
EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv Oktober 2001
Last update: Montag, 05.11. 2001, 06:51:19 Uhr

Interessante Links:
Tankerkollision
Montag, 05.11. 2001, 06:41:43 Uhr
In der Nacht zum 30.10. kollidierte ein mit Schwefelsäure beladener
Hamburger Binnentanker von 1006 tdw in der Norderelbe mit dem dortigen
Zollponton Entenwerder. Als der 20jährige Kapitän in den Peutekanal
einlaufen wollte, erhielt sein 62-m-Schiff durch die Strömung zu hohes
Tempo. Beim Versuch, durch ein Rückwärtsmanöver das Auflaufen auf eine
Böschung zu vermeiden, geriet das Schiff in eine Drehbewegung und rammte
den Ponton. Der Sachschaden daran wurde mit 20000 DM beziffert, der Tanker
wurde nur unwesentlich lädiert. Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei
dauern an.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Tanker gerammt
Montag, 05.11. 2001, 06:41:10 Uhr
Nördlich Sri Lankas rammte am 30.10. ein Boot der Rebellengruppe Tamil
Eelam den Tanker "Silk Pride". Das mit 275 Tonnen Diesel beladene Schiff
fing bei dem Anschlag Feuer und wurde schwer beschädigt. 13 zum
militärischen Personal des Schiffes gehörende Menschen und 12 zivile
Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden, drei Militärangehörige wurden
zunächst vermißt. Die Selbstmordattentäter gehörten zu einer Gruppe, die
seit Jahren für einen autonomen Tamilenstaat kämpft.
Quelle: Tim
Schwabedissen
FLugzeug auf Schiff gestürzt
Montag, 05.11. 2001, 06:39:42 Uhr
Während des Manövers "Schnelles Schwert 2" kam es am 27.10. vor der Küste
Omans zu einem Unglück. Ein britischer Militärhubschrauber stürzte auf das
omanische Kriegsschiff "El Scharkija". Dessen zweiköpfige Besatzung konnte
sich mit dem Fallschirm retten. Einige Seeleute des Schiffes erlitten
leichte Verletzungen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Tankerexplosion
Montag, 05.11. 2001, 06:40:26 Uhr
Auf dem bulgarischen Tanker "Han Asparuh" kam es am 27.10. im Schwarzen
Meer zu einer Explosion mit anschließendem Feuer. Das Schiff hatte gerade
mit einer Ladung Rohöl den russischen Hafen Noworossiisk verlassen, als
sich das Unglück ereignete. Sieben Besatzungsmitglieder wurden verletzt und
mußten mit Verbrennungen oder Rauchvergiftung ins Krankenhaus transportiert
werden. Nach mehreren Stunden gelang es russischen Feuerwehrleuten, die
Flammen auf dem Havaristen unter Kontrolle zu bringen. Öl geriet offenbar
nicht ins Meer.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Kursk: Erste Seeleute geborgen
Donnerstag, 25.10. 2001, 21:08:28 Uhr
Ermittler und Gerichtsmediziner haben die ersten Toten aus dem gesunkenen russischen U-Boot geholt. Die Experten hätten am Donnerstag zuerst die Heckkammer untersucht, wo die Körper von elf der ursprünglich 118 toten Seeleute vermutet würden, berichtete die Agentur Interfax. Am Nachmittag seien dann zunächst drei Leichen geborgen worden.
„Die Arbeiten zur Bergung der übrigen Opfer werden zügig fortgesetzt“, sagte Generalstaatsanwalt Wladimir Ustinow. Im Herbst des vergangenen Jahres waren bereits die Leichen von zwölf Besatzungsmitgliedern vom Grund der Barentsee geholt worden. Unmittelbar nach der durch zwei Explosionen ausgelösten Katastrophe hatten sich 23 Männer in die hinterste Sektion geflüchtet. Dort wollten die Seeleute das U-Boot über eine Notausstiegsluke verlassen, die sich aber nicht öffnen ließ. Das ging aus einem Abschiedsbrief hervor, den einer der zwölf im Vorjahr geborgenen Toten bei sich trug.
Russlands Präsident Wladimir Putin hatte den Angehörigen der Opfer versprochen, die Leichen der Seeleute noch in diesem Jahr an Land bestatten zu können. Bislang war unklar, ob sich die Männer nach den Explosionen und dem Feuer an Bord sowie 14 Monaten im Salzwasser noch identifizieren lassen.
Hintergrund: Das russische Atom-U-Boot Kursk war im August 2000 in der Barentsee nach zwei schweren Explosionen gesunken. Sämtliche Rettungsversuche der russischen Marine schlugen fehl. Erst 14 Monate nach dem Unglück konnte das Schiff durch niederländische Bergungsspezialisten gehoben und in das Marinedock Rosljakowo geschleppt werden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Kursk über Wasser
Donnerstag, 25.10. 2001, 11:17:39 Uhr
Das Wrack des russischen Atom-U-Bootes "Kursk" wurde im Laufe des 24.10.
weitgehend trockengelegt. Die Operation sei sehr kompliziert, doch sei
niemand in Eile, hieß es aus Marinekreisen. Die zwei Atomreaktoren und die
22 Nuklearraketen stehen indes noch unter Wasser. Bislang wurde lediglich
die obere Außenhülle des Bootes von Experten inspiziert, um mögliche
Beschädigungen der Raketensilos abschätzen zu können. Ende der Woche dürfen
Staatsanwaltschaft und Gerichtsmediziner voraussichtlich ins Innere des
Wracks einsteigen. Lange Zeit wird wohl auch die Bergung und
Indentifizierung der Leichen in Anspruch nehmen, da sie kaum
wiederzuerkennen sein werden.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Erneut Flüchtlinge in Seenot
Donnerstag, 25.10. 2001, 11:17:08 Uhr
Nur wenige Tage nach dem Flüchtlingsdrama vor Java sind in der Ägäis am
24.10. zwei Schleuserschiffe in Seenot geraten. Vor der Insel Kos nahe der
türkischen Küste erlitt ein Schnellboot Schiffbruch. 11 Iraker wurden von
der griechischen Küstenwache aufgenommen. Mit Maschinenschaden wurde ein
türkisches Segelschiff mit 112 Kurden an Bord vor der Insel Hydra
aufgebracht und nach Piräus eingeschleppt. Weitere vier Flüchtlinge wurden
schließlich in einem selbstgebastelten Holzboot aufgegriffen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Kursk im Trockendock
Mittwoch, 24.10. 2001, 17:17:09 Uhr
Am 22.10. setzten erstmals Menschen wieder ihren Fuß auf das Deck des
Atom-U-Bootes "Kursk". Zwei Tage zuvor hatte die "Giant 4" das im August
2000 gesunkene und in monatelanger Arbeit gehobene Schiff in ein Dock in
Roskjakowo nahe Murmansk bugsiert. Mit einem Kranzwurf für die 118
ertrunkenen Seeleute der "Kursk" endete hier der Einsatz des
Bergungsschiffes, das noch am selben Tag die Heimreise antrat. Anschließend
wurde die rostscheckige "Kursk" langsam an die Wasseroberfläche gehoben.
Nach einer Gedenkminute betrat eine Ermittlergruppe dann zunächst das
Oberdeck des Wracks. Als erstes sollen Luftproben aus dem Inneren genommen
und Untersuchungen auf Radioaktivität durchgeführt werden. Zum Schutz gegen
giftige Gase werden die Bergungstrupps zudem Gasmasken tragen, wenn sie in
ungefähr drei Tagen das bis dahin ausreichend gelenzte Wrack betreten
sollen. Vordringliche Aufgabe wird dann die Sicherung der 22 Cruise
Missiles an Bord sein, über deren Zustand bislang keine Erkenntnisse
vorliegen. Die weitgehend zerstörte Bugsektion des U-Bootes liegt, mit
einem Netz gesichert, weiterhin an der Untergangsstelle in der Barentssee.
Ob es 2002 geborgen wird, ist noch nicht entschieden.
Quelle: Tim
Schwabedissen
"Wie auf der Titanic"
Mittwoch, 24.10. 2001, 17:15:42 Uhr
«Ich habe mich zwei Tage an der Leiche einer Frau festgehalten. Ich wollte
sterben. Ich sah, wie Kinder ganz schnell starben», so berichtete eine der
44 Überlebenden des Flüchtlingsdramas vor Java von der Katastrophe, der
über 350 Menschen, vornehmlich Frauen und Kinder, zum Opfer fielen. Nach
den vorliegenden Augenzeugenberichten war das nur 19 Meter lange
Holzschiff, das am 18.10. aus Sumatra ausgelaufen war, gegen 14 Uhr des
Folgetags zu einer Leckage gekommen mit anschließendem Maschinenausfall
gekommen. Ein Mechaniker versuchte noch, den Wassereinbruch zu stoppen,
doch binnen Minuten legte sich der Havarist auf die Seite und begann rasch
zu sinken. 200 Menschen unter Deck saßen ohne Chance sich zu retten in der
Falle. Überlebende fühlten sich an das "Titanic"-Desaster erinnert,
berichteten, wie Leichen unter ihnen im Wasser trieben, während sie auf
Rettung warteten. Ein achtjähriger verlor 21 Verwandte. Am 23.10. wurden
die zum Teil traumatisierten Schiffbrüchigen in ein Lager in der
indonesischen Stadt Bogor gebracht.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Großfeuer auf Fähre in Kiel
Dienstag, 23.10. 2001, 11:37:14 Uhr
(Kiel)
Im Kieler Ostuferhafen geriet die Fähre "Translubeca" am 20.10. in Brand.
