EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv November 2003

Last update: Montag, 01. Dezember 2003, 17:30 Uhr

Israelisches Schiff rettet chinesische Fischer aus Seenot
Freitag, 28. November 2003, 07:33 Uhr

PEKING – Die Besatzung des israelischen Schiffes "Zim Dalian" hat am Donnerstagmorgen 26 schiffbrüchige Chinesen gerettet. Die Israelis waren auf dem Weg zum Hafen Schekou in der südostchinesischen Provinz Guangdong.

Wie die Chinesen berichteten, war ihr Fischerboot zwei Stunden vor der Rettung mit einem nicht identifizierten Gegenstand zusammengestoßen. Die "Zim Dalian" nahm die 26 lebenden Fischer an Bord. Eine Leiche konnte wegen der ungünstigen Wetterbedingungen nicht geborgen werden.

Das israelische Schiff setzte seine Fahrt nach Schekou fort. Dort sollen die Chinesen an Land gehen, meldet der aktuelle Dienst der Zeitung "Jediot Aharonot".
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Binnenschiff rammte Autobahnbrücke
Donnerstag, 27.11.03

Am Morgen des 27. November rammte ein Binnenschiff auf der Süderelbe auf Höhe Wilhelmsburg einen Brückenpfeiler der Autobahn 1. Bei der Kollision wurde ein Mensch leicht verletzt. Das Schiff wurde am Bug stark beschädigt. Eine Sperrung der Brücke konnte jedoch vermieden werden. Zu der Kollisionsursache machte die Polizei bislang ebensowenig Angaben wie zur Höhe des entstandenen Schadens.
Quelle: Tim Schwabedissen

Erneut schweres Fährunglück in Afrika
Donnerstag, 27. November 2003, 10:32 Uhr

Nur einen Tag nach dem Fähruntergangin Sambia kam es erneut zu einem schweren Schiffsunglück in afrikanischen Gewässern. 400 Kilometer nordöstlich der kongolesischen Hauptstadt Kinshasa kenterte und sank am 26. November auf dem Mai-Ndombe-See eine Fähre mit mehreren hundert Menschen an Bord. Es wird befürchtet, dass über 100 Passagiere ertranken. Diese Zahl könnte sich angesichts von mehreren hundert Vermissten aber noch bedeutend steigern. Die Regierung will möglichst rasch ein Rettungsteam zur Unglücksstelle entsenden. Ursache des Untergangs der überladenen Fähre ist entweder eine Kollision mit einem anderen Schiff oder stürmisches Wetter in Verbindung mit einem schlechten Schiffszustand.
Quelle: Tim Schwabedissen

Mindestens 40 Tote bei Untergang sambischer Fähre
Mitwoch, 26.11.03

In der Nacht zum 26. November kenterte im Mweru-See in Sambia eine Fähre in stürmischer See. Mindestens 40 Passagiere des offensichtlich überladenen Schiffes ertranken bei dem Untergang. Elf Menschen retteten sich schwimmend an Land. Unter den Opfern sind auch mehrere Frauen und Kinder. Bereits im September waren bei einem Fährunglück in Sambia 18 Menschen ums Leben gekommen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Flüchtlingsboot in der Ägäis in Seenot
Dienstag 25. November 2003, 11:39 Uhr

In der Ägäis ist ein Schiff mit rund 70 mutmaßlichen Flüchtlingen in Seenot geraten. Wasser dringe in das Boot ein, sagte ein Sprecher des Ministeriums der griechischen Handelsmarine. Derzeit drohe das Schiff aber nicht zu sinken. Die griechischen Behörden wollten den Angaben zufolge nicht eingreifen, weil sich das Boot in türkischem Gebiet nahe der griechischen Insel Farmakonissi in der östlichen Ägäis befinde. Die türkischen Behörden seien aber alarmiert worden.

Nach Angaben des Ministeriums machte ein in Griechenland lebender Anrufer die griechischen Behörden auf das Boot aufmerksam. Der Mann habe erklärt, er sei besorgt um einen Verwandten auf dem Schiff, weil er ihn nicht mehr auf seinem Mobiltelefon erreiche. Daraufhin entsandte Athen fünf Patrouillenboote, ein Marineschiff und einen Hubschrauber in das Gebiet.

Griechenland und die Türkei liegen an einer Hauptroute für Asylbewerber in Westeuropa. Fast täglich werden Flüchtlinge ohne gültige Papiere gefasst.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Gesunkenes Binnenschiff wird geleichtert
Dienstag, 25. November 2003, 13:38 Uhr

Das mit 1100 Tonnen Gips auf der Ems gestrandete Binnenschiff "Spes" ist mittlerweile gesunken. Nur noch Teile der Brücke und der Steuerbordseite ragten am 22. November aus dem Flusswasser. Nun gilt die vorrangige Sorge dem Bunkeröl des Schiffes, das vor einer Bergung abgesaugt werden muss. Die Feuerwehr begann am Nachmittag des 22. November, den Treibstoff abzupumpen. Zuvor hatte sie eine Ölsperre um das Wrack ausgebracht. Ein Schlepper versuchte gleichzeitig, es zu stabilisiere, damit der Riss im Rumpf sich nicht zu einem vollständigen Bruch erweitert. Die "Spes" war am späten Abend des Vortags nahe Oldersum auf dem Weg ins niederländische Delfzijl auf eine Buhne gelaufen und drohte zunächst auseinanderzubrechen. Die vierköpfige Crew war unversehrt gerettet worden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Rettungsmedaille für deutschen Hubschrauberpiloten
Dienstag, 25. November 2003, 13:39 Uhr

Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger zeichnete am 24. November in Kiel Kaleu Oliver Frechen sowie die übrige Crew seinens Rettungshubschraubers für die Rettung von neun Seeleuten des Frachters "Able 1" am 25. Juni 2003 mit der Medaille am Bande in Bronze aus. Bei Windstärrke 10 hatte der Einsatzgruppenversorger "Frankfurt am Main" an jenem Tag um zwei Uhr früh den Notruf des Frachters vor Somalia aufgenommen. Kommandant Torsten Eickriede, der auch an der Auszeichnung seines Hubschrauberpiloten teilnahm, berichtete, dass man zunächst einen Hinterhalt befürchtete, dennoch aber Kurs auf die 200 Meilen entfernte Position nahm. Im Morgengrauen fand der Seaking des Marinefliegergeschwaders 5 in Kiel-Holtenau den in schwerer See mit Steuerbordschlagseite treibenden Havaristen. Ohne Probleme gelang es, acht Seeleute aus einer Insel zu bergen. Schwierigkeiten bereitete der äthiopische 1. Offizier, der sich ans Heck des Frachters klammerte. Von hier konnte ihn Frechen aber nicht aufwinschen, wäre sein Helikopter doch Gefahr gelaufen, mit den Masten oder Funkantennen des schwer arbeitenden Schiffes zu kollidieren. Es brauchte 20 Minuten Überzeugungsarbeit mittels Zeichensprache, ehe der verängstigte Seemann den Sprung in die brodelnde See wagte. Wenig später war er in Sicherheit gebracht. Die Situation war für Frechen ein deja-vu: 1998 war er bei der Evakuierung der "Pallas" ebenfalls im Einsatz gewesen und musste erleben, wie der Schiffsingenieur allein am Heck des brennenden Frachters zurück blieb, weil er sich nicht traute, über die Reling in die Nordsee zu springen. Erst als seine Crewkameraden an Land gebracht waren und der Hubschrauber zurückkehrte, gelang auch seine Rettung.

Ein Wermutstropfen bei der Ehrung von Frechen für seinen jüngsten Rettungseinsatz war der Umstand, dass weitere sechs Seeleute der "Able 1" nicht mehr lebend geborgen werden konnten. Ihrer wurde bei der Zeremonie in Kiel am 24. November gedacht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Tanker rammte Brücke
Montag, 24. November 2003, 17:26 Uhr

Am Vormittag 23.11.03 prallte auf dem Dortmund-Ems-Kanal ein in Ballast fahrender Tanker mit den Aufbauten seines Führerhauses an den Querträger einer stählernen Straßenbrücke bei Lüdingshausen. Der Kapitän des Schiffes, der bei der Havarie unverletzt gebleiben war, flüchtete von Bord und wurde an seinem Duisburger Wohnort gestellt. Dabei wurden die Brücke abgerissen sowie elektronische Anlagen beschädigt. Die Brücke wurde bis zum Abschluss der Schadensuntersuchungen vorsorglich komplett für den Straßenverkehr gesperrt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kollision im Nord-Ostsee-Kanal
Montag, 24. November 2003, 17:27 Uhr

Am frühen Abend des 22. November kam es auf dem Nord-Ostsee-Kanal zu einer Kollision. Die westwärts fahrende "Fast Will" aus Holland fuhr dem in der Weiche Fischerhütte wartenden deutschen Frachter "Lass Uranus" ins Heck. Davor hatten zwei mit demselben Kurs laufende Schiffe ohne Probleme die "Lass Uranus" überholt. Es entstand erheblicher Sachschaden an beiden Schiffen, über die zudem ein Fahrverbot verhängt wurde. Gegen Kapitän und Rudergänger des Holländers wurden Sicherheitsleistungen verhängt. Die Brunsbütteler Wasserschutzpolizei nahm Ermittlungen zum Ungklückshergang auf.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachtschiff in Ems havariert
Sonntag, 23. November 2003, 00:07 Uhr

Ein niederländisches Frachtschiff ist auf der Ems auf einen querliegenden Damm der Uferbefestigung gefahren. In das Schiff drang Wasser ein und es sank ab. Für die Wasserschutzpolizei sei die Unfallursache noch unklar, sagte ein Sprecher in Emden am Samstag.
Das mit 1.100 Tonnen Gips beladene Binnenschiff "Spes" drohte zunächst auseinanderzubrechen. Nach Angaben des Sprechers war am Samstagnachmittag die Gefahr gebannt. Die Feuerwehr hatte zeitgleich damit begonnen, die 5.500 Liter Treibstoff abzupumpen und eine Ölsperre auf der Ems gelegt. Für die vier Mann starke Besatzung bestand nach Polizeiangaben keine Gefahr. Unklar ist noch, wann das außerhalb des Fahrwassers liegende Schiff geborgen werden kann. Der Unfall ereignete sich am späten Freitagabend in der Nähe von Oldersum (Ostfriesland). Die "Spes" war auf dem Weg ins niederländische Delfzijl.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Fährgondel in Venedig gekentert
Samstag, 22. November 2003, 07:41 Uhr

Venedig - Eine mit 14 Insassen besetzte Gondel ist am Freitag auf dem Canal Grande in Venedig gekentert. Die zwölf Passagiere und zwei Gondoliere wurden nach Polizeiangaben gerettet, niemand wurde verletzt. Die Ursache des Zwischenfalls in der Nähe der Anlegestelle San Toma war zunächst nicht bekannt. Offenbar hätten sich zu viele Passagiere auf einer Seite aufgehalten, so dass das Boot Schlagseite bekommen habe, erklärte die Polizei. Die Gondel war als eine Art Fähre eingesetzt; derartige Boote sind schwerer und breiter als die bei Touristen beliebten kleineren Gondeln. An Bord befanden sich ausschließlich Venezianer, darunter mehrere Kinder.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Airline befreit Passagiere von brennender Fähre
Donnerstag, 20.11.03

Einen Tag nach dem Brand auf der griechischen Fähre "Knossos Palace" konnte der Ablauf des Unglücks rekonstruiert werden. Ausgangspunkt war ein Lkw, der Feuer gefangen hatte, kurz bevor das Schiff um kurz nach sechs mit 1040 Passagieren und 100 Fahrzeugen an Bord von Piräus kommend im kretischen Heraklion einlaufen wollte. Die Hitzeentwicklung verursachte anschließend einen Kurzschluss, der ein Vordringen der Besatzung auf das Wagendeck verhinderte, weil die Luken nicht mehr zu öffnen waren. Dann ging die bordeigene Sprinkleranlage an und vermochte das Feuer binnen weniger Minuten zu löschen. Bis dahin war das Schiff allerdings so verqualmt worden, dass es auf normalen Wegen nicht mehr zu verlassen war. Hilfe kam erst von der Fluggesellschaft Olympic Airways, die Notleitern und mobile Treppen zur Verfügung stellte. Die letzten Passagiere verließen den Havaristen erst sechs Stunden später. Die Behörden untersuchen nun, warum in Heraklion kein entsprechendes Gerät für Notfälle vorrätig war.
Quelle: Tim Schwabedissen

Trawler schlug in der Nordsee leck
Mittwoch, 19. November 2003, 11:31 Uhr

Fast hätte der ausrangierte britische Trawler "Cirolana" seine zweite Laufbahn als Versorger nicht erlebt. Auf der Überführungsfahrt von Schottland nach Cuxhaven kam es in der schweren See eines Sturmtiefs zu einem Wassereinbruch auf dem Schiff, der starke Schlagseite verursachte. Nur dank des umsichtigen Handelns des Kapitäns vom Schlepper "Tow 3" konnte der Heckfänger vor dem drohenden Untergang bewahrt werden und erreichte am 16. November Cuxhaven, wo er im Amerikahafen vertäut wurde. Dem Schlepperkapitän wurde von seinem Chef anschließend hohe Seemannschaft attestiert. Das 72 Meter lange und 14 Meter breite Schiff war von einem schwedischen Millionär erworben worden. Auf den Umbauauftrag hofft die Bremerhavener Mützelfeldtwerft.
Quelle: Tim Schwabedissen

Feuer auf griechischer Fähre
Mittwoch, 19.11.03

Am frühen Morgen des 19 November brach auf der griechischen Fähre "Knossos Palace" ein Feuer aus, dass seinein Ausgang in einem mit Kosmetik-Spraydosen beladenen Lkw nahm. In den Autodecks kam es daraufhin zu einer starken Verqualmung. Noch während die Besatzung das Feuer bekämpfte, machte die Fähre im kretischen Hafen Heraklion fest, wo die über tausend Passagiere ausgeschifft wurden. Die Evakuierung wurde durch die Rauchbildung erheblich erschwert. Dennoch wurde niemand verletzt und das Feuer von der Crew kurz darauf gelöscht. Die "Knossos Palace" wurde wie auch ihr Schwesterschiff "Festos Palace" im Jahr 2000 auf der italienischen Fincantieri-Werft erbaut. Die 32 Knoten schnelle Fähre fasst 1000 Autos und 2200 Passagiere.
Quelle: Tim Schwabedissen

"QM2": Brücke zu schwach
Dienstag, 18. November 2003, 21:30 Uhr

Paris - Zwei Tage nach dem Unglück auf der "Queen Mary 2" im Trockendock von Saint Nazaire (15 Tote) ist es der Polizei gelungen, den Hergang zu rekonstruieren. Danach knickte die zehn Meter lange und 1,50 Meter breite Brücke zwischen Kai und Schiff zunächst in der Mitte ein und löste sich aus der Verankerung an der Landseite. An der Schiffsseite festgehalten, schlug die Gangway an die Wand der "QM2". Die meisten der 50 Menschen auf der Brücke stürzten 20 Meter in die Tiefe. Als sich unter dem Gewicht der Eisenkonstruktion auch die Verankerung an der Schiffsseite löste, fiel die Brücke auf die am Boden liegenden Menschen.

Eine Zeitung berichtet, dass die Brücke einen Tag vor der Katastrophe noch ausgetauscht worden war. Aber auch der am Freitag neu errichtete Steg war für den Ansturm von 2600 Besuchern zu schwach, sagte ein Werft-Sprecher.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Mögliche Überlastung der «Queen Mary 2»-Landungsbrücke?
Dienstag, 18. November 2003, 17:34 Uhr

Saint-Nazaire (AP) Nach dem Unfall an der «Queen Mary 2» mit 15 Toten untersucht die Staatsanwaltschaft eine mögliche Überlastung der eingestürzten Landungsbrücke. Medienberichten zufolge befanden sich zum Zeitpunkt des Unglücks am Samstag etwa 50 Menschen auf dem schmalen Steg. Tausende Arbeiter der Alstom-Werft in Saint-Nazaire und das Parlament in Paris gedachten der Opfer am Dienstag mit Schweigeminuten.

Staatsanwalt Pierre-Marie Block erklärte, die «Ansammlung von Personen» könne ein Faktor bei dem Unglück vom Samstag gewesen sein. «Diese Art von Steg ist aber normalerweise für schwere Lasten ausgelegt», sagte er. «Alles hängt von den technischen Daten der Konstruktion ab.» Das müssten Gutachten klären. Am Vortag hatte der Staatsanwalt von wahrscheinlich mehreren technischen Problemen gesprochen und auch eine unzureichende Befestigung nicht ausgeschlossen.

Die Zeitung «Le Parisien» schrieb, eine Gruppe von 25 Personen sei gebeten worden, für eine Kontrolle ihrer Besucherausweise auf dem Metallsteg zu warten. Kurz darauf sei eine zweite Gruppe von 27 Reinigungsarbeitern gekommen. «Natürlich wollten die Arbeiter nicht anstehen. Sie haben uns gebeten, zur Seite zu gehen, damit sie ohne zu warten das Kreuzfahrtschiff betreten konnten», zitierte die Zeitung einen Überlebenden.

Die Landungsbrücke sei in Bewegung geraten, habe in der Mitte nachgegeben und sich am Kai gelöst, schrieb «Le Parisien». Auch der Radiosender Europe-1 sprach davon, dass der Steg überladen gewesen sei. Die Opfer stürzten 15 bis 20 Meter tief und schlugen auf den Betonboden des Trockendocks auf. Die ersten Toten wurden am Dienstag beigesetzt.

Die 1,40 Meter breite Landungsbrücke war nach Justizangaben am Freitag von einer Spezialfirma errichtet worden, nachdem die Werft Chantiers de l'Atlantique eine erste Gangway als zu schmal abgelehnt hatte.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

"Queen Mary"-Unglück hatte technische Ursache
Dienstag, 18. November 2003, 11:06 Uhr

Das Unglück beim Besteigen des Kreuzfahrtschiffs "Queen Mary 2" hat nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft mehrere technische Ursachen, sagte der Staatsanwalt von Saint-Nazaire, Pierre-Marie Block. Auf der Alstom-Werft war eine Gangway eingestürzt. 15 Menschen kamen ums Leben, 32 Menschen wurden verletzt. Juristisch sei die Verantwortung für das Unglück noch nicht geklärt, sagte Block. So müssten arbeitsrechtliche Aspekte und die Organisation von Werft-Besuchen aufgearbeitet werden. Auf der Werft wurden an Wochenenden gewohnheitsmäßig große Besuchergruppen empfangen. Mit einer Gedenkzeremonie nahm die Werft-Stadt Saint-Nazaire am 17. November von den Toten Abschied. Um 10 Uhr stand das öffentliche Leben in Saint-Nazaire still, das Schiffshorn des Luxusliners ertönte. Tausende Menschen versammelten sich zum Andenken an die Opfer am Trockendock, in dem das weltgrößte Kreuzfahrtschiff derzeit liegt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schutenuntergang durch Kollision hervorgerufen
Dienstag, 18. November 2003, 11:05 Uhr

Die am 13. November im Hamburger Hafen gesunke Schute wurde am Folgetag aus dem Elbwasser des Reiherstiegs gehoben. Bei der Untersuchung des Schiffskörpers wurde ein Riss festgestellt, der den Untergang herbeigeführt hatte. Er rührte offensichtlich von einer Kollision her. Daraufhin wurde begonnen, die Brücken, die der Schleppverband auf dem Weg vom Ruhelager zur Norderwerft passiert hatte, auf entsprechende Spuren abzusuchen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Jetzt 16 Tote bei "Queen Mary 2"-Unfall?
Sonntag, 16. November 2003, 15:55 Uhr

Zudem hätten sich 32 Menschen bei dem Unglück verletzt, sagte am Sonntag ein leitender Mitarbeiter des Industriekonzerns Alstom. Dem französischen Unternehmen gehört die Werft im westfranzösischen Saint-Nazaire, wo das weltgrößte Passagierschiff derzeit fertig gestellt wird. Bei den Opfern handele es sich um Werftarbeiter, deren Familienangehörige und Freunde sowie Mitarbeiter einer Reinigungsfirma, hieß es. Die Menschen hatten am Samstag das Schiff besichtigt. Als sie über eine Landungsbrücke auf den Ozeanriesen gelangen wollten, brach diese plötzlich zusammen. Die Menschen waren gut 25 Meter in die Tiefe auf den Boden des Trockendecks gestürzt.

Zwei der Verletzten hätten das Krankenhaus mittlerweile wieder verlassen, eine Person befände sich jedoch noch in ernstem Zustand, sagte der Alstom-Mitarbeiter. Er widersprach Medienberichten, denen zufolge Kinder unter den Toten gewesen sein sollen. Lediglich ein zehnjähriger Junge habe leichte Verletzungen bei dem Unglück erlitten. In der Nähe des Schiffs wurde in einer Kantine eine Leichenhalle eingerichtet, wo sich Angehörige der Opfer versammelten. Im Laufe des Sonntags wurden auch Frankreichs Präsident Jacques Chirac und Ministerpräsident Jean-Pierre Raffarin am Unfallort erwartet.

Die Unfallursache war zunächst unklar. Alstom-Sprecher sagten, die Landungsbrücke hätte normalerweise das Gewicht der Besucher ohne weiteres aushalten müssen. Facharbeiter des Unternehmens Endel, einer Tochterfirma des französischen Energieversorgers Suez, hatten die Gangway angebracht. "Wir sind bereit, mit den Ermittlungsbehörden zusammen zu arbeiten", sagte ein leitender Endel-Mitarbeiter. "Wir haben hunderte Gerüste für Schiffe während der Konstruktionsphase aufgestellt und wir haben es noch nie mit einer solchen Situation zu tun gehabt."

Die rund 800 Millionen Dollar teure "Queen Mary 2" steht kurz vor ihrer Fertigstellung. Am 12. Januar soll sie zu ihrer Jungfernfahrt vom britischen Southampton nach Fort Lauderdale im US-Bundesstaat Florida aufbrechen. 15 Tage soll die Atlantiküberquerung dauern. Für eine der Luxus-Kabinen müssen Passagiere rund 40.000 Dollar bezahlen.

Die "Queen Mary 2" ist etwa so lang wie vier aneinander gereihte Fußballfelder und ungefähr so hoch wie ein 23-stöckiges Gebäude. Sie bietet rund 3000 Passagieren Platz. An Bord gibt es unter anderem ein Planetarium und eine Kunstgalerie. Gebaut wird der Luxus-Liner für die zur Reederei Carnival gehörende Cunard Line, die 1936 bereits das legendäre Vorläufermodell "Queen Mary" auf Reisen über den Atlantik geschickt hatte.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Zwölf Tote bei Unglück auf Luxusliner "Queen Mary 2"
Samstag, 15. November 2003, 17:32 Uhr

Zwölf Besucher des luxuriösen Kreuzfahrtschiffs "Queen Mary 2", darunter mehrere Kinder, sind in der französischen Hafenstadt Saint-Nazaire von einer zusammenbrechenden Passagierbrücke in den Tod gerissen worden. 32 Menschen wurden laut Rettungsdiensten verletzt, zehn von ihnen schwer, als die Brücke bei einer Besichtigung des Schiffes in einer Werft nachgab und mehr als 40 Menschen bis zu 20 Meter in die Tiefe stürzten.

Die Opfer schlugen am Boden des Trockendocks auf. Zu den Unfallursachen liegen noch keine Erkenntnisse vor. Möglicherweise rutschte die zehn Meter lange Passagierbrücke zwischen dem 74 Meter hohen Schiff und dem Kai ab. Die meisten der Opfer sind Angehörige von Werftarbeitern, die das größte Passagierschiff aller Zeiten bis Ende des Jahres fertig stellen sollten, wie der Alstom-Konzern bekannt gab. Präsident Jacques Chirac kündigte für Sonntagnachmittag einen Besuch am Unglücksort an.

Der 345 Meter lange Luxusliner soll bisherigen Planungen zufolge noch vor Jahresende an die britische Reederei Cunard Line ausgeliefert werden. Erst am Dienstag war er nach einer Serie von technischen Tests auf hoher See wieder in die Werft eingelaufen. An den Tests hatten sich 400 Ingenieure und Techniker beteiligt. Zu den größten Herausforderungen zählte ein radikales Bremsmanöver, bei dem das Riesenschiff von seiner Spitzengeschwindigkeit in wenigen Minuten abgestoppt wurde, indem die Motoren mit voller Kraft rückwärts liefen.

In den vergangenen Wochen hatte der Luxusliner erste Hochseetests absolviert. Das Schiff hat Motoren mit einer Kraft von 157.000 PS und kann Geschwindigkeiten von rund 55 Stundenkilometern erreichen. Die "Queen Mary 2" bietet 2800 Passagieren Platz und soll vor allem die Transatlantik-Verbindung vom englischen Southampton nach Fort Lauderdale im US-Bundesstaat Florida bedienen sowie Luxus-Kreuzfahrten durch die ganze Welt unternehmen.

Am 12. Januar 2004 soll der Luxusliner voraussichtlich zu seiner ersten Jungfernfahrt, einer Atlantik-Überquerung, aufbrechen. Tickets für die zweiwöchige Tour wurden für Preise von 3100 Euro für eine Kabine ohne Ausblick bis zu 41.200 Euro für eine Suite mit 209 Quadratmetern angeboten. Die Baukosten des Luxusliners wurden mit mehr als 800 Millionen Euro angegeben, die Nutzungsdauer wurde auf 40 Jahre veranschlagt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Kreuzfahrer kollidiert mit Eisbrecher
Freitag, 14. November 2003, 14:00 Uhr

Am 13. November kollidierte der schwedische Kreuzfahrer "Silja Opera", 25.000 BRZ, vor der Hafeneinfahrt St. Petersburgs mit einem russischen Eisbrecher.
Beim Passieren des reichlich engen Meereskanals bei der Ausfahrt aus dem Hafen streifte die „Silja Opera“ den vor Anker liegenden Eisbrecher „Jermak“. Ein ganz ähnliches Malheur passierte bereits vor zwei Monaten an fast genau derselben Stelle, als die „Silja Opera“ zwei Frachtschiffen zu nahe kam. In beiden Fällen stand derselbe Lotse auf der Brücke der schwedischen Fähre.
Bei dem Zusammenstoß wurden neben anderen Sachschäden mehrere Rettungsboote des 160 Meter langen Passagierschiffes demoliert. Verletzte waren nicht zu beklagen. Die Schuldfrage ist noch ungeklärt. Die "Silja Opera" konnte nach einer Inspektion ihre Reise nach Helsinki fortsetzen. Bereits im September war sie im gleichen Hafen mit einem Kran und mehreren kleinen Schiffen kollidiert. Die "Silja Opera" war 1992 in Finnland erbaut worden und ist für 1.400 Passagiere zugelassen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Ein Toter bei Schlepperuntergang in Finnland
Freitag, 14. November 2003, 14:00 Uhr

Am Abend des 13. November sank bei einem Schleppeinsatz der finnische Schlepper "Pegasos" in Helsinki. Der Schlepper war am Containerschiff "MSC Hina" festgemacht, als sich das Unglück gegen 21 Uhr ereignete. Ein Crewmitglied der "Pegasos" wird seither vermisst. Die "MSC Hina" ist eins der größten Containerschiffe, die die Ostsee befahren. Sie befand sich auf ihrer ersten Reise nach Helsinki.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schute im Hamburger Hafen gesunken
Freitag, 14. November 2003, 14:00 Uhr

In den frühen Morgenstunden des 13. November sank im Hamburger Hafen eine Schute. Der 20 Meter lange Schlepper "Favorit" hatte mit ihr und weiteren fünf Schuten, jede von ihnen mit 190 Tonnen Mais beladen, vom Rethe Ruhelager abgelegt. Kurz darauf bemerkt der Schlepperführer, dass eine von ihnen absackte. Der Kapitän löste sie im nördlichen Reiherstieg aus dem Schubverband und machte an der Norderwerft fest. Inzwischen war aber so viel Wasser in die Schute eingedrungen, dass sie 80 Meter nördlich von dessen Dock I unterging. Die Wasserschutzpolizei nahm Ermittlungen auf.
Quelle: Tim Schwabedissen

Bisamratte versenkt Schiff
Freitag, 14. November 2003, 06:41 Uhr

Ermatingen - Eine nagelustige Bisamratte ist vermutlich daran Schuld, dass im Hafen der Thurgauer Unterseegemeinde Ermatingen ein Motorschiff sank. Die Seepolizei hat es am Mittwoch geborgen.
Das Schiff war nach Polizeiangaben gesunken, weil im Auspuffschlauch Löcher waren. Diese hatte ein Tier hineingebissen, möglicherweise eine Bisamratte.
Passanten hatten nach Polizeiangaben am Mittwochmorgen entdeckt, dass im Ermatinger Hafen ein Motorschiff mit dem Heck auf Grund lag. Die alarmierte Seepolizei barg das Schiff und legte zur Verhinderung einer Gewässerverschmutzung rund 30 Meter Vlies um das Schiff. Dieses sollte womöglich auslaufenden Treibstoff aufsaugen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Brechstange verletzte Seemann tödlich
Mittwoch, 12. November 2003, 15:50 Uhr

Bremerhaven - Bei einem Bootsunfall mit einer Brechstange ist in Bremerhaven ein philippinischer Seemann ums Leben gekommen. Der 29-Jährige hatte mit der Brechstange eine verklemmte Leine aus einer Winde befreien wollen. Dabei traf die Stange den Matrosen mit solcher Wucht am Kopf, dass der Mann noch an der Unfallstelle starb. Der genaue Hergang sei noch nicht geklärt, die Ermittlungen dauerten an, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei am Mittwoch. Das Unglück auf dem unter koreanischer Flagge fahrenden Autotransporter «Auto Atlas» hatte sich bereits am Dienstag ereignet.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Winterpause: "Tricolor"-Bergung unterbrochen
Mittwoch, 12.11.03

Die Bergung des Wracks der "Tricolor" wurde nach einem zunächst dreiwöchigen Arbeitsstopp jetzt auf unbestimmte Zeit unterbrochen. Ein sicherer Fortgang der Arbeiten würde eine längere stabile Wetterperiode voraussetzen, die auf der Basis langjähriger Statistiken erst wieder im April/Mai 2004 zu erwarten ist. Bisher war es gelungen, die "Tricolor" in neun Sektionen zu zerschneiden und fünf von ihnen zu heben. Sie werden derzeit in Zeebrugge verschrottet. Vor der Wiederaufnahme der Bergungsaktion wird eine mehrtägige Vorbereitungszeit vonnöten sein, um die Schiffe, Besatzungen und Ausrüstung in Marsch zu setzen. Auch das erneute Verankern der Schwimmkräne und Bargen ist zeitaufwändig, so dass ein kurzfristiges Handeln nicht möglich ist. Aus diesem Grund muss die gesamte Sturmperiode jetzt abgewartet werden. Die auf dem Meeresgrund verbliebenen Teile der "Tricolor" sind durch die Schneideoperation und den Seegang strukturell geschwächt. Auf ihrer Position bleiben Markierungsbojen verankert. Außerdem findet eine Seeüberwachung statt. Damit soll auch sichergestellt werden, dass ein Austritt der noch rund 1,5 % Öl, die von der ursprünglichen Menge noch an Bord vermutet werden, nicht unbemerkt austreten. Bei Wiederaufnahme der Bergungsarbeiten wird auch ein Ölbekämpfungsschiff abgeordnet werden. In den Wrackteilen befindet sich weiterhin der überwiegende Teil der Autoladung. Etliche der Fahrzeuge liegen inzwischen auch auf dem Meeresgrund. Deswegen wird nicht ausgeschlossen, dass einzelne Teile sich lösen und aufschwimmen. Bis zur Räumung der Wrackteile und - soweit noch möglich - auch der herausgefallenen Ladung wird ein Augenmerk darauf gerichtet, Umweltrisiken durch diese Trümmer zu minimieren.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schiffsunglück im Bosporus
Dienstag, 11. November 2003, 17:47 Uhr

Istanbul - In schlechtem Wetter ist im Bosporus ein georgischer Frachter auf Grund gelaufen und in zwei Teile gebrochen. Wie der türkische Fernsehsender NTV am Dienstag berichtete, wurde die 25-köpfige Besatzung unverletzt gerettet. Die «Svatoy Panteleymon» hatte keine Ladung an Bord. Sie war auf dem Weg von Tunesien in die Ukraine.

Der Frachter brach am Montagabend vor der Küste von Anadolufeneri in der Nähe des Schwarzen Meers auseinander und sank teilweise. Ein Teil seines Treibstoffs laufe aus, er stelle aber keine Gefahr für die Umwelt dar, berichtete der Sender. Der Bosporus ist eine der meistbefahrenen Schifffahrtsstraßen der Welt, jeden Monat passieren ihn fast 3.500 Schiffe. Die Meeresenge, an der Asien und Europa aufeinander treffen, teilt die zwölf Millionen Einwohner zählende Metropole Istanbul. Es kommt dort häufiger zu Schiffsunfällen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Segler wird vermisst
Dienstag, 11. November 2003, 06:37 Uhr

Staberhuk - Nach einem tragischen Seeunfall östlich von Fehmarn wird seit dem Wochenende ein 53-jähriger Segler aus Hessen vermisst. Eine mehrstündige große Suchaktion wurde am Abend ergebnislos eingestellt.

Das Unglück ereignete sich am Sonnabend rund anderthalb Seemeilen vor Staberhuk. Mit dem aus Möltenort stammenden, knapp zwölf Meter langen Segelboot "Lisa" war eine vierköpfige Crew aus Richtung Gedser kommend mit Kurs auf Fehmarn unterwegs. Als am frühen Nachmittag gegen 14.10 Uhr eine Halse gesegelt wurde, fiel bei östlichen Winden der Stärke sechs ein 53-jähriges Besatzungsmitglied über Bord. Seine Mitsegler leiteten sofort Rettungsversuche ein - aber vergeblich. In den nach Angaben der Wasserschutzpolizei Heiligenhafen bis zu zwei Meter hohen Wellen gelang es ihnen nicht, den über Bord gegangenen Mitsegler wieder aus der Ostsee zu holen.

Bis zum frühen Abend dauerte eine große Suchaktion, an der sich insgesamt sieben Schiffe beteiligten. Im Einsatz waren die "John T. Essberger" und die "Eduard Zimmermann" von der DGzRS, zwei Küstenmotorschiffe, außerdem ein Schiff des Bundesgrenzschutzes, das Mehrzweckschiff "Scharhörn" der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung sowie das Polizeiboot "Fehmarn" aus Heiligenhafen. Aus der Luft wurde die Suche durch den Rettungshubschrauber "Christoph 12" unterstützt. Ohne Erfolg: Um 19.02 Uhr musste die Suche ergebnislos eingestellt werden.

Der Vermisste trug zum Unfallzeitpunkt keine Rettungsweste. Er war mit einer blauen Hose und einer gelb-weißen Jacke der Firma "Helly Hansen" bekleidet. Die Wasserschutzpolizei Heiligenhafen hat die weiteren strafrechtlichen Ermittlungen aufgenommen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Wal erschlug Fischer mit Schwanzflosse
Montag, 10. November 2003, 13:25 Uhr

Wellington - Der Versuch, einen gefangenen Buckelwal zu befreien, hat einen neuseeländischen Fischer das Leben gekostet. Der Wal versetzte dem Mann mit seiner Schwanzflosse einen tödlichen Schlag, wie eine Lokalzeitung am Montag berichtete.
Ein Gericht hatte den Unfall, der sich bereits im Sommer ereignete, am Wochenende abschließend untersucht. Die Leiche des Verunglückten wurde nie gefunden, ein Tourist hatte den Vorfall aber von einem Walbeobachtungsschiff aus gefilmt. Auf dem Video war dem Zeitungsbericht zufolge zu sehen, wie der Fischer versuchte, den in einem Netz verhedderten Buckelwal zu befreien. Dann erschien die riesige Schwanzflosse des Wals auf dem Bildschirm und schlug heftig auf das Wasser herab - anschließend war der Fischer verschwunden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Brand auf der „Adler Baltica“
Besatzung konnte Feuer an Bord selbst löschen
Montag, 10. November 2003, 07:38 Uhr

Insel Usedom - 88 Fahrgäste und 13 Besatzungsmitglieder der „Adler Baltica“ kamen am Sonnabend bei einem Brand an Bord des Schiffes mit dem Schrecken davon. Gegen 15.43 Uhr wurde auf der Fahrt von Swinemünde nach Zinnowitz ein Brand in der Damentoilette gemeldet, wie der Usedomer Betriebsleiter der Insel- und Halligreederei Sven Paulsen, Alwin Müller, informierte. Durch den Brandschutztrupp konnte das Feuer unter Kontrolle gehalten werden. „Eine Gefahr für Schiff und Besatzung bestand nicht“, so Müller. Gegen 16.40 Uhr legte die „Adler-Baltica“ an der Heringsdorfer Seebrücke an. Dort wartete bereits die Feuerwehr, die den Brand endgültig löschen konnte. Der Einsatzleiter der Feuerwehr, Bob Bärwald, sprach der Besatzung ein Lob aus, die durch ihr schnelles Reagieren ein Übergreifen des Feuers auf den Fahrgastraum verhindern konnte. Der Transport der Fahrgäste nach Zinnowitz erfolgte anschließend mit der UBB. Witterungsbedingt machte sich eine Verlegung des Fahrgastschiffes in den Peenemünder Hafen notwendig. Dort wurde die „Adler-Baltica“ von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt. Gegenwärtig laufen die Untersuchungen zur Brandursache. Die Polizei schätzt den Schaden auf etwa 100 000 Euro.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Schatz eines vor 140 Jahren gesunkenen Schiffs entdeckt
Samstag, 08. November 2003, 17:35 Uhr

Savannah/USA - Amerikanische Forscher haben auf dem Grund des Atlantischen Ozeans einen fast 140 Jahre alten Schatz entdeckt. Es handele sich um die Goldvorräte des 1865 gesunkenen Dampfers «SS Republic», teilte die Firma Odyssey Marine Exploration am Freitag mit. Mindestens zwei Kisten voll Gold und 80 lose Münzen lägen 160 Kilometer vor der Küste des US-Staats Georgia im Meeressand vergraben.

Bei der Bergung der alten Geldstücke müsse man sehr vorsichtig vorgehen, sagte eine Unternehmenssprecherin: «Wir wollen sie nicht zerkratzen.» Zum Wert des Schatzes wollte sie sich nicht äußern, vorab hatte das Unternehmen ihn jedoch auf 120 Millionen Dollar (105 Millionen Euro) geschätzt. Odyssey Marine Exploration hatte zehn Jahre lang nach dem Schatz gesucht. Im August fanden Mitarbeiter die Stelle, an der die «SS Republic» in einen Hurrikan geraten und gesunken war. Nach Zeitungsberichten aus dem Unglücksjahr kamen dabei bis zu 17 Menschen ums Leben, wie die Firma mitteilte.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Fähre rammt Schlepper
Samstag, 08. November 2003, 11:06 Uhr

Wegen eines technischen Defekts rammte die Hadag-Fähre "St. Pauli" auf der Elbe mit 15 Fahrgästen an Bord den Schlepper "Accurat", der an der Neuen Schlepperbrücke Altona lag. Verletzt wurde niemand. An den Schiffen entstand Sachschaden. "St. Pauli"-Schiffsführer Hans-Werner D. bemerkte während der Fahrt, dass die Maschine nicht reagierte, leitete ein Notmanöver ein. Dabei wurde sein Schiff so langsam, das der Aufprall mit der "Accurat" glimpflich verlief.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Betrunkener Kapitän rammte Zollponton
Freitag, 07. November 2003, 13:40 Uhr

Am Nachmittag 5. November kollidierte ein 142 Meter langer Schubverband in Hamburg mit der Pontonanlage am Zollponton Überseebrücke (Hamburg-Neustadt). Dabei entstand landseitig ein Sachschaden in Höhe von mehreren tausend Euro. Menschen kamen nicht zu Schaden. Ermittlungen der Wasserschutzpolizisten ergaben, dass der 51-jährige Schiffsführer zum Kollisionszeitpunkt unter Alkoholeinfluss stand. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von 2,01 Promille. Dem 51jährigen Polen wurde daraufhin eine Blutprobe entnommen. Die Beamten zogen von ihm 700 Euro Sicherheitsleistung ein.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kutter sank vor Fraserburgh
Donnerstag,06.11.03

In den Frühstunden des 6. November schlug der schottische Kutter "Hawthorn" 30 Seemeilen nordöstlich seines Heimathafens Fraserburgh leck und funkte Notrufe, da die Pumpen das eindringende Wasser nicht zu bewältigen vermochten. Die Küstenwache in Aberdeen schickte einen Hubschrauber aus Lossiemouth zur angegebenen Position. Binnen 20 Minuten nach dem SOS waren auch zwei Versorger sowie der Fischfänger "Favonius" bei der "Hawthorn" eingetroffen. Dieser übernahm eines der drei Besatzungsmitglieder. Eineinhalb Stunden nach dem Wassereinbruch verschlechterte sich die Situation auf dem Havaristen weiter, so dass die beiden verbliebenen Seeleute auch von Bord gingen. Um 5.15 sank das 19 Meter lange Schiff im Atlantik. Die drei Schiffbrüchigen wurden unverletzt an Bord des Helikopters genommen und nach Lossiemouth gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Trawler sank vor Schottland
Donnerstag, 06. November 2003, 10:35 Uhr

Kurz vor Mitternacht kam es in der Nacht zum 30. Oktober auf dem Fischtrawler "Fairway" zu einem Wassereinbruch im Maschinenraum. Das 24 Seemeilen nordwestlich von St. Kilda, Westschottland, stehende Schiff begann daraufhin schnell zu sinken. Notrufe alarmierten den neun Seemeilen entfernten Fischfänger "Fairmorn" sowie einen Rettungshubschrauber aus Stornoway. Als sie an der gemeldeten Position der "Fairway" eintrafen, hatte sich deren Crew bereits in eine Rettungsinsel geflüchtet, aus der sie von der "Fairmorn" aufgenommen wurde. Mit den Geretteten an Bord lief das Schiff am Vormtitag des 30. Oktober in Breasclete an der Westküste der Isle of Lewis ein. Ein Vertreter der Küstenwache sagte zur unversehrten Rettung der Fischer, sie hätten Glück gehabt, dass sich ein anderes Schiff in der Nähe befunden habe und die Wetterbedingunen mit drei Beaufort aus Südwest und leichter Schwell günstig gewesen seien.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter nach Kanalkollision nun mit Schlepperhilfe
Mittwoch, 05.11.03

Vorsorglich mit Schlepperhilfe lief am 5. November der maltesische Frachter "Kimolian Earth", 7110 BRZ, von der Ostsee kommend in die Kieler Schleusen des Nord-Ostsee-Kanals ein. Als er vier Tage zuvor aus der Nordsee in den Kanal einschleuste, hatte er den Tanker "Chrystal Pearl", 5677 BRZ, nach einem Maschinenversager ins Heck gerammt. Bei der neuerlichen Kanalpassage wollte man in Kiel nun offenbar auf Nummer sicher gehen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Neue Aussagen zur Fährkollision in New York
Mittwoch, 05. November 2003, 13:29 Uhr

Am 4. November machte ein Besatzungsmitglied der "Andrew J. Barberi", deren Kollision mit einer Kaimauer vor Staten Island vor knapp drei Wochen 10 Menschen das Leben kostete und 65 verletzte, eine überraschende Aussage zum Unglückshergang. Während bisher angenommen wurde, dass der Rudergänger Richard Smith kurz vor dem Zusammenstoß zusammengebrochen war, sagte Maat Robert Rush, der hinter ihm stand, nun aus, dass eine Ohnmacht von hinten nicht erkennbar gewesen sei. Sekunden nach der Kollision habe er "oh, mein Gott" ausgerufen. Bisher war davon ausgegangen worden, dass Smith unter Medikamenteneinfluss stehend die Kontrolle über das Schiff verloren habe. Smith hatte nach dem Unglück versucht, sich das Leben zu nehmen und konnte bisher nicht angehört werden.
Rush bestätigte in seiner Aussage weiterhin bisherige Ermittlungsergebnisse, nach denen Kapitän Michael Gansas sich entgegen der Vorschriften während des Einlaufmanövers nicht im Ruderhaus aufgehalten habe. Gansas hat eine eigene Aussage bislang unter dem Hinweis verweigert, er brauche Zeit, um sich von dem Schock zu erholen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schwelbrand auf Kohlenfrachter
Dienstag, 04. November 2003, 17:41 Uhr

Auf einem 230 Meter langen Kohlenfrachter im Industriehafen von Bremen ist ein größerer Schwelbrand ausgebrochen. Das Schiff aus Singapur hat nach Angaben der Feuerwehr in sieben Luken jeweils 5000 Tonnen Kohle geladen. In einer der Luken sei vermutlich infolge Selbstentzündung ein Brand entstanden. Die Löscharbeiten werden vermutlich zwei bis drei Tage dauern. Trotz des Rauchs bestehe keine Gesundheitsgefährdung für die Besatzung, hieß es. Das 32 Meter breite Schiff sei fünfeinhalb Wochen unterwegs gewesen, sagte ein Feuerwehrsprecher. Gestern Nachmittag wurde die Luke geöffnet und mit der Brandbekämpfung begonnen. Ein Löschboot hat längsseits des Frachters angelegt. Wegen des starken Windes könne die Kohle derzeit nicht per Kran entladen werden, hieß es. Die Feuerwehr versuche, den Brand niedrig zu halten.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Schubverband rammte Mainschleuse
Montag, 03.11.03

Am Vormittag des 3. November kollidierte ein auf Talfahrt befindlicher Schubverband auf dem Main mit dem Torsteg der Schleuse Eddersheim. Die zu Tal fahrende Einheit hatte 1432 Tonnen Sonnenblumenkerne geladen. Beim Einlaufen gelang es dem Kapitän nicht rechtzeitig, aufzustoppen, woraufhin er das Tor rammte und beschädigte. Die Schleuse musste von der Frankfurter Wasserschutzpolizei gesperrt und auf ihre Funktionsfähigkeit hin überprüft werden. Bis zum VOrliegen der Untersuchungsergebnisse konnte keine Schadenshöhe beziffert werden. Ursache der Kollision war nach bisherigen Erkenntnissen eine zu hohe Einlaufgeschwindigkeit.
Quelle: Tim Schwabedissen

Verschollener Frachter vor Australien entdeckt
Sonntag, 02. November 2003, 18:46 Uhr

Sydney - 29 Jahre lang galt das australische Frachtschiff "Booya" als verschollen, jetzt haben Taucher das Wrack auf dem Meeresgrund vor Nord-Australien entdeckt. Selbst die Marine hatte damals drei Jahre lang gesucht - allerdings ohne Ergebnis. Das Wrack habe in nur 20 Metern Tiefe gelegen und sei in gutem Zustand, sagte das Mitglied der Tauchmannschaft, Rick Weisse, dem australischen Rundfunksender ABC am Samstag. Es solle nun nach Überresten der fünfköpfigen Besatzung gesucht werden. Weisse vermutet, dass auch das Innere des Schiffes noch gut erhalten ist, da Türen und Bullaugen verschlossen seien.
Der 36 Meter lange Frachter war den Angaben zufolge am Weihnachtsabend 1974 vor der Küste Nordaustraliens in einen schweren Sturm geraten und hatte noch ein Notsignal ausgesandt. Danach galten Schiff und Mannschaft als verschollen. Auch Suchaktionen der Marine über drei Jahre hinweg hatten keinerlei Anhaltspunkte ergeben.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Große Suche nach kleiner Kollision
Samstag, 01.11.03

Am Abend des 1. November kollidierte das Baggerschiff "Donald Redford" mit der Hythe Pier in Southhampton. Obwohl an dem Schiff nur geringer Schaden entstand, wurde eine größere Rettungsaktion gestartet, weil niemand sagen konnte, ob sich bei dem Zusammenstoß Menschen auf der Mole befunden hatten, die dabei möglicherweise ins Wasser stürzten. Ein Coastguard-Hubschrauber startete von einem Horst am Solent River, Rettungsteams sowie das Rettungsboot von Calshot bagaben sich zur Kollisionsstelle und begannen mit Infrarotkameras und Scheinwerfern eine Suchaktion. Solange nicht mit letzter Sicherheit gesagt werden konnte, ob Menschen zu Schaden kamen, sollte die Aktion fortgesetzt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kollision in Brunsbütteler Kanalschleuse
Samstag, 01.11.03

In den Frühstunden des 1. November kam es in der Brunsbütteler Schleuse zu einer Kollision. Gegen fünf Uhr kollidierte ein 7110 BRZ großer maltesischer Frachter mit einem bereits in der Kammer festgeamchten luxemburgischen Tanker von 5677 BRZ. Der einlaufende Frachter rammte mit seinem Wulstbug das Heck des in Ballast hoch aus der Last liegenden Tankers. An beiden Schiffen entstand Sachschaden. Auslöser der Havarie war das Versagen der Anlassluftanlage der Hauptmaschine des Frachters, der daraufhin nicht mehr aufstoppen konnte.
Quelle: Tim Schwabedissen

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