EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM Seenotfälle
Archiv Februar 2003
Last update: Freitag, 07. März 2003, 21:18 Uhr
Tanker und Frachter stießen zum zweiten Mal zusammen
Donnerstag, 27. Februar 2003, 10:53 Uhr
Helsinki - Zum zweiten Mal (!!) sind der Tanker «Jewgenij Titow» und der Frachter «Bremer Saturn» vor der Ostseeküste Estlands zusammengestoßen. Die finnische Coastguard teilte mit, dass der Frachterkapitän das Unglück in der Nacht gemeldet hatte. Beide Schiffe hatten nach ihrer ersten Kollision am Montag im Eis festgesessen. Wieder war die
«Jewgenij Titow» in das Heck der «Bremer Saturn» gefahren. Beide Schiffe befinden sich im derzeit schweren Eis der Ostsee. Die zweite Kollision ereignete sich wenige hundert Meter vom ersten Unglücksort entfernt. Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Fähre sank vor Indonesien - über 60 Tote Mittwoch, 26. Februar 2003, 13:32 Uhr
Am 24.2. kam es vor der Nordküste der indonesischen Insel Sumatra zu einem
Brand auf einer Fähre. Das Schiff hatte drei Stunden zuvor den Hafen von
Tanjung Ledong mit rund 135 Menschen an Bord verlassen. Sie befand sich
zwei Stunden Fahrzeit vor dem Zielhafen Tanjung Balai Ashang. Das
nachfolgende Feuer führte schließlich zum Untergang des Schiffes. 63
Pasagiere konnten gerettet werden. 18 wurden tot geborgen, 46 weitere
gelten als vermisst. Die Polizei gab an, es werde eine noch höhrere
Opferzahl für möglich gehalten. Die Suchaktion werde deshalb fortgeführt.
Der Kapitän und der Chefingenieur überlebten die Katastrophe und werden
verhört. Überlebende sagten aus, dass das Kühlsystem eines Antriebsmotors
nicht funktioniert habe. Dadurch sei es zu einem starken Temperaturanstieg
im Laderaum gekommen, der den Benzintank eines Motorrades habe explodieren
lassen. Danach breiteten sich die Flammen schnell an Bord aus. Derartige
Schiffsunglücke sind in Indonesien keine Seltenheit. Häufig sind
Überladungen mit Fracht und Passagieren oder mangelnde Sicherheitsstandards
die Ursache. Quelle: Tim
Schwabedissen
Tanker in der Ostsee mit Frachtschiff zusammengestoßen
Dienstag, 25. Februar 2003, 23:54 Uhr
Helsinki - Ein Tanker mit 27.000 Tonnen Dieseltreibstoff an Bord ist in der Ostsee mit einem Frachtschiff zusammengestoßen. Die finnischen Schifffahrtsbehörde erklärte am Dienstag, die Kollision am Montagnachmittag habe offenbar kein Loch in den Tanker gerissen. Ursache für den Unfall 10 sm vor der finnischen Küste seien wahrscheinlich Probleme beim Navigieren in dem dicken Eis gewesen.
Die unter maltesischer Flagge fahrende «Yevgeniy Titov» fuhr von hinten auf die «Bremer Saturn» auf, wie ein Sprecher der Schifffahrtsbehörde, Pekka Vaisanen, erklärte. Beide Schiffe hätten sich ineinander verkeilt, keines sei jedoch unterhalb der Wasserlinie beschädigt worden. Es bestehe auch keine Gefahr, dass eines sinke. Die finnischen Behörden hatten in diesem Winter mehrfach vor den schwierigen Bedingungen in den Fahrwassern gewarnt. Bei Temperaturen von bis minus 40 Grad wurde besonders das 80 Zentimeter dicke Packeis zum Problem.
Erst am Montag war ein griechischer Tanker nach vier Tagen aus dem Packeis vor der finnischen Küste befreit worden. Die «Minerva Nounou» war am Freitag vor der estnischen Küste stecken geblieben. Ein russischer Eisbrecher hatte sie kurzzeitig befreit, doch nach 20 Kilometern saß der leere Öltanker vor Finnland erneut fest. Am Montag gelang es nach Angaben der finnischen Seefahrtsbehörde einem größeren russischen Eisbrecher, den Tanker loszueisen. Er setzte seine Fahrt nach Russland fort. Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Ellen MacArthur's „Kingfisher 2“ entmastet Montag, 24. Februar 2003, 12:22 Uhr
Gestern Abend um 22.22 Uhr ist auf dem 110-Fuß-Katamaran der Mast ihres Mega-Kats gebrochen. Ein jähes Ende ihres Jules-Verne-Versuches
Um 22.22 Uhr ist am gestrigen Abend der Mast (39 m) des Rennkats „Kingfisher 2“ von Ellen MacArthur gebrochen. Zum dieser Zeit segelte Ellen MacArthur rund 100 Seemeilen südöstlich der Kerguelen. Glück im Unglück: Niemand an Bord wurde verletzt.
Während Ellen MacArthur mit dem Kieler Meteorologen Meeno Schrader telefonierte
hörte man ein Knarzen und sie wurde nach vorn geschleudert. Als sie wenige Sekunden später an Deck gekommen sei, habe sie keinen Mast mehr gesehen.
Warum der Mast bei moderaten äußeren Bedingungen – 25 Knoten Wind und eine eineinhalb Meter hohe Welle - gebrochen ist, kann sich an Bord der "Kingfisher 2" niemand erklären.
Der Mastbruch trifft besonders hart, weil„Kingfisher 2“ es zum ersten Mal während des Törns deutlich vor dem Rekord von Bruno Peyron (benötigte im Mai 2002 mit „Orange“ 64 Tage und 8 Stunden für die Weltumrundung) lag. Rund 20 Stunden Vorsprung hatte „Kingfisher 2“ allein übers Wochenende auf die vorgegebene Zeittabelle des Rekordhalters herausgearbeitet. Darüber hinaus steckt Konkurrent Olivier de Kersauson mit dem Tri „Geronimo“ gerade im Südatlantik in einer Flaute fest.
Die Crew segelt derzeit mit dem Baum als Notrigg mit rund zehn Knoten in Richtung Perth, das 2000 Meilen entfernt liegt. Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
"Tricolor" wird verschrottet Donnerstag, 20.02.03
Bis Ende August 2003 soll die im Ärmelkanal gesunkene "Tricolor" beseitigt
sein. Dies teilte ein Sprecher der Reederei Wilhelmsen Lines am 20.2. mit.
Dabei wird das Schiff nicht in einem Stück gehoben, sondern in einzelne
Teile zerlegt, die dann an Land gebracht werden. Das Schiff bestehe aus
20.000 Tonnen Stahl und sei so groß wie zwei Fussballfelder, sagte Per
Ronnevig. Kein Kran der Welt könne es in einem Stück bergen. Zu Beginn der
Woche war das Abpumpen des Bunkeröls offiziell abgeschlossen worden.
Lediglich 16 Tonnen, die in einem nicht zugänglichen Tank lagern, sollen
jetzt noch an Bord sein. Es stelle im Moment nur ein geringes Risiko ein.
Insgesamt wurden rund 2.000 Tonnen Öl in die "Asian Hercules" gepumpt.
Hierbei waren in die Bunkertanks jeweils zwei Löcher gebohrt worden. Durch
eines wurde zunächst Wasserdampf gepresst, um das durch die Erkaltung
zähflüssig gewordene Öl zu erwärmen, aus dem anderen wurde anschließend das
Öl abgesaugt. Dabei war es mehrfach zu kleineren Zwischenfällen und
wetterbedingten Verzögerungen gekommen. Küstenabschnitte von Belgien und
Frankreich wurden von ausgelaufenem Öl und aufgeschwommenen Trümmern der
Autoladung verschmutzt. Quelle: Tim
Schwabedissen
Gesamte Besatzung bei Frachteruntergang ertrunken Montag, 17.02.03
Auf dem Weg von Malta nach Sizilien geriet am 16.2. der türkische Frachter
"Tor 1" in schwerem Wetter in Seenot. Nachdem gegen Abend die Ladung
überging und das Schiff zunehmend Schlagseite entwickelte, funkte der
Kapitän SOS. In den frühen Morgenstunden des 17.2. sank die "Tor 1" im
Sturm. Mehrere Stunden später fanden Suchmannschaften lediglich ein leeres
Rettungsboot. Es ist daher zu befürchten, dass die achtköpfige Besatzung
bei dem Unglück ums Leben gekommen ist. Quelle: Tim
Schwabedissen
MS "Möwe" im Hafen gesunken Montag, 17. Februar 2003, 14:11 Uhr
Böse Überraschung in Langballigau an der Ostsee: In der Nacht vom 14. zum
15.2. schlug das in Flensburg beheimatete Fahrgastschiff "Möwe" leck. Als
Skipper Hans-Peter Ketelsen, der das Schiff zuletzt am Vorabend inspiziert
hatte, eine halbe Stunde nach der telefonischen Alarmierung gegen acht Uhr
morgens am Hafen eintraf, war bereits nichts mehr zu retten. Bis über das
Oberdeck versank das 20 Meter lange Schiff wenig später mit erheblicher
Backbordschlagseite an seinem Liegeplatz. Umgehend erteilte der Eigner
einer Flensburger Kranfirma den Bergungsauftrag. Trotzdem erwartete deren
160-Tonnen-Kran keine leichte Aufgabe. Mehr als 20 Meter Distanz waren mit
dem schwerem Hebegeschirr zu überwinden. Gleichzeitig sicherten die
Feuerwehren von Langballig und Glücksburg das Wrack mit Ölsperren. Bereits
während der Bergung entdeckten Taucher ein drei Zentimeter großes Loch
oberhalb der Wasserlinie an Backbord, das möglicherweise durch Eisgang in
die Bordwand gerissen wurde. Das Seenotrettungsboot "Werner Kuntze" aus
Langballigau ging wenig später am Havaristen an Steuerbord längsseits und
begann, zusammen mit den Feuerwehren das Wasser mittels zweier Pumpen zu
lenzen. Am Abend schwamm die "Möwe" wieder. Aus Flensburg war unterdessen
die "Steinbrug" der Wasserschutzpolizei eingetroffen. Die Beamten
vermuteten Materialermüdung als Auslöser der Leckage. Beim Untergang wurde
die komplette Inneneinrichtung und die elektronischen Geräte zerstört. Am
17.2. soll die "Werner Kuntze" das Fahrgastschiff auf den Haken nehmen und
zur Reparatur in eine Werft im dänischen Egernsund verholen. Bis zum
Frühjahr soll die "Möwe", die eigentlich am 15.2. zu einer Angeltour von
Langballigau aus hätte starten sollen, wieder einsatzbereit
sein. Quelle: Tim
Schwabedissen
"Tricolor"-Wrack beginnt zu zerbrechen Samstag, 15.02.03
Mit unerwarteten Probleme sehen sich seit dem Wochenende die
Bergungsmannschaften am Wrack der "Tricolor" im Ärmelkanal konfrontiert.
Grund: Der Frachter beginnt bereits auseinanderzubrechen. Auf der Suche
nach der Quelle auslaufenden Öls entdeckten Taucher am 15.2. einen langen
Riss auf der nach unten gekehrten Backbordseite des Schiffes. Außerdem
wurde beobachtet, dass der Rumpf deutlich eingeknickt ist. Die Stürme der
vergangenen Wochen haben das Schiff offenkundig erheblich stärker
beschädigt als zunächst erwartet. Für die Bergungsmannschaften ist die
Situation damit schwierig geworden, da sich die "Tricolor" nun wohl kaum
mehr in einem Stück wird heben lassen. Außerdem ist die Gefahr eines
unkontrollierten Freiwerdens von Bunkeröl aus aufreißenden Tanks damit
deutlich angestiegen. Quelle: Tim
Schwabedissen
Kollision vor Fehmarn: Sprung in eisige Ostsee letzte Rettung für drei
Fischer Freitag, 14.02.03
Am 14.2. kam es im Fehmarnbelt zu einer Kollision zwischen dem
Heiligenhafener Fischkutter "Liebe" und dem von Amsterdam nach Kalmar
laufenden Kümo "Gina R". Rund sechs Kilometer nördlich Puttgardens kreuzten
sich bei schlechter Sicht die Kurse der zwei Schiffe. Der 77 Meter lange
Frachter krachte in die Backbordflanke des Kutters und demolierte
anschließend die Brücke. Den drei Fischern blieb nur der sofortige Sprung
über Bord als Rettung. Die Crew der "Gina R" zog sie anschließend aus der
kaum einen Grad warmen Ostsee. Währenddessen lief der führungslose Kutter
mit ausgebrachtem Fanggeschirr weiter, so dass sich die Netze am Frachter
verfingen und beide Schiffe eine Weile manövrierunfähig durch den Belt
fuhren. Erst eine Notankerung der "Gina R" brachte das Gespann wider Willen
zum Stoppen. Aus Puttgarden eilte die "Emil Zimmermann" der DGzRS herbei
und brachte die Besatzung der "Liebe" auf ihr Boot zurück, um die Maschine
zu stoppen. In den Fischraum war es mittlerweile zu einem Wassereinbruch
gekommen. Mit Lenzpumpen gelang es aber, der eindringenden Wassermengen
Herr zu werden. Anschließend wurden die Kollisionsgegener getrennt. Die
Wasserschutzpolizei ging mit der Heiligenhafener "Fehmarn" zur Aufnahme von
Ermittlungen bei der kaum beschädigten "Gina R" längsseits. Die schwer
beschädigte "Liebe" wurde von der "Emil Zimmermann" nach Heiligenhafen
eingebracht. Quelle: Tim
Schwabedissen
Kutter nahe Brest gesunken Dienstag, 12.02.03
Vor der französischen Atlantikküste kollidierte am Abend des 12.2. der
französische Kutter "Pépé Roro" mit dem holländischen Frachter "Arklow
Ranger". Während der 90 Meter lange Frachter nicht ernsthaft beschädigt
wurde, sackte der 15 Meter lange Kutter übers Heck weg. Das Ramming war bei
den Holländern nur als Erschütterung wahrgenommen worden, die sie als
mögliche Kollision vorsorglich dem Seenotrettungzentrum in Brest meldeten.
Einige Zeit nach dem Zusammenstoß ragte von der "Pépé Roro" aber nur noch
der Bug aus dem Wasser. Ein Besatzungsmitglied kam ums Leben, zwei weitere
gelten als vermisst. Quelle: Tim
Schwabedissen
Nach "Acushnet"-Strandung: Erneut Sorge um Tanker in der
Ostsee Mittwoch, 12.02.03
Kaum hat die "Acushnet" ihre Anker im dänischen Kalundborg-Sund geworfen,
um vor der Weiterfahrt in den Atlantik auf Schäden untersucht zu werden,
wächst die Sorge vor einer Gefahr durch einen weiteren Tanker in
skandinavischen Gewässern. Die Regierungen Finnlands und Schwedens
versuchten bislang vergebens, die Passage der mit 100.000 Tonnen Rohöl
beladenen russischen "Minerva Nounou" durch den zugefrorenen Finnischen
Meerbusen zu verhindern. Die "Minerva Nounou" und ihr ebenfalls in dieser
Region fahrendes Schwesterschiff "Stemnitsa" werden als nicht eisgängig
eingeschätzt, so dass zu befürchten ist, dass ihre Rümpfe aufgerissen
werden könnten. Zwar haben die beiden in Griechenland registrierten Schiffe
Doppelhüllen, deren Stärke auf bis zu 30 Zentimeter dickes Eis augelegt
ist, die tatsächliche Eisstärke beträgt in der östlichen Ostsee derzeit
jedoch rund das Doppelte. Der finnische Ministerpräsident Paavo ist der
prominenteste Verfechter eines generellen Tankerfahrverbots vom russischen
Ölterminal Primorsk bei St. Petersburg in den Finnischen Meerbusen während
der Vereisungsphase. Bisher fanden die Warnungen kein Gehör. Die Tanker, so
hieß es, seien erst vier Jahre alt und genügten hohen Sicherheitsstandards,
hieß es in Moskau. Einzig Eisbrecherhilfe wurde zugesagt. Vesa Parkko, Chef
der Seenotrettungszentrale in Kotka, kommentierte diese Abfuhr mit den
Worten, so werden geradezu um ein Unglück gebettelt. Gesteigert wird dieses
Risiko auch durch die häufige, kostenmäßig begründete Weigerung, Lotsen für
die Passage der schmalen Fahrrinnen in der dänischen Inselwelt aufzunehmen.
Auch Umweltschützer sehen mit Sorge die Zunahme von Öltransporten durch die
Ostsee. Neue Öl- und Gasfunde und der Ausbau der Abfertigungseinrichtungen
in Russland werden die Exporte steigern. Allein Primorsk kann 30 Millionen
Tonnen pro Jahr umschlagen.
Die Folgen dieses Tankerrisikos sind unverändert auch in Spanien zu spüren,
wo die Ölpest durch die auf dieser Route verlorengegangenen "Prestige"
mittlerweile als die schlimmste der Geschichte eingeschätzt wird. Zwar hat
das U-Boot "Nautile" auf die Leckstellen Aluminiumplatten gelegt, die
provisorisch beschwert nun den Ölaustritt weitgehend eindämmten, doch wird
dies von Experten nicht als dauerhafte Lösung eingeschätzt. Spanische
Wissenschaftler empfahlen jetzt das Leerpumpen der Tanks auf der Basis
zusätzlich durchzuführender Untersuchungen. Die Kosten dürften nach
momentanen Schätzungen rund 200 Millionen Euro betragen. Alternativ dazu
wird weiterhin die Einbetonierung der noch 50.000 der ursprünglich 70.000
Tonnen Öl enthaltenden Wrackteile in Sarkophage diskutiert. Quelle: Tim
Schwabedissen
Keine Fremdeinwirkung bei "Beluga"-Untergang Dienstag, 11.02.03
Ende der Untersuchungen zum "Beluga"-Untergang vor Bornholm am 18.3.1999.
Die Rostocker Generalstaatsanwaltschaft teilte am 11.2. mit, dass die Akten
endgültig geschlossen würden, nachdem sich keine Anhaltspunkte auf ein
Fremdverschulden und somit des Verdachts auf fahrlässige Tötung ergeben
hätten. Wie das Seeamt Rostock und das Oberseeamt Hamburg zuvor kam sie zu
dem Schluss, dass technisches und menschliches Versagen wahrscheinlich den
Tod der dreiköpfigen Besatzung verursacht hätten. Ein zu geringer Freibord
und geöffnete Außenventile zur Aufnahme von Reinigungswasser hätten zum
Untergang der "Beluga" geführt. Die Angehörigen der Crew hatten gemutmaßt,
dass Stahltrossen, an denen Seezele geschleppt wurden, den Kutter zum
Kentern gebracht hätten. Hierfür sprächen nach Aussage von Gutachtern
Schäden an Deckskran und Aufbauten. Zum Unglückszeitpunkt hatten in dem
Seegebiet NATO-Manöver stattgefunden. Quelle: Tim
Schwabedissen
Tanker in Kambodscha nach Kollision leck geschlagen Dienstag,
11.02.03
Am 11.2. kollidierte der Tanker "Huasheng" auf dem Fluss Liu mit einem
kambodschanischen Frachter. Dabei liefen rund 18 Tonnen Treibstoff aus dem
chinesischen Küstentanker aus, der insgesamt 254 Tonnen Öl geladen hatte.
Das ausgelaufene Öl sank auf den Grund des Flusses ab. Die "Huasheng" wurde
in einen Hafen gebracht. Die Ursache des Zusammenstoßes war zunächst
unklar. Quelle: Tim
Schwabedissen
Tankerstrandung endete glimpflich: Acushnet zurück in tiefem
Wasser Dienstag, 11.02.03
Aller guten Dinge sind drei: Im dritten Anlauf gelang es drei Schleppern in
den Morgenstunden des 11.2., die im Kattegat gestrandete "Acushnet"
endgültig zu befreien. Zuvor war ein zweites Mal Ladung aus dem 22 Jahre
alten, auf den Bahamas registrierten und im Besitz von Chevron-Texaco
befindlichen Einhüllentanker geleichtert worden. Bei auflaufendem
Hochwasser begann anschließend der erfolgreiche Befreiungsversuch. Nun soll
der 179,2 Meter lange Havarist unter Bewachung der dänischen Marine zur
weiteren Untersuchung nach Kalundborg eingebracht werden. Öl trat während
der mehrtägigen, durch einen Navigationsfehler verursachten Zwangspause des
Tankers nicht aus. Die 25köpfige Besatzung blieb ebenfalls unversehrt.
Angesichts des jüngsten Tankerunfalls forderte der deutsche
Verkehrsminsiter Stolpe erneut eine Lotspflicht für die Ostsee, die er
gemeinsam mit Dänemark erreichen will. Bisher gibt es erst eine Empfehlung
der IMO, gegen deren Formulierung als Verpflichtung sich vor allem Russland
sperrt. Erst im vergangenen Monat hatten die dänischen Behörden einen
russischen Tanker mit 70.000 Tonnen Rohöl gestoppt, dessen Ruderanlage
defekt war. Auch die im November vor Spanien gesunkene "Prestige" hatte die
Route befahren, auf der jetzt die "Acushnet" verunglückte. All diese Schife
entsprechen den Kriterien einer von der Umweltorganisation Greenpeace
erstellten "schwarzen Liste" von Einhüllentankern, die mehr als 20 Jahre
alt sind. Quelle: Tim
Schwabedissen
Erneut Kollision im Ärmelkanal Montag, 10. Februar 2003, 12:04 Uhr
Am 8.2. kollidierte im Ärmelkanal rund 50 Kilometer vor der Küste von Devon
der britische Trawler "De Vrow Marie" mit dem panamesischen
Chemikalientanker "Oriental Jasmine". Dabei wurde das 24 Meter lange
Fischereifahrzeug erheblich beschädigt. Die sechsköpfige Crew blieb
unverletzt. Der Tanker wurde nur geringfügig in Mitleidenschaft gezogen und
konnte seine Fahrt nach Antwerpen fortsetzen.2 Quelle: Tim
Schwabedissen
Bergungsbemühungen an "Acushnet" werden unvermindert
fortgesetzt Montag, 10.02.03
Noch am 10.2. soll ein neuer Abschleppanlauf am gestrandet im Kattegat
liegenden Tanker "Acushnet" vorgenommen werden. Beim ersten Anlauf am
Vorabend war es zunächst zwar gelungen, das Schiff vom Grund zu lösen. Doch
bereits beim Versuch, den Havaristen anschließend um 180 Grad zu drehen,
war er dabei exakt an der ersten Strandungsposition trotz des
zwischenzeitlich verringerten Tiefgangs ein zweites Mal dauerhaft auf Grund
geraten. Quelle: Tim
Schwabedissen
Setzte ein Heizlüfter Dreimaster in Kiel in Brand? Sonntag,
09.02.03
In Kiel-Stickenhörn geriet in den Morgenstunden des 9.2. der Dreimaster
"Seeadler" in Brand. Als der Eigner, der 82jährige Ralph Heinrich, gegen
1.30 von einer Feier an Bord seines von ihm auch bewohnten Schiffes zurück
kehrte, bemerkte er Rauchentwicklung. Sofort verschloss er alle Öffnungen
und alarmierte von einem Nachbarboot aus die Feuerwehr. Als ein Löschzug
der Hauptwache eintraf, stand die Kajüte des Seglers bereits in Flammen. Es
gelang jedoch, sie niederzukämpfen, ehe der Rumpf Schaden nehmen konnte.
Durch die erheblichen Löschwassermengen entwickelte die "Seeadler"
allerdings Schlagseite. Mögliche Brandursache ist ein Heizlüfter, die
polizeilichen Ermittlungen dauern aber noch an. Die "Seeadler" hat bereits
eine bewegte Geschichte. In den 60er Jahren wurde sie von dem
Kunstbildhauer Heinrich selbst erbaut. Nachdem sich die Arbeiten aber über
Jahre hinzogen, wurde das Schiff schließlich durch die Stadt
"zwangsgewassert", ein weiterer Rohbaurumpf des Mannes abgewrackt. 1995
sank die "Seeadler" in einem Sturm in Laboe und beschädigte dabei in
erheblichem Umfang die Hafenanlange. Die Bergung gelang nur, weil das THW
sie im Rahmen einer Übung kostenlos durchführte. Wegen Differenzen über die
Reparatursumme entführte Heinrich sein Boot später aus einer dänischen
Werft. Auf der Ostsee lief es dabei auf Grund. Seit einiger Zeit hat das
eigenwillige Boot eine Heimat in der bunten Flotte des Stickenhörn-Hafens
gefunden. Den letzten Liegeplatz musste es räumen, als das längsseits
vertäute ehemalige Minenräumboot "Aldebaran", wie seinerzeit berichtet,
sank. Quelle: Tim
Schwabedissen
Havarierter Tanker sitzt schon wieder fest
Montag, 10. Februar 2003, 06:46 Uhr
Der Tanker "Acushnet" ist am Sonntagabend im dänischen Kattegat zum zweiten Mal innerhalb von drei Tagen auf Grund gelaufen. Bergungsspezialisten hatten das 179 Meter lange Schiff unmittelbar zuvor östlich der Insel Samsø freigeschleppt. Dafür waren zunächst 1700 der rund 35000 Tonnen Öl an Bord auf den dänischen Tanker "Situla" umgepumpt worden.
Das auf den Bahamas registrierte Schiff aus den USA war am Freitag östlich von Samsø auf Grund gelaufen. Die zweite Havarie ereignete sich nach Angaben der Seenotrettungszentrale in Århus genau da, wo die "Acushnet" schon beim ersten Mal nach einem Navigationsfehler auf Grund gelaufen war. Das Schiff habe vor dem erneuten Unfall lediglich eine Drehung ausgeführt, hieß es weiter. Die 1981 gebaute "Acushnet" hat nur einen einwandigen Rumpf und gehört damit zur selben Gruppe von Öltankern wie die im Dezember vor der spanischen Nordwestküste mit mehr als 70000 Tonnen Rohöl gesunkene "Prestige".
Die dänische Schifffahrtsaufsicht will die Genehmigung zur Weiterfahrt für den aus Lettland gekommenen Tanker Richtung Atlantik erst nach einer genauen Untersuchung des Schiffsrumpfes geben. Dafür soll der Tanker in den Kalundborg Fjord geschleppt werden und dort vor Anker gehen. Erste Untersuchungen durch Taucher im Kattegat ergaben, dass die Grundberührung keine nennenswerten Schäden an der Schiffswand verursachte. Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Ein Toter bei Schiffsunglück in der Südtürkei
Samstag, 08. Februar 2003, 08:04 Uhr
Istanbul - Bei der Havarie eines Frachters vor der türkischen Küste ist am Freitag mindestens ein Crewmitglied ums Leben gekommen. Zwei weitere würden noch vermisst, sagte der Gouverneur der Region Antalya, Ertugrul Dokuzoglu. Die übrigen fünf Matrosen wurden von dem sinkenden Schiff gerettet. Die «Iberian Coast» war unter der Flagge der Bahamas vom Urlaubsort Antalya in Richtung Istanbul unterwegs. Die Mannschaft bestand aus Türken. Es war zunächst unklar, ob das Schiff zum Zeitpunkt des Unfalls Fracht transportierte. An der Küste der südlichen Türkei herrschen derzeit raue Wetterbedingungen. Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Tanker im Kattegat auf Grund gelaufen
Freitag, 07. Februar 2003, 22:00 Uhr
Ein Tanker mit 35.000 Tonnen Öl an Bord ist vor der dänischen Küste auf Grund
gelaufen. Öl sei zunächst vor der norddänischen Insel Samsö im Kattegat nicht
ausgelaufen, berichtete ein Sprecher der dänischen Marine.
Einwandige "Acushnet" unter Flagge Bahamas
Die 1981 vom Stapel gelaufene "Acushnet" war auf dem Weg von Lettland in die USA
und fahre für eine amerikanische Reederei. Das auf den Bahamas registrierte Schiff ist
im Besitz des Konzerns Acushnet Shipping und verfügt nur über einen einwandigen
Rumpf.
Das Schiff ist 179 Meter lang, an Bord befinden sich 25 Besatzungsmitglieder. Ein Teil
der Ladung werde möglicherweise auf andere Schiffe umgepumpt, um den Tanker
wieder frei zu bekommen, so der Marinesprecher.
Ein Greenpeace-Sprecher erklärte, es sei unverantwortlich, "diesen über 20 Jahre
alten Schrotttanker noch auf die Weltmeere zu schicken. Die giftige Fracht ist nur von
einer Stahlhülle umgeben, moderne Tanker besitzen eine Doppelhülle." Der
Unglückstanker stehe auch auf der Schwarzen Liste als einer von 3437 Einhüllen-
Tanker, die 20 Jahre und älter seien.
Neben dem Unglücksschiff transportiere Texaco Öl auf weiteren sechs dieser
schwimmenden Zeitbomben. In der Meerenge zwischen Jütland und Seeland gibt es
eine sehr empfindliche Fauna mit Robben und Meeresvögeln.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Schlepper rammt Polizeiponton Freitag, 07. Februar 2003, 12:27 Uhr
Ausgerechnet den Ponton der Wasserschutzpolizei rammte ein Schlepperkapitän
am 6.2. im Hamburger Hafen. Bei der Kollision seines Schubverbandes mit der
Schwimmpier entstand erheblicher Sachschaden. Mögliche Ursache des
Zusammenstoßes war ein Manövrierfehler des 45jährigen
Schlepperkapitäns. Quelle: Tim
Schwabedissen
Rebellen sprengen ihr Schiff vor Sri Lanka Freitag, 07.02.03
Am 7.2. sprengten drei Männer sich selbst und ihr Schiff vor der Küste Sri
Lankas nahe der Halbinsel Jaffna in die Luft. Zuvor war das Fahrzeug von
skandinavischen Waffeninspektoren aufgebracht worden, die an Bord ein
schweres Maschinengewehr sowie Munition entdeckt hatten. Alle drei starben
bei der Explosion. Es handelte sich bei ihnen um Mitglieder der sogenannten
Tamil Tigers, die gegen die Regierung Sri Lankas kämpfen. Quelle: Tim
Schwabedissen
London - Die britische Küstenwache hat in Schottland einen beschädigten Öltanker festgehalten. Der mit 106.000 Tonnen Rohöl beladene einwandige Tanker wies Risse im Rumpf auf. Die Besatzung des 235 Meter langen Schiffes aus Norwegen hatte zuvor den Besitzer über die Schäden informiert, die dieser dann den Hafenbehörden meldete. Das Schiff liegt vor Europas größtem Ölterminal Sullom Voe auf den Shetland-Inseln vor Anker. Auf dem zentralen Umschlagplatz für britisches Nordseeöl soll es auch repariert werden. Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Neues von "Tricolor" und "Prestige"
Donnerstag, 06. Februar 2003, 09:43 Uhr
Aus dem Wrack der "Tricolor" läuft erneut Öl aus. Überwachungsflugzeuge
entdeckten in seiner Nähe am 5.2. einen frischen Ölfilm von 200 Metern
Breite und mehreren Kilometern Breite. In Belgien trieben in der Nacht auf
rund 50 Kilometern Küstenstrecke Öllachen an. Mehrere hundert
Feuerwehrleute, Soldaten und Zivilschutz sind im Einsatz, die Strände von
Hand zu säubern. Die Verschmutzung sei ziemlich schlimm, hieß es. Knapp
zwei Monate nach dem Untergang der "Tricolor" ruhen momentan die
Bergungsarbeiten im Ärmelkanal wegen schwierger Witterungsbedingungen.
Erfolgreicher war in den vergangenen Tagen der Einsatz des französischen
Tiefsee-U-Boots "Nautile" am Wrack der "Prestige" in 3.500 Metern
Meerestiefe vor Spanien. Das französiche Institut für Meeresforschung,
Ifremer, teilte mit, es sei nun gelungen, die 20 Leckagen in den Tanks weit
gehend zu verschließen. Derzeit werden die Flickstellen noch einmal auf
Dichtigkeit überprüft. Das weiterhin an die französische und spanische
Küste antreibende Öl soll noch vom Untergang der "Prestige"
herrühren. Quelle: Tim
Schwabedissen
Tanker auf dem Rhein kollidiert
Donnerstag, 06. Februar 2003, 08:06 Uhr
Zwei Tankschiffe sind am frühen Mittwochmorgen bei Leverkusen kollidiert. Bei der Leverkusener Rheinbrücke rammte ein Schiff einen vor Anker liegenden Tanker. Die mit Dieselöl beladenen Tanks wurden nicht beschädigt, eines der Schiffe ist allerdings Leck geschlagen. Verletzt wurde niemand. Die Feuerwehren Köln und Leverkusen sind mit Löschbooten im Einsatz. Die Schifffahrt auf dem Rhein ist nicht beeinträchtigt. Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
"Joola" toppt "Titanic"-Katastrophe Dienstag, 04. Februar 2003, 16:40 Uhr
1863 Tote - das ist nach einer Mitteilung des senegalesischen
Regierungschefs vom 3.2. die offizielle Bilanz der Fährkatastrophe vor
Gambia am 26.9. vergangenen Jahres. Laut Passagierliste hatte das Schiff
zwar nur 1143 Menschen an Bord, jedoch hatten sich zusätzlich rund 700
blinde Passagiere an Bord befunden. Nur 64 Menschen konnten nach der
Kenterung der heillos überladenen "Joola" in einer Gewitterbö lebend
gerettet werden. Beim Untergang der "Titanic" am 15.4.1912 waren 1513 Tote
zu beklagen gewesen. Quelle: Tim
Schwabedissen
Tanker schlug leck: Diesel im Rhein
Dienstag, 04. Februar 2003, 07:57 Uhr
WESEL. Das Tankmotorschiff "Nordwind" aus Potsdam bescherte gestern der Feuerwehr und der Wasserschutzpolizei jede Menge Arbeit. Bereits auf dem Rhein-Herne-Kanal hatte der Tanker durch ein Leck Dieselkraftstoff verloren. Die Besatzung des angeforderten Polizeihubschraubers bestätigte den Verdacht, so dass die Wasserschutzpolizei in Wesel das Schiff stoppte. Es wurde in den Weseler Ölhafen gelotst, wo neben der Weseler Feuerwehr mit dem Feuerlöschboot auch der Löschzug Bislich zum Einsatz kam. Die "Nordwind" wurde mit der Ölschlängelanlage eingekreist, ein Taucher ortete das Leck an der Steuerbordseite und dichtete es ab. Der Einsatz der Feuerwehr dauerte von 11.40 bis 15.06 Uhr. Das Tankmotorschiff hatte 1154 Tonnen Diesel geladen, von denen sich ein kleiner Teil als dünne Schicht auf dem Wasser bemerkbar machte. Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Acht Tote bei Untergang von russischem Frachter
Montag, 03. Februar 2003, 22:03 Uhr
Beim Untergang eines russischen Frachters vor der türkischen Küste sind acht Menschen ums Leben gekommen. Vier der insgesamt 14 Seeleute würden noch vermisst, zwei seien gerettet worden, sagte ein Vertreter des Hafenamts im nordtürkischen Zonguldak. Zehn russische, türkische und polnische Rettungsboote seien im Einsatz. Sie hätten sechs der sieben Rettungsflöße leer aufgefunden, hieß es weiter. Die "Strelets" war in der Nacht gut 60 Seemeilen vor der Küstenstadt gesunken.
Weshalb das Schiff kenterte, sei noch nicht geklärt, teilte das russische Transportministerium in Moskau mit. Zum Zeitpunkt des Untergangs herrschte jedoch schlechtes Wetter. Der Frachter war den türkischen Angaben zufolge unterwegs von Izmet nach Taganrog im Südwesten Russlands. Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Russischer Frachter vor türkischer Küste gesunken
Montag, 03. Februar 2003, 12:28 Uhr
Ein russischer Frachter ist in der Nacht zum Montag vor der türkischen Küste gesunken. Ob die 14 Besatzungsmitglieder das Unglück im Schwarzen Meer rund 60 bis 70 Seemeilen vor der nordtürkischen Stadt Zonguldak überlebten, sei bislang nicht bekannt, teilte ein Sprecher des örtlichen Hafenamtes mit. Ein Rettungsschiff sei zur Unglücksstelle unterwegs. Die "Strelets" war zuvor vom Hafen Izmet ausgelaufen und hatte Kurs auf die Ukraine genommen. Vermutlich war das Schiff wegen schlechten Wetters gekentert. Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Van Pham erneut auf Irrfahrt Montag, 03. Februar 2003, 11:58 Uhr
Ohne Kommunikationsmittel oder Signalraketen wurde der amerikanische Segler
Van Pham von der US Coast Guard aus einer Notsituation gerettet und zum
nächsten Hafen eskortiert. Erst 2002 war der Kalifornier nach vier Monaten
Driftfahrt 560 Kilometer vor Haiti gefunden worden, nachdem er auf einem
für drei Tage geplanten Törn in Not geraten war. Er hatte sich seinerzeit
von Regenwasser, Schildkröten und Seemöwen ernährt. Quelle: Tim
Schwabedissen
Seenotretter häufiger unterwegs Montag, 03. Februar 2003, 12:00 Uhr
Zahlreiche Einsätze hatten die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur
Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) 2002 zu absolvieren. Wie jetzt in Kiel
mitgeteilt wurde, konnten während 2563 Einsatzfahrten 248 Menschen aus
Seenot gerettet werden. Damit liefen die Retter 135 Mal häufiger als 2001
aus. 1192 Menschen wurden aus Gefahrensituationen gerettet. 448 Mal
absolvierten die Boote Krankentransporte. In 89 Fällen gelang es, Schiffe
oder Boote vor dem Totalverlust zu bewahren. 975 Mal wurden Hilfeleistungen
erbracht. Damit steigerte sich die Gesamtzahl der seit
Gesellschaftsgründung geretteten Menschen auf 69988. Stagniert hat im
vergangenen Jahr allerdings das Spendenaufkommen für die rein Spenden
finanzierte Gesellschaft. Dessen ungeachtet wird in diesem Jahr der bislang
größte Rettungskreuzer in der DGzRS-Geschichte, der zur Zeit unter dem
Namen "SK 29" im Bau ist, in Dienst gestellt. Mit dem 9250 PS starken
Schiff soll einer statistisch höher gewordenen See ebenso wie dem dichter
werdenden Schiffsverkehr Rechnung getragen werden. Quelle: Tim
Schwabedissen
"Camilla" tauchte wieder auf Montag, 03. Februar 2003, 11:57 Uhr
Neue Hoffnung für den zeitweilig verschollenen RoRo-Frachter "Camilla" im
Nordatlantik: Nach rund einwöchiger Drift fand ein Schlepper das von seiner
Besatzung im Sturm aufgegebene Schiff. Es gelang, eine Schleppverbindung
aufzubauen. Nun soll versucht werden, den Havaristen in einen
neufundländischen Hafen einzubringen und dort ggf. zu
reparieren. Quelle: Tim
Schwabedissen