EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM Seenotfälle
Archiv März 2003
Last update: Wednesday, 6. January 1999 - 11:19:19
Ein Jahr alter Containerfrachter kommt auf den Schrott Sonntag,
31.03.03
Nur ein Jahr alt wurde der Containerfrachter "Hanjin Pennsylvania". Das im
Jahre 2002 abgelieferte 4360-TEU-Schiff der Reederei F. Laeisz war am
11.11. desselben Jahres, wie berichtet, vor Sri Lanka in Brand geraten.
Zwei Seeleute starben bei dem Unglück. Jetzt ist klar: Das Wrack hat nach
wochenlang wütender Feuersbrunst nur noch Schrottwert. Indische Abbrecher
erwarben den schwer angeschlagenen Containerriesen "as is" und werden ihn
nun an einen dortigen Strand schleppen lassen. Dort warten nur noch die
Schneidbrenner auf den einstigen Reedereistolz. Quelle: Tim
Schwabedissen
Frachter vor Kalymnos freigeschleppt Freitag, 28.03.03
Happy End für die "P& O Neddlloyd Capri": Am Spätnachmittag des 28. März
gelang es den Schleppern "Matsas Star" und "Pegasus", den am Fuß der Insel
Kalymnos in der Ägäis gestrandeten Frachter freizuschleppen und auf tiefes
Wasser zu bringen. Das Schiff wurde in einem sicheren Schwimmzustand vor
der Felsküste verankert und wartet seither auf die Genehmigung, einen
Reparaturhafen anzulaufen. Der 125,5 Meter lange Containerfrachter war
teilweise beladen am 5. März auf dem Weg von Istanbul ins ägyptische
Damietta auf Grund gelaufen. Quelle: Tim
Schwabedissen
Kutter brannte vor Pellworm Donnerstag, 27.03.03
Querab der Insel Pellworm brach am Vormittag des 27. März auf dem Kutter
"Lea Marie" ein Feuer aus. Im Motorenraum des 15 Meter langen Schiffes war
ein Kabelbrand entstanden. Auf einen Notruf der zweiköpfigen Crew hin lief
der Nordstander Seenotrettungskreuzer "Vormann Leiss" zum in der Nordsee
treibenden Havaristen. Dichter Nebel erschwerte den Einsatz dabei. Zwei
Besatzungsmitglieder stiegen auf die "Lea Marie" über und gingen unter
Atemschutz mit Löschpulver gegen die Flammen vor. Nach zwei Stunden war das
Feuer unter Mithilfe des Bootseigners gelöscht. Anschließend musste wegen
des von ihm verursachten Totalausfalls von Hydraulik und Elektrik das noch
ausgebrachte Fanggeschirr per Hand eingeholt und gesichert werden.
Anschließend nahm die "Leiss" den Kutter auf den Haken und schleppte ihn
nach Husum ab, dessen Hafen am Abend errreicht wurde. Für die Seenotretter
war der Tag damit noch nicht zu Ende. Direkt im Anschluß, gut 12 Stunden
nach dem Auslaufen zur "Lea Marie", wurden sie zur Durchführung eines
Krankentransport nach Pellworm beordert. Quelle: Tim
Schwabedissen
GPS-Satelliten-Navigation ungestört
Dienstag, 01. April 2003, 07:52 Uhr
Langen - Das amerikanische Satellitennavigationssystem GPS läuft trotz des Irak-Krieges weiterhin ungestört. Das hat die Deutsche Flugsicherung in Langen bei Frankfurt erklärt. Von Autofahrern gemeldete Störungen ihrer Navigationssysteme seien entweder Einbildung oder auf andere Umstände zurückzuführen, sagte ein Sprecher. Bei den in Autos eingesetzten Systemen spiele GPS ohnehin kaum eine Rolle, da es nur zur Absicherung benutzt werde. In engen Straßen von Großstädten aber, dazu vielleicht ein paar Kreisverkehre lassen das Navigationssystem ohne GPS schnell aussteigen. Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Totalverlust eines deutschen Frachters Freitag, 28. März 2003, 22:54 Uhr
Der Schiffsfriedhof Cornwall wurde um ein neues Opfer bereichtert. Am 23.
