EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv August 2004

Last update: Montag, 03. August 2004, 12:32 Uhr

Dramatische Kollision auf Kieler Förde - Skipper rettete sich aus sinkendem Boot
(30.08.2004) - Am 11.8. kollidierte auf der Kieler Förde gegen 16.35 Uhr die Yacht "Limit XIX" beim Queren des Fahrwassers mit dem ehemaligen Hafendampfer "Stadt Kiel" Das acht Meter lange Boot, das sich auf dem Weg von Kiel-Friedrichsort nach Möltenort befand, sank unmittelbar nach der Kollision vor dem Zielhafen bei Tonne 14. Der Skipper, ein Arzt aus Bredenbek, wurde im letzten Moment mit leichten Verletzungen gerettet. Alle Papiere und seine persönlichen Ausrüstungsgegenstände gingen mit der Yacht unter.

Wie es zu der Kollision kam, kann angesichts widersprüchlicher Zeugenaussagen nur durch eine Untersuchung vor dem Hamburger Seegericht aufgeklärt werden. Die mit Passagieren aus dem Kieler Hafen auslaufende "Stadt Kiel" befand sich nach Zeugenaussagen innerhalb des Fahrwassers. Der Kapitän habe vor dem Zusammenstoß noch zwei Warntöne abgegeben, der Segler sei aber weitergefahren. Das 70 Jahre alte Traditionsschiff "Stadt Kiel" hatte aufgrund seiner langsamen Fahrt dann keine Chance mehr zum Ausweichen und bohrte sich in die Steuerbordseite der Yacht. Der heftige Wassereinbruch führte zu einem fast sofortigen Untergang des Bootes. Nur mit knapper Not konnte sich der Skipper der "Limit XIX" aus dem Rumpf seiner sinkenden Yacht befreien. Nach der Kollision war er zunächst mit seinem Boot unter Wasser geraten. "Ich hatte den Fuß in einer Schlinge und kam nicht frei", schilderte der Mann hinterher die dramatischen Momente. Schließlich habe er sich aber befreien können und sei zur Wasseroberfläche aufgetaucht. An den Augenblick des Zusammenpralls kann er sich nicht mehr erinnern.

Unmittelbar vor dem Zusammenstoß habe er noch versucht, ein Ausweichmanöver zu fahren. Zurück ins Fahrwasser habe er nicht drehen können. Hinter mir sei ein Tanker gekommen, schilderte er. Die "Stadt Kiel" habe er zwar von Möltenort kommen sehen, ihr Typhon-Signal jedoch als Ausweichsignal gewertet. Er habe auch nur einen Signalton wahrgenommen und wähnte sich im Besitz der Vorfahrt, da die "Stadt Kiel" gerade erst ins Fahrwasser eindrehte, Mit der Segelei und der Kieler Förde ist der 44-jährige seit seiner Kindheit vertraut. Früher sei er Pirat gesegelt, sagte er. Die "Limit XIX" hatte er gebraucht gekauft.

Sollte der Segler tatsächlich unter Segeln das Fahrwasser gequert haben, wäre er gegenüber im Fahrwasser befindlichen Fahrzeugen ausweichpflichtig gewesen. Nach Mitteilung der Wasserschutzpolizei haben unter Segeln fahrende Fahrzeuge nur auf hoher See und außerhalb von Fahrwassern Vorfahrt vor Motorschiffen. Der Skipper engagierte einige Tage nach der Kollision den Rechtsanwalt und schleswig-holsteinischen Politiker Kubicki. Die "Stadt Kiel" hat den Zusammenstoß mit dem Segler ohne Schäden überstanden. Es handelt sich bei ihr um den ältesten Kieler Fördedampfer. In diesem Jahr feierte das als Kulturdenkmal durch einen Förderverein gepflegte Schiff sein 70-jähriges Dienstjubiläum. Die ausführliche Geschichte des Schiffes, das selbst auch bereits im Kieler Hafen sank, findet sich in dem Buch "MS Stadt Kiel - vom Hafendampfer zum Museumsschiff"

Eine Woche nach dem Untergang kehrte am 19.8. das Wrack der "Limit XIX" wieder an die Wasseroberfläche zurück. Fünf Rostocker Taucher holten die Yacht mit Hilfe eines Luftsacks an die Oberfläche. Starke Strömung und reger Schiffsverkehr hatten die um 7 Uhr begonnenen Arbeiten erschwert. Von dem ehemaligen Marinel-Landungsboot "Stint" wurde das Wrack vom Grund der Kieler Förde gehoben und längsseits vertäut nach Möltenort eingeschleppt. Dort hievte ein Autokran die "Limit XIX" aus dem Wasser und setzte sie auf einen Trailer. Da erst wurde das ganze Ausmaß des Schadens sichtbar. Ein riesiges Loch klaffte auf der Steuerbordseite, der Mast war zerknickt und die Segel hingen an ihm herab. Anschließend ging das Wrack zur Knierim-Werft, wo Sachverständige und Beamte der Wasserschutzpolizei das Boot untersuchen sollen. Es wird als Totalverlust eingeschätzt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Sturmböen bescheren Seenotrettern viel Arbeit
(30.08.2004) - Insgesamt 30 von Sturmböen überraschte Freizeitskipper in Nord- und Ostsee hat die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger vom 19. auf den 20.8. in Sicherheit gebracht. Vor allem auf der Nordsee kamen die Skipper mit den zum Teil stürmischen Winden mit Geschwindigkeiten von bis zu 88 Kilometern pro Stunde nicht zurecht. Die Besatzungen des Polizeibootes "W 3"und des Tonnenlegers "Gustav Meyer" hatten am Nachmittag des 19.8. einen Einsatz wegen eines havarierten Motorseglers. Die in Delfzijl beheimatete "Banjer" war mit vier Personen an Bord auf der Ems bei Tonne 73 in Seenot geraten. Wegen eines geplatzten Hydraulikschlauches funktionierten Steuerung und Kupplung nicht mehr. Das Schiff drohte wegen des starken Windes zu stranden. Mit Hilfe ihres Beibootes konnte die Wasserschutzpolizisten eine Leinenverbindung zur "Banjer" herstellen und den Havaristen in den Emder Hafen schleppen. Die "Gustav Meyer" musste nicht eingreifen. Bereits am Mittag schleppte die "Bernhard Gruben" von der Station Norderney einen niederländischen Katamaran mit sieben Besatzungsmitgliedern frei, der südlich von Juist auf eine Untiefe geraten war. Der Seenotkreuzer "Alfried Krupp" aus Borkum war am Abend des 19.8. mehrere Stunden im Einsatz, um südwestlich von Memmert eine gestrandete niederländische Tjalk mit vier Personen zu bergen. Bei Bremerhaven forderte ein über 30 Meter langer Segelschoner unter Gibraltar-Flagge mit 21 Personen an Bord die Hilfe des Seenotkreuzers "Hermann Rudolf Meyer" von der Station Bremerhaven an: Das Schiff trieb nach Maschinenausfall manövrierunfähig im Fahrwasser und wurde auf einen sicheren Ankerplatz auf Blexen-Reede verholt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Forschungsschiff "Kingfisher" vor Borkum in Brand
(30.08.2004) - Nachdem es am Morgen des 10.8. zu einem Brand im Maschinenraum des norwegischen Forschungschiffes "Kingfisher" gekommen war, trieb das Schiff zunächst manövrierunfähig vor Borkum. Durch das Feuer war die Maschine ausgefallen. Die Besatzung schlug gegen 5 Uhr Alarm. Ein Nautiker der Verkehrszentrale Wilhelmshaven, der das SOS als erster hörte, beorderte daraufhin die Fregatte "Mecklenburg Vorpommern" zu dem Forschungsschiff. Auch das Gewässerschutzschiff des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) Wilhelmshaven "Mellum" wurde in Marsch gesetzt. Gleichzeitig alarmierte das Havariekommando Cuxhaven den Seenotrettungskreuzer "Alfried Krupp". Zu diesem Zeitpunkt wurde auch noch die Feuerwehr Emden zunächst in Einsatzbereitschaft versetzt. Die elf Feuerwehrmänner und zwei Rettungssanitäter brachen mit Ausrüstung auf der "Niedersachsen 4" der Emder Wasserschutzpolizei gegen sieben Uhr in Richtung des brennenden Schiffes auf. Auch das Fischereischutzschiff "Seefalke" eilte zum Havaristen. Doch noch bevor die "Kingfisher" erreicht wurde, schaffte es deren 35 Mann starke Besatzung, den Brand selbst zu löschen. Sie flutete den Maschinenraum des 90 Meter langen und 16,7 Meter breiten Schiffes. Dann konnten sie die Hilfsmaschine in Gang setzen. Gegen 8 Uhr meldete die Besatzung, dass das Feuer gelöscht sei. Mit dem Hilfsantrieb konnte das Forschungsschiff "Kingfisher" die Strecke von 23 Seemeilen nördlich von Borkum bis nach Emden aus eigener Kraft zurückzulegen, wenn auch vorsorglich in Begleitung der "Mellum" und eines Schleppers. Die "Kingfisher" führte geologische Untersuchungen für den Windpark "Borkum Riffgrund" durch.
Quelle: Tim Schwabedissen

