei. Es gebe weniger Probleme und körperliche Auseinandersetzungen als auf der Straße, sagt der Beamte Christian Schicht. "In ihrer Freizeit sind die Leute einfach besser drauf, als wenn sie nach der Arbeit verschwitzt im Auto sitzen", bestätigt der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei Eberhard Schönberg, der bis zu seiner Freistellung als Personalratsvertreter selbst bei der Wasserschutzpolizei war. Dafür nimmt man schon mal in Kauf, dass man wie im vergangenen Jahr 19 Wasserleichen bergen muss.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Schwein in "Poolnot"
Donnerstag, 18.05. 2000, 18:44:10 Uhr
Elkmont/USA - Beim Anblick der gut 500 Pfund schweren Sau in ihrem Swimmingpool fiel Wendy Smith nichts anderes ein, als Polizei und Feuerwehr zu Hilfe zu rufen. Während die Gesetzeshüter lachend ablehnten, rückten sechs Feuerwehrleute zum Eigenheim von Smith in Elkmont in Alaska an und befreiten das Borstenvieh in zweistündiger Schweißarbeit aus seiner Lage. Das Tier gehörte einem Nachbarn, aus dessen Stall es ausgebrochen und schnurstrack ins kühle Nass gesprungen war. «Wir bekommen immer die Aufträge, die sonst keiner machen will», beschwerte sich einer der Feuerwehrleute. Zusammen mit seinen Kollegen habe er das Schwein erst mit Seilen zum Rand ziehen wollen. Das Tier sei aber immer wieder entwischt. Erst mit einer Gartenhacke war es aus dem Pool zu treiben.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS


Betreff:        Bitte um Mithilfe bei suche nach 2 entführten kindern und einer segelyacht
Datum:                Mon, 15 May 2000 14:16:23 +0200
Von:                Kontrollgruppe IN69, kg69@physiosoft.uibk.ac.at
An:                webmaster@esys.org




Im August 1999 wurden 2 Kinder von ihrer Mutter aus Tirol entführt.
Ebenfalls wurde vom Gefährten der Mutter in Frankreich (Port Grimaud)
eine Segelyacht Typ: Jeanneau Sun Magic 44 mit dem Namen MAGIC LADY für
eine Woche gechartert und bis heute nicht zurückgebracht.
Sollte die Yacht irgendwo zum Kauf abgeboten werden, bitte verständigen
Sie sofort die nächste Polizeidienststelle, da die Personen Elke
Siorbaes und Hans Peter Grissman sowie die Kinder (6 u. 7 Jahre) Marina
u. Roland GÖTZ über INTERPOL gesucht werden.
Wahrscheinlich sind die gesuchten Personen im Mittelmeerraum bzw. an der
Atlantikküste (Lanzarote etc, )unterwegs.
Sie können auch via E-Mail an uns eine Mitteilung leiten, die jedoch im
Monat Juni wegen Urlaub erst verspätet weitergegeben werden kann.
BITTE halten Sie die Augen offen, es geht um 2 kleine Kinder!
Vielen herzlichen Dank!
Kontrollgruppe IN69
i.V. Markus P.

Informationen unter
http://pc4-c507.uibk.ac.at/html/plank/Kindersuche.htm

Quelle: Kontrollgruppe IN69, kg69@physiosoft.uibk.ac.at

Betreff:        Suche nach Gerd Zeisler, SY Blue Note
Datum:                Sun, 14 May 2000 10:06:56 -0500 (GMT)
Von:                UDO Y KARIN BEUME, ukbeume@sinfo.net
An:                webmaster@esys.org

von
Udo Beume
Stuetzpunkt "Trans-Ocean", Panama

15. Mai 2000

Wir moechten Herrn Dieter Zeisler bei der Suche
nach seinem Sohn behilflich sein. Dieter Zeisler
siedelt zusammen mit seiner Lebensgefaehrtin
unter sehr einfachen Bedinungen auf der Insel
San Jose im Las Perlas Archipel an Panamas
Pazifikkueste. Seit 15 Jahren ist er dort
Seglerns vor der Abreise zu den Galapagos und
Maquesas behilflich.

Sein Sohn Gerd Zeisler (41) machte sich im Juli
1999 von Suedfrankreich aus mit einer gebraucht
erworbenen, kutter-getakelten "Nicolson" mit dem
Namen "BLUE NOTE", 33 Fuss, Farbe weiss, Flagge
unbekannt, auf den Weg nach Panama. Gewoehnlich
schrieb er seinem Vater alle drei Monate. Waehrend
des Toerns wollte er sich in kuerzen Abstaenden
merlden. Seit dem Auslaufen gibt es kein
Lebenszeichen mehr von Gerd Zeisler.

Er spricht fliessend franzoesisch, ist kontak-
freudig und verdient sich gern mit Musik
(Saxofon und Klarinette) etwas nebenbei.

Kontakt:
Udo Beume
Fax xx507 2702772
email: udo.beume@euro-line-logistics.com

Quelle: Udo Beume

"Tapferer" Trompeter
Montag, 15.05. 2000, 06:06:34 Uhr
Es war wie auf der Titanic: Das Schiff sank, und sank und sank, die Musik aber erklang weiter. Nur spielte sich das musikalische Erlebnis nicht auf hoher See und auch nicht auf einem echt in Not geratenen Schiff ab, sondern gestern Mittag zur fahrplanmäßigen Lahnfahrt der "Wappen von Limburg" in der Limburger Schleuse. Ein Trompeter blies an Deck des Fahrgastschiffes mehrere bewundernswerte Solostücke, lockte an Land die Fußgänger und Radfahrer als Zuhörer an und die "Wappen von Limburg" versank Meter um Meter im Schleusenkanal. Später nur noch verhalten klingende Töne aus der Tiefe der Schleuse. Vermutlich hat er im weiteren Verlauf des Lahntales noch mehrmals die Aufmerksamkeit der sonntäglichen Spaziergänger auf sich gezogen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Ölunfall wurde verheimlicht
2.000 Tonnen Öl sind vor einer dänischen Bohrinsel ausgelaufen.
Umweltschützer fordern mehr Kontrolle und harte Konsequenzen
Montag, 15.05. 2000, 06:05:06 Uhr
BERLIN - Gestern startete ein Flugzeug im Auftrag des schleswig-holsteinischen Umweltministeriums, um den Ölteppich, der 300 Kilometer nordwestlich von Sylt schwimmt, zu überwachen. Zuvor hatte Umweltminister Klaus Müller bereits Entwarnung gegeben; ein Großteil des Rohöls sei verdunstet oder habe sich im Meer verteilt. Zudem würden die vorherrschenden Ostwinde die Ölrückstände weiter vom Festland wegtreiben.

Bereits am 7. Mai waren 2.000 Tonnen Öl beim Verladen von der dänischen Ölplattform "Arne South" auf ein Schiff in die Nordsee gelaufen - mehr als dreißigmal so viel wie bei der Havarie des Tankers "Pallas" 1999 vor der Insel Amrum. Nach viertägigem Schweigen informierte die Ölfirma erst vergangenen Donnerstag die dänischen und deutschen Behörden über den Unfall. Über diesen nachlässigen Informationsfluss will Müller sich bei seinem dänischen Amtskollegen Sven Auken kommende Woche beschweren. Auch Lothar Koch, Sprecher des Umweltverbandes Schutzstation Wattenmeer, hält es für einen "Skandal, dass die Ölfirmen bei Ölaustritten dieser Größenordnung nicht unverzüglich Regierungen und Öffentlichkeit informierten". Als Konsequenz forderte er eine regelmäßige Kontrolle der Plattformen durch unabhängige Beobachter und schärfere Sanktionen gegen die Betreiber. Um die Belastung der Nordsee zu vermindern, sei ein Gesamtkonzept erforderlich, das Sicherheit von Tankern und die Ölentsorgung umfasse und mit allen Nordseeanrainerstaaten abgestimmt werden müsse.

Greenpeace weist darauf hin, dass beim Unfall der "Pallas" 60 Tonnen Öl zum Tod von 16.000 Seevögeln führten. Die Folgen der jetzt ausgetretenen 2.000 Tonnen seien noch gar nicht abzuschätzen. Vor allem Trottellummen, Eissturmvögel und Basstölpel, die auf hoher See ihre Beute fangen, sind nach Auskunft des World Wide Fund for Nature (WWF) gefährdet. Zudem sei noch nicht abzusehen, wohin das Öl treiben werde.

Auch bei dem "Pallas"-Unglück gab es Kommunikationsprobleme, ohne die das katastrophale Ausmaß hätte verhindert werden können. Strengere Maßnahmen gegen die permanente Verschmutzung des Meeres müssten die Anrainerstaaten dringend schon vor der nächsten Nordseeschutzkonferenz 2002 in Norwegen beschließen, fordern die Umweltverbände.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Mutprobe endete tödlich
Sonntag, 14.05. 2000, 06:30:58 Uhr
SCHWEDT - Vermutlich bei einer Mutprobe ist ein 13-jähriger Junge am Donnerstagnachmittag in Schwedt (Uckermark) in einem Kanal ertrunken. Der Junge war mit einem um den Kopf gewickelten Handtuch von einer zehn Meter hohen Brücke in die Havel-Oder-Wasserstraße gesprungen. Die Wasserschutzpolizei in Potsdam teilte am Freitag mit, der 13-Jährige sei nach kurzer Zeit noch einmal aufgetaucht, aber sofort wieder untergegangen. Nachdem Zeugen die Polizei alarmiert hatten, wurde die Schifffahrt gestoppt; die Feuerwehr suchte zusammen mit Tauchern das Wasser nach dem Jungen ab. Seine Leiche wurde knapp zwei Stunden nach dem Vorfall von einem Taucher geborgen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Kilometerlange Ölspur vor Belgiens Badestränden
Samstag, 13.05. 2000, 22:20:18 Uhr
Brüssel - Die belgische Marine hat am Samstag eine Ölspur bekämpft, die sich auf einer Länge von 40 Kilometern vor der Nordseeküste des Landes erstreckt. An einigen Stellen war das Öl nur zwei Kilometer von den beliebten Badestränden entfernt. Die Marine äußerte sich optimistisch, die Verschmutzungen zwischen Zeebrugge und Nieuwpoort auflösen zu können, bevor das Öl die Küste erreicht. Die ruhige See und die Wärme der Sonne würden bei der Auflösung der Ölspur mithelfen, erklärte ein Marineoffizier.

