
EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv September 2004
Last update: Freitag, 01. Oktober 2004, 13:52 Uhr
Vier Tote bei Maschinenraumexplosion
(30.09.2004) -
Am 28.9. kam es im Maschinenraum des 1.300-TEU-Containerschiffes "YM
People" 400 Meilen vor der indischen Küste zu einer schweren Explosion.
Dabei kamen vier Seeleute, unter ihnen der Kapitän, der Chief Engineer, der
Chief Mate sowie der dritte Ingenieur ums Leben. Warum sich die Männer im
Maschinenraum aufhielten und wie es zu der Explosion kam, ist noch nicht
bekannt. Das in Charter für Yang Ming fahrende Schiff war auf dem Weg von
Singapore nach Port Suez.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Kohlefeuer auf Bulkcarrier
(30.09.2004) -
Am 27.9. brach vor der Küste von Singapur in einem Laderaum des unter der
Flagge der Komoren registierten Bulkcarriers "Nina" ein Feuer aus. Die
brennende Kohle konnte jedoch von der Besatzung und einem zur Hilfe
geeilten Schlepper gelöscht werden, ohne das große Schäden am Schiff
entstanden. Die Stabilität war zu keiner Zeit gefährdet gewesen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Kutter auf der Nordsee leck geschlagen
(29.09.2004) - Am 28.09.2004 kam es auf einem Friedrichsköger Krabbenkutter, der sich auf
dem Weg von der Eidermündung in den Heimathafen befand, zu einem Wassereinbruch in den Maschinenraum. Das Schiff erreichte noch mit eigener
Kraft den Büsumer Hafen. Hier stand bereits die über Funk alarmierte
Freiwillige Feuerwehr bereit, die mit ihrer Pumpausrüstung rund sieben
Tonnen Wasser aus dem Schiff lenzte. Auch die Wasserschutzpolizei war im
Einsatz. Ursache für den Wassereinbruch war ein geplatzter
Kühlwasserschlauch, über den kontinuierlich über mehrere Stunden Wasser in
das Schiff gelangte. Die 2-köpfige Besatzung kam mit dem Schrecken davon;
an Schiff und Ausrüstung entstand Sachschaden in noch unbekannter Höhe.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Kutter sank beim Einlaufen
(29.09.2004) -
Am Abend des 25.9. kollidierte der 91 Fuß lange amerikanische Kutter
"Michelle K" mit der Nordmole des Manasquan Inlet. Das Schiff schlug leck
und sank bis übers Oberdeck weg. Die 4-köpfige Besatzung ging in ein Boot
der Küstenwache und wurde nach Manasquan gebracht. Um das Wrack wurde ein
Ölschlängel gelegt, nachdem ein Ölfilm auf dem Wasser sichtbar geworden
war. Die "Michelle K" wurde an der Südseite der Einfahrt gesichert und
stellt kein Navigationshindernis dar. Vor der Bergung muüssen 3.000
Gallonen Öl abgepumpt werden. Mit einer Magnetplatte sollen Taucher dann
das Leck im Rumpf dichtsetzen, anschließend beginnt das Lenzen. Nach der
Hebung soll der Kutter in Point Pleasant repariert werden.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Gestrandeter Frachterneubau wieder frei
(29.09.2004) -
Der am 8. Juli von Aker Ostsee in Wismar abgelieferte und am 11. Juli zur
Erstabfertigung in Hamburg eingetroffene Frachter "Iran Ardebil", der im
August auf seiner ersten Reise nahe Djibouti gestrandet war, konnte nach
sechs Wochen wieder abgeborgen werden. Nachdem ein Teil der an Bord
befindlichen Container auf ein eingechartertes Feederschiff umgeladen
wurden, gelang es dem Bergungsunternehmen Smit, die Iran Ardebil
freizubekommen. Das Schiff muss nun in Dubai reparatiert werden.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Verunglückte Yacht nach Rettungsdrama in Italien angetrieben
(28.09.2004) - Am 27.9. wurde nahe der italienischen Stadt Ravenna das beschädigte Wrack
der 11 Meter langen Bavaria-Yacht "Adax" gefunden, bei deren Havarie in der
kroatischen Kvarner-Bucht eine Frau ertrunken war.
Einige Stunden später unternahm die Fähre einen weiteren dramatischer Rettungsversuch. Dabei wurde die "Adax" zweimal gegen die Fähre geschleudert, woraufhin der Mast brach und das Boot vollends manövrierunfähig wurde. Mit einem Rettungsreifen versuchte man jetzt, die Frau auf die Fähre zu ziehen. Bevor sie aber auf Höhe der rettenden Einstiegsluke war, rutschte sie ab und stürzte ins Wasser. Erneut ließ man den Rettungreifen ins Wasser hinab, doch als die Frau versuchte, ihn zu erreichen, rissen ihr die Wellen die Schwimmweste vom Körper. Trotzdem konnte sie den Reifen aber noch einmal erreichen und wurde wieder hochgezogen. Die Rettung vor Augen rutschte sie aber ein zweites Mal ab. Die beiden auf der "Adax" ausharrenden Männer konnten anschließend mit einer Rettungsschlaufe gerettet werden. Warum die griechische Mannschaft die Bergeschlaufe nicht schon bei der Skippersgattin benutzten, muss das Seegericht klären. Die Leiche der Frau ist bislang noch nicht gefunden worden. Am 28.9. wollen kroatische und italienische Schiffe die Suche fortsetzen. Die Behörden vermuten, dass die Leiche - ähnlich wie das Segelboot - von Meeresströmen nach Italien getragen worden ist.
Yacht in Meldorfer Bucht gestrandet
(28.09.2004) -
Am 24. September lief gegen 22 Uhr eine Segelyacht des Büsumer
Seglervereins mit zwei Mann Besatzung in der Meldorfer Bucht auf Grund. Zum
Zeitpunkt der Havarie herrschte stürmischer Wind aus Nordwest der Stärke
7-8 Bft. An Bord der Segelyacht befanden sich zwei Personen. Da an der
Unglücksstelle die Wassertiefe so gering war, dass selbst das flachgehende
Tochterboot des Seenotrettungskreuzers "Hans Hackmack" den Havaristen nicht
erreichen konnte, wurden die beiden Männer von einem Rettungshubschrauber
geborgen und vorsorglich zur ärztlichen Untersuchung ins Westküstenklinikum
Heide gebracht. Dort wurden bis auf eine leichte Unterkühlung und
Prellungen keine schwerwiegenden Verletzungen festgestellt. Die Yacht wurde
noch am gleichen Abend geborgen. An ihr entstand Sachschaden in noch
unbekannter Höhe.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Handy blieb bei Untergang trocken - Retter angerufen
(28.09.2004) -
Am Nachmittag des 27.9. sank hinter St. Michael's Mount ein Speedboat.
Einer nach dem Unglück im Wasser schwimmenden Frau gelang es, mit ihrem
trocken gebliebenen Mobiltelefon einen Notruf abzusetzten. Daraufhin
schickte die Küstenwache einen Hubschrauber vom britischen Marineschiff
"Culdrose" sowie das Rettungsboot aus Penlee. Binnen acht Minuten war der
Helikopter an der Unglücksstelle und winschte drei Schiffbrüchige auf. Ein
vierter wurde von dem Rettungsboot aufgenommen, nachdem ein
Rettungsschwimmer des Hubschraubers ihn lokalisierte. Alle Personen wurden
ins Krankenhaus von Treliske gebracht. Die Rettungsaktion wurden begünstigt
durch die nur drei Windstärken und guter Sicht.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Wal von Kreuzfahrer aufgespießt
(28.09.2004) -
Im St. Lorenz-Strom rammte am 26.9. das Kreuzfahrtschiff "Jewel of the
Seas" einen 20 Meter langen Finnwal und spießte ihn dabei förmlich mit dem
Wulstbug auf. Erst als die "Jewel of the Seas" im Hafen des kanadischen New
Brunswick festgemacht hatte, bemerkten Passagiere den noch auf dem Wulst
steckenden Walkadaver. Die Küstenwache schleppte den toten Meeressäuger
anschließend wieder auf die See hinaus. Unklar ist, ob das Tier noch lebte,
als es vom Schiff gerammt wurde.
Quelle: Tim
Schwabedissen
"Van Gogh" schwer beschädigt in Gibraltar eingelaufen
(28.09.2004) -
Der in St. Vincent beheimatete Kreuzfahrer "Van Gogh", der mit rund 500
Passagieren an Bord am 26.8. in der Meerenge von Gibraltar mit dem 274
Meter langen Tanker "Spetses" kollidiert war, hat seine Fahrt abbrechen
müssen und kehrte mit erheblichen Schäden am Bug in den Hafen von Gibraltar
zurück. Auch an dem Richtung Algerciras laufenden Doppelhüllentanker
entstand erheblicher Schaden, jedoch blieben die mit 139.000 Tonnen Rohöl
gefüllten Tanks unversehrt. Die Ursache des Unglücks ist noch unbekannt,
jedoch herrschte zur Zeit des Zusammenstoßes dichter Nebel. Warnungen der
spanischen Behörden vor der drohenden Kollision kamen zu spät. Die "Van
Gogh" war auf dem Weg von der britischen Kolonie Gibraltar zur
marokkanischen Hafenstadt Tanger gewesen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Tanker auf Rheinbank gestrandet
(28.09.2004) -
Auf dem Rhein ist am Vormittag des 27.9. nördlich von Leverkusen ein
Tankschiff auf Grund gelaufen. Das Schiff kam auf Höhe der Langeler Fähre
auf einer Kiesbank am rechtsrheinischen Ufer fest, nachdem sich sein Anker
losgerissen hatte. Es hatte 1.300 Tonnen Dieselöl geladen. Eine Gefahr für
die Umwelt bestand nach Auskunft der Polizei jedoch nicht. Auch sei das
Schiff nicht leck geschlagen. Es soll nun versucht werden, den Havaristen
freizuschleppen. Falls dies nicht möglich ist, müssen Teile der Ladung auf
einen anderen Tanker umgepumpt werden. Aufgrund der anhaltenden
Niederschläge der vergangenen Wochen führt der Rhein aber relativ viel
Wasser, was die Bergungsbemühungen unterstützen könnte.
Treibholz kommt jetzt an
(28.09.2004) -
Teile der Ladung des Holzfrachters "Fagervik", der in der Nacht zum 21.9.
15 Seemeilen nördlich der holländischen Insel Ameland bei Windstärke 11 und
fünf Meter hohen Wellen in Seenot geraten war und nach Eemshaven geschleppt
wurde, sind jetzt an verschiedene Strände der ostfriesischen Inseln
angetrieben. In den vergangenen Tagen wurden zahlreiche zugeschnittene
Holzlatten von Fischern geborgen und im Norddeicher Hafen gelöscht. Auf
einigen Inseln haben sich gleich mehrere Insulaner in alter
Strandgängermanier mit dem angetriebenen Holz eingedeckt.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Ölverschmutzung nach Frachterstrandung erfolgreich bekämpft
(28.09.2004) -
Der am 8.9. gestrandete belgische Frachter "Christoph Kolumbus" sitzt noch
immer auf einer Sandbank vor Sacchalin fest. Der Uferstreifen der
Hafenstadt Cholm an der westlichen Küste Sachalins ist aber inzwischen von
den Ölverschmutzungen, die er verursacht hatte, gesäubert, wie am 27.9.
mitgeteilt wurde. Der Uferstrich war auf einer Länge von sechs Kilometern
mit Ölflecken verschmutzt worden. Gleichzeiti g wurden die Arbeiten zum
Absaugen der Treibstoffreste aus dem Schiff und aus den verunreinigten
Gewässern fortgesetzt. Bisher nahmen am Ufer aufgestellte Treibstofftanks
mehr als 200 Tonnen Masut und verunreinigtes Meereswasser auf. Auf der
"Christoph Kolumbus" wurden unterdessen verbliebener Dieseltreibstoff und
Öle in umbeschädigte Tanks umgepumpt. Die Spezialisten des Havarie- und
Rettungsdienstes von Sachalin demontieren schwere Ausrüstungsgegenstände
und laden sie auf eine Barge um. Um die "Christoph Kolumbus" von der
steinigen Sandbank, die sich nur rund 40 Meter vom Ufer entfernt befindet,
zu befreien, muss das Schiff komplett geleichtert werden.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Seglerin starb bei Rettungsaktion
(27.09.2004) - Am Nachmittag des 24.9. kenterte in der Adria in schwerem Sturm die mit
fünf Personen besetzte Yacht "Atax". Das Boot war 30 Meilen südwestlich von
Pula in das aufkommende Unwetter geraten und hatte einen Notruf abgesetzt,
der von der Küstenwache und der Hafenbehörde von Pula registriert wurde.
Die Behörden alarmierten umgehend alle Schiffe in der Umgebung. Die
kroatische "Zrinski" erreichte das havarierte Segelschiff, das aber
leddiglich von zwei Grazern verlassen wurde. Sie trafen am Abend an Bord der
"Zrinski" in Triest ein. Später setzten die drei an Bord der "Atax"
verblieben Personen einen weiteren Notruf ab, nachdem sich eine Welle von
fünf Metern Höhe aufgebaut hatte. Am Abend erreichte die griechische
"Lefkaori" die "Atax". Während der Vorbereitungen, die Österreicher an Bord
zu nehmen, stürzte eine Frau ins Meer. Sie konnte nicht mehr gerettet
werden. Ihre Leiche trieb am 26.9. bei Pula an. Die beiden verbliebenen
Crewmitglieder konnten von der Besatzung der "Lefkaori" gerettet werden.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Chemikalienfrachter auf Grund gelaufen
(27.09.2004) -
Ein mit Chemikalien beladener italienischer Frachter ist vor der
griechischen Küste am 27.9. nahe der vor Piräus liegenden Insel Salamis auf
einer Sandbank auf Grund gelaufen. Von den 15 Besatzungsmitglieder kam bei
der Havarie niemand zu Schaden. Auch der Schiffskörper blieb intakt. Die
Küstenwache versucht mit einem Schlepper das Schiff frei zu bekommen, hieß
es. Vor Ort ist auch ein Spezialschiff für die Bekämpfung von Chemikalien
eingetroffen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Containerfrachter rammte U-Bootssperre
(27.09.2004) -
Am Abend des 25.9. kollidierte vor Südafrika der chinesische
Containerfrachter "Dainty River", 22.746 BRZ, mit einer ehemaligen
U-Bootssperre im Eingangskanal nach Durban. Das Schiff sollte in dem Hafen
Container löschen und neue aufnehmen. Es hatte zum Unglückszeitpunkt einen
Lotsen an Bord. Zur Zeit des Zwischenfalls gegen 21.00 herrschte schwerer
Regenfall in dem Seegebiet. Das unter panamaischer Flagge registrierte
Schiff der Cosco-Reederei wurde im Bereich des Wulstbugs schwer beschädigt
und wurde an rund einem halben Dutzend Stellen aufgerissen. Ob der Havarist
in Durban repariert werden muss oder eine vorläufige Reparatur ausreicht,
sollte nach einer Unterwasserinspektion entschieden werden.
Zwischenzeitlich machte die "Dainty River" zum Löschen ihrer Ladung am
Containerterminal fest. Am Morgen des 26.9. wurde der Hafen von Durban
gesperrt, um eine Untersuchung des Unterwasserhindernisses im Hinsicht auf
eine Schifffahrtsgefährdung durch möglicherweise losgerissene Betonbrocken
vorzunehmen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Katamaran-Crew aus Hurrikan gerettet
(27.09.2004) -
Am Nachmittag des 22.9. wurden Notrufe des 36 Fuß langen Katamarans "Free
Cat" von einer Position 400 Meilen nördlich Puerto Ricos aufgefangen. Das
Boot war auf dem Weg zur Annapolis Boat Show in Maryland, als Ausläufer der
Hurricanes Jeanne und Karl mit starkem Wind und hoher See es beschädigten.
Nachdem der Notruf durch die Küstenwache weiter verbreitet wurde, meldete
sich der 650 Fuß lange Bulkcarrier "Sentinel II" uund nahm Kurs auf die
"Free Cat", die mit zerrissenen Segeln in bis zu 14 Fuß hohen Seen trieb.
Die dreiköpfige Besatzung aus England und den USA gab ihr Boot auf und
wurde sicher an Bord des Frachters gebracht. Sie ging am 25.9. in dessen
nächstem Zielhafen Baltimore an Land.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Kutter auf Kieler Förde in Seenot
(27.09.2004) -
Am 25.9. schlug der Kutter "Robbe" in der Kieler Förde auf Höhe des
Leuchtturms Kiel leck und funkte Notrufe. Die Bilge des Schiffes lief voll.
Aus Laboe lief der Seenotkreuzer "Berlin" zum Havaristen aus, aus Schilksee
kamen die Rettungsboote "Bottsand" und "Asmus Bremer" zu Hilfe. Mit
vereinten Kräften gelang es, des Wassereinbruchs Herr zu werden und die
"Robbe" in den Olympiahafen Schilksee einzubringen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Ein Verletzter bei nächtlichem Brand auf Fahrgastschiff
(27.09.2004) -
Glück für 160 Passagiere der "MS Montafon": Kurz nachdem 160 Passagiere das
österreichische Fahrgastschiff "Montafon" am 26.9. nach dessen letzter
Fahrt von Bregenz nach Lindau und zurück verlassen hatten, brach aus
bislang ungeklärter Ursache im Bereich des Steuerbord-Hauptmotors Feuer
aus. Der Besatzung war beim Verlassen des Schiffes nichts aufgefallen, die
übliche Kontrollen waren ordnungsgemäß durchgeführt worden. Eine
Reinigungsfrau bemerkte den Brand und verständigte die Feuerwehr. Bis zu
deren Eintreffen versuchten drei Bedienstete der ÖBB-Schifffahrt, die
Flammen mit Pulver-Feuerlöschern selbst zu löschen, was jedoch nur
vorübergehend zu einem Erfolg zu führen schien. Ein Angestellter erlitt
dabei eine leichte Rauchgasvergiftung und mußte ins Bregenzer Krankenhaus
eingeliefert werden. Das Feuer war unterdessen wieder aufgelebt, und erst
nach über einer Stunde konnte die Feuerwehr, die mit einem Löschboot, acht
Fahrzeugen und 45 Mann im Einsatz war, es erfolgreich bekämpfen. An der
Steuerbord-Hauptmaschine und dem Abgasabzugsrohr wurden durch den Brand
erhebliche Schäden angerichtet.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Neue Untersuchung zehn Jahre nach "Estonia"-Katastrophe?
(27.09.2004) -
Auch zehn Jahre nach dem Untergang der estnischen Fähre "Estonia" am 28.
September 1994, bei dem 852 Passagiere ums Leben kamen, sind die
Forderungen nach einer neuen Untersuchung nicht verstummt.
Konstruktionsmängel sollen Schuld sein an dem schwersten europäischen
Unglück der Zivilschifffahrt nach Ende des 2. Weltkriegs. In der Nacht zum
28. September 1994 sank die "Estonia" auf dem Weg von Tallinn und Stockholm
in der Ostsee. Nur 137 Personen konnten gerettet werden. Auf das Unglück
folgten jahrelange Untersuchungen und Prozesse. Verschwörungstheorien und
Spekulationen über einen andern als den offiziell dargelegten Unfallverlauf
jagten sich und sind bis heute nicht verstummt. Die offizielle Untersuchung
wurde 1997 abgeschlossen. Das aus schwedischen, estnischen und finnischen
Experten bestehende Team kam damals zum Ergebnis, dass eine fatale
Fehlkonstruktion zum Untergang der "Estonia" geführt hatte: Die
Riegelvorrichtung, mit der die Bugklappe nach dem Verladen der Autos
verschlossen wurde, sei zu schwach konstruiert gewesen, um dem in der
Unglücksnacht tobenden Sturm standzuhalten. Zudem habe sich die
Autoladerampe zu nah am Bugvisier befunden, weshalb sie ebenfalls
losgerissen wurde, obwohl sie eigentlich dazu bestimmt war, ein Eindringen
von Wasser in den Schiffsrumpf zu verhindern. Die Kommission warf auch der
estnischen Besatzung der Fähre Fehlverhalten vor. Die Meyer-Werft in
Papenburg, die die "Estonia" 1980 als "Viking Sally" erbaut hatte, wies
jede Schuld von sich und warf der Reederei Nachlässigkeit bei der
Instandhaltung der Fähre vor. Die Frage der Verantwortlichkeit wurde jedoch
nie abschliessend geklärt. Zudem kam es während der Untersuchungen zu
verschiedenen Ungereimtheiten. Eine Gruppe von Angehörigen der Opfer
fordert deshalb seit Jahren eine neue Untersuchung über den Verlauf des
Untergangs der "Estonia". Dabei erhalten sie zunehmend Unterstützung von
internationalen Seefahrtsexperten. Unklarheit herrscht vor allem über die
20 Minuten, während deren die Fähre auf den Meeresboden abglitt. Laut
Experten kann die Kenntnis des genauen Sinkverlaufs zu Verbesserungen in
der Konstruktion neuer Fähren führen, wodurch ähnliche Katastrophen
vermieden werden könnten. Um die nötigen Simulationen durchzuführen, sind
neue Filmaufnahmen erforderlich, denn das vorhandene Material ist
unvollständig. Dies jedoch scheint unmöglich, da Schweden, Estland und
Finnland das Wrack zur offiziellen Grabstätte erklärten. Vor drei Jahren
hatte sich die schwedische Regierung gegen eine neue Untersuchung des
Unglücks entschieden. Nun wird sich demnächst das Parlament damit befassen
müssen. Fünf Parlamentarier unterschiedlicher Parteizugehörigkeit, unter
ihnen ein Überlebender der Katastrophe, fordern neue Tauchgänge für
Videoaufnahmen sowie die Bestellung einer unabhängigen Expertenkommission,
in der die betroffenen Länder nicht vertreten sein sollen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Kreuzfahrtschiff mit Öltanker kollidiert
Gibraltar (26.09.2004) Ein Kreuzfahrtschiff mit rund 500 Passagieren an Bord ist in der Meerenge von Gibraltar, die eine der meistbefahrenen Schifffahrtsstraßen der Welt ist, mit einem Öltanker zusammengestoßen. Menschen kamen nicht zu Schaden. An beiden Schiffen entstand jedoch erheblicher Sachschaden, wie die Behörden mitteilten. Aus dem mit doppelten Wänden ausgestatteten Tanker sei kein Öl ins Meer ausgetreten. Zur Zeit des Zusammenstoßes herrschte dichter Nebel.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Notruf per Satellit - Deutscher Segler vor Lissabon gerettet
Bremen (23.09.2004) Ein deutscher Segler ist in der Nacht zum Donnerstag im offenen Meer vor Lissabon von einem belgischen Frachter aus Seenot gerettet worden. Der aus München stammende Mann hatte sich auf einem mehrere
hundert Seemeilen langen Törn nach Madeira befunden, als sein Zwölf-Meter-Boot einen plötzlichen Wassereinbruch erlitt
und sank, wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) in Bremen mitteilte. Der Skipper konnte
rechtzeitig in die Rettungsinsel gehen und wurde rund 50 Seemeilen (etwa 92 Kilometer) südwestlich von Lissabon durch
die belgische «Lady Hilde» geborgen.
Nach Sturm reichlich Treibgut in der Nordsee
(23.09.2004) -
Nach dem Verlust der Ladung hat sich der am 21.9. auf dem Weg von Kalmar
nach Shoreham 30 Kilometer nördlich von Ameland havarierte antiguanische
Frachter "Fagervik", 2.050 BRZ, wieder etwas aufgerichtet. Das Schiff hatte
um 7.30 seine Notsituation gemeldet, woraufhin, wie berichtet, eine
Rettungsaktion mit Rettungsbooten aus Ameland, Schiermonnikoog und Borkum
angelaufen war. Um 8.30 hatte ein holländischer SAR-Hubschrauber mit der
Evakuierung der "Fagervik" begonnen. Eine Viertelstunde später waren alle
sieben Mann aufgewinscht und wurden nach Schiermonnikoog geflogen. Die
"Waker" der holländischen Küstenwache sowie der Schlepper "Hunter" und das
Bergungsschiff "Tempest" aus Terschelling waren derweil zum Havaristen
unterwegs, der in östliche Richtung abtrieb. Es sollte versucht werden, ihn
nach Deutschland abzuschleppen. Nachdem sich ein Teil der übergegangenen
Holzladung gelöst und über die Backbordseite ins Meer gestürzt war,
richtete sich der Frachter soweit auf, dass seine Lage sich stabilisierte.
Auch die "Lumare" hatte um 9.30 dem Küstenwachzentrum Den Helder
Schlagseite gemeldet. Er stand zu dieser Zeit 27 Kilometer westnorwestlich
von Vlieland. Ein Großteil seiner Ladung fiel ebenfalls in die See. Aus
Terschelling wurde das Schiff vom Rettungsboot "Arie Visser" angesteuert.
Ebenfalls Kurs auf den Havaristen nahmen der Tonnenleger "Terschelling" und
der aus dem Notfall "Fagervik" entlassene Schlepper "Hunter". Die "Lumare"
war unterwegs nach Cardiff, sollte nun aber Harlingen als Nothafen
ansteuern. Nach Wetterberuhigung warf ihre Besatzung zwischen Vlieland und
Terschelling bei Stortemelk Anker. Der Schlepper "Typhoon" machte bei dem
Havaristen Standby. Die Drift der in der See treibende Ladung wurde aus der
Luft weiter beobachtet.
Quelle: Tim
Schwabedissen
"Fagervik" sicher im Hafen
(23.09.2004) -
Nach dem Verlust der Ladung hat sich der am 21.9. auf dem Weg von Kalmar
nach Shoreham 30 Kilometer nördlich von Ameland havarierte, in St. John's
beheimatete Frachter "Fagervik", 2.050 BRZ, wieder so weit aufgerichtet,
dass keine akute Untergangsgefahr mehr bestand. Das 80 Meter lange Schiff
hatte um 7.30 seine Notsituation gemeldet, woraufhin, wie berichtet, eine
Rettungsaktion mit Rettungsbooten aus Ameland, Schiermonnikoog und Borkum
angelaufen war. Um 8.30 hatte ein holländischer SAR-Hubschrauber mit der
Evakuierung der "Fagervik" begonnen. Eine Viertelstunde später waren alle
sieben Mann aufgewinscht und wurden nach Schiermonnikoog geflogen. Die
"Waker" der holländischen Küstenwache sowie der Schlepper "Hunter" und das
Bergungsschiff "Tempest" aus Terschelling waren derweil zum Havaristen
unterwegs, der in östliche Richtung abtrieb. Nachdem sich ein Teil der
übergegangenen Holzladung gelöst und über die Backbordseite ins Meer
gestürzt war, richtete sich der Frachter soweit auf, dass seine Lage sich
stabilisierte. In den Mittagsstunden des 22.9. wurde die "Fagervik" mit
leichter Backbordkrängung im Hafen von Eemshaven eingeschleppt und vertäut.
Auch die "Lumare" hatte um 9.30 dem Küstenwachzentrum Den Helder
Schlagseite gemeldet. Er stand zu dieser Zeit 27 Kilometer westnorwestlich
von Vlieland. Ein Großteil seiner Ladung fiel ebenfalls in die See. Aus
Terschelling wurde das Schiff vom Rettungsboot "Arie Visser" angesteuert.
Ebenfalls Kurs auf den Havaristen nahmen der Tonnenleger "Terschelling" und
der aus dem Notfall "Fagervik" entlassene Schlepper "Hunter". Die "Lumare"
war unterwegs nach Cardiff, sollte nun aber Harlingen als Nothafen
ansteuern. Nach Wetterberuhigung warf ihre Besatzung zwischen Vlieland und
Terschelling bei Stortemelk Anker. Der Schlepper "Typhoon" machte bei dem
Havaristen Standby. Die Drift der in der See treibende Ladung wurde aus der
Luft weiter beobachtet.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Wiedersehen mit Lebensrettern nach 18 Jahren
(23.09.2004) -
18 Jahre nach seiner Rettung kam es am 21.9. in Laboe zu einem Wiedersehen
zwischen dem Rudergänger des Kümos "Cavima", Anders Andersen, und der
inzwischen pensionierten Besatzung des Rettungskreuzers "Berlin", die ihn
am 10.1.1986 aus der eisigen Kieler Förde gezogen hatte. Kurz nach
Mitternacht hatte Andersen am jenem Wintermorgen am Ruder des dänischen
Frachters gestanden, der Richtung Kiel lief. Aus dichtem Nebel tauchte auf
einmal der Bug des polnischen Frachters "Kosnitsa" auf und stieß in den
Rumpf der "Cavima". Das kleine Kümo kenterte udn sank fast augenblicklich.
Bei minus 10 Grad sprangen vier Besatungsmitglieder in die eisige See. Zwei
weiteren gelang die Flucht aus dem Schiff nicht mehr, ihre Leichen wurden
erst nach der Bergung des Wracks in den Unterkünften gefunden. Andersen
hatte sich auf einen auftreibenden hölzernen Lukendeckel retten können.
Klaus Göttsch vom Rettungskreuzer "Berlin" hörte im Rahmen der sofort
eingeleiteten Suchaktion vor Friedrichsort auf dem Bug des Kreuzers stehend
seine schwachen Hilferufe. "Da hinten ruft einer", brüllte er zur Brücke,
auf der Vormann Hans Eberhardt dann an den Schiffbrüchigen
heranmanövrierte. Mit dem Tochterboot "Steppke" gelang die Rettung des
Esbjergers, der inzwischen fast besinnungslos und steifgefroren war. Mit
einer Warmluftbeatmung holten die Seenotretter ihn im Bordlazarett der
"Berlin" ins Leben zurück. Als Andersen jetzt seine Retter wieder besuchte,
hatte er auch seine Frau dabei, die den Männern für die Aktion dankte: "Sie
haben mir den Mann und drei Kindern den Vater gerettet". Andersens Bedarf
an Schutzengeln blieb auch nach dem "Cavima"-Unglück hoch: Noch im selben
Jahr überlebte er einen Hotelbrand in Norwegen und den Untergang des
dänischen Frachters "Nordland Saga" in der Biscaya. Dann reichte es ihm:
Andersen blieb fortan an Land. Die "Cavima" wurde nach ihrer Hebung in Kiel
abgewrackt.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Mehrere Seenotfälle in erstem Herbststurm auf der Nordsee
(22.09.2004) - Der erste Herbststurm, der mit bis zu 11 Bf über die Nordsee fegte, brachte
auch viel Arbeit für die Seenotretter:
In der Nacht zum 21.9. ist vor den
westfriesischen Inseln der Frachter "Fagervik" in Seenot geraten. Das 1980
auf der Hamburger Sietas-Werft erbaute Schiff entwickelte in schwerer See
mit bis zu fünf Meter hohen Wellen 45 Grad Schlagseite und funkte Notrufe.
Die sieben Mann Besatzung wurden am Morgen des 21.9. von einem Hubschrauber
abgeborgen.
Auch niederländische Rettungsboote sowie der Borkumer
Rettungskreuzer "Alfried Krupp" waren zur "Fagervik" gelaufen. Das Schiff,
das zu dieser Zeit 20 Seemeilen nördlich von Ameland trieb, driftete mit
rund 2 Knoten Geschwindigkeit in südwestliche Richtung davon. Der
holländische Bergungsschlepper "Waker" machte sich auf den Weg zum
Havaristen.
Güterschiff auf Donau gestrandet
(22.09.2004) -
Nach einem technischen Defekt ist am 21.9. auf der Donau bei Regensburg ein
Frachtschiff havariert. Der in Wien beheimatete Schubverband wurde eines
Stromausfalls manövrierunfähig. Das 23 Meter lange Schubschiff trieb
daraufhin auf Höhe Regensburg-Schwabelweis gegen die Uferböschung. Mit
aufgerissenem Schiffsrumpf legte es sich quer zum Fahrwasser. Trotz des
Wassereinbruchs in den Maschinenraum gelangte aber kein Öl in die Donau.
Auch der Schiffsverkehr wurde nicht beeinträchtigt. Für die Bergung des
Schiffs kam neben der Feuerwehr auch ein Taucher zum Einsatz. Die Polizei
schätzt den Schaden auf mehrere 10.000 Euro.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Lob für "Sydney Express"-Crew nach erfolgreicher Rettungsaktion
(20.09.2004) -
Am Morgen 17.9. machte am Hamburger Burchardkai der Containerfrachter
"Sydney Express" fest, dessen Crew vier Tage zuvor unter dramatischen
Umständen den britischen Segler Philip Kerin aus tobender See gerettet
hatte. Kerins 8,50-Meter-Segelyacht "Dunnlyn" hatte in der Nacht zum 13.9.
manövrierunfähig mit zerschlagenem Ruder etwa 380 Seemeilen westlich vor
Land's End getrieben. Der erfahrene Segler wusste um die Gefahren, wenn er
in den stark befahrenen Kanal getrieben wäre. Im dritten Versuch gelang es
dem Kapitän des Hamburger Frachters, den Segler zu retten. Die Yacht musste
verloren gegeben werden.
Der Sturm tobte mit Windstärke acht, als Kapitän Heinze gegen 18 Uhr auf
der "Sydney Express" den Ruf der Küstenwache Falmouth bekam: "Segler in
Not, können Sie mal sehen, was los ist?" Heinze nahm Kurs auf die
angegebene Position. Gleichzeitig startete ein Flugzeug der Küstenwache,
suchte die See mit Scheinwerfern ab. Vier Stunden später sah Heinze ein
schwaches Licht in den Wellentälern blinken: "Es gab keinen Funkkontakt,
nichts funktionierte mehr an Bord, nur das Notlicht", sagte Heinze nach der
Rettungsaktion. Gut 34 Stunden hatte Philip Kerin auf seiner Yacht gegen
die Ausläufer des Hurrikans "Frances" gekämpft. Er hatte beigedreht und
versucht, das Wetter abzuwarten. "Irgendwann wusste ich, ich muss mich
entscheiden - das Boot oder mein Leben", sagte Philip Kerin hinterher. Er
funkte Notsignale. Der pensionierte Kapitän der Handelsmarine war seit 1993
mit der "Dunnlyn", einem von ihm umgebauten, ehemaligen Arbeitsboot des
Baujahrs 1890, unterwegs gewesen, das gleichzeitig sein Zuhause darstellte.
Kerin kam auf gerade von den Azoren.
Erst gegen 23.30 Uhr konnte die "Sydney Express" seine Rettung einleiten:
Nachdem die havarierte Yacht in der tosenden See immer wieder abgetrieben
war, fuhr Kapitän Heinze sein Schiff ein Stück zurück. Dadurch wurde ein
Unterdruck an der Bordwand erzeugt und die Yacht dadurch angezogen. Kerin
band sich einen Tampen um den Leib und sprang ins Wasser. Die Crew schoss
Leinen zum Schiffbrüchigen und zog den erschöpften Mann an Bord.
Während dessen trieb die "Dunnlyn" in die Nacht davon. Es war im Sturm
unmöglich, das Schiff zu bergen. Reeder Jan Offen lobte später die Männer
der "Sydney Express": "Es war eine Meisterleistung von Kapitän und Crew.
Wir sind froh, dass sie so einen guten Job gemacht haben." Am 14.9. wurde
der unverletzte Kerin im englischen Tilbury an Land gesetzt. Er will nun
die Seefahrt aufgeben und seine Lebensgefährtin heiraten.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Gastanker drohte auf Jungfernfahrt zu stranden
(21.09.2004) - Buchstäblich in letzter Minute gelang es norwegischen Bergern am 21.9.,
den italienischen Flüssiggastanker "Marte" vor der drohenden Strandung zu
bewahren. Nach einem Maschinenschaden war das 74 Meter lange Schiff in
schwerer See nördlich von Bergen bis auf 30 Meter an die Felsküste bei
Fedje herangetrieben, als es aufgestoppt und aus der Gefahrenzone
geschleppt werden konnte. Die Lage war von Rettungskräften als sehr ernst
bezeichnet worden. Wenige Minuten später hätte das Schiff aufgesetzt.
An
Bord der "Marte" hatten sich 600 Tonnen hochexplosives Flüssiggas befunden.
Das Schiff mit einer 14-köpfigen Besatzung aus Litauen stand unter
italienischem Kommando. Es befand sich auf seiner Jungfernfahrt vom
norwegischen Mongstad nach Antwerpen, als die Maschine aus noch ungeklärter
Ursache ausfiel. Die Besatzung versuchte vergeblich, ihren direkt Richtung
Land treibenden Tanker durch das Auswerfen der Anker zu stoppen.
Gleichzeitig bereiteten die norwegischen Behörden die Rettung von 800
Anwohnern in Fedje vor und setzten Schlepper sowie Hubschrauber für eine
etwaige Bergung der Besatzung in Marsch. Die Schifffahrtsaufsicht kündigte
derweil an, dass der Tanker so lange in norwegischen Gewässern bleiben
muss, bis die Ursache für den Maschinenschaden geklärt ist. Die "Marte"
gehört der italienischen Reederei Arcutor. Sie war von der niederländischen
Reederei Antony Weder für den Gastransport gechartert worden.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Hochzeitgesellschaft im Nebel verschollen
(21.09.2004) -
So hatte sich der Bräutigam seine Hochzeit wohl nicht vorgestellt: Der
Kapitän des Fahrgastschiffes "Erzherzog Johann", auf dessen Schiff 30 Gäste
die Feier verlassen wollten, verfuhr sich am 20.9. auf dem Altausser See
im Nebel so hoffnungslos, dass er Notrufe aussandte. Die alarmierte
Wasserrettung der Freiwilligen Feuerwehr Altaussee schwärmte aus und
versuchte, das von Strandung bedrohte Schiff vom Ufer aus zu entdecken. Als
die "Erzherzog Johann" in den Nebelschwaden ausgemacht worden war, blieb
das Problem, sie in den Hafen zu lotsen. Der Wirt, in dessen Gaststätte die
Hochzeit gefeiert worden war, hatte die rettende Idee: Mit seinem Moped
fuhr er die Seepromenade entlang. An seinem Scheinwerferlicht orientierte
sich in einer Distanz von 20 Metern ein Feuerwehrboot. 30 Meter weiter
seewärts lief das Fahrgastschiff auf Parallelkurs mit. Nach zwei Stunden
Fahrt hatte der Bräutigam schließlich wohlbehalten das Ziel erreicht.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Mindestens 11 Tote bei Fährunglück
(21.09.2004) -
Am 19.9. sank in einem schweren Unwetter auf dem Fluss Rio Negro im
Amazonas eine brasilianische Fähre mit 108 Menschen an Bord. 93 Menschen
überlebten das Unglück, 11 wurden bislang tot geborgen. Vier Fahrgäste
wurden noch vermisst.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Missglücktes Anlegemanöver fordert sieben Verletzte
(21.09.2004) -
Am Morgen des 20.9. rammte das Schweizer Fahrgastschiff "Brunnen", 197 BRZ,
auf dem Vierwaldstättersee beim Anleger Kehrsiten-Bürgenstock mit 20
Passagieren ins Ufer. Das 48 Meter lange Schiff prallte beim Versuch des
Festmachens 20 bis 30 Meter vom Anleger entfernt gegen die Ufermauer und
eine Bootshalle. Dabei kamen mehrere Passagiere zu Fall. Sieben Personen
wurden verletzt und mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden. Bis zum
Abend wurden drei von ihnen wieder entlassen. Das Schiff war im
Liniendienst von Luzern Richtung Pilatusbahn in Alpnachstad OW unterwegs
und hatte zum Unglückszeitpunkt Fahrgäste schweizerischer, deutscher,
amerikanischer und indischer Nationalität an Bord.
Greenpeace prangert Zeitbombe im Meer an
(21.09.2004) -
Zwei Wochen nach dem Untergang des Frachters "Ulla" vor Iskenderun
protestierten Aktivisten der Umweltorganisation Greenpeace am 20.9. vor dem
Umweltministerium in Ankara gegen die Verantwortungslosigkeit der Behörden
im Umgang mit der bis heute nicht geborgenen Giftladung. "Der Minister
wartet, die 'MV Ulla' vergiftet das Meer!" Mit diesem Spruch auf einem
großen Banner informierten acht Greenpeacer die Öffentlichkeit. Sie
forderten den türkischen Umweltminister auf, sofort Maßnahmen gegen eine
mögliche Verseuchung des Meeres zu ergreifen und zeigten Fotos vor, auf
denen die Fässer mit dem Giftzeichen deutlich zu erkennen sind.
Greenpeace-Taucher hatten die Aufnahmen rund eine Woche zuvor gemacht. Die
"Ulla" hat 2.200 Tonnen schwermetallhaltiger Asche geladen, als sie, wie
berichtet, sank. Diese Menge reicht aus, um 300.000 Tonnen Wasser zu
verseuchen. Seit dem 7. September ist der Hafen um den gesunkenen Frachter
herum abgesperrt. Behördenvertreter führten Tests durch, um festzustellen,
ob das Gift ins Wasser austritt. Die Krebs erregende Asche stammt aus
spanischen Kraftwerken. Asland, ein Unternehmen aus Spanien, hatte den Müll
vor vier Jahren erworben, um ihn an eine algerische Firma
weiterzuverkaufen. In Algerien wurde die Entladung aber verweigert. Der
türkische Eigentümer lenkte das Schiff daraufhin nach Iskenderun um.
Während Spanien und die Türkei darüber stritten, wer den Müll zu entsorgen
und für die Kosten aufzukommen habe, rostete die 35 Jahre alte "Ulla" bis
zu ihrem Untergang im Hafen vor sich hin. Greenpeace hatte schon 2000 gegen
den verantwortungslosen Umgang mit ihrer Giftladung protestiert.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Ausgebrannter Versorger in der Nordsee gesunken
(20.09.2004) - Am Abend des 18.9. sank der ausgebrannte Bohrinselversorger "Viking Victor"
beim Versuch, ihn abzuschleppen, auf 86 Meter Tiefe 10,5 Meilen vor
Schottland auf Höhe von Findochty in der Nordsee. Das 44 Meter lange Schiff
war gegen vier Uhr früh am 16.9. in Brand geraten, seine 12-köpfige
Besatzung aus der Luft abgeborgen worden. Das nach Nordwesten abtreibende
Wrack war während der Nacht von der "Highland Endurance" weiter beobachtet
worden. Am Morgen des 17.9. war das Feuer erloschen und die "Viking Victor"
von ihr in Schlepp genommen worden. Bald wurde aber klar, dass der Havarist
Wasser nahm und über das Heck abzusinken begann. Daraufhin wurde er
außerhalb ökologisch sensibler Bereiche geschleppt. Durch den Schlepp kam
mehr Wasser über, und am späten Nachmittag des 18.9. hatte der Versorger
kaum noch Freibord. Ein weiterer Schlepper nahm noch Kurs auf den
Schleppzug, doch bevor er den Zustand des Schiffes prüfen konnte, hatte die
"VIking Victor" schwere Schlagseite bekommen und im Untergehen begriffen.
Nach dem Versinken wurde eine mögliche Ölverschmutzung durch die 60 Tonnen
Dieselöl ab Nord durch ein Überwachungsflugzeug geprüft.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Bergungsschlepper an gestradeter Superyacht erwartet
(20.09.2004) -
Die nur wenige Wochen nach ihrem Stapellauf in den Mittagsstunden des 16.9.
nahe Beaulieu sur Mer gestrandete größte Einmast-Segelyacht der Welt, die
75 Meter lange "Mirabella V", sitzt weiter vor der franzöisischen Riviera
fest. Unmittelbar nach dem Zwischenfall hatte die Crew von Eigner Joe
Vittoria, dem früheren Chef der Autovermietung Avis, einen Notruf
abgesetzt. Obwohl nur wenige Minuten später ein 70 Meter langes
Forschungsschiff und die gut 90 Meter lange Motoryacht des russischen
Milliardärs Roman Abramovitsch zur Stelle waren, konnten sie der
gigantischen Segelyacht nicht helfen. Immer wieder rissen Schlepptrossen
und Decksbeschläge bei den Versuchen, die 765 Tonnen schwere "Mirabella V"
freizuschleppen. Erschwert wurden die Bergungsarbeiten wegen eines Defekts
in der Hydraulik, durch den der zehn Meter tiefe Kiel ausgefahren wurde.
Immer wieder vernahmen Zeugen knirschende Geräusche, die von der
Grundberührung herrühren mussten. Auch der Mast zeigte zwischenzeitlich
eine bedenkliche Biegung. Das 88,5 Meter hohe Rigg wiegt 9,3 Tonnen, mit
einer Fläche von 3.200 Quadratmeter sind die gesetzten Segel mehr als 16
mal so groß wie ein Tennisplatz. Bei nachlassenden Winden am Nachmittag
wurde die Situation vom Management der "Mirabella V" jedoch als
unbedenklich eingestuft. Gegen 19 Uhr erwartete die Crew einen
Bergungsschlepper. Im Trockendock La Ciotat wurden inzwischen
Vorbereitungen getroffen, die riesige Yacht aufzunehmen und eventuell
entstandene Schäden zu reparieren.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Feuerwehr löschte Polizeiboot
(20.09.2004) -
Die Hamburger Feuerwehr ist am Morgen des 18.9. zu einem Löscheinsatz bei
den Kollegen von der Hafenpolizei ausgerückt. Aus bisher unbekannter
Ursache war auf dem an einem Ponton vertäuten Polizeiboot "Elbe 33" ein
Feuer ausgebrochen. Die Flammen erfassten die Holzverkleidung und
zahlreiche Gegenstände in der Kajüte des Bootes. Das Feuer konnte gelöscht
werden, bevor größerer Schaden entstand.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Suchaktion nach vermisster Yacht fand Happy End
(20.09.2004) -
Am Morgen des 19.9. rettete ein Rettungshubschrauber die zwei
Besatzungsmitglieder einer 24 Meilen östlich von Ramsgate in Seenot
geratenen 20-Fuß-Yacht. Die beiden Männer hatten die Nacht auf ihrem
hilflos in Hauptschifffahrtsrouten treibenden Boot verbracht. Verwandte
hatten die Küstenwache am Vorabend alarmiert, nachdem sie das Boot nicht
erreichten und glaubten, es könnte vor Herne Bay, Nordkent, in Seenot sein.
Mehrere Rettungsboote suchten das fragliche Seegebiet zunächst erfolglos
ab. Im ersten Morgengrauen wurden sie zur See und aus der Luft verstärkt.
Boote aus Whitstable, Walton, Sheerness, Margate und Whitstable sowie
Suchteams aus Margate, Herne Bay und Sheppey, ein RAF Rettungshubschrauber
und ein Suchflugzeug aus Manston kamen zum Einsatz. Schließlich sichtete
ein Frachter in der Straße von Dover das Boot mit den um Hilfe
signalisierenden Schiffbrüchigen und alarmierte die belgischen Behörden.
Ein Hubschrauber aus Koksijde brachte die Männer in Sicherheit und brachte
sie nach Dover.
Glimpfliches Ende einer Rheinstrandung
(20.09.2004) -
Am Morgen des 17.9. lief ein Containerbinnenschiff auf dem Rhein bei
Kaltenengers auf Grund. Offenbar war das Schiff durch einen Fahrfehler bei
einem Wendemanöver in zu seichtes Wasser geraten. Das Schiff war mit 1.170
Tonnen Containern beladen. Es hatte kein Gefahrgut an Bord, auch ein Leck
konnte nicht festgestellt werden. Das Schiff wurde am Nachmittag desselben
Tages durch einen Schlepper in tieferes Wasser gezogen und konnte seine
Fahrt dann fortsetzen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Erinnerung an schweres Schiffsunglück in Husumer Schifffahrtsmuseum
(20.09.2004) -
Das Husumer Schifffahrtsmuseum konnte sich jetzt über neue Exponate freuen,
die ihm von Beteiligten einer dramatischen Rettungsaktion vor rund 40
Jahren zur Verfügung gestellt wurden. Am 7.5.1965 hatten die beiden
Deutschen Peter Hahn und Joachim Krause sich an der Rettung von 25
Seeleuten des nach einer Kollision auf den Großen Seen im Nebel gesunkenen
Frachters "Cedarville" beteiligt. Nun wird das Ereignis im Husumer
Schifffahrtsmuseum gewürdigt: Peter Hahn und Joachim Krause stellten der
Einrichtung einige ihrer Erinnerungsstücke zur Verfügung, darunter eine
Medaille, die die beiden Männer aus Sylt und Dagebüll für ihren Einsatz
erhielten.
Am Morgen des 7.5.1965 hatte die "Cedarville" mit voller Kraft auf die
Machinac Brücke zugehalten, als plötzlich der norwegische Frachter
"Topdalsfjord" auftauchte. Der Skandinavier rammte ein Loch von der Größe
eines Lastwagens in die Seite der 150 Meter langen "Cedarville". Nur wenige
100 Meter entfernt stand der deutsche Frachter "Weissenburg", dessen
Kapitän sofort die Boote klarmachen ließ. Sie erreichten gerade die
Unglücksstelle, als die "Cedarville" in eine hohe Wasserfontäne gehüllt
versankt. Ringsum die Boote trieben Schiffbrüchige im Wasser, die um Hilfe
riefen. Während Peter Hahn nach zu ihm ausgestreckten Händen griff, musste
die vierköpfige Besatzung des Bootes kräftig gegensteuern, um nicht vom Sog
des sinkenden Frachters ergriffen zu werden. Die Rettung musste wegen des
drei Grad kalten Wassers schnell erfolgen. Andere Crew-Mitglieder hatten
sich auf ein Floß gerettet, das die Bootbesatzung ins Schlepptau nahm. An
Bord der "Weissenburg" wurden die Männer warm abgeduscht, im Maschinenraum
in Decken gewickelt und mit heißem Tee versorgt. Neun Seeleute ertranken
dennoch in der See.
Für Joachim Krause, der auf der Husumer Schiffswerft Bootsbauer gelernt
hat, war die Fahrt mit der "Weissenburg" die letzte Tour. Er ging an Land,
baute Yachten und verbringt seinen Ruhestand heute im
schelsweig-holsteinischen Fleckeby. Hahn fand seinen neuen
Lebensmittelpunkt in Amerika, nachdem er nach der Rettungsaktion das
Angebot erhielt, als Hafenkapitän von Cleveland anzufangen. Zuvor fuhr er
jedoch noch knapp zwei Jahre zur See und wurde dabei selbst schiffbrüchig.
Am Rio de la Plata rammte ein Tanker seinen Frachter. In diesem Fall
überlebten aber alle Seeleute.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Größte Sloop der Welt: Mirabella V aufgelaufen und auf Legerwall
Beaulieu sur Mer (17.09.04)- Mirabella V, Joe Vitoria's 246 Fuß lange Supersloop, hat um 12.00 Uhr lokaler Zeit einen Notruf abgesetzt und um Unterstützung von anderen Schiffen im Seegebiet St. Jean Cap Ferrat gebeten.
Sie ist wohl in der Nähe der Einfahrt zum Hafen Beaulieu sur Mer in Frankreich auf Fels gelaufen,
nachdem ihr Anker geslippt hat (O in Englisch having dragged her anchor).
Windstärke wird mit 6-7Bft angegeben und damit liegt die Mirabella V auf Legerwall.
Brennender Bohrinselversorger treibt in der Nordsee
(17.09.2004) - Am Nachmittag des 16. September brach auf dem Bohrinselversorger
"Viking Victor" vor der schottischer Küste ein Feuer aus. 35 Kilometer vor der
ostschottischen Küstenstadt Peterhead bekämpfte die Besatzung die Flammen
zunächst selbst. Dennoch wurden die Rettungsboote aus Peterhead und
Aberdeen in Marsch gesetzt und die Schifffahrt informiert. Vier in der Nähe
stehende Schiffe wurden von der Küstenwache gebeten, standby zu machen.
Nachdem es nicht gelang, der Flammen Herr zu werden, wurde die 12-köpfige
Crew von einem Hubschrauber abgeborgen und in ein Krankenhaus in Aberdeen
gebracht. Ein Mann erlitt eine Rauchvergiftung. Die weiterhin brennende
"Viking Victor" trieb führerlos in nordwestliche Richtung davon und wurde
von der Küstenwache unter Beobachtung gehalten.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Ausweichmanöver führte zu Doppelkollision
(17.09.2004) -
Vor Singapur kollidierte am 16. September der liberianische
Containerfrachter "Merkur Bridge" mit gleich zwei Schiffen. Beim Versuch,
dem entgegenlaufenden, unter derselben Flagge registrierten Tankerneubau
"High Endurance" auszuweichen, wich der Frachter so abrupt vom Kurs ab,
dass das singaporische Marineschiff "Persistance" ihm nicht mehr ausweichen
konnte. Trotz dieses Manövers stieß die "Merkur Bridge" anschließend aber
auch mit der "Hig Endurance" zusammen, in deren Maschinenraum daraufhin ein
Feuer ausbrach.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Acht Tage schiffbrüchig: Rettung durch Mobiltelefon
(16.09.2004) - Nach acht Tagen Drift in einer Rettungsinsel See sind am Morgen des 14.
September die fünf Besatzungsmitglieder der irischen Segelyacht "Inis Mill"
vor der englischen Küste nahe Cornwall gerettet worden. Sie wurden auf Höhe
der Landzunge Trevose Head nahe der Grafschaft Cornwall von einem
Hubschrauber gesichtet und mit Booten an Land gebracht. Ihr 18 Meter langer
Zweimaster "Inis Mill" war auf dem Weg von der Kenmare Bay in Südwestirland
über die Scilly-Inseln nach Frankreich, als es in schwerer See zu einem
Wassereinbruch kam, der die Crew zum Aufgeben ihres Schiffes zwang. Als das
Boot von irischen Behörden vor fünf Tagen als vermisst gemeldet wurde,
starteten irische, französische und britische Rettungskräfte eine intensive
Suche, jedoch ohne Erfolg. Am 15.9. gab es dann endlich Kontakt: Einer der
Schiffbrüchigen konnte am Vormittag sein Mobiltelefon nutzen, als das
Rettungsboot nahe genug an der Küste war. Das schwache Signal des Notrufs
wurde an Land aufgefangen. Die Rettung kam in letzter Minute: Die acht
Liter Wasser in der Insel waren aufgebraucht, es war bereits begonnen
worden, Urin als letztes Mittel vorzuhalten. Am Vortag war auch die
Festnahrung ausgegangen. Die Schiffbrüchigen waren dehydriert und litten
nach den Tagen in der engen, von Wellen und Wind zum Spielball der Elemente
gemachten Insel an Seekrankheit.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Kapitän am Telefonieren - Frachter gestrandet
(16.09.2004) -
Der rumänische Frachter "Susie" lief am 15.9. 250 Kilometer nördlich von
Athen frontal auf die Felsküste nahe der Stadt Stylida. Die 15-köpfige
Besatzung blieb unverletzt. Der Kapitän hatte den Autopiloten eingeschaltet
und war so abgelenkt durch ein Mobiltelefongespräch, dass er den
verhängnisvollen Kurs seines Schiffes nicht wahrnahm. Noch im Moment des
Aufpralls war er am Sprechen gewesen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Bergungsexperte vermutet Unachtsamkeit als Auslöser der Kollisionsserie
vor Dänemark
(16.09.2004) -
Potentielle Nachlässigkeit der Wachgänger hat der dänische Bergungsexperte
Gert Normann als mögliche Ursache der Häufung von Kutterhavarien in den
vergangenen Tagen ausgemacht: Innerhalb einer Woche waren nicht weniger als
drei dänische Fischkutter in Küstennähe von Frachtern gerammt und versenkt
worden. Die verbesserten Navigations- und Ortungsmöglichkeiten führten
seiner Meinung nach zu Unachsamkeit auf den Schiffsbrücken.
Zuletzt war die "Christina" im Skagerrak mit dem russischen Frachter
"Pioneer Belorussi" kollidiert. Drei Besatzungsmitglieder wurden von dem
Frachter an Bord genommen, der vierte Fischer blieb auch nach einer Suche
mit Hilfe von Tauchern des deutschen Versorgers "Berlin" verschollen.
Bei den beiden vorangegangenen Kollisionen waren die Fischer im Schlaf
überrascht worden, konnten sich aber auf Rettungsinseln flüchten. Nach dem
Untergang des Kutters "Thronder" ebenfalls im Skagerrak war der Frachter
"Hermes", woe doe 2Pioneer Belorussi" unter russischer Flagge registriert,
davongefahren, ohne den Fischern zu helfen. Das Schiff wurde später von den
dänischen Behörden aufgebracht und nach Arhus beordert. Dagegen konnte die
Besatzung eines Frachter unerkannt entkommen, der den Untergang des Kutters
"Gotland" westlich von Hanstholm in der Nordsee verursachte. Die beiden
betroffenen Fischer trieben mehrere Stunden auf ihrer Rettungsinsel, ehe
sie geborgen wurden. Jedes Jahr sinken vor Dänemark zwischen 30 und 40
Schiffen. Viele davon bleiben für immer auf dem Meeresgrund zurück.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Schraube weg - Fahrt zu Ende
(16.09.2004) -
Das 273 BRZ große Fahrgastschiff "Milagrosa J3" befand sich mit 331
Passagieren und 29 Mann Besatzung auf dem Weg nach West-Palawan, als es am
Abend des 14.9. aus zunächst unklaren Gründen bei ruhiger See plötzlich die
Fahrt verlor. Das Schiff wurde auf seine Notrufe hin von Fischkuttern in
den Hafen einer nahen Insel geschleppt. Von dort brachten Küstenwachboote
die Fahrgäste auf die Hauptinsel Palawans. Nun konnte auch die Ursache des
Zwangsstopps festgestellt werden: Die "Milagrosa" hatte keine Schraube
mehr. Die Küstenwache untersucht den Vorfall nun in Hinsicht auf ein
Verschulden des Eigners.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Bergungsarbeiten an gestrandeter "Mannav Star" angelaufen
(16.09.2004) -
Mit dem Mittagshochwasser des 16.9. soll versucht werden, den auf dem
Camber Beach zwischen Dungeness und Rye gestrandeten Frachter "Mannav
Star", 1.175 BRZ, freizuschleppen. Zuvor waren das Bunkeröl aus dem Schiff
abgepumpt und der Bodenschaden behoben worden. Die Bilge wurde mit
Stahlplatten verstärkt. In den frühen Morgenstunden des 16.9. wurde der
Ballast, der zuvor an Bord gebracht worden war, um das Arbeiten des
Havaristen zu minimieren, wieder entfernt. Der Bergungsschlepper "Anglian
Earl" hatte vor der Küste Station bezogen und wurde für den bevorstehenden
Einsatz vorbereitet. Im Laufe des Tages wurde auch der Felixsotwer
Schlepper "Grey Test" erwartet, der die Trossen von "Mannav Star" zur
"Anglian Earl" ausfahren sollte. Zur Unterstützung der Operation wurde
schweres Erdbewegungsgerät an Land klargemacht, um die Wassertiefe im
Bereich der Strandungsstelle zu vergrößern. Um die Unglücksstelle wurde ein
Sperrgebiet eingerichtet. Die Schiffseigner hielten derweil bereits
Ausschau nach einem geeigneten Reparaturhafen für ihr Schiff.
Coastguard rettete sinkenden Motorkreuzer
(16.09.2004) -
Am 14.9. drohte das 30 Fuß lange Sportboot "Salt Chucker" drei Seemeilen
vor Crescent Bay, Washington, zu sinken, nachdem es zu einem Wassereinbruch
gekommen war. Auf die Notrufe hin wurden zwei Küstenwachboote, zwei
Hubschrauber und zwei kleine Rettungseinheiten zum Havaristen entsandt.
Mithilfe einer mobilen Lenzpumpe wurde der Wassereinbruch unter Kontrolle
gebracht. Anschließend wurde das Motorboot in die Port Angeles Marina
eingeschleppt. Das Küstenwachschiff "Cuttyhunk" eskortierte den Schleppzug
bei frischem Wind. Im Hafen wurden Untersuchungen zur Ursache der Leckage
aufgenommen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
114 Jahre alte Yacht im Atlantik aufgegeben
(15.09.2004) - Am Nachmittag des 12.9. wurde ein Einhandsegler im Atlantik gerettet. Die
Küstenwache von Falmouth hatte einen Satellitennotruf von einer Position
westlich der Scillies aufgefangen. Im fraglichen Seegebiet herrschten
sieben Windstärken. Der Versuch, andere Schiffe zu kontaktieren, war
erfolglos. Am Abend entschied die Küstenwache, ein Flugzeug aufsteigen zu
lassen. Inzwischen hatten auch andere Schiffe den Alarm aufgefangen und
nahmen Kurs auf das Seegebiet. Bis dahin war völlig unklar, was für eine
Art Notfall vorlag, und deswegen auch ein Bergungsschlepper seeklar
gemacht. Das Nimrod-Suchflugzeug entdeckte während seiner Suchschleifen
schließlich eine Yacht, die eine rotes Signallicht abschoss. Daraufhin
wurde der Hapag Lloyd-Containerfrachter "Sidney Express" zur Yacht
dirigiert. Die Frachtercrew ging länggseits des Bootes, das als die 114
Jahre alte, britische Yacht "Dunlin" identifiziert werden konnte. Sie hatte
einen Ruderbruch erlitten. An Bord war ein 70-jähriger Einhandsegler, der
leichte Verletzungen hatte und unter Schock stand. Der Mann wurde sicher an
Bord des Frachters geholt. Sein 13 Meter langes Schiff musste aufgegeben
werden.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Indischer Frachter sitzt vor England fest
(15.09.2004) -
Am Abend des 11.9. strandete nahe Dover der indische Frachter "Manaav
Star", 1.175 BRZ, zwischen Dungeness und Rye auf dem Camber Sand Beach,
nachdem er sich bei 6-7 Windstärken vom Anker losgerissen hatte. Das mit 12
Mann besetzte Schiff fuhr in Ballast. An Bord waren neun Tonnen Dieselöl.
Bei der Grundberührung wurde der Schiffsboden an einer Stelle durchstoßen,
und die Maschine fiel aus. Da das an der Hochwasserlinie festliegende,
2.099 Tonnen verdrängende Schiff bei Flut stark in den Wellen arbeitete,
wurde es mit Ballast beschwert. Die Leckage muss vor dem Freischleppen
dichtgesetzt und das Bunkeröl in einen Tanker umgepumpt werden. Bei
Wetterbesserung sollen Trossen zum Bergungsschlepper "Anglian Earl"
ausgebracht werden, der bei den dann geplanten Freischleppversuchen vom
Arbeitsboot "Grey Test" unterstützt werden soll, das derzeit noch in
Felixstowe liegt.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Iranischer Containerfrachter gestrandet
(15.09.2004) -
Bereits am 15. August strandete der iranische Frachter "Iran Ardebil" mit
über 2.000 Containern am Strand von Yemeni Island, Mion. Zuvor hatte er im
Bereich eines Korallenriffs Grundberührung gehabt. Seine Ladung, die einen
Wert von 55 Millionen Dollar darstellte, wurde in der Folgezeit geleichtert
und zum Yemeni Aden Container Terminal gebracht. Anschließend konnte die
"Iran Ardebil" freigeschleppt werden. Nach der Reparatur sollte das Schiff
seine Reise nach Europa fortsetzen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
US-Kutter explodiert und gesunken
(15.09.2004) -
Der amerikanische Hummerfänger "Captain Tony" explodierte in den
Mittagsstunden des 13. August vor Buzzards Bay, Boston. Anschließend sank
das hölzerne Schiff bei Quick's Hole. Ein Besatzungsmitglied kam ums Leben.
Die US-Küstenwache nahm Ermittlungen auf.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Erinnerung an die Irrfahrt der "Nossan" vor einem halben Jahrhundert
(14.09.2004) - Heute vor 50 Jahren begann die Odyssee eines schwedischen Kümos, wie sie
heute kaum noch vorstellbar scheint: Vier Tage lang trieb der havarierte
schwedische Frachter "Nossan" bei schwerem Sturm und heftigem Seegang
damals in der Nordsee.
Die Besatzung war von der Außenwelt abgeschnitten, denn das Schiff besaß keine Funkanlage. Gemäß den damaligen Vorschriften war der Einbau nicht zwingend notwendig. Die "Nossan" wurde nach vergeblichen Bergungsversuchen, an denen sich holländische, englische und deutsche Stellen beteiligten, schließlich von dem Motorrettungsboot "Langeoog" der DGzRS gefunden und auf den Haken genommen.
Am 18. September 1954 lag die "Nossan" am Ende ihrer Irrfahrt sicher vertäut in Cuxhaven. Die "Langeoog" hat die Zeiten überdauert und ist heute maritimes Museumsstück auf der gleichnamigen ostfriesischen Insel.
Flügellahmer Kreuzfahrer "Berlin" sorgte für Spekulationen
(13.09.2004) - Ein kleines Missgeschick sorgte für große Gerüchte - angeblich sollte der
Neustädter Kreuzfahrer "Berlin" nach einer Kollision in Schottland nur noch
Schrottwert haben. Das Schiff hatte dort eine Kaimauer mit dem
Steuerbord-Stabilisator gerammt. Der sechs Meter lange Stabilisator war
daraufhin so verborgen und eingedrückt, dass er sich nicht mehr einfahren
ließ. Die Reederei Deilmann beschloss, die Reise sofort abzubrechen und
sandte des Schiff zur Reparatur in die einstige Bauwerft nach Kiel, von wo
am 3.9. ohnehin die nächste Kreuzfahrt starten sollte. Aus
Sicherheitsgründen wurde für die letzte Etappe am 1.9. die Route durch den
Nord-Ostsee-Kanal statt rund Skagen gewählt. Wegen der durch den nicht mehr
einfahrbaren Flügel eingeschränkten Manövrierfähigkeit assistierte dabei
der Kieler Schlepper "Falckenstein". Für die Reparatur im Dock von HDW
wurden vier Tage veranschlagt. Mit nur einem Tag Verzögerung konnte die
"Berlin" ihre letzte Kreuzfahrt für Deilmann nach Las Palmas antreten, ehe
das Schiff den Eignern zurückgegeben wird. Die Unklarheit über die weitere
Verwendung sorgte während der ungeplanten Rückfahrt indes für
Spekulationen, dass das Schiff direkt zu einem spanischen Abbrecher gehen
sollte. Dies hat sich mit der nun vollzogenen Reparatur als voreilig erwiesen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Serienweise Kutterkollisionen vor Dänemark
(12.09.2004) -
Zum dritten Mal innerhalb einer Woche ist am 11.9. ein dänischer
Fischkutter von einem Frachter versenkt worden. Wie der
Seenotrettungsdienst in Århus mitteilte, kam einer von vier Fischern des
Kutters "Christina" ums Leben, als der russische Frachter "Pioneer
Belorussi" im Skagerrak mit dem Schiff kollidierte. Drei Seeleute wurden
von dem russischen Schiff an Bord genommen. Der vierte blieb trotz einer
Suchaktion unter Beteiligung von Tauchern der deutschen Fregatte "Berlin"
bislang verschollen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Drei America´s-Cup-Boote durch Sturm beschädigt
(12.09.2004) Ein böses Ende nahmen die Vorbereitungs-Regatten für den America´s-Cup 2004 vor Marseille für drei Top-Yachten. In der Nacht zum Sonntag wurden die drei Boote, darunter auch die Schweizer Alinghi des deutschen Sportdirektors Jochen Schümann, bei einem starken Sturm beschädigt. Die Boote waren nach der letzten Wettfahrt an Land gebracht worden und boten dem Wind, der mit einer Stärke bis zu acht Beaufort über das Hafengelände blies, somit eine optimale Angriffsfläche. Dabei stürzten neben der Alinghi (Bild) auch die us-amerikanische BMW Oracle Racing von Larry Ellison und die Emirates Team New Zealand um.
Der Vorfall ereignete sich um 02.40 Uhr. Niemand wurde verletzt. Die Alinghi wurde von ihrem Bootsbock gerissen und auf einen Container geschleudert. Grant Simmer, der stellvertretende Generaldirektor von Team Alinghi, sagte: „Unser Landteam arbeitet zurzeit daran, das Ausmass des Schadens festzustellen. Wir werden alles daran setzen, um das Boot bis zu Beginn des Louis Vuitton Akt 2 in Valenica wieder instand zu setzen.“
Für den dreimaligen Olympiasieger Jochen Schümann war es der zweite Schock in der Test-Woche, nachdem sich sein Alinghi-Team schon der BMW Oracle Racing geschlagen geben musste. "Es hat recht heftige Schäden gegeben, wir haben eine Menge Arbeit vor uns", sagte der Penzberger. Schon in drei Wochen steht in Valencia eine weitere Testserie mit dem Namen "Act II" auf dem Programm.
Ein Trost für Schümann war die Tatsache, dass der aktuelle America´s-Cup-Gewinner Alinghi zum Abschluss ein Prestigesieg gelungen war. Das Genfer Syndikat schlug BMW Oracle Racing mit 15 Sekunden Vorsprung im direkten Vergleich. Der Gesamtsieg des amerikanischen Teams stand aber schon vor dem Duell am Samstag fest. Damit wurde das Alinghi-Team in der Gesamtwertung von insgesamt sechs Yachten Zweiter. Der dritte Platz ging an das Emirates Team New Zealand.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Mehrere Seeleute im Hurrikan Frances vermisst
(12.09.2004) -
12 Seemeilen südwestlich von Anna Maria Island, Bimini, sank 12 Seemeilen
vor den Bahamas am 2.9. offenbar die 33 Fuß lange amerikanische Yacht "Team
Stressless" im Hurrikan Frances. Zwei Helikopter und ein Suchflugzeug der
U.S. Coast Guard Air Station Clearwater, Florida, nahmen die Suche auf.
Zuletzt hatte das Boot über Funk gemeldet, dass Wasser eindringe und
bereits das Deck überspült werde. Dann brach der Funkkontakt ab. An Bord
waren der Skipper und drei Kinder. Zum Unglückszeitpunkt herrschten Winde
von 20 Knoten und sechs Fuß hohe Seen an der gemeldeten Position. Ein
Rettungsboot aus Cortez beteiligte sich zeitweilig ebenfalls an der Suche,
musste aber wegen Wetterverschlechterung seinen Einsatz abbrechen. Von Boot
und Besatzung fehlte bis dahin jede Spur. Die Suche wurde aus der Luft
fortgesetzt, blieb aber auch am Folgetag ohne Ergebnis. Der 37 Fuß lange
amerikanische Kutter "Nancy Christine" sank in einem Ausläufer des
Hurrikans Frances vor Martha's Vineyard. In schweren Brechern ging das
Schiff binnen Minuten unter. Vom Kutter "Tunacious" aus, der auf dem Weg
nach Falmouth mit dem Wind laufend 20 Knoten erreichte, wurde eine weiße
Rauchwolke gesichtet, wo die "Nancy Christine" hätte sein sollen. Ihre Crew
alarmierte die Küstenwache. Dann wendete sie und versuchte, zur gesichteten
Position zu kommen. Als sie den 400 Yards entfernten Kutter in der
schäumenden See erreichte, konnte noch für eine halbe Minute dessen aus dem
Wasser ragendes Brückenhaus ausgemacht werden. Als sich die "Tunacious" bis
auf 30 Meter genähert hatte, war auch davon nichts mehr zu sehen. Die
"Nancy Christine" war auf die Seite gerollt und gesunken. Ein Hubschrauber
der Küstenwache sichtete wenig später eine leere Rettungsinsel. Von der
zweiköpfigen Crew fehlte jede Spur. Bereits im Dezember 2002 war das
Schwesterschiff, die "Nancy Christine II", vor Nantucket gesunken.
An den vom Hurrikan betroffenen Küsten gerieten außerdem zahlreiche
Sportboote in Seenot, strandeten oder sanken.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Fahrerflucht auf der Ostsee
(12.09.2004) -
Im Skagerrak vor Dänemark wurde am 3.9. ein Kutter von einem Frachter
gerammt. Der Kutter begann nach dem Zusammenstoß mit drei Mann Besatzung zu
sinken und funkte SOS. Der Frachter setzte seine Fahrt aber fort, ohne sich
um die Männer zu kümmern. Er wurde wenig später von der Schifffahrtsbehörde
vor der norddänischen Küste gestoppt. Verhöre und technische Untersuchungen
sollen jetzt klären, ob sich die Besatzung der unterlassenen Hilfeleistung
schuldig gemacht hat.
Im Januar dieses Jahres waren bei einem ähnlichen Vorfall fünf
Besatzungsmitglieder eines bretonischen Trawlers ums Leben gekommen. Ein
Frachter hatte die "Bugaled Breizh" gerammt und zum Sinken gebracht. Er
konnte erst nach gründlichen Ermittlungen gestellt werden.
Frachter wich Entgegenkommer aus: zwei Schiffe versenkt
(12.09.2004) -
Auf dem 1.764-Kilometer langen Beijing-Hangzhou Grand Canal, einem Bauwerk
der Sui Dynasty, führte ein Brückeneinsturz zum Untergang zweier Frachter.
Die Brücke über den Suzhou-Abschnitt brach am 2.9. über den Schiffen
zusammen. Auslöser des Unglücks war möglicherweise der Zusammenstoß eines
Kohlefrachters mit einer Pier an der Brücke bei einem Ausweichmanöver zur
Vermeidung eines Zusammenstoßes mit einem anderen Schiff. Mehr als 5.000
Schiffe lagen durch den Brückeneinsturz im Kanal fest.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Kümo wollte im Nord-Ostsee-Kanal wenden - drei Schiffe havariert
(12.09.2004) -
Das mit Gasöl beladene Tankschiff "Orion" und das Kümo "Neuland" sind am
Morgen des 2.9. auf dem Nord-Ostsee-Kanal bei Hohenhörn aus unbekannter
Ursache zusammengestoßen. Das Kümo wendete auf dem Kanal, um am
Getreidelager in Hochdonn anzulegen. Die "Neuland" sollte dort Getreide
laden. Während des Wendemanövers rammte der nachfolgende Tanker "Orion" die
"Neuland". Beide Schiffe konnten ihre Fahrt fortsetzen. Der Tanker
"Rheinstern", der direkt hinter der "Orion" im Kanal unterwegs war, drohte
ebenfalls in die Kollisionsgegner zu krachen und wurde in einem Manöver des
letzten Augenblicks gezielt in die Kanalböschung gesetzt. Schlepper zogen
das Schiff von der Böschung herunter. Infolge des Unfalls kam es zu
erheblichen Behinderungen für die Schifffahrt auf dem Kanal. Menschen
wurden nicht verletzt.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Frachter vor mecklenburgischer Ostseeküste gestrandet
(12.09.2004) -
Der unter honduranischer Flagge fahrende Frachter "Moby Dick" lief am Abend
des 1.9. 300 Meter westlich des Barther Fahrwassers in
Mecklenburg-Vorpommern auf Grund. Das Schiff war auf dem Weg von Mukran
nach Barth. Im Laufe der Nacht erfolgten erste vergebliche Versuche, das
Schiff frei zu schleppen. Es hat bislang aber keine Leckagen erlitten.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Verirrter Frachter brachte zwei Häuser zum Einsturz
(12.09.2004) -
Der japanische Frachter "Shin Tsunetoyo Maru", 498 BRZ, rammte am 4.9.
mehrere Häuser in Osakikamijima in der Hiroshima Präfektur. Das Unglück
ereignete sich während der Fahrt des Schiffes nach Shunan in der Yamaguchi
Präfektur bei klarer Sicht und gutem Wetter. Der 56-jährige Kapitän hatte
während der Nachtfahrt den Autopilot eingeschaltet. Sein Schiff rammte
gegen 2.30 in rechtem Winkel einen ein Meter hohen Schutzwall aus Beton,
bohrte sich metertief ins Ufer und krachte vierkant dann in drei Häuser.
Zwei davon wurden zerstört und stürzten ein, ein drittes wurde beschädigt.
Ein 76-jähriger erlitt leichte Verletzungen. Die Uferbefestigung wurde auf
einer Länge von 20 Metern eingedrückt und stürzte teilweise ins Wasser.
Schlepper zogen die mit sechs Mann besetzte "Shin Tsunetoyo Maru" am
Nachmittag desselben Tages ins tiefe Wasser zurück. Es konnte seine Fahrt
fortsetzen. Die japanische Küstenwache nahm Ermittlungen wegen Gefährdung
der Schifffahrt auf.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Probefahrt endete auf Kanalböschung
(12.09.2004) -
Unerwartetes Ende einer Probefahrt: Am Abend des 05.09. bemerkte ein
62-jähriger Freizeitkapitän auf seinem Boot auf dem Main-Donau-Kanal in
Höhe Unterfarrnbach einen starken Wassereinbruch bei gleichzeitigem Ausfall
der Maschine Der Bootsführer konnte sein Schiff aber noch ans Ufer
manövrieren und setzte es auf die befestigte Böschung, wo es mit
Schlagseite zu liegen kam. Durch die Schräglage trat mit Benzin und
Schmierstoffen verunreinigtes Bilgenwasser aus. Die Berufsfeuerwehr Fürth
und die umliegenden freiwilligen Feuerwehren führten aufwendige
Ölwehrmaßnahmen durch, die den Umweltschaden minimierten. Anschließend hob
ein Bergungstrupp des THW Fürth das 1,5 Tonnen schwere Boot mit Hilfe eines
Autokrans an Land. Das eingedrungene Wasser wurde in Spezialbehälter
abgepumpt und anschließend entsorgt. Während des 5-stündigen Einsatzes war
die Schifffahrt nur geringfügig behindert. Die Ursache für den
Wassereinbruch war zunächst unklar. Die Wasserschutzpolizei nahm
Ermittlungen auf.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Schrottfrachter gestrandet
(12.09.2004) -
Am Morgen des 1.9. lief der 82 Meter lange Frachter "Jackie Moon" auf dem
Weg von Dundalk, Co. Louth, in Irland nach Glasgow nahe einem neuen
Wellenbrecher auf Grund. Das mit 6 Mann ukrainischer Besatzung fahrende, in
Antigua registrierte Schiff fuhr in Ballast und sollte eine Ladung Schrott
aufnehmen, als es gegen vier Uhr nahe Dunoon strandete. Der Schlepper
"Warrior" und ein Lotsenboot fuhren zur Unglücksstelle in der West Bay des
Firth of Forth. Sie fanden das Schiff äußerlich unbeschädigt, aber mit fünf
Grad Schlagseite auf Sandgrund liegend vor. Es sollte versucht werden, es
mit steigender Flut wieder freizubekommen. Der Kapitän wurde nach dem
Unfall festgenommen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Umweltgefahren nach Untergang eines Seelenverkäufers
(12.09.2004) -
Vor der türkischen Südküste ist am 6.9. der vietnamesische Frachter "Ulla",
2.423 BRZ, gesunken. Nach Angaben von Umweltschützern hatte er 2.200 Tonnen
giftige Kraftwerksrückstände, darunter Flugasche aus nordspanischen
Kohlekraftwerken, an Bord. Es wird befürchtet, dass krebserregendes Chrom
freigesetzt werden könnte, die Fischerei in der Umgebung der
Untergangsstelle untersagt.
Das in St. Vincent registrierte Schiff war unrsprünglich auf dem Weg von
Spanien nach Algerien gewesen, hatte dann aber die Türkei anlaufen sollen.
Wegen Rechtsstreitigkeiten ankerte er seit dem Jahr 2000 vor dem
Mittelmeerhafen Iskenderun. Vor dem Untergang legte sich das marode Schiff
langsam auf die Steuerbordseite und verschwand dann mit dem Heck voran
unter der Wasseroberfläche. Der Gouverneur von Iskenderun sagte, das Schiff
sei schon kürzlich leck geschlagen. Es sei aber nicht mehr möglich gewesen,
die Fracht auf andere Schiffe umzuladen. Spanien hatte sich zuvor bereit
erklärt, die Fracht wieder zurückzunehmen. Wegen des laufenden
Rechtsstreits lag das Schiff aber weiter in der Kette, bis es jetzt zu spät
war.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Einhandsegler rettete sich von brennender Yacht
(12.09.2004) -
Am Abend des 1.9. brach auf der Yacht "Ubier" auf dem Weg von Douglas nach
Fleetwood ein Motorenraumbrand aus. Die begleitende Yacht "Quest"
alarmierte die Liverpooler Küstenwache. Der Einhandsegler auf der "Ubier"
war nicht in der Lage, das Feuer unter Kontrolle zu bekommen und konnte
wegen der Rauchentwicklung auch nicht die mitgeführte Rettungsinsel
erreichen. Er flüchtete sich in ein Dinghi. Aus Fleetwood und Barrow liefen
Rettungsboote aus, auch der Bohrinselversorger "Highland Sprite" kam zu
Hilfe und setzte ein schnelles Motorboot aus, dass den aus Lancashire
stammenden Mann aufnahm. Mit einem Rettungshubbschrauber wurde er von Bord
der "Highland Spirit" anschließend mit Verdacht auf Rauchvergiftung ins
Furness Hospital geflogen. Die RNLI-Boote nahmen sich des brennenden
37-Fuß-Bootes bei ruhigen Wetterbedingungen an.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Fünf Schiffbrüchige vor Alaska mit knapper Not gerettet
(12.09.2004) -
Nahe Rugged Island schlug vor Alaska ein 22 Fuß langes Ausflugsboot leck.
Am Achterschiff drang Wasser ein und setzte den Motor außer Gefecht. Als
das Schiff zu sinken begann, rettete sich die fünfköpfige Crew schwimmend
an den nahen Strand. Das 90 Fuß lange Ausflugsschiff " Coastal Explorer
ortete die Männer im Wasser und zog drei von ihnen an Bord. Wegen der
herrschenden Strömung erreichte sie die beiden anderen nicht. Sie wurden
mit dem Gesicht bereits im Wasser treibend gesichtet und reagierten nicht
mehr. Die Besatzung des Charterbootes "Alaskan Summer" zog sie aus dem
Wasser und begann mit Wiederbelebungsmaßnahmen. Anschließend wurden sie auf
die "Alaskan Summer" übergeben.
href="mailto:schwabedissen@asian-history.uni-kiel.de">Tim
Schwabedissen
Gerammter Bulkcarrier drohte vor Hongkong zu zerbrechen
(12.09.2004) -
Der 16.761 BRZ große Bulkcarrier "Joy Victory" kollidierte am 3.9. auf dem
Weg von Indonesien nach Hong Kong mit dem anderen Frachter "New Hope II".
Der Zusammenstoß ereignete sich in der östlichen Ansteuerung von Hongkong.
Die "Joy Victory" erlitt Wassereinbruch in die Laderäume III und IV und
drohte auseinander zu brechen, konnte dann aber stabilisiert werden. Der
Havarist ging für weitere Inspektionen vor Anker.
href="mailto:schwabedissen@asian-history.uni-kiel.de">Tim
Schwabedissen
Containerfrachter vor Durban kollidiert
(12.09.2004) -
Das der deutschen Oldendorff-Reederei gehörende Containerschiff "Nordbeach"
hat am 5.9. auf der Reede von Durban, Südafrika, den panamaischen Frachter
"MSC Lauren" der Mediterranean Shipping Company gerammt. Beide Schiffe
waren einige Zeit ineinander verkeilt, ihre Ankerketten miteinander
vertörnt. Die "MSC Lauren" erlitt bei der Kollision erhebliche Schäden am
Bug. Die "Nordbeach", die sich in Charter von Maersk-Sealand und Safmarine
befand, verlor einen an Deck gestauten 40ft-Container, der bislang nicht
geborgen werden konnte. Zu dem Zwischenfall war es gekommen, nachdem die
"Nordbeach" bei starken südwestlichen Winden den Anker warf, dieser das
Schiff jedoch nicht zu halten vermochte. Daraufhin driftete das Schiff
gegen 14 Uhr auf den dichtbei ankernden Containerfrachter "MSC Lauren".
Personen kamen nicht zu Schaden.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Kutter vor Astoria gesunken
(12.09.2004) -
Der 58 Fuß lange Kutter "Sea Foam" schlug am 3.9. 50 Meilen südwestlich
von Astoria leck und sank. Die Crew konnte unversehrt von der
amerikanischen Küstenwache gerettet werden
Fehler des Kapitäns verursachten Kutteruntergang
(12.09.2004) -
Der Untergang des Baaber Fischkutters "BA-17" vor Mecklenburg-Vorpommern im
Juli 2004 wurde offenbar durch ein Fehlverhalten des 48 Jahre alten
Schiffsführers ausgelöst. Nach einem jetzt vorliegenden Gutachten war der
Kapitän unmittelbar vor einem drohenden Gewitter ausgelaufen. Zudem sei der
Kutter überladen und die Ladung unzureichend gesichert gewesen, teilte die
Staatsanwaltschaft Stralsund am 6.9. mit. Gegen den Kapitän werde
inzwischen wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt.
Der Kutter war am Abend des 1. Juli während eines heftigen Sturms im
Greifswalder Bodden gesunken. Nach Angaben der Wasserschutzpolizei hatte
das Verrutschen einer zuvor aufgenommenen schweren Reuse zum Kentern
geführt. Während sich die Kapitän schwimmend zu dem etwa drei Kilometer
entfernten Ufer bei Thiessow auf Rügen retten konnte, ertrank sein
56-jähriger Kollege. Der Kutter wurde einige Tage nach dem Untergang aus
der Ostsee geborgen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Taifun "Songda" vor Japan riss Schiffe und Seeleute ins Verderben
(12.09.2004) -
In dem vor der japanischen Küste wütenden Taifuns Songda gerieten am 7.9.
mehrere Schiffe in Seenot. Vier Frachter sanken oder sind auf Grund
gelaufen. Dabei kamen bislang mindestens 11 Seeleute ums Leben, nach
weiteren Vermissten nahm die japanische Küstenwache die Suche auf. Bei den
in Seenot geratenen Schiffen handelte es sich um die "Blue Ocean", "Tri
Ardhianto", "Chihaya Maru" und "Fukuohsin 7".
Allein beim Untergang des indonesischen Frachters "Tri Ardhianto", 6.315
BRZ, ertranken in bis zu 10 Meter hoch gehender See mindestens elf
Seeleute. Die Küstenwache suchte nach den elf weiteren, noch vermissten
Besatzungsmitgliedern des Schiffes, das auf dem Weg von Japan nach Fernost
vor Kasado Island in der Präfektur Yamaguchi auf Grund gelaufen und, wie
über Funk mitgeteilt wurde, rasch leck geschlagen war. Die Besatzung des
1992 erbauten Schiffes war dann in die Boote gegangen, von denen jedoch nur
eines leer aufgefunden wurde. Es besteht nur noch wenig Hoffnung,
Überlebende zu finden.
Im Hafen Hatsukaichi im Westen Japans sank der mit Holz beladene,
kambodschanische Frachter "Blue Ocean", 3.249 BRZ, am Holzverladekai. Das
Schiff hatte am Morgen des 6.9. begonnen, seine Ladung zu löschen. Der
Kapitän ignorierte Warnungen des Agenten und der Küstenwache, sein Schiff
sicherheitshalber aus dem Hafen zu verlegen, um es vor dem Taifun zu
schütze. Als sich gegen Mitternacht die Lage zuspitzte, gelang es nicht
mehr, den Hafen gegen den Sturm zu verlassen. Die "Blue Ocean" wurde
wiederholt gegen den Kai geschmettert und der Rumpf dabei großflächig
eingedrückt. Gegen 2.50 Uhr in der Nacht legte sich der Frachter ganz auf
die Seite. Drei der 18 russischen Seeleute an Bord kamen ums Leben, als das
Schiff kenterte. Ein weiterer Seemann wurde vermisst. Suchmannschaften
begannen ihre Arbeit von der nach dem Untergang noch knapp aus dem Wasser
ragenden Backbordseite des Wracks aus auf. Der Kapitän wurde verhaftet.
Seit dem 6. Septembper bereits wird im Hurrikan "Ivan" vor Venezuela ein
Kutter mit acht Fischern an Bord vermisst. Er war am Vortag von der
venezueleanischen Insel Margarita ausgelaufen. Der letzte Kontakt bestand,
als sich das 15 Meter lange Schiff vor der Küste von Trinidad und Tobago
befand.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Sinkender Schlepper auf Strand gesetzt
(12.09.2004) -
Am späten Nachmittag des 7.9. lief der 128 Fuß lange Schlepper "Vanguard"
aus Liverpool in den Hebriden auf Grund. Das für die British Aerospace
tätige Schiff erlitt Wassereinbruch und informierte die Küstenwache in
Stornoway. Die achtköpfige Besatzung wollte versuchen, ihr Schiff eine
halbe Meile nördlich von Rona bei Skye auf Grund zu setzen. Ein
Rettungshubschrauber aus Stornoway, der Flottenversorger "Fort George"
sowie das Rettungsboot von Portree machten sich auf den Weg zur angegebenen
Position. Mittlerweile saß die "Vanguard" auf Grund und hatte eine
Schlagseite von 45 Grad entwickelt. Die Besatzung hatte sich unversehrt auf
den Strand von Skye gerettet. Der Bergungsschlepper "Anglian Prince" machte
sich auf den Weg zur Strandungsposition, um die Situation zu erkunden. Die
Wetterbedingungen in dem Seegebiet waren gut. Anzeichen für Umweltschäden
konnten nicht erkannt werden.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Zwei Kutter nahe Aberdeen in Seenot
(12.09.2004) -
Am Morgen des 5.9. lief der 21 Fuß lange Kutter "Shona" in Cullen Bay
östlich von Portknockie auf Grund und sank 100 Yards vor der Küste. Der
Skipper rettete sich von seinem sinkenden Boot ins Wasser. Ein
Rettungshubschrauber aus Lossiemouth sowie das Rettungsboot von Buckie
sowie örtliche Rettungsteams machten sich auf den Weg zur Untergangsstelle,
nachdem ein Augenzeuge die Küstenwache von Aberdeen alarmiert hatte. Der
Kutterkapitän wurde letztlich von einem anderen Fischerboot aus dem Wasser
gezogen. Der ausgelaufene Betriebsstoff der "Shona" verursachte einen 200
Yard langen Ölfilm auf dem Wasser. Wenig später wurde das Rettungsboot
bereits zu einem weiteren Seenotfall gerufen: Der Kutter "Castle Bay"
drohte mit Propellerschaden zu stranden. Es gelang, den Havaristen aus der
Nähe der Felsen zu ziehen. Anschließend wurde der Propeller klariert. In
Begleitung des Rettungsbootes machte sich die "Castle Bay" bei ruhiger See
aus eigener Kraft auf den Weg in den Heimathafen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Serienweise Kutterkollisionen vor Dänemark
(12.09.2004) -
Vor der dänischen Küste sank am 12. September ein Kutter nach Kollision mit
einem Frachter. Von der vierköpfigen Besatzung konnten nur drei Mann
gerettet werden. Bei der Havarie handelte sich bereits um den vierten
derartigen Zwischenfall binnen einer Woche in dänischen Gewässern.
Quelle: Tim
Schwabedissen
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