
EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv Juli 2000
Last update: Mittwoch, 13.09. 2000, 6:09 Uhr

Griechische Küstenwache befreite Schweizer Touristen
Elite-Einheit enterte entführte Segeljacht - Geiselnehmer bei Befreiungsaktion getötet
Mittwoch, 26.07. 2000, 22:24:26 Uhr
Nauplion - Nach 14-stündiger Dauer hat eine Eliteeinheit der griechischen Küstenwache am Mittwochabend die Entführung einer Segeljacht in der Ägäis gewaltsam beendet und die Geiseln befreit. Das Schweizer Ehepaar und seine drei Kinder, das das Boot gechartert hatte, sowie der griechische Skipper blieben bei der Befreiungsaktion unverletzt; der Geiselnehmer wurde erschossen. Das gab das Ministerium für die Handelsmarine in Athen bekannt. Der Unbekannte hatte am Mittwochmorgen um 06.00 Uhr die Jacht beim Auslaufen aus dem Hafen von Nauplion auf der Peloponnes gekapert und die Touristen sowie den Skipper mit einer Feuerwaffe bedroht, wie die Küstenwache bekannt gab. Der Mann verlangte angeblich, nach Casablanca gebracht zu werden. Schiffe der Küstenwache folgten dem langsam fahrenden Segelboot und versuchten, mit dem offenbar gebrochen Englisch sprechenden Geiselnehmer in Kontakt zu treten.
Gegen Abend stürmten Angehörige einer griechischen Tauchereinheit das Boot. Bei einem Schusswechsel wurde der Geiselnehmer getötet und ein Taucher verwundet. Der genaue Ablauf der Aktion war zunächst nicht bekannt. Der Geiselnehmer habe auf Boot der Küstenwache geschossen, wobei auch der Taucher verletzt wurde, hieß es. Daraufhin hätten die Küstenwachtleute den Geiselnehmer erschossen und die Jacht gestürmt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Kartenfiasko im Nationalpark
Seekarten für das Wattenmeer sind zum Teil falsch
Mittwoch, 26.07. 2000, 22:19:30 Uhr
Wilhelmshaven - Die aktuellen amtlichen Seekarten für den Bereich des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer sind teilweise falsch und ungültig. Die Schifffahrt muss die dort eingetragenen Ruhezonen nicht beachten. Das hat jetzt das Bundesverkehrsministerium in Berlin klargestellt. In den neuesten Karten sind die Ruhezonen im Vergleich zu früheren Ausgaben erweitert. Das hatte zu erheblichen Unsicherheiten bei der Sport- und Kleinschifffahrt geführt. Die Ausweitungen hätten bewirkt, dass einige der für die Sicherheit der Kleinschifffahrt notwendigen Ankerplätze beispielsweise im Schutz der ostfriesischen Inseln weggefallen wären.
Das Umweltministerium in Hannover teilte gestern mit, dass die falschen Eintragungen in den Seekarten des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) auf eine Panne im vergangenen Jahr zurückgehen. Damals waren bei der Umwandlung der Nationalparkverordnung in ein Nationalparkgesetz in der dazugehörigen Karte die Grenzen der einzelnen Zonen versehentlich zum Teil falsch eingetragen worden.
Die Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nordwest in Aurich stellte klar, dass die Befahrensregelung in den Nationalparks der Nordsee in der Fassung von 1997 uneingeschränkt weiter gilt. Darauf könne sich die Schifffahrt berufen. Die Konsequenz: Die amtlichen Seekarten der Ausgabe 2000 sind nicht mehr amtlich.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Frachter lief wegen Motorschadens auf
Grund
Mittwoch, 26.07. 2000, 06:06:37 Uhr
GINSHEIM-GUSTAVSBURG. Ein mit 1 800 Tonnen Dünger beladenes
Frachtschiff hat sich am Dienstagmorgen auf dem Main festgefahren. Wie die
Wasserschutzpolizei mitteilte, war die Antriebsmaschine kurz vor der Kostheimer
Brücke ausgefallen. Dadurch habe sich das Schiff schräg gestellt
und sei auf eine flache Stelle aufgelaufen. Das Personal der Kostheimer
Schleuse habe daraufhin die Schleuse geöffnet und damit den Wasserspiegel
kurz angehoben.
Nach eineinhalb Stunden war das Schiff laut
Wasserschutzpolizei wieder frei, verletzt wurde niemand. Das Schiff darf bis
zur Klärung des Motorausfalls nicht weiterfahren.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Drama auf dem Nord-Ostsee-Kanal: Paar überlebte unter gekenterter Yacht
Mittwoch, 26.07. 2000, 06:04:54 Uhr
Rendsburg - In einer dramatischen Rettungsaktion sind zwei Menschen nach einer Kollision auf dem Nord-Ostsee-Kanal aus ihrer gekenterten Motoryacht befreit worden. Das neun Meter lange Boot "Luzie" war gestern um 10.25 Uhr in Höhe der Kanalfähre Nobiskrug bei Schacht-Audorf (Kreis Rendsburg-Eckernförde) von dem 53 Meter langen Küstenmotorschiff "Neuland" gerammt und überlaufen worden.
Der 60 Jahre alte Freizeitskipper aus der Nähe von Celle und seine 56 Jahre alte Begleiterin überlebten den Zusammenstoß in einer Luftblase unter Deck ihrer Yacht. Um auf sich aufmerksam zu machen, klopften sie wie wahnsinnig von innen gegen den kieloben treibenden Schiffsrumpf. Nach einer Stunde sägten Helfer den Holzrumpf von außen mit einer Motorsäge auf und befreiten das Paar.
Unklar ist bislang, warum die beiden Schiffe zusammenstießen. Nach ersten Ermittlungen der Polizei waren sowohl die "Neuland" als auch die "Luzie" in Richtung Brunsbüttel unterwegs. Beide Schiffe fuhren ohne Kanallotsen. Augenzeugen wollen gesehen haben, dass die "Neuland" die Motoryacht beim Überholen von hinten rammte. Die "Luzie" sei daraufhin sekundenschnell gekentert, ohne dass die beiden Besatzungsmitglieder sich durch einen Sprung von Bord hätten retten können.
"Die schnelle Bergung verdanken wir unter anderem dem Zufall, dass gerade ein Schwimmbagger in der Nähe war", sagte Polizeisprecher Peter Taube. Zudem unterstützten Taucher der knapp 500 Meter entfernt liegenden Rendsburger Werft Saatsee die Rettungsarbeiten.
Das Wrack der Yacht wurde am frühen Nachmittag geborgen und nach Rendsburg gebracht. Dort soll es in den kommenden Tagen von Experten der Wasserschutzpolizei und der Wasser- und Schifffahrtsdirektion untersucht werden.
Schiffe mit weniger als 60 Meter Länge und weniger als zehn Meter Breite dürfen den Nord-Ostsee-Kanal ohne Lotsen befahren, wenn sie keine Gefahrgüter geladen haben. Die Kapitäne solcher Schiffe gelten als ausgesprochen erfahren. Sie haben in der Regel die Wasserstraße schon mehrfach unter Anleitung von Lotsen befahren.
Die beiden Freizeitsegler wurden nach ihrer Rettung zur ambulanten Behandlung in das Rendsburger Kreiskrankenhaus gebracht. Sie erlitten Schocks und waren unterkühlt. Den Sachschaden beziffert die Wasserschutzpolizei auf mehr als 100 000 Mark. Der Binnenfrachter "Neuland" blieb weitgehend unbeschädigt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Mindestens fünf Tote bei illegaler Einreise nach Südeuropa
Schmuggler rammen in Süditalien Polizeiboot - Noch zwei Vermisste - Zwei Leichen an südspanischer Küste entdeckt
Dienstag, 25.07. 2000, 06:17:45 Uhr
Rom/Madrid - Die Suche nach einem besseren Leben in Europa hat am Montag in Italien und Spanien mindestens vier Flüchtlinge sowie einen Polizisten das Leben gekostet. Vor der süditalienischen Adriaküste rammte ein Schlauchboot albanischer Menschenschmuggler ein Polizeiboot. Dabei kamen nach Polizeiangaben mindestens drei Menschen ums Leben, mehrere Personen wurden am Abend noch vermisst. An der Küste der südspanischen Provinz Cadiz wurden unterdessen die Leichen von zwei Einwanderern gefunden. Das Unglück in Italien ereignete sich nahe dem Ort Marina di Castro. Die Menschenschmuggler setzten laut Polizei gerade mehrere Dutzend kurdische Flüchtlinge ab, als das Polizeiboot aufkreuzte. Bei der anschließenden Verfolgung rammten die Schmuggler das Polizeiboot. Dabei gingen vier Polizisten, die beiden albanischen Bootsführer und etliche Flüchtlinge über Bord. Ein Polizist und zwei Flüchtlinge kamen ums Leben. Bei dem toten Polizisten handelt es sich um einen 22-jährigen Beamten, der auf die Klippen geschleudert wurde. Vor allem im Sommer erreichen jedes Jahr tausende Flüchtlinge Italien.
Bei den in Südspanien gefundenen Leichen handelt es sich nach Polizeiangaben um einen Mann und eine Frau. Am Sonntag hatten die spanischen Behörden 311 Flüchtlinge festgenommen, die illegal ins Land gelangen wollten. 37 weitere Einwanderer wurden laut Innenministerium am Montag festgenommen. Erst am Sonntag hatten die Behörden die Leiche einer jungen Frau im Meer vor der spanischen Enklave Ceuta an der marokkanischen Küste gefunden. Es wird vermutet, dass sie bei dem Versuch, die Straße von Gibraltar zu überqueren, aus einem Boot gefallen und ertrunken war.
