EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv Oktober 2000

Last update: Mittwoch, 13.09. 2000, 6:09 Uhr

Barentssee: Zunächst Überlebende an Bord der "Kursk"
Freitag, 27.10. 2000, 05:39:23 Uhr
MOSKAU. Mindestens 23 Seeleute haben das Unglück an Bord des russischen Atom-U-Boots «Kursk» vor zweieinhalb Monaten zunächst überlebt. Dies geht aus einer Notiz hervor, die bei einem der vier geborgenen Toten gefunden wurde, wie der Befehlshaber der russischen Marine, Admiral Wladimir Kurojedow berichtete. In dieser Nachricht von Leutnant D.R. Kolesnikow heißt es: «Alle Besatzungsmitglieder der sechsten, siebten und achten Abteilung sind in die neunte gegangen. Wir haben diese Entscheidung nach dem Unfall getroffen. Keiner von uns kann zur Oberfläche.» Und er fügt hinzu: «Ich schreibe dies blind.» Einen Hinweis auf die Ursache des Unglücks gibt es in dieser Nachricht offenbar nicht. Der Stabschef der Nordmeerflotte, Vizeadmiral Michail Mozak, erklärte, die Notiz sei offenbar am Tag des Unglücks, dem 12. August, zwischen 13.34 Uhr und 15.15 Uhr geschrieben worden. Russische und ausländische Schiffe in der Barentssee hatten gegen 11.30 Uhr eine Explosion registriert. Nach Angaben von Mozak hieß es weiter, zwei oder drei Leute könnten versuchen, durch den Notausstieg in der neunten Kammer auszusteigen. Der Rest der Notiz sei privat.
Russische U-Boote konnten nach dem Unglück nicht an die Luke andocken. Das gelang erst eine Woche später norwegischen Tauchern, die jedoch keine Überlebenden fanden. Mozak sagte, die Taucher hofften, die neunte Kammer erneut von der Kammer Nummer acht aus zu erreichen, wie es bereits am Mittwoch gelungen sei. Sie wollten jedoch eventuell ein Loch in die neunte Kammer schneiden, um die Suche zu erleichtern. Die Arbeiten würden jedoch von schlechtem Wetter erschwert. Nach Angaben von Mozak sollen die vier geborgenen Leichen am Samstag nach Seweromorsk geflogen werden, wo eine Gedenkfeier stattfinden soll. Kurojedow erklärte, Kolesnikow sei der einzige Matrose, der bisher identifiziert worden sei. Wie lange die Seeleute nach der Explosion an Bord noch am Leben waren, war nicht klar. Der stellvertretende Ministerpräsident Ilja Klebanow schloss jedoch am Donnerstag aus, dass es eine Chance gegeben habe, sie zu retten. Der Leiter der russischen Konstruktionsfirma Rubin, die die «Kursk» gebaut hatte, erklärte während einer Pressekonferenz, die Besatzungsmitglieder hätten durch den Notausstieg an die Oberfläche gelangen können. Offensichtlich sei ihnen das auf Grund ihrer Verletzungen nicht gelungen.
Tiefseetaucher hatten in den vergangenen fünf Tagen ein Loch in die Außenwand der «Kursk» geschnitten und waren am Mittwoch in das Wrack eingestiegen. Russische Marinevertreter hatten kurz nach dem Unglück erklärt, dass möglicherweise einige der 118 Matrosen die Explosion überlebt haben könnten, worauf auch Klopfzeichen aus dem Wrack deuteten. Andere hielten dies für unwahrscheinlich und schrieben die Geräusche zerberstendem Metall zu. Russische Medien berichteten, die Regierung halte trotz großer Risiken an den Bergungsarbeiten fest, um ihr Verhalten nach dem Untergangs der «Kursk» auszugleichen, als sie sich tagelang weigerte, ausländische Hilfe anzunehmen.
Quelle: Joachim Preuß, sailpress.de - Sicherheit für Hochseesegler

Einstieg in das Todesschiff
Erste Leichen von der „Kursk“ geborgen/Video soll Kollisionsthese stützen
Donnerstag, 26.10. 2000, 15:45:30 Uhr
Bis gestern Abend fand Sergej Schmygin drei Leichen der Seeleute, die in speziellen Containern zur Oberfläche gehoben wurden. Der Taucher kam in der achten Kammer im Bug der "Kursk" zunächst lediglich fünf Meter weit. Die während der Explosion aus ihren Fassungen gerissene Ausrüstung der "Kursk" und die zahlreichen verbogenen Leitungen behinderten ihn. Im trüben Wasser betrug seine Sicht zudem nur 50 bis 70 Zentimeter.

Der mutige Russe entdeckte in der achten Kammer zwar eine Luftblase, aber keine Leichen. Laut Vorschriften hätten sich dort zum Zeitpunkt des Unglücks mindestens sieben Matrosen aufhalten müssen. In der neunten Kammer, wo fünf tote Seeleute vermutet wurden, fand das Einsatzteam die drei später geborgenen Körper.

Während seine Kollegen draußen die Notausstiegsschleuse der neunten Kammer öffneten, schaffte es Schmygin im Schiff, mit einiger Mühe die innere Luke zur Nachbarraum aufzureißen. Wegen begrenzter Länge seines Luftschlauchs konnte er jedoch nicht viel weiter. Auch der Weg nach unten war verschlossen. "Die Luke zum mittleren der drei Decks der ,Kursk’ ist zu", berichtete der russische Fernsehsender RTR.

Später erwog das Marinekommando, weitere Erkundungen wegen des drei bis vier Meter hohen Seegangs nördlich von Murmansk zu beenden. Unter diesem Vorwand wurden alle Journalisten von Bord des Kommandoschiffes "Admiral Tschabanenko" entfernt. "Warum finden die Bergungsarbeiten ausgerechnet im Oktober statt?", fragen sich heute nicht nur die Einwohner von Widjajewo. Der Herbst ist die ungemütlichste Zeit in der Barentssee. Haushohe Wellen und Sturmböen von 100 Stundenkilometern sind keine Seltenheit. Das Bergungsschiff "Regalia" kann bei Wellen von über sechs Meter Höhe seine Position über dem Wrack nicht mehr halten. Pech für die Russen, denen allmählich die Zeit davonläuft: Der Vertrag mit der internationalen Firma Halliburton begrenzt die Dauer der Arbeiten im Meer auf etwa vier Wochen.

70 der 118 betroffenen Familien hatten im Oktober die Regierung gebeten, die drei Millionen Dollar teure Aktion in der Arktis aus moralischen Gründen und wegen großer Gefahr für die Bergungsteams abzusagen. Doch Präsident Wladimir Putin hat die Bergung der toten Seeleute befürwortet.

Laut russischen Medien verfolgen die Militärs noch ein geheimes Ziel: die Steuersysteme und Erkennungscodes für die Nuklearwaffen aus dem scharf bewachten Wrack zu bergen, bevor die Amerikaner sie finden. Darum wird die mehrfach verschobene, komplizierte Bergung trotz des Unwetters und des hohen Risikos fortgesetzt.

Derweil bleibt die Ursache der Katastrophe unklar. In einem Vorort von Moskau testeten russische Militärs tagelang Torpedos des Typs, mit dem die "Kursk" bewaffnet war. Man warf die Geschosse aus unterschiedlicher Höhe auf Betonplatten ab, danach hatte man sie aus Maschinengewehren beschossen. Angeblich war kein einziger Torpedo explodiert.

Marine und Regierung bleiben bei ihrer Kollisionstheorie. Der russische Fernsehsender NTW zeigte gestern Videoaufnahmen, auf denen dunkle Abschürfungen am Rumpf der "Kursk" zu sehen sind. Bislang fehlt jedoch der entscheidende Beweis dafür, dass ein ausländisches U-Boot in die Katastrophe verwickelt war. Vor drei Wochen brachten zwei russische Tauchkapseln 30 Metallteile vom Boden der Barentssee. Sie stammten sämtlich von der "Kursk".
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Fährunglück: Richter handelt
Vermögen der Reederei eingefroren
Mittwoch, 25.10. 2000, 21:36:38 Uhr
Athen - Knapp einen Monat nach dem Untergang der griechischen Fähre «Express Samina», bei dem 80 Personen ums Leben kamen, ist der Besitz der betroffenen Reederei von einem Gericht eingefroren worden. Die Reederei «Minoan Flying Dolphins» darf so lange kein Schiff und keine ihrer Immobilien verkaufen, bis die Entschädigungsansprüche von Hinterbliebenen gerichtlich geklärt sind. Dies entschied ein Gericht der Hafenstadt Piräus am Dienstag und erliess eine entsprechende einstweilige Verfügung. Bislang haben 15 Hinterbliebene Entschädigungen in der Höhe von umgerechnet rund 49 Millionen Franken gefordert.
Der Untergang der «Express Samina» am 26. September vor der Insel Paros und danach folgende Unglücke mit Fähren hatten eine Krise in der griechischen Küstenschifffahrt ausgelöst. Das griechische Ministerium für Handelsschifffahrt hatte mehr als 60 Fähren stillgelegt und die Reedereien aufgefordert, sie innerhalb von 20 Tagen modernisieren zu lassen. Am Montag teilte das Ministerium mit, 61 von insgesamt 65 Fähren seien inzwischen überholt worden und erfüllten nun alle Sicherheitsbestimmungen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Tamilenrebellen versenken zwei Marineschiffe Sri Lanka
Mittwoch, 25.10. 2000, 05:53:39 Uhr
Colombo - Tamilische Selbstmord-Attentäter haben beim Überfall auf einen Hafen im Nordosten Sri Lankas zwei Marineschiffe versenkt. Dabei kamen am Montag in Trincomalee mindestens zwei Soldaten ums Leben. Trotz eines dreistündigen Feuergefechts war es der Marine nicht gelungen, vier mit Sprengstoff beladene Boote der «Befreiungstiger von Tamil Eelam» (LTTE) an der Einfahrt in den Hafen zu hindern. Das gestanden Marinesprecher ein. Die Täter rammten ein Kanonenboot sowie ein Truppentransport-Schiff und zündeten die Bomben.
LTTE-Führer Velupillai Prabhakaran schickt in jüngster Zeit immer häufiger Selbstmordattentäter aus. In den vergangenen Wochen kamen mindestens 42 Menschen bei solchen Anschlägen ums Leben.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Rettung in Ägäis per Handy via Deutschland
Mittwoch, 25.10. 2000, 05:49:10 Uhr
Bremen/Athen - Die dramatische Rettung der fünf deutschen Segler in Griechenland ist nur auf Umwegen gelungen. Wie die Zentrale der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mitteilte, rettete ein Handyanruf aus dem Mittelmeer den fünf Deutschen das Leben. Der Münchener Skipper alarmierte per Mobiltelefon einen Freund in Hamburg, der wiederum das RCC in Bremen anrief. Die DGzRS konnte so ihrerseits die Kollegen in Griechenland von dem Seenotfall informieren. Dort hatte man per Funk nur einen verstümmelten Notruf der Jacht aufgefangen. Nachdem die Position über Umwege per Telefon nunmehr korrekt übermittelt werden konnte, holte ein Hubschrauber die fünf deutschen Segler von der bereits sinkenden Jacht vor Kreta.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS


Mehr als 60 stillgelegte Fähren dürfen wieder fahren
Dienstag, 24.10. 2000, 05:57:27 Uhr
Athen - Knapp einen Monat nach dem Untergang der griechischen Fähre «Express Samina» haben die Athener Behörden am Montag das Fahrverbot für mehr als 60 Fährschiffe wieder aufgehoben. In 64 der insgesamt 67 Fälle hätten die Reedereien die vorgeschriebenen Sicherheitsauflagen innerhalb der vorgesehenen Frist von 20 Tagen erfüllt, erklärte das Handelsmarine-Ministerium. Für zwei Fähren sei die Frist bis Ende der Woche verlängert worden, um den Unternehmen die Reparaturen zu ermöglichen. Einem weiteren Schiff drohe ein dauerhaftes Fahrverbot.

Das Verbot war nach dem Untergang der «Express Samina» am 26. September wegen mangelhafter Sicherheitsvorkehrungen erteilt worden. Bei dem Unglück vor Paros waren 80 der mehr als 500 Passagiere ertrunken.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Mindestens 17 Tote bei Bootsunglück in Malawi
Dienstag, 24.10. 2000, 05:56:05 Uhr
Blantyre/Malawi - Bei einem Bootsunglück in Malawi sind mindestens 17 Menschen ertrunken. Wie die Polizei am Montag in Blantyre mitteilte, sank das mit 40 Passagieren besetzte Boot bei stürmischem Wetter im See Malawi. 16 Insassen hätten das Unglück vom späten Samstagabend überlebt, sagte Polizeisprecher Oliver Soko. Es gab kaum noch Hoffnung auf weitere Überlebende. Nach Angaben der Hafenbehörden war das Boot nur für 22 Passagiere zugelassen. Bei dem Unfall handelte es sich um das schwerste Bootsunglück in der Geschichte des südostafrikanischen Landes.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Kursk: Taucher bohren sich ins Schiff des Grauens
Dienstag, 24.10. 2000, 05:54:19 Uhr
MOSKAU -Es ist ein Auftrag des Grauens: Die Bergungsarbeiten an der "Kursk" haben begonnen. 118 Leichen liegen im Wrack. Und auch die Bergungstrupps riskieren bei dem gefährlichen Einsatz ihr Leben. Eine sinnlose Aktion?
Norwegische und russische Taucher des internationalen Öltechnik-Konzerns "Halliburton" sind zurzeit dabei, sieben Einstiegslöcher in die dicke Titanhaut der "Kursk" zu schneiden. Das Atom-U-Boot hat zwei Hüllen, dazwischen liegen Druckluftbehälter, Rohre, Leitungen und eine Gummischicht - Schwerstarbeit. Ein erstes Erkundungsloch, das am Sonntag gebohrt wurde, wird erweitert. Die Dreierteams von der Plattform "Regalia", die über der Unglücksstelle ankert, schuften rund um die Uhr in über hundert Metern Tiefe. An der Oberfläche der Barentssee toben Sturm und Wellen. Spätestens am Mittwoch wollen die Taucher ins Innere vorstoßen. Was erwartet sie dort?

Die Gefahren sind riesig: Das U-Boot ist durch eine Explosion stark beschädigt - in der Enge und Dunkelheit lauern Tausende Kanten und Spitzen auf die Taucher in ihren unförmigen Anzügen. 118 tote Seeleute sind im Wrack - sie sollen geborgen werden, Präsident Putin hat es ihren Familien versprochen. Doch auch die Wahrheit über die Unglücksursache wartet darauf, ans Tageslicht zu kommen: War es ein explodierender Torpedo, oder wurde die "Kursk" doch von einem anderen Schiff gerammt? Seit zwei Monaten wartet die Welt auf die Antwort.

Das russische Militär mauert weiter, nur russische Taucher dürfen zur Bergung und Untersuchung in das 155 Meter lange Wrack - Militärgeheimnis! Die Norweger werden nur außen eingesetzt. Erste Ergebnisse einer Wasserprobe aus dem Inneren: "Es gab keine Hinweise auf Radioaktivität, Brandschäden oder eine Ölverschmutzung", sagte der Kommandeur der Nordflotte, Admiral Popow.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Aus Seenot gerettet
Dienstag, 24.10. 2000, 05:51:46 Uhr
Athen - Nach der Kenterung ihres Bootes „Alexandros“ zwischen Kreta und der Halbinsel Peleponnes sind fünf Deutsche am Sonntag aus Seenot gerettet worden. Nach Angaben der Behörden herrschte zum Zeitpunkt der Havarie Starkwind in dem Seegebiet. Die fünf Süddeutschen waren zum Zeitpunkt des Unglücks nur noch wenige Seemeilen von der Insel Antikythera entfernt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Tödliche Kollision mit Tonne
Dienstag, 24.10. 2000, 05:47:46 Uhr
Brake - Ein 33jähriger ist am Wochenende bei einem Sportbootunfall auf der Weser bei Brake ums Leben gekommen. Der Mann war von einem 6,70 Meter langen Motorboot geschleudert worden, nachdem das Speedboot in der Dunkelheit mit voller Fahrt gegen eine Tonne gefahren war. Die „Fosete“, die mit 120 PS motorisiert war, ging sofort unter. Der 32 Jahre alte Eigner konnte sich schwimmend ans Ufer retten.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Bergung der "Kursk"-Opfer läuft an
Sonntag, 22.10. 2000, 07:38:30 Uhr
Moskau - In der Barentssee sind am Freitag die Vorbereitungen zur Bergung der Opfer des gesunkenen russischen Atom-U-Boots "Kursk" angelaufen. Die norwegische Tauchplattform "Regalia" mit zwölf russischen und sechs norwegischen Experten an Bord traf nach Angaben der russischen Nordmeerflotte an der Stelle ein, wo die "Kursk" vor zwei Monaten verunglückt war.

Die Arbeiten sollen am Samstag beginnen, ab Dienstag oder Mittwoch sollte dann laut dem stellvertretenden russischen Ministerpräsidenten Ilja Klebanow die Bergung der Leichen erfolgen. Klebanow leitet die staatliche Untersuchungskommission zum Untergang des U-Boots, bei dem am 12. August nordöstlich des russischen Hafens Murmansk alle 118 Menschen an Bord ums Leben kamen.

Nur Russen dürfen ins Wrack

Die 18 Taucher wollen der Marine zufolge am Samstag zunächst Eingänge in die fünf Zentimeter dicke Bordwand des U-Boots bohren. Zwei Russen und ein Norweger würden dann in einer Tauchglocke zum Wrack hinabsteigen, aber nur die beiden Russen sollten sich in das U-Boot begeben. Klebanow ging davon aus, dass die Vorbereitungen erst am Montag beendet sein werden.

Am Freitag wollten die Spezialisten der Logistik-Gesellschaft Halliburton zunächst mit einem der zwei Roboter auf der "Regalia" die Radioaktivität im Wasser messen und mit einer Unterwasser-Kamera neue Aufnahmen des Wracks machen. Erst wenn sichergestellt sei, dass für die Taucher keine Gefahr bestehe, würden sie zum Rumpf des in 108 Metern Tiefe liegenden U-Boots abtauchen, hieß. Der russische Marinechef Admiral Wladimir Kurojedow, der die Bergungsaktion der "Regalia" überwacht, hatte am Donnerstag versichert, er werde die Tauchgänge stoppen, wenn die Sicherheit des Teams nicht gewährleistet sei.

Erfolgsaussichten gering

Der stellvertretende russische Generalstabschef Valeri Manilow wandte sich unterdessen gegen eine Bergung der Leichen. Die Angehörigen der Opfer lehnten dies ab, sagte er zur Begründung. Das Meer solle ihr Grab bleiben, wie es der Seemanns-Tradition entspreche. Die Chancen, alle 118 toten Seeleute aus dem Wrack zu bergen, sind offenbar ohnehin gering. Laut der Gesellschaft "Rubin", die auch die "Kursk" gebaut hatte, wird vermutlich nicht einmal ein Drittel der Opfer geborgen werden können. Das U-Boot sei innen zerstört und voll Wasser gelaufen, erklärte das Unternehmen.

Wie es zum Untergang der "Kursk" kam, ist nach wie vor nicht geklärt. Spekuliert wird unter anderem über die Explosion eines oder mehrerer Torpedos an Bord und über ein Manöverunglück, bei dem das U-Boot von einem russischen Schiff versenkt worden sein könnte.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

17 Meter langer Wal im Hafen von Marseille
Samstag, 21.10. 2000, 07:44:46 Uhr
Marseille - Einen knapp 17 Meter langen Wal haben Spaziergänger am Freitagabend im Hafen der französischen Stadt Marseille entdeckt. Der Wal, der nach Ansicht der Feuerwehr mit einem Schiff kollidiert war, starb kurz nach seiner Entdeckung.

Bei dem männlichen Tier handelt es sich um einen Finnwal, stellte der mit der Untersuchung beauftragte Veterinär mit. Ein Abtransport des Kadavers gestaltete sich schwierig, da es für den 30 bis 40 Tonnen schweren Wal kein geeignetes Transportmittel gab.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

US-Marine korrigiert Angaben zu Anschlag auf "USS Cole"
Samstag, 21.10. 2000, 07:40:50 Uhr
Washington - Die US-Marine hat mehrere Angaben zum Anschlag auf das US-Kriegschiff "USS Cole" in der vergangenen Woche in Jemen korrigiert. In einer am Freitag (Ortszeit) in Washington veröffentlichten Stellungnahme teilte die Marine mit, das Schiff sei zum Zeitpunkt der mutmaßlichen Selbstmordattacke gerade betankt worden. Unmittelbar nach dem Anschlag hatten US-Stellen erklärt, der Zerstörer sei noch bei der Einfahrt in den Hafen gewesen. Zudem gab die Marine in der Erklärung jetzt einen Explosionszeitpunkt an, der fast eine Stunde vor dem ursprünglich genannten liegt. Demnach ereignete sich die Detonation bereits um 11.18 Uhr MESZ am Donnerstag vergangener Woche.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Ägäis: Schiff mit 500 Flüchtlingen aufgegriffen
Samstag, 21.10. 2000, 07:39:38 Uhr
Athen - Die griechische Küstenwache hat am Freitag in der Ägäis einen türkischen Frachter mit über 500 illegalen Zuwanderern aufgegriffen. Wie der griechische Rundfunk meldete, wurde das Schiff mit Einwanderern aus mehreren Nahost-Staaten wegen starken Sturms zunächst in eine windgeschützte Bucht der Insel Chios eskortiert.

Lokale Radiosender berichteten, auf den Decks des Schiffes seien viele Frauen und Kinder zu sehen. Der Kapitän habe die Behörden um Trinkwasser gebeten, hieß es. Ob Griechenland die illegalen Zuwanderer aufnehmen wird, war zunächst unbekannt.

Die Ägäis ist eine der Hauptrouten, über die Schleuserbanden immer wieder versuchen, illegale Zuwanderer in die Europäische Union zu bringen. Nach Angaben der griechischen Polizei wurden dieses Jahr bisher rund 3.000 illegale Einwanderer und 118 Schleuser festgenommen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Russischer Fischtrawler gesunken
Freitag, 20.10. 2000, 05:58:00 Uhr
TOKIO: Nach einer dramatischen Suchaktion bei stürmischer See sind gestern alle 20 Seeleute eines russischen Fischereischiffes gerettet worden. Das Schiff war vor Japan gesunken.

Zunächst seien in einem Rettungsboot zwölf Matrosen entdeckt worden, meldete die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf den russischen Katastrophenschutz. Erst Stunden später, bereits nach Anbruch der Dunkelheit, wurden die restlichen Seeleute in einem zweiten Boot gesichtet und gerettet.

Die Suchaktion mit mehreren Schiffen und Flugzeugen wurde durch bis zu sieben Meter hohe Wellen, heftigen Wind und schlechte Sicht massiv erschwert. Zunächst waren mehrere Rettungsboote leer entdeckt worden.

Der Trawler «Taifun-1» war in der Nacht zum Donnerstag bei schwerem Seegang vor der japanischen Küste untergegangen. Die Besatzung hatte noch einen Notruf senden können.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

US-Zerstörer «Cole» nicht mehr manövrierfähig? bergen
Mittwoch, 18.10. 2000, 05:51:38 Uhr
Aden - Der bei dem Anschlag im Hafen von Aden im Jemen schwer beschädigte US-Zerstörer «Cole» soll Aden verlassen: Am Hken eines norwegischen Bergungsschiffs.
Wohin der in Norfolk/Virginia beheimatete Zerstörer gebracht werden soll, steht noch nicht fest. Bei dem Attentat waren 17 Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen, vier werden noch vermisst.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Fischkutter vor Poel gesunken
Montag, 16.10. 2000, 06:55:01 Uhr
Poel - Eine Seemeile nördlich von Timmendorf auf Poel ist am Samstag der Fischkutter „Poel 014“ gesunken. Wie die Wasserschutzpolizei mitteilte, wurden alle drei Besatzungsmitglieder unversehrt von einem weiteren Fischkutter geborgen. Das in zwölf Metern Tiefe liegende Schiff soll in dieser Woche geborgen werden.

   Als Ursache für das Kentern wird nicht ausgeschlossen, dass die Bugwelle eines anderen Schiffes Wasser in den Kutter spülte. Die Männer sollen vor dem Untergang des Schiffes mit Ausschöpfen beschäftigt gewesen sein. Die Wasserschutzpolizei ermittelt zu dem Seeunfall.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Nordsee: Neuer Seenotrettungskreuzer für Helgoland
Samstag, 14.10. 2000, 22:04:31 Uhr
BREMEN. Ein modernerer und größerer Seenotkreuzer wird für die Seerettungsstation Helgoland gebaut. Wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mitteilte, will die Werft das 46 Meter lange Rettungsschiff Anfang 2003 ausliefern. Der mit modernster Technik ausgestattete Kreuzer werde komplett durch Spenden finanziert, erklärte die DGzRS. Über die Kosten wolle man derzeit nichts sagen. Das neue Schiff löse den bisherigen Seenotkreuzer «Wilhelm Kaisen» vor Helgoland ab, der nach Rügen verlegt werde. Das neue Schiff sei den gestiegenen Gefahren in Nord- und Ostsee besser gewachsen, hieß es.
Quelle: Joachim Preuß, sailpress.de - Sicherheit für Hochseesegler

Ägäis: Frachter gesunken, Fähre gestrandet
Samstag, 14.10. 2000, 22:03:18 Uhr
ATHEN. Beim Untergang eines griechischen Frachters in der Ägäis ist am Samstag ein griechischer Seemann ums Leben gekommen. Die übrigen neun Besatzungsmitglieder wurden von einem türkischen Handelsschiff gerettet. Das Schiff sank nahe der Insel Samothrace in der Nordägäis. Ursache des Unglücks ist offenbar ein Verrutschen der Ladung. Der Frachter hatte Furnierholz geladen. Glück im Unglück hatten unterdessen die 32 Passagiere einer griechischen Fähre. Die Fähre strandete bei rauer See wegen Ruderproblemen vor dem Hafen von Lavrion, 50 Kilometer südwestlich von Athen. Alle Passagiere wurden mit Booten der Küstenwache von Bord geholt und sicher an Land gebracht. Am 26. September waren bei Untergang einer Fähre vor der Ferieninsel Paros 80 Menschen ums Leben gekommen.
Quelle: Joachim Preuß, sailpress.de - Sicherheit für Hochseesegler

Amerikanische Terrorismus-Experten warnen seit langem vor Anschlägen auf Schiffe ihrer Marine
Samstag, 14.10. 2000, 06:34:55 Uhr
Die amerikanischen Sicherheitsbehörden haben eine intensive Suche nach den Hintermännern des Anschlags auf den Zerstörer Cole am Donnerstag im Hafen von Aden begonnen. Experten der Bundespolizei, des Militärs und der Geheimdienste machten sich auf den Weg in den Jemen, während französische Militärflugzeuge verletzte Seeleute nach Dschibuti ausflogen. Das Pentagon teilte mit, dass mit 17 toten Seeleuten gerechnet werden müsse. Präsident Bill Clinton ordnete an, dass sämtliche Kriegsschiffe in der Region die Häfen verlassen und auf offener See vor Anker gehen sollten. 21 Botschaften in der Region, in Afrika und in Asien wurden vorübergehend geschlossen. In den USA wirkte sich das Attentat auch auf den Wahlkampf auf, wo nur zwei Tage zuvor die Kandidaten Al Gore und George W. Bush ihre Pläne für das außenpolitische Engagement des Landes dargelegt hatten.

Ein Selbstmordattentat auf ein amerikanisches Kriegsschiff hatten die Militärs seit Jahren befürchtet. Schiffsbesatzungen übten auch entsprechende Verteidigungs-Manöver. Vor mehr als 15 Jahren schon war es beinahe zu einem fatalen Zwischenfall gekommen, als sich ein kleines Flugzeug einem amerikanischen Schiff vor der Küste des Libanon näherte. Die Besatzung hatte sich im letzten Moment gegen den Abschuss entschieden. Tatsächlich hatte sich an Bord der Maschine eine Familie auf einem Rundflug befunden.

Terrorismusexperten in den USA warnen schon seit langem, dass Schiffe ein leichtes Ziel für Kamikaze-Attentäter abgäben. Der Kapitän der U.S.S. Cole hatte allerdings nicht damit gerechnet, dass ausgerechnet ein Hafenschlepper mit Sprengstoff beladen sein könnte. Der Schlepper sollte die Cole mit 300 Mann Besatzung an einen Tankplatz bringen. Während des Manövers war der Großteil der Besatzung an Deck und auf Arbeitspositionen beschäftigt. Wäre die Sprengladung näher am Bug explodiert, hätten die an Bord gelagerte Munition und Lenkwaffen mit nicht absehbaren Folgen für die Besatzung explodieren können. Das Schiff wäre wohl auch gesunken. Marinebefehlshaber Admiral Vern Clark sagte in Washington: „Ich möchte nur sagen, dass es unter diesen Umständen lediglich eine begrenzte Chance gibt, derartige Attacken abzuwehren.“

Nach der Explosion riegelte die jemenitische Polizei den Hafen hermetisch ab. US-Sprengstoffexperten untersuchten das Loch in der Größe einer Doppelgarage im Schiffsbauch. Der Sprengstoff oder andere Indizien könnten zu den Hintermännern des Attentats führen. Sowohl Verteidigungsminister William Cohen als auch Außenministerin Madeleine Albright kündigten an, dass man die Täter zur Rechenschaft ziehen werde. Amerikanische Vergeltungsschläge können nicht ausgeschlossen werden. Am Freitag bekannte sich eine radikale Muslimgruppe mit dem Namen „Armee Mohammeds“ zu dem Anschlag.

Der Hafenstop der Cole in Aden war Teil eines Programms der US-Streitkräfte, das zur Normalisierung der Beziehungen zwischen den USA und verschiedenen Staaten in der Region beitragen sollte. Das Kriegsschiff war auf dem Weg in den Persischen Golf, wo es als Teil einer Flugzeugträger-Gruppe eingesetzt ist. Die Cole gehört zu den modernsten Schiffen der amerikanischen Flotte. Sie ist mit ausgereifter Radar-Technik und mit Lenkwaffen ausgestattet.

Amerikanische Truppen und zuletzt auch Botschaften des Landes waren immer wieder Ziel terroristischer Attacken. Vor zwei Jahren wurden bei Anschlägen auf die Botschaften in Kenia und in Tansania 224 Menschen getötet, zwölf davon waren US-Bürger. Wieder zwei Jahre zuvor explodierte ein Lastwagen an einem Wohnkomplex amerikanischer Heeressoldaten in Saudi-Arabien und riss 19 Menschen in den Tod.

Gerade die Attacken der letzten Zeit haben in den USA eine Debatte über das internationale Engagement des Landes ausgelöst. In der Öffentlichkeit hält sich die Meinung, dass die Bedrohung durch Terroristen ein zu hoher Preis für die unangefochtene Supermacht-Rolle des Landes sei. Besonders im ultrakonservativen Lager wird immer wieder gefordert, das internationale Engagement zu reduzieren. Präsidentschaftskandidat Bush verfolgt allerdings nur in Ansätzen diese Linie. Die Attacke auf die Cole wird den Streit zwischen Internationalisten und Isolationisten weiter anheizen. Bush konnte weniger staatsmännisch auf die Nachricht reagieren als Gore: Während der Vizepräsident Wahlkampftermine absagte und zu Krisengesprächen ins Weiße Haus eilte, reiste der texanische Gouverneur weiter durchs Land.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Anschlag auf Kriegsschiff der USA
Bombe gegen Zerstörer im Hafen Aden / Sieben Tote
Freitag, 13.10. 2000, 06:20:00 Uhr
SANAA/WASHINGTON - Mit dem Schlauchboot habe ein Selbstmordkommando, so ein Sprecher der Navy, eine Bombe gegen den gerade erst im Hafen von Aden eingelaufenen Zerstörer "Cole" gefahren. Die Explosion habe ein sechs mal zwölf Meter großes Leck in den Rumpf des Schiffs gerissen. Aden ist der größte Hafen von Jemen, wo es in den vergangen Tagen wiederholt zu antiamerikanischen und antiisraelischen Demonstrationen gekommen war. Unmittelbar vor der Explosion gegen 11.15 Uhr MESZ wurde ein kleines Schlauchboot beobachtet, wie Leutnant Terrence Dudley von der Fünften US-Flotte mitteilte. Das nicht identifizierbare Boot habe sich dem Zerstörer genähert.
US-Präsident Bill Clinton zeigte sich nach Angaben des Sprechers des Weißen Hauses, Jake Siewert, "entsetzt" über die Nachricht. Er beauftragte Verteidigungsminister William Cohen mit der Untersuchung des Vorfalls. Siewert sagte, es handele sich offenbar um einen Terroranschlag; es sei aber nicht genau klar, was passiert sei.
Außenministerin Madeleine Albright drohte, Washington werde "angemessene Schritte" in die Wege leiten, falls es sich um einen Terrorakt handeln sollte.
Justizministerin Janet Reno erklärte, ein Team der Bundespolizei FBI sei bereits auf dem Weg nach Jemen.
Ein Mitarbeiter des US-Geheimdienstes CIA versicherte, nach vorliegenden Erkenntnissen stecke hinter dem Anschlag der mutmaßliche und von den USA weltweit gesuchte arabische Terrorist Osman bin Laden.
Das 9100 Tonnen große Kriegsschiff hatte den Hafen von Aden gerade erst zum Auftakten angelaufen. Es sollte sich dort lediglich vier Stunden aufhalten. Der Zerstörer hatte am Montag mit 350 Mann an Bord den Suez-Kanal durchfahren. Danach durchquerte die "Cole" das Rote Meer und nahm schließlich Kurs auf die arabische Halbinsel.
Die Explosion war Augenzeugen zufolge in ganz Aden zu hören und ließ im Hafen die Fenster mehrerer Gebäude zerbersten. Rettungssanitäter eilten zum Hafen. Wasser drang durch das Leck ins Schiff ein, doch konnte die Überflutung nach Angaben Dudleys in kurzer Zeit eingedämmt werden. Auch ein von der Explosion ausgelöstes Feuer wurde bald gelöscht.
Aden wird regelmäßig von Schiffen der US-Flotte zum Auftanken angelaufen. In der an der Südspitze der arabischen Halbinsel gelegenen Stadt kam es mit den zunehmenden Spannungen im Nahen Osten nahezu täglich zu teilweise gewaltsamen Demonstrationen für die Palästinenser und gegen Israel.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Anschlag auf US-Kriegsschiff? Vier Tote
Donnerstag, 12.10. 2000, 18:37:37 Uhr
Bei einem möglichen Anschlag auf ein US-Kriegsschiffs im Hafen der jemenitischen Hauptstadt Aden sind mindestens vier Marinesoldaten getötet worden. Ein Soldat werde vermisst und etwa 30 seien verletzt worden, sagte ein Sprecher aus dem Hauptquartier der fünften US-Flotte im Golf-Emirat Bahrain. Ein Offizier habe gesehen, wie ein Schlauchboot das Schiff seitlich gerammt habe, daraufhin habe sich die Explosion ereignet.

Der Sprecher äußerte sich nicht genauer dazu, ob ein Anschlag vermutet werde. Das Pentagon hält den Angriff jedoch für einen Selbstmordanschlag. Auch die jementischen Behörden gaben zunächst keinen Kommentar ab.

Der US-Zerstörer "USS Cole" hatte zum Zeitpunkt der Detonation im Hafen festgemacht und wurde gerade neu aufgetankt. Das Schiff hatte den Angaben zufolge zwar Schlagseite, der Wassereinbruch sei jedoch gestoppt. Augenzeugen berichteten über im Wasser umherschwimmende Schiffsteile.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Fähre brennt: 700 Passagiere gerettet
Donnerstag, 12.10. 2000, 06:00:42 Uhr
Manila - Nach der Havarie einer philippinischen Fähre südlich von Manila sind am Donnerstag alle 700 Passagiere gerettet worden. Wie das Fährunternehmen WG and A Lines mitteilte, brach auf dem Oberdeck der "Super Ferry 6" aus noch ungeklärter Ursache ein Brand aus. Die Passagiere wurden von einem anderen Schiff des Unternehmens gerettet, das ebenfalls in dem Gebiet vor Batangas südlich der Hauptstadt unterwegs war.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Flüchtlingsschiff in Otranto
Donnerstag, 12.10. 2000, 05:58:13 Uhr
OTRANTO - Ein türkisches Schiff mit 462 zumeist kurdischen Flüchtlingen hat gestern den italienischen Adriahafen Otranto erreicht. Unter den völlig entkräfteten Menschen seien auch etwa 200 Frauen und Kinder, berichtete das italienische Fernsehen.

Viele hätten sich nach der etwa einwöchigen Überfahrt auf dem Seelenverkäufer «Diler» kaum noch auf den Beinen halten können. Vor der Rettung der Flüchtlinge spielten sich dramatische Szenen ab. Die rund 55 Meter lange «Diler» sei in Izmir ausgelaufen, berichteten die illegalen Zuwanderer. Jeder von ihnen habe rund 2500 Dollar für die Überfahrt zahlen müssen. «Wir wollen dahin, wo Frieden herrscht», sagte ein Mann aus Irak.

Die Schlepper setzten sich den Angaben zufolge ab. Das Schiff habe etwa zwölf Stunden lang in stürmischer See getrieben. Die «Diler» war am Dienstagabend von der Besatzung eines italienischen Militärflugzeugs gesichtet worden. Wenig später sei von den Passagieren ein SOS-Alarm übermittelt worden. Spezialisten der italienischen Marine übernahmen nach einer dramatischen Aktion das Ruder des Schiffes. Zeitweise versagte der Motor. «Wir hatten Angst um die Menschen», sagte Oberstleutnant Sandro Gallinelli. Sie seien zusammengepfercht gewesen wie Sardinen. «Wenn es einen Schiffbruch gegeben hätte, wären alle verloren gewesen.» Viele Kurden wollen zu Angehörigen in Deutschland. In diesem Jahr sind es laut offiziellen Angaben rund 21 000. Viele der oftmals uralten Schrottkähne seien in der Türkei gestartet.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Jetzt achzig Opfer bei Fährunglück
Mittwoch, 11.10. 2000, 05:53:45 Uhr
ATHEN - An der Küste von Mykonos, also rund 25 Seemeilen weiter südlich, ist das 80. Todesopfer nach dem Untergang der Fähre "Express Samina" gefunden worden. Das Schiff war Ende September mit mehr als 500 Menschen an Bord vor der Insel Paros auf ein Riff gelaufen und gesunken.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Lastkahn mit radioaktivem Material gekentert
Dienstag, 10.10. 2000, 18:39:12 Uhr
Moskau - Im Fernen Osten Russlands ist ein Lastkahn mit einem Container radioaktiven Materials gekentert, wie das Ministerium für Notfallsituationen am Dienstag bekannt gab. Aus dem drei Tonnen schweren Behälter, der jetzt in der Nähe des Dorfes Kesselewka auf dem Grund des Amurs liege, sei keine Radioaktivität entwichen, hieß es. Ob der Container gehoben werden kann, war noch nicht klar. Der Lastkahn hatte auch noch Dieseltreibstoff, Nahrungsmittel, Haushaltwaren und Metall geladen. Er kenterte bereits am Samstag.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Erneut Frachter in Kadet-Rinne auf Grund
Dienstag, 10.10. 2000, 18:36:14 Uhr
Ein mit 57 000 Tonnen Kohle beladener zypriotischer Frachter ist gestern in der Kadet-Rinne auf Grund gelaufen. Die 223 Meter lange „Stone Topaz“ war auf dem Weg vom polnischen Swinemünde nach Brindisi in Italien. Öl soll nicht ausgetreten sein. Die deutschen Behörden waren gestern Vormittag über den Schiffsunfall informiert worden. Ein Hubschrauber des Bundesgrenzschutzes aus Itzehoe nahm daraufhin Kurs auf den Havaristen, der im viel befahrenen Seegebiet zwischen Dänemark und Deutschland auf Grund liegt. Es sei kein Ölaustritt festgestellt worden, teilte das Küstenwachzentrum in Neustadt mit.

   Bei dem Massengutfrachter handle es sich um ein Schiff mit Doppelboden, bei dem nach Expertenansicht die Gefahr des Leckschlagens geringer sei, als bei einfachem Schiffsrumpf.

   Wie es hieß, habe sich das Unglück an der gleichen Stelle ereignet, an der bereits im März der Tanker „Clement“ auf Grund gelaufen war. Die „Stone Topaz“ hat einen Tiefgang von 12,19 Metern. Nach Angaben ihres Kapitäns liegt sie in zwölf Metern Tiefe auf Grund.

   Die deutschen Behörden haben das Zollboot „Hiddensee“ sowie das Mehrzweckschiff „Scharhörn“ in die Kadet-Rinne beordert. Seit gestern Nachmittag versucht ein Schlepper aus dem russischen Kaliningrad, den Havaristen in tieferes Wasser zu bugsieren.

   Wie Klaus Hoinka (55), Kapitän auf dem Warnemünder Schlepper „Bugsier 16“, erklärte, wird über den Einsatz weiterer Schlepper verhandelt. Hoinka, der bereits an mehreren Bergungsaktionen in der Kadet-Rinne teilnahm, sagte, die neue Betonnung in diesem Seegebiet allein reiche nicht aus, um Grundberührungen zu verhindern. Schiffsbesatzungen müssten die ausgewiesenen Seewege auch einhalten. Das Wasser- und Schifffahrtsamt Stralsund hatte auf die gestiegene Zahl von Grundberührungen im Frühjahr reagiert und neue Tonnen in der Kadet-Rinne gelegt.

   Landes-Umweltminister Wolfgang Methling (PDS) forderte die Bundesregierung gestern auf, gemeinsam mit dänischen Behörden endlich wirksame Vorsorge für einen störungsfreien Schiffsverkehr in der Kadet-Rinne zu leisten.

   In der Vergangenheit hatten Politiker und Experten massive Kritik an Notfallmanagement und Schiffsüberwachung geübt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Schweden: Estonia-Taucher eingesperrt
Dienstag, 10.10. 2000, 18:33:52 Uhr
Stockholm - Die schwedischen Behörden haben Haftbefehl gegen die Verantwortlichen eines privaten Tauchgangs zur "Estonia" erlassen. Begrümdung: Störung des Grabfriedens der "Estonia"- Opfer. Die deutsche Fernseh-Journalistin Jutta Rabe und der US-Unternehmer Gregg Bemis hatten im August Unterwasser-Videoaufnahmen machen lassen, die sie für eine TV-Dokumentation verwerten wollten.

Zudem wollten sie beweisen, dass das Schiff mit fast 1.000 Menschen an Bord durch eine Bombenexplosion sank. Die offizielle Untersuchung ergab hingegen, dass eine Fehlkonstruktion an der Aufhängung des Bugvisiers zu dem Unglück führte. Nur 137 Passagiere und Crew- Mitglieder hatten die Havarie im September 1994 überlebt.

"Estonia" - Wrack als gesetzlich geschütztes Grab

Nach der Entscheidung des Stockholmer Staatsanwalts Ronnie Jacobsson könnten Rabe und Bemis festgenommen werden, wenn sie nach Schweden, Finnland oder Estland einreisen wollen. Diese Länder hatten das Wrack der "Estonia" per Gesetz zum gesetzlich geschützten Grabplatz erklärt. Dort werden die Leichen von mehr als 700 Opfern vermutet.

Die Regierungen Schwedens und Finnlands hatten den Tauchgang als kommerziell motivierte Störung des Grabfriedens für die Opfer kritisiert. Ein Einschreiten war nicht möglich, weil das Wrack der "Estonia" in internationalen Gewässern vor Finnlands Südküste liegt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Kohlefrachter «Stone Topaz» in der Ostsee auf Grund gelaufen
Dienstag, 10.10. 2000, 05:53:18 Uhr
Rostock - Die mit 56.500 Tonnen Kohle beladene «Stone Topaz» ist am Montag im Gebiet der Kadetrinne zwischen dem Darß an der mecklenburg-vorpommerschen Küste und dem dänischen Gedser auf Grund gelaufen. Die 223 Meter lange und unter zyprischer Flagge fahrende «Stone Topaz» wurde dabei offensichtlich nicht beschädigt. Auch ein Ölaustritt ist momentan nicht festzustellen.
Die Kadettrinne ist ein neuralgischer Punkt, an dem schon öfter Schiffe aufgefahren oder gestrandet sind.
Vorsorglich sei das Ölbekämpfungsschiff «Scharhörn» zu dem Havaristen beordert worden, der in etwa zwölf Meter Wassertiefe festliege, teilte das Schweriner Umweltministerium mit. Zoll und Wasserschutzpolizei befinden sich vor Ort. Der Vorfall ereignete sich in dänischem Hoheitsgebiet. Auch nach Aussagen der dortigen Behörden besteht keine Verschmutzungsgefahr.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Sportboot vor Helgoland gesunken
Freitag, 06.10. 2000, 18:12:47 Uhr
Heide - Am heutigen Tage, um 12.00 Uhr, sank ca. 6 Seemeilen südlich der Insel Helgoland ein mit zwei Personen besetzter, 9 Meter langer Jollenkreuzer. Zuvor war bei starkem Seegang das Ruder des Schiffes gebrochen. Dadurch konnte das Boot nicht mehr kontrolliert und dem Seegang angemessen, gesteuert werden. Das Boot legte sich quer zur Wellenrichung und kenterte. Es herrschten zum Unfallzeitpunkt westliche Winde der Stärke 7.
Zunächst hatte ein in der Nähe befindlicher Hubschrauber des Bundesgrenzschutzes den Untergang beobachtet und versucht, das Ehepaar zu bergen. Der Rettungsversuch aus der Luft sei aber wegen des starken Windes und der hohen Wellen gescheitert, erklärte die DGzRS. Der Besatzung gelang es noch per Funk einen Notruf abzusetzen. Die so informierten Rettungskräfte des Rettungskreuzers der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, das Polizeiboot «Helgoland», sowie ein Rettungshubschrauber des BGS konnten die Verunglückten von der Insel Helgoland relativ schnell erreichen und unverletzt bergen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Frachter mit Rohöl sinkt im Amazonasgebiet
Freitag, 06.10. 2000, 07:06:48 Uhr
Im peruanischen Amazonasgebiet ist ein Frachter mit 7000 Barrel Rohöl gesunken. Wie die argentinische Ölgesellschaft Pluspetrol mitteilte, sank das Schiff beim Beladen in Saramuro 900 Kilometer nordöstlich von Lima schon am Dienstag. Wie viel des Rohöls in den Fluss Maranon gelangte, konnte Pluspetrol nicht sagen. Der peruanische Energieminister Jorge Chamot forderte eine umfassende Untersuchung.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Ölpest bedroht Korallenriffe
Donnerstag, 05.10. 2000, 06:10:03 Uhr
Nach dem Tankerunglück im Seegebiet zwischen Singapur und der indonesischen Insel Sumatra bedroht ausgelaufenes Öl die Korallenriffe in dieser Region. Bisher flossen mehrere Millionen Liter Rohöl aus einem Leck im Rumpf der «Natuna Sea». Das am Dienstag auf Grund gelaufene Schiff liegt etwa 8 Kilometer südöstlich von Singapur in indonesischen Gewässern.
Auf die indonesischen Riau-Inseln trieb ein etwa 1 Kilometer breiter und 1,6 Kilometer langer Ölteppich zu, der aus der Luft mit Chemikalien besprüht wurde. Dennoch werde sich vermutlich ein Teil des Öls nicht auflösen und nach unten sinken, sagte gestern der Umweltspezialist Chua Sek Chuan von der Naturschutzgesellschaft in Singapur. «Dieses Öl wird die Riffe töten», fügte er hinzu. Die eingesetzten Chemikalien bedrohten zudem natürliche Öle, die für die Meeresfauna lebenswichtig seien.
Vier Ölcontainer des Schiffs wurden bei der Havarie vom Dienstag beschädigt. Diese enthielten schätzungsweise 40 000 Tonnen Rohöl, von denen bisher mehr als 7000 Tonnen ausgetreten sind. Bergungsmannschaften begannen damit, das Öl auf ein anderes Schiff zu pumpen. Die indonesischen Behörden haben bisher noch nicht ermitteln können, wie es zu dem Tankerunglück kam. Der in Panama registrierte Tanker befand sich auf dem Weg vom saudiarabischen Hafen Dschiddah nach China und hätte in Singapur mit neuem Kraftstoff versorgt werden sollen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Holzfrachter vor der portugiesischen Küste gesunken
Mittwoch, 04.10. 2000, 10:06:45 Uhr
Aveiro/Portugal - Ein mit Holz beladener türkischer Frachter ist am Dienstag vor Portugal gesunken. Alle neun Crewmitglieder wurden von dem Schiff geborgen. Der Frachter bekam zunächst vor dem Hafen von Aveiro Schlagseite und sank anschließend einen Kilometer von Aveiro entfernt. Das Wrack stellt momentan keine Gefahr für die Schifffahrt dar. Als Ursache für die Havarie wird vermutet, dass die Ladung in rauer See verrutschte. Der Frachter war auf dem Weg von Casablanca nach Israel.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kapitän und Offizier der «Express Samina» bleiben in Haft
Auch Kapitän des Ausflugsbootes «Zeus III» angeklagt
Mittwoch, 04.10. 2000, 06:35:15 Uhr
Athen - Der Kapitän und Erste Offizier der in der vergangenen Woche vor Paros gesunkenen Fähre «Express Samina» bleiben in Haft. Untersuchungsrichterin Karabasi betätigte die Anklagen gegen Kapitän Vassilis Ioannakis und den Ersten Offizier Tassos Psychoios wegen vorsätzlicher Tötung und anderer Punkte und ordnete an, dass sie bis zum Prozess in Haft bleiben. Sie würden wahrscheinlich ins Gefängnis der Insel Chios nahe der türkischen Küste gebracht.

Staatsanwalt Dimitris Dadinopoulos erklärte, für die Freilassung des Bootsmanns Panagiotis Kasdaglis und des Matrosen Georgios Patilas, die ebenfalls angeklagt seien, sei eine Kaution von einer Million Drachmen (5.200 Mark) festgesetzt worden.

Angeklagt wurde unterdessen auch der Kapitän des Ausflugsbootes «Zeus III», das am Freitag vor Naxos auf ein Riff lief und sank. Dabei erlitt ein 82-jähriger amerikanischer Tourist einen Herzinfarkt und starb.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Spanischer Trawler vor Westirland gesunken
Dienstag, 03.10. 2000, 19:13:20 Uhr
Dublin - Ein spanischer Trawler ist am Dienstag vor der westirischen Küste in rauer See gesunken. Dabei kamen vier Besatzungsmitglieder ums Leben, ein Seemann konnte nach Angaben der Küstenwache gerettet werden. Sein Zustand war ernst. Weitere acht Seeleute wurden vermisst. Die unter britischer Flagge fahrende «Arosa» sendete am frühen Morgen einen Funknotruf, als sich das Fischfangschiff 20 Kilometer vor Slyne Head befand. Die Suche nach Überlebenden, an der sich neben Hubschraubern auch ein französisches Militärflugzeug und mehrere Fischerboote beteiligten, wurde von stürmischer See behindert. Erst am Sonntag war in derselben Region ein französischer Trawler gesunken. Drei Seeleute wurden gerettet, acht Besatzungsmitglieder kamen vermutlich ums Leben.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Wrack des Deutschen Schlachtschiffs «Scharnhorst» vor Nordkap gefunden
Dienstag, 03.10. 2000, 19:11:52 Uhr
Oslo - Das Wrack des deutschen Schlachtschiffs «Scharnhorst», das 1943 bei einem Gefecht mit britischen Kriegsschiffen versenkt wurde, ist vor dem Nordkap entdeckt worden, wie das norwegische Militär am Dienstag bekannt gab. Von den 1.968 Besatzungmitgliedern überlebten damals nur 36 Mann. Der Verbleib des stählernen Giganten war über Jahrzehnte hinweg ungeklärt. «Wir haben dabei geholfen, Weltgeschichte aufzuzeichnen», erklärte der norwegische Seeoffizier Marcus Einarsen Osen.

Das Wrack wurde den Angaben zufolge in der vergangenen Woche rund 160 Kilometer nördlich des Nordkaps von Militärexperten entdeckt, die mit dem staatlichen Fernsehsender NRK zusammenarbeiten. Die «Scharnhorst» liegt in einer Tiefe von rund 300 Metern. Entdeckt wurde sie mit Hilfe eines Sonargeräts. Ein ferngesteuerter Tauchroboter filmte das Wrack. Da es widersprüchliche Angaben über den Ort des Untergangs gab, war die Fläche, die abgesucht werden musste, mehrere hundert Quadratkilometer groß, wie Alf Jacobsen, Projektleiter von NRK, erklärte.

Das 235 Meter lange und 30 Meter breite Schiff, das eine Höchstgeschwindigkeit von 31,5 Knoten erreichte, wurde kurz vor Beginn des Zweiten Weltkriegs in Dienst gestellt. Es war im deutsch besetzten Norwegen stationiert. Die «Scharnhorst» und andere deutsche Schiffe griffen von Norwegen aus alliierte Kriegs- und Frachtschiffe an, die Versorgungsgüter in den sowjetischen Hafen Murmansk bringen sollten. Im Dezember 1943 wurde das Schlachtschiff von einer britischen Flotte, die von der «HMS Duke of York» angeführt wurde, während eines gewaltigen Wintersturms versenkt.

Der Fernsehsender NRK will das Filmmaterial über das Wrack in einer Dokumentation über die Schlacht am Nordkap verwenden. Das Militär erklärte, die deutschen Behörden seien über die Entdeckung unterrichtet worden. Das weitere Vorgehen liege nun in der Hand der Deutschen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Ermittlungen bei Fährunglück ausgedehnt
Dienstag, 03.10. 2000, 19:06:58 Uhr
Athen - Sieben Tage nach dem Untergang der Fähre «Express Samina» vor der griechischen Insel Paros mit mindestens 79 Toten sind neben dem Kapitän des Schiffes und dem Ersten Offizier auch die Chefs der Reederei «Minoan Flying Dolphins» angeklagt worden. Sie sollen nach Rundfunkberichten vom Dienstag in den nächsten Tagen vor Gericht aussagen. Nach Ansicht der Ermittler haben die Verantwortlichen «die Passagiere der Fähre 'Express Samina' durch «unzureichende Sicherheits- und Rettungsstandards Gefahren ausgesetzt».
Bei den ersten Vernehmungen des Kapitäns und des Ersten Offiziers soll es zu Widersprüchen gekommen sein. Im Gegensatz zum ersten Offizier sagte der Kapitän aus, er sei erst fünf Minuten vor der Katastrophe benachrichtigt worden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Mallorca: Vier Touristen ertrunken
Dienstag, 03.10. 2000, 19:01:53 Uhr
Palma de Mallorca - Auf der spanischen Ferieninsel Mallorca sind an einem Tag vier Urlauber ertrunken. Es handelt sich um zwei Deutsche und zwei Engländer. An der Nordküste der Insel herrschte durch Mistral schwerer Seegang mit bis zu vier Meter hohen Wellen. Als Ursache ird Leichtsinn angenommen, da an den meisten Stränden Badeverbot herrschte.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Singapur: Öltanker «Natuna Sea» lief auf Grund: 7000 Tonnen Rohöl ausgelaufen.
Dienstag, 03.10. 2000, 18:59:44 Uhr
Im Seegebiet zwischen Indonesien und Singapur ist am Dienstag ein Öltanker auf Grund gelaufen und hat große Mengen Rohöl verloren. Von der 32 Seeleuten an Bord des in Panama registrierten Tankers "Natuna Sea" wurde niemand verletzt.
Das Schiff verunglückte etwa acht Kilometer südöstlich von Singapur in indonesischen Gewässern, wie eine Sprecherin der Hafenbehörde von Singapur mitteilte. Aus einem Leck des Schiffs traten mindestens 7000 Tonnen Rohöl aus. Sechs Stunden nach der Havarie war das Leck noch nicht geschlossen. Ein Ölteppich von 1,6 mal ein Kilometer Ausdehnung trieb zunächst in Richtung der indonesischen Riau-Inseln. Er löste sich den jedoch auf, nachdem aus der Luft Chemikalien versprüht worden waren. Am späten Nachmittag trat offenbar kein weiteres Öl mehr aus dem Tanker aus. Einsatzkräfte bereiteten am Abend ein Umpumpen des restlichen Öls auf ein anderes Schiff vor. Der Tanker war auf dem Weg von Dschiddah in Saudi-Arabien nach China und sollte in Singapur auftanken. Der Grund für die Havarie war zunächst nicht bekannt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Kurzportait der «Express Samina»:
«Grosser Mistkübel» mit schlechtem Ruf
Dienstag, 03.10. 2000, 08:08:02 Uhr
Der Reiseführer «Greek Island Hopping» warnt seine Leserschaft schon seit geraumer Zeit vor der «Express Samina». In der aktuellen Ausgabe heisst es, das Schiff sei wohl «das schlimmste der ganzen griechischen Flotte», ein «grosser Mistkübel» mit einem üblen Ruf für Verspätungen.
Die «Express Samina» wurde 1966 in Frankreich gebaut und diente zunächst als «Corse» in französischen Gewässern. Seit Mitte der Achtzigerjahre fuhr sie als «Golden Vergina» in der Ägäis. Ende 1999 kaufte die Gesellschaft Minoan Flying Dolphins/Hellas Ferries das Schiff für bloss 2,25 Millionen US-Dollar und taufte es «Express Samina».
Laut Presseberichten wurde das Schiff aber für 40 Millionen US$ versichert ...
Die Reederei kaufte auch das Schwesterschiff der «Samina», die fast gleich alte «Express Naias II». In einem Test des deutschen ADAC-Magazins «Motorwelt» erreichte die «Express Naias II» 1998 den letzten Platz: «Keine automatischen Feuertüren, kaputte Motoren in den Rettungsbooten, entflammbare Flüssigkeiten auf dem Autodeck.»
Zwei Drittel der 409 griechischen Linienschiffe sind älter als zwanzig Jahre. 22 Prozent der Schiffe stammen aus den Sechzigerjahren.
Weitere Informationen zu griechischen Fährschiffen: www.cooksguides.com/gihol_news.html
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Acht Seeleute vor irischer Westküste vermisst
Montag, 02.10. 2000, 19:19:15 Uhr
London/Dublin - Nach dem Untergang eines französischen Fischereiboots vor der Westküste Irlands wurden am Sonntagabend noch acht Seeleute vermisst. Die Suche nach ihnen sollte am Montag bei Tagesanbruch fortgesetzt werden.
Zuvor waren drei Besatzungsmitglieder des "L´Orient" von der Küstenwache gerettet worden, teilte das irische Seefahrtsministerium mit. Das 38 Meter lange Schiff sei bei stürmischer See im Atlantik vor der Küste der Grafschaft Clare gesunken. Bei den vermissten Seeleuten handelt es sich um Franzosen und Portugiesen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

SOS im Mittelmeer
Montag, 02.10. 2000, 19:18:04 Uhr
Bremen - Während auf Deutschlands Seerevieren freundliches Altweibersommerwetter herrschte mit leichten östlichen Winden auf der Nordsee und einer frischen Brise auf der Ostsee, geriet auf dem Mittelmeer am Sonntag eine 30 Meter lange Segeljacht in Seenot. Vier Briten sollen an Bord der Jacht sein, die 80 Seemeilen östlich von Malta einen Seenotruf absetzte. Ein C-130 Transportmaschine der griechischen Luftwaffe eilte zur Hilfe.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Verspätungen bei griechischen Fähren
Montag, 02.10. 2000, 19:09:13 Uhr
Athen - Die vorläufige Stilllegung von mehr als 60 griechischen Fähren hat am Montag in vielen Häfen zu Verspätungen im Fährverkehr geführt. Das Ministerium für Handelsschifffahrt hat mehr als 60 griechische Fahren an die Kette gelegt: Damit reagierte auf die mangelnden Sicherheitsstandards auf vielen Fährschiffen und zog Konsequenzen nach einer Reihe von Unfällen in der Ägäis. In 20 Tagen sollen die Fähren erneut überprüft werden: Wenn die Fähren nach der 20-tägigen Frist nicht die nötigen Standard erfüllen, droht der endgültige Entzug der Lizenzen für diese Fähren. Darüber hinaus müssen Notlichtanlagen installiert oder vorhandene überprüft werden. Darüber hinaus kündigte das Ministerium an, Sonderkontrollen der Sicherheitssysteme auf allen griechischen Fähren durchzuführen. Die Besatzungen sollen Schnellkurse zum richtigen Verhalten bei Unglücksfällen absolvieren.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Fährdrama: Gerüchte um Versicherungsbetrug verdichten sich
Montag, 02.10. 2000, 06:33:02 Uhr
Die Schiffe Minoan Lines und ihrer Tochter Minoan Flying Dolphins (MFD) bewältigen 75 Prozent des Verkehrs in der Ägäis.
Die MFD investierte in drei nagelneue Katamaran-Tragflügelboote, kaufte aber vor allem alte Schiffe auf, um sich eine Monopolstellung zu sichern. 22 ihrer Autofähren sind älter als die kritischen 26 Jahre. Nach dem Untergang der «Estonia» hatte die Europäische Union für Schiffe über dieser Altersgrenze kostspielige Sicherheitsauflagen erlassen - nur die Griechen hatten sich mit Rücksicht auf traditionelle «soziale Kohärenz» eine Ausnahme gesichert. Allerdings verfügte Brüssel dafür, dass griechische Schiffe mit 35 Jahren ganz aus dem Verkehr gezogen werden müssen. Das wäre bei der «Express Samina» Ende dieses Jahres der Fall gewesen. Dennoch hatte die MFD den alten Kahn noch Mitte Juli angeblich für vier Millionen Dollar renovieren lassen und, glaubt man griechischen Presseberichten, mit 40 Millionen Dollar versichert. Dieser Hintergrund nährt in der griechischen Öffentlichkeit die Befürchtung, möglicherweise habe die Reederei Kapitän Vassilis Jannakis - einschlägig bekannt für «leichte Havarien» in der Vergangenheit - nahegelegt, das Schiff vor der «sicheren Küste» von Paros einfach nur ein bisschen zu rammen. Die Anklage gegen ihn und seinen Ersten Offizier lautet daher auch auf Totschlag, «möglicherweise vorsätzlich».
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Ägäis: Fähr-Crew guckte bei Havarie Fußball, Kapitän und Offiziere festgenommen, mindestens 62 Tote
Ägäis: Ausflugsboot vor Naxos gesunken, ein Toter
Montag, 02.10. 2000, 06:40:38 Uhr

NAXOS. Nur knapp fünf Tage nach dem Untergang einer Fähre sank am Sonntag vor der Ägäis-Insel Naxos ein Ausflugsboot, nachdem es mit 38 Menschen an Bord auf einen Felsen gefahren war. Ein Amerikaner kam ums Leben. Er erlitt nach Angaben der Coast Guard offenbar einen Herzschlag. Die Zahl der Todesopfer nach dem schweren Fährunglück vom Dienstag erhöhte sich bis zum Wochenende auf 79. Die Regierung kündigte unterdessen erste Konsequenzen aus den Unglücken an. Der für die Handelsmarine zuständige Minister Christos Papoutsis ordnete am Sonntag die Überprüfung der gesamten Fährschifffahrt an. Die Maßnahmen sehen Verbesserungen der Häfen, bessere Übungsprogramme der Küstenwache und eine Deregulierung vor. Bereits am Samstag hatte die Regierung 58 Fähren und neun Kreuzfahrtschiffen wegen Sicherheitsmängeln ein Fahrverbot erteilt. Sie gab den Unternehmen 20 Tage Zeit für die Reparatur der Schiffe. Dann sollen die Lizenzen wieder überprüft werden. «Wir dürfen nicht mit der Sicherheit der Menschen spielen», sagte Minister Papoutsis.
Die aus Holz gebaute Motorjacht «Zeus III» rammte am Sonntag kurz nach Mitternacht vier Kilometer vor der Insel Naxos einen Felsen. An Bord des Ausflugsbootes waren nach offiziellen Angaben 27 Touristen aus den USA, ein Deutscher und drei griechische Passagiere sowie sieben griechische Besatzungsmitglieder. Alle 38 Personen wurden mit Fischerbooten und Schiffen der Küstenwache gerettet und zur Untersuchung in ein Krankenhaus auf Naxos gebracht, wie Papoutsis mitteilte. Für einen 82-jährigen Amerikaner kam jedoch jede Hilfe zu spät. Er starb auf dem Weg ins Krankenhaus offenbar an einer Herzattacke. An der Rettung beteiligten sich auch mehrere Fischer, die bereits beim Untergang der Fähre «Express Samina» am Dienstagabend vor Paros zur Hilfe geeilt waren. Taucher bargen am Sonntag drei weitere Leichen aus dem Wrack der Fähre. Damit erhöhte sich die Zahl der Toten bei der größten Fährkatastrophe in Griechenland seit 35 Jahren auf mindestens 79. Außerdem starb ein Beamter am Hafen von Paros kurz nach der Nachricht vom Untergang der Fähre an einem Herzschlag. Nach Angaben des Handelsmarine-Ministeriums wurden am Sonntagnachmittag noch zwei Personen vermisst. Der Kapitän der Fähre, Vassilis Yannakis, sein Erster Offizier und zwei weitere Besatzungsmitglieder, wurden am Sonntag vor einem Gericht auf Syros zu dem Unglück vernommen. Sie werden der vorsätzlichen Tötung und Körperverletzung, Vernachlässigung der Dienstpflicht und Verstoß gegen Seefahrtsregeln beschuldigt.
Quelle: Joachim Preuß, sailpress.de - Sicherheit für Hochseesegler

Ein weiteres Schiffunglück in der Ägäis
Sonntag, 01.10. 2000, 15:47:52 Uhr
Athen - Am Sonntagmorgen lief nahe der Ostägäisinsel Psara ein Containerfrachter unter der Flagge der Cayman Inseln auf Grund. Schlepper und Schnellboote der Küstenwache eilten zur Unfallstelle geeilt, um der etwa 20-köpfigen Besatzung zu helfen, das Schiff frei zu bekommen. wir werden weiter berichten.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Tourist starb bei Untergang von griechischem Ausflugsschiff
Sonntag, 01.10. 2000, 08:12:50 Uhr
Naxos - Ein aus Holz gebautes Ausflugsschiff, ie «Zeus 3», die Tagesfahrten in den Kykladen macht, war kurz nach Mitternacht am Sonntag rund 1,5 Meilen vor dem Hafen der Kykladeninsel Naxos auf Grund gelaufen und untergangen.
Der Untergang der «Zeus 3» ist der mittlerweile vierte Unfall in der Ägäis innerhalb von fünf Tagen. Ein amerikanischer Tourist ist nach seiner Bergung aus dem Meer an einem Herzinfarkt gestorben. Die griechische Küstenwache gab an, dass an Bord der «Zeus 3» 27 Touristen aus den USA und einer aus Deutschland waren. Drei Passagiere und die sieben Besatzungsmitglieder sind Griechen. Außer dem Opfer seien alle anderen Menschen aus dem Meer geborgen und wohlauf.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Auslaufverboot für 58 griechische Fähren und neun Kreuzfahrtschiffe
20 Tage Zeit für Reparaturen
Sonntag, 01.10. 2000, 08:08:32 Uhr
Paros - Wegen des schlechten Sicherheitsstandards hat die griechische Regierung 58 Fähren und neun Kreuzfahrtschiffen ein Fahrverbot erteilt. Ds Verbot tritt am Sonntag in Kraft. Mit der Entscheidung reagierte die Regierung auf die öffentliche Kritik, die nach dem Untergang der Fähre «Express Samina» laut geworden war.
Alle von dem Verbot betroffenen Fähren sind mehr als 25 Jahre alt und unterschreiten die EU-Sicherheitsstandards, wie Papoutsis weiter sagte. 14 davon gehören der Reederei Minoan Flying Dolphins, für die auch die gesunkene Unglückfähre fuhr. Die Regierung gab den Unternehmen 20 Tage Zeit für die Reparatur der Schiffe. Dann sollen die Lizenzen laut Papoutsis wieder geprüft werden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

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