EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv April 2001

Last update: Montag, 14.5.2001, 06:05:33 Uhr

Rehbock aus Seenot gerettet
Montag, 30.04. 2001, 23:16:51 Uhr
Nordstrand - Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hat am Montag ein Herz für Tiere bewiesen: Vor den nordfriesischen Inseln rettete sie einen jungen Rehbock aus Seenot. Der offensichtlich verirrte Bock trieb etwa 2 Kilometer vor der Halbinsel Nordstrand im Meer. Die Retter holten den völlig erschöpften und durchgefrorenen Dreiender mit einem Beiboot an Bord und brachten ihn in eine Wolldecke gewickelt nach Nordstrand. Dort wurde er wohlauf in die freie Wildbahn entlassen.
Wie der Rehbock in diese Lage geraten war, ist unbekannt. Möglicherweise könnte ihn ein Hund oder ein größerer Bock bei Ebbe ins Watt gejagt haben. Als das Wasser wieder stieg, habe das Tier dann nicht mehr den Weg zurück finden können.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Ärmelkanal: Tanker stieß mit Fischerkutter zusammen
Dienstag, 24.04. 2001, 06:46:39 Uhr
London/Lille - Bei der Kollision eines Tankers mit einem französischen Fischereifahrzeug im Ärmelkanal bei Dover ist am Montag nur eine geringe Menge Öl ausgeflossen. Aus der unter maltesischer Flagge fahrenden «Gudermes» seien 200 Liter ausgetreten, teilten die französischen Behörden mit. Zunächst war die Menge mit 110 Tonnen angegeben worden. Dies habe auf einem Übermittlungsfehler beruht, hieß es. Bei der Kollision gab es keine Verletzten, das Fischerboot konnte aus eigener Kraft in seinen Heimathafen Boulougne-sur-Mer zurückkehren. Die «Gudermes» war mit 26.000 Tonnen Öl auf dem Weg nach Afrika. Nach Angaben der britischen Küstenwache riss das Fischerboot ein sechs mal 1,8 Meter großes Loch in den Rumpf des Tankers.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Erfolgreiche Rettung aus Seenot
Montag, 23.04. 2001, 13:26:15 Uhr
Kurz nach Beginn der Überführungsfahrt von Kolberg nach Flensburg am 19. April schlug ein 18 m langer polnischer Kutter in der Pommerschen Bucht leck und sank. Die zweiköpfige Crew des 50 Jahre alten Schiffes rettete sich in eine Rettungsinsel, konnte aber kein Notsignal absetzen. Erst als das Schiff überfällig war, alarmierten Angehörige die DGzRS. Deutsche und polnische Rettungshubschrauber, Fernaufklärer, das Schnellboot "Wiesel" der Bundesmarine sowie ein Seenotrettungskreuzer starteten daraufhin eine Suchaktion, ohne die letzte Position des überfälligen Schiffes zu kennen. Nach sechsstündiger Suche ortete eines der Suchflugzeuge die Insel und führte einen SAR-Helikopter an die Position. Neun Minuten später warenb die beiden unterkühlten Männer an Bord gewinscht und wurden in ein Krankenhaus geflogen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Pazifik: Frachter mit 28-köpfiger Crew vermisst
12.04.01
TOKIO. Vor der japanischen Küste wird ein südkoreanischer Frachter mit 28 Mann Besatzung vermisst. Wie die japanische Küstenwache mitteilte, wurde das große Schiff bereits gestern im Hafen von Wakayama erwartet. Ein Patrouillenboot und ein Flugzeug der Küstenwache fanden nur ein leeres Rettungsboot des vermissten Frachters. Das Schiff war vom südkoreanischen Hafen Incheon zur westjapanischen Ieshima-Insel unterwegs gewesen.
Quelle: Joachim Preuß, www.sailpress.de - Sicherheit für Hochseesegler

Zusammenstoß auf dem Nord-Ostsee-Kanal
8.4.01
Auf dem Nord-Ostsee-Kanal kollidierten auf Höhe der Grünenthaler Hochbrücke die niederländischen Frachter "Moezelborg", 6540 BRZ, und "Regulus". Die Wasserschutzpolizei Kiel-Holtenau verhängt anschließend über die am Bug schwer beschädigte "Moezelborg" ein Auslaufverbot. Die Kieler Lindenauwerft kann die Ausschreibung zur mehrtägigen Reparatur des Havaristen für sich gewinnen.
Zuletzt war es erst am 20.3. zu einem Zusammenstoß im Kanal gekommen, als der mit schwach radioaktiven Stoffen beladene russische Frachter "Bugulma", 2140 BRZ, zwischen den Weichen Königsförde und Groß Nordsee frontal in die deutsche "Stadt Papenburg", 999 BRT, gefahren war. Die "Bugulma" wurde im Bugbereich so schwer beschädigt wurde, daß sie vom Kieler Schlepper "Bülk" in Richtung Brunsbüttel abgeschleppt werden mußte.
Quelle: Tim Schwabedissen

Fahrwassertonne wirft Tankschiff aus der Bahn
Mittwoch, 04.04. 2001, 06:39:46 Uhr
ELTVILLE. Ein mit 3000 Tonnen Gasöl beladenes niederländisches Binnentankschiff liegt seit Montagabend manövrierunfähig im Rhein. Der 180 Meter lange Schubverband war bei Eltville mit einer Fahrwassertonne kollidiert, die Schraube geriet in die Kette der Tonne wodurch sie blockierte. Der Schiffsführer konnte das Schiff stoppen, indem er Anker warf. Ein Schlepper brachte den Schubverband später in den Schiersteiner Hafen nach Wiesbaden. Nach ersten Ermittlungen waren vermutlich ein Fahrfehler oder eine fehlerhafte Radarbildauswertung des 28-jährigen Steuermanns die Ursache für den Zusammenstoß.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Vermisste nach Fährunglück auf den Philippinen
Mittwoch, 04.04. 2001, 06:37:27 Uhr
Manila - Nach einem Fährunglück auf den Philippinen sind am Dienstag mindestens 16 Menschen vermisst worden. Wie die Coastguard berichtete, war die Fähre rund 220 Kilometer südlich von Manila gesunken. 28 Passagiere wurden von einem zu Hilfe eilenden Schiff gerettet. Ein Helfer kam bei den Rettungsarbeiten um.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Fischerboot mit 15 Personen vor Alaska gesunken
Dienstag, 03.04. 2001, 22:14:49 Uhr
Anchorage - Bei dem wahrscheinlich schwersten Unglück eines Fischerbootes seit zwanzig Jahren vor Alaska sind möglicherweise alle 15 Crewmitglieder ums Leben gekommen. Nach Angaben der Coastguard wurde bislang ein Toter geborgen. Die Bergung eines weiteren Fischers schlug fehl. Die Bergungsmannschaften setzten einen Eisbrecher der US-Coastguard und ein Transportflugzeug ein. Das letzte Mal war die Mannschaft am späten Sonntagabend gesehen worden. Zur Unglückszeit herrschte Sturm in dem Seegebiet.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Die Kripo Basel bittet um Mithilfe
Dienstag, 03.04. 2001, 21:57:51 Uhr
Gemäss einem Fernschreiben der Interpol Schweiz, kenterte in der Nacht vom 24./25.12.00 der franz. Staatangehörige DONSIMONI Antoine, mit seinem Segelboot zwischen den Komoren und den Seychellen. Ein Schweizer Skipper soll diesen Vorfall beobachtet haben und in einem Zeitungsartikel niedergeschrieben haben. Ist Ihnen derartiger Vorfall bekannt? Wer hat Infos zu diesem Unglück?
Polizei Basel-Landschaft
Hauptabteilung Kriminalitätsbekämpfung/Koordination
Heinz Disler, Hauptinspektor I
Tel 004161/926 30 30
Fax 004161 921 27 33
Quelle: heinz.disler@pol.bl.ch

Fischer findet Menschenarm in Hai
Montag, 02.04. 2001, 06:37:45 Uhr
Valley Anguilla - Ein Fischer hat vor der Karibikinsel Anguilla in einem gefangenen Hai Teile eines menschlichen Armes entdeckt. Wie der Fischer am Sonntag berichtete, fand er Knochen eines linken Armes in dem getöteten Tier. Die Behörden gehen davon aus, dass der Arm vom Opfer eines Schiffbruchs vor rund drei Wochen stamme. Beim Untergang der «Esperanza» vor der Küste von St. Martin waren 15 Menschen ums Leben gekommen, 17 wurden vermisst.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

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