SOS-Seenotfälle, Archiv
Kümo drohte mit betrunkener Besatzung in der Elbe zu sinken
Samstag,
31.05.03
In der Nacht zum 31. Mai kollidierte auf der Außenelbe das Kümo "Lindholm",
370 BRT, auf dem Weg nach Rendsburg in der Elbmündung mit einer
Fahrwassertonne bei Scharhörn. Als die Wasserschutzpolizei den Havaristen
enterte, stellte sie nicht nur fest, dass die Besatzung betrunken war,
sondern auch, dass sich unter den sieben Männern kein Patentinhaber befand.
Lediglich der Eigner verfügte über einen Sportbootführerschein. Das 50
Jahre alte Schiff führte falsche Flaggen und Lichter und war der Cuxhavener
Revierzentrale bereits durch unsichere Fahrweise in dem stark befahrenen
Verkehrstrennungsgebiet aufgefallen. Unter Lotsenberatung sollte der 52
Meter lange Frachter nach Cuxhaven geführt werden, als er auf einmal starke
Backbordschlagseite entwickelte. In den Laderaum dran Wasser ein. Der
Seenotrettungskreuzer "Hermann Helms" wurde alarmiert und bewahrte mit
seiner Lenzpumpe den Havaristen vor dem Untergang. Am Cuxhavener
Lübbertkai wurden zwei weitere Pumpen der Feuerwehr eingebracht, so dass
die "Lindholm" endgültig gesichert werden konnte. Der Eigner, ein
Rendsburger Bootsbauer, hatte die "Lindholm" erst vor zwei Tagen in
Dänemark erworben und wollte sie für einen Karibiktörn
umbauen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Yacht kenterte auf Weser
Samstag, 31.05.03
In den Mittagsstunden des 31.Mai kenterte auf der Weser in Höhe des Bremer
Weserstadions ein Segelboot und trieb kieloben in die Fahrrinne des Flusses
hinein. Eiheiten der Wasserschutzpolizei und der DLRG liefen zu dem
kieloben treibenden Boot und schleppte es in einen nahegelegenen
Yachthafen. Der Skipper rettete sich schwimmend ans Ufer und wurde dort von
einer Funkstreife erstversorgt.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Frachter rammte Hamburger Kaianlage
Freitag, 30.05.03
Am Nachmittag des 30. Mai wurde die Bergungsoperation am Wrack der
gestrandeten "Mülheim" offiziell für beendet und das Schiff als aufgegeben
erkärt. Die Berger begannen den Einsatzort aufzklaren, wofür weitere zwei
Tage veranschlagt werden. Alles, was ohne Gefährgung von Menschenleben an
umweltbelastenden Stoffen aus dem Wrack geborgen werden konnte, sei in den
vergangenen acht Wochen entfernt wprden, sagte ein Sprecher des Secretary
of State'S Representative for Maritime Salvage and Intervention, SOSREP,
und würdigte den Einsatz von Wijsmuller Salvage. Am 26. Mai seinen an der
Steuerbordseite einige Stahlplatten vom Rumpf abgebrochen, so dass eine
Restmegne von bis zu 15 Tonnen der ursprünglich 2.200 Tonnen
Plastikschrottladung nicht mehr habe geborgen werden können. Die Wasser-
und Strandreinigung werde so lange wie nötig fortgesetzt. Das Schiff weise
nun mehrere Brüche im Rumpf auf, die sich auch bei ruhigen
Wetterbedingungen kontinuierlich verstärkten. Es sei sehr unstabil, weise
Schäden auf sämtlichen Decks auf und könne jederzeit endgültig zerbrechen.
Ein Betreten des Wracks wurde untersagt.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Motorbootkollision auf Ostsee
Donnerstag, 29.05.03
Am 29. Mai kollidierten vor Grömitz in der Ostsee zwei Motorboote. Ein vor
Anker liegendes kleineres Boot wurde von einem größeren mit hoher
Geschwindigkeit überlaufen. Seine zwei Mann Besatzung wurden verletzt und
mussten mit einem Hubschrauber abgeborgen werden. Der Kollisionsgegener
beging Unfallflucht. Das größere Boot wurde später im Yachthafen des
Ostseebades Grömitz verlassen aufgefunden.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Suche nach Kollisionsgegner der "Volksfürsorge I" geht
weiter
Donnerstag, 29.05.03
Am 29. Mai ging die Hamburger Yacht "Volksfürsorge 1" in Plymouth zur
Schadensbegutachtung ins Dock. Wie berichtet, war das Boot in der Nacht zum
27. Mai 38 Seemeilen südöstlich der Hafenstadt gerammt worden und nur knapp
dem Untergang entgangen. Kurz nach 3 Uhr hatte der Wachführer den Frachter
entdeckt, der von achtern auf das 18,28 Meter lange Boot zuhielt. Da er
annahm, dass der Aufkommer überholen wollte und die Yacht unter vollen
Segeln Kurs halten musste, kam es zur Annäherung der zwei Schiffe. Erst im
letzten Augenblick drehte der 46jährige ab und steuerte die "Volksfürsorge
1" seitlich aus dem Frachterkurs. Dennoch kam es zur Kollision, die ein
zwei Meter großes Loch ins Heck riss und zu Wassereinbruch führte. Der 27
Meter hohe Mast brach an zwei Stellen. Skipper Reinecke, 30, wurde durch
den Aufprall aus der Koje geworfen und kroch an Deck. Es gelang der Crew,
ein Schott zum Achterschiff zu schließen und so den drohenden Untergang
abzuwenden. Dann kappte sie den Mast und begann das eingedrungene Wasser zu
lenzen. Das Notrufsignal "Pan Pan" wurde von der nahe stehenden Fähre "Duce
of Normandy" aufgenommen, die die Küstenwache in Plymouth alarmierte. Ein
Helikopter stieg auf, dann nahm ein Rettungskreuzer den Havaristen auf den
Haken. Der Kollisionsgegner soll rund 50000 Tonnen groß und 200 Meter lang
gewesen sein. Er fuhr nach dem Unfall weiter. Warum die mit Radarreflektor
ausgerüstete Yacht übersehen wurde, ist rätselhaft. Hätte der Frachter sie
überrannt, hätte höchstens die dreiköpfige Deckswache mit Schwimmwesten
eine Überlebenschance im zehn Grad kalten Wasser gehabt. Mit Hilfe der
Küstenwache soll die Suche nach dem Frachter, dessen Brücke vielleicht
unbesetzt war, fortgesetzt werden.
Zwei Tage nach der Kollision hat der Hamburger Hans Oestmann auf den
Bermudas die Ersatzyacht "Noah" für die am 14. Juni beginnende North
Atlantic Challenge gechartert. Sie wird dann auf den Namen "Volksfürsorge
II" umgetauft sein und mit derselben Crew wie das havarierte Vorgängerboot
bemannt.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Frachter rammte Hamburger Kaianlage
Montag, 26.05.03
Am Nachmittag des 26. Mai kollidierte ein in den Hamburger Hafen
einlaufender Frachter mit der Kaianlage Brügger Ufer im Finkenwerder
Vorhafen. Das 235 Meter lange und 32 Meter breite Schiff wollte mit
Schlepperhilfe von See kommend in den Dradenauhafen einlaufen, als es gegen
die Kaianlage prallte. Dabei wurde die Kaje auf einer Länge von rund sechs
Metern beschädigt.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Kat-Fähre in der Ägäis in Seenot
Samstag, 31. Mai 2003, 21:59 Uhr
Athen - Entgegen anders lautenden Berochten ist die Fähre bei Satorin nicht auf ein Riff aufgelaufen, sondern mit einem unbekannten Gegenstand kollidiert: Hier der weitere Bericht:
In Griechenland ist am Donnerstagabend ein Katamaran-Schiff mit 167 Passagieren und elf Besatzungsmitgliedern in Seenot geraten. Die Menschen kamen mit dem Schrecken davon, so die griechische Küstenwache am Freitag.
Südlich der Kykladeninsel Santorin hatte die Besatzung der "Jet 1" ein Leck im Bug entdeckt. Kreuzfahrtschiffe und Fähren nahmen die meisten Passagiere auf. Unter den Passagieren befanden sich zahlreiche Touristen aus verschiedenen europäischen Staaten. Das Umsteigen dauerte bis um 6 Uhr am Freitagmorgen.
Das Schiff, das von Santorin nach Kreta ausgelaufen war, kehrte aus eigener Kraft und begleitet von einem Schlepper und einer Fregatte der Kriegsmarine zurück nach Santorin.
"Wir hatten zunächst Angst. Dann aber sahen wir die anderen Schiffe. Das Personal hat Ruhe bewahrt. Ende gut, alles gut", sagte ein Passagiere nach seiner Ankunft in Piräus am Freitagnachmittag.
"Für das Katamaran-Schiff bestand zu keinem Zeitpunkt die Gefahr, dass es untergeht", betonte der griechische Minister für Handelsschifffahrt, Giorgos Anomeritis.
Über die Ursachen des Lecks gab es keine offiziellen Angaben. Offiziere der Küstenwache vermuteten, dass die mit 40 Seemeilen Geschwindigkeit fahrende "Jet 1" gegen einen schwimmenden Gegenstand gefahren war.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Chinesischer Frachter vor Bornholm gesunken
Samstag, 31. Mai 2003, 19:14 Uhr
Kopenhagen - Vor Bornholm haben Bergungsmannschaften 27 Seeleute aus China von ihrem sinkenden Frachtschiff geborgen. Das Schiff war vor der Nordspitze der Insel bei ruhiger See mit einem Containerschiff aus Zypern zusammengestoßen. Die Kopenhagener Behörden setzten Spezialeinheiten zur Ölbekämpfung auf See in Bewegung. In ersten Berichten hieß es, ein Tanker sei gesunken. Ein Sprecher sagte inzwischen, bei dem Zusammenstoß sei kein Kraftstoff ausgelaufen.
Nach Angaben der dänischen Marine stieß die «Fu Shan Hai» mit dem in Zypern registrierten polnischen Containerschiff «Gdynia» zusammen. Der chinesische Frachter hatte 66.000 Tonnen Kunstdünger geladen. Über den Inhalt der Container der «Gdynia» verlautete nichts.
Drei Umweltschutzschiffe aus Dänemark und Schweden wurden zu der Unglücksstelle entsandt. Sie sollen eine bräunliche Substanz untersuchen, die offenbar von dem gesunkenen chinesischen Frachter stammt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Fähre vor griechischer Insel Santorin gestrandet
Freitag, 30. Mai 2003, 06:39 Uhr
Athen - Vor der griechischen Ägäis-Insel Santorin ist am Donnerstag eine Fähre mit 171 Personen an Bord auf Grund gelaufen. Das Schiff war auf dem Weg nach Kreta, als Wasser eindrang, wie die Behörden mitteilten. Handelsmarineminister Georgios Anomeritis kündigte die Evakuierung der 163 Passagiere und acht Besatzungsmitglieder an. Zwei Hubschrauber und ein Militärflugzeug waren an der Rettungsaktion beteiligt. Griechenland hat seine Sicherheitsstandards überarbeitet, nachdem im September 2000 beim Untergang der Fähre «Express Samina» vor der Insel Paros 80 Menschen ums Leben gekommen waren.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Havarie: Frachter blockierte Fahrrinne
Donnerstag, 29. Mai 2003, 08:10 Uhr
Rüdesheim / Bingen - Nach einem Schiffsunfall auf dem Rhein zwischen RüŸdesheim und Bingen am Dienstagabend musste die Schifffahrt bis Mittwochvormittag gesperrt werden. Während der Nacht, in der sich an der Rüdesheimer Aue ein weiterer Schiffsunfall ereignete, mussten Ÿber 70 Schiffe vor der Havarie-Stelle liegenbleiben und konnten erst am nächsten Tag ihre Fahrt fortsetzen.
Wie das Wasser- und Schifffahrtsamt Bingen meldete, war Unfallursache ein zu stark beladener Frachter, der mit Kies rheinabwärts unterwegs war. Im Kemptener Fahrwasser, der linksrheinischen Fahrrinne zwischen Bingen und Rüdesheim, fuhr sich der Frachter mitten im Fahrwasser fest und versperrte die Fahrrinne. Erst am späten Abend gelang es, 350 Tonnen Kies umzubaggern und das Schiff wieder flottzumachen. Beim Festfahren des Frachters sind allerdings auf der Flusssohle Untiefen entstanden. Das Wasser- und Schifffahrtsamt konnte deshalb die Schifffahrt erst nach mehreren Peilungen zum Teil wieder freigeben. Bagger werden vermutlich noch bis Freitag Sand aus der Fahrrinne holen müssen.
Ein weiterer Unfall ereignete sich dann noch in der Nacht, als ein Containerschiff mit dem Bug auf einen Felsen der Rüdesheimer Aue auffuhr und wieder freigeschleppt werden musste.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Frachter überläuft Transatlantik-Yacht
Mittwoch, 28. Mai 2003, 16:28 Uhr
Hamburg - Knapp drei Wochen vor dem Beginn der DaimlerChrysler North Atlantic Challenge von Newport nach Hamburg ist eines der gemeldeten deutschen Schiffe knapp dem Untergang entronnen.
Die «Volksfürsorge 1» (18,28m LÜA) wurde während ihrer Fahrt nach Amerika im Englischen Kanal in der Nacht von einem unbekannten Frachter gerammt und dabei schwer beschädigt.
Zwar überstand die Crew der «Volksfürsorge 1» das Schreckensszenario unverletzt, muss aber die Teilnahme ihrer Yacht an der Atlantik-Rallye mit mehrfach gebrochenem Mast und aufgerissenem Heck absagen. Charterer Hans Oestmann aus Hamburg hat nach einer Anfrage bei den Organisatoren der Regatta inzwischen neue Angebote zur Charter verschiedener Yachten vorliegen. Starten will das Team in jedem Fall.
Der Startschuss zur DaimlerChrysler North Atlantic Challenge fällt für den Großteil der insgesamt 62 Yachten am 14. Juni vor Newport. Die größten fünf Yachten nehmen das Rennen erst am 21. Juni auf. Mit dieser nicht unumstrittenen Maßnahme wollen die Veranstalter den Geschwindigkeitsvorteil der großen Yachten ausgleichen, um die Zielankunft der Boote in Hamburg kompakter zu gestalten.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
23 Tote bei Fährkollision vor Philippinen
Montag, 26. Mai 2003, 13:02 Uhr
Am 24. Mai kollidierten in der Bucht von Malina die beiden Fähren
"Superferry 12" und "San Nicolas". Die kleinere "San Nicolas" wurde dabei
so schwer beschädigt, dass sie sank. Von 226 Menschen an Bord konnten
lediglich 203 gerettet werden. Die 1700 Personen auf der "Superferry 12"
blieben unversehrt. Zur Unglücksursache hieß es von Sprechern beider
Reedereien, ihre Schiffe seien auf richtigem Kurs gewesen. Die
philippinische Küstenwache vermutete, sie hätten sich nicht genügend Raum
zum Manövrieren gegeben.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Frachter landeten in Kanalböschung
Samstag, 24.05.03
Gleich zweimal kamen am 24. Mai Handelsschiffe im Nord-Ostsee-Kanal vom
Kurs ab und rammten u.a. bei Kudensee in die Kanalböschung. In beiden
Fällen gelang es den betroffenen Frachtern, aus eigener Kraft wieder
freizukommen und ihre Fahrt fortzusetzen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Sechs Personen von Motorkreuzer gerettet
Montag, 26. Mai 2003, 13:00 Uhr
Im Lower Lough Erne, Nordirland, kam am 24. Mai ein Motorkreuzer in
Schwierigkeiten. Das Boot lief am Nachmittag auf Grund. Nach der harten
Strandung verschlechterte sich das Wetter, so dass die sechsköpfige
Besatzung Notrufe aussandte. Dem Polizeiboot "Lady Grey" gelang es wegen
des starken Windes und der groben See nicht, die Besatzung zu evakuieren.
Daraufhin ging das Rettungsboot von Enniskillen zu Wasser und barg die
jeweils drei Männer und drei Frauen unversehrt ab. Anschließend setzte sie
die Geretteten auf die "Lady Grey" über, die sie an Land
brachte.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Explosion auf Kreuzfahrtschiff
Montag, 26. Mai 2003, 06:48 Uhr
Bei einer Explosion und einem anschließenden Brand im Maschinenraum eines norwegischen Kreuzfahrtschiffes sind am Sonntag vier Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen. 17 weitere Besatzungsmitglieder wurden verletzt, vier von ihnen schwer, wie die die amerikanische Küstenwache mitteilte. Das Schiff war um 5 Uhr morgens in den Hafen von Miami eingelaufen, zwei Stunden später habe sich die Explosion ereignet. Als mögliche Ursache gilt ein Leck in einem Dampfbehälter. Keiner der 3.400 Passagiere wurde verletzt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Betrunkener Kapitän auf der Elbe
Freitag, 23. Mai 2003, 19:47 Uhr
Mit 2,9 Promille ist der Kapitän der "Danica Hav" (BRZ 1522) von der Wasserschutzpolizei auf der Elbe erwischt worden. Der 50jährige Vladimir R. war aufgefallen, als sein Schiff trotz mehrfacher Aufforderung nicht auf der richtigen Fahrwasserseite fuhr. Die Beamten verfolgten das aus England kommende Schiff und gingen an Bord. Ein Lotse steuerte das Schiff sicher nach Cuxhaven. Dort muss es bleiben, bis der Kapitän wieder nüchtern ist.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Containerfrachter vor England gestrandet
Freitag, 23. Mai 2003, 09:50 Uhr
In den frühen Morgenstunden des 22. Mai lief das Containerschiff "Hanjin
Ottawa" auf dem Weg von Rotterdam ins englische Felixstowe 25 Meilen
südöstlich des Zielhafens auf der Galloper Bank auf Grund. Bei der
Strandung schlug der Frachter leck, konnte das eingedrungene Wasser jedoch
mit bordeigenen Mitteln kontrollieren.
Die 24köpfige Crew blieb unverletzt.
Die "Hanjin Ottawa" war zum unglückszeitpunkt mit 2.899 Containern beladen.
Später gelang es, das Schiff ohne Schlepperhilfe freizubekommen. Der
Kapitän informierte die Harwicher Hafenbehörden und erhielt Order, 11
Seemeilen östlich Felixstowes zur Untersuchung der entstandenen Schäden vor
Anker zu gehen. Hierzu sollen Taucher unter den Rumpf gehen. Die
Küstenwache überwacht den Havaristen. Es wird indes nicht erwartet, dass
von ihm eine Gefährdung für Schifffahrt oder Umwelt ausgeht.
Für ein anderes Schiff unter "Hanjin"-Flagge gibt es entgegen der
bisherigen Meldungen vielleicht doch noch eine Zukunft. Die im vergangenen
Jahr ausgebrannte "Hanjin Pennsylvania", die vor einigen Wochen an
Abbrecher in Singapur verkauft hatte, wurde jetzt an einen anderen
Interessenten weiter veräußert. Die neuen Eigner erwägen, das zum
Totalverlust erklärte Schiff zu reparieren. Für eine endgültige
Entscheidung muss es aber zunächst vollständig gereinigt und von Trümmern
befreit werden. Diese Maßnahme ist bereits mit einem hohen Kostenaufwand
verbunden.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Flutwelle ließ auch größere Schiffe sinken
Donnerstag, 22.05.03
Die bis zu zwei Meter hohen Flutwellen, die als Folge des Erdbebens in
Algerien mehrere spanische Häfen verwüsteten, haben auch größere Schiffe in
Bedrängnis gebracht. So sanken neben einigen Dutzend Yachten und
Motorbooten auch ein Schlepper sowie ein Fischkutter. Die vorläufige Bilanz
in den betroffenen Häfen lautet, dass 28 Boote kenterten und sanken, davon
18 auf Menorca, sieben auf Mallorca und drei auf Ibiza. An 63 weiteren
Schiffen entstanden Schäden.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Algerien-Erdbeben: Schäden in Marinas in Mallorca
Donnerstag, 22. Mai 2003, 17:40 Uhr
Palma de Mallorca - Die Ausläufer des schweren Erdbebens in Algerien haben auf Mallorca viele Bewohner und ausländische Touristen in Angst und Schrecken versetzt. Das algerische Beben löste im Meer bis zu zwei Meter hohe Wellen aus. Hafenanlagen und über 100 Boote und Yachten wurden beschädigt.
In den verschiedenen Marinas gingen etwa 30 Boote unter. Die Erscheinung wird mit dem japanischen Fachbegriff Tsunami bezeichnet. Es waren dies die größten Tsunamis, die auf Mallorca jemals registriert worden sind.
In einem Abstand von jeweils zwölf Minuten sei der Meeresspiegel stark angestiegen und dann wieder zurückgegangen. Boote wurden gegen die Kaimauern geworfen. Das Meer riss Yachten, Strandliegen und vereinzelt sogar Autos mit. In der Urlauberhochburg S'Arenal zog sich nach Angaben der Zeitung «Diario de Mallorca» das Meer so rasch zurück, dass Fische auf dem Sand liegen blieben.
Die größten Schäden erlitten die Häfen von Porto Cristo und Cala d'Or an der Ostküste Mallorcas sowie die Hafenanlagen auf der Nachbarinsel Menorca.
Im Hafen von Cala d'Or gingen einige Yachten auf Drift, nachdem ihre Klampen abgerissen waren. Im Hafen von Porto Colom musste die Feuerwehr aufgrund von Überschwemmungen anrücken.
Glimpflich ging die Sache für die Charterfirma Moorings in Palma de Mallorca aus. Der große Schwimmsteg hatte sich komplett losgerissen. Zusammen mit 40 Yachten ist er einige Meter auf die Reise gegangen. Zu Schaden kam jedoch kein Schiff der Firma.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Schiff sucht Anker
Mittwoch, 21.05.03
Eine aufwändige Such- und Bergungsaktion zog die Havarie des
Containerfrachters "Alianca Europe" vor Cuxhaven nach sich. Der Havarist
hatte bei einem Notmanöver einen Anker samt 300 Metern Kette verloren.
Mittels Echolot machte sich der Schlepper "Otto Wulf 3" nun auf die Suche
nach dem verlorenen Ankergeschirr und wurde auf dem Mittelgrund auch
fündig. Ein auf einem Ponton montierter Autokran fischte das 10 Tonnen
schwere Ungetüm im Anschluss an die erfolgreiche Ortung aus dem
Elbwasser.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Kollidiert, leck und gestrandet: Yacht auf der Weser in
Not
Mittwoch, 21.05.03
Zur Mittagszeit des 21. Mai kollidierte gegenüber des Bremerhavener
Containerterminals eine Yacht mit der Fahrwassertonne 53. Anschließend lief
sie auf Grund und hatte Wassereinbruch. Ein Streifenboot der
Wasserschutzpolizei sowie der Rettungskreuzer "Hermann Rudolf Meyer" kamen
dem Havaristen zu Hilfe. Es gelang, den Havaristen schwimmfähig zu halten
und freizuschleppen. Anschließend verholte die "H.R. Meyer" ihn in den
örtlichen Fischereihafen. Die zweiköpfige Crew der Yacht blieb unversehrt.
Der genaue Unfallhergang und die Schadenshöhe werden noch
untersucht.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Segeldschunke im Indischen Ozean gesunken
Montag, 19. Mai 2003, 21:21 Uhr
Die für die Rückreise der Marco-Polo-Tour von Peter Glöckner und Axel Brümmer gedachte Segeldschunke liegt seit gestern auf dem Grund des Indischen Ozeans. Um 7.20 Uhr MESZ wurde sie letztmals gesehen. Die fünfköpfige Besatzung, darunter der als Skipper vorgesehene Jochen Brümmer und Glöckner, konnte aus Seenot gerettet werden.
Über Telefon gingen am Vorabend der Notruf und die Koordinaten des Aufenthaltsortes in Saalfeld ein. Ausläufer eines Zyklons hatten dem Schiff so zugesetzt, dass die Planken leck geschlagen, Pumpen und Antriebsmaschine ausgefallen waren.
Während die Crew bei orkanartigem Sturm der Windstärke 11 und bis zu zehn Meter hohen Wellen versuchte, das eindringende Wasser mit Eimern aus dem Schiff zu lenzen, lief von Saalfeld aus die Koordination der Rettung. Von mehreren Seenotrettungsdiensten wurden Schiffe angefunkt, die nach der Dschunke Ausschau hielten. Gegen 4 Uhr morgens meldete ein Containerschiff aus Norwegen Sichtkontakt.
Kurz danach musste die Crew die Dschunke aufgeben und konnte sich in eine Rettungsinsel absetzen. Von dort wurden gegen 6.30 Uhr durch Beiboote des Containertransporters drei Mann geborgen, darunter Jochen Brümmer. Peter Glöckner wurde derweil mit einem weiteren Besatzungsmitglied auf der Rettungsinsel abgetrieben. Erst weitere 90 Minuten später konnten sie von einem philippinischen Frachter abgeborgen werden. Während Jochen Brümmer mit seinem Rettungsschiff nach Dubai unterwegs ist, hat Glöckners Frachter das Ziel Singapur.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Navigationsfehler ließ "Vistamar" stranden
Montag, 19. Mai 2003, 11:36 Uhr
Möglicherweise durch einen Navigationsfehler kam es zu der Kollision des
Kreuzfahrtschiffes "Vistamar" mit dem Betonsockel eines Seezeichens
zwischen Ibiza und Formentera. In Medienberichten wurde der Kapitän für das
Unglück verantwortlich gemacht.
Am 17. Mai erreichte der schwer beschädigte
Havarist den Hafen von Cartagena, wo er zur Reparatur eingedockt wurde. Die
Reederei sagte bereits die nächsten zwei Fahrten ab.
Der Bremer
Veranstalter Plantours & Partner hofft, am 2. Juni das Kreuzfahrtprogramm
von Kiel aus wieder aufnehmen zu können. Neben den Rumpfschäden ist auch
der Maschinenraum durch eingedrungenes Wasser in Mitleidenschaft gezogen
worden. Die 170 Passagiere wurden unterdessen von Spanien nach Deutschland
zurück geflogen.
Erst vor einem Jahr war die "Vistamar" während einer Karibik-Kreuzfahrt
durch einen Maschinenraumbrand schwer beschädigt worden. Im Sommer 2000
waren in Kopenhagen Sicherheitsmängeln auf dem Schiff moniert
worden.
Dazu ein Bericht eines Passagiers:
hallo herr schwabedissen,
ich habe ihr meldung über die vistamar gelesen. ich bin einer der
"überlebenden passagiere" des schiffes.
in der presse wird gar nicht genug über diesen unfall berichtet. wir litten
todesängste auf dem schiff. es war ein völliges durcheinander, bei fast 30
grad schräglage ohne irgendeine führung durch offiziere. die
multikulturelle besatzung lief durcheinander, einige bekreuzigten sich in
knieender haltung, ein offizier saß auf einem gepackten koffer und stierte
wie hypnotisiert. es war furchtbar.
jetzt spielt die reederei/veranstalter plantours den vorfall herunter,
vermutlich um geld zu sparen.
es sei gar kein seenotfall gewesen weil ja kein alarm ausgelöst wurde, kein
mensch musste ins wasser, kein rettungsboot war in der see. die passagiere
hätten wohl ohne notfallbefehl gehandelt. daher soll die erstattung rein
rechnerisch ermittelt werden. 6 vom 9 tagen=33%. der rest ist schweigen.
mit freundlichen grüssen rolf behrmann
Quelle: Tim
Schwabedissen
Trawler vor den Shetlands gesunken
Montag, 19. Mai 2003, 11:36 Uhr
Kurz nach Mitternacht sandte am 17. Mai das Lerwicker Fischereischiff
"Neptune" 30 Seemeilen nordwestlich von Muckle FLugga, dem nördlichsten
Leuchtturm Englands, Notrufe. Das Schiff war vor den Shotlands leck
geschlagen und begann mit gefluteten Maschinen- und Fischräumen zu sinken.
Die vierköpfige Besatzung konnte noch mitteilen, dass sie eine
Rettungsinsel besteige, ehe der Funkkontakt abriss. Ein Hubschrauber der
Coast Guard stieg auf und machte sich gemeinsam mit einem Trawler von den
Faröern und zwei schottischen Schiffen auf die Suche nach den
Schiffbrüchigen, mit denen über ein VHF Handradio wieder Kontakt
aufgenommen werden konnte. Die Suche wurde durch gute Sicht bei nur
leichter Schwell begünstigt. Der dänische Trawler sichtete schließlich die
Rettungsinsel und nahm die Schiffbrüchigen an Bord. Alle vier
Besatzungsmitglieder der "Neptune LK 171" sind wohlauf. Ihr Schiff war ein
12 Jahre alter Trawler von 105 BRT und einer Länge von 26
Metern.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Fünf Schiffbrüchige vor Sri Lanka gerettet
Sonntag, 18. Mai 2003, 19:10 Uhr
Zwei Deutsche und drei Briten sind in der Nacht zum Sonntag im Indischen Ozean aus Seenot gerettet worden. Sie hatten sich auf eine Rettungsinsel geflüchtet, nachdem ihr Dreimast- Segler "Precious Dragon" untergegangen war, teilte die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger in Bremen mit.
Das Schiff hatte im Sturm rund 200 Meilen östlich der Küste Sri Lankas einen Maschinenausfall gehabt. Anschließend war Wasser eingedrungen. Der deutsche Skipper des Seglers alarmierte die Seenotleitung in Bremen, die daraufhin Hilfe in Bewegung setzte.
Zwei Tanker nahmen die fünf Männer auf. Kurz vor sechs Uhr morgens war es den Besatzungen der beiden Tanker mit Hilfe ihrer eigenen Rettungsboote gelungen, die Schiffbrüchigen aus der Rettungsinsel zu bergen. Zu diesem Zeitpunkt schlugen die Wellen rund sechs Meter hoch.
Weiterhin sind bei den schweren Überschwemmungen und Erdrutschen sind in Sri Lanka mindestens 141 Menschen ums Leben gekommen. Die meisten der Opfer wurden nach sintflutartigen Regenfällen in der Provinz Ratnapura in der Nacht bei lebendigem Leibe von Erdrutschen in ihren Häusern begraben. Wir berichten weiter.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
49er-Vorschoter beinahe ertrunken
Bericht von Sebastian Beer, Sui 307
Sonntag, 18. Mai 2003, 19:15 Uhr
Wie es einige schon wissen werden gab es heute bei der Regatta in
Kreuzlingen einen Unfall. Ich segelte mit einem Kollegen, der nicht viel
Segelerfahrung hatte, was nicht das erste Mal für mich war. Wir segelten bei der Regatta ein bisschen
mit und kenterten ab und zu was nicht weiter schlimm ist.
Als wir nach
einer Kenterung den 49er wieder aufstellen wollten, hat sich mein Kollege in
der Großschot verhangen und der 49er fiel gleich wieder um und zwar genau
auf ihn drauf. Ich sprang ins Wasser um zu schauen was los ist und sah,
dass er unter dem Schiff eingeklemmt war. Sofort alarmierte ich das
Schlauchboot und versuchte ihn da rauszuzerren oder das Schiff zu heben.
Keine Chance. Ich konnte ihn nicht unter dem Schiff wegziehen. Erst als er
ohnmächtig unter dem Schiff schwamm mit Kopf unter Wasser konnte ich ihn
richtig packen und rauszerren. Ich zog ihn auf den gekenterten Wing und
kontrollierte seinen Atem konnte aber keinen nachweisen. Ich legte ihn mir
auf die Knie und hab ihn sofort beatmet. Nach einigen Beatmungen hat er
anfangen zu husten und wieder zu atmen. Gleichzeitig war auch das
Schlauchboot angekommen und konnte ihn an Land und dann in die Notaufnahme
bringen. Es geht ihm jetzt den Umständen entsprechend gut. Er muss einige
Tage im Krankenhaus bleiben, weil er noch Wasser in den Lungen hat.
Quelle: Sebastian Beer, Sui 307
Sensation in den Niederlanden
1800 Jahre alter Segler entdeckt
Samstag, 17. Mai 2003, 12:27 Uhr
Sensationeller Fund in Holland: Archäologen haben in der Nähe von Utrecht das älteste Schiffswrack in der langen feuchten Geschichte der Niederlande ausgegraben.
De Meern - Das 25 Meter lange Segelschiff - ein römischer Militärtransporter - ist vor 1800 Jahren in einem damaligen Seitenarm des Rheins gesunken und erstaunlich gut erhalten. Ähnliche Schiffe aus der Zeit von Marcus Aurelius wurden auch an anderen Orten des riesigen Römischen Reiches gefunden, doch das Wrack in De Meern ist eines der wenigen, die nördlich der Alpen entdeckt wurden und das am besten erhaltene. "Das Erstaunliche ist, dass sich das Schiff in Nuancen von anderen unterscheidet", sagt Meeres-Archäologe Andre van Holk, der die Grabung leitet. "Es ist etwas länger und schlanker." Der Rumpf ist aus massiver Eiche gefertigt. Durch die flache Bauweise des Rumpfes könnte das Schiff leicht bei einem Sturm gesunken sein, vermutet van Holk.
Auch wenn keine Ladung an Bord gefunden wurde, gehen die Forscher davon aus, dass das Schiff die römischen Stellungen am Rhein versorgte. An Bord gab es neben einer großen offenen Ladefläche eine Kabine mit abschließbaren Schränken, einem Bett und Stühlen aus Kastanien- und verziertem Walnussholz.
Quelle: Hans-Dieter Moderau
Kreuzfahrer "Vistamar" rammt Seezeichen vor Ibiza
Freitag, 16. Mai 2003, 07:22 Uhr
IBIZA - Gegen 5.30 riss eine erhebliche Erschütterung und lautes knirschendes Geräusch die Passagiere und viele der 108 Besatzungsmitgliederaus dem Schlaf. Die "Vistamar" war auf ein fest betoniertes Seezeichen vor Ibiza aufgelaufen und leckgeschlagen. Die größtenteils aus Deutschland kommenden 170 Passagiere kamen trotzdem mit dem Schrecken davon.
Ein Sprecher der zuständigen Schiffsagentur: Die "Vistamar" sei wegen der Wucht des Aufpralls zwar leckgeschlagen, habe aber trotzdem mit den Touristen an Bord sicher in den Hafen der spanischen Ferieninsel geschleppt werden können. Verletzte habe es nicht gegeben.
"Die Urlauber konnten das Schiff ganz normal über die Landebrücke verlassen."
Wegen des Aufpralls sei das Schiff manövrierunfähig gewesen und habe eine starke Schlagseite bekommen, teilte die Hafenbehörde auf Ibiza mit. Die "Vistamar", eines der wenigen Kreuzfahrtschiffe unter spanischer Flagge, war auf dem Weg von Palma de Mallorca nach Mßlaga an der Costa del Sol. Das Unglück ereignete sich zwischen Ibiza und der Nachbarinsel Formentera. Um eine Ölpest durch auslaufenden Treibstoff zu vermeiden, seien Schutzbarrieren im Hafenbecken ausgebreitet worden, hieß es weiter. Die Passagiere wurden in Hotels untergebracht.
Die "Vistamar" ist 121 Meter lang und 17 Meter breit. Sie wurde 1989 von einer spanischen Werft gebaut. Ihre Fahrgebiete sind das Mittelmeer, die Ostsee oder die Karibik, angeboten werden aber auch "exotische Fernziele".
Experten zeigten sich verwundert, dass das Schiff die wegen der Felsen und kleinen Inseln als schwierig geltende Route in der Meerenge zwischen Ibiza und Formentera in der Nacht befuhr.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Neues Wrack im Roten Meer
Donnerstag, 15. Mai 2003, 13:30 Uhr
Im Roten Meer ging, wie erst am 14. Mai gemeldet wurde, bereits am 27. April
eines der bekanntesten Tauchboote verloren. Die "Heaven One" fing vor Abu
Dabad in Folge eines Generatorendefekts Feuer und brannte bis zur
Wasserlinie aus. Dann versank das qualmende Wrack in 25 Metern Tiefe.
Sämtliche Fahrgäste und Crewmitglieder konnten von anderen Booten gerettet
werden. Die "Heaven One" war das erste Boote der Divers Heaven Fleet. Sie
war knapp 30 Meter lang, 7,5 Meter breit und wurde von zwei jeweil 1.162 PS
starken Turbodieseln angetrieben. Der Generator, der jetzt zum Totalverlust
des Schiffes führte, war erst im Januar dieses Jahres neu eingebaut
worden.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Containerfrachter vor Cuxhaven gestrandet
Mittwoch, 07. Mai 2003, 13:32 Uhr
Vor dem Einsatz am niederländischen RoRo-Frachter "Forte" bescherte bereits
der Containerfrachter "Alianca Europa" der Deutschen Gesellschaft zur
Rettungs Schiffbrüchiger Arbeit. Das 200 Meter lange Schiff erlitt am Abend
des 5. Mai vor Cuxhaven einen Ruderausfall. Nahe Neuwerk Reede lief er
daraufhin auf Grund. Der Cuxhavener Seenotkreuzer "Hermann Helms" sowie der
Schlepper "Taucher Otto Wulf 8" liefen zum Havaristen und stellten eine
Schleppverbindung her. Mit dem auflaufenden Wasser gelang es ihnen, den
Frachter, der von Hamburg nach Antwerpen unterwegs war, wieder
freizubekommen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Binnenschiff kappt Starkstromleitungen
Mittwoch, 07. Mai 2003, 06:48 Uhr
Pente - Ein holländisches Gütermotorschiff wollte am Kai der Wasserschutzpolizei festmachen. Der Kapitän hatte aus Richtung Recke kommend schon vorab den an Bord befindlichen PKW am Kran festgemacht und angehoben. Obwohl zwei Warntafeln auf die Gefahr hinweisen, übersahen seine Frau, die das Schiff steuerte, und er die über den Kanal gespannte 10kV-Leitung.
Der Ausleger des Krans riss alle drei Leitungen ab. Dabei wurde der PKW leicht beschädigt genauso wie die Gehle, ein Arbeitsschiff des Wasserschiffahrtsamtes Minden. Der Schiffsführer der Gehle, Thomas Santowski, kam mit dem Schrecken davon, als die Taue auf sein Schiff fielen. Für die Bergung der abgerissenen Leitungen wurde der Mittellandkanal zwischen dem Sperrtor Achmer und Einmündung des Stichkanals voll gesperrt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Feuer an Bord der MS "Forte"
Mittwoch, 07. Mai 2003, 06:53 Uhr
Ein Feuer ist in der Nacht zu gestern im Maschinenraum des niederländischen Frachters MS "Forte" ausgebrochen. Das Schiff befand sich zu diesem Zeitpunkt etwa neun Seemeilen nördlich von Juist.
Die "Forte" war auf dem Weg von Bilbao (Spanien) nach Hakon (Finnland). Die Besatzung konnte die Flammen mit Bordmitteln eindämmen. Zur Reparatur des Schadens im Maschinenraum wurde der Frachter von einem niederländischen Schlepper nach Eemshaven geschleppt. In punkto Brandursache sind die Ermittlungen angelaufen, teilte die Wasserschutzpolizei Emden mit.
Die zuständigen Stellen hatten alle Hebel in Bewegung gesetzt, um im schlimmsten Falle reagieren zu können. Vor Ort waren die beiden Seenotrettungskreuzer "Alfried Krupp" (Borkum) und "Bernhard Gruben" (Norderney), letzterer hatte mehrere Feuerwehrleute an Bord genommen. Ebenfalls im Einsatz: der Emder Zollkreuzer "Emden", das Bundesgrenzschutz-Boot "BG 23 Bad Düben", das Emder Polizeiboot "W 4" und die niederländische Waterpolitie mit dem Boot "P 44". Ferner wurde ein Marine-Hubschrauber alarmiert.
Das RoRo-Schiff "Forte" ist im Emder Hafen nicht ganz unbekannt. Fünfmal lieferte der 91 Meter lange und 16,8 Meter breite Frachter im Jahr 1998 Zellulose aus Finnland.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Donau-Kapitän betrunken
Dienstag, 06. Mai 2003, 06:43 Uhr
Deggendorf - Ein betrunkener Schiffsführer aus Ungarn hat auf der Donau bei Osterhofen im Landkreis Deggendorf zwei Unfälle verursacht. Der 39-Jährige fuhr mit seinem Frachtschiff flussaufwärts und drängte zunächst ein niederländisches Binnenschiff ab. Beim Ausweichen lief der Frachtkahn dann in der Folge auf Grund. Der Kapitän fuhr weiter ohne sich um das havarierte Schiff zu kümmern.
Wenig später streifte er mit seinem Schiff ein weiteres Binnenmotorschiff. Erst danach konnte ihn die Wasserschutzpolizei stoppen. Der Alkoholtest ergab einen Promillewert von 2,74. Der Betrunkene war nicht ansprechbar und kam in eine Ausnüchterungszelle.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Antigua Sailing Week: Mastbruch auf der "World of TUI"
Sonntag, 04. Mai 2003, 18:41 Uhr
Die inzwischen gelbe "World of TUI Hamburg", eine X-612 von der Hanseatischen Yachtschule Glücksburg (HYS), wurde am 29. Mai während einer Regatta der Antigua Sailing Week auf einem Amwindkurs so von einer Swan 65 aus den Niederlanden berührt, dass sich deren Bug nahe des Hecks mit dem Back- oder Achterstag verhedderte.
Auf Grund dessen brach der Mast und der Backbord-Steuerstand in Lee wurde beschädigt. Werner Hagenauer, Leiter der HYS, bemüht sich den Schaden zu ermitteln und hofft, die Yacht noch rechtzeitig bis zum Start der DaimlerChrysler North Atlantic Challenge von Newport/Rhode Island nach Cuxhaven am 14. Juni 2003 wieder fit zu bekommen.
Die Yacht soll mit einer Crew des Hamburgischen Verein Seefahrt zu dessen 100-jährigen Jubiläum über den Atlantik segeln.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Spekulationen nach U-Boot-Unglück in China
Samstag, 03. Mai 2003, 21:37 Uhr
Die Ursache für den Unfall eines chinesischen U-Bootes, bei dem
vor der Nordost-Küste des Landes alle 70 Besatzungsmitglieder
ums Leben kamen, ist weiterhin nicht klar. Während einer Übung
sollen angeblich mechanische Probleme aufgetaucht sein.
Militärexperten wundern sich aber über die hohe Zahl der Opfer.
Sie vermuten, dass das U-Boot nicht gesunken und die
Besatzungsmitglieder nicht ertrunken sind, da in der Meldung der
amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua Bergungsarbeiten nicht
erwähnt werden. Zeitungen in Taiwan und Hongkong zufolge ereignete sich das Unglück bereits am 28. April bei Manövern im Gelben Meer östlich der Inselgruppe Neichangshan.