Gegen 16 Uhr brach in einer Sauna auf Deck D Feuer aus. Die 60 Passagiere
wurden sofort von der 22köpfigen Besatzung evakuiert und konnten unverletzt
gerettet werden. Für die Kieler Feuerwehr begann ein Großeinsatz, der durch
mehrere freiwillige Feuerwehren unterstütz wurde. In gut einer Stunde
konnten so rund 100 Einsatzkräfte der Flammen Herr werden. Das Feuer hatte
eine extreme Hitze entwickelt und das gesamte Deck verraucht. Um 17.45 war
der Brand gelöscht. Die Feuerwehr stellte der Besatzung ein gutes Zeugnis
aus, sie sei für eine solche Notsituation peferkt vorbereitet gewesen. Das
betroffene Deck wurde zerstört, der Schaden auf eine schsstellige Höhe
geschätzt, jedoch keine sicherheitsrelevanten Einrichtungen betroffen. Am
21.10. wurde die "Translubeca", die zwischen Kiel und St. Peterburg
verkehrt, vom GL freigegegeben und nahm "as is" den Liniendienst wieder
auf. Schadensursache ist wahrscheinlich ein technischer Defekt.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Flüchtlingsdrama in Indonesischer See
Dienstag, 23.10. 2001, 11:36:19 Uh
(Java)
Am 19.10. sank vor der Insel Java ein indonesisches Schiff mit über 400
Flüchtlingen an Bord. Nur 44 von ihnen konnten gerettet werden, nach
bisherigen Angaben sind 365 ertrunken, die meisten Palästinenser, Iraner,
Afghanen und Algerier. Das für nur 150 Passagiere ausgelegte Schiff war
tags zuvor vom indonesischen Lampung zur australischen Weihnachtsinsel
aufgebrochen und plötzlich innerhalb von 10 Minuten gesunken. Zunächst
hätten 120 Menschen den Untergang überlebt, jedoch seien erst über 20
Stunden später zwei Fischerboote an der Unglücksstelle eingetroffen. Viele
der Geretteten erlitten Knochenbbrüche oder Schnittwunden durch Korallen.
Weil keine weiteren Überlebenden vermutet wurden, fand keine weitergehende
Suchaktion mehr statt.
Erst im August hatte der norwegische Frachter "Tampa" über 400 Menschen von
einer sinkenden indonesischen Fähre gerettet und kam in die Schlagzeilen,
als die australischen Behörden den Menschen den Landgang verweigerte.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Ein Toter bei Brand auf US-Marineschiff
Sonntag, 21.10. 2001, 18:20:44 Uhr
INGELESIDE. Bei einem Brand auf dem US-Marineschiff «Inchon»
ist ein Soldat ums Leben gekommen. Sieben
weitere wurden verletzt, wie
die Marine am Samstag mitteilte. Zur Zeit des
Feuers habe eine Übung auf
dem Schiff stattgefunden, das vor Ingleside in
Texas liegt. Die Ermittlungen
seien eingeleitet worden.
