EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv Mai 2001

Last update: Sonntag, 1.7.2001, 06:05:33 Uhr

Gekenterte Segler gerettet
Donnerstag, 31.05. 2001, 16:55:54 Uhr
Die Hamburger Feuerwehr hat am Abend des 29.5. zwei Männer aus der Elbe in Höhe des Yachthafen Wedel (Kreis Pinneberg) gerettet. Sie seien aus noch unbekannter Ursache mit einer Segeljolle gekentert, teilte die Polizei mit. Beide seien unverletzt.
Etwa 35 Kilometer ist ein Mann am selben Tag mit seinem Schlauchboot auf der offenen Ostsee abgetrieben. Elf Stunden nach Beginn eines Angelausfluges vor Neustadt (Kreis Ostholstein) wurde der 60-Jährige mit seinem gekenterten Boot vor der Insel Poel bei Wismar gerettet. Zuvor hatten Schiffe, Flugzeuge und Hubschrauber nach dem Mann gesucht. Warum er kenterte, ist noch unbekannt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Spanischer Fischer fing Wildschwein im Atlantik
Donnerstag, 31.05. 2001, 06:40:35 Uhr
Oviedo - Ein spanischer Fischer hat vor der Küste Nordspaniens ein im Meer schwimmendes Wildschwein aus dem Wasser gerettet. Möglicherweise hat es sich auf der Flucht vor Hunden eines Jägers ins Meer gerettet. Vor Jahren hatten in der gleichen Gegend bereits Badegäste eine Kuh beobachtet, die aus dem Meer an einen Strand geschwommen war. Das Rind war damals von der Weide über eine Klippe in den Atlantik gestürzt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Sportboot in Seenot
Mittwoch, 30.05. 2001, 13:52:05 Uhr
Bei frischem Nordwestwind kenterte am 29.5. vor Heiligenhafen ein Sportboot. Die vierköpfige Besatzung, zwei Jugendliche und zwei Erwachsene, wurden vom Seentorettungsboot "Eduard Nebelthau" der DGzRS sowie dem Hubschrauber Christoph 12 aus den Ostseewellen gerettet.
Quelle: Tim Schwabedissen

Tanker sank vor Malaysia
Mittwoch, 30.05. 2001, 13:52:12 Uhr
Am 28.5. sank in der Straße von Malakka vor der malayischen Insel Undan der panameische Tanker "Singapura Timur". Zuvorgegangen war eine Kollision mit dem Tanker "Rowan". Marinepolizei gelang es, die 12köpfige Besatzung der "Singapura Timur" zu retten, bevor das Schiff Heck voran auf Tiefe ging.
Quelle: Tim Schwabedissen

Feuer auf norwegischem Küstenmotorschiff: 100 000 Mark Schaden
Montag, 28.05. 2001, 13:17:57 Uhr
Ein Feuer hat auf dem norwegischen Küstenmotorschiff "Stadt Wangen" (934 BRT) am abend des 26. Mai in Krautsand (Kreis Stade) einen Schaden von annähernd 100 000 Mark verursacht. Verletzt wurde niemand. Die Brandursache ist ungeklärt. Brandstiftung werde nicht ausgeschlossen, teilte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei am Sonntag in Stade mit. Die Räume im Unterdeck seien fast völlig ausgebrannt. Die Besatzung war zur Zeit des Feuers nicht auf dem Schiff.
Quelle: Tim Schwabedissen

Viel Arbeit für Seenotretter an Himmelfahrt
Montag, 28.05. 2001, 13:18:14 Uhr
Der sonnige Himmelfahrtstag hat den Seenoteinheiten der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) reichlich Arbeit beschert. So mussten in Nord- und Ostsee insgesamt 20 Freizeitskipper und ihre Besatzungen aus misslichen Lagen befreit und in Sicherheit gebracht werden. Ernsthaft verletzt wurde niemand. Motor- und Getriebeschäden sowie Navigationsfehler waren nach Angaben der Gesellschaft unter anderem Ursachen für die Seenotfälle.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kreuzfahrtschiff wegen Sicherheitsmängeln im Hafen festgehalten
Montag, 28.05. 2001, 06:32:33 Uhr
Miami - Wegen einer defekten Sprinkleranlage hat die amerikanische Coastguard am Sonntag den Kreuzfahrer «Norway» in Miami am Auslaufen gehindert. An Bord des Schiffes befinden sich 2.000 Passagiere und die Crew. Es sollte am Sonntagnachmittag (Ortszeit) zu einer siebentägigen Karibik-Kreuzfahrt aufbrechen. Wie ein Sprecher der Küstenwache mitteilte, darf das Schiff den Hafen vom Miami erst verlassen, wenn die Sprinkleranlage korrekt repariert ist. Bisher wurden undichte Stellen der Anlage nur notdürftig abgedichtet. Dies bedeute ein Sicherheitsrisiko im Brandfall.
Grünes Licht für die siebentägige Tour soll erst nach Beendigung der nötigen Reparaturen gegeben werden, womit frühestens am Dienstag Abend gerechnet wurde. Für die Dauer der Wartezeit wurden alle Bars an Bord für kostenlose «Trösterchen» geöffnet.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

U-Boot im Fischernetz
Donnerstag, 24.05. 2001, 07:58:36 Uhr
Brest - Einen recht ungewöhnlichen Fang hat ein Fischkutter vor der französischen Atlantikküste gemacht: Im Netz der «Paotred Armoor II» verfing sich ein Unterwasserroboter, der vor kurzem bei der Untersuchung des Wracks des Öltankers «Erika» verloren gegangen war. Das mit zahlreichen Kameras ausgestattete drei Meter lange Mini-U-Boot ist mehrere Millionen Franc wert. Fischer Philippe Sellin will sich seinen Fang vom Montag nun versilbern lassen. Er lehnte ein Angebot über 15.000 Franc (knapp 2.300 Euro) für die Bergung des Unterwasserroboters und seinen Einnahmeverlust als unzureichend ab.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Mittelmeer-Fähren: Sicherheitsstandard verbessert
Donnerstag, 24.05. 2001, 07:51:37 Uhr
Obwohl der Untergang der "Express Samina" die Öffentlichkeit wachgerüttelt hat, ist in den Gewässern in und um Europa noch immer so mancher Seelenverkäufer unterwegs. So das Ergebnis des fünften Sicherheitstests für Fährschiffe, den der ADAC zusammen mit dem österreichischen ÖAMTC und dem spanischen RACE vornahm.

Die Experten, die zwischen dem 24. März und dem 12. April unterwegs waren, gaben drei von 22 Schiffen die Note "mangelhaft". Zweimal traf es spanische Fährschiffe, die vom Festland zu den Balearen beziehungsweise zwischen den Balearen unterwegs waren, einmal ging die Rote Karte an eine kroatische Fähre, die sich schon 1997 ein "mangelhaft" eingefahren hatte.

Testsieger mit der Note "sehr gut" wurde trotz eines nur in arabischer Sprache vorhandenen Sicherheitshinweis-Videos die tunesische Fähre "Carthage", die erst zwei Jahre alt ist und zwischen Genua und Tunis verkehrt. "Sehr gut" schnitt auch die Fähre "Blue Star 1" ab, die zwischen dem italienischen Ancona und dem griechischen Patras verkehrt. Sieben Mal wurde das Urteil "gut" und zehnmal die Bewertung "ausreichend" vergeben.

Die Havarie vor der Ägäis-Insel Paros, bei der im September vergangenen Jahres 82 Menschen ums Leben kamen, habe sich in der griechischen Fährschifffahrt positiv ausgewirkt. Während bei früheren Fährtests regelmäßig die Hälfte der griechische Schiffe beim Sicherheitstest durchfielen, war dies in diesem Jahr nicht der Fall. Fünf Fähren unter der Flagge von Hellas erhielten "gut", einige andere kamen mit Ach und Krach zu einem "ausreichend".

Mitschuldig an Sicherheitsmängeln machen sich auch solche Passagiere, die in Schwimmwesten und Rettungsringen willkommene Souvenirs sehen. Dennoch dürfe die Mannschaft auf solche Diebstähle nicht mit dem Wegsperren der Ausrüstung reagieren, meinen die Tester. Die Erfahrung lehre, dass dann im Ernstfall die Schlüssel für die abgesperrten Schränke mit dem Rettungsgerät nicht schnell genug beschaffbar sind - wenn überhaupt.

Während der eigentliche Test durch "incognito" reisende Tester vorgenommen wurde, leistete sich der ADAC in diesem Jahr erstmals den Luxus, mit den Mannschaften einiger griechischer Schiffe Notfall-übungen durchzuführen.

Das Ergebnis war laut Testleiter Sauter "teilweise verheerend". Bei ruhiger See und ohne Passagiere brauchte eine der Crews eine halbe Stunde, um ein Rettungsboot zu Wasser zu lassen. Rettungswesten wurden gar mit "Schleiferl"(!!) um den Hals gebunden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Stürmisches Wochenende in Berlin
Dienstag, 22.05. 2001, 12:15:37 Uhr
Der lebhafte, zeitweise stürmische Wind des Wochenendes bescherte auch der DLRG in Berlin ein arbeitsreiches Wochenende. Zwei Segler mußten am 19.5. auf der Unterhavel sogar aus Lebensgefahr befreit werden, als es ihnen nicht gelang, sich selbst aus ihrem durchgekenterten Boot zu befreien. Insgesamt wurden ca. 230 Einsätze gefahren und dabei rund 30 Menschen Hilfe geleistet.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kümo rammte Schiffsriesen
Montag, 21.05. 2001, 13:56:39 Uhr
Einen Schutzengel hatte am Sonnabend in der Deutschen Bucht der dänische Küstenfrachter "Othonia" (52 Meter lang, neun Meter breit). Bei guter Sicht übersah die Besatzung des gerade einmal 465 BRZ großen Schiffchens 110 Seemeilen nordwestlich von Helgoland den unter Kambodscha-Flagge fahrenden Massengutfrachter "Bella" (16201 BRZ, 182 m lang, 23 m breit). Bei der Kollision zwischen den beiden Schiffen wurde um 5.45 Uhr keines der Besatzungsmitglieder verletzt.
Während die mit Granit beladene "Othonia" mit leichten Schäden nach Norwegen weiterfuhr, wurde die mit Dünger beladene "Bella" von Beamten des Bundesgrenzschutzes untersucht. Der 30 Jahre alte Massengutfrachter wurde erheblich an der Backbordseite beschädigt, konnte jedoch am Abend seine Reise nach einer Notreparatur fortsetzen. Das Schiff kam aus Tallinn und war auf seiner Reise nach Südamerika zuvor bereits in der Ostsee den dänischen Behörden aufgefallen, weil es Bereich der Belt-Brücke an einer Beinahe-Kollision beteiligt war. Nach ersten Erkenntnissen der deutschen Behöden soll der dänische Kümokapitän zum Unglückszeitpunkt mit Reparaturarbeiten im Maschinenraum beschäftigt gewesen sein.
Die Besatzung der "Othonia" soll in Norwegen von Behörden in Empfang genommen und zum Unglück befragt werden. Ermittlungen zur Ursache hat das Oberseeamt in Hamburg in Zusammenarbeit mit dem Seeamt Kiel übernommen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Segelyacht kenterte im Nord-Ostsee-Kanal
Montag, 21.05. 2001, 13:57:22 Uhr
Auf dem Nord-Ostsee-Kanal ist am Nachmittag des 18.5. in Höhe der Gemeinde Breiholz eine Segelyacht gekentert. Die drei aus Otterndorf an der Niederelbe stammenden Besatzungsmitglieder blieben unverletzt. Nach ersten Ermittlungen der Wasserschutzpolizei war die "Kuiddje" offenbar zu nah an das Ufer gekommen und dabei auf Grund gelaufen. Zahlreiche Feuerwehren waren im Einsatz, um die Yacht leerzupumpen und zu heben. Über die Höhe des Sachschadens konnte die Polizei noch keine Angaben machen.
Eine weitere Kanalpassage konnte nicht planmässig stattfinden. Das Kreuzfahrtschiff "Funchal", 9563 BRT, war auf dem Weg von Zeebrugge nach Travemünde mit 530 Passagieren an Bord vor Bornholm auf Grund gelaufen. Es mußte mit Bodenschäden eine Werft ansteuern.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schwierige Rettungsaktion auf der Kieler Förde
Montag, 21.05. 2001, 13:55:50 Uhr
Nur dank des beherzten Einsatzes verschiedener Rettungskräfte konnte am Sonnabend vor Kitzeberg der Totalverlust eines Segelbootes verhindert werden. Kurz nach 14 Uhr war der Skipper des Seglers "Sunny" durch einen Navigationsfehler zu nah an eine Untiefe gekommen und hatte sich auf steinigem Grund festgefahren.
Das zur Unglücksstelle angerückte Polizeiboot "Schwansen" kam wegen des eigenen Tiefgangs nicht nah genug an den Havaristen heran. Auch das aus Laboe zur Hilfe gerufene Seenotrettungsboot "Bottsand" konnte nur mit Mühe in die Nähe der "Sunny" kommen, die zeitweise mit erheblicher Steuerbordschlagseite dem Seegang schutzlos ausgeliefert war und leckzuschlagen drohte. Erst mit Hilfe eines mit zwei Mann besetzten Speedbootes der Laboer Firma Yacht-Service Runge konnte eine Schleppverbindung zur "Bottsand" hergestellt werden. Dabei zog sich auch das Speedboot durch mehrere Grundberührungen Schäden am Propeller zu und nahm in der Dünung erhebliche Mengen an Wasser über. Die "Bottsand" konnte mit ihren 220 PS schließlich die "Sunny" gegen 14.30 Uhr wieder in tieferes Wasser zurückziehen. Das Segelboot fuhr anschließend unter Motorkraft nach Kiel. Verletzt wurde niemand.
Quelle: Tim Schwabedissen

