EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv Februar 2004

Last update: Dienstag, 03. Juni 2003, 20:02 Uhr

Drei Tote bei Schiffsunglück vor US-Küste
Washington/Manila (29.02.04 19:11 Uhr) - Bei der Explosion eines mit Ethanol beladenen Tankers vor der US-Ostküste sind wahrscheinlich 20 Seeleute ums Leben gekommen. Wie ein Sprecher der Küstenwache in der Nacht zum Sonntag mitteilte, konnten nur sieben der 27 Besatzungsmitglieder aus dem Meer gerettet werden; zwei wurden tot geborgen, 18 Männer wurden Stunden nach dem Unglück noch vermisst. In dem sieben Grad kalten Wasser sei ihr Überleben unwahrscheinlich, sagte ein Sprecher der Küstenwache.

Der in Singapur registrierte, 175 Meter lange Tanker mit Industrie-Ethanol an Bord explodierte am Samstag (Ortszeit) rund 80 Kilometer vor der Küste des Bundesstaates Virginia und sank. Die Besatzung meldete die Explosion und sandte einen Notruf aus. Die Küstenwache suchte auch am Sonntag noch mit drei Seenotrettungskreuzern, Flugzeugen und Helikoptern in dem Trümmer übersäten Seegebiet nach Überlebenden.

Die Unglücksursache war in der Nacht noch nicht geklärt. Offenbar war an Bord zunächst Feuer ausgebrochen. Der Tanker war auf dem Weg von New York nach Houston in Texas. An Bord waren 24 Philippinos und drei Griechen.

Ethanol ist eine farblose, würzig riechende und brennend schmeckende, leicht entzündbare Flüssigkeit, die mit Luft ein leicht explosives Gemisch bildet. Weitaus das meiste Ethanol wird in Form von alkoholischen Getränken verwendet. In der Technik dient Ethanol als Lösemittel für Fette, Öle und Kosmetika und im Gemisch mit Benzin als Motortreibstoff.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Spanischer Frachter im Sturm gestrandet
(29.02.2004) - Zwischen den Balearen-Inseln Ibiza und Formentera lief bei Sturm ein spanischer Frachter auf Grund. Die 22 Besatzungsmitglieder wurden mit einem Hubschrauber gerettet.
Quelle: Tim Schwabedissen

Leere Rettungsinsel der "Sara B" entdeckt
(28.02.2004) - Am 28. Februar entdeckte die amerikanische Küstenwache im Golf von Mexiko eine Rettungsinsel. Sie konnte dem seit Tagen vermissten Trawler "Sara B" zugeordnet werden, der am 27. Februar nicht, wie geplant, in seinen Heimathafen Perdido Bay zurückgekehrt war. Das 37 Fuß lange Schiff war in 18 Fuß hohen Seen offenbar in Seenot geraten. Von der zweiköpfigen Besatzung fehlt aber weiter jede Spur. Die "Sara B" war von Florida Panhandle zu einer Fangfahrt ausgelaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schwedischer Frachter gestrandet
(28.02.2004) - Der mit Schnittholz beladene Frachter "Hannes" aus Oskarshamn strandete am 28. Februar gegen Mitternacht nahe seines schwedischen Heimathafens. Einheiten der Küstenwache lenzten am 29. Februar das Bunkeröl des immer noch festsitzenden Havaristen. Zwei Schlepper sollen am 1. März versuchen, das Schiff freizuschleppen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kabinenschiff gesunken
LINZ/PASSAU (28.02.04 17:01 Uhr) Ein gebrochenes Fenster war schuld, dass am Donnerstag das Kabinenschiff "Graciosa" auf dem Weg nach Passau in einer Schleuse am Rhein-Main-Donau-Kanal sank. Das Wasser der Bugwelle füllte zuerst unbemerkt eine Kabine. Danach ging es blitzschnell. Innerhalb weniger Minuten standen zwei Decks unter Wasser. Die Schifffahrt war bis gestern Nachmittag blockiert. Die 128 Meter lange "Graciosa" (Baujahr 2003) ist in Linz nicht unbekannt. Im Vorjahr war sie auf der Donau als "Bolero" unterwegs. Erst vor wenigen Wochen war sie umbenannt worden. Die Schadenshöhe ist noch unbekannt.
Quelle: Reinhard Pohnitzer

Kreuzfahrer "Astor" auf Grund
(27.02.2004) - Am 27. Februar lief das deutsche Kreuzfahrtschiff "Astor" vor dem australischen Port Townsville auf Grund. Das Schiff hatte 500 Passagiere an Bord. Es gelang wenig später, das Passagierschiff wieder flott zu machen. Es erhielt eine Weiterfahrgenehmigung nach Cairns, wo es von Sicherheitsbehörden untersucht wurde. Taucher entdeckten bei einer Inspektion des Rumpfes keine Schäden, sodass die Kreuzfahrt fortgesetzt werden konnte. Das Unglück wurde verursacht, weil das Schiff in einer Biegung des Fahrwassers zu spät den Kurs änderte, was auch durch die Kurskorrektur des Lotsen nicht mehr ausgeglichen werden konnte.
Quelle: Tim Schwabedissen

Flusskreuzfahrer auf Main-Donau-Kanal leckgeschlagen
(27.02.2004) - Am Morgen des 26.02.2004 kam es auf dem Main-Donau Kanal gegen 06.30 Uhr zu einem starken Wassereinbruch auf einem vor der Schleuse Leerstetten auf Durchfahrt wartenden Fahrgastkabinenschiff. Das 127 Meter lange und 11,4 Meter breite, üfr 180 Passagiere ausgelegte Schiff war auf Leerfahrt von Köln nach Passau, als die sechsköpfige Besatzung das Eindringen von Wasser im Bugbereich feststellte. In kurzer Zeit war das Unterdeck zu 2/3 vollgelaufen. Rettungskräfte der Feuerwehren aus Roth und Nürnberg sowie dem dortigen Wasser- und Schifffahrtsamt eilten zum Unglücksort und versuchten, den Havaristen zu lenzen und mithilfe von Tauchern die Leckage ausfindig zu machen.

Da sich die Steuerbordseite nicht komplett abtauchen konnte, weil das Schiff an der Kaimauer vor der Schleuse lag, drangen die Taucher ins Innere vor und suchten Kabine für Kabine ab. Gegen 11.00 Uhr stellten sie an Steuerbord ein schadhaftes Bulleye im Bereich des Bugs fest. Durch eine Öffnung von ca. 40 x 80 cm drang Wasser ein. Der Wasserdruck war so stark gewesen, dass der Türrahmen dieser Kabine herausgerissen wurde.

Ob dieses Leck einzig und allein für den starken Wassereinbruch verantwortlich war, war zunächst nooch unklar. Die Hilfskräfte versuchten als erstes das Leck abzudichten, um anschließend mit zahlreichen Pumpen das Schiff zu leichtern. Da etwas Öl austrat, wurde vom THW vorsorglich eine Ölsperre um das Schiff gelegt. Es hat knapp 50 Tonnen Dieselkraftstoff gebunkert.

Nach Abschluss der Lenzarbeiten soll das Kreuzfahrtschiff voraussichtlich in den Nürnberger Hafen geschleppt werden. Das in Köln registrierte Schiff einer Münchener Reederei wurde erst 2003 in Dienst gestellt. Die Schadenshöhe konnte noch nicht beziffert werden. Der Main-Donau Kanal wurde im Bereich der Unglücksstelle bis auf weiteres für die Schifffahrt gesperrt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Mindestens 60 Tote bei Feuer auf "Super Ferry 14"
(26.02.2004) - Auf der philippinischen Fähre "Super Ferry 14" brach am 26. Februar gegen 21 Uhr im Maschinenraum ein Feuer aus (Bild) . Die FLammen breiteten sich rasch auf weitere Bereiche des drei Stunden zuvor mit 702 Passagieren und 159 Besatzungsmitgliedern an Bord aus Malina nach Bacolod ausgelaufenen Schiffes aus. Zahlreiche Menschen sprangen, von Feuer und Rauch eingeschlossen, in Panik über Bord. Bislang wurden zwei tot aufgefunden, weitere 60 sind noch vermisst. Es ist zu befürchten, dass sie entweder ertrunken oder verbrannt sind. Einsatzkräfte der Küstenwache bargen 75 Überlebende, der Frachter "Fortune Express" nicht weniger als 600 Personen. Weitere 28 barg ein Kutter an der Unglücksstelle nahe Corregidor Island. An der Suche beteiligten sich auch Speedboote der amerikanischen Marine, die in der Cavite-Provinz an einem Manöver beteiligt waren.

Weil starke Winde das Feuer immer wieder neu entfachten, konnte der Brand erst nach Stunden gelöscht werden. Das stark qualmende Schiff wurde schließlich mit Steuerbordschlagseite in eine kleine Bucht bei der Stadt Morong nahe Manila geschleppt. Die Brandursache war zunächst unklar, es gab jedoch Berichte über eine Explosion an Bord. Die Küstenwache vermutete, die Detonation könnte sich im Maschinenraum ereignet haben. Passagiere berichteten, das Feuer sei bei Wartungsarbeiten an einem Klimagerät ausgebrochen. "Es explodierte und spuckte Rauch und Feuer", berichtete eine 20-jährige Zeugin über ihr Mobiltelefon einem Rundfunksender. "Alle Passagiere gerieten in Panik. Wir zogen Rettungswesten an und liefen auf die höchste Stelle des Schiffs." Alle Leute in ihrer Umgebung seien sicher geborgen worden, fügte sie hinzu.

