EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv Juli 2001

Last update: Montag, 17.9.2001, 06:05:33 Uhr

Kreuzfahrtschiff im Mittelmeer gestrandet
Donnerstag, 26.07. 2001, 19:19:25 Uhr

Unterwegs von Korfu nach Dubrovnik läuft am Abend des 24.7. das Kreuzfahrtschiff "Costa Tropicale" vor dem griechischen Hafen Mykonos auf eine Sandbank auf. Mit Hilfe des Schwesterschiffes "Costa Atlantica" kann der 201 m lange Havarist bis zum folgenden Nachmittag befreit werden und seine Kreuzfahrt mit Kurs Venedig fortsetzen. Die 125 Passagiere kamen bei der Strandung nicht zu Schaden. (ts)
Quelle: Tim Schwabedissen

Verhängnisvolle Kollision in der Kadetrinne aufgeklärt
Donnerstag, 26.07. 2001, 19:19:41 Uhr

Dänische Ermittler haben jetzt die Ursache für die folgenschwere Kollision der "Baltic Carrier" mit dem zypriotischen Frachter "Tern" im März des Jahres in der Kadeet-Rinne aufgeklärt. In ihrem am 25.7. in Kopenhagen vorgestellten Bericht heißt es, eine Wende als Folge eines technischen Problems in der Ruderanlage habe zum Zusammenstoß geführt: Die Backbord-Wende sei «zum ungünstigsten Zeitpunkt erfolgt, als die beiden Schiffe aneinander vorbeifuhren». Zudem hätten die beiden Schiffe zu geringen Abstand voneinander gehalten, so daß die Reaktionszeit zu kurz bemeseen war. Der diensthabende Offizier auf der "Tern" habe sich darüber hinaus zum Unglückszeitpunkt nicht auf der Brücke, sondern im Kartenraum aufgehalten. Bei der Kollision waren fast 3000 t Öl aus dem Tanker ausgelaufen, die Ölverschmutzung kostete Tausende von Seevögeln das Leben. Die dänische Regierung will nun mögliche rechtliche Schritte gegen die Verantwortlichen prüfen. (ts)
Quelle: Tim Schwabedissen

Gesunkener Frachter verursacht Ölpest vor Rußland
Mittwoch, 25.07. 2001, 11:51:06 Uhr

Ölalarm vor der Insel Sacchalin: Aus dem gesunkenen japanischen Frachter "Takeo Maru" läuft seit 3 Tagen Bunkeröl aus. Insgesamt sollen sich noch 350 t in den Treeibstofftanks befdinden. Russische Einsatzkräfte sind vor Ort und versuchen, den 1000 m langen uind 50 m breiten Ölteppich einzudämmen. Die "Takeo Maru" war 1979 untergegangen und hatte bereits 1999 und 2000 für Ölprobleme durch Korrosion gesorgt. In beiden Jahren hatten aufgeschweißte Stahlplatten größeres Unheil noch abgewendet. Aus finanziellen Gründen war aber eine vollständige Abbergung des Öls bislang unterblieben. (ts)
Quelle: Tim Schwabedissen

Nach 60 Jahren: Wrack der "Hood" gefunden
Mittwoch, 25.07. 2001, 06:36:25 Uhr

London - 60 Jahre nach dem Untergang im Kampf mit dem deutschen Schlachtschiff "Bismarck" ist zwischen Island und Grönland das Wrack der "Hood" entdeckt worden, des damals größten Kriegsschiffes der Welt. Mit der Entdeckung des britischen Schlachtkreuzers wurde auch das Geheimnis seines Unterganges gelüftet, wie Expeditionsmitglieder am Dienstag im Fernsehen Channel 4 berichteten: Ein Volltreffer in die hinteren Munitionskammern riss das Schiff auseinander. Dass eine Granate die Rumpfpanzerung der "Hood" durchschlagen konnte, lag vermutlich daran, dass sie nach jetzigen Erkenntnissen mit einem Wendemanöver dem Gegner die Breitseite zu zeigen begann.

Bislang herrschte die Theorie vor, bei der Schlacht mit der "Bismarck" habe eine Explosion der Torpedos an Bord die "Hood" auseinander brechen lassen; denn es war nicht zu erklären gewesen, wie eine Granate die Panzerung hätte durchschlagen können.

Der Schlachtkreuzer war vom Stapellauf 1918 bis zu jenem Tag im Jahre 1941, als sie und ein anderes Schlachtschiff die "Bismarck" stellten, das größte und berühmteste Kriegsschiff der Welt gewesen. Ihren Untergang überlebten nur drei Männer. Die anderen über 1400 Seeleute gingen mit der "Hood" unter.
Der Verlust des Kreuzers war ein Schock für Großbritannien und seine Verbündeten im Commonwealth, und bis in die heutige Zeit beschäftigten sich Fachleute und Marinefreunde mit der Frage, wie es geschehen konnte, dass die "Hood" so rasch versenkt wurde.

Die Expedition suchte an der Untergangsstelle den Meeresboden mit hoch empfindlichem Sonar ab, bis die Umrisse eines Schiffes sichtbar wurde. Das U-Boot wurde hintergeschickt und schickte schließlich Bilder hoch, die Klarheit brachten: Es war die "Hood". "Die mächtige Hood liegt in Stücke gerissen auf dem Meeresboden", sagte der Historiker und Expeditionsteilnehmer Eric Grove. "Die Sektion vom Hauptmasten bis zum Geschützturm am Heck ist zerfetzt. Ohne Zweifel explodierten achtern die Magazine mit beträchtlicher Wucht."

Der Volksmund hatte verächtlich gesagt, die Deckpanzerung sei so schwach gewesen, dass die Granaten der "Bismarck" bis in die Munitionskammern hätten durchfallen können. Doch Studien zeigten, dass dies nicht so einfach gewesen wäre. Schwer zu erklären war auch, wie eine Granate die starke Rumpfpanzerung hätte durchschlagen können; denn die "Hood", so der bisherige Wissensstand, hatte eine geplante Wende nach Backbord (links) noch nicht eingeleitet und fuhr auf die "Bismarck" zu, als sie unterging. In dieser Position wären die Granaten im spitzen Winkel auf den Rumpf aufgeschlagen und wahrscheinlich abgeprallt. Doch Grove berichtete, die Ruderposition zeige, dass die "Hood" das Wendemanöver zumindestens eingeleitet hatte. "Je weiter sie nach Backbord drehte desto verwundbarer wurde ihre seitliche Panzerung."

Elbe-Lübeck-Kanal: Segler hängt in Uferböschung fest
Dienstag, 24.07. 2001, 12:58:48 Uhr

Auf dem Weg nach Lübeck lief am Abend des 20.7. ein 10 m langes Stahlkajütboot in die Kanaluferböschung des Elbe-Lübeck-Kanals. Versuche, das Schiff aus eigener Kraft wieder flottzumachen, scheiterten. Schlimmer noch: Der Havarist lag unstabil und drohte im Schwell anderer Schiffe zu kentern. Daraufhin wurde der Kanal gegen 19.30 gesperrt und ein Schlepper herbeigeordert. Am 21.7. wurde das Schiff samt seiner dreiköpfigen Crew geborgen. Die Schadenshöhe an Schiff und Kanal wurde noch nicht beziffert. Unglücksursache war ein Versagen der Steuerungselektronik. (ts)
Quelle: Tim Schwabedissen

Büsum: Kutter droht im Hafen zu sinken
Dienstag, 24.07. 2001, 06:19:29 Uhr

Alarm in Büsum am 22.7. um 10 Uhr morgens. Ein holländischer Kutter drohte nach Wassereinbruch im Maschinenraum am Eiswerk zu sinken. Feuer- und Ölwehr rückten mit 20 Mann und Lenzpumpen an. Landseitig wurden 2 Auffangbecken für das Öl-Dieselgemisch, das aus dem Maschinenraum abgesaugt wurde, aufgestellt. Das halb versunkene Schiff konnte dank des groß angelegten Einsatzes stabilisiert werden und wurde dann zur Marscheider Maschinenbau verholt und zur Dichtung des Lecks eingedockt. Hier wurde auch der Übeltäter entdeckt: Eine defekte Pumpe zum Deckspülen. Der Sachschaden wurde von Wehrführer Genthe als erheblich bezeichnet. Am Nachmittag war der Einsatz der Retter beendet. (ts)
Quelle: Tim Schwabedissen