Hafenbecken in Leer: Beinahe leer
Donnerstag, 17.05. 2001, 06:45:51 Uhr
Leer - Das Hafenbecken im ostfriesischen Leer hat dem Namen der Stadt in der Nacht zum Mittwoch alle Ehre gemacht: Wegen eines defekten Pegels war der Hafen tatsächlich deutlich leerer als sonst, nachdem der Wasserspiegel um etwa einen Meter abgesunken war: Der Wasserstand des Hafens ist über eine Schleuse zur offenen See regelbar, d.h. der Wasserstand ist tidenunabhängig, das hat aber auch den Nachteil, dass Schiffe nur zu bestimmten Zeiten ein- oder auslaufen können. Inzwischen gab das Wasser manchen schon länger vermissten Gegenstand frei, darunter ein Auto, das 1998 als gestohlen gemeldet worden war. Nach Angaben eines Sprechers der Stadt Leer entstand an einigen auf Grund gelaufenen Sportbooten geringer Sachschaden.

Das Messgerät hatte den Schleusenwärtern, die etwas Wasser aus dem Becken ablassen wollten, einen zu hohen Wasserstand angezeigt. Dass nicht mehr Wasser auslief, lag an der Erfahrung der Wärter, die dem Pegel nach einiger Zeit misstrauten. Außerdem waren Besitzer von Sportbooten, die auf ihren Booten übernachteten, aus dem Schlaf geschreckt, als sich diese zur Seite neigten.
Das Anzeigegerät wurde am Mittwochmorgen ausgetauscht. Beim Einsetzen der Flut lief auch das Hafenbecken zwischen 06.00 und 07.00 Uhr morgens wieder voll.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Zwei Tote im Main: Vermutlich Unglücksopfer
Mittwoch, 16.05. 2001, 19:45:45 Uhr
Frankfurt - Zwei männliche Leichen sind bei der Staustufe Frankfurt-Griesheim aus dem Main geborgen worden. Die Polizei geht davon aus, dass es sich um die Opfer des Schiffunglücks vom vergangenen Dienstag handelt. Ein Schleusenwärter entdeckte die Toten am Montag- und Dienstagmorgen. Die Leichen konnten zunächst nicht identifiziert werden. Eine Obduktion soll Aufschluss darüber geben, ob es sich bei den Toten um die beiden 52 und 56 Jahre alten Brüder handelt, die mit dem schwedischen Sportschiff auf einer mehrmonatigen Segeltour unterwegs waren.

Die Ursache des tragischen Unglücks ist noch nicht geklärt. Ein Frachter aus Rotterdam hatte das Sportboot aus Göteborg gerammt und binnen Sekunden auf den Flussgrund gedrückt. Zeugen hatten zuvor zwei Menschen auf dem Boot beobachtet.

In den vergangenen Tagen suchten Polizeihubschrauber und die Wasserschutzpolizei regelmäßig den Main nach den Opfern ab. Der Sachschaden an dem Schiff wird mit 500 000 Mark angegeben.
Quelle: Harald Volkmann

Auf Grund gelaufener Zementfrachter in Kadetrinne wieder frei
Mittwoch, 16.05. 2001, 13:23:31 Uhr
Stralsund - Der in der Kadetrinne/Ostsee auf Grund gelaufene und unter zypriotischer Flagge fahrende Zementfrachter ist wieder frei. Drei Schlepper konnten das Schiff in tieferes Wasser schleppen. Der war am Samstag in der Kadetrinne vor der Halbinsel Darß auf Grund gelaufen. Die Bergung war vorübergehend durch niedrigen Wasserstand erschwert worden. Die Kadetrinne ist eine der meistbefahrenen Wasserstraßen Europas.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Yacht brannte aus: Hoher Sachschaden, Ursache noch unklar
Segler bemerkte zufällig die Flammen
Montag, 14.05. 2001, 13:19:56 Uhr
Rund 150000 Mark Sachschaden richtete in der Nacht zum Sonnabend nach Polizeiangaben ein Feuer an drei Yachten im Sportboothafen Schilksee an, bei dem ein Boot völlig ausbrannte. Personen kamen nicht zu Schaden. Die Brandursache ist nach Angaben der Wasserschutzpolizei noch unklar. Die völlig ausgebrannte Yacht wurde beschlagnahmt, die Kriminalpolizei ermittelt jetzt. Gegen 2.30 Uhr hatte ein Segler bei seinem Gang zur Toilette "nur rein zufällig" bemerkt, dass die Yacht "Stress" vom Schiffstyp C+C in Flammen stand. Die sofort alarmierte Berufsfeuerwehr rückte mit einem Löschzug aus, unterstützt von der Freiwilligen Feuerwehr Schilksee und dem Seenotrettungskreuzer "Berlin" aus Laboe, der den Wehren allerdings wegen der Enge im Hafen bei den Löscharbeiten nicht helfen konnte.
Als die 30 Brandbekämpfer am Steg 7 im Nordbecken des Yachthafens eintrafen, schlugen bereits hohe Flammen aus der Neun-Meter-Yacht "Stress". An Bord des Segelbootes und der benachbarten Schiffe befand sich zu diesem Zeitpunkt niemand. "Zum Glück war es fast windstill", sagte ein Feuerwehrmann nach den Löscharbeiten. Bei ungünstigerer Wetterlage wäre ein Übergreifen der Flammen auf die daneben liegenden, leicht brennbaren Kunststoffboote wohl unvermeidbar gewesen.
Zuerst wurde der Brand mit Wasser bekämpft. Wegen der giftigen Dämpfe, die das Feuer auf der Kunststoffyacht freisetzte, konnten die Feuerwehrleute nur mit schwerem Atemschutz arbeiten. Erst durch den Einsatz von 40 Litern Löschschaum konnte der Brand schließlich unter Kontrolle gebracht werden.
Die an Backbord liegende Yacht "Bilbo II", die zur Kontrolle von der Feuerwehr geöffnet werden musste, wurde von den Flammen auf der rechten Seite stark in Mitleidenschaft gezogen. Der Liegeplatz an der Steuerbordseite der brennenden Yacht war unbesetzt. Durch die Hitze des Feuer knickte jedoch der Mast der "Stress" aus seiner Halterung und beschädigte die "Jana", die zwei Plätze weiter rechts lag.
Da die völlig ausgebrannte "Stress" nach den Löscharbeiten zu sinken drohte, musste das mit Schaum versetzte Löschwasser abgepumpt und der Bootsrumpf zur nahe gelegen Slipanlage geschleppt werden. Dort wurden die noch verbleibenden Glutnester von der Feuerwehr gelöscht. Sie war insgesamt vier Stunden mit der Brandbekämpfung auf dem Gelände des Sportboothafens beschäftigt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Gesunkener Kutter geborgen
Montag, 14.05. 2001, 13:23:55 Uhr
Am 10.5. wurde der eine Woche zuvor im Gewittersturm vor Damp gesunkene Kutter "Vorwärts" von einem Schwimmkran aus 17 m Tiefe gehoben. Hierzu mußten Taucher zuvor Trossen unter dem mit Backbordschlagseite auf festem Sandgrund aufliegenden Wrack hindurchspülen. Unmittelbar nachdem das Oberdeck bei ruhiger See aus dem Wasser kam, gingen Polizeibeamte zu ersten Untersuchungen zur Unfallursache an Bord, die nach Einbringen des äußerlich unbeschädigten Schiffes fortgesetzt werden. Die Leiche des 32jährigen zweiten Besatzungsmitgliedes wurde bislang nicht gefunden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kadetrinne: Erneut Schiff auf Grund gelaufen
Sonntag, 13.05. 2001, 07:44:38 Uhr
Darßer Ort - Zwölf Seemeilen vor der Ostseeküste Mecklenburgs ist in der Kadettrinne schon wieder ein Schiff auf Grund gelaufen: Es handelt sich um einen 200 Meter langen Schüttgutfrachter "Nikolaos P" unter Flagge Zyperns, der mit Zement von Schweden nach Florida unterwegs ist, wie das Lagezentrum des Landes Mecklenburg-Vorpommern am Samstag mitteilte. Gravierenden Beschädigungen am Schiff wurden bislang nicht festgestellt. Der Frachter hatte nach Angaben der Küstenwache Grundberührung, ein Leck trat aber nicht auf. Gefahren für die Umwelt bestehen laut Wasser- und Schifffahrtsamt Stralsund nicht. Eine Meeresverschmutzung sei nicht festgestellt worden. Auch habe es keinen Wassereintritt gegeben. Das Schiff ist mit 230 Tonnen Schweröl betankt.
Der Leiter des Stralsunder Wasser- und Schifffahrtsamtes, Falk Meyer, geht von einem Fahrfehler aus. Es sei kein Lotse an Bord des Frachters gewesen. Zu vermuten sei, dass sich nicht an den empfohlenen Tiefwasserweg gehalten wurde. "Wahrscheinlich hat jemand nicht richtig in die Karte geguckt", sagte Meyer. Der große Tiefgang des Schiffes war nach Einschätzung eines Sprechers der dänischen See- und Küstenwache mitausschlaggebend für den Unfall.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Klein-U-Boot aus dem Zweiten Weltkrieg geborgen
Freitag, 11.05. 2001, 21:18:57 Uhr
Fehmarn - Ein im Zweiten Weltkrieg gesunkenes Mini-U-Boot vom Typ "Seehund" ist am Freitag vor der Ostseeinsel Fehmarn geborgen worden. Eine Bergungsmannschaft der Bundeswehr zog unter Aufsicht der Kriminalpolizei gemeinsam mit privaten Spezialisten das Boot aus dem Meer, teilte das Bundesamt für Seeschiffahrt mit.
Im Innern des U-Bootes sollen sich noch die Überreste der beiden Crewmitglieder befinden. Gemeinsam mit einem ebenfalls vollständig erhaltenen "Seehund", der bereits am Donnerstag in der Nähe von Warnemünde vor dem Darß aus der Ostsee gehoben wurde, wird das Boot ins Marinearsenal nach Kiel gebracht.
Das Mini-U-Boot wurde von Tauchern zunächst mit Gurten stabilisiert. Ein Schwimmkran zog dann das mit Bewuchs übersäte, korrodierte Schiff aus dem zwölf Meter tiefen Wasser. Der "Seehund" wird nicht für die Öffentlichkeit freigegeben. "Wir werden versuchen, die Identität der beiden Toten zu klären", sagte Kriminalhauptkommissar Wilfried Steuer. Was mit dem "Seehund" nach Abschluss der Ermittlungen passiert, steht noch nicht fest.
Erste Untersuchungen haben ergeben, dass die beiden unbekannten Seefahrer offenbar am 29. April 1945 gemeinsam mit 29 anderen "Seehunden" nach Flensburg beordert wurden. Auf dem Weg dorthin geriet die Gruppe wahrscheinlich unter Beschuss von britischen Kriegsschiffen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Schiffskollision auf der Weser: Millionenschaden
Freitag, 11.05. 2001, 13:55:30 Uhr
Brake - Bei einer Kollision zweier Schiffe auf der Weser ist am frühen Morgen ein Sachschaden von mehr als einer Million Mark entstanden. Nach Angaben der Wasserschutzpolizei hatte der 225 Meter lange italienische Frachter «Pasquale Della Gatta» mit Hilfe zweier Schlepper an der Pier von Brake nördlich von Bremen drehen wollen, um Kurs auf die Nordsee zu nehmen. Dabei stieß er mit dem dänischen Tankschiff «Orakota» zusammen. Auch der Kai wurde beschädigt: Unter der Pier brach eine Rohrleitung, aus der Schweröl austrat. Der 50 bis 100 Meter breite Ölfilm breitete sich in den folgenden Stunden auf neun Kilometer Länge bis in Höhe des Kernkraftwerks Unterweser aus. Die Besatzung des Ölbekämpfungsschiffs «Mposs» bemühte sich seit dem Morgen, das Schweröl aufzunehmen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Dortmund-Ems-Kanal: Schiffsführer bei Unfall schwer verletzt
Donnerstag, 10.05. 2001, 17:11:50 Uhr
MÜNSTER. Bei einem Schiffsunglück auf dem Dortmund-Ems-Kanal ist am Mittwochabend ein Schiffsführer schwer verletzt worden. Nach Polizeiangaben prallte gegen 18 Uhr ein Motortankschiff bei Münster gegen eine Brücke, weil das hydraulische Führerhaus nicht rechtzeitig abgesenkt worden war. Durch den Aufprall wurde das Führerhaus teilweise abgerissen und der Schiffsführer schwer verletzt. Kanal und Brücke mussten bis auf weiteres gesperrt werden. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf rund 150 000 Mark.
Quelle: Joachim Preuß, www.sailpress.de - Sicherheit für Hochseesegler

