
EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv Juli 2004
Last update: Montag, 03. Juli 2004, 12:32 Uhr
Yacht vor Borkum verirrt - Zollkreuzer wurde rettender Engel
(30.07.2004) -
Zum rettenden Engel wurde vor Borkum der Zollkreuzer "Emden". Eine
niederländische Yacht hatte nachts aufgrund unbeleuchteter Tonnen Probleme,
das Borkumer Fahrwasser zu finden. Der Borkumer Seenotrettungskreuzer
"Alfried Krupp" war wegen eines anderen Einsatz nicht abkömmlich, so dass
die "Emden" Kurs auf den Holländer nahm, der inzwischen auf Grund gelaufen
war. Als die "Emden" in die Ems einlief, war er aber aus eigener Kraft
wieder freigekommen. Kurz darauf rief eine andere niederländische Yacht in
der Nähe von Helgoland mit Schraubenproblemen um Hilfe. Nach Rücksprache
mit dem Rettungskreuzer "Hermann Marwede" suchte die in der Nähe stehende
"Emden" die angegebene Position ab, fand das fragliche Schiff aber nicht.
Die Suche wurde daraufhin zunächst abgebrochen. Dann ging jedoch ein
weiterer Notruf ein, und die Wiederaufnahme der Suche führte zum Auffinden
der Yacht. Sie wurde gesichert, vom Tochterboot der "Marwede" auf den Haken
und genommen und schließlich sicher nach Helgoland eingebracht.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Sechs Tote bei Tankeruntergang vor Sri Lanka
(29.07.2004) - Vor der Ostküste von Sri Lanka expldierte am 29. Juli der Tanker "Seraya
Baru", 17.776 BRZ. Der 32.107 Tonnen verdrängende Produktentanker sank
wenig später. Der Tanker "British Pride", 160.216 BRZ, wurde als
nächstliegendes Schiff von den indischen Behörden zur Unglücksstelle
geführt. Es gelang, 18 Seeleute von ihrem sinkenden Schiff zu retten und an
Bord der 334 Meter langen, 305.904 Tonnen verdrängenden "British Pride" zu
bringen. Weitere sechs Crewmitglieder der "Seraya Baru" kamen aber ums
Leben. Das Schiff war auf dem Weg von den Malediven nach Indonesien
gewesen. Die Ursache der Explosion ist noch unklar.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Barge mit Chemikalienladung nach Strandung leck geschlagen
(29.07.2004) - Am 27. Juli lief die Barge "KTC 115" mit einer Ladung Calziumchlorid im St.
Lawrence-Strom nahe Alexandria Bay auf Grund. Das Fahrzeug der Reederei
McKeil Marine schlug leck und verlor 12.000 Gallonen seiner
Chemikalienladung. Der Stoff, der zum Schmelzen von Eis verwendet wird,
soll jedoch keine Umweltgefährdung in dem touristisch attraktiven Gebiet
rings um Boldt Castle darstellen. Um die Unglücksstelle wurde eine
Sicherheitszone von der Küstenwache eingerichtet. Die Schifffahrt auf dem
Fluss ist behindert. Auslöser des Unglücks war eine gebrochene Trosse zum
Zugschlepper "Salvor".
Quelle: Tim
Schwabedissen
Bereits 6.300 Tonnen Öl aus "Prestige"-Wrack geborgen
(29.07.2004) -
Rund eineinhalb Jahre nach dem Untergang des Tankers "Prestige" vor der
Nordwestküste Spaniens ist inzwischen rund die Hälfte des im Schiffswrack
verbliebenen Schweröls geborgen worden. Bislang wurden 6.300 der noch in
den Tanks vermuteten 14.000 Tonnen Öl beseitigt. Die rund 100 Millionen
Euro teure Aktion soll bis Herbst abgeschlossen werden. Das Wrack des
ursprünglich mit 77 000 Tonnen Öl beladenen Tankers liegt in fast 4000
Metern Tiefe auf dem Boden des Atlantiks. Um das Öl zu bergen, werden mit
Unterwasserrobotern die Tanks aufgebohrt. Das entweichende Öl wird mittels
darüber gehängter Säcke, deren Öffnung nach unten weist, aufgefangen.
Anschließend lässt man die Säcke zur Wasseroberfläche aufsteigen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
"Ondo"-Wrack virtuell wieder auferstanden
(29.07.2004) -
Seine erste Begegnung mit der "Ondo" hatte der Dorstener Christian Wiemeler
in den 80er Jahren. Damals sah er das Wrack des 1961 auf dem Großen
Vogelsand gestrandeten Frachters während eines Cuxhaven-Urlaubs. Zehn Jahre
später, als er das Wrack auf einer Schiffstour erneut sichtete, wuchs in
ihm der Beschluss, mehr über das Schicksal des englischen Frachters
erfahren. "Mich interessierte vor allem der langjährige Verfalls- und
Verrostungsprozess", erklärt Wiemeler, "doch waren dazu leider keine
Informationen beziehbar." Also recherchierte er im Internet.
Nachdem er auf diesem Weg einige Quellen zur "Ondo" ausfindig gemacht
hatte, konnte er sich ein genaueres Bild vom Wrack machen. Wrackforscher,
aber auch Freizeitpaddler halfen ihm, den Weg von der Strandung bis hin zu
den Wrackresten, die sich heute am Rand des Elbfahrwassers darbieten,
nachzuvollziehen.
Da er seine Erkenntnisse auch einem größeren Publikum zugänglich machen
wollte, begann Wiemeler im November 2003, eine Internet-Seite zur "Ondo" zu
basteln. "Ich nahm an, dass sich auch andere für dieses Thema und die
vielen tollen Bilder interessieren könnten. Denn fast jeder, der in den
letzten Jahrzehnten über die Elbe nach Helgoland fuhr, dürfte das Wrack
eigentlich kennen."
Mittlerweile gibt es auf der kontinuierlich ausgebauten Homepage
http://ondo.funpic.de auch ein Kapitel über das Schicksal des italienischen
Frachters "Fides", der nur 46 Tage nach dem "Ondo"-Unglück auf dem
Vogelsand auf Grund lief und auseinanderbrach. "Die 'Ondo' und die 'Fides'
wurden schon immer in einem Atemzug genannt und gehören somit quasi
zusammen", sagt Wiemeler.
Inzwischen haben etliche Zeitzeugen zu der Website beigetragen. In
Animationen und Grafiken wird der Zerfallsprozess des "Ondo"-Wracks
anschaulich gemacht. Wiemeler sucht jedoch stets den Kontakt zu weiteren
Personen, die mit der "Ondo" zu tun hatten oder sie ablichteten, um dieses
Stück maritimer Zeitgeschichte in Erinnerung zu halten. Auf der Website
gibt es die Möglichkeit, Kontakt mit Wiemeler aufzunehmen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Trawler vor Hongkong gesunken - Sorge um 22 Mann Besatzung
(29.07.2004) -
In einem schweren Sturm sank am 27. Juli vor der südchinesischen Küste ein
Trawler. Rettungskräfte suchen seither nach der vermissten 22-köpfigen
Besatzung. Auch zwei Tage nach dem Untergang herrschte an der
Unglücksstelle 320 Kilometer nordöstlich von Hongkong noch schlechtes
Wetter, was die Suche erheblich erschwerte und die ÜBerlebenschancen der
Schiffbrüchigen schwinden ließ.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Vollschiff "Sörlandet" rettete holländische Schiffbrüchige
(28.07.2004) - Wie erst am 27. Juli beim Einlaufen des norwegischen Vollschiffs
"Sörlandet" nach Bremerhaven bekannt wurde, rettete die Crew des
Dreimasters bereits vor gut drei Wochen im Ärmelkanal die Besatzung einer
gesunkenen holländischen Yacht. Das Boot war bei starkem Sturm nördlich von
Dover gesunken. Der Skipper flüchtete sich mit seinem kleinen Sohn in eine
Rettungsinsel. Etliche Schiffe passierten in der vielbefahrenen
Wasserstraße die in den Wellen tanzende Insel, ohne sie trotz von dort
abgefeuerter Signalraketen zu sichten. Es war die letzte Rakete, die in den
Himmel aufstieg, die von der Wache der "Sörlandet" bemerkt wurde. Wenig
später wurden die beiden Schiffbrüchigen nach zehn Stunden aus der
aufgewühlten See des Ärmelkanals an Bord des Seglers gezogen.
Weinverkostung aus Ladung des "Seine"-Wracks
(28.07.2004) - Ein halbes Jahrhundert, nachdem er an Bord des Frachters "Seine" auf den
Grund des Meeresbodens sank, wurde jetzt in London ein französischer
Champagner verkostet. Im Bauch des 1955 vor Südengland gesunkenen Schiffes
hatten Taucher des Fokestone Diving Club 20.000 Halbliter-Flaschen mit
französischem Champagner gefunden. Der edle Tropfen sei auch nach einem
halben Jahrhundert unter Wasser gut trinkbar, wenn auch etwas "muffig" und
mit einem leichten Fischaroma, berichteten Teilnehmer anschließend. Zur
Verkostung des Tröpfchens geladenene Experten berichteten, der Champagner
sei vermutlich nicht jedermanns Geschmack. "Älterer Champagner perlt oft
nicht mehr - und dieser hier hat seine Perligkeit fast völlig verloren. Man
kann ihn nur lieben oder hassen", kommentierte eine Wein-Expertin. Der
Champagner vom Meeresgrund habe eine "wunderschöne goldene Farbe und
honigartige, mineralische Aromen sowie ein pilziges Bouquet". Dies sei bei
altem Champagner ganz normal. Einigen Probanden habe das Getränk zu
"muffig" gerochen, "aber es schmeckte absolut in Ordnung". Nichts im
Geschmack deute darauf hin, dass der Champagner aus einem Schiffswrack
stamme, hieß es.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Deutsches U-Bootwrack vor Kanada entdeckt
(28.07.2004) -
Erstmals gelang es einem kanadischen Taucherteam, vor der eigenen Küste das
Wrack eines deutschen U-Boots aus dem Zweiten Weltkrieg ausfindig zu
machen. Das Boot der U-215-Serie wurde während einer zweiwöchigen
Expedition rund 200 Kilometer vor der Küste von Neu-Schottland mithilfe von
Sonar entdeckt. Das U-Boot sei am 3. Juli 1942 gesunken, nachdem es einen
US-Marinekonvoi angegriffen und dabei ein Versorgungsschiff versenkt habe,
sagte der Expeditionsleiter. Die eigentliche Mission des deutschen Schiffes
sei es gewesen, vor dem Hafen von Boston Minen zu legen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Letzte Sektion der "Tricolor" geborgen
(28.07.2004) -
Am 22. Juli wurde das letzte, 500 Tonnen große Einzelwrackteil der
"Tricolor" nach seiner vorangegangenen Hebung im belgischen Zeebrugge
eingeschleppt. Damit wurden im Rahmen der bisherigen Bergungsaktion bislang
8.500 Tonnen Trümmer des gesunkenen Autofrachters vom Grund des Ärmelkanals
geräumt. Die Arbeit mithilfe des Schwimmkrans "Taklift 4" wird indes noch
bis voraussichtlich September fortgesetzt. Nach der Hebung der neunten
Schiffssektion muss in Zeebrugge nun zunächst wieder der große Greifer an
dem Kran montiert werden, der zur Räumung des verbliebenen Trümmerfeldes
notwendig ist. An der Untergangsstelle liegen jetzt noch Teile von
Autodecks, einzelne Rumpfplatten und etliche aus dem Schiff gestürzte
Fahrzeuge.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Containerfrachters zerbrach: Teures Nachspiel für Werft
(27.07.2004) - Vor den Azoren brach 1997 im Sturm der Containerfrachter "MSC Carla"
auseinander, das Achterschiff sank. Ein amerikanisches Gericht hat am 12.
Juli die Hyundai Mipo Dockyard zu einer Zahlung von 20 Millionen $
verurteilt. Das Gericht befand die Werft für schuldig, für das
Auseinanderbrechen des Schiffes verantwortlich zu sein. Das Schiff war in
der Nähe einer Schweißnaht zerbrochen, die während der Verlängerung des
Frachters auf der südkoreanischen Werft 1984 entstanden war.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Vermutlich zehn Tote bei Frachteruntergang
(27.07.2004) -
In schwerem Wetter sank am 11. Juli vor der argentinischen Küste der
Frachter "Mini Moon". Dabei sind wahrscheinlich 10 Besatzungsmitglieder
ertrunken. Nach dem Untergang konnte nur ein Überlebender geborgen werden.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Vor Beira gestrandeter Frachter geborgen
(27.07.2004) -
Rund drei Wochen nach seiner Strandung beim Anlaufen von Beira erreichte
der Frachter "Pongola", 7.959 BRZ, der Ocean Africa Container Lines vessel
am 22. Juli aus eigener Kraft die Bayhead Werft in dem südafrikanischen
Hafen und dockte dort.Das Schiff war am 5. Juli trotz Lotsenassistenz
gestrandet und hatte den Hafen eine Woche lang blockiert. Erst nach dem
Leichtern durch die Bergungsfirma Subtech Diving & Marine gelang es dem
Schlepper "Toto", das Schiff freizubekommen. Es erlitt Bodenschäden und
einen Knick durch die Einwirkung der Tiden. Zur Reparatur werden rund 400
Tonnen Stahl benötigt. Die "Pongola" wird zwischenzeitlich durch die "UAFL
Express" ersetzt.
Quelle: Tim
Schwabedissen
"Cape Africa" im Hafen
(27.07.2004) -
Am 14. Juli ging die Saga der "Cape Africa" mit dem Einlaufen des
Havaristen nach Kapstadt zu Ende. Das Schiff erreichte den Hafen im Schlepp
der "Smit Amandla" am Nachmittag. Am Vorabend war das Leichtern
abgeschlossen worden, und das Leichterschiff "Bandar" hatte sich mit der
Restaldung nach Saldanha Bay aufgemacht. Die "Cape Africa" wurde auf ihren
letzten Meilen von der "Pentow Service" und dem Ölbekämpfungsschiff "Kuswag
IV" eskortiert. Der 150.000 Tonnen verdrängende Bulkcarrier war am 28.
April evakuiert worden, nachdem der Laderaum III aufgebrochen war.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Viel Arbeit für DGzRS
(27.07.2004) -
Am Wochenende um den 23. Juli rettete die Deutsche Gesellschaft zur Rettung
Schiffbrüchiger 67 Menschen aus gefährlichen Situationen. Ursachen für die
zahlreichen Einsätze waren zumeist technische Defekte an Motoren und
Segeln, Wassereinbrüche sowie fehlerhafte Navigation. So endete der
Segeltörn eines Vaters mit seinem Sohn auf die Nordsee am Abend des 24.
Juli am Schlepphaken eines Seenotkreuzers. Nur mit unzureichendem
Kartenmaterial ausgerüstet, war die sieben Meter lange Segelyacht der
beiden auf einer Sandbank im Wattenrevier zwischen Elbe und Weser gestrandet.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Ein Toter und Millionenschaden durch Tanker-Explosion
(27.07.2004) -
Bei einer Explosion auf dem Flusstankschiff "Charlotte" auf dem
Rhein-Herne-Kanal nahe Oberhausen ist in der Nacht zum 25. Juli der
30-jähriger niederländischer Kapitän des Schiffes ums Leben gekommen. Das
Unglück ereignete sich gegen 02.00 Uhr. Der an dem neuen Tankschiff
entstandene Sachschaden wird auf zweieinhalb bis fünf Millionen Euro
geschätzt. Die 24-jährige Frau und die beiden elf Monate beziehungsweise
zwei Jahre alten Kinder des Kapitäns wurden leicht verletzt. Drei Mann
Besatzung blieben unversehrt. Der Kanal wurde bis zum 26. Juli gesperrt.
Zunächst muss mit Hilfe eines Sonargeräts geprüft werden, ob sich am
Kanalboden sperrige Trümmer befinden, die andere Schiffe beschädigen könnten.
Die "Charlotte" hatte vor der Explosion in Essen eine Ladung Naphta
gelöscht, ein Erdöl-Zwischenprodukt, das zu Benzin, Dieselöl oder anderen
Endprodukten verarbeitet werden kann. Zum Zeitpunkt des Unglücks hatte der
Tanker bei Oberhausen am Ufer festgemacht. Der Schiffsführer wollte dort
die zehn Tanks des Schiffs von Gasrückständen reinigen, die von dem Naphta
zurückgeblieben waren. Warum es dabei zu der Explosion zweier Tanks kam,
war zunächst unbekannt. Ungünstigenfalls hätten alle zehn Tanks explodieren
können, da die Luftspülung in allen Tanks gleichzeitig erfolgt. Ein nach
der Explosion auf dem Schiff entstandener Brand wurde binnen kurzer Zeit
gelöscht. Die Feuerwehr hatte rund 100 Mann im Einsatz. Sie blies
Stickstoff in die unzerstörten Tanks, um das restliche Gas herauszudrücken.