Militärexperten rätselten weiterhin über die näheren Umstände der Katastrophe. Die Hongkonger Zeitung «Sing Tao» meldete, erste Untersuchungen hätten gezeigt, dass durch «menschliches Versagen» die Tiefenruder falsch eingestellt gewesen seien und das Boot Nr. 361 senkrecht in die Tiefe gerauscht sei. «Alle 70 Mann an Bord erstickten.»
Das Blatt «Apple Daily» in Taipeh wusste zu berichten, dass an Bord außer 10 Offizieren und
47 Matrosen 13 Beobachter gewesen seien. Die gleichnamige Hongkonger Zeitung «Apple Daily» zitierte den Direktor der Internationalen Militärgesellschaft in Macau, Huang Dong, dass das Boot neuentwickelte Brennstoffzellen getestet habe.
Möglicherweise habe es an Bord ein Feuer gegeben, sagte ein
Militärexperte. Auch ein Zusammenstoß sei nicht auszuschließen.
Der Unfall hat sich in chinesischen Hoheitsgewässern ereignet.
Wann genau sich das Unglück ereignete, wurde nicht mitgeteilt.
Inzwischen wurde das havarierte Boot in einen nicht näher
genannten Hafen geschleppt. Viele U-Boote der chinesischen
Flotte gelten als veraltet, auch die Ausbildung der Besatzung soll
unzureichend sein. In Militärkreisen wurde das Unglück als eines
der schlimmsten in der Seefahrtsgeschichte des kommunistischen
China bezeichnet.
Chinesische Medien berichten
Überrascht zeigten sich Analysten vor allem darüber, dass in den
chinesischen Zeitungen über den Vorfall auf den Titelseiten
berichtet wurde. Dies könnte eine Folge der weltweiten Kritik an
der chinesischen Informationspolitik zum Ausbruch der
Lungenkrankheit SARS sein, hieß es in Peking. Die
Informationspolitik der chinesischen Regierung war in den
vergangenen Wochen weltweit als unzulänglich kritisiert worden.
Der seit März regierende neue Vorsitzende der Kommunistischen
Partei Chinas, Hu Jinato, hatte schließlich eine freie und
umfangreiche Berichterstattung zu der Seuche zugelassen. Das
chinesische Militär ist traditionell für seine Öffentlichkeitsscheue
bekannt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
70 Tote bei Unfall an Bord von chinesischem U-Boot
Freitag, 02. Mai 2003, 17:20 Uhr
Bei einem Unglück an Bord eines konventionellen chinesischen U-Bootes sind in chinesischen Hoheitsgewässern 70 Seeleute ums Leben gekommen. Das U-Boot Nr. 361 habe östlich der Neichangshan-Inseln an einem Manöver teilgenommen, als technische Probleme aufgetreten seien, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf die Marine. Es sei zu einem nicht näher identifizierten Hafen geschleppt worden. Viele U-Boote der chinesischen Flotte gelten als veraltet, die Ausbildung der Besatzung soll vielfach unzureichend sein.
Bisher ist unklar, wann sich das Unglück ereignete und unter welchen Umständen die Offiziere und Besatzungsmitglieder ums Leben kamen. Der Oberbefehlshaber der chinesischen Streitkräfte, Ex-Staatschef Jiang Zemin, sandte ein Kondolenzschreiben an die Angehörigen der getöteten Seeleute.
Berichten zufolge steckt das chinesische Programm zum Bau von U-Booten in Schwierigkeiten. So berichtet das Fachblatt "Jane's Defense Weekly", U-Boote der so genannten Song-Klasse hätten sich Mitte der 90er Jahre als Flop erwiesen. Wegen vielfach unzureichend ausgebildeter Besatzung soll die chinesische Marine zudem Probleme bei der Bedienung derartiger Boote haben. Vergangenes Jahr soll Peking mit Russland über den Kauf von acht U-Booten der 636-Kilo-Klasse mit Anti-Schiffs-Raketensystemen für insgesamt 1,4 Milliarden Euro verhandelt haben.
Im vergangenen Jahr erhöhte Peking seine Militärausgaben um 17,6 Prozent 18 Milliarden Euro, was im Vergleich zu westlichen Militärhaushalten relativ niedrig ist. Experten nehmen jedoch an, dass die chinesischen Militärausgaben um ein Vielfaches höher sind, als offiziell angegeben wird.
Beim Untergang des russischen Atom-U-Bootes "Kursk" waren am 12. August 2000 alle 118 Menschen an Bord ums Leben gekommen. Die Umstände des damaligen Unglücks sind noch immer nicht geklärt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Spanischer Öltanker kollidiert im Schwarzen Meer mit Frachter
Freitag, 02. Mai 2003, 19:55 Uhr
Kiew (AP) Ein spanischer Öltanker ist am Freitag mit einem unter maltesischer Flagge fahrenden Frachtschiff im Schwarzen Meer zusammengestoßen. Bei der Kollision rund 150 Kilometer von dem ukrainischen Hafen Aluschta entfernt fing der Öltanker Feuer, wie die Nachrichtenagenturen Interfax und Itar-Tass berichteten. Es habe keine Verletzten gegeben, die Besatzung des maltesischen Frachters wurde von der «Nuria Tapias» aufgenommen. Ob der spanische Tanker mit Öl beladen war, wurde zunächst nicht bekannt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Motorschiff in Brand gesteckt
Freitag, 02. Mai 2003, 08:15 Uhr
Ein im Nidau-Büren-Kanal vertäutes Motorschiff ist in der Nacht auf Donnerstag in Brand gesteckt worden. Der Sachschaden beträgt über 100'000 Franken, wie das Untersuchungsrichteramt Seeland mitteilte.
Passanten alarmierten um 02.45 Uhr die Feuerwehr des Verbandes Büttenberg (Orpund/Safnern), wie es in der Mitteilung heisst. Diese konnte nicht verhindern, dass das Schiff total ausbrannte. Die Polizei sucht Zeugen.
Mit der vor einer Woche im Kanal aufgefundenen männlichen Leiche besteht kein Zusammenhang, wie ein Polizeisprecher auf Anfrage sagte.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS