EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv Mai 2004

Last update: Montag, 14. Juni 2004, 17:20 Uhr

Interessante Links:

Frachter im Bosporus gestrandet
(30.05.2004) - Am Abend des 30. Mai lief der türkische Frachter "Haci Emine Ana", 4.923 BRZ, auf dem Weg von der Ukraine nach Derince in der Bosporus-Straße auf Grund. Das 117 Meter lange Schiff hatte kurz vor Mitternacht den als schwierig geltenden Yenikoy Turn hinter sich gebracht, als starke Strömungen es erfassten und aus dem Fahrwasser drückten, so dass es rechtwinklig zum Ufer festkam. Die "Haci Emine Ana" hatte bei der Strandung keinen Lotsen an Bord.
Quelle: Tim Schwabedissen

Vier Tote bei Kollision vor Japan
(30.05.2004) - Am Morgen des 30. Mai kollidierte vor der Präfektur Ibaraki die japanische "Shinwa Maru No. 8", 498 BRZ, mit der malaysischen "Thailine 6", 7.633 BRZ. Vier Besatzungsmitglieder der ""Shinwa Maru No. 8", ehemals "Tokushima Prefecture", kamen ums Leben, zwei weitere werden vermisst.
Quelle: Tim Schwabedissen

Yacht auf Kieler Förde gestrandet
(30.05.2004) - Auf der Kieler Förde geriet am 30. Mai eine Yacht des Typs "Comfortina 38" in Seenot. Für die "Cala Lumos" verlief die Pfingstregatta um den "Comfortina Cup"anders als geplant: Bei einem missglückten Wendemanöver rauschte sie vor der Außenmole des Marinearsenals auf unter Wasser liegende Betonfundamente einer alten Kaianlage. Gegen 11.40 Uhr sandte die fünmfköpfige Besatzung einen Seenotruf aus, der von der Seenotleitstelle der DGzRS in Bremen aufgefangen wurde. Die "Cala Lumos" sei leckgeschlagen und drohe mitten im Kieler Hafen zu sinken. Die fünfköpfige Crew der Segelyacht hatte jedoch Glück im Unglück. Zufällig befand sich das Mehrzweckschiff "Scharhörn" des Wasser- und Schifffahrtsamtes vor Holtenau und wartete auf das Einschleusen in den Nord-Ostsee-Kanal. Das zur Küstenwache gehörende Spezialschiff empfing den Notruf und erreichte als erstes Schiff die Unglücksstelle an der Außenmole des Marinearsenals, wo die "Cala Lumos" mit bis auf Deckshöhe abgesacktem Achterschiff und austauchendem Bug festsaß. Wenig später traf auch der Rettungskreuzer "Berlin" mit dem Tochterboot "Steppke" ein. Die "Scharhörn" leistete erste Hilfe mit einer Tauchpumpe, die auf die havarierte Yacht übergeben wurde. Diese wurde kurz darauf durch eine Pumpe der "Berlin" unterstützt, die bis zu 80 Tonnen Wasser pro Stunde aus dem Boot saugte. Mit vereinten Kräften gelang es den Rettungseinheiten, die "Cala Lumos" zu stabilisieren und zu lenzen. Nach drei Stunden konnte das Boot freigeschleppt werden. Die "Cala Lumos" wurde im Konvoi in die nahe Schwentinemündung gebracht und dort am Nachmittag aus dem Wasser gezogen. Vormann Pröber von der "Berlin" lobte hinterher die sehr gute Zusammenarbeit von aller Beteiligter, die"Scharhörn" sei eine gute Plattform gewesen. Nach ersten Ermittlungen der Wasserschutzpolizei Kiel hat die Crew der "Cala Lumos" die vor dem Arsenal liegende Untiefentonne als Wendetonne der Regatta gedeutet und dabei einen unter der Wasseroberfläche lauernden Betonklotz zu spät bemerkt. Für die Lübecker Segelyacht "Cala Lumos" war die Chance aufeine Wiederholung ihres Sieges in ihrer Kategorie dahin: Im vergangenen Jahr hatte die Yacht beim "Comfortina Cup 2003" einen zweiten Platz belegt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Boot in New York gekentert
(29.05.2004) - Im New Yorker Buttermilk Channel, der Schifffahrtsstraße zwischen Brooklyn und Governord Island, erfasste am 29. Mai eine Bö bei sonst schwachem Wind eine 21 Fuß lange Yacht mit vier Mann an Bord. Das Boot kenterte, doch bereits nach zehn Minuten könnte die New Yorker Feuerwehr die Schiffbrüchigen aus dem Wasser retten.
Quelle: Tim Schwabedissen

Sieben Tote bei Tankerbrand
(29.05.2004) - Auf dem bei der Keppel Werft in Singapur liegenden Öltanker "Almudaina", 77.477 BRZ, brach am 29. Mai gegen 13 Uhr ein Feuer aus. Sieben Arbeiter kamen bei dem Unglück ums Leben. Die Männer des Subunternehmers Wah Soon Marine Pte Ltd. waren mit Schweißarbeiten beschäftigt, als das Feuer an Bord des 274 Meter langen, 42 Meter breiten und 17 Meter tief gehenden Schiffes ausbrach. Der Brand in dem 50x10x24 m großen Tank konnte zwar in kurzer Zeit vom Werftpersonal gelöscht werden, jedoch kam für die Männer darin jede Hilfe zu spät. Vorsorglich wurden 25 Minuten nach Ausbruch des Feuers die örtlichen Zivilschutzkräfte angefordert, die auch die anschließende Sicherung des Brandortes und die Bergung der Toten übernahmen. Ein Helfer verletzte sich leicht durch die extrem hohe Hitze in dem Tank. Gegen 19 Uhr wurden die Lösch- und Bergungsarbeiten beendet. Die "Almudaina" war am 22. Mai zu Reparaturarbeiten eingetroffen und sollte die Werft in den ersten Juniwochen verlassen. Sie gehört der Reederei Empresa Naviera Elcanound wurde 1993 bei Astilleros Espanoles, S.A. (AESA), Puerto Real, erbaut.
Quelle: Tim Schwabedissen

Shrimpfänger drohte vor Neufundland zu sinken
(29.05.2004) - Vor der Küste von Neufundland erlitt ein 18 Meter langer Shrimpfänger aus Kanada am 29. Mai Wassereinbruch nach Bruch einer Schweißnaht. 200 Kilometer nördlich von Twillingate schossen minütlich 90 Liter Wasser durch den entstandenen Riss in den Rumpf. Ein kanadischer Rettungshubschrauber sowie ein Küstenwachboot eskortierten den Havaristen in Richtung der Küste. Ein weiteres Küstenwachboot ging länggseits, um die Lenzarbeiten zu unterstützen. Sechs Meter hohe Wellen, dichter Nebel und starker Wind erschwerten die Rettungsarbeiten.
Quelle: Tim Schwabedissen

Ausflugsboot auf der Ostsee gekentert
(29.05.2004) - Glimpflich ging am Abend des 29. Mai ein Bootsunfall auf der Ostsee vor Rerik, Mecklenburg-Vorpommern, aus. Ein sechs Meter langes Kunststoffboot kenterte mit neun Personen an Bord aus bislang ungeklärter Ursache etwa zwei Kilometer vor der Küste. Sechs Personen erreichten schwimmend das Ufer östlich der Reriker Seebrücke. Die drei anderen wurden von der Besatzung des aus Kühlungsborn herbeigerufenen Seenotrettungsbootes "Voltera" auf halber Strecke aus dem Wasser geborgen. Sie konnten nach der Untersuchung durch einen Rettungsarzt in Kühlungsborn entlassen werden.Bei den Verunglückten handlete es sich um eine Gruppe aus Einheimischen und Touristen gehandelt haben, die sich auf einer Vergnügungsfahrt befanden. Das gekenterte Boot wurde nach der Rettungsaktion von der "Voltera" in Schlepp genommen und an Land gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Trawler vor Hebriden in Seenot
(29.05.2004) - Vor den äußeren Hebriden funkte der Trawler "Laurnic" aus Lowestoft am 29. Mai Notrufe. Nach Wassereinbruch in Maschinen- und Frachtraum drohte das Schiff zu sinken. Die eigene Lenzpumpe versagte, und die dreiköpfige Besatzung versuchte, des Wassereinbruchs manuell Herr zu werden. Das Fischereischutzboot "Mina" sowie das Rettungsboot aus Barra machten sich auf den Weg zum Havaristen, der vier Seemeilen nordwestlich der Canna Insel im Little Minch trieb, um den drohenden Untergang abzuwenden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Feuer auf englischer Fähre
(28.05.2004) - Im Hafen von Heysham, England, brach am 28. Mai ein Feuer auf der Fähre "Riverdance" aus. Grund des Feuers war überhitztes Hydrauliköl in einem an Bord befindlichen Traktor. Die Küstenwache kam der "Riverdance" zu Hilfe und löschte die Flammen. Menschen kamen nicht zu Schaden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kollision und Strandung auf dem Rhein
(28.05.2004) - Zwei Schiffsunglücke ereigneten sich während des Pfingstwochenendes auf dem Rhein. Am Abend des 28. Mai schlug bei Trechtingshausen nördlich von Bingen ein mit 1.400 Tonnen Benzin beladener Binnentanker leck, als er auf Grund lief. 16 Tonnen der Ladung flossen aus, und die Feuerwehr wurde zum Unglücksort beordert. Ein Taucher verhinderte Schlimmeres, indem er eine Stahlplatte auf die Leckage aufbrachte. Die Schifffahrt wurde von der Havarie nicht beeinträchtigt. Die Unglücksursache ist unklar. Bei einer Kollision nahe Bonn wurde am selben Tag das Fahrgastschiff "Berlin" schwer beschädigt. Das belgische Binnenschiff «Florius» rammte aus bislang unbekannten Gründen die in Bad Godesberg vertäut liegende Fähre. Die 36 Meter lange "Berlin" riss sich durch den Aufprall vom Anleger los und trieb führerlos gegen eine flussabwärts liegende Anlegebrücke, die sich ebenfalls aus der Verankerung losriss. Der 30-jährige Kapitän der "Florius" drehte sein Schiff auf, nahm das treibende Fahrgastschiff längsseits und legte es wieder an den Steiger. Das Fraachtschiff war mit 1.030 Tonnen Weizen auf der Fahrt von Metz nach Nieukerk in den Niederlanden gewesen. Es gab keine Verletzten, auch die Schifffahrt wurde nicht beeinträchtigt. Der Schaden an der "Berlin" beträgt nach ersten Schätzungen rund 50.000 €.
Quelle: Tim Schwabedissen

MS "Texas" vor Atlantic City in Seenot
(25.05.2004) - Am Nachmittag des 25. Mai erlitt das 90 Fuß lange Motorschiff "Texas" aus New Bedford, Massachussetts, auf dem Weg nach Hati 60 Meilen nordöstlich von Atlantic City, New Jersey, Wassereinbruch. Nachdem es nicht gelang, des eindringenden Wassers Herr zu werden, wurde ein Notruf an die Küstenwache abgesetzt. Das Patroullienboot "Ibis" sowie ein Hubschrauber wurden zum Havaristen entsandt. Auch die USS "Carney" aus Mayport, die gerade zur Fleet Week in New York unterwegs war, nahm Kurs auf die "Texas". Die Crew des Helikopters setzte zwei Lenzpumpen auf der "Texas" ab, mit deren Hilfe es gelang, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bringen. Anschließend eskortierte die 87 Fuß lange "Ibis" die "Texas" nach Atlantic City.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kofferdamm unterwegs zur "Cape Africa" - eine kostengünstige Reparaturmethode
(26.05.2004) - Am 26. Mai begann die Reparatur des Lecks der "Cape Africa". In den vergangenen Wochen war auf einem Kai in Simon's Town von Arbeitern der Dormac Ship Repair, Durban, hektisch gearbeitet worden, den Kofferdamm für den Havaristen fertigzustellen. Nun liegt der Schiffsriese mit tief abgesunkenem Vorschiff knapp sieben Kilometer vor der Stadt im geschützten Wasser der False Bay. Nicht weit entfernt ist die "Smit Amandla" vor Anker gegangen, um schnell eingreifen zu können, wenn sich die Verhältnisse verschlechtern. An Bord der Barge "Niord" wurde der Kofferdamm nun bei ruhiger See auf den Weg zum Bulkcarrier gebracht. Wenn er fixiert ist, soll der geflutete Laderaum III gelenzt werden. Danach können die auf drei Wochen ausgelegten eigentlichen Reparaturarbeiten beginnen. Als Auslöser des Rumpfschadens wird Seeschlag und Korrosion vermutet. Bereits im März war der Bulkcarrier "CSK Tribute", 156.000 tdw, von der "Nikolay Chiker", die jetzt an der Ölbergung beteiligt war, mit ähnlichem Rumpfschaden in die Nacala Bay geschleppt worden. Dort konstruierte die jetzt ebenfalls mit dem Bau eines Kofferdamms beauftragte Firma einen Vorläufer des jetzigen "Modells", der eine erfolgreiche und schnelle Reparatur sowie die anschließende Weiterreise in den Zielhafen ermöglichte. Die Alternative, die gesamte Ladung in ein anderes Schiff zu verfrachten, ehe der Havarist tausende von Seemeilen zu einem ausreichend großen Dock geschleppt würde, wäre erheblich teuer als die nun bei der "Cape Africa" erneut angewandte Methode.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kutter vor Washington aus Seenot gerettet
(27.05.2004) - Am 25. Mai geriet vor der amerikanischen Pazifikküste 15 Seemeilen westlich von Grays Harbor, Washington, der 36 Fuß lange Kutter "Seaway" in Seenot. Gegen 15 Uhr sandte die Besatzung Notrufe, nachdem sie entdeckt hatte, dass das Schiff leckgeschlagen war und zu sinken drohte. Der Trawler "Kaisa" leitete das Mayday an die Küstenwache weiter. Ein 47-Fuß-Rettungsboot lief daraufhin aus Grays Harbor zum Havaristen aus. Aus Astoria, Orgegon, wurde ein Rettungshubschrauber zur Unglücksstelle entsandt. Die Crew der "Kaisa" half derweil, den Wassereinbruch zu bekämpfen. Noch bevor das Rettungsboot eintraf, gelang es den Fischern, mithilfe einer zusätzlichen Lenzpumpe des eindringenden Wassers Herr zu werden und eine Schleppverbindung zur "Kaisa" aufzubauen. Nachdem das eingedrungene Wasser mit einer weiteren Lenzpumpe des Rettungsbootes abgepumpt war, konnte die "Seaway" mit eigener Kraft Kurs auf Wesport Marina in Washington nehmen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kreuzfahrer rammt Pier in Kanada
(27.05.2004) - Das Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess" der Princess Cruise Lines kollidierte am 23. Mai beim Anlegemanöver mit einer Pier im kanadischen Vicotira, British Columbia. Die Havarie wurde durch starken Wind ausgelöst. Die "Diamond Princess" erlitt Schäden an Rumpf und einer Schraube. Zwei geplante Fahrten des Schiffes mussten gestrichen werden, weil der Schaden erst untersucht werden muss.
Quelle: Tim Schwabedissen

Viel Arbeit für Seenotretter zur Himmelfahrt
(27.05.2004) - Insgesamt 51 Mal mussten Einsatzkräfte der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger während der Himmelfahrtstage verunglückten Schiffen und Booten zu Hilfe kommen. Starkwind mit sechs und Böen bis acht Beaufort führten bei zahlreichen Wassersportlern zu Schäden. Über 40 Einsätze mussten allein im Bereich der Ostsee-Stationen gefahren werden. Am 22. Mai wurde ein Fahrgastschiff mit 50 Personen in starken Böen auf das Ufer vor Schleswig gedrückt. Die Besatzung des örtlichen Seenotrettungsbootes "Arthur Menge" konnte es wieder frei schleppen. Personen kamen nicht zu Schaden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Brandneuer Frachter wurde rettender Engel
(27.05.2004) - Am 22. Mai sank ein indonesischer Trawler in der Straße von Malakka. Dem Frachter "Beluga Efficiency", der sich auf seiner Jungfernfahrt von Hongkong via Singapur ins Mittelmeer befand, gelang es, die gesamte 12köpfige Crew zu retten. Die "Beluga Efficiency" der Reederei Freese aus Stade war erst im Mai als "Lilia" in Dienst gestellt worden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Suche nach "Lightning Sun"-Passagieren eingestellt
(27.05.2004) - Zwei Tage nach dem Untergang der Fähre "Lightning Sun" in Bangladesh haben die Rettungskräfte am 26. Mai die Suche nach Überlebenden abgebrochen. Bis dahin wurden nach Angaben der Behörden 74 Passagiere tot geborgen. Mehrere Dutzend Vermisste sind vermutlich ebenfalls ertrunken. Nahezu 80 Menschen konnten an Land schwimmen oder wurden mit Booten gerettet. Wie viele Passagiere exakt an Bord waren, ist nicht bekannt. Das Schiff war auf dem Weg vom Bezirk Madaripur nach Dhaka. Die "Lightning Sun" war am 24. Mai während eines Sturms in der Nähe der Stadt Chandpur gesunken.
Quelle: Tim Schwabedissen

Fähren im östlichen Mittelmeer schlechter als in Nordeuropa
Hamburg (26.05.2004) Passagierfähren im östlichen Mittelmeer haben bei einem Sicherheitstest deutlich schlechter abgeschnitten als Schiffe auf der Nord- und Ostsee. Im alljährlichen Fährentest des ADAC wurden im Ost-Mittelmeer von neun untersuchten Passagier- und Autofähren vier nur als ausreichend bewertet, eine sogar als mangelhaft, wie die Autoclub am Mittwoch in Hamburg mitteilte. In Nordeuropa dagegen stufte der ADAC alle 13 Schiffe als gut oder sehr gut in der Sicherheit ein.

ADAC-Vizepräsident Max Stich riet Autourlaubern vor allem mit Ziel Griechenland, in diesem Jahr deutlich längere Wartezeiten in den Häfen einzuplanen. Er machte darauf aufmerksam, dass zum 1. Juli weltweit neue Sicherheitsregeln für Schiffe in Kraft treten. Das bedeute schärfere Kontrollen, wenn die Autos an Bord rollen und dadurch auch längere Wartezeiten. «Sicherheit kostet Zeit», sagte Stich. Durch die Olympischen Spiele sei die Lage diesen Sommer in Griechenland besonders angespannt.

Der ADAC hatte 34 Autofähren in ganz Europa auf ihre Sicherheit untersucht: Zwei erhielten die Note mangelhaft, im westlichen Mittelmeer die «Flaminia» auf der Route Olbia (Sardinien) - Civitavecchia (Italien) und im Ostmittelmeer die «Rodhanthi» auf der Route Piräus - Paros in Griechenland. Sechs Schiffe wurden als ausreichend in der Sicherheit bewertet. 26 Schiffe stufte der ADAC als gut oder sehr gut ein. Damit handelt es sich laut Autoclub um das beste Ergebnis, seit 1996 der erste Fährentest gemacht wurde. Testsieger wurde die «Excelsior», die zwischen Palermo und Genua pendelt.

Die ADAC-Tester stellten vor allem bei der Ausbildung der Besatzungen große Mängel fest: So habe ein Tester an der Bar auf Englisch nach der nächsten Sammelstelle im Fall eines Unfalls gefragt, und der Barmann habe dem Tester statt einer Antwort einen Drink serviert. Aber auch an der Ausrüstung gab es Kritik: Teilweise seien Schränke mit Schwimmwesten abgeschlossen gewesen oder auch Fluchttüren.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Rund 160 Tote bei Untergang der "Lightning Sun"
(25.05.2004) - In einem Tropensturm kenterte am 23. Mai die Fähre "Lighting Sun" auf dem Fluss Meghra in Bangladesh. Das zweideckige Schiff war zuvor trotz Sturmwarnung mit rund 300 Menschen an Bord von Madraipur nach Dhaka ausgelaufen. Die meisten Passagiere wurden im Schlaf von dem Untergang überrascht, etliche im Wrack eingeschlossen. Die Rettungsarbeiten wurden durch den anhaltenden Sturm erschwert, der noch drei weitere kleinere Fähren kentern und sinken ließ. Im Wrack der "Rising Sun" harrte noch unbekannte Anzahl Überlebender der Rettung. Bis zum Folgemorgen wurden 48 Menschen lebend, sieben davon mit Verletzungen, und 20 weitere tot aus dem Wasser gezogen. Etwa 80 Passagiere konnten sich aus eigener Kraft ans Ufer retten. Ein Kran hob die "Lightning Sun" am 24. Mai. Im Wrack fanden sich sechs Tote. Viele Opfer werden vom Fluss fortgerissen worden sein. Bislang sind rund 60 Tote geborgen, 100 weitere Menschen vermisst. Das Unglück ereignete sich in der Nähe der Stadt Chandpur, rund 65 Kilometer südöstlich der Hauptstadt. Bei Chandpur waren bereits im Juli vergangenen Jahres mehr als 500 Menschen bei einem Fährunglück ertrunken. Im Februar 2004 kamen 250 Menschen bei einem Fährunglück auf dem Meghra ums Leben.
Quelle: Tim Schwabedissen

Elbe nach Brückenkollision gesperrt
(25.05.2004) - Ein aus Tschechien kommendes Binnenschiff kollidierte am Nachmittag des 22. Mai auf der Elbe bei Dresden mit der Marienbrücke. Das Schiff hatte drei miteinander verbundene Schiffsrohbauten an Deck geladen, von denen Aufbauteile an einem Brückenbogen hängenbklieben. Daraufhin schlug das manövrierunfähige Binnenschiff quer und prallte gegen die Brücke. Zwei Bergungsschiffe waren nötig, die festgekeilten Teile zu beseitigen. Erst zur Mittagszeit des 24. Mai konnte der Schiffsverkehr wieder freigegeben werden. Die Brücke wurde nicht wesentlich beschädigt. Nur ein Sandsteinbrocken brach heraus, ohne die Statik zu beeinträchtigen. Gegen den tschechischen Kapitän wurde Anzeige erstattet. Die Ursache des Unglückes ist unklar.
Quelle: Tim Schwabedissen

Drei Tote und ein Vermisster bei Yachtkenterung
(25.05.2004) - Im Ärmelkanal kenterte vor der Küste der Normandie am 21. Mai eine Yacht. Bei dem Unglück kamen mindestens drei Menschen ums Leben, darunter ein zehnjähriges Mädchen. Lediglich ein Mitfahrer konnte mit Unterkühlungen gerettet werden. Eine fünfte Person wurde noch unter Einsatz eines Rettungsbootes und eines Hubschraubers gesucht. Das Boot war auf Höhe von Grancamp-Maisy verunglückt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Angelkutter drohte vor Irland zu sinken
(25.05.2004) - Am 23. Mai lief südlich von Rahlin Island, Irland, der Angelkutter "The Boy Conail" auf Grund und schlug leck. Westlich der Insel drohte das Schiff mit fünf Personen an Bord zu sinken. Während bereits die Rettungsinsel klargemacht wurde, liefen die Rettungsboote von Red Bay und Portrush aus. Ein Rettungshubschrauber stieg auf. Wenig später funkte die "Boy Conail", dass es doch gelungen sei, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bekommen. Mit eigener Kraft nahm sie Kurs auf Ballycastle. Sicherheitshalber wurde sie von den Rettungsbooten und dem Helikopter begleitet und machte gegen 19 Uhr im Hafen fest. Am Kai wurde begonnen, das Schiff zu lenzen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kraftstoffpumpe Schuld am Feuer auf der "Neptunus"
(25.05.2004) - Eine defekte Kraftstoffpumpe löste am 22. Mai den verheerenden Brand auf dem schwedischen Tanker "Neptunus", 4.609 BRZ, auf dem Nord-Ostsee-Kanal aus. Durch ein Leck war 200 Grad heißes Schweröl in den Maschinenraum gespritzt. Anschließend kam es zu einer Selbstentzündung. Dies ergab mittlerweile die Untersuchung des Havaristen durch Schifffahrtsexperten. In der Nacht vom 23. zum 24. Mai wurde der schwer beschädigte Tanker von den Hamburger Schleppern "Bugsier 12", "Bugsier 14" und "Bugsier 15" durch den Nord-Ostsee-Kanal Richtung Ostsee verholt. Von Kiel-Holtenau aus geht die Fahrt weiter in den dänischen Hafen Fredericia. Hier wird erst die Ladung gelöscht. Anschließend geht das der Sirius-Reederei gehörende Schiff in eine dortige Werft, die es bereits vor zwei Jahren umgebaut hatte. Die Dauer der Reparratur wird auf mehrere Monate geschätzt. Während der Passage des mit fünf Knoten laufenden Schleppzugs kam es, wie auch schon beim Brand des 99 Meter langen, mit 6.117 Tonnen Heizöl beladenen Tankers, zu Behinderungen des Schiffsverkehrs auf dem Kanal.

