EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv Oktober 2001

Last update: Montag, 05.11. 2001, 06:51:19 Uhr

Interessante Links:

Tankerkollision
Montag, 05.11. 2001, 06:41:43 Uhr

In der Nacht zum 30.10. kollidierte ein mit Schwefelsäure beladener Hamburger Binnentanker von 1006 tdw in der Norderelbe mit dem dortigen Zollponton Entenwerder. Als der 20jährige Kapitän in den Peutekanal einlaufen wollte, erhielt sein 62-m-Schiff durch die Strömung zu hohes Tempo. Beim Versuch, durch ein Rückwärtsmanöver das Auflaufen auf eine Böschung zu vermeiden, geriet das Schiff in eine Drehbewegung und rammte den Ponton. Der Sachschaden daran wurde mit 20000 DM beziffert, der Tanker wurde nur unwesentlich lädiert. Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei dauern an.
Quelle: Tim Schwabedissen

Tanker gerammt
Montag, 05.11. 2001, 06:41:10 Uhr

Nördlich Sri Lankas rammte am 30.10. ein Boot der Rebellengruppe Tamil Eelam den Tanker "Silk Pride". Das mit 275 Tonnen Diesel beladene Schiff fing bei dem Anschlag Feuer und wurde schwer beschädigt. 13 zum militärischen Personal des Schiffes gehörende Menschen und 12 zivile Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden, drei Militärangehörige wurden zunächst vermißt. Die Selbstmordattentäter gehörten zu einer Gruppe, die seit Jahren für einen autonomen Tamilenstaat kämpft.
Quelle: Tim Schwabedissen

FLugzeug auf Schiff gestürzt
Montag, 05.11. 2001, 06:39:42 Uhr

Während des Manövers "Schnelles Schwert 2" kam es am 27.10. vor der Küste Omans zu einem Unglück. Ein britischer Militärhubschrauber stürzte auf das omanische Kriegsschiff "El Scharkija". Dessen zweiköpfige Besatzung konnte sich mit dem Fallschirm retten. Einige Seeleute des Schiffes erlitten leichte Verletzungen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Tankerexplosion
Montag, 05.11. 2001, 06:40:26 Uhr

Auf dem bulgarischen Tanker "Han Asparuh" kam es am 27.10. im Schwarzen Meer zu einer Explosion mit anschließendem Feuer. Das Schiff hatte gerade mit einer Ladung Rohöl den russischen Hafen Noworossiisk verlassen, als sich das Unglück ereignete. Sieben Besatzungsmitglieder wurden verletzt und mußten mit Verbrennungen oder Rauchvergiftung ins Krankenhaus transportiert werden. Nach mehreren Stunden gelang es russischen Feuerwehrleuten, die Flammen auf dem Havaristen unter Kontrolle zu bringen. Öl geriet offenbar nicht ins Meer.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kursk: Erste Seeleute geborgen
Donnerstag, 25.10. 2001, 21:08:28 Uhr

Ermittler und Gerichtsmediziner haben die ersten Toten aus dem gesunkenen russischen U-Boot geholt. Die Experten hätten am Donnerstag zuerst die Heckkammer untersucht, wo die Körper von elf der ursprünglich 118 toten Seeleute vermutet würden, berichtete die Agentur Interfax. Am Nachmittag seien dann zunächst drei Leichen geborgen worden.

„Die Arbeiten zur Bergung der übrigen Opfer werden zügig fortgesetzt“, sagte Generalstaatsanwalt Wladimir Ustinow. Im Herbst des vergangenen Jahres waren bereits die Leichen von zwölf Besatzungsmitgliedern vom Grund der Barentsee geholt worden. Unmittelbar nach der durch zwei Explosionen ausgelösten Katastrophe hatten sich 23 Männer in die hinterste Sektion geflüchtet. Dort wollten die Seeleute das U-Boot über eine Notausstiegsluke verlassen, die sich aber nicht öffnen ließ. Das ging aus einem Abschiedsbrief hervor, den einer der zwölf im Vorjahr geborgenen Toten bei sich trug.

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte den Angehörigen der Opfer versprochen, die Leichen der Seeleute noch in diesem Jahr an Land bestatten zu können. Bislang war unklar, ob sich die Männer nach den Explosionen und dem Feuer an Bord sowie 14 Monaten im Salzwasser noch identifizieren lassen.

Hintergrund: Das russische Atom-U-Boot Kursk war im August 2000 in der Barentsee nach zwei schweren Explosionen gesunken. Sämtliche Rettungsversuche der russischen Marine schlugen fehl. Erst 14 Monate nach dem Unglück konnte das Schiff durch niederländische Bergungsspezialisten gehoben und in das Marinedock Rosljakowo geschleppt werden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Kursk über Wasser
Donnerstag, 25.10. 2001, 11:17:39 Uhr

Das Wrack des russischen Atom-U-Bootes "Kursk" wurde im Laufe des 24.10. weitgehend trockengelegt. Die Operation sei sehr kompliziert, doch sei niemand in Eile, hieß es aus Marinekreisen. Die zwei Atomreaktoren und die 22 Nuklearraketen stehen indes noch unter Wasser. Bislang wurde lediglich die obere Außenhülle des Bootes von Experten inspiziert, um mögliche Beschädigungen der Raketensilos abschätzen zu können. Ende der Woche dürfen Staatsanwaltschaft und Gerichtsmediziner voraussichtlich ins Innere des Wracks einsteigen. Lange Zeit wird wohl auch die Bergung und Indentifizierung der Leichen in Anspruch nehmen, da sie kaum wiederzuerkennen sein werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Erneut Flüchtlinge in Seenot
Donnerstag, 25.10. 2001, 11:17:08 Uhr

Nur wenige Tage nach dem Flüchtlingsdrama vor Java sind in der Ägäis am 24.10. zwei Schleuserschiffe in Seenot geraten. Vor der Insel Kos nahe der türkischen Küste erlitt ein Schnellboot Schiffbruch. 11 Iraker wurden von der griechischen Küstenwache aufgenommen. Mit Maschinenschaden wurde ein türkisches Segelschiff mit 112 Kurden an Bord vor der Insel Hydra aufgebracht und nach Piräus eingeschleppt. Weitere vier Flüchtlinge wurden schließlich in einem selbstgebastelten Holzboot aufgegriffen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kursk im Trockendock
Mittwoch, 24.10. 2001, 17:17:09 Uhr

Am 22.10. setzten erstmals Menschen wieder ihren Fuß auf das Deck des Atom-U-Bootes "Kursk". Zwei Tage zuvor hatte die "Giant 4" das im August 2000 gesunkene und in monatelanger Arbeit gehobene Schiff in ein Dock in Roskjakowo nahe Murmansk bugsiert. Mit einem Kranzwurf für die 118 ertrunkenen Seeleute der "Kursk" endete hier der Einsatz des Bergungsschiffes, das noch am selben Tag die Heimreise antrat. Anschließend wurde die rostscheckige "Kursk" langsam an die Wasseroberfläche gehoben. Nach einer Gedenkminute betrat eine Ermittlergruppe dann zunächst das Oberdeck des Wracks. Als erstes sollen Luftproben aus dem Inneren genommen und Untersuchungen auf Radioaktivität durchgeführt werden. Zum Schutz gegen giftige Gase werden die Bergungstrupps zudem Gasmasken tragen, wenn sie in ungefähr drei Tagen das bis dahin ausreichend gelenzte Wrack betreten sollen. Vordringliche Aufgabe wird dann die Sicherung der 22 Cruise Missiles an Bord sein, über deren Zustand bislang keine Erkenntnisse vorliegen. Die weitgehend zerstörte Bugsektion des U-Bootes liegt, mit einem Netz gesichert, weiterhin an der Untergangsstelle in der Barentssee. Ob es 2002 geborgen wird, ist noch nicht entschieden.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Wie auf der Titanic"
Mittwoch, 24.10. 2001, 17:15:42 Uhr

«Ich habe mich zwei Tage an der Leiche einer Frau festgehalten. Ich wollte sterben. Ich sah, wie Kinder ganz schnell starben», so berichtete eine der 44 Überlebenden des Flüchtlingsdramas vor Java von der Katastrophe, der über 350 Menschen, vornehmlich Frauen und Kinder, zum Opfer fielen. Nach den vorliegenden Augenzeugenberichten war das nur 19 Meter lange Holzschiff, das am 18.10. aus Sumatra ausgelaufen war, gegen 14 Uhr des Folgetags zu einer Leckage gekommen mit anschließendem Maschinenausfall gekommen. Ein Mechaniker versuchte noch, den Wassereinbruch zu stoppen, doch binnen Minuten legte sich der Havarist auf die Seite und begann rasch zu sinken. 200 Menschen unter Deck saßen ohne Chance sich zu retten in der Falle. Überlebende fühlten sich an das "Titanic"-Desaster erinnert, berichteten, wie Leichen unter ihnen im Wasser trieben, während sie auf Rettung warteten. Ein achtjähriger verlor 21 Verwandte. Am 23.10. wurden die zum Teil traumatisierten Schiffbrüchigen in ein Lager in der indonesischen Stadt Bogor gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Großfeuer auf Fähre in Kiel
Dienstag, 23.10. 2001, 11:37:14 Uhr