Das für eine Fähre luxuriös ausgestettete Schiff hat eine Kapazität von 1.672 Passagieren. Es war im Jahr 2000 für Festival Cruises erbaut worden. In Brand geriet es nahe der Insel El Praile in der Provinz Bataan. Fähren und kleine Schiffe sind das wichtigste Verkehrsmittel zwischen den philippinischen Inseln. Vor zwei Jahren kamen bei einem Brand auf einer Fähre 44 Menschen ums Leben.
Quelle: Tim Schwabedissen

Bordhund einen Monat nach Schiffsuntergang gerettet
(25.02.2004) - Mehr als einen Monat nach dem Untergang eines Bootes vor der Küste von Alaska wurde am 25. Februar der Hund des Bootsführers lebend geborgen . Sein Herrchen kam bei dem Unglück vermutlich ums Leben. Brick wurde von zwei Fischern auf einer mehrere Kilometer vom Unglücksort entfernten Insel entdeckt. Der Labrador-Retriever schwamm den Fischern in ihrem Boot schwanzwedelnd entgegen, und sie zogen ihn an Bord. Freunde der Fischer berichteten, der Hund sei abgemagert und habe ein verletztes Bein, sein Fell sei von Baumharz verklebt. Nach seiner wundersamen Rettung wurde das achtjährige Tier von einem Freund des vermissten Hundehalters aufgenommen. Das Boot des 48-jährigen Greg Clark war am 22. Januar westlich von Heceta Island im Tongass-Nationalforst auf Felsen auseinander gebrochen und gesunken.
Quelle: Tim Schwabedissen

Unglücksserie in südafrikanischen Häfen
(24.02.2004) - In Kapstadt rammte der Frachter "Safmarine Congo" am 24. Februar ein anderes Schiff. Bei der Kollision wurde der Bug des SD14-Schiffes eingedrückt. Es konnte sich aber mit eigener Kraft auf den Weg nach Durban machen, wo es repariert werden soll. Dort wiederum kollidierte am selben Tag ein Containerfrachter mit einer Kaianlage in Durban Island View. Das vollbeladene Schiff schickte sich gerade an, Bunkeröl zu übernehmen, als sich das Unglück ereignete. Es blieb aber bei Sachschaden. Zwei Tage zuvor, am 22. Februar, war das Baggerschiff "Filippo Brunelleschi" von Durban kommend im neu erbauten Hafen von Ngqura nahe Coega auf Grund gelaufen. Der Bagger wurde am Rumpf beschädigt und musste nach Durban zur Reparatur verholen. Dort hatte sie zuvor bereits bei Elgin Brown & Hamer gelegen, um Kollisionsschäden ausbessern zu lassen, die bei einer Kollsion mit einer Kaianlage entstanden waren, als das GPS versagte.
Quelle: Tim Schwabedissen

Fahrgastschiff vor Trinidad gesunken
(24.02.2004) - Auf dem Weg nach St. Lucia schlug am 24. Februar die "Lady Kay" eine Seemeile vor Scorpion Ledge vor Trinidad leck. Nahe Gaspar Grande Island sank das mit fünf Passagieren besetzte Schiff.
Quelle: Tim Schwabedissen

19 Schiffbrüchige von gesunkenem Kohlefrachter gerettet
(24.02.2004) - Am 24. Februar wurden 19 Schiffbrüchige des zuvor mit einer Kohleladung 50 Seemeilen vor Primorye gesunkenen Bulkcarriers "Asian Noble" gerettet. Der Tanker "Partizansk" hatte die SOS-Rufe des sinkenden Frachters aufgefangen und 18 Seeleute aus einem Rettungsboot aufgenommen. Der Chief der "Asian Noble" wurde in einer von vier Rettungsinseln gefunden, die an der Untergangsstelle trieben. Ein südkoreanischer Bootsmann blieb aber vermisst und ist vermutlich ertrunken. Die Geretteten wurden an der russischen Küste der japanischen See an Land gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Bergung der "Rocknes" für März angekündigt
(23.02.2004) - Am 17. März soll die Bergung der gekenterten "Rocknes" vor Bergen beginnen. Das Wrack liegt immer noch kieloben an einem Kai nahe der norwegischen Hafenstadt. Die Aktion wird rund zwei Wochen in Anspruch nehmen und 7,9 Millionen € kosten. Mit Hilfe von 12 Trossen und sieben Taljen wird ein rund 50köpfiges Bergungsteam den 166 Meter langen Frachter umdrehen. An Bord des Schiffes werden noch zwei der 18 Opfer vermutet, die beim Kentern des Schiffes im Innern eingeschlossen wurden. Lediglich 12 Seeleute hatten sich retten können, als die "Rocknes" erst auf Grund lief und sich unmittelbar danach nach Steuerbord neigte und umschlug.
Quelle: Tim Schwabedissen

Fünf Vermisste nach Schiffskollision in der Mississippi-Mündung
Venice/USA (22.02.2004) In der Mississippi-Mündung ist ein Versorgungsschiff mit fünf Mann Besatzung nach der Kollision mit einem Containerschiff gesunken, wie die US-Küstenwacht in Louisiana mitteilte. Von den Seeleuten fehlte am Samstag jede Spur. Der Zusammenstoß ereignete sich in dichtem Nebel in der Nähe der Tiefwasserrinne des Mississippis, die daraufhin vorübergehend zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage gesperrt wurde. Zuvor war dort ein chinesischer Frachter mit einem vor Anker liegenden Tanker kollidiert.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Viel Arbeit für Berger in Toronto
(22.02.2004) - Gleich zwei Schiffsuntergänge ereigneten sich kurz nacheinander in der kanadischen Hafenstadt Toronto. Am Pier 52 sank in der Nacht des 21. Februar der Schlepper "R.C.L. 11" der McNally Construction Co. Am 22. Februar begannen Taucher und Kräne mit Bergungsarbeiten an dem Wrack. Wenig später gab es Nachschub: An Pier IV des Hafens ging eine große Holzyacht unter.
Quelle: Tim Schwabedissen

Wieder ein Schiff gestrandet
(21.02.2004) - Kaum ist der polnische Frachter von Kapitän Wladimir Rosik glücklich zurück in die Elbe bugsiert worden, da musste gestern schon wieder ein Schiff vom Schnackenburger Ufer geholt werden. Der Fährmann, der von Lütkenwisch ins Niedersächsische übersetzt, nahm es gelassen und meinte zur erneuten Strandung: "Schnackenburg hat eben Anziehungskraft."

Diesmal ereilte das Verhängnis einen deutschen Schiffer und zwar am helllichten Tag. Am Donnerstag gegen 16 Uhr lief die "Ajug 2" aus Buxtehude nur wenige Meter von der Stelle auf Grund, wo auch Kapitän Rosik festgesessen hatte. Wie Hubert Finke, Leiter der Niederlassung des Wasser- und Schifffahrtsamtes in Wittenberge, berichtete, waren diesmal jedoch nicht schlechte Sichtverhältnisse die Ursache. Nach Aussagen des Kapitäns sei die Steuerungsanlage kurzfristig ausgefallen.

Nach einer schnellen und schmerzlosen Aktion kam das Schiff, das 408 Tonnen Kies geladen hatte, gestern gegen 14.30 Uhr wieder frei. Hubert Finke hatte die Wittenberger Wasserschutzpolizei gebeten mit ihrem Boot nach Schnackenburg zu fahren. Dort konnten die zuständigen Kollegen von der Lauenburger Wasserschutzpolizei zusteigen, die mit ihrem Boot nicht so schnell an die Unfallstelle gelangen konnten. Unterdessen orderte das Lauenburger Wasser- und Schifffahrtsamt das in der Nähe von Dömitz liegende Schubboot "Wittenberge" und einen Schwimmbagger. Zeitgleich ließ die Reederei Sommerfeld, der der festgefahrene Schubleichter gehört, mit der "Weser" ein weiteres ihrer Motorschiffe an die Unfallstelle kommen.

Von der "Ajug 2" wurde dann Kies in die "Weser" umgeladen. Nach 150 Tonnen Erleichterung kam das Schiff schließlich wieder frei und konnte umgehend volle Fahrt in Richtung Hamburg aufnehmen. Schaden hatte der Schiffskörper offenbar nicht genommen.

Dass der Schubleichter nicht ebenso wie der polnische Frachter Monate festsaß, lag an einer ganzen Reihe günstiger Umstände. Hubert Finke meinte, das Schiff sei nur mit dem Kopf aufgelaufen und nicht mit dem ganzen Boden. Auch hatte der Kapitän diesmal schwere Ladung an Bord. Da konnte das Schiff natürlich um jede Menge Last erleichtert werden.

Von dem polnischen Frachter, der eine Leerfahrt hatte, hätte man lediglich noch den Kapitänsstand abbauen können. Doch auch das hätte nicht viel gebracht. Ganz entscheidend war aber auch, dass das Hochwasser derzeit nur wenige Zentimeter am Tag fällt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Frachter vor Jakhau gesunken
(20.02.2004) - Am 20. Februar geriet vor der Küste von Jakhau der Frachter "Jal Jyoti" in Seenot und sank später. Einsatzkräften der Küstenwache, die sich aus Okha auf dem Weg zur Untergangsstelle machte, gelang es, die 10köpfige Crew des Schiffes unversehrt zu retten.
Quelle: Tim Schwabedissen

Historische Kanone von Wracksuchschiff entdeckt
(20.02.2004) - Eine vermutlich aus dem 18. Jahrhundert stammende Kanone hat die Besatzung des Wracksuchschiffs "Atair" in der Elbe bei Brunsbüttel entdeckt. Vermutlich handelt es sich um ein gusseisernes Schiffsgeschütz mit kleinem Kaliber, teilte das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie am 20. Februar mit. Das Rohr ist 2,40 lang und rund 37 Zentimeter breit. Ob es von einem Kriegsschiff oder einem bewaffneten Handelsschiff stammt, wollen Archäologen jetzt herausfinden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Powerboot vor San Juan gesunken
(19.02.2004) - Am Nachmittag des 19. Februar sank 16 Seemeilen nördlich von San Juan, Puerto Rico. ein Powerboot. Zuvor war das 32 Fuß lange Schiff leckgeschlagen und hatte Notrufe gesendet. Minuten später hob ein Rettungshubschrauber in Borinquen ab und steuerte das sinkende Boot an. Gleichzeitig liefen zwei Rettungsboote aus San Juan aus. Kurz vor dem Eintreffen des Helikopters sank das Powerboot, dessen zweiköpfige Besatzung sich in ein mitgeführtes Dinghi rettete. Mithilfe eines kleinen Radios gelang es, mit der Hubschraubercrew zu kommunizieren. Beide Schiffbrüchigen waren wohlauf. Der Hubschrauber machte standby, bis die Rettungsschiffe eingetroffen waren und das Dinghi in Schlepp nahmen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Französische Marine soll Schiffsversenker jagen
(19.02.2004) - Nach dem Zusammenstoß zweier Schiffe im Ärmelkanal im Januar soll der als mutmaßlicher Verursacher geltende Frachter "Seattle Trader" durch die französische Marine aufgebracht werden. Sobald die juristischen Voraussetzungen erfüllt seien, könne die Marine mobilisiert werden, um den unter philippinischer Flagge fahrenden Unfallverursacher zu stoppen, erklärte das Pariser Verteidigungsministerum am 18. Februar. Die "Seattle Trader" soll Mitte Januar vor der südwestenglischen Grafschaft Cornwall auf Höhe von Cape Lizard den Fischkutter "Bugaled Breizh" gerammt haben. Der französische Trawler sank, wobei alle fünf Besatzungsmitglieder ertranken.
Quelle: Tim Schwabedissen Auf der "Pride of America" herrscht wieder Leben
(19.02.2004) - Auf der "Pride of America" kehrt wieder Leben ein. Am 19. Februar wurde ein Probebetrieb der Maschinenanlage durchgeführt. Dabei konnten bereits drei der sechs Diesel wieder zum Laufen gebracht werden. Beruhigend strahlt nachts inzwischen auch wieder der gelbe Schornstein der eingedockten "Pride of America" hell beleuchtet am Bremerhavener Nachthimmel. Auch für die Lloyd-Werft gibt es inzwischen lichtere Perspektiven: Der Bremer Senat beschloss am 17. Februar ein Hilfsprogramm für die infolge des Untergangs des Luxusliners in Insolvenz geratene Werft. Demnach stellt das Land bis zu zehn Millionen € für Rettungs- und Umstrukturierungsmaßnahmen bereit. Auch von der Insolvenz in finanzielle Schwierigkeiten gebrachte Zulieferfirmen können aus diesem Fonds Kredite oder Bürgschaften bekommen. Mit der Geldspritze will der Senat vor allem Arbeitsplätze in der Region erhalten. Bei der Lloyd Werft arbeiten etwa 525 Beschäftigte, bei den Zulieferern weitere 2000.

Bei ersten Untersuchungen nach der erfolgreichen Bergung der "Pride of America" wurden bislang keine strukturellen Schäden am Rumpf der "Pride of America" festgestellt. Nach dem Untergang des Schiffes hatte es zunächst Berichte übre starke Verformungen an der Steuerbordseite gegeben. Seit dem 15. Februar liegt der havarierte Luxusliner nun wieder im Dock der Lloyd Werft. Experten bemühen sich, die Schäden und die Unglücksursache zu ermitteln. Am 13. Februar war es den Bergern von Smit International gelungen, die seit einem Monat in Bremerhaven auf Grund liegende "Pride of America" anzuheben. Im Laufe der folgenden 20 Stunden wurden rund 40.000 Tonnen eingedrungenen Wassers ausgepumpt und das Schiff stablisiert. In den Mittagsstunden des 15. Februars nahmen mehrere Schlepper den angeschlagenen Kreuzfahrer, der nur noch leichte Steuerbordschlagseite aufwies, auf den Haken. Der an Backbord zur Stabilisierung festgemachte Leichter "Giant 2" wurde gegen 15 Uhr losgeworfen und die "Pride of America" anschließend zur Inspektion an die Ausrüstungskaje der Lloyd-Werft verholt. Am Nachmittag ging der Havarist ins Dock, wo die letzten rund 1.000 Tonnen Wasser gelenzt wurden. Nun gelang es, ihn auf ebenen Kiel zu bringen und auszurichten. Unmittelbar danach begannen Arbeiten zur Ermittlung von Unglücksursache und Schadenshöhe.
Quelle: Tim Schwabedissen

Barge vor Dierhagen gekentert
(19.02.2004) - In der Frühe des 19. Januar kenterte in grober See fünf Seemeilen vor der mecklenburgischen Küste die Barge "Aaschlef 101". Das Schiff war als Anhang des dänischen Schleppers "Storesund" it einer Ladung von 2134 Tonnen Schüttsteinen auf dem Weg nach Warnemünde. Zum Zeitpunkt des Unglücks herrschten nordöstliche Winde bis zur Stärke acht mit bis zu 3,5 Meter hohen Wellen. Die Barge hatte sich vermutlich aufgeschaukelt und dann die Ladung vor Dierhagen verloren. Die 50 Zentimeter großen Felsbrocken sollten zum Bau des Yachthafens Hohe Düne vor Warnemünde verwendet werden. Der Schlepper «Storesund» wurde bei dem Unglück nicht beschädigt. Die Unfallstelle fünf Seemeilen vor der Küste wurde von einem Tonnenleger der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung gesichert und markiert. Ersten Angaben zufolge liegen die Felsbrocken auf einer Strecke von bis zu 300 Metern verstreut in einer Wassertiefe von etwa 14 Meter. Die Barge, die sich nach dem Ladungsverlust wieder aufrichtete, wurde in den Flachwasserbereich vor Markgrafenheide geschleppt, wo sie von Tauchern auf Schäden untersucht werden soll. Die Beamten der Wasserschutzpolizeiinspektion Rostock haben die Ermittlungen zur Ursache und Hergang der Havarie eingeleitet.
Quelle: Tim Schwabedissen

Erneut Zwischenfall im Nord-Ostsee-Kanal
(18.02.2004) - Am Morgen des 17. Februar bohrte sich gegen 2.30 Uhr ein von Kiel kommendes deutsches Motorschiff in die Böschung des Nord-Ostsee-Kanals. Wie die Brunsbütteler Wasserschutzpolizei mitteilte, ereignete sich der Zwischenfall bei Dückerswisch in Höhe des Kanalkilometers 23. Offensichtlich war der wachhabende Steuermann nicht ausreichend mit der Ruderanlage vertraut. Das Schiff konnte Polizeiangaben zufolge mit eigener Kraft die Reise nach Brunsbüttel fortsetzen, wo es vor der Weiterfahrt von Fachleuten der Schiffsicherheitsbehörde besichtigt wurde. Die Wasserschutzpolizei ermittelt in Hinsicht auf eine mögliche Gefährdung des Schiffsverkehrs.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kollision auf Elbe bei Dresden
(18.02.2004) - Ein tschechisches Binnenschiff ist am Nachmittag des 18. Februar auf der Elbe aus dem Ruder gelaufen und mit dem Dresdner "Theaterkahn" kollidiert. Am fest vermoorten Theaterschiff entstand leichter Sachschaden. Die talwärtige Schifffahrt musste vorübergehend gestoppt worden. Der Kapitän des Binnenschiffs, an dem bei der Durchfahrt unter der Dresdner Augustusbrücke zwei Seile gerissen waren, wird seine Fahrt nach Prüfung der Schäden voraussichtlich am 19. Februar fortsetzen können.
Quelle: Tim Schwabedissen

Brandstifter lässt Köpenicker Bootseigner bangen
(17.02.2004) - Als das Miauen ihrer Katze die Bootshausbesitzerin in Köpenick in der Nacht zum 13. Februar weckte, schlugen die Flammen aus dem Heck einer 12 Meter langen Motoryacht hinter dem Haus an der Seddinpromenade schon meterhoch in den Nachthimmel. Ihr Mann versuchte noch vor dem Eintreffen der sofort alarmierten Feuerwehr mit einem Feuerlöscher zu retten, was nicht mehr zu retten war. Die Yacht eines Eigners aus Niederschöneweide brannte vollständig aus und sank am Liegeplatz. Die Polizei geht wie auch im Falle der "Ohnsorg", die am 10. Februar am Mosskopfring unweit des jetzigen Tatorts in Flammen aufging, von Brandstiftung aus. Möglicherweise hatten Einbrecher mit dem Feuer versucht, Spuren zu verwischen. "Normalerweise gibt es immer mal wieder Einbrüche auf Booten, aber dass die Täter jetzt auch schon Feuer legen, macht mich fassungslos", sagte Bootseigner Jörg Krauskopf. Der 38-jährige Elektriker aus Niederschöneweide hat die 1989 erbaute Motoryacht vom Typ "Nordsee 106OS1" vor knapp sieben Jahren gekauft. Erst im vergangenen Jahr hatte er 1500 € in neue Navigationsgeräte investiert und außen alles mit Lack überzogen. Im Winter ist die Yacht vollständig mit einer Plane abgedeckt. Von außen war sie so für jemanden, der nicht zur Bootsszene gehört, nach Einschätzung des Eigners nicht zu erkennen. Regelmäßig kontrollierte er am Bootsstand, für den er monatlich 50 € Miete zahlt, ob alles in Ordnung war. Dass ein technischer Defekt die Brandursache war, kann er sich nicht vorstellen. Eher vermutet er Neid als Auslöser der beiden Feuer.
Momentan ist das jetzt ausgebrannte Boot noch von der Kripo beschlagnahmt. Wann es geborgen werden kann, ist noch nicht klar. Das ursprünglich 60.000 € werte Boot muss nach der Freigabe mit Hilfe eines Spezialkranes geborgen werden.
Bereits in der Nacht zum 10. Februar war zwei Kilometer entfernt auf dem Zeuthener See die Motoryacht "Ohnsorg" ausgebrannt. Gegen ein Uhr nachts hatte ein 100 Meter vom Ufer entfernt wohnender Mann ein Flackern wahrgenommen, dass er zunächst für ein Uferlicht gehalten hatte. 10 Minuten später bemerkte er das brennende Schiff am Steg in Schmöckwitz und alarmierte Feuerwehr sowie Polizei. Die Einsatzkräfte konnten jedoch nicht mehr verhindern, dass die 12 Meter lange und vier Meter breite Luxusyacht ausbrannte. Die Polizei beschlagnahmte auch dieses Wrack. Der Eigner der "Ohnsorg", der Schauspieler Hans Behrens, erfuhr am Morgen des 10. Februar vom Verlust seines 1996 in Zoutkamp, Niederlande, erbauten Schiffes, das einen Wert von 300.000 € hatte. Es war 1997 von Heidi Kabel auf den Namen "Ohnsorg" getauft worden. Behrens wurde bekannt durch Rollen in den Fernsehreihen "Polizeiruf 110" und "Der Staatsanwalt hat das Wort" und hielt sich zum Unglückszeitpunkt zu Arbeiten an einer Komödie in Dresden auf.
Quelle: Tim Schwabedissen

Sturm bringt Neuseeländer Fischer in Seenot
(17.02.2004) - Ein schweres Unwetter ist am 16. Februar über den Norden Neuseelands hinweg gefegt. Dabei kamen mehrere Kutter in Seenot. Den Skipper von einem Boot, das am Abend des 14. Februar ausgelaufen war, fand die Hafenpolizei tot in Welligton. Mit Hubschraubern und Seenotkreuzern wurde unterdessen in den Gewässern zwischen der Nord- und der Südinsel nach einem weiteren vermissten Fischer gesucht. Sein Schiff war in schwerer See gesunken, drei Fischer konnten gerettet werden. Ein vierter trieb jedoch in einem Rettungsboot ab.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kutter im Ionischen Meer gesunken
(16.02.2004) - Im Ionischen Meer kollidierte nahe Pylos der italienische Fischkutter "Louisa" am 16. Februar mit einem Frachter. Der Kutter sank nach dem Zusammenstoß gesunken. Die fünf Besatzungsmitglieder gingen ins Rettungsboot und wurden anschließend von einem türkischen Schiff aufgenommen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter vor Madagaskar zerbrochen
(16.02.2004) - Am 16. Februar lief der Frachter "Sprinta", 5.840 BRZ, vor der Küste Madagaskars auf Grund. Das 116 Meter lange Schiff war auf dem Weg nach Durban, um dort bei der Bluff Mechanical Appliance Kohle zu laden, als es aus bislang ungeklärter Ursache strandete. Der Schlepper "Togo" lief aus Durban aus, um der "Sprinta" Hilfe zu leisten. Der maltesische Frachter begann allerdings bereits auseinander zu brechen, so dass die Bergungsaktion abgebrochen werden musste. Die "Sprinta" wurde 1976 erbaut und verdrängt 8.903 Tonnen. Sie wurde von der Intresco-Reederei in Odessa bereedert.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schwedische Fähre kollidiert mit Frachter
Stockholm (16.02.2004) Nach dem Zusammenstoß zweier Schiffe vor der südwestschwedischen Küste sind mehr als 100 Menschen von einer Fähre evakuiert worden. Die Passagiere und Besatzungsmitglieder der «Stena Nautica» wurden nach Angaben der Düsseldorfer Agentur Alavia von der «Stena Germanica» aufgenommen, die auf der Route Kiel-Göteborg verkehrt. Nach Angaben von Sprecher Dirk Dembski ereignete sich das Unglück um 04.40 Uhr zehn Seemeilen (18 Kilometer) vor dem Zielhafen der «Stena Nautica», Varberg in Schweden.

Ein Frachter sei der «Nautica» in die Seite gefahren und habe den Maschinenraum getroffen, sagte Dembski. Danach sei die «Stena Nautica» manövrierunfähig gewesen. In der Nähe befand sich die «Stena Germanica», die am Sonntag um 19.30 Uhr in Kiel mit Ziel Göteborg ausgelaufen war. «Es gab keine Verletzten, die 'Germanica' übernahm die Passagiere, sie werden nach Göteborg gebracht», sagte Dembski. Alavia arbeitet für die schwedische Stena Line, die einen Passagier-Fährdienst von Kiel nach Göteborg in Schweden sowie mehrere Frachtlinien unterhält.

Die «Nautica» wurde in den Hafen von Varberg, 475 Kilometer südwestlich von Stockholm, geschleppt, wie die Hafenbehörden mitteilten. An Bord befanden sich 91 zumeist dänische Passagiere und 37 Besatzungsmitglieder. Bei dem anderen Schiff habe es sich um den auf St. Vincent registrierten Frachter «Joanna» gehandelt. An ihm entstand nur geringer Sachschaden, er wurde ebenfalls sicher in den Hafen geschleppt.

Die Ursache der Kollision war zunächst nicht bekannt. Der Unfall ereignete sich bei ruhiger See, es herrschte jedoch dichter Nebel. Der dänische Passagier Michael Knudsen sagte, er sei von einem lauten Geräusch geweckt worden. «Plötzlich war der Strom weg, und die Sirenen gingen an», sagte er im dänischen Rundfunk. Der Zusammenstoß riss ein elf Meter großes Loch in den Schiffsrumpf. Als die «Nautica» den Hafen erreichte, hatte sich der Maschinenraum bereits mit Wasser gefüllt, wie ein Sprecher der Seerettung, Magnus Gustafsson, mitteilte. An Bord befanden sich noch sieben Pferde und 53 Lastwagen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Aller guten Dinge sind drei: Holtenauer Schleusen erneut gerammt
(15.02.2004) - Am Morgen des 15. Februar kollidierte der griechische Frachter "Searider", 24.729 BRZ, beim Einlaufen in die Nordschleuse des Nord-Ostsee-Kanals in Kiel-Holtenau mit der Mittelmauer. Dabei wurden die Mole eingedrückt und Stahldalben umgerissen. Im Vorschiff des Havaristen entstand an Backbord ein zwei Meter langer Riss. Die 1984 erbaute, 41.000 tdw verdrängende "Searider" war mit einer Stahlladung unterwegs von Polen via Antwerpen in die Vereinigten Staaten. Die Reise endete vorerst an der Nordmole des Kieler Scheerhafens, wo das mit einem Auslaufverbot belegte Schiff vom 16. Februar an durch Arbeiter der Lindenau-Werft repariert werden soll. Ursache des Unglücks war Nebel und möglicherweise ein Fahrfehler, der das 31 Meter breite Schiff zu spät aufstoppen ließ. Es handelt sich bereits um die dritte Schleusenkollision binnen einer Woche.
Quelle: Tim Schwabedissen

Deutscher Frachter vor New York in Doppelkollision
(15.02.2004) - Zwischen New Jersey und Staten Island kolliderten vor New York in der Nacht zum 15. Februar ein türkischer Frachter und das einlaufende deutsche Containerschiff "Yellow Sea". Die 804 Ft lange "Yellow Sea" wurde durch die Wucht des Zusammenpralls anschließend gegen einen am International Matex Tank Terminal in Bayonne festgemachten Tanker gedrückt, der gerade 350.000 Gallonen Öl löschen sollte. Der 577 Ft lange türkische Kollisionsgegner war mit einer Schrottladung nach China unterwegs.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kreta: Besatzung von sinkendem Schiff gerettet
Athen (15.02.2004) Die zehnköpfige Besatzung eines südlich von Kreta verunglückten Schiffes ist am Samstagabend gerettet worden. Die türkischen Seeleute wurden von einem vorbeifahrenden Frachter aufgenommen, wie das griechische Handelsmarine-Ministerium mitteilte. Die Geretteten seien mit einem Helikopter nach Athen gebracht worden und allesamt in guter Verfassung, hiess es weiter.
Ihr mit Düngemitteln beladener Frachter war in dem seit Tagen wütenden Unwetter über Südosteuropa in Seenot geraten und mit Wasser voll gelaufen. Von der 20-köpfigen Besatzung eines anderen Schiffes, das bereits am Freitag in der Meerenge Bosporus sank, fehlt noch immer jede Spur. Vermisst werden 18 Bulgaren und zwei Ukrainer.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Bergung der "Kogge" gescheitert
(14.2.2004) - Die Bergung des in Hamburg gesunkenen Restaurantschiffes "Kogge" ist gescheitert. Zwischen dem 12. und dem 14. Februar wurde versucht, das Wrack zu lenzen, doch lief immer so viel Wasser nach, dass die Lenzpumpen nicht dagegen ankamen. Am 14. Februar untersuchten Taucher den Rumpf erneut und stellten nun fest, dass der eigentliche Rumpf, der durch nachträgliche koggenartige Anbauten kaschiert ist, so weit unter Wasser liegt, dass die Pumpen auch keine Chance haben, das eigentliche Oberdeck über Wasser zu bekommen, weil eine zu hohe Wassersäule darauf lastet. An die Eigner erging die Empfehlung, die "Kogge" vor Ort abzuwracken. Damit hätten auch Interessenten, die an dem gesunkenen Schiff noch Interesse gezeigt hatten, das Nachsehen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Wrack von Darwins Forschungsschiff "Beagle" entdeckt
(14.02.2004) - Nach mehr als einem Jahrhundert glauben britische Wissenschaftler, das verschollene Forschungsschiff von Charles Darwin, die HMS "Beagle", entdeckt zu haben. Das Wrack der "Beagle" liegt vermutlich in einer Flussmündung im Verwaltungsgebiet Essex im Südosten von England, sagte der Meeresarchäologe Robert Prescott von der Universität St. Andrews am 14. Februar. Er sei zuversichtlich, dass es sich bei dem fraglichen Wrack um die "Beagle" handele. Sein Team habe ein hochmodernes Radargerät zur Durchleuchtung des Meeresbodens eingesetzt. Dabei sei es auf ein Schiffswrack gestoßen, das unter einer rund dreieinhalb Metern dicken Schlammschicht liege und ähnliche Ausmaße wie Darwins Schiff habe. Der Forscher war 1831 an Bord der "Beagle" zu einer fünfjährigen Forschungsreise aufgebrochen, auf der er seine Evolutionstheorie entwickelt hatte. Das Schiff wurde später beim Zoll eingesetzt. Seit einer Auktion 1870 galt es bislang als verschollen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Trawler vor Aberdeen in Brand
(13.02.2004) - In den Mittagsstunden des 13. Februar brach auf dem 22 Meter langen Fischtrawler "Transcent" 20 Meilen nordöstlich von Cape Wrath ein Feuer aus. Auf einen Notruf hin stieg in Stornoway ein Hubschrauber auf, aus Thurso machte sich das Rettungsboot auf den Weg zur Unglücksstelle. Außerdem nahm der Schlepper "Anglian Prince" Kurs auf die "Transcent". Dem Rettungshubschrauber gelang es, die gesamte sechsköpfige Besatzung unversehrt von ihrem brennenden Schiff aufzuwinschen und in den Heimathafen Wick zurück zu bringen. Die "Anglian Prince" wurde im Laufe des Nachmittags am Brandort erwartet, wo sie die Risiken einer Umweltverschmutzung prüfen sollte.
Quelle: Tim Schwabedissen

Bosporus: Frachter gesunken
Istanbul (13.02.2004) - Beim Untergang eines 30 Jahre alten Frachtschiffs unter kambodschanischer Flagge im Schwarzen Meer vor der Einfahrt zum Bosporus sind 21 Menschen ums Leben gekommen. Es seien keine Überlebenden gefunden worden, berichtet das bulgarische Außenministerium. An Bord waren 19 Bulgaren und zwei Ukrainer. Der Frachter war bei stürmischem Wind und hohen Wellen innerhalb weniger Minuten vor der Küste gesunken, berichtet das bulgarische Fernsehen.
Die Behörden in Istanbul haben den Schiffsverkehr am Bosporus am Donnerstagnachmittag wegen eines Schneesturms unterbrochen. Es herrsche starker Wind, und die Sicht sei sehr schlecht, hieß es.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Trümmer und Tote von vermisstem Trawer vor Kanada gefunden
(13.02.2004) - Am 11. Februar fanden Taucher zwei tote Besatzungsmitglieder sowie Wrackteile des seit Ende Januar vor der Südküste von New Brunswick vermissten Trawlers "Lo-Da-Kash". Ein dritter Seemann wird noch vermisst. Der kanadische Frachter, die ehemalige "New Brunswick", hatte im Januar in Campobello Ausrüstung aufgenommen und war anschließend in Richtung Maces Bay ausgelaufen. Zuletzt war er am 23. Januar in der Bay of Fundy gesichtet worden. Eine Suchaktion nach dem Verschwinden des Schiffes endete ergebnislos am 29. Januar.
Quelle: Tim Schwabedissen

Zwei Frachter bei den Dardanellen kollidiert
Istanbul (12.02.2004) Bei schlechtem Wetter sind nahe der Wasserstraßen der Dardanellen zwei Frachter zusammengestoßen. Eines der beiden Schiffe begann daraufhin zu sinken, wie die türkische Küstenwache am Donnerstag mitteilte. Zehn Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden, ein elftes wurde am Abend noch vermisst. Als Grund für die Kollision wurde unzureichende Sicht angegeben.
Wegen eines Schneesturms war zuvor bereits der Bosporus für den Schiffsverkehr gesperrt worden. Die durch Istanbul verlaufende Wasserstraße zwischen dem Mittelmeer und dem Schwarzen Meer sei am Nachmittag wegen schlechter Sicht sowie starken Windes und Schneefalls geschlossen worden, teilten die Behörden mit. Sie soll wieder geöffnet werden, sobald sich die Wetterbedingungen bessern. Es wurde erwartet, dass der Sturm noch am Wochenende andauern wird.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Bergung der "Pride of America" hat begonnen
(12.02.2004) - Am 11. Februar ging in Bremerhaven die Bergung der Pride of America in ihre "heiße Phase". Der aus den Niederlanden überführte Ponton "Giant 2" machte am Vormittag an der hochliegenden Backbordseite des Havaristen fest. Anschließend wurde begonnen, am Havaristen und am Ponton Umlenkrollen zu befestigen, durch die im Zickzack-Muster Drahtseile geführt werden. Mit Hilfe der Trossen ist der Ponton in der Lage, das Schiff während des Lenzvorgangs stabil zu halten, sollte es in Bewegung geraten.
Voraussichtlich am 13. Februar wird mit dem Abpumpen der rund 40000 Tonnen Wasser, die die unteren Decks überflutet haben, begonnen werden. Während dieser Arbeit werden Taucher wiederholt ins Innere der "Pride of America" vordringen, um eventuelle Veränderungen der Statik rechtzeitig zu erkennen. Die große Menge frei flutenden Wassers kann die Stabilität des Schiffes im Verlauf der Bergung erheblich beeinträchtigen. Nach dem Leerpumpen soll die "Pride of America" ins Dock verholen, wo die Schäden begutachtet werden können. Die Reederei Norwegian Cruise Line (NCL), kündigte am 10. Februar an, NCL werde das Schiff fertig stellen lassen und abnehmen. Allerdings ist noch nicht eindeutig klar, ob dies bei der in Insolvenz gegangenen Lloyd-Werft der Fall sein wird. Durch die Insolvenz muss ein gänzlich neuer Vertrag ausgehalndelt werden.
Die "Pride of America" war am 14. Januar am Ausrüstungskai der Werft im Sturm voll Wasser gelaufen und teilweise gesunken. Sobald das Schiff geborgen und der Schaden festgestellt sei, solle so schnell wie möglich mit den Reparaturarbeiten begonnen werden, erklärte NCL. Die durch das Unglück entstandenen Schäden würden von Versicherungen abgedeckt. Ursprünglich sollte das Schiff im April abgeliefert werden. Die Werft ist derzeit zudem mit der Überholung zweier Fähren beschäftigt. Im Mai wird das Kreuzfahrtschiff «Queen Elizabeth» zur Reparatur erwartet.
Quelle: Tim Schwabedissen

Suchaktion nach verschwundenem Kutter vor Isle of Man
(10.02.2004) - Am Nachmittag des 10. Februar startete eine Suchaktion der Küstenwache Liverpool nach dem verschwundenen, neun Meter langen Kutter "Tetsuko". Das Schiff war zuletzt in der Ramsay-Bucht vor der Isle of Man gesichtet worden und wurde um Mitternacht als vermisst gemeldet. Drei Rettungsboote, das Fischereischutzschiff "Berulle", der Trawler "Freya" sowie ein Rettungshubschrauber und Rettungsteams an der Küste nahmen die Suche nach dem Schiff und seinem Skipper auf. Trotz guter Sicht und günstigen Wetterbedingungen gelang es im Seegebiet um die Insel und an der Küste der Ramsay Bay bislang nicht, Spuren der "Tetsuko" ausfindig zu machen, so dass von einem Verlsut des Kutters ausgegangen wird.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schiffbrüchige Jugendliche trieben drei Tage im Meer
(10.02.2004) - Am 10. Februar wurden zwei Jugendliche vor der mexikanischen Küste von der Marine aus dem Pazifik gerettet. Drei Tage zuvor war ihr Boot gesunken. Die beiden 13- und 19-jährigen waren am 7. Februar mit einer 2,5 Meter langen Jolle von Isla Mujeres zu einem kurzen Törn aufgebrochen. Bei starkem Wind kenterte ihr Boot aber kurz nach Verlassen des Hafens. Seit den Morgenstunden des 8. Februar suchten Kutter und Marineschiffe nach den Vermissten. Am späten Nachmittag des 10. Februar wurden sie ohne Schwimmwesten in rauer See treibend entdeckt. Sie litten nach dreitägigem Wassertreten an Erschöpfung und Austrocknung, waren ansonsten aber wohlauf. Vom Boot fand sich keine Spur mehr. Die Rettung wurde als Wunder bezeichnet.
Quelle: Tim Schwabedissen Suche nach Vermissten der "Rocknes" abgebrochen
(10.02.2004) - Aus dem vor drei Wochen in Norwegen gekenterten Frachter «Rocknes» haben Taucher am 10. Februar drei weitere Leichen geborgen. Obwohl noch zwei Seeleute vermisst werden, brachen die Behörden die weitere Suche anschließend ab. Das 166 Meter lange Schiff soll vor der Bergung der letzten Vermissten zunächst aufgerichtet werden. Die «Rocknes» liegt seit dem Kentern kieloben im Wasser. Lediglich zwölf der 30 Seeleute an Bord, die überwiegend von den Philippinen kamen, überlebten das Unglück. Das drei Jahre alte Schiff war am 19. Januar auf der Höhe der norwegischen Stadt Bergen wohl nach einer Grundberührung binnen Minuten gekentert.
Quelle: Tim Schwabedissen

Zweifel an Bergungschancen für "Admiral Graf Spee"
(10.02.2004) - Nach dem vorläufigen Scheitern der Arbeiten zur Bergung eines Kommandostandes von der "Admiral Graf Spee" vor Montevideo sind Zweifel an den Erfolgsaussichten des Unternehmens laut geworden. 14 Stunden lang hatten Experten am 9. Februar von einem Schwimmkran aus versucht, Trossen an dem Tonnen schweren Teil zu fixieren. Starker Wind und hohe Wellen behinderten jedoch die Arbeiten, mehrfach rissen die Trossen. Bei Temperaturen um 30 Grad hatten zahlreiche Schaulustige von Land aus und an Bord von Ausflugsschiffen die 14-stündige Aktion an der Mündung des Rio de la Plata bei Montevideo verfolgt.

Am Abend wurde der 59 Meter hohe Kran nach Montevideo zurück gezogen. Auch am 10. Februar herrschte stürmisches Wetter an der Wrackposition und vereitelte die Wiederaufnahme der Bergungstätigkeit. "Es ist frustrierend, dass wir diese historische Operation womöglich nicht durchführen können", sagte Evangelio Izquierdo, Kapitän eines der an der Aktion beteiligten Schlepper.

Der Leiter des von europäischen und amerikanischen Investoren finanzierten Bergungsteams, Hector Bado, zeigte sich am 10. Februar unverändert optimistisch, dass die Aktion erfolgreich sein werde. Wenn der Wind nachlasse, werde man zunächst Taucher mit der Reparatur der Befestigungskabel beauftragen. Er hoffe, dass die Arbeiten schon am 11. Februar wieder aufgenommen werden könnten.

An dem in acht Metern Tiefe liegenden Wrack des 186 Meter langen Schiffes muss für das Anbringen von Stahltrossen durch Taucher absolute Windstille herrschen.

Die gesamte Millionen schwere Bergung des Wracks ist auf etwa drei Jahre veranschlagt. Der einstige Stolz der deutschen Kriegsmarine soll schließlich wieder zusammengebaut und ausgestellt werden. Allerdings ist bislang nur wenig über den Zustand des in zwei Teile zerbrochenen Rumpfes und die Gefährdung durch nicht detonierte Munition an Bord bekannt. Augenzeugen zweifelten zudem an, ob mit Hilfe des eingesetzten Bergungsgerätes und dem veranschlagten Budgets ein effizientes Arbeiten an dem mit rund 8000 Tonnen Schlick gefüllten, stark zerstörten und versandeten Wrack möglich sein werde.

Die «Admiral Graf Spee» hatte den Hafen von Wilhelmshaven elf Tage vor Beginn des Zweiten Weltkriegs am 1. September 1939 verlassen. Am 30. September 1939 versenkte sie den britischen Frachter «Clement», das erste von insgesamt neun im Südatlantik zerstörten Handelsschiffen, deren Besatzungen durchweg vorher die Möglichkeit erhielten, sich zu retten. Schließlich nahmen drei britische Kriegsschiffe die Verfolgung der «Admiral Graf Spee» auf, und am 13. Dezember kam es vor der Mündung des Rio de la Plata zur Seeschlacht, bei der das deutsche Schiff mehrfach getroffen wurde. Die Besatzung steuerte den Hafen von Montevideo im neutralen Uruguay an. Weil aber die erforderlichen Reparaturen innerhalb der festgelegten Zeitspanne von 72 Stunden nicht möglich waren und die "Graf Spee" kaum noch Munition hatte, entschloss sich Kapitän Hans Langsdorff zur Selbstversenkung seines Schiffes vor dem Hafen. Wenige Tage nach der Sprengung des Schiffs am 17. Dezember 1939 beging Langsdorff Selbstmord. Später demontierten uruguayische Berger noch aus dem Wasser ragende Wrackteile, der Rest versank allmählich im Rio de la Plata als eines von über 1000 Wracks der Gegend.
Quelle: Tim Schwabedissen

12 Tote bei zwei Frachteruntergängen
(10.02.2004) - Zwei Schiffsunglücke in fernöstlichen Gewässern führten zum mutmaßlichen Tod von einem Dutzend Seeleuten. Auf dem Weg von Surabaya, Ostjava, zur osttimoresischen Hauptstadt Dilli geriet bereits am 3. Februar der Frachter "Belaza Timor", 1700 BRZ, vor Flores Island in schwerer See in Seenot. 11 Seemeilen nördlich von Maumere sank der Frachter. Von seiner 12köpfigen Crew konnte lediglich der Kapitän am 7. Februar gerettet werden. Fischer fanden ihn unweit der Küste im Wasser treibend. Die "Belaza Timor" war bereits vor mehreren Wochen in See gegangen.
Vor Kuala Baram kenterte am selben Tag vor Kuala Baram nahe Sarawak der Frachter "Bahagia Raya" infolge schweren Seeschlags. An Bord des Schiffes waren 10 Besatzungsmitglieder. Neun von ihneh wurden 36 Stunden nach dem Untergang ihres Schiffes am 9. Februar von vorbeifahrenden Schiffen gefunden und gerettet. Ein Mann wird noch vermisst. Die "Bahagia Raya" war von Sarikei nach Kota Kinabalu bestimmt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Fähre lief im Columbia-River auf Grund
(09.02.2004) - Am Morgen des 9. Februar lief die 69 Fuß lange Puget-Island-Fähre "Wahkiakum" auf dem Weg nach Portland auf dem kanadischen Columbia-River auf Grund. Die Wetterbedingungen waren zum Unglückszeitpunkt ruhig, allerdings herrschte Nebel, als das Schiff auf einer Pfahlgründung festkam. Nach der Havarie nahm es am Nachmittag Kurs auf das Astoria-Trockendock, um dort untersucht und repariert zu werden. Menschen kamen nicht zu Schaden. Die Untersuchungsbehörden nahmen ihre Arbeit zur Klärung der Havarie auf.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter rammte Kieler Kanalschleuse
(09.02.2004) - Am 8. Februar rammte der Frachter "Kaja H" aus Assel das seewärtige Tor der Südschleuse des Nord-Ostsee-Kanals in Holtenau. Am Schleusentor entstand bei dem Rammstoß des eisverstärkten Bugs des Schiffes erheblicher Sachschaden. Vorangegangen war der Kollision ein Druckluftverlust in der Maschine. Diese ließ sich daraufhin nicht mehr von Voraus- auf Rückwärtsfahrt umsteuern.
Quelle: Tim Schwabedissen

Sieben Mann eines sinkenden Frachters gerettet
(08.02.2004) - Am 8. Februar sank in der Karibik 80 Seemeilen südlich von St. Croix der Frachter "Danbox". Das 230 Fuß lange Schiff war zuvor leck geschlagen und hatte zuvor Notrufe gesendet, die auf Martinique aufgefangen wurden. Ein HU 25-Falcon Jet stieg von Borinquen im westlichen Puerto Rico auf und lokalisierte den havarierten Frachter gegen halb acht am Abend. Auch das Küstenwachboot "Vashon" nahm Kurs auf die angegebene Position. Es gelang der Flugzeugcrew noch, eine Lenzpumpe auf dem Schiff abzusetzen, da dessen eigenes Lenzsystem ausgefallen war. Die Situation verschlechterte sich aber weiter. Darum wurde ein HH 60-Rettungshubschrauber aus Borinquen hinzugerufen. Als er die "Danbox" erreichte, lag diese bereits mit schwerer Schlagseite in der See. Die siebenköpfige Besatzung war von Bord gegangen und hatte sich in eine Rettungsinsel geflüchtet. Ein Rettungsschwimmer wurde vom Helikopter abgeseilt und half den Seeleuten beim Aufwinschen. Anschließend wurden die Geretteten nach St. Croix gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen

U-Bootjäger durch eigene Rakete beschädigt
(07.02.2004) - Während eines Manövers kam es am 7. Februar auf dem indischen U-Bootbekämpfungsschiff "Agray" zu einem schweren Zwischenfall. 115 Seemeilen vor Bombay explodierte eine von der "Agray" aus abgefeuerte Rakete versehentlich in großer Nähe des Schiffes. Der Rumpf wurde durch die Detonation aufgerissen, und es kam zu einem Wassereinbruch. Der Havarist wurde in Schlepp genommen. Es gab keine Verletzten.
Quelle: Tim Schwabedissen

Orkan reißt Fähre in belgischem Hafen los
Seebrügge (08.02.2004) - Im Hafen von Seebrügge hat sich am Sonntag bei einem Orkan eine Fähre losgerissen. Schlepper brachten das Schiff wieder an seinen Liegeplatz, Menschen kamen nicht zu Schaden, berichtete die Nachrichtenagentur Belga.
Der Orkan fegte mit Windstärke zwölf über den Nordseehafen in Belgien. Deswegen wurde das Ein- und Ausladen im gesamten Fährhafen unterbrochen. Von Seebrügge aus gehen viele Fähren nach Großbritannien.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Frachter vor Mersin gestrandet
(06.02.2004) - Am 6. Februar strandete der nordkoreanische Frachter "Tor III" mit einer Ladung von 1800 Tonnen Kalkstein vor dem türkischen Hafen Mersin und schlug leck. Maschinenraum und Frachträume wurden zu 80 Prozent überflutet. Das Schiff erlitt außerdem schwere Bodenschäden. Wahrscheinlich muss es als Totalverlust abgeschrieben werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter vor Mersin gestrandet
(06.02.2004) - Am 6. Februar strandete der nordkoreanische Frachter "Tor III" mit einer Ladung von 1800 Tonnen Kalkstein vor dem türkischen Hafen Mersin und schlug leck. Maschinenraum und Frachträume wurden zu 80 Prozent überflutet. Das Schiff erlitt außerdem schwere Bodenschäden. Wahrscheinlich muss es als Totalverlust abgeschrieben werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

18 Muschelsucher vor englischer Küste ertrunken
London (06.02.2004) - An der nordwestenglischen Küste sind 18 mutmaßliche chinesische Einwanderer beim Muschelsuchen von der Flut überrascht worden und ertrunken. Die 16 Männer und zwei Frauen hätten am Donnerstagabend zusammen mit weiteren 14 Chinesen in der für unberechenbare Gezeitenwechsel berüchtigten Morecambe-Bucht nach Muscheln gesucht.

Bei ihrer Suche wagten sie sich bis zu 1,5 Kilometer ins Watt hinaus, als das Wasser plötzlich anstieg. Ein Sprecher des Londoner Verteidigungsministeriums sagte, die Opfer seien offenbar im Tribsand stecken geblieben. Rettungskräfte bargen die Leichen mit Luftkissenbooten von einer Sandbank.

Insgesamt 14 Mitglieder der 32-köpfigen Gruppe wurden nach Angaben der britischen Küstenwache gerettet. Drei von ihnen wurden mit Unterkühlung ins Krankenhaus gebracht, die anderen wurden von der örtlichen Polizei zu dem Vorfall vernommen. Die meisten der Geretteten konnten sich der Küstenwache zufolge selbst aus den steigenden Fluten befreien. Die Leichen der ertrunkenen Muschelsucher wurden in Plastikhüllen nach Morecambe, rund 70 Kilometer nordwestlich von Manchester, gebracht. Nach Polizeiangaben befanden sich unter den Chinesen möglicherweise auch mehrere illegale Einwanderer.

Rettungskräfte suchten die ganze Nacht über mit zwei Hubschraubern und Rettungsbooten nach Überlebenden des Unglücks. Die Opfer hatten jedoch wegen der eisigen Temperaturen keine Überlebenschance. Die Wassertemperatur betrage zu dieser Jahreszeit kaum über null Grad, sagte ein Sprecher der Küstenwache. Der Wind habe mit Stärke sechs geblasen. Die Todesopfer hätten keinerlei Sicherheitsausrüstung bei sich gehabt, einige seien nackt gewesen, um schneller schwimmen zu können. Die Bucht von Morecambe ist vor allem wegen des Treibsandes und der rasch ansteigenden Flut berüchtigt.
Treibsand: Wenn locker gelagerte und wassergesättigte Schichten in Schwingung versetzt werden, kann der Sand regelrecht "verflüssigt" werden, ein Prozess, der auch als Liquifizierung (engl. liquefaction) bezeichnet wird. Bei einer Erschütterung verlieren locker gelagerte Sandkörner zunächst ihren Kontakt und damit die Stützwirkung/Stabilität des Korngerüstes. Danach setzt sich der Sand in einer dichteren Packung wieder ab, während das überschüssige Wasser abfließt. Menschen, die sich auf Treibsandfeldern bewegen, laufen Gefahr, im Sand einzusinken. Bei Erdbeben, in denen große Gebiete intensiv durchgeschüttelt werden, können durch Schwimmsand-Effekte selbst mehrstöckige Häuser im Sand versinken.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Stahlfrachter mit 18 Mann gesunken
(06.02.2004) - Am 6. Februar sank in schwerer See der in Panama registrierte Frachter "Duri" einer Reederei aus Wladiwostok, vor der Küste von Südkorea. Das Schiff war mit Stahl beladen zum südkoreanischen Hafen Incheon unterwegs gewesen. Sechs Polizeiboote sowie Rettungshubschrauber machten sich auf die Suche nach der vermissten 18köpfigen Crew. Es gelang jedoch lediglich, zwei Leichen zu bergen. Die Suche nach den anderen 16 Männern musste wegen schlechten Wetters abgebrochen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Brennende Friteuse bringt 2376 Kreuzfahrt-Passagiere in Bewegung
(05.02.2004) - Auf einer Kreuzfahrt zwischen den Bahamas und Florida brach am Nachmittag des 5. Februar in der Kombüse des Passagierschiffes "Majesty of the Seas" in der Kombüse ein Feuer aus. Der Kapitän ließ die 2376 Passagiere vorsorglich auf den Notmusterungsstationen versammeln. Nach 21 Minuten gelang es Mitgliedern der 829köpfigen Besatzung jedoch, der Flammen Herr zu werden. Auslöser des Feuers, das nur geringen Sachschaden verursachte, war überhitztes Fett.
Quelle: Tim Schwabedissen

17 Seeleute nach zwei Schiffsuntergängen vermisst
(04.02.2004) - Nach dem Untergang eines Trawlers vor der chinesischen Ostküste wird befürchtet, dass zehn Mann seiner elfköpfigen Besatzung ertrunken sind. Das Schiff war am 3. Februar in über drei Meter hohen Wellen in Seenot geraten und gesunken. Ein Seemann konnte von einem Rettungsschiff lebend geborgen werden. Die Suche nach den übrigen Vermissten wurde fortgesetzt. Am 4. Februar wurde ein weiterer Schiffsuntergang vor der südchinesischen Küste bekannt. Eine gross angelegte Suche nach den sieben wurde umgehend eingeleitet.
Quelle: Tim Schwabedissen

Tauchexpedition zur dänischen "Titanic"
(03.02.2004) - Wenn sich am 28. Juni 2004 der Untergang des Dampfers "Norge" zum 100. Mal jährt, wird den über 600 verstorbenen Passagieren zu Ehren eine historische Tauchexpedition abgehalten. Der Untergang der "SS Norge" erinnert an den acht Jahre später erfolgten Untergang der "Titanic", denn auch in ihrem Fall waren fehlende Rettungsboote Schuld am Tod so vieler Passagiere und Besatzungsmitglieder. Wären bis dahin aus Unglücken wie dem der "Norge" Lehre gezogen worden, hätten viele der Passagiere an Bord der "Titanic" gerettet werden können.
Der Verlust der "Norge" ist die größte Katastrophe in der Geschichte der zivilen dänischen Schiffahrt gewesen. Sie gilt seither als die "Titanic" Dänemarks. Zum Gedenken wird im Frühling 2004 eine historische Tauchexpedition zu ihrem letzten Ruheplatz im Atlantik 500 km vor der Küste durchgeführt. Die Erforschung des Wracks wird nach vierjähriger Vorbereitungsarbeit unter Leitung des britischen Taucher und Forscher Kevin Heath stattfinden. Er lokalisierte auch im Juni 2003 erstmals die genaue Untergangsstelle der "Norge". Die Expedition wird von einem britisch-dänisch-amerikanischen Tauchteam durchgeführt. Heith nimmt mit sechs Tauchern teil. Aus Dänemark werden vier Taucher dabei sein. Das dänische Team steht unter Leitung von Thomas de Richelieu und Christian Sloth von der dänischen Tauchfirma No Limits Diving. No Limits Diving steht hinter einer Reihe von Expeditionen zu den Wracks der Skagerrak-Schlacht und zur "Flying Enterprise" im Englischen Kanal. Aus den USA sind zwei Taucher unter Leitung von Gary Gentile dabei. Insgesamt besteht das Tauchteam aus 12 Tauchern.
Die Tauchgänge werden vom britischen Mutterschiff "Cicala" aus durchgeführt. Die Gedenkexpedition hat die offizielle Unterstützung der Verwandten der Überlebenden und der Verstorbenen der Katastrophe.Im Anschluss werden zwei offizielle Gedenkfeiern abgehalten, bei denen dänische, norwegische und amerikanische Verwandte sich treffen. Auch Teilnehmer der Tauchexpedition werden an diesen Zeremonien teilnehmen. Die erste Zeremonie wird am 100. Jahrestag, dem 28. Juni 2004, in Stornoway vor Schottland abgehalten, die nächste am 24./25. Juli 2004 im Ellis Island Museum vor New York.
Der Tauchexpedition wird ein dänisches TV-Team folgen, um eine Dokumentarsendung über "Norge" zu produzieren. Das dänische Tauchteam wird eine Reihe von Aufnahmen produzieren, die auch zum Dokumentieren des Zustandes des Wracks verwendet werden sollen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kollision in Bremerhaven
(02.02.2004) - Neuerliches Sturmunglück in Bremerhaven: Am Morgen des 1. Februar drückten Orkanböen den panamaischen Autofrachter "Grand Pace" gegen den im Hafen vertäuten Frachter "Buxmaster" aus Hamburg. Durch die Kollision entstand an dem Autocarrier in der Bordwand ein Riss von einem halben Meter Länge. Verletzt wurde niemand.
Deweil wurde der Riesenponton "Giant 4" von Rotterdam aus nach Bremerhaven in Marsch gesetzt. Er soll den bei der Lloyd-Werft gesunkenen Kreuzfahrer "Pride of America" während des Hebevorgangs stabilisieren. Die Reederei des Passagierschiffs teilte inzwischen mit, sie werde das Schiff wie geplant abnehmen. Die Schäden würden von Versicherern getragen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Taucher bargen erste Tote aus gekenterter "Rocknes"
(02.02.2004) - Erstmals nach dem Kentern des Frachters "Rocknes" vor Norwegen gelang es am 2. Februar Tauchern, in das kieloben liegende Wrack des Schiffes einzudringen. Hierzu war in 12 Metern Tiefe ein Loch in die Außenhaut gebrannt worden. Bis dahin galt eine solche Aktion als zu riskant, weil der Rumpf nicht ausreichend stabilisiert war. Inzwischen ist er aber in den Schutz eines Hafens geschleppt worden, wo mittels eingepumpter Luft ein kontrollierter Schwimmzustand erzeugt werden konnte. In Zweierteams begannen die Taucher, in jeweils 80minütigen Einsätzen die Leichen der 13 Besatzungsmitglieder zu suchen, die seit dem plötzlichen Kentern der "Rocknes" vermisst werden. Bis dahin waren 12 Menschen lebend und fünf tot geboren worden. Erstes Ziel der Froschmänner war der Kombüsenbereich. Binnen kurzem wurden die Taucher erstmals fündig: Sie bargen zwei, nach anderen Berichten drei Ertrunkene aus dem Wohnbereich. Nach Angaben von Besatzungsmitgliedern hatte das Schiff am 19. Januar zunächst Schlagseite bekommen und war dann auf Grund gelaufen. Dabei seien mit Wasser gefüllte Ballast-Tanks aufgerissen, die das Schiff im Gleichgewicht gehalten hätten.
Quelle: Tim Schwabedissen