Die "Charlotte" blieb zwar schwimmfähig, doch bot ihr Oberdeck einen
verwüsteten Anblick.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Bootsuntergänge durch Unwetter auf Bodensee
(27.07.2004) -
Ein über dem Bodensee tobendes Unwetter hat am Abend des 24. Juli zwei
Boote zum Sinken gebracht. Sieben weitere Boote strandeten. Menschen wurden
nicht verletzt. Der Gesamtschaden wird auf rund 100.000 Euro geschätzt.
Kurz vor 20 Uhr hatte der Deutsche Wetterdienst eine Starkwindwarnung für
den Ostteil des Bodensees ausgelöst und gegen 20.00 Uhr auf den gesamten
See ausgedehnt. Der Wind fegte in Orkanstärke über den See. Unter den zwei
gesunkenen Booten befand sich ein großes Motorboot, das im Laufe des 25.
Juli mit einem auf einer Fähre stehenden Autokran gehoben werden sollte.
Die Wasserschutzpolizei war mit drei großen und einem kleinen Boot und
insgesamt 16 Beamten im Einsatz.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Mehrere Tote bei einer Bootsunfällserie in Brandenburg
(27.07.2004) -
Die Suche nach einem Segler, der am 24. Juli mit seiner Jolle auf dem
Seddiner See in Potsdam-Mittelmark gekentert war, ist auch am Folgetag
ohne Erfolg geblieben. Mehrfach untersuchten Taucher der Polizei die
Unglücksstelle, konnten den Vermissten aus Wildenbruch aber nicht finden.
Es besteht praktisch keine Hoffnung mehr, den 66-jährigen lebend zu bergen.
Ein Mitsegler aus Berlin hatte das Unglück schwer verletzt überlebt. Er
befand sich am Tag nach dem Unglück noch im Krankenhaus, in das er mit
Unterkühlungen und einem Schock eingeliefert worden war. Er wurde in
letzter Sekunde von zwei Bootsbesatzungen aus dem Wasser gezogen, die zur
Unglücksstelle geeilt waren. Die Ehefrau des Berliners hatte ebenfalls
versucht zu helfen. Sie war vom Ufer ins Wasser gesprungen und 300 Meter
bis zu ihrem Mann geschwommen. Sie hatte beobachtet, wie das Boot von einer
Windböe erfasst wurde und kenterte. Die beiden Männer gingen über Bord und
trieben dann minutenlang im Wasser. Einen Halt am Boot fanden sie nicht
mehr, es wurde durch den starken Wind weggetrieben. Rettungswesten hatten
die beiden Segler nicht angelegt. In ihrer Not versuchten sie noch, sich
gegenseitig über Wasser zu halten. Doch als die Kräfte schwanden, konnte
der Berliner seinen Mitsegler nicht mehr halten.
Schon vor diesem Unglück kamen in den vergangenen zwei Wochen bei
Bootsunfällen auf Brandenburger Gewässern zwei Menschen ums Leben. Drei
weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Am 17. Juli kamen zwei Rentner aus
Braunschweig auf ihrem Schiff um, das bei Glindow auf dem Petzower See
(Potsdam-Mittelmark) vor Anker lag. Die beiden 65 und 64 Jahre alten Männer
starben an einer Kohlenmonoxid-Vergiftung; sie hatten sich bei laufendem
Motor zum Schlafen in die Kajüte gelegt.
Am 19. Juli konnten sich ein 76-jähriger Rentner aus Berlin und seine
12-jährige Enkeltochter in Spreenhagen (Oder-Spree) nur durch einen Sprung
vom Boot ins Hafenbecken retten, nachdem der Schiffsmotor explodierte war
und das komplette Boot in Brand gesetzt hatte. Das Boot sank.
Mit lebensgefährlichen Vergiftungen musste ein holländischer
Freizeitkapitän vor zwei Wochen auf dem Scharmützelsee bei Wendisch-Rietz
(Oder-Spree) geborgen werden. Seine Enkeltochter und seine Ehefrau erlitten
leichte Verletzungen. Ein Leck in der Gasleitung des Kühlschranks hatte
giftiges Kohlenmonoxid austreten lassen. Alle drei hatten sich kurz zuvor
zum Schlafen in die Kajüte gelegt.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Traditionssegler vor Mecklenburg-Vorpommern gestrandet
(27.07.2004) -
In der Ostansteuerung zwischen Stahlbrode und Palmer Ort hatte am 10. Juli
ein Traditionssegler aus Bremen Grundberührung. Das Schiff wurde
freigeschleppt und machte nach der Havarie im Südhafen von Stralsund fest.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Segler vor Rügen vermisst
(27.07.2004) -
Zwei Segler werden seit dem 3. Juli vor der Küste der Insel Rügen vermisst.
Die Suche nach den beiden 62 und 67 Jahre alten Brüdern aus Born (Kreis
Nordvorpommern) ist seither ohne Erfolg geblieben. Die Männer waren am 29.
Juni mit einer acht Meter langen blauen Yacht vom Typ "Neptun 26" zu einem
Segeltörn um die Insel aufgebrochen und nicht, wie geplant, am 3. Juli
zurückgekehrt. Am 4. Juli hatten Angehörige die Polizei über das Ausbleiben
der Männer informiert und sie als vermisst gemeldet. An der Suche, die sich
auf den gesamten Bereich der Inselküste und der Küstengewässer um Rügen
erstreckte, waren Boote der Wasserschutzpolizei, der Deutschen Gesellschaft
zur Rettung Schiffbrüchiger und ein Polizeihubschrauber beteiligt.
Landseitig wurden auch alle Häfen und Anlegestellen kontrolliert.
Quelle: Tim
Schwabedissen
104 Jahre alter Schoner im Kattegat gesunken - zwei Tote
(27.07.2004) -
Im Kattegat sank am 11. Juli der 102 Fuß lange Zweimastschoner "Martha".
Dabei kamen zwei Segler ums Leben. Das 104 Jahre alte Traditionsschiff war
in stürmischer See zwischen Jütland und Anholt leckgeschlagen und hatte
Notsignale aausgesandt. Mit Hilfe herbeigeilter Schiffe konnte die "Martha"
zunächst stabilisiert werden. Doch als das Schiff zum Abschleppen fertig
gemacht wurde, sank es plötzlich. 15 Passagiere im Alter von 17 bis 23
Jahren konnten sich in Rettungsboote und -inseln flüchten, zwei
Besatzungsmitglieder verschwanden jedoch im Meer. Am 12. Juli wurde die
Suche mit Hubschraubern fortgesetzt. Wegen starken Seegangs war es Tauchern
nicht möglich, das in 15 Metern Tiefe gesunkene Schiff, dessen Mastspitzen
aus dem Wasser ragten, zu erreichen. Die "Martha" war von Frederikshavn
nach Svendborg unterwegs gewesen. Am 16. Juli hob der Schwimmkran "Samson"
aus Arhus das 35 Tonnen schwere Schiff und brachte es nach Grenaa ein. Hier
wurde es am 18. Juli aufgeslippt.
Pressemitteilung vom 11. 07. 2004
Quelle: Tim
Schwabedissen
Dhau nach Kollision mit Flugzeugträger gesunken
(27.07.2004) -
Im Persischen Golf ist in der Nacht zum 22. Juli der US-Flugzeugträger
"John F. Kennedy" mit einer hölzernen Dhau kollidiert, die daraufhin sank.
Der Flugzeugträger und eine britische Fregatte beteiligten sich an der
Suche nach Überlebenden.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Dampfeisbrecher "Wal" rauscht in Kajenmauer
(27.07.2004) -
Beim Anlegen in Bremerhaven kollidierte der Dampfeisbrecher "Wal" mit einer
Kaje im Neuen Hafen. Zuvor kam ein Signal des Maschinentelegraphen nicht im
Maschinenraum an. Daraufhin fuhr das Museumsschiff ungebremst in die
Kaimauer. Die Mauer wurde dabei erheblich beschädigt, und auch einige
Fahrgäste verletzten sich durch Stürze bei dem Aufprall. Der Eisbrecher-Bug
der "Wal" blieb nahezu unbeschädigt.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Norwegische Yacht vor Vlissingen gesunken
(27.07.2004) -
Die 100 Jahre alte norwegische Yacht "Mohawk II" ist in der Nacht zum 16.