Quelle: Joachim Preuß, www.sailpress.de - Sicherheit
für Hochseesegler
Fünf Tote bei Explosion auf griechischer Werft
Samstag, 20.10. 2001, 21:42:15 Uhr
Athen (AP) Bei Reparaturarbeiten an einem Tanker sind am Samstag auf
einer griechischen Werft fünf Menschen ums Leben gekommen. Die Arbeiter
befanden sich im Rumpf der «Sailor», als dort nach einer Explosion Feuer
ausbrach. Das Unglück ereignete sich nach Angaben des
Handelsmarineministeriums auf der Insel Salamis, rund 20 Kilometer
westlich von Athen. Der erste Ingenieur der «Sailor» wurde mit
Verbrennungen in ein Krankenhaus eingeliefert; sein Zustand wurde als
stabil beschrieben. Die Unglücksursache war zunächst nicht bekannt. Das
Ministerium erklärte weiter, fünf Personen seien in Zusammenhang mit dem
Unglück festgenommen worden, darunter drei Mitarbeiter der Werft, der
Kapitän des Schiffs und ein Marineinspektor. Die «Sailor» fährt unter der
Flagge der Bahamas.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Leichen im Wrack der «Ehime Maru» entdeckt
Samstag, 20.10. 2001, 21:21:54 Uhr
Los Angeles, Vor der Küste von Hawaii haben Taucher im gesunkenen japanischen
Schulschiff «Ehime Maru» drei Leichen entdeckt. Zwei der Ertrunkenen
wurden bereits geborgen. Bei den Opfern handelt es sich um einen
17-jährigen Schüler und um ein 60-jähriges Besatzungsmitglied. Ihre
Identität konnte durch Röntgenaufnahmen ihrer Zähne festgestellt
werden. Sechs weitere Leichen werden noch im Schiffswrack
vermutet.
70 Taucher im Einsatz
Das Schulschiff war am 9. Februar dieses Jahres etwa 16
Kilometer vor Honolulu von dem amerikanischen U-Boot «Greeneville»
beim Auftauchen gerammt worden. Dabei ertranken 4 Schüler, 2
Ausbildner und 3 Besatzungsmitglieder. 26 Schiffsinsassen überlebten
die Kollision. Das Schiff sank und liegt in etwa 600 Metern Tiefe
auf dem Meeresboden.
Die amerikanische Marine übernahm die Verantwortung für den
Unfall. Sie stimmte der kostspieligen Bergungsaktion auf Drängen der
Angehörigen der Opfer sowie der japanischen Regierung zu. Mehrere
Angehörige reisten aus Japan an, um die Überreste der Ertrunkenen in
Empfang zu nehmen.
Die risikoreichen Bergungsarbeiten hatten Anfang dieser Woche
begonnen. Das 750 Tonnen schwere Schiff wurde zunächst etwa 30 Meter
angehoben und dann über eine Strecke von 15 Kilometern in seichtere
Gewässer geschleppt. Dort begann ein Team von rund 70 amerikanischen
und japanischen Tauchern das Wrack nach den Leichen abzusuchen.
Gegenstände wie der Anker und das Namensschild sollen geborgen
werden und später bei einem noch zu errichtenden Denkmal ausgestellt
werden. Die Bergungsarbeiten werden voraussichtlich vier Wochen
dauern. Nach dem Abschluss der Bergungsarbeiten soll das
Schiffswrack wieder in tiefere Gewässer geschleppt werden und dort
liegen bleiben.
Verschmutzung des Meeres befürchtet
Die amerikanische Marine hatte den Plan zur Bergung zusammen mit
Umweltschutzorganisationen ausgearbeitet. Diese hatten Befürchtungen
geäussert, dass die Bergung des Wracks zu einer Verschmutzung des
Meeres führen könnte. Die «Ehime Maru» hatte eine grössere Menge
Diesel an Bord. Bereits sind Beschwerden eingegangen, wonach
Seevögel mit Diesel in Kontakt gekommen sein sollen. Die
amerikanische Marine hat noch nie ein so schweres Schiff aus einer
solchen Tiefe geborgen. Die Kosten für die Aktion werden auf rund 60
Millionen Dollar geschätzt.
Ein Ermittlungsausschuss der Marine stellte zwei Hauptursachen
für den Zusammenstoss zwischen der «Greeneville» und der «Ehime
Maru» fest: Der Kapitän des U-Bootes, Scott D. Waddle, hatte
die Wasseroberfläche mit dem Periskop und den Sonargeräten
ungenügend überwacht; ausserdem hatten Offiziere und Mannschaft
unzureichend zusammengearbeitet und es versäumt, Informationen über
die Bedingungen an der Wasseroberfläche auszutauschen. Waddle wurde
der mangelnden Pflichterfüllung und der Gefährdung eines Schiffes
für schuldig befunden. Er entging jedoch einem Strafprozess. Am
1. Oktober war er freiwillig in den Ruhestand getreten. Er ist
damit ehrenhaft aus der Marine ausgeschieden. Vier weitere
Besatzungsmitglieder, ein Techniker sowie drei Offiziere, erhielten
Verwarnungen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Schiff lief auf Grund
Samstag, 20.10. 2001, 21:18:51 Uhr
Ein Tanklastschiff ist am Donnerstagabend in der Höhe
von Rees auf Grund gelaufen. Gegen 20.30 Uhr wurde die
Wasserschutzpolizei benachrichtigt, dass das Schiff, das bereits
geankert hatte, durch den Sog abgetrieben wurde und dadurch auf
Grund lief. Von der Ladung trat dabei nichts aus. Am
Freitagnachmittag wurde damit begonnen, einen Teil des über 2500
Tonnen geladenen Super-benzins auf ein anderes Schiff umzupumpen,
damit der havarierte Tanker wieder Fahrt aufnehmen konnte. Feuerwehr
und Wasserschutzpolizei wachten über den Vorgang.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Atlantik: Tanker-Katastrophe vor Brasilien
RIO DE JANEIRO. Ein schwerer Tanker-Unfall hat Brasilien an den Rande einer
Umweltkatastrophe gebracht. Der Unfall ereignete sich vor der Atlantikküste
im Süden Brasiliens und zwang wegen des Explosionsrisikos mehrere tausend
Menschen zum Verlassen ihrer Häuser und Arbeitsplätze.
Wie Medien am Freitag unter Berufung auf Behörden und Zivilschutz
berichteten, sind am späten Donnerstagabend mehrere Millionen Liter Erdöl
in die Paranagua-Bucht im Land Parana ausgeströmt. Der Tanker "Norma" der
staatlichen Ölgesellschaft Petrobras war aus noch unbekannter Ursache rund
500 Meter vom Festland entfernt mit einer Sandbank kollidiert.
Da es sich um leichtes Öl handle, sei die Brandgefahr sehr groß, ließ die
regionale Umweltbehörde wissen. Deshalb sei das Unfallgebiet - darunter der
ganze Hafen und ein Fischerdorf - in einem Umkreis von drei Kilometern
evakuiert sowie der Luftraum geschlossen worden. Zudem sei der Strom
abgedreht worden. Betroffen seien 3000 Fischerfamilien sowie zahlreiche
Hafenunternehmen mit ihren 7000 Mitarbeitern.
Der Präsident von Petrobras, Henri Reichstuhl gab derweil Entwarnung. Das
leichte Öl werde in kurzer Zeit verdunsten, die Schäden für die Umwelt
würden sich in Grenzen halten und die Gefahr einer Explosion bald
verschwunden sein, versicherte er. Das Land Parana war im Juli 2000
Schauplatz der größten Umwelttragödie der vergangenen 25 Jahre in Brasilien
gewesen, als aus einer geborstenen Pipeline vier Millionen Liter Öl in zwei
Flüsse ausliefen.
Von: Joachim_Preuss,
sailpress.de - Sicherheit für
Hochseesegler
Tanker in Brasilien leckgeschlagen>
Freitag, 19.10. 2001, 12:36:31 Uhr
(Paraguana)
Ein Tanker mit Schwerbenzin lief am 18.10. im südbrasilianischen Hafen
Paraguana auf Grund und schlug leck. 5000 Tonnen der Ladung liefen aus dem
Havarist aus, ehe er mit Ölbarrieren umgeben werden konnte. Die zuständige
staatliche Ölgesellschaft Petrobras teilte später mit, das Schiff und der
Ölaustritt seien unter Kontrolle. Die Gesellschaft hatte erst im März eine
Bohrinsel im Campos-Bassin verloren, bei deren Untergang 3500 Tonnen Öl und
Diesel ins Meer floossen, im Jahr 2000 hatte sie Millionenbußgelder wegen
Ölverschmutzungen des Flusses Iguacu und der Guanabara-Bucht bei Rio de
Janeiro zu zahlen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Suche nach Opfern von Trawleruntergang
Mittwoch, 17.10. 2001, 17:36:45 Uhr
(Hawaii)
20 Monate nach der Versenkung des japanischen Fischereiausbildungsschiffes
"Ehime Maru" durch ein unachtsam auftauchendes US-U-Boot vor Hawaii stiegen
jetzt erstmals amerikanische Marinetaucher zum Wrack hinab. Sie haben die
Aufgabe, neun noch an Bord vermutete Leichen aufzuspüren und aus der Tiefe
zu bergen. Als die "Ehime Maru" nach dem Rammstoß in Windeseile sank,
konnten von der 35köpfigen Besatzung nur 26 Menschen gerettet werden.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Kollision auf der Elbe
Montag, 15.10. 2001, 16:54:24 Uhr
(Hamburg)
Am 13.10. rammte ein niederländischer Saugbagger auf der Elbe vor dem
Köhlbrandhöft gegen 14 Uhr einen Arbeitsponton. Bei der Kollision knickten
dessen Standbeine ein, er drohte anschließend zu kentern. Zwei Arbeiter
wurden leicht verletzt. Die Plattform des Pontons neigte sich auf 40 Grad
Schlagseite, es kam zum Austritt von einigen Tonnen Dieselkraftstoff und
Ölen, die aber sofort von der Hamburger Feuerwehr eingeschlängelt werden
konnten. Weiterhin wurde ein Kran gesichert, der abzurutschen drohte. Ein
Bergungskran soll den Ponton am 15.10. wieder aufrichten.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Untergang in Büsum
Montag, 15.10. 2001, 16:54:53 Uhr
(Büsum)
Am Morgen des 13.10. lief im Büsumer Hafen direkt vor dem Kurmittelhaus der
7,5-m-Kutter "Luckas" voll Wasser. Als die Freiwillige Feuerwehr anrückte,
war das Schiff bereits gekentert und gesunken. Um eine Ölverschmutzung zu
vermeiden, wurden als erstes Ölschlengel und Vliese ausgebracht.
Anschließend begann die Feuerwehr, das Wrack zu lenzen. Gegen 17 Uhr war
der Einsatz von vier Fahrzeugen und 30 Feuerwehrleuten vor den Augen von
über 100 Schaulustigen beendet, die "Luckas" wieder schwimmfähig. Es
stellte sich heraus, daß ein Seeventil vorsätzlich geöffnet worden war. Bei
der Havarie wurde der Motor des Schiffes vollkommen zerstört.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Massenbad nach Kollision in Berlin
Montag, 15.10. 2001, 16:55:20 Uhr
(Berlin)
Ein unfreiwillliges Bad nahmen vier Menschen am Abend des 14.10. in der
Spree. Vor der Halbinsel Alt-Stralau stieß ein Ausflugsdampfer kurz vor 19
Uhr mit einem Motorboot zusammen. Auf beiden Kollisionsgegnern gingen
jeweils zwei Passagiere bei dem Ruck über Bord. Die herbeigeeilte
Wasserschutzpolizei rettete sie aus dem Fluß, eine Person war bereits
unterkühlt.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Schiffskollision im Ärmelkanal
Samstag, 13.10. 2001, 21:43:18 Uhr
Bei dem Zusammenstoß zweier Frachtschiffe ist im Ärmelkanal ein Kapitän getötet worden. Wie die Küstenwache mitteilte, stieß die in den Niederlanden registrierte „Aquamarine“ am Dienstag etwa 16 Kilometer von Hastings entfernt mit „The Ash“ zusammen, die Stahl geladen hatte. „The Ash“ sank nach der Kollision, fünf ihrer Besatzungsmitglieder wurden von der „Aquamarine“ aufgenommen, während der Kapitän von einem Hubschrauber der Küstenwache geborgen wurde. Er starb später im Krankenhaus. Ein Sprecher der Umweltbehörde erklärte, aus dem gesunkenen Schiff seien etwa 83 metrische Tonnen Öl ausgetreten, die „Aquamarine“ habe in einen Hafen in Wales einlaufen können. Die Behörden rechneten nicht mit ernsthaften Schädigungen der Umwelt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
"Nervenkitzel" kostet 11 Menschenleben: Schiffbruch im Hurrikan
Donnerstag, 11.10. 2001, 17:00:11 Uhr
(Big Creek)
Leichtsinn und Sensationslust forderten am 10.10. das Leben von 11
amerikanischen Tauchtouristen. Sie waren mit ihrer Yacht vor der Küste
Mexikos unterwegs, als der Hurrikan Iris über das Gebiet zog. Die
Ausflügler wurden zwar aufgefordert, einen sicheren Hafen anzulaufen,
weigerten sich aber, dies zu tun. Sie gaben statt dessen an, den
Nervenkitzel hautnah erleben zu wollen. Vor der Küste von Big Creek wurde
ihre Yacht von dem Sturm erfaßt und sank. Niemand an Bord erreichte lebend
das Ufer. Insgesamt starben durch den Wirbelsturm mehr als 25 Menschen,
rund 13000 verloren ihr Obdach.
Quelle: Tim
Schwabedissen
''Kursk''-Schleppzug erreicht Bucht von Murmansk
Mittwoch, 10.10. 2001, 21:18:47 Uhr
Der Schleppzug mit dem gehobenen russischen Atom-U-Boot "Kursk" ist nach
zweitägiger Fahrt in der Kola-Bucht vor Murmansk eingetroffen. Die "Kursk"
soll nun in ein Trockendock bugsiert werden. Zunächst wird das Wrack aber
auf Radioaktivität untersucht.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Kollision im Ärmelkanal
Mittwoch, 10.10. 2001, 17:11:08 Uhr
(Hastings)
16 Kilometer vor dem britischen Hastings kollidierten am 9.10. zwei
Frachter im Ärmelkanal. Die niederländische "Aquamarine" stieß mit der mit
Stahl beladenen "The Ash" zusammen. Fünf von deren Besatzungsmitgliedern
wurden von der "Aquamarine" aufgenommen. Den Kapitän rettete ein
Hubschrauber der Coast Guard, später starb er jedoch in einem Krankenhaus.
Die "Ash" sank unterdessen, wobei rund 80 t Öl austraten, von denen jedoch
keine nennenswerte Umweltschädigung ausging. Die "Aquamarine" konnte nach
der Havarie den Hafen von Wales anlaufen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
187 Schiffbrüchige gerettet
Dienstag, 09.10. 2001, 15:47:00 Uhr
(Weihnachtsinseln)
187 Iraker mußten am 8.10. von dem australischen Kriegsschiff "Adelaide"
von Bord deren sinkenden indonesischen Schiffes gerettet werden. Die
"Adelaide" hatte den Havaristen bereits am 6.10. auf dem Weg von Indonesien
nach Australien nahe der Weihnachtsinseln abgefangen. Über den Zustand der
Geretteten, die in Australien Asyl beantragen wollten, gab es keine
Angaben. Das Unglück habe aber keine Toten gefordert.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Unterelbe: Kutter gekentert
Dienstag, 09.10. 2001, 15:45:26 Uhr
(Glückstadt)
Auf der Unterelbe havarierte zur Mittagszeit des 8.10. ein Kutter. Das
Schiff lief auf Höhe der Störmündung aus ungeklärter Ursache voll Wasser
und kenterte. Die sechsköpfige Besatzung mußte von einem Polizeiboot mit
Unterkühlungen aus dem Wasser gerettet werden. Der vollgeschlagene Havarist
wurde anschließend nach Glückstadt geschleppt.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Atom-U-Boot ''Kursk'' auf dem Weg nach Murmansk
Montag, 08.10. 2001, 21:58:24 Uhr
Die Bergung des russischen Atom-U-Bootes "Kursk" ist ohne Probleme verlaufen. Jetzt ist die Kursk unterwegs in Richtung Murmansk. Angesichts eines befürchteten Sturms über der Barentssee im Polarmeer gingen die niederländischen Bergungsfirmen ein erhöhtes Risiko ein und ließen das Dockschiff "Giant-4" bereits Richtung Küste schleppen, bevor das riesige Wrack sicher unter dem Kiel vertäut war.
Die Sirenen aller an der Aktion beteiligten Schiffe heulten, als der Schleppzug mit der "Kursk" die Unglücksstelle verließ. Sogar eine Gruppe Delfine sei an der Bergungsstelle beobachtet worden. Igor Spasski vom Kursk-Konstruktionsbüro Rubin weinte: "Ein Jahr haben wir auf diesen Tag gewartet, haben viele Emotionen durchlebt, aber wir haben unsere Arbeit sehr verständig gemacht", sagte er nach Angaben von Itar-Tass.
Von allen an der Operation beteiligten Schiffen wurden Kränze für die 118 beim Untergang am 12. August 2000 getöteten Matrosen ins Meer geworfen. Der Schleppzug soll in zwei Tagen die Marinebasis Rosljakowo bei Murmansk erreichen.
Nach dem Festmachen sollen in einem Dock die Leichen der toten Seeleute geborgen werden. Außerdem soll weiter nach der Unglücksursache geforscht werden. Russische Experten gehen inoffiziell davon aus, dass ein defekter Torpedo bei einem Manöverschießen bereits im Abschussrohr detonierte.
Hebung der Kursk technische Meisterleistung
Lob für die technische Meisterleistung kam von Präsident Wladimir Putin. Die Hebung des gesunkenen, einst 20.000 Tonnen schweren U-Boots gelang mit einmonatiger Verspätung in der Nacht mit Hilfe des niederländischen Bergungsschiffs Giant-4. In den vergangenen Wochen hatten Taucher 26 Stahlkabel an dem U-Boot befestigt. Jedes der Kabel wiegt 22 Tonnen.
