EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv Dezember 2000

Last update: Freitag, 16.2.2001, 06:05:33 Uhr

Güterschiff Marbella im Rhein aufgelaufen
Samstag, 30.12. 2000, 07:59:11 Uhr
ELTVILLE. Das Güterschiff Marbella aus Nijmegen / Niederlande hat sich am frühen Freitagmorgen bei Eltville im Rhein festgefahren. Unfallursache war nach den Ermittlungen der Wasserschutzpolizei Rüdesheim eine zu große Ladetiefe.
Nachdem rund 150 der ingesamt 1744 Tonnen Kohle auf ein anderes Schiff umgeladen worden seien, sei die Marbella mittags von einem Schlepper wieder ins Fahrwasser gezogen werden. Gegen den Schiffsführer werde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Das Schiff lag stundenlang bei der Insel Eltviller Aue quer im Strom. Sein Heck ragte zehn bis 15 Meter in das Fahrwasser, so dass es zu leichten Behinderungen des Schiffsverkehrs kam. Für das Freischleppen wurde die Schifffahrt für etwa 15 Minuten komplett gestoppt. Anschließend konnte die Marbella weiterfahren, da keine Schäden am Rumpf entstanden waren.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Britischer Ruderer nach Bootsunglück in Spanien vermisst
Freitag, 29.12. 2000, 18:01:50 Uhr
Amposta/Spanien - Im Nordosten Spaniens wird seit Freitag ein Ruderer der britischen Oxford-Universität vermisst, dessen Boot in schlechtem Wetter auf dem Fluss Ebro kenterte. Die Rettungsmannschaften in Amposta befürchten, dass der Sportler ertrunken ist. Die übrige Crew des Achters wurde gerettet und wegen Unterkühlung ins Krankenhaus gebracht. Wie der Bürgermeister Jose Maria Roig mitteilte, war das Boot am Vormittag wegen Windgeschwindigkeiten bis zu 80 Kilometern pro Stunde umgeschlagen.
Während die meisten Ruderer nahe dem gekenterten Boot gerettet worden seien, hätten zwei andere versucht, ans Ufer zu schwimmen. Dort sei aber nur einer von ihnen angekommen.
Die verunglückten Sportler gehören entgegen ersten Meldungen nicht zu dem Team, das die Universität Oxford beim alljährlichen Rennen gegen den Ruder-Achter der Universität Cambridge auf der Themse bei London vertreten soll.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

58 Todesopfer bei Fährunglück in Bangladesch
Freitag, 29.12. 2000, 17:56:45 Uhr
Dhaka - Bei einem Fährunfall im Südosten von Bangladesch sind am Freitag nach Angaben der Behörden in der Hauptstadt Dhaka 58 Menschen ums Leben gekommen. Das Fährschiff sank mit fast 400 Passagieren an Bord, nachdem es am frühen Morgen in dichtem Nebel mit einem anderen Schiff zusammengestoßen war. Die Rettungskräfte bargeb bisher 58 Leichen, weitere Tote werden im Inneren des Doppeldecker-Schiffes vermutet.

Wieviele der Passagiere sich nach dem Untergang der Fähre auf dem Fluss Meghna etwa 60 Kilometer südöstlich von Dhaka retten konnten, ist momentan nicht bekannt. Das Fährschiff war auf dem Weg von der Hauptstadt nach Madaripur im Süden. Die Behörden leiteten Ermittlungen ein.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Main-Schubverband traf Pfeiler von Eisenbahnbrücke
Freitag, 29.12. 2000, 08:32:45 Uhr
Stockstadt - Wegen des Ausfalles des Ruders berührte am Donnerstagmorgen auf dem Main gegen 6.10 Uhr ein mit Containern und Sonnenblumenkernen beladener Schubverband den Unterbau eines Pfeilers der Eisenbahnbrücke von Mainaschaff nach Stockstadt und schlug dabei leck. Dadurch entstand im Heizraum des Schiffes ein Riss mit einer Länge von cirka 30 Zentimeter. Der Verband konnte jedoch selbständig die Schleuse in Kleinostheim erreichen.
Der Schiffsführer hatte zunächst mit Eigenmitteln versucht das Wasser aus dem Heizraum hinauszupumpen. Als dies misslang, ließ er über die Schleuse Kleinostheim die Stockstädter Feuerwehr verständigen, die das eingedrungene Wasser wieder absaugte.
Der aus dem schiebenden Motorschiff »Hanseat« und einem Schubleichter bestehende Schubverband war auf dem Weg von Budapest nach Holland.
Ob an der Eisenbahnbrücke ein Schaden entstanden ist, konnte bislang noch nicht geklärt werden. Für rund 45 Minuten wurde der Zugverkehr der Bahnstrecke Aschaffenburg-Darmstadt eingestellt. Zwei Züge fielen dadurch aus.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Rhein-Fähre: Mit dem Auto in den Rhein rein ...
Freitag, 29.12. 2000, 08:24:19 Uhr
Bonn/Königswinter - Ein besonders eiliger Autofahrer ist bei Bonn während des Versuchs, noch schnell auf eine bereits ablegende Rhein-Fähre aufzufahren, mit seinem Gefährt im Wasser gelandet. Leider war das Schiff aber schneller: Der Fahrer kam an der Anlegestelle Königswinter mit seinem Wagen gegen die schon hochgezogene Auffahrtsrampe und rutschte in den Fluss. Der leicht verletzte 63-Jährige wurde an Bord genommen. Der Schiffsführer war so nett und schob das Auto mit heruntergelassener Laderampe aufs Trockene.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Ostee/Atlantik/Nordsee: Drei Schiffe in Seenot
Donnerstag, 28.12. 2000, 14:09:39 Uhr
OSLO/HELSINKI/LISSABON. Die Besatzungen von drei Frachtern mussten über die Weihnachtsfeiertage von ihren havarierten Schiffen geholt werden. Der zyprische Frachter «John R» war am Montag vor der Küste Nordnorwegens bei schwerer See auf Grund gelaufen. Die Behörden prüften am Dienstag, wie die 620 Tonnen Schweröl, 72 Tonnen Diesel und zehn Tonnen Schmieröl von Bord des bei Tromsö festsitzenden Frachters gepumpt werden können. Nördlich des Havaristen entdeckte die Mannschaft eines Aufklärungsflugzeuges am Dienstagnachmittag einen drei Kilometer langen Ölfleck auf dem Meer. Das Ausmaß der Verschmutzung war aber noch unbekannt. Die 26 Besatzungsmitglieder der «John R» waren kurz nach der Havarie mit Hubschraubern in Sicherheit gebracht worden. Das unbeladene, 52 000 Tonnen große Schiff war auf dem Weg von Liverpool nach Murmansk, um dort eine Ladung Kohle für Italien aufzunehmen.
Der vor der finnischen Küste gekenterte deutsche Frachter «Janra» wurde am Montag in die finnische Hafenstadt Nyhamn geschleppt. Die «Janra» hatte nach Vermutungen der Behörden am Samstag nahe der Insel Aaland in der Ostsee ein Seezeichen gerammt und war danach gekentert. Die elf Mann Besatzung des 5 200 Tonnen großen Schiffes wurden per Helikopter auf das schwedische Festland gebracht. Hinter dem kieloben treibenden Schiff hatte sich eine zehn Kilometer lange Ölspur gebildet. Am Dienstag bereiteten Bergungsmannschaften im Hafen das Abpumpen des Treibstoffes vor. Der in Hamburg beheimatete und mit Papier und Zellulose beladene Frachter war auf dem Weg vom finnischen Hafen Raumo nach Bremerhaven als er havarierte.
Vor der Küste der nordportugiesischen Hafenstadt Viana do Castelo ist in der Nacht zum Dienstag ein chinesischer Frachter bei schwerer See auf Grund gelaufen. Die 22-köpfige Besatzung der 170 Meter langen, mit Holz beladenen «Coral Bulker» rpt «Coral Bulker» wurde ebenfalls per Hubschrauber in Sicherheit gebracht. Das Schiff sei leck geschlagen, berichtete der Rundfunk. Ein Teil der rund 600 Tonnen Treibstoff sei ausgelaufen. Die Bergungsarbeiten wurden durch hohe Wellen behindert. Der Frachter kam aus Tallinn in Estland und sollte seine Ladung in Portugal löschen.
Quelle: Joachim Preuß, www.sailpress.de - Sicherheit für Hochseesegler

Ostsee: ,,Janra'' wurde an Land geschleppt
Donnerstag, 28.12. 2000, 13:57:41 Uhr
AALAND. Der vor der finnischen Küste gekenterte deutsche Frachter «Janra» ist in die finnische Hafenstadt Nyhamn geschleppt worden. Das Schiff war vorgestern nahe der Insel Aaland gekentert. Rettungskräfte hatten zuvor die elf Mann Besatzung gerettet und auf das schwedische Festland geflogen. Nach Ansicht der Behörden rammte die «Janra» möglicherweise einen Leuchtturm, der aus seinem Fundament gerissen wurde. Die hundert Meter lange «Janra» trieb etwa 50 Kilometer kieloben in der Ostsee und zog eine Ölspur hinter sich.
Quelle: Joachim Preuß, www.sailpress.de - Sicherheit für Hochseesegler

Nordsee: Schiff vor Norwegen auf Grund gelaufen
Donnerstag, 28.12. 2000, 13:57:24 Uhr
OSLO. Vor der Küste Norwegens bei Tromsö ist ein in Zypern registriertes Frachtschiff auf Grund gelaufen. Die 26 Mitglieder der Besatzung der «John R» wurden von drei norwegischen Hubschraubern von Bord geholt. Den Angaben der Behörden zufolge ist das 200 Meter lange Schiff sieben Kilometer nordwestlich vom Hafen Tromsö verunglückt. Das Wetter in der Region wurde als gut beschrieben. Die Unfallursache ist noch nicht bekannt.
Quelle: Joachim Preuß, www.sailpress.de - Sicherheit für Hochseesegler

Hat Frachter «Janra» ein Leuchtfeuer gerammt?
Sonntag, 24.12. 2000, 22:33:36 Uhr
Helsinki - Das vor der finnischen Küste gekenterte deutsche Frachtschiff «Janra» hat möglicherweise vor dem Unglück ein Leuchtfeuer gerammt. Der Frachter war am Samstag 50 km südlich der finnischen Aalandinseln gekentert. Die finnische Coastguard hatte die elfköpfige Crew in Sicherheit auf das schwedische Festland gebracht.
Das Leuchtfeuer ist anscheinend aus dem Fundament gerissen worden. Ein Leck im Rumpf der «Janra» zeigt, dass das Frachtschiff entweder Grundberührung hatte oder bei einer Kollision beschädigt wurde. Die «Janra» trieb etwa 50 Kilometer südlich von Aaland gekentert in der Ostsee und zog eine Ölspur hinter sich. Ein finnischer Schlepper versuchte, ein Sinken des Frachters und damit weiteres Auslaufen des Treibstoffs zu verhindern.
Momentan gibt es keine Hinweise, dass der Steuermann oder Erste Offizier an Bord der «Janra» unter Alkoholeinfluss gestanden sei.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Deutscher Frachter "Janra" vor Finnland gekentert
Samstag, 23.12. 2000, 14:44:37 Uhr
STOCKHOLM. Ein deutscher Frachter ist am Samstagmorgen vor der schwedischen Ostküste gekentert. Die Küstenwache erklärte, die elf Besatzungsmitglieder hätten die Rettungsboote zu Wasser gelassen und seien sicher an Land gebracht worden. Die «Janra» war mit Papier beladen auf dem Weg von Raumo in Finnland nach Bremerhaven, als sie aus ungeklärter Ursache Schlagseite bekam. Dabei trat nach Angaben der Küstenwache Öl aus den Tanks der «Janra» aus, die 150 Tonnen Treibstoff mit sich führte. Die Behörden wollten den havarierten Frachter in einen Hafen schleppen, um eine weitere Verschmutzung des Meerwassers zu verhindern.
Quelle: Joachim Preuß, www.sailpress.de - Sicherheit für Hochseesegler

Passagiere müssen Schiff wegen Gestank verlassen
Donnerstag, 21.12. 2000, 06:55:42 Uhr
Rom - Vor vier Wochen im Trockendock zur Generalüberholung gewesen und dann das: Die geplante elftägige Kreuzfahrt mit der "Costa Riviera" war für die Passagiere am Dienstag schon nach zwei Tagen vorbei. Wegen eines Defekts im Abwassersystem war der Gestank in mehrere Kabinen gedrungen und hatte diese praktisch unbewohnbar gemacht. 70 Passagiere hatten das Schiff deshalb schon am Montag in Neapel verlassen. An Bord waren Deutsche und Briten. Die Reederei teilte mit, den Urlaubern würde ihr Geld zurückerstattet und sie nach Hause geflogen, bei ihrer nächsten Kreuzfahrt bekämen sie zudem eine 50-prozentige Ermäßigung. Italiens größte Kreuzfahrtgesellschaft, bedauerte "zutiefst die Unannehmlichkeiten", die die Passagiere hatten. Die "Costa Riviera" war gerade erst vier Wochen im Trockendock überholt worden. Sie bietet bis zu 958 Passagieren Platz.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Atlantik: Die 'Erika' war durchgerostet und schlecht gewartet
Montag, 18.12. 2000, 21:55:46 Uhr
PARIS. Mangelnde Wartung und Rost waren nach dem am Montag veröffentlichten Abschlussbericht der französischen Ermittlungsbehörde für Unfälle auf See für den Untergang des Tankers «Erika» im vergangenen Jahr verantwortlich. Dies habe zu einer Schwächung der Struktur eines der Schotten des Schiffs geführt, das daraufhin eingebrochen sei. Weitere strukturbedingte Mängel des Schiffs hätten schließlich dazu geführt, dass der maltesische Tanker im Dezember 1999 vor der Küste der Bretagne gesunken sei. Der schlechte Zustand des Schiffs sei die Hauptursache gewesen, andere Faktoren könnten als relativ zweitrangig betrachtet werden, heißt es in dem Abschlussbericht. «Der Zustand des Schiffs und seine schnelle Verschlechterung in den letzten Stunden waren dergestalt, dass nichts hätte getan werden können, um die Katastrophe zu verhindern.» Die Behörde empfahl die Einrichtung eines Mechanismus, der es den Kontrollstellen erlaube, Schiffe vorübergehend aus dem Verkehr zu ziehen, wenn sie deutliche Rostschäden aufweisen. Ferner forderte die Behörde schärfere Kontrollen von Schiffsrümpfen und ihrer inneren Struktur bei vorgeschriebenen Inspektionen.
Das unter maltesischer Flagge fahrende Schiff mit rund 30.000 Tonnen Schweröl an Bord war am 12. Dezember vergangenen Jahres in schwerer See auseinandergebrochen und etwa 70 Kilometer vor der bretonischen Küste 120 Meter tief gesunken. An Weihnachten drückten Winterstürme das erste ausgelaufene Öl an die Strände. Bis zum Juli gelang es tausenden Helfern, rund 95 Prozent der 400 verdreckten Küstenkilometer zu reinigen. Doch noch in diesem Herbst wurden bei Nantes Ölklumpen angespült. Die 24 Jahre alte «Erika» war im Auftrag des franko-belgischen Ölkonzerns TotalFina von Rotterdam nach Italien unterwegs. Die Kosten der Havarie werden von den Behörden auf insgesamt mehr als drei Milliarden Franc (900 Millionen Mark) geschätzt.
Quelle: Joachim Preuß, www.sailpress.de - Sicherheit für Hochseesegler, Karibik-Törns

Passagierschiff «Seabreeze» gesunken: keine Todesopfer
Montag, 18.12. 2000, 06:58:51 Uhr
Virginia Beach - Die amerikanische Coastguard hat vor der Küste Virginias 34 Seeleute von ihrem sinkenden Schiff geborgen. Die 180 Meter lange «Seabreeze» hatte 300 Kilometer nordöstlich von Cape Henry einen Notruf abgesetzt, nachdem bei bis zu neun Meer hohen Wellen nur noch eine Maschine lief und Wasser in das Passagierschiff eindrang. Passagiere waren nicht an Bord. Die Besatzungsmitglieder wurden von zwei SAR-Helikoptern abgeborgen, bevor das Schiff sank. «Das war eine ganz schön dramatische Aktion», sagte ein Sprecher der Coastguard.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Containerschiff "Corvo" auf Grund gelaufen
Sonntag, 17.12. 2000, 22:49:30 Uhr
Vor den Azoren ist ein portugiesisches Containerschiff auf Grund gelaufen. Drei Schlepper bemühten sich am Sonntag, das Containersachiff an Land zu ziehen. Die Coastguard bereitet sich auf einen möglichen Ölaustritt vor. Die "Corvo" war am späten Freitagabend mit 80 Containern an Bord zwischen den Inseln Pico und Graciosa auf Grund gelaufen. Die zwölf Besatzungsmitglieder wurden von Hubschraubern gerettet.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Ostsee: Zwei Motorbootfahrer vermisst
Samstag, 16.12. 2000, 08:02:32 Uhr
KÜHLUNGSBORN. Die Suche nach zwei auf der Ostsee verunglückten jungen Männern ist nach Polizeiangaben am Freitagnachmittag eingestellt worden. Für die beiden Vermissten im Alter von 16 und 19 Jahren, die am Donnerstag bei einer Bootsfahrt zwischen den mecklenburgischen Ostseebädern Kühlungsborn und Heiligendam kenterten, bestehe bei dem acht Grad kalten Wasser keine Überlebenschance mehr, hieß es. Nachdem zunächst ihr gekenterte Boot entdeckt worden war, wurden inzwischen auch die offenbar nicht benutzten Rettungswesten gefunden. Den Angaben zufolge waren die beiden Vermissten am Donnerstagnachmittag trotz starken ablandigen Windes in einem vier Meter langen, offenen Ruderboot mit Außenbordmotor zu einer Fahrt von Kühlungsborn nach Heiligendarnin aufgebrochen. Als sie bei einbrechender Dunkelheit nicht zurückkehrten, hatte eine besorgte Bürgerin die Polizei alarmiert. An der Donnerstagabend gestarteten Suchaktion, die kurz nach Mitternacht bis Tagesanbruch unterbrochen wurde, hatten sich zwischenzeitlich sieben Schiffe von Seenotrettung, Bundesgrenzschutz und Zoll sowie ein deutscher und ein dänischer Marinehubschrauber beteiligt.
Quelle: Joachim Preuß, www.sailpress.de - Sicherheit für Hochseesegler

Kühlschiff vor Norwegen auf Grund gelaufen II
Crew von gestrandetem Schiff abgeborgen
Samstag, 16.12. 2000, 08:02:16 Uhr
OSLO. Alle 16 Crewmitglieder eines vor der Westküste Norwegens auf Grund gelaufenen Frachtschiffes sind am Freitag gerettet worden. Der norwegische Kapitän und die überwiegend polnische Mannschaft seien unverletzt. Bei starkem Wind sei die Besatzung mit einem Hubschrauber gerettet worden. Das Frachtschiff ,,Green Alesund" mit 3500 Tonnen Tiefkühlfisch an Bord war nördlich von Haugesund mit einem Motorschaden in Seenot geraten und hatte ein Notsignal ausgesendet. Der Frachter mit 400 Tonnen Treibstoff an Bord lief auf einer Insel auf Grund und verlor Kraftstoff. Zwei Schlepper zogen das Schiff zunächst aus der Notlage, sechs Stunden später ging die "Green Alesund" trotzdem unter. Das Ausmaß des Schadens war zunächst nicht bekannt.
Quelle: Joachim Preuß, www.sailpress.de - Sicherheit für Hochseesegler

Kühlschiff vor Norwegen auf Grund gelaufen
Freitag, 15.12. 2000, 19:37:19 Uhr
Haugesund - Vor der Küste Norwegens ist am Freitagmorgen bei Haugesund die "Green Alesund" bei stürmischem Wetter auf Grund gelaufen. Sechs der 13 Besatzungsmitglieder des Kühlschiffs wurden von Hubschraubern in Sicherheit gebracht.
Um das 130 Meter lange und 18 Meter breite Schiff zu retten, blieb der Kapitän mit der anderen Hälfte der Besatzung an Bord. Die "Green Alesund" war am Morgen nach einem Maschinenausfall vom Sturm in Richtung Küste getrieben worden und auf Grund gelaufen. für die Seeleute an Bord besteht momentan keine akute Gefahr.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Drei Norweger Seeleute nach Untergang von «Steinfalk» vermisst
Donnerstag, 14.12. 2000, 13:41:11 Uhr
Bergen - Der norwegische Frachter «Steinfalk» ist in der letzten Nacht im Sturm vor Bergen gesunken. Dabei sind vermutlich drei Besatzungsmitglieder ertrunken. Die Suche nach den drei Seeleuten blieb bis heute Morgen ergebnislos. Hubschrauber konnten wegen der schlechten Sicht Regen nicht starten.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Pazifik: Vermutlich 163 Bootsflüchtlinge vor Australien umgekommen
Mittwoch, 13.12. 2000, 23:27:08 Uhr
SYDNEY. Vor der australischen Küste sind vermutlich 163 Flüchtlinge ertrunken. Zwei Schiffe mit illegalen Einwanderern aus mehreren Ländern des Nahen Ostens seien vermutlich auf dem Weg von Indonesien zu den Ashmore-Inseln im Indischen Ozean in australischen Gewässern gesunken, teilte der australische Einwanderungsminister Philip Ruddock am Mittwoch mit. Ein japanischer Tanker habe vier Überlebende eines der Schiffe aufgenommen, auf dem sich 87 Menschen befunden hätten. An Bord des anderen Schiffes seien vermutlich 80 Menschen gewesen. Ein Sprecher des Ministers fügte hinzu, wahrscheinlich würden keine Überlebenden gefunden, da der Unglücksort unbekannt sei. Nach Ministeriumsangaben folgten die beiden Schiffe offenbar einer häufig von Menschenhändlern genutzten Route durch die Südsee. Die Schiffe seien in der vergangenen Woche bei sehr schlechtem Wetter von der indonesischen Insel Java gestartet, sagte Ruddock vor Journalisten. Vor einigen Tagen war der Wirbelsturm ,,Sam'' über Westaustralien hinweggezogen. Ruddock sagte weiter, er habe die Behörden angewiesen, nach möglichen Überlebenden zu suchen. Der Betreiber der vermissten Schiffe habe Indonesien verlassen, als er von dem Unglück erfahren habe.
Quelle: Joachim Preuß, www.sailpress.de - Sicherheit für Hochseesegler

«Moby Dick» vor Brest in Seenot
Dienstag, 12.12. 2000, 06:24:03 Uhr
Brest - In Orkanböen um die 165 Stundenkilometern Spitzengeschwindigkeit war die deutsche Yacht «Moby Dick» an der bretonischen Küste bei Brest in Seenot geraten. Ein Helikopter barg die vierköpfige Besatzung der deutschen Segelyacht am Abend von Bord. Die Besatzung, deren Nationalität zunächst unklar war, wurde heil an Land gebracht.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Schiffsunfall - Ein Seemann schwer verletzt
Montag, 11.12. 2000, 21:25:48 Uhr
Hamburg - Gestern, gegen 18.30 Uhr, rissen plötzlich zwei der Festmacher eines am Kraftwerk Wedel längsseits liegenden Motorschiffes und verletzte einen 46-jährigen Mann schwer.
Nach ersten Ermittlungen der Wasserschutzpolizei passierte gestern, gegen 18.30 Uhr, ein unter der Flagge Liberias fahrendes Motorschiff (66.278 BRT), das beim Kraftwerk Wedel liegende Motorschiff «SEALNES» (19.385 BRT) und verursachte erheblichen Schwell.
Auf der «SEALNES» brachen, hervorgerufen durch Schwell, zwei der Leinenverbindungen (Achter- und Vorspring). Die gebrochene Trosse schnellte mit großer Wucht zurück und verletzte den als Gangwaywache eingeteilten 46-jährigen panamaischen Seemann. Der Verletzte wurde in ein Wedeler Krankenhaus eingeliefert. Nach Auskunft der Ärzte erlitt der Mann Schulter- und Beinfrakturen.
Ob der Schwell des liberianischen Motorschiffes für den Unfall ursächlich war, ist Gegenstand der weiteren Ermittlungen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

The Race: Schon wieder Bruch bei "Team Philipps"
Sonntag, 10.12. 2000, 19:21:36 Uhr
Der extreme Hitech-Katamaran "Team Philipps" war schon wieder mal nicht den Anforderungen der See gewachsen: Auf der Strecke über den Atlantik brach in schwerer See wieder die Rumpfspitze bis zum vorderen Beam ab.
Nachdem die "Team Philips" am Sonnabend bei Starkwind im Nordatlantik einen Seenotruf abgesetzt hatte, änderte der deutsche Containerfrachter "Hoechst Express" seinen Kurs auf den Havaristen und konnte Besatzung abbergen.
Nachdem der Kat nach der vorherigen Havarie repariert und die Rümpfe verstärkt worden waren, musste in letzter Minute noch die Qualifikation zum Nonstop-Rennen um die Welt "The Race" geschafft werden.
Das Konstruktions-Konzept gilt als umstritten: Die zwei Masten stehen frei und ist nicht verstagt. Dazu kommt eine extreme Leichtbauweise, um den Racer schnell zu machen. Der Brite Pete Goss und seine sechsköpfige Mannschaft auf dem Rennkatamaran "Team Philips" sind auf dem Nordatlantik von einem deutschen Containerschiff gerettet worden. Goss, der mit seiner ungewöhnlichen Konstruktion (je ein Rigg auf jedem Rumpf) bereits mehrfach Schiffbruch erlitten hatte, scheidet damit aus dem Feld der Teilnehmer für das Megarennen "The Race" aus.
Nachdem das Schiff von der Crew aufgegeben worden ist, treibt der Katamaran treibt jetzt Richtung Nordost. Das Landteam verfolgt die Positionen über einen GPS-Positions-Transmitter und hofft, bei besseren Wetterbedingungen eine Bergungsaktion starten zu können. Allerdings weiß zurzeit niemand, in welchem Zustand das Boot ist und ob es überhaupt gerettet werden kann.    Weitere Infos unter www.teamphilips.com
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Ölalarm auf dem Rhein
Samstag, 09.12. 2000, 08:12:06 Uhr
Wesseling - "Rheinalarm" wurde am Donnerstagabend in Wesseling ausgelöst. 26 000 Liter Dieselöl waren an der Verladestation der DEA-Raffinerie von einem Schiff in den Rhein gelaufen. Kurz nach 18 Uhr wollte die "MS Lucanus" am Werkshafen 2200 Tonnen Dieselöl abpumpen lassen. Um 18.35 Uhr begann das Abpumpen und gegen 19 Uhr entdeckte ein Mitarbeiter auf dem Schiff gleich sechs Lecks. Es wurde "Rheinalarm" ausgelöst.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Morddrohungen im Ermittlungsfall "Express Samina"
Samstag, 09.12. 2000, 08:10:39 Uhr
ATHEN - Eine Woche nach dem Selbstmord des Reeders Pandelis Sfinias tratt jetzt der von der Staatsanwaltschaft beauftragte Sachverständige wegen Morddrohungen zurück: "Er fürchte um sein Leben und die Sicherheit seiner Familie".
"Bei seinen Ermittlungen sei er der "Wahrheit über den Untergang der Express Samina sehr nahe gekommen". Die bisherigen Ergebnisse will der Experte Stefanakos für sich behalten. Er hat aber zwei Anwälten Aufzeichnungen übergeben, für den Fall, dass ihm etwas zustößt.
Mit dem Rücktritt des Gutachters bekommt die Affäre um den Untergang der Express Samina eine neue Wendung: Immer wahrscheinlicher wird ein krimineller Hintergrund des Schiffsuntergangs vom 26. September vor der Ägäisinsel Paros. Als gesichert gilt die Tatsache, dass Die Offiziere vor dem Unglück ein Fußballspiel im Fernsehen verfolgt haben.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Pechsträhne: Flugzeugträger «Charles-de-Gaulle» wird zum Spottobjekt
Freitag, 08.12. 2000, 06:58:46 Uhr
Erstes Pech: Vor drei Wochen brach ein Schraubenblatt der Backbord Schraube des nagelneuen französischen Fluzeugträgers.
Zweites Pech: Aber man hatte ja ein Paar in Reserve ...
Jedoch ergaben Untersuchungen der Marineleitung, dass das Ersatzpaar Schiffsschrauben, von denen jede 19 Tonnen wiegt, offenbar Konstruktionsmängel aufweist. Also muss eine neue Schraube her.
Nächstes Pech: Es stellte sich heraus, dass die Herstellerfirma inzwischen Konkurs hatte anmelden müssen und von einem anderen Unternehmen aufgekauft worden ist.
Aber es geht weiter: Vor wenigen Tagen ist nun das Lager der Firma Atlantic Industrie in Nantes, wo die Schiffsschraubenpläne der «Charles-de-Gaulle» in einem Tresor aufbewahrt wurden, Opfer eines Brandes geworden. Die Zweigstelle der staatlichen Marinewerften in Nantes liess überdies sofort die beruhigende Erklärung verbreiten, dass sie ohnehin selber über ein vollständiges Doppel der Pläne verfüge.
Um den Flugzeugträger, der eigentlich kurz vor Weihnachten endlich hätte in Dienst gestellt werden sollen, nicht über Monate hinweg lahm liegen zu lassen, wird nun "gebastelt":
Es werden die beiden Ersatzschiffsschrauben des schon vor drei Jahren ausrangierten Flugzeugträgers «Clemenceau» oder der an Brasilien verkauften, jedoch gegenwärtig im Hafen Brest einer Grundüberholung unterworfenen «Foch» für eine Übergangszeit auf die «Charles-de-Gaulle» montiert. Der Nuklearträger könnte dadurch zumindest im Frühjahr zu geplanten Mittelmeermanövern auslaufen, wenn auch mit leicht verminderter Höchstgeschwindigkeit von 24 statt 27 Knoten, was allerdings zu einer Einschränkung des Flugbetriebs bei rauem Seegang führen würde.
Für die französische Flotte bedeutet die Pechsträhne ihres Prunkstückes eine immer schmerzlichere Peinlichkeit. Das Flottenjuwel droht endgültig zum Spottobjekt zu werden. Ein französisches Satireblatt liess in einer Karikatur einen Marineoffizier die Tatsache, dass die Flotte zweier Flugzeugträger im Interesse einer ständigen Einsatzbereitschaft bedarf, neu begründen mit dem Hinweis, der zweite habe jeweils den ersten Flugzeugträger abzuschleppen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Barentssee: Nach ,,Kursk''-Havarie russische Suchflüge nach NATO-U-Booten
Donnerstag, 07.12. 2000, 06:01:25 Uhr
OSLO. Nach dem Untergang der «Kursk» im August haben russische Kampfflugzeuge offenbar nach NATO-U-Booten im Nordmeer gesucht, wie der norwegische Vizeadmiral Einar Skorgen am Mittwoch berichtete. Die Flugzeuge vom Typ Mia seien im internationalen Luftraum an der norwegischen Küste entlang geflogen, sagte der frühere Kommandeur der norwegischen Nordmeerflotte. Er habe daraufhin von seinem russischen Kollegen Wjatscheslaw Popow eine Erklärung verlangt. Dieser habe angegeben, die Flugzeuge suchten nach NATO-U-Booten, die mit der «Kursk» kollidiert sein könnten. Russland hat wiederholt den Zusammenstoß mit einem fremden U-Boot als mögliche Ursache der Katastrophe genannt, bei der während eines Manövers am 12. August alle 118 Besatzungsmitglieder an Bord der «Kursk» starben. Während des Unglücks hielten sich NATO-U-Boote in dem Gebiet auf, um das russische Flottenmanöver zu beobachten. Die USA, Großbritannien und Norwegen haben jedoch jegliche Beteiligung zurückgewiesen. Skorgen sagte, er glaube nicht an einen Zusammenstoß. Während der Suchflüge war das amerikanische Atom-U-Boot «Memphis» unterwegs aus der Arktis nach Bergen, wo es vom 18. bis 26. August festmachte. Skorgen sagte jedoch, der Besuch sei bereits lange zuvor angekündigt gewesen. Norwegische Jorualisten sahen das U-Boot, berichteten jedoch nichts über etwaige Schäden.
Quelle: Joachim Preuß, www.sailpress.de - Sicherheit für Hochseesegler

Schiffsführer lässt Leichter zurück
Montag, 04.12. 2000, 17:32:54 Uhr
Nach einer Havarie hat ein Schiffsführer auf der Donau bei Deggendorf einen auf Grund gelaufenen Leichter einfach abgekoppelt und zurückgelassen. Die Wasserschutzpolizei stoppte das Schiff und ordnete die Rückfahrt an.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Ägäis: Deutscher Segler nach Kenterung von Fischer gerettet
Samstag, 02.12. 2000, 21:15:04 Uhr
HYDRA. Ein 63-jähriger deutscher Segler ist nach einer Havarie von einem griechischen Fischerboot gerettet worden. Der Mann war gestern allein an Bord seines Segelbootes vom Hafen der Insel Poros ausgelaufen. Der Berliner wollte zu der Kykladeninsel Milos segeln, als seine Yacht mit einem unbekannten Gegenstand kollidierte und sank. Wie die griechische Coast Guard mitteilte, konnte sich der Mann an den Strand der Insel Hydra retten. Ein griechischer Fischer fand den Segler und barg ihn.
Quelle:
Joachim Preuß, sailpress.de - Sicherheit für Hochseesegler

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