(Kiel) Im Kieler Ostuferhafen geriet die Fähre "Translubeca" am 20.10. in Brand. Gegen 16 Uhr brach in einer Sauna auf Deck D Feuer aus. Die 60 Passagiere wurden sofort von der 22köpfigen Besatzung evakuiert und konnten unverletzt gerettet werden. Für die Kieler Feuerwehr begann ein Großeinsatz, der durch mehrere freiwillige Feuerwehren unterstütz wurde. In gut einer Stunde konnten so rund 100 Einsatzkräfte der Flammen Herr werden. Das Feuer hatte eine extreme Hitze entwickelt und das gesamte Deck verraucht. Um 17.45 war der Brand gelöscht. Die Feuerwehr stellte der Besatzung ein gutes Zeugnis aus, sie sei für eine solche Notsituation peferkt vorbereitet gewesen. Das betroffene Deck wurde zerstört, der Schaden auf eine schsstellige Höhe geschätzt, jedoch keine sicherheitsrelevanten Einrichtungen betroffen. Am 21.10. wurde die "Translubeca", die zwischen Kiel und St. Peterburg verkehrt, vom GL freigegegeben und nahm "as is" den Liniendienst wieder auf. Schadensursache ist wahrscheinlich ein technischer Defekt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Flüchtlingsdrama in Indonesischer See
Dienstag, 23.10. 2001, 11:36:19 Uh

(Java) Am 19.10. sank vor der Insel Java ein indonesisches Schiff mit über 400 Flüchtlingen an Bord. Nur 44 von ihnen konnten gerettet werden, nach bisherigen Angaben sind 365 ertrunken, die meisten Palästinenser, Iraner, Afghanen und Algerier. Das für nur 150 Passagiere ausgelegte Schiff war tags zuvor vom indonesischen Lampung zur australischen Weihnachtsinsel aufgebrochen und plötzlich innerhalb von 10 Minuten gesunken. Zunächst hätten 120 Menschen den Untergang überlebt, jedoch seien erst über 20 Stunden später zwei Fischerboote an der Unglücksstelle eingetroffen. Viele der Geretteten erlitten Knochenbbrüche oder Schnittwunden durch Korallen. Weil keine weiteren Überlebenden vermutet wurden, fand keine weitergehende Suchaktion mehr statt. Erst im August hatte der norwegische Frachter "Tampa" über 400 Menschen von einer sinkenden indonesischen Fähre gerettet und kam in die Schlagzeilen, als die australischen Behörden den Menschen den Landgang verweigerte.
Quelle: Tim Schwabedissen

Ein Toter bei Brand auf US-Marineschiff
Sonntag, 21.10. 2001, 18:20:44 Uhr
INGELESIDE. Bei einem Brand auf dem US-Marineschiff «Inchon» ist ein Soldat ums Leben gekommen. Sieben weitere wurden verletzt, wie die Marine am Samstag mitteilte. Zur Zeit des Feuers habe eine Übung auf dem Schiff stattgefunden, das vor Ingleside in Texas liegt. Die Ermittlungen seien eingeleitet worden.
Quelle: Joachim Preuß, www.sailpress.de - Sicherheit für Hochseesegler

Fünf Tote bei Explosion auf griechischer Werft
Samstag, 20.10. 2001, 21:42:15 Uhr

Athen (AP) Bei Reparaturarbeiten an einem Tanker sind am Samstag auf einer griechischen Werft fünf Menschen ums Leben gekommen. Die Arbeiter befanden sich im Rumpf der «Sailor», als dort nach einer Explosion Feuer ausbrach. Das Unglück ereignete sich nach Angaben des Handelsmarineministeriums auf der Insel Salamis, rund 20 Kilometer westlich von Athen. Der erste Ingenieur der «Sailor» wurde mit Verbrennungen in ein Krankenhaus eingeliefert; sein Zustand wurde als stabil beschrieben. Die Unglücksursache war zunächst nicht bekannt. Das Ministerium erklärte weiter, fünf Personen seien in Zusammenhang mit dem Unglück festgenommen worden, darunter drei Mitarbeiter der Werft, der Kapitän des Schiffs und ein Marineinspektor. Die «Sailor» fährt unter der Flagge der Bahamas.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Leichen im Wrack der «Ehime Maru» entdeckt
Samstag, 20.10. 2001, 21:21:54 Uhr

Los Angeles, Vor der Küste von Hawaii haben Taucher im gesunkenen japanischen Schulschiff «Ehime Maru» drei Leichen entdeckt. Zwei der Ertrunkenen wurden bereits geborgen. Bei den Opfern handelt es sich um einen 17-jährigen Schüler und um ein 60-jähriges Besatzungsmitglied. Ihre Identität konnte durch Röntgenaufnahmen ihrer Zähne festgestellt werden. Sechs weitere Leichen werden noch im Schiffswrack vermutet.

70 Taucher im Einsatz

Das Schulschiff war am 9. Februar dieses Jahres etwa 16 Kilometer vor Honolulu von dem amerikanischen U-Boot «Greeneville» beim Auftauchen gerammt worden. Dabei ertranken 4 Schüler, 2 Ausbildner und 3 Besatzungsmitglieder. 26 Schiffsinsassen überlebten die Kollision. Das Schiff sank und liegt in etwa 600 Metern Tiefe auf dem Meeresboden.

Die amerikanische Marine übernahm die Verantwortung für den Unfall. Sie stimmte der kostspieligen Bergungsaktion auf Drängen der Angehörigen der Opfer sowie der japanischen Regierung zu. Mehrere Angehörige reisten aus Japan an, um die Überreste der Ertrunkenen in Empfang zu nehmen.

Die risikoreichen Bergungsarbeiten hatten Anfang dieser Woche begonnen. Das 750 Tonnen schwere Schiff wurde zunächst etwa 30 Meter angehoben und dann über eine Strecke von 15 Kilometern in seichtere Gewässer geschleppt. Dort begann ein Team von rund 70 amerikanischen und japanischen Tauchern das Wrack nach den Leichen abzusuchen. Gegenstände wie der Anker und das Namensschild sollen geborgen werden und später bei einem noch zu errichtenden Denkmal ausgestellt werden. Die Bergungsarbeiten werden voraussichtlich vier Wochen dauern. Nach dem Abschluss der Bergungsarbeiten soll das Schiffswrack wieder in tiefere Gewässer geschleppt werden und dort liegen bleiben.

Verschmutzung des Meeres befürchtet

Die amerikanische Marine hatte den Plan zur Bergung zusammen mit Umweltschutzorganisationen ausgearbeitet. Diese hatten Befürchtungen geäussert, dass die Bergung des Wracks zu einer Verschmutzung des Meeres führen könnte. Die «Ehime Maru» hatte eine grössere Menge Diesel an Bord. Bereits sind Beschwerden eingegangen, wonach Seevögel mit Diesel in Kontakt gekommen sein sollen. Die amerikanische Marine hat noch nie ein so schweres Schiff aus einer solchen Tiefe geborgen. Die Kosten für die Aktion werden auf rund 60 Millionen Dollar geschätzt.

Ein Ermittlungsausschuss der Marine stellte zwei Hauptursachen für den Zusammenstoss zwischen der «Greeneville» und der «Ehime Maru» fest: Der Kapitän des U-Bootes, Scott D. Waddle, hatte die Wasseroberfläche mit dem Periskop und den Sonargeräten ungenügend überwacht; ausserdem hatten Offiziere und Mannschaft unzureichend zusammengearbeitet und es versäumt, Informationen über die Bedingungen an der Wasseroberfläche auszutauschen. Waddle wurde der mangelnden Pflichterfüllung und der Gefährdung eines Schiffes für schuldig befunden. Er entging jedoch einem Strafprozess. Am 1. Oktober war er freiwillig in den Ruhestand getreten. Er ist damit ehrenhaft aus der Marine ausgeschieden. Vier weitere Besatzungsmitglieder, ein Techniker sowie drei Offiziere, erhielten Verwarnungen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Schiff lief auf Grund
Samstag, 20.10. 2001, 21:18:51 Uhr

Ein Tanklastschiff ist am Donnerstagabend in der Höhe von Rees auf Grund gelaufen. Gegen 20.30 Uhr wurde die Wasserschutzpolizei benachrichtigt, dass das Schiff, das bereits geankert hatte, durch den Sog abgetrieben wurde und dadurch auf Grund lief. Von der Ladung trat dabei nichts aus. Am Freitagnachmittag wurde damit begonnen, einen Teil des über 2500 Tonnen geladenen Super-benzins auf ein anderes Schiff umzupumpen, damit der havarierte Tanker wieder Fahrt aufnehmen konnte. Feuerwehr und Wasserschutzpolizei wachten über den Vorgang.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Atlantik: Tanker-Katastrophe vor Brasilien

RIO DE JANEIRO. Ein schwerer Tanker-Unfall hat Brasilien an den Rande einer Umweltkatastrophe gebracht. Der Unfall ereignete sich vor der Atlantikküste im Süden Brasiliens und zwang wegen des Explosionsrisikos mehrere tausend Menschen zum Verlassen ihrer Häuser und Arbeitsplätze. Wie Medien am Freitag unter Berufung auf Behörden und Zivilschutz berichteten, sind am späten Donnerstagabend mehrere Millionen Liter Erdöl in die Paranagua-Bucht im Land Parana ausgeströmt. Der Tanker "Norma" der staatlichen Ölgesellschaft Petrobras war aus noch unbekannter Ursache rund 500 Meter vom Festland entfernt mit einer Sandbank kollidiert.
Da es sich um leichtes Öl handle, sei die Brandgefahr sehr groß, ließ die regionale Umweltbehörde wissen. Deshalb sei das Unfallgebiet - darunter der ganze Hafen und ein Fischerdorf - in einem Umkreis von drei Kilometern evakuiert sowie der Luftraum geschlossen worden. Zudem sei der Strom abgedreht worden. Betroffen seien 3000 Fischerfamilien sowie zahlreiche Hafenunternehmen mit ihren 7000 Mitarbeitern.
Der Präsident von Petrobras, Henri Reichstuhl gab derweil Entwarnung. Das leichte Öl werde in kurzer Zeit verdunsten, die Schäden für die Umwelt würden sich in Grenzen halten und die Gefahr einer Explosion bald verschwunden sein, versicherte er. Das Land Parana war im Juli 2000 Schauplatz der größten Umwelttragödie der vergangenen 25 Jahre in Brasilien gewesen, als aus einer geborstenen Pipeline vier Millionen Liter Öl in zwei Flüsse ausliefen.
Von: Joachim_Preuss, sailpress.de - Sicherheit für Hochseesegler

Tanker in Brasilien leckgeschlagen>
Freitag, 19.10. 2001, 12:36:31 Uhr

(Paraguana) Ein Tanker mit Schwerbenzin lief am 18.10. im südbrasilianischen Hafen Paraguana auf Grund und schlug leck. 5000 Tonnen der Ladung liefen aus dem Havarist aus, ehe er mit Ölbarrieren umgeben werden konnte. Die zuständige staatliche Ölgesellschaft Petrobras teilte später mit, das Schiff und der Ölaustritt seien unter Kontrolle. Die Gesellschaft hatte erst im März eine Bohrinsel im Campos-Bassin verloren, bei deren Untergang 3500 Tonnen Öl und Diesel ins Meer floossen, im Jahr 2000 hatte sie Millionenbußgelder wegen Ölverschmutzungen des Flusses Iguacu und der Guanabara-Bucht bei Rio de Janeiro zu zahlen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Suche nach Opfern von Trawleruntergang
Mittwoch, 17.10. 2001, 17:36:45 Uhr

(Hawaii) 20 Monate nach der Versenkung des japanischen Fischereiausbildungsschiffes "Ehime Maru" durch ein unachtsam auftauchendes US-U-Boot vor Hawaii stiegen jetzt erstmals amerikanische Marinetaucher zum Wrack hinab. Sie haben die Aufgabe, neun noch an Bord vermutete Leichen aufzuspüren und aus der Tiefe zu bergen. Als die "Ehime Maru" nach dem Rammstoß in Windeseile sank, konnten von der 35köpfigen Besatzung nur 26 Menschen gerettet werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kollision auf der Elbe
Montag, 15.10. 2001, 16:54:24 Uhr

(Hamburg) Am 13.10. rammte ein niederländischer Saugbagger auf der Elbe vor dem Köhlbrandhöft gegen 14 Uhr einen Arbeitsponton. Bei der Kollision knickten dessen Standbeine ein, er drohte anschließend zu kentern. Zwei Arbeiter wurden leicht verletzt. Die Plattform des Pontons neigte sich auf 40 Grad Schlagseite, es kam zum Austritt von einigen Tonnen Dieselkraftstoff und Ölen, die aber sofort von der Hamburger Feuerwehr eingeschlängelt werden konnten. Weiterhin wurde ein Kran gesichert, der abzurutschen drohte. Ein Bergungskran soll den Ponton am 15.10. wieder aufrichten.
Quelle: Tim Schwabedissen

Untergang in Büsum
Montag, 15.10. 2001, 16:54:53 Uhr

(Büsum) Am Morgen des 13.10. lief im Büsumer Hafen direkt vor dem Kurmittelhaus der 7,5-m-Kutter "Luckas" voll Wasser. Als die Freiwillige Feuerwehr anrückte, war das Schiff bereits gekentert und gesunken. Um eine Ölverschmutzung zu vermeiden, wurden als erstes Ölschlengel und Vliese ausgebracht. Anschließend begann die Feuerwehr, das Wrack zu lenzen. Gegen 17 Uhr war der Einsatz von vier Fahrzeugen und 30 Feuerwehrleuten vor den Augen von über 100 Schaulustigen beendet, die "Luckas" wieder schwimmfähig. Es stellte sich heraus, daß ein Seeventil vorsätzlich geöffnet worden war. Bei der Havarie wurde der Motor des Schiffes vollkommen zerstört.
Quelle: Tim Schwabedissen

Massenbad nach Kollision in Berlin
Montag, 15.10. 2001, 16:55:20 Uhr

(Berlin) Ein unfreiwillliges Bad nahmen vier Menschen am Abend des 14.10. in der Spree. Vor der Halbinsel Alt-Stralau stieß ein Ausflugsdampfer kurz vor 19 Uhr mit einem Motorboot zusammen. Auf beiden Kollisionsgegnern gingen jeweils zwei Passagiere bei dem Ruck über Bord. Die herbeigeeilte Wasserschutzpolizei rettete sie aus dem Fluß, eine Person war bereits unterkühlt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schiffskollision im Ärmelkanal
Samstag, 13.10. 2001, 21:43:18 Uhr

Bei dem Zusammenstoß zweier Frachtschiffe ist im Ärmelkanal ein Kapitän getötet worden. Wie die Küstenwache mitteilte, stieß die in den Niederlanden registrierte „Aquamarine“ am Dienstag etwa 16 Kilometer von Hastings entfernt mit „The Ash“ zusammen, die Stahl geladen hatte. „The Ash“ sank nach der Kollision, fünf ihrer Besatzungsmitglieder wurden von der „Aquamarine“ aufgenommen, während der Kapitän von einem Hubschrauber der Küstenwache geborgen wurde. Er starb später im Krankenhaus. Ein Sprecher der Umweltbehörde erklärte, aus dem gesunkenen Schiff seien etwa 83 metrische Tonnen Öl ausgetreten, die „Aquamarine“ habe in einen Hafen in Wales einlaufen können. Die Behörden rechneten nicht mit ernsthaften Schädigungen der Umwelt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

"Nervenkitzel" kostet 11 Menschenleben: Schiffbruch im Hurrikan
Donnerstag, 11.10. 2001, 17:00:11 Uhr

(Big Creek) Leichtsinn und Sensationslust forderten am 10.10. das Leben von 11 amerikanischen Tauchtouristen. Sie waren mit ihrer Yacht vor der Küste Mexikos unterwegs, als der Hurrikan Iris über das Gebiet zog. Die Ausflügler wurden zwar aufgefordert, einen sicheren Hafen anzulaufen, weigerten sich aber, dies zu tun. Sie gaben statt dessen an, den Nervenkitzel hautnah erleben zu wollen. Vor der Küste von Big Creek wurde ihre Yacht von dem Sturm erfaßt und sank. Niemand an Bord erreichte lebend das Ufer. Insgesamt starben durch den Wirbelsturm mehr als 25 Menschen, rund 13000 verloren ihr Obdach.
Quelle: Tim Schwabedissen

''Kursk''-Schleppzug erreicht Bucht von Murmansk
Mittwoch, 10.10. 2001, 21:18:47 Uhr

Der Schleppzug mit dem gehobenen russischen Atom-U-Boot "Kursk" ist nach zweitägiger Fahrt in der Kola-Bucht vor Murmansk eingetroffen. Die "Kursk" soll nun in ein Trockendock bugsiert werden. Zunächst wird das Wrack aber auf Radioaktivität untersucht.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Kollision im Ärmelkanal
Mittwoch, 10.10. 2001, 17:11:08 Uhr

(Hastings) 16 Kilometer vor dem britischen Hastings kollidierten am 9.10. zwei Frachter im Ärmelkanal. Die niederländische "Aquamarine" stieß mit der mit Stahl beladenen "The Ash" zusammen. Fünf von deren Besatzungsmitgliedern wurden von der "Aquamarine" aufgenommen. Den Kapitän rettete ein Hubschrauber der Coast Guard, später starb er jedoch in einem Krankenhaus. Die "Ash" sank unterdessen, wobei rund 80 t Öl austraten, von denen jedoch keine nennenswerte Umweltschädigung ausging. Die "Aquamarine" konnte nach der Havarie den Hafen von Wales anlaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen

187 Schiffbrüchige gerettet
Dienstag, 09.10. 2001, 15:47:00 Uhr

(Weihnachtsinseln) 187 Iraker mußten am 8.10. von dem australischen Kriegsschiff "Adelaide" von Bord deren sinkenden indonesischen Schiffes gerettet werden. Die "Adelaide" hatte den Havaristen bereits am 6.10. auf dem Weg von Indonesien nach Australien nahe der Weihnachtsinseln abgefangen. Über den Zustand der Geretteten, die in Australien Asyl beantragen wollten, gab es keine Angaben. Das Unglück habe aber keine Toten gefordert.
Quelle: Tim Schwabedissen

Unterelbe: Kutter gekentert
Dienstag, 09.10. 2001, 15:45:26 Uhr

(Glückstadt) Auf der Unterelbe havarierte zur Mittagszeit des 8.10. ein Kutter. Das Schiff lief auf Höhe der Störmündung aus ungeklärter Ursache voll Wasser und kenterte. Die sechsköpfige Besatzung mußte von einem Polizeiboot mit Unterkühlungen aus dem Wasser gerettet werden. Der vollgeschlagene Havarist wurde anschließend nach Glückstadt geschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Atom-U-Boot ''Kursk'' auf dem Weg nach Murmansk
Montag, 08.10. 2001, 21:58:24 Uhr

Die Bergung des russischen Atom-U-Bootes "Kursk" ist ohne Probleme verlaufen. Jetzt ist die Kursk unterwegs in Richtung Murmansk. Angesichts eines befürchteten Sturms über der Barentssee im Polarmeer gingen die niederländischen Bergungsfirmen ein erhöhtes Risiko ein und ließen das Dockschiff "Giant-4" bereits Richtung Küste schleppen, bevor das riesige Wrack sicher unter dem Kiel vertäut war.
Die Sirenen aller an der Aktion beteiligten Schiffe heulten, als der Schleppzug mit der "Kursk" die Unglücksstelle verließ. Sogar eine Gruppe Delfine sei an der Bergungsstelle beobachtet worden. Igor Spasski vom Kursk-Konstruktionsbüro Rubin weinte: "Ein Jahr haben wir auf diesen Tag gewartet, haben viele Emotionen durchlebt, aber wir haben unsere Arbeit sehr verständig gemacht", sagte er nach Angaben von Itar-Tass.

Von allen an der Operation beteiligten Schiffen wurden Kränze für die 118 beim Untergang am 12. August 2000 getöteten Matrosen ins Meer geworfen. Der Schleppzug soll in zwei Tagen die Marinebasis Rosljakowo bei Murmansk erreichen.

Nach dem Festmachen sollen in einem Dock die Leichen der toten Seeleute geborgen werden. Außerdem soll weiter nach der Unglücksursache geforscht werden. Russische Experten gehen inoffiziell davon aus, dass ein defekter Torpedo bei einem Manöverschießen bereits im Abschussrohr detonierte.

Hebung der Kursk technische Meisterleistung

Lob für die technische Meisterleistung kam von Präsident Wladimir Putin. Die Hebung des gesunkenen, einst 20.000 Tonnen schweren U-Boots gelang mit einmonatiger Verspätung in der Nacht mit Hilfe des niederländischen Bergungsschiffs Giant-4. In den vergangenen Wochen hatten Taucher 26 Stahlkabel an dem U-Boot befestigt. Jedes der Kabel wiegt 22 Tonnen.

Nach letzten Tests in der Nacht waren die 26 computergesteuerten Winden auf dem Dockschiff gegen Morgen auf volle Leistung geschaltet worden. Sie zogen mit einer Zugkraft von 9000 Tonnen zunächst das Heck und dann den Bug aus dem lehmigen Meeresgrund in 108 Meter Tiefe. Insgesamt dauerte die Hebung 19 Stunden.

Der abgetrennte Bugbereich, in dem weiterhin scharfe Torpedos vermutet werden, soll noch bis mindestens ins kommende Jahr auf dem Meeresboden bleiben.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Verpuffung auf Sportboot>
Montag, 08.10. 2001, 16:06:12 Uhr

(Pinneberg) Auf der Pinnau, Kreis Pinneberg, kam es in der Nacht vom 6. zum 7. Oktober zu einer Verpuffung auf einem Sportboot. Ein Mann an Bord erlutt dabei Verbrennungen zweiten Grades. Höhe des Schadens und Ursache des Unglücks sind noch nicht bekannt.
Quelle: Tim Schwabedissen

PAZIFIK: Vor Australien gestoppte Flüchtlinge werfen Kinder über Bord
Sonntag, 07.10. 2001, 13:02:52 Uhr
CANBERRA. Vor der australischen Weihnachtsinsel haben Flüchtlinge, die von der Marine gestoppt wurden, Kinder über Bord geworfen. Auch mehrere Erwachsene sprangen ins Meer, nachdem ihr Schiff mit rund 300 Menschen am Samstagabend zur Rückkehr in internationale Gewässer aufgefordert wurde, wie Einwanderungsminister Philip Ruddock am Sonntag mitteilte. Die Marine rettete nach seinen Angaben die über Bord gegangenen Menschen. Ruddock erklärte, Australien werde sich auf diese Weise nicht unter Druck setzen lassen. Keiner der Passagiere werde auf das australische Festland gelassen. Das 120 Seemeilen (222 Kilometer) vor der zu Australien gehörenden Weihnachtsinsel gestoppte Schiff kam aus Indonesien. Die Nationalität der Flüchtlinge war nicht bekannt. Im August hatte die australische Marine den norwegischen Frachter «Tampa» geentert, dessen Kapitän Flüchtlinge von einem gesunkenen Boot aufgenommen hatte. Die zumeist aus Afghanistan stammenden 433 Menschen wurden nach internationalen Verhandlungen in den Pazifikstaat Nauru gebracht.
Quelle: Joachim Preuß, www.sailpress.de - Sicherheit für Hochseesegler

Frachter im Schwarzen Meer gesunken
Montag, 01.10. 2001, 11:49:37 Uhr

(Constanca) - In den Abendstunden des 29.9. geriet im Schwarzen Meer der türkische Frachter "Kaptan Yasar" in Seenot und funkte Notrufe. Mehrere Schnellboote der rumänischen Küstenwache liefen daruafhin zu der Position 60 km vor der Küste. Die zehnköpfige Besatzung war bereits in die Rettungsboote gegangen, verharrte jedoch beim Havaristen, bis er am 30.9. vollständig gesunken war.
Nach dem endgültigen Untergang ihres mit Mineralien beladenen Schiffes ließen sie sich retten. Auf dem Wasser bildete sich ein Ölteppich von zwei Kilometern Länge und 1,2 Kilometern Breite, der jedoch die Küsten nicht bedoht. Die Unglücksursache ist noch nicht geklärt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Feuer in Büsum
Montag, 01.10. 2001, 11:50:22 Uhr

(Büsum) Zu einem Schwelbrand kam es am 28.9. auf einem holländischen Fischkutter, der im Büsumer Hafen lag. Das Feuer überraschte den 40jährigen Kapitän des Schiffes im Schalf. Er mußte mit einer Rauchvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Der Kutter lag wegen eines vorhergegangenen Wassereinbruchs zur Reparatur in einer Büsumer Werft. Brandursache und Schadenshöhe sind noch unbekannt.
Quelle: Tim Schwabedissen

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