Nach letzten Tests in der Nacht waren die 26 computergesteuerten Winden auf dem Dockschiff gegen Morgen auf volle Leistung geschaltet worden. Sie zogen mit einer Zugkraft von 9000 Tonnen zunächst das Heck und dann den Bug aus dem lehmigen Meeresgrund in 108 Meter Tiefe. Insgesamt dauerte die Hebung 19 Stunden.
Der abgetrennte Bugbereich, in dem weiterhin scharfe Torpedos vermutet werden, soll noch bis mindestens ins kommende Jahr auf dem Meeresboden bleiben.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Verpuffung auf Sportboot>
Montag, 08.10. 2001, 16:06:12 Uhr
(Pinneberg)
Auf der Pinnau, Kreis Pinneberg, kam es in der Nacht vom 6. zum 7. Oktober
zu einer Verpuffung auf einem Sportboot. Ein Mann an Bord erlutt dabei
Verbrennungen zweiten Grades. Höhe des Schadens und Ursache des Unglücks
sind noch nicht bekannt.
Quelle: Tim
Schwabedissen
PAZIFIK: Vor Australien gestoppte Flüchtlinge werfen Kinder über Bord
Sonntag, 07.10. 2001, 13:02:52 Uhr
CANBERRA. Vor der australischen Weihnachtsinsel haben Flüchtlinge,
die von der Marine gestoppt wurden, Kinder über
Bord geworfen. Auch
mehrere Erwachsene sprangen ins Meer, nachdem
ihr Schiff mit rund 300
Menschen am Samstagabend zur Rückkehr in
internationale Gewässer
aufgefordert wurde, wie Einwanderungsminister
Philip Ruddock am
Sonntag mitteilte. Die Marine rettete nach
seinen Angaben die über Bord
gegangenen Menschen.
Ruddock erklärte, Australien werde sich auf
diese Weise nicht unter Druck
setzen lassen. Keiner der Passagiere werde auf
das australische Festland
gelassen. Das 120 Seemeilen (222 Kilometer) vor
der zu Australien
gehörenden Weihnachtsinsel gestoppte Schiff kam
aus Indonesien. Die
Nationalität der Flüchtlinge war nicht bekannt.
Im August hatte die
australische Marine den norwegischen Frachter
«Tampa» geentert, dessen
Kapitän Flüchtlinge von einem gesunkenen Boot
aufgenommen hatte. Die
zumeist aus Afghanistan stammenden 433 Menschen
wurden nach
internationalen Verhandlungen in den
Pazifikstaat Nauru gebracht.
Quelle: Joachim Preuß, www.sailpress.de - Sicherheit
für Hochseesegler
Frachter im Schwarzen Meer gesunken
Montag, 01.10. 2001, 11:49:37 Uhr
(Constanca) - In den Abendstunden des 29.9. geriet im Schwarzen Meer der türkische
Frachter "Kaptan Yasar" in Seenot und funkte Notrufe. Mehrere Schnellboote
der rumänischen Küstenwache liefen daruafhin zu der Position 60 km vor der
Küste. Die zehnköpfige Besatzung war bereits in die Rettungsboote gegangen,
verharrte jedoch beim Havaristen, bis er am 30.9. vollständig gesunken war.
Nach dem endgültigen Untergang ihres mit Mineralien beladenen Schiffes
ließen sie sich retten. Auf dem Wasser bildete sich ein Ölteppich von zwei
Kilometern Länge und 1,2 Kilometern Breite, der jedoch die Küsten nicht
bedoht. Die Unglücksursache ist noch nicht geklärt.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Feuer in Büsum
Montag, 01.10. 2001, 11:50:22 Uhr
(Büsum)
Zu einem Schwelbrand kam es am 28.9. auf einem holländischen Fischkutter,
der im Büsumer Hafen lag. Das Feuer überraschte den 40jährigen Kapitän des
Schiffes im Schalf. Er mußte mit einer Rauchvergiftung in ein Krankenhaus
eingeliefert werden. Der Kutter lag wegen eines vorhergegangenen
Wassereinbruchs zur Reparatur in einer Büsumer Werft. Brandursache und
Schadenshöhe sind noch unbekannt.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Sail home to ESYS ...
Page by Peter O.Walter,
SY ESYS
Kontakt
URL of this Page is: http://www.esys.org/news/sos_0110.html