Jeden Sommer versuchen zehntausende verarmter Afrikaner die gefährliche Gibraltar-Straße zu überqueren, oft in überladenen Booten. Sie hoffen, in Spanien Arbeit zu finden oder von dort aus in ein anderes europäisches Land zu gelangen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Motorboot sank auf dem Zürichsee
Dienstag, 25.07. 2000, 06:11:05 Uhr
Richterswil ZH - Im Zürichsee ist am Samstagnachmittag vor Richterswil ein älteres Motorschiff gesunken. Der Schiffsführer überstand den Vorfall nass aber unversehrt, wie die Kantonspolizei Zürich am Sonntag mitteilte.
Der Mann war zwischen Richterswil und Bäch SZ unterwegs, als das Schiff zu sinken begann. Als die alarmierte Seepolizei bei dem Motorschiff eintraf, war es bereits auf Grund gelaufen. Der Schiffbrüchige konnte wohlbehalten geborgen werden. Taucher orteten das Boot in einer Tiefe von 22 Metern. Es wurde am Sonntag gehoben. Weshalb das Boot sank, wird noch untersucht.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
"Popeye" soll nächste Woche gehoben werden
Boot liegt in 8,5 Meter Tiefe und stellt eine latente Gefahr für die Schifffahrt dar - weiter Rätsel um Unglücksursache
Dienstag, 25.07. 2000, 06:09:51 Uhr
Trotz der dreimal gescheiterten Bergungsversuche hält das Wasser- und Schifffahrtsamt Cuxhaven an den Plänen fest, die gesunkene Motoryacht "Popeye" aus Elmshorn (Kreis Pinneberg) zu heben. "Das Boot liegt in 8,5 Meter Tiefe und stellt eine latente Gefahr für die Schifffahrt dar", sagte Rüdiger Schröder vom Wasser- und Schifffahrtsamt Cuxhaven.
Die Yacht solle mit einem Hebekran geborgen werden. Schröder rechnet allerdings erst in der kommenden Woche mit einer Bergung. Ungeklärt sei bislang, wer die Kosten tragen werde. Die Unglücksstelle vor der Einfahrt des Amerika-Hafens in Cuxhaven ist mit einer Tonne gekennzeichnet.
Spuren, die auf die Unglücksursache hindeuten könnten, wird die Polizei vermutlich nicht mehr finden. Das Boot ist durch die Strömung und die Bergungsversuche am Wochenende erheblich beschädigt.
Nach dem letzten Tauchgang zur "Popeye" geht die Polizei davon aus, dass sich keine Leichen mehr unter Deck befinden. Am Wochenende war der 50-jährige Karl Eichen tot aus dem Wrack geborgen worden. Er hatte sich bei dem Unglück mit der Kleidung am Boot verhakt und war in die Tiefe gerissen worden.
"Alle vier Besatzungsmitglieder sollen sich im Bereich des Fahrstandes befunden haben, als zunächst die Kajütfenster barsten und große Wassermassen das Boot sofort sinken ließen", sagte Burkhard Rosenberg, Sprecher der Wasserschutzpolizei.
Damit rückt die Polizei von ihrer Version ab, das Boot könne mit einem Hindernis kollidiert sein.
Die Polizei korrigierte auch ihre Darstellung, die Überlebende Ute Riesberg sei von einem Lotsenboot gerettet worden. Sie konnte in der Unglücksnacht bis zu einer Steigleiter schwimmen und gelangte so an Land. Vermutlich hatte sie eine günstige Strömung in Richtung des Hafenbeckens getrieben.
Ute Riesberg, ihr Mann Ingolf und Karl Eichens Lebensgefährtin Ilona Gottwald stürzten bei dem Unglück über Bord. Ingolf Riesberg und Ilona Gottwald werden immer noch vermisst.
Die "Popeye" war in der Nacht zum Freitag vor Cuxhaven gesunken (das Abendblatt berichtete). "Die Ermittlungen zur Unfallursache werden fortgesetzt", sagte Rosenberg.
Die Überlebende hatte berichtet, eine Welle habe ein Kajütfenster zerstört. Danach drangen große Mengen Wasser in das Boot ein.
Die "Popeye" sank so schnell, dass die Besatzung keinen Notruf mehr absetzen konnte.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Datum: Mon, 24 Jul 2000 15:04:19 +0200
Von: s.b.diwo@t-online.de (s.b.diwo)
An: esysor@www27.hway.net
Danke mal wieder für die informative SailMail!
Ich lese sie immer wieder gerne.
Etwas Erstaunliches habe ich von einem Ostseetörn in der zweiten Juli-Woche zu
berichten. Auf der Fahrt von Fehmarn nach Rügen konnten wir um die Mittagszeit
ein erstaunliches und in unseren Breiten eigentlich nicht erwartetes Phänomen
beobachten: die Entstehung einer Wasserhose. Das ganze war ein faszinierendes
wenn auch (da in etwa 3 sm Entfernung in Höhe von Darß-Zingst stattfindendes)
etwas beängstigendes Bild.
Vor Jahren hatte ich etwas über eine Wasserhose in der Yacht gelesen - mit Photo
- dieses Naturschauspiel über etwa eine halbe Stunde hingegen selber zu
beobachten hatte eine ganz andere Dimension. Aus Sorge um den weiteren Verlauf,
haben wir dann die Fotoapparate gar nicht herauf geholt. Leider!
Hat ein anderer Segler so etwas schon erlebt?? Vielleicht gibt es dies ja
häufiger und nur wir (5 Nichtanfänger) wussten nichts davon....
Würde mich über ein Feed back jedenfalls freuen.
mit Seglergrüßen
Quelle: Sabine Diwo, s.b.diwo@t-online.de
Das Unglück vor Cuxhaven -warum sank die "Popeye"?
Bergungsversuche scheiterten - Taucher fanden zwei Leichen
Montag, 24.07. 2000, 06:02:59 Uhr
Auch vier Tage nach dem Versinken der Motoryacht "Popeye" vor Cuxhaven rätseln Havarieexperten immer noch über die Unglücksursache. Das Wrack konnte bislang nicht geborgen werden. Drei Versuche, die "Popeye" zu heben, scheiterten. Entweder brachen die Trossen der "Neuwerk" oder sie rutschten ab. Am Sonnabendabend bargen Taucher die Leiche des vermissten Karl Eichen (50). Insgesamt waren unter Deck zwei Tote entdeckt worden.Minutenschnell war die 10,5 Meter lange "Popeye" aus Elmshorn in der Nacht zum Freitag gesunken (das Abendblatt berichtete). Die 40-jährige Ute Riesberg wurde gerettet. Ihr Mann Ingolf (48), der Vorsitzende des Wassersportvereins Elmshorn Karl Eichen und seine Lebensgefährtin Ilona Gottwald (45) kamen um. Die Überlebende hatte berichtet, mit ihr sei ein weiteres Crewmitglied über Bord gegangen. Nach der Rettung der Frau, die durch Hilferufe auf sich aufmerksam gemacht hatte, hörten Zeugen noch Schreie vor dem Steubenhöft.
Zunächst hatten die Rettungskräfte Mühe, die "Popeye" auf dem Grund der Elbe zu orten. Die Schiffe des Wasser- und Schifffahrtsamtes Cuxhaven sowie die "Wega" des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie entdeckten mehrere Objekte im Suchgebiet. Mit einem Sidescan-Sonar für die Suche nach Unterwasserhindernissen konnte die Besatzung des Vermessungsschiffes "Atair" die Suche eingrenzen, drei Punkte kamen nur in Frage. "Atair"-Kapitän Dieter Pijarowski entschied sich für Objekt Nummer drei. Er hatte Recht. Taucher fanden beim ersten Tauchgang das versunkene Boot in einer Tiefe von elf Metern. Nach Aussage des Kapitäns lag es in Schräglage auf ebenem Kiel und war bereits vom Sand eingeschwemmt.
Bei einer Sicht von maximal 20 Zentimetern konnte der Taucher zunächst lediglich zwei eingeschlagene Scheiben, aber keine der vermissten Personen ausmachen. An der Reling und am Schanzkleid fand er Dellen. Möglicherweise entstanden sie bei einer Kollision des Bootes mit einem Hindernis. Der Taucher befestigte Bergungstrossen am Boot, die jedoch beim ersten Bergungsversuch brachen. Beim nächsten Stauwasser am Sonnabend waren die Bergungsschiffe erneut im Einsatz. Wieder waren die Taucher der "Atair" unterwegs, wieder musste es wegen einsetzender Strömung schnell gehen. Auch der dritte Versuch scheiterte. "Das Boot hat sich quasi im Sand festgesaugt", sagte ein Polizeisprecher. Am Abend gelang es den Tauchern, den Vorsitzenden des Elmshorner Wassersportvereins (WSE) zu bergen. Eine weitere Leiche befindet sich noch unter Deck.
Ob die Bergungsversuche fortgesetzt werden, ist noch unklar. "Das muss jetzt der Staatsanwalt entscheiden", sagte ein Polizist. "Wenn weitergemacht wird, muss das ein privates Bergungsunternehmen übernehmen."
Warum die "Popeye" sank, ist weiterhin unklar. Ute Riesberg hatte berichtet, eine Welle habe ein Kajütfenster zerstört, so dass Wasser ins Boot einbrach. Die Wasserschutzpolizei geht wegen der Beschädigungen am Boot von einer Kollision mit einem Hindernis aus. Bergungsexperten halten es allerdings auch für denkbar, dass die Schäden beim Aufprall der "Popeye" auf dem Grund der Elbe entstanden sind.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Feuerwehr rettet Hafen vor Ölpest
Montag, 24.07. 2000, 06:01:09 Uhr
Der Schiffsführer des Binnentankers "Lübbecke" bemerkte morgens das Unglück als Erster. Knarrende Geräusche drangen am Sonnabend um 6 Uhr durch das 80 Meter lange Schiff, das, mit 1400 Kubikmeter leichtem Heizöl beladen, eine halbe Stunde später den Blumensandhafen verlassen sollte. Als der Mann nach dem Rechten sah, stand der Maschinenraum bereits unter Wasser. Die "Lübbecke" (Heimathafen Minden) war schon backbordlastig - der Hafen stand am Rand einer Katastrophe.
Sofort setzte der Kapitän einen Notruf ab. Feuerwehr, ein Schlepper und Polizei rückten aus. Als die Einsatzkräfte eintrafen, waren schon mehrere Tonnen Öl aus dem Schiff in den Stichhafen gelaufen. Zwar wurde das Schiff mit Pumpen geleichtert, doch der Wassereinbruch war so heftig, dass es um 8.20 Uhr über Heck sank. Die Besatzung eines Polizeibootes rettete den Kapitän und seinen Bootsmann von Bord.
Um ein Ausbreiten des Öls zu verhindern, legte die Feuerwehr mehrere Ölsperren und Schlängel. Die Polizei geht davon aus, dass rund 250 Kubikmeter Brennstoff aus einem beschädigten Tank ausliefen und das Hafenbecken auf einer Fläche von 80 000 Quadratmetern verschmutzten.
"Einer der drei größten Ölunfälle in der Geschichte des Hafens", sagte Umweltstaatsrat Michael Pollmann. An der Einsatzstelle habe Brand- und Explosionsgefahr geherrscht. Die Stadt habe großes Glück gehabt, dass der Wind aus Nord kam und den Ölteppich ins Hafenbecken blies.
An der Bordwand entdeckten Taucher einen drei Meter langen und 30 bis 50 Zentimeter breiten Riss. Vermutlich entstand das Leck, als das Deck sich bei auflaufendem Wasser an einem Streichpfahl verkantete, der Aufprallschäden beim Anlegen eines Schiffes verhindern soll.
"Wir konnten das Öl nicht abpumpen", sagte ein Feuerwehrsprecher. Dafür haben wir keine Geräte." Das Technische Hilfswerk (THW) und die Firma Eckelmann übernahmen die Schadensbekämpfung. "Vorrang hat die Bekämpfung der Umweltgefahr", sagte ein Polizeisprecher. "Die Bergung des Schiffes ist für uns zweitranging."
Die Ölbekämpfer werden vermutlich noch bis heute im Einsatz sein und den rot gefärbten Brennstoff mit Spezialbooten auffangen. Später wird die verschmutzte Böschung gereinigt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
13 Fischer nach Bootsunglück vor Westafrika vermisst
Sonntag, 23.07. 2000, 20:47:44 Uhr
Lissabon - Nach dem Untergang eines Fischerbootes vor der mauretanischen Küste sind am Sonntag 13 Besatzungsmitglieder vermisst worden. 13 weitere Insassen aus Portugal, Mauretanien, Senegal und Guinea wurden von einem spanischen Boot aus dem Meer vor Westafrika gerettet, wie der portugiesische Rundfunksender TSF meldete. Die Rettungskräfte führten den Untergang des in Belize registrierten Bootes «Orca II» vom Mittwochabend auf stürmisches Wetter zurück.
Die spanische Küstenwacht suchte von der Kanareninsel Las Palmas aus mit einem Schiff und einem Flugzeug nach den vermissten Fischern, die laut einer Meldung der portugiesischen Nachrichtenagentur Lusa aus Mauretanien, Portugal und Senegal stammten. Da die Wassertemperatur bei etwa 28 Grad Celsius lag, bestand nach Angaben der Rettungskräfte noch Hoffnung auf Überlebende.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
US-Gericht gesteht Spanien Rechte auf zwei Fregatten zu
Schiffe waren vor der US-Küste gesunken - Gerüchte über einen Schatz
Sonntag, 23.07. 2000, 06:46:19 Uhr
Richmond - Ein amerikanisches Bundesgericht hat Madrid die Rechte an zwei vor der US-Küste gesunkenen spanischen Fregatten zugestanden, von denen eine einen Schatz beherbergen soll. Das Berufungsgericht in Richmond bestätigte am Freitag die Entscheidung aus erster Instanz, wonach die 1802 vor der Küste von Virginia gesunkene «Juno» mitsamt einem vermutlich an Bord befindlichen Schatz Spanien gehört. Gleichzeitig hoben die Richter die Entscheidung eines anderen Gerichtes auf, das die 1750 vor der Küste gesunkene «La Galga» Virginia zusprochen hatte. Mit weniger als drei Meilen (4,8 Kilometer) Abstand von der Küste liegen die Schiffe in einem Streifen, den der Kongress als Territorium der Bundesstaaten betrachtet. Das Gericht berief sich aber auf einen 1902 abgeschlossenen Vertrag zwischen den USA und Spanien zum Schutz von Schiffswracks. Die US-Bundesregierung hat Madrid unterstützt, weil sie befürchtet, dass andere Länder amerikanische Wracks beanspruchen könnten.
Die «Juno», die 1802 mit 435 Menschen an Bord sank, soll Münzen und Edelmetalle im Wert von mehr als einer Milliarde Mark an Bord gehabt haben. Virginia hatte dem Bergungsunternehmen «Sea Hunt» den Auftrag erteilt, die Fracht zu heben. Wegen der unsicheren rechtlichen Lage stellte das Unternehmen die Operation aber nach wenigen Wochen ein. Der «Sea Hunt»-Vorsitzende Ben Benson, sagte, er werde mit Vertretern von Virginia prüfen, ob das Urteil angefochten werden könne.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
300 Jahre alter Wein aus Schiffswrack wird verkostet
Samstag, 22.07. 2000, 06:32:40 Uhr
Lelystad/Niederlande - Wie war denn so der Wein um 1700? Eine Antwort auf diese Frage hoffen niederländische Forscher zu bekommen, wenn sie im kommenden Monat eine Flasche Wein aus einem Schiffswrack öffnen. Taucher hatten die Flasche in rund zehn Metern Tiefe im Wattenmeer gefunden, in einem der rund 18.000 bekannten Wracks in niederländischen Gewässern. Es war vor rund zehn Jahren entdeckt worden. Der Name des Schiffes und auch der genaue Jahrgang sind nicht bekannt. Vermutlich ist inzwischen durch den Korken auch Salzwasser in den Wein eingedrungen. Die Forscher hoffen aber zumindest herauszufinden, welche Trauben verwendet wurden und woher sie stammten.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Piratenüberfall auf die "Nono": Bericht des Skippers
Samstag, 22.07. 2000, 06:03:55 Uhr
ich heisse Boris Kulpe und bin der skipper der nono, die im juni 99
im golf von aden von piraten ueberfallen wurde.
heute, ueber ein jahr später, habe ich deinen artikel aus dem
internet gelesen. (ich bin fast das ganze jahr unterwegs) ein
befreundeter segler aus der schweiz, bei dem ich gerade zu
besuch bin, hat mich darauf hingewiesen.
im prinzip ist der artikel ok. aber einige kleinigkeiten etsprechen
nicht ganz der wahrheit. so haben wir die piraten nicht mitverpflegt,
sondern sie haben sich ihr essen selbst gekocht das sie
täglich von land bekamen. wir haben auch nicht mit ihnen
backgammon gespielt, sonder sie haben uns bei dem spiel zugeschaut.
ich hatte auf einer pressekonferenz gesagt das das verhältnis
zwischen den piraten und uns zum schluss so entspannt
war das wir fast backgammon zusammen gespielt hätten.
(wenn sie es gekonnt hätten)
desweiteren befand sich nur ein weiteres finnisches schiff in bosasso.
die freilassung erfolgte nach dem wir uns auf ein lösegeld von
100.000 us$ geeinigt hatten und wir nach deutschland fahren sollten
um das geld zu holen. die nono ist dann ohne zahlung eines lösegeldes
freigekommen. es wurde nach meinem wissensstand nur eine gering summe
von der versicherung an die behörden in bosasso gezahlt die als
hafenliegegebühr deklariert wurde.
ich erwähne das nur da in vielen pressemitteilungen und artikeln
verbreitet wurden.
das man vor piraten nie sicher sein kann musste ich im januar diesen
jahres vor brasilien etwas nördlich von rio erfahren. dort sind wir
mit mühe einem sehr zweifelhaften "fischkutter" entkommen der uns
mehrere meilen verfolgte und einduetig klar war das er nicht am
fischen interessiert war.
das solls gewesen sein. verstehe meine zeilen nicht als gemecker
also dann bis irgendwann
Quelle: boris
Drei Vermisste nach Sportbootunfall auf der Elbe
Freitag, 21.07. 2000, 06:03:31 Uhr
Cuxhaven - Nach einem Sportbootunfall werden auf der Elbe drei Menschen vermisst. Das mit vier Insassen besetzte Boot war laut Wasserschutzpolizei in der Nacht bei Cuxhaven gekentert. Nur ein Mensch konnte gerettet werden, nach den anderen wird fieberhaft gesucht. Die Polizei hat mehrere Boote und einen Hubschrauber im Einsatz. Über die Unglücksursache liegen derzeit noch keine Angaben vor.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Frachter vor indischer Küste gesunken
Donnerstag, 20.07. 2000, 06:02:30 Uhr
Kalkutta - Ein panamaischer Frachter ist am Mittwoch vor der ostindischen Küste auf Grund gelaufen und gekentert. Nach Angaben der Polizei kamen dabei möglicherweise bis zu 18 Seeleute ums Leben. Drei Besatzungsmitglieder wurden gerettet. Die übrigen 18 werden noch vermisst. Die Suche nach ihnen wurde am Abend wegen schlechter Sicht unterbrochen. Das Unglück ereignete sich 15 Seemeilen vor der Hafenstadt Haida im Staat Westbengalen. Die Region wird zurzeit von heftigen Monsunregen heimgesucht.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Fischer bringen Marine ins Zwielicht
Schießübungen am Ort des Beluga-Unglücks
Nach Aussagen von Fischern wird die Marine wieder mit dem Untergang des Kutters Beluga in Verbindung gebracht. Das Bundesverteidigungsministerium weist jedoch alle Vorwürfe von sich.
