EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv Januar 2001

Last update: Freitag, 16.2.2001, 06:05:33 Uhr

Piratenüberfall auf deutsche Yachten im Jemen
Dienstag, 30.01. 2001, 20:05:37 Uhr
Nur knapp konnte die Crews von vier Segelyachten deutscher, britischer und irischer Nationalität einen Piratenüberfall etwa 20 Sm südlich von Mukalla/Jemen im Golf von Aden abwehren. Bei der Atacke am vergangenen Samstag waren sich Schnellboote an die vier Yachten angenähgert, hatten den Überfall aber abgebrochen, nachdem die Besatzungen Blitz-Knall-Pistolen abgeschossen hatten. Der Skipper des deutschen Schiffs „Tosimoh“ konnte über Satellit einen Alarm absetzen, der von der Seenotleitung Bremen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger empfangen wurde. Die Seenotleitung alarmierte in der Nähe befindliche Schiffe und der Kapitän der unter panamesicher Flagge fahrenden „Augusta“ bot den Seglern Hilfe. Gegen Abend erreichten die vier Yachten den sicheren Hafen von Mukalla, ohne dass ein weiterer Angriff stattgefand.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Schwarzes Meer: Viele Tote bei Dampfer-Untergang
Montag, 29.01. 2001, 21:49:32 Uhr
KIEW. Beim Untergang eines alten, überladenen Dampfers aus der Ukraine im Schwarzen Meer sind wahrscheinlich 19 von 51 Menschen an Bord ums Leben gekommen. Rettungsschiffe und Flugzeuge suchten bis Montagabend das Meer südlich der ukrainischen Halbinsel Krim nach den letzten fünf Vermissten ab, deren Überlebenschancen nach dem Untergang am Samstag aber als gering eingeschätzt wurden. 32 Menschen waren lebend, 14 tot von Rettungsfloßen geborgen worden. Das Küstenschiff hatte gegen alle Vorschriften die Küstenzone verlassen und war über das offene Meer gefahren, verlautete am Montagabend aus dem Katastrophenschutzministerium in Kiew. Das Unglück war erst am Sonntagabend bemerkt worden. Nach ersten Aussagen von Überlebenden war die 1964 gebaute «Pamjatj Merkurija» am Samstagabend auf hoher See zwischen Rumänien und der Krim in einen Sturm geraten. Dabei verrutschte ein Teil der Ladung, der 60 Meter lange Dampfer bekam Schlagseite und sank innerhalb von zehn Minuten. In dieser kurzen Zeit sei es aber gelungen, alle Passagiere mit Schwimmwesten zu versorgen und sie auf drei Rettungsfloße zu setzen, sagte der Dritte Offizier Witali Bondar. Die «Pamjatj Merkurija» kam mit Kleinhändlern und deren Waren aus Istanbul. Ukrainische Katastrophenschützer sagten nach Angaben der Agentur Interfax, das altersschwache Schiff hätte dicht an der Küste fahren müssen und nicht die kurze Route über die offene See nehmen dürfen.
Quelle: Joachim Preuß, www.sailpress.de - Karibik-Törns

Ostsee: Frachter in der Kadetrinne auf Grund gelaufen
Sonntag, 28.01. 2001, 08:12:53 Uhr
ROSTOK. Schon wieder ist in der Ostsee in der Kadetrinne ein Schiff auf Grund gelaufen. Es handelt sich nach Angaben der Wasserschutzpolizei Rostock um den unter panamesischer Flagge fahrenden Frachter «Friendly Ocean», der am Samstag zwischen der Insel Falster und der vorpommerschen Halbinsel Darß in dänischen Hoheitsgewässern in etwa elf Meter Wassertiefe aufsetzte. Über die Ladung des 221 Meter langen Schiffs konnten zunächst keine Angaben gemacht werden. Akute Gefahr für die Umwelt bestehe nicht, da beim Auflaufen offenbar keine größeren Schäden entstanden, hieß es. Ein deutsches Hilfs- und Ölbekämpfungsschiff sowie ein Schiff des Bundesgrenzschutzes sind den Angaben zufolge zum Havaristen ausgelaufen. Sie wollen in Abstimmung mit den dänischen Behörden die Lage vor Ort sondieren und nötigen Falls Hilfe leisten.
Quelle: Joachim Preuß, www.sailpress.de - Karibik-Törns

Galapagos-Strandung: Kapitän fuhr ohne Radar
Samstag, 27.01. 2001, 19:22:25 Uhr
San Cristobal - Tarquine Arevalo, Kapitän des vor den Galapagos-Inseln gestrandeten Tankerschiffs "Jessica" hat ausgesagt, ohne Radar navigiert zu haben. In einem Interview sagte der 58-jährige Kapitän am Freitag: "Ja, es ist wahr, ich habe mein Radarsystem nicht benutzt." Nach Medienberichten gab Arevalo bereits in seinem Verhör am Mittwoch zu, "Opfer zu großen Selbstvertrauens" geworden zu sein.
Zudem habe er bei der Einfahrt in die Bucht der Insel San Cristobal eine Leuchtboje mit einem Leuchtturm verwechselt und deshalb das Schiff auf Grund gesetzt. Arevalo und die Besatzung der "Jessica" waren nach der Havarie festgenommen worden, Ermittlungen wegen Fahrlässigkeit und Verstoßes gegen das Seerecht wurden eingeleitet.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Atlantik: Vergeblicher Rettungsversuch mit Sprengstoff im Frachter-Wrack
Samstag, 27.01. 2001, 07:53:58 Uhr
NANTES Mit Sprengstoff haben sich Spezialtaucher der französischen Marine in der Nacht zum Freitag einen Weg in den Rumpf des vor der Bretagne gekenterten Frachtschiffs gebahnt. Die Suche nach den vermissten vier Besatzungsmitgliedern blieb aber vergeblich, wie Pascal Rault vom Krisenzentrum in La Turballe berichtete. Die Taucher hätten nicht in die bei der Havarie zerstörte Kabine vordringen können. Mehr als zwei Tage nach dem Kentern der «Iles du Ponant» gibt es damit fast keine Hoffnung mehr, den Kapitän und drei Matrosen lebend zu finden. Am späten Mittwochabend war der Bordmechaniker in einer spektakulären Aktion aus dem Rumpf des Schiffes befreit worden, das kieloben in Strandnähe auf dem Sand liegt. Die Retter schnitten ein Loch in den Rumpf und holten den Mann aus dem Maschinenraum. Rault sagte, die vier Vermissten könnten sich durchaus noch in dem Wrack befinden. Die Justiz ermittelt inzwischen, wie es zu dem Unglück kommen konnte. Das 1976 gebaute Schiff war nach Behördenangaben regelmäßig gewartet worden und hatte im vergangenen Jahr einen neuen Motor bekommen. Der 30-Meter-Frachter, der zwischen Belle-Ile und Saint-Nazaire verkehrte, war bei schlechtem Wetter in der Nacht zum Mittwoch gekentert. Erst viele Stunden nach der erwarteten Ankunft des Schiffes im Hafen hatte ein anderes Boot den kieloben treibenden Frachter am Morgen entdeckt und Alarm gegeben.
Quelle: Joachim Preuß, www.sailpress.de - Karibik-Törns

Atlantik: Überlebender aus gekentertem Frachter geborgen - vier noch am Leben?
Donnerstag, 25.01. 2001, 07:03:29 Uhr
LE CROISIC. In einem dramatischen Wettlauf mit der Zeit haben Helfer am Mittwochabend einen von fünf Seeleuten lebend aus dem vor der französischen Atlantikküste gesunkenen Frachter geborgen. Die übrigen vier wurden noch vermisst. Der Gerettete hatte sich mit Klopfzeichen bemerkbar gemacht. Um ihn zu retten, hatten die Bergungsmannschaften ein Loch in den etwa 30 Meter langen Schiffsrumpf geschnitten. Mit einem Hubschrauber wurde der Gerettete anschließend abtransportiert. Es war zunächst nicht bekannt, ob der Mann verletzt ist. Über das Schicksal der restlichen Besatzungsmitglieder lagen keine Informationen vor. Die Helfer hofften jedoch, dass auch sie noch am Leben sind. Der Radiosender France-Info berichtete, alle vier seien offenbar am Leben, sie seien im Maschinenraum des kieloben schwimmenden Schiffs eingeschlossen. Das Schiff war in der Nacht bei schwerer See mit fünf Mann Besatzung in der Nähe des bretonischen Hafens Le Croisic gekentert. Patrouillenboote, Helikopter und Taucher waren am Unfallort im Einsatz. Das Schiff war von der Insel Belle auf dem Weg nach Saint Nazaire.
Quelle: Joachim Preuß, www.sailpress.de - Karibik-Törns

Atlantik: Dramatischer Wettlauf mit der Zeit - Klopfzeichen aus gekentertem Frachter
Mittwoch, 24.01. 2001, 21:53:43 Uhr
NANTES. In einem dramatischen Wettlauf mit der Zeit haben Retter am Mittwoch versucht, Überlebende aus einen vor der französischen Atlantikküste gekenterten Frachter zu bergen. Wie Verkehrsminister Jean-Claude Gayssot am späten Nachmittag sagte, mussten die Bergungsarbeiten wegen einsetzender Flut und schlechten Wetters unterbrochen werden. Noch immer waren Klopfzeichen aus dem Inneren des kieloben treibenden Schiffes zu hören, das in der Nacht bei schwerer See mit fünf Mann Besatzung in der Nähe des bretonischen Hafens Le Croisic gekentert war. Es gebe zumindest einen Überlebenden, sagte Sylvain Le Berre von der Seepräfektur Brest am frühen Nachmittag. Die Rettungskräfte versuchten, ein zweites Loch in den etwa 30 Meter langen Schiffsrumpf zu schneiden. Ein Taucher war durch ein erstes Loch in den Frachter gelangt, hatte dort aber keine Überlebenden entdeckt. Patrouillenboote, Helikopter und Taucher waren am Unfallort im Einsatz. Das Schiff war von der Insel Belle auf dem Weg nach Saint Nazaire.
Quelle: Joachim Preuß, www.sailpress.de - Karibik-Törns

Pazifik: Ölteppich erreicht Galapagos-Strände
Dienstag, 23.01. 2001, 06:33:42 Uhr
PUERTO BAQUERIZO. Die Ölpest vor den Galapagos-Inseln breitet sich immer weiter aus. Der Ölteppich hat nach Angaben der Behörden bereits die ersten Strände des einzigartigen Naturreservats erreicht. Im Rumpf des vor der Insel San Cristobal gestrandeten ecuadorianischen Tankers «Jessica» seien außerdem neue Risse aufgetreten. Daher seien mittlerweile schon mehr als 600.000 Liter Dieselöl ins Meer gelaufen. Umweltexperten der US-Küstenwache trafen am Montag an der Unglücksstelle ein. Sie wollten das Dieselöl aus den beschädigten Tanks in noch intakte im Inneren des Schiffs pumpen. Der ecuadorianische Umweltminister Rodolfo Rendon sagte, der Ölteppich bedecke schon eine Fläche von 300 Quadratkilometern. Der Schaden für die Umwelt sei gravierend. Etliche verschmutzte Seelöwen und Vögel seien bereits geborgen worden. Aus dem am Dienstag 500 Meter vor der Küste auf Grund gelaufenen Tanker tritt seit Freitag Dieselöl aus. Der Ölteppich bedroht die berühmten Galapagos-Echsen sowie zahlreiche Meeresvögel und Haie, wie der Direktor des Nationalparks, Eliecer Cruz, mitteilte. Die Strömung treibe den Ölteppich nach Süden, so dass dieser binnen Tagen die Insel Espanola erreichen könnte, auf der sich große Kolonien von Seelöwen und anderen Meerestieren befinden.
Die 965 Kilometer westlich von Ecuador gelegenen Galapagos-Inseln sind ein weltweit einmaliger Lebensraum für Riesenschildkröten sowie andere seltene Tier- und Pflanzenarten. Zur Eindämmung des Ölteppichs wurden schwimmende Barrieren errichtet. Doch mangelt es den ecuadorianischen Behörden nach eigenen Angaben an ausreichendem Gerät. Ein Mitglied des amerikanischen Teams, Edwin Stanton, erklärte, wenn das Öl erst einmal aus dem Schiff ausgetreten sei, sei es so gut wie unmöglich aus dem Wasser zu entfernen. Stanton sagte weiter, wegen der Brandung und des veränderten Drucks innerhalb des Schiffs bestehe die Gefahr, dass der Tanker auseinanderbreche. Der ecuadorianische Präsident Gustavo Noboa forderte am Sonntag einen detaillierten Bericht über die Ursache des Unglücks. Gegen den Kapitän und den Eigner des Havaristen ist laut Polizei noch keine Anklage erhoben worden, doch wollte Rendon eine strafrechtliche Untersuchung beantragen. Die Behörden führen das Schiffsunglück auf einen Navigationsfehler zurück. Die «Jessica» hatte 920.000 Liter Öl geladen.
Die Aktionsgemeinschaft Artenschutz (AgA) mit Sitz in Korntal-Münchingen warf den Vereinten Nationen vor, versagt zu haben. Es sei unverständlich, dass die Politiker aus den vielen Unfällen schrottreifer Tanker keine Konsequenzen gezogen hätten, erklärte AgA-Gründer Günther Peter. Die AgA fordere gemeinsam mit Unterstützern weltweit seit Jahren effektive Maßnahmen. Das UN-Umweltprogramm habe aber nicht reagiert.
Quelle: Joachim Preuß, www.sailpress.de - Karibik-Törns

Zusammenstoß im Bosporus: Frachter sinkt
Sonntag, 21.01. 2001, 19:13:06 Uhr
Istanbul - Nach der Kollision zweier Frachtschiffe am Bosporus ist eines der beiden Schiffe am Samstag gesunken. Die sieben Crewmitglieder der «Kaptan Cavit» konnten abgeborgen werden. Der Frachter hatte mehr als 1.000 Tonnen Getreide geladen und war auf dem Weg von Griechenland nach Bulgarien. Die «Kaptan Cavit» war am Eingang des Bosporus mit dem Kohlefrachter «Nadya» zusammengestoßen, der dabei ebenfalls beschädigt wurde. Die Behörden ermitteln derzeit, wie es zu dem Zusammenstoß kommen konnte. Schiffe, die den Bosporus passieren, müssen einen türkischen Lotsen an Bord nehmen; in der Regel sind dies pensionierte Kapitäne. In der Meerenge zwischen dem Marmarameer und dem Schwarzen Meer ereigneten sich in den vergangenen zehn Jahren hunderte ähnliche Unfälle.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Pazifik: Den Galapagos-Inseln droht nach Tanker-Havarie eine Umwelt-Katastrophe
Montag, 22.01. 2001, 07:01:43 Uhr
BUENOS AIRES. Den Galapagos-Inseln droht nach der Havarie eines Tankschiffes eine Umwelt-Katastrophe: Der Uralt-Tanker ,,Jessica'', beladen mit 600 000 Litern Diesel und 300 000 Litern schwerem Heizöl, ist auf eine Sandbank vor der Insel San Cristobal aufgelaufen. Aus dem Schiff sickert Treibstoff aus und hat schon mehrere Tiere verschmutzt. Das auslaufende Öl bewegt sich in Richtung der Galapagos-Inseln. Die Galapagos-Inseln verfügen über eine einzigartige Flora und Fauna.
Quelle: Joachim Preuß, www.sailpress.de - Karibik-Törns

Elf Tote bei Bootsunglück in Bangladesch
Samstag, 20.01. 2001, 17:21:56 Uhr
Dhaka - 25 Vermisste: Bei einem Bootsunglück in Bangladesch sind elf Menschen ertrunken. Weitere 25 werden nach Behördenangaben noch vermisst. Das überladene Boot sank auf dem Fluss Meghna rund 100 Kilometer südlich der Hauptstadt Dhaka mit rund 150 Menschen an Bord.
Die meisten hätten sich ans Ufer retten können, berichtete ein Behördensprecher. Elf Leichen sind geborgen worden. Mehr als 200 Menschen ertranken im Meghna, nachdem eine Fähre mit einem anderen Schiff zusammengestoßen war.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Nordsee: Drei Fischer von brennendem Wrack gerettet
Freitag, 19.01. 2001, 20:06:15 Uhr
BORKUM. Die Besatzung des panamesischen Frachters ,,New Paloma" hat am Freitagmorgen drei dänische Fischer aus der Nordsee qerettet, die sich von ihrem brennenden Kutter in eine Rettungsinsel geflüchtet hatten. Wie die Seenotleitung Bremen mitteilte, hatte die Frachterbesatzung um 02.36 Uhr 35 sm westlich von Borkum eine rote Notrakete qesehen und erreichte das brennende Wrack um 03.45 Uhr. Der Kutter ,,Jonna Bettina" aus Ribe stand auf ganzer Länge in Flammen. Der Frachter nahm die Fischer an Bord und fuhr weiter nach Hamburg. Ein Seenotkreuzer und ein Zollboot versuchten ohne Erfolg, den Kutter zu löschen. Das Schiff ging unter.
Quelle: Joachim Preuß, www.sailpress.de - Sicherheit für Hochseesegler

,,The Race": ,,Team Adventure'' unterbricht nach Havarie Weltreise
Freitag, 19.01. 2001, 20:07:28 Uhr
KAPSTADT. Bei der Regatta ,,The Race" hat es am Freitag im Südatlantik einen weiteren Zwischenfall gegeben. Bei rund sechs Windstärken fuhr die an zweiter Stelle liegende ,,Team Adventure" des US-Amerikaners Cam Lewis in ein Wellental und stoppte plötzlich ab: Das Großsegel riss ein und zwei Personen verletzten sich schwer. Lewis hat entschieden, das Rennen vorläufig abzubrechen und den nächsten erreichbaren Hafen anzulaufen. In zwei Tagen wird das Schiff iit 1100 Seemeilen entfernten Kapstadt (Südafrika) erwartet. Noch hat Lewis nicht entschieden, ob er das Rennen nach einer Reparaturpause wieder aufnehmen wird. Bei der Wettfahrt über eine Distanz von 27000 Meilen, zu dem am Sylvestertag sechs Boote gestartet waren, zieht in den ,,Roaring Fourties" nun der erste schwere Sturm auf. In den kommenden Tagen wird Sturm bis Windstärke zehn erwartet. In Führung liegt jetzt mit weitem Vorsprung die ,,Club Med". Die ersten Ausläufer waren es, die in der Nacht zu Freitag die ,,Team Adventure" fast in eine Katastrophe führte: ,,Das ist einer der gefährlichsten Momente, wenn das Schiff überraschend in so einem Tal abstoppt - da wirken enorme Kräfte und wenn das Material dann nicht in Ordnung ist, kann auch etwas passieren", erzählt der Hamburger Tim Kröger. Kröger hatte kurzfristig selbst auf der ,,Team Adventure" angeheuert, war dann aber auf die ,,Playstation" gewechselt, die wegen eines Materialfehlers das Rennen aufgeben musste. Bei dem Vorfall der ,,Team Adventure" wurden das Großsegel und der Baum beschädigt. Lewis: ,,Wir müssen uns das genau anschauen, so weiterzusegeln wäre bei den Bedingungen, die uns jetzt erwarten, zu gefährlich." Bei dem Unfall wurde der Schwede Mikael Lundh von eineit Fall am Rücken getroffen und erlitt eine Nackenstauchung. Jeffrey Wargo erlitt eine Brust-Prellung, als er bei dem Abstoppen auf eine Stahlverstrebung geschleudert wurde.
Quelle: Joachim Preuß, www.sailpress.de - Sicherheit für Hochseesegler

Zwei Schiffe kollidieren auf dem Main
Donnerstag, 18.01. 2001, 22:33:30 Uhr
Hassfurt - Nach dem Zusammenstoß der zwei Binnengüterschiffe „Ingrid“ und „Geisburg“ auf dem Main ist am Mittwochabend ein leckgeschlagenes Schiff vor dem Untergang gerettet worden. Die havarierte „Ingrid“ wurde von dem anderen Binnenfrachter in den hahegelegenen Hafen von Haßfurt geschleppt, wo das eingedrungene Wasser gelenzt. Die Höhe des Schadens konnte bislang noch nicht ermittelt werden.
Zur Kollision der beiden Schiffe kam es gegen 18.00 Uhr, nachdem bei dem mit 1.000 Tons Sojaschrot beladenen Schiff „Ingrid“ das Ruder ausgefallen war. Das mit 1.600 Tonnen Schlacke wesentlich schwerere Schiff „Geisburg“ aus Stuttgart riss beim Zusammenstoß ein Leck in den Bug der „Ingrid“, die daraufhin zu sinken begann. Dies konnte jedoch durch Abschleppen jedoch verhindert werden. Menschen kamen bei dem Unfall nicht zu Schaden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Vendee Globe: Russe treibt krank im Indischen Ozean
Mittwoch, 17.01. 2001, 06:27:11 Uhr
MOSKAU. Fjodor Konjuchow (39), russischer Abenteurer und Teilnehmer an der Vendee Globe-Segelregatta um die Welt, treibt mit seiner vom Sturm beschädigten Einmannyacht krank im Süden des Indischen Ozeans. Er leide an schweren Nierenkoliken, teilten seine Unterstützer in Moskau am Dienstag mit. Ärzte aus dem Regattastab in Frankreich versuchten, Konjuchow per E-Mail bei der Selbstbehandlung zu beraten. Auch eine Bergung des Einhandseglers, der seine vierte Weltumsegelung unternimmt, werde erwogen. Er sei aber noch etwa 1850 Kilometer von der nächstgelegenen Küste Australiens entfernt. Andere Schiffe gebe es in der Nähe nicht. Orkanartige Stürme hatten auf Konjuchows Yacht die Segel und die Takelage abgerissen, der Autopilot und der Dieselgenerator seien ausgefallen. Das Schiff treibt wegen der Krankheit des Skippers völlig führungslos in den Gewässern nördlich der Antarktis. Konjuchow ist in Russland durch etwa 40 waghalsige Expeditionen in die Polarregionen bekannt geworden. 1996 erreichte er als erster Russe allein den Südpol.
Quelle: Joachim Preuß, www.sailpress.de - Sicherheit für Hochseesegler

Öltanker im Rhein auf Grund gelaufen
Montag, 15.01. 2001, 18:31:15 Uhr
Bonn - Ein mit Heizöl voll beladener Tanker ist am Montag nach einem Brand an der Maschine im Rhein bei Köln gestrandet. Wie die Wasserschutzpolizei berichtete, bestehe für die Schifffahrt keine Gefahr.
Der Tanker wurde nicht beschädigt. Die Besatzung konnte den Brand schnell löschen. Die Ladung von rund 2 000 Tonnen wurde in ein anderes Schiff gepumpt. Der Binnentanker soll anschließend zur Überprüfung in eine Werft gebracht werden.
Das Binnenschiff hatte in Wesseling Öl geladen und wollte von dort aus rheinaufwärts fahren. Kurz nach Beginn der Fahrt hatte der Schiffsführer den Brand entdeckt und sofort die Crew angewiesen, Anker zu werfen. Dabei riss die Ankerkette. Der Tanker wurde darauf durch die Strömung auf Grund getrieben. Die Höhe des Schadens steht noch nicht fest.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Main: Im Suff erst Zick-Zack-Kurs gefahren, dann aufgelaufen
Donnerstag, 11.01. 2001, 23:14:21 Uhr
OTTENDORF. Ein mit 2,3 Promille Alkohol im Blut fahrender Schiffskapitän hat seinen Frachter auf dem Main im Zickzackkurs gesteuert und mit dem Ufer kollidieren lassen. Die Wasserschutzpolizei stoppte den 49-jährigen Mann an der Schleuse im unterfränkischen Ottendorf, wie die Schweinfurter Polizei am Donnerstag mitteilte. Der Russe habe bei einem Zwischenstopp im Landkreis Haßberge wegen Hochwassers mit reichlich Alkohol das orthodoxe Weihnachtsfest gefeiert. Die Wasserpolizisten nahmen ihm bei der Kontrolle das Schifferpatent ab und verlangten eine «Sicherheitsleistung» von 600 Mark.
Quelle: Joachim Preuß, www.sailpress.de - Sicherheit für Hochseesegler

Spezialisten verhindern Brand auf Phosphat-Frachter
Donnerstag, 11.01. 2001, 06:46:44 Uhr
Kopenhagen - Nach einem Brand auf dem Phosphat-Frachter "Arethusa" im dänischen Kattegatt haben Feuerwehrspezialisten eine Umweltkatastrophe verhindert:
Wie die Rettungszentrale SOK am Mittwoch in Aarhus mitteilte, konnte der Brand im Maschinenraum des zypriotischen Schiffes gelöscht werden, ehe die Flammen auf die 22.000 Tonnen Ladung Phosphat im Laderaum übergriffen. Das Feuer war am frühen Morgen von einer Position zwischen der Insel Samsö und der Nordwestspitze von Seeland gemeldet worden. Die Ursache des Brand war zunächst unklar. 17 der 22 Besatzungsmitglieder wurden per Hubschrauber auf ein zur Hilfe herbei geeiltes Schiff gebracht. Die fünf verbliebenen Besatzungsmitglieder halfen den Experten bei der Bekämpfung des Brandes.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Weiter Explosionsgefahr auf Tanker «M.T. Castor»
Dienstag, 09.01. 2001, 16:29:29 Uhr
Cartagena - Auf dem überalterten Tanker «M.T. Castor» mit einer Ladung von29000 Tonnen Benzin besteht weiter die Gefahr einer Explosion. Der Tanker aus Zypern liegt vor Spaniens Mittelmeerküste. Experten prüfen derzeit, ob die Ladung ohne Gefahr in einen anderen Tanker umgepumpt werden kann. Das Deck des maroden Schiffs hat einen 26 Meter langen Riss. Die Besatzung war am Wochenende in Sicherheit gebracht worden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Wal greift Angler an
Montag, 08.01. 2001, 23:21:25 Uhr
Sydney - Angriffe von Walen sind sehr selten. Nun soll ein Wal vor Australien ein Boot mit zwei Anglern gerammt haben.
Die beiden Urlauber hätten sich mit ihrem knapp fünf Meter langen Boot rund 1,8 Kilometer vor Merimbula in Neu-Südwales befunden, als der Wal plötzlich ihr Boot gerammt habe, berichtete der "Daily Telegraph". Durch die Wucht des Stoßes seien die beiden Angler über Bord gegangen, das Boot sei bei dem Vorfall beinahe gekentert. Dann habe der Wal erneut angegriffen und dabei ein großes Loch in den Rumpf des Bootes geschlagen, teilte ein Sprecher der australischen Küstenwache mit.
Ein anderes Schiff kam den Anglern zu Hilfe und schleppte das beschädigte lädierte Boot ab, während die beiden Angler "wie wild geschöpft" hätten. Verletzt wurden die Angler offenbar nicht.
Laut ABC nahm die Küstenwache eine DNA-Probe von dem beschädigten Boot, um festzustellen, zu welcher Walart der Angreifer gehörte.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Zyprischer Tanker «M.T. Castor» vor Spanien in Seenot
Sonntag, 07.01. 2001, 17:04:14 Uhr
Almeria - Der marode Tanker «M.T. Castor» aus Zypern mit einer Ladung von rund 29 000 Tons Benzin ist vor der Küste Südspaniens in Seenot geraten. Das Deck der «M.T. Castor» weist einen 26 Meter langen und fünf Zentimeter breiten Riss auf.
Die Coastguard in Almeria befürchtet, das Schiff könne auseinander bersten und bei Funkenentwicklung wegen aneinander reibender Teile explodieren. Die 28 polnischen Besatzungsmitglieder waren am Freitagabend abgeborgen worden.
Angesichts der Explosionsgefahr verboten die spanischen Behörden dem Tanker, sich der Küste zu nähern. Stattdessen wurde das Schiff von einem Schlepper etwa 70 Kilometer weit aufs offene Meer gebracht. Dort sollte versucht werden, den Treibstoff in einen anderen Tanker zu pumpen. Das Risiko einer Umweltverschmutzung hält sich nach Angaben der Seenot-Rettungsstelle in Grenzen: Im Gegensatz zu Schweröl würde austretendes Benzin in ein bis zwei Tagen verdunsten.

Die «M.T. Castor» erfüllt nach Behördenangaben nicht die geringsten Sicherheitsanforderungen. Das 27 Jahre alte Schiff habe auch keinen doppelten Rumpf. Sollte es auseinander brechen, würde es sofort sinken, hieß es. Der Tanker gehört einer griechischen Reederei und sollte das Benzin nach Nigeria transportieren. Der Riss an Deck sei bereits vor einer Woche vor der Küste Marokkos festgestellt worden. Auch die Behörden des nordafrikanischen Landes hatten dem Tanker untersagt, dort einen Hafen anzulaufen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Ägäis: Sechs Tote bei Schiffsunglück vor türkischer Südküste
Montag, 01.01. 2001, 21:46:13 Uhr
ISTANBUL. Bei einem Schiffsunglück vor der türkischen Südküste sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. 45 weitere werden noch vermisst. Die Hoffnung, im stürmischen Meer noch Überlebende zu finden, ist türkischen Medienberichten zufolge aber gering. 32 Opfer konnten aus den Fluten gerettet werden. Vermutlich waren insgesamt 83 Menschen, darunter illegale Einwanderer aus Afghanistan, Pakistan, Marokko und Albanien an Bord des Frachters. Das Schiff war im Sturm auf einen Felsen aufgelaufen und danach auseinander gebrochen. Der größere Teil mit den Laderäumen, in denen die Flüchtlinge sich offenbar aufeghalten hatten, strandete an der Küste.
Quelle: Joachim Preuß, www.sailpress.de - Sicherheit für Hochseesegler

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