
EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv Oktober 2004
Last update: Freitag, 05. November 2004, 17:28 Uhr
Rekord-Fahrverbot für fahrlässigen Skipper
(29.10.2004) -
Das Seeamt Kiel hat dem Kapitän des gesunkenen Tauchschiffs "Taucher" 30 Monate lang das Führen von Schiffen verboten. Damit
wurde das längste Fahrverbot seit der Neuregelung von Seeunfällen im Jahr 2002 ausgesprochen, teilte das Amt am 28. Oktober mit.
Der 50-jährige Skipper der "Taucher" war am 8. September 2002 ohne die erforderliche Erlaubnis mit dem mit elf Sporttauchern deutlich
überladenen Boot auf die Ostsee hinausgefahren. Schon während der Fahrt schlugen Wellen wiederholt übers Heck. Beim Einholen des
Ankers an einem Tauchspot 12 Seemeilen nordöstlich Fehmarns kam es zum endültigen Schiffbruch. Der Kapitän bemächtigte sich
daraufhin der einzig erreichbare Schwimmweste. Die im Wasser treibenden Taucher wurden nur zufällig von anderen Schiffen gerettet.
Die Brückenwache des deutschen Frachters "Polaris" hatte die im Wasser Treibenden entdeckt und die Neustädter Küstenwache
alarmiert. Die schickte das in der Nähe stehende Patroullienboot "Alsfeld" zur gemeldeten Position und nahm binnen 25 Minuten die
geschockten Taucher, die nur zum Teil Neoprenanzüge trugen, wohlbehalten an Bord. Die 1999 zum Wracktauchen umgebaute
"Taucher", das über 30 Jahre alte frühere Polizeiboot "Wagrien", liegt seither auf 20 Metern Tiefe in der Ostsee.
Quelle: Tim
Schwabedissen
"BBC China" ist endgültig verloren
(29.10.2004) -
Das Wrack der "BBC China" ist nicht mehr zu bergen, wurde am 26. Oktober in Kapstadt mitgeteilt. Der Schiffsboden ist in den
vergangenen Tagen immer weiter aufgebrochen, so dass man den Rumpf nun nicht mehr abdichten könnte. Das Öl wird weiter aus den
Tanks des gefluteten Maschinenraums abgepumpt. Bislang wurden 25 Tonnen entfernt. Die Ladung stellt keine Umweltgefährdung dar.
Die Reinigungsarbeiten an den Stränden sollten binnen zweier Tage abgeschlossen sein. Die bisher getroffenen Maßnahmen zur
Abwendung von Umweltgefahren bleiben weiterhin in Kraft.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Gestrandeter Kutter sank nach Bergung
(29.10.2004) -
Nach der Kollision mit einer Boje schlug der 54 Fuß lange Kutter "John de Wolf II" beim Auslaufen aus dem Barnegat Inlet in
Philadelphia am 26. Oktober leck. Auf einen Notruf hin lief ein 47 Fuß langes Rettungsboot aus, erreichte die Unglücksstelle jedoch erst,
als der Kutter mit dem Ebbstrom aus dem Inlet hinaus und auf einen nahen Strand getrieben war. Die zweiköpfige Crew und der
Bordhund erreichten hier watend das Ufer, wo sie durch die Leuchtturmbesatzung von Barnegat Light versorgt wurden. Die Bergungsfirma
Northstar Marine pumpte Dieselöl und Bilgenwasser aus dem gestrandeten Havaristen ab. Mit dem Abendhochwasser wurde gegen
20.30 Uhr ein erster vergeblicher Abschleppversuch durch eine örtliche Bergungsfirma unternommen. In den Mittagsstunden des 27.
Oktober gelang es, die "John de Wolf II" vom Strand zu ziehen. Beim Versuch, sie zurück in den Hafen zu ziehen, sank sie dann jedoch
plötzlich eineinhalb Meilen südlich des Barnegat Inlet.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Wrack aus Esbjerger Hafeneinfahrt geräumt
(29.10.2004) -
Am 28. Oktober wurde der in der Einfahrt des dänischen Hafens Esbjerg gesunkene Bagger "Thor R" von einem Schwimmkran gehoben.
Die Bergung des nach der Kollision mit einem Autotransporter im September untergegangenen Schiffes gelang trotz kräftigen Windes
und aufgerauhter See. Das äußerlich stark ramponierte Wrack soll nun in Esbjerg repariert werden.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Schlepper in Wilmington gesunken
(29.10.2004) -
Am Nachmittag des 26. Oktober sank der Schlepper "Lindsey" nahe des Wilmington Marine Terminal bei der Assistenz für ein anderes
Schiff in der Mündung des Christina River in Delaware. Die dreiköpfige Besatzung des 70 Fuß langen Schiffes wurde von einem
Terminalboot unversehrt gerettet. An der Untergangsstelle wurde ein Ölschlängel ausgelegt und eine Sicherheitszone eingerichtet. Am
28. Oktober soll das Wrack von der Don Jon Marine Salvage mithilfe eines Schwimmkrans gehoben werden. Die Ursache des
Untergangs wird untersucht.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Glückliche Rettung zweier Schiffbrüchiger nach 19 Stunden
(28.10.2004) - Am Morgen des 24. Oktober wurden zwei Schiffbrüchige nach 19 Stunden im
Wasser vor der Küste von Waianae, Honululu, gerettet. Die beiden waren am
23. Oktober mit einem gerade gekauften 21-Fuß-Bayliner zu einer Probefahrt
ausgelaufen, als es plötzlich zu einem Motorausfall kam. Als einer der
beiden Seeleute die Ursache klären wollte, entdeckte er einen
Wassereinbruch im Achterschiff. Über Funk informierten sie die örtliche
Küstenwache vom drohenden Untergang, dann brach der Kontakt ab.
Tankschiff auf Donau gestrandet
(28.10.2004) -
Am 23. Oktober lief das in Ballast fahrende österreichisches Tankschiff
"Carolin" bei Mühlham in der Donau auf Grund. Es hatte in Deggendorf eine
Ladung Heizöl aufnehmen sollen. Vor der Mühlhamer Schleife musste es wegen
Gegenverkehrs warten. Dabei hat der Wellenschlag der donauabwärts fahrenden
Schiffe den Tanker am Rand der Fahrrinne auf eine Kiesbank gedrückt. Erste
Bergungsversuche scheiterten. Erst am 24. Oktober gelang es mit einem
Stelzenbagger, den Kies unter dem Havaristen soweit zu entfernen, dass das
Schiff in die Fahrrinne zurückgezogen werden konnte.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Feuer auf philippinischer Fähre ging glimpflich aus
(28.10.2004) -
Die philippinische Fähre "Trans Asia 1" der Trans Asia Shipping Lines
geriet auf dem Weg von Cagayan de Oro City nach Cebu City with 426
Passagieren und 42 Mann Besatzung in Brand. Das Maschinenraumfeuer brach
vor Minalunan Point, Siquijor, aus. Das Feuer konnte binnen einer halben
Stunde unter Kontrolle gebracht werden. Eine Hilfsmaschine wurde durch die
Flammen beschädigt.
Quelle: Tim
Schwabedissen
"Tricolor"-Bergung abgeschlossen
(28.10.2004) -
Eine der spektakulärsten Bergungsaktionen in der Schifffahrtsgeschichte ist
zu Ende: Knapp zwei Jahre nach dem Untergang des norwegischen Autofrachters
"Tricolor" haben Bergungskräfte jetzt die letzten bergungsfähigen Reste des
Wracks und seiner Ladung vom Meeresgrund geholt. Das 190 Meter lange Schiff
war unter Wasser zunächst in neun Teilstücke zersägt worden. Diese wurden
dann einzeln gehoben, bis Winterstürme eine Unterbrechung der Arbeiten
erzwangen. Bei Wiederaufnahme der Räumung waren die verbliebenen Sektionen
zusammengebrochen und mussten mit Baggern vom Kanalgrund gehoben werden.
Beim Aufspüren von Schiffs- und Ladungstrümmern half ein Sidescan-Sonar.
Die "Tricolor" war am 14. Dezember 2002 mit 2871 Luxuswagen an Bord nach
einer Kollision gesunken. Das 1987 erbaute Schiff lag seither am Rande der
vielbefahrenen Schifffahrtsstraße vor der französischen Hafenstadt
Dünkirchen. Kurz nach dem Untergang stieß ein anderer Frachter gegen das
Wrack, das bei Ebbe knapp aus dem Wasser ragte. Mehrfach trat Öl aus dem
havarierten Schiff aus, viele Seevögel starben. Daher wurde die
vollständige Bergung beschlossen
Schlechtes Wetter verzögerte immer wieder die Arbeiten, die nach einem
bisher einzigartigen Plan abliefen. Nur bei dem russischen U-Boot "Kursk"
war zuvor schon unter Wasser ein Teil des Rumpfes abgetrennt worden. Die
"Tricolor" wurde mit einem 5,4 Zentimeter dicken Sägeseil in neun Teile
zerschnitten, jedes davon mehr als 3000 Tonnen schwer. Mit Schwimmkränen
wurden die Wrackteile auf offener See gehoben und mit Pontons zum Hafen von
Seebrügge gebracht. Für die Kosten kommt die Versicherung der Reederei
Wilh. Wilhelmsen auf. Sie werden auf einen zweistelligen Millionenbetrag
geschätzt.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Frachter gestrandet und gesunken
(28.10.2004) -
Der 14.141 BRZ große Frachter "Stepan" riss sich vor Cape Lodeyny am 2.
Oktober vom Anker los. Das 1980 erbaute Schiff, das von Amsterdam kam,
schlug leck und sank später.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Feuer auf Containerfrachter
(28.10.2004) -
Am 20. Oktober brach im Maschinenraum des 52.090 BRZ großen
Containerfrachters "Ever Dynamic" im Hafen von Osaka ein Feuer aus.
Hauptmaschine und Generator des sechs Jahre alten Schiffes wurden bei dem
Brand beschädigt.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Frachter vor England in Brand
(28.10.2004) -
Vor dem englischen Hafen Hull kam es am 20. Oktober zu einem Brand auf dem
15.938 BRZ großen Frachter "Chainat Navee". Das Feuer war in Laderaum III
des von Singapur kommenden, 1978 erbauten Schiffes ausgebrochen. Bevor es
britischen Feuerwehrleuten gelang, den Brand unter Kontrolle zu bekommen,
entstand an der im betroffenen Raum gestauten Fracht erheblicher Schaden.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Feuer in Containerladung erstickt
(28.10.2004) -
Auf dem 75.484 BRZ großen Frachter "NYK Argus" brach im Laderaum III vor
Algerien am 27. Oktober ein Feuer aus. Das erst in diesem Jahr abgelieferte
Schiff war mit einer Ladung Containern auf dem Weg nach Europa. Es gelang,
den Laderaum abzudichten und so das Feuer zu ersticken. Anschließend konnte
die "NYK Argus" ihre Fahrt fortsetzten.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Erfolgreiche Suche nach schiffbrüchigen Fischern
(28.10.2004) -
Am 26. Oktober geriet der Kutter "San Rochelle" vor Neuseeland in Brand.
Das Schiff hatte drei Mann Besatzung. Nach dem Auffangen eines Notsignals
startete die neuseeländische Luftwaffe eine Suchaktion, in deren Verlauf
das Rettungsboot des Havaristen gesichtet wurde. Ein Rettungshubschrauber
wurde anschließend zur Position geführt und nahm die Seeleute unversehrt auf.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Ölbergung auf "BBC China" im Gange
(28.10.2004) -
Drei Tonnen Öl und 25 Tonnen Fracht konnten bislang aus dem Wrack der vor
Südafrika gestrandeten "BBC China" geborgen werden. Die Ölbergung war am
23. Oktober nach Wetterbesserung begonnen worden. Die
Ölbekämpfungsmaßnahmen bleiben an der Strandungsstelle in Kraft, das
Ölbekämpfungsschiff "Kuswag I" vor Ort. Regelmäßige Überwachungsflüge
sollen frühzeitig auf Gefahren aufmerksam machen. Wiedersprüchliche Angaben
gab es zum gegenwärtigen Zustand des Schiffes. Berichten, nach denen es
bereits auseinander breche, widersprach die Bergungsfirma Smit Marine, die
angab, dass sich der Zustand in den vergangenen Tagen nicht verändert habe.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Wal von Kreuzfahrtschiff aufgespießt
(27.10.2004) Im Sankt-Lorenz-Strom in Kanada hat ein Kreuzfahrtschiff einen toten Finnwal mitgeschleppt, ohne dass dies Passagieren und Besatzung auffiel. Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, wurde das Tier am Bug aufgespießt. Erst beim Einlaufen in den Hafen von Saint John in New Brunswick sei der 20 Meter lange Walkadaver am Sonntag bemerkt worden.
Laut den Behörden steht bislang nicht fest, ob der Wal noch lebte, als er gegen das Schiff «Jewel auf the Sea» prallte. Die Küstenwache hat den toten Wal inzwischen in den Sankt-Lorenz-Strom zurückgebracht.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Einstiger America's Cupper gekentert
(27.10.2004) -
Nur wenige Meter vor dem berühmten Opernhaus von Sydney ist am 26. Oktober
die Yacht "FT Spirit" auf einen Fels aufgelaufen. Dabei bracht der Kiel des
Bootes, so dass es kenterte und auf der Backbordseite liegend hilflos auf
Felsen nahe des Opernhauses trieb. Das 22 Meter lange Schiff war so dicht
am Kai umgeschlagen, dass der Mast eine Straßenlaterne auf dem Fußweg vor
dem Operngebäude zertrümmerte. Die 14 Crew-Mitglieder stürzten bei der
Havarie zum Teil ins Hafenwasser, kamen aber mit dem Schrecken davon. Nun
soll untersucht werden, warum sich die "FT Spirit" dem Opernhaus überhaupt
so sehr nähern konnte. Die Yacht war 1992 unter dem Namen "Spirit of
Australia" beim America's Cup gestartet, heute wird sie als Charterboot
genutzt. Zum Unglückszeitpunkt war sie in Charter der Financial Times.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Elbe nach Brückenkollision gesperrt
(27.10.2004) -
Ein tschechischer Schleppverband ist am 25. Oktober an der Augustusbrücke
in Dresden hängen geblieben und hat für eine mehrstündige Verkehrssperrung
flussaufwärts Richtung Tschechien gesorgt. Bei dem Verband handelte es sich
um den Schlepper "Lucky-1" und die Lastkähne "Petra-3" und "Petra". Der
Verband passierte gegen 14 Uhr das Stadtzentrum in Richtung Tschechien.
Dabei lief die mit Sojaschrot beladene "Petra-3" mit der Steuerbordseite
des Bugs auf einen Pfeiler der Augustusbrücke auf. Die Zille blieb am
zweiten Pfeiler der Brücke auf Altstädter Seite hängen. Das Wasser- und
Schifffahrtsamt sperrte die Elbe in Richtung Tschechien um 14.09 Uhr für
den Verkehr. Mit Hilfe des Schleppers "Motor 4" konnte die "Petra 3" am
frühen Abend befreit werden und die Reise fortsetzen. Weil auch an der
Brücke keine Scäden feststellbar waren, wurde die Elbe gegen 17.10 wieder
für den Schiffsverkehr freigegeben. Bereits vor acht Monaten hatte es einen
Unfall mit einem tschechischen Transportschiff gegeben, dem bei der
Durchfahrt unter der Augustusbrücke zwei Seile gerissen waren.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Ölverschmutzung auf Rhein nach Tankerstrandung
(27.10.2004) -
Ein mit 1700 Tonnen Dieselöl beladenes Tankschiff ist am 26. Oktober auf
dem Rhein nahe der Loreley auf Grund gelaufen. Das flussaufwärts fahrende
belgische Schiff war gegen 10 Uhr aus noch unbekannter Ursache in einer
Flussbiegung auf Grund gelaufen und leckgeschlagen. Etwa 10 000 Liter Öl
liefen anschließend aus. Eine größere Verschmutzung des Rheins konnte den
Angaben zufolge aber vermieden werden, da es dem Kapitän nach dem Unfall
noch gelang, das Schiff in den Loreleyhafen in St. Goarshausen zu steuern.
Das meiste Öl trat erst dort aus. Der Hafen wurde abgesperrt, sodass nur
wenig Öl in den Fluss gelangte und stromabwärts trieb. Das Öl im Hafen
wurde von der Feuerwehr abgepumpt. Auf dem Havaristen wurde zunächst der
leckgeschlagene Tank leergepumpt. Anschließend dichteten Taucher das Loch
ab. Am 27. Oktober sollte das Tankschiff seine Fahrt fortsetzen können.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Friteuse fing Feuer - 300.000 Euro Schaden auf Binnenschiff
(27.10.2004) -
Ein Schaden von rund 300.000 Euro ist am 24. Oktober bei einem Brand auf
einem Frachter auf dem Rhein bei Mainz entstanden. Das Feuer brach bei
einer Fritteuse in der Kajüte des Schiffes aus.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Fregatte rettete Frachterbesatzung
(27.10.2004) -
Die französische Fregatte "Surcouf (FS 711)" rettete am 14. Oktober die
16-köpfige Crew des panamanischen Frachters "Sara 2", der auf ein Riff vor
dem Yemen gelaufen war. Die Fregatte war Teil eines Flottenverbandes, der
zur Terrorismusbekämpfung am Horn von Afrika im Einsatz ist.
Quelle: Tim
Schwabedissen
15 Vermisste nach Fährkollision
(27.10.2004) -
Auf dem Bishkhali-Fluss im südlichen Bangladesh kollidierte die
Zwei-Deck-Fähre "Sadia" mit dem Motorschiff "Niharika". Die "Sadia" war mit
50 Passagieren unterwegs von Barisal nach Potakhali im Barisal Distrikt.
Die kleinere "Niharika" kenterte und sank. 15 Menschen wurden vermisst.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Frachter in Kola-Bucht gestrandet
(27.10.2004) -
Der Frachter "Stepan Razin" der Murmansk Sea Shipping Company lief am 23.
Oktober in der Mündung der Kola Bucht auf Grund. Die 23-köpfige Crew wurde
in Sicherheit gebracht.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Amerikanische Fähre kollidierte mit Anleger
(27.10.2004) -
Die Fähre "Neuse" rammte am Morgen des 24. Oktober mit 29 Passagieren an
Bord die Mole und Rampe des Anlegers in Cherry Branch, North Carolina.
Mehrere Fahrzeuge an Bord der Fähre wurden ebenso beschädigt wie die Rampe.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Ex-Regierungsboot gesunken
(27.10.2004) -
An der Mole von Narain sank am 23. Oktober das einstige Regierungsboot der
Fijis, die "Adi Lomai". Die frühere "Daunisova" war für 27.000 Dollar von
der Lomaviti Provinz erworben worden, hatte aber danach bereits 100.000
Dollar für die Überholung gekostet, als sie jetzt unterging.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Ein Toter bei Kutterunglück
(27.10.2004) -
Der amerikanische Kutter "Daddy's Girl" wurde seit dem 23. Oktober mit zwei
Mann Besatzung vor Clearwater Pass vermisst. Die US-Küstenwache startete
eine Suche mit Booten, Hubschraubern und einem Jet. Das Suchflugzeug
sichtete am 24. Oktober einen Überlebenden in Schwimmweste und leitete
einen Hubschrauber zur Position 24 Meilen südwestlich von Clearwater. Der
zweite Fischer wurde zwei Seemeilen entfernt Stunden später tot vom
Küstenwachkutter "Pea Island" geborgen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Sportboot von Tanker zerstört
(2710.2004) -
Der Tanker "Gemini" überlief beim Auslaufen aus dem Detroit River unterhalb
von Grassy Island ein 35 Fuß langes Sportboot, dass die Distanz
fehleingeschätzt hatte und dem Tanker vor den Bug lief. Das Boot reagierte
in keiner Weise auf die Gefahrensituation. Beim Zusammenstoß wurde es
völlig zertrümmert. Seine Insassen blieben unversehrt.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Jack-up-Rig gestrandet und zerbrochen
(27.10.2004) -
Eine Arbeitsplattfrom riss sich am Morgen des 21. Oktober von seinem
Liegeplatz vor Seaford los und trieb auf die Küste, wo sie am Strand
auseinanderbrach. Das Unglück ereignete sich bei bis zu neun Windstärken.
Entlang der Küste breitete sich von dem 40x40 Fuß großen Gefährt ein
Trümmerteppich aus. Die Barge war mit Küstenreparaturarbeiten beschäftigt
gewesen. An Bord war keine Besatzung gewesen. Das Strandungsgebiet wurde
von einem Rettungsteam der Newhaven Küstenwache kontrolliert.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Zwei tote Angler in Rügener Boddengewässer gefunden
Stralsund (24.10.2004) Zwei Angler sind bei einem Bootsunglück im Großen Jasmunder Bodden ums Leben gekommen, der von Teilen der Ostseeinsel Rügen umschlossen ist. Wie die Polizei in Stralsund mitteilte, wurden die beiden aus der Region stammenden Brüder im Alter von 41 und 49 Jahren am Sonntag von einem Suchhubschrauber leblos auf dem Wasser treibend entdeckt. Sie waren am Samstag in einem Boot mit kleinem Außenbordmotor aufs Wasser hinausgefahren und nicht zurückgekehrt. Bei Suchaktionen hatte man zunächst nur das gesunkene Boot der beiden entdeckt. Es war vorerst unklar, ob die Männer in dem eiskalten Wasser erfroren oder ertranken.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Bewährungsstrafe für betrunkenen Rudergänger
(22.10.2004) -
Die Fahrt sollte von Berlin nach Magdeburg gehen. Doch schon auf der Unteren Havel-Wasserstraße in Kladow änderte die
„Heide-Luise“ am 7. Juli 2003 plötzlich ihren Kurs. Ab Kilometer 13 zog sie immer wieder nach Steuerbord. Der Rudergänger
aber merkte nichts, bis der Lastkahn in die Steganlage des Segler-Clubs Oberspree fuhr und dabeizehn Sportboote beschädigte.
Vor dem Amtsgericht Tiergarten räumte der 46-jährige Pole gestern ein, dass er Alkohol getrunken hatte. Bei einem kleinen
Nickerchen hatte er nach Auffassung der Staatsanwaltschaft das Ruder verzogen.
Ene halbe Stunde vor der Kollision hatte Z. am frühen Nachmittag des Unglückstages das Steuer des Binnenschiffs übernommen.
Der 55-jährige Kapitän hielt sich in jenen Minuten unter Deck auf. Dennoch saß er nun mit auf der Anklagebank. Er habe seinem
Hilfsschiffsführer Z. das Ruder übergeben, obwohl er die erhebliche Alkoholisierung des Mannes hätte bemerken müssen, hieß es in
der Anklage. Diesen Vorwurf aber bestritt der Kapitän aus Minden. Und zweifelsfreie Beweise sah das Gericht am Ende nicht und
entschied in seinem Fall auf Freispruch. Bei dem Rudergänger hatte die Wasserschutzpolizei sofort „starken Alkoholgeruch in der
Atemluft“ festgestellt. Er hatte noch zwei Stunden nach der Kollision 1,9 Promille Alkohol im Blut. Er könne von Glück reden, dass
es keine Verletzten zu beklagen gab, hieß es vor Gericht. Personen, die sich auf den Sportbooten aufhielten, hatten den gefährlichen
Kurs der „Heide-Luise“ bemerkt und ihre Schiffe schnell verlassen. Insgesamt entstand ein Sachschaden von mehr als 124.000
Euro. Wegen fahrlässiger Gefährdung des Schiffsverkehrs wurde Andrzej Z. am 21. Oktober zu einer Haftstrafe von vier Monaten
auf Bewährung verurteilt.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Autofrachter im Sturm losgerissen
(22.10.2004) -
Am 21. Oktober kolliidierten bei stürmischem Wind bis zu Bf 9 die beiden Autofrachter "Cypress Pass" und die 190 Meter lange
"Freedom" im Bremerhavener Nordhafen. Die an der Westseite des Hafens liegende, 184 Meter lange norwegische "Cypress Pass"
wurde mit dem Heck an die gegenüberliegende "Freedom" getrieben, nachdem die Achterleinen gebrochen waren und das Achterschiff
daraufhin vom Kai abtrieb. aufgrund des starken Windes (in Boen bis Beaufort 9) riss. Zu Personenschäden kam es dabei nicht, jedoch
gab es Beschädigungen an den Rümpfen beider Schiffe.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Fähre im Nord-Ostsee-Kanal gerammt
(22.10.2004) -
In der Nacht vom 13. auf den 14. Oktober kollidierte der litauische Frachter "Marjola" auf dem Weg zur Nordkammer der alten Schleuse
des Nord-Ostsee-Kanals in Brunsbüttel mit der Kanalfähre "Königsberg". Die Fähre pendelte gerade von der Nord- zur Südseite, als sich
der Zusammenstoß ereignete. Beide Schiffe wurden beschädigt. Während die "Marjola" aber ihre Fahrt fortsetzen konnte, musste die
"Königsberg" den Verkehr einstellen und fuhr mit eigener Kraft in eine Werft in Rendsburg. Die Reparatur wird aber mehrere Tage dauern.
Die ausgefallene "Königsberg" wurde zunächst durch eine kleinere Fähre ersetzt. Noch in dieser Woche soll aber eine andere große
Fähre den Ersatzrverkehr aufnehmen
Quelle: Tim
Schwabedissen
Sturm verhindert Arbeiten an "BBC China"
(22.10.2004) -
Schlechtes Wetter verzögert die Arbeiten an dem Wrack der nahe Port Grosvenor gestrandeten "BBC China". Lediglich die mit
ölverschmutztem Sand gefüllten Taschen, die Helfer am Strand zusammentrugen, konnten bislang beseitigt werden. Der nahegelegene
Msikaba-River ist weiter gesperrt. Die "Kuswag I" und "Pentow Service" liegen vor der Küste und warten auf Wetterbesserung. Aus der
Luft wird die Situation um den Frachter laufend überwacht.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Loses Küchenrohr drohte Binnenschiff zu versenken
(21.10.2004) - Am Morgen des 20. Oktober kam es auf einem holländischen Binnenschiff auf dem Weser-Dattel-Kanal nahe Dorsten zu einem schweren Wassereinbruch. In der Kombüse hatte sich ein Abwasserrohr gelöst. Nur knapp konnte ein Untergang des Frachters
abgewendet werden. Erst durch den Einsatz von Tauchern und einer schweren Lenzpumpe gelang es, das mit Kies beladene Schiff zu
stabilisieren. Während der Rettungsarbeiten musste der Schiffsverkehr auf dem Kanal gestoppt werden.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Retter mussten gerettet werden
(21.10.2004) -
Auf einem Riff vor Jura lief am 19.Oktober die 50 Fuß lange Motoryacht "Enterprise" mit zwei Mann Besatzung auf Grund. Die Clyde
Coastguard entsandte ein Rettungsboot. Dessen zweiköpfige Crew wurde ebenso wie die Yachtcrew beim Rettungsversuch auf einer
Muschelbank eingeschlossen, sodass ein Hubschrauber der Royal Navy zu Hilfe gerufen werden musste. Aus der Luft gelang es, die
Yachtcrew wie auch die verhinderten Retter zu retten.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Katamaranbesatzung nach Kenterung unter Wasser eingeschlossen
(21.10.2004) -
Zwei Seemeilen nördlich von Bay Harbor, Michigan, kenterte am 19. Oktober der 42 Fuß lange Katamaran "Starry Night". Nachdem das
Boot von einem anderen gesichtet worden war, wurde die Küstenwache alarmiert, die auch ein automatisches Notsignal des Bootes
auffing. Aus Charlevoix lief ein Rettungsboot aus, auch ein Boot der Feuerwehr nahm Kurs auf die Unglücksstelle. Taucher fanden die
3-köpfige Besatzung der "Kerry Night" in der Kabine eingeschlossen. Sie halfen den Schiffbrüchigen an die Wasseroberfläche, wo sie
Rettungsschwimmer in Empfang nahmen und auf das Küstenwachboot brachten. Mit leichten Unterkühlungen wurden sie nach
Charlevoix gebracht.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Yachtcrew im Sturm gerettet
(21.10.2004) -
Am 19. Oktober kam die 55 Fuß lange Yacht "Kamaa" in bis zu 30 Fuß hohen Wellen und 50 Knoten Windgeschwindigket 200 Meilen
vor Washington in Schwierigkeiten. Über Funk teilte die Besatzung mit, dass die Maschine der "Kamaa" ausgefallen war, mehrere
Bullaugen ausgeschlagen wurden und der Bugsprit gebrochen sei. Daraufhin war die Aufgabe des Bootes entschieden worden. Ein
Hubschrauber der Küstenwache aus Astoria, Oregon, rettete die 2-köpfige Crew aus Massachusetts und Hawaii. Vorher hatte eine
Hercules-Maschine das Boot im Sturm ausgemacht und Rettungsausrüstung abgeworfen. Das in Hawaii beheimatete Boot war auf dem
Weg nach Victoria, Canada, gewesen. Beide Männer wurden nach ihrer Rettung nach Astoria gebracht und dort nach medizinischer
Untersuchung entlassen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Frachter in Taifun gestrandet
(20.10.2004) - Erneut fegte am 19. Oktober ein schwerer Taifun mit starken Regenfällen
über den Süden Japans hinweg. Vor einer Insel im Südwesten des Landes lief
ein 9900-Tonnen-Frachter auf Grund, alle 12 Besatzungsmitglieder blieben
unverletzt, und auch das Schiff blieb bislang weitgehend unbeschädigt. Mit
Windgeschwindigkeiten von 144 Stundenkilometern ist "Tokage" der stärkste
Taifun, der Japan seit 1991 heimsuchte.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Yacht vor Hiddensee auf Grund
(20.10.2004) -
Am Abend des 18. Oktober konnten in einer dramatischen Rettungsaktion zwei
Segler vor der Insel Hiddensee aus Seenot geborgen worden. Ihre
12-Meter-Yacht war außerhalb des Fahrwassers auf Grund gelaufen und drohte
von der Brandung zerschlagen zu werden. Die Segler, die auf der Rückfahrt
von Kopenhagen in den Heimathafen Stralsund waren, konnten mit Hilfe des
Tochterbootes des Seenotkreuzers "Theo Fischer" gerettet werden.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Helfer bekämpfen Ölverschmutzung der "BBC China" an der Wild Coast
(20.10.2004) -
An der Küste von Port Grosvenor begannen am 19. Oktober Säuberungsarbeiten
an dem vom Öl der gestrandeten "BBC China" verschmutzten Küstenabschnitt.
Helfer schwärmten über die abgelegenen Strände und Felsen von Msikaba an
der Transkei Wild Coast aus. Die Mündung des Msikaba-Flusses wurde
vorsorglich abgesperrt.
Nach bisherigen Erkenntnissen hält sich der Schaden
aber in engen Grenzen, und die Arbeiter kamen gut voran, das geborgene
Öl-Sand-Gemisch in Säcken einzusammeln. Nahe des mit dem Bug in Richtung
Strand aufsitzenden Frachters wurde eine Basis für die Abpumparbeiten vom
Havaristen eingerichtet. Aus Durban soll am 21. Oktober schweres Gerät in
Marsch gesetzt werden, um mögliche weitere Ölverschmutzungen effektiv zu
bekämpfen. Nahe der Strandungsstelle sind das Ölbekämpfungsschiff "Kuswag
I" und die "Pentow Surveyor" auf Position und beobachten die Entwicklung.
Außerdem ist die Küstenwache mit einem Schiff sowie einem
Überwachungsflugzeug im Einsatz.
Taucher begannen mit Untersuchungen am
Rumpf der "BBC China". Experten der Bergungsfirma Smit International gingen
zu Untersuchungen an Bord des Schiffes. Die Dauer der Ölbergung von Bord
wird auf fünf Tage eingeschätzt.
Unterdessen ist der zweite Havarist vor Südafrika, die 550 vor der Küste
treibende "Taipan I", von der "Smit Amandla" auf den Haken genommen worden
und befindet sich derzeit auf dem Weg zurück nach Kapstadt.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Barge vor Isle of Wight gekentert
(20.10.2004) -
Eine halbe Seemeile vor Bonchurch an der Südwestküste der Isle of Wight
geriet am Nachmittag des 17. Oktober ein Schlepper mit einer Barge in
Seenot. Die Barge verlor ihre gesamte Ladung, nachdem sie zuvor Schlagseite
entwickelt hatte. An Bord befanden sich Industriemaschinen, 1000 Tonnen
Steine sowie Schienenschwellen. Aus Bembridge lief ein Rettungsboot aus.
Ein zunächst ebenfalls zur Unglücksstelle entsandter Hubschrauber brach
seinen Einsatz ab, nachdem klar war, dass sich alle Besatzungsmitglieder
sicher an Bord des Schleppers befanden. Es gelang, die krängende Barge vor
Anker zu legen. Sie hatte sich nach dem Ladungsverlust wieder etwas
aufgerichtet und soll nun ausgepumpt werden. Das Rettungsboot blieb vor Ort
und versuchte gemeinsam mit dem Schlepper, die im Wasser treibenden
Schwellen wieder einzufangen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Hoffnungen für "BBC China" schwinden
(19.10.2004) - Zwei Tage nach ihrer Strandung begannen die Hoffnungen, die "BBC China" an
der südafrikanischen Ostküste noch bergen zu können. Sämtliche Abteilungen
des aus Leer stammenden 122 Meter langen Havaristen mit Tanks, Laderäumen
und Maschinenraum sind inzwischen durchgeflutet. An Bord des
Mehrzweckfrachters befindet sich noch eine kleine Ladung von
Stahlprodukten, mit denen er in der Strandungsnacht zu kleinen
Überholungsarbeiten und zum Bunkern von Treibstoff nach Durban unterwegs
gewesen war.
Jetzt konzentrieren sich die Arbeiten am Schiff darauf,
sämtliches umweltgefährdendes Material, vor allem den verbliebenen
Brennstoff, zu entfernen. Die "BBC China" war um 21 Uhr des 16.10. auf
einer Sandbank 150 Meter vor demr Küste festgekommen und wenig später
bereits leckgeschlagen. Trotz der Dunkelheit und starken Windes war es
einem Rettungshubschrauber aus Richards Bay gelungen, die 16-köpfige Crew
vom Schiff abzubergen. Auch das südafrikanische Forschungsschiff "SAS
Protea" war zur Unglücksstelle gelaufen, hatte sich wegen Schwell und Wind
aber nicht mehr als fünf Seemeilen annähern können. Es spielte auf seiner
Standby-Position aber für die Kommunikation zwischen Hubschrauber, den
bereits am Strand abgesetzten Schiffbrüchigen und dem Havaristen eine
wichtige Rolle.
Inzwischen ist das Ölbergungsschiff "Kuswag I" vor Ort, um eine
Umweltgefährdung durch die geringen aus der Bilge ausgelaufenen Ölmengen
auszuschließen. Der ursprünglich zur "BBC China" beorderte Schlepper "Smit
Amandla" bekam unterdessen bereits neue Arbeit: Von Kapstadt kommend war
der Frachter "Taipan I" in Seenot geraten und hatte um Hilfe gerufen. Er
soll nun an die Trosse der "Smit Amandla" kommen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Sorge um "BBC China" - Frachter sorgte bereits früher für Schlagzeilen
(19.10.2004) -
Mit Steuerbordschlagseite liegt die "BBC China" seit nunmehr drei Tagen an
der Küste Südafrikas. Brecher waschen über das Oberdeck des modernen
Frachters. Vorübergehend hat der Wind nachgelassen, und gegenwärtig läuft
nur wenig Öl aus dem aufgerissenen Rumpf aus. Nach dem Bekanntwerden von
Details über die Vergangenheit der "BBC China" haben südafrikanische
Politiker am 19. Oktober aber große Sorge über die jetzige Ladung des bei
Grosvenor gestrandeten Schiffes geäußert. Im Herbst 2003 war das Schiff in
die Schlagzeilen geraten, weil es offenbar Teile zum Bau einer Atomanlage
nach Libyen liefern wollte. Hieraus resultierte möglicherweise die damals
überraschende Entscheidung Libyens, auf die Entwicklung von
Massenvernichtungswaffen zu verzichten. Auf der "BBC China" waren mehrere
tausend Bauteile für Zentrifugen beschlagnahmt worden, die zur
Urananreicherung verwendet werden können.
Im September 2003 erfuhren britische und amerikanische Geheimdienste, dass
ein deutscher Frachter einen Hafen am Persischen Golf mit
Zentrifugen-Ausrüstung für Libyen verlassen sollte. Die Geheimdienste
informierten die deutschen Behörden, die mit dem Eigner des Frachters
Kontakt aufnahmen. Die Firma, die sich sehr kooperativ zeigte, wies das
Schiff daraufhin an, einen italienischen Hafen anzusteuern. Dort entdeckten
britische und amerikanische Ermittler die als Maschinenteile deklarierten
Zentrifugen-Teile und beschlagnahmten sie. Die US-Regierung würdigte die
Arbeit der deutschen und der italienischen Behörden bei der Aktion.
Im Februar 2004 wurde die "BBC China" in Honululu von der US-Küstenwache
durchsucht, nachdem ein Besatzungsmitglied sie über gefährliche Frachtgüter
informiert hatte. Nun soll geprüft werden, ob an Bord der "BBC China" auch
jetzt eventuell umweltgefährdende und nicht deklarierte Fracht ist. Nach
offiziellen Angaben befinden sich an Bord kleine Mengen von Farbe,
Batterien und Flaschen mit Carbondioxid sowie 58 Tonnen Schwer- 60 Tonnen
Gasöl und acht Tonnen Ölrückstände. Die Hauptfracht sind 2.800 Tonnen
Stahlstrukturen, die von Port of Spain in der Karibik via Durban nach
Daressalam in Tansania verschifft werden sollten. Wenn die
umweltgefährdenden Stoffe geborgen sind, soll geprüft werden, ob der
Frachter von der Stelle, an der im August 1782 der britische
Ostindienfahrer "Grosvenor" verloren ging, gerettet werden kann.
Gegenwärtig sind die Berger noch mit der Hilfeleistung für die 15.000
Tonnen große "Taipan I" beschäftigt, die mit einer Ladung Zuckersäcken
antriebslos in der See treibt. Die Wetteraussichten in dem Unglücksgebiet
sind nach vorübergehender Wetterberuhigung schlecht.
Die "BBC China" wurde im Jahr 2000 gebaut und fährt unter der Flagge von
Antigua und Barbuda. Der Frachter ist für 660 Norm-Container (TEU) ist auch
für Gefahrgut ausgelegt. Er verdrängt 6.357 Tonnen und ist bei 121,6 Metern
Länge 18,2 Meter breit und hat rund sechs Meter Tiefgang. Sie erreichte
eine Geschwindigkeit von 15 Knoten. Die Reederei BBC Chartering and
Logistic GmbH hat ihren Hauptsitz im ostfriesischen Leer und unterhält ein
Büro in Bremen. Die Firma gehört zur Gruppe "Briese Schiffahrt", der auch
die meisten der rund 90 Schiffe von BBC gehören.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Keine Rettung für Trawler vor Alaska
(19.10.2004) -
Am Abend des 17. Oktober kam es auf dem amerikanischen 48-Fuß-Kutter "Susan
Ann" in der Chatham Strait, Alaska, zu einem unkontrollierbaren
Wassereinbruch im Maschinenraum. Binnen Minuten erreichte ein nahestehendes
Schiff der Küstenwache den Havaristen. Gleichzeitig startete ein
Hubschrauber mit Lenzpumpen aus Sitka. Als die Helfer das Schiff
erreichten, war es dennoch bereits zu spät: Nahe Catherine Island sank die
"Susan Ann". Ihre Besatzung konnte dank der schnellen Hilfe aber unversehrt
gerettet werden.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Shuttleboot in Brand
(19.10.2004) -
Auf dem 75 Fuß langen amerikanischen Shuttlebooot "Express Shuttle II", das
mit drei Mann Besatzung von New Port Richie nach Sun Cruise Casino
unterwegs war, bracht am Morgen des 17. Oktober im Pithlachascotee Channel
nahe der Mündung des Coyte River, Florida, ein Feuer aus. Ein
Rettungshubschrauber aus Clearwater fing den Notruf der Crew auf, als er
auf einem Trainingsflug war, und assistierte bei der folgenden
Rettungsaktion, an der auch die Pasco County Fire Rescue, der Schlepper
"Towboat U.S." sowie zwei Boote der Küstenwache Sand Key teilnahmen. Ein
Besatzungsmitglied der "Express Shuttle II" musste mit Rauchvergiftungen in
ein Krankenhaus gebracht werden. Nach der Brandbekämpfung wurde begonnen,
das Wasser aus dem Schiff auszupumpen, um einen Untergang abzuwenden und es
in Schlepp nehmen zu können.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Gestrandeter Bremer Frachter verliert Öl
(18.10.2004) - Der unter Antigua-Flagge laufende deutsche Frachter "BBC China", 5.548 BRZ,
lief in der Nacht zum 16. Oktober nahe Port Grosvenor an der
südafrikanischen Wild Coast auf Grund. Am Morgen wurden Schlepper am
Havaristen erwartet, dann jedoch verschlechterte sich die Situation des
Schiffes nach einem Wassereinbruch in den Maschinenraum derartig, dass der
Kapitän Hubschrauberhilfe anforderte. Auch begann Öl aus dem
leckgeschlagenen Rumpf auszulaufen. Die gesamte Besatzung wurde gegen
Mitternacht aus der Luft abgeborgen. Sie wurde am Strand abgesetzt und mit
einem Bus nach Durban gebracht. Der Ankerziehschlepper "Pentow Service"
lief noch in den Nachtstunden aus Durban aus und wurde im Laufe des 17.
Oktober an der Strandungsstelle erwartet. Zwei Tage später soll die "Smit
Amandla" aus Kapstadt kommend eintreffen. Die "BBC China" gehört der Bremer
Beluga Superstition Reederei und fuhr nach ihrer Indienststellung 2001
zunächst unter ebendiesem Namen, ehe sie 2002 umbenannt wurde.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Katamaran vor Florida gekentert
(18.10.2004) -
Fünf Seemeilen vor Egmont Key, Florida, kenterte am 15. Oktober der
amerikanische Katamaran "Endeavor". Die neunköpfige Crew meldete, dass sie
in eine Rettungsinsel gehen würde. Die Küstenwache von Clearwater nahm mit
einem Hubschrauber und einem Flugzeug die Suche nach dem Schiffbrüchigen auf.
Trawler vor Cape Cod gesunken
(18.10.2004) -
Der 120 Fuß lange Trawler "Prosperity" aus Glocester legte sich 35
Seemeilen östlich von Cape Cod am Morgen des 12. Oktober während einer
Fangfahrt in stürmischer See auf die Seite und begann dann übers Heck zu
sinken. Die Windgeschwindigkeiten betrugen bis zu 45 Meilen, die Wellenhöhe
an die 20 Fuß. Die Besatzung ging in Überlebensanzügen in eine
Rettungsinsel, wurde später vom Küstenwachkutter "Sanibel" gerettet und
nach Woods Hole gebracht.
Krabbenfischer gekentert - Rettung nach 30 Minuten
Büsum (17.10.04 10:30 Uhr) Glück im Unglück hatten zwei Krabbenfischer aus Büsum (Kreis Dithmarschen), die mit ihrem Schiff am Freitag gekentert sind. Nachdem der acht Meter lange Kutter in einem Priel im Wattenmeer auf eine Kante gelaufen und binnen weniger Minuten gesunken war, konnten sich die beiden 57 und 64 Jahre alten Männer auf eine überschwemmte Sandbank retten, wie die Polizei in Büsum am Sonntag mitteilte.
Durch Zufall war die Havarie von einem anderen Schiff beobachtet worden, dessen Besatzung den in Büsum stationierten Rettungskreuzer alarmierte. «Als wir eine halbe Stunde nach dem Unglück eintrafen, standen die beiden Männer auf der Sandbank bereits bis zur Brust im Wasser», sagete Hartmut Thede, Vormann des Rettungskreuzers. Mit starken Unterkühlungen wurden sie in ein Krankenhaus eingeliefert.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Kindergruppe von leckem Segler evakuiert
(14.10.2004) - In den Mittagsstunden des 13. Oktober rammte das holländische Segelschiff
"Waddenzee" zwischen Vlieland und Terschelling eine Boje im
Sortemelk-Fahrwasser. Dabei schlug es leck und suche im Küstenwachzentrum
Den Helder um Hilfe nach. An Bord war eine Gruppe von 28 Kindern mit zwei
Begleitern. Das Rettungsboot "Graaf van Bylandt" aus Vlieland lief zum
Havaristen und nahm die Passagiere vorsorglich an Bord. Sie wurden
anschließend nach Terschelling gebracht. Ein Bergungsschiff aus
Terschelling transportierte zusätzliche Lenzpumpen zur "Waddenzee", so dass
der Wassereinbruch unter Kontrolle gebracht werden konnte. Der Schlepper
"Typhoon" nahm das Schiff auf den Haken und brachte es ebenfalls nach
Terschelling.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Schon wieder Tanker vor Dänemark gestrandet
(14.10.2004) -
Am 13. Oktober strandete der Doppelhüllentanker "Luzon Spirit" im Kleinen
Belt auf einer Sandbank 100 Meter vom Ölterminal Fredericia entfernt. Das
Schiff hatte zuvor rund 100.000 Tonnen Öl geladen und wollte den Hafen mit
Lotsen- und Schlepperhilfe verlassen, als eine Trosse riss. Starke Strömung
erfasste den Tanker und trieb ihn dann auf die Untiefe. Öl trat bislang
nicht aus, allerdings wurde vorsorglich eine Ölsperre um das Schiff gelegt.
Mysteriöser Untergang eines Schulschiffs
(14.10.2004) -
In den Mittagsstunden des 12. Oktober sank 20 Meilen östlich von Ulsan ein
südkoreanisches Schulschiff auf dem Rückmarsch in den Heimathafen nach
einem Manöver. Vier Offiziere kamen ums Leben, ein weiterer wurde von einem
Schnellboot gerettet. Ein Marinesprecher sagte, zwischen dem Untergang und
der Ortung eines nordkoreanischen U-Bootes in dem Seegebiet bestünde kein
Zusammenhang.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Houston Ship Canal nach Kollision gesperrt
(14.10.2004) -
Beim Versuch, den Schlepper "Jonathan Thomas" zu überholen, kollidierte in
der Nacht zum 12. Oktober der in Ballast laufende maltesische Frachter
"Napoleon" beim Auslaufen aus dem Houston Ship Canal in der Galveston Bay
mit dem 66 Fuß langen Schlepper. Die in New Orleans stationierte "Jonathan
Thomas", die vier Bargen zog, schlug beim Zusammenstoß mit dem 620 Fuß
langen Handelsschiff ebenso wie eine der zum Teil mit Öl beladenen Bargen
leck. Gleichzeitig riss die Schlepptrosse. Ein Mann wurde verletzt. Die
"Jonathan Thomas" musste auf der Westseite des Kanals auf Grund gesetzt
werden, wo der Wassereinbruch unter Kontrolle gebracht und die Gefahr des
Sinkens abgewendet wurde. Andere Schlepper sammelten die treibenden Bargen
wieder ein. Die "Napoleon" der Atlantic Freeze Ship Company wurde nicht
nennenswert beschädigt und der Kanal inzwischen wieder geöffnet. Die
Küstenwache nahm Ermittlungen auf.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Chinesischer Frachter gesunken
(14.10.2004) -
Am Morgen des 12. Oktober rammte der mit 73 Containern beladene Frachter
"Jiulianshan" frontal einen Sandfrachter beim Anlaufen der Songmen Wharf in
der chinesischen Fujian Provinz. Die "Jiulianshan" sank, während der
Kollisionsgegner nur leichte Schäden erlitt. Menschen kamen nicht zu Schaden.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Feuer auf Chemietanker
(14.10.2004) -
Am 12. Oktober brach im Maschinenraum des 576 Fuß langen Chemikalientankers
"Scarlet Ibis" auf dem Weg von Houson nach Cristobal, Panama, ein Feuer
aus. Das Schiff stand zum Unglückszeitpunkt 260 Meilen südwestlich von Key
West. Bei der Brandbekämpfung wurden zwei Besatzungsmitglieder verletzt.
Eine Herkules und ein Jayhawk-Helikopter nahmen am Nachmittag Kurs auf den
Havaristen, um die Verletzten zu begen. Um 10 Uhr abends gelang es dem
Hubschrauber, die Männer aufzuwinschen und ins Tampa-Hospital zu fliegen,
wo sie am 13. Oktober eintrafen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Tanker in Werft zerstört
(14.10.2004) -
Statt einer kleiner Reparatur erwartet den chinesischen Tanker "Yuming Oil
1" nur noch der Schrott: Am 6. Oktober explodierten 800 Tonnen Benzin auf
dem im Gang-Fluss in der Provinz Xinhua in einer Werft liegenden Schiff und
verwandelten es in eine Flammenhölle. Über Stunden hinweg gelang es der
Feuerwehr nicht, der auf dem gesamten Tanker wütenden Flammen Herr zu
werden. Die "Yuming Oil 1" sackte mit Backbordschlagseite ab. Die
Hitzeentwicklung war so enorm, dass sich die Aufbauten des Wracks
verformten. Ein Besatzungsmitglied kam ums Leben.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Holländischer Kutter schuld an "Grietje"-Untergang
(14.10.2004) -
Die Ursache des Untergangs des Fischkutters "Grietje" aus Greetsiel am 11.
Juni vor Borkum ist nach Ansicht der ermittelnden Staatsanwaltschaft
geklärt. Die niederländische Staatsanwaltschaft hat den Kollegen in Aurich
am 13. Oktober übermittelt, dass der Kapitän des niederländischen
Fischkutters "Greetje Bos", der mit hoher Geschwindigkeit den Kurs des
durch ausgebrachte Netze in der Manövrierfähigkeit eingeschränkten
deutschen Kutters kreuzte, die Kollision verursacht hat. Bei dem Unglück
war der Kapitän der "Grietje" ums Leben gekommen, zwei weitere
Besatzungsmitglieder konnten durch umsichtiges Verhalten der an der
Rettungsaktion beteiligten Schiffe lebend geborgen werden. Die "Grietje"
wurde einige Tage nach dem Untegang von der Bugsier-Reederei gehoben.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Frachter in der Nordsee in Seenot
(13.10.2004) - Auf dem Weg nach Rotterdam geriet der Frachter "Black Pearl" gegen drei Uhr
morgens am 11. Oktober in Seenot. Das Schiff entwickelte nach Übergehen der
aus Holz bestehenden Decksladung im Sturm vor England 20 Grad Schlagseite.
Die Küstenwache von Yarmouth schickte drei Rettungsboote und einen
Hubschrauber zum Havaristen. Nachdem ein Teil der Ladung über Bord gegangen
war, stabilisierte sich die Situation des Havaristen. Eskortiert von der
"Viking Fjord" und der "Gert Knutsen" nahm er mit langsamer Fahrt wieder
Kurs auf den Zielhafen. Der holländische Bergungsschlepper "Waker" lief der
"Black Pearl" entgegen, um sie baldmöglichst in Schlepp zu nehmen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Ausflugsschiff gesunken
(13.10.2004) -
Das kanadische Ausflugsschiff "Galactica 001" das von Toronto aus Fahrten
anbietet, schlug am 11. Oktober im Lake Ontario leck. Eine Stunde lang
kämpften Hilfskräfte gegen den Wassereinbruch an, konnten letztlich aber
nicht verhindern, dass das 50 Fuß lange Schiff auf 38 Fuß Wassertiefe
sank., took on thousands of gallons of water & sank to bottom of Lake
Ontario -- battle to save pleasure ship went on for 1 hour before she
finally slipped beneath surface in 38 feet of water. (Mon. Oct. 11 2004)
Skipper betrunken vom Kurs abgekommen und gestrandet
(12.10.2004) - Am 9.10. ging gegen 20 Uhr ging beim holländischen Bergungsdienst Post
Watersport die Meldung ein, daß eine Segelyacht am Westermeerdijk nördlich
von De Vormt gestrandet sei. Dies war auch tatsächlich der Fall. Zusammen
mit freiwilligen Helfern der KNRM wurde die Yacht schnell abgeborgen
werden. Es handelte sich dabei um die Charteryacht "Shamrock" vom Typ
GibSea 37. Neben dem Skipper befanden sich noch 5 unerfahrene Segelschüler
an Bord. Der 40jährige Segellehrer hatte auf dem Weg von Stavoren nach
Lemmer offenbar vollkommen die Orientierung verloren. Das Boot war über
acht Seemeilen vom Kurs abgekommen. Die Helfer stellten schnell fest, dass
der Segellehrer offenkundig betrunken und nicht mehr in der Lage war, das
Boot zu führen. Ein Besatzungsmitglied der Helfer übernahm daraufhin das
Kommando über die Yacht, was zu einer heftigen Auseinandersetzung mit dem
Skipper führte. Die alarmierte Polizei nahm den Skipper nach Einlaufen in
den Hafen in Gewahrsam. Ihn erwartet nun eine Strafe von ca. 1.000,- €
wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss. Ein Alkoholtest hatte einen
Blutalkoholwert von 2 Promille ergeben.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Gezeiten halfen bei Schiffshebung in Büsum
(12.10.2004) -
Am Morgen des 9. Oktober gegen 8.30 Uhr wurde die Büsumer Feuerwehr
alarmiert, dass ein kleiner Kutter im Hafenbecken I in Schwierigkeiten sei.
Als die Feuerwehr am Hafen eintraf, stellte sich heraus, dass jede Hilfe zu
spät kam: Nur noch die Mastspitze des Schiffes ragte aus dem Wasser. Der
15-köpfige Feuerwehrtrupp legte ein ölbindendes Vlies aus, nachdem eine
kleine Menge Gas-Öl-Gemisch ausgelaufen war. Eine Verschmutzung des
Hafenwassers konnte so verhindert werden. Bei der Bergung des Kutters
halfen die Gezeiten mit. Bei Ebbe fiel das Hafenbecken fast trocken, sodass
der Kutter in der Zwischenzeit gelenzt und so gesichert werden konnte, dass
er mit der Flut um 14.30 wieder von selbst aufschwamm. Allerdings dürfte
nun eine Grundüberholung nötig sein. Wie es zu der Leckage gekommen ist,
stand noch nicht fest.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Bombe versenkte "Superferry 14"
(11.10.2004) -
Eine Bombe islamistischer Extremisten war der Auslöser für das Feuer auf
der philippinischen Fähre "Superferry 14", 10.181 BRZ, in dem am 27.
Februar dieses Jahres vor Corregidor 118 Menschen starben und weitere 16
vermisst blieben. Dies ist das Ergebnis der jetzt abgeschlossenen
Untersuchungen zu der Katastrophe. 900 Menschen und 3.700 Tonnen Fracht
waren an jenem Tag an Bord der Fähre gegangen. Eine Stunde nachdem sie in
Manila mit Fahrziel Bacolod City abgelegt hatte, erschütterte eine heftige
Detonation das Schiff. Sofort brach ein verheerender Brand aus und breitete
sich über das gesamte Schiff aus, das schließlich kenterte und sank. Die
islamistische Extremistengruppe Abu Sayyaf hatte bereits unmittelbar nach
dem Feuer erklärt, sie habe einen Sprengsatz gelegt. Jetzt gab ein Zeuge
an, dass eine Passagieren einen Spengsatz in einem Fernseher, der auf die
Fähre gebracht wurde, platziert hatte. Seit März 2004 wurden sechs
Verdächtige verhaftet. Auch in den Häfen hat der Anschlag Konsequenzen
gehabt: Inzwischen werden Spürhunde in den philippinischen Häfen
eingesetzt. Die Hafenarbeiter durchlaufen ein Sicherheitstraining. Die
Passagiere wie auch die Fracht von Fähren werden besser kontrolliert. Das
auf 12 Meter Wassertiefe mit 70 Grad Krängung in der Sisiman Bay auf der
Steuerbordseite liegende Wrack der "Superferry 14" wurde im Juli von der
Bergungsfirma Titan Maritime mithilfe von Kettenzügen aufgerichtet und
ausgepumpt. Fünf Monate nach der Brandkatastrophe schwamm es wieder auf
eigenem Kiel.
Schwere Schäden auf "Chicoutimi" - Rechtsstreit droht
(11.10.2004) -
Einen Tag nach Eintreffen der havarierten "Chicoutimi" in Faslane schloss
der kanadische Verteidigungsminister bei einem Besuch in Glasgow rechtliche
Schritte gegen seinen britischen Amtskollegen nicht aus. Inzwischen wird
das ganze Ausmaß der Schäden auf dem U-Boot deutlich: Bei dem Feuer war
zunächst die Schaltzentrale zerstört worden. Dann fraßen sich die Flammen
durch das Boot und zerstörten unter anderem auch die Kapitänskajüte. Der
kanadische Minister Graham sprach von einem Schaden "unvorstellbaren
Ausmaßes". Ein kanadischer Offizier starb an den Folgen einer
Rauchvergiftung, acht weitere Seeleute wurden bei der Bekämpfung des Feuers
verletzt. Sowohl kanadische als auch britische Verantwortliche wiesen aber
die ihnen unterstellten Schlampereien bei der Überholung des ehemals
britischen Unterseebootes zurück.
U-Boot "Chicoutimi" nach fünftägiger Odyssee zurück im Hafen
(11.10.2004) - Das nach einem Feuer im Atlantik havarierte kanadische U-Boot "Chicoutimi"
ist am Abend des 10.10. mit 54 Seeleuten an Bord im britischen
Marinestützpunkt Faslane in Schottland angekommen. Die Verschleppung des
Bootes vom Unglücksort zum 140 Kilometer entfernten Hafen ging bei
zusehends ruhigeren Wetterbedingungen planmäßig mit einer Geschwindigkeit
von rund drei Knoten vonstatten. An der Trosse der "Anglian Prince" hatte
das Boot eine stabilere Lage eingenommen als während der Drift im
Nordatlantik, die es heftig hatte rollen lassen. Am 5.10. war an Bord des
U-Bootes, das sich auf seiner Überführungsfahrt nach Halifax befand, ein
Feuer ausgebrochen und hatte die Schaltzentrale und das elektrische
Verteilersystem zerstört. Bei der Brandbekämpfung hatten neun Seeleute
Rauchvergiftungen erlitten, drei waren mit einem Hubschrauber in einer
dramatischen Rettungsaktion nach Irland ausgeflogen worden. Einer von
ihnen, ein 32 Jahre alter Offizier, starb am späten Abend des 6.10. an den
Folgen der Vergiftung. Ein Besatzungsmitglied befindet sich immer noch in
"kritischem, aber stabilem Zustand" und wird wie auch ein weiterer im
Krankenhaus mit Sauerstoff versorgt. Die anfängliche Fehleinschätzung über
den Umfang des Brandes war offenbar auf die schwierige Kommunikation mit
dem Boot zurückzuführen, das nach dem Ausfall seiner Energieversorgung nur
mittels Handy Kontakt mit der Außenwelt halten konnte. Bislang ist die
genaue Ursache für den Brand nicht bekannt. Es sei noch zu früh, jetzt dazu
etwas zu sagen, eine gründliche Untersuchung werde aber stattfinden, sagte
ein Sprecher der kanadischen Marine. Möglicherweise hat das Unglück
rechtliche Folgen wegen wiederholter technischer Mängel an dem Fahrzeug.
Die "Chicoutimi" ist eines von vier von der Royal Navy übernommenen
Patrouillen-U-Booten der "Victoria"-Klasse. Das mit Diesel-Kraftstoff
betriebene Boot ist 70 Meter lang, hat eine Verdrängung von über 2400
Tonnen und kann bis zu 200 Meter tief tauchen. ÜberWasser erreicht es eine
Höchstgeschwindigkeit von etwa 22 Stundenkilometern. Auf Tauchfahrt ist das
Boot 37 Kilometer schnell. Die U-Boote dieser Klasse haben eine Reichweite
von maximal 15.000 Kilometern und können acht Wochen lang ohne
Zwischenstopp unterwegs sein.
Die Boote waren Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre für umgerechnet
rund 1,3 Milliarden Euro gebaut worden. Die "HMCS Chicoutimi" und ihre
Schwesterboote arbeiten extrem leise und gelten als schwer zu orten. Sie
wurden 1998 als "fast neu" nach Kanada verkauft. Sie wiesen aber allesamt
schwerwiegende Mängel - unter anderem mehrere Lecks an Ventilen. Eines von
ihnen wies bei der Übergabe eine große Delle auf. An Bord eines anderen
stieg die Temperatur bei Tests im Panama-Kanal auf 65 Grad gestiegen. Das
stellte einen Einsatz in den warmen Gewässern des Nahen Osten in Frage.
Die Boote waren der kanadischen Marine seinerzeit für rund 360 Millionen
Euro verkauft worden. Eine Reparatur, die nach Angaben des Herstellers
unvermeidlich ist, würde erneut über 200 Millionen Euro kosten. Die
Regierung in Ottawa verlangt nun von Großbritannien, für die Kosten
aufzukommen.
Seit Ende des 2. Weltkriegs sind bei u-Bootsunglücken über 1.500 Seeleute
ums Leben gekommen. Zuletzt war im August 2000 im Nordpolarmeer das
russische Atomboot "Kursk" mit 118 Mann nach der Eplodision neuartiger
Torpedos gesunken. Im Juni 1983 sank im Westpazifik das sowjetische
Nuklearboot "K-429" vor der Halbinsel Kamtschatka mit 90 Mann. Durch ein
Leck in einem Abschussrohr war Wasser eingedrungen. Im April 1970 forderte
in der Biskaya ein Feuer an Bord des sowjetischen Atomboots "K-8" 52
Menschenleben. Nach vergeblichen Lösch- und Schleppversuchen sank das
Schiff. Im März 1970 sank im Mittelmeer die dieselbetriebene "Eurydike"
nach einer Explosion vor Saint Tropez. 57 französische Seeleute starben.
1968 sank im Nordpolarmeer ein sowjetisches Atom-U-Boot mit 90 Mann auf den
Grund der Barentssee. Im selben Jahr traf die amerikanische Marine ein
schwerer Schlag, als im Mai im Atlantik das Atom-Uboot "Scorpion" nach
einer Torpedoexplosiom mit 99 Mann Besatung sank.Einen Monat zuvor, im
April 1968, wurde im Pazifik das sowjetische Diesel-U-Boot "K-129"
nordwestlich von Hawaii von einer Explosion zerrissen und sank. 80 Menschen
starben. Im Januar 1968 im Mittelmeer verschwand die israelische "Dakar"
mit 69 Mann. Erst 31 Jahre später wurde das Wrack zwischen Zypern und Kreta
entdeckt. Mögliche Unglücksursache war eine Kollision. Im April 1963 sank
auf Probefahrt das amerikanische Atom-U-Boot "Tresher" im Atlantik. Dies
war das nach Zahl der Opfer schwerste Einzelunglück mit einem U-Boot.
Außenbords verlaufende Rohrleitungen hatten dem Druck nicht standgehalten,
ergaben spätere Wrackuntersuchungen in der Tiefsee. Im April 1951 sank im
Ärmelkanal die britische "Affray" wegen eines Defekts am Schnorchel mit der
gesamten Besaztung von 75 Mann.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Trawler nach Feuer gesunken
(11.10.2004) -
Auf dem indonesischen Trawler "Usaha Karya IV" brach am Moren des 10.
Oktober sechs Kilometer vor Bedok Mole ein Maschinenraumfeuer aus. Die
Flammen schlugen bald über zwei Meter hoch und setzten das gesamte hölzerne
Schiff in Flammen. Es gelang Polizeibooten aus Singapur, die gesamte
11-köpfige Besatzung zu retten. Dann sank die "Usah Karya IV". Sie hatte
sich nach Abschluss einer Fangfahrt auf dem Weg vom Jurong-Fischereihafen
nach Tanjung Pinang befunden.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Kollision vor Pusan
(11.10.2004) -
Am Abend des 8. Oktober kolliderte nahe des südkoreanischen Hafens Pusan
der russische Frachter "Fesco Voyager", der mit einer Containerladung von
Pusan nach Vladivostok unterwegs war, mit einem unter der Flagge der
Marshall-Inseln laufenden Tanker. Der Tanker rammte in die Steuerbordseite
des Frachter und beschädigte ihn dabei schwer. Beide Schiffe liefen nach
der Kollision Pusan an.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Frachter kenterte beim Beladen
(11.10.2004) -
Der 118 Meter lange Frachter "KM Nusa Damai", 5.878 BRZ, begann sich
während Beladungsarbeiten im indonesischen Ippi Port, Flores Island, am
27.9. überzulegen. Es kam daraufhin zu einem Wassereinbruch zu dem bis
dahin mit 41 Lkw und zwei Pkw beladenen Schiffes. Schließlich sank es an
seinem Liegeplatz.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Fähre gesunken
(11.10.2004) -
Am Morgen des 26. September sank in der Papua Privinz die Fähre "Asmat
Daci" auf dem Weg von Agats nach Merauke vor Habee Island. Zuvor war es zu
einem Wassereinbruch gekommen. An Bord des Schiffes waren neun Passagiere
und 10 Besatzungsmitglieder. Alle Schiffbrüchigen konnten gerettet werden.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Katamaran zerbrochen
(11.10.2004) -
Die kanadische Fähre "Conrad Wirth" der Hatteras-Klasse lief mit einer
Ladung Sand am Nachmittag des 23. September nördlich von Chruches Island
auf Grund. Das Schiff befand sich auf dem Weg zu einem Gebiet hinter dem
Whalehead Club. Hier war im Mai illegal ein 700 Fuß langer Kanal gegraben
worden. Möglicherweise führte dies zu Veränderungen der Wassertiefen, in
deren Folge die "Conrad Wirth" jetzt festkam. Am frühen Morgen des 25.
September gelang es, den Havaristen wieder freizuschleppen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Zementfrachter sitzt "fest wie Beton"
(08.10.2004) - Der 546 Fuß lange panamanische Frachter "Federal Pescadores" lief auf dem
Weg von Port Canakkale nach Port Everglades am Abend des 7.10, beim
Versuch, vor dem Zielhafen zu ankern, auf Grund. Das Schiff hat 38.500
Tonnen Zement geladen. Die US-Küstenwache wurde auf den Havaristen
aufmerksam, als er gegen 23.30 um Schlepperhilfe bat. Sie untersucht jetzt
das Unglück, bei dem der Havarist 750 Yards vom geplanten Ankerplatz
entfernt festkam.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Schubverband mit Pestiziden havariert
(08.10.2004) -
Ein mit einem Gefahrgutcontainer beladener Schubverband aus den
Niederlanden ist am Morgen des 7.10. auf dem Rhein bei Rüdesheim auf Grund
gelaufen. Dabei kam es zu einem Wassereinbruch. Der Container, in dem sich
Pestizide befanden, wurde jedoch offenbar nicht beschädigt. Am Mittag
gelang es, den 175 Meter langen Schubverband freizuziehen. Am Binger Ufer
sollte der entstandene Schaden untersucht und das Leck provisorisch
abgedichtet werden. Die Ursache der Grundberührung ist noch unklar.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Schiffsfriedhof im Persischen Golf gefährdet Anrainerstaaten
(08.10.2004) -
Die Wracks Hunderter gesunkener Schiffe behindern den für die irakische
Wirtschaft wichtigen Wiederaufbau der Häfen am Persischen Golf. Die
Schiffwracks sind voll mit Öl, Treibstoffen, Waffen und Chemikalien. Sie
bedrohen damit die Wasserversorgung in den Anrainerstaaten, die das
Meerwasser entsalzen. Experten der Vereinten Nationen schätzten jetzt die
Kosten zur Beseitigung auf mehrere Hundert Millionen Dollar. Auf einem in
dieser Woche stattfindenden Treffen in Kuwait berieten Vertreter der Uno
und der Geberländer mit den Regierungen des Irak und Kuwaits darüber, wie
das Problem in den Griff zu bekommen ist. Der Wiederaufbau und der Ausbau
der beiden Golf-Häfen Umm Kasr und Zubair bei Basra ist für die irakische
Wirtschaft essenziell. Um sie wieder nutzen zu können, müssten aber die
Fahrrinnen wieder ausgebaggert und die Wracks, die die Kanäle blockieren,
beseitigt werden. Dazu müssen alle gefährlichen Stoffe identifiziert
werden. Nach der Uno-Zählung liegen vor der irakischen Küste bis zu 500
Schiffswracks. Genau untersucht wurden bislang aber nur 40. "Das Ausmaß des
Problems hat niemand erahnt; die Leute haben gedacht, da liegen vielleicht
20 oder 30 Wracks", sagte eine Sprecherin des Uno-Entwicklungsprogramms.
Die meisten Schiffe waren während des Iran-Irak-Krieges zwischen 1980 und
1988 versenkt worden. Der Rest ging nach Beschuss oder Minentreffern
während der beiden folgenden Kriege unter. Die Mehrzahl der
Schiffsüberreste liegt inzwischen unter einer zwölf Meter dicken
Schlammschicht begraben. In den Schiffsbäuchen befindet sich eine giftige
Mischung aus Schwermetallen wie Blei, Pflanzenschutzmitteln,
Kohlenwasserstoffverbindungen und Munitionsresten. Viele der Schiffe
transportierten Erdöl, Treibstoffe und militärische Ausrüstungen. Viele
dieser Wracks setzen jetzt langsam Substanzen frei, die der Meeresflora und
-fauna und den Menschen schaden. Aber auch Schiffe, die weniger gefährliche
Güter transportierten, drohen das Meer mit dem Öl ihrer Hydraulikanlagen,
Asbestaufbauten oder Batteriesäure zu verseuchen. Eine türkische Firma hat
vor Umm Qasr bereits 30 Wracks gehoben. Die Bedingungen sind aber
schwierig, dennd die Strömung ist in der Region sehr stark. Verschmutzungen
würden sofort in den Golf geschwemmt und würden sich von dort aus
ausbreiten. Die Wracks sollten in Gruppen zu je 20 entfernt werden, empfahl
die Uno. Bis zu 8 Mio. $ kostet die Bergung eines einzigen größeren
Schiffes. Die Wracks zu entfernen, die derzeit den Zugang zu den Häfen
blockieren, und die Zufahrtskanäle wieder auf 12,5 Meter zu vertiefen,
dürfte nach bisherigen Schätzungen allein 34 Mio. $ kosten.
Quelle: Tim
Schwabedissen
"Chicoutimi" in Schlepp genommen
(08.10.2004) -
Das nach einem Feuer im Atlantik havarierte kanadische U-Boot "Chicoutimi"
ist seit dem Morgen des 8.10. im Schlepp des britischen Bergungsschleppers
"Anglian Prince" auf dem Weg zum britischen Marinestützpunkt Faslane. Das
70 Meter lange Boot wird derzeit mit einer Geschwindigkeit von drei Knoten
zu dem etwa 140 Kilometer entfernten Hafen an der schottischen Küste
gezogen. Wegen der geringen Geschwindigkeit wird das Unterseeboot mit noch
54 Seeleuten an Bord dort erst am 10.10. erwartet. Der Schleppzug wird von
einer kanadischen Fregatte begleitet. An Bord der "Chicoutimi", die sich
auf ihrer Überführungsfahrt nach Kanada befand, war ein Feuer ausgebrochen
und hatte die Schaltzentrale und das elektrische Verteilersystem zerstört.
Bei der Brandbekämpfung hatten neun Seeleute Rauchvergiftungen erlitten,
drei waren mit einem Hubschrauber in einer dramatischen Rettungsaktion nach
Irland ausgeflogen worden. Einer von ihnen, ein 32 Jahre alter Offizier,
starb am späten Abend des 6.10. an den Folgen der Vergiftung. Ein
Besatzungsmitglied befindet sich nach offiziellen Angaben in "kritischem,
aber stabilem Zustand".
Quelle: Tim
Schwabedissen
Zwei Tote bei Absturz eines Rettungsbootes
(08.10.2004) -
Eine Rettungsübung auf dem Singaporischen Erzfrachter "Lowlands Grace"
geriet am Nachmittag des 7.10. zum Fiasko. Beim Abfieren eines
Rettungsbootes fiel dieses vom Bootskran 30 Meter tief ins Wasser und
kenterte beim Aufschlagen. Die Bootsbesatzung wurde unter dem voll Wasser
laufenden Boot eingeschlossen. Zwei Filippinos ertrnaken, drei mussten ins
Krankenhaus.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Zementfrachter gesunken
(08.10.2004) -
Der 196 Tonnen große philippinische Frachter "Alpha Verde" sank am Morgen
des 8.10. auf dem Weg in die Leyte Provinz vor der Küste von Suriago. Das
mit 60.000 Säcken Zement beladene Schiff hatte am Vorabend
Maschinenschaden erlitten und ging dann infolge von schwerem Seegang unter.
An Bord waren 18 Mann Besatzung.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Gestrandeter Trawler musste aufgegeben werden
(08.10.2004) -
Der amerikanische 80-Fuß-Trawler "Boss" lief am 7.10. innerhalb der Molen
von Yaquina Bay, Oregon, auf Grund und schlug leck. Die amerikanische
Küstenwache sandte zwei Rettungsboote, jedoch konnte das herbeigeschaffte
Lenzgerät nicht dem 6 Fuß hoch im Rumpf stehenden Wassers Herr werden.
Daraufhin wurde die Besatzung der "Boss" von einem der Boote abgeborgen.
Das zum Teil unter Wasser liegende Schiff soll nun von einer privaten
Bergungsfirma gehoben werden.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Havariertes U-Boot treibt hilflos im Sturm
(07.10.2004) - Das Feuer auf dem U-Boot "Chicoutimi" war offenbar schwerwiegender als
zunächst berichtet. Das Boot trieb zwei Tage nach dem Brand 180 Kilometer
vor der irischen Küste hilflos im Atlantiksturm. Ein Besatzungsmitglied
starb an den Folgen einer schweren Rauchvergiftung. Es war zusammen mit
zwei weiteren schwer verletzten Seeleuten am späten Abend des 6.10. mit
einem Hubschrauber der Royal Navy abgeborgen und nach Sligo in
Nordwest-Irland geflogen worden. Die Matrosen sollten dort in einem
Krankenhaus behandelt werden. Er erlag aber offenbar bereits während des
Transports seinen Verletzungen.
Frachter kollidierten trotz Funkwarnung
(06.10.2004) -
Der 14.953 BRZ große panamaische Containerfrachter "MSC Lucia" kollidierte
am 6.10. mit einer Ladung von rund 700 Containern auf dem Weg nach Singapur
mit dem 86.192 BRZ großen Frachter "Heng Shan", der mit 160.000 Tonnen
Eisenerz nach China unterwegs war. Der Zusammenstoß ereignete sich
fünfeinhalb Kilometer vor der Küste von Changi südöstlich von Singapur. Die
beiden Schiffe hatten noch sechs Minuten vorher Funkkontakt gehabt, nachdem
die Hafenbehörde von Singapur sie vor einer gefährlichen Annäherung gewarnt
hatte. An Bord beider Havaristen brachen Feuer aus, die aber rasch gelöscht
werden konnten.
Neun Mann von leckgeschlagener schwedischer Yacht gerettet
(07.10.2004) -
Die 19 Meter lange schwedische Yacht "Merengue" funkte am Moren des 6.10.
81 Meilen nördlich von Aberdeen SOS. Das Schiff war mit 11 Personen auf dem
Weg vom dänischen Skagen nach Brighton in Südengland, als bei
Windgeschindigkeiten von 40 Knoten und drei Meter hoher See am Rumpf ein
Schaden aufgetreten war. Der Notruf wurde von der Falmouth Coastguard
aufgefangen und an die Küstenwache in Aberdeen weitergeleitet. Die schickte
einen Rettungshubschrauber und das Rettungsboot aus Peterhead zum
Havaristen. Versuche, die Yacht über Funk zu erreichen, scheiterten
zunächst. Erst über die nahe Ölplattform "Bucchan Alpha" gelang es,
direkten Kontakt herzustellen. Der Versorger "Stirling Aquarius" ging auf
eine Standby-Position. Als der Hubschrauber vor Ort war, wurde vereinbart,
neun Schweden abzubergen. Sie wurden nach Aberdeen geflogen. Die Restcrew
brachte in Begleitung des Rettungsbootes das Boot nach Peterhead ein,
nachdem der Wassereinbruch mithilfe der Pumpe unter Kontrolle gebracht war.
Wahrscheinlich 14 Tote bei 2 Schiffsuntergängen
(07.10.2004) -
In einem Taifun sank am 30.9. der indische Frachter "Al-Moidoon" nahe
Jakhau vor Dwarka. Fünf Mann wurden gerettet, vier tot geborgen. Weitere
fünf Seeleute sind noch vermisst. Auch der indische Trawler "Al Salani"
ging verloren. Von der neunköpfigen Crew konnten nur vier Mann gerettet und
nach Mandvi gebracht werden.-
Quelle: Tim
Schwabedissen
U-Boot in Seenot
(06.10.2004) - Das kanadisches U-Boot "Chicoutimi" ist am 5.10. 180 Kilometer vor der
irischen Küste in Seenot geraten. Das Boot hatte gegen 16.15 Uhr einen Notruf abgesetzt, nach dem in der Elektrik ein Feuer ausgebrochen war.
Rauch breitete sich im Schiff aus, das daraufhin unverzüglich auftauchte.
Nachdem die Küstenwache den Notruf aufgefangen hatte, machten sich mehrere
Schiffe, darunter eine Fregatte und ein Schlepper der Royal Naby, ein
Seeaufklärer sowie ein Rettungshubschrauber zur "Chicoutimi" auf. Bereits
eine Viertelstunde nach dem ersten Funkspruch teilte deren Kommandant aber
mit, dass das Feuer an Bord nun gelöscht und eine Evakuierung nicht nötig
sei. Er bat jedoch darum, in einen Hafen geschleppt zu werden. Offenbar
waren die Motoren des Schiffes nicht mehr einsatzklar. Zudem hatten drei
Seeleute der 50-köpfigen Besatzung leichte Rauchvergiftungen erlitten.
Die "Chicoutimi" ist eines von vier dieselbetriebenen U-Booten, die Kanada
der britischen Marine seit Juni 2000 abgekauft hat. Die als "fast neu"
angeschafften Boote wiesen nach Presseberichten aber durchweg Mängel auf,
unter anderem traten mehrere Leckagen auf. Für die Boote, deren Bau rund
1,3 Milliarden Euro gekostet hatte, bezahlte Kanada rund 360 Millionen
Euro. Die kanadische Marine hatte die "Chicoutimi" erst am 2. Oktober
offiziell übernommen. Sie befand sich beim Ausbrechen des Feuers auf dem
Weg nach Halifax in Ostkanada.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Speyrer Hafen nach Schlepperbergung wieder frei
(05.10.2004) - Der in der Einfahrt zum Speyrer Hafen gesunkene Schlepper ist am
Nachmittag des 4.10. geborgen worden. Zunächst befestigte ein Taucher Ketten mit Haken
an dem Wrack. Danach wurde es von einem Schwimmkran an die Wasseroberfläche
gehoben und dort ausgepumpt. Die Einfahrt zum Speyrer Hafen wurde um 17.00
Uhr wieder freigegeben. Das Schiff war am Morgen des 2.10. beim Abschleppen
eines unbeladenen Binnenschiffes gesunken. Der Schlepper wurde nach der
Bergung "in erstaunlich gutem Zustand" zur Reparatur in die Werft verholt,
auf der zuvor auch das Binnenschiff wieder fahrtüchtig gemacht worden war.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Tanker im Kattegat freigeschleppt
(05.10.2004) -
Der voll beladene Tanker "Fotini Lady", der am 30.9. m Kattegat gestrandet
war, wurde am 4.10. wieder freigeschleppt. Die Bergungsfirma Wijsmuller
Salvage B.V. war am Abend des 1.10. kontrahiert worden und hatte an Bord
ihrer "Frigga" ein Bergungsteam zur Unglücksstelle entsandt. In den
Mittagsstunden des 3.10. erreichte ein Leichterschiff den Havaristen. Zwei
Stunden nach der Ankunft war es mithilfe der Schlepper "Frigga" und "Fenja"
gegen 15 Uhr längsseits vertäut. Binnen 12 Stunden wurden 10.800 Tonnen
Gasöl umgepumpt. Vier Schlepper machten sich anschließend daran, die
"Fotini Lady" freizuschleppen. Um 10.15 des 4.10. hatten die Bemühungen
trotz Windgeschwindigkeiten von bis zu 25 Knoten Erfolg. Der Tanker wurde
anschließend in Richtung Kalundborg Fjord abgescleppt, wo er gegen 15 Uhr
vor Anker ging.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Explosionsgefahr: Keine Ölbergung auf der "Blücher"
(05.10.2004) -
Das Restöl im Wrack des deutschen Kreuzers "Blücher", der seit 64 Jahren
auf dem Grund des Oslofjords liegt, soll nicht abgepumpt werden. Ein
Sprecher der norwegischen Küstenwache sagte am 4.10., dass bei einer
solchen Aktion die Munition des Wracks explodieren könnte. Eine
Untersuchung mit einem Mini-U-Boot hatte in den Vortagen gezeigt, dass sich
ein Riß in der Nähe des Hecks in den letzten zwei Jahren von 70 Zentimeter
auf 1,20 Meter verbreitert hat, sodass nur noch das innere Schott und die
Druckrohrleitungen das Schiff an dieser Stelle zusammenhalten. Obwohl 1994
ein Großteil des Öls aus dem Wrack gepumpt worden war, befinden sich noch
immer bis zu 40 Tonnen in den Tanks. Bricht der 206 Meter lange Kreuzer
auseinander, droht dem Fjord vor der Hauptstadt Norwegens eine erhebliche
Ölverschmutzung. Die Behörden hoffen, daß die "Blücher" in einem solchen
Fall als Ganzes auf den Meeresboden sinkt. Im Moment liegt das Vorschiff
auf einem 25 Meter hohen Sockel, das Heck schwebt frei im Wasser. Wann das
Wrack absinkt oder zerbricht, lässt sich nicht vorhersagen. Dennoch
befinden sich die lokalen Ölschutzbehörden in ständiger Bereitschaft.
Das Kriegsschiff "Blücher" - damals das modernste Kriegsschiff der
deutschen Kriegsmarine - war im Frühjahr 1940 als Teil eines Verbandes
unterwegs, um die Stadt Oslo einzunehmen. Am 9. April 1940 wurde das Schiff
von norwegischen Küstenbatterien beschossen und sank im Oslofjord. Mehrere
hundert deutsche Soldaten kamen dabei ums Leben. Mit dem Schiff versanken
auch die gesamte Munition und rund 150 Tonnen Öl.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Deutscher Frachter vor Schweden gestrandet
(05.10.2004) -
Der unter Antigua-Flagge laufende, deutsche Frachter "Marie O" lief am
Morgen des 2.10. mit einer Ladung Schnittholz in schwedischen Gewässern auf
Grund. Kurz zuvor hatte das Schiff von der Mönsterås Papiermühle abgelegt.
Die Schwedische Küstenwache sicherte das Gebiet wenig später gegen
Ölverschmutzungen ab. Dann wurde ein Teil der Ladung geleichert, so dass am
Nachmittag des 3.10. der Havarist freigeschleppt werden konnte.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Kutter mit Verstopfung in Seenot
(05.10.2004) -
Der amerikanische 48-Fuß-Kutter "Confidence" schlug am 3.10 südlich von
Lituya Bay im Golf von Alaska nahe des Glacier Bay National Parks leck. Die
US-Küstenwache entsandte einen Hubschrauber aus Sitka, der mobile Pumpen
zum Havaristen brachte. Die Bergungsmannschaft stellte fest, dass die
Ölfilter der "Confidence" durch Ablagerungen aus einem leeren Tank
verstopft worden waren. Am Abend konnte das Schiff sicher in Lituya Bay
verankert werden.O
Quelle: Tim
Schwabedissen
"Brunnen"-Unglück geklärt: Mannschaft übte Nebelfahrt
(04.10.2004) - Die Kollision des Fahrgastschiffes "Brunnen" mit einer Ufermauer des
Vierwaldstättersees am 20. September ist auf Fehler der Schiffsführer
zurückzuführen. Diese hatten mit dem Schiff auf der Fahrt von Luzern nach
Alpnachstadt eine Nebelfahrt geübt und dazu teilweise die Scheiben des
Brückenhauses abgedeckt. Bei solchen Fahrten sind immer zwei Schiffsführer
im Ruderhaus. Zudem wird ein Autopilot eingesetzt. Bei der Anfahrt auf die
Station Kehrsiten-Bürgenstock kam es dann zur Kollision mit der Ufermauer.
Sieben der 20 Personen an Bord wurden verletzt. Das Schiff wurde inzwischen
wieder für den Verkehr freigegeben. Es ist davon auszugehen, dass eine
unglückliche Verkettung von Bedienungs- und Aufsichtsfehlern der beiden
Schiffsführer sowie eine nicht optimale Anordnung des Autopiloten zum
Unfall geführt hätten. Ein Reedereisprecher sagte, dass es völlig üblich
sei,dass solche Übungsfahrten mit einem Linien- und nicht mit einem leeren
Schiff ausgeführt werden. Es sei wichtig, dass Nebelfahrten bei guten
Wetterbedingungen geübt werden könnten. Trotzdem sollen nun die
Vorschriften für Trainingsfahrten und die Benutzung des Autopiloten
nachgebessert werden. Zudem soll die Ergonomie des Arbeitsplatzes
verbessert werden. Die beiden Schiffsführer müssen eine interne Ausbildung
durchlaufen und einen Test machen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Gesunkener Schlepper blockiert Rheinhafen
(04.10.2004) -
Am Morgen des 2.10. sank ein Schleppschiff im Hafen von Speyer beim
Versuch, einen manövrierunfähig gewordenes Binnenschiff, dem auf dem Rhein
eine Tonne in die Schraube geraten war, einzuschleppen. Beim Versuch, den
Havaristen zusammen mit einem anderen in eine Speyrer Werft zu bugsieren,
krängte der Schlepper und lief anschließend voll. Die beiden
Besatzungsmitglieder retteten sich vor dem Untergang unversehrt. Das rund
sieben Meter lange Schiff kam direkt in der Hafeneinfahrt in vier Metern
Tiefe zu liegen und blockierte seither den Hafen. Ein erster
Bergungsversuch am selben Tag mithilfe eines Luftkissens scheiterte. Am
Vormittag des 4.10. soll nun ein Kran das Wrack aus der Zufahrt räumen. Dem
Binnenschiff wurde mittlerweile wie geplant die Schraube klariert.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Ölbergung an "Prestige" abgeschlossen
(04.10.2004) -
Zwei Jahre nach dem Untergang des Tankers "Prestige" vor der spanischen
Küste sind die Ölbergungsarbeiten an dem Schiff weitgehend abgeschlossen
worden. Das Spezialschiff "Odin" hatte in den vergangenen Monaten 13.600
Tonnen Öl aus dem in 4.000 Meter Meerestiefe leigenden Wrack ab und machte
sich am 2.10. auf den Weg in die nordspanische Hafenstadt La Coruna. Im
Rumpf der "Prestige" befinden sich nun zwar immer noch 1600 Tonnen Öl, die
aber nicht abgepumpt, sondern durch Bakterien biologisch unschädlich
gemacht werden sollen. Dazu waren in der vergangenen Woche 60 Tonnen eines
speziellen Düngemittels in das Wrack eingeleitet worden. Innerhalb von zwei
Wochen soll das Restöl abgebaut sein. Die "Prestige" war am 13. November
2002 vor der spanischen Küste leckgeschlagen und nach tagelanger Irrfahrt
vor der Küste auseinandergebrochen. Von den 77.000 Tonnen der Ölladung
liefen danach rund 52.000 Tonnen ins Meer, ein Großteil davon verunreinigte
die Küsten der nordspanischen Provinz Galicien und Südfrankreichs.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Gestrandeter Tanker im Kattegat liegt weiterhin fest
(04.10.2004) -
Mehrere Bargen sind zu dem am 30.9. im Kattegat gestrandeten liberianischen
Tanker "Fotini Lady" unterwegs, nachdem es bis zum 3.10. immer noch nicht
gelungen war, das Schiff freizuschleppen. Ein Sprecher des WWF sagte, dass
man von Glück sagen könne, dass es sich bei dem mit 63.000 Tonnen Öl
beladenen Schiff um einen Neubau von 2004 mit einer Doppelhülle handele und
das Wetter bislang ruhig blieb. Die "Fotini Lady" sei das größte Schiff,
das jemals am Ausgang des Dänischen Großen Belts in der Ostsee havarierte.
Diese Stelle gehöre zu den größten Gefahrenpunkten in der gesamten Ostsee.
Die "Fotini Lady" war auf dem Weg von Litauen nach Malta und hatte keinen
Lotsen an Bord. Der WWF forderte die Ostsee-Anrainerstaaten und die EU auf,
endlich verschärfte Sicherheitsvorkehrungen für die Hauptwasserstraße der
Ostsee bei der Weltschifffahrtsorganisation IMO einzufordern.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Traurigstes Schiff in Emden soll verschwinden
(04.10.2004) -
Das wohl traurigste Schiff des Emder Hafens, das Wrack des einstigen
Bäderschiffes "Tabu", dessen rostige Hulk seit Jahren das Bild des Jarßumer
Hafens prägt, soll in den nächsten Wochen seinen angestammten Liegeplatz
räumen. Der Emder Hafenkapitän setzte dem Eigner jetzt eine Frist bis Mitte
Oktober. Grund für die Maßnahme ist der geplante Bau eines Betonwerkes zur
Herstellung von Türmen für Windkraftanlagen handeln Der Hafenkapitän hatte
aber bereits im August diesen Jahres durchblicken lassen, dass ihm die
"Altlasten" im Jarßumer Hafen zunehmend ein Dorn im Auge seien. Jetzt gerät
das Niedersächsische Hafenamt offensichtlich durch die beabsichtigte
Ansiedlung der Betonfabrik unter Zugzwang, zumal der Boden vor einer
Bebauung noch saniert und von Altlasten befreit werden soll. Der Eigner der
"Tabu", der inzwischen einen Rechtsanwalt eingeschaltet hat, will zunächst
auf eine schriftliche Aufforderung des Niedersächsischen Hafenamtes
bestehen. Einer Verlegung wolle er erst einmal nicht zustimmen, zumal er
die Liegegebühren bis zum Jahresende bezahlt habe. Der Bastler, der seit 14
Jahren an der Sanierung der "Tabu" arbeitet, möchte das Schiff am liebsten
nach Oldenburg verholen, um es dort endgültig auf Vordermann zu bringen und
anschließend als Museumsschiff zu etablieren. Die Stadt Oldenburg habe ihm
allerdings signalisiert, dass der Oldenburger Hafen nicht ausreichend
Tiefgang vorhalte. Möglicherweise traut die Stadt aber auch der
Seetüchtigkeit des Rostschiffes nicht. Anfang der 19achtziger war während
einer nächtlichen Vergnügungstour ein Feuer an Bord des Fahrgastschiffes
ausgebrochen. Ernsthaft verletzt wurde niemand, aber der Schaden war
beträchtlich. Die "Tabu" wurde in ein abgelegenes Hafenbecken geschleppt,
um dort jahrelang vor sich hin zu rotten. Der Brand war nicht der erste
Vorfall, der dem Schiff widerfuhr, und nun stand es endgültig im Ruf, ein
Unglücksschiff zu sein. Eines Winters lief sie voll, legte sich auf die
Seite und lag von nun an halb gesunken im seichten Wasser, so daß nur noch
ein Teil der Aufbauten zu sehen war. Wieder vergingen Jahre, anscheinend
war die Liegeplatzgebühr niedriger als die Kosten einer Bergung. Lediglich
damit es in ein anderes Hafenbecken geschleppt werden konnte, wurde das
Wrack noch einmal gehoben. Inzwischen ist sie das dienstälteste Wrack weit
und breit.
Quelle: Tim
Schwabedissen
"Blücher"-Wrack bricht auseinander
(04.10.2004) -
Die norwegische Behörde für Schiffssicherheit hat im September mithilfe
eines Mini-U-Bootes, das mit Kameras und Lampen ausgerüstet war, eine
Untersuchung des in 90 Metern Tiefe liegenden Wrack des 1940 versenkten
Kreuzers "Blücher" durchgeführt. Dabei stellte sich heraus, dass sich
mittlerweile ein breiter Riss durch den Schiffsrumpf zieht. Ein Sprecher
der norwegischen Schiffsicherheitsbehörde äußerte die Befürchtung, dass der
Rest des in den Tanks befindlichen Öls dann auslaufen und für große
Verunreinigungen sorgen könnte. Obwohl in der Vergangenheit bereits
mehrfach Öl abgepumpt worden war, sollen sich noch 40.000 Liter in den
Tanks des Wracks befinden.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Wracksuchschiffe arbeiteten 2003 an 109 Wracks
(04.10.2004) -
Insagesamt 109 Wracks untersuchten die Wracksuchschiffe des Bundesamts für
Hydrographie und Seeschifffahrt "Atair", "Deneb" und "Wega" im Jahr 2003.
Erwähnenswert war dabei insbesondere die erfolgreiche Suche der "Deneb"
nach einer Segelyacht, die nach einer Havarie im Tiefwasser vor Rügen
gesunken war. Die BSH-Schiffe fuhren insgesamt 30 800 km Lotungsprofile in
Nord- und Ostsee. Dabei wurden in der Ostsee bei den Hauptschifffahrtswegen
und den Ansteuerungen zu den Haupthäfen die Vermessungsarbeiten
fortgesetzt. Außerdem wurde am 30. Oktober der Neubau "Capella", der
insbesondere für die Vermessung in flachen Küstengewässern in den Watten
und Bodden konzipiert ist, in Dienst gestellt.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Vier Tote bei Trawlerstrandung
(04.10.2004) -
In der Nacht zum 17. September lief der irische Trawler "Saint Oliver" auf
dem Weg von Ros nach Mhíl, Irland, auf Felsen vor Duck Island auf. Vier
Man, darunter der Kapitän, starben.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Fahrerflucht nach Kollision vor Thailand
(04.10.2004) -
Der 49 Fuß lange Trawler "Srimuang-3", der mit einer Ladung Shrimps und
einer Besatzung von 35 Mann 64 Kilometer vor der Küste von Prachuab Khiri
Khan stand, wurde von einem unidentifizierten Frachter am Morgen des 22.
September breitseits gerammt und sank im Golf von Thailand. Drei Mann
Besatzung wurden anschließend tot aus dem Wrack geborgen. Weitere fünf
werden noch im Schiffsrumpf vermutet. Der Kollisionsgegner war
weitergefahren, ohne sich um die Schiffbürchigen zu kümmern.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Tanker im Cheasapeake-Kanal auf Grund
(04.10.2004) -
Der 600 Fuß lange Gasolin-Tanker "Torm Gerd", beladen mit 197.000 Gallonen
Öl, geriet am 21. September im Chesapeake & Delaware Canal östlich der St.
Georges Bridge auf Grund, als er einem anderen Schiff ausweichen wollte.
Das Doppelhüllenschiff konnte sich mit Schlepperunterstützung bei der
nächsten Flut befreien.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Besatzung von gesunkenem Shrimpfänger aus Rettungsinsel geschleudert
(04.10.2004) -
Der 20 Meter lange Shrimpfänger "Ryan's Commander", auf dem Weg in den
Heimathafen St. Brendan's mit einer Besatzung von fünf Mann, sandte 10
Kilometer vor der Küste am 19. September einen Notruf, dass er in vier
Meter hohen Wellen bei bis zu 50 Knoten Windgeschwindigkeit leckgeschlagen
sei. Danach ging die Crew in eine Rettungsinsel. Ihr Schiff kenterte und
sank nahe Cape Bonavista vor Neufundland. Die Insel wurde auf die Küste
getrieben, wobei alle Schiffbrüchigen herausgeworfen wurden. Die Leiche
eines Mannes wurde gefunden, die anderen sind vermutlich ebenfalls ums
Leben gekommen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Fähre in China gekentert - bis zu 50 Tote
(04.10.2004) -
Am 23. September kenterte eine überladene chinesische Fähre auf dem Yellow
River in der nordchinesischen Shanxi Provinz. 12 Menschen starben, 36
wurden vermisst. Das Schiff war mit 65 Personen zur Wollernte unterwegs. 17
von ihnen wurden gerettet.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Küstenwachkutter bei Rettungsaktion in Seenot
(04.10.2004) -
Der 47 Fuß lange Kutter der kanadischen Küstenwache "Thunder Cape" wurde am
19. September schwer beschädigt, als er während einer Rettungsaktion mit
einem Wellenbrecher im Hafen Thunderbay kollidierte und sich auf die Seite
legte. Das Rettungsboot "Samuel Risley" soll das beschädigte Schiff nach
Burlingon, Ontario, schleppen. Das Unglück ereignete sich, als zwei
Sportbootfahrer in der Mündung des Mission River in Not gerieten. Die
beiden wurden von einem Schlauchboot aufgenommen. Dann aber rammte die
"Thunder Cape" den Wellenbrecher und wurde aufgerissen. Außerdem erlitt der
Propeller Schäden.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Stabilität der "Rotterdam" war nicht gefährdet
(04.10.2004) -
Wie die Holland-Amerika-Linie jetzt mitteilte, war ihre "Rotterdam" bei der
Havarie am 24. Spetember zwar bis zu 20° am Rollen, jedoch nie in der
Gefahr des Sinkens. Der Maschinenausfall dauerte exakt 2 Stunden 43 Minuten
in 260 Meilen Entfernugn vom Hurrikan Karl in schwerer See im Nordatlantik.
Die Schiffsingenieure hatten Sediment in der Maschine entdeckt, dass die
Ölfilter verstopfte. Deshalb wurden die Maschinen gestoppt. Ohne
Vorausfahrt im Schiff entfalteten auch die Stabilisatoren keine Wirkung
mehr. Im Anschluss entwickelte sich die schwere Rollbewegung. Die
"Rotterdam" ist aber auf bis zu 48 Grad Schlagseite stabil. Nachdem die
Ingenieure ein Filtersystem installiert hatten, dass das Sediment auffing,
konnten die Maschinen wieder hochgefahren werden. Insgesamt 90 Passagiere
brauchten medizinische Versorgung, wobei die schwersten Verletzungen
Knochenbrüche waren. Nun muss die Ursache der Sedimentbildung untersucht
werden, wobei der Lieferant des Maschinenöls im Mitteelpunkt steht.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Skipper im Atlantik gerettet
(04.10.2004) -
Am Morgen des 2. Oktober wurde ein Notruf aus dem mittleren Atlantik von
der Küstenwache in Falmouth aufgefangen. Daraufhin nahm der
Containerfrachter "Canmar Spirit" Kurs auf die Position. In Schottland
stieg ein Suchflugzeug auf. Die "Canmar Spirit" sichtete um 8.30 ein rotes
Norsignal, das von der 23 Fuß langen australischen Yacht "Seacow"
abgeschossen worden war. Deren Skipper ließ sich von dem Frachter an Bord
nehmen, nachdem sein Boot in rauer See mehrfach auf die Seite geschlagen
war. Die "Seacow" musste aufgegeben werden.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Trawler vor Norwegen in Seenot
(04.10.2004) -
Am Morgen des 2. Oktober geriet der britische Trawler "Sunrise" gegen
sieben Uhr in Seenot, nachdem er bei der gemeinsamen Fangfahrt mit der
"Ocean Dawn" leckgeschlagen war. Das in Fraserburgh beheimatete Schiff
hatte fünf Mann Besatzung an Bord, als es 142 Meilen nordöstlich des
Heimathafens Wasser machte. Die "Ocean Dawn" machte ebenso wie der
Versorger "Stril Neptune" der Sleipner-Plattform Standby, während ein
norwegischer Hubschrauber eine Lenzpumpe herbeischaffte. Die
Wetterbedingungen im Seegebiet waren moderat. Nach dem Abfieren der Pumpe
wurde Klarheit erhofft, ob das Schiff aufgegeben werden muss oder
nicht.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Fischfrachter vor Norwegen auf Grund
(04.10.2004) -
In der Nacht zum 2. Oktober ist der unter panamesischer Flagge fahrende
RoRo-Frachter "Ludvig Andersen" im norwegischen Færøysund auf Felsen
gelaufen. Die Fracht des Schiffes besteht zum größten Teil aus gefrorenen
Fisch. An Bord befinden sich auch 150 Tonnen Treibstoff und Schmieröl, die
bisher nicht ausgetreten sind. Die Unfallursache ist noch unbekannt.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Gastanker im Kattegat gestrandet
(01.10.2004) - Am 28.9. lief gegen 14 Uhr der Tanker "Fotini Lady" am Hatter-Riff östlich von Samsø auf Grund. Das 228 Meter lange und mit 63.000 Tonnen Flüssiggas
beladene Schiff kam außerhalb der 700 Meter breiten Tiefwasserroute durch
das Kattegat auf dem Weg von Litauen nach Malta fest. Es gab keine
Meldungen über Ölaustritte., aber es gibt ein "potentielles Risiko", daß
das Schiff leckschlagen wird. Der Tanker hatte keinen Lotsen an Bord und
liegt jetzt nahezu vollkommen auf dem Sandgrund auf. Es kann deshalb
notwendig werden, das Schiff teilweise zu leichtern, um es frei zu
bekommen. Mehrere Spezialschiffe wurden zum Havaristen entsandt. Die
Seefahrtsbehörden und die Versicherungsgesellschaft des Schiffes nahmen
Verhandlungen über das weitere Vorgehen auf. Der Tanker hat eine doppelte
Außenhaut und wurde erst im Februar in Südkorea fertiggestellt.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Havarierter Kreuzfahrer "Rotterdam" erreichte Halifax
(01.10.2004) -
Krankenwagen erwarteten den Kreuzfahrer "Rotterdam" der Holland America
Line beim morgendlichen Einlaufen nach Halifax am 28. September an Pier 21,
nachdem er am 24.9. im Hurrikan Karl im Nordatlantik in Seenot geraten war.
Über ein dutzend Passagiere mussten ins Queen Elizabeth II Health Sciences
Centre eingeliefert werden, mehrere davon mit Knochenbrüchen. Das Schiff
war auf dem Weg von Griechenland über England nach New York gewesen, als es
900 Kilometer östlich von St. John's, Neufundland, in den Sturm geraten
war. Ungefähr dreieinhalb Stunden hatte die 233 Meter lange "Rotterdam", in
Dunkelheit getaucht, in den bis zu 20 Meter hohen Wellen getrieben. An Bord
waren 1.300 Passagiere und 590 Mann Besatzung gewesen. Drei Pianos,
unzählige Möbelstücke und hunderte von Gläsern waren zu Bruch gegangen. Den
Passagiere wurde befohlen, in den öffentlichen Räumen des Schiffes auf dem
Boden zu verharren, nachdem die Maschinen ausgefallen waren. Wegen der
Schlagseite waren etliche Bullaugen unter Wasser geraten. Deswegen wurde
ein Teil des Achterschiffs geräumt, falls die großen Scheiben eingedrückt
werden sollten. In Halifax wurde die "Rotterdam" vor der Weiterreise nach
New York inspiziert und aufgeklart. Ein Sprecher der Reederei sagte, die
Umstände der Havarie würden aufgeklärt. Strukturelle Schäden seien nicht
entstanden.
Quelle: Tim
Schwabedissen
"Manaav Star" freigeschleppt
(01.10.2004) -
Der am 12. September an der Küste von Südkent bei Camber gestrandete
Mumbaier Frachter "Maanav Star", 1.175 BRZ, wurde am 27. September wieder
freigeschleppt. Dem bei Rye im Sturm breitseits auf die Küste getriebenen
Schiff wurde zunächst mithilfe von Baggern ein tieferes Bett geschaffen.
Dann konnte es seewärts gedreht und auf die offene See gezogen werden.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Öl lief aus Kutterwrack in Kieler Förde
(01.10.2004) -
Ein Hydraulikbagger bereitete am 30. September dem Wrack des Kutters
"Delphin" auf dem Gelände des Kieler Tonnenhofs ein Ende. Das Schiff hatte
im Sportboothafen Mönkeberg an der Kieler Förde gelegen, wo es bereits 1996
wegen Vernachlässigung auffiel. 1999 drohte es zu sinken und wurde vom
Schwimmkran "Hiev" auf dem Gelände des Tonnenhofs abgesetzt. Der Eigner
reagierte wiederholt nicht auf die Aufforderung, sich um das Schiff zu
kümmern. Nun wurde die 5.000 € teure Abwrackaktion vorgenommen. Dabei lief
aus einem nicht vollständig geleerten Tank Öl in die Förde. Nach dem
Auslegen einer Ölsperre wurde die Verschmutzung mit Spezialgerät beseitigt.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Interessante Links: