EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv Juni 2003

Last update: Mittwoch, 02. Juli 2003, 20:43 Uhr

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Traditionssegler drohte bei Kieler Woche zu sinken
Montag, 30. Juni 2003, 13:18 Uhr

Die Windjammerparade auf der Kieler Förde am 28. Juni hätte für den holländischen Tradtionssegler "Astrid" fast ein tragisches Ende gefunden. Als das 41 Meter lange Boot am Holtenauer Tiessen-Kai festgemacht hatte, begann durch ein defektes Seeventil Wasser einzudringen. Über Bilge und Sanitärräume brach es in die Innenräume des 1914 erbauten Zweimasters ein. Mit Hilfe von anderen längsseits liegenden Teilnehmerschiffen der Parade sowie Pumpen der Kieler Berufsfeuerwehr gelang es aber, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bringen und den drohenden Untergang der "Astrid" abzuwenden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter mit Zinkkonzentrat vor England gesunken
Montag, 30. Juni 2003, 13:19 Uhr

In den Morgenstunden des 29. Juni lief das zypriotische Kümo "Jambo" nahe Ullapool am Eingang von Loch Broom auf Felsen vor den englischen Summer Isles. Das Schiff schlug im Bugbereich leck und begann schnell Wasser zu nehmen. Ein Rettungsboot sowie der Schlepper "Anglian Prince" nahmen Kurs auf den Havaristen. Das Boot der Stornoway Coastguard barg die siebenköpfige, aus Polen und Kroatien kommende Besatzung ab. Viereinhalb Stunden nach der Strandung sank die 61 Meter lange, in Limassol registrierte "Jambo" gegen 8.30 Uhr. Sie war mit 3.300 Tonnen Zinkkonzentrat auf dem Weg von Irland nach Norwegen gewesen. Diese Ladung wie auch 83 Tonnen Bunkeröl stellen eine Umweltgefährdung dar, deren Gefährdungspotential Coastguard und Umweltorganisationen nach dem Untergang prüften.
Quelle: Tim Schwabedissen

Yacht sank im Unwetter in der Jademündung
Freitag, 27. Juni 2003, 13:05 Uhr

Das Unwetter, das in der Nacht zum 24. Juni über Deutschland hinweg tobte, brachte auch die Schifffahrt in Bedrängnis. In der Jademündung sank eine sieben Meter lange Yacht. Die zweiköpfige Besatzung, ein Wilhelmshavener Ehepaar, konnte sich nach dem Verlust des Bootes auf eine Sandbank retten. Hier nahm sie später ein Seenotrettungskreuzer der DGzRS auf. In der Mündung des Flusses Schwentine kenterten auf der Kieler Förde zwei Laser-Segler. Mehrere Traditionssegler, die zur Kieler Woche im Hafen weilen, rissen sich von ihren Liegeplätzen an der Blücherbrücke los und mussten von Booten der Wasserschutzpolizei eingefangen werden. Eine weitere Havarie wurde am 24. Juni von den Regattafeldern der Kieler Woche gemeldet: Ein Regattabegleitschiff kollidierte mit der J24 des Hanauers Matthias Garzmann. Dabei brach der Mast des Segelschiffes. Der 36jährige Hanauer blieb bis auf einen gehörigen Schrecken unversehrt. Das Ausflugsschiff war direkt durch das Regattafeld gefahren und hatte so den Zusammenstoß verursacht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Erfolgreiche Rettungsaktion ür englischen Trawler
Freitag, 27. Juni 2003, 13:08 Uhr

In den frühen Morgenstunden des 26. Juni strandete der im englischen Fraserburgh beheimatete Trawler "Faithful Friend II" nahe Stornoway auf Felsen, schlug leck und wurde anschließend bei Big Sands Gairloch auf Grund gesetzt. Das Rettungsboot von Portree, ein Hubschrauber sowie die Fischfänger "Eilidh, "Salmor Solar" und "Ademis" machten sich auf den Weg zum 18 Meter langen Havaristen. Mit zusätzlichen Pumpen, die das RNLI-Boot übersetzte, gelang es, die "Faithful Friend II" so weit zu lenzen, dass sie mit ihrer dreiköpfigen Besatzung nach Gairloch Harbour geschleppt werden konnte. Ein Hubschrauber sowie die "Anglian Prince" assistierten dem Schleppzug für den Fall neuer Probleme. Vier Stunden nach dem Notruf konnte der Kutter sicher im Hafen vertäut werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kieler Seenothubschrauber retten schiffbrüchige Frachtercrew im Indischen Ozean
Donnerstag, 26. Juni 2003, 12:44 Uhr

Mit Seaking-Hubschraubern des Kieler Marinefliegergeschwaders 5 gelang am 25. Juni die Rettung von neun Seeleuten des panamesischen Frachters "Able 1" im Indischen Ozean. Das Schiff war in der Nacht während eines Sturmes in Seenot geraten und trieb mit schwerer Steuerbordschlagseite in der aufgewühlten See. Auf den SOS-Ruf hin nahm der am Horn von Afrika im Einsatz befindliche Kieler Einsatzgruppenversorger "Frankfurt am Main" Kurs auf den Havaristen und ließ seine beiden Hubschrauber aufsteigen. In den frühen Morgenstunden entdeckten deren Besatzungen das angeschlagene Schiff 150 Kilometer südöstlich des Horns von Afrika. Wenig später sichteten sie eine Rettungsinsel. Bei Wellenhöhen zwischen vier und sechs Metern und Sturmböen gelang es, neun Mann der "Able 1" aufzuinschen. Sechs weitere Crewmitglieder, unter ihnen der Kapitän, die eine zweite Rettungsinsel bestiegen hatten, konnten während der folgenden Stunden noch nicht ausfindig gemacht werden. Bei Einbruch der Dunkelheit wurde die Suchaktion, an der sich auch ein in Mombasa gestarteter Aufklärer vom Typ Brequet Atlantique beteiligte, vorläufig eingestellt. Nach Angaben des Kommandanten der "Frankfurt am Main" soll sie mit dem ersten Tageslicht am 26. Juni wieder aufgenommen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Deutsches Schiff rettet Matrosen aus Seenot
Donnerstag, 26. Juni 2003, 08:41 Uhr

Die Besatzung eines deutschen Versorgungsschiffes hat vor der somalischen Küste neun Menschen aus Seenot gerettet. Sechs weitere Besatzungsmitglieder des gesunkenen Schiffes würden vermisst, teilte die US-Marine mit. Die neun Geretteten gehörten zur Mannschaft eines unter panamaischer Flagge fahrenden Schiffes. Sie seien per Hubschrauber aus einem Rettungsboot geborgen und an Bord des deutschen Versorgungsschiffes gebracht worden. Nach Angaben der US-Marine dauerte die Suche nach den übrigen Besatzungsmitgliedern des Unglücksschiffes an.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Ägyptischer Frachter bei Windstärke 10 in Seenot
Mittwoch, 25. Juni 2003, 13:46 Uhr3

Am Nachmittag des 23. Juni begann bei Windstärke 10 der ägyptische Frachter "Green Glory" in schwerer See im Indischen Ozean. Zuvor war die Maschine des Schiffes ausgefallen. Als Wasser in den Maschinenraum eindrang und nach dem Verlust der Antriebsanlagen nicht gelenzt werden konte, sandte der Kapitän des mit 27 Mann Besatzung fahrenden Frachters Notrufe aus. 10 Stunden nach dem SOS wurde das erste Hilfsschiff an der Position der "Green Glory", die jeden Augenblick unterzugehen drohte, 240 Seemeilen vor der Küste Omans erwartet. Am Morgen des 24. Juni traf das US-Kriegsschiff "Concorde", das über Hubschrauber verfügt, vor Ort ein.
Quelle: Tim Schwabedissen

Griechenland: Coastguard stoppt Frachter mit 680 Tonnen Sprengstoff
Montag, 23. Juni 2003, 16:19 Uhr

Athen - Die griechische Küstenwache hat im Ionischen Meer einen Frachter mit 680 Tonnen Sprengstoff an Bord gestoppt. Die unter der Flagge der Komoren fahrende «Baltic Sky» sei seit beinahe sechs Wochen auf dem Mittelmeer unterwegs, teilte das Ministerium für Handelsschifffahrt am Montag mit. «Man könnte auf die Idee kommen, dass es irgendeine Verbindung zu terroristischen Gruppen gibt», sagte Minister Giorgios Anomeritis. «Deshalb haben wir das Schiff gestoppt, als es in griechische Hoheitsgewässer eindrang.»

Der Frachter wurde in den Hafen Platiyali 235 Kilometer nordwestlich von Athen gebracht und durchsucht. Die Zufahrt zu dem Hafen wurde am Montag gesperrt. Platiyali sei wegen seiner Abgelegenheit ausgewählt worden, sagte Anomeritis, der die Ladung des Schiffes mit einer Atombombe verglich.

Laut Anomeritis handelt es sich bei der Fracht um TNT. In den Schiffspapieren ist die Fracht dagegen als ANFO ausgewiesen, ein Sprengstoff, der oft im Bergbau oder bei Bauarbeiten verwendet wird. Die Besatzung, fünf Ukrainer und zwei Aserbaidschaner, wurden noch verhört. Sie sollten wegen illegalen Transports von Sprengstoff angeklagt werden, hieß es. Ihnen wird außerdem vorgeworfen, die gefährliche Ladung nicht deklariert zu haben.

Als Lieferadresse ist in den Papieren ein Unternehmen in Sudan aufgeführt, bei dem es sich nach Angaben der griechischen Behörden aber um eine Briefkastenfirma handelt. «Niemand kennt den Empfänger, darum weiß auch niemand, wozu der Sprengstoff verwendet werden sollte», sagte der Handelsschifffahrtsminister. Seine Behörden verfolgten den Weg des Schiffes bereits, seit es den Sprengstoff sowie 8.000 Zünder am 12. Mai in der osttunesischen Hafenstadt Gabès eingeladen hatte. Am 22. Mai sei der Frachter bei Istanbul gesichtet worden und am 2. Juni in der Ägäischen See zwischen der Türkei und Griechenland, sagte Anomeritis. Als Reeder des 37 Jahre alten Schiffes wurde das Unternehmen Alpha Shipping im Pazifikstaat Marschall-Inseln genannt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Kieler Woche: Racer rammt Zweimaster
Montag, 23. Juni 2003, 13:58 Uhr

Am 21. Juni kollidierte bei der Kieler Woche ein britischer Maxi-Racer mit dem holländischen Traditionssegler "Oosterschelde." Die britische Rennyacht hatte sich offenbar mit einer schwedischen Yacht ein Privatrennen geliefert und querte dabei regelwidrig das Fahrwasser im Bereich der Holtenauer Reede. Während es der schwedische Yacht noch gelang, auszuweichen, verhakte sich der Mast des 24 Meter langen Engländers in der Takelage der mit Passagieren von einer Regattabegleitfahrt nach Kiel zurückkehrenden "Oosterschelde". Der entstandene Schaden beläuft sich auf mehrere tausend Euro. Menschen kamen nicht zu Schaden. Die Wasserschutzpolizei nahme Ermittlungen wegen Gefährdung des Schiffsverkehrs gegen die Briten auf. Die 1918 erbaute, 50 Meter lange "Oosterschelde" ist eines der ältesten und prominentesten holländischen Segelschiffe.
Der kräftige Wind führte auch bei den ersten Segelregatten der Kieler Woche zu zahlreichem Bruch. Rund 50 Yachten beendeten die tradtionelle Aalregatta nach Eckernförde wegen entstandener Schäden nicht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Fähre rammt bretonischen Felsen
Donnerstag, 19.06.03

Vor der Küste der Bretagne rammte am 19. Juni eine Fähre auf dem Weg von der Insel Bréhat zum französischen Festland einen Felsen. Dabei wurden 41 Menschen verletzt, drei von ihnen schwer. Hubschrauber und Hilfsschiffe evakuierten die Verletzten. Anschließend bargen Rettungskräfte, die in der Nähe des Unglücksortes eine Übung abhielten, die restlichen Fahrgäste ab. Die Ursache der Kollision, die sich bei guter Sicht ereignete, ist unbekannt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Fähruntergang auf Yangtse-Fluss
Donnerstag, 19.06.03

Am Vormittag des 19. Juni kollidierte auf dem Yangtse-Fluss in der südwestchinesischen Region Chongquing ein Autofrachter mit einer Fähre, die daraufhin unterging. Bei dem Unglück nahe der Stadt Peilinglun 270 Kilometer vom neunen Drei-Schluchten-Staudamm entfernt wurden mindestens 20 Menschen getötet. Mindestens 90 werden noch vermisst. Nach offiziellen Angaben waren zwar nur 35 Menschen an Bord der Fähre. Da sie jedoch für 300 Passagiere ausgelegt ist und nicht registiert wurde, wieviele Fahrgäste an den zuvor angelaufenen fünf Häfen ein- oder ausstiegen, war nicht auszuschließen, dass sich weit mehr als die angegebene Personenzahl an Bord befand. Bislang konnten Rettungskräfte erst 12 Überlebende retten. Zehn von ihnen kamen verletzt ins Krankenhaus. Die Suchaktion wurde mit rund 30 Schiffen fortgesetzt, jedoch bestand nur wenig Hoffnung, weitere Menschen lebend zu retten. Wegen der herrschenden Regenzeit ist der Fluss derzeit sehr reißend. Der Zusammenstoß ereignete sich in dichtem Nebel, bei dem beide Schiffe eigentlich nicht hätten fahren dürfen.Die Strömung sei wegen der Regenzeit sehr schnell. Dadurch würden auch die Rettungsarbeiten erschwert. Das gesunkene Passagierschiff verkehrte zwischen Weidong und Fuling und wurde vornehmlich von Bauern genutzt, die mit Gemüse handelten.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Uno"-Untergang bleibt ungeklärt
Donnerstag, 19.06.03

Die Ursache der Kollision zwischen dem dänischen Frachter "Uno" und dem Schubverband "Dettmer Tank46" im Nord-Ostsee-Kanal vor knapp einem Jahr am 11. Juli 2002 wird wohl ungeklärt bleiben. Vor einem dänischen Seeamt wurde die Havarie ergebnislos verhandelt und der Abschlussbericht nun der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchungen in Hamburg mitgeteilt. Im Mittelpunkt der Untersuchungen stand das Steuersystem der "Uno", das zum Kollisionszeitpunkt mit einer Fensteuerbox gefahren wurde. In der Kanalweiche Dückerswisch bei Hochdonn war der Frachter auf einmal nach Bakbord vom Kurs abgewichen. Lotse wie 1. Offizier sagten übereinstimmend aus, das 77 Meter lange Schiff habe eigenmächtig gedreht und sei dadurch dem entgegenkommenden Tankschuber vor den Bug gelaufen. Die Ermittlungen ergaben zwar, dass die Kabel der Fernsteuerbox in sehr schlechtem Zustand gewesen waren. Es gelang trotz intensiver Prüfungen aber nicht, im System Kriechströme nachzuweisen, die die folgenschwere Fehlfunktion der Steueranlage hätten auslösen können. Beim Untergang des 77 Meter langen Frachters war der 1. Ingenieur in seiner Kammer ertrunken. Seine Leiche war erst nach der aufwändigen Bergung des vom Reeder aufgegebenen Wracks gefunden worden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Vier Tote bei Tankerexplosion in Arabien
Donnerstag, 19.06.03

Beim Umpumparbeiten von Öl zwischen zwei Tankern kam es vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate auf einem der Schiffe zu einer Explosion mit anschließendem Feuer. Bei der Detonation kamen vier Menschen ums Leben, zahlreiche weitere Seeleute wurden nach Angaben der örtlichen Küstenwache verletzt. Nach zwei Stunden gelang es, den Brand zu löschen. Öl lief nicht aus. Ursache des Unglücks war eine Kollision der beiden Schiffe.
Quelle: Tim Schwabedissen

RoRo-Fähre rammt Rampe in Travemünde
Donnerstag, 12.06.03

Am 12. Juni kollidierte in Travemünde die finnische RoRo-Fähre "Finnrunner" mit einer Verladerampe. Beim Versuch, rückwärts an den Anleger heranzumanövrieren, konnte das Schiff nicht rechtzeitig aufstoppen und rammte die Rampe. Bei dem Ramming wurde die Heckklappe so stark beschädigt, dass sie nicht mehr zu öffnen war. Erst mit Schweißbrennern gelang es, die Ladung zu "befreien". Der Schaden beträgt über eine Million Euro. Unglücksursache ist ein technischer Defekt. Erst im Juni 2002 war dem Schwesterschiff "Finnrider" ein ähnliches Missgeschick passiert.
Quelle: Tim Schwabedissen

Museumsschiff vor Shetlands in Seenot
Donnerstag, 19.06.03

Auf dem Weg zu den Shetlands geriet 70 Seemeilen vor deren Küste am Morgen des 19. Juni der Museumskutter "Andholem" in Seenot. Aus ungeklärter Ursache begann er Wasser zu machen und sandte ein Mayday aus. Die "CSO Alliance" der Shetland Coastguard sowie die "Grampian Protector" machten sich mit Lenzpumpen und Rettungsteams auf dem Weg zum Havaristen. Fünf Besatzungsmitglieder wurden von einem Hubschrauber abgeborgen, weitere fünf blieben vorläufig an Bord. Der Schlepper "Englishman", in Deutschland bekannt als eines der 1999 an den "Pallas"-Bergungsbemühungen beteiligten Schiffe, nahm ebenfalls Kurs auf die "Andholem", ebenso wie die "Tromsö", ein Schlepper der norwegischen Küstenwache. Der Kapitän der "Andholem" hoffte, die Shetlands mit seinem angeschlagenen Schiff, dessen Maschinen und Pumpen noch arbeiteten, erreichen zu können. In dem Seegebiet herrschte eine drei Meter hohe Schwell. Die "Andholem" gehörte zum sogenannten Shetlandbus. Diese Flotte aus Kuttern und anderen Seeschiffen brachte während des Zweiten Weltkriegs Widerstandskämpfer von den Shetlands nach Norwegen. Jetzt war das Boot zur Teilnahme an der Enthüllung eines Gedenkmonuments in Scalloway unterwegs.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Scharhörn" bei Ölbekämpfung vor Bornholm gestrandet
Montag, 16.06.03

Während der Ölbekämpfung vor der dänischen Küste nach dem Untergang des Frachters "Fu Shan Hai" ist das deutsche Mehrzweckschiff "Scharhörn" selbst havariert. Vor Bornholm lief es auf Grund und zog sich Bodenschäden zu. Daraufhin musste der Einsatz abgebrochen und das Schiff zur Reparatur bei der Kieler Lindenau-Werft eingedockt werden. Spätestens am Wochenende soll die "Scharhörn" wieder Richtung Bornholm auslaufen. Bis dahin heißt es für die Arbeiter der Werft Sonderschichten schieben. Lindenau ist nach dem Ende der Lübecker Flender-Werft der einzige Betrieb in Schleswig-Holstein, der über eine solche Notfall-Dockkapazität verfügt. Derweil hat schlechtes Wetter die laufenden Bemühungen zur Abdichtung der Öltanks der "Fu Shan Hai" behindert. Wegen starken Windes mit Geschwindigkeiten bis 62 Kilometer pro Stunde konnten die Taucher nicht wie geplant zum Wrack in 70 Metern Tiefe aufbrechen. Sie wollten dort ein Leck abdichten und das noch an Bord befindliche Öl abpumpen. Ein neuer Tauchgang sei für die kommenden Tage geplant, sagte ein dänischer Marinesprecher. Eine Hebung der «Fu Shan Hai» sei indes nicht geplant, da der Kunstdünger an Bord keine Gefahr für die Umwelt darstelle und das Wrack den Schiffsverkehr nicht behindere. Aus dem Frachtschiff liefen seit der Havarie vor der Nordspitze der dänischen Insel Bornholm am 31. Mai mehr als 210 Tonnen Öl aus, die zum Teil an der Südwestküste Schwedens angespült wurden. Eine Umweltkatastrophe konnte jedoch verhindert werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Angelkutter vor US-Westküste gekentert
Sonntag, 15.06.03

Vor der Küste Oregons kenterte am Morgen des 15. Juni der amerikanische Angelkutter "Taki Tooo". Er war in der Bucht von Tillamook in schwere See geraten. Als eine fast fünf Meter hohe Welle das 10 Meter lange Charterboot quer traf, schlug es augenblicklich um. Die US COastguard entstandte zwei Schiffe, drei Hubschrauber und ein FLugzeug in das Unglücksgebiet. Von den 19 Personen an Bord konnten sich aber nur 10 schwimmend ans Ufer retten oder wurden von der Coastguard geborgen. Die 13- bis 48jährigen wurden mit Unterkühlungen ins Krankenhaus gebracht. Außerdem fanden die Suchmannschaften acht Tote. Zwei Vermissten wurde bei einer Wassertemperatur von 15 Grad keine Überlebenschance mehr eingeräumt, zumal sie keine Schwimmwesten trugen. Das Wrack der «Taki Tooo» wurde unterdessen an Land gespült.
Quelle: Tim Schwabedissen

Deutscher Containerfrachter vor Portugal gesunken
Donnerstag, 12.06.03

Vor der portugiesischen Küste sank von Casablanca kommend am 12. Juni der Hamburger Frachter "Nautila". In der Nacht hatte das unter der Flagge Antiguas registrierte Schiff in der Mündung des Tejo-Flusses kurz nach Verlassen des Hafens von Lissabon zunächst Schlagseite entwickelt. In den frühen Morgenstunden kenterte es und sank acht Kilometer vor Lissabon. Die Decksladung von 34 Containern stürzte dabei über Bord. Der Hafen musste anschließend wegen der Gefährdung durch die treibenden Kisten zeitweilig gesperrt werden. Mit drei Schiffen einem Hubschrauber bemühte sich die portugiesische Marine um eine Bergung der Schifffahrtshindernisse. Eine Umweltgefährung besteht nach Auslunft eines Marinesprechers nicht. Die neunköpfige Besatzung der "Nautila" wurde unversehrt gerettet. Auslöser des Untergangs war wahrscheinlich eine Panne beim Ausgleichen der Ballasttanks.
Quelle: Tim Schwabedissen

Sturmfront ließ Rettungsdienste schwitzen
Sonntag, 08.06.03

Heftige Sturmböen einer durchziehenden Gewitterfront sorgten am Pfingstsonntag in Norddeutschland für mehrere Bootsunfälle. Am Nachmittag des 8. Juni kenterte auf der ELbe in Höhe Brokdorf ein Trimaran. Seine zweiköpfige Besatzung wurde von einem Rettunghubschrauber im Fluss schwimmend gesichtet, daraufhin von dem "Löschboot 35" der Brokdorfer Feuerwehr aus dem Wasser gezogen und an Land erstversorgt. Zur gleichen Zeit lief vor der Störmündung bei der Rhinplate Nord eine Jolle mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern an Bord auf Grund. Die Wasserschutzpolizei rettete die vier in letzter Minute. Von ihrem Boot ragte wenig später nur noch der Mast aus dem Wasser. Vorsorglich waren auch ein SAR-Hubschrauber und das Brunsbütteler Rettungsboot "Gillis Gulbrandsson" zur Unglücksstelle entsandt worden. Gegen 16:30 Uhr wurde in der Meldorfer Bucht ein Seenotfall gemeldet. Der Skipper einer Yacht hatte nach einem Sturmschaden an der Ruderanlage Notrufe abgegeben. Mit an Bord waren seine Ehefrau, ein Kind und ein Hund. Der Seenotrettungskreuzer "Hans Hackmack" leistete technische Hilfe und begleitete das Boot anschließend in den Meldorfer Hafen. Am Eidersperrwerk geriet eine weitere Yacht in Seenot, als sie gegen die Flusssperre gedrückt wurde. Der Seenotrettungskreuzer "H.J. Kratschke" kam den Bedrängten zu Hilfe und schleppte das Boot frei. Mehrere Segelregatten auf Nord- und Ostsee wurden vorsorglich abgebrochen.
Quelle: Tim Schwabedissen

77-jähriger Japaner treibt zwei Wochen auf See
Freitag, 06. Juni 2003, 08:30 Uhr

Tokio Der 77-jährige japanische Fischer Yoshimoto Ikari hat eine für sein Alter ungewöhnliche Zähigkeit an den Tag gelegt: 15 Tage lang trieb der alte Mann manövrierunfähig bei schweren Stürmen und fast ohne Proviant auf einem Boot im Ostchinesischen Meer, bis ihn ein anderes Schiff aus seiner lebensbedrohlichen Lage befreite. Wie durch ein Wunder habe er zwei Taifune überlebt, die das Wasser zu sechs Meter hohen Wellen aufpeitschten, teilte die japanische Küstenwache mit.
Am 21. Mai war Ikari von der Insel Amami-Oshima aus mit zehn Litern Trinkwasser und einem Reisbällchen alleine in See gestochen, um mit seinem Sechs-Meter-Boot Thunfische zu fangen. "Wir sind erstaunt darüber, dass ein 77-Jähriger körperlich und seelisch stark genug ist, so lange durchzuhalten", sagte ein Sprecher der Küstenwache. Ikari sei stark dehydriert gewesen und habe einen schlimmen Sonnenbrand davongetragen. Er werde im Krankenhaus behandelt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Rekordruderer aus Seenot gerettet
Donnerstag, 05.06.03

In den Morgenstunden des 5. Juni endete der Versuch zweier Briten, in einem offenen Ruderboot von Australien zur 6.700 Kilomter entfernten afrikanischen Küste zu gelangen, mit der Rettung aus Seenot. Das australische Kriegsschiff "Newcastle" barg die beiden Abenteurer Mike Noel-Smith und Rob Abernethy aus ihrem sieben Meter langen Boot, nachdem sie 2.500 Kilometer vor Australien in einem Unwetter in Schwierigkeiten geraten waren und Notrufe gesendet hatten. Beide Männer waren völlig erschöpft, einer hatte einen Nasenbeinbruch erlitten, und sie hatten nicht mehr an eine Rettung geglaubt. Sie brachen an Bord der "Newcastle" vor Erschöpfung zusammen. Mit ihrem Boot waren sie bereits 45 Tage auf See gewesen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Britische Mariner gestrandet
Donnerstag, 05. Juni 2003, 09:40 Uhr

Am Abend des 4. Juni lief das 30-Fuß-Motorboot "Dakala Mist" am Petterson Rock östlich des schottischen Mull of Kintyre auf Grund. Es hatte 11 Marineangehörige vom britischen Zerstörer "Southhampton" zur Insel Sanda bringen sollen. Auf das Notsignal des Bootes hin wurde das Rettungsboot von Campbeltown zu Wasser gelassen. Auch zwei Boote der "Southhampton" nahmen Kurs auf den Havaristen. Die Soldaten, der Skipper wie auch der Bordhund wurden unversehrt gerettet. Bei dem gegenwärtigen ruhigen Wetter bestand Hoffnung, auch die "Dakala Mist" mit dem ersten Hochwasser des 5. Juni wieder freizubekommen. Die größte Befürchtung der Geretteten sei nach Auskunft der Coastguard gewesen, eine Nacht auf dem engen Motorschiff verbringen zu müssen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Wasserschutzpolizei rettet Ostfriesen vor dem Untergang
Mittwoch, 04. Juni 2003, 16:45 Uhr

Ein Sportbootführerschein reicht, dachte sich der 43-Jährige aus dem Kreis Leer. Die Praxis zeigte: Es reicht nicht. Leer/Cuxhaven /JAY : Ein 43 -Jähriger aus dem Kreis Leer dürfte seinen Traum von Karibik erst einmal begraben: Seit dem Wochenende liegt sein Schiff in Cuxhaven fest. Bevor es wieder auslaufen kann, muss der Hobbyschiffer eine ganze Latte Auflagen erfüllen.

Die „Lindholm“, ein 51 Jahre altes Küstenmotorschiff, war der Wasserschutzpolizei am Sonnabend in der Elbmündung durch „ungewöhnliche Fahrweise“ aufgefallen: Das Schiff hielt sich auf der falschen Seite, hatte die falschen Lichter gesetzt und rammte schließlich eine Fahrwassertonne. Nach einem Wassereinbruch bekam der Kümo Schlagseite und drohte sogar zu kentern. Mit zwei Beamten der Wasserschutzpolizei an Bord erreichte das Schiff mit knapper Mühe Cuxhaven, wo der Rettungskreuzer „Hermann Helms“ mit Hilfe seiner Pumpen das Schiff stabilisieren konnte.

An Bord des 52 Meter langen Frachters fanden die Beamten der WSP sieben Leute, von denen keiner ein Patent hatte - weder ein nautisches, noch eines für die Maschine. Der 43-jährige Eigner war im Besitz des Sportbootführerscheins/See und der Annahme, dass dies ausreiche, um die „Lindholm“ fahren zu dürfen. „Das hat in der Praxis aber nicht funktioniert“, so der trockene Kommentar eines Sprechers der WSP Cuxhaven.

Auch rechtlich funktioniert das nicht: Mit einem Sportbootführerschein dürfen zwar Schiffe jeder Größe gefahren werden, doch ausdrücklich nur solche, die zu diesem Zweck gebaut wurden. Frachtschiffe, auch ausgemusterte wie die „Lindholm“, die aus dem dänischen Register gestrichen war, gehören nicht dazu.

Auf den Ostfriesen warten jetzt eine Anzeige wegen Gefährdung der Schifffahrt und eine Reihe von Strafzetteln. Außerdem hat das Wasser- und Schifffahrtsamt Cuxhaven das Schiff an die Kette legen lassen und eine Reihe von Auflagen erlassen, die erfüllt werden müssen, bevor das Schiff den Hafen verlassen darf.

Der Ostfriese hatte das Schiff von einem dänischen Kapitän gekauft, der die „Lindholm“ bereits einige Jahre im norddänischen Fredrikshavn aufgelegt hatte. Der 43-Jährige war mit seinem Schiff auf dem Weg in die Werft nach Rendsburg. Anschließend wollte er mit der „Lindholm“ in die Karibik und sich dort sein Geld mit Werkstattarbeiten verdienen. „Er ist ein bisschen leichtgläubig da rangegangen“, urteilt die Wasserschutzpolizei.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Tankschiff auf dem Rhein gestrandet
Mittwoch, 04. Juni 2003, 13:29 Uhr

Am 3. Juni lief auf dem Rhein in Höhe Östrich-Winkel das Tankmotorschiff "Neptunus" auf Grund. In den Mittagsstunden erreichten das Feuerlöschboot "Brandrat Schneider" und der Tankleichter "RP Basel" die Unglücksstelle bei Rheimkilometer 518,5. Der Leichter sollte Ladung aus dem Havaristen übernehmen und dadurch dessen Tiefgang verringern. Anschließend nahmen die Hilfsschiffe das Binnenschiff auf den Haken und zogen es ins Fahrwasser zurück.
Quelle: Tim Schwabedissen

Tanker auf Main gestrandet
Mittwoch, 04. Juni 2003, 13:28 Uhr

Am Spätnachmittag des 3. Juni lief auf dem Main unterhalb der Schleuse Kostheim das Rotterdamer Tankschiff "Innovation 2" auf Grund. Durch eine Unachtsamkeit des Kapitäns fuhr es sich in einer Engstelle unterhalb der Schleuse fest, schlug aber nicht leck. Nach rund zwei Stunden gelang es, den mit 1.700 Tonnen Benzin beladenen Havaristen freizuschleppen. Der während dieser Zeit für die Schifffahrt gesperrte Fluss wurde wieder freigegeben, und auch die "Innovation 2" durfte nach einigen Untersuchungen ihre Fahrt fortsetzen. Gegen den Kapitän erging eine Ordnungswidrigkeitsanzeige.
Quelle: Tim Schwabedissen

Fu Shan Hai verursacht Ölpest in schwedischem Feriengebiet - deutsche Ölschiffe im Einsatz
Mittwoch, 04.06.03

Am 3.6. erreichte Öl aus dem gesunkenen chinesischen Frachter "Fu Shan Hai", 38.603 BRZ, erstamals die schwedische Südküste und führte auf einem 15 Kilometer langen Strandabschnitt zwischen Borrby und Sandhammaren zu Verschmutzungen. Die Region Skaane ist ein beliebtes Urlaubsgebiet. Die Ölschicht ist stellenweise bis zu 40 Zentimeter dick. Bei einer Winddrehung könnte auch die dänische Ferieninsel Bornholm, von deren Küste der Bulker seit dem Untergang am 31. Mai um 21.55 in vier Kilometern Distanz liegt, gefährdet sein. Bisher sind rund 210 Tonnen Öl aus dem Wrack ausgelaufen, von denen 150 Tonnen durch die bislang am Einsatzort befindlichen Spezialschiffe aufgefangen werden konnten. Mittlerweile wurde die Flotte auf 13 Einheiten verstärkt. Aus Kiel wird im Lauf des Tages die "Scharhörn" erwartet, aus Rostock lief bereits am 3.6. die "Vilm" aus, die seinerzeit auch schon an der "Pallas" tätig war. Außerdem entsandte das deutsche Havariekommando ein Luftraumüberwachungsflugzeug. Unterdessen stiegen Taucher zu dem Frachter ab und entdeckten im Rumpf einen rund 20 Meter langen Riss. Aus dem Rumpf tritt kontinuierlich weiteres Maschinenöl aus. Vermutlich erhielt er neben dem Kollisionsleck durch die Wucht des Aufpralls auf dem knapp 70 Meter tiefen Meeresgrund zusätzlichen Schaden. Immerhin wird die Ladung als ungefährlich eingestuft - es handelt sich um 66.000 Tonnen Pottasche, die von Tallinn nach China gebracht werden sollte. Sie stellt nach offizieller Darstellung schlimmstenfalls eine lokale Gefahr dar, wenn sie in zu hoher Konzentration z.B. in einer Bucht antreibt und dort eine starke Algenblüte auslöst. Gemessen an den Gesamteinträgen an Schadstoffen aus anderen Quellen in das Ökosystem der Ostsee ist die Belastung nach Einschätzung des Kieler Instituts für Meereskunde insgesamt gering. Ganz anderer Meinung sind Umweltverbände. Die Ladung, 96 Prozent Kaliumchlorid und vier Prozent Magnesium, würden die ohnehin überdüngte Ostsee weiter belasten. Schon sehr bald müsse mit einem explosionsartigem Algenwachstum gerechnet werden. Der Umstand, dass beide Schiffsführungen bei klarer Sicht und Sonnenschein offenbar schwere Navigationsfehler begingen, hat die Diskussion über die Qualifikation von Schiffsbesatzungen und eine allgemeine Lotspflicht und Verkehrsüberwachung für die Ostsee neu angefacht. Der World wide fund for Nature, WWF, forderte deren umgehende Einführung. Ein weiterer Kritikpunkt ist derzeit das Verhalten der dänischen Behörden nach der Kollision. Nach Einschätzungen skandinavischer Medien wäre es möglich gewesen, die allmählich über den Bug absinkende "Fu Shan Hai" rechtzeitig in flacheres Gewässer abzuschleppen. Dort wäre ein Austreten des Öls vermeidbar gewesen. Dem stellte sich ein Sprecher des dänischen Marinekommandos entgegen und sagte, ein schwedisches Küstenwachboot habe zwei Stunden lang versucht, den Frachter abzuschleppen. Doch Strömung und Wind hätten das Schiff immer wieder in eine andere Richtung gedreht. Ein ausreichend starker Schlepper sei kurzfristig nicht verfügbar gewesen. Es habe schnell gehen müssen, da das Sinken der "Fu Shan Hai" nicht zu verhindern gewesen sei. Ob die "Fu Shang Hai" geborgen wird, ist nach derzeitigem Stand eher zweifelhaft. Die chinesische Staatsreederei COSCO wird das Schiff in den nächsten Tagen wohl aufgeben. Damit hätte sie sich aller Rechte und Pflichten entledigt. Bereits am 1. Juni hatten Bergungsexperten in Hamubrg die Machbarkeit einer Hebung aus dieser Tiefe bezweifelt. Die 1995 in Shanghai erbaute "Fu Shang Hai" ist gut 225 Meter lang und hat ein Gewicht von mindestens 10.000 Tonnen. Die am Bug beschädigte, nur 3.975 BRZ große "Gdynia" ist inzwischen nach Gdingen zurück gekehrt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Hamburger Fahrgastschiff brennt auf der Elbe
Dienstag, 03. Juni 2003, 20:19 Uhr

Am 29. Mai brach auf dem Fahrgastschiff "Max Brauer" im Glückstädter Außenhafen ein Feuer aus. Das HADAG-Schiff hatte gegen 13 Uhr von den Hamburger Landungsbrücken kommend gerade seine letzten Passagiere an Land gesetzt, als die Besatzung gegen Mittag Brandgeruch im Maschinenraum feststellte. Über Seefunk wurde eine Notmeldung abgegeben, die vorsorglich einen Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst auslöste - immerhin vermag die "Max Brauer" bis zu 550 Menschen aufzunehmen. Der Glückstädter Feuerwehr gelang es schnell, brennendes Isoliermaterial am Abgasrohr der "Max Brauer" als Brandherd auszumachen. Die Brandbekämpfer entfernten das in Flammen stehende Material und konnten so größeren Schaden abwenden. Die Glückstädter Wasserschutzpolizei nahm Ermittlungen zur Brandursache auf.
Quelle: Tim Schwabedissen

In die Schiffsschraube geraten
Dienstag, 03. Juni 2003, 13:05 Uhr

Altenrhein. Ein 22-jähriger Mann ist am Sonntag auf dem Bodensee vor Altenrhein von einem Schiff gefallen und in die Schiffsschraube geraten. Der 22-Jährige war mit zwei weiteren Männern auf einem privaten Motorschiff unterwegs. Zwei der Männer hatten es sich vorne auf der Liegefläche bequem gemacht. Der Bootsführer fuhr eine leichte Rechtskurve, als eine Welle das Boot ruckartig zur Seite bewegte. Dadurch fiel der 22-Jährige ins Wasser und geriet dabei unter das Boot, wo er von der Schiffsschraube an den Armen und am Kopf schwer verletzt wurde.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Wrack der "Fu Shan Hai" düngt jetzt die Ostsee
Montag, 02. Juni 2003, 17:06 Uhr

Keine Umweltgefährdung für die Ostsee - dies ist die bisherige Einschätzung der dänischen Behörden nach dem Untergang der "Fu Shan Hai" am späten Abend des 31. Mai vor Hammer. Das Wrack des größten je bei einer Kollision in der Ostsee gesunkenen Frachters liegt seit Samstag 22 Uhr in 68 Metern Tiefe vor Bornholm Nordzipfel. Teile der aus den Laderäumen entweichenden Kunstdüngerladung von 60.000 Tonnen färben die See an der Untergangsstelle seit dem 1. Juni rot. Aus den Betriebsstofftanks liefen bisher nur geringe Mengen der 1.700 Tonnen gebunkerten Schweröls aus. Es gelang Spezialschiffen, sie bei ruhiger See aufzufangen. Nach Meinung von Norbert Clasen, Bergungsexperte der Hamburger Bugsier-Reederei, ist mit einer Bergung des Wracks in absehbarer Zeit nicht zu denken - alle hierfür denkbaren Hebegeräte werden bis zum Herbst mit der Beseitigung der "Tricolor" im Ärmelkanal beschäftigt sein. Die "Gdynia" setzte unterdessen ihre Fahrt nach Polen fort, wo sie zum Unfallhergang verhört werden soll. Die 27 Seeleute der "Fu Shan Hai" waren von anderen Schiffen aufgenommen worden. Nach bisherigen Angaben können Manövrierfehler den Zusammenstoß verursacht haben. Im Anschluss an den Zusammenprall des polnischen Containerfrachters mit dem wesentlich größeren Bulkcarrier war dieser mit dem Bug voran langsam gesunken. Berichten zufolge hat es vor dem Untergang an Bord Explosionen als Folge chemischer Reaktionen gegeben. Siehe auch: SOS-Bilderseite
Quelle: Tim Schwabedissen

Kiter gefährden Strandurlauber
Montag, 02. Juni 2003, 06:42 Uhr

Obwohl an der gesammten Costa Brava das Kitesurfen bis auf wenige Ausnahmen in gesondert genehmigten Gebieten verboten ist, haben in den vergangenen Tagen bis zu 60 Kiter in der Rosas Bucht für Chaos und Angst an den Stränden gesorgt. Ohne jegliche Rücksichtnahme auf badende Kinder oder Feriengäste am Strand blockierten Kiter zudem noch die Hafenzufahrten zu etlichen Sportboothäfen, daneben belegten sie grosse Strandflächen mit ihren Leinen und Kiteschirmen. Zwei italienische Kinder wurden durch Kiteleinen an den Beinen verletzt, andere Urlauberfamilien mit Kindern räumten nach fruchtlosen Diskussionen mit den Kitern entnervt den Strand.

Selbst Urlauberfähren und Ausflugsboote konnten zeitweise nicht mehr ungehindert fahren, da die in ihrem Können doch stark eingeschränkten Kiter oftmals mitten in den Fahrrinnen liegenblieben und die Seewege regelrecht sperrten.

Für die kommenden Tage haben nunmehr die zuständige Strandpolizei sowie die Wasserschutzpolizei massive Aktionen gegen diese "Sportler " angekündigt , Bussgelder von 300 bis 2000 Euro sind ebenso im Gespräch wie die Einziehung des Sportgerätes. Schon vor einigen Wochen mussten zwei Kiter sogar die Nacht in Polizeigewahrsam verbringen, nachdem diese bei der Aufforderung, ihr Kiten einzustellen, die Polizisten beschimpft hatten.

Für die Urlauber ist aus dem schönen und attraktivem Sport innerhalb von wenigen Tagen ein Alptraum geworden.
Quelle: Ernst Schliemann

Yacht sank im Nord-Ostsee-Kanal
Sonntag, 01.06.03

Von Brunsbüttel kommend hatte die neun Meter lange Hamburger Yacht "Windspil" gegen 10 Uhr des 1. Juni kurz vor der Burger Fähre eine Grundberührung. Den an Bord befindlichen Seglern, zwei Männern zwischen 50 und 60, gelang es noch, ihr leckes Boot bis zur Fähre an der Kanalsüdseite zu steuern. Hier sank das Boot im flachen Wasser einer Steganlage. Die Crew konnte nur noch einige Kleidungsstücke und persönliche Dinge retten, ehe ihr Boot sich mit Backbordschlagseite zwischen Böschung und Steg auf Grund legte. Das Technische Hilfswerk pumpte das mit Teilen des Oberdecks noch aus dem Wasser ragende Boot leer und barg es. Dann wurde es nach Brunsbüttel zurückgeschleppt.
Die Schadenshöhe ist noch unklar. Duie Unglücksursache ist wohl ein zu dicht am Ufer abgesetzter Kurs. Zuletzt war am 7. Mai 1995 - ebenfalls ein Sonntag - eine 14-Meter-Yacht nach Grundberührung nahe der Burger Fähre gesunken. Sie schaffte es damals knapp 25 Meter weiter und ging direkt am Fähranleger unter.
Quelle: Tim Schwabedissen

Yacht im Englischen Kanal versenkt
Montag, 02. Juni 2003, 13:00 Uhr

Vor der nordfranzösischen Küste sank am 28. Mai die Yacht "Wahkuna" nach der Kollision mit einem unbekannten Containerfrachter. Die fünfköpfige Besatzung vermochte sich in eine Rettungsinsel zu flüchten, die gegen 5.30 von der Kanalfähre "Condor Express" in der Mitte des Englischen Kanals geortet wurde. Die Fähre nahm die Schiffbrüchigen unversehrt auf und setzte sie in Guernsey an Land. Die "Wahkuna" war auf dem Weg vom französischen Dialette nach Hamble in Hampshire. Zum Unglückszeitpunkt betrug die Sicht in dem Seegebiet bei Nebel zeitweilig weniger als 200 Meter.
Quelle: Tim Schwabedissen

Untergangsstimmung statt Atlantikquerung
Montag, 02. Juni 2003, 12:59 Uhr

Am frühen Morgen des 27. Mai wurde die Coastguard von Brixham von der 60-Fuß-Yacht "Zest of Belgium" alarmiert. Sie war zuvor 25 Seemeilen südöstlich von Eddystone Leuchtturm mit einem unbekannten Schiff kollidiert. Die mit sieben Personen besetzte Yacht war dabei entmastet worden und über der Wasserlinie leck geschlagen. Das Rettungsboot von Plymouth sowie ein Hubschrauber aus Culdrose wurden zum Havaristen geordert und sollten Möglichkeiten ausfindig machen, die "Zest of Belgium" zu bergen. Währenddessen machte die Fähre "Duca of Normandy" der Britanny Ferries standby am Havaristen. Die "Zest of Belgium" war von Gosport, Hampshire, unterwegs nach Rhode Island, USA. Die Besatzung besteht aus drei Belgiern und vier Deutschen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Tote und Verletzte bei Sportbootunfällen
Montag, 02. Juni 2003, 12:58 Uhr

Das Sommerwetter der vergangenen Tage führte auf deutschen Gewässern zu einer Reihe von Bootsunfällen, die mehrere Menschenleben forderten. Am Nachmittag des 29. Mai kam eine 53jährige Frau bei der Havarie des Sportbootes "Stingray 190 LX2 auf dem Berliner Langen See ums Leben. Das 6,3 Meter lange Boot manövrierte mit vier Mann an Bord rückwärts vom Liegeplatz in Köpenick fort, als der 200 PS starke Motor plötzlich auf Vorwärtsfahrt umsteuerte. Das Boot prallte gegen die Steganlage, so dass der Bug sich aus dem Wasser hob. Eine Frau wurde durch den Aufprall ins Wasser geschleudert. Als das Boot ins Wasser zurückrutschte, erfasste und zerfetzte die hochtourig laufende Schraube sie. Eine zweite Frau stürzte bei der Kollision aus dem Boot auf den Steg und wurde verletzt. Das havarierte Boot wurde von der Polizei zur Klärung der Unglücksursache beschlagnahmt.
Am 30. Mai kenterte ein weiteres Sportboot auf dem Müggelsee im Berliner Osten. Ein Insasse wurde vom umschlagenden Boot am Kopf getroffen und ertrank. Zwei weitere konnten sich am Boot festhalten und wurden von einem Hubschrauber geborgen.
In der Flensburger Förde kenterte am 30. Mai ein Sportboot mit zwei zwölfjährigen Jungen. Sie retteten sich auf ihr kieloben treibendes Schiff. Das Seenotrettungsboot "Wener Kuntze" lief aus Langballigau aus, nahm die beiden Halbwüchsigen auf und übergab sie an Land dem Großvater eines der Jungen.
Quelle: Tim Schwabedissen

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