Der mutige Russe entdeckte in der achten Kammer zwar eine Luftblase,
aber keine Leichen. Laut Vorschriften hätten sich dort zum Zeitpunkt des
Unglücks mindestens sieben Matrosen aufhalten müssen. In der neunten
Kammer, wo fünf tote Seeleute vermutet wurden, fand das Einsatzteam die
drei später geborgenen Körper.
Während seine Kollegen draußen die Notausstiegsschleuse der neunten
Kammer öffneten, schaffte es Schmygin im Schiff, mit einiger Mühe die
innere Luke zur Nachbarraum aufzureißen. Wegen begrenzter Länge seines
Luftschlauchs konnte er jedoch nicht viel weiter. Auch der Weg nach unten
war verschlossen. "Die Luke zum mittleren der drei Decks der ,Kursk’ ist
zu", berichtete der russische Fernsehsender RTR.
Später erwog das Marinekommando, weitere Erkundungen wegen des drei bis
vier Meter hohen Seegangs nördlich von Murmansk zu beenden. Unter diesem
Vorwand wurden alle Journalisten von Bord des Kommandoschiffes "Admiral
Tschabanenko" entfernt. "Warum finden die Bergungsarbeiten ausgerechnet im
Oktober statt?", fragen sich heute nicht nur die Einwohner von Widjajewo.
Der Herbst ist die ungemütlichste Zeit in der Barentssee. Haushohe Wellen
und Sturmböen von 100 Stundenkilometern sind keine Seltenheit. Das
Bergungsschiff "Regalia" kann bei Wellen von über sechs Meter Höhe seine
Position über dem Wrack nicht mehr halten. Pech für die Russen, denen
allmählich die Zeit davonläuft: Der Vertrag mit der internationalen Firma
Halliburton begrenzt die Dauer der Arbeiten im Meer auf etwa vier Wochen.
70 der 118 betroffenen Familien hatten im Oktober die Regierung
gebeten, die drei Millionen Dollar teure Aktion in der Arktis aus
moralischen Gründen und wegen großer Gefahr für die Bergungsteams
abzusagen. Doch Präsident Wladimir Putin hat die Bergung der toten
Seeleute befürwortet.
Laut russischen Medien verfolgen die Militärs noch ein geheimes Ziel:
die Steuersysteme und Erkennungscodes für die Nuklearwaffen aus dem scharf
bewachten Wrack zu bergen, bevor die Amerikaner sie finden. Darum wird die
mehrfach verschobene, komplizierte Bergung trotz des Unwetters und des
hohen Risikos fortgesetzt.
Derweil bleibt die Ursache der Katastrophe unklar. In einem Vorort von
Moskau testeten russische Militärs tagelang Torpedos des Typs, mit dem die
"Kursk" bewaffnet war. Man warf die Geschosse aus unterschiedlicher Höhe
auf Betonplatten ab, danach hatte man sie aus Maschinengewehren
beschossen. Angeblich war kein einziger Torpedo explodiert.
Marine und Regierung bleiben bei ihrer Kollisionstheorie. Der russische
Fernsehsender NTW zeigte gestern Videoaufnahmen, auf denen dunkle
Abschürfungen am Rumpf der "Kursk" zu sehen sind. Bislang fehlt jedoch der
entscheidende Beweis dafür, dass ein ausländisches U-Boot in die
Katastrophe verwickelt war. Vor drei Wochen brachten zwei russische
Tauchkapseln 30 Metallteile vom Boden der Barentssee. Sie stammten
sämtlich von der "Kursk".
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Der Untergang der «Express Samina» am 26. September
vor der Insel Paros und danach folgende Unglücke mit Fähren hatten eine
Krise in der griechischen Küstenschifffahrt ausgelöst. Das griechische
Ministerium für Handelsschifffahrt hatte mehr als 60 Fähren stillgelegt
und die Reedereien aufgefordert, sie innerhalb von 20 Tagen modernisieren
zu lassen. Am Montag teilte das Ministerium mit, 61 von insgesamt 65
Fähren seien inzwischen überholt worden und erfüllten nun alle
Sicherheitsbestimmungen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Tamilenrebellen versenken zwei Marineschiffe Sri Lanka
Mittwoch, 25.10. 2000, 05:53:39 Uhr
Colombo - Tamilische Selbstmord-Attentäter haben beim
Überfall auf einen Hafen im Nordosten Sri Lankas zwei Marineschiffe
versenkt. Dabei kamen am Montag in Trincomalee mindestens zwei
Soldaten ums Leben. Trotz eines dreistündigen Feuergefechts war es der Marine nicht
gelungen, vier mit Sprengstoff beladene Boote der «Befreiungstiger
von Tamil Eelam» (LTTE) an der Einfahrt in den Hafen zu hindern. Das
gestanden Marinesprecher ein. Die Täter rammten ein Kanonenboot
sowie ein Truppentransport-Schiff und zündeten die Bomben.
LTTE-Führer Velupillai Prabhakaran schickt in jüngster Zeit
immer häufiger Selbstmordattentäter aus. In den vergangenen Wochen
kamen mindestens 42 Menschen bei solchen Anschlägen ums Leben.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Rettung in Ägäis per Handy via Deutschland
Mittwoch, 25.10. 2000, 05:49:10 Uhr
Bremen/Athen - Die dramatische Rettung der fünf
deutschen Segler in Griechenland ist nur auf Umwegen gelungen. Wie die Zentrale der
Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS)
mitteilte, rettete ein Handyanruf aus dem Mittelmeer den fünf
Deutschen das Leben. Der Münchener Skipper alarmierte per
Mobiltelefon einen Freund in Hamburg, der wiederum das RCC in Bremen
anrief. Die DGzRS konnte so ihrerseits die Kollegen in Griechenland
von dem Seenotfall informieren. Dort hatte man per Funk nur einen
verstümmelten Notruf der Jacht aufgefangen. Nachdem die Position
über Umwege per Telefon nunmehr korrekt übermittelt werden konnte,
holte ein Hubschrauber die fünf deutschen Segler von der bereits
sinkenden Jacht vor Kreta.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Mehr als 60 stillgelegte Fähren dürfen wieder fahren
Dienstag, 24.10. 2000, 05:57:27 Uhr
Athen - Knapp einen Monat nach dem Untergang der griechischen Fähre «Express
Samina» haben die Athener Behörden am Montag das Fahrverbot für mehr als
60 Fährschiffe wieder aufgehoben. In 64 der insgesamt 67 Fälle hätten die
Reedereien die vorgeschriebenen Sicherheitsauflagen innerhalb der
vorgesehenen Frist von 20 Tagen erfüllt, erklärte das
Handelsmarine-Ministerium. Für zwei Fähren sei die Frist bis Ende der
Woche verlängert worden, um den Unternehmen die Reparaturen zu
ermöglichen. Einem weiteren Schiff drohe ein dauerhaftes Fahrverbot.
Das Verbot war nach dem Untergang der «Express Samina» am 26. September
wegen mangelhafter Sicherheitsvorkehrungen erteilt worden. Bei dem Unglück
vor Paros waren 80 der mehr als 500 Passagiere ertrunken.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Mindestens 17 Tote bei Bootsunglück in Malawi
Dienstag, 24.10. 2000, 05:56:05 Uhr
Blantyre/Malawi - Bei einem Bootsunglück in Malawi sind mindestens 17 Menschen ertrunken.
Wie die Polizei am Montag in Blantyre mitteilte, sank das mit 40
Passagieren besetzte Boot bei stürmischem Wetter im See Malawi. 16
Insassen hätten das Unglück vom späten Samstagabend überlebt, sagte
Polizeisprecher Oliver Soko. Es gab kaum noch Hoffnung auf weitere
Überlebende. Nach Angaben der Hafenbehörden war das Boot nur für 22
Passagiere zugelassen. Bei dem Unfall handelte es sich um das schwerste
Bootsunglück in der Geschichte des südostafrikanischen Landes.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Kursk: Taucher bohren sich ins Schiff
des Grauens
Dienstag, 24.10. 2000, 05:54:19 Uhr
MOSKAU -Es ist ein
Auftrag des Grauens: Die Bergungsarbeiten an der "Kursk"
haben begonnen. 118 Leichen liegen im Wrack. Und auch
die Bergungstrupps riskieren bei dem gefährlichen
Einsatz ihr Leben. Eine sinnlose Aktion?
Norwegische und russische Taucher des
internationalen Öltechnik-Konzerns "Halliburton" sind
zurzeit dabei, sieben Einstiegslöcher in die dicke
Titanhaut der "Kursk" zu schneiden. Das Atom-U-Boot hat
zwei Hüllen, dazwischen liegen Druckluftbehälter, Rohre,
Leitungen und eine Gummischicht - Schwerstarbeit. Ein
erstes Erkundungsloch, das am Sonntag gebohrt wurde,
wird erweitert. Die Dreierteams von der Plattform
"Regalia", die über der Unglücksstelle ankert, schuften
rund um die Uhr in über hundert Metern Tiefe. An der
Oberfläche der Barentssee toben Sturm und Wellen.
Spätestens am Mittwoch wollen die Taucher ins Innere
vorstoßen. Was erwartet sie dort?
Die
Gefahren sind riesig: Das U-Boot ist durch eine
Explosion stark beschädigt - in der Enge und Dunkelheit
lauern Tausende Kanten und Spitzen auf die Taucher in
ihren unförmigen Anzügen. 118 tote Seeleute sind im
Wrack - sie sollen geborgen werden, Präsident Putin hat
es ihren Familien versprochen. Doch auch die Wahrheit
über die Unglücksursache wartet darauf, ans Tageslicht
zu kommen: War es ein explodierender Torpedo, oder wurde
die "Kursk" doch von einem anderen Schiff gerammt? Seit
zwei Monaten wartet die Welt auf die Antwort.
Das
russische Militär mauert weiter, nur russische Taucher
dürfen zur Bergung und Untersuchung in das 155 Meter
lange Wrack - Militärgeheimnis! Die Norweger werden nur
außen eingesetzt. Erste Ergebnisse einer Wasserprobe aus
dem Inneren: "Es gab keine Hinweise auf Radioaktivität,
Brandschäden oder eine Ölverschmutzung", sagte der
Kommandeur der Nordflotte, Admiral Popow.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Aus Seenot gerettet
Dienstag, 24.10. 2000, 05:51:46 Uhr
Athen - Nach der Kenterung ihres Bootes „Alexandros“ zwischen Kreta
und der Halbinsel Peleponnes sind fünf Deutsche am Sonntag aus
Seenot gerettet worden. Nach Angaben der Behörden herrschte zum Zeitpunkt der Havarie Starkwind in dem Seegebiet. Die
fünf Süddeutschen waren zum Zeitpunkt des Unglücks nur noch wenige
Seemeilen von der Insel Antikythera entfernt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Tödliche Kollision mit Tonne
Dienstag, 24.10. 2000, 05:47:46 Uhr
Brake - Ein 33jähriger ist am Wochenende bei einem
Sportbootunfall auf der Weser bei Brake ums Leben gekommen. Der Mann
war von einem 6,70 Meter langen Motorboot geschleudert worden,
nachdem das Speedboot in der Dunkelheit mit voller Fahrt gegen eine
Tonne gefahren war. Die „Fosete“, die mit 120 PS motorisiert war,
ging sofort unter. Der 32 Jahre alte Eigner konnte sich schwimmend
ans Ufer retten.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Bergung der "Kursk"-Opfer läuft an
Sonntag, 22.10. 2000, 07:38:30 Uhr
Moskau - In der Barentssee sind am Freitag die
Vorbereitungen zur Bergung der Opfer des gesunkenen
russischen Atom-U-Boots "Kursk" angelaufen. Die
norwegische Tauchplattform "Regalia" mit zwölf
russischen und sechs norwegischen Experten an Bord traf
nach Angaben der russischen Nordmeerflotte an der Stelle
ein, wo die "Kursk" vor zwei Monaten verunglückt war.
Die Arbeiten sollen am Samstag beginnen, ab
Dienstag oder Mittwoch sollte dann laut dem
stellvertretenden russischen Ministerpräsidenten Ilja
Klebanow die Bergung der Leichen erfolgen. Klebanow
leitet die staatliche Untersuchungskommission zum
Untergang des U-Boots, bei dem am 12. August nordöstlich
des russischen Hafens Murmansk alle 118 Menschen an Bord
ums Leben kamen.
Nur Russen dürfen ins
Wrack Die 18 Taucher wollen der Marine
zufolge am Samstag zunächst Eingänge in die fünf
Zentimeter dicke Bordwand des U-Boots bohren. Zwei
Russen und ein Norweger würden dann in einer Tauchglocke
zum Wrack hinabsteigen, aber nur die beiden Russen
sollten sich in das U-Boot begeben. Klebanow ging davon
aus, dass die Vorbereitungen erst am Montag beendet sein
werden.
Am Freitag wollten die Spezialisten der
Logistik-Gesellschaft Halliburton zunächst mit einem der
zwei Roboter auf der "Regalia" die Radioaktivität im
Wasser messen und mit einer Unterwasser-Kamera neue
Aufnahmen des Wracks machen. Erst wenn sichergestellt
sei, dass für die Taucher keine Gefahr bestehe, würden
sie zum Rumpf des in 108 Metern Tiefe liegenden U-Boots
abtauchen, hieß. Der russische Marinechef Admiral
Wladimir Kurojedow, der die Bergungsaktion der "Regalia"
überwacht, hatte am Donnerstag versichert, er werde die
Tauchgänge stoppen, wenn die Sicherheit des Teams nicht
gewährleistet sei.
Erfolgsaussichten
gering Der stellvertretende russische
Generalstabschef Valeri Manilow wandte sich unterdessen
gegen eine Bergung der Leichen. Die Angehörigen der
Opfer lehnten dies ab, sagte er zur Begründung. Das Meer
solle ihr Grab bleiben, wie es der Seemanns-Tradition
entspreche. Die Chancen, alle 118 toten Seeleute aus dem
Wrack zu bergen, sind offenbar ohnehin gering. Laut der
Gesellschaft "Rubin", die auch die "Kursk" gebaut hatte,
wird vermutlich nicht einmal ein Drittel der Opfer
geborgen werden können. Das U-Boot sei innen zerstört
und voll Wasser gelaufen, erklärte das Unternehmen.
Wie es zum Untergang der "Kursk" kam, ist nach
wie vor nicht geklärt. Spekuliert wird unter anderem
über die Explosion eines oder mehrerer Torpedos an Bord
und über ein Manöverunglück, bei dem das U-Boot von
einem russischen Schiff versenkt worden sein könnte.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
17 Meter langer Wal im Hafen von Marseille
Samstag, 21.10. 2000, 07:44:46 Uhr
Marseille -
Einen knapp 17 Meter langen Wal haben Spaziergänger am Freitagabend
im Hafen der französischen Stadt Marseille entdeckt. Der Wal, der
nach Ansicht der Feuerwehr mit einem Schiff kollidiert war, starb
kurz nach seiner Entdeckung.
Bei dem männlichen Tier handelt es sich um einen Finnwal, stellte
der mit der Untersuchung beauftragte Veterinär mit. Ein Abtransport
des Kadavers gestaltete sich schwierig, da es für den 30 bis 40
Tonnen schweren Wal kein geeignetes Transportmittel gab.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
US-Marine korrigiert Angaben zu Anschlag auf "USS
Cole"
Samstag, 21.10. 2000, 07:40:50 Uhr
Washington - Die US-Marine hat
mehrere Angaben zum Anschlag auf das US-Kriegschiff "USS Cole"
in der vergangenen Woche in Jemen korrigiert. In einer am
Freitag (Ortszeit) in Washington veröffentlichten
Stellungnahme teilte die Marine mit, das Schiff sei zum
Zeitpunkt der mutmaßlichen Selbstmordattacke gerade betankt
worden. Unmittelbar nach dem Anschlag hatten US-Stellen
erklärt, der Zerstörer sei noch bei der Einfahrt in den Hafen
gewesen. Zudem gab die Marine in der Erklärung jetzt einen
Explosionszeitpunkt an, der fast eine Stunde vor dem
ursprünglich genannten liegt. Demnach ereignete sich die
Detonation bereits um 11.18 Uhr MESZ am Donnerstag vergangener
Woche.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Ägäis: Schiff mit 500 Flüchtlingen
aufgegriffen
Samstag, 21.10. 2000, 07:39:38 Uhr
Athen - Die griechische Küstenwache hat am Freitag in
der Ägäis einen türkischen Frachter mit über 500
illegalen Zuwanderern aufgegriffen. Wie der griechische
Rundfunk meldete, wurde das Schiff mit Einwanderern aus
mehreren Nahost-Staaten wegen starken Sturms zunächst in
eine windgeschützte Bucht der Insel Chios eskortiert.
Lokale Radiosender berichteten, auf den Decks
des Schiffes seien viele Frauen und Kinder zu sehen. Der
Kapitän habe die Behörden um Trinkwasser gebeten, hieß
es. Ob Griechenland die illegalen Zuwanderer aufnehmen
wird, war zunächst unbekannt.
Die Ägäis ist eine
der Hauptrouten, über die Schleuserbanden immer wieder
versuchen, illegale Zuwanderer in die Europäische Union
zu bringen. Nach Angaben der griechischen Polizei wurden
dieses Jahr bisher rund 3.000 illegale Einwanderer und
118 Schleuser festgenommen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Russischer Fischtrawler gesunken
Freitag, 20.10. 2000, 05:58:00 Uhr
TOKIO: Nach einer
dramatischen Suchaktion bei stürmischer See sind gestern alle 20 Seeleute
eines russischen Fischereischiffes gerettet worden. Das Schiff war vor
Japan gesunken.
Zunächst seien in einem Rettungsboot zwölf Matrosen entdeckt worden,
meldete die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf den russischen
Katastrophenschutz. Erst Stunden später, bereits nach Anbruch der
Dunkelheit, wurden die restlichen Seeleute in einem zweiten Boot gesichtet
und gerettet.
Die Suchaktion mit mehreren Schiffen und Flugzeugen wurde durch bis zu
sieben Meter hohe Wellen, heftigen Wind und schlechte Sicht massiv
erschwert. Zunächst waren mehrere Rettungsboote leer entdeckt worden.
Der Trawler «Taifun-1» war in der Nacht zum Donnerstag bei schwerem
Seegang vor der japanischen Küste untergegangen. Die Besatzung hatte noch
einen Notruf senden können.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
US-Zerstörer «Cole» nicht mehr manövrierfähig?
bergen
Mittwoch, 18.10. 2000, 05:51:38 Uhr
Aden - Der bei dem Anschlag im Hafen von Aden im Jemen schwer
beschädigte US-Zerstörer «Cole» soll Aden verlassen: Am Hken eines norwegischen
Bergungsschiffs.
Wohin der in Norfolk/Virginia beheimatete
Zerstörer gebracht werden soll, steht noch nicht fest. Bei dem Attentat waren 17
Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen, vier werden noch vermisst.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Fischkutter vor Poel gesunken
Montag, 16.10. 2000, 06:55:01 Uhr
Poel - Eine Seemeile nördlich von Timmendorf auf
Poel ist am Samstag der Fischkutter „Poel 014“ gesunken. Wie
die Wasserschutzpolizei mitteilte, wurden alle drei
Besatzungsmitglieder unversehrt von einem weiteren Fischkutter
geborgen. Das in zwölf Metern Tiefe liegende Schiff soll in
dieser Woche geborgen werden.
Als Ursache für das Kentern wird nicht
ausgeschlossen, dass die Bugwelle eines anderen Schiffes
Wasser in den Kutter spülte. Die Männer sollen vor dem
Untergang des Schiffes mit Ausschöpfen beschäftigt gewesen
sein. Die Wasserschutzpolizei ermittelt zu dem Seeunfall.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Nordsee: Neuer Seenotrettungskreuzer für Helgoland
Samstag, 14.10. 2000, 22:04:31 Uhr
BREMEN. Ein modernerer und größerer Seenotkreuzer wird für die
Seerettungsstation Helgoland gebaut. Wie die
Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS)
mitteilte, will die Werft das
46 Meter lange Rettungsschiff Anfang 2003 ausliefern. Der
mit modernster Technik ausgestattete Kreuzer
werde komplett durch Spenden finanziert, erklärte die
DGzRS. Über die Kosten wolle man derzeit nichts
sagen. Das neue Schiff löse den bisherigen Seenotkreuzer
«Wilhelm Kaisen» vor Helgoland ab, der nach
Rügen verlegt werde. Das neue Schiff sei den gestiegenen
Gefahren in Nord- und Ostsee besser gewachsen,
hieß es.
Quelle: Joachim Preuß, sailpress.de - Sicherheit für
Hochseesegler
Ägäis: Frachter gesunken, Fähre gestrandet
Samstag, 14.10. 2000, 22:03:18 Uhr
ATHEN. Beim Untergang eines griechischen Frachters in der Ägäis ist am Samstag
ein griechischer Seemann ums
Leben gekommen. Die übrigen neun Besatzungsmitglieder
wurden von einem türkischen Handelsschiff
gerettet. Das Schiff sank nahe der Insel
Samothrace in der Nordägäis. Ursache des Unglücks ist
offenbar ein Verrutschen der
Ladung. Der Frachter hatte Furnierholz geladen.
Glück im Unglück hatten unterdessen die 32
Passagiere einer griechischen Fähre. Die Fähre strandete
bei rauer See wegen Ruderproblemen vor dem Hafen von
Lavrion, 50 Kilometer südwestlich von Athen. Alle
Passagiere wurden mit Booten der Küstenwache von Bord
geholt und sicher an Land gebracht. Am 26.
September waren bei Untergang einer Fähre vor der
Ferieninsel Paros 80 Menschen ums Leben gekommen.
Quelle: Joachim Preuß, sailpress.de - Sicherheit für
Hochseesegler
Amerikanische Terrorismus-Experten warnen seit langem vor
Anschlägen auf Schiffe ihrer Marine
Samstag, 14.10. 2000, 06:34:55 Uhr
Die amerikanischen Sicherheitsbehörden haben eine intensive Suche nach
den Hintermännern des Anschlags auf den Zerstörer
Cole am
Donnerstag im Hafen von Aden begonnen. Experten der Bundespolizei, des
Militärs und der Geheimdienste machten sich auf den Weg in den Jemen,
während französische Militärflugzeuge verletzte Seeleute nach Dschibuti
ausflogen. Das Pentagon teilte mit, dass mit 17 toten Seeleuten gerechnet
werden müsse. Präsident Bill Clinton ordnete an, dass sämtliche
Kriegsschiffe in der Region die Häfen verlassen und auf offener See vor
Anker gehen sollten. 21 Botschaften in der Region, in Afrika und in Asien
wurden vorübergehend geschlossen. In den USA wirkte sich das Attentat auch
auf den Wahlkampf auf, wo nur zwei Tage zuvor die Kandidaten Al Gore und
George W. Bush ihre Pläne für das außenpolitische Engagement des Landes
dargelegt hatten.
Ein Selbstmordattentat auf ein amerikanisches Kriegsschiff hatten die
Militärs seit Jahren befürchtet. Schiffsbesatzungen übten auch
entsprechende Verteidigungs-Manöver. Vor mehr als 15 Jahren schon war es
beinahe zu einem fatalen Zwischenfall gekommen, als sich ein kleines
Flugzeug einem amerikanischen Schiff vor der Küste des Libanon näherte.
Die Besatzung hatte sich im letzten Moment gegen den Abschuss entschieden.
Tatsächlich hatte sich an Bord der Maschine eine Familie auf einem
Rundflug befunden.
Terrorismusexperten in den USA warnen schon seit langem, dass Schiffe
ein leichtes Ziel für Kamikaze-Attentäter abgäben. Der Kapitän der
U.S.S. Cole hatte allerdings nicht damit gerechnet, dass
ausgerechnet ein Hafenschlepper mit Sprengstoff beladen sein könnte. Der
Schlepper sollte die Cole mit 300 Mann Besatzung an einen Tankplatz
bringen. Während des Manövers war der Großteil der Besatzung an Deck und
auf Arbeitspositionen beschäftigt. Wäre die Sprengladung näher am Bug
explodiert, hätten die an Bord gelagerte Munition und Lenkwaffen mit nicht
absehbaren Folgen für die Besatzung explodieren können. Das Schiff wäre
wohl auch gesunken. Marinebefehlshaber Admiral Vern Clark sagte in
Washington: „Ich möchte nur sagen, dass es unter diesen Umständen
lediglich eine begrenzte Chance gibt, derartige Attacken abzuwehren.“
Nach der Explosion riegelte die jemenitische Polizei den Hafen
hermetisch ab. US-Sprengstoffexperten untersuchten das Loch in der Größe
einer Doppelgarage im Schiffsbauch. Der Sprengstoff oder andere Indizien
könnten zu den Hintermännern des Attentats führen. Sowohl
Verteidigungsminister William Cohen als auch Außenministerin Madeleine
Albright kündigten an, dass man die Täter zur Rechenschaft ziehen werde.
Amerikanische Vergeltungsschläge können nicht ausgeschlossen werden. Am
Freitag bekannte sich eine radikale Muslimgruppe mit dem Namen „Armee
Mohammeds“ zu dem Anschlag.
Der Hafenstop der Cole in Aden war Teil eines Programms der
US-Streitkräfte, das zur Normalisierung der Beziehungen zwischen den USA
und verschiedenen Staaten in der Region beitragen sollte. Das Kriegsschiff
war auf dem Weg in den Persischen Golf, wo es als Teil einer
Flugzeugträger-Gruppe eingesetzt ist. Die Cole gehört zu den
modernsten Schiffen der amerikanischen Flotte. Sie ist mit ausgereifter
Radar-Technik und mit Lenkwaffen ausgestattet.
Amerikanische Truppen und zuletzt auch Botschaften des Landes waren
immer wieder Ziel terroristischer Attacken. Vor zwei Jahren wurden bei
Anschlägen auf die Botschaften in Kenia und in Tansania 224 Menschen
getötet, zwölf davon waren US-Bürger. Wieder zwei Jahre zuvor explodierte
ein Lastwagen an einem Wohnkomplex amerikanischer Heeressoldaten in
Saudi-Arabien und riss 19 Menschen in den Tod.
Gerade die Attacken der letzten Zeit haben in den USA eine Debatte über
das internationale Engagement des Landes ausgelöst. In der Öffentlichkeit
hält sich die Meinung, dass die Bedrohung durch Terroristen ein zu hoher
Preis für die unangefochtene Supermacht-Rolle des Landes sei. Besonders im
ultrakonservativen Lager wird immer wieder gefordert, das internationale
Engagement zu reduzieren. Präsidentschaftskandidat Bush verfolgt
allerdings nur in Ansätzen diese Linie. Die Attacke auf die Cole
wird den Streit zwischen Internationalisten und Isolationisten weiter
anheizen. Bush konnte weniger staatsmännisch auf die Nachricht reagieren
als Gore: Während der Vizepräsident Wahlkampftermine absagte und zu
Krisengesprächen ins Weiße Haus eilte, reiste der texanische Gouverneur
weiter durchs Land.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Anschlag auf Kriegsschiff der USA
Bombe
gegen Zerstörer im Hafen Aden / Sieben Tote
Freitag, 13.10. 2000, 06:20:00 Uhr
SANAA/WASHINGTON - Mit dem Schlauchboot habe ein Selbstmordkommando, so ein
Sprecher der Navy, eine Bombe gegen den gerade erst im Hafen von Aden
eingelaufenen Zerstörer "Cole" gefahren. Die Explosion habe ein
sechs mal zwölf Meter großes Leck in den Rumpf des Schiffs gerissen.
Aden ist der größte Hafen von Jemen, wo es in den vergangen Tagen
wiederholt zu antiamerikanischen und antiisraelischen Demonstrationen gekommen
war. Unmittelbar vor der Explosion gegen 11.15 Uhr MESZ wurde ein kleines
Schlauchboot beobachtet, wie Leutnant Terrence Dudley von der Fünften
US-Flotte mitteilte. Das nicht identifizierbare Boot habe sich dem
Zerstörer genähert.
US-Präsident Bill Clinton zeigte sich
nach Angaben des Sprechers des Weißen Hauses, Jake Siewert,
"entsetzt" über die Nachricht. Er beauftragte
Verteidigungsminister William Cohen mit der Untersuchung des Vorfalls. Siewert
sagte, es handele sich offenbar um einen Terroranschlag; es sei aber nicht
genau klar, was passiert sei.
Außenministerin Madeleine Albright
drohte, Washington werde "angemessene Schritte" in die Wege leiten,
falls es sich um einen Terrorakt handeln sollte.
Justizministerin Janet
Reno erklärte, ein Team der Bundespolizei FBI sei bereits auf dem Weg nach
Jemen.
Ein Mitarbeiter des US-Geheimdienstes CIA versicherte, nach
vorliegenden Erkenntnissen stecke hinter dem Anschlag der mutmaßliche und
von den USA weltweit gesuchte arabische Terrorist Osman bin Laden.
Das 9100
Tonnen große Kriegsschiff hatte den Hafen von Aden gerade erst zum
Auftakten angelaufen. Es sollte sich dort lediglich vier Stunden aufhalten. Der
Zerstörer hatte am Montag mit 350 Mann an Bord den Suez-Kanal durchfahren.
Danach durchquerte die "Cole" das Rote Meer und nahm schließlich
Kurs auf die arabische Halbinsel.
Die Explosion war Augenzeugen zufolge in
ganz Aden zu hören und ließ im Hafen die Fenster mehrerer
Gebäude zerbersten. Rettungssanitäter eilten zum Hafen. Wasser drang
durch das Leck ins Schiff ein, doch konnte die Überflutung nach Angaben
Dudleys in kurzer Zeit eingedämmt werden. Auch ein von der Explosion
ausgelöstes Feuer wurde bald gelöscht.
Aden wird
regelmäßig von Schiffen der US-Flotte zum Auftanken angelaufen. In
der an der Südspitze der arabischen Halbinsel gelegenen Stadt kam es mit
den zunehmenden Spannungen im Nahen Osten nahezu täglich zu teilweise
gewaltsamen Demonstrationen für die Palästinenser und gegen Israel.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Anschlag auf US-Kriegsschiff? Vier Tote
Donnerstag, 12.10. 2000, 18:37:37 Uhr
Bei einem möglichen Anschlag auf ein US-Kriegsschiffs im Hafen der jemenitischen Hauptstadt Aden sind mindestens vier Marinesoldaten getötet worden. Ein Soldat werde vermisst und etwa 30 seien verletzt worden, sagte ein Sprecher aus dem Hauptquartier der fünften US-Flotte im Golf-Emirat Bahrain. Ein Offizier habe gesehen, wie ein Schlauchboot das Schiff seitlich gerammt habe, daraufhin habe sich die Explosion ereignet.
Der Sprecher äußerte sich nicht genauer dazu, ob ein Anschlag vermutet werde. Das Pentagon hält den Angriff jedoch für einen Selbstmordanschlag. Auch die jementischen Behörden gaben zunächst keinen Kommentar ab.
Der US-Zerstörer "USS Cole" hatte zum Zeitpunkt der Detonation im Hafen festgemacht und wurde gerade neu aufgetankt. Das Schiff hatte den Angaben zufolge zwar Schlagseite, der Wassereinbruch sei jedoch gestoppt. Augenzeugen berichteten über im Wasser umherschwimmende Schiffsteile.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Fähre brennt: 700 Passagiere gerettet
Donnerstag, 12.10. 2000, 06:00:42 Uhr
Manila - Nach der Havarie einer
philippinischen Fähre südlich von Manila sind am Donnerstag alle 700
Passagiere gerettet worden. Wie das Fährunternehmen WG and A Lines
mitteilte, brach auf dem Oberdeck der "Super Ferry 6" aus noch ungeklärter
Ursache ein Brand aus. Die Passagiere wurden von einem anderen Schiff des
Unternehmens gerettet, das ebenfalls in dem Gebiet vor Batangas
südlich der Hauptstadt unterwegs war.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Flüchtlingsschiff in Otranto
Donnerstag, 12.10. 2000, 05:58:13 Uhr
OTRANTO - Ein türkisches
Schiff mit 462 zumeist kurdischen Flüchtlingen hat gestern den
italienischen Adriahafen Otranto erreicht. Unter den völlig entkräfteten
Menschen seien auch etwa 200 Frauen und Kinder, berichtete das
italienische Fernsehen.
Viele hätten sich nach der etwa einwöchigen Überfahrt auf dem
Seelenverkäufer «Diler» kaum noch auf den Beinen halten können. Vor der
Rettung der Flüchtlinge spielten sich dramatische Szenen ab. Die rund 55
Meter lange «Diler» sei in Izmir ausgelaufen, berichteten die illegalen
Zuwanderer. Jeder von ihnen habe rund 2500 Dollar für die Überfahrt zahlen
müssen. «Wir wollen dahin, wo Frieden herrscht», sagte ein Mann aus Irak.
Die Schlepper setzten sich den Angaben zufolge ab. Das Schiff habe etwa
zwölf Stunden lang in stürmischer See getrieben. Die «Diler» war am
Dienstagabend von der Besatzung eines italienischen Militärflugzeugs
gesichtet worden. Wenig später sei von den Passagieren ein SOS-Alarm
übermittelt worden. Spezialisten der italienischen Marine übernahmen nach
einer dramatischen Aktion das Ruder des Schiffes. Zeitweise versagte der
Motor. «Wir hatten Angst um die Menschen», sagte Oberstleutnant Sandro
Gallinelli. Sie seien zusammengepfercht gewesen wie Sardinen. «Wenn es
einen Schiffbruch gegeben hätte, wären alle verloren gewesen.» Viele
Kurden wollen zu Angehörigen in Deutschland. In diesem Jahr sind es laut
offiziellen Angaben rund 21 000. Viele der oftmals uralten Schrottkähne
seien in der Türkei gestartet.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Jetzt achzig Opfer bei Fährunglück
Mittwoch, 11.10. 2000, 05:53:45 Uhr
ATHEN - An der Küste von
Mykonos, also rund 25 Seemeilen weiter südlich, ist das 80.
Todesopfer nach dem Untergang der Fähre "Express Samina"
gefunden worden. Das Schiff war Ende September mit mehr als
500 Menschen an Bord vor der Insel Paros auf ein Riff gelaufen
und gesunken.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Lastkahn mit radioaktivem Material gekentert
Dienstag, 10.10. 2000, 18:39:12 Uhr
Moskau - Im Fernen
Osten Russlands ist ein Lastkahn mit einem Container radioaktiven
Materials gekentert, wie das Ministerium für Notfallsituationen am
Dienstag bekannt gab. Aus dem drei Tonnen schweren Behälter, der jetzt in
der Nähe des Dorfes Kesselewka auf dem Grund des Amurs liege, sei keine
Radioaktivität entwichen, hieß es. Ob der Container gehoben werden kann,
war noch nicht klar. Der Lastkahn hatte auch noch Dieseltreibstoff,
Nahrungsmittel, Haushaltwaren und Metall geladen. Er kenterte bereits am
Samstag.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Erneut Frachter in Kadet-Rinne auf
Grund
Dienstag, 10.10. 2000, 18:36:14 Uhr
Ein mit 57 000 Tonnen Kohle beladener
zypriotischer Frachter ist gestern in der Kadet-Rinne auf
Grund gelaufen. Die 223 Meter lange „Stone Topaz“ war auf dem
Weg vom polnischen Swinemünde nach Brindisi in Italien. Öl
soll nicht ausgetreten sein. Die deutschen Behörden waren
gestern Vormittag über den Schiffsunfall informiert worden.
Ein Hubschrauber des Bundesgrenzschutzes aus Itzehoe nahm
daraufhin Kurs auf den Havaristen, der im viel befahrenen
Seegebiet zwischen Dänemark und Deutschland auf Grund liegt.
Es sei kein Ölaustritt festgestellt worden, teilte das
Küstenwachzentrum in Neustadt mit.
Bei dem Massengutfrachter handle es sich
um ein Schiff mit Doppelboden, bei dem nach Expertenansicht
die Gefahr des Leckschlagens geringer sei, als bei einfachem
Schiffsrumpf.
Wie es hieß, habe sich das Unglück an der
gleichen Stelle ereignet, an der bereits im März der Tanker
„Clement“ auf Grund gelaufen war. Die „Stone Topaz“ hat einen
Tiefgang von 12,19 Metern. Nach Angaben ihres Kapitäns liegt
sie in zwölf Metern Tiefe auf Grund.
Die deutschen Behörden haben das Zollboot
„Hiddensee“ sowie das Mehrzweckschiff „Scharhörn“ in die
Kadet-Rinne beordert. Seit gestern Nachmittag versucht ein
Schlepper aus dem russischen Kaliningrad, den Havaristen in
tieferes Wasser zu bugsieren.
Wie Klaus Hoinka (55), Kapitän auf dem
Warnemünder Schlepper „Bugsier 16“, erklärte, wird über den
Einsatz weiterer Schlepper verhandelt. Hoinka, der bereits an
mehreren Bergungsaktionen in der Kadet-Rinne teilnahm, sagte,
die neue Betonnung in diesem Seegebiet allein reiche nicht
aus, um Grundberührungen zu verhindern. Schiffsbesatzungen
müssten die ausgewiesenen Seewege auch einhalten. Das Wasser-
und Schifffahrtsamt Stralsund hatte auf die gestiegene Zahl
von Grundberührungen im Frühjahr reagiert und neue Tonnen in
der Kadet-Rinne gelegt.
Landes-Umweltminister Wolfgang Methling
(PDS) forderte die Bundesregierung gestern auf, gemeinsam mit
dänischen Behörden endlich wirksame Vorsorge für einen
störungsfreien Schiffsverkehr in der Kadet-Rinne zu leisten.
In der Vergangenheit hatten Politiker und
Experten massive Kritik an Notfallmanagement und
Schiffsüberwachung geübt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Schweden: Estonia-Taucher eingesperrt
Dienstag, 10.10. 2000, 18:33:52 Uhr
Stockholm - Die schwedischen Behörden haben
Haftbefehl gegen die Verantwortlichen eines privaten
Tauchgangs zur "Estonia" erlassen. Begrümdung: Störung
des Grabfriedens der "Estonia"- Opfer. Die deutsche
Fernseh-Journalistin Jutta Rabe und der US-Unternehmer
Gregg Bemis hatten im August Unterwasser-Videoaufnahmen
machen lassen, die sie für eine TV-Dokumentation
verwerten wollten.
Zudem wollten sie beweisen,
dass das Schiff mit fast 1.000 Menschen an Bord durch
eine Bombenexplosion sank. Die offizielle Untersuchung
ergab hingegen, dass eine Fehlkonstruktion an der
Aufhängung des Bugvisiers zu dem Unglück führte. Nur 137
Passagiere und Crew- Mitglieder hatten die Havarie im
September 1994 überlebt.
"Estonia" - Wrack als
gesetzlich geschütztes GrabNach der
Entscheidung des Stockholmer Staatsanwalts Ronnie
Jacobsson könnten Rabe und Bemis festgenommen werden,
wenn sie nach Schweden, Finnland oder Estland einreisen
wollen. Diese Länder hatten das Wrack der "Estonia" per
Gesetz zum gesetzlich geschützten Grabplatz erklärt.
Dort werden die Leichen von mehr als 700 Opfern
vermutet.
Die Regierungen Schwedens und Finnlands
hatten den Tauchgang als kommerziell motivierte Störung
des Grabfriedens für die Opfer kritisiert. Ein
Einschreiten war nicht möglich, weil das Wrack der
"Estonia" in internationalen Gewässern vor Finnlands
Südküste liegt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Kohlefrachter «Stone Topaz» in der Ostsee auf Grund gelaufen
Dienstag, 10.10. 2000, 05:53:18 Uhr
Rostock - Die mit 56.500 Tonnen Kohle beladene «Stone Topaz» ist am Montag im Gebiet der Kadetrinne zwischen dem Darß an der mecklenburg-vorpommerschen Küste und dem dänischen Gedser auf Grund gelaufen. Die 223 Meter lange und unter zyprischer Flagge fahrende «Stone Topaz» wurde dabei offensichtlich nicht beschädigt. Auch ein Ölaustritt ist momentan nicht festzustellen.
Die Kadettrinne ist ein neuralgischer Punkt, an dem schon öfter Schiffe aufgefahren oder gestrandet sind.
Vorsorglich sei das Ölbekämpfungsschiff «Scharhörn» zu dem Havaristen beordert worden, der in etwa zwölf Meter Wassertiefe festliege, teilte das Schweriner Umweltministerium mit. Zoll und Wasserschutzpolizei befinden sich vor Ort. Der Vorfall ereignete sich in dänischem Hoheitsgebiet. Auch nach Aussagen der dortigen Behörden besteht keine Verschmutzungsgefahr.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Sportboot vor Helgoland gesunken
Freitag, 06.10. 2000, 18:12:47 Uhr
Heide - Am heutigen Tage, um 12.00 Uhr, sank
ca. 6 Seemeilen südlich der Insel Helgoland ein mit zwei
Personen besetzter, 9 Meter langer Jollenkreuzer. Zuvor war bei
starkem Seegang das Ruder des Schiffes gebrochen. Dadurch konnte
das Boot nicht mehr kontrolliert und dem Seegang angemessen,
gesteuert werden. Das Boot legte sich quer zur Wellenrichung und
kenterte. Es herrschten zum Unfallzeitpunkt westliche Winde der
Stärke 7.
Zunächst hatte ein in der Nähe befindlicher Hubschrauber des
Bundesgrenzschutzes den Untergang beobachtet und versucht, das Ehepaar zu
bergen. Der Rettungsversuch aus der Luft sei aber wegen des starken Windes
und der hohen Wellen gescheitert, erklärte die DGzRS.
Der Besatzung gelang es noch per Funk einen Notruf abzusetzen.
Die so informierten Rettungskräfte des Rettungskreuzers der
Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, das
Polizeiboot «Helgoland», sowie ein Rettungshubschrauber des BGS
konnten die Verunglückten von der Insel Helgoland relativ
schnell erreichen und unverletzt bergen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Frachter mit Rohöl sinkt im Amazonasgebiet
Freitag, 06.10. 2000, 07:06:48 Uhr
Im peruanischen Amazonasgebiet ist
ein Frachter mit 7000 Barrel Rohöl gesunken. Wie die
argentinische Ölgesellschaft Pluspetrol mitteilte, sank das
Schiff beim Beladen in Saramuro 900 Kilometer nordöstlich von
Lima schon am Dienstag. Wie viel des Rohöls in den Fluss
Maranon gelangte, konnte Pluspetrol nicht sagen. Der
peruanische Energieminister Jorge Chamot forderte eine
umfassende Untersuchung.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Ölpest bedroht Korallenriffe
Donnerstag, 05.10. 2000, 06:10:03 Uhr
Nach dem Tankerunglück im Seegebiet zwischen Singapur und der indonesischen Insel Sumatra bedroht ausgelaufenes Öl die Korallenriffe in dieser Region. Bisher flossen mehrere Millionen Liter Rohöl aus einem Leck im Rumpf der «Natuna Sea». Das am Dienstag auf Grund gelaufene Schiff liegt etwa 8 Kilometer südöstlich von Singapur in indonesischen Gewässern.
Auf die indonesischen Riau-Inseln trieb ein etwa 1 Kilometer breiter und 1,6 Kilometer langer Ölteppich zu, der aus der Luft mit Chemikalien besprüht wurde. Dennoch werde sich vermutlich ein Teil des Öls nicht auflösen und nach unten sinken, sagte gestern der Umweltspezialist Chua Sek Chuan von der Naturschutzgesellschaft in Singapur. «Dieses Öl wird die Riffe töten», fügte er hinzu. Die eingesetzten Chemikalien bedrohten zudem natürliche Öle, die für die Meeresfauna lebenswichtig seien.
Vier Ölcontainer des Schiffs wurden bei der Havarie vom Dienstag beschädigt. Diese enthielten schätzungsweise 40 000 Tonnen Rohöl, von denen bisher mehr als 7000 Tonnen ausgetreten sind. Bergungsmannschaften begannen damit, das Öl auf ein anderes Schiff zu pumpen. Die indonesischen Behörden haben bisher noch nicht ermitteln können, wie es zu dem Tankerunglück kam. Der in Panama registrierte Tanker befand sich auf dem Weg vom saudiarabischen Hafen Dschiddah nach China und hätte in Singapur mit neuem Kraftstoff versorgt werden sollen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Holzfrachter vor der portugiesischen Küste gesunken
Mittwoch, 04.10. 2000, 10:06:45 Uhr
Aveiro/Portugal - Ein mit Holz beladener türkischer Frachter ist am Dienstag vor Portugal gesunken. Alle neun Crewmitglieder wurden von dem Schiff geborgen. Der Frachter bekam zunächst vor dem Hafen von Aveiro Schlagseite und sank anschließend einen Kilometer von Aveiro entfernt. Das Wrack stellt momentan keine Gefahr für die Schifffahrt dar. Als Ursache für die Havarie wird vermutet, dass die Ladung in rauer See verrutschte. Der Frachter war auf dem Weg von Casablanca nach Israel.
Quelle: Tim Schwabedissen
Kapitän und Offizier der «Express Samina» bleiben in Haft
Auch Kapitän des Ausflugsbootes «Zeus III» angeklagt
Mittwoch, 04.10. 2000, 06:35:15 Uhr
Athen - Der Kapitän und Erste Offizier der in der vergangenen Woche vor Paros gesunkenen Fähre «Express Samina» bleiben in Haft. Untersuchungsrichterin Karabasi betätigte die Anklagen gegen Kapitän Vassilis Ioannakis und den Ersten Offizier Tassos Psychoios wegen vorsätzlicher Tötung und anderer Punkte und ordnete an, dass sie bis zum Prozess in Haft bleiben. Sie würden wahrscheinlich ins Gefängnis der Insel Chios nahe der türkischen Küste gebracht.
Staatsanwalt Dimitris Dadinopoulos erklärte, für die Freilassung des Bootsmanns Panagiotis Kasdaglis und des Matrosen Georgios Patilas, die ebenfalls angeklagt seien, sei eine Kaution von einer Million Drachmen (5.200 Mark) festgesetzt worden.
Angeklagt wurde unterdessen auch der Kapitän des Ausflugsbootes «Zeus III», das am Freitag vor Naxos auf ein Riff lief und sank. Dabei erlitt ein 82-jähriger amerikanischer Tourist einen Herzinfarkt und starb.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Spanischer Trawler vor Westirland gesunken
Dienstag, 03.10. 2000, 19:13:20 Uhr
Dublin - Ein spanischer Trawler ist am Dienstag vor der westirischen Küste in rauer See gesunken. Dabei kamen vier Besatzungsmitglieder ums Leben, ein Seemann konnte nach Angaben der Küstenwache gerettet werden. Sein Zustand war ernst. Weitere acht Seeleute wurden vermisst. Die unter britischer Flagge fahrende «Arosa» sendete am frühen Morgen einen Funknotruf, als sich das Fischfangschiff 20 Kilometer vor Slyne Head befand. Die Suche nach Überlebenden, an der sich neben Hubschraubern auch ein französisches Militärflugzeug und mehrere Fischerboote beteiligten, wurde von stürmischer See behindert. Erst am Sonntag war in derselben Region ein französischer Trawler gesunken. Drei Seeleute wurden gerettet, acht Besatzungsmitglieder kamen vermutlich ums Leben.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Wrack des Deutschen Schlachtschiffs «Scharnhorst» vor Nordkap gefunden
Dienstag, 03.10. 2000, 19:11:52 Uhr
Oslo - Das Wrack des deutschen Schlachtschiffs «Scharnhorst», das 1943 bei einem Gefecht mit britischen Kriegsschiffen versenkt wurde, ist vor dem Nordkap entdeckt worden, wie das norwegische Militär am Dienstag bekannt gab. Von den 1.968 Besatzungmitgliedern überlebten damals nur 36 Mann. Der Verbleib des stählernen Giganten war über Jahrzehnte hinweg ungeklärt. «Wir haben dabei geholfen, Weltgeschichte aufzuzeichnen», erklärte der norwegische Seeoffizier Marcus Einarsen Osen.
Das Wrack wurde den Angaben zufolge in der vergangenen Woche rund 160 Kilometer nördlich des Nordkaps von Militärexperten entdeckt, die mit dem staatlichen Fernsehsender NRK zusammenarbeiten. Die «Scharnhorst» liegt in einer Tiefe von rund 300 Metern. Entdeckt wurde sie mit Hilfe eines Sonargeräts. Ein ferngesteuerter Tauchroboter filmte das Wrack. Da es widersprüchliche Angaben über den Ort des Untergangs gab, war die Fläche, die abgesucht werden musste, mehrere hundert Quadratkilometer groß, wie Alf Jacobsen, Projektleiter von NRK, erklärte.
Das 235 Meter lange und 30 Meter breite Schiff, das eine Höchstgeschwindigkeit von 31,5 Knoten erreichte, wurde kurz vor Beginn des Zweiten Weltkriegs in Dienst gestellt. Es war im deutsch besetzten Norwegen stationiert. Die «Scharnhorst» und andere deutsche Schiffe griffen von Norwegen aus alliierte Kriegs- und Frachtschiffe an, die Versorgungsgüter in den sowjetischen Hafen Murmansk bringen sollten. Im Dezember 1943 wurde das Schlachtschiff von einer britischen Flotte, die von der «HMS Duke of York» angeführt wurde, während eines gewaltigen Wintersturms versenkt.
Der Fernsehsender NRK will das Filmmaterial über das Wrack in einer Dokumentation über die Schlacht am Nordkap verwenden. Das Militär erklärte, die deutschen Behörden seien über die Entdeckung unterrichtet worden. Das weitere Vorgehen liege nun in der Hand der Deutschen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Ermittlungen bei Fährunglück ausgedehnt
Dienstag, 03.10. 2000, 19:06:58 Uhr
Athen - Sieben Tage nach dem Untergang der Fähre «Express Samina» vor der griechischen Insel Paros mit mindestens 79 Toten sind neben dem Kapitän des Schiffes und dem Ersten Offizier auch die Chefs der Reederei «Minoan Flying Dolphins» angeklagt worden. Sie sollen nach Rundfunkberichten vom Dienstag in den nächsten Tagen vor Gericht aussagen. Nach Ansicht der Ermittler haben die Verantwortlichen «die Passagiere der Fähre 'Express Samina' durch «unzureichende Sicherheits- und Rettungsstandards Gefahren ausgesetzt».
Bei den ersten Vernehmungen des Kapitäns und des Ersten Offiziers soll es zu Widersprüchen gekommen sein. Im Gegensatz zum ersten Offizier sagte der Kapitän aus, er sei erst fünf Minuten vor der Katastrophe benachrichtigt worden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Mallorca: Vier Touristen ertrunken
Dienstag, 03.10. 2000, 19:01:53 Uhr
Palma de Mallorca - Auf der spanischen Ferieninsel Mallorca sind an einem Tag vier Urlauber ertrunken. Es handelt sich um zwei Deutsche und zwei Engländer. An der Nordküste der Insel herrschte durch Mistral schwerer Seegang mit bis zu vier Meter hohen Wellen. Als Ursache ird Leichtsinn angenommen, da an den meisten Stränden Badeverbot herrschte.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Singapur: Öltanker «Natuna Sea» lief auf Grund: 7000 Tonnen Rohöl ausgelaufen.
Dienstag, 03.10. 2000, 18:59:44 Uhr
Im Seegebiet zwischen Indonesien und Singapur
ist am Dienstag ein Öltanker auf Grund gelaufen und hat große Mengen
Rohöl verloren. Von der 32 Seeleuten an Bord des in Panama
registrierten Tankers "Natuna Sea" wurde niemand verletzt.
Das Schiff verunglückte etwa acht Kilometer südöstlich von
Singapur in indonesischen Gewässern, wie eine Sprecherin der
Hafenbehörde von Singapur mitteilte. Aus einem Leck des Schiffs
traten mindestens 7000 Tonnen Rohöl aus. Sechs Stunden nach der
Havarie war das Leck noch nicht geschlossen. Ein Ölteppich von 1,6 mal ein Kilometer Ausdehnung trieb zunächst in Richtung der indonesischen Riau-Inseln. Er löste sich den jedoch auf, nachdem aus der Luft Chemikalien versprüht worden waren. Am späten Nachmittag trat offenbar kein weiteres Öl mehr aus dem Tanker aus. Einsatzkräfte bereiteten am Abend ein Umpumpen des restlichen Öls auf ein anderes Schiff vor. Der Tanker war auf dem Weg von Dschiddah in Saudi-Arabien nach China und sollte in Singapur auftanken. Der Grund für die Havarie war zunächst nicht bekannt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Kurzportait der «Express Samina»:
«Grosser Mistkübel» mit schlechtem Ruf
Dienstag, 03.10. 2000, 08:08:02 Uhr
Der Reiseführer «Greek Island Hopping» warnt seine Leserschaft schon seit geraumer
Zeit vor der «Express Samina». In der aktuellen Ausgabe heisst es, das Schiff sei
wohl «das schlimmste der ganzen griechischen Flotte», ein «grosser Mistkübel» mit
einem üblen Ruf für Verspätungen.
Die «Express Samina» wurde 1966 in Frankreich
gebaut und diente zunächst als «Corse» in französischen Gewässern. Seit Mitte der
Achtzigerjahre fuhr sie als «Golden Vergina» in der Ägäis. Ende 1999 kaufte die
Gesellschaft Minoan Flying Dolphins/Hellas Ferries das Schiff für bloss 2,25 Millionen
US-Dollar und taufte es «Express Samina».
Laut Presseberichten wurde das Schiff aber für 40 Millionen US$ versichert ...
Die Reederei kaufte auch das Schwesterschiff
der «Samina», die fast gleich alte «Express Naias II». In einem Test des deutschen
ADAC-Magazins «Motorwelt» erreichte die «Express Naias II» 1998 den letzten Platz:
«Keine automatischen Feuertüren, kaputte Motoren in den Rettungsbooten, entflammbare
Flüssigkeiten auf dem Autodeck.»
Zwei Drittel der 409 griechischen Linienschiffe sind älter als zwanzig Jahre. 22
Prozent der Schiffe stammen aus den Sechzigerjahren.
Weitere Informationen zu griechischen Fährschiffen:
www.cooksguides.com/gihol_news.html
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Acht Seeleute vor irischer Westküste vermisst
Montag, 02.10. 2000, 19:19:15 Uhr
London/Dublin - Nach dem Untergang eines französischen Fischereiboots vor der Westküste Irlands wurden am Sonntagabend noch acht Seeleute vermisst. Die Suche nach ihnen sollte am Montag bei Tagesanbruch fortgesetzt werden.
Zuvor waren drei Besatzungsmitglieder des "L´Orient" von der Küstenwache gerettet worden, teilte das irische Seefahrtsministerium mit. Das 38 Meter lange Schiff sei bei stürmischer See im Atlantik vor der Küste der Grafschaft Clare gesunken. Bei den vermissten Seeleuten handelt es sich um Franzosen und Portugiesen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
SOS im Mittelmeer
Montag, 02.10. 2000, 19:18:04 Uhr
Bremen - Während auf Deutschlands Seerevieren freundliches
Altweibersommerwetter herrschte mit leichten östlichen Winden auf der
Nordsee und einer frischen Brise auf der Ostsee, geriet auf dem
Mittelmeer am Sonntag eine 30 Meter lange Segeljacht in Seenot. Vier
Briten sollen an Bord der Jacht sein, die 80 Seemeilen östlich von Malta
einen Seenotruf absetzte. Ein C-130 Transportmaschine der griechischen
Luftwaffe eilte zur Hilfe.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Verspätungen bei griechischen Fähren
Montag, 02.10. 2000, 19:09:13 Uhr
Athen - Die vorläufige Stilllegung von mehr als 60 griechischen Fähren hat am Montag in vielen Häfen zu Verspätungen im Fährverkehr geführt. Das Ministerium für Handelsschifffahrt hat mehr als 60 griechische Fahren an die Kette gelegt: Damit reagierte auf die mangelnden Sicherheitsstandards auf vielen Fährschiffen und zog Konsequenzen nach einer Reihe von Unfällen in der Ägäis. In 20 Tagen sollen die Fähren erneut überprüft werden: Wenn die Fähren nach der 20-tägigen Frist nicht die nötigen Standard erfüllen, droht der endgültige Entzug der Lizenzen für diese Fähren. Darüber hinaus müssen Notlichtanlagen installiert oder vorhandene überprüft werden. Darüber hinaus kündigte das Ministerium an, Sonderkontrollen der Sicherheitssysteme auf allen griechischen Fähren durchzuführen. Die Besatzungen sollen Schnellkurse zum richtigen Verhalten bei Unglücksfällen absolvieren.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Fährdrama: Gerüchte um Versicherungsbetrug verdichten sich
Montag, 02.10. 2000, 06:33:02 Uhr
Die Schiffe Minoan Lines und
ihrer Tochter Minoan Flying Dolphins (MFD)
bewältigen 75 Prozent des Verkehrs in der Ägäis.
Die MFD investierte in drei nagelneue Katamaran-Tragflügelboote, kaufte aber vor
allem alte Schiffe auf, um sich eine Monopolstellung zu sichern. 22 ihrer Autofähren
sind älter als die kritischen 26 Jahre. Nach dem Untergang der «Estonia» hatte die
Europäische Union für Schiffe über dieser Altersgrenze kostspielige Sicherheitsauflagen
erlassen - nur die Griechen hatten sich mit Rücksicht auf traditionelle «soziale
Kohärenz» eine Ausnahme gesichert. Allerdings verfügte Brüssel dafür, dass griechische
Schiffe mit 35 Jahren ganz aus dem Verkehr gezogen werden müssen. Das wäre bei der
«Express Samina» Ende dieses Jahres der Fall gewesen. Dennoch hatte die MFD den
alten Kahn noch Mitte Juli angeblich für vier Millionen Dollar renovieren lassen
und, glaubt man griechischen Presseberichten, mit 40 Millionen Dollar versichert.
Dieser Hintergrund nährt in der griechischen Öffentlichkeit die Befürchtung, möglicherweise
habe die Reederei Kapitän Vassilis Jannakis - einschlägig bekannt für «leichte Havarien»
in der Vergangenheit - nahegelegt, das Schiff vor der «sicheren Küste» von Paros
einfach nur ein bisschen zu rammen. Die Anklage gegen ihn und seinen Ersten Offizier
lautet daher auch auf Totschlag, «möglicherweise vorsätzlich».
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Ägäis: Fähr-Crew guckte bei Havarie Fußball, Kapitän und Offiziere
festgenommen, mindestens 62 Tote
Ägäis: Ausflugsboot vor Naxos gesunken, ein Toter
Montag, 02.10. 2000, 06:40:38 Uhr
NAXOS. Nur knapp fünf Tage nach dem
Untergang einer Fähre sank am Sonntag vor der
Ägäis-Insel Naxos ein Ausflugsboot, nachdem es mit 38
Menschen an Bord auf einen Felsen gefahren war. Ein
Amerikaner kam ums Leben. Er erlitt nach Angaben der Coast Guard offenbar
einen Herzschlag. Die Zahl der Todesopfer nach dem schweren Fährunglück vom
Dienstag erhöhte sich bis zum Wochenende auf 79. Die
Regierung kündigte unterdessen erste Konsequenzen
aus den Unglücken an.
Der für die Handelsmarine zuständige Minister
Christos Papoutsis ordnete am Sonntag die Überprüfung
der gesamten Fährschifffahrt an. Die Maßnahmen sehen
Verbesserungen der Häfen, bessere
Übungsprogramme der Küstenwache und eine
Deregulierung vor. Bereits am Samstag hatte die Regierung 58
Fähren und neun Kreuzfahrtschiffen wegen
Sicherheitsmängeln ein Fahrverbot erteilt. Sie gab den
Unternehmen 20 Tage Zeit für die Reparatur der
Schiffe. Dann sollen die Lizenzen wieder überprüft werden.
«Wir dürfen nicht mit der Sicherheit der Menschen
spielen», sagte Minister Papoutsis.
Die aus Holz gebaute Motorjacht «Zeus III»
rammte am Sonntag kurz nach Mitternacht vier Kilometer vor
der Insel Naxos einen Felsen. An Bord des
Ausflugsbootes waren nach offiziellen Angaben 27 Touristen aus
den USA, ein Deutscher und drei griechische
Passagiere sowie sieben griechische Besatzungsmitglieder. Alle
38 Personen wurden mit Fischerbooten und Schiffen der
Küstenwache gerettet und zur Untersuchung in ein
Krankenhaus auf Naxos gebracht, wie Papoutsis
mitteilte. Für einen 82-jährigen Amerikaner kam jedoch jede
Hilfe zu spät. Er starb auf dem Weg ins Krankenhaus
offenbar an einer Herzattacke.
An der Rettung beteiligten sich auch mehrere
Fischer, die bereits beim Untergang der Fähre «Express
Samina» am Dienstagabend vor Paros zur Hilfe geeilt
waren. Taucher bargen am Sonntag drei weitere Leichen
aus dem Wrack der Fähre. Damit erhöhte sich die Zahl
der Toten bei der größten Fährkatastrophe in
Griechenland seit 35 Jahren auf mindestens 79.
Außerdem starb ein Beamter am Hafen von Paros kurz nach
der Nachricht vom Untergang der Fähre an einem
Herzschlag. Nach Angaben des Handelsmarine-Ministeriums
wurden am Sonntagnachmittag noch zwei Personen
vermisst.
Der Kapitän der Fähre, Vassilis Yannakis, sein
Erster Offizier und zwei weitere Besatzungsmitglieder,
wurden am Sonntag vor einem Gericht auf Syros zu dem
Unglück vernommen. Sie werden der vorsätzlichen
Tötung und Körperverletzung, Vernachlässigung der
Dienstpflicht und Verstoß gegen Seefahrtsregeln
beschuldigt.
Quelle: Joachim Preuß, sailpress.de - Sicherheit
für Hochseesegler
Ein weiteres Schiffunglück in der Ägäis
Sonntag, 01.10. 2000, 15:47:52 Uhr
Athen - Am Sonntagmorgen lief nahe der Ostägäisinsel Psara ein Containerfrachter unter der Flagge der Cayman Inseln auf Grund. Schlepper und Schnellboote der Küstenwache eilten zur Unfallstelle geeilt, um der etwa 20-köpfigen Besatzung zu helfen, das Schiff frei zu bekommen. wir werden weiter berichten.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Tourist starb bei Untergang von griechischem Ausflugsschiff
Sonntag, 01.10. 2000, 08:12:50 Uhr
Naxos - Ein aus Holz gebautes Ausflugsschiff, ie «Zeus 3», die Tagesfahrten in den Kykladen macht, war kurz nach Mitternacht am Sonntag rund 1,5 Meilen vor dem Hafen der Kykladeninsel Naxos auf Grund gelaufen und untergangen.
Der Untergang der «Zeus 3» ist der mittlerweile vierte Unfall in der Ägäis innerhalb von fünf Tagen.
Ein amerikanischer Tourist ist nach seiner Bergung aus dem Meer an einem Herzinfarkt gestorben. Die griechische Küstenwache gab an, dass an Bord der «Zeus 3» 27 Touristen aus den USA und einer aus Deutschland waren. Drei Passagiere und die sieben Besatzungsmitglieder sind Griechen. Außer dem Opfer seien alle anderen Menschen aus dem Meer geborgen und wohlauf.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Auslaufverboot für 58 griechische Fähren und neun Kreuzfahrtschiffe
20 Tage Zeit für Reparaturen
Sonntag, 01.10. 2000, 08:08:32 Uhr
Paros - Wegen des schlechten Sicherheitsstandards hat die griechische Regierung 58 Fähren und neun Kreuzfahrtschiffen ein Fahrverbot erteilt. Ds Verbot tritt am Sonntag in Kraft. Mit der Entscheidung reagierte die Regierung auf die öffentliche Kritik, die nach dem Untergang der Fähre «Express Samina» laut geworden war.
Alle von dem Verbot betroffenen Fähren sind mehr als 25 Jahre alt und unterschreiten die EU-Sicherheitsstandards, wie Papoutsis weiter sagte. 14 davon gehören der Reederei Minoan Flying Dolphins, für die auch die gesunkene Unglückfähre fuhr. Die Regierung gab den Unternehmen 20 Tage Zeit für die Reparatur der Schiffe. Dann sollen die Lizenzen laut Papoutsis wieder geprüft werden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
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