Tod auf Memmert-Sand
(30.08.2004) - 1.500 Meter vor Borkum auf dem Meeresgrund endete die Überführungsfahrt einer historischen Yacht vor Borkum. Die zweiköpfige Besatzung kam dabei offenbar ums Leben. Die "Madame Pele", benannt nach einer hawaiianischen Vulkangöttin, sollte von Kappeln, wo sie über 20 Jahre in der Schlei gelegen hatte, via Nord-Ostsee-Kanal über Norderney nach Emden überführt werden. Hier erwartete sie eine neue Heimat als Museumsschiff im Emder Museumshafen am Ratsdelft. In Emden hatte der Eigner der vormals "Timshal" heißenden Yacht seit Ende Mai einen Liegeplatz gebucht. Am 26.8. lief die "Madame Pele" zur letzten Etappe aus dem Norderneyer Hafen aus. Als sie am 29.8. nicht, wie geplant, in Emden einlief, verständigte eine Freundin, die das Traditionsschiff dort erwartete, gegen 17 Uhr dieses Tages die Wasserschutzpolizei. Die sichtete bei einer daraufhin eingeleiteten Suchaktion wenig später nördlich von Borkum einen aus dem Wasser ragenden Mast. Dicht vor dem Nordstrand lag die "Madame Pele" nahe der Brauerplate in zehn Metern Tiefe auf Grund. Am Abend entdeckte ein Hubschrauber auf der Vogelinsel Memmert die dort angespülte Leiche des aus Bochum stammenden 44-jährigen Skippers der "Madame Pele". Die Leiche kam zur Gerichtsmedizin in Oldenburg, die einen Ertrinkungstod feststellte. Der Verbleib seiner mit an Bord befindlichen 54-jährigen Frau blieb derweil unklar. Ihre Leiche wurde zunächst im Wrack vermutet. Die Witterungsverhältnisse erlaubten anfänglich aber lediglich einen ergebnislos verlaufenen Tauchereinsatz von vier DLRG-Männern am Bootswrack vor der Insel. Starke Strömungsverhältnisse sowie sehr schlechte Sicht hatten die Arbeit fast unmöglich gemacht. Hinzu kam noch, dass Tauchgänge zum Wrack des knapp 14 Meter langen, 3,50 Meter breiten und rund 2,20 Meter tiefgehendem Zweimasters durch die Takelage und die Segel sehr gefährlich sind. Zwei SAR-Hubschrauber und ein Boot der Wasserschutzpolizei suchten das Seegebiet vor der Insel ab. Ein am dabei rund zehn Meilen nordöstlich des gesunkenen Schiffes aufgefundenes weißschaliges Kunststoffboot von 2,3 Metern Länge und 1,25 Metern Breite ohne Segel und Schwert konnte nicht der "Madame Pele" zugeordnet werden. In den frühen Morgenstunden des 2.9. stieg wieder ein Hubschrauber auf, der das gesamte Seegebiet von der Fischerbalje bis Juist nach weiteren Personen absuchte. Zeitgleich waren die "WS 28" und die "WS 3" auf "standby" im Seegebiet. Da die Suche zu keinem Ergebnis führte, stiegen am 3.9. Polizeitaucher zum Wrack ab. Sie fanden das Schiffsinnere aber leer vor. Am 8. September trieb die Leiche der 55-jährigen Hernerin dann auf der niederländischen Insel Rottumerplaat an. Die Tote konnte zweifelsfrei identifiziertwerden. Am Körper wurden nach Polizeiangaben keine Verletzungen festgestellt. Als Unglücksursache vermutet die Polizei einen Ausfall der Ruderanlage nach einer Grundberührung, wodurch das Schiff manövrierunfähig wurde und sank. Bei den Unterwasseruntersuchungen wurde festgestellt, dass das Ruder ausgehakt war. Das Schiff war mit gerefften Segeln unter Motor unterwegs gewesen. Aus Kreisen der Versicherung verlautete, dass die Bergungskosten den Wert des Schiffes bei weitem überschreiten würden. Deshalb sehe die Versicherung keine Veranlassung, den Segler ganz zu bergen. Auch stelle die "Madame Pele" kein Verkehrshindernis dar. Die bisherigen Erkenntnisse ergaben weiter, dass nur geringe Mengen Öl und Treibstoff aus dem Schiffswrack austreten könnten. Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei ergaben, dass der Eigner im Besitz aller erforderlichen Patente zum Führen des Schiffes gewesen war. Die Ex-Frau des Skippers erklärte, dass so ein Segelschiff schon immer sein "Lebenstraum" gewesen sei. Der Bochumer habe die "Madame Pele", einen norwegischen Spitzgatter, vor dem Kauf in einer Werft noch von einem Gutachter auf Herz und Nieren prüfen lassen. Die "Madame Pele" wurde seinerzeit von dem bekannten Schiffskonstrukteur Colin Archer entworfen und 1918 in der Staatswerft Brake gebaut.
Quelle: Tim Schwabedissen

Deutsche Yacht bei Lerwick auf Grund getrieben
(30.08.2004) - Am frühen Morgen des 27.8. trieb die deutsche 14-Meter-Yacht "Poseidon" bei Lerwick in schwerem Wetter auf Grund, nachdem der Anker sich losgerissen hatte. Das Lerwick-Rettungsboot lief unverzüglich aus, um der zweiköpfigen Besatzung zu Hilfe zu kommen. Der Ankerlieger "Fairway" hielt sich derweil in der Nähe der "Poseidon". Das Rettungsboot setzte seine Lenzpumpe an der leckgeschlagenen Yacht an und versuchte, sie freizuschleppen, um sie anschließend längsseits zu nehmen und nach Lerwick einzubringen. Zum Unglückszeitpunkt herrschte Südweststurm, der von sieben auf bis zu 10 Windstärken auffrischte. Die Crew der "Poseidon" arbeitet bei Lerwick.
Quelle: Tim Schwabedissen

Deutscher Containerfrachter versenkte Segler
(30.08.2004) - Das 200 Meter lange Containerschiff "Canada Senator" der Niederelbe Schiffahrtsgesellschaft überrannte auf dem Weg von Montreal nach Italien in den Frühstunden des 11.8. in einer Engstelle des kanadischen St. Lawrence River nahe Quebec ein 16 Meter langes Segelschiff. Das Boot sank sehr schnell. Zwei der vier Segler wurden unmittelbar nach der Kollision gerettet, einer konnte nur noch tot geborgen werden. Der vierte wurde am 16.8. einige Meilen vom Unglücksort entfernt gefunden. Die kanadische Küstenwache barg außerdem noch ein Dinghi und einige Wrackteile. Die Unglücksursache ist unklar, allerdings herrschte gegen sechs Uhr morgens relativ schlechte Sicht. Es wurde allerdings bereits vermutet, dass der Skipper des Seglers unaufmerksam war oder gar am Ruder geschlafen habe. Möglich ist aber auch, dass er vor dem Zusammenstoß einen Herzanfall hatte oder über Bord gefallen war.
Quelle: Tim Schwabedissen

Zwei Frachter auf der Elbe gestrandet
(30.08.2004) - Am 5. August lief in der Elbe vor Brunsbüttel bei Tonne 54 der Erzfrachter "Samos Sky", 23.237 BRZ, auf Grund. Das 199 Meter lange Schiff befand sich auf der Reise von Hamburg nach Brasilien. Dem 11,54 Meter tief gehenden Schiff wurde bei Ebbe ein Buckel zum Verhängnis, als er nördlich aus der Radarlinie kam. Mit dem Auflaufen der Nachmittagsflut gegen 15.00 Uhr gelang es dem ehemaligen DDR-Frachter "Premnitz", nach eineinhalbstündiger Zwangspause aus eigener Kraft frei zu bekommen. Das unter liberianischer Flagge fahrende Schiff sollte in den Abendstunden in Cuxhaven auf Beschädigungen untersucht werden und konnte nach einer GL-Untersuchung die Fahrt fortsetzen. Es war im September 2003 in Portbury bereits wegen erheblicher Sicherheits- und technischer Mängel festgehalten worden. Kurz darauf lief auch der Frachter "Ming Prominence" vorm Kraftwerk Brokdorf auf Grund. Nachdem er wieder frei war, lief er zur Untersuchung nach Hamburg.
Quelle: Tim Schwabedissen

Büsumer Kutter in der Nordsee gesunken
(30.08.2004) - Am 27.8.2004 sank kurz nach 14.00 Uhr aus bislang noch ungeklärter Ursache der 19,6 Meter lange Büsumer Fischkutter "Oderbank - SC 58" in der Nordsee. Zuvor hatte die Crew über Funk westlich von Büsum Schlagseite und Kentergefahr gemeldet. Von der fünf Kilometer entfernt stehenden "Beluga II" der Umweltorganisation Greenpeace wurde beobachtet, wie sich die "Oderbank" zunächst überlegte. In einem durchziehenden Regengebiet kam sie außer Sicht und tauchte auch nach dem anschließenden Aufklaren nicht wieder auf. Zum Unglückszeitpunkt herrschte schlechte Sicht und Wind um acht Bf. Die zweiköpfige Besatzung aus Friedrichskoog und Tönning konnte im Rahmen einer nun sofort eingeleiteten Suchaktion durch die "Beluga II" sowie der Büsumer Seenotkreuzer" Hans Hackmack" und drei weitere Rettungskreuzer und -boote, den Zollkreuzer "Schleswig Holstein", mehrere Kutter und einem SAR-Hubschrauber aus Helgoland nach zweieinhalb Stunden gefunden und mit Unterkühlungen aus dem Wasser geborgen werden. Die beiden Fischer wurden vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht. Das Wrack der "Oderbank" konnte bislang nicht gefunden werden. Die Wasserschutzpolizei nahm Ermittlungen zur Havarie auf.
Quelle: Tim Schwabedissen

Ein Verletzter bei Verpuffung auf Kutter vor Ostfriesland
(30.08.2004) - Auf dem deutschen Kutter "Harmonie" kam es in der Nordsee in der Nacht zum 2. August gegen ein Uhr zu einer Verpuffung. Dabei wurde ein Mann schwer verletzt. worden. Er erlitt Verbrennungen im Gesicht, an den Armen und am Oberkörper. Zur Behandlung des Fischers eilte das Seenotrettungsboot "Casper Otten" an die Unglücksstelle zwischen den ostfriesischen Inseln Langeoog und Baltrum. Nach der Erstversorgung des Schwerverletzten an Bord des Seenotrettungsboots wurde er mit einem Hubschrauber in eine Hamburger Spezialklinik geflogen. Insgesamt wurden die Seenotretter am ersten Augustwochenende 35 Mal alarmiert. Bei den Einsätzen in Nord- und Ostsee handelte es sich überwiegend um Hilfeleistungen für Wassersportler. Zahlreiche Motor- und Segelyachten forderten wegen Navigationsproblemen oder technischen Defekten Hilfe an.
Quelle: Tim Schwabedissen

Dummejungenstreich ließ Kutter kippen
(30.08.2004) - In der Nacht vor der am 14.8. stattfindenden Büsumer Kutter-Regatta haben Unbekannte einige Schiffe von der Pier losgemacht. Die eingeteilte Nachtwache konnte die meisten Fahrzeuge aber wieder festmachen. Für den Kutter "Jenni - BÜS 2" wurde es gegen Morgen aber kritisch, weil er zu dicht am Slip der Landberg-Werft lag. Wegen des ansteigenden Hafengrundes bekam der Kutterrumpf bei Ebbe Bodenkontakt und legte sich ganz auf die Seite. Die gegen 8.30 Uhr alarmierte Büsumer Feuerwehr richtete das Schiff mit Hilfe eines Greifzuges wieder in eine aufrechte Position, um das mit der einsetzenden Flut drohende Volllaufen mit Seewasser zu vermeiden. Insgesamt waren 20 Einsatzkräfte mit drei Fahrzeugen sowie die Wasserschutzpolizei Büsum und das Hafenamt vor Ort.
Quelle: Tim Schwabedissen

Neue Emspier unsanft eingeweiht
(30.08.2004) - Der Autofrachter "Oriental Highway" hat sich am 30.8. beim Anlegen an der kürzlich fertig gestellten Emspier in Emden mehrere Risse im Rumpf zugezogen, als er beim Anlegen einen Fenderdalben rammte. Über die Ursache des Unglücks ist noch nichts bekannt. Das Schiff verholte nach der Havarie zu den Emder Nordseewerken, wo die Reparaturen der Schäden in den nächsten Tagen durchgeführt werden sollen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Containerfrachter wollte ins Freibad fahren
(30.08.2004) - Ein 9.981 BRZ großer Containerfrachter aus Luxemburg lief am 29.August gegen 11.50 Uhr in der Nähe des Freibades Ulitzhörn in die Böschung eines Elbdeiches. Das Schiff saß zunächst auf dem Steindeich auf. Nach einigen Versuchen kam es aber wieder aus eigener Kraft frei. An der Unfallstelle wurde der Deich leicht beschädigt. In der Brunsbütteler Kanalschleuse wurde durch Beamte der Wasserschutzpolizei die Unfallaufnahme durchgeführt. Die Schiffsicherheitsbehörde wurde über diesen Vorfall informiert. Das Container-Schiff konnte mit 7.700 t Ladung die Reise nach Danzig anschließend fortsetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Bugsier verkauft ihre letzten Bergungskräne
(30.08.2004) - Die Hamburger Bugsier-Reederei verkaufte jetzt ihren vorletzten Schwimmkran, die "Roland", an die Firma Casel Salvage aus Singapur. Zuletzt war er, wie berichtet, an der Bergung des Kutters "Gretje" vor Borkum beteiligt gewesen. Der erste Auftrag für den neuen Eigner steht auch schon fest: Das Fahrzeug soll die Bergung des gesunkenen Autofrachters "Hyundai No. 105" in der Straße von Singapur durchführen. Der 1000 Tonnen hebende Kran ging jetzt durch den Nord-Ostsee-Kanal von Kiel nach Bremerhaven, wo er für den Auftrag ausgerüstet werden soll. Bereits Ende 2003 war die "Thor" verkauft worden, und auch vom letzten verbleibenden Schwimmkran, dem 850-Tonnen-Kran "Enak", will sich die Bugsier trennen. Sie wirkte jüngst erst an der Hebung der "Ena II" in Hamburg mit. Bergungsaufgaben in Deutschland sollen künftig mit Chartertonnage ausgeführt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Wieder einmal Fähre der Moby-Line verunglückt
(30.08.2004) - In der Nacht vom 16. auf den 17. August rammte die Fähre "Moby Freedom" auf dem Weg von Olbia nach Genua einen im Wasser treibenden Gegenstand. Es soll sich dabei eventuell um einen treibenden Container gehandelt haben. Die "Moby Freedom" wurde am Ruder beschädigt und schlug leck. Das Schiff kehrte mit 1700 Passagieren an Bord zurück nach Olbia. Bis sie repariert ist, soll die Schnellfähre "Aries" vom staatlichen Konkurrenten Tirrenia eingechartert werden. Die Moby-Fähren waren bereits mehrfach in Havarien verwickelt. Am 11. September 2003 drohte die "Moby Magic" nach Grundberührung zu sinken. 1991 rammte die "Moby Prince" einen Tanker und ging in Flammen auf. 143 Menschen starben damals.
Quelle: Tim Schwabedissen

Albanische Fähre in der Adria gesunken
(30.08.2004) - Die albanische Fähre "Antonios K" ist am 22.8. auf dem Weg von Saranda zur griechischen Ferieninsel Korfu in der Adria in Seenot geraten. Alle 88 Reisenden und sieben Besatzungsmitglieder an Bord wurden von dem leck geschlagenen Schiff gerettet. Die Fähre "Antonios K" war gerade aus dem südalbanischen Hafen Saranda ausgelaufen, als in schwerer See eine der Maschinen versagte und anschließend ein Feuer ausbrach. Wenig später trieb das manövrierunfähige Schiff mit dem Bug auf ein Riff unweit der Küste. Mit Steuerbordschlagseite begann die "Antonios K" übers Heck zu sinken. Vier Hubschrauber beteiligten sich an der Rettung der 95 Menschen. Etliche konnten sich mithilfe ausgebrachter Seile auch auf das Riff retten, während die Wellen schon übers Oberdeck spülten. Während der Rettungsaktion wurde versucht, den in schwerer See vom Felsen übers Heck abrutschenden Havaristen so lange zu sichern, bis die Evakuierung abgeschlossen war. Für acht mitgeführte Pkw gab es allerdings keine Rettung mehr - sie versanken mit der kleinen RoRo-Fähre.
Quelle: Tim Schwabedissen

Maschinenreparatur endete in Fährtragödie
(30.08.2004) - Die indonesische hölzerne Fähre "Farleno 01" geriet am 14.8. mit 45 Menschen an Bord auf halber Strecke von Bitung ins 107 Meilen entfernte Posington in Brand. Das Unglück ereignete sich, als die Besatzung versuchte, einen Maschinenschaden zu beheben. Eine Panik brach aus, und vor der nordindonesischen Küste sprangen alle Menschen an Bord ins Wasser. Die gesamte achtköpfige Besatzung sowie 25 Passagiere wurden von Kuttern gerettet. 12 weitere ertranken.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kreuzfahrer "Norwegian Sea" rettete Schiffbrüchige nach zwei Wochen
(30.08.2004) - Das Kreuzfahrtschiff "Norwegian" Sea hat am 27. August vor Cozumel vier Fischer aus Seenot gerettet. Die Schiffbrüchigen aus Honduras trieben bereits zwei Wochen auf ihrem gekenterten Boot vor der Küste. Sie ernährten sich von Fisch, den sie mit einem T-Shirt fingen und von Regenwasser.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kreuzfahrer "Holiday" barg fünf Schiffbrüchige
(30.08.2004) - Das für die Carnival Cruise Line fahrende Kreuzfahrtschiff "Holiday" hat am 22.8. fünf Schiffbrüchige vor der Küste Cancuns gerettet. Die Geretteten - unter ihnen ein zehnjähriger Junge - stammten von einem mexikanischen Fischerboot, das kurz zuvor ausgebrannt war. In der Nacht gelang es einem Rettungsboot der "Holiday" zunächst, zwei Personen aus dem Wasser zu fischen. Diese berichteten von drei weiteren Schiffbrüchigen. Ein Passagier entdeckte von Deck der "Holiday" die in der See Treibenden und informierte die Brücke, so dass auch diese gerettet werden konnten.
Quelle: Tim Schwabedissen

Pride of America für sechs Monate ins Dock
(30.08.2004) - Die nach einem Sturm in Bremerhaven auf Grund gegangene "Pride of America" hat am 16.8. ins Dock II der Bremerhavener Lloyd-Werft verholt. Dort soll sie bis Februar 2005 bleiben. Inzwischen laufen die Arbeiten an Bord wieder auf Hochtouren. Zunächst wird am Unterwasseranstrich gearbeitet. Im Dezember sollen die Pod-Antriebe wieder installiert werden. Die durch den Wassereinbruch beschädigten Dieselmotoren werden vor Ort überholt, die Generatoren jedoch bei ihren Herstellern. Das Schiff soll am 06. Juni 2005 an NCL abgeliefert werden. Dort geht man davon aus, daß die Gesamtkosten trotz der Havarie die vorgesehen Linie nicht wesentlich überschreiten werden. Die Buchungen für die ersten Reisen laufen bereits.
Quelle: Tim Schwabedissen

Brandschaden beseitigt - "Adler Nordica" wieder in Fahrt
(30.08.2004) - Das am 3. April 2004 durch ein Feuer am Liegeplatz der Kieler Lindenau-Werft schwer beschädigte Ausflugsschiff "Adler Nordica" hat am 9. April die Werft verlassen. Die Lindenau Werft hat innerhalb von drei Monaten das Schiff komplett überholt und die Brandschäden im seinerzeit vollständig verwüsteten oberen Salon behoben. Die einstige "Pidder Lyng" wird wie geplant eine Charter in Schweden antreten. Inzwischen hat auch das Schwesterschiff der "Adler Nordica", die "Adler Baltica" - hinter ihr verbirgt sich die einstige "Fair Lady" - zur Überholung bei Lindenau festgemacht.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Oriana"-Bergung gestaltet sich schwierig
(30.08.2004) - Die Restaurierung der am 17. Juni in China in einem Sturm leckgeschlagenen "Oriana" scheint sich komplizierter und kostspieliger zu entwickeln, als zwischenzeitlich gehofft. Das Schiff, dessen untere Decks durch ein 2,2 Meter großes Leck geflutet worden waren, wies zwei Monate später immer noch starke Schlagseite auf. Inzwischen werden drei Monate veranschlagt, die technischen und finanziellen Probleme zu lösen. Die Kosten können zwischen 42 und 80 Millionen Dollar liegen. Um eine Bergung zu erleichtern, wurde auch überlegt, Sprengungen unter Wasser durchzuführen, doch könnten diese letztlich mehr Schaden anrichten als helfen. Es ist indes zweifelhaft, ob die "Oriana", wie geplant, in einem halben Jahr wieder ihre Pforten für die Öffentlichkeit öffnen kann.
Quelle: Tim Schwabedissen

Australische Fähre geriet in Brand
(30.08.2004) - Auf der australischen Fähre "Superflyte" brach auf dem Weg von Waiheke Island nach Auckland ein Feuer aus. Es gelang der sechsköpfigen Crew, die Flammen im Maschinenraum zu bekämpfen, ohne dass die 300 Passagiere evakuiert werden mussten. Den Zielhafen erreichte die "Superflyte" anschließend aus eigener Kraft.
Quelle: Tim Schwabedissen

Fähre im Marmara-Meer evakuiert
(30.08.2004) - Auf einer türkischen Fähre kam es im Marmara-Meer am 31. Juli zu einem Wassereinbruch im Maschinenraum. Das zwischen Istanbul und Bandirma verkehrende Schiff musste daraufhin evakuiert worden. Die rund 400 Passagiere wurden von einer anderen Fähre aufgenommen. Der Havarist erreichte anschließend aus eigener Kraft den Hafen. Möglicherweise sei das Schiff mit einem Gegenstand kollidiert, der auf dem Wasser trieb, teilte die Betreibergesellschaft mit.
Quelle: Tim Schwabedissen

Fähre von Geisterfahrer gerammt
(30.08.2004) - Das von der Negros Navigation bereederte Passagierschiff "Saint Joseph the Worker" kollidierte am 12.8. in der Manila Bay mit der "Sea Celebrity". Die "Saint Joseph" war noch mit der Fahrt heruntergegangen, doch "Sea Celebrity" setzte ihren Kurs fort und war auch nicht über Funk zu warnen, bis es vierkant in das Passagierschiff hineinfuhr. Die Fahrgäste wurden auf die "Sao Paulo" übergesetzt
Quelle: Tim Schwabedissen

Gestrandeter Kreuzfahrer evakuiert
(30.08.2004) - Das gut 100 Meter lange Kreuzfahrtschiff "Clipper Odyssey" ist am Abend des 31. Juli bei der Inselgruppe der Aleuten zwischen Alaska und Sibirien auf Grund aufgelaufen. Die Felsen rissen einen Treibstoff- und einen Schmutzwassertank auf. Alle 122 Passagiere und 31 Crew-Mitglieder an Bord wurden evakuiert und mit mehreren zu Hilfe geeilten Kuttern und Frachtern in den 40 Meilen entfernten Hafen von Unalaska 800 Meilen westlich von Anchorage gebracht. Bei dem Unglück wurde niemand verletzt. Die an Bord verbliebene Restbesatzung von 35 Mann bekam das Schiff mit Unterstützung von zwei Piloten und zwei weiteren Mitgliedern der U.S. Coast Guard bei einsetzender Flut wieder frei. Am 1. August nahm die "Clipper Odyssey" mit eigener Kraft ebenfalls Kurs auf Unalaska.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kanufahrer rettete Besatzung von sinkendem Hovercraft
(30.08.2004) - Ein Kanufahrer rettete am Abend des 1. August zwei Schiffbrüchige eines zwischen Luskentyre, South Harris, und der Insel Taransay gesunkenen Hovercraft-Bootes. Die Küstenwache in Stornoway wurde telefonisch von der Frau des Kanuisten informiert, dass ihr Mann sich zur Unglücksstelle aufgemacht habe. Daraufhin wurde ein Rettungshubschrauber in Marsch gesetzt, um wenn nötig zu helfen. Inzwischen waren die beiden Personen des gesunkenen Hovercrafts aber bereits in Sicherheit gebracht worden Zuerst hatte der Paddler eine Frau auf das Heck seines Bootes gezogen und zum nahen Strand gebracht. Dann kehrte er zurück und rette auch den Mann aus dem Wasser. Als der Hubschrauber eintraf, feuerte er eine Signalrakete, um die Position der Schiffbrüchigen zu zeigen. Auf diese Weise konnte der Helikopter die beiden vom Strand aufwinschen und ins Western Isles Hospital in Stornoway bringen, wo sie wegen Unterkühlung und Schock behandelt wurden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Heißes Ende eines Abenteuertrips
(30.08.2004) - An Bord des 137 Fuß langen Ausflugskatamarans "Klondike Express" brach am 23.8. im Prince William Sund, Alaska, ein Feuer aus. Das in Whittier beheimatete Schiff stand südlich von Outpost Island, als Flammen aus dem Maschinenraum schlugen. Es gelang der Besatzung, das Feuer schnell zu löschen. Die 57 Passagiere wurden an Bord der "Nunatak" gebracht, die sie nach Whittier zurückbrachte. Die "Klondike Express" macht Gletscher- und Wildleben-Touren im Prince William Sund. Die Küstenwache nahm Ermittlungen auf.
Quelle: Tim Schwabedissen

Chemietanker in Aden auf Grund
(30.08.2004) - Der 7.916 BRZ große Chemikalientanker "Chembulk Singapore" lief in der Einfahrt des Hafens von Mokha, Aden, am 20. August auf Grund. Erste Versuche, das 1989 erbaute Schiff, das mit Palmöl von Singapur in den Mittleren Osten unterwegs war, freizuschleppen, scheiterten. Die Versuche sollen in den folgenden Tagen fortgesetzt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Lecker Tanker sorgt für Ölverschmutzung auf Mississippi
(30.08.2004) - Am 31. Juli kollidierte der 774 Fuß lange Tanker "Eagle Memphis" mit dem 55 Fuß langen Schlepper "Mr. Craig" auf dem Mississippi südlich von Algiers Point. Der Schlepper riss ein 13 Fuß großes Leck in die Steuerbordseite des Tankerrumpfes. Dabei wurde ein Tank aufgerissen, aus dem sich 50 Barrels schweres Maschinenöl in den Fluss ergossen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Leckender Tanker verschmutzte Neches River
(30.08.2004) - In Sun Anchorage auf dem Neches River im südöstlichen Texas wurde der mit Gasolin beladene dänische Tanker "Torm Mary" am Morgen des 2. August von einer Ölbarge gerammt. Sie war zum Betanken des Schiffes längsseits gekommen. In einen Steuerbordtank der 528 Fuß langen "Torm Mary" wurde ein Leck geschlagen, aus dem mehr als 30.000 Gallonen Öl ausflossen. Das Areal um den Tanker wurde gesperrt und Ölsperren ausgebracht. Ölskimmer nahmen ausgeflossenen Betriebsstoff auf. Der Ölausfluss aus der "Torm Mary" wurde durch Umpumpen des Tankinhalts in einen unbeschädigten Tank gestoppt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Tanker vor Jemen auf Grund gelaufen
(30.08.2004) - Der 7.916 BRZ große Tanker "Chembulk Singapore" ist am 26.8. vor der Hafeneinfahrt von Mokha im Jemen auf Grund gelaufen. Ein Versuch, das Schiff wieder frei zu schleppen, scheiterte bereits. Über die Ursache des Zwischenfalls ist bislang nichts bekannt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Chemietanker strandete auf der Oudemaas
(30.08.2004) - Der Chemietanker "Stolt Kite" ist am 22.8. auf der Oudemaas in Holland mit einem Schleppverband kollidiert und anschließend auf Grund gelaufen. Der Tanker kam wenig später wieder frei. Er hat bei der Kollision schwere Beschädigungen oberhalb der Wasserlinie haben. Wer für die Kollision verantwortlich ist, ist noch nicht bekannt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Tanker rammte Fähranleger
(30.08.2004) - Der 53.074 BRZ große Tanker "Astro Altair" hat am 30.8. in New Orleans am Mississippi einen Fähranleger gerammt, nach er aus dem Ruder gelaufen war. Personen wurden nicht verletzt, Anleger sowie der Rumpf des Schiffes wurden erheblich beschädigt, Öl oder Brennstoff trat jedoch nicht aus
Quelle: Tim Schwabedissen

Wildgewordene Bargen sorgen für Chaos auf dem Mississippi
(30.08.2004) - In der Nacht zum 1. August sank auf dem Mississippi eine Getreidebarge und legte damit einen wichtigen Verkehrsweg lahm. Ein Schlepper hatte zuvor insgesamt 15 Bargen verloren, die flussabwärts trieben, wobei mehrere die Poplar Street Bridge rammten. Mithilfe von fünf anderen Schleppern gelang es, die außer Kontrolle geratenen Bargen mit Ausnahme einer, die im Fahrwasser sank, wieder einzufangen. Im Morgengrauen wurde das Wrack auf der Missouri-Seite des Flusses ausgemacht und mit einer Boje markiert. Die Räumung der Barge mithilfe eines Kranes kann mehrere Tage dauern. Ein Bereich von zwei Meilen rund um die Position wurde für den Schiffsverkehr gesperrt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Riesenwelle versenkte Yacht
(30.08.2004) - Am Abend des 3. August funkte die amerikanische Yacht "The Spirit" 200 Meilen westlich von Stornoway on Lewis im Nordatlantik Notrufe. Die 35 Fuß lange Ketsch war auf dem Weg von Portsmouth nach Canada. Ein Hubschrauber der Küstenwache sowie ein Nimrod Suchflugzeug aus Kinloss stiegen auf. Der britische Marinetanker "Fort George" nahm Kurs auf die angegebene Position. Er würde auch den Helikopter betanken und medizinische Versorgung bereitstellen können. Die vierköpfige Yachtcrew teilte mit, ihr Boot sei von einer Welle getroffen worden, die den Rumpf aufgebrochen hatte, sodass Wasser eindrang. Die Männer legten Überlebensanzüge an und machten sich zur Evakuierung ihres sinkenden Bootes bereit. Einer hatte einen Schock erlitten, andere litten an Unterkühlung. Binnen kurzem wurde das Oberdeck der "The Spirit" überspült. Auf dem Deck wurde ein zwei mal zwei Meter großer Bereich für die Retter freigemacht. Dazu wurde auch die Antenne gekappt. Während die Nimrod über dem Seegebiet kreiste und sich bereithielt zum Abwurf von Rettungsgerät, gelang es dem Hubschrauber, einen Mann auf die "Spirit" abzuwinschen. Um kurz nach Mitternacht, knapp vier Stunden nach Eintritt des Notfalls, war das sinkende Boot evakuiert. Die Schiffbrüchigen wurden auf die "Fort George" gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Motorboote kollidiert - eine Tote
(30.08.2004) - Bei der Kollision zweier Motorboote ist am Abend des 28. Juli auf dem Luganer See bei Vico Morcote eine 46-jährige Schweizerin tödlich verletzt worden. Die andern sieben Insassen und die Skipper der beiden beteiligten Boote blieben unverletzt. Der Unfall ereignete sich gegen 22.30 Uhr auf dem Gemeindegebiet von Vico Morcote . Ein 52-jähriger Schweizer mit seinem in St. Gallen beheimateten Motorboot steuerte mit fünf Passagieren von Caprino in Richtung Brusino. Plötzlich rammte ein anderes Motorboot aus Tessiner in die Steuerbordseite. Beim Aufprall erlitt eine 46-jährige Schweizerin im St. Galler Boot schwerste Verletzungen, denen sie wenige Stunden später im Krankenhaus erlag.
Quelle: Tim Schwabedissen

Sportboot vor Washington in Brand
(30.08.2004) - Am 3. August rettete die Küstenwache zwei Menschen von dem 43 Fuß langen, brennenden Sportboot "Dessert First" nahe Waldron Island, Washington. Um viertel nach 11 war ein Notruf eingegangen, nach dem im Maschinenraum ein Feuer ausgebrochen war. Daraufhin lief ein 27 langes Rettungsboot aus Bellingham aus. Es barg die zweiköpfige Besatzung der "Dessert First" ab. Der Küstenwachkutter "Cuttyhunk" aus Port Angeleses, der den Mayday-Ruf ebenfalls aufgefangen hatte, löschte anschließend die Flammen mit Wasser und Schaum. Dabei wurde er von dem Feuerlöschboot "Confidence" aus San Juan Island County assistiert. Anschließend wurde der Havarist von einem Bergungsschiff nach Anacortes eingeschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kutter vor Oregon gesunken
(30.08.2004) - Am 4. August sank der 52 Fuß lange Kutter "West Wind" vor der Küste von Newport, Oregon. Gegen Mitternacht hatte der Kutter "Miss Conduct" über VHF erfahren, dass das Schiff leckgeschlagen sei. Der Skipper des Schiffes machte die Rettungsinsel klar und gab sein sinkendes Boot auf. Er wurde wenig später von der "West Wind" aufgenommen. Zwei 47-Fuß-Rettungsboote aus Yaquina Bay liefen zwar noch zum Havaristen aus, konnten dessen Untergang aber nicht mehr verhindern. Schon vor ihrem Eintreffen funkte die "Miss Conduct", dass die "West Wind" gesunken sei. 30 Meilen vor Newport übergab sie den geretteten Skipper einem der Boote, das ihn nach Yaquina Bay brachte.
Quelle: Tim Schwabedissen

Mit 15 Knoten auf Grund gelaufen
(30.08.2004) - Nahe dem kanadischen Hafen Sorel, Quebec, lief am 30. Juli der Frachter "Horizon" beim Auslaufen auf Grund. Vorher war die Maschine der ehemaligen "Nedlloyd Kilindini" ausgefallen. Mit 15 Knoten kam der Havarist fest. Sechs Schlepper mühten sich bislang erfolglos, den von der Tsakos Gruppe bereederten Frachter zu befreien. Nun soll die Containerladung des als "Almudena" erbauten Schiffes geleichtert werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Bulker vor Indien auf Grund gelaufen
(30.08.2004) - Der unter liberianischer Flagge fahrende Bulkcarrier "Ken Explorer" ist am 17.8. vor der Westküste Indiens auf Grund gelaufen. Das Schiff war auf der Reise von Brasilien nach Pipavav/Indien mit einer Ladung Kupferkonzentrat. Über Umweltschäden ist bislang nichts bekannt. Menschen kamen nicht zu Schaden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Nagelneuer Frachter im Sognefjord auf Grund gelaufen
(30.08.2004) - Der erst wenige Wochen alte und unter niederländischer Flagge fahrende Frachter "Onego Merchant" ist am Morgen des 11.8. bei Larvik im norwegischen Sognefjord auf Grund gelaufen. Dabei wurde das Vorschiff weit aus dem Wasser gehoben und dabei stark beschädigt. Vorsichtshalber wurden die in erheblicher Menge gebunkerten Treib- und Schmierstoffe ins Achterschiff umgepumpt, um eine Umweltverschmutzung zu vermeiden. Ein Bunkerboot ist bereits auf dem Weg, um die gefährlichen Stoffe zu übernehmen. Ein Schlepper aus Bergen soll die "Onego Merchant" anschließend befreien. Die Unglücksursache ist noch unklar. Eine umgehend durchgeführte Alkoholkontrolle bei der Schiffsführung fiel negativ aus. Das Schiff wurde erst im April 2004 in Dienst gestellt.
Quelle: Tim Schwabedissen

US-Kriegsschiff rettet 12 Seeleute von sinkendem Frachter
(30.08.2004) - 12 indonesische Seeleute sind am Abend des 8.8. im Arabischen Golf von einem Versorger der US-Navy gerettet worden. Ihr Schiff, die unter indonesischer Flagge fahrende "Edha II", war aus bislang ungeklärter Ursache in ruhiger See plötzlich leckgeschlagen und kurze Zeit später gesunken.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter mit 20 Mann Besatzung gesunken
(30.08.2004) - Am Morgen des 21.8. sank der indonesische Frachter "Al Shehenshah-E-Hind" mit 575 Tonnen für Somalia bestimmten Reis vor der Küste von Jakhau in Kutch. Die Suche nach der 20-köpfigen Besatzung musste am Abend ergebnislos abgebrochen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Zementfrachter sank wie ein Stein
(30.08.2004) - Der Frachter "United Star" kollidierte am Abend des 21.8. mit einer Ladung von 900 Tonnen Zementklinkern beim Einlaufen nach Chittagong auf der Reede mit dem Frachter "Nazimuddin". Der Havarist sollte anschließend von der singaporischen "Span Star" geleichtert werden, sank aber dann. Die 15-köpfige Besatzung schwamm an Land.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kornladung gewässert
(30.08.2004) - Am 5.8. kollidierte der 36.559 BRZ große Bulkcarrier "Pleonie" auf dem Weg von New Orleans nach Japan mit einer Ladung Korn mit der 38.364 BRZ großen, 1999 erbauten "Jacaranda" auf Reede von Critobal. Einer der Laderäume des 8 Jahre alten Schiffes wurde beschädigt. Damit wird auch ein erheblicher Schaden an der Ladung befürchtet.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schiffsuntergang nach Kollisionsserie in Hongkong
(30.08.2004) - Das 20 Meter lange Kümo "Purple HK Haze" sank am 18.8. in den Gewässern von Sai Kung nahe Hong Kong. Ein Mann der neunköpfigen Crew ertrank. Bereits kurz zuvor war das Schiff in eine Serie von Nebel bedingten Kollisionen von acht Schiffen in Hongkong verwickelt gewesen. Drei kleinere Zusammenstöße von Bargen und Versorgungsschiffen hatten sich bereits am frühen Morgen ereignet. Wenig später stieß ein 993-Tonnen-Frachter mit einem panamaischen Schiff vor dem River Trade Terminal zusammen. Ein Hochgeschwindigkeitskatamaran stieß zudem mit 123 Passagieren mit einer Ölbarge zusammen vor Stonecutters Island.
Quelle: Tim Schwabedissen

Gestrandeter Frachter mit Hubschrauberhilfe befreit
(30.08.2004) - Ein Frachter der Pacific Direct Line Shipping Company konnte einen Monat nach seiner Strandung auf einem Riff vor der Wallis & Futuna Inselgruppe am 30. August freigeschleppt werden. Die Bergungsaktion hatte sich kompliziert gestaltet, weil der Havarist zunächst um 100 Tonnen erleichtert werden musste. Dazu brachte ein Hubschrauber einen Teil der Containerladung auf dem Luftweg an Land. Außerdem musste das Bunkeröl geleichtert werden. Der Frachter überstand die Strandung ohne ernsthafte Schäden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Wulstbug drohte Frachter zu versenken
(30.08.2004) - Auf dem Weg von der Türkei nach Rumänien kollidierte am 27.8. der 1.162 BRZ große Frachter "Mecit Kaptan" mit der "Boris Babochkin". Der Wulstbug des Kollisionsgegners riss dabei ein so großes Leck in die 1996 erbaute "Mecit Kaptan", dass sie zu sinken drohte. Der Kapitän setzte das Schiff daraufhin auf Grund.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter mit 43.000 Tonnen Kupferkonzentrat gesunken
(30.08.2004) - Der liberianische Frachter "Ken Explorer" sank auf dem Weg von Chile ins indische Pipavav am 16.8. mit einer Ladung von 43.000 Tonnen Kupferkonzentrat. Vorher war das Schiff an der indischen Westküste in schwerem Wetter auf Grund gesetzt worden. Die Besatzung konnte sich retten.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Scantrader" wegen Gewinnsucht gesunken?
(30.08.2004) - Am 11. Februar 1990 kam bei klirrende Kälter in einem über der Biskaya wütenden Orkan mit Böen bis Stärke elf das Ende für den überladenen Hamburger Frachter "Scantrader", 1.591 BRT. Das 89 Meter lange und 13,2 Meter breite Schiff mit fast 2400 Tonnen Zement an Bord sank in Sekunden, zwölf Seeleute starben bei dem Untergang. Seit dem 5.8. wird der Untergang der "Scantrader" erneut vor dem Hamburger Landgericht verhandelt. Gefährlicher Eingriff in den Schiffsverkehr lautet die Anklage gegen den Geschäftsführer der Reederei Jerzy K. (64) und den Reeder-Sohn Heiner B. (46), die Mitverantwortung an dem Schiffsunglück tragen sollen. Sie sollen, so die Staatsanwaltschaft, aus Profitsucht die permanente Überladung des Schiffes angeordnet und damit das Leben der Besatzung und die Ladung gefährdet haben. Zum Auftakt der Berufungsverhandlung bestritten die Angeklagten die Vorwürfe: Sie seien für die Beladung des Schiffes nicht zuständig gewesen. Der Untergang der "Scantrader" beschäftigt die Hamburger Justiz schon seit Jahren: 1997 wurde der damals 69 Jahre alte Reeder Heinrich B. wegen gefährlichen Eingriffs in den Schiffsverkehr zu einem Jahr auf Bewährung und 20 000 Mark Bußgeld verurteilt. Sein Sohn Heiner B. und Jerzy K. wurden damals vom Amtsgericht von dem Vorwurf freigesprochen. In dem folgenden ersten Berufungsprozess wurden die drei zu jeweils acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Auf die Revision der Angeklagten hob das Hanseatische Oberlandesgericht im Dezember 2000 das Urteil gegen Heiner B. und Jerzy K. auf - deswegen wird gegen sie nun erneut verhandelt. Nach Zeugenaussagen in früheren Prozessen war die "Scantrader" ein "Chaos-Schiff", das ständig überladen war und entgegen fachlicher Anordnung ohne stabilisierenden Ballast fuhr. Der Prozess wird fortgesetzt.
Quelle: Tim Schwabedissen

93 Jahre altes Binnenschiff nach Kollision Totalverlust
(30.08.2004) - Bei einem Schiffsunfall beim Loreleyfelsen auf dem Rhein wurde ein Frachtschiff so beschädigt, dass es vermutlich verschrottet werden muss. Das stromaufwärts fahrende Binnenschiff war am Abend des 5.8.mit einem entgegen kommenden Tankschiff kollidiert. Unglücksursache war ein Ausfall der Ruderanlage des Tankschiffs, wie die Wasserschutzpolizei mitteilte. Verletzt wurde aber niemand. Allerdings wurde bei der Kollision die Bordwand des Frachtschiffes oberhalb und unterhalb der Wasserlinie auf einer Länge von zwölf Metern aufgerissen. Nach dem Wassereintritt setzte der Kapitän das Schiff auf eine Sandbank, um ein Sinken zu verhindern. Das 93 Jahre alte Binnenschiff eines kleinen Familienunternehmens muss nun vermutlich verschrottet werden, weil es nach Angaben der Wasserschutzpolizei einen "wirtschaftlichen Totalschaden" erlitten hat. Das Frachtschiff hatte Holzschnitzel geladen, die nun auf zwei andere Schiffe umgeladen werden sollen. Das Tankschiff, das den Unfall verursacht hatte, blieb samt Ladung unbeschadet und wurde wegen des Ruderausfalls nach Bingen geschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Betrunkener Kapitän setzte Frachter zwei Mal auf Grund
(30.08.2004) - Ein 99 Meter langer Sojafrachter ist am Morgen des 6.8. auf der Elbe bei Glückstadt zwei Mal auf Grund gelaufen. Wie eine Alkoholprobe der Wasserschutzpolizei Brunsbüttel ergab, war der Kapitän des von Hamburg nach Danzig fahrenden Frachtschiffes betrunken. Nach dem Auflaufen konnte sich der Frachter aus eigener Kraft befreien. Das Schiff lag solange mit Auslaufverbot in Brunsbüttel vor Anker, bis der Kapitän wieder völlig nüchtern war.
Quelle: Tim Schwabedissen

Halb gesunkene Schute noch gerettet
(30.08.2004) - Zu einem ungewöhnlichen Einsatz wurden die Berufsfeuerwehr und die freiwillige Feuerwehr Fallersleben am Nachmittag des 8.8. gerufen: Eine mit Kanalaushub beladene Schute drohte im Hafen zu sinken. Durch ein Loch in der Seitenwand drang in großer Menge Wasser ins Schiffsinnere. Als die Männer der Wehren gegen 14.50 Uhr am Ort des Geschehens eintrafen, lag der achtere Bereich der Schiffs bereits unter Wasser. Die Brandschützer brachten Löschfahrzeuge und Pumpe in Position. Gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr verlegten die Männer Schläuche aufs Schiff. Das Deck stand bereits einen halben Meter unter Wasser. Nach wenigen Minuten beherzten Eingriffs zeigte sich der Erfolg: Die Schute bewegte sich wieder aufwärts. Dann ging es daran, das Leck abzudichten. In schweißtreibender Arbeit versetzten zwei Feuerwehrmänner die Pumpe immer wieder, an der Außenwand machten sich Einsatzkräfte daran, das Leck abzudichten. Sonne und Stahlwände der Schute sorgten dafür, dass die Temperatur im Schiffsinneren wie in einer Sauna war. Holzpflöcke und Lappen dienten den Männern als Leckabwehr. Gegen 16 Uhr lag das Schiff lag wieder in sicherer Schwimmposition.
Quelle: Tim Schwabedissen

Rheinschiff saß mit 1.800 Tonnen Benzin fest
(30.08.2004) - In der Nacht zum 10.8. lief das niederländische Tankschiff "Nelson" auf dem Rhein bei Koblenz auf Grund. Durch die Havarie wurde die Schifffahrt in diesem Flussabschnitt für mehr als 16 Stunden lahm gelegt. Das mit 1.800 Tonnen explosiven Erdöldestillats beladene Schiff hatte sich an einer Brücke festgefahren. Nachdem erste Freischleppversuche erfolglos geblieben waren, wurde am Nachmittag begonnen, die Ladung in ein Leichterschiff umzupumpen. Bis zum Nachmittag des Folgetages gelang es, 350 Tonnen der Ladung umzupumpen. Nun gelang es binnen 20 Minuten, den Havaristen freizuschleppen. Er wurde an einen Gefahrgutliegeplatz in Niederlahnstein geschleppt. Nach einer Überprüfung der Unfallstelle auf Untiefen wurde der Fluss am Nachmittag des 11.8. wieder für die Schifffahrt frei gegeben. Wegen der 16-stündigen Sperrung wurden etwa 80 Schiffe an ihrer Weiterfahrt gehindert. Die "Nelson" war von den Niederlanden aus zu BASF nach Ludwigshafen unterwegs. Das Schiff wurde bei der Havarie nicht beschädigt. Grund für den Unfall war vermutlich ein Fahrfehler des Schiffsführers. Eine Gefahr, dass Teile der Ladung von rund 1.500 Tonnen Benzin austreten, habe jedoch nicht bestanden, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei.
Quelle: Tim Schwabedissen

Unwetter sorgte für Bruch auf Bodensee
(30.08.2004) - Am Abend des 12.8. brachte ein schweres Unwetter mit Sturmböen auf dem Bodensee mehrere Boote in Seenot. Trotz vorheriger Sturmwarnung wurden nach Angaben der Wasserschutzpolizei einige Boote auf dem See von der heranziehenden Schlechtwetterfront überrascht. Die Bootsbesatzungen seien zudem teilweise nicht so geübt gewesen. Eine Segelyacht wurde auf der Fahrt von Friedrichshafen nach Langenargen wegen eines zerfetzten Vorsegels manövrierunfähig. Auch der Motor konnte nicht gestartet werden, weil sich ein Seil in der Schraube verfangen hatte. Das Schiff wurde bei Langenargen gegen die Ufermauer geschleudert und so stark beschädigt, dass es zum Totalverlust wurde. Ein Mann wurde bei einem Bergungsversuch leicht verletzt. Vier weitere Yachten strandeten oder trieben derweil über den See. Sie wurden von der Wasserschutzpolizei und der Feuerwehr geborgen. Ein Motorboot, das bei Friedrichshafen wegen eines Motorschadens liegen geblieben war, wurde noch rechtzeitig vor einer drohenden Grundberührung in den Hafen geschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Brennendes Motorboot steckte drei Yachten an
(30.08.2004) - Ein Brand auf einem Sportmotorboot in Köpenick hat am Abend des 15.8. erheblichen Sachschaden verursacht. Insgesamt vier Boote wurden in Mitleidenschaft gezogen, das Motorboot brannte bis zur Wasserlinie ab. Verletzt wurde niemand. Aus bisher ungeklärten Gründen war es gegen 20.35 Uhr in Höhe der Niebergallstraße auf der Spree-Oder-Wasserstraße im Vorschiff des Bootes zu einer Verpuffung gekommen. Daraus entwickelte sich ein Brand, und nachfolgend kam es zu einer Explosion. Die 53-jährige Eignerin und der 43-jährige Skipper versuchten vergeblich, die Flammen zu löschen. Sie mussten sich auf ein anderes Boot retten und ihr Boot abstoßen. Die Strömung trieb das in Flammen stehende Boot dann in die Steganlage eines nahen Yachtclubs. Dort griff das Feuer auf drei weitere Boote über.
Quelle: Tim Schwabedissen

Zu viel geladen - Stau auf der Donau
(30.08.2004) - Niedrigwasser führte zu Beginn der 33. Kalenderwoche zu mehreren Schiffsstrandungen auf der Donau. Auf verschiedenen Flussabschnitten kamen der österreichische Schubverband "Herzog Tassilo", das Binnenschiff "Denis" sowie ein weiterer Schuber fest. Am Abend des 10.8. strandete der mit gut 3.000 Tonnen Eisenerz beladene, 120 Meter lange Schubverband "Herzog Tassilo" auf dem Weg von Regensburg nach Österreich an der Maximiliansbrücke bei Deggendorf. Der 52-jährige Kapitän hatte zuvor versucht, einem Entgegenkommer auszuweichen. Da sein Schiff mit 2,38 Metern für die geringe Wassertiefe aber wegen Überladung zu viel Tiefgang hatte, lief es dabei auf Grund und legte sich quer zum Fluss. Durch den manövrierunfähigen Havaristen wurde das Fahrwasser dabei komplett blockiert. Die Wasserschutzpolizei sperrte den Fluss ab Straubing und Passau, wodurch sich kilometerlange Staus bildeten. Erst in der Nacht zum 12.8.konnte der Havarist nach vorheriger Übernahme von Ladungsteilen durch ein anderes Binnenschiff mit Hilfe eines Schwimmbaggers freigeschleppt werden. Die Bergung der zwei weiteren auf Grund gelaufenen Einheiten wurde dagegen wegen des derzeitigen Niedrigwassers nach einer Entscheidung des Wasser- und Schifffahrtsamts auf unbestimmte Zeit vertagt. Das bulgarische Binnenschiff "Denis" war bei Niederalteich festgekommen und ragt seither leicht in die Fahrrinne. Andere Schiffe können die Unfallstelle aber in Langsamfahrt passieren. In Winzer strandete ein 170 Meter langer Schiffsverband außerhalb der Fahrrinne. Durch die Havarie des fast 120 Meter langen österreichischen Koppelverbandschiffs am späten Dienstagabend an der Deggendorfer Maximiliansbrücke war die Donau für den Schiffsverkehr komplett gesperrt. Die Wasserschutzpolizei stoppte die tal- und bergwärts fahrenden Schiffe in Straubing und bei Passau, wo sich an den Anlegestellen kilometerlange Staus bildeten.
Quelle: Tim Schwabedissen

Nächtliches Bootsfeuer - Zeugen verhinderten Schlimmeres
(30.08.2004) - In der Nacht zum 18.8. geriet im Yachthafen des KSC Herne eine Motoryacht in Brand. Dabei ist ein hoher Sachschaden entstanden. Aufmerksame Zeugen bemerkten die Flammen und alarmierten Feuerwehr und Wasserschutzpolizei. Die Feuerwehr konnte die Flammen schnell löschen. Menschen wurden nicht verletzt. Die Kriminalpolizei nahm Ermittlungen zur Brandursache auf.
Quelle: Tim Schwabedissen

Explodierende Gasflaschen versenkten Motorboot
(30.08.2004) - Am 20.8. geriet auf dem Plauer See, Kreis Parchim, ein Sportboot in Brand. Die Eigner, ein Ehepaar aus Geesthacht, vermochte sich noch zu retten. Beim Versuch, die 10 Meter lange Yacht nach Plau am See einzuschleppen, kam es zur Explosion mehrerer mitgeführter Gasflaschen. Es gelang zwar noch, die Flammen abzulöschen, dann aber sank das Boot. Der Schaden wird auf 40.000 Euro geschätzt. Der 72-jährige Skipper und seine 70-jährige Frau hatten nach Angaben der Wasserschutzpolizei plötzlich Feuer im Maschinenraum bemerkt. Das Paar musste nach vergeblichem ersten Löschversuch das Schiff mit einem Schlauchboot verlassen. Umliegende Boote eilten zu Hilfe und nahmen die Schiffbrüchigen auf. Wann das Schiff gehoben wird, ist noch unklar.
Quelle: Tim Schwabedissen

Brückensacker führte zu Kollision
(30.08.2004) - Das Fahrgastschiff "Britannia" ist mit 152 Fahrgästen an Bord am 28.8. mit der Friedensbrücke in Frankfurt am Main kollidiert. Bei der Havarie wurde dabei niemand verletzt. Es entstand lediglich leichter Sachschaden. Das Schiff hatte sich Angaben der Wasserschutzpolizei zufolge nach dem Ablegen "rückwärts durch die Brücke sacken lassen". Dabei prallte das Steuerhaus gegen einen Stahlträger und wurde beschädigt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Führte Regenschirm zu Kollision von Fahrgastschiffen?
(30.08.2004) - Fünf Personen wurden verletzt, als am Nachmittag des 29.8. an der Jannowitzbrücke in Berlin-Mitte zwei Ausflugsdampfer kollidierten. Die Passagiere erlitten Prellungen und Verstauchungen. Die Feuerwehr brachte sie mit mehreren Rettungswagen ins Krankenhaus. Der Zusammenprall war so stark, dass sich der zentnerschwere Anker der "Andreas" im Oberdeck der "Spree-Perle" durch das Metall bohrte und die Ankerkette riss. Die Ursache für die Kollision zwischen der "Spree-Perle" und dem historischen Dampfer "Andreas" sei offenbar ein Missverständnis zwischen den beiden Schiffsführern, hieß es. Die "Andreas" sei aus dem Berggraben, der westlich um die Museumsinsel fließt, in die Spree eingefahren. In diesem Moment habe die "Spree-Perle" an der Jannowitzbrücke abgelegt und gewendet. Die "Andreas" schrammte mit ihrem Bug an der Seite der "Spree-Perle" entlang. Ein Besatzungsmitglied der "Andreas" sagte, man habe sich über Funk angekündigt. Ein zweiter Angehöriger der "Andreas"-Crew sagte, ihm habe ein Passagier der "Spree-Perle" später berichtet, dass der Schiffsführer des Ausflugsbootes unmittelbar vor der Kollision einen Passagier aufgefordert habe, "seinen Schirm da wegzunehmen, damit ich was sehe". Glücklicherweise saßen zum Zeitpunkt des Zusammenstoßes alle Passagiere zum Kaffeetrinken im Unterdeck. Die Zahl der Verletzten hätte höher und die Verletzungen hätten schlimmer sein können, wenn die Fahrgäste auf dem Oberdeck gesessen hätten, als sich der Anker in die Aufbauten bohrte und die Kette riss. Wer Schuld an dem Unglück ist, ist noch unklar. Auf Wasserstraßen müssen ähnliche Regeln wie im Straßenverkehr befolgt werden. So fuhr die "Andreas" aus einer Nebenwasserstraße in die Spree, die Hauptwasserstraße ist und auf der sich die "Spree-Perle" befand - vergleichbar einem Auto, das von einer Nebenstraße auf eine Hauptstraße einbiegt. Andererseits müssen Schiffe bei Wendemanövern frühzeitig Signale mit dem Horn geben. Ob dies geschehen sei, müsse noch geprüft werden, sagte ein Beamter der Wasserschutzpolizei. Alkohol bei den Bootsführern habe bei dem Unglück keine Rolle gespielt. Über die Höhe des an beiden Schiffen entstandenen Schadens gab es nur Schätzungen. Die Reparaturkosten an der "Spree-Perle" wurden auf mindestens 20 000 Euro beziffert, der Schaden am massiven Bug der "Andreas" wurde auf eine deutlich geringere Summe geschätzt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Dumm gefahren: Mit voller Fahrt auf Damm gelandet
(30.08.2004) - Neun Verletzte forderte ein spektakulärer Motorboot-Unfall in der Nacht zum 29.8. auf dem Bodensee. Der offenbar unerfahrene 41-jährige Skipper krachte mit weit überhöhter Geschwindigkeit auf den Rheindamm. Das mehrere Tonnen schwere Boot, das mindestens 13 Passagiere an Bord hatte, landete erst sieben Meter vom Ufer entfernt auf dem Damm, wo es seither hoch und trocken liegt. Eine Bregenzerwälder Gruppe hatte sich das in der Schweiz beheimateten Motorboot ausgeliehen, um das Feuerwerk beim Bregenzer Stadtfest vom See aus zu verfolgen. An Bord des für acht Personen zugelassenen Bootes befanden sich mindestens 13 Menschen. Auf der Rückfahrt gegen 23.30 Uhr fuhr das rund sechs Tonnen schwere Boot dann offenbar mit voller Fahrt auf den Rheindamm auf, der sich weit in den See hinein erstreckt. "Wir haben nach dem Unfall noch mehr angetroffen, aber die Leute waren so geschockt, dass sie teilweise nicht einmal mehr sagen konnten, ob sie auf dem Schiff waren", sagte ein Polizeisprecher. Zur Versorgung der neun Verletzten und für die Ermittlungen waren Wasserrettungskräfte, Feuerwehr und Polizei im Einsatz. Der Bootsführer war zum Unglückszeitpunkt nicht alkoholisiert.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Freedom" gesunken
(30.08.2004) - Am Morgen des 7.8. sank vor Brownsea Island in Poole Harbour das Motorboot "Freedom", das mit sechs Erwachsenen und vier Kindern an Bord unterwegs gewesen war. Um 9.48 fing die Portland Küstenwache einen Notruf des 45-Fuß-Bootes auf. Es meldete, mit einem Gegenstand kollidiert zu sein und Wasser zu machen. Ein Rettungshubschrauber stieg in Portland auf, auch zwei Rettungsboote aus Poole machten sich auf den Weg zur Unglücksstelle. Bereits 10 Minuten später waren die Helfer trotz schlechter Sicht vor Ort und nahmen alle Bootsinsassen außer dem Skipper auf und brachten sie nach Saltern Marina. Der Skipper versuchte, vom Poole-Lifeboat eine Lenzpumpe auf sein Boot zu bringen. Doch es gelang nicht mehr, den Untergang der "Freedom" abzuwenden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kind bei Bootsexplosion schwer verbrannt
(30.08.2004) - Am 10.8. kam es gegen 14 Uhr zu einer Explosion mit anschließendem Feuer auf dem 18 Fuß langen Motorkreuzer "High Interest" an seinem Liegeplatz vor Ponsharden nahe Falmouth. Die benachbarte "Black Swan" alarmierte die Falmouth Küstenwache, die einen Hubschrauber sowie zwei Boote in Marsch setzte. An Bord des Havaristen befanden sich ein neunjähriges Kind sowie sein Vater. Sie wurden mit Verbrennungen ins Treliske Hospital gebracht. Anschließend wurde das schwer beschädigte Boot in Schlepp genommen und in Ponsharden auf Grund gesetzt. Ein Untersuchungsteam versuchte dort die Ursache des Brandes zu ermitteln.
Quelle: Tim Schwabedissen

Zwei Schwerverletzte bei Bootskollision
(30.08.2004) - Zwei Sportboote kollidierten kurz vor Mitternacht des 17.8. im Hafen von Boston zwischen Thompson Island und Marina Bay. Rettungskräfte retteten fünf Menschen. Zwei von ihnen mussten in eine Unfallklinik gebracht werden. Die anderen drei blieben unversehrt. Bergungsfirmen sollen die beiden beschädigen Boote in Sicherheit bringen. Die Unglücksursache wird von der Küstenwache untersucht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Brennender Motorkreuzer versenkt
(30.08.2004) - Am Morgen des 15.8. geriet vor Studland Bay, Poole, bei ruhiger See der 38 Fuß lange Motorkreuzer "Sheer Grace" in Brand. Die Küstenwache wurde alarmiert, nachdem die Crew von einem anderen Sportboot aus seinem Dinghi gerettet worden war, in das sie sich hatte flüchten müssen. Sie setzte das Rettungsboot von Poole, ein Rettungsteam und Feuerbekämpfer in Marsch. Das brennende Boot sollte in tieferes Wasser gezogen werden, wo es sicher ausbrennen und versinken konnte. An Bord befanden sich Dieselkraftstoff, Petroleum und zwei Butangasflaschen, deren mögliche Explosion niemand gefährden sollte.
Quelle: Tim Schwabedissen

Hubschraubereinsatz rettete sinkenden Kutter
(30.08.2004) - Am Morgen des 17.8. geriet der Kutter "Phoenix - FR 941" mit fünf Mann Besatzung vor den Shetlands in Seenot. Das Schiff war leckgeschlagen und begann zu sinken. Der weitergeleitete Notruf alarmierte auch das Schwesterschiff "Falcon", das längsseits ging. Doch auch die vereinten Bemühungen beider Crews konnten den Wassereinbruch in Maschinen- und Fischraum nicht stoppen. Aus Sumburgh startete daraufhin ein Rettungshubschrauber und fierte gegen fünf Uhr morgens, knapp eineinhalb Stunden nach der Havarie, eine weitere Pumpe ab. Nun gelang es, der eindringenden Wassermassen Herr zu werden und Kurs auf die Küste zu nehmen. Die "Falcon" machte weiterhin standby, während der Hubschrauber entlassen werden konnte
Quelle: Tim Schwabedissen

Rettungsversuche für sinkenden Kutter vor Aberdeen
(30.08.2004) - Am 12.8. schlug gegen neun Uhr der 20 Fuß lange Fischkutter "Chrisamie" 109 Meilen nordöstlich von Aberdeen im Alba-Ölfeld leck und begann zu sinken. Die Küstenwache wurde von dem durch den Trawler "Amity" weitergeleiteten Mayday-Ruf der fünfköpfigen Besatzung alarmiert und entsandte einen Hubschrauber aus Sumburgh. Auch die "Havilia Searcher" sowie die "Bue Lismore" kamen der "Chrisamie" zu Hilfe und versuchten das Schiff mit Hilfe zusätzlicher Lenzpumpen zu stabilisieren. Vier der fünf Besatzungsmitglieder gingen vorsorglich von Bord. Im Seegebiet vor Aberdeen herrschten 4-5 Windstärken aus Ost mit guter Sicht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kutter kenterte beim Netzeinholen
(30.08.2004) - Am 8.8. kenterte zwischen der Alaska Halbinsel und Kodiak der Kutter "Java". Das Schiff war dabei, bei 25 Knoten Fahrt ein volles Lachsnetz aufzunehmen, als das Schiff umschlug und ein Besatzungsmitglied über Bord schleuderte. Die drei anderen retteten sich auf den Kiel und zogen den Vierten aus dem Wasser. Ihre Notsignale machten andere Fahrzeuge auf den Zwischenfall aufmerksam. Der Kutter "Lynx" hatte die Unglücksstelle in der Shelikof-Straße binnen 15 Minuten erreicht. Sie nahm die Männer auf und setzte sie in Chief Cove in der Spiridon Bay an Land. Von dort aus sollten sie auf den Kutter "Lady Aleutian" umsteigen, der inzwischen auch das Netz der "Java" lokalisierte, das immer noch mit dem Wrack des 39 Fuß langen Stahlschiffes verbunden ist. Als es kenterte, war es bereits tief abgeladen. An Bord waren außerdem 300 Gallonen Dieselöl. Es wurde in der Mündung der Uyak Bay mit zum Teil ausgetauchtem Rumpf gesichtet. Bereits am 5.8. war in dem Seegebiet der Trawler "Tarissa Jean C" südlich der Amook-Insel auf Grund gelaufen. Die Küstenwache in Kodiak nahm unterdessen Ermittlungen auf.
Quelle: Tim Schwabedissen

Trawler mit 11 Mann im Sturm gesunken
(30.08.2004) - Der indische Trawler "Sarani" sank auf dem Weg von Orissa nach Visakhapatanam, Andra Pradesh, am 20.8. in der Bucht von Bengal mit 12 Mann Besatzung im Sturm. Nur einer der Crew konnte 140 Kilometer vor Haldia lebend gefunden werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Lecker Kutter vor Manasquan war nicht mehr zu retten
(30.08.2004) - In der Nacht zum 12.8. sank der 69 Fuß lange Kutter "Intrepid" 40 Meilen vor Manasquan, New Jersey. Das Boot war gegen 20.40 Uhr leckgeschlagen, woraufhin die Maschine ausfiel. Zwei Rettungsboote und ein Hubschrauber wurden zum Havaristen in Marsch gesetzt. Doch trotz des Einsatzes mehrerer zusätzlicher Lenzpumpen konnte der Wassereinbruch nicht gestoppt werden. 30 Minuten nach Eintreffen der Rettungskräfte sank die "Intrepid" in 176 Fuß tiefem Wasser. Zuvor war die dreiköpfige Crew evakuiert worden. Sie kam an Bord eines der 47-Fuß-Rettungsboote nach Manasquan Inlet.
Quelle: Tim Schwabedissen

Deutscher Frachter rettete gekenterten Rekordruderer
(30.08.2004) - Beim Versuch, von Choshi, Japan, nach San Francisco zu kommen, kenterte ein 39-jähriger Ruderer mit seinem 23 Fuß langen Boot "Viking Spirit" 1000 Meilen südwestlich von Kodiak. Die Küstenwache startete eine Herkules, um die Suche nach dem Engländer zu koordinieren. Der deutsche Containerfrachter "Hanjin Philadelphia" entdeckte den Schiffbrüchigen, der auf dem Kiel seines Bootes sitzend Notsignale abschoss. Der Mann wurde unversehrt an Bord genommen und soll am 27.8. Long Beach erreichen. Es war sein zweiter Versuch, von Japan nach Amerika zu kommen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Rekordruderboot zerbrach vor Scillies
(30.08.2004) - Vier britische Ruderer sind bei dem Versuch gescheitert, einen neuen Rekord für eine Atlantik-Überquerung aufzustellen. In einem schweren Sturm zerbrach ihr Boot, die "Pink Lady", am 8. August 300 Seemeilen westlich der Scillies. Am Morgen hatten sie gegen 2.30 Notrufe abgegeben. Zum Zeitpunkt des Unglücks herrschte Wind 7. Auf einem Rettungsfloß trieben die Ruderer vor der englischen Küste auf dem Meer, bis sie von einem schwedischen Schiff gerettet wurden. Nach Angaben der britischen Küstenwache hatte einer von ihnen leichte Kopfverletzungen, ein anderer litt an Unterkühlung. Die Ruderer im Alter zwischen 33 und 48 Jahren waren schon seit 39 Tagen auf See. Sie waren in St. John's in Neufundland Ende Juni gestartet und wollten in rund 40 Tagen die Scillies erreichen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Zu heiß gekocht - Dhau ausgebrannt
(30.08.2004) - Eine 25 Meter lange Dhau, die aus Dubai zum iranischen Hafen Bushehr unterwegs war, geriet am 19.8. mit einer Ladung Reis, Computerteilen, Elektrogerät, CD-Rohlingen, Rasierklingen und Textilien in Brand. Offenbar entstand das Feuer beim Kochen. Die gesamten Aufbauten sowie das Rettungsboot wurden ein Raub der Flammen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Arbeitsboot mit 24 Insassen gekentert
(30.08.2004) - Am 8. August kenterte das Trinidader Arbeitsboot "Miss Nevelyn" mit 24 Menschen an Bord 800 Meter vor der Südostküste von Guayaguayare Bay. Es sollte eine Arbeitsplattform bei Ingenieursarbeiten darstellen. Alle Insassen wurden gerettet.
Quelle: Tim Schwabedissen

Zwei Tote bei Tankerexplosion
(30.08.2004) - Der mit Gasolin beladene Tanker "Putri I" geriet am 27.8. nach einer Maschinenraumexplosion vor Laratuka, Indonesien, in Brand. Bei dem Feuer kamen zwei Mann Besatzung ums Leben.
Quelle: Tim Schwabedissen

Doppelstrandung im Taifun
(30.08.2004) - Taifun Aere brachte Schiffe in Seenot
(30.08.2004) - Am 24.8. lief der Taifun Aere ein Fischerboot mit fünf Mann Besatzung und zwei Kindern an Bord vor Taiwan kentern. Alle Menschen an Bord des Hongkonger Bootes kamen in der rauen See ums Leben. Die Frachter "Zhenmao" und "Hengtai No. 9" strandeten am. Morgen des 26. August 100 Meter vor der chinesischen Provinz Wenzhou, nachdem der Taifun die ostchinesische Küste erreicht hatte. Menschenleben waren in diesem Fall nicht in Gefahr.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter fiel Taifun zum Opfer
(30.08.2004) - Der vietnamesische Frachter "Vihan 05" wurde am 30.8. ein Opfer des über Japan wütenden Taifuns Chaba. Das mit einer 20-köpfigen Crew besetzte Schiff hatte eine knappe Seemeile vor Oita Port Schutz gesucht. Das 705 tdw verdrängende, 14 Jahre alte Schiff sollte von Thailand kommend in Japan eine für Vietnam bestimmte Ladung Stahl aufnehmen. Als die Ankerkette brach, trieb die "Vihan 05" gegen einen Felsen und sank wenig später. 16 Vietnamesen konnten gerettet werden. Vier weitere, darunter der 1., 2. und 3. Ingenieur, kamen bei dem Untergang ums Leben.
Quelle: Tim Schwabedissen

US-Flugzeugträger rettete Schiffbrüchige
(30.08.2004) - Die iranische Dhau "Naji" mit 6 Mann Besatzung erlitt am 15.8. einen Schraubenwellenbruch, der einen Wassereinbruch verursachte. Der US-Flugzeugträger "John F. Kennedy" entsandte Hubschrauber zum Havaristen und evakuierte die Besatzung.
Quelle: Tim Schwabedissen

US-Kriegsschiff rettete Frachtercrew im Persischen Golf
(30.08.2004) - Aus noch ungeklärten Gründen sank am 29.8. im Persischen Golf der indonesische Frachter "Edha II". Auf seinen Notruf hin startete von Bord des US Navy-Schiffs "Seattle" ein Hubschrauber. Es gelang ihm, alle 12 Besatzungsmitglieder zu retten, bevor das Schiff endgültig sank.
Quelle: Tim Schwabedissen

Unbrennbare Rettungsboote evakuierten brennenden Frachter
(30.08.2004) - In der Java-See entdeckte die australische Fregatte "Ancac" am 27.8. einen brennenden und sinkenden indonesischen Frachter. In einer dramatischen Rettungsaktion gelang es, mithilfe unbrennbarer Dinghis die 15-köpfige Crew des von Australien nach Singapur bestimmten Havaristen 200 Seemeilen nordöstlich von Singapur zu retten und an Bord zu nehmen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kutterkollision vor Kodiak
(30.08.2004) - Der 85 Fuß lange, in Homer, Alaska, beheimatete Kutter "Rolfy" kollidierte mit der gleichlangen, aber stählernen "Midnite Sun", einem Trawler aus Kodiak, in der Whale Passage am Nordende Kodiaks. Beide Schiffe wurden bei dem Zwischenfall am 9. August beschädigt, konnten aber nach Kodiak einlaufen, wo sie jetzt bei Ocean Beauty Seafoods festgemacht haben.
Quelle: Tim Schwabedissen

160.000 Pfund Fisch versenkt
(30.08.2004) - Der 75 Fuß lange Lachstender "Mitkof" aus Petersburg sank 10 Meilen nördlich der Stadt am frühen 6. August mit 160.000 Pfund Fisch an Bord. Vorher hatte das Schiff einen Felsen gerammt und hatte Wassereinbruch erlitten. Ein Hubschrauber sowie ein Boot des Marineschiffes "Anacapa" wurden zum Havaristen entsandt. Die "Mitkof" sank in 300 Fuß Wassertiefe. Der Kutter "Angjen 1" rettete die Crew.
Quelle: Tim Schwabedissen

Fisch über Bord - Kutter gerettet
(30.08.2004) - Der amerikanische Kutter "Tarrissa Jean C" lief mit 5 Mann Besatzung am Abend des 5. August 5 in Uyak Bay südlich von Amook Island auf Grund und schlug leck. Drei Hilfsschiffe brachten den Wassereinbruch mit Lenzpumpen unter Kontrolle und assistierten der Crew beim Überbordwerfen der Fischladung, um den Havaristen zu leichtern.
Quelle: Tim Schwabedissen

Wismarer Neubau kam nicht weit
(30.08.2004) - Nur einen Monat nach seiner Ablieferung Anfang Juli 2004 durch die Aker-Werft in Wismar lief der Frachter "Iran Ardebil" in der Nähe von Aden, Jemen, auf Grund. Das Schiff wurde zwar offenbar nicht gravierend beschädigt, jedoch muss für eine erfolgreiche Bergung ein Großteil der Ladung geleichtert werden. Die Bergungsarbeiten sind mittlerweile angelaufen. Die Ursache für die Havarie wurde bisher nicht geklärt
Quelle: Tim Schwabedissen

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