Juli nach einer Kollision mit dem holländischen Fischkutter "ARM
(Arnemuiden) 20" im Flushing-Fahrwasser vor der niederländischen Hafenstadt
Vlissingen unweit des Strandes gesunken. Alle zwanzig an Bord befindlichen
Personen, sechs Erwachsene und vierzehn Jugendliche einer Pfadfindergruppe,
konnten von herbeieilenden Fahrzeugen aus dem Wasser geborgen werden.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Lecker Kreuzfahrer evakuiert
(27.07.2004) -
Das 100 Fuß lange Kreuzfahrtschiff "Star of the Northwest" schlug am 26.
Juli mit 161 Passagieren 14 Meilen südlich Seward leck und funkte gegen
03.30 Uhr Mayday. Zwei Abteilungen waren geflutet. Die US-Coastguard war
mit mehreren Booten im Einsatz, darunter der Küstenwachkutter "Mustang" und
die "Great Land".Die "Great Land" nahm 161 Passagiere auf und
transportierte sie zur "Seward". Inzwischen traf der Schlepper "Junior" ein
und zog die "Star of the Northwest" nach Seward. Zwischenzeitlich gingen
Arbeiter an Bord und brachten den Wassereinbruch unter Kontrolle.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Frachter verschollen - neun Tote
(27.07.2004) -
Der pakistanische Frachter "Qadder-ur-Rahman" verlor am 12. Juli Kontakt
mit seiner Agentur in Karachi. Das Schiff war mit Nachrungsmitteln und
Elektrorwaren von Dubai nach Karachi unterwegs. Am 25. Juli wurde die
Leiche eines der neun Besatzungsmitglieder nahe Sunera Point, 30 Kilometer
westlich des Ziehafens, an Land gespült.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Schiffsuntergang in Madura-Straße
(27.07.2004) -
Bei der Kollision der 81 Meter langen "Era Baru" mit der 68 Meter langen
"Nantai I" wurde am 24. Juli das kleinere Schiff im Hafen von Tanjung
Perak, Ostjava, so schwer beschädigt, dass es sank. Die "Nantai I" hatte in
dem Hafen von Subbaraya gerade anlegen wollen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Bulker in China gekentert
(27.07.2004) -
Ein mit Sand beladener Bulkcarrier kenterte am Morgen des 24. Juli in Höhe
von Maning im Zhujiang Fluss, Südchina. Von der zehnköpfigen Besatzung
wurden nach dem Untergang drei Mann vermisst.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Russischer Frachter vor Istanbul gestrandet
(27.07.2004) -
Der 88 Meter lange russische Frachter "Samur 14" lief am 21. Juli mit einer
Ladung von 3.000 Tonnen Stahl für Kroatien am 22. Juli vor Bebek in der
Straße von Istanbul auf Grund.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Wrack der verschollenen "Robert Wallace" gefunden
(27.07.2004) -
Nach fünf Jahren wurde nun das Wrack des Frachters "Robert Wallace" im Lake
Superior gefunden. Das Schiff war mit einer Ladung Eisenerz am 17. November
1999 verschollen. Am 5. Juni wurde er nun in über 300 Fuß Tiefe 13 Meilen
südwestlich von Two Harbors von Wracksuchern entdeckt.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Autofrachter in Antwerpen in Brand
(27.07.2004) -
Der maltesische Ro-Ro-Frachter "Sea Trader", 8.454 BRZ, geriet am Abend des
16. Juli im belgischen Hafen von Antwerpen in Brand. Das Feuer wurde durch
auslaufendes Öl aus geladenen Autors verursacht. Die Flammen breiteten sich
vom Hauptdeck bis zu den Aufbauten aus, ehe sie von der Hafenfeuerwehr
unter Kontrolle gebracht werden konnten. Die Ladung wurde schwer beschädigt.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Erneut Bulkcarrier vor Dänemark gestrandet
(27.07.2004) -
Der bulgarische Bulkcarrier "Petimata OT RMS", 38.511 tdw, lief am 9. Juli
auf dem Weg von Ventspils nach Santos mit Düngemitteln auf Grund. Um das
Schiff zu befreien, mussten große Teile der Ladung und Bunkeröl geleichtert
werden. Danach wurde das Schiff freigeschleppt und von der holländischen
Bergungsfirma Multraship Salvage nach Kalundborg eingebracht. Hier wird der
Havarist inspuiziert und wieder beladen. Bereits am 7. Juni war vor
Kopenhagen der 38.391 tdw große ägyptische Frachter "Domiat" gestrandet.
Quelle: Tim
Schwabedissen
14 Tote bei Untergang vor Indonesien
(27.07.2004) -
In der Banda-See kenterte und sank der 700-Tonnen-Frachter "K.M. Amami" am
16. Juli. Das Schiff war von der ostjavaneischen Hauptstadt Surabaya nach
Gorom Island, Südmaluku mit einer Ladung Reis, Zucker und anderen Gütern
unterwegs. Hohe Wellen brachten das Schiff 2400 Kilometer östlich von
Jakarta zum Kentern. An Bord waren 14 Besatzungsmitglieder und zwei
Passagire. Nur zwei Mann überlebten. Es handelt sich bereits um den dritten
Schiffsunfall vor Ostindonesien im Juli.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Ein Toter und vier Verletzte bei Tankerbrand
(27.07.2004) -
Der Tanker "Daqing No 254" der China Ocean Shipping Corp. geriet am 14.
Juli in Shanghai in Brand. Das Schiff lag dort bei der Lixin Werft. Ein
Mann starb, vier Personen wurden schwer verletzt, zwei sind in kritischem
Zustand. Das 60.000-Tonnen-Schiff war in Brand geraten, als Offiziere im
11. Deck Tee tranken und missbräuchlich elektrisches Gerät benutzten. Die
Männer konnten sich über Fallreeps retten. Über 400 Feuerwehrleute und 30
Fahrzeuge waren zur Brandbekämpfung im Einsatz. Das Schiff hatte nach einem
Werftaufenthalt am 16. Juli wieder auslaufen sollen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Trawler vor Scillies in Seenot
(27.07.2004) -
160 Meilen westlich der Isles of Scilly schlug am 16. Juli der spanische
Trawler "Mareton", ehemals die "Chivenor" aus Norddevon, leck. Ein
Hubschrauber brachter eine Lenzpumpe, während ein zweiter Standby machte.
Neun Mann wurden dann aus der Luft evakuiert und nach Brest geflogen, sechs
blieben an Bord.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Kutter vor Shiant Islands gesunken
(27.07.2004) -
Der 12,5 Meter lange Kutter "Seeker" funkte am 16. Juli Mayday nahe der
Shiant Islands. Das Schiff war leckgeschlagen und sank. Ein Hubschrauber,
ein Rettungsboot aus Stronoway und der Schlepper "Anglian Sovereign" nahmen
Kurs auf die "Seeker". Ein Überwachungsflugzeug entdeckte den Skipper am
Abend im Wasser. Wenig später zog ihn der Hubschrauber an Bord und brachte
den Unterkühlten ins Western Isles Hospital.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Kollision in Pusan
(27.07.2004) -
Der chinesische Frachter "Yueyou 210", 1.595 BRZ, kollidierte im
südkoreanischen Hafen Pusan in schlechtem Wetter mit dem südkoreanischen
Tanker Sunyang, 696 BRZ. Der Frachter kenterte und sank, die Küstenwache
rettete die Besatzung. Auch der Tanker ging teilweise unter.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Barge sank auf Lake Delhi
(27.07.2004) -
Am 16. Juli sank die Barge "J.F. Brennan" aus LaCrosse im Lake Delhi,
Wisconsin. Vor der Bergung des Wracks soll nun das Dieselöl von Bord
gepumpt werden.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Frachter demolierte in Lübeck Kaianlage und Schlepper
(27.07.2004) -
Am 17. Juli rammte der 160 Meter lange RoRo-Frachter "Kaptan Burhanettin
Isim", 20.000 BRZ, aus Istanbul den Kuhlenkampkai in Lübeck. Beim Anlegen
krachte das Schiff gegen die Pier und beschädigte auch den
Assistenzschlepper "Axel". Zuvor war eine Schlepptrosse gebrochen, wodurch
das Schiff außer Kontrolle geriet. Gegen 13.15 war es zu der Situation
gekommen, die der Kapitän durch ein Voll-Voraus-Manöver abzuwenden suchte.
Er konnte jedoch sein Schiff nicht mehr aufstoppen. Es verschob beim
Aufprall die Kaianlage um acht Meter und zerstörte das Mauerwerk. Die
"Kaptan Burhanettin Isim" wurde eingebeult. Sie hatte übers Heck von der
"Axel" in den Wallhaffen gezogen werden sollen, machte nun aber am
Burgtorkai fest. Sie pendelt zuwischen Ventspils und Travemünde. Bereits
vor einem halben Jahr war das Schiff auf dieser Route in Seenot geaten, als
in schwerer See die Ladung überging. Der RoRo-Frachter wurde 1990 in
Norwegen erbaut und hat eine Ladekapazität von 1.800 Spurmetern sowei 120
Fahrgäste.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Lenzpumpen retteten Shrimpfänger
(27.07.2004) -
Am 9. Juli schlug sechs Meilen nordöstlich von Dry Tortugas, Florida, der
72 Fuß lange Shrimpfänger "Red Cloud" leck. Die Küstenwache setzte zwei
Lenzpumpen auf dem Havaristen ab, mit deren Hilfe die zweiköpfige Crew den
Wassereinbruch stoppen konnte und das Boot für endgültige Reparaturen vor
der Rückkehr nach Key West vor Anker legen konnte.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Schlepper lief mit Barge auf Grund
(27.07.2004) -
Im St., Clair River, Michigan, lief der Schlepper "Evans McKeil" mit der
Barge "Ocean Hauler" nahe Leuchtfeuer 37 am Morgen des 11. Juli auf Grund.
Das Gespann konnte zunächst nicht befreit werden.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Forschungsschiff in Norfolk in Brand
(27.07.2004) -
Das eingemottete amerikanische Forschungsschiff "Thomas Jeffereson",
ehemals "Little Hales", geriet am 11. Juli auf dem Elizabeth River in
Norfolk in Brand. Das Feuer wurde während der Nachtstunden von örtlichen
Feuerwehren bekämpft. Das Schiff gehört zu einer Flotte außer Dienst
gestellter Forschungsschiffe der US Navy.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Passagierschiff vor Cesme Port gestrandet
(27.07.2004) -
Das Passagierschiff "Istanbul S." lief, mit 800 Fahrgästen aus Italien
kommend, nach einem Maschinenausfall am 9. Juli vor Cesme Port auf Grund.
Sechs Passagiere mussten nach der Strandung mit Gesundheitsproblemen in ein
örtliches Krankenhaus gebracht werden.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Drei Fischer retten "Two Fishers"
(27.07.2004) -
Der amerikanische 42-Fuß-Kutter "Two Fishers" schlug vor Newport, Oregon,
am 8. Juli leck. Die dreiköpfige Crew konnte mithilfe einer Lenzpumpe, die
ein Küstenwachen-Helikopter aus Newport abfierte, den Untergang des
Schiffes verhindern. Sie wurde dabei assistiert von einer Rettungsbootcrew
aus Yaquina Bay.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Schiffsverkehr auf der Donau nach Havarie gesperrt
(25.07.2004) Nach einer Havarie ist der Schiffsverkehr auf der Donau kurz hinter Regensburg am Wochenende vorübergehend eingestellt worden. Auf Höhe der Ortschaft Winzer war Polizeiangaben vom Sonntag zufolge am Samstag gegen 16.10 Uhr ein flussaufwärts fahrender Schubverband mit 1400 Tonnen Sonnenblumenkernen an Bord verunglückt. Die Stahlseile, die die Antriebseinheit mit dem Frachtkahn verbanden, waren gerissen. Dadurch geriet das so genannte Bugstrahlruder unter das Schiff, verkeilte sich und hob den Schubverband zwei Meter an.
Bei dem Unfall schlug der mit rund 400 Litern Treibstoff gefüllte Tank des Bugstrahlruders Leck. Öl trat aus und verteilte sich auf der Wasseroberfläche. Feuerwehrmänner errichteten eine Ölsperre um das Schiff. Das Wasser- und Schifffahrtsamt sperrte den Schiffsverkehr zwischen Bad Abbach und Regensburg. Wegen einer möglichen Gesundheitsgefährdung durch das ausgetretene Öl erließ die Stadt ein Badeverbot von der Unfallstelle bis zur Schleuse Regensburg.
Zur Begung wurde der Schubverband von der Antriebseinheit abgekoppelt. Mit der Bergung des im Donaugrund feststeckenden, 60 Tonnen schweren Bugstrahlruders wurde am Sonntag begonnen. Weil aus dem Leck weiter Öl austrat, errichteten Feuerwehleute im Bereich Schwabelweiß eine weitere Ölsperre. Die Umweltgefahr wird jedoch als gering eingeschätzt. Die Höhe des Schadens war zunächst unklar.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Bergungsschlepper gesunken
(09.07.2004) -
Als wenig seegängig erwies sich am 5. Juli der amerikanische
Große-Seen-Bergungsschlepper "Sea Tow". Das 25 Fuß lange Schiff wurde gegen
Abend von der außergewöhnlich großen Heckwelle eines passierenden Schiffes
auf dem Macatawa-See nahe Drake Point Feuer erfasst und sank. Die Besatzung
konnte sich retten.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Lenzpumpe nicht anbekommen - Kutter drohte zu sinken
(09.07.2004) -
Am 7. Juli geriet vor der Pazifikküste von Seattle ein 42 Fuß langer Kutter
in seenot. Gegen neun Uhr morgens sandte die zweiköpfige Crew einen Notruf
an die Küstenwache in Oregon, nachdem ihr Schiff leckgeschlagen war. Zwei
47 Fuß lange Rettungsboote aus Yaquina Bay, Portland, sowie ein Helikopter
aus Newport machten sich zur Unglücksposition auf. Es gelang, vom
Hubschrauber aus eine zusätzliche Lenzpumpe auf dem nun vom Untergang
bedrohten Havaristen abzusetzen, die von dessen Crew aber nicht in Gang
gesetzt worden konnte. Erst mithilfe einer weiteren Lenzpumpe von einem der
Rettungsboote gelang es, des Wassereinbruchs Herr zu werden. Mit eigener
Kraft konnte der Kutter, der sicherheitshalber von einem Rettungsboot
weiter eskortiert wurde, den Hafen von Yaquina Bay erreichen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Ermittlungen gegen überlebenden Kapitän des Kutteruntergangs vor Rügen
(09.07.2004) -
Nach dem Untergang des Kutters "BAA 17" vor Rügen nahm die
Staatsanwaltschaft am 8. Juli Ermittlungen gegen den 48-jährigen
überlebenden Kapitän auf. Gegen ihn besteht der Anfangsverdacht der
fahrlässigen Tötung seines Begleiters. Nun soll geprüft werden, inwieweit
dem Fischer ein Fehlverhalten beim Führen des Kutters vorzuwerfen seien.
Ein mögliches Fehlverhalten des Kapitäns bestünde zum Beispiel in der
möglichen unsachgemäßen Befestigung einer Reuse oder einer
unverantwortlichen Fehleinschätzung der Wetterlage.
Der zweite Mann an Bord, ein 56-jähriger, wird seit dem Unglück vermisst.
Die in Baabe beheimatete "BA-17" war vor einer Woche im Greifswalder Bodden
während eines Gewitters in Seenot geraten. Sie kenterte laut
Wasserschutzpolizei südwestlich von Thiessow, nachdem offenbar eine zuvor
aufgenommene, schwere Reuse an Bord verrutscht war. Dem Kapitän war es
gelungen, die rund drei Kilometer zum Ufer zu schwimmen und Rettungskräfte
alarmieren. Die Suche nach seinem Begleiter mit Rettungskreuzern,
Hubschraubern und Tauchern blieb jedoch erfolglos.
Ein Sachverständiger wurde mit der Untersuchung des Fischkutters
beauftragt. Das Schiff muss dazu allerdings erst noch geborgen werden.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Gekenterter Katamaran-Skipper hatte viel Glück
(08.07.2004) - In einer dramatischen Rettungsaktion gelang es den Besatzungen eines
Fährschiffs sowie eines Zollbootes im Strelasund, den Skipper eines in
Seenot geratenen Sportkatamarans zu retten. Der 46-Jährige war am 6. Juli bei
starkem Wind während eines Segelmanövers in Höhe der Fährlinie
Stahlbrode-Glewitz beim Kentern seines Bootes über Bord gegangen. Die
Besatzung der Rügenfähre "Glewitz" hatte den Unfall beobachtet und über
Funk Hilfe angefordert. Wenig später wurde der bereits völlig entkräftete
Berliner eine halbe Seemeile südöstlich von Stahlbrode von Zollbeamten aus
dem aufgewühlten Wasser an Bord des Zollbootes gezogen. Sein Boot wurde
nach Glewitz geschleppt. Der Mann habe sehr viel Glück gehabt, sagte ein
Zollsprecher. Nur durch die gezielte Suche sei der Verunglückte überhaupt
entdeckt worden. Zuvor seien mehrere Segelboote im dichten Regen an ihm
vorbeigefahren.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Gestrandete Yacht nach zwei Tagen in der Ems geborgen
(08.07.2004) -
Am Nachmittag des 5. Juli lief eine Yacht aus Delfzijl in der Emsmündung
nahe des Geisedamms auf Grund. Der Skipper hatte unterwegs von seinem
holländischen Heimathafen ins ostfriesische Leer eine Abkürzung gewählt,
die ihn in zu flaches Wasser führte. Daraufhin setzte er einen Notruf ab.
Das Zollboot "Lüneburg" und der Saugbagger "Ewald Müsing" kamen wegen der
geringen Wassertiefe jedoch nicht nah genug an den Havaristen heran.
Deshalb paddelten zwei Zöllner mit einem Schlauchboot zur Yacht und holten
bei ablaufendem Wassers die Ehefrau des Skippers von Bord. Er selbst blieb
zunächst auf dem bereits tief im Sand steckenden Schiff. Als das erste
Hochwasser am 6. Juli nicht ausreichte, um die Yacht zu bergen, gab auch er
auf und ließ sich von den der "Lüneburg" retten. Einem holländischen
Rettungsboot gelang es schließlich am 7. Juli, die gestrandete Yacht doch
noch freizuschleppen und nach Delfzijl einzubringen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Trawler strandete in ungewöhnlicher Position
(08.07.2004) -
Am 3. Juli lief der Trawler "Audacious" beim Auslaufen zu einer Fangfahrt
im Atlantik zwei Seemeilen westlich von John o'Groats auf einen Felsen. Das
34 Meter lange Schiff saß anschließend fest. Einem Schlepper gelang es, das
Schiff zu befreien und samt seiner fünfköpfigen Besatzung nach Scrabster
Harbor einzuschleppen. Hier soll der Schaden begutachtet werden. Die
Strandungsstelle wurde als ungewöhnlich bezeichnet.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Gefährliche Malarbeit: Bergungsschlepper beim Anstreichen explodiert
(08.07.2004) -
Auf dem in der Walfischbucht liegenden Schlepper "Seabulk Penguin" der
Wesco Salvage Co. kam es am 6. Juli zu einer Tankexplosion. Das Unglück auf
dem westafrikanischen Schiff ereignete sich während der Durchführung von
Farbarbeiten. Ein Besatzungsmitglied starb, zwei wurden mit schweren
Verletzungen in ein Hospital in Welwitschia gebracht.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Beine gebrochen - Arbeitsplattfrorm gestrandet
(08.07.2004) -
Am Morgen des 7. Juli geriet eine Jack-up-Barge in der Palm Bay bei Dover
in Seenot. Das 10 Meter lange und zwei Meter hohee Gefährt, das mit vier
Spindelbeinen ausgerüstet war, sollte für Arbeiten an Bohrlöchern
eingesetzt werden. Wegen der Vorhersage stürmischer Winde wurde die Barge
vorsorglich evakuiert. Dies erwies sich als richtige Maßnahme, als während
der Nacht Wellen die Beine der Barge abbrechen ließen. Zwei der jeweils
drei Tonnen schweren Beine wurden später an den Strand getrieben, zwei
weitere trieben eine halbe Meile vor der Küste. Die Plattform selbst wurde
kurz darauf auf einige Felsen gespült, wo sie auseinanderzubrechen begann.
Es gelang kurz nach dem Unglück, kleinere Mengen Diesel- und Hydrauliköl,
die in Fässern auf dem Deck des Wracks lagerten, zu bergen. Bei Hochwasser
soll versucht werden, die Plattform selbst freizubekommen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Reparaturarbeiten an "Pride of America" angelaufen
(08.07.2004) -
Nachdem endlich Klarheit über die Zukunft der "Pride of America" gewonnen
wurde, begann an Bord des Luxusliners in Bremerhaven unverzüglich das
Reinschiff. Schrott und Container voller Dreck wurden in großen mengen
mittels eines Kranes von Bord geholt. Der gröbste Dreck, den das brackige
Hafenwasser hinterlassen hatte, war bereits kurz nach der Bergung des
Havaristen im Februar von Bord gekommen. Jetzt begann die Feinreinigung.
Vier Decks müssen mitsamt der Hauptmaschine entrümpelt und entrostet
werden. In der Nacht zum 14. Januar war der Neubau – 100 Tage vor der
geplanten Ablieferung – an der Ausrüstungskaje der Lloyd Werft gesunken.
Der Preis, den die Werft zu zahlen hat, ist hoch: 30 Millionen Euro Strafe
muss sie an die Reederei zahlen, weil das Schiff mehr als 13 Monate zu spät
abgeliefert wird. Sie kann als zinsloses Darlehen während der kommenden
Jahre zurück gezahlt werden. Über die genaue Höhe des Kaufpreises – weit
mehr als 300 Millionen Euro – haben beide Parteien Stillschweigen
vereinbart. Medienbereichte über weit höhere Summen wurden als falsch
bezeichnet.
Kutterbergung erfolglos - Fischer weiter vermisst
(08.07.2004) -
Auch fünf Tage nach dem Untergang des Kutters "BAA 17" vor Thiessow, Rügen,
wurde die Suche nach einem 56-jährigen vermissten Fischer fortgesetzt. Ein
Bergungsversuch des gesunkenen Kutters mithilfe von Luftsäcken scheiterte
indes am Vormittag des 7. Juli, wie ein Sprecher der Wasserschutzpolizei
mitteile. Der Kutter war in der Nacht zum 2. Juli drei Kilometer vor der
Küste in dreieinhalb Metern Wassertiefe gesunken.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Tödliche Seeunfälle durch sorglose Skipper
(07.07.2004) - Viele Freizeitskipper verhalten sich an Bord ihrer Boote zu sorglos.
Nach Erkenntnis der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) in Hamburg
tragen viele von ihnen tragen bei kritischer Wetterlage weder
Rettungswesten noch Sicherheitsleinen.
Häufig rächt es sich zudem, wenn das
"Mann-über-Bord-Manöver" allein vom Skipper, nicht aber den restlichen
Crewmitgliedern beherrscht wird. Eine Reihe tödlicher Seeunfälle waren
Anlass für die BSU, jetzt an die Öffentlichkeit zu gehen.
"Shogun" schwer angeschlagen in Spiekeroog
(07.07.2004) -
Wohl noch einige Zeit wird die Motoryacht "Shogun" in Spiekeroog bleiben
müssen. Schwer angeschlagen liegt es derzeit auf der Hafenkante. Dabei
sollte das Zwölf-Meter-Schiff längst von ihrer dreiköpfigen Crew von Emden
nach Kühlungsborn in der Ostsee überführt worden sein. Der Zweimaster hatte
am Abend des 22. Juni zwischen Langeoog und Spiekeroog einen Motorschaden
und war bei auflaufendem Wasser und bis zu sieben Beaufort auf der Sandbank
Janssand aufgelaufen. Dabei wurde der Rumpf in rauer See so stark
beschädigt, dass sehr viel Wasser in das Schiff eindrang. Gegen 22 Uhr
wurde von der Seenotleitung in Bremen das Seenotrettungsboot
„Neuharlingersiel“ der 9,5-Meter-Klasse informiert, das wenig später an der
Unglücksstelle eintraf. Versuche des Seenotrettungsbootes
"Neuharlingersiel", die leckgeschlagene Yacht zu lenzen, waren
fehlgeschlagen. Daraufhin hatte das 9,5-Meter-Boot den Havaristen samt des
eingedrungenen Wassers auf den Haken genommen und nach Spiekeroog
eingebracht. Dort wartete bereits die alarmierte Inselfeuerwehr auf das
Schiff. Doch auch deren starken Pumpen gemeinsam mit denen der
"Neuharlingersiel" gelang es nicht, das Schiff zu lenzen. Daraufhin wurde
die "Shogun" auf Grund gesetzt.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Stövchen entzündete Brennstoff - Yacht gesunken
(07.07.2004) -
Am Nachmittag des 6. Juli fing die 30-Fuß-Yacht "The Spark" auf dem Weg vom
Mull of Kintyre nach Jura vor der Westküste Schottlands Feuer. Das Unglück
ereignete sich beim Versuch, den Petroleumgenerator aufzufüllen. Brennstoff
gelangte in dei Kajüte und wurde von einem dort stehenden Stövchen in Brand
gesetzt. Die Flammen breiteten sich anschließend über das ganze Schiff aus.
Dem Skipper gelang es noch, einen 999-Ruf abzusetzen und sich dann in sein
Dinghi zu retten. Die Küstenwache von Clyde setze ein Rettungsboot aus
Islay in Marsch und alarmierte die Schifffahrt. Eine passierende Yacht
entdeckte das Beiboot und rettete den Segler. Der Schiffbrüchige wurde
später dem Rettungsboot übergeben und am Kennagraig Fährterminal an Land
gebracht. Sein Boot sank auf tiefem Wasser.
Quelle: Tim
Schwabedissen
"ENA 2"-Wrack wird begutachtet
(07.07.2004) -
Voraussichtlich am Nachmittag des 7. Juli wird der Schwefelsäure-Tanker
"ENA 2" von seinem derzeitigen Liegeplatz im Müggenburger Kanal zu einer
Werft in Moorfleet geschleppt. So lange sollen die Reinigungsarbeiten
andauern. Auf der Werft werden Gutachter Zustand und Reparaturwürdigkeit
des Doppelhüllen-Spezialtankers überprüfen. Besonderes Augenmerk gilt dabei
einerseits der Schiffselektronik und andererseits der Wandung der Tanks,
die durch das Säure-Wasser-Gemisch geschädigt sein können. Mit Schallung
sollen die Wandungsdicke geprüft werden.
Quelle: Tim
Schwabedissen
"Pride of America" wird in Bremerhaven repariert
(07.07.2004) -
Wie die Reederei NCL am 6. Juli mitteilte, soll die havarierte "Pride of
America" nun von der Lloyd-Werft in Bremerhaven fertiggstellt werden. Als
neuer Indienststellungstermin für das nach Wassereinbruch teilweise
geflutete Schiff ist nun der Juni 2005 anvisiert. Um den Reparaturauftrag
hatten sich auch andere Werften beworben.
Quelle: Tim
Schwabedissen
"Oriana" wird weiter gelenzt
(07.07.2004) -
Meldungen über einen vollständigen Untergang des ehemaligen Luxusliners
"Oriana" waren wohl einem Übersetzungsfehler verschuldet. Tatsächlich hat
sich die Lage des Schiffes nicht weiter verändert. Bergungsschiffe sind
längsseits und arbeiten daran, den Havaristen wieder auf ebenen Kiel zu
bekommen. Dies dokumentieren auch aktuelle Fotos, die das Schiff mit
unveränderter Schlagseite in Dalian zeigen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Zwei Vermisste nach Frachteruntergang im Schwarzen Meer
(06.07.2004) - Am Abend des 4. Juli kollidierte nördlich der bulgarischen Küste im
Schwarzen Meer der russische Frachter "Volgo-Dan 5025", 3.940 BRZ, mit der
in Constanta beheimateten "Sun Rays". Dabei wurde der mit 4.000 Tonnen
Schrott von Russland in die Türkei bestimmte Frachter so schwer beschädigt,
dass er sank. 10 Seeleute wurden von der "Sun Rays" aufgenommen, von zwei
Mann der "Volgo-Don 5025" fehlte jede Spur. Die georgische "Sun Rays" zog
sich bei dem Zusammenstoß ein Loch im Bug zu, konnte aber ihre Fahrt aus
eigener Kraft fortsetzen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
"Oriana" endgültig gesunken
(06.07.2004) -
Nach Meldungen chinesischer Nachrichtenagenturen ist die in einem Hurrikan
in Dalian leckgeschlagene "Oriana" am 5. Juli endgültig gesunken. Zuvor war
versucht worden, das in den Rumpf geschlagene Leck, durch das die unteren
Decks geflutet worden waren, abzudichten. Über eventuelle
Bergungsmöglichkeiten und -pläne ist noch nichts bekannt.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Nach Säuretanker-Unglück: Kritik am Krisenmangement in Hamburg
(05.07.2004) - Bis in die Mittagsstunden des 4. Juli wurde der Säuretanker "ENA 2" so weit
wie möglich von explosiven Gasresten gesäubert. Danach wurde das Schiff als
transportfähig freigegeben und von einem Schlepper in den Müggenburger
Kanal verholt. Der Schaden an der Backbordseite wurde von der Bergungsfirma
mit Polyurthan abgedichtet. Im Müggenburger Kanal werden
Reinigungsspezialisten die vier Tanks mit neutralisierenden Flüssigkeiten
reinigen. Die Wasch- und Spülflüssigkeit wird anschließend von der
Norddeutschen Affinerie in ihrer Zentralen Abwasserbehandlungs-Anlage
chemisch unschädlich gemacht. Bevor mit dieser Arbeit begonnen werden kann,
muss das Vorgehen fachlich mit der Umweltbehörde abgestimmt und von der
Behörde genehmigt werden.
Schiffbrüchige retteten sich mit Surfbrettern
(05.07.2004) -
Am 1. Juli kenterte das indonesische Ausflugsschiff "Otik" kurz nach dem
Auslaufen aus Katang. An Bord waren fünf Touristen aus Uruguay sowie eine
vierköpfoge Besatzung. Eine große Welle erfasste das Schiff und ließ es in
Tuapeijat, Metawai Inseln, umschlagen. Es gelang den Schiffbrüchigen, sich
an Surfbretter geklammert über Wasser zu halten. Sechs Stunden nach dem
Unglück trieben sie auf den Strand einer kleinen Insel nahe Tuapeijat.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Seenotboot in Seenot
(05.07.2004) -
Auf dem Weg von Holyhead nach Falmouth geriet das 1920 erbaute Rettungsboot
"William and Kate Johnston" selbst in Seenot. Das Boot schlug am 1. Juli
vor Angelsey leck. Seine moderneren Kollegen aus Holyhead und Trearddur
kamen ihm umgehend zu Hilfe. Es gelang, Boot und Crew zu retten.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Sechs Tote bei Frachterunglück
(05.07.2004) -
Vor der Ostküste Sumatras sank am 30. Juni der Frachter "Indonesia Indah".
Das Schiff war mit einer Holzladung auf dem Weg von Lampung nach Banten
gewesen. Die sechsköpfige Besatzung kam wahrscheinlich ums Leben.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Kutter vor Northumberland in Brand
(05.07.2004) -
Vier Seemeilen vor der Küste von Northumberland geriet der Kutter "Girl
Irene" aus Amble nach einer Batterieexplosion am 29. Juni in Brand. Die
Flammen ergriffen den Maschinenraum. Nach einem Notruf wurde zunächst der
Skipper abgeborgen. Dann zogen Rettungsboote das immer noch brennende
Schiff zurück in den Heimathafen, der zwei Stunden später erreicht wurde.
Während der Schleppfahrt wurden Decks und Rumpf des Havaristen mithilfe von
Feuerlöschkanonen gekühlt.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Kutter vor Rügen gekentert - ein Fischer vermisst
(05.07.2004) -
Am Abend des 1. Juli sank in einem Gewittersturm 3,5 Kilometer vor Rügen
der Kutter "BAA 17". Dabei kam ein Fischer vermutlich ums Leben. Trotz des
Einsatzes von Hubschraubern, Seenotkreuzer und Polizeitauchern im
Greifswalder Bodden musste die Suche nach dem 56-jährigen Vermissten am
Nachmittag des Folgetags ergebnislos abgebrochen werden. Sein 48-jähriger
Kollge konnte sich in der Nacht schwimmend an Land retten. Der unterkühlte
und entkräftete Mann wurde ins Krankenhaus Bergen eingeliefert, konnte aber
am 2. Juli schon wieder entlassen werden. Die "BAA 17" war zum Abfischen
von Reusen in den Greifswalder Bodden hinausgefahren. An dem Abend
herrschten fünf Windstärken mit der Gefahr von Gewitterböen bis neun.
Augenzeugen wunderten sich zunächst über das tiefe Eintauchen des Schiffes.
Dann entwickelte es Schlagseite und sank wenig später auf der Westseite des
Thiessower Hakens. Offenbar schlug in kabbeliger See Wasser in das offene
Boot. Nachdem die Lenzpumpe versagte, wurde die Lage rasch kritisch. Es
gelang der Crew, gegen 21.30 einen Notruf abzusetzen. Dann sank ihr neun
Meter langes Bot. Die im Wasser treibenden Schiffbrüchigen verloren sich
rasch aus den Augen. Der jüngere konnte sich an ein Holzstück klammern und
so an Land retten. Suchkräfte entdeckten das Wrack des Kutters am 2. Juli
in 3,5 Meter Tiefe. Ein Positionslaterne ragte noch aus dem Wasser. Zwei
Polizeitaucher suchten die Unglücksstelle und die mögliche Schwimmstrecke
ergebnislos ab. Die Wasserschutzpolizei setzte die Suche am Wochenende
fort, die intensive Suche mit einer Tauchstaffel soll am 5. Juli weitergehen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Wieder Unfall mit Trunkenheitsverdacht in deutschem Hafen
(05.07.2004) -
Im Rostocker Überseehafen lief der 1970 gebaute Getreidefrachter "Lirica"
nördlich der Wendeplatte auf Grund. Der Havarist konnte mit Hafenschleppern
rasch aus seiner misslichen Lage befreit werden. Die Wasserschutzpolizei
hat dem Kapitän einen Alkoholtest verordnet, da Verdacht auf Trunkenheit
bestand.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Viel Arbeit für Seenotretter im Pentland Firth
(05.07.2004) -
Am Morgen des 3. Juli wurde die Küstenwache von Aberdeen von der
Passagierfähre "Pentland Venture" von der Sichtung eines leeren,
gekenterten Kayaks eine halbe Meile nördlich von Duncansby Head im Pentland
Firth informiert. Nur eine Viertelstunde darauf ging ein Notruf des 34
Meter langen Trawlers "Audacious - BF83" ein, der zwei Meieln westlich von
John O'Gorates im Ness of Quoys gestrandet war. Die bereits wegen des
Kayaks im Seegebiet befindlichen Rettungseinheiten und auch die "Pentland
Venture" machten an der Strandungsstelle stanby, bis das Rettungsboot aus
Thurso eingetroffen war. Das Boot versuchte, den Trawler freizuschleppen.
Ein Schlepper der Küstenwache wurde ebenfalls herbeigeordert. Die
Bedingungen für eine Rettungsaktion waren bei leichter See und schwachem
Wind günstig.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Löschen der "Cape Africa" geht voran
(05.07.2004
Die erste Ladung von ungefährt 76.000 Tonnen Eisenerz wurde erfolgreich von
der havariert in der False Bay ankernden "Cape Africa" gelöscht.
Anschließend wurde sie von der "Bandar" in Saldanha Bay angelandet. Nun
müssen noch weitere 68.000 Tonnen aus dem leckgeschlagenen Bulkcarrier
geholt werden. Die "Bandar" sollte am 4. Juli zurück in der False Bay sein.
Wenn die Wetterbedingungen es zulassen, könnte die Löschaktion im Laufe
dieser Woche abgeschhlossen werden.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Chemietanker wieder aufgerichtet
(03.07.2004) Erleichterung im Hamburger Hafen: Der havarierte Chemietanker „ENA 2“ ist am Samstag ohne Zwischenfälle gedreht worden und schwimmt wieder aufrecht. Zwei Schwimmkräne hatten mit starken Trossen an den unter Wasser liegenden Aufbauten des kieloben liegenden Schiffes gezogen, das sich langsam drehte und schließlich mit lautem Klatschen in eine normale Position kam.
Bulkcarrier vor Singapur gestrandet
(02.07.2004) -
Am 30. Juni lief der in Panama registrierte Bulkcarrier "Global Winner" 290
Kilometer östlich von Singapur auf Grund. Das 1997 erbaute Schiff hat eine
Ladung von 160.000 Tonnen Kohle an Bord.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Kapitän der "ENA 2" war betrunken - Bergung wird langwierig
(01.07.2004) - Mit viereinhalbstündiger Verspätung traf am 30. Juni um 1.30 Uhr der
Bugsier-Schwimmkran "Enak" am Wrack der "ENA 2" in Hamburg ein. Im
Anschluss an eine morgendliche Lagebesprechung begannen gegen neun Uhr
Arbeiter damit, Kantenschoner und Stahltrossen am havarierten Tanker
anzubringen. Um 13.30 Uhr sperrte die Wasserschutzpolizei den Bereich im
Umkreis von einem Kilometer ab. Taucher zogen mehrere Trossen unter dem
Rumpf hindurch. Die anschließenden Inspektionsarbeiten konnten bis zum
Abend noch nicht abgeschlossen werden, weil die Unterwassersicht extrem
schlecht ist. Am Schwesterschiff "ENA 1" machten sich die Taucher über die
technischen Details kundig, um am Wrack eine bessere Orientierung zu haben.
Vorrang vor einer Bergung hat die Sicherung der Ladung, von der weiterhin
geringe Mengen austreten. Als nächster Schritt soll das Wrack mit einem
netzartigen Haltegeschirr gesichert werden. Dazu muss es zuvor minimal
angehoben werden. Wenn dies erfolgt, müssen die umliegenden Firmen in einem
Umkreis von 1000 Metern Fenster und Türen geschlossen halten. Der Verlauf
der bisherigen Arbeiten wurde derweil von der Umweltschutzorganisation
Greenpeace gelobt. Die Umweltbelastungen seien minimal geblieben.
Inzwischen ist sicher, dass der Kapitän des Schwefelsäure-Tankers zum
Kollisionszeitpunkt stark betrunken war. Der 36-Jährige hatte 2,1 Promille
Alkohol im Blut, wie eine erste Blutprobe ergab. Ihm drohen bis zu fünf
Jahre Haft oder eine hohe Geldstrafe wegen Gefährdung der Schifffahrt.
Quelle: Tim
Schwabedissen
"Gretje" nach Emden eingebracht
(Donnerstag, 01. Juli 2004, 13:32 Uhr) -
Am Vormittag des 30. Juni ging der Greetsieler Kutter "Gretje" auf die
Reise nach Emden, wo er im Borssumer Hafen abgesetzt werden soll. Das Wrack
hing dabei in den Trossen des Schwimmkrans "Roland". Hier soll über die
weitere Zukunft des Schiffes entschieden werden. Der Hebung waren
umfangreiche Vorbereitungsarbeiten vorausgegangen, da der Kutter in den
zwei Wochen schon erheblich versandet war. Grund dafür waren nicht allein
die starken Strömungen in dem engen Außenemsfahrwasser, sondern auch die
orkanartigen Stürme, die erhebliche Sand- und Schlickmengen aufgewirbelt
hatten. Taucher hatten in etwa 15 Meter Wassertiefe in den letzten Tagen
jeweils nur bei Stauwasser arbeiten können. Das Lotsenschiff "Kapitän
Bleker" der Schifffahrtspolizei und der Schlepper "Bugsier 15" sicherten
die Bergungsarbeiten ab. Auch der Seenotrettungskreuzer "Alfried Krupp" war
vor Ort. Nachdem der Kutter an die Wasseroberfläche gebracht worden war,
wurde an der Backbordseite achtern eine Delle sichtbar, die vom
Zusammenstoß mit dem holländischen Fischkutter "Greetje BOS" aus Urk
herrührt. Offenbar scheint der 5.000 PS starke holländische Hochseekutter
den wesentlich kleinen Küstenfischkutter umgeworfen und so unter Wasser
gedrückt zu haben. Zuvor war es dem 38-jährigen Kapitän Johann Conradi noch
gelungen, seine beiden Kameraden zu warnen. Er selbst wurde beim Untergang
im Ruderhaus eingeschlossen, wo er zwei Tage später durch private Taucher
aus Leer gefunden wurde. Gleich nach dem Unglück war unter anderem die
Fregatte "Emden", die sich auf der Fahrt nach Emden befand, an der
Unfallstelle eingetroffen, aber deren Marinetaucher hatten es nicht
geschafft, in die Kajüte einzudringen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
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