Keine Spur von Opfern der Schiffskollision
Sachschaden in Höhe von 500.000 Mark
Frankfurt/Main - Einen Tag nach der Schiffskollision auf dem Main in Frankfurt sind am Mittwoch weiterhin zwei Seglerr vermisst. Wie die Wasserschutzpolizei mitteilte, konnten sie aufwendiger Suche bislang nicht geborgen werden. Aus ungeklärter Ursache war ein schwedisches Sportboot in Höhe der Friedensbrücke mit einem holländischen Frachter kollidiert und gesunken. Der schwedische Motorsegler befand sich auf einer Europareise und war auf dem Weg in das Schwarze Meer. Bei dem Zusammenstoß hatte der Frachter den Motorsegler gerammt und unter Wasser gedrückt. An Bord des Motorseglers befanden sich zwei Männer im Alter von 52 und 56 Jahren.
Der Sachschaden betrage 500.000 Mark (255.650 Euro). Tests hätten ergeben, dass der Kapitän des holländischen Frachtschiffes nicht alkoholisiert gewesen sei. Insgesamt waren rund 100 Feuerwehrleute, 40 Beamte der Wasserschutzpolizei und Taucher im Einsatz. Die Schifffahrt auf dem Main blieb für knapp acht Stunden bis 17.10 Uhr gesperrt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Main: Vermisste nach Schiffskollision
Dienstag, 08.05. 2001, 21:57:16 Uhr
FRANKFURT Eine Schiffskollision auf dem Main in Frankfurt hat vermutlich bis zu drei Menschenleben gefordert. Ein Sportboot wurde gegen 09.20 Uhr von einem holländischen Frachter überfahren und sank. Die vermutlich drei Insassen des Sportbootes blieben trotz des Einsatzes von Tauchern bis zum späten Nachmittag vermisst. Wie die Frankfurter Feuerwehr berichtete, ereignete sich der Unfall im Bereich der Friedensbrücke. Das kleine Motorboot sei aus ungeklärter Ursache mit dem Frachter zusammengestoßen und von der Wucht des Aufpralls offenbar unter dieses Schiff gedrückt worden. Die Feuerwehr war mit rund 100 Leuten im Einsatz. Der Kapitän des aus Rotterdam stammenden Frachtschiffs wurde von der Polizei vernommen. Nach Angaben der Feuerwehr stammte das Sportboot aus dem schwedischen Göteborg. Bis zum Abend war die genau Zahl der Insassen unklar. Die Schifffahrt auf dem Main blieb wegen der Bergungsarbeiten für mehrere Stunden gesperrt. In dem geborgenen Wrack wurde keine Leiche gefunden.
Quelle: Joachim Preuß, www.sailpress.de - Sicherheit für Hochseesegler