42 Tote bei Untergang auf ugandischem Albertsee
(02.02.2004) - In der Nacht zum 1. Feburar kenterte und sank ein Fährboot auf dem Albertsee im westlichen Uganda. Dabei kamen mindestens 42 Menschen ums Leben. 37 konnten nach Angaben der Einsatzleitung in Kampala bislang lebend geborgen werden. Es wird aber befürchtet, dass es für rund 20 weitere Vermisste keine Hoffnung mehr gibt. Grund des Untergangs war, wie häufig, eine Überladung des Havaristen. Auf dem Albertsee sind Schiffe oft nachts unterwegs, um Kontrollen der Polizei wegen Überladung auszuweichen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Viel Arbeit für Berger - nun sank ein Restaurantschiff in Hamburg
(01.02.2004) - Am 1. Februar sank im Hamburger Hafen schon wieder ein Schiff. Diesmal handelte es sich um das in Bergedorf liegende Restaurantschiff "Kogge". Der 25 Meter lange, aus Holz gebaute Dreimaster hatte in den Mittagsstunden Schlagseite entwickelt und war trotz Einsatzes der Feuerwehr schließlich vollgelaufen und auf den Grund der Bille abgesunken. Die unteren Decks standen um 13.30 Uhr komplett unter Wasser. Helfer sicherten das mit Backbordschlagseite abgesackte Schiff mit um den Rumpf gezogenen Stahlseilen, um ein vollständiges Kentern zu verhindern. Taucher suchten im Wasser des Hafenbeckens Serrahn nach Lecks, konnten jedoch keine größeren Leckagen entdecken, die für den Untergang hätten ursächlich sein können. Wahrscheinlicher erscheint, dass das zuletzt vernachlässigte Schiff aus Altersschwäche sank. Seit etwa einem halben Jahr war es herrenlos gewesen. Zuletzt hatte sich ein Gastronom mit der Restaurant-Bar "El Crisol" am Bille-Kai versucht. Mitte 2003 aber gab auch er den Standort auf. Nach der Schließung des "El Crisol" sollte das gelb getünchte Piratenschiff verkauft werden, ein neuer Betreiber hatte sich aber bislang nicht gefunden. Ursprünglich war es ein Fischrestaurant gewesen, dann versuchten es die Betreiber mit mexikanischer Küche. In ihren besseren Tagen war die "Kogge" Treffpunkt der Bergedorfer Szene, beliebt besonders in den späteren Abendstunden. Wahrscheinlich hat sie nach einer Bergung nur noch Schrottwert. Die Polizei wird nun prüfen, ob das Wrack wieder aufzurichten ist oder ob es "as is" abgewrackt werden muss.
Erst am 29. Januar war die Bergung eines anderen Wracks in Hamburg in Gang gekommen - die Hebung des Achterschiffs der im 2. Seehafen in Harburg gesunkenen "Labe 11" . Dem Schwimmkran "Roland" der Firma Ulrich Harms gelang es erst nach mehreren gescheiterten Versuchen, das halbierte Schiff im Scheinwerferlicht an die Wasseroberfläche zurück zu holen und an Land abzusetzen. Der Rumpf hatte sich nach dem Untergang einen Meter tief in den Schlick gebohrt, so dass vor dem Zerschneiden des Schiffes durch Taucher umfangreiche Spülarbeiten vonnöten gewesen waren. In den Nachtstunden vom 28. zum 29. Januar endlich löste sich das Wrack aus dem Grund, musste wegen geänderter Gewichtsverhältnisse aber nochmals abgesetzt werden, um die Trossen der "Roland" umzusetzen. Zuvor war zunächst die Apatit-Ladung gelöscht worden. Am 27. Januar hatten Taucher Trossen unter dem Rumpf hindurch gezogen. Beim Anheben stellte sich heraus, dass die beiden Schiffshälften nicht, wie erwartet, völlig gebrochen waren, sondern in Teilen noch zusammen hielten. Deswegen mussten Taucher unter Wasser umfangreiche Schweißarbeiten vornehmen.
Die 80 Meter lange und 9,3 Meter breite "Labe 11" war beim Laden von 800 Tonnen Futtermitteln vor zwei Wochen auseinander gebrochen und gesunken. Ein Mann der dreiköpfigen Besatzung war in allerletzter Sekunde über den Greifer eines Kran vom Schiff gerettet worden. Warum das 1976 gebaute Binnenschiff auseinander brach, ist unklar.
Die Wasserschutzpolizei hat unmittelbar nach der Bergung mit den Untersuchungen begonnen. Danach wird die "Labe 11" direkt auf den Kaianlagen zerschnitten. Das soll auch mit dem Bug der "Labe 11" passieren, der einen Tag nach dem Achterschiff gehoben wurde. Der Schrott ist bereits von einem Händler aus Großbritannien aufgekauft worden.
Für den Betrieb bei Rhenus Midgard hatte die Bergungsaktion Einschränkungen mit sich gebracht, weil in den vergangenen Tagen Öl aus dem Schiff ausgetreten und deswegen das Hafenbecken mit eine Ölsperre abgesperrt worden war. Am 26. Januar konnte erstmals wieder ein Schiff die Kaianlagen anlaufen, um beladen zu werden. Der Frachter hatte vorher auf Reede gelegen. Seit dem 27. Januar laufen außerdem die Vorbereitungen, das am 20. Januar im Müggenburger Kanal auf der Veddel mittschiffs auseinander gebrochene und dann gesunkene Binnenschiff "Heimatland" zu heben.
Quelle: Tim Schwabedissen

Lecker Kutter rettete sich nach Kodiak
(01.02.2004) - Am Morgen des 1. Februar kam es auf dem 43 Fuß langen Fischkutter "Ambition" in der Pasagshag Bay, 20 Seemeilen südlich von Kodiak Island, zu einem Wassereinbruch. Mit drei Lenzpumpen gelang es der Crew zwar, den Wassereinbruch zu kontrollieren, solange das Boot vor Anker lag. Der Versuch, Fahrt aufzunehmen, musste aber abgebrochen werden, weil dann das Wasser weiter anstieg. Um viertel nach elf funkte der Kapitän Notrufe. Ein Helikopter der US-Küstenwache stieg auf und flog ein Rettungsteam mit zwei weiteren Pumpen zu dem in Kodiak beheimateten Schiff. Mit deren Hilfe gelang es, des eindringenden Wassers Herr zu werden und Kurs auf den Heimathafen zu nehmen. Achteinhalb Stunden nach dem Notruf machte die "Ambition" im Hafen fest. Die Sicherheitsbehörden nahmen Ermittlungen auf.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter in Nordspanien gesunken
(01.02.2004) Knapp 15 Monate nach dem Untergang des Tankers "Prestige" hat die Havarie eines portugiesischen Frachters im Hafen der nordspanischen Küstenstadt Bilbao eine kleinere Ölpest ausgelöst. Aus der vor zwei Wochen während eines Sturms gesunkenen "Diana I" seien 48 Tonnen Dieselöl sowie Treibstoff ins Meer geströmt, meldete der Rundfunk am Sonntag.
Die Tanks des Schiffes seien damit aber bereits so gut wie leer. Das Öl habe sich weitgehend im Meer verteilt, ohne größere Teppiche zu bilden. Der Frachter hatte sich während eines Unwetters vom Anker gelöst, war gegen die Felsen an der Hafeneinfahrt geprallt und anschließend gesunken. Die acht Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden.
Das Schiff sei nur noch "ein Haufen Schrott", berichteten Taucher nach einer Inspektion. Das Wrack liege zweigeteilt auf dem Meeresboden und sei eine Gefahr für den Schiffsverkehr. Dieser wurde deshalb in der Umgebung des Unglücksgebiets verboten.
Die "Prestige" war im November 2002 vor der Nordwestküste Spaniens gesunken und hatte die größte Umweltkatastrophe in der Geschichte des Landes verursacht. Rund 64.000 Tonnen ausgelaufenes Schweröl verseuchten das Meer und die Küsten.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Trawler brannte vor Florida
(01.02.2004) - 60 Seemeilen südöstlich von Cape San Blas, Florida, geriet am Morgen des 1. Februar der Trawler "Seminole Wind" in Brand. Die vierköpfige Besatzung versuchte, das Feuer, das im Maschinenraum ausgebrochen war, zu bekämpen. Über Funk erfuhr die Küstenwache, die einen Notruf aufgefangen und nahestehende Schiffe um Hilfeleistung ersucht hatte, dass die Crew in Bedrängnis war. Ein Falcon Rettungsjet nahm Position über dem Havaristen ein und übernahm die Kommunikation zwischen dem Kutter und einem herannahenden Seenothubschrauber aus Clearwater. Das Rettungsboot "Miss Elizabeth" ging ebenfalls auf Standby. Als der Hubschrauber an den Unfallort heran gelotst war, winschte er Feuerlöschgerät auf die "Seminole Wind" ab, mit dem die Besatzung erfolgreich gegen die Flammen vorgehen konnte. Gleichzeitig näherte sich das Fischereifahrzeug "Salt Shaker", um den Havaristen auf den Haken zu nehmen. Bis zu dessen Eintreffen verblieb der Falcon Jet in dem Seegebiet, um auf unvorhergesehene Entwicklungen reagieren zu können.
Quelle: Tim Schwabedissen

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