EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv Juli 2004

Last update: Montag, 03. Juli 2004, 12:32 Uhr

Zigarette angezündet - Schiff explodiert
(30.07.2004) - Am 27. Juli kam es auf einem Trawler aus Palawan, Philippinen, zu einer Explosion. Das Unglück ereignete sich, als das Schiff vor dem Tubbahata Riff stand. Drei Mann der Besatzung fielen der Explosion zum Opfer. Mehrere Besatungsmitglieder der zu Hilfe gekommenen "Metro Manila" erlitten Verletzungen. Untersuchungen der Marine ergaben, dass ein LPG--Tank in die Luft gefolgen war. Vermutlich hatte ein Besatzungsmitglied in seiner Nähe eine Zigarette entzündet.
Quelle: Tim Schwabedissen

Yacht vor Borkum verirrt - Zollkreuzer wurde rettender Engel
(30.07.2004) - Zum rettenden Engel wurde vor Borkum der Zollkreuzer "Emden". Eine niederländische Yacht hatte nachts aufgrund unbeleuchteter Tonnen Probleme, das Borkumer Fahrwasser zu finden. Der Borkumer Seenotrettungskreuzer "Alfried Krupp" war wegen eines anderen Einsatz nicht abkömmlich, so dass die "Emden" Kurs auf den Holländer nahm, der inzwischen auf Grund gelaufen war. Als die "Emden" in die Ems einlief, war er aber aus eigener Kraft wieder freigekommen. Kurz darauf rief eine andere niederländische Yacht in der Nähe von Helgoland mit Schraubenproblemen um Hilfe. Nach Rücksprache mit dem Rettungskreuzer "Hermann Marwede" suchte die in der Nähe stehende "Emden" die angegebene Position ab, fand das fragliche Schiff aber nicht. Die Suche wurde daraufhin zunächst abgebrochen. Dann ging jedoch ein weiterer Notruf ein, und die Wiederaufnahme der Suche führte zum Auffinden der Yacht. Sie wurde gesichert, vom Tochterboot der "Marwede" auf den Haken und genommen und schließlich sicher nach Helgoland eingebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Sechs Tote bei Tankeruntergang vor Sri Lanka
(29.07.2004) - Vor der Ostküste von Sri Lanka expldierte am 29. Juli der Tanker "Seraya Baru", 17.776 BRZ. Der 32.107 Tonnen verdrängende Produktentanker sank wenig später. Der Tanker "British Pride", 160.216 BRZ, wurde als nächstliegendes Schiff von den indischen Behörden zur Unglücksstelle geführt. Es gelang, 18 Seeleute von ihrem sinkenden Schiff zu retten und an Bord der 334 Meter langen, 305.904 Tonnen verdrängenden "British Pride" zu bringen. Weitere sechs Crewmitglieder der "Seraya Baru" kamen aber ums Leben. Das Schiff war auf dem Weg von den Malediven nach Indonesien gewesen. Die Ursache der Explosion ist noch unklar.
Quelle: Tim Schwabedissen

Barge mit Chemikalienladung nach Strandung leck geschlagen
(29.07.2004) - Am 27. Juli lief die Barge "KTC 115" mit einer Ladung Calziumchlorid im St. Lawrence-Strom nahe Alexandria Bay auf Grund. Das Fahrzeug der Reederei McKeil Marine schlug leck und verlor 12.000 Gallonen seiner Chemikalienladung. Der Stoff, der zum Schmelzen von Eis verwendet wird, soll jedoch keine Umweltgefährdung in dem touristisch attraktiven Gebiet rings um Boldt Castle darstellen. Um die Unglücksstelle wurde eine Sicherheitszone von der Küstenwache eingerichtet. Die Schifffahrt auf dem Fluss ist behindert. Auslöser des Unglücks war eine gebrochene Trosse zum Zugschlepper "Salvor".
Quelle: Tim Schwabedissen

Bereits 6.300 Tonnen Öl aus "Prestige"-Wrack geborgen
(29.07.2004) - Rund eineinhalb Jahre nach dem Untergang des Tankers "Prestige" vor der Nordwestküste Spaniens ist inzwischen rund die Hälfte des im Schiffswrack verbliebenen Schweröls geborgen worden. Bislang wurden 6.300 der noch in den Tanks vermuteten 14.000 Tonnen Öl beseitigt. Die rund 100 Millionen Euro teure Aktion soll bis Herbst abgeschlossen werden. Das Wrack des ursprünglich mit 77 000 Tonnen Öl beladenen Tankers liegt in fast 4000 Metern Tiefe auf dem Boden des Atlantiks. Um das Öl zu bergen, werden mit Unterwasserrobotern die Tanks aufgebohrt. Das entweichende Öl wird mittels darüber gehängter Säcke, deren Öffnung nach unten weist, aufgefangen. Anschließend lässt man die Säcke zur Wasseroberfläche aufsteigen.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Ondo"-Wrack virtuell wieder auferstanden
(29.07.2004) - Seine erste Begegnung mit der "Ondo" hatte der Dorstener Christian Wiemeler in den 80er Jahren. Damals sah er das Wrack des 1961 auf dem Großen Vogelsand gestrandeten Frachters während eines Cuxhaven-Urlaubs. Zehn Jahre später, als er das Wrack auf einer Schiffstour erneut sichtete, wuchs in ihm der Beschluss, mehr über das Schicksal des englischen Frachters erfahren. "Mich interessierte vor allem der langjährige Verfalls- und Verrostungsprozess", erklärt Wiemeler, "doch waren dazu leider keine Informationen beziehbar." Also recherchierte er im Internet. Nachdem er auf diesem Weg einige Quellen zur "Ondo" ausfindig gemacht hatte, konnte er sich ein genaueres Bild vom Wrack machen. Wrackforscher, aber auch Freizeitpaddler halfen ihm, den Weg von der Strandung bis hin zu den Wrackresten, die sich heute am Rand des Elbfahrwassers darbieten, nachzuvollziehen.
Da er seine Erkenntnisse auch einem größeren Publikum zugänglich machen wollte, begann Wiemeler im November 2003, eine Internet-Seite zur "Ondo" zu basteln. "Ich nahm an, dass sich auch andere für dieses Thema und die vielen tollen Bilder interessieren könnten. Denn fast jeder, der in den letzten Jahrzehnten über die Elbe nach Helgoland fuhr, dürfte das Wrack eigentlich kennen."
Mittlerweile gibt es auf der kontinuierlich ausgebauten Homepage http://ondo.funpic.de auch ein Kapitel über das Schicksal des italienischen Frachters "Fides", der nur 46 Tage nach dem "Ondo"-Unglück auf dem Vogelsand auf Grund lief und auseinanderbrach. "Die 'Ondo' und die 'Fides' wurden schon immer in einem Atemzug genannt und gehören somit quasi zusammen", sagt Wiemeler.
Inzwischen haben etliche Zeitzeugen zu der Website beigetragen. In Animationen und Grafiken wird der Zerfallsprozess des "Ondo"-Wracks anschaulich gemacht. Wiemeler sucht jedoch stets den Kontakt zu weiteren Personen, die mit der "Ondo" zu tun hatten oder sie ablichteten, um dieses Stück maritimer Zeitgeschichte in Erinnerung zu halten. Auf der Website gibt es die Möglichkeit, Kontakt mit Wiemeler aufzunehmen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Trawler vor Hongkong gesunken - Sorge um 22 Mann Besatzung
(29.07.2004) - In einem schweren Sturm sank am 27. Juli vor der südchinesischen Küste ein Trawler. Rettungskräfte suchen seither nach der vermissten 22-köpfigen Besatzung. Auch zwei Tage nach dem Untergang herrschte an der Unglücksstelle 320 Kilometer nordöstlich von Hongkong noch schlechtes Wetter, was die Suche erheblich erschwerte und die ÜBerlebenschancen der Schiffbrüchigen schwinden ließ.
Quelle: Tim Schwabedissen

Vollschiff "Sörlandet" rettete holländische Schiffbrüchige
(28.07.2004) - Wie erst am 27. Juli beim Einlaufen des norwegischen Vollschiffs "Sörlandet" nach Bremerhaven bekannt wurde, rettete die Crew des Dreimasters bereits vor gut drei Wochen im Ärmelkanal die Besatzung einer gesunkenen holländischen Yacht. Das Boot war bei starkem Sturm nördlich von Dover gesunken. Der Skipper flüchtete sich mit seinem kleinen Sohn in eine Rettungsinsel. Etliche Schiffe passierten in der vielbefahrenen Wasserstraße die in den Wellen tanzende Insel, ohne sie trotz von dort abgefeuerter Signalraketen zu sichten. Es war die letzte Rakete, die in den Himmel aufstieg, die von der Wache der "Sörlandet" bemerkt wurde. Wenig später wurden die beiden Schiffbrüchigen nach zehn Stunden aus der aufgewühlten See des Ärmelkanals an Bord des Seglers gezogen.

Weinverkostung aus Ladung des "Seine"-Wracks
(28.07.2004) - Ein halbes Jahrhundert, nachdem er an Bord des Frachters "Seine" auf den Grund des Meeresbodens sank, wurde jetzt in London ein französischer Champagner verkostet. Im Bauch des 1955 vor Südengland gesunkenen Schiffes hatten Taucher des Fokestone Diving Club 20.000 Halbliter-Flaschen mit französischem Champagner gefunden. Der edle Tropfen sei auch nach einem halben Jahrhundert unter Wasser gut trinkbar, wenn auch etwas "muffig" und mit einem leichten Fischaroma, berichteten Teilnehmer anschließend. Zur Verkostung des Tröpfchens geladenene Experten berichteten, der Champagner sei vermutlich nicht jedermanns Geschmack. "Älterer Champagner perlt oft nicht mehr - und dieser hier hat seine Perligkeit fast völlig verloren. Man kann ihn nur lieben oder hassen", kommentierte eine Wein-Expertin. Der Champagner vom Meeresgrund habe eine "wunderschöne goldene Farbe und honigartige, mineralische Aromen sowie ein pilziges Bouquet". Dies sei bei altem Champagner ganz normal. Einigen Probanden habe das Getränk zu "muffig" gerochen, "aber es schmeckte absolut in Ordnung". Nichts im Geschmack deute darauf hin, dass der Champagner aus einem Schiffswrack stamme, hieß es.
Quelle: Tim Schwabedissen

Deutsches U-Bootwrack vor Kanada entdeckt
(28.07.2004) - Erstmals gelang es einem kanadischen Taucherteam, vor der eigenen Küste das Wrack eines deutschen U-Boots aus dem Zweiten Weltkrieg ausfindig zu machen. Das Boot der U-215-Serie wurde während einer zweiwöchigen Expedition rund 200 Kilometer vor der Küste von Neu-Schottland mithilfe von Sonar entdeckt. Das U-Boot sei am 3. Juli 1942 gesunken, nachdem es einen US-Marinekonvoi angegriffen und dabei ein Versorgungsschiff versenkt habe, sagte der Expeditionsleiter. Die eigentliche Mission des deutschen Schiffes sei es gewesen, vor dem Hafen von Boston Minen zu legen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Letzte Sektion der "Tricolor" geborgen
(28.07.2004) - Am 22. Juli wurde das letzte, 500 Tonnen große Einzelwrackteil der "Tricolor" nach seiner vorangegangenen Hebung im belgischen Zeebrugge eingeschleppt. Damit wurden im Rahmen der bisherigen Bergungsaktion bislang 8.500 Tonnen Trümmer des gesunkenen Autofrachters vom Grund des Ärmelkanals geräumt. Die Arbeit mithilfe des Schwimmkrans "Taklift 4" wird indes noch bis voraussichtlich September fortgesetzt. Nach der Hebung der neunten Schiffssektion muss in Zeebrugge nun zunächst wieder der große Greifer an dem Kran montiert werden, der zur Räumung des verbliebenen Trümmerfeldes notwendig ist. An der Untergangsstelle liegen jetzt noch Teile von Autodecks, einzelne Rumpfplatten und etliche aus dem Schiff gestürzte Fahrzeuge.
Quelle: Tim Schwabedissen

Containerfrachters zerbrach: Teures Nachspiel für Werft
(27.07.2004) - Vor den Azoren brach 1997 im Sturm der Containerfrachter "MSC Carla" auseinander, das Achterschiff sank. Ein amerikanisches Gericht hat am 12. Juli die Hyundai Mipo Dockyard zu einer Zahlung von 20 Millionen $ verurteilt. Das Gericht befand die Werft für schuldig, für das Auseinanderbrechen des Schiffes verantwortlich zu sein. Das Schiff war in der Nähe einer Schweißnaht zerbrochen, die während der Verlängerung des Frachters auf der südkoreanischen Werft 1984 entstanden war.
Quelle: Tim Schwabedissen

Vermutlich zehn Tote bei Frachteruntergang
(27.07.2004) - In schwerem Wetter sank am 11. Juli vor der argentinischen Küste der Frachter "Mini Moon". Dabei sind wahrscheinlich 10 Besatzungsmitglieder ertrunken. Nach dem Untergang konnte nur ein Überlebender geborgen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Vor Beira gestrandeter Frachter geborgen
(27.07.2004) - Rund drei Wochen nach seiner Strandung beim Anlaufen von Beira erreichte der Frachter "Pongola", 7.959 BRZ, der Ocean Africa Container Lines vessel am 22. Juli aus eigener Kraft die Bayhead Werft in dem südafrikanischen Hafen und dockte dort.Das Schiff war am 5. Juli trotz Lotsenassistenz gestrandet und hatte den Hafen eine Woche lang blockiert. Erst nach dem Leichtern durch die Bergungsfirma Subtech Diving & Marine gelang es dem Schlepper "Toto", das Schiff freizubekommen. Es erlitt Bodenschäden und einen Knick durch die Einwirkung der Tiden. Zur Reparatur werden rund 400 Tonnen Stahl benötigt. Die "Pongola" wird zwischenzeitlich durch die "UAFL Express" ersetzt.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Cape Africa" im Hafen
(27.07.2004) - Am 14. Juli ging die Saga der "Cape Africa" mit dem Einlaufen des Havaristen nach Kapstadt zu Ende. Das Schiff erreichte den Hafen im Schlepp der "Smit Amandla" am Nachmittag. Am Vorabend war das Leichtern abgeschlossen worden, und das Leichterschiff "Bandar" hatte sich mit der Restaldung nach Saldanha Bay aufgemacht. Die "Cape Africa" wurde auf ihren letzten Meilen von der "Pentow Service" und dem Ölbekämpfungsschiff "Kuswag IV" eskortiert. Der 150.000 Tonnen verdrängende Bulkcarrier war am 28. April evakuiert worden, nachdem der Laderaum III aufgebrochen war.
Quelle: Tim Schwabedissen

Viel Arbeit für DGzRS
(27.07.2004) - Am Wochenende um den 23. Juli rettete die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger 67 Menschen aus gefährlichen Situationen. Ursachen für die zahlreichen Einsätze waren zumeist technische Defekte an Motoren und Segeln, Wassereinbrüche sowie fehlerhafte Navigation. So endete der Segeltörn eines Vaters mit seinem Sohn auf die Nordsee am Abend des 24. Juli am Schlepphaken eines Seenotkreuzers. Nur mit unzureichendem Kartenmaterial ausgerüstet, war die sieben Meter lange Segelyacht der beiden auf einer Sandbank im Wattenrevier zwischen Elbe und Weser gestrandet.
Quelle: Tim Schwabedissen

Ein Toter und Millionenschaden durch Tanker-Explosion
(27.07.2004) - Bei einer Explosion auf dem Flusstankschiff "Charlotte" auf dem Rhein-Herne-Kanal nahe Oberhausen ist in der Nacht zum 25. Juli der 30-jähriger niederländischer Kapitän des Schiffes ums Leben gekommen. Das Unglück ereignete sich gegen 02.00 Uhr. Der an dem neuen Tankschiff entstandene Sachschaden wird auf zweieinhalb bis fünf Millionen Euro geschätzt. Die 24-jährige Frau und die beiden elf Monate beziehungsweise zwei Jahre alten Kinder des Kapitäns wurden leicht verletzt. Drei Mann Besatzung blieben unversehrt. Der Kanal wurde bis zum 26. Juli gesperrt. Zunächst muss mit Hilfe eines Sonargeräts geprüft werden, ob sich am Kanalboden sperrige Trümmer befinden, die andere Schiffe beschädigen könnten. Die "Charlotte" hatte vor der Explosion in Essen eine Ladung Naphta gelöscht, ein Erdöl-Zwischenprodukt, das zu Benzin, Dieselöl oder anderen Endprodukten verarbeitet werden kann. Zum Zeitpunkt des Unglücks hatte der Tanker bei Oberhausen am Ufer festgemacht. Der Schiffsführer wollte dort die zehn Tanks des Schiffs von Gasrückständen reinigen, die von dem Naphta zurückgeblieben waren. Warum es dabei zu der Explosion zweier Tanks kam, war zunächst unbekannt. Ungünstigenfalls hätten alle zehn Tanks explodieren können, da die Luftspülung in allen Tanks gleichzeitig erfolgt. Ein nach der Explosion auf dem Schiff entstandener Brand wurde binnen kurzer Zeit gelöscht. Die Feuerwehr hatte rund 100 Mann im Einsatz. Sie blies Stickstoff in die unzerstörten Tanks, um das restliche Gas herauszudrücken. Die "Charlotte" blieb zwar schwimmfähig, doch bot ihr Oberdeck einen verwüsteten Anblick.
Quelle: Tim Schwabedissen

Bootsuntergänge durch Unwetter auf Bodensee
(27.07.2004) - Ein über dem Bodensee tobendes Unwetter hat am Abend des 24. Juli zwei Boote zum Sinken gebracht. Sieben weitere Boote strandeten. Menschen wurden nicht verletzt. Der Gesamtschaden wird auf rund 100.000 Euro geschätzt. Kurz vor 20 Uhr hatte der Deutsche Wetterdienst eine Starkwindwarnung für den Ostteil des Bodensees ausgelöst und gegen 20.00 Uhr auf den gesamten See ausgedehnt. Der Wind fegte in Orkanstärke über den See. Unter den zwei gesunkenen Booten befand sich ein großes Motorboot, das im Laufe des 25. Juli mit einem auf einer Fähre stehenden Autokran gehoben werden sollte. Die Wasserschutzpolizei war mit drei großen und einem kleinen Boot und insgesamt 16 Beamten im Einsatz.
Quelle: Tim Schwabedissen

Mehrere Tote bei einer Bootsunfällserie in Brandenburg
(27.07.2004) - Die Suche nach einem Segler, der am 24. Juli mit seiner Jolle auf dem Seddiner See in Potsdam-Mittelmark gekentert war, ist auch am Folgetag ohne Erfolg geblieben. Mehrfach untersuchten Taucher der Polizei die Unglücksstelle, konnten den Vermissten aus Wildenbruch aber nicht finden. Es besteht praktisch keine Hoffnung mehr, den 66-jährigen lebend zu bergen. Ein Mitsegler aus Berlin hatte das Unglück schwer verletzt überlebt. Er befand sich am Tag nach dem Unglück noch im Krankenhaus, in das er mit Unterkühlungen und einem Schock eingeliefert worden war. Er wurde in letzter Sekunde von zwei Bootsbesatzungen aus dem Wasser gezogen, die zur Unglücksstelle geeilt waren. Die Ehefrau des Berliners hatte ebenfalls versucht zu helfen. Sie war vom Ufer ins Wasser gesprungen und 300 Meter bis zu ihrem Mann geschwommen. Sie hatte beobachtet, wie das Boot von einer Windböe erfasst wurde und kenterte. Die beiden Männer gingen über Bord und trieben dann minutenlang im Wasser. Einen Halt am Boot fanden sie nicht mehr, es wurde durch den starken Wind weggetrieben. Rettungswesten hatten die beiden Segler nicht angelegt. In ihrer Not versuchten sie noch, sich gegenseitig über Wasser zu halten. Doch als die Kräfte schwanden, konnte der Berliner seinen Mitsegler nicht mehr halten. Schon vor diesem Unglück kamen in den vergangenen zwei Wochen bei Bootsunfällen auf Brandenburger Gewässern zwei Menschen ums Leben. Drei weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Am 17. Juli kamen zwei Rentner aus Braunschweig auf ihrem Schiff um, das bei Glindow auf dem Petzower See (Potsdam-Mittelmark) vor Anker lag. Die beiden 65 und 64 Jahre alten Männer starben an einer Kohlenmonoxid-Vergiftung; sie hatten sich bei laufendem Motor zum Schlafen in die Kajüte gelegt. Am 19. Juli konnten sich ein 76-jähriger Rentner aus Berlin und seine 12-jährige Enkeltochter in Spreenhagen (Oder-Spree) nur durch einen Sprung vom Boot ins Hafenbecken retten, nachdem der Schiffsmotor explodierte war und das komplette Boot in Brand gesetzt hatte. Das Boot sank. Mit lebensgefährlichen Vergiftungen musste ein holländischer Freizeitkapitän vor zwei Wochen auf dem Scharmützelsee bei Wendisch-Rietz (Oder-Spree) geborgen werden. Seine Enkeltochter und seine Ehefrau erlitten leichte Verletzungen. Ein Leck in der Gasleitung des Kühlschranks hatte giftiges Kohlenmonoxid austreten lassen. Alle drei hatten sich kurz zuvor zum Schlafen in die Kajüte gelegt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Traditionssegler vor Mecklenburg-Vorpommern gestrandet
(27.07.2004) - In der Ostansteuerung zwischen Stahlbrode und Palmer Ort hatte am 10. Juli ein Traditionssegler aus Bremen Grundberührung. Das Schiff wurde freigeschleppt und machte nach der Havarie im Südhafen von Stralsund fest.
Quelle: Tim Schwabedissen

Segler vor Rügen vermisst
(27.07.2004) - Zwei Segler werden seit dem 3. Juli vor der Küste der Insel Rügen vermisst. Die Suche nach den beiden 62 und 67 Jahre alten Brüdern aus Born (Kreis Nordvorpommern) ist seither ohne Erfolg geblieben. Die Männer waren am 29. Juni mit einer acht Meter langen blauen Yacht vom Typ "Neptun 26" zu einem Segeltörn um die Insel aufgebrochen und nicht, wie geplant, am 3. Juli zurückgekehrt. Am 4. Juli hatten Angehörige die Polizei über das Ausbleiben der Männer informiert und sie als vermisst gemeldet. An der Suche, die sich auf den gesamten Bereich der Inselküste und der Küstengewässer um Rügen erstreckte, waren Boote der Wasserschutzpolizei, der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger und ein Polizeihubschrauber beteiligt. Landseitig wurden auch alle Häfen und Anlegestellen kontrolliert.
Quelle: Tim Schwabedissen

104 Jahre alter Schoner im Kattegat gesunken - zwei Tote
(27.07.2004) - Im Kattegat sank am 11. Juli der 102 Fuß lange Zweimastschoner "Martha". Dabei kamen zwei Segler ums Leben. Das 104 Jahre alte Traditionsschiff war in stürmischer See zwischen Jütland und Anholt leckgeschlagen und hatte Notsignale aausgesandt. Mit Hilfe herbeigeilter Schiffe konnte die "Martha" zunächst stabilisiert werden. Doch als das Schiff zum Abschleppen fertig gemacht wurde, sank es plötzlich. 15 Passagiere im Alter von 17 bis 23 Jahren konnten sich in Rettungsboote und -inseln flüchten, zwei Besatzungsmitglieder verschwanden jedoch im Meer. Am 12. Juli wurde die Suche mit Hubschraubern fortgesetzt. Wegen starken Seegangs war es Tauchern nicht möglich, das in 15 Metern Tiefe gesunkene Schiff, dessen Mastspitzen aus dem Wasser ragten, zu erreichen. Die "Martha" war von Frederikshavn nach Svendborg unterwegs gewesen. Am 16. Juli hob der Schwimmkran "Samson" aus Arhus das 35 Tonnen schwere Schiff und brachte es nach Grenaa ein. Hier wurde es am 18. Juli aufgeslippt. Pressemitteilung vom 11. 07. 2004
Quelle: Tim Schwabedissen

Dhau nach Kollision mit Flugzeugträger gesunken
(27.07.2004) - Im Persischen Golf ist in der Nacht zum 22. Juli der US-Flugzeugträger "John F. Kennedy" mit einer hölzernen Dhau kollidiert, die daraufhin sank. Der Flugzeugträger und eine britische Fregatte beteiligten sich an der Suche nach Überlebenden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Dampfeisbrecher "Wal" rauscht in Kajenmauer
(27.07.2004) - Beim Anlegen in Bremerhaven kollidierte der Dampfeisbrecher "Wal" mit einer Kaje im Neuen Hafen. Zuvor kam ein Signal des Maschinentelegraphen nicht im Maschinenraum an. Daraufhin fuhr das Museumsschiff ungebremst in die Kaimauer. Die Mauer wurde dabei erheblich beschädigt, und auch einige Fahrgäste verletzten sich durch Stürze bei dem Aufprall. Der Eisbrecher-Bug der "Wal" blieb nahezu unbeschädigt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Norwegische Yacht vor Vlissingen gesunken
(27.07.2004) - Die 100 Jahre alte norwegische Yacht "Mohawk II" ist in der Nacht zum 16. Juli nach einer Kollision mit dem holländischen Fischkutter "ARM (Arnemuiden) 20" im Flushing-Fahrwasser vor der niederländischen Hafenstadt Vlissingen unweit des Strandes gesunken. Alle zwanzig an Bord befindlichen Personen, sechs Erwachsene und vierzehn Jugendliche einer Pfadfindergruppe, konnten von herbeieilenden Fahrzeugen aus dem Wasser geborgen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Lecker Kreuzfahrer evakuiert
(27.07.2004) - Das 100 Fuß lange Kreuzfahrtschiff "Star of the Northwest" schlug am 26. Juli mit 161 Passagieren 14 Meilen südlich Seward leck und funkte gegen 03.30 Uhr Mayday. Zwei Abteilungen waren geflutet. Die US-Coastguard war mit mehreren Booten im Einsatz, darunter der Küstenwachkutter "Mustang" und die "Great Land".Die "Great Land" nahm 161 Passagiere auf und transportierte sie zur "Seward". Inzwischen traf der Schlepper "Junior" ein und zog die "Star of the Northwest" nach Seward. Zwischenzeitlich gingen Arbeiter an Bord und brachten den Wassereinbruch unter Kontrolle.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter verschollen - neun Tote
(27.07.2004) - Der pakistanische Frachter "Qadder-ur-Rahman" verlor am 12. Juli Kontakt mit seiner Agentur in Karachi. Das Schiff war mit Nachrungsmitteln und Elektrorwaren von Dubai nach Karachi unterwegs. Am 25. Juli wurde die Leiche eines der neun Besatzungsmitglieder nahe Sunera Point, 30 Kilometer westlich des Ziehafens, an Land gespült.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schiffsuntergang in Madura-Straße
(27.07.2004) - Bei der Kollision der 81 Meter langen "Era Baru" mit der 68 Meter langen "Nantai I" wurde am 24. Juli das kleinere Schiff im Hafen von Tanjung Perak, Ostjava, so schwer beschädigt, dass es sank. Die "Nantai I" hatte in dem Hafen von Subbaraya gerade anlegen wollen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Bulker in China gekentert
(27.07.2004) - Ein mit Sand beladener Bulkcarrier kenterte am Morgen des 24. Juli in Höhe von Maning im Zhujiang Fluss, Südchina. Von der zehnköpfigen Besatzung wurden nach dem Untergang drei Mann vermisst.
Quelle: Tim Schwabedissen

Russischer Frachter vor Istanbul gestrandet
(27.07.2004) - Der 88 Meter lange russische Frachter "Samur 14" lief am 21. Juli mit einer Ladung von 3.000 Tonnen Stahl für Kroatien am 22. Juli vor Bebek in der Straße von Istanbul auf Grund.
Quelle: Tim Schwabedissen

Wrack der verschollenen "Robert Wallace" gefunden
(27.07.2004) - Nach fünf Jahren wurde nun das Wrack des Frachters "Robert Wallace" im Lake Superior gefunden. Das Schiff war mit einer Ladung Eisenerz am 17. November 1999 verschollen. Am 5. Juni wurde er nun in über 300 Fuß Tiefe 13 Meilen südwestlich von Two Harbors von Wracksuchern entdeckt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Autofrachter in Antwerpen in Brand
(27.07.2004) - Der maltesische Ro-Ro-Frachter "Sea Trader", 8.454 BRZ, geriet am Abend des 16. Juli im belgischen Hafen von Antwerpen in Brand. Das Feuer wurde durch auslaufendes Öl aus geladenen Autors verursacht. Die Flammen breiteten sich vom Hauptdeck bis zu den Aufbauten aus, ehe sie von der Hafenfeuerwehr unter Kontrolle gebracht werden konnten. Die Ladung wurde schwer beschädigt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Erneut Bulkcarrier vor Dänemark gestrandet
(27.07.2004) - Der bulgarische Bulkcarrier "Petimata OT RMS", 38.511 tdw, lief am 9. Juli auf dem Weg von Ventspils nach Santos mit Düngemitteln auf Grund. Um das Schiff zu befreien, mussten große Teile der Ladung und Bunkeröl geleichtert werden. Danach wurde das Schiff freigeschleppt und von der holländischen Bergungsfirma Multraship Salvage nach Kalundborg eingebracht. Hier wird der Havarist inspuiziert und wieder beladen. Bereits am 7. Juni war vor Kopenhagen der 38.391 tdw große ägyptische Frachter "Domiat" gestrandet.
Quelle: Tim Schwabedissen

14 Tote bei Untergang vor Indonesien
(27.07.2004) - In der Banda-See kenterte und sank der 700-Tonnen-Frachter "K.M. Amami" am 16. Juli. Das Schiff war von der ostjavaneischen Hauptstadt Surabaya nach Gorom Island, Südmaluku mit einer Ladung Reis, Zucker und anderen Gütern unterwegs. Hohe Wellen brachten das Schiff 2400 Kilometer östlich von Jakarta zum Kentern. An Bord waren 14 Besatzungsmitglieder und zwei Passagire. Nur zwei Mann überlebten. Es handelt sich bereits um den dritten Schiffsunfall vor Ostindonesien im Juli.
Quelle: Tim Schwabedissen

Ein Toter und vier Verletzte bei Tankerbrand
(27.07.2004) - Der Tanker "Daqing No 254" der China Ocean Shipping Corp. geriet am 14. Juli in Shanghai in Brand. Das Schiff lag dort bei der Lixin Werft. Ein Mann starb, vier Personen wurden schwer verletzt, zwei sind in kritischem Zustand. Das 60.000-Tonnen-Schiff war in Brand geraten, als Offiziere im 11. Deck Tee tranken und missbräuchlich elektrisches Gerät benutzten. Die Männer konnten sich über Fallreeps retten. Über 400 Feuerwehrleute und 30 Fahrzeuge waren zur Brandbekämpfung im Einsatz. Das Schiff hatte nach einem Werftaufenthalt am 16. Juli wieder auslaufen sollen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Trawler vor Scillies in Seenot
(27.07.2004) - 160 Meilen westlich der Isles of Scilly schlug am 16. Juli der spanische Trawler "Mareton", ehemals die "Chivenor" aus Norddevon, leck. Ein Hubschrauber brachter eine Lenzpumpe, während ein zweiter Standby machte. Neun Mann wurden dann aus der Luft evakuiert und nach Brest geflogen, sechs blieben an Bord.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kutter vor Shiant Islands gesunken
(27.07.2004) - Der 12,5 Meter lange Kutter "Seeker" funkte am 16. Juli Mayday nahe der Shiant Islands. Das Schiff war leckgeschlagen und sank. Ein Hubschrauber, ein Rettungsboot aus Stronoway und der Schlepper "Anglian Sovereign" nahmen Kurs auf die "Seeker". Ein Überwachungsflugzeug entdeckte den Skipper am Abend im Wasser. Wenig später zog ihn der Hubschrauber an Bord und brachte den Unterkühlten ins Western Isles Hospital.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kollision in Pusan
(27.07.2004) - Der chinesische Frachter "Yueyou 210", 1.595 BRZ, kollidierte im südkoreanischen Hafen Pusan in schlechtem Wetter mit dem südkoreanischen Tanker Sunyang, 696 BRZ. Der Frachter kenterte und sank, die Küstenwache rettete die Besatzung. Auch der Tanker ging teilweise unter.
Quelle: Tim Schwabedissen

Barge sank auf Lake Delhi
(27.07.2004) - Am 16. Juli sank die Barge "J.F. Brennan" aus LaCrosse im Lake Delhi, Wisconsin. Vor der Bergung des Wracks soll nun das Dieselöl von Bord gepumpt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter demolierte in Lübeck Kaianlage und Schlepper
(27.07.2004) - Am 17. Juli rammte der 160 Meter lange RoRo-Frachter "Kaptan Burhanettin Isim", 20.000 BRZ, aus Istanbul den Kuhlenkampkai in Lübeck. Beim Anlegen krachte das Schiff gegen die Pier und beschädigte auch den Assistenzschlepper "Axel". Zuvor war eine Schlepptrosse gebrochen, wodurch das Schiff außer Kontrolle geriet. Gegen 13.15 war es zu der Situation gekommen, die der Kapitän durch ein Voll-Voraus-Manöver abzuwenden suchte. Er konnte jedoch sein Schiff nicht mehr aufstoppen. Es verschob beim Aufprall die Kaianlage um acht Meter und zerstörte das Mauerwerk. Die "Kaptan Burhanettin Isim" wurde eingebeult. Sie hatte übers Heck von der "Axel" in den Wallhaffen gezogen werden sollen, machte nun aber am Burgtorkai fest. Sie pendelt zuwischen Ventspils und Travemünde. Bereits vor einem halben Jahr war das Schiff auf dieser Route in Seenot geaten, als in schwerer See die Ladung überging. Der RoRo-Frachter wurde 1990 in Norwegen erbaut und hat eine Ladekapazität von 1.800 Spurmetern sowei 120 Fahrgäste.
Quelle: Tim Schwabedissen

Lenzpumpen retteten Shrimpfänger
(27.07.2004) - Am 9. Juli schlug sechs Meilen nordöstlich von Dry Tortugas, Florida, der 72 Fuß lange Shrimpfänger "Red Cloud" leck. Die Küstenwache setzte zwei Lenzpumpen auf dem Havaristen ab, mit deren Hilfe die zweiköpfige Crew den Wassereinbruch stoppen konnte und das Boot für endgültige Reparaturen vor der Rückkehr nach Key West vor Anker legen konnte.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schlepper lief mit Barge auf Grund
(27.07.2004) - Im St., Clair River, Michigan, lief der Schlepper "Evans McKeil" mit der Barge "Ocean Hauler" nahe Leuchtfeuer 37 am Morgen des 11. Juli auf Grund. Das Gespann konnte zunächst nicht befreit werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Forschungsschiff in Norfolk in Brand
(27.07.2004) - Das eingemottete amerikanische Forschungsschiff "Thomas Jeffereson", ehemals "Little Hales", geriet am 11. Juli auf dem Elizabeth River in Norfolk in Brand. Das Feuer wurde während der Nachtstunden von örtlichen Feuerwehren bekämpft. Das Schiff gehört zu einer Flotte außer Dienst gestellter Forschungsschiffe der US Navy.
Quelle: Tim Schwabedissen

Passagierschiff vor Cesme Port gestrandet
(27.07.2004) - Das Passagierschiff "Istanbul S." lief, mit 800 Fahrgästen aus Italien kommend, nach einem Maschinenausfall am 9. Juli vor Cesme Port auf Grund. Sechs Passagiere mussten nach der Strandung mit Gesundheitsproblemen in ein örtliches Krankenhaus gebracht werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Drei Fischer retten "Two Fishers"
(27.07.2004) - Der amerikanische 42-Fuß-Kutter "Two Fishers" schlug vor Newport, Oregon, am 8. Juli leck. Die dreiköpfige Crew konnte mithilfe einer Lenzpumpe, die ein Küstenwachen-Helikopter aus Newport abfierte, den Untergang des Schiffes verhindern. Sie wurde dabei assistiert von einer Rettungsbootcrew aus Yaquina Bay.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schiffsverkehr auf der Donau nach Havarie gesperrt
(25.07.2004) Nach einer Havarie ist der Schiffsverkehr auf der Donau kurz hinter Regensburg am Wochenende vorübergehend eingestellt worden. Auf Höhe der Ortschaft Winzer war Polizeiangaben vom Sonntag zufolge am Samstag gegen 16.10 Uhr ein flussaufwärts fahrender Schubverband mit 1400 Tonnen Sonnenblumenkernen an Bord verunglückt. Die Stahlseile, die die Antriebseinheit mit dem Frachtkahn verbanden, waren gerissen. Dadurch geriet das so genannte Bugstrahlruder unter das Schiff, verkeilte sich und hob den Schubverband zwei Meter an.
Bei dem Unfall schlug der mit rund 400 Litern Treibstoff gefüllte Tank des Bugstrahlruders Leck. Öl trat aus und verteilte sich auf der Wasseroberfläche. Feuerwehrmänner errichteten eine Ölsperre um das Schiff. Das Wasser- und Schifffahrtsamt sperrte den Schiffsverkehr zwischen Bad Abbach und Regensburg. Wegen einer möglichen Gesundheitsgefährdung durch das ausgetretene Öl erließ die Stadt ein Badeverbot von der Unfallstelle bis zur Schleuse Regensburg.
Zur Begung wurde der Schubverband von der Antriebseinheit abgekoppelt. Mit der Bergung des im Donaugrund feststeckenden, 60 Tonnen schweren Bugstrahlruders wurde am Sonntag begonnen. Weil aus dem Leck weiter Öl austrat, errichteten Feuerwehleute im Bereich Schwabelweiß eine weitere Ölsperre. Die Umweltgefahr wird jedoch als gering eingeschätzt. Die Höhe des Schadens war zunächst unklar.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Wrack der "General von Steuben" in Ostsee gefunden
Hamburg (23.07.2004) Die polnische Marine hat das seit 1945 vermisste Wrack des deutschen Flüchtlingsschiffs "General von Steuben" auf dem Grund der Ostsee entdeckt. Wie das Wissensmagazin "National Geographic" berichtet, liegt das Schiff in der Nähe des schon länger bekannten Fundortes des ebenfalls im Zweiten Weltkrieg versenkten "Wilhelm Gustloff". Die genauen Koordinaten würden aus Angst vor Wrackräubern noch geheim gehalten.
Die "General von Steuben" sollte gegen Ende des Zweiten Weltkrieges mehr als 4000 Flüchtlinge aus Ostpreußen in Sicherheit bringen. Sie wurde am 10. Februar 1945 von einem russischen U-Boot torpediert und sank. Nur 630 Passagiere konnten gerettet werden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Feuer auf Kreuzfahrtschiff in Heidelberg
(19.07.2004) Auf dem Neckar in Heidelberg ist auf einem niederländischen Touristenschiff ein Brand ausgebrochen. Die Feuerwehr konnte eine Katastrophe knapp verhindern.
Die Passagiere eines niederländischen Kreuzfahrtschiffes sind mit dem Schrecken davongekommen, nachdem an Bord ein Feuer ausgebrochen war.
Der Brand sei am Sonntagmorgen gegen 2 Uhr ausgebrochen, als das Schiff im Neckar vor Anker lag, teilte die Wasserschutzpolizei mit. Eine Streife, die das Feuer zufällig bemerkte, alarmierte die Feuerwehr.
Die 51 Passagiere und Besatzungsmitglieder konnten rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Zehn Menschen wurden wegen Verdachts auf Rauchvergiftung vorsorglich im Krankenhaus untersucht, fünf von ihnen wurden bereits entlassen.
Die übrigen niederländischen Touristen verbrachten die Nacht in Hotels. Wie es zum Feuer kam, steht bislang nicht fest. Der Brand war laut Polizei auf dem Mitteldeck ausgebrochen. Der Sachschaden wird auf mehrere hunderttausend Euro geschätzt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Feuer auf Gefahrengut-Tanker in Mannheim
Mannheim (17.07.2004) Auf dem Rhein bei Mannheim ist am Samstagmorgen ein Feuer auf einem Tankschiff mit gefährlicher Ladung ausgebrochen. Personen wurden nach Angaben der Feuerwehr nicht verletzt. Zur Ursache konnte ein Sprecher zunächst nichts sagen.
Der Tanker machte auf dem Strom fest. Er hat eine Flüssigkeit geladen, die der Feuerwehrsprecher als «sehr leicht entzündbar» und zudem gesundheitsgefährdend bezeichnete.
Das Feuer war im Motorraum entstanden und zunächst von der Schiffsbesatzung bekämpft worden. Gegen 6.30 Uhr, etwa eine Stunde nach Eingang des Alarms, gab es auf dem Tanker noch eine Brandquelle, die Angehörige der Feuerwehr mit Wärmebildgeräten zu lokalisieren versuchten. Im Einsatz war auch ein Feuerlöschboot.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Verunglückter Segler weiter vermisst
Michendorf (11.07.2004) Die Suche nach einem mit seinem Boot auf dem Seddiner See verunglückten Segler ist auch am Sonntag ergebnislos geblieben. Die Polizei geht deshalb davon aus, dass der Mann tot ist, wie ein Sprecher in Potsdam sagte. Am Montag werde geprüft, ob die Suche noch einmal aufgenommen wird. Am Sonntag wurde von einem Hubschrauber aus der Schilfgürtel des Sees abgesucht.
Die Jolle war am Samstagnachmittag der Polizei zufolge aus bisher ungeklärter Ursache gekentert. Die beiden 59- und 66-jährigen Segler gingen dabei über Bord. Einer konnte sich mit Hilfe seiner Ehefrau ans Ufer retten. Der 59-jährige Berliner wurde mit Unterkühlungen in ein Potsdamer Krankenhaus eingeliefert. Nach dem 66-jährigen Bootsbesitzer aus dem Landkreis Potsdam-Mittelmark suchten Taucher aber vergebens.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Surfer vor australischer Küste von Hai getötet
Perth (10.07.2004) - Ein 30-jähriger Surfer ist bei einem Hai-Angriff vor der Küste von West-Australien ums Leben gekommen. Der Mann war gemeinsam mit vier Freunden am Left Handers Beach südlich von Perth beim Surfen, als er von Haien attackiert wurde, wie eine Sprecherin der Fischereibehörden mitteilte. Offenbar seien zwei Tiere an dem Angriff beteiligt gewesen.
Left Handers Beach ist ein beliebtes Gebiet für Surf-Neulinge und Touristen, die den Sport lernen wollen. Der Strand wurde nach dem Vorfall vorerst gesperrt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Fähren in Nantucket kollidiert
(09.07.2004) - Im Hafen von Nantucket kollidierten am Morgen des 5. Juli zwei Fähren. Um kurz nach halb acht stieß die Schnellfähre "Grey Lady" der Nantucket Hy-Line mit der "Point Gammon" zusammen. Beide Schiffe konnten nach einer Untersuchung durch die Küstenwache wieder ihren Dienst aufnehmen, da nur geringer Sachschaden entstanden waren. Menschen wurden nicht verletzt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Bergungsschlepper gesunken
(09.07.2004) - Als wenig seegängig erwies sich am 5. Juli der amerikanische Große-Seen-Bergungsschlepper "Sea Tow". Das 25 Fuß lange Schiff wurde gegen Abend von der außergewöhnlich großen Heckwelle eines passierenden Schiffes auf dem Macatawa-See nahe Drake Point Feuer erfasst und sank. Die Besatzung konnte sich retten.
Quelle: Tim Schwabedissen

Lenzpumpe nicht anbekommen - Kutter drohte zu sinken
(09.07.2004) - Am 7. Juli geriet vor der Pazifikküste von Seattle ein 42 Fuß langer Kutter in seenot. Gegen neun Uhr morgens sandte die zweiköpfige Crew einen Notruf an die Küstenwache in Oregon, nachdem ihr Schiff leckgeschlagen war. Zwei 47 Fuß lange Rettungsboote aus Yaquina Bay, Portland, sowie ein Helikopter aus Newport machten sich zur Unglücksposition auf. Es gelang, vom Hubschrauber aus eine zusätzliche Lenzpumpe auf dem nun vom Untergang bedrohten Havaristen abzusetzen, die von dessen Crew aber nicht in Gang gesetzt worden konnte. Erst mithilfe einer weiteren Lenzpumpe von einem der Rettungsboote gelang es, des Wassereinbruchs Herr zu werden. Mit eigener Kraft konnte der Kutter, der sicherheitshalber von einem Rettungsboot weiter eskortiert wurde, den Hafen von Yaquina Bay erreichen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Ermittlungen gegen überlebenden Kapitän des Kutteruntergangs vor Rügen
(09.07.2004) - Nach dem Untergang des Kutters "BAA 17" vor Rügen nahm die Staatsanwaltschaft am 8. Juli Ermittlungen gegen den 48-jährigen überlebenden Kapitän auf. Gegen ihn besteht der Anfangsverdacht der fahrlässigen Tötung seines Begleiters. Nun soll geprüft werden, inwieweit dem Fischer ein Fehlverhalten beim Führen des Kutters vorzuwerfen seien. Ein mögliches Fehlverhalten des Kapitäns bestünde zum Beispiel in der möglichen unsachgemäßen Befestigung einer Reuse oder einer unverantwortlichen Fehleinschätzung der Wetterlage. Der zweite Mann an Bord, ein 56-jähriger, wird seit dem Unglück vermisst. Die in Baabe beheimatete "BA-17" war vor einer Woche im Greifswalder Bodden während eines Gewitters in Seenot geraten. Sie kenterte laut Wasserschutzpolizei südwestlich von Thiessow, nachdem offenbar eine zuvor aufgenommene, schwere Reuse an Bord verrutscht war. Dem Kapitän war es gelungen, die rund drei Kilometer zum Ufer zu schwimmen und Rettungskräfte alarmieren. Die Suche nach seinem Begleiter mit Rettungskreuzern, Hubschraubern und Tauchern blieb jedoch erfolglos. Ein Sachverständiger wurde mit der Untersuchung des Fischkutters beauftragt. Das Schiff muss dazu allerdings erst noch geborgen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Gekenterter Katamaran-Skipper hatte viel Glück
(08.07.2004) - In einer dramatischen Rettungsaktion gelang es den Besatzungen eines Fährschiffs sowie eines Zollbootes im Strelasund, den Skipper eines in Seenot geratenen Sportkatamarans zu retten. Der 46-Jährige war am 6. Juli bei starkem Wind während eines Segelmanövers in Höhe der Fährlinie Stahlbrode-Glewitz beim Kentern seines Bootes über Bord gegangen. Die Besatzung der Rügenfähre "Glewitz" hatte den Unfall beobachtet und über Funk Hilfe angefordert. Wenig später wurde der bereits völlig entkräftete Berliner eine halbe Seemeile südöstlich von Stahlbrode von Zollbeamten aus dem aufgewühlten Wasser an Bord des Zollbootes gezogen. Sein Boot wurde nach Glewitz geschleppt. Der Mann habe sehr viel Glück gehabt, sagte ein Zollsprecher. Nur durch die gezielte Suche sei der Verunglückte überhaupt entdeckt worden. Zuvor seien mehrere Segelboote im dichten Regen an ihm vorbeigefahren.
Quelle: Tim Schwabedissen

Gestrandete Yacht nach zwei Tagen in der Ems geborgen
(08.07.2004) - Am Nachmittag des 5. Juli lief eine Yacht aus Delfzijl in der Emsmündung nahe des Geisedamms auf Grund. Der Skipper hatte unterwegs von seinem holländischen Heimathafen ins ostfriesische Leer eine Abkürzung gewählt, die ihn in zu flaches Wasser führte. Daraufhin setzte er einen Notruf ab. Das Zollboot "Lüneburg" und der Saugbagger "Ewald Müsing" kamen wegen der geringen Wassertiefe jedoch nicht nah genug an den Havaristen heran. Deshalb paddelten zwei Zöllner mit einem Schlauchboot zur Yacht und holten bei ablaufendem Wassers die Ehefrau des Skippers von Bord. Er selbst blieb zunächst auf dem bereits tief im Sand steckenden Schiff. Als das erste Hochwasser am 6. Juli nicht ausreichte, um die Yacht zu bergen, gab auch er auf und ließ sich von den der "Lüneburg" retten. Einem holländischen Rettungsboot gelang es schließlich am 7. Juli, die gestrandete Yacht doch noch freizuschleppen und nach Delfzijl einzubringen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Trawler strandete in ungewöhnlicher Position
(08.07.2004) - Am 3. Juli lief der Trawler "Audacious" beim Auslaufen zu einer Fangfahrt im Atlantik zwei Seemeilen westlich von John o'Groats auf einen Felsen. Das 34 Meter lange Schiff saß anschließend fest. Einem Schlepper gelang es, das Schiff zu befreien und samt seiner fünfköpfigen Besatzung nach Scrabster Harbor einzuschleppen. Hier soll der Schaden begutachtet werden. Die Strandungsstelle wurde als ungewöhnlich bezeichnet.
Quelle: Tim Schwabedissen

Gefährliche Malarbeit: Bergungsschlepper beim Anstreichen explodiert
(08.07.2004) - Auf dem in der Walfischbucht liegenden Schlepper "Seabulk Penguin" der Wesco Salvage Co. kam es am 6. Juli zu einer Tankexplosion. Das Unglück auf dem westafrikanischen Schiff ereignete sich während der Durchführung von Farbarbeiten. Ein Besatzungsmitglied starb, zwei wurden mit schweren Verletzungen in ein Hospital in Welwitschia gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Beine gebrochen - Arbeitsplattfrorm gestrandet
(08.07.2004) - Am Morgen des 7. Juli geriet eine Jack-up-Barge in der Palm Bay bei Dover in Seenot. Das 10 Meter lange und zwei Meter hohee Gefährt, das mit vier Spindelbeinen ausgerüstet war, sollte für Arbeiten an Bohrlöchern eingesetzt werden. Wegen der Vorhersage stürmischer Winde wurde die Barge vorsorglich evakuiert. Dies erwies sich als richtige Maßnahme, als während der Nacht Wellen die Beine der Barge abbrechen ließen. Zwei der jeweils drei Tonnen schweren Beine wurden später an den Strand getrieben, zwei weitere trieben eine halbe Meile vor der Küste. Die Plattform selbst wurde kurz darauf auf einige Felsen gespült, wo sie auseinanderzubrechen begann. Es gelang kurz nach dem Unglück, kleinere Mengen Diesel- und Hydrauliköl, die in Fässern auf dem Deck des Wracks lagerten, zu bergen. Bei Hochwasser soll versucht werden, die Plattform selbst freizubekommen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Reparaturarbeiten an "Pride of America" angelaufen
(08.07.2004) - Nachdem endlich Klarheit über die Zukunft der "Pride of America" gewonnen wurde, begann an Bord des Luxusliners in Bremerhaven unverzüglich das Reinschiff. Schrott und Container voller Dreck wurden in großen mengen mittels eines Kranes von Bord geholt. Der gröbste Dreck, den das brackige Hafenwasser hinterlassen hatte, war bereits kurz nach der Bergung des Havaristen im Februar von Bord gekommen. Jetzt begann die Feinreinigung. Vier Decks müssen mitsamt der Hauptmaschine entrümpelt und entrostet werden. In der Nacht zum 14. Januar war der Neubau – 100 Tage vor der geplanten Ablieferung – an der Ausrüstungskaje der Lloyd Werft gesunken. Der Preis, den die Werft zu zahlen hat, ist hoch: 30 Millionen Euro Strafe muss sie an die Reederei zahlen, weil das Schiff mehr als 13 Monate zu spät abgeliefert wird. Sie kann als zinsloses Darlehen während der kommenden Jahre zurück gezahlt werden. Über die genaue Höhe des Kaufpreises – weit mehr als 300 Millionen Euro – haben beide Parteien Stillschweigen vereinbart. Medienbereichte über weit höhere Summen wurden als falsch bezeichnet.

Die Gläubiger der insolventen Lloyd Werft hatten am 7. Juli dem Unternehmen auf einer Gläubigerversammlung ihr volles Vertrauen ausgesprochen. Am Vortag war bekannt geworden, dass 63 Versicherungen nach schwierigen Verhandlungen den Schaden der im Januar havarierten "Pride of America" begleichen werden. Auf dieser Grundlage war mit dem Reeder Norwegian Cruise Line (NCL) die Fertigstellung des Kreuzfahrtschiffes bis Juni 2005 vereinbart worden. Werftchef Werner Lüken äußerte, er sei froh und erleichtert, diese außerordentlich schwierige und für das Unternehmen gefährliche Situation gut in den Griff bekommen zuhaben.

Die Lloyd Werft sei zudem mit dem Reeder überein gekommen, dass die Konventionalstrafe über 30 Millionen Euro wegen der verspäteten Auslieferung des Schiffes als zinsloses Darlehen in den nächsten Jahren zurückgezahlt werden könne. Zunächst sollen die 850 Gläubiger bedient werden, deren Forderungen sich laut Insolvenzverwalter auf insgesamt 44 Millionen € belaufen. Die Lloyd Werft hatte Insolvenz beantragen müssen, nachdem die "Pride of America" im Januar Schlagseite bekommen hatte und die unteren vier Decks voll Wasser gelaufen waren. Nach Angaben des Werftchefs steht die genaue Unfallursache nach wie vor nicht fest. Es sei aber sicher, dass das Unglück nicht auf Fahrlässigkeit zurückzuführen sei. Ursprünglich hatte das Schiff bereits im April 2004 ausgeliefert werden sollen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kutterbergung erfolglos - Fischer weiter vermisst
(08.07.2004) - Auch fünf Tage nach dem Untergang des Kutters "BAA 17" vor Thiessow, Rügen, wurde die Suche nach einem 56-jährigen vermissten Fischer fortgesetzt. Ein Bergungsversuch des gesunkenen Kutters mithilfe von Luftsäcken scheiterte indes am Vormittag des 7. Juli, wie ein Sprecher der Wasserschutzpolizei mitteile. Der Kutter war in der Nacht zum 2. Juli drei Kilometer vor der Küste in dreieinhalb Metern Wassertiefe gesunken.
Quelle: Tim Schwabedissen

Tödliche Seeunfälle durch sorglose Skipper
(07.07.2004) - Viele Freizeitskipper verhalten sich an Bord ihrer Boote zu sorglos. Nach Erkenntnis der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) in Hamburg tragen viele von ihnen tragen bei kritischer Wetterlage weder Rettungswesten noch Sicherheitsleinen.
Häufig rächt es sich zudem, wenn das "Mann-über-Bord-Manöver" allein vom Skipper, nicht aber den restlichen Crewmitgliedern beherrscht wird. Eine Reihe tödlicher Seeunfälle waren Anlass für die BSU, jetzt an die Öffentlichkeit zu gehen.

So war Anfang November 2003 vor der Küste von Staberhuk ein Mann der Yacht "Lisa" über Bord gegangen und ertranken. Zwei weitere schwere Unfälle liegen erst wenige Wochen zurück. So wurde Ende Mai nach über dreieinhalbstündiger Irrfahrt eine Yacht mit zerrissenem Segel in den Hafen von Grömitz geschleppt. Der Schiffsführer war durch eine extrem hohe Welle außenbords gefallen, ohne dass seine mit dem Umgang des Schiffes überforderte Ehefrau den Ertrinkenden hatte retten können.

Ähnlich erging es im Juni der Ehefrau eines 64-jährigen Seglers aus Hamburg, der abends vor der dänischen Küste vor Lolland über Bord gegangen war. Die Segelyacht wurde erst am nächsten Morgen in den Hafen von Gedser eingeschleppt - ohne den Ehemann. Beide Seeunfälle werden derzeit von der BSU untersucht.

Der genaue Hergang des tragischen Unfalles vom November konnte inzwischen ermittelt werden. Sie liegen nach BSU-Angaben im Verantwortungsbereich des Eigners und Schiffsführers der Segelyacht "Lisa". Von Gedser aus kommend hatte sie vor Fehmarn bei der Tonne 'Staberhuk Ost' den Kurs geändert. Plötzlich riss eine zur Sicherung des Segelbaumes angebrachte Sicherungsleine. Wenig später verlor ein Besatzungsmitglied den Halt und wurde über Bord geschleudert. Erste Rettungsversuche schlugen fehl. Etwa 40 Minuten nach dem Unfall wurde die Suche nach dem Vermissten abgebrochen. 75 Minuten später lief die "Lisa" in Burgstaaken ein. Dort wurde der Vorfall gemeldet. Eine anschließend eingeleitete Suche nach der vermissten Person blieb erfolglos. Die Leiche wurde erst über einen Monat später bei Gedser an Land gespült. Der Schiffsführer hatte trotz eindeutiger Wetterberichte die Besatzung nicht angewiesen, die vorhandenen Rettungswesten anzulegen. Die erforderliche Kursänderung vor Fehmarn sei abzusehen gewesen - ebenso aber die Gefahren einer Halse unter voller Besegelung. Erhebliche Mängel und Fehler hat die BSU auch bei der Rettungsaktion festgestellt. Dass das Küstenstreifenboot "Fehmarn" der Wasserschutzpolizei weder durch Funkgerät, Handy oder Notraketen alarmiert worden sei, stufte die BSU als "nicht nachvollziehbar" ein.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Shogun" schwer angeschlagen in Spiekeroog
(07.07.2004) - Wohl noch einige Zeit wird die Motoryacht "Shogun" in Spiekeroog bleiben müssen. Schwer angeschlagen liegt es derzeit auf der Hafenkante. Dabei sollte das Zwölf-Meter-Schiff längst von ihrer dreiköpfigen Crew von Emden nach Kühlungsborn in der Ostsee überführt worden sein. Der Zweimaster hatte am Abend des 22. Juni zwischen Langeoog und Spiekeroog einen Motorschaden und war bei auflaufendem Wasser und bis zu sieben Beaufort auf der Sandbank Janssand aufgelaufen. Dabei wurde der Rumpf in rauer See so stark beschädigt, dass sehr viel Wasser in das Schiff eindrang. Gegen 22 Uhr wurde von der Seenotleitung in Bremen das Seenotrettungsboot „Neuharlingersiel“ der 9,5-Meter-Klasse informiert, das wenig später an der Unglücksstelle eintraf. Versuche des Seenotrettungsbootes "Neuharlingersiel", die leckgeschlagene Yacht zu lenzen, waren fehlgeschlagen. Daraufhin hatte das 9,5-Meter-Boot den Havaristen samt des eingedrungenen Wassers auf den Haken genommen und nach Spiekeroog eingebracht. Dort wartete bereits die alarmierte Inselfeuerwehr auf das Schiff. Doch auch deren starken Pumpen gemeinsam mit denen der "Neuharlingersiel" gelang es nicht, das Schiff zu lenzen. Daraufhin wurde die "Shogun" auf Grund gesetzt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Stövchen entzündete Brennstoff - Yacht gesunken
(07.07.2004) - Am Nachmittag des 6. Juli fing die 30-Fuß-Yacht "The Spark" auf dem Weg vom Mull of Kintyre nach Jura vor der Westküste Schottlands Feuer. Das Unglück ereignete sich beim Versuch, den Petroleumgenerator aufzufüllen. Brennstoff gelangte in dei Kajüte und wurde von einem dort stehenden Stövchen in Brand gesetzt. Die Flammen breiteten sich anschließend über das ganze Schiff aus. Dem Skipper gelang es noch, einen 999-Ruf abzusetzen und sich dann in sein Dinghi zu retten. Die Küstenwache von Clyde setze ein Rettungsboot aus Islay in Marsch und alarmierte die Schifffahrt. Eine passierende Yacht entdeckte das Beiboot und rettete den Segler. Der Schiffbrüchige wurde später dem Rettungsboot übergeben und am Kennagraig Fährterminal an Land gebracht. Sein Boot sank auf tiefem Wasser.
Quelle: Tim Schwabedissen

"ENA 2"-Wrack wird begutachtet
(07.07.2004) - Voraussichtlich am Nachmittag des 7. Juli wird der Schwefelsäure-Tanker "ENA 2" von seinem derzeitigen Liegeplatz im Müggenburger Kanal zu einer Werft in Moorfleet geschleppt. So lange sollen die Reinigungsarbeiten andauern. Auf der Werft werden Gutachter Zustand und Reparaturwürdigkeit des Doppelhüllen-Spezialtankers überprüfen. Besonderes Augenmerk gilt dabei einerseits der Schiffselektronik und andererseits der Wandung der Tanks, die durch das Säure-Wasser-Gemisch geschädigt sein können. Mit Schallung sollen die Wandungsdicke geprüft werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Pride of America" wird in Bremerhaven repariert
(07.07.2004) - Wie die Reederei NCL am 6. Juli mitteilte, soll die havarierte "Pride of America" nun von der Lloyd-Werft in Bremerhaven fertiggstellt werden. Als neuer Indienststellungstermin für das nach Wassereinbruch teilweise geflutete Schiff ist nun der Juni 2005 anvisiert. Um den Reparaturauftrag hatten sich auch andere Werften beworben.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Oriana" wird weiter gelenzt
(07.07.2004) - Meldungen über einen vollständigen Untergang des ehemaligen Luxusliners "Oriana" waren wohl einem Übersetzungsfehler verschuldet. Tatsächlich hat sich die Lage des Schiffes nicht weiter verändert. Bergungsschiffe sind längsseits und arbeiten daran, den Havaristen wieder auf ebenen Kiel zu bekommen. Dies dokumentieren auch aktuelle Fotos, die das Schiff mit unveränderter Schlagseite in Dalian zeigen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Zwei Vermisste nach Frachteruntergang im Schwarzen Meer
(06.07.2004) - Am Abend des 4. Juli kollidierte nördlich der bulgarischen Küste im Schwarzen Meer der russische Frachter "Volgo-Dan 5025", 3.940 BRZ, mit der in Constanta beheimateten "Sun Rays". Dabei wurde der mit 4.000 Tonnen Schrott von Russland in die Türkei bestimmte Frachter so schwer beschädigt, dass er sank. 10 Seeleute wurden von der "Sun Rays" aufgenommen, von zwei Mann der "Volgo-Don 5025" fehlte jede Spur. Die georgische "Sun Rays" zog sich bei dem Zusammenstoß ein Loch im Bug zu, konnte aber ihre Fahrt aus eigener Kraft fortsetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Oriana" endgültig gesunken
(06.07.2004) - Nach Meldungen chinesischer Nachrichtenagenturen ist die in einem Hurrikan in Dalian leckgeschlagene "Oriana" am 5. Juli endgültig gesunken. Zuvor war versucht worden, das in den Rumpf geschlagene Leck, durch das die unteren Decks geflutet worden waren, abzudichten. Über eventuelle Bergungsmöglichkeiten und -pläne ist noch nichts bekannt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Nach Säuretanker-Unglück: Kritik am Krisenmangement in Hamburg
(05.07.2004) - Bis in die Mittagsstunden des 4. Juli wurde der Säuretanker "ENA 2" so weit wie möglich von explosiven Gasresten gesäubert. Danach wurde das Schiff als transportfähig freigegeben und von einem Schlepper in den Müggenburger Kanal verholt. Der Schaden an der Backbordseite wurde von der Bergungsfirma mit Polyurthan abgedichtet. Im Müggenburger Kanal werden Reinigungsspezialisten die vier Tanks mit neutralisierenden Flüssigkeiten reinigen. Die Wasch- und Spülflüssigkeit wird anschließend von der Norddeutschen Affinerie in ihrer Zentralen Abwasserbehandlungs-Anlage chemisch unschädlich gemacht. Bevor mit dieser Arbeit begonnen werden kann, muss das Vorgehen fachlich mit der Umweltbehörde abgestimmt und von der Behörde genehmigt werden.

Die "ENA 2" soll zur Beweissicherung von Polizei und Staatsanwaltschaft untersucht werden. Erst wenn die ermittelnden Behörden das Wrack freigeben, soll es zur Grube-Werft in Hamburg-Moorfleet geschleppt werden. Dort wird das Wrack noch einmal gründlich untersucht. Erst danach kann geklärt werden, ob eine Reparatur noch möglich ist.

Um 17.33 hatte am 3. Juli das Drehen des Havaristen begonnen. Um 17.47 Uhr, lag er bereits auf ebenem Kiel. Unablässig legten Feuerlöschboote Wasserwände, um etwaigen Funken vorzubeugen und die Temperatur im Schiff niedrig zu halten. Der Ölsauger "Vilm" lag bereit, um auslaufenden Treibstoff aufzufangen. Um den Tanker herum war eine 500-Meter-Sicherheitszone gezogen, die ein passierender Frachter allerdings ignorierte.

An den Landungsbrücken hatten Rundfahrt-Kapitäne mit Fahrten zum "Katastrophen-Schiff" gelockt. Doch vor Ort lagen schließlich nur zwei von der NA gecharterte Barkassen für Experten und Journalisten.
Derweil wurde Kritik am Krisenmanagement im Hamburger Hafen laut. Es gab kein Szenario bei den Rettungskräften, das ein solches Unglück beinhaltet. Es habe insgesamt zu lange gedauert, geeignetes Geräte vor Ort zu haben, monierten Umweltschutzverbände. Rätselhaft ist auch, wie es zu den widersprüchlichen Angaben zur Menge der ausgelaufenen Säure kommen konnte. Nur rund fünf Tonnen waren im Schiff verblieben.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schiffbrüchige retteten sich mit Surfbrettern
(05.07.2004) - Am 1. Juli kenterte das indonesische Ausflugsschiff "Otik" kurz nach dem Auslaufen aus Katang. An Bord waren fünf Touristen aus Uruguay sowie eine vierköpfoge Besatzung. Eine große Welle erfasste das Schiff und ließ es in Tuapeijat, Metawai Inseln, umschlagen. Es gelang den Schiffbrüchigen, sich an Surfbretter geklammert über Wasser zu halten. Sechs Stunden nach dem Unglück trieben sie auf den Strand einer kleinen Insel nahe Tuapeijat.
Quelle: Tim Schwabedissen

Seenotboot in Seenot
(05.07.2004) - Auf dem Weg von Holyhead nach Falmouth geriet das 1920 erbaute Rettungsboot "William and Kate Johnston" selbst in Seenot. Das Boot schlug am 1. Juli vor Angelsey leck. Seine moderneren Kollegen aus Holyhead und Trearddur kamen ihm umgehend zu Hilfe. Es gelang, Boot und Crew zu retten.
Quelle: Tim Schwabedissen

Sechs Tote bei Frachterunglück
(05.07.2004) - Vor der Ostküste Sumatras sank am 30. Juni der Frachter "Indonesia Indah". Das Schiff war mit einer Holzladung auf dem Weg von Lampung nach Banten gewesen. Die sechsköpfige Besatzung kam wahrscheinlich ums Leben.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kutter vor Northumberland in Brand
(05.07.2004) - Vier Seemeilen vor der Küste von Northumberland geriet der Kutter "Girl Irene" aus Amble nach einer Batterieexplosion am 29. Juni in Brand. Die Flammen ergriffen den Maschinenraum. Nach einem Notruf wurde zunächst der Skipper abgeborgen. Dann zogen Rettungsboote das immer noch brennende Schiff zurück in den Heimathafen, der zwei Stunden später erreicht wurde. Während der Schleppfahrt wurden Decks und Rumpf des Havaristen mithilfe von Feuerlöschkanonen gekühlt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kutter vor Rügen gekentert - ein Fischer vermisst
(05.07.2004) - Am Abend des 1. Juli sank in einem Gewittersturm 3,5 Kilometer vor Rügen der Kutter "BAA 17". Dabei kam ein Fischer vermutlich ums Leben. Trotz des Einsatzes von Hubschraubern, Seenotkreuzer und Polizeitauchern im Greifswalder Bodden musste die Suche nach dem 56-jährigen Vermissten am Nachmittag des Folgetags ergebnislos abgebrochen werden. Sein 48-jähriger Kollge konnte sich in der Nacht schwimmend an Land retten. Der unterkühlte und entkräftete Mann wurde ins Krankenhaus Bergen eingeliefert, konnte aber am 2. Juli schon wieder entlassen werden. Die "BAA 17" war zum Abfischen von Reusen in den Greifswalder Bodden hinausgefahren. An dem Abend herrschten fünf Windstärken mit der Gefahr von Gewitterböen bis neun. Augenzeugen wunderten sich zunächst über das tiefe Eintauchen des Schiffes. Dann entwickelte es Schlagseite und sank wenig später auf der Westseite des Thiessower Hakens. Offenbar schlug in kabbeliger See Wasser in das offene Boot. Nachdem die Lenzpumpe versagte, wurde die Lage rasch kritisch. Es gelang der Crew, gegen 21.30 einen Notruf abzusetzen. Dann sank ihr neun Meter langes Bot. Die im Wasser treibenden Schiffbrüchigen verloren sich rasch aus den Augen. Der jüngere konnte sich an ein Holzstück klammern und so an Land retten. Suchkräfte entdeckten das Wrack des Kutters am 2. Juli in 3,5 Meter Tiefe. Ein Positionslaterne ragte noch aus dem Wasser. Zwei Polizeitaucher suchten die Unglücksstelle und die mögliche Schwimmstrecke ergebnislos ab. Die Wasserschutzpolizei setzte die Suche am Wochenende fort, die intensive Suche mit einer Tauchstaffel soll am 5. Juli weitergehen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Wieder Unfall mit Trunkenheitsverdacht in deutschem Hafen
(05.07.2004) - Im Rostocker Überseehafen lief der 1970 gebaute Getreidefrachter "Lirica" nördlich der Wendeplatte auf Grund. Der Havarist konnte mit Hafenschleppern rasch aus seiner misslichen Lage befreit werden. Die Wasserschutzpolizei hat dem Kapitän einen Alkoholtest verordnet, da Verdacht auf Trunkenheit bestand.
Quelle: Tim Schwabedissen

Viel Arbeit für Seenotretter im Pentland Firth
(05.07.2004) - Am Morgen des 3. Juli wurde die Küstenwache von Aberdeen von der Passagierfähre "Pentland Venture" von der Sichtung eines leeren, gekenterten Kayaks eine halbe Meile nördlich von Duncansby Head im Pentland Firth informiert. Nur eine Viertelstunde darauf ging ein Notruf des 34 Meter langen Trawlers "Audacious - BF83" ein, der zwei Meieln westlich von John O'Gorates im Ness of Quoys gestrandet war. Die bereits wegen des Kayaks im Seegebiet befindlichen Rettungseinheiten und auch die "Pentland Venture" machten an der Strandungsstelle stanby, bis das Rettungsboot aus Thurso eingetroffen war. Das Boot versuchte, den Trawler freizuschleppen. Ein Schlepper der Küstenwache wurde ebenfalls herbeigeordert. Die Bedingungen für eine Rettungsaktion waren bei leichter See und schwachem Wind günstig.
Quelle: Tim Schwabedissen

Löschen der "Cape Africa" geht voran
(05.07.2004 Die erste Ladung von ungefährt 76.000 Tonnen Eisenerz wurde erfolgreich von der havariert in der False Bay ankernden "Cape Africa" gelöscht. Anschließend wurde sie von der "Bandar" in Saldanha Bay angelandet. Nun müssen noch weitere 68.000 Tonnen aus dem leckgeschlagenen Bulkcarrier geholt werden. Die "Bandar" sollte am 4. Juli zurück in der False Bay sein. Wenn die Wetterbedingungen es zulassen, könnte die Löschaktion im Laufe dieser Woche abgeschhlossen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Chemietanker wieder aufgerichtet
(03.07.2004) Erleichterung im Hamburger Hafen: Der havarierte Chemietanker „ENA 2“ ist am Samstag ohne Zwischenfälle gedreht worden und schwimmt wieder aufrecht. Zwei Schwimmkräne hatten mit starken Trossen an den unter Wasser liegenden Aufbauten des kieloben liegenden Schiffes gezogen, das sich langsam drehte und schließlich mit lautem Klatschen in eine normale Position kam.

Für das heikle Manöver an dem ursprünglich mit 500.000 Litern Schwefelsäure beladenen Tanker mußte zuvor hochentzündlicher Wasserstoff aus den Tanks entfernt werden. Das Schiff war am Montag mit einem Containerfrachter kollidiert und danach gekentert.

„Eine Glanzleistung“
Für die Bergungsaktion im Petroleumhafen mußten die Helfer die Flut abwarten. Zuvor hatten Taucher alle Öffnungen des Tankers verschlossen. „Die Taucher haben eine Glanzleistung vollbracht“, sagte Feuerwehrsprecher Peter Braun. Explosives Wasserstoffgas wurde durch nichtbrennbaren Stickstoff aus den Tanks verdrängt. Nach der Bergung legten Feuerwehrlöschboote zur Vorbeugung einen Wasserschleier über die „ENA 2“.

Nach einer genauen Überprüfung des Schiffs und des Tankinhalts soll der Havarist Anfang kommender Woche zu einer Werft gebracht werden. Wann die restliche Schwefelsäure abgepumpt wird, stand zunächst nicht fest. „Wir haben ein zweites Schwefelsäureschiff geordert, und säurefeste Kesselwagen stehen bereit“, erklärte Werner Marnette, Direktor der Norddeutschen Affinerie, der das Unglücksschiff gehört.

Viel mehr Schwefelsäure
Wegen der hohen Explosionsgefahr während der Arbeiten an dem gut 62 Meter langen Schiff hatten die Bergungsteams alle nur denkbaren Sicherheitsmaßnahmen getroffen. Um Funkenflug zu vermeiden, wurden an den Schwimmkränen auch keine Trossen aus Stahl eingesetzt. Vor dem Aufrichten mußte außerdem der Dieseltreibstoff für die Schiffsmaschine vor einem möglichen Auslaufen gesichert werden. Taucher hatten festgestellt, daß sich beim Kentern nach der Kollision mit dem Containerfrachter „Pudong Senator“ die Deckel von zwei der vier Tanks geöffnet hatten und etwa die Hälfte der 500.000 Liter konzentrierter Schwefelsäure ausgelaufen war - weit mehr als zunächst angenommen.

„Ich gehe davon aus, daß nur noch sehr wenig Schwefelsäure an Bord ist“, sagte Marnette. Der Kapitän der „ENA 2“ war zum Unfallzeitpunkt mit 2,1 Promille betrunken. Die Staatsanwaltschaft leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Gefährdung des Schiffsverkehrs ein. Die Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord in Kiel will dem Kapitän das Patent auf Lebenszeit entziehen. „Bei der Promillezahl, und das bei einem Gefahrgut-Tanker, keine Frage“, zitierte das „Hamburger Abendblatt“ den Leiter der Direktions-Rechtsabteilung, Jochen Hinz. „Wir hätten darauf achten müssen, daß ein solcher Mann stärker kontrolliert wird - das ärgert mich“, sagte Marnette.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Betrunkener "ENA2"-Kapitän verliert Patent
Hamburg (03.07.2004) - Der Kapitän des im Hamburger Hafen havarierten Schwefelsäure-Tankers wird sein Fahrpatent auf Lebenszeit verlieren. "Bei einem Promillegehalt von 2,1, und das auf einem Gefahrgut-Tanker, ist das keine Frage", sagte der Justiziar der zuständigen Kieler Wasser- und Schifffahrts-Direktion Nord, Jochen Hinz, dem "Hamburger Abendblatt".
Der betrunkene Kapitän hatte am Montagabend mit seiner "ENA 2" ein Containerschiff gerammt, kurz darauf kenterte sein Schiff. Durch die giftigen Gase aus dem Tanker wurden elf Menschen verletzt. Im Hafenbecken starben zahlreiche Fische.
Wie ein Sprecher der Feuerwehr sagte, laufen die Vorbereitungen für die komplizierte Bergung der "ENA 2" weiter auf Hochtouren. Auf einer Lagebesprechung sollte demnach am Vormittag der Termin für die geplante Wendung des kieloben liegenden Schiffs festgelegt werden. Der Vorgang sei nur bei Hochwasser möglich, sagte ein Feuerwehrsprecher.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

"ENA 2" verlor weit mehr Ladung als angenommen - neuer Bergungsplan
(02.07.2004) - Aus dem im Hamburger Hafen havarierten Chemie-Tanker "ENA 2" ist bei dessen Kentern weit mehr Schwefelsäure ausgeströmt als bisher angenommen. Nach Schätzungen des Eigners befinden sich nur noch rund 430 der ursprünglich 960 Tonnen Ladung in den Tanks, eine nicht genau bekannte Mischung von Schwefelsäure und Wasser mit 10 bis 50 Prozent Säuregehalt. Das Problem ist: In Wasser verdünnte Schwefelsäure mit einer Konzentration von weniger als 75 Prozent greift unedle Metalle an, hoch konzentrierte Säure dagegen nicht. Je mehr Wasser die Säure verdrängt, desto größer könnte die Gefahr von Reaktionen bis hin zur Explosion werden. Deswegen wurde auch der Plan verworfen, das Schiff erst leerzupumpen und dann zu heben. Nach derzeitiger Planung wird stattdessen die Bergung am 4. oder 5. Juli durchgeführt. Das kieloben liegende Wrack wird dazu erst umgedreht, dann gehoben und schließlich seine Ladung ausgepumpt. Um ein Auseinanderbrechen des Rumpfes zu verhindern, müssen zuvor eine Reihe von Trossen und Gurten, die eine gleichmäßige Zugbelastung gewährleisten, um den Tanker gelegt werden. Am Morgen des 2. Juli traf ein zweiter Schwimmkran im Petroleumhafen ein. Am Nachmittag des 1. Juli verschlossen Taucher alle Öffnungen des gut 62 Meter langen Schiffes, darunter auch die Entlüftungsstutzen der Tanks, aus denen die Säure ausgetreten war.

In der Nacht zum 1. Juli begannen Taucher vom Schwimmkran "Enak" aus mit der Unterwasserinspektion. Die Männer der Firma Baltic Taucher Hamburg gingen mit modernster Helmtaucherausrüstung an die Arbeit in der stockdunklen Tiefe. Pro Team arbeiten vier Männer jeweils bis zu zwei Stunden am Stück. Während der Arbeit sind sie mit Leitungen zum Schwimmkran verbunden. Über diese werden die Taucher mit Luft, Telefon und Licht versorgt. Dabei werden sie zu ihrer eigenen Sicherheit vom Kran aus mit einer Unterwasserkamera überwacht. Acht Lüftungsstutzen, durch die derzeit Schwefelsäure entweicht und gleichzeitig Wasser in die Tanks dringt, müssen mit Kappen verschlossen werden. Der Tanker wird derweil von der "Enak" und einem zweiten, kleineren Kran stabilisiert.

Wenn der Rumpf der "ENA 2" komplett abgedichtet ist, sollen die beiden großen Schwimmkräne mit ihrer Arbeit beginnen: Bei Hochwasser wird das Wrack vorsichtig gedreht, dabei mit kaltem Wasser besprüht. Das ist nötig wegen der Hitze, die bei möglichen chemischen Reaktionen in den Tanks entsteht. Wenn das Wrack heil und stabil auf seinem Kiel schwimmt, sollen die Luken eine nach der anderen vorsichtig geöffnet werden. Aus den Tanks werden dabei laufend Säureproben entnommen und mit einer chemischen Schnellanalyse auf ihre Zusammensetzung untersucht, um die mögliche Explosionsgefahr abzuschätzen. Danach wird der Inhalt der Tanks in mit Gummi ausgeschlagene Kesselwagen gepumpt. Die Tanks werden danach mit Stickstoff geflutet, um etwaige Giftreste zu neutralisieren. Der Petroleumhafen wurde inzwischen von Greenpeace als biologisch tot deklariert. Für die Elbe bestehe aber keine Gefahr wegen der Verdünnung der freigewordenen Säure.

Bulkcarrier vor Singapur gestrandet
(02.07.2004) - Am 30. Juni lief der in Panama registrierte Bulkcarrier "Global Winner" 290 Kilometer östlich von Singapur auf Grund. Das 1997 erbaute Schiff hat eine Ladung von 160.000 Tonnen Kohle an Bord.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kapitän der "ENA 2" war betrunken - Bergung wird langwierig
(01.07.2004) - Mit viereinhalbstündiger Verspätung traf am 30. Juni um 1.30 Uhr der Bugsier-Schwimmkran "Enak" am Wrack der "ENA 2" in Hamburg ein. Im Anschluss an eine morgendliche Lagebesprechung begannen gegen neun Uhr Arbeiter damit, Kantenschoner und Stahltrossen am havarierten Tanker anzubringen. Um 13.30 Uhr sperrte die Wasserschutzpolizei den Bereich im Umkreis von einem Kilometer ab. Taucher zogen mehrere Trossen unter dem Rumpf hindurch. Die anschließenden Inspektionsarbeiten konnten bis zum Abend noch nicht abgeschlossen werden, weil die Unterwassersicht extrem schlecht ist. Am Schwesterschiff "ENA 1" machten sich die Taucher über die technischen Details kundig, um am Wrack eine bessere Orientierung zu haben. Vorrang vor einer Bergung hat die Sicherung der Ladung, von der weiterhin geringe Mengen austreten. Als nächster Schritt soll das Wrack mit einem netzartigen Haltegeschirr gesichert werden. Dazu muss es zuvor minimal angehoben werden. Wenn dies erfolgt, müssen die umliegenden Firmen in einem Umkreis von 1000 Metern Fenster und Türen geschlossen halten. Der Verlauf der bisherigen Arbeiten wurde derweil von der Umweltschutzorganisation Greenpeace gelobt. Die Umweltbelastungen seien minimal geblieben. Inzwischen ist sicher, dass der Kapitän des Schwefelsäure-Tankers zum Kollisionszeitpunkt stark betrunken war. Der 36-Jährige hatte 2,1 Promille Alkohol im Blut, wie eine erste Blutprobe ergab. Ihm drohen bis zu fünf Jahre Haft oder eine hohe Geldstrafe wegen Gefährdung der Schifffahrt.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Gretje" nach Emden eingebracht
(Donnerstag, 01. Juli 2004, 13:32 Uhr) - Am Vormittag des 30. Juni ging der Greetsieler Kutter "Gretje" auf die Reise nach Emden, wo er im Borssumer Hafen abgesetzt werden soll. Das Wrack hing dabei in den Trossen des Schwimmkrans "Roland". Hier soll über die weitere Zukunft des Schiffes entschieden werden. Der Hebung waren umfangreiche Vorbereitungsarbeiten vorausgegangen, da der Kutter in den zwei Wochen schon erheblich versandet war. Grund dafür waren nicht allein die starken Strömungen in dem engen Außenemsfahrwasser, sondern auch die orkanartigen Stürme, die erhebliche Sand- und Schlickmengen aufgewirbelt hatten. Taucher hatten in etwa 15 Meter Wassertiefe in den letzten Tagen jeweils nur bei Stauwasser arbeiten können. Das Lotsenschiff "Kapitän Bleker" der Schifffahrtspolizei und der Schlepper "Bugsier 15" sicherten die Bergungsarbeiten ab. Auch der Seenotrettungskreuzer "Alfried Krupp" war vor Ort. Nachdem der Kutter an die Wasseroberfläche gebracht worden war, wurde an der Backbordseite achtern eine Delle sichtbar, die vom Zusammenstoß mit dem holländischen Fischkutter "Greetje BOS" aus Urk herrührt. Offenbar scheint der 5.000 PS starke holländische Hochseekutter den wesentlich kleinen Küstenfischkutter umgeworfen und so unter Wasser gedrückt zu haben. Zuvor war es dem 38-jährigen Kapitän Johann Conradi noch gelungen, seine beiden Kameraden zu warnen. Er selbst wurde beim Untergang im Ruderhaus eingeschlossen, wo er zwei Tage später durch private Taucher aus Leer gefunden wurde. Gleich nach dem Unglück war unter anderem die Fregatte "Emden", die sich auf der Fahrt nach Emden befand, an der Unfallstelle eingetroffen, aber deren Marinetaucher hatten es nicht geschafft, in die Kajüte einzudringen.
Quelle: Tim Schwabedissen

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