Die Ursache des Ölteppichs war unbekannt. Es wird vermutet, dass das Öl entweder aus dem Leck eines Schiffes oder von der illegalen Reinigung eines Öltanks auf offener See stammt. Die Behörden der Nachbarländer wurden von dem Zwischenfall unterrichtet.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Schiff mit Flüchtlingen läuft vor Italien auf Grund
Freitag, 12.05. 2000, 19:09:39 Uhr
Crotone - Ein Schiff mit 474 Flüchtlingen an Bord ist vor Süditalien auf Grund gelaufen. Beim Eintreffen der Polizei am frühen Freitagmorgen sprangen viele der überwiegend kurdischen Passagiere ins Wasser, um zur Küste zu schwimmen. Die Polizei zog mehr als 30 Personen aus dem Meer. Die Flüchtlinge, unter ihnen 74 Kinder, wurden den Angaben zufolge in die Hafenstadt Crotone gebracht, wo mehrere von ihnen wegen Wassermangels ärztlich behandelt wurden.

Die Behörden vermuten, dass das über 50 Meter lange Schiff, das unter panamaischer Flagge fuhr, aus der Türkei kam. Die Besatzung hatte das Schiff schon vor der Ankunft der Polizei verlassen. Entlang der italienischen Küste stoppt die Polizei regelmäßig Schiffe mit Flüchtlingen, die zumeist aus dem Kosovo, der Türkei oder Nordafrika stammen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Beim Hafenfest gejobbt - in der Elbe ertrunken
Freitag, 12.05. 2000, 06:08:58 Uhr
Die Todesermittler des Hamburger Landeskriminalamtes stehen vor einem Rätsel. Sie versuchen, den mysteriösen Tod eines jungen Pärchens aufzuklären.
   Gegen 18.15 Uhr hatte die Besatzung einer Barkasse am Mittwoch zwei leblose Körper im Wasser des Baakenhafens (Klostertor) entdeckt und die Wasserschutzpolizei verständigt. Feuerwehrmänner bargen die Leichen wenig später aus dem Hafenbecken und brachten sie in die Gerichtsmedizin. Bisher konnten der Mann und die Frau nicht zweifelsfrei identifiziert werden, denn die Körper sind durch Schiffsschrauben stark verstümmelt worden.
   Doch die Kripo sucht bereits seit dem vergangenen Sonnabend die 25 Jahre alte Studentin Simona R. aus Leipzig und den 22-jährigen Italiener Marcus P. aus dem sächsischen Wurzen. Beide hatten für das Wurzener Gastronomie-Unternehmen "Gambrinus" auf dem Hafengeburtstag gearbeitet.
   Als Aushilfskräfte hatten sie mittelalterliche Spezialitäten auf dem Hafengeburtstag verkauft - beide trugen historische Kostüme. Gegen 22 Uhr hatten der Mann und die Frau Feierabend, nahmen mit ihrem Chef (34) noch einen Drink auf den erfolgreichen Tag. Eine Stunde später verabschiedeten sich Simona R. und Marcus P. - immer noch in Kostümen - von ihrem Chef. Sie wollten alleine spazieren gehen. Als die beiden am Sonntagmorgen nicht, wie verabredet, um 9 Uhr zur Arbeit kamen, meldete sich ihr Chef bei der Polizei.
   Die Ermittler sind sich inzwischen fast sicher, dass es sich bei den Toten um Simona R. und Marcus P. handelt. Allerdings schließen die Beamten ein Verbrechen zurzeit aus. Auch Selbstmord wird für unwahrscheinlich gehalten. "Dafür haben wir bei beiden bisher keine Hinweise", sagt ein LKA-Mann. Die Todesursache laut Gerichtsmedizin: "Ertrinken". Wollten die beiden Hamburg-Besucher ein nächtliches Bad in der Elbe nehmen - und kamen dabei ums Leben?
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Tauch- und Bootsführerübung: "Andere Umstände" kennen lernen
Eine Woche lang probte die Bayerische Bereitschaftspolizei auf dem Bodensee mit 25 Teilnehmern, fünf Booten und einem Hubschrauber den Ernstfall.
Mittwoch, 10.05. 2000, 17:48:44 Uhr
„Die nächsten Einheiten der Bereitschaftspolizei sind in Königsbrunn, München und Dachau, also recht weit vom Bodensee entfernt stationiert“, erklärt Bernhard Winter, der Leiter der Übung. Andere Arbeitsverhältnisse als sonst in Bayern finden vor allem die eher an kleinere Seen und Flüsse gewohnten Bootsführer und Taucher am und auf dem Schwäbischen Meer vor. Um damit besser vertraut zu werden, sind sie eine Woche lang nach Lindau gekommen. Im Übungseinsatz werden auf und unter dem Wasser sowie aus der Luft Menschen, Tatwerkzeuge und Beweismittel ausfindig gemacht und geborgen.
Erste Aufgabe ist die Erkundung der vor Rorschach auf dem Seegrund liegenden Wracks. Bei Einbruch der Dunkelheit müssen dann vermisste Personen mit Hilfe einer Wärmebildkamera vom Hubschrauber aus geortete werden. „Mit dieser Kamera werden Temperaturunterschied von bis zu einem Zehntel Grad sichtbar gemacht“, so Winter. Die Bahn eines Boots oder eines Schwimmers kann so genau verfolgt und ein Ertrunkener noch nach Tagen geortet werden.
Eine der schwersten Aufgaben kommt am Mittwoch auf die Einsatzkräfte zu: Eine Person soll mit Helikopter und Seilwinde aus dem See geborgen und auf einem Schiff abgesetzt werden. Das Problem ist der „Downwash“. Was damit gemeint ist, wird in der Praxis schnell deutlich: Wie eine Nussschaale fängt das kleine Einsatzboot an zu schaukeln, als der Hubschrauber versucht, über ihm in Position zu gehen. Die wirbelnden Rotorblätter erzeugen „Seegang“, Gischtschleier sprühen, nur direkt unterm Helikopter, „im Auge des Stums“, herrscht Ruhe . „Mit diesem agressiven Windbereich kann ein guter Pilot einen Schwimmer regelrecht vor sich her treiben“, erklärt Winter. Auch das Boot wird vom Hubschrauber regelrecht aus dem Zielbereich „geblasen“. Boot und Hubschrauber bewegen sich langsam vorwärts, so geht es besser. Der Taucher pendelt an der Seilwinde genau über dem Schiff und wird langsam tiefer gelassen. Fast geschafft - doch ein kleiner „Ruckler“ an der Winde, und schon landet der Taucher neben dem Boot. Beim nächsten Versuch klappt alles perfekt.
Konzentration ist auch am Nachmittag notwendig. Vor Lindau hat das THW ein Boot versenkt. Das muss nun mit dem „Hebesack“ geborgen werden. Als genügend Pressluft in das dichte Textilgewebe gepumpt ist, löst sich das Schiff vom Grund und schwebt per „Luftkraft“ an die Wasseroberfläche. Nächster Einsatzort:Der Überlinger See. „Das ist eines der besten Tauchgebiete am See, da die Sicht relativ gut ist. Auch wenn wir im Ernstfall natürlich oft in trübem, schlammigen Wasser arbeiten müssen“, sagt Winter.
Außerdem sollen die Bayern auch diese Region des Sees kenenlernen. Denn auf dem Bodensee ist länder- und grenzübergreifende Zusammenarbeit nötig: Bei kurzfristigen Einsätzen kommen zwar zuerst die Kräfte rund um den See und die Taucher der Feuerwehr zum Einsatz. Doch wenn es „ganz Ernst“ wird und internationaler Seenotalarm ausgelöst wird, kommt „alles was es gibt“ zum Einsatz, auch die Bereitschaftseinheiten aus Dachau und München, um Gefahr abwenden und Leben retten zu können.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

"Vaporetti" laufen aus dem Ruder
Dienstag, 09.05. 2000, 06:21:52 Uhr
Die neuen Linienboote in Venedig, bestückt mit Joystick statt dem üblichen Steuerruder, scheinen die Lotsen völlig zu überfordern. In neun Tagen habe es drei Mal gekracht, berichtete die italienische Zeitung "Corriere della Sera" am Montag. Als Grund wird die ungenügende Ausbildung der Bootsführer genannt. Jetzt sollen die neun neuen "Vaporetti" mit Bootsführer plus Ausbilder durch die Kanäle geschickt werden.

Ein Schiff mit Venezianern und Touristen an Bord sei auf eine Begrenzungsmauer der Friedhofsinsel San Michele aufgefahren, ein anderes Boot auf dem Canale Grande "außer Kontrolle" geraten, wird berichtet. Dabei seien vier kleinere Boote fast versenkt worden. An der Anlegestelle San Marco habe ein "Vaporetto" zwei leere vertäute Taxi-Boote umgefahren.

Als Erklärung heißt es, die neuen Schiffe seien mit einem äußerst sensiblen Steuerungssystem und einem neuen Antrieb ausgestattet; mit Joystick sei schnell eine 360-Grad-Drehung möglich. "Es gibt kein Sicherheitsproblem", sagte ein Verantwortlicher, "aber die neuen Technologien sind noch gewöhnungsbedürftig."
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Wild-West am Ruppiner Kanal
Dienstag, 09.05. 2000, 06:18:40 Uhr
LEHNITZ - Verrückt: mit gehiss-ter Reichskriegsflagge schipperte ein Rentner (60) mittags auf seinem Boot durch den Ruppiner Kanal (Oberhavel). Dann schoss Harry G. auch noch auf Kinder.
Zwei Jungen (14) hatten an der Tiergartener Schleuse mit einem Luftdruckgewehr auf treibende Möhren geschossen. Aber dann sahen sie den Kahn des "Nationalis-ten" und sahen gleichzeitig rot. Sven und Marc schossen auf die Reichskriegsflagge. Da griff auch der Oranienburger Senior zur Waffe. Die war allerdings mit Leuchtspur-Munition geladen. Er drückte ab, verfehlte zum Glück die Jungen - Anzeige.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Hai vor italienischer Küste gesichtet
Montag, 08.05. 2000, 14:28:05 Uhr
Rom - Vor der italienischen Küste hat ein Fischer einen bis zu vier Meter großen Hai gesichtet. Die Entdeckung des Tieres nahe der toskanischen Stadt Grosseto liegt aber bereits eine Woche zurück. Der Fischer hatte den Vorfall erst später den zuständigen Behörden mitgeteilt. Seiner Ansicht nach handelt es sich um eine Haiart, die möglicherweise auch Menschen angreift. Bereits im April war ein Hai der gleichen Größe vor der italienischen Touristeninsel Elba gesichtet worden. Möglicherweise handelt es sich um dasselbe Tier.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Mindestens 37 Tote bei Untergang einer Fähre
Sonntag, 07.05. 2000, 22:00:19 Uhr
Jakarta - Beim Untergang einer überladenen Fähre sind am Sonntag in Indonesien mindestens 37 Menschen ertrunken, wie die Polizei mitteilte. An Bord des Schiffes waren mehr als hundert Menschen. Es sank vor der Insel Ambon. Die Rettungsmannschaften fanden zunächst 37 Leichen im Wasser und konnten 56 Menschen lebend bergen. Die Nachrichtenagentur Antara meldete, das Schiff sei mit vier Fahrzeugen, 60 Tonnen Zement und Dünger sowie mehr als hundert Passagieren völlig überladen gewesen. Zwei große Wellen hätten es dann zum Kentern gebracht.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

US-Schiff rettet 14 fast verdurstete kubanische Flüchtlinge
Samstag, 06.05. 2000, 19:57:20 Uhr
Miami - In letzter Minute hat ein Schiff der US-Küstenwache 14 fast verdurstete kubanische Flüchtlinge gerettet. Sechs seien bereits bewusstlos gewesen, berichtete die Zeitung «Miami Herald». Die Flüchtlinge seien zwischen sieben und zehn Tagen auf ihrem Floß unterwegs gewesen. Manche hätten in ihrer Verzweiflung Meerwasser und eigenes Urin getrunken. Ein Frachter hatte das Floß etwa 12 Kilometer vor Miami Beach entdeckt und die Küstenwache alarmiert.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Mindestens 15 Tote bei Schiffsunglück in Brasilien
Freitag, 05.05. 2000, 18:59:52 Uhr
Rio de Janeiro - Mindestens 15 Menschen sind bei einem Schiffsunglück in Brasilien ums Leben gekommen. Ein Passagierschiff stieß mit einem Boot auf dem Fluss Para zusammen. Mehrere Hundert Einwohner der Stadt Breves hätten vorerst die Rettungsarbeiten allein aufgenommen, hieß es in Medienberichten. Dutzende von Überlebenden seien unterdessen in das einzige Krankenhaus von Breves gebracht worden. Weitere Details sind noch unklar.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Behinderter bei Schiffsausflug ertrunken
Freitag, 05.05. 2000, 18:59:09 Uhr
Rosenheim - Ein geistig Behinderter ist von einem Ausflugsschiff in den Chiemsee gesprungen und ertrunken. Wie die Polizei in Rosenheim am Freitag mitteilte, war die Behindertengruppe am Donnerstagnachmittag zwischen Herren- und Fraueninsel unterwegs. Dabei sei der 41-jährige Mann plötzlich wortlos aufgestanden und vom Oberdeck über die Reling ins Wasser gesprungen. Zwei Rettungsringe, die ihm sofort zugeworfen worden seien, habe er ignoriert und auch keine Schwimmbewegungen gemacht. Ein Besatzungsmitglied und zwei Feuerwehrleute bargen den Regungslosen wenig später. Er starb aber auf dem Schiff.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Historischer Schlepper in Hamburger Museumshafen gesunken
Freitag, 05.05. 2000, 18:58:18 Uhr

Hamburg - Ein Schlepper aus dem Jahre 1925 ist am Freitagmorgen im Hamburger Museumshafen Övelgönne gesunken. Die Ursache für das Kentern des 14 Meter langen ehemaligen Zollschiffes ist noch nicht bekannt, wie ein Polizeisprecher sagte. Da sich an Bord rund 850 Liter Schmierstoffe und Dieselkraftstoff befänden, habe die Polizei eine Ölsperre angelegt. Die Beamten versprechen sich Anhaltspunkte für das Sinken nach einer Bergung.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Flüchtlingsboot mit Küstenwache in Adria kollidiert - zwei Tote
Freitag, 05.05. 2000, 18:56:07 Uhr
Otranto - Ein Flüchtlingsboot mit Albanern ist in der Adria mit einem Patrouillenboot der italienischen Küstenwache zusammengestoßen.
Nach Angaben des staatlichen italienischen Fernsehens kamen dabei zwei Flüchtlinge ums Lebens, mindestens zwei weitere wurden verletzt.

Der Unfall ereignete sich den Angaben zufolge am späten Donnerstagabend vor der Küste Apuliens in Süditalien. Der genaue Hergang der Kollision war Freitag früh noch nicht bekannt. Es habe auch einige Verletzte unter den Beamten der Küstenwache gegeben.

24 Insassen des Schlauchbootes aus Albanien seien gerettet worden. Die beiden Menschenschmuggler wurden festgenommen. Bereits Ostern 1997 waren bei einem Zusammenstoß zwischen einem Schiff der Küstenwache und einem Flüchtlingsboot über 80 Flüchtlinge ertrunken.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Rätselhafte Segeljacht vor Rügen gesunken
Freitag, 05.05. 2000, 18:56:40 Uhr
Mukran - Die Wasserschutzpolizei hat noch keine Hinweise über den Hergang einer Havarie, bei der eine Segeljacht vor dem Fährhafen von Mukran auf Rügen gesunken ist. Wann die 13-Meter-Jacht, die Mitte der Woche zehn Meter vor der Mole des Färhhafens in vier Metern Wassertiefe entdeckt wurde, unterging ist noch ebenso unklar, wie der Verursacher. Die Jacht mit Heimathafen Moritzdorf bei Sellin auf Rügen soll demzufolge nicht von dem Eigner gesegelt worden sein. Daher ermittelte die Wasserschutzpolizei zunächst wegen Diebstahls des Schiffes, bei dessen Untergang nach ersten Schätzungen ein Sachschaden von rund 250.000 Mark entstanden ist.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Vor Kanaren ertrunken
Freitag, 05.05. 2000, 06:43:24 Uhr
Zwölf Afrikaner sind bei dem Versuch ertrunken, von der Westsahara auf die Kanarischen Inseln zu gelangen. Ein mit 16 Flüchtlingen besetztes Boot kenterte am Mittwochmorgen kurz nach dem Ablegen nahe El Ayun, berichtete der spanische Rundfunk.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Fährunglück
Donnerstag, 04.05. 2000, 21:52:39 Uhr
Dhaka. - Zwei Tage nach dem Kentern zweier Fähren in Bangladesch haben die Rettungsmannschaften bisher 33 Todesopfer aus dem Wasser bergen können. Für die etwa 100 noch Vermissten gebe es kaum noch Hoffnung, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Die beiden Schiffe waren im Meghna See in einen tropischen Sturm geraten und gekentert. Eine der Fähren ging in der Nähe von Ashuganj unter, 90 Kilometer östlich der Hauptstadt Dhaka. Die andere Fähre war in der Nähe von Nabinagar von starken Winden erfasst worden. Beide Boote seien zum Zeitpunkt des Unglücks mit etwa 150 beziehungsweise 90 Menschen besetzt und damit überfüllt gewesen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Mindestens 82 Tote bei Fährunglücken in Bangladesch
Donnerstag, 04.05. 2000, 06:21:31 Uhr
Dhaka - Bei zwei Fährunglücken in Bangladesch sind nach offiziellen Angaben mindestens 82 Menschen ums Leben gekommen. Etwa 70 Personen würden nach dem Unglück von Montag noch vermisst, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Beide Fähren seien während eines Sturms auf dem Fluss Mengha im Osten des Landes gekentert. Die Unglücke hätten sich in der Nähe der Stadt Nabinagar ereignet. Die Schiffe hätten insgesamt rund 300 Passagiere an Bord gehabt. Etwa 150 Menschen seien gerettet worden oder hätten sich selbst in Sicherheit bringen können.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Schubschiff blockierte stundenlang die Mosel
Mittwoch, 03.05. 2000, 06:30:29 Uhr
Ein nicht alltägliches Bild lieferte am Sonntag ein Schubschiff auf der Mosel in Mertert. Als das 165 Meter lange Wasserfahrzeug namens Belfort um 11.30 Uhr den Hafen verließ, fuhr es mit dem Bug auf das deutsche Ufer auf.

Beamte des „Service de la navigation” und der Wasserschutzpolizei Trier waren vor Ort. Die Mosel war bis 17.30 Uhr für die Schifffahrt blockiert. Zwei Schiffe halfen das Schubsciff wieder in eine Position zu bringen, die die Weiterfahrt erlaubte.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Segeljacht an Mukraner Nordmole zerschellt
Diebstahl des Bootes nicht ausgeschlossen
Mittwoch, 03.05. 2000, 06:29:27 Uhr
Sassnitz/Mukran - Gestern Mittag, 13 Uhr. Zahlreiche Fahrzeuge parken auf der Nordmole in Mukran: Polizei, Rettungsdienst, Bundesgrenzschutz. Der grüne Bus der Bereitschaftspolizei bahnt sich mit der Tauchergruppe an Bord den schmalen Weg. Über die großen Packsteine der Mole peitscht das Wasser. Die ersten Einsatzkräfte sind klatschnass. Sechs Stunden zuvor hatte der Hafenmeister den Seenotrettungskreuzer „Arkona“ alarmiert, dass eine Segeljacht in der Brandung liegt. Mit dem Tochterboot ging es sofort vor Ort, die Mole wurde seeseitig abgesucht. Da man nichts weiter tun konnte, wurde die Wasserschutzpolizei informiert und die Taucher aus Schwerin angefordert. Zu diesem Zeitpunkt war von dem Schiff, das Montag Abend um 23 Uhr das letzte Mal im Sassnitzer Hafen gesehen wurde, nicht mehr viel übrig.

   „Ich kann gar nicht hinsehen“, ist der Eigner, von dessen 1989 gebauter Jacht nur noch der Mast aus dem Meer ragt, fassungslos. Mit sämtlichen Restteilen des etwa 250 000 Mark teuren Schiffes spielen die Wellen. „Es war so ein schönes Schiff und das schnellste hier“, schüttelt der Moritzdorfer den Kopf. Er war am Sonnabend mit Binzer Hotelgästen Richtung Sassnitz geschippert und hatte dort festgemacht. Wegen des kräftigen Seegangs trat man den Heimweg aber per Auto an.

   Die Taucher rüsten sich für ihren Einsatz, einer steigt trotz der starken Strömung in die Ostsee. An Land machen indes Spekulationen die Runde: Das Boot kann sich nicht von allein losgerissen haben, und es wäre auch nicht bis an die Mole in Mukran getrieben, sondern im Hafen geblieben, es muss gefahren worden sein. Diebstahl also? Das sollen die Taucher klären und vor allem auch, ob noch Menschen unter Deck sind.

   „Die Jacht lag geschützt und gesichert neben dem Räucherschiff. Wenn eine Leine gerissen wäre, hätte es dagegen prallen müssen. Aber keine Spuren“, meint der Eigner, der gestern um 10 Uhr informiert wurde. Kurz davor hatte die Wasserschutzpolizei das Segel aus dem Meer gefischt und anhand der Nummer darauf über den Hersteller in Greifswald den Eigner ermittelt. Es ist das einzige, was dem Besitzer geblieben ist.

   Nach dem Tauchgang steht

fest: Das Schiff ist total zerborsten. Die Reste können erst geborgen werden, wenn die See ruhiger ist. Momentan ist die Sicht zu schlecht und die Gefahr für die Froschmänner zu groß.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Mindestens 28 Tote bei Fähr-Unglücken in Bangladesh
Dienstag, 02.05. 2000, 22:44:13 Uhr
Dhaka - Mindestens 28 Menschen sind bei zwei Fähr-Unglücken in Bangladesh getötet worden. 100 Menschen werden nach lokalen Radioberichten noch vermisst. Die Schiffe waren in einen tropischen Sturm geraten und gekentert. Als das Unglück passierte, waren beide Fähren offenbar überfüllt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Risse im Atlantikboden entdeckt
Dienstag, 02.05. 2000, 22:44:41 Uhr
Washington - Wissenschaftler haben im Atlantikboden vor der mittleren US-Ostküste Risse entdeckt, die frühe Warnzeichen für Unterwasser-Erdrutsche und darauf folgenden katastrophalen Flutwellen sein könnten.

Wie die Zeitung «USA Today» am Dienstag weiter berichtete, wird ein Expertenteam am kommenden Wochenende Untersuchungen mit Sonargeräten beginnen. Dabei solle heraus gefunden werden, wann die Risse auftraten und wie früh Flutwellen oder so genannte Tsunamis auftreten könnten.

Dem Blatt zufolge liegt das mögliche Erdrutsch-Gebiet auf dem Festland-Sockel vor der Chesapeake Bay. Entdeckt wurden die Risse von Wissenschaftlern des Ozeanographischen Instituts Woods Hole, der Columbia-Universität und der Universität von Texas in Austin. Die Experten befürchten, dass die Erdrutsche über sechs Meter hohe Flutwellen auslösen könnten, wie sie sonst bei Hurrikans der Kategorien drei oder vier entstehen.

Virginia und North Carolina wären nach Schätzungen besonders stark betroffen, aber es gäbe auch Auswirkungen auf den Washingtoner Raum. Den Experten zufolge könnte ein Erdrutsch im Risiko-Atlantikgebiet ähnlich ausfallen wie jener im Jahr 1929, der Neufundland eine zwölf Meter hohe Tsunami bescherte. 51 Menschen kamen damals ums Leben.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

189 Menschen von aufgelaufenem Kreuzfahrtschiff gerettet
Dienstag, 02.05. 2000, 06:20:44 Uhr
Bremen/Sydney - Mit dem Schrecken sind 189 Menschen an Bord eines Kreuzfahrtschiffes davon gekommen, das am Sonntag in der Südsee bei den Salomon-Inseln auf ein Korallenriff aufgelaufen ist und zu sinken drohte. Alle 99 Passagiere, unter ihnen 43 Deutsche, und 90 Besatzungsmitglieder seien wohlauf, teilte die Discoverer Reederei in Bremen mit.

Die Passagiere und ein Teil der Besatzung wurden zunächst in die Salomonen-Hauptstadt Honiara und am Montag mit einem gecharterten Flugzeug nach Brisbane in Australien gebracht, sagte Heiko Klein, der Geschäftsführer der Reederei, der dpa. Von dort würden sie die Rückreise antreten.

Die «World Discoverer» befand sich nach seinen Angaben auf einer Studienreise. Es fuhr am frühen Sonntagmorgen (Ortszeit: Sonntagnachmittag) etwa 20 Seemeilen nördlich von Honiara auf ein Korallenriff, das in der Seekarte nicht verzeichnet war. Das Schiff sei sofort wieder frei gekommen. Es habe aber einen «erheblichen Wassereinbruch» gegeben. Um weitere Risiken zu vermeiden, habe der Kapitän es auf einen nahen Strand gesetzt.

Spezialisten sollten das gestrandete Schiff in den kommenden Tagen besichtigen, um die genaue Ursache des Unfalls und das Ausmaß der Schäden zu bestimmen. Offenbar sei durch die Kollision mit dem Korallenriff die Seitenwand aufgerissen worden, berichtete Reederei- Geschäftsführer Klein.

Das Expeditions-Kreuzfahrtschiff hatte seine Reise am 23. April in Fidschi begonnen. Diese sollte am 11. Mai auf Guam enden. Die Salomonen im südwestlichen Pazifik liegen rund 1000 Kilometer nordwestlich von Australien. Am Unfallort liegen Dutzende Schiffswracks aus dem Zweiten Weltkrieg auf dem Meeresboden. Die Insel Guadalcanal, auf der Honiara liegt, war damals einer der am heißesten umkämpften Plätze im Pazifik.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Passagierschiff vor den Salomon-Inseln gestrandet
Montag, 01.05. 2000, 06:26:35 Uhr
Wellington - Ein amerikanisches Kreuzfahrtschiff ist am Sonntag auf den Salomon-Inseln auf Grund gelaufen, um die schnelle Evakuierung seiner 99 Passagiere zu ermöglichen. Zuvor war die «World Discoverer» auf ein nicht in den Karten eingetragenes Riff gelaufen, wie der Präsident der amerikanischen Reederei Society Expeditions, Michael Lomax, am Montag in neuseeländischen Rundfunk mitteilte. Die Passagiere - 47 Amerikaner, 44 Deutsche und acht Briten - seien mit den Rettungsbooten zügig und ohne Panik an den Strand evakuiert worden. Ein Ausflugsschiff habe sie und den größten Teil der Besatzung aufgenommen und in die 30 Kilometer entfernte Hauptstadt der Salomon-Inseln, Honiara, gebracht. Dort seien sie in Hotels untergebracht, bis Society Expeditions ihre Rückreise nach Hause arrangiert habe. Lomax lobte den Kapitän für seine Entscheidung, das Schiff nach der Kollision mit dem Riff so nahe wie möglich an Land zu manövrieren. Das habe eine sichere Evakuierung ermöglicht; der genaue Schaden am Schiff könne nun in Ruhe festgestellt werden. Die «World Discoverer» verfügt über einen doppelten Rumpf und wurde für Fahrten in antarktischen Gewässern genutzt. Aus dem Schiff sind laut Lomax keine umweltgefährdenden Stoffe ausgetreten.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Neun Verletzte bei Schiffskollision auf dem Rhein
Montag, 01.05. 2000, 06:23:04 Uhr
Wiesbaden - Auf dem Rhein bei Wiesbaden-Biebrich ist am Sonntag ein französisches Passagierschiff mit einem Tankmotorschiff zusammengestoßen. Dabei wurden neun der insgesamt 140 Fahrgäste des französischen Ausflugsdampfers - überwiegend ältere Menschen -leicht verletzt, wie das hessische Polizeiverkehrsamt mitteilte. Acht von ihnen wurden mit Prellungen oder dem Verdacht auf Frakturen in Krankenhäuser gebracht. Unglücksursache war laut Polizei ein Ausfall der Ruderanlage des rheinabwärts fahrenden 110 Meter langen Fahrgastschiffs, so dass dieses manövrierunfähig war. Das Boot trieb in den Gegenverkehr auf der Wasserstraße und prallte an der Steuerbordseite auf den entgegenkommenden niederländischen Tanker. Am Bug des Passagierschiffs entstand ein drei bis fünf Meter langes Loch. Der Sachschaden wird auf 200.000 Mark geschätzt.

Nach dem Zusammenstoß trieb das manövrierunfähige Schiff in die Rheininsel «Rettbergsaue». Trotz der Unfallschäden konnte der Kapitän das Fahrgastschiff anschließend aber noch bis ans Wiesbadener Ufer bringen, wo die Passagiere aussteigen konnten. Das 80 Meter lange Tankschiff konnte kurze Zeit später weiter fahren. Es hatte einen giftigen, brennbaren Gefahrgutstoff geladen, der jedoch nicht freigesetzt wurde. Zu größeren Behinderungen des Schiffsverkehrs kam es nicht.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

14 Haitianer bei Flucht umgekommen
Montag, 01.05. 2000, 06:21:56 Uhr
Bei der Überfahrt eines haitianischen Flüchtlingsschiffs auf die Bahamas sind 14 Menschen ums Leben gekommen. 31 weitere der insgesamt 275 Flüchtlinge an Bord des Schiffes wurden von der US-Küstenwache mit Dehydrierung, Unterkühlung und Nierenversagen in ein Krankenhaus eingeliefert. Das Schiff mit den Flüchtlingen war am Mittwoch vor der Insel Flamingo Cay auf Grund gelaufen.

Die Opfer hatten keine Papiere bei sich, sagte ein Sprecher der Küstenwache in Miami. Ihre Nationalität könne daher nicht eindeutig festgestellt werden. Vermutlich handelt es sich um Einwanderer, die über die Bahams die USA erreichen wollten. Segler hatten das Wrack des Schiffes entdeckten und die Küstenwache alarmiert. Hunderte Haitianer versuchen jedes Jahr über die Inselgruppe in die Vereinigten Staaten zu gelangen. Die Bahamas liegen in südöstlicher Richtung vor der Küste des US-Bundesstaates Florida.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

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