EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv Mai 2002

Last update: Sonntag, 09. Juni 2002, 19:46 Uhr

Interessante Links:

Prominenter Weltumsegler in Seenot
23.5.02

Ein Erdbeben in der Ägäis brachte am 23.5. den Weltumsegler Rollo Gebhard vor Kreta in Seenot. Der das Beben begleitende Sturm führte zu meterhohem Wellengang, der die Yacht "Solveig VII" schwer beschädigte. Dem 80jährigen Abenteurer gelang es aber mit viel Glück, sein angeschlagenes Boot in den kretischen Hafen Dhenousa einzubringen. Hier soll eine Notreparatur vorgenommen werden. Rollo Gebhard befand sich auf dem Rückweg von einem Törn, der ihn vom Kaspischen Meer bis nach Istanbul geführt hatte.
Quelle: Tim Schwabedissen

Rekordruderer in Seenot
18.5.02

60 Seemeilen vor der westaustralischen Küste entdeckten Rettungskräfte am 18.5. zwei gekenterte britische Ruderer. Sie hatten versucht, in einem sieben Meter langen Boot den Indischen Ozean zu überqueren. Zwei Tagesreisen vor dem Ziel scheiterte ihr Rekordversuch. Ein Schiff wurde zu den Schiffbrüchigen geleitet und sollte trotz schweren Seegangs versuchen, die beiden früheren Soldaten zu retten, die sich an ihr kieloben treibendes Boot klammerten.
Quelle: Tim Schwabedissen

Fünf Boote in Schweizer Werft verbrannt
18.5.02

Am Morgen des 18.5. brach auf einer Schiffswerft in Alpnachstad im Schweizer Kanton Obwaldenrühen ein Feuer aus. Fünf Boote gingen in Flammen auf, drei von ihnen wurden zum Totalverlust. Der Sachschaden beläuft sich nach Angaben der Kantonspolizei auf eine halbe Million SF. Kurz nach halb fünf war der Ausbruch des Feuers festgestellt worden. Die Rettungskräfte bargen zwei Menschen aus einem Boot, von dem das Unglück auch seinen Ausgang genommen hatte. Mögliche Brandursache ist Fahrlässigkeit.
Quelle: Tim Schwabedissen

Großbrand auf dänischer Nordseefähre
18.8.02

In den Abendstunden des 18.5. geriet 240 Kilometer südöstlich des schottischen Aberdeen die dänische Fähre "Princess of Scandinavia" auf dem Weg von Newcastle nach Göteborg in Brand. Im Maschinenraum und im Lüftungssystem des mit 758 Passagieren und 126 Besatzungsmitgliedern besetzten Schiffes brachen gegen 23.50 mehrere Feuer aus. Die Passagiere des Havaristen wurden an Deck beordert. Zehn Hubschrauber und über ein Dutzend Hilfsschiffe vornehmlich aus England nahmen Kurs auf die Unglücksstelle, um im Falle einer Evakuierung die Schiffbrüchigen auf nahe gelegene Bohrinseln zu bringen. Viele glaubten zunächst an eine Übung, als sie über einen technischen Defekt unterrichtet wurden, bis sie den Brandgeruch wahrnahmen. Dank des mustergültigen Verhaltens der Besatung kam es aber zu keiner Panik, lediglich zwei Mitglieder einer schwedischen Schülergruppe erlitten einen leichten Schock. Das Feuer, das zwischen den vier Dieselmaschinen seinen Ausgang genommen hatte und dann auf ölgefüllte Hydraulikleitungen übergriff, breitete sich anschließend mit großer Intensität im Schornstein auf den Bereich zwischen drittem und achtem Deck aus. Neben den Maschinen fiel dann auch der Bordstrom aus. Dem beherzten Löschangriff der Besatzung und dem Einsatz der Sprinkleranlage war es aber zu verdanken, dass die Flammen binnen zwei Stunden unter Leitung des Sicherheitsoffiziers Anders Andersen mit bordeigenen Mitteln nieder gekämpft werden konnten. Daraufhin verzichtete Kapitän Jens Knudsen auf eine Evakuierung der "Prince of Scandinavia", die Rettungsschiffe brachen ihren Einsatz ab. Es gelang sogar, drei der vier Hauptmaschinen wieder anzufahren, so dass die Fähre mit langsamer Fahrt Kurs aufs norwegische Kristiansand nehmen konnte, wo sie mit achtstündiger Verspätung eintraf. Am Nachmittag des 19.5. gingen die offensichtlich gut gelaunten britischen und schwedischen Passagiere dort wohl behalten von Bord. Nach Aussage des dänischen Marineinspektors Lars Jacobsen habe zu diesem glimpflichen Ausgang das beispielhafte Verhalten der Besatzung beigetragen. Am 20.5. verließ die "Prince of Scandinavia" den Hafen mit Kurs Dänemark, wo die ausgefallene Maschine, das elektrische System sowie der Schornstein repariert werden sollen. Der Liniendienst soll am 27.5. wieder aufgenommen werden.
Zur Unglücksursache gibt es bislang nur Vermutungen, häufig sind auslaufendes Öl oder leckende Treibstoffleitungen Schuld an derartigen Zwischenfällen. Bis Ende Juni wird ein Untersuchungsbericht der dännischen Marinebehörde erstellt.
Die 184 Meter lange und 27 m breite, mit 22528 BRT vermessene Fähre der dänischen Gesellschaft DFDS wurde 1975 für die Tor Line AB als "Tor Britannia" bei der Lübecker Flender-Werft erbaut. Sie vemag 1519 Passagiere zu fassen. Vier Pielstick-Motoren von zusammen 33540 kW verleihen ihr eine Geschwindigkeit von 25 Knoten. 1981 lief sie als "Scandinavian Star", dann bis 1991 wieder unter ihrem Ursprungsnamen. 1989 geriet sie als solche auf der Nordsee in Brand , damals waren zwei Tote und mehrere Verletzte zu beklagen gewesen. 1991 wurde sie generalüberholt und pendelte seither unter ihrem jetzigen Namen zwischen Newcastle, Kristiansand und Göteborg.
Quelle: Tim Schwabedissen

Wassereinbruch auf Fahrt nach Helgoland
16.5.02

Am 16.5. erlitt eine Flensburger Yacht von knapp 15 Metern Länge in der Nordsee Wassereinbruch. Das mit einem 50-PS-Motor ausgestattete Boot war in den Abendstunden unter Segeln auf dem Weg von Wedel nach Helgoland gewesen. Der Skipper war allein an Bord und gab einen Notruf über Seefunk ab. Der Seenotrettungskreuzer "Hermann Helms" sowie das Küstenstreifboot "WS 1" liefen aus Cuxhaven zum Havaristen aus. Rund eine Stunde später setzte gegen 22.30 Uhr ein Wasserschutzpolizist auf die Yacht über. Es gelang, einer Lenzpumpe anzusetzen und den Wassereinbruch uz stoppen. Als die Yacht lenz war, stellte sich heraus, dass sich der Echolotgeber gelöst und so die Leckage ausgelöst hatte. Nachdem dessen Rohr neu verschraubt war, begleitete "WS 1" das Boot nach Cuxhaven zurück, wo es in den Morgenstunden des 17.5. im Yachthafen festmachte.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter "Silver Ray" ausgebrannt
Freitag, 17. Mai 2002, 13:14 Uhr

In der Nacht vom 13. zum 14.5. brannte in Antwerpen der panamesische Frachter "Silver Ray", 39.000 BRT, aus. Nachdem das Feuer auf dem mit über 2.500 Autos beladenen Schiff in den Abendstunden ausgebrochen war, wurde die 25köpfige Besatzung unversehrt gerettet. Dann beschloss die belgische Feuerwehr, das Schiff ausbrennen zu lassen, um die Stabilität des Schiffes durch das Gewicht des notwendigen Löschwassers nicht zu gefährden. Im Laufe des 14.5. erloschen die Flammen "planmmäßig". Das Feuer war offenbar von einem der Autos an Bord ausgegangen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Ende eines Minenräumers
Freitag, 17. Mai 2002, 13:15 Uhr

Nicht nach Plan lief die Hebung des früheren Minenräumers "Aldebaran" am 14.5. im Kieler Stickenhörn-Hafen. Das Ende April binnen 40 Minuten gesunkene jetzige Wohnschiff war vom Bugsier-Kran "Roland" zunächst am Bug angehoben worden. Taucher unterfingen den Rumpf mit einer zweiten Trosse, die im Laufe der Hebung zu einem optimalen Tragepunkt Richtung Heck verschoben wurde. Als das Wrack sich vom Grund löste, drangen aus dem Innern aber Berstgeräusche. Daraufhin entschied Bergungsleiter Norbert Clasen, die Aktion abzubrechen. Zu groß war das Risiko, dass Bordwandteile komplett abbrechen würden. Entgegen dem ursprünglichen Plan, die "Aldebaran" auf der Kaifläche der Nordmole an der Einfahrt des Nord-Ostsee-Kanals abzusetzen, wurde das Wrack nach Einholen der entsprechenden behördlichen Genehmigung nun lediglich über den Schlickgrund so weit wie möglich ins flache Wasser nahe der Uferböschung geschoben. Hier legte sich das Boot auf die Backbordseite und knickte tatsächlich an zwei Stellen mittschiffs ein, Teile der Aufbauten rutschten ins Wasser ab und wurden mit ausgelegten Ölschlengeln eingefangen. Das Schiff soll nun in situ abgewrackt werden. Die Ursache des Untergangs ist weiterhin unklar. Besser erging es seither der in der vergangenen Woche wenige Kilometer weiter gesunkenen schwimmenden "Yacht-Tankstelle Strande". Zwieback und Sekt stehen bereits wieder waagerecht in den Verkaufsregalen. Am 14.5. untersuchten Taucher das Unterwasserschiff und stellten fest, dass die Verankerung des Pontons mit dem Steg wohl ursächlich für den Untergagn war. Am 17.5. sollen nach Planung von Pächter Sönke Mau auch die Zapfsäulen des Pontons wieder in Betrieb genommen werden. Unterdessen werden die Pannen bei der Hebung der Tankstelle behördlicherseits analysiert. Um bei ähnlichen Vorfällen zukünftig erfolgreicher agieren zu können - nach mehreren Fehlversuchen hatte erst der Kran des Feuerlöschschiffes "Kiel" die Tankstelle an die Wasseroberfläche zurück gebracht - soll ein runder Tisch u.a. mit Vertretern der Wasserbehörden, der Feuerwehr und der Gemeinde einberufen werden. Das mangels Trailer an Land einsatzunfähig herumliegende Boot der Ölwehr soll einen Liegeplatz im Strander Hafen erhalten.
Quelle: Tim Schwabedissen

Neue Vorwürfe zum Tod zweier Marinesoldaten
Freitag, 17. Mai 2002, 13:16 Uhr

Am 17.5. wies ein Sprecher der Bundeswehr Vorwürfe zurück, dass bei der Rettungsaktion für zwei Soldaten nach Kenterung ihres Bootes am 6. März in der Ostsee Fehler begangen worden seien. Entsprechende Informationen waren zuvor aus einem vertraulichen Untersuchungsbericht britischer und deutscher Stellen bekannt geworden. Nach ihm sei ein SAR-Hubschrauber nur 15 FLugminuten von der Unglücksstelle entfernt gewesen, aber nicht angefordert worden. Zudem habe die Fregatte "Mecklenburg-Vorpommern" trotz Aufforderung kein Rettungsboot ausgesetzt. Des weiteren wurden Ausbildungs- und Ausrüstungsdefizite moniert. So hätten die Verunglückten nicht, wie ihre englischen Kollegen, Kälteschutzanzüge getragen, die ihr Überleben wahrscheinlich ermöglicht hätten. Das Havarieverahren der deutschen Marine läuft noch und wird die Ergebnisse dieses Berichtes einer Untersuchungskommission ebenso heranziehen wie die Ermittlungsergebnisse der Staatsanwaltschaft, die bereits festgestellt hatte, dass die beiden Seeleute keine Schwimmwesten getragen hatten. Ende Mai wird ein Ergebnis erwartet, bis dahin sollen die bekannt gewordenen Vorwürfe nicht kommentiert werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Flaschenpost: Schiffbrüchige gerettet
Donnerstag, 16. Mai 2002, 06:48 Uhr

Rio de Janeiro - Die vierköpfige Crew einer britischen Segelyacht ist dank einer Flaschenpost gerettet worden. Die vier Engländer, deren Yacht vier Tage lang auf dem Atlantik umhergetrieben war, wurden rund 1.000 Meilen vor der Küste Brasiliens geborgen. Die Crew eines spanischen Fischtrawlers hatte eine Plastikflasche mit Hilferuf und und der geografischen Position aus dem Wasser gefischt und umgehend eine Rettungsaktion gestartet.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Tankschiff hängt an Rheinbrücke fest
15.5.02

In dem Morgenstunden des 15.5. kollidierte auf dem Rhein ein mit 2150 Tonnen Diesel beladenes Tankschiff mit einer Eisenbahnbrücke in Mainz. Das Schiff wurde am Bug beschädigt und blieb mit Schlagseite an dem von ihm gerammten Brückenpfeiler liegen. Um den Havaristen wieder flott zu bekommen, soll ein Teil der Ladung in einen Leichter umgepumpt werden. Bis in die Nachmittagsstunden war kein Öl in den Fluss ausgetreten. Die dreiköpfige Besatzung blieb unversehrt. Der Havarist befand sich zum Unfallzeitpunkt auf dem Weg nach Biersfelden, Schweiz.
Quelle: Tim Schwabedissen

Tödlicher Unfall auf Segelschulschiff «Gorch Fock»
Montag, 13. Mai 2002, 17:19 Uhr

Glücksburg - In der Nacht zum Montag kam ein Grundwehrdienstleistender aus dem süddeutschen Raum auf dem deutschen Segelschulschiff «Gorch Fock» bei regulären Arbeiten in der Takelage des Windjammers ums Leben. Der 19-jährige war bei ruhigem Wetter aus noch unbekannten Gründen auf das Deck des Schiffes gestürzt, bestätigte Fregattenkapitän Ulrich Karsch vom Presse- und Informationszentrum der Marine auf Anfrage.
Der Unfall ereignete sich in der Nacht zum Montag im Seegebiet südlich von Island. Die Eltern des jungen Mannes wurden informiert.

Die Bark ist momentan auf einer Ausbildungsreise über Norwegen und Island nach Schottland. Am 6. Juni wird die «Gorch Fock» wieder im Heimathafen Kiel erwartet. An Bord sind neben der Stammbesatzung 80 Lehrgangsteilnehmer, die ausgebildet werden. Insgesamt waren laut Marine 221 Besatzungsmitglieder an Bord, als das Schiff Mitte April Kiel verlassen hatte.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich ein solches Unglück auf der "Gorch Fock" ereignet. Bereits am 17. September 1998 gab es im Skagerak einen Unfall mit Todesfolge. Die "Gofo", wie sie von der Besatzung liebevoll genannt wird und die 1959 erstmals auf große Fahrt ging, ist das älteste Schiff der Marine. Im vergangenen Jahr wurde die «Gorch Fock» für rund 10 Millionen Euro grundüberholt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Israel versenkt Schiff vor Gaza
Dienstag, 14. Mai 2002, 07:41 Uhr

NEW YORK/TEL AVIV - Vor der Küste des Gaza-Streifens hat die israelische Marine ein Schiff mit einer Waffenlieferung für die Palästinenser versenkt. Die Waffen stammten von der libanesischen Hisbollah-Miliz. Der Zwischenfall habe sich erst vor wenigen Tagen ereignet, die Palästinenser wüssten noch nichts von der Versenkung des Schiffs. Anscheinend bemühen sich die Palästinenser nach der israelischen Militäraktion "Operation Schutzschild" wieder verstärkt um Waffen, da israelische Soldaten eine große Anzahl beschlagnahmt hätten. Zuletzt brachte die israelische Marine im Januar im Roten Meer das Schiff "Karine A" mit 50 Tonnen Waffen auf. Nach den Oslo-Abkommen sind derartige Waffenimporte illegal.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

12 Tote bei Schiffsunglück vor den Bahamas
Montag, 13. Mai 2002, 13:23 Uhr

Vor den Bahamas kenterte am 10.5. ein aus Haiti kommendes Boot in stürmischer See. An Bord waren rund 100 Flüchtlinge, von denen mindestens 12 ertranken. Die von der Küstenwache des Inselstaates Geretteten sollen nach gängiger Praxis in Kürze in ihre Heimat zurück geschickt werden. Die Flucht aus Haiti, das zu einem der ärmsten Länder der Welt gehört, hat allein 2002 schon 200 Tote bei Schiffsunglücken gefordert.
Quelle: Tim Schwabedissen

Serie von Havarien auf der Kieler Förde
Montag, 13. Mai 2002, 13:26 Uhr

Das Wochenende vom 10. bis 12. Mai verschaffte der Kieler Wasserschutzpolizei und Rettungskräften eine Reihe von Einsätzen, die zum größeren Teil auf kräftige Winde zurück zu führen waren. Am 10.5. schlugen zunächst zwei Ruderboote in kabbeliger See beim Einlaufen in die Holtenauer Schleuse voll Wasser. Die insgesamt 9 Insassen retteten sich schwimmend in den Scheerhafen, wo sie ärztlich betruet wurden. Ein Marineboot sowie die "Schwansen" der Wasserschutzpolizei bargen die in der Kanalausfahrt treibenden Boote.
Wenig später kollidierten die aus der Schleuse auslaufenden Frachter "Volgo Balt 243", 2457 BRZ, und "Olga", 2561 BRZ. Die holländische "Olga" war bei einem Ausweichmanöver auf den vor ihr fahrenden russischen Frachter aufgefahren. Dabei erlitt sie erhebliche Schäden im Bugbereich und musste zur Reparatur die Lindenau-Werft aufsuchen. Auch über die "Volgo Balt 243" wurde ein Auslaufverbot verhängt.
In der Nacht zum 11. Mai sank in Strande eine schwimmende Bootstankstelle. Mehrere Zellen des Pontons liefen voll Wasser und setzten auf dem Hafengrund auf. Weder Feuerwehr noch THW hatten das technische Gerät, den Havaristen aus seiner Schräglage aufzurichten. Geringe Mengen austretenden Öls wurden mit Hilfe eines ausgelegten Schlängeks eingefangen. Retter in der Not war letztlich das Feuerlöschboot "Kiel", das der Tankstelle wieder Wasser unterm Kiel verschaffte, so dass der Rumpf am 11. Mai ausgepumpt werden konnte. Das Lenzwasser wurde vorsichtshalber entsorgt. Die Tankstelle war bereits vor einigen Jahren an ihrem Liegeplatz gesunken.
Ebenfalls am 11. Mai geriet das Motorboot "Floh" nahe Strande in Seenot. Wellen schlugen in das 4-Meter-Boot und brachten es auf drei Metern Wassertiefe zum Sinken. Die 3köpfige Besatzung rettete sich schwimmend an Land und trug Unterkühlungen davon. Der Bug der "Floh" ragte am 12.5. noch aus dem Wasser. Das Wrack soll in Kürze geborgen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Mindestens 18 Tote bei Bootsunfall auf den Philippinen
Samstag, 11. Mai 2002, 19:11 Uhr

Manila - Vor der philippinischen Küste sind am Samstag beim Untergang eines motorisierten Auslegerboots mindestens 18 Menschen ertrunken.
Nach Angaben der Küstenwache herrschte zum Zeitpunkt des Untergangs kein schlechtes Wetter. Die «Melody» sei offensichtlich überladen gewesen. Überlebende berichteten, das Boot sei gekentert, als Passagiere vor der Gischt von Wellen sich auf eine einzige Seite drängten. Es gab 84 Überlebende, 41 wurden am Samstagabend noch in Krankenhäusern behandelt. Im April waren bei einem Brand auf einer philippinischen Fähre 44 Insassen ums Leben gekommen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Drei Segler bei Unfall in Ostsee umgekommen
Freitag, 10. Mai 2002, 17:31 Uhr

Bremen - In der Ostsee sind drei Segler ums Leben gekommen. Wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger am Freitag in Bremen mitteilte, wurde die offene Segeljacht «Lola» mit einer Frau und zwei Männern an Bord am Donnerstagnachmittag zum letzten Mal gesichtet. Am Freitagmorgen wurde das Boot als vermisst gemeldet. Westlich der Ostseeinsel Poel in Mecklenburg-Vorpommern fand die Besatzung eines Seenotrettungsbootes zwei Segler tot im Wasser treibend. Eine dritte Person wurde leblos am Strand entdeckt.
Einheiten des Zolls und der Wasserschutzpolizei sowie ein Polizeihubschrauber hatten die Seenotretter bei ihrer Suche nach den Seglern unterstützt. Das Wrack der gesunkenen Jacht wurde auf dem Grund der Ostsee geortet.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Insgesamt mussten die Seenotretter um den Himmelfahrtstag herum 167 Menschen aus gefährlichen Situationen in Nord- und Ostsee befreien.

Vatertag: Angetrunken gekentert
Freitag, 10. Mai 2002, 14:59 Uhr

Tödlich hätte eine Motorbootstour am Vatertag auf der Eider enden können. In den Abendstunden des 9.5. kenterte das Kajütboot nahe Tielenhemme, Kreis Dithmarschen, mit sechs Männern an Bord. Während sich die fünf Passagiere im Alter zwischen 35 und 43 Jahren retten konnten, wurde der wie seine Fahrgäste angetrunkene, 41jährige Skipper im Boot unter Wasser gedrückt. Er war nicht mehr in der Lage, sich selbst zu befreien und drohte im Wrack eingeklemmt zu ertrinken. Zwei Fußgänger, die das Unglück beobachtet hatten, sprangen ins 11 Grad kalte Flusswasser, schlugen eine Scheibe des umgeschlagenen Bootes ein und retteten den Mann in letzter Sekunde.
Quelle: Tim Schwabedissen

Bohrinsel vor England gerammt
Freitag, 10. Mai 2002, 15:03 Uhr

Ein Fischtrawler kollidierte am 8.5. mit der 43 Kilometer vor East Yorkshire in der Humbermündung verankerten Gasplattform "Rough 33". Ein Pfeiler der wegen Überholungsarbeiten momentan still gelegten Bohrinsel wurde dabei beschädigt. Hubschrauber evakuierten 110 Arbeiter, die mit den Wartungsarbeitebn beschäftigt waren, von der Plattform. Die meisten wurden zum Tanker "Navion Europe" geflogen. 18 Mann blieben auf der Plattform zurück. Die "Marbella", die 21 Mann Besatzung an Bord hatte, wurde bei dem Zusammenstoß stark beschädigt, blieb aber schwimmfähig.
Quelle: Tim Schwabedissen

Todesfähre in Bangla Desh gehoben
Mittwoch, 08. Mai 2002, 13:43 Uhr

Drei Tage nach ihrem Untergang wurde die Flussfähre "Salauddin 2" am 6.5. von einem Schwimmkran gehoben. Bis zum Abend des Tages fanden Rettungskräfte 280 Tote in dem Wrack. Auch auf dem Meghna-Fluss trieben weiterhin Leichen. Etliche Opfer des Unglücks wurden unmittelbar nach ihrer Bergung in Massengräbern am Ufer beigesetzt. Offiziell als vermisst wurden bislang 100 Passagiere gemeldet. Zahlreiche Menschen harrten an der Unglücksstelle bei widrigen Wetterbedingungen aus in der Hoffnung auf Informationen über Angehörige. Regierungschefin Khaleda Zia sprach von einer nationalen Katastrophe und ordnete eine Untersuchung der Katastrophe an. Am 7.5. wurde die Anzahl der geborgenen Toten mit 328 beziffert, nachdem sich die Berger weiter ins Schiffsinnere vorgearbeitet hatten, in dem die Opfer beim Untergang des Schiffes in der Falle saßen. Es wird damit gerechnet, dass diese Zahl noch nach oben zu korrigieren sein wird.
Quelle: Tim Schwabedissen

Bergungsarbeiten nach Fährkatastrophe in Bangla Desh angelaufen
Montag, 06. Mai 2002, 13:42 Uhr

Ein Schwimmkran traf am 5.5. an der Wrackposition der "Salahuddin 2" auf dem Meghna-Strom ein. Er soll das Wrack, in dem in 11 Metern Tiefe hunderte von Toten vermutet werden, heben. Polizei, Froschmänner der Marine sowie andere Taucher waren gleichfalls im Einsatz. Weiterhin stürmische Winde, Regen und starke Strömungen behinderten aber bislang die Bergungsarbeiten. Schwierige Wetterbedingungen werden auch für die nächsten Tage erwartet, gleichzeitig treibt die reißende Strömung unablässig Ertrunkene davon. Rund 2000 Menschen versammelten sich am 5. Mai am Flussufer bei Shatnal, um unter den Leichen nach Angehörigen Ausschau zu halten.Unklar ist nach wie vor die Anzahl der Passagiere, Schätzungen belaufen sich auf rund 500, von denen sich 100 aus den mit Menschen dicht gequetschten Decks nach dem Kentern der Fähre in einer Sturmbö retten konnten. Es gelang bisher, ca. 40 Leichen zu bergen. Zugelassen war das Schiff für nur 250 Fahrgäste, und es war in überladenem Zustand ausgelaufen, obwohl eine Sturmwarnung vorlag. Die Behörden ordneten weitere Untersuchungen zur Aufklärung der Katastrophe an.
Quelle: Tim Schwabedissen

400 Tote bei Fährunglück in Bangladesh
Samstag, 04. Mai 2002, 16:15 Uhr

Am Abend des 3.5. kam es auf dem Fluss Meghna nahe Chandpur in Süd-Bangladesh zu einer Schiffskatastrophe. Der Untergang der Flussfähre "Salahuddin 2" forderte möglicherweise 400 Tote. Nur 100 Menschen konnten gerettet werden.
Die "Salahuddin 2" war nahe Shatnal oberhalb der Mündung in der Bucht von Bengalen in einen tropischen Sturm geraten und sank gegen Mitternacht an einer sehr breiten und 11 Meter tiefen Stelle. Den Überlebenden war es gelungen, vom Oberdeck des Havaristen ins Wasser zu springen, aus dem sie ein zweites Schiff sowie einige Fischerboote aufnehmen konnten, sofern sie nicht schwimmend das Ufer erreichten.
Die Passagiere des unteren Decks versanken mit der Fähre. Die "Salahuddin 2" war auf dem Weg von Dhaka nach Pathutaklai gewesen und hatte zum Unglückszeitpunt 170 Kilometer der 450 Kilometer langen Strecke absolviert. Am 4.5. erreichte ein Seenotrettungsboot die Unglücksstelle, ein zweites war in Marsch gesetzt. Starke Strömung dürfte viele Opfer bereits weg gespült haben, es gelang zunächst nur, die Leiche einer Frau zu bergen. Taucher mühten sich vegeblich, das Wrack zu lokalisieren.
Bereits im Vorjahr waren auf dem Fluss Meghna 200 Menschen einem Schiffsuntergang zum Opfer gefallen. Die oft überladenen Fähren verfügen in der Regel nicht über ausreichende Rettungsmittel bei gleichzeitig niedirgen Sicherheitsstandards. Es werden auch keine Passagierlisten geführt. Die bisherigen Schätzungen über die Opferzahl der aktuellen Katastrophe beruhen auf Zeugenaussagen. Es handelte sich bei den Passagieren überwiegend um Händler, Landarbeiter, Schüler und Studenten, die das islamische Wochenende in Dhaka verbracht hatten und in ihre Heimat im Süden Bangladeschs zurückkehren wollten.
Quelle: Tim Schwabedissen

Fährenuntergang in Brasilien
Samstag, 04. Mai 2002, 16:16 Uhr

Zwei Babys und ein 70jähriger Mann kamen am 3.5. beim Untergang eines Passagierschiffes im brasilianischen Staat Amazonas ums Leben. Die Fähre "Bismarck" war auf dem Regenwald-Fluss Abacaxis mit einem Baumstamm kollidiert, leck geschlagen und in kurzer Zeit gesunken. Dennoch gelang es, die anderen 108 Menschen an Bord zu retten.
Quelle: Tim Schwabedissen

Brunsbütteler Fähre gerammt
Freitag, 03. Mai 2002, 11:42 Uhr

Auf dem Nord-Ostsee-Kanal bei Brunsbüttel kam es am 30.04. zu einer Kollision. Die Kanalfähre, die mit drei Pkw beladen die Wasserstraße querte, wurde von einem passierenden Frachter gerammt. Es entstand ein Sachschaden von rund 25000 Euro. Menschen wurden nicht verletzt.
Quelle: Tim Schwabedissen

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