EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv Dezember 2003

Last update: Donnerstag, 01. Januar 2004, 13:42 Uhr

Griechische Fähre vor Seriphos auf Felsen aufgelaufen
(28.12.2003) Athen - Die griechische Fähre «Express Apollon» mit 266 Passagieren an Bord ist am Sonntag vor der Ägäisinsel Serifos auf Felsen aufgelaufen. Wie das Handelsmarine-Ministerium mitteilte, wurde niemand an Bord des Schiffes verletzt. Die Passagiere seien noch an Bord, und es würden Vorbereitungen getroffen, sie an Land zu bringen, sagte ein Sprecher. Das Unglück ereignete sich den Angaben zufolge beim Manövrieren der Fähre im Hafen von Serifos, etwa 145 Kilometer südöstlich von Athen. Ziel der Fähre war der Hafen von Piräus.
Die «Express Apollon» (118,10 m Lüa) wurde 1973 in Frankreich gebaut und verkehrte unter dem Namen SENLAC für Sealink zwischen Dieppe et Newhaven, bevor sie an Hellas Ferries nach Griechenland verkauft wurde.
Der Hafen von Leivadion, der Haupthafen der Insel, gilt als sehr sicher, die Ansteuerung wird als einfach beschrieben. Auch das Wetter war mit 5-10 kn Wind aus SSW nicht problematisch.
Die Fähre gehört zu derselben Reederei, wie die "Express Samina", die am 26. September 2000 gegen die 'Portales'-Felsen vor Paros stieß, während Kapitän und Crew ein Fussballspiel der Champions League (Hamburger SV / Panathinaikos Athen) anschauten (siehe SOS-Archiv).
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Havarierter Erzfrachter in der Ostsee freigeschleppt
(26.12.2003) Darsser Ort - Das mit 2000 Tonnen Erz beladene Frachtschiff, das vor Zingst auf Grund gelaufen war, ist am Freitag freigeschleppt worden. Wie das Innenministerium in Schwerin mitteilte, konnte der Frachter einer schwedischen Reederei nach wenigen Stunden von zwei Rostocker Schleppern aus seiner Notlage befreit werden. Das unter der Flagge eines Karibikstaates fahrende Schiff sei nicht beschädigt worden, Schadstoffe seien nicht in die Ostsee ausgetreten. Die Unglücksstelle lag am Rand des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Acht Seeleute aus der Ägäis gerettet
(24.12.2003) Athen - Die griechische Küstenwache hat acht ukrainische Seeleute von einem sinkenden Frachtschiff in der Ägäis gerettet. Die unter nordkoreanischer Flagge fahrende «Elizabeth» war am Mittwochmorgen südlich der Ferieninsel Santorini in stürmischer See auf einen Felsen aufgelaufen und Leck geschlagen, wie das Ministerium für die Handelsschifffahrt in Athen mitteilte. Das Boot kam von Port Said in Ägypten und sollte eine Ladung Zement nach Bari in Süditalien bringen. Die acht Seeleute wurden von einem Hubschrauber geborgen und sicher nach Santorini gebracht.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Polizei sucht weiter Täter nach Mord an Marinesoldatin
(24.12.2003) Eckernförde/Kiel - Im Mordfall der erwürgten 19-jährigen Marinesoldatin aus Eckernförde kann die Staatsanwaltschaft auch sechs Tage nach dem Verbrechen keinen Erfolg vermelden. «Wir haben noch immer keinen Täter», sagte Oberstaatsanwalt Uwe Wick am Dienstag.

Wie jedoch aus Marinekreisen in Eckernförde durchsickerte, gehen die Ermittler offenbar davon aus, dass ein speziell ausgebildeter Kampfschwimmer mit Einzelkämpferausbildung für die Tat verantwortlich ist. Diese Elite-Soldaten seien psychologisch geschult und durch Polizeiverhöre «nicht so ohne weiteres zu knacken», wie es ein Marineangehöriger formulierte. Ohne verwertbare Indizien oder DNA-Material sei dem mutmaßlichen Täter kaum etwas zu beweisen.

Die Obermaatin hatte in der Todesnacht von Mittwoch auf Donnerstag vergangener Woche mit ihren Kameraden vom Minentaucherboot «Mühlhausen» in der Eckernförder Discothek K 7 getanzt und gefeiert. In der Nacht kehrte die Obermaatin mit einer Kameradin und einem Soldaten in den Marinestützpunkt zurück. Während ihre Kameradin Wache schob, blieb das spätere Mordopfer in ihrer Kammer. Hier wurde sie später erwürgt gefunden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Mindestens 20 Menschen nach Schiffsuntergang gerettet
(23.12.2003) - Manila - Von 75 Menschen an Bord einer auf den Philippinen gesunkenen Fähre sind mindestens 20 gerettet worden. Die anderen wurden nach Angaben der Marine vom Dienstag noch vermisst. Die Geretteten wurden am Montagabend von dem panamaischen Tanker "Pacific Valor" in rauer See aufgenommen. Unter den Überlebenden waren drei Kinder. Die Marine entsandte ein Schiff zur "Pacific Valor", um die Geretteten zu übernehmen.

Die Fähre "Piary" hatte am Samstag von der Inselgruppe Cagayan de Tawi-Tawi in der Sulusee abgelegt und war auf dem Weg nach Brookes Point auf Palawan. In einem Notruf vom Sonntag hieß es, das Schiff sei leck geschlagen und nehme Wasser auf. Zu diesem Zeitpunkt befand sich die "Piary" nach Angaben der Küstenwache rund 100 Kilometer von Brookes Point entfernt. An Bord befanden sich 69 Passagiere, darunter sieben Kinder im Alter zwischen ein und zehn Jahren, sowie sechs Besatzungsmitglieder.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Tanker vor Vietnam havariert
(22.12.2003) - Nach der Havarie eines Tankers vor einem der beliebtesten vietnamesischen Urlaubsorte haben Soldaten und Rettungshelfer mit dem Abpumpen von 2000 Tonnen Öl aus dem Schiff begonnen. Mehr als hundert Familien vor Ort sind auf eine mögliche Evakuierung vorbereitet worden. Bisher wurden bereits 700 Tonnen Öl an Land gepumpt. Das auslaufende Öl sei unter Kontrolle, es seien lediglich einige Ablagerungen im Wasser entdeckt worden. Nach Angaben eines Sprechers in Hanoi sei noch zu früh, um Angaben über die Umweltschäden zu machen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schwere Kollision im Nord-Ostsee-Kanal
(22.12.2003) - Am Abend des 19. Dezember kam es auf dem Nord-Ostsee-Kanal zu einer schweren Kollision. Das deutsche Kümo "Bounder", 1984 BRZ, des Marner Reeders Erwin Strahlmann kam wegen eines Fehlers des Steuermanns ziwshcen den Weichen Breiholz und Oldenbüttel vom Kurs ab und rammte daraufhin den von Brunsbüttel kommenden deutschen Frachter "BBC Sweden", 3198 BRZ. Die in Gibraltar registrierte "BBC Sweden" der Reedrei Briese erreichte noch den Kieler Nordhafen. Dort wurde über den im Bereich des Laderäums erheblich beschädigte Schiff von der Wasserschutzpolizei ebenso wie bereits über den Kollisionsgegner ein Auslaufverbot verhängt. Noch am Wochenende begannen die Reparaturarbeiten an dem erst in diesem Frühjahr von einer rumänischen Werft abgelieferten, 100 Meter langen Schiffes. Die 89 Meter lange "Bounder" machte mit einem großen Loch im Bugbereich am Südkai des Brunsbütteler Industriehafens fest. Der Gesamtschaden beträgt rund 250.000 Euro. Menschen kamen nicht zu Schaden. Die Wasserschutzpolizei Rendsburg leitete gegen den Rudergänger der "Bounder" ERmittlungen wegen Gefährdung des Schiffsverkehrs ein.
Quelle: Tim Schwabedissen

Fähre in der Sulusee vermisst
(22.12.2003) - Am 21.12. setzte die philippinische Fähre "Piary" auf dem Weg nach Brookes Point, Palawan, einen Notruf ab. Sie war am Vortag mit 68 Menschen an Bord von der Inselgruppe Cagayan de Tawi-Tawi in die Sulusee auslgelaufen. Der Funker meldete, das Schiff sei leck geschlagen und nehme Wasser auf. Zu diesem Zeitpunkt befand sich die «Piary» nach Angaben der Küstenwache rund 100 Kilometer von Brookes Point entfernt. Eine Suche nach dem Havaristen verlief bislang ergebnislos.
Quelle: Tim Schwabedissen

