
EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv Juli 2001
Last update: Montag, 17.9.2001, 06:05:33 Uhr

Kreuzfahrtschiff im Mittelmeer gestrandet
Donnerstag, 26.07. 2001, 19:19:25 Uhr
Unterwegs von Korfu nach Dubrovnik läuft am Abend des 24.7. das
Kreuzfahrtschiff "Costa Tropicale" vor dem griechischen Hafen Mykonos auf
eine Sandbank auf. Mit Hilfe des Schwesterschiffes "Costa Atlantica" kann
der 201 m lange Havarist bis zum folgenden Nachmittag befreit werden und
seine Kreuzfahrt mit Kurs Venedig fortsetzen. Die 125 Passagiere kamen bei
der Strandung nicht zu Schaden. (ts)
Quelle: Tim Schwabedissen
Verhängnisvolle Kollision in der Kadetrinne aufgeklärt
Donnerstag, 26.07. 2001, 19:19:41 Uhr
Dänische Ermittler haben jetzt die Ursache für die folgenschwere Kollision
der "Baltic Carrier" mit dem zypriotischen Frachter "Tern" im März des
Jahres in der Kadeet-Rinne aufgeklärt. In ihrem am 25.7. in Kopenhagen
vorgestellten Bericht heißt es, eine Wende als Folge eines technischen
Problems in der Ruderanlage habe zum Zusammenstoß geführt: Die
Backbord-Wende sei «zum ungünstigsten Zeitpunkt erfolgt, als die beiden
Schiffe aneinander vorbeifuhren». Zudem hätten die beiden Schiffe zu
geringen Abstand voneinander gehalten, so daß die Reaktionszeit zu kurz
bemeseen war. Der diensthabende Offizier auf der "Tern" habe sich darüber
hinaus zum Unglückszeitpunkt nicht auf der Brücke, sondern im Kartenraum
aufgehalten. Bei der Kollision waren fast 3000 t Öl aus dem Tanker
ausgelaufen, die Ölverschmutzung kostete Tausende von Seevögeln das Leben.
Die dänische Regierung will nun mögliche rechtliche Schritte gegen die
Verantwortlichen prüfen. (ts)
Quelle: Tim Schwabedissen
Gesunkener Frachter verursacht Ölpest vor Rußland
Mittwoch, 25.07. 2001, 11:51:06 Uhr
Ölalarm vor der Insel Sacchalin: Aus dem gesunkenen japanischen Frachter
"Takeo Maru" läuft seit 3 Tagen Bunkeröl aus. Insgesamt sollen sich noch
350 t in den Treeibstofftanks befdinden. Russische Einsatzkräfte sind vor
Ort und versuchen, den 1000 m langen uind 50 m breiten Ölteppich
einzudämmen. Die "Takeo Maru" war 1979 untergegangen und hatte bereits 1999
und 2000 für Ölprobleme durch Korrosion gesorgt. In beiden Jahren hatten
aufgeschweißte Stahlplatten größeres Unheil noch abgewendet. Aus
finanziellen Gründen war aber eine vollständige Abbergung des Öls bislang
unterblieben. (ts)
Quelle: Tim Schwabedissen
Nach 60 Jahren: Wrack der "Hood" gefunden
Mittwoch, 25.07. 2001, 06:36:25 Uhr
London - 60 Jahre nach dem Untergang im Kampf mit dem deutschen Schlachtschiff "Bismarck" ist
zwischen Island und Grönland das Wrack der "Hood" entdeckt worden, des damals größten Kriegsschiffes der
Welt. Mit der Entdeckung des britischen Schlachtkreuzers wurde auch das Geheimnis seines
Unterganges gelüftet,
wie Expeditionsmitglieder am Dienstag im Fernsehen Channel 4 berichteten: Ein Volltreffer in die hinteren
Munitionskammern riss das Schiff auseinander. Dass eine Granate die Rumpfpanzerung der "Hood" durchschlagen
konnte, lag vermutlich daran, dass sie nach jetzigen Erkenntnissen mit einem Wendemanöver dem Gegner die
Breitseite zu zeigen begann.
Bislang herrschte die Theorie vor, bei der Schlacht mit der "Bismarck" habe eine Explosion der
Torpedos an Bord die "Hood" auseinander brechen lassen; denn es war nicht zu erklären gewesen, wie eine
Granate die Panzerung hätte durchschlagen können.
