
EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv Juni 2002
Last update: Montag, 01. Juli 2002, 14:12 Uhr
Vier Verletzte bei Kollision auf Kieler Förde
Freitag, 28. Juni 2002, 11:32 Uhr
Vier Verletzte forderte eine Kollision zweier Segelschiffe bei der Kieler
Woche am 27. Juni. Das Traditionsschiff "Grethe Witting", das mit
Motorkraft ein Regattafeld ansteuerte, konnte der unter Segel fördeeinwärts
laufenden französischen Yaccht "Solitaire" nicht mehr ausweichen. Bei dem
Zusammenstoß brach der Mast der "Grethe Witting" und stürzte auf Deck. Ein
Mitsegler wurde von Maststücken getroffen und schwer verletzt, drei weitere
leicht, einer von ihnen stürzte bei dem Zusammenprall über Bord. Die
"Solitaire", deren Stagen brachen, setzte ein Schlauchboot aus, mit dem die
Verletzten an Land gebracht wurden. Sie kamen in Krankenhäuser, drei von
ihnen wurden nach der Behandlung bereits wieder entlassen. Die beiden
schwer beschädigten Segelschiffe liefen den Kieler Hafen an, fallen aber
für den Rest der Kieler Woche aus. Winde bis zu 35 Knoten und bis zu zwei
Meter hohe Wellen forderten auch auf den Regattafeldern Mensch und
Material. Es kam zu zahlreichen Kenterungen und mehreren leichteren
Kollisionen, die aber lediglich Sachschäden anrichteten.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Hubschrauber retten Wissenschaftler von der "Magdalena Oldendorff"
Freitag, 28. Juni 2002, 06:34 Uhr
Kapstadt - Mit Helikoptern sind am Donnerstag die ersten Wissenschaftler von dem deutschen Versorgungsschiff "Magdalena Oldendorff" gerettet worden, das seit über zwei Wochen im Packeis der Antarktis festsitzt.
Zwei Hubschrauber seien vom südafrikanischen Forschungsschiff "Agulhas" aus gestartet, um bis Freitag möglichst viele der 79 russischen Wisenschaftler von der "Magdalena Oldendorff" zu retten. Der erste Hubschrauber sei bereits mit elf Mann zu der "Agulhas" zurückgekehrt, die nicht näher als 190 Seemeilen an das eingeschlossene Schiff herangekommen sei. Im zweiten Hubschrauber seien zehn Wissenschaftler. Die "Magdalena Oldendorff" mit 107 Mann an Bord liegt seit dem 11. Juni über 4000 Kilometer südwestlich von Kapstadt im Packeis fest.
Geplant ist, alle russischen Wissenschaftler von dem Schiff zu holen. Ob erfolgreich ist, hängt von der Zahl der Flüge ab. Die Hubschrauber können wegen der langen Polarnacht bei guter Sicht am Tag nur sechs Stunden fliegen. Zudem können sie nur bei Windgeschwindigkeiten unter 22 Stundenkilometer von der "Agulhas" aufsteigen. An Bord des eingeschlossenen Schiffes sollen dann die Besatzungsmitglieder mit Lebensmitteln versorgt werden, bis es gelingt, eine Rinne für die "Magdalena Oldendorff" ins Eis zu brechen.
Die Hubschrauberflüge seien möglich geworden, weil die Wettervorhersage bis Freitag ein Abflauen des Windes angekündigt habe. Damit hätten die Hubschrauber aufsteigen können. Wegen der eisigen Temperaturen um minus 15 Grad musste das Deck der "Agulhas" zum Start geheizt werden.
Da auf der "Magdalena Oldendorff" der Proviant für die 107 Mann an Bord auszugehen droht, stach zudem von Argentinien aus der Eisbrecher "Almirante Irizar" mit Lebensmitteln in See. Das Schiff soll versuchen, dem deutschen Schiff einen Weg durchs Eis zu bahnen. Die "Almirante Irizar" soll am 7. Juli in dem Gebiet eintreffen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Rheindampfer-Unfall glimpflich verlaufen
Mittwoch, 26. Juni 2002, 17:43 Uhr
Bacharach - Ein voll besetzter Fahrgastdampfer der Köln-Düsseldorfer Schifffahrtsgesellschaft ist am Mittwochnachmittag bei Bacharach auf dem Rhein auf Grund gelaufen. Wie die Wasserschutzpolizei Mainz mitteilte, drohte das Schiff zunächst zu sinken, weswegen zahlreiche Rettungskräfte alarmiert wurden. Verletzte auf der «Asbach», die 300 Fahrgäste befördern kann, gab es nicht, die Evakuierung mit Feuerwehrbooten verlief schnell und reibungslos. Die Rheinschifffahrt war zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt. Zur Ursache des Unglücks werde ermittelt, hieß es in der Polizeimitteilung.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Schiffeversenken bei der Kieler Woche
Mittwoch, 26. Juni 2002, 12:16 Uhr
Ein vorzeitiges Ende nahm am 25.6. eine Drachenboot-Regatta im Rahmen der
Kieler Woche für den Hamburger Skipper Markus Brennecke. Sein 505er-Boot
wurde auf Bahn Delta von einer anderen, vor dem Wind segelnden Yacht
gerammt. Unter der Wasserlinie entstand ein großes Leck, das das Boot
binnen eineinhalb Minuten zum Sinken brachte. Die zweiköpfige Crew konnte
sich zwar unversehrt retten, ihr Schiff liegt nun aber in 17 Metern Tiefe
nahe Kiel Leuchtturm auf dem Ostseegrund. Die Untergangsstelle wurde
vorläufig mit zwei aus dem Regattafeld abgezogenen Markierungstonnen
gekennzeichnet.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Argentinische «Almirante Irizar» zur Fahrt in die Antarktis bereit
Dienstag, 25. Juni 2002, 06:40 Uhr
Buenos Aires - Auf dem argentinischen Eisbrecher «Almirante Irizar» sind die letzten Vorbereitungen zum Auslaufen in die Antarktis getroffen worden, um das dort gestrandete deutsche Schiff «Magdalena Oldendorff» aus dem Treibeis zu befreien. Die «Almirante Irizar» sollte noch am (heutigen) Dienstag ihre 8.000 Kilometer lange Reise antreten. Der Eisbrecher wird voraussichtlich am 8. Juli am Ziel ankommen und zumindest neue Vorräte anliefern.
Angesichts der totalen Finsternis im antarktischen Winter und der extrem kalten Temperaturen ist eine Befreiung der «Magdalena Oldendorff» ausgesprochen schwierig. Unter Umständen müssen die Gestrandeten den gesamten Winter in der Antarktis verbringen. Auf dem Schiff sitzen 79 russische Wissenschaftler sowie 28 Besatzungsmitglieder fest, darunter zwei Deutsche.
Die «Magdalena Oldendorff» befand sich vor zwei Wochen auf dem Weg von der antarktischen Forschungsstation Nowolasarewskaja nach Südafrika, als Treibeis ihren Weg blockierte. Die Rettungsbemühungen des südafrikanischen Eisbrechers "Agulhas" waren bislang nicht erfolgreich, doch konnten die Gestrandeten zumindest mit neuen Lebensmitteln und Heizmaterial versorgt werden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Rettung für deutsches Schiff im Packeis erschwert
Montag, 24. Juni 2002, 22:39 Uhr
Heftiger Sturm und niedrige Temperaturen behindern die Rettung der im antarktischen Packeis eingschlossenen Crew des deutschen Forschungschiffs "Magdalena Oldendorff". Das Forschungsschiff "Agulhas" aus Südafrika wird die Antarktis voraussichtlich erst am Mittwoch - einen Tag später als geplant - erreichen. Sturmböen von mehr als einhundert Stundenkilometern und hoher Seegang haben die "Agulhas" zu langsamer Fahrt gezwungen.
Die Temperatur ist binnen einer Nacht um rund vier Grad Celsius auf minus 8,4 Grad gefallen. In der Gegend um die "Magdalena Oldendorff" sei es mit minus 24 Grad allerdings noch kälter.
Da der Wind seewärts wehte, wächst das Packeis noch. Das Schiff mit 71 russischen Wissenschaftlern und 36 deutschen Besatzungsmitgliedern an Bord ist durch seine Lage in einer Bucht jedoch vor Treibeis geschützt. Nach Angaben der Reederei Oldendorff bei Lübeck reichen die Vorräte bis Mitte Juli. Die Mannschaft habe sie bereits rationiert und wünsche sich vor allem Zucker, Butter, Kaffee und Zigaretten. Am Dienstag sollte ein argentinischer Eisbrecher zur Unterstützung der Rettungsaktion aufbrechen.
Die "Magdalena Oldendorff" war auf ihrer Fahrt nach Kapstadt am 11. Juni von einem großen Treibeisfeld blockiert worden. Laut Reederei befinden sich insgesamt 108 Menschen an Bord.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Veteranenschiffe tauchen vor Kiel auf und unter
Montag, 24. Juni 2002, 13:42 Uhr
Ein überraschender Anblick bot sich zum Beginn der Kieler Woche auf der
Förde: Dreieinhalb Monate nach seinem Beinah-Untergang in einem
Frühjahrssturm schipperte der Ausflugskutter "Dicke Berta" in einem
Schiffskorso von Laboe aus erstmals wieder in den Gewässern vor Kiel. Wie
berichtet, war er wegen schwerer Schäden, die er durch die mehrfache
Kollision mit einem Fähranleger im Februar erlitten hatte, zunächst als
Totalverlust abgeschrieben worden, nachdem ihn ein Kran auf dem Kieler
Ostseekai abgesetzt hatte. Kapitän August-Walter Thiemann und Miteigner
Jochen Dehn entschieden aber der pessimistischen Einschätzung zum Trotz,
den 15 Meter langen Veteranen zu reparieren. Die gesamte Backbordseite,
Pantry, Sanitärbereich und zwei Kammern wurden von sechs Männern in den
folgenden Monaten unter Einsatz von 5 Kubikmetern Eiche und 1,5 Kubikmetern
Mahagoni erneuet sowie die Elektrik instand gesetzt. Am 21.6. konnte sich
das Oldtimerschiff am 21.6. begleitet von anderen Ausflugs- und
Angelkuttern im alten Revier triumphal zurückmelden. Schon am Folgetag
stand die erste Charterfahrt auf dem Programm.
Ein anderer Kutter, der während der Kieler Woche Chartertörns unternehmen
sollte, liegt unterdessen auf dem Grund der Ostsee. Bei der am 17.6. vor
Damp als gesunken gemeldeten Yacht handelt es sich nämlich um den 1941
erbauten früheren Kriegsfischkutter "Gotland 1". Erst in der Vorwoche hatte
er sich im Rahmen des Volvo Ocean-Race frisch aufgearbeitet in Kiel zurück
gemeldet. Die 24,5 Meter lange "Gotland" war bis 1989 von Möltenort aus auf
Fangfahrt in die Ostsee gegangen, ehe Eigner Karl Kristandt ihn zum Zweck
der historischen Restaurierung an den hiesigen Verein "Jugend in Arbeit"
verkaufte. Bis 1994 diente er aber vornehmlich lediglich als Schlepper für
die vom selben Verein neu gebaute, zunächst motorlose Kieler "Hansekogge".
1996 wurde der Kutter nach Einbau eines Hilfsmotors in die Koggenkopie
überflüssig und wurde nach Wischhafen verkauft. Der neue Eigner tauschte es
hier gegen ein früheres Torpedofangboot, das einem Hamburger Künstler
gehörte. Später beging er Selbstmord. Der Künstler konnte aber die
Liegeplatzgebühren nicht bezahlen und trat die nach jahrelanger
Vernachlässigung bereits stark verfallene "Gotland 1" an einen
Werftbesitzer ab.
Im Frühjahr 1998 wurde der ehemalige Marineoffizier
Harald Hübner auf das zum Wrack verkommene Schiff aufmerksam und begann
nach dem Erwerb mit dessen Restaurierung. U.a. musste er 220 Meter
Außenplanke sowie das komplette Oberdeck erneuern. Das stählerne Deckshaus
wurde durch ein Original getreues aus Holz ersetzt sowie ein neuer
Achtersteven angebaut. In Wanna bei Cuxhaven ließ Hübner den Diesel für
25.000 Euro überholen, der dennoch bei der anschließenden Passage des
Nord-Ostsee-Kanals streikte, so dass der Kutter eine Zeitlang hilflos im
Fahrwasser trieb. Die "Gotland" befand sich auf dem Weg ins litauische
Klaipeda, wo zwei Masten eingesetzt werden sollten. In Heikendorf erfolgte
eine Notreparatur, doch in der Ostsee kam es kurz darauf zum nächsten
Missgeschick: Die beiden aus einem Wald bei Cuxhaven geschlagenen
Holzmasten im Wert von 10.000 Euro drohten in schwerer See vor Rügen über
Bord zu gehen, und kurz darauf ging der Motor endgültig kaputt. Die
Besatzung einer Ölplattform rettete die Crew des manövrierunfähigen in der
stark befahrenen Danziger Bucht driftenden Havaristen. Die "Gotland" wurde
anschließend zwar nach Klaipeda gebracht, doch als in den folgenden sieben
Monaten nichts rechts auf der dortigen Werft voran kam, überführte Hübner
sein Schiff "as is" nach Deutschland und machte sich in Eigenregie an die
Fertigstellung. Im Juni 2002 war es endlich soweit - nach fast vierjähriger
Arbeit erstrahlte der Rumpf in frischer blauer Farbe, darüber wölbten sich
Segel an neuen Masten und Klüverbaum in Schonertakelung mit Breitfock über
dem ebenso makellos renovierten Deck. Am 11.6. wurde die wieder
auferstandene "Gotland" stolz der örtlichen Presse präsentiert. Die Freude
indes war kurz - die erwähnte Rettungsaktion am 17.6., bei der auch zwei
Seenotrettungskreuzer im Einsatz waren, bedeutete das vorläufige Ende des
jüngsten Lebensabschnitts der "Gotland". Kaum war die Besatzung samt der
neugeborenen Tochter Josephine des Eignerpaares in hoch gehender See
abgeborgen, versank das Schiff aus noch ungeklärter Ursache sechs Seemeilen
vor dem Ostseebad Damp in der Eckernförder Bucht. Voraussichtlich um den
25.6. soll ein Schwimmkran den wieder zum Wrack gewordenen Kutter aus 20
Metern Tiefe heben, ehe er in eine Werft nach Arnis verholt wird. Ob die
"Gotland" aber reparaturwürdig ist, werden erst die Untersuchungen in der
Schleistadt erweisen. Auch die Wasserschutzpolizei wird zugegen sein, um
die Ursache des Unglücks zu klären.
Quelle: Tim
Schwabedissen
US-Dockschiff als größtes Kunstriff der Welt versenkt
Montag, 24. Juni 2002, 13:41 Uhr
Am 17.6. gelang mit einmonatiger Verzögerung die endgültige Versenkung des
bisher größten als Kunstriff zum Untergang gebrachten Schiffes der Welt. In
40 Metern Tiefe, so hatte der Plan gelautet, sollte das 155 Meter lange
amerikanische Landungsschiff "Spiegel Grove" vor Florida seinen letzten
Ruheplatz finden. Aufrecht auf dem Sandgrund liegend, so der Plan, würde es
allmählich von Korallen besiedelt und so als neue Tauchattraktion eine
Entlastung der vielbesuchten Naturreviere vor Florida darstellen. Eine
örtliche Werft präparierte von Juni 2001 an das Dockschiff, vor der
Versenkung galt es umweltgefährdende Stoffe wie Lacke und Ölreste zu
entsorgen, mögliche Gefahrenstellen zu beseitigen und Notausstiege für
Taucher in den Rumpf zu schneiden. Am 17.5. begann die letzte Reise der
"Spiegel Grove" zur Versenkungsposition 9 Kilometer vor Key Largo. Mit
Hilfe kleiner Sprengsätze sollte eine kontrollierte Flutung gewährleistet
werden, doch binnen kurzem bekam der Marineveteran starke
Backbordschlagseite und kenterte. In aller Eile musste die
Versenkungsmannschaft evakuiert werden. Am Ende lag das Schiff kieloben mit
dem Heck auf Grund, während eine Luftblase den Bug über Wasser hielt. In
dieser Form stellte es eine Gefährdungfür die Schifffahrt dar und
keineswegs den gewünschten Unterwasserspielplatz. Das renommierte
Bergungsunternehmen "Resolve Towing and Salvage" aus Fort Lauderdale wurde
beauftragt, die Aktion zu einem Happy End zu bringen. Taucher befestigten
an einer Seite des instabilen Rumpfes Bergungsballons von 24 Metern
Durchmesser und einer Hebekraft von 500 Tonnen. Zusätzlich wurde Pressluft
in Seitentanks des Wracks von 2000 Tonnen Fassungsvermögen eingeblasen. Die
solchermaßen erleichterte Schiffsseite sollte die "Spiegel Grove" in eine
Drehbewegung versetzen und schließlich auf ebenen Kiel bringen. Schlepper
von 180 Tonnen Zugkraft versetzten ihr dabei in Kombination mit der
Meeresströmung von 3 Knoten ein zusätzliches Drehmoment. Am 9. Juni begann
die heieß Phase der Operation mit dem langsamen Befüllen der Tanks. Eine
gute Woche später kam Bewegung in den Giganten, jedoch ohne sich, wie
erhofft, ganz aufzurichten. Auf der Seite liegend versank die "Spiegel
Grove" endgültig gegen 18.30. Bereits am folgenden Wochenende konnte der
neue Tauchspot für Freizeittaucher freigegeben werden. Die ursprünglich auf
eine Million Dollar bezifferten Versenkungskosten hatten sich bis dahin
durch die "Zugabe" um weitere 250.000 Dollar erhöht.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Motoryacht rammt Segelboot: Seglerin getötet
Sonntag, 23. Juni 2002, 17:38 Uhr
Saint-Raphael/Frankreich - Bei der Kollision einer Motoryacht mit einem Segelboot ist vor der französischen Riviera eine Frau ums Leben gekommen. Ein weiterer Insasse des Bootes wurde am Sonntag noch vermisst. Die Identität der Segler wurde zunächst nicht bekannt gegeben.
Die 33 Meter lange Motoryacht rammte das Boot am Samstagnachmittag rund einen Kilometer vor dem Kap Dramont. Die Wucht der Kollision schleuderte die Seglerin aus dem Boot; sie war sofort tot. Nach ihrem vermissten Begleiter suchte die Küstenwache am Sonntag mit einem Hubschrauber und zwei Rettungsbooten. Als Unglücksursache vermutete die Polizei zu hohe Geschwindigkeit oder einen Defekt am Navigationssystem der unter britischer Flagge fahrenden Yacht.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Kaum Essen auf eingeschlossener „Magdalena Oldendorff“
Donnerstag, 20. Juni 2002, 17:56 Uhr
Die Rettung des im Treibeis eingeschlossenen Schiffs „Magdalena Oldendorff“ verzögert sich wegen des schlechten Wetters und die Lage wird immer dramatischer.
Die 79 russischen Wissenschaftler und 28 Crewmitglieder an Bord – darunter zwei Deutsche – haben damit begonnen, ihre Lebensmittelvorräte zu rationieren. Derzeit ist ein südafrikanischer Eisbrecher zu dem Schiff unterwegs, dessen Fahrt aber von schlechtem Wetter verzögert wird.
Der Sprecher der Rettungsmission bezeichnete die Rationierung der Lebensmittel als „reine Vorsichtsmaßnahme“ für den Fall, dass der Eisbrecher „Agulhas“ nicht so schnell wie erhofft zur „Magdalena Oldendorff“ vordringen könne. Die crew der „Magdalena Oldendorff“ hätte noch für etwa 20 Tage zu essen.
Man zeigt sich aber optimistisch, dass es der „sehr starken Agulhas“ gelingen werde, das festsitzende Schiff aus dem Eis in der Antarktis zu befreien. Falls nicht, sollen zwei Hubschrauber an Bord des Eisbrechers die Wissenschaftler und den Großteil der Mannschaft evakuieren, während eine Rumpfcrew auf dem Schiff ausharren solle.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Mörder von Segel-Legende Blake verurteilt
Donnerstag, 20. Juni 2002, 13:47 Uhr
Vor einem brasilianischen Gericht wurden in Macapá die Mörder des
neuseeländischen Seglers Peter Blake zu Haftstrafen zwischen 26 und 36
Jahren verurteilt. Anfang Dezember 2001 hatten sie den Skipper auf seiner
Yacht "Seamaster", die auf einem Fluss des Amazonas-Urwalds im nördlichen
Bundesstaat Amapà ankerte, überfallen und erschossen. Die Beute des
räuberischen Überfalls war der Bootsmotor und eine Armbanduhr gewesen.
Wenig später wurden die sechs Täter gefasst. Die neuseeländische Regierung
begrüßte die Verurteilung. Blake, der 53 Jahre alt wurde, war als
zweimaliger Gewinner des America's Cup und Sieger im Whitbread-Race zur
Segellegende geworden.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Schiffbrüchige nach 11 Tagen gerettet
Donnerstag, 20. Juni 2002, 13:48 Uhr
Vor der Küste von Oman hat der US-Kreuzer "Vicksburg" am 17.6. die
Besatzung des Frachters "Al Murtada" gerettet. Ihr Schiff trieb zu diesem
Zeitpunkt bereits seit 11 Tagen antriebslos und ohne Strom manövrierunfähig
in den Gewässern des Golfs. Als ein Suchflugzeug den Havaristen entdeckte
und das Kriegsschiff zu ihm dirigierte, war den Schiffbrüchigen bereits
Nahrung und Wasser ausgegangen. Ein Hubschrauber der "Vicksburg" winschte
die 16 Mann auf und setzte sie auf das in der Nähe stehende Handelsschiff
"Stolt Spray" über.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Abschlussbericht zum "Kursk"-Untergang
Donnerstag, 20. Juni 2002, 13:48 Uhr
Am 19.6. gab der russische Minister Ilja Klebanow, Leiter der
Untersuchungskommission zum Untergang der "Kursk", im Fernsehen die
Ergebnisse von deren Arbeit bekannt. Nach seinen Worten bleibe als einzige
Unglücksursache die Explosion eines bordeigenen Torpedos. Damit schloss er
andere Theorien wie die Kollision mit einem anderen U-Boot, mit einer Mine
oder die versehentliche Versenkung durch eigene Einheiten aus. Es sei nun
nicht mehr notwendig, den vor der Bergung des Hauptrumpfes abgetrennten
Bugteil komplett zu heben. In den vergangenen Wochen waren noch einzelne
Wrackreste des auf der Grund der Barentsee verbliebenen Schiffsteils
gehoben worden. Beim Untergang der "Kursk" vor knapp zwei Jahren war die
gesamte 118köpfige Besatzung ums Leben gekommen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Sieben Boote in Hamburg verbrannt
Mittwoch, 19. Juni 2002, 12:58 Uhr
Sieben Motoryachten und Boote fielen am 18.6. in Hamburg-Hamm einem
Großfeuer zum Opfer. Die Boote waren in einer Bootshalle gelagert, aus der
zur Mittagszeit plötzlich lodernde Flammen schlugen. Kurz nach Ausbruch des
Feuers wurden vier Jugendliche beobachtet, die aus der Halle flohen. Vier
Bootsbesitzern gelang es, direkt nachdem der Brand um sich zu greifen
begann, ihre Boote zu bergen. Die schwarze Rauchsäule, die sich
anschließend entwickelte, war bis nach Barmbek sichtbar und machte die
Evakuierung naheliegender Wohnungen notwendig. Mehrere Löschzüge der
Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr waren mit zwölf Rohren und einem
Wasserwerfer bis in die Abendstunden im Einsatz. Der Sachschaden beträgt
rund eine Million Euro.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Kollision auf der Elbe
Dienstag, 18. Juni 2002, 19:20 Uhr
Am Abend des 17.6. kollidierte die Hamburger HADAG-Fähre "Falkenstein" mit
dem Traditionsschiff "Elbe III". Als der Kapitän sein Fahrgastschiff an den
Ponton des Fähranlegers Neumühlen manövrieren wollte, fiel beim
Rückwärtsfahren die elektronische Maschinensteuerung aus. Antriebslos
prallte ddie "Falkenstein" gegen den Rumpf des ehemaligen Elbfeuerschiffes,
das heute im Museumshafen Övelgönne vertäut ist. Es entstand Sachschaden,
Menschen wurden bei dem Zusammenstoß nicht verletzt.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Schiffbrüchige nach 11 Tagen gerettet
Dienstag, 18. Juni 2002, 19:22 Uhr
Vor der Küste von Oman rettete am 16.6. der amerikanische Kreuzer
"Vicksburg" die 16köpfige Besatzung eines in Seenot geratenen
Handelsschiffes. Die Männer hatten 11 Tage auf der "Al Murtada" ausgeharrt,
die antriebslos und manövrierunfähig im Meer trieb. Nahrung und Wasser
waren ihnen zuletzt auch ausgegangen. Ein Suchflugzeug hatte die "Al
Murtada" gesichtet und die "Vicksburg" zu dem Havaristen geleitet. Ein
Hubschrauber des Kriegsschiffes barg die Schiffbrüchigen und setzte sie auf
dem in der Nähe befindlichen Handelsschiff "Stolt Spray" ab.
Quelle:
Tim
Schwabedissen
Aus dem Maul des toten Hais ragt ein menschliches Bein
Montag, 17. Juni 2002, 18:09 Uhr
Thailändische Fischer haben laut Polizei beim Entladen ihres Fangs ein menschliches Bein entdeckt, das einem Hai aus dem Rachen ragte. Die Fischer fanden darüber hinaus im Magen des Hais den rechten Unterarm eines Mannes, wie die Polizei in der Hafenstadt Samut Prakan am Montag erklärte. Das 3,7 Meter lange und rund 300 Kilogramm schwere Tier sei vor rund einer Woche ins Netz gegangen und seitdem tiefgekühlt gelagert gewesen.
Das Schiff mit der makabren Fracht kehrte am Sonntag in seinen Heimathafen zurück. Pattana Kitraj vom Forensischen Institut der Polizei erklärte, die Gliedmaßen stammten vermutlich von einem männlichen Asiaten. Von ihnen solle eine DNS-Probe entnommen werden, um eine eventuelle Identifizierung des Opfers zu ermöglichen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Yacht in Kieler Bucht untergegangen
Montag, 17. Juni 2002, 11:18 Uhr
Vier Seemeilen vor dem Ostseebad Damp sank in den Nachmittagsstunden des
15.6. eine Yacht. Das Boot war in einem Gewitterschauer mit Böen von bis zu
30 km/h Windgeschwindigkeit in Not geraten. Eine andere Yacht kam dem
sinkenden Schiff zu Hilfe und rettete die vier Menbschen an Bord, unter
denen sich ein Säugling befand. Das Wrack des Bootes liegt nun in 20 Metern
Tiefe auf dem Ostseegrund.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Zusammenstoß von Frachter und Barkasse im Bosporus
Sonntag, 16. Juni 2002, 19:09 Uhr
Istanbul - Ein unter äthiopischer Flagge fahrendes Frachtschiff ist in der Nacht zum Sonntag im Bosporus mit einer türkischen Barkasse zusammengestoßen. Zwei Menschen würden vermisst und mehrere seien verletzt, teilte die Küstenwache mit.
Bei den Vermissten handele es sich vermutlich um türkische Studenten, hieß es weiter. Der Unfall ereignete sich gegen 01.00 Uhr Ortszeit (00.00 Uhr MESZ) an einer der engsten Stellen der Wasserstraße, die das Schwarze Meer mit dem Maramarameer verbindet und Istanbul teilt. Der Bosporus sei für die Bergungsarbeiten gesperrt worden, teilte die Polizei mit. Die Wasserstraße ist eine viel befahrene Verbindung für Öltanker, Frachter und Passagierschiffe.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Forschungsschiff "Magdalena Oldendorff" sitzt im Packeis fest
Samstag, 15. Juni 2002, 08:02 Uhr
Das deutsche Forschungsschiff "Magdalena Oldendorff" mit mehr als 100 Personen an Bord ist im
Packeis der Antarktis in Not geraten und soll mit einem internationalen
Einsatz gerettet werden. Die "Magdalena Oldendorff" wurde auf ihrer Reise
nach Kapstadt in Südafrika von einem großen Treibeisfeld blockiert. Eisbrecher und
Rettungsschiffe aus Südafrika, Argentinien und Russland wurden für die
Bergung des deutschen Schiffes mobilisiert. Im antarktischen Winter
herrschen derzeit 24 Stunden am Tag Dunkelheit und Temperaturen von bis zu
minus 50 Grad.
Nach Angaben der Reederei befinden sich an Bord der
"Magdalena Oldendorff" zwei Deutsche - der Koch und der Eislotse. Unter
den insgesamt 107 Menschen an Bord befänden sich auch 79 russische
Wissenschaftler. Nach neuseeländischen Angaben sind auch Philippiner,
Moldawier und Inder an Bord. Alle seien wohlauf, sagte der
Reederei-Sprecher. Es bestehe
Satellitenkontakt mit dem Schiff.
Die im Jahr 1983 gebaute "Magdalena Oldendorff" ist nach Angaben der
Reederei aufgrund ihres verstärkten Rumpfes zum Eisbrechen geeignet und
mit einer neuseeländischen Helikopterbesatzung bemannt.
Die "Agulhas"/Südafrika und der
in der Nähe liegende Eisbrecher "Almirante Irizar"/Argentiniene sollen
sich so nah wie möglich an die "Magdalena Oldendorff" durch das Eis
kämpfen, um das deutsche Schiff wieder auf offenes Meer ziehen zu können.
Das allerdings muss schnell gehen, denn bei diesen Temperaturen wird das Eis schnell dicker und die Rettung schwieriger bis unmöglich.
Gegenwärtig ist die Besatzung der "Magdalena
Oldendorff" nicht in Gefahr. An Bord des Schiffes sind genug
Lebensmittel. Am Südpol herrscht zurzeit tiefster Winter, Schiffe halten
sich dort normalerweise zu dieser Jahreszeit nicht auf.
Die "Magdalena Oldendorff" fährt unter liberianischer Flagge und war im
Auftrag des Russischen Antarktischen Forschungsinstituts AARI geschartert
worden. Das Schiff startete am 12. April in Kapstadt und brachte Proviant
und Ausrüstung zu verschiedenen Forschungsstationen in der
Antarktis.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
66 aus Seenot gerettet
Donnerstag, 13. Juni 2002, 21:22 Uhr
Nördlich der Dominikanischen Republik sind 66 Auswanderer aus tagelanger Seenot gerettet worden. Ein Flugzeug der Luftwaffe hatte das nur zehn Meter lange Schiff entdeckt. Die Behörden hatten kaum noch Hoffnung gehegt, die Vermissten lebend zu finden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Indonesische Fähre gesunken
Donnerstag, 13. Juni 2002, 21:24 Uhr
In rauer See sank am 11.6. nordwestlich Jakartas die
Hochgeschwindigkeitsfähre "Pulau Express" auf dem indonesischen Fluss
Kampar. Bei dem Untergang im Gebiet der Insel Sumatra, Provinz Riau, kamen
zwei Menschen ums Leben. Rettungsmannschaften konnten nur noch ihre Leichen
bergen. 20 weitere Mitreisende wurden am Tag nach dem Unglück noch
vermisst.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Flammen schlugen aus Schornstein
Montag, 10. Juni 2002, 13:27 Uhr
Eine Schrecken bekam der Kapitän des Frachters "Elke", als er in den frühen
Morgenstunden des 8.6. den Brunsbütteler Vorhafen passierte. Aus dem
Schornstein des Emdener Schiffes sah er Flammen emporschlagen. Sofort nahm
er Kurs auf die Reede, ging vor Anker und drehte die "Elke" gegen den Wind,
um eine Ausbreitung des Feuers nach vorne zu verhindern. Nachdem sicher
gestellt war, dass sich niemand mehr im Maschinenraum befand, wurde der
Verschlusszustand hergestellt und der Raum mit Halon geflutet. An Bord der
Schlepper "Bugsier 11" und "Parat" kam die zwischenzeitlich alarmierte
Feuerwehr an Bord und stellte fest, dass durch das schnelle Eingreifen das
Feuer offenbar erfolgreich bekämpft worden war. Im Bereich des Schornstein
hatte sich offenabr Schmieröl oder Kraftstoff entzuündet. Hier war zuvor in
Brunsbüttel am Schiffsgetriebe gearbeitet worden. Die beiden Schlepper
brachten die "Elke" in den Elbehafen Brunsbüttel. Die Wasserschutzpolizei
nahm unter Hinzuziehung eines Sachverständigen Ermittlungen auf. Der
Schaden wird auf rund 50.000 Euro geschätzt.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Größter deutscher Frachter in Kollision
Montag, 10. Juni 2002, 13:25 Uhr
Es war scheinbar nur eine kleine Kollision, die sich am 3.6. auf der
Unterelbe zugetragen hatte - doch sie führte zu einem spektakulären Manöver
am 8.6. an den Hamburger Landungsbrücken. Hier wurde nämlich vor hunderten
von Schaulustigen eines der größten Schiffe, das jemals dorthin kam, in
Dock 17 bei Blohm & Voss zur Reparatur eingedockt. Die 155 051 BRT große
"Peene Ore" war mit ihren 58,6 Metern Breite bei 332 Metern Länge auf jeden
Fall das breiteste Schiff, was die Werft je anlief. Im Dock blieb zu beiden
Seiten insgesamt nur 60 Zentimeter Luft. Vorangegangen war am 3.6. auf Höhe
von Teufelsbrück das misslungene Manöver des holländischen Kümos "Sea
Charente", den Erzfrachter auf der Elbe zu überholen. Das kleine Schiff
geriet in den Sog des größten deutschen Frachters und prallte mit dem Bug
gegen dessen Rumpf. Bei der anschließenden Untersuchung der "Peene Ore" am
4.6. entdeckten Taucher Risse in deren Außenhaut, so dass eine Reparatur
unumgänglich war. Zwei Tage vereitelten widrige Winde das komplizierte
Dockmanöver. Am Samstag flaute der Wind von sechs auf zwei Windstärken ab,
so dass sich sechs Schlepper vor den Frachter - der über kein
Bugstrahlruder verfügt - spannten und ihn bei Stauwasser an 40 Zentimeter
starken Holzfendern entlang um 15.15 ins Trockendoch bugsierten. Als am
9.6. das Wasser aus der Dockgrube gepumpt war, stellte sich heraus, dass
der Rumpf der "Peene Ore" auf 90 Metern Länge aufgerissen war. Für die
Reparatur wird ein Monat Dauer veranschlagt. Der unter Liberia-Flagge
registrierte Frachter der Reederei F. Laeisz, den die Daaewoo Heavy
Industries wie auch das Schwesterschiff "Neckar Ore" in Südkorea bauen
ließ, trägt 322 398 Tonen und ist meist zwischen Taranto in Italien und
Tubarao, Brasilien, eingesetzt.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Neuerliche Havarie in Schleuse Holtenau
Montag, 10. Juni 2002, 13:26 Uhr
Am 5.6. kam es schon wieder zu einem Schiffsunglück im Bereich der
Holtenauer Schleusen des Nord-Ostseekanals. Der in Antigua beheimatete
Frachter "Anna Maria" konnte beim Einlaufen in die Schleusen nicht mehr
aufstoppen und krachte ins Tor I der Kieler Anlage. An Schiff wie Anlage
entstand erheblicher Sachschaden.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Fahrgastschiffe in Gefahr
Sonntag, 09. Juni 2002, 19:40 Uhr
ASSMANNSHAUSEN – Das mit über 2000 Tonnen Sand beladene deutsche Gütermotorschiff „Elan“ befand sich gestern bei Assmannshausen auf Bergfahrt und überfuhr dort eine Fahrwassertonne. Die an der Tonne befindliche Kette geriet in die Schiffsschraube, die Maschine fiel komplett aus und das Binnenschiff trieb auf dem Rhein talwärts. Das Schiff drohte dabei in die am Ufer liegenden Fahrgastschiffe zu treiben. Ein Streifenschiff der Wasserschutzpolizeistation Rüdesheim eilte zu Hilfe. Durch sofortiges Vorspannen gelang es, den Havaristen aufzuhalten. Anschließend brachten zwei Vorspannboote die „Elan“ nach Bingen, wo sie von der Kette befreit wurde.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Schiffunglück mit Dutzenden Toten im Viktoriasee
Samstag, 08. Juni 2002, 19:26 Uhr
Kampala - Bei einem Schiffunglück in Uganda sind vermutlich mehr als
36 Menschen ums Leben gekommen. Ein zwölf Meter langes Holzboot mit bis zu
50 Passagieren und Fracht sei im Viktoriasee gekentert, teilte die Polizei
am Samstag mit. In dem See sei es wiederholt zu Schiffunglücken wegen
Überladung gekommen, was auch diesmal der Fall sein könnte, sagte ein
Polizeisprecher. Die Marine verfüge nur über unzureichende Möglichkeiten
für Patrouillen auf dem See. Acht Personen wurden gerettet, vier Leichen,
darunter zwei Kinder, geborgen. Der südlich von Kampala gelegene
Viktoriasee ist der größte See Afrikas.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Kutter in Lübeck gesunken
Freitag, 07. Juni 2002, 17:39 Uhr
Wenige Tage, nachdem in Kiel ein Wohnschiff unterging, verlor nun auch ein
Lübecker sein schwimmendes Heim. Am 29.5. schlug sein Boot, ein früherer
Kriegsfischkutter, leck. Der Eigner versuchte, den Wassereinbruch mit
Bordmitteln zu bekämpfen. Die Feuerwehr schickte das Löschboot "Senator
Emil Possehl" zur Unglücksstelle auf der Trave an der Teerhofinsel, doch
weder ihr noch der Einsatz weiterer Rettungskräfte gelang es, den drohenden
Untergang abzuwenden. In den nächsten Tagen soll der abgesoffene Kutter
aber wieder gehoben werden.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Honduras: Deutsches Schiff kracht in Dock - Millionenschaden
Freitag, 07. Juni 2002, 06:33 Uhr
Tegucigalpa - Ein deutsches Schiff ist nach Angaben der Hafenbehörde von Honduras in ein Dock gekracht und hat einen Schaden von rund fünf Millionen Dollar (5,3 Millionen Euro) verursacht. Wie die staatliche Gesellschaft Empresa Nacional Portuaria am Donnerstag mitteilte, ereignete sich der Unfall mit der «Guatemala-Kollmar» bereits am vergangenen Montag in Puerto Cortes an der Atlantikküste. Das Schiff habe dort Bananen für die Vereinigten Staaten laden wollen, hieß es. Infolge der Kollision, die vermutlich auf einen technischen Fehler des Frachters zurückgehe, sei ein Ladekran so schwer beschädigt worden, dass er erst in zehn Monaten wieder einsatzfähig sein werde. Dadurch könnten sich zusätzlich zum Schaden Einnahmeausfälle bis zu 20 Millionen Dollar ergeben. Der Direktor der Hafenbehörde, Fernando Alvarez, erklärte, man verlange von der Reederei der «Guatemala-Kollmar» die Begleichung des Schadens. Einem Hafensprecher zufolge darf das Schiff erst auslaufen, wenn die Besitzer eine entsprechende Bankgarantie ausgestellt haben.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Eine Todesfalle mit Kakerlaken
Mittwoch, 05. Juni 2002, 06:47 Uhr
Alte und heruntergekommene Frachter machen mehr Schlagzeilen, als den Seeleuten lieb ist. Bei den "weißen Palästen", egal ob groß oder klein, erwartet die Spaßgesellschaft, dass ihre Spielzeuge makellos sind. Wer möchte sich schon auf einer "Todesfalle" in der Sonne räkeln oder am Captain's Dinner teilnehmen? Wer aber nicht aufpasst, kann durchaus ungewollt Teilnehmer eines unfreiwilligen Abenteuerurlaubs werden. Eine verdienstvolle alte "Lady" bot, neben den erwähnten Kakerlaken, genau dies. Als die Ocean Glory I im Juli 2001 in Dover einlief, waren die Passagiere froh, das Schiff heil verlassen zu können. Die kleinen Tiere, unangenehme Gerüche aus dem Abwassersystem und eine multinationale Besatzung, die die Arbeitssprache des Schiffes - Englisch - nicht oder nur unvollkommen beherrschte, ließen keine Urlaubsstimmung aufkommen. Der Fakt, dass das Schiff auf der kurzen Reise von Lissabon nach Dover drei Brände hatte und die Hauptmaschine fünfmal ausfiel, macht den Begriff von der "Todesfalle" verständlich. Die Passagiere der Ocean Glory I konnten froh sein, dass die Reise unter diesen Umständen glimpflich verlaufen ist.
Die britische Küstenwache fand 35 Mängel auf dem Schiff in diesem Zustand nicht wieder auslaufen. Das war der Anfang vom Ende des in Panama registrierten Passagierschiffes, das auch ohne gültiges Safety Management Certrificate entsprechd ISM Code, fuhr. Erst nach drei Monaten durfte es unter dem neuen Namen Classica seine letzte Reise, die es in den Hochofen führen sollte, antreten.
Das 16 741 BRT große Schiff war 1950 von der englischen Werft Swan, Hunter & Wigham Richardson Ltd. für die französische Reederei CGT gebaut worden, die das Schiff als Provence in Dienst stellte. 1965 verkauften die Franzosen es an die italienische Linea "C", Giacomo Coast Fu Andrea (später in Costa Crociere umbenannt), die es in Enrico C umbenannte. Unter diesem Namen wurde es zwischen dem Mittelmeer und Südamerika eingesetzt. Von 1987 bis 1994 trug es den Namen Enrico Costa. Als das Unternehmen seine Flotte verjüngte, gab es den Kreuzfahrer 1994 an die Mediterranean Shipping Company, die ungeachtet ihres Sitzes in Genf ein italienisches Unternehmen mit Wurzeln im Großraum Neapel ist, ab. MSC taufte das Schiff in Symphony um. Bevor sie als Ocean Glory I ihre Karriere fortsetzte, war sie noch unter dem Namen Aegean Spirit im Einsatz. Letztendlich wurde das 51 Jahre alte Schiff für 1,7 Mio. US-Dollar verkauft. Eine Summe, die aber wohl kaum ausreichte, alle Forderungen zu begleichen. Allein die Heuerforderung der Besatzung betrug 865 000 Dollar. Und auch die Kredtitgeber, das Reiseunternehmen wollten ihr Geld.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
"Railship II" rammt S-Kai: 500 000 Euro Schaden
Montag, 03. Juni 2002, 06:42 Uhr
Lübeck - Kurios: Auf den Tag genau vor einem Jahr krachte die "Railship III" gegen die Mole in Travemünde. Jetzt hat es das Schwesterschiff "Railship II" am Skandinavienkai beim Anlegen erwischt. Das Schiffsheck wurde beschädigt, ein Auslaufverbot verhängt. Der Schaden wird auf eine halbe Million Euro geschätzt.
Gegen 6.20 Uhr traf die 190 Meter lange Fähre planmäßig in Travemünde ein. Am Skandinavienkai drehte das Schiff, um mit dem Heck am Anleger acht festzumachen. Ein Routinemanöver für die im Pendelverkehr zwischen Turku (Finnland) und Travemünde eingesetzte und lotsenbefreite Fähre. Der 62-jährige Kapitän verschätzte sich aber diesmal. Mit zu hoher Geschwindigkeit stieß die 1984 gebaute Fähre gegen den Anleger. Die Außenhaut des Schiffs wurde an der Steuerbordseite des Hecks eingedrückt, die Klappe beschädigt. Menschen wurden bei dem Unfall nicht verletzt.
Da die Heckklappe nicht mehr richtig schließt, wurde ein Auslaufverbot verhängt. Lediglich die Fahrt für die anstehenden Reparaturarbeiten zur Flender Werft wurde genehmigt. Gestern Abend wurde das Schiff bei Flender erwartet. Zuvor konnte das Schiff aber nach Angaben von Zelck problemlos entladen werden. Der Schaden am Anleger sei geringfügig. Ein abschließender TÜV-Bericht liege jedoch noch nicht vor. Der Anleger 8 stehe weiter uneingeschränkt zur Verfügung.
Im Gegensatz zum jetzigen Seeunfall lag der Travemünder Karambolage am 30. Mai 2001 kein Fahrfehler zu Grunde. Ursache damals war ein kompletter Stromausfall an Bord der "Railship III". Dadurch funktionierten auch Ruder und Maschinen nicht, so dass die Fähre manövrierunfähig gegen die Mole des Lotsenbootes krachte und erheblich beschädigte.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Flüchtlingsschiff in Ägäis gesunken
Sonntag, 02. Juni 2002, 17:43 Uhr
In der Ägäis hat sich offenbar wieder einmal ein Flüchtlingsdrama ereignet.
Vor der türkischen Küste sank ein vermutlich mit rund 40 Menschen besetztes
Schlepperschiff. Das Unglück wurde erst bemerkt, als fünf Leichen in einen
türkischen Urlaubsort an den Strand trieben. Daraufhin startete die
Küstenwache eine Suchaktion.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Bergung des Kursk-Bugs hat begonnen
Sonntag, 02. Juni 2002, 17:44 Uhr
In der Barentssee hat die Bergung des Bugs des russischen Atom-U-Bootes
"Kursk" begonnen. Wie ein Sprecher der Nordmeerflotte am 30.05. mitteilte,
werde die Aktion mehrere Wochen dauern. Bergungsfahrzeuge haben nach
wetterbedingter Verzögerung ihre Position bezogen. Sie sollen mit
ferngesteuerten Zangen das Schiffsfragment ergreifen und ans Tageslicht
bringen. Der mit Torpedos bestückte Bug war vor der Hebung des Hauptrumpfes
abgesägt worden, um sie durch die explosive Ladung zu gefährden. Dieser
Teil des U-Bootes ist nach Ansicht von Experten für die Aufklärung der
Unglücksursache aber besonders wichtig.
Quelle: Tim
Schwabedissen
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