
EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv Juni 2000
Last update: Samstag, 1. Juni 2000, 06:03 Uhr

Hoffnung auf Überlebende nach Fährunglück vor Sulawesi sinkt
Freitag, 30.06. 2000, 06:04:06 Uhr
Jakarta - Nach dem schweren Fährunglück vor der indonesischen Insel Sulawesi sinkt die Hoffnung auf Überlebende. Bergungsteams setzten heute die Suche fort. Noch immer gebe es aber keine Hinweise, dass jemand den Untergang des Schiffes in schwerer See überlebt habe, sagte ein Sprecher. Auf dem überladenen Holzschiff befanden sich nach offiziellen Angaben 492 Menschen, die meisten davon Frauen und Kinder. Das Schiff war auf dem Weg von Tobelo zu der Sulawesi-Hauptstadt Manado.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Schiff mit 500 Menschen vor indonesischen Molukken gesunken
Sturm behindert Rettungsarbeiten - Noch keine Angaben zur Zahl der Überlebenden
Donnerstag, 29.06. 2000, 16:32:12 Uhr
Jakarta - Mit fast 500 Menschen an Bord ist ein Schiff vor der Küste der indonesischen Molukken gesunken. Wie die Behörden am Donnerstag mitteilten, waren ein Großteil der Passagiere Christen, die vor rund einer Woche vor einem blutigen Angriff moslemischer Kämpfer aus ihrem Dorf Duma geflohen waren. Weitere 186 Passagiere und 16 Mannschaftsmitglieder seien an Bord der aus Holz gebauten «Cahaya Bahari» gewesen, die nach Berichten des staatlichen Rettungsdienstes kurz vor dem Zielort, etwa 65 Kilometer vor der Insel Siau, im Sturm sank. Das Wetter behinderte die Rettungsarbeiten, und die Behörden machten noch keine Angaben zur Zahl der Überlebenden. «Natürlich befürchten wir, dass viele der Menschen tot sind», sagte ein Sprecher der Hafenverwaltung auf den Molukken. Berichte, wonach das Schiff überladen gewesen sein soll, bestätigten die Behörden nicht. Die amtliche Nachrichtenagentur Antara berichtete, die «Cahaya Bahari» sei um 13.00 Uhr Ortszeit auf dem Weg von Tobelo auf der Hauptinsel Halmahera nach Manado, der Hauptstadt der Provinz Nordsulawesi, untergegangen. Rettungsmannschaften hätten die Unglücksstelle bereits erreicht.
Unterdessen erschütterten auch am Donnerstag neue Bombenanschläge die molukkische Provinzhauptstadt Ambon. Die Kämpfe zwischen Moslems und Christen ließen nach den blutigen Auseinandersetzungen der vergangenen Tage aber offenbar nach. Um die Lage zu beruhigen, hatte der indonesische Präsident Abdurrahman Wahid in der Nacht zum Dienstag den Notstand ausgerufen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Seenotkreuzer zu besichtigen
Mittwoch, 28.06. 2000, 19:06:27 Uhr
Bremen - Erstmals veranstaltet die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger am kommenden Samstag einen Tag der offenen Tür in allen Stationen an Nord- und Ostsee. Anlass sei der 125. Geburtstag der Geldsammelschiffchen, erklärte die Gesellschaft am Mittwoch in Bremen. Von 11.00 bis 17.00 Uhr präsentierten sich die Seenotkreuzer samt ihren Besatzungen zwischen Borkum im Westen und Ueckermünde in Osten.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Schiffe mit Sicherheitsmängeln am Internet-Pranger
Dienstag, 27.06. 2000, 06:13:14 Uhr
Das französische Verkehrsministerium stellt künftig die Namen und
Reedereien von ausländischen Schiffen, die wegen ""ernster Mängel
und Verstöße gegen die internationalen Schiffahrtsregeln" in
französischen Häfen zeitweise oder auf Dauer festgehalten wurden, im
Internet an den Pranger (http://www.equipement.gouv.fr/france.ocean).
Zu den am häufigsten festgestellten Mängeln gehören Schäden
am Schiffsrumpf sowie Mannschaften mit völlig unzureichender Qualifikation
und fehlende Seekarten. Am meisten betroffen sind Schiffe aus Rußland,
gefolgt von solchen, die unter den Billigflaggen von Honduras, Liberia und
Panama fahren.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Tausend Pinguine nach Schiffsunglück ölverschmutzt
Montag, 26.06. 2000, 06:18:08 Uhr
Kapstadt - Das aus dem untergegangenen Frachter «Treasure» ausgelaufene Öl hat am Sonntag die südafrikanische Küste erreicht. Im Hafen von Kapstadt wurde der Schiffsverkehr eingestellt, weil der Hafen mit schwimmenden Ölsperren gesichert wurde. Freiwillige Helfer sammelten rund 1.200 ölverschmierte Pinguine ein, um sie zu reinigen. Nach Angaben von Naturschützern könnten rund 10.000 Tiere betroffen sein. Der in Panama registrierte Frachter «Treasure» war am Freitag mit 1.300 Tonnen Öl und 130.000 Tonnen Eisenerz an Bord rund zehn Kilometer vor Kapstadt gesunken. Danach bildeten sich große Ölflecken auf dem Wasser, die auf die Insel Robben Island trieben. Die frühere Gefangeneninsel ist jetzt ein Naturschutzgebiet mit einer großen Pinguin-Kolonie und zahllosen Seevögeln. Vor dem Untergang hatte sich im Rumpf des Tankers ein 17 mal 10 Meter großes Leck gebildet, vermutlich auf Grund von Rost oder Altersschwäche.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Bis zu 131 Tote bei Untergang einer Flussfähre in China
Sonntag, 25.06. 2000, 16:58:00 Uhr
Peking (AP) Beim Untergang einer Flussfähre im Südwesten Chinas sind bis zu 131 Menschen ums Leben gekommen. Von den 221 Menschen an Bord der Fähre wurden nach Berichten staatlicher Medien vom Sonntag 90 gerettet und 17 tot geborgen. Von den übrigen fehlte mehrere Tage nach dem Unglück noch jede Spur. Bei den Opfern handelt es sich zumeist um Bauern der Provinz Sichuan, die zu einem Markt reisen wollten und dabei den Fluss Hejiang überqueren mussten. Die Fähre «Rongjian» hatte wiederholt mehr Passagiere aufgenommen als zulässig. Sie fuhr im Morgennebel gegen einen Felsen und kenterte.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Öltanker gesunken
Sonntag, 25.06. 2000, 16:53:27 Uhr
Ein Tanker mit 1.300 Tonnen Öl ist am Freitag vor der Küste der südafrikanischen Hauptstadt Kapstadt gesunken. Die 29 Besatzungsmitglieder wurden gerettet, bevor die "Treasure" zwölf Kilometer vor der Küste unterging. Das Schiff hatte ein riesiges Leck im Rumpf.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Europäische Touristen von sinkender Thai-Fähre gerettet
Montag 12. Juni 2000, 06:48 Uhr
Phuket - In letzter Minute haben thailändische Rettungskräfte am
Montag rund 120
Touristen aus Europa und Hongkong von einer sinkenden Fähre vor der
südthailändischen
Insel Phuket geborgen. Auf der etwa 27 Meter langen Fähre "King Cruiser"
sei im
Maschinenraum ein Feuer ausgebrochen, sagte ein Polizeisprecher. Nur
Minuten nachdem der
letzte Passagier geborgen wurde, sei das Schiff völlig zerstört gesunken.
Die Touristen hätten
ihre Reise nach Phi Phi Don mit einer anderen Fähre fortgesetzt. Das
Unglück ereignete sich rund 680 Kilometer südlich von
Bangkok. Wie es zu dem Brand kam, war zunächst unklar. br>
Quelle: Tim Schwabedissen
Elf Personen nach Gewitter aus dem Bodensee gerettet
Zahlreiche Boote gerieten in Seenot - Ein Mann verletzt
Sonntag 11. Juni 2000, 18:02 Uhr
Bregenz - Nach einem kurzen aber heftigen Sturm hat die Vorarlberger
Seegendarmerie am Samstag elf Personen aus dem
Bodensee gerettet. Ein Verletzter wurde mit Unterkühlungen und einem Schock
ins Spital gebracht, wie die österreichische
Nachrichtenagentur APA schrieb.
Das Gewitter ging am Samstagnachmittag über dem Bodensee nieder und dauerte
nur rund zwei Minuten. Der Gewittersturm
sei unglaublich rasch aufgezogen, sagte Michael Beyrer, Kommandant der
Vorarlberger Seegendarmerie. So wurde erst um
17.12 Uhr Sturmwarnung ausgelöst, ab 17.19 Uhr signalisierten die
Warnleuchten am See die Gefahr. Bereits eine
Viertelstunde später, gegen 17.35 Uhr, brach das Unwetter mit
Windgeschwindigkeiten bis zu 80 km/h los. Insgesamt sieben
Boote gerieten in Seenot, elf Personen mussten gerettet werden. Ein
Segelboot sank, sein Schiffsführer erlitt Unterkühlungen
und einen Schock. Der Mann hatte sich mit dem Fuss im sinkenden Schiff
verhakt und konnte sich erst im letzten Moment
befreien. Eine Vielzahl anderer Schiffe konnte selbst ans Ufer
zurückkehren, oft mit zerfetzten Segeln. Zwei Mietboote mit
insgesamt zehn Personen an Bord, die zunächst vermisst worden waren, wurden
nach einer Suchaktion gefunden. Sie waren
vom Sturm an Land getrieben worden. Beyrer kritisierte, dass zahlreiche
Wassersportler die Sturmwarnung nicht ernst
genommen hatten.
Die Seepolizei Kreuzlingen (TG) war während des Sturms ebenfalls mit einem
Boot auf dem Bodensee, musste aber keine
Rettungen vornehmen, wie ein Polizeisprecher auf Anfrage sagten. Es habe
aber auch über diesem Teil des Bodensees sehr
starker Wind geherrscht. Ebenfalls keinen Notfalleinsatz musste die St.
Galler Polizei leisten.
Quelle: Tim Schwabedissen
Migrant ertränkt
Mittwoch, 07.06. 2000, 06:04:37 Uhr
Schleuser haben vor der italienischen Küste einen Flüchtling über Bord geworfen und ertrinken lassen. Ein weiterer Migrant konnte sich knapp über Wasser halten. Die Schlepper wollten nach Polizeiangaben die Flüchtlinge wegen der nahenden Küstenwache loswerden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Operation Erika" wird zum Ausflugsziel
In einem Experimentierzentrum in Brest üben Bergungskräfte das Auspumpen der Wrackteile
Dienstag, 06.06. 2000, 19:14:25 Uhr
Paris. Hoteliers und Wirten entlang der französischen Atlantikküste wäre es am liebsten, wenn alle Welt die Ölpest der vergangenen Monate vergessen würde. Doch das geht nicht. Noch droht eine neue Welle der klebrigen schwarzen Masse auf die Küste zuzurollen. Beseitigt werden kann die Gefahr nur mit der "Neutralisierung" dessen, was vom Unglückstanker "Erika" übrig geblieben ist.
Zu Beginn der für die Abwehrmaßnahmen günstigsten Jahreszeit entfaltet sich in der Bretagne eine ungewohnte Aktivität. Am vergangenen Mittwoch starteten in Brest in einem Experimentierzentrum Vorübungen mit Tauchern und technischem Gerät für die Bergung von 20 000 Tonnen Schweröl aus zwei Wrackteilen. Mit fast 300 Millionen Mark werden die Kosten der komplizierten Aktion angegeben. Fünfeinhalb Monate nach dem Beginn der jüngsten Ölpest kommen die ersten Schiffe einer ganzen Armada in Brest an. Von dort werden sie zu den beiden Teilen von "Erika" aufbrechen, die 70 Kilometer von der bretonischen Küste entfernt in 120 Meter Tiefe auf dem Meeresboden liegen. Zehn Kilometer trennen die Wrackteile. Daher muss die Mineralölgesellschaft Total-Fina-Elf, die die "Erika" auf die Reise geschickt hatte, zwei Bergungsoperationen in Gang setzen.
Die Organisatoren wollen ihre Arbeit in völliger Offenheit durchführen. Dies gilt schon für die Präparierung der Wrackteile den ganzen Monat Juni über und erst recht für die eigentlichen Pumpvorgänge im Juli, August und September. Lokale Politiker, Mitglieder von Umweltorganisationen, aber auch Touristen sollen auf die Pumpschiffe gebracht werden, wo sie den aufregenden Einsatz verfolgen können. "Operation Erika" wird zum Ausflugsziel.
Noch immer patrouilliert die französische Marine mit Schiffen und Flugzeugen, um festzustellen, ob sich größere Ölteppiche bilden. Bisher ist es nicht gelungen, die Wrackteile völlig abzudichten. In kleinen Mengen kommt ständig Schweröl aus den Tanks von "Erika". Zwei britische Spezialschiffe werden in Kürze allein dafür dasein, dieses Öl aufzufangen und im Falle einer Vergrößerung der Lecks eine neue Phase der Ölpest an der Küste bis hinunter nach La Rochelle zu verhüten.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Tankschiff auf Grund gelaufen
Montag, 05.06. 2000, 19:30:44 Uhr
Frankfurt/Main - Ein mit 1.000 Tonnen Dieselöl beladenes Tankschiff aus Ungarn ist am Montagmorgen in Frankfurt am Main auf Grund gelaufen. Wie viel Öl dabei ausgetreten ist, stand nach Angaben der Feuerwehr zunächst nicht fest. Es handele sich aber um eine vergleichsweise geringe Menge, die aus dem Fluss abgesaugt werden sollte. Wegen der Havarie blieb die Main-Schifffahrt für mehrere Stunden in beiden Richtungen gesperrt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Havarie am Oberwinterer Hafen: Mit dem Bug in die Seite
Montag, 05.06. 2000, 06:03:39 Uhr
Oberwinter. Mit dem Bug rammte das belgische Gütermotorschiff "Big Ben" am Samstag gegen 15 Uhr im
Unwetter bei Oberwinter ein niederländisches Güterschiff in die Seite. Das talfahrende Gefährt (Richtung Köln) mit
dem Namen "Colline" drehte ab und lief bei Nonnenwerth auf Grund, weil durch ein etwa 1.50 Meter großes Loch
in der Schiffsmitte Wasser eindrang. Die Innenwand hielt, jedoch wog die Ladung - 2000 Tonnen Tonerde -
schwer. Während der Belgier mit lädiertem Bug weiterfahren konnte, saß der Niederländer fest. Mehrere
Bergungsversuche scheiterten. Erst am Sonntag um 14 Uhr war das Schiff wieder frei.
Der Unglücksursache versucht die Polizei noch auf die Spur zu kommen. Fest steht, dass die Sicht schlecht war.
"Bei Unwetter kann auch der Radar versagen. In einem solchen Fall dreht der Schiffsführer auf, das heißt, er legt
sich mit dem Bug zu berg und wartet ab", erklärte Horst Münz, der den Einsatz der Feuerwehr leitete. Kameraden
von Oberwinter und Rolandswerth waren draußen und wurden mehrfach richtig nass. "Um 16.11 Uhr wurden wir
alarmiert. Erst um 21.45 Uhr waren wir wieder drinnen."
Die Bergung hatten sich die Helfer leichter vorgestellt als sie war. "Mehrfach sind die Stahlseile gerissen. Sogar die
vier Zentimeter dicken Trosse, die wir benutzt haben, rissen", berichtete Münz. Dabei war Eile geboten. "Wir
mussten gegen einen stark sinkenden Wasserpegel ankämpfen. Nach den Gewittern in den vergangenen Tagen fiel
der Rhein stündlich um fünf Zentimeter. Das Schiff hat einen Tiefgang von zwei Metern." Am Sonntag kam deshalb
größeres Gerät zum Einsatz. Ein Baggerschiff und Schlepper halfen beim "Leichtern", dem Umladen der Ladung.
Die Wasserschutzpolizei Neuwied hat zunächst ein Weiterfahrverbot verhängt. Ein Mitglied der
Schiffsuntersuchungskommission sollte sich den Havaristen anschauen, der nach der Bergung vor der Schiffswerft
bei Oberwinter vor Anker ging.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Zusammenstoß: 49-Jähriger bei Bootsunfall auf der Lahn getötet
Sonntag, 04.06. 2000, 09:36:54 Uhr
LIMBURG. Beim Zusammenstoß zweier Motorboote auf der Lahn in
Höhe von Staffel (Kreis Limburg) ist am Donnerstagabend ein
49-jähriger Gummersbacher getötet worden. Der Bootsführer und
seine Frau fuhren neben einem anderen Boot. Laut Polizei kreuzten sich die
Kurse, die beiden Sportboote stießen zusammen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Wassereinbruch: Schubverband liegt bei Harrbach fest
Montag, 05.06. 2000, 05:58:26 Uhr
Gemünden-Harrbach - Ein Wassereinbruch bei dem Schubverband »Hainburg« wurde der Lohrer Wasserschutzpolizei am Sonntagfrüh mitgeteilt. Das Schiff fuhr talwärts durch die Schleuse Harrbach, als festgestellt wurde, dass der hintere der drei so genannten Wallgänge (Zwischenraum zwischen äußerer und innerer Schiffshülle) komplett voll Wasser lief.
Der Versuch, das Wasser wieder heraus zu pumpen und das Loch mit einem Lecksegen abzudichten, schlug fehl. Deshalb wurde nach Angaben der Wasserschutzpolizei der Schubverband im Unterwasser der Schleuse festgemacht und vorübergehend stillgelegt.
Am heutigen Montag soll ein Taucher den Schubverband genauer untersuchen. Eine Gefahr für das Gewässer und die Schifffahrt habe nicht bestanden.
Drei Tote bei Bootsunglück in Frankreich
Sonntag, 04.06. 2000, 09:35:01 Uhr
Sens - Bei einem Bootsunglück auf dem französischen Fluss Yonne sind am Abend drei Menschen ums Leben gekommen. Das normalerweise nur für zwölf Personen zugelassene Gefährt war nach Angaben der Behörden mit 36 Menschen an Bord hoffnungslos überladen gewesen und gekentert. Unter den Opfern befindet sich auch eine 80- jährige Frau, deren Geburtstag an dem Abend gefeiert worden war. Das Boot hatte kurz vor dem Kentern offenbar einen Motorausfall.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Untergang der ESTONIA: Bombenthese bestätigt
Internationale Experten zweifelten offiziellen Kommissions-Bericht an
Samstag, 03.06. 2000, 07:26:20 Uhr
Stockholm - Die Meyer-Werft in Papenburg hat unerwartete Schützenhilfe im Fall Estonia bekommen. Der tragische Untergang der Fähre am 28. September 1994 (852 Tote) beschäftigt seit langem Experten in aller Welt. Nach dem offiziellen Bericht der von Schweden, Finnland und Estland eingesetzten Kommission war das Bugvisier des Schiffes schadhaft. Nach Recherchen der Papenburg-Gutachter haben Bomben an Bord die Katastrophe verursacht. Jetzt kam in Schweden eine hochrangige internationale Expertengruppe zu dem gleichen Schluss.
Die zweite Industrieministerin Schwedens, Mona Sahlin, steht deshalb vor der schwierigen Entscheidung, den Untergang der Estonia erneut zum Gegenstand einer Untersuchung zu machen. Laut Gregg F. Bemis jun., einem US-Marineexperten, "schreit der Fall geradezu nach einer unabhängigen Kommission". Er ist nicht allein; die überwältigende Mehrheit der mehr als 200 Teilnehmer des zweitägigen Stockholmer "Internationalen Estonia-Seminars" schloss sich der Forderung an. Denn auch nach ihrer Auffassung ist der ursprüngliche Bericht der offiziellen Havariekommission mit Fehlern behaftet und stümperhaft. "Er liest sich wie ein Roman und nicht wie ein technischer Bericht", stellte der Physiker Per-Erik Aasard fest. "Er sollte der Papierwiedergewinnung überlassen werden", meinte Johan Ridderstolpe, Mitglied der "Unabhängigen Fakten-Gruppe", die sich für eine neue Untersuchung einsetzt.
Die schwerste zivile Seekatastrophe Europas ist vor allem auch eine finanzielle Frage. Die Meyer-Werft wehrt sich deshalb gegen den Vorwurf, sie habe 1980 ein technisch unzulängliches Schiff geliefert. Eigenartigerweise wurde auch in den zahlreichen in Stockholm gehaltenen Vorträgen nicht ein einziges Mal der deutsche Schiffbauer als möglicher Schadensverursacher genannt. Stattdessen war von schluderhafter Klassifizierung die Rede. Die Estonia war für hochseetauglich erklärt worden. Eine horrende Schlamperei beim Unterhalt des Schiffes, eine völlig unzureichend ausgebildete Besatzung und - nicht zuletzt - die unglaubliche Nonchalance aller involvierten Stellen bei der Sicherheitsausrüstung von Fährschiffen spielten eine Rolle. "Warum haben die nicht die gleichen Rettungssysteme wie Frachtschiffe und Ölplattformen", wurde gefragt.
Vor allem wurde aber der Verdacht geäußert, dass beim Untergang der Fähre Sprengkörper eine entscheidende Rolle gespielt haben könnten. Michael G. Fellows, einer der angesehensten britischen Sachverständigen für Explosionen auf See, bestätigte die im deutschen Bericht enthaltenen Erkenntnisse, dass "ein verdächtiges Paket ein Sprengkörper mit ein bis drei Kilogramm Sprengstoff gewesen sein kann", dass drei weitere Schadstellen durch Explosionen verursacht worden sein können und dass "möglicherweise, aber spekulativ" ein weiterer Schaden durch Detonation entstanden sein könnte. "Die Explosionen müssen in Überwasserlage des Schiffes geschehen sein." Der Grund: Die Russen wollten einen Waffenschmuggel in die USA verhindern. Deshalb hält sich auch der starke Verdacht, dass die involvierten Regierungen kein Interesse an der Aufklärung des Estonia-Untergangs haben. So werden auch die acht Familien weiter in Ungewissheit leben müssen, deren Angehörige, alle Besatzungsmitglieder, nach der Katastrophe lebend gesehen wurden, jetzt jedoch verschwunden sind.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Betrunkener Kapitän setzte Schiff auf Sand
Samstag, 03.06. 2000, 07:23:41 Uhr
Ein angetrunkener Kapitän hat sein polnisches Frachtschiff am Himmelfahrtstag auf eine Sandbank im Dämmeritzsee nahe Erkner (Oder-Spree) gesetzt. Nach Angaben der Wasserschutzpolizei vom Freitag war es mit 480 Tonnen Zement beladen. Bei dem 64-jährigen Schiffsführer wurden 1,68 Promille gemessen. Er erhielt eine Strafanzeige. Der Matrose des Schiffes hatte ebenfalls Alkohol getrunken. Nach seiner Ausnüchterung muss der Kapitän das Freischleppen seines Schiffes organisieren. Er dürfe erst weiterfahren, nachdem er eine Sicherheitsleistung erbracht habe, hieß es. Ebenfalls am Donnerstag geriet ein Sportmotorboot auf dem Peetzsee bei Grünheide (Oder-Spree) in Flammen. Die beiden Bootsinsassen konnten sich durch einen Sprung ins Wasser retten. Die Ursache des Feuers ist unklar.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
DGzRS-Sammelschiffchen wird 125
Samstag, 03.06. 2000, 07:21:55 Uhr
Bremen.- Es ist wohl Deutschlands bekannteste Spendenbüchse und
zugleich die wichtigste Einheit der DGzRS-Flotte: Das Sammelschiffchen
der DGzRS, die kleinste Bootsklasse der Seenotretter mit einer Länge
über Alles von exakt 32 Zentimetern. Seinen ersten Einsatz hatte dieses
Rettungsboot heute vor 125 Jahren, als 1.240 Stück in alle Teile
Deutschlands versandt wurden. Bis heute finanziert sich die DGzRS, die
vor 135 Jahren gegründet wurde, ausschließlich durch Spenden. Die
23.000 Sammelbüchsen, die an ein Ruderrettungsboot der Anfangstage der
DGzRS erinnert, tragen mit ihrer Fracht von insgesamt zwei Millionen
Mark zum Spendenaufkommen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung
Schiffbrüchiger bei.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Mindestens 18 Tote bei Explosion auf Tanker in Bangladesch
Donnerstag, 01.06. 2000, 20:41:39 Uhr
Mindestens 18 Arbeiter sind bei der
Verschrottung eines iranischen Öltankers in Bangladesch durch eine
Explosion ums Leben gekommen. Zwölf weitere wurden nach der schweren
Detonation auf dem Schiff am Mittwoch nahe der Hafenstadt Chittagong
noch vermisst, gab die örtliche Polizei am Donnerstag bekannt. 20 der
Verletzten befänden sich in kritischem Zustand. Insgesamt hätten sich
etwa 150 Arbeiter an Bord des Tankers aufgehalten, als dieser aus
noch nicht geklärter Ursache explodierte, hieß es in dem
Polizeibericht.
Der ausgemusterte Tanker MV Dena war vor einem Monat in Singapur
gekauft und nach Bangladesch geschleppt worden. Die Verschrottung von
Schiffen ist eine Wachstumsindustrie in Bangladesch, das für die
risikoreiche Arbeit billige Arbeitskräfte zur Verfügung hat.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Restaurant-Boot prallte gegen Brückenpfeiler in Paris
Dienstag, 30.05. 2000, 22:01:44 Uhr
Paris - Bei einem Bootsunglück auf der Seine in Paris sind in der Nacht
zum Montag acht
Menschen leicht verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, steuerte der
Kapitän unter
Alkoholeinfluss das Boot gegen einen Brückenpfeiler im Südwesten der Stadt.
Auf dem Schiff
befanden sich etwa 60 Menschen, die an einer privaten Geburtstagsfeier
teilnahmen.
Das Unglück ereignete sich kurz vor Mitternacht. Es handelte sich um ein
Boot des
Unternehmens Rive Gauche, das Boote mitsamt Mannschaft und Verpflegung für
private Zwecke vermietet. Der Betreiber
Pierre Josse sagte, die Besatzung dürfe im Dienst keinen Alkohol trinken,
und dem Catering Service sei es auch ausdrücklich
untersagt, der Mannschaft alkoholische Getränke zu servieren.
Zu den schlimmsten Verletzungen gehörte eine Nasenbeinbruch; eine
schwangere Frau wurde zur Beobachtung ins
Krankenhaus eingeliefert. Die Fensterscheiben des Bootes zersplitterten.
Die Brücke Garigliano blieb unbeschädigt.
Quelle: Tim Schwabedissen, schwabedissen@asian-history.uni-kiel.de
14 Verletzte beim Brand auf Ausflugs-Schiff
Dienstag, 30.05. 2000, 17:57:54 Uhr
Nikosia - Auf einem Ausflugsschiff mit 41 Touristen und zwei Besatzungsmitgliedern an Bord ist vor Zypern ein Brand ausgebrochen. 13 Urlauber verschiedener Nationalitäten und der Kapitän des Schiffes «Lady Diana» erlitten Verbrennungen zweiten und ersten Grades. Alle Verletzten seien außer Lebensgefahr, hieß es. Das Feuer war in der Nähe der zyprischen Hafenstadt Larnaka ausgebrochen. Die meisten Touristen stammten offenbar aus Russland und Skandinavien.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
«Schimanski» siegt im Rechtsstreit um schweren Badeunfall
Dienstag, 30.05. 2000, 17:57:08 Uhr
München - Aus dem millionenschweren Rechtsstreit um seinen schlimmen Badeunfall vor Sardinien ist der Schauspieler Götz George (61) alias «Tatort»-Kommissar «Schimanski» als Sieger hervorgegangen. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat das dazu ergangene Urteil des Oberlandesgerichtes (OLG) München bestätigt, wonach «Schimi» Schadenersatz in voller Höhe zusteht. Der BGH habe jetzt die Revision des Unfallverursachers und Bootsbesitzers abgewiesen, teilte die Kanzlei von Georges Anwalt Michael von Sprenger am Dienstag in München mit. Damit sei das OLG-Urteil rechtskräftig.
George war am 30. Juli 1996 im Urlaub beim Schwimmen von einem Motorboot erfasst und am linken Bein schwer verletzt worden. Der Schauspieler hatte den Bootsbesitzer, einen Offenbacher Unternehmer, auf 1,1 Million Mark Schmerzensgeld und Schadenersatz verklagt. Die genaue Höhe der Entschädigung muss nun in einem weiteren Verfahren vom Landgericht München I festgelegt werden.
Das Oberlandesgericht war in seinem Urteil vom 26. August 1999 von einer alleinigen Schuld des Bootsbesitzers ausgegangen. Es korrigierte damit das erstinstanzliche Urteil des Landgerichts München I, das eine Mitschuld des Schauspielers gesehen und ihm deshalb nur eine Entschädigung in Höhe von 70 Prozent des tatsächlichen Verdienstausfalls zugesprochen hatte. Bei dem Unfall war Georges linker Fuß der Länge nach aufgeschlitzt worden, die Schiffsschraube zertrümmerte das Knie.
«Ich hätte tot sein können», hatte George nach dem Unfall erklärt. Plötzlich sei das Boot auf ihn zugeschossen, hatte «Schimi» vor dem Oberlandesgericht den Vorfall geschildert. «Ich bin dann noch 50 Zentimeter unter die Wasseroberfläche getaucht, weil ich meinen Kopf retten wollte.» In Berlin musste er sich später einer vierstündigen Knieoperation unterziehen und nach eigenen Angaben etliche Dreharbeiten absagen oder verschieben. Der mehrfach ausgezeichnete Schauspieler (u.a. Filmband in Gold, Grimme-Preis, Bayerischer Fernsehpreis) besitzt auf Sardinien ein Ferienhaus.
Das Oberlandesgericht hatte betont, der Unfall habe sich nahe der Isola Rossa, einer Badeinsel, ereignet. Dort müssten Führer von Motorbooten mit Schwimmern rechnen. Dabei sei es unerheblich, ob der Fahrer von der Sonne geblendet gewesen sei oder hohe Wellen seine Sicht beeinträchtigt hätten; die Fahrweise mit einem Boot müsse stets den Sichtverhältnissen angepasst werden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Wahrscheinlich sechs Tote nach Schiffskollision vor Portugals Küste
Dienstag, 30.05. 2000, 17:56:25 Uhr
Lissabon/Stavanger - Alle sechs Besatzungsmitglieder des norwegischen Frachters "Nordfrakt" sind wahrscheinlich beim Zusammenstoß ihres Schiffes mit einem Containerschiff ums Leben gekommen. Wie die Rettungszentrale im norwegischen Stavanger am Dienstag mitteilte, blieb die Suche nach dem norwegischen Kapitän und den fünf polnischen Besatzungsmitgliedern nach dem Unglück in der Nacht zuvor ergebnislos. Suchmannschaften fanden nur eine Rettungsinsel und Schwimmwesten von der "Nordfrakt".
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Das 77 Meter lange norwegische Schiff war mit einer Ladung Gips auf dem Weg von Spanien nach London. Vor der Mündung des Flusses Tejo bei Lissabon stieß der Frachter mit dem in Panama registrierten und 275 Meter langen Containerschiff "Hyundai Emperor" zusammen und sank danach innerhalb weniger Minuten. Über die Ursache für die Kollision wurden zunächst keine Angaben gemacht. Es habe schlechte Sicht bei ruhigen Windverhältnissen geherrscht, hieß es.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Vermisste nach Schiffsunglück vor Portugals Küste
Dienstag, 30.05. 2000, 06:01:52 Uhr
Lissabon - Ein norwegischer Getreidefrachter ist am Montag vor der portugiesischen Küste 15 Kilometer westlich von Lissabon nach einer
Kollision mit einem südkoreanischen Containerschiff gesunken. Ein portugiesischer Marinesprecher sagte, sechs
Besatzungsmitglieder des Frachters würden vermisst. Der 77 Meter lange Frachter "Nord Frakt" und das 275 Meter
lange Containerschiff "Hyundai Emperor" seien an der Mündung des Tagus nahe Lissabon zusammengestoßen. Das koreanische Schiff wurde nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Lusa leicht beschädigt. Eine
sofort eingeleitete Suche nach den Vermissten mit einem Hubschrauber und zwei Kriegsschiffen sei erfolglos
geblieben. Die Hilfsmannschaften hätten nur Wrackteile des Frachters gefunden, sagte der Sprecher weiter. Zum
Zeitpunkt des Unglücks habe klare Sicht geherrscht.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
200 Boote gekentert
Sturmtief bläst reihenweise Segel- und Motorboote um. An Land nur geringe Schäden. 23 Einsätze der Feuerwehr
Dienstag, 30.05. 2000, 05:57:32 Uhr
Die Berliner Wasserretter hatten am Wochenende Hochbetrieb: Über zweihundert gekenterte Segel-, Motor- und Sportboote mussten aufgrund des stürmischen Wetters geborgen werden. Dreizehn Fahrzeuge, die durch Ruder- und andere Schäden manövrierunfähig geworden waren, wurden abgeschleppt. Sechs Surfer konnten nur mit Hilfe von Rettungsschwimmern das Ufer erreichen. Zudem wurde zwölf Mal erste Hilfe geleistet.
An Land ließ das Sturmtief Gienger Berlin weitgehend ungeschoren. Es wurden nur geringe Schäden angerichtet. Die Feuerwehr musste in 23 Fällen ausrücken, um umgestürzte Bäume, abgebrochene Äste und heruntergefallene Bauteile zu beseitigen, sagte Feuerwehr-Sprecher Dieter Schäfrig gestern. Dabei habe es sich nur um Kleinigkeiten gehandelt. Personen seien nicht zu Schaden gekommen. Auch die Polizei meldete keine schwer wiegenden Sturmschäden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Stürmisches Wochenende: Unwetter brachte kleine Schiffe in Gefahr
Montag, 29.05. 2000, 19:09:34 Uhr
Bremen - Die Wassersportler in Nordwestdeutschland waren gewarnt. An
Nord- und Ostsee liefen selbst die Fischer rechtzeitig die schützenden
Häfen an. "Wegen der rechtzeitigen Vorhersage", so eine
DGzRS-Sprecherin, "fällt unsere Sturmbilanz noch glimpflich aus."
Trotzdem gerieten zwei Dutzend Segeljachten und zwei Motorboote zwischen
Borkum und Greifswald in Seenot, mußten von Seenotrettungskreuzern frei
oder in die Häfengeschleppt werden. Vor Cuxhaven sank ein acht Meter
langer Sportfischkutter bei einer Probefahrt, die beiden
Besatzungsmitglieder wurden gerettet. Nur noch tot geborgen werden
konnte ein Surfer vor dem schleswig-holsteinischen St. Peter Ording. Das
Sturmtief "Ginger" fegte nach einem stürmischen Sonnabend in der
Sonntagnacht mit mehr als 100 Stundenkilometern über Norddeutschland
hinweg.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
96 Personen aus Seenot gerettet
Montag, 29.05. 2000, 19:07:08 Uhr
Das stürmische Wochenende mit Orkanböen
bis Windstärke zwölf hat den Seenotrettern der Deutschen
Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) viel Arbeit
gebracht.
Insgesamt wurden vom vergangenen Freitag bis Sonntag 96 Personen
aus Seenot gerettet, bilanzierte die DGzRS am Montag in Bremen.
Segel- und Motoryachten sowie kleinere Wassersportfahrzeuge waren
wegen der Wetterlage durch Segel- oder Ruderschaden sowie Navigationsschwierigkeiten
in Gefahr geraten.
Buchstäblich in letzter Minute konnte die Besatzung des Seenotkreuzers
"Hermann Helms" zwei Fischer von ihrem sinkenden Schiff
bergen. Der Kutter war etwa 3,5 Kilometer vor Cuxhaven voll Wasser
gelaufen. Die 18 und 22 Jahre alten Männer hatten sich nach
Absetzen eines Notrufes auf den Bug ihres Schiffes geflüchtet.
Nur eine Minute nach ihrer Rettung sank der Fischkutter. Die beiden
Seemänner wurden mit Unterkühlung in ein Krankenhaus gebracht.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Kat-Seglerin ertrinkt bei einer Regatta
Montag, 29.05. 2000, 06:37:22 Uhr
Starnberg - Bei der SEFSTA-Regatta des Clubs "Segelfreunde Starnberger See" kam es am Samstag zu einem tragischen Unfall: Plötzliche Böen brachten den Kat, der auf dem Weg zur Raumtonne war, zum Kentern. Dabei geriet die Vorschoterin mit den Füßen in den Trapezdraht und wurde unter Wasser gezogen. Die 53-jährige blieb 7 - 10 Minuten gefangen, bis sie von der Wasserwacht befreit werden konnte. Sie wurde vom Hubschrauber ins Krankenhaus nach Murnau gebracht, wo sie am Samstagnachmittag verstarb.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Segler retteten drei Berliner Surferinnen aus Seeno
Montag, 29.05. 2000, 06:03:34 Uhr
Rostock - Der Traditionssegler Star of hope aus Rostock hat am Sonnabend drei 16-jährige Berliner Surferinnen aus Seenot gerettet. Das Schiff eilte den fast eine Stunde lang in der rauhen See treibenden Berlinerinnen zur Hilfe, berichtete ein Teilnehmer der dramatischen Rettungsaktion. Eine Strumböe der Stärke zehn warf die Sportlerinnen um. Die Mitglieder des Yachtclubs Berlin-Grünau waren mit ihrem Übungsleiter zu einem speziellen Meerestraining in Warnemünde.
Die Crew der 1936 gebauten Star of hope und die an Bord befindlichen Mitglieder der Rostocker Marineoffiziers-Messe konnten nicht nur die bereits stark ausgekühlten Mädchen, sondern auch deren Ausrüstung bergen. Die Mädchen hatten sich richtig verhalten. Sie waren bei ihren Surfbrettern geblieben und hatten nicht versucht, an Land zu schwimmen.
Der Vorfall zeige erneut, dass jeglicher Leichtsinn auf der Ostsee unangebracht sei, sagte der ebenfalls an Bord anwesende Seerechtler Friedrich Elchlepp. Wassersportler, Meeresangler und Freizeitschiffer müssten auf der freien Ostsee jederzeit damit rechnen, dass die Wetterlage blitzschnell umschlagen könne. Die wachsende Zahl der Seeunfälle mit tödlichem Ausgang mahne zu äußerster Vorsicht. Offensichtlich sei das Training der Mädchen nicht rechtzeitig abgebrochen worden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
48-jähriger Surfer in der Nordsee ertrunken
Montag, 29.05. 2000, 06:00:52 Uhr
St. Peter-Ording - Ein 48-jähriger Surfer ist am Sonnabend vor St. Peter-Ording ertrunken. Die Leiche des Mannes aus Kropp wurde gestern Morgen von Rettungskräften auf dem Westerhever-Sand in der Nähe von St. Peter-Ording gefunden. Nach bisherigen Ermittlungen der Polizei Husum war der Sportler vom Strand des Nordseebades aus allein zu einem Surfausflug aufgebrochen. Die sofort eingeleitete Suche eines Rettungshubschraubers blieb am Sonnabend erfolglos. Die Polizei vermutet, dass der Verunglückte durch den starken Wind abgetrieben wurde und das Land nicht mehr aus eigener Kraft erreichen konnte.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Kutteryacht "Patrick" bei Probefahrt gesunken
Montag, 29.05. 2000, 05:56:56 Uhr
Cuxhaven - Die Kutterjacht "Patrick" ist am Wochenende bei einer Probefahrt in der Elbmündung gesunken. Bei Windstärke sieben waren die beiden 18 und 20 Jahre alten Söhne des Eigners mit dem Schiff ausgelaufen. Als der Wind weiter auffrischte, änderten sie den Kurs und wollten zurück in den Hafen. Bei dem Wendemanöver drehte die Kutterjacht zu langsam durch den Wind, zwei Seen gingen von achtern über das Schiff, die Jacht lief voll und drohte zu sinken. Einer der Söhne konnte noch einen Seenotruf per UKW absetzen, bevor er mit seinem Bruder von Bord sprang und die "Patrick" auf sechs Meter Tiefe sank. Der Seenotrettungskreuzer "Hermann Helms" nahm die beiden jungen Männer auf und brachte sie mit starken Unterkühlungen ins Krankenhaus. Ein erster Bergungsversuch der Jacht, die in Höhe der Elbfahrwassertonne 7 mit einer Wracktonne gekennzeichnet ist, ist am Wochenende fehlgeschlagen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Besatzung von brennendem Öltanker gerettet
34 Seeleute von chinesischem Schiff aufgenommen
Sonntag, 28.05. 2000, 22:44:50 Uhr
Tokio - Nach der Havarie eines indischen Öltankers im Ostchinesischen Meer sind alle 34 Besatzungsmitglieder gerettet worden. Während der Suche nach den zunächst vermissten Seeleute erhielt die japanische Küstenwache am Sonntag die Mitteilung aus Peking, dass ein chinesisches Schiff die Matrosen aus Indien aufgenommen habe. Der leere Tanker «Pratibha Yamuna» befand sich auf der Fahrt von Singapur nach China, als er nach einem Zwischenstopp in Südkorea am Samstagabend etwa 550 Kilometer westlich der südjapanischen Insel Amami Oshima in Brand geriet. Bei der japanischen Küstenwache ging gegen 19.00 Uhr Ortszeit (12.00 Uhr MESZ) ein Notruf ein. Eine Stunde später meldete die Besatzung eines anderen Schiffs, dass der 26.450 Tonnen große Tanker nach einer Explosion in Flammen stehe.
Ein Boot der japanischen Küstenwache erreichte am Sonntagmorgen den noch schwelenden Tanker und entdeckte ein leeres Rettungsboot. Anzeichen für eine Ölverschmutzung waren nicht zu erkennen, wie ein Sprecher der Küstenwache mitteilte. Die Ursache der Explosion war zunächst unbekannt. Der Tanker sollte den Angaben zufolge nach Schanghai geschleppt werden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Den Matrosen bleibt nur die Hoffnung
Besatzung eines in Lettland registrierten Frachters sitzt in Frankreich fest - Unklare Gesetzgebung - Schiff wurde aufgegeben
Samstag, 27.05. 2000, 18:20:57 Uhr
Paris - Der grauhaarige Matrose erzählt seine Geschichte mit Händen und Füßen: Im Schlaf habe ihn das Unglück seines Schiffes überrascht, Wellen hätten den Frachter hin- und hergeschaukelt, Wasser sei ins Innere eingedrungen, und die ganze Mannschaft habe schließlich bis zum Bauch im Nassen gestanden. Dies war jedoch erst der Anfang der Irrfahrt der «Victor»-Crew. Der in Lettland registrierte Frachter zählt zu den Schiffen, die von ihren Eigentümern aufgegeben wurden. Deren Zahl steigt weltweit - mit zum Teil katastrophalen humanitären Folgen für die Besatzung. Die «Victor»-Mannschaft hatte Glück im Unglück. Der Frachter geriet am 3. April 50 Seemeilen vor der französischen Atlantikküste in Seenot, wurde nach zwölf Stunden aufgegriffen und in den Hafen von Brest geschleppt. Dort sitzt die Crew - 15 Männer aus Lettland, Litauen, der Ukraine und Russland - nun fest. Ohne Hilfe aus der Bevölkerung könnten sie nicht überleben.
Erst kürzlich kauften rund 2.500 Bewohner Brests den Männern eine kleine Portion des Weizens ab, den die «Victor» geladen hatte. Die auf diese Weise eingenommenen 9.000 Franc (rund 2.700 Mark/1.400 Euro) reichen nun erst einmal für die nötigen Lebensmittel - die Crew hat seit Januar keine Heuer mehr erhalten. «Die Leute hier sind sehr großzügig. Viele haben für den Weizen mehr bezahlt als verlangt», sagt Yvan Saout, der den verlassenen Seeleuten hilft. «Die Unterstützung ist groß.»
Der 33 Jahre alte Frachter «Victor» gehört der US-Reederei Seacastle International, läuft aber unter der Billigflagge Lettlands. Seacastle hat sich für den Fall nicht zuständig erklärt und jede Verantwortung für das Schiff, die Ladung und die Crew zurückgewiesen. Die lettische Regierung, die nach Angaben der Internationalen Seefahrtsorganisation (IMO) rechtlich verantwortlich wäre, ignoriert das Schicksal der Seeleute. «Es ist ein politisches Problem», meint Roger Kohn von der IMO.
Die «Victor» ist kein Einzelfall. In Bulgarien sitzt zum Beispiel seit 1998 eine Mannschaft aus Ghana fest: Weil die Matrosen kein Einreisevisum haben, dürfen sie das Schiff nicht verlassen. James Smith von Internationalen Verband der Transportarbeiter (ITF) schätzt die Zahl der Seeleute in ähnlicher Situation auf weltweit 3.500, davon etwa 25 in Frankreich. «Die Gesetzgebung reicht nicht aus», sagt er. «Unserer Ansicht verstößt die Aufgabe eines Schiffs und seiner Mannschaft gegen die Menschenrechte, und so müsste es auch geahndet werden.»
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Missglückter "Stapellauf" nach Wartungsarbeiten
Samstag, 27.05. 2000, 07:48:31 Uhr
Am Mittwoch setzte ein deutscher Staatsbürger sein im Hafen von Schwebsingen liegendes Schiff mit dem vorderen Teil auf Grund, um am Rumpf Wartungsarbeiten durchzuführen.
Als er es am Nachmittag wieder vom Gleitsteg rückwärts ins Wasser ließ, rutschte das Schiff zu schnell ab und bildete dabei eine Welle, die so hoch schlug, dass der hintere Teil des Schiffes voll Wasser lief und das Heck dabei unterging. Personen wurden dabei nicht verletzt. Das Schiff musste jedoch mit einem Kran aus dem Wasser gehievt werden.
Vor Ort weilten die Beamten des Umwelt- und Transportministeriums, die „Protection civile" Remich, die Froschmänner sowie die Polizei Moutfort.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Piraten-Kongress - Japan fordert Hochseepolizei
Experten in Hamburg: Das Hijacking von Schiffen und Fracht ist ein Millionen-Geschäft
Samstag, 27.05. 2000, 07:46:27 Uhr
600 Jahre nach Störtebeker, 400 Jahre nach Drake und Raleigh spielen die Piratenhäuptlinge der Moderne ihren neuen Trumpf aus - die "Phantomschiffe"! Mit Raketen, Sturmgewehren und Schnellbooten ausgerüstete Seeräuber-Syndikate entern große Frachter, töten die Crews oder setzen sie auf hoher See aus, verkaufen die wertvolle Ladung, tarnen die Beuteschiffe mit falschen Namen und gefälschten Schiffspapieren und nehmen in internationalen Häfen neue Ladung auf, die nie am Zielort ankommt. "Das Hijacking von Schiffen und Fracht ist für die Piratensyndikate ein Millionen-Geschäft!", sagte in Hamburg Captain P. K. Mukundan, Direktor des International Maritime Bureau (IMB) London und Piratenbekämpfer Nr. 1. Rund zwölf große Handelsschiffe verschwinden jedes Jahr und werden, wenn überhaupt, erst nach Jahren wieder geortet.
Am 16. November 1999 wurde zum ersten Mal ein Hijacking zur See durch eine militärische Aktion gestoppt: Eine indische Korvette stellte nach zwölftägiger Jagd den japanischen Frachter "Alondra Rainbow" (Ladung: 7000 Tonnen Aluminium) und eine Piratengang, die das Schiff vor Indonesien geentert und die Crew auf einem Floß ausgesetzt hatte. Als die Hijacker die indischen Raketenwerfer auf sich gerichtet sahen, legten sie im Maschinenraum Feuer und vernichteten die legalen und die gefälschten Schiffsdokumente. Heute erwarten sie in einem indischen Gefängnis ihren Prozess.
Die schwer beschädigte "Alondra Rainbow" war der Kriminalrolle eines "Phantomschiffes" knapp entgangen, einer Laufbahn wie der der "Doo Yang Jade", die unter neun Alias-Namen wie "La Paloma" oder "Roman Empire" als "verschwundenes Schiff" auf betrügerischen Kursen auf den Meeren kreuzte.
285 Piratenattacken, davon 148 mit Waffengewalt, wurden 1999 im Piraten-Meldezentrum in Kuala Lumpur angezeigt - vom "Hit-Rob-Run"-Überfall von Gelegenheitsseeräubern bis zum "Major Criminal Hijack". Aber die Dunkelziffer ist hoch: Die überfallenen Kapitäne fürchten langwierige Ermittlungen der lokalen Polizei mit Passageverlusten von bis zu 25 000 Dollar pro Tag, die Crews sind zu Tode erschreckt. "Wenn du nicht schweigst, bekommt deine Familie Besuch!", ist eine Seeräuber-Standarddrohung. Was nun? "Wir brauchen den politischen Willen der Regierungen und eine wirksame internationale Gesetzgebung!", forderte Captain Mukundan. "Zurzeit werden nur die Fußsoldaten der Piraterie verfolgt, nicht aber die kriminellen Warlords."
Die Japaner verlangen eine internationale Seepolizei unter UN-Führung, die auch gegen die korrupten Helfershelfer der Piraten vorgehen kann. In China etwa wurde jüngst ein hoher Staatsbeamter als Drahtzieher eines Seeräuberringes entlarvt.
Internationale Kreuzfahrer setzen bereits Gurkha-Nahkämpfer an Bord als "Leibwächter" ein. Private Sicherheitsfirmen bieten den Reedern bewaffneten Schutz an. "Wenn Privatarmeen ins Spiel kommen, stimmt etwas mit der öffentlichen Sicherheit nicht mehr", warnte gestern beim Hamburger Piraterie-Symposium Ministerialdirektor a. D. Christopf Hinz.
Vom Militär aber ist vorerst wenig zu erwarten: "Piratenbekämpfung ist Polizeisache", sagte Bundesmarine-Kapitän a.D. Dieter Stockfisch. In einem Ernstfall dürfen deutsche Kriegsschiffe nur "Nothilfe" leisten. Als er mit seiner Fregatte ostasiatische Piratengewässer passieren musste, warnte ihn die Rechtsabteilung der Hardthöhe: "Können Sie das Gebiet nicht umfahren?" Und Indonesien setzt zur Bewachung seiner 17 000 Inseln sage und schreibe neun Patroillenboote ein. Piraterie ist offenbar ein Geschäft mit Zukunft!
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Türkisches Ausflugsboot mit Urlaubern an Bord gekentert - Ein Toter
Freitag, 26.05. 2000, 23:02:09 Uhr
Istanbul - Beim Kentern eines türkischen Ausflugsbootes mit deutschen und türkischen Urlaubern an Bord ist ein Mann ums Leben gekommen. Wie die türkische Zeitung «Hürriyet» berichtet, kam für den 75 Jahre alten Türken jede Hilfe zu spät. Die anderen Urlauber konnten gerettet werden. Das Boot war in der Nähe von Dalaman unterwegs. Rund 300 Meter vom Ufer entfernt kam es zum Kentern.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Erneut maltesisches Schiff als Umweltsünder überführt
Freitag, 26.05. 2000, 05:59:06 Uhr
Rostock - Erneut ist in Rostock ein maltesisches Schiff als Umweltsünder überführt worden. Die Wasserschutzpolizei stellte bei einer Routinekontrolle am Mittwochabend auf dem Massengutfrachter Porto Cervo Verstöße gegen das internationale Übereinkommen zur Reinhaltung der Meere (Marpol) fest. Bei Durchsicht der Schiffsdokumente seien Unregelmäßigkeiten beim Nachweis von Verbrennungsrückständen (Sludge) festgestellt worden, sagte Sprecher Ulf Erler gestern. Weiterführende Untersuchungen, Tankpeilungen und Berechnungen hätten eine Fehlmenge von neun Tonnen Sludge ergeben.
Die Rostocker Beamten haben in diesem Jahr bereits in vier Fällen schwere Verstöße gegen internationale Umweltvorschriften nachweisen können.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Schiff durchtrennte Stromkabel - Mast drohte einzustürzen
Mittwoch, 24.05. 2000, 14:23:20 Uhr
Hannover/Emden - Ein 90 Meter hoher Stromast am Binnenhafen von Emden
wird nach
einer Kollision mit einem Schiff teilweise demontiert. Von dem Mast müssten
die Stromkabel
tragenden Teile, die so genannten Traversen, abgebaut werden, sagte am
Montag in Hannover
die Sprecherin der PreussenElektra, Petra Uhlmann. Von den übrigen Teilen
des Strommasten
gehe nach Einschätzung der vor Ort tätigen Experten dann keine akute Gefahr
mehr aus. Vor einer endgültigen Reparatur des
Bauwerkes werde dessen Fundament noch auf seine weitere Standfestigkeit
begutachtet.
Ein unter panamaischer Flagge fahrendes Rohrverlegungsschiff war am Sonntag
im Hafen von Emden mit seinem Kranausleger
gegen Starkstromleitungen gefahren, die zu dem Mast führten. Nach Angaben
der Wasserschutzpolizei wurden dabei in etwa
achtzig Metern Höhe vier von acht Doppelleitungen durchtrennt und der
Strommast verdreht. Im Hafen und in der Stadt Emden
habe es einen kurzfristigen Stromausfall gegeben, sagte Polizeisprecher
Rainer Liebsch. Menschen seien bei dem Unglück nicht
verletzt worden. Herab fallende Stromkabel hätten jedoch Dächer,
Kraftfahrzeuge und Sportboote beschädigt.
Nach dem Unglück wurde ein dreihundert Meter breiter Streifen unter der
beschädigten Hochspannungsleitung für den
Schiffsverkehr gesperrt. Ein Teil des Hafens könne nicht angefahren werden,
sagte Liesch. Auch eine zum führende Hafen
Straße habe man für den Autoverkehr sperren müssen. Die Reparatur von
Starkstromkabel und Mast wird voraussichtlich
mehrere Wochen dauern. Zunächst müsse man jetzt 21 Kilometer neue
Starkstromkabel bestellen, sagte die
PreussenElektra-Sprecherin.
Quelle: Tim Schwabedissen, schwabedissen@asian-history.uni-kiel.de
Mindestens 35 Tote bei Schiffsunglück in der Türkei
Dienstag, 23.05. 2000, 06:10:24 Uhr
Ankara - Bei dem Untergang von zwei türkischen Ausflugsbooten auf dem Schwarzem Meer sind mindestens 35 Menschen ums Leben gekommen. Drei Menschen werden weiter vermisst. Die Tragödie ereignete sich am Samstag etwa 35 Kilometer von Trabzon entfernt. Zwei überfüllte und zu Touristenschiffen umgebaute Fischerboote waren bei einer Festival-Parade auf See von einer Welle erfasst worden und gekentert. Fast alle Opfer waren Frauen und Kinder, die nicht schwimmen konnten.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Feuerschiff Elbe 1 durch Tonne ersetzt
Dienstag, 23.05. 2000, 06:00:02 Uhr
Cuxhaven. Wenn Segler diese Saison die Elbmündung ansteuern oder
verlassen, werden sie erstmals kein Feuerschiff mehr als
Orientierungsmarke finden. Still und heimlich ist eine Ära zu Ende
gegangen: "Das UFS Elbe ist eingezogen", so knapp und unspektakulär
liest sich die entsprechende Mitteilung für Seefahrer in den
Bekanntmachungen für Seefahrer, die die Schiffahrt in ihrer jüngsten
Ausgabe darüber informieren, das das unbemannte Feuerschiff Elbe durch
eine Tonne ersetzt worden ist. "Es gibt keinen Bedarf mehr", erklärt
Bernhard Meyer der Leiter des zuständigen Wasser- und Schiffahrtsamtes
Cuxhaven und verweist darauf, dass das Bundesamt für Seeschiffahrt und
Hydrographie das Feuerschiff nicht mehr im bisherigen Umfang als
Meßstelle benötigt. Die Schiffahrt orientiere sich zunehmend mit
GPS-Navigatoren und könne schließlich weiterhin auf die befeuerte Tonne
zurückgreifen, die zudem mit einer Radarantwortbake ausgerüstet ist.
Den letzten Anstoss zum Einzug des UFS gab zweifellos seine
Kenterung. Das 3,5 Millionen Mark teuren Feuerschiff "Elbe" havarierte
in einem Sturm im vergangenen Winter, das zwölf Meter hohe
Leuchtfeuer erlosch. 1987 hatte das unbemannte Feuerschiff, auf dem
auch ein Rettungsraum für Schiffbrüchige untergebracht war, das
legendäre Feuerschiff Elbe 1 abgelöst, dessen Besatzungen nahezu ein
Jahrhundert lang über die Sicherheit der Schiffahrt in der Elbmündung
gewacht hatten.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Mann starb nach Bootsunfall auf dem Segeberger See
Montag, 22.05. 2000, 06:18:22 Uhr
Bad Segeberg - Ein 32-jähriger Hamburger ist am vergangenen Wochenende bei einem Bootsunfall auf dem Segeberger See tödlich verunglückt. Wie die Polizei in Bad Segeberg gestern mitteilte, war das Ruderboot, in dem der 32-Jährige, sein 28-jähriger Bruder und ein Kind saßen, bei einer Ausflugsfahrt bei Stipsdorf gekentert. Das Boot war nach Angaben der Beamten nur etwa 25 Meter vom Ufer entfernt. Der 28-jährige konnte schwimmend das Ufer erreichen und mit Hilfe von Spaziergängern seinen Bruder bergen. Dieser mußte von Rettungskräften reanimiert und mit dem Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht werden, nachdem er bereits längere Zeit leblos im Wasser gelegen hatte. Er erlag gestern in einem Krankenhaus seinen lebensgefährlichen Verletzungen. Das Kind blieb unverletzt. Warum das Boot kenterte, war gestern laut Polizei noch unklar.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
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