März lief der Duisburger Frachter "RMS Mülheim", 1846 BRZ, unweit von
Land's End auf Grund. Das Schiff war auf dem Weg von Cork, Südirland, nach
Lübeck, als es bei der Rundung des englischen Südwestzipfels in Seenot
geriet und auf die Klippen von Sennen getrieben wurde. Ein Hubschrauber
brachte die Crew in Sicherheit. Die "Mülheim" hatte 2.000 Tonnen
Plastikmüll geladen. Sie ist zumindest durch Schlepper nicht mehr zu
bergen. Beim Aufprall auf die Felsen wurde der Schiffsboden durchstoßen und
der Rumpf förmlich aufgespießt. Im Augenblick wird vor allem geprüft, wie
Ladung und Treibstoff aus dem Wrack entfernt werden können. Ob der 89 Meter
lange Frachter später zerteilt geborgen werden kann, ist derzeit noch nicht
absehbar. Zweifellos wird sie in jedem Fall noch eine Zeit das Ausflugsziel
Nr. 1 in der Grafschaft Cornwall darstellen. Die Küstenwache warnt
allerdings: An der ungesicherten Steilküste stürzte bereits ein
unangeleinter Hund 25 Meter in die Tiefe und wurde schwer verletzt.
Menschen könnte ähnliches Ugemach drohen.
Die "Mülheim" präsentiert sich mit leichter Steuerbordschlagseite und bei
Ebbe weit ausgetauchtem Achterschiff. Die Ruderanlage und Schraube sind
dann sichtbar. Das Vorschiff zeigt seewärts und befindet sich auf tieferem
Wasser.wurde 1999 in Rumänien erbaut. Sie gehört dem Rhein-, Maas- und
Seeschifffahrtskontor Duisburg. Quelle: Tim
Schwabedissen
Saddams Luxusyacht versenkt Dienstag, 25.03.03
Auf dem Fluss Shatt el Arab wurde am 25. März die Luxusyacht von Saddam
Hussein versenkt. Das ehemalige sowjetische Raketenschnellboot hatte
zusammen mit einem Patroullienboot einen Fluchtversuch unternommen.
Daraufhin starteten die englischen Fregatten "Chatham" und "Darwin" sowie
Tornado-Kampfbomber einen Angriff auf den Verband. Nach britischen
Militärangaben trieb danach nur noch das Patroullienboot schwer beschädigt
im Fluss. Die Luxusyacht sei gesunken. Quelle: Tim
Schwabedissen
Binnenschiff auf Weser gestrandet Donnerstag, 27. März 2003, 10:28 Uhr
Am Abend des 24. März lief das Binnenschiff "Maria" auf Höhe von
Bremen-Farge in der Weser auf Grund. Es hatte wegen starken Nebels mit
Sichtweiten unter 50 Metern außerhalb des Fahrwassers Anker werfen wollen.
Wasser brach in die vorderen Wohnräume ein. Die ablaufende Tide verhinderte
zunächst ein Freischleppen des Havaristen. Der Wasserschutzpolizei gelang
es mit ihrem Boot "Bremen 9", die vollgelaufenen Räume zu lenzen.
Anschließend wurde das Leck notdürftig abgedichtet. Während der folgenden
Nachtstunden sicherte die Besatzung des Bootes die Unfallstelle. Am Morgen
des 25.3. gelang es, die "Maria" mit der Flut freizuschleppen. Sie wurde in
eine Werft gebracht. Quelle: Tim
Schwabedissen
"Kashowgwe" sank wegen Überladung Dienstag, 25. März 2003, 13:50 Uhr
Völlige Überladung war die Ursache des Untergangs der kongolesischen Fähre
"Kashowgwe" am Abend des 22.3. vor Nyanza-Lac. Die dadurch hervorgerufene
Instabilität wurde nach Behördenangaben durch eine schwere Windbö
verstärkt, die dann zum Kentern des Schiffes führte. Am 24.3. setzten
burundische Marinesoldaten die Suche nach Überlebenden fort. Es bestand
jedoch kaum noch Hoffnung, mehr als die bis dahin aus dem Wasser gezogenen
41 Menschen von insgesamt rund 200 Personen an Bord zu
retten. Quelle: Tim
Schwabedissen
160 Tote bei Fähruntergang in Ostafrika Samstag, 22.03.03
Ein schweres Schiffsunglück ereignete sich in der Nacht zum 22.3. auf dem
Tanganyika-See in Ostafrika. 110 Kilometer südlich der burundischen
Hauptstadt Bujumbura sank nahe Kagunga ein Passagierschiff mit rund 200
Menschen an Bord. Nach Angaben burundischer und kongolesischer Behörden -
hierhin war die Fähre unterwegs - konnten lediglich 41 Menschen lebend
gerettet werden. Für die 160 Vermissten bestehe aller Voraussicht nach
keine Überlebenschance mehr. Quelle: Tim
Schwabedissen
23 Tote bei Untergang von Boot vor Sri Lanka
Samstag, 22. März 2003, 23:30 Uhr
Colombo - Bei einem mutmaßlichen Angriff tamilischer Rebellen auf einen chinesischen Trawler vor Sri Lanka sind vermutlich alle 23 Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen. Der Kutter sei am Donnerstag rund 16 Kilometer östlich der srilankischen Stadt Chundikulam gesunken, teilte ein Vertreter des srilankischen Verteidigungsministeriums in Colombo mit. Alle Besatzungsmitglieder seien vermutlich tot.
Sri Lanka befindet sich seit 1972 im Bürgerkrieg. Die Rebellenorganisation Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) und die Regierung in Colombo unterzeichneten im Februar vergangenen Jahres einen Waffenstillstand. Am 10. März kam es zu einem erneuten Zwischenfall, als die Armee ein Boot der LTTE wegen des Verdachts auf Waffenschmuggel versenkte. Alle elf LTTE-Mitglieder an Bord kamen ums Leben. Dem Bürgerkrieg wurden bislang mehr als 60.000 Menschen getötet. Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Chinesischer Trawler von Rebellen versenkt Donnerstag, 20.03.03
16 Kilomter östlich der srilankischen Stadt Chundikalam sank am 20.3. ein
chinesischer Trawler. Vermutlich kamen bei dem Untergang alle 23
Besatzungsmitglieder ums Leben. Das Schiff war bei einem Angriff
tamilischer Rebellen leck geschlagen. Zuletzt war am 10.3. ein mit Waffen
beladenes Schiff der Rebellenorganisation Tamil Eelam in dem Seegebiet
versenkt worden, wobei ebenfalls die gesamte Crew von 11 Mann
starb. Quelle: Tim
Schwabedissen
Fremde Luxusyacht verhökert
Mittwoch, 19. März 2003, 17:38 Uhr
Weil er eine Motoryacht unterschlagen hat, musste sich gestern ein 62 Jahre alter, finanziell gestrandeter Geschäftsmann vor dem Amtsgericht Nürnberg verantworten.
Hobbykapitän Olaf B. (Name geändert) lebte einst in Saus und Braus. 1993 kaufte er sich für 40 000 Mark eine schneeweise Yacht namens „Yvonne“. Die Hälfte des Geldes zahlte er dem Verkäufer an, den Rest wollte er ratenweise abstottern. Doch dann stellte er fest, dass das Schiff ein Leck hatte und viel weniger wert war. Wissend, dass „Yvonne“ noch im Eigentum des Verkäufers stand, gab er die Yacht einem anderen Händler in Zahlung – und erwarb dafür ein noch größeres und schöneres Schiff: ein 70 000 Mark teures Luxusboot.
Noch im selben Jahr musste Olaf B. die eidesstattliche Versicherung abgeben. Dabei vergaß er prompt die weiße Yacht, die in Kroatien vor Anker lag. Seinerzeit wurde er wegen Unterschlagung und falscher Versicherung an Eides statt angeklagt. Zum Prozess kam es jedoch erst gestern – fast zehn Jahre nach den Straftaten und damit kurz vor ihrer Verjährung. Der Grund: Der Angeklagte war mehrere Jahre im Ausland untergetaucht. Bei seiner Rückkehr stellte er sich der Justiz – um reinen Tisch zu machen, wie Richter Alfred Huber gestern deutete.
Auch wenn auf die illustre Lebensgeschichte des 62-Jährigen vor Gericht nicht weiter eingegangen wurde, steht fest, dass der Hobbykapitän, der einst das Mittelmeer durchkreuzte, tief gefallen ist. Als Kraftfahrer will er demnächst arbeiten, um seine Schuldenlast abzutragen. Erst vor sechs Wochen war Olaf B. wegen Steuerhinterziehung zu einer Bewährungsstrafe und zur Schadenswiedergutmachung verurteilt worden. Bei Richter Huber kam er mit einer Geldstrafe davon: 180 Tagessätze zu je 20 Euro muss B. nun an die Staatskasse zahlen. Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Zwei Tanker im Karlsruher Ölhafen zusammengestoßen
Mittwoch, 19. März 2003, 17:30 Uhr
Karlsruhe - Zwei mit Heizöl beladene Tankschiffe sind im Karlsruher Ölhafen kollidiert. Wie die Wasserschutzpolizei mitteilte, trat kein Öl aus. Verletzt wurde niemand. Unfallursache war Unachtsamkeit des Kapitäns des holländischen Tankmotorschiffs beim Ablegemanöver. Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Betrunkener Kapitän rammte Anleger Montag, 17. März 2003, 11:50 Uhr
Auf dem Oder-Havel-Kanal kollidierte am 14.3. das Fahrgastschiff "Oderland"
während einer Brückenpassage einen Anleger im brandenburgischen
Hohensaaten. Es entstand erheblicher Sachschaden, jedoch wurde kein
Passagier verletzt. Grund der Kollision war Trunkenheit des Kapitäns: Bei
der Entnahme einer Blutprobe wurden 2,21 Promille Alkohol nachgewiesen. Der
Mann muss sich nun wegen Gefährdung des Schiffsverkehrs
verantworten. Quelle: Tim
Schwabedissen
"Nedlloyd Capri" weiter vor Kalymnos auf Grund Montag, 17. März 2003, 11:52 Uhr
Rund eine Woche nach der Strandung des 125,5 Meter langen Containerschiffes
"P&O Nedlloyd Capri" vor der Felsenküste von Kalymnos in Griechenland wurde
jetzt ein Bergungskontrakt nach German Form - ähnlich Lloyds Open Form -
unterzeichnet. Niederländische und griechische Berger sollen dem auf dem
Weg von Istanbul nach Damietta auf Grund gelaufenen Frachter wieder Wasser
unter dem Kiel verschaffen. Bei der Havarie der "P&O Nedlloyd Capri" war
der Rumpf leck geschlagen, die 15köpfige Besatzung aber unversehrt
geblieben. Aus aufgerissenen Tanks liefen seither kleinere Ölmengen aus,
die derzeit vor Ort bekämpft werden. Am 7.3. machte sich ein Team von
sieben Bergungs- und einem Umweltexperten von Rotterdam aus auf den Weg zur
Unglücksstelle. Sie führen ein spezielles Tauchsystem mit sich, das die
Arbeit in gefluteten und kontaminierten Räumen erleichtert. Vor Ort
befindet sich bereits der griechische Schlepper "Matsas
Star". Quelle: Tim
Schwabedissen
»Alte Liebe« ausgebrannt
Montag, 17. März 2003, 06:54 Uhr
Köln - Beim Brand eines Ausflugsdampfers bei Köln sind am Sonntag mehrere 100 000 Euro Schaden entstanden. Wie die Polizei mitteilte, brach der Brand auf der »Alten Liebe« am Nachmittag aus noch ungeklärter Ursache aus. Da die Aufbauten des beliebten Ausflugsziels auf dem Rhein, das bei Rodenkirchen verankert liegt, aus Holz waren, sei das Schiff völlig abgebrannt. Verletzt wurde niemand. Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
"Nixe" wollte versinken Freitag, 14. März 2003, 17:18 Uhr
Ein ehemaliges Minensuchboot der Bundesmarine, die "Nixe", drohte am 10.
März im Hamburger Hafen zu sinken. Als die Feuerwehr bemerkte, dass es leck
geschlagen war, befand sich bereits eine erhebliche Menge Wasser im Rumpf
des am Billbrook vertäuten Schiffes. Sie ist seit 1974 indes auch Eignerin
des Holzbootes, das ihr seither als Übungs- und Ausbildungsschiff dient. So
setzte sie auch sogleich ihre eigenen Lenzpumpen an und bewahrte den
Oldtimer vor dem Untergang. Ursache der Leckage ist entweder ein
Frostschaden oder eine Beschädigung des Rumpfes durch dessen Aufsetzen auf
dem Grund bei starkem Niedrigwasser. Quelle: Tim
Schwabedissen
US-Soldaten retten irakische Fischer aus Seenot
Freitag, 14. März 2003, 08:57 Uhr
An Bord der «USS Kitty Hawk» (AP) US-Soldaten im Persischen Golf haben am Donnerstag acht irakische Fischer aus Seenot gerettet. Wie die amerikanische Marine berichtete, reagierten die Soldaten der «USS Gary» damit auf einen Hilferuf der Fischer, deren Boot gekentert sei. Die Geretteten seien bei guter Gesundheit. Ihr Boot habe sich in internationalem Gewässer befunden. Die Fischer seien durchsucht und an Bord genommen worden, hieß es weiter. Über eine Rückführung nach Irak wird derzeit verhandelt. Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Orkanbö versenkt Super-Luxusyacht auf Mallorca
Donnerstag, 13. März 2003, 19:53 Uhr
Orkanartige Winde - sprichwörtlich aus dem Nichts kommend - haben auf Mallorca eine 2 500 000 Euro teure britische Luxusyacht versenkt.
Die an zahlungskräftige Kunden vercharterte Yacht wurde durch die Boen losgerissen und auf das Ufer getrieben, wo sie vor den Augen der
herbeigerufenen Helfer strandete. Quelle: Ernst Schliemann
Chemietanker steckt in Kanalböschung fest Montag, 10. März 2003, 12:23 Uhr
Am 7.3 lief ein 14.377 BRZ großer, liberianischer Chemikalien-Tanker gegen
2.30 auf Höhe von Fischerhütte im Nord-Ostsee-Kanal in die Böschung. Ein
technischer Ausfall ließ das von Holland nach Rostock bestimmte
Gefahrgut-Schiff vom Kurs abkommen und auf Grund laufen. Da es sich aus
eigener Kraft nicht zu befreien vermochte, wurde ein Schlepper angefordert.
Eineinhalb Stunden nach der Strandung traf er am Havaristen ein, weitere 30
Minuten später war der Tanker wieder frei. Das mit 10.900 Tonnen Ammoniak
beladene Schiff konnte seine Fahrt bis Kiel fortsetzen. Hier soll es von
der Schiffssicherheitsbehörde begutachtet werden. Quelle: Tim
Schwabedissen
Handelsschiffe 10 Tage nach Kollision vor Singapur getrennt Sonntag,
09.03.03
Zur Mittagszeit des 9.3. gelang es zwei Schleppern endlich, die ineinander
verkeilten Handelsschiffe "Gas Roman" und "Springbok", die nach einer
Kollision 10 Tage lang östlich von Pulau Binting vor Singapur gelegen
hatten, voneinander zu trennen. Am 27.2. hatte kurz nach Mitternacht der
panamaische Gastanker "Gas Roman", 55.000 tdw, den Frachter "Springbok" 16
Seemeilen nordöstlich von Horsbough Leuchtfeuer gerammt. Der 230 Meter
lange und knapp 37 Meter breite Tanker blieb knapp vor den Aufbauten in der
Backbordseite des Kollisionsgegners stecken. Ineinander verkeilt trieben
die Havaristen seither in der Südchinesischen See, während mehrere
Schlepper versuchten, sie den Schifffahrtsrouten fern zu halten. Der 1990
erbaute Flüssiggastanker hat 44.000 Tonnen Ladung an Bord. Die 24 Jahre
alte, unter Singapur-Flagge laufende "Springbok" ist 144 Meter lang, 20,4
Meter breit und verdrängt 15.000 Tonnen. Sie hat eine Ladung von rund 3.200
Tonnen Holz an Bord. Bergungsteams löschten die Holzladung der "Springbok",
um die Leckage mittels aufgeschweißter Stahlplatten abdichten zu können.
Gleichzeitig wurde der Havarist gelenzt. Das ruhige Wetter begünstigte die
Bergungsaktion. Beide Schiffe befanden sich nach der Trennung in einem
sicheren Schwimmzustand. Die "Gas Roman" wurde an ihre Eigner
übergeben. Quelle: Tim
Schwabedissen
"Sierksdorf" endet auf dem Schrott Montag, 10.03.03
Ende der Laufbahn für den Frachter "Sierksdorf": Das Schiff, das wie
berichtet am 2.12.2002 im dänischen Aalborg nach einer Laderaumexplosion
sank, wird nun verschrottet. Ein Schlepper verholte das Wrack jetzt zu
einem Abwracker in Esbjerg. Eine Reparatur des 20 Jahre alten Schiffes war
der Reederei Meerpahl & Meyer nicht lohnenswert erschienen. Statt dessen
erwarb sie mittlerweile ein etwas größeres Ersatzschiff. Die Ursache des
Explosionsunglücks, bei dem drei polnische Seeleute verletzt worden waren,
ist weiterhin ungeklärt. Quelle: Tim
Schwabedissen
Schilfboot kentert beim Stapellauf
Sonntag, 09. März 2003, 11:43 Uhr
Santiago - Die geplante Ozeanüberquerung auf einem einfachen Schilfboot ist bis auf weiteres verschoben worden. Der Dreimaster sei beim Zu-Wasser-Lassen umgekippt, erläuterte der Kapitän des abenteuerlichen Unterfangens, Phil Buck, in Santiago de Chile. Dabei seien wichtige Ausrüstungsteile wie Fotoapparate und Videokameras verloren gegangen. Die Expeditionstour könne erst starten, wenn Ersatz besorgt sei.
Der 39-Jährige US-Bürger will auf dem wackeligen Schilfboot in rund sechs Monaten die 10.000 Seemeilen (18.000 Kilometer) zwischen dem chilenischen Hafen Viña del Mar und Australien zurücklegen. Der Biologe will damit zeigen, dass die Seefahrer der Tiwanaku-Zivilisation vor mehr als 2000 Jahren von Südamerika aus die australische Küste erreicht haben.
Die Tiwanaku waren fünf Jahrhunderte vor Christi die dominierende Zivilisation in Südamerika, bevor sie von den Inkas verdrängt wurden. An Bord des 18 Meter langen Expeditionsschiffes werden auch der Deutsche Felix Fischer sowie ein Franzose, ein weiterer US-Bürger und mehrere Chilenen und Bolivianer mitfahren. Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Förmlich geplättet wurde am Morgen des 8.3. das frisch überholte
Fahrgastschiff "Spiekeroog II". Es befand sich auf dem Weg von der
Diedrich-Schiffswerft in Oldersum zurück nach Spiekeroog, als der Kapitän
im Sperrwerk Gandersum ein falsches Tor erwischte. In der nur für
Binnenschiffe vorgesehenen Öffnung wurde alles, was höher als das mit vier
Personen besetzte Brückenhaus aufragte, abrasiert. Die Unglücksursache ist
wohl in der geringen Sichtweite von unter 50 Metern zu vermuten, die den
Kapitän Kurs aufs falsche Tor nehmen ließ. Weil die Ems einen sehr
niedrigen Wasserstand hatte, ging die Kollision insgesamt glipflich ab. Nun
muss die "Spierkoog II" wieder dorthin zurück, wo sie herkam: "Das, was zu
hoch war, muss neu", erklärte der Geschäftsführer der Reederei. Bereits im
vergangenen Jahr kollidierten mehrfach Schiffe mit dem Sperrwerk, ohne dass
es zu größeren Schäden kam. Die Schadenshöhe an dessen Brückenaufbau ist
noch nicht festgestellt. Quelle: Tim
Schwabedissen
Kühlschiff rammte gleich zwei Kaianlagen in Hamburg Dienstag,
04.03.03
Gleich zweimal kollidierte das niederländische Kühlschiff "Falcon Bay" am
4.3. mit Kaianlagen im Hamburger Hafen. Gegen 1.20 in der Nacht geriet der
150 Meter lange und 22,5 Meter breite, mit Südfrüchten aus Guayaquil
beladene Frachter auf Höhe des ehemaligen England-Terminals im Nebel auf
die falsche Fahrwasserseite der Norderelbe und stieß frontal gegen den
Edgar-Engelhard-Kai.
Der Hafenlotse fuhr ein voll-zurück-Manöver - mit
fatalen Folgen, denn nun driftete das Kühlschiff unaufhaltsam auf die
gegenüber liegende Kaimauer des Köhlbrandhöftes zu. Der Aufprall verbog 14
Metallspanten im Maschinenraum, 10 Meter des Oberdeck wurden im
Achterschiffsbereich eingedrückt.
Die 18köpfige, philippinische Besatzung
kam mit dem Schrecken davon. Demoliert wurden auch 40 Meter Kaimauer, davon
mehr als acht Meter komplett zerstört. Der Schaden wurde auf eine Million
Euro beziffert. Nach bisherigen Ermittlungen der Wasserschutzpolizei ließ
der Lotse kurz vor der ersten Kollision den Kurs nach Backbord korrigieren.
Möglicher Weise hatte er die Situation falsch eingeschätzt und ein falsches
Fahrmanöver eingeleitet.
Von Kollegen wurde der erfahrene Lotse hingegen in
Schutz genommen, ein solches Unglück in dichtem Nebel könne viele Ursachen
haben. Die
"Falcon Bay" wurde derweil in Hamburg festgelegt. Taucher untersuchten den
Unterwasserbereich des Schiffes. Quelle: Tim
Schwabedissen
Mindestens 80 Tote bei Schiffsunglück in Nigeria
Montag, 03. März 2003, 20:23 Uhr
Bei einem Schiffsunglück im Norden Nigerias sind vermutlich mehr als 80 Menschen ums Leben gekommen. Bisher seien neun Leichen und fünf Überlebende aus dem Niger geborgen worden, sagte ein Sprecher des nigerianischen Staates Kebbi. Überlebende hätten berichtet, dass sich zum Zeitpunkt des Untergangs in der Nähe der Ortschaft Besse etwa 100 Menschen an Bord des Schiffs befunden hätten. Das Boot war am Samstag auf einen Felsen aufgelaufen und gekentert. Um herauszufinden, wie viele Menschen dabei starben, müssten nun sämtliche Haushalte der Ortschaft befragt und gezählt werden, sagte der Sprecher.
Augenzeugen berichteten im örtlichen Rundfunk, das Schiff habe zu viele Fahrgäste und Waren transportiert und sei überladen gewesen. Der Gouverneur des Staates, Mohammed Adamu Aliero, reiste zum Unglücksort rund 400 Kilometer nordwestlich der nigerianischen Hauptstadt Abuja und ordnete an, dass an dem Fels ein Warnschild angebracht werden soll. Der Niger ist der größte Fluss in Westafrika - er entspringt in Guinea und fließt auf einer Länge von rund 4200 Kilometern durch Mali, Niger und Nigeria zum Golf von Guinea. Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS