EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv Oktober 2004

Last update: Freitag, 05. November 2004, 17:28 Uhr

Geisterschiff mit 14 gefrorenen Leichen entdeckt
(29.10.2004) Nach einem Piratenüberfall hat die Polizei vor der Küste von Bangladesch einen Fischkutter mit 14 gefrorenen Leichen an Bord entdeckt. Der einzige Überlebende auf dem Geisterschiff sagte, Piraten hätten das Schiff zwei Tage zuvor angegriffen. Sie hätten Netze und wertvolle Teile des Motors gestohlen, bevor sie die Besatzung in die Tiefkühlkammer gesperrt hätten. Er selber habe sich in einem Trinkwassertank verstecken können. Vor Bengalen kommt es immer wieder zu Piratenüberfällen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Chemietanker rammte U-Boot
(29.10.2004) - Am Morgen des 28. Oktober kollidierte der 85 Meter lange Bergener Chemikalientanker "Kilstraum", 4.600 tdw, mit dem norwegischen U-Boot "Utstein" nahe der Isle of Lewis vor Schottland. Das Unglück ereignete sich gegen 3 Uhr, als das Boot auf Periskoptiefe aufstieg. Eines der vier Tiefenruder der "Utstein" wurde beschädigt. Die 1988 erbaute, mit 2894 BRZ vermessene "Kilstraum" war in Ballast auf dem Weg von Liverpool nach Elnesvaagen in Norwegen und konnte die Fahrt nach der Kollision fortsetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Rekord-Fahrverbot für fahrlässigen Skipper
(29.10.2004) - Das Seeamt Kiel hat dem Kapitän des gesunkenen Tauchschiffs "Taucher" 30 Monate lang das Führen von Schiffen verboten. Damit wurde das längste Fahrverbot seit der Neuregelung von Seeunfällen im Jahr 2002 ausgesprochen, teilte das Amt am 28. Oktober mit. Der 50-jährige Skipper der "Taucher" war am 8. September 2002 ohne die erforderliche Erlaubnis mit dem mit elf Sporttauchern deutlich überladenen Boot auf die Ostsee hinausgefahren. Schon während der Fahrt schlugen Wellen wiederholt übers Heck. Beim Einholen des Ankers an einem Tauchspot 12 Seemeilen nordöstlich Fehmarns kam es zum endültigen Schiffbruch. Der Kapitän bemächtigte sich daraufhin der einzig erreichbare Schwimmweste. Die im Wasser treibenden Taucher wurden nur zufällig von anderen Schiffen gerettet. Die Brückenwache des deutschen Frachters "Polaris" hatte die im Wasser Treibenden entdeckt und die Neustädter Küstenwache alarmiert. Die schickte das in der Nähe stehende Patroullienboot "Alsfeld" zur gemeldeten Position und nahm binnen 25 Minuten die geschockten Taucher, die nur zum Teil Neoprenanzüge trugen, wohlbehalten an Bord. Die 1999 zum Wracktauchen umgebaute "Taucher", das über 30 Jahre alte frühere Polizeiboot "Wagrien", liegt seither auf 20 Metern Tiefe in der Ostsee.
Quelle: Tim Schwabedissen

"BBC China" ist endgültig verloren
(29.10.2004) - Das Wrack der "BBC China" ist nicht mehr zu bergen, wurde am 26. Oktober in Kapstadt mitgeteilt. Der Schiffsboden ist in den vergangenen Tagen immer weiter aufgebrochen, so dass man den Rumpf nun nicht mehr abdichten könnte. Das Öl wird weiter aus den Tanks des gefluteten Maschinenraums abgepumpt. Bislang wurden 25 Tonnen entfernt. Die Ladung stellt keine Umweltgefährdung dar. Die Reinigungsarbeiten an den Stränden sollten binnen zweier Tage abgeschlossen sein. Die bisher getroffenen Maßnahmen zur Abwendung von Umweltgefahren bleiben weiterhin in Kraft.
Quelle: Tim Schwabedissen

Gestrandeter Kutter sank nach Bergung
(29.10.2004) - Nach der Kollision mit einer Boje schlug der 54 Fuß lange Kutter "John de Wolf II" beim Auslaufen aus dem Barnegat Inlet in Philadelphia am 26. Oktober leck. Auf einen Notruf hin lief ein 47 Fuß langes Rettungsboot aus, erreichte die Unglücksstelle jedoch erst, als der Kutter mit dem Ebbstrom aus dem Inlet hinaus und auf einen nahen Strand getrieben war. Die zweiköpfige Crew und der Bordhund erreichten hier watend das Ufer, wo sie durch die Leuchtturmbesatzung von Barnegat Light versorgt wurden. Die Bergungsfirma Northstar Marine pumpte Dieselöl und Bilgenwasser aus dem gestrandeten Havaristen ab. Mit dem Abendhochwasser wurde gegen 20.30 Uhr ein erster vergeblicher Abschleppversuch durch eine örtliche Bergungsfirma unternommen. In den Mittagsstunden des 27. Oktober gelang es, die "John de Wolf II" vom Strand zu ziehen. Beim Versuch, sie zurück in den Hafen zu ziehen, sank sie dann jedoch plötzlich eineinhalb Meilen südlich des Barnegat Inlet.
Quelle: Tim Schwabedissen

Wrack aus Esbjerger Hafeneinfahrt geräumt
(29.10.2004) - Am 28. Oktober wurde der in der Einfahrt des dänischen Hafens Esbjerg gesunkene Bagger "Thor R" von einem Schwimmkran gehoben. Die Bergung des nach der Kollision mit einem Autotransporter im September untergegangenen Schiffes gelang trotz kräftigen Windes und aufgerauhter See. Das äußerlich stark ramponierte Wrack soll nun in Esbjerg repariert werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schlepper in Wilmington gesunken
(29.10.2004) - Am Nachmittag des 26. Oktober sank der Schlepper "Lindsey" nahe des Wilmington Marine Terminal bei der Assistenz für ein anderes Schiff in der Mündung des Christina River in Delaware. Die dreiköpfige Besatzung des 70 Fuß langen Schiffes wurde von einem Terminalboot unversehrt gerettet. An der Untergangsstelle wurde ein Ölschlängel ausgelegt und eine Sicherheitszone eingerichtet. Am 28. Oktober soll das Wrack von der Don Jon Marine Salvage mithilfe eines Schwimmkrans gehoben werden. Die Ursache des Untergangs wird untersucht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Glückliche Rettung zweier Schiffbrüchiger nach 19 Stunden
(28.10.2004) - Am Morgen des 24. Oktober wurden zwei Schiffbrüchige nach 19 Stunden im Wasser vor der Küste von Waianae, Honululu, gerettet. Die beiden waren am 23. Oktober mit einem gerade gekauften 21-Fuß-Bayliner zu einer Probefahrt ausgelaufen, als es plötzlich zu einem Motorausfall kam. Als einer der beiden Seeleute die Ursache klären wollte, entdeckte er einen Wassereinbruch im Achterschiff. Über Funk informierten sie die örtliche Küstenwache vom drohenden Untergang, dann brach der Kontakt ab.

In Barbers Point startete ein Rettungshubschrauber, und das Patroullienboot "Washington" wurde beauftragt, die Südküste von Oahu und das Seegebiet um Waianae abzusuchen. Während in den folgenden Stunden und während der Nacht die Suche zu keinem Ergebnis führte, wurde versucht, die Herkunft des Notrufs genauer einzugrenzen. Durch die Strömung wurden die beiden im Wasser Treibenden inzwischen voneinander getrennt.

Um 7.40 am folgenden Morgen sichtete ein Offizier aus einer zur Suche eingesetzten Hercules neun Meilen südwestlich von Pokai Bay einen Fleck im Wasser. Trotz vier weiterer Überflüge konnte die Sichtung jedoch nicht wiederholt werden. Daraufhin wurde die Position markiert und ein Hubschrauber dorthin geführt. Tatsächlich machte dessen Crew einen der beiden Schwimmer aus, der mit dem Arm winkte. Seine leuchtend-orangene Schwimmweste hatte ihm dabei wohl das Leben gerettet. Ohne sie hätte der Hubschrauber den Mann wohl nicht entdeckt. Er war vom stundenlangen Aufenthalt im Salzwasser schon schwer gezeichnet. Ein Rettungsschwimmer half ihm in einen Rettungskorb, mit dessen Hilfe er in den Hubschrauber gezogen wurde. Eine Viertelstunde später traf ein weiterer Hubschrauber ein, sodass der erste mit dem Geretteten nach Barbers Point abdrehen konnte, wo bereits eine Ambulanz wartete.

Wenig später fand der Kutter "Nani G" auch den zweiten Mann gut vier Meilen südlich von Pokai Bay. Er wurde in den Hafen von Waianae gebracht. Nach ihrer Rettung sagten die Schiffbrüchigen, es sei wie in einem Film gewesen. Man könne sich nicht vorstellen, dass einem so etwas passieren würde, und es auch nicht dem schlimmsten Feind wünschen. Beide wurden nach ihrer Rettung im Tripler Army Medical Center behandelt und inzwischen aus dem Krankenhaus entlassen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Tankschiff auf Donau gestrandet
(28.10.2004) - Am 23. Oktober lief das in Ballast fahrende österreichisches Tankschiff "Carolin" bei Mühlham in der Donau auf Grund. Es hatte in Deggendorf eine Ladung Heizöl aufnehmen sollen. Vor der Mühlhamer Schleife musste es wegen Gegenverkehrs warten. Dabei hat der Wellenschlag der donauabwärts fahrenden Schiffe den Tanker am Rand der Fahrrinne auf eine Kiesbank gedrückt. Erste Bergungsversuche scheiterten. Erst am 24. Oktober gelang es mit einem Stelzenbagger, den Kies unter dem Havaristen soweit zu entfernen, dass das Schiff in die Fahrrinne zurückgezogen werden konnte.
Quelle: Tim Schwabedissen

Feuer auf philippinischer Fähre ging glimpflich aus
(28.10.2004) - Die philippinische Fähre "Trans Asia 1" der Trans Asia Shipping Lines geriet auf dem Weg von Cagayan de Oro City nach Cebu City with 426 Passagieren und 42 Mann Besatzung in Brand. Das Maschinenraumfeuer brach vor Minalunan Point, Siquijor, aus. Das Feuer konnte binnen einer halben Stunde unter Kontrolle gebracht werden. Eine Hilfsmaschine wurde durch die Flammen beschädigt.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Tricolor"-Bergung abgeschlossen
(28.10.2004) - Eine der spektakulärsten Bergungsaktionen in der Schifffahrtsgeschichte ist zu Ende: Knapp zwei Jahre nach dem Untergang des norwegischen Autofrachters "Tricolor" haben Bergungskräfte jetzt die letzten bergungsfähigen Reste des Wracks und seiner Ladung vom Meeresgrund geholt. Das 190 Meter lange Schiff war unter Wasser zunächst in neun Teilstücke zersägt worden. Diese wurden dann einzeln gehoben, bis Winterstürme eine Unterbrechung der Arbeiten erzwangen. Bei Wiederaufnahme der Räumung waren die verbliebenen Sektionen zusammengebrochen und mussten mit Baggern vom Kanalgrund gehoben werden. Beim Aufspüren von Schiffs- und Ladungstrümmern half ein Sidescan-Sonar. Die "Tricolor" war am 14. Dezember 2002 mit 2871 Luxuswagen an Bord nach einer Kollision gesunken. Das 1987 erbaute Schiff lag seither am Rande der vielbefahrenen Schifffahrtsstraße vor der französischen Hafenstadt Dünkirchen. Kurz nach dem Untergang stieß ein anderer Frachter gegen das Wrack, das bei Ebbe knapp aus dem Wasser ragte. Mehrfach trat Öl aus dem havarierten Schiff aus, viele Seevögel starben. Daher wurde die vollständige Bergung beschlossen Schlechtes Wetter verzögerte immer wieder die Arbeiten, die nach einem bisher einzigartigen Plan abliefen. Nur bei dem russischen U-Boot "Kursk" war zuvor schon unter Wasser ein Teil des Rumpfes abgetrennt worden. Die "Tricolor" wurde mit einem 5,4 Zentimeter dicken Sägeseil in neun Teile zerschnitten, jedes davon mehr als 3000 Tonnen schwer. Mit Schwimmkränen wurden die Wrackteile auf offener See gehoben und mit Pontons zum Hafen von Seebrügge gebracht. Für die Kosten kommt die Versicherung der Reederei Wilh. Wilhelmsen auf. Sie werden auf einen zweistelligen Millionenbetrag geschätzt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter gestrandet und gesunken
(28.10.2004) - Der 14.141 BRZ große Frachter "Stepan" riss sich vor Cape Lodeyny am 2. Oktober vom Anker los. Das 1980 erbaute Schiff, das von Amsterdam kam, schlug leck und sank später.
Quelle: Tim Schwabedissen

Feuer auf Containerfrachter
(28.10.2004) - Am 20. Oktober brach im Maschinenraum des 52.090 BRZ großen Containerfrachters "Ever Dynamic" im Hafen von Osaka ein Feuer aus. Hauptmaschine und Generator des sechs Jahre alten Schiffes wurden bei dem Brand beschädigt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter vor England in Brand
(28.10.2004) - Vor dem englischen Hafen Hull kam es am 20. Oktober zu einem Brand auf dem 15.938 BRZ großen Frachter "Chainat Navee". Das Feuer war in Laderaum III des von Singapur kommenden, 1978 erbauten Schiffes ausgebrochen. Bevor es britischen Feuerwehrleuten gelang, den Brand unter Kontrolle zu bekommen, entstand an der im betroffenen Raum gestauten Fracht erheblicher Schaden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Feuer in Containerladung erstickt
(28.10.2004) - Auf dem 75.484 BRZ großen Frachter "NYK Argus" brach im Laderaum III vor Algerien am 27. Oktober ein Feuer aus. Das erst in diesem Jahr abgelieferte Schiff war mit einer Ladung Containern auf dem Weg nach Europa. Es gelang, den Laderaum abzudichten und so das Feuer zu ersticken. Anschließend konnte die "NYK Argus" ihre Fahrt fortsetzten.
Quelle: Tim Schwabedissen

Erfolgreiche Suche nach schiffbrüchigen Fischern
(28.10.2004) - Am 26. Oktober geriet der Kutter "San Rochelle" vor Neuseeland in Brand. Das Schiff hatte drei Mann Besatzung. Nach dem Auffangen eines Notsignals startete die neuseeländische Luftwaffe eine Suchaktion, in deren Verlauf das Rettungsboot des Havaristen gesichtet wurde. Ein Rettungshubschrauber wurde anschließend zur Position geführt und nahm die Seeleute unversehrt auf.
Quelle: Tim Schwabedissen

Ölbergung auf "BBC China" im Gange
(28.10.2004) - Drei Tonnen Öl und 25 Tonnen Fracht konnten bislang aus dem Wrack der vor Südafrika gestrandeten "BBC China" geborgen werden. Die Ölbergung war am 23. Oktober nach Wetterbesserung begonnen worden. Die Ölbekämpfungsmaßnahmen bleiben an der Strandungsstelle in Kraft, das Ölbekämpfungsschiff "Kuswag I" vor Ort. Regelmäßige Überwachungsflüge sollen frühzeitig auf Gefahren aufmerksam machen. Wiedersprüchliche Angaben gab es zum gegenwärtigen Zustand des Schiffes. Berichten, nach denen es bereits auseinander breche, widersprach die Bergungsfirma Smit Marine, die angab, dass sich der Zustand in den vergangenen Tagen nicht verändert habe.
Quelle: Tim Schwabedissen

Wal von Kreuzfahrtschiff aufgespießt
(27.10.2004) Im Sankt-Lorenz-Strom in Kanada hat ein Kreuzfahrtschiff einen toten Finnwal mitgeschleppt, ohne dass dies Passagieren und Besatzung auffiel. Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, wurde das Tier am Bug aufgespießt. Erst beim Einlaufen in den Hafen von Saint John in New Brunswick sei der 20 Meter lange Walkadaver am Sonntag bemerkt worden. Laut den Behörden steht bislang nicht fest, ob der Wal noch lebte, als er gegen das Schiff «Jewel auf the Sea» prallte. Die Küstenwache hat den toten Wal inzwischen in den Sankt-Lorenz-Strom zurückgebracht.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Ostsee schrammte bei Tankerkollision nur knapp an Ölkatastrophe vorbei
(27.10.2004) - Der mit 100.000 Tonnen Öl beladene Tanker «Bergitta» ist in der Nacht zum 25. Oktober zwischen den dänischen Inseln Seeland und Fünen südlich der Großen Beltbrücke mit dem panamaischen Frachter "MSC Eyra", 21.584 BRZ, kollidiert und beschädigt worden. Die Erlaubnis zur Weiterfahrt soll das norwegische Schiff erst nach Abpumpen der gesamten Ladung erhalten. Die unmittelbare Gefahr einer Ölpest soll nicht bestehen. Der Tanker "Bergitta" durfte nach Abschluss der Inspektion durch die Schifffahrtsbehörden seine Fahrt nach Rotterdam fortsetzen. Es hieß, die Ostsee sei bei der Kollision um ein Haar an einer Ölkatastrophe vorbeigeschrammt. Wenn das Wetter nur eine Spur rauer oder einer der beiden Kapitäne einen Augenblick später reagiert hätte oder wenn auch "Bergitta" keinen Lotsen an Bord gehabt hätte, hätte das Unglück folgenreicheer ausgehen können. Die Kapitäne und der Lotse an Bord des Tankers hatten es im letzten Moment geschafft, dass es statt eines frontalen Zusammenstoßes lediglich zum seitlichen Aufeinanderstoßen der beiden über 200 Meter langen Schiffe kam. Die "MSC Eyra" war 1982 als "Kapitan Kozlovskiy" bei der Warnowwerft Warnemünde für die St. Petersburger Baltic Shipping Co. erbaut und 1989 um 30 Meter verlängert worden. 1995 wurde sie umgeflaggt und trug in der Folge die Namen "Miden Agan", "Maersk Toronto", "Pelineo" und seit März 2004 den aktuellen. Sie gehört der Compania Naviera Eyra S.A. (Pacific Marine Services, Hongkong) und lief zum Unglückszeitpunkt in Charter der Mediterranean Shipping Company.
Quelle: Tim Schwabedissen

Einstiger America's Cupper gekentert
(27.10.2004) - Nur wenige Meter vor dem berühmten Opernhaus von Sydney ist am 26. Oktober die Yacht "FT Spirit" auf einen Fels aufgelaufen. Dabei bracht der Kiel des Bootes, so dass es kenterte und auf der Backbordseite liegend hilflos auf Felsen nahe des Opernhauses trieb. Das 22 Meter lange Schiff war so dicht am Kai umgeschlagen, dass der Mast eine Straßenlaterne auf dem Fußweg vor dem Operngebäude zertrümmerte. Die 14 Crew-Mitglieder stürzten bei der Havarie zum Teil ins Hafenwasser, kamen aber mit dem Schrecken davon. Nun soll untersucht werden, warum sich die "FT Spirit" dem Opernhaus überhaupt so sehr nähern konnte. Die Yacht war 1992 unter dem Namen "Spirit of Australia" beim America's Cup gestartet, heute wird sie als Charterboot genutzt. Zum Unglückszeitpunkt war sie in Charter der Financial Times.
Quelle: Tim Schwabedissen

Elbe nach Brückenkollision gesperrt
(27.10.2004) - Ein tschechischer Schleppverband ist am 25. Oktober an der Augustusbrücke in Dresden hängen geblieben und hat für eine mehrstündige Verkehrssperrung flussaufwärts Richtung Tschechien gesorgt. Bei dem Verband handelte es sich um den Schlepper "Lucky-1" und die Lastkähne "Petra-3" und "Petra". Der Verband passierte gegen 14 Uhr das Stadtzentrum in Richtung Tschechien. Dabei lief die mit Sojaschrot beladene "Petra-3" mit der Steuerbordseite des Bugs auf einen Pfeiler der Augustusbrücke auf. Die Zille blieb am zweiten Pfeiler der Brücke auf Altstädter Seite hängen. Das Wasser- und Schifffahrtsamt sperrte die Elbe in Richtung Tschechien um 14.09 Uhr für den Verkehr. Mit Hilfe des Schleppers "Motor 4" konnte die "Petra 3" am frühen Abend befreit werden und die Reise fortsetzen. Weil auch an der Brücke keine Scäden feststellbar waren, wurde die Elbe gegen 17.10 wieder für den Schiffsverkehr freigegeben. Bereits vor acht Monaten hatte es einen Unfall mit einem tschechischen Transportschiff gegeben, dem bei der Durchfahrt unter der Augustusbrücke zwei Seile gerissen waren.
Quelle: Tim Schwabedissen

Ölverschmutzung auf Rhein nach Tankerstrandung
(27.10.2004) - Ein mit 1700 Tonnen Dieselöl beladenes Tankschiff ist am 26. Oktober auf dem Rhein nahe der Loreley auf Grund gelaufen. Das flussaufwärts fahrende belgische Schiff war gegen 10 Uhr aus noch unbekannter Ursache in einer Flussbiegung auf Grund gelaufen und leckgeschlagen. Etwa 10 000 Liter Öl liefen anschließend aus. Eine größere Verschmutzung des Rheins konnte den Angaben zufolge aber vermieden werden, da es dem Kapitän nach dem Unfall noch gelang, das Schiff in den Loreleyhafen in St. Goarshausen zu steuern. Das meiste Öl trat erst dort aus. Der Hafen wurde abgesperrt, sodass nur wenig Öl in den Fluss gelangte und stromabwärts trieb. Das Öl im Hafen wurde von der Feuerwehr abgepumpt. Auf dem Havaristen wurde zunächst der leckgeschlagene Tank leergepumpt. Anschließend dichteten Taucher das Loch ab. Am 27. Oktober sollte das Tankschiff seine Fahrt fortsetzen können.
Quelle: Tim Schwabedissen

Friteuse fing Feuer - 300.000 Euro Schaden auf Binnenschiff
(27.10.2004) - Ein Schaden von rund 300.000 Euro ist am 24. Oktober bei einem Brand auf einem Frachter auf dem Rhein bei Mainz entstanden. Das Feuer brach bei einer Fritteuse in der Kajüte des Schiffes aus.
Quelle: Tim Schwabedissen

Fregatte rettete Frachterbesatzung
(27.10.2004) - Die französische Fregatte "Surcouf (FS 711)" rettete am 14. Oktober die 16-köpfige Crew des panamanischen Frachters "Sara 2", der auf ein Riff vor dem Yemen gelaufen war. Die Fregatte war Teil eines Flottenverbandes, der zur Terrorismusbekämpfung am Horn von Afrika im Einsatz ist.
Quelle: Tim Schwabedissen

15 Vermisste nach Fährkollision
(27.10.2004) - Auf dem Bishkhali-Fluss im südlichen Bangladesh kollidierte die Zwei-Deck-Fähre "Sadia" mit dem Motorschiff "Niharika". Die "Sadia" war mit 50 Passagieren unterwegs von Barisal nach Potakhali im Barisal Distrikt. Die kleinere "Niharika" kenterte und sank. 15 Menschen wurden vermisst.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter in Kola-Bucht gestrandet
(27.10.2004) - Der Frachter "Stepan Razin" der Murmansk Sea Shipping Company lief am 23. Oktober in der Mündung der Kola Bucht auf Grund. Die 23-köpfige Crew wurde in Sicherheit gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Amerikanische Fähre kollidierte mit Anleger
(27.10.2004) - Die Fähre "Neuse" rammte am Morgen des 24. Oktober mit 29 Passagieren an Bord die Mole und Rampe des Anlegers in Cherry Branch, North Carolina. Mehrere Fahrzeuge an Bord der Fähre wurden ebenso beschädigt wie die Rampe.
Quelle: Tim Schwabedissen

Ex-Regierungsboot gesunken
(27.10.2004) - An der Mole von Narain sank am 23. Oktober das einstige Regierungsboot der Fijis, die "Adi Lomai". Die frühere "Daunisova" war für 27.000 Dollar von der Lomaviti Provinz erworben worden, hatte aber danach bereits 100.000 Dollar für die Überholung gekostet, als sie jetzt unterging.
Quelle: Tim Schwabedissen

Ein Toter bei Kutterunglück
(27.10.2004) - Der amerikanische Kutter "Daddy's Girl" wurde seit dem 23. Oktober mit zwei Mann Besatzung vor Clearwater Pass vermisst. Die US-Küstenwache startete eine Suche mit Booten, Hubschraubern und einem Jet. Das Suchflugzeug sichtete am 24. Oktober einen Überlebenden in Schwimmweste und leitete einen Hubschrauber zur Position 24 Meilen südwestlich von Clearwater. Der zweite Fischer wurde zwei Seemeilen entfernt Stunden später tot vom Küstenwachkutter "Pea Island" geborgen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Sportboot von Tanker zerstört
(2710.2004) - Der Tanker "Gemini" überlief beim Auslaufen aus dem Detroit River unterhalb von Grassy Island ein 35 Fuß langes Sportboot, dass die Distanz fehleingeschätzt hatte und dem Tanker vor den Bug lief. Das Boot reagierte in keiner Weise auf die Gefahrensituation. Beim Zusammenstoß wurde es völlig zertrümmert. Seine Insassen blieben unversehrt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Jack-up-Rig gestrandet und zerbrochen
(27.10.2004) - Eine Arbeitsplattfrom riss sich am Morgen des 21. Oktober von seinem Liegeplatz vor Seaford los und trieb auf die Küste, wo sie am Strand auseinanderbrach. Das Unglück ereignete sich bei bis zu neun Windstärken. Entlang der Küste breitete sich von dem 40x40 Fuß großen Gefährt ein Trümmerteppich aus. Die Barge war mit Küstenreparaturarbeiten beschäftigt gewesen. An Bord war keine Besatzung gewesen. Das Strandungsgebiet wurde von einem Rettungsteam der Newhaven Küstenwache kontrolliert.
Quelle: Tim Schwabedissen

Zwei tote Angler in Rügener Boddengewässer gefunden
Stralsund (24.10.2004) Zwei Angler sind bei einem Bootsunglück im Großen Jasmunder Bodden ums Leben gekommen, der von Teilen der Ostseeinsel Rügen umschlossen ist. Wie die Polizei in Stralsund mitteilte, wurden die beiden aus der Region stammenden Brüder im Alter von 41 und 49 Jahren am Sonntag von einem Suchhubschrauber leblos auf dem Wasser treibend entdeckt. Sie waren am Samstag in einem Boot mit kleinem Außenbordmotor aufs Wasser hinausgefahren und nicht zurückgekehrt. Bei Suchaktionen hatte man zunächst nur das gesunkene Boot der beiden entdeckt. Es war vorerst unklar, ob die Männer in dem eiskalten Wasser erfroren oder ertranken.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Suche nach 19 verlorenen Containern in der Nordsee
Hamburg (22.10.2004) In der Nordsee treiben seit Donnerstag 19 leere Container. Wie das Wasser- und Schifffahrtsamt Cuxhaven am Freitagabend mitteilte, stammen sie von dem 132 Meter langen Frachter «Matfen», der die Ladung auf seiner Reise nach Polen bei schwerer See verloren hatte. Weil die Container eine Kollisionsgefahr für andere Schiffe darstellen, wurden sie von einem Öl-Überwachungsflugzeug gesucht, bislang aber ohne Erfolg. Möglicherweise sind sie versunken.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Taifun Tokago versenkte Viermastbark und Fähre
(22.10.2004) - Der Taifun Tokago, der über Japan hinweg fegte, versenkte oder beschädigte nicht nur zahllose Fischkutter, sondern führte auch zu Havarien großer Schiffe. Im Hafen von Fushiki, 250 Kilometer westlich von Tokio, schleuderte eine riesige Welle schleuderte die russische Fähre "Antonina Nezhdanova" am Abend des 20. Oktober gegen die Pier. Die rund 100 Meter lange Fähre schlug leck und sank an ihrem Liegeplatz. Mit rund 50 Grad Backbordschlagseite legte sie sich auf die Kaianlage. Eigentlich hätte das Schiff mit 44 Passagieren und 62 Besatzungsmitgliedern sowie 87 Autos an Bord an diesem Tag nach Wladiwostok laufen sollen, konnte aber wegen des Taifuns nicht den Hafen verlassen. Noch kurz vor der Havarie hatte der Kapitän Schlepper angefordert, um auf das offene Meer geschleppt zu werden. Diese trafen jedoch nicht mehr rechtzeitig ein. Bei dem Unglück wurde niemand der 112 Personen verletzt. Vor Kakeroma Island in der Kakeroma Präfektur lief einige Stunden zuvor in schwerem Seegang das unter Bahamas-Flagge laufende Containerschiff "OOCL Seti", 4.883 BRZ, auf Grund. Die 16-köfige philippinische Crew wurde unversehrt gerettet, dasSchiff am Nachmittag freigeschleppt. Am 22. Oktober sollte es seine Fahrt nach Hongkong fortsetzen. Um fünf Uhr morgens war der japanische Frachter "Shuri" vor Uma Island in derSeto Inland See vor Imabari, Ehime Präfektur, gestrandet. Auch seine 12-köpfige Besatzung kam nicht zu Schaden. Erst einen Tag nach ihrer Strandung gelang es im Hafen von Yokohama, 102 Seefahrtsschüler und 65 Mann Stammbesatzung von dem Segelschulschiff "Kaio Maru", 2.556 BRZ, zu retten. Die1989 in Uraga erbaute, 110 Meter lange Viermastbark war gegen die Hafenmole geschleudert worden und dort gesunken. Während die Brecher über die Steuerbordseite des Wracks gingen, mussten die Schiffbrüchigen an Bord ausharren, bis Wetterbesserung eingesetzt hatte.
Quelle: Tim Schwabedissen

Bewährungsstrafe für betrunkenen Rudergänger
(22.10.2004) - Die Fahrt sollte von Berlin nach Magdeburg gehen. Doch schon auf der Unteren Havel-Wasserstraße in Kladow änderte die „Heide-Luise“ am 7. Juli 2003 plötzlich ihren Kurs. Ab Kilometer 13 zog sie immer wieder nach Steuerbord. Der Rudergänger aber merkte nichts, bis der Lastkahn in die Steganlage des Segler-Clubs Oberspree fuhr und dabeizehn Sportboote beschädigte. Vor dem Amtsgericht Tiergarten räumte der 46-jährige Pole gestern ein, dass er Alkohol getrunken hatte. Bei einem kleinen Nickerchen hatte er nach Auffassung der Staatsanwaltschaft das Ruder verzogen. Ene halbe Stunde vor der Kollision hatte Z. am frühen Nachmittag des Unglückstages das Steuer des Binnenschiffs übernommen. Der 55-jährige Kapitän hielt sich in jenen Minuten unter Deck auf. Dennoch saß er nun mit auf der Anklagebank. Er habe seinem Hilfsschiffsführer Z. das Ruder übergeben, obwohl er die erhebliche Alkoholisierung des Mannes hätte bemerken müssen, hieß es in der Anklage. Diesen Vorwurf aber bestritt der Kapitän aus Minden. Und zweifelsfreie Beweise sah das Gericht am Ende nicht und entschied in seinem Fall auf Freispruch. Bei dem Rudergänger hatte die Wasserschutzpolizei sofort „starken Alkoholgeruch in der Atemluft“ festgestellt. Er hatte noch zwei Stunden nach der Kollision 1,9 Promille Alkohol im Blut. Er könne von Glück reden, dass es keine Verletzten zu beklagen gab, hieß es vor Gericht. Personen, die sich auf den Sportbooten aufhielten, hatten den gefährlichen Kurs der „Heide-Luise“ bemerkt und ihre Schiffe schnell verlassen. Insgesamt entstand ein Sachschaden von mehr als 124.000 Euro. Wegen fahrlässiger Gefährdung des Schiffsverkehrs wurde Andrzej Z. am 21. Oktober zu einer Haftstrafe von vier Monaten auf Bewährung verurteilt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Autofrachter im Sturm losgerissen
(22.10.2004) - Am 21. Oktober kolliidierten bei stürmischem Wind bis zu Bf 9 die beiden Autofrachter "Cypress Pass" und die 190 Meter lange "Freedom" im Bremerhavener Nordhafen. Die an der Westseite des Hafens liegende, 184 Meter lange norwegische "Cypress Pass" wurde mit dem Heck an die gegenüberliegende "Freedom" getrieben, nachdem die Achterleinen gebrochen waren und das Achterschiff daraufhin vom Kai abtrieb. aufgrund des starken Windes (in Boen bis Beaufort 9) riss. Zu Personenschäden kam es dabei nicht, jedoch gab es Beschädigungen an den Rümpfen beider Schiffe.
Quelle: Tim Schwabedissen

Fähre im Nord-Ostsee-Kanal gerammt
(22.10.2004) - In der Nacht vom 13. auf den 14. Oktober kollidierte der litauische Frachter "Marjola" auf dem Weg zur Nordkammer der alten Schleuse des Nord-Ostsee-Kanals in Brunsbüttel mit der Kanalfähre "Königsberg". Die Fähre pendelte gerade von der Nord- zur Südseite, als sich der Zusammenstoß ereignete. Beide Schiffe wurden beschädigt. Während die "Marjola" aber ihre Fahrt fortsetzen konnte, musste die "Königsberg" den Verkehr einstellen und fuhr mit eigener Kraft in eine Werft in Rendsburg. Die Reparatur wird aber mehrere Tage dauern. Die ausgefallene "Königsberg" wurde zunächst durch eine kleinere Fähre ersetzt. Noch in dieser Woche soll aber eine andere große Fähre den Ersatzrverkehr aufnehmen
Quelle: Tim Schwabedissen

Sturm verhindert Arbeiten an "BBC China"
(22.10.2004) - Schlechtes Wetter verzögert die Arbeiten an dem Wrack der nahe Port Grosvenor gestrandeten "BBC China". Lediglich die mit ölverschmutztem Sand gefüllten Taschen, die Helfer am Strand zusammentrugen, konnten bislang beseitigt werden. Der nahegelegene Msikaba-River ist weiter gesperrt. Die "Kuswag I" und "Pentow Service" liegen vor der Küste und warten auf Wetterbesserung. Aus der Luft wird die Situation um den Frachter laufend überwacht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Loses Küchenrohr drohte Binnenschiff zu versenken
(21.10.2004) - Am Morgen des 20. Oktober kam es auf einem holländischen Binnenschiff auf dem Weser-Dattel-Kanal nahe Dorsten zu einem schweren Wassereinbruch. In der Kombüse hatte sich ein Abwasserrohr gelöst. Nur knapp konnte ein Untergang des Frachters abgewendet werden. Erst durch den Einsatz von Tauchern und einer schweren Lenzpumpe gelang es, das mit Kies beladene Schiff zu stabilisieren. Während der Rettungsarbeiten musste der Schiffsverkehr auf dem Kanal gestoppt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Retter mussten gerettet werden
(21.10.2004) - Auf einem Riff vor Jura lief am 19.Oktober die 50 Fuß lange Motoryacht "Enterprise" mit zwei Mann Besatzung auf Grund. Die Clyde Coastguard entsandte ein Rettungsboot. Dessen zweiköpfige Crew wurde ebenso wie die Yachtcrew beim Rettungsversuch auf einer Muschelbank eingeschlossen, sodass ein Hubschrauber der Royal Navy zu Hilfe gerufen werden musste. Aus der Luft gelang es, die Yachtcrew wie auch die verhinderten Retter zu retten.
Quelle: Tim Schwabedissen

Katamaranbesatzung nach Kenterung unter Wasser eingeschlossen
(21.10.2004) - Zwei Seemeilen nördlich von Bay Harbor, Michigan, kenterte am 19. Oktober der 42 Fuß lange Katamaran "Starry Night". Nachdem das Boot von einem anderen gesichtet worden war, wurde die Küstenwache alarmiert, die auch ein automatisches Notsignal des Bootes auffing. Aus Charlevoix lief ein Rettungsboot aus, auch ein Boot der Feuerwehr nahm Kurs auf die Unglücksstelle. Taucher fanden die 3-köpfige Besatzung der "Kerry Night" in der Kabine eingeschlossen. Sie halfen den Schiffbrüchigen an die Wasseroberfläche, wo sie Rettungsschwimmer in Empfang nahmen und auf das Küstenwachboot brachten. Mit leichten Unterkühlungen wurden sie nach Charlevoix gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Yachtcrew im Sturm gerettet
(21.10.2004) - Am 19. Oktober kam die 55 Fuß lange Yacht "Kamaa" in bis zu 30 Fuß hohen Wellen und 50 Knoten Windgeschwindigket 200 Meilen vor Washington in Schwierigkeiten. Über Funk teilte die Besatzung mit, dass die Maschine der "Kamaa" ausgefallen war, mehrere Bullaugen ausgeschlagen wurden und der Bugsprit gebrochen sei. Daraufhin war die Aufgabe des Bootes entschieden worden. Ein Hubschrauber der Küstenwache aus Astoria, Oregon, rettete die 2-köpfige Crew aus Massachusetts und Hawaii. Vorher hatte eine Hercules-Maschine das Boot im Sturm ausgemacht und Rettungsausrüstung abgeworfen. Das in Hawaii beheimatete Boot war auf dem Weg nach Victoria, Canada, gewesen. Beide Männer wurden nach ihrer Rettung nach Astoria gebracht und dort nach medizinischer Untersuchung entlassen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter in Taifun gestrandet
(20.10.2004) - Erneut fegte am 19. Oktober ein schwerer Taifun mit starken Regenfällen über den Süden Japans hinweg. Vor einer Insel im Südwesten des Landes lief ein 9900-Tonnen-Frachter auf Grund, alle 12 Besatzungsmitglieder blieben unverletzt, und auch das Schiff blieb bislang weitgehend unbeschädigt. Mit Windgeschwindigkeiten von 144 Stundenkilometern ist "Tokage" der stärkste Taifun, der Japan seit 1991 heimsuchte.
Quelle: Tim Schwabedissen

Yacht vor Hiddensee auf Grund
(20.10.2004) - Am Abend des 18. Oktober konnten in einer dramatischen Rettungsaktion zwei Segler vor der Insel Hiddensee aus Seenot geborgen worden. Ihre 12-Meter-Yacht war außerhalb des Fahrwassers auf Grund gelaufen und drohte von der Brandung zerschlagen zu werden. Die Segler, die auf der Rückfahrt von Kopenhagen in den Heimathafen Stralsund waren, konnten mit Hilfe des Tochterbootes des Seenotkreuzers "Theo Fischer" gerettet werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Helfer bekämpfen Ölverschmutzung der "BBC China" an der Wild Coast
(20.10.2004) - An der Küste von Port Grosvenor begannen am 19. Oktober Säuberungsarbeiten an dem vom Öl der gestrandeten "BBC China" verschmutzten Küstenabschnitt. Helfer schwärmten über die abgelegenen Strände und Felsen von Msikaba an der Transkei Wild Coast aus. Die Mündung des Msikaba-Flusses wurde vorsorglich abgesperrt.
Nach bisherigen Erkenntnissen hält sich der Schaden aber in engen Grenzen, und die Arbeiter kamen gut voran, das geborgene Öl-Sand-Gemisch in Säcken einzusammeln. Nahe des mit dem Bug in Richtung Strand aufsitzenden Frachters wurde eine Basis für die Abpumparbeiten vom Havaristen eingerichtet. Aus Durban soll am 21. Oktober schweres Gerät in Marsch gesetzt werden, um mögliche weitere Ölverschmutzungen effektiv zu bekämpfen. Nahe der Strandungsstelle sind das Ölbekämpfungsschiff "Kuswag I" und die "Pentow Surveyor" auf Position und beobachten die Entwicklung. Außerdem ist die Küstenwache mit einem Schiff sowie einem Überwachungsflugzeug im Einsatz.
Taucher begannen mit Untersuchungen am Rumpf der "BBC China". Experten der Bergungsfirma Smit International gingen zu Untersuchungen an Bord des Schiffes. Die Dauer der Ölbergung von Bord wird auf fünf Tage eingeschätzt.
Unterdessen ist der zweite Havarist vor Südafrika, die 550 vor der Küste treibende "Taipan I", von der "Smit Amandla" auf den Haken genommen worden und befindet sich derzeit auf dem Weg zurück nach Kapstadt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Barge vor Isle of Wight gekentert
(20.10.2004) - Eine halbe Seemeile vor Bonchurch an der Südwestküste der Isle of Wight geriet am Nachmittag des 17. Oktober ein Schlepper mit einer Barge in Seenot. Die Barge verlor ihre gesamte Ladung, nachdem sie zuvor Schlagseite entwickelt hatte. An Bord befanden sich Industriemaschinen, 1000 Tonnen Steine sowie Schienenschwellen. Aus Bembridge lief ein Rettungsboot aus. Ein zunächst ebenfalls zur Unglücksstelle entsandter Hubschrauber brach seinen Einsatz ab, nachdem klar war, dass sich alle Besatzungsmitglieder sicher an Bord des Schleppers befanden. Es gelang, die krängende Barge vor Anker zu legen. Sie hatte sich nach dem Ladungsverlust wieder etwas aufgerichtet und soll nun ausgepumpt werden. Das Rettungsboot blieb vor Ort und versuchte gemeinsam mit dem Schlepper, die im Wasser treibenden Schwellen wieder einzufangen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Hoffnungen für "BBC China" schwinden
(19.10.2004) - Zwei Tage nach ihrer Strandung begannen die Hoffnungen, die "BBC China" an der südafrikanischen Ostküste noch bergen zu können. Sämtliche Abteilungen des aus Leer stammenden 122 Meter langen Havaristen mit Tanks, Laderäumen und Maschinenraum sind inzwischen durchgeflutet. An Bord des Mehrzweckfrachters befindet sich noch eine kleine Ladung von Stahlprodukten, mit denen er in der Strandungsnacht zu kleinen Überholungsarbeiten und zum Bunkern von Treibstoff nach Durban unterwegs gewesen war.
Jetzt konzentrieren sich die Arbeiten am Schiff darauf, sämtliches umweltgefährdendes Material, vor allem den verbliebenen Brennstoff, zu entfernen. Die "BBC China" war um 21 Uhr des 16.10. auf einer Sandbank 150 Meter vor demr Küste festgekommen und wenig später bereits leckgeschlagen. Trotz der Dunkelheit und starken Windes war es einem Rettungshubschrauber aus Richards Bay gelungen, die 16-köpfige Crew vom Schiff abzubergen. Auch das südafrikanische Forschungsschiff "SAS Protea" war zur Unglücksstelle gelaufen, hatte sich wegen Schwell und Wind aber nicht mehr als fünf Seemeilen annähern können. Es spielte auf seiner Standby-Position aber für die Kommunikation zwischen Hubschrauber, den bereits am Strand abgesetzten Schiffbrüchigen und dem Havaristen eine wichtige Rolle.
Inzwischen ist das Ölbergungsschiff "Kuswag I" vor Ort, um eine Umweltgefährdung durch die geringen aus der Bilge ausgelaufenen Ölmengen auszuschließen. Der ursprünglich zur "BBC China" beorderte Schlepper "Smit Amandla" bekam unterdessen bereits neue Arbeit: Von Kapstadt kommend war der Frachter "Taipan I" in Seenot geraten und hatte um Hilfe gerufen. Er soll nun an die Trosse der "Smit Amandla" kommen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Sorge um "BBC China" - Frachter sorgte bereits früher für Schlagzeilen
(19.10.2004) - Mit Steuerbordschlagseite liegt die "BBC China" seit nunmehr drei Tagen an der Küste Südafrikas. Brecher waschen über das Oberdeck des modernen Frachters. Vorübergehend hat der Wind nachgelassen, und gegenwärtig läuft nur wenig Öl aus dem aufgerissenen Rumpf aus. Nach dem Bekanntwerden von Details über die Vergangenheit der "BBC China" haben südafrikanische Politiker am 19. Oktober aber große Sorge über die jetzige Ladung des bei Grosvenor gestrandeten Schiffes geäußert. Im Herbst 2003 war das Schiff in die Schlagzeilen geraten, weil es offenbar Teile zum Bau einer Atomanlage nach Libyen liefern wollte. Hieraus resultierte möglicherweise die damals überraschende Entscheidung Libyens, auf die Entwicklung von Massenvernichtungswaffen zu verzichten. Auf der "BBC China" waren mehrere tausend Bauteile für Zentrifugen beschlagnahmt worden, die zur Urananreicherung verwendet werden können.
Im September 2003 erfuhren britische und amerikanische Geheimdienste, dass ein deutscher Frachter einen Hafen am Persischen Golf mit Zentrifugen-Ausrüstung für Libyen verlassen sollte. Die Geheimdienste informierten die deutschen Behörden, die mit dem Eigner des Frachters Kontakt aufnahmen. Die Firma, die sich sehr kooperativ zeigte, wies das Schiff daraufhin an, einen italienischen Hafen anzusteuern. Dort entdeckten britische und amerikanische Ermittler die als Maschinenteile deklarierten Zentrifugen-Teile und beschlagnahmten sie. Die US-Regierung würdigte die Arbeit der deutschen und der italienischen Behörden bei der Aktion. Im Februar 2004 wurde die "BBC China" in Honululu von der US-Küstenwache durchsucht, nachdem ein Besatzungsmitglied sie über gefährliche Frachtgüter informiert hatte. Nun soll geprüft werden, ob an Bord der "BBC China" auch jetzt eventuell umweltgefährdende und nicht deklarierte Fracht ist. Nach offiziellen Angaben befinden sich an Bord kleine Mengen von Farbe, Batterien und Flaschen mit Carbondioxid sowie 58 Tonnen Schwer- 60 Tonnen Gasöl und acht Tonnen Ölrückstände. Die Hauptfracht sind 2.800 Tonnen Stahlstrukturen, die von Port of Spain in der Karibik via Durban nach Daressalam in Tansania verschifft werden sollten. Wenn die umweltgefährdenden Stoffe geborgen sind, soll geprüft werden, ob der Frachter von der Stelle, an der im August 1782 der britische Ostindienfahrer "Grosvenor" verloren ging, gerettet werden kann. Gegenwärtig sind die Berger noch mit der Hilfeleistung für die 15.000 Tonnen große "Taipan I" beschäftigt, die mit einer Ladung Zuckersäcken antriebslos in der See treibt. Die Wetteraussichten in dem Unglücksgebiet sind nach vorübergehender Wetterberuhigung schlecht.
Die "BBC China" wurde im Jahr 2000 gebaut und fährt unter der Flagge von Antigua und Barbuda. Der Frachter ist für 660 Norm-Container (TEU) ist auch für Gefahrgut ausgelegt. Er verdrängt 6.357 Tonnen und ist bei 121,6 Metern Länge 18,2 Meter breit und hat rund sechs Meter Tiefgang. Sie erreichte eine Geschwindigkeit von 15 Knoten. Die Reederei BBC Chartering and Logistic GmbH hat ihren Hauptsitz im ostfriesischen Leer und unterhält ein Büro in Bremen. Die Firma gehört zur Gruppe "Briese Schiffahrt", der auch die meisten der rund 90 Schiffe von BBC gehören.
Quelle: Tim Schwabedissen

Keine Rettung für Trawler vor Alaska
(19.10.2004) - Am Abend des 17. Oktober kam es auf dem amerikanischen 48-Fuß-Kutter "Susan Ann" in der Chatham Strait, Alaska, zu einem unkontrollierbaren Wassereinbruch im Maschinenraum. Binnen Minuten erreichte ein nahestehendes Schiff der Küstenwache den Havaristen. Gleichzeitig startete ein Hubschrauber mit Lenzpumpen aus Sitka. Als die Helfer das Schiff erreichten, war es dennoch bereits zu spät: Nahe Catherine Island sank die "Susan Ann". Ihre Besatzung konnte dank der schnellen Hilfe aber unversehrt gerettet werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Shuttleboot in Brand
(19.10.2004) - Auf dem 75 Fuß langen amerikanischen Shuttlebooot "Express Shuttle II", das mit drei Mann Besatzung von New Port Richie nach Sun Cruise Casino unterwegs war, bracht am Morgen des 17. Oktober im Pithlachascotee Channel nahe der Mündung des Coyte River, Florida, ein Feuer aus. Ein Rettungshubschrauber aus Clearwater fing den Notruf der Crew auf, als er auf einem Trainingsflug war, und assistierte bei der folgenden Rettungsaktion, an der auch die Pasco County Fire Rescue, der Schlepper "Towboat U.S." sowie zwei Boote der Küstenwache Sand Key teilnahmen. Ein Besatzungsmitglied der "Express Shuttle II" musste mit Rauchvergiftungen in ein Krankenhaus gebracht werden. Nach der Brandbekämpfung wurde begonnen, das Wasser aus dem Schiff auszupumpen, um einen Untergang abzuwenden und es in Schlepp nehmen zu können.
Quelle: Tim Schwabedissen

Gestrandeter Bremer Frachter verliert Öl
(18.10.2004) - Der unter Antigua-Flagge laufende deutsche Frachter "BBC China", 5.548 BRZ, lief in der Nacht zum 16. Oktober nahe Port Grosvenor an der südafrikanischen Wild Coast auf Grund. Am Morgen wurden Schlepper am Havaristen erwartet, dann jedoch verschlechterte sich die Situation des Schiffes nach einem Wassereinbruch in den Maschinenraum derartig, dass der Kapitän Hubschrauberhilfe anforderte. Auch begann Öl aus dem leckgeschlagenen Rumpf auszulaufen. Die gesamte Besatzung wurde gegen Mitternacht aus der Luft abgeborgen. Sie wurde am Strand abgesetzt und mit einem Bus nach Durban gebracht. Der Ankerziehschlepper "Pentow Service" lief noch in den Nachtstunden aus Durban aus und wurde im Laufe des 17. Oktober an der Strandungsstelle erwartet. Zwei Tage später soll die "Smit Amandla" aus Kapstadt kommend eintreffen. Die "BBC China" gehört der Bremer Beluga Superstition Reederei und fuhr nach ihrer Indienststellung 2001 zunächst unter ebendiesem Namen, ehe sie 2002 umbenannt wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen

Katamaran vor Florida gekentert
(18.10.2004) - Fünf Seemeilen vor Egmont Key, Florida, kenterte am 15. Oktober der amerikanische Katamaran "Endeavor". Die neunköpfige Crew meldete, dass sie in eine Rettungsinsel gehen würde. Die Küstenwache von Clearwater nahm mit einem Hubschrauber und einem Flugzeug die Suche nach dem Schiffbrüchigen auf.

Trawler vor Cape Cod gesunken
(18.10.2004) - Der 120 Fuß lange Trawler "Prosperity" aus Glocester legte sich 35 Seemeilen östlich von Cape Cod am Morgen des 12. Oktober während einer Fangfahrt in stürmischer See auf die Seite und begann dann übers Heck zu sinken. Die Windgeschwindigkeiten betrugen bis zu 45 Meilen, die Wellenhöhe an die 20 Fuß. Die Besatzung ging in Überlebensanzügen in eine Rettungsinsel, wurde später vom Küstenwachkutter "Sanibel" gerettet und nach Woods Hole gebracht.

Krabbenfischer gekentert - Rettung nach 30 Minuten
Büsum (17.10.04 10:30 Uhr) Glück im Unglück hatten zwei Krabbenfischer aus Büsum (Kreis Dithmarschen), die mit ihrem Schiff am Freitag gekentert sind. Nachdem der acht Meter lange Kutter in einem Priel im Wattenmeer auf eine Kante gelaufen und binnen weniger Minuten gesunken war, konnten sich die beiden 57 und 64 Jahre alten Männer auf eine überschwemmte Sandbank retten, wie die Polizei in Büsum am Sonntag mitteilte.
Durch Zufall war die Havarie von einem anderen Schiff beobachtet worden, dessen Besatzung den in Büsum stationierten Rettungskreuzer alarmierte. «Als wir eine halbe Stunde nach dem Unglück eintrafen, standen die beiden Männer auf der Sandbank bereits bis zur Brust im Wasser», sagete Hartmut Thede, Vormann des Rettungskreuzers. Mit starken Unterkühlungen wurden sie in ein Krankenhaus eingeliefert.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

"Luzon Spirit" freigeschleppt
(15.10.2004) - Der vor Fredericia gestrandete Tanker "Luzon Spirit" wurde in den Mittagsstunden des 14. Oktober freigeschleppt. Nach nur zehnminütigem Antauen kam Bewegung in den Havaristen. Nach der Bergung wurde er sicherheitshalber auf eine Position nördlich von Fünen verholt. Hier sollen Taucher den Rumpf auf mögliche Schäden untersuchen. Es gab während und nach der Strandung keinen Ölaustritt aus dem Doppelhüllenschiff. Ursache des Unfalls war der Bruch einer Schlepptrosse, während der Tanker von drei Schleppern aus dem Hafen gezogen wurde. Das Schiff wurde danach durch die Strömung auf eine Sandbank gedrückt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kindergruppe von leckem Segler evakuiert
(14.10.2004) - In den Mittagsstunden des 13. Oktober rammte das holländische Segelschiff "Waddenzee" zwischen Vlieland und Terschelling eine Boje im Sortemelk-Fahrwasser. Dabei schlug es leck und suche im Küstenwachzentrum Den Helder um Hilfe nach. An Bord war eine Gruppe von 28 Kindern mit zwei Begleitern. Das Rettungsboot "Graaf van Bylandt" aus Vlieland lief zum Havaristen und nahm die Passagiere vorsorglich an Bord. Sie wurden anschließend nach Terschelling gebracht. Ein Bergungsschiff aus Terschelling transportierte zusätzliche Lenzpumpen zur "Waddenzee", so dass der Wassereinbruch unter Kontrolle gebracht werden konnte. Der Schlepper "Typhoon" nahm das Schiff auf den Haken und brachte es ebenfalls nach Terschelling.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schon wieder Tanker vor Dänemark gestrandet
(14.10.2004) - Am 13. Oktober strandete der Doppelhüllentanker "Luzon Spirit" im Kleinen Belt auf einer Sandbank 100 Meter vom Ölterminal Fredericia entfernt. Das Schiff hatte zuvor rund 100.000 Tonnen Öl geladen und wollte den Hafen mit Lotsen- und Schlepperhilfe verlassen, als eine Trosse riss. Starke Strömung erfasste den Tanker und trieb ihn dann auf die Untiefe. Öl trat bislang nicht aus, allerdings wurde vorsorglich eine Ölsperre um das Schiff gelegt.

Mysteriöser Untergang eines Schulschiffs
(14.10.2004) - In den Mittagsstunden des 12. Oktober sank 20 Meilen östlich von Ulsan ein südkoreanisches Schulschiff auf dem Rückmarsch in den Heimathafen nach einem Manöver. Vier Offiziere kamen ums Leben, ein weiterer wurde von einem Schnellboot gerettet. Ein Marinesprecher sagte, zwischen dem Untergang und der Ortung eines nordkoreanischen U-Bootes in dem Seegebiet bestünde kein Zusammenhang.
Quelle: Tim Schwabedissen

Houston Ship Canal nach Kollision gesperrt
(14.10.2004) - Beim Versuch, den Schlepper "Jonathan Thomas" zu überholen, kollidierte in der Nacht zum 12. Oktober der in Ballast laufende maltesische Frachter "Napoleon" beim Auslaufen aus dem Houston Ship Canal in der Galveston Bay mit dem 66 Fuß langen Schlepper. Die in New Orleans stationierte "Jonathan Thomas", die vier Bargen zog, schlug beim Zusammenstoß mit dem 620 Fuß langen Handelsschiff ebenso wie eine der zum Teil mit Öl beladenen Bargen leck. Gleichzeitig riss die Schlepptrosse. Ein Mann wurde verletzt. Die "Jonathan Thomas" musste auf der Westseite des Kanals auf Grund gesetzt werden, wo der Wassereinbruch unter Kontrolle gebracht und die Gefahr des Sinkens abgewendet wurde. Andere Schlepper sammelten die treibenden Bargen wieder ein. Die "Napoleon" der Atlantic Freeze Ship Company wurde nicht nennenswert beschädigt und der Kanal inzwischen wieder geöffnet. Die Küstenwache nahm Ermittlungen auf.
Quelle: Tim Schwabedissen

Chinesischer Frachter gesunken
(14.10.2004) - Am Morgen des 12. Oktober rammte der mit 73 Containern beladene Frachter "Jiulianshan" frontal einen Sandfrachter beim Anlaufen der Songmen Wharf in der chinesischen Fujian Provinz. Die "Jiulianshan" sank, während der Kollisionsgegner nur leichte Schäden erlitt. Menschen kamen nicht zu Schaden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Feuer auf Chemietanker
(14.10.2004) - Am 12. Oktober brach im Maschinenraum des 576 Fuß langen Chemikalientankers "Scarlet Ibis" auf dem Weg von Houson nach Cristobal, Panama, ein Feuer aus. Das Schiff stand zum Unglückszeitpunkt 260 Meilen südwestlich von Key West. Bei der Brandbekämpfung wurden zwei Besatzungsmitglieder verletzt. Eine Herkules und ein Jayhawk-Helikopter nahmen am Nachmittag Kurs auf den Havaristen, um die Verletzten zu begen. Um 10 Uhr abends gelang es dem Hubschrauber, die Männer aufzuwinschen und ins Tampa-Hospital zu fliegen, wo sie am 13. Oktober eintrafen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Tanker in Werft zerstört
(14.10.2004) - Statt einer kleiner Reparatur erwartet den chinesischen Tanker "Yuming Oil 1" nur noch der Schrott: Am 6. Oktober explodierten 800 Tonnen Benzin auf dem im Gang-Fluss in der Provinz Xinhua in einer Werft liegenden Schiff und verwandelten es in eine Flammenhölle. Über Stunden hinweg gelang es der Feuerwehr nicht, der auf dem gesamten Tanker wütenden Flammen Herr zu werden. Die "Yuming Oil 1" sackte mit Backbordschlagseite ab. Die Hitzeentwicklung war so enorm, dass sich die Aufbauten des Wracks verformten. Ein Besatzungsmitglied kam ums Leben.
Quelle: Tim Schwabedissen

Holländischer Kutter schuld an "Grietje"-Untergang
(14.10.2004) - Die Ursache des Untergangs des Fischkutters "Grietje" aus Greetsiel am 11. Juni vor Borkum ist nach Ansicht der ermittelnden Staatsanwaltschaft geklärt. Die niederländische Staatsanwaltschaft hat den Kollegen in Aurich am 13. Oktober übermittelt, dass der Kapitän des niederländischen Fischkutters "Greetje Bos", der mit hoher Geschwindigkeit den Kurs des durch ausgebrachte Netze in der Manövrierfähigkeit eingeschränkten deutschen Kutters kreuzte, die Kollision verursacht hat. Bei dem Unglück war der Kapitän der "Grietje" ums Leben gekommen, zwei weitere Besatzungsmitglieder konnten durch umsichtiges Verhalten der an der Rettungsaktion beteiligten Schiffe lebend geborgen werden. Die "Grietje" wurde einige Tage nach dem Untegang von der Bugsier-Reederei gehoben.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter in der Nordsee in Seenot
(13.10.2004) - Auf dem Weg nach Rotterdam geriet der Frachter "Black Pearl" gegen drei Uhr morgens am 11. Oktober in Seenot. Das Schiff entwickelte nach Übergehen der aus Holz bestehenden Decksladung im Sturm vor England 20 Grad Schlagseite. Die Küstenwache von Yarmouth schickte drei Rettungsboote und einen Hubschrauber zum Havaristen. Nachdem ein Teil der Ladung über Bord gegangen war, stabilisierte sich die Situation des Havaristen. Eskortiert von der "Viking Fjord" und der "Gert Knutsen" nahm er mit langsamer Fahrt wieder Kurs auf den Zielhafen. Der holländische Bergungsschlepper "Waker" lief der "Black Pearl" entgegen, um sie baldmöglichst in Schlepp zu nehmen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Ausflugsschiff gesunken
(13.10.2004) - Das kanadische Ausflugsschiff "Galactica 001" das von Toronto aus Fahrten anbietet, schlug am 11. Oktober im Lake Ontario leck. Eine Stunde lang kämpften Hilfskräfte gegen den Wassereinbruch an, konnten letztlich aber nicht verhindern, dass das 50 Fuß lange Schiff auf 38 Fuß Wassertiefe sank., took on thousands of gallons of water & sank to bottom of Lake Ontario -- battle to save pleasure ship went on for 1 hour before she finally slipped beneath surface in 38 feet of water. (Mon. Oct. 11 2004)

Skipper betrunken vom Kurs abgekommen und gestrandet
(12.10.2004) - Am 9.10. ging gegen 20 Uhr ging beim holländischen Bergungsdienst Post Watersport die Meldung ein, daß eine Segelyacht am Westermeerdijk nördlich von De Vormt gestrandet sei. Dies war auch tatsächlich der Fall. Zusammen mit freiwilligen Helfern der KNRM wurde die Yacht schnell abgeborgen werden. Es handelte sich dabei um die Charteryacht "Shamrock" vom Typ GibSea 37. Neben dem Skipper befanden sich noch 5 unerfahrene Segelschüler an Bord. Der 40jährige Segellehrer hatte auf dem Weg von Stavoren nach Lemmer offenbar vollkommen die Orientierung verloren. Das Boot war über acht Seemeilen vom Kurs abgekommen. Die Helfer stellten schnell fest, dass der Segellehrer offenkundig betrunken und nicht mehr in der Lage war, das Boot zu führen. Ein Besatzungsmitglied der Helfer übernahm daraufhin das Kommando über die Yacht, was zu einer heftigen Auseinandersetzung mit dem Skipper führte. Die alarmierte Polizei nahm den Skipper nach Einlaufen in den Hafen in Gewahrsam. Ihn erwartet nun eine Strafe von ca. 1.000,- € wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss. Ein Alkoholtest hatte einen Blutalkoholwert von 2 Promille ergeben.
Quelle: Tim Schwabedissen

Gezeiten halfen bei Schiffshebung in Büsum
(12.10.2004) - Am Morgen des 9. Oktober gegen 8.30 Uhr wurde die Büsumer Feuerwehr alarmiert, dass ein kleiner Kutter im Hafenbecken I in Schwierigkeiten sei. Als die Feuerwehr am Hafen eintraf, stellte sich heraus, dass jede Hilfe zu spät kam: Nur noch die Mastspitze des Schiffes ragte aus dem Wasser. Der 15-köpfige Feuerwehrtrupp legte ein ölbindendes Vlies aus, nachdem eine kleine Menge Gas-Öl-Gemisch ausgelaufen war. Eine Verschmutzung des Hafenwassers konnte so verhindert werden. Bei der Bergung des Kutters halfen die Gezeiten mit. Bei Ebbe fiel das Hafenbecken fast trocken, sodass der Kutter in der Zwischenzeit gelenzt und so gesichert werden konnte, dass er mit der Flut um 14.30 wieder von selbst aufschwamm. Allerdings dürfte nun eine Grundüberholung nötig sein. Wie es zu der Leckage gekommen ist, stand noch nicht fest.
Quelle: Tim Schwabedissen

Bombe versenkte "Superferry 14"
(11.10.2004) - Eine Bombe islamistischer Extremisten war der Auslöser für das Feuer auf der philippinischen Fähre "Superferry 14", 10.181 BRZ, in dem am 27. Februar dieses Jahres vor Corregidor 118 Menschen starben und weitere 16 vermisst blieben. Dies ist das Ergebnis der jetzt abgeschlossenen Untersuchungen zu der Katastrophe. 900 Menschen und 3.700 Tonnen Fracht waren an jenem Tag an Bord der Fähre gegangen. Eine Stunde nachdem sie in Manila mit Fahrziel Bacolod City abgelegt hatte, erschütterte eine heftige Detonation das Schiff. Sofort brach ein verheerender Brand aus und breitete sich über das gesamte Schiff aus, das schließlich kenterte und sank. Die islamistische Extremistengruppe Abu Sayyaf hatte bereits unmittelbar nach dem Feuer erklärt, sie habe einen Sprengsatz gelegt. Jetzt gab ein Zeuge an, dass eine Passagieren einen Spengsatz in einem Fernseher, der auf die Fähre gebracht wurde, platziert hatte. Seit März 2004 wurden sechs Verdächtige verhaftet. Auch in den Häfen hat der Anschlag Konsequenzen gehabt: Inzwischen werden Spürhunde in den philippinischen Häfen eingesetzt. Die Hafenarbeiter durchlaufen ein Sicherheitstraining. Die Passagiere wie auch die Fracht von Fähren werden besser kontrolliert. Das auf 12 Meter Wassertiefe mit 70 Grad Krängung in der Sisiman Bay auf der Steuerbordseite liegende Wrack der "Superferry 14" wurde im Juli von der Bergungsfirma Titan Maritime mithilfe von Kettenzügen aufgerichtet und ausgepumpt. Fünf Monate nach der Brandkatastrophe schwamm es wieder auf eigenem Kiel.

Schwere Schäden auf "Chicoutimi" - Rechtsstreit droht
(11.10.2004) - Einen Tag nach Eintreffen der havarierten "Chicoutimi" in Faslane schloss der kanadische Verteidigungsminister bei einem Besuch in Glasgow rechtliche Schritte gegen seinen britischen Amtskollegen nicht aus. Inzwischen wird das ganze Ausmaß der Schäden auf dem U-Boot deutlich: Bei dem Feuer war zunächst die Schaltzentrale zerstört worden. Dann fraßen sich die Flammen durch das Boot und zerstörten unter anderem auch die Kapitänskajüte. Der kanadische Minister Graham sprach von einem Schaden "unvorstellbaren Ausmaßes". Ein kanadischer Offizier starb an den Folgen einer Rauchvergiftung, acht weitere Seeleute wurden bei der Bekämpfung des Feuers verletzt. Sowohl kanadische als auch britische Verantwortliche wiesen aber die ihnen unterstellten Schlampereien bei der Überholung des ehemals britischen Unterseebootes zurück.

U-Boot "Chicoutimi" nach fünftägiger Odyssee zurück im Hafen
(11.10.2004) - Das nach einem Feuer im Atlantik havarierte kanadische U-Boot "Chicoutimi" ist am Abend des 10.10. mit 54 Seeleuten an Bord im britischen Marinestützpunkt Faslane in Schottland angekommen. Die Verschleppung des Bootes vom Unglücksort zum 140 Kilometer entfernten Hafen ging bei zusehends ruhigeren Wetterbedingungen planmäßig mit einer Geschwindigkeit von rund drei Knoten vonstatten. An der Trosse der "Anglian Prince" hatte das Boot eine stabilere Lage eingenommen als während der Drift im Nordatlantik, die es heftig hatte rollen lassen. Am 5.10. war an Bord des U-Bootes, das sich auf seiner Überführungsfahrt nach Halifax befand, ein Feuer ausgebrochen und hatte die Schaltzentrale und das elektrische Verteilersystem zerstört. Bei der Brandbekämpfung hatten neun Seeleute Rauchvergiftungen erlitten, drei waren mit einem Hubschrauber in einer dramatischen Rettungsaktion nach Irland ausgeflogen worden. Einer von ihnen, ein 32 Jahre alter Offizier, starb am späten Abend des 6.10. an den Folgen der Vergiftung. Ein Besatzungsmitglied befindet sich immer noch in "kritischem, aber stabilem Zustand" und wird wie auch ein weiterer im Krankenhaus mit Sauerstoff versorgt. Die anfängliche Fehleinschätzung über den Umfang des Brandes war offenbar auf die schwierige Kommunikation mit dem Boot zurückzuführen, das nach dem Ausfall seiner Energieversorgung nur mittels Handy Kontakt mit der Außenwelt halten konnte. Bislang ist die genaue Ursache für den Brand nicht bekannt. Es sei noch zu früh, jetzt dazu etwas zu sagen, eine gründliche Untersuchung werde aber stattfinden, sagte ein Sprecher der kanadischen Marine. Möglicherweise hat das Unglück rechtliche Folgen wegen wiederholter technischer Mängel an dem Fahrzeug. Die "Chicoutimi" ist eines von vier von der Royal Navy übernommenen Patrouillen-U-Booten der "Victoria"-Klasse. Das mit Diesel-Kraftstoff betriebene Boot ist 70 Meter lang, hat eine Verdrängung von über 2400 Tonnen und kann bis zu 200 Meter tief tauchen. ÜberWasser erreicht es eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 22 Stundenkilometern. Auf Tauchfahrt ist das Boot 37 Kilometer schnell. Die U-Boote dieser Klasse haben eine Reichweite von maximal 15.000 Kilometern und können acht Wochen lang ohne Zwischenstopp unterwegs sein. Die Boote waren Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre für umgerechnet rund 1,3 Milliarden Euro gebaut worden. Die "HMCS Chicoutimi" und ihre Schwesterboote arbeiten extrem leise und gelten als schwer zu orten. Sie wurden 1998 als "fast neu" nach Kanada verkauft. Sie wiesen aber allesamt schwerwiegende Mängel - unter anderem mehrere Lecks an Ventilen. Eines von ihnen wies bei der Übergabe eine große Delle auf. An Bord eines anderen stieg die Temperatur bei Tests im Panama-Kanal auf 65 Grad gestiegen. Das stellte einen Einsatz in den warmen Gewässern des Nahen Osten in Frage. Die Boote waren der kanadischen Marine seinerzeit für rund 360 Millionen Euro verkauft worden. Eine Reparatur, die nach Angaben des Herstellers unvermeidlich ist, würde erneut über 200 Millionen Euro kosten. Die Regierung in Ottawa verlangt nun von Großbritannien, für die Kosten aufzukommen. Seit Ende des 2. Weltkriegs sind bei u-Bootsunglücken über 1.500 Seeleute ums Leben gekommen. Zuletzt war im August 2000 im Nordpolarmeer das russische Atomboot "Kursk" mit 118 Mann nach der Eplodision neuartiger Torpedos gesunken. Im Juni 1983 sank im Westpazifik das sowjetische Nuklearboot "K-429" vor der Halbinsel Kamtschatka mit 90 Mann. Durch ein Leck in einem Abschussrohr war Wasser eingedrungen. Im April 1970 forderte in der Biskaya ein Feuer an Bord des sowjetischen Atomboots "K-8" 52 Menschenleben. Nach vergeblichen Lösch- und Schleppversuchen sank das Schiff. Im März 1970 sank im Mittelmeer die dieselbetriebene "Eurydike" nach einer Explosion vor Saint Tropez. 57 französische Seeleute starben. 1968 sank im Nordpolarmeer ein sowjetisches Atom-U-Boot mit 90 Mann auf den Grund der Barentssee. Im selben Jahr traf die amerikanische Marine ein schwerer Schlag, als im Mai im Atlantik das Atom-Uboot "Scorpion" nach einer Torpedoexplosiom mit 99 Mann Besatung sank.Einen Monat zuvor, im April 1968, wurde im Pazifik das sowjetische Diesel-U-Boot "K-129" nordwestlich von Hawaii von einer Explosion zerrissen und sank. 80 Menschen starben. Im Januar 1968 im Mittelmeer verschwand die israelische "Dakar" mit 69 Mann. Erst 31 Jahre später wurde das Wrack zwischen Zypern und Kreta entdeckt. Mögliche Unglücksursache war eine Kollision. Im April 1963 sank auf Probefahrt das amerikanische Atom-U-Boot "Tresher" im Atlantik. Dies war das nach Zahl der Opfer schwerste Einzelunglück mit einem U-Boot. Außenbords verlaufende Rohrleitungen hatten dem Druck nicht standgehalten, ergaben spätere Wrackuntersuchungen in der Tiefsee. Im April 1951 sank im Ärmelkanal die britische "Affray" wegen eines Defekts am Schnorchel mit der gesamten Besaztung von 75 Mann.
Quelle: Tim Schwabedissen

Trawler nach Feuer gesunken
(11.10.2004) - Auf dem indonesischen Trawler "Usaha Karya IV" brach am Moren des 10. Oktober sechs Kilometer vor Bedok Mole ein Maschinenraumfeuer aus. Die Flammen schlugen bald über zwei Meter hoch und setzten das gesamte hölzerne Schiff in Flammen. Es gelang Polizeibooten aus Singapur, die gesamte 11-köpfige Besatzung zu retten. Dann sank die "Usah Karya IV". Sie hatte sich nach Abschluss einer Fangfahrt auf dem Weg vom Jurong-Fischereihafen nach Tanjung Pinang befunden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kollision vor Pusan
(11.10.2004) - Am Abend des 8. Oktober kolliderte nahe des südkoreanischen Hafens Pusan der russische Frachter "Fesco Voyager", der mit einer Containerladung von Pusan nach Vladivostok unterwegs war, mit einem unter der Flagge der Marshall-Inseln laufenden Tanker. Der Tanker rammte in die Steuerbordseite des Frachter und beschädigte ihn dabei schwer. Beide Schiffe liefen nach der Kollision Pusan an.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter kenterte beim Beladen
(11.10.2004) - Der 118 Meter lange Frachter "KM Nusa Damai", 5.878 BRZ, begann sich während Beladungsarbeiten im indonesischen Ippi Port, Flores Island, am 27.9. überzulegen. Es kam daraufhin zu einem Wassereinbruch zu dem bis dahin mit 41 Lkw und zwei Pkw beladenen Schiffes. Schließlich sank es an seinem Liegeplatz.
Quelle: Tim Schwabedissen

Fähre gesunken
(11.10.2004) - Am Morgen des 26. September sank in der Papua Privinz die Fähre "Asmat Daci" auf dem Weg von Agats nach Merauke vor Habee Island. Zuvor war es zu einem Wassereinbruch gekommen. An Bord des Schiffes waren neun Passagiere und 10 Besatzungsmitglieder. Alle Schiffbrüchigen konnten gerettet werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Katamaran zerbrochen
(11.10.2004) - Die kanadische Fähre "Conrad Wirth" der Hatteras-Klasse lief mit einer Ladung Sand am Nachmittag des 23. September nördlich von Chruches Island auf Grund. Das Schiff befand sich auf dem Weg zu einem Gebiet hinter dem Whalehead Club. Hier war im Mai illegal ein 700 Fuß langer Kanal gegraben worden. Möglicherweise führte dies zu Veränderungen der Wassertiefen, in deren Folge die "Conrad Wirth" jetzt festkam. Am frühen Morgen des 25. September gelang es, den Havaristen wieder freizuschleppen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Zementfrachter sitzt "fest wie Beton"
(08.10.2004) - Der 546 Fuß lange panamanische Frachter "Federal Pescadores" lief auf dem Weg von Port Canakkale nach Port Everglades am Abend des 7.10, beim Versuch, vor dem Zielhafen zu ankern, auf Grund. Das Schiff hat 38.500 Tonnen Zement geladen. Die US-Küstenwache wurde auf den Havaristen aufmerksam, als er gegen 23.30 um Schlepperhilfe bat. Sie untersucht jetzt das Unglück, bei dem der Havarist 750 Yards vom geplanten Ankerplatz entfernt festkam.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schubverband mit Pestiziden havariert
(08.10.2004) - Ein mit einem Gefahrgutcontainer beladener Schubverband aus den Niederlanden ist am Morgen des 7.10. auf dem Rhein bei Rüdesheim auf Grund gelaufen. Dabei kam es zu einem Wassereinbruch. Der Container, in dem sich Pestizide befanden, wurde jedoch offenbar nicht beschädigt. Am Mittag gelang es, den 175 Meter langen Schubverband freizuziehen. Am Binger Ufer sollte der entstandene Schaden untersucht und das Leck provisorisch abgedichtet werden. Die Ursache der Grundberührung ist noch unklar.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schiffsfriedhof im Persischen Golf gefährdet Anrainerstaaten
(08.10.2004) - Die Wracks Hunderter gesunkener Schiffe behindern den für die irakische Wirtschaft wichtigen Wiederaufbau der Häfen am Persischen Golf. Die Schiffwracks sind voll mit Öl, Treibstoffen, Waffen und Chemikalien. Sie bedrohen damit die Wasserversorgung in den Anrainerstaaten, die das Meerwasser entsalzen. Experten der Vereinten Nationen schätzten jetzt die Kosten zur Beseitigung auf mehrere Hundert Millionen Dollar. Auf einem in dieser Woche stattfindenden Treffen in Kuwait berieten Vertreter der Uno und der Geberländer mit den Regierungen des Irak und Kuwaits darüber, wie das Problem in den Griff zu bekommen ist. Der Wiederaufbau und der Ausbau der beiden Golf-Häfen Umm Kasr und Zubair bei Basra ist für die irakische Wirtschaft essenziell. Um sie wieder nutzen zu können, müssten aber die Fahrrinnen wieder ausgebaggert und die Wracks, die die Kanäle blockieren, beseitigt werden. Dazu müssen alle gefährlichen Stoffe identifiziert werden. Nach der Uno-Zählung liegen vor der irakischen Küste bis zu 500 Schiffswracks. Genau untersucht wurden bislang aber nur 40. "Das Ausmaß des Problems hat niemand erahnt; die Leute haben gedacht, da liegen vielleicht 20 oder 30 Wracks", sagte eine Sprecherin des Uno-Entwicklungsprogramms. Die meisten Schiffe waren während des Iran-Irak-Krieges zwischen 1980 und 1988 versenkt worden. Der Rest ging nach Beschuss oder Minentreffern während der beiden folgenden Kriege unter. Die Mehrzahl der Schiffsüberreste liegt inzwischen unter einer zwölf Meter dicken Schlammschicht begraben. In den Schiffsbäuchen befindet sich eine giftige Mischung aus Schwermetallen wie Blei, Pflanzenschutzmitteln, Kohlenwasserstoffverbindungen und Munitionsresten. Viele der Schiffe transportierten Erdöl, Treibstoffe und militärische Ausrüstungen. Viele dieser Wracks setzen jetzt langsam Substanzen frei, die der Meeresflora und -fauna und den Menschen schaden. Aber auch Schiffe, die weniger gefährliche Güter transportierten, drohen das Meer mit dem Öl ihrer Hydraulikanlagen, Asbestaufbauten oder Batteriesäure zu verseuchen. Eine türkische Firma hat vor Umm Qasr bereits 30 Wracks gehoben. Die Bedingungen sind aber schwierig, dennd die Strömung ist in der Region sehr stark. Verschmutzungen würden sofort in den Golf geschwemmt und würden sich von dort aus ausbreiten. Die Wracks sollten in Gruppen zu je 20 entfernt werden, empfahl die Uno. Bis zu 8 Mio. $ kostet die Bergung eines einzigen größeren Schiffes. Die Wracks zu entfernen, die derzeit den Zugang zu den Häfen blockieren, und die Zufahrtskanäle wieder auf 12,5 Meter zu vertiefen, dürfte nach bisherigen Schätzungen allein 34 Mio. $ kosten.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Chicoutimi" in Schlepp genommen
(08.10.2004) - Das nach einem Feuer im Atlantik havarierte kanadische U-Boot "Chicoutimi" ist seit dem Morgen des 8.10. im Schlepp des britischen Bergungsschleppers "Anglian Prince" auf dem Weg zum britischen Marinestützpunkt Faslane. Das 70 Meter lange Boot wird derzeit mit einer Geschwindigkeit von drei Knoten zu dem etwa 140 Kilometer entfernten Hafen an der schottischen Küste gezogen. Wegen der geringen Geschwindigkeit wird das Unterseeboot mit noch 54 Seeleuten an Bord dort erst am 10.10. erwartet. Der Schleppzug wird von einer kanadischen Fregatte begleitet. An Bord der "Chicoutimi", die sich auf ihrer Überführungsfahrt nach Kanada befand, war ein Feuer ausgebrochen und hatte die Schaltzentrale und das elektrische Verteilersystem zerstört. Bei der Brandbekämpfung hatten neun Seeleute Rauchvergiftungen erlitten, drei waren mit einem Hubschrauber in einer dramatischen Rettungsaktion nach Irland ausgeflogen worden. Einer von ihnen, ein 32 Jahre alter Offizier, starb am späten Abend des 6.10. an den Folgen der Vergiftung. Ein Besatzungsmitglied befindet sich nach offiziellen Angaben in "kritischem, aber stabilem Zustand".
Quelle: Tim Schwabedissen

Zwei Tote bei Absturz eines Rettungsbootes
(08.10.2004) - Eine Rettungsübung auf dem Singaporischen Erzfrachter "Lowlands Grace" geriet am Nachmittag des 7.10. zum Fiasko. Beim Abfieren eines Rettungsbootes fiel dieses vom Bootskran 30 Meter tief ins Wasser und kenterte beim Aufschlagen. Die Bootsbesatzung wurde unter dem voll Wasser laufenden Boot eingeschlossen. Zwei Filippinos ertrnaken, drei mussten ins Krankenhaus.
Quelle: Tim Schwabedissen

Zementfrachter gesunken
(08.10.2004) - Der 196 Tonnen große philippinische Frachter "Alpha Verde" sank am Morgen des 8.10. auf dem Weg in die Leyte Provinz vor der Küste von Suriago. Das mit 60.000 Säcken Zement beladene Schiff hatte am Vorabend Maschinenschaden erlitten und ging dann infolge von schwerem Seegang unter. An Bord waren 18 Mann Besatzung.
Quelle: Tim Schwabedissen

Gestrandeter Trawler musste aufgegeben werden
(08.10.2004) - Der amerikanische 80-Fuß-Trawler "Boss" lief am 7.10. innerhalb der Molen von Yaquina Bay, Oregon, auf Grund und schlug leck. Die amerikanische Küstenwache sandte zwei Rettungsboote, jedoch konnte das herbeigeschaffte Lenzgerät nicht dem 6 Fuß hoch im Rumpf stehenden Wassers Herr werden. Daraufhin wurde die Besatzung der "Boss" von einem der Boote abgeborgen. Das zum Teil unter Wasser liegende Schiff soll nun von einer privaten Bergungsfirma gehoben werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Havariertes U-Boot treibt hilflos im Sturm
(07.10.2004) - Das Feuer auf dem U-Boot "Chicoutimi" war offenbar schwerwiegender als zunächst berichtet. Das Boot trieb zwei Tage nach dem Brand 180 Kilometer vor der irischen Küste hilflos im Atlantiksturm. Ein Besatzungsmitglied starb an den Folgen einer schweren Rauchvergiftung. Es war zusammen mit zwei weiteren schwer verletzten Seeleuten am späten Abend des 6.10. mit einem Hubschrauber der Royal Navy abgeborgen und nach Sligo in Nordwest-Irland geflogen worden. Die Matrosen sollten dort in einem Krankenhaus behandelt werden. Er erlag aber offenbar bereits während des Transports seinen Verletzungen.

Die Rettungsbemühungen wurden unterdes durch schweren Seegang behindert. Bis in die Mittagsstunden des 6.10. war es keinem von drei zu Hilfe eilenden Schiffen der britischen Marine gelungen, gegen die bis zu acht Meter hohen Wellen zu dem Unterseeboot zu gelangen. Ein irisches Schiff musste sogar angesichts der schweren See seinen Rettungsversuch abbrechen. "Das U-Boot befindet sich im Moment nicht in unmittelbarer Gefahr", versicherte inzwischen ein Sprecher der britischen Marine.

In den Abendstunden erreichte eine Fregatte der Royal Navy den Havaristen. Weitere Schiffe waren noch zur Unglücksstelle unterwegs. Wegen der schlechten Wetterbedingungen war aber nicht absehbar, wann das Boot zumschottischen Stützpunkt Faslane geschleppt werden könnte. Von dort aus war die 70 Meter lange "Chicoutimi" am 4.7. nach Halifax an der kanadischen Ostküste in See gestochen. Tags darauf konnte das Boot nach dem Feuer zwar noch auftauchen, doch brach seine gesamte Energieversorgung zusammen. An Bord sei es nun kalt und dunkel, und die Mannschaft werde auf Grund der schweren See hin und her geworfen, sagte ein Marine-Sprecher. Im U-Boot gebe es zwar ein Batterie betriebenes Notlicht, doch werde wohl jede Energie gespart.

Der Kapitän der "Chicoutimi" mit 57 Besatzungsmitgliedern an Bord hatte vor zwei Tagen nach Ausfall der Energieversorgung einen Notruf gesendet. Der durch ein Feuer am Schaltpult ausgelöste Brand an Bord erwies sich dabei als schwerwiegender als zunächst angenommen. Insgesamt neun Besatzungsmitglieder wurden dabei verletzt.

Kanada hatte das dieselgetriebene Patrouillen-U-Boot der "Victoria"-Klasse zusammen mit drei weiteren Booten desselben Typs von der britischen Marine erworben. Sie waren in den neunziger Jahren für umgerechnet rund 1,3 Milliarden Euro gebaut und 1998 für 360 Millionen Euro an Kanada verkauft worden. Doch gab es bei den Booten mehrfach Probleme mit Überhitzung, Lecks und Rost.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter kollidierten trotz Funkwarnung
(06.10.2004) - Der 14.953 BRZ große panamaische Containerfrachter "MSC Lucia" kollidierte am 6.10. mit einer Ladung von rund 700 Containern auf dem Weg nach Singapur mit dem 86.192 BRZ großen Frachter "Heng Shan", der mit 160.000 Tonnen Eisenerz nach China unterwegs war. Der Zusammenstoß ereignete sich fünfeinhalb Kilometer vor der Küste von Changi südöstlich von Singapur. Die beiden Schiffe hatten noch sechs Minuten vorher Funkkontakt gehabt, nachdem die Hafenbehörde von Singapur sie vor einer gefährlichen Annäherung gewarnt hatte. An Bord beider Havaristen brachen Feuer aus, die aber rasch gelöscht werden konnten.

Neun Mann von leckgeschlagener schwedischer Yacht gerettet
(07.10.2004) - Die 19 Meter lange schwedische Yacht "Merengue" funkte am Moren des 6.10. 81 Meilen nördlich von Aberdeen SOS. Das Schiff war mit 11 Personen auf dem Weg vom dänischen Skagen nach Brighton in Südengland, als bei Windgeschindigkeiten von 40 Knoten und drei Meter hoher See am Rumpf ein Schaden aufgetreten war. Der Notruf wurde von der Falmouth Coastguard aufgefangen und an die Küstenwache in Aberdeen weitergeleitet. Die schickte einen Rettungshubschrauber und das Rettungsboot aus Peterhead zum Havaristen. Versuche, die Yacht über Funk zu erreichen, scheiterten zunächst. Erst über die nahe Ölplattform "Bucchan Alpha" gelang es, direkten Kontakt herzustellen. Der Versorger "Stirling Aquarius" ging auf eine Standby-Position. Als der Hubschrauber vor Ort war, wurde vereinbart, neun Schweden abzubergen. Sie wurden nach Aberdeen geflogen. Die Restcrew brachte in Begleitung des Rettungsbootes das Boot nach Peterhead ein, nachdem der Wassereinbruch mithilfe der Pumpe unter Kontrolle gebracht war.

Wahrscheinlich 14 Tote bei 2 Schiffsuntergängen
(07.10.2004) - In einem Taifun sank am 30.9. der indische Frachter "Al-Moidoon" nahe Jakhau vor Dwarka. Fünf Mann wurden gerettet, vier tot geborgen. Weitere fünf Seeleute sind noch vermisst. Auch der indische Trawler "Al Salani" ging verloren. Von der neunköpfigen Crew konnten nur vier Mann gerettet und nach Mandvi gebracht werden.-
Quelle: Tim Schwabedissen

U-Boot in Seenot
(06.10.2004) - Das kanadisches U-Boot "Chicoutimi" ist am 5.10. 180 Kilometer vor der irischen Küste in Seenot geraten. Das Boot hatte gegen 16.15 Uhr einen Notruf abgesetzt, nach dem in der Elektrik ein Feuer ausgebrochen war. Rauch breitete sich im Schiff aus, das daraufhin unverzüglich auftauchte. Nachdem die Küstenwache den Notruf aufgefangen hatte, machten sich mehrere Schiffe, darunter eine Fregatte und ein Schlepper der Royal Naby, ein Seeaufklärer sowie ein Rettungshubschrauber zur "Chicoutimi" auf. Bereits eine Viertelstunde nach dem ersten Funkspruch teilte deren Kommandant aber mit, dass das Feuer an Bord nun gelöscht und eine Evakuierung nicht nötig sei. Er bat jedoch darum, in einen Hafen geschleppt zu werden. Offenbar waren die Motoren des Schiffes nicht mehr einsatzklar. Zudem hatten drei Seeleute der 50-köpfigen Besatzung leichte Rauchvergiftungen erlitten. Die "Chicoutimi" ist eines von vier dieselbetriebenen U-Booten, die Kanada der britischen Marine seit Juni 2000 abgekauft hat. Die als "fast neu" angeschafften Boote wiesen nach Presseberichten aber durchweg Mängel auf, unter anderem traten mehrere Leckagen auf. Für die Boote, deren Bau rund 1,3 Milliarden Euro gekostet hatte, bezahlte Kanada rund 360 Millionen Euro. Die kanadische Marine hatte die "Chicoutimi" erst am 2. Oktober offiziell übernommen. Sie befand sich beim Ausbrechen des Feuers auf dem Weg nach Halifax in Ostkanada.
Quelle: Tim Schwabedissen

Speyrer Hafen nach Schlepperbergung wieder frei
(05.10.2004) - Der in der Einfahrt zum Speyrer Hafen gesunkene Schlepper ist am Nachmittag des 4.10. geborgen worden. Zunächst befestigte ein Taucher Ketten mit Haken an dem Wrack. Danach wurde es von einem Schwimmkran an die Wasseroberfläche gehoben und dort ausgepumpt. Die Einfahrt zum Speyrer Hafen wurde um 17.00 Uhr wieder freigegeben. Das Schiff war am Morgen des 2.10. beim Abschleppen eines unbeladenen Binnenschiffes gesunken. Der Schlepper wurde nach der Bergung "in erstaunlich gutem Zustand" zur Reparatur in die Werft verholt, auf der zuvor auch das Binnenschiff wieder fahrtüchtig gemacht worden war.
Quelle: Tim Schwabedissen

Tanker im Kattegat freigeschleppt
(05.10.2004) - Der voll beladene Tanker "Fotini Lady", der am 30.9. m Kattegat gestrandet war, wurde am 4.10. wieder freigeschleppt. Die Bergungsfirma Wijsmuller Salvage B.V. war am Abend des 1.10. kontrahiert worden und hatte an Bord ihrer "Frigga" ein Bergungsteam zur Unglücksstelle entsandt. In den Mittagsstunden des 3.10. erreichte ein Leichterschiff den Havaristen. Zwei Stunden nach der Ankunft war es mithilfe der Schlepper "Frigga" und "Fenja" gegen 15 Uhr längsseits vertäut. Binnen 12 Stunden wurden 10.800 Tonnen Gasöl umgepumpt. Vier Schlepper machten sich anschließend daran, die "Fotini Lady" freizuschleppen. Um 10.15 des 4.10. hatten die Bemühungen trotz Windgeschwindigkeiten von bis zu 25 Knoten Erfolg. Der Tanker wurde anschließend in Richtung Kalundborg Fjord abgescleppt, wo er gegen 15 Uhr vor Anker ging.
Quelle: Tim Schwabedissen

Explosionsgefahr: Keine Ölbergung auf der "Blücher"
(05.10.2004) - Das Restöl im Wrack des deutschen Kreuzers "Blücher", der seit 64 Jahren auf dem Grund des Oslofjords liegt, soll nicht abgepumpt werden. Ein Sprecher der norwegischen Küstenwache sagte am 4.10., dass bei einer solchen Aktion die Munition des Wracks explodieren könnte. Eine Untersuchung mit einem Mini-U-Boot hatte in den Vortagen gezeigt, dass sich ein Riß in der Nähe des Hecks in den letzten zwei Jahren von 70 Zentimeter auf 1,20 Meter verbreitert hat, sodass nur noch das innere Schott und die Druckrohrleitungen das Schiff an dieser Stelle zusammenhalten. Obwohl 1994 ein Großteil des Öls aus dem Wrack gepumpt worden war, befinden sich noch immer bis zu 40 Tonnen in den Tanks. Bricht der 206 Meter lange Kreuzer auseinander, droht dem Fjord vor der Hauptstadt Norwegens eine erhebliche Ölverschmutzung. Die Behörden hoffen, daß die "Blücher" in einem solchen Fall als Ganzes auf den Meeresboden sinkt. Im Moment liegt das Vorschiff auf einem 25 Meter hohen Sockel, das Heck schwebt frei im Wasser. Wann das Wrack absinkt oder zerbricht, lässt sich nicht vorhersagen. Dennoch befinden sich die lokalen Ölschutzbehörden in ständiger Bereitschaft. Das Kriegsschiff "Blücher" - damals das modernste Kriegsschiff der deutschen Kriegsmarine - war im Frühjahr 1940 als Teil eines Verbandes unterwegs, um die Stadt Oslo einzunehmen. Am 9. April 1940 wurde das Schiff von norwegischen Küstenbatterien beschossen und sank im Oslofjord. Mehrere hundert deutsche Soldaten kamen dabei ums Leben. Mit dem Schiff versanken auch die gesamte Munition und rund 150 Tonnen Öl.
Quelle: Tim Schwabedissen

Deutscher Frachter vor Schweden gestrandet
(05.10.2004) - Der unter Antigua-Flagge laufende, deutsche Frachter "Marie O" lief am Morgen des 2.10. mit einer Ladung Schnittholz in schwedischen Gewässern auf Grund. Kurz zuvor hatte das Schiff von der Mönsterås Papiermühle abgelegt. Die Schwedische Küstenwache sicherte das Gebiet wenig später gegen Ölverschmutzungen ab. Dann wurde ein Teil der Ladung geleichert, so dass am Nachmittag des 3.10. der Havarist freigeschleppt werden konnte.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kutter mit Verstopfung in Seenot
(05.10.2004) - Der amerikanische 48-Fuß-Kutter "Confidence" schlug am 3.10 südlich von Lituya Bay im Golf von Alaska nahe des Glacier Bay National Parks leck. Die US-Küstenwache entsandte einen Hubschrauber aus Sitka, der mobile Pumpen zum Havaristen brachte. Die Bergungsmannschaft stellte fest, dass die Ölfilter der "Confidence" durch Ablagerungen aus einem leeren Tank verstopft worden waren. Am Abend konnte das Schiff sicher in Lituya Bay verankert werden.O
Quelle: Tim Schwabedissen

"Brunnen"-Unglück geklärt: Mannschaft übte Nebelfahrt
(04.10.2004) - Die Kollision des Fahrgastschiffes "Brunnen" mit einer Ufermauer des Vierwaldstättersees am 20. September ist auf Fehler der Schiffsführer zurückzuführen. Diese hatten mit dem Schiff auf der Fahrt von Luzern nach Alpnachstadt eine Nebelfahrt geübt und dazu teilweise die Scheiben des Brückenhauses abgedeckt. Bei solchen Fahrten sind immer zwei Schiffsführer im Ruderhaus. Zudem wird ein Autopilot eingesetzt. Bei der Anfahrt auf die Station Kehrsiten-Bürgenstock kam es dann zur Kollision mit der Ufermauer. Sieben der 20 Personen an Bord wurden verletzt. Das Schiff wurde inzwischen wieder für den Verkehr freigegeben. Es ist davon auszugehen, dass eine unglückliche Verkettung von Bedienungs- und Aufsichtsfehlern der beiden Schiffsführer sowie eine nicht optimale Anordnung des Autopiloten zum Unfall geführt hätten. Ein Reedereisprecher sagte, dass es völlig üblich sei,dass solche Übungsfahrten mit einem Linien- und nicht mit einem leeren Schiff ausgeführt werden. Es sei wichtig, dass Nebelfahrten bei guten Wetterbedingungen geübt werden könnten. Trotzdem sollen nun die Vorschriften für Trainingsfahrten und die Benutzung des Autopiloten nachgebessert werden. Zudem soll die Ergonomie des Arbeitsplatzes verbessert werden. Die beiden Schiffsführer müssen eine interne Ausbildung durchlaufen und einen Test machen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Gesunkener Schlepper blockiert Rheinhafen
(04.10.2004) - Am Morgen des 2.10. sank ein Schleppschiff im Hafen von Speyer beim Versuch, einen manövrierunfähig gewordenes Binnenschiff, dem auf dem Rhein eine Tonne in die Schraube geraten war, einzuschleppen. Beim Versuch, den Havaristen zusammen mit einem anderen in eine Speyrer Werft zu bugsieren, krängte der Schlepper und lief anschließend voll. Die beiden Besatzungsmitglieder retteten sich vor dem Untergang unversehrt. Das rund sieben Meter lange Schiff kam direkt in der Hafeneinfahrt in vier Metern Tiefe zu liegen und blockierte seither den Hafen. Ein erster Bergungsversuch am selben Tag mithilfe eines Luftkissens scheiterte. Am Vormittag des 4.10. soll nun ein Kran das Wrack aus der Zufahrt räumen. Dem Binnenschiff wurde mittlerweile wie geplant die Schraube klariert.
Quelle: Tim Schwabedissen

Ölbergung an "Prestige" abgeschlossen
(04.10.2004) - Zwei Jahre nach dem Untergang des Tankers "Prestige" vor der spanischen Küste sind die Ölbergungsarbeiten an dem Schiff weitgehend abgeschlossen worden. Das Spezialschiff "Odin" hatte in den vergangenen Monaten 13.600 Tonnen Öl aus dem in 4.000 Meter Meerestiefe leigenden Wrack ab und machte sich am 2.10. auf den Weg in die nordspanische Hafenstadt La Coruna. Im Rumpf der "Prestige" befinden sich nun zwar immer noch 1600 Tonnen Öl, die aber nicht abgepumpt, sondern durch Bakterien biologisch unschädlich gemacht werden sollen. Dazu waren in der vergangenen Woche 60 Tonnen eines speziellen Düngemittels in das Wrack eingeleitet worden. Innerhalb von zwei Wochen soll das Restöl abgebaut sein. Die "Prestige" war am 13. November 2002 vor der spanischen Küste leckgeschlagen und nach tagelanger Irrfahrt vor der Küste auseinandergebrochen. Von den 77.000 Tonnen der Ölladung liefen danach rund 52.000 Tonnen ins Meer, ein Großteil davon verunreinigte die Küsten der nordspanischen Provinz Galicien und Südfrankreichs.
Quelle: Tim Schwabedissen

Gestrandeter Tanker im Kattegat liegt weiterhin fest
(04.10.2004) - Mehrere Bargen sind zu dem am 30.9. im Kattegat gestrandeten liberianischen Tanker "Fotini Lady" unterwegs, nachdem es bis zum 3.10. immer noch nicht gelungen war, das Schiff freizuschleppen. Ein Sprecher des WWF sagte, dass man von Glück sagen könne, dass es sich bei dem mit 63.000 Tonnen Öl beladenen Schiff um einen Neubau von 2004 mit einer Doppelhülle handele und das Wetter bislang ruhig blieb. Die "Fotini Lady" sei das größte Schiff, das jemals am Ausgang des Dänischen Großen Belts in der Ostsee havarierte. Diese Stelle gehöre zu den größten Gefahrenpunkten in der gesamten Ostsee. Die "Fotini Lady" war auf dem Weg von Litauen nach Malta und hatte keinen Lotsen an Bord. Der WWF forderte die Ostsee-Anrainerstaaten und die EU auf, endlich verschärfte Sicherheitsvorkehrungen für die Hauptwasserstraße der Ostsee bei der Weltschifffahrtsorganisation IMO einzufordern.
Quelle: Tim Schwabedissen

Traurigstes Schiff in Emden soll verschwinden
(04.10.2004) - Das wohl traurigste Schiff des Emder Hafens, das Wrack des einstigen Bäderschiffes "Tabu", dessen rostige Hulk seit Jahren das Bild des Jarßumer Hafens prägt, soll in den nächsten Wochen seinen angestammten Liegeplatz räumen. Der Emder Hafenkapitän setzte dem Eigner jetzt eine Frist bis Mitte Oktober. Grund für die Maßnahme ist der geplante Bau eines Betonwerkes zur Herstellung von Türmen für Windkraftanlagen handeln Der Hafenkapitän hatte aber bereits im August diesen Jahres durchblicken lassen, dass ihm die "Altlasten" im Jarßumer Hafen zunehmend ein Dorn im Auge seien. Jetzt gerät das Niedersächsische Hafenamt offensichtlich durch die beabsichtigte Ansiedlung der Betonfabrik unter Zugzwang, zumal der Boden vor einer Bebauung noch saniert und von Altlasten befreit werden soll. Der Eigner der "Tabu", der inzwischen einen Rechtsanwalt eingeschaltet hat, will zunächst auf eine schriftliche Aufforderung des Niedersächsischen Hafenamtes bestehen. Einer Verlegung wolle er erst einmal nicht zustimmen, zumal er die Liegegebühren bis zum Jahresende bezahlt habe. Der Bastler, der seit 14 Jahren an der Sanierung der "Tabu" arbeitet, möchte das Schiff am liebsten nach Oldenburg verholen, um es dort endgültig auf Vordermann zu bringen und anschließend als Museumsschiff zu etablieren. Die Stadt Oldenburg habe ihm allerdings signalisiert, dass der Oldenburger Hafen nicht ausreichend Tiefgang vorhalte. Möglicherweise traut die Stadt aber auch der Seetüchtigkeit des Rostschiffes nicht. Anfang der 19achtziger war während einer nächtlichen Vergnügungstour ein Feuer an Bord des Fahrgastschiffes ausgebrochen. Ernsthaft verletzt wurde niemand, aber der Schaden war beträchtlich. Die "Tabu" wurde in ein abgelegenes Hafenbecken geschleppt, um dort jahrelang vor sich hin zu rotten. Der Brand war nicht der erste Vorfall, der dem Schiff widerfuhr, und nun stand es endgültig im Ruf, ein Unglücksschiff zu sein. Eines Winters lief sie voll, legte sich auf die Seite und lag von nun an halb gesunken im seichten Wasser, so daß nur noch ein Teil der Aufbauten zu sehen war. Wieder vergingen Jahre, anscheinend war die Liegeplatzgebühr niedriger als die Kosten einer Bergung. Lediglich damit es in ein anderes Hafenbecken geschleppt werden konnte, wurde das Wrack noch einmal gehoben. Inzwischen ist sie das dienstälteste Wrack weit und breit.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Blücher"-Wrack bricht auseinander
(04.10.2004) - Die norwegische Behörde für Schiffssicherheit hat im September mithilfe eines Mini-U-Bootes, das mit Kameras und Lampen ausgerüstet war, eine Untersuchung des in 90 Metern Tiefe liegenden Wrack des 1940 versenkten Kreuzers "Blücher" durchgeführt. Dabei stellte sich heraus, dass sich mittlerweile ein breiter Riss durch den Schiffsrumpf zieht. Ein Sprecher der norwegischen Schiffsicherheitsbehörde äußerte die Befürchtung, dass der Rest des in den Tanks befindlichen Öls dann auslaufen und für große Verunreinigungen sorgen könnte. Obwohl in der Vergangenheit bereits mehrfach Öl abgepumpt worden war, sollen sich noch 40.000 Liter in den Tanks des Wracks befinden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Wracksuchschiffe arbeiteten 2003 an 109 Wracks
(04.10.2004) - Insagesamt 109 Wracks untersuchten die Wracksuchschiffe des Bundesamts für Hydrographie und Seeschifffahrt "Atair", "Deneb" und "Wega" im Jahr 2003. Erwähnenswert war dabei insbesondere die erfolgreiche Suche der "Deneb" nach einer Segelyacht, die nach einer Havarie im Tiefwasser vor Rügen gesunken war. Die BSH-Schiffe fuhren insgesamt 30 800 km Lotungsprofile in Nord- und Ostsee. Dabei wurden in der Ostsee bei den Hauptschifffahrtswegen und den Ansteuerungen zu den Haupthäfen die Vermessungsarbeiten fortgesetzt. Außerdem wurde am 30. Oktober der Neubau "Capella", der insbesondere für die Vermessung in flachen Küstengewässern in den Watten und Bodden konzipiert ist, in Dienst gestellt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Vier Tote bei Trawlerstrandung
(04.10.2004) - In der Nacht zum 17. September lief der irische Trawler "Saint Oliver" auf dem Weg von Ros nach Mhíl, Irland, auf Felsen vor Duck Island auf. Vier Man, darunter der Kapitän, starben.
Quelle: Tim Schwabedissen

Fahrerflucht nach Kollision vor Thailand
(04.10.2004) - Der 49 Fuß lange Trawler "Srimuang-3", der mit einer Ladung Shrimps und einer Besatzung von 35 Mann 64 Kilometer vor der Küste von Prachuab Khiri Khan stand, wurde von einem unidentifizierten Frachter am Morgen des 22. September breitseits gerammt und sank im Golf von Thailand. Drei Mann Besatzung wurden anschließend tot aus dem Wrack geborgen. Weitere fünf werden noch im Schiffsrumpf vermutet. Der Kollisionsgegner war weitergefahren, ohne sich um die Schiffbürchigen zu kümmern.
Quelle: Tim Schwabedissen

Tanker im Cheasapeake-Kanal auf Grund
(04.10.2004) - Der 600 Fuß lange Gasolin-Tanker "Torm Gerd", beladen mit 197.000 Gallonen Öl, geriet am 21. September im Chesapeake & Delaware Canal östlich der St. Georges Bridge auf Grund, als er einem anderen Schiff ausweichen wollte. Das Doppelhüllenschiff konnte sich mit Schlepperunterstützung bei der nächsten Flut befreien.
Quelle: Tim Schwabedissen

Besatzung von gesunkenem Shrimpfänger aus Rettungsinsel geschleudert
(04.10.2004) - Der 20 Meter lange Shrimpfänger "Ryan's Commander", auf dem Weg in den Heimathafen St. Brendan's mit einer Besatzung von fünf Mann, sandte 10 Kilometer vor der Küste am 19. September einen Notruf, dass er in vier Meter hohen Wellen bei bis zu 50 Knoten Windgeschwindigkeit leckgeschlagen sei. Danach ging die Crew in eine Rettungsinsel. Ihr Schiff kenterte und sank nahe Cape Bonavista vor Neufundland. Die Insel wurde auf die Küste getrieben, wobei alle Schiffbrüchigen herausgeworfen wurden. Die Leiche eines Mannes wurde gefunden, die anderen sind vermutlich ebenfalls ums Leben gekommen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Fähre in China gekentert - bis zu 50 Tote
(04.10.2004) - Am 23. September kenterte eine überladene chinesische Fähre auf dem Yellow River in der nordchinesischen Shanxi Provinz. 12 Menschen starben, 36 wurden vermisst. Das Schiff war mit 65 Personen zur Wollernte unterwegs. 17 von ihnen wurden gerettet.
Quelle: Tim Schwabedissen

Küstenwachkutter bei Rettungsaktion in Seenot
(04.10.2004) - Der 47 Fuß lange Kutter der kanadischen Küstenwache "Thunder Cape" wurde am 19. September schwer beschädigt, als er während einer Rettungsaktion mit einem Wellenbrecher im Hafen Thunderbay kollidierte und sich auf die Seite legte. Das Rettungsboot "Samuel Risley" soll das beschädigte Schiff nach Burlingon, Ontario, schleppen. Das Unglück ereignete sich, als zwei Sportbootfahrer in der Mündung des Mission River in Not gerieten. Die beiden wurden von einem Schlauchboot aufgenommen. Dann aber rammte die "Thunder Cape" den Wellenbrecher und wurde aufgerissen. Außerdem erlitt der Propeller Schäden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Stabilität der "Rotterdam" war nicht gefährdet
(04.10.2004) - Wie die Holland-Amerika-Linie jetzt mitteilte, war ihre "Rotterdam" bei der Havarie am 24. Spetember zwar bis zu 20° am Rollen, jedoch nie in der Gefahr des Sinkens. Der Maschinenausfall dauerte exakt 2 Stunden 43 Minuten in 260 Meilen Entfernugn vom Hurrikan Karl in schwerer See im Nordatlantik. Die Schiffsingenieure hatten Sediment in der Maschine entdeckt, dass die Ölfilter verstopfte. Deshalb wurden die Maschinen gestoppt. Ohne Vorausfahrt im Schiff entfalteten auch die Stabilisatoren keine Wirkung mehr. Im Anschluss entwickelte sich die schwere Rollbewegung. Die "Rotterdam" ist aber auf bis zu 48 Grad Schlagseite stabil. Nachdem die Ingenieure ein Filtersystem installiert hatten, dass das Sediment auffing, konnten die Maschinen wieder hochgefahren werden. Insgesamt 90 Passagiere brauchten medizinische Versorgung, wobei die schwersten Verletzungen Knochenbrüche waren. Nun muss die Ursache der Sedimentbildung untersucht werden, wobei der Lieferant des Maschinenöls im Mitteelpunkt steht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Skipper im Atlantik gerettet
(04.10.2004) - Am Morgen des 2. Oktober wurde ein Notruf aus dem mittleren Atlantik von der Küstenwache in Falmouth aufgefangen. Daraufhin nahm der Containerfrachter "Canmar Spirit" Kurs auf die Position. In Schottland stieg ein Suchflugzeug auf. Die "Canmar Spirit" sichtete um 8.30 ein rotes Norsignal, das von der 23 Fuß langen australischen Yacht "Seacow" abgeschossen worden war. Deren Skipper ließ sich von dem Frachter an Bord nehmen, nachdem sein Boot in rauer See mehrfach auf die Seite geschlagen war. Die "Seacow" musste aufgegeben werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Trawler vor Norwegen in Seenot
(04.10.2004) - Am Morgen des 2. Oktober geriet der britische Trawler "Sunrise" gegen sieben Uhr in Seenot, nachdem er bei der gemeinsamen Fangfahrt mit der "Ocean Dawn" leckgeschlagen war. Das in Fraserburgh beheimatete Schiff hatte fünf Mann Besatzung an Bord, als es 142 Meilen nordöstlich des Heimathafens Wasser machte. Die "Ocean Dawn" machte ebenso wie der Versorger "Stril Neptune" der Sleipner-Plattform Standby, während ein norwegischer Hubschrauber eine Lenzpumpe herbeischaffte. Die Wetterbedingungen im Seegebiet waren moderat. Nach dem Abfieren der Pumpe wurde Klarheit erhofft, ob das Schiff aufgegeben werden muss oder nicht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Fischfrachter vor Norwegen auf Grund
(04.10.2004) - In der Nacht zum 2. Oktober ist der unter panamesischer Flagge fahrende RoRo-Frachter "Ludvig Andersen" im norwegischen Færøysund auf Felsen gelaufen. Die Fracht des Schiffes besteht zum größten Teil aus gefrorenen Fisch. An Bord befinden sich auch 150 Tonnen Treibstoff und Schmieröl, die bisher nicht ausgetreten sind. Die Unfallursache ist noch unbekannt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Gastanker im Kattegat gestrandet
(01.10.2004) - Am 28.9. lief gegen 14 Uhr der Tanker "Fotini Lady" am Hatter-Riff östlich von Samsø auf Grund. Das 228 Meter lange und mit 63.000 Tonnen Flüssiggas beladene Schiff kam außerhalb der 700 Meter breiten Tiefwasserroute durch das Kattegat auf dem Weg von Litauen nach Malta fest. Es gab keine Meldungen über Ölaustritte., aber es gibt ein "potentielles Risiko", daß das Schiff leckschlagen wird. Der Tanker hatte keinen Lotsen an Bord und liegt jetzt nahezu vollkommen auf dem Sandgrund auf. Es kann deshalb notwendig werden, das Schiff teilweise zu leichtern, um es frei zu bekommen. Mehrere Spezialschiffe wurden zum Havaristen entsandt. Die Seefahrtsbehörden und die Versicherungsgesellschaft des Schiffes nahmen Verhandlungen über das weitere Vorgehen auf. Der Tanker hat eine doppelte Außenhaut und wurde erst im Februar in Südkorea fertiggestellt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Havarierter Kreuzfahrer "Rotterdam" erreichte Halifax
(01.10.2004) - Krankenwagen erwarteten den Kreuzfahrer "Rotterdam" der Holland America Line beim morgendlichen Einlaufen nach Halifax am 28. September an Pier 21, nachdem er am 24.9. im Hurrikan Karl im Nordatlantik in Seenot geraten war. Über ein dutzend Passagiere mussten ins Queen Elizabeth II Health Sciences Centre eingeliefert werden, mehrere davon mit Knochenbrüchen. Das Schiff war auf dem Weg von Griechenland über England nach New York gewesen, als es 900 Kilometer östlich von St. John's, Neufundland, in den Sturm geraten war. Ungefähr dreieinhalb Stunden hatte die 233 Meter lange "Rotterdam", in Dunkelheit getaucht, in den bis zu 20 Meter hohen Wellen getrieben. An Bord waren 1.300 Passagiere und 590 Mann Besatzung gewesen. Drei Pianos, unzählige Möbelstücke und hunderte von Gläsern waren zu Bruch gegangen. Den Passagiere wurde befohlen, in den öffentlichen Räumen des Schiffes auf dem Boden zu verharren, nachdem die Maschinen ausgefallen waren. Wegen der Schlagseite waren etliche Bullaugen unter Wasser geraten. Deswegen wurde ein Teil des Achterschiffs geräumt, falls die großen Scheiben eingedrückt werden sollten. In Halifax wurde die "Rotterdam" vor der Weiterreise nach New York inspiziert und aufgeklart. Ein Sprecher der Reederei sagte, die Umstände der Havarie würden aufgeklärt. Strukturelle Schäden seien nicht entstanden.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Manaav Star" freigeschleppt
(01.10.2004) - Der am 12. September an der Küste von Südkent bei Camber gestrandete Mumbaier Frachter "Maanav Star", 1.175 BRZ, wurde am 27. September wieder freigeschleppt. Dem bei Rye im Sturm breitseits auf die Küste getriebenen Schiff wurde zunächst mithilfe von Baggern ein tieferes Bett geschaffen. Dann konnte es seewärts gedreht und auf die offene See gezogen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Öl lief aus Kutterwrack in Kieler Förde
(01.10.2004) - Ein Hydraulikbagger bereitete am 30. September dem Wrack des Kutters "Delphin" auf dem Gelände des Kieler Tonnenhofs ein Ende. Das Schiff hatte im Sportboothafen Mönkeberg an der Kieler Förde gelegen, wo es bereits 1996 wegen Vernachlässigung auffiel. 1999 drohte es zu sinken und wurde vom Schwimmkran "Hiev" auf dem Gelände des Tonnenhofs abgesetzt. Der Eigner reagierte wiederholt nicht auf die Aufforderung, sich um das Schiff zu kümmern. Nun wurde die 5.000 € teure Abwrackaktion vorgenommen. Dabei lief aus einem nicht vollständig geleerten Tank Öl in die Förde. Nach dem Auslegen einer Ölsperre wurde die Verschmutzung mit Spezialgerät beseitigt.
Quelle: Tim Schwabedissen

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