
EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv Mai 2004
Last update: Montag, 14. Juni 2004, 17:20 Uhr
Interessante Links:
Frachter im Bosporus gestrandet
Vier Tote bei Kollision vor Japan
(30.05.2004) -
Am Morgen des 30. Mai kollidierte vor der Präfektur Ibaraki die japanische
"Shinwa Maru No. 8", 498 BRZ, mit der malaysischen "Thailine 6", 7.633 BRZ.
Vier Besatzungsmitglieder der ""Shinwa Maru No. 8", ehemals "Tokushima
Prefecture", kamen ums Leben, zwei weitere werden vermisst.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Yacht auf Kieler Förde gestrandet
(30.05.2004) -
Auf der Kieler Förde geriet am 30. Mai eine Yacht des Typs "Comfortina 38"
in Seenot. Für die "Cala Lumos" verlief die Pfingstregatta um den
"Comfortina Cup"anders als geplant: Bei einem missglückten Wendemanöver
rauschte sie vor der Außenmole des Marinearsenals auf unter Wasser liegende
Betonfundamente einer alten Kaianlage. Gegen 11.40 Uhr sandte die
fünmfköpfige Besatzung einen Seenotruf aus, der von der Seenotleitstelle
der DGzRS in Bremen aufgefangen wurde. Die "Cala Lumos" sei leckgeschlagen
und drohe mitten im Kieler Hafen zu sinken. Die fünfköpfige Crew der
Segelyacht hatte jedoch Glück im Unglück. Zufällig befand sich das
Mehrzweckschiff "Scharhörn" des Wasser- und Schifffahrtsamtes vor Holtenau
und wartete auf das Einschleusen in den Nord-Ostsee-Kanal. Das zur
Küstenwache gehörende Spezialschiff empfing den Notruf und erreichte als
erstes Schiff die Unglücksstelle an der Außenmole des Marinearsenals, wo
die "Cala Lumos" mit bis auf Deckshöhe abgesacktem Achterschiff und
austauchendem Bug festsaß. Wenig später traf auch der Rettungskreuzer
"Berlin" mit dem Tochterboot "Steppke" ein. Die "Scharhörn" leistete erste
Hilfe mit einer Tauchpumpe, die auf die havarierte Yacht übergeben wurde.
Diese wurde kurz darauf durch eine Pumpe der "Berlin" unterstützt, die bis
zu 80 Tonnen Wasser pro Stunde aus dem Boot saugte. Mit vereinten Kräften
gelang es den Rettungseinheiten, die "Cala Lumos" zu stabilisieren und zu
lenzen. Nach drei Stunden konnte das Boot freigeschleppt werden. Die "Cala
Lumos" wurde im Konvoi in die nahe Schwentinemündung gebracht und dort am
Nachmittag aus dem Wasser gezogen. Vormann Pröber von der "Berlin" lobte
hinterher die sehr gute Zusammenarbeit von aller Beteiligter,
die"Scharhörn" sei eine gute Plattform gewesen. Nach ersten Ermittlungen
der Wasserschutzpolizei Kiel hat die Crew der "Cala Lumos" die vor dem
Arsenal liegende Untiefentonne als Wendetonne der Regatta gedeutet und
dabei einen unter der Wasseroberfläche lauernden Betonklotz zu spät
bemerkt. Für die Lübecker Segelyacht "Cala Lumos" war die Chance aufeine
Wiederholung ihres Sieges in ihrer Kategorie dahin: Im vergangenen Jahr
hatte die Yacht beim "Comfortina Cup 2003" einen zweiten Platz belegt.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Boot in New York gekentert
(29.05.2004) -
Im New Yorker Buttermilk Channel, der Schifffahrtsstraße zwischen Brooklyn
und Governord Island, erfasste am 29. Mai eine Bö bei sonst schwachem Wind
eine 21 Fuß lange Yacht mit vier Mann an Bord. Das Boot kenterte, doch
bereits nach zehn Minuten könnte die New Yorker Feuerwehr die
Schiffbrüchigen aus dem Wasser retten.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Sieben Tote bei Tankerbrand
(29.05.2004) -
Auf dem bei der Keppel Werft in Singapur liegenden Öltanker "Almudaina",
77.477 BRZ, brach am 29. Mai gegen 13 Uhr ein Feuer aus. Sieben Arbeiter
kamen bei dem Unglück ums Leben. Die Männer des Subunternehmers Wah Soon
Marine Pte Ltd. waren mit Schweißarbeiten beschäftigt, als das Feuer an
Bord des 274 Meter langen, 42 Meter breiten und 17 Meter tief gehenden
Schiffes ausbrach. Der Brand in dem 50x10x24 m großen Tank konnte zwar in
kurzer Zeit vom Werftpersonal gelöscht werden, jedoch kam für die Männer
darin jede Hilfe zu spät. Vorsorglich wurden 25 Minuten nach Ausbruch des
Feuers die örtlichen Zivilschutzkräfte angefordert, die auch die
anschließende Sicherung des Brandortes und die Bergung der Toten
übernahmen. Ein Helfer verletzte sich leicht durch die extrem hohe Hitze in
dem Tank. Gegen 19 Uhr wurden die Lösch- und Bergungsarbeiten beendet. Die
"Almudaina" war am 22. Mai zu Reparaturarbeiten eingetroffen und sollte die
Werft in den ersten Juniwochen verlassen. Sie gehört der Reederei Empresa
Naviera Elcanound wurde 1993 bei Astilleros Espanoles, S.A. (AESA), Puerto
Real, erbaut.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Shrimpfänger drohte vor Neufundland zu sinken
(29.05.2004) -
Vor der Küste von Neufundland erlitt ein 18 Meter langer Shrimpfänger aus
Kanada am 29. Mai Wassereinbruch nach Bruch einer Schweißnaht. 200
Kilometer nördlich von Twillingate schossen minütlich 90 Liter Wasser durch
den entstandenen Riss in den Rumpf. Ein kanadischer Rettungshubschrauber
sowie ein Küstenwachboot eskortierten den Havaristen in Richtung der Küste.
Ein weiteres Küstenwachboot ging länggseits, um die Lenzarbeiten zu
unterstützen. Sechs Meter hohe Wellen, dichter Nebel und starker Wind
erschwerten die Rettungsarbeiten.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Ausflugsboot auf der Ostsee gekentert
(29.05.2004) -
Glimpflich ging am Abend des 29. Mai ein Bootsunfall auf der Ostsee vor
Rerik, Mecklenburg-Vorpommern, aus. Ein sechs Meter langes Kunststoffboot
kenterte mit neun Personen an Bord aus bislang ungeklärter Ursache etwa
zwei Kilometer vor der Küste. Sechs Personen erreichten schwimmend das Ufer
östlich der Reriker Seebrücke. Die drei anderen wurden von der Besatzung
des aus Kühlungsborn herbeigerufenen Seenotrettungsbootes "Voltera" auf
halber Strecke aus dem Wasser geborgen. Sie konnten nach der Untersuchung
durch einen Rettungsarzt in Kühlungsborn entlassen werden.Bei den
Verunglückten handlete es sich um eine Gruppe aus Einheimischen und
Touristen gehandelt haben, die sich auf einer Vergnügungsfahrt befanden.
Das gekenterte Boot wurde nach der Rettungsaktion von der "Voltera" in
Schlepp genommen und an Land gebracht.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Trawler vor Hebriden in Seenot
(29.05.2004) -
Vor den äußeren Hebriden funkte der Trawler "Laurnic" aus Lowestoft am 29.
Mai Notrufe. Nach Wassereinbruch in Maschinen- und Frachtraum drohte das
Schiff zu sinken. Die eigene Lenzpumpe versagte, und die dreiköpfige
Besatzung versuchte, des Wassereinbruchs manuell Herr zu werden. Das
Fischereischutzboot "Mina" sowie das Rettungsboot aus Barra machten sich
auf den Weg zum Havaristen, der vier Seemeilen nordwestlich der Canna Insel
im Little Minch trieb, um den drohenden Untergang abzuwenden.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Feuer auf englischer Fähre
(28.05.2004) -
Im Hafen von Heysham, England, brach am 28. Mai ein Feuer auf der Fähre
"Riverdance" aus. Grund des Feuers war überhitztes Hydrauliköl in einem an
Bord befindlichen Traktor. Die Küstenwache kam der "Riverdance" zu Hilfe
und löschte die Flammen. Menschen kamen nicht zu Schaden.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Kollision und Strandung auf dem Rhein
(28.05.2004) -
Zwei Schiffsunglücke ereigneten sich während des Pfingstwochenendes auf dem
Rhein. Am Abend des 28. Mai schlug bei Trechtingshausen nördlich von Bingen
ein mit 1.400 Tonnen Benzin beladener Binnentanker leck, als er auf Grund
lief. 16 Tonnen der Ladung flossen aus, und die Feuerwehr wurde zum
Unglücksort beordert. Ein Taucher verhinderte Schlimmeres, indem er eine
Stahlplatte auf die Leckage aufbrachte. Die Schifffahrt wurde von der
Havarie nicht beeinträchtigt. Die Unglücksursache ist unklar. Bei einer
Kollision nahe Bonn wurde am selben Tag das Fahrgastschiff "Berlin" schwer
beschädigt. Das belgische Binnenschiff «Florius» rammte aus bislang
unbekannten Gründen die in Bad Godesberg vertäut liegende Fähre. Die 36
Meter lange "Berlin" riss sich durch den Aufprall vom Anleger los und trieb
führerlos gegen eine flussabwärts liegende Anlegebrücke, die sich ebenfalls
aus der Verankerung losriss. Der 30-jährige Kapitän der "Florius" drehte
sein Schiff auf, nahm das treibende Fahrgastschiff längsseits und legte es
wieder an den Steiger. Das Fraachtschiff war mit 1.030 Tonnen Weizen auf
der Fahrt von Metz nach Nieukerk in den Niederlanden gewesen. Es gab keine
Verletzten, auch die Schifffahrt wurde nicht beeinträchtigt. Der Schaden an
der "Berlin" beträgt nach ersten Schätzungen rund 50.000 €.
Quelle: Tim
Schwabedissen
MS "Texas" vor Atlantic City in Seenot
(25.05.2004) - Am Nachmittag des 25. Mai erlitt das 90 Fuß lange Motorschiff "Texas" aus
New Bedford, Massachussetts, auf dem Weg nach Hati 60 Meilen nordöstlich
von Atlantic City, New Jersey, Wassereinbruch. Nachdem es nicht gelang, des
eindringenden Wassers Herr zu werden, wurde ein Notruf an die Küstenwache
abgesetzt. Das Patroullienboot "Ibis" sowie ein Hubschrauber wurden zum
Havaristen entsandt. Auch die USS "Carney" aus Mayport, die gerade zur
Fleet Week in New York unterwegs war, nahm Kurs auf die "Texas". Die Crew
des Helikopters setzte zwei Lenzpumpen auf der "Texas" ab, mit deren Hilfe
es gelang, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bringen. Anschließend
eskortierte die 87 Fuß lange "Ibis" die "Texas" nach Atlantic City.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Kofferdamm unterwegs zur "Cape Africa" - eine kostengünstige
Reparaturmethode
(26.05.2004) -
Am 26. Mai begann die Reparatur des Lecks der "Cape Africa". In den
vergangenen Wochen war auf einem Kai in Simon's Town von Arbeitern der
Dormac Ship Repair, Durban, hektisch gearbeitet worden, den Kofferdamm für
den Havaristen fertigzustellen. Nun liegt der Schiffsriese mit tief
abgesunkenem Vorschiff knapp sieben Kilometer vor der Stadt im geschützten
Wasser der False Bay. Nicht weit entfernt ist die "Smit Amandla" vor Anker
gegangen, um schnell eingreifen zu können, wenn sich die Verhältnisse
verschlechtern. An Bord der Barge "Niord" wurde der Kofferdamm nun bei
ruhiger See auf den Weg zum Bulkcarrier gebracht. Wenn er fixiert ist, soll
der geflutete Laderaum III gelenzt werden. Danach können die auf drei
Wochen ausgelegten eigentlichen Reparaturarbeiten beginnen. Als Auslöser
des Rumpfschadens wird Seeschlag und Korrosion vermutet. Bereits im März
war der Bulkcarrier "CSK Tribute", 156.000 tdw, von der "Nikolay Chiker",
die jetzt an der Ölbergung beteiligt war, mit ähnlichem Rumpfschaden in die
Nacala Bay geschleppt worden. Dort konstruierte die jetzt ebenfalls mit dem
Bau eines Kofferdamms beauftragte Firma einen Vorläufer des jetzigen
"Modells", der eine erfolgreiche und schnelle Reparatur sowie die
anschließende Weiterreise in den Zielhafen ermöglichte. Die Alternative,
die gesamte Ladung in ein anderes Schiff zu verfrachten, ehe der Havarist
tausende von Seemeilen zu einem ausreichend großen Dock geschleppt würde,
wäre erheblich teuer als die nun bei der "Cape Africa" erneut angewandte
Methode.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Kutter vor Washington aus Seenot gerettet
(27.05.2004) - Am 25. Mai geriet vor der amerikanischen Pazifikküste 15 Seemeilen westlich
von Grays Harbor, Washington, der 36 Fuß lange Kutter "Seaway" in Seenot.
Gegen 15 Uhr sandte die Besatzung Notrufe, nachdem sie entdeckt hatte, dass
das Schiff leckgeschlagen war und zu sinken drohte. Der Trawler "Kaisa"
leitete das Mayday an die Küstenwache weiter. Ein 47-Fuß-Rettungsboot lief
daraufhin aus Grays Harbor zum Havaristen aus. Aus Astoria, Orgegon, wurde
ein Rettungshubschrauber zur Unglücksstelle entsandt. Die Crew der "Kaisa"
half derweil, den Wassereinbruch zu bekämpfen. Noch bevor das Rettungsboot
eintraf, gelang es den Fischern, mithilfe einer zusätzlichen Lenzpumpe des
eindringenden Wassers Herr zu werden und eine Schleppverbindung zur "Kaisa"
aufzubauen. Nachdem das eingedrungene Wasser mit einer weiteren Lenzpumpe
des Rettungsbootes abgepumpt war, konnte die "Seaway" mit eigener Kraft
Kurs auf Wesport Marina in Washington nehmen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Kreuzfahrer rammt Pier in Kanada
(27.05.2004) -
Das Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess" der Princess Cruise Lines
kollidierte am 23. Mai beim Anlegemanöver mit einer Pier im kanadischen
Vicotira, British Columbia. Die Havarie wurde durch starken Wind ausgelöst.
Die "Diamond Princess" erlitt Schäden an Rumpf und einer Schraube. Zwei
geplante Fahrten des Schiffes mussten gestrichen werden, weil der Schaden
erst untersucht werden muss.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Viel Arbeit für Seenotretter zur Himmelfahrt
(27.05.2004) -
Insgesamt 51 Mal mussten Einsatzkräfte der Deutschen Gesellschaft zur
Rettung Schiffbrüchiger während der Himmelfahrtstage verunglückten Schiffen
und Booten zu Hilfe kommen. Starkwind mit sechs und Böen bis acht Beaufort
führten bei zahlreichen Wassersportlern zu Schäden. Über 40 Einsätze
mussten allein im Bereich der Ostsee-Stationen gefahren werden. Am 22. Mai
wurde ein Fahrgastschiff mit 50 Personen in starken Böen auf das Ufer vor
Schleswig gedrückt. Die Besatzung des örtlichen Seenotrettungsbootes
"Arthur Menge" konnte es wieder frei schleppen. Personen kamen nicht zu
Schaden.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Brandneuer Frachter wurde rettender Engel
(27.05.2004) -
Am 22. Mai sank ein indonesischer Trawler in der Straße von Malakka. Dem
Frachter "Beluga Efficiency", der sich auf seiner Jungfernfahrt von
Hongkong via Singapur ins Mittelmeer befand, gelang es, die gesamte
12köpfige Crew zu retten. Die "Beluga Efficiency" der Reederei Freese aus
Stade war erst im Mai als "Lilia" in Dienst gestellt worden.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Suche nach "Lightning Sun"-Passagieren eingestellt
(27.05.2004) -
Zwei Tage nach dem Untergang der Fähre "Lightning Sun" in Bangladesh haben
die Rettungskräfte am 26. Mai die Suche nach Überlebenden abgebrochen. Bis
dahin wurden nach Angaben der Behörden 74 Passagiere tot geborgen. Mehrere
Dutzend Vermisste sind vermutlich ebenfalls ertrunken. Nahezu 80 Menschen
konnten an Land schwimmen oder wurden mit Booten gerettet. Wie viele
Passagiere exakt an Bord waren, ist nicht bekannt. Das Schiff war auf dem
Weg vom Bezirk Madaripur nach Dhaka. Die "Lightning Sun" war am 24. Mai
während eines Sturms in der Nähe der Stadt Chandpur gesunken.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Fähren im östlichen Mittelmeer schlechter als in Nordeuropa
Hamburg (26.05.2004) Passagierfähren im östlichen Mittelmeer haben bei einem Sicherheitstest deutlich schlechter abgeschnitten als Schiffe auf der Nord- und Ostsee. Im alljährlichen Fährentest des ADAC wurden im Ost-Mittelmeer von neun untersuchten Passagier- und Autofähren vier nur als ausreichend bewertet, eine sogar als mangelhaft, wie die Autoclub am Mittwoch in Hamburg mitteilte. In Nordeuropa dagegen stufte der ADAC alle 13 Schiffe als gut oder sehr gut in der Sicherheit ein.
Elbe nach Brückenkollision gesperrt
(25.05.2004) -
Ein aus Tschechien kommendes Binnenschiff kollidierte am Nachmittag des 22.
Mai auf der Elbe bei Dresden mit der Marienbrücke. Das Schiff hatte drei
miteinander verbundene Schiffsrohbauten an Deck geladen, von denen
Aufbauteile an einem Brückenbogen hängenbklieben. Daraufhin schlug das
manövrierunfähige Binnenschiff quer und prallte gegen die Brücke. Zwei
Bergungsschiffe waren nötig, die festgekeilten Teile zu beseitigen. Erst
zur Mittagszeit des 24. Mai konnte der Schiffsverkehr wieder freigegeben
werden. Die Brücke wurde nicht wesentlich beschädigt. Nur ein
Sandsteinbrocken brach heraus, ohne die Statik zu beeinträchtigen. Gegen
den tschechischen Kapitän wurde Anzeige erstattet. Die Ursache des
Unglückes ist unklar.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Drei Tote und ein Vermisster bei Yachtkenterung
(25.05.2004) -
Im Ärmelkanal kenterte vor der Küste der Normandie am 21. Mai eine Yacht.
Bei dem Unglück kamen mindestens drei Menschen ums Leben, darunter ein
zehnjähriges Mädchen. Lediglich ein Mitfahrer konnte mit Unterkühlungen
gerettet werden. Eine fünfte Person wurde noch unter Einsatz eines
Rettungsbootes und eines Hubschraubers gesucht. Das Boot war auf Höhe von
Grancamp-Maisy verunglückt.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Angelkutter drohte vor Irland zu sinken
(25.05.2004) -
Am 23. Mai lief südlich von Rahlin Island, Irland, der Angelkutter "The Boy
Conail" auf Grund und schlug leck. Westlich der Insel drohte das Schiff mit
fünf Personen an Bord zu sinken. Während bereits die Rettungsinsel
klargemacht wurde, liefen die Rettungsboote von Red Bay und Portrush aus.
Ein Rettungshubschrauber stieg auf. Wenig später funkte die "Boy Conail",
dass es doch gelungen sei, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bekommen.
Mit eigener Kraft nahm sie Kurs auf Ballycastle. Sicherheitshalber wurde
sie von den Rettungsbooten und dem Helikopter begleitet und machte gegen 19
Uhr im Hafen fest. Am Kai wurde begonnen, das Schiff zu lenzen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Kraftstoffpumpe Schuld am Feuer auf der "Neptunus"
(25.05.2004) -
Eine defekte Kraftstoffpumpe löste am 22. Mai den verheerenden Brand auf
dem schwedischen Tanker "Neptunus", 4.609 BRZ, auf dem Nord-Ostsee-Kanal
aus. Durch ein Leck war 200 Grad heißes Schweröl in den Maschinenraum
gespritzt. Anschließend kam es zu einer Selbstentzündung. Dies ergab
mittlerweile die Untersuchung des Havaristen durch Schifffahrtsexperten.
In der Nacht vom 23. zum 24. Mai wurde der schwer beschädigte Tanker von
den Hamburger Schleppern "Bugsier 12", "Bugsier 14" und "Bugsier 15" durch
den Nord-Ostsee-Kanal Richtung Ostsee verholt. Von Kiel-Holtenau aus geht
die Fahrt weiter in den dänischen Hafen Fredericia. Hier wird erst die
Ladung gelöscht. Anschließend geht das der Sirius-Reederei gehörende Schiff
in eine dortige Werft, die es bereits vor zwei Jahren umgebaut hatte. Die
Dauer der Reparratur wird auf mehrere Monate geschätzt. Während der Passage
des mit fünf Knoten laufenden Schleppzugs kam es, wie auch schon beim Brand
des 99 Meter langen, mit 6.117 Tonnen Heizöl beladenen Tankers, zu
Behinderungen des Schiffsverkehrs auf dem Kanal.
Kleinholz nach Sturm - Fluss gesperrt
(25.05.2004) -
Am 21. Mai sorgte ein Sturm für Kleinholz auf dem Rocky River in Cleveland.
Zahlreiche Boote rissen sich von ihren Moorings los und trieben
flussabwärts. Dabei kollidierten sie mit anderen Schiffen und Kaianlagen.
Nach Abflauen des Windes fanden sich etliche Boote förmlich aufgespießt
unter der Route 20-Brücke wieder und bildeten dort ein unüberwindliches
Schifffahrtshindernis. Der Schiffsverkehr auf dem Fluss wurde von der
Küstenwache gestoppt, bis die hauptsächlich betroffenen Segelvereine des
Cleveland Yacht Club, der Westlake Marina und der Emerald Necklace Marina
mit den Aufräumungsarbeiten vorangekommen sind.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Bergungsexperten bekämpfen Öl aus "Hyundai"-Wrack
(23.05.2004) -
Bergungsexperten der Firma Wijsmuller-Perdana sind am 23. Mai an der
Untergangsstelle des Autotransproters "Hyundai 105" tätig. Das Wrack liegt
13 Kilometer südöstlich von Sentosa Island in 40 Metern Tiefe. Das
Hauptaugenmerk gilt derzeit möglichen Umweltschäden. Die "Hyundai 105" der
Eukor Car Carriers Inc. war am Morgen des 22. Mai nach dem Zusammenstoß mit
dem von der japanischen Mutsui OSK Lines bereederten Tanker "Kaminesan",
303.896 tdw, gesunken. Die beiden Schiffe waren kurz vor Mitternacht des
21. Mai fast frontal aufeinander geprallt, woraufhin ein 50 Meter großes
Leck in der Backbordseite der "Hyundai 105 " entstanden war. Fast an
derselben Stelle in der viel befahrenen Straße von Singapur waren im Januar
2003 das Kriegsschiff "Courageous" und ein Containerschiff kollidiert. Die
"Courageous" war damals fast augenblicklich untergegangen.
An Bord des Wracks der "Hyundai 105" befinden sich 4.191 Pkw aus Ulsan, von
wo die "Hyundai 105" am 16. Mai ausgelaufen war und Mitte Juni in Sheerness
und Bremerhaven erwartet wurde. Der Autocarrier hatte nach dem Zusammenstoß
außerhalb der Fahrrinne geankert und war sieben Stunden später
untergegangen. Vorher war es noch gelungen, die Öltanks zu schließen. Sie
blieben auch beim Untergang unversehrt, so dass bislang nur wenig Öl
austrat, das von Bergungsteams aufgenommen wurde. Die 20köpfige Besatzung
hatte den Havaristen eine Viertelstunde vor dessen Untergang gegen sieben
Uhr verlassen und wurde von Booten der indonesischen Schifffahrtsbehörde
aufgenommen. Anschließend war sie nach Singapur gebracht worden. Die
"Kaminesan" wurde in Bedok vor Anker gelegt. Auch ihre Crew von 26 Mann
blieb unversehrt.
Die "Hyundai No.105" ist mit 40.772 BRZ vermessen. Das 184 Meter lange
30,65 Meter breite und 8,20 Meter tief gehende Schiff wurde 1986 in Hyundai
erbaut. Es war 18,25 Knoten schnell und vermochte insgesamt 4.800 Pkw zu
fassen. Es gehört der Longergan Overseas in Seoul.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Reichlich Bruch bei Flensburger Rumregatta
(24.05.2004) - Unvergessen wird für etliche Skipper die 25. Flensburger Rumregatta
bleiben. Nicht nur war sie eine der kältesten der letzten Jahre, sondern
seglerisch zweifellos die härteste aller Zeiten. Auf der Rückfahrt von der
Wendetonne erwischte eine regelrechte Böenwalze den fast 50 Jahre alten
Great-Yarmouth-Shrimper "Crangon". Skipper Dirk Pauly gelang es nicht mehr,
die Großschot zu fieren. Sein Krabbenkutter legte sich auf die Seite, lief
voll Wasser und sank binnen weniger Minuten. Die Crew - neben Pauly eine
Frau und ein Mann - wurden von der DLRG vor Fahrensodde aus der Flensburger
Förde gefischt. Ein paar Stunden später waren sie heil und trocken wieder
auf dem Gaffelmarkt. Ihr Boot soll in den kommenden Tagen gehoben werden,
teilte die DLRG mit.
Auch die Smakkejolle "Okseø", gebaut auf der
Flensburger Museumswerft, wurde ein Böenopfer und kenterte. Die dreiköpfige
Crew erwischte es in dem tückischen Seegebiet direkt an der Schiffbauhalle
der Flensburger Schiffbaugesellschaft. Ein aufmerksamer Regattasegler nahm
das Unglück wahr und holte die drei an Bord seines Schiffes. Nach einem
Kurzaufenthalt im Krankenhaus konnte auch diese Crew die Rum-Regatta weiter
feiern.
Der Schoner "Aron" aus Svendborg büßte seine Maststenge ein, die
"Maria af van Hoff" den Klüverbaum. Hierbei verletzte sich ein Crewmitglied
und wurde erst notärztlich auf der "Ryvar" und später im Krankenhaus
ambulant behandelt. Doch auch dieser Schiffer bestätigte das Klischee, dass
die Rum-Regatta nur etwas für harte Männer ist: Mit drei Rippenbrüchen
meldete er sich später zum Gaffel-Feierabend.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Amerikanischer Kutter überlaufen und versenkt
(24.05.2004) -
Am Abend des 23. Mai wurde der 45 Fuß lange Kutter "Ava Claire" aus
Niantic, Connecticut, von einem bislang unidentifizierten Handelsschiff 30
Meilen südöstlich von Montauk gerammt. Die "Ava Claire" sank fast
augenblicklich, ihrer dreiköpfigen Crew gelang es im letzten Moment, sich
in eine Rettungsinsel zu flüchten. Die Küstenwache von Boston fing das
automatische Rufsignal der Insel auf. Zwei Stunden nach dem Untergang
machte ein Rettungshubschrauber aus Cape Cod die Schiffbrüchigen aus und
barg sie aus der Insel. Der Kollisionsgegner war offenbar auf dem
Ambrose-Nantucket-Schifffahrtsweg in westlicher Richtung unterwegs gewesen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Frachter vor England von unbekanntem Containerfrachter gerammt
(24.05.2004) -
Vor der englischen Küste kam es am 19. Mai zu einer Kollision. Das 298 BRZ
große Kümo "Kormoran" wurde von einem unbekannten Containerfrachter
gerammt. Der Kollisionsgegner setzte die Fahrt nach dem Zwischenfall ohne
zu stoppen fort. Die Küstenwache von Falmouth fing die von dem 1966
erbauten Frachter "Kormoran" ausgesandeten Notrufe auf.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Hochgeschwindigkeitsfähre auf Jungfernfahrt verschollen
(23.05.2004) -
Auf der Jungfernfahrt von Singapur nach Sri Lanka verunglückte offenbar ein
500 Fuß langer Hochgeschwindigkeitskatamaran. Das Schiff mit 12
Besatzungsmitgliedern wird seit dem 16. Mai vermisst, als es in Galle, Sri
Lanka, einlaufen sollte. Es sollte im Passagierdienst zwischen Spanien und
Marokko eingesetzt werden. Auch vier Tage nach dem erwarteten
Ankunfstrermin gab es noch kein Lebenszeichen der Überführungscrew oder
eine Spur des High-Speed-Schiffes.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Autofrachter vor Singapur mit Öltanker kollidiert
Singapur (23.05.2004) Vor dem Hafen von Singapur ist ein Autofrachter mit einem Öltanker zusammengestoßen und gesunken. Die «MV Hyundai» war mit 4.000 Autos beladen, die «MT Kaminesan» (Bild) hatte 280.000 Tonnen Rohöl in ihren Tanks, wie die Behörden am Sonntag mitteilten. Diese blieben nach ersten Informationen unbeschädigt. Der Tanker wurde zur Überprüfung in den Hafen von Singapur geschleppt.
Unmittelbar vor dem Unglück am späten Samstagabend hatte die Hafenbehörde von Singapur beide Schiffe noch vor der bedrohlichen Annäherung gewarnt, konnte die Kollision aber nicht verhindern. Das Unglück ereignete sich sechs Kilometer südöstlich der Ferieninsel Sentosa. Alle 20 Besatzungsmitglieder der «MV Hyundai», 4 koreanische und 16 philippinische Seeleute, wurden gerettet.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Feuer auf Heizöltanker im Nord-Ostsee-Kanal
Burg (22.05.2004) Ein Feuer auf einem mit 6000 Tonnen Heizöl beladenen schwedischen Tanker hat am Freitagmorgen die Schifffahrt auf dem Nord-Ostsee-Kanal bei Burg (Kreis Dithmarschen) behindert. Nach Angaben der Polizei brach der Brand gegen 2 Uhr aus noch unbekannter Ursache im Maschinenraum des 99 Meter langen Schiffs aus. Mit Fähren wurden Feuerwehren aus Burg und Brunsbüttel zum Brandort gebracht. Rund 75 Feuerwehrleute konnten ein Übergreifen der Flammen auf das Heizöl verhindern.
Menschen wurden nicht verletzt. Während der eineinhalbstündigen Löscharbeiten wurde der Schiffsverkehr gestoppt. Das Wrack wurde zunächst an der Kanalböschung vor Anker gelegt und sollte im Laufe des Tages nach Brunsbüttel zum Löschen geschleppt werden. Anschließend sollte die Brandursache ermittelt werden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Bohrinsel vor Houston in Brand
(20.05.2004) -
Am 20. Mai kam es auf dem Ölrig "High Island 37a" 13 Meilen südwestlich von
Sabine, Taxis, zu einem Feuer. Der 25 Fuß lange Kutter "James Harrison"
entdeckte den Brand und rettete vier Mann von der Ölplattform. Zwei Männer
erlitten Verletzungen. Sie wurden von einem Hubschrauber der Küstenwache
aus Houston zur Plattform "High Island 167" transportiert, von wo aus sie
an Land gebracht werden sollten. Brände wüteten derweil nahe den
Mannschaftsunterkünften, in einem Generatorraum und im Rohrsystem. Die
"High Island 37a" gehört der Spinnaker Exploration Company. Zwei Boote
begannen später mit Löscharbeiten. Mit Löschmonitoren gelang es inzwischen,
den Brand auf eine neun Quadratfuß großes Areal einzugrenzen und unter
Kontrolle zu bekommen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Feuer auf "Queen Elizabeth II" nach zwei Stunden gelöscht
(18.05.2004) - Zweimal drehten sich am 18. Mai Nachrichten aus Bremerhaven um havarierte
Kreuzfahrtschiffe: Am Nachmittag entzündeten sich auf der "Queen Elizabeth
II", die z.Zt. bei der Lloyd-Werft liegt, Ölrückstände. Im Rahmen von kurz
vor ihrem Abschluss stehenden Überholungsarbeiten löste Funkenflug von
Schweißarbeiten den Schwelbrand aus. Dabei kam es zu starker
Rauchentwicklung, die die Löscharbeiten der herbeigerufenen Feuerwehr
erheblich behinderte. Nach zwei Stunden war das Feuer gelöscht. Da der
Sachschaden gering blieb, soll die "Queen Elizabeth II", wie geplant, in
der Nacht zum 20. Mai wieder auslaufen. Derweil wurde bvom asiatischen
Unternehmen Star Cruise bekanntgegeben, das die Fertigstellung der bei der
Lloyd-Werft im Frühjahr gesunkenen "Pride of America" nun für den Sommer
2005 erwartet würde. Noch ist keine Reparaturwerft benannt, doch der
Lloyd-Werft werden gute Chancen eingeräumt, das Schiff fertigstellen zu
können. Weiterhin ungewiss hingegen ist die Zukunft der ebenfalls in
Bremerhaven liegenden "Norway", die nach einer Kesselexplosion dorthin
geschleppt worden war.
Quelle: Tim
Schwabedissen
"Cape Africa" - so wirds gemacht
(18.05.2004) -
Am Nachmittag des 18. Mai war es soweit: Gegen 16 Uhr rasselten die
Ankerketten des havarierten Bulkcarriers "Cape Africa", aus Taipei in der
False Bay an einer Position mit ausreichend Tiefe für das 24 Meter tief
gehende Schiff aus ihren Klüsen. Mit dem von der 95 Meter langen "Smit
Amandla", 2.899 BRZ, sowie einem Hafenschlepper assistierten Manöver fand
eine wochenlange Odyssee des 149.533 tdw großen Schiffes vor der
südafrikanischen Küste ihr vorläufiges Ende. Nun soll ein von der
Reparaturwerft Dormac Ship Repair in Durban konstruierter Kofferdamm das
270 Meter lange Schiff abdichten. Das Schiff erscheint momentan stabil, und
auch die Wetterprognose ist günstig. Der Kofferdamm wird in liegender
Position an Bord einer Barge an der beschädigten Backbordseite des Bulkers
längsseits gebracht. Dann werden sechs jeweils 20 Tonnen schwere
Kettenblöcke vom Schiff zum Kofferdamm geführt, an denen er auf dem Deck
der Barge 15 Grad aufgerichtet wird. Anschließend wird die Barge unter dem
Damm wegbugsiert, während die Kettenblöcke den Druck des 70 Tonnen schweren
Konstrukts aufnehmen. Anschließend wird er in die Leckstelle eingeschwungen
und in vertikale Position aufgerichtet. Mithilfe von Stahltrossen, die um
den 43 Meter breiten Schiffsrumpf bis auf die gegenüberliegende Bordwand
gezogen werden, soll der Kofferdamm anschließend an der Bruchstelle fixiert
werden und anschließend die Durchführung substanzieller Reparaturarbeiten
ermöglichen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Havarie «verschlafen» - Segler war zu betrunken
(18.05.2004) Viel zu tief hat ein Bootsfahrer bei einer Spritztour auf dem Bodensee ins Glas geschaut. Nach Angaben der Wasserschutzpolizei lief sein Segelboot am Montagabend vor Kressbronn auf Grund. Die Havarie blieb dabei aber von dem Mann völlig unbemerkt, obwohl der Motor mit voller Kraft voraus lief. Erst laute Rufe von herbeigeeilten Polizisten rissen den Segler aus seinem Schlaf.
Die Beamten stellten daraufhin fest, dass der Bootsfahrer «penetrant» nach Alkohol roch. Doch der Versuch eines Alcomtat-Tests schlug fehl, weil der Mann nicht mal mehr in der Lage war, richtig in das Gerät zu pusten. Ihm wurde schließlich im Krankenhaus eine Blutprobe genommen. Wie viel Promille Alkohol er im Blut hatte, konnte die Polizei zunächst nicht sagen. Fest stand aber, dass der Segler mit einer Anzeige wegen «Trunkenheit im Schiffsverkehr» zu rechnen hat.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
"Cape Africa" in Sicherheit
(18.05.2004) -
Am 18. Mai soll die beschädigte "Cape Africa" die False Bay im Schlepp der
"Smit Amandla" erreichen. Drei Seemeilen südöstlich von Simon's Town wurde
ein geeigneter Ankerplatz ausfindig gemacht, an dem die Reparaturen
vorgenommen werden können. Ein 70 Tonnen schwerer Kofferdamm soll die
Löcher im Rumpf - groß genug zur Durchfahrt von sieben Bussen von einer
Seite zur anderen - vom Wasser abschotten und so Arbeiten an der
eigentlichen Leckage möglich machen. Die Dauer der Reparatur wird auf zwei
bis drei Wochenn geschätzt.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Segelschulschiff rammt Tower-Bridge
(17.05.2004) - Glimfliches Ende einer Kollision mit einem weltberühmten Bauwerk: Beim
Einlaufen in den Londoner Hafen kollidierte am 15. Mai der Großsegler "Lord
Nelson" mit der Tower Bridge. Das Segelschulschiff hatte 50 Personen an
Bord. Das Unglück ereignete sich, als das Schiff wenden wollte. Starke
Strömung drückte es gegen die Brücke. Bei dem Zusammenstoß trug die "Lord
Nelson" Schrammen und eine Einbeulung davon. Menschen kamen an Bord des
Seglers, der gemischte Mannschaften aus Behinderten und nicht Behinderten
ausbildet, nicht zu Schaden.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Österreichische Yacht vor Albanien gesunken
(17.05.2004) -
Am 10. Mai lief vor Durres, Albanien, eine Segelyacht auf einen Felsen. Das
österreichische Boot sank nach der Grundberührung. Ein Boot der
italienischen Küstenwache, das in Durres stationiert ist, lief zur Rettung
der Crew zur Unglücksstelle aus. (Quelle: Andreas Lohrum)
Quelle: Tim
Schwabedissen
Gestrandeter Frachter vor Chittagong beim Freischleppen gesunken
(17.05.2004) -
Am 13. Mai lief der Frachter "An Lu Jiang", 9.182 BRZ, beim Einlaufen in
den Hafen von Chittagong mit 12.500 Tonnen in Säcken verpackten
Düngemitteln auf Grund. Vorausgegangen war ein Lotsenfehler im Bereich von
Anowara thana. Am 15. Mai gelang es einem Bergungsschlepper, die "An Lu
Jiang" freizbekommen. Beim Versuch, sie in tieferes Wasser zu ziehen,
kollidierte der Frachter aber mit einem Unterwasserhindernis. Der Aufprall
ließ das Deck an mehreren Stellen aufbrechen. Die daraus resultierenden
schweren Wassereinbrüche führten dazu, dass der 26 Jahre alte Frachter
schließlich im Bereich der Außenreede von Chittagong nahe dem Patenga
Leuchtturm sank.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Ein Toter bei Untergang eines Angelkutters
(17.05.2004) -
Fünf Seemeilen von der Golden Gate Brücke entfernt schlug am Morgen des 16.
Mai der 49 Fuß lange Angelkutter "Contender" vor Emeryville leck. Das Boot
war mit 24 Sportfischern auf Lachsfang. Da die Lenzpumpe den Wassereinbruch
nicht aufhalten konnte, funkte der Skipper Mayday. Schließlich sank die
"Contender". Ein Mann kam ums Leben.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Feuer auf amerikanischem Fahrgastschiff
(16.05.2004) -
Auf dem Fahrgastschiff "SunCruz Casino", das mit 160 Passagieren eine
Fünf-Stunden-Tour nahe Fort Lauderdale unternahm, brach am 16. Mai ein
Feuer aus. Feuerwehrleute wurden zu dem vor der Küste treibenden Havaristen
gebracht und schotteten den Brandbereich im Maschinenraum ab. Drei Stunden
später waren die Flammen auf dems 160 Fuß langen Schiff gelöscht. Der
Havarist wurde anschließend nach Port Everglades eingeschleppt.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Räumung der "Tricolor"-Reste begann
(15.05.2004) -
Am 15. Mai wurde die Wrackräumung der "Tricolor" nach der Winterpause
wieder aufgenommen. Das im Ärmelkanal gesunkene Schiff war in neun
Sektionen zersägt worden, von denen vier mit dem Einsetzen der Winterstürme
und dem Abbruch der Bergungsaktion im November 2003 auf dem Meeresgrund
zurück blieben. Da die Wrackteile während der vergangenen Monate
zusammengebrochen sind, werden sie aber nicht mehr als ganze Sektionen von
der "Taklift IV" zu heben sein. Die Räumung wird voraussichtlich bis
September 2004 andauern. Es ist geplant, die Untergangsstelle auch von
Resttrümmern und Pkw aus der Ladung zu säubern. Die Aktion wird von einem
Konsortium, bestehend aus SMIT Salvage B.V., Scaldis Salvage & Marine
Contractors N.V., URS Salvage & Maritime Contracting N.V. sowie Multraship
Salvage B.V. durchgeführt. Die "Tricolor" war mit einer Ladung von 3.000
Luxusautos und 2.000 Tonnen bereits geborgenem Bunkeröl nach der Kollision
mit dem Frachter "Kariba" auf dem Weg von Southhampton nach Antwerpen
gekentert und gesunken.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Öl aus "Cape Africa" abgepumpt
(14.05.2004) -
Die Gefahr einer Ölverschmutzung an der südafrikanischen Küste konnte
gebannt werden. Am 14. Mai wurde das restliche Bunkeröl aus der "Cape
Africa" auf den Bergungsschlepper "Nikolay Chiker" umgepumpt. Nun darf der
146.533 tdw große Bulkcarrier näher an die Küste herangebracht werden. Das
südafrikanische Umwelt- und Tourismusministerium gab die Genehmigung, das
Schiff mit dem Heck voran in die False Bay zu bringen. Mit dem Eintreffen
wird am 18. oder 19. Mai gerechnet. Hier soll ein stählerner Kofferdamm von
26x11x1,5 Metern Ausmaß, der jetzt in Durban konstruiert wird, an der 20
Meter langen und fünf Meter breiten Leckstelle installiert werden. Die
False Bay bietet ausreichend Wassertiefe für die voll beladene "Cape
Africa". Sie ist allerdings ein ökologisch sensibles Gebiet, sodass vor dem
Einlaufen der "Cape Africa" sämtliche Tanks versiegelt werden, um das
Auslaufen auch von Restölmengen im Falle eines Untergangs zu verhindern.
Das Ölbekämpfungsschiff "Kuswag IV" wird ständig vor Ort sein. Darüber
hinaus wird ein Ölüberwachungsflugzeug das Gebiet überwachen. Der weitere
Fortgang der Bergungsarbeiten wird vom 17. Mai an auf der Website
www.capeafricasalvage.co.za dokumentiert werden.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Gestrandetes Binnenschiff blockiert Donau
(14.05.2004) - Am Morgen des 14. April lief ein Binnenschiff auf der Donau auf eine
Sandbank auf. Der mit 1.100 Tonnen Stahlblech beladene Frachter kam auf dem
Weg von Bratislava nach Deggendorf zwischen Passau und Straubing fest und
legte sich anschließend quer. Der Fluss war nach der Havarie blockiert, der
Sachschaden ist noch nicht abschätzbar. Der deutsche Kapitän gab an, dass
ein Maschinenschaden Auslöser der Kursabweichung war, die sein Schiff
stranden ließ.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Fischkutter soll durch Schiff versenkt worden sein
(13.05.2004) Seit zwei Tagen galt der lettische Fischkutter "Astrida" als vermisst. Jetzt fanden Rettungskräfte das Wrack am Grund der Ostsee. Vermutlich wurde der Trawler von einem größeren Schiff gerammt und versenkt.
60jähriges Forschungsschiff gesunken
(13.05.2004) -
Am Ende der Vorwoche war das hölzerne Forschungsschiff "Isle of Fire" erst
in den Haen von New Bedford geschleppt worden. Nun sank das 60 Fuß lange
Schiff in der Nacht zum 13. Mai an seinem Liegeplatz. Die "Isle of Fire"
war 1944 erbaut worden.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Donauschleuse nach Kollision gesperrt
(12.05.2004) -
Am Abend des 12. Mai kollidierten auf der Donau nahe Passau ein
Fahrgastschiff und ein Binnenfrachter. Die beiden Schiffe stießen der
Schleuse von Untergriesbach zusammen, nachdem das Binnenschiff in die zum
Einlaufen freigegebene Schleuse einlief. Dort krachte es in die
Backbordseite des Flussschiffes, das mit 89 Passagieren auf dem Weg von
Passau nach Wien war. Fast alle Scheiben an Backbord wurden zerstört, das
Deck gestaucht und Innenwände aufgebrochen. Zwei Fahrgäste wurden leicht
verletzt und kamen zur Behandlung ins Krankenhaus. Der Sachschaden am
Fahrgastschiff beträgt mehrere Millionen Euro, der am Güterschiff rund
10.000 €. Die Schleuse blieb unbeschädigt, auch traten keine
umweltgefährdenden Stoffe aus. Die Havaristen blieben für die Dauer der
Untersuchungen in der Kammer vertäut, die für den Schiffsverkehr gesperrt
wurde. Die Flussschifffahrt wurde derweil über die verbleibende zweite
Kammer abgewickelt.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Wrack von vermisstem Trawler vor Schweden entdeckt
(12.05.2004) -
Vor der schwedischen Ostseeküste wurde am 12. Mai das Wrack des vermissten
lettischen Trawlers "Astrida" entdeckt. Ein Tauchroboter fand das 25 Meter
lange Schiff in 27 Metern Tiefe auf dem Meeresgrund. Am Bug der "Astrida"
zeigten sich bei der Unterwasserinspektion schwere Schäden, die
möglicherweise von einer Kollision herrühren. Anschließend zum Wrack
abgestiegene Taucher bargen drei Mann der sechsköpfigen Besatzung tot aus
den Innenräumen des Schiffes. Von den anderen drei fand sich keine Spur.
Die "Astrida" war am 2. Mai aus dem lettischen Hafen Liepaja ausgelaufen
und hatte am 11. Mai dorthin zurückkehren sollen. Zuletzt war sie am 9. Mai
südlich der Insel Öland gesichtet worden.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Kutter fing U-Boot ein
(12.05.2004) - Am 10. Mai ging dem dänischen Kutter "Marie Helen" ein deutsches U-Boot ins
Netz. Es dauerte mehrere Stunden, bis die Fischer sich ihres ungewöhnlichen
Fangs 37 Kilometer nördlich von Hirtshals entledigen konnten. Was sie
hinter sich herzogen, wurde den Männern erst klar, als das Boot auftauchte
und Kontakt herstellte. Die "Marie Helen" trug durch den Zwischenfall
Schäden davon. Damit erging es ihr aber besser als einem dänischen Kutter
mit drei Mann Besatzung, dem vor 10 Jahren ähnliches wiederfuhr: Ihr Boot
war unter Wasser gezogen worden und hatte seine Crew mit sich gerissen. Die
"Marie Helen" lief zur Reparatur nach Hirtshals ein. Das U-Boot war im
Rahmen der NATO-Übung "Blue Game 2004" im Einsatz gewesen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Kreuzfahrer "Mona Lisa" saß in Venedig fest
(12.05.2004) -
Am 12. Mai lief das Kreuzfahrtschiff "Mona Lisa" in der Lagune von Venedig
auf Grund. Zwei Schleppern gelang es kurz darauf, das festliegende
Passagierschiff wieder zu befreien (Bild). Die Havarie ereignete sich, als die
"Mona Lisa" aus dem Canale Grande das Becken von San Marco ansteuerte. In
dichtem Nebel kam sie während dieses Manövers offenbar vom Kurs ab. Der
Bürgermeister von Venedig kritisierte nach dem Unglück derartige
Fahrmanöver. Eines Tages könne dabei ein Schiff auf den Markusplatz
auffahren. Die "Mona Lisa" hatte zuletzt Ende 2003 eine Grundberührung vor
Spitzbergen gehabt, bei der der Antrieb beschädigt wurde.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Zwei Boote in Strudel auf Unstrut gekentert
(12.05.2004) - Am 11. Mai kenterte auf der Unstrut das Fahrgastschiff "Fröhliche Dörte".
Zuvor waren zwei Ausflugsboote mit Thüringer und Sachsen-Anhaltinischen
Schülern in einen Strudel unterhalb des Wehres bei Freyburg geraten. Eines
der Boote, in dem sich drei Mädchen und eine Lehrerin befanden, schlug um.
Das Unglück wurde von Bord der "Fröhliche Dörte" beobachtet. Beim Versuch,
den Verunglückten zu helfen, geriet das Schiff in denselben Strudel und
kenterte. An Bord waren drei Besatzungsmitglieder, jedoch keine Passagiere.
Alle sieben Verunglückten wurden von Einsatzkräften der Feuerwehr gerettet
und an Land gebracht. Zwei Schülerinnen kamen mit Verdacht auf Unterkühlung
ins Krankenhaus. Die anderen kamen mit dem Schrecken davon.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Nasse Eisabenteuer auf "Wilderness Adventurer"
(11.05.2004) -
In Tracy Arm kollidierte das kleine Kreuzfahrtschiff "Wilderness
Adventurer", 89 BRZ, am 11. Mai mit Eisschollen und schluig leck. Die 19
Passagiere sowie drei Besatzungsmitglieder wurden von dem 1983 erbauten
Schiff evakuiert und auf ein anderes Kreuzfahrtschiff gebracht. Der
verbliebenen Crew gelang es, den Wassereinbruch durch ein drei Inch großes
Leck unter Kontrolle zu bekommen und das Schiff nach Juneau einzubringen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Halbzeit bei Ölbergung
(11.05.2004) -
Am 11. Mai gelang es, die ersten 903 Tonnen Öl aus der havarierten "Cape
Africa" abzupumpen. Damit verbleibt noch einmal dieselbe Menge in den Tanks
des Bulkcarriers. Am Abend löste die "Nikolay Chiker" die Verbindungen und
lief ins 160 Seemeilen entfernte Kapstadt, wo das Bunkeröl gelöscht werden
soll. Anschließend soll so schnell wie möglich zum Schleppzug vor der
südafrikanischen Küste zurückkehren, um günstige Wetterbedingungen zum
weiteren Abpumpen zu nutzen. Die "Nikolay Chiker" hat sich bei dem
bisherigen Einsatz gut bewährt, denn sie vermag dank spezieller
Positionierungsausrüstung auch höhere Schwell abzufangen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Ölbergung von "Cape Africa" gestartet
(11.05.2004) -
In den frühen Morgenstunden des 11. Mai begann die Ölbergung von dem
havarierten Bulkcarrier "Cape Africa". Gegen fünf Uhr morgens wurde der
erste Betriebsstoff aus den Bunkertanks des Havaristen in Tanks des
Bergungsschleppers "Nikolay Chiker" umgepumpt. Am Vorabend waren die
Schläuche installiert und getestet worden, nachdem die Wetterbedingungen
sich verbessert hatten. Nachdem die Verbindung einsatzfähig war, kehrten
die Berger auf den Schlepper zurück. Anschließend begann das Pumpen, wobei
stündlich 50 Tonnen auf den Schlepper transferiert werden sollen. Die
Aktion wird ununterbrochen fortgesetzt, solange die Wetterbedingungen dies
zulassen. Solange Öl sich an Bord der "Cape Africa" befindet, wird sie von
der "Smit Amandla" auf einer Position rund 160 Seemeilen westlich von
Kapstadt gehalten.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Schlepper bei Ausweichmanöver gesunken
(10.05.2004) -
Am 10. Mai kenterte der Schlepper "Missie Ann" auf dem Intra Coastal
Waterway im Barataria Schutzgebiet von Los Angeles, und sank. Das 50 Fuß
lange Schiff war mit Bauausrüstung am Bug befestigt auf Westkurs unterwegs
gewesen, als es einem anderen Schiff ausweichen musste. Dabei krängte der
auf Hartruderlage gegangene Schlepper so stark, dass er umschlug.
Unmittelbar nach dem Unglück wurden Bergungsbemühungen eingeleitet.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Explosion in Montevideo
(10.05.2004) -
Im Hafen von Montevideo, Uruguay, explodierte am Morgen des 10. Mai die
südkoreanische "Sung Kyung 201". Ein Tank mit Ammoniakgas, das für
Kühlzwecke genutzt wurde, war zuvor leckgeschlagen. Bei der Explosion
traten größere Mengen Ammoniak aus. 80 Personen mussten wegen
Vergiftungserscheinungen ärztlich behandelt werden. Während der
Untersuchung des Zwischenfalls wurde der Hafen von Montevideo geschlossen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Passagierschiff rammt Kaimauer
(10.05.2004) -
Beim Auslaufen aus Beuafort, South Carolina, nach Hilton Head Island
kollidierte am Morgen des 10. Mai der 168 Fuß lange Kabinenkreuzer
"American Glory" mit einer Kaimauer. Das 2002 von der Cheasapeake
Shipbuilding in Salisbury erbaute, 12,5 Knoten schnelle Schiff beschädigte
die Pier auf einer Länge von 40 Fuß und rammte außerdem zwei dort vertäute
Yachten. Die 49 Passagiere blieben bei dem Zwischenfall unverletzt. Die
Kollision ereignete sich, als das Heck des Schiffes von Strömung und Tide
erfasst und gegen den Kai getrieben wurde.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Fähre vor Alaska gestrandet
(10.05.2004) -
Am 10. Mai lief in den Morgenstunden die 235 Fuß lange RoRo-Fähre "LeConte"
mit 86 Passagieren und 23 Mann Besatung an Bord auf ein Riff in der
Peril-Straße 30 Seemeilen nördlich von Sitka, Alaska. Die Fähre schlug leck
und lief voll Wasser. Die zwei Katamarane "St. Eugene" und "St. Tatiana"
kamen dem im flachem Wasser des Cozian Riff auf Grund liegenden Schiff zu
Hilfe und evakuierten die Passagiere sowie entbehrliche
Besatzungsmitglieder von Bord. Zwei verletzte Passagiere wurden per
Hubschrauber nach Sitka geflogen. Der "LeConte" wurde von Helikoptercrews
aus Sitka sowie den Küstenwachbooten "Maple" und "Anacapa", dem
Forschungsschiff "John Cobb" der National Oceanic and Atmospheric
Administration sowie Schlepp- und Rettungsbooten assistiert. Bei Einsetzen
der Ebbe stieg der Wasserspiegel im Schiff nicht mehr weiter an. In den
Mittagsstunden gelang es, die weit aus dem Wasser ragende Fähre zu lenzen
und zehn Grad zu krängen. Die Maschine war ausgefallen, Hilfsdiesel jedoch
noch betriebsfähig. Küstenwachteams arbeiteten fieberhaft daran, den
Schiffsrumpf abzudichten. Bislang wurde kein Ölaustritt beobachtet. Die vom
Alaska Marine Highway System bereederte "LeConte" war Ende 1973 bei
Peterson Shipbuilders in Sturgeon Bay, Wisconsin, vom Stapel gelaufen und
1974 in Dienst gestellt worden. Sie hat eine Kapazität von 250 Passagieren
und 34 20-Fuß-Trailern. Die Kurzstreckenfähre erreicht 14,5 Knoten.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Familie trieb nach Schiffsuntergang im Wasser - Mutter tot
(10.05.2004) - Am 8. Mai wurde vor Brunswick, Florida, ein Boot mit einer fünfköpfigen
Familie an Bord von einer Welle überrollt. Es sank zur Mittagszeit zwei
Meilen südlich der Golden Isle Marina. Ein Rettungsboot fand die
Schiffbrüchigen im Wasser treibend und zog sie an Bord. Eine 39jährige
Frau, die ebenso wie ihr Mann keine Schwimmweste getragen hatte, war
bereits bewusstlos. Sie wurde zwar so schnell wie möglich in ein örtliches
Krankenhaus transportiert, konnte aber nicht mehr gertttet werden. Die
anderen vier Personen überlebten das Unglück.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Arbeiten zum Öltransfer von der "Cape Africa" angelaufen
(10.05.2004) -
Bei verbesserten Wetterbedingungen begannen am Morgen des 10. Mai die
Vorbereitungen zum Öltransfer vom leckgeschlagenen Bulkcarrier "Cape
Africa" zur "Nikolay Chiker". Der Schlepper soll rund 1000 Tonnen
Kraftstoff empfangen. Während des vergangenen Wochenendes hatte eine
Schwell von über fünf Metern Höhe jeden Versuch, eine Verbindung
herzustellen, vereitelt. Die vor einigen Tagen von den Marion Islands nach
Kapstadt zurückgekehrte "SA Agulhas" soll später das restliche Öl - rund
900 Tonnen - übernehmen. Um eine größtmögliche Sicherheit der
Bergungsmannschaften zu gewährleisten, wird nur soviel Personal wie
unbedingt nötig auf der "Cape Africa" tätig sein. Niemand wird sich
dauerhaft dort aufhalten, jede nicht benötigte Person sofort nach Abschluss
ihrer jeweiligen Tätigkeit wieder von Bord geholt. Um dies zu
bewerkstelligen, wurde ein Helikopter auf der "SA Agulhas" stationiert, der
jederzeit startbereit ist, um eine sofortige Evakuierung oder auch den
Transport verletzter Personen zu ermöglichen. Die "Cape Africa" wird
derweil von der "Smit Amandla", die direkt vor diesem Einsatz der vor
Sunset Beach gestrandeten "Sealand Express" Hilfe geleistet hatte, auf
ihrer Position rund 160 Seemeilen vor der südafrikanischen Küste gehalten.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Fähre erlitt schwere Brandschäden
(09.05.2004) -
Im Hafen von Nagasaki, Japan, bracht am 9. Mai auf der Passagierfähre
"Hamanasu", 18500 BRZ, ein Feuer aus. Das RoRo-Schiff wurde bei dem Brand
schwer beschädigt.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Trosse in Schraube eines "Cape Africa"-Bergungsschlepper verfangen
(09.05.2004) -
Die Bergungsarbeiten am havarierten Bulkcarrier "Cape Africa" erlitten am
8. Mai Rückschläge. Hohe Schwell vereitelte den Plan, die Ölpumparbeiten an
diesem Wochenende zu beginnen. Außerdem geriet der "Nikolay Chiker", die
1.000 Tonnen Treibstoff aufnehmen soll, am Morgen eine Trosse in einen
Propeller, sodass sie zum Klarieren des Antriebs nach Kapstadt zurückkehren
musste. Anschließend sollte sie siech im Laufe des kommenden Tages rund 160
Seemeilen westlich von Kapstadt mit der "Smit Amandla" und der "SA Agulhas"
treffen. Die Lage der "Cape Africa" scheint derzeit den Umständen
entsprechend stabil zu sein. Sollte aber ein Schott brechen, würde
angesichts der 150.000 Tonnen Eisenerzladung ein schneller Untergang des
Frachters erfolgen, in dessen Bordwand ein Loch von 20x5 Metern klafft.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Unsanftes Anlegemanöver: Motorschiff prallt gegen Kaimauer
(09.05.2004) Um 16.20 Uhr schepperte es am Freitag am Europakai. Bei dem niederländischen Motorschiff „Assi Scan Link“ versagte während des Anlegemanövers die Umsteuerung von der Brücke zur Nock, wie die Cuxhavener Wasserschutzpolizei anschließend ermittelte.
Das 146 Meter lange Schiff prallte gegen die Kaimauer und schrammte an ihr entlang, kam aber vor der Ladebrücke zum Stillstand. Am Schiff wurden einige Scheuerleisten-Taschen abgerissen, der Schaden am Europakai beläuft sich nach ersten Schätzungen auf rund 50000 Euro.
Gegen die „Assi Scan Link“ wurde ein Weiterfahrverbot mit der Auflage der Klassen-Erneuerung verhängt _ erst wenn im Beisein der Cuxhavener Wasserschutzpolizisten und der See-Berufsgenossenschaft die ordnungsgemäße Funktion der Umschaltung demonstriert wurde, geht das mit 13436 GT vermessene Schiff wieder auf Fahrt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Rheinalarm nach Schiffsuntergang
(07.05.2004) - Auf dem Rhein sank im Hafen vom Beinheim am 4. Mai ein Arbeitsschiff nach
der Kollision mit einem Schwimmbagger. Dabei liefen rund 50 Tonnen
Dieselkraftsttoff aus. Nachdem sich das Öl trotz ausgebrachter Sperren in
den folgenden 48 Stunden bis zum Oberrhein ausbreitete, wurde
internationaler Rheinalarm ausglöst. Verschmutzungen wurden bislang vor
allem zwischen der Altrheinmündung Beinheim im Elsass und Karlsruhe
festgestellt. Auch im Bereich Germersheim in Rheinland-Pfalz kam es zu
Verunreinigungen auf einer Strecke von zehn Kilometern. Auf der
französischen Seite konnte das Öl teilweise beseitigt werden. Auf deutscher
Seite war dies wegen der Strömung und des dünnen Ölfilms nicht möglich. Die
Feuerwehren und Wasserwerke in der Region wurden in Absprache mit der
Wasserschutzpolizei Karlsruhe alarmiert. Auch zwischen Rastatt und
Karlsruhe wurden den Angaben zufolge neben der Wasserschutzpolizei die
Feuerwehren eingeschaltet. Die Wasserqualität des Rheins wird fortlaufend
von der baden-württembergischen Landesanstalt für Umwelt (LfU) in Karlsruhe
überwacht. Bislang gebe es nach Angaben eines Polizeisprechers keine
Besorgnis erregenden Werte. Behinderungen für die Schifffahrt bestehen
ebenfalls nicht.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Hilfsaktion für "Cape Africa" läuft an
(07.05.2004) -
Videos sollen Aufschluss geben über den Zustand des angeschlagenen
Bulkcarriers "Cape Africa", der 300 Kilometer vor der westlichen Kapküste
gehalten wird. Ein Helikopter flog am Morgen des 7. Mai zum Havaristen
hinaus, um die Wetterbedingungen und die Stabilität des Frachters zu
sondieren. Die "Nikoaly Chiker" ist inzwischen in Richtung der "Cape
Africa" ausgelaufen, während die "SA Agulhas" in der Tafelbucht eintraf, um
als Basis für die Ölbergungsaktion ausgerüstet zu werden. Derzeit wird das
Gerät auf das Schiff geladen, das ebenfalls im Laufe des Tages Kurs auf die
"Cape Africa" nehmen soll. Das Umweltministeriium hat derweil ein weiteres
Ölbekämpfungsschiff, die "Umalusi", aktiviert, um im Falle einer
Ölverschmutzung reagieren zu können. Es soll dem bereits seit mehreren
Tagen bei dem lecken Frachter liegenden Ölbekämpfungsschiff "Kuswag VI"
assistieren.
Quelle: Tim
Schwabedissen
51 Vermisste in Unwetter vor Indien
(06.05.2004) -
Ein schweres Unwetter brachte vor Indien am 6. Mai zahlreiche Boote in
Seenot. Im Bereich des Arabischen Meeres werden 51 Fischer mit ihren
Kuttern vermisst. Die Suchaktion von Rettungkräften wurde durch schwere
Regenfälle beeinträchtigt. Sechs Philippinen, deren Yacht wegen des
schlechten Wetters in Seenot geraten war, konnten unerdessen gerettet werden.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Kein erhöhtes Explosionsrisiko des "Richard Montgomery"-Wracks
(06.05.2004) - Entwarnung gab die britische Maritime and Coastguard Agency am 5. Mai
bezüglich der Explosionsgefahr der "Richard Montgomery". Das Wrack dieses
Liberty-Frachters sank 1944 vor Sheerness und brach später auseinander. An
Bord des Schiffes befinden sich große Mengen Munition, wegen der jegliche
Arbeit am Schiff gefährlich ist. Taucher aus Falmouth haben in den
vergangenen Monaten eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt, die sich
besonders auf das mit den Sprengkörpern beladene Vorschiff konzentrierte.
Außerdem wurden die größten Bruchstellen im Rumpf sowie die Lage des Wracks
auf dem Meeresgrund in Augenschein genommen. Die Ergebnisse wurden mit
denen früherer Untersuchungen aus den Jahren 1981 und 1991 verglichen. Die
Rupfstärke hat sich seither nicht wesentlich verändert. Die
Hauptbruchstelle hat sich geringfügig vergrößert, wobei einige kleinere
Wrackteile sich gelöst haben. Dies ist vermutlich auf Tidenströmungen und
Erosionsprozesse zurückzuführen. Da sich die Gefahren, die von dem Wrack
ausgehen, offenkundig nicht vergrößert haben, sehen die Experten keinen
Grund zu verstärkter Besorgnis. Dennoch bleibt um die "Richard Montgomery"
eine Verbotszone eingerichtet, die weiterhin kontrolliert wird.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Kutter beim Netzeinholen gesunken
(05.05.2004) -
Zu viel Fangglück hatte der drei Jahre alte Trawler "Fundy Leader" am 5.
Mai vor der englischen Küste. Beim Einholen des prall gefüllten Netzes
verlor das 138 BRZ große Schiff die Stabilität, kenterte und sank.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Kollision auf Nord-Ostsee-Kanal
(05.05.2004) - Am Abend des 3. Mai rammte die Brunsbütteler Kanalfähre ein Lotsenboot. Das
Unglück ereignete sich beim Ablegen vom Fähranleger. Bei der Kollision
wurde der Rumpf des Lotsenbootes eingedrückt, schlug aber nicht leck.
Ursache des Zusammenstoßes war der Ausfall eines elektronischen Bauteils
der Hauptsteuerung auf der Fähre. Menschen wurden bei dem Unfall nicht
verletzt.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Russischer Schlepper kommt "Cape Africa" zu Hilfe
(05.05.2004) -
Unerwartete Hilfe für die "Cape Africa". Der russische Bergungsschlepper
"Nikolay Chiker", der seit Monaten beschäftigungslos vor Kapstadt vor Anker
gelegen hatte, machte sich am Morgen des 5. Mai zum sechs Fahrstunden
entfernten Havaristen auf. Am Vorabend hatte das in Murmansk beheimatete
Schiff rund 1.000 Tonnen Öl gelöscht, um in seinen Bordtanks Platz für
Bunkeröl der "Cape Africa" zu schaffen. Ob das Schiff zuvor unter
offiziellen Kontrakt genommen worden war, ist bislang nicht bekannt. Bei
günstigen Wetterbedingungen könnte der Betriebsstoff der "Cape Africa"
binnen drei Tagen gelöscht werden. Eigentlich war die "SA Agulhas" für die
Pumpaktion vorgesehen. Sie kann die Position 200 Kilometer westlich von
Hout Bay aber nicht vor dem 7. Mai erreichen. Erschwerend kommt hinzu, dass
vom 6. Mai an eine Reihe von Tiefdruckgebieten im Seegebiet vor Kapstadt
erwartet werden. Bei einem Untergang der "Cape Africa" auf 4.000 Meter
Tiefe wird befürchtet, dass die 1.900 Tonnen Öl schnell auslaufen und sich
bei den vorherrschenden nordwestlichen Strömungen mit einer Geschwindigkeit
von zehn Kilometern pro Tag auf die südafrikanische Küste zubewegen würden.
Zuletzt hatte der Untergang des Bulkcarriers "Treasure" im Jahr 2000 an der
südafrikanischen Westküste erhebliche Umweltschäden verursacht und den Tod
tausender der seltenen Jackass-Pinguine verursacht. Inzwischen haben die
Versicherer der "Cape Africa" zugesagt, für die Kosten der Bergungsaktion
aufzukommen. Ihr droht auch der Verlust der rund 2,8 Millionen $ werten
Eisenerzladung von 150.000 Tonnen. Da bereits drei der neun Laderäume leck
geschlagen sind und ein Loch von 23 Metern Länge und fünf bis sieben Metern
Höhe in der Bordwand klafft, wird für den Fall, dass die Schotten zu den
angrenzenden Frachträumen unter dem Wasserdruck zusammenbrechen, ein
rascher Untergang der "Cape Africa" befürchtet, sodass der Wasserdruck das
Schiff erheblich zerstören würde. Südafrikanische Behörden äußerten bereits
Verwunderung darüber, dass sich der Havarist überhaupt so lange über Wasser
halten konnte.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Schlepper in Cheasapeake-Bay leckgeschlagen
(04.05.2004) -
In der amerikanischen Cheasapeake-Bay schlug am Abend des 4. Mai der 41 Fuß
lange Schlepper "Osceola" nahe des Rappahannock Shoal Channel leck. Das mit
drei Mann besetzte Schiff rief die Küstenwache zu Hilfe, die einen HH
60-Rettungshubschrauber aus Elizabeth City entsandte. Der Helikopter
winschte eine zusätzliche Lenzpumpe auf die "Osceola" ab. Gleichzeitig lief
ein Rettungsboot aus Milford Haven aus und nahm sich einer leeren Ölbarge
an, die der Schlepper an seiner Trosse hatte. Auf ihr befanden sich weitere
zwei Besatzungsmitglieder. Es gelang, die Situation mit vereinten Kräften
unter Kontrolle zu bekommen. Menschen wurden nicht verletzt.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Boot mit Spannern in Texas gekentert
(04.05.2004) - Auf dem Lake Travis, Texas, kenterte am 2. Mai ein Pontonboot. Das
zweideckige Fahrzeug hatte sich mit 60 Personen besetzt dem FKK-Strand
Hippie Hollow, dem einzigen Nacktbadestrand des US-Bundesstaates, genähert.
Als sich die Fahrgäste dann alle auf die dem Strand zugewandte Schiffsseite
begaben, verlor es die Stabilität, schlug um und sank. Nach ersten
Erkenntnissen vermochten sich zwar alle unfreiwilligen Badegäste zu retten.
Dennoch sollten Taucher sicherheitshalber das Wrack des gesunkenen
Spannerbootes absuchen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
"Rocknes" auf dem Weg nach Polen
(03.05.2004) -
Am 3. Mai verließ das Wrack des Frachters "Rocknes" am Haken von Schleppern
den Hafen von Bergen. Ziel des Schleppzugs ist Danzig. Hier soll das Schiff
nach einer Vereinigung zwischen der Reederei Jebsen und dem norwegische
Versicherer Norwegian Hull Club repariert werden. Die Kosten werden auf
etwa 280 Millionen norwegische Kronen geschätzt. Im Januar 2005 soll die
"Rocknes" wieder in See stechen. Sie hatte sich nach dem Wiederaufrichten
in relativ gutem Zustand präsentiert.
Quelle: Tim
Schwabedissen
"Cape Africa" droht zu sinken
(03.05.2004) - Kein Ende des Dramas um die vor Südafrika leckgeschlagene "Cape Africa". Am
30. April hatte es neue Hoffnung für den Bulkcarrier gegeben, nachdem der
Bergungsschlepper "Smit Amandla" eine Schlepptrosse auf dem Havaristen fest
hatte und ihn auf Anweiseung der südafrikanischen Meeressicherheitsbehörde
an einer 4.000 Meter tiefen Wasserstelle auf Position hielt. Vorrangiges
Augenmerk galt den Möglichkeiten zum Abpumpen dr 1.800 Tonnen Öl in den
Bunkertanks. Vor Entfernung des Öls wird die "Cape Africa" sich nicht näher
an die südafrikanische Küste heranbewegen dürfen. Nach bisherigen
Erkenntnissen erstreckt sich das 20 Meter lange und 2,4 Meter breite Loch
in der Bordwand bis zwei Meter undter die Wasserlinie. Auch auf der anderen
Seite ist der Rumpf in ungefähr diesem Ausmaß schwer beschädigt. Nachdem
das Schiff im Lauf des 28. April ein Stück tiefer gesunken war,
stabilisierte sich der Prozess nach dem Eintreffen der "Smit Amandla"
zunächst. Am 2. Mai wuchsen die Befürchtungen aber wieder, dass die "Cape
Africa" sinken könnte, sodass sie evakuiert wurde. Das Ölbekämpfungsschiff
"Kuswag IV" traf mittlerweile gleichfalls vor Ort ein und wird den weiteren
Verlauf beobachten. Auch die "Kuswag VIII" wurde in Marsch gesetzt.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Leckage in "Cape Africa" größer als vermutet
(02.05.2004) -
Das Leck im Laderaum III des angeschlagenen Bulkcarrier "Cape Africa",
149.533 tdw, ist nach ersten Inspektionen erheblich größer als angenommen.
Momentan klafft ein Loch von 23 Meter Länge und 7,2 Metern Breite im Rumpf.
Damit ist die Stabilität und Sicherheit des Schiffes stark gefährdet. Beim
geplanten Versuch, die 1.900 Tonnen Bunkeröl zu leichtern, soll die
Sicherheit des Personals oberste Priorität haben. Bergungsexperten,
darunter auch ein Schiffsstatiker, trafen am 2. Mai beim Havaristen ein.
Smit Salvage charterte inzwischen den sonst in arktischen Gewässern
eingesetzten Versorger "SA Agulhas", um ihn als Basis für Personal und
Ausrüstung zu nutzen. Er kann das Öl vorläufig aufnehmen und
Hubschraubereinsätze unterstützen. Die "SA Agulhas" ist mittlerweile auf
dem Weg von Marion Island nach Kapstadt und soll dort am 5. März
eintreffen. Gegen Ende der Woche wird sie bei der "Cape Africa" erwartet,
die an der Trosse der "Smit Amandla" bis dahin weiterhin auf einer Distanz
von 120 Seemeilen zur Küste gehalten werden soll. Derzeit steht der
Havarist rund 160 Seemeilen westlich von Kapstadt. Die "Cape Africa" war
mit Eisenerz auf dem Weg von Ponta de Madeira in den Fernen Osten, als der
Rumpfschaden am 26. April festgestellt wurde. Am 28. April wurde die
Besatzung abgeborgen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Wohnboot bei Wolgast gestrandet
(02.05.2004) -
Auch nach dem Wegfall der Zollkontrollen im deutsch-polnischen Grenzgebiet
gibt es Arbeit für die Grenzer: Am 2. Mai barg ein Zollkreuzer ein
gestrandetes Wohnboot im südlichen Peenestrom bei Wolgast. Das imt vier
Personen besetzte Boot war beim Manövrieren aus dem engen Fahrwasser
herausgetrieben und dann auf Grund gelaufen. Die Besatzung machte mit
Winken die "Ruden" auf ihre missliche Situation aufmerksam. Es gelang, eine
Schleppleine zu übergeben und das Boot anschließend in tieferes Wasser
zurück zu bugsieren.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Frachter vor Philippinen auf Grund
(02.05.2004) -
Beim Versuch, einem anderen Schiff auszuweichen, lief der Containerfrachter
"LT Peace" bei den Philippinen auf Grund. Um den Havaristen der
italienischen Lloyd Triestino freizubekommen, mussten Teile der
Containerladung geleichtert werden. Am 2. Mai hatte die "LT Peace" wieder
Wasser unter dem Kiel und machte zur Reparatur der Strandungsschäden im
Hafen von Manila fest.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Kümo nach Übergehen der Ladung gesunken
(02.05.2004) -
Zwei Seemeilen vor dem Hafen von Baisha auf Tiny Island rissen sich am
Morgen des 2. Mai Ladungsteile auf dem Frachter "Chihong Gao" los. Das
Schiff war mit Betonmasten auf dem Weg von Tungkang nach Liu Chiu zuvor in
schwere See geraten. Starke Strömungen trugen außerdem dazu bei, dass sich
die "Chihong Gao" stark überlegte. Die Laschings der für elektrische
Leitungen vorgesehenen Masten brachen, und die übergehende Ladung ließ das
Kümo rasch kentern. Der Kapitän und drei Besatzungsmitglieder wurden nach
dem Untergang vermisst. Ein Mann konnte lebend geborgen werden.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Schiff mit Robbenjägern in Seenot
Oslo (02.05.2004) Ein Schiff norwegischer Robbenjäger mit 13 Besatzungsmitgliedern ist am Sonntag vor Grönland in Seenot geraten. Nach Angaben der norwegischen Seerettung trat in dem Schiff ein Leck auf. Die «Havsel» nehme durch das Loch im Rumpf Wasser auf. Die Besatzung versuche, das Leck zu reparieren, erklärte ein Sprecher der Seerettung. Ein Rettungskreuzer und ein Aufklärungsflugzeug wurden zu dem Havaristen entsandt. Auch die isländische Seerettung versuche, einen Hubschrauber zu dem Schiff zu entsenden. Die Aktion sei aber wegen schlechten Wetters in der Region riskant. Wegen der großen Entfernung wird der Rettungskreuzer erst am späten Montagabend bei der «Havsel» eintreffen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Mehr als 20 Tote bei Schiffsunglück in Vietnam
Hanoi (01.05.2004) Beim Kentern eines Touristenbootes in Vietnam sind mindestens 22 Menschen ums Leben gekommen, darunter ein achtjähriges Kind. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, sank das Schiff am Freitagnachmittag sechs Kilometer vor der Küste im Süden des Landes. An Bord waren etwa 130 Menschen. Mehr als tausend Helfer waren auf der Suche nach Überlebenden, bislang konnten 92 Menschen gerettet werden, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Ein Dutzend Menschen wurden noch vermisst. Unglücksursache war den Angaben zufolge vermutlich eine defekte Pumpe.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS