
EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv März 2002
Last update: Sonntag, 14. April 2002, 17:49 Uhr

Interessante Links:
Dockkatastrophe in Dubai
27.3.02
In den Morgenstunden des 27.3. kam es in einem der größten Trockendocks der
Welt zu einem verheerenden Unglück. Das Tor der 11 Meter tiefen Dockgrube
zerbarst, und binnen Minuten wurde das Dock von den einbrechenden
Wassermassen überschwemmt. Vier Schiffe im Dock, darunter ein
57.000-Tonner, schwammen unkontrolliert auf und prallten gegeneinander. 500
Menschen arbeiteten in dem Moment in der 1983 eingeweihten Anlage. Nur rund
300 konnten evakuiert werden. In den Stunden nach dem Unglück wurden 13
Leichen geborgen, mindestens 23 Menschen sind noch vermisst. Rund 150
Arbeiter wurden verletzt. In Schifffahrtskreisen kursierten indes deutlich
höhere Zahlen als diese offiziell festgestellten, es wurde von einer
dreistelligen Anzahl von Todesopfern ausgegangen. Am Abend stellten die zur
Suche nach Vermissten eingesetzten Taucher ihre Arbeiten bis zum nächsten
Morgen ein. Die Unglücksursache ist noch unklar.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Fähre gesunken
26.3.02
Im östlichen Kongo kam es am 26.3. zu einem Schiffsunglück. In der Mitte
des Kiva-See sank eine überladene Fähre. Wahrscheinlich kamen 23 Menschen
ums Leben, drei wurden tot geborgen, der Rest ist noch
vermisst.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Supertanker kollidiert
25.3.03
25 Kilometer vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate kollidierten
am 25.3. zwei Supertanker. Die mit 450 000 Tonnen Rohöl beladene,
schwedische "Stena King" rammte im Golf von Oman die britische, in Ballast
fahrende "British Vigilance". Unter den insgesamt 43 Besatzungsmitgliedern
beider Schiffe gab es keine Verletzten. Auch wurde kein Öltank beschädigt,
so dass eine Meeresverschmutzung ausblieb. Ein Rettungsteam aus Schottland
wurde zur Unglücksstelle gerufen. Nach mehreren Stunden gelang es aber vor
Ort befindlichen Schleppern, die beiden Kolosse auseinander zu ziehen, so
dass der Seenotfall aufgehoben werden konnte.
Quelle: Tim
Schwabedissen
2 Kinder und 1 Erwachsener ertrinken vor den Augen Hunderter
Samstag, 06.04.2002, 22:48:35 Uhr
Am Samstagvormittag 30.3.2002 versuchte ein mit 2 Erwachsenen und 2 Kinder besetztes offenes Motorboot von 5 Meter Laenge, die Hafeneinfahrt von Santa
Margarita zu verlassen, obwohl direkt davor bis zu 5 Meter hohe Wellen liefen, welche die Hafenmole vollstaendig ueberspuelten.
Trotz zahlreicher Warnrufe der in der Hafeneinfahrt befindlichen Berufsschiffer und Tauchschulschiffkapitaenen steuerte das Boot unbeirrbar die ersten grossen
Wellen an und wurde sofort von der ersten Welle erfasst und in voller Laenge aus dem Wasser gehoben und ueber das Heck gekentert. Dabei wurde eine Person
aus dem Boot geschleudert und konnte sich an den ca. 50 Meter entfernten Strand retten, obwohl ihm die Wellen die Kleidung vom Koerper rissen.
Das Boot selbst mit den drei weiteren Insassen wurde unablaessig von den Wellen auf den Grund geschlagen und immer wieder ins Wasser gezogen.
Da sich die Havarie auf der abgelegenen Kanalseite abspielte, konnten hunderte von Strandgaesten nur tatenlos zusehen, da niemand den Kanal ueberqueren
konnte. Feuerwehr und Polizei waren nur wenige Minuten spaeter am Unfallort, konnten aber wegen der voellig unberechenbaren Wellen und der extremen
Stroemungsverhaeltnisse nicht an das Schiff heran.
Das Schiff wurde rund eine Stunde spaeter etwa 400 Meter entfernt vom Unfallort an den Strand gespuelt und konnte dort gesichert werden, die beiden Kinder
und der zweite Erwachsene sind tot.
Quelle: Ernst Schliemann
Deutsche Yacht vor Somalia in Seenot
Donnerstag, 21.03.2002, 16:45:06 Uhr
Am 17.3. geriet ein deutsches Segelschiff vor Somalia in Seenot. In hohem
Seegang brach der Mast und fiel der Motor aus, woraufhin die Besatzung -
ein deutsches Ehepaar auf Langstreckentörn - Notrufe funkte. Ein von einem
Schiff der deutschen Marine aufgestiegeneer Bordhubschrauber winschte die
beiden SChiffbrüchigen unversehrt auf. Das Boot musste aufgegeben werden.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Kollision im Hamburger Hafen
Mittwoch, 20.03.2002, 13:47:31 Uhr
Beim Anlegemanöver kollidierte am 19.3. ein Frachter mit dem Kai des
Hamburger Containerterminals Tollerort. Der Kapitän befolgte die
Anweisungen des Lotsen nicht, daraufhin rammte der Stader Frachter die
Kaimauer. Die wurde bei dem Zusammenstoß ebenso beschädigt wie der Bug des
Schiffes, der aufgerissen wurde. Der Havarist wurde zur Reparatur in eine
Werft verholt. Die Höhe des Sachschadens ist noch nicht ermittelt.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Deutsche Marinesoldaten ertranken bei Unfall
Schwere Vorwürfe gegen Manöverleitung
Samstag, 16.03.2002, 00:02:00 Uhr
Rostock - Die beiden deutschen Matrosen, die am 6. März bei dem
Nato-Ostseemanöver «Strong Resolve» ums Leben kamen, sind nach vorläufigen
Untersuchungen nicht an Unterkühlung gestorben, sondern ertrunken. Das
bestätigte am Freitag auf
die Sprecherin der Rostocker Staatsanwaltschaft, Mauren
Wiechmann. Weitere Untersuchungen stünden jedoch noch aus. Die
Ermittlungen würden nun von der Staatsanwaltschaft Oldenburg in
Niedersachsen geführt.
Beim Übersetzen von der britischen Fregatte «Cumberland» zur deutschen
Fregatte «Mecklenburg-Vorpommern» war ein Boot mit zwei britischen und
drei deutschen Matrosen gekentert, wobei ein Unteroffizier und ein
Mannschaftssoldat der Marine starben.
Inzwischen hat ein Besatzungsmitglied der «Mecklenburg-Vorpommern» in
der «Schweriner Volkszeitung» schwere Vorwürfe wegen «unterlassener
Hilfeleistung» und «chaotischer Befehlsstrukturen» zur Zeit des Unfalls
erhoben. Obgleich viel näher am Unfallort, habe das deutsche Schiff auf
Weisung der Briten abdrehen müssen, weil diese die Rettungsaktion
übernahmen. Dabei seien 37 Minuten vergangen, ehe die fünf Verunglückten
aus dem eiskalten Wasser geborgen waren. Nach Darstellung des Zeugen hätte
das von dem deutschen Schiff in etwa acht Minuten erfolgen können.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Donau: Schiff auf Grund gelaufen
Dienstag, 12.03.2002, 19:30:52 Uhr
Tulln - Ein mit 950 Tonnen Diesel beladener deutscher Schubverband ist Montagfrüh auf der Donau im Raum Tulln auf Grund gelaufen. Das Frachtschiff "Excalibur II" war stromabwärts unterwegs gewesen, als es in Ufernähe zum unfreiwilligen Stopp kam. Durch ein Leck traten rund 100 Kubikmeter Wasser ein. Die Ladung blieb unversehrt, es bestand daher keine Gefahr für die Umwelt. Lediglich die Mannschaftsräume standen unter Wasser. Der Feuerwehr gelang es, das Wasser abzupumpen, parallel dazu wurde das Leck von innen mit Holzkeilen abgedichtet, um ein weiteres Eindringen des Wassers zu verhindern. Nach Angaben des niederösterreichischen Landesfeuerwehrkommandos waren die Arbeiten knapp nach 10.00 Uhr abgeschlossen. "Excalibur II" wurde daraufhin zur Reparatur in die Werft Wien-Freudenau geschleppt. Über die Höhe des Schadens lagen vorerst keine Angaben vor.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
60 Tote bei Untergang eines Flüchtlingsschiffes
7.3.02
Am geriet vor Sizilien ein Holzboot mit afrikanischen Flüchtlingen an
Bord in Seenot. 100 Kilometer südlich der Insel Lampedusa sank das mit rund
70 Menschen überladene Fahrzeug. Rettungskräften gelang es in den folgenden
Stunden, 11 Schiffbrüchige zu bergen. 12 Menschen konnten nach dem Unglück
nur noch tot aus der See gezogen werden. Insgesamt ist mit bis zu 60
Todesopfern zu rechnen. Die Suchaktion wurde dessen ungeachtet in den
folgenden Tagen fortgesetzt.
Vor Sizilien dauerte unterdessen die Suche nach den Opfern eines weiteren
Bootsunglücks an. Dabei waren am Donnerstag 100 Kilometer südlich der
Insel
Lampedusa vermutlich bis zu 60 Flüchtlinge ertrunken, elf wurden
gerettet. Bislang
wurden zwölf Leichen geborgen. Die meisten Insassen des Holzboots
stammten
wahrscheinlich aus Afrika.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Zwei deutsche Marinesoldatan tödlich verunglückt
Donnerstag, 07.03.2002, 18:11:41 Uhr
Berlin - Beim NATO-Manöver 'Strong Resolve 2002' verunglückten zwei deutsche Soldaten östlich der Insel Rügen nur wenige Kilometer von der polnischen Küste entfernt tödlich. Die Besatzungsangehörigen der Fregatte 'Mecklenburg-Vorpommern' sollten in einem Beiboot der britischen Fregatte 'HMS Cumberland' auf ihr Schiff zurück gebracht werden. Aus bisher ungeklärter Ursache kenterte das Boot.
Wassertemperatur betrug nur drei Grad.
Bei einer Pressekonferenz am Donnerstag erklärte Verteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD), es seien fünf Soldaten, darunter zwei britische und drei deutsche, über Bord gegangen. Drei von ihnen konnten gerettet werden, für die beiden anderen kam jede Hilfe zu spät. Die Bergung, so Scharping, habe sich ob des starken Windes als sehr schwierig erwiesen. Bei einer Wassertemperatur von nur drei Grad ist die Überlebenschance äußerst gering. Fraglich bleibt jedoch, warum die Soldaten bei ungünstiger Witterung und eisiger Kälte, nicht besser geschützt waren.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Koblenz: Kohle-Frachter gestrandet
Montag, 04.03.2002, 17:23:57 Uhr
Koblenz – Den holländischen Frachterkapitän kann so schnell nichts aus der Ruhe bringen. Aber als das Ruder seines aus den Frachtern „Tiger“ und „Jarno“ bestehenden Schiffsverbands bei starker Strömung in Höhe von Koblenz plötzlich nicht mehr ansprach, wurde ihm doch heiß und kalt.
Alle Versuche, den Verband auf Kurs zu halten, schlugen fehl. Glück im Unglück: Ein möglicherweise folgenschwerer Zusammenstoß mit einem anderen Schiff blieb aus.
Stattdessen prallte der mit 2000 Tonnen Kohle beladene Frachter „Jarno“ gegen die Rheininsel Niederwerth. Während der Bug auf dem Ufer liegt, lief der Maschinenraum und die Schiffswohnung im Heck voll Wasser. Das Hinterteil des Frachters versank.
„Das Schiff droht in der Mitte durchzubrechen“, so Rudi Schuwerack von der Wasserschutzpolizei Koblenz. „Wir rechnen mit einem Millionenschaden.“
Am Montag soll zunächst die Kohle umgeladen werden, ehe die „Jarno“ gehoben werden kann. Bis dahin müssen andere Schiffe die „Jarno“ sichern. Die Besatzung hatte sich in Sicherheit bringen können. Niemand an Bord wurde verletzt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
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