Die "Neptunus" war in der Nacht zum 22. Mai auf dem Weg von Liepaja nach Flushing zwischen Burg und Kuden in Brand geraten. Durch das beherzte Zusammenarbeiten der Burger und der Brunsbütteler Feuerwehren hatte eine Ausweitung des Maschinenraumfeuers vermieden werden können. Ein bordseitiger Versuch, den Brand mit Feuerlöschern oder CO² Gas einzudämmen, war zuvor fehlgeschlagen. Die Feuerwehr wurde um 2.22 Uhr alarmiert. 21 Feuwerwehrleute der Burger Wehr trafen als erste am Havarieort ein. Die "Neptunus" trieb zu dieser Zeit manövrierunfähig quer zum Ufer auf dem Kanal. Das Feuer hatte für einen Stromausfall an Bord gesorgt. Die Feuerwehrmänner setzten mit der Burger Kanalfähre "Oppeln" zu dem Tanker, aus dessen Aufbauten dichter Rauch quoll, über. Kurz darauf traf auch die Brunsbütteler Wehr mit 40 Männern ein. "Als wir ankamen, sahen wir offenes Feuer unter der Decke. Die Hauptmaschine stand im Vollbrand", beschrieb der Brunsbütteler Wehrführer hinterher die Lage beim Eintreffen seiner Leute. Er präsentierte Medienvertretern später eine auf 800 Grad Hitze ausgelegte Aluminiumschutzweste, die beim Einsatz angeschmolzen war. Da die Besatzung des Tankers nach Brandausbruch den Maschinenraum hermetisch verschlossen hatte, damit kein Sauerstoff das Feuer anfachen konnte, mussten die Feuerwehrmänner sich dem Brandherd über Fallreeps und Betriebsgänge von unten nähern. Gegen fünf Uhr morgens war das Feuer gelöscht, und die Kanalschifffahrt konnte ihren normalen Betrieb wieder aufnehmen. Öl trat nicht aus, das Löschwasser wurde in einem speziellen Tank an Bord gesammelt. Auch kamen keine Menschen zu Schaden. Nicht zuletzt der Kieler Schlepper "Holtenau", der eigentlich das Passagierschiff "Maxim Gorki" begleitet hatte, hatte dazu beigetragen, einen schlimmeren Unfall zu verhindern. Er war aus seinem ursprünglichen Sicherungsauftrag entlassen worden und drückte den hilflos treibenden Tanker in die Kanalböschung.
So konnten der entgegenkommende Chemietanker "Bro Transporter" und die "Maxim Gorki" gegen kurz vor vier Uhr den Unfallort passieren. Als weitere Schlepper kamen die "Bugsier 11" und "Bugsier 15" hinzu, fixierten die "Neptunus" am Ufer und feuerten Löschwasser auf die Aufbauten. Am Morgen des 22. Mai zogen sie den Tanker nach Brunsbüttel, wo er gegen 11.30 Uhr am Südkai festmachte. Hier untersuchten Experten von Polizei und Feuerwehr die Brandursache. Ebenfalls vor Ort war ein Vertreter des Germanischen Lloyd. Die Wasserschutzpolizei fertigte einen Seeunfallbericht, der der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung in Hamburg übermittelt wird.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kleinholz nach Sturm - Fluss gesperrt
(25.05.2004) - Am 21. Mai sorgte ein Sturm für Kleinholz auf dem Rocky River in Cleveland. Zahlreiche Boote rissen sich von ihren Moorings los und trieben flussabwärts. Dabei kollidierten sie mit anderen Schiffen und Kaianlagen. Nach Abflauen des Windes fanden sich etliche Boote förmlich aufgespießt unter der Route 20-Brücke wieder und bildeten dort ein unüberwindliches Schifffahrtshindernis. Der Schiffsverkehr auf dem Fluss wurde von der Küstenwache gestoppt, bis die hauptsächlich betroffenen Segelvereine des Cleveland Yacht Club, der Westlake Marina und der Emerald Necklace Marina mit den Aufräumungsarbeiten vorangekommen sind.
Quelle: Tim Schwabedissen

Bergungsexperten bekämpfen Öl aus "Hyundai"-Wrack
(23.05.2004) - Bergungsexperten der Firma Wijsmuller-Perdana sind am 23. Mai an der Untergangsstelle des Autotransproters "Hyundai 105" tätig. Das Wrack liegt 13 Kilometer südöstlich von Sentosa Island in 40 Metern Tiefe. Das Hauptaugenmerk gilt derzeit möglichen Umweltschäden. Die "Hyundai 105" der Eukor Car Carriers Inc. war am Morgen des 22. Mai nach dem Zusammenstoß mit dem von der japanischen Mutsui OSK Lines bereederten Tanker "Kaminesan", 303.896 tdw, gesunken. Die beiden Schiffe waren kurz vor Mitternacht des 21. Mai fast frontal aufeinander geprallt, woraufhin ein 50 Meter großes Leck in der Backbordseite der "Hyundai 105 " entstanden war. Fast an derselben Stelle in der viel befahrenen Straße von Singapur waren im Januar 2003 das Kriegsschiff "Courageous" und ein Containerschiff kollidiert. Die "Courageous" war damals fast augenblicklich untergegangen. An Bord des Wracks der "Hyundai 105" befinden sich 4.191 Pkw aus Ulsan, von wo die "Hyundai 105" am 16. Mai ausgelaufen war und Mitte Juni in Sheerness und Bremerhaven erwartet wurde. Der Autocarrier hatte nach dem Zusammenstoß außerhalb der Fahrrinne geankert und war sieben Stunden später untergegangen. Vorher war es noch gelungen, die Öltanks zu schließen. Sie blieben auch beim Untergang unversehrt, so dass bislang nur wenig Öl austrat, das von Bergungsteams aufgenommen wurde. Die 20köpfige Besatzung hatte den Havaristen eine Viertelstunde vor dessen Untergang gegen sieben Uhr verlassen und wurde von Booten der indonesischen Schifffahrtsbehörde aufgenommen. Anschließend war sie nach Singapur gebracht worden. Die "Kaminesan" wurde in Bedok vor Anker gelegt. Auch ihre Crew von 26 Mann blieb unversehrt. Die "Hyundai No.105" ist mit 40.772 BRZ vermessen. Das 184 Meter lange 30,65 Meter breite und 8,20 Meter tief gehende Schiff wurde 1986 in Hyundai erbaut. Es war 18,25 Knoten schnell und vermochte insgesamt 4.800 Pkw zu fassen. Es gehört der Longergan Overseas in Seoul.
Quelle: Tim Schwabedissen

Reichlich Bruch bei Flensburger Rumregatta
(24.05.2004) - Unvergessen wird für etliche Skipper die 25. Flensburger Rumregatta bleiben. Nicht nur war sie eine der kältesten der letzten Jahre, sondern seglerisch zweifellos die härteste aller Zeiten. Auf der Rückfahrt von der Wendetonne erwischte eine regelrechte Böenwalze den fast 50 Jahre alten Great-Yarmouth-Shrimper "Crangon". Skipper Dirk Pauly gelang es nicht mehr, die Großschot zu fieren. Sein Krabbenkutter legte sich auf die Seite, lief voll Wasser und sank binnen weniger Minuten. Die Crew - neben Pauly eine Frau und ein Mann - wurden von der DLRG vor Fahrensodde aus der Flensburger Förde gefischt. Ein paar Stunden später waren sie heil und trocken wieder auf dem Gaffelmarkt. Ihr Boot soll in den kommenden Tagen gehoben werden, teilte die DLRG mit.
Auch die Smakkejolle "Okseø", gebaut auf der Flensburger Museumswerft, wurde ein Böenopfer und kenterte. Die dreiköpfige Crew erwischte es in dem tückischen Seegebiet direkt an der Schiffbauhalle der Flensburger Schiffbaugesellschaft. Ein aufmerksamer Regattasegler nahm das Unglück wahr und holte die drei an Bord seines Schiffes. Nach einem Kurzaufenthalt im Krankenhaus konnte auch diese Crew die Rum-Regatta weiter feiern.
Der Schoner "Aron" aus Svendborg büßte seine Maststenge ein, die "Maria af van Hoff" den Klüverbaum. Hierbei verletzte sich ein Crewmitglied und wurde erst notärztlich auf der "Ryvar" und später im Krankenhaus ambulant behandelt. Doch auch dieser Schiffer bestätigte das Klischee, dass die Rum-Regatta nur etwas für harte Männer ist: Mit drei Rippenbrüchen meldete er sich später zum Gaffel-Feierabend.
Quelle: Tim Schwabedissen

Amerikanischer Kutter überlaufen und versenkt
(24.05.2004) - Am Abend des 23. Mai wurde der 45 Fuß lange Kutter "Ava Claire" aus Niantic, Connecticut, von einem bislang unidentifizierten Handelsschiff 30 Meilen südöstlich von Montauk gerammt. Die "Ava Claire" sank fast augenblicklich, ihrer dreiköpfigen Crew gelang es im letzten Moment, sich in eine Rettungsinsel zu flüchten. Die Küstenwache von Boston fing das automatische Rufsignal der Insel auf. Zwei Stunden nach dem Untergang machte ein Rettungshubschrauber aus Cape Cod die Schiffbrüchigen aus und barg sie aus der Insel. Der Kollisionsgegner war offenbar auf dem Ambrose-Nantucket-Schifffahrtsweg in westlicher Richtung unterwegs gewesen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter vor England von unbekanntem Containerfrachter gerammt
(24.05.2004) - Vor der englischen Küste kam es am 19. Mai zu einer Kollision. Das 298 BRZ große Kümo "Kormoran" wurde von einem unbekannten Containerfrachter gerammt. Der Kollisionsgegner setzte die Fahrt nach dem Zwischenfall ohne zu stoppen fort. Die Küstenwache von Falmouth fing die von dem 1966 erbauten Frachter "Kormoran" ausgesandeten Notrufe auf.
Quelle: Tim Schwabedissen

