EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM Seenotfälle
Archiv August 2002
Last update: Dienstag, 17. September 2002, 17:09 Uhr
Explosion auf philippinischer Fähre Freitag, 30.08.2002
Am Abend des 30.8. brach nach einer Explosion auf der indonesischen Fähre
"KM Kenangan" ein Feuer im Maschinenraum aus. Das Schiff war eine halbe
Stunde zuvor aus Baubon auf der Insel Buton ausgelaufen. 69 der gut 100
Passagiere konnten sich bei dem Unglück vor der Küste Sulawesis retten.
Mindestens 20 starben, das Schicksal der übrigen Vermissten blieb zunächst
unklar. Quelle: Tim
Schwabedissen
Yacht sank in Harburg Donnerstag, 29.08.2002
Am 29.8. sank eine 12 Meter lange Motoryacht im Hamburg-Harburger
Lotsekanal. Nachdem der Untergang bemerkt worden war, durchsuchten Taucher
das Wrack ergebnislos nach möglichen Opfern. Anschließend wurde das Boot
gehoben. Die Unglücklsursache ist unklar. Quelle: Tim
Schwabedissen
Elf Tote bei Fähruntergang? Donnerstag, 29.08.2002
Am 29.8. sank auf einem See in der türkischen Provinz Malatya eine Fähre.
Mindestens eni Passagier ertrank, zehn weitere werden noch vermisst. Das
Schiff war mit vier Lkw, einem Kleinbus und mehreren Pkw beladen gewesen,
als es aus noch ungeklärter Ursache unterging. 31 der 42 Passagiere konnten
unmittelbar nach dem Unglück geborgen werden. Quelle: Tim
Schwabedissen
Tankerbesatzung gesteht Unfallflucht auf See Mittwoch, 28.08.2002
Nun herrscht Klarheit - der norwegische Tanker "Bow Eagle", 15829 BRZ,
versenkte den französischen Trawler "Cistude" im Ärmelkanal. Das
wachhabende Personal hatte dies nach ersten falschen Berichten aber erst am
28.8. dem Kapitän gestanden. Zunächst hatte der philippinische Steuermann
die Kollision abgestritten. Auf Druck der französischen Regierung gestand
die norwegische Reederei Odfjell nun die unglaubliche Wahrheit. Die "Bow
Eagle" rammte zunächst das 26 Meter lange Fischereifahrzeug nahe der
Kanalinseln. Es wurde ein Stück mitgeschleift und versank dann. Drei
Besatzungsmitglieder wurden sofort getötet, dem vierten Vermissten wurde
unter Wasser gezogen, als er sich an einer Boje festzuhalten suchte. Die
übrigen drei Seeleute wurden nach neun Stunden mit Unterkühlungen gerettet.
Die "Bow Eagle" hatte zunächst lediglich eine Leckage im Bug gemeldet,
durch die 56 Kilometer westlich der Kanalinseln 200 Tonnen der
Ethylacetatladung ausgelaufen waren. Nach ersten Sicherungsmaßnahmen war
dem Schiff zunächst die Weiterfahrt von Brasilien nach Rotterdam gestattet
worden. Erst als sich der Verdacht erhärtete, es gebe einen Zusammenhang
mit dem Untergang der "Cistude", wurde sie nach Dunkerque umgeleitet. Hier
brachten Befragungen der Besatzung die schockierende Wahrheit über die
tödliche Unfallflucht auf See ans Licht. Quelle: Tim
Schwabedissen
Mit voller Kraft gegen Anleger - drei Verletzte Mittwoch,
28.08.2002
Ein Schwer- und zwei leicht Verletzte - das war die Bilanz des missglückten
Anlegemanövers eines Schweizer Fahrgastschiffes am 28.8. auf dem Murtensee.
Als der Kapitän sein mit sieben Passagieren besetztes Schiff an eine
Anlegebrücke heran manövrieren wollte, kam es zu einem Defekt des Gashebels
- statt zu stoppen, prallte es mit voller Kraft auf Höhe des Vorschiff
gegen einen Brückenpfeiler. Die Fahrgäste wurden zu Boden geschleudert,
wobei es bei dreien von ihnen zu Verletzungen kam, die eine Behandlung im
Krankenhaus erforderten. Quelle: Tim
Schwabedissen
"Kormoran" in Seenot Montag, 26.8.2002
In den Mittagsstunden des 26.8. geriet die deutsche Yacht "Kormoran" auf
der Außenweser in Seenot. Aus noch ungeklärten Gründen kollidierte sie auf
Höhe Wremer Loch mit der Buhnentonne 29 und schlug leck. Das Spezialschiff
"Imsun" des Wasser- und Schiffahrtsamtes kam dem Boot zu Hilfe. Zunächst
wurde die zweiköpfige Crew abgeborgen, dann die "Kormoran" so weit
stabilisiert, dass sie nicht mehr zu sinken drohte. anschließend wurde sie
nach Bremerhaven eingeschleppt. Quelle: Tim
Schwabedissen
Kutter vor Frankreich gesunken Sonntag, 25.08.2002
In einem Unwetter geriet vor der französischen Atlantikküste am 25.8. ein
Kutter mit sieben Mann Besatzung in Seenot. Zehn Stunden nach dem ersten
Notruf gelang es Suchmannschaften, drei der Fischer zu orten. Ein anderes
Boot rettete sie aus der See. Von vier vermissten Schiffbrüchigen fehlt
weiterhin jede Spur. An der letzten gemeldeten Position des offenbar
gesunkenen Fischereifahrzeigs fanden die zur Suche eingesetzten
französischen Marineeinheiten lediglich zwei leere Rettungsboote. Die
Suchaktion wurde fortgesetzt. Quelle: Tim
Schwabedissen
Tanker auf Donau leck geschlagen Mittwoch, 21.8.2002
Auf dem Weg von Amsterdam nach Wien havarierte auf der Donau in der
Schleuse von Straubing am 21.8. ein Tankschiff. Beim Absenken des
Schleusenpegels setzte der 95 Meter lange Rumpf auf dem Kammerboden auf,
schlug leck und sackte mit dem Bug voran ab. Zwei Tanks wurden aufgerissen,
und 22.000 Liter des explosiven Benzingemischs Alkylat liefen in den Fluss
aus. Wegen Explosionsgefahr wurden Anwohner aufgefordert, Fenster und Türen
geschlossen zu halten, eine Straße, die über die Schleusenanlage führt,
wurde bis auf weiteres gesperrt. Quelle: Tim
Schwabedissen
Weiteres Schiffeversenken im Hochwassergebiet Samstag, 17.08.2002
Eine führerlos die Elbe von Pirna herabtreibende Fähre wurde am 17.8. vor
Dresden gesprengt. Zeugen in Pillnitz hatten das herrenlose Fahrzeug etwas
oberhalb von Dresden bemerkt. Beamten der Wasserschutzpolizei versuchten
vergeblich, die Fähre einzufangen. Da sie mit der 1893 erbauten Stahlbrücke
"Blaues Wunder", deren Statik bereits durch die Fluten angegriffen ist, zu
kollidieren drohte, gingen Polizisten eines Sondereinsatzkommandos mit
Hilfe eines Hubschraubers an Bord und legten einen Sprengsatz. Dessen
Detonation brachte das Schiff im Fluss zum Sinken. Bereits in den
vergangenen Tagen mussten mehrfach Bundeswehreinheiten losgerissene Pontons
in der Elbe versenken. Quelle: Tim
Schwabedissen
"Augusta" gehoben Freitag, 16.8.2002
Der 42 Meter lange Schubleichter "Augusta", der im Frankfurter Osthafen
gekentert war, wurde am 16.8. geborgen. Zuvor war bereits der Südteil des
Hafens wieder für den Verkehr freigegeben worden. Die geringen Mengen
Betriebsstoff, die beim Kentern des mit 150 Tonnen Kies und einem 50 Tonnen
schweren Kettenbagger beladenen Schiffes freigesetzt wurden, konnten unter
Kontrolle gebracht werden. Die "Augusta" war bis zum Abend ihres Untergangs
bei Bauarbeiten im Westhafen eingesetzt gewesen. Ihre Besatzung war am 15.8
vollzählig zum Dienst erschienen, womit sich Befürchtungen zerstreuten, es
könnte jemand von ihr mit dem Schiff versunken sein. Quelle: Tim
Schwabedissen
Tanker verhedderte sich in Tonne Freitag, 16.08.2002
In den frühen Morgenstunden des 16.8. kollidierte der weseraufwärts
fahrende dänische Tanker "Orateca" mit der Fahrwassertonne 33. Dabei
verfing sich die Ankerkette des mit 2000 Tonnen Rapsöl nach Brake unterwegs
befindlichen Schiffes am Seezeichen. Erst am Nachmittag gelang es, die
"Orateca" mit Schlepperhilfe zu befreien. Sie wurde zur Untersuchung nach
Bremerhaven gebracht. Zu einer Gewässerverunreinigung kam es nicht. Die
Ursache der Kollision ist noch unklar. Quelle: Tim
Schwabedissen
Flussblockade nach Schiffsuntergang in St. Petersburg Freitag,
16.08.2002
Auf dem russischen Fluss Newa kollidierte in St. Petersburg am 16.8. das
Binnenschiff "Kaunas" mit einer Zugbrücke. Der mit 2000 Tonnnen Stahl
beladene Frachter schlug leck und sank. Der mit der Wolga verbundene Fluss,
der mit täglich rund 40 Schiffspassagen die Hauptverkehrsader für den
Handel mit Westeuropa darstellt, musste gesperrt werden. Die
Bergungsarbeiten werden mindestens einen Tag, möglicherweise aber auch
erheblich länger dauern. Quelle: Tim
Schwabedissen
Raddampfer von Elbfluten losgerissen Freitag, 16.08.2002
In Dresden riss das Hochwasser auf der Elbe einen historischen Raddampfer
von seinem Liegeplatz im Stadtzenturm los. Das führerlose Schiff trieb
flussabwärts und wurde erst durch die Kollision mit einer Brücke gestoppt.
Zwischen deren Pfeilern verkeilte sich das Fahrgastschiff und blieb in der
reißenden Strömung hängen. Quelle: Tim
Schwabedissen
Barkassen kollidierten mit Landungsbrücken Freitag, 16.08.2002
Gegen drei Uhr morgens riss sich am 16.8. durch das Hochwasser in Dresden
eine Elbfähre los. Führer- und antriebslos prallte das Schiff gegen die
Albertbrücke und kenterte. Zeugen sahen das Schiff danach kieloben noch in
der Nähe des Autobahnbauwerks im Fluss treiben. Quelle: Tim
Schwabedissen
"Augusta"-Bergung mit Komplikationen Freitag, 16.08.2002
Am 16.8. wurde in Frankfurt das gekenterte Arbeitsschiff "Augusta" gehoben.
Am Vormittag hatten Taucher Stahlseile mit aufgesteckten Ketten am Wrack
befestigt, die sich zunächst aber unter dem Rumpf verkeilten, so dass es
einem Kran nicht gelang, die Baggerschute anzuheben. Erst durch den Einsatz
eines zweiten Schwerlastkranes gelang es, die "Augusta" aufzurichten. Nach
der Hebung wurde am Nachmittag begonnen, das Schiff auszupumpen. Am 19.8.
soll es in eine Werft verholt werden. Quelle: Tim
Schwabedissen
Vier Binnenschiffe auf Elbe versenkt Donnerstag, 15.08.2002
In den Fluten des Jahrhunderthochwassers rissen sich am 15.8. fünf
Binnenschiffe von ihren Liegeplätzen an einer Pier im tschechischen Decin
los. Führerlos trieben die Frachter flussabwärts Richtung Dresden und
drohten mit Brücken zu kollidieren. Tschechische Spezialkräfte sprengten
vier der Schiffe daraufhin in die Luft, ein fünftes konnte eingefangen
werden. Tragischer Zwischenfall: Ein Mann starb bei den Sprengungen, als er
durch umherfliegende Wrackteile getroffen wurde. Quelle: Tim
Schwabedissen
Schubleichter auf Main gesunken Donnerstag, 15.08.2002
In der Nacht vom 14. zum 15.8. sank im Frankfurter Osthafen der
Güterschubleichter "Augusta" auf dem Main. Das für Bauarbeiten im Westhafen
eingesetzte Schiff hatte am Abend dort mit einer Ladung Kies festgemacht.
Personen befanden sich, dies konnten Taucher bestätigen, zum
Untergangszeitpunkt nicht an Bord. Auslaufender Betriebsstoff sorgte für
eine Wasserverunreinigung. Die Feuerwehr untersuchte am 15.8. zunächst den
Zustand des Wracks. Der Osthafen wurde bis auf weiteres
gesperrt. Quelle: Tim
Schwabedissen
Feuer auf Nordseefähre Donnerstag, 15.8.2002
Auf dem Weg vom englischen Hull ins belgische Zeebrugge brach im
Maschinenraum der Fähre "Norsea" ein Feuer aus. Zwei Seeleute erlitten bei
der Brandbekämpfung leichte Verletzungen. Mit fünf Stunden Verspätung
erreichte die "Norsea" schließlich mit eigener Kraft den Zielhafen. Der
Sachschaden soll beträchtlich sein. Mit Ausnahme der beiden leicht
Verletzten blieben die 700 Passagiere und 120 Mann Besatzung des Schiffes
unversehrt. Brandursache war unkomtrolliert ausgetretenes Öl im
Maschinenraum, das sich entzündete. Quelle: Tim
Schwabedissen
Ein Toter und zwei Verletzte bei Bootskollisionen in
Schweiz Mittwoch, 14.08.2002
Auf dem Neuenburger See bei Zürich kam ein 67jähirger Segler ums Leben, als
eine große Welle sein Boot erfasste, vornüber kippen ließ und ihn dabei
über Bord schleuderte. Sein Sohn, der mit ihm segelte, konte von einem zu
Hilfe eilenden Boot gerettet werden. Die beiden hatten abends von Chevroux
aus den See überqueren wollen, als kurz nach Verlassen des Hafens die Welle
ihr Boot erfasste und sie außenbords schleuderte. Ein Berner Boot kam auf
die Hilfrerufe der Verunglückten hin zum Havarieort. Es gelang aber nicht
mehr, den Älteren zu reanimieren. Ein weiterer Verletzter war am selben
Abend auf dem Zürichsee zu beklagen, als seine Yacht mit einem
Fahrgastschiff kollidierte. Nach einem missglückten Ausweichmanöver war der
Segler gegen das Dampfschiff geprallt. Auch er wurde über Bord
geschleudert. Quelle: Tim
Schwabedissen
Hochwasser brachte in Salzburg auf der Salzach am 12.8. ein Fahrgastboot
zum Kentern. Ein Kran hob das Wrack in den Nachmittagsstunden aus der
reissenden Strömung des Flusses. Quelle: Tim
Schwabedissen
Kollision auf Schlei fordert einen Schwerverletzten Sonntag,
11.08.2002
Auf der Schlei kam es in de Nacht vom 10. zum 11.8. zur Kollision eines
Motorbootes mit einem anderen Boot, bei der der Skipper schwer verletzt
wurde. Gegen 1.30 war sein Boot auf Höhe Missunde gegen ein dort
festgemachtes Schiff geprallt und anschließend unter eine Steganlage
geraten. Der Mann wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein
Krankenhaus gebracht, sein Beifahrer blieb unverletzt. Zuvor hatte das Boot
unbeleuchtet rund eine halbe Stunde die Schlei befahren, berichteten
Zeugen, ehe das Motorgeräusch nach einem Knall plötzlich verstummte. Als
Helfer herbei eilten, war der Mitfahrer dabei, das Boot aufs Ufer zu
ziehen. Den Verunglückten wurde wegen Verdachtes auf Alkoholeinfluss eine
Blutprobe entnommen. Quelle: Tim
Schwabedissen
Sperrige Ladung verzögert Bergung weiter Freitag 9. August 2002
In Neustrelitz und Mirow, Mecklenburg-Vorpommern, wurden in der Nacht zum
9. August zwei Fahrgastschiffe in Brand gesteckt. Die Täter warfen
Brandbeschleuniger auf die beiden ankernden Fahrzeuge, auf denen Treppen
und Holzvertäfelungen Feuer fingen. Außerdem wurde die Elektrik der
Binnenschiffe von den Flammen in Mitleidenschaft gezogen. Höhe des
Sachschadens wie Motive der Täter sind bislang unbekannt.0 Quelle: Tim
Schwabedissen
Fahrgastschiff vor Bretagne in Seenot Donnerstag, 08.08.2002
Fünf Rettungskreuzer, Fischerboote, Yachten und Marinehubschrauber retteten
am 25.7. die 226 Passagiere der Fähre "Atlante" vor der Bretagne. Bei
ruhiger See gestaltete sich die Evakuierungsaktion einfach, nachdem die
erste Unruhe unter den Fahrgästen gedämpft werden konnte.
Das 27,6 Meter lange Schiff hatte nördlich der Insel Hoëdic auf dem Weg von
La Tourballe zur Belle Ile Notrufe gefunkt, nachdem es 45 Minunten nach dem
Auslaufen leck geschlagen war und die Besatzung des eindringenden Wassers
nicht Herr wurde. Die Schiffbrüchigen wurden nach Port Maria gebracht.
Rettungskräfte schafften zusätzliche Pumpen an Bord, um das Schiff
schwimmfähig zu halten. Quelle: Tim
Schwabedissen
Barkassen kollidierten mit Landungsbrücken Dienstag, 06.08.2002
In den frühen Morgenstunden des 6. August warfen unbekannte Täter elf
Barkassen an den Hamburger Landungsbrücken los. Die Schiffe trieben
elbabwärts zwischen Pontonanlagen und Kaimauer, bis sie sich teilweise an
den Zugangsbrücken verkeilten. Hierbei entstand an 10 Booten zum Teil
erheblicher Sachschaden. Einer Barkasse wurde das gesamte Ruderhaus
abgerissen. Ob auch an den Zugangsbrücken Schäden entstanden sind, wird
noch untersucht. Die Barkassen konnten nach der Entdeckung der Havarie
eingefangen und wieder vertäut werden, die Wasserschutzpolizei nahm
Ermittlungen auf. Quelle: Tim
Schwabedissen
Ein Toter bei Schiffskollision auf Bodensee Dienstag, 06.08.2002
Am Nachmittag des 6. August forderte die Kollision eines Fischerbootes mit
einem Fahrgastschiff auf dem Bodensee vor Friedrichshafen ein Todesopfer.
Bei dem Zusammenprall der beiden Havaristen wurde der Kuttereigner, ein
41jähriger Berufsschiffer, über Bord geschleudert und ist seitdem
verschwunden. Seine mitfahrende, 10jährige Tochter wurde
gerettet. Quelle: Tim
Schwabedissen
Schiffbrüchiger Hund sorgt für Aufsehen Freitag, 02.08.2002
Nach der aufwändigen Rettungsaktion für einen Schiffshund auf einem
ausgebrannten Tanker vor einigen Monaten sorgt wieder einmal ein
schiffbrüchiger Hund für Schlagzeilen. Der südafrikanische
Tierschutzverband teilte am 2.8. mit, er könne sich vor Hilfsangeboten für
den Mischling Sagi kaum retten, der von dem bereits vor einigen Wochen
gestrandeten angolanischen Getreidefrachter "Sagittarius" vor der Küste
Südafrikas geborgen wurde. Das 18monatige Tier sei offenbar zum ersten Mal
auf festem Boden und bewege sich ziemlich tapsig, zudem sei er die
Bekanntschaft anderer Hunde nicht gewohnt. Weil der Rüde auf See Verzicht
gewohnt war, fresse er alles, was ihm vorgesetzt werde und sei
pflegeleicht. Die Besatzung des gestrandeten Frachters war nach ihrer
Rettung in die Heimat zurück gekehrt und hatte Sagi zurück
gelassen. Quelle: Tim
Schwabedissen
25 Tote bei Fähruntergang in China Freitag, 02.08.2002
Am 2. August sank auf dem Yangtse-Fluss im Südwesten Chinas nach der
Kollision mit einer Barke ein Fahrgastschiff. Von den rund 40 Passagieren
konnten nur 15 lebend gerettet werden. Voraussichtlich 25 Menschen sind
ertrunken. 120 Boote mit über 380 Personen an Bord suchten den Fluss nach
dem Untergang nach den Opfern des Unglücks ab. Zwei Menschen konnten nicht
gefunden werden, auch sie sind vermutlich tot. Quelle: Tim
Schwabedissen
11 Menschen auf dem Rhein gerettet Donnerstag, 01.08.2002
Auf dem Rhein beiSt. Johann kollidierte am 1.8. ein Motorboot mit 11
Menschen an Bord mit dem Pfeiler einer Brücke in Basel. Anscjließend trieb
das manövrierunfähige Boot auf ein Güterschiff zu und drohte es zu rammen.
Der Wasserschutzpolizei gelang es in letzter Sekunde, den Havaristen auf
den Haken zu nehmen. Offenbar hatte sich beim Ablegen des Bootes eine Leine
um die Schiffsschraube gewickelt. Der Kapitän war zudem betrunken, die
Schiffspapiere abgelaufen und das Schiff nur für acht Menschen
zugelassen. Quelle: Tim
Schwabedissen
«Magdalena Oldendorff» soll in der Arktis bleiben
Donnerstag, 1. August 2002, 06:49 Uhr
Buenos Aires - Das Forschungsschiff «Magdalena Oldendorff» hat es trotz der hilfe des Eisbrechers «Almirante Irizar» nicht geschafft, den immer dicker werdenden Eispanzer der Antarktis zu durchbrechen und soll in der Antarktis überwintern. Die «Magdalena Oldendorff» war bereits am vergangenen Wochenende mit Hilfe des Eisbrechers «Almirante Irizar» aus Argentinien in die sichere Muskegbukta-Bucht zurückgekehrt und die Schiffe, die etwa 1.500 Kilometer vom offenen Meer entfernt sind, sind in einer «sehr, sehr sicheren Position». Weder für die «Almirante Irizar» noch für die «Magdalena Oldendorff» besteht Gefahr. Zuvor hatten beide Schiffe versucht, den rund 1100 Kilometer breiten antarktischen Eisgürtel zu durchbrechen.
Der Eisbrecher, der das in der Antarktis eingeschlossene deutsche Forschungsschiff «Magdalena Oldendorff» befreien sollte, sitzt nun selbst im Packeis fest. Möglicherweise müssten beide Schiffe die nächsten Monate am Südpol bleiben. Erst im November oder Dezember, wenn der antarktische Winter zu Ende geht und das Wetter sich bessert ist eine Befreiung möglich.
An Bord der «Magdalena Oldendorff» befinden sich noch 16 deutsche Besatzungsmitglieder und ein argentinischer Arzt. Sie seien in guter Verfassung und hätten ausreichend Lebensmittel, Kleider und Treibstoff, um den Winter zu überstehen, sagte Benmuyal.
«Die winterlichen Bedingungen haben das Eis in den vergangenen Tagen noch kompakter gemacht, und es ist daher nicht möglich zu navigieren», erklärte der Kapitän des Eisbrechers. Die «Irizar» werde in den kommenden Tagen noch einmal versuchen, sich aus dem Eis zu befreien. Aber das Schiff verfüge über die Ausstattung, die nächsten Monate in der Antarktis zu verbringen.
Da das Schiff in einer Bucht mit relativ geringem Eisdruck liegt, besteht keine unmittelbare Gefahr für die Besatzung. Es ist ein Bereich, wo relativ häufig eisfreie Flächen entstehen. Ein Risiko besteht aber immer. Theoretisch ist es möglich, dass Schiffe von Eismassen zerdrückt werden. Die «Magdalena Oldendorf» verfügt aber über eine für Frachtschiffe hohe Eisklasse. Trotz der modernen Technik und dem heutigen Kenntnisstand über die Eis- und Klimabedingungen in der Antarktis kommt es immer wieder zu Verzögerungen bei Versorgungsfahrten im Südpolarkreis.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS