EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv April 2002

Last update: Montag, 06. Mai 2002, 19:57 Uhr

Interessante Links:

Brunsbütteler Fähre gerammt
Freitag, 03. Mai 2002, 11:42 Uhr

Auf dem Nord-Ostsee-Kanal bei Brunsbüttel kam es am 30.04. zu einer Kollision. Die Kanalfähre, die mit drei Pkw beladen die Wasserstraße querte, wurde von einem passierenden Frachter gerammt. Es entstand ein Sachschaden von rund 25000 Euro. Menschen wurden nicht verletzt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Italienisches U-Bootswrack entdeckt
Dienstag, 30. April 2002, 12:45 Uhr

In der Adria entdeckten kroatische Taucher jetzt das Wrack des U-Bootes "Meduza". Sie machten den Bootskörper auf dem Meeresgrund vor der Stadt Pula aus. Erstmals, so berichtete ein Fernsehsender, sei damit ein solcher Fund in kroatischen Gewässern gemacht worden. Die "Meduza", die im Dienst der italienischen Kriegsmarine gestanden hatte, war 1942 von einem britischen Kriegsschiff gestellt und durch vier Torpedos versenkt worden. 42 Seeleute waren bei der Vernichtung ihres Schiffes ums Leben gekommen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Deutsche Fregatte vor Somalia beschossen
Montag, 29. April 2002, 23:02 Uhr

Ein deutsches Kriegsschiff ist vor Somalia von Schmugglerschiffen beschossen worden. Da die Soldaten jedoch gerade auf dem Weg in den Urlaub waren, erwiderten sie das Feuer nicht.

Die deutsche Fregatte «Emden» ist nach einem Bericht der «Welt am Sonntag» am 3. April vor Somalia von Schmugglerschiffen beschossen worden. Dies habe das Verteidigungsministerium auf Anfrage bestätigt, heißt es in dem Bericht. Dabei seien die deutschen Soldaten in Gefahr gewesen. Da die Soldaten jedoch auf dem Weg zu einem einwöchigen Urlaub waren, hätten sie ihre MGs schon eingebunkert gehabt. Das Schiff sei deswegen nicht voll einsatzfähig gewesen und sei abgedreht, statt das Feuer zu erwidern. Auf dem Schiff soll Urlaubsstimmung geherrscht haben ...

Es sei davon auszugehen, dass auf den Schiffen illegaler Handel betrieben wurde, sagte der Sprecher des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr. Die deutsche Marine beteiligt sich vor Somalia an der Operation «Enduring Freedom». Diese ist Teil des von den USA geführten Anti-Terrorkrieges. Die Schiffe haben den Auftrag, die Seewege zu sichern und Terroristen Nachschubswege abzuschneiden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Drei Tote bei Kollision auf der Ostsee
Montag, 29. April 2002, 16:04 Uhr

Am 27.4. kollidierte vor der schwedischen Insel Gotland der zypriotische Frachter "Smaland" mit der unter der Antigua-Flagge registrierten "Nikar". Drei Besatzungsmitglieder, die sich auf dem Vorschiff der "Smaland" befanden, wurden bei dem Zusammenstoß getötet. Die sieben Mann der "Nikar" blieben unverletzt. Ihr Schiff wurde zwar beschädigt, konnte mit ihrer Papiermehlfracht die Reise nach Polen fortsetzen. Auch die "Smaland" blieb manövrierfähig. Die Ursache des Zusammenstoßes ist noch unklar, er ereignete sich aber trotz relativ guter Wetterbedingungen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Sturmtief "Vicky" bringt dutzende Angler in Seenot
Montag, 29. April 2002, 18:18 Uhr

Polizei und Seenotretter bargen vor Kühlungsborn und Stralsund mehrere Schiffbrüchige Rostock - Sturmtief "Vicky" mischte am Wochenende kräftig die Ostsee auf. Bei Windspitzen bis zu Stärke elf gerieten dutzende Angler in Seenot. Binnen weniger Minuten frischte am Samstagmorgen der Wind derart stark auf, dass die leichten Angelboote orientierungslos zwischen den meterhohen Wellen schlingerten. Polizei und Seenotretter bargen vor Kühlungsborn und Stralsund mehrere Schiffbrüchige.

Im Strelasund waren die Rettungsleute am Samstag pausenlos im Einsatz, um die vom Unwetter überraschten Angler zu bergen. In Lebensgefahr schwebten unter anderem drei Männer, deren Schlauchboot in den Wellen gekentert war. Weitere kleine Motorboote sowie eine größere Motoryacht wurden von den Rettungsleuten an den Haken genommen und in sichere Häfen geschleppt. Im Einsatz waren nicht nur Polizei und Seenotrettung, sondern auch ein Schiff der Feuerwehr. "Wir kamen gar nicht so schnell hinterher, wie die Notrufe eintrafen", sagte ein Polizist.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Taucher inspizieren "Aldebaran"
Montag, 29. April 2002, 16:05 Uhr

Licht in das Dunkel des Untergangs der "Aldebaran" in Kiel sollen am 29.4. Taucher im Auftrag der Versicherung des Bootes bringen. Ein geplanter Einsatz vom Eigner beautragter Froschmänner zur Bergung einiger Habseligkeiten aus dem Wrack am Wochenende musste so lange zurück gestellt werden. Das 38 Meter lange Holzschiff war in den Abendstunden des 25.4. leck geschlagen. Als der telefonisch alarmierte Besitzer wenig später am Liegeplatz eintraf, war das Heck seines Wohnschiffes schon gesunken. Die durch die Minuten später eingetroffene Berufsfeuerwehr angesetzten Lenzpumpen hatten zwar noch Wasser gefördert, die jedoch der nun einbrechenden Wassermassen nicht mehr Herr wurden. Wenig später ragten nur noch die oberen Teile der Aufbauten des ex-Minensuchbootes aus dem Fördewasser.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schiff rammt Lastwagen
Samstag, 27. April 2002, 07:30 Uhr

Der wohl ungewöhnlichste Zusammenstoß in jüngster Vergangenheit hatte zur Folge, dass ein vor knapp zwei Wochen gestohlener Lastwagen im wahrsten Sinne des Wortes wieder auftauchte. Er war im Neusser Hafen versenkt worden und lag dort, bis er von einem Schiff "überfahren" und gerammt wurde.
Dabei wurde der 2,8-Tonner der schwer beschädigt. Der Schiffsführer berichtete dem Hafenamt von seinem "Unterwasserkontakt", das aufgrund dieser Meldung am Freitagmorgen einen Froschmann in die trüben Fluten steigen ließ. Der Taucher entdeckte das Lastwagenwrack, das noch am Vormittag geborgen wurde.
Der LKW war 10. April an der Düsseldorfer Straße nur für zehn Minuten abgestellt und in dieser kurzen Zeitspanne entwendet worden. Die Ermittlungen dauern an.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Hündin drei Wochen in Seenot: Gerettet
Freitag, 26. April 2002, 17:14 Uhr

Honolulu - Die Crew der Insiko wurde sofort evakuiert, doch der Schiffshund mußte weiter auf seine Rettung warten. Fast drei Wochen trieb die Hündin "Forgea" allein auf einem verlassenen Tanker im offenen Meer.

Die Besatzung eines Fischerbootes nahm sie jetzt vor der Küste von Hawaii an Bord. Zuvor hatten Piloten der Küstenwache das Schiff entdeckt und Pizza und Müsliriegel über dem Tanker "Insiko" abgeworfen.

"Es ist ein Wunder, dass ,Forgea gerettet wurde", sagte eine Sprecherin der Tierschutzvereinigung Humane Society. Mit dem Fischerboot wird die Hündin jetzt nach Hawaii gebracht.

Der Tanker "Insiko" war bei einem Feuer zerstört worden. Der Hund blieb zurück, als der Kapitän und zehn Besatzungsmitglieder am 2. April von einem norwegischen Kreuzfahrtschiff aufgenommen wurden, das Tier aber nicht mit an Bord durfte.

Die Humane Society startete daraufhin eine 50000 Dollar teure Suchaktion nach dem Hund, der Tanker wurde aber nicht gefunden und galt als gesunken - bis er jetzt doch noch gefunden wurde.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Ehemaliger Minensucher in Kiel gesunken
Freitag, 26. April 2002, 11:48 Uhr

Im Kieler Sportboothafen Stickenhörn schlug am 25.4. das Wohnschiff "Aldebaran" leck und sank. Die Feuerwehr hatte noch versucht, durch den Einsatz von saugstarken Unterwasserpumpen den Untergang abzuwenden, doch der Wassereinbruch war zu schwer. Vor den Augen des fassungslosen Eigners sackte das ehemalige Minensuchboot der Marine auf ebenem Kiel auf den Hafengrund. Nur noch Teile der Aufbauten des in mehrjähirger Arbeit restaurierten Schiffes blieben über Wasser sichtbar.
Quelle: Tim Schwabedissen

Yacht in Glücksburg gesunken
Freitag, 26. April 2002, 11:47 Uhr

Im Hafen von Glücksburg sank in der Nacht zum 22.04. die Yacht "Sir William Scott". In mehrstündiger Arbeit musste die Feuerwehr das Boot, von dem nur noch der Mast aus dem Wasser der Flensburger Förde ragte, zunächst aufrichten. Dann wurde es zurück an die Wasseroberfläche gebracht. Ursache des Untergangs waren undichte Seeventile. Der Sachschaden insbesondere an den elektronischen Einrichtungen ist beträchtlich.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Kursk" auf letzter Reise
Freitag, 26. April 2002, 11:47 Uhr

Gut eineinhalb Jahre nach ihrem Untergang trat das russische Atom-U-Boot "Kursk" jetzt seine letzte Reise an. Sie führte zum Abwracken in einer Marinemwerft nahe Murmansk. Als das Boot im August 2000 nach Explosion eines Torpedos in der Barentsee sank, waren alle 118 Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen. Von fast allen Seeleuten konnten Körper oder Überreste bei der Untersuchung des gehobenen Wracks gefunden werden. Das Vorschiff der "Kursk", das bei der Bergung abgetrennt wurde, liegt nach wie vor an der Unglücksstelle auf dem Meeresgrund.
Quelle: Tim Schwabedissen

Luftkissen sollen gestrandeten Frachter »Nocht« wieder flott machen
Mittwoch, 24. April 2002, 18:22 Uhr

Wesel - Die Zwangspause des am Niederrhein gestrandeten holländischen Frachters »Nocht« geht nach einem Monat zu Ende. »Die Bergungsarbeiten sind in vollem Gange«, sagte Jörg Hüting vom Schiffsbauer Hülskens in Wesel am Mittwoch. Kapitän Groen hatte sich beim Rheinhochwasser auf eine überschwemmte Wiese verirrt und war nicht rechtzeitig zurück in die Fahrrinne gekommen. Mit Hilfe zweier Luftkissen wird nun das Schiff zurück in den Rhein transportiert. Ein Teil des Frachters befinde sich schon im Wasser, sagte der Kapitän.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Altlast vor Usedom beseitigt
Mittwoch, 24. April 2002, 13:30 Uhr

Am 23.04. begann vor Usedom die Altölentsorgung aus einem gesunkenen Minensuchboot. Das Schiff war im Zweiten Weltkrieg nahe dem Ostseebad Zinnowitz untergegangen und lag seither auf 12 Metern Tiefe. In den Betriebsstofftanks des Wracks wurden 38 Tonnen Öl festgestellt, die wegen zunehmender Korrosion ein steigendes Umweltrisiko darstellten. Nach der Prüfung verschiedener Varianten wie einer Betonversiegelung oder eines chemischen Verfahrens zum Abbinden des Öls habe sich das Abpumpen als finanziell günstigste Variante herausgestellt. Im Beisein des mecklenburg-vorpommerschen Umweltministers Wolfgang Mehtling wurde am Dienstag der Startschuss für die Beseitigung dieser Altlast gegeben.
Quelle: Tim Schwabedissen

Noch kein Happy End für Hündin Forgea
Mittwoch, 24. April 2002, 08:22 Uhr

Für die Hündin Forgea, die wochenlang auf einem havarierten Tankschiff als einzige «Passagierin» durch den Pazifik trieb, gibt es noch kein Happy End. Im Gegensatz zu den Angaben von Tierschützern (Ausgabe von gestern) konnte der Terrier-Mischling noch nicht gerettet werden. Das verschreckte Tier entwischte nach neuen Berichten unter Deck, als die Retter sich näherten. Wegen der schweren Brandschäden im Tanker wagten sie ihr nicht zu folgen. Jetzt wollen sie versuchen, mit Erdnussbutter, Forgeas Lieblingsspeise, zum Erfolg zu kommen.
Die Odyssee der Hündin hatte am 2. April begonnen. Damals rettete ein Kreuzfahrtschiff die Besatzung des Tankers «Insiko 1907», der in Brand geraten war. Forgea aber blieb an Bord. Der treibende Tanker war lange unauffindbar. Am vergangenen Samstag entdeckte schliesslich ein Flugzeug der US-Küstenwache das Schiff, auf dessen Deck die Hündin hin und her lief.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Seenotretter mit neuem Boot im Sportboothafen von Kühlungsborn
Mittwoch, 24. April 2002, 08:31 Uhr

Auf den Namen Woltera ist am vergangenen Montag im Sportboothafen von Kühlungsborn das neues Seenotboot der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) getauft worden. Es war dies das erste gesellschaftliche Ereignis an dieser Stelle, eigentlich noch immer auf einer Baustelle. Den feierlichen Akt nahm die 15-jährige Sarah Stein, Tochter der zur Besatzung gehörenden Rettungsfrau Ute Stein, vor.

Der Name Woltera erinnert an die gestorbene Frau Woltera Wittekind aus dem bayrischen Rottach-Egern, deren Sohn Hubertus Altgelt mit einer großzügigen Spende den Bau des Seenotrettungsbootes ermöglichte. Dieses dokumentiert die Verbundenheit zur Seefahrt als Familientradition.

Die Woltera ist das elfte Schiff einer 1999 eingeführten Konstruktionsreihe. Ursprünglich war der unter der Baubezeichnung SRB 57 geführte Neubau als Tochterboot für den Rettungskreuzer der neuesten 46-Meter-Klasse bestimmt gewesen. Dessen Bau verzögert sich, so versegelte das Tochterboot zur Kühlungborner Station. Bei 9,48 Metern Länge und größter Breite mit 3,61 Metern am Heck in Folge der Deltaform des Rumpfes ist die Woltera bei nur 96 Zentimetern Tiefgang ideal für Flachwassereinsätze im Küstenbereich, wie etwa vor ihrem Heimathafen, geeignet. Und dieses speziell auch bei extrem schweren Seegangs- und Wettersituationen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Zu viel geladen - 50 Tote
Dienstag, 23. April 2002, 10:00 Uhr

50 Tote forderte am 18.04. ein Schiffsunglück im westafrikanischen Ghana. Auf dem Voltasee sank ein Fahrgastschiff mit rund 90 Menschen an Bord. Nur 34 konnten gerettet werden. Unter den Fahrgästen befanden sich zahlreiche Schulkinder und Studenten, die auf dem Weg in die Ferien waren. Grund des Untergangs ist nach Angaben der Reederei eine Überladung des Schiffes.
Quelle: Tim Schwabedissen

Hündin trieb fast drei Wochen auf verlassenem Tanker
Montag, 22. April 2002, 18:37 Uhr

Honolulu - Fast drei Wochen trieb die Hündin «Forgea» allein auf einem verlassenen Tanker im offenen Meer. Die Besatzung eines Fischerbootes nahm sie am Sonntag vor der Küste von Hawaii auf und bemühte sich, das aufgeregte Tier zu beruhigen und aufzupäppeln. Einen Tag zuvor hatte ein Flugzeug der Küstenwache Pizza und Müsliriegel über dem Tanker «Insiko» abgeworfen, um «Forgeas» ärgsten Hunger bis zu ihrer Rettung zu stillen.

«Es ist ein Wunder, dass «Forgea» entdeckt und lebendig gerettet wurde», sagte eine Sprecherin der Tierschutzvereinigung Humane Society, Martha Armstrong. Mit dem Fischerboot solle die Hündin jetzt nach Hawaii gebracht werden. «Sie war 19 Tage ohne Gesellschaft und ist wahrscheinlich sehr aufgeregt.»

Der Tanker «Insiko» wurde bei einem Feuer im April zerstört. Terriermischling «Forgea» blieb an Bord zurück, als der Kapitän und zehn Besatzungsmitglieder am 2. April südlich von Hawaii von einem norwegischen Kreuzfahrtschiff aufgenommen wurden. Die Humane Society startete eine 50.000 Dollar teure Suchaktion nach dem Hund. Die «Insiko» wurde jedoch nicht gefunden und galt als im Meer versunken.

Nachdem die Küstenwache den Tanker aus der Luft entdeckt hatte, packte die Besatzung ihr Mittagessen in eine Kiste und warf diese aus 45 Meter Höhe über dem Schiff ab. Danach wurde ein Fischerboot in der Nähe ausgemacht, das sich bereit erklärte, die Hündin abzuholen.

Zu ihrem alten Herrn, dem Kapitän der «Insiko», wird «Forgea» aber nicht zurückkehren. Er flog bereits Anfang April in seine Heimat Taiwan. Trotzdem wird sie wohl ein neues Zuhause finden. Nach Angaben der Humane Society haben sich bereits zahlreiche Tierliebhaber gemeldet, die «Forgea» bei sich aufnehmen wollen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Rettung für Schiffshund
Montag, 22. April 2002, 06:46 Uhr

HONOLULU. An Bord eines havarierten Tankers, dessen Besatzung wie berichtet vor 18 Tagen vor Honolulu von einem Kreuzfahrtschiff gerettet wurde, wurde nun ein Hund entdeckt.
Ein Flugzeug der US-Küstenwache hatte die "Insiko", die als gesunken galt, noch immer im Meer treibend entdeckt. Als sich der Pilot im Tiefflug näherte, kam der zweijährige Schiffshund "Fargea" an Deck.
Nach ihm hatte eine hawaiische Tierschutzorganisation vor 14 Tagen eine 50.000 Dollar teure Suchaktion gestartet, die erfolglos blieb, weil das Schiff unauffindbar war. "Fargea" soll jetzt per Hubschrauber geborgen werden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

US-Zerstörer Cole wieder ausgelaufen
Samstag, 20. April 2002, 13:45 Uhr

Achtzehn Monate nach dem Terroranschlag im Jemen sind die Reparaturen am US-Zerstörer «USS Cole» beendet. Das Schiff ist auf dem Weg zum Stützpunkt Norfolk.
Erstmals seit dem Terroranschlag im Herbst 2000 ist der US-Zerstörer «USS Cole» am Freitag wieder ausgelaufen. Das Schiff habe die Werft in Pascagoula im US-Bundesstaat Mississipi verlassen, um zu seinem Stützpunkt in Norfolk im Staat Viriginia zu fahren, teilte die US-Marine mit. Die Reparatur der «Cole» kostete demnach rund 250 Millionen Dollar. 550 Tonnen Stahl wurden für die Arbeiten benötigt. Der Zerstörer gilt als eines der modernsten Schiffe der US-Marine. Er verfügt über hochleistungsfähige Radarschirme und das moderne Aegis-Luftabwehrsystem.
Auf das Schiff war im Oktober 2000 im Hafen der jemenitischen Stadt Aden ein Anschlag verübt worden. Dabei kamen 17 Besatzungsmitglieder um. Erst am Donnerstag hatte ein Sprecher des Terrornetzwerkes Al Qaeda in einer Videoaufzeichnung bekannt, dass Osama bin Laden für den Anschlag auf das Schiff verantwortlich gewesen sei.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Flüchtlingsschiff in der Ägäis gesunken
Donnerstag, 18. April 2002, 22:20 Uhr

Rund 2 Seemeilen nördlich der griechischen Insel Naxos sank am 17.4. ein Flüchtlingsschiff. Es hatte zuvor aber keinen Notruf abgegeben. An Bord des 20 Meter langen, türkischen Holzfahrzeugs befanden sich ungefähr 50 Menschen. Über die Anzahl der Opfer gab es zunächst widersprüchliche Angaben, offiziell ist derzeit von 2 Toten, allerdings auch nur 30 Geretteten die Rede. Vier Schiffe, darunter zwei der griechischen Küstenwache sowie ein Hubschrauber beteiligten sich an der Suche nach den Schiffbrüchigen. Die Überlebenden wurden auf Naxos medizinisch versorgt. Woher das Boot kam, ist noch unklar.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kutter vor Helgoland in Seenot
Mittwoch, 17. April 2002, 16:19 Uhr

10 Seemeilen vor Helgoland erlitt am 16.4. der Kutter "Beluga" aus Neuharlingersiel Wassereinbruch im Maschinenraum. Die zweiköpfige Besatzung alarmierte die DGzRS. Ein Seenotrettungskreuzer kam dem Kutter mit Lenzpumpen zu Hilfe und schleppte ihn nach Sicherung zurück in den Heimathafen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Fähre im Ärmelkanal abgeschleppt
Mittwoch, 17. April 2002, 16:19 Uhr

Der Seenotfall im Ärmelkanal ist aufgehoben worden. Einem französischen Schlepper gelang es Stunden nach der Havarie, die in Brand geratene RoRo-Fähre "Southern Carrier" auf den Haken zu nehmen. Der Schleppzug nahm anschließend Kurs auf den Hafen von Brest. Menschen kamen bei dem Feuer nicht zu Schaden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Fähre im Ärmelkanal in Brand
Dienstag, 16. April 2002, 17:49 Uhr

Am Morgen des 16.2. brach auf der englischen Fähre "Southern Carrier", 16947 BRT, im Ärmelkanal ein Feuer aus. Das Feuer entstand wahrscheinlich im Maschinenraum des Autotransporter, der wenig später antriebslos und manövrierunfähig im dicht befahrenen Seegebiet zwischen England und Frankreich zu treiben begann. Ein französischer Schlepper lief zum Havaristen aus. Die "Southern Carrier" war unterwegs vom südenglischen Hafen Southhampton nach Vigo in Nordwestspanien.
Quelle: Tim Schwabedissen

Dardanellen: Frachter nach Kollision mit Tanker gesunken
Sonntag, 14. April 2002, 11:07 Uhr

Canakkale - Das mit Eisen beladene Frachtschiff "Noor al Amal" ist in der Nacht zum Samstag in den Dardanellen mit einem türkischen Tanker kollidiert und innerhalb von zwei Stunden gesunken. Die 17 Mann der Crew konnten rechtzeitig vom Schiff abgeborgen werden. Aus dem gesunkenen Schiff trat am Samstag Treibstoff aus. Der Küstenschutz traf Vorbereitungen, um eine Ölpest am Strand zu verhindern. Der 18 829 Bruttoregistertonnen große Tanker war zur Zeit des Unglücks leer.
Der unter kambodschanischer Flagge fahrende Frachter "Noor al Amal" war auf dem Weg von der Ukraine nach Ägypten und bei der Einfahrt in die Dardanellen mit dem Tanker zusammengestoßen. Die Besatzungen beider Schiffe wurden am Samstag verhört, um den Grund des Zusammenstoßes herauszufinden.
Die Dardanellen, die zusammen mit dem Bosporus die türkischen Meerengen bilden, sind 65 Kilometer lang und bis zu 100 Meter tief. Die Meerengen verbinden das Schwarze Meer mit dem Marmarameer und der Ägäis und gehören zu den meist befahrenen (und gefährlichsten!) Meeresstraßen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Boot in Wasserfall abgestürzt
Freitag, 12. April 2002, 14:33 Uhr

Am 11.4. verunglückte ein Touristenboot in der Nähe des türkischen Badeortes Antalya. Es trieb in die Strömung eines Wasserfalls des Manavgat-Flusses, kenterte und stürzte schließlich metertief ab. Eine deutsche Touristin konnte sich schwimmend an Land retten. Ihr Berliner Begleiter verschwand in den Wasserfluten und ertrank vermutlich. Eine von Mitgliedern einer nahegelegenen Tauchschule eingeleitete Suchaktion blieb bis in die Abendstunden ergebnislos.
Quelle: Tim Schwabedissen

Seenotretter warnen vor defekten Schiffen
Viele Boote verlassen das Winterlager mit gravierenden technischen Mängeln
Freitag, 12. April 2002, 06:50 Uhr

Bremen - Wenn die Freizeitskipper in diesen Tagen ihre Boote aus dem Winterschlaf wecken und zum ersten großen Törn starten, sollten sie Vorsicht walten lassen. Denn die Fahrt ins Blaue könnte vorzeitig mit gravierenden technischen Problemen beendet sein.

"Gerade dann, wenn die Boote aus den Winterlagern kommen, treten häufig technische Mängel auf", warnt der Pressesprecher der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), Andreas Lubkowitz. So gebe es oft Schwierigkeiten mit verstopften Filtern und kaputten Motoren, Schäden in der Takelage oder Ruderbrüche. Denn etliche Skipper, so die Erfahrung der Bremer Seenotretter, nehmen ihr Boot nach dem Winterlager nur ungenau unter die Lupe. "Sie fahren einfach los und informieren sich nicht einmal über das Gebiet, das sie ansteuern wollen." Deshalb lautet der Rat der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger: "Jeder Törn, auch der erste in der Saison, bedarf einer gründlichen Vorbereitung." Dazu gehören unter anderem die technische Wartung sowie die Überprüfung der Sicherheitsausrüstung, Signal- und Kommunikationsmittel an Bord.

Sollte dennoch der Ernstfall eintreten, hat die DGzRS mit einem umfassenden Sicherheitspaket vorgesorgt. Für die Berufs- und Sportschifffahrt stehen auf der Ostsee 38 und auf der Nordsee 23 Seenotrettungskreuzer beziehungsweise -boote bereit, die von insgesamt 185 festangestellten und 700 freiwilligen DGzRS-Mitarbeitern rund um die Uhr betreut werden. Damit sie immer auf dem neuesten Stand der Technik sind, trainieren die Männer und Frauen regelmäßig im Rahmen von Fortbildungsseminaren an Bord und per elektronischer Seekarte am Computer die Kommunikation bei Katastrophen und Havarien. "Von besonderer Bedeutung ist dabei auch die reiche praktische Erfahrung, über die vor allem die langjährigen Mitarbeiter verfügen", sagt Andreas Lubkowitz.

Was die Seenotretter am Schreibtisch trainierten, wurde im vergangenen Jahr 2700 Mal Realität. Denn so oft mussten die Seenotrettungskreuzer und -boote der Bremer Organisation 2001 ausrücken, um Menschenleben zu retten, bei Havarien zu helfen oder nach Vermissten zu suchen. Allein beim Absturz einer kleineren Passagiermaschine am 2. Weihnachtsfeiertag in der Nähe von Bremerhaven war die DGzRS tagelang im Einsatz.

Finanziert wird die Organisation ausschließlich aus Spenden. Im vergangenen Jahr konnten rund 16,7 Millionen Euro eingenommen werden, 75 Prozent des Gesamtaufkommens stammten von Einzelpersonen aus ganz Deutschland. Von Spenden werden auch immer wieder neue Rettungsboote finanziert - die Taufe für das nächste Schiff findet am 22. April in Kühlungsborn statt. Lubkowitz: "Der Bootsname ist aber noch geheim."
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Philippnische Fähre explodiert
Donnerstag, 11. April 2002, 22:16 Uhr

Am 11.4. ereignete sich auf der philippinischen Fähre "Maria Carmela", 680 BRT, 18 Kilometer vor Lucena eine folgenschwere Explosion. Ein nachfolgendes Feuer breitete sich binnen zehn Minuten auf das gesamte Schiff aus, das mit 243 Passagieren und 47 Besatzungsmitgliedern auf dem Weg von der zentralphilippinischen Insel Masbate nach Lucena in der Provinz Quezon unterwegs war. An Bord brach offenbar Panik aus, Passagiere prügelten sich um Schwimmwesten und versuchten, an Tauen sich vom Havaristen abzuseilen. Dabei stürzten 10 von ihnen ohne Schwimmweste ins Wasser und ertranken. Mindestens 13 Menschen kamen in den Flammen ums Leben. Rund 50 Menschen sind noch vermisst, 219 Schiffbrüchige wurden von herbei eilenden Handels-, Fischerei- und Küstenwachschiffen gerettet. Auf den Philippinen mit ihren 7000 Inseln sind Fähren das wichtigste Verkehrsmittel. Viele von ihnen haben aber mangelhafte Sicherheitseinrichtungen und befördern weit mehr als die zulässigen Passagierzahlen. 1987 kamen bei einem der schwersten Unglücke in der zivilen Schifffahrt nach der Kollision eines Tankers mit einer Fähre nahe Manila rund 4000 Menschen im nachfolgenden Feuer ums Leben.
Quelle: Tim Schwabedissen

Von dem schiffbrüchigen Hund nichts gewusst
Mittwoch, 10. April 2002, 16:52 Uhr

HONOLULU Davon, dass sich der Kapitän der "Norwegian Star" geweigert habe, einen schiffbrüchigen Hund zu retten, kann keine Rede sein. Anschuldigungen der hawaiianischen Human Society, die Crew hätte der "Insiko"-Besatzung untersagt, den zweijährigen "Forgea" mit an Bord zu nehmen, entbehren laut Norwegian Cruise Line (NDL) jeglicher Grundlage. Dem NCL-Kapitän wurde von den Schiffbrüchigen nach ihrer Rettung nicht mitgeteilt, dass sich an Bord ihres in Seenot befindlichen Schiffes "Insiko" auch ein Hund befand. Laut NCL-Präsident Colin Veitch wäre auch der Vierbeiner an Bord der "Norwegian Star" aufgenommen worden, wenn der Kapitän von ihm gewusst hätte.
Die Crew des Luxusliners hatte in der Nacht vom 2. April elf Besatzungsmitglieder der indonesischen "Insiko" gerettet. Der Fischkutter trieb nach einem Feuer im Maschinenraum 220 Seemeilen südwestlich von Hawaii. Das Feuer hatte bereits am 13. April die Stromversorgung sowie jegliche Kommunikationsmöglichkeit des Schiffes unterbrochen. Von den zwölf Menschen auf der "Insiko" überlebten elf. Ein Besatzungsmitglied kam im Feuer um. Die Geretteten wurden vom Schiffsarzt der "Norwegian Star" versorgt und später einem US-Schiff übergeben. Die Suche von Tierschützern nach "Forgea" verlief ergebnislos. Die "Insiko" ist offenbar mit dem Tier gesunken.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Rettung gescheitert: Hund versank mit Tanker
Dienstag, 09.04.2002, 06:51:46 Uhr

Honolulu - Eine aufwändige Rettungsaktion für einen schiffbrüchigen Hund vor Hawaii ist fehlgeschlagen. Der Tanker "Insiko 1907", von dem der zweijährige "Forgea" gerettet werden sollte, sank, bevor die Helfer eintrafen.
Die Tierschutzorganisationen, die die 50.000 Dollar teure Aktion in die Wege geleitet hatten, teilten mit, die Suche sei ergebnislos abgebrochen worden. Der Hund war am Dienstag vergangener Woche von der Besatzung der "Insiko 1907" zurückgelassen worden.
Der indonesische Tanker war in Brand geraten, die Besatzung wurde von einem Kreuzfahrtschiff aufgenommen, der Hund des Tankerkapitäns durfte aber nicht mit an Bord. Daraufhin wurde eine Suchaktion gestartet, an der ein Schiff und ein Flugzeug beteiligt waren.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Teure Rettung für schiffbrüchigen Hund
Montag, 08.04.2002, 19:26:50 Uhr

Vor der Insel Hawaii ist eine recht teure Rettungsaktion für einen schiffbrüchigen Hund angelaufen. Die Crew des indonesischen Schiffs «Insiko» hatte das Tier auf dem manövrierunfähigen Tankers zurücklassen müssen. Wie die Tierschutzorganisation Hawaiian Humane Society mitteilte, durfte der Kapitän der «Insiko» seinen zweijährigen Hund nicht mit auf den norwegischen Kreuzfahrer bringen, das die elfköpfige Besatzung an Bord genommen hatte. Ein Schlepper ist ausgelaufen, um den zweijährigen «Forgea» zu bergen. Die Kosten für die Bergung belaufen sich auf rund 50 000 Dollar.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Österreicher ertrinkt bei Palma-Week im Mittelmeer
Sonntag, 07.04.2002, 19:19:22 Uhr

Die Palma-Week vor Mallorca ist von einem traurigen Ereignis überschattet worden. Der Österreicher Johannes Häuppl ist tödlich verunglückt. Der Tornado-Segler kenterte mit seiner Yacht und verhedderte sich dabei so unglücklich in den Schoten, dass er im Mittelmeer ertrank.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Nun 29 Tote bei Dockkatastrophe in Dubai
2.4.02

In dem am 27.3. gefluteten Dock in Dubai konnten Taucher bis zum 2.4. 26 Tote bergen. Die Arbeiten gestalten sich durch das trübe Wasser schwierig. Drei Menschen werden noch vermisst. Bei den Opfern des Unglücks handelt es sich vorwiegend um Gastarbeiter aus Indien, Bangla Desh und den Philippinen. Insgesamt hatten 241 Menschen an vier Tankern und Frachtern gearbeitet, als die 12 Meter hohe Flutwelle nach Bersten des Docktores in die Grube einbrach. Sie riss die Schiffe los, schleuderte sie gegeneinander und überschwemmte binnen weniger Minuten die mehrere hundert Meter lange Anlage, die zu den größten der Welt zählt. Die Trockenlegung des Docks wird zwischen 10 und 14 Tagen dauern. Auslöser des Unglücks war nach bisherigen Ermittlungen das Brechen von Halterungen des Tores.
Quelle: Tim Schwabedissen

Gefahrgutfrachter schlug leck
2.4.02

Am 2.4. rammte der schwedische Frachter "Stena Gothica" in Immingham, Ostengland, beim Einlaufen eine Schleusenkaje. Unterhalb der Wasserlinie wurde ein fünf Meter langes Leck gerissen, der Maschinenraum lief daraufhin voll Wasser. Es gelang aber, den Untergang des Schiffes zu verhindern und die 21 Menschen an Bord in Sicherheit zu bringen. Die Göteborger "Stena Gothica" hatte mehrere Lkw mit Gefahrgut an Bord. Eine Umweltgefährdung trat aber nicht ein.
Quelle: Tim Schwabedissen

Tankerwrack trieb im Pazifik
1.4.02

Rund 350 Kilometer vor Hawaii beendete am 1.4. ein Kreuzfahrtschiff die mehrwöchige Odyssee indonesischer Schiffbrüchiger. Vor über zwei Wochen war auf deren Tanker im Pazifik ein Feuer ausgebrochen, das ihn schwer beschädigte und seiner Kommunikations- sowie Rettungseinrichtungen beraubte. Ein Besatzungsmitglied kam in den Flammen ums Leben. Das Wrack aber blieb schwimmfähig und driftete mit den restlichen 11 Mann an Bord hilflos so lange durch die See, bis das Passagierschiff in Sicht kam. Die Indoneser feuerten Signalraketen ab, die von dessen Brückencrew gesehen wurden. In einer erfolgreichen Rettungsaktion wurde der Tanker daraufhin evakuiert.
Quelle: Tim Schwabedissen

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