Hochgeschwindigkeitsfähre auf Jungfernfahrt verschollen
(23.05.2004) - Auf der Jungfernfahrt von Singapur nach Sri Lanka verunglückte offenbar ein 500 Fuß langer Hochgeschwindigkeitskatamaran. Das Schiff mit 12 Besatzungsmitgliedern wird seit dem 16. Mai vermisst, als es in Galle, Sri Lanka, einlaufen sollte. Es sollte im Passagierdienst zwischen Spanien und Marokko eingesetzt werden. Auch vier Tage nach dem erwarteten Ankunfstrermin gab es noch kein Lebenszeichen der Überführungscrew oder eine Spur des High-Speed-Schiffes.
Quelle: Tim Schwabedissen

Autofrachter vor Singapur mit Öltanker kollidiert
Singapur (23.05.2004) Vor dem Hafen von Singapur ist ein Autofrachter mit einem Öltanker zusammengestoßen und gesunken. Die «MV Hyundai» war mit 4.000 Autos beladen, die «MT Kaminesan» (Bild) hatte 280.000 Tonnen Rohöl in ihren Tanks, wie die Behörden am Sonntag mitteilten. Diese blieben nach ersten Informationen unbeschädigt. Der Tanker wurde zur Überprüfung in den Hafen von Singapur geschleppt.
Unmittelbar vor dem Unglück am späten Samstagabend hatte die Hafenbehörde von Singapur beide Schiffe noch vor der bedrohlichen Annäherung gewarnt, konnte die Kollision aber nicht verhindern. Das Unglück ereignete sich sechs Kilometer südöstlich der Ferieninsel Sentosa. Alle 20 Besatzungsmitglieder der «MV Hyundai», 4 koreanische und 16 philippinische Seeleute, wurden gerettet.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Katamran MS "Starnberg" prallt gegen Starnberger Uferpromenade
Starnberg (23.05.2004) Wenige Tage nach der Jungernfahrt eines neuen Katamarans auf dem Starnberger See in Bayern hat sich am Sonntag ein schwerer Unfall ereignet. Wie die Polizei mitteilte, stieß der Dampfer kurz vor 11.00 Uhr bei einem Wendemanöver gegen die Starnberger Uferpromenade, anstatt planmäßig an den Steg anzudocken. Dabei wurde den Angaben zufolge ein Dutzend Menschen verletzt. Das Schiff wurde erheblich beschädigt.
Der neue Galerie-Katamaran MS «Starnberg» war am Mittwoch zu seiner Jungfernfahrt in See gestochen. Er sollte sowohl im Linienverkehr als auch für private Veranstaltungen eingesetzt werden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Untergang der "Hyundai No. 105" toppt Schadensrekord der "Tricolor"
(22.05.2004) - Noch während die Reste des Autotransporters "Tricolor" und ihrer aus 2.000 Luxusautos bestehenden Ladung mit schweren Greifern vom Grund des Ärmelkanals geklaubt werden, toppte der Untergang der koreanischen Autofähre "Hyundai No. 105", 40.772 BRZ, vor Singapur den beim Verlust der "Tricolor" aufgestellten Schadensrekord von 45 Millionen $ in beträchtlichem Maße. Der Wert der "Hyundai 105" wird mit 17, der ihrer aus 4.000 überwiegend für den deutschen Markt bestimmten Pkw mit 57 Millionen $ beziffert. Die «Hyundai No. 105» war von Südkorea nach Bremerhaven unterwegs gewesen und hatte Autos der Marken Hyundai und Kia an Bord, als ihr die "Kaminesan" in die Flanke fuhr. Der in Panama registrierte, 303 Meter lange, 60 Meter breite und 21 Meter tief gehende Tanker hatte 280.000 Tonnen Rohöl geladen. Er wurde mit eingedrücktem Backbordbug zur Reparatur in den Hafen von Singapur geschleppt. Ladetanks waren nicht beschädigt worden. Unmittelbar vor dem Unglück am späten Abend des 22. Mai hatte die Hafenbehörde von Singapur beide Schiffe noch vor der bedrohlichen Annäherung gewarnt, konnte die Kollision, die sich bei gutem Wetter sechs Kilometer südöstlich der Ferieninsel Sentosa ereignete, aber nicht mehr verhindern. Vor seinem Untergang wurde der Autofrachter von Schleppern noch aus dem stark frequentierten Fahrwasser gezogen. Seine 20köpfige Crew wurde rechtzeitig gerettet. Vier der Seeleute kamen aus Korea, 16 von den Philippinen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Feuer auf Heizöltanker im Nord-Ostsee-Kanal
Burg (22.05.2004) Ein Feuer auf einem mit 6000 Tonnen Heizöl beladenen schwedischen Tanker hat am Freitagmorgen die Schifffahrt auf dem Nord-Ostsee-Kanal bei Burg (Kreis Dithmarschen) behindert. Nach Angaben der Polizei brach der Brand gegen 2 Uhr aus noch unbekannter Ursache im Maschinenraum des 99 Meter langen Schiffs aus. Mit Fähren wurden Feuerwehren aus Burg und Brunsbüttel zum Brandort gebracht. Rund 75 Feuerwehrleute konnten ein Übergreifen der Flammen auf das Heizöl verhindern.
Menschen wurden nicht verletzt. Während der eineinhalbstündigen Löscharbeiten wurde der Schiffsverkehr gestoppt. Das Wrack wurde zunächst an der Kanalböschung vor Anker gelegt und sollte im Laufe des Tages nach Brunsbüttel zum Löschen geschleppt werden. Anschließend sollte die Brandursache ermittelt werden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Kreuzfahrer mit Pier kollidiert
(21.05.2004) - Starke Winde drückten das Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess" am Abend des 21. Mai in Vancouver gegen eine Pier. Das Schiff hatte versucht, an Pier 21 festzumachen, als es mit der Steuerbordseite gegen das Ende der Brücke krachte. Die für 2.670 Passagiere ausgelegte "Diamond Princess" war auf dem Weg von Vancouver nach Seattle nach ihrer ersten Alaskareise der Saison. Sie erlitt leichte Schäden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Bohrinsel vor Houston in Brand
(20.05.2004) - Am 20. Mai kam es auf dem Ölrig "High Island 37a" 13 Meilen südwestlich von Sabine, Taxis, zu einem Feuer. Der 25 Fuß lange Kutter "James Harrison" entdeckte den Brand und rettete vier Mann von der Ölplattform. Zwei Männer erlitten Verletzungen. Sie wurden von einem Hubschrauber der Küstenwache aus Houston zur Plattform "High Island 167" transportiert, von wo aus sie an Land gebracht werden sollten. Brände wüteten derweil nahe den Mannschaftsunterkünften, in einem Generatorraum und im Rohrsystem. Die "High Island 37a" gehört der Spinnaker Exploration Company. Zwei Boote begannen später mit Löscharbeiten. Mit Löschmonitoren gelang es inzwischen, den Brand auf eine neun Quadratfuß großes Areal einzugrenzen und unter Kontrolle zu bekommen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Bewährungsstrafe für russischen Admiral wegen U-Boot-Unglücks
Moskau (20.05.2004) - Knapp neun Monate nach dem Untergang eines russischen Atom-U-Bootes in der Barentssee ist der Admiral Gennadi Sutschkow zu vier Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Sutschkow habe sich der "Nachlässigkeit und mangelnden Vorsicht" schuldig gemacht und sei damit mitverantwortlich für den Tod von neun Seeleuten bei dem Unglück am 30. August, befand das Gericht der russischen Nordmeerflotte am Dienstag. Die Richter verkündeten das Urteil in öffentlicher Sitzung, nachdem die Anhörungen hinter verschlossenen Türen stattgefunden hatten. Der Admiral erklärte anschließend, er streite die Verantwortung für das Unglück nicht ab, fühle sich jedoch nicht schuldig.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Fähre vor Philippinen gekentert
(19.05.2004) - Ein schwerer Tropensturm fegte am 18. Mai über die Philippinen. Der Taifun Nida ließ eine Fähre vor dem Inselstaat kentern. Die acht Passagiere des Schiffes ertranken. Nach Angaben von Meteorologen schwächte sich der Tropensturm inzwischen ab und zog Richtung Japan.
Quelle: Tim Schwabedissen

Feuer auf "Queen Elizabeth II" nach zwei Stunden gelöscht
(18.05.2004) - Zweimal drehten sich am 18. Mai Nachrichten aus Bremerhaven um havarierte Kreuzfahrtschiffe: Am Nachmittag entzündeten sich auf der "Queen Elizabeth II", die z.Zt. bei der Lloyd-Werft liegt, Ölrückstände. Im Rahmen von kurz vor ihrem Abschluss stehenden Überholungsarbeiten löste Funkenflug von Schweißarbeiten den Schwelbrand aus. Dabei kam es zu starker Rauchentwicklung, die die Löscharbeiten der herbeigerufenen Feuerwehr erheblich behinderte. Nach zwei Stunden war das Feuer gelöscht. Da der Sachschaden gering blieb, soll die "Queen Elizabeth II", wie geplant, in der Nacht zum 20. Mai wieder auslaufen. Derweil wurde bvom asiatischen Unternehmen Star Cruise bekanntgegeben, das die Fertigstellung der bei der Lloyd-Werft im Frühjahr gesunkenen "Pride of America" nun für den Sommer 2005 erwartet würde. Noch ist keine Reparaturwerft benannt, doch der Lloyd-Werft werden gute Chancen eingeräumt, das Schiff fertigstellen zu können. Weiterhin ungewiss hingegen ist die Zukunft der ebenfalls in Bremerhaven liegenden "Norway", die nach einer Kesselexplosion dorthin geschleppt worden war.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Cape Africa" - so wirds gemacht
(18.05.2004) - Am Nachmittag des 18. Mai war es soweit: Gegen 16 Uhr rasselten die Ankerketten des havarierten Bulkcarriers "Cape Africa", aus Taipei in der False Bay an einer Position mit ausreichend Tiefe für das 24 Meter tief gehende Schiff aus ihren Klüsen. Mit dem von der 95 Meter langen "Smit Amandla", 2.899 BRZ, sowie einem Hafenschlepper assistierten Manöver fand eine wochenlange Odyssee des 149.533 tdw großen Schiffes vor der südafrikanischen Küste ihr vorläufiges Ende. Nun soll ein von der Reparaturwerft Dormac Ship Repair in Durban konstruierter Kofferdamm das 270 Meter lange Schiff abdichten. Das Schiff erscheint momentan stabil, und auch die Wetterprognose ist günstig. Der Kofferdamm wird in liegender Position an Bord einer Barge an der beschädigten Backbordseite des Bulkers längsseits gebracht. Dann werden sechs jeweils 20 Tonnen schwere Kettenblöcke vom Schiff zum Kofferdamm geführt, an denen er auf dem Deck der Barge 15 Grad aufgerichtet wird. Anschließend wird die Barge unter dem Damm wegbugsiert, während die Kettenblöcke den Druck des 70 Tonnen schweren Konstrukts aufnehmen. Anschließend wird er in die Leckstelle eingeschwungen und in vertikale Position aufgerichtet. Mithilfe von Stahltrossen, die um den 43 Meter breiten Schiffsrumpf bis auf die gegenüberliegende Bordwand gezogen werden, soll der Kofferdamm anschließend an der Bruchstelle fixiert werden und anschließend die Durchführung substanzieller Reparaturarbeiten ermöglichen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Havarie «verschlafen» - Segler war zu betrunken
(18.05.2004) Viel zu tief hat ein Bootsfahrer bei einer Spritztour auf dem Bodensee ins Glas geschaut. Nach Angaben der Wasserschutzpolizei lief sein Segelboot am Montagabend vor Kressbronn auf Grund. Die Havarie blieb dabei aber von dem Mann völlig unbemerkt, obwohl der Motor mit voller Kraft voraus lief. Erst laute Rufe von herbeigeeilten Polizisten rissen den Segler aus seinem Schlaf.
Die Beamten stellten daraufhin fest, dass der Bootsfahrer «penetrant» nach Alkohol roch. Doch der Versuch eines Alcomtat-Tests schlug fehl, weil der Mann nicht mal mehr in der Lage war, richtig in das Gerät zu pusten. Ihm wurde schließlich im Krankenhaus eine Blutprobe genommen. Wie viel Promille Alkohol er im Blut hatte, konnte die Polizei zunächst nicht sagen. Fest stand aber, dass der Segler mit einer Anzeige wegen «Trunkenheit im Schiffsverkehr» zu rechnen hat.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Sinkender Kutter vor Yaquina Head gerettet
(18.05.2004) - Nahe Yaquina Head, Oregon, geriet am 14. Mai ein 48 Fuß langer Kutter in Seenot. Die "Aurora Maid" hatte um sieben Uhr morgens SOS gefunkt, nachdem sie Wassereinbruch hatte. Drei Küstenwachboote nahmen Kurs auf den vom Untergang bedrohten Havaristen. Das Boot aus Depoe Bay erreichte die "Aurora Maid" als erstes und übergab eine weitere Lenzpumpe. Das Wasser drang durch eine Kühlwasserleitung in den Maschinenraum ein, Die Maschine wurde gesichert und das Wasser ausgepumpt. Dann nahm das Rettungsboot aus Yaquina Bay den Kutter in Schlepp und brachte ihn in dorthin ein. Eine Inspektion ergab mehrere Sicherheitsmängel an der "Aurora Maid".
Quelle: Tim Schwabedissen

"Cape Africa" in Sicherheit
(18.05.2004) - Am 18. Mai soll die beschädigte "Cape Africa" die False Bay im Schlepp der "Smit Amandla" erreichen. Drei Seemeilen südöstlich von Simon's Town wurde ein geeigneter Ankerplatz ausfindig gemacht, an dem die Reparaturen vorgenommen werden können. Ein 70 Tonnen schwerer Kofferdamm soll die Löcher im Rumpf - groß genug zur Durchfahrt von sieben Bussen von einer Seite zur anderen - vom Wasser abschotten und so Arbeiten an der eigentlichen Leckage möglich machen. Die Dauer der Reparatur wird auf zwei bis drei Wochenn geschätzt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Segelschulschiff rammt Tower-Bridge
(17.05.2004) - Glimfliches Ende einer Kollision mit einem weltberühmten Bauwerk: Beim Einlaufen in den Londoner Hafen kollidierte am 15. Mai der Großsegler "Lord Nelson" mit der Tower Bridge. Das Segelschulschiff hatte 50 Personen an Bord. Das Unglück ereignete sich, als das Schiff wenden wollte. Starke Strömung drückte es gegen die Brücke. Bei dem Zusammenstoß trug die "Lord Nelson" Schrammen und eine Einbeulung davon. Menschen kamen an Bord des Seglers, der gemischte Mannschaften aus Behinderten und nicht Behinderten ausbildet, nicht zu Schaden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Österreichische Yacht vor Albanien gesunken
(17.05.2004) - Am 10. Mai lief vor Durres, Albanien, eine Segelyacht auf einen Felsen. Das österreichische Boot sank nach der Grundberührung. Ein Boot der italienischen Küstenwache, das in Durres stationiert ist, lief zur Rettung der Crew zur Unglücksstelle aus. (Quelle: Andreas Lohrum)
Quelle: Tim Schwabedissen

Gestrandeter Frachter vor Chittagong beim Freischleppen gesunken
(17.05.2004) - Am 13. Mai lief der Frachter "An Lu Jiang", 9.182 BRZ, beim Einlaufen in den Hafen von Chittagong mit 12.500 Tonnen in Säcken verpackten Düngemitteln auf Grund. Vorausgegangen war ein Lotsenfehler im Bereich von Anowara thana. Am 15. Mai gelang es einem Bergungsschlepper, die "An Lu Jiang" freizbekommen. Beim Versuch, sie in tieferes Wasser zu ziehen, kollidierte der Frachter aber mit einem Unterwasserhindernis. Der Aufprall ließ das Deck an mehreren Stellen aufbrechen. Die daraus resultierenden schweren Wassereinbrüche führten dazu, dass der 26 Jahre alte Frachter schließlich im Bereich der Außenreede von Chittagong nahe dem Patenga Leuchtturm sank.
Quelle: Tim Schwabedissen

Ein Toter bei Untergang eines Angelkutters
(17.05.2004) - Fünf Seemeilen von der Golden Gate Brücke entfernt schlug am Morgen des 16. Mai der 49 Fuß lange Angelkutter "Contender" vor Emeryville leck. Das Boot war mit 24 Sportfischern auf Lachsfang. Da die Lenzpumpe den Wassereinbruch nicht aufhalten konnte, funkte der Skipper Mayday. Schließlich sank die "Contender". Ein Mann kam ums Leben.
Quelle: Tim Schwabedissen

Feuer auf amerikanischem Fahrgastschiff
(16.05.2004) - Auf dem Fahrgastschiff "SunCruz Casino", das mit 160 Passagieren eine Fünf-Stunden-Tour nahe Fort Lauderdale unternahm, brach am 16. Mai ein Feuer aus. Feuerwehrleute wurden zu dem vor der Küste treibenden Havaristen gebracht und schotteten den Brandbereich im Maschinenraum ab. Drei Stunden später waren die Flammen auf dems 160 Fuß langen Schiff gelöscht. Der Havarist wurde anschließend nach Port Everglades eingeschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Räumung der "Tricolor"-Reste begann
(15.05.2004) - Am 15. Mai wurde die Wrackräumung der "Tricolor" nach der Winterpause wieder aufgenommen. Das im Ärmelkanal gesunkene Schiff war in neun Sektionen zersägt worden, von denen vier mit dem Einsetzen der Winterstürme und dem Abbruch der Bergungsaktion im November 2003 auf dem Meeresgrund zurück blieben. Da die Wrackteile während der vergangenen Monate zusammengebrochen sind, werden sie aber nicht mehr als ganze Sektionen von der "Taklift IV" zu heben sein. Die Räumung wird voraussichtlich bis September 2004 andauern. Es ist geplant, die Untergangsstelle auch von Resttrümmern und Pkw aus der Ladung zu säubern. Die Aktion wird von einem Konsortium, bestehend aus SMIT Salvage B.V., Scaldis Salvage & Marine Contractors N.V., URS Salvage & Maritime Contracting N.V. sowie Multraship Salvage B.V. durchgeführt. Die "Tricolor" war mit einer Ladung von 3.000 Luxusautos und 2.000 Tonnen bereits geborgenem Bunkeröl nach der Kollision mit dem Frachter "Kariba" auf dem Weg von Southhampton nach Antwerpen gekentert und gesunken.
Quelle: Tim Schwabedissen

Öl aus "Cape Africa" abgepumpt
(14.05.2004) - Die Gefahr einer Ölverschmutzung an der südafrikanischen Küste konnte gebannt werden. Am 14. Mai wurde das restliche Bunkeröl aus der "Cape Africa" auf den Bergungsschlepper "Nikolay Chiker" umgepumpt. Nun darf der 146.533 tdw große Bulkcarrier näher an die Küste herangebracht werden. Das südafrikanische Umwelt- und Tourismusministerium gab die Genehmigung, das Schiff mit dem Heck voran in die False Bay zu bringen. Mit dem Eintreffen wird am 18. oder 19. Mai gerechnet. Hier soll ein stählerner Kofferdamm von 26x11x1,5 Metern Ausmaß, der jetzt in Durban konstruiert wird, an der 20 Meter langen und fünf Meter breiten Leckstelle installiert werden. Die False Bay bietet ausreichend Wassertiefe für die voll beladene "Cape Africa". Sie ist allerdings ein ökologisch sensibles Gebiet, sodass vor dem Einlaufen der "Cape Africa" sämtliche Tanks versiegelt werden, um das Auslaufen auch von Restölmengen im Falle eines Untergangs zu verhindern. Das Ölbekämpfungsschiff "Kuswag IV" wird ständig vor Ort sein. Darüber hinaus wird ein Ölüberwachungsflugzeug das Gebiet überwachen. Der weitere Fortgang der Bergungsarbeiten wird vom 17. Mai an auf der Website www.capeafricasalvage.co.za dokumentiert werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Gestrandetes Binnenschiff blockiert Donau
(14.05.2004) - Am Morgen des 14. April lief ein Binnenschiff auf der Donau auf eine Sandbank auf. Der mit 1.100 Tonnen Stahlblech beladene Frachter kam auf dem Weg von Bratislava nach Deggendorf zwischen Passau und Straubing fest und legte sich anschließend quer. Der Fluss war nach der Havarie blockiert, der Sachschaden ist noch nicht abschätzbar. Der deutsche Kapitän gab an, dass ein Maschinenschaden Auslöser der Kursabweichung war, die sein Schiff stranden ließ.
Quelle: Tim Schwabedissen

Fischkutter soll durch Schiff versenkt worden sein
(13.05.2004) Seit zwei Tagen galt der lettische Fischkutter "Astrida" als vermisst. Jetzt fanden Rettungskräfte das Wrack am Grund der Ostsee. Vermutlich wurde der Trawler von einem größeren Schiff gerammt und versenkt.

Stockholm - Alle sechs Besatzungsmitglieder kamen ums Leben. Wie die schwedische Schifffahrtsaufsicht mitteilte, wurden ihre Leichen im Schiffsrumpf der "Astrida" in 27 Metern Wassertiefe gefunden. Vermutlich waren die Seeleute im Schlaf von dem Unglück überrascht worden, als ihr Kutter vor der Ostseeinsel Öland ankerte.

Auf die Frage nach der Unfallursache sagten Sprecher der lettischen Behörden, dass alles auf eine Kollision mit einem größeren Schiff deute. Dafür würden die schweren Schäden am Schiffskörper sprechen. Das 25 Meter lange Schiff weise ein großes Loch an einer Bordseite auf, was auf eine Explosion an Bord oder einen Zusammenprall hinweise, hieß es aus dem lettischen Schifffahrtswerk.

Nach dem Schiff, das möglicherweise die "Astrida" versenkt hat, wird nun in den Häfen der Umgebung gefahndet. Im Visier der Fahnder sind unter anderem ein britisches Schiff und ein unter der Flagge Zyperns fahrender Frachter, die am Dienstag das Gebiet um die Unglücksstelle passiert hatten.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Überwachungsboot auf Grund gelaufen und gekentert
(13.05.2004) - Bei der Überwachung von Ausbaggerungsarbeiten stieß ein 32 Fuß langes Boot des U.S. Army Corps of Engineers im Mobile Fluss nahe Tuscalosa, Alabama, gegen ein Unterwasserhindernis und schlug leck. Dem Kapitän gelang es, das sinkende Schiff noch auf eine Sandbank zu manövrieren, wo es aber später kenterte.
Quelle: Tim Schwabedissen

60jähriges Forschungsschiff gesunken
(13.05.2004) - Am Ende der Vorwoche war das hölzerne Forschungsschiff "Isle of Fire" erst in den Haen von New Bedford geschleppt worden. Nun sank das 60 Fuß lange Schiff in der Nacht zum 13. Mai an seinem Liegeplatz. Die "Isle of Fire" war 1944 erbaut worden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Fischer harrte fünf Stunden auf gekentertem Kutter aus
(13.05.2004) - Am Nachmittag des 10. Mai wurde die Küstenwache von Liverpool alarmiert, weil der 21 Fuß lange Kutter "Grommit" vermisst wurde. Zuletzt war er gegen 13 Uhr gesehen worden, nachdem er morgens von Port William in Westschottland aus auf Fangfahrt gegangen war. Versuche, den Skipper über Mobiltelefon zu erreichen, waren erfolglos. Daraufhin liefen die Rettungsboote von Port William und Ramsey aus. Mehrere Rettungsteams wurden an der Küste in Marsch gesetzt. Ein Rettungshubschrauber unterstützte die Suche aus der Luft. Bei ruhiger See und wenig Wind waren die Suchbedingungen günstig. Gegen 16 Uhr wurde nahe Changue Farm, Port William, ein offenkundig havariertes Schiff gesichtet. Als die zur angegebenen Position dirigierten Retter es erreichten, stellte es sich heraus, dass es sich um die kieloben treibende "Grommit" handelte. Auf dem Rumpf konnte eine orange gekleidete Person ausgemacht werden. Es handelte sich um den Skipper, der wenig später von dem Rettungshubschrauber aufgewinscht und an Land gebraht wurde wurde. Der Mann hatte das Unglück mit leichten Unterkühlungen überstanden. Er gab an, sich ungefähr fünf Stunden an den Rumpf geklammert zu haben, ehe er gesichtet wurde. Er habe sich nur wenige Minuten im Wasser befunden, ehe es ihm gelang, den Kiel der "Grommit" zu erklimmen. Nach kurzer Untersuchung im Krankenhaus wurde er entlassen. Sein Schiff wurde mit Fischereibojen markiert und sollte am nächsten Tag geborgen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Donauschleuse nach Kollision gesperrt
(12.05.2004) - Am Abend des 12. Mai kollidierten auf der Donau nahe Passau ein Fahrgastschiff und ein Binnenfrachter. Die beiden Schiffe stießen der Schleuse von Untergriesbach zusammen, nachdem das Binnenschiff in die zum Einlaufen freigegebene Schleuse einlief. Dort krachte es in die Backbordseite des Flussschiffes, das mit 89 Passagieren auf dem Weg von Passau nach Wien war. Fast alle Scheiben an Backbord wurden zerstört, das Deck gestaucht und Innenwände aufgebrochen. Zwei Fahrgäste wurden leicht verletzt und kamen zur Behandlung ins Krankenhaus. Der Sachschaden am Fahrgastschiff beträgt mehrere Millionen Euro, der am Güterschiff rund 10.000 €. Die Schleuse blieb unbeschädigt, auch traten keine umweltgefährdenden Stoffe aus. Die Havaristen blieben für die Dauer der Untersuchungen in der Kammer vertäut, die für den Schiffsverkehr gesperrt wurde. Die Flussschifffahrt wurde derweil über die verbleibende zweite Kammer abgewickelt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Wrack von vermisstem Trawler vor Schweden entdeckt
(12.05.2004) - Vor der schwedischen Ostseeküste wurde am 12. Mai das Wrack des vermissten lettischen Trawlers "Astrida" entdeckt. Ein Tauchroboter fand das 25 Meter lange Schiff in 27 Metern Tiefe auf dem Meeresgrund. Am Bug der "Astrida" zeigten sich bei der Unterwasserinspektion schwere Schäden, die möglicherweise von einer Kollision herrühren. Anschließend zum Wrack abgestiegene Taucher bargen drei Mann der sechsköpfigen Besatzung tot aus den Innenräumen des Schiffes. Von den anderen drei fand sich keine Spur. Die "Astrida" war am 2. Mai aus dem lettischen Hafen Liepaja ausgelaufen und hatte am 11. Mai dorthin zurückkehren sollen. Zuletzt war sie am 9. Mai südlich der Insel Öland gesichtet worden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kutter fing U-Boot ein
(12.05.2004) - Am 10. Mai ging dem dänischen Kutter "Marie Helen" ein deutsches U-Boot ins Netz. Es dauerte mehrere Stunden, bis die Fischer sich ihres ungewöhnlichen Fangs 37 Kilometer nördlich von Hirtshals entledigen konnten. Was sie hinter sich herzogen, wurde den Männern erst klar, als das Boot auftauchte und Kontakt herstellte. Die "Marie Helen" trug durch den Zwischenfall Schäden davon. Damit erging es ihr aber besser als einem dänischen Kutter mit drei Mann Besatzung, dem vor 10 Jahren ähnliches wiederfuhr: Ihr Boot war unter Wasser gezogen worden und hatte seine Crew mit sich gerissen. Die "Marie Helen" lief zur Reparatur nach Hirtshals ein. Das U-Boot war im Rahmen der NATO-Übung "Blue Game 2004" im Einsatz gewesen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kreuzfahrer "Mona Lisa" saß in Venedig fest
(12.05.2004) - Am 12. Mai lief das Kreuzfahrtschiff "Mona Lisa" in der Lagune von Venedig auf Grund. Zwei Schleppern gelang es kurz darauf, das festliegende Passagierschiff wieder zu befreien (Bild). Die Havarie ereignete sich, als die "Mona Lisa" aus dem Canale Grande das Becken von San Marco ansteuerte. In dichtem Nebel kam sie während dieses Manövers offenbar vom Kurs ab. Der Bürgermeister von Venedig kritisierte nach dem Unglück derartige Fahrmanöver. Eines Tages könne dabei ein Schiff auf den Markusplatz auffahren. Die "Mona Lisa" hatte zuletzt Ende 2003 eine Grundberührung vor Spitzbergen gehabt, bei der der Antrieb beschädigt wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen

Zwei Boote in Strudel auf Unstrut gekentert
(12.05.2004) - Am 11. Mai kenterte auf der Unstrut das Fahrgastschiff "Fröhliche Dörte". Zuvor waren zwei Ausflugsboote mit Thüringer und Sachsen-Anhaltinischen Schülern in einen Strudel unterhalb des Wehres bei Freyburg geraten. Eines der Boote, in dem sich drei Mädchen und eine Lehrerin befanden, schlug um. Das Unglück wurde von Bord der "Fröhliche Dörte" beobachtet. Beim Versuch, den Verunglückten zu helfen, geriet das Schiff in denselben Strudel und kenterte. An Bord waren drei Besatzungsmitglieder, jedoch keine Passagiere. Alle sieben Verunglückten wurden von Einsatzkräften der Feuerwehr gerettet und an Land gebracht. Zwei Schülerinnen kamen mit Verdacht auf Unterkühlung ins Krankenhaus. Die anderen kamen mit dem Schrecken davon.
Quelle: Tim Schwabedissen

Nasse Eisabenteuer auf "Wilderness Adventurer"
(11.05.2004) - In Tracy Arm kollidierte das kleine Kreuzfahrtschiff "Wilderness Adventurer", 89 BRZ, am 11. Mai mit Eisschollen und schluig leck. Die 19 Passagiere sowie drei Besatzungsmitglieder wurden von dem 1983 erbauten Schiff evakuiert und auf ein anderes Kreuzfahrtschiff gebracht. Der verbliebenen Crew gelang es, den Wassereinbruch durch ein drei Inch großes Leck unter Kontrolle zu bekommen und das Schiff nach Juneau einzubringen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Halbzeit bei Ölbergung
(11.05.2004) - Am 11. Mai gelang es, die ersten 903 Tonnen Öl aus der havarierten "Cape Africa" abzupumpen. Damit verbleibt noch einmal dieselbe Menge in den Tanks des Bulkcarriers. Am Abend löste die "Nikolay Chiker" die Verbindungen und lief ins 160 Seemeilen entfernte Kapstadt, wo das Bunkeröl gelöscht werden soll. Anschließend soll so schnell wie möglich zum Schleppzug vor der südafrikanischen Küste zurückkehren, um günstige Wetterbedingungen zum weiteren Abpumpen zu nutzen. Die "Nikolay Chiker" hat sich bei dem bisherigen Einsatz gut bewährt, denn sie vermag dank spezieller Positionierungsausrüstung auch höhere Schwell abzufangen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Ölbergung von "Cape Africa" gestartet
(11.05.2004) - In den frühen Morgenstunden des 11. Mai begann die Ölbergung von dem havarierten Bulkcarrier "Cape Africa". Gegen fünf Uhr morgens wurde der erste Betriebsstoff aus den Bunkertanks des Havaristen in Tanks des Bergungsschleppers "Nikolay Chiker" umgepumpt. Am Vorabend waren die Schläuche installiert und getestet worden, nachdem die Wetterbedingungen sich verbessert hatten. Nachdem die Verbindung einsatzfähig war, kehrten die Berger auf den Schlepper zurück. Anschließend begann das Pumpen, wobei stündlich 50 Tonnen auf den Schlepper transferiert werden sollen. Die Aktion wird ununterbrochen fortgesetzt, solange die Wetterbedingungen dies zulassen. Solange Öl sich an Bord der "Cape Africa" befindet, wird sie von der "Smit Amandla" auf einer Position rund 160 Seemeilen westlich von Kapstadt gehalten.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schlepper bei Ausweichmanöver gesunken
(10.05.2004) - Am 10. Mai kenterte der Schlepper "Missie Ann" auf dem Intra Coastal Waterway im Barataria Schutzgebiet von Los Angeles, und sank. Das 50 Fuß lange Schiff war mit Bauausrüstung am Bug befestigt auf Westkurs unterwegs gewesen, als es einem anderen Schiff ausweichen musste. Dabei krängte der auf Hartruderlage gegangene Schlepper so stark, dass er umschlug. Unmittelbar nach dem Unglück wurden Bergungsbemühungen eingeleitet.
Quelle: Tim Schwabedissen

Explosion in Montevideo
(10.05.2004) - Im Hafen von Montevideo, Uruguay, explodierte am Morgen des 10. Mai die südkoreanische "Sung Kyung 201". Ein Tank mit Ammoniakgas, das für Kühlzwecke genutzt wurde, war zuvor leckgeschlagen. Bei der Explosion traten größere Mengen Ammoniak aus. 80 Personen mussten wegen Vergiftungserscheinungen ärztlich behandelt werden. Während der Untersuchung des Zwischenfalls wurde der Hafen von Montevideo geschlossen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Passagierschiff rammt Kaimauer
(10.05.2004) - Beim Auslaufen aus Beuafort, South Carolina, nach Hilton Head Island kollidierte am Morgen des 10. Mai der 168 Fuß lange Kabinenkreuzer "American Glory" mit einer Kaimauer. Das 2002 von der Cheasapeake Shipbuilding in Salisbury erbaute, 12,5 Knoten schnelle Schiff beschädigte die Pier auf einer Länge von 40 Fuß und rammte außerdem zwei dort vertäute Yachten. Die 49 Passagiere blieben bei dem Zwischenfall unverletzt. Die Kollision ereignete sich, als das Heck des Schiffes von Strömung und Tide erfasst und gegen den Kai getrieben wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen

Fähre vor Alaska gestrandet
(10.05.2004) - Am 10. Mai lief in den Morgenstunden die 235 Fuß lange RoRo-Fähre "LeConte" mit 86 Passagieren und 23 Mann Besatung an Bord auf ein Riff in der Peril-Straße 30 Seemeilen nördlich von Sitka, Alaska. Die Fähre schlug leck und lief voll Wasser. Die zwei Katamarane "St. Eugene" und "St. Tatiana" kamen dem im flachem Wasser des Cozian Riff auf Grund liegenden Schiff zu Hilfe und evakuierten die Passagiere sowie entbehrliche Besatzungsmitglieder von Bord. Zwei verletzte Passagiere wurden per Hubschrauber nach Sitka geflogen. Der "LeConte" wurde von Helikoptercrews aus Sitka sowie den Küstenwachbooten "Maple" und "Anacapa", dem Forschungsschiff "John Cobb" der National Oceanic and Atmospheric Administration sowie Schlepp- und Rettungsbooten assistiert. Bei Einsetzen der Ebbe stieg der Wasserspiegel im Schiff nicht mehr weiter an. In den Mittagsstunden gelang es, die weit aus dem Wasser ragende Fähre zu lenzen und zehn Grad zu krängen. Die Maschine war ausgefallen, Hilfsdiesel jedoch noch betriebsfähig. Küstenwachteams arbeiteten fieberhaft daran, den Schiffsrumpf abzudichten. Bislang wurde kein Ölaustritt beobachtet. Die vom Alaska Marine Highway System bereederte "LeConte" war Ende 1973 bei Peterson Shipbuilders in Sturgeon Bay, Wisconsin, vom Stapel gelaufen und 1974 in Dienst gestellt worden. Sie hat eine Kapazität von 250 Passagieren und 34 20-Fuß-Trailern. Die Kurzstreckenfähre erreicht 14,5 Knoten.
Quelle: Tim Schwabedissen

Familie trieb nach Schiffsuntergang im Wasser - Mutter tot
(10.05.2004) - Am 8. Mai wurde vor Brunswick, Florida, ein Boot mit einer fünfköpfigen Familie an Bord von einer Welle überrollt. Es sank zur Mittagszeit zwei Meilen südlich der Golden Isle Marina. Ein Rettungsboot fand die Schiffbrüchigen im Wasser treibend und zog sie an Bord. Eine 39jährige Frau, die ebenso wie ihr Mann keine Schwimmweste getragen hatte, war bereits bewusstlos. Sie wurde zwar so schnell wie möglich in ein örtliches Krankenhaus transportiert, konnte aber nicht mehr gertttet werden. Die anderen vier Personen überlebten das Unglück.
Quelle: Tim Schwabedissen

Arbeiten zum Öltransfer von der "Cape Africa" angelaufen
(10.05.2004) - Bei verbesserten Wetterbedingungen begannen am Morgen des 10. Mai die Vorbereitungen zum Öltransfer vom leckgeschlagenen Bulkcarrier "Cape Africa" zur "Nikolay Chiker". Der Schlepper soll rund 1000 Tonnen Kraftstoff empfangen. Während des vergangenen Wochenendes hatte eine Schwell von über fünf Metern Höhe jeden Versuch, eine Verbindung herzustellen, vereitelt. Die vor einigen Tagen von den Marion Islands nach Kapstadt zurückgekehrte "SA Agulhas" soll später das restliche Öl - rund 900 Tonnen - übernehmen. Um eine größtmögliche Sicherheit der Bergungsmannschaften zu gewährleisten, wird nur soviel Personal wie unbedingt nötig auf der "Cape Africa" tätig sein. Niemand wird sich dauerhaft dort aufhalten, jede nicht benötigte Person sofort nach Abschluss ihrer jeweiligen Tätigkeit wieder von Bord geholt. Um dies zu bewerkstelligen, wurde ein Helikopter auf der "SA Agulhas" stationiert, der jederzeit startbereit ist, um eine sofortige Evakuierung oder auch den Transport verletzter Personen zu ermöglichen. Die "Cape Africa" wird derweil von der "Smit Amandla", die direkt vor diesem Einsatz der vor Sunset Beach gestrandeten "Sealand Express" Hilfe geleistet hatte, auf ihrer Position rund 160 Seemeilen vor der südafrikanischen Küste gehalten.
Quelle: Tim Schwabedissen

Fähre erlitt schwere Brandschäden
(09.05.2004) - Im Hafen von Nagasaki, Japan, bracht am 9. Mai auf der Passagierfähre "Hamanasu", 18500 BRZ, ein Feuer aus. Das RoRo-Schiff wurde bei dem Brand schwer beschädigt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Trosse in Schraube eines "Cape Africa"-Bergungsschlepper verfangen
(09.05.2004) - Die Bergungsarbeiten am havarierten Bulkcarrier "Cape Africa" erlitten am 8. Mai Rückschläge. Hohe Schwell vereitelte den Plan, die Ölpumparbeiten an diesem Wochenende zu beginnen. Außerdem geriet der "Nikolay Chiker", die 1.000 Tonnen Treibstoff aufnehmen soll, am Morgen eine Trosse in einen Propeller, sodass sie zum Klarieren des Antriebs nach Kapstadt zurückkehren musste. Anschließend sollte sie siech im Laufe des kommenden Tages rund 160 Seemeilen westlich von Kapstadt mit der "Smit Amandla" und der "SA Agulhas" treffen. Die Lage der "Cape Africa" scheint derzeit den Umständen entsprechend stabil zu sein. Sollte aber ein Schott brechen, würde angesichts der 150.000 Tonnen Eisenerzladung ein schneller Untergang des Frachters erfolgen, in dessen Bordwand ein Loch von 20x5 Metern klafft.
Quelle: Tim Schwabedissen

Unsanftes Anlegemanöver: Motorschiff prallt gegen Kaimauer
(09.05.2004) Um 16.20 Uhr schepperte es am Freitag am Europakai. Bei dem niederländischen Motorschiff „Assi Scan Link“ versagte während des Anlegemanövers die Umsteuerung von der Brücke zur Nock, wie die Cuxhavener Wasserschutzpolizei anschließend ermittelte.
Das 146 Meter lange Schiff prallte gegen die Kaimauer und schrammte an ihr entlang, kam aber vor der Ladebrücke zum Stillstand. Am Schiff wurden einige Scheuerleisten-Taschen abgerissen, der Schaden am Europakai beläuft sich nach ersten Schätzungen auf rund 50000 Euro.
Gegen die „Assi Scan Link“ wurde ein Weiterfahrverbot mit der Auflage der Klassen-Erneuerung verhängt _ erst wenn im Beisein der Cuxhavener Wasserschutzpolizisten und der See-Berufsgenossenschaft die ordnungsgemäße Funktion der Umschaltung demonstriert wurde, geht das mit 13436 GT vermessene Schiff wieder auf Fahrt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Frachter vor Japan gestrandet
(07.05.2004) - Am 7. Mai lief vor Hitachi, Japan, der Frachter "B.S. Busan", 745 BRZ, auf Grund. Das 1979 erbaute Schiff war in eine Flachwasserzone geraten, in der es jetzt festliegt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Rheinalarm nach Schiffsuntergang
(07.05.2004) - Auf dem Rhein sank im Hafen vom Beinheim am 4. Mai ein Arbeitsschiff nach der Kollision mit einem Schwimmbagger. Dabei liefen rund 50 Tonnen Dieselkraftsttoff aus. Nachdem sich das Öl trotz ausgebrachter Sperren in den folgenden 48 Stunden bis zum Oberrhein ausbreitete, wurde internationaler Rheinalarm ausglöst. Verschmutzungen wurden bislang vor allem zwischen der Altrheinmündung Beinheim im Elsass und Karlsruhe festgestellt. Auch im Bereich Germersheim in Rheinland-Pfalz kam es zu Verunreinigungen auf einer Strecke von zehn Kilometern. Auf der französischen Seite konnte das Öl teilweise beseitigt werden. Auf deutscher Seite war dies wegen der Strömung und des dünnen Ölfilms nicht möglich. Die Feuerwehren und Wasserwerke in der Region wurden in Absprache mit der Wasserschutzpolizei Karlsruhe alarmiert. Auch zwischen Rastatt und Karlsruhe wurden den Angaben zufolge neben der Wasserschutzpolizei die Feuerwehren eingeschaltet. Die Wasserqualität des Rheins wird fortlaufend von der baden-württembergischen Landesanstalt für Umwelt (LfU) in Karlsruhe überwacht. Bislang gebe es nach Angaben eines Polizeisprechers keine Besorgnis erregenden Werte. Behinderungen für die Schifffahrt bestehen ebenfalls nicht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Hilfsaktion für "Cape Africa" läuft an
(07.05.2004) - Videos sollen Aufschluss geben über den Zustand des angeschlagenen Bulkcarriers "Cape Africa", der 300 Kilometer vor der westlichen Kapküste gehalten wird. Ein Helikopter flog am Morgen des 7. Mai zum Havaristen hinaus, um die Wetterbedingungen und die Stabilität des Frachters zu sondieren. Die "Nikoaly Chiker" ist inzwischen in Richtung der "Cape Africa" ausgelaufen, während die "SA Agulhas" in der Tafelbucht eintraf, um als Basis für die Ölbergungsaktion ausgerüstet zu werden. Derzeit wird das Gerät auf das Schiff geladen, das ebenfalls im Laufe des Tages Kurs auf die "Cape Africa" nehmen soll. Das Umweltministeriium hat derweil ein weiteres Ölbekämpfungsschiff, die "Umalusi", aktiviert, um im Falle einer Ölverschmutzung reagieren zu können. Es soll dem bereits seit mehreren Tagen bei dem lecken Frachter liegenden Ölbekämpfungsschiff "Kuswag VI" assistieren.
Quelle: Tim Schwabedissen

51 Vermisste in Unwetter vor Indien
(06.05.2004) - Ein schweres Unwetter brachte vor Indien am 6. Mai zahlreiche Boote in Seenot. Im Bereich des Arabischen Meeres werden 51 Fischer mit ihren Kuttern vermisst. Die Suchaktion von Rettungkräften wurde durch schwere Regenfälle beeinträchtigt. Sechs Philippinen, deren Yacht wegen des schlechten Wetters in Seenot geraten war, konnten unerdessen gerettet werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kein erhöhtes Explosionsrisiko des "Richard Montgomery"-Wracks
(06.05.2004) - Entwarnung gab die britische Maritime and Coastguard Agency am 5. Mai bezüglich der Explosionsgefahr der "Richard Montgomery". Das Wrack dieses Liberty-Frachters sank 1944 vor Sheerness und brach später auseinander. An Bord des Schiffes befinden sich große Mengen Munition, wegen der jegliche Arbeit am Schiff gefährlich ist. Taucher aus Falmouth haben in den vergangenen Monaten eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt, die sich besonders auf das mit den Sprengkörpern beladene Vorschiff konzentrierte. Außerdem wurden die größten Bruchstellen im Rumpf sowie die Lage des Wracks auf dem Meeresgrund in Augenschein genommen. Die Ergebnisse wurden mit denen früherer Untersuchungen aus den Jahren 1981 und 1991 verglichen. Die Rupfstärke hat sich seither nicht wesentlich verändert. Die Hauptbruchstelle hat sich geringfügig vergrößert, wobei einige kleinere Wrackteile sich gelöst haben. Dies ist vermutlich auf Tidenströmungen und Erosionsprozesse zurückzuführen. Da sich die Gefahren, die von dem Wrack ausgehen, offenkundig nicht vergrößert haben, sehen die Experten keinen Grund zu verstärkter Besorgnis. Dennoch bleibt um die "Richard Montgomery" eine Verbotszone eingerichtet, die weiterhin kontrolliert wird.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kutter beim Netzeinholen gesunken
(05.05.2004) - Zu viel Fangglück hatte der drei Jahre alte Trawler "Fundy Leader" am 5. Mai vor der englischen Küste. Beim Einholen des prall gefüllten Netzes verlor das 138 BRZ große Schiff die Stabilität, kenterte und sank.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kollision auf Nord-Ostsee-Kanal
(05.05.2004) - Am Abend des 3. Mai rammte die Brunsbütteler Kanalfähre ein Lotsenboot. Das Unglück ereignete sich beim Ablegen vom Fähranleger. Bei der Kollision wurde der Rumpf des Lotsenbootes eingedrückt, schlug aber nicht leck. Ursache des Zusammenstoßes war der Ausfall eines elektronischen Bauteils der Hauptsteuerung auf der Fähre. Menschen wurden bei dem Unfall nicht verletzt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Russischer Schlepper kommt "Cape Africa" zu Hilfe
(05.05.2004) - Unerwartete Hilfe für die "Cape Africa". Der russische Bergungsschlepper "Nikolay Chiker", der seit Monaten beschäftigungslos vor Kapstadt vor Anker gelegen hatte, machte sich am Morgen des 5. Mai zum sechs Fahrstunden entfernten Havaristen auf. Am Vorabend hatte das in Murmansk beheimatete Schiff rund 1.000 Tonnen Öl gelöscht, um in seinen Bordtanks Platz für Bunkeröl der "Cape Africa" zu schaffen. Ob das Schiff zuvor unter offiziellen Kontrakt genommen worden war, ist bislang nicht bekannt. Bei günstigen Wetterbedingungen könnte der Betriebsstoff der "Cape Africa" binnen drei Tagen gelöscht werden. Eigentlich war die "SA Agulhas" für die Pumpaktion vorgesehen. Sie kann die Position 200 Kilometer westlich von Hout Bay aber nicht vor dem 7. Mai erreichen. Erschwerend kommt hinzu, dass vom 6. Mai an eine Reihe von Tiefdruckgebieten im Seegebiet vor Kapstadt erwartet werden. Bei einem Untergang der "Cape Africa" auf 4.000 Meter Tiefe wird befürchtet, dass die 1.900 Tonnen Öl schnell auslaufen und sich bei den vorherrschenden nordwestlichen Strömungen mit einer Geschwindigkeit von zehn Kilometern pro Tag auf die südafrikanische Küste zubewegen würden. Zuletzt hatte der Untergang des Bulkcarriers "Treasure" im Jahr 2000 an der südafrikanischen Westküste erhebliche Umweltschäden verursacht und den Tod tausender der seltenen Jackass-Pinguine verursacht. Inzwischen haben die Versicherer der "Cape Africa" zugesagt, für die Kosten der Bergungsaktion aufzukommen. Ihr droht auch der Verlust der rund 2,8 Millionen $ werten Eisenerzladung von 150.000 Tonnen. Da bereits drei der neun Laderäume leck geschlagen sind und ein Loch von 23 Metern Länge und fünf bis sieben Metern Höhe in der Bordwand klafft, wird für den Fall, dass die Schotten zu den angrenzenden Frachträumen unter dem Wasserdruck zusammenbrechen, ein rascher Untergang der "Cape Africa" befürchtet, sodass der Wasserdruck das Schiff erheblich zerstören würde. Südafrikanische Behörden äußerten bereits Verwunderung darüber, dass sich der Havarist überhaupt so lange über Wasser halten konnte.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schlepper in Cheasapeake-Bay leckgeschlagen
(04.05.2004) - In der amerikanischen Cheasapeake-Bay schlug am Abend des 4. Mai der 41 Fuß lange Schlepper "Osceola" nahe des Rappahannock Shoal Channel leck. Das mit drei Mann besetzte Schiff rief die Küstenwache zu Hilfe, die einen HH 60-Rettungshubschrauber aus Elizabeth City entsandte. Der Helikopter winschte eine zusätzliche Lenzpumpe auf die "Osceola" ab. Gleichzeitig lief ein Rettungsboot aus Milford Haven aus und nahm sich einer leeren Ölbarge an, die der Schlepper an seiner Trosse hatte. Auf ihr befanden sich weitere zwei Besatzungsmitglieder. Es gelang, die Situation mit vereinten Kräften unter Kontrolle zu bekommen. Menschen wurden nicht verletzt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Boot mit Spannern in Texas gekentert
(04.05.2004) - Auf dem Lake Travis, Texas, kenterte am 2. Mai ein Pontonboot. Das zweideckige Fahrzeug hatte sich mit 60 Personen besetzt dem FKK-Strand Hippie Hollow, dem einzigen Nacktbadestrand des US-Bundesstaates, genähert. Als sich die Fahrgäste dann alle auf die dem Strand zugewandte Schiffsseite begaben, verlor es die Stabilität, schlug um und sank. Nach ersten Erkenntnissen vermochten sich zwar alle unfreiwilligen Badegäste zu retten. Dennoch sollten Taucher sicherheitshalber das Wrack des gesunkenen Spannerbootes absuchen.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Rocknes" auf dem Weg nach Polen
(03.05.2004) - Am 3. Mai verließ das Wrack des Frachters "Rocknes" am Haken von Schleppern den Hafen von Bergen. Ziel des Schleppzugs ist Danzig. Hier soll das Schiff nach einer Vereinigung zwischen der Reederei Jebsen und dem norwegische Versicherer Norwegian Hull Club repariert werden. Die Kosten werden auf etwa 280 Millionen norwegische Kronen geschätzt. Im Januar 2005 soll die "Rocknes" wieder in See stechen. Sie hatte sich nach dem Wiederaufrichten in relativ gutem Zustand präsentiert.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Cape Africa" droht zu sinken
(03.05.2004) - Kein Ende des Dramas um die vor Südafrika leckgeschlagene "Cape Africa". Am 30. April hatte es neue Hoffnung für den Bulkcarrier gegeben, nachdem der Bergungsschlepper "Smit Amandla" eine Schlepptrosse auf dem Havaristen fest hatte und ihn auf Anweiseung der südafrikanischen Meeressicherheitsbehörde an einer 4.000 Meter tiefen Wasserstelle auf Position hielt. Vorrangiges Augenmerk galt den Möglichkeiten zum Abpumpen dr 1.800 Tonnen Öl in den Bunkertanks. Vor Entfernung des Öls wird die "Cape Africa" sich nicht näher an die südafrikanische Küste heranbewegen dürfen. Nach bisherigen Erkenntnissen erstreckt sich das 20 Meter lange und 2,4 Meter breite Loch in der Bordwand bis zwei Meter undter die Wasserlinie. Auch auf der anderen Seite ist der Rumpf in ungefähr diesem Ausmaß schwer beschädigt. Nachdem das Schiff im Lauf des 28. April ein Stück tiefer gesunken war, stabilisierte sich der Prozess nach dem Eintreffen der "Smit Amandla" zunächst. Am 2. Mai wuchsen die Befürchtungen aber wieder, dass die "Cape Africa" sinken könnte, sodass sie evakuiert wurde. Das Ölbekämpfungsschiff "Kuswag IV" traf mittlerweile gleichfalls vor Ort ein und wird den weiteren Verlauf beobachten. Auch die "Kuswag VIII" wurde in Marsch gesetzt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Leckage in "Cape Africa" größer als vermutet
(02.05.2004) - Das Leck im Laderaum III des angeschlagenen Bulkcarrier "Cape Africa", 149.533 tdw, ist nach ersten Inspektionen erheblich größer als angenommen. Momentan klafft ein Loch von 23 Meter Länge und 7,2 Metern Breite im Rumpf. Damit ist die Stabilität und Sicherheit des Schiffes stark gefährdet. Beim geplanten Versuch, die 1.900 Tonnen Bunkeröl zu leichtern, soll die Sicherheit des Personals oberste Priorität haben. Bergungsexperten, darunter auch ein Schiffsstatiker, trafen am 2. Mai beim Havaristen ein. Smit Salvage charterte inzwischen den sonst in arktischen Gewässern eingesetzten Versorger "SA Agulhas", um ihn als Basis für Personal und Ausrüstung zu nutzen. Er kann das Öl vorläufig aufnehmen und Hubschraubereinsätze unterstützen. Die "SA Agulhas" ist mittlerweile auf dem Weg von Marion Island nach Kapstadt und soll dort am 5. März eintreffen. Gegen Ende der Woche wird sie bei der "Cape Africa" erwartet, die an der Trosse der "Smit Amandla" bis dahin weiterhin auf einer Distanz von 120 Seemeilen zur Küste gehalten werden soll. Derzeit steht der Havarist rund 160 Seemeilen westlich von Kapstadt. Die "Cape Africa" war mit Eisenerz auf dem Weg von Ponta de Madeira in den Fernen Osten, als der Rumpfschaden am 26. April festgestellt wurde. Am 28. April wurde die Besatzung abgeborgen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Wohnboot bei Wolgast gestrandet
(02.05.2004) - Auch nach dem Wegfall der Zollkontrollen im deutsch-polnischen Grenzgebiet gibt es Arbeit für die Grenzer: Am 2. Mai barg ein Zollkreuzer ein gestrandetes Wohnboot im südlichen Peenestrom bei Wolgast. Das imt vier Personen besetzte Boot war beim Manövrieren aus dem engen Fahrwasser herausgetrieben und dann auf Grund gelaufen. Die Besatzung machte mit Winken die "Ruden" auf ihre missliche Situation aufmerksam. Es gelang, eine Schleppleine zu übergeben und das Boot anschließend in tieferes Wasser zurück zu bugsieren.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter vor Philippinen auf Grund
(02.05.2004) - Beim Versuch, einem anderen Schiff auszuweichen, lief der Containerfrachter "LT Peace" bei den Philippinen auf Grund. Um den Havaristen der italienischen Lloyd Triestino freizubekommen, mussten Teile der Containerladung geleichtert werden. Am 2. Mai hatte die "LT Peace" wieder Wasser unter dem Kiel und machte zur Reparatur der Strandungsschäden im Hafen von Manila fest.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kümo nach Übergehen der Ladung gesunken
(02.05.2004) - Zwei Seemeilen vor dem Hafen von Baisha auf Tiny Island rissen sich am Morgen des 2. Mai Ladungsteile auf dem Frachter "Chihong Gao" los. Das Schiff war mit Betonmasten auf dem Weg von Tungkang nach Liu Chiu zuvor in schwere See geraten. Starke Strömungen trugen außerdem dazu bei, dass sich die "Chihong Gao" stark überlegte. Die Laschings der für elektrische Leitungen vorgesehenen Masten brachen, und die übergehende Ladung ließ das Kümo rasch kentern. Der Kapitän und drei Besatzungsmitglieder wurden nach dem Untergang vermisst. Ein Mann konnte lebend geborgen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schiff mit Robbenjägern in Seenot
Oslo (02.05.2004) Ein Schiff norwegischer Robbenjäger mit 13 Besatzungsmitgliedern ist am Sonntag vor Grönland in Seenot geraten. Nach Angaben der norwegischen Seerettung trat in dem Schiff ein Leck auf. Die «Havsel» nehme durch das Loch im Rumpf Wasser auf. Die Besatzung versuche, das Leck zu reparieren, erklärte ein Sprecher der Seerettung. Ein Rettungskreuzer und ein Aufklärungsflugzeug wurden zu dem Havaristen entsandt. Auch die isländische Seerettung versuche, einen Hubschrauber zu dem Schiff zu entsenden. Die Aktion sei aber wegen schlechten Wetters in der Region riskant. Wegen der großen Entfernung wird der Rettungskreuzer erst am späten Montagabend bei der «Havsel» eintreffen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Trawler in Chile in Brand
(01.05.2004) - Im Hafen von Talcahuano, Chile, brach am 1. Mai ein Feuer auf dem Fischtrawler "Vikingo" aus. Das mit 1.110 BRZ vermessene Schiff war 1978 erbaut worden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Mehr als 20 Tote bei Schiffsunglück in Vietnam
Hanoi (01.05.2004) Beim Kentern eines Touristenbootes in Vietnam sind mindestens 22 Menschen ums Leben gekommen, darunter ein achtjähriges Kind. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, sank das Schiff am Freitagnachmittag sechs Kilometer vor der Küste im Süden des Landes. An Bord waren etwa 130 Menschen. Mehr als tausend Helfer waren auf der Suche nach Überlebenden, bislang konnten 92 Menschen gerettet werden, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Ein Dutzend Menschen wurden noch vermisst. Unglücksursache war den Angaben zufolge vermutlich eine defekte Pumpe.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

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