
EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv Dezember 2001
Last update: Montag, 03.12.2001, 19:55:09 Uhr

Interessante Links:
Zwei deutsche Frachter vor Holland in Seenot
29.12.01
In einem Sturm mit Windgeschwindigkeiten bis zu 110 km/h gerieten vor der
niederländischen Küste am 28.12.2001 zwei deutsche Schiffe in Seenot. Der
mit Säure beladener Bremer Frachter "Sloman Traveller" geriet vor der Insel
Vlieland in Brand, die 16 Seeleute an Bord wurden von Hubschrauebrn der
Küstenwache geborgen. Die Ladung chemischer Stoffe, u.a. Aceton und Toluol,
ist schwer zu löschen. Am 30.12. wurde erwartet, daß sie noch tagelag auf
dem zu Anker gegangenen Schiff weiterschwelt. Immerhin gelang es, die außen
sichtbaren Flammen zu löschen und die Rauchentwicklung zu verringern. Das
unter der Flagge Antiguas laufende Schiff der Reederei Sloman war auf dem
Weg von Riga nach Felixstowe gewesen.
Vor der Insel Texel lief die Braker «Hunte» mit fünf Mann Besatzung auf
Grund. Am 29. und 30.12. gelang es herbeigerufenen Schleppern nicht, den
mit Backbordschlagseite parallel zum nahen Strand aufsitzenden, mit Raps
beladenen Havaristen zu befreien. Am Jahresende stellte das hoch aus dem
Wasser liegende Schiff immer noch eine unfreiwillige Touristenattraktion
dar. Die "Hunte " war unterwegs von England nach Bremen gewesen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Mißklang auf der"Sea Symphony"
28.12.01
Auf dem Weg von Riga nach Lübeck geriet die Fähre "Sea Symphony" in den
Nacht vom 27. auf den 28.12. mit 50 Mann an Bord in Seenot. In einem
schweren Sturm mit bis zu 15 Meter hohen Wellen holte das Schiff so stark
über, daß unzureichend gelaschte Lastwagen, Pkw und Ladungsteile sich
losrissen und übergingen. Mit Schlagseite kämpfte das beschädigte Schiff 40
Stunden gegen die Wellen an, ehe es den Lübekcer Hafen erreichte. Lüfter,
Niedergänge und andere Schiffsteile waren abgerissen oder zertrümmert, so
daß am Schiff ein Millionenschaden konstatiert wurde. Mehrere der im
Ladedeck umgestürzten Fahrzeuge sind Totalschäden. Die Reederei verweigerte
örtlichen Medien zunächst den Zutritt zum Havaristen, jedoch gelangten
Videoaufnahmen von Passagieren an die Öffentlichkeit, die gleichzeitig
schwere Vorwürfe gegen die Schiffsführung und Besatzung erhoben.
Quelle: Tim
Schwabedissen
"Guinea" gesunken
25.12.01
Beim Untergang des Frachters "Guinea" vor der angolanischen Küste sind am
Abend des 25.12.2001 rund 20 Menschen ums Leben gekommen, nur vier Menschen
überlebten das Unglück. Normalerweise hätte die «Guinea» keine Passagiere
befördern dürfen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
"Christopher" gesunken
23.12.01
Am 22.12.01 sank 270 Seemeilen nordwestlich der Azoreninsel Graciosa der
zypriotische Kohlefrachter «Christopher» im Atlantik. Alle 27
Besatzungsmitglieder kamen dabei ums Leben.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Spionageschiff gesunken
22.12.01
Ein nordkoreanischer Kutter sank am 21.12.01 vor der japanischen Küste,
nachdem er von der Küstenwache aufgebracht werden sollte. Bei der
Verfolgungsjagd war es zu einem Schußwechsel gekommen, wenig später
kenterte und sank das Schiff nach einer Explosion. Die 15köpfige Besatzung
kam ums Leben. Vermutlich handelte es sich bei dem Kutter um ein
Spionageschiff.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Fähre "Isabella" freigeschleppt
20.12.01
14 Stunden nach ihrer Strandung wurde die finnische Fähre "Isabella" am
20.12. durch zwei Schlepper von den Felsen vor den Aland-Inseln
heruntergezogen. Alle 655 Passagiere und 156 Besatzungsmitglieder, die
während des Unglücks die Ruhe bewahrten, waren an Bord geblieben, da keine
Gefahr eines Untergangs bestand. Bei der Havarie wurde die Bordwand an
einer Stelle aufgerissen, auf größerer Fläche eingebeult, sowie Ruder und
Schraube beschädigt. Der Havarist wurde in einen kleinen Hafen auf den
Aland-Inseln gebracht, wo die Passagiere von Bord gingen. Zahlreiche Fähren
machen in deren engen Gewässeern einen kurzen Zwischenstopp, um die
Berechtigung zu erlangen, Duty Free-Waren zu verkaufen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Åland-Inseln: Fähre auf Grund
Thu, 20 Dec 2001 12:33:17
In der Nacht zum 19.12. lief eine halbe Stunde nach Mitternacht bei
stürmischer See die Fähre "Isabella" der Viking Line vor den Åland-Inseln
auf dem Weg von Turku, Finnland und Stockholm, Schweden, beo Langnaes auf
Grund. Die 663 Passagiere wurden mit Schwimmwesten ins Restaurant auf dem
Oberdeck geordert. Weiterhin sind 156 Besatzungsmitglieder an Bord. Die 171
m lange Fähre schlug bei der Strandung leck, Backbordruder und Schraube
wurden beschädigt. Bergungsschiffe und Hubschrauber wurden alarmiert,
jedoch ist die Fähre nicht in akuter Gefahr. Es wurden Anker ausgebracht
und das Eintreffen von Schlepphilfe abgewartet. Im Seegebiet herrschte zum
Unglückszeitpunkt schwerer Seegang mit orkanartigem Wind. Vermutlich wurde
die "Isabella" von Böen aus dem Fahrwasser gedrückt. Das Küstengebiet ist
voller kleiner Inseln und Schären.
Die Passagiere sollen am 20.12. nach ihrer Rettung nach Mariehamn auf Åland
und von dort aus weiter nach Stockholm gebracht werden. Das Unglück weckte
zunächst Erinnerungen an den Untergang der "Estonia", jedoch wurde schnell
klar, daß diese Havarie glimpflich abgehen dürfte.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Bergung der "Stolt Rotterdam" begonnen
19.12.01
Am 18.12. begann auf dem Rhein die Hebung des gesunkenen Tankers "Stolt
Rotterdam", der am 21.11. in Krefeld ausgebrannt und gesunken war. Zunächst
hatte es Bedenken wegen möglicher Umweltgefährdungen gegeben, doch drohte
ein sinkender Wasserpegel den Einsatz der herbeigeorderten Schwimmkräne zu
gefährden. In diesem Falle hätte das Wrack unabsehbare Zeit ohne
Sicherungsmöglichkeit im Rhein gelegen, deswegen wurde entgegen der
Befürchtungen aus der Landespolitik auf Bezirksebene der Einsatz der Kräne
angeordnet. Am 19.12. hing das Wrack in den Trossen mehrerer an der
Backbordseite auf Position gegangener Schwimmkräne.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Panik auf sinkender Fähre
Mon, 17 Dec 2001 09:57:23
Am 12.12. sank vor der indonesischen Insel Sulawesi eine überfüllte Fähre
kurz nach dem Auslaufen aus dem Hafen von Ampana. Trotz der Landnähe und
Tageslicht brach auf dem Schiff, das zu den Inseln Wakai und Malange laufen
sollte, Panik aus. Bis zum 14.12. war der Tod von 14 Menschen bestätigt,
eine unbekannte Anzahl weiterer Fahrgäste wurde noch vermißt. Rettungsteams
und Fischern gelang es, 135 Menschen aus dem Wasser zu ziehen. Das
gesunkene Schiff war nur für 65 Passagiere zugelassen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Luftrettung von brennendem Frachter
Mon, 17 Dec 2001 09:44:37
In der Nordsee geriet am Morgen des 15.12. der Frachter "Rosebank" in
Brand. Das 72 m lange Schiff war mit 1300 t Düngemittel an Bord unterwegs
von Dundee, Schottland, zu den Kanalinseln. Hubschrauber der britischen
Marine bargen die fünfköpfige Besatzung. Dem Bergungsschiff "Phoenix"
gelang es anschließend, der Flammen auf dem manövrierunfähig vor der
britischen Nordküste treibenden Havaristen Herr zu werden und schleppte ihn
anschließend von der Küste weg.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Hamburg: Feuer auf Passagierschiff
Donnerstag, 13.12.2001, 13:24:13 Uhr
In den Abendstunden des 12.12. brach auf dem in Hamburg gedockten
nassauischen Passagierschiff "Saga Rose", 24528 BRT, ein Feuer aus. Die
Besatzung war gegen 21.45 Uhr nicht mehr an Bord. Die Hamburger Feuerwehr
ging mit schwerem Atemschutzgerät und Löschschaum gegen die Flammen auf dem
bei Blohm & Voss liegenden, 168 m langen Schiff vor. Brandursache waren
wahrscheinlich Schweißarbeiten an einem Swimming Pool. Der Sachschaden an
Wandverkleidungen und Elektroleitungen hielt sich indes in Grenzen.
Personen kamen nicht zu Schaden.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Vermutlich vier Tote bei Untergang eines französischen
Kutters
Mittwoch, 12.12.2001, 20:43:59 Uhr
Brest - Beim Untergang eines Fischkutters vor der französischen
Atlantikküste sind aller Wahrscheinlichkeit nach alle vier
Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen. Nach der Bergung eines Toten am
Vortag entdeckten Taucher am Mittwoch in dem Wrack des Havaristen zwei
weitere Leichen. Die Hoffnung sei «quasi null», erklärte die Seepräfektur.
Die «Perle de Jade» war am Dienstag bei klarem Wetter und ruhiger See
rund 20 Kilometer vor Noirmoutier bei Nantes binnen einer Viertelstunde
gesunken. Als Ursache vermuten die Behörden das Eindringen von Wasser
wegen eines Lecks oder einen Brand an Bord. Die beiden Leichen konnten
zunächst nicht aus dem in 25 Meter Tiefe liegenden Wrack geborgen werden.
Die Behörden hatten am Dienstag zunächst von einer insgesamt fünfköpfigen
Schiffsbesatzung gesprochen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Wenn ein Berliner auf Weltumsegelung geht
Mittwoch, 12.12.2001, 13:12:41 Uhr
Neun Monate wollte der Berliner Weltumsegler Jörg Lehmann unterwegs sein,
den 60. Geburtstag in Australien begehen. Nach nur 71 Tagen ist er jetzt
wieder zu Hause, und sein Boot ein Wrack auf den Kapverdischen Inseln.
Mitte August war er aufgebrochen, allein nonstop die Welt zu runden, doch
jetzt kehrte er ins heimatliche Köpenick zurück. Sein Boot, die "Kreuz As",
verkaufte er für einen Dollar. 10 Jahre hatte er an ihm gebaut, immer die
Weltumsegelung im Kopf. Doch sein Törn ging nicht lange gut. Der Mast
brach, Bolzen lösten sich, Segel rissen, Wasser drang in die Kajüte ein.
Kurz nach der Äquatorquerung explodierte der Kocher. Zwei Verpuffungen
richteten Schäden an, die auf See nicht zu reparieren waren. Also nahm
Lehmann Kurs aufs nächste Land und unterbrach seinen Törn zur 60.000 DM
teuren Reparatur auf den Kapverden. Der Plan: Vor dem Winter die Azoren
erreichen, dort überwintern und im Frühjahr erneut in See stechen.
Kaum wieder auf See, geriet dem Einhandsegler im Dezember zwischen zwei
Inseln der Kapverden Treibgut in Ruder und Schraube und blockierte sie. Ein
eilends ausgebrachter Anker ging verloren, der zweite verbog.
Manövrierunfähig trieb das 9 Meter lange und 3 Meter breite Boot auf die
Felsküste und wurde auf Grund geworfen. Beim Versuch, das Boot zurück ins
Wasser zu drücken, wurde Lehmann zweimal vom Heck am Kopf getroffen. Ein
Fischerboot befreite die "Kreuz As" schließlich, doch nun brach Wasser ein,
das mühselig von Hand gelenzt werden mußte. Endlich erreichte der
Schleppzug Mindelo, eine Hafenstadt auf Sao Vicente. Dort ging der Kampf
weiter: Mit Behörden, mit der fremden Sprache, mit gefräßigen Ratten, die
die Schiffskabel zernagten und Vorräte plünderten, und mit Dieben, die den
Laptop entwendeten.
Was blieb, waren ein Berg Schulden und eine Yacht, die die Versicherung als
Totalschaden taxierte. Die seelischen Wunden sind noch nicht verheilt,
Besserung trat lediglich bei den Brand- und Schürfwunden sowie einer
Pilzerkrankung ein. Doch Segler Lehmann hat schon neue Pläne: Er will sich
eine kleine Jolle kaufen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Fünf Vermisste nach Havarie vor französischer
Atlantikküste
Dienstag, 11.12.2001, 22:34:16 Uhr
Brest - Vor der französischen Atlantikküste ist am Dienstag ein
Fischerboot gesunken. Von der fünfköpfigen Besatzung fehlte zunächst jede
Spur, wie die Seepräfektur mitteilte. Ersten Angaben zufolge ging die
«Perle de Jade» bei gutem Wetter und ruhiger See rund 20 Kilometer vor
Noirmoutier bei Nantes binnen 15 Minuten unter. Zwei Hubschrauber und fünf
Schiffe nahmen die Suche nach den vermissten Seeleuten auf.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Mehrere Schiffsuntergänge in schwerem Sturm
Montag, 10.12.2001, 13:16:12 Uhr
Der schwere Herbststurm, der die vergangenen Tage über der Ägäis wütete,
hat insgesamt drei Schiffe sinken lassen. Das letzte Opfer war am 9.12. die
türkische "Kalkavan". Der 940-Tonner ging in schwerer See vor der
Hafenstadt Sinop im Schwarzen Meer unter. Die achtköpfige Besatzung wurde
gerettet. Zuvor hatte
in der Nacht vom 8. zum 9.12. die "Med Trader" aus St. Vincent Notsignale
gesendet, nachdem sie nahe Skopelos mit einer Ladung Stahl in
Schwierigkeiten gekommen war. Ein Mitglied der 12köpfigen Besatzung ist
noch immer vermißt. Dritte im Bunde war die "Lady Amar", ebenfalls mit
Eisen unterwegs von Rumänien nach Algerien.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Unwetter fordern Todesopfer in Griechenland und der
Türkei
Montag, 10.12.2001, 06:43:15 Uhr
Athen - Unwetter haben in Griechenland mehrere
Todesopfer gefordert. In der Ägäis wüteten Stürme der Stärke 12. Im
Süden der Türkei kam es nach wochenlangen Regenfällen zu
Überschwemmungen mit Todesopfern.
Bei einem schweren Herbststurm in der Ägäis sank ein Frachter.
Elf Seeleute konnten bei rauer See aus dem Beiboot gerettet werden.
Ein Besatzungsmitglied wird noch vermisst.
Ein Mensch starb
wegen der Kälte auf der Halbinsel Peloponnes und ein 80-jähriger
Mann wurde auf der Insel Lesbos von Wellen erfasst und ertrank, wie
das griechische Radio berichtet. Die Küstenwache gab ein
Auslaufverbot für alle Fähren aus. Auch zahlreiche Flüge zu den
Inseln wurden abgesagt.
Im Nordwesten der Türkei sorgte ein Schneesturm für
Chaos. Im
Schwarzen Meer vor der türkischen Küste sank ein unter
kambodschanischer Flagge fahrendes Schiff. Vier Besatzungsmitglieder
werden noch vermisst.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Amazonas: Sir Peter Blake wehrte sich gegen Piraten-Bande
Sonntag, 09.12.2001, 23:08:45 Uhr
RIO DE JANEIRO. Wegen eines alten
Schiffsmotors und mehreren
Armbanduhren
musste der weltweit
bekannte Hochseesegler
Sir Peter Blake aus
Neuseeland sterben. Im
brasilianischen Urwald
überfiel eine
Piraten-Bande den 53 Jahre
alte zweimaligen
America's- Cup-Champion und
ermordete ihn
vor den Augen seiner Frau
Pippa und seinen
zwei Kindern.
Sieben mutmaßliche
Mitglieder der
Piraten-Bande wurden nach
Angaben der
Bundespolizei in der Provinzhauptstadt Macapá
im nördlichen
Urwald-Bundesland Amapá festgenommen. Die
Verdächtigen sind
geständig. Laut Polizei ist ein
Bandenmitglied noch flüchtig.
Die Tat geschah am Mittwoch gegen 22 Uhr
Ortszeit auf Blakes
Yacht «Seamaster», das im Amazonas vor Anker
lag. Zwei der
insgesamt zehn Besatzungsmitglieder seien
leicht verletzt worden.
«Peter hat den maskierten Angreifern heftigen
Widerstand geleistet, da
haben sie ihn mit mehreren Schüssen
niedergestreckt», erzählte ein
Zeuge - ein neuseeländisches
Besatzungsmitglied - der Polizei. Die
Täter flohen nach dem Mord mit einem
Schlauchboot.
Die Täter sind laut Polizei so genannte
«Meeresratten» - jene Piraten,
die auf Kleinschiffen ihr Unwesen in den
Urwaldflüssen Brasiliens
treiben. Einer der Täter erklärte, die Gruppe
habe bei der Tat gedacht,
es handelte sich um «normale Touristen». «Sie
wußten nicht, dass es
sich um den Pele des Segelsports handelte»,
sagte der Sportsekretär
der Regierung, der frühere Weltklassesegler
Lars Grael, in Anspielung
auf die brasilianische Fußball-Legende.
Der begeisterte Umweltschützer Peter Blake -
1983 von Englands
Königin zum Sir ernannt - war in Brasilien
als Sonderbotschafter des
Umwelt-Programms der Vereinten Nationen
(UNEP) unterwegs. Die
Kampagne an Bord der 36 Meter langen
«Seamaster» hatte Ende
2000 in Feuerland begonnen, sollte bis Ende
2002 laufen und Blake zu
wichtigen Ökosystemen der Welt führen. «Ich
will alles Leben über,
unter und am Wasser schützen», sagte er. Er
wollte das ökologische
Bewusstsein «durch Teilnahme, Bildung und
Freude» stärken. Am Tag
vor der Tat hatte er nach brasilianischen
Medienberichten in sein
Logbuch noch von «sehr angenehmen
Schifffahrts-Bedingungen»
berichtet.
Die Tat löste weltweit Trauer und große
Empörung aus. Der
brasilianische Weltklasse-Segler Robert
Scheidt, fünffacher
Weltmeister, war den Tränen nahe und
prangerte die zunehmende
Kriminalität in seinem Land an: «Diese Gewalt
ist erschreckend», sagte
er. Scheidt würdigte Blake als «Mythos»: «Es
macht mich so traurig,
dass eine absurde Tat wie diese das Bild
Brasiliens im Ausland
beschädigt und das Leben eines sensationellen
Sportlers so früh
beendet.»
In einer Botschaft an Neuseelands
Premierministerin Helen Clark
meinte Brasiliens Staatspräsident Fernando
Cardoso, er sei «sehr
traurig». «Ich kenne seine Arbeit als
Umweltschützer, die so wichtig für
alle Völker ist», schrieb Cardoso. Clark, die
erst im Dezember im
Rahmen eines Brasilien-Besuchs einen Tag auf
der «Seamaster»
verbracht hatte, sprach von einer Tragödie
und ordnete für das
Volksidol Trauerbeflaggung an.
Blake gewann als Chef des Team New Zealand
zwei Mal den
berühmten America's Cup, die mit eineinhalb
Jahrhunderten älteste
Sporttrophäe der Welt: 1995/96 und 1999/2000.
Er triumphierte auch
1990 bei der legendären Whitbread-Regatta und
zuvor zwei Mal bei
der harten Regatta Sydney-Hobart. Außerdem
umsegelte Blake die
Welt in der Rekordzeit von knapp unter 75
Tagen.
Quelle: Joachim Preuß, www.sailpress.de - Sicherheit
für Hochseesegler, Karibik-Törns
Weltklassesegler Peter Blake offenbar von Piraten getötet
Donnerstag, 06.12.2001, 19:28:35 Uhr
Paris -
Der weltweit bekannte Hochsee-Segler Peter Blake aus Neuseeland ist im brasilianischen Urwald im Amazonas-Gebiet von Piraten ermordet worden. Sir Peter Blake wurde bei einem Feuergefecht mit Piraten am Donnerstag Morgen in Amazonien erschossen. Blake war an Bord seines Expeditionsschiffes als er und seine Crew von Piraten angegriffen wurde. Im folgenden Feuergefecht wurde er niedergeschossen.
Die Organisatoren des Louis-Vuitton-Cups erklärten am Donnerstag in Paris,
der 53-Jährige habe sich dort auf einer Forschungsreise befunden.
Der am 1. Oktober 1948 in Auckland geborene Blake gewann mit dem Team New Zealand 1995 und 2000 den America's Cup, die wertvollste Segel-Trophäe der Welt. Der zweimalige «Sportler des Jahres» Neuseelands nahm fünfmal an der berühmten Whitbread-Weltumseglung teil, die er 1989/90 mit Siegen auf allen sechs Etappen gewann. Je zwei Siege feierte er 1979 und 1989 beim Fastnet Race, dem längsten Hochseerennen Europas, sowie 1980 und 1984 bei der Regatta Sydney- Hobart. Hinzu kam ein Triumph bei der Australien-Umseglung (1988). Für die Non-Stop-Weltumseglung 1994 in der Rekordzeit von nur 75 Tagen erhielt er die «Jules Verne Trophy».
Im Dezember
vergangenen Jahres hatte Blake drei Monate lang das Tierleben am Südpol
erforscht und war dann zu einer achtmonatigen Segeltour im Amazonas-Gebiet
aufgebrochen. Er hinterlässt eine Ehefrau und zwei Kinder. Blake war im
Juli zum Sondergesandten des Umweltprogramms der Vereinten Nationen
ernannt worden. Der Organisator des America's Cup und Freund Blakes, Bruno
Trouble, beschrieb ihn als eine außergewöhnliche Führungspersönlichkeit.
Der brasilianische Präsident Fernando Henriqze ordnete eine Großfahndung nach den Tätern an. In Neuseeland wurden die Flaggen auf halbmast gesetzt. Ministerpräsidentin Helen Clark würdigte Blake als einen Nationalhelden und sagte: «Er war auf dem Wasser das, was Sir Edmund Hillary auf den Bergen gewesen war.» Neben seiner sportlichen Karriere engagierte er sich in den Naturwissenschaften und im Umweltschutz. Blake hinterlässt seine Frau Pippa und zwei Kinder.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Richterspruch zu 'Beluga'-Untergang
Donnerstag, 06.12.2001, 12:30:41 Uhr
Am 5.12. wurde vor dem Bundes-Oberseeamt in Hambug erneut der Untergang des
Kutters "Beluga" im März 1999 vor Bornholm verhandelt. Nach Einschätzung
der Richter war das Unglück, bei dem die drei Besatzungsmitglieder starben,
auf technisches und menschliches Versagen zurückzuführen. Bereits das
Rostocker Seeamt war zu dem Schluß gekommmen, daß der Untergang mit hoher
Wahrscheinlichkeit durch zwei nicht vorschriftsmäßig verschlossene
Bodenspeigatten verursacht worden war. Dadurch konnte Spritz- und
Reinigungswasser nicht ablaufen und dann in den Innenraum fluten. Gegen
diese Entscheidung hatte ein technischer Aufsichtsbeamter Berufung
eingelegt, dem Versäumnisse bei der Sicherheitsüberprüng des Sassnitzer
Kutters vorgeworfen werden. Ihm wurde jetzt erneut zur Last gelegt, die
Auflage, die Speigatten dauerhaft zu verschließen, nicht kontrolliert zu
haben. Die Hinterbliebenen der Toten konnte der Spruch immer noch nicht
überzeugen - sie glauben an ein Fremdverschulden. Deren prominenter Anwalt,
der frühere DDR-Innenminister Diestel, wirft den Behörden schlampige
Ermittlungen vor. Nach seiner Darstellung weise die Beschädigung des
Deckskranes auf eine Kollision der "Beluga" mit einer stählernen
Schlepptrosse hin, die den Kutter zum Kentern gebracht hätte. Ein langsames
Vollaufen der "Beluga" ohne Gegenmaßnahmen sei nicht vorstellbar. Die
unbenutzten Rettungswesten wiesen auf ein plötzliches Ereignis hin. Die
Bundesmarine weist den Verdacht, ein Schleppzug, den sie in der Nähe
durchführte, hätte die "Beluga" überrannt, indes zurück.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Bohrinsel droht zu stranden
Donnerstag, 06.12.2001, 12:30:11 Uhr
Das Schicksal der vor der ägyptischen Mittelmeerküste in Seenot geratenen
US-Bohrinsel "Key Singapore" bleibt weiter unklar. Am 5.12. scheiterten
Versuche von Bergungsteams und zweier Schlepper, die Förderplattform unter
Kontrolle zu bringen, am stürmischen Wetter. Bei Windgeschwindigkeiten von
75 km/h hatten sich bis zu 20 Meter hohe Wellen aufgebaut. Am Abend trieb
die Insel nur noch einen Kilometer vor der Küste Nordisraels.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Main: Frachter rammt Schleuse
Donnerstag, 06.12.2001, 06:31:16 Uhr
GROSSKROTZENBURG. Ein 80 Meter langer Frachter hat in der Nacht zum Mittwoch die Schleuse Krotzenburg bei Großkrotzenburg (Main-Kinzig-Kreis) gerammt und beschädigt.
Als Unfallursache vermutet die Wasserschutzpolizei einen Fahrfehler des Schiffsführers. Nach Angaben eines Polizeisprechers vom Mittwoch wurde die Schifffahrt auf dem Main nicht beeinträchtigt, weil der Havarist noch am Rand des Schleusenkanals festmachen konnte. Den Schaden schätzt die Polizei auf mindestens 250 000 Mark.
Am Trenndamm der Schleuse wurde ein Abweiser aus Stahleisen abgerissen, der in der Außenhaut des Frachters stecken blieb. Dessen Doppelhülle habe ein Sinken mitsamt den 996 Tonnen Stahlblechrollen an Bord verhindert, weil lediglich in zwei der Ballasttanks Wasser eingedrungen sei.
Mangels eines geeigneten Bergungsfahrzeugs auf dem Main sei jetzt ein Schiff mit Hebekran vom Rhein zur Schleuse nach Krotzenburg unterwegs, um den Frachter heute zu entladen. Es soll die gesamte Ladung entnommen werden, damit der Havarist zu einer Werft nach Erlenbach am Main gelangen kann.
Wann die "Express 2" ihre Reise nach Maastricht (Niederlande) fortsetzen kann, ist indes noch unklar.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
US-Bohrinsel im Mittelmeer losgerissen
Besatzung mit Hubschraubern gerettet
Dienstag, 04.12.2001, 21:49:05 Uhr
Jerusalem - Vor der israelischen Küste hat sich eine amerikanische
Ölplattform mit 84 Menschen an Bord losgerissen. Sie war auf dem Weg zu
ihrem neuen Einsatzort vor Port Said in Ägypten, als sich die Schlepptaue
bei stürmischem
Wetter in der Nacht
lösten, wie die israelische Schiffsverkehr- und Hafenbehörde am Dienstag
mitteilte. Die Menschen seien mit Hubschraubern von der Plattform gerettet
und auf das amerikanische Kriegsschiff «Ross» gebracht worden, erklärte
ein Sprecher der US-Botschaft in Israel, Paul Patten.
Die «Ross» habe die Besatzung dann in den Hafen der israelischen Stadt
Haifa gebracht. Die Bohrinsel trieb rund 60 Kilometer von der Küste
entfernt im Meer. Patten sagte weiter, die Plattform habe sich in der
Nacht gefährlich zur Seite geneigt und sei fast durchgebrochen.
Hubschrauber der israelischen Luftwaffe, die den Unglücksort zuerst
erreichten, konnten wegen starken Windes zunächst nicht landen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Zusammenstoß bei Greenpeace-Aktion
Dienstag, 04.12.2001, 12:06:42 Uhr
Bei einer Greenpeace-Aktion gegen die Zerstörung russischer Wälder kam es
am 4.12. in Wilhelmshaven zu einer Kollision. Die Aktivisten der
Umweltorganisation hatten zunächst einen Holzfrachter besetzt. Anschließend
versuchten sie, zwei Polizeiboote zu entern. Um dies zu verhindern, rammte
eines von denen wiederum das Greenpeace-Boot. Bei der Aktion gab es keine
Verletzten, die Polizei räumte anschließend die besetzten Kräne und den
Russenfrachter.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Tanker im Bosporus gestrandet
Montag, 03.12.2001, 13:32:28 Uhr
Erinnerungen an ein Unglück im Jahr 1999 wurden in der Türkei wach. Damals
war im Bosporus ein russischer Küstentanker gestandet und
auseinandergebrochen, wobei 850 Tonnen Öl ausliefen. Am 30.11. lief unweit
davon vor Istanbul erneut ein russischer Tanker auf Grund. Diesmal befanden
sich in den Ladetanks indes 53000 Tonnen Rohöl. Das Schiff havarierte bei
schlechtem Wetter in der gefährlichen Enge des Marmara-Meeres nach der
Passage des Bosporus, der das Schwarze Meer mit dem Mittelmeer verbindet.
Schlepper kamen dem auf Grund liegenden Schiff zu Hilfe.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Tankerbrand auf dem Rhein
Montag, 03.12.2001, 13:33:20 Uhr
Erneut kam es auf einem Rheintanker zu einem Brandunglück. Nur wenige Tage
nach dem Feuer auf der immer noch gesunkenen "Stolt Rotterdam" geriet bei
Düsseldorf am 30.11. ein mit 2000 Tonnen Benzin beladenes Tankschiff in
Brand. An einem Generator auf dem Vorschiff riß der Auspuff ab, daraufhin
fing der Stromerzeuger Feuer. Der Feuerwehr gelang es, der Flammen in
kurzer Zeit Herr zu werden, so daß in diesem Fall keine Explosionsgefahr
entstand. Auch der Sachschaden hielt sich in Grenzen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Fährunglück in China
Montag, 03.12.2001, 13:32:01 Uhr
Am 30.11. kenterte auf dem Fluß Huiji in der zentralchinesischen Provinz
eine Fähre und sank. Bei dem Untergang kamen mindestens 23 Menschen ums
Leben. Mindestens 45 Personen befanden sich an Bord des Schiffes, das für
nur rund 20 Passagiere zugelassen war. Der überlebende Kapitän wurde nach
seiner Rettung festgenommen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Sail home to ESYS ...
Page by Peter O.Walter,
SY ESYS
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