Donnerstag, 20.07. 2000, 06:01:20 Uhr
Sassnitz - Der mysteriöse Untergang des Sassnitzer Fischkutters Beluga, bei dem im März 1999 drei Fischer ums Leben kamen, steht möglicherweise doch im Zusammenhang mit einem damaligen Manöver der deutschen Marine. Nach Recherchen des Norddeutschen Rundfunks (NDR) haben inzwischen mehrere Kutterbesatzungen bestätigt, dass zum fraglichen Zeitraum in dem betreffenden Seegebiet zwischen Rügen und Bornholm Schießübungen von Kriegsschiffen stattgefunden haben.
Der Kapitän des dänischen Fischkutters Concordia, Thomas Larsen, bestätigte gegenüber Journalisten des NDR-Nordmagazins, dass an jenem Abend in dem Seegebiet sehr viel geschossen worden sei. Nach den an Bord gespeicherten Schiffspositionen hatte sich sein Schiff nur eineinhalb Seemeilen von dem Rügener Kutter befunden. Zugleich habe der Monitor eine vier Meter hohe Markierungsboje der Marine in der Nähe der Beluga gezeigt.
Die Marine und das Verteidigungsministerium hatten bislang stets erklärt, dass die militärischen Kräfte und Aktivitäten in diesem Seegebiet zu keiner Zeit eine Gefahr für den zivilen Schiffsverkehr dargestellt haben. Während das Seeamt Rostock vor allem technisches Versagen und Unzulänglichkeiten als Ursache für den plötzlichen Untergang des seetüchtigen Kutters ausgemacht hatte, vermuteten Schifffahrtsexperten, dass die Beluga seinerzeit möglicherweise in einer Stahltrosse beweglicher Schießziele hängen geblieben war.
Der Anwalt der Hinterbliebenen, Peter-Michael Diestel, fordert jetzt die Offenlegung der Schiffstagebücher aller Marineeinheiten, die in der Zeit vom 17. zum 18. März vergangenen Jahres an dem Seemanöver teilgenommen hatten.
Die zuständige Stralsunder Staatsanwaltschaft sprach auch nach dem NDR-Bericht von keinen neuen Erkenntnissen. Nach den Worten von Staatsanwaltschaftssprecher Ralf Lechte soll zunächst das Ergebnis eines unabhängigen Gutachtens abgewartet werden, bevor die Ermittlungen in dem Fall fortgesetzt werden. Das Gutachten werde Ende August erwartet.
Die Tatsache selbst, dass dort Manöver stattfanden, ist ja bekannt, kommentierte Lechte. Das von der Staatsanwaltschaft in Auftrag gegebene Gutachten soll klären, ob der Kutter durch einen Schleppzug zufällig versenkt worden sein könnte, wie es Untersuchungen im Auftrag des Rechtsanwalts Diestel ergeben hatten. Diestel hatte daraufhin bei der Stralsunder Staatsanwaltschaft Strafanzeige wegen fahrlässiger Tötung gestellt.
Die Marine wies gestern erneut alle Vorwürfe von sich. Zum fraglichen Zeitpunkt haben sich keine deutschen Marineeinheiten in diesem Seegebiet befunden, erklärte ein Sprecher der Marine im Bundesverteidigungsministerium gegenüber OZ. Das in der Pommerschen Bucht operierende 5. Schnellbootgeschwader lag in jener Nacht in der Tromper Wiek (etwa 56 Kilometer westlich der Untergangsstelle). Der Scheibenschlepper Eisvogel, der für das Seezielschießen der Einheiten eingesetzt war, hätte das Seegebiet bereits verlassen, bevor die Beluga überhaupt ausgelaufen sei. Auch der Schlepper Dranske sei nicht mehr im Seegebiet gewesen, betonte der Sprecher.
Die Marine bestätigte, dass zum Zeitpunkt des Untergangs das deutsch-französische Manöver Jaguar stattfand. Allerdings befanden sich die daran teilnehmenden Einheiten in der fraglichen Zeit in der Neustädter Bucht, rund 240 Kilometer von der Unglücksstelle entfernt, informierte der Sprecher.
Nach dem Widerspruch eines Mitarbeiters der See-Berufsgenossenschaft gegen den Spruch des Seeamts, das von technischem Versagen ausging, ist das Verfahren nun beim Bundesoberseeamt in Hamburg anhängig. Ein Verhandlungstermin steht noch nicht fest.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Schiffeversenken: Kapitän war Schuld
Seeamt wirft "Palatin"-Führung fehlerhaftes Verhalten vor dem Untergang vor
Donnerstag, 20.07. 2000, 05:59:35 Uhr
Emden - "Fehlerhaftes Verhalten" des Kapitäns und seines Ersten Offiziers haben zum Untergang des Container-Schiffs "Palatin" im vergangenen Dezember geführt. Zu diesem Ergebnis kam gestern die Seeamtsverhandlung in Emden, in der die Ursachen der spektakulären Havarie im Nordatlantik untersucht wurden. Die "Palatin" fuhr unter der Flagge von Antigua, ihr Heimathafen war Hamburg, der Kapitän und sein Erster Offizier waren Deutsche.
Bei Sturm bis zu Windstärke zehn hatten sich auf der Fahrt von Venezuela nach Rotterdam insgesamt 35 Eisenbahnschwellen, die zur Abstützung von Ladegut dienen sollten, aus ihrer Halterung gelöst, waren anschließend über Bord gegangen und hatten mehrere große Lecks in das schlingernde Schiff geschlagen. Die "Palatin" sank daraufhin 100 Seemeilen westlich des französischen Cap Finisterre. Die 14-köpfige Besatzung konnte im letzten Moment mit Hubschraubern gerettet werden.
Das Schiff war mit Aluminium-Stückgut und Containern erheblich überladen, heißt es im Seeamtsspruch, der am Mittwoch veröffentlicht wurde. Die schweren Eisenbahnschwellen seien ungenügend befestigt und falsch platziert gewesen. Das hätten der Kapitän und sein Erster Offizier beim Einsetzen des tagelang dauernden schweren Wetters erkennen und beheben müssen.
Das Seeamt in Emden ist zuständig für alle Unglücke von ausgeflaggten Schiffen mit verantwortlicher deutscher Besatzung. Über eventuelle strafrechtliche Folgen eines Seeamtsspruchs entscheidet die Staatsanwaltschaft.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Einhandsegler gerettet
Mittwoch, 19.07. 2000, 06:15:42 Uhr
Hamburg - Das deutschen Containerschiff „Lykes Archiever" hat einen
37 Jahre alten Einhandsegler auf dem Nordatlantik gerettet. Der
Brasilianer war mit seiner Jacht auf dem Weg von Palm Beach (Florida) zu
den Azoren. Seine 10-Meter-Jacht geriet in schweres Wetter, der Segler
funkte SOS und dieser Notruf wurde von dem deutschen Containerschiff
aufgefangen, dass nur acht Seemeilen entfernt war. Der Mann konnte an
Bord genommen werden, die beschädigte Jacht musste aufgegeben werden. Am
Wochenende ging der gerettete Einhandsegler in Bremerhaven an Land. Die
ursprünglich geplante Reise zu seiner Schwester in der Schweiz musste er
mit dem Zug fortsetzen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Erster Bergungsversuch aus Wrack der Titanic
Dienstag, 18.07. 2000, 05:58:03 Uhr
Clearwater - In dieser Woche soll ein erster Versuch gestartet werden, Gegenstände aus dem Inneren des
gesunkenen Luxusschiffs Titanic zu bergen. "Es gibt dort Dinge von unschätzbarem Wert, von denen wir so viele wie
möglich herausholen wollen", teilte der Direktor der US-Firma "RMS Titanic", Arnie Geller, am Montag mit. Mit
ferngesteuerten Robotern und Kameras solle ein Team in den Frachtraum und die Poststelle des Luxusschiffes
vordringen, wo Juwelen und andere Wertgegenstände vermutet werden. Für August seien Tauchaktionen geplant. Das
amerikanische Bergungsschiff werde von einem britischen und einem russischen Schiff unterstützt.
Die Firma "RMS Titanic", die die Bergungsrechte für das 1912 gesunkene Schiff besitzt, hat bislang fünf
Bergungsaktionen im Umfeld der "Titanic" durchgeführt. Es wurden mehrere Tausend Einzelteile, darunter Wrackteile
und Gegenstände aus dem Besitz der Passagiere, aus der Tiefe geholt. Das Wrack des legendären Schiffes war 1985
vor der Küste Neufundlands entdeckt worden. Beim Untergang des Luxuskreuzers waren etwa 1500 Passagiere und
Besatzungsmitglieder ertrunken. Rund 750 konnten gerettet werden. Das Schiff hatte auf seiner Jungfernfahrt von
Southampton nach New York einen Eisberg gerammt und war daraufhin gesunken.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Wasserpolizei mahnt Urlauber
Dienstag, 18.07. 2000, 05:57:02 Uhr
Kurz vor Beginn der Ferien hat die Polizei Wassersportler zu Umsicht und Rücksichtnahme gemahnt und vor Leichtsinn auf Motorbooten gewarnt. Leichtsinn, Unkenntnis, Alkoholgenuss und mangelnde Praxis seien seit Jahren die häufigsten Gründe für Unfälle von Wassersportlern, heißt es von Seiten der Wasserschutzpolizei. In einem zwölf Punkte umfassenden Ratschlag werden die Freizeitkapitäne vor dem leichtsinnigen Umgang mit Benzin auf Schiffen gewarnt. Bei Benzingeruch im Sportboot dürfe nie der Motor gestartet werden. Bei einer Verpuffung sei sofort die Benzinzufuhr zu stoppen und Vollgas zu geben.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Niedrige Wasserpegel legen Schiffsverkehr auf Donau lahm
Montag, 17.07. 2000, 19:25:55 Uhr
Sofia - Stark fallende Wasserpegel haben am Montag in Nordbulgarien Teile des Schiffsverkehrs auf der Donau lahm gelegt. Nahe der Hafenstadt Vidin, rund 210 Kilometer nördlich von Sofia, lief ein ukrainisches Boot auf Grund, wie die amtliche Nachrichtenagentur BTA meldete. Mehrere Schiffe gingen vorläufig vor Anker, um einen Wiederanstieg der Wasserstände abzuwarten; es bildete sich ein kilometerlanger Stau. Die Pegel sind in den vergangenen Wochen in Folge einer anhaltenden Hitzewelle drastisch gesunken. Bei Vidin ist die Donau normalerweise bis zu drei Meter tief. In dieser Woche wurde ein Stand von 1,76 Metern gemessen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Schiff vor Ägypten gesunken
Montag, 17.07. 2000, 19:25:07 Uhr
Kairo - Ein mit Holz beladenes libanesisches Schiff ist vor der ägyptischen Hafenstadt Damietta gesunken. Nach Polizeiangaben vom Montag kam dabei ein Besatzungsmitglied ums Leben. Die restlichen neun Seeleute wurden gerettet, bevor die «Gaye» am Sonntag sank. Warum das Schiff mit Ziel Damietta Wasser aufnahm, war zunächst nicht bekannt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Mindestens fünf Menschen sterben bei Fährunglück vor Spanien
Montag, 17.07. 2000, 04:57:57 Uhr
Madrid - Bei einem Fährunglück vor der spanischen
Mittelmeerküste sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen,
darunter drei Kinder. Weitere 18 Passagiere wurden nach Polizeiangaben verletzt,
als am Sonntagmorgen in der Straße von Gibraltar zwei Fähren
zusammenstießen. Der Unglücksort lag in der Nähe der spanischen
Küste in der Bucht von Algeciras. Den Berichten zufolge bohrte sich der Bug
des Fährschiffs "Ciudad de Tanger» mit voller Wucht in den
Passagierraum der "Ciudad de Ceuta». Beide Schiffe verkehrten zwischen
dem spanischen Algeciras und dem marokkanischen Tanger. Zur Zeit des Unglücks
herrschte in der Region dichter Nebel. Beide Schiffe wurden in den Hafen von
Algeciras geschleppt.
Bei den fünf Toten handelte es sich um ein vier Monate altes Baby,
zwei fünf und sechs Jahre alte Kinder sowie zwei bisher nicht
identifizierte Erwachsene, die an Bord der "Ciudad de Ceuta» gefunden
wurden. Die Kinder seien Marokkaner. Am Sonntagmorgen wurde eine weitere Leiche
in der Bucht gefunden. Die Polizei hielt es für wahrscheinlich, dass die
Tote ebenfalls ein Opfer des Fährungunglück war. Die 18 Verletzten,
die ebenfalls zum größten Teil marokkanischer Herkunft waren, wurden
in Krankenhäuser auf dem spanischen Festland gebracht.
Die Fähre "Ciudad de Ceuta», die einer spanischen
Schifffahrtsgesellschaft gehört, war mit 290 Passagieren und 85 Fahrzeugen
an Bord in Richtung Marokko unterwegs, als sie um 6.30 Uhr mit der
entgegenkommenden "Ciudad de Tanger» zusammenprallte. Wie viele
Menschen sich auf dem Schiff mit 1200 Plätzen aus Marokko befanden, konnte
ein Sprecher der marokkanisch-norwegischen Chartergesellschaft zunächst
nicht mitteilen.
Jedes Jahr in der Urlaubssaison reisen rund zwei Millionen nach Europa
ausgewanderte Nordafrikaner über die Straße von Gibraltar, um ihre
Ferien zu Hause zu verbringen und danach wieder nach Europa zu kommen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
15 Flüchtlinge vor mexikanischer Küste ertrunken
Samstag, 15.07. 2000, 05:34:22 Uhr
Mexiko-Stadt - Vor der südmexikanischen Küste sind nach einem Schiffbruch mindestens 15 illegale Einwanderer aus Mittelamerika ertrunken. Mindestens fünf würden noch vermisst, teilten die Behörden mit. Die Flüchtlinge waren auf dem Weg zu einem professioneller Schlepper, der sie in die USA geleiten sollte.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
"Yukon" tauchte schon vor geplanter Versenkung ab
Samstag, 15.07. 2000, 05:06:54 Uhr
SAN DIEGO - Ein Spektakel der besonderen Art ist tausenden amerikanischen Schiffsbegeisterten entgangen: Ein kanadisches Kriegsschiff, das am Samstag feierlich versenkt werden sollte, ging klammheimlich schon am Tag vor der geplanten Zeremonie unter. Wie ein Sprecher der Küstenwacht in San Diego, Korvettenkapitän Brent Lebish, am Freitag mitteilte, sank die „HMCS Yukon" am Nachmittag, nachdem durch Löcher Wasser eingedrungen war. Der 110 Meter lange frühere Zerstörer sollte ursprünglich am Samstag versenkt werden und als künstliches Riff dienen.
Nach Angaben von Lebish rettete die Küstenwache drei Helfer von dem Schiff. Die Männer seien unversehrt gewesen, aber „ein bisschen enttäuscht und traurig", sagte Lebish dem Fernsehsender KNBC. Die genaue Ursache des Untergangs war zunächst unklar. Die Behörden wiesen jedoch daraufhin, dass für spätere Tauchgänge etwa 50 Löcher in das Schiff geschnitten wurden. Durch diese seien die Wassermassen eingedrungen, die die Pumpe an Bord offenbar nicht habe bewältigen können, hieß es.
Zu der geplanten Feier am Samstag waren tausende Schaulustige erwartet worden. Für Kinder war ein Wettbewerb geplant, dessen Sieger den entscheidenden Knopf für die Versenkung in 30 Meter Tiefe hätte drücken dürfen. Der Präsident der Meeresstiftung in San Diego, Dick Long, äußerte sich enttäuscht über das vorzeitige Abtauchen der „Yukon". Doch sei das Schiff bereits rechtzeitig an die vorgesehene Stelle geschleppt worden, so dass es jetzt immerhin am richtigen Platz auf dem Meeresgrund liege. Dort solle es jetzt als Attraktion für Hobbytaucher dienen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Bei Schiffsunglück in Indien 20 Menschen ertrunken
Samstag, 15.07. 2000, 05:05:50 Uhr
Neu-Dehli - Bei einem Schiffsunglück auf einem Fluss in
Zentralindien sind der nationalen Nachrichtenagentur PTI zufolge am
Donnerstag mindestens 20 Menschen ertrunken, 15 weitere werden
vermisst. Das mit 42 Passagieren besetzte Schiff sei bei einem Sturm
auf dem Fluss Talperu gekentert, meldete Press Trust of India am
Freitag.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Brandbekämpfung auf See nicht ohne Hubschrauber
Freitag, 14.07. 2000, 05:59:18 Uhr
Cuxhaven/Brunsbüttel - Zwei Jahre nach dem Fall "Pallas" ist die Bekämpfung von Schiffsbränden wieder ein Thema. In der Elbmündung übten gestern Feuerwehren, Seenotretter, Marine sowie das Wasser- und Schifffahrtsamt Cuxhaven die Bekämpfung eines Feuers auf einem Frachter. Wichtigste Erkenntnis dieser Aktion ist, dass der Hubschrauber für den Einsatz bei Havarien unverzichtbar ist. Gerade beim Zusammenspiel von Fliegern und Seefahrzeugen sehen die Retter noch deutliche Defizite bei der Ausbildung. Schiffsbrände wie die der "Pallas" gehören in der jährlich von 65000 größeren Schiffen befahrenen Deutschen Bucht zu den immer wieder kehrenden Unfällen. Für einen schnellen Einsatz der Feuerwehren sind neben Rettungskreuzern der DGzRS besonders die "Sea King"-Helikopter des Marineflieger Geschwaders 5 aus Kiel notwendig. Bei dem gestrigen Übungsszenario waren die Löschtrupps der Feuerwehr Cuxhaven mit samt ihrem Gerät im Hubschrauber schneller auf dem Havaristen als das parallel in Marsch gesetzte Mehrzweckschiff "Neuwerk". Problem für die Brandschützer sei allerdings die mangelnde Möglichkeit zur Übung mit den Kieler Marinefliegern, die aufgrund knapper Mittel im Verteidigungshaushalt und einer Steigerung der Marineeinsätze nicht so oft fliegen können wie es sich Brandamtsrat Thomas Gillert von der Cuxhavener Feuerwehr wünscht. "Erste Ansätze sind vorhanden, die Zusammenarbeit muss aber noch verstärkt werden", betont Gillert. Der Hubschrauber ist nach seiner Erfahrung ein ganz wichtiger Bestandteil der Schiffsbrandbekämpfung und Menschenrettung. Besonders beim Transport von Material wie Atemschutzgeräten oder Pumpen und der Beförderung von Einsatzkräften bei extrem schlechten Witterungsbedingungen können die "Sea King"-Hubschrauber oft besser agieren als Bergungsschiffe. Landseitig seien inzwischen die Feuerwehren in Niedersachsen und Schleswig-Holstein auf den Notfall gut vorbereitet. So unterhalten die Feuerwehren in Cuxhaven, Wilhelmshaven und Emden beispielsweise eine Truppe aus hauptamtlichen Kräften, die speziell für den Einsatz auf See ausgebildet wurde. In Schleswig-Holstein werden bis 2001 die Feuerwehren in Kiel, Lübeck und Brunsbüttel für den Schiffsbrandeinsatz mit zusätzlichem Gerät ausgerüstet.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Toter auf dem Hauptdeck
Freitag, 14.07. 2000, 05:58:24 Uhr
Ein 46-jähriger Bordelektriker der MS "Antares" wurde am Dienstag tot auf dem Hauptdeck des Schiffes gefunden. Er lag regungslos vor einer Niedergangstreppe, Wiederbelebungsversuche durch den Notarzt blieben ohne Erfolg. Die Todesursache soll nun eine Obduktion ergeben. Die MS "Antares" liegt zur Zeit wegen Reparaturarbeiten in Bremerhaven.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
144 Passagiere des »Maintalbummlers« mit Rettungsbooten an Land gebracht
Brand im Maschinenraum machte Schiff manövrierunfähig / Großübung der Lohrer Hilfsorganisationen
Lohr - Zu einer groß angelegten Übung waren am Montagabend die Lohrer Hilfsorganisationen Freiwillige Feuerwehr, Technisches Hilfswerk, Rotes Kreuz und Wasserwacht, Polizei und Wasser- und Schifffahrtsamt Schweinfurt alarmiert worden. Angenommenes Katastrophenobjekt war das Fahrgastschiff »Maintalbummler«.
Um 18.25 Uhr wurde Alarm ausgelöst. Schon wenige Minuten später trafen die ersten der insgesamt 98 Hilfskräfte an der Mainlände ein. Die erste Lagemeldung des Einsatzleiters lautete: Rauch dringt wegen eines Brandes aus dem Maschinenraum des Fahrgastschiffes. Das Feuer machte das Schiff manövrierunfähig und es musste deshalb zehn Meter vom Ufer entfernt den Anker werfen. Auf dem Schiff befinden sich viele Menschen, einige springen schon über Bord.
Zu einer provisorischen Brückenbildung zum Schiff diente die Drehleiter der Feuerwehr damit die Feuerwehrangriffstrupps zur Evakuierung der 144 Fahrgäste vordringen konnten.
Über Rettungsboote der Feuerwehr, des Technischen Hilfswerks und der Wasserwacht konnten alle Insassen, darunter viele Kinder und ältere Personen, wohlbehalten gerettet werden. Erst wurden sie registriert und je nach Verletzungsgrad zur Behandlung weitergeleitet. Am Ufer sorgte sich das Rote Kreuz um die Passagiere und die Verletzten.
Die Bergungsarbeiten am Mainufer waren durch das Anlegen eines anderen großen Passagierschiffes und das Parken eines Omnibusses beeinträchtigt. Um 18.50 Uhr kam die Meldung: »Feuer aus«. Mit zwei Seilwinden wurde das Schiff ans Ufer gezogen und an der Kaimauer festgemacht. Gegen 19.15 Uhr war die Übung zu Ende.
Die spektakuläre Übung mit 29 Hilfskräften der Feuerwehr, 37 des THW, 20 des Roten Kreuzes, elf der Wasserwacht und einem Wasserschutzpolizisten wurde von zahlreichen Zuschauern auf den beiden Mainbrücken und an der Mainlände mit Interesse verfolgt. Bei der »Manöverkritik« am Ende der Übung lobte Bürgermeister Siegfried Selinger die hervorragende Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Hilfsorganisationen. Es habe sich bei dieser Übung wieder gezeigt, dass nicht nur eine perfekte technische Ausstattung, sondern der hohe Ausbildungsstand der Helfer sehr wichtig sei. Zuvor hatten Kommandant Joachim Mantel und Vertreter der anderen Hilfsorganisationen den technischen Ablauf erklärt und sich für das Interesse der Gäste bedankt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Windböe: Katamaran gekentert
Fünf junge Segler retteten sich auf den Bootsrumpf - Fährschiff kam zur Hilfe
Dienstag, 11.07. 2000, 05:56:28 Uhr
Nur mit viel Glück sind am Montagnachmittag fünf junge Segler einer Katastrophe entgangen. Skipper Frank A. (20) war mit drei jungen Männern und einer Frau im Alter von 16, 18 und 20 Jahren auf der Elbe unterwegs. In Höhe Lühe bei Stade fuhren die Jung-Segler mit ihrem Katamaran bei stürmischem Wind um 14 Uhr ein riskantes Manöver. Im ungünstigsten Augenblick erfasste eine Windböe das Segel und warf den Katamaran um. Einer der beiden Bootsrümpfe lief augenblicklich voll Wasser und sank. Keiner der jungen Leute trug eine Schwimmweste. Mit Mühe konnten sie sich klatschnass und frierend auf den aus dem Wasser ragenden Rumpf retten.
Glück im Unglück: Vom Lüheufer aus beobachtete ein Passant das Geschehen. Ohne zu zögern stürmte er auf das am Anlieger festgemachte Fährschiff "Dat ole Land" und informierte Kapitän Thorles Hoffmann. "Wir haben sofort abgelegt und die Unglücksstelle angelaufen, gleichzeitig habe ich über Funk Rettungskräfte alarmiert", berichtet der 51-Jährige. Die Aktion sei auf Grund des auffrischenden Windes schwierig gewesen, außerdem habe sich der Havarist außerhalb des Fahrwassers befunden. Hoffmann: "Im flachen Wasser hätten wir leicht auflaufen können, wir mussten sehr vorsichtig sein".
Trotz des Risikos steuerte Thorles Hoffmann sein Schiff so nahe wie möglich an den kieloben treibenden Katamaran heran. "Ich habe meine Fähre so vor das Boot gesetzt, dass es im Windschatten lag; ein anderer Segler hat die Leute an Bord genommen und an uns übergeben". Am Ufer wurden die duchnässten, aber unverletzten Segler bereits vom Rettungsdienst erwartet. Den inzwischen eingetroffenen DLRG-Booten und der Wasserschutzpolizei blieb noch das Bergungsproblem. Um 15.30 Uhr hatte ein Bergungsschiff den Katamaran aufgerichtet und schleppte ihn zum Tonnenhof nach Wedel.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Schubverband rammte zwei Güterschiffe
: Absprache missachtet
Samstag, 08.07. 2000, 07:27:55 Uhr
BAMBERG
Drei Schiffe sind auf
dem Main in der Nähe von Viereth-Trunstadt
(Landkreis Bamberg) kollidiert.
Dabei entstand nach Polizeiangaben
ein Schaden von mehreren Hunderttausend
Mark.
Der Unfall ereignete sich auf einem
kurvenreichen Flussabschnitt westlich
von Bamberg. Dort hatten sich
drei Schiffsführer über Funk auf eine
bevorstehende Begegnung abgestimmt.
Doch der Kapitän eines 185
Meter langen Schubverbands, der aus
der Schleuse Viereth kam und in Richtung
Schweinfurt unterwegs war, hielt
sich offenbar nicht an die getroffene
Absprache.
Denn der mit 60 Containern beladene
Schubverband fuhr in einer Kurve
auf der falschen Mainseite und rammte
dadurch ein entgegenkommendes
Güterschiff. Auch der Kapitän eines
nachfolgenden Lastkahns versuchte,
dem Zusammenprall zu entgehen, lief
aber mit seinem Schiff ebenfalls auf
Grund. Er hatte noch versucht, zum
Ufer hin auszuweichen.
Die Wasserschutzpolizei und ein
Sachverständiger des Wasser- und
Schifffahrtsamtes Schweinfurt stellten
beim Unfallverursacher mehrere
Verstöße gegen die Ausrüstungsvorschriften
fest. Die Staatsanwaltschaft
ermittelt wegen einer Gefährdung des
Schiffsverkehrs.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Kollision bei Parade in New York
Freitag, 07.07. 2000, 06:08:28 Uhr
Queen Elizabeth II. hat am Mittwoch auf dem Hudson bei New York eine Schiffskollision ausgelöst. Wie die amerikanische Küstenwache mitteilte, stieß die alte Fregatte gegen das japanische Kriegsschiff "Kashima", das wiederum gegen das britische Kriegsschiff "HMS Manchester" stieß. Verletzt wurde niemand, es entstand nur leichter Sachschaden bei Lizbeth. Sie verzeichnete einige Schrammen und etwas verbogenes Metall im Bereich der Aufbauten und der Außenhaut.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Seeschiff verursacht Sachschaden an Sportbooten
Freitag, 07.07. 2000, 06:06:54 Uhr
Hamburg - Nach ersten Ermittlungen der Wasserschutzpolizei
kollidierte das MS «OSTERHUSEN» (1297 BRT) infolge des starken
böigen Westwindes mit zwei Sportbooten und beschädigte die
Fahrzeuge.
Gegen. 19.15 Uhr wollte das Motorschiff rückwärts aus dem
Lotsekanal in den Verkehrshafen einlaufen. In Höhe des
Treidelweges drückte der starke westliche Wind das Fahrzeug auf
zwei an der Kaimauer festgemachte Sportboote und beschädigte
diese. Die Höhe des Sachschadens kann derzeit noch nicht
beziffert werden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
UN-Richter beziehen «Schloss» an der Elbe
Dienstag, 04.07. 2000, 06:06:13 Uhr
Hamburg - Der Internationale
Seegerichtshof hat eine neue Adresse: Seit Montag residieren
die 21 Richter der Vereinten Nationen ihr neues Domizil im
feinen Hamburger Stadtteil Nienstedten.
Für mehr als 123 Millionen Mark entstand an der
Elbchaussee rund um eine alte Villa ein gewaltiger
Gebäudekomplex mit einer Nutzfläche von 5 200
Quadratmetern. Den Löwenanteil der Baukosten trug mit 80
Prozent der Bund, für die restlichen 20 Prozent kam die
Hansestadt auf. Das «weiße UN-Schloss», so der Volksmund,
«ist ein schönes Bauwerk - aber auch ein teures». Dieses
Urteil fällte Hamburgs Oberfinanzpräsident Hans de la
Motte schon beim Richtfest vor zwei Jahren.
Aber auch der laufende Betrieb des Seegerichtshofes
selbst, der seit Oktober 1996 seinen Sitz in Hamburg hat und
bisher in einem Provisorium untergebracht war, ist
kostspielig. Für die Arbeit stand der maritimen Institution
der Vereinten Nationen im Vorjahr ein Budget von mehr als
sieben Millionen US-Dollar, umgerechnet rund 13 Millionen
Mark, zur Verfügung. Sie mussten von den UN-Mitgliedstaaten
aufgebracht werden. Dazu kommen die Kosten für die
Verfahren, die die streitenden Parteien selbst tragen
müssen.
Das waren in den vergangenen vier Jahren nicht gerade
viele: Nur fünf Mal kamen die höchsten Seerichter der Welt
bisher in Hamburg zusammen, um maritime Konflikte zu
schlichten. Ihr erstes Urteil sprachen die 21 Experten
eineinhalb Jahren nach Einrichtung des Gerichts in Hamburg.
Damals ging es um Beschuss und Enterung des Tankers «Saiga»
durch ein Kanonenboot Guineas, das seine Zoll- und
Steuergesetze verletzt sah. Der bisher letzte Fall liegt
vier Monate zurück: Das unter Panama-Flagge fahrendes
Schiff «Camouco» war von der französischen Marine
aufgebracht und beschlagnahmt worden. Vor dem
Internationalen Gericht erlitt Frankreich eine Niederlage:
Schiff und Kapitän mussten gegen eine Kaution freigegeben
werden.
31 Mitarbeiter werden nach Angaben der Hamburger
Justizbehörde täglich in dem Riesen-Bau in Nienstedten
beschäftigt sein. Dazu kommen 15 bis 20 Zeitkräfte, die
nur dann eingesetzt werden, wenn das Hohe Gericht tagt und
das ist kaum mehr als einmal jährlich. Außerdem gibt es
pro Jahr zwei Arbeitssitzungen, zu denen die 21 Richter aus
aller Herren Länder ebenfalls nach Hamburg eingeflogen
werden. Einen festen Wohnsitz hat in der Hansestadt nur der
Präsident, der indische Richter Chandrasekhara Rao. Er
löste vor neun Monaten den Ghanaer Thomas Mensah ab.
Der hatte wiederholt Vorwürfe zurückgewiesen, der
Seegerichtshof in Hamburg sei «das weltweit teuerste und
ineffektivste Gericht». Auch der Internationale Gerichtshof
in Den Haag habe in seiner 50- jährigen Arbeit «nur» 200
Verfahren abgeschlossen, so Mensah. Auch habe es aus den
Mitgliedsstaaten bisher noch keine Kritik gegeben. Dafür
wird jetzt um so kräftiger gefeiert: Am 3. Juli gibt es
eine große Eröffnungsveranstaltung für die erste und
einzige bedeutende Institution der Vereinten Nationen in
Deutschland. Ehrengast am der Elbe ist an diesem Tag
UN-Generalssekretär Kofi Annan.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Hai-Angriffe auf zwei junge Schwimmerinnen in Florida
Montag, 03.07. 2000, 19:29:50 Uhr
Daytona Beach - Zwei junge Schwimmerinnen sind vor der Küste des US-Staats Florida jeweils von Haien angegriffen und verletzt worden. Nach Medienberichten wurde eine 19-Jährige in die Hüfte gebissen, bevor der knapp ein Meter große Hai von ihr abließ. Bei einem anderen Zwischenfall musste eine 13-Jährige wegen einer schweren Bisswunde am Fußknöchel operiert werden. Beide Vorfälle ereigneten sich im Wasser vor New Smyrna Beach südlich von Daytona Beach.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Gefährlicher Unfug an den Landungsbrücken - 40 Barkassen losgeworfen
Montag, 03.07. 2000, 19:27:21 Uhr
Unbekannte Täter warfen die Leinen von 40 Hafenbarkassen
und der «WARSTEINER QUEEN» los. Die Wasserschutzpolizei Hamburg
sucht Zeugen.
Heute zwischen Mitternacht und 03.25 Uhr warfen unbekannte
Täter 40 Barkassen der verschiedenen ansässigen Firmen, die
nördlich der Landungsbrücken befestigt waren, los. 32 Fahrzeuge
trieben ab Und verkeilten sich teilweise unter den Brücken. Bei
einigen Hafenfahrzeugen entstanden Sachschäden
(Positionslaternen abgerissen, Masten beschädigt,
Farbabschürfungen). Die «WARSTEINER QUEEN» trieb quer auf die
Norderelbe, lediglich noch an einer Vorleine befestigt. Diese
Leinenverbindung drohte in Folge des starken Flutstromes zu
brechen. Dem Funkstreifenboot Elbe 33 gelang es, das treibende
Fahrzeug an seinen Liegeplatz zurückzudrücken und wieder alle
Leinenverbindungen zu befestigen.
Mit Unterstützung der Feuerwehr gelang es den eingesetzten
Wasserschutzpolizisten, auch die 40 Barkassen, ohne größere
Schäden wieder an ihren Liegeplätzen zu befestigen.
Neben dem Loswerfen der Fahrzeuge richteten die Unbekannten
auch an Pflanzenkübeln auf den Landungsbrücken Verwüstungen an.
Das Wasserschutzpolizeikommissariat 2 hat die Ermittlungen
übernommen. Hinweise zu den Hintergründen der Tat liegen derzeit
nicht vor.
Zeugen, die Hinweise zu den Tätern geben können, werden
gebeten, sich an das WSPK 2 unter Tel. : 040 756 14 110 zu
wenden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Tragödie bei Kreuzfahrt: Mann tot, zwei Verletzte
Montag, 03.07. 2000, 05:54:40 Uhr
Das Glück einer Familie - auf dem Luxus-Kreuzer "MS Swiss Coral" endete es in der Tragödie. Der Vater (77) vom Sonnendach erschlagen, die Tochter und ihr Ehemann (beide 43) schwer verletzt.
Sonnabend um 17 Uhr legte die zwei Jahre alte "Swiss Coral" (fährt unter Schweizer Flagge) in Berlin-Tegel ab. Kapitän Jochen Magner (48) war mit 71 Passagieren und sieben Besatzungsmitgliedern an Bord gegangen.
Alles ausgebucht! Das Schiff (1300 PS, 45 Kabinen) sieben Tage auf dem Weg nach Stralsund, mit Zwischenstationen in Oderberg, Stettin, auf Rügen, Hiddensee. Mit Busausflügen, Stadtrundgängen und Kutschfahrten. Ein traumhafter Trip, der pro Person zwischen 1950 Mark und 2790 Mark kostet.
Auch die zehnköpfige Familie aus Nordrhein-Westfalen hatte sich so sehr auf den Kurz-Urlaub gefreut. Fünf Stunden später gab es nur noch Trauer und Tränen.
Es passierte auf dem Oder-Havel-Kanal bei Malz kurz hinter der Schleuse Lehnitz. Plötzlich krachte am Heck das tonnenschwere Klapp-Sonnendach aus Stahl und Kunststoff (12 x 6 Meter) in sich zusammen, begrub den Vater und seine Verwandten unter sich. Für den 77-Jährigen kam jede Hilfe zu spät.
Die Ehefrau des Toten erlitt einen Schock. Tochter und Schwiegersohn kamen mit Rettungshubschrauber und Krankenwagen ins Berliner Unfallkrankenhaus Marzahn. Ein auf dem Schiff mitfahrender Arzt hatte Erste Hilfe geleistet.
Wie konnte es nur dazu kommen? Ralf Apel (43), vom Würzburger Reiseveranstalter "Carara-Tours": "Wissen wir noch nicht. Für die Passage durch die Schleuse war das Dach herunter geklappt, danach wieder aufgebaut worden. Wir gehen von menschlichem oder technischem Versagen aus." Brandenburgs Landeskriminalamt und Wasserschutzpolizei ermitteln wegen fahrlässiger Tötung.
Nach dem Unglück fuhr die Familie sofort nach Hause. Die anderen Passagiere blieben und setzten die Reise fort.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Massenerkrankung auf niederländischem Rhein-Kreuzfahrtschiff
Montag, 03.07. 2000, 05:53:28 Uhr
Köln - Rund 70 Passagiere eines niederländischen
Rhein-Kreuzfahrtschiffs haben sich am Wochenende offenbar eine Vergiftung
zugezogen. Nach Angaben der Wasserschutzpolizei wiesen die Passagiere des am
Konrad-Adenauer-Ufer in Köln liegenden Schiffs am Samstagvormittag
Anzeichen einer Salmonellenvergiftung auf. Die genaue Ursache der
Massenerkrankung unter den insgesamt 100 Fahrgästen war aber am Sonntag
noch unklar. Von 22 Menschen, die in Krankenhäuser gebracht wurden, konnten
20 nach ambulanter Behandlung wieder entlassen werden, ein älteres Ehepaar
musste bis zum Sonntag im Krankenhaus bleiben.
Besatzungsmitglieder waren nach Polizeiangaben nicht erkrankt. Bei den
Fahrgästen handelt es sich wahrscheinlich ausschließlich um Niederländer.
Die Polizei vermutet, dass die Masseninfektion von vier Passagieren ausgegangen
sein könnte, die zwei Tage zuvor bei einem Landgang in Koblenz eine
Eisdiele besucht und dort Bananeneis verzehrt hatten. Die zuständigen Behörden
nehmen Untersuchungen auf dem Schiff vor, das vorerst in Köln bleiben muss.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Dank an die Seenotretter
Gratulationen an ihrem Festtag: "Weil bei jedem Wind und Wetter Verlass auf sie ist"
Montag, 03.07. 2000, 05:52:18 Uhr
Notfalls steuert Jörg Bünting (53) seinen 27 Meter langen Seenotrettungskreuzer auch mal mit dem rechten Knie. Wenn ihm zum Beispiel ein Shanty-Chor die Sicht nach achtern versperrt. Dann stellt Bünting seine Füße auf den Sitz des Steuermanns und beugt sich weit über den Rand des Aufbaus der "Her-mann Helms". Mit dem Knie bedient er die Ruderanlage. "Wat mutt, dat mutt", sagt er und lacht tief. Er ist der Kapitän.
An diesem Wochenende ist er ein charmanter Gastgeber. Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) feiert an allen 59 Standorten von Borkum im Westen bis Ueckermünde im Osten den "Tag der Seenotretter". In Cuxhaven sind der Bürgermeister und die Krabbenfischer, Shanty-Chöre und die Trachtenfrauen von den "Sahlenburger Buttpeddern" in den Hafen gekommen, um den Seenotrettern zu gratulieren. Weil auf die "bei jedem Wind und Wetter Verlass ist, wenn unsere Fischer rausfahren", gibt es nun Fischfilets, Krabben und Apfelkuchen zum Dank. Erst vor drei Wochen haben Bünting und seine Männer buchstäblich in letzter Minute zwei Krabbenfischer von ihrem sinkenden Kutter geholt.
Allein 1999 haben die Seenotretter 2523-mal die Leinen losgemacht. Sie retteten 373 Menschen aus Seenot, befreiten 1319 aus kritischen Situationen. Sie transportierten 473 Kranke oder Verletzte von Schiffen, Inseln und Halligen ans Festland.
Die Besatzung der "Hermann Helms" ist auch am Festtag rund um die Uhr für den nächsten Hilferuf bereit. Jeweils vier Mann versehen 14 Tage lang Dienst. Die andere Hälfte der Besatzung erholt sich währenddessen im so genannten Freitörn. Jedes Team wird von einem Kapitän geführt. Der heißt bei den Seenotrettern allerdings Vormann. Der Begriff stammt aus der Zeit, als Menschen noch mit Ruderbooten gerettet wurden. So ein Ruderboot war das Modell für die rot-weißen Spendenschiffchen der DGzRS, die es jetzt seit 125 Jahren gibt. Die Ruderer saßen mit dem Rücken zum Fahrziel, sehen konnte es nur der Steuermann vor ihnen - eben der Vormann.
Im Zweistundentakt gratulieren Shanty-Chöre den Cuxhavener Seenotrettern. Bünting lächelt selbst noch, als zum dritten Mal zu "Eine Seefahrt, die ist lustig" geschunkelt wird. Alle Glückwünsche gelten der Gesellschaft. Dabei feiert Jörg Bünting ohne Wissen der Gratulanten auch einen persönlichen Jubeltag. "Heute bin ich 22 Jahre bei der Gesellschaft", berichtet er leise. Nur eine hat daran gedacht. Seine Frau Maike ist an Bord gekommen. Als nach einer Fahrt durch den Hafen alles von Bord strömt und die Büntings sich unbeobachtet fühlen, drückt sie ihrem Jörg einen dicken Kuss auf die Lippen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Zehn Überlebende von gesunkener Flüchtlingsfähre "Cahaya Buharti" geborgen
Sonntag, 02.07. 2000, 19:05:54 Uhr
Jakarta - Drei Tage nach dem Untergang einer mit fast 500 Menschen besetzten Fähre vor der indonesischen Insel Sulawesi haben Helfer am Sonntag zehn Passagiere lebend aus dem Meer gerettet. Nach Angaben der Schifffahrtsbehörden in der Sulawesi-Hauptstadt Manado konnte ein Mensch nur noch tot geborgen werden. Die Geretteten bestätigten, dass die `Cahaya Buharti" in schwerer See gesunken sei.
Mehr als die Hälfte der 492 Menschen an Bord der völlig überladenen Fähre waren Flüchtlinge von den durch blutige Unruhen erschütterten Nord-Molukken, darunter viele Frauen und Kinder. Das Schiff war nur für 270 Passagiere zugelassen. Es war auf dem Weg von Tobelo auf den Nord-Molukken in das 330 Kilometer entfernte Manado.
Die Überlebenden - sechs Männer und vier Frauen - waren nach Behördenangaben bei ihrer Rettung rund 200 Kilometer nordöstlich von Manado völlig entkräftet, ausgetrocknet und von der Sonne verbrannt. Ihren Berichten zufolge war das Holzschiff bei hohem Wellengang nach einem Wassereinbruch untergegangen. Sie hätten sich an Wrackteile geklammert, manche hätten zudem Schwimmwesten getragen.
Nach Angaben des indonesischen Such- und Rettungsdiensts soll die Suche nach weiteren Überlebenden am Montag nun weiter verstärkt werden. An der Aktion beteiligen sich mehrere Schiffen der Marine, Flugzeuge, Hubschrauber und Fischerboote.
Am Samstag hatten Berichte (siehe unten!) für Verwirrung gesorgt, nach denen die `Cahaya Buharti" unbeschadet gesichtet worden sei. Die Behörden in Manado wiesen dies aber wenig später als falsch zurück.
Auf den Nord-Molukken waren vor zwei Wochen bei einem Massaker von Moslems an Christen mehr als 200 Menschen getötet und mehr als 500 verletzt worden. Hunderte Einwohner flohen daraufhin. Zwei Tage später sprangen die Unruhen auf die Provinzhauptstadt Ambon über. Dort kamen bei Zusammenstößen seitdem mindestens 75 Menschen ums Leben.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Fähre mit Molukken-Flüchtlingen wieder aufgetaucht
Samstag, 01.07. 2000, 19:04:30 Uhr
Jakarta - Eine vor der indonesischen Insel Sulawesi verschollene Fähre mit fast 500 Menschen an Bord ist Behördenangaben zufolge wieder aufgetaucht. Suchmannschaften hätten die «Cihaya Bihari» am Samstag aufgespürt und Rettungsteams für die Passagiere geschickt, bestätigte ein Sprecher des staatlichen indonesischen Rettungszentrum in der Hauptstadt Jakarta.
Die indonesischen Behörden waren zunächst davon ausgegangen, dass das völlig überladene Schiff am Donnerstag in schwerer See gesunken war und alle 492 Menschen an Bord in den Tod gerissen hatte. Mehr als die Hälfte der Passagiere sind Flüchtlinge von den durch blutige Unruhen zwischen Christen und Moslems erschütterten Nord-Molukken.
Den Angaben zufolge war das Schiff am Samstagmittag (Ortszeit) vor der Küste der kleinen Insel Siau geortet worden, etwa 100 Kilometer von dem Ort entfernt, wo zunächst die Unglücksstelle vermutet worden war. Alle Passagiere seien am Leben, sagte der Sprecher. Unklar war zunächst, wie die Fähre dorthin gelangt war.
Die Behörden waren von einer Havarie ausgegangen, nachdem der Kapitän am Donnerstag einen Notruf abgesetzt hatte und das Schiff dann verschwand. Rettungstrupps fanden bei den anschließenden Suche nur einige Schwimmwesten. Die Fähre war für 270 Menschen zugelassen, nur 186 Passagiere waren registriert. Das Schiff war auf dem Weg von Tobelo auf den Nord-Molukken zu der Sulawesi-Hauptstadt Manado.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Von verunglücktem Schiff in Indonesien fehlt jede Spur
Wahrscheinlich alle 492 Menschen an Bord tot
Samstag, 01.07. 2000, 06:31:42 Uhr
Manado/Indonesien - Auch zwei Tage nach dem Untergang eines Schiffes vor der indonesischen Küste hat noch immer jede Spur von dem Wrack gefehlt. Die Rettungskräfte gingen davon aus, dass alle 492 Menschen an Bord bei dem Unglück ums Leben kamen. Schiffe der indonesischen Marine und Dutzende Fischerboote suchten das Meer nordöstlich von Sulawesi ab, wo die «Cahaya Bahari» am Donnerstag verschwunden war. «Es ist ein Rätsel. Wir haben keinerlei Anhaltspunkte», sagte der Leiter der Rettungskräfte am Freitagabend. «Es gibt keine Wrackteile im Wasser, keine Leichen, kein Öl, nichts», sagte der Marineoffizier Djoko Sumaryono. Die Fähre war am Donnerstag auf dem Weg von Halmahera, der Hauptinsel der nördlichen Molukken, nach Manado auf Sulawesi. Der Kontakt brach rund 65 Kilometer westlich der Insel Siau ab, kurz nachdem der Kapitän einen Notruf abgesetzt hatte. Zum Zeitpunkt des Unglücks herrschte stürmisches Wetter.
Unter den Passagieren waren nach Behördenangaben 290 Flüchtlinge aus dem Ort Duma, in dem moslemische Kämpfer vergangene Woche ein Massaker angerichtet hatten. Mit insgesamt 492 Passagieren und Besatzungsmitgliedern war die Fähre völlig überladen, wie es weiter hieß. Nach Angaben des Schiffsmaklers war die «Cahaya Bahari» für 290 Personen zugelassen. Es gebe eine geringe Chance, dass das Schiff außerhalb des Suchgebiets im Meer treibe, sagte Sumaryono. Aber das sei sehr unwahrscheinlich. «Wir können nur raten und weiter suchen.»
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
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