Drei Tote bei Sturm an französischer Atlantikküste
Donnerstag, 19.07. 2001, 12:00:40 Uhr

Brest - Ein Sturm an der französischen Atlantikküste hat vermutlich drei Menschen das Leben gekostet. Ein deutscher Tourist wurde beim Baden am Strand von Beuzec-Cap-Sizun in der Bretagne von der starken Strömung ins Meer hinausgezogen. Es gelang den Rettungskräften zwar noch, den 45-Jährigen nach 30 minuten an Bord eines Hubschraubers zu ziehen. Jedoch schlug sein Herz bereits nicht mehr.
Eine Frau ertrank in der stürmischen See, sie war von einem in Seenot geratenen Segelboot über Bord gegangen. Eine weitere Seglerin wird noch vermisst. In der Nacht zum Mittwoch waren Sturmböen bis zu 110 Stundenkilometern über die französische Atlantikküste gefegt. Die Wellen türmten sich bis zu sechs Meter hoch.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Fischtrawler "Ehime Maru" soll gehoben werden
Donnerstag, 19.07. 2001, 11:40:04 Uhr

Der japanische Fischtrawler "Ehime Maru", den das US-U-Boot "Greenville" vor einem runden halben Jahr durch eine Kollision beim Auftauchmanöver versenkt hatte, soll geborgen werden. Zuerst sollen Mast, Netze und Fanggeräte von dem in 600 m Tiefe vor Hawaii liegenden Wrack entfernt werden. Über das weitere Vorgehen, ob und wie das Schiff im Ganzen oder stückweise ans Tageslicht geholt werden kann, machte en Marinesprecher keine Angaben. Der Kommandant des U-Bootes, Waddle, hat derweil keine strafrechtlichen Konsequenzen aus dem Unglück, das 9 Japaner das Leben kostete, mehr zu fürchten. Ab 1.10. erwartet ihn der vorzeitige Ruhestand.
Quelle: Tim Schwabedissen

Roboter beenden Reinigung des "Kursk"-Wracks
Donnerstag, 19.07. 2001, 06:33:21 Uhr

Moskau - Ferngesteuerte Roboter haben am Mittwoch die Reinigung der gesunkenen "Kursk" beendet. Ein Marinesprecher an Bord des Kriegsschiffes "Seweromorsk", von wo die Reinigungsarbeiten koordiniert wurden, meldete den plangemäßen Verlauf.
Das russische Atom-U-Bootes "Kursk" war im vergangenen August nach mehreren Explosionen mit 118 Mann Besatzung und liegt momentan noch auf dem Grund der Barentssee, von wo sie die russische Marine mit internationaler Hilfe bergen will. Nach der Reinigung des Wracks soll nun der schwer beschädigte Bug abgetrennt werden. Der Rumpf soll gehoben und knapp unterhalb der Wasseroberfläche in den russischen Hafen Murmansk geschleppt werden. Der russische Präsident Wladimir Putin sagte, die Bergung könne entscheidende Hinweise auf die Ursache der U-Boot-Katastrophe bringen.
Die Bergung der "Kursk" wird insgesamt vermutlich zwei Monate dauern. Bei der U-Boot-Katastrophe waren alle Besatzungsmitglieder ums leben gekommen, geborgen wurden bisher jedoch lediglich zwölf Leichen. Umweltschützer halten die Bergung des U-Boot-Wracks für riskant und haben gefordert, die Kursk in einen Betonmantel zu hüllen, damit keine radioaktiven Stoffe austreten können.
Putin hatte die Bergung der "Kursk" angeordnet. Er war heftig in die Kritik geraten, weil er trotz der U-Boot- Katastrophe seinen Sommerurlaub nicht unterbrochen hatte und außerdem tagelang Angebote aus dem Ausland abgelehnt hatte, bei der Bergung der "Kursk"-Besatzung zu helfen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Riesenkran reißt 28 Wertarbeiter in den Tod
Dienstag, 17.07. 2001, 21:00:33 Uhr

Peking - Ein riesiger Kran ist am Dienstag auf einer Werft in Schanghai zusammengebrochen und hat mindestens 28 Arbeiter getötet. Zudem wurden mehrere Personen verletzt. Unter den Trümmern könnten möglicherweise noch weitere Opfer begraben sein. Der 600 Tonnen schwere Kran riss offenbar eine Plattform um, auf der 30 Menschen arbeiteten. Wie es zu dem Unglück kommen konnte, war zunächst unklar. Die 1928 eröffnete Werft gehört zu den größten Schanghais.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Betrunkener trieb in Boot von Dänemark nach Norwegen
Dienstag, 17.07. 2001, 06:39:11 Uhr


Oslo - Ein betrunkener Deutscher hat sich in Dänemark in die Motoryacht eines Freundes gesetzt, ist eingeschlafen und in Norwegen wieder aufgewacht. Die norwegische Polizei fand das treibende Kajütboot vor der Südküste des Landes mit dem noch immer schlafenden Deutschen am Ruder.
"Er erzählte uns, dass er im Rausch war, ja sogar total betrunken, und dass er das Boot seines Freundes genommen und ins Wasser gelassen hat", sagte der Polizeichef von Kristiansand, Bjoern Hansen. Der Mann, dessen Alter die Polizei mit zwischen 20 und 30 Jahren angab, sei bei seiner Entdeckung nicht mehr alkoholisiert gewesen und könne deshalb auch nicht wegen Trunkenheit am Steuer angezeigt werden.
Zudem habe der Freund des Mannes offenbar nicht vor, ihn wegen Diebstahl anzuzeigen, obwohl er sein rund 18 Meter langes Boot nun in Norwegen abholen müsse, sagte Hansen weiter. Der Deutsche habe eine Fähre zurück nach Dänemark genommen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Seenotretter retten Wanderer vor Wildschweinen
Dienstag, 17.07. 2001, 06:35:08 Uhr

Bremen - Nicht vor den Gefahren der See, sondern vor Wildschweinen musste die Crew eines Seenotkreuzers am Sonntag zwei Wanderer retten. Die beiden waren auf einer Nachtwanderung an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns von den agressiven Säuen verfolgt worden und flüchteten inRichtung Ufer, wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger am Montag in Bremen mitteilte. Durch Lichtzeichen und Hilferufe wurden die Seenotretter auf die Verfolgten aufmerksam und brachten sie in Sicherheit.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Suche nach Schiff: Fehlalarm
Samstag, 14.07. 2001, 08:26:23 Uhr
Bangkok - Nach dem Notruf eines französischen Öltankers im Golf von Thailand startete die Landes-Marine eine groß angelegte Suche zu Wasser und zur Luft. Erst nach zwei Tagen stellte sich heraus, dass ein Besatzungsmitglied der "Unique 1" aus Versehen falschen Alarm ausgelöst hatte. Dieser hatte besagt, das Schiff stehe nach einer Explosion an Bord in Flammen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Travemünde: folgenschwere Kollision
Freitag, 13.07. 2001, 14:27:46 Uhr
Vor der Travemünder Außenmole kam es am 6.7. zu einer folgenschweren Kollision. Der Ausflugsdampfer "Maritima" rammt eine "Neptun 22"-Yacht, die daraufhin sank. Die Besatzung kam nicht zu Schaden. Ein Rettungsboot zog das Wrack zunächst unter Wasser aus dem verkehrsreichen Fahrwasser in Ufernähe. In den Abendstunden gelang es einem Autokran, die "Neptun" zu bergen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kursk-Bergung in der heißen Phase
Donnerstag, 12.07. 2001, 13:22:39 Uhr
Ein knappes Jahr nach dem Untergang des russichen Atom-U-Boots Kursk am 12.8.2000 gehen nun die Bergungsvorbereitungen in die heiße Phase. Vom Mutterschiff "Mayo" aus sollen russiche und norwegische Taucher Löcher für 26 Trossen in den Rumpf des 20000-Tonnen-Wracks schneiden. Ein 140 m langes und 38 m breites Hebeschiff, das z.Zt. in Rotterdam ausgerüstet wird, soll Ende August mit ebenso vielen Kränen die Trossen aufnehmen. Zwischen 10. und 20. September ist planmäßig das Anheben des Wracks aus 108 m Tiefe unter das Bergeschiff vorgesehen. Anschließend wird es in ein Trockendock verbracht, wo die Sprengmaterialien und die noch im Wrack vermuteten 106 Seeleute aus der "Kursk" geholt werden können. (t.s.)
Quelle: Tim Schwabedissen

Ostseesturm: Ein Vermißter und ein Toter
Mittwoch, 11.07. 2001, 22:00:10 Uhr
Ein U-Boot der Bundesmarine hat am 10. Juli die Leiche eines 1,80 m großen Mannes aus der Ostsee geborgen. Bei ihr handelt es sich möglicherweise um das zweite Besatzungsmitglied des Kutters "Vorwärts" aus Arnis, der im Mai in einer Bö gekentert und mit seiner Crew gesunken war. Eingestellt hingegen wurde am selben Tag die Suche der DGzRS nach einem weiteren in der Ostsee vermißten Mann, der im Gewittersturm am 8. Juli vor Langeland durch das Herumschlagen des Baums von seiner Yacht in die Ostsee stürzte. Die Yacht selbst wurde nach Bergung des 2. Besatzungsmitgliedes, einer schwangeren Frau, von einem Retter eingebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Unwetter fordert Todesopfer
Dienstag, 10.07. 2001, 06:52:17 Uhr
Rund 100 Boote befanden sich zu einer 24-Stunden-Regatta auf dem Ammersee, als schwere Orkanböen die Teilnehmer überraschten. Dabei kenterte ein Katamaran mit vier Männern im Alter von 49 bis 61 Jahren. Zwei Segler konnten sofort gerettet werden, der 61-jährige Eigner ertrank. Nach dem vierten Besatzungsmitglied wird derzeit noch gesucht.
Ein weiterer Wassersportler erlitt durch einen fallenden Mast auf dem Starnberger See tödliche Verletzungen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Unwetter in Bayern: Zwei Segler tödlich verunglückt
Warnung vor weiteren Unwettern
Sonntag, 08.07. 2001, 07:48:01 Uhr
Wie die Polizei Fürstenfeldbruck berichtet, wurden die Segler einer Regatta auf dem Ammersee von Sturmböen bis zu Windstärke zehn überrascht. Ein Boot kenterte. Von den vier Crewmitgliedern wurde eines tot ans Ufer getrieben, zwei mussten verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert werden, ein vierter wurde am Samstagabend noch vermisst.
Auf dem Starnberger See starb ein 59-jähriger Segler, nachdem sein Boot gekentert war.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Schiff des Freibeuters Henry Morgan entdeckt
Samstag, 07.07. 2001, 08:33:26 Uhr
Rund 350 Jahre schlummerte das Piratenschiff «Merchant Jamaica» im Karibischen Meer. Nun hat ein internationales Expeditions-Team das englische Seeräuberschiff am Außenriff der Insel Ile à Vache entdeckt.
«Es handelt sich mit 98-prozentiger Sicherheit um das Schiff des Freibeuters Henry Morgan», sagte Expeditions-Chef Klaus Keppler am Freitag. Die moderne Schatzsuche steht damit vor einem neuen grossen Fund.
Identifiziert wurde ein Topfdeckel, der eindeutig aus England zwischen 1650 und 1670 stammt." Auch Schiffsbeschläge und andere Artefakte kämen aus dem England des 17. Jahrhunderts. Nur der allerletzte Beweis fehle noch.
Mit ausgefeilter Technik und Abenteuerlust suchen Teams weltweit nach Tausenden versunkenen Schiffen. Experten kritisieren den Goldrausch - sie fürchten zumindest bei einigen der Expeditionen Vandalismus und Verlust historischer Schätze.
Bereits 1999 sorgte Kepplers Firma Sea Explorer AG für Aufsehen. Auf dem Grund des Golfs von Biscaya entdeckte der Taucher, Ingenieur und Unternehmer den holländischen Luxusliner «Prins Frederik», der vor rund 100 Jahren gesunken ist. Im Mai nun startete ein zwölfköpfiges Team aus Historikern, Tauchern und Kameraleuten zur Suche vor Haiti. Moderne Sonartechnik tastete den Meeresboden ab. Schliesslich fanden die Entdecker das Piratenschiff am Aussenriff der Insel Ile à Vache.
Henry Morgans englisches Handelsschiff «Merchant Jamaica» war in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts vor Haiti gesunken. Morgan (1635-1688) kämpfte als englischer Seeräuber gegen die spanischen Kolonien in Amerika. Seinen berüchtigten Beutezügen fiel 1671 die Stadt Panama zum Opfer.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Erneut Brand auf Ostsee-Fähre
Freitag, 06.07. 2001, 06:45:47 Uhr
Schwerin - Schon wieder hat es auf einer Ostseefähre gebrannt: Wie Behörden am Donnerstag mitteilten, brach gegen 17.20 Uhr auf der Fähre «Rügen», die wie die «Sassnitz» der Reederei Scandlines gehört, ein Feuer an der Hauptschalttafel im Maschinenraum aus. Ein Crewmitglied wurde leicht verletzt. Die aus Sassnitz kommende «Rügen» befand sich zum Zeitpunkt des Vorfalls mit 261 Menschen an Bord etwa 2,5 Seemeilen vor Trelleborg.
Der Brand konnte nach wenigen Minuten gelöscht werden. Die Fähre setzte ihre Fahrt kurz nach 19.00 Uhr fort und erreichte gegen 20.50 Trelleborg. Die Passagiere konnten das Schiff verlassen; als Folge des Brandes ließ sich jedoch zunächst die Heckklappe nicht öffnen, so dass die Autos an Bord der «Rügen» blieben.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Lob für die tüchtige Crew der Ostseefähre "Sassnitz"
Mittwoch, 04.07. 2001, 06:52:24 Uhr
Optimale Brandbekämpfung einer eingespielten Besatzung hat beim Feuer auf der deutschen Ostseefähre "Sassnitz" am Sonntag eine Katastrophe verhindert.
Zu diesem Ergebnis kommen erste Untersuchungen, die der Vorsitzende der Seeämter Rostock, Kiel und Hamburg, Jochen Hinz, erläuterte. Bei der Rekonstruktion des Unglücksfalls habe sich gezeigt, dass bei der Brandbekämpfung an Bord effektiv und richtig gehandelt worden sei, sagte Hinz am Dienstag. Notfallübungen seien ganz offensichtlich auf diesem Schiff nicht nur auf dem Papier abgehakt, sondern intensiv trainiert worden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Briten legen Kreuzfahrtschiff wegen Sicherheitsmängel an die Kette
Mittwoch, 04.07. 2001, 06:37:21 Uhr
Die britischen Behörden haben in Dover den griechischen Kreuzfahrer "Ocean Glory I" mit 600 Passagieren an Bord wegen mangelnder Sicherheit in die Kette gelegt. Die geplante Kreuzfahrt nach Norwegen fällt vorerst aus.
   Die unter der Flagge Panamas fahrende "Ocean Glory I" gehört der Cruise Holdings Maritime Company in Athen. Ein Sprecher der Hafenbehörde sagte: "Ich habe noch nie so viele Probleme wie auf diesem Schiff gesehen. Es war eine einzige Gefahrenquelle." So fehlten Feuerlöscher, Treibstoff tropfe aus Leitungen, und es gebe eine Kakerlaken-Plage - insgesamt 32 Mängel. Morgan: "Das Schiff kann den Hafen erst verlassen, wenn es repariert ist." Es bestehen erhebliche Zweifel, dass die griechischen Offiziere und die ukrainische Mannschaft sich überhaupt verstehen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Schwedische Fähre brennt auf der Ostsee
Sonntag, 01.07. 2001, 22:42:29 Uhr
Stockholm - Wie die Nachrichtenagentur TT unter Berufung auf die schwedische Küstenwacht meldete, ist auf der Ostseefähre «Saßnitz» mit mindestens 230 Menschen an Bord am Sonntagabend auf dem Weg von Rügen nach Trelleborg ein Brand im Motorenraum ausgebrochen. Verletzte habe es nicht gegeben, teilte ein Sprecher der Seenotleitstelle Bremen mit. Die Fähre fuhr zwischen Trelleborg und Saßnitz. Zwei Schiffe eilten ihr zu Hilfe, mussten aber nicht eingreifen.
Der Kapitän berichtete später, der Brand sei unter Kontrolle. Die Fähre werde mit den Passagieren an Bord nach Saßnitz zurückgeschleppt, die Ankunft der Fähre werde nicht vor Montag 07.00 Uhr erwartet. Die unter deutscher Fahne geführte Fähre ist 172 Meter und kann 800 Passagiere aufnehmen. Sie gehört der Reederei Scandlines und wurde 1989 in Dänemark gebaut.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

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