Marine-Soldatin offenbar auf Schiff getötet
(21.12.2003) Eckernförde/Kiel – Eine 19-jährige Obermaatin der Marine ist in Eckernförde einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen.
Der gewaltsame Tod konnte auch am Wochenende noch nicht aufgeklärt werden. Die Untersuchung beschränkt sich nicht auf den Kreis der Besatzung, betonte der zuständige Kieler Oberstaatsanwalt Uwe Wick am Sonntag. „Es wird in alle Richtungen ermittelt.“ Die Ermittler seien „ganz intensiv dran, haben aber noch keinen Täter“, hatte er am Vortag gesagt. Die junge Frau war am Donnerstagmorgen tot an Bord des Schiffes entdeckt worden, das im Eckernförder Hafen lag. Die Obduktion sei abgeschlossen, sagte Wick. „Die Ergebnisse der Untersuchung werden wegen der noch laufenden Ermittlungen aber nicht veröffentlicht.“ Der Oberstaatsanwalt wollte nicht bestätigen, dass die Soldatin erwürgt worden sei. Das Boot sei inzwischen in seinen Heimathafen Olpenitz in Schleswig-Holstein zurückgekehrt.
Todeszeitpunkt sei nach den bisherigen Erkenntnissen die Nacht von Mittwoch auf Donnerstag gewesen, hieß es. Außer der jungen Frau sollen an Bord die 34-köpfige Stammbesatzung sowie mehrere Auszubildende gewesen sein. Nach Auskunft eines Marine-Sprechers vom Sonntag hat es sich um die „ganz normale Besatzung“ gehandelt, Kampfschwimmer und Minentaucher seien nicht an Bord gewesen. Das 63 Meter lange Schiff gehört seit Juli dieses Jahres zu den Spezialeinsatzkräften der Marine.
Aus ermittlungstaktischen Gründen wurden auch keine Einzelheiten über die Todesart bekanntgegeben. Die Nachforschungen konzentrieren sich derzeit auf die Crew des Schiffes.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Flüchtlingsboot in der Ägäis gesunken
(20.12.2003) - Am Abend des 20.12. sank ein Holzboot mit rund 60 jordanischen, irakischen und afghanischen Flüchtlingen kurz nach dem Auslaufen aus dem türkischen Marmaris auf dem Weg zur griechischen Insel Rhodos in der Ägäis. Ein überlebender Iraner im Meer treibend gefunden. Er hatte an eine Planke geklammert überlebt. Nach seinen Angaben war das Boot vor der türkischen Küste leckgeschlagen und unmittelbar darauf gesunken. Rettungskräfte machten sich mit Schiffen und Hubschraubern auf die Suche nach Überlebenden, jedoch fanden sie bis zum Folgeabend lediglich sieben Tote. An Bord des Schlepperschiffes waren auch Kinder und Frauen gewesen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kambodschanischer Tanker läuft in der Ägäis auf Grund
(18.12.2003) Athen - In der Ägäis ist ein unter kambodschanischer Flagge fahrender Tanker in einem Orkan auf Grund gelaufen, wie das griechische Ministerium der Handelsmarine am Donnerstag mitteilte. Nach einem Riss im Rumpf sei das Schiff evakuiert und die Besatzung von 13 Mann in Sicherheit gebracht worden. Das Schiff war leer unterwegs. Es lagen zunächst auch keine Berichte über Umweltverschmutzung vor. Die 1.296 Tonnen große "Africa" hatte den Angaben zufolge einen Maschinenschaden und trieb dann am Mittwoch in dem Sturm auf die Felsen vor der Küste von Milos.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Dramatische Luftrettung von zwei Dänen vor Key West
(18.12.2003) - Am Morgen des 9. Dezember funkte die Yacht "Ja'da" 47 Seemeilen südwestlich von Key West Notrufe, nachdem das Schiff in meterhohen Wellen nicht mehr zu kontrollieren war. Ein Helikopter der US Coast Guard aus Savannah erreichte den Havaristen 50 Minuten später und ließ ein VHF-FM-Radio zum Boot herab. Dennoch war die Kommunikation zwischen dem 81jähirgen dänischen Skipper und seinem 45jährigen Sohn schwierig. Deswegen wurden die beiden instruiert, Schwimmwesten anzulegen und über Bord zu springen. Der jüngere verließ die "Ja'da" als erster und erreichte einen Rettungskorb. Der 81jährige verlor beim Vonbordgehen seine Schwimmweste und war in akuter Lebensgefahr. Da kein Lebensrettungsschwimmer an Bord des Hubschraubers war, ließ sich der Kommandant abseilen und half dem Mann in den Korb. In einem dritten Anlauf wurde der noch im Wasser schwimmende Kommandant aufgewinscht. Die Schiffbrüchigen wurden anschließend im Lower Keyes Medical Center versorgt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Familie von gestrandetem Boot gerettet
(18.12.2003) - Am Nachmittag des 10. Dezember strandete ein 20-Fuß-Boot auf einem Hummerriff in West Bay nahe Galveston, Texas, und schlug leck. Ein Rettungsboot der Station Galveston wurde zur Unglücksstelle entsandt. Außerdem startete ein Hubschrauber in Texas. Da das Rettungsboot sich im flachen Wasser dem verunglückten Boot nicht ausreichend nähern konnte, nahm der Hubschrauber die Bootsinsassen, eine Familie mit zwei Kindern, unversehrt an Bord. Sie wurden auf dem Scholes International Airport in Galveston abgesetzt und dort untersucht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Speedboat rammte Unterwasserhindernis
(18.12.2003) - Am Abend des 11. Dezember rettete die US Coast Guard von Fort Lauderdale und Miami Beach zwei Schiffbrüchige drei Meilen östlich von Boca Raton, Florida. Die beiden Männer hatten über ein Mobiltelefon berichtet, dass ihr Speedboat ein Untwerwasserobjekt gerammt hatte, dass den außen angebrachten Motor abgerissen hatte und einen Wassereinbruch verursachte. Rettungsboote liefen aus und ein Hubschrauber stieg auf. Aus einiger Entfernung machten sie vier Leuchtsignale aus und konnten so das Boot ausmachen. Ein Insasse hatte bei der Kollision Verletzungen an Kopf und Arm erlitten. Beide Männer wurden nach Boca Inlet gebracht und ins Krankenhaus eingeliefert. Das Boot konnte anschließend nach Boca Raton eingeschleppt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Lampedusa: Irrfahrt zu Ende
Die Irrfahrt ist zu Ende: Motorboote der italienischen Coastguard haben am Dienstagnachmittag die Passagiere von einer Fähre geholt, die seit drei Tagen vor Lampedusa unterwegs war. Wegen starker Winde und extrem hohen Seegangs konnte das Schiff nicht in den (relativ ungeschützten) Hafen einfahren.

Bei Windstärke 8 und aufgewühltem Meer war die Fähre seitdem langsam vor der Küste Lampedusas auf- und abgefahren, da es die Wetterbedingungen nicht erlaubten anzulegen. Auch eine Rückfahrt nach Sizilien war nicht möglich, weil das Unwetter dort noch stärker wütete.

Zwar gab es genügend Lebensmittelvorräte auf der Fähre, aber es hatten mehrere Passagiere über Seekrankheit geklagt. Ein Kleinkind hatte zuletzt hohes Fieber und Hustenanfälle. Jedoch sei es erst am Dienstag wegen deutlich nachlassender Winde möglich gewesen, die Menschen auf kleinere Boote zu bringen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Lastkahn sank in Bremerhaven
(16.12.2003) - Am Morgen des 15.12. wurde an der Kohlenkaje im Fischereihafen Bremerhavens der Untergang eines dort vertäuten Rheinnachens bemerkt und der Wasserschutzpolizei gemeldet. Da sich im Vorschiff des 15 Meter langen Fahrzeugs eine Kajüte befand, wurden Taucher der Berufsfeuerwehr eingesetzt, um nach möglicherweise darin befindlichen Personen zu suchen. Sie fanden den Raum allerdings leer vor. Da der Nachen nur über einen kleinen Außenbordmotor verfügte, drohte keine Gewässerverunreinigung. Ein Kran der Feuerwehr mühte sich zunächst vergeblich, das 12 Tonnen schwere Wrack zu heben. Erst mit Hilfe eines stärkeren Kranes gelang im Laufe des Nachmittages die Bergung. Das stählerne Schiff zählt zu den sogenannten Rheinnachen, weil es bevorzugt auf diesem Fluss als Lastkahn eingesetzt wurde. Es wurde 1885 aus Stahl gebaut. Ermittlungen zur Unfallursache wurden nach der Bergung aufgenommen. Die Höhe des durch den Untergang entstandenen Sachschadens ist noch nicht bekannt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Fähre kreuzt seit 30 Stunden im Mittelmeer
(15.12.2003) - Mit fast 100 Passagieren an Bord kreuzt seit rund 30 Stunden eine Fähre vor der Insel Lampedusa/Italien. Wegen des starken Windes kann das Schiff nicht anlegen: Windstärke 7 sorgt für hohen Seegang. Die Fähre hatte am Samstag von Porto Empedocle auf Sizilien abgelegt. Die Fähre kann nicht einfach anhalten, das ist bei dieser Windstärke zu gefährlich. Wie es heißt, gibt es zwar noch Lebensmittel, aber bald keine Windeln für die Säuglinge an Bord mehr.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Hurtigruten-Fähre "Midnatsol" nur knapp Katastrophe entgangen
(15.12.2003) - Das modernste Schiff der norwigischen Hurtigruten, die "Midnatsol", ist in der Nacht zum 14. Dezember auf der Fahrt von Ålesund nach Bergen nur knapp einer Katastrophe entgangen.

Im Sturm, der in der Nacht vor der norwegischen Küste tobte, fielen gegen vier Uhr in der Früh beide Maschinen des Schiffes aus. Ein Notankermanöver des Schiffes misslang, weil die Anker nur schlecht im Grund hielten. Der Havarist drehte in den Wind und trieb bis auf eine Distanz von 100-150 Metern auf die Felsküste von Bukkatjuene nahe Stadlandet zu. Die 102 Passagiere sowie die für den Schiffsbetrieb nicht benötigten Besatzungsmitglieder wurden daraufhin an Deck geholt, mussten ihre Schwimmwesten anlegen und wurden in die Rettungsboote beordert, die allerdings nicht abgefiert wurden. Gleichzeitig wurde ein Mayday-Ruf abgesetzt. Die umliegende Schifffahrt wurde alarmiert, drei SAR-Hubschrauber stiegen auf, um die insgesamt 161 Menschen an Bord retten zu können.

Nach zwei Stunden fieberhafter Arbeit gelang es der Crew jedoch, die Maschinen buchstäblich im letzten Moment wieder in Gang zu setzen. Die Anker wurden gelichtet, und die "Midnatsol" konnte, eskortiert vom Rettungskreuzer "Platou", aus eigener Kraft den Hafen von Florø ansteuern, wo sie um 10.20 einlief und von einem eilends zusammen getrommelten Empfangskommitee erwartet wurde. Während der dramatischen Stunden wurden die Passagiere fortlaufend über die Situation auf dem Laufenden gehalten. Die Ursache des Maschinenausfalls ist derzeit noch völlig unklar. Die "Midnatsol" wurde erst in diesem Jahr von der Fosen Werft in Rissa abgeliefert und am 15. April 2003 in Dienst gestellt. Sie kann bis zu 1000 Passagiere und 45 Fahrzeuge befördern. Die Fähre gehört den Hurtigruten-Teilhabern TFDS in Tromsø.
Quelle: Tim Schwabedissen

Seenotretter verunglückt
(15.12.2003) - Am Vormittag des 13.12. kenterte das Rettungsboot der Seenotstation Horton der britischen RNLI während einer Trainingsfahrt. Das Boot verunglückte vor dem Strand von Slade nahe seiner STation auf der Gower Halbinsel. Die dreiköpfige Besatzung stürzte ins Wasser. Augenzeugen alarmierten die Küstenwache in Swansea, die einen Hubschrauber aus Chivenor entsandte und Rettungskreuzer aus deR Mumbles-Region in Marsch setzte. Die verunglückten Retter wurden von dem Hubschrauber aufgewinscht und unversehrt am Strand abgesetzt. Da sie keine medizinische Versorgung benötigten, kehrten sie anschließend zu ihrer Station zurück.
Quelle: Tim Schwabedissen

Tanker vor Dänemark freigeschleppt
(15.12.2003) - Der vor Samsö gestrandete Tanker "Ekturus" konnte knapp vor Eintreffen eines Sturmtiefs über Nordeuropa in den Morgenstunden des 12.12. erfolgreich freigeschleppt werden. Anschließend wurde er in den Hafen von Kalundborg bugisert. Hier sollen Taucher den Rumpf des Havaristen auf Schäden inspizieren. Erst dann kann eine Entscheidung über Weiterfahrt oder Reparatur getroffen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Prestige"-Wrack soll ausgepumpt werden
(12.12.2003) - Die spanische Regierung hat am 12.12. beschlossen, das Öl aus dem vor mehr als einem Jahr gesunkenen Tanker «Prestige» abpumpen zu lassen. Das Schiff liegt vor der Nordwestküste Spaniens in einer Tiefe von rund 4.000 Metern. Mit dem Abpumpen der verbliebenen rund 13000 Tonnen Öl wurde die Firma Repsol-YPF beauftragt. Die Bergung soll im Frühjahr 2004 beginnen und bis zum folgenden Herbst dauern. Die Kosten werden auf 99,3 Millionen Euro geschätzt. Der 26 Jahre alte einwandige Tanker «Prestige» war am 13. November 2002 mit 77000 Tonnen Schweröl an Bord gesunken. 64000 Tonnen Öl liefen schätzungsweise ins Meer aus und verschmutzten die Küsten von Spanien, Portugal und Frankreichs.
Quelle: Tim Schwabedissen

Bergung der "Stellamare" wird kompliziert
(12.12.2003) - Trotz des Einsatzes von 22 Polizeitauchern besteht keine Hoffnung mehr, die drei vermissten russischen Besatzungsmitglieder des in Albany gekenterten Schwergutfrachters "Stellamare" lebend zu bergen. Inzwischen wurde begonnen, das Dieselöl aus den Tanks des Wracks abzupumpen, da sein Auslaufen eine Ölpest auf dem Hudson-River bedeuten könnte. Die eigentliche Bergung des Wracks wird wohl einige Zeit in Anspruch nehmen. Experten sagten, dass das Heben eines am Kai gesunkenen Schiffes besonders kompliziert sei. Bergungsteams aus Florida und den Niederlanden sind derzeit auf dme Weg zur Unglücksstelle. Die "Stellamare" war 1982 als "Valkenswaard" in den Niederlanden erbaut worden und seit 1987 unter dem jetzigen Namen in Fahrt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kaum noch Hoffnung auf Überlebende des "Stellamare"-Untergangs
(11.12.2003) Taucher setzten mithilfe von Unterwasserkameras am 10. Dezember die Suche nach drei vermissten Seeleuten des Frachters "Stellamare" fort, der tags zuvor auf dem Hudson River gekentert war. Dabei wurden sie durch Trümmer und die höchsten drei Fuß weite Sicht im vereisten Fluss behindert. Gegen 17 Uhr, 26 Stunden nach dem Untergang des Frachters, wurde die Suche ergebnislos abgebrochen. Es ist nicht klar, ob sich die Vermissten noch im Schiff befinden oder ob sie in den Fluss sprangen, als es sich überzulegen begann.

Das Wrack der "Stellamare" liegt mit fast 90 Grad Backbordschlagseite halbversunken an einem Kai von Albany. Das Unglück hatte sich beim Laden eines 308 Tonnen schweren Generators ereignet. Zuvor waren bereits Stahlturbinen mit einem Gewicht von 661 Tonnen an Bord genommen worden. Als der Generator auf Deck abgesetzt wurde, begann das Schiff zu krängen. Offenbar auf Grund von Verständigungsproblemen wurde der Ladevorgang nicht unterbrochen. Die in Willemstad beheimatete "Stellamare" kenterte, der Generator stürzte vom Oberdeck in den Fluss. Das Gewicht kann nach bisherigen Ermittlungen aber nicht den Untergang verursacht haben, denn die Ladekapazität des 289 Ft langen Schwergutfrachters war zu diesem Zeitpunkt erst zu 20 Prozent ausgenutzt.

Das Unglück war von Bord des in der Nähe liegenden Baggerschiffes "Columbia" beobachtet worden, das sofort mit der Rettung von Schiffbrüchigen begann. Es gelang, einen ins Wasser gestürzten Kranführer mit blutenden Verletzungen sowie ein Besatzungsmitglied, das sich an die Aufbauten klammerte, zu retten. Dann erreichte auch der Schlepper "Rhea I" die Szenerie und unterstützte die Rettungsarbeiten. Insgesamt wurden in den Minuten nach dem Kentern acht der 18 russischen Besatzungsmitglieder des der Jumbo Shipping Co. gehörenden Frachters mit Unterkühlungen und anderen Verletzungen aus dem Fluss gezogen. Weitere sieben hatte ein Hubschrauber direkt vom nach Italien und Rumänien bestimmten Schiff abgeborgen. Während der folgenden Nacht brach das Arbeitsboot "Empire" das Eis um die Unglücksstelle. Ölbarrieren wurden bereitgelegt, doch bisher traten keine Umwelt gefährdenden Stoffe aus. Erstes Gerät für die aufwändige Bergungsaktion wurde am Kai angeliefert.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Gorch Fock" verlor erneut Galionsgfigur
(11.12.2003) Duplizität der Ereignisse: Nur ein Jahr nach dem Verlust der alten Kunststoffgalionsfigur kam vom deutschen Segelschulschff "Gorch Fock" die Meldung, dass nun auch der aus Eberesche gefertigte neue Albatross diesmal samt stählerner Verankerung auf dem Meeresgrund liegt. Die Figur riss auf dem Weg vom portugiesischen Porto ins heimische Kiel in einem Biscayasturm ab. Der Verlust wurde von der Crew am 5. Dezember festgestellt. Wie es dazu kommen konnte, ließ sich wegen widrigen Wetters noch nicht genauer untersuchen. Glück im Unglück: Die zehnmonatige Garantie war noch nicht abgelaufen. So wird die "Gorch Fock" sich bei ihrem planmäßigen Einlaufen in Kiel am 18. Dezember wie ein Jahr zuvor ohne Bugzier präsentieren müssen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Öl-Tanker vor dänischer Ferieninsel Sams auf Grund
Arhus (10.12.2003) Vor der dänischen Ferieninsel Sams im Kattegat liegt seit der Nacht zum Mittwoch der Tanker «Ekturus» mit 18'400 Tonnen Leichtöl auf Grund. Wie die Einsatz- und Rettungszentrale der dänischen Marine am Mittwochnachmittag in Arhus mitteilte, sollen am Donnerstag zunächst 4000 Tonnen der Ladung auf einen anderen Tanker abgepumpt werden.

Dann würden erneute Taucheruntersuchungen endgültige Klarheit bringen, ob die Behörden das Schiff für seetauglich erklären oder nicht. Der Tanker liege bei ruhigem Wetter fest auf Grund, es gebe keine Gefahr einer Ölpest für die Umgebung im Kattegat.

Der Unfall im Kattegat ereignete sich wenige Stunden, nachdem der einwandige russische Tanker «Geroi Sewastopolja» auf dem Weg vom Baltikum nach Singapur die Nordsee erreicht hatte. Während dieses Schiff durch den als schwierig geltenden Kattegat von einem Lotsen geführt wurde, hatte der Kapitän der «Ekturus» darauf verzichtet.

Das 1986 gebaute Schiff lief in einem Gebiet mit sieben Meter Wassertiefe bei eigenem Tiefgang von neun Metern auf Grund. Bei Inspektionen in Göteborg waren erst vor zwei Wochen mehrere technische sowie Sicherheitsmängel festgestellt worden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Holländisches Frachtschiff auf Hudson umgekippt (10.12.2003)
Albany/USA - Auf dem eiskalten Hudson River im US-Staat New York ist am Abend ein niederländisches Frachtschiff umgekippt. Dabei sind nach ersten Angaben womöglich drei russische Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen, wie die Behörden mitteilten. Das Schiff wurde mit Stahlturbinen beladen, als sich die Ladung plötzlich verschob und das Schiff auf die Seite kippte. Acht Besatzungsmitglieder wurden ins teilweise mit Eis bedeckte Wasser geschleudert, konnte jedoch ohne größere Verletzungen geborgen werden. Sieben weitere Matrosen wurden mit Hubschraubern von Deck gerettet. Drei Personen blieben zunächst vermisst. Sie wurden im Inneren des 87 Meter langen Schiffes der niederländischen Reederei Jumbo vermutet. Rettungstaucher nahmen die Suche auf.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Tanker mit 18.400 Tonnen Öl vor Dänemark havariert
Dienstag, 09. Dezember 2003, 20:41 Uhr

Ein Tanker mit rund 18.400 Tonnen Dieselöl an Bord ist vor der dänischen Küste auf Grund gelaufen. Das unter der Flagge der Isle of Man fahrende Schiff liege mit einer leichten Schlagseite nun vor der Insel Samsö, teilte die dänische Küstenwache mit. Bislang wurde den Angaben zufolge noch kein auslaufendes Öl beobachtet.

Bei der "Ekturus" handele es sich um ein doppelwandiges Tankschiff. Die dänische Marine sowie die Umweltschutzbehörde entsandten je ein Schiff zum Unglücksort. Nach Angaben der Küstenwache weigerte sich der Kapitän der "Ekturus" vor dem Unglück, einen Lotsen in den als schwierig fahrbar geltenden Gewässern an Bord zu nehmen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Sturmnachlese: "Mermaid" geborgen
Dienstag, 09.12.03

Der vor der schwedischen Insel Öland im Sturm, der mit bis zu 10 Windstärken über die Ostsse fegte, in Seenot geratene Frachter "Mermaid" ist geborgen. Am 8. Dezember teilte der Schleswiger Reeder Wolfgang Schmidt teil, dass ein Schlepper den 1852 BRZ großen Havaristen nach Karlskrona einbringen konnte. Das Ausmaß des Schadens am Schiff kann erst nach Untersuchungen in den nächsten Tagen beziffert werden. Auch in Häfen Mecklenburg-Vorpommerns kam es zu Schäden. In mehreren Fällen wurden Sportboote durch hohen Wellengang beschädigt. Im Becken des Warnemünder Fährhafens riss sich ein Kranponton los und verkeilte sich zwischen Dalben neben der dänischen Fähre "Dronning Margarethe". Das Fährschiff blieb unbeschädigt. Der Ponton wurde inzwischen befreit und im Hafenbecken der Aker Warnow Werft verankert. Im Rostocker Überseehafen kollidierte ein einlaufender Tanker mit einer Kaimauer. Dabei entstand oberhalb der Wasserlinie ein Riss in der Bordwand.
Quelle: Tim Schwabedissen

Deutscher Frachter "Mermaid" im Sturm in Seenot
Montag, 08. Dezember 2003, 13:31 Uhr

Der Orkan, der in der Nacht vom 5. zum 6. Dezember über Nordeuropa fegte, brachte südlich der schwedischen Insel Öland den deutschen Holzfrachter "Mermaid" in Seenot. Zunächst brach in dem unter maltesischer Flagge fahrenden Schiff ein Maschinenraumbrand aus. Dann verrutschte die Ladung des 80 Meter langen Kümos. Auf die Notrufe der "Mermaid" hin stieg ein Rettungshubschrauber auf und barg die sechsköpfige Crew - fünf Ungarn und einen Russen - von dem mit Schlagseite in der meterhohen See treibenden Havaristen ab. Die "Mermaid" trieb die folgenden 24 Stunden mit zunehmender Schlagseite herrenlos in der Ostsee. Nach Abflauen des Windes nahmen am 7. Dezember Schlepper Kurs auf den Frachter. Sie sollen versuchen, ihn in einen polnischen Hafen einzubringen. Bereits eine Woche zuvor war auf der Ostsee dem Holzfrachter "Alk", ein bei der Sietas-Werft erbautes, heute in St. Johns registriertes Kümo, nach Maschinenproblemen die Ladung übergegangen, so dass er nur mit Mühe nach Kiel eingebracht werden konnte. In Kiel wiederum riss der Sturm des vergangenen Wochenendes ein Arbeitsboot los, das vom Schlepper "Falckenstein" gesichert wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen

Zwei Seenotfälle in einer Stunde vor England
Montag, 08. Dezember 2003, 13:30 Uhr

Zwei Notfälle hielten am 6. Dezember die Seenotretter vor England in Atem. Zur Mittagszeit funkte der Whitbyer Trawler "Venus" Mayday, nachdem er einen Wassereinbruch im Maschinenraum erltten hatte. Von Filey und Scarborough liefen Rettungskreuzer zum Havaristen aus. Sie wurden unterstützt von einem Hubschrauber aus Leconfield. Es gelang, mobile Pumpen auf dem Trawler abzusetzten und das Schiff samt seiner fünfköpfigen Crew nach Scarborough einzuschleppen. Nur eine Stunde nach dem Notruf der "Venus" kenterte ein Speedboot mit zwei Mann an Bord in der Mündung des Tyne-River. Das örtliche Lifeboat fuhr zur Unglücksstelle und rettete die im Wasser schwimmenden Schiffbrüchigen. Sie wurden in kritischem Zustand nach North Tyneside ins Krankenhaus gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Capri: brennende Fähre gesunken
Montag, 08. Dezember 2003, 07:48 Uhr

Capri - Panik hat ein Feuer auf einer Fähre vor Capri ausgelöst: Mehrere der 55 Menschen des Hydrofoilboots sprangen ins Meer, so die Behörden. Die meisten Passagiere seien allerdings in Rettungsboote gestiegen und wurden sicher an Land gebracht. Es sei niemand verletzt worden. Mehrere Passagiere stehen allerdings unter Schock und wurden ins Krankenhaus gebracht. Die Fähre sank kurz danach. Das Unglück ereignete sich zwei bis drei Seemeilen vom Hafen entfernt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

50 Jahre Seenotkreuzer - 10 Jahre "Bremen" in Grömitz
Samstag, 06. Dezember 2003, 09:15 Uhr

Grömitz - Doppeljubiläum bei der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS): Vor genau 50 Jahren legte sie mit der Indienststellung des Versuchskreuzers "Bremen" den Grundstein für das schiffbauliche Konzept "Seenotkreuzer". Und: Zum zehnten Mal jährt sich außerdem die Übergabe des Seenotkreuzer-Neubaus an die Besatzung der DGzRS-Station Grömitz.

Die neun Mann starke Besatzung der "Bremen", von der sich vier Rettungsmänner ständig in Dienstbereitschaft befinden, ist rund um die Uhr einsatzbereit. Die jederzeit vorgewärmten Motoren sind in der Lage, sofort ihre maximale Leistung zu aktivieren. Im vergangenen Jahr wurde der Seenotkreuzer der DGzRS-Station Grömitz rund 50 Mal zu Einsätzen in seinem Revier in der Ostsee alarmiert. Besonders dramatisch: Die Rettungsaktion der Besatzung des gesunkenen Schleppers "Stadt Arnis" aus der 12 Grad kalten Ostsee im Oktober 2002. Gottseidank seien die Einsätze nicht immer gefährlich, manche seien auch völlig unkompliziert, erzählt der zweite Vormann, Guido Förster.

Die Mannschaft rettete im Sommer ein Ehepaar aus "Seenot". Das Paar war mit einem Tretboot gekentert. Da die Frau nicht schwimmen konnte, rief der Mann lautstark um Hilfe, obwohl er im Wasser noch stehen konnte. "Hätte er sich von der Seeseite weg gedreht, dann hätte er gesehen, dass er nur ein paar Meter vom Ufer entfernt war. Aber die beiden waren so voller Panik, dass sie es nicht bemerkten." Zusammen mit dem ersten Vormann, Rolf Lange, den beiden dritten Vormännern, Jürgen Kriebel und Stephan Prahl, den Maschinisten Peter Schuppenhauer, Rainer Schütt, Stephan Litschen und Christian Schmitz sowie dem Rettungsmann Olaf Wittorff bildet Guido Förster die Crew des Kreuzers. Unterstützt werden die Seeleute in Hochzeiten von sechs freiwilligen Mitarbeitern, die ihren Job ehrenamtlich ausüben. Entlang der ostholsteinischen Küste sind einige Ehrenamtler bei der DGzRS tätig. In Heiligenhafen, Puttgarden, Neustadt, Travemünde und Timmendorfer Strand sichern nur Freiwillige den Einsatz der Rettungsboote. Lediglich in Großenbrode und Grömitz sind hauptamtliche Mitarbeiter aktiv.

14 Tage am Stück sind die Männer an Bord. Trotzdem haben sie keine Langeweile. Probefahrten auf See gehören ebenso zu ihren täglichen Arbeitstag wie Kontrollarbeiten, gemeinsame Mahlzeiten und die wohl verdiente Mittagspause, in der ein oder andere sich auch gern mal in die Koje legt.

Die Grömitzer Mannschaft ist besonders stolz auf ihr Boot. "Es ist das zweitgrößte Schiff seiner Klasse", betont Förster. Markante Merkmale dieses Schiffstyps sind der turmartige Aufbau mit einem offenen und einem geschlossenen Fahrstand sowie ein Tochterboot. Der Versuchskreuzer fährt maximal 10 Knoten. Auf Basis der gesammelten Erkenntnisse wird der Schiffstyp "Seenotkreuzer" von der DGzRS bis zum heutigen Tage ständig weiterentwickelt. Mit dem modernen Seenotkreuzer auf der Station Grömitz hat die DGzRS mittlerweile die vierte Einheit in ihrer Flotte, die den Namen der Hansestadt an der Weser trägt. Der 27 Meter-Seenotkreuzer ist mit Navigations- und Kommunikationsgeräten ausgerüstet.

Zur rettungstechnischen Ausstattung gehört das professionell eingerichtete Bordhospital sowie Geräte zur Leckbekämpfung. Der Seenotkreuzer ist für Brandeinsätze geeignet. Seine beiden ferngesteuerten Feuerlöschmonitore haben eine Wurfweite von 130 Metern und eine Löschleistung von 33 000 Litern Seewasser pro Minute. Darüber hinaus sind zwei weitere mobile Feuerlöschmonitore an Bord.
Quelle: Chr. Harthun-Kollbaum

Trawler strandete bei Port Elizabeth
Donnerstag, 04. Dezember 2003, 13:27 Uhr

In der Blue Horizon Bay nahe dem südafrikanischen Port Elizabeth strandete am 2. Dezember kurz nach Mitternacht der Trawler "Thane". Trotz rauer See und Dunkelheit gelang es, die Crew unversehrt zu bergen. Wegen des hohen Schwells war es nicht möglich, mit Rettungsbooten längsseits zu gehen. Die Besatzung sprang deshalb ins Wasser und wurden von Rettungsmännern des National Sea Rescue Institute (NSRI) mittels aufblasbarer Boote gerettet. Nach Tagesanbruch ging der Schlepper "Algoa" von Smit Salvage nahe der Strandungsstelle auf Position.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Spes"-Wrack wird zerschnitten
Donnerstag, 04. Dezember 2003, 13:28 Uhr

Auf der Ems bei Oldersum haben Spezialisten einer niederländischen Firma mit der Bergung des havarierten Binnenschiffs "Spes" begonnen. Das vollgelaufene Schiff soll zunächst angehoben und dann leer gepumpt werden, teilte ein Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamtes Emden am 2. Dezember mit. Danach werde das Schiff in zwei Teile zerschnitten, die anschließend zu einem niederländischen Hafen geschleppt werden sollen. Die "Spes" war am 21. November auf der Ems auf eine Buhne aufgelaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schlepper vor Palm Beach gesunken
(04.12.2003) - Am Vormittag des 4. Dezember kenterte ein Schlepper im Wendebecken von Palm Beach beim Manövrieren einer Barge. Sofort wurde ein Rettungsboot von Lake Worth in Marsch gesetzt. Es gelang, die dreiköpfige Besatzung unverletzt aus dem Wasser zu retten. Der Dieselkraftstoff des Schleppers begann anschließend auszulaufen. Ein anderer Schlepper nahm die herrenlos treibende Barge auf den Haken. Eigner und Küstenwache begannen Pläne zur Eindämmung der Wasserverschmutzung und zur Bergung des Wracks zu entwickeln.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schatz in "Republic"-Wrack gefunden
Mittwoch, 03. Dezember 2003, 13:45 Uhr

Am 2.12. teilte eine Sprecherin des Bergungsunternehmens Odyssey Marine Exploration in Tampa mit, dass im Wrack der SS "Republic" vor Georgia große Mengen Gold und Silber gefunden worden seien. Ein ferngesteuertes Uboot habe bislang 750 Goldstücke und 900 Silbermünzen aus dem Wrack des Dampfschiffs geborgen, das 1865 in einem Sturm vor der amerikanischen Küste gesunken war. Ein Experte schätzte den Wert des Fundes im Auftrag der Firma auf bis zu 120 Millionen Dollar.
Quelle: Tim Schwabedissen

Wassereinbruch - Frachter "Alk" nur knapp gerettet
Montag, 01. Dezember 2003, 13:41 Uhr

Nur mit knapper Not erreichte der Frachter "Alk" mit Heimathafen St. Johns am 1. Adventswochenende den Kieler Hafen. Auf der Ostsee war es zu einem Wassereinbruch im Maschinenraum gekommen. Daraufhin entwickelte das Schiff rund 45 Grad Backbordschlagseite. Die Decksladung aus Holz ging über und musste zur Rettung des Havaristen geslippt werden. Mit vollgelaufenem Maschinenraum konnte er an den Ostseekai bugsiert und dort gelenzt werden. Bis zur Reparatur der Maschine bleibt die "Alk" dort liegen. Auslöser des Unglücks war offenbar unsachgemäße Wartung der Maschine durch das aus Billiglohnländern rekrutierte Motorenpersonal.
Quelle: Tim Schwabedissen

Zerstörer "Cole" repariert
Montag, 01. Dezember 2003, 13:40 Uhr

Der US-Zerstörer «USS Cole» ist drei Jahre nach seinem nur knapp verhinderten Untergang wieder in Dinest gestellt worden. Das Schiff mit 340 Seeleuten an Bord verließ am 2 Novmeber den Marinestützpunkt Norfolk iin Richtung Mittelmeer. Der Zerstörer war in den vergangenen drei Jahren für 250 Millionen Dollar repariert worden. Der Zerstörer wurde im Oktober 2000 im Hafen von Aden bei einem Terrorangriff schwer beschädigt. 17 Seeleute kamen damals ums Leben. Terroristen hatten den Zerstörer mit einem mit Sprengstoff beladenen Boot gerammt.
Quelle: Tim Schwabedissen

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