Der Schlachtkreuzer war vom Stapellauf 1918 bis zu jenem Tag im Jahre 1941, als sie und ein anderes
Schlachtschiff die "Bismarck" stellten, das größte und berühmteste Kriegsschiff der Welt gewesen. Ihren Untergang
überlebten nur drei Männer. Die anderen über 1400 Seeleute gingen mit der "Hood" unter.
Der Verlust des Kreuzers war ein Schock für Großbritannien und seine Verbündeten im Commonwealth, und bis in
die heutige Zeit beschäftigten sich Fachleute und Marinefreunde mit der Frage, wie es geschehen konnte, dass die
"Hood" so rasch versenkt wurde.
Die Expedition suchte an der Untergangsstelle den Meeresboden mit hoch empfindlichem Sonar ab, bis die
Umrisse eines Schiffes sichtbar wurde. Das U-Boot wurde hintergeschickt und schickte schließlich Bilder hoch, die
Klarheit brachten: Es war die "Hood". "Die mächtige Hood liegt in Stücke gerissen auf dem Meeresboden", sagte
der Historiker und Expeditionsteilnehmer Eric Grove. "Die Sektion vom Hauptmasten bis zum Geschützturm am
Heck ist zerfetzt. Ohne Zweifel explodierten achtern die Magazine mit beträchtlicher Wucht."
Der Volksmund hatte verächtlich gesagt, die Deckpanzerung sei so schwach gewesen, dass die Granaten der
"Bismarck" bis in die Munitionskammern hätten durchfallen können. Doch Studien zeigten, dass dies nicht so einfach
gewesen wäre. Schwer zu erklären war auch, wie eine Granate die starke Rumpfpanzerung hätte durchschlagen
können; denn die "Hood", so der bisherige Wissensstand, hatte eine geplante Wende nach Backbord (links) noch
nicht eingeleitet und fuhr auf die "Bismarck" zu, als sie unterging. In dieser Position wären die Granaten im spitzen
Winkel auf den Rumpf aufgeschlagen und wahrscheinlich abgeprallt. Doch Grove berichtete, die Ruderposition
zeige, dass die "Hood" das Wendemanöver zumindestens eingeleitet hatte. "Je weiter sie nach Backbord drehte
desto verwundbarer wurde ihre seitliche Panzerung."
Elbe-Lübeck-Kanal: Segler hängt in Uferböschung fest
Dienstag, 24.07. 2001, 12:58:48 Uhr
Auf dem Weg nach Lübeck lief am Abend des 20.7. ein 10 m langes
Stahlkajütboot in die Kanaluferböschung des Elbe-Lübeck-Kanals. Versuche,
das Schiff aus eigener Kraft wieder flottzumachen, scheiterten. Schlimmer
noch: Der Havarist lag unstabil und drohte im Schwell anderer Schiffe zu
kentern. Daraufhin wurde der Kanal gegen 19.30 gesperrt und ein Schlepper
herbeigeordert. Am 21.7. wurde das Schiff samt seiner dreiköpfigen Crew
geborgen. Die Schadenshöhe an Schiff und Kanal wurde noch nicht beziffert.
Unglücksursache war ein Versagen der Steuerungselektronik. (ts)
Quelle: Tim Schwabedissen
Büsum: Kutter droht im Hafen zu sinken
Dienstag, 24.07. 2001, 06:19:29 Uhr
Alarm in Büsum am 22.7. um 10 Uhr morgens. Ein holländischer Kutter drohte
nach Wassereinbruch im Maschinenraum am Eiswerk zu sinken. Feuer- und
Ölwehr rückten mit 20 Mann und Lenzpumpen an. Landseitig wurden 2
Auffangbecken für das Öl-Dieselgemisch, das aus dem Maschinenraum abgesaugt
wurde, aufgestellt. Das halb versunkene Schiff konnte dank des groß
angelegten Einsatzes stabilisiert werden und wurde dann zur Marscheider
Maschinenbau verholt und zur Dichtung des Lecks eingedockt. Hier wurde auch
der Übeltäter entdeckt: Eine defekte Pumpe zum Deckspülen. Der Sachschaden
wurde von Wehrführer Genthe als erheblich bezeichnet. Am Nachmittag war der
Einsatz der Retter beendet. (ts)
Quelle: Tim Schwabedissen
Drei Tote bei Sturm an französischer Atlantikküste
Donnerstag, 19.07. 2001, 12:00:40 Uhr
Brest - Ein Sturm an der französischen Atlantikküste hat vermutlich drei Menschen das Leben gekostet. Ein deutscher Tourist wurde beim Baden am Strand von Beuzec-Cap-Sizun in der Bretagne von der starken Strömung ins Meer hinausgezogen. Es gelang den Rettungskräften zwar noch, den 45-Jährigen nach 30 minuten an Bord eines Hubschraubers zu ziehen. Jedoch schlug sein Herz bereits nicht mehr.
