
EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv Januar 2004
Last update: Sonntag, 01. Februar 2004, 19:32 Uhr
Fährunglück auf dem Kongo: 200 Menschen vermisst
Kinshasa (31.01.2004) - Nach einem Brand auf einer Fähre auf dem Kongo-Strom werden nach UN-Angaben rund 200 Menschen vermisst. 301 Menschen seien von dem Schiff im Westen der Demokratischen Republik Kongo gerettet worden, sagte ein Sprecher der in Mbandaka stationierten UN-Friedensmission MONUC unter Berufung auf den Eigentümer der Fähre. Von etwa 200 Passagieren gebe es "keine Lebenszeichen".
Die Fähre war aus dem Dorf Makoti Mpoko in der benachbarten Republik Kongo gekommen. Das Feuer breitete sich den Angaben zufolge aus, nachdem einer der Motoren in Brand geraten war.
Die gesamte Fracht an Bord sei den Flammen zum Opfer gefallen, erklärten die Vereinten Nationen. Drei Schnellboote und ein Helikopter wurden zum Unglücksort entsandt, um die Geretteten nach Mbandaka im Westen der Demokratischen Republik Kongo zu bringen. Ein UN-Hubschrauber brachte rund 2000 Wasserflaschen sowie Decken und Medikamente zum Unglücksort.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Ein Vermisster nach Strandung auf Clyde
(30.01.2004) -
Am Abend des 30. Januar lief ein Boot nördlich von Oban, Ardmucknish Bay,
auf Grund. Ein Besatzungsmitglied ging über Bord. Die Clyde Küstenwache
entsandte einen Hubschrauber und Rettungsteams zur Strandungsstelle. Ein
zweiter Mann konnte von Bord gerettet werden. Die Suche nach dem Vermissten
wurde bei ruhiger See fortgesetzt.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Kuuter fing vor Shetlands Feuer
(30.01.2004) -
Am Abend des 30. Januar funkte der 28 Meter lange Trawler "Elegance" aus
Ullapool 30 Meilen westlich von Unst, nördliche Shetlands, Mayday, nachdem
im Maschinenraum ein Feuer ausgebrochen war. Ein Rettungshubschrauber stieg
aus Sumurgh auf, der Küstenwachschlepper "Anglian Sovereign" sowie ein
Rettungsboot liefen aus. Der Kutter "Shemara" versuchte den Havaristen samt
seiner fünfköpfigen Crew in Schlepp zu nehmen. Es gelang, das Feuer
niederzukämpfen. Die "Elegance" sollte in einen Hafen auf den Shetlands
geschleppt werden. In dem Seegebiet herrschten 5-6 Windstärken mit
Schneeschauern.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Kapitän überlebte 20 Minuten in eiskaltem Wasser
Bremerhaven (29.01.2004) Nach einem Schiffsunfall in Bremerhaven hat der 50-jährige Kapitän eines Tankschiffs 20 Minuten im eiskalten Wasser ausharren müssen. Zwei Feuerwehr-Taucher konnten ihn schließlich bergen, wie ein Sprecher am Donnerstag mitteilte. Auf Grund von Schnee und Glatteis hätten die Retter nur relativ langsam von der Wache zum Hafen fahren können. Der Mann habe sich so lange über Wasser halten können, weil ihm seine beiden Besatzungsmitglieder ein Seil oder einen Haken zuwarfen.
Dem Sturz ins Hafenbecken war offensichtlich eine Kollision vorausgegangen, bei dem das Ruderhaus, der Schornstein und der Mast des Tankschiffs zerstört wurden. Der Hergang des Unfalls sei aber noch unklar, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei. In unmittelbarer Nähe des Schiffs hätten sich ein an der Pier liegendes Containerschiff sowie ein fahrender Autofrachter befunden. Die Wassertemperatur betrug nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes in Bremerhaven rund 3 Grad Celsius.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Kutter 2 Tage nach Strandung befreit
(28.01.2004) -
Am Morgen des 26. Januar strandete in hoher See der 78-Fuß-Trawler "Pacific
Future" nördlich von Gold Beach, Oregon. Nachdem mehrere Versuche, das
Schiff durch einen Schlepper freizubekommen, gescheitert waren, wurde unter
Aufsicht der Küstenwache damit begonnen, das Bunkeröl des Havaristen zu
leichtern. Diese Aktion dauerte bis zum Nachmittag des 28. Januar. Danach
gelang es, die "Pacific Future" bei Flut freizuschleppen. Es wurde dann in
den kalifornischen Hafen Crescent City verholt.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Schiffskollision vor Geisenheim
(28.01.2004) Hohen Sachschaden, aber glücklicher Weise keine Verletzten forderte die Kollision zweier großer Rheinschiffe vor Geisenheim in Höhe Stromkilometer 523. Das unbeladene Tankmotorschiff (TMS) "Carolin" war von Breisach kommend unterwegs in Richtung Zielhafen Antwerpen. Ihm kam das mit Streusalz beladene Gütermotorschiff (GMS) "Tukan" entgegen. Es befand sich auf Bergfahrt von Holland in Richtung Krems in Österreich. Vor Geisenheim kollidierte die "Carolin" aus bislang ungeklärter Ursache mit der "Tukan".
Das Tankmotorschiff stieß mit dem Bug gegen die Backbordseite der "Tukan" und beschädigte das GMS dabei schwer. Insbesondere das Steuerhaus wurde vollkommen zerstört. Darüber hinaus ist das gesamte Achterschiff der "Tukan" schwer beschädigt. Ein an Deck abgestellter Personenwagen erlitt ebenfalls Totalschaden. Stark in Mitleidenschaft gezogen wurden die an Bord des GMS angebrachte Kraneinrichtung sowie verschiedene Laderäume.
Als das Unglück geschah, befand sich der Schiffführer der "Tukan" noch in seinem Steuerhaus. Dank seiner Geistesgegenwart - er rettete sich im letzten Augenblick ans Oberdeck - blieb er unverletzt.
Bei der "Caroline" wurde an der Backbordseite ein Leck oberhalb der Wasserlinie festgestellt. Wie die ermittelnden Beamten der Wasserschutzpolizeistation Rüdesheim mitteilten, konnte das Schiff allerdings seine Fahrt fortsetzen. Sie steuert zunächst eine Werft in Duisburg an.
Die stark beschädigte "Tukan" lag gestern in Höhe der Kiesverladestelle der Geisenheimer Firma Vollmer. Sie wurde von Sachverständigen auf ihre Gesamtbeschädigung untersucht. Die Polizei: "Eine eigene Fahrtüchtigkeit der Tukan ist nicht gegeben."
Die geschätzte Schadenshöhe wird von der Wasserschutzpolizei mit rund 300 000 Euro beziffert. Weitere Ermittlungen - insbesondere zum Unfallhergang und zur Frage, welcher der Schiffsführer für den Zusammenstoß verantwortlich ist , dauern noch an.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Zurück in der Elbe
(28.01.2004) Der vor gut zehn Monaten in der Elbe bei Schnackenburg auf Grund gelaufenen polnische Lastkahn "Gondola" schwimmt wieder. Am späten Dienstagabend hatten ehrenamtliche Helfer des Technischen Hilfswerk (THW) aus Salzwedel mit schweren Bergungswinden, Schwerlast-Luftkissen und viel Fingerspitzengefühl den 450 Tonnen schweren und 70 Meter langen Frachter auf die nötige Ablaufhöhe gehoben. Von dort schob ihn ein Bergungspanzer der früheren DDR-Volksarmee Stück für Stück zurück in die Elbe.
Die Schiffsuntersuchungskommission hatte zuvor die technische Sicherheit geprüft und grünes Licht für den Wiedereinsatz des Havaristen gegeben.
Kapitän Wlodzimierz Rosik war mit seiner "Gondola" am 21. März vergangenen Jahres bei schlechter Sicht von der Fahrrinne abgekommen und hatte sie in den vom Frühjahrshochwasser überschwemmten Elbwiesen auf Grund gesetzt. Trotz mehrerer Schleppversuche war das Schiff damals nicht mehr frei gekommen. Da keine Ladung an Bord war, hatte der Frachter auch nicht durch Umladen geleichtert werden können.
Der Niedrigpegel der Elbe, der wenige Tage nach dem Auflaufen einsetzte hatte zur Folge, dass der Lastkahn seit dem Frühsommer völlig auf dem Trockenen lag.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
"Peter Pan" rammte Kanalschleuse
(28.01.2004) -
Beim Auslaufen aus der Brunsbütteler Schleuse des Nord-Ostsee-Kanals rammte
die schwedische Fähre "Peter Pan", 34468 BRZ, am 28. Januar die Mittelmauer
der neuen Schleuse. Das Mauerwerk wurde auf einer Länge von 20 Metern
demoliert. Auch das Außenleitwerk wurde stark beschädigt. Der Schaden wird
auf 50000 Euro geschätzt. Der Betrieb der Schleuse wurde nicht
beeinträchtigt. Die 190 Meter lange und knapp 30 Meter breite Fähre setzte
ihre Reise nach Hamburg fort. Die Wasserschutzpolizei nahm Ermittlungen auf.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Skipperflucht auf Mississippi
(27.01.2004) -
Am Morgen des 27. Januar kam es auf dem Mississippi zu einer Kollision mit
anschließender Strandung. Der Schlepper "Lady Jeanette", an dem vier
Hopperbargen vertäut waren, rammte eine unbemannte Fähre in Chalmette, die
sich daraufhin von ihrem Liegeplatz losriss. Die Besatzung des Schleppers
"T. Cenac" wurde Zeuge des Unglücks und bugsierte die Fähre zurück an den
Kai. Wenig später lief die "Lade Jeanette" nahe Algiers Point auf Grund.
Ihr Kapitän verließ das Schiff, wurde aber von Polizeikräften kurz darauf
gestellt. Eine Untersuchung wurde eingeleitet.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Yacht nach Ruderverlust in Seenot
(26.01.2004) -
Am 26. Januar verlor die 47-Ft-Yacht "Lattitude Adjustment" 90 Meilen
östlich von Cape Canaveral in stürmischer See ihr Ruder. Kurz nachdem der
Skipper die Küstenwache über den Zwischenfall informiert hatte, brach der
Funkkontakt ab. Daraufhin stieg ein Suchflugzeug aus Clearwater, Florida,
auf. Außerdem machte sich der Schlepper "Bluefin" auf den Weg zur zuletzt
angegebenen Position. Gegen Mitternacht entdeckte die Besatzung des
Flugzeugs das Boot und dirigierte den Schlepper zu ihm Vier Stunden nach
der Sichtung gelang es, die "Lattitude Adjustment" in Schlepp zu nehmen.
Alle vier Besatzungsmitglieder waren wohlauf. Bei weiter hochgehender See
begann die "Bluefin", den Segler nach Cape Canaveral abzuschleppen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Gestrandete "BM 5247" soll heute in die Elbe
(27.01.2004) Sechs Tage haben die THW-Helfer bereits an dem Havaristen gearbeitet. Heute, voraussichtlich am Nachmittag, schlägt nun die große Stunde: "BM 5247" soll mit einem alten russischen Bergepanzer vom Typ T 55 TK zurück in die Elbe geschoben werden. Axel Heyse, Sven Brandt und Linda Sobolewski vom "Verein zur Pflege historischer Technik" aus Tangermünde sind mit dem Panzer in der 750-Einwohner-Gemeinde Schnackenburg angerückt. "Mit den 580 PS der Maschine werden wir es wohl schaffen, das Schiff anzuschieben", meinte Heyse.
Nachdem das Schiff genau vermessen war, ging es Sonnabend im Morgengrauen los. Der Rumpf wurde in einem stundenlangen Kraftakt vorsichtig mit 16 Luftkissen auf bis zu 45 Zentimeter über dem Boden angehoben und auf eine Holzkonstruktion gesetzt. Gestern Mittag gaben die Gutachter der Schiffsuntersuchungskommission, einer Art Schiffs-Tüv, nach einer Inspektion des Rumpfes ihr Okay, es wurde keine Beschädigungen durch das Auflaufen festgestellt. Der Kahn bekam seine Fahrtauglichkeit bescheinigt. Gleich anschließend vollendeten die Helfer des THW ihre Arbeiten an einer provisorischen Slipanlage. "Wir installieren unter dem Schiff aus Stahlrohren eine Rollbahn, auf der es dann zurück in die Elbe rutschen kann", erklärte Mietz.
Heute soll es nun so weit sein. Am Bug der "BM 5247" haben die Einsatzkräfte aus Holz eine breite Konstruktion angebracht, die der Bergepanzer nutzen soll. "Darüber wollen wir das Schiff anschieben", sagte Mietz. "Wenn alles so läuft wie wir es uns gedacht haben, müsste es dann fast von alleine rückwärts ins Wasser rutschen." Er macht aber auch kein Geheimnis daraus, dass die Aktion noch schiefgehen könnte. Denn zunächst taucht das Heck über einen Meter tiefer als der Bug, der dann noch auf der Slipanlage ist, ins Wasser ein. Die dünnen Stahlbleche des Schiffes müssen einiges aushalten. Und die Zeit wird auch knapp: Gestern begann der Pegel der Oberelbe wieder zu fallen.
"Aber wir wollen, das ,Wlodzimierz' endlich wieder nach Hause fahren kann", erklärte der Einsatzleiter. Dafür haben sich die Helfer freigenommen, tagelang bei eisiger Kälte und Schnee geschuftet, jetzt soll auch der letzte Schritt klappen. Dann geht's für den Kapitän bald wohl wieder zurück ins heimische Bydgoszcz (Bromberg). Er wird sicher noch oft an die hilfsbereiten Schnackenburger zurückdenken. Sie haben am Wochenende an die Hunderten Schaulustigen auf dem Deich sogar Kaffee und Kuchen verkauft und dem Kapitän die Einnahmen gespendet. "Er war für uns mit seinem Schiff eine wahre Touristenattraktion", sagte Schnackenburgs Bürgermeister Andreas Koch: "So viel wie in den vergangenen Monaten war hier vorher noch nie los."
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Lotse: «Rocknes» vor Kentern auf Grund gelaufen: Details
Oslo (26.01.2004) Eine Woche nach dem Schiffsunglück vor der norwegischen Küste hat am Montag eine dreitägige Anhörung zur Klärung der Ursache begonnen. Der Lotse Vermund Halhjem sagte aus, das 166 Meter lange Schiff sei offenbar unmittelbar vor dem Kentern auf Grund gelaufen. Die «Rocknes» habe nach einer Kurve Schlagseite bekommen. Der Kapitän habe ihm gesagt, das sei möglicherweise wegen der aus Steinen bestehenden Ladung.
Der Kapitän habe daraufhin die Ballast-Tanks mit Wasser gefüllt, und nach 20 Minuten sei das Schiff wieder ausbalanciert gewesen, sagte Halhjem in Bergen. Die «Rocknes» war am 19. Januar in der engen Wasserstraße von Bergen plötzlich gekentert. Sollte sie zuvor auf Grund gelaufen und sollten dabei ihre Ballast-Tanks aufgerissen worden sein, wäre sie nach Angaben von Experten dadurch unstabil geworden. 18 der 30 Besatzungsmitglieder kamen ums Leben, darunter ein deutscher Seemann. Das Wrack des 2001 gebauten Schiffs soll stabilisiert und bis kommenden Mittwoch in einen Hafen geschleppt werden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Hoffnung für gestrandeten polnischen Kapitän
Schnackenburg (24.01.2004) Nach gut zehn Monaten hat am Samstag die Bergung des am 21. März 2003 in der Elbe bei Schnackenburg auf Grund gelaufenen polnischen Frachters «Gondola» begonnen. Der Kapitän des gestrandeten Unglücksschiffs, Wlodzimierz Rosik, ist voller Hoffnung, seitdem am Samstag das Technische Hilfswerk (THW) aus Salzwedel mit dem Ziel anrückte, den fast 70 Meter langen Kahn wieder ins Fahrwasser zu bugsieren. «Ich hatte kaum noch an eine solche Hilfe geglaubt», freut er sich.
Ob das Vorhaben in den nächsten Tagen gelingt, hängt nicht nur von der Bergungstechnik und dem Wasserstand ab, sondern auch von der amtlichen Schiffsuntersuchungskommission, die über Verkehrs- und Betriebssicherheit des Havaristen entscheidet, wie THW-Einsatzleiter Hans-Hermann Mietz erläuterte.
Trotz mehrerer Schleppversuche war die «Gondola» unmittelbar nach dem Auflaufen beim damaligen Frühjahrshochwasser nicht mehr frei gekommen. Da keine Ladung an Bord war, konnte das Schiff auch nicht durch Umladen geleichtert werden. Der Niedrigpegel der Elbe, der wenig später einsetzte und bis jetzt anhält, hatte zur Folge, dass die «Gondola» aus Bydgoszcz (Bromberg) seit dem Frühsommer völlig auf dem Trockenen liegt. Statt der notwendigen Handbreit Wasser unter dem Kiel umwuchern Gräser und Kräuter den Schiffrumpf. Der Lastkahn wurde zu einer Touristenattraktion im Elb-Vierländereck zwischen Niedersachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern.
«Die angelaufene Rettungsaktion ist keine leichte Aufgabe, aber wir kommen gut voran», versicherte Einsatzleiter Mietz. Nach dem Anheben mit Bergewinden soll das etwa 450 Tonnen schwere Schiff mit Schwerlastluftkissen noch weiter angehoben und über ein Rollen- und Gleitsystem in das Fahrwasser befördert werden. Etwa 35.000 Euro könnte die Rettung kosten, schätzt Mietz. Da sich die Schiffsversicherung beteiligen will und zudem ein Spendenkonto mit über 200 Privatspenden eine Summe von über 10.000 Euro erbrachte, dürfte die finanzielle Seite seiner Ansicht nach abgesichert sein. Zudem arbeiten die an der Wochenendaktion mitwirkenden 76 THW-Mitarbeiter sowie 25 Einsatzkräfte von Polizei und Behörden ehrenamtlich.
Kapitän Rosik ist von so viel Hilfsbereitschaft gerührt. Er gibt zu, dass er sich selbst in das Dilemma manövriert hat, als er bei schlechter Sicht und irritiert von einer Steinaufschüttung am Unglückstag schon vor der Hafeneinfahrt Schnackenburg die Fahrrinne verließ und in die überschwemmten Elbwiesen fuhr. «Doch jetzt sieht es so aus, als wenn doch noch alles wieder gut wird», sagte Rosik und verband das mit einem Dank an alle Helfer und Spender.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Zahl der betrunkenen Kapitäne nimmt zu
(24.01.2004) Die Zahl der "Käpt'n Blaubär"-Fälle nimmt weiter zu. Verhängten die Seeämter von 1995 bis 2000 im Bereich Kiel, Hamburg und Rostock insgesamt sechs Fahrverbote, so waren es 2000 bis 2002 schon 19. Im vorigen Jahr kamen zehn Fälle hinzu. "Gelegentlich steigen Kapitäne freiwillig aus, um sich eine Verhandlung zu ersparen", sagt Hinz.
Was bei Autofahrern bekannt ist, hat sich auch in einer Studie Kieler Mediziner mit dem Titel des bekannten Shanty "What shall we do with the drunken sailor?" bestätigt. Betrunkene Kapitäne können demnach schlecht Farben unterscheiden. Dies ist deshalb gefährlich, weil der Schiffsverkehr mit Hilfe farbiger Seezeichen geregelt wird.
Die Wissenschaftler hatten 21 erfahrene Kapitäne das Führen eines Containerschiffes simulieren lassen. Im Ergebnis wurden "erhebliche Leistungseinbußen" bei 1,0 Promille ausgemacht. In allen Kategorien hatten sich die nautischen Leistungen deutlich verschlechtert. Vorausschau, Situationsanalyse, Konzentration, Navigation, Sorgfalt und Risikobereitschaft waren besonders betroffen. Kein Proband konnte das simulierte Schiff noch ausreichend sicher führen.
Im Resümee fordern die Mediziner, den im Straßenverkehr geltenden Grenzwert für absolute Fahruntüchtigkeit (1,1 Promille) auf die Seefahrt zu übertragen. Politiker wie der Bundestagsabgeordnete Wolfgang Börnsen (Schleswig) sehen das ähnlich: "Ich bin der Auffassung, dass auf See und der Straße gleiches Recht herrschen muss", sagt der Vorsitzende des Küstenkreises der CDU/CSU- Bundestagsfraktion. "Es ist unverantwortlich, trunken ein Schiff zu steuern."
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Schlepper vor Immingham auf Grund
(23.01.2004) -
Am Vormittag des 23. Januar strandete der Schlepper "Torm Heron", 2900 t,
auf einer Sandbank vor Immingham. An Bord waren 14 Mann, derunter ein
Lotse. Das Schiff entwickelte zunächst 30 Grad Schlagseite, richtete sich
dann aber auf 15 Grad auf. Ein Rettungsboot, ein Lotsenboot sowie der
Schlepper "Tradesman" liefen zur Strandungsstelle. Die "Torm Heron" hatte
440 Tonnen Bunkeröl an Bord. Acht Mann wurden von der "Tradesman"
übernommen und zu einer nahen Bohrinsel gebracht. Am Abend sollte die "Torm
Heron" freigeschleppt werden.g.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Frachter «Kefi» westlich Kreta gesunken
Athen (23.01.2004) - Bei schwerem Sturm ist in der Nacht zum Freitag das Frachtschiff «Kefi» westlich von Kreta gesunken. Die 17 Crewmitglieder, bei denen es sich um 16 Ägypter und einen Griechen handeln soll, werden vermisst, berichtete der griechische Rundfunk. In dem Seegebiet herrschte zur Unglückszeit ein Sturm mit Windstärke zehn.
Der unter der Fahne der Komoren-Inseln fahrende Frachter «Kefi» hatte 8000 Tonnen Zement in Istanbul geladen und sollte sie in verschiedenen westafrikanischen Häfen löschen, hieß es.
Laut Rundfunkbericht hatte die Besatzung vor dem Untergang des Schiffes noch einen Notruf gesendet, der in Griechenland und Malta empfangen wurde. Zwei in der Nähe befindliche Schiffe, ein amerikanischer und ein ukrainischer Frachter, hätten unmittelbar danach eine Suchaktion gestartet. Ein Besatzungsmitglied der «Kephi» konnte aus den Fluten zwischen Kreta und Malta gerettet werden.
Ein amerikanischer Frachter versuchte am Nachmittag, einen zweiten Überlebenden von einem Rettungsboot zu bergen.
Die Suche wird gegenwärtig durch den zunehmenden Sturm erschwert.
Wegen der heftigen Stürme habe aber kein Rettungsschiff auslaufen können, teilte das Ministerium mit. Die Besatzung des US-Frachters "Merlin" habe berichtet, dass die mit 8000 Tonnen Zement beladene "Kefi" rund 120 Seemeilen vor Malta gekentert sei.
Die 16 aus Ägypten stammenden Seeleute und der griechische Kapitän hatten nach Aussagen eines Offiziers der Küstenwache Pech. «Sie sind in den schlimmsten Sturm im Mittelmeer seit zehn Jahren geraten», sagte er im Radio.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
2.386 Rettungseinsätze auf See
Bremen (23.01.2004) Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hat im vergangenen Jahr auf 2.386 Einsatzfahrten insgesamt 272 Menschen aus Seenot befreit. Größere Seeunfälle gab es im deutschen Nord- und Ostseebereich nicht, wie die DGzRS am Freitag in Bremen mitteilte. Damit mussten die Seenotretter knapp 200 Mal weniger ausrücken als im Vorjahr. Weitere 647 Personen befreiten die Helfer aus kritischen Gefahrensituationen.
Zumeist mussten die Seenotretter Wasserfahrzeugen helfen, etwa bei Reparaturen auf See, Bränden oder Wassereinbrüchen. 712 Mal waren die Einsatzkräfte im Jahr 2003 für solche Hilfeleistungen unterwegs. Außerdem transportierten sie 412 Kranke und Verletzte zum Festland und bewahrten 55 Schiffe oder Boote vor dem «Totalverlust». Seit Gründung der Gesellschaft im Jahr 1865 hat die DGzRS 70.907 Menschen aus Seenot und anderen lebensgefährlichen Situationen gerettet.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Vereinter Einsatz gegen Feuer auf "Sea Riss"
(23.01.2004) -
Mit vereinten Kräften bekämpften in der Nacht zum 23. Januar Feuerwehrleute
und Küstenwache das Feuer auf der 14 Seemeilen vor Ramsgate treibenden "Sea
Riss". Das Rettungsboot aus Ramsgate stand am Havaristen. Ein neunköpfiges
Feuerbekämpfungsteam der Kent Fire Brigade wurde an Bord eines
Hubschraubers auf den seit 19 Uhr des 22. Januar brennenden Havaristen
abgesetzt. Das Margate Küstenwachteam bereitete eine Landungsstelle vor.
Der Schlepper "Anglian Monarch", der auch über Löscheinrichtungen verfügt,
wurde zur "Sea Riss" in Marsch gesetzt. Der nahebei stehende
Marineversorger "Sir Percival" bot die Hilfe seiner in Notfällen erfahrenen
Crew an. Währenddessen leitete der Kapitän der mit 1770 Tonnen Stahl
beladenen "Sea Riss" CO2 in den brennenden Maschinenraum ein und
versammelte seine Besatzung an Deck. Um 21.50 wurde das Löschteam aus Kent
auf sein Schiff abgewinscht. Die Umgebung des Maschinenraums wurde gekühlt.
Ein weiteres Feuerbekämpfungsteam aus Kent wurde an der Küste
bereitgetellt. Derzeit wird der bisherige Erfolg der Löschbemühungen
überprüft.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Frachter im Ärmelkanal in Brand geraten
(23.01.2004) Ein Frachtschiff mit sechs Besatzungsmitgliedern an Bord ist gestern Nacht im Ärmelkanal in Brand geraten. Britische Feuerwehrleute wurden mit einem Hubschrauber zu dem Schiff gebracht, um das im Maschinenraum ausgebrochene Feuer zu bekämpfen, wie die Küstenwacht mitteilte. Es habe keine Verletzte gegeben, doch sei das Schiff nicht mehr fahrtüchtig.
Eine Gefahr für die Schifffahrt in dem Gebiet nordöstlich von Dover gehe von der brennenden "Sea Riss" aber nicht aus. Das britische Schiff hat Stahl geladen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Kutter bei Cold Beach gestrandet
(22.01.2004) -
Am Morgen des 22. Januar trieb in hoher Brandung der 78-Fuß-Kutter "Pacific
Future" nahe Cold Beach, Oregon, auf Grund. Das Boot sendete Notsignale und
strandete wenig später. Ein Rettungsboot aus Chetco River und ein
Helikopter aus Norht Bend eilten zur Strandungsstelle. Die vierköpfige
Besatzung wurde gerettet. Ein Schlepper lief aus Coose Bay aus, um zu
versuchen, das festsitzende Boot bei Flut zu befreien.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Deutscher Urlauber nach Haiangriff von Fischern gerettet
Caracas (22.01.2004) Ein deutscher Urlauber ist vor der Küste Venezuelas von einem Hai angegriffen und an Rücken und Hand verletzt worden. Er wurde von einheimischen Fischern gerettet. Der Vorfall ereignete sich am Mittwoch im Mochima National Park rund 10 Meter vom Strand entfernt. Der Deutsche wurde in ein Krankenhaus eingeliefert und befindet sich nach Behördenangaben in stabilem Zustand.
Die Fischer schleuderten eine Harpune auf den Hai, der vorher auch einen Fischer angegriffen haben soll. Doch der Fisch konnte zunächst entkommen. Einige Stunden später wurde das rund 1,70 Meter lange Tier den Angaben zufolge dann von anderen Fischern getötet. Die Heimatstadt des Deutschen war zunächst unbekannt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Frachter "Rocknes" rammte Felsen unter Wasser
Oslo (21.01.2004) - Der Frachter "Rocknes" (Bilder) hat nach ersten Ermittlungen einen Felsen unter Wasser gerammt, bevor das Schiff vor der norwegischen Küste kenterte. Darauf deuteten die Beschädigungen der Schiffswand hin, teilte die Polizei mit. Es sei jedoch zu früh um festzustellen, ob die Kollision der einzige Grund für das Unglück war. Die von einer norwegischen Reederei betriebene "Rocknes" war am Montag auf dem Weg in den norddeutschen Hafen Emden im Raune-Fjord in der Nähe von Bergen gekentert. 18 der 30 Besatzungsmitglieder kamen ums Leben, unter ihnen auch ein Deutscher.
Der Vizechef der norwegischen Schifffahrtsbehörde, Sigurd Gude, erklärte, dass in die „Rocknes“ nach der Grundberührung Wasser eingelaufen sei. Die dabei entstandene Schlagseite habe wahrscheinlich die in Pyramidenform aufgeschichtete Steinladung ins Rutschen gebracht, was die Verlagerung des Schiffsschwerpunktes stark beschleunigt haben dürfte.
Momentan haben sich die Rettungskräfte am Mittwoch auf die Stabilisierung des havarierten Frachters konzentriert. Ein Sprecher der norwegischen Küstenwacht, Ole Arvesen, erklärte, derzeit werde Luft in das Wrack gepumpt. Damit solle ein Sinken des Frachters verhindert und gleichzeitig die Sicherheit der Taucher gewährleistet werden. Die Taucher sollten frühstens am (morgigen) Donnerstag mit der Suche nach den Leichen von 15 noch vermissten Seeleuten beginnen.
Zunächst müsse das Wrack stabilisiert werden, die Sicherheit der Taucher habe Vorrang, erklärte Arvesen. Unterdessen bemühten sich die Rettungskräfte darüber hinaus, eine weitere Verschmutzung des Meeres zu verhindern. Sie legten schwimmende Barrieren aus, damit Öl und Treibstoff aus dem Frachter sich nicht ausbreiten konnten. Bisher seien hunderte Seevögel von dem Öl getötet oder verschmutzt worden, sagte Stein Byrkjeland von der örtlichen Umweltbehörde. Einige Öllachen erreichten bereits die nur knapp 200 Meter entfernte Küste. An Bord des Frachters befanden sich 445 Tonnen Schweröl, 67 Tonnen Diesel und 21 Tonnen Schmieröl.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Smit Salvage will die "Pride of America" und "Rocknes" bergen
(21.01.2004) -
Gleich zwei dicke Fische gingen den Bergern von Smit Salvage ins Netz. Am
21. Januar reiste ein Bergungsteam nach Bremerhaven, um die Hebung der
"Pride of America" vorzubereiten. Innerhalb von 15 Tagen soll das teilweise
geflutete Schiff wieder schwimmfähig gemacht werden. In den kommenden 10
Tagen müssen zunächst alle unter Wasser liegenden Luken und sonstigen
Öffnungen im Rumpf abgedichtet werden. Danach beginnt das Leerpumpen des
Schiffes. Die derzeit laufenden Taucheruntersuchungen werden derweil
fortgesetzt. Die Höhe des Sachschadens wird erst nach der komplizierten
Hebung abzuschätzen sein. Davon hängt auch der Fertigstellungstermin ab.
Am 19. Januar erhielt Smit zudem den Auftrag zur Bergung der vor Norwegen
gekenterten "Rocknes" nach Lloyds Open Form. Zunächst soll der kieloben
liegende Rumpf stabilisiert und dann "as is" in geschützte Gewässer
abgeschleppt werden. Dort ist geplant, die eigentlichen Bergungsarbeiten zu
beginnen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Schon wieder: Binnenschiff im Hamburger Hafen gesunken
Hamburg (20.01.2004) Im Hamburger Hafen ist am Dienstag (wie am 14.1.04) ein Binnenschiff beim Beladen auseinander gebrochen und komplett gesunken. Wie die Polizei mitteilte, war das 80 Meter lange Schiff «Heimatland» bereits mit 500 Tonnen Kupferplatten beladen, als die Arbeiter plötzlich ein lautes Krachen hörten und Wasser in den Laderaum strömte. Zunächst versuchten sie das Wasser abzupumpen. Schließlich brach aber der Rumpf auseinander. Kurz bevor das Schiff versank, konnte der 36 Jahre alte Schiffsführer noch sein Auto und seinen Computer von Bord retten. Den Angaben zufolge ragte am Abend nur noch der Schornstein des Schiffes aus dem Wasser. Verletzt wurde niemand.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Frachter «Rocknes» kentert vor Norwegen
Bergen (19.01.2004) - Innerhalb weniger Sekunden ist der 166 Meter lange norwegische Frachter «Rocknes» am Montag vor der Küste bei Bergen mit einer Crew von 29 Seeleuten gekentert (Bilder). Das Unglück ereignete sich am Montagnachmittag in einer engen Wasserstraße zwischen der Insel Björöy und der norwegischen Küste bei Bergen. Bei der dramatischen Rettungsaktion dicht unter Land konnten neun Besatzungsmitglieder lebend geborgen werden. Zwei weitere waren tot. 18 Crewmitglieder waren vermisst. Einer oder mehrere von ihnen machten sich durch Klopfzeichen aus dem Inneren des Schiffes bemerkbar.
Am Abend wurde die «Rocknes» vor der Küste auf Grund gesetzt, um die Gefahren für die im Rumpf Eingeschlossenen zu vermindern. Wie Beteiligte im Fernsehsender TV2 am Montag berichteten, konnten durch in den Schiffsrumpf gebohrte kleine Löcher erste Kontakte durch Zurufe mit einem Eingeschlossenen hergestellt werden. Man hoffe auf die Öffnung des Schiffsrumpfes für den Einstieg von Bergungsspezialisten kurz vor Mitternacht, hieß es weiter. Wegen der Gefahr von Überdruck im Schiffsinneren könne man nur sehr langsam vorgehen.
An Bord des norwegischen Frachters "Rocknes" befanden sich nach Angaben der Rettungskräfte 29 Menschen, darunter auch ein Deutscher, 23 Philippiner, drei Niederländer und zwei Norweger. Laut Augenzeugen konnten sich einige Schiffbrüchige auf dem Rumpf des Havaristen in Sicherheit bringen, viele seien jedoch in das etwa fünf Grad kalte Wasser gefallen.
Augenzeugen von Land aus berichteten, dass das Schiff dann bei gutem Wetter und ruhiger See innerhalb von Sekunden gekentert sei. Die «Rocknes» war mit Steinen beladen auf dem Weg nach Deutschland. Als mögliche Ursache für das Unglück gilt unsachgemäßes Stauen und darauf folgendes Verrutschen der Ladung.
Zwei Seeleute konnten sich auf den Kiel des Schiffes retten und klammerten sich an die Schiffsschraube, bis Rettung zur Stelle war. Gleichzeitig suchten die Besatzungen herbeigeeilter Schiffe in den Gewässern zwischen Bergen und vorgelagerten Inseln nach weiteren Schiffbrüchigen. Über den Gesundheitszustand der neun lebend geborgenen Seeleute gibt es noch keine Informationen. Zur Zeit des Unglücks herrschten weder ungewöhnliche Wetter- noch Windbedingungen, die Temperatur war aber nahe am Gefrierpunkt.
In Medienberichten hieß es außerdem, der norwegische Kapitän sei unversehrt geblieben und beteilige sich an den Rettungsarbeiten für die 18 Vermissten. Zu diesen gehört auch ein deutsches Besatzungsmitglied.
Wie es weiter hieß, hatte die erst vor drei Jahren auf der Hamburger Sietas-Werft vom Stapel gelaufene "Rocknes" vor dem Unglück offenbar Grundberührung. In norwegischen Medien meldeten sich Lotsen zu Wort, die bei früheren Fahrten mit dem Frachter und dessen Schwesterschiff "Stones" erhebliche Probleme bei der Steuerung erlebt hatten. Das Ruder habe dabei nicht einwandfrei funktioniert und sei möglicherweise nicht groß genug ausgelegt, erklärte der Lotse Alf Ove Austevoll im Rundfunk.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Great-Lakes-Erzfrachter liegt weiter fest
(19.01.2004) -
Der Schiffsverkehr auf dem St. Mary's River war am 19. Januar weiter durch
den gestrandeten Erzfrachter "Edgar B. Speer" blockiert. Zehn Schiffe
liegen oberhalb der Unglücksstelle fest. Der Frachter lag zwei Tage nach
seiner Strandung unverändert in der Flussmündung auf Grund. Die
Küstenwachkutter "Mackinaw" und "Katmai Bay" haben Schleppverbindungen zum
1000 Fuß langen Havaristen aufgebaut. Die Befreiungsbemühungen werden
jedoch durch Eisgang behindert.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Vor England gesunkener Fischkutter wurde gerammt
(19.01.2004) - Der am 15. Januar vor der Südwestküste Englands gesunkene französische Fischkutter «Bugale Breizh» ist vor dem Sinken gerammt worden. Das teilte die Staatsanwaltschaft in Quimper in Nordfrankreich mit. Bei dem Unfall waren fünf Seeleute ums Leben gekommen. Möglicherweise habe ein Containerfrachter das Schiff frontal gerammt, hieß es. Von Tauchrobotern gemachte Aufnahmen des Wracks zeigten, dass die Wucht der Kollision sehr stark gewesen sei. Bisher wurden zwei der Leichen geborgen. In dem Seegebiet herrschten zur Zeit des Unfalls 35 - 40 Knoten Wind aus West bis Südwest, das sind 8 Bft.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Sportboot von schwerer Brandung auf Grund geschlagen
(18.01.2004) - Nachdem es von mehreren Brechern getroffen wurde, lief am 18. Januar ein 36
Fuß langes Sportboot auf der Chetco River Bank, Oregon, auf Grund. Drei
Küstenwachboote liefen zunächst aus, mussten aber wegen ihrer Größe
unverrichteter Dinge wieder abdrehen. Da die Situation der zweiköpfigen
Besatzung des Bootes kritisch war, wurden zwei Rettungsboote zur
Strandungsstelle beordert. Es gelang den Männern jedoch, trotz meterhoher
Wellen ohne Hilfe den Strand zu erreichen. Hier wurden sie von einem
Fahrzeug der Küstenwache mit leichten Verletzungen aufgenommen. Das Boot
lag zunächst weiter in der Brandung, die auch die "Shamrock" der Coastguard
während der Rettungsaktion auf Grund schlagen ließ.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Frachter mit Eisenerz gestrandet
(18.01.2004) - Am 18. Januar lief der mit Eisenerz beladene, 1000 Fuß lange Frachter
"Edgar B. Speer" im West Neebish Channel in den USA auf Grund. Die
Küstenwachboote "Mackinaw", "Biscayne Bay" und "Katmai Bay" liefen zur
Hilfeleistung zum Havaristen aus. Die Bergungsarbeiten werden durch den
herrschenden Eisgang erschwert. Die Schiffahrt im Unglücksgebiet wurde
unterbrochen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Kutter bei Church Rock gestrandet
(18.01.2004) -
Am Morgen des 18. Januar lief ein Fischkutter mit vier Mann Besatzung nahe
Church Rock, Catalina Island, auf Grund. Ein passierendes Schiff entdeckte
den Havaristen, dessen Crew Notsignale gab. Über Funk alarmierte es die
Küstenwache, die aus Newport ihre "Narwhal" sowie einen Hubschrauber aus
Los Angeles entsandte. Ein älterer Seemann, der über Brustschmerzen klagte,
wurde von dem Hubschrauber aufgewinscht und nach Pebbley Beach geflogen, wo
ihn bereits eine Ambulanz erwartete. Anschließend kehrte der Helikopter zur
Strandungsstelle zurück und barg die verbliebenen drei
Besatzungsmitglieder, die er später an ein Rettungsboot übergab.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Frachter vor Nordspanien gesunken
(18.01.2004) - Ein portugiesischer Frachter ist heute bei schwerem Sturm vor der nordspanischen Atlantikküste in der Biskaya gesunken. Die achtköpfige Besatzung war zuvor in Sicherheit gebracht worden.
Wie die spanischen Behörden mitteilten, war die 80 Meter lange "Diana 1" in einem Unwetter in Seenot geraten und vor der baskischen Hafenstadt Bilbao gegen einen Felsen geprallt. in dem Seegebiet herrschten zur Zeit des Unglücks Wind mit 30 Knoten aus NW, das sind 7 Bft und starker Seegang. Das Schiff war unbeladen, hatte aber 45 Tonnen Diesel an Bord. Für die Umwelt bedeutete dies nach Angaben des Verkehrsministeriums keine Gefahr.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Selbstmordversuch durch vorsätzlichen Schiffbruch
(17.01.2004) -
Am Abend des 17. Januar entdeckte die Crew des Kutters "Debbie O" vor Port
Canaveral das brennend an der Südmole auf Grund liegende, 65 Fuß lange
Fischereifahrzeug "Lady Jill". Die alarmierte Küstenwache fand an Bord
einen alkoholisierten und offenbar verwirrten Mann vor, der den Rettern
drohte. Es gelang ihnen aber, den Skipper unter Kontrolle zu bekommen und
dann gegen das im Vorschiff ausgebrochene Feuer vorzugehen. Da das Schiff
inzwischen zu sinken drohte und damit die Zufahrt nach Port Canaveral
blockiert hätte, wurde es aus dem Hafen gezogen. Hier brach es 900 Yards
von der Hafeneinfahrt entfernt tatsächlich auseinander und ging unter. Mit
Hilfe eines Bergungsunternehmens wurde kurz nach dem Untergang eine
Untersuchung der Tanks der "Lady Jill" durchgeführt, um eine
Umweltgefährdung durch den Kraftstoff zu vermeiden. In schwerer See begann
das Wrack allerdings rasch auseinanderzubrechen. Ein Kontrollflugzeug
sichtete einen kleinen Ölteppich an der Unglücksstelle. Der Eigner der
"Lady Jill" hatte sich offenbar durch vorsätzlichen Schiffbruch umbringen
wollen. Er wurde nach seiner Rettung festgenommen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Kutter vor Port Isabel gesunken
(16.01.2004) -
15 Seemeilen östlich von Port Isabel, Texas, sank am Morgen des 14. Januar
der 66 Fuß lange Fischkutter "Dona Nelly" aus Brownsville. Die dreiköpfige
Crew wurde von dem 270-ft-Küstenwachboot "Thetis" aus Key West gerettet. Es
befand sich gerade auf einer Patroullienfahrt, als der Notruf von der Coast
Guard-Zentrale Corpus Christi weitergeleitet wurde. Beim Eintreffen an der
Unglücksposition fand sie nur noch ein Trümmerfeld vor, das sich, mit
Dieselöl vermischt, über eine Quadratmeile erstreckte. Im Trümmerfeld
konnten schließlich auch die Schiffbrüchigen ausgemacht werden, die sich
zusammen an eine treibende Fischluke klammerten. Einer von ihnen
umklammerte den Notsender (EPIRB), dessen Signal die Rettungsaktion
ausgelöst hatte. Ohne das EPIRB hätte die Suchaktion nicht so schnell zum
Ziel geführt. Die drei Fischer im Alter von 20 bis 53 Jahren hatten nur
leichte Verletzungen und Schockeinwirkung. Der Kapitän gab an, um fünf Uhr
morgens sei die Bilge überflutet worden. Die Männer hätten zwei Stunden
gegen den Wassereinbruch gekämpft, ehe sie gezwungen wurden, ihr Schiff
aufzugeben. Die Geretteten wurden an ein Küstenwachboot von South Padre
Island übergeben, das sie nach Port Isabel brachte. Die Unglücksursache
wird noch untersucht.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Geschäftsführer der Lloyd-Werft: Das hält das Schiff aus
(15.01.2004) -
Erstmals nach dem Untergang der "Pride of America" äußerte sich am 15.
Januar der Geschäftsführer der Lloyd-Werft, Werner Lüken, zum Unglück. Er
gab an, die Werft sei gegen Fälle wie die Havarie der „Pride of America“
versichert.
Er bezweifelte
aber, dass der schwere Sturm in der Nacht zum Mittwoch der alleinige Grund
für den Untergang des Neubaus sei. Er sei sicher, die nun entstandene
Situation werde fachmännisch gemeistert. An Spekulationen wolle er sich
nicht beteiligen. Stattdessen müsse nun in Ruhe die Ursache ermittelt
werden, und so lange werde es keine weiteren Stellungnahmen der Werft
geben. Dass kräftige Windböen der Stärke 10 den Wassereinbruch auf der
„Pride of America“ ausgelöst hätten, könne nur ein Teil der Erklärung sein,
so Lüken. Es gebe in Bremerhaven alle 14 Tage Sturm, und in den 141 Jahren
der Werft sei so etwas noch nicht vorgekommen. Lüken berichtete außerdem
von seiner Inspektion des Schiffes. Von dem Wassereinbruch seien außer dem
Maschinenraum auch die Kabinen der Besatzung sowie die Bordwäscherei
betroffen.
Auf den oberen Decks seien die
Passagierkabinen mit dem Rumpf verschweißt, so dass hier keine größeren
Schäden durch die Schlagseite des Schiffes entstanden seien. Eine solche
Schieflage wie die jetzt entstandene sei für ein Seeschiff nicht
ungewöhnlich und könne auch bei normalen Rollbewegungen in schwerem Wetter
entstehen. Das hält das Schiff aus, betonte Lüken. Der geplante
Tauchereinsatz musste derweil verschoben werden, bis die Gerüste am Rumpf
gesichert seien.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Island-Fähre "Norröna" nach Kollision schwer beschädigt
(15.01.2004) -
In den Mittagsstunden des 15. Januar kollidierte die Fähre "Norröna" der
isländischen Smyril Line beim Einlaufen in Thorshavn, Färöer, mit einer
Pier. Das Schiff kam auf ihrem ersten Wintertörn von Island auf die Färöer
gerade aus Seydisfjördur und war dabei, im Hafenbecken zu drehen. In diesem
Moment wurde es von einer Schauerbö erfasst und auf die andere Hafenseite
getrieben. Hier stieß sie gegen eine Mole und erhielt ein Leck an
Backbordseite. Es gelang zwar rasch, die Fähre zu befreien, doch beim
Wegmanövrieren von der Pier stieß sie auf Höhe des Maschinenraums erneut
gegen die Hafenanlagen und zog sich unter der Wasserlinie ein weiteres,
zehn Meter langes Leck zu. Der Kapitän brachte den Havaristen unverzüglich
an den Anleger, wo Lenzpumpen übernommen wurden. Außerdem wurde die
"Noprröna" durch Umpumpen der Ballasttanks so weit nach Steuerbord
gekrängt, dass die Leckagen aus dem Wasser kamen. Die Passagiere im
Hotelbereich des Schiffes wurden evakuiert. Gegen 14 Uhr war die Situation
unter Kontrolle. Das eingedrungene Wasser wurde aus dem Rumpf gelenzt. Die
knapp 60 Passagiere und 33 Besatzungsmitglieder verließen den Havaristen
mit Rettungsbooten und wurden im Reederei eigenen Hotel Föroyar
einquartiert, wo sie auch psychologische Betreuung fanden. Die "Norröna"
wird für mindestens zwei Wochen ausfallen. Sechs Werften gaben mittlerweile
Gebote für eine Reparatur ab. Als Ersatz wurde kurzfristig die seit
längerem in Esbjerg aufgelegte Vorgängerfähre "Norröna 1" reaktiviert.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Hoffnung auf Überlebende des Trawleruntergangs vor Cornwall schwindet
(15.01.2004) -
Die Suchaktion der Falmouth Coastguard nach drei vermissten Seeleuten des
14 Seemeilen südwestlich von Lizard Point, Cornwall, gekenterten Trawlers
"Cap Burgaled Breiz" wurde nach Einbruch der Dunkelheit am späten
Nachmittag des 15. Januar eingeschränkt. Die Retter waren zur Mittagszeit
durch die Meldung des Kutters "Eridian" alarmiert worden, der den Untergang
des Trawlers beobachtet hatte. Sofort waren Rettunghubschrauber sowie die
Rettungsboote von Penlee und Lizard sowie der Küstenwachschlepper "Anglian
Princess" zur angegebenen Position entsandt worden. Acht weitere Handels-
und Kriegsschiffe sowie zwei Fischereifahrzeuge beteiligten sich ebenfalls
an der Suchaktion. Zunächst gelang es einer Hubschraubercrew lediglich,
eine leere Rettungsinsel sowie ein Trümmerfeld auszumachen. Später wurden
zwei Tote aus der See geborgen und nach Truro geflogen. Eine weitere im
Tagesverlauf gesichtete Rettungsinsel war wie bereits die erste unbesetzt.
Die Wetterbedingungen ließen mit neun Windstärken, rauer See und schlechter
Sicht wenig Hoffnung, noch Überlebende der "Cap Burgaled Deiz" zu finden.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Sicherheitsvorkehrungen für «Queen Mary 2» nach Bombendrohung erhöht
Lissabon (15.01.2004) Die portugiesischen Behörden haben nach Bombendrohungen ihre Sicherheitsvorkehrungen für die «Queen Mary 2» erhöht, die am Donnerstag in einem Hafen der Insel Madeira anlegte. Bei der Reederei Cunard in London seien am Mittwoch drei Anrufe mit Bombenwarnungen eingegangen, teilte ein Sprecher der portugiesischen Niederlassung der Schiffseigner mit. Das größte Passagierschiff der Welt sei die Einfahrt in den Hafen erst nach einer polizeilichen Durchsuchung und dem Einsatz von Tauchern gewährt worden. Zwei Polizeischiffe eskortierten das 347 Meter lange Riesenschiff in den Hafen von Funchal. Die «Queen Mary 2» ist auf ihrer Jungfernfahrt nach Florida. Vor der Fahrt über den Atlantik wird es mit 2.620 Passagieren und 1.245 Besatzungsmitgliedern noch die Kanarischen Inseln anlaufen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Französischer Fischkutter vor der Küste Englands gesunken
London (15.01.2004) Die britische Küstenwacht hat am Donnerstag nach dem Untergang eines französischen Fischkutters vor der Südwestküste Englands zwei Leichen aus dem Meer geborgen. Drei Seeleute wurden noch vermisst. Die Küstenwacht fand zunächst nur eines der zwei Rettungsboote des Trawlers. Den Seenotalarm ausgelöst hatte ein anderes Schiff, dessen Besatzung das Kentern und den Untergang des französischen Schiffes beobachtet hatte. In dem Seegebiet herrschten zur Zeit des Unfalls 35 - 40 Knoten Wind aus West bis Südwest, das sind 8 Bft.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Reste der "Admiral Graf Spee" sollen geborgen werden
(15.01.2004) -
Spektakuläre Bergungsaktion an einem Panzerschiff der deutschen
Kriegsmarine: Teile der zu Beginn des Zweiten Weltkriegs vor Montevideo
gesunkenen "Admiral Graf Spee" sollen 65 Jahre später gehoben werden. Die
Arbeiten sollten bereits Ende des Monats beginnen, sagte Alfredo
Etchegaray, Inhaber der Rechte an dem Schiff, jetzt in der Hauptstadt von
Uruguay. Das Wrack inspirierte mehrere Filmemacher, darunter den
US-Regisseur James Cameron. Der Regisseur von "Titanic", der auch einen
Dokumentarfilm über Tauchfahrten zum Schlachtschiff "Bismarck" drehte, will
eigens nach Montevideo reisen, um die Überreste des Kriegsschiffes zu
begutachten.
Die "Graf Spee" war nach spektakulären Einsätzen als Kaperkreuzer am 13.
Dezember 1939 unter dem Kommando von Kapitän Hans Langsdorff vor der Küste
Uruguays von britischen und neuseeländischen Seestreitkräften gestellt
worden. Nach längerem Gefecht entschied Langsdoff, in dem neutralen Hafen
von Montevideo Zuflucht zu suchen. Die Deutschen hatten nicht nur
erhebliche Schäden an ihrem Schiff davongetragen, sondern verfügten auch
über kaum noch Munition. Die uruguayischen Behörden erlaubten Langsdorff
nach einem diplomatischen Tauziehen lediglich, 72 Stunden im Hafen zu bleiben.
Mit einer Kriegslist machten die Briten den deutschen Kapitän glauben, dass
an der Mündung des Rio de la Plata ein mächtiges Geschwader auf ihn warte.
Daraufhin bat er die Seekriegsleitung um Erlaubnis, die "Graf Spee" selbst
zu versenken. Am 17.12.1939, dem Tag des Ablaufs des Ultimatums, nahm die
"Admiral Graf Spee", nur mit einer reduziertenn Fahrcrew besetzt, langsam
Kurs auf die Mündung des Rio de la Plata. Nachdem die Mannschaft den
Kreuzer verlassen hatte, wurde er in die Luft gesprengt. Das Wrack brannte
meherere Tage lang und versank in flachem Wasser. Im Lauf der Jahre
verschwanden die Trümmer gänzlich von der Wasseroberfläche. In den
vergangenen Jahren wurden bereits einige Artefakte geborgen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Brecher setzte Elektronik außer Gefecht - Kutter drohte zu stranden
(15.01.2004) -
Am Morgen des 8. Janunar geriet der 44-Fuß-Kutter "West Head" 150 Meilen
östlich von Cape Ann, Massachusetts, in Seenot. Das Schiff war am 5. Januar
nach Stouts Swell ausgelaufen, war aber wegen bis zu 40 Fuß hochh gehender
See vor Anker gegangen, um den Sturm, der mit 60 Knoten über das Seegebiet
fegte, abzureiten. Während die Crew schlief, zerschmetterte eine Welle die
Verglasung des Brückenhauses. Die Brücke wurde überschwemmt, was die
Schiffselektronik außer Betrieb setzte. Die Seeleute erwachten vom Geräusch
des Wassers, das sich seinen Weg von der Brücke in die Unterkünfte bahnte.
Ein Mann kletterte durch eine eingeschlagene Brückenscheibe und slippte den
Anker, damit keine weitere Welle über den Bug des festliegenden Schiffes
schlagen könnte. Ähnlich wie George Clooney auf der "Andrea Gail" im Film
"Der Sturm" versuchte Kapitän Dale Sparrow mit Unterstützung der anderen
Seeleute dann, die Brückenfenster zu verschalken und damit den
Wassereinbruch zu stoppen. Als in einiger Distanz der Tanker "Talisman"
vorbeizog, gaben die Männer Notsignale. Während dessen geriet ihr Schiff
zusehends in die Gefahr des Strandens, weil es in flaches Wasser
abdriftete. Die "Talisman" drehte auf den Havaristen zu und machte Standby
bis zum nächsten Morgen. Gleichzeitig wurde die Coastguard informiert, die
ihre "Dependable", die sich auf Patroullie vor New York befunden hatte, zur
"West Head" in Marsch setzte. 26 Stunden nach Eintreten der Notsituation
erreichte sie den Kutter und entließ die "Talisman". Kommandant Ivery
manövierte sein Boot längsseits des Kutters, so dass dessen vierköpfige
Crew an Bord des Rettungsschiffes springen konnte. Es gelang auch, eine
Schleppverbindung aufzubauen und den Kutter auf eine Position vor
Provincetown zu verholen. Hier wurde die "Dependable" entlassen, und ein
kleineres Rettungsboot übernahm die "West Head", um sie in den Hafen
einzubringen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Aufräumen und Ursachenforschung nach Havarie der "Pride of America"
(15.01.2004) -
Einen Tag nach dem Untergang des Kreuzfahrers "Pride of America" wird bei
der Lloyd-Werft Ursachenforschung betrieben. Die Ursache des
Wassereinbruchs sei noch unklar, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei
am 15. Januar. Möglich ist, dass Kabelluken unter Wasser gerieten, als
Windböen den hoch aufragenden Rumpf des Schiffes auf die Seite drückten.
Genaueres sollen im Lauf des Tages geplante Tauchereinsätze an den Tag
bringen. Zuvor müssen allerdings noch am Rumpf hängende Stellagen gesichert
werden, die zum Teil eingebrochen sind. Das Passagierschiff liegt
inzwischen stabil mit rund 15 Grad Steuerbordschlagseite in unmittelbarer
Nachbarschaft des Kreuzfahrers "Costa Victoria" auf dem 10 Meter tiefen
Hafengrund und wurde mit Ölschlängeln umgeben. Die unteren drei Decks sind
geflutet. Landseitig befindet sich ein umgestürzter Kran, der von dem Rumpf
umgedrückt wurde und auf ein Werftgebäude fiel. Dieses wurde ebenfalls
beschädigt.
Angesichts dieses Szenarios herrscht eine gewisse
Erleichterung, dass das Unglück sich nachts ereignete, als nur eine
reduzierte Werftbelegschaft arbeitete. Die auf der "Pride of America"
tätigen Arbeiter waren in zum Teil dramatischen Aktionen gerettet worden,
als das Schiff sich gegen Mitternacht binnen einer halben Stunde auf die
Seite legte. Feuerwehr und Polizei gingen in dem Luxusliner, der nach
Zusammenbruch der Elektrik in Dunkelheit gehüllt war, auf stundenlange
Suche nach möglicher Weise Eingeschlossenen. Drei Arbeiter kamen vom
Oberdeck nicht mehr hinunter und machten mit Feuerzeugen auf sich
aufmerksam. Sie wurden von einem Seaking-Rettungshubschrauber, der die
Decks aus der Luft absuchte, entdeckt und landseitig geborgen. Die Bilanz
blieb am Ende mit drei leicht Verletzten glimpflich. Als 1962 unter
ähnlichen Umständen die sowjetische Fischfabrik "Wladiwostok" am
Ausrüstungskai der Kieler Howaldtswerke kenterte, waren mehrere Tote zu
beklagen gewesen.
Die Höhe des Sachschadens war zunächst noch unklar. Der Neubau - ein 300
Millionen Euro teures Projekt - sollte im April an die Reederei Norwegian
Cruise Line abgeliefert werden. Die Maschinenanlage und die Räume für
Schiffstechnik stehen unter Wasser. Die Maschine war eine
Einzelanfertigung. Nun muss auch die minutiös geplante Fertigstellung der
nicht beschädigten Schiffsteile neu geordnet werden. Dutzende von
Zulieferbetrieben sind davon betroffen.
Wann der «Stolz von Amerika»
erstmals mit mehr als 2000 Passagieren an Bord durch die amerikanischen
Gewässer rund um Hawaii fahren wird, ist seit der Sturmnacht völlig offen.
Nach Angaben von Werftchef Werner Lüken waren auf der «Pride of America»
nur noch letzte Arbeiten zu erledigen. Die für April geplante
Fertigstellung des Kreuzfahrtschiffes für die Norwegian Cruise Line (NCL)
sollte glückliches Ende einer bereits wechselvollen Geschichte des Neubaus
werden.
Ursprünglich war der Bau in den USA für eine andere Reederei
begonnen worden. Nach deren Pleite im Jahr 2001 kaufte NCL den zu 40
Prozent fertig gestellten Rumpf und ließ ihn mit 500 Containern Material
nach Bremerhaven schleppen. Die Lloyd Werft baute bereits mehrere
Kreuzliner für NCL um und zwei sogar komplett neu. Sie arbeitet seit rund
zwei Jahren im Auftrag der Norwegian Cruise Line an der «Pride of America».
Der Kreuzfahrer wird aus einem halbfertigen Schiff aufgebaut. Auf der
Lloydwerft wurde der unvollendete Rumpf von 256 auf gut 280 Meter
verlängert. Das Schiff sollte im zweiten Quartal 2004 abgeliefert werden.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Sinkender Traditionssegler vor Stralsund auf Grund gesetzt
(15.01.2004) -
Auf dem Weg von Rostock in eine Greifswalder Werft sprang die Galeass
"Ninve", 70 t, am 10. Januar vor Stralsund leck und begann zu sinken. Um
einen vollständigen Untergang zu verhindern, steuerte der Kapitän den
Uferbereich an und setzte den Zweimaster 150 Meter vor dem Strand in
flachem Wasser auf Grund. Hier legte sich das Schiff auf die
Steuerbordseite und sank bis auf Deckshöhe weg. Die sechsköpfige Crew wurde
von Booten der Wasserschutzpolizei und der DGzRS gerettet. Am 12. Januar
begannen Bergungsarbeiten an dem Havaristen. Wahrscheinlich hat Treibeis
ein Loch in den Holzrumpf des in Laboe auf der Kieler Förde beheimateten
Traditionsseglers geschlagen. Die Gaffelketsch wurde zwischen 1985 und 1989
in Rickling als Arbeitsprojekt erbaut. Sie ist knapp 25 Meter lang, 5 Meter
breit und wird von einem 93-KW-Diesel angetrieben.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Binnenschiff in Hamburg-Harburg gesunken
(14.01.2004) -
Am Abend des 14. Januar sank in Becken II des Harburger Hafens ein
Binnenschiff. Bei der Beladung mit Apatit, einem
Düngerproduktions-Grundstoff, riss der Rumpf unvermittelt ein, brach
schließlich auseinander und sackte auf den Grund des Elbhafens. Ein
Mitglied der Besatzung erlitt einen Schock und musste ins Krankenhaus
gebracht werden. Ansonsten wurde niemand verletzt.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Kreuzfahrtschiff im Sturm gesunken
(14.01.2004) Bremerhaven - Das Kreuzfahrtschiff "Pride of America" ist in der Nacht zum Mittwoch in Bremerhaven voller Wasser gelaufen und mit dem Rumpf auf den Grund des Hafenbeckens gesunken. Das fast fertige, 280 Meter lange Luxusschiff für die US-Reederei Norwegian Cruise Line wurde durch eine Sturmböe gegen Mitternacht gegen die Pier gedrückt und in deutliche Schräglage gebracht. Warum es dabei voll Wasser lief, ist noch nicht klar. Dabei wurden mindestens drei Werftarbeiter verletzt, teilte die Feuerwehr mit. Die Höhe des Sachschadens war zunächst unklar.
Unfertige, noch im Bau befindliche Schiffe haben einen anderen, ungünstigeren Schwerpunkt: Durch den fehlenden Innenausbau liegt ihr Schwerpunkt höher und sie sind daher empfindlicher bei Seitenwind als fertige und beladene Schiffe.
14 Männer, die an Bord des Schiffes gearbeitet hatten, konnten über Leitern in Sicherheit gebracht werden. Über die Höhe des entstandenen Schadens gibt es noch keine Angaben. "Das sieht in so einer Situation dann aus wie auf einem Schlachtfeld", sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Die knapp 300 Meter lange "Pride of America", ein 300-Millionen-Euro- Projekt der Lloyd Werft, soll nach ihrer Fertigstellung rund 2200 Passagieren Platz bieten und vor allem durch amerikanische Gewässer kreuzen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Bremerhaven: Sturm kippt Kreuzfahrtschiff
Eine Sturmböe hat heute Nacht das im deutschen Bremerhaven in Bau befindliche Kreuzfahrtschiff "Pride of America" gegen den Pier gedrückt und in eine riskante Schräglage gebracht. Dabei wurden mindestens drei Werftarbeiter verletzt, teilte die Feuerwehr am frühen Morgen mit.
14 an Bord des Schiffes arbeitende Männer konnten über Leitern in Sicherheit gebracht werden. Das knapp 300 Meter lange Schiff, ein 300-Millionen-Euro- Projekt der Lloyd-Werft, wurde stabilisiert und nach möglichen Vermissten durchsucht.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Nach Untergang von "K 159" - Admiral unter Anklage
(13.01.2004) - Am 13. Januar, rund ein halbes Jahr nach dem Untergang des russischen
U-Bootes "K-159" in der Barentssee, begann in Russland der Prozess gegen
den verantwortlichen Admiral begonnen. Gennadi Suschkow ist wegen
Fahrlässigkeit und dem daraus folgenden Tod "eines oder mehrerer Menschen"
angeklagt. Bei dem Untergang des auf der Überführungsfahrt zum Abwracken
befindlichen konventionellen U-Bootes waren im August 2004 neun der zehn
Seeleute an Bord ertrunken. Suschkow, zu jener Zeit Kommandeur der
russischen Nordmeerflotte, zu der die ausgemusterte "K 159" auch gehört
hatte, war nach dem Unglück aus dem Dienst entlassen worden.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Jungfernfahrt der Queen Mary 2: Sturmwarnung
(12.01.2004) Unter düsterem Himmel haben die Vorbereitungen zum Auslaufen des größten Kreuzfahrtschiffes der Welt, der "Queen Mary 2", begonnen. Der Start der zweiwöchigen Jungfernfahrt vom südenglischen Southampton nach Fort Lauderdale in Florida verspricht, zu einer Prüfung für die Mägen der 2620 gut betuchten Passagiere und der 1400-köpfigen Besatzung zu werden: Britische Meteorologen sagten Windböen von bis zu 160 Stundenkilometern sowie heftige Regenfälle über dem Ärmelkanal voraus.
Ein Sprecher der britischen Cunard-Reederei betonte, das schlechte Wetter könne den für 18 Uhr MEZ geplanten Start des neuen Flaggschiffes nicht verzögern. Die "QM2" sei so gebaut, dass sie selbst dem schlimmsten Sturm die Stirn bieten könne.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Maschinenraumbrand setzt Frachter vor Conrwall außer Gefecht
(10.01.2004) -
Kurz nach Mitternacht funkte der Frachter "Sea Fox" vor Land's End,
Cornwall, SOS. Im Maschinenraum war ein Feuer ausgebrochen, und das Schiff
drohte zu stranden. Die Küstenwache entsandte ihren Schlepper "Anglian
Princess" zum Havaristen. Es gelang, die "Sea Fox" auf den Haken zu nehmen
und sie in Richtung Falmouth abzuschleppen. Der Maschinenraumbrand war
zwischenzeitlich bereits gelöscht worden. Die Ursache des Feuers ist noch
unklar. Gegen sechs Uhr Abends wurde der Schleppzug in Falmouth erwartet.
Die "Sea Fox" war mit neun Mann Besatzung nach Riga unterwegs gewesen, als
sie bei sieben Windstärken und rauer See havarierte. Da der Wind im
Tagesvaerlauf auf 10 Windstärken zunehmen sollte, war die schnelle Hilfe
der "Anglian Princess" von großer Bedeutung für die Sicherheit von Schiff
und Crew.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Schiffsführung an Strandung der "Sealand Express" schuldig
(09.01.2004) -
Der amerikanische Kapitän des Containerfrachters "Sealand Express" wurde
jetzt schuldig gesprochen, die Strandung seines Schiffes vor Südafrika im
August 2003 verursacht zu haben. Dieses Ergebnis veröffentlichte die South
African Maritime Safety Authority, SAMSA, am 9. Januar. Die Havarie wäre
nach deren Report vermeidbar gewesen, hätten der Kapitän und drei weitere
Offiziere die Gefahr, in der da Schiff sich in der Tafelbucht befand,
rechtzeitig erkannt und Maßnahmen ergriffen, die Strandung zu verhindern.
Bei 115 km/h Windgeschwindigkeiten hatte der Anker nicht mehr gehalten, und
die "Sealand Express", die sich mit 1037 Containern auf dem Weg von Durban
nach Kapstadt gefunden hatte, war am Sunset Beach gestrandet. Erst nach der
Bergung gemäß Lloydos Open Form durch die Schlepper "Pacific Worker" und
"Pacific Brigand", unterstützt durch den Bagger "Ham 316", war die Bergung
der "Sealand Express" gelungen, die danach mit umfangreichen Rumpf- und
Schraubenschäden in die Werft verholte und erst vor einigen Wochen wieder
in Dienst gestellt wurde. Zufälliger Weise lag sie bei Veröffentlichung des
SAMSA-Reports gerade wieder erstmals in Kapstadt.
Neben der Schiffsführung, die nicht rechtzeitig gehandelt habe, belastet
der Report auch die National Port Authority, NPA, die der "Sealand Express"
keine Handlungsanweisung gab, nachdem auf deren Radarschirm die Drift des
Frachters festgestellt worden war. NPA selbst gibt an, eine Audiowarnung
herausgegeben zu haben, doch das Aufzeichnungsgerät arbeitete an diesem Tag
nicht, und die Führung der "Sealand Express" sagte aus, keine Warnung
erhalten zu haben.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Versorger drohte vor Texas zu sinken
(09.01.2004) -
Das Offshore-Versorgungsschiff "Braxton Parry" schlug in den Mittagsstunden
des 9. Januar 10 Seemeilen vor Freeport, Texas, leck und drohte zu sinken.
Die örtliche Küstenwache entsandte ein Boot zur Assistenz. Es übergab eine
Lenzpumpe auf den Havaristen, mit dessen Hilfe die vierköpfige Besatzung
des Wassereinbruchs Herr werden konnte. Anschließend wurde die in Morgan
City beheimatete "Braxton Perry" von dem Küstenwachboot in den Hafen von
Freeport eskortiert, wo es im Tagesverlauf sicher vertäut werden konnte.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Zum zweiten Mal binnen drei Wochen: Kutter in Büsum gesunken
(09.01.2004) - Am Morgen des 8.Januar begann im Becken II des Büsumer Hafens der Kutter
"Südwind SC 57" bei Niedrigwasser vollzulaufen und sank auf den Hafengrund.
Die sofort alarmierte freiwillige Feuerwehr des Ortes lenzte das 17 Meter
lange Schiff wenig später mit Ausnahme der ölhaltigen Bilge. Dennoch kam es
zu einer geringfügigen Ölverschmutzung des Hafens während der
Bergungsarbeiten. Auslöser der Havarie war eine Leckage im Maschinenraum,
der vollständig überflutet war. Die Ursache ist noch Gegenstand der
Ermittlungen der Wasserschutzpolizei. Im Laufe des Tages wurde der Kutter
aus dem Wasser gezogen. Das Staatliche Umweltamt sowie die Bundesstelle für
Seeunfalluntersuchung wurden von dem Zwischenfall in Kenntnis gesetzt.
Bereits am 18. Dezember hatte in Büsum der Nebenerwerbskutter "Seeschwalbe"
im Hafenbecken I geborgen werden müssen. Er hatte sie bei Ebbe an einem
Ponton verkantet und war bei steigendem Wasser nach dem Wegrutschen der
Fender über die Steuerbordseite vollgelaufen. Auch hier kam die freiwillige
Feuerwehr als Schiffsberger zum Einsatz und lenzte das Schiff. Das
Öl-Wassergemisch in der Bilge hatte eine Heider Entsorgungsfirma entsorgt.
Die "Seeschwalbe" ging unmittelbar nach der Hebung in die Werft.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Bodensee/Niedrigwasser: Fähren laden nicht mehr voll
(09.01.2004)Das Niedrigwasser hat erste Folgen für die Fähren auf dem Bodensee: Auf der Linie Konstanz - Meersburg und zwischen Romanshorn und Friedrichshafen werden die Schiffe nicht mehr voll mit Lastwagen beladen.
Konstanz - «Wir sind schon vorsichtig mit der Belastung», erklärte Krister Hennige, Chef der von den Konstanzer Stadtwerken betriebenen Fähre Konstanz - Meersburg. Schwere Lastwagen würden nicht mehr in grösserer Zahl auf einem Schiff transportiert. Weitere Einschränkungen drohten zunächst nicht. Dazu müsste der Pegel noch weitere zehn Zentimeter fallen.
Auch der Betrieb der Fähre Romanshorn - Friedrichshafen sei nicht in Gefahr, sagte die Sprecherin der Bodensee-Schiffsbetriebe (BSB), Silke Rockenstein. «Aber wir beladen nicht mehr voll.» Dabei gehe es vor allem um schwere Lastwagen. Die Fähre hat ohne Ladung einen Tiefgang von 1,45 Metern. Bei der Höchstlast von 250 Tonnen liegt sie 2 Meter tief. Zurzeit wird das Schiff «Karlsruhe» in der Romanshorner Werft überholt, weil die BSB-Werft in Friedrichshafen die Arbeiten wegen Niedrigwasser nicht durchführen konnte.
Der Bodenseepegel fiel gestern in Konstanz unter die Marke von 2,50 Meter. Am Nachmittag lag er bei 2,49 Meter. Als historische Tiefstwerte gelten für das vergangene Jahrhundert 2,37 Meter im März 1972 und als absoluter Tiefstwert 2,26 Meter im Jahr 1858. Thomas Wolf vom Seenforschungsinstitut in Langenargen sagte, im langjährigen Schnitt sinke der Pegel bis März um weitere 10 bis 30 Zentimeter. Es habe aber schon Jahre mit einem Rückgang von 60 Zentimetern gegeben. Umgekehrt sei der Pegel Mitte der achtziger Jahre nach tiefen Werten im Januar sogar zweimal wieder rasch ge- stiegen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Binnenschiff auf Rhein leck geschlagen
(07.01.2004) -
Nach Kollision mit einem Unterwasserhindernis lief am 5. Januar ein
deutsches Binnenschiff im Binger Loch auf Grund und schlug leck. Es befand
sich auf Talfahrt und wurde von der Sogwirkung eines zu Berg laufenden
Schiffes aus dem Kurs gebracht. Der mittlere Maschinenraum lief zwei Meter
hoch voll Wasser. Der zwischen Rüdesheim und Aßmannshausen festliegende
Havarist wurde mittlerweile durch ein Baggerschiff um ca. 200 Tonnen seiner
630 Tonnen Metallladung geleichtert. Zwei Schleppern gelang es
abschließend, das Schiff auf die Binger Reede zu verholen. Dort stellten
Taucher fest, dass sich ein pyramidenförmiger Felsen von ca. 30 cm Breite
und 60 cm Länge durch den Maschinenraumboden gebohrt hatte, wo er noch
festhing. Weitere kleine Leckagen im Laderaum wurden von einem Taucher
abgedichtet. Ein Spezialschiff saugte das im Maschinenraum stehende
Wasserölgemisch ab. Nach dem endgültigem Lenzen des Schiffes soll es zur
Reparatur in die Binger Schiffswert gehen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Schiffbruch: Nach einem Monat Land erreicht
San José (06.01.2004)- Einen ganzen Monat nach einem Schiffsunglück im Pazifik haben die sechs Überlebenden Costa Rica erreicht. Die 18 bis 20 Jahre alten Chinesen wurden von einem vorbeifahrenden Schiff gerettet und am Montag an Land gebracht, wie das Sicherheitsministerium in San José am Dienstag mitteilte. Ihr Fischkutter war am 7. Dezember auf hoher See gesunken, rund 1.300 Kilometer von der mexikanischen und 3.300 Kilometer von der costaricanischen Küste entfernt. Sieben Besatzungsmitglieder kamen dabei ums Leben. Ursache des Unglücks war nach Angaben der costaricanischen Charterfirma ein Feuer im Maschinenraum des Kutters, das eine schwere Explosion auslöste. Die Überlebenden sollen nach China zurückgebracht werden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Containerschiff verliert Anker und Kette
(06.01.2004) Die Wasserschutzpolizei in Bremerhaven meldet einen für die Seeschifffahrt höchst ungewöhnlichen Unfall: Bei ruhigen Wetterverhältnissen brach die Ankerkette von dem in der Außenweser liegenden Containerfender „Cis Broeving“. Anker und etwa 50 Meter Kette gingen verloren. Zum Glück bemerkte der wachhabende Offizier sofort das Missgeschick und ließ den zweiten Anker auf der Steuerbordseite setzen, bevor das Schiff auf die Wattkante zutrieb. Vor dem Auslaufen in Bremerhaven muss die Sicherheit durch die zuständige Klassifikationsgesellschaft bestätigt werden. Anker und Kette werden geborgen, sobald die genaue Position ermittelt ist.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Vermisste Seeleute tot im Wrack der "Stellamare" gefunden
(05.01.2004) -
Am 5. Januar gelang es Bergern von Smit International, das in Albany
gekenterte Schwergutschiff "Stellamare" aufzurichten. Zwei Schwimmkränen
gelang es mit Unterstützung anderer Hilfsschiffe, den auf der
Steuerbordseite liegenden Frachter wieder auf ebenen Kiel zu bringen.
Mittlerweile ist das Wrack stabilisiert und vollständig gelenzt. Bei der
Untersuchung des Wracks fand man auch die Leichen der drei vermissten
Crewmitglieder. Die "Stellamare", ein 1982 erbauter Spezialfrachter von 88
Metern Länge und 15,5 Metern Breite war am 9. Dezember beim Beladen
gekentert. 15 Seeleute hatten sich retten können, drei blieben seither
verschwunden. Die "Stellamare" wurde zu einem konsturktiven Totalverlust
erklärt.
Ein anderer dicker Brocken für die Smit-Berger liegt derweil noch vor
Karachi. Hier strandete am 27. Juli 2003 der Tanker "Tasman Spirit" und
brach später auseinander. Aus dem Wrack, dessen Vorschiff fast bis auf
Hauptdeckshöhe versunken ist, während das Achterschiff mit der Schraube
steil im Kanal nach Karachi emporragt, muss zunächst das verbliebene Öl
entfernt werden, ehe es an die Bergung der beiden Hälften des Supertankers
gehen kann. Hierfür werden mehrere Monate veranschlagt.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Schiff blieb in Papenburger Schleuse stecken
Papenburg - Nicht gerade rosig begann das Jahr 2004 für die Besatzung der "MS Njord": Das Schiff blieb gestern in der Schleuse Papenburg stecken. Beladen mit Torf war das Schiff nach Auskunft der Wasserschutzpolizei Emden auf dem Weg nach Papenburg, als es am Neujahrsmorgen gegen 7.45 Uhr die Papenburger Schleuse passieren wollte. Wegen Niedrigwassers blieb es im Schlick stecken. Lediglich zehn Meter des Schiffes ragten auf der anderen Schleusenseite heraus. Den ganzen Tag über hing die "MS Njord" dort fest. Die Besatzung musste auf das Hochwasser am Abend warten.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Wrack der "Panama Serena" gefährdet Umwelt
(04.01.2004) -
Das Wrack des Chemietankers "Panama Serena" gefährdet nach Angaben der
Umweltorganisation WWF die Umwelt. An Bord des in Porto Torres mit
Steuerbordschlagseite gesunkenen Schiffes befinden sich noch 300 Tonnen
Benzol. Das Deck der "Panama Serena" ist aufgerissen und völlig zerstört,
große Teile des Tankers sind ausgebrannt. Das unter Bahamas-Flagge laufende
Schiff war am Neujahrstag beim Löschen seiner aus 8400 Tonnen Benzol
bestehenden Ladung explodiert. Zwei Besatzungsmitglieder starben. Bis zur
Bergung der Wrackreste wird der Passagierverkehr in Porto Torres nach Olbia
umgeleitet.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Zwei Angler auf der Ostsee vermisst
Kühlungsborn - Nach einem Angelausflug vor der mecklenburgischen Ostseeküste bei Kühlungsborn werden zwei Männer vermisst. Seit der Nacht zum Freitag suchen Einsatzkräfte von Wasserschutzpolizei, Bundesgrenzschutz und Seenotrettung mit Schiffen und Hubschraubern nach den 26 und 50 Jahre alten Anglern, wie die Polizei mitteilte. Die beiden Männer waren den Angaben zufolge am 1. Januar mit einem fünf Meter langen Motorkajütboot aufgebrochen und hatten zuletzt am Nachmittag des Neujahrstages per Handy bei Familienangehörigen von sich hören lassen. Es herrschten keine extremen Witterungsbedingungen, hieß es. Allerdings berge die Ostsee bei leichtsinnigem Verhalten immer Gefahren, sagte ein Sprecher.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Explosion auf Öltanker in Sardinien
Rom (01.01.2004) Nach einer Explosion auf einem Öltanker in Sardinien am Donnerstag sind zwei Besatzungsmitglieder vermisst worden. Nach Behördenangaben war jedoch nicht bekannt, ob sich die Männer zum Zeitpunkt der Detonation auf der «Panama Serena» aufhielten. Die Explosion ereignete sich, als das unter der Flagge der Bahamas fahrende Schiff in Porto Torres entladen wurde.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
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