Crew von sinkendem Frachtschiff "Wael 2" in der Ägäis gerettet
Montag, 07.05. 2001, 19:37:09 Uhr
Athen - Die acht Crewmitglieder eines in der Ägäis gesunkenen syrischen Frachters sind am Montag gerettet worden. Ein Sprecher des griechischen Handelsmarineministeriums teilte mit, die "Wael 2" habe am Sonntagabend bei stürmischer See etwa 85 Kilometer vor der Südostküste Kretas Leck geschlagen und einen Notruf ausgesendet. Das griechische Schiff "West Med" habe daraufhin alle Besatzungsmitglieder wohlbehalten gerettet. Die Mannschaft sei zuvor mit Schwimmwesten ins Meer gesprungen. Hubschrauber und Schiffe der Küstenwache seien ebenfalls zur Hilfe geeilt. Das havarierte Schiff war mit einer Zement- Ladung von Zypern nach Libyen unterwegs.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Bulgarischer Öltanker im Schwarzen Meer explodiert
Ein Besatzungsmitglied tot geborgen
Montag, 07.05. 2001, 19:32:02 Uhr
Bukarest. - Ein Öltanker aus Bulgarien ist am Montag im Schwarzen Meer nach einer heftigen Detonation in Flammen aufgegangen, so die amtliche rumänische Nachrichtenagentur Rompres. Ein Crewmitglied wurde tot geborgen, zwei weitere werden vermisst. Zunächst wurde behauptet, das Schiff mit einer Ladekapazität von 75 000 Tonnen hätten keine Fracht gehabt.
Von den 34 Crewmitgliedern verließen 27 das Schiff mit Rettungsbooten, die restlichen Seeleute blieben an Bord um die Löscharbeiten zu koordinieren. Die rumänische Küstenwache, sowie Polizei und Armee leiteten weitere Rettungsmaßnahmen ein.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Nach Fährunglück in Kongo weitere elf Tote geborgen
Sonntag, 06.05. 2001, 07:06:06 Uhr
Goma/Kongo - Nach dem schweren Fährunglück in Kongo haben Taucher am Samstag weitere elf Leichen geborgen. Bis zum Abend stieg die Zahl der gefundenen Opfer damit auf 30. Es werden jedoch bis zu 100 Opfer in der gesunkenen Fähre befürchtet. Die «MV Musaka» war am Donnerstag im Hafen der Stadt Goma im Kivu-See vermutlich wegen Überladung untergegangen.

Hunderte Menschen warteten am Ufer auf Nachricht über ihre vermissten Verwandte und Freunde. Die Bergung übernahmen meist jugendliche Taucher ohne spezielle Ausrüstung, nachdem professionelle Taucher am Mittag dabei erwischt worden waren, wie sie Wertsachen von den Opfern und aus dem Gepäck am Grund des Sees stahlen. Nach Angaben eines Bergungsunternehmens hatte die Fähre hunderte Matratzen geladen, die den Passagieren beim Untergang den Fluchtweg versperrt hätten.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Australischer Surfer überlebt Hai-Attacke
Sonntag, 06.05. 2001, 07:06:37 Uhr
Sydney - Vor der australischen Küste von Neu-Südwales hat ein Surfer die Atacke eines Hais nur leicht verletzt überlebt. Der Hai rammt am Freitagabend das Surfbrett des Sportlers, dabei wurde der Surfer von dem seitlich angreifenden Hai von seinem Brett geworfen und mehrere Meter weit ins Wasser geschleudert. Doch sei es dem Surfer gelungen, rasch wieder auf sein Brett zu klettern und ans Ufer zu paddeln. Erst dort bemerkte der Mann, dass der Hai mit seinen messerscharfen Zähnen ein großes Stück aus seinem Surfboard herausgebissen hatte. Ein Biss war auch durch den Neopren-Anzug des Surfers gegangen und hatte den Mann verletzt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Schiff mit 500 Flüchtlingen entdeckt
Sonntag, 06.05. 2001, 07:00:45 Uhr
ISTANBUL - Die türkische Küstenwache hat am Samstag bei Istanbul im Frachtraum eines Schiffes 500 Flüchtlinge entdeckt: Das Schiff lag in Istanbul vor Anker und sollte laut Behördenangaben nach Italien auslaufen. Die Flüchtlinge stammten überwiegend aus Ägypten, Irak, Afghanistan und Pakistan und waren am Freitagabend an Bord gegangen. Die Küstenwache war nach einem Hinweis auf das türkische Schiff aufmerksam geworden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Suche nach vermissten Fischer abgebrochen
Samstag, 05.05. 2001, 06:51:51 Uhr
Kiel - Die Suche nach dem vermissten Crewmitglied des in der Kieler Bucht gesunkenen Fischereifahrzeugs ist abgebrochen worden. Ein Sprecher der Kieler Wasserschutzpolizei sagte, man habe keine Hoffnung mehr, den Mann noch lebend zu bergen. Deas Boot war am frühen Morgen bei stürmischer See gesunken. Die exakte Unglücksursache ist noch unbekannt. Ein Crewmitglied hatten Taucher am Morgen ertrunken im Wrack gefunden, nach dem zweiten Mann war seither gesucht worden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Fischkutter in Kieler Bucht vermisst
Freitag, 04.05. 2001, 12:35:58 Uhr
Seit Donnerstagnacht wird in der Kieler Bucht ein Fischkutter vermisst. Das mit zwei Mann besetzte Schiff aus Arnis (Kreis Schleswig-Flensburg) war nach Angaben der Seenotrettung in Bremen zuletzt gegen 23.00 Uhr gesichtet worden. In dieser Nacht zog ein Unwetter über das Gebiet. Am Freitagmorgen begannen Marinetaucher nach Angaben der Wasserschutzpolizei in Kiel mit der Suche nach den beiden Fischern. Ferner seien zwei Hubschrauber sowie acht Schiffe im Einsatz. Bislang wurden eine geschlossene Rettungsinsel sowie Kleinteile gesichtet.
Quelle: Tim Schwabedissen

Mindestens 50 Tote nach Schiffsunglück in Ostkongo
Freitag, 04.05. 2001, 06:48:46 Uhr
Nairobi - Mindestens 50 Passagiere sind bei einem Schiffsunglück im Osten der Republik Kongo ums Leben gekommen. Wie BBC meldete, ereignete sich das Unglück am Kivusee. Das Schiff mit mindestens 100 Menschen an Bord sei dort vor seinem Liegeplatz untergegangen. Augenzeugen berichteten, das Schiff sei gekentert, nachdem die Passagiere an Deck alle auf eine Seite gelaufen waren, um den Tiefgang der anderen Seite auszugleichen. Mehrere Menschen konnten sich durch einen Sprung ins Wasser retten.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

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