
EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv Januar 2001
Last update: Freitag, 16.2.2001, 06:05:33 Uhr

Piratenüberfall auf deutsche Yachten im Jemen
Dienstag, 30.01. 2001, 20:05:37 Uhr
Nur knapp konnte die Crews von vier Segelyachten
deutscher, britischer und irischer Nationalität einen Piratenüberfall
etwa 20 Sm südlich von Mukalla/Jemen im Golf von Aden abwehren.
Bei der Atacke am vergangenen Samstag waren sich Schnellboote an die
vier Yachten angenähgert, hatten den Überfall aber abgebrochen,
nachdem die Besatzungen Blitz-Knall-Pistolen abgeschossen hatten. Der
Skipper des deutschen Schiffs „Tosimoh“ konnte über
Satellit einen Alarm absetzen, der von der Seenotleitung Bremen
der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger empfangen wurde.
Die Seenotleitung alarmierte in der Nähe befindliche Schiffe und der
Kapitän der unter panamesicher Flagge fahrenden „Augusta“ bot den
Seglern Hilfe. Gegen Abend erreichten die vier Yachten den sicheren
Hafen von Mukalla, ohne dass ein weiterer Angriff stattgefand.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Schwarzes Meer: Viele Tote bei Dampfer-Untergang
Montag, 29.01. 2001, 21:49:32 Uhr
KIEW. Beim Untergang eines alten, überladenen Dampfers aus der Ukraine im
Schwarzen Meer
sind wahrscheinlich 19 von 51 Menschen an Bord ums Leben
gekommen.
Rettungsschiffe und Flugzeuge suchten bis Montagabend das
Meer südlich der ukrainischen Halbinsel Krim
nach den letzten fünf Vermissten ab, deren
Überlebenschancen nach dem Untergang am Samstag aber als
gering eingeschätzt wurden. 32 Menschen waren lebend, 14
tot von Rettungsfloßen geborgen worden. Das
Küstenschiff hatte gegen alle Vorschriften die Küstenzone
verlassen und war über das offene Meer gefahren,
verlautete am Montagabend aus dem
Katastrophenschutzministerium in Kiew.
Das Unglück war erst am Sonntagabend bemerkt worden. Nach
ersten Aussagen von Überlebenden war die
1964 gebaute «Pamjatj Merkurija» am Samstagabend auf hoher
See zwischen Rumänien und der Krim in
einen Sturm geraten. Dabei verrutschte ein Teil der
Ladung, der 60 Meter lange Dampfer bekam Schlagseite
und sank innerhalb von zehn Minuten. In dieser kurzen Zeit
sei es aber gelungen, alle Passagiere mit
Schwimmwesten zu versorgen und sie auf drei Rettungsfloße
zu setzen, sagte der Dritte Offizier Witali Bondar.
Die «Pamjatj Merkurija» kam mit Kleinhändlern und deren
Waren aus Istanbul. Ukrainische
Katastrophenschützer sagten nach Angaben der Agentur
Interfax, das altersschwache Schiff hätte dicht an der
Küste fahren müssen und nicht die kurze Route über die
offene See nehmen dürfen.
Quelle: Joachim Preuß, www.sailpress.de -
Karibik-Törns
Ostsee: Frachter in der Kadetrinne auf Grund gelaufen
Sonntag, 28.01. 2001, 08:12:53 Uhr
ROSTOK. Schon wieder ist in der Ostsee in der Kadetrinne ein Schiff auf Grund
gelaufen. Es handelt sich nach Angaben der
Wasserschutzpolizei Rostock um den unter panamesischer
Flagge fahrenden Frachter «Friendly Ocean», der
am Samstag zwischen der Insel Falster und der
vorpommerschen Halbinsel Darß in dänischen
Hoheitsgewässern in etwa elf Meter Wassertiefe aufsetzte.
Über die Ladung des 221 Meter langen Schiffs konnten
zunächst keine Angaben gemacht werden.