Eine Frau ertrank in der stürmischen See, sie war von einem in Seenot geratenen Segelboot über Bord gegangen. Eine weitere Seglerin wird noch vermisst. In der Nacht zum Mittwoch waren Sturmböen bis zu 110 Stundenkilometern über die französische Atlantikküste gefegt. Die Wellen türmten sich bis zu sechs Meter hoch.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Fischtrawler "Ehime Maru" soll gehoben werden
Donnerstag, 19.07. 2001, 11:40:04 Uhr
Der japanische Fischtrawler "Ehime Maru", den das US-U-Boot "Greenville"
vor einem runden halben Jahr durch eine Kollision beim Auftauchmanöver
versenkt hatte, soll geborgen werden. Zuerst sollen Mast, Netze und
Fanggeräte von dem in 600 m Tiefe vor Hawaii liegenden Wrack entfernt
werden. Über das weitere Vorgehen, ob und wie das Schiff im Ganzen oder
stückweise ans Tageslicht geholt werden kann, machte en Marinesprecher
keine Angaben. Der Kommandant des U-Bootes, Waddle, hat derweil keine
strafrechtlichen Konsequenzen aus dem Unglück, das 9 Japaner das Leben
kostete, mehr zu fürchten. Ab 1.10. erwartet ihn der vorzeitige Ruhestand.
Quelle: Tim Schwabedissen
Roboter beenden Reinigung des "Kursk"-Wracks
Donnerstag, 19.07. 2001, 06:33:21 Uhr
Moskau - Ferngesteuerte Roboter haben am Mittwoch die Reinigung der gesunkenen "Kursk" beendet. Ein Marinesprecher an Bord des Kriegsschiffes "Seweromorsk", von wo die
Reinigungsarbeiten koordiniert wurden, meldete den plangemäßen Verlauf.
Das russische Atom-U-Bootes "Kursk" war im vergangenen
August
nach mehreren Explosionen mit 118 Mann Besatzung und liegt momentan noch auf dem Grund der Barentssee, von wo sie
die russische Marine mit internationaler Hilfe bergen will. Nach der Reinigung des Wracks soll nun der schwer
beschädigte Bug abgetrennt werden. Der Rumpf soll gehoben und knapp unterhalb der Wasseroberfläche in den
russischen Hafen Murmansk geschleppt werden. Der russische Präsident Wladimir Putin sagte, die Bergung könne
entscheidende Hinweise auf die Ursache der U-Boot-Katastrophe bringen.
Die Bergung der "Kursk" wird insgesamt vermutlich zwei Monate dauern. Bei der U-Boot-Katastrophe waren alle
Besatzungsmitglieder ums leben gekommen, geborgen wurden bisher jedoch lediglich zwölf Leichen. Umweltschützer
halten die Bergung des U-Boot-Wracks für riskant und haben gefordert, die Kursk in einen Betonmantel zu hüllen, damit
keine radioaktiven Stoffe austreten können.
Putin hatte die Bergung der "Kursk" angeordnet. Er war heftig in die Kritik geraten, weil er trotz der U-Boot-
Katastrophe seinen Sommerurlaub nicht unterbrochen hatte und außerdem tagelang Angebote aus dem Ausland
abgelehnt hatte, bei der Bergung der "Kursk"-Besatzung zu helfen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Riesenkran reißt 28 Wertarbeiter in den Tod
Dienstag, 17.07. 2001, 21:00:33 Uhr
Peking - Ein riesiger Kran ist am Dienstag auf einer Werft in Schanghai zusammengebrochen und hat mindestens 28 Arbeiter getötet. Zudem wurden mehrere Personen verletzt. Unter den Trümmern könnten möglicherweise noch weitere Opfer begraben sein. Der 600 Tonnen schwere Kran riss offenbar eine Plattform um, auf der 30 Menschen arbeiteten. Wie es zu dem Unglück kommen konnte, war zunächst unklar. Die 1928 eröffnete Werft gehört zu den größten Schanghais.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Betrunkener trieb in Boot von Dänemark nach Norwegen
Dienstag, 17.07. 2001, 06:39:11 Uhr
Oslo - Ein betrunkener Deutscher hat sich in Dänemark in die Motoryacht eines Freundes gesetzt, ist
eingeschlafen und in Norwegen wieder aufgewacht. Die norwegische Polizei fand das treibende Kajütboot vor der Südküste des Landes mit dem noch immer schlafenden Deutschen am
Ruder.
"Er erzählte uns, dass er im Rausch war, ja sogar total betrunken, und dass er das Boot seines Freundes
genommen und ins Wasser gelassen hat", sagte der Polizeichef von Kristiansand, Bjoern Hansen. Der Mann, dessen
Alter die Polizei mit zwischen 20 und 30 Jahren angab, sei bei seiner Entdeckung nicht mehr alkoholisiert gewesen und
könne deshalb auch nicht wegen Trunkenheit am Steuer angezeigt werden.
Zudem habe der Freund des Mannes offenbar nicht vor, ihn wegen Diebstahl anzuzeigen, obwohl er sein rund 18
Meter langes Boot nun in Norwegen abholen müsse, sagte Hansen weiter. Der Deutsche habe eine Fähre zurück nach
Dänemark genommen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Seenotretter retten Wanderer vor Wildschweinen
Dienstag, 17.07. 2001, 06:35:08 Uhr
Bremen - Nicht vor den Gefahren der See, sondern vor Wildschweinen musste die Crew eines Seenotkreuzers am Sonntag zwei Wanderer retten. Die beiden waren auf einer Nachtwanderung an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns von den agressiven Säuen verfolgt worden und flüchteten inRichtung Ufer, wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger am Montag in Bremen mitteilte. Durch Lichtzeichen und Hilferufe wurden die Seenotretter auf die Verfolgten aufmerksam und brachten sie in Sicherheit.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Suche nach Schiff: Fehlalarm
Samstag, 14.07. 2001, 08:26:23 Uhr
Bangkok - Nach dem Notruf eines französischen Öltankers im Golf von Thailand startete die Landes-Marine eine groß angelegte Suche zu Wasser und zur Luft. Erst nach zwei Tagen stellte sich heraus, dass ein Besatzungsmitglied der "Unique 1" aus Versehen falschen Alarm ausgelöst hatte. Dieser hatte besagt, das Schiff stehe nach einer Explosion an Bord in Flammen.
Quelle: Tim Schwabedissen
Travemünde: folgenschwere Kollision
Freitag, 13.07. 2001, 14:27:46 Uhr
Vor der Travemünder Außenmole kam es am 6.7. zu einer folgenschweren
Kollision. Der Ausflugsdampfer "Maritima" rammt eine "Neptun 22"-Yacht, die
daraufhin sank. Die Besatzung kam nicht zu Schaden. Ein Rettungsboot zog
das Wrack zunächst unter Wasser aus dem verkehrsreichen Fahrwasser in
Ufernähe. In den Abendstunden gelang es einem Autokran, die "Neptun" zu bergen.
Quelle: Tim Schwabedissen
Kursk-Bergung in der heißen Phase
Donnerstag, 12.07. 2001, 13:22:39 Uhr
Ein knappes Jahr nach dem Untergang des russichen Atom-U-Boots Kursk am
12.8.2000 gehen nun die Bergungsvorbereitungen in die heiße Phase. Vom
Mutterschiff "Mayo" aus sollen russiche und norwegische Taucher Löcher für
26 Trossen in den Rumpf des 20000-Tonnen-Wracks schneiden. Ein 140 m langes
und 38 m breites Hebeschiff, das z.Zt. in Rotterdam ausgerüstet wird, soll
Ende August mit ebenso vielen Kränen die Trossen aufnehmen. Zwischen 10.
und 20. September ist planmäßig das Anheben des Wracks aus 108 m Tiefe
unter das Bergeschiff vorgesehen. Anschließend wird es in ein Trockendock
verbracht, wo die Sprengmaterialien und die noch im Wrack vermuteten 106
Seeleute aus der "Kursk" geholt werden können. (t.s.)
Quelle: Tim Schwabedissen
Ostseesturm: Ein Vermißter und ein Toter
Mittwoch, 11.07. 2001, 22:00:10 Uhr
Ein U-Boot der Bundesmarine hat am 10. Juli die Leiche eines 1,80 m großen
Mannes aus der Ostsee geborgen. Bei ihr handelt es sich möglicherweise um
das zweite Besatzungsmitglied des Kutters "Vorwärts" aus Arnis, der im Mai
in einer Bö gekentert und mit seiner Crew gesunken war. Eingestellt
hingegen wurde am selben Tag die Suche der DGzRS nach einem weiteren in der
Ostsee vermißten Mann, der im Gewittersturm am 8. Juli vor Langeland durch
das Herumschlagen des Baums von seiner Yacht in die Ostsee stürzte. Die
Yacht selbst wurde nach Bergung des 2. Besatzungsmitgliedes, einer
schwangeren Frau, von einem Retter eingebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen
Unwetter fordert Todesopfer
Dienstag, 10.07. 2001, 06:52:17 Uhr
Rund 100 Boote befanden sich zu einer 24-Stunden-Regatta auf dem Ammersee, als schwere Orkanböen die Teilnehmer überraschten. Dabei kenterte ein Katamaran mit vier Männern im Alter von 49 bis 61 Jahren. Zwei Segler konnten sofort gerettet werden, der 61-jährige Eigner ertrank. Nach dem vierten Besatzungsmitglied wird derzeit noch gesucht.
Ein weiterer Wassersportler erlitt durch einen fallenden Mast auf dem Starnberger See tödliche Verletzungen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Unwetter in Bayern: Zwei Segler tödlich verunglückt
Warnung vor weiteren Unwettern
Sonntag, 08.07. 2001, 07:48:01 Uhr
Wie die Polizei Fürstenfeldbruck berichtet, wurden die Segler einer Regatta auf dem Ammersee von Sturmböen bis zu Windstärke zehn überrascht. Ein Boot kenterte. Von den vier Crewmitgliedern wurde eines tot ans Ufer getrieben, zwei mussten verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert werden, ein vierter wurde am Samstagabend noch vermisst.
Auf dem Starnberger See starb ein 59-jähriger Segler, nachdem sein Boot gekentert war.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Schiff des Freibeuters Henry Morgan entdeckt
Samstag, 07.07. 2001, 08:33:26 Uhr
Rund 350 Jahre schlummerte das Piratenschiff «Merchant Jamaica» im Karibischen Meer. Nun hat ein internationales Expeditions-Team das englische Seeräuberschiff am Außenriff der Insel Ile à Vache entdeckt.
«Es handelt sich mit 98-prozentiger Sicherheit um das Schiff des Freibeuters Henry Morgan», sagte Expeditions-Chef Klaus Keppler am Freitag. Die moderne Schatzsuche steht damit vor einem neuen grossen Fund.
Identifiziert wurde ein Topfdeckel, der eindeutig aus England zwischen 1650 und 1670 stammt." Auch Schiffsbeschläge und andere Artefakte kämen aus dem England des 17. Jahrhunderts. Nur der allerletzte Beweis fehle noch.
Mit ausgefeilter Technik und Abenteuerlust suchen Teams weltweit nach Tausenden versunkenen Schiffen. Experten kritisieren den Goldrausch - sie fürchten zumindest bei einigen der Expeditionen Vandalismus und Verlust historischer Schätze.
Bereits 1999 sorgte Kepplers Firma Sea Explorer AG für Aufsehen. Auf dem Grund des Golfs von Biscaya entdeckte der Taucher, Ingenieur und Unternehmer den holländischen Luxusliner «Prins Frederik», der vor rund 100 Jahren gesunken ist. Im Mai nun startete ein zwölfköpfiges Team aus Historikern, Tauchern und Kameraleuten zur Suche vor Haiti. Moderne Sonartechnik tastete den Meeresboden ab. Schliesslich fanden die Entdecker das Piratenschiff am Aussenriff der Insel Ile à Vache.
Henry Morgans englisches Handelsschiff «Merchant Jamaica» war in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts vor Haiti gesunken. Morgan (1635-1688) kämpfte als englischer Seeräuber gegen die spanischen Kolonien in Amerika. Seinen berüchtigten Beutezügen fiel 1671 die Stadt Panama zum Opfer.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Erneut Brand auf Ostsee-Fähre
Freitag, 06.07. 2001, 06:45:47 Uhr
Schwerin - Schon wieder hat es auf einer Ostseefähre gebrannt: Wie Behörden am Donnerstag mitteilten, brach gegen 17.20 Uhr auf der Fähre «Rügen», die wie die «Sassnitz» der Reederei Scandlines gehört, ein Feuer an der Hauptschalttafel im Maschinenraum aus. Ein Crewmitglied wurde leicht verletzt. Die aus Sassnitz kommende «Rügen» befand sich zum Zeitpunkt des Vorfalls mit 261 Menschen an Bord etwa 2,5 Seemeilen vor Trelleborg.
Der Brand konnte nach wenigen Minuten gelöscht werden. Die Fähre setzte ihre Fahrt kurz nach 19.00 Uhr fort und erreichte gegen 20.50 Trelleborg. Die Passagiere konnten das Schiff verlassen; als Folge des Brandes ließ sich jedoch zunächst die Heckklappe nicht öffnen, so dass die Autos an Bord der «Rügen» blieben.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Lob für die tüchtige Crew der Ostseefähre "Sassnitz"
Mittwoch, 04.07. 2001, 06:52:24 Uhr
Optimale Brandbekämpfung einer eingespielten Besatzung hat beim Feuer auf der deutschen Ostseefähre "Sassnitz" am Sonntag eine Katastrophe verhindert.
Zu diesem Ergebnis kommen erste Untersuchungen, die der Vorsitzende der Seeämter Rostock, Kiel und Hamburg, Jochen Hinz, erläuterte. Bei der Rekonstruktion des Unglücksfalls habe sich
gezeigt, dass bei der Brandbekämpfung an Bord effektiv und richtig gehandelt worden sei, sagte Hinz am Dienstag. Notfallübungen seien ganz offensichtlich auf diesem Schiff nicht nur auf dem Papier abgehakt, sondern intensiv trainiert worden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Briten legen Kreuzfahrtschiff wegen Sicherheitsmängel an die Kette
Mittwoch, 04.07. 2001, 06:37:21 Uhr
Die britischen Behörden haben in Dover den griechischen Kreuzfahrer "Ocean Glory I" mit 600 Passagieren an Bord wegen mangelnder Sicherheit in die Kette gelegt. Die geplante Kreuzfahrt nach Norwegen fällt vorerst aus.
Die unter der Flagge Panamas fahrende "Ocean Glory I" gehört der Cruise Holdings Maritime Company in Athen. Ein Sprecher der Hafenbehörde sagte: "Ich habe noch nie so viele Probleme wie auf diesem Schiff gesehen. Es war eine einzige Gefahrenquelle." So fehlten Feuerlöscher, Treibstoff tropfe aus Leitungen, und es gebe eine Kakerlaken-Plage - insgesamt 32 Mängel. Morgan: "Das Schiff kann den Hafen erst verlassen, wenn es repariert ist." Es bestehen erhebliche Zweifel, dass die griechischen Offiziere und die ukrainische Mannschaft sich überhaupt verstehen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Schwedische Fähre brennt auf der Ostsee
Sonntag, 01.07. 2001, 22:42:29 Uhr
Stockholm - Wie die Nachrichtenagentur TT unter Berufung auf die schwedische Küstenwacht meldete, ist auf der Ostseefähre «Saßnitz» mit mindestens 230 Menschen an Bord am Sonntagabend auf dem Weg von Rügen nach Trelleborg ein Brand im Motorenraum ausgebrochen. Verletzte habe es nicht gegeben, teilte ein Sprecher der Seenotleitstelle Bremen mit. Die Fähre fuhr zwischen Trelleborg und Saßnitz. Zwei Schiffe eilten ihr zu Hilfe, mussten aber nicht eingreifen.
Der Kapitän berichtete später, der Brand sei unter Kontrolle. Die Fähre werde mit den Passagieren an Bord nach Saßnitz zurückgeschleppt, die Ankunft der Fähre werde nicht vor Montag 07.00 Uhr erwartet. Die unter deutscher Fahne geführte Fähre ist 172 Meter und kann 800 Passagiere aufnehmen. Sie gehört der Reederei Scandlines und wurde 1989 in Dänemark gebaut.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Interessante Links:
Sail home to ESYS ...
Page by Peter O.Walter,
SY ESYS
Kontakt
URL of this Page is: http://www.esys.org/news/sos_0107.html