Akute Gefahr für die Umwelt bestehe nicht, da beim
Auflaufen offenbar keine größeren Schäden
entstanden, hieß es. Ein deutsches Hilfs- und
Ölbekämpfungsschiff sowie ein Schiff des
Bundesgrenzschutzes sind den Angaben zufolge zum
Havaristen ausgelaufen. Sie wollen in Abstimmung mit
den dänischen Behörden die Lage vor Ort sondieren und
nötigen Falls Hilfe leisten.
Quelle: Joachim Preuß, www.sailpress.de -
Karibik-Törns
Galapagos-Strandung: Kapitän fuhr ohne Radar
Samstag, 27.01. 2001, 19:22:25 Uhr
San Cristobal - Tarquine Arevalo, Kapitän des vor den Galapagos-Inseln
gestrandeten Tankerschiffs "Jessica" hat ausgesagt, ohne Radar navigiert zu haben. In einem Interview sagte der
58-jährige Kapitän am Freitag: "Ja, es ist wahr, ich habe
mein Radarsystem nicht benutzt." Nach Medienberichten gab Arevalo
bereits in seinem Verhör am Mittwoch zu, "Opfer zu großen
Selbstvertrauens" geworden zu sein.
Zudem habe er bei der Einfahrt in die Bucht der Insel San Cristobal
eine Leuchtboje mit einem Leuchtturm verwechselt und deshalb das
Schiff auf Grund gesetzt. Arevalo und die Besatzung der "Jessica"
waren nach der Havarie festgenommen worden, Ermittlungen wegen
Fahrlässigkeit und Verstoßes gegen das Seerecht wurden eingeleitet.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Atlantik: Vergeblicher Rettungsversuch mit Sprengstoff im Frachter-Wrack
Samstag, 27.01. 2001, 07:53:58 Uhr
NANTES Mit Sprengstoff haben sich Spezialtaucher der französischen Marine in
der Nacht zum Freitag einen Weg in
den Rumpf des vor der Bretagne gekenterten Frachtschiffs
gebahnt. Die Suche nach den vermissten vier
Besatzungsmitgliedern blieb aber vergeblich, wie Pascal
Rault vom Krisenzentrum in La Turballe berichtete.
Die Taucher hätten nicht in die bei der Havarie zerstörte
Kabine vordringen können.
Mehr als zwei Tage nach dem Kentern der «Iles du
Ponant» gibt es damit fast keine Hoffnung mehr, den
Kapitän und drei Matrosen lebend zu finden. Am späten
Mittwochabend war der Bordmechaniker in einer
spektakulären Aktion aus dem Rumpf des Schiffes befreit
worden, das kieloben in Strandnähe auf dem Sand
liegt. Die Retter schnitten ein Loch in den Rumpf und
holten den Mann aus dem Maschinenraum. Rault sagte,
die vier Vermissten könnten sich durchaus noch in dem
Wrack befinden.
Die Justiz ermittelt inzwischen, wie es zu dem
Unglück kommen konnte. Das 1976 gebaute Schiff war
nach Behördenangaben regelmäßig gewartet worden und hatte
im vergangenen Jahr einen neuen Motor
bekommen. Der 30-Meter-Frachter, der zwischen Belle-Ile
und Saint-Nazaire verkehrte, war bei schlechtem
Wetter in der Nacht zum Mittwoch gekentert. Erst viele
Stunden nach der erwarteten Ankunft des Schiffes im
Hafen hatte ein anderes Boot den kieloben treibenden
Frachter am Morgen entdeckt und Alarm gegeben.
Quelle: Joachim Preuß, www.sailpress.de -
Karibik-Törns
Atlantik: Überlebender aus gekentertem Frachter geborgen - vier noch am Leben?
Donnerstag, 25.01. 2001, 07:03:29 Uhr
LE CROISIC. In einem dramatischen Wettlauf mit der Zeit haben Helfer am
Mittwochabend einen von fünf Seeleuten lebend
aus dem vor der französischen Atlantikküste gesunkenen
Frachter geborgen. Die übrigen vier wurden noch
vermisst. Der Gerettete hatte sich mit Klopfzeichen
bemerkbar gemacht.
Um ihn zu retten, hatten die Bergungsmannschaften
ein Loch in den etwa 30 Meter langen Schiffsrumpf
geschnitten. Mit einem Hubschrauber wurde der Gerettete
anschließend abtransportiert. Es war zunächst nicht
bekannt, ob der Mann verletzt ist. Über das Schicksal der
restlichen Besatzungsmitglieder lagen keine
Informationen vor. Die Helfer hofften jedoch, dass auch
sie noch am Leben sind. Der Radiosender France-Info
berichtete, alle vier seien offenbar am Leben, sie seien
im Maschinenraum des kieloben schwimmenden
Schiffs eingeschlossen.
Das Schiff war in der Nacht bei schwerer See mit
fünf Mann Besatzung in der Nähe des bretonischen
Hafens Le Croisic gekentert. Patrouillenboote, Helikopter
und Taucher waren am Unfallort im Einsatz. Das
Schiff war von der Insel Belle auf dem Weg nach Saint
Nazaire.
Quelle: Joachim Preuß, www.sailpress.de -
Karibik-Törns
Atlantik: Dramatischer Wettlauf mit der Zeit - Klopfzeichen aus gekentertem
Frachter
Mittwoch, 24.01. 2001, 21:53:43 Uhr
NANTES. In einem dramatischen Wettlauf mit der Zeit haben Retter am Mittwoch
versucht, Überlebende aus einen vor
der französischen Atlantikküste gekenterten Frachter zu
bergen. Wie Verkehrsminister Jean-Claude Gayssot
am späten Nachmittag sagte, mussten die Bergungsarbeiten
wegen einsetzender Flut und schlechten Wetters
unterbrochen werden.
Noch immer waren Klopfzeichen aus dem Inneren des
kieloben treibenden Schiffes zu hören, das in der
Nacht bei schwerer See mit fünf Mann Besatzung in der Nähe
des bretonischen Hafens Le Croisic gekentert
war. Es gebe zumindest einen Überlebenden, sagte Sylvain
Le Berre von der Seepräfektur Brest am frühen
Nachmittag. Die Rettungskräfte versuchten, ein zweites
Loch in den etwa 30 Meter langen Schiffsrumpf zu
schneiden. Ein Taucher war durch ein erstes Loch in den
Frachter gelangt, hatte dort aber keine Überlebenden
entdeckt.
Patrouillenboote, Helikopter und Taucher waren am
Unfallort im Einsatz. Das Schiff war von der Insel Belle
auf dem Weg nach Saint Nazaire.
Quelle: Joachim Preuß, www.sailpress.de -
Karibik-Törns
Pazifik: Ölteppich erreicht Galapagos-Strände
Dienstag, 23.01. 2001, 06:33:42 Uhr
PUERTO BAQUERIZO. Die Ölpest vor den Galapagos-Inseln breitet sich immer weiter
aus. Der Ölteppich hat nach Angaben der
Behörden bereits die ersten Strände des einzigartigen
Naturreservats erreicht. Im Rumpf des vor der Insel San
Cristobal gestrandeten ecuadorianischen Tankers «Jessica»
seien außerdem neue Risse aufgetreten. Daher
seien mittlerweile schon mehr als 600.000 Liter Dieselöl
ins Meer gelaufen. Umweltexperten der
US-Küstenwache trafen am Montag an der Unglücksstelle ein.
Sie wollten das Dieselöl aus den beschädigten
Tanks in noch intakte im Inneren des Schiffs pumpen.
Der ecuadorianische Umweltminister Rodolfo Rendon
sagte, der Ölteppich bedecke schon eine Fläche
von 300 Quadratkilometern. Der Schaden für die Umwelt sei
gravierend. Etliche verschmutzte Seelöwen und
Vögel seien bereits geborgen worden. Aus dem am Dienstag
500 Meter vor der Küste auf Grund gelaufenen
Tanker tritt seit Freitag Dieselöl aus. Der Ölteppich
bedroht die berühmten Galapagos-Echsen sowie zahlreiche
Meeresvögel und Haie, wie der Direktor des Nationalparks,
Eliecer Cruz, mitteilte. Die Strömung treibe den
Ölteppich nach Süden, so dass dieser binnen Tagen die
Insel Espanola erreichen könnte, auf der sich große
Kolonien von Seelöwen und anderen Meerestieren
befinden.
Die 965 Kilometer westlich von Ecuador gelegenen
Galapagos-Inseln sind ein weltweit einmaliger
Lebensraum für Riesenschildkröten sowie andere seltene
Tier- und Pflanzenarten. Zur Eindämmung des
Ölteppichs wurden schwimmende Barrieren errichtet. Doch
mangelt es den ecuadorianischen Behörden nach
eigenen Angaben an ausreichendem Gerät. Ein Mitglied des
amerikanischen Teams, Edwin Stanton, erklärte,
wenn das Öl erst einmal aus dem Schiff ausgetreten sei,
sei es so gut wie unmöglich aus dem Wasser zu
entfernen. Stanton sagte weiter, wegen der Brandung und
des veränderten Drucks innerhalb des Schiffs
bestehe die Gefahr, dass der Tanker auseinanderbreche.
Der ecuadorianische Präsident Gustavo Noboa
forderte am Sonntag einen detaillierten Bericht über die
Ursache des Unglücks. Gegen den Kapitän und den Eigner des
Havaristen ist laut Polizei noch keine Anklage
erhoben worden, doch wollte Rendon eine strafrechtliche
Untersuchung beantragen. Die Behörden führen das
Schiffsunglück auf einen Navigationsfehler zurück. Die
«Jessica» hatte 920.000 Liter Öl geladen.
Die Aktionsgemeinschaft Artenschutz (AgA) mit Sitz
in Korntal-Münchingen warf den Vereinten Nationen
vor, versagt zu haben. Es sei unverständlich, dass die
Politiker aus den vielen Unfällen schrottreifer Tanker
keine Konsequenzen gezogen hätten, erklärte AgA-Gründer
Günther Peter. Die AgA fordere gemeinsam mit
Unterstützern weltweit seit Jahren effektive Maßnahmen.
Das UN-Umweltprogramm habe aber nicht reagiert.
Quelle: Joachim Preuß, www.sailpress.de -
Karibik-Törns
Zusammenstoß im Bosporus: Frachter sinkt
Sonntag, 21.01. 2001, 19:13:06 Uhr
Istanbul - Nach der Kollision zweier Frachtschiffe am Bosporus ist eines der beiden Schiffe am Samstag gesunken. Die sieben Crewmitglieder der «Kaptan Cavit» konnten abgeborgen werden. Der Frachter hatte mehr als 1.000 Tonnen Getreide geladen und war auf dem Weg von Griechenland nach Bulgarien. Die «Kaptan Cavit» war am Eingang des Bosporus mit dem Kohlefrachter «Nadya» zusammengestoßen, der dabei ebenfalls beschädigt wurde. Die Behörden ermitteln derzeit, wie es zu dem Zusammenstoß kommen konnte. Schiffe, die den Bosporus passieren, müssen einen türkischen Lotsen an Bord nehmen; in der Regel sind dies pensionierte Kapitäne. In der Meerenge zwischen dem Marmarameer und dem Schwarzen Meer ereigneten sich in den vergangenen zehn Jahren hunderte ähnliche Unfälle.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Pazifik: Den Galapagos-Inseln droht nach Tanker-Havarie eine Umwelt-Katastrophe
Montag, 22.01. 2001, 07:01:43 Uhr
BUENOS AIRES. Den Galapagos-Inseln droht nach der Havarie eines Tankschiffes
eine
Umwelt-Katastrophe: Der Uralt-Tanker ,,Jessica'', beladen
mit 600 000 Litern Diesel und 300 000 Litern
schwerem Heizöl, ist auf eine Sandbank vor der Insel San
Cristobal aufgelaufen. Aus dem Schiff sickert Treibstoff aus und hat schon
mehrere Tiere verschmutzt. Das auslaufende Öl
bewegt sich in Richtung der Galapagos-Inseln. Die
Galapagos-Inseln verfügen über eine einzigartige
Flora und Fauna.
Quelle: Joachim Preuß, www.sailpress.de -
Karibik-Törns
Elf Tote bei Bootsunglück in Bangladesch
Samstag, 20.01. 2001, 17:21:56 Uhr
Dhaka - 25 Vermisste: Bei einem Bootsunglück in Bangladesch sind
elf Menschen ertrunken. Weitere 25 werden nach
Behördenangaben noch vermisst. Das überladene Boot sank
auf dem Fluss Meghna rund 100 Kilometer südlich
der Hauptstadt Dhaka mit rund 150 Menschen an Bord.
Die meisten hätten sich ans Ufer retten können, berichtete ein
Behördensprecher. Elf Leichen sind geborgen worden. Mehr
als 200 Menschen ertranken im Meghna, nachdem eine Fähre
mit einem anderen Schiff zusammengestoßen war.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Nordsee: Drei Fischer von brennendem Wrack gerettet
Freitag, 19.01. 2001, 20:06:15 Uhr
BORKUM. Die Besatzung des panamesischen Frachters ,,New Paloma" hat am
Freitagmorgen drei dänische Fischer aus der Nordsee qerettet, die sich von
ihrem brennenden Kutter in eine Rettungsinsel geflüchtet hatten. Wie die
Seenotleitung Bremen mitteilte, hatte die Frachterbesatzung um 02.36 Uhr 35
sm westlich von Borkum eine rote Notrakete qesehen und erreichte das
brennende Wrack um 03.45 Uhr. Der Kutter ,,Jonna Bettina" aus Ribe stand
auf ganzer Länge in Flammen. Der Frachter nahm die Fischer an Bord und fuhr
weiter nach Hamburg. Ein Seenotkreuzer und ein Zollboot versuchten ohne
Erfolg, den Kutter zu löschen. Das Schiff ging unter.
Quelle: Joachim Preuß, www.sailpress.de -
Sicherheit für Hochseesegler
,,The Race": ,,Team Adventure'' unterbricht nach Havarie Weltreise
Freitag, 19.01. 2001, 20:07:28 Uhr
KAPSTADT. Bei der Regatta ,,The Race" hat es am Freitag im Südatlantik
einen weiteren Zwischenfall gegeben. Bei rund sechs Windstärken fuhr die an
zweiter Stelle liegende ,,Team Adventure" des US-Amerikaners Cam Lewis in
ein Wellental und stoppte plötzlich ab: Das Großsegel riss ein und zwei
Personen verletzten sich schwer. Lewis hat entschieden, das Rennen
vorläufig abzubrechen und den nächsten erreichbaren Hafen anzulaufen. In
zwei Tagen wird das Schiff iit 1100 Seemeilen entfernten Kapstadt
(Südafrika) erwartet.
Noch hat Lewis nicht entschieden, ob er das Rennen nach einer
Reparaturpause wieder aufnehmen wird. Bei der Wettfahrt über eine Distanz
von 27000 Meilen, zu dem am Sylvestertag sechs Boote gestartet waren, zieht
in den ,,Roaring Fourties" nun der erste schwere Sturm auf. In den
kommenden Tagen wird Sturm bis Windstärke zehn erwartet. In Führung liegt
jetzt mit weitem Vorsprung die ,,Club Med".
Die ersten Ausläufer waren es, die in der Nacht zu Freitag die ,,Team
Adventure" fast in eine Katastrophe führte: ,,Das ist einer der
gefährlichsten Momente, wenn das Schiff überraschend in so einem Tal
abstoppt - da wirken enorme Kräfte und wenn das Material dann nicht in
Ordnung ist, kann auch etwas passieren", erzählt der Hamburger Tim Kröger.
Kröger hatte kurzfristig selbst auf der ,,Team Adventure" angeheuert, war
dann aber auf die ,,Playstation" gewechselt, die wegen eines
Materialfehlers das Rennen aufgeben musste.
Bei dem Vorfall der ,,Team Adventure" wurden das Großsegel und der Baum
beschädigt. Lewis: ,,Wir müssen uns das genau anschauen, so weiterzusegeln
wäre bei den Bedingungen, die uns jetzt erwarten, zu gefährlich." Bei dem
Unfall wurde der Schwede Mikael Lundh von eineit Fall am Rücken getroffen
und erlitt eine Nackenstauchung. Jeffrey Wargo erlitt eine Brust-Prellung,
als er bei dem Abstoppen auf eine Stahlverstrebung geschleudert wurde.
Quelle: Joachim Preuß, www.sailpress.de -
Sicherheit für Hochseesegler
Zwei Schiffe kollidieren auf dem Main
Donnerstag, 18.01. 2001, 22:33:30 Uhr
Hassfurt - Nach dem Zusammenstoß der zwei Binnengüterschiffe „Ingrid“ und „Geisburg“ auf dem Main ist am Mittwochabend ein leckgeschlagenes Schiff vor dem Untergang gerettet worden. Die havarierte „Ingrid“ wurde von dem anderen Binnenfrachter in den hahegelegenen Hafen von Haßfurt geschleppt, wo das eingedrungene Wasser gelenzt. Die Höhe des Schadens konnte bislang noch nicht ermittelt werden.
Zur Kollision der beiden Schiffe kam es gegen 18.00 Uhr, nachdem bei dem mit 1.000 Tons Sojaschrot beladenen Schiff „Ingrid“ das Ruder ausgefallen war. Das mit 1.600 Tonnen Schlacke wesentlich schwerere Schiff „Geisburg“ aus Stuttgart riss beim Zusammenstoß ein Leck in den Bug der „Ingrid“, die daraufhin zu sinken begann. Dies konnte jedoch durch Abschleppen jedoch verhindert werden. Menschen kamen bei dem Unfall nicht zu Schaden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Vendee Globe: Russe treibt krank im Indischen Ozean
Mittwoch, 17.01. 2001, 06:27:11 Uhr
MOSKAU. Fjodor Konjuchow (39), russischer Abenteurer und Teilnehmer an der
Vendee Globe-Segelregatta um die Welt, treibt mit seiner vom Sturm
beschädigten Einmannyacht krank im Süden des Indischen Ozeans. Er leide an
schweren Nierenkoliken, teilten seine Unterstützer in Moskau am Dienstag
mit. Ärzte aus dem Regattastab in Frankreich versuchten, Konjuchow per
E-Mail bei der Selbstbehandlung zu beraten. Auch eine Bergung des
Einhandseglers, der seine vierte Weltumsegelung unternimmt, werde erwogen.
Er sei aber noch etwa 1850 Kilometer von der nächstgelegenen Küste
Australiens entfernt. Andere Schiffe gebe es in der Nähe nicht.
Orkanartige Stürme hatten auf Konjuchows Yacht die Segel und die Takelage
abgerissen, der Autopilot und der Dieselgenerator seien ausgefallen. Das
Schiff treibt wegen der Krankheit des Skippers völlig führungslos in den
Gewässern nördlich der Antarktis. Konjuchow ist in Russland durch etwa 40
waghalsige Expeditionen in die Polarregionen bekannt geworden. 1996
erreichte er als erster Russe allein den Südpol.
Quelle: Joachim Preuß, www.sailpress.de -
Sicherheit für Hochseesegler
Öltanker im Rhein auf Grund gelaufen
Montag, 15.01. 2001, 18:31:15 Uhr
Bonn - Ein mit Heizöl voll beladener Tanker
ist am Montag nach einem Brand an der Maschine im Rhein bei Köln
gestrandet. Wie die Wasserschutzpolizei berichtete, bestehe für die Schifffahrt keine
Gefahr.
Der Tanker wurde nicht beschädigt. Die Besatzung konnte den
Brand schnell löschen. Die Ladung von rund 2 000 Tonnen
wurde in ein anderes Schiff gepumpt. Der Binnentanker soll
anschließend zur Überprüfung in eine Werft gebracht werden.
Das Binnenschiff hatte in Wesseling Öl
geladen und wollte von dort aus rheinaufwärts fahren. Kurz nach Beginn der Fahrt hatte der Schiffsführer den Brand entdeckt und sofort
die Crew angewiesen, Anker zu werfen. Dabei riss die
Ankerkette. Der Tanker wurde
darauf durch die Strömung auf Grund
getrieben. Die Höhe des Schadens steht noch nicht fest.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Main: Im Suff erst Zick-Zack-Kurs gefahren, dann aufgelaufen
Donnerstag, 11.01. 2001, 23:14:21 Uhr
OTTENDORF. Ein mit 2,3 Promille Alkohol im Blut fahrender Schiffskapitän hat
seinen Frachter auf dem Main im
Zickzackkurs gesteuert und mit dem Ufer kollidieren
lassen. Die Wasserschutzpolizei stoppte den 49-jährigen
Mann an der Schleuse im unterfränkischen Ottendorf, wie
die Schweinfurter Polizei am Donnerstag mitteilte.
Der Russe habe bei einem Zwischenstopp im Landkreis
Haßberge wegen Hochwassers mit reichlich Alkohol
das orthodoxe Weihnachtsfest gefeiert. Die
Wasserpolizisten nahmen ihm bei der Kontrolle das Schifferpatent
ab und verlangten eine «Sicherheitsleistung» von 600 Mark.
Quelle: Joachim Preuß, www.sailpress.de - Sicherheit
für Hochseesegler
Spezialisten verhindern Brand auf Phosphat-Frachter
Donnerstag, 11.01. 2001, 06:46:44 Uhr
Kopenhagen - Nach einem Brand auf dem Phosphat-Frachter "Arethusa" im dänischen Kattegatt haben Feuerwehrspezialisten eine Umweltkatastrophe verhindert:
Wie die Rettungszentrale SOK am Mittwoch in Aarhus mitteilte, konnte der Brand im Maschinenraum des zypriotischen Schiffes gelöscht werden, ehe die Flammen auf die 22.000 Tonnen Ladung Phosphat im Laderaum übergriffen.
Das Feuer war am frühen Morgen von einer Position zwischen der Insel Samsö und der Nordwestspitze von Seeland gemeldet worden. Die Ursache des Brand war zunächst unklar. 17 der 22 Besatzungsmitglieder wurden per Hubschrauber auf ein zur Hilfe herbei geeiltes Schiff gebracht. Die fünf verbliebenen Besatzungsmitglieder halfen den Experten bei der Bekämpfung des Brandes.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Weiter Explosionsgefahr auf Tanker «M.T. Castor»
Dienstag, 09.01. 2001, 16:29:29 Uhr
Cartagena - Auf dem überalterten Tanker «M.T. Castor» mit einer Ladung von29000 Tonnen Benzin besteht weiter die Gefahr einer Explosion. Der Tanker aus Zypern liegt vor Spaniens Mittelmeerküste. Experten prüfen derzeit, ob die Ladung ohne Gefahr in einen anderen Tanker umgepumpt werden kann. Das Deck des maroden Schiffs hat einen 26 Meter langen Riss. Die Besatzung war am Wochenende in Sicherheit gebracht worden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Wal greift Angler an
Montag, 08.01. 2001, 23:21:25 Uhr
Sydney - Angriffe von Walen sind sehr selten. Nun soll ein Wal vor
Australien ein Boot mit zwei Anglern gerammt
haben.
Die beiden Urlauber hätten
sich mit ihrem knapp fünf Meter langen Boot rund 1,8 Kilometer vor
Merimbula in Neu-Südwales befunden, als der Wal plötzlich ihr Boot gerammt
habe, berichtete der "Daily Telegraph". Durch die Wucht des Stoßes seien
die beiden Angler über Bord gegangen, das Boot sei bei dem Vorfall beinahe
gekentert. Dann habe der Wal erneut angegriffen und dabei ein großes Loch
in den Rumpf des Bootes geschlagen, teilte ein Sprecher der australischen
Küstenwache mit.
Ein anderes Schiff kam den
Anglern zu Hilfe und schleppte das beschädigte lädierte Boot ab,
während die beiden Angler "wie wild geschöpft" hätten. Verletzt wurden die
Angler offenbar nicht.
Laut ABC nahm die Küstenwache eine DNA-Probe von dem beschädigten Boot,
um festzustellen, zu welcher Walart der Angreifer gehörte.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Zyprischer Tanker «M.T. Castor» vor Spanien in Seenot
Sonntag, 07.01. 2001, 17:04:14 Uhr
Almeria - Der marode Tanker «M.T. Castor» aus Zypern mit einer Ladung von rund 29 000 Tons Benzin ist vor der Küste Südspaniens in Seenot geraten. Das Deck der «M.T. Castor» weist einen 26 Meter langen und fünf Zentimeter breiten Riss auf.
Die Coastguard in Almeria befürchtet, das Schiff könne auseinander bersten und bei Funkenentwicklung wegen aneinander reibender Teile explodieren. Die 28 polnischen Besatzungsmitglieder waren am Freitagabend abgeborgen worden.
Angesichts der Explosionsgefahr verboten die spanischen Behörden dem Tanker, sich der Küste zu nähern. Stattdessen wurde das Schiff von einem Schlepper etwa 70 Kilometer weit aufs offene Meer gebracht. Dort sollte versucht werden, den Treibstoff in einen anderen Tanker zu pumpen. Das Risiko einer Umweltverschmutzung hält sich nach Angaben der Seenot-Rettungsstelle in Grenzen: Im Gegensatz zu Schweröl würde austretendes Benzin in ein bis zwei Tagen verdunsten.
Die «M.T. Castor» erfüllt nach Behördenangaben nicht die geringsten Sicherheitsanforderungen. Das 27 Jahre alte Schiff habe auch keinen doppelten Rumpf. Sollte es auseinander brechen, würde es sofort sinken, hieß es. Der Tanker gehört einer griechischen Reederei und sollte das Benzin nach Nigeria transportieren. Der Riss an Deck sei bereits vor einer Woche vor der Küste Marokkos festgestellt worden. Auch die Behörden des nordafrikanischen Landes hatten dem Tanker untersagt, dort einen Hafen anzulaufen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Ägäis: Sechs Tote bei Schiffsunglück vor türkischer Südküste
Montag, 01.01. 2001, 21:46:13 Uhr
ISTANBUL. Bei einem Schiffsunglück vor der türkischen Südküste sind mindestens
sechs Menschen ums
Leben gekommen. 45 weitere werden noch vermisst. Die
Hoffnung, im stürmischen Meer noch Überlebende zu
finden, ist türkischen Medienberichten zufolge aber
gering. 32 Opfer konnten aus den Fluten gerettet werden.
Vermutlich waren insgesamt 83 Menschen, darunter illegale
Einwanderer aus Afghanistan, Pakistan, Marokko
und Albanien an Bord des Frachters. Das Schiff war im
Sturm auf einen Felsen aufgelaufen und danach auseinander gebrochen. Der größere
Teil mit den Laderäumen, in denen die Flüchtlinge sich offenbar aufeghalten
hatten, strandete an der Küste.
Quelle: Joachim Preuß, www.sailpress.de - Sicherheit
für Hochseesegler
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